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DRF Luftrettung fliegt mit neuen Nachtsichtgeräten

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Seit Anfang Juni liegt der DRF Luftrettung die offizielle Zulassung der EASA (European Aviation Safety Agency) für neue Nachtsichtgeräte vor. Die moderneren Brillen ermöglichen eine bessere Sicht bei minimalen Lichtverhältnissen und grenzwertigen Wetterverhältnissen. In Nürnberg bereits im Einsatz werden sie zukünftig auch an den H145-Stationen in München und Regensburg eingeführt. Nachtsichtgeräte (sogenannte Night Vision Goggles, NVG) verstärken das Restlicht und bieten damit den Piloten eine bessere Orientierung bei Dunkelheit, insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen.

„Die DRF Luftrettung ist damit die erste Luftrettungsorganisation in Deutschland, die diese Geräte einsetzt“, betont Johann Haslberger, der für die flugbetriebliche Ausbildung bei der HDM Luftrettung verantwortlich ist. Insgesamt sieben Geräte der US-Firma Aviation Specialities Unlimited wurden bisher angeschafft.

„Die neue Brille hat kein grün-schwarzes Bild mehr, sondern ein schwarz-weißes. Dieses erscheint augenfreundlicher und kontrastreicher und ist dadurch näher am natürlichen Sehen. Kombiniert mit einer höheren Auflösungsdichte tragen diese Neuerungen dazu bei, dass Hindernisse wie zum Beispiel Leitungen noch besser erkannt werden“, erklärt Johann Haslberger. Die Zulassung der neuen NVG gilt für das Hubschraubermuster H145. Das Cockpit und die Kabinenbeleuchtung dieses neuen Musters, das bereits an drei 24h-Stationen der DRF Luftrettung eingesetzt wird, wurden dafür speziell konfiguriert.

Die DRF Luftrettung setzt an 30 Stationen in Deutschland und Österreich Hubschrauber für die Notfallrettung und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an acht davon sogar rund um die Uhr. Im vergangenen Jahr starteten die rot-weißen Luftretter zu insgesamt 37.811 Einsätzen.

Expansion von Cargolux: Joint Ventures in China

Cargolux Airlines International und die Henan Civil Aviation Development & Investment Co., Ltd. (HNCA) unterzeichneten zwei Absichtserklärungen im Rahmen des Besuchs der chinesischen Delegation in Luxemburg. Beide Parteien bestätigen damit ihr Engagement weiter an der Schaffung einer in China ansässigen Joint Venture Frachtairline zu arbeiten und noch im Jahr 2015 eine verbindliche Vereinbarung zu treffen. Außerdem ist auch die Gründung eines Joint Ventures für Wartungs- und Instandhaltungsleistungen in Zhengzhou geplant.

Anlässlich des ersten Jahrestags der Partnerschaft mit der HNCA begrüßten Vertreter der Luxemburger Regierung und Cargolux die chinesische Delegation unter der Leitung von Guo Gengmao, Chairman of the Standing Committee of the People’s Congress der Provinz Henan. Die Delegation bestand aus Vertretern der Regierung von Henan, des Zhengzhou Xinzheng International Airport und der HNCA.

Im Laufe der Partnerschaft hat Cargolux zehn wöchentliche Linienflüge zwischen Luxemburg und Zhengzhou sowie kürzlich auch von Mailand nach Zhengzhou, durchgeführt von Cargolux Italia, etabliert. So hat das Abkommen innerhalb eines Jahres zu einer erfolgreichen Partnerschaft geführt, die auf Vertrauen und Respekt basiert sowie beiden Parteien Vorteile bringt. Cargolux hat damit die Führungsrolle auf dem Luftfrachtmarkt in Zhengzhou übernommen.

Luxemburg wurde repräsentiert von François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, und Tom Weisgerber, Premier Conseiller de Governement, sowie seitens Cargolux von Paul Helminger, Chairman of the Board of Directors, Dirk Reich, Präsident und CEO, und Mitgliedern des Executive Committee. Die Delegation besuchte das Cargolux Wartungscenter und den Flugsimulator sowie den Cargolux 747-8 Frachter LX-VCJ, mit dem Namen City of Zhengzhou, auf der Tour durch das Luxair Cargocenter.

Star Alliance kooperiert mit Sabre bei RTW und CT

Die Airline-Allianz Star Alliance und der Technologiedienstleister der Reise- und Tourismusbranche Sabre bieten nun die automatisierte Buchung von Round-the-World (RTW) und Circle Trip (CT) Flugtarifen über das Sabre-GDS an. Vor kurzem gab Sabre die Zusammenarbeit mit der Airline Tariff Publishing Company (ATPCO) hinsichtlich des neu entwickelten Industriestandards für den Kauf von RTW- und CT-Tarifen bekannt – dieser Standard hilft bei der Reduzierung der Bearbeitungskosten in Zusammenhang mit der Aktualisierung und Verwaltung von RTW-Produkten.

Bisher mussten Reiseverkäufer bei der Buchung von RTW-Routen mit mehreren Destinationen die Preise für jedes Segment der Reise eines Passagiers manuell addieren. Die neue Sabre-Technologie automatisiert diesen Prozess und liefert einen kompletten Preis für die gesamte Reise des Passagiers. Agenturen erhalten ebenfalls reduzierte Agency Debit Memo-Kosten (ADMs), die Fluglinien belasten, wenn es Unterschiede zwischen dem angebotenen Preis und dem von der Fluglinie veröffentlichen Tarif gibt.

Harald Eisenaecher, Senior Vice President, Sabre EMEA: „Zusammen mit Star Alliance können wir jetzt eine einfachere Möglichkeit zur Buchung von RTW-Tarifen anbieten – wir sind stolz, das erste GDS zu sein, das diesen neuen Industriestandard vor kurzem eingeführt hat. Seitdem verzeichnen wir eine enorm positive Reaktion auf unsere neue Technologie – vor allem von Seiten unserer Reisebüro-Kunden. Diese Vereinbarung zeigt weiterhin den Bedarf für die Automatisierung derart komplexer Routen. Wir erwarten dadurch mehr Buchungen der RTW-Tarife.“

Die Nutzung von Technologie zur Vereinfachung und Beschleunigung komplexer Prozessen ist ein wesentlicher Vorteil im Angebot einer Allianz. Reisebüros können schnell und einfach auf die Kundenwünsche bei Weltreisen reagieren, die sehr oft hoch-individualisierte und komplizierte Routings umfassen.

Ausbildungsberuf für Ungelernte bei LUG

Die LUG aircargo handling GmbH, eines der innovativsten, unabhängigen Bodenabfertigungsunternehmen in Deutschland, bildet seit April in Zusammenarbeit mit der Logistic Training Center GmbH (LTC), Neu-Isenburg, und der Spedition Dachser, Frankfurt/Main, 17 An- und Ungelernte oder sogenannte Spätstarter zum Fachlageristen aus.

Die kooperative betriebliche Umschulungsmaßnahme zum Ausbildungsberuf Fachlagerist dauert 16 Monate und wird mit einer IHK-Prüfung abgeschlossen. Die Ausbildungsinitiative dient der Qualitäts- und Fachkräftesicherung und wird in enger Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit im Rhein-Main-Gebiet durchgeführt. Sie ist ein Beitrag zum deutschen Ausbildungspakt und unterstützt die Initiative ProAbschluss des hessischen Wirtschaftsministeriums.

Chancen für Geringqualifizierte

Für die Ausbildung wurden Arbeitssuchende ausgewählt, die jetzt die Chance haben, mit diesem Lehrgang einen regulären Berufsabschluss nachzuholen und gleichzeitig bei einem renommierten Unternehmen der Logistikbranche langfristig einen Arbeitsplatz mit Zukunftsaussichten zu finden. Aber auch für die Ausbildungsbetriebe ist dies eine Win-Win-Situation. Im Ballungsraum Rhein-Main sind Facharbeiter knapp.

„Im Bereich der Luftfracht-Abfertigung benötigen die Unternehmen immer wieder neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, um Personalwechsel auszugleichen und Tonnagezuwächse bewältigen zu können. Diese müssen mit den staatlichen Auflagen und Vorschriften des Internationalen Lufttransportverbands IATA vertraut sein. Und sie sollten in der Lage sein, die steigenden Qualitätsanforderungen der Airlines zu erfüllen. Solche qualifizierten Bewerber mit Spezialwissen kann der Arbeitsmarkt momentan nicht bieten“, erläutert Elke Wasser, Geschäftsführerin, Logistic Training Center GmbH. LUG kann sich im Rahmen der Ausbildungsinitiative zusätzliche, motivierte Mitarbeiter sichern und somit die hohen Anforderungen der Kunden erfüllen.

Theorie und Praxis

Der Berufsschulunterricht im Rahmen der dualen Ausbildung wird durch das Logistic Training Center durchgeführt, das mit spezifischen Aus- und Weiterbildungskonzepten seit Jahren erfolgreich Unternehmen in der Luftfrachtbranche unterstützt. Die Dozenten sind alle vom Fach und haben selbst als Führungskräfte in der Logistik gearbeitet. Die Ausbildung ist modular aufgebaut. Die Praxisphasen finden bei LUG und Dachser, die Theoriephasen im LTC statt. Die Lehrinhalte entsprechen dem Ausbildungsrahmenplan des Ausbildungsberufs Fachlagerist. Die spezifischen Bedürfnisse und Kenntnisse für LUG (Luftfrachthandling) und Dachser (Lagerlogistik) wurden in das Lehrprogramm eingearbeitet. Die zukünftigen Mitarbeiter werden speziell auf die Anforderungen der Praxis geschult.

Lehrgangsgebühren und Unterhalt werden von der Agentur für Arbeit getragen. Die Firmen zahlen allen Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung. Das Bild zeigt Auszubildende mit Ziel Fachlagerist im LUG-Frachtterminal CargoCity Süd.

Verantwortung und Serviceexzellenz

„Junge Menschen für einen Beruf in der Logistikbranche zu begeistern, ist und bleibt eine Herausforderung, die wir gerne annehmen“, sagt Patrik Tschirch, Managing Director, LUG aircargo handling GmbH. „Unser Anspruch ist es, stets zuverlässig in einer hohen Qualität zu arbeiten. Das ist nicht nur eine Frage von Equipment und IT-Tools, sondern immer auch eine Frage des persönlichen Einsatzes und Know-hows von Menschen. Darum benötigen wir gut ausgebildetes Personal, das sich exakt an produktspezifische Vorgaben hält und prozessorientiert agiert. Nur mit Serviceexzellenz können wir gegenüber unseren Mitwettbewerbern punkten. Diese Serviceexzellenz gehört zu unserem Markenversprechen und hat uns zum führenden unabhängigen, familiengeführten Frachtabfertiger in Frankfurt gemacht“, ergänzt Patrik Tschirch.

LUG aircargo handling hat bereits in der Vergangenheit in verschiedenen Qualifizierungsprojekten mit dem Logistic Training Center zusammengearbeitet. „Wir haben sehr gute Erfahrungen bei verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen mit dem Unternehmen gemacht. Ich bin überzeugt, dass sich auch diese neue Ausbildungsinitiative für unsere Kunden und uns bezahlt macht“, so Patrik Tschirch.

Foto: LUG

Parabelflugzeug am Flughafen Köln/Bonn besichtigen

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Astronaut Alex Gerst machte in ihm seine ersten „Gehversuche“ in der Schwerelosigkeit, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt nutzte ihn für Weltraumforschungen: Nun wird der Zero „G“, das „pensionierte“ Parabel-Flugzeug, in den Sommerferien zur Besucherattraktion bei ganz speziellen „Holiday-Feeling“-Touren am Köln Bonn Airport.

In der Zeit vom 29. Juni bis zum 07. August stehen diese Führungen zusätzlich auf dem Programm. Die zweistündige „Holiday-Feeling“-Tour, auf der Besucher neben dem „Zero G“ auch alles rund ums Fliegen aus nächster Nähe beobachten können beginnt nach dem Check-In mit der Sicherheitskontrolle und einer spannenden Bustour. Vorbei an Flugzeugen, Schleppern und Spezialgeräten führt die Tour über das Gelände, wo die Abfertigung der Maschinen sowie startende und landende Flugzeuge aus nächster Nähe beobachtet werden können. Gästeführer des Flughafens erklären dabei alles rund um Landebahnen und Flugzeuge. Zur Erinnerung gibt’s Flughafenausweise und ein Schlüsselband.

Buchungen sind unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse (Straße/PLZ/Ort) und Personalausweisnummer (ab 16 Jahren) bis zu sieben Werktage vor Führungsbeginn möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt für Kinder 5,50 Euro und Erwachsene 8,50 Euro. Informationen zu Terminen und Preisen der Touren gibt es per Mail oder telefonisch unter der Rufnummer 02203-404396.

Foto: Köln Bonn Airport

Airbus-Aufträge von 57 Mrd. US-Dollar in Paris

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Auf der Paris Air Show 2015 hat Flugzeugbauer Airbus Geschäfte in Höhe von 57 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Dahinter stehen 421 Flugzeuge. Darunter sind feste Bestellungen für 124 Flugzeuge im Wert von 16,3 Mrd. US-Dollar und Absichten für 297 Maschinen für 40,7 Mrd. US-Dollar.

Im Segment der Großraumflugzeuge konnte Airbus den ersten Kunden der Regionalversion der A330 gewinnen: Saudi Arabian Airlines nimmt 20 dieser Flugzeuge im Leasing über IAFC.

Die A350 XWB drängt weiter in den Markt und verzeichnet 31 Verpflichtungen für die A350-900, insgesamt haben die Großraumflugzeuge 55 Aufträge an Bestellungen und Verpflichtungen für 15,6 Mrd. US-Dollar erhalten. Diese gingen für 31 A350-900, 20 A330 Regional und vier A330-300 ein.

Im Segment der A320-Familie – Flugzeuge mit einem Mittelgang – wurden 366 Order aufgegeben, davon waren 103 feste Bestellungen und 263 Abischten. Der Wert beträgt insgesamt 41,4 Mrd. US-Dollar. 323 der Flugzeuge wurden mit der New Engine Option (neo) bestellt. Die neuen Versionen haben damit die Marke von 4.000 seit Programmstart 2010 geknackt.

Hinzu kommt die Ankündigung von Airbus, eine Konvertierungsoption von Passagierflugzeugen zu Frachtern (P2F) für die A320-Familie aufzulegen.

Zu den Geschäften zählen u.a. folgende Vereinbarungen:

  • Wizz Air bestellt 110 Flugzeuge der A321neo und wird damit zu einer der größten Airlines in Europa.
  • VietJetAir aus Vietnam bestellte sechs weitere A321. Die 2011 gestartete Airline betreibt nun schon 25 A320-Flugzeuge, hat damit 69 Maschinen fest bestelt und noch Optionen für 30 weitere.
  • Synergy Aerospace Corporation, Anteilseigner von Avianca Brasil, hat ein Memorandum of Understanding (MoU) für 62 Flugzeuge der A320neo-Familie unterzeichnet. Die Airline weitet damit ihr Netzwerk in Südamerika aus und verjüngt die Flotte. Synergy hat zehn Airbus A350 XWB, sechs A330-200, einen A330-200 Frachter und 20 Flugzeuge der A320 bei Airbus in Auftrag. Avianca Brasil betreibt 38 Maschinen der A320 und einen A330 Frachter. Wenn die Erklärung definitiv wird, hat Airbus 407 Flugzeuge der A320neo an sieben Kunden in Lateinamerika verkauft – Avianca, Azul, Interjet, LATAM, Synergy, VivaAerobus und Volaris.
  • Garuda hat 60 Langstrecken-Jets A350 XWB bestellt.
  • Korea Air hat ein MoU für 60 A321neo-Flugzeuge unterzeichnet.

InterSky fliegt Köln/Bonn – Friedrichshafen und Memmingen

InterSky kehrt nach Köln/Bonn zurück: Ab dem 05. Oktober verbindet die Regional-Airline den Köln Bonn Airport zweimal werktags sowie am Sonntag mit Friedrichshafen – mit Zwischenstopp am Allgäu-Airport Memmingen. Von Montag bis Freitag startet InterSky jeweils um 08:45 Uhr und 19:45 Uhr mit einer 50-sitzigen Dash8Q-300 von Köln/Bonn aus nach Friedrichshafen, um mit einer  Zwischenlandung in Memmingen nach einer Gesamtflugzeit von 01:50 Stunden Friedrichshafen am Bodensee zu erreichen. Auch am Sonntag gibt es einen Flug auf der neu aufgelegten Strecke – hier geht der Flug ohne Zwischenlandung direkt nach Friedrichshafen, die Maschine hebt um 15:40 Uhr am Köln Bonn Airport ab und ist um 16:55 Uhr am Ziel.

InterSky ist in Köln/Bonn kein unbekannter Kunde. Jahrelang war die Fluggesellschaft bereits auf der Route zwischen dem rheinischen Airport und Friedrichshafen unterwegs. Die neuen Flugverbindungen sollen ab sofoert ab 99 Euro pro Strecke buchbar sei.

Flugzeiten Friedrichshafen-Köln/Bonn-Friedrichshafen (mit Zwischenstopp Memmingen):

Wochentag Verbindung Uhrzeit
Friedrichshafen – Köln/Bonn (ab 05. Oktober 2015)
Mo-Fr Friedrichshafen – Köln/Bonn 6:25 – 08:15 Uhr
Mo-Fr Friedrichshafen – Köln/Bonn 17:25 – 19:15 Uhr
So Friedrichshafen – Köln/Bonn 13:20 – 15:10 Uhr
Köln/Bonn – Friedrichshafen (ab 5: Okt: 2015)
Mo-Fr Köln/Bonn – Friedrichshafen 08:45 – 10:35 Uhr
Mo-Fr Köln/Bonn – Friedrichshafen 19:45 – 21:35 Uhr
So (Direktflug) Köln/Bonn – Friedrichshafen 15:40 – 16:55 Uhr

Sentinel-2A klar zum Start

Nach dem erfolgreichen Start von Sentinel-1A im April 2014 ist nun Sentinel-2A, der nächste Umweltsatellit des europäischen Copernicus-Programms, startbereit.

Am 23. Juni 2015, 03:51:58 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, soll der Satellit an der Spitze einer VEGA-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guyana aus abheben. Europas führender Raumfahrtzulieferer Ruag Space hat massgeblich an der Entwicklung und am Bau des Satelliten mitgewirkt.

Die Sentinels (auf Deutsch „Wachposten“) sind das Herzstück des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, mit dem die Europäische Union eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur für Erdbeobachtung und Geoinformations-Dienstleistungen schaffen will. Copernicus soll unter anderem Daten für Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung, sowie für das Katastrophen-Management zur Verfügung stellen. Bis zum Jahr 2021 sollen insgesamt fünf verschiedene Sentinel-Missionen gestartet werden.

Sentinel-2A, der zweite aus der Familie der Copernicus-Satelliten, trägt eine multispektrale Kamera, die Bilddaten vom sichtbaren bis hin zum kurzwelligen Infrarotbereich des Spektrums liefern kann. Aus einer Umlaufbahn in knapp 800 km Höhe wird jeder Punkt der Erde innerhalb von 5 Tagen mindestens einmal erfasst und abgebildet. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten der Bilddaten für Umwelt und Sicherheit. So werden die Daten zukünftig für die Verfolgung von Naturkatastrophen und die Unterstützung von Rettungseinsätzen ebenso herangezogen werden können wie auch zur Städteplanung, zur Erfassung und Planung von Flächennutzung sowie in der Land- und Forstwirtschaft. Im kommenden Jahr soll ein zweiter baugleicher Satellit ins All folgen.

Für die Entwicklung und den Bau der beiden Sentinel-2 Satelliten ist Airbus Defence and Space in Friedrichshafen / Deutschland Hauptauftragnehmer in einem Industriekonsortium der größten europäischen Aerospace-Unternehmen. Im Rahmen dieses Konsortiums ist auch Ruag Space maßgeblich an dem Satelliten beteiligt. Von Ruag Space Österreich stammen die GPS-Navigationsempfänger, mit denen sich die Satelliten im All orientieren.

Eine der Grundvoraussetzungen für die geforderte Präzision der Vermessungsaufgaben ist die Kenntnis der aktuellen Satellitenposition. Dafür nutzen die Satelliten die Signale des US-amerikanischen Satellitennavigationssystems GPS. Die von Ruag Space entwickelten innovativen, weltraumtauglichen GPS-Empfänger wurden vom Wiener Weltraumtechnik-Unternehmen speziell für die Erfordernisse einer hochgenauen Positionsbestimmung (Precise Orbit Determination, POD) maßgeschneidert.

Durch gleichzeitige Verarbeitung von Empfangssignalen auf zwei unterschiedlichen Frequenzen kann im Gegensatz zu den üblicherweise auf der Erde eingesetzten GPS-Empfängern, die nur eine Frequenz verarbeiten, höchstmögliche Positionsgenauigkeit erzielt werden. Das auf hoch integrierten Chips (ASICs) basierende Design ist dabei auf möglichst geringes Gewicht bei gleichzeitiger Einhaltung aller für den Weltraum notwendigen Zuverlässigkeitskriterien und Strahlungsfestigkeitsanforderungen ausgelegt.

Neben dem GPS-Empfänger lieferte Ruag Space Austria die Thermalisolation für das innovative Laserkommunikations-Terminal. Von der schwedischen Schwesterfirma Ruag Space AB wurde der zentrale Steuerungscomputer des Satelliten geliefert. Die beiden Antennen für die Datenübertragung zur Satellitensteuerung sowie für den österreichischen GPS-Empfänger stammen ebenfalls aus Schweden.

Condor-Erstflug nach Providence/Neuengland

Der Ferienflieger Condor feierte heute den ersten Flug von Frankfurt nach Providence im US-Bundestaat Rhode Island. In der Sommersaison wird die Verbindung ab sofort immer montags und donnerstags angeboten.

Condor fliegt als einzige Airline nonstop von Europa nach Providence. Die neue Flugverbindung bietet Neuengland-Urlaubern den besten Zugang zu den Highlights Neuenglands wie Martha‘s Vineyard, Nantucket und den Stränden Cape Cods. Die Metropole Boston erreicht man in weniger als 60 Minuten Fahrzeit.

Um das neue Condor Ziel und Neuengland als Reiseziel bekannter zu machen, sind die deutschen Lifestyle- und Reiseblogger Mia Bühler und Thies Janknecht an Bord des Erstflugs. Für die aktuelle Sommersaison und den Sommer 2016 sind noch günstige Flüge nach Providence buchbar. Zubringerflüge oder Rail & Fly-Tickets für eine bequeme Anreise nach Frankfurt können dabei einfach hinzugebucht werden.

Querwindbahn am Köln Bonn Airport gesperrt

Aufgrund von Sanierungsarbeiten im Kreuzungsbereich der Querwindbahn wird die große Start- und Landebahn des Köln Bonn Airport an den kommenden beiden Samstagen, 20. Juni und 27. Juni, jeweils in der Zeit von 20:00 Uhr abends bis 06:00 Uhr Sonntagmorgen gesperrt.

Der Flugverkehr wird in der Zeit über die kleine Start- und Landebahn geleitet.

Keine Privatisierungen des Flughafen BER

In neuen Berichten zum Flughafen BER wird der Eindruck erweckt, es gäbe Neuigkeiten bei der Frage einer Teilprivatisierung der FBB bzw. dem Einstieg eines Privatinvestors. Dies ist laut Flughafen-Betreiber nicht der Fall. Es gibt zu diesem Thema keinen neuen Erkenntnisstand. Die FBB hat im Rahmen des Notifizierungsverfahrens die Aufgabe, die Wirtschaftlichkeit der angestrebten Kapitalzuführungen gegenüber der Europäischen Kommission nachzuweisen. Dies geschieht im Rahmen eines Market Economy Operator Test, mit dem untersucht wird, ob ein privater Investor die angestrebte Maßnahme auch so tätigen würde, und zwar nur und ausschließlich unter Renditegesichtspunkten.

Damit werde jedoch in keiner Weise präjudiziert, ob die FBB teilprivatisiert oder privatisiert werden soll. Es gibt demnach dazu keine neuen Entwicklungen.

Airbus A320/A321 für P2F-Segment

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Airbus wird gemeinsam mit ST Aerospace aus Singapur eine Passenger-to-Freighter (P2F)-Lösung für die A320- und A321-Flugzeuge anbieten.

Die Vereinbarung dazu wurde auf der Paris Air Show in Le Bourget von Harald Wilhelm, Chief Financial Officer der Airbus Group und Serh Ghee Lim, President der ST Aerospace, Andreas Sperl, CEO von EFW und Tom Williams, Airbus Chief Operating Officer. Airbus sieht im kleineren Frachtsegment für die nächsten 20 Jahre für P2F-Maschinen einen Marktbedarf von 600 Flugzeugen.

Bei P2F-Maschinen werden Passagierflugzeuge, oft aus dem Liniendienst ausgemustert, zu Frachtmaschinen umgebaut. Die A320P2F, mit elf Containerplätzen im Hauptdeck können 21 metrische Tonnen Nutzlast über 2.100 Nautische Meilen transportieren, die A321P2F mit 14 Plätzen wird bis zu 27 Tonnen über 1.900 Nautische Meilen transportieren. Die ersten A321P2F sollen 2018 ausgeliefert werden.

Die A320P2F und A321P2F die Airbus Frachter-Familie sollen das Airbus-Konzept mit den Widebodies A330F und A330P2F weiter verstärken. The A320/A321 P2F die Konvertierten Flugzeuge werden von der Elbe Flugzeugwerke (EFW) vermarktet. Airbus hält eine Mehrheit an dem in Dresden beiheimateten Umbauspezialisten mit dem Partner ST Aerospace. ST Aerospace liefert die Umrüstungstechnologie und wird gleichzeitig seinen Anteil an EFW um 20 Prozent auf eine dann 55 Prozent-Mehrheit erhöhen.

Pascale Ehrenfreund neue DLR-Vorsitzende

Professor Dr. Pascale Ehrenfreund, zurzeit Professorin für Space Policy and International Affairs in Washington, wird Vorsitzende des Vorstands des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Dies hat heute der Senat des DLR unter dem Vorsitz des Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Matthias Machnig, in Berlin einstimmig entschieden. Frau Professor Ehrenfreund folgt Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, der das DLR seit März 2007 acht Jahre geführt hat und zum 01. Juli sein Amt als Generaldirektor der Europäischen Weltraumagentur ESA antritt.

„Als Astrobiologin mit umfangreichen wissenschaftlichen Erfahrungen und hohem internationalen Renommee in Lehre und Forschung, unter anderen an den Universitäten in Paris, Leiden und Washington, ist Professor Ehrenfreund besonders qualifiziert, einer Großforschungseinrichtung wie dem DLR in Forschung und Entwicklung neue Impulse zu geben. Und natürlich freut es mich auch besonders, dass mit Professor Ehrenfreund erstmals eine Frau die größte deutsche ingenieurwissenschaftliche Forschungseinrichtung leitet. Die Entscheidung fiel sowohl im Ausschuss für Berufungsangelegenheiten wie auch im Senat einstimmig. Gleichzeitig möchte ich auch dem scheidenden Vorsitzenden Professor Wörner für die geleistet Arbeit im DLR herzlich danken und ihm eine glückliche Hand bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben als ESA-Generaldirektor wünschen“, sagt Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Vorsitzender des Senats des DLR.

„Mit Frau Ehrenfreund hat sich der Senat für eine hochkarätige, international anerkannte Wissenschaftlerin und gleichzeitig eine erfahrene Managerin entschieden“, kommentiert Prof. Johann-Dietrich Wörner die Wahl. Er freue sich, so Wörner weiter, sie schon bald in ihrer neuen Funktion bei der ESA begrüßen zu können.

Und auch der scheidende sowie der zukünftige Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), Professor Jürgen Mlynek und Professor Otmar D. Wiestler, begrüßen das eindeutige Wahlergebnis.

„Ich habe Frau Ehrenfreund als engagierte Wissenschaftlerin und Wissenschaftsmanagerin kennen und schätzen gelernt“, sagte Prof. Mlynek nach der Wahl. „Ich bin überzeugt, dass Professor Ehrenfreund die hervorragende Entwicklung des DLR als national und international exzellente Wissenschaftsorganisation mit Engagement und Geschick weiter vorantreiben wird.“

Sein Nachfolger, Prof. Wiestler, freut sich auf die Zusammenarbeit in der Helmholtz-Gemeinschaft. Er betonte, dass mit Frau Ehrenfreund der DLR-Senat eine hochqualifizierte Frau an die Spitze der größten ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtung in Deutschland gewählt hat.

„Ich freue mich sehr, dass mir der DLR-Senat das Vertrauen schenkt, das DLR in eine herausfordernde Zukunft zu führen. Eine spannende und ehrenvolle Aufgabe“, sagte Frau Ehrenfreund.

Professor Dr. Pascale Ehrenfreund, Jahrgang 1960, ist seit 2008 Professorin für Space Policy and International Affairs in Washington. Die promovierte Astrobiologin war in Lehre und Forschung an Universitäten in Paris, Leiden und Washington ebenso tätig, wie am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena. Seit 2013 ist sie Präsidentin des österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Professor Ehrenfreund stammt ursprünglich aus Wien; sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Hannover Airport sperrt Nord- und Südbahn

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Die umfangreichen Grunderneuerungen, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im Bereich der südlichen Flugbetriebsflächen werden planmäßig am 19. Juni 2015 abgeschlossen und die Südbahn gegen Abend wieder in Betrieb genommen.

Aufgrund von notwendigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten ist anschließend ab Montag eine Sperrung der Nordbahn erforderlich:

Sperrung der Nordbahn

  • von Montag, 22. Juni 2015 bis Freitag, 17. Juli 2015.

Der gesamte Flugverkehr wird während dieser Zeit ausschließlich über die Südbahn abgewickelt. Die Flughafengesellschaft bittet die dortigen Anwohner um Verständnis für diese erforderlichen Arbeiten und die sich daraus ergebende höhere Anzahl von Flugbewegungen.

Auf den Flugbetriebsflächen müssen in regelmäßigen Abständen notwendige Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten wie u. a. Fugenerneuerungen, Elektro-, Markierungs- und Betonarbeiten durchgeführt und Gummiabrieb entfernt werden. Dazu ist es immer wieder erforderlich die Start- und Landebahnen zeitweise außer Betrieb zu nehmen.

Voraussichtliche Sperrungen im Jahr 2015

Sperrungszeiträume der Südbahn:

  • 21. September bis 25. September 2015

Sperrungszeiträume der Nordbahn:

  • 28. September bis 02. Oktober 2015

Sperrungszeiträume können sich aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen oder witterungsbedingt noch ändern. Vor jeder Sperrung wird zusätzlich durch eine Mitteilung informiert.

Roboter-Kommissionierung in Hamburg

Die Lufthansa Technik Logistik Services GmbH (LTLS) hat in Hamburg das neuartige, automatische Blocklagersystem für Kleinbauteile  „AutoStore“ in Betrieb genommen.

Unter dem Projektnamen „ABLS@HAM“ wurden in den vergangenen zwei Jahren mehr als drei Millionen Euro am Heimatstandort der Lufthansa Technik investiert – Teil des laufenden Modernisierungsprogramms des Unternehmens in der Hansestadt.

„AutoStore“ ist ein Lager- und Kommissionierungssystem bei dem Kunststoffbehälter aufeinander gestapelt werden. Auf einem Grundrahmen aus Aluminium bewegen sich bei der LTLS insgesamt 19 Roboter, die die Artikel im Lager abholen und zu sieben Kommissionierstationen bringen. 75 Einlagerungen und bis zu 200 Auslagerungen sind so pro Stunde möglich.

Die kompakte Lageranordnung ermöglicht eine Platzeinsparung von über 50 Prozent gegenüber dem Altsystem. Das automatische Lagersystem befindet sich auf einer Fläche von 700 Quadratmetern und umfasst 24.000 Behälter, die 215.000 Chargen beheimaten können. Die Erweiterung von Kapazität und Geschwindigkeit ist während des laufenden Betriebs fast unbegrenzt möglich.

Kommissionierung Ware-zum-Mensch

„Mit dem neuen System wird jetzt ein großer Schritt zu einer zukunftsweisenden, innovativen und ergonomisch optimierten Logistik getan“, sagte Lufthansa Technik Finanzvorstand Dr. Peter Jansen bei der feierlichen Eröffnung. Andreas Meisel, Geschäftsführer der LTLS ergänzte: „Gut drei Millionen Euro investierte die LTLS in den letzten 24 Monaten in die AutoStore Anlage und damit in den effizienten Einsatz der Mitarbeiter. Gleichzeitig können wir damit die Arbeitsbedingungen weiter verbessern. Der Wechsel zum modernen Kommissionier-Prinzip ‚Ware-zum-Mensch‘ statt bislang‚ Mensch-zur-Ware‘ ist damit realisiert.“

Mit der Investition in die neue Logistik-Anlage setzt die Lufthansa Technik ihr Modernisierungsprogramm am Standort Hamburg fort. Nach dem Neubau eines Triebwerküberholungszentrums, eines eigenen Gebäudes für den neuen Geschäftsbereich „Original Equipment Innovation“ und hohen Investitionen in den Bereich der Reparatur von Verbundwerkstoffen wurde zuletzt eine Immobilie errichtet, die unter anderem ein vollständig neues Chemie-Labor beheimatet. Die Lufthansa Technik vervierfachte im vergangenen Jahr ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung. Im Bild: Automatisches Blocklagersystem AutoStore der LTLS.

Foto: Lufthansa Technik

Foto-Ausstellung „JUST SKY – NO LIMIT“ zeigt Welt aus Sicht eines Piloten“

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Einzigartige Landschaften aus ungewöhnlichen Perspektiven, die Vielfalt der Natur in Verbindung mit dem faszinierenden Luftverkehr, dazu ein geschicktes Spiel mit dem besonderen Licht und den Farben über den Wolken und Liebe zum Fliegen. Das sind die Zutaten für die Fotografien von Felix Gottwald.

Die Bilder werden ab dem 22. Juli 2015 in der Sonderausstellung „JUST SKY – NO LIMIT – Die Welt aus Sicht eines Piloten“ öffentlich präsentiert. Felix Gottwald ist Pilot bei der Lufthansa Cargo und fotografiert während seiner Flüge mit einem außergewöhnlichen Gespür für Perspektiven und Details. Beide Leidenschaften hat er vereint und zeigt mit seinen Bildern Einblicke in eine Welt, die Passagieren sonst verborgen bleibt.

Von Flugzeugen und Flughäfen war Felix Gottwald schon als Kind fasziniert. Nicht nur auf seinem ersten Langstreckenflug mit Condor auf die Malediven 1996, sondern auch am heimischen Flughafen zum „Flugzeugegucken“ fühlte er sich wohl. Dort stand er bereits im Alter von zehn Jahren mit Kamera in der Hand, um die startenden und landenden Maschinen zu fotografieren. Seit sieben Jahren arbeitet Felix Gottwald als Pilot für Lufthansa Cargo, die Frachtfluggesellschaft des Deutschen Lufthansa Konzerns.

Fotos aus dem Cockpit der MD-11

Seit 2011 hat er seinen Arbeitsplatz in einer McDonnell Douglas MD-11, einem dreistrahligen Großraum-Langstreckenflugzeug, von denen weltweit nur noch wenige im Einsatz sind. Seine Flüge starten meist ab Frankfurt und führen ihn rund um die Welt. Fast alle Winkel der Erde hat Felix Gottwald schon bereist. Mit seinem Frachtflugzeug gelangt er auch an Orte, die von Passagierflugzeugen selten angeflogen werden. Während des Fluges steht die Sicherheit immer an oberster Stelle und somit hat Felix Gottwald die Kameras überwiegend auf Automatikmodus geschaltet und im Cockpit befestigt. Manuell kann er hingegen fotografieren, wenn es die Arbeit in der Pilotenkabine zulässt.

Ab dem 22. Juli 2015 präsentiert Felix Gottwald am Hannover Airport seine Arbeiten der Öffentlichkeit. Nun haben Besucher der Ausstellung „Welt der Luftfahrt“ die Möglichkeit sich durch die beeindruckenden Aufnahmen begeistern zu lassen. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr, Samstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10:00 bis 19:00 Uhr. Erwachsene zahlen 4,80 Euro – Kinder, Schüler und Studenten 3,50 Euro. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Oktober 2015.

Google Chairman Eric Schmidt bei der Airbus Group an der Paris Air Show

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Am dritten Tag der 51. Paris Air Show in Le Bourget stattete der Executive Chairman von Google Eric Schmidt der Airbus Group einen Besuch ab, wo er auf Chief Executive Officer Tom Enders, Chief Technical Officer Jean Botti und Jean-Brice Dumont, Head of Engineering bei Airbus Helicopters, traf.

Als leidenschaftlicher Hubschrauber-Pilot erhielt Schmidt eine umfassende Führung auf dem Static Display, vorbei an den neuesten Innovationen wie dem H160 Helikopter, dem rein elektrischen E-Fan Technologie-Demonstrator, dessen Batteriekapazität mittlerweile um 60 Prozent gesteigert wurde, und dem Connected Cockpit Concept, mit dem Pilotenschüler individuelle Trainingsszenarien auf Mobilgeräten planen können.

Auf dem Bild: Google Executive Chairman Eric Schmidt (rechts) mit Airbus Group CTO Jean Botti vor dem E-Fan beim Gespräch über die Zukunft des rein-elektrischen Fliegens.

Foto: (c) Airbus Group

Airbus ProSky: Verschiedene Datenquellen für AirFlight

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Im Lichte der ICAO-Vorschrift ab 2016 bezüglich Flight Tracking geht die Airbus-Luftverkehrssparte Airbus ProSky eine Partnerschaft mit Flightradar24 ein. Airbus ProSky soll neben Flugzeugdaten unterschiedlicher Quellen die Positionsdaten von Flightradar24 für die Flugwegverfolgung von AirFlight nutzen.

Gerade bei internationalen Flügen, wo Überwachungsdaten nicht verfügbar sind oder oft nicht geteilt werden, ist es ein enormer Mehrwert, genau zu wissen wo ein Flugzeug ist, und wann und wo es sein wird – für Flughäfen, Flugsicherungen und die Airline selbst, erklärt Sebastien Borel, Airbus ProSky General Manager.

Airbus ProSky soll dabei von alle Werkzeuge von Gate-zu-Gate umfassen. Über AirFlight soll dabei eine Airport Collaborative Decision Making (A-CDM)-Plattform aufgebaut werden. Mit A-CDM sollen die Prozesse am Flughafen noch besser aufeinander abgestimmt werden, Betreiber können ihre Daten auch mit Flugsicherungen teilen.

AirFlight richtet sich besonders an drei Schwerpunkte: das behördlich geforderte Flight Tracking, die Optimierung des Flottenbetriebes durch statistische Verbrauchs-, Nutzungs und Schlepp-Daten an Flughäfen sowie an die Bereitstellung einer Basis für A-CDM mit verlässlichen Informationen über Flughafen-Anforderungen und Ankunftszeit.

Fotos: (c) Airbus

Austrian Airlines stimmt ab: Neue Uniform in Rot

Die Mitarbeiterinnen von Austrian Airlines haben eine Entscheidung getroffen: 1.352 Mitarbeiterinnen oder 70 Prozent haben sich für die rote Strumpfhose und die roten Schuhe als Teil der zukünftigen Uniform ausgesprochen. 579 Mitarbeiterinnen oder 30 Prozent wollten hautfarbene Strümpfe und schwarze Schuhe haben. Austrian Airlines hatte die betroffenen Mitarbeiterinnen in den Entscheidungsprozess des Designs miteinbezogen. Insgesamt haben sich 1.931 von 2.704 Mitarbeiterinnen an der Wahl beteiligt, was einem Anteil von 71,4 Prozent entspricht. Die Wahl hat vier Wochen gedauert.

„Ein so starkes Zeichen für Rot hatten wir anfangs gar nicht erwartet,“ freut sich Andrea Pernkopf, Vice President Produkt und Marketing bei Austrian Airlines. „Als Austrian Airlines 1996 die rote Uniform mit den roten Strümpfen eingeführt hatte, gab es intensive Diskussionen. Dass sich unsere Kolleginnen zwanzig Jahre später so deutlich für rote Strumpfhosen aussprechen, zeigt uns, dass sich die roten Strümpfe zu einem wertvollen Markenzeichen entwickelt haben. Von Tokio bis New York werden unsere Mitarbeiterinnen sofort wiedererkannt.“

Die neue Uniform, die ab 2016 von rund 3.500 „roten Uniformträgerinnen und -trägern“ auf den Stationen (Flughäfen) und an Bord getragen werden wird, wurde von der österreichischen Designerin Marina Hoermanseder entworfen. Sie hat sich unter mehreren Designern aus Österreich durchgesetzt. Schneider und Stofflieferant bleibt die österreichische Firma Wagner & Glass.

Insgesamt beschäftigt Austrian Airlines rund 6.000 Mitarbeiter, davon tragen etwa 3.500 die rote Uniform, 2.700 weibliche Flugbegleiter und Stationsmitarbeiter die unverkennbaren roten Strumpfhosen und roten Schuhe. Neben der logistischen Herausforderung spielt die Qualität der Materialien eine entscheidende Rolle. Jedes Uniformteil wird vor seiner Einführung sowohl Wasch- und Tragetests unterzogen und die Stoffe auch im Labor getestet. Eine eigene Arbeitsgruppe wird die Einführung der neuen Uniform begleiten.

Ryanair-Webseite geht offline – Keine Buchungen, Check-in vorziehen

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Der Online-Check-In der Ryanair-Website ist am Freitag, den 19. Juni ab 18:00 Uhr für zehn Stunden bis Samstag, den 20. Juni um 04:00 Uhr wegen eines System-Updates nicht erreichbar. Aufgrund dessen legt Ryanair allen Kunden nahe, die an diesen Freitag und Samstag mit Ryanair reisen, sich vor der kurzfristigen Sperrung einzuchecken. Neue Buchungen oder Veränderungen von bereits bestehenden Buchungen sind während dieser Zeit nicht möglich.

Um keinerlei Probleme zu verursachen will Ryanair alle Kunden, die am Freitag den 19. Juni und am Samstag den 20. Juni reisen, per Email oder SMS kontaktieren und sie darauf hinweisen, ihren Check-In vor Donnerstag, den 18. Juni durchzuführen. Ryanair entschuldigt sich für alle Unannehmlichkeiten, die durch das System-Update entstehen.

Airbus „H-Pilot Club“: Der Automobil-Club für Hubschrauber-Piloten

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Die Menschen, die weltweit Hubschrauber von Airbus Helicopters einsetzen, haben jetzt ein eigenes Forum, um ihre besonderen Erfahrungen, ihr Know-how und ihre Leidenschaft zu teilen. Airbus Helicopters „H-Pilot Club“ vereinigt die weltweite Gemeinschaft von Piloten und Technikern, die Hubschrauber fliegen und betreuen.

Der heute auf der Paris Air Show offiziell gestartete „H Pilot Club“ ermöglicht nicht nur den Dialog zwischen Piloten, Mechanikern, Eigentümern und Betreibern, sondern auch persönliche Begegnungen, um in der Branche Kontakte zu knüpfen, Best Practices auszutauschen und Airbus Helicopters noch besser kennenzulernen.

„Nach dem Vorbild der Clubs von Automobilherstellern soll unser H Pilot Club all jene überall auf der Welt zusammenbringen, die Hubschrauber von Airbus Helicopters fliegen und betreuen“, erklärte Guillaume Faury, President und CEO von Airbus Helicopters. „Was die Mitglieder eint, ist die Leidenschaft für die Luftfahrt und für innovative Hubschrauber, für die Faszination des Fliegens und die Arbeit mit den besten Produkten der Branche. Wer dem H Pilot Club angehört, ist Teil der Familie von Airbus Helicopters.“

Für die Mitglieder werden eigene Treffen, besondere Events bei wichtigen Luftfahrtausstellungen sowie Besuche der Produktionsstandorte von Airbus Helicopters organisiert. Der H Pilot Club betreibt eine Website, wo sich neue Mitglieder anmelden können und Informationen über die Aktivitäten des Clubs zu finden sind. Ab September soll das Angebot auch Diskussionsforen und exklusive Informationen für Mitglieder bereitstellen.

„Der H Pilot Club eröffnet neue Kommunikationsmöglichkeiten. Mitglieder können dort ihre besonderen Kenntnisse austauschen, die sie in der ungeheuer vielfältigen Einsatzpraxis mit unseren Maschinen gewonnen haben“, ergänzte Hervé Jammayrac, Cheftestpilot von Airbus Helicopters. „Wir wollen alle zusammenbringen, die unsere Hubschrauber fliegen und an ihnen arbeiten, damit sie sich mit den anderen Mitgliedern dieser weltweiten Community aus den verschiedensten Bereichen austauschen können. Gleichzeitig wollen wir ihnen zeigen, wie sehr wir sie alle schätzen.“

Neue Geschäftsführung der Mitteldeutsche Flughafen AG

Die Mitteldeutsche Flughafen AG wird zukünftig von einem dreiköpfigen Team, bestehend aus dem Vorstand Johannes Jähn (Sprecher), dem Vorstand Markus Kopp und dem Generalbevollmächtigten Dieter Köhler, geleitet. Der Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) hat in seiner Sitzung am 12. Juni 2015 die Erweiterung des Vorstands der Mitteldeutschen Flughafen AG beschlossen und Johannes Jähn, derzeit Geschäftsführer der Obi Logistics GmbH, Emil Lux GmbH und Euromate GmbH, zum Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG bestellt.

Das Gremium sieht in der Erweiterung des Vorstands die Chance, die zukünftige strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe in den Themenschwerpunkten Logistik, Infrastruktur und Effizienzsteigerung zu stärken. Hierdurch wird dem bisherigen Alleinvorstand Markus Kopp eine Konzentration insbesondere auf die Geschäftsbereiche Marketing und Vertrieb ermöglicht. Zusätzlich wird durch die Besetzung einer weiteren Vorstandsposition durch einen externen Kandidaten gewährleistet, dass weiteres Knowhow in die strategischen Zukunftsfelder eingebracht wird.

Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Geschäftsführung der Gesellschaft wurde der Prokurist Dieter Köhler zum Generalbevollmäch-tigten der Mitteldeutschen Flughafen AG berufen. Die wesentlichen Aufgaben von Herrn Köhler liegen im kaufmännischen Bereich sowie im Bereich Konsortiales.

COOPANS: Schnelle Upgrades für „TopSky“ bei Flugsicherungen

COOPANS (COOperation between ANS Providers), die erfolgreiche internationale Kooperation von fünf Flugsicherungsorganisationen (Austro Control-Österreich, LFV-Schweden, IAA-Irland, Naviair-Dänemark und Croatia Control-Kroatien), wurde 2006 gegründet, um gemeinsam mit einem Industriepartner ein einheitliches Flugsicherungssystem zu entwickeln und zu betreiben.

Der wichtigste Vorteil der Kooperation liegt darin, dass die Kosten der Systementwicklung und der Upgrades von allen Partnern getragen werden, und es somit zu Einsparungen rund 30 Prozent im Vergleich zu einer Alleinentwicklung kommt. COOPANS ist in dieser Größenordnung weltweit einzigartig und beweist, dass die Zusammenarbeit von Flugsicherungsorganisationen auf technischer Ebene erfolgreich sein kann.

Funktionen erweitert

Mit dem seit 2014 bei allen COOPANS-Partnern eingesetzten Flugsicherungsbetriebssystem „TopSky“ wurde ein hoch zuverlässiges wie kosteneffizientes System etabliert, das auch die Inbetriebnahme neuer Versionen an allen Standorten der COOPANS-Partner innerhalb eines kurzen Zeitraumes und ohne Beeinträchtigungen des Flugbetriebs ermöglicht. Das neuste Upgrade wurde in allen sieben Area Control Centern von allen fünf Air Navigation Providern innerhalb von nur zwei Wochen erfolgreich durchgeführt.

Das jüngste Upgrade beinhaltet unter anderem Erweiterungen der CPDLC-Funktionen (Controller- Pilot Data Link Communications), wo die Kommunikation zwischen Fluglotse und Pilot teilweise über Datenverbindung erfolgt und dadurch den erforderlichen Sprechfunk reduziert.

Zeiträume der Upgrades

  • Zagreb 14.-15. Mai 2015
  • Kopenhagen 20.-21. Mai 2015
  • Wien 20.-21. Mai 2015
  • Malmö 22.-23. Mai 2015
  • Stockholm 22.-23. Mai 2015
  • Shannon 26. Mai 2015
  • Dublin 28. Mai 2015

Vier der fünf Partner verwenden CPDLC und alle haben die ATM-Funktionalitäten des „TopSky“-Systems, wie beispielsweise die „Medium-Term Conflict Detection“ (MTCD), einem Planungswerkzeug, das mögliche Konfliktsituationen zwischen Flugzeugen im Vorfeld anzeigt, im Einsatz. Darüber hinaus betreiben alle COOPANS-Partner eine einheitliche Test- und Evaluierungsplattform, mit der die gemeinsame Planung der Tests und Inbetriebnahmen durchgeführt werden kann.

Das System erfüllt sämtliche Anforderungen, um auch künftige Verkehrssteigerungen effizient abwickeln zu können. Durch COOPANS wird die Harmonisierung und Vereinheitlichung europäischer Flugsicherungssysteme im Sinne von Single European Sky wesentlich vorangetrieben.

Im Bild: „TopSky“ System ACC Wien.

Polizei Bayern hat erste H135 mit Retrofit im Einsatz

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Die Bayerische Polizei hat die ersten nachgerüsteten Modelle ihrer H135-Flotte (ehemals „EC135“) erhalten, deren Einsatzfähigkeit und Flugverhalten im Rahmen eines Retrofit-Pakets von Airbus Helicopters deutlich verbessert wurden.

Im Verlauf der letzten Wochen hoben die überarbeiteten Hubschrauber der Bayerischen Polizei bereits zu einer Vielzahl von Missionen ab. Dabei kamen sie bereits intensiv beim kürzlich abgehaltenen G7-Gipfel im bayerischen Elmau zum Einsatz, wo sie Ihre deutlichen Vorteile durch eine verbesserte Leistung, die überarbeitete Steuerung und der daraus resultierenden Steigerung des Sicherheitsniveaus, besonders bei Flügen in der Nacht oder über schwierigem Gelände, unter Bewies gestellt haben.

Zu neuen Hubschraubermodellen gleichgerüstet

Das Retrofit Programm ist darauf ausgelegt, ehemalige Versionen der erfolgreichen EC135 auf die gleichen Leistungs- und Sicherheitsstandards der modernen H135, die Airbus Helicopters derzeit auf der Pariser Luftfahrtschau ausstellt, hochzurüsten. Dabei bleiben die Maschinen in Sachen Nutzlast an der Spitze Ihrer Klasse.

Drei von insgesamt acht Polizeihubschraubern wurden bereits überarbeitet und in den Dienst der Polizei zurückgegeben. Die übrigen fünf werden das Retrofit im Laufe der nächsten Monate erhalten. Die Aufrüstung wird am Airbus Helicopters Standort in Donauwörth durchgeführt, wo das H135 Programm beheimatet ist.

„Mit dem Retrofit-Paket entsprechen wir den Grundsätzen von Qualität und Sicherheit unseres Unternehmens, da es für unsere Kunden eine ökonomische Option darstellt, ihre Flotte grundlegend zu modernisieren,“ erklärte Axel Humpert, Programmleiter der H135 bei Airbus Helicopters. „Neben den beträchtlichen Verbesserungen in Sachen Leistung und Handhabung ist die H135 in ihrer Klasse nach wie vor in Sachen effektiver Nutzlast und niedriger Betriebskosten marktführend.“

Größerer Hauptrotor, bessere Stabilisierung

Das Retrofit beinhaltet neben einem vergrößerten Hauptrotor mit verbessertem Blattprofil unter anderem die Verlegung der Lufteinläufe an die Seiten des Hubschraubers, was zu einer Steigerung der Triebwerksleistung beiträgt. Neben zahlreichen weiteren Änderungen wurde die Spannweite des horizontalen Stabilisators erweitert und seine Endplatten entfernt. Der Hecksporn wurde durch einen stark verkleinerten Dämpfer ersetzt.

„Zusätzlich zum deutlich verbesserten Handling, auch hinsichtlich der Gierachse, bewirkt das Upgrade einen verringerten Geräuschpegel als direkte Folge des verkleinerten Rotordurchmessers“, fügt Humpert hinzu. Die erhöhten Leistungsreserven des Hubschraubers, sowie sein Flugverhalten im einmotorigen Betrieb und der dadurch vergrößerte Flugbereich werden alle Kunden begeistern – besonders jene, die zu Flügen in heißen Temperaturen, extremem Wetter, in der Nacht oder zur Bergrettung abheben.

Ruag Space liefert Metop-Strukturteile

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Ruag Space wird die Strukturen und meteorologische Instrumente für die zweite Generation der Europäischen Metop-Wettersatelliten liefern. Vertreter des Hauptauftragnehmers Airbus Defence and Space und der Raumfahrtdivision von Ruag unterschrieben auf der Pariser Luft- und Raumfahrtmesse Verträge, die die Lieferung der Strukturen und Instrumente für sechs Satelliten vorsehen.

Die ersten beiden der insgesamt sechs Satelliten der Serie Metop-SG (Meteorological Operational Satellite – Second Generation) sollen Ende des Jahrzehnts den letzten Metop der ersten Generation ablösen. Etwa alle acht Jahre müssen sie ersetzt werden. Die Metop-Satelliten der zweiten Generation werden Europa also bis über das Jahr 2040 hinaus mit Wetterdaten versorgen.

Signale von Navigationssatelliten ausgewertet

In Schweden baut Ruag so genannte Radio-Okkultations-Instrumente für die sechs neuen Metop-Satelliten. Diese Instrumente messen Temperatur, Druck und Feuchtigkeit in der Erdatmosphäre, indem sie Signale von Navigationssatelliten empfangen und analysieren, wie diese Signale auf ihrem Weg durch die Atmosphäre verändert wurden.

Neben den weit bekannteren Meteosat-Satelliten sind die Metop-Satelliten das zweite Standbein im europäischen Wettersatelliten-Verbund. Während die Meteosats die Erde aus ihrer geostationären Position in 36.000 Kilometern Höhe großräumig beobachten, umrunden die Metops die Erde in nur etwa 800 Kilometern Höhe.

Dabei erfassen sie relativ kleine Bereiche der Erdatmosphäre mit hoher Genauigkeit. Besonders mittel- und langfristig lässt sich das Wetter mit den Daten so viel genauer vorhersagen, als es mit geostationären Satelliten allein möglich wäre.

Vergleichbar mit der selbsttragenden Karosserie eines Autos bildet die Struktur das „Rückgrat“ des Satelliten. An ihr bzw. in ihr sind alle anderen Komponenten des Satelliten montiert. Ruag wird die Satellitenstrukturen in Zürich nicht nur entwickeln und fertigen, sondern bereits vorintegrieren, das heißt, eine Reihe anderer Baugruppen wird in die Strukturen eingebaut, beispielsweise die Kabelbäume und das System zur Kontrolle der Temperatur im Innern des Satelliten. Die Strukturen für die neuen Wettersatelliten werden in der Schweiz entwickelt und gebaut, die Instrumente kommen von der schwedischen Tochtergesellschaft Ruag Space AB. Das Gesamt-Auftragsvolumen liegt bei rund 60 Millionen Euro.

Antonov-124-100 der Volga Dnepr fliegt für Boeing

Boeing und die Volga-Dnepr Group, einer der größten Spezialisten für den Lufttransport von Sonder- und übergroßer Fracht, haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Flotte mit 20 weiteren 747-8 Frachtflugzeugen, zu vergrößern. Zusätzlich wird die Antonov-124-100 in den Langzeit-Support für Boeing und seine Partner treten.

Die Flugzeuganschaffungen haben einen Listen-Wert von 7,4 Mrd. US-Dollar. Die einzigartigen technischen Möglichkeiten der Antonov 124-100 sollen andererseits Boeing helfen, spezielle Ausrüstung für die Luftfahrt zu transportieren. Das Unternehmen war der erste Kunde für den Boeing 747-8 Freighter in Russland und bekam die erste Maschine des Musters 2012.

Flugzeuge kaufen und leasen

Die 20 neuen Flugzeuge werden teils direkt gekauft, teils über die nächsten sieben Jahre geleast. Die Volga Dnepr Group will mit dem Flotten-Ausbau der 747-8 Freighter, die 16 Prozent mehr Frachtvolumen aufweist als eine 777-400, den Bereich AirBridgeCargo Airlines (ABC) für Terminwaren ausbauen. Das Unternehmen ist auch am Leipzig/Halle Airport aktiv. 2013 wurde eine Wartungsbasis der Volga-Dnepr Technics GmbH im neuen Hangar eröffnet. Derzeit betreibt Volga Dnepr Upgrade-Versionen von zehn An-124-100 und fünf IL-76TD-90VD. Dazu kommen 14 Boeing 747, darunter 747-400ERF (Extended Range Freighter), drei Boeing 747-400 Freighter, sechs Boeing 747-8 Freighter und drei Boeing 737-400F.

Weitere 787-8 Dreamliner für Ethiopian Airlines

Ethiopian Airlines bestellt sechs 787-8 Dreamliner bei Boeing. Beide gaben die bisher anonyme Order auf der Paris Air Show bekannt.

Ethiopian Airline hat bereits 13 Dreamliner in der Flotte und möchte die Kapazitäten auf Langstrecken vom Hub in Addis Ababa, Äthiopien, ausbauen. Die Airline ist der erste Betreiber der 787 in Afrika und betreibt eine reine Boeing-Flotte aus 737, 757, 767, 777, und 787 im Passageverkehr, und hat 757, MD11, 777 und eine 737-400F im Frachtbetrieb.

Flughafen Wien zeichnet Airlines für Passagierwachstum aus

Der Flughafen Wien hat am 16. Juni 2015 zum dritten Mal den Airline Award verliehen: Die diesjährige Auszeichnung geht an NIKI/airberlin, Ethiopian Airlines und Air China. Diese Fluglinien verzeichneten 2014 das höchste Passagierwachstum am Standort Wien.

Preisträger NIKI/airberlin bedient im Sommer 2015 rund 65 Destinationen ab Wien und verzeichnet ein starkes Wachstum vor allem zu den Zielen in Griechenland wie Santorin oder Kalamata, aber auch durch die neu aufgenommenen Strecken nach Larnaca (Zypern) und Madrid (Spanien). Die weiteren Preisträger fliegen erst seit 2014 nach Wien und zeigen, dass die neuen Streckenangebote zahlreiche Passagiere nach Wien bringen: Nachdem Air China im Mai 2014 die Strecke nach Peking mit vier wöchentlichen Flügen aufgenommen hat folgte Ethiopian Airlines im Juni 2014 mit der Verbindung nach Addis Abeba, ebenfalls vier Mal pro Woche. Seit März 2015 setzen sie auf der Strecke nach Wien auch eine Boeing 787 ein.

Auszeichnung für Wachstum in Wien

Überreicht wurden die Auszeichnungen im Rahmen des VIE Summer Events am 16. Juni 2015 von Mag. Belina Neumann, Head of Aviation Marketing & Business Development, Flughafen Wien AG, an Dipl.-Ing. Thomas Suritsch, Geschäftsführer NIKI, Solomon Mekonnen, Regional Director Austria & Eastern Europe Ethiopian Airlines und Uta Wang, General Manager Austria Air China. „Der Flughafen Wien verzeichnete im Vorjahr eine gute Passagierentwicklung und das ist vor allem den Fluglinien am Standort zu verdanken. Mit dieser Auszeichnung wollen wir die herausragenden Leistungen unserer Airlinekunden würdigen.“, erläutert Mag. Nikolaus Gretzmacher, Senior Vice President Operations, Flughafen Wien AG.

Die Airlines freuten sich allesamt über die Auszeichnung. „Unsere Flexibilität und Effizienz ermöglicht uns sehr kurzfristig auf Marktgegebenheiten zu reagieren und zu wachsen. Das Wachstum erfolgt im touristischen Segment z.B. nach Spanien und Griechenland.“, Thomas Suritsch, Geschäftsführer NIKI. Auch Uta Wang, General Manager Austria Air China bedankte sich für den Award und die gute Kooperation mit dem Flughafen Wien.

Solomon Mekonnen, Regional Director Austria & Eastern Europe Ethiopian Airlines, zeigte sich zufrieden und weist auf eine Neuerung im Sommerflugplan hin: „Seit Ende März fliegen wir wöchentlich mit dem Dreamliner von Addis Abeba nach Wien. Damit können wir unseren Passagieren den bestmöglichen Komfort bieten.“

Vega-Nutzlastverkleidungen vom Ruag-Standort Emmen

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Ruag Space wird auch in Zukunft die Nutzlastverkleidung für die kleine europäische Trägerrakete Vega liefern. Pierluigi Pirrelli, Chef des Vega-Hauptauftragnehmers ELV (European Launch Vehicle), und Peter Guggenbach, CEO Ruag Space, unterschrieben am Dienstag auf der Pariser Luft- und Raumfahrtmesse in Le Bourget den Vertrag.

Dieser sieht die Lieferung von insgesamt zehn Nutzlastverkleidungen bis zum Jahr 2018 vor. „Der Auftrag, den wir jetzt erhalten haben, unterstreicht unsere herausragende Marktposition als Lieferant von Nutzlastverkleidungen für Trägerraketen“, sagte Peter Guggenbach nach der Unterzeichnung des Vertrags. Über das Vertragsvolumen vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.

Die Vega ist die kleine Schwester der weit bekannteren europäischen Trägerrakete Ariane. Während die Ariane als „Schwertransporter“ darauf ausgelegt ist, zwei schwere Telekommunikationssatelliten ins All zu bringen, wurde die rund 30 Meter hohe Vega dafür konzipiert, kleine bis mittelgrosse Nutzlasten in erdnahe Umlaufbahnen zu bringen. Die Nutzlastkapazität der Rakete liegt bei rund 1.500 Kilogramm für einen 700 Kilometer hohen Orbit. Damit ist sie besonders geeignet, um Satelliten für Erdbeobachtung, Meteorologie und Wissenschaft zu transportieren.

Die knapp acht Meter hohe Nutzlastverkleidung – die so genannte Fairing – schützt die Satelliten vor dem Start vor hohen Temperaturen, Sonneneinstrahlung, Staub, Feuchtigkeit oder Regen am Startplatz. Während der ersten Flugminuten sind es vor allem Lärm, die enorme Reibungshitze und die mechanischen Lasten, vor denen die Nutzlastverkleidung die unter ihr eingekapselten Satelliten zuverlässig bewahren muss. Wenn die Vega-Rakete nach knapp vier Flugminuten die Atmosphäre hinter sich gelassen hat, wird die Fairing nicht mehr benötigt und von der Rakete abgesprengt.

Die Nutzlastverkleidungen, die Ruag im Rahmen des jetzt unterschriebenen Vertrages liefert, werden nicht mehr wie bisher am Standort Zürich, sondern in Emmen produziert. Dort entsteht derzeit eine neue rund 5.000 Quadratmeter große Produktionshalle, in der Ruag die Fairings künftiger Raketen-Generationen in einem modernen, teilautomatisierten Prozess fertigen wird. Mit dem neuen Produktionsverfahren reduziert sich der Produktionsaufwand der Nutzlastverkleidung erheblich. Ruag will den Betrieb in der neuen Halle im kommenden Jahr aufnehmen.

Anfahrt zum Flughafen Hamburg: Vollsperrung der Autobahn A7

Autofahrer mit dem Ziel Hamburger Flughafen müssen sich am dritten Juni- und am ersten Juli-Wochenende auf längere Anfahrtswege einstellen: Von Freitag, 19. Juni, bis Montag, 22. Juni, sowie von Freitag, 03. Juli, bis Montag, 06. Juli, wird die Autobahn A7 vom Dreieck Hamburg-Nordwest bis zur Anschlussstelle Schnelsen voll gesperrt. Die Sperrung gilt an beiden Wochenenden von Freitagabend, 22:00 Uhr, bis Montagmorgen, 05:00 Uhr. Damit ist der A7-Abschnitt für jeweils 55 Stunden nicht passierbar.

Aus dem Süden anreisende Passagiere und Abholer können die A7 alternativ über die A23 an der Ausfahrt Hamburg-Eidelstedt verlassen und anschließend über die Holsteiner Chaussee und die Oldesloer Straße ihren Weg zum Flughafen fortsetzen. In umgekehrter Richtung erreichen Autofahrer vom Hamburg Airport aus die A7 zur Weiterfahrt in Richtung Süden. Von Norden aus kommend ergeben sich keine Veränderungen: Der Flughafen ist wie gewohnt über die Anschlussstelle Schnelsen-Nord zu erreichen. Da jedoch an dieser Anschlussstelle mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und eventuellen Beeinträchtigungen zu rechnen ist, sollten Autofahrer bei der An- und Abreise auch hier mehr Zeit einplanen.

Der Grund für die Vollsperrungen sind Brückenarbeiten an der Frohmestraße und der Heidlohstraße. Dort wird jeweils die bestehende Brücke abgerissen und durch eine einspurige Behelfsbrücke ersetzt. Auch in den kommenden Monaten ergeben sich durch Bauarbeiten immer wieder Beeinträchtigungen für den An- und Abreiseverkehr des Hamburger Flughafens. Aktuelle Informationen zum Verlauf der Bauarbeiten und zu den Auswirkungen auf die Flughafen-Zufahrt sind online beim Flughafen im Bereich Parken und Anreise/Anfahrt über die A7 sowie unter den Links aktuelle Verkehrslage und aktuelle Umleitungsinformationen zu finden.