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SAMCO in den Niederlanden wird erstes ASF für Bombardier CSeries

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Bombardier ernennt SAMCO Aircraft Maintenance B.V. in den Niederlanden zur ersten Authorized Service Facility (ASF) für seine neue Flugzeugfamilie CSeries.

Mit der auf der Paris Air Show getroffenen ASF-Vereinbarung, die sofort in Kraft tritt, kann SAMCO an den Passagierflugzeugen der CSeries Instandhaltungsarbeiten wie Start-up Support, Line Maintenance, Base Maintenance und das laufende Lufttüchtigkeits-Management in seinen Hallen am Maastricht Airport in Beek durchführen. Um die CSeries zu beherbergen will SAMCO seine Hangar-Kapazitäten von bisher 5.300 Quadratmeter auf ca. 10.000 Quadratmeter fast verdoppeln.

Fotos: Executives von SAMCO and Bombardier bei der Paris Air Show

Cargolux erweitert weltweite Tiertransporte

Cargolux will durch die Erweiterung der Tierstation des Luxair Cargo Centers am Flughafen Luxemburg, durch die sich die Gesamtkapazität auf 50 Stallplätze erhöht, verstärkt weltweite Tiertransporte mit ihrem neuen CV Alive durchführen. Vorgesehen sind weitere Räume bei Luxair Cargo für Pfleger und Tierhändler, die die Tiere begleiten und diese nun auch während der Reise bestens betreuen können. In die Planungen zum Ausbau der Einrichtungen von Luxair Cargo am Flughafen wurde die Expertise aus 45 Jahren Erfahrungen im Luftfrachtbetrieb eingebracht.

Die Frachtairline ist bekannt für ihren Umschlag von lebenden Tieren sowie ihren Einsatz für das bestmögliche Wohlergehen, höchsten Komfort und Sicherheit der Tiere während des Transports.

Cargolux behandelt Tiersendungen unter der Berücksichtigung der IATA Live Animal Regulierungen sowie dem internationalen Handelsabkommen für vom Aussterben bedrohte Tierarten. Das Luxair Cargo Center bietet außerdem Untersuchungsräume für lebende Tiere und Veterinäreinrichtungen.

Cargolux aus Luxemburg ist Europas führende Frachtfluggesellschaft. Die Nutzfrachterflotte besteht aus 12 Maschinen vom Typ Boeing 747-8 sowie 12 Boeing 747-400. Das Netzwerk der Airline umfasst 90 Ziele, von denen 70 mit Linienfrachtflügen bedient werden. Das Unternehmen ist zudem auf Maintenance für die Boeing 747-Serie spezialisiert und erbringt auch C-Checks und eine Reihe von Spezialdiensten und hat die Zulassung zur Wartung von Maschinen des Typs Boeing 777.

50 A321neo-Flugzeuge, Kabinen-Upgrades und eFF von Airbus

Korean Air hat auf der Paris Airshow ein Memorandum of Understanding (MOU) bei Airbus für die Bestellung von 50 A321neo-Flugzeugen unterzeichnet, was Korean Air zum Neukunden für die A320-Familie macht. Auch für Ausstattungen findet Airbus weitere Airline-Kunden.

Bei Korean Air geht es um 30 feste Bestellungen und 20 Optionen. Die A321neo sollen eine zwei-Klassen-Konfiguration erhalten und im Regionalverkehr eingesetzt werden, mit teils längeren Strecken zu Zielen in Südostasien. Die Flugzeuge werden mit Premium-Merkmalen ausgestattet und erhalten besonders große Sitze in beiden Klassen und neueste In-flight Entertainment-Systeme und Konnektivität.

Kabinen-Upgrade für easyJet

easyJet will 105 von seinen A320-Flugzeuge vom Airbus-eigenen Upgrade Services mit neuen Kabinen ausstatten lassen. Damit passt eine weitere Sitzreihe mit sechs Plätzen ins Flugzeug. Die Passagiere erhalten dennoch mehr Komfort und es kommt eine Toilette für Menschen mit eingeschränkter Mobilität (Persons with Reduced Mobility, PRM) hinzu.

Das neue Layout wird durch eine Kombination der kürzlich zertifizierten ‘Max-Pax’-Bestuhlung für A320-Flugzeuge und ein innovatives Space-Flex V2 erreicht, das den Kabinenraum im hinteren Flugzeugbereich optimiert. Fabrikneue Flugzeuge sollen ab Mai 2016 mit dem Space-Flex V2 produziert werden, die Upgrade-Kits zur Nachrüstung sind für zwischen Herbst 2016 und Frühling 2018 geplant.

AirAsia wählt eFF „Smarter Fleet“

AirAsia wird Erstkunde für das „Smarter Fleet“ electronic Flight Folder (eFF) von Airbus. Das eFF stellt eine umfasste Software-Lösung für Piloten dar, mit der sie ihre Instruktionen bereits zuhause, im Hotel, im Crew Briefing Room oder on-Board des Flugzeuges erhalten können. Damit können aber auch elektronische Formulare wie das Post Flight Journey Log oder die Air Safety Reports gemanaget werden. Es ist mit den Systemen der Airline verbunden, wo es Daten ablegt und automatisch speichern kann.

Die neue eFF-Anwendung kann auch mit einer kompletten „Smarter Fleet“-Software-Suite kominiert werden, um optimierte Ende-zu-Ende-Abläufe bei der Flotte umzusetzen. Damit können die Techniker vom Maintenance Mobility Modul, zeitnah mit den nötigen Informationen wie Dokumentationen und Arbeitsaufgaben versorgt, von dem schnellen Datenaustausch profitieren.

Die AirAsia Group ist einer der größten Airbus-Kunden auf der Welt und hat insgesamt 571 Flugzeuge bestellt. Darunter sind 475 aus der A320-Familie und 96 Widebodies (86 A330 und zehn A350 XWB).

Leichteres Gruppen-Reisen bei Ryanair

Ryanair verbessert den Service für Reisegruppen. Zukünftig ist es für Gruppen einfacher, Flüge bei Ryanair zu buchen. Der Service für Gruppen ab 20 Personen bietet allen Gruppenmitgliedern die gleichen Tarife, mehr Flexibilität bei Namensänderungen und geringere Gebühren für Sporttaschen. Über ein Buchungsformular können Schulen, Sportvereinen und anderen Veranstalter größerer Gruppenreisen ihre Reise zu buchen. Der neue Service für Gruppenreisen ist ein weiterer Schritt, das Kundenerlebnis im Rahmen des „Always Getting Better“-Programms zu verbessern.

Zu den weiteren Neugestaltungen zählen der Start der neuen Ryanair-Website und die App mit mobiler Bordkarte, Sitzplatzreservierungen, ein zweites kostenloses Handgepäck sowie das engagierte Family Extra Programm. Ryanair will im Laufe des Jahres 2015 noch weitere Verbesserungen einführen.

Bienen-Biomonitoring am Flughafen Hamburg: Honig einwandfrei

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Tag für Tag starten und landen sie zu Hunderttausenden am Airport: Acht fleißige Bienenvölker sind von April bis Anfang August auf dem Flughafengelände und ringsum unterwegs, um Nektar und Pollen zu sammeln.

Jetzt erntete Flughafenimker Ingo Fehr den ersten Honig dieses Jahres. „Insgesamt rund 200.000 Bienen sind in diesem Jahr im Einsatz – so viele, wie noch nie zuvor“, berichtet Ingo Fehr. 1999 schwärmten seine Insekten zum ersten Mal am Airport aus und liefern seitdem jedes Jahr rund 150 Kilogramm Honig. Zugleich aber dienen die Tiere auch als „Biodetektive“, die neben den ständigen Luftgütemessungen Hinweise auf Schadstoffe in der Umgebung geben können. „Die Biene ist sehr empfindlich gegenüber Pflanzenschutzmitteln und anderen Chemikalien“ erläutert der Imker. „Sie stirbt deshalb bei einer Belastung meist, bevor sie in den Bienenstock zurückkehrt. Mit unserem Projekt nutzen wir die Eigenschaft der Biene als Indikator und Sammler und auch die mögliche Anhäufung von Schadstoffen in Pollen, Wachs und Honig, um Immissionen in unserer näheren Umgebung überwachen und einschätzen zu können.“

Ebenso wie in den Vorjahren wurde auch diesmal der Honig von einem unabhängigen Umweltschutzlabor untersucht und als unbelastet und genusstauglich eingestuft. Der Pollen im Honig wurde ferner vom Institut für Bienenkunde in Celle untersucht. „Die chemisch-physikalischen Werte waren einwandfrei, und der geerntete Honig entsprach den Bestimmungen der deutschen Honigverordnung für Speisehonig und den Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes“, betont Ingo Fehr. „Er verfügt über einen honigtypischen, blumig aromatischen Geschmack und Geruch.“ Skeptikern begegnet der Imker mit Schmunzeln: „Von Kerosin ist in Geruch und Geschmack nicht die geringste Spur zu finden.“

15 Millionen Blüten für 1 kg Honig

Insgesamt liefern die Flughafenbienen jährlich rund 150 Kilogramm Honig – zu wenig, um ihn zu verkaufen. „Wir nutzen ihn deshalb überwiegend als kleines Präsent bei Empfängen und anderen besonderen Anlässen“, sagt Ingo Fehr und rechnet vor, dass eine Biene am Tag etwa 40 Ausflüge unternimmt und dabei etwa 4.000 Blüten besucht: „Um ein Kilo Honig herzustellen, sind drei Kilo Nektar notwendig. Dazu müssen die Honigbienen auf ungefähr 150.000 Flügen rund 15 Millionen Blüten finden.“ Über die Vielfalt an Nahrung am Flughafen und in den angrenzenden Gärten und Parks macht sich der Experte keine Sorgen: Das ermittelte Spektrum an Pollen reicht von Vergissmeinnicht über Linde, Ahorn, Kastanie, Stein- und Kernobst bis zu diversen Gräsern und wildem Wein. Außerdem gewährleisten die umliegenden Gewässer eine ausreichende Wasserversorgung.

Die Idee für das Bienenprojekt kam vor 16 Jahren, als Ingo Fehr – damals bereits Hobby-Imker – am Flughafen seine Diplomarbeit zum Thema „Filterung von Luftschadstoffen in Kleinlüftergeräten“ schrieb. Längst gehört der Umweltingenieur zum festen Team im Zentralbereich Umwelt von Hamburg Airport. Den Bienen ist er treu geblieben. Alle acht bis neun Tage kontrolliert er die Entwicklung der Völker. Um Einblick in den Brutraum zu erhalten, muss er dazu den Honigraum abnehmen. Ermittelt wird dann im Allgemeinen die Größe des Brutnestes und die Anzahl der Bienen sowie das Legeverhalten der Königin. Überprüft wird, ob ausreichend Honig und Pollen vorhanden sind und ob es Anzeichen von Krankheiten gibt.

Mit seinem Bienenprojekt gehörte Hamburg Airport seinerzeit zu den Vorreitern. Inzwischen sind zahlreiche andere Flughäfen dem Beispiel für das „Biomonitoring“ gefolgt.

InterSky legt neue Linienverbindung von Friedrichshafen nach Köln/Bonn auf

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Nach dem Rückzug der Germanwings kommt Köln/Bonn wieder in den Flugplan von Friedrichshafen: InterSky wird ab 05.10.2015 die Bedienung der Strecke Friedrichshafen – Köln/Bonn übernehmen.

Für die Fluggäste aus Friedrichshafen ergibt sich damit eine deutlich größere Auswahl: Statt bisher einmal täglich wird mit zwei täglichen Flügen (Tages-randverbindung) der InterSky die Hinreise am Morgen und die Rückreise am Abend möglich.

Das in Friedrichshafen stationierte Flugzeug vom Typ Bombardier Dash 8-Q300 mit 50 Sitzen wird jeweils eine kurze Zwischenlandung in Memmingen einlegen. InterSky bietet neben der neuen Köln/Bonn-Strecke weiterhin bis zu dreimal täglich Verbindungen von Friedrichshafen nach Berlin, Hamburg und Düsseldorf an.

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH, erklärt dazu: „Dies ist ein starkes Bekenntnis der InterSky zum Standort Friedrichshafen. Somit sind vier Flugzeuge der Regionalfluggesellschaft bei uns stationiert. Da Köln/Bonn nun zweimal täglich bequem erreichbar ist, werden die Reise-bedürfnisse speziell von Geschäftsreisenden optimal erfüllt. Mit diesem Angebot wird die Präsenz der InterSky als Home Carrier in Friedrichshafen weiter ausgebaut.“

Der Bodensee-Airport ist der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands und liegt unweit von Österreich, Schweiz und Liechtenstein in Baden-Württemberg. Mit rund 600.000 Passagieren jährlich trägt der Bodensee-Airport maßgeblich zur Stärke des Wirtschaftsstandortes bei. Direkten Anschluss vom Bodensee-Airport an das weltweite Streckennetz bieten im Linienverkehr Lufthansa über das Star Alliance-Drehkreuz in Frankfurt, Turkish Airlines (täglich) über ihren Hub in Istanbul mit mehr als 260 erreichbaren Destinationen und InterSky, die in Zusammenarbeit mit airberlin (Interlining) europa- und weltweite Verbindungen über deren Hub in Düsseldorf und Berlin anbietet.

Foto: (c) Kai Staesche

MTU kooperiert für PW1100G-JM-Instandhaltung in Japan und Neuseeland

Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat mit seinen Partnern Pratt & Whitney und Japanese Aero Engines Corporation (JAEC) einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Zusammenarbeit der Unternehmen im Rahmen der International Aero Engines LLC (IAE LLC) bei der Instandhaltung des Triebwerksmodells PW1100G-JM besiegelt. Demzufolge wird der Antrieb für die A320neo unter anderem in den MRO-Shops von Pratt & Whitney in Christchurch, Neuseeland, bei der MTU Maintenance in Hannover sowie im MRO-Shop des JAEC-Unternehmens IHI Corporation in Mizuho, Japan, instand gehalten werden.

„Beim PW1100G-JM-Antrieb befinden wir uns momentan in einer sehr spannenden Programmphase. Wir freuen uns, dass jetzt der offizielle Startschuss für unser Aftermarket-Servicenetzwerk erfolgt ist“, so Matthew Bromberg, President, Pratt & Whitney Aftermarket. „Über dieses weltweite Netz haben unsere Kunden Zugang zu MRO-Shops, die über die erforderliche Erfahrung und die entsprechenden Kapazitäten verfügen, nach den besten, bewährten Verfahren arbeiten und qualitativ hochwertige Leistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten.“

„Diese Vereinbarung ist ein weiteres Beispiel dafür, dass wir mit dem Zusammenschluss unserer OEM- und MRO-Geschäftsbereiche den richtigen strategischen Schritt getan haben. Die A320neo hat sich im Markt so schnell wie noch kein anderes Mittelstreckenflugzeug durchgesetzt. Mit unserem hohen Marktanteil werden wir zukünftig auch im Aftermarket profitieren“, sagte Michael Schreyögg, Vorstand Programme der MTU Aero Engines. „An unserem MRO-Standort in Hannover bereiten wir uns intensiv auf unser Leistungsspektrum für das PW1100G-JM vor und werden ab dem ersten Quartal 2016 erste Instandhaltungen anbieten können.“

Nach den Plänen von Pratt & Whitney sollen neben den Programmpartnern nach und nach noch weitere MRO-Shops hinzukommen. Mit steigender Anzahl der Triebwerke, die eine Instandhaltung erforderlich machen, werden entsprechende Kapazitäten auch von Dienstleistern außerhalb des Partnernetzes von Pratt & Whitney angeboten werden. Dazu gehören Instandhaltungs- und Reparaturbetriebe von Fluggesellschaften und unabhängigen MRO-Dienstleistern.

„Flexibilität und eine freie Wahl des richtigen Service-Partners für ihre Triebwerke sind für unsere Kunden entscheidend und genau das wollen wir ihnen mit unserem Aftermarket-Netz für den Getriebefan bieten“, so Bromberg. „Bis 2020, wenn erstmals eine höhere Anzahl von GTF-Triebwerken zur planmäßigen Instandhaltung ansteht, können sich die GTF-Betreiber dann zwischen mehr als zehn MRO-Shops entscheiden, die ihnen alle einen erstklassigen Instandhaltungsservice bieten.“

Top-Auszeichnung bei Kabine und Catering für Lufthansa-Airlines

Die Fluglinien der Lufthansa Group sind auch in diesem Jahr mit einer Reihe von World Airline Awards prämiert worden. Die Awards basieren auf den Ergebnissen der weltweit größten Kundenbefragung in der Airline-Branche, die jährlich vom Qualitätsinstitut Skytrax durchgeführt wird: Über 18 Millionen Fluggäste aus über mehr als 160 Ländern bewerten dabei rund 200 Fluglinien weltweit. Austrian Airlines wurde für ihren Service am Boden und in der Luft mit dem ersten Platz in der Kategorie „Best Airline Staff in Europe“ ausgezeichnet. Zusätzlich belegt die Fluggesellschaft den ersten Platz in der Kategorie „Best Business Class Onboard Catering“.

Ausschlaggebend für die Top-Platzierung war insbesondere das kulinarische Angebot in der Business Class auf Langstrecken-Flügen mit den Hauben-Menüs von DO&CO, dem Wiener Kaffeehaus Service und den Köchen an Bord.

Für Lufthansa haben sich die Investitionen der vergangenen drei Jahre in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro in die Ausstattung ihrer Kabinen und Lounges sowie in den Service ausgezahlt. Die Fluglinie setzte sich bei der Preisverleihung in Le Bourget bei Paris in den Kategorien „Best Airline Transatlantic“, „World’s Best First Class Airline Lounge“ und „Best Airline in Western Europe“ durch. Lufthansa rüstet derzeit ihre über 100 Flugzeuge der Langstreckenflotte mit ihrer exklusiven First Class, der neuen Business Class sowie der Premium Economy Class aus. Außerdem bietet Lufthansa inzwischen an Bord aller Langstreckenflugzeuge das Breitband-Internetangebot FlyNet.

NASA und DLR forschen gemeinsam an Fluglärm und Hubschraubern

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Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben zwei Abkommen über die weitere wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich Luftfahrt unterzeichnet. Beide Partner wollen zukünftig gemeinsam an den Forschungsthemen Flugzeuglärmsimulation und Verbesserung der Hubschrauberaerodynamik arbeiten.

Die Abkommen wurden auf der Paris Air Show in Le Bourget während eines bilateralen Treffens des DLR-Luftfahrtvorstands Prof. Rolf Henke mit dem NASA-Administrator für Luftfahrtforschung Dr. Jaiwon Shin verabschiedet.

„In den vergangenen Jahren konnten wir bereits unsere wissenschaftlichen Stärken in mehreren Projekten bis hin zu gemeinsamen Forschungsflügen für eine effizientere und umweltfreundlichere Luftfahrt zusammenbringen“, sagt Prof. Henke. „Diese bewährte Zusammenarbeit weiten wir nun auf die Forschungsbereiche Fluglärm und Drehflügler aus.“ Im Dezember 2010 hatten DLR und NASA in einem Rahmenabkommen bereits den Grundstein für die gemeinsame Arbeit in der Luftfahrtforschung gelegt.

Seit vielen Jahren arbeiten NASA und DLR erfolgreich in der Forschung zusammen“, sagt Dr. Shin. „Die Abkommen machen es möglich, die produktive Zusammenarbeit fortzusetzen, denn wir wollen gemeinsam Lösungen finden, von der die globale Luftfahrtgemeinschaft und die Passagiere weltweit profitieren.“

Eines der nun geschlossenen Abkommen bezieht sich auf die Zusammenarbeit im Bereich anspruchsvoller Lärmvorhersagemodelle und etabliert dazu Vergleichsstandards zwischen beiden Forschungseinrichtungen. Eine Verringerung des Fluglärms ohne nachteiligen Einfluss auf die Umwelt und die Leistungsfähigkeit im Luftverkehr ist eine große Herausforderung. Diese gilt es zu meistern, um ein weiteres Wachstum des Luftverkehrs im Umfeld strengerer Regularien zu ermöglichen. Eine der Schlüsseltechnologien dazu ist die zuverlässige Lärmvorhersage bei Neuentwicklungen, die alle Lärmquellen eines Fluggeräts und die Auswirkungen ihres Einbaus berücksichtigt.

Im Rahmen des gemeinsamen Abkommens werden beide Forschungseinrichtungen hochgenaue Lärmvorhersagen für zwei virtuelle Flugzeugkonfigurationen erstellen. Dabei handelt es sich zum einen um das Modell eines Flugzeugs mit Turbofans über den Tragflächen und zum anderen um eines mit Turbofans unter den Tragflächen. Als Basis für die Lärmvorhersage werden akustische Messdaten herangezogen, die das DLR bei früheren wissenschaftlichen Flügen mit dem mittlerweile außer Dienst gestellten DLR-Forschungsflugzeug VFW / 614 ATTAS sammelte.

Das zweite Abkommen bezieht sich auf die Entwicklung einer neuen Abbildungstechnik, um die Luftströmung über den Rotorblättern eines Helikopters während des Fluges zu untersuchen. NASA- und DLR-Wissenschaftler wollen herausfinden, wo genau an den Rotorblättern die Strömung turbulent wird und den Auftrieb schwächt. Die neue Abbildungstechnik soll ebenfalls helfen, die Struktur des Hauptrotorwirbels im Vorwärtsflug detailliert zu erfassen.

Beide nun beschlossenen Abkommen sind die neusten Vereinbarungen in der mittlerweile traditionsreichen Zusammenarbeit zwischen DLR und NASA. Beide Einrichtungen verfolgen mit ihrer Forschungsarbeit das Ziel eines ökoeffizienten Luftverkehrs der Zukunft, der emissionsarm, sicher und leistungsfähig ist.

NASA und DLR haben bereits bei zahlreichen Forschungsaktivitäten kooperiert, wie in der bemannten Raumfahrt, bei der Erforschung des Weltalls, in der Luftfahrtforschung, in der Klimaforschung oder in der Erdbeobachtung. So arbeiten beide Partner beispielsweise beim fliegenden Stratosphärenobservatorium SOFIA und der Satellitenmission GRACE zusammen.

Im vergangenen Jahr flogen NASA und DLR gemeinsam mit dem kanadischen National Research Council (NRC) die Forschungskampagne ACCESS II (Alternative Fuel Effects on Contrails and Cruise Emissions). Dabei waren das DLR-Forschungsflugzeug Falcon sowie die DC-8 und die Falcon der NASA vor Ort in Palmdale/Kalifornien. Ziel war es, die Emissionen sowie die Kondensstreifenbildung beim Einsatz alternativer Treibstoffe im Flug zu untersuchen. Die Zusammenarbeit bei ACCESS II fand unter dem Dach des Internationalen Forums für Luftfahrtforschung IFAR (International Forum for Aviation Research) statt, in dem DLR, NASA und NRC drei unter 26 Mitgliedseinrichtungen sind. IFAR ist das aktive Forum der international führenden Luftfahrtforschungsakteure. Das DLR nimmt in IFAR gemeinsam mit der NASA eine tragende Rolle ein.

Im Bild: Die Abkommen wurden auf der Paris Airshow in Le Bourget während eines bilateralen Treffens des DLR-Luftfahrtvorstands Prof. Rolf Henke mit dem NASA-Administrator für Luftfahrtforschung Dr. Jaiwon Shin verabschiedet.

Foto: DLR (CC-BY 3.0)

Boeing 747F der Cargolux Italia im Liniendienst von Mailand nach Zhengzhou

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Cargolux Italia hat einen wöchentlichen Liniendienst mit Boeing 747-Frachtern von Mailand-Malpensa nach Zhengzhou, dem zentralchinesischen Drehkreuz der Cargolux Airlines, in aufgenommen. Der erste Flug ist am 13. Juni 2015 von Mailand aus gestartet. Gemäß dem Flugplan wird es jeden Samstag einen Flug entlang der Route Malpensa – Nowosibirsk – Zhengzhou – Nowosibirsk – Malpensa geben. Der Flug C8 8755 verlässt Mailand um 04:00 Uhr und landet um 14:15 Uhr in Nowosibirsk (jeweils Ortszeit). Take-off in Nowosibirsk ist um 15:45 Uhr, mit einer Landung in Zhengzhou um 22:15 Uhr.

Der Rückflug, C8 8766, verlässt Zhengzhou am Sonntagmorgen um 00:15 Uhr, erreicht Nowosibirsk um 03:15 Uhr und startet wiederum um 04:15 Uhr in Richtung Mailand. Dort landet der Frachter um 06:25 Uhr. Der Wochenenddienst ist zeitlich perfekt an den Bedarf der verladenden Wirtschaft angepasst. So können die unter der Woche hergestellten Waren ihre internationalen Destinationen rechtzeitig und sicher erreichen. Zu den auf der Route transportierten Waren gehören unter anderem Modeartikel, Maschinen und mechanische Ersatzteile. Die Flüge von Cargolux Italia nutzen Zhengzhou als Zugang zum chinesischen Markt. Dort werden die Waren über das breite Trucking-System von Cargolux weiterverteilt.

Mit dem kommerziellen Zwischenstopp in Russland als Liniendienst kann Cargolux Italia ihren Kunden nun schnelle und zuverlässige Verbindungen von Europa nach Nowosibirsk anbieten – einem wichtigen russischen Umschlagplatz für Blumen, Kleidung und Maschinen im asiatischen Teil Russlands.

„Für Cargolux Italia und die Cargolux Gruppe repräsentieren die neuen Flugverbindungen nach Zhengzhou und Nowosibirsk eine Festigung der Präsenz im italienischen Markt“, sagt Pierandrea Galli, CEO und Accountable Manager von Cargolux Italia. „Außerdem ist dies eine weitere Ergänzung zu den existierenden Flügen von Italien in die Hauptdestinationen – darunter Hongkong, Osaka, New York, Chicago und Los Angeles. Der neue Liniendienst unterstreicht den Status von Cargolux Italia als wichtigste Nurfracht-Fluggesellschaft in Malpensa und als strategischer Partner der italienischen Wirtschaft in einer Zeit des ökonomischen Aufschwungs der italienischen Exportindustrie.“

„Dieser neue Flugdienst erweitert das Dienstangebot von Malpensa durch die erstmalige Verbindung von zwei Destinationen“, sagt Andrea Tucci, Vice President Aviation Business Development. „Die direkte Verbindung nach Zhengzhou ist eine großartige Chance für Malpensa und die Region, um die Frachtverbindungen in den chinesischen Markt durch das neue Drehkreuz von Cargolux zu verbessern.

Die Cargolux Gruppe ist 2014 um fünf Prozent gewachsen und trägt als wichtigste Nurfracht-Fluggesellschaft am Flughafen Malpensa mit einem 15-prozentigen Marktanteil zu den exzellenten Ergebnissen im Frachtverkehr des Flughafens bei. Dieser hat in den ersten fünf Monaten des Jahres 2015 ein Wachstum von neun Prozent verzeichnet – einer der größten Erfolge unter den europäischen Top-Flughäfen.“

Motorsegler-Absturz nach dem Start in Oppenheim

Der einsitzige Motorsegler startete um 14:14 Uhr auf der Piste 20 des Flugplatzes Oppenheim zu einem Übungsflug in die nähere Umgebung. Der Flugleiter gab an, dass bis zum Verschwinden des Motorseglers aus seinem Blickfeld der Start unauffällig verlaufen sei.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 23. Juli 2014
  • Ort: Oppenheim
  • Luftfahrzeug: Motorsegler
  • Hersteller / Muster: Sportavia-Pützer / SFS 31 Milan
  • Personenschaden: eine Person schwer verletzt
  • Sachschaden: Motorsegler zerstört
  • Drittschaden: geringer Flurschaden

Sachverhalt

Ereignisse und Flugverlauf

Nach Angaben von Zeugen, die sich außerhalb des Flugplatzes Oppenheim befanden, kippte der Motorsegler kurz nach dem Start rund 800 Meter südwestlich des Pistenendes aus einer Linkskurve ab und prallte auf den Boden. Eine Zeugin gab an, dass der Motorsegler vor dem Abkippen in niedriger Höhe nach Norden geflogen sein soll. Der Pilot wurde schwer verletzt und der Motorsegler zerstört. Abb. 2 zeigt den Blick von Süden auf die Unfallstelle (Polizei/ BFU)

Angaben zu Personen

Der 72-jährige Luftfahrzeugführer war seit dem 05.04.2012 im Besitz eines unbefristet gültigen Luftfahrerscheins für Segelflugzeugführer. In die Lizenz waren die Startarten Windenstart und Schleppstart hinter Luftfahrzeugen sowie eine Berechtigung für Reisemotorsegler (TMG) eingetragen.

Ferner verfügte er seit dem 30.03.2012 über eine Lizenz für Luftsportgeräteführer mit dem Eintrag für aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge einschließlich Passagierflugberechtigung.

Seit 2004 war er darüber hinaus Inhaber einer unbefristet gültigen Lizenz für Hängegleiter mit den Startarten Hang und UL-Schlepp. Das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war auf der Grundlage einer Sondergenehmigung bis zum 04.04.2015 gültig. Es enthielt folgende Einträge und Auflagen: VML (optimal korrigierende Sehhilfe), SSL (Ausschluss von Kunstflug, Lehr- und Schleppberechtigung), VCL (nur Sichtflug bei Tag), REV (Erlöschen der Sondergenehmigung im Falle eines Anfallsrezidiv).

Von 2001 bis 2012 lag eine Fluguntauglichkeit des Luftfahrzeugführers vor. Zuvor war er bereits seit 1989 Inhaber eines Luftfahrerscheins für Segelflugzeugführer und hatte 2001 eine Lizenz für Luftsportgeräteführer mit dem Eintrag für aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge erworben. Die Gesamtflugerfahrung betrug ca. 984 Stunden bei 2.799 Starts, davon entfielen rund 204 Stunden und 468 Starts auf Reisemotorsegler. In den letzten 90 Tagen hatte er insgesamt 41 Starts absolviert, davon entfielen elf Starts auf Reisemotorsegler und drei Starts auf das Muster SFS 31 Milan.

Angaben zum Luftfahrzeug

Die SFS 31 Milan ist ein einsitziger Motorsegler mit Einziehfahrwerk, der 1970 von der Firma Sportavia-Pützer GmbH & Co. KG in Holzbauweise mit der Werknummer 6603 gefertigt wurde. Das Luftfahrzeug verfügt über eine freitragende, einteilige Tragfläche mit Kastenholm und Sperrholz-Torsionsnase. Höhen- und Seitenleitwerk sind ebenfalls aus Holz gefertigt und können abgeschraubt werden. Die Flossen sind sperrholzbeplankt, die Ruder stoffbespannt.

Die SFS 31 Milan wurde von einem Rectimo-4-AR-1200-Motor angetrieben. Der Motorsegler war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und befand sich in privater Halterschaft.

Die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit erfolgte am 10.08.2013. Die Gesamtbetriebszeit betrug 3.676 Stunden bei 4.089 Landungen.

Das Luftfahrzeug hatte ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 440 kg. Die Abflugmasse wurde anhand der zur Verfügung stehenden Daten (Leermasse, Gewicht des Luftfahrzeugführers, Gepäck, Kraftstoff) ermittelt und betrug in Abhängigkeit des mitgeführten Kraftstoffvorrats mindestens 455 kg. Beim Start befanden sich mindestens 29 Liter Kraftstoff (Super Plus) an Bord.

Meteorologische Informationen

Die Bodensicht betrug bei wolkenlosem Himmel über zehn Kilometer. Der Wind kam mit ca. acht Knoten aus 070 Grad und die Lufttemperatur lag bei ca. 28 Grad Celsius.

Die Routinewettermeldungen (METAR) der nahe gelegenen Stationen Frankfurt (EDDF) und Mannheim (EDFM) lauteten:

METAR EDDF 231220 080/14 kt 9999 SCTTCU060 BKN255 28/14 Q1016

METAR EDFM 231220 060/12 kt VRB 030/090 9999 CAVOK 29/13 Q1015

Funkverkehr

Es bestand Funkverbindung mit der Flugleitung in Oppenheim. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der Flugplatz Oppenheim (EDGP) liegt ca. ein Kilometer südöstlich der Stadt Oppenheim. Er befindet sich in einer Höhenlage von 279 ft AMSL und verfügt über eine 800 mal 30 Meter lange Grasbahn mit der Ausrichtung 020/200 Grad.

Flugdatenaufzeichnung

Der BFU stand ein mobiles GPS zum Auslesen zur Verfügung. Der Unfallflug wurde nicht aufgezeichnet. Die Radaraufzeichnungen der Flugsicherungsorganisation ermöglichten keine Rekonstruktion des Flugweges.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Das Titelbild zeigt die Unfallstelle. Die Unfallstelle des Luftfahrzeuges befand sich rund 800 Meter südwestlich der Flugplatzgrenze von Oppenheim auf einem abgeernteten Getreidefeld. Das ca. 50 Meter lange und bis zu zehn Meter breite Trümmerfeld erstreckte sich in etwa von Ost nach West. In der Mitte dieses Feldes befand sich das Rumpfsegment des Motorseglers.

Das Rumpfvorderteil mit dem Cockpit war zerstört und der Motor war samt Motorträger und Brandschott aus dem Rumpf herausgerissen. Der hintere Teil des Rumpfes mit dem Leitwerksträger war optisch intakt und mit dem Leitwerk nach Osten ausgerichtet. Höhen- und Seitenruder waren angeschlossen und gesichert. Die Steuerung im Rumpfvorderteil war zerstört, die Sicherungen vorhanden und funktionstüchtig. Die Höhenruder-Trimmung im Cockpit stand auf „kopflastig“. Der Rumpftank war deformiert und lag ca. 25 m westlich des Rumpfes und enthielt ca. einen Liter Kraftstoff. Es fanden sich Hinweise auf ausgetretenen Kraftstoff. (Bindemitteleinsatz durch die Feuerwehr).

Ein Propellerblatt war abgerissen und zersplittert, das zweite Propellerblatt befand sich unbeschädigt auf der Nabe und stand auf kleinster Steigung. Teile der Motorverkleidung lagen vor dem Motor. Die Schultergurte befanden sich offen im Rumpf, die Beschläge waren mit dem Rumpf verbunden. Die Schultergurte hatten nahezu die maximal mögliche Länge. Der Bauchgurt war samt Beschlägen aus dem Rumpf herausgerissen und offen. Die beiden Hälften lagen ca. einen Meter voneinander entfernt.

Ein Segment der Tragfläche lag zum Teil unter dem hinteren Teil des Rumpfes, der linke äußere Teil der linken Tragfläche wies Beschädigungen auf. Das Querruder war herausgerissen und die Ober- und Unterseite der Tragfläche war beschädigt. Die Rippen waren gebrochen und die Oberfläche gesplittert. Das linke Querruder war angeschlossen und gesichert.

Das Instrumentenbrett lag zusammen mit dem Motor vor dem Rumpf, es war deformiert. Einzelne Instrumente waren herausgerissen und lagen westlich des Rumpfes. Funkgerät und Transponder waren eingebaut.

Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades im vorderen Bereich des Cockpits konnten keine Aussagen über die Stellung der Hebel gemacht werden. Der Brandhahn wurde in einer Zwischenstellung (etwa in der Mitte zwischen Auf / Zu) vorgefunden. Die Cockpithaube war in mehrere Teile zerbrochen und lag beim Rumpf.

Das Fahrwerk war beim Aufschlag herausgerissen worden, der Fahrwerkskasten lag einige Meter östlich des Rumpfes, der Reifen befand sich unter der rechten Tragfläche. Dort wurde auch das GPS gefunden. Teile des Fahrwerks und der Fahrwerksaufhängung lagen im Bereich ca. 20 Meter östlich des Rumpfes. Der größte Teil des Hauptfahrwerks befand sich 7,40 m östlich des Rumpfes.

Die Untersuchung des Motors ergab keine Auffälligkeiten. Er war durch den Aufschlag erheblich beschädigt worden.

Die Propellerverstellung war verbogen, der Zahnkranz des Anlassers abgerissen und nach hinten gedrückt. Die Stößelrohre waren zum Teil verbogen und beide Ventildeckel aus den Halterungen herausgesprungen.

Der Vergaser war zerstört und aufgerissen, es befand sich kein Kraftstoff darin. Der Kraftstoff-Filter im Filterbrandhahn enthielt eine geringe Menge Kraftstoff. Der Benzinfilter war frei von Verschmutzungen. Die Zündkerzen wiesen ein rehbraunes Verbrennungsbild auf. Die Ölstandkontrolle ergab, dass ausreichend Motoröl im Triebwerk vorhanden war.

Brand

Es entstand kein Brand.

Zusätzliche Informationen

In der Fachliteratur finden sich zum Thema „Dampfblasenbildung“ u.a. folgende Angaben:

  • An Tagen mit hohen Lufttemperaturen besteht die Gefahr, dass Teile des Kraftstoffsystems so heiß werden, sodass ein hoher Anteil des Kraftstoffs verdampft. Als Folge kann es zur Bildung von Dampfblasen kommen, durch welche die Kraftstoffversorgung unterbrochen werden kann.
  • Unverbleites Superbenzin neigt aufgrund seiner Zusammensetzung eher zur Bildung von Dampfblasen als verbleites Flugbenzin (Avgas).
  • Ein Faktor, der die Wahrscheinlichkeit von Dampfblasenbildung erhöht, ist das kurzzeitige Abstellen eines zuvor in Betrieb befindlichen Motors. Nach dem Abstellen kann es zu einem Anstieg der Temperatur bis zum Siedepunkt kommen, da keine Kühlung mehr vorhanden ist.
  • Dampfblasenbildung wird durch Schütteln von heißem Kraftstoff sowie durch Vibrieren des Kraftstoffsystems begünstigt.

Beurteilung

Das Luftfahrzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr zugelassen und nachgeprüft. Eine Untersuchung von Zelle und Triebwerk lieferte keine Hinweise auf technische Mängel.

Die Zuladung und der Schwerpunkt lagen außerhalb der im Flughandbuch angegebenen Grenzen. Der verantwortliche Luftfahrzeugführer hatte die erforderliche Lizenz zur Durchführung des Fluges.

Mit 41 Flügen auf verschiedenen Mustern in den letzten 90 Tagen, davon elf Starts auf Reisemotorseglern und drei Starts auf dem Muster SFS 31 Milan, hatte er prinzipiell einen guten aktuellen Übungsstand. Auch hinsichtlich seiner Gesamtflugerfahrung von knapp 1.000 Flugstunden und rund 2.800 Starts, verfügte der Luftfahrzeugführer insgesamt über eine routinierte Flugerfahrung.

Aufgrund einer 11-jährigen Flugpause bis 2012, bedingt durch eine Fluguntauglichkeit, müssen bei der fliegerischen Gesamtkompetenz dennoch Abstriche bzw. Einschränkungen angenommen werden.

Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis war mit mehreren Auflagen versehen. Die medizinischen Hintergründe der Auflagen lagen der BFU vor. Die Umstände des Unfallhergangs einerseits und die gesundheitliche Disposition des Piloten andererseits schließen einen Zusammenhang nicht aus.

Der Unfallhergang ließ sich durch die Zeugenaussagen nur bedingt rekonstruieren. Auf Grundlage der gemachten Beobachtungen ist aber davon auszugehen, dass der Motorsegler entweder nach Einleiten einer Umkehrkurve abkippte oder der Pilot durch den Verlust der Handlungsfähigkeit die Kontrolle über das Luftfahrzeug verlor.

Als technisches Problem wäre auch eine Unterbrechung der Kraftstoffversorgung infolge Dampfblasenbildung denkbar. Die äußeren Rahmenbedingungen mit einer Lufttemperatur von knapp 30 Grad und ein Durchschütteln des heißen Kraftstoffs mit Vibrieren des Kraftstoffsystems durch das Rollen auf dem Grasplatz Oppenheim schließen auch diese Möglichkeit nicht aus.

Durch die erhöhte Zuladung und die Lage des Schwerpunktes außerhalb des zulässigen Bereichs wurde das Abkippen beim Fliegen einer Umkehrkurve begünstigt.

Schlussfolgerungen

Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass das Luftfahrzeug im Anfangssteigflug infolge eines überzogenen Flugzustandes abkippte und auf den Boden prallte.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, wenn nicht anders angegeben: BFU.

100 Flugzeuge der 737 MAX 8 für AerCap, Rekorde und Entwicklungen bei Boeing

Boeing verkündet auf der Paris Airshow in Le Bourget laufend weitere Großbestellungen. Nun wurde eine Order von AerCap über 100 Flugzeuge der neuen 737 MAX 8 bekannt. Der US-Flugzeugbauer schreitet zudem einem neuen Produktionsrekord entgegen.

Nach Listenpreisen hat allein dieser Deal mit AerCap einen Wert von 10,7 Mrd. US-Dollar nach derzeitigen Listenpreisen. Der Flugzeug-Verleaser AerCap ist sieht einen starken Marktbedarf für das Modell in den rund 90 Ländern, in denen er aktiv ist. Das Unternehmen hat mit Bestellungen, Auftragnahme und Besitz 1.800 Flugzeuge unter seiner Aufsicht.

Ruili Airlines, eine Airline aus China, wird mithilfe von AVIC International Leasing 30 737 MAX-Flugzeuge anschaffen, um den anschwellenden Passagierverkehr in China zu bedienen. Nach Listenpreisen haben die Flugzeuge einen Wert von 3,2 Mrd. US-Dollar. Die chinesichen Behörden müssen dem Kauf aber noch zustimmen.

Ruili Airlines ist ein Paradebeispiel für den Bedarf im schnell wachsenden Luftfahrtmarkt China. Die Geschäftslizenz für den zivilen Personentransport wurde erst im Februar 2014 von der CAAC (Civil Aviation Administration of China) ausgestellt.Derzeit betreibt Ruili Airlines 34 tägliche Flüge auf elf Linienrouten mit fünf Boeing 737. Die Start-up-Airline will ihre Flotte bis Jahresende auf sieben Flugzeuge ausbauen, 2020 sollen es 26 Flugzeuge sein.

Ebenfalls 30 Flugzeuge aus der 737-Familie avisiert die Minsheng Financial Leasing (Minsheng) in einem Memorandum of Understanding (MOU), darunter sind Next-Generation 737- und 737 MAX-Flugzeuge.

Minsheng wurde als eines der ersten fünf vom China Bank Regulatory Committee genehmigten, privaten Leasing-Unternehmen im Jahre 2008 von der Minsheng Banking Corp, der größten privaten Bank in China, gegründet. Nach dem Start mit Business Jets kamen 2013 die Passagierflugzeuge ins Portfolio.

Aber auch für die Großraumflugzeuge gibt es Abnehmer. Qatar Airways bestellt allein zehn 777-8X und vier 777-Frachtflugzeuge, nach Listenpreisen 4,8 Mrd. US-Dollar wert. Qatar Airways hat bereits früher 50 Maschinen der 777-9X bestellt.

Boeing wird wohl zum zweiten Mal in Folge einen Rekord bei Flugzeugauslieferungen aufstellen. In den letzten fünf Jahren wurde die Flugzeugproduktion um 60 Prozent erhöht. 750 bis 755 Flugzeuge werden angestrebt, was einen neuen Industrie-Rekord darstellt.

Die laufenden Entwicklungsprogramme kämen zudem gut voran, das sind die 737 MAX, die noch dieses Jahr aus den Werkshallen rollen soll, die 777X und der 787-10 Dreamliner.

Ebenso dieses Jahr soll die 777X ihre finale Konfiguration erhalten und 2018 mit dem Bau begonnen und 2020 ausgeliefert werden. Der 787 Dreamliner wird soll 2016 in eine Produktionsrate von 12 Flugzeugen pro Monat überführt werden. Die erste 787-10 soll 2018 ausgeliefert werden.

Gravitationsmessung: Kernstück von LISA Pathfinder fertiggestellt

LISA Pathfinder soll nach ihrem Start voraussichtlich im Oktober diesen Jahres im Weltraum wichtige Technologien erproben, deren Funktions- und Leistungsfähigkeit am Erdboden nicht oder nur eingeschränkt getestet werden können.

Damit ebnet die Mission den Weg für das Gravitationswellen-Observatorium eLISA (evolved Laser Interferometer Space Antenna), das nach seinem für 2034 geplanten Start den energiereichsten und heftigsten astrophysikalischen Ereignissen unseres Universums auf der Spur sein wird.

Nach mehr als zehnjähriger intensiver Entwicklungsarbeit ist nun das Kernstück der hochempfindlichen Nutzlast der LISA Pathfinder-Mission bei Airbus Defence & Space in Friedrichshafen fertiggestellt worden – das LTP Core Assembly.

100 Jahre nach Albert Einstein: „Klang“ unseres Universums hören

Fällt ein Stein ins Wasser, so breiten sich von seinem Aufschlagspunkt Schwingungen in Form von Wellen über die Wasseroberfläche aus. Ähnlich wie der Stein auf dem Wasser erzeugen auch große Massen, die sich sehr schnell und ungleichförmig beschleunigt im Weltall bewegen, Wellen. Sie breiten sich im Raum aus und sollten sich als winzige Längenänderungen der Raum-Zeit bemerkbar machen. Diese Gravitationswellen – vom deutschen Physiker Albert Einstein bereits 1916 auf der Grundlage seiner allgemeinen Relativitätstheorie vorausgesagt – lassen uns den „Klang“ des Universums „hören“ und öffnen so ein neues und unmittelbares Beobachtungsfenster für exotische Himmelsobjekte.

Dazu zählen zum Beispiel Supernovae, enge Doppelsternsysteme bestehend aus Weißen Zwergen, Kollisionen von Neutronensternen und Pulsaren und Zusammenstöße von Schwarzen Löchern mit einigen Sonnenmassen bis hin zu den zentralen Objekten in Galaxienkernen mit der milliardenfachen Masse der Sonne. Gravitationswellensignale aus der Zeit unmittelbar nach dem Urknall können uns mehr über die Entstehung unseres Universums verraten.

Wegen der äußerst geringen Wirkung von Gravitationswellen zweifelte Einstein allerdings daran, dass sie jemals nachweisbar wären. Bisher ist es auch nicht gelungen, sie direkt zu messen. Heute – nahezu 100 Jahre nach Einsteins Vorhersage – stehen wir jedoch kurz davor, ihre „extrem leisen“ Schwingungen „hörbar“ zu machen. Ein Nachweis wird in den nächsten Jahren zunächst vom Erdboden, später aber auch mit eLISA aus dem All erwartet.

LISA Pathfinder Vorreiter für eLISA

Das Weltraumobservatorium eLISA wird aus drei Raumsonden bestehen. Sie werden ein gleichseitiges Dreieck mit ungefähr zwei Millionen Kilometern Seitenlänge aufspannen. Das gesamte Dreieck rotiert und wird der Erde auf ihrer Bahn in zehn bis 25 Millionen Kilometern Abstand in einem sogenannten Driftorbit folgen. Die einzelnen Sonden werden durch Laserstrahlen miteinander verbunden – Präzisionsarbeit auf höchstem Niveau. Durchläuft eine Gravitationswelle die Anordnung der Sonden, kann das Observatorium ihre Schwingungen im Frequenzbereich zwischen 0,1 MilliHertz bis 0,1 Hertz „hören“. Da die Mission äußerst komplex ist und Komponenten eingesetzt werden, die am Erdboden nicht angemessen getestet werden können, muss die notwendige Technologie zunächst im Weltraum erprobt werden.

Diese Aufgabe wird LISA Pathfinder übernehmen. Die Bestandteile der wissenschaftlichen Nutzlast – des sogenannten LISA Technology Package (LTP) – wurden von mehreren europäischen Ländern entwickelt und von Airbus Defence & Space in Friedrichshafen zur Gesamtnutzlast zusammengesetzt. Das DLR hat im Rahmen des ESA-Wissenschaftsprogramms die Entwicklung der Nutzlast maßgeblich unterstützt. Der deutsche Beitrag wurde dabei wesentlich durch eine Zuwendung des DLR Raumfahrtmanagements an das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover gefördert.

Technisches Grenzland für extreme Empfindlichkeit

Nachdem bereits die Steuerelektronik des LTP in die LISA-Pathfinder-Sonde eingebaut und getestet worden ist, folgt nun als letzte und wichtigste Einheit der Nutzlast das sogenannte LTP Core Assembly. Deren Integration ist inzwischen abgeschlossen und die Einheit zur Montage in die Sonde und zu letzten Tests von Friedrichshafen an die Firma IABG in München ausgeliefert worden. Dort wurde inzwischen auch dessen Einbau in die Sonde erfolgreich beendet.

In den zwei separaten Vakuumtanks des LTP sollen während des Betriebs der Mission jeweils eine würfelförmige Testmasse von zwei Kilogramm nahezu frei von allen inneren und äußeren Störkräften schweben und so eine kräftefreie Bewegung im Raum demonstrieren. Eine spezielle Gold-Platin-Legierung sorgt dafür, dass auf die Massen keine magnetischen Kräfte wirken. Eine berührungslose Entladung mit Hilfe von UV-Strahlung verhindert eine elektrostatische Aufladung. Eine besondere Herausforderung ist dabei der sogenannte Caging-and-Venting-Mechanismus, der die Testmassen während der heftigen Vibrationen beim Start schützt, sie höchst kontrolliert freigibt und sie gegebenenfalls auch wieder einfängt.

Mittels Laserinterferometrie werden die Positionen und die Ausrichtung der beiden Testmassen relativ zum Satelliten und zueinander mit einer sehr hohen Genauigkeit von etwa einem hundertmillionstel Millimeter gemessen. Darüber hinaus werden die Positionen über weitere Sensoren mit geringerer Genauigkeit erfasst. Die Messdaten sollen dann mit Hilfe eines „Drag-Free Attitude Control System (DFACS)“ die Sonde so steuern, dass sie stets auf die Testmassen zentriert bleibt. Die Lage des Satelliten regeln Kaltgas Mikro-Newton-Triebwerke, die für die Astronomie-Mission Gaia entwickelt wurden und den Antriebschub extrem fein und gleichmäßig dosieren können.

Der Start der Mission ist nun für Oktober 2015 geplant. Diesem wird sich ein einjähriger Betrieb auf einer Bahn um den Lagrangepunkt L2, etwa 1,5 Millionen Kilometer in Gegenrichtung zur Sonne von der Erde entfernt, anschließen. Die nach Joseph-Louis Lagrange benannten Punkte sind Orte, in denen zwischen drei Himmelskörpern ein gravitativer Gleichgewichtszustand eintritt, so dass eine Raumsonde an diesen Stellen im Idealfall kräftefrei „verharren“ kann.

Bilderstrecke:

Abb. 1: LTP wird in die Raumsonde integriert. Die Kerneinheit des LISA Technology Package (in der Mitte) wurde durch das Team der Airbus Defence & Space bei der Firma IABG in München in die LISA Pathfinder Raumsonde eingebaut.

Abb. 2: Die Kerneinheit des LTP während der Integration. Die Kerneinheit des LISA Technology Package (in der Mitte) bei der Integration bei Airbus Defence & Space in Friedrichshafen.

Abb. 3: Kerneinheit des LTP vor dem Vibrationstest. Bevor LISA Pathfinder ins Weltall starten kann, müssen die Nutzlasten zunächst ausgiebig getestet werden. Im Vibrationstest wurde überprüft, ob die LTP-Kerneinheit die heftigen Vibrationen beim Raketenstart schadlos übersteht.

Abb. 4: Gravitationswellen-Observatorium eLISA. LISA Pathfinder testet die Technologie im Weltraum, die später beim Gravitationswellen-Observatorium eLISA zum Einsatz kommen sollen. Das Weltraumobservatorium wird aus drei Raumsonden bestehen. Sie werden ein gleichseitiges Dreieck mit ungefähr zwei Millionen Kilometern Seitenlänge aufspannen. Die einzelnen Sonden werden durch Laserstrahlen miteinander verbunden. Durchläuft eine Gravitationswelle die Anordnung der Sonden, kann das Observatorium ihre Schwingungen im Frequenzbereich zwischen 0,1 MilliHertz bis 0,1 Hertz „hören“.

Bilder: Airbus Defence & Space (3x); ESA.

2. Kontakt zu Philae auf dem Kometen

Lander Philae hat sich am 14. Juni 2015 erneut gemeldet: Von 23.22 Uhr an sendete er bis 23.26 Uhr einige Datenpakete, die nun im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewertet werden.

Allerdings war dieses Mal die Verbindung zu ihm relativ instabil. Am 13. Juni 2015 hatte der Lander sich zum ersten Mal nach seinem fast siebenmonatigen Winterschlaf für 85 Sekunden zurückgemeldet und erste Daten zu seinem Zustand gesendet. Auch nach dem zweiten Kontakt bestätigten die aktuellen Daten, dass Philae auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko in einem guten Zustand und betriebsbereit ist. Nun sollen die Bahnen des Orbiter Rosetta angepasst werden, damit längere Kontaktzeiten zu Philae möglich sind.

Ausreichend Energie und eine nicht ganz so eisige Betriebstemperatur bringt Philae zurzeit bereits mit – immerhin drei Stunden Sonnenlicht pro Kometentag erreichen ihn und versorgen den Lander mit Energie. Bisher hatte man nur mit 1,3 Stunden Beleuchtung gerechnet. Bevor das Team im Lander-Kontrollzentrum des DLR Philae in rund 304 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde kommandieren kann, müssen stabile und längere Verbindungen zum Lander ermöglicht werden. Nur dann können die vorbereiteten Kommandos für die wissenschaftliche Arbeit mit seinen zehn Instrumenten an Bord hochgeladen werden und die nächsten Experimente beginnen.

In welcher Reihenfolge die Instrumente zum Zuge kommen, wird festgelegt, sobald Philaes Gesundheitszustand genau feststeht. „Zunächst werden sicherlich die nicht-mechanischen Instrumente zum Einsatz kommen, also Instrumente, die nicht bohren oder hämmern“, erläutert Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. Ganz vorne mit dabei sind voraussichtlich auch Instrumente, die nur wenig Energie verbrauchen und auch nur geringe Datenmengen zur Erde schicken müssen. Mit dem Aufwachen von Philae könnte es zum ersten Mal möglich sein, auf einem Kometen vor Ort zu forschen, während dieser auf dem Weg zur Sonne immer aktiver wird.

Zur Grafik Philae auf dem Kometen: Der Komet Churyumov-Gerasimenko ist ein Objekt aus dem Kuiper-Edgeworth-Gürtel, einer ringförmigen Region in unserem Sonnensystem außerhalb des Neptunorbits. Er bewegt sich auf einer elliptischen Bahn zwischen Jupiter und Erde um die Sonne und gehört damit zur Jupiter-Familie.

Bild: DLR (CC-BY 3.0)

Airbus Helicopters startet Konzeptphase für neue X6

Airbus Helicopters hat heute auf der Paris Air Show den Beginn der Konzeptphase für die neue X6 bekannt gegeben. Damit startet der zweijährige Definitionszeitraum für diesen europäischen Hubschrauber der nächsten Generation.

Die X6 ist im Segment der schweren Hubschrauber angesiedelt. Die Maschine wird speziell auf die Anforderungen des zivilen Markts zugeschnitten und zunächst die Öl- und Gasindustrie ansprechen, aber auch für Such- und Rettungseinsätze, VIP-Transporte und andere Aufgaben bestens geeignet sein.

Produktion verstärkt in Polen

In der Konzeptphase werden wichtige Möglichkeiten für die Vermarktung, Architektur und Konstruktion des neuen zweimotorigen Modells geprüft – im eingehenden Dialog mit Kunden in aller Welt, um den Nutzen der X6 für ihre Einsätze zu bestätigen. Die X6 knüpft als jüngster Zugang zur H-Generation von Airbus Helicopters am Erfolg der kürzlich vorgestellten H160 an. Airbus Helicopters verfolgt im Einklang mit der grundlegenden Transformation des Unternehmens ehrgeizige Pläne für die Zukunft und wird so dem großen Namen Airbus weiter gerecht.

„Die X6 wird für das Segment der schweren Hubschrauber künftig die gleiche Bedeutung haben wie die H160 heute bei mittelschweren Maschinen. Sie wird in der Branche neue Maßstäbe setzen, nicht nur beim Design, sondern auch bei der Produktionsstrategie. Wir werden uns auf die Fertigungskapazitäten unserer Kernländer stützen, zu denen künftig als wichtige Säule auch Polen gehört“, erklärte Guillaume Faury, Präsident und CEO von Airbus Helicopters. „Wir wollen die effizientesten Hubschrauberlösungen auf den Markt bringen – Lösungen, die darauf abgestimmt sind, wie sich die Anforderungen unserer Kunden und die Branche in Zukunft entwickeln.“

Ausgereift bis zum Enteisungssystem

Airbus Helicopters stützt sich bei der Definition und Entwicklung auf seinen Rang als anerkannter Branchenführer, um einen zweimotorigen Hubschrauber der nächsten Generation bereitzustellen, der von der ersten Auslieferung an voll ausgereift und für jedes Wetter geeignet ist – inklusive eines umfassenden Enteisungssystems. Eine der bedeutenden Innovationen bei der X6 wird die Fly-by-Wire-Steuerung sein.

Als bisher jüngstes Programm wird die X6 viele Eigenschaften mit den modernsten Hubschraubern des Unternehmens wie den neuen Modellen H175 und H160 gemeinsam haben. Die X6 ist eines der Schlüsselprogramme, mit denen Airbus Helicopters seine Führung im Öl- und Gassektor behaupten wird. Sobald das Programm in der Konzeptphase einen geeigneten Reifegrad erreicht hat, geht es in die Entwicklungsphase über. Die erste X6 wird dann voraussichtlich in den 2020er Jahren in Dienst gestellt.

Familienprogramm am Flughafen Leipzig/Halle auf der grünen Mitte

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Am 20. und 21. Juni erwartet die Besucher am Flughafen Leipzig/Halle auf der grünen Mitte ein buntes Familienprogramm mit Bühnenshows, Mitmachaktionen und Gewinnspielen. Die Veranstaltung findet am Samstag von 11:00 bis 19:00 Uhr und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Luftfahrtbegeisterte haben zudem die Möglichkeit, den Airport bei einer Flughafenrundfahrt zu erkunden und die Flugzeugabfertigung auf dem Vorfeld live zu erleben, bevor sie eine rasante Fahrt über die Start- und Landebahn unternehmen. Außerdem ist ein Besuch des historischen und restaurierten Flugzeugs vom Typ IL-18 möglich.

Die Tickets dazu können direkt vor Ort im Zelt des Besucherservices gebucht werden. Einen Blick von oben auf den Flughafen gewährt die Fahrt mit dem 42 Meter hohen Riesenrad. Auf dem Showtruck wird ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Musik- und Tanzacts geboten. Mit dabei sind auch das Gesangsduo „Die Himmelsstürmer“ und die durch „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt gewordene Sängerin Anna-Carina Woitschack. An beiden Tagen können Besucher ihr Flughafen-Wissen unter Beweis stellen und beim großen Gewinnspiel täglich attraktive Flug-, Reise- und Hotelgutscheine gewinnen.

Highlights in diesem Jahr sind außerdem eine Kids-Baustelle, der Wasserspielplatz „Aqua Fun“, Torwandschießen, XXL-Memory sowie ein Design Studio zum Modellieren von Autos. Zu den weiteren Attraktionen gehört ein großes Spieleareal mit Baggern und Fahrzeugen, Hüpfburgen, Kletterwand, Bungee-Trampolin und eine kunterbunte Malstraße mit Fotoaktion. Die jüngsten Gäste können spannende Abenteuer mit der Junior-Tour und den Kinderstars Biene Maja, Heidi und Wickie erleben.

Für Besucher die mit dem Auto anreisen gilt am Veranstaltungswochenende ein Sonderparktarif von fünf Euro pro Tag. Dieser gilt auf allen beschrankten Parkplätzen (außer P15 und P20). Das Parken auf dem Sonderparkplatz am Tower wird empfohlen. Zudem besteht die Möglichkeit, mit der S-Bahn aus dem Raum Altenburg, Borna, Leipzig und Halle direkt anzureisen. Parallel zum Kids & Family Day findet am Samstag der 13. Airport-Beachvolleyball-Cup statt sowie am Sonntag der 1. Beachvolleyball-Firmencup. Hier stellen Freizeitsportler aus der Region ihr Können unter Beweis. Die mehr als 20 Reiseanbieter des Urlaubsmarktes im Zentralterminal des Leipzig/Halle Airport beraten Urlaubssuchende an beiden Tagen und sind bei der Buchung von Reisen behilflich.

Lufthansa Technik und GE Aviation planen Joint Venture für Großtriebwerke

Die Lufthansa Technik AG und GE Aviation wollen einen hochmodernen Überholungsshop für die Überholung von Flugzeugtriebwerken der Typen GEnx-2B sowie GE9X aufbauen. Gemäß der Absichtserklärung (MoU) soll das neue Joint Venture 2018 seinen Betrieb aufnehmen.

Der Präsident und CEO von GE Aviation, David Joyce, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa, Carsten Spohr, der Präsident und CEO von GE Aviation Services, Kevin McAllister, und der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Technik AG, Dr. Johannes Bußmann, haben das MoU gemeinsam bei der Paris Airshow unterzeichnet.

Aufbau für GE-Triebwerke der Boeing 747-8 und 777X

Das neue Joint Venture soll technisch so ausgestattet werden, dass es die komplette Bandbreite an Wartungs- und Überholungsarbeiten für die Triebwerkstypen GEnx-2B sowie GE9X abdecken kann. Diese treiben die Boeing 747-8 beziehungsweise die Boeing 777X an. Die beiden Partner werden außerdem ihre Kooperation bei der Entwicklung von Reparaturverfahren und mobilen Unterstützungsservices fortsetzen.

„Wir haben uns verpflichtet, einen Shop auf Weltklasse-Niveau aufzubauen, der uns dabei helfen wird, den zukünftigen Bedarf an GEnx-2B sowie GE9X Überholungen abzudecken“, sagte Kevin McAllister, Präsident und CEO von GE Aviation Services. „Lufthansa Technik genießt einen exzellenten Ruf aufgrund seiner Ingenieursexpertise und seiner Kundenservices. Wir freuen uns deshalb, unsere langjährige Partnerschaft mit der Gründung des neuen Unternehmens weiter auszubauen.“

Lufthansa als Entwickler

„Die Unterzeichnung dieser Joint Venture-Vereinbarung zeigt unsere Entschlossenheit, unsere langjährige und bewährte Partnerschaft in der technischen Betreuung und bei der Entwicklung modernster Groß-Triebwerke deutlich zu erweitern“, sagte Lufthansa Chef Carsten Spohr. Für die Lufthansa Technik AG betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Johannes Bußmann: „Die Kombination aus dem Know-how eines führenden Herstellers und dem umfassenden Erfahrungsschatz eines der weltweit führenden Wartungsunternehmen bedeutet höchste Qualität und Kostenvorteile für unsere Airline-Kunden.“

Die Lufthansa Technik AG betreut seit 40 Jahren alle bedeutenden Motormuster von GE und hat bereits die Fertigkeiten und Erfahrung für kleinere und schnellere Reparaturen am GEnx-2B Triebwerk der Boeing 747-8 entwickelt. Die beiden ersten sogenannten „Quick Turn“ Wartungsevents werden gegenwärtig bearbeitet und werden Ende des Monats abgeschlossen sein. Lufthansa ist der größte Boeing 747-8 Betreiber und ist der Erstkunde für die Boeing 777-9X, von denen 34 bestellt sind und die ab 2020 ausgeliefert werden.

Mehr als 400 GEnx-2B Triebwerke sind im Flugbetrieb. Sie haben rund 1,7 Millionen Flugstunden und 300.000 Flugzyklen mit herausragenden Leistungen geliefert. Im Vergleich zum CF6 Triebwerk von GE bietet das GEnx Triebwerk einen bis zu 15 Prozent günstigeren Wert beim Treibstoffverbrauch und damit einen bis zu 15 Prozent niedrigere CO2-Ausstoß. Das GE9X Triebwerk wird über eine Schubkraft von rund 100.000 Pfund verfügen.

GE9X-Triebwerk

  • Ein Fandurchmesser von 3,35 Metern mit 16 Kompositschaufeln
  • eine neue Generation des Hochdruckverdichters mit einem Druckverhältnis von 27:1
  • eine Twin-Annular Pre-Swirl (TAPS)-Brennkammer der dritten Generation für hohe Effizienz und niedrigen Schadstoffausstoß sowie
  • keramische Faserverbundwerkstoffe (CMC) in Brennkammer und Triebwerk.

Rund 700 GE9X Triebwerke wurden bisher von Kunden seit dem Verkaufsstart der Boeing 777X im Jahr 2014 bestellt. Die Zertifizierung des Triebwerksmusters ist für 2018 geplant.

Auf dem Foto die Unterzeichnung des MoU (v.l.): Kevin McAllister (GE Aviation Services President and CEO ) und David Joyce (GE Aviation President and Chief Executive Officer), Carsten Spohr (Vorstandsvorsitzender Lufthansa AG) und Dr. Johannes Bussmann (Vorstandsvorsitzender Lufthansa Technik). Die endgültige Gründung des Joint Ventures steht noch unter dem Vorbehalt des Erhalts der nötigen behördlichen Freigaben.

Bilder: © Lufthansa Technik AG

60 Boeing-Flugzeuge für Garuda Indonesia: 787-9 Dreamliner und B737 MAX 8

Boeing und Garuda Indonesia gaben heute auf der Paris Airshow in Le Bourget die Bestellung von insgesamt bis zu 60 Flugzeugen bekannt. Die Airline will demnach 30 Flugzeuge des 787-9 Dreamliner und bis zu 30 B737 MAX 8 anschaffen.

Zudem hat der Flag Carrier aus Indonesien die Bestellung von 50 737 MAX 8 bestätigt, die ursprünglich schon letzten Oktober angekündigt worden war. Die Airline betreibt heute bereits 90 Boeing-Flugzeuge, darunter Next-Generation Versionen der Muster 737, 777-300ER und 747-400.

Der 787 Dreamliner macht das Reisen für die Passagiere durch die größten Fenster in der Branche, größeren Stauraum, moderne LED-Beleuchtung und größere Luftfeuchtigkeit bei höherem Kabinendruck deutlich angenehmer. Der 787-9 Dreamliner ist dabei um sechs Meter gegenüber dem 787-8 Dreamliner verlängert, was 40 Passagieren mehr Platz und dem Flugzeug 830 Kilometer mehr Reichweite bringt. Die Boeing 737 MAX kommt mit neuesten CFM International LEAP-1B Triebwerken, modernen Winglets und Verbesserungen, welche das Muster laut Boeing acht Prozent günstiger im Betrieb pro Sitzplatz macht, als die neue A320neo von Airbus.

Garuda Indonesia führt mit derzeit 169 Flugzeugen täglich an die 600 Flüge durch. Die Maschinen sind im Durchschnitt weniger als fünf Jahre alt. In Le Bourget hat Garuda Indonesia auch eine Bestellung über 30 Airbus A350 XWB Langstrecken-Jets bekannt gegeben.

Jettainer fasst Fuß in Kanada

Jettainer, Servicepartner für ausgegliedertes Lademittelmanagement, hat die Steuerung und Wartung aller Paletten und Container für KF Aerospace übernommen.

Jettainer wird für das kanadische Unternehmen eine Flotte von mehr als 700 Lademitteln – größtenteils Paletten – bereitstellen und steuern. Im Rahmen des Lademittelmanagements wird Jettainer die Steuerung und Positionierung sowie die Wartung und Instandhaltung der Einheiten übernehmen. Die erste Einheit wurde am 11. Juni 2015 im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Langstreckenbetriebes von KF Aerospace in Toronto verladen.

In erster Linie werden die Paletten und Container zunächst an Bord von Frachtern des Typs DC 10-30F zum Einsatz kommen, mit denen KF Aerospace (ehemals Kelowna Flightcraft) derzeit interkontinentale Langstreckenflüge zwischen Toronto und Brüssel durchführt. Außerdem wird Jettainer Lademittel für Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 727-200 bereitstellen, die im innerkanadischen Streckennetz von KF Aerospace fliegen.

Carsten Hernig, Geschäftsführer von Jettainer, betont: „Dieser Schritt nach Kanada belegt eindeutig, dass unsere Strategie zur Erschließung des amerikanischen Marktes richtig ist. Mit Jettainer Americas haben wir kürzlich eine amerikanische Gesellschaft gegründet, die es uns ermöglicht, in Nord-, Mittel- und Südamerika noch mehr Präsenz zu zeigen. Durch die unmittelbare Nähe zu unseren Kunden sowie potenziellen Geschäftspartnern können wir deutlich schneller und effizienter handeln.“

„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit dem weltweit führenden Lademittelspezialisten“, erklärte Tracy Medve, Präsident von KF Aerospace. Jettainer hat im amerikanischen Markt bereits das Lademittelmanagement für US Airways und American Airlines übernommen und plant, in Nord-, Mittel- und Südamerika weiter zu expandieren.

ACJ319neo Corporate Jet mit erstem Kunden aus Riad

Alpha Star aus Riad in Saudi Arabien wird mit der Ankündigung der Erstkunde für den Airbus ACJ319neo (New Enginge Option), was das Unternehmen als größter VVIP Charter-Betreiber im Mittleren Osten festigt.

Der Airbus Corporate Jet ACJ319neo soll 2019 ausgeliefert werden. Alpha Star besitzt und betreibt eine Flotte u.A. mit Airbus Corporate Jets vom Typ ACJ318, ACJ319, ACJ320, eine ACJ330, eine ACJ340. Durch die größere Kabine und Reichweite der ACJneo-Familie könnten die Kunden ihren Lifestyle noch weiter mitnehmen, so Airbus Chief Operating Officer für Kunden, John Leahy.

Die ACJ319neo bewältigt mit acht Passagieren eine Strecke von bis zu 6.750 Nautischen Meilen (12.500km), oder mehr als 15 Stunden Flugzeit. Eine A320neo transportiert 25 Passagiere bis zu 6.000  Nautische Meilen (11.200 km) oder mehr als 13 Stunden. Bisher hat Airbus 170 Corporate Jets verkauft.

30 Airbus A350 XWB-Flugzeuge für Garuda Indonesia

Garuda Indonesia hat ein Letter of Intent (LOI) mit Airbus für die Anschaffung von 30 Flugzeugen des Musters A350 XWB unterzeichnet. Garuda Indonesia will mit der A350 XWB ihr Mittel- und Langstreckennetzwerk ausbauen.

Mit dem mittelgroßen Langstreckenjet von Airbus sollen die Routen von Jakarta oder Bali nach Europa non-stop bedient werden können. Rund ein Drittel aller Bestellungen für die A350 XWB kommt aus der Asien-Pazifik-Region. Von den weltweit 780 Bestellungen für den Jet kommen 244 von dort.

US-Army trainiert mit neuen Beechcraft T-6D Militärflugzeugen

Die Beechcraft Defense Company LLC, die wie Beechcraft und Cessna zu Textron Inc. gehört, hat die Übergabe von vier Beechcraft T-6D Militärflugzeugen an die United States Army abgeschlossen.

Die Flugzeuge werden im Rahmen des Joint Primary Aircraft Training Systems (JPATS)-Programms an der Redstone Arsenal in Huntsville, Alabama, stationiert und ersetzen die älteren Beechcraft T-34. Die Beechcraft T-6D ist eine Mischung aus den T-6B und T-6C Schulflugzeugen. Sie sind mit neuer Standard-Avionik und integrierten Missionscomputern, Multifunktionsdisplays und einem Heads-Up Display ausgestattet. Die T-6D der Army haben zudem Anschlüsse an den Flügeln, an die bis zu sechs Pylone als Waffenhalter oder für externe Tanks montiert werden können. Szenarien für die Maschinen werden nun Lüftbrücken-Unterstützung und Versorgung, Training, Jagd und Forschung an der Physik der Wolken sein.

Neueste Airline in Kanada bekommt 500. Bombardier Q400

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Bombardier hat verkauft fünf weitere Q400-Flugzeuge an die neueste Airline in Kanada: WestJet Encore Ltd.

Nach Listenpreisen hat die Vereinbarung einen Wert von ca. 200 Mio. US-Dollar. Mit der Expansion der Airline soll auch die Flotte auf bis zu 36 Flugzeuge ausgebaut werden. Noch in diesem Monat wird die Airline die 500. Bombardier Q400 überhaupt erhalten. Die Q400 Turboprop-Flugzeuge wurden im Jahr 2000 in den Markt eingeführt.

WestJet Encore ist die jüngste Airline in Kanada und nahm im Juni 2013 mit 131 Beschäftigten und zwei Q400-Flugzeugen den Flugdienst mit zehn täglichen Abflügen zu zwei Destinationen auf. Heute werden mit etwa 500 Angestellten und 114 täglichen Abflügen 24 Städte in sieben Provinzen mit 21 Bombardier Q400-Flugzeugen bedient.

Info-Mobil der Fraport AG in Mühlheim und Ensheim

Ab 19. Juni 2015 wird das Info-Mobil der Fraport AG wieder in der Region unterwegs sein. Beschäftigte des Airport-Betreibers werden vor Ort sein, um die Menschen im Umland zu Themen rund um den Flughafen Frankfurt zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Schwerpunkte werden der Flughafenausbau, die Maßnahmen zum aktiven und passiven Schallschutz, Umwelt- und Regionales Engagement der Fraport AG, die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Region und Arbeits- und Ausbildungsplätze sein. Am Freitag, dem 19. Juni 2015, steht das Info-Mobil von 13 bis 17 Uhr in Harxheim an der Sporthalle am Weinberg. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können dort mit sachkundigen Fraport-Beschäftigten in Dialog treten und sich über die genannten Themen informieren.

Die weiteren Stationen des Info-Mobils im Juni

  • Mühlheim, Freitag, 26. Juni 2015, 13:00 bis 17:00 Uhr
  • Ensheim, Samstag, 27. Juni 2015, 09:00 bis 13:00 Uhr

Die Termine für den Rest des Jahres werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Airbus erwartet 32.600 neue Flugzeuge bis 2034

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Der europäische Flugzeugbauer Airbus sieht in den nächsten 20 Jahren (2015-2034) eine steigende Nachfrage beim Passagierverkehr und damit auch einen deutlich wachsenden Bedarf an Zivilflugzeugen.

Auf der Paris Airshow nannte Airbus in seinem Global Market Forecast ein jährliches Wachstum von 4,6 Prozent pro Jahr, was einen Bedarf von ca. 32.600 neuen Flugzeugen in der Kategorie von über 100 Sitzen nach sich zieht. Darunter seien auch 800 neue Frachtflugzeuge mit einer Kapazität von mehr als zehn Tonnen. Den Wert der Flugzeuge beziffert Airbus auf 4.900 Mrd. US-Dollar.

Im Jahr 2034 werden sich die Flotten bei Fracht- und Passagiermaschinen demnach von heute 19.000 Flugzeugen auf 38.500 mehr als verdoppeln, etwa 13.100 Maschinen werden durch treibstoffeffizientere Einheiten ersetzt. In den aufstrebenden Märkten sollen von heute 25 Prozent der Menschen 2034 74 Prozent einmal im Jahr eine Flugreise antreten. In den fortschrittlichen Ländern wie Nordamerika geht der Trend zu zwei Reisen und mehr pro Jahr.

Die Asien-Pacifik-Region werde in den nächsten zehn Jahren weiterhin am stärksten wachsen und China dann der größte Flugzeugmarkt der Welt sein. Airbus ist gerade damit beschäftigt, die A350 XWB-Produktion hochzufahren, und weitere Produktionsstegerungen von über 50 Einheiten im Segment von Flugzeugen mit Einzelgang stehen schon zur Prüfung an, so John Leahy, Airbus Chief Operating Officer für Kunden.

Im Widebody-Markt, das sind die Flugzeuge mit mehr als ein Gang in der Kabine, sieht Airbus – entgegen zu Boeing – einen Trend zu höherer Kapazität bei Langstrecken-Routen. Der weltweite Verkehr hat bereits zu einer heute um 46 Prozent größeren mittleren Passagierkapazität bei Flugzeugen als 1980 geführt. Größere Flugzeuge ermöglichten noch eine Steigerung der Passagierzahlen, wenn Slot-begrenzte Flughäfen an ihre Grenzen stoßen und die Zahl der Flüge nicht weiter erhöht werden können. Als Beispiel nennt Airbus den London Heathrow Airport. Airbus sieht sich hier mit seinen Großraumflugzeugen A330, A350 und A380 für bis über 500 Passagiere, gut aufgestellt.

GE Capital Aviation Services ordert 60 A320neo-Flugzeuge

GE Capital Aviation Services (GECAS), die Leasing- und Finanzierungssparte von General Electric, hat auf der Paris Airshow eine feste Bestellung von 60 Flugzeugen aus der A320neo-Familie verkündet. Darunter sind auch A321neo.

GECAS will alle 60 Flugzeuge mit CFM LEAP-X Triebwerken ausrüsten.
Damit wachsen die Bestellungen von GECAS auf 465 Maschinen aus der
A320neo-Familie, wovon 120 auf A320neo entfallen.

Cessna Grand Caravan EX auf der Paris Airshow

Cessna stellt einen neuen Demonstrator der Grand Caravan EX auf der Paris Airshow vor. Das Flugzeug kommt mit verschiedenen Sonderausstattungen wie eine Überwachungskonsole und eine Krankentrage.

Dazu kommen Kabinen- und Sitzkonfigurationen. Die Grand Caravan EX mit großer Frachtluke kann 1.588 kg Nutzlast transportieren und ermöglicht auch Starts von kurzen, unbefestigten Pisten. Sie kann auch als Trainings- und Transportflugzeug, bei der Luftüberwachung, Luftrettung oder als Fallschirmjäger eingesetzt werden. Auch können Aufhängungen für eine Bewaffnung an die Flügel angebracht werden.

Technologieerprobung: Start am Ballon, dann Segeln zum Startplatz

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben europaweit erstmals erfolgreich eine neue Methode für den unbemannten Flug durch die Stratosphäre erprobt.

Um diesen Luftraum aber tatsächlich Nutzen zu können, müssen noch geeignete Fluggeräte und Methoden entwickelt werden. Unbemannte Höhenplattformen werden dafür die beste Lösung bieten. Die Aussichten in der Stratosphäre sind gut: für flächendeckende Internetversorgung, für Kommunikationsnetzwerke in Krisengebieten etwa oder für Forschungen zum Schutz von Umwelt und Klima. Auf dem ESA PAC Symposium in Norwegen haben sie ihre Ergebnisse nun der internationalen Fachwelt vorgestellt.

Unbemannte Solarflugzeuge können künftig Lücken zwischen Flugzeugen und Satelliten schließen. Sie können schnell positioniert werden, sind flexibel einsetzbar und erzielen dabei eine große Reichweite. Die Stratosphäre bei rund 20 Kilometer Höhe gilt dabei als optimal; das entspricht etwa der doppelten Flughöhe eines Reiseflugzeuges. Doch dauerhaft und stabil in dieser großen Höhe fliegen zu können eine der Herausforderungen.

Einstündiger Gleitflug

Im Rahmen des Experiments HABLEG (High Altitude Balloon Launched Experimental Glider) hat ein DLR-Team ein unbemanntes Segelflugzeug für Forschungsflüge entwickelt sowie eine neue Methode für den Höhenflug. Das kleine Fluggerät wurde mit Hilfe eines Ballons in 20 Kilometer Höhe gebracht und dort automatisch in den Gleitflug überführt. Dies ist der erste erfolgreiche Flug dieser Art in Europa. Gemeistert wurde insbesondere die kritische Phase nach dem Ausklinken des Ballons – der Übergang des Gleiters von seiner senkrecht nach unten fallenden Lage in den stabilen horizontalen Flug.

Während des mehr als einstündigen Flugs konnten alle Eigenschaften des Flugzeugs und der Systeme erprobt und bestätigt werden. Abschließend gelang auch der automatische Rückflug zum Startplatz. Insgesamt legte das unbemannte Segelflugzeug eine Strecke von 170 Kilometer am Ballon und im Gleitflug über dem nordschwedischen Versuchsgelände Esrange zurück. Das Flugzeug sowie sämtliche Systeme wurden vollständig am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen entwickelt, gebaut und getestet.

Weniger Aufwand, mehr Möglichkeiten

Der DLR-Gleiter wurde speziell für den Flug in der Stratosphäre und für Forschungsanwendungen ausgelegt: Mit einer Spannweite von drei Metern und einem Gewicht von sieben Kilogramm ist er sehr kompakt, der Start per Ballon aufwandsarm. Die neue Technologie und Methode senkt damit den Kosten- und Personalaufwand deutlich, im Vergleich zu Flugversuchen mit unbemannten Solarplattformen.

Die Entwickler aus Oberpfaffenhofen haben das Know-How zu unbemannten Höhenplattformen gezielt nutzbar gemacht und erweitert. Besonders wertvoll – das praktische Wissen für den Betrieb eines flugfähigen Systems. „Die jetzt verfügbare Technik und Erfahrung ermöglicht es uns, unbemannte Flüge in der oberen Atmosphäre einfacher durchzuführen“, so Dr.-Ing. Marc Schwarzbach vom Projektteam am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik.

Den Entwicklern diente der Flug zur Technologieerprobung für Höhenflugzeuge, vor allem in den Bereichen Aerodynamik, System und Software. Zukünftig kann auf Basis dieser Technologie die Forschung für Stratosphärenplattformen weitergeführt werden. Auch in anderen Bereichen wie der Erprobung von wissenschaftlichen Nutzlasten und Atmosphärenforschung ist ein Einsatz möglich. Auf dem internationalen ESA PAC Fachsymposium fanden die Ergebnisse des HABLEG-Experiments nun großen Anklang. Damit wurde ein reger Austausch für neue Anwendungsideen und zukünftige Kooperationen eingeläutet.

Im Titelbild (von links nach rechts): Maximilian Laiacker, Sven Wlach und Dr.-Ing. Marc Schwarzbach – vom DLR-Institut für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen.

Bilder: DLR (CC-BY 3.0)

Flughäfen wollen Elektrofahrzeuge zur Normalität machen

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Mit dem Einsatz von Elektrofahrzeugen als zentraler Aspekt der Nachhaltigkeitsstrategie deutscher Flughäfen sollen die CO2-Emissionen gesenkt werden. Flughäfen konzentrieren sich dabei auf die Reduktion von Umweltauswirkungen in allen Bereichen, die sie nicht durch die Flugzeuge selbst beeinflussen können. Zukünftig sollen E-Fahrzeuge auf dem Vorfeld zur Normalität werden.

Am Rande der Nationalen Konferenz der Bundesregierung zu Elektromobilität kündigten die deutschen Flughäfen nun eine Initiative zur Ausweitung der E-Mobilität an den Airports an. Dazu erklärte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV: „Damit helfen wir der Umwelt und unterstützen die Bundesregierung, ihr selbst gestecktes Ziel zur Ausweitung der klimafreundlichen Elektromobilität in Deutschland zu erreichen“. Die weitere Anschaffung von E-Passagierbussen, Standard- und Sonderfahrzeugen mit E-Antrieb muss jedoch auch an Flughäfen besser gefördert werden, forderte Beisel. „Unser Ziel ist der flächendeckende Einsatz von Fahrzeugen mit E-Antrieb“, so Beisel weiter.

Ju52-Flugprogram für deutsche Städte 2016

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Stolze acht Jahrzehnte alt und absolut Flugtauglich: Die Ju52 der Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung, eines der ältesten noch fliegerisch aktiven Passagierflugzeuge der Welt, absolviert in diesem Sommer ein ausgedehntes Flugprogramm in ganz Deutschland und Österreich. Bis Oktober sind in der aktuellen Flugsaison der „Old Lady der Luftfahrt“ zwischen der Nord- und Ostseeküste und dem Alpenraum insgesamt 631 Flüge des dreimotorigen Oldtimers mit der Wellblechhaut geplant, der 1936 in den Dessauer Junkers-Werken gebaut wurde.

Dabei können gut 10.000 Fluggäste an Bord der „alten Tante Ju“ – mit ihren gerade mal 16 Passagiersitzen gilt sie als „Großraumflugzeug der 30er Jahre“ – ein ebenso nostalgisches wie faszinierendes Flugerlebnis wie zu Großmutters Zeiten erleben.

Wer die Ju52 kennenlernen und sich von ihr in die Pionierzeit der Passagierluftfahrt zurückversetzen lassen möchte, hat dazu in ganz Deutschland jede Menge Gelegenheiten. In den kommenden Wochen können Fans des fliegenden Oldtimers auf den Flugplätzen folgender Städte mit der Ju52 zu Rundflügen abheben:

  • Köln-Bonn (15. – 18. Juni)
  • Bremen (19. Juni)
  • Bremerhaven (20. – 21. Juni)
  • Kiel-Holtenau (22. Juni)
  • Hamburg (23. – 24. Juni)
  • Strausberg bei Berlin (24. – 27. Juni)
  • Erfurt (28. – 29. Juni)
  • Kassel (30. Juni – 02. Juli)
  • Eisenach (03. Juli)
  • Leipzig (09. Juli)
  • Dresden (10. – 13. Juli)
  • Nürnberg (14. – 21. Juli)
  • Schwäbisch Hall (am 22. Juli erstmals im Flugprogramm der Ju52)
  • Stuttgart (23. Juli)
  • Friedrichshafen (24. Juli)
  • Memmingen (25. Juli) und
  • München-Oberschleißheim (26. – 27. Juli)

Anfang August wird die „Tante Ju“ – wie schon im vergangenen Jahr – einen längeren Abstecher nach Österreich machen, mit Rundflügen in Salzburg, Wels, Wiener Neustadt, Graz und Klagenfurt.

Viel zu sehen beim Rundflug

Welche nostalgische Zeitreise die dreimotorige Propellermaschine bei einem der zahlreichen Rundflüge ermöglicht, veranschaulicht das folgende Beispiel. Bei einem 60-minütigem Rundflug ab München-Oberschleißheim fliegt die Ju52 – entsprechende Wetterbedingungen vorausgesetzt – zuerst zum Seehammer See, weiter über Miesbach und zum Schliersee, wo der Blick auf den Wendelstein gerichtet wird. Von dort aus führt die Rundflug-Route über den Tegernsee, Bad Tölz und Benediktbeuren, vorbei an Kochel- und Staffelsee. Vom Starnberger See aus beginnt der Rückflug gen München, wo der Überflug der Altstadt samt Schloss Nymphenburg den Abschluss der kleinen Reise mit dem „Großraumflugzeug der 30er Jahre“ bildet.

Die 30-, 45- oder 60-minütigen Rundflüge mit der Ju52 können für Preise von 219 Euro, 299 Euro bzw. 389 Euro gebucht werden. Bei Streckenflügen zwischen den einzelnen Flugplätzen richtet sich der Preis nach der Länge der jeweiligen Route. Auch Vollcharter-Flüge sind möglich, ebenso der Kauf von Fluggutscheinen als Geburtstags-, Jubiläums- oder Feiertagsgeschenk. Detaillierte Informationen gibt es auf der Webseite der Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung.