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Landung auf der Erde: Samantha Cristoforetti zurück

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ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti ist nach 199 Tagen im All wieder auf der Erde gelandet. Zusammen mit NASA-Astronaut Terry Virts und dem Russen und Kommandeur Anton Shkaplerov setzte die Sojuz-Kapsel sicher nach einem dreistündigen Manöver in der kasachischen Steppe auf.

Cristoforetti hatte die Internationale Raumstation ISS am 11. Juni um 10:20 Uhr GMT nach drei Monaten Forschungsarbeit im Raumlabor verlassen. Sojus TMA-15M bremste von der Reisegeschwindigkeit der Station von ca. 28.800 km/h ab und trat kurz darauf in die Erdatmosphäre ein. Die kleine Kapsel entfaltete nach dem von Hitzeschutzschilden geschützten Wiedereintritt planmäßig ihre Fallschirme. Kurz vor dem Aufsetzen zündeten nochmals drei Raketen-Motoren, und gefederte Sitze dämpften die Stöße für die drei Astronauten der Forschungscrews 42 und 43 nochmals ab. Vor Samantha Cristoforetti war der deutsche Astronaut Alexander Gerst als Europäer auf der Station.

Fotos:  (c) ESA–S. Corvaja, 2015; ESA/NASA (Titelbild)

Bombardier CS100 landet in Zürich – SWISS nimmt CS300

Als europaweite Premiere an einem Zivilflughafen ist das von Grund auf neu entwickelte Flugzeug Bombardier CS100 diesen Mittwoch, 17. Juni exklusiv am Flughafen Zürich zu Besuch. Es wird bei SWISS ab 2016 die Avro RJ100-Flotte ablösen.

Die Bombardier CSeries CS100 landet voraussichtlich um etwa 19:00 Uhr in Zürich. Aus diesem besonderen Anlass wird die Zuschauerterrasse B ausnahmsweise bis 21:00 Uhr geöffnet bleiben. So können Flugzeugfans das Flugzeug aus nächster Nähe bestaunen.

Neue Standplätze – Umwandlung in CS300 für SWISS

SWISS wird die bisherigen Flugzeuge der Avro RJ100-Flotte mit der grundlegend neu entwickelten Bombardier CSeries ersetzen. Dies erfolgt schrittweise während rund zwei Jahren ab 2016. Da die Spannweite der neuen CSeries deutlich größer ist als jene der Avro-Jets, können auf den Standplatzflächen nördlich des Docks A weniger Flugzeuge abgefertigt werden. Um die Standplatzkapazität aufrecht zu erhalten, stehen den neuen Maschinen die sogenannten Papa-Standplätze (ehemals Standplätze Echo Nord) zur Abfertigung zur Verfügung. Diese nahm der Flughafen Zürich Mitte Dezember 2014 in Betrieb. Bis zu sieben Flugzeuge finden dort Platz.

Gleichzeitig hat SWISS angekündigt, zehn ihrer 30 festen Bestellungen bei Bombardier für CS100 in die größere CS300 umzuwandeln. Die CS300 ergänze ideal die übrige Flotte und soll zu europäischen Zielen eingesetzt werden. Die CS100 und CS300-Flugzeuge bestehen zu 95 Prozent aus gelichen Teilen und kommen mit Pratt & Whitney PurePower® PW1500G-Triebwerken. Sie zielen auf das Marktsegment von 100 bis 150 Sitzen. Der kanadische Hersteller hat Aufträge von 603 CSeries-Flugzeuge, davon sind 243 feste Bestellungen.

A330-300 Regional hat ersten Kunden Saudi Arabian Airlines

Saudi Arabian Airlines wird die erste Airline welche den neuen Airbus A330-300 Regional betreiben wird. 20 Maschinen der neuen Regional-Version des Großraumflugzeuges wurden dazu bestellt. Bisher betreibt die Airline 12 Airbus A330-300 und 50 Flugzeuge der A320-Familie. 30 A320ceo mit Sharklets kommen auch hinzu.

Saudi Arabian Airlines will die A320-Familie fürs weitere Wachstum vergrößern. Die für inländische und Kurzstrecken optimierte A330-300-Variante bietet sich zudem besonders für schnell wachsende Märkte und Kapazitätsengpässe an. Der Airbus A330-300 Regional kann bis zu 400 Passagiere auf 18 Zoll großen Economy-Sitzen beherbergen. Das Flugzeug fliegt bis zu 3.000 Nautische Meilen (ca 5.556 Kilometer) bei einem auf ca. 200 Tonnen reduzierten Betriebsgewicht. Verglichen mit dem derzeitigen Langstrecken-A330-300 soll die neue Version, mit Hilfe von Technologien aus der A350 XWB und der A380, 26 Prozent Ersparnis bringen.

Bilder: (c) Airbus

Hochzeit in der Ju 52

Trauung im Klassiker der Luftfahrt Ju 52: Etwas Altes, etwas Neues, etwas Gebrauchtes, etwas Blaues, etwas Geliehenes. Diese Hochzeitstraditionen sind allseits bekannt. Sabrina und Nils Fechner haben den Brauch „von etwas Altem“ auf eine außergewöhnlich schöne Weise umgesetzt, als sie am Nachmittag am Paderborn-Lippstadt Airport in die Lufthansa Ju 52 stiegen und sich das Ja-Wort in der Luft gaben.

Bereits seit 1997 zusammen, arbeitet das frisch vermählte Paar nun im Rheinland – die Verbindung zu OWL besteht aber aufgrund von Familie und Freunden weiterhin. Das gemeinsame Interesse an klassischen Flugzeugen brachte die Eheleute auf die außergewöhnliche Idee. „Viele Jahre haben wir uns überlegt, wie wir heiraten könnten. Beim Besuch eines Flugzeug-Oldtimertreffens 2013 stellte mir meine Verlobte dann die Frage, ob es nicht möglich sei, an Bord der Ju 52 zu heiraten“, so der glückliche Ehemann.

Nach dem folgenden Probeflug und dem positivem Feedback der Crew, war die Hochzeit in der Luft in der „Tante Ju“ beschlossene Sache. Um 14:45 Uhr startete die „Grande Dame“ heute vom Airport PAD zu einem ganz besonderen Rundflug. Neben dem Hochzeitspaar und der Hochzeitsgesellschaft flog Standesbeamtin Stephanie Max mit, um das Eheversprechen im Bürener Luftraum zu besiegeln.

Nach der Landung strahlte das Paar: „Endlich konnten wir unseren Traum von der romantischen Hochzeit in der Luft unter dem Motto ‚Wir starten ins Glück‘ realisieren.“ In Kooperation mit dem Standesamt Büren bietet der Paderborn-Lippstadt Airport seit 2012 Trauungen in der Luft, im Quax-Hangar und im alten Towergebäude an. Die Fotos zeigen die Ju 52 am Airport PAD (Archiv).

Bilder: Flughafen PAD, Bearbeitung: Aerosieger.de

Philae wieder aufgewacht! Erste Lebenszeichen vom Kometen

Kometen-Lander Philae ist am 13. Juni 2015 um 22:28 Uhr endlich wieder aus seinem Winterschlaf erwacht und hat sich mit ersten Daten an die Erde zurückgemeldet. Die spektakuläre Landung auf einem Kometen brachte den Forschern der Rosetta-Mission wertvolle Daten. Doch nachdem Lander Philae an einem schattigen Ort landete, hieß es warten, bis die Bedingungen besser würden.

Nun endlich hat Philae genügend Sonnenenergie erhalten. Über 300 Datenpakete hat das Team des Lander-Kontrollzentrums des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgewertet: „Philae geht es sehr gut: Er hat eine Betriebstemperatur von minus 35 Grad Celsius und verfügt über 24 Watt“, erläutert DLR-Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. Minus 45 Grad Celsius muss sie mindestens betragen. Der Lander ist damit betriebsbereit. 85 Sekunden lang „sprach“ Philae mit seinem Bodenteam bei seinem ersten Kontakt seit seinem Winterschlaf.

Philae ist schon länger wach

Bei der Analyse seiner Statusdaten zeigte sich, dass Philae auch zuvor schon wach gewesen sein muss: „Wir haben auch historische Daten erhalten – bisher war dem Lander allerdings noch nicht gelungen, mit uns Kontakt aufzunehmen.“ Nun warten die Wissenschaftler auf den nächsten Kontakt. In Philaes Speichermedien stecken noch weitere 8.000 Datenpakete, die dem DLR-Team Aufschluss darüber geben werden, wie es Philae in den vergangenen Tagen auf Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko ergangen ist.

Philae hatte sich am 15. November 2014 um 01:15 Uhr abgeschaltet, nach dem er etwa 60 Stunden auf dem Kometen in Betrieb war. Seit dem 12. März 2015 war immer wieder die Kommunikationseinheit auf dem Orbiter Rosetta eingeschaltet, um den Lander zu rufen und seine Antwort zu empfangen.

Grafik: ESA/ATG medialab; Foto: ESA/Rosetta/NavCam – CC BY-SA IGO 3

Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden: Mehr Flüge, Fracht und Passagiere

Die beiden Verkehrsflughäfen unter dem Dach der Mitteldeutschen Flughafen AG, Leipzig/Halle und Dresden, zählten im Mai 2015 insgesamt 394.865 Fluggäste. Das Passagieraufkommen an beiden Airports lag damit 7,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Flugbewegungen an beiden Flughäfen stieg um 2,1 Prozent auf 8.478 Starts und Landungen. Am Flughafen Dresden lag das Passagieraufkommen im Mai bei 161.962 und damit 2,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Zum Wachstum beigetragen haben die Strecken nach Hamburg, Basel, Zürich und Moskau.

Von Januar bis Mai stieg das Passagieraufkommen um 1,4 Prozent auf 598.825. Deutliche Zuwächse verzeichnet die Zahl der Flugbewegungen, die im Vergleich zum Vorjahresmonat im Mai um sieben Prozent auf 2.881 Starts und Landungen stieg.

Der Flughafen Leipzig/Halle verzeichnete im Mai dieses Jahres 232.903 Passagiere. Damit lag das Ergebnis 11,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Getragen wurde das Wachstum insbesondere durch ein größeres Angebot an Touristikflügen, welches aufgrund der vielen Feiertage und verlängerten Wochenenden im Mai gut angenommen wurde. Im Zeitraum Januar bis Mai stieg das Passagieraufkommen um 2,5 Prozent auf 775.854 Fluggäste. Die Zahl der Flugbewegungen blieb im Mai mit 5.597 Starts und Landungen nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Frachtaufkommen am Leipzig/Halle Airport steigt

Am Leipzig/Halle Airport, Deutschlands zweitgrößtem Frachtdrehkreuz, stieg das Frachtaufkommen im Mai dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent auf mehr als 81.942 Tonnen. Damit setzt sich nach 2014, dem zehnten Rekordjahr in Folge, auch 2015 das Wachstum nachhaltig fort und liegt weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das Frachtaufkommen von Januar bis Mai dieses Jahres lag bei 397.728 Tonnen und damit acht Prozent über dem Vorjahreswert.

Boeing und China Airlines zeigen fabrikneue B777-300ER in Le Bourget

Die neueste Boeing 777-300ER (Extended Range) der China Airlines landete heute in Le Bourget und machte dort ihr Debut. Boeing und die Airline aus Taiwan zeigen die B777-300ER auf dem Static Display von Montag bis Donnerstag, 15. bis 18. Juni, in Le Bourget.

Neben Besucherführungen durch das Flugzeug soll es auch eine virtuelle 3D-Tour mittels Google Box geben. Derzeit setzt China Airlines fünf neukonfigurierte 777-300ER auf Routen zwischen Hong Kong, Bangkok, New York, Los Angeles und San Francisco ein.

Für weitere Routen nach Nordamerika und Europa wird die Fluggesellschaft noch fünf weitere Flugzeuge des Typs beschaffen. China Airlines ist Taiwans größte Airline mit 115 Destinationen in 29 Ländern und Regionen auf der Welt. Die Basis liegt in Taoyuan im Nordwesten Taiwans.

Passagierzahlen verringern negatives Ergebnis des Dortmund Airport

Das Betriebsergebnis des Dortmund Airport im Sinne der EU-Vorgaben lag 2014 bei -2,2 Millionen Euro. Das teilte Geschäftsführer Udo Mager dem Aufsichtsrat der Flughafen Dortmund GmbH mit. Das sogenannte EU-EBITDA konnte demnach gegenüber 2013 um 24,1 Prozent reduziert werden. Der Wert entspricht dem Fehlbetrag, der nach EU-Vorgaben bis zum Jahr 2023 mindestens ausgeglichen werden muss. Die positive Entwicklung ergibt sich unter anderem aus gestiegenen Umsatzerlösen in den Bereichen Aviation (Flugbetrieb) wie auch Non-Aviation (Dienstleistungen), die mit konstant steigenden Passagierzahlen einhergingen, erklärte Mager. So lag der Umsatz 2014 mit 25,1 Millionen Euro um 2,6 Prozent über dem des Vorjahres.

„Das Betriebsergebnis aus dem vergangenen Jahr gibt unserem Ziel, bis 2023 die schwarze Null zu erreichen, ein Gesicht. Ich bin auch weiterhin zuversichtlich, die EU-Vorgaben bis dahin erfüllen zu können. Die ersten, gemeinsam mit der Belegschaft auf den Weg gebrachten, Maßnahmen zur Erlössteigerung und Kostensenkung tragen bereits Früchte“, erklärte Mager. Das Jahresergebnis 2014 von -17,4 Millionen Euro ist zudem das geringste Defizit seit 2002. Der Ruhrgebietsflughafen konnte damit die kontinuierlich positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen.

Unternehmensentwicklung

In der Aufsichtsratssitzung präsentierte die Airport-Geschäftsführung auch Pläne zur Unternehmensentwicklung des Dortmund Airport bis 2020. Unter anderem in Kapiteln zur Personalentwicklung, Immobilien, Digitalisierung oder Infrastruktur beschreibt das Konzept Handlungsfelder und Maßnahmen, um Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und weiter auszubauen. Als strategisch- operativer Handlungsrahmen flankiert die Vorlage das „Zukunftskonzept 2023“ in dem die Flughafengesellschaft der EU- Kommission aufzeigt, wie in zehn Jahren das Betriebsergebnis ausgeglichen werden soll.

Der Aufsichtsrat nahm das Konzept „Unternehmensentwicklung 2020“ zur Kenntnis und begrüßte grundsätzlich die darin dargestellten Vorhaben. „Die Gewährleistung der infrastrukturellen Leistungsfähigkeit ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung“, hob Flughafenchef Mager hervor, „Deshalb ist der aktuelle Ausbaustand der Start- und Landebahn nach sicherheitsrelevanten, technischen, logistischen, ökologischen und finanziellen Kriterien, insbesondere hinsichtlich der Lärmemission und möglicher Lärmreduktion, neu zu bewerten. Die dem Ratsbeschluss zur Bahnverlängerung aus dem Jahr 2010 zu Grunde gelegten und inzwischen veralteten Daten und Informationen bedürfen der Aktualisierung. Ich danke dem Aufsichtsrat, dass er mit seinem Beschluss, die dazu notwendigen Untersuchungen anzustellen, den Weg für die Erarbeitung valider Entscheidungsgrundlagen frei gegeben hat. Die im nächsten Jahr vorliegenden Daten und Erkenntnisse können dann in den Meinungsbildungsprozess eingebracht werden.“

Landesentwicklungsplan NRW

Der Aufsichtsrat bestätigte zudem seinen bereits im Dezember 2013 gefassten Beschluss zur Einstufung des Dortmund Airport im Landesentwicklungsplan NRW (LEP) als landesbedeutsam. Er unterstützt das Bestreben der Geschäftsführung, dem Flughafen durch den neuen LEP eine bedarfsgerechte und zukunftsfähige Entwicklungsperspektive zu geben. Udo Mager erneuerte seine Kritik an dem Entwurf: „Während wir vor wichtigen Entscheidungen zur Unternehmensentwicklung stets um belastbare und aktuelle Grundlagen bemüht sind, fußt der neuerliche LEP-Entwurf augenscheinlich auf veralteten Daten. Die Tatsache, dass jährlich rund zwei Millionen Passagiere Dortmund Airport nutzen wird verkannt. Allein diese Zahl spricht für sich. Aber auch die EU-Kommission hat im vergangenen Jahr festgestellt, dass Dortmund Airport eine originäre Nachfrage in der Metropole Ruhr bedient und deren Anbindung an das europäische Luftverkehrsnetz sichert.“

Airlines fordern weniger Abgabenlast – 39 Prozent Steigerung in Frankfurt

Airlines ächzen unter Abgabenlast

Die Last, die Fluggesellschaften an deutschen Flughäfen zu tragen haben, ist nicht nur im europäischen Vergleich hoch, sondern hat mittlerweile ein unerträgliches Maß erreicht. Dies betont der Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany), der rund 100 nationale und internationale in Deutschland operierende Airlines vertritt, anlässlich der Vorstellung der neuen Entgeltordnung für Frankfurt Rhein-Main durch den Flughafenbetreiber Fraport. Das Maß der Abgabenlast sei voll, so BARIG Generalsekretär Michael Hoppe.

„Über Jahre hinweg wurden die Fluggesellschaften in Frankfurt und an anderen Flughäfen in der Bundesrepublik immer stärker zur Kasse gebeten. Jetzt haben wir einen Punkt erreicht, an dem weitere Belastungen einfach nicht mehr tragbar sind. Noch höhere Gebühren könnten dazu führen, dass Flugstrecken ab bzw. nach Frankfurt in Frage gestellt werden, da sie nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könnten. Erhöhen die Flughafenbetreiber die Kosten und Gebühren weiter, wird dies schnell zu einem Eigentor, da die Fluggesellschaften ihr Angebot ausdünnen, einstellen oder an andere Flughäfen verlagern müssen – mit ernsten Auswirkungen für die gesamte deutsche Volkswirtschaft.“

Frankfurt: 39 Prozent Gebührensteigerung seit 2009

Aus Sicht des BARIG ist der neue Vorschlag zur Entgeltordnung am Frankfurter Flughafen nicht nachvollziehbar und geht in eine völlig falsche Richtung. Denn es sind schließlich die Airlines, die die Passagiere zu den Flughäfen bringen, wovon die Betreiber durch zahlreiche weitere Einnahmen profitieren. Daher fordert BARIG Fraport zu einem Umdenken und deutlichen Entgegenkommen bei den Gebühren auf.

In diesem Zusammenhang weist BARIG darauf hin, dass die Gebührenlast in Frankfurt seit 2009 um 39 Prozent gestiegen ist, obwohl die Airlines in diesem Zeitraum mehr Passagiere ab/bis Frankfurt beförderten als geplant. Die steigende Abgabenlast drückt erheblich auf die Profitabilität der Airlines. Einzig der Flughafenbetreiber konnte seine Ergebnismarge vor Steuern und Zinsen (EBIT-Marge) im Aviation-Bereich in den zurückliegenden Jahren sogar mehr als verdoppeln, auf zuletzt 13,1 Prozent.

Airlines können Ausbau in Frankfurt nicht vorfinanzieren

Darüber hinaus ist BARIG gegen die von Fraport geplante Quasi-Teil-Vorfinanzierung des neuen Terminals 3 durch die aktuell vorgestellte Gebührenanhebung. Eine derartige Vorfinanzierung von Baumaßnahmen über Gebührensteigerung ist nicht üblich. Dazu Michael Hoppe: „Dieses Modell ist absolut untragbar. Die Fluggesellschaften bezahlen bereits höchste Preise für die Nutzung des Frankfurter Flughafens. Die geplante Belastung der Airlines lässt sich am Markt auch nicht über Erträge erwirtschaften. Die Folge: Die ohnehin fragile Rentabilität einzelner Flugstrecken sinkt weiter und muss daher seitens der Fluggesellschaften auf den Prüfstand gestellt werden. Damit stellt das Terminal 3 ein noch größeres wirtschaftliches Risiko dar.“

Mehr Transparenz und Effizienz gefordert

Neben einem Umdenken bei der Gebührenpolitik fordert BARIG außerdem von den Flughafenbetreibern, dass sie § 19b des Luftverkehrsgesetzes noch konsequenter umsetzen. Dieser schreibt Transparenz und Nachvollziehbarkeit beim Zustandekommen der erhobenen Entgelte vor. Fakt ist aber, dass dies bis heute aus Sicht des BARIG noch nicht ausreichend umgesetzt ist.

„Wir wollen einen fairen, partnerschaftlichen Umgang mit den Flughäfen“, unterstreicht Michael Hoppe. „Das schließt aber ein, dass die Flughafenbetreiber weitere wirksame Maßnahmen zur Optimierung der Kosten und Effizienz ergreifen, um die Abgabenlast der Airlines nicht weiter anwachsen lassen. Ein wirtschaftlich stabiler Flugbetrieb mit Wachstumschancen schafft auch immer mehr Kundschaft für den Flughafenbetreiber in seinen Terminals. Und wir müssen, wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, in der Lage sein nachzuvollziehen, auf welcher Basis die Betreibergesellschaften die Höhe ihrer Gebühren festsetzen. Bei beiden Punkten besteht weiterhin erheblicher Nachholbedarf.“

topbonus-Meilen auf Flügen mit Air Serbia sammeln

airberlin und Air Serbia vertiefen ihre Kooperation. Ab sofort können topbonus-Teilnehmer auch auf dem gesamten Streckennetz des serbischen Partners Air Serbia Prämienmeilen sammeln und einlösen. Damit bietet airberlin ihren topbonus-Teilnehmern nun auch Vielfliegervorteile auf Strecken von und nach Serbien und darüber hinaus an. Das Codeshare Abkommen beinhaltet aktuell 32 Strecken. airberlin bietet insgesamt 17 von Air Serbia durchgeführte Strecken unter AB Flugnummer an, darunter Belgrad – Berlin/Düsseldorf/Frankfurt und Stuttgart. Air Serbia-Reisende können unter JU-Flugnummer von ihrem Belgrad-Flug auf 25 von airberlin operierte, weiterführende Strecken wie z. B. Berlin – Helsinki/Stockholm/Kopenhagen/Göteborg und Hamburg – Stuttgart umsteigen.

topbonus-Teilnehmer haben neben dem Sammeln und Einlösen von Prämienmeilen eine Reihe weiterer Vorteile durch die neue Kooperation mit Air Serbia. Die topbonus Statusteilnehmer genießen exklusive Vorteile, wie beispielsweise zusätzliches Freigepäck, Priority-Check-in, Zugang zur exklusiven Lounge in Belgrad und Pre-Boarding. Zum Start der Kooperation erhalten topbonus Teilnehmer bis zum 11. September 2015 doppelte Prämienmeilen auf Air Serbia-Flügen.

Streik-Gefahr durch UFO nach Angebot der Lufthansa

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Lufthansa hat der UFO und den Schlichtern am Donnerstag nochmal ein verbessertes Angebot für die Struktur der zukünftigen Alters- und Übergangsversorgung zugesandt. Der Vorschlag sollte die Fortführung der Schlichtung ermöglichen. Demnach wird für die älteren Mitarbeiter ein weitgehender Vertrauensschutz gewährt wird. Für rentennahe Jahrgänge sieht das System sogar Verbesserungen vor. Diese Mitarbeiter können weiterhin nach dem heutigen System vorzeitig ausscheiden. Mitarbeiter, die dennoch länger arbeiten, können Teile der bisher verfallbaren Übergangsversorgung in die Altersversorgung einbringen. UFO drohte dennoch mit Streik.

Dadurch kann die Altersversorgung deutlich verbessert werden. Damit kommt Lufthansa der Forderung der UFO nach, ein besonderes Augenmerk auf die Altersversorgung der rentennahen Jahrgänge zu legen und dabei weiterhin ein vorzeitiges Ausscheiden mit 55 Jahren zu ermöglichen. Selbst für jüngere Mitarbeiter geht Lufthansa davon aus, dass mit einem niedrigen Eigenbeitrag der Mitarbeiter das heutige Leistungsniveau der betrieblichen Altersversorgung aufrechterhalten werden kann.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Darüber hinaus sihet das Lufthansa-Angebot vor, für die Dauer von drei Jahren betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen und die heutigen Beschäftigungsbedingungen festzuschreiben. Damit will das Unternehmen ausreichend Zeit zur Gestaltung der zukünftigen Tarifbedingungen und zur gemeinsamen Erarbeitung von Beschäftigungsperspektiven für das Kabinenpersonal bei Lufthansa geben. Für den 19. Juni war bereits ein Termin vereinbart, um sich gemeinsam mit UFO über die Beschäftigungsperspektiven und die in dem Brief an den Vorstand formulierten Fragen auszutauschen.

Die Tarifgespräche im Rahmen der Agenda Kabine wurden parallel zur Schlichtung fortgesetzt. Im Zuge dessen hatten Lufthansa und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) am 05. Juni die Tarifverträge „Jahresarbeitszeitmodell Kabine“ sowie „Saisonalitätsmodelle Kabine“ unterzeichnet.

Streikgefahr nicht gebannt

Beide Tarifverträge ermöglichen es dem Unternehmen, durch flexible Arbeitszeitmodelle auf saisonale Nachfrageschwankungen zu reagieren. Alle künftigen Kabinenmitarbeiter haben die Wahl zwischen einem befristeten Arbeitsvertrag im Rahmen des Jahresarbeitszeitmodells Kabine oder einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit unterschiedlichen Teilzeitfaktoren im Rahmen der Saisonalitätsmodelle Kabine.

Die Gewerkaschaft UFO kritisierte jedoch, dass eine Zusatzforderung aufgestellt werde, wodurch die Versorgung in Summe für alle Mitarbeiter gekürzt und die Einkommen und Arbeitsbedingungen für das Kabinenpersonal weiter drastisch abgesenkt werden sollten. Deshalb seien Streiks bei der Lufthansa im Sommer nicht ausgeschlossen.

„Trotz unserer schwierigen Wettbewerbsbedingungen werden wir damit über 1.000 Kabinenmitarbeitern, die bisher befristet beschäftigt waren, eine unbefristete Anstellung bei Lufthansa anbieten. Dies ist für uns ein deutliches Signal, gemeinsam mit dem Tarifpartner die Zukunft für das Kabinenpersonal zu gestalten“, sagt Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. Äußerungen des Vorsitzenden der UFO seien für nicht nachvollziehbar, so Volkens.

Blues Brothers: Jake und Elwood in Paderborn-Lippstadt

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Es wird kultig, es wird stylisch, es wird spektakulär: Schwarze Anzüge, schwarze Sonnenbrillen und schwarze Hüte sind ihre Markenzeichen. Dazu die Mega-Hits des bekannten Kultfilms „Blues Brothers“, bei denen niemand stillsitzen kann. Seine schwarze Sonnenbrille sollte man am 14. August 2015 um 20:00 Uhr schon aufsetzen, wenn man beim Open-Air-Konzert der „Blues Brothers – The Concert“ dabei sein möchte. Dazu ein schwarzer Hut, weißes Hemd, schwarze Krawatte, schwarzes Sakko – und Sie sind geradezu perfekt gestylt für den Besuch der Kultschow an der Start- und Landebahn. Jake und Elwood kommen direkt aus der Musicalhochburg London zum Paderborn-Lippstadt Airport.

Mit Mega-Hits wie „Everybody needs somebody“, „Soulman“ und „Jailhouse Rock“ geht die einmalige und turbulente Live-Show am Hangar II los. Eine Action-Show voller Witz, die das Festival-Gelände am Flughafen in eine Partymeile verwandelt – alles natürlich „im Namen des Herren“.

Schon seit 2002 ist die Londoner Show „Blues Brothers – The Concert“ in ganz Europa unterwegs und nahm schon als Top-Act an den prestigeträchtigen schottischen Highland Games teil. 1976 begann in der „Saturday Night Live Show“ des amerikanischen Fernsehsenders NBC die Geschichte der Blues Brothers. Die neu gegründete Band trat bald außerhalb der „Saturday Night Live Show“ auf und wurde immer erfolgreicher. Der weltweite Durchbruch gelang den Blues Brothers 1980 mit dem gleichnamigen Kinofilm. Ein Kult entstand, der bis heute ungebrochen ist, und der einige unsterbliche Filmzitate hervorbrachte. Das wohl berühmteste Zitat „Wir sind im Namen des Herrn unterwegs!“ ist bis heute unvergessen.

Der Eintritt beträgt 20 Euro für Erwachsene, 16 Euro in der Ermäßigung und 70 Euro für das „4-Freunde- Ticket“. Einlass zum Open-Air-Gelände ist ab 19:00 Uhr. Ein gesonderter Parkplatz ist am Tag der Show ausgeschildert und kostet zwei Euro im VVK und drei Euro am Abend. Karten im Vorverkauf gibt es beispielsweise an der INFO am Paderborn-Lippstadt Airport oder bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Lufthansa Cargo versorgt Natal in Brasilien mit europäischer Fracht

Seit dem 07. Juni ist die brasilianische Metropole Natal neues Flugziel im Netz von Lufthansa Cargo. Jeden Sonntag fliegt der Frachtkranich die „Stadt der Sonne“ an. Die Destination fügt sich in die bestehende Route nach Frankfurt über Viracopos ein.

Nur wenige Grad südlich des Äquators gelegen, befindet sich Natal an der nordöstlichen Spitze Brasiliens und bietet ideale Bedingungen für den Anbau von Obst. Ob Papaya, Melone, Banane, Mango oder Ananas, das Angebot an Früchten ist dank des tropischen Klimas groß. Importseitig unterstützt Lufthansa Cargo mit dem neuen Frachterservice den wachsenden lokalen Automobilsektor mit benötigten Teilen aus Europa. „Das Angebot für unsere Kunden in Brasilien wird durch die neue Verbindung noch attraktiver“, so Achim Martinka, Vice President The Americas bei Lufthansa Cargo.

Die neue Frachtverbindung mit der Flugnummer LH8259 und einer Ladekapazität von rund 90 Tonnen, verbindet Natal von Süden kommend mit der brasilianischen Stadt Viracopos über Dakar mit Frankfurt.

Bo Andersen und Jean-Yves Le Gall als neue ESA-Mitvorsitzende

Nach dem tragischen und plötzlichen Ableben des bisherigen ESA-Ratsvorsitzenden Harald Posch hat der Rat der ESA den Norweger Bo Andersen und den Franzosen Jean-Yves Le Gall zu seinen Mitvorsitzenden gewählt. Österreich wird zu einem späteren Zeitpunkt eine(n) Stellvertretende(n) Vorsitzende(n) benennen. Die Amtszeit der drei läuft bis zum 30. Juni 2016. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bühat 20 Mitgliedstaaten Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt. Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Erde in 3D aus Radardaten lässt Meteoriten-Krater erkennen

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Gerade einmal 188 Meteoriten-Krater gibt es weltweit – manche mit einem Durchmesser von nur zehn Metern, andere sind mit einem Durchmesser von 160 Kilometern deutlich mächtiger.

Allen gemeinsam ist die Entstehungsgeschichte: Mindestens elf Kilometer pro Sekunde schnell, also mit mehr als 39.000 Kilometern in der Stunde, muss ein Körper aus dem All auf der Erde auftreffen, um einen Einschlagskrater zu hinterlassen. „Und sie alle können sehr unterschiedlich aussehen, sind oftmals verwittert oder auch mit Seen gefüllt“, sagt Manfred Gottwald, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Er hat sie fast alle gesehen – nicht persönlich, sondern mit den Augen der beiden deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X. Aus deren Daten erstellt das DLR ein dreidimensionales Höhenmodell in einer bisher noch nicht erreichten Genauigkeit. Dazu gehören die Aorounga-Struktur im Tschad genauso dazu wie der Tin Bider-Krater in Algerien, der Shunak-Impakt in Kasachstan oder auch der Rieskrater in Deutschland.

Plastisch im Sonnenlicht

„Zunächst einmal wollen wir lernen, wie die bereits bekannten Meteoritenkrater im 3D-Höhenmodell unserer Radarsatelliten aussehen“, erläutert Manfred Gottwald vom DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung. Der Blick aus rund 500 Kilometern Höhe erreicht dabei auch die entlegensten Krater. Die Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X, die seit 2010 im Formationsflug um die Erde kreisen, haben dabei auch den Vorteil, dass sie – im Gegensatz zu optischen Satelliten – unabhängig von Bewölkung oder Beleuchtung die Erdoberfläche aufzeichnen können. Erstmals können die Krater so weltweit in einem einheitlichen, globalen Höhenmodell aufgespürt und verglichen werden. Um die verschiedenen Einschlagskrater besonders plastisch zu zeigen, werden bei der Auswertung der Daten eine künstliche Beleuchtung hinzugefügt, bei der die Wissenschaftler Sonnenhöhe und -winkel festlegen. Schattenwurf und Höhenmodell in Kombination lassen dann die Kraterränder, Verwerfungen und Erosionsphänomene erst richtig deutlich werden.

Die Aufnahmen für das neue Bild der Erde in 3D sind mittlerweile abgeschlossen, so dass die beiden Radarsatelliten zurzeit für die verschiedensten wissenschaftlichen Untersuchungen eingesetzt werden. Diese Projektphase dauert noch bis Ende dieses Jahres und ist vornehmlich für Forschung in den Bereichen Geologie, Hydrologie, Glaziologie, aber auch Agrarwissenschaft, Wald- und Forstwirtschaft und urbane Landnutzung sowie für die Erprobung neuer Radartechniken vorgesehen.

Für das dreidimensionale Höhenmodell mit einer vertikalen Genauigkeit von bis zu zwei Metern verarbeiteten die Wissenschaftler des DLR bisher mehr als 450.000 Einzelszenen. 65 Prozent der Landmasse der Erde sind bereits in 3D berechnet. „Unser Höhenmodell liefert viele Informationen zu den Einschlagskratern, beispielsweise zur exakten Größe oder auch zum Erhaltungsgrad. Auch lassen sich Krater, die im Sichtbaren durch Vegetation maskiert sind, in ihrer gesamten Dimension kartieren.“

Von schönen Klischee-Kratern…

Das Klischee des kosmischen Einschlagskraters liegt im amerikanischen Bundesstaat Arizona: Der Barringer-Krater liegt gut erkennbar in der flachen Halbwüste, hat einen Durchmesser von 1,2 Kilometern und zählt zu den am besten erforschten Hinterlassenschaften eines kosmischen Objekts. Dieses etwa 50 Meter große Projektil schlug vor 49.000 Jahren mit einer Geschwindigkeit von zwölf bis 20 Kilometern pro Sekunde auf der Erde auf. Ähnlich zeigt sich die kasachische Shunak-Struktur aus dem All mit seinem rund 400 Meter hoher Kraterrand, im TanDEM-X-Höhenmodell. Vor etwa 45 Millionen Jahren, so schätzen die Wissenschaftler, entstand der Shunak-Krater mit einem Durchmesser von 2,8 Kilometern.

…bis hin zu ungewöhnlichen Krater-Formen

Allerdings nicht alle Krater tun den Wissenschaftlern den Gefallen, wie ein typischer Krater auszusehen. Die Aorounga-Struktur im nordafrikanischen Tschad dürfte bereits 345 Millionen Jahre alt sein und ist dementsprechend sehr stark verwittert. Gerade aus dem All sind sowohl der äußere als auch der innere Ring zu erkennen. Der kräftige Wind hat dabei wie ein Baumeister parallele Strukturen hinzufügt: Sie bestehen aus windbeständigen Felsrücken, den so genannten Yardangs, zwischen denen Sanddünen vom Wind getrieben hindurchwandern. Der Krater Tin Bider im algerischen Teil der Sahara überragt entgegen aller Krater-Klischees die Umgebung. Er besteht aus unterschiedlichen Gesteinsschichten, die im Laufe der Zeit ebenso unterschiedlich stark erodierten.

Einschlagkrater in Deutschland

Einer der Lieblingskrater von DLR-Wissenschaftler Manfred Gottwald „liegt praktisch vor der Haustür“: der Rieskrater im Übergang von der Schwäbischen zur Fränkischen Alb. Als vor 14,8 Millionen Jahren hier ein Asteroid mit einem Durchmesser von einem Kilometer einschlug, waren die Auswirkungen beeindruckend. An dem zunächst zehn Kilometer großen Krater rutschten die Ränder ab und so vergrößerte sich der Kraterkessel auf 24 Kilometer.

Die Erhebung im Inneren des Kraterkessels kollabierte – und produzierte damit einen weiteren, kleineren Ring. Noch in einer Entfernung von 40 Kilometern wurde die Erde mit einer bis zu hundert Meter dicken Schicht an Impaktgestein bedeckt. Auch ein See füllte für einige Millionen Jahre den Krater. Was heute von dem einstigen Krater übrig ist, lässt sich am deutlichsten im digitalen Höhenmodell der beiden Radarsatelliten erkennen.

Trickreiche Suche nach unbekannten Kratern

Noch hat der DLR-Wissenschaftler allerdings nur die bereits bekannten Krater im Blick. „Unser Ziel ist es aber, mit den Informationen unserer Radarsatelliten später einmal in ausgewählten Gebieten auch nach bisher noch nicht identifizierten Kratern Ausschau zu halten – das ist allerdings sehr trickreich“, betont DLR-Wissenschaftler Manfred Gottwald. Er arbeitet deshalb auch unter anderem mit Geologen der Universität Freiburg und des Museums für Naturkunde in Berlin zusammen.

„Letztendlich kann nur eine Untersuchung des Gesteins vor Ort bestätigen, ob es sich tatsächlich um einen Einschlagskrater handelt.“ Das Geländemodell des DLR ist dabei so genau, dass es nicht nur Hinweise auf einen möglichen Einschlag liefert, sondern auch hilft, die oftmals beschwerlichen Expeditionen zum Ort des Geschehens zu planen und durchzuführen.

Die Mission TanDEM-X

TanDEM-X wird im Auftrag des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie als Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft (Public Private Partnership, PPP) mit Airbus Defence and Space (vormals Astrium) durchgeführt. Das DLR ist verantwortlich für die wissenschaftliche Nutzung der TanDEM-X-Daten, die Planung und Durchführung der Mission, die Steuerung der beiden Satelliten und die Erzeugung des digitalen Höhenmodells.

Dazu entwickelt es auch die notwendigen Anlagen am Boden, das sogenannte Bodensegment. An der Entwicklung und dem Betrieb des Bodensegments von TerraSAR-X und TanDEM-X sind das Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme, das Earth Observation Center und der Raumflugbetrieb des DLR in Oberpfaffenhofen beteiligt. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Airbus Defence and Space hat den Satelliten gebaut und ist an den Kosten für Entwicklung und Nutzung beteiligt. Das Unternehmen ist auch für die kommerzielle Vermarktung der TanDEM-X-Daten zuständig.

Bilderserie

Aorounga-Krater: Die erste Aufnahme von Radarsatellit TanDEM-X zeigt die Aorounga-Struktur im nordafrikanischen Tschad. Sie dürfte bereits 345 Millionen Jahre alt sein und ist dementsprechend sehr stark verwittert. Gerade aus dem All sind sowohl der äußere als auch der innere Ring zu erkennen. Der kräftige Wind hat dabei parallele Strukturen hinzufügt: Sie bestehen aus windbeständigen Felsrücken, den so genannten Yardangs.

Krater Tin Bider: Der Krater Tin Bider im algerischen Teil der Sahara überragt die Umgebung. Er besteht aus unterschiedlichen Gesteinsschichten, die im Laufe der Zeit ebenso unterschiedlich stark erodierten. Das dreidimensionale Höhenmodell hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus den Daten der deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X berechnet.

Das Nördlinger Ries: Der Rieskrater im Übergang von der Schwäbischen zur Fränkischen Alb entstand, als vor 14,8 Millionen Jahren hier ein Asteroid mit einem Durchmesser von einem Kilometer einschlug. Was heute von dem einstigen Krater übrig ist, lässt sich am deutlichsten im digitalen Höhenmodell der beiden Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X erkennen.

Shunak-Krater in Kasachstan: Die kasachische Shunak-Struktur aus dem All hebt sich im TanDEM-X-Höhenmodell mit ihrem rund 400 Meter hoher Kraterrand selbst inmitten einer hügeligen Umgebung perfekt ab. Vor etwa 45 Millionen Jahren, so schätzen die Wissenschaftler, entstand der Shunak-Krater mit einem Durchmesser von 2,8 Kilometern.

Steinheimer Becken: Das Steinheimer Becken in Baden-Württemberg hat einen deutlich sichtbaren Zentralberg. Beim Radarblick aus dem All mit den Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X hebt sich der Krater deutlich von den umliegenden Landwirtschafts- und Waldflächen ab.

Fotos: DLR

Flugzeug-Markt: Boeing sieht Bedarf für 38.050 Flugzeuge bis 2034

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Boeing sieht in den nächsten 20 Jahren einen weltweiten Bedarf für 38,050 neue Flugzeuge. Das sind 3,5 Prozent mehr als noch im letzten Jahr erwartet. Der jährliche Marktausblick CMO (Current Market Outlook) beziffert den Wert dieser Flugzeuge auf 5.600 Milliarden US-Dollar.

Der zivile Flugzeugmarkt ist weiter stark und robust, sagt Randy Tinseth, Vice President of Marketing bei Boeing Commercial Airplanes. Für die Zukunft werde weiteres Wachstum erwartet. Von 21.600 Flugzeugen im Jahr 2014 wird sich die Zahl bis 2034 auf 43.560 verdoppeln. 85 Prozent der 38.050 Flugzeuge gehen in das Wachstum des Marktes.

Der Passagierverkehr werde demnach um 4,9 jährlich wachsen, über sieben Milliarden Menschen werden damit am Ende mit dem Flugzeug reisen. Für den Frachtverkehr wird ein Wachstum von 4,7 Prozent pro Jahr erwartet.

Herzstück des Marktes blieben weiterhin die Flugzeuge mit Einzelgang (single-aisle) wie die Boeing 737-800 und die zukünftige 737 MAX 8. Dieser Markt werde zudem zu 35 Prozent von low-Cost Carriern – den Billig-Airlines – bedient.

Im Bereich Großraumflugzeuge sieht der amerikanische Hersteller den Bedarf von 8.830 neuen Flugzeugen, wobei davon die kleineren Vertreter mit 200 bis 300 Sitzen, wo Boeing die 787-8 und 787-9 Dreamliner einordnet, als dominierend sieht. Es sei eine Orientierung weg von sehr großen Flugzeugen hin zu effizienten, zweistrahligen Flugzeugen wie die B787 und neue B777X zu beobachten.

Noch keine Einigung für neue Fluggastverordnung

Nachdem sowohl Kommission als auch Europäisches Parlament unterschiedliche Vorschläge zur Überarbeitung der Fluggastverordnung vorgestellt hatten, konnte sich der Verkehrsministerrat nicht auf eine gemeinsame Linie festlegen. Der Kommissionsvorschlag sieht bei Verspätungen eine Staffelung von fünf, neun und zwölf Stunden vor – je nach Entfernung. Das Europäische Parlament setzt diese Schwellenwerte bereits bei drei, fünf und sieben Stunden an. „Das klare Bekenntnis zu fixen Schwellenwerten hätte heute viel Klarheit für alle beteiligten Seiten bringen können,“ so Siegloch.

Die Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 sieht bislang Entschädigungszahlungen bei der Annullierung von Flügen vor. In der Rechtsprechung gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob und in welchem Umfang die Verordnung auch auf größere Verspätungen anwendbar ist. „Der Vorschlag der Kommission ist vernünftig und wäre ein tragfähiger Kompromiss zwischen der wirtschaftlichen Belastung für die Airlines und den Rechten der Passagiere.“

Der Schwellenwert von 5 Stunden würde es den Fluggesellschaften realistisch ermöglichen, im Falle einer Verspätung eine Ersatzmaschine zu beschaffen. Für Mittel- und Langstreckenflüge ist es unmöglich, in kürzerer Zeit Ersatzflüge oder Reparaturen zu organisieren.

Safran auf der Paris Air Show 2015

Safran, der Technologie-Konzern für Antriebssysteme, ist auf der Luftfahrtmesse Le Bourget vertreten und präsentiert sich vor Ort mit Projekten und Fachvorträgen.

Neben neuen Antriebssystemen wie dem LEAP oder dem Silvercrest stellt Safran u.a. folgende Innovationen für die Zukunft der Luftfahrt vor:

  • Antriebssysteme der Zukunft: Open-Rotor-Triebwerke und der vollelektrische E-Fan
  • Neue Materialien und Verfahren: Durch 3D Druck hergestellte Turbinenschaufeln (mithilfe des RTM-Verfahrens), ein durch additive Fertigung hergestelltes Hilfstriebwerk (APU), eine Niederdruck-Beschaufelung aus Titanaluminiden (TiAI)
  • „more electric aircraft“: das „EGTS™ electric taxiing system“, eine „integrated generation and gearbox (IGGB®) power transmission“ sowie „rotary flight control actuators“

Weiterhin werden SAFRAN Experten während der Messe täglich Vorträge zu folgenden Schwerpunktthemen halten:

  • Operators in tomorrow’s factory: Donnerstag, 18. Juni – 10:30  / Freitag, 19. Juni – 10:30 Uhr
  • Future mobility modes: Montag, 15. Juni – 11:15 Uhr / Dienstag 16. Juni – 10:00 Uhr
  • Big data: Dienstag, 16. Juni – 10:30 Uhr / Wednesday, 17. Juni – 10:00 Uhr
  • More electric aircraft: Mittwoch, 17. Juni – 10:30 Uhr / Donnerstag, 18. Juni – 10:00 Uhr
  • Future propulsion systems: Montag, 15. Juni – 11:45 Uhr / Freitag, 19. Juni – 10:00 Uhr

TUI kooperiert bei Flotten-Service mit Lufthansa Technik

Die Lufthansa Technik AG wird künftig technischer Servicepartner für die Flugzeug-Flotte der TUI Airlines. Die Lufthansa Technik wird die TUI-eigene Technik und Wartung der Ferienfluggesellschaften unterstützen und ihr neuer Servicepartner in der Flugzeugüberholung. Lufthansa Technik und die TUI Airlines haben darüber eine Absichtserklärung verhandelt und unterzeichnet. Die Ferienfluggesellschaften des weltgrößten Reisekonzerns TUI betreiben eine Flotte von rund 140 Lang- und Mittelstreckenflugzeugen, vor allem vom Typ Boeing 737, 757, 767 und 787.

Sobald in den TUI-eigenen Technikbetrieben die Auslastungsgrenze erreicht wird, wollen die Ferienfluglinien der TUI Airlines nun den Weltmarkführer Lufthansa Technik in Anspruch nehmen. Als Ferienfluggesellschaft ist der TUI-Flugbetrieb in besonderem Maße saisonabhängig. Die Lufthansa Technik kann die TUI Airlines so zum Beispiel bei der Abfederung von saisonalen Spitzen ideal unterstützen.

Deutlich mehr Fracht und Passagiere im Mai 2015 am Flughafen Zürich

Im Mai 2015 sind 2.297.316 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Dies entspricht einem Plus von 6,2 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Die Zahl der Lokalpassagiere stieg im Mai 2015 um 11,9 Prozent auf 1.674.064. Der Transferanteil lag im gleichen Zeitraum bei 26,9 Prozent (minus 3,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). Die Zahl der Umsteigepassagiere sank um 6,5 Prozent auf 617.610. Mit 23.368 Flugbewegungen stieg im Mai 2015 deren Anzahl um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 113 Fluggästen 5,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Sitzplatzauslastung ist im Mai um 2,1 Prozentpunkte auf 76,2 Prozent gestiegen. Gestiegen ist auch der Frachtumschlag. Im Mai 2015 wurden 33.868 Tonnen Fracht am Flughafen Zürich abgewickelt. Dies entspricht einem Rückgang um 8,7 Prozent gegenüber Mai 2014.

Ryanair bringt neue Funktionen mit App-Update

Die neue Version der mobilen App von Ryanair ist ab sofort verfügbar. Mit dem neuen Update wird der Kundenzugang „Mein Ryanair“ verbessert, der es Kunden erlaubt, die Flüge noch einfacher und schneller zu buchen. Die Ryanair App ist für IOS und Android verfügbar und wurde bereits über sechs Millionen Mal heruntergeladen. Im Laufe des Jahres soll es laut Ryanair weitere Erweiterungen für die App geben. Mit diesen haben die deutschen Kunden zum Beispiel die Möglichkeit, Familienmitglieder zu ihrem Profil hinzuzufügen.

Mit den mobilen Funktionen von „Mein Ryanair“ haben deutsche Passagiere nun die Möglichkeit, noch schneller zu buchen und mobil einzuchecken. Mit der App von Ryanair können Nutzer zudem auf folgende Funktionen zugreifen:

Funktionen der Ryanair-App

  • Live-Flight-Informationen
  • Log-In in das „Mein Ryanair“-Profil
  • Suche nach einer von Ryanairs über 1.600 günstigen Flugstrecken
  • Schnellere Buchung der ausgewählten Flüge
  • Auswahl und Reservierung von Sitzplätzen
  • Buchung von Hotels und Mietwagen
  • Check-In und Download der mobilen Bordkarte

Markus Leopold, Marketing Executive bei Ryanair: „Nachdem wir erst kürzlich das Update in Irland und Großbritannien gelauncht haben, freuen wir uns, dass wir die verbesserte Version der Funktionen von „Mein Ryanair“ nun auch allen deutschen Nutzern anbieten können. Wir arbeiten ständig daran, unsere mobilen Angebote zu verbessern, um es unseren Kunden zu ermöglichen, ihre Flüge noch schneller und einfacher zu buchen und diese zu verwalten. Die Funktionen von „Mein Ryanair“ werden im Laufe des Jahres noch weiter ausgebaut, mit noch mehr digitalen Updates nicht nur für mobile Endgeräte, sondern auch für den Desktop.“

Hubschrauber-Vorführung: EC 120B in „Dynamic Rollover“

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Im Rahmen einer alle zwei Jahre stattfindenden Flugveranstaltung am Segelfluggelände Roßfeld wollte der Pilot eines Hubschraubers EC 120B in Begleitung eines Passagiers, der ebenfalls dieses Hubschraubermuster fliegt, verschiedene Flugmanöver mit seinem Hubschrauber vorführen.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 09. September 2012
  • Ort: Segelfluggelände Roßfeld
  • Luftfahrzeug: Hubschrauber
  • Hersteller / Muster: Eurocopter / EC 120B
  • Personenschaden: Pilot und Passagier leicht verletzt, ein Zuschauer tödlich, zwei Zuschauer schwer und ein Zuschauer leicht verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: Personenschaden und Kfz-Schaden

Sachverhalt

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Es lagen der BFU mehrere Filmaufnahmen vom Start des Hubschraubers bis zum Unfall vor. Die Filmaufnahmen zeigten, dass der Hubschrauber nach dem Anlassen des Triebwerks in den Schwebeflug gebracht wurde, dabei eine Drehung um die Hochachse von ca. 180° erfolgte und der Hubschrauber unmittelbar in ca. 50 cm Flughöhe nach Süden in Richtung der Piste 07 schwebte. Mit Rumpfausrichtung in zirka Richtung Süden schwebte der Hubschrauber dann seitlich nach rechts und verlor langsam an Flughöhe. Dabei bekam zuerst das hintere Ende der linken Kufe Bodenkontakt. Der Hubschrauber kippte nach rechts, wobei das Ende der rechten Kufe und danach der Hecksporn den Boden berührten und der Hubschrauber nach rechts umschlug. Vom Abheben bis zum Unfall um 16:15 Uhr vergingen ca. 21 Sekunden.

Der Pilot gab gegenüber der Polizei an, dass er seit Jahren Demonstrationsflüge mit Hubschraubern bei den Flugplatzfesten in Laichingen und auf dem Roßfeld durchgeführt habe und dabei immer dasselbe Programm geflogen sei. So auch am Vortag auf dem Roßfeld und am Unfalltag zuvor beim gleichzeitig stattfindenden Flugtag in Laichingen.

Nachdem ihm über Funk vom Turm gesagt worden sei, dass er mit seiner Vorführung beginnen könne, habe er am mit Sägemehl gekennzeichneten Hubschrauberabstellplatz abgehoben und sei dann zur Pistenmitte geschwebt. Bei dem seitlichen Schwebeflug vor der eigentlichen Vorführung sei der Hubschrauber umgeschlagen. Ein technisches Problem oder einschränkende Wettereinflüsse habe er nicht wahrgenommen.

Bei dem Unfall wurde der Hubschrauber schwer beschädigt und die beiden Personen an Bord leicht verletzt. Durch herumfliegende Hauptrotorteile bzw. würfelartige Gewichte aus den Hauptrotorblättern wurden vier Zuschauer verletzt, von denen einer vor Ort verstarb, und ein Auto beschädigt.

Das Titelbild zeigt eine Momentaufnahme des Unfalls beim „Einhaken“ der rechten Kufe in die Wiese. Abb. 2 zeigt den Moment umherfliegender Rotorblattstücke und Erde (Quelle: Auszug aus Filmaufnahme / Polizei).

Angaben zu Personen

Der 79-jährige rechts sitzende Pilot war im Besitz einer Privatpilotenlizenz für Hubschrauber, erstmalig ausgestellt am 02.09.1996, gültig bis 22.06.2014. In die Lizenz waren die Berechtigung als verantwortlicher Pilot für das Hubschraubermuster EC 120 und die Nachtflugqualifikation eingetragen. Er verfügte über ein medizinisches Flugtauglichkeitszeugnis Klasse 2 nach JAR-FCL 3 mit der Auflage eine multifokale Brille zu tragen (VML), gültig bis 22.06.2013. Während des Fluges trug er eine Brille.

Seine Gesamtflugerfahrung auf Hubschraubern betrug ca. 763 Stunden, von denen er ca. 600 Stunden auf dem betroffenen Muster geflogen hatte.

Der 57-jährige links sitzende Passagier war ebenfalls im Besitz einer Privatpilotenlizenz für Hubschrauber mit der Berechtigung als verantwortlicher Pilot für das Hubschraubermuster EC 120. Er begleitete regelmäßig den verantwortlichen Piloten bei den Demonstrationsflügen bzw. flog diese selbst.

Angaben zum Luftfahrzeug

Der EC 120B des Herstellers Eurocopter ist ein leichter Mehrzweckhubschrauber für bis zu fünf Insassen. Das Muster wurde im Jahr 1997 nach den Richtlinien JAR-27 zugelassen (EASA Type-Certificate R.508). Er verfügt über einen Dreiblatt-Hauptrotor, einen Fenestron für den Drehmomentausgleich um die Hochachse und ein Kufenlandegestell. Nach Herstellerangaben variiere je nach Schwerpunktlage die Fluglage des Hubschraubers im Schwebeflug zwischen -2° „nose down“ und +3,5° „nose up“ und 0,5° bis 3,5° nach rechts.

In den Hauptrotorblättern sind für das statische und dynamische Wuchten zur Verringerung von Vibrationen und zur Vermeidung von unnötigen Belastungen auf den Rotorkopf würfelartige Gewichte eingelassen. Die Hauptrotordrehzahl beträgt im Normalbetrieb ca. 400 RPM. Der Hauptrotor hat einen Durchmesser von ca. zehn Metern. Die Blattspitzengeschwindigkeit liegt somit bei ca. 209 m/s bzw. ca. 750 km/h.

Der Hersteller des Hubschraubers empfiehlt eine Schwebeflughöhe von fünf Fuß (1,5 Meter). Der verunfallte Hubschrauber, Baujahr 2001 mit der Werknummer 1278 war mit einem Arrius 2F Turbinentriebwerk des Herstellers Turbomeca ausgestattet. Die maximal zulässige Abflugmasse betrug 1.715 kg, die Betriebsleermasse ca. 1.070 kg und das Fluggewicht zum Unfallzeitpunkt ca. 1.348 kg.

Die letzte Wartungskontrolle wurde am 04.07.2012 bei 616 Betriebsstunden durchgeführt. Die Gesamtbetriebszeit des Hubschraubers betrug ca. 622 Stunden. Der Hersteller des Hubschraubers schätzte die Fluglage im stationären Schwebeflug auf +1° „nose up“ und 2° rechts aufgrund der Beladung und Konfiguration. Ein Doppelsteuer war zum Unfallzeitpunkt eingebaut.

Meteorologische Informationen

Laut Flugwetterübersicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Bereich Süd lag Süddeutschland an der Westflanke eines Hochdruckgebietes. Aus Südosten sickerte trockene und milde Luft herein. Der Himmel war wolkenlos und die Sichten lagen bei 20 bis 30 km. Der Wind war schwach, aus unterschiedlichen Richtungen kommend. Die Temperatur lag bei ca. 25 °C und der Luftdruck (QNH) betrug 1.017 hPa.

Funkverkehr

Der Pilot stand in Funkkontakt mit der Luftaufsicht (Turm) am Segelfluggelände Roßfeld. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Das Segelfluggelände Roßfeld liegt ca. zwei km südöstlich der Ortschaft Metzingen auf einer Anhöhe von 2.625 ft AMSL. Das Gelände verfügt über eine Graspiste als Hauptlandebahn mit einer Länge von 635 m, einer Breite von 30 m und einer Ausrichtung von 074° (254°). Die Piste 07 steigt von 2.553 ft AMSL am Pistenanfang auf 2.625 ft AMSL an und fällt am Pistenende auf 2.616 ft AMSL ab. Im Bereich des Pistenanfangs 07 ist das Segelfluggelände nach Süden hin abfallend. Während des Flugplatzfestes war die Piste zusätzlich mit Sägespanlinien markiert.

Nach der Genehmigung für das Flugplatzfest vom 22.08.2012 durch das Regierungspräsidium Tübingen war für Rundflüge mit einem Hubschrauber im nordöstlichen Bereich, nördlich des Pistenbeginns 25, ein Landeplatz vorgesehen. Dort sollte der Abstand zwischen dem Hubschrauber und den Zuschauern mehr als 30 Meter betragen (siehe Anlage zur Genehmigung). Dieser Bereich wurde von einem Hubschrauber eines Luftfahrtunternehmens genutzt. Für sonstige Hubschrauber waren keine separaten Abstellflächen im Genehmigungslageplan vorgegeben.

Weiter war in der Genehmigung festgelegt: Der Mindestabstand zwischen dem äußersten Teil eines rollenden Luftfahrzeuges und den Zuschauern soll mindestens zehn Meter betragen, zu schwebenden Hubschraubern ist dieser Abstand angemessen zu erhöhen. Für den betroffenen Hubschrauber war nördlich der Piste 07 ein eigener Abstellplatz mit einem mit Sägemehl geschriebenen „H“ vor der Zuschauerabsperrung (blaue Linie auf dem Bild) gekennzeichnet. Dieser Landeplatz wurde auch am Vortag (Samstag) von dem Hubschrauber benutzt.

Entsprechend polizeilicher Ermittlungen ordnete der zuständige Sachbearbeiter für Luftaufsicht beim Regierungspräsidium Tübingen aufgrund der engen Platzverhältnisse und des geringen Abstandes zu den Zuschauern am Samstag vor Ort an, den Landeplatz für den Hubschrauber für den Folgetag an das westliche Ende der Bitumenbahn zu verlegen und generell einen Mindestabstand von 30 Metern vom Hubschrauber zu den Zuschauern einzuhalten.

Abb. 3 zeigt eine Übersicht über den Flugplatz, die Unfallstelle und Zuschauerraum (Quelle: Bild: Polizei).

Flugdatenaufzeichnung

Der Hubschrauber war nicht mit einem Flight Data Recorder (FDR) oder Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgestattet. Diese Aufzeichnungsgeräte waren nicht vorgeschrieben. Zur Triebwerksüberwachung verfügte der Hubschrauber über ein „Vehicle and Engine Multifunction Display“ (VEMD). In diesem wurden Betriebszeiten, Anlasszyklen des Triebwerks, Fehlermeldungen, Überschreitungen von Grenzwerten und Leistungsdaten bei einem Triebwerkcheck gespeichert.

Das VEMD wurde vor Ort im Beisein der Polizei und eines musterkundigen Luftfahrzeugprüfers ausgelesen. Dabei wurde festgestellt, dass bis zum Unfallflug weder Fehlermeldungen noch Grenzwertüberschreitungen gespeichert waren. Der Unfallflug konnte nicht vor Ort ausgewertet werden, da das System den Unfallflug nicht abgeschlossen hatte. Zur weitergehenden Auswertung wurde das VEMD zum Hersteller gesandt.

Der Hersteller konnte auf einem Teststand den Unfallflug im VEMD abschließen. Danach ergaben sich zwei aufgezeichnete Fehlermeldungen nach 01:26 Minuten Betriebsdauer. Es wurde jeweils ein Widerspruch zwischen den Triebwerksdaten und der Hauptrotordrehzahl vom System festgestellt. Weiter wurde eine Grenzwertüberschreitung aufgezeichnet. Die Triebwerkdrehzahl (NF) lag 18 Sekunden im Bereich 104 Prozent bis 110 Prozent und zwei Sekunden über 110 Prozent.

Sowohl die beiden Fehlermeldungen als auch die Limitüberschreitung waren aus Sicht des Herstellers aufgrund der abgebrochenen Hauptantriebswelle nach der ersten Bodenberührung des Hauptrotors zu erwartende und nachvollziehbare Meldungen.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich im Anfangsbereich am nördlichen Rand der Piste 07 des Segelfluggeländes Roßfeld südlich des sogenannten Olgafelsen. Der Hubschrauber lag auf seiner rechten Seite. Der abgerissene Heckausleger befand sich neben dem Rumpf und war nur noch mit dem Push/Pull-Verstellkabel für den Fenestron mit der Rumpfzelle verbunden. Der Halterungspunkt der hinteren Quertraverse des Kufenlandegestells war vom Rumpf abgerissen. Zwei der drei Hauptrotorblätter waren am Rotorkopf abgerissen, das verbliebene war abgeknickt.

Die abgerissenen Rotorblätter waren in viele Einzelstücke zerrissen. Die Hauptantriebswelle vom Triebwerk zum Hauptgetriebe war gebrochen. Nachdem der Hubschrauber auf der Seite lag, lief das Triebwerk laut Zeugen noch bis zum Abstellen. Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Steuerung ergaben sich nicht. Die Steuerverbindungen zur Taumelscheibe und für die Triebwerksregelung waren kraftschlüssig. Abb. 4 zeigt das Hubschrauberwrack.

Aus dem Tank wurden ca. 150 Liter Kraftstoff von der Feuerwehr abgepumpt. Im Bereich der Zuschauer wurden Rotorblattstücke und Gewichte aus den Hauptrotorblättern gefunden. Ein an der Waldkante nahe dem Olgafelsen geparktes Auto hatte an der linken Fahrzeugseite ein durchschlagenes Seitenblech. Beim Auto wurde ebenfalls ein Gewicht aus einem der Hauptrotorblätter gefunden.

Medizinische und pathologische Angaben

Es gab keine Hinweise auf eine physiologische oder gesundheitliche Beeinträchtigung des Piloten. Eine Blutalkoholkontrolle war negativ.

Brand

Es entstand kein Brand.

Überlebensaspekte

Der getötete Zuschauer befand sich ca. 45 Meter von der Unfallstelle des Hubschraubers entfernt, als er von mehreren Gewichten aus dem Hauptrotor getroffen wurde. Die Größe der Gewichte waren 12x9x9 mm und sie wogen ca. 40 g. Zwei Gewichte wurden direkt vor dem Leichnam gefunden und mehrere bei der Obduktion in seinem Körper.

Organisationen und deren Verfahren

Nach § 24 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) bedürfen öffentliche Veranstaltungen, an denen Luftfahrzeuge beteiligt sind, der Genehmigung durch die zuständige Landesluftfahrtbehörde. Ein entsprechender Antrag wurde vom Veranstalter am 14.06.2012 an das Regierungspräsidium Tübingen gestellt. Die Veranstaltung wurde am 22.08.2012 mit Auflagen genehmigt.

In der Genehmigung wurden Verantwortlichkeiten des Veranstalters, Notfallvorkehrungen, die einzelnen Kunstflugvorführungen, Mindestsicherheitsabstände zu den Zuschauern usw. festgelegt. Für Hubschraubervorführungen war festgelegt, dass diese im Bereich bzw. oberhalb der Piste 07/25 stattfinden sollten. Einem Zettel entsprechend (in Abb. 5), der an Bord des Hubschraubers gefunden wurde, war ein Vorflugprogramm vorgesehen.

Zusätzliche Informationen

Hubschrauber können unter bestimmten Voraussetzungen umschlagen. Hierbei muss eine Kufe als Drehpunkt Bodenkontakt haben und ein Rollmoment um die Längsachse bestehen. Dieser Effekt wird als „Static or Dynamic Rollover“ bezeichnet. Sobald der kritische Winkel um die Längsachse überschritten ist, besteht für den Piloten in der Regel keine Möglichkeit, das Umschlagen zu stoppen. Der Versuch, den Hubschrauber mit dem kollektiven Verstellhebel in die Luft zu ziehen, beschleunigt meist nur das Umkippen, daher wird empfohlen, den kollektiven Verstellhebel sofort zu senken. Abb. 6 zeigt eine Darstellung statischen und dynamischen Kippens. (Quelle: EHEST).

Aufgrund der Häufigkeit von Flugunfällen infolge Umschlagens von Hubschraubern wurden bereits vielfältige Dokumente veröffentlicht mit Hinweisen und Empfehlungen zu diesem Thema. Beispiele sind:

  • Amerikanische Luftfahrtbehörde (FAA) 1986: Advisory Circular 90-87 „Helicopter Dynamic Rollover“
  • Flight Safety Foundation (FSF) 1989: Volume 14 No.1 „Preventing Dynamic Rollover“
  • European Helicopter Safety Team (EHEST) 2011: HE 1 – BETRACHTUNGEN ZUR SICHERHEIT – „STATISCHES & DYNAMISCHES KIPPEN“

Eine Datenbankabfrage der BFU auf Personenschäden am Boden in Zusammenhang mit dem Betrieb von Hubschraubern ergab insgesamt 28 Vorkommnisse bei insgesamt 966 gespeicherten Vorfällen seit 1973. In der Mehrzahl handelte es sich hierbei um Personenschäden Dritter, verursacht durch den Rotorabwind beim Start bzw. der Landung eines Hubschraubers.

Beurteilung

Das Flugplatzfest war durch das Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Die Zuschauerräume waren durch Absperrbänder gekennzeichnet. Entsprechend der Anlage zur Genehmigung der Veranstaltung war für die Feuerlösch- und die geplanten Hubschraubervorführungen die Piste 07/25 vorgesehen. Der Unfall geschah im Bereich der Piste.

Der Pilot verfügte über die nötige gültige fliegerische Lizenz, die Musterberechtigung für das Muster EC 120B und die medizinische Flugtauglichkeit. Da er den betroffenen Hubschrauber seit Jahren besaß und flog, war er mit Sicherheit mit der Handhabung und eventuellen Besonderheiten des Musters vertraut. Seine Flugerfahrung war für das geplante Flugvorhaben sicherlich ausreichend, zumal er dasselbe Programm schon mehrfach auf Flugplatzfesten vorgeflogen hatte.

Das Flugprogramm selbst enthielt nur Manöver, die auch Teil der Flugausbildung zum Lizenzerwerb und Bestandteil der jährlich durchzuführenden Befähigungsüberprüfung sind. Die Manöver gelten weder als Kunstflug noch stellen sie außergewöhnliche Anforderungen bei der Durchführung an den Piloten oder an die Leistungsfähigkeit des Hubschraubers. Der Hubschrauber war entsprechend den Unterlagen und den Befunden an der Unfallstelle nach den gesetzlichen Anforderungen instand gehalten und nachgeprüft.

Hinweise auf eine technische Störung oder eine Beeinträchtigung der Steuerung ergaben sich nicht. Die Auswertung des VEMD zeigte bis zum Unfall normale Triebwerksdaten, keine Fehlermeldungen oder Überschreitungen von Grenzwerten. Auch die vorhandenen Filmaufnahmen des Flugunfalls zeigten keine plötzlichen Fluglagen- oder Höhenänderungen, die bei einer Triebwerkstörung oder Steuerungsbeeinträchtigung zu erwarten gewesen wären. Aufgrund der Beladung, Konfiguration, Rotormastneigung und des Schubes des Fenestrons lag eine leicht hecklastige und nach rechts geneigte Fluglage im stationären Schwebeflug vor.

Zuschauer wurden durch weggeschleuderte Hauptrotorblattteile verletzt und eine Person wurde getötet. Die Bauvorschriften für Hubschrauber zum Zeitpunkt der Musterzulassung des EC 120B, in diesem Fall die JAR 27, verlangten Festigkeitsnachweise für Kräfte, die auf Komponenten des Hubschraubers während des normalen Flugbetriebs (JAR 27.301 ff) einwirkten. Für diese Kräfte waren zusätzliche Margen anzusetzen als Sicherheit gegen vorzeitige Ermüdung bzw. Versagen der Komponenten.

Es gab keine Festigkeitsanforderungen an Komponenten, wie den Hauptrotor (JAR 27.547), für den Fall einer Hindernisberührung. Lediglich bestanden Anforderungen für den Schutz der Insassen des Hubschraubers im Falle eines Unfalls (JAR 27.561 ff), die wahrscheinlich beigetragen haben, dass bei diesem Unfall die beiden Insassen des Hubschraubers nur leicht verletzt wurden.

Verletzungen Dritter durch umherfliegende Hubschrauberteile im Falle eines Unfalls sind nach der Unfallstatistik der BFU selten. Das Flugwetter war gut; es war ein schöner, warmer und wolkenloser Spätsommertag. Es war schwach windig. Während des Schwebeflugmanövers nach rechts, d.h. in Richtung Westen bei gleichzeitiger Rumpfausrichtung in Richtung Süden kann eine Blendung oder Beeinträchtigung des Piloten durch die Sonne nicht ausgeschlossen werden. Sehr wahrscheinlich schaute der Pilot nach vorne rechts bzw. rechts während des Schwebeflugs, dies wäre entsprechend dem Schattenwurf des Hubschraubers genau in Richtung der Sonne. Der Pilot trug während des Fluges eine Sonnenbrille mit Gleitsichtgläsern und eine Schirmmütze.

Das Fluggelände am Roßfeld ist gekennzeichnet durch eine erhebliche Welligkeit in alle Richtungen. Das Gelände ist nicht nur ansteigend und abfallend entlang der Betriebspiste, es ist auch in Pistenausrichtung zum Teil nach Süden, d.h. quer zur Piste, abschüssig. Erschwerend ist, dass in alle Blickrichtungen aufgrund der Welligkeit kein konstanter waagerechter Horizont vorhanden ist. Um jederzeit in gleichbleibendem Abstand zum Boden im Schwebeflug zu sein, verlangt das Gelände kontinuierliche Steuerkorrekturen und den Blick in Richtung des Untergrundes in die geplante Schwebeflugrichtung.

Die Filmaufnahmen von dem Flugunfall zeigen einen typischen sogenannten „Dynamic Rollover“, der zum Unfall geführt hat. Nachdem im seitlichen Schwebeflug zuerst die linke Kufe den Boden berührte, kam es zu einer Verzögerung, bei der die rechte Kufe den Boden berührte und zusammen mit dem Hecksporn als Drehpunkt des kippenden Hubschraubers wirkte. Aufgrund der hohen Schwerpunkte, verursacht durch hoch angeordnete Hauptgetriebe und Triebwerk(e) und den geringen Kufenbreiten zählen „Dynamic Rollover“ zu den häufigsten Unfallursachen bei Hubschraubern. In vielen Publikationen wird das Umschlagen von technisch nicht beeinträchtigten Hubschraubern beschrieben.

Letztendlich muss der Pilot im Flugbetrieb jederzeit einen Bodenkontakt der Kufen während einer seitlichen Flugbewegung vermeiden. Sehr häufig ist eine Steuerkorrektur nach einer seitlichen Bodenberührung zu spät oder insgesamt aufgrund der heftigen Kippbewegung unwirksam.

Sehr wahrscheinlich war dem Piloten über dem in Rumpfausrichtung abschüssigen Gelände die geringe Flughöhe über Grund nicht bewusst. Warum der Passagier, der selbst auch mit dem Hubschrauber vertraut war, über eine Privatpilotenlizenz für Hubschrauber und die nötige Musterberechtigung verfügte, nicht den Höhenverlust bemerkte und den steuerführenden Piloten auf die geringe Schwebeflughöhe hinwies oder selbst in die Steuerung eingriff, konnte nicht geklärt werden.

Schlussfolgerungen

Aufgrund der zu gering gewählten Schwebeflughöhe kam es zu einer unbeabsichtigten Bodenberührung der Kufen im seitlichen Schwebeflug, bei der der Hubschrauber anschließend umschlug.

Anlage

Abb. 7 zeigt den Lageplan der Luftfahrtveranstaltung (Auszug aus der Genehmigung)

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, in Ortszeit. Quelle und Bilder, sofern nicht anders angegeben: BFU.

Schallschutzbericht des Flughafen Frankfurt zum Winterhalbjahr

Mit der heutigen Veröffentlichung des aktuellen Schallschutzberichts informiert der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport über die Maßnahmen zum Schallschutz der zurückliegenden Winterflugplanperiode 2014/2015. Ein wichtiger Bestandteil der Fluglärmminderung ist die Fluglärmmessung, dank der eine kontinuierliche und objektive Evaluierung der jeweiligen durch Flugzeuge verursachten Lärmimmissionen möglich ist. Der Schallschutzbericht gibt detailliert Einblick in die Entwicklungen der Fluglärmbelastungen in der Region und stellt die Fortschritte beim Schallschutz am Frankfurter Flughafen dar.

Dem Bericht liegen aktuelle Messdaten zugrunde und es werden einzelne Verfahren zur Lärmminderung erklärt. Denn – so Fraport-Vorstand Anke Giesen – „als Flughafenbetreiber ist es uns ein Anliegen, kontinuierlich die Lärmbelastung durch Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes zu reduzieren und darüber transparent zu informieren“.

Die Messung hilft auch neue, sich noch in Probe befindliche Maßnahmen, wie das vonseiten des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums eingebrachte innovative Lärmpausenmodell auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Seit dem 23. April 2015 werden im Rahmen dessen die drei Landebahnen in den beiden Nachtrandstunden wechselnd genutzt. Viele Anwohner erhalten dadurch eine zusätzliche Stunde Ruhe. Das Verfahren wird zunächst in einem rund einjährigen Probebetrieb getestet.

Eidgenössisches Schützenfest 2015: Ruag Partner auf Militärflugplatz

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Mit dem Leitgedanken „Hand und Härz“ begrüsst das ESF2015 die Schützen und Besucher. Das Festzentrum in der Größe von rund 35 Fussballfeldern befindet sich zwischen Raron und Visp auf dem ehemaligen Militärflugplatz.

Geschossen werden rund 30 verschiedene Wettkämpfe (Stiche) in den Kategorien Gewehr 300 Meter, Gewehr/Pistole 50 Meter und Pistole 25 Meter. Das Eidgenössische Schützenfest findet alle fünf Jahre statt und zählt zu den größten Sportanlässen der Schweiz. Als Kranz- und Stichpartnerin ist die Ruag mit dem Logo direkt bei den Schützen – auf allen Schiessanlagen – präsent.

Die Ruag unterstützt das Eidgenössische Schützenfest 2015 (ESF2015) als Kranz- und Stichpartnerin. Zusätzlich ist das Unternehmen mit den Eigenmarken RWS und Geco am ESF2015 präsent. Voraussichtlich 70.000 Schützen und Besucher treffen sich vom 11. Juni bis 12. Juli 2015 im Wallis zum Eidgenössischen Schützenfest 2015. Als Kranz- und Stichpartnerin fiebert die Ruag während diesen 32 Tagen mit über 40.000 aktiven Schützen aus mehr als 2.500 Vereinen mit. Von über zwei Millionen Schuss stammen 75 Prozent aus firmeneigener Produktion.

Es gibt Shuttle-Busse von Raron und Visp zum Gelände des Flugplatzes, weitere Informationen gibt es hier.

Passage-Plus und Mai-Rekord bei Höchststartgewichten am Flughafen Frankfurt

Die Passagierzahl am Flughafen Frankfurt ist auch im Mai deutlich um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen. Rund 5,6 Millionen Fluggäste nutzten Deutschlands größte Luftverkehrsdrehscheibe, so viele wie nie zuvor in einem Mai. Im Jahr 2015 ist erstmals die Marke von 200.000 Fluggästen pro Tag in einem Mai überschritten worden, nämlich am 17. Mai (rund 202.000 Fluggäste) und nochmal am 22. Mai (rund 208.700 Fluggäste). Die Lage der Feiertage wirkte sich begünstigend auf das Passagieraufkommen aus: Anders als im Vorjahr lag das Pfingstfest im Mai, womit auch die Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg 2015 noch in diesem Monat begonnen haben.

Auf das Cargo-Aufkommen hingegen wirkte sich der zusätzliche Feiertag dämpfend aus, es ging um 3,1 Prozent auf 179.831 Tonnen zurück. Die Anzahl der Flugbewegungen legte wiederum leicht um 0,7 Prozent auf 42.656 Starts und Landungen zu. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten die Höchststartgewichte, sie stiegen um 3,2 Prozent auf rund 2,7 Millionen Tonnen an und erreichten ebenfalls einen neuen Mai-Rekord. Der Trend der vergangenen Monate, wonach größere und besser ausgelastete Flugzeuge in Frankfurt starten und landen, setzte sich somit fort.

Die internationalen Konzernflughäfen der Fraport AG verzeichneten eine überwiegend positive Entwicklung. Der slowenische Hauptstadtflughafen Ljubljana zählte 128.411 Fluggäste, was einem kräftigen Anstieg von 19,6 Prozent entsprach. Ebenso erfreulich war das Wachstum in Lima, Peru, das bei über 1,4 Millionen Passagieren deutliche 9,2 Prozent betrug. Die bulgarischen Twin-Star-Flughäfen Varna und Burgas mussten hingegen einen Rückgang von 7,4 Prozent auf 167.984 Reisende hinnehmen, ebenso der türkische Flughafen Antalya mit minus 6,6 Prozent auf rund drei Millionen Fluggäste.

In St. Petersburg ging die Zahl der Passagiere um 4,2 Prozent auf circa 1,2 Millionen zurück. Hannover verzeichnete ein deutliches Plus von 7,6 Prozent auf 512.048 Gäste. Abermals sehr positiv war die Entwicklung in Xi’an, China, wo insgesamt rund 2,8 Millionen Passagiere den Flughafen nutzte, was einem Plus von 12,8 Prozent entsprach.

Rosetta-Philae: Forscher grenzen Suche auf dem Kometen ein

Als am 15. November 2014 um 01:15 Uhr die Batterie leer war und Lander Philae nach fast 60 Stunden Betrieb auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko in Winterschlaf ging, tat er dies an einem Ort, mit dem niemand gerechnet hatte.

Philae war nach der ersten Landung abgeprallt und landete nach einigen Hüpfern schließlich an seinem jetzigen Standort. Doch wo exakt der Lander nun steht, konnte bis heute noch nicht herausgefunden werden. „Wir konnten seinen aktuellen Standort bisher auf einen Bereich von 16 mal 160 Meter eingrenzen“, erläutert Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Suche nach dem dreibeinigen Landegerät auf den Aufnahmen der OSIRIS-Kamera erweist sich als schwierig, denn Philae wäre selbst bei voller Beleuchtung durch die Sonne nur wenige Pixel groß. Gleich auf mehreren Bildern könnte Philae zu sehen sein – oder auch nicht. Seit dem 30. Mai 2015 horchen die Ingenieure und Wissenschaftler des Lander-Kontrollzentrums des DLR auch wieder auf Lebenszeichen ihres Landers. „Mit jedem Tag, den der Komet näher in Richtung Sonne fliegt, steigen für Philae die Chancen, dass er genug Energie und Wärme erhält.“

Unbekannter Landeplatz in Schatten und Kälte

Zwei Stunden dauerten am 12. November 2015 die Hüpfer, mit denen Philae von seinem ursprünglichen Landeplatz Agilkia zu seinem etwa einen Kilometer entfernten heutigen Landeplatz Abydos flog. Die Harpunen, mit denen Philae sich hätte verankern sollen, feuerten nicht – und die Eisschrauben in seinen Füßen konnten das Landegerät nicht ausreichend befestigen. Für das Team im DLR-Kontrollraum fing nach der spektakulären Landung die Arbeit erst richtig an: Fast 60 Stunden betrieben sie den Lander, kommandierten seine zehn Instrumente an Bord und drehten ihn am Ende auch noch in Richtung Sonnenstrahlen.

Schon damals wusste man: Dort, wo er nun steht, ist es sehr schattig und kalt. Die Sonne erreicht den Lander an jedem 12,4-Stunden-Kometentag nur für knapp anderthalb Stunden. Thermalsonde MUPUS versuchte, sich in den Kometen zu hämmern, stieß auf eine harte Eisschicht und konnte Temperaturen bis unter minus 180 Grad Celsius messen. „Die Aufnahmen der ROLIS- sowie der CIVA-Kamera zeigen uns außerdem eine eher zerklüftete, schattige Umgebung, sehr wahrscheinlich steht der Lander auch ein wenig schräg – aber die genaue Position von Philae konnten wir noch nicht herausfinden“, erläutert DLR-Wissenschaftler Stephan Ulamec.

Pixel für Pixel auswerten

Zumindest nach dem ersten Touchdown konnten Navigations- und OSIRIS-Kamera noch Bilder von Philae über der Kometenoberfläche aufnehmen. Kurz vor der letzten Landung blickte die OSIRIS-Kamera auf die Hatmehit-Region auf dem Kopf des Kometen – und entdeckte im sehr dunklen Schatten einen etwas weniger dunklen Punkt. Dieser zeigt den Lander Philae oberhalb eines Kraterrandes direkt auf dem Kopf des entenförmigen Kometen. Das Landegerät hat allerdings einen Durchmesser von gerade einmal einem Meter – auf den Aufnahmen der Kameras sind dies nur wenige helle Pixel.

„Es ist extrem schwierig, den Lander in dem unebenen Gelände zu orten und mit Sicherheit zu sagen: Dort steht Philae“, erläutert Dr. Ekkehard Kührt, Planetenforscher am DLR und Mitglied des OSIRIS-Teams. „Hinzu kommt, dass sich Rosetta aus Sicherheitsgründen wegen der zunehmenden Aktivität des Kometen immer weiter von diesem entfernen muss.“ Nur im peniblen Vergleich von Aufnahmen vor und nach der Landung könnte Philae auf den Bildern entdeckt werden. Doch dazu müssten im Idealfall Entfernung und Sonneneinstrahlung der zeitlich verschiedenen Aufnahmen identisch sein. Und ist ein heller Punkt entdeckt, könnte dies beispielsweise auch die Reflektion eines Geröllbrockens auf der Kometenoberfläche sein, die je nach Sonnenstand im Bild erkennbar ist.

Mühsame Suche nach Philae geht weiter

Zudem muss der Standort auch noch weitere Bedingungen erfüllen: Er muss mit den rekonstruierten Flugbahnen des Landers übereinstimmen und zumindest nahe an der mit dem CONSERT-Instrument bisher definierten Lande-Ellipse von 16 mal 160 Meter liegen. Für einige mögliche Philae-Entdeckungen auf OSIRIS-Bilder waren diese Einschränkungen bereits das Ende – die genauere Analyse zeigte, dass die hellen Pixel nicht Philae an seinem finalen Landeplatz zeigen konnten.

Ein vielversprechender Kandidat unter den OSIRIS-Aufnahmen beispielsweise könnte Philae etwas außerhalb der berechneten Lande-Ellipse zeigen. Dabei verglichen Wissenschaftler des OSIRIS-Teams Bilder vom 22. Oktober 2014 – also vor der Landung von Philae aufgenommen – mit Bildern vom 12. und 13. Dezember – also exakt einen Monat nach der Landung aufgenommen. Am 22. Oktober 2015 betrug der Abstand etwa zehn Kilometer vom Kometenkern, im Dezember etwa 20 Kilometer. Das Ergebnis: Gleich auf zwei Aufnahmen im Dezember ist ein heller Fleck zu sehen – und somit eventuell Philae.

Simulationen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zeigen aber, dass Philae zum Zeitpunkt der Aufnahme am 13. Dezember 2014 nur wenig von der Sonne angeleuchtet wurde: „Die Sonne hat in diesem Moment nicht die unteren Bereiche des Landers angestrahlt“, erläutert Valentina Lommatsch vom Lander-Kontrollraumteam des DLR. Somit wäre seine Reflektion auch nur auf wenigen Pixeln der Aufnahme aus 20 Kilometern Entfernung zu sehen.

Horchen auf Philaes Ruf

Philaes exakter Standort könnte ermittelt werden, wenn der Lander wieder aus seinem Winterschlaf aufwacht und weitere wissenschaftliche Daten liefert. Dafür benötigt er mindestens fünf Watt sowie eine Betriebstemperatur über minus 45 Grad Celsius. Erst dann schaltet er sich selbständig in den Betriebsmodus. Etwas mehr Energie, nämlich insgesamt 19 Watt, benötigt er, um wieder mit dem DLR-Team am Boden kommunizieren zu können. Damit die Kommunikationseinheit an Bord der Rosetta-Sonde aber auch den Ruf von Philae hören und weiterleiten kann, muss die Konstellation der beiden zueinander günstig sein.

Zurzeit fliegt Orbiter Rosetta in Abständen von etwa 200 Kilometern um den Kometen. Seitdem Churyumov-Gerasimenko immer aktiver wird und Gas- sowie Staubfontänen ins All verströmt, ist der Flug für Rosetta noch anspruchsvoller geworden. „Das Team am DLR-Lander-Kontrollzentrum hat sich in den vergangenen Wochen auf den Betrieb von Philae und seiner Instrumente vorbreitet – jetzt hoffen wir, dass er sich bei uns meldet“, sagt Philae-Projektleiter Stephan Ulamec.

Zur Bilderserie:

Mögliche Kandidaten für Philae: Lander Philae wäre auf Aufnahmen der OSIRIS-Kamera nur wenige Pixel groß. Bei mehreren Bilder scheint der Lander abgebildet zu sein – doch genauere Untersuchungen ließen die meisten Kandidaten unter den Bildern durchfallen. Von den auf dieser Aufnahme der Navigationskamera verorteten OSIRIS-Bildern zeigt nur noch die Aufnahme oben links einen vielversprechenden Kandidaten.

Gebiet des Landeplatzes von Philae: Mit Messungen des Instruments Consert, das sowohl auf Lander Philae als auch auf Orbiter Rosetta installiert ist, wurde der Standort von Philae auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko bisher auf eine Ellipse von 16 mal 160 Metern eingegrenzt (rot markiert).

Vielversprechender Kandidat für Philaes Standort: Im Vergleich dreier Aufnahmen der OSIRIS-Kamera sind helle Flecken erkennbar – dies könnte Lander Philae auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko sein. Die erste Aufnahme (l.) zeigt das Gebiet am 22. Oktober 2014 – also vor Philaes Landung. Die zweite Aufnahme (M.) vom 12. Dezember 2014 sowie die dritte Aufnahme (r.) vom 13. Dezember 2014 zeigen im Unterschied zur ersten Aufnahme mehrere helle Pixel. Allerdings war Philae zur Aufnahmezeit im Dezember nur wenig von der Sonne beleuchtet. Zudem liegt diese mögliche Landestelle außerhalb der berechneten Lande-Ellipse.

Auf der Suche nach Philae: Das Bil zeigt einen Zoom in eine Aufnahme der OSIRIS-Kamera vom 13. Dezember 2014. Zu dem Zeitpunkt befand sich der Rosetta-Orbiter in einer Entfernung von 20 Kilometern vom Kometen Churyumov-Gerasimenko. Zu erkennen sind mehrere helle Flecken, die den Lander Philae zeigen könnten. Eingekreist ist ein vielversprechender Kandidat für Philaes Landeplatz.

Simulierte Beleuchtung von Lander Philae: Diese Grafik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt, wie die Sonne am 13. Dezember 2014 das Landegerät Philae beleuchtete. Diese Angaben sind wichtig, um mögliche Aufnahmen von Philae an seinem Standort zu überprüfen. In diesem Fall wäre lediglich der blau dargestellte Bereich seiner Solarpanele von der Sonne angestrahlt. Philae wäre daher auf einer Aufnahme auch nur wenige helle Pixel groß.

Helle Reflektionen auf Churyumov-Gerasimenko: Zoomt man nah an das Gebiet auf Komet Churyumov-Gerasimenko, das innerhalb der berechneten Lande-Ellipse liegt, sind gleich mehrere helle Flecken zu erkennen – einer könnte Lander Philae sein, die übrigen sind Reflektionen auf Strukturen der Kometenoberfläche.

Bild-Quellen:

ESA/Rosetta/NAVCAM; ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Ellipse: ESA/Rosetta/Philae/CONSERT; Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

DLR (CC-BY 3.0)

ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

DLR

ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

A320- und Q400-Flotte der Aegean Airlines bei LHT

Aegean Airlines hat mit Lufthansa Technik den Vertrag über die Materialversorgung ihrer A320 Flotte sowie der Q400-Regionalverkehrsflugzeuge ihrer Tochter Olympic Air verlängert. Im Rahmen der Vereinbarung wird Lufthansa Technik beide Flotten in den nächsten sechs Jahren mit Komponenten versorgen. Lufthansa Technik betreut die A320-Maschinen von Aegean bereits seit deren Indienststellung 2007, die Bombardier Q400-Flotte von Olympic Air seit der Betriebsaufnahme der Airline in 2009.

Lufthansa Technik hat sich bei der Versorgung der A320- und Q400- Flotten als  zuverlässiger und innovativer Partner gezeigt. Dr. Thomas Stüger, Lufthansa Technik Vorstand für Produkte, Services und IT, ergänzte: „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir die Partnerschaft mit Aegean fortsetzen und ausweiten können…“

Über die Komponentenversorgung hinaus unterstützt Lufthansa Technik Aegean Airlines auch mit verschiedenen Instandhaltungsleistungen in den Bereichen Triebwerke, Flugzeugüberholung, Verbrauchsmaterial sowie bei der Reparatur von Antennenabdeckungen (Radomen).

„Surf & Style“-Event mit Europameisterschaft am Flughafen München

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Countdown für eine der beliebtesten und spektakulärsten Veranstaltungen am Münchner Flughafen: Ab dem 31. Juli 2015 werden im Forum des München Airport Centers (MAC) bei der 5. Ausgabe von „Surf & Style“ wieder die Surf-Bretter ausgepackt. Bis zum 23. August kann jeder, der Lust hat, sich selbst auf der größten stehenden Welle der Welt beweisen. Sportlicher Höhepunkt ist die Europameisterschaft im „Stationary Wave Riding“, die vom 14. bis 16. August ausgetragen wird. Hier werden sich die Lokalmatadore vom Münchner Eisbach mit den besten Surfern der Welt messen. Zum fünfjährigen Jubiläum wartet die temporäre Wellenanlage mit einer zusätzlichen Pumpe auf, um die Welle für die Profis noch höher und anspruchsvoller zu machen.

Die Welle im MAC-Forum ist täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Vormittags wird es wieder professionell betreute Kids-Camps für die jüngsten Surfer geben, am Nachmittag können sich alle Interessierten – egal ob Profi oder Anfänger – beim freien Surfen selbst auf die Welle wagen. Das dazu notwendige Surf-Equipment wird vom Flughafen München kostenlos zur Verfügung gestellt.

United Airlines seit 10 Jahren Nonstop Hamburg – New York

United Airlines blickt am heutigen Tag auf das zehnjährige Bestehen der Nonstop-Verbindung zwischen Hamburg und der New Yorker United-Drehscheibe Newark Liberty International Airport zurück. Seit dem Start der Verbindung im Jahr 2005 beförderte die Airline auf mehr als 6.000 Flügen fast 900.000 Passagiere.

„United ist in Hamburg die einzige amerikanische Airline und wir sind stolz darauf, nunmehr seit zehn Jahren diese Nordatlantik-Verbindung unseren Kunden anbieten zu können“, so Thorsten Lettnin, Regional Director Central and Northern Europe von United Airlines. „Der tägliche United-Flug ab Hamburg bringt unsere Gäste nicht nur direkt nach New York City, sondern bietet über die United-Drehscheibe Newark Liberty hunderte von Anschlussverbindungen zu Destinationen in ganz Amerika.“

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hamburg Airport, zum zehnjährigen Bestehen der Flüge: „United ist ein verlässlicher Partner von Hamburg Airport. Wir freuen uns über den großartigen Erfolg und die Kontinuität der Strecke. New York ist mit Abstand der wichtigste US-Markt für Hamburg und auch umgekehrt hat die Verbindung zur Bekanntheit der Hansestadt wesentlich beigetragen. Allein 2014 kamen ca. 85.000 US-Bürger in die Stadt – das sind 77 Prozent mehr Gäste als noch vor zehn Jahren.“

Start der Boeing 767-300ER

United setzt auf den Flügen Hamburg-New York/Newark bislang eine Boeing 757-200 mit insgesamt 169 Plätzen ein – 16 Flat-Beds in der United BusinessFirst und 153 Sitze in United Economy, die auch 45 Economy Plus-Plätze mit größerem Sitzabstand und mehr persönlichem Raum an Bord enthält.

United feiert zehnjähriges Bestehen der Verbindung Hamburg-New York. Ab dem 26. Oktober 2015 kommt ab Hamburg die Boeing 767-300ER zum Einsatz, die über 183 Sitzplätze verfügt – sechs Flat-Beds in Global First, 26 Flat-Beds in BusinessFirst und 151 Plätze in Economy, davon 71 in Economy Plus.

Flug UA865 startet in Hamburg täglich um 09:00 Uhr und kommt in New York/Newark um 11:50 Uhr Ortszeit am gleichen Tag an. Der Rückflug UA864 verlässt New York/Newark um 17:35 Uhr und kommt am nächsten Tag um 07:30 Uhr in der Hansestadt an. Die Flugzeiten betragen acht Stunden und 50 Minuten in westlicher Richtung und sieben Stunden und 55 Minuten in östlicher Richtung.

Die Hamburg-Flüge verfügen in New York/Newark über bequeme Anschlüsse an das große United-Streckennetz zu Zielen in ganz Amerika. United bietet ab New York/Newark Flüge zu mehr als 300 Destinationen in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in die Karibik an, darunter befinden sich über 100 Nonstop-Verbindungen.

United Airlines in Deutschland

United verbindet Deutschland mit den USA bereits seit 1990. Zusätzlich zum Hamburg-Flug weist der Flugplan folgendes Nonstop-Angebot aus: Aus Frankfurt werden Chicago, Houston, New York/Newark, San Francisco und Washington DC/Dulles angeflogen. Von München aus bedient United Chicago, Houston, New York/Newark sowie Washington DC/Dulles und von Berlin New York/Newark.

United Airlines und United Express verfügen über durchschnittlich fast 5.000 Flüge am Tag zu 373 Airports auf sechs Kontinenten. Im Jahr 2014 beförderten United und United Express auf nahezu zwei Millionen Flügen 138 Millionen Passagiere. United ist stolz auf das weltweit umfangreichste Streckennetz mit US-Hubs in Chicago, Denver, Houston, Los Angeles, New York/Newark, San Francisco und Washington, D.C. United betreibt eine Kernflotte von 700 Flugzeugen und erhält in diesem Jahr weitere 34 Boeing-Jets, darunter 787-9 und 737-900ER. Die Airline heißt ebenso 49 neue Embraer 175 für United Express willkommen. United ist Gründungsmitglied der Star Alliance, die mit insgesamt 27 Mitgliedsgesellschaften Flugverbindungen zu 193 Ländern bietet.

10 Prozent Passagier-Plus am Flughafen Berlin-Schönefeld

Im Mai starteten und landeten 2.615.975 Passagiere an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel. Das ist ein Zuwachs von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Schönefeld wurden im Mai 707.907 Passagiere registriert (plus 10,2 Prozent), in Tegel waren es 1.908.068 Fluggäste (plus 1,4 Prozent). Die Zahl der Flugbewegungen lag im Mai bei insgesamt 22.859 Starts und Landungen, ein Rückgang um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld betrug die Zahl der Flugbewegungen 6.415. Das entspricht einem Rückgang von 12,6 Prozent im Vorjahresvergleich.

Auch in Tegel sank die Zahl der Flugbewegungen (minus 1,0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden in Tegel im Mai 16.444 Flugbewegungen registriert.

Von Januar bis Mai nutzten insgesamt 11.052.366 Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel, ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Von Januar bis Mai wurden in Tegel 8.001.667 Fluggäste gezählt, das sind 2,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden am Flughafen Schönefeld 3.050.699 Passagiere abgefertigt, das sind 11,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2014. Die Zahl der Flugbewegungen stieg von Januar bis Mai auf insgesamt 101.508 Starts und Landungen, eine Zunahme um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 28.685. Das entspricht einem Anstieg von 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 1,0 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel von Januar bis Mai 72.823 Flugbewegungen registriert. Bei der Luftfracht konnten im Mai an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 3.319 Tonnen registriert werden, das sind 9,8 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bei den Angaben handelt es sich laut Flughafen um vorläufige Zahlen.