Start Blog Seite 138

DART-550 erstmals auf der FIA 2018

Gerade einmal zwei Monate nach dem Jungferflug präsentiert Diamond Aircraft aus Österreich die neue Diamond Aircraft DART-Serie, dabei machte die DART-550 ihr Debüt auf der Farnborough Airshow (FIA) 2018.

Das Flugzeug wird von einem General Electric GE H75-100 Turboprop-Triebwerk mit 550 PS beschleunigt. Dabei kommen eine elektronische Maschinen- und Propellersteuerung (EEPC) für den Fünfblattprobeller zum Zug samt Martin Baker MK16-Schleudersitzen und Garmin G3000 Avionik. Die MK AT16LG Schleudersitze bedeuten dabei mehr Sicherheit zwischen Höhe Null und 25.000 Fuß. Ein Interseat Sequencing System (ISS) steuert den Abwurf. Der Sitz wird dabei von Druckbehältern und einem Raketenmotor angetrieben.

DART-550 mit Garmin G3000

Die Avionik G3000 bedeutet weltweite Kommunikationsfähigkeit, Navigation, Überwachung, Air Traffic Management (CNS/ATM) und Terrain Awareness Warning System (TAWS). An Bord ist selbstverständlich der neue Standard des Automatic Dependent Surveillance-Broadcast (ADS-B). Die erwartete Spitzengeschwindigkeit liegt bei 265 KTAS und einem maximalen Startgewicht MTOM von 2.400 kg (5.291 lbs). Das Leergewicht soll bei voller Ausstattung bei 1.600 kg (3.527 lbs) liegen.

DART Kunstflugschulungsflugzeuge mit Turbopropantrieb wurden erstmals mit der DART-450 auf der Farnborough Airshow 2014 angekündigt. Die DART-550 von Diamond Aircraft kann man auf der Farnborough Airshow am Static Display bei Standnummer OE18 bis 22. Juli sehen.

Tarom läutet in Stuttgart Timisoara und Sibiu ein

0

Die staatliche rumänische Fluggesellschaft Tarom verbindet Stuttgart jetzt dreimal pro Woche mit Timisoara und Sibiu (Hermannstadt) – am gestrigen Sonntagabend startete der Erstflug, der mit einem Wassersalut der Flughafenfeuerwehr begrüßt wurde.

Die Airline setzt einen Airbus A318 ein, die Flugzeuge starten jeweils mittwochs, freitags und sonntags. Die Flüge sind ab sofort bei dem Carrier buchbar.

Bombardier Global 5000 mit Premium-Kabine als Charter

Bombardier und Ausstattungsspezialist TAG Aviation Europe haben den ersten Global 5000 verkündet, der mit einer Premium-Kabine für Charterflüge an europäische Kunden ausgestattet werden wird. Geräumigkeit, Effizienz und außergewöhnlicher Komfort soll damit in Design und Materialien Wirklichkeit werden.

Der Business Jet Global 5000 soll laut Bombardier das sanfteste Reiseerlebnis ermöglichen. Das Flugzeug wird in Paris stationiert werden. In der Flotte der von TAG Aviation Europe betreuten Flugzeuge an Business Jets ist es die neunte Maschine, seitdem das Unternehmen die Betriebsgenehmigung als Luftfahrtunternehmen (Air Operators Certificate, AOC) von der Behörde auf Malta letztes Jahr erhalten hat. Hinzu kamen mittlerweile die AOC für TAG Aviation in der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und Bahrein. Der Global 5000 wirbt mit der geräumigsten 3-Zonen-Kabine seiner Klasse und kann Strecken von 5.200 NM (9.630 km) non-stop bei einer Geschwindigkeit von Mach 0,85 bewältigen.

Farnborough International Airshow eröffnet

0

Die Farnborough International Airshow wurde heute mit der britischen Premierministerin Theresa May eröffnet. Dabei wurden bereits Geschäfte in Höhe von über 46 Mrd. US-Dollar unterzeichnet. 2016 waren es auf der Airshow 23 Mrd. US-Dollar gewesen.

311 Zivilflugzeuge im Wert von 43,6 Mrd. US-Dollar wurden bestellt. Knapp drei Mrd. US-Dollar betragen die Geschäfte für Triebwerke. Zu Beginn der Farnborough International Airshow gibt es weltweit 14.327 Passagierflugzeuge in den Auftragsbüchern und damit soviele wie nie zuvor. Premierministerin Theresa May sagte bei der Eröffnung, die nur 37 Wochen vor dem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union (Brexit), stattfindet, es sei eine aufregende Zeit für die Luftfahrt. Der Markt habe nicht nur großes Wachstumspotenzial, auch fänden viele Entwicklungen statt, welche die Art, wie wir fliegen, verändern würden.

Gareth Rogers, Chief Executive der Farnborough International, sagte, man habe einen unglaublichen Start zu dieser Airshow erlebt, welche zudem das größte Ereignis dieser Art in Großbrittanien ist. Fast 100 Ländern sind in Farnborough vertreten. Premierministerin Theresa May spracht auch mit dem ESA-Astronauten Tim Peake, der sich in der Space Zone der Airshow befand.

ESA startet Ideenwettbewerb für neue Raumtransporter

Die ESA sucht wieder Ideen, wie der Raumtransport der Zukunft aussehen kann – sei es für Flüge in den Weltraum, im Weltraum oder zur Erde zurück. Alle Arten von Ideen können bei dem Wettbewerb eingereicht werden.

Dieser Ideenwettbewerb ist Ausdruck des Bestrebens der ESA, von der Industrie und von Einzelpersonen ausgehende offene Innovationen zu fördern, und zwar nicht nur im Raumfahrtsektor, um sicherzustellen, dass Europa die künftigen Herausforderungen meistern und neue Chancen nutzen kann.

Ergänzung des Technologie-Portfolios

Die ESA erwartet Vorschläge von Raumfahrt- und raumfahrtfremden Unternehmen, Start-ups, Universitäten und Institutionen, die auf Dienste für private Kunden und kommerziell rentable Geschäftsmodelle ausgerichtet sind und die bestehenden Programme und Tätigkeiten der ESA auf dem Gebiet des Raumtransports ergänzen würden. Die Bereitstellung neuer, erschwinglicher Weltraumtransportdienste wird neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen, dem öffentlichen Sektor in Europa zugutekommen und nicht zuletzt für mehr Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit sorgen.

Raumtransport hat viele praktische Anwendungen

Neue Weltraumdienste könnten beispielsweise kostengünstige Startdienste für leichte Satelliten in die niedrige Erdumlaufbahn beinhalten. Neue Dienste für Orbitalflüge und Flüge zurück zur Erde könnten sich auf Explorationsmissionen, Fracht- und Versorgungsflüge zwischen Erde und Mond, Logistikdienste im Weltraum oder orbitale Wartungsdienste erstrecken.

Bezüglich der technischen Reife der eingereichten Ideen werden keine Vorgaben gemacht, die Dienste sollen jedoch langfristig ausgerichtet sein, einen potenziell hohen Investitionsertrag aufweisen und auf einem Finanzierungsmodell mit Privatinvestitionen beruhen. Den Urhebern der Ideen eröffnet sich mit diesem Wettbewerb außerdem die Möglichkeit, herauszufinden, wie die ESA dazu beitragen kann, diese Ideen in voll einsatzfähige Raumtransportdienste zu verwandeln.

Ein Team aus Fachleuten der ESA wird auf alle zulassungsfähigen Ideen antworten, wobei die Urheber der vielversprechendsten Ideen eingeladen werden, um eingehender darüber zu beraten, wie ihre Idee in Form eines operationellen und kommerziell erfolgreichen Systems verwirklicht werden könnte. Darüber hinaus können maximal drei Bewerber einen Flug zum Europäischen Raumflughafen in Französisch-Guayana gewinnen, um dort bei einem Start live miterleben zu können, wie Europa seinen garantierten Zugang zum Weltraum in die Tat umsetzt.

Branche mit wachsender Privatwirtschaft

„Dadurch, dass die ESA die Bedeutung neuer Raumtransportdienste in Europa frühzeitig erkannt hat und auch in diese involviert ist, können wir im Zuge dieser neuen, von wachsendem privatwirtschaftlichen Engagement geprägten Ära der Raumfahrt dazu beitragen, ein Umfeld zu schaffen, das langfristig Erfolg, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit verspricht“, ergänzte der ESA-Direktor für Raumtransport, Daniel Neuenschwander.

Dieser Ideenwettbewerb ist ein erster Schritt, um vielversprechende Innovationen in Europa für neue, privat finanzierte, kundenorientierte kommerzielle Raumtransportdienste erfassen zu können. Darauf aufbauend wird die ESA entsprechende Unterstützungsmaßnahmen ausarbeiten und umsetzen, um diesen Ideen die notwendige Schubkraft zu verleihen. Abgabefrist ist der 14. September. Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb hat die ESA in einem Dokument (englisch) hier zur verfügung gestellt. Das Foto zeigt einen künstlerischen Entwurf der künftigen Ariane 6 mit Booster (A64).

Tankflugzeug KC-46 schließt Testflüge ab

Boeing hat bei seinem Tankerprogramm KC-46 für die Air Force die Testflugserie zur Zulassung abgeschlossen. Damit kann die Auslieferung beginnen. Neben den Prüfungen für die militärische Musterzulassung wurden auch Betankungen der Flugzeuge KC-135, F-16 und C-17 erfolgreich validiert.

Die Zulassung für die Empfangerflugzeuge starteten schon ab April vom Field in Seattle sowie der Edwards Air Force Base in Kalifornien. Das KC-46 Tankflugzeug operierte dazu in verschiedenen Höhen und bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Als Empfänger werden derzeit auch A-10 und KC-46 selbst getestet, die Abschließsende Zertifizierung von A-10, F/A-18, KC-46, F-15 und B-52 sollen noch vor dem Testen im Regelbetrieb abgeschlossen werden.

KC-46 als fliegende Tankstelle unterwegs

Der Fokus liege auf der Erteilung des Supplemental Type Certificate (STC) von der Behörde FAA (Federal Aviation Administration), und der militärischen Musterzulassung (MTC, Military Type Certification) durch die US Air Force, so Boeing. 3.300 Flugstunden haben die insgesamt sechs KC-46 bisher absolviert. Dabei haben schon F-16, F/A-18, AV-8B, C-17, A-10, KC-10 und KC-46 Im Flug Treibstoff erhalten. Die KC-46 ist vom kommerziellen Flugzeug Boeing 767 abgeleitet und wird in Everett gebaut. Die Vertrag für die ersten 34 von voraussichtlich bis zu 179 Tankflugzeuge wird zur Zeit vorbereitet.

H160 bei Airbus Helicopters in der Vorserie

0

Airbus Helicopters baut jetzt am ersten Vorserienmodell der neuen H160. Die Schwanzsektion ist das erste Großbauteil, das dazu im spanischen Albacete montiert wurde.

Die Produktion bei Airbus Helicopters läuft auch hier nach einer Bauteilspezialisierung nach Standorten. Die Sektion wurde bereits nach Donauwörth verbracht. Zehn H169 Hubschrauber sollen in der Vorserie produziert werden, um den industriellen Fertigungsprozess feinabstimmen zu können. Das Ziel im ausgereiften Produktionsprezess für die H160 liegt derzeit bei 40 Tagen.

Lufthansa: Leasing an Laudamotion gekündigt

0

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat heute im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Laudamotion durch Ryanair Vorwürfe gegen die Lufthansa Group erhoben, insbesondere was zu überstellende Flugzeuge nach der NIKI-Pleite. Die Behauptungen entbehrten jeder Grundlage, so Lufthansa.

Richtig ist, dass Lufthansa alle Auflagen der EU-Kommission bezüglich der geforderten Weitergabe von Flugzeugen des Typs Airbus A320 an Laudamotion vollständig erfüllt habe. Dies betrifft sowohl die Anzahl der Flugzeuge als auch die vertraglich vereinbarten Leasing-Konditionen.

Laudamotion: Leasing statt Kauf der Flugzeuge

Laudamotion wurden alle Flugzeuge, die von der EU-Derogation-Entscheidung erfasst waren, von Lufthansa zum Kauf angeboten. Dies hatte Laudamotion abgelehnt und ein Leasing der Flugzeuge vorgezogen. Laudamotion sei den vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen zuletzt zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen.

Da zum weiteren Wachstum auch bei der Eurowings aktuell Bedarf an Flugzeugen besteht, hat Lufthansa von ihrem mit Laudamotion für den Fall eines Vertragsverstoßes vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und die Leasingverträge für neun Flugzeuge aufgrund nicht erfolgter Zahlung gekündigt. Was das für den Flugbetrieb von Laudamotion bedeutet, ist noch nicht klar. Sollten Laudamotion die Flugzeuge tatsächlich entgehen, müsste Ryanair mit weiteren Maschinen als schon bisher einspringen, um nicht auch noch die Slots zu verlieren.

Airbus NFTS: Highspeed Datenlink für „Combat Cloud“

0

Airbus stellt auf der Farnborough International Airshow 2018 eine sicher vernetzte, luftgestützte militärische Kommunikationslösung vor: NFTS – Network for the Sky.

NFTS kombiniert verschiedene Kommunikationstechnologien zu einem gesicherten Mesh-Gesamtnetzwerk, wodurch Flugzeuge zum festen Bestandteil des mit High-Speed verbundenen Gefechtsfeldsystems werden. Flugzeugbauer Airbus nutzt dazu die Erfahrungen in den Bereichen Flugzeuge, Satelliten und sichere militärische Kommunikation um eine Kommunikationsnetzwerk-Lösung einzurichten, die Interoperabilität zwischen Flugzeugen, Satelliten, Kommandozentralen und mobilen Einheiten an Land oder auf See sicherstellt.

Flugzeug selbst Knoten des Netzwerkes

„Network for the Sky soll eine nahtlose Verbindung bieten, wie man es auch vom Mobiltelefon gewohnt ist, wenn dieses unbemerkt von einem Netzwerk in ein anderes oder von 4G zu WiFi wechselt. Zusätzlich jedoch mit der Zuverlässigkeit und den Cybersecurity-Standards militärischer Kommunikationslösungen, erklärt David Kingdon-Jones, Head of NFTS bei Airbus Defence and Space. „Der Unterschied ist, dass sich in der Luft nicht nur der Nutzer bewegt, sondern auch das Netzwerk, da die Flugzeuge selbst die Knotenpunkte dieses Netzwerks bilden. Aufgrund ihrer Eigengeschwindigkeiten haben zwei Flugzeuge nur wenige Sekunden Zeit, für den Einsatz wichtige Informationen auszutauschen.“

Derzeit sind einzelne Flugzeuge, unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles – UAV) und Hubschrauber immer noch über verschiedene Netzwerke mit eingeschränkter Interoperabilität und häufig geringer Sicherungsstufe verbunden. Die Bandbreite reicht zudem normalerweise nicht zum Transfer großer Datenvolumen aus. Zum Beispiel stellen in Kampfflugzeugen Link 16- und UHF/VHF-Kommunikationssysteme lediglich Datenübertragungsraten von wenigen kbit/s zur Verfügung, was im Prinzip für Sprachkommunikation und den Austausch von Standortkoordinaten vollkommen ausreicht.

NFTS soll verschiedene Technologien wie Satellitenverbindungen mit geostationären Konstellationen sowie mit Konstellationen in mittleren und niedrigen Erdumlaufbahnen, taktische Luft-Boden-, Boden-Luft- und Luft-Luft-Verbindungen, Sprachverbindungen, 5G-Mobilkommunikationszellen und Laserverbindungen in ein einziges, sicheres Gesamtnetz integrieren. Mit  NFTS wird auch eine neue Generation von Kommunikationsterminals und -antennen eingeführt, die perfekt in den Flugzeugrumpf integriert werden können. Sie können verschiedene Frequenzbänder verwalten. So lassen sich Verbindungen auch bei schnellen Flugmanövern aufrechterhalten.

„Combat Cloud“ und Datenlink für dynamischen Einsatzplan

Dieses intelligente Netzwerk kann jederzeit rekonfiguriert werden und priorisiert die jeweiligen Kommunikationen anhand von Datenfluss, Einsatzzielen und verfügbarer Bandbreite in den verschiedenen Verbindungen. Das Management nahtloser End-to-End-Verbindung wird somit für Nutzer transparent. Durch die gewährleistete Verbindung während der gesamten Dauer der Lufteinsätze stellt das Netzwerk die Informationsüberlegenheit sicher und verbessert die Multimissionsfähigkeiten von Flugzeugen. Missionsflugzeuge können in Echtzeit Applikationen und Daten, die an Bord gespeichert sind, über eine „Combat Cloud“ austauschen.

Dies eröffnet Möglichkeiten, Kampfflugzeuge und Hubschrauber während des Fluges vom Boden aus durch das Hochladen aktualisierter Einsatzpläne umzuleiten, um beispielsweise neue Ad-hoc-Ziele anzugreifen. Es soll zudem möglich sein, Flotten taktischer UAV-Schwärme zu steuern. In großer Flughöhe operierende Plattformen wie Zephyr sollen dauerhafte Kommunikationszellen mit einem Durchmesser von mehreren Hundert Kilometern bilden, um Kommunikationen zwischen Flugzeugen mittels Laserverbindungen des SpaceDataHighway von Airbus weiterzuleiten.

NFTS wird als modulare End-to-End-Lösung angeboten – die erste Ausbaustufe ist bereits verfügbar. Diese beinhaltet die Verwendung einer Reihe von Antennen mit der Fähigkeit, im Flug zwischen den Abtaststrahlen von Satelliten zu wechseln. Die Herstellung von Verbindungen über High-Speed-Satelliten in Flugzeugen soll dergestalt standardisiert werden. Somit können die V/UHF-Funkverbindungen und L16-Datenverbindungen via Relais zur Satellitenkommunikation von wenigen hundert Kilometern auf tausende von Kilometern erweitert werden.

Network for the Sky bildet die Grundlage für ein verbundenes luftgestütztes Gefechtsfeldsystem und soll bis 2020 voll einsatzfähig sein. Das NFTS-Programm ist Teil des „Future Air Power“-Projekts und ist aufs Engste mit der Entwicklung von Europas zukünftigem Luftkampfsystem (Future Combat Air System – FCAS) verbunden.

MTU Kanada: V2500 Shopvisit für IAE

0

Die MTU Maintenance Canada in Vancouver hat Ende Juni den ersten Shopvisit eines V2500 erfolgreich abgeschlossen und das Triebwerk in einer Feierstunde wieder an den Kunden IAE International Aero Engines AG (IAE) übergeben.

Die Überholung erfolgte im Rahmen einer im vergangenen Jahr abgeschlossenen Vereinbarung zwischen IAE und MTU, gemäß der die MTU Maintenance Canada MRO-Leistungen für V2500-Antriebe innerhalb des Kundendienstnetzes der IAE erbringen wird. Das V2500 kommt in Flugzeugen der A320ceo-Familie zum Einsatz.

V2500: Markt hat noch Potenzial

Die MTU Maintenance ist mit mehr als einem Drittel aller V2500-Shopvisits weltweit 2017 weltweit die Nummer eins bei der  Instandhaltung dieses Triebwerks, so MTU-Programmvorstand Michael Schreyögg. „Mit der Aufnahme dieses Antriebs in das Portfolio unserer kanadischen Tochter wollen wir unsere Marktposition stärken und weiter wachsen, wenn das MRO-Geschäft mit dem V2500 bis in die frühen 2020er Jahre noch Fahrt aufnimmt.“ Und Helmut Neuper, Geschäftsführer der MTU Maintenance Canada, ergänzt: „Die MTU hat in den Aufbau der neuen Instandhaltungslinie am Standort Richmond in British Columbia 17 Millionen kanadische Dollar investiert. Für dieses Jahr sind rund 25 V2500-Triebwerksüberholungen bei der MTU Maintenance Canada geplant, nächstes Jahr sollen es bis zu 40 Shopvisits werden.“

Die MTU Maintenance Canada ist die nordamerikanische Niederlassung im Netzwerk der MTU Maintenance, des weltweit größten unabhängigen Anbieters von Instandhaltungsdienstleistungen für zivile Luftfahrtantriebe. Das Unternehmen hat seinen Geschäftssitz in Richmond, British Columbia, in unmittelbarer Nähe des Vancouver International Airport und ist auf die Instandsetzung und Überholung von Triebwerken und Anbaugeräten spezialisiert. Außerdem werden dort Triebwerkstests durchgeführt. Der kanadische MTU-Standort hält das Triebwerk V2500 instand und verfügt über alle OEM-Lizenzen für die Instandhaltung der CF6-Triebwerkfamilie von GE Aviation sowie des CFM56 von CFMI.

Mehrheit an Laudamotion zu Ryanair – Widerstand von LH

0

Ryanair hat von der EU-Kommission den Genehmigung erhalten, 75 Prozent Anteile an der neue Laudamotion zu übernehmen. Ryanair hält bereits 24,9 Prozent an der noch neuen Low-Cost-Airline.

Laudamotion ist über die Pleite von airberlin und NIKI entstanden, wobei Niki Lauda wieder als Betreiber auftrat. Aus dem Nachlass wurden Slots, also Start- und Landeberechtigungen, sowie Flugzeuge übernommen. Ryanair wurde schnell mit an Bord geholt um die Vermarktung der Flüge aufzunehmen. Momentan sieht sich Ryanair, die damit erstmals Airbus einsetzen, unter Druck von Lufthansa.

Lufthansa hatte die größten Teile der airberlin übernommen und speist damit ihr Wachstum der Tochter Eurowings, die dringend Personal und Flugzeuge braucht. Der deutsche Branchenprimus versuche, Laudamotion auch der neun Flugzeuge von airberlin zu entledigen, die Lufthansa nach einer EU-Vorgabe an Laudamotion abtreten musste. Ryanair zählt aber noch weitere Angriffe auf: So seien nur neun statt elf Flugzeuge überhaupt übergeben worden. Dazu gab es Verspätungen, sodass Slots an Flughäfen in der Sommersaison 2018 nicht genutzt werden konnten. Ryanair halt mit einem Wetlease an zehn Boeing 737 aus, sonst hätte Laudamotion die Flotte von 19 Flugzeugen nicht aufstellen können. Das Wetlease, das Lufthansa erfuhr indem es die Airbus A320 von Laudamotion März bis Mai nutzte, belaufe sich auf 1,5 Mio. Euro, so Ryanair.

Airbus demonstriert neue A3R Luft-zu-Luft-Betankung

2

Airbus Defence and Space hat eine weitere Weltneuheit präsentiert – eine funktionierende automatische Luft-zu-Luft-Betankung mit einem großen Flugzeug, statt bisher nur an kleinen Jets.

Diese A3R-Betankung (Automatic Air-to-Air) war laut Airbus die erste dieser Art und wurde gemeinsam mit der Royal Australian Air Force (RAAF) durchgeführt, mit der Airbus die Technik entwickelte. Betankt wurde dabei eine KC-30A Multi Role Tanker Transport der RAAF, welche ebenso Airbus stammt. Dabei nimmt eine Kamera das Geschehen auf, eine Bildverarbeitung identifiziert die Objekte und steuert die Kontakte. Airbus führte so im Juni mit dem A310 in zwei Stunden sieben Tankkontakte durch.

A3R Betankung: Weniger Arbeit an Bord

Das automatische System reduziert die Arbeitslast bei der Betankung für den Treibstoffmast, was die Effizienz und Sicherheit des Verfahrens deutlich verbessert. Bisher war dafür allein der Air Refuelling Operator (ARO) zuständig. Dieser hat nun mehrere Optionen, den Teleskoparm im Mast mit der Treibstoffleitung zu steuern, etwa weiterhin manuell, mit automatischer Abstandshaltung oder vollautomatisch bis zum Kontakt mit der Auffangvorrichtung. Airbus will die Technik in ihrem Tankflugzeug, den auf dem A330 basierenden Multi Role Tanker Transport (A330 MRTT), integrieren.

Lawry Benier, Leiter des Geschwaders und Executive Officer der Entwicklungsabteilugn der RAAF ARDU, sagte, das Verfahren A3R stellt einen Mehrwert dar, weil es die Einsatzfähigkeit der KC-30A im Kampfraum erhöht. Das Bild zeigt den Erstkontakt des Demonstrators Airbus A310 MRTT mit der KC-30A mit einer Emulation dessen, was die Bildverarbeitung „sieht“.

Triebwerkswäsche mit Trockeneis bald als Produkt

Die Lufthansa Technik (LHT) hat ein weltweit einmaliges Verfahren zur Triebwerkswäsche mit CO2-Trockeneis entwickelt. Dazu wurden mehrere Patente angemeldet, so dass Cyclean Trockeneis nun zum Produkt fertigentwickelt werden kann.

Ab 2019 soll dieses ergänzend zur wasserbasierten Triebwerkswäsche Cyclean® eingesetzt werden. Bei der neuen Triebwerkswäsche werden wenige Millimeter große CO2-Tockeneispellets über eine mobile Strahlanlage in das Triebwerk eingebracht. Beim Aufprall auf die Bauteile setzen die Pellets kinetische Energie frei. Dadurch und durch den Kontakt mit den minus 78,5 Grad Celsius kalten Trockeneispellets werden die Verunreinigungen von den Bauteilen gelöst. Durch die Triebwerkswäsche mit Trockeneis aus CO2 will Lufthansa Technik seine führende Marktposition als Dienstleister für MRO auf dem Markt stärken.

Triebwerkswäsche mit Trockeneis in 30 Minuten

Das neue Verfahren hat viele Vorteile: Das CO2 ist ein Nebenprodukt aus der Rohölverarbeitung und der Düngemittelindustrie. Dadurch muss kein zusätzliches Kohlendioxid generiert werden. Und da die Pellets vollständig in den gasförmigen Zustand übergehen, entstehen keine Rückstände. Außerdem ist das Verfahren auch bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt anwendbar. Dadurch können Triebwerke an 365 Tagen im Jahr gewaschen werden, selbst in Permafrost-Regionen.

Die mobile Cyclean Trockeneis-Waschanlage ist auf einer Plattform mit omni-direktionalem Antrieb montiert. Eine höhenverstellbare Scherenhubbühne ermöglicht die schnelle und gründliche Reinigung aller Triebwerksmuster, unabhängig von ihrer Größe und Höhe. Da für die Reinigung kein Betriebsmittel am Triebwerk montiert wird und kein Triebwerks-Standlauf nach der Wäsche erforderlich ist, reduzieren sich die Prozess- und Bodenzeiten gegenüber herkömmlichen Triebwerkswäschen auf 30 Minuten.

Luftfahrt für Fraport AG zieht weiter an

0

Im Juni zählte der Flughafen Frankfurt rund 6,4 Millionen Passagiere, ein Plus von 9,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit 45.218 Starts und Landungen stieg die Zahl der Flugbewegungen um 8,9 Prozent, die Summe der Höchststartgewichte erhöhte sich um 5,5 Prozent auf etwa 2,8 Millionen Tonnen. Lediglich das Cargo-Aufkommen nahm leicht um 2,8 Prozent auf 182.911 Tonnen ab.

Im ersten Halbjahr verzeichnete der Flughafen Frankfurt ein Passagier-Plus von 9,1 Prozent auf rund 32,7 Millionen Fluggäste. Intensive Angebotsaufstockungen der Airlines, insbesondere im Europa-Verkehr, trieben das Wachstum voran. Die Zahl der Flugbewegungen steigerte sich um 8,6 Prozent auf 247.061 Starts und Landungen. Die Höchststartgewichte legten um 5,9 Prozent auf circa 15,3 Millionen Tonnen zu. Mit rund 1,1 Millionen Tonnen umgeschlagener Fracht und Post blieb das Cargo-Volumen auf Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent).

Fraport-Wachstum lokal und international

Die internationalen Beteiligungsflughäfen entwickelten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres durchweg positiv. Ljubljana in Slowenien verbuchte einen Anstieg von 15,0 Prozent auf 831.195 Passagiere (im Juni plus 13,3 Prozent auf 176.784 Fluggäste). Die beiden brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre erreichten gemeinsam eine Steigerung von 4,5 Prozent auf rund 6,9 Millionen Passagiere (im Juni plus 6,5 Prozent auf etwa 1,1 Millionen Fluggäste). Mit einem Wachstum von 11,0 Prozent zählten die 14 griechischen Flughäfen insgesamt circa 10,6 Millionen Passagiere (im Juni plus 10,9 Prozent auf rund 4,4 Millionen Fluggäste). Die drei verkehrsstärksten griechischen Flughäfen im ersten Halbjahr waren Thessaloniki mit rund 2,8 Millionen Fluggästen (plus 3,3 Prozent), Rhodos mit etwa 1,9 Millionen Passagieren (plus 10,3 Prozent), sowie Chania mit rund 1,2 Millionen Reisenden (minus 0,3 Prozent).

Das Fluggastaufkommen im peruanischen Lima steigerte sich um 9,8 Prozent auf etwa 10,6 Millionen Passagiere (im Juni plus 7,5 Prozent auf ungefähr 1,8 Millionen Fluggäste). Burgas und Varna in Bulgarien notierten zusammen ein Wachstum von 27,6 Prozent auf fast 1,7 Millionen Passagiere (im Juni plus 14,9 Prozent auf 979.593 Fluggäste). Die türkische Beteiligung in Antalya schloss die ersten sechs Monate mit annährend 12,3 Millionen Passagieren und einem Anstieg von 29,1 Prozent (im Juni plus 29,2 Prozent auf etwa 4,3 Millionen Fluggäste).

Der Flughafen in Hannover wuchs um 7,8 Prozent auf knapp 2,8 Millionen Passagiere (im Juni plus 10,2 Prozent auf 632.621 Fluggäste). Die Passagierzahl in St. Petersburg in Russland nahm um 11,3 Prozent auf fast 8,0 Millionen Fluggäste zu (im Juni plus 12,7 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fluggäste) und Xi’an in China zählte im ersten Halbjahr annähernd 21,6 Millionen Passagiere, ein Anstieg von 7,6 Prozent (im Juni plus 8,6 Prozent auf knapp 3,7 Millionen Fluggäste).

MC-21 fliegt in makelloser Optik

0

Der MC-21 flog nun erstmals im zivilen Anstrich eines Passagierflugzeugs. Der Flug dauerte 03:07 Stunden und begann am Werk von Irkutsk. Dabei wurden wieder Systemchecks durchgeführt und Korrekturen an den Parametern für die Fluggeschwindigkeit vorgenommen. Der russische Airliner erreichte nun eine Höhe von 9.000 Metern.

Erstmals erhielt das Flugzeug sein weißes Aussehen. Die Farbe Weiß soll dabei die Qualität und Genauigkeit der Rumpfteile und Verbindungen am Flugzeug deutlich machen. Die Teile stammen aus einer modernen, automatischen Assembly Line für den MC-21 (deutsch: MS-21), die auch eine digitalisierte Produktion entwickeln soll. Laserbasierte Messtechniken und Computersteuerung verhelfen den Teilen aus Verbundwerkstoffen in drei Dimensionen an die richtige Stelle. Damit werden die Rumpfteile mit minimalsten Fehlern aneinandergefügt. Das Testprogramm für den zweiten MC-21-300 läuft in den Werken von Irkutsk seit Mai 2018.

Air Malta steuert Hamburg direkt an

0

Air Malta kehrt zum Winterflugplan zum Hamburg Airport zurück: Ab dem 31. Oktober 2018 wird die Fluggesellschaft zunächst einmal pro Woche jeweils mittwochs die Insel Malta ansteuern, zum Sommer 2019 wird dann auf zwei wöchentliche Verbindungen erhöht.

Damit können Hamburger Passagiere nun auch im Winter direkt auf die Mittelmeerinsel fliegen. Air Malta hatte Hamburg bereits früher mit Malta verbunden, hatte sich im Jahr 2016 jedoch vorübergehend vom Hamburger Flughafen zurückgezogen. Geflogen wird die neue Strecke mit modernen Maschinen des Typs Airbus A320. Die Flüge mit Air Malta nach Malta sind sowohl im Pauschalreisepaket über den Reiseveranstalter FTI als auch im Einzelplatzverkauf ab sofort buchbar.

Der Inselstaat Malta liegt im Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika und besteht aus den Inseln Malta, Gozo, Comino sowie weiteren unbewohnten Kleinstinseln. Aufgrund des mediterranen Klimas ist Malta sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Urlaubs- und Kulturziel bei Touristen. Punkten kann das Archipel vor allem durch zahlreiche Buchten, die zum Baden, Wassersport und Schnorcheln einladen, sowie mit einer abwechslungsreichen Kultur, die gleichermaßen von den Römern, Mauren, Franzosen, Briten und dem Johanniterorden geprägt wurde und damit in Europa einzigartig ist. Valletta, die Hauptstadt der Insel Malta, gehört als gesamte Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe, außerdem ist Valletta Europäische Kulturhauptstadt 2018. Auch für Sprachreisen ist Malta ein beliebtes Ziel, denn neben Maltesisch ist auch Englisch Amtssprache auf der Mittelmeerinsel.

Boeing beginnt Bau der MH-47G Block II Chinook

Boeing liefert vier MH-47G Block II Chinook an die Spezialeinheiten der US-Army. Der Konzern hat dazu einen Auftrag über 139,8 Mio. US-Dollar erhalten.

Die Chinookserie mit Block II geht damit erstmals in die Produktion und soll bis Ende der 2020er Jahre laufen. Die US-Army hat bereits eine Flotte von 69 MH-47G Chinook. Für eben diese will Boeing die Block II-Konfiguration zudem als Upgrade entwickeln. Boeing bewirbt sich zudem mit einem modernen Chinook als neuen Schweren Transporthubschrauber für Deutschland.

LTH sucht mit Oerlikon additive Techniken für MRO

0

Oerlikon AM und Lufthansa Technik (LHT) werden gemeinsam replizierbare Prozesse und Standards der additiven Fertigung (AM) für Anwendungen zur Wartung, Reparatur und Überholung (Maintenance, Repair and Overhaul, MRO) von Flugzeugen entwickeln.

Additive Fertigung bzw. 3D-Druck gewinnt im Flugzeugbau und auch bei Triebwerken immer mehr an Bedeutung. Oerlikon ist ein führender Technologie- und Engineeringkonzern und will mit Lufthansa Technik stabile und wiederholbare Prozesse für die additive Fertigung (AM, additive manufacturing) in der Flugzeug-MRO-Branche zu erarbeiten. Die Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt zur Industrialisierung von AM in dieser Branche und soll mehr Flexibilität und Kosteneinsparungen in den Bereichen Fertigung, Beschaffung, Lagerhaltung und Supply-Chain-Management bringen. Oerlikon hat dazu mit LHT als einem führenden Anbieter von Wartungs-, Reparatur- und Überholungs-Dienstleistungen (MRO) für zivile Luftfahrzeuge, Triebwerke und Komponenten, diese Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet.

„Wir sind überzeugt, dass die umfassende Erfahrung von Oerlikon in der additiven Fertigung und in der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie unser bewährtes weltweites Know-how in Bezug auf integrierte Lösungen entlang der gesamten AM-Wertschöpfungskette für Lufthansa Technik von großem Nutzen sein werden“, so Dr. Roland Fischer, CEO des Oerlikon Konzerns. „Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Lufthansa Technik zu stärken und gemeinsam zuverlässige, replizierbare und qualitätsgesicherte Prozesse, Standards und Produkte für die additive Fertigung in der MRO-Branche zu entwickeln.“

3D-Druck in Deutschland und USA

„Lufthansa Technik ist in Bereichen wie 3D-Druck, Industrie 4.0 oder der sogenannten Kabine der Zukunft tätig“, erklärt Bernhard Krueger-Sprengel, Vice President Engine Services bei Lufthansa Technik. Mit Oerlikon AM sieht man die Chance, den Plan von Lufthansa Technik, weltweit lokale AM-Reparaturkapazitäten zu schaffen, schneller umsetzen zu können.

Oerlikon AM und Lufthansa Technik werden exemplarische Bauteilgeometrien aufbauen. Die Bauteile werden auf identischen Druckern an drei Standorten weltweit gedruckt: Oerlikon AM in Charlotte (North Carolina, USA), Oerlikon AM in Barleben (Deutschland) und Lufthansa Technik in Hamburg (Deutschland). Es werden die gleichen Prozessparameter und Pulverspezifikationen verwendet, um die Prozessreproduzierbarkeit nachzuvollziehen. Die Partnerschaft wurde für ein Jahr abgeschlossen. Sie kann auf andere Druckermodelle erweitert werden, wenn mehr Daten zu Fertigungsprozessen erhoben werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Oerlikon AM und Lufthansa Technik soll dazu beitragen, die Industrialisierung von AM voranzutreiben. Die Studienergebnisse werden den jeweiligen Industriegremien zur Verfügung gestellt, um die Festlegung von Standards für die Qualifizierung und Zulassung von Flugzeugkomponenten zu unterstützen.

Hannover: Neuer H145 Rettungshubschrauber

Am Mittwoch haben die Hannoveraner Luftretter in einer Feierstunde den neuen Hubschrauber der DRF Luftrettung vom Typ H145 geladenen Gästen aus Politik, Rettungswesen und langjähriger Förderer offiziell vorgestellt.

Hochmodern, leistungsstark und optimal für den Transport von Intensivpatienten und die Luftrettung bei Nacht geeignet – der neue „Christoph Niedersachsen“ ist ein Meilenstein für die Luftrettung in Hannover und der Region. „Immer wieder kommt es zu schrecklichen Unfällen und schweren Erkrankungen, bei denen jede Minute zählt, um Menschenleben retten zu können. Es ist daher unerlässlich, über eine möglichst moderne Technik in der Luftrettung zu verfügen“, so Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, bei der Vorstellung des Hubschraubers. Der neue Hubschrauber ist vor allem größer und schneller als sein Vorgänger und erleichtert somit die tägliche Arbeit der Piloten, Notärzte und Notfallsanitäter.

H145: Hubschrauber der neuesten Generation

Seit Mai ist der Hubschrauber der neuesten Generation im Dienst. Mit Hannover ist nun bereits die sechste 24-Stunden-Station der DRF Luftrettung mit diesem Maschinentyp ausgestattet. „Die Luftrettung gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin aktiv mitzugestalten und weiterzuentwickeln ist Teil unseres Selbstverständnisses. Wichtiger Bestandteil ist der Flottenwechsel, den wir kontinuierlich durchführen“, betonte Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. „Wir wollen die Qualität unserer Patientenversorgung stetig verbessern und unsere Einsätze mit höchsten Ansprüchen an die Sicherheit durchführen. Stichworte sind hier Motivation, Erfahrung und Technik. Wir freuen uns, hier in Hannover den derzeit modernsten Hubschrauber in der zivilen Luftrettung als neuen Christoph Niedersachsen offiziell begrüßen zu dürfen.“

Die H145 ist das Nachfolgemodell der bisherigen Einsatzmaschine EC 145 und zeichnet sich vor allem durch eine größere Reichweite und ein innovatives digitales Glascockpit aus, das auf großformatigen Displays dem Piloten die aktuell benötigten Flugdaten – beispielsweise Informationen zu den Triebwerken, zur Fluglage oder zum Wetter – anzeigt. Ein Vierachsen-Autopilot, eine verbesserte satellitengestützte Navigation und ein Anti-Kollisions-System bringen zudem Entlastung für den Piloten, was zu einem noch höheren Maß an Sicherheit für die oft lebensrettenden Einsätze von „Christoph Niedersachsen“ führt.

Auffälliges Merkmal der neuen Maschine ist der sogenannten Fenestron, ein ummantelter Heckrotor, der den Hubschrauber leiser macht, besser vor Beschädigung schützt und zugleich den Rettungskräften am Boden mehr Sicherheit bietet. Auch die Kabine verfügt über mehr Platz und drehbare Sitze für die Besatzung, und damit über noch bessere Bedingungen insbesondere für medizinisch anspruchsvolle Einsätze wie Transporte von Neugeborenen im sogenannten Inkubator, dem „Brutkasten“, in die am besten geeignete Klinik.

Doch das modernste Rettungsmittel ist wirkungslos ohne eine professionelle und hochqualifizierte Besatzung. Die Notärzte der Medizinischen Hochschule Hannover bilden seit Jahren, 24-Stunden täglich, eine Einheit mit den Piloten und Notfallsanitätern der DRF Luftrettung an Bord von „Christoph Niedersachsen“. Prof. Dr. Benno Ure, Direktor des Zentrums Kinderchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover – einst selbst fünf Jahre als Hubschraubernotarzt tätig – verwies in seinem Grußwort auf die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit mit der DRF Luftrettung und schilderte anhand realer Einsätze, wie unersetzlich die Hilfe der Luftretter sein kann. Die leitende Besatzung des Hannoveraner Hubschraubers gab den Anwesenden im Anschluss einen ausführlichen Einblick in die neue Maschine.

Luftrettung 60 km um Hannover

„Christoph Niedersachsen“ wird für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken und als schneller Notarztzubringer bei Notfällen alarmiert. Der Intensivtransporthubschrauber kann täglich rund um die Uhr alarmiert werden. Nachts sind zwei Piloten im Einsatz. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Besatzungen in maximal 15 Flugminuten. Auf dem Gruppenbild: Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung (3.v.l.), Minister Boris Pistorius (4.v.l.), und Prof. Dr. Benno Ure, von der Medizinischen Hochschule Hannover (5.v.l.) und der Besatzung von Christoph Niedersachsen (außen). Der Innenmininster wirft auch einen intensiven Blick auf die medizinische Ausstattung von Christoph Niedersachsen.

Aviation Management: Studium am Bodensee Airport

0

Wer ein englischsprachiges betriebswirtschaftliches Studium mit vertieftem Wissen über die Zusammenhänge der Luftverkehrsbranche verbinden möchte, kann dies künftig in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Friedrichshafen umsetzen.

Der Studiengang „Aviation Management“ wird an der Hochschule Worms (University of Applied Sciences) bereits seit acht Jahren angeboten. Ziel ist es, die Studierenden während des siebensemestrigen Studiums auf einen Einstieg in Fach- und Führungsfunktionen bei Unternehmen und Institutionen der Luftverkehrsbranche vorzubereiten. Dieser Bachelor-Studiengang wird auch als Studium im Praxisverbund mit einem Kooperationspartner angeboten. Dafür konnten neben Konzernen wie Emirates, Lufthansa oder Fedex auch Flughäfen, weitere Fluggesellschaften, Vertriebsspezialisten und die Deutsche Flugsicherung (DFS) gewonnen werden. Erstmals ist nun auch der Flughafen Friedrichshafen dabei.

Praxisnahes Studium für beide ein Gewinn

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH: „Damit schaffen wir die Möglichkeit, dass am Luftverkehr Interessierte ihre im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse bei uns in die Praxis umsetzen können. Zusätzlich werden wir auch in weiteren luftverkehrsaffinen Berufsbildern künftig Ausbildungsplätze anbieten. Das hat einen doppelten Effekt: wir investieren damit in die Zukunft unseres Unternehmens, indem wir qualifizierte Nachwuchskräfte bekommen und in die Zukunft unseres Nachwuchses, der damit in einem spannenden und zukunftsträchtigen Umfeld die Chance zu einem qualifizierten Einstieg bekommt.“

Claus-Dieter Wehr stellt mit Mike Ruff nun den ersten Studierenden vor, der im Februar 2019 sein Studium aufnehmen wird. Nach einem Praktikum in der Marketing-Abteilung des Airports sammelt er derzeit bereits weitere Praxiserfahrung bei verschiedensten operativen Flughafentätigkeiten. Auf den Fotos: Investition in die Zukunft des Bodensee-Airport Friedrichshafen – langfristige Kooperation mit der Hochschule Worms im Bachelor-Studiengang „Aviation Management“; (v.l.n.r.): Claus-Dieter Wehr (Geschäftsführerer Flughafen Friedrichshafen GmbH) und Mike Ruff (dualer Student am Flughafen Friedrichshafen).

Airbus mit moderner Technik auf der Farnborough Air Show

Airbus SE wird auf der Farnborough International Airshow 2018 mit einem breiten Spektrum an Produkten und Dienstleistungen präsent sein, welche die Anwort auf aktuelle und künftige Anforderungen der Luft- und Raumfahrtindustrie widerspiegeln. Die Farnborough International Airshow findet vom 16. bis 22. Juli statt.

Auf dem Freigelände und im Flugprogramm wird Airbus seine Palette an modernen zivilen Flugzeugen mit 100 bis über 600 Sitzen präsentieren. Gezeigt werden ein Testflugzeug und ein Flugzeug vom Typ airBaltic A220-300, das zusammen mit der kleineren A220-100 das neueste Mitglied der Single-Aisle-Familie von Airbus darstellt – ein Ergebnis der kürzlich geschlossenen Vereinbarung über eine Mehrheitsbeteiligung am Flugzeugprogramm für 100-150-Sitzer von Bombardier.

A220 mit neuem Großauftrag

Bei der Namensvorstellung der neuen Familie wurde auch eine  Grundsatzvereinbarung über den Kauf von 60 Airbus A220 mit JetBlue unterzeichnet. Mit diesem Festauftrag für das größere A220-300-Modell wird JetBlue zum Erstkunden der A220 nach ihrem Markenwechsel. Die A321neo- und A220-Jets für JetBlue (im Bild) erhalten GTF-Triebwerke von Pratt & Whitney.

Die Modelle sprechen den weltweiten Markt für kleinere Single-Aisle-Flugzeuge an. Der Bedarf an solchen Flugzeugen in den nächsten 20 Jahren wird auf rund 6.000 Stück geschätzt. Airbus fertigt, vermarktet und unterstützt die A220-Flugzeuge im Rahmen der kürzlich abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung für die CSALP (C Series Aircraft Limited Partnership).

A350-1000 mit Flugvorführung

Am Mittwoch wird auf der Luftfahrtmesse auch eine A321neo präsentiert. Die neuesten Modelle der Airbus-Großraumflugzeuge, die A330-900neo und die A350-1000, werden erstmals an den Flugvorführungen in Farnborough teilnehmen. Die A330neo, die sich durch neue Flügel und Triebwerke der neuen Generation auszeichnet, soll 2018 in Dienst gestellt werden. Die A350-1000 bietet die neuesten Errungenschaften in den Bereichen Aerodynamik und fortschrittliche Technologien und sorgt für eine überragende Effizienz auf Langstreckenflügen.

Eine A330-900neo des Erstkunden TAP Air Portugal und eine A350-1000 des Erstbetreibers Qatar Airways werden ebenfalls auf dem Freigelände ausgestellt. In der zweiten Wochenhälfte wird eine Hi Fly A380 präsentiert, die das größte Verkehrsflugzeug des Airbus-Portfolios darstellt. Sie verdeutlicht die Flexibilität doppelstöckiger Flugzeuge.

Hubschrauber: Steuerung am Boden

Airbus Helicopters wird seine marktführenden Produkte und Fähigkeiten präsentieren und seine Forschung und Entwicklung im Bereich unbemannte Lösungen vorstellen. Im Freigelände wird ein einmotoriger Hubschrauber vom Typ H125 ausgestellt, der mit speziellen Sensoren und einem Telemetrie-Kit ausgestattet ist, mit deren Hilfe sich die Leistung des Piloten und des Luftfahrzeugs zu Trainingszwecken in Echtzeit zum Boden übertragen lassen.

Das Luftfahrzeug soll während der Airshow an QinetiQ übergeben werden und in der Testpilotenschule „Empire Test Pilots‘ School“ in Großbritannien zum Einsatz kommen. Die Besucher der Farnborough Airshow können zudem ein 1:1-Modell der Hubschrauberdrohne VSR700 besichtigen, die Marineschiffen eine Überwachungsfähigkeit über den Horizont hinaus bereitstellt.

Militärische und Datensysteme von Airbus

Airbus Defence and Space wird seine umfangreiche Produktpalette aus den Bereichen Militärflugzeuge, Raumfahrtsysteme, sichere Kommunikation und unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) präsentieren. Ein A400M-Militärtransporter in den Farben der britischen Royal Air Force wird an den Flugvorführungen teilnehmen und ist zudem auf dem Freigelände zu sehen. Die mit neuester Technologie ausgestattete A400M ist für strategische und taktische Transporteinsätze sowie für die Luftbetankung ausgelegt. Ebenfalls ausgestellt ist Zephyr, das weltweit führende solargetriebene unbemannte Fluggerät in der Stratosphäre. Das Solarflugzeug von Airbus verbindet die Vorteile eines Satelliten mit der Flexibilität und Einsatzdauer eines unbemannten Luftfahrzeugs.

In einer der interaktiven „Bubble“-Displays im Airbus-Pavillon wird das Unternehmen seine weltweit führenden Fähigkeiten in den Bereichen sichere Kommunikationsnetze und Cybersicherheit vorstellen. Raumfahrt-Know-how wird ein wichtiges Thema sein, darunter das Umweltüberwachungsprogramm Copernicus, für das Airbus Sentinel-Satelliten entwickelt und fertigt. In der „Space Zone“ wird Airbus den auf einer simulierten Marsoberfläche fahrenden Prototyp des ExoMars-Rovers ausstellen. Die luftgestützte Kommunikationslösung „Network for the Sky“ wird ebenfalls erstmals präsentiert.

Die interaktiven „Bubble“-Displays im Pavillon zeigen vier große Airbus-Schlüsselthemen anhand der Darstellung bestimmter zugehöriger Tätigkeiten. Die „Future of Flight“-Präsentation verdeutlicht, wie Airbus sein Portfolio weiter verbessert und die Zukunft der Mobilität verändert. Dazu gehören Flugzeuge wie die Single-Aisle-A321LR für neue Langstreckenmärkte, der H160-Hubschrauber und Initiativen zur Mobilität im städtischen Luftraum wie Vahana und CityAirbus. Das „Secure World“-Display zeigt die Vision von Airbus im Bereich Verteidigung und Sicherheit, einschließlich der „Future

Air Power“-Familie von verbundenen Systemen als Antwort auf die Bedrohungen von morgen. Das „From Data to Insight“-Display macht deutlich, wie Airbus mit Hilfe von Digitalisierungsinitiativen, wie zum Beispiel der Datenplattform Skywise, die Stärke von Daten nutzt. Ein anderer Ausstellungsbereich zeigt, wie sich Airbus dafür engagiert, eine nachhaltige Zukunft mit seinen wichtigen Partnern und Stakeholdern zu gestalten. Zu den vorgestellten Projekten gehört das im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Clean Sky durchgeführte Laminarflügel-Demonstratorprogramm Blade. Als zweitgrößter Lieferant für die Royal Air Force und größter Lieferant von Großflugzeugen zeigt Airbus zudem seine starke Unterstützung anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der britischen Luftwaffe.

HTS aus Dresden jetzt Ruag Space Germany

0

Heute wurde die Umbenennung des Raumfahrtzulieferers Hoch Technologie Systeme (HTS) in Ruag Space Germany gefeiert. Repräsentanten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie des sächsischen Wirtschaftsministeriums nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Mit diesem Schritt reflektiert sich die enge Zusammenarbeit des deutschen Raumfahrtstandorts mit den Teams in Zürich und weiteren Ruag Space Standorten nun auch im Namen. Der größte unabhängige Raumfahrtzulieferer in Europa stärkt seinen Standort in Dresden. Nach der Übernahme der HTS GmbH im Sommer 2016 wurde das Unternehmen nun in Ruag Space Germany umfirmiert. „Deutschland ist die zweitgrößte europäische Raumfahrtnation und wir sind stolz darauf, zu diesem Erfolg beizutragen. Das Raumfahrtgeschäft ist ein strategischer Schwerpunkt für Ruag – hier möchten wir auch künftig weiterwachsen, in der Schweiz und international,“ betont Urs Breitmeier, CEO Ruag Konzern.

Bei der feierlichen Umbenennung am 11. Juli waren unter den 50 Teilnehmern und Mitarbeitern des Standorts auch Dr. Ing. Walther Pelzer, Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, sowie Barbara Meyer, Abteilungsleiterin Industrie, Mittelstand und Innovation im sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr dabei. Ruag CEO Urs Breitmeier eröffnete die Feierlichkeiten.

Sachsen im Weltraum

Mehr als 20 Jahre an spezialisierter Erfahrung mit Raumfahrt-Mechanismen bringt HTS mit – die meisten davon unter Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtzulieferer Ruag Space. Ruag Space war mehr als ein Jahrzehnt an HTS beteiligt, bevor das sächsische Unternehmen im Sommer 2016 vollständig übernommen wurde. 2017 eröffnete das Unternehmen in Coswig seinen neuen Reinraum und gewann einen Grossauftrag: Als Teil eines Konsortiums wird es nun Mechanismen für das EU-Projekt Large European Antenna, die erste faltbare Grossantenne aus europäischer Produktion, beisteuern.

Ruag ist in Deutschland mit allen fünf Divisionen an gesamthaft acht Standorten (Oberpfaffenhofen, Fürth, Wedel, Dresden, Hallbergmoos, Kassel, Lichtenau und Sulzbach-Rosenberg) mit Entwicklungs- und Produktionsstandorten vertreten. An diesen Standorten arbeiten rund 2.700 Mitarbeitende.

Feier Umbenennung HTS in Ruag Space Germany – auf dem Foto (v.l.n.r): Patrick Houghton, General Manager Ruag Space Germany; Urs Breitmeier, CEO Ruag; Barbara Meyer, Abteilungsleiterin Industrie, Mittelstand und Innovation, Sächsisches Ministerium für Luft- und Raumfahrt; Dr. Walther Pelzer, Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Dr. Peter Guggenbach, CEO Ruag Space.

Passagierzahlen der Flughafengruppe Wien im Plus

Im Juni 2018 stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) um 9,3 Prozent auf 3,2 Mio. Reisende. Kumuliert von Januar bis Juni 2018 nahm das Passagieraufkommen um 7,6 Prozent auf 15,1 Mio. Reisende zu.

Ein starkes Passagierplus gab es im Juni 2018 für den Flughafen Malta mit einem Zuwachs um 14,6 Prozent. Auch in Kosice gab es einen Anstieg um 12,1 Prozent. Der Standort Flughafen Wien entwickelte sich mit einem Passagierplus von 5,5 Prozent von Januar bis Juni 2018 ebenfalls sehr positiv.

Flughafen Wien im Juni 2018: +7,9 Prozent

Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Juni um 7,9 Prozent gegenüber dem Juni des Vorjahres auf 2.494.749 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm um 8,5 Prozent zu, die Anzahl der Transferpassagiere stieg um 6,7 Prozent an. Mit 97.845 Passagieren am 29. Juni 2018 konnte dabei auch der passagiers tärkste Tag in der Geschichte des Airports verzeichnet werden (bisher: 27. April 2018 mit 92.605 Passagieren). Die Flugbewegungen legten im Juni 2018 um 5,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ebenfalls zu. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien einen Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Osteuropa stieg im Juni 2018 um 5,2 Prozent. Westeuropa verzeichnete ein Plus von 5,7 Prozent. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten legte im Juni 2018 mit +41,9 Prozent stark zu, jenes in den Nahen und Mittleren Osten stieg um 5,7 Prozent. Nach Nordamerika stieg das Passagieraufkommen um 3,6 Prozent, nach Afrika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem Zuwachs um 37,8 Prozent deutlich positiv.

Norwegian bleibt für CFM56-7B bei LHT in Hamburg

Lufthansa Technik und die Norwegian Air Shuttle Group haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Danach wollen die Unternehmen einen bestehenden Vertrag über eine umfassende Triebwerksinstandhaltung (Total Engine Support, TES®) vorzeitig verlängern.

Im Rahmen des erweiterten Vertrags stellt Lufthansa Technik für Norwegian auch das Leasing von Ersatztriebwerken sicher, damit diese auch in Spitzenzeiten des Überholungsprogramms verfügbar sind. Der Vertrag beinhaltet darüber hinaus den regelmäßigen Einsatz der von Lufthansa Technik entwickelten Triebwerkswäsche Cyclean® sowie Vor-Ort-Services wie den Einsatz des tragbaren Spürgeräts aerotracer.

Boeing 737-800 in Obhut

Lufthansa Technik übernimmt im Rahmen der Vereinbarung die Rundumversorgung der CFM56-7B-Triebwerke der Boeing 737-800 Flotte der Airline. Aktuell umfasst die Norwegian-Flotte 115 Flugzeuge dieses Typs. Laut Absichtserklärung wird Lufthansa Technik alle geplanten und ungeplanten Werkstattdurchläufe der nächsten fünf Jahre in ihrem hochspezialisierten CFM56-Triebwerksshop in Hamburg ausführen.

Lufthansa Technik ist seit der Flotteneinführung der Boeing 737-800 im Jahr 2008 für die Instandhaltung der CFM56-7B-Triebwerke von Norwegian verantwortlich. Neben dem aktuellen Triebwerksvertrag unterstützt Lufthansa Technik die Boeing 737-800-Flotte der Norwegian Gruppe mit einer Reihe weiterer Dienstleistungen. Dazu gehört auch eine umfangreiche Flugzeugüberholung.

A220: Airbus integriert Airliner von Bombardier

A220, so heißt die neue Flugzeugfamilie, die aus der Mehrheitsübernahme des kanadischen Flugzeugs der C-Serie von Bombardier durch Airbus vom europäischen Hersteller nun vermarktet und gebaut wird. Dies teilte Airbus an seinem Henri-Ziegler Delivery Centre nahe Toulouse mit.

Gleichzeitig wurde der erste A220-300 mit der entsprechenden Bennung nach der Landung aus der Lackiererei und in den Farben von Airbus der Öffentlichkeit vorgestellt. Die als CS100 und CS300 bereits im Liniendienst befindlichen und vom kanadischen Flugzeugbauer Bombardier entwickelten Flugzeuge werden damit zu Airbus A220-100 und A220-300. Die Maschinen zielen auf das Segment von 100 bis 150 Sitzen und ergänzen bei das Portfolio an Passagierflugzuegn nach unten, unterhalb der A320, die gerade als neos eine neue Generation einleiten.

CSeries alias A220: Unter den Fittichen von Airbus

Bombardier hatte die Flugzeuge der CSeries völlig neu entwickelt und wollte damit den Markt der Airliner mit Standardrumpf aufmischen. Doch die Verkäufe liefen nur schleppend an, sodass für die Kanadier das Programm zum Problem wurde. Nach einigem Hin und Her entschloss sich Airbus, eine Mehrheit zu übernehmen und integriert das Muster in seine weltweite Vertriebs- und Produktionsstruktur. Die CS werden damit zur Familie A220 und sollen unter anderem im neuen Werk Mobile, USA gefertigt werden. Die Flugzeuge sind ähnlich wie die A320neo aus leichten Verbundwerkstoffen hergestellt und werden mit modernen, sparsameren Triebwerken ausgestattet.

Airlines der Lufthansa mit zweistelligem Passagierplus

Im Juni 2018 haben die Airlines der Lufthansa Group rund 13,3 Millionen Fluggäste an Bord ihrer Flugzeuge begrüßt. Dies entspricht einer Steigerung von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die angebotenen Sitzkilometer lagen um 8,3 Prozent über dem Vorjahr, gleichzeitig konnte der Absatz um 9,3 Prozent gesteigert werden.

Daraus ergibt sich ein Sitzladefaktor, der mit 83,5 Prozent um 0,8 Prozentpunkte höher ausfällt als im Juni 2017. Insgesamt haben die Airlines der Lufthansa Group im ersten Halbjahr 2018 rund 66,9 Millionen Fluggäste befördert – so viele wie nie zuvor. Dabei wurde eine Auslastung von 79,8 Prozent erreicht. Auch dies ist ein historischer Höchststand für das erste Halbjahr. Das Frachtangebot lag im Juni um 5,2 Prozent über dem Vorjahr, die abgesetzten Tonnenkilometer um 0,6 Prozent niedriger. Daraus ergibt sich ein um 3,8 Prozentpunkte niedriger Nutzladefaktor von 65 Prozent.

Airlines für Netzwerkverkehr

Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben im Juni ins-gesamt rund 9,7 Millionen Fluggäste befördert und damit 11,1 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Das Angebot in Sitzkilometern wurde im Juni um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Der Absatz stieg im gleichen Zeitraum um 6,8 Prozent. Damit erhöhte sich der Sitzladefaktor um 0,8 Prozent-punkte auf 84 Prozent.

Besonders stark gewachsen sind die Netzwerk-Airlines am Drehkreuz Zürich, wo die Zahl der Fluggäste gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,2 Prozent gestiegen ist, gefolgt von München (+14,3 Prozent) und Wien (+10,1 Prozent). In Frankfurt betrug das Passagierwachstum 6,1 Prozent. Auch das zugrunde liegende Angebot (an sogenannten Sitzkilometern) wurde unterschiedlich stark erhöht: in München um 12,5 Prozent, in Zürich um 8,4 Prozent, in Wien um 7,7 Prozent und in Frankfurt um 1,6 Prozent.

Lufthansa selbst hat im Juni rund 6,5 Millionen Fluggäste in ihren Flugzeugen befördert und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einem im Juni um 4,7 Prozent höherem Angebot an Sitzkilometern stand ein um 4,9 Prozent höherer Absatz gegenüber. Der Sitzladefaktor lag mit 84,1 Prozent um 0,1 Prozentpunkt über dem des Vorjahresmonats.

Eurowings Group

Die Eurowings Group hat mit den Airlines Eurowings (inklusive Germanwings) und Brussels Airlines im Juni rund 3,6 Millionen Fluggäste befördert, davon rund 3,3 Millionen auf Kurzstreckenflügen und 269.000 auf Langstreckenflügen. Dies entspricht einer Steigerung von 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einem im Juni um 20,8 Prozent erhöhten Angebot stand ein um 22 Prozent erhöhter Absatz gegenüber, woraus sich ein um 0,8 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor von 81,7 Prozent ergibt.

Auf der Kurzstrecke wurden im Juni die angebotenen Sitzkilometer um 14 Prozent erhöht, die verkauften Sitzkilometer stiegen im gleichen Zeitraum um 17,8 Prozent. Daraus ergibt sich auf diesen Flügen ein um 2,7 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor als im Juni 2017 von 83,6 Prozent. Auf der Langstrecke ist der Sitzladefaktor im selben Zeitraum um 3,1 Prozentpunkte auf 77,7 Prozent gesunken. Hier stand einem um 37,8 Prozent erhöhten Angebot ein um 32,5 Prozent gestiegener Absatz gegenüber.

Piloten machen Ryanair Druck

Die Ryanair Transnational Pilot’s Group (RTPG) fordert Ryanair auf, einen adäquaten Rahmen für die Verhandlungen der einzelnen europäischen Gewerkschaften zu gewährleisten und adressiert netzwerkweite Themen, die Gegenstand der Verhandlungen sein müssen.

Dazu gehören etwas das Recht, Repräsentanten für die Verhandlungen zu bestimmen und genügend Zeit für diese, um Verhandlungen durchzuführen. Auch sollten Piloten nach Verträge nach den Gesetzen in den Ländern, in denen sie stationiert sind, erhalten sowie entsprechende National Collective Labour Agreements (CLA).

Die RTPG wurde im März dieses Jahr gegründet, um Regelungen, die alle europäischen Ryanairpiloten betreffen, einheitlich zu verhandeln. Die Vereinigung Cockpit (VC) gehört zu den Gründungsmitgliedern und unterstützt die Koordination der Tarifverhandlungen auf europäischer Ebene. Das Dokument zu den Forderungen gibt es als PDF hier.

FLIO Flughafen-App jetzt mit Hamburg

Hamburg Airport ist ab sofort mit seinem vollen Angebot in der Airport-App FLIO vertreten. Dadurch werden den App-Nutzen umfangreiche Vorteile geboten: So können die Passagiere über FLIO beispielsweise den Eintritt zur Flughafen-Lounge buchen, Parkplätze reservieren oder exklusive Angebote für Shops und Gastronomie am Airport einlösen.

Die App ist kostenlos für mobile Geräte mit Android und iOS verfügbar. Passagiere können über die App können ihre Flugpläne prüfen, Lagepläne des Flughafens einsehen und weitere wichtige Informationen rund um Hamburg Airport erhalten. Aber auch zu Shops und Gastronomiebetrieben erfährt man von Aktionen und Angeboten und Parkplätze oder Lounge-Zugänge können schnell und bequem gebucht werden.

FLIO für iOS und Android

Das vom Hamburger Seriengründer Stephan Uhrenbacher gegründete Startup FLIO ist weltweit die am meisten genutzte Airport-App. FLIO vereint Informationen von rund 3.000 Flughäfen weltweit in einer einzigen App und ist Kooperationspartner vieler Flughäfen sowie Airlines. FLIO ist kostenlos im Google Play Store sowie im Apple App Store für iPhone zum Download verfügbar. Auf dem Foto: Julian Felke (links), Leiter digitale Geschäftsfeldentwicklung am Hamburg Airport, und Tom Reiter (rechts), COO bei FLIO, freuen sich über den Start der gemeinsamen Kooperation.

Airportparty zum WM-Finale in München

Zum Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland schmeißt der Flughafen München noch einmal eine Feier: Am Sonntag, 15. Juli 2018, steigt ab 15:00 Uhr das große Fest zum WM-Finale. Der Eintritt ist frei.

In der überdachten „Public Viewing Arena“ im MAC-Forum zwischen Terminal 1 und 2 können bis zu 2.000 Fußball-Fans das Spiel auf einer 40 Quadratmeter großen LED-Wand mitverfolgen. Auch das Rahmenprogramm verspricht erstklassige Unterhaltung: Der Stadion-DJ der Nationalmannschaft, Sebastian Schäch sowie Moderator Stephan Hacker sorgen mit Gewinnspielen, Musik und Talk für beste Arena-Atmosphäre. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Das Stadion-Bier „Fliegerquell“ kommt aus dem „Airbräu“, der eigenen Flughafen-Brauerei. Einlass ist um 15:00 Uhr. Ab 16:00 Uhr beginnt das Rahmenprogramm bis zum Anpfiff um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Besucher des Public Viewings parken bis zu fünf Stunden kostenlos im nahen Parkhaus P20.

Austrian gewinnt zur Ausbau der Kapazitäten

Im Zeitraum Januar bis Juni 2018 hat Austrian Airlines in Summe knapp 6,4 Millionen Passagiere befördert. Das entspricht einer Steigerung von rund 600.000 Passagieren oder 9,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Neben Wachstum im Continental-Verkehr brachte die Einflottung einer weiteren B777 ein zusätzliches Passagierplus.

Das Angebot gemessen in angebotenen Sitzkilometern (ASK) wurde um 4,9 Prozent auf knapp 12,9 Mrd. erhöht. In Summe verkaufte Austrian über 9,8 Mrd. Sitzkilometer (RPK), was einer Steigerung um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Auslastung ist um 2,3 Prozentpunkte auf 75,8 Prozent gestiegen. Die zusätzliche B777 half, die Passagierzahlen im Juni kräftig zu steigern. Neben einer erfreulichen Kontinentalentwicklung konnte auch der Interkontinentalverkehr, zum Beispiel mit der Wiederaufnahme von Tokio, zulegen.

Auslastung  bei Austrian Airlines stieg

Der positive Trend bei den Passagierzahlen gilt auch für den Einzelmonat Juni 2018: Der rot-weiß-rote Carrier beförderte rund 1,4 Millionen Passagiere. Das entspricht einem Wachstum von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Angebot, gemessen in angebotenen Sitzkilometern (ASK), wurde um 7,7 Prozent auf 2,7 Mrd. erhöht. Die verkauften Sitzkilometer (RPK) sind um 11,9 Prozent auf knapp 2,2 Mrd. gestiegen. Die Auslastung der Flüge (Sitzladefaktor) lag im Durchschnitt bei 81,5 Prozent, ein Anstieg um 3,1 Prozentpunkte gegenüber Juni 2017. Die Anzahl der Flüge wurde im Juni 2018 im Vergleich zum Juni des Vorjahres um 6 Prozent auf 13.979 Flüge erhöht.