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Hinweise zu airberlins Ägypten-Flügen: Vorerst keine Buchungen

airberlin nimmt bis einschließlich 15. September 2013 keine Neubuchungen für Flüge nach Ägypten mehr an. Damit reagiert die Fluggesellschaft auf die Einschätzung des Auswärtigen Amts zur Sicherheitslage in dem nordafrikanischen Land.

Darin heißt es: "Aufgrund der aktuellen Lage und der Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen wird von Reisen nach Ägypten derzeit abgeraten." airberlin steht im engen Austausch mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, den Reiseveranstaltern und den Partnern vor Ort und beobachtet die Lage genau.

Die Flüge von und nach Ägypten werden nach derzeitigem Stand planmäßig durchgeführt. Das Ägypten-Angebot von airberlin umfasst Ziele in den Baderegionen am Roten Meer mit Flügen von und nach Hurghada, Marsa Alam und Sharm el Sheikh.

Alle Gäste, die für den Reisezeitraum bis einschließlich 15. September 2013 einen Flug nach Ägypten gebucht haben, können diesen kostenfrei auf andere airberlin Destinationen umbuchen. Das neue Abflugdatum kann bis 31. Oktober 2013 gewählt werden. Fluggäste sollen sich für Umbuchungen bitte an das airberlin Service Center wenden. Gäste, deren Flug Teil einer Pauschalreise ist, kontaktieren bitte direkt ihren jeweiligen Reiseveranstalter.

Cirrus-Crash durch zu hohen Anstellwinkel

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Der Luftfahrtzeugführer startete in einer Cirrus SR 22 in Begleitung eines Piloten und zwei weiteren Personen vom Flughafen Paderborn/Lippstadt (EDLP) zum Sonderlandeplatz Brilon/Hochsauerland (EDKO). Laut Aussage des Piloten fand dieser Flug bei besten Wetterbedingungen statt. Das im Luftfahrzeug eingebaute Datenaufzeichnungssystem "Avidyne Engine Data Log" zeichnete den Flugverlauf auf. Dabei wurde festgestellt, dass das Luftfahrzeug über einen längeren Zeitraum in geringer Höhe flog.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 15. Januar 2012
  • Ort: Brilon/Hochsauerland
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Cirrus Design Corp / SR 22
  • Personenschaden: keiner
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: keiner

Ereignisse und Flugverlauf

Am Unfalltag war ein Flug von Paderborn mit Zwischenlandung in Brilon und Weiterflug nach Kassel mit Platzrundenflügen in Kassel und anschließendem Rückflug nach Paderborn geplant. Das zweite Bild zeigt Flugspur und Höhenprofil von EDLP nach EDKO (Google EarthTM-Kartenservice, Bearbeitung BFU).

Anflug des Sonderlandeplatzes Brilon

Ein sachkundiger Zeuge, der den Anflug auf den Flugplatz beobachtet hatte, sagte aus: "Das Luftfahrzeug überflog den Platz in ca. 50 m Höhe mit relativ hoher Geschwindigkeit. Der zweite Anflug des Luftfahrzeuges war zu schnell und nachdem das Luftfahrzeug in der Nähe der Halbbahnmarkierung der Piste 07 noch nicht am Boden war, wurde es an den Boden gedrückt. Das Bugrad setzte zuerst auf, dadurch entstand die typische Hüpfbewegung. Durch kräftiges Bremsen wurde das Luftfahrzeug am Ende der Bahn zum Stillstand gebracht."

Nach den aufgezeichneten Daten hatte das Luftfahrzeug während des ersten Anflugs auf die Piste 07 eine Geschwindigkeit von 98 kt und beim zweiten Anflug 92 kt. Die Landung war laut Aussage des rechts sitzenden Piloten "…weit in die Bahn hinein und hart."

Das Luftfahrzeug verließ beim Ausrollen die Piste nach links und kam auf dem weichen Gras zum Stillstand. Von dieser Stelle aus konnte es nur mithilfe von weiteren Personen wieder auf die Bahn gebracht werden.

Bild 3 zeigt den Weg beim Verlassen der Piste 07 (Google EarthTM-Kartenservice, Bearbeitung BFU).

Start auf dem Sonderlandeplatz Brilon –

Um 15:00 Uhr startete der Luftfahrzeugführer in Begleitung der gleichen Personen vom Sonderlandeplatz Brilon/Hochsauerland. Laut eigener Aussage bemerkte er kurz nach dem Abheben in ca. 20-30 m Höhe einen Leistungsverlust des Triebwerks. Anschließend fuhr er die Landeklappen ein, worauf das Flugzeug durchsackte und auf ein Feld prallte. Alle Insassen verließen das Luftfahrzeug selbstständig und unverletzt.

Es wurde beobachtet, dass das Luftfahrzeug im Startlauf auf der Piste 07 nach ca. 250 m bis 270 m einen großen Anstellwinkel eingenommen und nicht weiter beschleunigt hatte. Das Flugzeug habe mit hängender linker Tragfläche abgehoben und sei anschließend nach links gedriftet.

Bild 4 zeigt den Startverlauf der Cirrus (Google EarthTM-Kartenservice, Bearbeitung BFU)

Angaben zu Personen

Der 37-jährige Luftfahrzeugführer war seit dem 23.10.2009 Inhaber einer Lizenz für Privatpiloten PPL(A), ausgestellt nach den Richtlinien der ICAO, gültig bis 12.09.2015. Er besaß die Berechtigung als verantwortlicher Pilot auf einmotorigen Landflugzeugen (SEP land), gültig bis 23.10.2013. Weiterhin war in seiner Lizenz die Nachtflugqualifikation eingetragen. Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis 03.07.2013 gültig. Die Gesamtflugerfahrung betrug nach seinen Angaben ca. 130 Stunden. Seine Flugerfahrung auf dem betroffenen Muster betrug 09:43 Stunden mit 44 Starts und Landungen. In den letzten 90 Tagen hatte der Pilot eine Flugzeit von ca. 25 Stunden.

Der Pilot, die rechts sitzende Person und die Passagiere wurden am Tag des Unfalls nach ihren Körpergewichten befragt und gaben gegenüber dem Beauftragten der BFU an:

Pilot 85 kg vorne rechts sitzende Person 85 kg
Passagier hinten links 65 kg Passagier hinten rechts 65 kg

Angaben zum Luftfahrzeug

Das Flugzeug Cirrus SR 22 ist ein 4-sitziger, einmotoriger, freitragender Tiefdecker in Gemischtbauweise mit festem Dreipunktfahrwerk und Bugradanordnung. Die maximale Abflugmasse beträgt 1.542 kg.

Das betroffene Flugzeug war mit einem 6-Zylinder-Continental-IO-550-N-Triebwerk mit 231 kW (310 PS) Leistung und einem automatisch geregelten Dreiblatt-Metallpropeller ausgerüstet. Es war in den USA zum Verkehr zugelassen und wurde von einem deutschen Industrieunternehmen betrieben. Die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit erfolgte am 19.10.2011. Zum gleichen Zeitpunkt wurde eine 100-Stunden-Kontrolle durchgeführt.

Laut Supplemental Weight and Balance Data and Equipment List hatte das Luftfahrzeug am 11.02.2011 eine Leermasse von 2345,4 lbs (1.064 kg). Nach der letzten Kontrolle hatte das Luftfahrzeug eine Betriebszeit von 15 Stunden. Die Gesamtbetriebszeit des 2005 gebauten Luftfahrzeuges betrug 1.377 Stunden. In der einer Tabelle wird die zum Unfallzeitpunkt ermittelte Abflugmasse dargestellt, sie betrug 1.561 kg. Bild 5 zeigt diese Beladungstabelle für das Luftfahrzeug.

Im Cockpit stand die Einstellung der Druckfläche im Seitenfenster (Kollsman Window) des Reserve-Höhenmessers auf 1.013 hPa. Die Einstellung der Reserve-Höhenmessereinstellung ist in Bild 6 gezeigt.

Triebwerksparameter aus dem "Avidyne Engine Data Log"

In Bild 7 sind die Drehzahl und Leistung des Triebwerks dargestellt. Drehzahl (blaue Linie) sowie die Leistung des Triebwerkes sind in Prozent angegeben. Die braune Line ist die Leistung ROP (Rich of Peak) und die grüne Linie LOP (Lean of Peak). In Bild 8 sind die Drehzahl (blaue Linie) sowie die Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges (LFZ) über Grund (gelbe Linie) dargestellt. Die Geschwindigkeit lag bei ca. 46 kt (Quele: Beide CirrusReports.com).

Die in den Darstellungen angegebene Zeit entsprach einer Grundeinstellung im System und nicht der tatsächlichen Zeit. Im Flughandbuch war zu den Geschwindigkeiten des Luftfahrzeuges unter normalen Betriebsbedingungen Folgendes festgelegt (auszugsweise):

Airspeed for Normal Operation

Unless otherwise noted, the following speeds are based on a maximum weight of 3.000 lb. and may be used for any lesser weight.

Takeoff Rotation:

Normal, Flaps 50% 70 KIAS

Landing Approach:

Normal Approach, Flaps Up 90 KIAS

Normal Approach, Flaps 50% 85 KIAS

Normal Approach, Flaps 100% 80 KIAS

Meteorologische Informationen

Am Sonderlandeplatz Brilon herrschten zur Unfallzeit folgende Wetterbedingungen:

Sicht: > 8 km

Luftdruck (QNH): 1.025 hPa

Wind: umlaufend / 3 kt

Wetter: heiter

Funkverkehr

Es bestand Funkverbindung mit Brilon Info auf der Frequenz 129,375 MHz.

Angaben zum Flugplatz

Der Sonderlandeplatz Brilon/Hochsauerland befindet sich ca. 2,8 nautische Meilen (NM) östlich von Brilon. Die Flugplatzhöhe beträgt 1.510 ft AMSL. Die ausgewiesene Platzrunde liegt südlich des Flugplatzes und hat eine Höhe von 2.500 ft AMSL. Der Flugplatz verfügt über eine befestigte Start- und Landebahn in Richtung 07/25 (067°/247°) mit einer Abmessung 750 m x 15 m, zugelassen für Luftfahrzeuge mit einer Masse von 2.000 kg. Die verfügbare Landestrecke in Richtung 07 beträgt 600 m. Die Startlaufstrecke (TORA) für die Startrichtung 07 beträgt 750 m bei einem Pistenanstieg von 36 ft. Nördlich der Hauptpiste befinden sich zwei Segelflugbetriebsflächen. Bild 9 zeigt eine Flugplatzkarte zum Flugplatz Brilon.

Flugdatenaufzeichnung, Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die im Luftfahrzeug gespeicherten Triebwerksparameter des "Avidyne Engine Data Log" wurden ausgelesen und standen der BFU zur Auswertung zur Verfügung. Die Unfallstelle befand sich ca. 210 m nordwestlich der Schwelle der Piste 25 auf einem bestellten Feld. Die erste längliche Berührungsspur auf dem Feld war ca. 20 m südwestlich der Endlage des Luftfahrzeuges. Im Leitwerkbereich war der untere Rumpf beschädigt und die untere Seitenruderverkleidung verschmutzt sowie gebrochen.

Der Rumpf lag in Richtung ca. 270°. Das rechte Hauptfahrwerk war abgerissen und lag unter dem Rumpf. Das linke Hauptfahrwerk war angebrochen und das Bugfahrwerk im Bereich des Hauptrohres und der Schwinge abgebrochen. Die Blätter des Dreiblatt-Metallpropellers waren nach hinten gebogen.

Bild 9 zeigt ein Foto von der Unfallstelle, die Cirrus liegt auf dem Acker. Die Abgasanlage war deformiert und die untere Verkleidung des Triebwerks war gebrochen. Im Bereich des Brandspantes war die untere vordere Rumpfsektion gestaucht. Der Hauptspant der linken Tragfläche war im Bereich des Tragflächenanschlusses gebrochen und der linke Randbogen beschädigt. Die Lager zur Klappenansteuerung an der linken Tragfläche waren herausgezogen und die erste Rippe der Klappe eingedrückt. An der Klappe der rechten Tragfläche war ein Lagerarm nach links gebogen und die äußere Rippe eingedrückt.

Zusätzliche Informationen

Sicherheitsmindesthöhe: Im § 6 der Luftverkehrsordnung (LuftVO) ist die Sicherheitsmindesthöhe, Mindesthöhe bei Überlandflügen unter Sichtflugbedingungen geregelt.

(1) Die Sicherheitsmindesthöhe darf nur unterschritten werden, soweit es bei Start und Landung notwendig ist. Sicherheitsmindesthöhe ist die Höhe, bei der weder eine unnötige Lärmbelästigung im Sinne des § 1 Abs. 2 noch im Falle einer Notlandung eine unnötige Gefährdung von Personen und Sachen zu befürchten ist. Über Städten, anderen dicht besiedelten Gebieten, Industrieanlagen, Menschenansammlungen, Unglücksorten sowie Katastrophengebieten beträgt die Sicherheitsmindesthöhe mindestens 300 Meter (1.000 Fuß) über dem höchsten Hindernis in einem Umkreis von 600 Metern, in allen übrigen Fällen 150 Meter (500 Fuß) über Grund oder Wasser…

[…]

(3) Überlandflüge nach Sichtflugregeln mit motorgetriebenen Luftfahrzeugen sind in einer Höhe von mindestens 600 Meter (2.000 Fuß) über Grund oder Wasser durchzuführen, soweit nicht aus Sicherheitsgründen nach Absatz 1 Satz 2 und 3 eine größere Höhe einzuhalten ist. Überlandflüge in einer geringeren Höhe als 600 Meter (2.000 Fuß) über Grund oder Wasser dürfen unter Beachtung der Vorschriften der Absätze 1 und 2 angetreten oder durchgeführt werden, wenn die Einhaltung sonstiger Vorschriften und Festlegungen nach dieser Verordnung, insbesondere die Einhaltung der Luftraumordnung nach § 10, der Sichtflugregeln nach § 28 oder von Flugverkehrskontrollfreigaben, eine geringere Höhe erfordert.

Beurteilung

Das Luftfahrzeug war ordnungsgemäß zum Luftverkehr zugelassen und instand gehalten. Die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit wurde am 19.10.2011 durchgeführt. Die Auswertung der aufgezeichneten Parameter ergab aus Sicht der BFU keine Anzeichen einer Funktionsstörung des Triebwerkes.

Das Wetter war für die Durchführung des Fluges gut geeignet. Der Pilot war ausreichend lizenziert. Bei der Gesamtflugerfahrung von ca. 130 Stunden kann seine Erfahrung auf dem betroffenen Muster mit 09:43 Stunden als sehr gering eingeschätzt werden.

Die Sicherheitsmindesthöhe wurde über einen längeren Zeitraum unterschritten. Die Auswertung der Geschwindigkeitsdaten des ersten bzw. auch des zweiten Anfluges auf den Sonderlandeplatz Brilon zeigte, dass die im Flughandbuch angegebenen Geschwindigkeiten nicht eingehalten wurden. Das sehr späte und erzwungene Aufsetzen auf der Piste wurde wahrscheinlich durch die zu große Anfluggeschwindigkeit und eine Fehleinschätzung der Flughöhe begünstigt.

Der Reserve-Höhenmesser wird laut Flughandbuch im Falle eines teilweisen bzw. vollständigen Ausfalls des Primary Flight Displays (PFD) eingesetzt. Der laut Aussage des Piloten auf diesem Gerät generell eingestellte Standarddruck (1.013 hPa) kann bei Ausfall des PFD zu einer Fehleinschätzung der Flughöhe führen.

Zum Zeitpunkt des Starts in Brilon war das Luftfahrzeug mit ca. 19 kg überladen. Im Startlauf beschleunigte das Luftfahrzeug bei einer ansteigenden Piste auf 46 kt und behielt diese Geschwindigkeit für ca. 24 Sekunden bis zum Aufprall auf dem Boden bei. Die Nichtzunahme der Geschwindigkeit deckt sich mit Beobachtungen von Zeugen, die sahen, dass das Luftfahrzeug im Startlauf sehr zeitig einen großen Anstellwinkel einnahm und nicht weiter beschleunigte. Wahrscheinlich hob das Flugzeug im überzogenen Flugzustand und im Bodeneffekt ab und driftete mit hängender linker Tragfläche nach links. Das anschließende Durchsacken des Luftfahrzeuges bis auf den Boden wurde durch das Einfahren der Landeklappen begünstigt.

Schlussfolgerungen

Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass der Pilot das Luftfahrzeug im Startlauf bei geringer Geschwindigkeit und hohem Anstellwinkel abhob. Beim Einfahren der Landeklappen wurde der Auftrieb des Luftfahrzeuges zusätzlich reduziert, sodass es durchsackte und auf den Boden prallte.

Quelle und Bilder, sofern nicht anders angegeben: BFU. Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, Ortszeit.

Matthias Platzeck gibt Aufsichtsratsvorsitz des Flughafen BER ab

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Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, hat heute den Aufsichtsratsvorsitz der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH niedergelegt. Sein Stellvertreter, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, wird nun statutengemäß die Amtsgeschäfte übernehmen.

Das gaben die beiden Länderchefs heute am Rande der Aufsichtsratssitzung des Unternehmens bekannt. Der Aufsichtsrat bedankte sich bei Matthias Platzeck für sein erfolgreiches Wirken. Beim Flughafen Berlin Brandenburg, bei dessen Fertigstellung es immer wieder zu Verzögerungen kam und noch keinen definitiven Eröffnungstermin gibt, war schon öfter von einem Wechsel in den Führungsgremien die Rede. Schließlich kam Hartmut Mehdorn als neuer Chef. Kürzlich wurde dann das Cargo Center eröffnet, so soll der Flughafen schrittweise in Betrieb gehen.

Parkbereich exclusiv für topbonus-Flieger auch am Hamburg Airport

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Im Rahmen ihrer Komfortoffensive eröffnet airberlin nach Düsseldorf, München, Nürnberg, Stuttgart und Wien nun auch am Hamburger Flughafen, wo airberlin mit über 3,1 Mio. Fluggästen im Jahr 2012 der zweitgrößte Carrier ist, einen Exklusiven Parkbereich für ihre Vielflieger.

Damit hat airberlin nun auch in der Hansestadt alle topbonus Statusvorteile entlang der Reisekette im Angebot: Inhaber einer topbonus Platinum, Gold oder Silver Card können im Exklusiven Parkbereich im Parkhaus P4 in Nähe der Gates parken und anschließend bequem am airberlin Priority Check-in Schalter einchecken. Im Anschluss können sie die Security Fast Lane nutzen und so die Sicherheitskontrollen besonders zügig passieren.

Die Zeit bis zum Abflug können Vielflieger im Exklusiven Wartebereich mit bequemen Ledersitzen verbringen. Dort werden den Gästen Zeitungen und Zeitschriften, kalte und heiße Getränke sowie das aktuelle Nachrichtenprogramm kostenlos angeboten.

Der Exklusive Wartebereich befindet sich im Skywalk oberhalb von Gate 08 und verfügt über 49 bequeme Ledersitze. Aktuell nehmen bereits mehr als drei Millionen Fluggäste am topbonus Programm teil und nutzen die exklusiven Vorteile der zahlreichen topbonus Partner, wie zum Beispiel Hotels, Mietwagen, Versicherungen oder Zeitschriften.

Durch die Partnerschaft mit Etihad Airways und den oneworld® Beitritt macht dabei topbonus für Vielflieger noch interessanter: Inhaber einer topbonus Statuskarte haben weltweit Zugang zu den Airport Lounges von Etihad Airways und oneworld.

Learjet 45 für DRF Luftrettung in Dienst

Ein neues Ambulanzflugzeug des Typs Lear 45 gehört ab sofort zur Flotte der DRF Luftrettung.  Und pünktlich zur Urlaubssaison ist der neue Jet schon zu seinem ersten Einsatz gestartet. Eine Patientin musste aufgrund eines dringenden medizinischen Notfalls von Portugal zur Operation in eine deutsche Klinik transportiert werden.

Bei jedem Urlaub oder dienstlichem Aufenthalt im Ausland kann es plötzlich zu einem Unfall oder einer schwerwiegenden Erkrankung kommen, die eine weiterführende klinische Versorgung im Heimatland notwendig machen. An Bord von Ambulanzflugzeugen fliegt die DRF Luftrettung daher kranke oder verunglückte Förderer in deutsche Kliniken, wenn dies medizinisch sinnvoll und ärztlich angeordnet ist. Auch werden im Auftrag von Versicherungen und Assistancen beispielsweise Mitarbeiter, die für ihre Firmen im Ausland tätig sind, zur weiteren medizinischen Behandlung in ihre Heimatländer geflogen.

Organisation komplett bis zum Krankenhausbett

Im ersten Einsatz des neuen Jets der DRF Luftrettung startete die Crew nach Abklärung der medizinischen Fakten durch den Einsatzdisponenten der DRF Luftrettung um 12:45 Uhr in Richtung Faro. Dort übernahm sie die Patientin und transportierte sie gestern Abend unter intensivmedizinischer Betreuung an Bord des Learjets 45 nach München.

Zur Koordination solcher weltweiten Einsätze ist die Alarmzentrale der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr mit erfahrenen Disponenten besetzt. Geht ein Notruf ein, beginnt eine umfangreiche medizinische und flugbetriebliche Vorbereitung: Die Einsatzkoordinatoren der Alarmzentrale organisieren den vollständigen Transport des Patienten von Krankenhausbett zu Krankenhausbett.

Während ein Mitarbeiter z. B. notwendige Visa und Landegenehmigungen einholt, informiert ein anderer den diensthabenden Arzt, der in einem Arzt-zu-Arzt-Gespräch medizinische Details mit den behandelnden Klinikärzten bespricht. Nach einer genauen Planung der Flugroute wird die Besatzung alarmiert und detailliert über den Einsatz informiert. Innerhalb von zwei Stunden nach Eingang der Alarmierungen sind die Besatzungen, bestehend aus Flugkapitän, Co-Pilot, Notarzt und Rettungsassistent, startklar.

Piloten-Schulung und Zulassung abgeschlossen

Um Patienten an Bord des Learjet 45 transportieren zu können, wurde er in den vergangenen Monaten für seinen Einsatz als Ambulanzflugzeug umgerüstet. Dazu wurde eine neue medizintechnische Ausstattung entwickelt und an Bord eingebaut. Auch die fliegerische Besatzung der DRF Luftrettung musste sich auf den neuen Jet vorbereiten: Seit Beginn dieses Jahres wurden die Flugkapitäne und Co-Piloten in einer dreimonatigen Schulung auf dem neuen Flugzeugtyp geschult und lizenziert.

Letztlich wurde der Jet durch das Luftfahrt-Bundesamt abgenommen und in das Air Operator Certificate (AOC), das Luftfahrtbetreiber-Zeugnis, eingetragen. In einem letzten Schritt hatte die Europäische Luftfahrtbehörde, die EASA, für die medizinische Ausstattung eine ergänzende Musterzulassung, das sogenannte Supplemental Type Certificate (STC), genehmigt. Damit konnte der Learjet 45 zu seinem ersten Einsatz starten.

„Unser Learjet 45 wird hauptsächlich in Doppelstretcher-Konfiguration zu seinen Einsätzen starten, so dass wir immer die Möglichkeit haben zwei Patienten gleichzeitig zu transportieren. Wir können so, trotz der knappen Zeitvorgaben, Patiententransporte kombinieren, wenn z.B. ein Patient auf Teneriffa und ein weiterer auf Gran Canaria abgeholt und in dasselbe Heimatland geflogen werden müssen“, erläutert Projektleiter Herbert Kauth.

Learjet 45 mit Single Point refueling und Glas-Cockpit

Ein weiterer Vorteil des in Südafrika erworbenen Flugzeugs ist die einfache Betankung: Aufgrund des sogenannten Single Point Refueling – der Betankung über einen einzigen Tankstutzen, an den alle Tanks angeschlossen sind – wird Zeit gespart, die letztendlich den Patienten zugutekommt. Zudem verfügt der Learjet 45 über ein modernes Glascockpit, in dem vier Bildschirme die konventionellen Instrumente wie den Höhenmesser ersetzen.

Patienten und Crew profitieren in den Sommermonaten darüber hinaus von der besonderen Ausstattung des Jets: Mit der sogenannten Auxiliary Power Unit, einem Minitriebwerk, das auch am Boden betrieben werden kann, ist die Kabine auch bei Wartezeiten permanent klimatisierbar.

Mit Ambulanzflugzeugen der DRF Luftrettung und der LAA (Luxembourg Air Ambulance) wurden im vergangenen Jahr 839 Patienten aus dem Ausland in ihre Heimatländer transportiert, 103 Länder wurden angeflogen. Die Ambulanzflugzeuge der DRF Luftrettung sind am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden stationiert und starten von dort zu ihren weltweiten Einsätzen.

Hubschrauberpiloten-Ausbildung im individuelleren Lehrgang in Augsburg

Bei der Ausbildung von angehenden Hubschrauberpiloten von Regierungen weltweit gilt es, die Flugschüler effektiv, sicher und zukunftsfähig für die späteren Einsätze auszubilden. Um einer steigenden Nachfrage gerecht zu werden bietet die Augsburger Flugschule Heli Aviation nun ergänzend weitere individuelle Lehrgänge zur Pilotenausbildung.

Nachdem in der Training Academy bereits zahlreiche Hubschrauberpiloten für die verschiedensten, weltweiten Governmental Programme erfolgreich ausgebildet wurden, steigt das Interesse an den spezialisierten Lehrgängen. Die nationale und internationale Anerkennung und positive Resonanz der Auftraggeber erweitert die Flugschule ihr Trainingsprogramm und will spezieller auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtete Ausbildungslehrgänge anbieten.

Ziel dieser Ausbildungslehrgänge ist es, den Teilnehmern für das Berufsleben als Hubschrauberpiloten eine Beständigkeit und Kontinuität im Handeln zu vermitteln. Um diese Eigenschaften bei den späteren Einsätzen zu gewährleisten, erfolgt in den verschiedenen, individuellen Ausbildungslehrgängen ein gezieltes Training auf die späteren Aufgaben und speziellen Einsätze der Piloten.

Ausbildung am neuen Simulator für EC 135

Das Training im Simulator ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil der Pilotenausbildung. Es gewährleistet höchste Effizienz bei maximaler Praxisnähe. State of the Art kommt, ab Oktober, mit dem EC 135 SIMULATOR MULTIENGINE HELICOPTER vom Typ FNPT II modernstes Gerät zum Einsatz. Mit einem originalen Glascockpit ausgestattet sowie anhand der Systeme und der Leistungen, steht er dem original Eurocopter EC 135 Hubschrauber in nichts nach. Der EC 135 FNPT II Simulator ermöglicht dabei folgende Module:

  • IFR (Instrument Flight Rules)
  • MCC Training (Multi Crew Coordination)
  • Integrated & Modular Courses (ATPL, CPL, FI, PPL,…)
  • LOFT
  • CDU Training
  • Offshore & Oil Rig approach training
  • Normal & Emergency Procedures Training
  • Additional Training on EC135
  • Pilot evaluation

Triathlet als Fitness-Trainer für die Piloten

Als Besonderheit an einer Hubschrauberflugschule in Deutschland gibt es in der Training Academy in Augsburg einen eigenen Sport-Assistant. Die Flugschüler haben zweimal pro Woche die Möglichkeit, ein speziell zugeschnittenes Trainings-Programm zu absolvieren. Der Heli Aviation ist es gelungen einen namhaften Sport-Wissenschaftler, Triathlon Athlet und hauptberuflichen Fitness-Trainer für dieses einzigartige Angebot zu gewinnen.

Inhalt der Trainingseinheiten ist ein von ihm persönlich entwickeltes Fitness-Training – speziell für Hubschrauberpiloten. Das Trainingsprogramm soll vor allem die Wirbelsäulenmuskulatur gegen die Vibrationen des Hubschraubers stärken und den gesamten Körper in einem guten allgemeinen Gesundheitszustand halten.

Fraport mit stabilen Verkehrszahlen – Krisenregionen belasten

Im Juli 2013 haben rund 5,7 Millionen Passagiere den Flughafen Frankfurt genutzt. Dies entspricht einem Rückgang um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, der noch mit einem Rekordwert in die Geschichte des Flughafens eingegangen war.

In diesem Jahr sorgte die neuerlich veränderte politische Situation in Nordafrika und Nahost für ungewohnt starke Einbrüche auf den jeweiligen Verkehrsmärkten. Die Sondereinflüsse verhinderten ein positives Monatsergebnis, da alle anderen außereuropäischen Verkehrsregionen Zuwächse verzeichneten.

Die Zahl der Flugbewegungen am Fraport-Heimatstandort stabilisierte sich mit 43.279 Starts und Landungen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Cargo-Aufkommen lag im Juli bei knapp 179.500 Tonnen und damit 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, die kumulierten Höchststartgewichte reduzierten sich um 1,1 Prozent auf knapp 2,6 Millionen Tonnen.

Insgesamt fertigten die Flughäfen mit Fraport-Mehrheitsbeteiligung im vergangenen Juli mehr als 11,9 Millionen Fluggäste (plus 1,2 Prozent) ab. Wachstumstreiber bleibt der Flughafen Lima (Peru) mit einem Plus von 11,7 Prozent. Die türkische Urlaubsdestination Antalya zählte über 3,8 Millionen Fluggäste und damit knapp ein Prozent mehr als im selben Monat des Jahres 2012. Die Flughäfen Varna und Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste verzeichneten gemeinsam gut eine Million Passagiere (plus 1 Prozent).

 

Jan-Jul 2013 Passagiere1 Cargo (Fracht und Post) in t Flugbewegungen
absolut Zum Vorjahr in % absolut Zum Vorjahr in % absolut Zum Vorjahr in %
Frankfurt Airport 32.863.666 -1,0 1.194.350 0,7 272.572 -3,2
Antalya 14.178.377 6,5 k.a. k.a. 91.443 5,4
Burgas3 1.356.260 3,7 1.499 7,1 10.261 -3,6
Lima2 8.445.593 12,4 151.239 1,5 87.875 4,9
Varna3 711.234 7,6 18 -1,4 6.278 8,4
Group 57.555.130 2,8 1.347.107 0,8 468.429 0,0

 

1. Quelle: ACI, nur kommerzieller Verkehr

2. Angaben des Lima Airports

3. Varna war 15.10.2011 bis 28.02.12 geschlossen. In dieser Zeit wurden Flüge von und nach Varna über den Burgas Airport abgewickelt.

Unfall eines Airbus A300 von UPS in Alabama

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Am Mittwoch kurz nach 12:00 Uhr deutscher Zeit zu einem Unfall, bei dem zwei Crew-Mitglieder ums Leben kamen. Die Maschine, ein Airbus A300-600F, ist ein zweistrahliger Frachter und war auf einem regulären Flug mit der Nummer 1354  von Louisville in Kentucky nach Birmingham in Alabama.

Das verunglückte Flugzeug ist unter der Kennung N155UP registriert (Hersteller-Seriennummer MSN841) und wurde 2003 an UPS ausgeliefert. Die Maschine hat ca. 11.000 Flugstunden auf ca. 6.800 Flügen geleistet. Sie ist mit Pratt & Whitney Triebwerken ausgestattet. Die erste A300-600F trat 1994 in Dienst; mit Juni 2013, befanden sich 104 A300-600F im Einsatz.

UPS Chairman und CEO Scott Davis sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. UPS und Airbus arbeiten mit den örtlichen Behörden und dem NTSB, der Nationalen Behörde für Transportsicherheit, an der Klärung des Vorfalles zusammen. Solange die genaueren Umstände des Unfalls noch unklar sind, könne man aber keine weiteren Angaben zum Geschehen und zur genaueren Ursache machen.

Condor mit Bord-Menü für Veganer

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Condor Gäste haben auf Flügen ab dem 01. September 2013 die Möglichkeit, ein veganes Menü an Bord vorzubestellen. Damit erfüllt der Ferienflieger den Wunsch zahlreicher Kunden und erweitert seine breite Menüauswahl an Bord um eine weitere Option. Die Menüs müssen bis 48 Stunden vor Abflug kostenpflichtig bestellt werden.

Neben verschiedenen Sondermenüs, die sowohl in veganer, als auch in vegetarischer, diabetischer, gluten- oder lactosefreier, muslimischer sowie koscherer Variation angeboten werden, bietet Condor auch ein umfangreiches Premium Menü an. "Die vegane Lebensweise findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Mit der Einführung eines veganen Sondermenüs reagiert Condor auf diese Entwicklung und stellt so sicher, dass sich alle Gäste an Bord wohlfühlen", erklärt Michael Lins, Leiter Borddienst bei Condor.

Die Art der Mahlzeit an Bord richtet sich nach der Abflugzeit: Condor serviert entweder ein Frühstück, eine kalte oder eine warme Mahlzeit. Das neue vegane Menü umfasse beispielsweise eine Antipasti-Platte mit Couscous-Salat, eine gefüllte Tomate mit Gurkenwürfeln, Gemüseterrine Italia und Oliven, einen Obstsalat, Sonnenblumenbrot, pflanzlichen Brotaufstrich, pflanzliche Margarine, Mineralwasser sowie Cashew-Nüsse, so Michael Lins weiter.

Mit dem Menü-Angebot bietet Condor erstklassige Mahlzeiten, die aus ausgesuchten, frischen Zutaten für Groß und Klein zubereitet werden. Fluggäste, die z.B. aus ernährungsphysiologischen Gründen auf bestimmte Zutaten verzichten möchten oder müssen, können bequem ein Sondermenü hinzubuchen. Für Kinder gibt es auf Wunsch ein separates Kindermenü.

airberlin mit starkem zweiten Quartal 2013

airberlin erreichte im zweiten Quartal des Jahres in einem schwierigen Marktumfeld ein verbessertes operatives Ergebnis (EBIT). Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte die Fluggesellschaft das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) um zwei Drittel auf -8,1 Millionen Euro (Vorjahr -29,4 Millionen Euro) verbessern. Das EBITDAR (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingaufwendungen) stieg um zwölf Prozent auf 166,4 Millionen Euro (Vorjahr 148,0 Millionen Euro).

Trotz deutlicher Reduzierung der Kapazität um acht Prozent lag der Gesamtumsatz mit 1,11 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahresquartals (1,13 Milliarden Euro). Den Nettoverlust verringerte airberlin im zweiten Quartal auf -38,0 Millionen Euro und damit um annähernd zwei Drittel des Vorjahresergebnisses (-99,8 Millionen Euro).

Auslastung, RASK und Yield verbessert

airberlin erhöhte im zweiten Quartal Auslastung, Umsatz pro Sitzplatzkilometer (RASK) und den Umsatz pro Fluggast. Die Anzahl der im zweiten Quartal geflogenen Strecken reduzierte sich im Jahresvergleich von 520 im Jahr 2012 auf 440 im aktuellen Jahr, gleichzeitig stieg die Anzahl der Frequenzen um 14 Prozent. Dadurch verbesserte sich die Auslastung um vier Prozentpunkte auf 83,7 Prozent (Vorjahr 79,7 Prozent). Der Umsatz pro angebotenem Sitzplatzkilometer (RASK) stieg um 4,8 Prozent auf 7,20 Cent (Vorjahr 6,87 Cent). Den Yield (Umsatz pro Passagier) konnte airberlin auf 113,74 Euro steigern (Vorjahr 112,85 Euro).

Bei der Präsentation der Ergebnisse des zweiten Quartals 2013 sagt airberlin CEO Wolfgang Prock-Schauer: "Ein verbessertes operatives Ergebnis, erhöhte Auslastung, steigende Umsätze pro Sitzkilometer und ein trotz Kapazitätsabbau stabiler Umsatz zeigen: wesentliche Kennzahlen entwickeln sich in die richtige Richtung. Die positiven Effekte unseres Turbine-Programms werden im weiteren Jahresverlauf ihre Wirkung entfalten. Wegen der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung und des Marktumfeldes ist die Zielerreichung allerdings zunehmend anspruchsvoller geworden."

Programm "Turbine" wie geplant umgesetzt – Stellenabbau

Die Umsetzung von Turbine verläuft kontinuierlich und nach Plan und wird im Jahresverlauf, auch aufgrund steigender Herausforderungen, mit Hochdruck weiter voran getrieben. Dabei liegt der Fokus unverändert auf Effizienzsteigerung, einem Service-Ausbau und Verhandlungen mit relevanten Stakeholdern. Mit allen betroffenen Beschäftigten hat airberlin neue Tarifverträge abgeschlossen. Für alle Piloten sowie alle Kabinenbeschäftigte gelten damit erstmals jeweils einheitliche Tarifverträge.

Diese Tarifverträge schaffen aufgrund der langen Laufzeit Planungssicherheit und bieten airberlin die notwendige Flexibilität für den weiteren Unternehmensumbau und für Produktivitätssteigerungen. Der Personalabbau wird wie geplant vorangetrieben. Zum Monatsende Juli hat airberlin 300 Vollzeitstellen abgebaut.

"Mit Turbine liegen wir im Plan. Wir haben in Verhandlungen mit Vertragspartnern tragfähige Ergebnisse erzielen können und optimieren kontinuierlich unsere Struktur und unsere operative Performance. Über 80 Prozent der für das Gesamtjahr 2013 eingeplanten Ergebnisbeiträge des Turbine-Programms haben wir bereits abgesichert, auf der Ertrags- wie auf der Kostenseite. Auch in dem herausfordernden Umfeld halten wir daran fest, die Zielgröße von 200 Millionen Euro in diesem Jahr zu erreichen. Zum kommenden Winterflugplan werden wir ein gestrafftes Flugzeug-Stationierungskonzept umsetzen, um unsere Flotte noch effizienter zu nutzen", so Wolfgang Prock-Schauer.

Liquidität vorerst gesteigert

Zum Abschluss des ersten Halbjahres verfügte airberlin über liquide Mittel in Höhe von 436,8 Millionen Euro, die seit dem ersten Halbjahr 2012 von 315 Millionen Euro um über ein Drittel gewachsen sind. Das Eigenkapital beträgt nach Abschluss des traditionell schwachen ersten Halbjahrs zum Stichtag 30. Juni -116,3 Millionen Euro. Als Stichtagsbewertung nach IFRS hat das Eigenkapital keine Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Betrieb des Unternehmens.

"Die traditionell schwache Ertragslage in den ersten sechs Monaten sowie die Einmalbelastungen aus unserem Turnaround-Programm führen zu einem negativen Eigenkapital. In den folgenden Quartalen erwarten wir, dass sich das Eigenkapital wieder erholen wird. Die Zielgröße, mittelfristig eine Eigenkapitalquote von 15 bis 20 Prozent zu erreichen, bleibt unverändert erhalten", sagt Chief Financial Officer Ulf Hüttmeyer.

Erwartungen übertroffen: Exponentielles Wachstum mit Partnerschaften

Die strategische Partnerschaft mit Etihad Airways zeigt auch im zweiten Quartal ein exponentielles Wachstum der Fluggastzahlen für airberlin aus den Codeshare-Flügen. Die Zahl der Fluggäste konnte im Halbjahresvergleich von 75.000 in 2012 auf 267.000 mehr als verdreifacht werden. Die Erwartung für das Gesamtjahr wurden mit 449.000 Fluggästen – inklusive aller zum Juli bereits vorgenommenen Buchungen – im gemeinsamen Streckennetz von Etihad Airways und airberlin bereits jetzt übertroffen.

airberlin profitiert zudem von Codeshare-Vereinbarungen mit Partnern der "Equity Alliance" von Etihad Airways, wie Virgin Australia, Air Seychelles oder Air Serbia. Auch in anderen Bereichen wie Wartung und Einkauf bauen airberlin und Etihad Airways ihre Kooperation weiter aus. Auch die Fluggastzahlen der oneworld® Allianz übertreffen die Erwartungen. Im ersten Halbjahr nutzten bereits 267.000 Fluggäste gemeinsame Codeshare-Strecken von airberlin und ihren oneworld Partnern.

Ju 52 macht wieder Station am Bodensee

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Die Ju 52 der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung besucht vom 27.-28. August Friedrichshafen. Die Faszination Fliegen in seiner ursprünglichen Form können Interessierte bei 30- oder 60-minütigen Rundflügen in einem dem Alter der 77-jährigen Dame angemessenen Tempo hautnah erleben. Die Ju 52-Piloten, die normalerweise moderne Linienjets der Lufthansa durch ganz Europa oder zu Langstreckenzielen nach Amerika, Afrika und Asien steuern, werden dann Luftfahrtliebhabern bei Rundflügen faszinierende Ausblicke auf Friedrichshafen und den Bodensee bieten.

Die Ju 52 ermöglicht ihren Fluggästen das Erleben einzigartiger Momente aus der Kranich-Perspektive – das typische sonore Brummen inklusive. Bis zu 16 Passagiere, sämtlich auf Fensterplätzen, können in dem "Großraumflugzeug der 30er Jahre" das Reisen im Stil der Anfangszeit der Passagierluftfahrt genießen – mit Gardinen und Gepäcknetz. Jahr für Jahr fasziniert die "alte Tante Ju" bei hunderten Strecken- und Rundflügen Luftfahrtbegeisterte und Oldtimerfreunde im In- und Ausland.

Jet-Piloten fliegen alte Dame Tante Ju

Der Besuch der Ju 52 in Friedrichshafen ist eine Station auf der großen Deutschlandtour der Ju 52. Die 30-minütigen Oldtimer-Flüge über Friedrichshafen kosten 199 Euro, 60-minütige Rundflüge 372 Euro. Im vorigen Jahr waren mehr als 7.500 Fluggäste für eine Nostalgie-Luftreise der besonderen Art an Bord der "alten Tante Ju".

Bei den 25 Piloten, 15 Flugingenieuren und 23 Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen ist das Oldtimer-Flugzeug ebenso beliebt wie bei den Passagieren. Es sind erfahrene Lufthansa-Crews mit tausenden Stunden Flugerfahrung, die normalerweise ihren Dienst an Bord moderner Jets, von der Boeing 737 bis zum Riesen-Airbus A380 oder auch auf der MD11 der Lufthansa Cargo versehen.

Die Lufthansa Ju 52 mit dem Kennzeichen D-AQUI ist ein Flugzeug mit sehr bewegter Geschichte.Anfang der achtziger Jahre von Lufthanseaten in arg ramponiertem Zustand auf einem Wüstenflugpatz im Südwesten der USA "entdeckt", wurde die "verlorene Tochter" von der Lufthansa zurückgekauft und in 16-monatiger freiwilliger Handarbeit von Lufthansa Technikern in Hamburg restauriert.

Klassiker unter den Oldtimer-Flugzeugen

Seit 1986 erfreut die "alte Tante Ju" unter dem Namen "Berlin-Tempelhof" wieder Luftfahrt- Begeisterte bei Strecken- und Rundflügen in ganz Deutschland und Europa. In den vergangenen 27 Jahren hat die Ju 52 mittlerweile über 10.000 Flugstunden angesammelt.

Die "Grande Dame der Luftfahrt" avancierte zu einem wahren Star unter den Oldtimer-Flugzeugen und ist bei Flugschauen und sonstigen Großereignissen in ganz Europa so beliebt, dass sie es in einer von April bis Oktober dauernden Flugsaison locker auf mehr als 600 Starts und Landungen bringt. Mit ihrer 77 Jahre alten, silbern glänzenden Wellblechhaut ist die Ju 52 mit dem gleichfalls aus dem Jahr 1936 stammenden Original-Luftfahrtkennzeichen D-AQUI das einzige noch funktionstüchtige Flugzeug dieses Typs in Deutschland.

Wartezeitanzeige bei Sicherheitskontrollen am Hamburg Airport

Hamburg Airport bietet als Deutschlands erster Flughafen einen neuen digitalen Service für Reisende an. Per App und auf der Internetseite des Hamburger Flughafens bekommen Passagiere die aktuelle Wartezeit an den Sicherheitskontrollen in Echtzeit in drei Schritten angezeigt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Ort aktualisieren alle 15 Minuten diesen Status der Wartezeit.

Vor Ankunft am Flughafen schon zu wissen, wie viel Wartezeit aktuell an der zentralen Sicherheitskontrolle einkalkuliert werden muss, bietet einen erheblichen Mehrwert für die Passagiere des Hamburg Airport. Insbesondere Geschäftsreisende können ihre Flugreise damit noch effizienter planen. Die Zeitangaben werden dabei in folgenden Schritten: "0-3 Minuten", "4-10 Minuten" oder "über 10 Minuten".

Ebenso haben die Fluggäste vor Ort die Möglichkeit, nach ihrem Check-in besser kalkulieren zu können, wie viel Zeit sie noch vor der Sicherheitskontrolle verbringen können. So bleibt Passagieren, beispielsweise vor einem längeren Auslandsaufenthalt, noch länger Zeit sich von ihren Lieben zu verabschieden.

Trockeneis zur effizienten Reinigung von Flugzeugtriebwerken

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Saubere Triebwerke arbeiten thermisch effizienter und verbrauchen somit weniger Kerosin. Um die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, müssen Flugzeugturbinen daher neben den gesetzten Wartungsintervallen auch regelmäßig von Verunreinigungen wie beispielsweise Staub, Pollen und Salz befreit werden. Im Rahmen des Programms "Cyclean 2.0" untersuchen Experten von Lufthansa Technik und der Hochschule Darmstadt derzeit, wie man den Reinigungsvorgang noch wirtschaftlicher und umweltschonender gestalten kann.

Eine vielversprechende Idee: Statt Wasser könnte die Triebwerkswäsche in naher Zukunft mit CO2-Trockeneis-Pellets erfolgen. Das brächte eine ganze Reihe an Vorteilen: Neben einem Zeitgewinn von bis zu 50 Prozent aufgrund eines verkürzten, rückstandslosen Reinigungsvorgangs, zusätzlich sinkende Wartungskosten sowie eine Triebwerkswäsche auch im Winter.

Die aktuell gängige, von Lufthansa Technik selbst entwickelte Methode Cyclean® ist wasserbasiert und nur bei Außentemperaturen von mehr als fünf Grad Celsius möglich. Eine Reinigung mit Trockeneis würde auch zur Einsparung großer Wassermengen führen. "Im Vordergrund stehen für uns die Leistungsfähigkeit der Triebwerke, Kosteneinsparungen sowie die Schonung der Umwelt durch einen geringeren CO2-Ausstoß und Einsparung natürlicher Ressourcen wie Wasser," so Holger Appel, Leiter des Forschungsprojekts bei Lufthansa Technik.

Mehr als 5.000 Wäschen mit Cylean® haben bereits für eine deutliche Reduzierung des Kerosinverbrauchs gesorgt. Daher wird das Verfahren neben Lufthansa auch von zahlreichen anderen Airlines rund um den Globus genutzt. Mit Cyclean 2.0 ist Lufthansa Technik auf bestem Wege, die Triebwerkswäsche nochmals zu revolutionieren.

A380 zieht Besucher zum Münchner Airport

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Für Luftfahrtfreunde, die den Münchner Flughafen einmal hautnah erleben wollen, bietet sich in den Sommerferien ein Abstecher zum Besucherpark. Bereits rund 9.000 Besucher haben die Gelegenheit genutzt, das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt auf einer "A380-Tour" zu erleben. Darüber hinaus stehen den Gästen aber auch Flugzeugoldtimer, das Informationszentrum, ein Flugsimulator, Minigol und der Aussichtshügel zur Verfügung.

Neben der normalen Airport-Tour um 11:30 Uhr startet am Fuße des Besucherhügels während der Ferien täglich um 13:15 Uhr und 13:45 Uhr eine "A380-Tour", bei der der riesige Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates aus unmittelbarer Nähe bestaunt werden kann.

An allen Ferien-Sonntagen werden für die kleinen Gäste eine Hüpfburg sowie ein Kettcar-Parcour aufgebaut. Am Sonntag, den 25. August, findet von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr eine kostenlose Schnitzeljagd – die sogenannte Flughafenrallye – im Besucherpark statt. Tante Jus Speisenwerkstatt lockt nicht nur mit leckeren Gerichten, sondern bietet den Gästen nach Vorreservierung auch die Möglichkeit, selber zu grillen.

Platzreservierungen für die beliebten Airport-Touren sind beim Besucherservice möglich. Krönender Abschluss des Ferienprogramms im Besucherpark des Münchner Flughafens wird ein großes Sommerfest sein, das am Sonntag, den 08. September 2013 stattfindet. Zwischen 11:00 Uhr und 17:00 Uhr präsentiert der Airport hier ein buntes Programm für Groß und Klein mit zahlreichen Überraschungen.

airberlin kooperiert mit Minsheng Commercial Aviation Limited

Die neu gegründete Minsheng Commercial Aviation Limited und airberlin haben unter anderem einen Sale-and-lease-back-Vertrag über insgesamt elf Flugzeuge abgeschlossen, der sowohl gebrauchte als auch neue Flugzeuge umfasst, die alle mit CFM-Turbinen ausgestattet sind.

Diese Transaktion besteht aus zwei Bereichen: Einem Sale-and-lease-back von fünf gebrauchten Airbus der A320-Familie, die sich im Besitz von airberlin befinden, und zwei Neuauslieferungen im kommenden Jahr, ein Airbus A320 mit Sharklets und eine Boeing 737-800. Zusätzlich bekommt Minsheng die Option, vier Boeing 737 von airberlin auf dem chinesischen Markt zu platzieren. Die Transaktionen werden in diesem Jahr und im Jahr 2014 abgeschlossen.

Ulf Hüttmeyer, CFO airberlin, sagte: "Wir sind erfreut, diese für airberlin bedeutende Transaktion bekannt geben zu können. Diese Zusammenarbeit steigert das Finanzierungsportfolio von airberlin, indem wir Zugang zu dem chinesischen Finanzmarkt erhalten. Diese Transaktion unterstützt das airberlin Management dabei, Turbinemaßnahmen umzusetzen und den Schuldenstand zu senken. Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle und langanhaltende Partnerschaft der beiden Unternehmen."

Johnny Lau, CEO Minsheng Commercial Aviation Limited sagte: "Minsheng Leasing bewegt sich in den gewerblichen Luftfahrtmarkt und wir sind dankbar, dass wir das airberlin Flugzeugfinanzierungs-Programm unterstützen können. Mit airberlin als unserem ersten internationalen Kunden wird MSCA kontinuierlich bekannte Fluggesellschaften in ihre Kundenliste neu aufnehmen."

Flughafen Wien trotzt Umfeld mit stabilem Halbjahresergebnis

Der Flughafen Wien hat das erste Halbjahr 2013 gut gemeistert, und das trotz der Herausforderungen durch einen extrem harten Winter mit zahlreichen Flugausfällen, Streiks bei Fluglinien und an wichtigen Airports, Kapazitätsanpassungen bei Airlines sowie des fehlenden Schalttages im Jahresvergleich. Passagieraufkommen, Flugbewegungen, Höchstabfluggewicht und Fracht in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 waren rückläufig, der Umsatz konnte aber um 3,8 Prozent auf 304,8 Mio. Euro sowie das EBITDA um 10,2 Prozent gesteigert werden.

Die Nettoverschuldung konnte um 36,6 Mio. auf 683,0 Mio. Euro weiter reduziert werden. Der Free-Cash-Flow verdreifachte sich im ersten Halbjahr auf 68,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die planmäßige Abschreibung für den Check-in 3 reduzierte gegenüber H1/2012 erwartungsgemäß das EBIT auf 59,4 Mio. Euro (-13,4 Prozent), das Periodenergebnis nach Minderheiten lag planmäßig bei 40,9 Mio. (-16,6 Prozent).

Flughafen bekräftigt Umsatzziele für 2013

An der bisherigen Ergebnisguidance für das Gesamtjahr 2013 hält der Flughafen Wien weiterhin fest: Das EBITDA soll über 230 Mio. Euro, der Periodenüberschuss über 65 Mio. Euro liegen. Die Nettoverschuldung sollte zu Jahresende unter 680 Mio. Euro fallen. Der Umsatz sollte bei 625 Mio. Euro liegen und, sollte es im Gesamtjahr zu einem Passagierminus kommen, eventuell auch geringfügig darunter. Verkehrsseitig erwartet die Flughafen Wien AG unverändert ein Passagieraufkommen in der Bandbreite von +/- 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, einen Rückgang bei den Flugbewegungen von  vier bis sechs Prozent und einen leichten Rückgang des Höchstabfluggewichtes (MTOW).

"Die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung greifen. Mit der weiteren Reduktion der Nettoverschuldung konnten wir hier das Jahresziel für 2013 bereits jetzt erreichen, dennoch peilen wir eine weitere Verbesserung auf unter 680 Mio. Euro an. Auch konnte der Free-Cash-Flow um das Dreifache gesteigert werden. Das stärkt die Finanzkraft des Unternehmens und diesen Kurs verfolgen wir konsequent weiter.", erläutert Dr. Günther Ofner, Vorstand (CFO) der Flughafen Wien AG.

"Die Verkehrsentwicklung im ersten Halbjahr 2013 war europaweit von schwierigen Herausforderungen geprägt. Die Branche steht unter hohem Kostendruck, was sich vor allem in Kapazitätsreduktionen bei den Airlines widerspiegelt. Wir sind darauf gut eingestellt und kostenseitig gut unterwegs, wie der gleichbleibende Personalaufwand trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen zeigt. Auch sind Ansätze für eine Besserung des Marktes erkennbar, die Auslastung der Flugzeuge nimmt zu.", stellt Mag. Julian Jäger, Vorstand (COO) der Flughafen Wien AG, fest.

Differenzierte Passagierentwicklung

Durch zahlreiche externe Faktoren wie die harten winterlichen Verhältnisse und die damit verbundenen Einschränkungen im europaweiten Flugverkehr im ersten Quartal, Flugausfälle durch Streiks an anderen Airportstandorten, laufende Kapazitätsanpassungen bei den Airlines und nicht zuletzt aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr fehlenden Schalttages verzeichnete der Flughafen Wien im ersten Halbjahr 2013 einen Passagierrückgang um 1,7 Prozent auf 10.241.736 Passagiere. Die Zahl der Transferpassagiere sank um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Passagieraufkommen nach Osteuropa ging um 2,9 Prozent im ersten Halbjahr 2013 zurück, jenes nach Westeuropa blieb mit minus 0,4 Prozent weitgehend stabil. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten ging um 4,9 Prozent, jener in den Fernen Osten um 10,9 Prozent zurück. Einen Zuwachs beim Passagieraufkommen verzeichnete Afrika mit einem Anstieg um 3,7 Prozent.

Der Anteil der Austrian Airlines Group am Gesamtpassagieraufkommen betrug von Januar bis Juni 2013 49,2 Prozent. In dieser Zeit verzeichnete die Austrian Airlines Gruppe einen Passagierrückgang um 2,8 Prozent. Auch die Passagierzahlen von NIKI sanken im ersten Halbjahr 2013 um 8,5 Prozent, ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien lag bei 10,6 Prozent.

Stärker als die Passagierzahlen nahmen die Flugbewegungen mit einem Rückgang von 6,4 Prozent auf 112.806 Bewegungen ab. Daraus ergibt sich ein deutlich verbesserter Sitzladefaktor von 72,5 Prozent nach 69,7 Prozent im ersten Halbjahr des Vorjahres. Durch den Rückgang bei Bewegungen und Frachtflügen reduzierte sich das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 5,1 Prozent auf 3.810.878 Tonnen. Das Frachtvolumen (Luftfracht und Trucking) sank um 6,2 Prozent auf 122.872 Tonnen.

Umsatzentwicklung in den Segmenten

Die Umsätze des Segments Airports stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,2 Mio. Euro bzw. 7,7 Prozent auf 156,5 Mio. Euro. Das Segment Handling verzeichnete einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse um 1,8 Prozent auf 79,2 Mio. Euro, was vor allem auf den Rückgang im Cargobereich trotz Verbesserung im Juni zurückführen ist. Das Segment Retail & Properties erzielte ein Plus von 1,7 Prozent auf 60,6 Mio Euro. Die Umsätze des Sonstigen Segments stiegen um 6,5 Prozent auf 8,5 Mio. Euro.

Investitionsausgaben

Von den insgesamt 37,0 Mio. Euro Investitionen im ersten Halbjahr 2013 entfielen mit 23,3 Mio. Euro der Großteil auf die Generalsanierung der Piste 16/34 sowie weitere 4,6 Mio. Euro auf den Ausbau eines Speditionsgebäudes. Für das Gesamtjahr 2013 werden nunmehr verringerte Investitionen von rund 100 Mio. Euro erwartet.

Verkehrsentwicklung Juli 2013: Minus bei Passagieren, Plus bei Fracht

Die Anzahl der abgefertigten Passagiere sank im Juli 2013 im Vergleich zum Juli 2012 um 1,3 Prozent auf insgesamt 2.165.015 Fluggäste. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem Kapazitätsreduktionen bei den Fluglinien, beispielsweise durch die Umrüstung der Langstreckenflugzeuge der Austrian Airlines Group.

Die Flugbewegungen verzeichneten einen Rückgang von 4,2 Prozent und das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) sank um 0,7 Prozent. Das Frachtaufkommen stieg um 7,7 Prozent. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Juli 2013 einen Rückgang von 1,5 Prozent gegenüber dem Juli 2012. Die Anzahl der Lokalpassagiere ist im selben Zeitraum um 1,1 Prozent gesunken.

Osteuropa verzeichnete bei den Passagierzahlen im Vergleich zum Juli 2012 ein Minus von 2,1 Prozent. Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg um 1,1 Prozent. Der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete im Juli 2013 einen Passagierrückgang von 15,7 Prozent.

Auflistung der Verkehrsergebnisse

  Juli 2013 Veränderung in Prozent Januar bis Juli 2013 Veränderung in Prozent
Passagiere: 2.165.015 -1,3 12.406.751 -1,7
Lokalpassagiere: 1.444.187 -1,1 8.593.077 0,3
Transferpassagiere: 718.370 -1,5 3.800.460 -5,5
Maximum Take Off Weight (in Tonnen): 719.858 -0,7 4.530.736 -4,4
Flugbewegungen (an + ab): 21.129 -4,2 133.935 -6,0
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking): 20.430 7,7 143.302 -4,5

 

Zusatzflüge am Dortmund Airport wegen Urlaubswelle

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In den ersten drei Wochen der Sommerferien wurden am Dortmund Airport bereits rund 160.000 Passagiere gezählt. Zur Ferienhalbzeit scheinen damit die für die gesamten Ferien erwarteten 250.000 Fluggäste sogar noch übertroffen zu werden, sodass mehr Flüge durchgeführt werden. Das beliebteste Reiseziel ist bisher wie erwartet Mallorca. Fast 30.000 Reisende nutzen die Verbindung auf die Balearan-Insel.

Aufgrund der hohen Nachfrage setzt nun Ryanair in der schulfreien Zeit Zusatzflüge ein: Malaga wird damit nun vier, Porto und Girona jeweils drei Mal wöchentlich angeflogen. Darüber hinaus ist die portugiesische Stadt Faro drei Mal in der Woche bis Ende September ab Dortmund erreichbar.

"Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass Ryanair am Dortmund Airport so gut angenommen wird. Wir erwarten schon bald den 100.000. Ryanair Gast!" erklärte Flughafensprecher Sebastian Scheske. Traditionell verzeichnet der Dortmunder Flughafen während der Sommerferien die meisten Fluggäste. Bis zu 20 Prozent mehr Passagiere als in durchschnittlichen Monaten starten dann in Dortmund ihre Flugreise.

Fortschritte beim A400M: Runway-Tests und Jungfernflug

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Der erste Luftfrachter A400M von Airbus Military für die türkischen Luftstreitkräfte TAF (Turkish Air Force) hat seinen Jungfernflug und damit einen Meilenstein auf dem Weg zur Auslieferung absolviert. Das Flugzeug mit der Bezeichnung MSN9 hob am 09. August um 13:56 Uhr Ortszeit von Sevilla, Spanien, ab und setzte nach fünf Stunden und 30 Minuten wieder zur Landung auf.

Das A400M Programm für die TAF, die zehn Maschinen bestellt hat, macht auch bei der Ausbildung gute Fortschritte. Am Airbus Military International Training Centre in Sevilla werden bereits TAF Piloten, Frachtpersonal und Wartungstechniker auf dem Muster geschult.

Untertessen führt Airbus Military eine neue Testreihe zur Leistungsfähigkeit der A400M auf unbefestigten Runways durch. Die Abbildung zeigt die Maschine mit der Bezeichnung MSN2 beim Abheben vom Ablitas-Testgelände bei Zaragoza in Spanien.

Austrian Airlines nun mit komplett neuer Langstrecken-Kabine

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Ab sofort genießen Passagiere auf allen Austrian Langstreckenflügen die Vorzüge der neuen Kabine. Dazu gehören neben einem neuartigen Sitzkomfort in der Economy Class, ein modernes Bord-Entertainment-System für non-stop Unterhaltung on demand sowie innovative Business Class Sitze, die sich zu völlig flachen Betten umwandeln lassen. In Summe wurden 2.538 neue Sitze auf den vier B777 und den sechs B767, die zur Austrian Langstrecken-Flotte gehören, eingebaut.

Eine ausgeklügelte Sitzaufteilung sorgt für einen ungestörten Flug: In der Business Class der Boeing 777 haben vier von fünf Fluggästen in einer Reihe direkten Gangzutritt, in der Boeing 767 sogar jeder Business Class Passagier. Wie gewohnt werden Austrian Passagiere auch weiterhin mit preisgekröntem Service und erstklassigen DO & CO Köstlichkeiten verwöhnt. In der Business Class werden die Menüs durch Flying Chefs verfeinert.

Durch die Umrüstung der Kabine hat die Zufriedenheit der Kunden einen deutlichen Sprung nach oben gemacht: Um 31 Prozentpunkte konnte die Zufriedenheit unter den Langstrecken-Passagieren seit der Einführung der neuen Kabine gesteigert werden. Damit erreicht Austrian Airlines auch innerhalb des weltweiten Luftfahrtbündnisses Star Alliance eine Spitzenwertung.

Austrian CCO Karsten Benz dazu: "Wir freuen uns, dass unsere Kunden von der neuen Kabine begeistert sind. Die signifikante Steigerung der Zufriedenheit bestätigt uns, dass sich die Investition von über 90 Millionen Euro gelohnt hat."

75-jähriges Jubiläum: Nonstop Transatlantik-Flug der Focke-Wulf Fw 200

Tausende Menschen hatten sich auf dem Floyd-Bennett-Field am Flughafen New York eingefunden. Kurz vor 16:00 Uhr Ortszeit landete eine Focke-Wulf Fw 200 "Condor" unter dem Jubel der Schaulustigen. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen D-ACON war am Tag zuvor von Berlin zu diesem Sonderflug nach New York gestartet. Besatzung und Maschine meisterten die rund 6.000 Kilometer über den Atlantik nonstop in knapp 25 Stunden – eine aviatische Sensation und neuer Weltrekord.

Pilotiert wurde die Maschine von Alfred Henke, einem Flugkapitän der "ersten", alten Lufthansa, deren Liquidation die Alliierten 1945 eingeleitet hatten. Der Rekordflug der Focke-Wulf Fw 200 jährte sich am 10. August zum 75. Mal – zu diesem Anlaß ist die "Condor" gewissermaßen wieder nach New York unterwegs –  als Postkarten-Motiv an Bord eines Lufthansa Flugzeugs: In Erinnerung an die aviatische Pionierleistung vom am 11. August 1938 transportiert Lufthansa auf Flug LH400 eine bebilderte Jubiläums-Luftpost für Liebhaber.

Einzigartiger Reisekomfort mit der Focke-Wulf Fw 200

Als erstes viermotoriges Landverkehrsflugzeug der Welt deutete die Fw 200 mit ihrer Rekordzeit die Möglichkeiten eines transatlantischen Luftverkehrs an. Das revolutionäre Flugzeug bot Platz für 26 Passagiere, die in bequemen Polstersesseln reisten. Zum ersten Mal konnten auch speziell ausgebildete Stewardessen an Bord eingesetzt werden, die sich um das Wohl der Passagiere kümmerten. Dies waren nur einige von vielen Anforderungen, die Lufthansa bei der Konzeption der Maschine an den Hersteller Focke-Wulf-Flugzeugbau GmbH stellte.

Die Postkarten wurden nach der Ankunft in New York um 12:45 Uhr Ortszeit mit einem speziellen Stempel versehen und wieder an die Absender in Berlin überbracht. Mit einer Flugdauer von rund acht Stunden und 30 Minuten reisen Fluggäste wie Postkarten um einiges schneller nach Amerika als vor 75 Jahren; und dank sieben täglicher Verbindungen der Lufthansa ab Frankfurt, München und Düsseldorf auch deutlich flexibler.

Auch heute noch Vorreiter in Sachen Technologie

Bereits die "erste" Lufthansa war schon, wie das Beispiel Focke-Wulf Fw 200 zeigt, ein Pionier der Luftfahrt. Auch die Lufthansa Group steht mit ihren Fluggesellschaften und den Betrieben von Lufthansa Technik für technische und fliegerische Kompetenz. So bringt der Konzern in enger Zusammenarbeit mit renommierten Flugzeugherstellern seine Erfahrung und technische Kompetenz in die Entwicklung neuer Flugzeugmodelle ein.

Als Vorreiter zeigt sich Lufthansa auch bei der Erprobung von Biokraftstoffen im regulären Flugbetrieb. Sie war es, die im Januar 2012 den ersten Transatlantik-Linienflug von Europa in die USA mit Biokraftstoff durchführte. Eine mit 40 Tonnen Biokerosingemisch betankte Boeing 747-400, flog von Frankfurt nach Washington, DC. Zuvor war der Einsatz von Biokraftstoff sechs Monate lang auf der Strecke von Frankfurt nach Hamburg erprobt worden.

Mit Beginn des zweiten Weltkriegs zeigte auch das nationalsozialistische Regime sein Interesse an der Fw 200. In den Folgejahren wurde die Maschine auch für militärische Zwecke genutzt, primär als Transport- und Aufklärungsflugzeug, aber auch als Bomber. Für die zivile Luftfahrt konzipiert, erwies sich die "Condor" im Militäreinsatz jedoch als wenig tauglich. Nach dem Krieg konnte das revolutionäre Langstreckenflugzeug sein Potenzial in der zivilen Luftfahrt – auch aufgrund des technischen Fortschritts – nicht mehr entfalten.

Letztes Exemplar einer Fw 200 aus Fjord geborgen

Airbus, Rolls-Royce, die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung und Lufthansa Technik restaurieren derzeit das vermutlich letzte Exemplar der Fw 200. 1981 wurden dessen Überreste in einem Fjord beim norwegischen Trondheim geortet. Das Flugzeug war im Februar 1942 aufgrund eines technischen Defekts notgewassert und lag seitdem in über 60 Metern Tiefe. 1999 wurde es schließlich geborgen. Lufthansa Technik bringt ihre Kompetenz in das Gemeinschaftsprojekt mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin, Airbus in Bremen und Rolls-Royce Deutschland in Berlin-Dahlewitz ein, um das durch das Salzwasser schwer beschädigte Flugzeug zu restaurieren. Fliegen wird die "Condor" zwar nicht wieder, aber sie soll zumindest über eine Startpiste rollen.

Tiefflug gegen Tiefflieger: Insekten stören Aerodynamik an Tragflächen

Jeder Autofahrer kennt das: Insekten auf der Windschutzscheibe. Bei Flugzeugen ist das nicht anders. An warmen Tagen kollidieren manchmal ganze Insektenschwärme in Bodennähe mit startenden und landenden Flugzeugen. Wie diese großflächigen Verunreinigungen besonders die Umströmung neuartiger Tragflächen stören und damit anvisierte Treibstoffeinsparungen gefährden, untersuchen Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Airbus.

Extrem tiefe Flüge des größten DLR-Forschungsflugzeugs ATRA über den Flugplatz Magdeburg-Cochstedt zeigten den Strömungsexperten, wie die kleinen Flügeltiere den Flugverkehr beeinflussen. Das Ziel sind zukünftige Hightechflügel mit Insektenschutz.

Insekten stören Laminarhaltung an der Tragfläche

"Im Rahmen unserer Forschungsarbeiten an der sogenannten Laminartechnologie verfolgen wir zusammen mit Airbus das Ziel, Verkehrsflugzeuge bei Umweltverträglichkeit, Lärmemissionen und Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern", sagt Dominic Gloß vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik. "Die vielen Insekten, die auf die vorderen Bereiche der Flügel treffen, verhindern das Ausbilden großer laminarer, reibungsarmer Bereiche der Tragfläche und machen damit das Ziel der Treibstoffersparnis durch Laminarhaltung zu Nichte".

Im Bereich der Laminartechnologie werden moderne Kohlefaser-Tragflächen erforscht. Die Flügel der Zukunft werden für die Reduzierung des Reibungswiderstandes besonders glatte Oberflächen besitzen müssen, damit ein deutlich geringerer Widerstand erzielt werden kann, als bei heutigen Tragflügeln. Glatte Tragflächen bewirken eine Verlängerung der widerstandsarmen laminaren Laufstrecke der umströmenden Luft, die sogenannte Laminarhaltung.

Tiefflug wirkt wie Starts und Landungen

"Zukünftig sollen besondere vordere Klappen, die bei Start- und Landung zur Steigerung des Auftriebs ausgefahren werden, die Flügel zusätzlich vor Insektenverschmutzung schützen", so Gloß. Der DLR-ATRA (Advanced Technology Research Aircraft), ein zum Forschungsflugzeug umgebauter Airliner vom Typ Airbus A320, wurde für die Wissenschaftler zum fliegenden Labor für die neue Technologie: "Wir fliegen mit dem ATRA für unsere Versuche sogenannte Platzrunden. Jeder Testpunkt beinhaltet etwa zehn Überflüge am Flugplatz in geringer Höhe", erklärt der Braunschweiger Forscher. "uInsekten fliegen typischerweise sehr tief, was eine Untersuchung im Flug zur besonderen Herausforderung macht." Nur selten sind sie in Höhen über 200 Meter zu finden. Ihre Anzahl nimmt drastisch mit der Höhe ab.

"Vom DLR-Standort Braunschweig aus haben wir jeweils mit dem ATRA Kurs auf den Flughafen Magdeburg-Cochstedt genommen", berichtet Testpilot Stefan Seydel. "Spannend waren die einzelnen Überflüge über den Flughafen, mit denen Starts und Landungen eines Verkehrsflugzeuges simuliert wurden", ergänzt der Leiter der DLR-Flugabteilung in Braunschweig und fügt hinzu: "In etwa 15 Metern über Grund fliegend war es das Ziel, in möglichst kurzer Zeit den im Alltag eigentlich unerwünschten Insektenbefall in typischen Start- und Landekonfigurationen gezielt herbeizuführen."

Spuren der Insekten auf Klebefolie

Bis zu 30 solcher Tiefflüge mit anschließendem Durchstarten absolvierten die Testpiloten des DLR an einem Tag. An insgesamt vier speziell nach dem zu erwartenden Insektenaufkommen ausgewählten Tagen zwischen dem 23. Juli und 06. August fanden die Versuchsflüge statt. "Die vielen tiefen Überflüge geben uns ein gutes Bild, an welchen Stellen die Insekten am Flugzeug anhaften", sagt DLR-Forscher Gloß. Auf einer Reihe von Klebefolien haben Gloß und seine Kollegen die Insekten eingefangen und speisen nun ihre Computermodelle mit den Insektenmustern. "Die Ergebnisse nutzen wir im Rechner für zukünftige aerodynamische Tragflächen-Entwürfe zur Weiterentwicklung der Laminartechnologie."

Vom Segelflieger lernen: völlig glatte Flügelflächen

Der Blick der Wissenschaftler reicht dabei über den Entwicklungsstand heutiger Verkehrsflugzeuge hinaus. Viele Oberflächenunebenheiten durch Nieten, Stufen und Fugen stören bisher auf den Tragflächen. Auf dem Weg zum Laminarflügel müssen die Forscher diese Strömungshindernisse aus den Entwürfen verbannen: "Die Entwicklung von Flügeln mit einer strömungsgünstigeren Oberflächenqualität stellt eine große Herausforderung dar, ist technisch aber machbar", so Gloß. Zukünftige Laminarflügel orientieren sich dabei an den glatten, strömungsoptimierten Tragflächen heutiger Segelflieger, werden aber deutlich größer ausfallen.

Mit Kohlefaserflügeln der Zukunft, ohne störende Unebenheiten und Verunreinigungen durch Insekten, lässt sich der Treibstoffverbrauch senken. Den nötigen Schutz werden Vorderkantenklappen an den neuartigen Tragflächen liefern: Ein Insektenschutz zum Spritsparen sozusagen, deren Design auch von den jetzt durchgeführten Flugversuchen beeinflusst wird.

Mit den Testflügen am Flughafen Magdeburg-Cochstedt ist ein erster Schritt im Projekt ProWinGS (Performance Development for Wing Design, Ground Test and Simulations), gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des vierten Luftfahrtforschungsprogramms, getan. Weitere vereinzelte Versuchsflüge sind für Ende August anvisiert.

Bahnsperrungen am Hamburger Flughafen wieder aufgehoben

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Die Start- und Landebahn 05/23 (Langenhorn/Niendorf) am Hamburg Airport ist wieder für den Flugverkehr freigegeben. Die umfangreichen Kranarbeiten konnten rechtzeitig beendet werden. Der Flugverkehr verteilt sich wieder auf alle derzeit nutzbaren Start- und Landerichtungen.

Aufgrund der notwendigen grundhaften Erneuerung ist die Start- und Landebahn 05/23 (Langenhorn/Niendorf) bereits seit Anfang April ab dem Bahnkopf 05 (Niendorf) um ca. 800 m verkürzt. Die Bahn 05/23 wird weiterhin genutzt, lediglich eine Landung 05 (über Stellingen/Niendorf) ist bis Ende der Baumaßnahmen Mitte September nicht möglich. Hamburg Airport bedankt sich nochmals für das Verständnis der Baumaßnahmen und die daraus resultierende Nutzungsänderung der Start- und Landebahnen.

Brand in Frachtmaschine legt Leipzig/Halle Airport vorrübergehend lahm

Am Flughafen Leipzig/Halle brach heute an Bord einer mit Küken beladenen Frachtmaschine vom Typ Antonow 12 ein Feuer aus. Die Werkfeuerwehr des Flughafens war mit rund 60 Einsatzkräften und 15 Großlöschfahrzeugen im Einsatz. In Folge des Feuerwehreinsatzes war der Flughafen von 02:08 Uhr bis 03:00 Uhr geschlossen.

Die Besatzung der Frachtmaschine konnte sich in Sicherheit bringen. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung sowie die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Ermittlungen aufgenommen. Bereits ab 03:00 Uhr lief der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig/Halle aber wieder regulär, der Passagierflugbetrieb war von der Schließung des Airports nicht betroffen.

Berliner Flughäfen schon mit fast 15 Millionen Passagieren

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Entgegen der Marktentwicklung geht in Berlin und Brandenburg das Luftverkehrs-Wachstum weiter: In den ersten sieben Monaten des Jahres nutzten insgesamt 14.899.677 Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel, ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Passagierrückgang in Schönefeld, Zuwachs in Tegel – Fracht legt zu

Von Januar bis Juli wurden in Tegel 11.089.946 Fluggäste gezählt, das sind 9,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden am Flughafen Schönefeld bis Juli 3.809.731 Passagiere abgefertigt, 7,1 Prozent weniger als in Vergleichszeitraum 2012. Die Zahl der Flugbewegungen insgesamt sank im Zeitraum Januar bis Juli auf insgesamt 137.519 Start und Landungen, ein Rückgang um 1,3 Prozent.

In Schönefeld sank die Zahl der Flugbewegungen im Vorjahresvergleich auf 37.479. Das entspricht einem Rückgang von 10,5 Prozent. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg um 2,7 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel in den ersten sieben Monaten des Jahres 100.040 Flugbewegungen registriert.

Bei der Luftfracht konnten von Januar bis Juli 2013 an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 18.978 Tonnen registriert werden, ein Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Verkehrszahlen allein für Juli 2013

Im Monat Juli 2013 nutzten insgesamt 2.502.630 Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel – ein Plus von 4,2 Prozent zum Vergleichsmonat des Vorjahres. In Tegel konnten im Monat Juli 1.871.413 Passagiere registriert werden, 8,7 Prozent mehr als im Juli 2012. Auf dem Flughafen Schönefeld wurden im vergangenen Monat 631.217 Fluggäste gezählt. Das sind 7,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Gesamtzahl der Flugbewegungen belief sich im Juli auf 21.466 Starts und Landungen, ein Rückgang um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die beförderte Luftfracht verzeichnete im Juli ein Wachstum von 8,7 Prozent auf 3.133 Tonnen.

Flugtests bestanden: Konzept für flexible Radarsensoren

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Cassidian, die Verteidigungsdivision von EADS, hat ein luftgestütztes Bodenüberwachungsradar entwickelt, das mit einzigartiger Flexibilität auf verschiedenen bemannten und unbemannten Plattformen zur Detektion von Zielen an Land wie auf See eingesetzt werden kann. In einer groß angelegten Flugtest-Kampagne vom schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Hohn aus bewies Cassidians „SmartRadar“ höchste Detektionsleistungen jetzt auch mit unterschiedlichen Seeaufklärungs-Modi.

 

Damit wurde Cassidians Konzept eines Software-definierten Sensors, der mit geringem Anpassungsaufwand für verschiedene Überwachungsaufgaben eingesetzt werden kann, bestätigt. Die Verwendung einer speziellen modularen Architektur erlaubt die Skalierbarkeit von Bandbreite, Frequenzband und Prozessierungsleistung. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber herkömmlichen Radaren, die in der Regel für eine bestimmte Aufgabe in engen Frequenzbändern optimiert sind.

Kühlkonzept erlaubt verschiedene Trägerplattformen

Die schnelle Adaption an neue operationelle Anforderungen durch einfach konfigurierbare Firm- und Software macht das SmartRadar in Kombination mit einem variablen Kühlkonzept geeignet für eine Vielzahl von bemannten und unbemannten Plattformen unterschiedlicher Größe. Eine Ausprägung des SmartRadars ist in einen Pod mit einem autark arbeitenden Kühlsystem integriert, wodurch eine Adaption an unterschiedliche Missionsflugzeuge leicht möglich ist.

Das neuartige Technologiekonzept in Verbindung mit den innovativen und äußerst leistungsfähigen Echtzeit-Modi wurde im Auftrag des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAInBw) bereits mehrfach erfolgreich erprobt. Zuletzt wurden im vergangenen Jahr bei zwei Flugkampagnen überragende Aufklärungsergebnisse über Land erzielt.

AESA nutzt mehrere Sende- und Empfangsmodule

Ein wesentlicher Anteil der Leistungsfähigkeit des Radars beruht auf der neuesten AESA-Radartechnologie (AESA = Active Electronically Scanning Array). Dabei wird eine Vielzahl von Sende- und Empfangsmodulen in der Antenne verwendet, die von Cassidian in einer eigenen Microwave Factory entwickelt und gefertigt werden. Cassidian ist in Europa der Vorreiter dieser Technologie und liefert ähnliche Sende- und Empfangsmodule u.a. für den Erdbeobachtungs-Satelliten TerraSAR, für das Radar der neuen F125-Fregatten der Deutschen Marine und für die SPEXER 2000 Grenzüberwachungsradare.

22.000 Einsätze für DRF-Rettungshubschrauber aus Greifswald

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Auf der Insel Usedom hatte ein 64-jähriger Mann in einer Ferienanlage einen schweren Kreislaufkollaps erlitten und musste dringend notärztlich versorgt werden. Nur zwei Minuten nach der Alarmierung war "Christoph 47" in der Luft und landete wenig später zu seinem 22.000. Einsatz direkt am Notfallort. Notarzt und Rettungsassistentin der DRF Luftrettung übernahmen umgehend die Versorgung des Mannes.

Nachdem der Patient, der kurzzeitig das Bewusstsein verloren hatte und über starke Schmerzen klagte, stabilisiert war, wurde er an Bord von "Christoph 47" innerhalb von 13 Minuten in das Greifswalder Universitätsklinikum transportiert. Internistische Erkrankungen wie diese sind die häufigsten Einsatzgründe für den Greifswalder Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung.

Luftrettung essentiell für Küstenregion

Pilot Burkhard Piper erläutert die Bedeutung des Hubschraubers für die Region: "Besonders für die Bewohner der umliegenden Inseln, wie beispielsweise Usedom, Rügen oder Hiddensee ist die Rettung aus der Luft sehr wichtig. Die oft langen Transportwege können wir mit unserem Hubschrauber schnell überbrücken, so dass Patienten innerhalb weniger Minuten in den für sie geeigneten Kliniken sind. Gerade in der Urlaubszeit sind wir nahezu täglich auf den Inseln im Einsatz. Ein weiterer Notfall führte uns heute auf die Insel Hiddensee. Eine 73-jährige Frau war beim Wandern gestürzt und hatte sich Frakturen zugezogen. Schnellstmöglich haben wir sie nach der medizinischen Versorgung in die Stralsunder Klinik geflogen."

Einsatzgebiet des Rettungshubschraubers Christoph 47

Der in Greifswald stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung ist täglich an 365 Tagen im Jahr von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Er ist mit erfahrenen Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten besetzt und medizintechnisch voll ausgestattet. "Christoph 47" wird in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte angefordert. Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern kann er in maximal 15 Minuten erreichen.

Austrian Airlines mit weniger Kapazität und hoher Auslastung im Juli

Die Passagierzahl der Austrian Airlines Group ist im Zeitraum Januar bis Juli 2013 gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf rund 6,4 Millionen Passagiere zurückgegangen. Grund dafür ist, dass Austrian Airlines die Kapazität gezielt um 6,1 Prozent zurückgenommen hat. Im Rahmen der Flottenharmonisierung hat die heimische Fluglinie die Flotte um vier Mittelstreckenflugzeuge reduziert.

Zusätzlich hat sie im Zeitraum Januar bis Juli 2013 bis zu zwei Langstreckenflugzeuge weniger eingesetzt und mit der neuen Kabine ausgestattet. Die Passagierkilometer (RPK) sind um 4,6 Prozent zurückgegangen. Die Auslastung (Passagierfaktor) verbesserte sich gegenüber Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 77 Prozent.

Kapazitäten und Passagierzahlen reduziert, Auslastung erhöht

In der isolierten Betrachtung des Monats Juli 2013 beförderte Austrian Airlines über 1,1 Millionen Passagiere. Das entspricht einem leichten Minus von 0,6 Prozent. Das Angebot gemessen in ASK ist auf Grund der neu eingeführten Chicago-Flüge um 0,8 Prozent gestiegen. Darüber hinaus befand sich im Juli ein Langstrecken-Flugzeug im Umbau. Austrian Airlines hatte deshalb auf einigen Langstrecken-Destinationen zeitweise gezielt Frequenzreduktionen vorgenommen.

Die Passagierkilometer (RPK) sind um 1,1 Prozent zurückgegangen. Die Auslastung der Flüge ist um 1,6 Prozentpunkte auf 83,5 Prozent gesunken. Dies ist auf den Umbau der Langstreckenkabine zurückzuführen und auf einer währungsbedingt geringeren Nachfrage auf Japan-Flügen. Karsten Benz, Chief Commercial Officer von Austrian Airlines: "Wir haben im Juli weniger Flüge angeboten als im Vorjahr und daher wie erwartet weniger Passagiere befördert. Trotzdem ist es uns gelungen, im Juli die 80-Prozent Marke bei der Auslastung wieder deutlich zu überschreiten. Produktivität und Wirtschaftlichkeit sind auf Kurs."

Europa-Geschäft

Im Juli 2013 sind 954.600 Passagiere in Europa mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 0,5 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 2,1 Prozent-punkte auf 81,7 Prozent gesunken. Im Zeitraum Januar bis Juli 2013 sind in Europa rund 5,5 Millionen Passagiere mit Austrian Airlines geflogen. Das entspricht einem Minus von 1,6 Prozent. Die Auslastung ist um 2,3 Prozentpunkte auf 75,6 Prozent gestiegen.

Interkontinental-Verkehr

Im Juli 2013 befand sich ein Langstrecken-Flugzeug im Umbau. Daher hat Austrian Airlines um 6,8 Prozent weniger Passagiere befördert als im Vorjahr. In Summe sind im Juli 2013 153.900 Passagiere auf Interkontinental-Flügen mit Austrian Airlines geflogen. Die Auslastung ist um 1,0 Prozentpunkt auf 85,5 Prozent zurückgegangen. Im Zeitraum Januar bis Juli 2013 sind 910.500 Passagiere auf Interkontinental-Flügen mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 8,1 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 0,3 Prozentpunkte auf 78,3 Prozent gestiegen.

Airbus A380 der British Airways fliegt Route London-Frankfurt

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Letzten Freitag landete zum ersten Mal ein Airbus A380 mit der blau-roten Heckflosse der British Airways (BA) in Frankfurt. Hintergrund ist die Einführung des neuen Flugzeugmusters in das Streckennetz der Airline, die das Flugzeug künftig auf Langstrecken einsetzen wird. BA erhält derzeit die ersten von 12 bestellten Exemplaren dieses Flugzeugtyps.

"Ich freue mich sehr, dass wir schon heute Fluggäste auf dem Weg von Frankfurt nach London und zurück in unserem brandneuen Airbus A380 begrüßen können. Einführung und Handling am Boden laufen wie geplant, wofür wir auch der Fraport AG danken", sagt Katja Selle, Regional Commercial Manager, Central and East Europe, British Airways. Die Airline setzt ihren ersten Airbus A380 nur für kurze Zeit bei einigen Flügen auf der Kurzstrecke von London-Heathrow nach Frankfurt ein.

Flughafen Frankfurt als erster fit für A380

"Dass British Airways mit der A380 nach Frankfurt fliegt, zeigt, dass wir einen guten Ruf als zuverlässiger Partner der Airlines haben. Mit frühzeitigen Investitionen in unsere Infrastruktur haben wir erfolgreich die Weichen für den Betrieb der A380 in Frankfurt gestellt und unsere Position als einer der wichtigsten Umsteigeflughäfen gestärkt", meint dazu Peter Schmitz, Vorstand Operations der Fraport AG.

Der Flughafen war im Jahr 2005 der weltweit erste "A380-taugliche" Airport: Nicht nur die erste Landung eines Prototyps auf einem zivilen Flughafen fand hier statt, auch die Abfertigungs- und Evakuierungstests für das größte Passagierflugzeug der Welt hat der Hersteller Airbus in Frankfurt durchgeführt.

Nach Lufthansa, Korean Air, Thai Airways und Singapore Airlines ist British Airways die fünfte Fluglinie, die den Flughafen Frankfurt mit der A380 im Passagierdienst anfliegt. Das Unternehmen gehört zu den langjährigen Kunden des Frankfurter Flughafens: bereits seit 1938 fliegt die Airline nach Frankfurt, damals allerdings noch unter dem Namen Imperial Airways.

A321 für Philippine Airlines übergeben – 43 weitere Maschinen folgen

Philippine Airlines (PAL) hat gestern ihren ersten Airbus A321 am Airbus-Auslieferungszentrum in Hamburg übernommen. Es ist das erste von 64 Airbus-Flugzeugen, die von der Airline 2012 im Rahmen eines umfassenden Flottenmodernisierungsprogramms bestellt wurden. Der gesamte Auftrag beläuft sich auf 44 A321- und 20 A330-Flugzeuge.

Philippine Airlines hat für seine A321 eine Zweiklassenkabine mit 12 Plätzen in der Business Class and 187 Plätzen in der Economy Class gewählt. Die Airline wird ihre neue A321 in erster Linie auf internationalen Routen im asiatischen Raum sowie auf ausgewählten Inlandsflügen betreiben.

"Wir freuen uns sehr auf die A321 – nicht nur, weil ihre Größe für unsere Erweiterungspläne genau richtig ist, sondern auch wegen ihrer unglaublichen Flexibilität, die es uns ermöglicht, mit dem Flugzeug ganz spezifische Routenanforderungen zu erfüllen", sagte Ramon Ang, President und CEO von Philippine Airlines. "Mit der A321 können wir unsere Kapazität ohne Kompromisse beim Komfort erhöhen und unseren Passagieren eine Auswahl zwischen der Premium Class und einer großen Reihe an günstigen Tarifen bieten."

"Die Ergänzung der Flotte von PAL durch die A321 spiegelt einen allgemeinen Trend hin zu größeren Flugzeugtypen in allen Kategorien wider, einschließlich des Single-Aisle-Markts", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Mit der A321 wird PAL von den zusätzlichen Sitzplätzen und unschlagbaren Betriebskosten des Flugzeugs profitieren und seinen Passagieren zugleich ein einmaliges Flugerlebnis bieten können. Wir sind sicher, dass die A321 ein großer Gewinn für die Airline sein wird und sie auf dem schnell wachsenden asiatischen Markt noch wettbewerbsfähiger machen wird."

Die A321 ergänzt die Airbus-Flotte von Philippine Airlines, die bereits 22 auf Inlands- und regionalen Flügen eingesetzte Flugzeuge der A320-Familie umfasst, sowie neun Flugzeuge, die von seiner Low-Cost-Tochter PAL Express betrieben werden. Die Fluggesellschaft betreibt außerdem acht A330-Großraumflugzeuge auf Routen mit hoher Kapazität in ganz Asien sowie sieben A340-300 auf ihren Langstrecken-Verbindungen.

Nach der Einführung der A321 wird Philippine Airlines die erste ihrer 20 neuen A330 im dritten Quartal dieses Jahres übernehmen. Der Carrier integriert zurzeit auch vier A340-300 in seine Flotte, die für die neuen Direktverbindungen nach Europa eingesetzt werden sollen.

Die A321 ist das größte Mitglied der erfolgreichen A320-Familie und bietet die niedrigsten Sitzmeilenkosten aller heutigen Single-Aisle-Flugzeuge. Wie die anderen Mitglieder der A320-Familie bietet das Flugzeug eine größere Kabine als die konkurrierenden Single-Aisle-Produkte, so dass breitere Sitze, ein breiterer Gang und mehr persönlicher Raum verfügbar sind. Bis heute wurden über 9.800 Flugzeuge der A320-Familie bestellt und mehr als 5.600 an über 385 Kunden und Betreiber weltweit ausgeliefert.

SATCOM verkürzt Lufthansas Flugrouten

SATCOM ist das Schlagwort, das derzeit bei Lufthansa Cargo die Runde macht. Dahinter verbirgt sich ein Satellitenkommunikations-System, das die Frachtflugzeuge des Logistikspezialisten der Lufthansa Group noch effizienter fliegen lässt. Im Juli hat Lufthansa Cargo die Ausstattung aller 18 Maschinen ihrer MD-11-Flotte vollständig abgeschlossen. Der Einbau startete im Sommer 2012 und ist auch ein Gewinn für die Umwelt.

Dank des neu installierten Systems kann Lufthansa Cargo auf zahlreichen Strecken direktere Flugrouten nehmen. Ein Beispiel: Die mit SATCOM mögliche Routenverkürzung von Hongkong und Guangzhou in China ins Kasachische Almaty spart jährlich rund 2.000 Tonnen Treibstoff und 6300 Tonnen CO2. Das entlastet die Kostenseite und zahlt auf die Umweltziele der Lufthansa Group ein: Bis 2020 wollen die Fluggesellschaften des Konzerns die spezifischen Emissionen sogar um ein Viertel gegenüber 2006 senken.

Wenn Lufthansa Cargo Ende des Jahres die ersten zwei von fünf bestellten Frachtflugzeugen des Typs Boeing 777F erhält, sind weitere Steigerungen der Treibstoffeffizienz in realisierbar: Dieser Flugzeugtyp gilt als das modernste, effizienteste und leiseste Flugzeug seiner Klasse. SATCOM solll dort auch zum Einsatz kommen.