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Vereinbarung für ADS-B-Flugzeugortungssystem über Satellit

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Dass aus dem All ADS-B-Signale von Flugzeugen empfangen werden können und so ihre Route verfolgt werden kann, haben Forscher des DLR am 23. Mai 2013 bewiesen. An diesem Tag ging das erste Mal das Empfangsgerät an Bord des Satelliten Proba V in Betrieb und ortete Flugzeuge aus 820 Kilometern Höhe. Nun soll es als europäisches System entwickelt werden.

Gemeinsam mit den industriellen Partnern SES TechCom in Luxemburg und Thales Alenia Space Germany wird das DLR dieses Projekt nämlich zum ersten europäischen satellitengetragenen ADS-B-Empfangssystem (Automatic Dependance Surveillance – Broadcast) ausbauen. Dazu unterschrieben die Partner heute, am 17. Oktober 2013, in Luxemburg in Anwesenheit der luxemburgischen Ministerin für Hochschulwesen und Forschung, Martine Hansen, eine Kooperationsvereinbarung.

Möglichkeit für lückenlose Erfassung erstmals gezeigt

Das war die Premiere für die weltweite Ortung von Flugzeugen aus dem All und ein wichtiger Schritt, um in Zukunft lückenlos Signale selbst aus entlegenen Gebieten wie den Ozeanen empfangen zu können“, betont Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstandsmitglied für Raumfahrtforschung und -technologie.

Über 100 Flugzeuge konnten die DLR-Wissenschaftler bei ihrem ersten Satellitenüberflug mit Empfang orten. Seitdem läuft das Experiment, dass das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme und das DLR-Institut für Flugführung entwickelt haben, rund um die Uhr und erfasst die ADS-B-Signale der Flieger. Das Datenzentrum betreibt der luxemburgische Partner SES TechCom bei dieser Mission.

Empirische Daten für Entwicklung nötig

Dem nächsten Ziel – der Weiterentwicklung des erstmals erprobten Systems – wollen die Wissenschaftler nun in ihrer Kooperation mit SES TechCom und Thales Alenia Space Germany näher kommen. „Das DLR hat mit der erfolgreichen Test-Mission erstmals empirische Daten gesammelt, die für die Weiterentwicklung mit den industriellen Partnern unverzichtbar sind“, betont DLR-Abteilungsleiter Jörg Behrens.

Mit dem satellitengestützten Empfang der Flugzeugsignale, die Informationen beispielsweise über Höhe und Geschwindigkeit der Flieger enthalten, sollen die Lücken geschlossen werden, die durch die begrenzte Reichweite von Empfangsstationen am Boden zurzeit entstehen. Fliegt ein Flugzeug in Gebieten mit einer schlechten Infrastruktur und somit wenigen Bodenstationen, kann das in regelmäßigen Abständen gesendete Signal nicht mehr erfasst werden.

Dies ist über den Ozeanen der Fall, aber auch in Gebieten, die nicht über Radarstationen verfügen. Flugrouten müssen deshalb in großen Distanzen voneinander verlaufen. Ändert ein Flugzeug unvorhergesehen seine geplante Flugroute, ist seine Position nicht mehr bekannt – die Bestimmung einer Absturzstelle etwa ist so kaum möglich.

Terrestrischer Abgleich der Datenerfassung per Satellit

Mit der aktuellen Erprobungsmission testen die Wissenschaftler zurzeit, wie genau die ADS-B-Signale von einem Empfänger im Weltall erfasst werden können oder auch mit welcher Signalstärke dies geschieht. Ein Abgleich mit den Daten von Luftüberwachungseinrichtungen zum Beispiel auf Island, in Portugal oder in Australien unterstützt die Analyse, mit welcher Zuverlässigkeit die Flugzeuge über dem Nord- und Mittelatlantik oder Australien satellitengestützt erfasst werden.

In Zukunft werden diese Ergebnisse des DLR in die gemeinsame Kooperation einfließen. „Wir vereinen unsere Kompetenzen, um die Kontrolle des Flugverkehrs und somit die Flugsicherheit der Zukunft weltweit zu optimieren“, betont DLR-Vorstandsmitglied Prof. Hansjörg Dittus. Gerhard Bethscheider von der SES TechCom ergänzt: „Der Wissenstransfer zwischen den einzelnen Partnern wird die Entwicklungsphase für ein solches System deutlich verkürzen.“

Das Team hat sich hohe Ziele gesetzt: „Dies wird uns helfen, die steigende Nachfrage im Luftverkehr zu meistern und die CO2-Emissionen zu verringern“, sagt Sven Carstensen von Thales Alenia Space Germany. In den nächsten fünf Jahren soll mit allen beteiligten Partnern dann eine Demonstrationsmission für weiterführende Fragestellungen geplant und umgesetzt werden.

Spatenstich für satellitengestützte Präzisionsanflughilfe in Frankfurt GBAS

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Spatenstich für die Bauarbeiten zur Errichtung der satellitengestützten Präzisionsanflughilfe "Ground Based Augmentation System" (GBAS) am Flughafen Frankfurt. Die Installation der Navigationseinrichtung am Boden soll ab 2014 erstmalig satellitengestützte Präzisionsanflüge an einem internationalen Luftverkehrsdrehkreuz in Europa ermöglichen.

Mit der Umsetzung von GBAS durch die Partner Fraport und DFS Deutsche Flugsicherung GmbH am Standort Frankfurt wird einmal mehr der internationale Modellcharakter des Flughafens Frankfurt in Sachen aktiver Lärmschutz unterstrichen und ein weiterer Punkt des Maßnahmenpaketes der Allianz für Lärmschutz umgesetzt. Fraport und DFS erhoffen sich damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Effizienz und zu lärmschonenden Anflugverfahren, die durch GBAS möglich werden.

Gekurvte Anflüge und steilerer Anfluggleitwinkel

Das neue Landesystem soll langfristig auch segmentierte oder gekurvte Anflüge ermöglichen – mit dem positiven Effekt einer Lärmentlastung auch in Gebieten unter dem Endanflugbereich. Darüber hinaus könnten sich für Frankfurt positive kapazitive und wirtschaftliche Effekte ergeben. Das neue System erlaubt es nach erfolgreicher Erprobung auch, den Anfluggleitwinkel auf allen Landebahnen von derzeit 3 auf 3,2 Grad anzuheben, was bislang ausschließlich auf der Landebahn Nordwest möglich ist.

Um das System umfassend nutzen zu können, ist jedoch neben der technischen Ausstattung am Boden eine entsprechende Ausrüstung der Flugzeuge notwendig. Über ein erstes Nutzungspotenzial verfügen derzeit die GBAS-fähigen Flugzeugtypen Airbus A380 und Boeing 747-8. Die Kosten für den Aufbau und die Nutzung der Bodenstation belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro.

Die neue Technik bringt gegenüber den momentan in Frankfurt angewandten Anflugverfahren wesentliche Vorteile: So verfügt etwa die Satellitennavigation auf Basis des amerikanischen Global Positioning System (GPS) derzeit über eine Genauigkeit von etwa zehn Metern. Diese Genauigkeit reicht für eine Präzisionslandung bei schlechten Sichtverhältnissen nicht aus, kann aber mit Hilfe einer GBAS-Bodenstation erreicht werden.

GPS-Signale werden durch Bodenstation verbessert

Auf diese Weise kann das anfliegende Flugzeug die eigene Position exakt bestimmen und den Endanflug sicher und präzise durchführen. Die von den Satelliten ausgestrahlten Signale werden von der GBAS-Anlage empfangen, mit der eigenen Position verglichen und als korrigiertes Signal zusammen mit den Anflugkoordinaten an die landenden Flugzeuge gesendet. Der Vorteil von GBAS liegt primär an der Vielfalt der Anflugverfahren, die mit einer einzigen Anlage angeboten werden können.

GBAS bietet bei Präzisionsanflügen eine digitale Führung und arbeitet nach dem sogenannten "Differential Global Positioning System"-Verfahren (DGPS). Bei diesem Verfahren wird die Genauigkeit und Integrität von GPS für das Flugzeug durch die Ausstrahlung von Korrekturdaten erhöht.

Wenn Flugzeuge in der Zukunft durchgängig mit den entsprechenden Bordempfängern ausgerüstet sind, kann GBAS das Instrumentenlandesystem (ILS) vollständig ablösen. Es bietet gegenüber dem ILS etliche Vorzüge: Bis zu 49 Anflüge auf verschiedene Pisten können von nur einer GBAS-Station unterstützt werden und das System muss deutlich seltener als ein ILS durch Flugvermessung überprüft werden.

Das Bild zeigt den Spatenstich für GBAS am Flughafen Frankfurt mit Stefan Naerlich, DFS, Leiter Navigationsdienste (links) und Dr. Pierre Dominique Prümm, Fraport AG, Leiter Flugbetriebs- und Terminalmanagement.

MICCA der DFS für die Flugsicherung Lettlands

Die Flugsicherung Lettlands Latvijas Gaisa Satiksme (LGS) setzt zukünftig den Mode S Interrogator Code Conflict Alerter (MICCA) der Deutschen Flugsicherung ein, mit dem Mode-S-Zielerfassungsprobleme in Echtzeit erkannt und dargestellt werden können.

Die Anwendung ermöglicht insbesondere die Identifizierung sogenannter Abfragecodekonflikte, die dazu führen, dass Luftfahrzeuge teilweise von einem oder mehreren Mode-S-Sensoren nicht erkannt werden.

Darstellung der Zielerfassungsprobleme graphisch

Mit MICCA lassen sich Zielerfassungsprobleme in Echtzeit graphisch darstellen. Es ist zum Beispiel möglich, die Anzahl der Probleme für jeden Sensor auf einer Zeitachse anzuzeigen. Auch lässt sich abbilden, wo genau ein Luftfahrzeug von einer Radaranlage verspätet oder gar nicht angezeigt wurde. Die DFS-Anwendung MICCA erkennt sowohl falsche als auch verspätete und fehlende Mode-S-Zielerfassungen, wie sie beispielsweise bei Abfragecode-Konflikten auftreten. Diese entstehen, sobald zwei Mode-S-Sensoren mit überlappendem Abdeckungsbereich für die Zielerfassung denselben Code verwenden. So werden Luftfahrzeuge möglicherweise von mindestens einem der Mode-S-Systeme im Überlappungsbereich nicht entdeckt.

Echtzeitnahe Erkennung von Abfrage-Konflikten

Mit dem System erfüllt die LGS die Anforderungen der Europäischen Kommission aus Artikel 7, Verordnung 262/2009, die von Flugsicherungsorganisationen der Mitgliedsländer eine rechtzeitige und damit echtzeitnahe Erfassung solcher Abfragecode-Konflikte fordert. Die Installation der Anwendung, die Anpassung an die lokale Infrastruktur sowie die Schulung des Personals sollen im Februar 2014 abgeschlossen sein.

Die DFS nutzt die Eigenentwicklung MICCA seit 2010 zur Überwachung seiner Mode-S-Anlagen. „Es ist uns sehr wichtig, Zielerfassungsprobleme schnell zu erkennen, damit die Systemüberwachung die Leistung der Radarstationen jederzeit richtig einschätzen und gegebenenfalls zügig Gegenmaßnahmen einleiten kann“, so Alex Javorskis, Deputy Chief of Radar Division bei LGS.

Nordbahn des Hannover Airports für Wartung gesperrt

Aufgrund von dringend notwendigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten ist eine Sperrung der Nordbahn erforderlich. Der gesamte Flugverkehr wird während dieser Zeit ausschließlich über die Südbahn abgewickelt.

Die Sperrungen der Nordbahn erfolgen im Zeitraum von Montag, 21.10.2013 bis Donnerstag, 24.10.2013, jeweils in der Zeit von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr. In der Zeit zwischen 20:00 Uhr und 07:00 Uhr ist die Nordbahn normal für den Flugverkehr geöffnet.

Die Flughafengesellschaft bittet die durch die Abfertigung auf der Südbahn betroffenen Anwohner um Verständnis für diese erforderlichen Arbeiten und die sich daraus ergebende höhere Anzahl von Flugbewegungen.

Eindrehhöhe für Schallschutz im Rhein-Main-Gebiet erhöht

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Die Deutsche Flugsicherung  (FDS) wird ab dem heutigen Donnerstag, 17. Oktober 2013, zwei weitere Maßnahmen zum aktiven Schallschutz im Rhein-Main-Gebiet umsetzen. Hierbei handelt es sich zum einen darum, in verkehrsschwachen Zeiten die Eindrehhöhe anzuheben, also dem Teil des Flugweges, in dem die in Frankfurt landenden Flugzeuge in den Endanflug eingefädelt werden.

Die DFS setzt hier einen Teil der Maßnahmen um, die sich aus dem Lärmgipfel des Ministerpräsidenten des Landes Hessen aus dem Jahr 2012 ergeben. Gleichzeitig kommt die DFS mit dieser Maßnahme einer Empfehlung der Fluglärmkommission nach, die der Main-Kinzig-Kreis eingebracht hatte.

Flugwege verlängern sich

Allerdings hat dies zur Folge, dass dabei die Eindrehbereiche weiter nach außen – also je nach Betriebsrichtung nach Osten oder nach Westen – verschoben werden und sich die Flugwege für die einzelnen Flüge um etwa zwölf Kilometer verlängern.

Eine weitere Änderung ergibt sich für die Abflugrouten Richtung Westen. Hier wird ein Punkt nördlich von Nierstein über dem Rhein festgelegt, bis zu dem die Flugzeuge auf der Abflugroute verweilen und nicht vorher von den Fluglotsen abgedreht werden sollen.

Auch hierbei folgt die DFS einem Antrag der Fluglärmkommission, der von verschiedenen Gemeinden der Region eingebracht worden war. Beide Maßnahmen wurden in der Expertengruppe des Forums Flughafen und Region (FFR) vorbereitet.

Trägerraketen Ariane 6 und Ariane 5 ME gehen in Entwicklung

Astrium hat drei neue Verträge mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) unterzeichnet. Die ersten beiden Verträge sehen die Fortsetzung der Entwicklung der Trägerrakete Ariane 5 Midlife Evolution (A5ME) bis Ende 2014 vor. Auch sollen die Unterbaugruppen sowohl für den Einsatz bei der Ariane 5 ME als auch bei der Ariane 6 weiterentwickelt werden.

Die Studie zur Ariane 6 war im Mai 2013 von der ESA bestätigt worden. Dieser dritte Vertrag ermöglicht dem weltweit zweitgrößten Raumfahrtunternehmenden den Beginn der Entwicklungsstudien für die Trägerrakete Ariane 6 auf Grundlage des im Juli ausgewählten Konzepts.

Ausarbeitung der Ariane 5 ME und Ariane 6

"Diese drei Verträge ermöglichen Astrium und seinen europäischen industriellen Partnern die Fortsetzung der bereits begonnenen Arbeit für die Entwicklung der Ariane 5 ME und für die Machbarkeitsstudie der Ariane 6, deren Design nun endgültig bestimmt ist", sagte Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation.

Astrium wird nun die Definitions- und Machbarbarkeitsstudien für die zukünftige Trägerrakete Ariane 6 fortsetzen. Neben dem Konzept und der Architektur für die Ariane 6 sollen mit dieser Studie die Haupteigenschaften der Trägerrakete vor der industriellen Entwicklung in 2014 festgelegt werden.

Für die Entwicklung der Ariane 5 ME gibt es zwei Ziele: die Verbesserung der Trägerrakete durch die Steigerung der Nutzlastleistung im geostationären Transferorbit um zwei Tonnen bis 2018 und die Vorbereitung der Ariane 6.

Zu den Gemeinsamkeiten der Ariane 6 und der Ariane 5 ME zählt der Flüssigtreibstoffantrieb der Oberstufe, insbesondere das Vinci®-Triebwerk. Auch die Nutzlastverkleidung wird weitgehend identisch sein.

Etappenziele für nächste ESA-Ministerratskonferenz

Im November 2012 hatten die Mitgliedsstaaten der ESA die Fortsetzung des Programms Ariane 5 ME beschlossen. Während der Ministerratstagung in Neapel hat die ESA entschieden, die Investitionen für die Definitionsstudien der neuen Trägerrakete Ariane 6 und für die Fortsetzung der Entwicklung der Ariane 5 ME zu sichern und die Suche nach Synergien zwischen den beiden zukünftigen Trägerraketen fortzusetzen.

Die neuen Verträge sollen eine Entscheidungsgrundlage für die nächste, für Ende 2014 vorgesehene ESA-Ministerratskonferenz schaffen, auf der über die Fortführung der Entwicklung und Konstruktion der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 abgestimmt werden soll.

Das Bild zeigt ein Raketentriebwerk der Ariane 5 am Raketenkörper montiert.

RUAG konzentriert sich auf Flugzeugstrukturbau

Im Zuge der strategischen Fokussierung auf die Kernkompetenzen der RUAG wird die bisherige Division RUAG Technology ab sofort zu RUAG Aerostructures umbenannt. Die RUAG unterstreicht mit diesem Schritt die wachsende Bedeutung des Flugzeugstrukturbaus und positioniert sich klarer im international wachsenden Luftfahrt-Markt.

Die Leistungsschwerpunkte der RUAG Aerostructures mit ihren Standorten in Emmen, Schweiz, und Oberpfaffenhofen, Deutschland, liegen in der Herstellung vollständiger Rumpfsektionen und Flügel-Enden (Winglets) für Passagierflugzeuge. Zudem werden Flügel- und Steuerungskomponenten sowie anspruchsvolle Baugruppen und Bauteile für zivile und militärische Flugzeuge entwickelt und produziert.

Zu den Kunden gehören Flugzeughersteller wie Airbus, Bombardier, Boeing oder Dassault. Mit einer global ausgerichteten Strategie zielt die RUAG Aerostructures darauf ab, die Position als starker direkter Zulieferer und Partner der Flugzeughersteller auszubauen.

Sanierung am Flughafen Zürich beginnt – Vorfahrten gesperrt

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Neben den bereits erfolgten betrieblichen Anpassungen auf der Ebene Abflug beginnt die Flughafenbetreiberin nun mit den Sanierungsarbeiten der Vorfahrtsinfrastruktur Ankunft. Die Bauarbeiten werden am 21. Oktober aufgenommen.

Die Vorfahrten zu den Terminals 1 und 2 am Flughafen Zürich waren in der Vergangenheit häufig überlastet, was zu Rückstaus bis auf das übergeordnete Strassennetz geführt hat. Mit den im August 2013 erfolgten betrieblichen Anpassungen konnte eine Reduktion des Verkehrsstaus erreicht werden. In einem nächsten Schritt soll nun die in die Jahre gekommene Infrastruktur sowohl auf der Ankunfts- wie auf der Abflugsebene saniert werden.

Vorfahrt der Ankunft wird gesperrt

Ab dem 21. Oktober 2013 wird die Vorfahrt Ankunft infolge der Totalsanierung für den Individualverkehr gesperrt. Für Taxis, Reisebusse, Hotel-Busse und Anlieferer besteht eine eingeschränkte, geregelte Nutzung, sofern sie im Besitz einer entsprechenden Berechtigung sind. Private Abholer werden gebeten, die Parkhäuser P1 bis P3 zu benutzen1. Die Totalsanierung Ankunft erfolgt in zwei Hauptbauphasen und dauert bis voraussichtlich November 2014. Anschließend starten die Bauarbeiten im Abflug. Voraussichtlich Mitte 2016 ist die Bauausführung und Aufwertung der gesamten Infrastruktur abgeschlossen.

Umbau bis 2016

Neben der Erneuerung der Flächen und Fahrbahnbeläge wird eine neue, zentrale Taxi-Ladezone zwischen den Terminals realisiert. Über die Abflugsebene wird eine neue, 340 Meter lange Dachkonstruktion erstellt. Diese Dachkonstruktion trägt zu einer wesentlichen Verbesserung der Aufenthaltsqualität und einem einheitlichen Erscheinungsbild bei. Ein übergeordnetes Beleuchtungskonzept wird die räumliche Situation und die Orientierbarkeit auf beiden Ebenen erheblich verbessern.

Die Vorfahrten werden so für Passagiere übersichtlicher. Die bestehende Vorfahrtbrücke im Bereich Terminal 2 wird zusätzlich verlängert. Mit diesen Maßnahmen sorgt die Flughafenbetreiberin für einen sicheren, ordnungsgemäßen Betrieb und rüstet sich für das zukünftige Passagierwachstum. Parallel wurde das Terminal 1 mit einer neuen Überdachung für Fussgänger an das Parkhaus P6 angebunden. Die Parkhäuser, zu aller erst die Parkhäuser P2 und P3, werden sukzessive mit einer Einzelplatzanzeige ausgerüstet.

BDL warnt vor europäischem Alleingang beim Emissionshandel

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"Der Beschluss der ICAO-Vollversammlung Anfang Oktober hat den Weg für eine globale Lösung beim Emissionshandel ab 2020 geebnet. Diese Vereinbarung darf durch das Vorgehen der EU-Kommission nicht gefährdet werden," sagte Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft heute in Berlin.

Die EU-Kommission hat heute ihren Vorschlag für die Zeit bis 2020 vorgestellt, nach dem künftig alle Strecken, die im europäischen Luftraum geflogen werden, in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden sollen. Rat und Parlament müssen diesem Vorschlag noch zustimmen.

"Was wir brauchen, ist eine internationale Lösung und keine Insellösung für Europa, die den internationalen Wettbewerb verzerrt. Daher appellieren wir an das EU-Parlament, diesen Vorschlag abzulehnen und den europäischen Emissionshandel bis 2020 auszusetzen. Wir müssen alle Anstrengungen in eine durchdachte internationale Lösung stecken.", so Siegloch.

„eSchlepper“: Plug-in-Hybrid für Schleppvorgänge

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Beim Ziel, den Kraftstoffverbrauch und die damit verbundenen Emissionen im Flugbetrieb zu reduzieren, rücken auch die bodengebundenen Verkehrsmittel für Roll- und Schleppvorgänge von Flugzeugen am Flughafen zunehmend in den Blick. Die Lufthansa lässt dazu nun ein Hybrid-Schleppfahrzeug entwickeln.

So unterzeichneten Vertreter von Lufthansa LEOS, einer Lufthansa Technik-Tochtergesellschaft, und der schwedischen Kalmar Motor AB einen Vertrag zur Entwicklung eines elektrisch betriebenen, stangenlosen Schleppers auf Hybridbasis. Lufthansa LEOS möchte diesen zukünftig für das Umpositionieren und für Werftschlepps schwerer Langstreckenflugzeuge über Strecken von bis zu sieben Kilometer einsetzen.

Diesel-Stangenschlepper sollen ersetzt werden

Der in dieser Leistungsklasse weltweit einmalige, sogenannte eSchlepper kann Flugzeuge mit einem maximalen Startgewicht von bis zu 600 Tonnen bewegen. Der erste Prototyp des Fahrzeugs soll Ende 2014 an Lufthansa LEOS ausgeliefert werden.

Mittelfristig soll der eSchlepper die im Einsatz befindlichen dieselbetriebenen Stangenschlepper ersetzen. Aufgrund seines neuartigen Elektroantriebs wird er umweltfreundlicher und wirtschaftlicher sein als seine dieselbetriebenen Vorgänger. Das Allradgetriebene Elektrofahrzeug wird mittels Lithium-Ionen-Batterien angetrieben und extern über das Stromnetz geladen. Im Bedarfsfall können die Akkus auch während des Betriebs mit Hilfe eines vollintegrierten Dieselmotors aufgeladen werden.

Kooperationsprojekt mit öffentlicher Förderung

Der eSchlepper ist Teil des Projekts "E-Port an", in dessen Rahmen bereits der TaxiBot-Hybridschlepper von Lufthansa LEOS erprobt wird. Die zahlreichen Aktivitäten, die zu mehr Elektromobilität und ressourcenschonenden Abfertigungsprozessen am Frankfurter Flughafen führen, beschleunigen das Konzept der "Grünen Abfertigung".

Partner der Initiative sind die Lufthansa Group, die Fraport AG, das Land Hessen, sowie die Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert.

Köln Bonn Airport mit Gewinn im Jahr 2013

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Der Köln Bonn Airport schreibt weiter schwarze Zahlen. Mit einem Gewinn von 0,6 Millionen Euro wird das Unternehmen das Geschäftsjahr 2013 abschließen. Das Passagier- und das Frachtaufkommen werden gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig sein. Die Zahl der Fluggäste geht um zwei Prozent auf 9,1 Millionen zurück. Der Frachtumschlag liegt mit 740.000 Tonnen ebenfalls um zwei Prozent unter Vorjahresniveau.

"Nur noch sechs von 22 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland landen in diesem Jahr in der Gewinnzone. Dazu zählen erfreulicherweise auch wir", sagt Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung des Köln Bonn Airport. "Die Folgen der riesigen Sparprogramme der großen deutschen Airlines belasten unser Ergebnis ebenso wie die anhaltenden Auswirkungen der Luftverkehrssteuer. Aber die Talsohle ist durchschritten. Ab Winter geht’s wieder bergauf."

Passagierzahlen nach Rückschlägen im Plus

Im September wurde mit einem Prozent erstmals in diesem Jahr ein leichtes Plus bei den Fluggastzahlen erreicht. Damit setzt sich die Erholung fort, die bereits mit Beginn des Sommerflugplans eingesetzt hat. Noch im ersten Quartal des Jahres hatte sich ein deutliches Minus von neun Prozent ergeben, was einerseits aus dem strikten Konsolidierungskurs der Großkunden Lufthansa und Air Berlin und andererseits aus dem stark rückläufigen Inlandsverkehr, bedingt durch die Luftverkehrssteuer, resultierte. Zusätzlich belastend wirkten die Betriebsaufgaben klassischer Charterairlines wie XL-Airways und German Sky Airlines, wodurch alleine 185.000 Passagiere fehlen.

Im aktuellen Sommerflugplan fällt der Rückgang mit minus zwei Prozent sehr viel geringer aus, bedingt vor allem durch Zugewinne bei Ryanair und den Türkei-Carriern SunExpress, Pegasus und Turkish Airlines. Bis zum Jahresende erwartet der Köln Bonn Airport 9,1 Millionen Passagiere; im letzten Jahr wurden noch 9,3 Millionen (minus zwei Prozent) gezählt.

Kaum Wachstum unter deutschen Flughäfen

Lediglich die vier größten deutschen Flughäfen vermelden im bisherigen Jahresverlauf Wachstum oder – wie Frankfurt – eine stabile Entwicklung. Richtet man den Blick allein auf den Inlandsverkehr, so verlieren alle deutschen Airports in diesem Segment Passagiere, auch die großen. "Dies ist ein deutlicher Beweis für die schädliche Wirkung der Luftverkehrssteuer. Wir hoffen, dass die neue Bundesregierung diese Steuer abschafft", so Garvens.

Im Winterflugplan, der Ende Oktober startet, finden sich zahlreiche neue Strecken. Der Lufthansa-Konzern mit Lufthansa, Germanwings und Austrian Airlines hat Marrakesch, Edinburgh, Ankara, Fuerteventura und Palermo neu im Programm. Die aufstrebende Norwegian stärkt mit Alicante, Malaga, Gran Canaria und Teneriffa das Spanien-Geschäft. Ryanair nimmt Malaga und Teneriffa in den Flugplan auf. Sun-Express bietet mit Fuerteventura, Teneriffa und La Palma drei Kanaren-Ziele und mit Luxor ein Ziel in Ägypten an.

Frachtverkehr unter Erwartungen

Die Luftfrachtentwicklung in Deutschland stagniert auf Grund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen in Europa und einem verlangsamten Wachstum in den globalen Märkten. Die am Jahresende erwarteten 740.000 Tonnen (minus zwei Prozent) entsprechen nicht ganz den Erwartungen. Von den Rückgängen betroffen sind sowohl die Expressfracht als auch die allgemeine Luftfracht. Erfreulich ist die jüngste Platzierung in der weltweiten Rangliste der Frachtflughäfen. Köln/Bonn findet sich hier auf Platz 27 wieder.

Auf Grund des über Jahre hinweg starken Wachstums in der Allgemeinen Luftfracht muss das Cargo-Center CBCC erweitert werden. Dazu soll ein Investor gesucht werden, der nicht nur die Baumaßnahmen übernimmt sondern auch den Betrieb. "Wir wollen so die Marktposition in diesem Segment nachhaltig ausbauen und damit mittel- und langfristig neue Arbeitsplätze schaffen", begründet Michael Garvens den Plan. "Wir beabsichtigen, diese Erweiterung ohne betriebsbedingte Kündigungen zu realisieren".

Non-Aviation-Geschäft wächst stark

Trotz der rückläufigen Verkehrsentwicklung wird das geplante Jahresergebnis erreicht. Der Gewinn von 0,6 Millionen Euro fällt zwar 3,4 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr, "gibt aber in Anbetracht der schwierigen Marktlage Anlass zur Zufriedenheit", so Michael Garvens. Die Umsatzerlöse steigen um 7,4 Millionen Euro auf 272,4 Millionen, was einem Plus von 2,8 Prozent entspricht.

Sehr erfreulich entwickeln sich dabei die Erlöse aus dem Non-Aviation-Geschäft. Sie klettern gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf ein Allzeit-Hoch. 89,6 Millionen Euro trägt dieses Segment in diesem Jahr zu den Gesamterlösen bei.

UPS Frachtzentrum für 200 Millionen US-Dollar

Das neue Germanwings-Gebäude wird in diesen Tagen fristgerecht nach nur fünfmonatiger Bauzeit schlüsselfertig an seinen künftigen Nutzer übergeben. Das sechsgeschossige Gebäude mit 6.200 Quadratmetern Bürofläche entstand gegenüber der bisherigen Germanwings-Zentrale und wird künftig fast 400 Mitarbeiter beherbergen, die Baukosten betrugen zehn Millionen Euro.

Auf Hochtouren läuft die Erweiterung des UPS-Frachtzentrums, mit der die Sortierkapazität von 110.000 auf 190.000 Pakete steigt. Mit einem Volumen von 200 Millionen US-Dollar ist es die größte Gebäude- und Anlageninvestition außerhalb der USA in der Geschichte von UPS.

Neue Gastronomie

In den Terminals gibt es ab Anfang 2014 zwei gastronomische Neuheiten. In Terminal 1 eröffnet voraussichtlich zu Karneval die Kult-Kneipe "Ständige Vertretung". Die erste "StäV" entstand vor mehr als 15 Jahren in Berlin, als Anlaufstelle für Rheinländer in der Hauptstadt. Die Airport-"StäV", unter anderem mit Gaffel-Ausschank, löst das Leysieffer auf der Landseite ab.

Voraussichtlich im April 2014 eröffnet in Terminal 2 ein McDonald‘s-Restaurant. Mit McCafé und einem sogenannten "Playpark" wird es eine der modernsten Filialen der Kette. McDonald‘s übernimmt die Fläche von Burger King auf der Empore von Terminal 2. Der Burger King in Terminal 1 bleibt erhalten. Im Zuge einer umfassenden Modernisierung wird jedoch die bisherige Optik durch einen moderneren Auftritt ersetzt.

Elektro-Antrieb für Kommunikationssatelliten bei OHB in Auftrag

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Die OHB System AG wurde mit der Entwicklung eines Telekommunikationssatelliten namens Electra mit rein elektrischem Antriebskonzept beauftragt. Der entsprechende Vertrag wurden nun in Betzdorf mit dem Satellitenbetreiber SES unterzeichnet.

Electra ist ein Public-Private-Partnership-Projekt im Rahmen des ESA ARTES 33 Programms, mit der Zielsetzung, die Satelliten-Kommunikationsindustrie mit innovativen Produkten und Systemen zu versorgen.

Die nächste einjährige Entwicklungsphase B1 des Projekts wurde mit der Vertragsunterzeichnung im Beisein des Kommunikationsministers von Luxembourg, Luc Frieden, der Forschungsministerin, Martine Hansen, des Generaldirektors der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Jean-Jaques Dordain, des Präsidenten und CEO von SES, Romain Bausch, des Vorstands der OHB System, Frank Negretti, und anderen hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft eingeläutet.

Elektrisch in den Orbit – Hälfte an Gewicht gespart

Mit Electra wird ein fortschrittlicher Telekommunikationssatellit mit elektrischem Antriebssystem entwickelt, der sich in der Gewichtsklasse unter drei Tonnen bewegt. Ein solches System ist in Europa bisher kommerziell nicht verfügbar. Eingesetzt werden elektrische Antriebe bisher nur auf Wissenschaftssatelliten oder zur Bahnerhaltung für Telekommunikationssatelliten.

Im von der ESA betriebenen Kommunikationssatelliten Artemis wurde das Prinzip, ausschließlich mit elektrisch erzeugter Energie den geostationären Orbit zu erreichen, erstmals erfolgreich getestet. Das Ergebnis zeigt, dass Elektroantriebe dabei bis zu 90 Prozent der Treibstoffmasse im Vergleich zu chemischen Antrieben einsparen. Dadurch reduziert sich das Startgewicht des Satelliten um nahezu die Hälfte.

Mit Electra soll die konsequente Anwendung dieser Technologie in einem dafür konzipierten Satellitensystem nun ausgebaut werden. Das Projekt umfasst zunächst die Plattformentwicklung, die in einem weiteren Schritt zu einer Mission zusammen mit dem industriellen Projektpartner SES geführt werden soll.

Strategische Bedeutung für Wettbewerb

Als einer der weltweit größten Satellitenbetreiber hat das Unternehmen ein erhebliches Interesse, den Wettbewerb bei der Raketenauswahl zu vergrößern um dadurch Kosteneinsparungen zu realisieren.

OHB System erschließt sich mit dem Auftrag ein deutlich größeres Geschäftsfeld im kommerziellen Telekommunikationsgeschäft und erweitert die Produktlinie SmallGEO um ein neues innovatives Antriebskonzept.

Das Foto zeigt die Teilnehmer, in der ersten Reihe: Martin Halliwell (SES), Magali Vaissière (ESA), Gerhard Bethscheider (SES TechCom). In der zweiten Reihe: Romain Bausch (SES), Jean-Jacques Dordain (ESA), Martine Hansen (Minister for Higher Education and Research), Luc Frieden (Minister for Communications and Media), Frank Negretti (OHB).

„Alert4all“: Krisen-Infos aufs Satellitenhandy

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Der Katastrophenschutz ist in den europäischen Staaten unterschiedlich organisiert. Doch wie können die Betroffenen über Grenzen hinweg schnell und effektiv informiert werden? Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben dafür ein einzigartiges Alarmierungssystem für die Bevölkerung entwickelt, es heißt "Alert4all".

"Alert4All" (Alarm für alle) entstand in Zusammenarbeit mit elf europäischen Partnern sowie "Euralarm", einem Netzwerk europäischer Sicherheitsindustrien. Behörden sowie Einrichtungen können europaweit miteinander vernetzt und Bürger unterwegs, im Büro oder Zuhause über verschiedene Kommunikationswege einheitlich alarmiert werden. Am 15. Oktober 2013 wurde das Alert4All-System im Testbetrieb erfolgreich demonstriert.

Informationsportal für Entscheider und Sicherheitskräfte

"Alert4All" ist als sicheres Webportal für registrierte Nutzer angelegt. Behörden, Sicherheitsverantwortliche oder Einsatzkräfte können den aktuellen Informationsstand zur Alarmierungslage in Krisenfällen in ganz Europa abrufen und sich dazu austauschen: Welche Katastrophe findet wo statt? Welche Informationen sind an die Bevölkerung gegangen?

Bei Bedarf sind dadurch erstmals Abstimmungen für eine länderübergreifende Alarmierung der Bevölkerung möglich, etwa bei einer sich ausbreitenden Hochwasserkatastrophe. Die Anwenderplattform schafft gemeinsame Schnittstellen für Entscheidungsträger in ganz Europa – während des Entscheidungsprozesses und bei der Alarmierung.

Gefahrenentwicklung in eigener Sprache

Eine Besonderheit von "Alert4All" ist, dass die Warnmeldung nur einmal im System erstellt werden muss und automatisch über sämtliche Kommunikationskanäle verbreitet wird. Die Meldung erreicht die Empfänger automatisch, ohne weitere Zwischenschritte – in den jeweiligen Landessprachen, in Schrift- oder Sprachform. Je nach Situation werden die Menschen darüber informiert, wie sich die Gefährdungslage entwickelt hat, wie zuverlässig diese Einschätzung ist und welche Schutzmaßnahmen ratsam sind.

Die ausgegebene Nachricht erscheint beispielsweise als Textnachricht auf Mobiltelefonen oder Navigationsgeräten, in Form von Textbannern quer über Fernsehbildschirmen im laufenden Programm, auf LED-Anzeigen von Bahnhöfen oder Flughäfen, oder als Sprachwarnung über Lautsprechersysteme in Gebäuden und öffentlichen Plätzen.

Die multimediale Verbreitung ist möglich, da aus den Nachrichten sehr effiziente Kommunikationsprotokolle erstellt werden. Selbst umfangreiche Informationen werden in sehr kleine Datenpakete umgewandelt und so zu den unterschiedlichen Empfangsgeräten übermittelt.

S-Band der Kommunikationssatelliten genutzt

Die Daten werden nicht nur über terrestrische Verbindungen übertragen, sondern auch via Satellit. So werden die Warnmeldungen über Satellitenfernseher verbreitet und an satellitengestützte Mobilfunkgeräte verschickt. "Oft sind terrestrische Systeme während Katastrophen nicht verfügbar, weil deren Infrastruktur beschädigt oder zerstört wurde. Satellitensysteme bleiben dagegen in aller Regel verfügbar", erklärt Projektleiterin Cristina Párraga Niebla vom DLR-Institut für Kommunikation und Navigation.

In Europa steht bei Kommunikationssatelliten außerdem ein bestimmter Frequenzbereich im S-Band zur Verfügung, der speziell für Datenübertragungen im Krisenfall reserviert ist. Die Alert4All-Protokolle sind für diesen Datenweg optimiert.

Das Kommunikationssystem wurde am DLR-Institut für Kommunikation und Navigation in Oberpfaffenhofen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rundfunktechnik, Eutelsat und Avanti Communications entwickelt.

Scanning von sozialen Netwerken nach Emotionen

Die Kommunikation erfolgt jedoch nicht nur einseitig. Das neue Warnsystem stellt auch einen Rückkanal zur Verfügung, um Stimmungslagen in der Bevölkerung zu erfassen und darzustellen. Bei einer Alarmierung werden in den sozialen Netzwerken Beiträge zur Krisensituation über Sprachalgorithmen gefiltert und entsprechenden Emotionen zugeordnet.

Verfasser und Inhalte bleiben dabei vollständig anonym, die Benutzeroberfläche stellt ausschließlich die ausgedrückten Emotionen dar. Behörden erhalten dadurch ein Echtzeit-Stimmungsbild und können gezielt reagieren, wenn den Betroffenen offensichtlich falsche oder ungenügende Informationen vorliegen.

Alert4All kann auch in der Planungsphase eingesetzt werden. Durch ein Simulationsverfahren ist das System in der Lage, die Verbreitung von Alarmierungsnachrichten und die Reaktion der Bevölkerung vorauszuberechnen.

System modular erweiterbar und integrierbar

Bei der Entwicklung haben Párraga Niebla und ihre Kollegen großen Wert darauf gelegt, dass "Alert4All" interoperabel ist. Das Alarmierungssystem funktioniert daher nicht nur über die bekannten Kanäle. Das modulare Design des Systems erlaubt es zukünftige, noch nicht entwickelte Systeme zu integrieren. Es kann nach Bedarf ergänzt werden – beispielsweise durch Sicherheitssysteme von großen Einrichtungen wie Firmen, Schulen oder Einkaufszentren.

Dank der Kooperation mit dem Euralarm-Projekt "PEARS" (Public Emergency Alert & Response Systems in Buildings) wurde diese Erweiterung des Systems erfolgreich demonstriert. Andererseits kann es auch in bereits bestehende Alarmierungssysteme integriert werden. Diese können Kanäle von "Alert4All" nutzen, die ihnen sonst nicht zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde "Alert4All" mit dem sogenannten MoWaS – "Modulares WarnSystem", das deutsche System zur Warnung der Bevölkerung – erfolgreich zusammengeführt.

Nach Abschluss dieses Projektes plant das DLR für 2014 eine Fortsetzung: Im Rahmen des Forschungsprojekts "PHAROS" soll ein vollständiges Katastrophenschutz-System aufgebaut werden – vom Gefahrenmonitoring über eine Alarmierung mit dem "Alert4All"-Kommunikationssystem bis hin zum Einsatz der Hilfskräfte.

Zusammenarbeit aus Behörden, Industrie und Forschung

Das Forschungsprojekt "Alert4All" läuft von März 2011 bis Dezember 2013 und wird vom DLR koordiniert. Weitere elf Partner aus sechs verschiedenen Ländern sind an dem Projekt beteiligt – das Deutsche Rote Kreuz, British APCO, Avanti Communications, Tecnosylva, Edisoft, Universität Stuttgart, Tecnalia Research and Innovation, Swedish Defence Research Agency, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Eutelsat und das Institut für Rundfunktechnik. Das Projekt ist durch das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union teilfinanziert.

Business-Lounge Lufthansa in Frankfurts Terminal 1 eröffnet

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Die 15. Lufthansa-Lounge eröffnete am Dienstag im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens, im Bereich von Gate A26. Die neue Business Lounge ergänzt das bestehende Angebot im zentralen Schengen-Bereich des neuen Flugsteigs A. Passagiere, die auf dem Weg zu den Abflug-Gates 20-42 mit Zielen innerhalb Deutschlands und dem europäischen Ausland (Schengen) sind, können dort einen Zwischenstopp einlegen.

Auf der Fläche der ehemaligen First Class Lounge lädt ein modernes Design auf 840 Quadratmetern zum Verweilen und Entspannen ein. Durch die Nutzung einer vorhandenen Raumstruktur ergibt sich für die Lounge eine exklusive Ausstattung, wie sie weltweit im Lufthansa-Business-Loungeportfolio einmalig ist. Diese zeichnet sich durch Natursteinboden aus Grauwacke und Marmoroberflächen in den Badbereichen aus. Das Mobiliar ist in den warmen Farben des neuen Business-Lounge-Designs gehalten.

Auf Ledersesseln in Beige und Anthrazit haben Gäste einen eindrucksvollen Blick aufs Vorfeld. Zwei einzelne Ruheräume und drei Duschbäder bieten zudem die Möglichkeit zu entspannen und sich zu erfrischen. In vier abgetrennten Büros können Gäste in Ruhe arbeiten, kostenloses WLAN steht in der gesamten Lounge zur Verfügung. Mit einem wöchentlich wechselnden und nach Tageszeiten variierten Speisen- und Getränkeangebot sorgt Lufthansa für das leibliche Wohl der Lounge-Besucher.

Am Frankfurter Flughafen nutzten 2012 rund 3,2 Millionen Lufthansa-Kunden das exklusive First Class Terminal, eine der zwei First Class Lounges, vier Senator und sieben Business Lounges sowie die Welcome Lounge. Zusammen haben sie eine Gesamtfläche von über 20.000 Quadratmetern. Weltweit bietet Lufthansa rund 70 Lounges. Zusammen mit den über 900 Lounges der Star Alliance- und Kooperationspartner, bietet Lufthansa eines der größten Lounge-Netze der Branche.

Forschungsflugzeug ATTAS an Deutsches Museum verschenkt

Am 15. Oktober 2013 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer feierlichen Zeremonie seinen ehemaligen "Fliegenden Simulator" ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System) an die Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums in München übergeben.

Die ursprünglich als Passagierflugzeug konzipierte Maschine vom Typ VFW 614 war nahezu 27 Jahre im Dienst der Luftfahrtforschung unterwegs, bevor sie am 07. Dezember 2012 zu seinem letzten Flug in die Flugwerft aufbrach.

Erfahrene Restauratoren präparierten das besondere Exponat in den letzten Monaten. Fortan kann der ehemalige DLR-Flugversuchsträger in der großen Ausstellungshalle von den Museumsbesuchern aus nächster Nähe bestaunt werden. Das Forschungsflugzeug hat in seiner Dienstzeit Wirbelschleppen sowie lärmarme Anflüge untersucht, war als fliegender Simulator im Einsatz und hat Flugführungstechnologien erprobt.

"Die Flugwerft Schleißheim ist seit langem bekannt für die sorgfältige Pflege ihrer Luftfahrtsammlung – hier ist ATTAS in allerbesten Händen", sagt der DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner anlässlich der feierlichen Übergabe. "Nun können die Besucher ein Stück DLR und deutscher Luftfahrtgeschichte im Detail erkunden."

Herausforderung: Landung des letzten Fluges

Lange Jahre war ATTAS das größte Flugzeug der DLR-Forschungsflotte. "Mit dem ATTAS haben wir sowohl deutsche Luftfahrtgeschichte bewahrt, als auch Luftfahrtzukunft gestaltet", unterstreicht Prof. Rolf Henke, Luftfahrtvorstand des DLR. "Wir werden die auf diesem Flugzeug konzipierten Technologien weiter vorantreiben."

Am 07. Dezember 2012 startete ATTAS zum Überführungsflug vom Forschungsflughafen Braunschweig und landete punktgenau auf der vergleichsweise kurzen Landebahn des Flugplatzes Schleißheim. Anschließend wurde der Flugversuchsträger in der Gläsernen Werkstatt der Flugwerft aufbereitet. An technisch interessanten Stellen wie der Landeklappenführung haben die Restauratoren ATTAS nun mit transparenten Elementen versehen.

"Das Innere des Flugzeugs wird demnächst auch für die Besucher betretbar sein, so dass man auch hier, wie überall im Deutschen Museum, auf Tuchfühlung mit Wissenschaft und Technik gehen kann", freut sich Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums, über das einzigartige Exponat.

Fly-by-Wire Steuerungssystem auf ATTAS getestet

Bevor ATTAS bei der damaligen DFVLR (Deutsche Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt – heute DLR) am 24. Oktober 1985 seinen Dienst als Forschungsflugzeug antrat, wurde der Jet bei Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) von 1982 bis 1985 für seinen Forschungseinsatz massiv umgerüstet: Neben einer Messanlage und zusätzlichen Sensoren war besonders das neue Flugsteuerungssystem ein wesentliches Element.

Zusätzlich zur vorhandenen mechanischen Lenkung fügten die Ingenieure eine elektronische Flugsteuerung hinzu. Damit konnten die Wissenschaftler wählen, ob sie ATTAS mechanisch oder mit der neuen Fly-By-Wire-Technik fliegen wollten. Bei einer Fly-by-Wire-Steuerung, wie sie heute Standard ist, wird das Flugzeug von elektrischen Signalen und hydraulischen Stellern gesteuert. Im ATTAS konnten die Wissenschaftler die Steuerung umprogrammieren und so neue Regelungstechniken fliegend simulieren.

Blended Wing Body – Flug in Rochenform simuliert

Mit der Möglichkeit, die Flugeigenschaften gezielt zu beeinflussen, war ATTAS ein wahrer Verwandlungskünstler: Für die Simulation eines anderen Flugzeugs wurden die Einstellungen des ATTAS-Bordcomputers verändert. Das Flugzeug folgte damit als Simulator Bewegungen, die die Bordcomputer aufgrund eines mathematischen Modells errechneten. Klappen und das Leitwerk wurden direkt vom Rechner angesteuert.

Auf diese Weise konnten Eigenschaften neuer, noch im Entwicklungsstadium befindlicher Flugzeuge oder Flugregler im Flug realitätsnah getestet werden. 2010 und 2011 simulierte ATTAS beispielsweise einen so genannten Blended Wing Body. Aus dem 20,8 Tonnen leichten ATTAS wurde während der Simulation ein 700 Tonnen schweres Flugzeug in Rochenform.

In den Jahren 2002 bis 2004 war ATTAS zudem vom Boden aus ferngesteuert unterwegs. Die Piloten führten hierbei zunächst den Start selbst aus, stellten dann aber im Flug auf die Fernführung um. Die an Bord befindliche Besatzung hatte nur eine Sicherheitsfunktion für mögliche Fehler des Versuchssystems. Außerdem standen Parabelflüge mit verringerter Schwerkraft auf Marsniveau im ATTAS-Flugbuch sowie neue Anflugverfahren oder Flüge britischer Testpilotenschüler.

Technisches Denkmal fürs Luftfahrtmuseum

ATTAS ist in seinen fast 27 Forschungsjahren zu einem technischen Denkmal gereift und steht für ein Stück deutsche Luftfahrtgeschichte. Ein ganzes Forschungsfeld lässt sich mit diesem Flugzeug verbinden. Seit 2007 hatte sich das Deutsche Museum um die Aufnahme des Flugversuchsträgers in seine Sammlung bemüht und schließlich den Zuschlag des DLR erhalten. Das Deutsche Museum erhält ATTAS als Geschenk für seine umfangreiche Luftfahrtsammlung.

Passagierrückgang am Flughafen Wien im Spetember 2013

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Der Flughafen Wien vermeldet im September 2013 einen Rückgang beim Passagieraufkommen im Vergleich zum September 2012 um 1,3 Prozent auf 2.145.988 Fluggäste. Das Frachtaufkommen verzeichnete im selben Zeitraum einen Anstieg um 13,8 Prozent.

Die Flugbewegungen verzeichneten einen Rückgang von 4,5 Prozent und das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) sank um 0,6 Prozent. Die Anzahl der Lokalpassagiere ist im selben Zeitraum um 2,2 Prozent gesunken. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen im September 2013 eine Steigerung von 0,7 Prozent gegenüber dem September 2012.

Osteuropa verzeichnete bei den Passagierzahlen im Vergleich zum September 2012 ein Minus von 2,0 Prozent. Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg um 0,1 Prozent. Der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete im September 2013 einen Passagierrückgang von 3,9 Prozent.

Passagierzahlen September 2013 in Wien

  September 2013 Veränderung in % Januar bis September 2013 Veränderung in %
Passagiere: 2.145.988 -1,3 16.738.211 -1,1
Lokalpassagiere: 1.447.138 -2,2 11.486.315 +0,2
Transferpassagiere: 696.470 +0,7 5.232.826 -3,7
Maximum Take Off Weight (in Tonnen): 717.214 -0,6 5.963.309 -3,4
Flugbewegungen (an + ab): 20.683 -4,5 175.341 -5,7
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking): 22.948 +13,8 186.033 -1,6

 

München Airports Fernverkehr wieder mit Condor

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Der neue Winterflugplan am Münchner Flughafen tritt am Sonntag, den 27. Oktober 2013, in Kraft und dauert bis zum 29. März 2014. Insgesamt haben die Luftverkehrsgesellschaften an Bayerns internationaler Luftverkehrsdrehscheibe für die Winterperiode rund 146.000 Flüge koordiniert. Neben neuen Verbindungen und Airlines ist auch Condor wieder zurück in München.

Zur Auswahl stehen den Reisenden insgesamt 223 Ziele, davon 189 Ziele im regelmäßigen Passagierverkehr. Hier werden 15 innerdeutsche Ziele, 127 Destinationen auf der Mittelstrecke und mittlerweile schon 47 Ziele im Interkontinentalverkehr angeboten.

Condor wieder mit Fernverbindungen

Für die wichtigste Neuerung im Fernreiseverkehr sorgt die Ferienfluggesellschaft Condor, die am Münchner Airport ihr Comeback auf der Langstrecke feiert: Nach sechs Jahren kehrt die Airline mit einem attraktiven Fernreiseprogramm in die bayerische Landeshauptstadt zurück. Condor wird mit Langstreckenmaschinen vom Typ Boeing 767-300 Fernreiseziele wie Mauritius, Santa Clara und Varadero auf Kuba, Cancun in Mexico oder Montego Bay auf Jamaika anfliegen. Darüber hinaus geht es nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik, nach Mombasa in Kenia sowie nach Goa in Indien.

Das umfangreiche Angebot im Kontinentalverkehr des Münchner Flughafens wird im Winter auch um neue Flugverbindungen der Low-Cost-Airline Norwegian erweitert: Mit Flugzeugen vom Typ Boeing 737 werden Alicante und Malaga auf dem spanischen Festland sowie die beiden kanarischen Inseln Gran Canaria und Teneriffa bedient. Die Deutsche Lufthansa erhöht ihr Angebot in die saudische Hauptstadt Riad um eine auf insgesamt vier wöchentliche Frequenzen.

Air Lituanica neu in München

Ganz neu in München ist die Air Lituanica: Sie bedient dreimal pro Woche Litauens Hauptstadt Vilnius. Royal Air Maroc fliegt ab Anfang Dezember von München aus dreimal wöchentlich nach Casablanca. S7 Airlines erhöht die Anzahl ihrer wöchentlichen Flüge zum Moskauer Airport Domodedowo um vier weitere Frequenzen und bedient damit die russische Hauptstadt nunmehr dreimal täglich ab München. Turkish Airlines fliegt ab Ende Januar 2014 neben Istanbuls Großflughafen Atatürk nunmehr auch einmal täglich zum kleineren, südöstlich gelegenen Stadtflughafen Istanbul-Sabiha Gökçen.

Brandschutz am Berliner Flughafen: Siemens-Technik soll`s lösen

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und Siemens haben heute den Vertrag zum Umbau der Entrauchungssteuerung des BER unterzeichnet. Mit dem Vertrag wird das bisherige Auftragspaket von Siemens am BER erweitert: So übernimmt eine Siemens-Lösung auch die Beförderung von Frischluft im Brandfall.

Der Umbau ist nötig geworden, da sich die Steuerung von Teilen der von Drittfirmen gebauten Brandschutzanlage bei Praxistests (sogenannten Heißgasrauchversuchen) als nicht umsetzbar erwiesen hatte.

Steuertechnik für Frischluftversorgung von Siemens

Nach der neuen Vereinbarung soll neben der Ansteuerung der maschinellen Entrauchungsanlagen (z.B. Entrauchungskanäle, -ventilatoren und Entrauchungsklappen), welche von Drittfirmen gebaut werden, auch die Nachströmung von Frischluft im Brandfall von Siemens-Steuerungstechnik gesteuert werden

Aufgrund der Änderungen an der Anlage müssen im Terminal Kabel zu Frischluftklappen, Rauchschutzvorhängen und Fenstern neu gelegt werden. Die Arbeiten von Siemens können erst starten, sobald Vorarbeiten der technischen Gebäudeausrüstung und an den Kabeltrassen von dafür beauftragten Firmen erfolgt sind.

Die erweiterte Entrauchungssteuerung wird im Anschluss an die Installation neu programmiert und gemeinsam von Experten des BER und Fachleuten für die Brandschutzanlage getestet, bevor sie in Betrieb gehen kann. Die nach dem bisherigen Brandschutzkonzept installierte und funktionsfähige Brandmeldeanlage von Bosch bleibt (bis auf die Ansteuerung der Frischluftzufuhr) bei den notwendigen Umbauten unverändert erhalten.

Mehdorn: Lösung für zentrales Problem

Flughafenchef Hartmut Mehdorn: "Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Realisierung des BER, den wir gemeinsam im Team mit Siemens erreicht haben. Wir haben durch die Arbeit im Beschleunigungsprogramm SPRINT in den vergangenen Monaten tragfähige Lösungen für das zentrale Problem Brandschutzanlage erarbeitet, das der Eröffnung des Flughafens derzeit noch entgegensteht. Wir werden unsere Arbeiten nun Schritt für Schritt zu einem Gesamtplan zur Eröffnung des BER zusammenfügen."

"Der Vertragsabschluss ist ein guter Schritt nach vorn für die Realisierung des Flughafens", sagt Jörg Marks, Leiter Region Ost, Building Technologies, Siemens AG. "Entscheidend ist, dass wir, wie im Vertrag vereinbart, die Planungsunterlagen vom Bauherrn erhalten und dass bauliche Vorleistungen erbracht werden, die uns gestatten, unseren Auftrag anzufangen und abzuschließen."

Brillenkauf mit DRF-Fördermitgliedschaft in Kornwestheim

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Am vergangenen Freitag besuchte Orestis Papargyris, Gründer und Inhaber von ATGBrokers, die Stuttgarter Station der DRF Luftrettung. Der Unternehmer aus Kornwestheim unterstützt seit dem 01. Oktober die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation.

ATGBrokers ist ein Händler im Bereich Augenoptik und Brillengläser. Das Unternehmen unterstützt die DRF Luftrettung, indem es Fördermitgliedschaften des DRF e.V. verschenkt: Kauft ein Kunde beim Optiker eine "DRF Lens" von ATGBrokers, erhält er eine einjährige Fördermitgliedschaft im DRF e.V. kostenlos. Die Beiträge übernimmt ATG Brokers. Am vergangenen Freitag besuchten Orestis Papargyris und der erste so gewonnenen Förderer die Station Stuttgart.

Der Unternehmer erklärt, warum er die DRF Luftrettung unterstützt: "Unser Hauptsitz ist in Kornwestheim, nicht weit von der Station Stuttgart der DRF Luftrettung entfernt. Ich sehe den Hubschrauber regelmäßig am Himmel und weiß dann immer, dass ein Mensch in Not gerade schnelle Hilfe aus der Luft bekommt. Schon lange wollte ich die DRF Luftrettung unterstützen, weil ich denke, dass sie für die medizinische Versorgung in der Region wichtig ist. Ich freue mich, dass das Projekt jetzt startet und wir schon den ersten Förderer begrüßen konnten. Interessierte finden alle nötigen Informationen bei ihrem Augenoptiker."

Der am Flugplatz Pattonville stationierte Hubschrauber ist täglich von 08:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit, um Patiententransporte zwischen Kliniken durchzuführen. Außerdem wird er zu Notfalleinsätzen in den Gebieten Stuttgart, Ludwigsburg, Esslingen, Calw, Pforzheim, Rems-Murr, Ostalb, Göppingen, Reutlingen, Tübingen, Zollern-Alb, Heilbronn, Schwäbisch Hall und Hohenlohe alarmiert.

Er ist mit erfahrenen Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten (HEMS Crew Member) besetzt und mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenversorgung notwendig sind.

Auf dem Bild zu sehen sind Orestis Papargyris (ganz links) und der erste mit der "DRF Lens" gewonnene Förderer beim Besuch der Station Stuttgart der DRF Luftrettung. Rechts Christian Nissen, Pilot an der Station Stuttgart.

OVG Münster erlaubt Köln Bonn Airport Nutzung des Vorfeldes A

Das Oberverwaltungs­gericht (OVG) Münster hat die Klagen gegen die Flughafengesellschaft des Köln Bonn Airports zur Untersagung der Nutzung des Vorfelds A abgewiesen. Wie das Gericht festgestellt hat, ist eine Verletzung von Rechten der Kläger durch die Nutzung des Vorfelds A nicht zu erkennen.

Die vom Flughafen insgesamt ausgehende Lärmbelastung habe kein solches Ausmaß, dass eine dadurch bedingte Gesundheitsgefährdung der Kläger anzunehmen sei. Der Flughafen begrüßte das Urteil.

Das Gericht hat allerdings beanstandet, dass die Behörde für das Vorfeld A keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt hat. Hiergegen hat das Gericht Revision zugelassen. Die Flughafengesellschaft wird nach Vorliegen der Urteilsgründe prüfen, ob sie diese zugelassene Revision einlegt.

Fuel Coach bei airberlin: Piloten schulen Piloten

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Klaus Wehrmann ist Kapitän auf der Boeing 737-Flotte und fliegt bereits seit zehn Jahren bei airberlin. Seit 2012 gibt er als freiwilliger Fuel Coach anderen Piloten sein Wissen in Sachen treibstoffsparendes Fliegen weiter.

2012 hat airberlin 60 Piloten zu Fuel Coaches ausgebildet, die ihr Wissen bei Fuel Efficiency Flights an rund 280 Piloten weitergegeben haben. Derzeit bietet airberlin erneut die Teilnahme an einem freiwilligen Fuel Efficiency Training für alle Piloten an. Nach einer Online-Schulung zu den theoretischen Grundlagen können anschließend die Verfahren gemeinsam mit einem Fuel Coach bei einem Fuel Efficiency Flight angewendet werden.

Dabei geht es jedoch keinesfalls darum, weniger zu tanken, sondern ausschließlich darum vom getankten Treibstoff weniger zu verbrauchen. Die Fuel Coaches sind ein wichtiges Element in dem Programm Ökoeffizientes Fliegen von airberlin. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,4 Litern pro 100 geflogenen Personenkilometern hat Deutschlands zweitgrößte Airline bereits in 2012 eine neue Bestmarke erreicht.

Herr Wehrmann, Sie sind einer der ersten Fuel Coaches bei airberlin. Warum haben Sie sich entschlossen, an der Weiterbildung teilzunehmen?

Die Reduktion des Treibstoffverbrauchs und die damit verbundene Verringerung von CO2-Emissionen kommt uns allen zu Gute: Es verringert die Belastung für die Umwelt, es schont den Verbrauch fossiler Brennstoffe und bringt natürlich auch eine finanzielle Einsparung für die Fluggesellschaft mit sich.

Es gibt für uns Piloten vielseitige Möglichkeiten, Treibstoff einzusparen und ich möchte gerne hierzu meinen Beitrag leisten. Da das Programm freiwillig ist, sind alle Teilnehmer sehr motiviert und ich habe zudem festgestellt, dass auch Piloten, die bisher nicht an dem Programm teilgenommen haben, mittlerweile sehr interessiert sind.

Wie können Sie beim Fliegen Treibstoff einsparen?

Piloten haben vielfältige Möglichkeiten, vor und während des Fluges sowie nach der Landung Treibstoff einzusparen. So können wir zum Beispiel vor dem Abflug Bodenstrom am Flughafen einsetzen, anstatt die Hilfsturbine im Heck zu nutzen, die das Flugzeug ansonsten bei abgestellten Triebwerken mit Elektrizität versorgt. Und zum Ende des Flugs ist nach Möglichkeit der kontinuierliche Sinkflug die beste Methode, um den Treibstoffverbrauch zu senken.

Weiteres Einsparpotenzial bietet beispielsweise das Single Engine Taxi, bei dem das Flugzeug von der Landebahn zum Gate mit nur einem laufenden Triebwerk rollt. Auch wenn die Maßnahmen auf einem einzelnen Flug manchmal nur geringe Einsparmengen ausmachen, so bewirken sie bei einer Vielzahl von Flügen zusammen gerechnet eine große Ersparnis.

Als Pilot müssen Sie sehr viele Dinge gleichzeitig im Blick behalten. Ist das treibstoffsparende Fliegen eine Zusatzbelastung?

Nein, ganz und gar nicht. Es geht vielmehr darum, seine täglichen Abläufe im Cockpit entsprechend anzupassen. Durch die Weiterentwicklung der Technik zum Beispiel hat man als Pilot ohnehin kontinuierliche Trainings und ist es daher gewohnt, sich auf neue Verfahren einzustellen. So werden auch die Elemente des spritsparenden Fliegens schnell zur Routine.

Flugsimulator für alle vom Stuttgart Airport beim Krautfest

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Im Flughafenzelt an der Echterdinger Hauptstraße gibt es eine Attraktion für große und kleine Besucher: Unter fachkundiger Anleitung darf jedermann in einem Flugsimulator zu einem kurzen Rundflug starten und sich dabei als Pilot versuchen.

Denn auf dem 35. Krautfest in Leinfelden-Echterdingen am kommenden Samstag und Sonntag, 19. und 20. Oktober 2013, ist auch der Landesflughafen mit dabei.

Um das simulierte Flugzeug richtig zu steuern, sind verschiedene Instrumente wie Kompass, Höhenmesser oder künstlicher Horizont zu beachten und gleichzeitig Steuerhorn, Ruderpedale und Schubregler zu bedienen – ganz schön knifflig, wenn alles auf einmal kommt.

Dazu gibt es an beiden Tagen ein Flughafenquiz, bei dem mehrere Fragen zum Airport und zum Thema Fliegen richtig beantwortet sein wollen. Die Gewinner können sich auf viele Sachpreise freuen, darunter auch Gutscheine für ein Twingle-Menu für zwei Personen im Airport Hotel direkt vor dem Terminal.

Airbus erwartet Bedarf für 2.700 Frachtflugzeuge im Jahr 2032

4,8 Prozent pro Jahr, so erwartet man bei Airbus das durchschnittliche Wachstum im weltweiten Frachtgeschäft über die nächsten 20 Jahre, und dies werde eine Verdoppelung der dafür erforderlichen Frachtflugzeuge auf dann knapp 3.000 hervorrufen.

Mit dem Cargo Global Market Forecast gibt Airbus jährlich Analysen und Entwicklungen wider, wobei 190 Frachtdienstleister und deren Flotten sowie bestimmte Verkehrsströme aus allen Regionen und Segmenten berücksichtigt werden. Ebenso werden verschiedene Trends wie Wirtschaftsentwicklung, Privater Konsum, weltweiter Handel und Industriproduktion betrachtet.

2.700 Frachtflugzeuge mit 234 Mrd. Dollar Wert

Der Ausblick zeigt dabei einen weltweiten Bedarf der Luftfracht von 2.700 neuen oder umgebauten Flugzeugen im Jahr 2032 auf. Mehr als die Hälfte davon diene allein schon der Flottenerneuerung, der Rest stellt das Wachstum dar. Unter den 2.700 Flugzeugen werden 870 fabrikneue Frachtmaschinen für ca. 234 Mrd. US-Dollar sein, während ca. 1.860 aus Passagiermaschinen umgewandelt werden.

Weitere 175 Maschinen werden noch Frachter sein, die bereits heute im Dienst sind. Die Frachtkapazitäten, die in Passagiermaschinen genutzt werden und heute etwa die Hälfte des Frachtaufkommens ausmachen, sind dabei schon berücksichtigt, und werden als gleichbleibend erwartet.

Andreas Hermann, Head of Freighters bei Airbus, sagte, man sehe nach einigen schwierigen Jahren wieder positiv nach vorne, eine Erholung des Welthandels sei erkennbar und aufkommende Märkte würden mehr Flexibilität im Frachtbereich verlangen, was Flugzeuge mittlerer Größe bieten könnten. Daher sehe Airbus den Kern des zukünftigen Frachtgeschäfts in der Kategorie mittlerer Größe.

Bei den aufstrebenden Märkten spielt China die wichtigste Rolle. Die Asien-Pazifik-Region inklusive Indien hat heute einen Anteil von 36 Prozent am Luftfrachtgeschäft, 2032 werden 42 Prozent erwartet. 15 Prozent des Luftfrachtgeschäftes entfallen heute allein auf China, 2032 sollen es 22 Prozent sein.

Frachtflugzeuge in allen Segmenten legen zu

Kleine Frachtflugzeuge stellen heute 23 Prozent der Gesamtflotte, und obwohl der Frachttransport in Ländern wie China und Indien die Anzahl dieser Frachtflugzeuge von 380 im Jahr 2012 auf etwa 600 im Jahr 2032 steigen lassen wird, wird ihr Anteil insgesamt dennoch leicht auf ca. 21 Prozent zurückgehen.

Frachtmaschinen mittlerer Größe, die flexibel eingesetzt werden können, ermöglichen es den Airlines, sich den ändernden Märkten anzupassen, stellen ca. 45 Prozent aller Frachtflugzeuge und werden zunehmend für regionale Expressdienste sowie für allgemeine Fracht auf regionalem und Langstrecken-Verkehr eingesetzt. Die Anzahl dieser Maschinen wird ebenfalls deutlich steigen, angetrieben vom Wachstum der aufstrebenden Märkte, besonders in China.

Mittlere Größe bleibt dominant

Das Segment mittlerer Größe bei Flugzeugen wird vermutlich auf über 1.290 Einheiten bis 2032 steigen, bei einem derzeitigem Umfang von 744 Einheiten Ende 2012. Damit wird das Segment seine starke Position an der weltweiten Flotte von Frachtflugzeugen mit 45 Prozent verteidigen. Airbus ist in diesem Segment gut aufgestellt, zum einen mit der A330-200F, aber auch mit "Passagier-zu-Frachter" (passenger-to-freighter P2F)-umgewandelten Flugzeugen aus der A330-Familie, in Kooperation mit EFW und ST Aerospace.

Währenddessen nehmen große Frachtflugzeuge einen Anteil von 32 Prozent der heutigen Flotte ein und werden hauptsächlich auf Langstrecken-Verbindungen zwischen den drei größten Märkten USA, Europa und Asien, eingesetzt. Ihre Zahl wird bis 2032 auf über 1.000 Einheiten anwachsen, und dabei ihren Anteil an der weltweiten Frachterflotte leicht vergrößern.

Bei Airbus selbst, als führenden Flugzeughersteller, sind derzeit mehr als 13.200 Flugzeuge bei ca. 500 Kunden und Betreibern weltweit in Auftrag gegeben, seit die erste Maschine in den frühen Siebzigern den Dienst antrat.

Fraports Verwaltungsgebäude erhält „Gold-Status“ für Nachhaltigkeit

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Die Unternehmenszentrale der Fraport AG ist auf der Immobilienmesse Expo Real 2013 in München durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) ausgezeichnet worden. Das neue Gebäude, das zu Beginn dieses Jahres von den Mitarbeitern der Flughafen-Gesellschaft bezogen wurde, erhielt ein Zertifikat der Goldklasse.

Prof. Alexander Rudolphi, Präsident der DGNB, übergab den beiden Projektverantwortlichen der Fraport AG, Rolf Zimmermann, Fachbereich Immobilienentwicklung, und Ingo Kuhnke, Fachbereich Immobilien Facility Management, die Zertifikatsurkunde. Entworfen wurde das Gebäude durch AS&P – Albert Speer & Partner, repräsentiert durch Herr Axel Bienhaus. Auf dem Bild die Verleihung des DGNB Zertifikats (v.l.n.r. Dr. Christine Lemaitre, Rolf Zimmermann, Ingo Kuhnke, Dr. Carmen Schneider, Axel Bienhaus, Prof. Alexander Rudolphi).

Schon als Baukonzept ausgezeichnet

Bereits 2010 wurde der Konzeption des Gebäudes das Vorzertifikat durch die DGNB verliehen, welche nun für das fertiggestellte Bauwerk bestätigt wurde. Anke Giesen, Vorstand Ground Handling der Fraport AG, betont die Bedeutung des Nachhaltigkeitsaspektes: "Bis 2020 plant Fraport die sukzessive Reduzierung von CO2-Emissionen von Gebäuden durch Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen durch anerkannte Institutionen aus der Immobilienwirtschaft anerkannt werden."

Neben der Unternehmenszentrale hat Fraport bereits drei weitere energieoptimierte Bauvorhaben realisiert, den Flugsteig A-Plus, die neue Feuerwache an der Landebahn Nordwest und die Einsatzzentrale der Bodenverkehrsdienste.

Ausgestaltung soll Unternehmenskultur fördern

Das komplexe Zertifizierungssystem zur Verleihung der Goldklasse der DGNB umfasst mehrere Aspekte, wie beispielsweise ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale Qualitäten. Exemplarisch ist eine Unterschreitung der gesetzlichen Forderung in Bezug auf Energieeinsparungen (EnEV) ein bedeutender Bestandteil der Zertifizierungskriterien.

Die Unternehmenszentrale von Fraport ist auf einer Geschossfläche von 36.000 qm, verteilt auf sieben Ebenen inklusive dreigeschossiger Tiefgarage, ausgelegt für bis zu 700 Arbeitsplätze. Das architektonische Konzept will mit einer offenen, auf moderne Arbeitsprozesse zugeschnittenen Bürostruktur das Umsetzen einer transparenten und humanen Unternehmenskultur fördern.

Fraport ist einer der ersten Flughafenbetreiber, dessen Bautätigkeiten durch den DGNB zertifiziert werden. Zudem ist der Konzern global der einzige Flughafenbetreiber, der in den internationalen Nachhaltigkeitsindizes vertreten ist.

Lufthansa und Germanwings steigern Kapazitäten

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Lufthansa und Germanwings werden ihr Flugangebot im kommenden Winterflugplan leicht ausbauen. Die gemeinsame Kapazität, die in angebotenen Sitzplatzkilometern gemessen wird, steigert sich um 1,1 Prozent. Dieses Wachstum ist vor allem auf größere Flugzeuge zurückzuführen. Damit hat Lufthansa mit Germanwings insgesamt 211 Flugziele in 81 Ländern im Angebot.

Hiervon verbindet Lufthansa alleine 199 Ziele, Germanwings zählt in ihrem Streckennetz 64 Destinationen in Europa, Nahost und Nordafrika. Im kommenden Winter sind es 12.162 Flüge pro Woche, statistisch startet demnach im Schnitt weltweit alle 50 Sekunden ein Flug von Lufthansa und Germanwings. Mit den Fluggesellschaften im Lufthansa-Verbund (Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Germanwings und Swiss) sind es zusammen 274 Ziele in 106 Ländern auf vier Kontinenten und 19.798 Flüge pro Woche. Der Winterflugplan gilt vom Sonntag, 27. Oktober 2013 bis Samstag, 29. März 2014.

Größere Flugzeuge für Schanghai, Chicago und Mexiko

Die beiden modernsten Flaggschiffe der Lufthansa-Langstreckenflotte, der Airbus A380 und die Boeing 747-8 werden im Winter auf weiteren Verbindungen eingesetzt. Bereits seit Ende September verkehrt die A380 fünf Mal pro Woche von Frankfurt in die chinesische Wirtschaftsmetropole Schanghai. Ebenfalls seit September bedient die B747-8 die Strecke Frankfurt – Mexiko-Stadt. Mit Beginn des Winterflugplans wird Lufthansa die „Königin der Lüfte“ auch auf der Strecke von Frankfurt nach Chicago einsetzen.

Ferner werden aus Frankfurt die Verbindungen nach Philadelphia an der amerikanischen Ostküste und ins saudi-arabische Dammam künftig wegen der gestiegenen Nachfrage auf eine tägliche Bedienung verstärkt. Wie gewohnt startet Lufthansa im Winter wieder nonstop ab München nach Kapstadt. Dieses Saisonziel ist vor allem bei Urlaubsreisenden beliebt, die die südafrikanische Stadt und die benachbarte Küste entdecken möchten.

Sonderflüge nach Sotschi

Wenn in diesem Winter im russischen Sotschi die Flamme für die Olympischen Winter-Spiele und Paralympics entzündet wird, fliegt Lufthansa mit einer eigens hierfür eingerichteten Verbindung Fans und Sportler nonstop ans Schwarze Meer. Lufthansa richtet diese Verbindung vom 24. Januar bis zum 17. März mit einem Airbus A321 ein. Bis zu fünfmal pro Woche können Sportbegeisterte nonstop und bequem in nur dreieinhalb Stunden die Sportstätten und Pisten erreichen.

Hamburg und Berlin – Umbuchung automatisch

Die bevorstehende Flugplanperiode ist auch von der weiteren Streckenübergabe von Lufthansa- zu Germanwings-Verbindungen geprägt, die im kommenden Winterflugplan weiter schrittweise fortgeführt wird. Germanwings übernimmt alle heutigen innereuropäischen Lufthansa-Strecken, die außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München verkehren, und fliegt dabei mit einem neuen Tarifangebot. Nach derzeitiger Planung werden in diesem Winter bereits 23 ehemals von Lufthansa bediente Verbindungen aus Hamburg und Berlin von Germanwings geflogen.

Von Hamburg werden in den kommenden Monaten die folgenden Strecken von Germanwings übernommen: Amsterdam, Birmingham, Budapest, Genf, London, Madrid, Mailand, Manchester, Oslo, Paris, Stockholm und Zürich. Zum Ende des Winterflugplans im März 2014 soll dann in Hamburg die Übertragung der Lufthansa-Verbindungen zur Germanwings abgeschlossen sein.

Von Berlin aus werden die Fluggäste ab diesem Winter mit Germanwings nach Birmingham, Bologna, Bukarest, Genf, Helsinki, London, Málaga, Nürnberg, Rom, Mailand und Wien fliegen können. Der gesamte Übergang im Direktverkehr wird im Laufe des Sommers 2014 abgeschlossen sein. Die Streckenübertragung in Düsseldorf soll im Sommerflugplan 2014 wie geplant starten. Bereits gebuchte Lufthansa-Passagiere werden bei einem Übergang automatisch auf Germanwings umgebucht. Die Stabilität des Flugplans hat bei Lufthansa laut eigener Aussage eine hohe Priorität. Dennoch seien Anpassungen nicht immer zu vermeiden. So stellt die Fluglinie die Verbindungen nach Libreville/Gabun und Pointe Noire/Republik Kongo aus wirtschaftlichen Gründen zum Jahreswechsel 2013/14 ein.

Passagierrückgang am Flughafen Zürich im September 2013

Der Flughafen Zürich meldet leichten Passagierrückgang: So haben im September 2013 2.272.003 Passagiere den Flughafen Zürich benutzt. Dies entspricht einem Minus von 0.7 Prozenzt gegenüber dem selben Zeitraum des Vorjahres. Die Anzahl Lokalpassagiere nahm im September 2013 um 1,9 Prozenzt auf 1.553.252 zu.

Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl Umsteigepassagiere im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,0 Prozent auf 710.624 ab, was einem Transferanteil von 31,3 Prozenzt entspricht (-1,8 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr).

Auch die Anzahl Flugbewegungen lag im September 2013 mit 23.136 Bewegungen 1,9 Prozent unterm Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl Passagiere pro Flug lag mit 113 Fluggästen 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Sitzladefaktor (SLF) lag im September bei 77,7 Prozent und somit 0,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahresmonat.

An Fracht wurden im September 2013 am Flughafen Zürich 34.255 Tonnen abgewickelt. Dies entspricht einem Plus von 0,2 Prozenzt gegenüber dem September 2012.

Rekord-September bei Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt

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Im September 2013 nutzten 5,5 Millionen Passagiere den Flughafen Frankfurt, so viele wie noch nie in einem September. Im Vergleich zum Vorjahres-Monat, der trotz Streikaktivitäten die bisher höchste September-Passagierzahl in der Geschichte des Flughafens verzeichnete, wuchs das Aufkommen um 191.000 Passagiere, das sind 3,6 Prozent.

Fracht stabil – Startgewichte steigen

Die Anzahl der Flugbewegungen stieg im September 2013 um 0,7 Prozent auf 42.525. Das Cargo-Aufkommen blieb stabil bei 178.682 Tonnen (minus 0,1 Prozent). Einen Anstieg um 1,1 Prozent verzeichneten die kumulierten Höchststartgewichte, die bei rund 2,6 Millionen Tonnen lagen und damit ebenso einen historischen September-Spitzenwert erreichten.

In den ersten neun Monaten wurde in Frankfurt ein kumuliertes Passagieraufkommen von 44,2 Millionen (plus 0,2 Prozent) erzielt. Die Anzahl der Flugbewegungen war um 2,5 Prozent rückläufig und lag bei 357.538. Das Cargo-Aufkommen wuchs in der Zeit von Januar bis September um 0,7 Prozent auf rund 1,6 Millionen Tonnen. Die kumulierten Höchststartgewichte betrugen 21,4 Millionen Tonnen (minus 2,4 Prozent).

Tochterflughäfen mit starkem Wachstum

Die Standorte mit Mehrheitsbeteiligung verzeichneten allesamt im September starkes Wachstum und weisen auch in der Kumulation der ersten neun Monate deutliche Zuwächse auf. Der Flughafen Lima erzielte bis zum September mit insgesamt über 11 Millionen Passagieren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 12,2 Prozent. Den türkischen Airport Antalya nutzten in diesem Zeitraum 22,1 Millionen Fluggäste (plus 6,6 Prozent), an der bulgarischen Schwarzmeerküste waren es in Burgas über 2,4 Millionen (plus 4,6 Prozent) und in Varna rund 1,2 Millionen Passagiere (plus 7,3 Prozent). Die Summe der Fluggäste an den genannten Konzernflughäfen lag von Januar bis September bei rund 81 Millionen und damit 3,6 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das Verkehrsergebnis nach drei Quartalen kommentiert Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte zufrieden: "In Frankfurt entwickelt sich das kumulierte Verkehrsaufkommen nach einem schwächeren Jahresbeginn mittlerweile auf Vorjahresniveau – wobei man nicht vergessen darf, dass 2012 das Jahr mit dem bisher höchsten Passagieraufkommen in der Geschichte unseres Flughafens war. Unsere Auslandsbeteiligungen zeigen zum wiederholten Mal starke Zuwächse beim Fluggastaufkommen und entwickeln sich sehr erfreulich. Sie tragen deutlich zum positiven Verkehrsergebnis bei."

Sonderausstellung am Flughafen Hannover zu 40 Jahre TUIfly

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Ab sofort zeigt die Fluggesellschaft TUIfly Ausstellungsstücke aus ihrer Unternehmensgeschichte auf über 140 Quadratmetern in der "Welt der Luftfahrt" im Flughafen Hannover. Kern der Exponate sind neben Flugzeugtechnik unter anderem Flugzeugsitze aus verschiedenen Epochen der Airline sowie die unterschiedlichen Uniformen seit Gründung der Fluggesellschaft.

Außerdem präsentiert TUIfly die eigene Flotte in Form von Modellen und einige technische Elemente wie Triebwerksschaufeln und Werkzeug. Auch haben Besucher der "Welt der Luftfahrt" die Möglichkeit, Trolleys, Bilder und Safety Cards zu besichtigen.

Hintergrund der Ausstellung ist das 40-jährige Jubiläum der Airline. Ursprünglich als Hapag-Lloyd Flug 1972 gegründet, startet der Erstflug mit einer Boeing 727-100 am 30. März 1973 von Hamburg nach Ibiza. Heute fliegt TUIfly Kunden quer durch Europa – hauptsächlich zu Zielen tief im Süden Europas oder in Teile Nordafrikas.

Airport-Geschäftsführer Dr. Raoul Hille eröffnete gemeinsam mit Dr. Burkard Wigger, TUIfly-Geschäftsführer, die neue Ausstellung in der Welt der Luftfahrt. "Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich zusammen und pflegen eine enge, partnerschaftliche Beziehung auf verschiedenen Ebenen – auch persönlich. Man kennt sich und man schätzt sich. TUIfly ist mit Abstand die Nummer eins am Standort. Aus diesem Grund freuen wir uns sehr auf eine erfolgreiche Sonderausstellung", so Dr. Hille.

Qatar Airways stärkt Berlin mit Airbus A330-200

Die Airline bedient derzeit 132 Destinationen weltweit. In diesem Jahr hat Qatar Airways bereits zehn neue Ziele eingeführt, in den kommenden Wochen und Monaten werden weitere Destinationen in das globale Streckennetz aufgenommen.

Die Ziele ab Berlin sind, Gassim in Saudi-Arabien, Najaf im Irak, Phnom Penh in Kambodscha, Chicago in den USA, Salala im Oman, Basra und Sulaymaniyya im Irak, Chengdu in China, Addis Abeba in Äthiopien und Ta’if in Saudi-Arabien. Bald kommen noch Clark International Airport auf den Philippinen am 27. Oktober und Philadelphia in den USA am 02. April 2014 hinzu.

170 Flugzeuge bis 2015 in der Flotte

Qatar Airways ist eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften weltweit. Die Airline mit Sitz in Doha bietet mit einer modernen Flotte von mehr als 125 Flugzeugen weltweite Verbindungen zu über 130 Urlaubs- und Geschäftsreisezielen in Europa, dem Nahen Osten, Afrika, auf dem Indischen Subkontinent, im Fernen Osten, Australien und Amerika.

Bis zum Jahr 2015 soll die Flotte auf über 170 Flugzeuge aufgestockt und mehr als 170 Ziele sollen im weltweiten Streckennetz von Qatar Airways bedient werden. In Deutschland bietet Qatar Airways zurzeit 35 wöchentliche Verbindungen nach Doha ab Frankfurt, München und Berlin an.

Kapazitätssteigerung ab Berlin mit größerem Airbus

Qatar Airways kommt der gestiegenen Nachfrage auf der Strecke Berlin – Doha nach und setzt ab dem 01. Dezember 2013 auf allen sieben Flügen pro Woche anstelle eines Airbus A320 das Großraumflugzeug Airbus A330-200 ein. Der A330 bietet in einer Zweiklassenkonfiguration bis zu 248 Sitzplätze in der Economy Class sowie bis zu 24 Sitzplätze in der Business Class. Die Kapazitäten werden somit nahezu verdoppelt. An Bord haben Passagiere aller Klassen über den individuellen Bildschirm Zugang zu einem interaktiven Entertainment-System, das über 1.000 verschiedene Unterhaltungsoptionen on-Demand bereithält.

"Die Verbindung nach Berlin wurde vor acht Jahren eingeführt. Vier Flüge pro Woche haben damals die deutsche Hauptstadt mit dem Drehkreuz in Doha verbunden. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage in Deutschland hat Qatar Airways rasch die Anzahl der Verbindungen erhöht und fliegt seit nunmehr fast sechs Jahren täglich nach Berlin", so Paul Johannes, Vice President Nord-Süd-Westeuropa von Qatar Airways.

Neue Fluggastbrücken für Pier Süd am Hamburg Airport

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovationen in Hamburg hat dem Flughafen die Plangenehmigung zum Bau von sechs neuen Fluggastbrücken am südlichen Ende der Fluggastpier sowie zur Umgestaltung des südlichen Vorfeldabschnittes erteilt. Das Genehmigungsverfahren ist nach nunmehr knapp einem Jahr abgeschlossen.

Die neuen Abfertigungspositionen an der Pier ermöglichen dem Passagier ein Einsteigen ins Flugzeug ohne Bustransfer auf dem Vorfeld, das steigert den Komfort und die Bequemlichkeit auf der Reise. Zudem sorgen sie für eine zügige Bodenabfertigung des Flugzeugs.

"Ich freue mich, dass wir die Plangenehmigung für sechs neue Fluggastbrücken erhalten haben. Durch die neuen Positionen können wir auch in Zukunft für unsere Passagiere eine zeitgemäße und komfortable Abfertigung und für unsere Fluggesellschaften kurze Bodenzeiten sicherstellen", erklärt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport.

Die geplanten Fluggastbrücken sind gegenüber den bestehenden Gates A37 bis A40, also an der Rückseite der Pier, vorgesehen. Für die Passagiere des Flughafens sind sie ebenso schnell zu erreichen wie die bestehenden Gates. Für die Umsetzung des Projekts ist der Umzug des Luftfrachtzentrums an den Weg beim Jäger notwendig.

Die dann freien Cargo-Flächen von Hamburg Airport müssen anschließend zurückgebaut werden, so dass Platz für die neuen Fluggastbrücken entsteht. Mit dem Bau der neuen Positionen kann frühestens 2015 begonnen werden. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf 50-60 Millionen Euro.