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Boeing verzeichnet 2.000 Bestellungen der 737 MAX

Boeing hat einen weiteren Meilenstein des 737 MAX Programms gefeiert. Das Programm hat die Marke von 2.000 Bestellungen für das hocheffiziente Single-Aisle-Flugzeug überschritten.

Mit zusätzlichen 30 Bestellungen von bisher noch ungenannten Kunden in dieser Woche liegen dem amerikanischen Flugzeugbauer für die 737 MAX nun insgesamt 2.010 Bestellungen von 39 Kunden weltweit mit einem Wert von 209 Milliarden Dollar nach Listenpreisen vor. Dem 737 MAX Programm liegen zudem Verpflichtungen für 250 weitere Flugzeuge vor.

Die 737 MAX hat die Marke von 2.000 Bestellungen schneller als jedes andere Boeing Flugzeug in der Unternehmensgeschichte erreicht. Diese beispiellose Nachfrage beruht auf dem Wachstum im Luftverkehr und dem Bedarf an treibstoffeffizienteren Flugzeugen. Die 737 MAX wird 14 Prozent treibstoffeffizienter als die heutigen, effizientesten Next-Generation 737 Flugzeuge sein – und 20 Prozent effizienter als die ursprünglichen Next-Generation 737 Flugzeuge bei ihrer Indienststellung.

Die 737 MAX ist im Zeitplan für den Start der Endmontage Mitte 2015. Die 737 MAX wird im Jahr 2016 fliegen und im dritten Quartal 2017 an den Erstkunden Southwest Airlines ausgeliefert werden.

ILA Berlin 2014: Konferenzen und Kooperationen

Am zweiten Tag geht die ILA Berlin mit Fachvorträgen und Konferenzen weiter. Neben Jubiläen und Forschungsprojekten stehen am Donnerstag vor allem Internatoinale Kooperationen von Agenturen und Unternehmen, sowie Investitionen im Blickpunkt.

Airbusminister-Konferenz auf der ILA – Klage gegen Boeing

Die vier Staatssekretäre der verantwortlichen Ministerien für die zivile Luft- und Raumfahrtindustrie Deutschlands, Frankreichs, Spaniens und Großbritanniens haben sich im Rahmen der ILA 2014 zu ihrem regelmäßigen Austausch mit dem Airbus-Management getroffen. Die Konferenz wurde geleitet von der Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries. Einhellig begrüßten die Teilnehmer den kontinuierlichen Erfolg von Airbus und die positiven Marktaussichten für die zivile Produktpalette des Unternehmens.

Auch die Strategie zur Internationalisierung der Produktion fand Beifall: „Ein Arbeitsplatz im Ausland schafft vier weitere in Europa und nochmals sieben in der Zulieferkette“, betonte in diesem Zusammenhang Frédéric Cuvillier, Staatssekretär im französischen Ministerium für Transport, See und Fischerei. Im Rahmen der Konferenz wurde auch die bei der Welthandelsorganisation WTO anhängigen Klagen gegen den US-Bundesstaat Washington, der den dort ansässigen Hersteller Boeing finanziell unterstützt, thematisiert. Die Minister verliehen ihrer Erwartung Ausdruck, dass die in Frage stehende Rechtmäßigkeit dieser finanziellen Förderung im Rahmen der laufenden WTO-Maßnahmen überprüft werden sollte.

Türkei will Triebwerks-Bau für Lockheed-Martin F-35

Das Untersekretariat für die Rüstungsindustrie des türkischen Verteidigungsministeriums und der amerikanische Triebwerkshersteller Pratt & Whitney haben auf der ILA 2014 eine Absichtserklärung für den Aufbau eines Werkes für die Endmontage, den Unterhalt und die Wartung des F-135-Triebwerks für den neuen Kampfjet Lockheed-Martin F-35 Lightning II unterzeichnet.

Die türkische Luftwaffe hat kürzlich die ersten beiden Maschinen in Auftrag gegeben. Insgesamt sollen 100 Flugzeuge beschafft und ab 2019 in Dienst gestellt werden. In dem Werk sollen aber auch die Antriebe anderer F-35-Kunden betreut werden. Die Türkei ist Partnerland der ILA 2014.

Hubschrauberlandeplätze an Kliniken bald ohne Genehmigung?

Im Rahmen des umfangreichen Konferenzprogramms der Messe Berlin auf der ILA 2014 leistet der Deutsche Hubschrauber Verband (DHV) e.V. einen wichtigen Beitrag. Top-Prominenz aus der deutschen und internationalen Hubschrauberszene diskutieren die Rolle des zivilen Hubschraubers in der Zukunft. Unter dem Schlagwort „Der Hubschrauber, die Biene der Luftfahrt“, werden seine Bedeutung als fleißiges Arbeitstier im Dienst der Gesellschaft herausgestellt und gleichzeitig aktuelle Gefährdungen durch neue Gesetzgebungen thematisiert.

„Konkret drohen zum Beispiel bis zu 50 Prozent der anfliegbaren Landeplätze an Krankenhäuser in Deutschland kurzfristig wegzufallen, mit unmittelbaren dramatischen Auswirkungen auf die Versorgung von Patienten“, warnt Thilo Scheffler, Geschäftsführer des DHV. Moderiert von Judith Rakers, bekannt aus der ARD Tagesschau und anderen TV Formaten, wollen die Experten die Problemstellungen diskutieren und Lösungswege aufzeigen.

URSC: Neue russische Raumfahrtholding auf der ILA

Ihren ersten internationalen Auftritt hatte die per Dekret des russischen Präsidenten Putin im Dezember 2013 aus der Taufe gehobene Raumfahrt-Holding „United Rocket and Space Corporation“ (URSC). Sie fungiert als neue Dachmarke für russische Unternehmen der Raumfahrtindustrie. „Russland ist weltweit führendes Land in der Raumfahrt. Sie hat für Russland existentielle Bedeutung, und ihre weitere Entwicklung gibt auch anderen Branchen wichtige Impulse“, sagte Igor Komarov, CEO von URSC.

Unter dem Dach der Holding soll nun die gesamte russische Raumfahrtindustrie mit ihren einzigartigen Kompetenzen reformiert und, so wörtlich, „global konkurrenzfähiger gemacht werden.“ Zu diesem Zweck wird ein einheitliches System zur Verwaltung von Projekten und Standardisierung von Normen entwickelt. Als aktuelles Beispiel der internationalen Zusammenarbeit nannte Komarov einen soeben unterzeichneten Vertrag zwischen der Firma „Reshetnev“ und „Airbus Defence & Space“. Halle 4, Stand 4303.

Airbus Defence & Space: Weltmarkt wächst, Konkurrenz auch

Während die Rüstungsausgaben in den NATO-Ländern einer starken, krisenabhängigen Fluktuation unterliegen, sieht Christian Scherer, Vize-Präsident Sales & Marketing bei Airbus Defence & Space, eine wachsende Nachfrage insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum, aber auch im Mittleren Osten und in Afrika. Dagegen würden die großen Wachstumsmärkte China und Russland vorwiegend von ihren eigenen Unternehmen versorgt, die zudem zunehmend als Konkurrenten auf den Exportmarkt drängen.

Um auf dem Weltmarkt eine kritische Masse zu erreichen, sei es notwendig gewesen, die Kräfte der früheren Rüstungs- und Raumfahrtsparten Cassidian und Astrium sowie das Militärflugzeuggeschäft von Airbus zu bündeln. Erstmals präsentiert man sich unter diesem neuen Dach auf der ILA 2014. Ziel sei es, den Exportanteil von 40 auf 60 Prozent zu steigern. Auf der ILA unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit der türkischen Firma Roketsan über eine zukünftige Kooperation bei militärischen Aerospace-Aktivitäten. Halle 4, Stand 4000.

Vulkanasche-Warnsystem vom Deutschen Wetterdienst

Bei zukünftigen Vulkanausbrüchen soll es in Deutschland künftig ein schnelleres und besseres Bild über die tatsächliche Bedrohung des Luftverkehrs durch Vulkanasche geben. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Luftfahrt ein europaweit führendes Warnsystem aufgebaut, das während der ILA 2014 vorgestellt wurde.

Er betreibt inzwischen an über 50 Standorten mit den weltweit leistungsfähigsten Messgeräten eines der global dichtesten und effektivsten Netze, um vom Boden aus eine Vulkanaschewolke zu erfassen. Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie wurde ein Modell entwickelt, das Emissionen und die Ausbreitung von Mineralstaub vorhersagt. Integraler Bestandteil des neuen Warnsystems ist ein ergänzendes, fliegendes Messsystem der Fachhochschule Düsseldorf. Es kommt auf einem auf Abruf bereitstehenden Ultraleichtflugzeug Flight Design CT SLt der UL GmbH sowie einer Diamond DA42 MPP Guardian zum Einsatz.

Die CT ist so konzipiert, dass sie innerhalb weniger Minuten abgerüstet werden kann und mit nach hinten geklapptem Fahrwerk in den Frachtraum eines Airbus A340 passt. In Zusammenarbeit mit Airbus kann das Ultraleicht-Flugzeug so innerhalb von ein bis zwei Tagen an jeden Ort der Welt gebracht werden, um vor Ort aktive Vulkanaschewolken zu detektieren. Halle 3, Stand 3458.

ESA feiert 50 Jahre Kooperation bei europäischer Raumfahrt

Mit der Unterzeichnung erster Dokumente zwischen der europäischen Raumfahrt-Agentur ESA und ihren Partnern aus der Industrie wurde am 20. Mai auf der ILA der Startschuss für die zweite Generation von Wettersatelliten gegeben, die als MetOp-Programm ab 2021 wichtige Informationen für die Wettervorhersage aus dem All senden sollen. Als im Jahr 1964 die beiden Organisationen ESRO und ELDO für die Raumfahrtforschung und Raketenstarts gegründet wurden, war der künftige große Erfolg europäischer Zusammenarbeit im All noch nicht absehbar.

Mit der Fusion von ESRO und ELDO 1975 wurde die European Space Agency (ESA) gegründet, die bis heute alle europäischen Raumfahrtaktivitäten koordiniert. Auf der ILA 2014 gab der Generaldirektor der ESA, Jean-Jacques Dordain, einen Einblick in die eindrucksvolle Vielfalt dieser Programme. „Highlight des Jahres ist die Mission der Sonde Rosetta, die jetzt noch zwei Millionen Kilometer von ihrem Zielkometen entfernt ist. Schon im November soll sie dort landen.“, sagte Dordain.

Außerdem befinden sich zwei weitere Satelliten für das Navigationssystem Galileo in der Vorbereitungsphase ihres Starts im August 2014, sodass sich ab 2015 insgesamt acht Satelliten nutzen lassen. Bereits am 29. Mai 2014 wird mit Alexander Gerst wieder ein ESA-Astronaut auf den Weg zur Internationalen Raumstation ISS machen. Halle 4, Stand 4000.

Zehn Jahre MEADS: Trinationale industrielle Partnerschaft

Auf der ILA 2014 feierten hochrangige Vertreter der Firmen Lockheed Martin (USA) und MBDA (Deutschland und Italien) zehn Jahre Entwicklungspartnerschaft des trinationalen Luftabwehrprogramms MEADS (Medium Extended Air Defense System). Heute stehe mit MEADS ein ausgereiftes System zur Verfügung, das erst im vergangenen November eindrucksvoll seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hat, hieß es auf der Pressekonferenz der Systempartner.

Der erstmalige Erfolg zwei verschiedene, aus unterschiedlichen Richtungen anfliegende Ziele gleichzeitig zu bekämpfen, wurde in diesem Rahmen ebenfalls thematisiert. „MEADS ist das fortschrittlichste und fähigste Luftabwehrsystem, entwickelt, um aktuelle und zukünftige militärische Anforderungen zu erfüllen“, sagte Thomas Homberg, der Geschäftsführer von MBDA Deutschland. MEADS beteiligt sich aktuell an einer entsprechenden polnischen Ausschreibung. Betont wurde auf der ILA 2014 das große Potential einer künftigen industriellen Partnerschaft mit dem mitteleuropäischen Land. Halle 1, Stand 1505.

Rolls-Royce: Millionen-Investitionen in Kompetenzzentrum in Dahlewitz

Im Beisein des Vize-Kanzlers und Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, sowie des Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke hat Rolls-Royce auf der ILA 2014 bekanntgegeben, dass mehrere hundert Millionen Euro in den Aufbau eines globalen Kompetenzzentrums für Reduktionstriebwerke am brandenburgischen Standort Dahlewitz investiert werden.

Dort entsteht unter anderem eine neue Prüfanlage für Reduktionshauptgetriebe für das neue UltraFan-Triebwerk, das ab 2025 einsatzbereit sein soll und gegenüber der ersten Generation der Trent-Triebwerke mindestens 25 Prozent weniger Treibstoff verbraucht. In den nächsten 18 Monaten werden rund 200 neue Stellen mit hochqualifizierten Ingenieuren besetzt. Die Entscheidung für den Standort, in den seit 20 Jahren bereits rund 2,3 Milliarden Euro geflossen sind, sei auch eine Anerkennung für die Leistung und den hohen Ausbildungsstand der deutschen Mitarbeiter, sagte Tony Wood, Rolls-Royce-President Aerospace.

Sigmar Gabriel würdigte das Engagement der Briten und gab bekannt, dass sein Ministerium das Projekt mit zwölf Millionen Euro fördert. Insgesamt rund 200 Millionen Euro seien bereits für weitere Entwicklungen bei Rolls-Royce eingestellt. Der Minister besuchte bei seinem Rundgang auf der ILA weitere deutsche Firmen und Organisationen sowie den Gemeinschaftsstand des Gastlandes Türkei. Halle 2, Stand 2214.

Northrop Grumman: Auslieferung des 5.000. „LCR-100“

Die Northrop Grumman Corporation hat das fünftausendste Kurs-/Lagereferenzsystem LCR-100 ausgeliefert. Es liefert kritische Flugregelungs- und Navigationsdaten zur Anwendung in zivilen und militärischen Flächenflugzeugen und Drehflüglern. Das LCR-100 gehört zu den Geräten, die das Unternehmen auf der ILA 2014 zeigt. Die deutsche Tochtergesellschaft Northrop Grumman LITEF hat das Modell seit 2008 an mehr als 30 Kunden übergeben können.

„In nur fünf Produktionsjahren ist unser LCR-100 zu einem erfolgreichen, weit verbreiteten System geworden, das für seine herausragende Zuverlässigkeit und Genauigkeit bekannt ist, selbst bei erschwerten Einsatzbedingungen bei Helikoptern mit Vibrationen, akustischen Störungen und einzigartigen Flugprofilen“ sagte LITEF-Geschäftsführer Eckehardt Keip. Halle 2, Stand 2321.

Bauhaus Luftfahrt stark auf der ILA 2014 vertreten

Bauhaus Luftfahrt, eine von verschiedenen Luft- und Raumfahrtfirmen getragene interdisziplinäre Forschungseinrichtung, zeigt auf der ILA 2014 abermals eine starke Präsenz. Auf verschiedenen Messeständen ihrer Industrie- und Projektpartner bilden in diesem Jahr die Themenkomplexe „Antriebe“ und „Alternative Kraftstoffe“ die Schwerpunkte.

Auf dem Stand von MTU Aero Engines präsentiert Bauhaus Luftfahrt die Konzeptstudie für einen sogenannten „Propulsive Fuselage“. Diese veranschaulicht die intelligente Integration eines dritten Triebwerks in den Rumpf eines Flugzeugs, dessen Widerstand durch die Einsaugung der sogenannten Grenzschicht in der Folge signifikant reduziert werden kann. Das vom Bauhaus Luftfahrt koordinierte EU-Projekt SOLAR-JET präsentiert auf der ILA am Stand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen Solar-Reaktor, mit dem kürzlich erstmals Kerosin aus konzentriertem Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid hergestellt werden konnte.

Das Schwerpunktthema „Alternative Kraftstoffe“ wird darüber hinaus mit einer Posterpräsentation von Arbeiten zum Thema „Bioenergie-Potenzialanalyse“ am Stand des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie mit mehreren Fachvorträgen im „Alternative Aviation Fuels-Pavillon“ abgedeckt.

Eu:CROPIS – Tomatenzucht im Weltall für Langzeitmissionen

Eine Überlebensgemeinschaft aus Bakterien, Tomaten und einzelligen Algen, künstlicher Urin und ein Satellit, der mit seiner Rotation um seine Achse die Schwerkraft von Mond und Mars simulieren kann – das sind die Bestandteile der Mission Eu:CROPIS (Euglena and Combined Regenerative Organic-Food Production in Space) des DLR.

2016 sollen zwei Gewächshäuser ins Weltall starten, in denen ein kombiniertes Lebenserhaltungssystem das Abfallprodukt Urin zu Dünger verwertet und so das Wachstum von Tomaten für Mond- und Marshabitate sowie Langzeitmissionen ermöglicht. Das DLR zeigt auf der ILA ein Mock-up des Satelliten sowie einen Druckbehälter, in dem eine Überlebensgemeinschaft untergebracht wird. Halle 4, Stand 4301.

MTU beim Ausbau des zivilen Triebwerksgeschäfts

MTU Aero Engines will das Zivilgeschäft, das bereits einen Umsatzanteil von 50 Prozent hat, weiter ausbauen. „Wir wollen bis 2018 eine starke Position in allen Triebwerkssegmenten innehaben“ sagte CEO Reiner Winkler auf der ILA 2014. Einen wesentlichen Meilenstein stellt der für Anfang September erwartete Erstflug des Airbus A320neo dar, für dessen Getriebefan-Antrieb das Unternehmen die schnelllaufende Niederdruckturbine und – zusammen mit dem US-Partner Pratt & Whitney – den Hochdruckverdichter beisteuert.

Auch die CSeries von Bombardier, der Mitsubishi Regional Jet, die russische Irkut MS-21 und die neue E-Jet-Generation von Embraer werden mit Triebwerken aus der GTF-Familie ausgestattet. In München wird derzeit die Blisk-Halle für 60 Millionen Euro erweitert, bis 2017 entsteht hier außerdem ein neues Logistikzentrum. Bereits ein Jahr zuvor wird die Endmontage von Triebwerken für den A320neo in Bayern beginnen.

Auch die Kapazität des polnischen Zweigwerkes soll um 50 Prozent erweitert werden. Bei den militärischen Triebwerken, die nur noch einen Umsatzanteil von 13 Prozent ausmachen, ist die Lage trotz sinkender Verteidigungsetats stabil, sagte Programmvorstand Michael Schreyögg. Wichtig sei es in der aktuellen Lage, das Technologie-Know-how und die Kompetenzen in diesem Bereich im Unternehmen zu bewahren. Halle 2, Stand 2301.

Luftfahrt-Standort Hamburg auf der ILA 2014

Die Metropolregion Hamburg gehört mit rund 40.000 Fachkräften und über 300 Unternehmen zu den weltweit größten Luftfahrtstandorten und ist auch auf der ILA 2014 stark repräsentiert. Im „Hanse-Pavillon“ in Halle 3 präsentieren sich die Luftfahrtzentren Hamburg und Bremen an einem großen Gemeinschaftsstand.

Unter den Ausstellern befinden sich das Luftfahrtcluster des Standorts, Hamburg Aviation, das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL), der Zuliefererverband Hanse-Aerospace und die Hamburg University of Applied Sciences mit ihren auf Flugzeugbau spezialisierten Studiengängen. Highlight am Stand von Hamburg Aviation ist ein Flugzeugmodell im Maßstab 1:87, das das Zukunftskonzept zum Starten und Landen ohne Fahrwerk zeigt.

Auf der ILA 2014 kommt der größte Star unter den ausgestellten Flugzeugen wieder aus dem Hause Airbus: Das neue effiziente Langstreckenmodell A350 XWB, dessen Erstflug kaum ein Jahr zurückliegt. Er feiert seine deutsche Messe-Premiere. Der Airbus-Standort in Hamburg-Finkenwerder ist für die Entwicklung der Kabine verantwortlich. Mit knapp 8.000 Mitarbeitern stellt die Lufthansa Technik AG in Hamburg den zweitgrößten Luftfahrt-Arbeitgeber in der Region dar. Auf der ILA präsentiert das Unternehmen unter anderem ein neues Roboter-Reparaturverfahren für Faserverbundstoffe. Halle 3, Stand 3415.

Emissionen von Biotreibstoffen: Forschungsflüge von DLR mit NASA

Biotreibstoffe bieten eine Perspektive den CO2-Abdruck der Luftfahrt zu senken sowie mögliche ungünstige Klimaeinflüsse von Partikelemissionen und Kondensstreifen zu reduzieren. Diesem Forschungsthema haben sich die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und das DLR sowie das kanadische National Research Council (NRC) bei zweiwöchigen gemeinsamen Flugversuchen im Mai 2014 gewidmet. Erste Ergebnisse der Flugkampagne im Rahmen des Projekts Access II (Alternative Fuel Effects on Contrails and Cruise Emissions) werden im Rahmen der ILA 2014 vorgestellt. Halle 4, Stand 4301.

Patrouille Suisse feiert ihren 50. Geburtstag auf der ILA

Nach einer Pause im Jahr 2012 ist die Patrouille Suisse auf die ILA zurückgekehrt und zeigt hier ihr Jubiläumsprogramm. Die Flugstaffel der Schweizer Luftwaffe wurde 1964 mit vier Hawker Hunter gegründet und fliegt jetzt seit zwei Jahrzehnten sechs Northrop F-5E Tiger II in einer rot-weißen Sonderlackierung mit dem Schweizer Kreuz auf der Rumpfunterseite.

Voraussichtlich ab 2016 sollen diese durch vier Boeing (McDonnell Douglas) F/A-18 Hornet ersetzt werden. Zum 50-jährigen Bestehen wurden neue Elemente und Figuren wie der „Hosenlupf“ und „Hornet“ in das Display aufgenommen, so der Kommandant der Patrouille, Oberstleutnant Daniel Hösli. Die sechs Piloten um den Leader in „Tiger Uno“, Hauptmann Simon „Billy“ Billeter zeigen ihr Können noch bis zum Sonntag auf der ILA 2014. Freigelände.

Static Display – Bundeswehr-Maschinen zum Anfassen und Reinsetzen

Nicht nur die Verteidigungsministerin, die am heutigen Mittwochmittag auf das Gelände kommt – alle Besucher dürfen ins Static Display, also die große Ausstellung von so ziemlich jedem fliegenden Gerät, welches die Bundeswehr hat. Hubschrauber, Flächenflugzeuge, Jets und unbemannte Fluggeräte werden zu sehen sein, unter anderem das fliegende Lazarett MedEvac, ein umgebauter A310, oder der Truppentransporter Transall.

Man darf in fast jede Maschine einsteigen und sich von der Besatzung die vielfältigen Funktionen erklären lassen. Alle Maschinen sind voll funktionsfähig und aus dem Einsatz nur kurz auf der ILA zwischengeparkt. Nur die Kampfjets darf man aus Sicherheitsgründen nicht betreten, aber dafür gibt es einen ausgemusterten Tornado, der nicht nur Jugendliche magisch anzieht – einmal im Cockpit zu sitzen wie ein echter Pilot ist auch ein Traum vieler Erwachsener. Wer sich genauer informieren will, wird am Infotruck versorgt. Hier erfährt man auch alles zu Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr.

Buchpremiere auf der ILA

Berlin-Brandenburg ist eine der geschichtsträchtigsten Luftfahrtregionen der Welt. Kaum eine andere erlebte so viele Erfindungen, Spitzenleistungen und Rekorde, hatte und hat eine solche Konzentration von für die Luftfahrt bedeutsamen Stätten wie diese. In der Nähe des neuen Berliner Großflughafens (BER) begann einst Otto Lilienthal mit seinen Flugversuchen. Darüber sind hier auch die Ursprünge der Weltraumfahrt zu finden.

Ein kompetentes Autorenquintett hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese packende Historie zu dokumentieren, um sie zu bewahren. Die ILA 2014 ist darum genau die richtige Veranstaltung für die Vorstellung des Bandes „Historische Luftfahrtstätten in und um Berlin“. Halle 3, Stand 3354.

Airbus DS und BAE Systems kooperieren bei Radarsatelliten-Datennutzung

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Airbus Defence and Space und BAE Systems haben eine strategische Allianz zur Herstellung, Vermarktung und den Verkauf innovativer Produkte und Lösungen für die weltraumgestützte geografische Aufklärung (geospatial intelligence – GEOINT) auf Grundlage der von den Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X erfassten Daten geschlossen. Airbus Defence and Space und BAE Systems werden im Rahmen dieser Partnerschaft gemeinsam eine neue Reihe globaler SAR-Produkte entwickeln.

Diese basieren auf Daten von Radaren mit synthetischer Apertur (Synthetic Aperture Radar – SAR) und bieten unübertroffene Genauigkeit, Auflösung und Qualität, da beide Satelliten in gößerem Abstand zueinander die Erde umkreisen und die Antennenwirkung vergrößern. Die beiden Unternehmen werden diese Produkte ausschließlich an die US-Regierung und ausgewählte kommerzielle und internationale Kunden vermarkten.

Großer Nutzen auch für öffentlichen und privaten Sektor

"Das einzigartige Know-how von BAE Systems wird es uns ermöglichen, die von uns erfassten SAR-Daten als Geoaufklärungsprodukte in Form aufbereiteter Datensätze anzubieten, die die strengen Anforderungen der US-Regierung erfüllen", sagte Evert Dudok, Head of Communications, Intelligence and Security von Airbus Defence and Space.

Die Präzision und Tiefe der Radardatenprodukte von Airbus Defence and Space wird in Verbindung mit BAE Systems' Fähigkeiten zur gründlichen Analyse und kompetenten Nutzung von GEOINT-Daten zur Entwicklung moderner GEOINT-Produkte führen, die sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor großen Nutzen bringen werden. Diese Produkte werden die Missionsplanung für Kunden aus dem Verteidigungsbereich erleichtern und Flugsysteme und Notfalldienste unterstützen. Außerdem werden sie dem Energiesektor dabei helfen, weltweit neue Stromnetze und Pipelines zu planen und das Ressourcenmanagement erleichtern.

"Die Radarsatelliten von Airbus Defence and Space sammeln weltweit Daten von unerreichter Qualität und Genauigkeit", sagt DeEtte Gray, Präsident des Bereichs Intelligence & Security von BAE Systems. "Die SAR-basierten Produkte und Dienstleistungen, die wir im Rahmen unserer Partnerschaft entwickeln, stellen einen großen Fortschritt dar, von dem eine Vielzahl verschiedener Anwendungen profitieren werden."

Daten für Digital Elevation Modell (DEM)

TerraSAR-X und TanDEM-X verfügen über hochauflösendes X-Band-SAR und sammeln Daten für präzise Veränderungserkennung, Seeüberwachung, digitale Höhenmodelle, die Gewinnung von Passpunkten und die topografische Abbildung von Regionen mit anhaltender Bewölkung. Die beiden Satelliten stellten auch die Daten für das neue Produkt WorldDEM bereit, ein globales digitales Höhenmodell, das unerreichte Genauigkeit und homogene Abdeckung bietet.

Mehr Informationen über das Portfolio von Airbus Defence and Space erhalten Besucher im Airbus Pavillion auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA Berlin 2014, noch bis 25. Mai am Berlin ExpoCenter Airport stattfindet.

Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal führen gemeinsam Oper auf

Mitarbeiter der Flughafen München GmbH (FMG) und fliegendes Personal von vier internationalen Luftverkehrsgesellschaften werden am 30. und 31. Mai auf der Bühne des Cuvillies-Theaters in München stehen, um gemeinsam ein einzigartiges Musiktheaterstück zu prasentieren. "This New Ocean" ist der Titel der globalen Oper von Komponistin Nelida Bejar und Regisseur Björn Potulski, die in München uraufgeführt wird. Die Sängerdarsteller sind Piloten und Flugbegleiter von South African Airways, Lufthansa, All Nippon Airways, S7 Airlines und Mitarbeiter der FMG und ihrer Tochtergesellschaften.

Um die Entwicklung der Menschheit von den Anfängen bis ins Zeitalter der Globalisierung geht es in den drei Akten der Oper, die mit einem am Münchner Flughafen produzierten filmischen Prolog beginnt. Auch die "Grüße der Menschheit", die vor rund 40 Jahren auf goldenen Schallplatten mit den Voyager-Sonden in den Weltraum geschossen wurden, werden in der Aufführung eine Rolle spielen.

Dienstpläne für Personal aus vier Kontinenten koordiniert

Der besondere Reiz dieses außergewöhnlichen Bühnenwerks besteht darin, dass die Überwindung von Grenzen nicht nur inhaltlich thematisiert wird, sondern auch ein zentraler Bestandteil des Entstehungsprozesses der Aufführung war. Nelida Bejar und der bei der Flughafen München GmbH im Stabsbereich "Politische Angelegenheiten" beschäftigte Björn Potulski, die unter dem Titel "Schwerer als Luft" vor zwei Jahren bereits ein vielbeachtetes Musiktheaterprojekt mit Mitarbeitern aus der Gepäckabfertigung des Münchner Flughafens realisiert hatten, wurden durch die Produktion der neuen Oper vor eine enorme logistische Herausforderung gestellt.

Um gemeinsame Proben mit den Crewmitgliedern von vier Luftverkehrsgesellschaften zu ermöglichen, mussten Dienstpläne und Bodenzeiten der Airline-Mitarbeiter aus Afrika, Europa und Asien miteinander koordiniert werden. So standen intensive Gesprache mit dem Management der beteiligten Fluggesellschaften am Anfang der Produktion, bevor am 14. September vergangenen Jahres die erste gemeinsame Probe stattfinden konnte. Seitdem wurden jeden Samstag intensiv Gesang und Szene geprobt, woraufhin sich das Ensemble jedes Mal bereits am Folgetag buchstablich wieder über die ganze Welt verteilte.

Japanische Flugbegleiterin als Sopran-Solistin

In den folgenden Monaten sind die insgesamt 19 beteiligten Sänger und Darsteller aus Japan, Russland, Südafrika und Deutschland dank der gemeinsamen Stunden im Probenraum zu einem funktionierenden Ensemble zusammengewachsen. Vom kommenden Freitag an werden alle Akteure in München sein, um die letzten Tage vor der Uraufführung noch einmal für intensive Proben zu nutzen.

Als Sopran-Solistin wird die Japanerin Yoko Yamaguchi, die hauptberuflich als Flugbegleiterin für die All Nippon Airways im Einsatz ist, auf der Bühne stehen. Den Part des Bass-Solisten übernimmt Claus Schippan, der außerhalb seines Bühnenlebens als Immobilienmanger für die FMG arbeitet. Dritter Solist in dem gemischten Luftfahrtensemble ist der Countertenor Jan Kollmar, der für die Deutsche Lufthansa als Purser tätig ist. Unterstützt werden die Sängerdarsteller durch insgesamt 15 Berufsmusiker, die unter Leitung des Dirigenten Anton Zapf spielen werden. Neben den von Konzertmeister Vladimir Lakatos angeführten Streichern gehören Bläser, ein Klavier, ein Schlagzeug und eine E-Gitarre zu dem Musik-Ensemble.

Die Uraufführung am Freitag, den 30. Mai und eine weitere Aufführung am darauffolgenden Samstag im Münchner Cuvillies-Theater beginnen jeweils um 20:00 Uhr. Während die Premiere bereits ausverkauft ist, können für die zweite Aufführung am Samstag noch Karten erworben werden. Alle Einnahmen aus dem Kartenverkauf kommen dem Flughafenverein München e.V. zugute, der sich in der Flughafenregion und darüber hinaus für Menschen in Not einsetzt. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat der Bayerische Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen München GmbH, Dr. Markus Söder, übernommen.

Für den 18. Juli ist die Afrikapremiere von "This New Ocean" geplant. Diese und zwei weitere Aufführungen finden unter der musikalischen Leitung von Komponistin Nelida Bejar im Soweto Theatre statt, das vor zwei Jahren inmitten des berühmten Townships von Johannesburg eröffnet wurde. Bei den Aufführungen in Südafrika soll ein Chor mit rund 100 Kindern aus Soweto in ausgewählten Szenen gemeinsam mit den Sängerdarstellern agieren.

WIN-Charta: Nachhaltigkeit passt zu fairport Stuttgart

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Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) unterstützt die neue Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) des Landes Baden-Württemberg. Mit der Erstunterzeichnung der WIN-Charta im Beisein von Umweltminister Franz Untersteller am Dienstag in Fellbach verpflichtete sich die FSG freiwillig zur Einhaltung von zwölf Leitsätzen zu Grundwerten der Nachhaltigkeit, verantwortungsvollem Umgang mit der Umwelt sowie regionaler Identifikation und Verankerung.

"Die WIN-Charta passt hervorragend zu unserem fairport-Gedanken. Wenn wir Nachhaltigkeit leben wollen, brauchen wir die regionale Vernetzung und den innovativen Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten," sagte Flughafengeschäftsführer Walter Schoefer bei der Auftaktveranstaltung. Der Flughafen Stuttgart hat sich zum Ziel gesetzt langfristig und dauerhaft einer der nachhaltigsten Flughäfen in Europa zu werden.

Drei auf einen Streich: Luftfahrt-Epochen am Siegerland Airport

Ja, da liegen ein paar Jahrzehnte dazwischen. Und damit ist jetzt nicht das Alter der Piloten gemeint. Die sind nämlich gar nicht so weit auseinander. Es geht um die "Hardware". Ihrerzeit Paradebeispiele des Deutschen Flugzeugbaus.

Zusammen haben die Brummer, die sich unlängst auf dem Siegerlandflughafen in Burbach zum generationsübergreifenden Zufalls-Rendezvous fanden, 158 Jahre auf den Holmen, wobei zumindest der "Blaue Max" im Vordergrund das Durchschnittsalter des Ensembles deutlich nach unten zieht.

Die fesche Extra 330 LT ist gerade mal zwei Jahre alt, und gemessen an der Lebensweisheit ihrer beiden doppeldeckrigen Cousinen mit ihrer bewegten Vergangenheit noch grün hinter den Ohren bzw. dem Seitenleitwerk. Hat aber dafür etwas mehr Pfeffer und der Cowling. Der Spaßfaktor in den offenen Cockpits der beiden älteren Semester, einer einsitzigen Bücker "Jungmeister" (hinten links) und dem weltweit wohl ältesten noch lufttauglichen Focke-Wulf FW 44 "Stieglitz" (rechts) ist mindestens genau so groß. Hier treffen Nostalgie und High-Tech, Fliegerromantik und Hochleistungssport aufeinander.

Die Zahl ihrer Monde addiert, spielen die Männer am Steuerknüppel, allesamt gestandene Flugkapitäne, in der gleichen Geriatrie-Klasse wie ihre fliegenden Untersätze. Sie erreichen mit zusammen 152 Jahren fast exakt das Alter ihres Equipments.

46.500 Flugstunden haben Toni Eichhorn, Friedrich Diehl und Thomas Holz zusammen auf dem Kerbholz. Das sind 1.937,5 Tage oder 5,4 Jahre an einem Stück in der Luft. Und selbige ist bei allen Dreien noch längst nicht raus.

Das Dreiergespann auf dem Bild: Zusammen haben diese Paradebeispiele deutscher Flugzeugbaukunst 158 Jahre auf den Holmen. Wobei der kleine Blaue vorne das Durchschnittsalter des Ensembles deutlich nach unten zieht. Foto: Sven Vollert

RUAG zeigt zivile und militärische Themen auf der ILA

Noch bis 25. Mai findet in Berlin die ILA, eine der bedeutendsten Fachmessen der Luft- und Raumfahrtindustrie, statt. Die RUAG ist mit Spitzentechnologie vor Ort und präsentiert ihre Kompetenzen einem internationalen Publikum.

Deutschland ist für den internationalen Technologiekonzern RUAG ein wichtiger Markt, wo sich rund 2.300 Mitarbeitende an fünf Standorten für einzigartige Produkte und Dienstleistungen einsetzen. Die RUAG präsentiert an der ILA ihre Technologiekompetenzen einem breiten Fachpublikum.

Die Verbindung von zivilen und militärischen Anwendungen ist ein zentraler Erfolgsfaktor des internationalen Technologiekonzerns. Heute kommen technologische Impulse vermehrt aus zivilen Disziplinen, wie zum Beispiel bei der Kommunikation. Diesen Vorteil kann die RUAG mit ihrem ausgewogenen Verhältnis von zivilen und militärischen Anwendungen nutzen, wie beispielsweise in den Bereichen Simulation & Training und Cyber Security.

An der ILA stehen die Kompetenzen im Bereich der Luft- und Raumfahrt im Fokus. Als Originalherstellerin der Dornier 228 in Deutschland und als Partnerin für Rumpfsektionen verschiedener Verkehrsflugzeugtypen von Airbus oder Bombardier stellt der Deutsche Markt für die RUAG ein wichtiges Standbein dar. Als strategische Partnerin arbeitet die RUAG eng mit der deutschen Bundeswehr zusammen und ist zuständig für den Unterhalt der militärischen Flugzeuge und liefert Standard- und Spezialmunition im Kleinkaliberbereich. Aber auch im Bereich der Raumfahrtindustrie ist die RUAG führende europäische Zulieferin und Partnerin der ESA.

„Die RUAG blickt auf eine lange und erfolgreiche Tradition des Wachstums in Deutschland zurück. Für die Zukunft möchten wir unsere Präsenz stärken und weitere Chancen in allen Bereichen nutzen“, sagt CEO Urs Breitmeier.

Die RUAG hat sich in den letzten vierzehn Jahren zu einem internationalen Technologiekonzern entwickelt, der mit rund 2.300 Mitarbeitenden an fünf Standorten in Deutschland verankert ist. Die technischen Komponenten der RUAG kommen in einer Vielzahl erfolgskritischer Anwendungen am Boden, in der Luft und im Weltraum zum Einsatz.

Lufthansa-Chef bei US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus eingeladen

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Auf Einladung des amerikanischen Präsidenten Barack Obama und der Handelsministerin Penny Pritzker nahm Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa, als Vertreter der Deutschen Wirtschaft, mit einer internationalen Delegation von zehn Wirtschaftsführern an einem Runden Tisch des Präsidenten teil. Ab 10:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr MEZ) unterhielten sich die Anwesenden im Roosevelt Room im Weißen Haus. Der Präsident begrüßte seine Gäste um 10:45 Uhr zu einem Gespräch über Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen in den USA.

Die US-Regierung fördert im Rahmen der Initiative "SelectUSA", die der US-Präsident ins Leben gerufen hat, gezielt ausländische Direktinvestitionen in den USA.

Lufthansa-Wartungsbetrieb auf ehemaliger USAirforce Base

Im Rahmen dieser Initiative gilt die Ansiedelung eines neuen Wartungsbetriebs der Lufthansa Technik AG in US-amerikanischen Regierungskreisen als Vorzeigeprojekt. Im April hatte Europas größter Luftfahrtkonzern bekannt gegeben, dass die Lufthansa Technik in Puerto Rico einen neuen Standort für die Überholung von Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeugen aufbaut. Der neue Betrieb auf dem Gelände einer früheren US Airforce Base soll bis zu 400 Mitarbeiter beschäftigen.

Mit diesem Schritt baut die Lufthansa Group ihre Präsenz in Amerika weiter aus. Mit über 10.000 Beschäftigten in den USA ist der deutsche Konzern ein wichtiger Arbeitgeber in verschiedenen US-Staaten und darüber hinaus ein bedeutender Investor. So betreibt die Konzerntochter LSG Sky Chefs, das weltgrößte Cateringunternehmen, 40 Betriebe in den Vereinigten Staaten.

USA nach Europa wichtigster Markt für Lufthansa-Airlines

Die großen Fluggesellschaften des Konzerns, Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines unterhalten langjährige Geschäftsbeziehungen zu amerikanischen Unternehmen wie Boeing, Honeywell und General Electric. Alleine 2013 hatten diese Airlines bei Boeing insgesamt 40 neue Maschinen der 777-Familie bestellt.

Nordamerika, insbesondere der US-amerikanische Markt, ist für die Fluggesellschaften der Lufthansa Group neben Europa das wichtigste Verkehrsgebiet. Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines bedienen in den USA insgesamt 19 Destinationen mit 325 Flügen pro Woche. Dazu kommt das flächendeckende Streckennetz des US-Joint-Venture Partners United Airlines. Lufthansa und United Airlines gehörten 1997 zu den Gründungsmitglieder der Star Alliance, welche heute die weltgrößte Luftfahrtallianz ist.

LuxairGroup schafft Trendwende zur Gewinnzone

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Mit einem Ergebnis, das die Erwartungen übertroffen hat, befindet sich LuxairGroup wieder in der Gewinnzone und verzeichnet ein positives Ergebnis für das Jahr 2013. Dieses Ergebnis bestätigt die Wachstumsstrategie der Fluggesellschaft. Nach dem historischen Verlust von mehr als zehn Millionen Euro, welcher das Jahr 2012 geprägt hat, ist es LuxairGroup im Jahr 2013 gelungen den Trend umzukehren: das Nettoergebnis ist positiv  – 1,9 Millionen Euro – trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks und einem wirtschaftlichen Umfeld, das noch immer von der Krise geprägt ist. Das genannte Ergebnis, welches weit über den ursprünglichen Erwartungen liegt, wertet die Airline nicht als Zufall sondern als Beweis für das Engagement der Mitarbeiter und der Anpassungsfähigkeit des Unternehmens.

"LuxairGroup hat durch die erzielten Ergebnisse schnelles Reaktions- und Anpassungsvermögen in schwierigen Zeiten bewiesen; eine Glanzleistung, die die Bedeutung der Firma als regionaler Dienstleister unterstreicht " , begrüßt Paul Helminger, Vorsitzender des Verwaltungsrates, dieses Resultat. Die vom Vorstand beauftragten externen Unternehmensberater von Roland Berger, verfolgten das Ziel, die Geschäftsstrategie zu analysieren und zu hinterfragen.

Sie bestätigen, dass das aktuelle Geschäftsmodell das einzig überlebensfähige Szenario darstellt, das die finanzielle Stabilität des Unternehmens gewährleistet. Eine Reduzierung der Verluste im Flugbereich, präzise Kostenkontrolle, sowie ein erheblicher Gewinn an Effizienz und Produktivität sind Voraussetzung um die Nachhaltigkeit der LuxairGroup zu gewährleisten.

Adrien Ney, Generaldirektor der LuxairGroup zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Um die Voraussetzungen für den Erfolg zu erfüllen, welche von Roland Berger beschrieben wurden, mussten wir zunächst eine detaillierte Analyse der Arbeitsprozesse in der gesamten Gruppe durchführen, um dann die erforderlichen Änderungen und Verbesserungen umzusetzen. Wir haben es geschafft, mit einer aggressiven Preispolitik die Verluste von Luxair Luxembourg Airlines zu reduzieren und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten, worauf wir sehr stolz sind."

Operatives Ergebnis: Wachstum und Rückkehr zur Rentabilität

Neben einer verhaltenen konjunkturellen Erholung bewirken drei Faktoren das Gleichgewicht beim operativen Gewinn nach einem Verlust von 18 Millionen Euro 2012: eine jenseits aller Vorstellungen liegende Reduzierung der Verluste im Flugbereich, die Rückkehr zur Rentabilität von LuxairCARGO, teilweise dank der außergewöhnlichen Leistung von Cargolux und das beste Ergebnis, welches jemals vom Reiseveranstalter LuxairTours erreicht wurde. Die Wachstumsstrategie von Luxair Luxembourg Airlines und LuxairTours macht sich somit bezahlt.

Bei Luxair Luxembourg Airlines führt der Erfolg zu einem Plus von 14 Prozent bei den Passagierzahlen, durch die Einführung der neuen Flugziele (Kopenhagen, Dublin, Stockholm, Lissabon) sowie die Erhöhung der Flugbewegungen zu den wichtigsten Destinationen (London, Hamburg, Berlin, Genf, München, Wien, Milan, Paris).

Die Verkaufsstrategie mit Einstiegspreisen ab 99 Euro für Hin- und Rückflug, die vor allem Privatkunden ansprechen soll, ermöglicht Luxair Luxembourg Airlines mit Niedrigpreis-Fluggesellschaften, durch ein Konzept der ehrlichen und transparenten Preise, verbunden mit überragender Servicequalität, erfolgreich zu konkurrieren. Der Umsatz bei Luxair Luxembourg Airlines erhöhte sich so um sechs Prozent. In Kombination mit einer effizienteren Kostenkontrolle konnte der Verlust um ein Drittel reduziert werden, was die optimistischsten Prognosen noch überstieg.

Rekordjahr für LuxairTours – Neue Boeing 737-800

Für den Reiseveranstalter LuxairTours, war es ein historisches Jahr: das Passagierwachstum um zwei Prozent auf insgesamt 549.000 Touristen bewirkte eine positive Steigerung des Geschäftsergebnisses. LuxairTours bestätigt auf diese Weise die kontinuierliche Weiterentwicklung der vergangenen Jahre, welche mit konsequenten Investitionen, vor allem im Bereich der Flotte, einhergeht. Die neuen Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 bieten ein deutliches Mehr an Komfort und Kapazität.

Insgesamt ein hervorragendes Ergebnis für den Reiseveranstalter, der abwechslungsreichen Urlaub in LuxairTours-Qualität bietet. Die instabile Lage in Nordafrika und dem Nahen Osten bringt allerdings immer wieder mit sich, dass traditionelle Reiseziele wie Ägypten, Marokko und vor allem Tunesien weniger stark gefragt sind. Auch wenn es LuxairTours gelungen ist, die meisten Kunden für andere Ziele zu gewinnen, bleibt festzuhalten, dass zehntausende Urlauber seit Beginn des Arabischen Frühlings im Jahr 2010 keine Flugreise mehr gebucht haben.

LuxairCARGO: Gewinn durch Aufschwung – Aktiv in Nischen

Schließlich konnte auch LuxairCARGO von dem verhaltenen Konjunkturaufschwung profitieren, und die Gewinnzone, nach einem Verlust von 3,4 Mio. Euro im J ahr 2012, erreichen. Vor allem die starke Steigerung des Frachtaufkommens bei der Cargolux erlaubte es LuxairCARGO die Erwartungen für 2013 zu übertreffen. Dennoch bleibt die Lage bei LuxairCARGO angespannt, da die Weltwirtschaftslage immer noch als schwierig bezeichnet werden kann.

Die Aktivität des Luftfrachthandlings zeichnet sich durch unmittelbare Abhängigkeit zur Weltwirtschaftslage und des daraus resultierenden Zusammenhangs von Tonnage und Finanzergebnis aus. Dank seiner Expertise und konsequenten Investitionen in Nischen, wie z.B. dem "Pharma & Healthcare Hub", der Tierstation oder der Zusammenarbeit mit Freeport, hat LuxairCARGO ein neues Standbein, welches weit weniger konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt ist.

Trendwende soll 2014 fortgesetzt werden

Für LuxairGroup geht es nun darum die positive Leistung des Jahres 2013 entgegen der negativen Entwicklungen der Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre weiter zu bestätigen. Die Gruppe erwartet keine substanzielle Verbesserung der Weltwirtschaftslage. Eine wirtschaftliche Erholung der Branche ist daher ungewiss.

"LuxairGroup ist für die Zukunft gut gerüstet. Die gesunde und starke Finanzlage erlaubt es dem Vorstand, die Direktion der LuxairGroup bei der Verwirklichung ihrer ehrgeizigen Wachstumsstrategie – vorbehaltlich der gesicherten Kostenkontrolle – weiter zu unterstützen", schließt Paul Helminger ab. Adrien Ney fügt noch hinzu: "Daher muss LuxairGroup sich der Ernsthaftigkeit der Lage bewusst bleiben und weiter im gleichen Geist und mit demselben Engagement agieren, welche die hervorragenden Ergebnisse im Jahr 2013 möglich machten." In einer sehr umkämpften Branche, in der Wettbewerber ihre Kosten senken, wird die Luxair Gruppe gezwungen sein, diesem Trend zu folgen um ihre Zukunft zu sichern.

Luxair-Facts 2013 2012 VAR
Net Result Luxair 1,9 -10,5 12,4
Turnover Luxair 471,6 446,7 24,9
EBIT Luxair 1,9 -16,8 18,6
EBIT Luxair Luxembourg Airlines -12,0 -19,4 7,3
EBIT LuxairTours 9,4 4,3 5,1
EBIT LuxairCARGO 1,7 -3,4 5,1
EBIT LuxairServices 2,8 1,8 1,0
Zahl der Passagiere Luxair Luxembourg Airlines 912.213 804.198 108.015
Zahl der Passagiere LuxairTours 556.939 546.354 10.585
Zahl der Passagiere insgesamt (inkl. Charter) 1.505.331 1.374.815 130.516
Sitzplatzangebot Luxair Luxembourg Airlines 1.402.003 1.332.324 69.679
Sitzplatzangebot LuxairTours 671.919 667.335 4.584
Sitzladefaktor Luxair Luxembourg Airlines 63,3% 58,6% 5%
Sitzladefaktor LuxairTours 81,8% 81,0% 1%
Sitzladefaktor insgesamt 69,8% 66,5% 3%
Zahl der Passagiere am Luxairport abgefertigt 2.162.393 1.889.025 273.368
Tonnen 693,153 638,046 55,107

Derzeitige Luxair-Flotte

Flugzeugtyp 2013 2012
Embraer ERJ-145 6 6
Bombardier Q400 6 6
Boeing 737-700 3 3
Boeing 737-800 2* 2*

* Ein Flugzeug im Wet-Lease während der Sommersaison (XL Airways France)

Freizeitprogramm am Leipzig/Halle Airport

Am 24. und 25. Mai verwandelt sich die Freifläche am Parkhaus des Flughafens Leipzig/Halle wieder in eine bunte Erlebniswelt für die ganze Familie. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Wochenende mit vielen Highlights. Der Eintritt ist frei. Parallel zum Kids & Family Day findet am Samstag ab 10:00 Uhr der Airport-Beachvolleyball-Cup statt. Hier stellen Freizeitsportler ihr Können im Sand unter Beweis.

So gibt es den großen Wasserspielplatz "Aqua Fun", T‐Wall und Kletterturm sowie einen Dribbling Parcours. Hüpfburgen, Bungee‐Trampolin, Bobby‐Car‐ und Fahrrad‐Parcours sind weitere sportliche Highlights. Die jüngsten Gäste erwarten zudem auch ein Feenland, eine Kindereisenbahn sowie Fahrzeuge der Flughafen‐Feuerwehr. In diesem Jahr besteht des Weiteren die Möglichkeit, das Leben im Mittelalter beim Bogenschießen und dem Knüpfen von Kettenhemden kennenzulernen. Im mittelalterlichen Ritterlager finden zudem Kinder-Ritterturniere statt.

Blick ins Cockpit einer IL-18

Einen besonderen Blick über das Gelände des Flughafens bietet eine Fahrt im 42 m hohen Riesenrad oder im Ballon am Kran. Wer möchte, kann als Erinnerung ein Foto mit dem berühmtesten Schwamm der Welt, SpongeBob, mit nach Hause nehmen.

Für alle Flugbegeisterten bietet der Airport Flughafenrundfahrten an. Diese können vor Ort im Zelt des Besucherservices gebucht werden. Außerdem kann man einen Blick in das Cockpit der restaurierten, historischen Propellermaschine IL-18 werfen.

Wer mit dem Auto anreist, kann das gesamte Wochenende zum Sonderparktarif von fünf Euro pro Tag auf allen beschrankten Parkplätzen (außer P 20) parken. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, mit der S-Bahn aus dem Raum Altenburg, Borna, Leipzig und Halle direkt anzureisen.

Airbus erwartet 80 Prozent mehr Flugzeuge in Deutschland bis 2032

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Airbus geht in seiner jüngsten globalen Marktprognose (Global Market Forecast, GMF) davon aus, dass der Luftverkehr von und nach Deutschland in den nächsten 20 Jahren (2013 bis 2032) um 3,5 Prozent pro Jahr wachsen wird (weltweit: 4,7 Prozent). Dies führt zu einem Bedarf an 1.821 Flugzeugen, um die wachsende Nachfrage des Landes nach internationalen und inländischen Flügen zu decken. Die in Deutschland eingesetzte Flugzeugflotte wird bis 2032 um 80 Prozent wachsen, d. h. von 1.013 auf 1.821 Flugzeuge. Laut Prognose entfallen davon 1.338 auf Single-Aisle-, 386 auf Twin-Aisle-Jets und 97 auf Megaliner wie etwa die heutige A380.

Die Nachfrage in Europa nach 5.950 neuen Passagier- und Frachtflugzeugen stellt 20 Prozent der weltweiten Nachfrage mit einem Marktwert von 803 Mrd. US-Dollar dar (Nordamerika bei 20 Prozent und Lateinamerika bei acht Prozent). Im Vergleich dazu ist das Wachstum in den aufstrebenden Märkten stärker, wie z. B. im asiatisch-pazifischen Raum, dessen Anteil bei 38 Prozent liegt.

Aufwärtstrend beim Luftverkehr in Deutschland – Airbus bei 65 Prozent

"Deutschland ist der fünftgrößte Luftverkehrsmarkt der Welt und wird seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Dieses Wachstum ist jedoch vom weltweiten Durchschnitt abgekoppelt", erklärte John Leahy, Airbus Chief Operating Officer Customers. "Mit den Beschränkungen, denen deutsche Flughäfen heute ausgesetzt sind, wächst der Bedarf nach größeren, leiseren und ökoeffizienteren Flugzeugen in Deutschland überproportional stark. Dies wird durch die Verfünffachung des Bedarfs an Megalinern von heute 21 auf rund 100 Jets bis 2032 bestätigt."

Deutschland ist heute die größte Exportnation Europas und die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt. Da sich diese Stärke auf Exporte stützt, ist die Bedeutung des Luftverkehrs nicht zu unterschätzen. Bis 2032 wird Düsseldorf zum Kreis der weltweiten Megastädte des Luftverkehrs hinzustoßen, zu denen heute bereits Frankfurt und München zählen.

Deutschland hat sieben wichtige Airlines: Air Berlin, Condor, Germanwings, European Air Transport, Germania, Hamburg Airways und Lufthansa. Jede dieser Airlines betreibt in ihrer Flotte teilweise oder ausschließlich Airbus-Flugzeuge. Mit 387 Airbus-Flugzeugen (279 Flugzeuge der A320-Familie, 19 A300/A310, 77 A330/A340 und 12 A380), die bei deutschen Carriern im Einsatz sind, hat Airbus einen Marktanteil von über 65 Prozent gewonnen. Dies unterstreicht, wie beliebt Airbus-Flugzeuge bei deutschen Fluggesellschaften sind. Derzeit enthält das Auftragsbuch von Airbus knapp 180 an deutsche Airlines auszuliefernde Flugzeuge (150 Flugzeuge der A320-Familie, 25 A350 und zwei A380).

Die Airbus-Marktprognose analysiert detailliert weltweite Entwicklungen im Luftverkehr. 208 gesonderte Passagier- und 130 Frachtverkehrsströme werden dabei berücksichtigt. Ein weiterer Analyseschwerpunkt ist die jährliche Flottenentwicklung bei den weltweit größten Flugzeugbetreibern. Hier untersucht der Flugzeugbauer, wie sich die Flotten von fast 800 Passagier-Airlines und 200 Frachtbetreibern in den nächsten 20 Jahren verändern werden. Die Prognose erfasst so die Nachfragesituation auf regionalen Märkten bis hin zur Nachfrage im größten Flugzeugsegment, zu dem heute die A380 gehört.

Airbus auf der ILA prominent vertreten

Airbus wird auf der diesjährigen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin die führende Position seiner umfassenden Produktfamilie demonstrieren und seine überaus effizienten und beliebten Großraumflugzeuge in den Mittelpunkt stellen. Höhepunkt am Eröffnungstag war die Präsentation eines A350 XWB-Testflugzeugs, zu sehen sind jedoch auch ein nagelneuer Airbus A380-Kundenflugzeug sowie eine A400M und ein Beluga-Transportflugzeug.

Auf dem Freigelände befindet sich auch der Pavillon der Airbus Group (Standort: Chalet-Reihe West (8-14). Dort gewähren große Schnittmodelle (Maßstab 1:20) Einblicke in den Airbus A330, A350 XWB und A380. Außerdem werden vier deutsche Forschungsprojekte am Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Halle 2, Stand Nr. 2219 vorgestellt.

DLR-Forschung auf der ILA Berlin: Umwelt, Raumfahrt und Intelligente Rotorblätter

Auf der ILA 2014 Berlin Air Show zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit mehr als 60 Exponaten am DLR-Stand (Halle 4), im Space Pavilion, im CareerCenter und am Stand des BMWi seine Forschungsergebnisse aus der Luft- und Raumfahrt.

Auf dem Außengelände sind Forschungsflugzeuge und Hubschrauber des DLR zu sehen. Unter dem Motto "Wissen für Morgen" geht es um die anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Im Fokus der Forschungsarbeiten, die das DLR auf der ILA 2014 zeigt, stehen nachhaltigeres Fliegen, die Erkundung von Himmelskörpern, der Blick aus dem All auf die Erde sowie neue Ideen für die Windenergie aus der Luftfahrtforschung.

"Wir zeigen auf der nationalen Leitmesse ILA, dass das DLR mit interdisziplinären Ansätzen an Lösungen für gesellschaftliche Fragestellungen arbeitet", sagt Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Die Messe mit ihrer großen internationalen Ausstrahlung bietet eine ideale Plattform neue Partner für unsere Arbeit zu finden. Gerade heute ist es wichtig, dass Wissenschaft und Forschung über alle Grenzen hinweg ihren Beitrag leisten."

Forschungsprojekte des DLR auf der ILA

Klimafaktor Eis-Wolke: Kondensstreifen wichtiger als CO2?

Offene Fragen zur Bildung und Klimawirkung von Wolken schränken derzeit die Aussagekraft globaler Klimaprognosen massiv ein. Um Forschungsflugzeug HALO detailliert zu untersuchen, führte das Forschungsflugzeug HALO im Rahmen der Mission ML-CIRRUS (Mid-Latitude Cirrus) im März und April 2014 insgesamt zwölf Flüge durch. Unter Federführung des DLR untersuchte ein etwa 100-köpfiges Team von Wissenschaftlern verschiedener Atmosphärenforschungsinstitute die Bildung, den Lebenszyklus und die Klimawirkung der Zirren und Kondensstreifen-Zirren in acht bis 14 Kilometern Höhe über Europa sowie dem Nordatlantik.

Dabei kam eine der modernsten Wolken-Instrumentierungen weltweit zum Einsatz. Bei ihren Untersuchungen legten die Wissenschaftler ein besonderes Augenmerk auf die langlebigen Kondensstreifen-Zirren des Luftverkehrs. Inwieweit sich die Eigenschaften dieser künstlichen Wolken von den natürlichen Zirren unterscheiden, ist bislang ungeklärt. Neueren Erkenntnissen zufolge ist die Erwärmung durch Kondensstreifen-Zirren möglicherweise größer als die durch den Kohlendioxidausstoß des Luftverkehrs.

Lokal gibt es jedoch massive Unterschiede. Die umfassenden Messdaten der HALO-Mission werden derzeit ausgewertet und sollen helfen bestehende Unsicherheiten im Verständnis der Klimawirkung von Kondensstreifen-Zirren zu reduzieren.

HINVA: Forschung für leise und langsame Anflüge

Bei langsameren Anflügen werden kürzere Landebahnen benötigt. Ebenso verursachen sie weniger Lärm. Wie langsam und steil ein heutiges Verkehrsflugzeug sein Ziel anfliegen kann, bestimmt das sogenannte Hochauftriebssystem mit seinen ausfahrbaren Vorflügeln und Landeklappen an den Tragflächen. Das DLR forscht gemeinsam mit Airbus und dem Europäischen Transsonischen Windkanal ETW, um die Vorhersage der Hochauftriebsleistung deutlich zu verbessern und zukünftig langsamere Anflüge zu ermöglichen.

Die Forscher des Projekts HINVA (High Lift Inflight Validation) haben bereits 2012 bei Airbus in Toulouse gemeinsam mit der TU Berlin Flugversuche zum Überziehen im Langsamflugbereich mit dem A320-ATRA des DLR erfolgreich durchgeführt. Anfang 2014 folgten kryogene Windkanalversuche im Kölner ETW mit einem eigens angefertigten hochpräzisen ATRA-Windkanalmodell. Bei der Simulation der komplexen aerodynamischen Vorgänge des Maximalauftriebs konnte das DLR mit dem größten Rechenzentrum für die Luftfahrtforschung in Europa (C²A²S²E, Center for Computer Applications in Aerospace Science and Engineering) und dem DLR-Hochleistungscode TAU bereits deutliche Fortschritte erreichen.

Erstmals überhaupt führt das DLR in der Hochauftriebsforschung Computersimulationen mit Flug- und Windkanalversuchen zusammen, wobei der Airbus A320-200 mit ausgefahrenen Landeklappen unter realen Flugbedingungen als Zielkonfiguration dient. Weitere, ergänzende ATRA-Forschungsflüge im Langsamflugbereich sind für den Herbst 2014 geplant.

Emissionen von Biotreibstoffen: Forschungsflüge mit der NASA

Biotreibstoffe bieten eine Perspektive den CO2-Abdruck der Luftfahrt zu senken sowie mögliche ungünstige Klimaeinflüsse von Partikelemissionen und Kondensstreifen zu reduzieren. Diesem Forschungsthema haben sich die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und DLR sowie das kanadische National Research Council (NRC) bei zweiwöchigen gemeinsamen Flugversuchen im Mai 2014 gewidmet.

Eine DC-8 der NASA ist dabei in typischen Reiseflughöhen zwischen neun und zwölf Kilometern mit einem variierenden Biotreibstoff-Kerosin-Gemisch geflogen. Die DLR-Falcon und eine Falcon der NASA haben dahinter die Triebwerksemissionen sowie dessen Auswirkungen auf die Bildung und Eigenschaften von Kondensstreifen vermessen. Zudem untersuchte eine T-33 des NRC die Dynamik der DC-8-Wirbelschleppe.

Die von der NASA im Rahmen des Projekts Access II (Alternative Fuel Effects on Contrails and Cruise Emissions) geleitete Flugkampagne umfasst mehr als einhundert beteiligte Wissenschaftler und Techniker. Ausgangsort der gemeinsamen Forschungsflüge war das Armstrong Flight Research Center der NASA am Standort Palmdale/Kalifornien.

TanDEM-X: Die neue Topographie der Erde

Seit mehr als dreieinhalb Jahren kreisen die beiden Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X im engen Formationsflug um die Erde und nehmen Daten für die neue globale Topographie der Erde auf. Um ein digitales Höhenmodell der Erde in bisher unerreichter Genauigkeit zu erstellen, haben die Satelliten bis zum Sommer 2013 die Erdoberfläche bereits zwei Mal aufgenommen, seitdem fliegen sie in veränderter Formation, um besonders schwierige Gebiete wie beispielsweise steile Gebirge aus einem neuen "Blickwinkel" aufzunehmen.

Insgesamt wurden schon für ein Fünftel der globalen Landoberfläche die Daten zu dreidimensionalen Höhenmodellen (Digital Elevation Model, DEM) verarbeitet: Dazu gehören Gebiete Australiens, Nordamerikas, Russlands und Afrikas. Mit dem Abschluss der dritten und vierten Aufnahme über gebirgigem Gelände konnten nun auch die ersten Höhenmodelle von Gebieten wie der Kamtschatka-Halbinsel erstellt werden. Die riesigen Datenmengen werden bis Ende 2015 zu einem Höhenmodell der Erde verarbeitet.

Die nächste Mission zur Vermessung der Erde wird zurzeit in einer Studie geprüft: Bei der Mission Tandem-L würden die Radarsatelliten über digitale Antennen und große entfaltbare Reflektoren verfügen. Durch die 100fach schnellere Aufnahme der Erdoberfläche könnten dann auch verstärkt dynamische Prozesse auf der Erde, beispielsweise Gletscherveränderungen, bis hin zu Meeresströmungen, erfasst werden.

MASCOT: Flug zum und Landung auf einem Asteroiden

Wenn im Dezember 2014 die japanische Raumsonde Hayabusa 2 zum Asteroiden 1999 JU3 startet, fliegt auch Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) mit ins Weltall. Während die Muttersonde Hayabusa Proben des Asteroidenmaterials zur Erde zurückbringen soll, wird MASCOT auf der Asteroidenoberfläche landen und mit vier Instrumenten an Bord den Asteroiden untersuchen: Das Radiometer des DLR misst die Temperatur, das Magnetometer der TU Braunschweig untersucht die Magnetisierung des Gesteins, und das Spektrometer der französischen Raumfahrtagentur CNES analysiert die Minerale und Gesteine, aus denen der Asteroid besteht.

Die Kamera des DLR, das vierte Instrument, nimmt die Feinstruktur der Oberfläche auf, um den Wissenschaftlern Aussagen über die Beschaffenheit, die Größe und Formen der Partikel im Asteroidenboden zu ermöglichen und die Umgebung der Landestelle zu kartographieren. Zurzeit absolviert das Flugmodell von MASCOT am DLR Bremen die letzten Tests, bevor es nach Japan zum Einbau an der Sonde Hayabusa 2 verschickt wird. Da MASCOT über einen "Hüpf-Mechanismus" verfügt, werden mit diesem im DLR entwickelten und gebauten Lander erstmals an mehreren Stellen auf einem Asteroiden Messungen vorgenommen.

Absolute Premieren: Rosetta und Philae – Landung auf Kometen

Seit zehn Jahren fliegen die Sonde Rosetta und der Lander Philae bereits auf ihr Ziel, den Kometen Churyumov-Gerasimenko, zu. Aus ihrem Winterschlaf, in dem sie Energie sparend durch die Tiefen des Weltalls flogen, sind beide mittlerweile aufgewacht und haben die "Gesundheitschecks" bestanden. Ihre Höhepunkte erreicht die ESA-Mission mit der Ankunft am Kometen im August 2014 sowie der Landung von Philae im November 2014. Erstmals wird somit eine Raumsonde einem Kometen auf seiner Flugbahn folgen, und erstmals wird ein Lander auf einer Kometenoberfläche aufsetzen, um vor Ort Messungen durchzuführen.

Auf dem Orbiter Rosetta und dem unter Leitung des DLR entwickelten und gebauten Landers Philae fliegen insgesamt 21 Instrumente mit – darunter Kameras, Bohrer und Spektrometer, die den Kometen untersuchen, während er auf seinem Flug in Richtung Sonne zunehmend aktiv wird und ausgast. Da Kometen aus sehr ursprünglichem Material bestehen, könnte Churyumov-Gerasimenko außerdem wie ein Schnappschuss aus der Vergangenheit den Planetenforschern helfen, die Entstehung des Sonnensystems besser zu verstehen.

Kommerzialisierung der ISS und Technologietransfer

Neben der Zukunft der ISS steht auch die Zukunft der europäischen Trägerrakete Ariane 5 auf der Agenda der nächsten ESA-Ministerratskonferenz am 02. Dezember 2014 in Luxemburg. Aus deutscher Sicht ist eine Weiterentwicklung der Ariane 5 die mittelfristig technisch sinnvollste und wirtschaftlich tragfähigste Option. Darüber hinaus ist das DLR in seiner Rolle als Raumfahrtmanagement für die Umsetzung deutscher Raumfahrtaktivitäten und des deutschen Raumfahrtprogramms zuständig und setzt hier insbesondere auf Kommerzialisierung, Anwendungsorientierung und Technologietransfer: Raumfahrt ist für die Menschen auf der Erde unverzichtbar, muss aber schneller und günstiger werden. Das DLR unterstützt dabei an der Nahtstelle zwischen Grundlagenforschung und Unternehmen, zum Beispiel mit der 2013 gestarteten Initiative INNOspace.

Interessant sind auch die so genannten "Downstream-Märkte", das sind Branchen, die von Satelliten gewonnene oder übermittelte Daten verwenden. Der kommerziell weitaus erfolgreichste Markt ist dabei der der Satellitenkommunikation (Satellitenfernsehen und -rundfunk). 2015 soll zudem eine zweite Auflage des Robotik-Wettbewerbs "Space Bot Cup" stattfinden. Im Fokus stehen mobile Explorationsroboter – die Ausschreibung zu diesem Wettbewerb startet im Juni 2014.

Kerosin aus Sonnenenergie und CO2

Im Projekt SOLAR-JET ist es einer internationalen Forschergruppe im April 2014 erstmals gelungen, Kerosin aus Sonnenlicht, Wasser und CO2 herzustellen. Der alternative Flugzeugtreibstoff kann damit aus nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen hergestellt werden und in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit des voraussichtlich weiter wachsenden Luftverkehrs leisten.

Der von der ETH-Zürich entwickelte Solarreaktor ist auf der ILA 2014 am DLR-Stand erstmals ausgestellt. Er enthält einen Absorber aus Metall-Oxid-Keramik, der Wasser und Kohlendioxid aufspalten kann. Diese Reduktion erfolgt durch konzentrierte Sonnenstrahlung und setzt bei 1.500 Grad Celsius Sauerstoff frei. In einer weiteren Reaktion bindet das Metall-Oxid des Reaktors den Sauerstoff, sodass eine Mischung aus Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid entsteht.

Diese wird anschließend mit Hilfe des Fischer-Tropsch-Verfahrens zu Kerosin umgewandelt. Zur Optimierung des Solarreaktors haben DLR-Forscher die Prozessschritte im Computer simuliert. Dabei konnten sie auf Erfahrungen bei der Entwicklung alternativer Kraftstoffe für den Luftfahrtsektor zurückgreifen. In dem von der EU geförderten Projekt SOLAR-JET (Solar chemical reactor demonstration and Optimization for Long-term Availability of Renewable JET fuel) arbeiten DLR, ETH-Zürich, Bauhaus Luftfahrt, Shell Global Solutions, ARTTIC zusammen.

Designer-Treibstoffe: Mehrwert für Luftfahrt und Kraftwerke

Neben dem Kerosin aus Sonnenenergie, das durch den letzten Herstellungsschritt mit dem Fischer-Tropsch-Verfahren schon alle Spezifikationen des heute üblichen JET A-1 Flugtreibstoffes erfüllt, forscht das DLR auch an einem "Designer-Treibstoff" für die Luftfahrt. Dieser Kraftstoff ist dem heutigen Kerosin technisch überlegen und wird bei seiner Verbrennung weniger Schadstoffe in den dafür besonders sensiblen oberen Schichten der Atmosphäre produzieren.

In ihren Prüfstanden können DLR-Forscher die Verbrennung der alternativen Treibstoffe in der Brennkammer direkt analysieren und für den Einsatz in der Luftfahrt vorbereiten. Untersucht wird unter anderem, wie sich die Flamme in dem Gemisch aus Luft und Treibstoff in der Brennkammer verhält und wie stabil der Verbrennungsprozess abläuft.

Die Ergebnisse der Forschung sind auch wichtige Grundlagen für Innovationen bei Gasturbinen in großen Kraftwerken. Ein Exponat am DLR-Stand auf der ILA erlaubt einen Blick in die Brennkammer und zeigt, wie die Forscher mit Hilfe von optischer Messtechnik und Computersimulationen Flugzeug- oder Kraftwerkturbinen verbessern.

Know-How-Transfer: Intelligente Rotorblätter für Windräder

Bei einem Hubschrauber wird der dynamische Auftrieb durch die anströmende Luft an den Rotorblättern erzeugt, einen Vorgang den Luftfahrtforscher bis ins Detail kennen. Die Gesetze dabei gelten auch im umgekehrten Fall, wenn eine vorhandene Luftströmung eine Windkraftanlage antreibt, die effizient Strom erzeugen soll. Ihr Know-how aus der Luftfahrtforschung übertragen DLR-Forscher auf Windräder und entwickeln neue Ideen zur Optimierung: Intelligente Rotorblätter, die ihre Form der Windgeschwindigkeit anpassen und Bauteile, die durch Versteifungselemente bei gleicher Stabilität erheblich leichter werden, sind Ansätze, mit denen das DLR Windenergieanlagen effizienter machen will. Durch ins Rotorblatt integrierte Funktionselemente können diese zudem mit einer lokalen Energieversorgung für Messsonden ausgestattet werden. An seinem ILA-Stand zeigt das DLR am Ausschnitt eines Windrad-Rotorblattes im Maßstab 1:2 wie Rotorblätter intelligenter werden.

ILA Berlin 2014 – Beginn und Programm für Mittwoch

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag mit einer feierlichen Zeremonie die ILA 2014 eröffnet. Gemeinsam mit dem türkischen Verkehrsminister Lütfi Elvan und dem Präsidenten des Bundesverbandes der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Bernhard Gerwert, durchschnitt sie am Vormittag ein blaues ILA-Band.

Besonders Einrichtungen wie das Career Center zum Anwerben junger Leute für Luft- und Raumfahrtberufe seien „Gold wert“, sagte die Kanzlerin in einer kurzen Ansprache vor einem der Vorserienexemplare des neuen Airbus A350. „Qualifizierte Fachkräfte kann man nie genug haben.“ Besonders würdigte sie die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, die im vergangenen Jahr eine Quote von 15 Prozent des Umsatzes oder rund 4,6 Milliarden Euro erreichten. Elvan würdigte den wirtschaftlichen Austausch zwischen der Türkei und Deutschland, der sich 2013 auf ein Volumen von 33 Milliarden Euro belief. Auch die politische Zusammenarbeit sei hervorragend, sagte der Minister. Beim anschließenden Rundgang über die Messe überreichte der Chef der Airbus Gruppe, Tom Enders, der Kanzlerin ein Modell des Airbus A350.

ILA zeigt Leistungsfähigkeit Brandenburgs

Als „ein Schaufenster der Leistungsfähigkeit unseres Landes“ hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke die ILA bezeichnet. „Seit der ILA 2012 hat sich die Zahl der Luft- und Raumfahrtunternehmen in der Hauptstadtregion um zehn auf 130 erhöht, seinerzeit waren mehr als 6.000 Mitarbeiter am Standort beschäftigt, heute sind es etwa 7.500“, ergänzte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers. Um die Kernunternehmen wie Lufthansa Technik, Rolls-Royce und MTU hätten sich in den vergangenen Jahren viele Zulieferbetriebe angesiedelt.

„Die ILA zählt zu den internationalen Leitmessen in Brandenburg und ist das Schaufenster für die leistungsstarke Luft- und Raumfahrtbranche der deutschen Hauptstadtregion“ betonte der Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg, Dr. Rolf Strittmatter. „Sie ist damit immer wieder ein beeindruckender Akzent auf dem Messegelände „ExpoCenter“ Airport in Schönefeld, das starke wirtschaftliche Impulse in Brandenburg setzt. Eine ILA bringt rund 190 Millionen Euro in die gesamte Region. Im Klartext: Der Aufbau dieses Geländes zahlt sich für Brandenburg aus, jeder Cent ist gut investiertes Geld.“

Premiere: Airbus A350 zu Besuch auf der ILA

Im Rahmen der Flugerprobung hat der vierte Prototyp des Airbus A350 am Dienstag die ILA 2014 besucht und wurde damit erstmals auf einer Luftfahrtmesse in Europa am Boden gezeigt. Das Testflugprogramm mit dem Ziel der Musterzulassung im dritten und der Erstauslieferung an Qatar Airways im vierten Quartal dieses Jahres liegt gut im Zeitplan, sagte Günter Butschek, Chief Operating Officer der Zivilluftfahrtsparte und Chef der Airbus-Aktivitäten in Deutschland, die ein Drittel Anteil an dem neuen Modell hat.

Nach einer jüngsten Marktanalyse, die John Leahy, Chief Operating Officer Customers, auf der ILA vorstellte, wird der Luftverkehr von und nach Deutschland in den nächsten beiden Jahrzehnten um jährlich 3,5 Prozent wachsen, was zu einem Bedarf von 1.821 neuen Flugzeugen bei den nationalen Fluggesellschaften führen wird gegenüber derzeit 1.013 Maschinen. Bis 2032, so Leahy, wird neben Frankfurt und München auch Düsseldorf zu den Megastädten des weltweiten Luftverkehrs zählen.

DESIS-Kamerasystem: Vertrag über 1,2 Milliarden Euro

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die US-Firma Teledyne Brown Engineering (TBE) haben auf der ILA 2014 einen Vertrag zum Aufbau und Betrieb des Fernerkundungssystems DESIS auf der Internationalen Raumstation ISS unterzeichnet. Das Geschäftsvolumen beträgt 1,2 Milliarden Euro. Das Kamerasystem, ein abbildendes Spektrometer, kann Veränderungen der Erdoberfläche und der Atmosphäre erkennen und soll so zur Entwicklung effektiver Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Klima beitragen. Im kommenden Jahr soll DESIS auf der ISS installiert werden und 2016 in Betrieb gehen. Der Vertrag wurde in Anwesenheit von NASA-Administrator Charles Bolden und dem Vorstandsvorsitzenden des DLR, Jan Wörner, unterzeichnet.

Solo Türk: Deutschland-Premiere auf der ILA 2014 vom Partnerland

Mit dem spektakulären Einzeldisplay einer F-16 gibt Solo Türk aus dem diesjährigen ILA-Gastland Türkei seine Deutschland-Premiere. Mit Hauptmann Yusuf Kurt und Oberleutnant Gunar Erhan hat die türkische Luftwaffe gleich zwei ihrer besten Piloten nach Berlin geschickt, die im täglichen Wechsel an den Start gehen. Ihre Maschine präsentiert sich in einem außergewöhnlichen Design in den Farben Silber, Gold und Schwarz. Das Heck ziert der Adler, der das Wappentier der Türkei ist. Seine Flügel setzen sich am Höhenleitwerk fort.

Erst im Flug sichtbar werden auf der Unterseite des Jets der Halbmond und der Stern aus der türkischen Flagge. Das Display unter dem Einsatz von Rauchgebern und Leuchtkörpern findet bei Geschwindigkeiten zwischen 180 und 1.200 Kilometern pro Stunde statt und umfasst 20 verschiedene Manöver. Es beginnt unmittelbar nach dem Start bereits in rund zehn Metern Höhe, wenn sich die F-16 auf den Rücken dreht, bevor sie in den Steigflug übergeht. Wer Pilot bei Solo Türk werden will, muss mehr als 1.000 Flugstunden auf der F-16 absolviert haben, Fluglehrer für diesen Typ sein und eine halbjährige Sonderausbildung absolvieren.

Emirates zeigt neuesten Airbus A380 direkt ab Werk

Ihren neuesten Airbus A380 präsentiert Emirates bis Sonntag auf der ILA 2014. Die Maschine wurde am Montag direkt nach der Auslieferung durch Captain Alex Scerri und die aus Duderstadt in Niedersachsen stammende Co-Pilotin Angelika Barufke von Hamburg-Finkenwerder nach Berlin geflogen. Für die in Dubai ansässige Luftverkehrsgesellschaft, die über die weltweit größte Flotte des Megaliners verfügt, handelt es sich bereits um die 48. Maschine dieses Typs.

Derzeit arbeitet die Airline am Konzept eines fliegenden Schlafzimmers mit allen Annehmlichkeiten, wie sie in Luxushotels zu finden sind. „Mit der erneuten Präsenz auf der ILA bekräftigen wir unser Engagement im deutschen Markt“ sagte Chief Commercial Officer Thierry Antinori. Emirates bemüht sich seit Jahren um zusätzliche Landerechte in Deutschland, um zusätzlich Berlin und Stuttgart ansteuern zu können. Am Publikumswochenende haben ILA-Besucher in begrenztem Umfang die Möglichkeit, das größte Passagierflugzeug der Welt zu besichtigen.

Zulieferzentrum der ILA 2014 bereit für Einkaufsgespräche

„Das International Suppliers Center ist innerhalb der ILA das am stärksten wachsende Segment“, sagte der Hauptgeschäftsführer des BDLI, Dietmar Schrick, anlässlich der Eröffnung dieser zentralen Marketing-Plattform für die gesamte Zulieferindustrie in der Luft- und Raumfahrtbranche. Mehr als 300 Teilnehmer aus 27 Ländern haben sich in den nächsten drei Tagen zum nunmehr bereits fünften Mal zu mehr als 1.100 Einkaufsgesprächen verabredet.

Die Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsministerium Brigitte Zypries betonte bei ihrem ersten Besuch der ILA die wichtige Rolle mittelständischer deutscher Unternehmen bei dieser Erfolgsgeschichte: „Sie sind hoch spezialisiert und innovativ, zum Teil Technologieführer in ihrem Bereich. Ich lade Sie ein, sich hier ein Bild von dieser Branche zu machen, auf die wir stolz sind“, hieß es in ihrem Grußwort.

„Die Luftfahrtforschung liegt der deutschen Bundesregierung am Herzen, denn sie ist ein Schlüsselbereich im High-Tech-Sektor“, betonte Zypries. Auch Dr. Klaus Richter, Airbus Executive Vice President war es „eine große Freude, die Teilnehmer zu dieser gut eingeführten Veranstaltung begrüßen zu dürfen, denn der Erfolg des ISC spricht für die Wichtigkeit der Zulieferindustrie.“ Exklusiv für die ISC-Aussteller werden an den drei so genannten „International Buyers‘ Days“ Kundengespräche mit Experten renommierter OEMs und 1st Tier Supplier stattfinden. Angekündigt haben sich 75 hochrangige Vertreter aus Einkauf sowie Forschung und Entwicklung.

Luftfahrt ohne Grenzen hilft Hochwasseropfern

Für die schwer von der Flut auf dem Balkan betroffenen Menschen wird die Hilfsorganisation Luftfahrt ohne Grenzen e.V. (LOG) in den nächsten Wochen einen aus voraussichtlich sieben schweren LKW mit 150 Tonnen Ladung bestehenden Konvoi in das Gebiet um die Städte Doboj und Maglaj entsenden. Mit dem Transport werden Kindernahrung, Decken, Trinkwasser, Hygieneartikel und weitere dringend benötigte Güter befördert.

An der konzertierten Aktion sind neben LOG das International Medical Corps sowie Schenker Deutschland und Österreich beteiligt. Mehrere Hersteller von Kindernahrung und weitere Partner unterstützen die Hilfsaktion. In Bosnien-Herzegowina ist fast ein Drittel der Bevölkerung von der Katastrophe betroffen. Dort brauchen 1,2 Millionen Menschen Hilfe.

Fraunhofer-Institute: Schutz vor Schrott und Kühlung per Laser

Zum ersten Mal präsentieren sich die 13 Fraunhofer-Institute, die ihr Raumfahrt-Know-how in der Allianz Space gebündelt haben, gemeinsam auf der ILA 2014. Sie zeigen in Halle 4 unter anderem eine Software namens „PIRAT“, die Zusammenstöße von Weltraumschrott mit Satelliten simuliert. Sie errechnet, welche Bedrohungen durch Teilchen im Erdorbit lauern und wie verwundbar die einzelnen Bauteile der Satelliten durch Einschläge sind.

Messebesucher können die simulierte Wirkung von Einschlägen kleinster Partikel auf Satellitenkomponenten beobachten. Auch laserbestrahltes Metall als Mikrokühlsystem für elektronische Bauteile ist zu sehen. Es verringert das Gewicht der Kühl-Lamellen. Den Effekt verdeutlichen die Forscher auf der Messe mit Hilfe einer Wärmebildkamera.

Sicherheit in der Kommunikation des Luftraumes erhöhen

Das Verkehrsaufkommen in der Luft ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die stärkere Auslastung des Luftraums erhöht die Sicherheitsrisiken, zum Beispiel durch unbemerkte Kommunikationsüberlagerungen: Kommunizieren zwei Piloten mit demselben Fluglotsen, besteht die Gefahr, dass das schwächere der beiden Signale nicht wahrgenommen werden kann.

Auf der ILA 2014 demonstriert Rohde & Schwarz seine Innovationskraft für einen störungsfreien und damit sicheren Flugverkehr. Das Unternehmen stellt eine neue Entwicklung für Funkgeräte vor, mit der Fluglotsen erstmals Doppelaussendungen erfassen können. Darüber hinaus ist mit dem „R&S MR6000A“ das weltweit einzige militärische Funkgerät seiner Art zu sehen, das auch die Anforderungen der zivilen Zulassungsrichtlinien erfüllt.

ESA-Astronautin als Mut-Macher für Menschen mit Behinderung

„Trau Dich zu fliegen“ lautet das Motto des italienischen „WeFly! Team“, des einzigen Kunstflugteams querschnittsgelähmter Piloten, die Ultraleichtflugzeuge steuern. Zusammen mit der italienischen Astronautin Samantha Cristoforetti wollen sie am ESA-Stand der ILA 2014 allen Menschen mit Behinderung Hoffnung geben und Mut machen. Die Partnerschaft soll beweisen, dass es möglich ist, trotz aller Probleme und Hindernisse seine Träume zu erfüllen.

„Dass ich die Möglichkeit habe, meinen Lebenstraum vom Weltraumflug zu verwirklichen, verdanke ich auch den vielen Menschen, die mich in dem Glauben bestärkt haben, dass man mit harter Arbeit auch die höchsten Ziele erreichen kann. Zu diesen Menschen gehören auf jeden Fall meine Freunde von „WeFly!“, sagt Samantha. Sie wird auf ihrem Flug zur Internationalen Raumstation im November eine Flagge in den Farben der Initiative mitnehmen.

„Skyware Rescue“: Notfallmanagement auf der ILA 2014 erprobt

Der Landkreis Dahme-Spreewald und die Messe Berlin GmbH evaluieren auf der ILA 2014 eines der modernsten IT-Systeme Europas für das Vor-Ort-Notfallmanagement. Der Sanitätsdienst auf dem Messegelände nutzt dazu die Software“Skyware Rescue“ der Berliner Condat AG im Echtbetrieb für die digitale Patientenerfassung sowie die Einsatz-Verteilung der Rettungsfahrzeuge.

Zum Einsatz kommt eine mobile Anwendung, mit der zu versorgende Messebesucher elektronisch erfasst und der Behandlungsbedarf in den Kategorien „rot, gelb, grün“ ermittelt wird. Mittels RFID-Technologie werden Einsätze dokumentiert und Patienten im Versorgungsverlauf eindeutig identifiziert. „Skyware Rescue“ wurde im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojektes A.L.A.R.M. entwickelt, an dem unter anderem das Telemedizinzentrum der Berliner Charité und die Berliner Feuerwehr beteiligt waren.

OHB Gruppe zeigt Raumfahrt-Expertise

Das Raumfahrtunternehmen OHB AG präsentiert auf der ILA 2014 die gesamte Palette seiner Raumfahrtkompetenz in den Geschäftsbereichen Weltraumsysteme und Produkte für die Luft- und Raumfahrt. Dazu gehört insbesondere das Modell eines Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo, für das derzeit in Französisch-Guayana die beiden ersten Full Operational Capability-Satelliten für den Start vorbereitet werden.

Außerdem zeigt OHB das Modell eines Kommunikationssatelliten für eine deutsche Mission namens „Heinrich Hertz“. Er basiert auf der von der OHB im Rahmen des ARTES-11-Programms der ESA entwickelten modularen Satellitenplattform „SmallGEO“. Zukünftige deutsche und europäische Erdbeobachtungs-, Telekommunikations- und Datenrelais-Satelliten werden auf dieser Plattform aufbauen. Neben OHB selbst sind auch Tochterunternehmen auf der Messe präsent, die weitere spannende Raumfahrtprojekte vorstellen.

Selektives Laserschmelzen für Forschung und Produktion in der Luftfahrt

SKM Solutions, der Lübecker Hersteller von metallbasierten additiven Fertigungssystemen, stellt auf der ILA 2014 erstmals die selektive Laserschmelzanlage SLM280 HL vor. Die Anlage bildet den gesamten Prozess des selektiven Laserschmelzverfahrens ab. Sie ist als Universalanlage konzipiert, die sowohl bei Forschung und Entwicklung als auch in der Produktion für hochkomplexe Bauteile genutzt werden kann. Zu nennen sind etwa Turbinenschaufeln und Einspritzanlagen für Triebwerke.

Die Anlage wird im „International Supplier Center“ (ISC) in Halle 1 präsentiert. SLM-Geschäftsführer Markus Rechlin: „Wir sehen das ISC innerhalb der ILA als eine wichtige Kontaktbörse und Business-Plattform für den gesamten Aerospace-Markt. Hier treffen wir zielgerichtet auf neue Kunden und Kooperationspartner aus aller Welt.“ Angesichts der Wachstumsprognosen sei eine Teilnahme auf der ILA wichtig, um „neue Märkte zu erschließen sowie die Internationalisierung weiter voran zu treiben“.

Sicherheit und Lärmvermeidung auf der ILA: Regelungen

Sicherheit und der Lärmschutz der Bewohner in den umliegenden Gemeinden sind oberstes Gebot der ILA. Dass es bei einer Luftfahrtschau gelegentlich laut wird, liegt in der Natur der Sache. Doch sorgen strenge Richtlinien und deren strikte Kontrolle dafür, dass die Lärmbelastungen auf ein größtmögliches Minimum reduziert werden.

So sind mit Ausnahme des Eröffnungstages in der Mittagszeit zwischen 12:30 und 14:30 Uhr nur Vorführprogramme zulässig, deren Geräuschentwicklung sich in Grenzen hält und an den Fachbesuchertagen Mittwoch und Donnerstag sind Displays lärmintensiver Flugzeuge auf die Zeit nach 15:00 Uhr beschränkt. Wie 2012 gestattet die behördliche Genehmigung, dass maximal 19 mal pro Tag ein Lärmwert von 94 Dezibel überschritten werden darf.

Langsame Flugzeuge müssen einen Sicherheitsabstand von 100 Metern zum Publikumsbereich einhalten. Für schnelle Maschinen gelten 230 Meter und für militärische Strahlflugzeuge 350 Meter. Letztere dürfen über dichter besiedelten Gebieten eine Mindesthöhe von 450 Metern nicht unterschreiten. Alle Teilnehmer müssen ihre Flugprogramme zunächst vor dem langjährigen ILA-Flugprogrammleiter Wolfram Cornelius präsentieren und von diesem genehmigen lassen.

Um die Einhaltung der Regeln optimal zu kontrollieren, wurde die bestehende Fluglärm-Überwachungsanlage des Flughafens Berlin-Schönefeld während der ILA um vier mobile Messstationen ergänzt. Ferner hat die Luftwaffe hier ihr mobiles Flugüberwachungssystem „Blauer Klaus“ stationiert, das die Daten von 48 angeschlossenen Radarantennen in ganz Deutschland aufgezeichnet und übers Internet in den ILA-Tower schickt. Hier prüfen Hauptmann Klaus Jung und der technische Beamte Norbert Prießner in Echtzeit, ob von den Piloten die seitlichen Grenzen der Sicherheitsbereiche ebenso eingehalten werden wie die Flughöhen und die Abstände zu den Zuschauern.

Luftraum-Überwachung live beobachten

ILA-Besucher können ein solches Überwachungssystem übrigens am Messestand der Bundeswehr in Halle 3 kennen lernen und das Fluggeschehen live in der Radardarstellung auf großen Monitoren verfolgen.

Für die Besatzungen der am Flugprogramm teilnehmenden Flugzeuge gibt es eine tägliche Einsatzbesprechung, bei der den Piloten auch mitgeteilt wird, ob es bei ihrer vorangegangenen Vorführung Anlass zu Beanstandungen gegeben hat. Sollte es beispielsweise zu einer Überschreitung von Lärmwerten kommen, muss das betroffene Display modifiziert werden.

Bei Verstößen gegen die Vorführregeln können Piloten verwarnt sowie ganz oder teilweise von der weiteren Teilnahme am Flugprogramm ausgeschlossen werden. Für Anwohneranfragen und -beschwerden wurde für die gesamte Dauer der ILA eine Hotline eingerichtet, Rufnummer 030-30386006.

ILA-Veranstaltungen am Mittwoch, 21. Mai 2014

10:30 bis 11:10 Uhr Aviation and Space in Horizon 2020 ILA Business Workshop

Ort: Halle 3, Stand 3444

10:30 bis 12:00 Uhr ILA Business Tour: Space

Ort: ILA Messegelände

10:30 bis 12:00 Uhr Rechtliche Rahmenbedingungen für Investitionen in der Airport Region Berlin Brandenburg Teilnehmerzahl begrenzt: nach Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen

Ort: Halle 3 Stand 3430h

11:10 bis 11:40 Uhr Cooperation opportunities with International Aviation and Space regions ILA Business Workshop

Ort: Halle 3, Stand 3444

11:40 bis 12:30 Uhr Company Presentation ILA Business Workshop

Ort: Halle 3, Stand 3444

13:00 bis 16:00 Uhr ILA Technical Tour: Aero-Testing and Materials

Ort: Schönefelder Kreuz, Aerospace Technology Center

14:00 bis 15:30 Uhr ILA Business Tour: Equipment, Engines & Materials

Ort: ILA Messegelände

13:00 Uhr Flugvorführungen von z.B. Airbus Helicopter Tiger UHT-Formation, Autogyro Cavalon

Ort: ILA Messegelände

15:00 Uhr Fähigkeitsdemonstration der Bundeswehr „Willfire2014

Ort: ILA Messegelände

15:30 Uhr Flugvorführungen von SOLOTURK mit F-16, Tschechien JAS-39 Gripen, Polen Mig-29 Ort: ILA Messegelände

Das ILA-Wetter für Mittwoch, 21. Mai 2014: Kein Regen

Am Mittwoch scheint nach der raschen Auflösung einzelner Frühnebelfelder häufig die Sonne, am Mittag und Nachmittag bilden sich lockere Quellwolken. Es bleibt niederschlagsfrei. Der Tag beginnt mit Temperaturen zwischen 14 und 16 Grad Celsius, die Höchstwerte erreichen am Nachmittag sommerliche 28 bis 29 Grad C.

Lufthansa mit Angeboten zum Start der neuen Premium Economy Class

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Nach der Vorstellung der neuen Premium Economy Class auf der diesjährigen ITB in Berlin folgt der nächste Schritt: Ab sofort kann die neue Reiseklasse auf Flügen mit der Boeing 747-8 gebucht werden. Zum 10. Dezember wird auf allen Flügen des neuen Jumbos die Premium Economy Class garantiert verfügbar.

Zu den Destinationen, die jetzt buchbar sind, gehören die Strecken ab Frankfurt von und nach Buenos Aires, Chicago, Hongkong, Mexiko-Stadt, São Paulo, Seoul, Peking und Washington, D.C. Ab Ende Januar 2015 werden voraussichtlich die ersten umgerüsteten Flugzeuge vom Typ A340-600 ab München nach Hongkong, Shanghai und Tokio starten, ab Ende April fliegt dann die A380-800 von Frankfurt aus voraussichtlich die Destinationen Johannesburg, New York, Miami, Houston, San Francisco, Shanghai und Singapur an.

Sparangebote für die schnellsten Buchungen

Zum Verkaufsstart können Schnellentschlossene bis zu 200 Euro sparen: die US-Metropolen Chicago und Washington sind bereits ab 1.199 Euro verfügbar, die längste Strecke im Lufthansa Netz, Buenos Aires, ab 1.499 Euro. Die Preise sind bis zum 12. Juni für den Reisezeitraum Dezember 2014 bis 28.02.2015 ab Deutschland verfügbar.

"Für unsere Premium Economy Class haben wir seit der Vorstellung eine überwältigende Resonanz bekommen, gerade von Fluggästen, die wir mit unserem neuen Angebot erreichen wollen. Ab jetzt wird das Premium Economy Reiseerlebnis immer greifbarer – bis zu 50 Prozent mehr persönlicher Raum zu attraktiven Preisen und schon mit einer Auszeichnung als Produkt im Spitzensegment bedacht", sagte Jens Bischof, Mitglied des Passagevorstandes – Vertrieb, Produkt und Marketing. "Unsere Premium Economy Class wird günstiges und gleichzeitig komfortableres Reisen völlig neu erlebbar machen. Mit einem Sitz, der im Vergleich zur Economy Class bis zu 50 Prozent mehr Raum bietet, werden wir uns im internationalen Umfeld im Spitzensegment positionieren".

Die Design-Experten in der Jury des Red Dot Award: Product Design 2014 waren vom neuen Lufthansa-Angebot so überzeugt, dass die aus vierzig Experten bestehende Jury des Design-Wettbewerbs die Sitze der Premium Economy und der Business Class jeweils mit einem Red Dot in der Kategorie "Fahrzeugzubehör" ausgezeichnet hat. Im aktuellen Wettbewerb diskutierten und bewerteten internationale Design-Fachleute 4.815 Einreichungen aus 53 Nationen. Am 07. Juli 2014 wird in Essen der Abschluss des international renommierten Produktwettbewerbs mit der offiziellen Preisverleihung gefeiert.

Mit dem neuen Angebot kommt Lufthansa dem Wunsch vieler Geschäfts- und Privatreisender entgegen, die heute in einer entsprechenden Klasse anderer Fluggesellschaften reisen oder aufgrund von Reiserichtlinien Economy Class fliegen. Mit der Einführung der neuen full-flat-Business Class hatte Lufthansa den Abstand zwischen der Economy und der Business Class deutlich vergrößert – so ist Platz für die neue Premium Economy Class entstanden, die bereits deutlich mehr Platz, Komfort und viele zusätzliche Produktmerkmale bietet, preislich aber im Durchschnitt näher an der Economy als an der Business Class liegt,  Lufthansa führt damit erstmalig seit 35 Jahren wieder eine völlig neue Reiseklasse ein.

Die Ausgestaltung des Sitzes und seiner Eigenschaften basiert auf umfangreichen Befragungen von Passagieren und Workshops mit Vertriebspartnern. Mit dem Einbau von 3.600 Sitzen in alle 106 Langstreckenflugzeuge innerhalb von nur einem Jahr sollen über 1,5 Millionen Fluggäste pro Jahr ein neues Reiseerlebnis erfahren. Lufthansa geht damit nach Aufwertung der First und Business Class nun einen weiteren Schritt in Richtung einer Fünf-Sterne-Airline.

50 Prozent mehr Platz und "German Engineering" für Komfort

Der zusammen mit der Firma müller/romca Industrial Design in Kiel entworfene und von der Firma ZIM Flugsitz am Bodensee produzierte Sitz ist je nach Flugzeugtyp um bis zu drei Zentimeter breiter, zusätzlich sorgen eine eigene, breite Armlehne an jedem Sitz und eine Mittelkonsole zwischen den Sitzen für mehr Privatsphäre und damit insgesamt zirka zehn Zentimeter mehr Freiraum zur Seite. Die Rückenlehne lässt sich weiter nach hinten neigen und der Sitzabstand ist mit 38 Inch oder 97,5 Zentimeter deutlich großzügiger. Somit wächst der persönliche Freiraum im Vergleich zur Economy Class um etwa die Hälfte.

Die stufenlos einstellbare Kopfstütze ist auch an den Seiten klappbar und gibt bequemen Halt. Höhenverstellbare Fußstützen ab der zweiten Reihe und – konstruktiv bedingt – Beinauflagen mit integrierter Fußstütze in der vorderen Reihe bieten zusätzlichen Komfort. Praktische Details am Sitz wie ein Flaschenhalter, eine Steckdose und viel Stauraum für persönliche Gegenstände tragen ebenfalls zu einer entspannten Reise bei.

Zusätzliche Services für Reisende in der Premium Economy

Mit zwei Gepäckstücken bis zu je 23 Kilogramm kann jeder Fluggast doppelt so viel Freigepäck mitnehmen wie in der Economy Class. Gegen einen Aufpreis von 25 Euro haben die Passagiere zudem die Möglichkeit, vor ihrem Abflug die Annehmlichkeiten der Lufthansa Business Lounges zu genießen. Gegen ein Entgelt von 50 Euro steht auch die Welcome Lounge mit großzügigen Duschen und einem Frühstücksbuffet nach Nachtflügen zur Verfügung. Die Nutzung der Lounges war bislang ausschließlich Statuskunden vorbehalten und kann ansonsten nicht käuflich erworben werden. Der Check-in- und der Boardingprozess sowie die Handgepäckbestimmungen entsprechen denen der Economy Class.

An Bord erwartet die Premium Economy Passagiere ein aufgewerteter Service: Jeder Fluggast wird mit einem Welcome Drink begrüßt, und am Platz erwarten die Gäste eine eigene Wasserflasche sowie ein hochwertiges Amenity Kit mit praktischen Reiseaccessoires. Die Mahlzeiten werden in einem der neuen Klasse entsprechenden Rahmen mit Menükarten präsentiert und auf Porzellangeschirr serviert.

Umrüstung der Flotten bis Sommer 2015 abgeschlossen

Das umfangreiche Inflight Entertainment Programm können die Fluggäste über den eigenen Touchscreen-Bildschirm im Vordersitz verfolgen und zusätzlich mit einer Fernbedienung steuern, die gleichzeitig auch als Controller für die Computerspiele dient. Der Monitor ist mit einer Bilddiagonale von elf beziehungsweise 12 Zoll je nach Flugzeugtyp um mindestens zwei Zoll größer als der Monitor in der Economy Class. Eine vielfältige Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften ergänzt auch hier das Unterhaltungsangebot.

Die Lufthansa Premium Economy Class befindet sich in der Kabine als optisch abgetrenntes Compartment zwischen der Business und der Economy Class. Sie ist hochwertiger gestaltet und verfügt je nach Flugzeugtyp über 21 bis 52 Sitze. Die Umrüstung, die sukzessive nach Teilflotten durchgeführt wird, startete im Herbst, als erste Teilflotte wurde die Boeing 747-8 mit den neuen Sitzen ausgestattet.

Der Preis für einen Flug in der neuen Premium Economy Class wird näher an einem Ticket für die Economy als für die Business Class liegen – bei einem Hin- und Rückflug über den Nordatlantik oder nach Asien soll der Aufschlag im Schnitt etwa 600 Euro betragen.

Vienna Airport steigerte Ergebnis – Schwieriger Winter

Der Umsatz im ersten Quartal 2014 lag bei 139,5 Mio. Euro (minus 4,4 Prozent), ausschlaggebend für diesen Rückgang war der milde Winter mit im Vorjahresvergleich (und dem damals besonders starken Winter) deutlich geringeren Erlösen aus der Flugzeug-Enteisung. Gleichzeitig konnten aber durch geringere Betriebsaufwendungen und nachhaltige Kostensenkungen beim Sach- und Personalaufwand die Ergebnisse deutlich verbessert werden. Das EBITDA steigt um 9,4 Prozent auf 53,2 Mio. Euro (Q1/2013: 48,6 Mio. Euro), das EBIT um 15,4 Prozent auf 20,9 Mio. Euro (Q1/2013: 18,1 Mio. Euro) und das Periodenergebnis stieg im ersten Quartal 2014 um 28,0 Prozent auf 12,2 Mio. Euro.

Die Nettoverschuldung konnte auch im ersten Quartal 2014 weiter deutlich reduziert werden und liegt nun bei 604,9 Mio. Euro, womit das ursprünglich für 2016 geplante Ziel, die Nettoverschuldung unter das 2,5-fache Jahres-EBITDA zu bringen, bereits jetzt nahezu erreicht werden konnte.

Ergebnis trotz schwierigen Winters gesteigert

Für das Gesamtjahr 2014 ist der Flughafen Wien weiterhin optimistisch und rechnet mit einer Umsatzsteigerung auf über 630 Mio. Euro, einer Verbesserung des EBITDA auf über 240 Mio. Euro und einem Anstieg beim Konzernergebnis auf über 75 Mio. Euro. Dieser positive Ausblick ist durch das Passagierplus von 7,8 Prozent im April gestützt, wobei zu beachten ist, dass Ostern heuer in den April fiel und für zusätzliche Passagiere sorgte.

"Trotz rückläufiger Umsätze aufgrund des milden Winters konnten sowohl EBITDA als auch EBIT und vor allem das Nettoergebnis im Q1/2014 deutlich gesteigert werden. Die Nettoverschuldung ist weiter signifikant gesunken. Das zeigt, dass sich der eingeschlagene Weg konsequenter Produktivitätssteigerung und strikter Kostenreduktion nachhaltig bewährt. Das Unternehmen ist damit gut unterwegs, der Ausblick auf 2014 verspricht wieder deutliches Wachstum.", erläutert Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

"Auch wenn die Verkehrsentwicklung im ersten Quartal 2014 eher flach verlaufen ist, so sind wir für das Gesamtjahr sehr zuversichtlich. Die Neuerungen im Sommerflugplan und Frequenzaufstockungen sind bereits bemerkbar, im April verzeichnen wir ein starkes Passagierwachstum von 7,8 Prozent. Durch die neuen Langstrecken-Verbindungen und neue Destinationen erwarten wir ebenfalls gute Impulse für die Verkehrsentwicklung. Aus heutiger Sicht werden wir uns daher im Gesamtjahr am oberen Ende unserer Passagierprognose von Plus ein Prozent bis Plus drei Prozent bewegen.", stellt Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG fest.

Leichtes Passagierplus im ersten Quartal – Nordamerika Spitze

Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Ostern in diesem Jahr nicht in das erste Quartal gefallen ist, sowie durch die angespannte Situation in der Ukraine, Russland und dem Nahen Osten, verzeichnete der Flughafen Wien in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 nur ein leichtes Passagierwachstum von 0,3 Prozent auf 4.422.644 Fluggäste. Die Zahl der Transferpassagiere ging um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wofür vor allem der Passagierrückgang nach Osteuropa um 3,7 Prozent ausschlaggebend war. Das Passagieraufkommen nach Westeuropa nahm im selben Zeitraum um 0,9 Prozent zu, jenes in den Fernen Osten stieg um 3,1 Prozent. Die Zahl der Fluggäste in den Nahen und Mittleren Osten ging leicht um 1,6 Prozent zurück, während das Passagieraufkommen nach Nordamerika um 25,1 Prozent stark zunahm.

Bei einem Rückgang der Flugbewegungen von 1,9 Prozent auf 51.220 Bewegungen in den ersten drei Monaten 2014 und dem anhaltenden Trend bei Airlines, größere Flugzeuge einzusetzen, blieb der Sitzladefaktor relativ konstant bei 68,6 Prozent nach 69,0 Prozent im ersten Quartal des Vorjahres. Dadurch und durch einen Anstieg beim Frachtvolumen von 6,8 Prozent auf 64.107 Tonnen (Luftfahrt und Trucking) ergibt sich ein Anstieg beim Höchstabfluggewicht (MTOW) um 0,8 Prozent auf 1.764.230 Tonnen.

Auch der Flughafen Malta, die wichtigste Auslandsbeteiligung der FWAG, verzeichnete im Q1/2014 eine positive Entwicklung, die Passagierzahlen konnten um 8,4 Prozent zulegen.

Umsatz in den Segmenten und Investitionen

Die Umsätze des Segments Airports stiegen in den ersten drei Monaten 2014 im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 2,2 Prozent auf 70,3 Mio. Aufgrund der geringeren Erlöse aus der Enteisung infolge des milden Winters verzeichnete das Segment Handling einen Rückgang der Umsatzerlöse um 17,4 Prozent auf 35,3 Mio. Euro. Das Segment Retail & Properties erwirtschaftete einen unveränderten Umsatz in Höhe von 30,0 Mio. Euro. Die Umsätze des Sonstigen Segments verringerten sich um 10,7 Prozent auf 3,9 Mio. Euro.

Von den insgesamt 10,1 Mio. Euro Investitionen im ersten Quartal 2014 entfielen 2,7 Mio. Euro auf die Errichtung eines neuen Wartungshangars sowie 1,6 Euro für den technischen Lärmschutz und 0,6 Mio. Euro für die Errichtung des neuen Bahnhofs. Für das Gesamtjahr 2014 werden Investitionen von rund 110 Mio. Euro erwartet.

April 2014: Plus 7,8 Prozent Passagierplus

Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im April 2014 im Vergleich zum April 2013 um 7,8 Prozent auf insgesamt 1.937.068 Fluggäste. Die Flugbewegungen nahmen um 1,1 Prozent zu, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) stieg um 5,8 Prozent und das Frachtaufkommen erhöhte sich um 9,1 Prozent.

Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im April 2014 ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem April 2013. Ein wesentlicher Treiber dafür waren die Streikmaßnahmen Anfang April an den Luftverkehrsdrehkreuzen Frankfurt, München und Düsseldorf, die zwar teilweise auch Flugausfälle in Wien, aber gleichzeitig auch mehr Transferaufkommen in Wien zur Folge hatten. Die Anzahl der Lokalpassagiere ist im selben Zeitraum um 7,2 Prozent gestiegen.

Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg im April 2014 um 7,2 Prozent. Osteuropa verzeichnete bei den Passagierzahlen ein Plus von 2,3 Prozent. Der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete im April 2014 einen Passagieranstieg von 25,7 Prozent und in den Fernen Osten stieg die Anzahl der Passagiere um 21,3 Prozent. Sehr stark zugenommen hat das Passagieraufkommen nach Nordamerika mit einem Plus von 60,3 Prozent im Vergleich zum April 2013, das hauptsächlich auf die seit Mai 2013 neu bestehende Verbindung von Austrian Airlines nach Chicago zurückzuführen ist.

Verkehrszahlen im ersten Quartal 2014

Position April 2014 Veränderung in % Januar bis April 2014 Veränderung in %
Passagiere: 1.937.068 +7,8 6.359.712 +2,4
Lokalpassagiere: 1.363.910 +7,2 4.496.545 +4,1
Transferpassagiere: 570.972 +9,3 1.855.628 -1,3
Maximum Take Off Weight (in Tonnen): 686.424 +5,8 2.450.654 +2,1
Flugbewegungen (an + ab): 19.494 +1,1 70.714 -1,1
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking): 23.332 +9,1 87.438 +7,4

 

Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2014  

Gewinn und Verlustrechnung in Mio. € Q1/2014 Q1/2013 Veränderung in %
Umsatzerlöse 139,5 145,9 -4,4
Sonstige betriebliche Erträge 4,2 5,6 -24,9
Betriebsleistung 143,7 151,5 -5,2
       
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -11,3 -17,4 -35,1
Personalaufwand -60,1 -63,1 -4,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -19,1 -22,3 -14,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 53,2 48,6 9,4
Planmäßige Abschreibungen -32,3 -30,5 5,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 20,9 18,1 15,4
       
Zinsertrag 0,4 0,6 -34,7
Zinsaufwand -6,1 -6,8 -10,3
Finanzergebnis ohne at-Equity Unternehmen -5,8 -6,3 -8,1
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen 0,8 0,3 181,8
Finanzergebnis -4,9 -6,0 -17,5
       
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 16,0 12,1 31,6
       
Ertragsteuern -3,8 -2,6 44,9
Periodenergebnis 12,2 9,5 28,0
       
Davon entfallend auf:      
Gesellschafter der Muttergesellschaft 12,2 9,5 28,0
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0 48,0
       
Ergebnis je Aktie (in Euro, verwässert = unverwässert) 0,58 0,45 28,0
Bilanzkennzahlen in Mio. Euro 31. 03. 2014 31.12. 2013 Veränderung in %
AKTIVA:      
Langfristiges Vermögen 1.836,2 1.857,6 -1,2
Kurzfristiges Vermögen 85,9 96,3 -10,9
       
PASSIVA:      
Eigenkapital 919,2 905,9 1,5
Langfristige Schulden 714,2 748,2 -4,6
Kurzfristige Schulden 288,6 299,8 -3,7
       
Bilanzsumme 1.922,0 1.953,9 -1,6
       
Nettoverschuldung 604,9 633,4 -4,5
Gearing (in %) 65,8 69,9 -4,1PP.
 
       
Cashflow Rechnung in Mio. Euro Q1/2014 Q1/2013 Veränderung in %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 46,7 47,7 -2,1
aus Investitionstätigkeit -18,3 -17,1 6,7
aus Finanzierungstätigkeit -28,5 -68,5 -58,4
       
Free-Cashflow (in Mio. Euro) 28,4 30,6 -7,1
       
CAPEX 10,1 6,5 54,7

 

LSG Holding mit Dr. Kristin Neumann als Finanzvorstand

Der Aufsichtsrat der LSG Lufthansa Service Holding AG ("LSG Holding") hat Dr. Kristin Neumann (42) derzeit Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der Thomas Cook AG sowie CFO Continental Europe TC plc, mit Wirkung zum 01. Juli 2014 zum Vorstand Finanzen und Personal der LSG Holding bestellt. Die Neubesetzung geht einher mit einer Verkleinerung des vierköpfigen Vorstandsteams der LSG Holding auf nun drei Positionen. Jochen Müller (52), seit März 2005 Mitglied des Vorstandes und weltweit verantwortlich für Operations, wird zusätzlich zu seiner bisherigen Aufgabe ab 01. Juli 2014 die Führung der Tochtergesellschaft SPIRIANT übernehmen.

Neumann folgt auf Jens Theuerkorn (60), seit Juli 2009 Vorstand Finanzen, dessen Vertrag zum 30. Juni 2014 wie geplant ausläuft. Neumann ist seit 2000 im Thomas Cook Konzern tätig und hat kontinuierlich größere Aufgaben übernommen. In ihrer heutigen Position ist sie verantwortlich für die Bereiche Finanzen, Beschaffung, Human Resources, Steuern und Recht der Thomas Cook AG sowie den finanziellen Erfolg der Unternehmensgruppe in Kontinentaleuropa.

"Ihre umfangreichen Erfahrungen und profunden Fachkenntnisse sowie ihre Affinität zur Reisebranche prädestinieren Kristin Neumann für ihre neue Rolle. Wir freuen uns, dass wir sie für diese anspruchsvolle Aufgabe gewinnen konnten und heißen sie im Lufthansa Konzern herzlich willkommen", sagt Simone Menne, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG und Vorsitzende des Aufsichtsrats der LSG Holding.

Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG und der Aufsichtsrat der LSG Holding dankte Jens Theuerkorn für seine erfolgreiche Tätigkeit bei der LSG Gruppe in den letzten fünf Jahren. Er habe die Finanzkennzahlen der Unternehmensgruppe maßgeblich verbessert und damit ein solides Fundament für weiteres erfolgreiches Wachstum geschaffen, man wünscht ihm für die Zukunft alles Gute, so Simone Menne.

Condor nimmt Flüge von München und Düsseldorf nach Kalamata auf

Die Fluggesellschaft Condor erweitert mit dem heutigen Erstflug von München (MUC) nach Kalamata (KLX), Griechenland, ihr Kurzstreckenangebot im Sommer 2014. Um 06:00 Uhr startete der Ferienflieger mit einem Airbus A320 von München zum neuen Condor Ziel auf dem griechischen Peloponnes. In Kalamata wurde der Flieger mit einer traditionellen Wassertaufe empfangen. Crew und Gäste wurden am Flughafen mit lokalen Spezialitäten – wie den bekannten Kalamata-Oliven – von den Einwohnern Kalamatas in traditionellen Gewändern begrüßt.

Außerdem startete Condor heute um 06:00 Uhr zum ersten Mal von Düsseldorf (DUS) nach Kalamata. Condor fliegt in der Sommersaison 2014 immer am Dienstag von München und Düsseldorf nach Kalamata sowie ab dem 29. Mai 2014 immer am Donnerstag von Stuttgart und Frankfurt nach Kalamata.

"Wir sind froh, unseren Fluggästen mit Kalamata nun insgesamt zehn Destinationen im Land der Götter anbieten zu können", so Jan Peter Seekamp, Leiter Pricing-Strategie und Revenue Management der Kurz- und Mittelstrecke bei Condor. "Die neue Sommerflugstrecke nach Kalamata bildet eine tolle Ergänzung zu dem gesamten Condor Flugangebot nach Griechenland."

Kalamata liegt im Süden der griechischen Halbinsel Peleponnes und bietet neben langen Traumstrandpromenaden auch ein wunderschönes Gebirgspanorama des Taygetos Gebirges. Für deutsche Touristen noch relativ unentdeckt, ist Kalamata für Griechen schon lange ein beliebtes Urlaubsziel.

Condor Flüge von München nach Kalamata in der Sommersaison 2014

Verkehrstag Dienstag
Fluggerät A320 mit 180 Sitzplätzen
Flugzeiten Hinflug (Ortszeit) DE2666 dienstags 06:00 – 09:25 Uhr
Flugzeiten Rückflug (Ortszeit) DE2667 dienstags 10:30 – 12:05 Uhr
Abpreise (Oneway, inklusive aller Steuern und Gebühren) Ab 59,99 Euro Economy Class Ab 119,99 Euro Premium Economy Class
Flugdauer (durchschnittlich)

Hinflug: 2 Stunden 25 Minuten

Rückflug: 2 Stunden 35 Minuten

Condor Flüge von Düsseldorf nach Kalamata in der Sommersaison 2014

Verkehrstag Dienstag
Fluggerät A320 mit 180 Sitzplätzen
Flugzeiten Hinflug (Ortszeit) DE2698 dienstags 06:00 – 10:05 Uhr
Flugzeiten Rückflug (Ortszeit) DE2699 dienstags 10:55 – 13:05 Uhr
Abpreise (Oneway, inklusive aller Steuern und Gebühren) Ab 59,99 Euro Economy Class Ab 119,99 Euro Premium Economy Class
Flugdauer (durchschnittlich)

Hinflug: 3 Stunden 5 Minuten

Rückflug: 3 Stunden 10 Minuten

 

OHB System AG und Erwin Kayser-Threde GmbH gehen zusammen

Die OHB AG will die Kompetenzen und Kapazitäten ihrer Tochterunternehmen OHB System AG und Erwin Kayser-Threde GmbH bündeln. Ziel sei es, die Rolle der OHB als bedeutende deutsche Raumfahrtgruppe im europäischen Markt weiter zu stärken. Schon heute arbeiten die OHB System AG (Bremen) und die Erwin Kayser-Threde GmbH (München) gemeinsam an Großprojekten, wie den Wettersatelliten "MTG" und dem Umweltsatelliten "EnMap". Aufgrund der unterschiedlichen Kompetenzschwerpunkte existiert bereits eine strukturierte Aufgabenteilung.

Um die Zusammenarbeit weiter zu stärken und künftige Herausforderungen in der operativen Arbeit zu meistern, wird eine Zusammenführung beider Unternehmen derzeit intensiv untersucht. Diese Vorbereitungen sollen bis Ende August 2014 abgeschlossen sein.

Mit der Zusammenführung entsteht in Deutschland ein Systemunternehmen für Satelliten und Nutzlasten, das aufgrund seiner Größe eine neue Rolle im europäischen Markt einnehmen wird. Von einer Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit werden vor allem auch die OHB-Kunden profitieren. Die Zusammenführung folgt dem Leitgedanken, einen Verbund auf Augenhöhe, mit wichtigen Führungsrollen sowie nachhaltigem Personalaufbau und Personalentwicklung an beiden Standorten, zu schaffen.

Zur Neuaufstellung des deutschen OHB Satelliten- und Nutzlastgeschäfts gehören auch die Zusammenlegung der beiden derzeitigen Münchner Standorte der Erwin Kayser-Threde GmbH und ihre Verlagerung auf ein neues, zukunftsorientiertes Betriebsgelände. Derzeit ein neuer Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zum DLR Raumfahrtzentrum Oberpfaffenhofen bei München. Dort wird es technische Betriebseinrichtungen geben, die OHB befähigen, die Verantwortung für neue herausfordernde Projekte zu übernehmen. Das Neubauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 30 Millionen Euro befindet sich in der Rohbauphase. Ab Mitte 2015 soll dieser Neubau bezogen werden.

Anfahrt zum Hamburg Airport vorrübergehend geändert

Geänderte Verkehrsführung in der Flughafenstraße am Hamburg Airport: Ab Donnerstag, den 22. Mai 2014, bis voraussichtlich Sonntag, den 25. Mai 2014, wird die Flughafenstraße im Bereich der Baustelle Parkhaus P1 in eine Einbahnstraße gewandelt. Aus Richtung Norden über die Langenhorner Chaussee kommend muss daher die ausgeschilderte Umleitung über die Alsterkrugchaussee/Umgehung Fuhlsbüttel (Zeppelinstraße) genutzt werden.

Die Flughafenstraße ist in Richtung Norden/Langenhorner Chaussee während dieser Baumaßnahmen weiter einspurig befahrbar. Die Zufahrt zu den Terminals ist über die Umgehung Fuhlsbüttel (Zeppelinstraße) sichergestellt.

Radarsatelliten TanDEM-X: Höhenmodelle gehen online

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Das ehrgeizige Projekt nahm am 21. Juni 2010 seinen Anfang – damals startete der Radarsatellit TanDEM-X ins All, um zu seinem Zwillingssatelliten TerraSAR-X aufzuschließen. Seitdem kreisen die beiden deutschen Satelliten in einem ausgeklügelten Formationsflug um die Erde und vermessen ihre Oberfläche.

Nun stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die ersten Höhenmodelle der neuen globalen Topographie für die wissenschaftliche Nutzung zur Verfügung.

Höhenmodell der Erde: 30-mal genauer als bisher

Australische Schluchten im Nationalpark Flinders Ranges, kanadische Inselwelten oder auch die zerklüftete Vulkanlandschaft der russischen Kamtschatka-Halbinsel (Bild 1 bis 3) werden dabei 30-mal genauer dargestellt als bisher. Mehr als 800 Wissenschaftler aus 31 Ländern haben sich bereits angemeldet, um mit diesen hochgenauen Höhenmodellen zu arbeiten. Das vollständige und einheitliche Geländemodell soll Ende 2015 zur Verfügung stehen.

800 Millionen Kilometer hat TanDEM-X mittlerweile in 514 Kilometern Höhe zurückgelegt und dabei mit TerraSAR-X mehr als zweimal die gesamte Landmasse der Erde abgetastet. Dabei fliegen die Satelliten in einer Helix umeinander und blicken zum Teil aus einem Abstand von nur 120 Metern zueinander auf die Erde.

Schon alleine mit diesem ersten Formationsflug zweier Satelliten im Weltall hat die Mission erfolgreich Neuland betreten. Um die Höhen und Tiefen der 150 Millionen Quadratkilometer Erdoberfläche exakt berechnen zu können, müssen die Wissenschaftler den Abstand der beiden Satelliten bis auf einige Millimeter genau bestimmen. Und auch die Uhren an Bord der Satelliten, die genau messen, wie lange die Radarstrahlen für ihren Weg zur Erde und zurück benötigen, sind bis auf eine Billionstel Sekunde synchronisiert.

"Aufgrund der deutlich verbesserten Genauigkeit bin ich überzeugt, dass das Höhenmodell von TanDEM-X eine neue Referenz für eine Vielzahl von Anwendungen wird", erläutert Prof. Alberto Moreira, Direktor am DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme und wissenschaftlicher Leiter der Mission.

TanDEM-Tanz im Uhrzeigersinn für "schwierige Landschaften"

Die ersten berechneten Höhenmodelle von TanDEM-X decken die sogenannten einfacheren Gebiete ab – Landschaften, für die Daten von nur zwei Überflügen ausreichen, um finale Höhenmodelle berechnen zu können. Dazu gehören große Flächen in Australien, Nord- und Südamerika, Russland und Afrika. Dann gibt es "die schwierigen, anspruchsvollen Gebiete mit steilen Bergen wie den Alpen oder dem Himalaya zum Beispiel oder halt die Kamtschatka-Halbinsel mit ihrer zerklüfteten Vulkanlandschaft", sagt Prof. Alberto Moreira.

Für diese Aufnahmen veränderten die DLR-Experten des Projekt-Teams im Sommer 2013 die Flugbahnen der beiden Satelliten und ließen sie von da an im Uhrzeigersinn umeinander kreisen. Damit änderte sich auch die Blickrichtung der Satelliten auf die Erde. Mit dritten und vierten Überflügen werden nun die letzten notwendigen Daten für das neue globale Höhenmodell gesammelt.

Ein Fünftel der Erd-Topographie schon fertig – 2,5 Mio. Gigabyte Daten

Noch während die Satelliten mit ihren Radarstrahlen die Erde kontinuierlich abtasten, entstanden in einem weitgehend automatisierten Prozess die ersten kleinen digitalen Höhenmodelle (DEM; Digital Elevation Model) von 30 mal 50 Kilometer großen Gebieten. Schon diese vorläufigen mehr als 350.000 DEM-Datensätze stellen die Erde mit bis zu zwei Metern Genauigkeit dar. Seit Ende 2013 werden diese Modelle in einem finalen Verarbeitungsschritt zu größeren Mosaiken zusammengefügt.

Mittlerweile sind nicht nur 2,5 Mio. Gigabyte Daten zusammengekommen, sondern auch schon mehr als ein Fünftel der globalen Landfläche zu finalen Modellen verarbeitet. "So entsteht nach und nach die neue Topographie der Erde", sagt Prof. Alberto Moreira. Radartechnologie bietet dabei einen ganz entscheidenden Vorteil: Die Satelliten können die Erde mit ihren Sendepulsen weitgehend unabhängig von Wetterverhältnissen und rund um die Uhr bei jeder Tages- bzw. Nachtzeit abtasten.

Missionsziel nach der Landvermessung: Meeresströmungen

Die entstandenen Satellitenaufnahmen lassen sich vielfältig nutzen: Mit den Aufnahmen können beispielsweise hydrologische Abflussmodelle simuliert und Karten von potenziellen Überschwemmungsgebieten erstellt werden, Veränderungen nach Vulkanausbrüchen und Erdbeben bilden sich ebenso ab wie das Abschmelzen von Gletschern und Polkappen.

Auch bei Katastrophenfällen sind die Radaraufnahmen für die Helfer vor Ort wichtig, um beispielsweise überflutete Gebiete oder zerstörte Verkehrswege und Gebäude aus Satellitenbildern analysieren und berücksichtigen zu können. Sind die Aufnahmen für das globale Höhenmodell abgeschlossen, soll TanDEM-X dafür genutzt werden, neue Techniken wie die Erfassung von Meeresströmungen oder Vegetationsstrukturen zu demonstrieren.

Insgesamt arbeiten bei der Mission vier Einrichtungen des DLR zusammen: Das Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme leitet und plant die Mission, das Institut für Methodik der Fernerkundung hat die vollautomatische Prozessierung der Daten entwickelt, das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) ist für Empfang, die Verarbeitung und Archivierung der Massendaten sowie für die Mosaikierung der Höhenmodelle zuständig, die Satelliten werden vom Deutschen RaumfahrtKontrollzentrum (GSOC; German Space Operations Center) gesteuert und überwacht.

Die finalen Höhenmodelle werden als sogenannte Kacheln mit einer Ausdehnung von etwa 100 mal 100 Kilometern bzw. ein Grad in geografischer Länge und Breite erzeugt und über den TanDEM-X Science Service ausgeliefert. Als erste Beispiele stehen jetzt zwei solcher Kacheln – die Flinders Ranges in Australien (Bild 4) und der Badlands National Park in den USA (Bild 5) – auf dem TanDEM-X-Science-Server zur Verfügung.

Tandem-L: Prüfung der nächsten Radarsatelliten-Generation

Eine weitere zukünftige Radarmission untersuchen die Wissenschaftler derzeit auf ihre Machbarkeit: Mit digitalen Antennen und großen entfaltbaren Reflektoren sollen zwei Satelliten für die Tandem-L-Mission um die Erde kreisen und die gesamte Landmasse zweimal pro Woche aufnehmen 100 mal schneller, als dies zurzeit die beiden Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X können.

"Mit dieser Mission, die 2020 starten könnte, würden wir die dynamischen Prozesse der Erde wesentlich schneller erfassen und so einen essentiellen Beitrag zur Umwelt- und Klimaforschung leisten", sagt Prof. Alberto Moreira vom DLR. Die Daten dieser Radarmission könnten zum Verständnis des Planeten Erde und seiner dynamischen Prozesse ein großes Stück beitragen.

TanDEM-X wird im Auftrag des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Form einer Public Private Partnership mit Airbus Defence & Space durchgeführt. Das DLR ist verantwortlich für die wissenschaftliche Nutzung der TanDEM-X-Daten, die Planung und Durchführung der Mission sowie die Steuerung der beiden Satelliten und die Erzeugung des digitalen Höhenmodells.

Airbus D&S hat den Satelliten gebaut und ist an den Kosten für die Entwicklung und Nutzung (WorldDEM) beteiligt. Wie bei TerraSAR-X ist Airbus D&S verantwortlich für die kommerzielle Vermarktung der TanDEM-X-Daten.

Austrian Airlines diskutiert neuen Konzern-Kollektivvertrag – Planungssicherheit

Austrian Airlines und ihre Tochter Tyrolean Airways haben ihren Mitarbeitern nun ein Rahmenwerk für einen für die gesamte Austrian Airlines Gruppe geltenden Kollektivvertrag im fliegenden Bereich vorgestellt. Nach den gescheiterten Verhandlungen im Jahr 2012 war der gesamte Flugbetrieb in die Tochter Tyrolean Airways überführt worden – mit ihm ca. 1.900 Mitarbeiter und alle Flugzeuge. Nun macht das Unternehmen den Mitarbeitern ein neues Angebot.

Dies soll der Planungssicherheit und einer Basis für Zukunftsentscheidungen dienen: Ein neuer Austrian Konzern-Kollektivvertrag. Die Details sollen noch bis zum 31. Mai 2014 ausverhandelt werden. Dieser Kollektivvertrag eröffnet eine Chance für eine künftige Zusammenführung von Tyrolean Airways und Austrian Airlines.

"Die Inhalte des Angebots basieren auf zehn Monaten gemeinsamer Verhandlung mit dem Betriebsrat, der Gewerkschaft und der Wirtschaftskammer. Es spannt eine Brücke aus der Vergangenheit und führt Austrian Airlines in die Zukunft. Unsere Mitarbeiter wünschen sich eine Einigung und eine Perspektive. Und sie wünschen sich ein Zurück zur Austrian. Das wollen wir ermöglichen", sagt Austrian CEO Jaan Albrecht.

Eckpunkte im Austirian Airlines-Kollektivvertrag

Die Eckpunkte des neuen Konzern-Kollektivvertrags sind neue Flugzeitenregelungen, eine neue Gehaltstabelle, eine Erfolgsbeteiligung am Unternehmensgewinn, ein überarbeitetes Pensionskassenmodell sowie ein neues Karrieremodell für Kabine und Cockpit.

Die derzeitigen Flugzeitenregelungen basieren auf dem alten Tyrolean Kollektivvertrag. Die Neuregelung berücksichtigt noch besser die Anforderungen zum Betrieb der Langstreckenflotte. Im Gegenzug zur alten geplatzten Verhandlungslösung aus dem Jahr 2012 bleiben die Gehälter der dienstälteren Ex-Austrian Mitarbeiter auf demselben Niveau und werden nicht abgesenkt.

Sie sind allerdings auf dem jeweiligen Stand eingefroren, bis sie von der neuen Gehaltstabelle eingeholt werden. Neu ist auch eine Erfolgsbeteiligung am Gewinn des Unternehmens. Seit 2013 schreibt die Austrian Airlines wieder schwarze Zahlen und wird seine Mitarbeiter an diesem wirtschaftlichen Erfolg beteiligen.

Ein weiterer Eckpunkt des neuen Kollektivvertrags ist ein überarbeitetes Pensionskassenmodell. Für Mitarbeiter aus dem ehemaligen Austrian Airlines Pensionssystem (Leistungspension) werden Abschlagzahlungen angeboten. Die Bandbreite dafür errechnet sich nach Dienstalter und Position und reicht von etwa 15.000 Euro für Flugbegleiter bis zu 305.000 Euro für Kapitäne. Ein neues Karrieremodell für Kabine und Cockpit, das auch Übertritte zwischen den Korps leichter ermöglicht, ist ebenfalls Teil des Angebots.

Klaus Froese, Geschäftsführer der Tyrolean Airways, dazu: "Ein neues Karrieremodell zu finden war wohl die schwierigste Aufgabe. Andere Fluglinien sind genau daran gescheitert. Kernstück unseres Modells ist ein transparenter und fairer Verteilungsschlüssel für Piloten der Regionalflotte und Piloten von größeren Flugzeugtypen für frei werdende Kapitänspositionen."

Planungssicherheit: Mitarbeiter und Unternehmen

"Wir wollen unseren Mitarbeitern eine bessere Basis für ihre persönliche Karriereplanung geben. Ich glaube, dass dieses Paket eine gute Chance dazu bietet. Ich habe die Mitarbeiter heute ersucht, ihrem Belegschaftsvertreter den Auftrag zu geben, darüber zu verhandeln", so Froese weiter.

Das Verhandlungsteam hat dem Betriebsrat Bord der Tyrolean, der Wirtschaftskammer und der Gewerkschaft vergangene Woche die Eckpunkte des neuen Kollektivvertrags vorgestellt. Nun soll über die Details verhandelt werden, sofern der Betriebsrat dazu bereit ist. "Ich denke, dass die Verhandlungsbasis ausgewogen ist. Jetzt geht es um die Details", so Froese, "aber, wir müssen nun nach zehn Monaten Verhandlung zu einem Ergebnis kommen. Die Mitarbeiter wünschen sich eine Lösung, das Unternehmen muss weiter planen können."

Wenn die Einigung mit dem Betriebsrat gelingt, dann würde das für die Mitarbeiter viel mehr als nur einen Kollektivvertrag bedeuten. Ein Konzern-Kollektivvertrag bildet die Basis für einen Zusammenschluss von Tyrolean und Austrian. Für die Kunden hieße das schließlich: Eine Marke. "Flown by Austrian, operated by Austrian", wie Froese dies nannte.

Voraussetzung für Flottenentwicklung – Fokker-Nachfolgemodell

"Austrian Airlines hat sich durch ihre Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre in eine bessere wirtschaftliche Situation gebracht. Wir schreiben wieder schwarze Zahlen und wollen nun die nächsten Schritte in Richtung Zukunft gehen. Dafür haben wir auch die Unterstützung der Lufthansa", erklärt Austrian CEO Jaan Albrecht.

Noch heuer will die Austrian eine Zukunftsentscheidung treffen und das Nachfolgemodell der Fokker-Flotte auf den Weg bringen. Ohne eine Einigung im Kollektivvertrag kann solch eine bedeutende Investitionsentscheidung nicht getroffen werden.

Die Austrian Airlines Group beschäftigt derzeit rund 6.300 Mitarbeiter, rund 3.100 Mitarbeiter arbeiten im Cockpit und in der Kabine. Mit dem Bodenpersonal wurde im vergangenen Jahr mit Hilfe der Gewerkschaft und des Betriebsrats ein neuer Kollektivvertrag abgeschlossen.

Ruag Holding mit stabilen Umsatzzahlen – 20 Mio. CHF Dividende

Die Generalversammlung der Ruag Holding AG fand am Donnerstag, 15. Mai 2014, in Wilderswil statt. Als Vertreter des Aktionärs war Bundesrat Ueli Maurer, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, anwesend. Wie im Vorjahr schüttet die RUAG eine Dividende von 20 Mio. CHF an die Eidgenossenschaft aus. Verwaltungsratspräsident Konrad Peter und Verwaltungsratsmitglied Dr. Hans Lauri gaben ihre Mandate nach langjährigem Engagement für die RUAG ab. Die Versammlung wählte Hans-Peter Schwald, bisheriger Vizepräsident, zum neuen Verwaltungsratspräsidenten sowie drei neue Mitglieder in den RUAG Verwaltungsrat.

Das Jahresergebnis und der Jahresbericht 2013 des internationalen Technologiekonzerns wurden genehmigt. Die Ruag schüttet 20 Mio. CHF Dividende an die Eidgenossenschaft aus. Den Organen wurde die Entlastung erteilt. Der bisherige Verwaltungsratspräsident Konrad Peter und Verwaltungsratsmitglied Hans Lauri standen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

Neu gewählt wurden Prof. Dr. Sibylle Minder Hochreutener, Prorektorin und Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft und Mitglied der Hochschulleitung an der FHS St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, alt Nationalrat Markus Hutter, CEO und Verwaltungsratspräsident bei Hutter Dynamics AG und Dr. Remo Lütolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung der ABB Schweiz AG. Neuer Verwaltungsratspräsident wird Hans-Peter Schwald, bisheriger Vizepräsident. Die bisherigen Mitglieder des Ruag Verwaltungsrates, Paul Häring, Jürg Oleas und Egon W. Behle wurden für ein weiteres Jahr bestätigt. Als Revisionsstelle löst die KPMG AG die PricewaterhouseCoopers AG ab.

"Für ihren langjährigen und wertvollen Beitrag im Verwaltungsrat der RUAG danke ich Konrad Peter und Hans Lauri und wünsche den neuen Mitgliedern viel Erfolg. Die Schweizer Armee hat mit der RUAG eine starke Technologiepartnerin, die auf zukunftsfähige Lösungen setzt" sagt Bundesrat Ueli Maurer.

Obwohl sich die Situation in den europäischen Stammmärkten nach wie vor als schwierig erweist und auch der Umsatzanteil des VBS weiter abgenommen hat, erwirtschaftete die RUAG 2013 einen Nettoumsatz von 1.752 Mio. CHF und einen EBIT von 115 Mio. CHF auf Vorjahresniveau (1.741 Mio. CHF, respektive 113 Mio. CHF) und erhöhte den Reingewinn um 21,3 Prozent auf 94 Mio. CHF. Damit die Schweizer Armee auch in Zukunft auf eine starke Technologiepartnerin zählen kann, treibt die Ruag die Erschließung von internationalen Wachstumsmärkten aktiv voran und nutzt die Chancen im Zivilbereich.

Orion-Kapsel der NASA: Europa beginnt Bau des Moduls

Die europäische Weltraumorganisation ESA hat den von Airbus Defence and Space vorgelegten Systementwürfen für Europas Servicemodul (MPCV-ESM) für das bemannte amerikanische Raumschiff "Orion"-MPCV, zugestimmt und damit den Startschuss für die sogenannte Implementation Phase gegeben.

Nun kann damit begonnen werden, die erste Hardware in Form eines Strukturtestmodells zu bauen. Das Servicemodul ist für den Antrieb, die Energieversorgung und zentrale Elemente des Lebenserhaltungssystems verantwortlich.

Systemkritische Elemente aus Europa für amerikanische Raumfahrt

Mit diesem Modell werden in einem ersten Schritt statische Tests durchgeführt. Sie beginnen in den nächsten Monaten. Im kommenden Jahr folgen dann dynamische Tests, mit denen unter anderen Belastungen während eines Starts simuliert werden. Im Dezember 2012 haben die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und die ESA vereinbart, das neue US-Raumschiff Orion-MPCV mit Hilfe des europäischen Servicemoduls fliegen zu lassen.

Es ist das erste Mal, dass Europa mit systemkritischen Elementen in das amerikanische Orion Raumfahrt-Projekt integriert wird. Dieses Modul basiert auf dem Design und den Erfahrungen des Versorgungsfahrzeugs ATV (Automated Transfer Vehicle) für die Internationale Raumstation ISS, das Airbus Defence and Space im Auftrag der ESA entwickelt und gebaut hat. Nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms der USA haben die Amerikaner kein eigenes Raumfahrzeug, um Astronauten ins All zu befördern. Der Entwicklungsvorsprung Europas kommt hier mit den ATV gelegen, die ihre Funktionalität bereits mehrfach bewiesen.

"Die Vergabe von systemkritischen Elementen an Europa zeigt das klare Vertrauen der NASA in die transatlantische Partnerschaft und in die Fähigkeiten der europäischen Partner. Airbus Defence and Space und seine europäischen Partner haben mit ATV ein technologisches Vorzeigeprojekt entwickelt und gebaut und damit den Weg für diese Zusammenarbeit möglich gemacht", sagte Thomas Reiter, ESA Director of Human Spaceflight and Operations, zum Ende des Reviews.

"Die Freigabe der Systementwürfe durch die ESA, begleitet von NASA und deren Projekt-Hauptauftragnehmer Lockheed Martin Space Systems, ist ein wichtiger Schritt für das Programm. Wir haben die Reife des Projektes gezeigt und können jetzt anfangen, von der Papierarbeit in die Hardware zu gehen", sagte François Auque, Head of Space Systems.

Orion-Kapsel: Bemannte Missionen zu Mond und Asteroiden

Das "Orion"-MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) ist für bemannte Missionen zum Mond, zu Asteroiden und für Missionen in die Tiefen des Weltraums vorgesehen. Im Auftrag der NASA entwickelt und baut Lockheed Martin Space Systems die Raumkapsel für vier oder mehr Astronauten. Für den Antrieb des Raumfahrzeugs sowie die Energieversorgung und zentrale Elemente des Lebenserhaltungssystems wird das vom ATV abgeleitete Servicemodul MPCV-ESM sorgen, das von Airbus Defence and Space entwickelt und gebaut wird.

Als erste "Orion"-Mission oder "Exploration Mission-1" ist ein unbemannter Flug zu den Lagrange Punkte des Mondes einschließlich Rückkehr zur Erde geplant. Damit soll nicht nur die Leistungsfähigkeit des Raumschiffes vor seinem bemannten Einsatz nachgewiesen werden, sondern auch die Qualifikation der neuen NASA-Trägerrakete "Space Launch System". Im Rahmen von "Exploration Mission-2" soll "Orion"-MPCV 2021/22 dann mit Astronauten an Bord in den Weltraum starten.

Startschuss zur Entwicklung einer Drohne für Europa – MALE2020

Europas Industrie ist bereit für die Entwicklung eines europäischen unbemannten Flugsystems (UAS) der nächsten Generation. Nach dem Aufruf zur Entwicklung einer europäischen Drohne auf der Pariser Luftfahrtausstellung im letzten Jahr, haben sich die drei führenden europäischen Luftfahrtunternehmen jetzt über weitere Einzelheiten ihres gemeinsamen Vorgehens geeinigt.

Airbus Defence and Space, Dassault Aviation und Alenia Aermacchi, ein Unternehmen von Finmeccanica, haben den Verteidigungsministerien Frankreichs, Deutschlands und Italiens ein Angebot zur Formulierung eines europäischen Drohnenprogramms für mittlere Flughöhe und lange Flugdauer (MALE) vorgelegt. Das Angebot umfasst eine Definitionsphase, die von gemeinsamen Entwicklungsteams von Airbus Defence and Space, Dassault Aviation und Alenia Aermacchi vorbereitet worden ist.

Einigung auf Arbeitsteilung – Meilenstein für Projekt

Zuvor hatten sich die Unternehmen bereits auf die Arbeitsteilung innerhalb des Industriekonsortiums und auf eine Kooperationsvereinbarung für das künftige MALE2020-Programm geeinigt. Im Rahmen der Definitionsphase sollen die drei Länder zusammen mit den Streitkräften und der europäischen Industrie ihre Anforderungen an ein europäisches Drohnenentwicklungsprogramm formulieren und koordinieren. Die Definitionsphase dient außerdem dazu, kostspielige Zusatzentwicklungen während der späteren Produktionsphase zu vermeiden und Entwicklungs-und Finanzrisiken auf ein Minimum zu begrenzen.

Nach dem Abschluss dieser Definitionsphase muss dann die endgültige Entscheidung der beteiligten Länder zur weiteren Entwicklung des europäischen Drohnensystems erfolgen. Nach derzeitiger Planung des Industriekonsortiums könnte eine kostengünstige und zulassungsfähige Drohne bereits im Jahr 2020 zur Verfügung stehen.

Bernhard Gerwert, CEO von Airbus Defence and Space sagte: "Wir haben heute einen wichtigen Meileinstein für die Entwicklung einer europäischen MALE-Drohne erreicht. Bei unseren Streitkräften besteht ein eindeutiger Bedarf. Wir wollen unsere intensiven Gespräche mit den Verteidigungsministerien fortzusetzen und sind zuversichtlich, in Kürze den nächsten Schritt zu tun."

Eric Trappier, CEO von Dassault Aviation, kommentierte: "Wir haben die einmalige Chance, diese strategisch wichtige Technologie für Europa zu entwickeln. Zum ersten Mal beginnt die Branche ein Projekt auf der Grundlage einer umfassenden Vereinbarung über die allgemeine Arbeitsteilung im Rahmen des MALE2020-Programms. Der Vorschlag für die Definitionsphase wurde zusammen mit den gemeinsamen Konstruktionsteams erarbeitet und demonstriert das entschlossene Engagement unserer Branche für dieses Programm."

Giuseppe Giordo, CEO von Alenia Aermacchi, sagte: "Wir sehen in der Entwicklung dieser modernen eigenständigen europäischen ISTAR-Fähigkeit eine klare Chance für die Streitkräfte, sich für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Es ist jetzt an der Zeit, die Technologie voranzutreiben und Europas militärische Fähigkeit durch den Aufbau eines militärischen Flugsystems der nächsten Generation zu sichern und außerdem die vorhandene Technologiekompetenz unserer Branche zu wahren."

Abhänigkeit Europas im UAV-Bereich beenden

Zahlreiche europäische Länder haben derzeit Bedarf an unbemannten Flugsystemen. Auf dem europäischen Verteidigungsgipfel im Dezember 2013 wurde ebenfalls der dringende Notwendigkeit eines europäischen Drohnensystem deutlich. Der Europäische Rat bezeichnet in seiner Abschlusserklärung die Entwicklung einer MALE-Drohne als Schlüsselfähigkeit für Europas Verteidigung.

Angesichts der zunehmenden Abhängigkeit Europas von nichteuropäischer Verteidigungstechnik im UAV Bereich hatten Europas größte militärische Luftfahrtunternehmen im Juni 2013 einen gemeinsamen Aufruf für die Erhaltung von Schlüsselkompetenzen in der militärischen Luftfahrt und zur Wahrung der Souveränität Europas formuliert.

Um dieses Ziel zu erreichen ist eine rechtzeitige Entscheidung für eine europäische Drohne unumgänglich. Europas größte Militärflugzeughersteller setzen so ihre gemeinsamen Anstrengungen für ein MALE-Drohnenprogramm entsprechend des im Rahmen der Pariser Luftfahrtmesse 2013 vorgestellten Vorschlags fort. Die drei Partner sind von ihrem Konzept überzeugt und bereit, mit der Umsetzung zu beginnen.

MALE 2020 – Berücksichtigung hiesiger Zertifizierungs-Anforderungen

Das MALE 2020-Projekt sieht die Entwicklung eines unbemannten europäischen Flugsystems für Langstreckenmissionen in mittlerer Flughöhe (Medium Altitude Long Endurance – MALE) vor. Das Projekt bietet nicht nur die passende Lösung für die Bedürfnisse der europäischen Streitkräfte, sondern berücksichtigt auch die schwierige öffentliche Haushaltslage durch eine Bündelung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben.

Da es sich bei dem Programm um eine eigenständige europäische Entwicklung handelt, werden kritische Anforderungen im Zusammenhang mit der Zertifizierung der Drohnen von Anfang an im Programm berücksichtigt. Beim Projekt Eurohawk war es hier zu massiven Problemen gekommen, sodass das Drohnenprojekt in später Phase gestoppt werden musste. MALE 2020 ist darauf ausgelegt, die Entwicklung von Hochtechnologien zu fördern und zur Erhaltung von Kernkompetenzen und Arbeitsplätzen in Europa beizutragen.

Die Unternehmen Airbus, Alenia Aermacchi und Dassault Aviation

Airbus Defence and Space ist eine Division des Airbus-Konzerns, die aus der Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von Cassidian, Astrium und Airbus Military entstanden ist. Die neue Division ist das führende Verteidigungs- und Raumfahrtunternehmen Europas, das zweitgrößte Raumfahrtunternehmen der Welt und unter den zehn größten Verteidigungsunternehmen weltweit.

Dassault Aviation hat in den vergangenen 60 Jahren über 8.000 Militär- und Zivilflugzeuge an 83 Länder geliefert, die insgesamt rund 28 Millionen Flugstunden absolviert haben. Das Unternehmen verfügt über weltweit anerkannte Kompetenz in Konstruktion, Entwicklung, Verkauf und Betreuung aller Arten von Flugzeugen, einschließlich des Kampfjets Rafale, militärischer Drohnen und der Falcon-Serie im Bereich der High-End-Businessjets.

Alenia Aermacchi, ein Unternehmen von Finmeccanica, spielt in der weltweiten kommerziellen und militärischen Luftfahrtindustrie eine wichtige Rolle und beschäftigt insgesamt rund 11.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in verschiedenen Bereichen tätig, darunter Konzeption, Entwicklung, Fertigung und integrierte Unterstützung von Zivil- und Militärflugzeugen, Schulungsflugzeugen, unbemannten Systemen sowie Flugzeugstrukturen.

Das Bild zeigt eine Drohnenstudie von Airbus Defence and Space.

SSD-Speichertechnologie von Airbus qualifiziert für den Weltraum

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Airbus Defence and Space erfüllt seit kurzem alle Testanforderungen der NASA zur Qualifizierung seiner Solid-State-Rekorder (SSR) mit Flash-Speicher für den Weltraumeinsatz.

Darüber hinaus absolvierte der Flash-Speicher-SSR des Unternehmens einen mehr als 20-monatigen Betrieb im All an Bord von SPOT 6, dem ersten kommerziellen Satelliten, der mit dieser Technologie ausgestattet ist. Airbus Defence and Space besitzt als einziges Unternehmen einen kommerziell erhältlichen Solid-State-Rekorder mit Flash-Technologie, der für Weltraumanwendungen zertifiziert ist. Für die US-Kunden ist der Flash-Speicher nach dem Standard EEE-INST-002 des NASA-Forschungslabors GSFC (Goddard Space Flight Center) qualifiziert.

Nach NASA- und ESA-Standards qualifiziert

"SSD-Massenspeicher bieten bei geringeren Betriebskosten eine viel größere Kapazität als SDRAM-Halbleiterspeicher. Diese Vorteile bestätigten sich auch beim SPOT-6-Einsatz, bei dem unser Solid-State-Rekorder mit Flash-Speicher eine makellose Erfolgsbilanz auf einer Erdbeobachtungsmission aufzuweisen hatte", erklärt Tim Pike, Produktmanager für Nutzlastdatenverarbeitung bei Airbus Defence and Space Electronics. "Das Erreichen von sowohl NASA- als auch ESA-Qualifikationsstandards versichert unseren Kunden weltweit, dass unsere Flash-Technologie eine echte Alternative für ihre nächste Mission darstellt."

Mit Flash-Speichern lassen sich Größe, Gewicht und Stromverbrauch der Solid-State-Rekorder erheblich senken, und zudem signifikante Kosteneinsparungen erzielen. Im Vergleich zu bisherigen Generationen auf SDRAM-Basis, bieten die Flash-Rekorder üblicherweise 60 Prozent mehr Speicherkapazität bei einem Fünftel des Gewichts, einer um das 2,5-Fache reduzierten Größe und einem um das 3,5-Fache gesenkten Stromverbrauch.

Daten in nicht-flüchtigem Speicher

Der neue Solid-State-Rekorder NEMO – vom 19. bis 22. Mai 2014 auf dem National Space Symposium (NSS) in Colorado Springs, Colorado, USA, zu sehen – bietet eine Speicherkapazität von 0,5 Tbit bei einem Gewicht von nur 6,5 kg und einem Verbrauch von unter zehn Watt, und das bei gleichzeitigem Aufzeichnungs- und Wiedergabebetrieb. Da die Flash-Technologie nicht flüchtig ist, gehen die gespeicherten Daten auch beim Ausschalten des Speichers nicht verloren. Der NEMO-Speicher ist vollständig qualifiziert, und die Flash-Technologie erfüllt sowohl NASA- als auch ESA-Standards.

Fakten zur ILA Berlin 2014 auf einen Blick

Modernste Fluggeräte, innovative High Tech-Produkte und -Technologien sowie ein vielfältiges Rahmen- und Showprogramm für die Fachwelt und das Publikum: Mit der zweithöchsten Beteiligung in ihrer 105-jährigen Geschichte geht die ILA vom 20. bis 25. Mai 2014 an den Start. Auf der bedeutendsten Luft- und Raumfahrtmesse des Jahres in Kontinentaleuropa zeigen 1.203 Aussteller aus 40 Ländern Spitzentechnologie aus allen Geschäftsfeldern der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Wien – Chicago bei Austrian Airlines mit 88 Prozent Auslastung

Vor einem Jahr, am 17. Mai 2013, hat Austrian Airlines die non-stop Flüge von Wien nach Chicago wieder in das Langstreckenprogramm aufgenommen. Die Strecke hat sich seither zu einem vollen Erfolg entwickelt: Die österreichische Fluglinie hat rund 100.000 Passagiere auf dieser Route befördert und dabei eine durchschnittliche Auslastung von 88 Prozent erreicht. Dieses Ergebnis hat die Erwartungen an die Wiederaufnahme übertroffen. Aufgrund der großen Nachfrage im ersten Jahr hat Austrian Airlines die anfänglichen fünf Flüge pro Woche mittlerweile auf tägliche Flüge aufgestockt.

Mehr Sitzplätze und Flüge nach Nordamerika

Im Sommerflugplan 2014 erweitert Austrian Airlines ihr Nordamerika-Angebot massiv: Ab 02. Juli 2014 nimmt die heimische Fluggesellschaft mit Newark eine neue Destination in ihr Flugprogramm auf. Zusätzlich zu den täglichen Flügen nach Chicago wird auch das Angebot nach Washington ausgeweitet: Ab 01. Juli 2014 geht es mit einer Boeing 777 statt wie bisher mit einer Boeing 767 täglich nach Washington, was eine Erweiterung des Sitzplatzangebotes um rund 90 Sitzplätze pro Flug bedeutet.

Somit wird das Angebot nach Nordamerika im Sommer 2014 um rund 30 Prozent ausgebaut. Die bestehenden täglichen Flüge nach Toronto in Kanada mit einer Boeing 767 runden das Nordamerika-Angebot ab. Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz von rund 130 Destinationen. In Zentral- und Osteuropa ist das Streckennetz mit 41 Destinationen besonders dicht.

Gripen E Beschaffung in der Schweiz durch Volksentscheid abgelehnt

Das Schweizer Volk hat sich am Sonntag, 18. Mai 2014 mit 53,4 Prozent gegen die Finanzierung der Beschaffung von 22 neuen Kampfflugzeugen des Typs Gripen E entschieden. Der Anfang März kommunizierte Vertrag von Ruag Aerostructures über die Entwicklung und Herstellung von Nutzlastaufhängungen für den Gripen E hat nur noch für die Entwicklungs- und Prototyping-Phase im Umfang von 15,5 Millionen Franken feste Gültigkeit. Die Serienproduktion von 60 Nutzlastaufhängungen für die Gripen Jets der schwedischen Armee sind jedoch in Frage gestellt, denn Hersteller Saab hat die Möglichkeit, die Serienproduktion im Umfang von 52,5 Millionen Franken auch außerhalb der Schweiz ausführen zu lassen.

Die Ablehnung ist für die Ruag ein bedauerlicher Entscheid. Nicht nur schwächt dieses Resultat die Schweizer Luftwaffe und damit die Lufthoheit in der Schweiz, sondern ist auch für den Entwicklungs- und Wirtschaftsstandort Schweiz von Nachteil.

Schon kurzfristige Auswirkungen

Kurzfristig wird der negative Entscheid Auswirkungen auf das Unterhalt-Geschäft von RUAG Aviation haben, da die Tiger F-5 im Jahr 2016 ausgemustert werden. Die mittel- und langfristigen Konsequenzen des Volksentscheids für die RUAG sind offen. Zum jetzigen Zeitpunkt rechnet die RUAG-Konzernleitung jedoch damit, dass auf die mittlere und längere Frist ohne Gegenmaßnahmen bis zu 200 Stellen betroffen sein könnten.

Um ihren Auftrag mit dem künftig kleineren Volumen aus der Schweizer Armee gemäß Eignerstrategie zu erfüllen, die komplexen System der Schweizer Armee als Technologiepartner zu unterhalten und die Schweizer Armee als Technologiepartner zu unterstützen, sei es noch wichtiger, dass die RUAG die dazu notwendigen Kompetenzen im internationalen Wehrtechnikgeschäft und im verwandten zivilen Geschäft aufrecht erhalten kann.

ILA Berlin vor dem Start

Die Luft- und Raumfahrtmesse ILA findet vom 20. bis 25. Mai auf dem Berlin ExpoCenter Airport westlich des Flughafens Berlin Brandenburg statt, wo Luftfahrtenthusiasten ein spannendes Flugprogramm erwartet. Es werden rund 300 verschiedene Fluggeräte am Boden, sowie Informationen zu High-Tech-Produkten aus allen Geschäftsfeldern der deutschen und internationalen Luft- und Raumfahrtindustrie vorgestellt. Die Maschinen starten und landen auf der südlichen Start- und Landebahn des BER – eine Sondergenehmigung erlaubt die Nutzung noch vor der offiziellen Inbetriebnahme des Flughafens.

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (BER) ist ebenfalls mit einem Stand auf der ILA vertreten (Halle 3). Alle Interessierten können sich über den Flughafen Berlin Brandenburg, die beiden Flughäfen Schönefeld und Tegel, sowie Arbeitsplätze und Investitionsmöglichkeiten am BER informieren. Wer schöne Fotos auf der Messe aufgenommen hat, kann seine Bilder hier zeigen und Flugtickets für das schönste ILA-Foto gewinnen.

Die drei ersten ILA-Tage (20. bis 22.05.) sind Fachbesuchern vorbehalten. Dem privaten Publikum öffnet sich die ILA vom 23. bis 25. Mai. Die ILA hat an allen Tagen von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Tagestickets für Privatbesucher kosten 22 Euro, ermäßigt 14 Euro. Kinder unter sechs Jahren zahlen keinen Eintritt.

Cathay Pacific fliegt nächsten Sommer wieder Zürich – Hong Kong

Eine der führenden Airlines in Asien, Cathay Pacific, wird ab dem 29. März 2015 wieder nonstop-Flüge von Zürich nach Hong Kong anbieten. Die Fluggesellschaft, welche selbst aus der asiatischen Finanzmetropole Hong Kong kommt, hat die beiden Städte bereits von 1988 bis 2001 miteinander verbunden. Ab Sommerflugplan 2015 wird Cathay Pacific tägliche Direktflüge in die frühere Kronkolonie Grossbritanniens anbieten.

Der Abflug ab Zürich erfolgt jeweils um 13:30 Uhr mit Ankunft in Hong Kong um 06:45 Uhr Ortszeit am darauffolgenden Tag. Der Rückflug startet voraussichtlich um 00:15 Uhr Ortszeit mit Landung in Zürich gleichentags um 06:55 Uhr. Somit sind in Hong Kong optimale Anschlüsse an das dichte Streckennetz von Cathay Pacific in Asien und Ozeanien gewährleistet.

Auf der Strecke wird eine Boeing B777-300ER eingesetzt, welche über insgesamt 275 Sitzplätze verfügt (sechs First, 53 Business, 34 Premium Economy, 182 Economy Class). Cathay Pacific ist Teil der Oneworld Allianz und bedient mit einer Flotte von 141 Flugzeugen 190 Destinationen in 47 Ländern.