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Fly-In am Flughafen BER mit Flugbetrieb von Kleinflugzeugen

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Zusammen mit den Flugplätzen der Region Berlin-Brandenburg veranstaltet die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH am kommenden Wochenende ein sogenanntes Fly-in am BER. Am Samstag, 30.08. und Sonntag, 31.08. kann es in der Zeit von jeweils 09:00 bis 19:00 Uhr zu Beeinträchtigungen durch Fluglärm von Kleinflugzeugen kommen.

Anwohner der umliegenden Gemeinden bittet der Flughafen um Verständnis. Gestartet und gelandet wird von der künftigen Südbahn des BER. Eine Ausnahmegenehmigung für die beiden Tage wurde von der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg erteilt.

Galileo-Satelliten haben Solar-Panels entfaltet und funktionieren

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Nach dem Start der ersten beiden Galileo-FOC-Satelliten vergangenen Freitag, 22. August 2014, hat sich nach der Trennung der Satelliten von der Raketenoberstufe gezeigt, dass sie nicht in ihrer vorgesehenen Umlaufbahn abgesetzt wurden. Die Arbeiten des unabhängigen Untersuchungsausschusses dazu gehen weiter. Das Team im Kontrollzentrum der europäischen Raumfahrtagentur ESA in Darmstadt bestätigt, dass beide Satelliten in gutem Zustand sind und sich nominal und stabil im Orbit verhalten. Sie sind thermal stabil, haben weiterhin eine stabile Ausrichtung zur Sonne und produzieren ausreichend Energie. Alle Plattform-Subsysteme wurden getestet und arbeiten ordnungsgemäß.

Auch die Prozeduren zum Entfalten der Solarpanels sind mittlerweile alle erfolgreich durchgeführt worden, die Solarpanels sind ordnungsgemäß entfaltet worden.

Die FOC-Phase (Full Operational Capability) des Galileo-Programms wird von der Europäischen Union finanziert und durchgeführt. Die Europäische Kommission und die ESA haben eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der die ESA als Entwicklungs- und Beschaffungsagentur im Auftrag der Kommission handelt.

Die Satelliten sind Eigentum der Europäischen Union. Der Eigentümerwechsel hat wenige Tage vor dem Start in Kourou, Französisch-Guayana, stattgefunden. Die Startverträge mit Arianespace sind direkt von der ESA im Auftrag der EU abgeschlossen worden, OHB ist hierbei nicht Vertragspartner. Als Hersteller unterstützt die Bremer Raumfahrtfirma die fortlaufenden Untersuchungen und Teams, die mit der Analyse möglicher Szenarien zur unter den Gegebenheiten optimalen Nutzung der Satelliten beschäftigt sind.

Das Verfehlen des Zielorbits hat keinen Einfluss auf die weitere Produktion und Lieferung der noch folgenden 20 Satelliten. Zwei FOC-Satelliten sind derzeit im Testzentrum der ESA in Noordwijk, die weiteren befinden sich in verschiedenen Stadien der Integration.

Streik bei Germanwings am Freitag

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Die Vereinigung Cockpit (VC) plant für den morgigen Freitag, den 29. August 2014 Arbeitskampfmaßnahmen bei der Lufthansa-Tochtergesellschaft Germanwings. Bestreikt werden alle Germanwings-Flüge am 29. August 2014 im Zeitraum von 06:00 bis 12:00 Uhr mit Abflügen von allen deutschen Flughäfen. Mit diesem Streik soll ein neuer Tarifvertrag Übergangsversorgung erreicht werden.

Die Vereinigung Cockpit hat bereits in der vergangenen Woche angekündigt, dass mit Arbeitskampfmaßnahmen gerechnet werden muss. Gleichzeitig hat die VC erklärt, dass sie jederzeit einigungsbereit ist, um diese Maßnahmen noch abzuwenden. Für die kurzfristig am heutigen Tage anberaumten Verhandlungen erwartet die VC daher die Korrektur der vom Management bislang erhobenen tiefgreifenden Forderungen. Sollte eine Einigung erfolgen, wird es selbstverständlich auch nicht zum Streik kommen.

Last Minute-Angebote im Spätsommer von airberlin

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Weltweit startet im Minutentakt ein airberlin Flugzeug zu einer von insgesamt 171 Destinationen, die Deutschlands zweitgrößte Airline anfliegt. Damit bietet airberlin auch im Spätsommer ein außergewöhnlich dichtes Flugnetz an. Gerade erst jetzt – zum Ende der Sommerferien – beginnt für einige die schönste Reisezeit des Jahres. Für Kurzentschlossene hat airberlin Tipps für Flüge zu europäischen Sonnenzielen zusammengestellt, die auch spontan noch verfügbar sind.

In den nächsten Wochen sind Flüge mit airberlin auf die Balearen auch last minute verfügbar. Nach Palma de Mallorca bietet Deutschlands zweitgrößte Airline 320 Flüge pro Woche ab vielen deutschen Flughäfen an. Ibiza fliegt airberlin ab zwölf deutschen Airports an. Ein spontaner Badetrip an die türkische Rivera ist mit airberlin ebenfalls noch kurzfristig buchbar. Ab Dresden, Münster/Osnabrück, München, Nürnberg und Paderborn fliegt airberlin nonstop nach Antalya. Den Spätsommer mit Sonnengarantie können Fluggäste auch noch auf den griechischen Inseln Kreta, Rhodos oder Kos sowie auf den Kanaren genießen.

Reisenden, die sich jetzt für den Herbst und Winter attraktive Flugangebote innerhalb Deutschlands und Europas sichern möchten, bietet airberlin bis 02. September Hin- und Rückflüge zu besonders günstigen Preisen an. Ab Köln oder Stuttgart geht es beispielsweise ab 89 Euro nach Berlin. Ebenso sind unter anderem Flüge von Berlin nach Venedig, Wien oder Zürich ab 89 Euro verfügbar. Mit dem Jubelpreis-Special bringt airberlin ihre Gäste ab Deutschland auch zu vielen Sonnenzielen am Mittelmeer oder auf die Kanarischen Inseln. Der Reisezeitraum gilt vom 29. September dieses Jahres bis einschließlich 31. März 2015.

Jet-Antrieb wird 75 Jahre: Erster Düsenflug der He 175 am 27. August

Heute vor 75 Jahren, am 27. August 1939, flog das erste Düsenflugzeug der Welt mit einem Strahltriebwerk des deutschen Luftfahrtpioniers Hans-Joachim Pabst von Ohain. Von Ohain studierte an der Georg-August-Universität in Göttingen Physik und forschte dort bereits an dem neuen Antriebssystem für Flugzeuge.

Zusammen mit dem Automechaniker Max Hahn baute er den ersten Prototypen (zweites Bild) in der Werkstatt Bartels und Becker in der Reinhäuser Landstraße, und führte im Physikalischen Institut in der Bunsenstraße die ersten Versuche im Innenhof durch.

Die Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, sagt hierzu: "Dem deutschen Physiker Hans-Joachim Pabst von Ohain gelang es heute vor 75 Jahren, die Luftfahrt zu revolutionieren. Mit dem Düsentriebwerk wurde eine schnelle und bequeme Luftfahrt möglich, die aus der heutigen Wirtschafts- und Reisewelt nicht mehr wegzudenken ist.

Die von Pabst von Ohain entwickelten Triebwerkstechnologien sind der Ausgangspunkt für den technologischen Fortschritt in der Luftfahrt. Heute arbeiten Forscher in der Industrie daran, die Triebwerke effizienter, umweltverträglicher und ressourcenschonender zu machen. Diese Forschung fördert das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Luftfahrtforschungsprogramm."

Technische Meisterleistung für die moderne Gesellschaft

"Die Entwicklung des Strahltriebwerks war wieder ein Beispiel, wie Nationen und Völker über Technologien und Forschung näher zueinander zu bringen sind. Auch wenn die Zeit, in der diese technische Meisterleistung erfolgte, die Ambivalenz von Technik, Gesellschaft und Politik gezeigt hat", kommentiert Prof. Dr.-Ing. Jan Wörner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

"In den vergangenen 75 Jahren hat die Luftfahrt eine Entwicklung genommen, die damals unvorstellbar war. Deshalb ist es eine der Aufgaben des DLR, das System Luftverkehr zu erforschen, weiterzuentwickeln und Vorschläge zu unterbreiten, die das Funktionieren dieses Systems auch in der Zukunft gewährleisten, als eine der Säulen unserer modernen, mobilen Gesellschaft."

Heinkel He 178 flog erstmals mit Düsenantrieb

Der Flugzeugkonstrukteur und Unternehmer Ernst Heinkel stellte von Ohain nach seinem Studium ein und finanzierte die Entwicklung eines Versuchsflugzeugs mit Düsenantrieb. Mit einer kleinen Entwicklungsgruppe schuf von Ohain das Düsentriebwerk He S 3 B, mit dem das Versuchsflugzeug He 178 am 27. August 1939 – wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs – vom Heinkel-Werksflugplatz Rostock-Marienehe zum ersten Düsenflug der Welt startete.

Das Vorhaben erhielt keine staatliche Unterstützung durch das Reichsluftfahrtministerium. Heinkel selbst bleibt als Rüstungsunternehmer im Dritten Reich eine streitbare Figur, seine Werke setzten, ebenso wie viele andere Flugzeugfirmen, auch Häftlinge aus Konzentrationslagern und Zwangsarbeiter ein.

Von Ohain und Brite Whittle die Väter des Jettriebwerks

Von Ohain war einer der Väter der Düsenantriebstechnologie, seiner Triebwerksentwicklung gelang der Erstflug. Frank Whittle aus dem Vereinigten Königreich gilt ebenfalls als Vater des Jettriebwerks und arbeitete seit 1930 auch an der Entwicklung eines Turbostrahltriebwerks. Beide Pioniere waren nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA tätig und wurden 1991 mit dem renommierten Draper-Preis der National Academy of Engineering geehrt. 1992 erhielt von Ohain mit dem "Ludwig-Prandtl-Ring" die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR).

Nach Kriegsende revolutionierte die neue Antriebstechnik auch die zivile Luftfahrt. Noch heute wird die durch Hans von Ohain entwickelte Technologie des Strahltriebwerks mit den Komponenten Laufrad, Verdichter, Brennkammer, Turbine und Schubdüse verwendet. Flugreisen wurden mit dem Jet-Antrieb schneller und die leistungsstarken Jettriebwerke erlaubten immer größere Passagierzahlen pro Flugzeug, längere Reichweiten sowie geringeren Verbrauch und damit auch sinkende CO2-Emissionen.

Flughafen Zürich mit Gewinn, Stephan Widrig folgt Thomas Kern als CEO

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Die Flughafen Zürich AG weist für das erste Halbjahr 2014 einen Gewinn von 88,1 Millionen Franken aus. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2013, welches aufgrund der Restrukturierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten einmalig negativ beeinflusst war, bedeutet dies eine Zunahme um 78,1 Millionen Franken. Thomas Kern, CEO der Flughafen Zürich AG, hat zudem nach sieben Jahren, zum Ende 2014, seinen Rücktritt angekündigt. Sein Nachfolger wird Stephan Widrig, der bereits seit 2008 der Geschäftsleitung angehört.

Von Januar bis Juni 2014 nutzten 11,9 Millionen Passagiere (plus 0,5 Prozent) den Flughafen Zürich als Ausgangs-, Umsteige- oder Zielort ihrer Flugreise. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl Lokalpassagiere um 4,1 Prozent. Die Zahl der Transferpassagiere ging im Vergleich um 6,6 Prozent zurück. Der Transferanteil am Passagiervolumen ging von 33,8 Prozent im vergangenen Jahr auf 31,4 Prozent im laufenden Jahr zurück.

Die Anzahl Flugbewegungen reduzierte sich im ersten Halbjahr 2014 um 0,2 Prozent auf 128.289 Starts oder Landungen. Die Sitzplatzauslastung pro Flugbewegung stieg von 73,6 Prozent auf 73,9 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl Passagiere pro Flugbewegung erhöhte sich von 106 auf 108 Passagiere. Die am Flughafen Zürich umgeschlagenen Frachtgüter stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,5 Prozent auf insgesamt 211.814 Tonnen.

Umsatz geht leicht zurück

Der Umsatz reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 453,7 Millionen Franken, was ausschließlich auf die Sistierung (Aufhebung) des so genannten Lärmfünflibers zum 01. Februar 2014 zurückzuführen ist. Die Erträge im Fluggeschäft reduzierten sich um 6,1 Prozent auf 268,8 Millionen Franken. Die Erträge im Nichtfluggeschäft nahmen um 1,0 Prozent auf 184,8 Millionen Franken zu.

Betriebskennzahlen

Die Betriebskosten reduzierten sich im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2013 um 4,9 Prozent auf 213,1 Millionen Franken. Dies ist einerseits auf generell gutes Kostenmanagement, anderseits auf aussergewöhnlich milde Wintermonate zu Beginn des Jahres 2014 zurückzuführen. Der Betriebserfolg vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) liegt mit 240,6 Millionen Franken um 4,7 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert.

Projekt "The Circle"

Das Bauprojekt für "The Circle" ist auf Kurs. Mit dem Universitätsspital Zürich, USZ, konnte im ersten Halbjahr ein weiterer renommierter Mieter für das Dienstleistungszentrum gewonnen werden. Die Vorvermietungsquote soll bis zum geplanten Baustart 2015 weiter erhöht werden. Mit einer Fertigstellung der ersten Etappe wird im Jahr 2018 gerechnet.

Ausblick

Die Flughafen Zürich AG geht für das laufende Geschäftsjahr von einem Passagierwachstum von einem Prozent aus. Die Zahl der Flugbewegungen wird stabil erwartet. Das Jahresergebnis 2014 wird aus heutiger Sicht über demjenigen des Vorjahres liegen.

Rücktritt von CEO Thomas Kern

Der bald 62-jährige Thomas Kern will sich nach sieben erfolgreichen Jahren als Chef des Flughafens Zürich nochmals neu orientieren. Er plant, in seiner letzten Berufsphase seine breite Erfahrung aus insgesamt 28 Jahren Unternehmensleiter beziehungsweise CEO als Verwaltungsrat ausserhalb der Flughafen Zürich AG einzubringen.

Thomas Kern ist seit Anfang Januar 2008 CEO der Flughafen Zürich AG. In seine Wirkungszeit fielen unter anderem der Bau und die Eröffnung des neuen Dock B und des Sicherheitskontrollgebäudes, aber auch die Aufwertung des Terminals 2 mit der Eröffnung der südlichen Check-in-Halle im Frühling dieses Jahres. Das Immobilienprojekt "The Circle" entwickelte sich unter seiner Führung von einem Konzept zu einem abgeschlossenen Bauprojekt.

Thomas Kern setzte sich im Vorfeld der Abstimmung über die Behördeninitiative im Jahr 2011 intensiv dafür ein, dass die Bevölkerung einmal mehr hinter "ihrem" Flughafen stand und die Initiative ablehnte. Der CEO der Flughafen Zürich AG stellte sich stets dem Dialog mit Flughafengegnern, sei es anlässlich von Auftritten bei Gemeindeveranstaltungen oder in verschiedenen öffentlichen Diskussionen. Die profunden Luftfahrtkenntnisse, die er sich in den sieben Jahren als Flughafenchef aneignete, ermöglichten es ihm so, die komplexen aviatischen Sachverhalte verständlich darzulegen.

Der Verwaltungsrat dankt Thomas Kern herzlich für sein großes persönliches Engagement für den Flughafen Zürich und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Stephan Widrig Nachfolger am Flughafen Zürich

Der Verwaltungsrat hat nach einem sorgfältigen Evaluationsprozess Stephan Widrig als neuen CEO der Flughafen Zürich AG ab 01. Januar 2015 bestimmt. Stephan Widrig, Jahrgang 1972, gehört seit dem 01. Juli 2008 der Geschäftsleitung der Flughafen Zürich AG an und ist aktuell als Chief Commercial Officer für die kommerziellen Belange des Flughafens sowie Entwicklung, Bau und Betrieb aller Gebäude und Anlagen verantwortlich. Widrig hat ein abgeschlossenes Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen. Er stiess im Jahr 1999 zur Flughafen-Immobilien-Gesellschaft, FIG, die im Jahr 2000 mit der kantonalen Flughafendirektion Zürich, FDZ, fusionierte.

Nach seinem Einsatz im Privatisierungsteam im Vorfeld der Volksabstimmung leitete er zunächst eine Frontorganisation des Flughafenbetriebs und ab 2002 das Immobiliengeschäft. Von 2005 bis 2008 arbeitete er als Chief Financial und Chief Commercial Officer am Bengaluru International Airport im südindischen Bangalore. Mit Stephan Widrig konnte ein Nachfolger bestimmt werden, der das Flughafengeschäft im Allgemeinen und den Flughafen Zürich im Speziellen profund kennt und auch mit der Flughafenregion eng verbunden ist. Stephan Widrig ist verheiratet und hat drei Kinder.

Flugplatz Grenchen in der Schweiz mit ICAO-Zertifizierung

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Die Sicherheitsprozesse des Flugplatzes Grenchen erfüllen die Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat der Betreibergesellschaft Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG das entsprechende Zertifikat erteilt. BAZL-Vizedirektor Daniel Hügli hat das Dokument am gestrigen Dienstag dem Präsidenten des Verwaltungsrats der Betreibergesellschaft, Erich Blösch, übergeben.

Die ICAO hat in ihren Standards und Empfehlungen die Vorgaben für sicherheitsrelevante Prozesse auf den Flugplätzen festgelegt. Die im Annex 14 enthaltenen Anforderungen definieren u.a., wie ein Flugplatz die Betankung der Flugzeuge, den Einsatz der Feuerwehr, die periodische Zustandskontrolle von Pisten und Anflugbefeuerung sowie die Schneeräumung zu organisieren hat.

Handbuch fürs Sicherheits-Management-System

Mit den Vorgaben will die ICAO sicherstellen, dass die Infrastruktur auf einem Flugplatz jederzeit sicher und reibungslos funktioniert. Die sicherheitsrelevanten Prozesse müssen zudem in einem Flugplatzhandbuch festgehalten sein, das gleichzeitig die Grundlage für ein Sicherheits-Management-System darstellt. Ein solches System beschreibt, wie eine Organisation vorhandene Risiken identifiziert, bewertet und mit geeigneten Massnahmen reduziert.

Das BAZL überprüft in einem mehrtägigen Audit, ob die Flugplätze die Prozesse und Verfahren den Vorgaben entsprechen und wie beschrieben angewendet werden. Nach erfolgreicher Erst-Zertifizierung führt das BAZL in Grenchen zudem alle fünf Jahre Rezertifizierungsaudits durch, um festzustellen, ob die sicherheitsrelevanten Prozesse der Flughäfen den ICAO-Vorgaben noch entsprechen.

Nr. 11 der ICAO-zertifizierten Flughäfen

Der Flugplatz von Grenchen ist nach Genf, Zürich, St. Gallen-Altenrhein, Bern, Sion, Lugano-Agno, Les Eplatures, Samedan, Birrfeld und Ecuvillens der elfte Flugplatz in der Schweiz, den das BAZL gemäß den Anforderungen der ICAO zertifiziert hat.

In einem weiteren Schritt ist die Zertifizierung der übrigen Schweizer Regionalflugplätze von Lausanne und Bressaucourt geplant. Der binationale Flughafen Basel-Mulhouse wird von den französischen Aufsichtsbehörden zertifiziert, unter Beteiligung des BAZL.

Galileo-Satelliten unter Kontrolle, Kommission soll Ursachen klären

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Im ESA Kontrollzentrum in Darmstadt arbeiten die Wissenschaftler weiter energisch an den beiden abgedrifteten Galileo-Satelliten. Die um über 3.000 Kilometer zu niedrige Umlaufbahn der beiden FOC-Satelliten, die den Aufbau des regulären Betriebs des europäischen Navigationssystems einleiten sollten, hat zunächst keine direkte Auswirkung auf die Satelliten selbst. Sie sendeten zum richtigen Zeitpunkt ihr Ankunftssignal im All, und funktionieren auch sonst wie erwartet.

Laut dem Bauer der Satelliten, der OHB System AG aus Bremen, sind die Satelliten unter Kontrolle, gemeinsam arbeiten die Spezialisten aus dem Haus mit der Steuerung der ESOC in Darmstadt, haben die gute Verfassung der Satelliten festgestellt. Beim ersten Satelliten wurden bereits die Solarzellen am Montagabend erfolgreich ausgeklappt, ähnlich soll dies der zweite Satellit tun.

Beide Satelliten sind weiterhin in einem sicheren Zustand, sie richten sich korrekt zur Sonne aus, erhalten somit genügend Energie und sind über die Kontrollsignale vom ESA/CNES-Team sowie OHB ansprechbar. Gleichzeitig untersuchen Teams die Möglichkeiten, trotz des Absetzens in einem falschen Orbit, mit den begrenzten Treibstoff-Vorräten noch das Beste aus den Satelliten rauszuholen.

Unterdessen hat Arianespace, die Betreibergesellschaft für die Raketenstarts am Guiana Start Center (CSG), angekündigt, eine unabhängige Untersuchungskommission unter Leitung von Peter Dubock, ehemaliger Generalinspektor der ESA, ins Leben zu rufen. Sie soll die genauen Ursachen für die Absetzung der Galileo-Satelliten in einem falschen Orbit herausfinden und beheben, damit in Zukunft wieder gefahrlos Satelliten mit den russischen Sojuz-Raketen vom CSG durchgeführt werden können.

Radar-Interferometrie von Sentinel-1 zeigt Topographie der Erde in Farbe

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Seit April 2014 fliegt der ESA-Satellit Sentinal-1A um die Erde – und tastet mit seinen Radarstrahlen die Oberfläche der Erde auf einer Breite von jeweils 250 Kilometern ab. Nun haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus den aufgezeichneten Daten im Auftrag der ESA das erste Interferogramm erstellt, ein Bild, das die Topographie der Erde als farbiges Muster abbildet.

Entstanden ist die Aufnahme durch die Verarbeitung von zwei Bildern des Gebiets um Korsika und Genua vom 07. und 19. August. "Wir konnten noch am selben Tag der zweiten Aufnahme die weltweit ersten dieser Interferogramme berechnen und somit die Machbarkeit dieser Technologie demonstrieren", betont Prof. Richard Bamler, Leiter des DLR-Instituts für Methodik der Fernerkundung. Ziel dieser Entwicklung ist es, in einem kontinuierlichen Monitoring Bewegungen der Erdoberfläche im Millimeterbereich zu vermessen.

Gesamte Erde in kurzen Abständen vermessen

"Terrain Observation by Progressive Scan" (TOPS) nennt sich die neuartige Aufnahmetechnik, mit dem Sentinel-1 die Erde kontinuierlich auf einer Breite von 250 Kilometern abtastet. Dabei wird auf dieser Strecke alle fünf Meter eine Höhenmessung vorgenommen. Die jeweils nächste Messung dieser Punkte findet in Flugrichtung bereits in einer Entfernung von nur 20 Metern erneut statt. Mit dieser Technologie werden in Zukunft von mehreren Sentinel-1-Satelliten die Landflächen aller Kontinente in einzigartig kurzer Zeit und vor allem permanent mit regelmäßiger Wiederholung aufgenommen.

Ein großer Vorteil ist, dass die Sensoren die Erdoberfläche unabhängig von Bewölkung und Tageslicht systematisch als Bild aufnehmen. Die vom Radarsensor zum Bild mitgelieferten Informationen über Phase und Polarisation ermöglichen eine Reihe von wichtigen Anwendungen – von aktuellsten Höhenkarten über die Beobachtung der Vegetation bis zu millimetergenauen Bewegungsmessungen aus dem Weltraum an geologisch aktiven Objekten und Regionen.

Radar-Interferometrie: Forschung bekommt globale Daten

Zahlreiche Verfahren für das Erstellen von Interferogrammen wurden bereits mit dem deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X entwickelt, den das DLR steuert und betreibt. "Während TerraSAR mit höchster Auflösung und der weltweit besten geometrischen Genauigkeit arbeitet, setzt Sentinel-1 im Gegensatz dazu auf eine mittlere räumliche Auflösung, hat dafür aber eine enorme Abbildungsleistung in der Fläche", erläutert Institutsleiter Prof. Bamler. In wenigen Tagen können mit den 250-Kilometer-Bildstreifen ganze Länder und Kontinente kartiert werden.

"In ein paar Jahren werden wir so von jedem Punkt der Erde wertvolle Zeitreihen zur Verfügung haben, für die Forschung zu Gletschern und Eisschilden, Ozeanen, Vulkanen, Erdbebenzonen oder geologische Veränderungen der Erde." Für diese Forschung wird häufig die Radar-Interferometrie benötigt.

Doch erst seitdem der Satellit auf einem Orbit positioniert ist, auf dem er nach exakt 175 Erdumrundungen oder zwölf Tagen über dieselbe Region der Erde fliegt, können die DLR-Wissenschaftler aus jeweils zwei Aufnahmen eines Gebiets zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihre Interferogramme berechnen. Diese Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur technischen Verifikation der Sentinel-1-Mission und konnten der ESA sowie den Anwendern insbesondere die gute Charakteristik der Daten demonstrieren.

Technisch anspruchsvolle Datenverarbeitung

Denn die TOPS-Technologie stellt hohe technische Anforderungen an die interferometrische Verarbeitung ihrer Daten, die bisher nur von wenigen Teams auf der Welt beherrscht wird. Am DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung ist zu diesem Zweck ein operationeller Prozessor im Auftrag der ESA entwickelt worden.

Bei zukünftigen Forschungsprojekten könnten sich die Sentinel-1- und die TerraSAR-X-Mission ergänzen. Geplant ist beispielsweise eine Bodensenkungskarte für Deutschland, die Setzungen oder Hebungen des Erdbodens großflächig aufzeigen. "Sind solche Gefährdungsgebiete mit Sentinel-1 erkannt, kann die genauere Analyse mit hochaufgelösten TerraSAR-X-Daten folgen." Auch die hochpräzisen Höhenmodelle der Radarmission TanDEM-X könnten genutzt werden, um die Sentinel-1-Interferogramme geometrisch zu korrigieren.

Das Artikel-Bild zeigt eine Radar-Aufnahme von Sentinel des Golfs von Genua als farbiges Phasenbild. In dem Interferogramm fallen die Unterschiede relativ flacher Regionen im Gegensatz zu den bunten Bereichen der Gebirge auf. Quelle: DLR.

Fragen und Antworten zum Tarifkonflikt der Lufthansa-Piloten

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In den vergangenen Tagen waren diverse Nachrichten zum angekündigten Arbeitskampf der Vereinigung Cockpit zu lesen, die aus Sicht eben dieser einer Klarstellung bedürfen. Ihr geht es ausschließlich um die Übergangsversorgung für die Lufthansa-, Lufthansa Cargo und Germanwings-Piloten, die auch zukünftig einen individuellen, vorzeitigen Ausstieg aus dem besonders belastenden Berufsleben ermöglichen soll. Die Arbeitgeberseite hat die Tarifverträge vor einem Jahr gekündigt und fordert seitdem, dass die Übergangsversorgung letztlich abgeschafft werden soll.

Die Vereinigung Cockpit kämpft somit gegen tiefgreifende Einschnitte in soziale Errungenschaften im Bereich der Vorsorge. Um die Vergütung der Piloten geht es definitiv nicht. Ziel des Streiks ist der Abschluss eines Tarifvertrages "Übergangsversorgung". Dies wurde dem Management der Lufthansa schriftlich mitgeteilt. Richtig ist, dass das Management in vielen Bereichen massive Forderungen gestellt hat.

Lufthansa-Management am Zug

Am 25.08.2014 wurde seitens des Managements behauptet, ein im Mai zugesagtes Angebot seitens der Vereinigung Cockpit sei nicht übergeben worden. Diese Darstellung ist irreführend. Im Nachgang der Streikmaßnahmen im April wurde der Wunsch an die Vereinigung Cockpit herangetragen, ein Moderationsverfahren zu begleiten, noch bevor das konkrete Angebot der Vereinigung Cockpit abgegeben werden konnte. Ein konkretes Angebot hätte einem Moderationsverfahren diametral entgegen gestanden, weshalb man sich gemeinsam verständigt hatte, lieber das Moderationsverfahren zu beginnen, statt in konkrete Verhandlungen einzusteigen.

Insofern hat die VC auf ausdrücklichen Wunsch des Managements das Angebot nicht abgegeben. Dies wird auch im internen Schreiben des Lufthansa Managements an die Belegschaft vom 25.08.2014, im Gegensatz zur Mitteilung, so eingeräumt. Alle in der Mitteilung angemahnten Antworten (Seite neun der Präsentation) sind schon vor Monaten erfolgt. Es bleibt festzuhalten, dass nicht die VC, sondern das Management im Obligo ist.

Die Verhandlungen wurden nicht "von der Vereinigung Cockpit abgebrochen", sondern sind an der nicht erfolgten Abgabe eines konkreten, kompromissfähigen Angebots des Lufthansa Managements gescheitert. Weitere Verzögerungen sind aus Sicht der VC angesichts der inzwischen fünfzehn zu lösenden Tarifthemen und der hohen Dynamik des Umfeldes nicht mehr zu verantworten. Bestärkt wird die Vermutung der VC, dass das Management auf Zeit spielen möchte, durch den offensichtlich untauglichen Vorschlag, Verhandlungen über mehrere Monate zu führen, an deren Ende dann eine Schlichtung steht. Ein solcher Ansatz führt logischerweise zu einer Verhandlungsstarre.

Kostensenkung ja, Kahlschläge nein

Jörg Handwerg, Sprecher der VC: "Wir wollen in einem Neuabschluss im Wesentlichen die bestehenden Regelungen zur Übergangsversorgung übernehmen. Es geht also nicht um eine Verbesserung der Bedingungen. Im Gegenteil: Die Vereinigung Cockpit hat sich verpflichtet, dass gegenüber dem bisherigen Vertrag Kostensenkungen für Lufthansa erzielt werden. Hierzu bedarf es aber eines grundsätzlichen Willens seitens des Managements zu einem Kompromiss, statt eines Kahlschlages."

Ein zuverlässiger und vertragstreuer Verhandlungspartner ist die unabdingbare Basis für eine funktionierende Tarifpartnerschaft. Lösungen können nur durch Kompromisse gefunden werden, weshalb die Vereinigung Cockpit das Management der Lufthansa auffordert, endlich an realistischen Kompromissen zu arbeiten und ihre Kahlschlagpläne aufzugeben.

Nächste Gespräche am 28. August – Streikgefahr bleibt

Die VC erwartet für die am kommenden Donnerstag, den 28.08.2014 anberaumten Verhandlungen, dass das Lufthansa-Management seine Forderungen korrigiert und endlich auf einen ernsthaften und ehrlichen Lösungskurs einschwenkt. Bis zu einer Einigung hält die VC die Planungen für Arbeitskampfmaßnahmen aufrecht. Man bedauere mögliche Unannehmlichkeiten für die Kunden der Lufthansa.

FAQ zur Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Lufthansa

Wieso wollen die Piloten streiken?

Die Piloten streiken nicht für höhere Gehälter! Gegenstand des Arbeitskampfes ist ausschließlich die sog. Übergangsversorgung. Der Lufthansa-Vorstand will diese streichen. Nachdem das Lufthansa-Management in den letzten Jahren und nur mit dem Ziel der Gewinnmaximierung immer mehr profitable Arbeitsplätze von Deutschland ins Ausland verschoben hat, wurde im letzten Jahr der Angriff auf die Versorgungssysteme aller Lufthansa Mitarbeiter begonnen. Als erstes möchte man bei den Cockpitmitarbeitern anfangen.

Für jeden Piloten werden während seiner Firmenzugehörigkeit Gehaltsbestandteile rückgestellt, die es ermöglichen, die berufliche Tätigkeit vorzeitig beenden zu können. Menschen altern unterschiedlich schnell und die Belastungen im Beruf des Piloten sind nicht zuletzt aufgrund der ständigen Zeitverschiebungen, der Nachtflüge, des Extremschichtdienstes, der Klimaverschiebungen, der Strahlenbelastung etc. sehr hoch.

Deshalb muss es den Piloten möglich sein, individuell entscheiden zu können, ob sie sich den Belastungen noch gewachsen fühlen. Das ist vor allem auch im Interesse der Sicherheit der Passagiere. Oder möchten Sie mit Piloten fliegen, die sich nicht mehr fit fühlen, aber aus finanziellen Gründen weiterfliegen müssen?

Kann sich das Unternehmen angesichts des harten Wettbewerbs noch eine "kostspielige" Übergangsversorgung leisten?

Die Übergangsversorgung ist für das Unternehmen fast kostenneutral. Das ergibt sich aus der Tatsache, dass die älteren Kollegen ein höheres Gehalt bekommen als die jüngeren. Gehen die Älteren in die Übergangsversorgung, werden an deren Stelle junge Piloten eingestellt und nachgeschult. Dieser Prozess senkt die Kosten pro Durchschnittspilot und somit die Cockpit-Personalkosten deutlich ab.

Warum möchte das Lufthansa-Management dann die Übergangsversorgung abschaffen?

Das Management der Lufthansa möchte die Unternehmensgewinne und somit die Dividende der Aktionäre massiv steigern. Dazu wurden im Rahmen des Sparprogramms "SCORE" sämtliche Versorgungstarifverträge aller Lufthansa-Mitarbeiter gekündigt. Neben der Betriebsrente erhält das Cockpit- und Kabinen-Personal zusätzlich eine Übergangsversorgung, welche ein Ausscheiden vor der gesetzlichen Regelaltersgrenze ermöglicht. Dies ist schon alleine deshalb nötig, weil es Piloten aus guten Gründen gesetzlich nicht erlaubt ist, bis zu dieser zu arbeiten.

Eine Abschaffung der Übergangsversorgung würde es dem Konzern-Vorstand außerdem ermöglichen, das angesparte Geld der Mitarbeiter einzukassieren.

Wieso wehren sich die Piloten so energisch?

Die Piloten, die im Unternehmen arbeiten, fühlen sich betrogen. Seit Beginn ihrer Tätigkeit gab es immer die arbeitsvertragliche Möglichkeit, ab dem 55. Lebensjahr aus dem aktiven Flugdienst ausscheiden zu können. Die dafür erforderlichen Gelder waren immer Gegenstand der Tarifverhandlungen. Nun versucht das Management, ihnen diese Versorgung zu streichen und sie faktisch dazu zu zwingen, bis zu acht Jahre länger zu arbeiten. Ganze Lebensplanungen werden so zunichte gemacht.

Sind Streiks angemessen?

Angesicht der langen Verhandlungsdauer sehen Sie, dass auch die Vereinigung Cockpit bei Arbeitskämpfen immer dem "ultima-ratio"-Prinzip folgt.

Das Lufthansa-Management hat ein "Angebot" unterbreitet. Warum geht die VC darauf nicht ein?

Es gibt kein Angebot des Managements! Es gibt nur massive Forderungen, welche auch nach dem Arbeitskampf im April unverändert geblieben sind!

Im Gegensatz dazu hat die Vereinigung Cockpit angeboten, das aktuelle Kostenniveau der Übergangsversorgung zukünftig zu deckeln. Darauf wurde seitens des Managements jedoch nicht ernsthaft eingegangen.

Die Arbeitsdirektorin Frau Dr. Volkens behauptete am 25.08.2014, die VC habe ein zugesagtes Angebot nicht vorgelegt. Ist das so?

Richtig ist, dass die VC auf Wunsch von Frau Dr. Volkens in einen gemeinsamen Moderationsprozess eingestiegen ist. Beide Seiten waren sich einig, dass ein konkret formuliertes Angebot zu diesem Zeitpunkt diesen Prozess gestört hätte, weshalb die VC dieses dann auch einvernehmlich nicht erbracht hat. Warum hat die VC den Moderationsprozess abgebrochen und die Verhandlungen erneut für gescheitert erklärt?

Die VC hat den Moderationsprozess nicht abgebrochen. Im Laufe des Prozesses wurde jedoch erkennbar, dass nicht das Erreichen eines Kompromisses im Fokus des Managements stand, sondern eher das Spiel auf Zeit. Das Management wurde daher aufgefordert, ein kompromissfähiges Angebot zu unterbreiten. Vorgelegt wurde jedoch erneut die von der VC bereits Ende März zurückgewiesene Forderung.

Denken Sie gar nicht an die Passagiere?

Natürlich denken wir an unsere Passagiere und bedauern die Unannehmlichkeiten ausdrücklich. Im Dienstleistungssektor ist es jedoch leider nicht möglich, einen Streik durchzuführen, ohne dass Menschen davon betroffen sind. Um überhaupt eine Chance zu haben, von kompromisslosen Arbeitgebern gehört zu werden, bleibt den Arbeitnehmern bei Tarifauseinandersetzungen am Ende nur das Mittel des Arbeitskampfes. Die Vereinigung Cockpit sieht die Verantwortung für den aktuellen Arbeitskampf somit ausschließlich beim Lufthansa-Vorstand.

Aber Sie schaden doch Ihrem eigenen Unternehmen?

Die VC und ihre Piloten sind der festen Überzeugung, dass die Herausforderungen für die Lufthansa in der Zukunft nur gemeinsam und auf Basis vernünftiger Kompromisse gemeistert werden können. Gerade im derzeitigen Umfeld werden alle verfügbaren Kräfte benötigt, um den Kunden das beste Produkt am Markt zu bieten. Seit Jahren erfolgende, permanente Angriffe auf die Arbeitsbedingungen und Versorgungssysteme der Mitarbeiter demotivieren und machen dies unmöglich. Die ausschließliche Fokussierung des Managements auf die Kosten birgt darüber hinaus die Gefahr, die Kunden aus dem Blick zu verlieren.

Es liege jetzt alleine in der Verantwortung des Lufthansa-Vorstandes, seinen aggressiven und gegen das Personal gerichteten Profit-Maximierungskurs aufzugeben und stattdessen einen konstruktiven Weg einzuschlagen. So könnten Streiks verhindert werden, so die Vereinigung Cockpit.

Ruag zeigt auf der Flugschau Air14 Highlights aus Luftfahrt

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Die Ruag ist Partnerin der Schweizer Armee und der Air14. Unter den drei Leitbegriffen "Sicherheit, Freiheit, Fortschritt" präsentiert das Unternehmen vom 30. August bis 07. September auf dem Flugplatz in Payerne innovative Technologien, die zu Boden, in der Luft und im Weltraum zum Einsatz kommen. Daneben präsentiert sich die Ruag auch als Arbeitgeberin mit Ausbildungsmöglichkeiten für 14 Berufsrichtungen.

Die größte Flugschau in der Geschichte der Schweiz erhält mit dem "House of Ruag" ein zusätzliches Highlight, das den Besucherinnen und Besuchern die Faszination für moderne Technologie näher bringen will. In einem weißen, Iglu-artigen Leichtbaugebäude kann das Publikum herausragende Exponate des Unternehmens besichtigen, die den Ausgangspunkt für faszinierende Geschichten über technologische Höchstleistungen liefern. Diese Geschichten werden via Kopfhörer als kurze, überraschende und lehrreiche Hörspiele präsentiert.

Umrahmt werden die Exponate von drei Filmen, mit denen die Begriffe "Sicherheit, Freiheit, Fortschritt" inszeniert werden. Die Schweiz steht weltweit für Sicherheit, Freiheit und Fortschritt. Und die Ruag steht für die Schweiz ein, diese Werte zu wahren und zu verwirklichen. Als internationale Technologieführerin und als Ausrüsterin der Schweizer Armee und Kooperationspartnerin zahlreicher namhafter Technologiekonzerne. Die Ruag stellt die Instandhaltung der komplexen Systeme der Schweizer Armee sicher – dies auch im Krisenfall. Zu diesen Systemen gehören unter anderem Flugzeuge, Bodenfahrzeuge oder Führungs- und Kommunikations-Infrastrukturen.

Ebenfalls präsentiert die Ruag dem interessierten Publikum die 15 Ausbildungsberufe, die sie schweizweit anbietet. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 gibt die Ruag Jahr für Jahr hunderten von jungen Lernenden eine umfassende und praxisorientierte Grundbildung in einem spannenden technologischen Umfeld. Mit mehr als 350 Ausbildungsplätzen in verschiedensten Berufen gehört die Ruag zu den wichtigen Ausbildungsbetrieben in der Schweiz.

Polizeihubschrauber ertappt Kupferdiebe an Bahntrasse

Samstagmorgen nahmen Bundespolizisten in Chorin vier Personen fest, nachdem sie 500 Kilogramm Kupferkabel von Bahnanlagen entwendet hatten. Mithilfe eines Hubschraubers konnten die Täter überführt werden. Am Samstagmorgen gegen 02:00 Uhr stellten Bundespolizisten an der Bahnstrecke zwischen Eberswalde und Chorin mehrere Personen fest, die Kupferkabel entwendeten.

Unterstützt durch einen Bundespolizeihubschrauber konnten die Beamten im Nahbereich drei männliche bulgarische Männer und eine bulgarische Frau festnehmen. Die Männer im Alter von 34, 36 und 37 Jahren hatten Kupferkabel abgetrennt und in der Nähe für den Abtransport bereit gelegt. Die 21-jährige Komplizin wartete in der Nähe des Tatortes in einem PKW.

Gegen die vier Tatverdächtigen leiteten die Bundespolizisten Strafverfahren wegen besonders schweren Falls von Diebstahl ein. Das Fluchtfahrzeug sowie das am Tatort aufgefundene Werkzeug stellten die Beamten sicher. Der zuständige Haftrichter des Amtsgerichtes in Strausberg ordnete für das Diebesquartett Untersuchungshaft an.

Landeplatz auf Komet: Zwang zu Kompromissen

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Noch nie musste ein Missionsteam einen Landeplatz auf einem Kometen auswählen – Lander Philae wird das erste Gerät überhaupt sein, das auf einem Kometen aufsetzt und vor Ort Messungen durchführt. Und Zielkomet Churyumov-Gerasimenko, zu dem die ESA-Raumsonde Rosetta vor zehn Jahren mit Philae an Bord aufgebrochen ist, macht es mit seiner besonderen Beschaffenheit dem Landerteam unter Leitung des DLR nicht einfach.

Auf seiner Oberfläche sind nicht nur flache Gebiete, sondern auch zahlreiche Risse, Hänge, Krater und Brocken zu sehen. "Wenn man die außergewöhnliche Form und die globale Topographie des Kometen sieht, ist es sicherlich keine Überraschung, dass viele Gebiete gleich aus der Auswahl herausfielen", sagt DLR-Wissenschaftler Dr. Stephan Ulamec, Projektleiter für den Lander Philae.

Am 24. August fiel die Entscheidung für fünf mögliche Landestellen. "Bei diesen Kandidaten, die wir nun weiterhin untersuchen, ist eine Landung nach ersten Abschätzungen technisch durchführbar – die vorläufigen Flugbahnberechnungen zeigen dies. Außerdem bieten alle zumindest teilweise flaches Terrain und bei jeder Rotation des Kometen mindestens sechs Stunden Tageslicht, um den Lander mit Energie zu versorgen."

Energie für Landung fehlt den Untersuchungsphasen

Bei dem Auswahlprozess musste das Team aus Wissenschaftlern des "Lander Control Centers" des DLR in Köln, des SONC (Science, Operations and Navigation Centre) der französischen Raumfahrtagentur CNES und die Wissenschaftler, deren Instrumente an Bord von Philae mitfliegen, die unterschiedlichsten Kriterien berücksichtigen: So benötigt der Lander beispielsweise genügend Sonnenstunden, um nach einer 64-stündigen ersten wissenschaftlichen Untersuchungsphase über einen möglichst langen Zeitraum seine Batterien für seinen Betrieb und die weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen aufzuladen.

Kann der Lander nicht mit ausreichend Energie versorgt werden, hat dies Konsequenzen für die geplante "Long term science phase", der Phase, in der alle Instrumente die Entwicklung des Kometen auf seinem Weg in Richtung Sonne untersuchen können. Permanente Beleuchtung hingegen könnte wiederum ein Überhitzen des Landers zur Folge haben – und somit die Lebensdauer von Philae und seiner Instrumente deutlich einschränken. Und auch die Zeitspanne von der Trennung des Landers von der Muttersonde bis zur eigentlichen Landung hat Auswirkungen auf die Wissenschaft: Je länger der Landevorgang dauert, umso weniger Energie steht für die erste wissenschaftliche Phase auf der Kometenoberfläche zur Verfügung.

Anspruchsvoll: Philae, die Wissenschaftler, und die Landung selbst

Ist das Gelände zu schroff und befinden sich beispielsweise Vertiefungen, Brocken von der Größe des Landers oder steile Hänge in dem Areal, ist eine Landung riskant. Da die Position des Orbiters, wenn er Philae in Richtung Komet absetzt, nicht exakt bestimmt werden kann, können die Wissenschaftler nämlich auch das Landegebiet nur mit einem Durchmesser von etwa einem Kilometer festlegen.

Setzt der Lander nicht genau im angepeilten flachen Gebiet auf, könnte er im angrenzenden Gelände auf eine sehr landeunfreundliche Umgebung treffen. Nicht zuletzt muss die Position für das Absetzen auch mit dem Rostta-Orbiter erreichbar und eine regelmäßige Kommunikation mit Philae nach dessen Landung möglich sein, um unter anderem die gewonnenen Daten zur Erde zu funken.

Und ginge es ausschließlich nach den Wünschen der beteiligten Wissenschaftler, würden diese sich vor allem ein möglichst aktives, ausgasendes, aber auch ursprüngliches Gebiet auswählen, in dem das Kometenmaterial seit der Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren kaum Veränderungen erfahren hat.

Landeplätze für Philae zwingen Forscher zu Kompromissen

Allerdings: Den idealen Landeplatz, an dem ein flaches Terrain, genügend Sonnenstunden, eine gute Erreichbarkeit und optimale wissenschaftliche Bedingungen gewährleistet sind, entdeckte das Lander-Team nicht auf Komet Churyumov-Gerasimenko – und musste bei der Auswahl jeweils Vor- und Nachteile abwägen und einige "Kröten schlucken". "Es ist klar, dass wir Kompromisse eingehen müssen", betont DLR-Projektleiter Stephan Ulamec. Informationen über Temperaturen, das Ausgasen oder Geländeformen wurden von den Instrumente auf dem Orbiter geliefert.

Aus ursprünglich zehn möglichen Landeplätze A bis H entschied sich das Lander-Team schließlich für fünf Kandidaten auf dem Kometen, der aus einem kleineren Kopf, einem größeren Körper und einem schmalen, sehr aktiven Verbindungsstück besteht. Drei der möglichen Landestellen (B, I und J) befinden sich auf dem kleineren der beiden Kometenteile, die beiden anderen (A und C) sitzen auf dem größeren Teil, dem Körper.

Landestelle A liegt in einer interessanten Region auf dem größeren Kometenteil, die den Blick zum Kometenkopf ermöglicht. Das schmale Gebiet zwischen diesen beiden Teilen ist sehr wahrscheinlich aktiv – dort gast der Komet auf seiner Reise in Richtung Sonne bereits jetzt schon aus. Zunehmend höher aufgelöste Aufnahmen sollen nun genauere Untersuchungen ermöglichen, um die Risiken durch kleineren Vertiefungen und Hängen bei der Landung besser einschätzen zu können. Auch die Beleuchtungsbedingungen werden noch detaillierter analysiert.

Landestelle B befindet sich an einer kraterähnlichen Struktur am Kopf des Kometen und bietet für die Landung sehr wahrscheinlich ein relativ großes flaches Gelände im Inneren des Kraters. Allerdings ist an dieser Stelle das Tageslicht, das Philae erreicht, geringer als es ideal wäre – dies könnte zu einem Problem bei den längerfristigen wissenschaftlichen Untersuchungen führen. Mit weiteren Aufnahmen der Kometenoberfläche sollen nun die Gefahren durch die Brocken im Kraterinneren genauer abgeschätzt werden. Die Brocken im Gebiet deuten zudem daraufhin, dass es sich um verändertes und somit nicht so ursprüngliches Material handelt, wie es an anderen Orten auf dem Kometen untersucht werden könnte.

Landestelle C liegt auf dem größeren Kometenteil. Die Wissenschaftler finden hier viele unterschiedliche Strukturen wie Vertiefungen, Klippen, Hügel und ebene Gebiete – und auch Material, dass auf den Kameraaufnahmen heller als gewöhnlich erscheint und somit besonders interessant ist. Doch eben diese Oberflächenstrukturen müssen nun genauer betrachtet werden, um ihre Risiken für eine sichere Landung einzuschätzen. Landestelle C verfügt über genügend Tageslicht, von dem die späteren wissenschaftlichen Untersuchungsphasen profitieren würden.

Landestelle I ist in einem relativ flachen Gebiet und könnte neueres Material enthalten. Mit Kameraaufnahmen soll in den nächsten Wochen die Oberfläche im Detail betrachtet werden, um das Ausmaß der vorhandenen rauen Strukturen exakter bestimmen zu können. Die Beleuchtung der Landestelle hingegen ist günstig und gestattet eine länger andauernde wissenschaftliche Phase auf der Kometenoberfläche.

Der fünfte Kandidat, Landestelle J, hat große Ähnlichkeit mit I – die Landestelle sitzt ebenfalls auf dem kleineren Kometenteil, dem Kopf, hat interessante Oberflächenstrukturen und eine gute Beleuchtung bei der Rotation des Kometen. Für das Experiment CONSERT, bei dem Radiowellen durch den Kometen zum Orbiter gesendet und empfangen werden, ist diese Landestelle günstiger als Landestelle I. Da allerdings auch hier einige Brocken und Terrassen zu sehen sind, sind höher aufgelöste Kamerabilder notwendig, um die Details des Geländes genauer zu bestimmen.

Messungen auf und in dem Kometen – Steuerung in Köln

"Jede Landestelle unter diesen Kandidaten hat das Potenzial für einmalige wissenschaftliche Entdeckungen", betont Lander-Projektleiter Stephan Ulamec. Das DLR-Institut für Planetenforschung ist bei vier Instrumenten der Mission in einer führenden Rolle und bei drei weiteren Experimenten wissenschaftlich beteiligt.

Kamera ROLIS (Rosetta Lander Imaging System) wird beispielsweise bereits während des Abstiegs von Lander Philae von dessen Unterseite aus erste Bilder der Kometenoberfläche aufnehmen und vor Ort dann die Oberflächenstruktur des Kometen untersuchen. Thermalsonde MUPUS (Multi-Purpose Sensors for Monitoring Experiment) hämmert sich unter anderem in den Kometen, um dort bis in 40 Zentimetern Tiefe die Temperatur sowie die Wärmeleitfähigkeit zu messen. Das Experiment SESAME misst den Staubfluss, sitzt aber auch unter anderem in den Füßen des Landers und sendet und empfängt akustische und elektrische Signale.

Zum Einsatz kommen können diese Instrumente allerdings nur, wenn Philae – gesteuert und betrieben aus dem "Lander Control Center" des DLR in Köln – sicher landet. Bis zum 14. September 2014 wird das Lander-Team deshalb die fünf möglichen Kandidaten für eine Landung genauer unter die Lupe nehmen und aus ihnen den Landeplatz sowie eine Ersatz-Landestelle auswählen.

Im Oktober wird dann nach noch genaueren Analysen der Landeplatz bestätigt oder auf den Ersatz-Landesplatz zurückgegriffen. Voraussichtlich am 11. November 2014 ist es dann soweit: Die erste Landung auf einem Komet findet statt und erstmals können direkt vor Ort auf einer Kometenoberfläche wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden.

Urlaubs-Feeling schon am Flughafen beim Airlebnis-Tag in Frankfurt

Zirkus-Zauber auf dem Frankfurter Flughafen: Nicht nur die kleinen Besucher hatten am Sonntag Spaß beim bunten "Airlebnis-Tag" Ferienzirkus. Die charmante Hundedressur-Show in der extra aufgebauten Manege begeisterte Groß und Klein, eine Wahrsagerin sagte den Besuchern die Zukunft voraus und die Live Band GLOW sorgte mit bekannten Sommerhits für musikalisches Urlaubs-Feeling.

Als besonderer Stargast besuchte der "Bachelor" Jan Kralitschka den Ferienzirkus am Airport und drehte mit seinen begeisterten Fans deren eigenen Urlaubsclip im Daumenkinoformat.

Kinderträume erfüllte der Mitmachzirkus. Hier konnten die kleinen Gäste unter der fachkundigen Anleitung der Zirkusprofis ihre erlernten Fähigkeiten als Jongleure, Zauberer oder Clowns vorführen. Zirkusdirektoren auf Stelzen, Close-up-Zauberer und viele weitere Walking-Acts brachten den Zirkus in fast alle Bereiche des Flughafens und beeindruckten viele Passagiere und Besucher. Insgesamt kamen ca. 5.000 Besucher extra an den Airport.

Letzte Gelegenheit bis Ende August

Auf der Besucherterrasse sorgten – neben dem beeindruckenden Panorama – erfrischende Getränke, Eis und Liegestühle unter Palmen für Urlaubsgefühl. Das beliebte Ausflugsziel ist nur noch eine Woche geöffnet. Gelegenheit, das Geschehen auf dem Vorfeld zu beobachten, gibt es nur noch bis zum 31. August. Danach bleibt die Besucherterrasse – ebenso wie die vorgelagerte Food Plaza – bis zum Frühjahr 2015 wegen umfangreicher Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten geschlossen.

BOC Aviation bestellt 82 Boeing-Flugzeuge

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Die in Singapur beheimatete BOC Aviation, ein weltweit führender Flugzeug-Leasinggeber, hat beim amerikanischen Flugzeugbauer Boeing eine Bestellung über insgesmt 82 Passagierflugzeuge aufgegeben. Darunter befinden sich Order für 50 B737MAX8, 30 Next-Generation 737-800 und zwei 777-300ER (Extended Range). In der 20 Jährigen Zusammenarbeit von BOC Aveiation mit Boeing ist dies der größte Auftrag mit einem Listenpreis von 8,8 Mrd. US-Dollar.

Nach der erfolgreichen Anschaffung von 50 Next Generation 737 im Jahr 2006 will man nun die Airlines bei Flotten-Erweiterungen und -Erneuerungen weiter unterstützen. Dort liege in den nächsten sieben Jahren eine starke Nachfrage nach Boeing 737 and 737 MAX-Varianten, so Robert Martin, Managing Director und Chief Executive Officer von BOC Aviation. Für den Leasinggeber bedeutet das eine weitere Verjüngung der ohnehin mit durchschnittlichen vier Jahren jungen Flotte.

Die Next-Generation 737-800 ist die meistverkaufte Version der erfolgreichen Next-Generation 737. Sie kommt mit neuestenCFM International LEAP-1B-Triebwerken. Die 777-300ER wiederum erweitert die Fähigkeiten der B777-Familie. Mit zwei GE90-115BL-Triebwerken, den stärksten Triebwerken für kommerzielle Flugzeuge weltweit, fliegt das Flugzeug 7.825 Nautische Meilen (14.490 Kilometer).

Frau gelangte durch Sicherheitskontrollen am Flughafen München

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Am Flughafen München hat am 22. August eine 56-jährige Frau versucht, ohne Bordkarte in ein Flugzeug von airerlin mit Ziel Köln/Bonn zu gelangen. Nach dem Passieren der Sicherheits- und Handgepäckkontrolle wurde die Frau beim Boardingvorgang am Gate zunächst vom Personal zurückgewiesen, da sie über keine Bordkarte verfügte. Es gelang ihr jedoch anschließend, sich unter die Passagiere zu mischen und einen Bus zu besteigen, der die Flugreisenden zu ihrem Flugzeug brachte. Das Personal am Gate hatte dies jedoch bemerkt und verständigte die Crew des Flugzeuges.

Die Crew identifizierte daraufhin die Frau und übergab sie der Polizei am Flughafen München. Da die Frau ordnungsgemäß kontrolliert wurde und über keinerlei gefährliche Gegenstände verfügte, bestand laut Flughafen zu keinem Zeitpunkt eine sicherheitsrelevante Gefährdung des Luftverkehrs oder von Personen. Der Vorfall wird im Augenblick durch die zuständigen Behörden untersucht. Die Ermittlungen betreffen sowohl den genauen Hergang des Zutritts zum Flugzeug als auch die Frage, wie die Frau ohne Bordkarte durch die Sicherheitskontrolle gelangen konnte.

Sanierung der Start- und Landebahn 15/33 in Hamburg

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Hamburg Airport führt wieder wichtige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an seinen Start- und Landebahnen durch. Diese Maßnahmen sind notwendig, um auch weiterhin einen sicheren Flugbetrieb am Hamburg Airport zu gewährleisten. Vom 08. September bis voraussichtlich 21. September 2014 werden auf der Start- und Landebahn 15/33 (Alsterdorf/Norderstedt) unter anderem Sielleitungen saniert, der Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten beseitigt und die Markierungen erneuert. Darüber hinaus müssen wichtige Asphaltarbeiten an Rollwegen durchgeführt sowie Unterflurfeuer auf der Piste eingebaut werden.

Die Start- und Landebahn 15/33 (Alsterdorf/Norderstedt) muss dafür vom 08. September bis voraussichtlich 21. September 2014 außer Betrieb genommen werden. In dieser Zeit wird der Flugverkehr über die Piste 05/23 (Langenhorn/Niendorf) geführt. Hamburg Airport bittet um Verständnis für die notwendigen Baumaßnahmen und die daraus resultierenden zeitlich begrenzten Nutzungsänderungen der Start- und Landebahnen.

Der Flughafen will laufend und umfassend zu den Arbeiten informieren und hat eine Seite eingerichtet, für News zu den Arbeiten. Zudem gibt es einen Film, der erklärt was bei jährlichen Instandhaltungsmaßnahmen an den Pisten gemacht werden muss. Der Flughafen Hamburg hat während der Baumaßnahmen stets ein offenes Ohr für Betroffene, vor Ort stehen der Nachbarschaftsbeauftragte und sein Team zur Verfügung. Vor-Ort-Termine werden bekannt gegeben.

Arianespace zum falschen Orbit der Galileo-Satelliten

Am 22. August startete um 09:27 Ortszeit in Französisch Guyana die Rakete vom Typ Sojuz ST mit den ersten Galileo FOC-Satelliten an Bord. Der Start und die erste Phase der Mission verliefen planmäßig, und führten zum Freisetzen der Satelliten zum korrekten Zeitpunkt bis zum Empfang der ersten Signale. Erst nach einer gewissen Zeit nach der Trennung der Satelliten zeigten die laufenden Daten, welche von den Telemetrie-Stationen der European Space Agency (ESA) und der französischen Raumfahrtbehörde CNES kamen, dass sich die Satelliten nicht im erwarteten Orbit befanden.

Die nun gestarteten Galileo-Satelliten 5 und 6 sollten das die ersten zum Aufbau eines laufenden Betriebs des europäischen Satellitennavigationssystems werden. Der Zielorbit für die Galileo-Satelliten mit Namen „Milena“ und „Doresa“, ist kreisförmig, mit einer Inklination von 55 Grad und einer großen Halbachse von 29.900 Kilometern.

Doch dann wurde deutlich, dass die Satelliten nicht in der richtigen Umlaufbahn ausgesetzt wurden. Stattdessen befinden sich die Satelliten nun in einem elliptischen Orbit mit einer Exzentrizität von 0,23, einer großen Halbachse von 26.200 Kilometern und einer Inklination von 49,8 Grad. Der verbliebene Treibstoff der Fregat-Stufe wurde abgelassen und der Druck in der Stufe normal reduziert.

Keine Gefahr für die Menschen

Nach ersten Untersuchungen kam es vermutlich zu Abweichungen während der Flugphase der Fregat-Oberstufe, wodurch die Satelliten schließlich in eine falsche Umlaufbahn entlassen wurden. Die genauen Ursachen sind aber noch nicht bekannt. Sowohl die Oberstufe der Fregat, als auch die beiden Satelliten sind laut Arianespace in gutem Zustand und stellen keinerlei Risiko für die Menschen auf der Erde dar.

Weitere Untersuchungen der ersten Daten laufen derzeit in Kourou in Französisch Guyana weiter, ebenso beim Sitz von Arianespace in Evry bei Paris, unter der Leitung von Stéphane Israël, Chairman und CEO von Arianespace, sowie unter Beteiligung von Roskosmos und der russischen Partner des Raketenprogramms. Alle bei Arianespace arbeiten an der genauen Aufklärung der Ursache, sowie an Korrekturen für weitere Sojuz-Starts vom Guiana Space Center (GSC). Ebenso werden derzeit die weiteren Auswirkungen auf das Galileo-Programm erörtert.

Rettungseinsatz in 100 Metern Höhe am Tower von Austro Control in Wien

Die Höhenretter der Wiener Berufsfeuerwehr waren zu Übungszwecken am Tower von Austro Control in Wien im Einsatz. Aus über 100 Metern Höhe haben sich die Spezialisten zum Boden abgeseilt.

Übungsannahme war eine verunfallte Person auf Höhe des Levels 20. Um die Person retten zu können, haben sich die Einsatzkräfte aus etwa 100 Metern Höhe vom Tower aus zu der Person abgeseilt und sich in weiterer Folge gemeinsam mit der Person schließlich wieder auf Bodenniveau abgeseilt. Die spektakuläre Übung der Berufsfeuerwehr Wien fand in Kooperation mit der Betriebsfeuerwehr des Flughafen Wien statt.

Moderner Tower für die Flugverkehrs-Wächter

Die Berufsfeuerwehr Wien wählte den im Jahr 2005 neu errichteten Flugsicherungstower als Übungsgebäude, da er mit seinen 109 Metern zu den höchsten in Europa zählt und damit optimale Voraussetzungen für eine derartige Übung bietet. Vom Tower aus sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Austro Control für einen sicheren, effizienten und pünktlichen Ablauf des Flugverkehrs am Flughafen Wien.

Sie geben die Erlaubnis, die Triebwerke zu starten, zur Piste zu rollen, erteilen die Startgenehmigung und die Anweisung, wie nach dem Start zu fliegen ist. Täglich starten und landen in Wien rund 700 Flugzeuge. Auf einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern, gegliedert in 23 Stockwerke, haben insgesamt etwa 200 Personen ihren Arbeitsplatz. Neben den FluglotsInnen sind hier auch TechnikerInnen, FlugberaterInnen und MeteorologInnen von Austro Control im Einsatz.

Feuerwehr mit Ausbildung als Höhenretter

Rund 100 Feuerwehrmanuar haben in Wien die spezielle Ausbildung für den Einsatz als Höhenretter absolviert (derzeit gibt es noch keine Feuerwehrfrau in den Reihen der Höhenrettung). Die Ausbildung für die Höhenrettung erfordert neben der ohnedies gegebenen körperlichen Fitness auch ein besonders hohes Maß an Schwindelfreiheit. Sie werden gerufen, wenn es um die Rettung von Lebewesen aus großen Höhen oder Tiefen geht. Eine der brisantesten Rettungsaktion in jüngster Vergangenheit war die Rettung von zwei Arbeitern aus einer defekten Gondel auf dem mit 250 Metern höchstem Haus Österreichs, dem Donau City Tower.

Mehr Parkplätze am Flughafen Tegel

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Am Flughafen Tegel stehen ab Montag, 25.08. mehr Parkplätze für PKW zur Verfügung. Die Flughafengesellschaft reagiert damit auf die wachsende Nachfrage vor dem Hintergrund steigender Passagierzahlen.

In den vergangenen Monaten hat die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH eine Fläche am Flughafen (gegenüber Mercure Hotel) zu einem öffentlichen Parkplatz P10 ausgebaut. Dieser dient künftig als Überlauf und wird nach Bedarf geöffnet.

Auf dem Parkplatz P10 stehen rund 200 PKW-Stellplätze zur Verfügung. Die Entfernung zum Terminal A beträgt ca. 15 Minuten Fußweg. Kosten soll ein Parkplatz 19 Euro/Tag oder 59 Euro/Woche. Die Anfahrt ist ausgeschildert.

Bild: © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Platz 1 für Flughafen Frankfurt bei Kundenzufriedenheit

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Immer mehr Passagiere fliegen auf den Flughafen Frankfurt. Seitdem die Service-Initiative "Great to have you here!" im Jahre 2010 ins Leben gerufen wurde, konnten kontinuierlich Maßnahmen zur Steigerung der Passagierzufriedenheit realisiert werden, etwa die Einführung des 24-stündigen kostenlosen WLANs, des Begleitservices "My Airport Guide" und die mehrsprachigen Personal Shopper. Laut  aktueller Umfragen liegt die Kundenzufriedenheit des Airports bei über 80 Prozent. Bei einer Online-Umfrage konnten Leser Flughäfen in 33 verschiedenen Teilaspekten bewerten. Platz 1 in der Gesamtwertung: Der Flughafen Frankfurt.

Infokioske und die Frankfurt Airport App helfen Passagieren und Besuchern beim problemlosen Orientieren in den Terminals. Außerdem wurden neue Kinderspielflächen eröffnet und die Terminals um attraktive Ruhezonen ergänzt.

Für Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, Bestätigung und Ansporn zugleich: "Dieser Erfolg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, den Frankfurter Flughafen als Deutschlands Tor zur Welt noch attraktiver zu machen. Wir möchten, dass die Passagiere sich hier wohlfühlen und gerne wiederkommen. Dafür werden wir weiter hart arbeiten. Gerade auch jetzt in der Sommerspitze, mit täglich rund 200.000 Fluggästen ist das eine besondere Herausforderung."

Erweitert wurden auch die Services der Einkaufs- und Gastronomie-Angebote durch digitale Menüboards in vielen Sprachen und Nation Guides, die zeigen, in welchen Shops welche Marken zu finden sind. Mit diesen und zukünftigen Verbesserungen will der Flughafen Frankfurt erreichen, den Passagieren den Aufenthalt an Deutschlands größtem Airport noch angenehmer zu machen. Der Flughafen Frankfurt begrüßte 2013 mehr als 58 Millionen Passagiere.

Piloten-Gewerkschaft droht mit neuen Streiks bei Lufthansa

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In einer Urabstimmung im März diesen Jahres hatten die Piloten bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings ein klares Signal gesetzt. Sie votierten mit 99,1 Prozent dafür, nötigenfalls mittels Arbeitskampf, einen neuen Tarifvertrag Übergangsversorgung durchzusetzen. Auch zukünftig soll es Piloten, die über Jahrzehnte den Belastungen des Berufes ausgesetzt sind, möglich sein, vorzeitig aus dem Berufsleben auszusteigen.

Lufthansa und Vereinigung Cockpit (VC) hatten in den letzten Monaten mittels eines Moderators eine Interessenabwägung begonnen, die bedauerlicherweise scheiterte. Nachdem die Arbeitgeberseite den Tarifvertrag zum Ende des vergangenen Jahres kündigte, hielt sie ihre seitdem erhobenen, weitreichenden Forderungen aufrecht, die nicht akzeptable Einschnitte in die Versorgung der Piloten bedeuten würden.

VC-Präsident Ilja Schulz betonte: „Obwohl die Arbeitgeberseite unsere Versorgungstarifverträge bei Lufthansa gekündigt hat und Forderungen stellt, haben wir Kompromissbereitschaft gezeigt. Um in Verhandlungen zu Lösungen zu kommen, müssen das aber beide Seiten wollen. Wir werden uns nun weiter gegen den Kahlschlag wehren, den das Unternehmen plant.“

Neue Maßnahmen jederzeit möglich

Die Vereinigung Cockpit hat weitere Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen, mit denen ab sofort gerechnet werden muss. Die genauen Termine werden der Öffentlichkeit jeweils vorab bekannt gegeben.

Man bedauere die Unannehmlichkeiten für die Kunden der Lufthansa. Das Lufthansa-Management könne mit den entsprechenden Signalen an die VC diese jederzeit noch abwenden.

Galileo-Satelliten landen in falscher Umlaufbahn

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Die beiden am gestrigen Freitag vom ESA-Raumfahrt-Bahnhof in Kourou gestarteten Galileo-Satelliten "Milena" und "Doresa" wurden, wie die Betreibergesellschaft Arianespace mitteilte, in einer falschen Umlaufbahn ausgesetzt. Hieß es zunächst, die Galileo-Satelliten Nr. 5 und 6 hätten planmäßig die ersten "Lebenszeichen" von ihrem Zielorbit in rund 23.500 Kilometern Höhe zum Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur ESA (ESOC) in Darmstadt gesandt, laufen nun Untersuchungen in welchem Orbit sie sich tatsächlich befinden.

Die gestern gestarteten Satelliten sind sogenannte FOC-Satelliten der nun angelaufenen Aufbauphase (Full Operational Capability). Mit Ihnen soll das Satellitennetz bis zur vollen Zahl von 30 Satelliten aufgebaut werden.

Wo das Problem lag ist noch nicht bekannt. Die russische Sojuz-Rakete gilt als zuverlässig. Auch wurde nur mitgteilt, dass es eine Diskrepanz zwischen dem Zielorbit und dem tatsächlichen gibt. Es müssten aber noch weitere Telemetriedaten abgewartet werden, um den Orbit genau zu bestimmen.

Ob die Satelliten durch eine Bahnkorrektur noch gerettet werden können, hängt auch vom Treibstoff-Vorat an Bord ab. Damit könnte sich allerdings die Lebenserwartung von angestrebten 15 Jahren deutlich verkürzen. Weitere Angaben will Arianespace in Kürze machen.

Fluglärm: Flughafenverband mahnt zur Sachlichkeit und bemängelt Studien-Design

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Der Flughafenverband ADV warnt davor, die so zustande gekommenen Ergebnisse einer neuen Studie Mainzer Mediziner zur Gesundheitsgefährdung von nächtlichem Fluglärm zu instrumentalisieren. Die Zusammenarbeit zwischen Luftverkehrsunternehmen und Politik sei konstruktiv und führe zu spürbaren Entlastungen für die Bevölkerung. Insgesamt wurde das Schutzniveau durch die Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes im Jahre 2007 gerade beim Schutz vor Fluglärm in der Nacht deutlich erhöht. Gegenüber den Verkehrsträgern Straße und Schiene gelten die schärfsten Vorgaben für den Lärmschutz rund um die Flughäfen.

"Fluglärm ist für die Flughäfen das Umweltthema Nr. 1. Wir arbeiten intensiv daran, die Anwohner vor Fluglärm zu schützen und den Lärm an den Standorten weiter zu verringern. Dabei setzen die Flughäfen auf den aktiven und passiven Schallschutz. Den Einsatz moderner Flugzeuge unterstützen wir durch eine intelligente Weiterentwicklung der lärmabhängigen Flughafenentgelte", erläutert Ralph Beisel. Auch weitere Initiativen zum Lärmschutz unterstützten die deutschen Flughäfen, so etwa bei optimierten Anflugverfahren und der Flugroutenplanung.

Balanced Approach der ICAO als Richtlinie

Vor schnellen Forderungen nach weiteren Einschränkungen des nächtlichen Flugbetriebs warnte Beisel. Um Deutschland an internationale Warenströme anzubinden, brauche das Land Nachtflug an ausgewählten Standorten: "Die globale Wirtschaft kennt keine Pausen. Bei einem flächendeckenden Nachtflugverbot verlöre der Standort Deutschland dramatisch an Bedeutung und der Luftverkehr würde ins europäische Ausland abwandern."

Die ADV unterstützt daher den Ansatz des Balanced Approach der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, nach dem Betriebsbeschränkungen erst als letztes Mittel einzusetzen sind, wenn die Summe der anderen Maßnahmen nicht zu einer akzeptablen Verringerung der Fluglärmbelastung führt.

Lautstärkepegeln der Studie in Innenräumen nicht erreicht

"Wir sehen mit Sorge, dass heute mit einer neuen Fluglärm-Studie weitere Ängste in der Bevölkerung geschürt werden. Allein das zugrundeliegende Untersuchungsdesign zeigt bereits, dass die Mainzer Wissenschaftler die Erfolge von Politik und Luftverkehrswirtschaft zur Reduktion nächtlichen Fluglärms ignorieren." So seien die Testpersonen mit Lautstärkepegeln beschallt worden, die bei Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Schallschutzmaßnamen in Innenräumen überhaupt nicht erreicht werden. "Die Luftverkehrswirtschaft setzt nachweislich alle gesetzlichen Schallschutzmaßnahmen um und geht in Sachen Schallschutz sogar über die gesetzlichen Regelungen hinaus", so Beisel.

Karsten Benz mit neuem Posten „Group Infrastructure Officer“ bei Lufthansa

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Austrian Chief Commercial Officer Karsten Benz wird zum 01. Oktober 2014 die neu geschaffene Position des Group Infrastructure Officer der Lufthansa Group in Frankfurt übernehmen. In neuer Funktion wird er die Infrastrukturbereiche der Lufthansa Passage und des Konzerns zusammenführen. Seine Nachfolge in der Funktion des Chief Commercial Officer bei Austrian Airlines ist zur Zeit noch nicht entschieden. Das Aufsichtsratspräsidium wird dem Aufsichtsrat diese Vorstandsänderung in der nächsten Sitzung vorschlagen.

"Ich freue mich, dass wir Karsten Benz nach seiner erfolgreichen Arbeit für Austrian Airlines nun für eine neue Herausforderung in der Lufthansa Group gewinnen konnten. Er hat in der harten Zeit der Restrukturierung der Austrian Airlines klare Akzente am Markt gesetzt und mit dem verstärkten Angebot von Ancillary Services eine neue Vertriebsstrategie eingeleitet. Ich danke Karsten Benz, dass er damit maßgeblich zum Sanierungskurs der Austrian Airlines beigetragen hat", so Harry Hohmeister, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Austrian Airlines.

Karsten Benz war seit 01. April 2012 in der Position des CCO bei Austrian Airlines und hat wesentlich dazu beigetragen, das Unternehmen erstmals nach sechs Jahren in die Gewinnzone zu führen. Er hat das Netzwerk der Austrian Airlines gestrafft und die Expansion nach Nordamerika erfolgreich vorangetrieben.

Durch die Umrüstung der Langstrecken-Flugzeuge auf ein modernes Kabinenlayout und die Neu-Positionierung der Marke hat Karsten Benz den Auftritt der Austrian Airlines Group im In- und Ausland deutlich gestärkt. Im Privatreisemarkt wurde die Freizeitmarke Austrian myHoliday erfolgreich eingeführt.

Galileo Satelliten-Navigation: Start von Entwicklung zur Aufbauphase

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Das europäische Satellitennavigations-System Galileo hat einen weiteren Meilenstein erreicht: An Bord einer russischen Sojuz-Rakete sind am 22. August 2014 um 14:27 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ, 09:27 Uhr Ortszeit) "Milena" und "Doresa", der fünfte und sechste von insgesamt 30 Satelliten, vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou (Französisch-Guyana) gestartet.

Es sind die beiden ersten Galileo-Satelliten der so genannten Aufbauphase. Seit 2011 und 2012 sind bereits vier Satelliten für die so genannte In-Orbit-Validierung des Systems im All. Gegen 18:15 Uhr MESZ wurden die beiden vom deutschen Raumfahrtunternehmen OHB in Bremen gebauten Navigationssatelliten dann in ihrem Zielorbit – der mittleren Erdumlaufbahn in rund 23.500 Kilometern Höhe – ausgesetzt, und gaben kurz darauf planmäßig die ersten "Lebenszeichen" im Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur ESA (ESOC) in Darmstadt, wo in den nächsten Tagen die ersten Funktionstests durchgeführt werden.

Entwicklung von Galileo nun abgeschlossen

Deutschland ist neben dem Bau der Satelliten auch Standort von einem der beiden Galileo-Kontrollzentren. Dieses befindet sich beim DLR in Oberpfaffenhofen. "Deutschland und Italien führen zudem zusammen die Galileo-Betreibergesellschaft Space Opal", ergänzt René Kleeßen, Galileo-Programm-Manager beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das DLR Raumfahrtmanagement ist außerdem für den Aufbau der deutschlandweiten Galileo-Testgebiete, der GATEs, verantwortlich. Zusammen mit Geoinformationen und Telekommunikation kann Galileo vielseitig eingesetzt werden – vom autonomen Fahren im Straßenverkehr bis hin zur Überwachung von Fischbeständen oder bei Such- und Rettungsdiensten.

Mit dem Start der beiden ersten OHB-Satelliten ist formal die Entwicklungsphase von Galileo abgeschlossen: Zur sogenannten In-Orbit-Validierung zählten die ersten vier Satelliten, die von Airbus Defense and Space gebaut und im Oktober 2011 und Oktober 2012 gestartet worden sind. Im März 2013 konnte mit diesen vier Satelliten die erste Position mit Galileo-Signalen ermittelt werden.

Galileo besser als GPS – Bald weltweit vier Navigationssysteme

Für die nun beginnende Aufbauphase (FOC, Full Operational Capability) hat die Europäischen Kommission insgesamt 22 Satelliten bei OHB in Bremen bestellt. Die nächsten beiden FOC-Satelliten sollen Ende 2014 folgen. Ursprünglich hatte Galileo schon 2008 voll funktionieren sollen. Aber wie bei großen und komplexen Raumfahrtprogrammen nicht unüblich, habe es Verzögerungen gegeben. Im Vergleich zum amerikanischen GPS-System müsse man 20 Jahre Mehr an Erfahrung erstmal aufholen, sagt DLR-Programmmanager Kleeßen. Zusammen mit dem GPS, dem russischen GLONASS und dem ebenfalls im Aufbau befindlichen chinesischen Beidou werden in einigen Jahren weltweit vier Satellitennavigationssysteme existieren.

"Die Physik ist überall gleich – sprich alle Satelliten arbeiten mit ähnlicher Technik, zum Beispiel mit hochpräzisen Atomuhren. Galileo steht aber im Gegensatz zu GPS, GLONASS und Beidou unter ziviler Kontrolle", erklärt Luft- und Raumfahrtingenieur Kleeßen. Galileo soll insgesamt vier Dienste anbieten: Einen offenen Dienst mit einer Genauigkeit von etwa vier Metern – zum Vergleich: GPS hat hier nur eine Auflösung von etwa zehn Metern; einen kommerziellen Dienst mit höherer Genauigkeit von bis zu einem Meter, einen Dienst mit verschlüsselten Signalen für autorisierte Nutzer, vor allem Behörden, und einen Such- und Rettungsdienst. DLR-Programm-Manager Kleeßen: "Die gemessenen Leistungswerte von Galileo sind besser als bei GPS, die besondere Herausforderung ist aber die Robustheit des Systems."

Erste Dienste 2015, 40 Mio. Euro pro Satellit

Die ersten Dienste sollen Anfang 2015 nutzbar sein und bis 2020 vollständig aufgebaut sein. Die Gesamtkosten für die Entwicklung und den Aufbau von Galileo liegen bei zirka sechs Milliarden Euro. Zusätzlich sind für Betrieb und Weiterentwicklung des Systems und des europäischen GPS-Ergänzungssystems EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay System) weitere rund sieben Milliarden Euro für den Zeitraum 2014 bis 2020 im Haushalt der Europäischen Union eingestellt.

"Deutschland ist mit rund 20 Prozent an Galileo beteiligt", erklärt René Kleeßen. "Wir vertreten die deutschen Interessen bei Galileo im ESA-Programmrat Navigation und beraten das Bundesverkehrsministerium im europäischen GNSS (Global Navigation Satellite System)-Ausschuss gegenüber der Europäischen Kommission". Die Europäische Kommission ist Auftraggeber für das Navigationsprogramm, die europäische Weltraumagentur ESA verhandelt in ihrem Auftrag die Industrieverträge.

Die jetzt gestarteten ersten FOC-Satelliten kosten jeweils rund 40 Millionen Euro. Neben der OHB System AG als Hauptauftragnehmer der ESA sind acht weitere deutsche Firmen beteiligt.

Airbus und Recaro feiern Zusammenarbeit – Werk in Fort Worth wächst

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Bei einer Feierstunde am amerikanischen Recaro Standort Fort Worth ließen Recaro Aircraft Seating Americas, Inc. und Airbus Americas, Inc. ihre erfolgreiche zehnjährige Zusammenarbeit Revue passieren. "Wir sind sehr stolz auf die langjährige und starke Partnerschaft mit Airbus Americas, Inc. Seit zehn Jahren produzieren wir in Fort Worth Sitze für den Flugzeughersteller. Die Gesamtzahl der Produkte, die wir von unserem Standort hier an Airbus ausgeliefert haben, beträgt mehr als 40.000 Sitzplätze", sagte Sunitha Vegerla, General Manager bei Recaro Aircraft Seating Americas, Inc., anlässlich einer Feierstunde.

Aktuell konzentriert sich Recaro in Fort Worth bei seinem Leistungsangebot für Airbus hauptsächlich auf die Fertigung von Sitzen für Single Aisle Flugzeuge. "Mit Blick auf den neuen Airbus Montagestandort in Mobile, Alabama, hoffen wir unsere Kooperation erweitern zu können und von Fort Worth aus zukünftig alle Arbeitsbereiche von Airbus Americas zu unterstützen", erklärte Sunitha Vegerla. "Wir beschäftigen bei Recaro am Standort Fort Worth mehr als 400 Mitarbeiter. Unsere Mission ist es, der beste Flugzeugsitzhersteller aus Sicht unserer Kunden zu sein."

Werksfläche mehr als verdoppelt – Aufträge international

Das Werk von Recaro in den USA ist einer von vier Recaro Standorten weltweit, die Flugzeugsitze produzieren und direkt an internationale Kunden ausliefern. Einen der wichtigsten Meilensteine auf seinem Wachstumskurs erreichte der US-Standort vor rund einem Jahr: Mit einem zusätzlichen Gebäude wurde die Werksfläche von 10.000 auf rund 23.000 Quadratmeter vergrößert – und damit mehr als verdoppelt. Die Erweiterung war notwendig geworden, um auf die erfolgreiche Arbeit des Unternehmens reagieren und zahlreiche Aufträge von Fluggesellschaften in Nord- und Südamerika bearbeiten zu können.

"In den vergangenen Jahren haben wir aus dem US-Markt eine Reihe von Großaufträgen für unser Erfolgsprodukt BL3520 erhalten. Indem wir unsere Produktionskapazität auf über 40.000 Sitzplätze jährlich steigern, bauen wir Recaro Aircraft Seating Americas, Inc. zum größten Produktionsstandort im Recaro Verbund aus. Das gibt uns die Flexibilität und Stärke, die wir brauchen, um unsere Kunden in Nord- und Südamerika optimal zu unterstützen" sagte Dr. Mark Hiller, Vorsitzender der Geschäftsführung von Recaro Aircraft Seating. Zusätzlich wird das Recaro Werk in Texas weiterhin Flugzeugsitze für Kunden in Europa und Asien herstellen.

Testbetrieb verlängert: Starts und Landungen auf Piste 32 am Flughafen Zürich

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Der Testbetrieb während des Südkonzepts am Flughafen Zürich wird bis Ende Winterflugplan 2014/2015 verlängert. An Wochenenden und deutschen Feiertagen wird dabei von 07:00 bis 09:00 Uhr ausschließlich auf der Piste 32 nach Norden gestartet. Mit der Testreihe sollen die Erkenntnisse betreffend Verspätungen und Komplexität des Flugbetriebs weiter vertieft werden. Der Flugbetrieb am Flughafen Zürich weist aufgrund des Pistensystems und diverser Rahmenbedingungen eine hohe Komplexität auf.

Während der deutschen Sperrzeiten wird am Flughafen Zürich morgens an Werktagen von 06:00 bis 07:00 Uhr beziehungsweise an Wochenenden und deutschen Feiertagen von 06:00 bis 09:00 Uhr von Süden her auf der Piste 34 gelandet. Die Starts erfolgen von 06:00 bis 07:00 Uhr ausschließlich nach Norden. An Wochenenden und deutschen Feiertagen finden die Starts von 07:00 bis 09:00 Uhr je nach Destination entweder auf der Piste 32 nach Norden oder auf der Piste 28 nach Westen statt.

Während des Testbetriebs, welcher seit Samstag, 14. Juni läuft, wird nach Absprache mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), der Flughafen Zürich AG, der Skyguide sowie der Swiss an Wochenenden und baden-württembergischen Feiertagen von 07:00 bis 09:00 Uhr ausschließlich auf der Piste 32 nach Norden gestartet. Der Test wird bis Ende des Winterflugplanes 2014/2015 verlängert.

Während der bisherigen Testwochenenden sind rund 25 Starts pro Tag neu nach Norden statt nach Westen erfolgt. Die temporäre Betriebsumstellung hat wie erwartet zu Verspätungen geführt. Durch die Verlängerung der Testreihe können die bisherigen Erkenntnisse hinsichtlich Verspätungen und Reduktion der Komplexität weiter vertieft und Möglichkeiten für Optimierungsmassnahmen ausgearbeitet werden. Nach Abschluss der Testphase Ende März 2015 wird geprüft, ob das angepasste Flugregime während des Südkonzepts definitiv zur Anwendung kommen soll.

Absturz vor Landebahn in EDMB – Straße irritiert Pilot

Der Luftfahrzeugführer startete um ca. 13:30 Uhr vom Verkehrslandeplatz Pfullendorf (EDTP) zu einem Flug zum Verkehrslandeplatz Biberach a. d. Riß (EDMB). Dort sollte in einem Wartungsbetrieb die Jahresnachprüfung des Luftfahrzeuges durchgeführt werden. Mehrere Zeugen in der unmittelbaren Umgebung des Flugplatzes sagten aus, dass zuerst ein Motorengeräusch zu hören war und anschließend das Luftfahrzeug aus dem Nebel kommend, sehr tief fliegend sichtbar wurde.

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Nach einer Flugzeit von ca. 32 Minuten hatte sich der Pilot gegen 13:55 Uhr über Funk beim Verkehrslandeplatz Biberach gemeldet und seine Landeabsicht mitgeteilt. Dies war mit der Übermittlung der Landeinformationen beantwortet worden. Das Luftfahrzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt südwestlich des Flugplatzes. Aufgrund der Radaraufzeichnungen konnte die Annäherung an den Flugplatz rekonstruiert werden.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 18. November 2012
  • Ort: Verkehrslandeplatz Biberach a. d. Riß
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Costruzioni Aeronautiche Technam/ P 2006 T
  • Personenschaden: eine Person tödlich verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: Flurschaden

Kurz nach 14:00 Uhr wurde vom Tower aus beobachtet, dass das Luftfahrzeug südlich versetzt die Piste 04 anflog. Die Höhe wurde auf ca. 500 ft AGL geschätzt. Vom Tower erhielt der Pilot die Information, dass das Luftfahrzeug in Sicht sei. Ein weiterer sachkundiger Zeuge beobachtete vom Tower aus, dass der Pilot einen Vollkreis nach links einleitete und dabei in den Sinkflug überging. Bei dem Versuch, die Landebahn 04 aus diesem Vollkreis anzufliegen, überschoss er die Anfluggrundlinie zuerst nach rechts und danach nach links. Abb. 3 zeigt die Annäherung an den Flugplatz, Abb. 3 zeigt eine schematische Darstellung des Anfluges der Piste 04, wie sie ein Zeuge beschrieb.

Nach einer Richtungskorrektur im Steigflug nach rechts kippte das Luftfahrzeug vornüber, stürzte zu Boden und überschlug sich. Der Pilot wurde tödlich verletzt und das Luftfahrzeug zerstört.

Angaben zu Personen

Der 62-jährige Luftfahrzeugführer war seit dem 13.08.1991 Inhaber einer Lizenz für Privatpiloten, ausgestellt nach den Richtlinien der ICAO. Die Erlaubnis war bis 26.05.2015 gültig. Er besaß die Berechtigung als verantwortlicher Pilot auf einmotorigen Landflugzeuge (SEP land), gültig bis 26.05.2013 und mehrmotorigen Landflugzeugen (MEP land), gültig bis zum 08.03.2013. Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis 27.05.2013 gültig, verbunden mit der Auflage eine Sehhilfe zu tragen und eine entsprechende Ersatzbrille mitzuführen.

Er besaß ein „Beschränkt Gültiges Sprechfunkzeugnis I“ (BZF I), Level 4, gültig bis zum 13.11.2014. Die Gesamtflugerfahrung betrug ca. 1.048 Stunden. Auf dem betroffenen Muster hatte er eine Flugzeit von 127:05 Stunden mit 199 Starts und Landungen. In den letzten 90 Tagen betrug seine Flugzeit 09:16 Stunden.

Angaben zum Luftfahrzeug Tecnam P 2006 T

Die Tecnam P 2006 T ist ein zweimotoriger Hochdecker mit Einziehfahrwerk und Zweiblatt-Festdrehzahlpropeller. Die Tragflächen sind mit Winglets ausgerüstet und besitzen ein NACA-63A-Profil mit laminarer Strömung. Das Luftfahrzeug war mit zwei Rotax-912-Motoren mit einer Leistung von je 74 kW (100 PS) und zwei 100-Liter-Tanks in den Tragflächen ausgestattet. Die Navigationsausrüstung bestand aus einem fest eingebauten Satellitennavigationssystem GNS-530. Zusätzlich war im Luftfahrzeug ein Autopilot eingebaut. Außerdem verfügte es über eine Flugsicherungsausrüstung für Flüge nach Sichtflugregeln.

Das Flugzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und befand sich in Privatbesitz. An dem 2009 gebauten Flugzeug erfolgte die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit am 08.12.2011. Eine 100-Stunden-Kontrolle wurde am 08.12.2011 durchgeführt. Das Luftfahrzeug hatte seit der letzten Kontrolle eine Betriebszeit von 39 Stunden. Die Gesamtflugzeit betrug ca. 141:54 Stunden mit 224 Starts und Landungen. Nach dem Wägebericht vom 19.11.2009 lag die Leermasse bei 810 kg und die max. Abflugmasse bei 1.180 kg.

Meteorologische Informationen

Zur Startzeit betrug der Bewölkungsgrad am Flugplatz Pfullendorf 4/8, auflösend in ca. 300-400 ft GND. Am Zielflugplatz herrschte zur Unfallzeit eine Bodensicht von ca. 4.000 Meter und eine Bewölkung von 7/8 in ca. 500-600 ft. Der Wind wehte schwach aus ca. 160 Grad mit drei Knoten. Die Temperatur lag bei 5° C und der Luftdruck (QNH) betrug 1.014 hPa. Das Wettergeschehen laut Wettervorhersage für die allgemeine Luftfahrt (GAFOR):

Ein geschlossenes Nebelfeld überdeckt die Oberpfalz, fast ganz Niederbayern und den Norden Oberbayerns.

Weitere Nebelfelder liegen entlang der oberen Donau sowie im Norden Oberschwabens und am Bodensee. Darüber ziehen dünne Wolkenfelder in FL 060 bis FL 090 durch. Ein nebelfreier Bereich im Alpenvorland weitet sich bis Mittag nordwärts aus und erreicht nachmittags die Donau westlich der Lechmündung. Auch am Bodensee und im Südwesten Niederbayerns lösen sich die Nebelfelder teilweise auf.

Unter der Nebeldecke verbreitete Sicht 300 Meter bis 2.000 Meter. Bis Mittag in den trüben Regionen Sichtbesserung auf 2.000 bis 6.000 Meter. Im Alpenvorland in den nebelfreien Gebieten Sicht 40 bis 60 km.

Im GAFOR-Gebiet 72 wurde für den Tag M5, O, O gemeldet.

  • Mike 5 (M5): Horizontale Sichtweite am Boden 5-8 km und Wolkenuntergrenze mind. 500 ft über der Bezugshöhe.
  • Oscar (O): Horizontale Sichtweite am Boden 8 km oder mehr und keine Wolkenuntergrenze unter 2 000 ft über der Bezugshöhe.

Nach dem verkürzten Wettergutachten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es auf der gesamten Strecke Pfullendorf-Biberach Nebel bzw. Hochnebel, in Ulm in 300 ft (siehe Wetterradar). Die Flugstrecke wurde auf der Abb. 4 vom Wettersatelliten markiert.

Funkverkehr

Es bestand Funkverbindung mit Biberach Info auf der Frequenz 122,750 MHz. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der Verkehrslandeplatz Biberach a. d. Riß liegt 1,3 nautische Meilen (NM) nordwestlich der Stadt Biberach. Er wird von einem Verein betrieben. Die Asphaltpiste mit der Ausrichtung 04/22 (038°/218°) hat eine Abmessung von 980 x 23 Meter und ist u. a. für motorgetriebene Luftfahrzeuge bis 5.700 kg Abflugmasse zugelassen. In Richtung 04 beträgt die verfügbare Landestrecke (LDA) 780 Meter und in Richtung 22 beträgt sie 980 Meter.

Beide Landerichtungen verfügen über eine Präzisions-Gleitwegbefeuerung (PAPI) mit 3,3°-Gleitweg. Für An- und Abflüge am Verkehrslandeplatz steht zusätzlich ein Peiler (VDF) zur Verfügung. Die nordwestliche Platzrunde für Motorflugzeuge ist mit 2.700 ft AMSL bei einer Flugplatzhöhe von 1.903 ft AMSL veröffentlicht. Abb. 5 zeigt die Flugplatzkarte von EDMB.

Flugdatenaufzeichnung

Der BFU lagen die Radardaten des Flugsicherungsunternehmens und der Bundeswehr zur Auswertung vor.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Das Luftfahrzeug lag ca. 210 m links vor der Schwelle der Piste 04 in Rückenlage. Die bis zur Kabine eingedrückte Nase zeigte ca. in Richtung 300°. Im Gras sowie am Luftfahrzeug waren Aufschlagspuren des Rumpfes und der rechten Tragfläche sichtbar. Die Fahrwerke waren ausgefahren und verriegelt. Die linke Seite des Rumpfes war im Bereich des Fahrwerkes von der Tragflächenunterseite bis zur Rumpfunterseite ca. 15 cm aufgerissen.

Teile der Nase und der Cockpitverglasung waren in Aufschlagrichtung im Gras verteilt. Der obere Teil des Cockpits war nach innen gedrückt. Die linke vordere Tür lag ca. 4 m vom Aufschlagpunkt entfernt im Gras, links daneben befand sich die rechte untere Triebwerksverkleidung. An der rechten Tragfläche war die Nasenkante gestaucht. Im Bereich zwischen dem rechten Triebwerk und dem aufgerissenen Winglet waren Erdanhaftungen sichtbar. Das linke Winglet war gestaucht und ebenfalls aufgerissen. Beide Tragflächen waren deformiert und aus den Aufhängungen gerissen.

Die Landeklappen waren teilweise ausgefahren und deformiert. Das Trimmruder des Höhenruders stand auf „kopflastig“. Am linken Triebwerk war die Aufhängung geknickt sowie die Verkleidung aufgerissen. Ein Propellerblatt war an der Blattwurzel und ein weiteres auf zirka halber Länge abgebrochen. Das rechte Triebwerk war aus der Aufhängung gerissen und beide Propellerblätter waren abgebrochen. Abb. 1 und 6 zeigen die Unfallstelle und das Flugzeugwrack.

Im Bereich des Cockpits waren die Instrumentenbretter und Sicherungstafeln herausgerissen. Beide Gashebel standen auf ca. 1⁄4 Gas und die Propellerverstellung beider Triebwerke wurde in Reisestellung vorgefunden. Die Bedienhebel der Vergaservorwärmungen befanden sich in der Stellung „warm“. Der Schalter für die Landeklappensteuerung stand auf „Eingefahren“, die dazugehörige Anzeige auf „0“. Der rechte Kraftstoffwahlschalter war in der Position „rechter Tank“ und der linke in der Position „linker Tank“. Die Einstellung der Druckfläche im Seitenfenster (Kollsman window) des Höhenmessers stand auf 1.012 hPa.

Medizinische und pathologische Angaben

Der Leichnam des Piloten wurde obduziert. Es wurden keine Hinweise auf eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt.

Brand

Das Luftfahrzeug wurde vorsorglich mit Löschmittel eingeschäumt. Es entstand kein Brand.

Überlebensaspekte

Aufgrund der bei dem Aufprall auf den Boden erlittenen Verletzungen war der Unfall für den Luftfahrzeugführer nicht überlebbar.

Zusätzliche Informationen

Luftraum

Der Luftfahrzeugführer startete zu einem Flug nach Sichtflugregeln (VFR) im Luftraum G (Golf). Der Luftraum G ist ein unkontrollierter Luftraum. Er erstreckt sich vom Boden (GND) bis 2.500 ft GND. Bei Flügen darf die Flugsicht nicht unter 1,5 km betragen, es muss Erdsicht vorhanden sein und die Wolken dürfen nicht berührt werden.

Topografie

Südöstlich der Piste 04 verläuft parallel eine neu gebaute Umgehungsstraße. Der seitliche Abstand zur Piste beträgt ca. 300 Meter, wie in Abb. 7 gezeigt.

Beurteilung

Das Luftfahrzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr nach Sichtflugregeln zugelassen und nachgeprüft. An dem Luftfahrzeug wurden keine technischen Mängel festgestellt. Masse und Schwerpunkt befanden sich in den zulässigen Grenzen. Der Luftfahrzeugführer war für die Durchführung des Fluges nach Sichtflugregeln ausreichend qualifiziert. Während der zur Unfallzeit herrschenden Wetterbedingungen gab es erhebliche Einschränkungen der Sichtflugbedingungen. Mehrere Zeugen sagten aus, dass zum Unfallzeitpunkt im Bereich des Flugplatzes sehr tiefe Bewölkung vorherrschte. Ob der Pilot vor dem Flug ein Wetterbriefing durchgeführt hat, konnte nicht ermittelt werden.

Aus den aufgezeichneten Radardaten geht hervor, dass der Pilot wahrscheinlich bereits während des Anfluges den Flugplatz nicht in Sicht hatte. Nach einer ersten weiträumigen Richtungsänderung nach links und weiteren Vollkreisen rechts der Anfluggrundlinie suchte der Pilot vermutlich die Piste 04. Im weiteren Verlauf des Fluges befand sich das Luftfahrzeug rechts der Anfluggrundlinie und der Pilot hatte möglicherweise kurzzeitig Bodensicht.

Unter marginalen Sichtbedingungen flog er vermutlich eine rechts neben dem Flugplatz neu gebaute Umgehungsstraße an. Anscheinend bemerkte er den Irrtum und versuchte mit einem Vollkreis links die eigentliche Piste 04 anzufliegen. Nachdem der Vollkreis beendet war, befand sich das Luftfahrzeug in der Nähe der Schwelle und rechts neben der Piste. Mit großer Wahrscheinlichkeit verlor der Pilot bei einem anschließenden Flugmanöver zur Korrektur der Landerichtung und im Steigflug die Kontrolle über das Luftfahrzeug und stürzte zu Boden.

Schlussfolgerungen

Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass der Pilot kurz vor der Landung wahrscheinlich keine Sichtflugbedingungen mehr hatte und bei einem Flugmanöver die Kontrolle über die Fluglage des Luftfahrzeuges verlor.

Quelle: BFU. Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, Ortszeit. Bilder: BFU; DWD; Google EarthTM-Kartenservice, BFU; DFS.

Landung auf Komet für „Philae“ wird schwierig

Das Landegerät „Philae“ der europäischen Rosetta-Mission soll am 11. November 2014 – gesteuert durch das Lander Control Center (LCC) des DLR in Köln – die erste Landung auf einem Kometen überhaupt durchführen. Doch der schroffe, ungewöhnlich geformte Komet macht es dem Lander und seinem Team nicht so einfach mit der Auswahl, wie eine 3D-Analyse des Kometen zeigt.

Wenn Lander „Philae“ sich seine Landestelle auf Komet Churyumov-Gerasimenko selbst schaffen könnte, wäre es ein Platz auf ebenem, aber dennoch wissenschaftlich spannendem Gelände, mit genügend Sonne und Bedingungen, die eine lange Lebensdauer für ihn möglich machen. Bis zu fünf mögliche Landestellen will das Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis zum 24. August 2014 auswählen, um diese noch einmal ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Am 25. August werden die Kandidaten für die Landung bekanntgegeben.

Suche nach dem besten Landeplatz

„Wir müssen bei der Auswahl der Landesstelle viele Kriterien berücksichtigen und gegeneinander abwägen“, sagt DLR-Wissenschaftler Dr. Stephan Ulamec, Projektleiter für Lander „Philae“. „Dabei gibt es sicherlich keinen perfekten Landeplatz – den findet man in der Wirklichkeit nie. Es soll aber der beste Landeplatz sein, den es auf dem Kometen gibt.“ Das Team aus DLR, der französischen Raumfahrtagentur CNES und den verschiedenen leitenden Wissenschaftlern für die Instrumente des Landers diskutieren deshalb zurzeit die Für und Wider für verschiedene Landeplätze.

Dafür liefert das DLR unter anderem die Informationen, was der jeweilige Landeplatz für den Lander selbst bedeuten würde: Reichen die Sonnenstunden, beispielsweise um die Batterien für den wissenschaftlichen Betrieb aufzuladen, und in welchem Zeitraum haben diese wieder genügend Energie? Wie wirken sich die Temperaturen vor Ort auf Philae aus: Kann der Lander überhitzen oder unter Kälte leiden? Die übrigen Partner liefern Informationen beispielsweise zu den Flugbahnen von Orbiter und Lander oder zu der Menge an Sonnenlicht, die den Lander am jeweiligen Standort erreichen wird.

Basis für diese Einschätzungen sind die Aufnahmen der Kameras an Bord des Orbiters, die Form und Oberfläche des Kometen zeigen. Die Großaufnahme zeigt den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko von der Navigationskamer (NavCam) am 19. August 2014 aus einer Entfernung von 79 Kilometern. Aber auch Instrumente wie VIRTIS an Bord von Rosetta konnten schon Informationen wie die durchschnittliche Temperatur an der Kometenoberfläche liefern. Erste Daten liegen auch bereits für die Rotation des Kometen vor, oder seine Hülle aus Gas und Staub und das Ausmaß des Ausgasens. Hier Bilderstrecke zur Form des Kometen.

Landung erfolgt automatisch – Tag-Nacht-Wechsel günstig

Dabei wird die erste Auswahl von nicht mehr als fünf möglichen Landeplätze schwierig genug: Der Komet, der aus zwei miteinander verbundenen Teilen besteht und eher wie ein Diabolo geformt ist, bietet wenig ebene, einheitliche Flächen, auf denen Philae sicher landen könnte. Immerhin haben die sogenannten Lande-Ellipsen, in denen der tatsächliche Landeort liegt, einen Radius von etwa 500 Metern: „Exakter können wir den Landeplatz nicht kalkulieren“, erklärt DLR-Wissenschaftler Ulamec. Da ein Steuerungssignal von der Erde zum Lander über 30 Minuten benötigen würde, muss Philae seine Landung nämlich selbst – automatisch über eine vorab vom DLR programmierte Ablaufprozedur und ohne korrigierende Hilfe in Echtzeit aus dem Kontrollzentrum – bewältigen.

Gebiete mit großen Steinbrocken oder Spalten will das Lander-Team deshalb vermeiden, um das Risiko für Lander Philae möglichst gering zu halten. Und auch wenn bei der Landung unverzüglich zwei Harpunen in den Kometengrund geschossen werden, um Philae zu verankern – ein Hang mit einer Neigung von mehr als 45 Grad würde dennoch für einen solchen Landeplatz ein Ausschlusskriterium sein.

„Wir wollen zudem auch nicht an einer Stelle landen, an der entweder 24 Stunden Tag oder 24 Stunden Nacht herrschen“, erläutert Lander-Projektleiter Stephan Ulamec. Dies wäre für die Energieversorgung und die Temperatur des Landers selbst ungünstig. Nach einer ersten Phase, in der alle zehn Instrumente an Bord von Philae mindestens einmal zum Einsatz kommen, soll der Lander möglichst lange über Solarenergie versorgt werden. Diese zweite Phase würde dann weitere wissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen. Zudem wünschen sich auch die wissenschaftlichen Nutzer einen Landeplatz mit einem Tag- und Nachtrhythmus, um den Kometen unter möglichst verschiedenen Bedingungen zu erforschen.

Kompromiss bis 450 Mio. Kilometer von der Sonne

Letztendlich wird die Auswahl ein stetes Abwägen bleiben: Wie sicher und risikoarm soll die Landung sein? Oder soll man ein Risiko in Kauf nehmen und somit vielleicht einen schwierigeren Landeplatz auswählen, bei dem aber die Lebensdauer des Landers für die wissenschaftlichen Untersuchungen länger wäre? Landet man beispielsweise in einem Krater am „Kopf“ des Kometen, ist dort im Inneren wohl sehr wahrscheinlich flaches Gelände – doch die Sonnenstunden sind geringer als am Äquator von Churyumov-Gerasimenko.

Ist die Entscheidung für mögliche Landestellen am 24. August gefallen, beginnt die Detailarbeit von neuem: Mit den jeweils aktuellsten Informationen der Instrumente werden Berechnungen durchgeführt, ob diese Landestellen mit dem Orbiter erreicht werden können, damit Philae schließlich zielsicher auf den Kometen sinken kann. Bis zum 14. September 2014 muss dann die Entscheidung fallen, welche beiden Landestellen ins Finale gehen.

Mitte Oktober steht dann endgültig fest, wo wird Philae im November landen soll. Nur wenn der Komet noch rund 450 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, ist die Zeit für einen Landung am günstigsten. Schon in den vergangenen Monaten hat Churyumov-Gerasimenko bei seinem Flug in Richtung Sonne unter Beweis gestellt, wie aktiv er sein kann, wenn seine eisigen Bestandteile durch die Hitze gasförmig werden und Staubteilchen mit ins All reißen.