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Flughafen BER mit Netzwerk-Upgrade ausgerüstet

Die Umrüstung des „zentralen Nervensystems“ des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg BER ist abgeschlossen: Heute nahmen Marcus Hänsel, Geschäftsführer Alcatel-Lucent Enterprise Deutschland, und Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, das neue BER-NET in Betrieb.

Das Flughafennetz beinhaltet IP Service Router von Alcatel-Lucent sowie intelligente LAN- und WLAN-Infrastruktur und Sprachkommunikationslösungen von Alcatel-Lucent Enterprise. Flughafenchef Hartmut Mehdorn: „Wir haben einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme des BER fertiggestellt. Das BER-NET ist das zentrale Nervensystem des neuen Flughafens. Mit der Umrüstung können wir jetzt die Anforderungen unserer Partner und Nutzer mit hoher Qualität erfüllen. Zudem können wir das BER-NET in Zukunft erweitern und an die steigenden technischen Bedürfnisse der Nutzer am Flughafen anpassen.“

Wilhelm Dresselhaus, Vorstandsvorsitzender, Alcatel-Lucent Deutschland AG: „Ein leistungsfähiges und hochmodernes Datennetz ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Unternehmen. Der Flughafen Berlin Brandenburg verfügt jetzt über ein solches Netz, das schnell und äußerst flexibel ist. IP Service Router von Alcatel-Lucent und intelligente Netzwerkinfrastruktur von Alcatel-Lucent Enterprise sorgen dafür, dass die Anforderungen der Netznutzer – Flughafengesellschaft, Airlines, Dienstleister und Behörden – optimal erfüllt werden“.

Das ursprünglich für den Flughafen Berlin Brandenburg geplante Datennetzwerk, BER-LAN, wurde in den Jahren 2006 bis 2009 als so genanntes Firmennetzwerk (Corporate Network) geplant, ausgeschrieben und beauftragt. Das Konzept sah vor, dass sich externe Partner als sogenannte Mandanten homogen in die Netzstruktur einfügen sollten. Grundlage eines Corporate Networks ist das Paradigma, dass alle Nutzer den Vorgaben des Netzbetreibers nachkommen. Insgesamt rund 360 verschiedene Systeme von Airlines, Behörden und anderen Flughafennutzern greifen auf das zentrale Nervensystem des BER zu.

Netzwerk-Upgrade für gestiegene Anforderungen

Es zeigte sich jedoch, dass die Kundenanforderungen seit der ursprünglichen Planung im Jahr 2006 deutlich gestiegen waren. Im Rahmen des SPRINT-Programms wurde das Problem analysiert und es wurde entschieden, die erhöhten Kundenanforderungen im Netz abzubilden und durch Aufrüstung auf ein Carrier-Grade-Netz umzusetzen.

Der Aufsichtsrat verabschiedete daraufhin am 27. September 2013 die Vorlage der Flughafen-Geschäftsführung und gab zusätzliche Mittel in Höhe von rund elf Millionen Euro frei, um das Netzwerk für höhere Anforderungen zukunftsfähig zu machen. In rund einem Jahr wurde das als Corporate Network geplante BER-LAN auf eine komplexere Carrier Technologie, BER-NET, umgebaut. Die Carrier-Technologie bietet Kunden garantierte Dienste mit hoher Servicequalität. Bei etwaigen Störungen in Teilnetzwerken eines Partners werden Systeme anderer Kunden oder das Gesamtnetz nicht beeinträchtigt.

Das BER-NET besteht aus rund 1.000 Netzelementen. Da in der Planung des BER-LANs bereits Vorbereitungen für den Ausbau auf ein Carrier Network getroffen wurden, musste nicht das komplette Netz getauscht werden, sondern nur sogenannte Distributions- und Server-Switches. Der zentrale Teil des Netzes, das sogenannte Backbone, blieb erhalten. Die ausgetauschten Switches konnten als Endgeräte-Switches im Bereich der Leitstellen eingebaut werden und sparen somit Kosten bei zukünftigen Erweiterungen.

BER-Netzwerktechnik fertig umgerüstet

Durch die neue Technologie können problemlos neue Nutzer-Netzwerke in das BER-NET integriert werden. Auch bei Überlastungen von Teilnetzen werden sicherheitsrelevante Services weiterhin in der notwendigen Qualität übermittelt.

Anlässlich der Inbetriebnahme des neuen BER-NET übergibt Marcus Hänsel, Geschäftsführer Alcatel-Lucent Enterprise Deutschland, symbolisch einen Netzwerkswitch an Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, und Knut Deimer, Bereichsleiter Informations- und Kommunikationstechnik der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (Titelbild, v.l.n.r).

Bild 2 zeigt einen der Router – nur einer von vielen Netzwerkbestandteilen des neuen BER-NET. Er ist Teil des so genannten Backbone, dem Rückgrat des Netzwerkes, das die komplexen Datenströme organisiert.

Lufthansa stellt Mitarbeiter auf Neuausrichtung ein

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Lufthansa bietet 33.500 Mitarbeitern im Kerngeschäft Lufthansa Passage ein Bündnis für Wachstum und Beschäftigung. Das neue Angebot, das in den kommenden Monaten zur Verhandlung und Konkretisierung ansteht, soll bis 2020 ein Wachstum bei der Kernmarke Lufthansa und damit eine Beschäftigungsperspektive in operativen Bereichen für mehrere Jahre ermöglichen. Europas größte Fluggesellschaft arbeitet derzeit in allen Bereichen des Unternehmens an einer Neuausrichtung.

„Wir werden in einem hart umkämpften Markt nicht klein beigeben, unsere führende Position in Europa verteidigen und Wachstumschancen im Interesse aller Lufthanseaten nutzen. Wir sind seit 60 Jahren erste Wahl beim Fliegen. Das wollen und werden wir auch bleiben“, sagte Karl Ulrich Garnadt, Vorstandschef der Lufthansa Passage und Mitglied des Konzernvorstands, bei einer Mitarbeiterveranstaltung in Frankfurt.

Das Zielbild für das Kerngeschäft wurde heute anlässlich einer Mitarbeiterversammlung in Frankfurt der Belegschaft der Passage vorgestellt. Im Zentrum steht dabei ein integrierter Ansatz, der zum einen die Wettbewerbsfähigkeit von Lufthansa gegenüber staatlich unterstützten Airlines von Golf und Bosporus stärkt und zum anderen den Wettbewerb im Privatreise- und Low Cost Segment aktiv angeht.

Dazu gehören milliardenschwere Investitionen in neue Flugzeuge sowie signifikante Verbesserungen der Services an Bord und am Boden. So wird Lufthansa bis zum dritten Quartal 2015 ihre gesamte Langstreckenflotte auf neue Kabinenklassen in First-, Business- und Premium Economy-Class umgerüstet haben. Zur Neuausrichtung gehört auch der Start der neuen Eurowings. Die neue Low Cost Airline der Lufthansa Gruppe wird das Geschäft mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf der Kurz- und Langstrecke vorantreiben und soll zu einer der drei führenden europäischen Airlines in diesem Segment werden.

Flottenwachstum auf 340 Flugzeuge – Kostennachteil kompensieren

Darüber hinaus ist Lufthansa entschlossen, die Position ihrer Kernmarke als führende Netzwerk-Airline zu verteidigen. Mit einem Flottenszenario für 2020 macht die Lufthansa deutlich, dass sie gemeinsam mit den Tarif- und Geschäftspartnern auch bei ihrer Kernmarke einen Wachstums- und keinen Schrumpfkurs anpeilt. Das heute vorgestellte Konzept ermöglicht ein Wachstum der Flotte von Lufthansa an den Drehkreuzen Frankfurt und München von derzeit 313 auf bis zu 340 Flugzeuge bis zum Jahr 2020. Dadurch würde im Rahmen der bereits bekannten Flotteninvestitionen ein marktgerechtes Angebotswachstum gewährleistet.

Der Flugbetrieb von Lufthansa Passage könnte unter diesen Voraussetzungen bis 2020 entsprechend um rund 1.800 Beschäftigte wachsen, darunter voraussichtlich 1.300 zusätzliche Flugbegleiter und 500 Piloten. Von dieser Entwicklung würden auch alle weiteren Beschäftigtengruppen im Kern profitieren. „Voraussetzung für diesen Kurs ist allerdings die konstruktive Mitwirkung aller Beschäftigungsgruppen und ihrer Vertreter beim Etablieren wettbewerbsfähiger Kostenstrukturen in unserem Kerngeschäft, der Lufthansa Passage“, betonte Garnadt.

„Uns ist klar, dass wir den Kostennachteil gegenüber Wettbewerbern wie Easyjet oder Turkish Arlines nicht sofort kompensieren können. Aber wir müssen einen Einstieg finden, um unsere Kostenentwicklung an die Marktentwicklungen anzupassen und wieder auf Augenhöhe mit unseren Wettbewerbern zu kommen. Denn Wachstum entsteht nur aus wettbewerbsfähigen Strukturen“, so Garnadt weiter.

Verhandlungen mit Arbeitnehmern

Mit der Gewerkschaft für das Kabinenpersonal (UFO) konnte bereits ein konkreter Fahrplan für weitere Verhandlungen im Rahmen der „Agenda Kabine“ vereinbart werden. Auch bei Lufthansa CityLine und Eurowings, sowie bei SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines wurden wettbewerbsfähige Abschlüsse für das fliegende Personal mit den Sozialpartnern erzielt.

Das Unternehmen möchte umgehend mit allen Tarifpartnern die Gespräche fortsetzen. Die Gespräche können nur erfolgreich sein, wenn in dieser Zeit keine weiteren Streiks stattfinden. Bis Ende Juni 2015 sollen gemeinsame Ziele erarbeitet und kommuniziert werden. Bei einer Annahme des Bündnisses bis Ende August könnte das gemeinsame Bündnis für Wachstum und Beschäftigung ab September umgesetzt werden und neue Karriereperspektiven für Mitarbeiter der Lufthansa Passage schaffen.

Austro Control nun mit 30 Flugwetter-Stationen zu VAMES

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2011 wurde in Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) das Projekt „Vollautomatisches meteorologisches Erfassungssystem“ (VAMES) gestartet, mit dem Ziel das teilweise automatisierte Bodenbeobachtungsnetz der ZAMG an einigen Standorten um flugmeteorologisch wichtige Sensoren für Sichtweite, Wettererscheinungen und Bewölkungsverhältnisse zu erweitern.

Mit Anfang 2015 sind jetzt 30 Stationen im Vollbetrieb. Die Daten werden an die User Interfaces der MET geliefert, automatische MET Produkte werden erstellt und verbreitet. Bis 2016 werden von Austro Control insgesamt 50 Stationen mit jeweils einem Wolkenhöhenmessgerät und einem Sichweitenmessgerät ausgestattet werden.

Durch die Erweiterung der ZAMG Stationen erhält Austro Control alle zehn Minuten zertifizierte und einheitliche meteorologische Daten über die signifikante Wolkenuntergrenze und den Bedeckungsgrad, sowie über die Sichtweite und die vorherrschende Wettererscheinung.

Zusätzlich wird die Windrichtung und Windgeschwindigkeit inklusive Windspitzen, die Temperatur und die relative Feuchte von den ZAMG Sensoren geliefert. Die Dichte und die Qualität der Daten haben sich mit dem VAMES System erheblich verbessert. Mit den meteorologischen Daten der 50 erweiterten Stationen erstellt Austro Control sogenannte AUTOMETAR (Meteorological Terminal Aerodrome Report).

Diese automatisch generierten Wettermeldungen werden weltweit verbreitet, ausgewählte AUTOMETAR werden auch von der nationalen VOLMET (Wetterinformationen für Luftfahrzeuge im Flug) über Funk verbreitet. Darüber hinaus werden mit Hilfe der VAMES Daten Vorhersagekarten für den Sichtflugverkehr generiert. Durch die Nutzung von Synergien zwischen Austro Control und ZAMG erhält die Flugmeteorologie so bessere Eingangsdaten zur Prognoseerstellung und Flugwetterberatung.

Erster A330 für ARKIA aus Israel zum Einstieg in die Langstrecke

ARKIA Israeli Airlines hat eine Absichterklärung für vier A330-900neo Flugzeuge unterzeichnet. Damit wird ARKIA der erste Kunde für Airbus-Großraumflugzeuge in Israel.

Mit dem Widebody will ARKIA ihr Portfolio ausbauen und ins Langstreckengeschäft und den Freizeit-Reiseverkehr einsteigen. Die A330-900neo als kosteneffizienteses Flugzeug in der Größenkategorie verbraucht 14 Prozent weniger Treibstoff pro Sitz und erhöht die Flugreichweite um 400 Nautische Meilen (ca. 740 km).

Die Airline betreibt bisher vier A321neo. Mit dem Cross Crew Qualification-Konzept von Airbus können Piloten und Ingenieure zügig von den Flugzeugmustern mit Einzelgang – der A320-Familie – zum Modell mit zwei Gängen wie der A330 überführt werden. Die A330-Familie verzeichnet bisher fast 1.400 Aufträge; die A330neo wird mit neuesten Rolls-Royce Trent 7000 Triebwerken, aerodynamischen Verbesserungen und neuer Kabinenausstattung ausgeliefert.

Bernd Meyer wird Geschäftsführer der Tyrolean Airways Luftfahrzeuge Technik

Bernd Meyer (46) wird zum 01. März 2015 die Geschäftsführung der noch zu gründenden Tyrolean Airways Luftfahrzeuge Technik GmbH (kurz: „Tyrolean Technik“ oder „TAT“) mit Sitz in Innsbruck übernehmen. Derzeit ist der gebürtige Kieler Vice President bei der Lufthansa Technik Philippines in Manila. Bernd Meyer startete seine Karriere nach seiner Ausbildung zum Diplom Ingenieur im Maschinenbau an der Universität Kiel in Deutschland 1995 als Projekt Ingenieur bei der Lufthansa Technik in Frankfurt. 2000 übernahm er seine erste Führungsfunktion als „Head of Production Engine Overhaul“ der Lufthansa Technik in Frankfurt.

Zwischen 2005 und 2008 arbeitete er als Vice President Engine-Wartung bei der Ameco in Bejing, einem Lufthansa-Air China Joint Venture. Seit 2008 leitet er als Vice President den Bereich Flugzeugwartung der Lufthansa Technik Philippines, einer Lufthansa Technik Tochter im Bereich der Flugzeugwartung Base & Heavy Maintenance von Airbus Flugzeugtypen A320, A330, A340 und A380 mit rund 2.700 Mitarbeitern.

„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe. Die Tyrolean Technik hat über die Tiroler Grenzen Renommee in der Wartung der Dash8-400 Flugzeuge erworben. Ich möchte diese Kompetenz weiterentwickeln und meine internationale Expertise in der Lufthansa Group einbringen,“ sagt Bernd Meyer. Die Tyrolean Technik blickt auf eine jahrzehntelange Tradition zurück, wird formal aber am 01. März 2015 im Zuge der Reorganisation der gesamten Austrian Airlines Gruppe als eigene Gesellschaft mit Sitz in Innsbruck ausgegliedert. In der Tiroler Hauptstadt werden etwa 120 Techniker arbeiten.

Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz von rund 130 Destinationen. In Zentral- und Osteuropa ist das Streckennetz mit 39 Destinationen besonders dicht. Der Heimatflughafen Wien ist durch seine günstige geografische Lage im Herzen Europas eine ideale Drehscheibe zwischen Ost und West. Austrian Airlines ist Teil des Lufthansa Konzerns, dem größten Airline Verbund Europas sowie Mitglied der Star Alliance, dem ersten weltumspannenden Verbund internationaler Fluggesellschaften. Der Flugbetrieb der Austrian Airlines Group ist seit 01. Juli 2012 in der 100 Prozent Tochter Tyrolean gebündelt.

Rebranding für Ruag-Tochter zur militärischen Flugzeug-Wartung

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Ab dem 24. Februar 2015 wird "Rosebank Engineering Australia" ihre Geschäftstätigkeiten neu unter dem Namen "Ruag Australia Pty Ltd" ausüben. Nachdem die Ruag bereits 2012 das australische Unternehmen übernommen hat, dient das Rebranding weiteres Bekenntnis zum Standort Australien und seinen Kunden.

Rosebank Engineering Australia ist ein etablierter Anbieter in Australien von MRO-Services (Werterhaltungs- und Instandhaltungsdienstleistungen) für militärische Flugzeuge. Im Jahr 2012 wurde das Unternehmen vom schweizerischen Technologiekonzern Ruag übernommen, mit dem Ziel, seinen Marktanteil zu erhöhen und seine Präsenz in Australien und Asien auszubauen. Die Luftfahrt-Sparte des Konzerns, Ruag Aviation, ist ein Entwicklungsbetrieb nach EASA Part 21J, ein Herstellungsbetrieb nach EASA Part 21G und ein Instandhaltungsbetrieb nach EASA Part 145.

Die Umbenennung hat weder Auswirkungen auf die Rechtsform des Unternehmens, was auch für Australian Company Number (ACN) und (Australian Business Number (ABN) gilt, noch auf die derzeit bestehenden Verträge, Aufträge und Vereinbarungen. Ruag Australia Pty Ltd wird mit dem Logo und Corporate Design der Ruag im Markt auftreten.

Rosebank Engineering Australia ist vornehmlich in Australien und Südostasien tätig. Zum Kundenportfolio zählen die australische Defence Materiel Organisation (DMO) sowie andere führende Rüstungsunternehmen, welche Unterstützungsdienstleistungen für die Royal Australian Airforce (RAAF) und Royal Australian Navy (RAN) anbieten. Mit der Akquisition durch den Ruag Konzern profitieren nicht nur die Kunden von neuen Produkten und Dienstleistungen, auch erhält Australien einen besseren Zugang zum globalen Luft- und Raumfahrtmarkt sowie zur globalen Lieferkette im Bereich Sicherheits- und Wehrtechnik.

Lufthansa Technik verlängert Vertrag mit königlicher Gulf Air

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Gulf Air, die staatliche Fluggesellschaft des Königreichs Bahrain, und die Lufthansa Technik AG haben vorzeitig ihre bestehende Zusammenarbeit für Fahrwerksüberholungen der Airbus A320-, A321- und A330-Flotten verlängert. Der neue Vertrag wurde jetzt unterzeichnet und läuft bis Dezember 2020. Er umfasst Fahrwerksüberholungen sowie den Austausch kompletter Fahrwerksätze. Die Überholungsarbeiten werden bei Lufthansa Technik in Hamburg ausgeführt.

Lufthansa Technik hat erstmals 2011 eine Vereinbarung mit Gulf Air über Fahrwerksüberholungen geschlossen. Bis heute wurden insgesamt zehn Überholungen durchgeführt.

Aufruf an Kreative: airberlin sucht Flugzeug-Logo für Olympia

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Es war ein 90-minütiger Boxenstopp in Berlin-Tegel: der vor zwei Wochen vorgestellte Airbus A320-200 mit dem Kennzeichen D-ABFG hat eine Modifizierung seines Brandings bekommen. "Wir wollen die Spiele – Im Namen der Hauptstadt" steht jetzt unterhalb des Cockpits neben der Silhouette Berlins geschrieben. Doch da gibt es ein Problem.

In den vergangenen Tagen hatte airberlin den Hinweis der Initiatoren der Berliner Kampagne erhalten, dass das bisherige Logo nur eingeschränkt genutzt werden kann.

"Ein kompletter Spieleflieger für Berlin für die nächste Phase der Bewerbung ist unser Ziel. Deshalb starten wir jetzt einen Aufruf an alle Kreativen der Hauptstadt uns zu unterstützen und sich gemeinsam für eines der wichtigsten Sportereignisse der Welt zu engagieren. Ein Wettbewerb dieser Art wird bestimmt neues Momentum generieren", so Dünhaupt weiter. Künstler und Designer können hier per Mail mit den Experten der Airline in Kontakt treten.

"airberlin unterstützt nach allen Kräften die Bewerbung Berlins für die olympischen und paralympischen Spiele 2024/2028. Jetzt ist es unser Spieleflieger 2.0 der in Deutschland und Europa unterwegs ist und für unsere Hauptstadt wirbt. Für airberlin steht die sportliche Idee und der kulturelle Austausch im Vordergrund, dies kann man gar nicht früh genug unterstützen", sagte Aage Dünhaupt, Leiter Unternehmenskommunikation.

Airbus A400M führt doppelte Luftbetankung durch

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Der neue militärische Luftfrachter Airbus A400M hat bei einer Übung seine Fähigkeiten als Tankflugzeug unter Beweis gestellt, indem zwei F/A-18 Düsenjäger gleichzeitig erfolgreich Luft-zu-Luft betankt wurden.

Im Verlaufe des Fluges vollführte die A400M 74 Kontakte und übertrug dabei 27, 2 Tonnen an Treibstoff an die Flugzeuge der spanischen Luftwaffe. Das Manöver wurde in einer Höhe von 20.000 bis 33.000 ft und bei einer Geschwindigkeit von 180 bis 300 Knoten durchgeführt, was die bevorzugten Bedingungen für Kampfflugzeuge darstellt.

Die normale Treibstoffkapazität beträgt 50,8 Tonnen, die durch zwei im Frachtraum untergebrachte Tanks noch erweitert werden kann. Im Falle der F/A-18 würde das für eine Vollbetankung von ca. zehn Kampf-Jets reichen. Laut Airbus ist die A400M das leistungsfähigste taktische Tankflugzeug am Markt.

Das A400M Standardflugzeug ist schon für die Luftbetankung (AAR – air-to-air refuelling) vorbereitet. Dazu müsse nur noch ein optionales AAR-Kit installiert werden. Auf einer typischen Tanker-Mission, bei der sich das Fluzgeug für zwei Stunden in einer Entfernung von 500 nm (930 km) von seiner Basis entfernt im Luftraum aufhält, kann die A400M bis zu 34.000 kg Treibstoff abgeben.

Foto: (c) Airbus Defence and Space

Luftfahrtfest am Flughafen Hamburg

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Am 22. und 23. August 2015 veranstalten die Lufthansa Technik und Hamburg Airport ein Luftfahrtfest für die ganze Familie. Unter dem Motto "Entdecke die Welt des Fliegens" präsentieren sich bis zu 100 moderne Jets sowie Oldtimer aus einem Jahrhundert Luftfahrtgeschichte auf dem Gelände der Lufthansa Technik.

Einige bereits bestätigte Flugzeuge: Die Lockheed L-1049F Super Constellation, Baujahr 1955, ist eines von nur noch zwei fliegenden Exemplaren weltweit und das einzige, das in Europa beheimatet ist. Und das ist nur eines der Highlights der Airport Days 2015. Lufthansa Technical Training wird seinen neuen Schulungsflieger, eine Boeing 737, ausstellen. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird an der Veranstaltung teilnehmen und bringt dafür sein Forschungsflugzeug, den Airbus A320-232 "D-ATRA", nach Hamburg. Viele weitere Flugzeuge werden folgen.

Flugsimulatoren und Labore zum Anfassen und Ausprobieren

Zudem stellen weitere Luftfahrtunternehmen aus Hamburg ihre Innovationen zum Anfassen und Mitmachen in einer eigenen Themenhalle bereit. Darunter fallen beispielsweise der Krabbelroboter "MORFI" von Lufthansa Technik, Ausstellungsstücke und Filme von Airbus, Flugsimulatoren zum Ausprobieren sowie Experimentier-Labore für Kinder und Jugendliche.

Dazu bieten die Airport Days ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein und einen Blick hinter die Kulissen durch Rundfahrten über das gesamte Flughafengelände. Die Schirmherrschaft über die Airport Days Hamburg hat Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, übernommen.

Spaß an Technologien wecken

"Die Faszination Fliegen am Boden und am Himmel zu erleben, wird für alle Besucher ein unvergessliches Erlebnis werden. Ganz Norddeutschland ist herzlich zu diesem besonderen Event eingeladen", sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. August Wilhelm Henningsen, Vorsitzender des Vorstands der Lufthansa Technik AG: "Wir wollen bei den Besuchern der Airport Days Hamburg Neugier, Spaß und Begeisterung für innovative Technologien wecken. Denn dafür steht der Luftfahrtstandort Hamburg."

Alle aktuellen Informationen über die fliegenden Besucher und das Programm der Airport Days Hamburg gibt es auf einer Airport-Days-Internetseite. Hier können Interessierte alle Neuigkeiten wie dem Beginn des Kartenvorverkaufs oder neue Highlights im Programm der Airport Days aus erster Hand erhalten.

Hispasat AG1 Kommunikations-Satellit für Spanien fertig

Der von OHB System entwickelte und gebaute Kommunikationssatellit für den geostationären Orbit „Hispasat Advanced Generation 1“ – kurz Hispasat AG1 – hat die Bremer Integrationshalle gestern Abend verlassen. Nach erfolgreichen Systemtests zum Ende der Integrationsphase in Bremen folgt nun die Umwelttestkampagne.

Diese Umwelttests wird „Hispasat AG1“ in den kommenden Wochen im Raumfahrtzentrum der Firma IABG in Ottobrunn bei München durchlaufen. Während der Testphase wird der Satellit in einer Thermal-Vakuum-Kammer sowohl unter Hitze und Kälte, als auch im luftleeren Raum auf seine Funktionsfähigkeit unter Weltraumbedingungen geprüft. Weitere Funktionstests umfassen sowohl die Simulation mechanischer, als auch elektromagnetischer Belastungen des Satelliten.

Als Hauptauftragnehmer ist OHB verantwortlich für den gesamten Satelliten, dessen Integration, die In-Orbit-Tests und die Inbetriebnahme. Außerdem bietet OHB einen Echtzeit-Support für die gesamte 15-jährige Lebensdauer des Satelliten. Mit „Hispasat AG1“ wird der spanische Kommunikationsdienstleister und Satellitenbetreiber Hispasat die Iberische Halbinsel, die Kanarischen Inseln und Amerika mit Multimedia-Diensten versorgen.

Hispasat AG1 ist die erste Satellitenmission, die auf der neuen europäischen SmallGEO-Plattform basiert, die mithilfe einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und OHB entwickelt worden ist. Das Foto zeigt Hispasat AG1 fertig integriert im OHB-Reinraum.

Flughafen Wien wird Standort für Eurowings der Lufthansa

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Ihren ersten Standort außerhalb Deutschlands wird die neue Eurowings in Wien haben. Auf Wunsch und in enger Absprache mit Austrian Airlines sollen zunächst zwei Flugzeuge des Typs Airbus A320 dort stationiert werden und Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf Europa-Strecken anbieten. Die Flugzeuge sollen in den Farben der neuen Eurowings fliegen. Es ist geplant, die Flugzeuge mit Crews von Austrian Airlines zu bereedern. Möglich macht diese Zusammenarbeit der im Dezember 2014 abgeschlossene neue Kollektivvertrag der Austrian, der damit zusätzliche Perspektiven für die 900 Piloten und 2.300 Flugbegleiter schafft.

Mit dem Vertrag leisten die Mitarbeiter auch einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung und Wettbewerbsfähigkeit von Austrian Airlines. „Ich freue mich, dass Wien die erste Basis der neuen Eurowings außerhalb Deutschlands wird. Damit können wir nach der Restrukturierungsphase den Standort weiter stärken und unser Angebot um Flüge für Privatreisende und preisbewusste Kunden ideal ergänzen“, sagt Jaan Albrecht, CEO von Austrian Airlines.

„Mit der neuen Eurowings gehen wir auch in Wien noch stärker in die Offensive und nehmen den Wettbewerb gegen Low-Cost-Airlines auf“, ergänzt Oliver Wagner, Leiter des Wings-Projekts bei Lufthansa und Geschäftsführer Germanwings.

Mit der neuen Marke Eurowings erschließt die Lufthansa-Gruppe neue Märkte im preissensiblen Privatreisesegment und sichert so ihre führende Position in ihren Heimatmärkten Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien ab. Bis Ende 2015 sollen unter einem gemeinsamen Dach die Fluggesellschaften Eurowings und Germanwings, sowie weitere Flugbetriebe in Europa mit kostengünstigen Kurz- und Langstreckenangeboten neue Kunden gewinnen und dabei Qualität zu günstigen Preisen bieten.

Der erste Airbus A320 in Eurowings-Lackierung startete am 01. Februar 2015 zum Erstflug von Hamburg nach Prag und bietet Platz für 162 Passagiere. In den kommenden Wochen werden weitere Maschinen im neuen Design folgen.

Militärtransporter Embraer KC-390 im ersten Flug

Embraer ließ seinen Militärtransporter KC-390 erstmals abheben. Die Testpiloten Mozart Louzada und Marcos Salgado de Oliveira Lima sowie Flug-Testingenieur Raphael Lima und Roberto Becker flogen die Maschine 01:25 Stunden und erfassten so Flugeigenschaften und Leistung.

Nach den Bodentests wurden die Systeme damit auch im Flug getestet. In den Flugmanövern verhielt sich das Flugzeug dabei wie erwartet, so Captain Louzada. Neueste Avionik und die fly-by-wire-Steuerung machten das Fliegen dabei einfach und präzise möglich, so der Pilot nach dem Flug, der Anfang Februar statt fand.

Damit ist ein großer Schritt im Programm KC-390 erreicht, das wohl technologisch herausfordernste für den brasilianischen Flugzeugbauer ist, so Frederico Fleury Curado, Präsident und CEO von Embraer. Der Transporter entsteht mit internationalen Partnern und in Zusammenarbeit mit der brasilianischen Luftwaffe. Für den taktischen Militärtransporter, der auch als Tankflugzeug für Luftbetankung einsetzbar sein soll, gebe es bereits international Interesse. Für insgesamt 32 Maschinen lägen Kaufbeabsichtigungen vor.

KC-390 soll das Rückgrat für den Transport beim brasilianischen Militär werden. Für wissenschaftliche Aufgaben bis hin zur Hoheitsüberwachung vom Amazonas bis zur Antarktis sollen die 28 georderten Flugzeuge eine entscheidende Rolle spielen.

Lufthansa Technik liefert A320- und A330-TCS für Thomas Cook

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Die Lufthansa Technik AG wird über einen Total Component Support TCS® Vertrag umfassende Komponentenservices für die Airbus A320- und A330-Flotten der vier Fluglinien der Thomas Cook Group plc leisten.

Die Thomas Cook Group ist einer der weltweit führenden Anbieter für Freizeitreisen. Der Vertrag läuft seit Februar 2015 für die Dauer von sechs Jahren. Er umfasst auch Services für 25 neue Airbus A321, von denen die letzten Flugzeuge im Jahr 2016 an Thomas Cook übergeben werden. Die technischen Leistungen werden für die vier Thomas Cook Teilflotten bereitgestellt: Thomas Cook Airlines Belgium, Thomas Cook Airlines United Kingdom, Thomas Cook Airlines Scandinavia und die Condor in Deutschland.

Der TCS® umfasst Komponentenreparatur und Überholung, sowie Material-Pooling, Transport Services und Lagerhaltung in Brüssel, Manchester, London Gatwick, Kopenhagen sowie Berlin-Schönefeld. Lufthansa Technik wird die technische Unterstützung über ihr internationales Netzwerk liefern. Die Komponentenreparatur wird an den Lufthansa Technik Standorten in Hamburg und Frankfurt erfolgen.

"Die Konsolidierung sämtlicher Bedarfe bei Airbus-Komponenten-Services in einen Vertrag bedeutet einen weiteren äußerst wichtigen Schritt im Transformationsprozess unserer Gruppen-Fluglinien. In der Lufthansa Technik haben wir einen sehr kompetenten Geschäftspartner gefunden, der uns auf unserem Weg unterstützt", sagte Jaakko Schildt, Leiter der Thomas Cook Group Wartungsorganisation.

TCS Services A320- und A330-Flotte

"Seit 1998 führen wir bereits TCS Services für die Airbus A320 Flotte der Condor durch. Wir sind sehr stolz darauf, dass diese Leistungen jetzt auf die gesamte Gruppe sowie auf die A330 Flotte ausgeweitet wurden", sagte Wolfgang Weynell, Senior Vice President Corporate Sales & Marketing bei Lufthansa Technik. "Besonders freut uns, dass wir Thomas Cook Airlines UK als neuen Partner und ersten TCS® Kunden auf der britischen Insel begrüßen dürfen."

Lufthansa Technik unterstützt die Fluglinien und Wartungsorganisationen der Thomas Cook Group bereits mit verschiedenen technischen Leistungen im Bereich der Triebwerke, Räder und Bremsen sowie der Flugzeugzellen-Komponenten (Airframe Related Components). Der neue Vertrag wird den Fluglinien der Thomas Cook Group helfen, Synergien mit Hilfe eines stärker integrierten Ansatzes in ihren Wartungs-, Reparatur- und Überholungsaktivitäten zu erzielen.

Aktuell betreiben die vier Fluglinien der Thomas Cook Group eine gemischte Flotte von rund 90 Flugzeugen der Typen Boeing 757, 767, Airbus A330 sowie verschiedene Muster der Airbus A320 Familie.

Fotos: © Michael Penner/ Lufthansa Technik AG

Ryanair verbindet Berlin – Athen ab Winter 2015

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Ryanair kündigte heute eine neue Verbindung von Berlin nach Athen an. Als Teil des erweiterten Winterflugplans 2015 wird Ryanair künftig täglich die griechische Hauptstadt anfliegen. Ryanair verbindet bereits Europas wichtige Wirtschaftszentren wie London, Mailand und jetzt Athen. Der erste Flug ab Berlin-Schönefeld (SXF) hebt demnach am 25. Oktober ab. Die Landung in Athen (ATH) erfolgt 02:50 Stunden später. Gäste können die Vorteile eines Family Extra und Business Plus Programm nutzen.

Angeboten wird die Verbindung täglich, dabei startet das Flugzeug als Flug FR171 um 10:45 Uhr in Athen (ab 27.10.) und landet um 12:35 in Berlin. Danach hebt der Flieger als FR170 um 13:00 Uhr in Berlin wieder ab, und landet um 16:50 in der griechischen Hauptstadt. Die Flüge sind bereits buchbar.

Niki Lauda tourt mit Global 6000 Bombardier Business-Jet

Bombardier hat heute an seinem Global Completion Centre ein neues Flugzeug vom Typ Global 6000 an Formuel 1-Champion Niki Lauda in Dorval, Kanada, übergeben. Der Flugzeugbauer hat zudem mitgeteilt, dass Lauda als Sprecher für die Bombardier-Businessflugzeuge fungieren wird.

Niki Lauda hatte auch das Produktionswerk für den Jet in Toronto besucht und zeigte sich von der Expertise, Handarbeit und Innovation, die in den Bau der Flugzeuge einfließen, beeindruckt. Aus Sicht der Piloten sei die Global 6000 schnell, mache Spaß zu fliegen und beeindrucke bei der Reichweite.

Niki Lauda versierter Pilot mit Business-Auftrag

Der dreimalige Formel 1 World Champion Niki Lauda kennt sich in der Luftfahrt aus. 1979 gründete er die Fluggesellschaft Lauda Air, 2003 gründete er die NIKI Luftfahrt GmbH, eine Low-cost Airline mit Sitz in Wien. Bis vor Kurzem betrieb er noch eine Global 5000 und einen Challenger 300 Jet als Privatflugzeuge, mit denen er ab Wien zu den Formel 1 Rennen um die Welt reiste. Für die Partnerschaft mit Bombardier wird Lauda mit der Global 6000 zu verschiedenen Rennen um die Welt fliegen und bei Events von Bombardier Business Aircraft in der Formel 1-Saison erscheinen.

Der Global 6000 Business-Jet bietet mehr Raum in Kabine und Flur. Laut Bombardier schafft kein anderer Business-Jet im Segment der ultralangen Reichweite Strecken bei solcher Hochgeschwindigkeit wie dieses Flugzeug. Mit dem Besten bei Kabinen-Komfort ausgestattet meistert der Jet die Route von Wien nach Brasilien non-stop mit acht Passagieren und einer dreier- bis vierer-Crew. 6.000 Nautische Meilen (11.112 Kilometer) bei Mach 0,85 mit bis zu acht Passagieren sind möglich.

AQUILA Aviation mit neuer Geschäftsführerin Gudrun Rosa Maria Ballmann

Am Freitag, den 13. Februar 2015 wurde Frau Gudrun Rosa Maria Ballmann zur neuen Geschäftsführerin der AQUILA Aviation GmbH sowie der AQUILA Aviation Vertriebs GmbH bestellt. Sie folgt auf Rainer Farrag.

Farrag, bisheriger Geschäftsführer, wurde abberufen und ihm im Rahmen einer Verabschiedung für die geleistete Arbeit gedankt. Die neue Geschäftsführung soll AQUILA einerseits in bewährter Weise fortführen und andererseits durch die Förderung von Innovationen den künftigen wirtschaftlichen Erfolg sichern.

Arnd Schwierholz ab April 2015 zum CFO der airberlin group ernannt

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Arnd Schwierholz (45) ist ab 01. April 2015 zum Chief Financial Officer (CFO) der airberlin group ernannt worden. Er hatte bereits Ende Oktober 2014 seine Tätigkeit als stellvertretender CFO bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft aufgenommen.

"Mit Arnd Schwierholz verstärkt ein Finanzexperte das airberlin Management Board, der auf eine langjährige Erfahrung in der Luftfahrtbranche zurückgreifen kann. Diese Kompetenz wird er jetzt bei airberlin einbringen, um die Neustrukturierung umzusetzen", so Dr. Hans-Joachim Körber, Chairman des Board of Directors.

Schwierholz folgt auf Ulf Hüttmeyer (41), der in den vergangenen neun Jahren als CFO tätig war und nun eine neue Funktion mit erweitertem Aufgabenspektrum bei Etihad Airways übernimmt.

"Ich danke Ulf Hüttmeyer im Namen des gesamten Boards für sein konsequentes Wirken, airberlin als eines der führenden Luftfahrtunternehmen in Europa zu positionieren. In den entscheidenden Phasen, zu denen der Börsengang, die Übernahmen von dba und LTU, der Eintritt in die Luftfahrtallianz oneworld® und die Partnerschaft mit Etihad Airways zählen, hat er airberlin durch wirtschaftlich herausfordernde Zeiten navigiert. Aufgrund seiner im internationalen Bankenumfeld gesammelten Erfahrung hat er in den letzten Jahren zahlreiche Kapitalmarkttransaktionen erfolgreich durchgeführt und ebenso das Flugzeugfinanzierungsportfolio optimal entwickelt", sagte Dr. Körber weiter.

Arnd Schwierholz verfügt nach Tätigkeiten bei der UBS Investment Bank und als Unternehmensgründer seit nunmehr zwölf Jahren über umfangreiche Erfahrungen im Airline-Finanzbereich, unter anderem als Leiter des Bereichs Mergers & Acquisitions der Deutschen Lufthansa AG. Vor seinem Wechsel zu airberlin war Arnd Schwierholz zuletzt für die LSG Sky Chefs, die Catering-Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG, als Chief Financial Officer für Nordamerika zuständig.

Boeing 747-400 Flotte von Wamos weiter von Lufthansa Technik versorgt

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Die spanische Charterfluggesellschaft Wamos Air und Lufthansa Technik AG haben ihre bestehende Kooperation verlängert. Seit 2003 versorgt Lufthansa Technik über einen Total Component Support TCS® Vertrag umfassend die Boeing 747-400 Flotte von Spaniens drittgrößter Langstrecken-Fluglinie mit Komponenten und Geräten.

Aus Anlass der Flottenvergrößerung von Wamos Air um eine fünfte Boeing 747-400 wurde der bestehende Vertrag jetzt um weitere zwei Jahre verlängert. Der Service des neuen Vertrages umfasst neben der Reparatur und Überholung der Komponenten auch Lagerhaltung und Pooling am Wamos Air Hauptstandort in Madrid.

Georgios Ouzounidis, Vertriebsdirektor Europa bei Lufthansa Technik: "Lufthansa Technik hat Wamos Air vom ersten Tag des Flugbetriebes an mit technischen Services unterstützt. Wir sind sehr froh darüber, dass wir unsere vertrauensvolle Beziehung mit Wamos Air fortsetzen können. Unsere langjährige Erfahrung bei Wartungs-, Reparatur und Überholungsleistungen für die Boeing 747-400 ist dabei die perfekte Ausgangsbasis, um die Qualität zu liefern, die Wamos Air für das weitere Wachstum benötigt."

Anfahrt zum Hamburg Airport behindert: Teilsperrung im Krohnstiegtunnel

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Verkehrsbehinderungen auf dem Weg zum Flughafen Hamburg: Aufgrund von Bauarbeiten im Krohnstiegtunnel kann es ab Montag, 02.03.2015, um 21:00 Uhr, bis Donnerstag, 12.03.2015, 05:00 Uhr, zwischen Niendorfer Straße und Garstedter Weg zu Verkehrsbehinderungen kommen. Je nach Verkehrsaufkommen kann es zu Verspätungen bei der Anreise kommen. Es kommt zu einer wechselseitigen Sperrung der Fahrstreifen im Krohnstiegtunnel. Die Maßnahmen dienen der Installation einer Funkanlage wechselseitig gesperrt. Es sind jedoch weiterhin alle Richtungen über den Krohnstiegtunnel befahrbar.

Anreisdende zum Hamburg Airport sollten mehr Zeit für die Anfahrt einplanen.

ILS-Kalibrierungsflüge bei Nacht über Genfer Flughafen

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Der Internationale Flughafen Genf (Aéroport International de Genève, AIG) darf im Jahr 2015 zwei Serien von Flügen zur Kalibrierung und Überprüfung der Radionavigationsanlagen des Instrumentenlandesystems (ILS) durchführen. Diese Flüge erfolgen außerhalb der Betriebszeiten. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat ein entsprechendes Gesuch der Flughafenbetreiberin genehmigt. Die nächtlichen Kalibrierungsflüge sind für März und September vorgesehen. Gemäß internationalen Luftfahrtnormen müssen Navigationsanlagen auf Flughäfen regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit und Genauigkeit hin überprüft werden.

Dazu wird jeweils mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug eine Reihe von Anflügen durchgeführt. In der Schweiz ist die Flugsicherungsbehörde Skyguide für die Abwicklung solcher Kalibrierungsflüge zuständig.

Da Kalibrierungsflüge tagsüber den Flugbetrieb beeinträchtigen könnten, ersuchte der AIG das BAZL um eine Ausnahmebewilligung, um diese Flüge nachts nach Betriebsschluss durchführen zu können. Das BAZL bestätigte, dass Kalibrierungsflüge den Flugverkehr stören und den Flughafenbetrieb erschweren können, und hieß das Gesuch gut.

Der Flughafen kann nun im Jahr 2015 zwei Serien von Kalibrierungsflügen außerhalb der Betriebszeiten planen. Die erste Serie findet in den Nächten vom 23. auf den 24. und vom 24. auf den 25. März 2015 statt, die zweite in den Nächten vom 14. auf den 15. und vom 15. auf den 16. September 2015. Für den Fall, dass weitere Kalibrierungsflüge erforderlich werden oder die Witterungsbedingungen ungünstig sind, wurden vorsorglich auch die Nächte vom 25. auf den 26. und vom 26. auf den 27. März, vom 16. auf den 17. und vom 17. auf den 18. September sowie vom 05. auf den 06. Oktober 2015 reserviert.

AERO Friedrichshafen mit neuen Modellen und noch mehr Ausstellern

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Die AERO Friedrichshafen rückt näher: Mit neuem Ausstellerrekord, der Premiere des Aviation and Pilots Competence Center sowie der Fortsetzung bewährter Sonderschauen wird die 23. AERO vom 15. bis 18. April 2015 erneut zur Attraktion für Piloten und Luftfahrtinteressierte.

Vertreten sind wieder Luftfahrzeuge vom Segelflugzeug über Ultraleichte, ein- oder mehrmotorige Kolbenmotorflugzeuge, Turboprops und Business Jets bis hin zum Gyro- oder Helikopter. Mit der zweiten Sonderausstellung "Remotely Piloted Aircraft Systems Expo" werden auch unbemannte zivile Drohnen und ihre ständig wachsende Bedeutung innerhalb der Luftfahrt stärker hervorgehoben. Zudem finden die etablierten Sonderbereiche Avionics Avenue, e-flight-expo und Engine Area in Friedrichshafen auf der AERO 2015 ihre Fortsetzung.

Preisrutsch bei Treibstoffen – Einfluss der Wirtschaftslage

Projektleiter Roland Bosch und Messechef Klaus Wellmann freuen sich auf eine AERO, die mit mehr als 630 Ausstellern derzeit auf Rekordkurs ist. Dass sich viele von der Finanzpolitik verunsicherten Luftfahrtfans überzeugen lassen, ihr Geld in Sachwerte wie neue Flugzeuge, Triebwerke, Avionik und Zubehör zu investieren, ist einer der Gründe für die gute Stimmung bei den AERO-Verantwortlichen.

"Die Ausgangslage der Branche schätze ich derzeit als gut ein. Wie sich die aktuelle Geldpolitik auswirkt, darüber kann man nur spekulieren. Ich hoffe, dass die Besucher ihr Geld lieber in Flugzeuge investieren als in Aktiendepots", ist Roland Bosch zuversichtlich. Ein weiteres Argument für gute Konjunkturperspektiven der Aussteller sind die gesunkenen Treibstoffpreise, die sich auch in der Allgemeinen Luftfahrt deutlich bemerkbar machen. Zu dieser zählen alle zivilen Luftfahrzeuge außerhalb der Linienfliegerei, in der EU sind das etwa 200.000 Segelflug-, Ultraleicht- und Motorflugzeuge sowie Helikopter.

Die Preise für das Flugbenzin Avgas, das die meisten Flugzeuge und Helikopter mit Kolbenmotor benötigen, ist in den vergangenen Monaten ebenso deutlich gefallen wie für Jet-A1, das für Luftfahrzeuge mit Turboprop- oder Jetantrieben benötigt wird. Die gesunkenen Kraftstoffkosten machen zudem die Pilotenausbildung in allen Bereichen der General Aviation preiswerter und sorgen so für mehr Attraktivität beim Fliegernachwuchs.

Zwei Jahre Warten für den Business-Jet

Unterschiede prägen allerdings die einzelnen Segmente der General Aviation: Im Einstiegsbereich bei den preiswerten ultraleichten Flugzeugen und Gyrokoptern ist die Nachfrage unverändert hoch, aber auch am anderen Ende der Palette gibt es gute Nachrichten: Langstreckentaugliche Business-Jets sind momentan sehr gefragt – Lieferzeiten von mehr als zwei Jahren für besonders gefragte Topmodelle sorgen für Aufsehen.

In den Segmenten dazwischen, also bei ein- und mehrmotorigen Kolbenmotorflugzeugen, Turboprops und leichten Jets, ist das Bild nicht ganz so einheitlich. Aber auch hier hoffen Aussteller wie Besucher auf einen "Steigflug" für die Unternehmen in den nächsten Monaten. Dass die AERO ihre Stellung als führende Luftfahrtmesse der General Aviation in Europa weiter ausbaut, beweist die hohe Internationalität sowohl der Besucher als auch der Aussteller. In diesem Jahr sind Unternehmen aus mehr als 35 Nationen auf der Messe präsent, mit stark steigendem Anteil chinesischer Luftfahrthersteller.

Motorflug – Kolbenmotoren mit Autosprit

Sie sind seit Jahrzehnten quasi das Rückgrat der Allgemeinen Luftfahrt: ein- oder zweimotorige Flugzeuge mit Kolbenmotor. Zu den US-Klassikern von Cessna, Piper, Beechcraft und Cirrus sind in den vergangenen Jahren engagierte Herausforderer aus Europa dazugekommen, etwa Diamond oder auch der slowenische Flugzeugbauer Pipistrel.

Der Trend geht zu sparsameren Antrieben – also Dieseltriebwerke oder Motoren, die für bleifreien Autosprit zugelassen sind – aber auch zu mehr Sicherheit: Die neuen Wettbewerber bei viersitzigen Einmotorigen wie Pipistrel oder Flight Design bieten diese Maschinen mit einem serienmäßigen oder optionalen Rettungssystem an, da Cirrus Design in den vergangenen Jahren gezeigt hat, dass dies ein starkes Verkaufsargument in dieser Klasse ist. Bei den zweimotorigen Kolbenmotorflugzeugen ist ebenfalls Bewegung im Markt: Diamond zeigt in diesem Jahr seine DA 62, die sich ähnlich wie die kleinere DA 42 zu einem Verkaufsschlager entwickeln soll.

Von Ultraleicht bis European Light Aircraft

Die ultraleichten Flugzeuge, Gyrokopter und in Zukunft wohl auch Helikopter schreiben ihre Erfolgsgeschichte auf der AERO 2015 fort. Weiter zu ihrer Popularität wird auch die jüngste Erleichterung bei den Medical-Intervallen beitragen, die seit Jahresbeginn in Kraft ist und Verbesserungen für UL-Piloten vorsieht. Wer in Zukunft ganz aufs Medical in der motorisierten Fliegerei verzichten will, wird zudem in der 120-Kilogramm-Klasse innerhalb der Ultraleichten fündig. Dort sind mittlerweile mehrere Maschinen im Angebot, alle einsitzig, aber sowohl mit offenem als auch geschlossenem Cockpit und in Hoch- oder Tiefdecker-Konfiguration. Diese Maschinen bieten Flugspaß mit sparsamen Motoren zu moderaten Kosten.

Die meisten Innovationen werden auf der AERO wieder bei den klassischen Ultraleichten bis 472 Kilogramm zu finden sein. Ihre Attraktivität durch günstige Unterhaltskosten, eine einfach zu erlangende Pilotenlizenz und hohe Sicherheit durch das serienmäßig eingebaute Fallschirmrettungssystem bleibt weiter hoch. Das zeigen auch jüngste Zahlen für Deutschland durch die Verbände DAeC und DULV: So wurden 2014 insgesamt 200 dreiachsgesteuerte Ultraleicht-Luftfahrzeuge neu zugelassen, im Jahr zuvor waren es lediglich 168.

Einen weiteren Schub bekommen die Ultraleichten am Bodensee vermutlich durch einen zukünftigen Helikopter-Bereich: Wurden in den vergangenen Jahren schon die kurzstart- und landetauglichen Gyrocopter populär, dürfte das derzeit in Deutschland laufende Erprobungsprogramm für eine neue Ultraleicht-Heliklasse zusätzliche Impulse bringen, wenn es zeitnah und mit praxistauglichen Kriterien verwirklicht wird. In Frankreich und Italien sind ultraleichte Helikopter bereits zugelassen, dementsprechend haben sich dort mehrere neue Hersteller in diesem Segment etabliert. Aber auch in Deutschland sind derzeit Unternehmen dabei, neue ultraleichte Hubschrauber sowohl in Koaxial-Bauweise des Rotors als auch mit klassischem Heckrotor-Design zu entwickeln oder bereits zu erproben.

In Amerika haben sich, ähnlich wie die Ultraleichten in Europa, die Light Sport Aircraft (LSA) längst als Einstiegsklasse ins motorisierte Fliegen etabliert. Sie dürfen etwas schwerer als die europäischen Ultraleichten sein und bieten dadurch mehr Zuladung für Crew oder Sprit. Allerdings ist ihre Höchstgeschwindigkeit auf etwa 220 Kilometer in der Stunde limitiert, ein Wert, den manches schnelle europäische UL um mehr als 80 km/h übertrifft. Europäische Hersteller sind als LSA-Produzenten auf dem riesigen US-Markt sehr aktiv, deshalb gibt es zahlreiche LSA und einige Neuheiten in dieser Klasse auch auf der AERO zu sehen.

Das eigentliche Pendant in Europa zu den US-amerikanischen LSA sind die European Light Aircraft (ELA). Sie liegen in puncto Zuladung und Komplexität zwischen den Ultraleichten und den sogenannten Very Light Aircraft bis 750 Kilogramm. Da ihre Zulassung aber anders als bei den US-LSA aufwändig und damit kostspielig ist, bleibt ihre Zahl am europäischen Himmel bislang überschaubar. Einige bereits etablierte ELA sind aber auch am Bodensee zu sehen.

Business Aviation von Motor bis mehrstrahlig

Die AERO spielt eine immer wichtigere Rolle bei den großen Herstellern der Business Aviation, die am Bodensee Flagge zeigen. Als Premiere wird Diamond die neue Turbinen-Single DA-50 JP7 präsentieren, die erst vor wenigen Wochen ihren Erstflug hatte. Die Turboprop soll bis zu sieben Personen befördern können und in einer Tundra-Version auch für unbefestigte Pisten geeignet sein. Neben den Turbinen-Singles gehören auch ein- und zweimotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk, mehrmotorige Turboprops und die Königsklasse, also ein – oder mehrstrahlige Business Jets, in diesen Bereich.

Neue Herausforderer wie der kurz vor der Zulassung stehende Honda Jet, der in der Erprobung fliegende einstrahlige Cirrus Jet und der kurz vor dem Erstflug stehende Zweistrahler Pilatus PC-24 sorgen für zusätzlichen Wettbewerb in diesem Segment. Helikopter, vor allem mit Turbine, zählen meist ebenfalls zur Business Aviation. Auf der AERO sind mehrere Hubschrauber mit Turbinenantrieb zu sehen. Besonderes Interesse wird ein Mockup erregen, das vermutlich am Bodensee zu sehen sein wird: Bell zeigt damit den neuen Einturbinen-Heli 505 Jet Ranger X in Originalgröße, der erst vor wenigen Monaten zum Erstflug abhob und Nachfolger des berühmten Jet Ranger ist.

Segelflieger mit ausfahrbarem Jetantrieb

Von Beginn an sind die Segelflugzeuge ein wichtiger Bestandteil der AERO, zumal ein Großteil der Hersteller aus Deutschland oder angrenzenden Nachbarländern kommt. Präsentiert wird die ganze Palette dieser lautlosen Luftfahrzeuge vom ultraleichten Einsitzer bis zur doppelsitzigen sogenannten Super-Orchidee. Spezielle Varianten wie Motorsegler mit Klapptriebwerk, Faltpropeller oder sogar ausfahrbarem Jetantrieb ergänzen die bekannten Modelle.

e-flight-expo mit chinesischen Ausstellern

Waren sie vor einigen Jahren in Friedrichshafen noch bestaunte Zukunftsvisionen, so haben es mittlerweile einige Flugzeuge mit Elektroantrieb bereits zur Serienreife geschafft: Auf der sechsten e-flight-expo innerhalb der AERO werden erneut ökologische und ökonomische Motorflugzeuge, Drohnen und Motorsegler mit Elektroantrieb zu sehen sein (im Bild: Elektra One UAS von PC-Aero). Besonders gespannt sind viele Besucher auf den "WattsUp", der voraussichtlich von Pipistrel präsentiert wird.

Dieser Zweisitzer mit Elektroantrieb soll vor allem für den Flugschulbetrieb prädestiniert sein, er wird seit Jahresbeginn in Serie gebaut. Neue Entwicklungen in der Akkutechnik lassen zudem die Reichweite der Elektroflugzeuge immer mehr ansteigen, wodurch ihre Akzeptanz in Fliegerkreisen deutlich zunimmt. Auch in China ist Nachhaltigkeit ein Thema: zwei chinesische Aussteller haben ihre Teilnahme im Rahmen der e-flight-expo angekündigt.

Antriebs-Schau Engine Area

Bereits zum vierten Mal stehen Antriebsysteme verschiedener Bauarten und Technologiestufen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung: Herkömmliche und moderne Kolbenmotoren mit Benzin- oder Dieselantrieb, Turbinen oder Elektroantriebe sind hier zu finden. Ein weiterer Schwerpunkt innerhalb dieses Bereichs sind die Triebwerks-Managementsysteme sowie alternative Treibstoffe, die angesichts der ungewissen Zukunft des verbleiten Flugzeugtreibstoffs Avgas immer mehr in den Fokus rücken.

Avionics Avenue: Funkumstellungsfrist läuft ab

Die in knapp drei Jahren ablaufende Frist für die Umstellung von Funkgeräten auf das 8,33-kHz-Raster in Flugzeugen und Helikoptern, die für Sichtflugbetrieb zugelassen sind, wird den Herstellern der Sonderschau Avionics Avenue rege Aufmerksamkeit bescheren. Ebenso führen die seit Dezember 2014 gültigen "Standardised European Rules of the Air" mit der Einführung neu definierter Lufträume dazu, dass vor allem GPS-Hersteller gute Nachfrage verbuchen werden.

Piloten und Flugzeughalter können sich aber auch über alle weiteren Bereiche der Flugkontroll-, Management-, Navigations- und Kommunikationssysteme informieren. Erstmals wird der US-Hersteller Garmin im Rahmen der Avionics Avenue auch ein eigenes Vortragsforum für die Besucher anbieten.

RPAS Expo / Zivile Drohnen mit UAV-DACH-Anwenderkonferenz

Auf der AERO 2014 feierte die neue Ausstellung RPAS Expo (Remotely Piloted Aircraft Systems) ihre Premiere, in diesem Jahr präsentiert sich dieser Bereich bereits deutlich vergrößert. Die RPAS Expo bietet einen umfassenden Überblick über die Einsatzmöglichkeiten der unbemannten Flugobjekte. Mehrere Luftfahrzeuge, ausgerüstet mit modernster Mess- und Sensortechnik, werden zu sehen sein.

Für die unbemannten Fluggeräte, die zur Allgemeinen Luftfahrt gezählt werden, gibt es bereits ein breites Einsatzspektrum. Dieses reicht von Umweltforschung über Erdbeobachtung bis hin zu Rettungseinsätzen. Auf der AERO sind die zivilen Drohnen sowohl in einem Indoor Flying Display zu sehen, aber auch in einem eigens eingerichteten Outdoor-Flugbereich neben dem Messesee am Eingang West. Abgerundet wird dieser Bereich durch eine UAV-DACH-Anwenderkonferenz.

Premiere für Aviation and Pilots Competence Center

Erstmals findet 2015 das Aviation and Pilots Competence Center statt. Dieses soll Anlaufstelle sowohl für Piloten als auch für alle Interessenten an einer Ausbildung in der Luftfahrt sein. Dort gibt es Informationen und Angebote zur Aus-, Fort- und Weiterbildung durch Flugschulen, Organisationen und Interessenvertretungen wie Luftfahrt-Bundesamt, EASA, AOPA, Deutscher Wetterdienst oder Deutsche Flugsicherung.

Gleichzeitig findet die Aktion "Be a pilot" statt. Mit ihr sollen jungen Menschen Wege aufgezeigt werden, um eine berufliche Perspektive in der Luftfahrt zu finden. Daher präsentieren Flugschulen, Luftfahrtunternehmen und Fluggesellschaften Wissenswertes über alle Arten der Ultraleicht-, Privat- und Berufspilotenlizenz für Flugzeuge oder Helikopter sowie Informationen über Karrierechancen in der Fliegerei.

Konferenzen auf der AERO

Eine wichtige Säule der AERO sind die weit über 100 Konferenzen, Vorträge und Workshops zu aktuellen Themen der Luftfahrt im Rahmen der AERO Conferences. In diesem Jahr wird auch erstmals der Executive Director der European Aviation Safety Agency (EASA), Patrick Ky, die AERO besuchen und sich in einem Konferenzprogramm den Fragen der Piloten und Hersteller stellen.

Experten von Pilotenvereinigungen wie AOPA, Zulassungsbehörden oder der Herstellerverbände GAMA und LAMA sowie Interessenvertretungen aus der General Aviation informieren und diskutieren bei den AERO Conferences über politische Rahmenbedingungen, Verbesserungsmöglichkeiten und die derzeitige Situation in der Luftfahrt.

Anreise mit dem eigenen Flugzeug

Für selbst anfliegende AERO-Besucher ist es bereits vertrauter Standard: Auch für die AERO 2015 ist der Anflug am Flughafen Friedrichshafen nur per vorheriger Sloteinholung möglich. Dies ist ab 28. März möglich. Allgemeine Anreise-Infos gibt es hier.

Zumindest für alle Piloten von Ultraleichtflugzeugen oder Motorseglern gibt es eine Alternative. So ist auch das zehn Kilometer westlich vom Airport Friedrichshafen liegende Segelfluggelände Markdorf während der Messe anfliegbar. Von Markdorf gibt es eine Shuttle-Busverbindung, die im halbstündigen Turnus zur AERO fährt. Zur besseren Planung sollten sich UL- und Motorseglerpiloten dort informieren und anmelden.

Tent-City: Übernachtung auf dem Messegelände

Bereits in ihr viertes Jahr geht das Angebot der Tent-City auf der Messe: Wer sich also nicht langwierig um eine Unterkunft kümmern will, kann dort einfach in Halle A1 gegen eine geringe Gebühr übernachten. Die Zelte werden von der Messe gestellt, der Besucher muss lediglich einen Schlafsack mitbringen. Die Zelte in Einer- oder Zweierbelegung können ab März online gebucht werden.

Die Öffnungszeiten der AERO vom 15. bis 18. April 2015: Mittwoch bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr und am Samstag von 09:00 bis 17:00 Uhr.

Überblick über die AERO Friedrichshafen 2015

  • Termin: Mittwoch, 15. bis Samstag, 18. April 2015
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 09:00 – 18:00 Uhr; Samstag von 09:00 – 17:00 Uhr
  • Veranstalter: Messe Friedrichshafen GmbH, 88046 Friedrichshafen
  • Ausstellung: mehr als 630 Aussteller aus 35 Ländern
  • 11 Messehallen + Static Display, Bruttofläche 82.500 Quadratmeter

Ausstellungsangebot

  • Halle A1: Segelflieger, Tent City
  • Halle A2: RPAS EXPO
  • Halle A3: General Aviation (bis 5,7t), Dienstleistungen, Zubehör
  • Halle A4: General Aviation (bis 5,7t), Dienstleistungen, Zubehör
  • Halle A5: General Aviation (bis 5,7t), Engine Area, Maintenance, Antriebssysteme, Pilotenausrüstung
  • Halle A6: Avionics Avenue, Cockpit- und Boardsysteme
  • Halle A7: General Aviation (bis 5,7t), Helikopter
  • Halle B1: UL, VLA, LSA
  • Halle B2: UL, VLA, LSA
  • Halle B3: UL, VLA, LSA
  • Halle B4: Tragschrauber, UL, VLA, LSA
  • Static Display: Business Aviation, Gebrauchtflugzeuge
  • Foyer West: e-flight-expo, Be a pilot
  • Foyer Ost: AERO-Konferenzzentrum, AEROkunst

AERO Conferences

  • Konferenzzentrum Ost + Vortragsforum im Foyer Ost, Mi – Sa

Sonderschauen

  • ENGINE AREA (Mi – Sa) in Halle A5
  • Avionics Avenue in Halle A6
  • Headset Test Area in Halle A6
  • RPAS Expo supported by UAV DACH e.V. in Halle A2
  • AEROkunst im Foyer Ost

Gebrauchtflugzeuge

Verkauf von Flugzeugen aus zweiter Hand.

AERO Tent City

Halle A1, Mi – Sa, Reservierung erforderlich! (Informationen + Online-Reservierung ab 02. März 2015 online verfügbar!)

Eintrittspreise

  • Tageskarte: 18,00 Euro
  • Tageskarte ermäßigt (Ermäßigung für Rentner, Behinderte, Gruppen ab 20 Personen, Inhaber einer SZ-Abo-Card gegen Vorlage eines gültigen Ausweises): 15,00 Euro
  • 2-Tageskarte: 33,00 Euro
  • Ticket für Schüler und Studenten: 10,00 Euro
  • Kinder bis einschließlich 14 Jahre: Eintritt frei

Ende des ATV-Programms: Modul für Orion schon im Bau

Das fünfte Automatische Transferfahrzeug der ESA schloss mit seinem kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und sicheren Verglühen über einem unbewohnten Gebiet des Südpazifik seine Mission zur Versorgung der Internationalen Raumstation (ISS) ab. Das Ende dieser Mission zu dem Zeitpunkt, als das Raumfahrzeug wie geplant um etwa 19:04 Uhr MEZ auseinanderbrach, markiert gleichzeitig das Ende des ATV-Programms der ESA. Mit diesem Programm wurde zur Versorgung der ISS das ausgefeilteste in Europa je entwickelte Raumfahrzeug konzipiert, das nach seinem Jungfernflug im Jahr 2008 in sechs Jahren vier weitere Starts absolvierte.

Bei ihren fünf Missionen beförderten die verschiedenen ATV insgesamt 31.500 kg Versorgungsgüter zur Raumstation. Ihre Triebwerke dienten wiederholt zur Anhebung der Bahnhöhe der ISS und sogar zu Ausweichmanövern, um drohende Kollisionen mit Raumfahrtschrott zu vermeiden.

Schlüsseltechnologie hat sich bewährt: Automatisches Andocken

Das ATV demonstrierte Europas Kapazität des automatischen Andockens, eine Technologie, die für die künftige Weltraumexploration von ausschlaggebender Bedeutung ist. Dieses letzte ATV mit der Bezeichnung Georges Lemaître stellte den Rekord der bislang schwersten Ariane-5 auf, als diese sich am 29. Juli 2014 von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana in den Himmel schob.

Das ATV zählte neben den russischen Trägerraketen Progress und Sojus, dem japanischen Transferfahrzeug H-II und den kommerziellen amerikanischen Raumfahrzeugen Dragon und Cygnus zur Versorgungsflotte der ISS.

Vor seiner Wiederabtrennung von der Raumstation belud es die Bordmannschaft mit Stationsmüll, um in dem schwerelosen Forschungszentrum wieder Platz zu schaffen. Es dockte am 14. Februar um 14:40 Uhr MEZ von der ISS ab und nahm Kurs auf eine sichere Abstiegsbahn.

Europas bemannte Raumfahrt nach der Mir

Das ATV wurde bereits 1987 entworfen, als Ideen für eine Nachfolgeraumstation zur russischen Mir heranreiften. 1994 erörterten die ESA und Russland die Möglichkeit, das Raumfahrzeug für eine neue Raumstation zu verwenden. Der Beschluss für seinen Bau wurde im Oktober 1995 gefasst, die Entwicklung im folgenden Jahr in Angriff genommen.

Das ATV-Programm war Teil einer Tauschvereinbarung zwischen der ESA und ihren internationalen Partnern, dank der die ESA ihren Anteil an den laufenden Kosten der Internationalen Raumstation durch die Bereitstellung lebenswichtiger Güter und Systeme abgilt.

Das von der ESA und der europäischen Industrie mit der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb der hochkomplexen ATV gewonnene Know-how war ein wesentlicher Faktor für die Einbindung der ESA beim Raumfahrzeug Orion der NASA, an dessen Bord Astronauten zum Mond und noch tiefer in den Weltraum fliegen werden.

Fokus auf Orions Testflug 2017

Die Industriepartner der ESA haben bereits mit der Fertigung des europäischen Versorgungsmoduls begonnen, das als technisches Nachfolgesystem des ATV ein zentrales Modul von Orion bildet, das während des Testflugs im Jahr 2017 Stromversorgung, Luft und Antrieb sicherstellen wird. "Wir blicken mit Stolz auf unsere Erfolge im Laufe des ATV-Programms zurück", erklärt Thomas Reiter, Direktor für bemannte Raumfahrt und Betrieb.

"Wir freuen uns darauf, die Erfahrung und die Kenntnisse, die wir bei der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von fünf äußerst erfolgreichen ATV gewonnen haben, auf künftige Explorationsmissionen unter Nutzung des daraus abgeleiteten europäischen Versorgungsmoduls auf dem Orion-Raumfahrzeug anzuwenden."

Kundenzufriedenheit bei Flughäfen: Zürich unter Top 5 in Europa

Der führende internationale Dachverband der Flughafenbetreiber, das Airport Council International (ACI), hat im Rahmen der Airport Service Quality (ASQ)-Awards die Ergebnisse von Passagierbefragungen an weltweit rund 270 Flughäfen ausgewertet. Der Flughafen Zürich schaffte es in der Kategorie "Beste Flughäfen Europas" auf Rang 5. Pro Flughafen wurden mindestens 1.400 Passagiere zu verschiedenen Dienstleistungen mittels eines standardisierten Fragenkatalogs befragt. In der Kategorie Europa erreichte der Flughafen Zürich den fünften Rang hinter Keflavik, Moskau Sheremetyevo, Porto und Malta.

Neben Zürich ist Moskau Sheremetyevo der einzige Flughafen in dieser Gruppe mit mehr als 15 Millionen Passagieren. Seit 2006 wird der ASQ-Award vom in Montreal ansässigen internationalen Dachverband der Flughafenbetreiber vergeben. Die Teilnahme ist freiwillig und ermöglicht es den Flughäfen, ihre Qualitätsstandards untereinander laufend zu messen und zu verbessern.

Kerosinpipeline für Flughafen Stuttgart – Antragsunterlagen öffentlich

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Wer sich für das Raumordnungsverfahren für die geplante Kerosinpipeline des Flughafen Stuttgart interessiert, kann seit heute die Antragsunterlagen einsehen. In allen Gemeinden, unter deren Gemarkung die Leitung verlaufen könnte, liegen die Dokumente bis zum 16. März 2015 in gedruckter Form aus. Sie sind auf einer Pipeline-Website auch bequem von zuhause aus abrufbar. Bis zum 13. April 2015 haben alle Bürger Gelegenheit, sich zum Raumordnungsantrag zu äußern und bei Bedarf Änderungen vorzuschlagen.

Gleichzeitig wird unter der Federführung des Regierungspräsidiums Stuttgart bis Ende Juli 2015 untersucht, welchen Einfluss die möglichen Trassenvarianten auf Flächen, die vorhandene Infrastruktur und die Umwelt haben – und ermittelt, welche Lösung unter diesen Gesichtspunkten am besten geeignet ist. Die Ergebnisse sind Grundlage für das folgende Planfeststellungsverfahren. Die Dokumente sind hier auf der Pipeline-Website auffindbar.

CEPS-Pipeline statt Kerosin über Tanklastzüge

Die FSG plant, das Flughafen-Tanklager an die durch Baden-Württemberg führende CEPS-Treibstoffleitung Kehl-Tübingen-Aalen (Central European Pipeline Systems, sog. NATO-Pipeline) anzuschließen. Bisher wird das Kerosinlager am Flughafen Stuttgart von Tanklastzügen beliefert. Über 4.500 Lkw transportieren jährlich ca. 160.000 Kubikmeter Kerosin vom Zwischenlager Heilbronn zum Flughafen.

Das Lager Heilbronn schließt im Jahr 2017. Weitere Transporte, rund 75.000 Kubikmeter im Jahr, kommen aus Plochingen. Fallen all diese Gefahrguttransporte auf der Straße weg, sind CO2-Einsparungen von bis zu 650 Tonnen pro Jahr möglich. Bislang stehen zwei mögliche Trassenkorridore für die Pipeline zur Diskussion: Zum einen eine Variante parallel zur Autobahn A 8, die andere parallel zur B 27.

Gerold Tumulka verlässt Bodensee Airport – Positives Ergebnis

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Der Bodensee Airport hat auch im Jahr 2014 seinen "Steigflug" fortgesetzt. In den letzten Jahren konnte sich der Flughafen, von einem defizitären Unternehmen in Folge der Krisen der Jahre 2008 und 2010, zu einem stabilen und gut aufgestellten Betrieb vorarbeiten. Im Jahr 2014 wurde erstmals seit längerer Zeit wieder ein positives Betriebsergebnis erreicht. Damit fanden die Bemühungen der Vorjahre auch im wirtschaftlichen Erfolg ihren Niederschlag. Die erfreuliche und positive Verkehrsentwicklung im Jahr 2014 zeigt das große Potential der Vierländerregion und des Bodensee Airports Friedrichshafen.

Seit 2012 konnten mit Monarch Airlines, Turkish Airlines, Germania, und British Airways vier namhafte und traditionsreiche Airlines neu und erfolgreich am Bodensee Airport angesiedelt werden. Auch das Angebot an Flugzielen konnte deutlich erweitert werden. Zusätzlich konnte eine deutliche Verbesserung der Auslastung auf bestehenden Strecken wie z.B. nach Frankfurt erzielt werden. Mit der Betriebsaufnahme der Luftfracht wurde ein weiteres Segment im Dienstleistungsportfolio erschlossen. Entgegen dem Trend der Luftfahrtbranche in Deutschland hat sich der Bodensee Airport positiv entwickeln können.

Für 2015 stehen die Zeichen weiterhin für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends mit der Ausweitung des Angebots von Turkish Airlines, dem Einsatz von größerem Fluggerät bei Lufthansa und der Wiederaufnahme der Mittagsverbindungen nach Hamburg und Berlin durch InterSky. Dazu steht im Jahr 2015 auch das 100-jährige Jubiläum des zweitältesten Verkehrsflughafens Deutschlands an.

Nach dreijähriger erfolgreicher Tätigkeit als Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH gibt Herr Tumulka die Geschäftsführung im Sommer 2015 ab, um eine attraktive Position an einem Großflughafen im Ausland zu übernehmen.

Gerold Tumulka: "Der Bodensee Airport hat einen steinigen Weg hinter sich und musste den Erfolg des Jahres 2014 hart erarbeiten. Dies ist eine Errungenschaft des gesamten Teams, das dieses Ergebnis mit Ihrem Einsatz hoch verdient hat. Der Flughafen ist nun bestens positioniert und gut für die Zukunft gerüstet. Ich wünsche dem Flughafen diesen Weg weiter erfolgreich fortsetzen zu können."

Dr. Konstantin Sauer, Vorsitzender des Aufsichtsrates: "Der Aufsichtsrat dankt Herrn Tumulka für die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und bedauert sein Ausscheiden außerordentlich. Der Flughafen ist durch die Anstrengungen der letzten Jahre jetzt gut aufgestellt und gerüstet, und blickt zuversichtlich in die Zukunft."

Dolderer in Abu Dhabi neunter – Bonhomme gewinnt

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Der deutsche Pilot Matthias Dolderer ist mit einem neunten Platz bei der ersten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 in Abu Dhabi in die neue Saison gestartet. "Mein Run war in Ordnung, aber nicht perfekt. Es war insgesamt die fünftschnellste Zeit im Feld, gereicht hat es aber nicht für den Einzug in die zweite Runde", erklärte der 44-jährige Tannheimer.

Das lag daran, dass sein Kontrahent im "Mann gegen Mann"-Duell in der ersten K.O.-Runde "Round of 14", Hannes Arch (Österreich), einen sehr guten Lauf erwischte. Der Weltmeister von 2008 und aktuelle Vize-Weltmeister war in 57,653 Sekunden knapp eine Sekunde schneller als der Deutsche (58,698). Es folgte das große Zittern, denn Dolderer konnte noch darauf hoffen, als schnellster Verlierer den Sprung in die "Round of 8" zu schaffen. Doch Weltmeister Nigel Lamb (Großbritannien) schnappte ihm im letzten Duell den achten Platz buchstäblich vor der Nase weg.

Dolderer: Japan kann kommen

Trotz des Aus in der ersten Runde blickt Dolderer, der seine mittlerweile vierte Saison in der schnellsten Motorsportserie der Welt bestreitet, optimistisch auf das nächste Rennen im japanischen Chiba (16./17. Mai): "Ich blicke zuversichtlich nach vorne. Das Flugzeug läuft gut, meine Runs hier in Abu Dhabi waren zufriedenstellend und das Team arbeitet gut zusammen. Japan kann kommen."

Der Sieg im ersten Rennen des Jahres ging an den Weltmeister von 2009 und 2010, Paul Bonhomme. Der Brite setzte sich im abschließenden packenden "Final-4" in 57,787 Sekunden mit 0,084 Sekunden Vorsprung vor dem Australier Matt Hall (57,871) durch. Rang drei bei der offiziellen Air Race Weltmeisterschaft des Weltluftsportverbandes FAI belegte der Kanadier Pete McLeod (58,843), Vierter wurde Hannes Arch.

Imposante Kulisse als Austragungsort

Abu Dhabi, bekannt für seine enthusiastischen Motorsportfans, war bereits zum achten Mal Austragungsort des Auftaktrennens der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft und steht damit an der Spitze der WM-Locations. Die High-Society von Abu Dhabi verfolgte das Rennen über dem türkisblauen Wasser des Arabischen Golfs von der Sky Lounge und dem Race Club aus.

Die insgesamt 14 Piloten aus elf Nationen navigieren beim Red Bull Air Race ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis 370 km/h nur wenige Meter über dem Boden bzw. Wasser durch einen Parcours, der aus 25 Meter hohen aufgeblasenen Pylonen besteht, und erreichen dabei Fliehkräfte von bis zu 10G.

ATV-5: Europas Erfolgsgeschichte verglüht über dem Pazifik

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ATV-5 – ein Abschied für immer: Am 15. Februar 2015 ist um 19:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit das fünfte und letzte europäische Raumfahrzeug ATV (Automated Transfer Vehicle) mit dem Namen „Georges Lemaître“ zum Verglühen kontrolliert in die Erdatmosphäre eingetreten.

Zuvor hatte es Nachschub und Experimente zur Internationalen Raumstation ISS transportiert sowie deren Bahn angehoben und korrigiert. Mit seinem Ausscheiden ist zwar die Ära der ATV-Transporter zu Ende – doch ihr Knowhow wird im europäischen Servicemodul der US-amerikanischen Raumkapsel Orion weiterleben.

Feuriges Finale beim Wiedereintritt – kein „Shallow Reentry“

Einen Tag zuvor, am 14. Februar, hatte ATV-5 um 14:40 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vom russischen Swesda-Modul der Raumstation abgedockt und Kurs auf die Erde genommen. Zwei gezielte Bremsmanöver sorgten vor dem Wiedereintritt dafür, dass der 20-Tonnen-Transporter in einem steilen Winkel in die Erdatmosphäre eintauchte, um dann zu verglühen. Das zusätzliche Zünden der Steuerdüsen brachte das Fahrzeug zum Taumeln und erleichterte so das Auseinanderbrechen in kleinere Einzelteile.

Drei Wiedereintritts-Experimente zeichneten während des so genannten Reentries Daten wie beispielsweise die Temperaturentwicklung auf, und sendeten diese zur Erde. Eines davon ist der schon zuvor eingesetzte „Reentry Break up Recorder“ – eine Art Flugschreiber, der mechanische Lasten aufzeichnet. Er wurde jetzt von einer optischen und einer Infrarot-Kamera ergänzt. Diese übermittelten die Bilder vom Beginn des Wiedereintritts bis zum Auseinanderbrechen des ATV.

Der ursprünglich von der Europäischen Weltraumorganisation ESA geplante „Shallow Reentry“, ein Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit flachem Winkel, wurde aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt. Vor einigen Tagen war eine Batterie in einem der vier redundanten Energieversorgungsstränge ausgefallen.

Automatisches Andocken mit LIRIS-Laser

Am 30. Juli 2014 mitteleuropäischer Sommerzeit war ATV-5 mit eine Ariane-5-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana zur ISS gestartet. An Bord befanden sich dabei Nachschub an Wasser, Treibstoff, Atemluft und Lebensmittel, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte Schmelzofen EML sowie die ebenfalls aus Deutschland stammenden Experimente MagVector, Spacetex und WiseNet.

Vor dem Andocken an die Raumstation am 12. August, das der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst und der russische Kosmonaut Alexander Skvortsov überwachten, wurden erstmalig die neuen Rendezvous-Sensoren LIRIS (Laser InfraRed Imaging Sensors) am ATV getestet. Diese weiterentwickelte Kombination aus Laser- und Infrarot-Technologie soll zukünftige robotische Anwendungen, wie etwa die Entsorgung von Weltraummüll, ermöglichen und optimieren helfen.

Umittelbar nach dem Andocken begann die Crew mit dem Entladen des Transporters. Das mit über 300 Kilogramm größte der Experimente, den elektromagnetischen Levitator EML, baute Alexander Gerst ins „European Drawer Rack“ des Columbus-Labors ein und begann mit dem Testbetrieb. In dem Schmelzofen, in dem metallische Legierungen frei schwebend aufgeschmolzen und analysiert werden können, sollen in den kommenden Monaten Experimente mit 18 verschiedenen Metallproben durchgeführt werden. EML liefert dabei hochgenaue Daten, die beispielsweise die Simulation von Gießvorgängen in der Metallproduktion entscheidend verbessern können.

ATV-Technik aus Bremen für US-amerikanische Orion-Kapsel

Mit „Georges Lemaître“ gehört das letzte ATV der Vergangenheit an – doch seine Technologie lebt weiter: Sie wird im europäischen Servicemodul ESM der US-amerikanischen Raumkapsel Orion verwendet. ESM ist dort für Energie, Antrieb und Temperaturkontrolle der Raumkapsel, aber auch für die Lagerung von Versorgungsgütern verantwortlich. Das Servicemodul ist außerdem ein so genanntes Barter-Element, das heißt, es sichert den Europäern Nutzungsrechte auf der ISS in den Jahren 2017 bis 2020.

Orion soll erstmals 2018 unbemannt getestet werden und zunächst den Mond, in zukünftigen Missionen aber auch Objekte im erdfernen Weltraum, wie etwa Asteroiden, erforschen. Mit dem ESM steuert die ESA erstmalig ein solch hochkomplexes und kritisches Element zu einer wichtigen US-Mission bei – ein großer Vertrauensbeweis, der durch das erfolgreiche ATV-Programm erst ermöglicht wurde. Entwickelt und gebaut wird ESM, wie auch zuvor das ATV, vom Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space in Bremen.

Mit seinem fünften erfolgreichen Flug habe das ATV alle Erwartungen an das Programm mehr als erfüllt, sagt Volker Schmid, ATV-Programmverantwortlicher beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): „Der europäische Raumtransporter führte alle vollautomatischen Flüge und Andockmanöver in bisher nicht erreichter Präzision durch – allein das punktgenaue Andocken an die ISS bei 28.000 Stundenkilometern war eine große Herausforderung, die es zu meistern galt. Zudem ist ATV das größte und komplexeste Raumfahrzeug, das bislang für den Raumtransport eingesetzt wurde.“

Über 30 Tonnen Material für Nutzungsrechte an ISS

ATV-1 „Jules Verne“ startete 2008 zur Raumstation. Danach folgten ATV-2 „Johannes Kepler“ (2011), ATV-3 „Edoardo Amaldi“ (2012), ATV-4 „Albert Einstein“ (2013) und „Georges Lemaître“ (2014). Insgesamt wurden bei den fünf Flügen 31,5 Tonnen Fracht zur ISS transportiert. Mit den ATV-Flügen hat Europa seine Beteiligung an den allgemeinen Betriebskosten der ISS abgeleistet. Dadurch erhalten deutsche und andere europäische Astronauten, Wissenschaftler und Ingenieure entsprechende Nutzungszeit auf der ISS.

Mit dem Bau und der Entwicklung des ATV habe die europäische Raumfahrtindustrie wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten sammeln und ihren hohen Technologiestandard unter Beweis stellen können, erläutert DLR-Experte Volker Schmid: „Deutschland war dabei federführend am Programm beteiligt und hat rund 48 Prozent der Beiträge des insgesamt drei Milliarden teuren Programms finanziert.“ Für die unter Federführung von Airbus Defense & Space in Bremen gebauten Transporter haben 30 Firmen aus zehn europäischen Ländern Leistungen erbracht, weitere Beiträge stammten aus Russland und den USA.

Auch das DLR war maßgeblich am Programm beteiligt: So betreute das DLR-Raumfahrtmanagement das Programm, beim deutschen Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen wurde die Kommunikation zwischen dem ISS-Kontrollzentrum in Moskau und dem ATV-Kontrollzentrum in Toulouse koordiniert, und das DLR in Göttingen hatte die ATV-Steuerdüsen mitentwickelt.

Horst Seehofer zu Besuch bei der MTU Aero Engines

Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat der MTU Aero Engines AG am Freitag einen Besuch abgestattet. Seehofer kam in Begleitung von Gerda Hasselfeldt (MdB), Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag. Empfangen wurden die Gäste vom MTU-Vorstandsvorsitzenden Reiner Winkler, Technik-Vorstand Dr. Rainer Martens und Michael Schreyögg, Vorstand Programme. Seehofer würdigte vor allem das Engagement des Unternehmens zur Standortsicherung für die Luftfahrtindustrie in Bayern.

„MTU ist und bleibt eine der wichtigen Säulen des Hightech- und Luftfahrtstandorts Bayern. Mit dem neuen Blisk-Kompetenzzentrum macht MTU einen großen Schritt in die digitale Zukunft der Industrie 4.0 und legt gleichzeitig ein starkes Bekenntnis für den Standort Bayern ab.“ Die Bayerische Staatsregierung bleibe auch in Zukunft verlässlicher Partner der Luftfahrtindustrie, etwa mit der Luftfahrtstrategie 2030 für Forschung, Entwicklung und Vernetzung der Luftfahrtaktivitäten, so der Bayerische Ministerpräsident.

Der Werksrundgang führte Seehofer und seine Begleiter in die hochmoderne Fertigungshalle für Blisk-Bauteile, wo eines der größten, flexiblen Fertigungssysteme für die Produktion von Hoch- und Mitteldruckverdichtern weltweit zum Einsatz kommt. Blisks sind Hochtechnologie-Bauteile, die integral aus einem Stück gefertigt werden und zunehmend in modernen Triebwerken zum Einsatz kommen.

Die MTU Aero Engines ist weltweit einer der führenden Hersteller dieser Blade Integrated Disks. Bis zum Jahr 2016 wird die MTU ihre Produktionskapazitäten von 600 auf über 3.500 Blisks ausbauen. Rund 200 Mitarbeiter nehmen dafür in der Halle 077 an hoch modernen Arbeitsplätzen ihre Tätigkeit auf. Das Investitionsvolumen für den innovativen Hallenbau, inklusive der Maschinenausstattung, liegt bei rund 65 Millionen Euro. Nach dem Fertigungshochlauf werden in der Halle Verdichterstufen für zivile und militärische Triebwerke, vor allem für die treibstoffsparende und leisere PW1000G-Familie mit Getriebefan-Technologie, für das PW800 sowie für das TP400-D6, produziert werden.

„Die nachhaltige positive Geschäftsentwicklung der letzten Jahre ist für uns Ansporn und Verpflichtung, die technologische Vorreiterrolle und die Marktposition der MTU in Deutschland weiter auszubauen,“ so Reiner Winkler. „Der Schwerpunkt liegt dabei auch weiterhin auf unseren Standorten in Bayern.“

Matthias Dolderer trotzt Zeitstrafe

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Mit einem fünften Platz beim Qualifying der ersten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 in Abu Dhabi setzte der deutsche Pilot Matthias Dolderer eine erste kleine Duftmarke in der neuen Saison. Und das trotz einer Zwei-Sekunden-Zeitstrafe aufgrund eines falschen Flugwinkels innerhalb eines Air Gates.

„Mit dem Run bin ich trotz des ‚Incorrect Level Flying‘ zufrieden. Die Grundzeit von 58,111 passt bei den Verhältnissen, und ich habe meine Linie fix drin für das Rennen. Es passt insgesamt: Der Flieger läuft gut, und ich bin gut drauf.“ Pünktlich zum Qualifying-Tag hatte sich Wind gegenüber den vergangenen Tagen komplett gedreht und allen 14 Piloten Probleme bereitet.

Der neue Modus der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 beschert dem 44-jährigen Tannheimer allerdings ein schweres Los in der morgigen ersten Runde, der K.O.-Runde „Round of 14“. Dolderer trifft dort auf den Weltmeister von 2008 und aktuellen Vize-Weltmeister Hannes Arch (Österreich), der sich im Qualifying gleich vier Strafsekunden einheimste. „Ich freue mich auf das Duell Österreich-Deutschland in Runde eins.“

Schnellster im Training war der zweimalige Weltmeister Paul Bonhomme (Großbritannien) in 57,178 Sekunden. Der Australier Matt Hall belegte mit 0,622 Sekunden Rückstand Rang zwei, Dritter wurde mit 1,195 Sekunden Rückstand der Japaner Yoshihide Muroya.

In der ersten Runde treten die Piloten am morgigen Renntag in „Mann gegen Mann“-Duellen gegeneinander an. Die sieben „Round of 14“-Gewinner qualifizieren sich ebenso für die „Round of 8“ wie der schnellste Verlierer. Die vier Sieger der „Round of 8“ ermitteln anschließend im „Final-4“ den Sieger.