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B747-400F für Luftfahrt ohne Grenzen fliegt in Nordirak

Tausende Kinder im Nordirak erhalten erneut Hilfsgüter von Luftfahrt ohne Grenzen e.V. (LOG). Obwohl die Not nicht nachgelassen hat, geht das Interesse am Thema zurück. Gerade die Kinder benötigen noch Unterstützung bei Nahrung und Medikamenten, doch auch in Ausbildung wird investiert – denn die meisten wollen wieder in ihre Heimat zurück.

Bereits zum fünften Mal wird die Organisation Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help mit einer großen Hilfslieferung die Kinder im nördlichen Irak mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgen. Eine Boeing 747-400F der Silk Way West wurde dazu Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH für LOG mit Gütern beladen. Rund 4.000 Kinder unter drei Jahren und etwa 3.500 Waisenkinder warten in den Flüchtlingsgebieten dringend auf Hilfe. Das Flugzeug mit der wertvollen Fracht hat heute den Flughafen Hahn in Richtung Erbil verlassen.

Menschen wollen in ihre Heimat

Insgesamt leben in den Lagern von Hasansham und Dibaga rund 23.000 Kinder. Immer wieder haben die Helfer bei früheren Hilfslieferungen vor Ort von den Betroffenen gehört, dass sie darauf warten, wieder nach Hause zurückkehren zu können und nicht vorhaben nach Europa zu flüchten. „Es ist erschreckend wie das Interesse für diese Kinder, die mit ihren Angehörigen, aber sehr oft auch alleine auf der Flucht sind, inzwischen nachgelassen hat. Viele von ihnen sind traumatisiert und leben schon seit Jahren unter unwürdigen Umständen in Lagern, ohne schulische Bildung und die Aussicht auf eine Zukunft. Ganz besonders ihnen gilt unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge“, sagte Frank Franke, Präsident von Luftfahrt ohne Grenzen.

Luftfahrt ohne Grenzen fördert Zukunft

Voraussetzung dafür wäre aber, dass die Versorgung und die Chancen für eine bessere Zukunft auch in den Lagern verbessert werden. Aus diesem Grunde wird Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help in der Region auch drei Computerschulen in Kooperation mit der Barzani Charity Foundation einrichten.

An Bord dieser 747-400F werden vor allem Kindernahrung, Windeln und Zwieback befördert. Luftfahrt ohne Grenzen e.V. / Wings of Help breitet weltweit seine Flügel aus, um Menschen in Not zu helfen. Die Aufgabengebiete sind die Versorgung notleidender Menschen nach Natur- und humanitären Katastrophen sowie der Transport medizinischer Notfälle aus aller Welt zur ärztlichen Behandlung nach Deutschland. Luftfahrt ohne Grenzen e.V. stellt gerne Spendenquittungen aus und sendet sie umgehend zu. Das Foto mit Piloten zeigt: „Präsident Frank Franke mit Crew“.

Airbus und THAI: Gemeinsames Großraumflugzeug-MRO

Airbus und Thai Airways International (THAI) wollen ein Joint Venture für Wartung, Oberholung und Reparatur am Flughafen von Bankok gründen. maintenance and overhaul (MRO) facility at U-Tapao International Airport near Bangkok.

Das Unternehmen für Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) soll am U-Tapao International Airport nahe Bangkok entstehen, das vereinbarten beide bei der Unterzeichnung im Airbus-Hauptquartier in Toulouse. Es soll eines der modernsten MRO-Zentren in der Asien-Pazifikregion werden und alle Widebody-Flugzeugtypen aufnehmen können.

Dabei sollen Digitalisierung und fortschrittliche Inspektionstechniken, wie etwa Drohnen und Copter zum Erfassen des Rumpfes eingesetzt werden. Der Reparaturzweig soll dabei auch Verbundbauteile spezialisiert verarbeiten können. THAI ist seit 1977 Kunde von Airbus und hat seitdem jede Flugzeugversion der Europäer gekauft. Darunter auch A330, den Superjumbo A380 und den modernsten Langstreckenjet A350 XWB, dessen Struktur aus Verbundwerkstoffen besteht.

Germania baut Ziele aus: vom FMO nach Griechenland

Seit heute fliegt Germania vom Flughafen Münster/Osnabrück zweimal pro Woche in die zweitgrößte griechische Stadt Thessaloniki. Die Flüge starten jeweils montags und freitags.

Der Ballungsraum Thessaloniki zählt knapp eine Million Einwohner und ist somit sowohl für einen klassischen Städtetrip als auch für Geschäftsreisende interessant. Zudem stammen viele Griechen im Einzugsbereich des FMO aus dem Großraum Thessaloniki. Für sie ermöglichen die Flüge einen schnellen und unkomplizierten Besuch in der Heimat. Aber auch für Urlauber bietet das neue Ziel einiges: Touristisch interessant ist die Region Chalkidiki speziell um die Orte Kassandra und Sithonia mit ihren endlosen Sandstränden und dem saphirblauen Meer.

Griechenland stark im Flugplan

Germania bedient in diesem Sommer ab Münster/Osnabrück insgesamt vier griechische Ziele mit neun wöchentlichen Abflügen. Neben dem neuen Ziel Thessaloniki steuern die grün-weißen Flugzeuge der Germania auch Kreta, Kos und Rhodos an. Germania hat am Flughafen Münster/Osnabrück zwei Flugzeuge stationiert und bedient 16 Zielorte mit 30 Abflügen pro Woche. Die Airline startet mit Airbus der Familie A320 vom FMO auch in die beliebten Ferienregionen Mallorca, Kanarische und griechische Inseln, in die Türkei, nach Bulgarien, Portugal und Ägypten.

Für die Norddeutschen eröffnen sich zudem im Sommer 2019 auch ab Bremen neue Reisemöglichkeiten. Ibiza, Larnaka auf Zypern und Korsika sind bei der Airline schon aktiviert, weitere Strecken werden weiter ausgebaut, und auf der Strecke Bremen – Antalya wird mit einem großen Airbus A321 geflogen.

Auf dem Foto: Ab sofort zweimal pro Woche vom FMO in die zweitgrößte griechische Stadt: Kapitän Rolf Robin (2.v.r.) und seine Crew werden vom FMO-Marketingleiter Andrés Heinemann (3.v.r.) und Detlef Döbberthin (r.) vor dem Erstflug nach Thessaloniki begrüßt.

PC-24 Jet bei Start und Landung „offroad“

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Pilatus befliegt mit dem neuen PC-24 eine Nachzertifizierungs-Testkampagne, bei welcher das Starten und Landen auf unbefestigten Pisten demonstriert werden. Pilatus plant, die „Rough Field“-Zertifizierung im vierten Quartal 2018 abzuschließen.

Dazu ist der PC-24 Super Versatile Jet zum ersten Mal auf einer unbefestigten Piste gelandet und hat bewiesen, dass er mehr als nur ein Business Jet ist. Pilatus flog damit auf das Flugfeld von Woodbridge, nordöstlich von London. Es bietet für die rund zwei Wochen dauernde Kampagne optimale Bedingungen. Der PC-24 bewies dort erstmals seine Lande- und Startfähigkeiten auf der unbefestigten Naturpiste des Flugplatzes.

Landung auf weltweit doppelt so vielen Flugplätzen

Der PC-24 wurde von Beginn an für den „Offroad-Einsatz“ entwickelt. Seine herausragenden Leistungen auf kurzen Landebahnen sowie Naturpisten eröffnen ein unglaubliches Maß an Flexibilität und neuen Möglichkeiten. Mit dem PC-24 hat man Zugang zu fast doppelt so vielen Flugplätzen weltweit, verglichen mit den aktuell auf dem Markt angebotenen Jets. Zusammen mit der expliziten Cargo-Kapazität des Jets eröffnen sich damit besonders viele Einsatzgebiete.

Oscar J. Schwenk freut sich über die staubigen Flugbewegungen: „Was für ein Bild – der PC-24 erstmals im harten Einsatz auf einer Naturpiste! Ein robustes Fahrwerk, ausgeklügelte Klappensysteme und ein spezielles Tragflächendesign machen solche Einsätze überhaupt erst möglich. Genau dafür haben wir den PC-24 entwickelt – das ist ‹Swiss-Engineering› vom Feinsten.“

H145 bei Schweizer Luftretter Rega gelandet

Airbus Helicopters hat die ersten beiden von insgesamt sechs Hubschraubern vom Typ H145 an die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega ausgeliefert. Die Helikopter ersetzen die EC145-Flotte der Rega, die bis Mitte 2019 ausgemustert wird. Bis zum Dienstantritt der H145 dauert es aber noch.

Die sechs EC145 haben sich 15 Jahre lang als zuverlässige und vielseitige Rettungshelikopter bewährt und bis heute rund 60.000 Patienten medizinische Hilfe aus der Luft gebracht. Unter anderem aufgrund dieser positiven Erfahrungen setzt die Rega nun auf die H145, das Nachfolgemodell der EC145. Voraussichtlich im Oktober wird der erste H145-Helikopter auf der Einsatzbasis Bern seinen Dienst aufnehmen.

Evolution: H145 baut auf Bewährtes auf

Die H145 ist weltweit Marktführer für Polizei- und Rettungs-Missionen, die Flotte dieses neuen Hubschraubers umfasst bereits über 200 Maschinen, die zusammen mehr als 100.000 Flugstunden erflogen haben. Mit einem maximalen Abfluggewicht von 3,7 Tonnen und einer geräumigen Kabine ist die agile H145 besonders geeignet für intensivmedizinische Spezialtransporte. Die Hubschrauber sind mit der digitalen Avioniksuite Helionix ausgestattet und verfügen damit neben einem benutzerfreundlichen Flugdatenmanagement auch einen leistungsfähigen 4-Achsen-Autopiloten. Dadurch werden die Piloten in ihren Einsätzen erheblich entlastet. Ihre besonders niedrigen Geräuschemissionen machen die H145 zudem zum leisesten Hubschrauber ihrer Klasse.

MT Aerospace eröffnet Anlagen in Augsburg

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Das Luft- und Raumfahrtunternehmen MT Aerospace AG hat heute die neuen Fertigungsanlagen für die Ariane 6 am Standort Augsburg feierlich eingeweiht. MT Aerospace hat dafür eine neue, rund 2.500 Quadratmeter große Halle in Augsburg gebaut, eine weitere Produktionshalle umgerüstet und dafür die gesamte Entwicklung und Produktion digitalisiert.

Der Standort wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ausgebaut. Hochmoderne Schweißanlagen, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation automatisierte sowie modernisierte Bohr- und Nietroboter sorgen für effizientere und günstigere Produktionsabläufe. MT Aerospace AG gehört zum Technologiekonzern OHB SE.

Industrie 4.0 umgesetzt

Marco R. Fuchs, CEO der OHB SE macht deutlich: „Die weltweite Konkurrenz auf dem Transportmarkt ist groß. Umso wichtiger ist es, dass wir mit den Agenturen und Industriepartnern im Schulterschluss dafür sorgen, das Ariane 6-Programm zum Erfolg zu führen“. „Wir verdreifachen durch den Sprung in das Industrie 4.0-Zeitalter unsere Produktivität und treiben technische Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit für die zukünftige Trägerrakete Ariane 6 maßgeblich mit voran“, sagte der MT Aerospace-CEO Hans J. Steininger in seiner Begrüßungsrede.

Die richtete sich unter anderem an den Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, der in seiner Ansprache sagte: „Bayern ist ein Premium-Standort der Raumfahrt. MT Aerospace zeigt hier auf beeindruckende Art und Weise, dass sie mit der Umstellung auf Industrie 4.0 und dem Fokus auf Digitalisierung auch in Zukunft wettbewerbsfähig ist, Wachstum generieren und Arbeitsplätze erhalten. Das Raumfahrtunternehmen trägt dadurch maßgeblich dazu bei, den Freistaat als einen der führenden europäischen Hightech-Forschungs- und -Produktionsstandorte weiter zu stärken. Unser bayerisches Raumfahrtprogramm ‚Bavaria One‘ wird neue Akzente setzen. Die Raumfahrt ist eine Schlüsseltechnologie für Bayern. Schon heute beschäftigt sie 27.000 Menschen in Bayern“.

Welweit einmaliges FSW

Mit einem Industrieanteil von gut zehn Prozent ist MT Aerospace maßgeblich an der Entwicklung und Industrialisierung des Ariane 6-Trägersystems beteiligt. Als ein Kernstück des Produktivitätsfortschritts und technologische Weiterentwicklung gilt die große FSW-Anlage. FSW steht für „Friction Stir Welding“, auf Deutsch Rührreibschweißen. Die Anlage zum Zusammenfügen von Leichtmetallen wurde Anfang 2018 installiert und ist weltweit einzigartig. Das neue Verfahren ermöglicht leistungsfähigen Leichtbau mit beträchtlichen Gewichtseinsparungen, was einen wesentlichen Faktor in der Luft- und Raumfahrt ausmacht.

Dazu kommt, dass die FSW-Maschine sowohl die Prozesse dokumentiert als auch die Bauteile per Ultraschall überprüft. Wenn die Komponenten die Anlage verlassen, sind sie fertig bearbeitet und geprüft. „Es ist tatsächlich ein Technologiesprung in der Größenordnung von 20 Jahren und mehr. Wir haben hier nicht nur in das Ariane-Programm investiert, sondern auch wesentlich in eine innovative Zukunft der MT Aerospace, die Arbeitsplätze sowie die Zukunft der MT Aerospace AG sichert“, so Steininger abschließend. Auf dem Bild Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft bei der Einweihung der Fertigungsanlagen für die neue Trägerrakete Ariane 6.

„Sobloo“: Wie Copernicus-Daten nutzbar werden sollen

Zur Feier 20 Jahre EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus in Baveno (Italien) haben Airbus und die Partner Orange Business Services und Capgemini einen Zugangsdienst für Copernicus-Informationen und -Daten (Copernicus Data and Information Access Service – DIAS) mit dem Namen „sobloo“ offiziell gestartet.

Copernicus, das bislang ehrgeizigste Erdbeobachtungsprogramm, liefert präzise, zuverlässige und leicht zugängliche Informationen, die dazu dienen, die Umweltbeobachtung zu verbessern, die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen und zu mindern sowie die zivile Sicherheit zu gewährleisten. Im Sinne einer besseren Datenverbreitung und der notwendigen Vereinfachung haben die Europäische Kommission und die Europäische Weltraumorganisation ESA beschlossen, DIAS zu starten. Dieser Dienst stellt den Nutzern die Fähigkeit zur Erschließung von Copernicus-Informationen und -Daten bereit, wodurch sich die Übertragung und Speicherung in ihre eigenen Computersysteme erübrigt.

„sobloo“: Copernicus-Datenzugriff neu aufstellen

„Sobloo“ wurde mit dem Ziel eingeführt, das Erdbeobachtungs-Ökosystem zu erweitern und vielfältiger zu machen. Es soll Wissenschaftlern, der Öffentlichkeit, Unternehmern und Start-ups einfachen Zugriff auf alle Copernicus-Informationen und-Daten ermöglichen, damit diese wiederum Daten für die Bereitstellung eigener Copernicus-basierter Services verarbeiten können. Die Kooperationsplattform „sobloo“ soll die Datenerfassung (kommerzielle Erdbeobachtungsbilder, thematische Schichten, mobile Daten, IOT-Daten usw.) erweitern und vielfältiger machen, Interaktion und Innovation fördern, eine nachhaltige Wirtschaft aufbauen und die europäische Cloud weiterentwickeln.

Die „sobloo“-Plattform ist so konzipiert, dass sie für alle Nutzerprofile mit unterschiedlichen Zugängen und Befugnissen geeignet ist. Sie ist eine offene Geodaten-Community für diejenigen, die Daten und zugehörige Dienstleistungen benötigen, aber auch für Entwickler, die eine spezielle Umgebung für die Erstellung neuer Applikationen suchen. „sobloo“ ist ausgeprochen kollaborativ und innovativ und bietet die Möglichkeit, die Plattform gemeinsam aufzubauen und voranzubringen. Erste Anwender nutzen „sobloo“ bereits und geben entsprechende Rückmeldungen zur Verbesserung für zukünftige Anwendungen. Derzeit ist die Plattform für erste Funktionalitäten und Datensätze verfügbar; in den kommenden Monaten wird sie weitere Erdbeobachtungs- und Geoinformationsschichten, Analysen sowie ein vollständiges Serviceangebot umfassen.

Bereits heute beinhalten die „sobloo“-Services Schnittstellen zur Programmierung von Apps (Application Programming Interface – API) und Verbindungen für den einfachen Zugriff auf einen umfangreichen Datenkatalog, cloudbasierte Quellen mit großer Speicherkapazität und beeindruckender Rechenleistung, generische Cloud-Managed Services, spezielle Erdbeobachtungs-Tools sowie eine Plattform-Toolbox zum Aufbau einer geeigneten Entwicklungsumgebung.

Marktplatz für die Produkte integriert

„sobloo“ entstand mit dem Anspruch, den Datenzugang zu verbessern und den Datenaustausch zu vereinfachen. Die Services basieren auf dem Prinzip eines gegenseitigen Austausches. Mit der Plattform kann der Kunde von einem umfangreichen Servicekatalog in verschiedenen Tätigkeitsbereichen profitieren. „sobloo“ stellt den Zugang zu einer Entwicklungsumgebung bereit, die sowohl die Einfachheit als auch die Leistung der aktuellen Cloudtechnologien bietet.

Der nutzerfreundliche „sobloo“-Marktplatz bietet eine hohe Sichtbarkeit für Nutzerlösungen und unterstützt die Vermarktung durch eine Reihe von Managed Services sowie eine bequeme Abrechnung. „Airbus ist ein zentraler Partner des Copernicus-Programms seit dessen Beginn, und ich freue mich, dass unser Weg jetzt mit „sobloo“, der Copernicus-DIAS-Plattform weitergeht, die wir zusammen mit unseren Partnern Orange Business Services und Capgemini starten. Als Hauptauftragnehmer ist es unser erklärtes Ziel, mit einem zuverlässigen Tool den Datenzugriff für europäische Bürger zu vereinfachen und die Schaffung neuer, auf Erdbeobachtungsdaten basierender Geschäftsmodelle zu fördern“, sagte Mathilde Royer-Germain, Leitung Erdbeobachtung, Navigation und Wissenschaft bei Airbus.

Die Satellitenbildgebung lässt sich in allen Industriezweigen einsetzen. Orange Business Services stellt seine globale Public-Cloud-Lösung auf der Grundlage von Flexible Engine für sobloo bereit. Damit sollen sich neue Services und Applikationen rund um Copernicus-Daten erstellen lassen, und die Erdbeobachtung weiter vorankommen. Capgemini will Rahmen von „sobloo“ die Industrie und den öffentlichen Sektor dabei unterstützen, die Stärke von Erdbeobachtungsdaten zu nutzen und anzuwenden. Geschäftstätigkeiten sollen durch digitales Know-how erweitert werden und Potenziale für Innovation realisiert werden.

Fluglotse mit BWL als Studium in Worms

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Die Deutsche Flugsicherung bietet Nachwuchslotsen eine Alternative zur klassischen Lotsenausbildung. Künftig ist es auch möglich, über ein Studium in die Ausbildung einzusteigen. Gemeinsam mit der Hochschule Worms hat die DFS den englischsprachigen Studiengang „Air Traffic Management“ entwickelt, der im März 2019 startet.

Der betriebswirtschaftlich ausgerichtete Studiengang enthält Elemente aus dem dualen Studiengang „Aviation Management“, den die Hochschule bereits seit einigen Jahren erfolgreich anbietet. Der zweite Teil des Bachelor-Studiums „Air Traffic Management“ beinhaltet die Lotsenausbildung an der Flugsicherungsakademie in Langen.

„Mit der Möglichkeit des Studiums machen wir unserer Zielgruppe ein zusätzliches Angebot“, sagt Dr. Michael Hann, Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Personal der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens in Langen. „Damit wollen wir alle ansprechen, die ihre berufliche Laufbahn an einer Hochschule beginnen möchten. Außerdem haben wir die zahlreichen Abiturientinnen und Abiturienten im Blick, die durch die bestehenden G8-Regelgungen noch nicht das Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben, das für eine Lotsenausbildung Voraussetzung ist.“

Lotsenausbildung mit Basis Betriebswirtschaft

Im Rahmen der Kooperation von DFS und Hochschule ist es gelungen, Ausbildungsinhalte, die heute bereits an der Akademie gelehrt werden, in ein Hochschulstudium zu integrieren. Die Studierenden der DFS werden zunächst drei Semester betriebswirtschaftliche Vorlesungen besuchen. Durch Praktika oder Projektarbeiten erhalten sie zusätzlich Einblick in die Prozesse und Strukturen der DFS. Vom vierten Semester an erfolgt dann die reguläre Lotsenausbildung in Langen. Sie wird flankiert von Seminaren zu praktischen Themen aus der Flugsicherung. Während des On-the-job-Trainings an ihrem späteren Arbeitsplatz in den Niederlassungen der DFS schreiben die Studierenden ihre Bachelor Thesis.

„Wir sind sehr stolz darauf, dieses in Deutschland einzigartige Studienangebot in Zusammenarbeit mit der DFS anzubieten“, freut sich der Studiengangsleiter Prof. Dr. Richard Klophaus. Der Dekan des Wormser Fachbereichs Touristik/Verkehrswesen, Prof. Dr. Hans Rück, ergänzt: „Mit dem neuen Studienschwerpunkt Air Traffic Management untermauert Worms seine Position als führende Hochschule im Luftverkehrsmanagement in Deutschland.“

Mit der Erweiterung der Ausbildung will die DFS Fluglotsinnen und Fluglotsen langfristig eine breitere, fachlich übergreifende Wissensbasis vermitteln und das Verständnis des Systems Luftverkehr fördern. Daneben bietet die DFS auch weiterhin den Direkteinstieg in die Lotsenausbildung an. Pro Jahr bildet die DFS derzeit rund 120 angehende Lotsinnen und Lotsen für die Arbeit an den 16 Tower-Standorten und in den vier Kontrollzentralen in Deutschland aus.

AERO Friedrichshafen auch in Südafrika und China

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Die Internationale Luftfahrtmesse AERO, die seit über 40 Jahren erfolgreich am Bodensee stattfindet, landet in einer engen Partnerschaft mit der Messe Frankfurt jetzt auch in Südafrika. Von 04. bis 06. Juli 2019 veranstaltet die Messe Frankfurt South Africa erstmals auf dem Flughafen „Woonderboom Airfield“ in Pretoria die AERO SOUTH AFRICA in Kooperation mit der Messe Friedrichshafen.

Für AERO-Bereichsleiter Roland Bosch ist die Messe Frankfurt South Africa der ideale Partner in Südafrika, da die südafrikanische Tochtergesellschaft mit Sitz in Johannesburg durch acht Eigenveranstaltungen bereits wichtiges lokales Know-How besitze und zudem über operative Ressourcen verfüge. Konstantin von Vieregge, CEO Messe Frankfurt South Africa, ergänzt: „Die AERO SOUTH AFRICA rundet unser südafrikanisches Portfolio perfekt ab, da wir bereits die größte Automobilmesse und Bootsmesse im Land anbieten und mit der neuen Luftfahrtmesse nun alle drei Elemente abdecken können. Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Team der Messe Friedrichshafen.“

Potenzial vorhanden – China folgt

Die AERO ist als Fachmesse für die Allgemeine Luftfahrt in Europa die Nummer Eins. „Südafrika ist ein klassisches Fliegerland. Der Flugzeugbestand ist hoch. Aufgrund des aktuellen Durchschnittsalters ist der Bedarf an zeitgerechten Flugzeugen und entsprechender Modernisierung der Infrastruktur hoch“, fasst AERO-Bereichsleiter Roland Bosch die Marktsituation zusammen. Außerdem ist die Region Johannesburg/Pretoria wirtschaftlich betrachtet der wichtigste Hotspot in Südafrika. Einen weiteren internationalen AERO-Auftritt der Messe Friedrichshafen werde es in absehbarer Zeit auch in China geben, kündigte die Friedrichshafener Messeleitung weitere globale Geschäftsaktivitäten an. Die 27. AERO Friedrichshafen findet vom 10. bis 13. April 2019 statt.

Reisewelle am Flughafen Frankfurt: Wie sich wappnen?

In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland beginnen diesen Freitag die Sommerferien. Damit die Flugreise in die Sonne und zur Erholung möglichst entspannt verläuft, empfiehlt der Flughafenbetreiber Fraport eine frühzeitige Anreise von mindestens zwei bis drei Stunden vor Abflug.

Am gesamten ersten Ferienwochenende erwartet Lufthansa rund 415.000 Fluggäste in Frankfurt. Insgesamt rechnet der Flughafen zum Ferienauftakt am kommenden Freitag mit bis zu 235.000 Fluggästen, von denen rund 140.000 einen Lufthansa Flug antreten. Ratsam ist es, Online-Services von Lufthansa zum Einchecken oder zur Gepäckaufgabe zu nutzen. Mit dem Check-in über die Lufthansa App oder dem Online-Check-in ab 23 Stunden vor Abflug können Fluggäste zum Beispiel wertvolle Zeit am Flughafen gewinnen und werden über Flugänderungen als Erste informiert.

Online-Vorbereitungen – Wie Reisen als Familie?

Personell hat Lufthansa sich auf die große Reisewelle vorbereitet und verstärkt die Zahl der an Schaltern und Gates eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach den Erfahrungen in den vergangenen Monaten ist indes leider damit zu rechnen, dass es an der Sicherheitskontrolle zu längeren Wartezeiten kommt. Auch auf dem Weg zum Flughafen ist mit Verkehrsbehinderungen und Wartezeiten bei den Parkmöglichkeiten zu rechnen. Hinzu kommt, dass der Frankfurter S-Bahn-Tunnel in den Schulferien wegen Bauarbeiten gesperrt ist.

Für Familien mit Kindern bietet Lufthansa besondere Services an, um entspannt in den Urlaub zu starten: Eltern mit bis zu zwölf Jahre alten Kindern stehen in Frankfurt die Family-Check-in-Bereiche zur Verfügung. Die Lufthansa Mitarbeiter an den besonders familienfreundlich gestalteten Schaltern stellen den Reisenden die Bordkarten aus und berücksichtigen besondere Sitzplatzwünsche. Um den jungen Fluggästen die Wartezeit bis zum Abflug zu verkürzen, gibt es am Flughafen speziell für Kinder konzipierte Spielecken. Frequent Traveller können im Juli und August ihre Familien gegen eine Gebühr in die Lufthansa Business Lounges in Deutschland, den USA und weitere ausgewählte Lounges mitnehmen. Dort werden den jüngsten Gästen verschiedene Spielsachen angeboten.

Beim Boarding haben Familien mit Kindern die Möglichkeit, das Flugzeug vor den anderen Passagieren zu betreten. Auch an Bord bietet Lufthansa den jungen Fluggästen ausreichend Unterhaltung, zum Beispiel durch eigens für die Airline entwickeltes Spielzeug oder das kindgerechte Entertainmentprogramm. Außerdem werden spezielle Kindermenüs und Babynahrung angeboten, die bis zu 24 Stunden vor dem Abflug vorbestellt werden können.

Schwergewicht für Stromversorgung von CargoCity Süd

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Nach der geplanten Inbetriebnahme 2019 leitet die Anlage den Strom vom regionalen Energieversorger Mainova in das Stromnetz des Frankfurter Flughafens. Dazu senkt der Trafo den über das Umspannwerk Flughafen Nord in Hochspannung von 110 kV angelieferten Strom auf eine Mittelspannung von 10 kV.

Im Südosten des Frankfurter Flughafens wird derzeit dazu ein 78 Tonnen schwerer Trafo in einem neuen Umspannwerk installiert. Der Trafo hat eine Gesamtleistung von 22.500 kW. Mainova führt die Installation im Auftrag von Fraport durch. Nach der Anlieferung mit einem Spezialtransportfahrzeug hat ein Schwerlastkran den Trafo auf extra dafür eingerichtete Schienen gesetzt. Mittels hydraulischer Zugsysteme haben Techniker den etwa acht Meter langen, fast sechs Meter hohen und mehr als vier Meter breiten Koloss in das Umspannwerk bugsiert. In den kommenden Tagen installieren Techniker weitere Anbauteile an den Trafo im Umspannwerk. Später wird noch die Schaltanlage eingerichtet. Parallel erfolgt die Anbindung an das übergeordnete Versorgungsnetz innerhalb des Flughafengeländes.

Ringschluss der Stromversorgung

„Der Transformator ist ein wichtiges Element für die zukünftige Stromversorgung der CargoCity Süd und Terminal 3″, sagt Harald Damm von der Fraport Ausbau Süd GmbH, der die technische Infrastruktur beim Ausbau rund um Terminal 3 verantwortet. Die neue Anlage erhält ein Gegenstück im Südwesten des Flughafens, die vom regionalen Energieversorger Syna installiert wird. Beide Einrichtungen werden das ringförmig verlaufende Stromnetz des Frankfurter Flughafens stärken, die Versorgung redundant absichern und fit für die zukünftigen Anforderungen machen. Den ersten Strom wird die neue Anlage bereits für die Versorgung der Baustelle von Terminal 3 liefern.

Ryanair: über zweimal soviele Passagiere wie Lufthansa

Die Erhebung „World Airline Transport Statistics“ der IATA zeigt, dass Ryanair mehr Kunden als jede andere europäische Airline befördert hat – und die meisten internationalen Kunden im Vergleich aller Fluggesellschaften.

Ryanair beförderte im vergangenen Jahr mehr als 128 Millionen Kunden (01. Januar bis 31. Dezember 2017), was mehr als dem 1,5-fachen von EasyJet (77 Millionen), dem Doppelten der Lufthansa (60 Millionen) und beinahe dem 3-fachen von British Airways (44 Millionen) entspricht. Ryanair hat in der Tat mehr Kunden als easyJet und British Airways zusammen befördert. Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, sagte, seine Airline wolle in diesem Jahr 139 Millionen Kunden befördern und dabei weiterhin die Preise senken und unser Streckennetz in ganz Europa ausbauen.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit dem Trend, dass immer mehr Billigflieger expandieren und der Luftfahrtmarkt insgesamt wächst. So erweitern Ryanair wir auch andere Airlines massiv ihre Flotten. Die Iren operieren sogar am Drehkreuz der Lufthansa, dem Flughafen Frankfurt. Die Monatszahlen von Ryanair weisen regelmäßig zweistellige Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr auf. Die Tabelle präsentierte Ryanair aus den World Airline Transport Statistics.

Wizz Air fliegt nach Kattowitz – bald kommt Marrakesch

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Polen stand lange auf dem Wunschzettel des Flughafen Memmingen. Seit dem heutigen Mittwoch gibt es sogar zwei Ziele im Nachbarland. Denn erstmals startete eine Maschine der Fluggesellschaft Wizz Air in die polnische Industrie- und Universitätsstadt Kattowitz.

Warschau steht seit Oktober 2017 auf dem Flugplan in Memmingen. Nun hat Wizz Air Kattowitz in ihr Angebot aufgenommen. Vier Mal wöchentlich – Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag – geht es jetzt in die rund 300.000 Einwohner zählende Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Das knapp 300 Kilometer südwestlich von Warschau gelegene Kattowitz gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Polens.

Auch einige Unternehmen aus der Region unterhalten hier Niederlassungen. Lag der Schwerpunkt früher in den Bereichen Bergwerke mit großen Kohle- und Erzvorkommen sowie der Schwerindustrie, so dominieren mittlerweile die Dienstleistungsbranche, Elektroindustrie und Informationstechnik. Viele historische und private Verbindungen zwischen Schlesien und dem deutschen Südwesten mögen nun mit der neuen Verbindung gepflegt werden. Aber auch touristische und geschäftliche Reisemotive spielten eine große Rolle. So ist das weltbekannte Krakau mit seiner komplett unter Weltkulturerbe gestellten Innenstadt ist nur eine Autostunde von Kattowitz entfernt.

Von Osteuropa nach Marrakesch

Zudem gab Wizz Airb noch eine weitere Streckenverdichtung mit dem neuen Ziel Marrakesch bekannt. Ab Ende Oktober bietet die Airline zwei Mal wöchentlich Flüge ab Vilnius in Litauen (Start: 29. Oktober) und ab der polnischen Hauptstadt Warschau (31. Oktober) ins nordafrikanische Ziel an. Tickets soll es ab 29,99 Euro bereits geben.

Das farbenfrohe und faszinierende Marrakesch ist nach Agadir das zweite Ziel in Marokko, das nun von Wizz Air als 142. Destination in 44 Ländern innerhalb des ständig wachsenden Streckenetzes angeflogen wird. Auf sieben Routen verbindet die Fluggesellschaft nun Marokko mit fünf Städten in Ungarn, Litauen und Polen. Seit dem Start der Agadir-Strecke hat Wizz Air rund 75.000 Urlauber ins Land gebracht, die dem heimischen Tourismus wichtige Impulse verliehen haben. Auf dem Foto: „Herzlich“ willkommen! Franziska Spannagel und Marcel Schütz (Mitte) vom Flughafen Memmingen begrüßen die Crew des Erstflugs nach Kattowitz mit einem Lebkuchenherz.

Helikopterdrohne für Abwurf von Hilfspaketen im Test

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet mit dem Niederländische Unternehmen Wings for Aid und dem World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen daran, neue Hilfsszenarien zu entwickeln, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Aircraft Systems, UAS) ihre Stärken beim Zubringen notwendiger Hilfsgüter ausspielen können.

Katastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben führen dazu, dass Menschen plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten sind und schnellstmöglich mit lebensnotwendigen Hilfsgütern versorgt werden müssen. Bislang bringen bemannte Flugzeuge, Hubschrauber oder Boote Hilfsgüter wie Decken, Wasser oder Nahrungsmittel in abgeschnittene Katastrophengebiete. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der meist schwer zugängliche, letzte Versorgungsabschnitt, die sogenannte „last mile“, dar.

Ziel „letzte Meile“: Box mit Bremsklappen

„Im Realitätstest wollen wir erproben, ob und wie wir diese letzte Meile mit unbemannten Luftfahrtsystemen schneller, kostengünstiger und sicher überbrücken können“, erklärt DLR-Projektleiter Johann Dauer vom Institut für Flugsystemtechnik. Die entsprechenden Erfahrungen in der Erprobung von humanitären Technologien sammelten die Wissenschaftler im DLR-internen Projekt ALAADy , das den Einsatz von UAS für den Lufttransport erforscht und sich dabei speziell auf niedrige Lufträume konzentriert.

Bei den Flügen für das Projekt kommt der unbemannte Hubschrauber superARTIS (Autonomous Rotorcraft Testbed for Intelligent Systems) zum Einsatz, der Hilfspakete in schwer zugängliche Katastrophengebiete fliegen soll. Neuartige Einwegboxen aus Pappe von Wings for Aid werden verwendet, um die Hilfsgüter am Zielort unbeschadet abwerfen zu können. Diese Boxen sind in der Herstellung kostengünstig und biologisch abbaubar. Sie haben spezielle Flächen, die beim Abwurf automatisch aufklappen, um den Fall abzubremsen und zu stabilisieren. Im Vergleich zu anderen bestehenden Technologieträgern auf dem Gebiet der unbemannten Luftfahrt wie beispielsweise Multikoptern kann der superARTIS mit diesen Boxen eine vergleichsweise große Nutzlast von zehn bis 20 Kilogramm transportieren und abwerfen.

Bei ersten Flugversuchen in Deutschland konnten die DLR-Forscher bereits zeigen, dass das geplante Einsatzszenario technisch durchführbar ist. Gemeinsam haben das DLR, WFP und Wings for Aid mögliche Einsatzgebiete identifiziert und ein Missionsszenario entwickelt, um einen simulierten Pilotbetrieb eines Hilfseinsatzes mit einem unbemannten Hubschrauber zu erproben. Im nächsten Schritt soll dieses realitätsnahe Einsatzszenario nun in der Dominikanischen Republik durchgeführt werden.

Für die Sicherheitsanalyse dieser Missionen wird ein neues Verfahren, das sogenannte Specific Operation Risk Assessment (SORA) angewandt, um die Sicherheit des Flugbetriebs zu gewährleisten. Finanziell unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Innovation Accelerator des WFP in München. Die Flüge in der Dominkanischen Republik sind ab Ende Juni 2018 angesetzt.

superARTIS auf den Fotos

superARTIS im Flugversuc: Mit dem unbemannten Hubschrauber superARTIS wird erforscht, wie schwer erreichbare Katastrophengebiete schnell, kostengünstig und sicher mit Hilfsgütern versorgt werden können.

Hilfsgutpaket am superARTIS: Der unbemannte Hubschrauber superARTIS setzt Lasten zwischen zehn bis 20 Kilogramm ab.

superARTIS beim Lastenabwurf: Im Fall öffnen sich die speziell entwickelten Bremsklappen der Boxen automatisch und sorgen so dafür, dass die Hilfsgüter unbeschadet am Zielort landen.

Letzte Tickets für Ju52 in dieser Saison

Wer 2018 noch mit der „Tante Ju“ fliegen will, muß in Süddeutschland an Bord gehen. Hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg dreht das Oldtimer-Flugzeug von August bis Oktober mit dem unverkennbaren sonoren Brummen der drei Propeller-Motoren seine langsamen Runden.

Insgesamt rund 8.700 Oldtimer- und Flugbegeisterte haben in diesem Sommerhalbjahr die Gelegenheit, einen der knapp 550 Rund- und Streckenflüge der berühmten „alten Tante Ju“ am Himmel über Deutschland live mitzuerleben. Die Tickets für die Nostalgie-Flüge mit der Ju52 der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung (DLBS) sind rar und begehrt; viele der Flüge waren bereits vor Beginn der Flugsaison 2018 restlos ausgebucht. Kein Wunder, bietet die 1936 in den Dessauer Junkers-Werken gebaute Ju52 doch gerade einmal 16 Fluggästen Platz – und die Chance, in niedriger Flughöhe das wunderbare Gefühl der Entschleunigung zu erleben.

Stationen der Ju52 in Deutschland und Salzburg

Für einige der Flugplätze und -termine sind derzeit noch Restplätze an Bord der Ju52 buchbar, und zwar in Ingolstadt (09. August, 22. August und 14. Oktober); Augsburg (10. August und 13. Oktober); Friedrichshafen (während der „Do-Days“ am 11. und 12. August); Karlsruhe/Baden-Baden (26./27. August und 27./28. September); Memmingen/Allgäu Airport (29./30. September); München-Oberschleißheim (10. bis 12. Oktober).

Auch für die einzigen Auslandseinsätze der Ju52 in diesem Jahr – im österreichischen Salzburg – sind noch einige wenige Passagierplätze zu haben, und zwar vom 18. bis 20. August und am 06./07. Oktober. Die jeweils 30-, 45- oder 60-minütigen Oldtimer-Flüge mit der Ju52 im Sommerhalbjahr 2018 kosten – wie im Vorjahr – 239 bzw. 319 oder 399 Euro. Der genaue Flugplan die Möglichkeit, einen Ju52-Flug zu buchen kann man online.

A350-1000 bei Cathay Pacific Airways startet Liniendienst

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Cathay Pacific Airways wird das weltweit neueste Langstrecken-Großraumflugzeug A350-1000 als zweite Airline in ihre Flotte aufnehmen. Die Airline übernahm das Flugzeug bei einem Festakt in Toulouse, Frankreich.

Die Maschine ist das erste von insgesamt 20 Flugzeugen des Airbus A350-1000, welche Cathay Pacific bei Airbus bestellt hat. Es wird die wachsende A350 XWB-Flotte verstärken, die bereits 22 A350-900 XWB umfasst. Beide Flugzeuge ergänzen einander bei hoher Baugleichheit. Für Wohlbefinden an Bord sorgen mehr Bewegungsfreiheit, eine optimierte Kabinendruckhöhe, mehr Frischluft, Regelung von Beleuchtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit, integrierte Anschlüsse und In-Flight-Entertainment der neuesten Generation.

Als jüngstes Mitglied der führenden Familie von Airbus-Großraumflugzeugen weist die A350-1000 weitreichende Kommunalität mit der A350-900 auf. Die System-Teilenummern stimmen zu 95 Prozent überein, und für beide Modelle gilt die gleiche Musterberechtigung. Die A350-1000 unterscheidet sich von der A350-900 durch ihren längeren Rumpf, der 40 Prozent mehr Platz für den Premium-Bereich bietet. Zudem besitzt sie eine modifizierte Flügelhinterkante, ein neues sechsrädriges Hauptfahrwerk und stärkere Trent-XWB-97-Triebwerke von Rolls-Royce.

Weitester Flug ab Hongkong: 17 Stunden

Mit ihrer Reichweite wird der Airbus A350-1000 XWB eine wichtige Rolle auf den Langstrecken von Cathay Pacific spielen. Die Airline wird das Flugzeug auf ihrer neuen Nonstop-Verbindung zwischen Hongkong und Washington D.C. einsetzen. Mit rund 17 Stunden ist dies der längste Flug, der von einer Airline ab Hongkong durchgeführt wird. Die A350-1000 XWB legt ohne Probleme 14.800 km bzw. 8.000 nm zurück.

Paul Loo, chief Customer & Commercial Officer von Cathay Pacific, sagte: „Wir betreiben bereits eine der jüngsten Langstreckenflotten, und mit der Übernahme der A350-1000 wird unsere Flotte noch moderner. Das Flugzeug wird an die erfolgreiche Einführung der A350-900-Variante anknüpfen, mit der wir unser Langstreckennetz mit nahezu unerreichter Geschwindigkeit ausbauen konnten. Die sehr sparsame und leise A350-1000 zeichnet sich durch eine überragende Reichweite, ein unübertroffenes Bordambiente und höchste Wirtschaftlichkeit im Betrieb aus.“

Die Modelle Airbus A350-900 und A350-1000 prägen schon heute die Zukunft des Fliegens. Sie bieten Effizienz auf einem bisher unerreichten Niveau und beispiellosen Komfort in ihrer ‘Airspace’-Kabine. Mit ihrer zusätzlichen Kapazität ist die A350-1000 perfekt auf einige Langstrecken mit dem größten Passagieraufkommen abgestimmt. Bisher haben elf Kunden auf fünf Kontinenten insgesamt 168 A350-1000 bestellt.

Ruag in Russland erweitert Porfolio für MRO

Bereits im Jahr 2016 hat Ruag von der russischen Föderalen Agentur für Lufttransport (Rosaviazija) eine Genehmigung für den Unterhalt von Businessjets erhalten.

Jetzt ist Ruag Aviation auch für die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von in Russland registrierten zivilen Helikoptern und Propellerflugzeugen zugelassen. Diese Genehmigung umfasst nun auch Helikopter und Propellerflugzeuge, die im Standard-Portfolio von Ruag enthalten sind.

„Dank dieser Zulassung können wir unseren russischen Kunden MRO- und Engineering-Dienste für all ihre Flugzeuge und Helikopter bieten“, sagt Markus Mayer, Regional Sales Director Europe, Ruag Aviation. „Gleichzeitig sehen unsere aktuellen Businessjet-Kunden, dass sie sich auch bei ihren Helikoptern und Propellerflugzeugen voll und ganz auf eine rasche Verfügbarkeit der Luftfahrzeuge und kurze Standzeiten verlassen können…“ Ruag Aviation ist Entwicklungsbetrieb nach EASA Part 21/J, Herstellungsbetrieb nach EASA Part 21/G und Instandhaltungsbetrieb nach EASA Part 145. Die Infrastruktur für den Unterhalt der neuen Plattformen befindet sich an den verschiedenen Standorten von Ruag Aviation in Sion, Lugano-Agno und Locarno.

Für alle neu erhaltenen Zulassungen ist Ruag von den Original-Herstellern (OEM) als autorisiertes Service Center zugelassen. Zusätzlich zu den MRO-Dienstleistungen für Flugzeuge und Helikopter profitieren Kunden auch von weiteren Diensten, wie zum Beispiel Komponenten-MRO, Avionik-, Cockpit- oder Kabinen-Upgrades sowie Arbeiten an der Helikopterzelle.

Jet Airways erhält erste Boeing 737 MAX

Boeing hat Jet Airways die erste 737 MAX ausgeliefert. Jet Airways ist damit der erste Betreiber für die neue 737-Familie in Indien.

Mit der 737 MAX 8 will Jet Airways ihre Wachstumsstrategie umsetzen und von zweistelligen Treibstoffersparnissen profitieren. Die indische Fluggesellschaft hat insgesamt 150 Flugzeuge der 737 MAX bestellt, jeweils 75 Flugzeuge im Jahr 2015 und in diesem Jahr. Jet Airways mit Sitz in Mumbai ist die zweitgrößte Airline in Indien und betreibt derzeit eine Flotte von fast 12 Flugzeugen.

Emirates in Deutschland stellt Vertrieb neu auf

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Emirates besetzt sein Vertriebsteam in Deutschland neu: Belarmino Barata ist ab sofort als Key Account Manager Leisure aktiv und Sebastian Korks kommt für den Bereich E-Commerce.

Belarmino Barata (im Titelbild) ist deutschlandweit für die Verkaufsaktivitäten und Betreuung von Reisebüroketten und Reisevermittler sowie Reiseveranstalter und Reedereien im Leisure-Bereich zuständig. Ein besonderer Fokus von Belarmino Barata wird dabei auf Zentral- und Süddeutschland liegen. Er ist seit 2015 bei Emirates und hatte zuletzt die Position Global Account Manager Corporate inne.

Sebastian Korks (2. Bild) verstärkt das deutsche E-Commerce-Team in der Frankfurter Zentrale als E-Commerce Manager und verantwortet in dieser Position sämtliche Online-Vertriebsaktivitäten in Deutschland. Neben dem Verkauf auf der deutschen Website ist er zuständig für die Pflege und den Aufbau von Kooperationen und Partnerschaften mit Online-Reiseportalen sowie Fremdenverkehrsämtern. Sebastian Korks ist seit 2013 bei Emirates in unterschiedlichen Positionen tätig, zuletzt als Business Analyst. Emirates verbindet mit jeweils drei täglichen Liniendiensten Frankfurt und München sowie jeweils zwei täglichen Flügen Düsseldorf und Hamburg mit Zielen auf der ganzen Welt.

Low-Cost: Mehr Strecken, doch Preisverfall gestoppt

Eurowings, Easyjet und Ryanair dominieren die Wachstumsentwicklung. Zunehmend steuern Eurowings und Norwegian Low Cost Ziele außerhalb Europas an.

Rund 30 Prozent aller Flugverbindungen ab Deutschland werden mittlerweile von Low Cost Fliegern bedient. Dabei wird nach der Insolvenz und Verteilung der Strecken von airberlin ein neuer Rekord an Billigflügen in einem Winterhalbjahr ab Deutschland sichtbar. Die Verbraucherpreise steigen wieder. Das aber meist nur moderat. Parallel verzeichnet der europaweite Markt mit den günstigen Flugtickets ein kräftiges Plus von mehr als zehn Prozent. Dies zeigt der aktuelle „Low Cost Monitor 1/2018“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die genannten Ergebnisse der Studie basieren auf Daten einer Referenzwoche im Januar 2018.

„Das Streckennetz der Low Cost Carrier ab Deutschland erreicht mit 642 unterschiedlichen Strecken gegenüber 518 Strecken im Vorjahr einen neuen Höchstwert in einem Winterhalbjahr“, sagt Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln. „Am stärksten erweitert Ryanair das Streckennetz mit zusätzlichen 59 Verbindungen, einem Plus von 35 Prozent. Auch easyJet legt zu und fliegt 14 neue Ziele an.“

Deutlich dominierend durch die Übernahme zahlreicher airberlin-Verbindungen ist die Eurowings mit einem 40-prozentigen Wachstum zum Vorjahr, die im Winter 2018 über das größte Angebot an Low Cost-Flügen in und ab Deutschland mit mehr als 50 Prozent Marktanteil verfügt. Dahinter folgen Ryanair mit einem Anteil von 18,2 Prozent und Easyjet mit 16,7 Prozent bei den angebotenen Flügen. „Easyjet verdoppelt dabei sogar das Angebot im Zuge der Übernahme von Air Berlin-Verbindungen und bietet rund 400 Flüge mehr an als noch im Vorjahr“, so Berster weiter.

Preise steigen leicht

Ein steigender Ölpreis und die verstärkte Expansion der Billigflieger an Großflughäfen lassen die durchschnittlichen Bruttopreise der Low Cost Carrier für einen einfachen Flug auf einen Bereich von 53 bis 117 Euro bei den betrachteten Gesellschaften mit Low Cost Angeboten steigen. Der Vorjahreswert dieser Gesellschaften lag bei rund 44 bis 105 Euro. „Dabei zeigt sich, dass die Preise moderater gestiegen sind, als zunächst zum Beginn des Winterflugplans erwartet“, so Berster.

„Die ergänzende Übernahme von airberlin-Strecken durch Easyjet neben den zahlreichen durch Eurowings übernommenen Strecken hat ihre preisdämpfende Wirkung entfaltet.“ Die angegebene Preisspanne fasst die durchschnittlichen Brutto-Flugpreise für eine repräsentative Auswahl an Flugstrecken der in Deutschland bedeutendsten Low Cost-Airlines Eurowings, Ryanair, Easyjet und Wizz Air zusammen. Die Durchschnittspreise werden im Low Cost Monitor auf Grundlage verschiedener Vorausbuchungszeiträume von einem Tag bis zu drei Monaten ermittelt.

Impulse für Flughäfen Frankfurt und Düsseldorf

Durch die Einführung von Ryanair samt Basis am Flughafen Frankfurt sowie Wizz hat sich der Anteil der Low Cost Flüge am größten Airport Deutschlands weiter erhöht. Mit knapp fünf Prozent Low Cost Anteil am Gesamtaufkommen rangiert das Verhältnis aber immer noch weit unter den Werten, wie sie an anderen europäischen Hubs vorzufinden sind. Beispielsweise kommen hier Amsterdam und Madrid auf Werte von rund 20 Prozent.

Am Flughafen Düsseldorf hat Eurowings durch den Wegfall von airberlin das Angebot um mehr als 50 Prozent ausbauen können und bietet inzwischen auch Langstreckenverkehre von dort aus in die Karibik an. In Gesamteuropa haben die Flughäfen Barcelona, Dublin und London Gatwick das größte Angebot im Low Cost Verkehr.

Ryanair und Easyjet: Spitze neuen Flotten

Europaweit bleiben Ryanair und Easyjet an der Spitze der Low Cost Carier. Ryanair unterhält mittlerweile 2.395 Verbindungen auf dem Kontinent, Easyjet folgt mit knapp 1.200 Strecken. Beide Gesellschaften bieten zusammen fast 50 Prozent aller Low Cost Flüge in Europa an, wobei 27 Prozent auf den Marktführer Ryanair entfallen. Eurowings konnte seinen Anteil im europäischen Low Cost Markt von sieben Prozent der Flüge im vergangenen Jahr auf mittlerweile neun Prozent steigern. Insgesamt ist der Low Cost Verkehr in Europa erneut kräftig um mehr als zehn Prozent gegenüber dem letzten Jahr gestiegen.

Um den Angebotsausbau bewältigen zu können, ist das Vorhandensein einer entsprechend großen Anzahl von geeignetem Fluggerät notwendig. Dies sind in den meisten Fällen Flugzeuge der Typenreihen Boeing 737 und Airbus A320. So verfügt Ryanair mittlerweile über eine Einheitsflotte von mehr als 430 Flugzeugen des Typs Boeing 737 mit 189 Sitzplätzen. Dies bedeutet eine Steigerung um achtzehn Prozent gegenüber dem letzten Jahr.

Auch Norwegian hat den eigenen Flugzeugpark stark ausgebaut. Hierzu zählen neben rund 120 Flugzeugen des Flugzeugtyps Boeing 737 zusätzlich zwanzig Flugzeuge des modernen Langstreckenmodells Boeing 787, die im Interkontinentalverkehr nach Asien und Amerika eingesetzt werden. Durch den Einsatz von sechs neuen Modellen des Typs Boeing 737 Max 8 können mittlerweile auch weniger aufkommensstarke interkontinentale Verbindungen von kleineren Flughäfen aus angeboten werden, beispielsweise von Edinburgh nach Newburgh in den USA.

Low Cost neben traditionellem Linienflug

Die Fluggesellschaften gestalten ihr Low Cost Angebot oft sehr unterschiedlich. Dadurch lassen sich nur wenige eindeutige Abgrenzungskriterien für das Marktsegment Low Cost definieren: beispielsweise ein niedriger Preis und seine generelle Verfügbarkeit oder ein Direktvertrieb über das Internet. Zunehmend wird die Tendenz sich vermischender Geschäftsmodelle bei den Airlines sichtbar.

Während Ryanair verstärkt auch an Großflughäfen tätig wird und durch Verkauf von Zusatzpaketen versucht, Premiumkunden anzusprechen, greifen Chartercarrier sowie etablierte Fluggesellschaften über Tochtergesellschaften oder eigene Angebote zunehmend in den Markt der preisgünstigen Flugangebote ein. In Deutschland hat Lufthansa ihre innerdeutschen und europäischen Flüge außer von und zu den Drehkreuzflughäfen Frankfurt und München an die Tochtergesellschaft Eurowings abgegeben.

Low-Cost-Fliegen auf den Bildern

Entwicklung der Ticketpreise für Billigflieger ab Deutschland: Die durchschnittlichen Bruttopreise der Low Cost Carrier für einen einfachen Flug ab Deutschland steigen auf einen Bereich von 53 bis 117 Euro. Der Vorjahreswert lag bei rund 44 bis 105 Euro.

Konkurrenzsituation der Billigflieger: Eine große Mehrheit der Strecken wird noch immer von von nur einem Anbieter bedient.

Wachsender Verkehr der Billigflieger in und ab Europa: Die Anzahl der Billigflüge ab Deutschland, ab Europa und nach Übersee hat erneut zugenommen.

Flugzeuge der Eurowings auf dem Vorfeld: Eurowings verfügt im Winter 2018 über das größte Angebot an Low Cost-Flügen in und ab Deutschland mit mehr als 50 Prozent Marktanteil.

Germania nimmt „VFR-Ziel“ Jerewan ab Berlin auf

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Germania bietet ab sofort Direktflüge von Berlin in die armenische Hauptstadt Jerewan an. Der Erstflug fand am vergangenen Wochenende statt. Einmal pro Woche heben die grün-weißen Flugzeuge der unabhängigen deutschen Fluggesellschaft ab sofort in Richtung Kaukasus ab.

Germania bietet seit jeher nicht nur Routen zu touristisch attraktiven Warmwasserzielen an, sondern auch Destinationen abseits des Mainstreams. Mit der neuen Verbindung wird Armenien erstmals Teil des Streckennetzes von Germania. „Mit der Verbindung von Berlin nach Jerewan haben wir ein weiteres interessantes Ziel gefunden, von dem wir uns hohe Nachfrage versprechen“, sagte Florian Stahl, Senior Manager Route Development bei Germania, im Rahmen des Erstflugs.

Auch am Flughafen begrüßt man den Start der neuen Direktverbindung nach Jerewan. Thomas Kohr, Leiter Aviation Marketing der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Zahl der Ziele, die Germania ab Schönefeld und Tegel anbietet, steigt kontinuierlich. Dank des Engagements der Berliner Airline sind das neben touristischen Evergreens zunehmend außergewöhnliche Destinationen. Das ist eine Bereicherung für den Flugplan ab Berlin. Wir wünschen allzeit guten Flug.“

Ziel mit Potenziel: UNESCO Weltkulturerbe

Nicht nur für den sogenannten VFR-Verkehr („Visiting Friends & Relatives“) ist die neue Strecke von Berlin nach Jerewan interessant., Mehr und mehr Touristen zieht es in das älteste christliche Land der Welt. Armenien bietet UNESCO-Welterbestätten wie die Ruinen der Kathedrale von Zvartnots und die Klöster Haghpat und Sanahin, die Zeugen einer wechselhaften Geschichte sind. In Sichtweite der Hauptstadt Jerewan liegt der Berg Ararat, auf dem laut biblischer Überlieferung die Arche Noah nach der Sintflut gelandet sein soll.

Insgesamt fliegt Germania in diesem Sommer ab Berlin-Tegel zu 20 Zielen, drei Airbus A319 der Fluggesellschaft sind dort stationiert. Am Standort Schönefeld sind es zwei Maschinen und 14 erreichbare Destinationen – von Ägypten bis Zypern. Passagiere, die für ihre Anreise zum Flughafen nach einer Alternative zum eigenen Auto suchen, können bei Germania günstige Rail&Fly-Tickets der Deutschen Bahn erwerben.

Tickets für Flüge von Berlin-Tegel nach Jerewan soll es one-way bereits ab 169 Euro geben – inklusive Steuern und Gebühren und der gesetzlich vorgeschriebenen Luftverkehrsabgabe. Jerewan im Germania-Flugplan ab Berlin-Tegel:

  • Jerewan 16.06.2018 – 27.10.2018 Samstag ab 169 Euro

MUC: Airport bewährt sich dennoch als Fusßballarena

Jogis Elf benötigen nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko am kommenden Samstag, den 23. Juni 2018, gegen Schweden nun die volle Unterstützung der Fans.

Schon beim ersten Spiel des deutschen Teams drückten in der ausverkauften „Public Viewing Arena“ im Forum des München Airport Centers rund 2.000 Fans auf der Tribüne Jogis Mannschaft die Daumen. Auf einer 40 Quadratmeter großen LED-Wand werden sämtliche Begegnungen des Turniers übertragen. Dank der überdachten Freifläche können Zuschauer am Flughafen bei jeder Witterung ihre Lieblings-Mannschaft anfeuern.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Der neue Foodtruck „Mir Wurschd“ bietet verschiedene Bratwürste sowie vegetarische Gerichte, Snacks und kühle Softdrinks an. Das Stadion-Bier „Fliegerquell“ kommt aus dem „Airbräu“, der flughafeneigenen Brauerei. Mit Ausnahme der deutschen Spiele ist der Zugang zu allen anderen WM-Begegnungen gratis.

Bei den Deutschland-Spielen fällt eine Eintrittsgebühr in Höhe von fünf Euro im Vorverkauf und sieben Euro an der Abendkasse an. Die Tickets können im Vorverkauf oder zwei Stunden vor Spielbeginn an der Abendkasse erworben werden. Für das Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Schweden sowie gegen Südkorea am 27. Juni gibt es noch Karten.

H175 in Hong Kong eingetroffen

Der Flugservice der Regierung in Hong Kong, GFS (Government Flying Service), hat drei H175 von Airbus Helicopters erhalten. Die modernen Hubschrauber in der Konfiguration für den öffentlichen Sektor sind die ersten ihrer Art auf der Welt und erweitern dem entsprechend die H175-Familie.

Der Hubschrauber kann damit für SAR, Notfallmedizin, Sicherheitsdienste und Feuerbekämpfung sowie marine Grenzkontrolle eingesetzt werden. GFS wurde 2015 zum Erstkunden für diese zivile Version der H175 und hat insgesamt sieben solcher Hubschrauber geordert. Die übrigen vier H175 sollen noch dieses Jahr geliefert werden. GFS aus Hong Kong zeigten sich erfreut über diese Maschinen. Die Vielseitigkeit dieser Hubschrauber ermögliche eine schlagkräftige und schnelle Reaktionsfähigkeit auf eine Menge komplexer, weitgefächerter Situationen.

Die H175 haben neben komfortablerer, schnell umstellbarer Kabine die state-of-the-art-Avionik Helionix vom Hersteller, bekommen Infrarotkameras und einige GFS-spezifischesn Equipment. Die H175 soll dabei schrittweise die derzeitige Flotte an AS332 L2 und H155 ersetzen, die zur Zeit noch für die 24-Stunden-Notfallbereitschaft am Chek Lap Kok Airport stationiert sind. Weltweit sind damit 23 dieser neuen Hubschrauber im Einsatz.

A330neo fliegt zum Route Proving um die Welt

Das Flugzeug wird auch ETOPS-Flüge durchführen, auf Ausweichflughäfen landen und die Abfertigung auf Flughäfen testen.

Der neueste Airbus-Großraumjet A330neo ist zu einer Reise rund um die Welt aufgebrochen, um seine Bereitschaft für den Airline-Betrieb nachzuweisen. Diese auch als „Route Proving“ bezeichneten Funktions- und Zuverlässigkeitstests sind der letzte Schritt auf dem Weg zur Zulassung des Flugzeugs. Nach dem Vorbeiflug an den europäischen Airbus-Standorten wird die A330neo 15 wichtige Flughäfen weltweit auf fünf Kontinenten anfliegen. Auf drei Reisen sollen insgesamt 150 Flugteststunden erreicht werden.

Die Streckenerprobungsflüge werden mit dem ersten A330-900-Serienflugzeug durchgeführt, das mit einer „Airspace by Airbus“-Kabine ausgestattet ist und in den Farben des Erstbetreibers TAP Air Portugal fliegt. Das Kundenflugzeug flog erstmals am 15. Mai 2018 und wird nun an den Flugtests teilnehmen, um Kabinensysteme wie die Klimaanlage zu prüfen. Die Streckenerprobungsflüge gehören zu den letzten Tests, die für die im Sommer 2018 geplante Musterzulassung des Flugzeugs erforderlich sind.

A330neo bringt Benefits

Am intensiven Flugerprobungsprogramm sind jetzt zwei A330-900-Testflugzeuge sowie das TAP-Kundenflugzeug beteiligt. Diese Testflotte wird mit dem Vorbeiflug an den Airbus-Standorten dann 1.000 Flugstunden erreichen. Die im Juli 2014 eingeführte A330neo-Familie umfasst als neue A330-Generation zwei Versionen, die zu 99 Prozent gleich aufgebaut sind: A330-800 und A330-900. Airbus verspricht mit dieser A330-Familie Kunden eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs pro Sitz um rund 25 Prozent gegenüber Konkurrenzprodukten der vorherigen Generation und eine um 1.500 NM größere Reichweite als die meisten A330-Vorgängermodelle.

Die von Rolls-Royce Trent-7000-Triebwerken der neuesten Generation angetriebene A330neo verfügt über neue Flügel mit größerer Spannweite und neuen Sharklets an den Spitzen wie bei der A350 XWB. Die Kabine mit dem neuen Airspace-Design schafft einen noch höheren Komfort.

Laudamotion garantiert Berlin Sonne im Winterflugplan

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Im Winterflugplan 2018/19 will Laudamotion ab Berlin einen Schwerpunkt auf Sonnendestinationen setzen. Die österreichische Low-Cost-Airline reagiert mit Tickets ab 19,99 Euro auf die erhöhte Nachfrage nach Flügen zu den Ferienzielen in Spanien, Portugal und Italien.

Die aktuelle Laudamotion-Flotte fliegt unter dem Code OE und besteht aus 19 Flugzeugen, die ab Wien, Graz, Innsbruck, Linz, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Nürnberg, München und Frankfurt im Sommer 2018 zum Einsatz kommen. „Low-Cost-Airlines wie Laudamotion sind in Berlin bereits sehr viel etablierter als in anderen deutschen Großstädten. Weit über die Hälfte der Angebote an den Berliner Flughäfen gehören in dieses Segment. Wir freuen uns, dass Laudamotion unseren überwiegend sehr preisbewussten Fluggästen weitere attraktive Angebote macht,“ sagt Hannes Hönemann, Leiter Unternehmenskommunikation der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Mallorca Low-Cost ab Berlin

Mit täglichen Flügen nach Palma de Mallorca, vier wöchentlichen Verbindungen nach Malaga sowie dreimal wöchentlich nach Alicante oder Faro an der Algarve, positioniert sich Laudamotion mit einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis. Wer die charmante Art der Italiener bevorzugt, kann täglich nach Mailand und zweimal wöchentlich nach Bari fliegen. Ganz neu im Winter-Flugprogramm sind fünf wöchentliche Verbindungen nach Neapel.

Eigentümer Niki Lauda: „Unsere Strecken funktionieren, weil wir für unsere preisbewussten Fluggäste ein kundenorientiertes Tarifkonzept anbieten. Abgesehen davon, setzen wir in unserem Streckennetz auf Destinationen mit Sonnengarantie und bringen Ferienreisende unkompliziert und günstig zu ihren Lieblingszielen“. Wer wärmere Temperaturen bevorzugt, findet ein umfangreiches Laudamotion-Angebot auf die Kanarischen Inseln oder nach Marrakesch. So fliegt man bereits ab 29,99 Euro auf die Kanaren und landet jeweils bis zu viermal pro Woche auf Teneriffa, Las Palmas, Fuerteventura oder Lanzarote.

Ohne Einigung: ver.di will LGW-Beschäftigte befragen

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Auch die vierte Verhandlungsrunde für die 400 Kabinenbeschäftigten der Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) blieb ohne Ergebnis. LGW war nach der Pleite von airberlin an die Lufthansa gegangen, die Beschäftigen nahmen ihre Verträge dorthin mit.

Nach dem Scheitern hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) jetzt eine Tarifbefragung unter den Beschäftigten gestartet, um ihre Anliegen mit Nachdruck in die Verhandlungen einzubringen. ver.di fordert einen Tarifvertrag sowie Verbesserungen der Vergütung und der Einsatzbedingungen. Bislang gelten für die Beschäftigten der Airline keine Tarifverträge. Die LGW war im Dezember 2017 im Zusammenhang mit der Insolvenz von airberlin von der Eurowingsgruppe übernommen worden und ist seitdem Teil des Lufthansa-Konzerns.

Befragung Ende Juni

„Während sich die Beschäftigten in einer unsicheren Situation befinden, lassen die Arbeitgeber die Zeit ungenutzt verstreichen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse. Für neue Beschäftigte garantiert die Airline lediglich ein monatliches Gehalt von rund 1.500 Euro. ver.di fordert für alle Beschäftigten der LGW unter anderem eine Erhöhung des Grundgehalts, die Einführung einer Mehrflugstundenvergütung und einen Manteltarifvertrag zu den Einsatzbedingungen. Mit der Befragung, die bis Ende Juni durchgeführt wird, wendet sich die Gewerkschaft an alle Beschäftigten, um die Wichtigkeit der Forderungen und die Bereitschaft zum Engagement in der Tarifrunde abzufragen. Die Flotten der LGW umfassen 33 Flugzeuge, mit denen etwa 20 Prozent der Eurowings-Verbindungen geflogen werden.

MTU öffnet die Pforten

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr kann am Sonntag, 24. Juni, das Werksmuseum der MTU Aero Engines besichtigt werden. Deutschlands führender Triebwerkshersteller öffnet von 13:00 bis 16:00 Uhr die Pforten und heißt Luftfahrtinteressierte willkommen.

MTU-Experten stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung und bieten Führungen durch die einmalige Sammlung an. In ihrem Museum an der Dachauer Straße bewahrt die MTU rund 50 Zeugnisse aus allen Epochen der motorisierten Luftfahrt auf: Zu sehen sind wertvolle historische Flugmotoren, darunter weltweite Unikate, neben modernen Triebwerken von heute sowie innovativen Antriebstechnologien für die Flugzeuge von morgen. Ein Star der Ausstellung ist das GP7000, von dem gleich vier den A380 von Airbus, das größte Passagierflugzeug der Welt, in die Luft bringen.

Termine fürs MTU-Meseum

Weitere Öffnungstermine im MTU-Museumskalender sind die beiden Sonntage, 24. Juni und 25. November, jeweils von 13:00 bis 16:00 Uhr, sowie Samstag, 20. Oktober. An diesem Tag findet zum 20. Mal die Lange Nacht der Münchner Museen statt, an der sich die MTU wieder beteiligt. Geöffnet hat das Werksmuseum dann von 19:00 bis 02:00 Uhr. Es gibt Führungen, Snacks und Getränke.

Nachtflüge um Stuttgart fürs ILS

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Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will dieser Tage das Instrumentenlandesystem am Flughafen neu vermessen. In den Nächten von Montag, 18. Juni bis Donnerstag, 21. Juni sind die Anflüge tagsüber und auch in der Nacht von Westen und Osten her kommend auf die Landebahn geplant.

Ebenfalls neu vermessen wird eine Anlage der Deutschen Flugsicherung für die Funknavigation bei Ludwigsburg. Es könnte daher in den Arealen um die Flugrouten zu Ruhestörungen kommen. Damit der normale Flugverkehr nicht gestört wird, finden diese Flüge nachts statt. Die Messflüge sind gesetzlich regelmäßig vorgeschrieben und notwendig, um die Funktion des Instrumentenlandesystems zu gewährleisten.

Raketenantrieb aus dem 3D-Druck: ETID gezündet

Das neue Triebwerksmodell ETID (Expander-Cycle Technology Integrated Demonstrator), das für mehr Schub unter der Schwerlastraketen der nächsten Generation wie Ariane-6 eingesetzt werden soll, hat seinen ersten Brenntest erfolgreich bestanden.

Dieses Ergebnis präsentierten nun Experten der Europäischen Weltraumorganisation ESA, des Raumfahrtunternehmens ArianeGroup GmbH und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der ETID-Antrieb war am 14. Juni am Prüfstand P3.2 am DLR-Standort Lampoldshausen getestet worden. Bereits zwei Tage zuvor konnte die Düse erstmalig erfolgreich gezündet werden.

ETID in Teilen aus Europa

Ein derart komplexes Technologieprojekt wie ETID erfordert eine übergreifende internationale Zusammenarbeit: So stammen Brennkammer und Einspritzkopf aus Deutschland (ArianeGroup GmbH), die Zündsysteme aus Österreich (CTR Carinthian Tech Research AG) und den Niederlanden (APP Aerospace Propulsion Products B.V.), die Ventile aus Belgien (Safran Aero Boosters) und Deutschland (ArianeGroup GmbH) und die Düsen aus Schweden (GKN Group). Entwickelt wurde das Triebwerksmodell von der ArianeGroup GmbH in Ottobrunn, die auch die Projektleitung innehat. Beauftragt wurde ETID im Rahmen des FLPP-Programms von der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Das DLR Raumfahrtmanagement begleitet und unterstützt FLPP technisch sowie organisatorisch und verwaltet die deutschen Beiträge zu dem Programm.

Höhere Leistung bei weniger Gewicht

„Seit rund vier Jahren arbeiten wir mit unseren Partnern an einem neuen Antrieb für die Trägerraketen von morgen“, erklärt Lysan Pfützenreuter, Projektleiterin beim DLR Raumfahrtmanagement. „Über die Ergebnisse sind wir sehr froh, denn der erfolgreiche Test zeigt, dass wir mit dem Einsatz moderner Fertigungsverfahren auf dem richtigen Weg sind.“

In dem Test hatten die Prüfingenieure erste Leistungsdaten des Triebwerkmodells ermittelt und diese mit den erwarteten Ergebnissen aus den Modellberechnungen verglichen. Die ETID-Technologien sollen zukünftig für Verbesserungen des Vinci-Triebwerks und der Ariane-6-Oberstufe eingesetzt werden. Durch neue Herstellungsverfahren und optimierte Bauteile werden gleichzeitig die Leistungsdichte des Antriebs erhöht und die Produktionskosten gesenkt.

Einspritzkopf aus 3D-Druck

„Durch das eingesparte Gewicht des kompletten Antriebs kann die Rakete mehr Nutzlast transportieren, und durch den Einsatz kostengünstiger Herstellungsverfahren und Materialien lassen sich die Startkosten reduzieren“, so Pfützenreuter. „Diese Vorteile können entscheidend sein im harten Wettbewerb auf dem internationalen Trägermarkt.“ Innerhalb der nächsten sechs Monate sollen 20 Tests mit einer Brenndauer von jeweils 120 Sekunden durchgeführt werden. Dabei erproben die Ingenieure drei verschiedene Konfigurationen. Diese unterscheiden sich beispielsweise in den Fertigungsverfahren von Schubkammer, Zündsystemen, Düsen und Ventilen.

Solche Komponenten, wie etwa der Einspritzkopf, bestehen bei einem konventionellen Raketenmotor aus mehreren hundert Einzelteilen, die produziert und verschweißt werden müssen. Ziel ist es nun, die Anzahl der Bauteile zu reduzieren, so dass mehrere Prozessschritte und somit Kosten und Zeit eingespart werden können. So enthält beispielsweise die erste Konfiguration des Einspritzkopfes eine Grundplatte, die aus einem Block gefräst wurde. Sie beinhaltet zudem bereits Teile der Einspritzelemente. Dies verringert die Anzahl der Bauteile bereits um etwa 80 Prozent. In einem zweiten Schritt wird die Grundplatte im 3-D-Druckverfahren hergestellt, wodurch noch einmal Fertigungsdauer, Anzahl der Fertigungsschritte und Gewicht eingespart werden. Ein dritter Einspritzkopf wird dann vollständig gedruckt, so dass das Bauteil „wie aus einem Guss“ besteht.

Prüfstand P3.2 wie im Weltraum

Getestet werden die Triebwerksmodelle am Prüfstand P3.2 vom DLR-Institut für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen. Der Prüfstand ist so konzipiert, dass Brennkammertypen für heutige und zukünftige Raumfahrtantriebe wie Raketenoberstufen unter realistischen Bedingungen (Vakuum) getestet und optimiert werden können. Die Testanlage misst die Daten, steuert, regelt und überwacht das Triebwerksmodell im laufenden Betrieb.

Die Forschungs- und Testaktivitäten in Lampoldshausen tragen entscheidend zur Zukunft des europäischen Raumtransports bei. Dieser Prüfstand ermöglicht das Verbrennen von unterschiedlichen Treibstoffkombinationen, wie Flüssigwasserstoff mit Flüssigsauerstoff oder Flüssigmethan mit Flüssigsauerstoff. Der Prüfstand P3.2 ist flexibel einsetzbar und extra für die Entwicklung zukünftiger Antriebstechnologien ausgelegt.

EDIT auf den Fotos

ETID heißt die Technologie für die Raketenantriebe der Zukunft: Die ETID-Technologien sollen zukünftig für Verbesserungen des Vinci-Triebwerks und der Ariane-6-Oberstufe eingesetzt werden. Durch neue Herstellungsverfahren und optimierte Bauteile werden gleichzeitig die Produktionskosten gesenkt und die Leistungsdichte des Antriebs erhöht, es gibt also mehr Schub.

Triebwerksmodell ETID am Prüfstand: Das neue Triebwerksmodell ETID (Expander-cycle Technology Integrated Demonstrator) hat seinen ersten Brenntest erfolgreich bestanden. Für das Triebwerksmodell ist der Brennkammerprüfstand P3 entscheidend, um diese moderne Antriebstechnologie weiter zu entwickeln und zu testen.

Testanlagen für Raketentriebwerke in Lampoldshausen: Das DLR verfügt über einmalige Infrastruktur und mehr als 50 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet flüssiger chemischer Raumfahrtantriebe sowie der Entwicklung von Versuchsverfahren und Messtechnik. Auf dem Bild ist links der Prüfstand P3 und rechts der Oberstufenprüfstand P4.1 zu erkennen.

Fraport: Moderne Technik für Sicherheit doch vorhanden

Ein Fraport-Sprecher hat heute klar gestellt, dass am Flughafen Frankfurt keine „veraltete“ Sicherheitstechnik zum Einsatz kommt. Der Flughafen bedauere, dass Aussagen des Fraport-Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Schulte vom Donnerstagabend teilweise missverständlich weitergeben worden seien.

Schulte hatte am Donnerstag in der Commerzbank-Arena davon gesprochen, dass „wir selbst bei theoretisch sofortiger Übernahme der Verantwortung für den Aufbau und Ablauf der Sicherheitskontrollen am Flughafen wahrscheinlich an den Bestellkatalog und auch den Rahmenvertrag des Bundes mit einem Hersteller gebunden und nur die dort freigegebene Technik einsetzen könnten.“ Der Sprecher vom Fraport weiter: „Die Sicherheitstechnik am Flughafen ist nicht veraltet, das hat Stefan Schulte nie behauptet. In Frankfurt hat die Sicherheit stets die größte Priorität.“

Sicherheitskontrollen: Nicht der volle Komfort

Richtig sei aber, dass die aktuellen Sicherheitskontrollspuren in Frankfurt nicht alle modernen Elemente enthalten würden. Dazu zählen beispielsweise eine automatisierte Wannenrückführung, eine Bildbearbeitung des Handgepäcks an mehreren Arbeitsplätzen oder die Möglichkeit, für mehrere Passagiere gleichzeitig ihr Handgepäck in die Wannen einzulegen. An anderen europäischen Standorten seien diese Elemente schon seit Jahren im Einsatz. Es sei auch daher dringend geboten, zeitnah zu einer Lösung zu kommen. „Hierzu führen wir insbesondere mit dem Bundesinnenministerium und anderen Behörden bereits seit über zwei Jahren Gespräche. Wir hoffen, dass wir dort schon bald zu guten Ergebnissen im Sinne aller Fluggäste kommen werden“, so der Sprecher abschließend.