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Kuwait ordert neue A330neo, A320 und A350 XWB

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Die Bekanntgabe dieser Bestellung markiert einen wichtigen Schritt in der Strategie von Kuwait Airways für die Erneuerung und Erweiterung ihrer Flotte.

Yousef Al-Jassim, Chairman von Kuwait Airways, und Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus, unterschrieben den Kaufvertrag über acht A330-800 in der Airbus-Zentrale in Toulouse. Die A330-800 dient der Flottenerweiterung und somit dem Wachstum. Yousef Al-Jassim, Chairman von Kuwait Airways. „Wir sind sicher, dass die A330-800 unsere Wettbewerbsfähigkeit in unserem wachsenden Streckennetz unterstützen wird. Unsere Beziehung mit Airbus geht über den Kauf von Flugzeugen hinaus. Wir freuen uns über die weitere Zusammenarbeit in den technischen Bereichen.“

A350 und A320 für Kuwait Airways

Die Fluggesellschaft Kuwaits will auch A350 XWB-Großraumjets und Single-Aisle-Flugzeuge der A320neo-Familie kaufen und hat Airbus entsprechende Aufträge erteilt. Die Auslieferung der neuen Airbus-Flotte wird 2019 beginnen. „Wir sind hoch erfreut darüber, dass Kuwait Airways sich für die A330-800 entschieden hat, um ihre Flotte weiter auszubauen. Die Fluggesellschaft wird mit der effizienten und flexiblen A330-800 ihr Langstreckennetz weiter entwickeln. Das Flugzeug bietet unschlagbare Wirtschaftlichkeit und beispiellosen Passagierkomfort. Zudem wird Kuwait Airways von seiner hohen technischen und betrieblichen Kommunalität mit der A320neo und A350 XWB profitieren“, sagte Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus.

Die im Juli 2014 eingeführte A330neo-Familie umfasst als neue A330-Generation zwei Versionen, die A330-800 und die A330-900, welche zu 99 Prozent gleich aufgebaut sind. Sie sollen Betreibern eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs pro Sitz um rund 25 Prozent gegenüber Konkurrenzprodukten der vorherigen Generation und eine um 1.500 Nautische Meilen größere Reichweite als die meisten A330-Vorgängermodelle bieten. Die von Rolls-Royce Trent-7000-Triebwerken der neuesten Generation angetriebene A330neo verfügt über neue Flügel mit größerer Spannweite und neuen Sharklets an den Spitzen wie bei der A350 XWB. Die Kabine mit dem neuen Airspace-Design bietet hohen Komfort mit allen Annehmlichkeiten.

Boeing 737 MAX bei S7 Airlines erste in Russland

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Boeing und Air Lease Corporation haben mit S7 Airlines der ersten Fluggesellschaft aus Russland ein Flugzeug des neuen Typs 737 MAX übergeben.

S7 wird über Globus Airlines zum Erstbetreiber der neuen 737-Generation in Russland und wird noch zehn weitere Boeing 737 MAX einflotten. Globus Airlines, das unter der Flagge der größten privaten Luftfahrt-Holding in Russland – S7 fliegt, hat schon 19 Boeing 737 Next Generation in der Fotte.

Die neue und geleaste Boeing 737 MAX 8 fasst 178 Passagiere in der Standardausführung und kommt mit dem Boeing Sky Interior (BSI). Insgesammt umfasst die Familie B737 MAX Varianten für 130 bis 230 Passagiere auf Routen von 3.850 Nautischen Meilen (7.130 Kilometer).

ANA fliegt mit Dreamliner Wien – Tokio

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All Nippon Airways (ANA) verbindet ab 17. Februar 2019 Wien mit Tokio-Haneda. Die größte Fluglinie aus Japan bringt Wien damit eine neue Non-Stop-Langstrecke.

Die Hauptstadt Japans wird damit ganzjährig und täglich erreichbar. Bedient wird die neue Route mit einem hochmodernen Boeing 787-9 Dreamliner. Der Flughafen Wien baut mit der neuen Verbindung das Langstreckenangebot am Standort weiter aus.

Wachstumsfaktor Ferner Osten

„Mit ANA kommt eine der bedeutendsten japanischen Fluglinien künftig regelmäßig nach Wien. Die Bundeshauptstadt wird dadurch mit einem der größten Flughäfen Japans, dem Flughafen Tokio-Haneda verbunden. Der zentrumsnahe Airport bietet eine optimale öffentliche Anbindung und damit bequeme Anreise in die japanische Hauptstadt. Die ganzjährige und tägliche Reisemöglichkeit in die Weltstadt ist eine wichtige Ergänzung zur Stärkung von Tourismus und Wirtschaft in Österreich und Japan. Der Ferne Osten ist mit einer Passagierentwicklung von plus 36,5 Prozent seit Januar 2018 ein wichtiger Wachstumsmarkt für den Flughafen Wien und wir erwarten weitere Impulse für die Zukunft. Insgesamt bieten wir mit dem neuen Langstreckenangebot bis zu zwölf wöchentliche Verbindungen nach Tokio an.“ freut sich Mag. Julian Jäger.

Dreamliner fliegt täglich nach Tokio

All Nippon Airways fliegt ab Februar 2019 täglich zwischen Wien und Tokio. Der Abflug in Tokio findet um 01:55 Uhr statt, mit Ankunft in Wien um 06:00 Uhr. Der Rückflug aus Wien startet um 11:50 Uhr mit Ankunft um 06:55 Uhr in Tokio. Geflogen wird mit einer Boeing 787-9, die insgesamt 215 bequeme Sitzplätze in angenehmer Atmosphäre bietet.

All Nippon Airways ist Mitglied der Star Alliance und bietet auf ihren Flügen ein mehrfach ausgezeichnetes Bordprodukt und Services. Damit ist auf den insgesamt 116 innerjapanischen und 85 internationalen Strecken ein Reiseerlebnis der Extraklasse garantiert. Als eine von nur sehr wenigen Airlines weltweit wurde ANA auch 2018 im sechsten Jahr in Folge wieder mit dem höchsten Ranking von fünf Sternen ausgezeichnet.

Winterziele ab Düsseldorf bis ganz fern

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Mit dem Flugplanwechsel ab Düsseldorf kommen viele auch neue attraktive Ziele hinzu, um dem Winter zu entfliehen. Starke Airline-Partner haben ihr Angebot am größten Flughafen Nordrhein-Westfalens kräftig ausgebaut.

Neue Destinationen, Frequenzaufstockungen im Europaverkehr und neue Langstrecken – die Zeichen stehen auch nach dem Aus der airberlin weiterhin auf Wachstum. Rund 60 Fluggesellschaften starten im Winter 2018/19 von NRWs Landeshauptstadt zu über 140 Zielen weltweit. Der neue Flugplan ist gültig ab dem 28. Oktober. Es gibt im Winter 110 wöchentliche Abflüge allein auf der Langstrecke, wie Thomas Schnalke, Sprecher der Geschäftsführung des Düsseldorfer Airports, mitteilt.

Interkontinentalziele ab DUS

Highlight des Winters ist die neue Nonstop-Verbindung mit Eurowings nach Bangkok. Viermal pro Woche hebt die Airline ab Ende Oktober in die asiatische Metropole ab. Ebenfalls neu ist Havanna. Dorthin fliegt die Fluggesellschaft im Winter einmal wöchentlich. Weiterhin geht es per Linienflug in die Karibik und die USA. Miami, Fort Myers sowie New York stehen mit den Flughäfen JFK und EWR (Newark) im Flugplan der Airline. Letzteres Ziel übernimmt Eurowings ab Dezember von der Lufthansa. Die Frequenzen nach Punta Cana, Puerto Plata und Varadero werden aufgestockt. Darüber hinaus hebt Eurowings mit neuen Charterflügen für Kreuzfahrtbegeisterte nach Mauritius, die Seychellen, Samana, Barbados, La Romana und Montego Bay ab.

Auch Condor hat die touristische Fernstrecke fest im Blick und setzt auf beliebte Karibik-Strecken. Jeweils einmal pro Woche geht es ab Düsseldorf nach Cancun, La Romana und Montego Bay. Darüber hinaus steuert die Airline im Winter wieder den Flughafen Dubai World Central als Kreuzfahrtvollcharter ab Düsseldorf an.

Asien und die Vereinigten Arabischen Emirate faszinieren die Reisenden auf eine ganz besondere Weise. Mit ANA geht es daher auch im neuen Winterflugflugplan weiter täglich mit dem Dreamliner nach Tokio. Ebenso führt Singapore Airlines ihr Engagement aus dem Sommer fort und setzt auf vier Verbindungen pro Woche mit dem komfortablen und leisen Airbus A350 nach Singapur. Auch die Verbindungen nach Dubai mit Emirates und Abu Dhabi mit Etihad Airways bleiben bestehen.

Neues in der Mittelstrecke

Neues Ziel ab Düsseldorf ist Košice. Eurowings steuert die slowakische Stadt im Winter viermal wöchentlich ab Düsseldorf an. Viele Airlines haben ihre Frequenzen auf beliebten Strecken rund um das Mittelmeer aufgestockt. Unter anderem werden die Balearen, Kanaren, Malaga, Alicante und Madeira noch häufiger angeflogen. Laudamotion, Condor, Tuifly, Norwegian und Ryanair zeigen hier besonders starkes Engagement.

So verdoppelt Norwegian ihre Flüge im Vorjahresvergleich auf insgesamt 25 Umläufe pro Woche. Allein nach Palma de Mallorca geht es elfmal wöchentlich. Laudamotion legt den Fokus auf spanische Ziele und fliegt mit Innsbruck erstmals eine beliebte Ski- und Winterdestination ab Düsseldorf an. Die griechische Fluggesellschaft Aegean Airlines erhöht die Frequenz in die griechische Hauptstadt und fliegt ab Winter nun täglich nach Athen.

SAS Scandinavian Airlines erhöht ihre Frequenzen in die nordeuropäischen Metropolen Stockholm, Kopenhagen und Oslo. Nordwind Airlines fliegt auch im Winter weiter nach Moskau, während Adria Airways den Düsseldorfer Airport auch nach dem Sommer mit der slowenischen Hauptstadt Ljubljana verbindet.

Embraer und DLR erfassen Flügelfalttern in Echtzeit

Wer schon mal im Flugzeug aus dem Fenster gesehen hat, hat sicher bemerkt, dass die Flügel eines Flugezugs nicht komplett starr, sondern biegsam sind. Ob durch Windstöße oder Flugmanöver, Flügel könnn schwingen und vibrieren. Und genau dies zu erforschen, sind Forscher in Deutschland jetzt weiter gekommen.

Flugzeuge sind Leichtbaukonstruktionen, die in Zukunft noch leichter werden noch leichter und flexibler werden. Dadurch spielt das Auftreten von Schwingungen eine zunehmende Rolle. Dies können Forscher jetzt noch besser untersuchen, denn der Flugzeughersteller Embraer, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Niederländische Luftfahrtzentrum (NLR) und die Deutsch-Niederländischen Windkanäle (DNW) haben erfolgreich eine neuartige Methode zur Prüfung der Sicherheit künftiger Flugzeuge getestet. Dazu analysierten sie erstmals in einem Windkanal-Experiment das Flatter-Verhalten eines Flügels in Echtzeit.

Aeroelastik und Flattern im Windkanal

Das komplexe Zusammenspiel von elastischen Schwingungen eines Flugzeuges hat Einfluss auf dessen Flugeigenschaften. Das bekannteste aeroelastische Phänomen ist das ‚Flattern‘, bei dem die Schwingungen einer Flugzeugstruktur so mit der umströmenden Luft in Wechselwirkung treten, dass sie sich immer weiter aufschaukeln können. Damit das nicht passiert, müssen Flatter-Analysen durchgeführt werden, um kritische Flugzustände zu vermeiden.

Für den Versuch wurde ein sehr elastisches Flügel-Modell aus Fiberglas gebaut, das sich stark durchbiegen lässt. Auf dieses wurden zahlreiche Drucksensoren und sogenannte Dehnungsmessstreifen angebracht, die Verformungen erfassen. Der Flügel wurde dann bei Geschwindigkeiten von Mach 0,7 und 0,9 (etwa 850 bis 1.100 Kilometer pro Stunde) umströmt, wobei der Anstellwinkel verändert wurde. Dabei beobachteten die Forscher die Schwingungen des Modells und analysierten deren Frequenzen und Dämpfungsmaße.

Die dabei anfallenden großen Datenmengen konnten in der Vergangenheit erst mit zeitlicher Verzögerung ausgewertet werden. Eine vom DLR entwickelte effiziente Programmierung erlaubte nun erstmals, in Echtzeit die Daten auszuwerten. Zudem besitzt das DLR einen Superkomputer um eben solche Aufgaben bewältigen zu können. Dadurch ließ sich bereits während des Versuchs genau erkennen, welche Sicherheitsabstände bis zum Flügelflattern und damit zu einer möglichen Zerstörung des Modells bestehen. „Es handelt sich um eine neue Methode, um Flugzeug-Flattern zu analysieren“, sagte Dr. Yves Govers vom DLR-Institut für Aeroelastik. Damit können auch künftige Flugzeuge effizienter und zeitsparender getestet werden.

Embraer holt DLR und NLR zur Forschung

Das Projekt HMAE1 ist von dem brasilianischen Flugzeughersteller Embraer initiiert worden, um eigene Computer-Vorhersagen für das Flatter-Verhalten von Flügeln zu überprüfen und Flatter-Analysen künftig effizienter zu gestalten. Das DLR-Institut für Aeroelastik in Göttingen und das NLR entwickelten gemeinsam einen Vorentwurf für ein Windkanalmodell, das zur Erfüllung der Anforderungen auf die Oberflächengeometrie des Flügels angepasst wurde. Der Feinentwurf des Glasfaser-Flügels und der Pylon-Flügel-Verbindung wurde vom NLR durchgeführt, das auch den Flügel baute und die im Modell integrierte Messtechnik erstellte.

Die DNW waren hauptsächlich für die Vorbereitung und Durchführung des Tests verantwortlich. Der eigentliche Windkanaltest wurde im Hochgeschwindigkeitskanal (HST, High-Speed Tunnel) der DNW in Amsterdam mit dem vom NLR konzipierten und konstruierten Windkanalmodell durchgeführt. Das DLR führte die Datenanalyse in Echtzeit durch. Das Titelbild zeigt den Flügel-Modell im Windkanal: Die Echtzeit-Flatteranalyse wurde im Hochgeschwindigkeitskanal (HST, High-Speed Tunnel) der DNW in Amsterdam durchgeführt.

Weg für A319 bei CityLine ab 2019 frei

Lufthansa CityLine wird im kommenden Jahr erstmals Flugzeuge der Airbus A320-Familie fliegen, die sie von Lufthansa übernimmt. Die erste Maschine vom Typ A319-100 wird im Frühjahr 2019 vom Münchner Drehkreuz aus starten.

Lufthansa CityLine und die Vereinigung Cockpit haben sich auf neue Beschäftigungsbedingungen für die rund 650 Flugzeugführer geeinigt. Mit dem Tarifabschluss wurden die Voraussetzungen für den Einstieg der Lufthansa CityLine in ein neues, zukunftsfähiges Flugzeugmuster gegeben. Weitere fünf Flugzeuge werden bis Ende 2020 folgen.

„Lufthansa CityLine übernimmt seit vielen Jahren einen wichtigen Teil unseres Zubringerverkehrs an den Drehkreuzen München und Frankfurt“, sagt Wilken Bormann, Aufsichtsratsvorsitzender der Lufthansa CityLine GmbH und CEO Lufthansa Hub München. Bisher setzt die Kurzstrecken-Airline der Lufthansa die bewährten Bombardier CRJ ein. Der Einstieg in die A320-Familie sei ein konsequenter Schritt in die Zukunft.

Gehaltsperspektiven für drei Jahre

Die Tarifpartner haben ein ganzes Paket vereinbart. Es beinhaltet unter anderem eine moderate Gehaltsentwicklung für die kommenden drei Jahre und eine wachstumsabhängige Steigerung für 2021. Die Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung wird in wesentlichen Punkten an die Lufthansa-Systematik angepasst. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der optimierte Schulungsverlauf für die bisherigen Piloten auf die A320-Familie. Das Paket eröffnet damit wichtige neue Wachstumsperspektiven.

Lufthansa CityLine ist eine hundertprozentige Konzerngesellschaft der Deutschen Lufthansa AG und Spezialist für den Hubverkehr an den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München. Die Airline befördert jedes Jahr rund 8.000.000 Passagiere an Bord ihrer rund 50 Flugzeuge. Die Flotte startet täglich mehr als 300 Mal zu rund 80 Flughäfen in über 24 Ländern. Lufthansa CityLine beschäftigt rund 2.200 Mitarbeiter.

MASCOT: Neue Fotos nach der Asteroidenlandung

Nach dem ersten Weg auf dem knapp 900 Meter großen Asteroiden folgten rund 17 Stunden intensiver wissenschaftlicher Erkundung. MASCOT übertraf alle Erwartungen und führte seine vier Experimente an mehreren Stellen auf dem Asteroiden aus.

Sechs Minuten freier Fall, sanfter Aufprall auf einem Stein und dann elf Minuten wiederholtes abprallen bis zur ersten Ruhelage. So begann die Reise des Asteroidenlanders MASCOT am frühen Morgen des 03. Oktober 2018 auf Asteroid Ryugu, einem Land voller Überraschungen, Geheimnissen und Herausforderungen. Noch nie zuvor in der Geschichte der Raumfahrt wurde ein Körper des Sonnensystems auf diese Art und Weise erforscht. Der Weg, den MASCOT dabei auf der Oberfläche zurücklegte, konnte nun anhand von Bilddaten der japanischen Sonde Hayabusa2 sowie der Bilder und Daten von MASCOT genau nachvollzogen werden. Gesteuert wurde die Landesonde vom MASCOT-Kontrollraum am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln in Anwesenheit von Wissenschaftlerteams aus Deutschland, Frankreich und Japan.

„Robotische Spitzentechnologie, eine langfristige Planung in vielen Details und eine intensive internationale Kooperation zwischen den Wissenschaftlern und Ingenieuren der drei Raumfahrtnationen Japan, Frankreich und Deutschland haben diesen Erfolg erst möglich gemacht“, sagt Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie über diesen Meilenstein der Erforschung des Sonnensystems. „Wir sind stolz darauf, wie MASCOT seinen Weg auf dem Asteroiden Ryugu über Geröll und Steine gemeistert hat und dabei so viele Daten über die Zusammensetzung zur Erde zurücksenden konnte“, freut sich die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund.

MASCOT hat kein Antriebssystem und landete im freien Fall. Sechs Minuten nach dem Abtrennen von Hayabusa2 berührte das Landemodul am Ende einer ballistischen Flugbahn zum ersten Mal den Boden des Asteroiden Ryugu. Auf der Oberfläche bewegte sich MASCOT mit einer Schwungmasse aus Wolfram am Ende eines eingebauten rotierenden Schwungarms fort. So konnte MASCOT auf die „richtige“ Seite gedreht werden und sogar Sprünge auf der Asteroidenoberfläche vollführen. Ryugu hat nur ein 66.500stel der Anziehungskraft der Erde, sodass der kleine Schwung hierfür ausreichte: Eine technische Innovation für eine ungewöhnliche Form der Mobilität auf einer Asteroidenoberfläche, die im Rahmen der Mission Hayabusa2 zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt zum Einsatz kam.

Steingarten mit viel Schutt

Um den Weg von MASCOT über die Oberfläche von Ryugu rekonstruieren zu können, waren die Augen der Kameras an Bord der Muttersonde Hayabusa2 auf den Asteroiden gerichtet. Die Optical Navigation Camera (ONC) hielt den freien Fall von MASCOT in mehreren Bildern fest, sah den Schatten, den das Experimentpaket während der Flugphase auf den Boden warf und identifizierte den ruhenden MASCOT schließlich in mehreren Bildern direkt auf der Oberfläche. Das Muster der unzähligen auf der Oberfläche verteilten Blöcke war auch in Schrägaufnahmen der Kamera MASCAM aus der Landesonde heraus in Richtung des jeweiligen Horizonts zu erkennen. Die Kombination dieser Informationen entschlüsselte den einzigartigen Pfad der Landesonde.

Nach dem ersten Auftreffen prallte MASCOT sanft von einem großen Block ab, berührte noch etwa acht Mal den Boden und fand sich dann in einer zunächst für die Messungen ungünstigen Ruhelage wieder. Nach der Kommandierung und Ausführung eines eigens eingeleiteten Korrektur-Hüpfers kam MASCOT ein zweites Mal zum Stillstand. Die genaue Position dieses zweiten Ortes wird derzeit noch ermittelt. Dort wurden die ausführlichen Messungen über einen Asteroidentag und eine Asteroidennacht hinweg absolviert. Es folgte ein kleiner „Mini Move“, um dem Spektrometer MicrOmega noch bessere Bedingungen für die Messung der Zusammensetzung des Asteroidenmaterials zu ermöglichen.

Schließlich wurde MASCOT ein letztes Mal in Bewegung gesetzt für einen größeren Sprung. Dort am letzten Ort führte er noch einige Messungen durch, bevor die dritte Nacht anbrach und der Kontakt zu Hayabusa2 abbrach. Das Raumschiff hatte sich aus der Sichtlinie bewegt. Um 21.04 Uhr erreichte das letzte Signal von MASCOT die Muttersonde Hayabusa2. Die Mission war beendet. „Wir rechneten wegen der kalten Nacht damit, dass es weniger als 16 Stunden Batterielaufzeit werden würden“, sagt MASCOT-Projektleiterin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. „Schließlich konnten wir MASCOT aber sogar bis zum einsetzenden Funkschatten mehr als eine Stunde länger betreiben, ein toller Erfolg.“ MASCOT und das Landegebiet wurden von den Wissenschaftlern noch während der Mission nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Lewis Carroll (1832 bis 1898) als „Alice‘s Wonderland“ getauft.

Tatsächliches Wunderland

Nach der exakten Rekonstruktion und Lokalisierung der Ereignisse sind die Wissenschaftler nun damit beschäftigt, erste Ergebnisse aus den Messdaten und Bildern herauszulesen. „Was wir aus der Distanz gesehen haben, hat uns schon eine Ahnung gegeben, wie es auf der Oberfläche aussehen könnte“, berichtet Prof. Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung und wissenschaftlicher Leiter der MASCOT-Mission. „Tatsächlich ist es am Boden aber noch viel verrückter, als erwartet. Alles ist von groben Blöcken, und Geröll übersät. Wie kompakt diese Blöcke sind und welche Zusammensetzung sie haben, das wissen wir noch nicht. Vor allem aber: Fast nirgendwo sind größere Ansammlungen feinen Materials zu sehen, und das haben wir gar nicht erwartet. Das müssen wir in den nächsten Wochen noch ganz genau untersuchen, da die kosmische Verwitterung eigentlich feines Material erzeugen müsste“, so Jaumann weiter.

„MASCOT hat genau das gebracht, was wir uns an Daten erhofft haben: Eine ‚Verlängerung‘ des Arms der Experimente auf der Raumsonde bis auf den Boden von Ryugu und direkte Messungen vor Ort“, sagt Dr. Tra-Mi Ho. Nun gibt es über die ganze Skala von Teleskop-Lichtkurven von der Erde über die Fernerkundung mit Hayabusa2 bis zum mikroskopischen Befund von MASCOT Messdaten. „Das wird für die Charakterisierung dieser Klasse von Asteroiden von enormer Bedeutung sein“, unterstreicht Prof. Ralf Jaumann.

Ryugu ist ein sogenannter C-Klasse-Asteroid, ein als kohlenstoffreich eingeschätzter Vertreter der ältesten Körper des viereinhalb Milliarden Jahre alten Sonnensystems: ein „Urbaustein“ der Planetenentstehung und in diesem Falle auch einer von 17.000 bekannten erdbahnkreuzenden Asteroiden.

Auf der Erde gibt es einige Meteoriten, die eine Zusammensetzung haben, die auch für Ryugu angenommen wird, beispielsweise gefunden in der Murchison Range/Australien. Dr. Matthias Grott vom DLR-Institut für Planetenforschung und verantwortlich für das Radiometerexperiment MARA ist jedoch skeptisch, ob diese Meteoriten bezüglich ihrer physikalischen Eigenschaften tatsächlich repräsentativ für Ryugu sind: „Meteoriten wie der in Murchison gefundene sind recht massiv. Unsere MARA-Daten deuten allerdings darauf hin, dass wir es auf Ryugu eher mit etwas poröserem Material zu tun haben. Die Untersuchungen stehen erst ganz am Anfang, aber es ist plausibel anzunehmen, dass kleine Bruchstücke von Ryugu den Eintritt in die Erdatmosphäre nicht intakt überstehen würden.“

Hayabusa2 und MASCOT

Hayabusa2 ist eine Weltraummission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) zum erdnahen Asteroiden Ryugu. Der deutsch-französische Lander MASCOT an Bord von Hayabusa2 wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und gebaut in enger Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES (Centre National d’Études Spatiales).

Das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwickelte federführend zusammen mit CNES den Lander und testete ihn. Das DLR Robotik und Mechatronik Zentrum in Oberpfaffenhofen entwickelte den Schwungarm, der MASCOT auf dem Asteroiden hüpfen lässt, und passt dessen Bewegungen mithilfe der neuesten Messungen von Hayabusa2 an die Eigenschaften von Ryugu an.

Fotos vom Asteroiden Ryugu

Die dritte MASCOT-Aufnahme während des Abstiegs auf Ryugu: Aus einer Höhe von zwanzig bis zehn Metern über der Oberfläche fotografierte die DLR-Kamera MASCAM das Gebiet südwestlich der Abstiegsroute (rechts). In der Übersichtsaufnahme der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Trapez eingezeichnet. MASCOT hat nach dem zweiten Bild demnach mindestens eine 180-Grad-Drehung entlang seiner Längsachse durchgeführt.

MASCOT-Aufnahme der Südpolregion Ryugus kurz nach dem Abtrennen: Das rechte Bild zeigt die erste Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems während des Abstiegs von Hayabusa2 – kurz nach dem Abtrennen des Landemoduls in 51 Metern Höhe in Blickrichtung Südpol. Im Übersichtsbild links, das mit der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 aufgenommen wurde, ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Dreieck eingezeichnet. Besonders auffallend ist ein riesiger Block in der Nähe des Südpols, der markant über die Horizontlinie herausragt und von den Wissenschaftlern „South Polar Rock“ getauft wurde. Er dürfte mehrere Dutzend, vielleicht sogar bis zu 100 Meter groß sein.

Anflug von MASCOT auf Ryugu und der Weg über die Oberfläche: Nach dem Herausschieben von MASCOT aus der Ladebucht verfolgte das Aufnahmesystem ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 mit seinen drei Kameras zunächst den Abstieg von MASCOT aus 51 Metern Höhe über dem Asteroiden Ryugu. Der Bildausschnitt ist nach Norden ausgerichtet, das gezeigte Gebiet befindet sich etwa bei 300 Grad östlicher Länge und 30 Grad südlicher Breite. Rechts unten ist der Schatten von Hayabusa2 zu sehen, zum Zeitpunkt der Separation war es etwa Mittag auf Ryugu und die Sonne stand hinter Hayabusa2 – der Schatten ist etwa sechs Meter mal viereinhalb Meter groß. Die markierten Punkte geben die Zeitpunkte an, zu denen Hayabusa2 Aufnahmen von MASCOT gemacht hat. Die Zeitangaben sind in UTC (koordinierte Weltzeit , MESZ minus zwei Stunden), die erste Aufnahme erfolgte 01:59:40 Uhr UTC (03:59:40 MESZ).

Die gelbe Linie markiert hierbei die Positionen, an denen MASCOT noch im Abstieg auf Ryugu war und in den ONC-Fotos identifiziert werden konnte. Die blaue Linie unter der gelben Linie ist die Projektion dieser Positionen auf die Asteroidenoberfläche – MASCOT legte also eine geradlinige Flugroute zurück und berührte etwa um 02 Uhr 23 und 24 Sekunden UTC auf einem großen kantigen Block den Boden. Von dort hüpfte der Asteroidenlander entlang der gekrümmten horizontalen Linie in Richtung Ostnordost und wurde auch dann immer wieder von der ONC festgehalten. Etwa um 02 Uhr 14 Minuten und 04 Sekunden UTC fand MASCOT seinen ersten Ruheplatz. Hayabusa2 stieg inzwischen wieder auf einen höheren Beobachtungsplatz über Ryugu auf, so dass es wegen der geringeren Bildauflösung schwieriger wurde, MASCOT in den Bildern zu identifizieren. Am zweiten Asteroidentag wurde MASCOTs Bewegungsmechanismus aktiviert und auf einem weiteren Foto ist der Lander am 04. Oktober um 00:55:09 Uhr UTC zu sehen.

MASCOT-Aufnahme in Richtung Osten während des Abstiegs auf Ryugu: Die zweite Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems ist nach schräg unten auf den Asteroiden Ryugu gerichtet und erfasst Gebiete östlich der Abstiegsroute. In der Übersichtsaufnahme der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Trapez eingezeichnet. Durch den Vergleich mit der ersten Aufnahme war somit klar, dass sich MASCOT wie erwartet turbulent auf Ryugu zubewegt hat, also Drehungen und Überschläge ausgeführt hat.

In beiden Aufnahmen ist ein riesiger Felsblock zu sehen, der im MASCAM-Bild den östlichen (rechten) Bildrand einnimmt und mehrere Zehnermeter in der Längsausdehnung ist. Links unten ist der Schatten von MASCOT zu sehen, den die hinter der Landesonde stehende Sonne auf die Asteroidenoberfläche wirft: MASCOT hat eine Längsausdehnung von 30 Zentimetern. Ryugu ist ein Körper ohne Atmosphäre, deshalb werden die Umrisse von MASCOT (rechts) und Hayabusa2 (links) gestochen scharf als Schatten auf die Asteroidenoberfläche projiziert.

Kurz vor dem ersten Bodenkontakt, die Landestellenumgebung: Die fünfte Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems (rechts) entstand kurz vor dem ersten Bodenkontakt aus wenigen Metern Höhe über der Oberfläche von Ryugu. Die Blickrichtung ist nach Nordwesten gerichtet und befindet sich zwischen den beiden weißen Begrenzungslinien im Übersichtsbild (links) der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2.

Wie auch schon in den Aufnahmen aus größerer Höhe ist auch in unmittelbarer Nähe des Bodens kein Feinmaterial zu sehen, sogenannter Regolith, der auf atmosphärelosen Körpern durch die permanente Ausgesetztheit gegenüber energiereichen Partikeln aus dem Weltall oder Mikrometeoriten durch die Verwitterung gröberen Materials zu Staub entsteht. Stattdessen ist das Gebiet extrem zerklüftet und voller scharfkantiger Blöcke. Die Landestellenumgebung erinnert an den Landeort Abydos der Raumsonde Philae, die am 12. November 2014 von der Raumsonde Rosetta auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko abgesetzt wurde.

Kriegserklärung von Ryanair – wie reagieren Piloten?

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Standortschließungen der Ryanair seien eine Kriegserklärung an die Belegschaft. Diese Botschaft kam von den Präsidenten europäischer Pilotenverbände und -gewerkschaften, die sich letzte Woche in Wien trafen. Es sollte nicht überraschen, wenn die Piloten von Ryanair darauf bestehen, dass die Arbeitskampfmaßnahmen, inklusive Streiks, in diesen Ländern weitergehen.

Schließungen von Stationen und Flottenverkleinerungen – von den Piloten und dem Kabinenpersonal als Strafe für gesetzesmäßige Streiks wahrgenommen – wird von den betroffenen Crews als Kriegserklärung angesehen. Dieser aggressive Schachzug des Ryanair Managements kommt nun also zu der sowieso schon angespannten Beziehung mit den Arbeitnehmern und stagnierenden Verhandlungen in einigen Ländern dazu.

„Solche Feindseligkeiten seitens des Managements werden von den Piloten und dem Kabinenpersonal nicht toleriert“, sagt der Präsident der ECA, Dirk Polloczek, im Namen der Gewerkschaftsführer aus ganz Europa. „Die Pilotengewerkschaften verlangen die sofortige Rücknahme der Stationsschließungen in Eindhoven (NL) und Bremen (DE) sowie der Verkleinerung der Station am Niederrhein. Wir rufen das Ryanair Management dazu auf, ihren Konfrontationskurs und ihr konterproduktives Vorgehen aufzugeben. Es ist schwer vorstellbar, wie Ryanair ernsthaft erwarten kann, zu einer Einigung mit den Gewerkschaften zu kommen, wenn solche Drohungen in der Luft hängen.“

Angst keine Basis für Dialog

„Piloten und Kabinenbesatzung dazu zu zwingen, ihren Standort zu wechseln oder ihren Job und ihr Einkommen zu verlieren, ist sicherlich nicht das, was wir brauchen, um Vertrauen und eine solide Basis für Verhandlungen zu bauen“, sagt Martin Locher (im Bild), Präsident der Vereinigung Cockpit (DE). „Falls Ryanair es ernst meint damit, bis Weihnachten Abkommen zu treffen, dann ist so ein Verhalten überhaupt nicht hilfreich. Die angekündigte Stationsschließung am 05. November wird die Feuerprobe, um die wahren Absichten und den ehrlichen Willen etwas für ihre Angestellten zu tun, zu testen. Sei es in Deutschland, oder woanders.“

„Eine Station zu schließen und die Angestellten in ein anderes Land zu versetzen, ist mit dem sozialen Dialog nicht kompatibel. Wir sehen das als Kriegserklärung und absolut im Widerspruch zu allen Behauptungen, man wolle verhandeln,“ sagt Arthur van de Hudding, Präsident der niederländischen Pilotengewerkschaft VNV. „Falls das Ryanair Management denkt, Stationen zu schließen sei eine rasche und billige Lösung für Arbeitsunruhen – und das Gericht in den Niederlanden sieht das anders – dann sind sie im besten Fall naiv und im schlimmsten Fall antagonistisch. Den Ryanair Mitarbeitern Angst einzuflößen und ihr Recht zu streiken de facto zu beschneiden, wird von uns niemals toleriert werden. Wir fordern Ryanair auf, ihre Station in den Niederlanden zu behalten, sich ihrer Verantwortung zu stellen und lieber zurück an den Verhandlungstisch zu kommen, als wegzulaufen und jeden zu bestrafen, der zurück bleibt.

Fraport im September mit 6,6 Mio. Passagieren

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Der Flughafen Frankfurt zählte im September 2018 rund 6,6 Millionen Passagiere. Dieser Anstieg um 6,3 Prozent war erneut hauptsächlich durch das Wachstum im Europaverkehr geprägt. Die Zahl der Flugbewegungen nahm analog um 5,7 Prozent auf 45.950 Starts und Landungen zu.

Auch die Summe der Höchststartgewichte stieg um 4,0 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen. Lediglich das Cargo-Aufkommen sank bedingt durch eine schwächere Entwicklung des Welthandels leicht um 1,4 Prozent auf 185.042 Tonnen.

In den ersten neun Monaten des Jahres verzeichnete der Flughafen Frankfurt ein Plus von 8,4 Prozent auf knapp 53.000.000 Passagiere. Mit 386.048 Starts und Landungen erhöhte sich die Zahl der Flugbewegungen um 8,0 Prozent. Die Höchststartgewichte nahmen um 5,3 Prozent zu und erreichten einen Wert von annähernd 23,8 Millionen Tonnen. Das Cargo-Aufkommen blieb mit etwa 1,6 Millionen Tonnen knapp unter dem Vorjahresniveau (minus 0,8 Prozent).

Beteiligungen weltweiter Flughäfen

Die internationalen Beteiligungsflughäfen entwickelten sich im bisherigen Jahresverlauf positiv. Der slowenische Airport in Ljubljana schloss die ersten drei Quartale mit einem Wachstum von 9,7 Prozent auf rund 1,4 Millionen Fluggäste (im September plus 6,3 Prozent auf 191.823 Passagiere). Die beiden Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre in Brasilien erreichten gemeinsam einen Anstieg von 5,1 Prozent auf knapp 10,8 Millionen Fluggäste (im September plus 8,6 Prozent auf rund 1,2 Millionen Passagiere).

Die 14 griechischen Regionalflughäfen notierten insgesamt etwa 25,9 Millionen Fluggäste, ein Zuwachs von 8,9 Prozent (im September plus 8,2 Prozent auf rund 4,5 Millionen Passagiere). Die drei aufkommensstärksten Airports waren dabei Thessaloniki (plus 5,1 Prozent auf 5,2 Millionen Fluggäste), Rhodos (plus 6,3 Prozent auf 4,9 Millionen Passagiere) und Kerkyra auf Korfu (plus 15,5 Prozent auf etwa 3,1 Millionen Fluggäste).

Mit knapp 16,5 Millionen Passagieren erzielte der Flughafen im peruanischen Lima einen Zuwachs von 8,2 Prozent (im September plus 5,1 Prozent auf rund 1,8 Millionen Fluggäste). Die beiden bulgarischen Twin Star Flughäfen Varna und Burgas schlossen die ersten neun Monate des Jahres mit einem Zuwachs von 12,4 Prozent auf insgesamt fast 5,3 Millionen Passagiere (im September plus 6,7 Prozent auf 788.091 Fluggäste). Der Flughafen Antalya in der Türkei wuchs um 21,7 Prozent auf annähernd 26,5 Millionen Passagiere (im September plus 17,9 Prozent auf rund 4,4 Millionen Fluggäste).

Die noch bestehtende Beteiligung am Flughafen Hannover verzeichnete ein Plus von 8,4 Prozent auf fast 4,9 Millionen Passagiere (im September plus 9,6 Prozent auf 722.769 Fluggäste). Mit 11,1 Prozent Zuwachs zählte der Flughafen im russischen St. Petersburg etwa 14,0 Millionen Passagiere (im September plus 11,6 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fluggäste). Der Flughafen in Xi’an, China, begrüßte fast 33,5 Millionen Fluggäste, was einem Anstieg von 7,4 Prozent entsprach (im September plus 3,6 Prozent auf annähernd 3,8 Millionen Fluggäste).

Airbus Helicopters mit H160 auf Helitech International

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Airbus Helicopters stellt sich auf der diesjährigen Helitech International Airshow breit auf. Dabei sind nicht nur die neuesten Hubschraubermodelle, sondern auch moderne Technologien und Dienste.

Die Helitech International Airshow findet vom 16. bis 18. in Amsterdam statt. Airbus Helicopters legt dabei einen Schwerpunkt auf Emergency Medical Services (EMS), ein Segment, in dem sich 60 Prozent der Flotte des Unternehmens betrieben werden.

Im Stand E60 (Hall 8), wird eine für EMS konfigurierte H145 vom niederländischen Betreiber ANWB ausgestellt. Die H145 gehört zu den Verkaufsschlagern von Airbus Helicopters. Der Hersteller sieht in der Anpassbarkeit mit plug-and-play-Philosophie, einer geräumigen Kabine und Flugsicherheit dank zweier Motoren die Stärken des Musters für Flüge zur Katastrophenhilfe oder Bergrettung.

Energiesektor und erweiterte Technologie

Auch die H160 EMS-Konfiguration wird über ein originalgroßes Modell zu sehen sein. Mit der Klappe und Leistung bietet sich das Muster für intensivmedizinische Transporte an. Im Static Display wird auch eine H175 für die typischen Anforderungen der Öl- und Gasindustrie stehen. Es ist ein Hubschrauber von 29 H175 von Heli-Holland. Das Muster hat 40.000 Flugstunden erreicht und wird von 14 Unternehmen der Branche betrieben.

Airbus Helicopters präsentiert sich zudem mit dem neuesten Update von Skywise für Hubschrauber, eine Cloud als Datenplattform für Hersteller, Airlines, Betreiber und Zulieferer sowie mit dem Demonstrator-Modell Racer (Rapid And Cost-Efficient Rotorcraft), einer Initiative aus dem europäischen Forschungsprogramm Clean Sky 2.

Sojus versagt nach Start: Notlandung mit Astronauten

Dramatischer Missionsabbruch der Raumfahrtmission über Kasachstan. Die russische Sojuz-Rakete, welche zwei Astronauten zur ISS ins All bringen sollte, zeigte ein Fehlverhalten, sodass der Flug MS-10 abgebrochen und eine Notlandung eingeleitet wurde.

Einige Zeit nach dem Start der Rakete heute um 14:40 Uhr in Kasachstan trat eine Anomalie mit einem Booster der Rakete auf. Booster liefern üblicherweise für den Start Schub als Verstärkung für die erste Stufe. Nachdem die Rakete in ca. 70 km Höhe versagte, wurde eine ballistische Landung durchgeführt. Das heißt, die Kapsel mit den Astronauten fiel mit ihrer Eigenbewegung wieder auf die Erde. Bergungsteams mit über 1.000 Einsatzkräften wurden mobilisiert und konnten die Astronauten laut russischer Behörde Roskosmos und NASA wohlauf bergen. Sie werden in die Sternenstadt, das Gagarin Kosmonaut Training Center bei Moskau gebracht.

Gerst auf der ISS lobt Sojus

Die Sojus-Rakete der Russen gilt als äußerst zuverlässig. Sie ist ein Prodkukt aus jahrzehntelanger Raumfahrterfahrung Russlands, und brachte routinemäßig schon etliche Astronauten und Tonnen Güter ins all. Auch diesmal waren zwei Astronauten an Bord: Der Russe Alexey Ovchinin und der US-Amerikaner Nick Hague.

Untersuchen für die Ursachen des Problems laufen an. Derweil äußerte sich der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der kürzlich das Kommando in der Raumstation ISS übernahm als die vorige Crew auf der Erde landete, erleichtert über die gute Verfassung von Hague und Ovchinin. Zugleich äußerte Gerst, der selbst mit einer Sojuz ins Weltall geflogen war, Lob über das beeindruckende Raumfahrzeug Sojus, das nach solch einem Problem die Insassen so zuverlässig wieder in Sicherheit gebracht habe. Raumfahrt sei hart, so Alexander Gerst.

Schweizer Beitrag für ESA-Merkurmission BepiColombo

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Die Weltraumsonden der BepiColombo-Mission sollen am 20. Oktober vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana (Südamerika) ins All starten und den Merkur, den kleinsten Planeten des Sonnensystems, erforschen. Dabei kommen nicht nur die Fairings von der Schweizer Ruag Space.

BepiColombo ist ein Gemeinschaftsprojekt der europäischen und japanischen Raumfahrtagenturen ESA und Jaxa. Ruag Space ist mit Komponenten an der Mission selbst, sowie auch an der Trägerrakete Ariane 5 beteiligt.

Komponenten für Schutz und Energie

Die zwei Raumsonden und ein Transportmodul werden auf einer Ariane 5-Trägerrakete starten und sind auf ihrer Reise durch die Erdatmosphäre von einer Schweizer Nutzlastverkleidung geschützt. Ruag Space liefert die Nutzlastverkleidungen (Fairings) für alle Ariane 5-Raketen. Am Standort in Zürich wurde auch die Struktur für den Mercury Planetary Orbiter (MPO), bestehend aus Aluminiumpaneelen, entwickelt und hergestellt.

Dieser Orbiter wird zur Untersuchung der Oberfläche und der inneren Zusammensetzung des Planeten um den Merkur kreisen. Seine Solarpaneele werden durch einen Positioniermechanismus bewegt, der ebenfalls von Ruag Space in der Schweiz entwickelt und gebaut wurde. Der Mechanismus wird von elektronischen Komponenten angesteuert, die Ruag Space von seinem österreichischen Standort liefert. Somit liegt die Verantwortung für einen wesentlichen Teil der Energiegewinnung des Planetary Orbiters länderübergreifend beim europäischen Satellitenausrüster Ruag Space.

Schutz vor Hitze und Mikrometeoriten

Im Bereich Thermalisolation ist die Ruag Space europaweit Marktführer. Nahezu jeder europäische Satellit wird ihrer Thermalisolation vor extremer Hitze und Kälte im All geschützt. Merkur ist der sonnennächste Planet, daher muss die Sonde extreme Hitze von über 450 Grad Celsius aushalten. Die weiße Isolierung besteht außen aus Hochtemperaturisolation aus Keramikfasern, was gleichzeitig als Schutz gegen Mikrometeoriten wirkt.

Die Mission BepiColombo ist nach dem Mathematiker Giuseppe Colombo benannt. Die Mission besteht aus einer Transportstufe und zwei separaten Orbitern. Nach mehreren Swing-by-Manövern an Erde, Venus und Merkur und nach einer Gesamtflugdauer von sieben Jahren wird die Sonde in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenken. Mit einer Vielzahl von Instrumenten ausgerüstet werden die beiden Orbiter den Planeten Merkur untersuchen. Dabei wird seine Oberfläche genau kartografiert und ein Höhenprofil angefertigt. Ebenso werden die chemische und geologische Zusammensetzung seiner Oberfläche sowie sein Magnet- und Schwerefeld näher bestimmt.

Zulieferer für Europas Raumfahrt

Ruag Space ist der führende Zulieferer für die Raumfahrt in Europa mit einer wachsenden Präsenz in den USA. Rund 1.300 Mitarbeitende in sechs Ländern entwickeln und produzieren Produkte für Satelliten und Trägerraketen – dadurch spielt Ruag Space eine zentrale Rolle sowohl im institutionellen ebenso wie im kommerziellen Raumfahrtmarkt. Ruag Space ist Teil des internationalen Technologieunternehmens Ruag mit Sitz in der Schweiz.

Airbus Businessjet ACJ319 auf der NAA in Orlando

Airbus Corporate Jets (ACJ) zeigt eine ACJ319 auf der NBAA, der US-amerikanischen National Business Aviation Association, die vom 16. bis 18. October 2018 in Orlando stattfindet. Die ACJ319 wird von der K5 Aviation aus Deutschland betrieben und als VVIP Charterflugzeug genutzt.

Airbus fährt auch bei den Businessflugzeugen die Schiene der kontinuierlichen Verbesserungen. Die Aktuelle Familie der ACJ320 umfasst somit auch die NEO-Versionen, also die ACJ319neo, welche acht Passagiere 6.750 Nautische Meilein oder 12.500 km bzw. 15 Stunden fliegen kann, und die ACJ320neo, welche 25 Passagiere 6.000 nm/11.100 km oder über 13 Stunden befördern kann. Die ACJ320neo kommt in den nächsten Monaten, nächstes Jahr dann auch die ACJ319neo. Kunden sind Acropolis Aviation, Comlux und K5 Aviation. Auch die Großraumflugzeue des Herstellers sind als Corporate Jets ausrüstbar. So sind die ACJ330neo und ACJ350 XWB erhältlich. Airbus hat 190 ACJ für Kunden zu verzeichnen.

Aqaba Ryanair-Ziel ab Köln Bonn Airport

Ab dem 30. Oktober nimmt Ryanair ein spannendes, nicht alltägliches Ziel in den Flugplan auf: Zweimal wöchentlich geht es künftig nach Aqaba in Jordanien. Immer dienstags und samstags hebt die Boeing 737 der Airline ab und nimmt Kurs auf die 80.000-Einwohner-Stadt am Seitenarm des Roten Meeres.

„Wir freuen uns über die außergewöhnliche Destination Aqaba, die Ryanair unseren Passagieren ab Köln/Bonn künftig anbietet. Wir sind damit der einzige Flughafen in Nordrhein-Westfalen, der eine Nonstop-Verbindung in diese spannende Stadt im Flugplan hat“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Paradies für Taucher

Aqaba ist die einzige Stadt Jordaniens, die Zugang zum Meer hat. Die farbenprächtigen Korallenriffe vor ihrer Küste sind vor allem bei Tauchern und Schnorchlern beliebt. Außerdem bietet sich für Reisende in Aqaba eine Tagestour zur legendären Felsenstadt Petra an. Die berühmteste Sehenswürdigkeit Jordaniens liegt etwa zwei Autostunden von Aqaba entfernt, es werden geführte Touren angeboten. Die Stadt und ihre beeindruckenden Felsenbauten, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, kennen Filmfans aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Auf den Spuren von Lawrence von Arabien bewegen sich Reisende, die ab Aqaba Touren in die Wadi-Rum-Wüste unternehmen. Tickets nach Aqaba soll es auf der Webseite der Airline aktuell ab 15 Euro pro Strecke geben. Der Flug dauert 04:45 Stunden.

A400M der RMAF bringt Bagger nach Palu

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Airbus hat mit seiner Airbus Foundation zusammen mit der indonesischen Regierung und der Royal Malaysian Air Force (RMAF) wie schon einmal humanitäre Hilfslieferungen nach Palu gebracht und dabei die Transportkapaztitäten der A400M genutzt.

Die RMAF hat die A400M dazu für den Transport von Notfallgütern über Luft bereitgestellt. Die A400M kam am 04. Oktober auf der Halim Air Base von Jakarta an um die Opfer des Erdbebens und Tsunamis vom 28. September zu unterstützen. Der Lufttransporter A400M hatte dazu Tanklaster der indonesichen Ölfirma Pertamina und Bagger von PT Pindad im Frachtraum. Dazu kamen Wasser, Nahrungsmittel und Medizin. Die Airbus Foundation half zudem bei der Verteilung der Hilfsgüter mit 45 Flugstunden einer H125, und unterstützte Ärtzte ohne Grenzen beim Verpflichten eines örtlichen Hubschrauberbetreibers, um für einige Wochen eine H155 nutzen zu können.

Bodensee: SUN-AIR stockt mit Do 328 nach Hamburg auf

Nach dem erfolgreichen Start auf der seit Juni 2018 erfolgreich bedienten Strecke nach Düsseldorf wird SUN-AIR ein zweites Flugzeug fest am Bodensee-Airport stationieren. Damit erhalten vor allem Geschäftsreisende eine effiziente Verbindung zwischen Hamburg und der Vierländerregion.

Mit zwei täglichen Flügen nach Hamburg will SUN-AIR ihren Flugbetrieb am Bodensee-Airport ausbauen. Dann geht es 80 Minuten an die Hamburger Alster. Ab 14. Januar 2019 will die dänische Regionalfluggesellschaft SUN-AIR, die als Franchisepartner von British Airways im Flugbetrieb und in der Vermarktung intensiv mit dem britischen Flag Carrier zusammenarbeitet, die Strecke nach Hamburg zweimal täglich als Tagesrandverbindung bedienen.

BA-Flugnummer am Bodensee

Bisher flog die Airline schon nach Düsseldorf. Die Flüge werden ab 18. Oktober 2018 in den Reservierungssystemen buchbar sein. Auf beiden Strecken kommen Jetflugzeuge vom Typ Dornier 328 zum Einsatz, die mit 32 Sitzen ausgestattet sind. Angeboten wird ein an der Business Class orientierter Bordservice mit einem entsprechenden Snackangebot und Getränken.

Die seit 40 Jahren im Regionalflugverkehr tätige SUN-AIR ist seit August 1996 Franchise Partner von British Airways (BA). Alle Flüge werden unter BA-Flugnummer durchgeführt und die Flugzeuge sind in British Airways-Farben lackiert. Für Passagiere wichtig: für Buchungen wird das weltweite Reservierungssystem der BA genutzt, der Online-Check erfolgt über die BA-Website, es kann auch das BA Vielfliegerprogramm Executive Club genutzt werden. Die Partnerschaft mit British Airways ermöglicht Fluggästen aus Friedrichshafen auch bequeme Umsteigeverbindungen über Düsseldorf und Hamburg in das Netz der ONEWORLD-Partner.

Die SUN-AIR wurde 1978 in Billund/Dänemark als Regionalfluggesellschaft gegründet. Die Airline hat 230 Angestellte und verfügt über 25 Flugzeuge im Eigenbesitz, davon 16 Dornier 328 JET. Seit Juni 2018 ist die Airline mit Flügen nach Düsseldorf erfolgreich in Friedrichshafen vertreten.

Starke Nachfrage in die Vier-Länder-Region

Die vorhandene hochwertige Nachfrage nach innerdeutschen Regionalstrecken passe perfekt zu dem Produkt für anspruchsvolle Geschäftsreisende der Airline und könne jetzt auch von Hamburg-Reisenden genutzt werden, so Kristoffer Sundberg, CEO der SUN-AIR. Dazu dient das zweite Flugzeug, das in Friedrichshafen stationiert wird. Auch die Zahl der eingesetzten Crews, die aus der Bodensee-Region kommen, verdoppele sich. Gerne hätte die Fluggesellschaft die Hamburg-Flüge bereits in diesem Herbst ins Programm genommen, habe aber wegen fehlender Kapazitäten die Aufnahme hinausschieben müssen.

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH: „Die äußerst positive Entwicklung der Düsseldorf-Strecke hat SUN-AIR davon überzeugt, sich zusätzlich auch auf der Hamburg-Strecke zu engagieren. Somit können noch mehr Fluggäste von allen Vorteilen einer weltweit führenden Fluggesellschaft, deren Mitgliedschaft in der Airline-Allianz ONEWORLD und dem hervorragenden Servicelevel profitieren.“ Buchungen sind ab 18. Oktober 2018 über die Website der British Airways, ba.com und in Reisebüros über alle Reservierungssysteme möglich.

787-9 Dreamliner ersetzt A340 der Air Tahiti Nui

Boeing und Air Tahiti Nui haben die erste 787 für die Airline gefeiert. Der 787-9 Dreamliner ist überhaupt das erste Flugzeug des US-Flugzeugbauers für die Gesellschaft und wird über ALC geleast.

Der neue Dreamliner für den Carrier ist die 787 mit der längsten Reichweite aus der Familie und ersetzt die alternden Airbus A340 der Airline. Die 787-9 wird die Basis im Südpazifik mit den Städten Paris, Tokio und Los Angeles verbinden. Air Tahiti Nui kommt damit in den Kreis der Airlines, die den effizienten Langstreckenjet 787-9 einflotten, der bis zu 14,140 km weit fliegt und dabei 20 bis 25 Prozent weniger Treibstoff verbraucht als ältere Flugzeuge. Der Dreamliner für Air Tahiti Nui bietet 294 Passagieren in drei Klassen Platz. 30 flache Betten enthält die Business Class und 32 Premium Economy Seats. Die Fluggesellschaft will zwei 787 über ALC leasen und zwei 787 direkt von Boeing kaufen.

Boeing 737 MAX 8 bei Lufthansa Technik

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Bei Lufthansa Technik haben jüngst die ersten großen Liegezeiten von Flugzeugen des neuen Typs Boeing 737 MAX 8 stattgefunden. Die Flugzeuge wurden bei Lufthansa Technik Budapest im Rahmen einer umfangreichen Modifikation mit einer hochmodernen Konnektivitätslösung ausgerüstet.

Der nicht genannte Airline-Kunde erweitert derzeit seine reine Boeing 737-Flotte um das neueste Mitglied dieser Flugzeugfamilie und suchte einen Partner, der diese Flotte mit einer hochmodernen Connectivity-Lösung ausstattet. Lufthansa Technik Budapest war der Standort der Wahl, um die Liegezeiten innerhalb eines kurzen und verlässlichen Zeitrahmens durchzuführen. In den letzten Jahren hat das auf die Überholung und Modifikation von Mittelstreckenflugzeugen spezialisierte Tochterunternehmen der Lufthansa Technik in Budapest diese Modifikation bereits häufig an Boeing 737 der Next Generation-Baureihe durchgeführt.

Während der fünftägigen Liegezeiten sind mehrere spezialisierte Teams für die Modifikationsarbeiten im Einsatz. Ein Strukturteam verstärkt den betroffenen Bereich der Rumpfoberfläche, um die Installation der Satellitenantenne (Satellite Antenna Assembly) und der GSM-Antenne sowie des Radoms zu ermöglichen. Das Avionik-Team installiert die Verkabelung sowie die Hard- und Software des zugehörigen Konnektivitätssystems in der Flugzeugkabine. Ein weiteres Team schafft den notwendigen Zugang zum Cockpit und der Passagierkabine und installiert die gesamte Ausrüstung nach Abschluss aller Arbeiten wieder.

MRO für 737 MAX ausrollen

Dietmar Focke, CEO der Lufthansa Technik Budapest, sagte: „Die jüngsten Liegezeiten verdeutlichen unsere Kompetenz für die Modifikation der Boeing 737 MAX 8. Aber das ist für uns nur der erste Schritt. Wir erweitern unser Angebot derzeit auf die komplette Wartung für diesen Flugzeugtyp. So wollen wir Betreiber von der planmäßigen Instandhaltung über die Modifikation bis hin zur umfangreichsten Flugzeugüberholung unterstützen.“

Erweiterungen der Instandhaltungskapazität für die 737 MAX sind auch für andere Standorte im Lufthansa Technik-Netzwerk geplant. Lufthansa Technik bietet bereits heute ein umfangreiches Angebot an weltweit verfügbaren Produkten und Dienstleistungen für die verschiedenen Boeing 737-Typen. Die Ersatzteillager für die Boeing 737 Classic- und die verbreiteten Next-Generation-Versionen wurden für die Komponentenversorgung der 737 MAX erweitert. Und als eines der ersten Instandhaltungsunternehmen, das Kunden bereits in der Anfangsphase des Betriebs ihrer LEAP-Triebwerke unterstützt, laufen die Vorbereitungen für die Einführung des LEAP-1B-Triebwerks, wobei der erste Werkstattbesuch für 2019 erwartet wird.

Guillaume Faury designierter Airbus SE-Chef

Bei der Hauptversammlung wird den Aktionären die Wahl von Guillaume Faury zum Executive-Mitglied des Boards vorgeschlagen. Das Board of Directors der Airbus SE hat Guillaume Faury als künftigen Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens ernannt.

Faury, 50, derzeit President Airbus Commercial Aircraft, wird die Nachfolge von Tom Enders, 59, antreten, der nach der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 10. April 2019 ausscheidet. Tom Enders, CEO von Airbus, sagte: „Guillaume Faury ist eine ausgezeichnete Wahl. Er verfügt über tiefe Kenntnis der Luftfahrtbranche und langjährige industrielle Erfahrung, die er sich in zahlreichen Funktionen innerhalb und außerhalb von Airbus erworben hat. Nicht zuletzt durch seine konsequent gelebten Werte und seine internationale Orientierung steht Guillaume Faury für eine neue Generation von Führungspersönlichkeiten, die Airbus im kommenden Jahrzehnt benötigt. Er weiß, dass er auf mich für einen reibungslosen Übergang zählen kann.“

Eurocopter und Peugeot

Von 1998 bis 2008 hatte Guillaume Faury verschiedene hochrangige Führungspositionen bei Eurocopter inne. Nach ersten Stationen in der Entwicklung und Flugerprobung stieg er zum Executive Vice President for Commercial Programmes und später zum Executive Vice President for Research and Development auf. 2009 wechselte Faury als Forschungs- und Entwicklungschef und Mitglied des Vorstands zu Peugeot S.A. Im Mai 2013 kehrte er als CEO von Airbus Helicopters zum Konzern zurück. Seit Februar 2018 steht er an der Spitze von Airbus Commercial Aircraft.

Denis Ranque, Chairman des Board of Directors von Airbus, erklärte: „Wir haben diese Nachfolge sehr sorgfältig vorbereitet und sind nach eingehender Prüfung aller in Frage kommenden Kandidaten, intern wie extern, zu einer einstimmigen Entscheidung gelangt. Wir freuen uns sehr, dass eine Persönlichkeit vom Format Guillaume Faurys das Steuer bei Airbus übernehmen wird. Er zeichnet sich durch eine globale Perspektive, umfassende operative Erfahrung, starke persönliche Werte sowie einen geradlinigen Führungsstil aus. All dies macht ihn zum idealen Kandidaten, die Airbus-Teams hinter sich zu vereinen, um die hohen Erwartungen unserer Kunden, Partner und Aktionäre zu erfüllen. Das Board of Directors ist Tom Enders, der fast zwei Jahrzehnte mit sehr viel Leidenschaft und Erfolg für Airbus tätig war, sehr zu Dank verpflichtet. Durch die strategischen und strukturellen Veränderungen, die unter seiner Führung umgesetzt wurden, ist Airbus gut aufgestellt, auch künftig Kurs in Sachen Performancesteigerung zu halten und den eingegangen Verpflichtungen gegenüber unseren Aktionären sowie dem Finanzsektor im Allgemeinen nachzukommen.“

Generationswechsel in der Führung steht an

„Ich fühle mich geehrt, dass das Board mir die Führung dieses großartigen Unternehmens anvertraut. Ich sehe dieser neuen Herausforderung mit großer Freude entgegen. Die außerordentlich hohe Kompetenz und das große Engagement unserer Mitarbeiter in aller Welt werden mir bei meiner Aufgabe von unschätzbarer Hilfe sein“, erklärte Guillaume Faury. „In den kommenden Monaten werde ich weiter Airbus Commercial Aircraft meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit widmen. Wir werden alles dafür tun, das Verkehrsflugzeuggeschäft auf Erfolgskurs zu halten und den Generationswechsel in der Führung unserer Organisation zu vollziehen.“

Denis Ranque bleibt bis zum Ende seines Mandats im April 2020 Chairman des Board of Directors – entsprechend dem bei der Hauptversammlung 2016 eingeführten Modell der gestaffelten Board-Amtszeiten. Danach wird er, nach insgesamt sieben Jahren an der Spitze des Board of Directors von Airbus, den Verwaltungsrat auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Der Verwaltungsrat wird mit den Vorbereitungen für die Ernennung eines neuen Chairman frühzeitig beginnen und dabei, wie in der Geschäftsordnung festgelegt, dem wichtigen Aspekt der Bewahrung internationaler Diversität im Verwaltungsrat und Management Rechnung tragen.

Erde in 3D: DEM mit 90-Meter Auflösung kostenlos

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) folgt der europäischen Datenpolitik im Rahmen des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus mit einem offenen und kostenfreien Zugang zu Satellitendaten. Nun wurde auch das TanDEM-X-Höhenmodell mit 90 Meter Abtastung für die wissenschaftliche Nutzung freigegeben und steht nun als globaler Datensatz zur Verfügung.

Als der Radarsatellit TanDEM-X am 21. Juni 2010 ins All startete, flog sein „Zwilling“ TerraSAR-X dort bereits seit dem 15. Juni 2007 um die Erde. Gemeinsam, im engen Formationsflug, zeichnen die beiden deutschen Radarsatelliten seitdem die Erde auf – beide Satelliten „sehen“ während des Überfluges denselben Geländeabschnitt, allerdings aus leicht unterschiedlicher Perspektive. Das am Boden reflektierte Signal trifft wegen der geringfügig unterschiedlichen Entfernung mit leichtem Zeitversatz bei den Satelliten ein. Dieser Entfernungsunterschied wird interferometrisch auf Millimeter genau erfasst. Das DLR zeigt damit zusammen mit Hersteller Airbus Radar-Spitzentechnologie aus Deutschland.

90-Meter-Version kostenlos

Um genaue Höhen zu berechnen, waren zwischen 2011 und Ende 2015 mehrfache Aufnahmen der gesamten Landoberfläche der Erde notwendig. Dabei variierte der Abstand zwischen den beiden Zwillingssatelliten zwischen 500 Metern und teilweise nur noch 120 Metern. Daraus entstand an den Rechnern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen ein digitales Höhenmodell der Erdoberfläche (DEM, digital elevation model).

Aus den vollaufgelösten Daten mit einem Messpunktabstand von zwölf Metern wurden auch Varianten mit reduzierten Auflösungen von 30 Metern und 90 Metern erstellt. Während der Zugang zu den zwölf Meter und 30 Meter Höhenmodellen wegen der kommerziellen Verwertung gewissen Beschränkungen unterliegt und ein wissenschaftliches Antragsverfahren erfordert, wird nun das 90 Meter-DEM auf einem Server des DLR kostenfrei für die wissenschaftliche Datennutzung zur Verfügung gestellt.

Das TanDEM-X-DEM deckt sämtliche Landoberflächen der Erde mit insgesamt mehr als 148 Millionen Quadratkilometer ab. Die absolute Höhengenauigkeit beträgt dabei einen Meter. Dieses Abbild der Erde in 3D wurde im September 2016 fertiggestellt und ist ca. 30 Mal genauer als andere globale Datensätze. Die mit TanDEM-X und TerraSAR-X erstellten Höhenmodelle haben zusätzlich den Vorteil, dass sie die Erde erstmals mit einheitlicher Genauigkeit und ohne Lücken erfassen.

„Mit dem freien und unkomplizierten Zugang zu den Höhenmodellen von TanDEM-X mit 90-Meter-Raster erwarten wir weltweit mehrere 100.000 Downloads in den nächsten Monaten für Anwendungen im Bereich der Geo-, Hydro- und Umweltwissenschaften sowie Infrastrukturplanung und Fernerkundung“, erläutert Prof. Alberto Moreira, Direktor des DLR-Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Kommerzielle Nutzer müssen sich weiterhin an Airbus Defence & Space wenden.

Wertvolle Daten über die Erde

Insgesamt arbeiten schon über 2.400 Wissenschaftler aus 70 verschiedenen Ländern mit den Radardaten von TanDEM-X und TerraSAR-X. Die digitalen Höhenmodelle können für topografische Karten verwendet werden, aber auch für die Erfassung von Landschaftsnutzungen und Vegetation, für hydrologische Informationen wie beispielsweise Entwässerungswege oder Nässegehalts des Bodens oder auch für die Beobachtung von polaren Eiskappen oder Gletschern.

Derzeit nehmen die beiden Satelliten im Formationsflug die Erde weiterhin auf, um Änderungen der Topografie zu erfassen, die sich zwischenzeitlich beispielsweise durch Erdbeben, bei Gletschern, in Permafrostgebieten oder bei landwirtschaftlich genutzten Gebieten und in urbanen Räumen ergeben haben. Die Satelliten funktionieren nach elf und acht Jahren im Orbit weiterhin einwandfrei und haben ihre nominelle Lebensdauer von 5,5 Jahren weit übertroffen. „Die Qualität der Daten von TerraSAR-X und TanDEM-X ist nach wie vor hervorragend, beide Radarinstrumente arbeiten wie am Anfang der Mission. Auf Grund der noch verfügbaren Treibstoffressourcen und des guten Zustands der Batterien erscheint ein Betrieb über 2020 hinaus möglich“, erläutert DLR-Missionsmanager Dr. Stefan Buckreuß.

Tandem-L – Dynamische Prozesse erfassen

Eine mögliche Nachfolgemission hat das DLR auch bereits entworfen: Das Tandem-L-Missionskonzept sieht zwei Radarsatelliten im L-Band (23,6 Zentimeter Wellenlänge) vor und soll die dynamischen Prozesse auf der Erdoberfläche erfassen. Ziel von Tandem-L ist es, die Landmasse der Erde im Wochenrhythmus abzubilden. „Die Mission würde neue Maßstäbe in der Erdbeobachtung setzen, den globalen Wandel mit einer neuen Qualität beobachten und wichtige Handlungsempfehlungen ermöglichen“, betont Prof. Alberto Moreira. Mit der neuen Technologie könnten die dreidimensionalen Struktur von Vegetations- und Eisgebieten sowie die großflächige Vermessung von Deformationen mit Millimetergenauigkeit erfolgen. Zum Server für das 90-Meter-DEM geht es hier!

Auf den Fotos

Ausschnitt aus dem TanDEM-X Höhenmodell von Tibet im Himalaya. Die Stadt Xigaze liegt in der dunkelblauen Senke am rechten Bildrand.

Globales TanDEM-X-Höhenmodell: Das globale TanDEM-X-Höhenmodell deckt sämtliche Landoberflächen ab und wurde 2016 fertiggestellt. Die Version mit 90 Meter Abtastung steht nun für wissenschaftliche Zwecke frei zur Verfügung.

TanDEM-X Höhenmodell von Palmerland auf der antarktischen Halbinsel. Der Ausschnitt zeigt die Küste zum Weddellmeer (Norden rechts).

Satellitenzwillinge TerraSAR-X und TanDEM-X: Die Satellitenzwillinge TerraSAR-X und TanDEM-X fliegen im engen Formationsflug mit nur einigen hundert Metern Abstand und erfassen so Daten für digitale Höhenmodelle.

BepiColombo: Abheben zum Merkur am 20. Oktober

Der Start der Merkur-Mission BepiColombo an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana aus ist am 20. Oktober 2018 um 03:45 Uhr MESZ geplant. BepiColombo ist eine gemeinsame Mission der ESA mit der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, die nämlich zeitgleich einander ergänzende Messungen der dynamischen Umgebung des Merkur vornehmen soll.

BepiColombo ist ein Gemeinschaftsvorhaben der ESA ist Europas erste Mission zum Merkur, dem kleinsten und am wenigsten erforschten Planeten des inneren Sonnensystems, und die erste Mission, für die zwei Sonden auf den Weg gebracht werden.

Lehren über die Planetenentstehung

BepiColombo wird auf den Entdeckungen der NASA-Mission Messenger, die den Merkur von 2011 bis 2015 umrundete, und den von ihr aufgeworfenen Fragen aufbauen, um unseren bisherigen Kenntnisstand über den sonnennächsten Planeten noch weiter ausbauen zu können. Die Mission wird aber nicht nur unser Wissen über die Entwicklung unseres eigenen Sonnensystems, sondern auch von Sonnensystemen im Allgemeinen und die Entstehung und Entwicklung von Exoplaneten in Sternennähe vertiefen.

BepiColombo besteht aus zwei Forschungssonden, dem Merkur-Planetenorbiter der ESA (MPO) und dem Merkur-Magnetosphären-Orbiter der JAXA (MMO), von ihren Teams auch als „Bepi“ bzw. „Mio“ bezeichnet. Transportiert werden die beiden Orbiter auf ihrer Reise zum Merkur mit dem von der ESA gebauten Merkur-Transfermodul (MTM), das seine Energie aus solarelektrischem Antrieb, aber auch der Schwerkraft der Planeten bezieht, an denen es im Laufe seines komplexen, siebenjährigen Fluges vorbeifliegen wird. Das MTM wird einmal an der Erde, zweimal an der Venus und sechsmal am Merkur vorbeifliegen, bevor es seinen endgültigen Orbit erreichen wird.

Sonde in Umlauf: Leichter als beim Pluto

Eine große Herausforderung für die Mission stellt die enorme Schwerkraft der Sonne dar. Sie erschwert die Einbringung eines Raumfahrzeugs in eine stabile Umlaufbahn um den Merkur derart, dass hierfür mehr Energie benötigt wird als für eine Mission zum Pluto. Nach dem Start und dem Verlassen des Schwerefelds der Erde muss BepiColombo aufgrund der Anziehungskraft der Sonne kontinuierlich abbremsen. Den für längere Flugphasen benötigten geringen Schub werden die Ionentriebwerke des MTM liefern, deren Technologie bereits zuvor mit den ESA-Missionen GOCE zur Messung des Schwerefelds der Erde und der Mondmission SMART-1 demonstriert werden konnte.

Um gegen die hohe Sonneneinstrahlung sowohl während der Anflug- als auch der Einsatzphase gewappnet zu sein, mussten neue Technologien entwickelt werden, wie hochtemperaturresistente Beschichtungen und mehrschichtige Isolierungen, ein Kühlkörper für den MPO und eine neuartige Spinstabilisierung für den MMO, um eine Überhitzung der Raumfahrzeuge zu vermeiden. Da der MMO während der Anflugphase nicht rotiert, muss er durch einen Sonnenschild geschützt werden.

By the way: Venus im Visier

Die Orbiter werden bestimmte Instrumente bereits während der Anflugphase einschalten, womit sich wertvolle Gelegenheiten für wissenschaftliche Beobachtungen etwa der Venus bieten. Auch wenn die wissenschaftliche Kamera während der Anflugphase noch nicht genutzt werden kann, sorgen drei auf dem MTM angebrachte Überwachungskameras dafür, dass das erfolgreiche Ausfahren der Solarpaneele und Antennen nach dem Start auch visuell bestätigt werden kann und die Vorbeiflüge an den verschiedenen Planeten photographisch festgehalten werden.

Lufthansa Technik bündelt Know-how zu 3D-Druck

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Neben einer einzigartigen Gestaltungsfreiheit von Teilen erlaubt die additive Fertigung auch eine sehr schnelle Fertigung von einzelnen Teilen – ein großer Vorteil, wenn Prototypen oder Einzelstücke hergestellt werden müssen. Die Lufthansa Technik AG hat ein Zentrum für additive Fertigung – Additive Manufacturing (AM) – Center eingerichtet.

Die additive Fertigung wird oft auch als 3D-Druck bezeichnet. Mit dem Zentrum zum 3D-Druck sollen die bisher geschaffenen Kompetenzen und Erfahrungen des Unternehmens mit dieser Technologie gebündelt und ausgeubaut werden. Denn in der sehr gewichtssensiblen Welt der Luftfahrt macht das geringe Gewicht von Bauteilen die Nutzung der additiven Fertigung sehr interessant.

Das AM-Zentrums, will Lufthansa Technik als Drehscheibe, auf der alle Erfahrungen und Kompetenzen, die LHT bereits mit additiver Fertigung erworben hat, zusammenlaufen und weiter ausgebaut und etabliert werden. Ziel sei auch Technologiereife für neue Produkte und deren Fertigung zu erreichen.

Der Transfer einer neuen Technologie in die stark regulierte kommerzielle Luftfahrt und die Flugzeuginstandhaltung ist eine Herausforderung. Deshalb ist es Strategie der Industrie und Forschungseinrichtungen, die Einführung dieser Technologie zu unterstützen. Ein Beispiel ist die Kooperation mit dem Technologiekonzern Oerlikon. Sie soll das Verständnis von der Wiederholgenauigkeit von Prozessen verbessern, einem zentralen Element bei der Industrialisierung und Zertifizierung. Die Zusammenarbeit mit Oerlikon wird zudem die Industrialisierung des AM-Prozesses vorantreiben. Die Ergebnisse der Studie werden mit den relevanten Industrieorganisationen geteilt, um die Entwicklung von Normen für die Qualifikation und Zulassung von Flugzeugteilen zu unterstützen.

Drohnen prüfen Solaranlagen: Konzept ausgezeichnet

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QFly, ein beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickeltes System zur Qualitätskontrolle von solarthermischen Kraftwerken aus der Luft, hat den SolarPACES Technology Award 2018 bekommen.

Der Preis wurde im Rahmen der SolarPACES verliehen, einer jährlich stattfindenden Konferenz, bei der sich Wissenschaftler, Industrievertreter der solarthermischen Kraftwerksbranche sowie Interessenten aus Politik und aus NGO‘s austauschen. Die Solarpaces 2018 fand in Casablanca in Marokko statt, Kooperationspartner und Gastgeber im Land war die marokkanische Energieagentur MASEN. Das Messsystem QFly ermöglicht die Qualitätskontrolle von solarthermischen Kraftwerken mittels einer Flugdrohne. Herzstück des Systems ist die vom DLR entwickelte Analysesoftware der DLR-Ausgründung CSP-Services. Die Software QFly wurde für Anwender aus Industrie- und Serviceunternehmen entwickelt und kann unter Lizenz vom DLR-Technologiemarketing erworben werden.

10.000 Spiegel kontrollierbar gemacht

Solarthermische Kraftwerke stellen eine wichtige Komponente in einem nachhaltigen Energiemix dar, da sie in der Lage sind, Solarenergie thermisch zu speichern und Stunden oder Tage später ins Netz einzuspeisen. In solarthermischen Parabolrinnenkraftwerken konzentrieren spezielle Spiegel die Solarstrahlung auf einen Wärmeempfänger, in dem ein Wärmeträgerfluid die Solarstrahlung aufnimmt und in Hochtemperaturwärme umwandelt. In einem angeschlossenen Dampfkraftwerk wird das bis zu 400 Grad Celsius heiße Wärmeträgerfluid zur Erzeugung von Wasserdampf eingesetzt, der eine Dampfturbine zur Stromerzeugung antreibt.

Je höher die Wirkungsgrade im Kraftwerk sind, desto höher sind letztendlich die Erträge des Kraftwerks. Für den Wirkungsgrad der Umwandlung von Sonnenenergie in Wärmeenergie ist die optische Qualität der Spiegeloberflächen entscheidend. Zu wissen, welche Spiegel hier Schwachstellen haben, ist daher für Kraftwerksbetreiber eine äußerst wertvolle Information. Bislang war es jedoch sehr zeitaufwändig, die optische Qualität der Spiegel zu vermessen. Die Überprüfung eines ganzen Kraftwerks mit bis zu mehreren 10.000 Spiegeln stellte eine fast unlösbare Herausforderung dar.

Mit der luftgestützten Messmethode QFly ist es den Forschern um Projektleiter Christoph Prahl gelungen, die Qualitätsüberprüfung der Solarkollektoren erheblich zu vereinfachen. „Bislang konnte die Qualität eines Spiegelfeldes nicht vollständig erfasst werden. Kraftwerksbetreibern bietet QFly nun die Möglichkeit selber Daten zu erheben und mit einer noch nie dagewesenen Genauigkeit das Feld zu überwachen und Verbesserungspotential zu nutzen“, sagte der Ingenieur.

Drohne erfasst ein Kraftwerk in vier Stunden

Die Drohne des QFly-Systems überfliegt nach einer vorgegebenen Route selbstständig das Solarfeld und erstellt Luftaufnahmen von den Kollektoren. Der Zeitaufwand ist dabei wesentlich geringer als bei einer Überprüfung am Boden: rund vier Stunden benötigt die Drohne für die Erfassung des Solarfeldes eines 50-Megawatt-Kraftwerkes. Die Analysesoftware berechnet aus den Bildern die Formtreue der Spiegel und ermittelt die Genauigkeit der Nachführung nach der Sonne. Die optische Leistungsfähigkeit wird in einer grafischen Darstellung durch einen Farbverlauf auf den Kollektoren visualisiert. Dieser erlaubt es dem geschulten Anwender mit nur einem Blick den Wartungsbedarf jedes Kollektors zu ermitteln und etwaige Probleme an der Konstruktion ausfindig zu machen.

52 Prozent Erneuerbare Energien in Marokko

Das Gastgeberland der diesjährigen SolarPACES Konferenz Marokko ist Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien in der MENA-Region (Middle East North Africa). Bis zum Jahr 2020 will das Land 42 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken. Zehn Jahre weiter soll dieser Anteil sogar bei 52 Prozent liegen.

Der marokkanische Minister für Energy und Bergbau und nachhaltige Entwicklung Aziz Rabbah lud die SolarPACES-Mitglieder in seiner Begrüßungsansprache zu einer intensiveren Forschungs- und Entwicklungskooperation mit marokkanischen Partnern ein. Marokkos Vorzeigeprojekt ist der Kraftwerkskomplex Noor, mit den solarthermische Kraftwerke Noor 1 bis Noor 3 und dem Photovolotaik-Park Noor IV. Im Noor Solarplan verankert ist das Ziel von 2.000 Megawatt Leistung aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020. Dazu wird der solarthermische Teil des Noor-Komplexes 510 Megawatt beisteuern.

Der große Vorteil der solarthermischen Kraftwerke sind die angeschlossenen Speicher, welche auch nachts oder bei Bewölkung Hochtemperaturwärme zur Stromerzeugung bereitstellen können. Marokko nahm 2016 Noor 1 ans Stromnetz, Noor 2 folgte im Januar 2018, aktuell laufen die abschließenden Tests der dritten CSP-Anlage Noor 3, Marokkos erstem Solarturmkraftwerk. Der Photovoltaik-Teil Noor IV soll ebenfalls noch 2018 fertig gestellt werden.

Ein zweiter großer Solarkomplex befindet sich kurz vor dem Vertragsabschluss, teilte der Präsident der marokkanischen Agentur für nachhaltige Energien (MASEN) Mustapha Bakkoury auf der SolarPACES Konferenz mit. Das Projekt Noor-Midelt, dessen Entwicklung die Weltbank mit 125 Millionen US-Dollar Finanzierung unterstützt, wird PV- und CSP-Technologie in zwei Hybridkraftwerken integrieren. Aus der Kombination der Vorteile beider Technologien erwartet Marokko weitere erhebliche Kostensenkungen für solarthermischen Strom.

500 Teilnehmer auf SolarPACES

Robert Pitz-Paal, Vorsitzender des SolarPACES Technological Cooperation Programms und Direktor des DLR Instituts für Solarforschung zieht eine positive Bilanz der SolarPACES 2018: „Mit rund 500 Teilnehmern und mehr als 500 Beiträgen aus Forschung und Industrie war die SolarPACES in diesem Jahr erneut das größte und wichtigste internationale Forum für Wissensaustausch und Vernetzung im Forschungsgebiet konzentrierende Solartechnologien. Mich freute es besonders zu hören, dass auch unabhängige Energieberater wie Bloomberg der CSP-Technologie ein großes Potenzial gegenüber PV- Batterie-Systemen einräumen.“

Auf den Fotos, die Qualitätskontrolle für Solarkraftwerke aus der Luft: QFly kann Spiegelfelder von Solarkraftwerken auf ihre Ausrichtung und Formtreue überprüfen; Besuch beim DLR-Stand auf der Solar Paces Konferenz in Rabat, Marokko (v.l.n.r.): Badr Ikken, Director General IRESEN, Aziz Rebbah, Energieminister Marokko, Thomas Altmann, Vizepräsident Technologie, ACCWA Power. Prof. Robert Pitz-Paal, Leiter DLR-Institut für Solarforschung.

A320neo erstmals an Scoot geliefert

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Scoot ist die Low-Cost-Airline von Singapore Airlines und hat jetzt ihre erste A320neo in Toulouse erhalten. Für die Flottenerneuerung hat die Fluggesellschaft noch dutzende weitere Flugzeuge des Typs bestellt.

Die Flugzeuge erhalten die sparsamen und technologisch neueartigen Geared Turbo Fan (GTF) Pure Power-Triebwerke von Pratt and Whitney. 39 A321neo hat Scoot insgesamt bei Airbus bestellt. 27 A320ceo betreibt Scoot derzeit. Die sparsameren NEO sind mit 186 Sitzen ausgestattet und werden das Netz der Airline in Asien bedienen. Für die A320-Familie (NEO und CEO) zählt Airbus schon insgesamt über 6.100 Aufträge.

Nürnberg mit schönen Urlaubszielen im Winter

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Agadir, Marrakesch und Dubai – diese drei Ziele bereichern den Winterflugplan in Nürnberg, gültig ab 28. Oktober. Erstmals im Winter geflogen werden zudem Athen, Thessaloniki und Warschau.

Mit den marokkanischen Städten Agadir und Marrakesch kommt auch ein neues Zielland hinzu, das gerade im Winter viel zu bieten hat – milde Temperaturen und orientalische Kultur inklusive. Während Marrakesch von Ryanair angesteuert wird, ist Agadir an Bord von Germania zu erreichen. Wer die Temperaturen noch höher drehen möchte, fliegt mit Condor in die Wüsten-Metropole Dubai, zu buchen exklusiv über FTI Touristik. Besonders stark ist das Kanaren-Angebot: Zu fünf Inseln geht es in diesem Winter nonstop mit Eurowings und Germania. Die ganze Vielfalt des aktuellen Flugplans wird durch so unterschiedliche Ziele wie Bari in Italien (Ryanair), Barcelona in Spanien (Vueling), Lyon in Frankreich (Hop!) oder Kiew in der Ukraine (Wizzair) deutlich.

Startpunkt für Urlaub

Der Flughafen Nürnberg wird damit als Reisestart noch stärker. Ausgebaut wird zudem das Umsteigeangebot ab Nürnberg mit der neuen Drehkreuzanbindung von LOT Polish Airlines. Über Warschau bieten sich insbesondere attraktive Umsteigeverbindungen nach Asien und Südostasien an.

Größte Touristik-Airline ist Germania, während sich im Linienverkehr Eurowings ganz vorn platziert hat. Im Geschäftsreiseverkehr verstärkt die Lufthansa-Tochter ihr Engagement in Franken weiter und stockt die Kapazität auf der Strecke nach Berlin auf, bei gleichzeitiger Verbesserung der Flugzeiten. Damit ist der Flug hinsichtlich der Reisezeit wieder die erste Wahl im Vergleich zum ICE der Bahn. Über das Drehkreuz in Düsseldorf sind auch gute Weiterflugmöglichkeiten im Eurowings-Langstreckennetz möglich. In diesem Winter nicht mehr dabei sind Sofia in Bulgarien und das ägyptische Sharm-el-Sheik. Auf einen Blick

  • 49 Ziele im Winterflugplan (45 im Vorjahr)
  • Neu: Agadir und Marrakesch, ergänzt um Athen, Dubai, Thessaloniki und Warschau als Fortführung aus dem Sommer
  • Wegfall von Sofia und Sharm-el-Sheik
  • Größter Zuwachs an Flügen bei Eurowings und Germania

Mobilität: Alle Ebenen entscheidend für Metropolen

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Rund 3,5 Millionen Menschen leben in 23 Landkreisen und elf kreisfreien Städten in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) und sind auf einer Fläche von 21.800 km² mobil. Und für deren Mobilität hat die Metropolregion viel zu bieten. Von der Metropolregion Nürnberg aus sind alle europäischen Zentren mit den verschiedensten Fernverkehrsmitteln rasch und bequem erreichbar.

Die Mobilität in der EMN ist ein großes Spielfeld mit vielen unterschiedlichen Akteuren und sie ist hervorragend aufgestellt. Zu diesem Ergebnis kamen Rednerinnen und Redner am Freitag, 28.09.2018 im Towergebäude des Sonderlandeplatzes in Bamberg. Eingeladen hatten Oberbürgermeister Andreas Starke zusammen mit dem Geschäftsführer des Airport Nürnberg Dr. Michael Hupe und der Niederlassungsleiterin des bayernhafen Bamberg Michaela Wöhrl. Während Oberbürgermeister Starke, auch in seiner Funktion als Ratsvorsitzender der EMN, die Thematik Mobilität im Gebiet der Metropolregion Nürnberg im Gesamtzusammenhang betrachtete, hoben Dr. Hupe und Michaela Wöhrl die Besonderheiten ihrer Unternehmen hervor und betonten, welch wichtige Rolle diese innerhalb der EMN spielen.

Verkehrsverbund vorbildlich

Globalisierung und Urbanisierung seien Megatrends, bei denen die Mobilität für die Zukunft der Metropolregion eine entscheidende Schlüsselrolle spiele, da die Qualität der Verkehrsverbindungen für Lebensqualität und Wirtschaftskraft einer Region ausschlaggebend seien, so Ratsvorsitzender Oberbürgermeister Andreas Starke.

Innerhalb des Ballungsraumes sorgt ein gut funktionierendes Nahverkehrssystem für ideale Verbindungen. Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) umfasst nahezu das gesamte Gebiet und ist somit die Klammer der Metropolregion. Mit rund 15.800 km² ist er flächenmäßig – nach dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg – der zweitgrößte Verkehrsverbund in Deutschland und der größte in Bayern. „Ich bin der festen Überzeugung, ohne die Metropolregion würde es den zweitgrößten Verkehrsverbund in Deutschland nicht geben. Der VGN gleicht einer Erfolgsstory“, betont der Oberbürgermeister.

Aber natürlich dürfe man sich auf den bisherigen Erfolgen nicht ausruhen. „Der Mobilitätskongress der Metropolregion im April 2018 hat gezeigt, dass Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam an sinnvollen Lösungen arbeiten müssen, um die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Ein Patentrezept wird es nicht geben.“ Umso mehr freut sich der Ratsvorsitzende Starke, dass zusammen mit dem Forum Verkehr und Planung der EMN ein Experimentalraum ‚Mobilität der Zukunft‘ konzipiert wird.

„Für weltweit agierende Unternehmen ist ein gut funktionierender Flughafen ein wichtiger Standortfaktor, um global angebunden zu sein. Auch Messe und Tourismus brauchen insbesondere für internationale Gäste einen Airport in unmittelbarer Nähe“, so schließt Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer des Albrecht Dürer Airport Nürnberg und fachlicher Sprecher des Forums Verkehr und Planung der EMN, an die Ausführungen von OB Starke an.

Urlauber von und nach EMN nehmen zu

Nicht nur die Zahl der Passagiere insgesamt steigerte sich in den letzten Jahren auf erwartete 4,4 Millionen in 2018, auch der Anteil der Fluggäste, die die Metropolregion als Ziel haben, legt kontinuierlich zu: allein 2017 auf 21 Prozent. Neue Direktflüge aus England, Italien und Osteuropa tragen maßgeblich dazu bei. Bei rund der Hälfte der Incoming-Reisenden handelt es sich um Geschäftsreisende.

Mehr als 1.000 Arbeitsplätze bei der Flughafen Nürnberg GmbH und ihren Tochtergesellschaften generieren über 100 Millionen Euro Jahresumsatz. Die rund 4.000 Arbeitsplätze direkt am Standort Flughafen erzielen eine Wertschöpfung von etwa 300 Millionen Euro. Rechnet man alle 12.000 direkten und indirekten Arbeitsplätze ein, die mit dem Flughafen in Zusammenhang stehen, ergibt sich eine Wertschöpfung von fast einer Milliarde Euro. „In dieser makroökonomischen Betrachtung fließen die sogenannten katalytischen Effekte nicht einmal ein. Die positive Wirkung des Airports für Industrie und Tourismus geht weit über die nackten Zahlen hinaus“, so Geschäftsführer Dr. Hupe.

Warenverkehre weiter an Land und Wasser

Die Niederlassungsleiterin des bayernhafen Bamberg, Michaela Wöhrl, wies auf die Besonderheit des bayernhafen Bamberg hin: „Als trimodale Verkehrsdrehscheibe verknüpfen wir Binnenschiff, Bahn und Lkw. Das macht uns zu einem Wirtschaftsmotor für ganz Oberfranken. Wir verstehen uns als Standort-Architekt, der unternehmens- und standortübergreifend Strategien entwickelt, in leistungsfähige Infrastruktur investiert und in enger Zusammenarbeit mit den Hafenansiedlern neue Wertschöpfungspotenziale erschließt. Dabei entwickeln wir tragfähige Logistiklösungen zum Nutzen der regionalen Wirtschaft.“

Der bayernhafen Bamberg, der zusammen mit den Binnenhafen-Standorten Aschaffenburg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau zu bayernhafen gehört, ist eine Drehscheibe für den Güterverkehr in der Region Oberfranken. Im bayernhafen Bamberg angesiedelt sind 70 Unternehmen mit rund 1.800 Arbeitsplätzen – der regionale Beschäftigungseffekt des Hafens ist allerdings wesentlich höher und umfasst insgesamt über 5.000 Arbeitsplätze in der Region.

Seine Infrastruktur nutzt der bayernhafen Bamberg auch im Rahmen seines Geschäftsfeldes bayernhafen cruise services: An den drei Anlegestellen im bayernhafen Bamberg können insgesamt bis zu neun Flusskreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen. 2017 waren dies 804 Kreuzfahrtschiffe mit einer Kapazität von über 130.000 Passagieren. Studien zufolge gibt ein einzelner Kreuzfahrttourist in Bamberg im Schnitt 29 Euro pro Tag für Souvenirs, Snacks, Taxis usw. aus. Hinzu kommen indirekte Ausgaben wie Landausflüge und Bustransfers. Die meist aus Amerika und Australien stammenden Kreuzfahrttouristen sind zudem „Werbeträger“, die die besuchten Städte in ihrer Heimat bekannt machen.

Gemeinsam mit der Stadt und Verantwortlichen der „weißen Flotte“ veranstaltete bayernhafen Ende 2016 im bayernhafen Bamberg die Tage des offenen Kreuzfahrtschiffs. Dabei entstanden Ideen, wie die Interessen der Flusskreuzfahrt-Touristen und der Bürgerinnen und Bürger noch besser unter einen Hut zu bringen sind: u.a. durch kleinere Gruppen, verschiedene Routen, die Nutzung lokaler Produkte auf den Schiffen etc. Auch neue Ideen für den Personentransport vom Hafen in die Innenstadt werden gemeinsam erörtert. „Wir legen großen Wert auf die Balance der Interessen zwischen Touristengruppen und Bamberger Bürgern“, betont Michaela Wöhrl, „da sind wir seit Jahren in einem konstruktiven Dialog mit der Stadt Bamberg.“

Auf dem Foto: Nürnbergs Oberbürgermeister Andreas Starke (r.) zusammen mit dem Geschäftsführer des Airport Nürnberg Dr. Michael Hupe und der Niederlassungsleiterin des bayernhafen Bamberg Michaela Wöhrl auf dem Sonderlandeplatz Bamberg Breitenau.

NASA-Direktor Bridenstine in OHB-Zentrale in Bremen

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Jim Bridenstine, der neue Direktor der US-Raumfahrtbehörde NASA, hat seine Teilnahme am International Astronautical Congress IAC 2018 in Bremen auch für einen Besuch beim Raumfahrt- und Technologieunternehmen OHB in der Firmenzentrale in Bremen genutzt.

Hauptthema des Austausches der beiden Delegationen war jedoch die Frage, wie und in welchen Bereichen die langjährige enge Verbundenheit zwischen Deutschland und den USA sowie Europa und den USA weiter vertieft werden kann.

Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender von OHB SE, hat den NASA-Chef und seine neunköpfige Delegation heute Mittag in Empfang genommen. Einem kurzen Rundgang durch die Firma schlossen sich Gespräche über Projekte und Missionen von OHB sowie der NASA an. Bridenstine betonte dabei sehr deutlich, dass er sehr an einer Fortsetzung der transatlantischen Zusammenarbeit interessiert ist.

Präsenz zeigen in der Raumstation ISS

„Für mich ist das gemeinsame Vorgehen im Weltraum ein Schwerpunkt meiner Agenda“, sagt der NASA-Direktor (links im Bild). „Das Maß an internationaler Zusammenarbeit in der Raumfahrt wird über den Erfolg von Missionen im All entscheiden.“ Bridenstine setzte sich zudem für eine lückenlose Präsenz der Menschen in einer Raumstation ein. OHB-Chef Marco Fuchs betont, wie wichtig die Rolle der USA als Treiber von Entwicklungen im All sind: „Wir Europäer schauen auf die USA, wir lernen und profitieren von den Erfolgen.“

Erforschung von Exoplaneten mit OHB und Ruag

Der Schweizer Raumfahrt-Zulieferer RUAG wird Teil des Kernteams für Design und Entwicklung des Satelliten sein und seine langjährigen Erfahrungen im Bereich Satellitenstrukturen für den Erfolg der nächsten großen wissenschaftlichen Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA bereitstellen.

ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner und OHB-Chef Marco Fuchs unterschrieben heute auf dem derzeit in Bremen stattfindenden IAC (International Astronautical Congress) den Vertrag, der die OHB System AG zur industriellen Hauptauftragnehmerin für die nächste große Wissenschaftsmission PLATO (Planetare Transite und Oszillationen von Sternen) macht. Die Europäische Weltraumorganisation ESA will das Weltraum-Observatorium PLATO im Jahr 2026 starten, um Exoplaneten, also Planeten in der Umlaufbahn anderer Sonnensysteme, aufzuspüren und ihre Eigenschaften zu erforschen.

Der Vertrag umfasst die Lieferung des zwei Tonnen schweren Satelliten einschließlich der geforderten Tests vor dem Start und die Unterstützung durch OHB-Personal während der Start-Kampagne und der Inbetriebnahme-Phase im All.

„Existiert eine zweite Erde im Universum? Das ist eine der spannenden Fragen der Astrophysik heute“, sagt Johann-Dietrich Wörner, der ESA Generaldirektor. „Mit unserem Satelliten PLATO konzentrieren wir uns auf erdähnliche Planeten, die bis hin zur bewohnbaren Zone um andere Sterne kreisen, die unserer Sonne ähnlich sind. Dies wird uns bei der Suche nach weiteren Erden einen großen Schritt weiter bringen.“

„Ich freue mich sehr über das in uns gesetzte Vertrauen“, sagt Marco Fuchs, der Vorstandsvorsitzende der OHB SE. „Dies ist unser erster Vertrag über Entwicklung und Bau eines kompletten Wissenschaftssatelliten für die ESA. Unser Konzept, das wir mit unseren Kernteampartnern Thales und Ruag Space erarbeitet haben, hat überzeugt. Ich bin mir sehr sicher, dass wir auch in der Umsetzung überzeugen werden – gerade weil unsere Häuser seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen arbeiten.“

Industrielle Raumfahrtpartner

Als Hauptauftragnehmerin greift die OHB System AG bei Entwicklung und Fertigung des PLATO-Satelliten auf die Expertise der Kernteampartner Thales Alenia Space (Frankreich und UK) und Ruag Space zurück. Mit beiden Kernteampartnern wurden heute ebenfalls die entsprechenden Verträge unterzeichnet: Thales Alenia Space, Frankreich, wurde damit für die Avionik, d.h. das On-board Handling von Daten sowie die Lage- und Orbit-Kontrolle des Satelliten betraut. Vertragsgemäß wird bei Thales Alenia Space in England die Satellitenplattform integriert und getestet. Ruag Space wurde heute von OHB beauftragt, die Optische Bank zu konzipieren und zu fertigen. Sie ist die „Basis“ auf der später die optische Nutzlast integriert wird: 26 etwa kniehohe Kameras, die von einem Konsortium verschiedener europäischer Forschungszentren und Institute unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und gefertigt werden.

Bereits im Juni 2014 entschied sich das DLR für die Beauftragung der OHB System AG für Engineering- und Managementaufgaben für das PLATO Nutzlast-Design und für die Koordination des Konsortiums. Die Integration der Kameras wird am „OHB-Raumfahrtzentrum Optik & Wissenschaft“ in Oberpfaffenhofen bei München in einem Reinraum der ISO-Klasse 5 durchgeführt. Neben den Kernteampartnern werden auch viele kleinere und mittlere Unternehmen aus den ESA-Mitgliedsländern zur Realisierung des PLATO Satelliten beitragen.

Neuen Welten auf der Spur, Erde auf Abstand

Das PLATO Observatorium soll von seinem Zielorbit um den Lagrange Punkt 2 aus die exo-planetare Wissenschaft ein gutes Stück voran bringen, indem extrasolare Planetensysteme nicht nur aufgespürt sondern auch erforscht werden. Der Satellit behält auf diesem Orbit L2 seine Orientierung in Bezug auf Sonne und Erde bei. Seine der Sonne zugewandten Solarpanels erzeugen die erforderliche Energie. Der in der Regel dreimonatigen Beobachtungszeit folgt ein Schwenkmanöver, das die Nutzlast vor der dann direkten Sonneneinstrahlung schützt. PLATO soll Antworten auf Fragen wie, welche Eigenschaften haben erdähnliche Planeten in der habitablen (bewohnbaren) Zone von Sternen? Wie entstehen und wie verändern sie sich? Ist unser Sonnensystem einzigartig? Könnte es in anderen Sonnensystemen Leben geben?

Dies wird erreicht indem, vereinfacht gesagt, mit 26 Kameras ein großer Teil der Hemisphäre beobachtet wird. Sie können von dort aus sehr geringe und regelmäßige Lichteinbußen detektieren, die entstehen, wenn Planeten vor den Sternen vorbeifliegen und dabei kurzzeitig einen Teil des Sternenlichts abdecken. Es geht also um die extrem präzise, langfristige und ununterbrochene photometrische Beobachtung heller Sterne im sichtbaren Bereich.

Im Fokus steht die Erforschung der Eigenschaften terrestrischer Planeten bis hin zur habitablen Zone um sonnenähnliche Sterne. PLATO wird auch Aufschluss über seismische Aktivitäten der Sterne geben. Davon wollen die Wissenschaftler wiederum die genauere Charakterisierung des Heimatsternes inklusive seines Alters ableiten. Die Erforschung der seismischen Aktivitäten wird den Wissenschaftlern auch zu neuen Erkenntnissen bezüglich des Aufbaus von Sternen verhelfen und ihre Theorien zur Evolution der Sterne verbessern.

Auf den Fotos die Vertragsunterschrift am OHB-Stand in Bremen – von links nach rechts: Andreas Lindenthal (COO OHB System AG), Thomas Henke (General Manager Structures, Ruag Space), Peter Guggenbach (CEO Ruag Space), Kurt Melching, CFO OHB System AG.

H225M Caracal fliegen 100.000 Flugstunden

Airbus Helicopters erreicht einen Meilenstein mit der H225M „Caracal“. Die 88 Hubschrauber, die sich in sechs Ländern auf der Welt im Dienst befinden, haben die Marke von 100.000 Flugstunden erreicht.

Die H225M wurde erstmals 2006 an die französischen Luftstreitkräfte übergeben. Für diese wurde die H225M bald in den Libanon verlegt, wo sie knapp 300 Menschen evakuierte. Die Militärversion der H225 wurde seit dem Hilfs- und Kampfeinsätzen in Afghanistan, dem Tschad, der Elfenbeinküste, der Zentralafrikanischen Republik, in Mali und bei NATO-Einsätzen in Libyen eingesetzt.

Die H225M der 11-Tonnen-Klasse kann bis zu 28 Personen mit Ausrüstung befördern. Neben moderner Avionik mit Vier-Achsen-Autopilot ist der Hubschrauber auch mit moderner Luft-Boden-Bewaffung ausrüstbar. Die Caracal ist dabei allwetter- und Nachtflug-tauglich und kann mit einer Reichweite von 1.296 Kilometern (mit Luftbetankung noch mehr) zehn Stunden fliegen und von Land wie von Schiffen aus betrieben werden.

LH baut Texas mit Ziel Austin aus – Bangkok ab München

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Lufthansa baut ihr Streckennetz in die USA 2019 aus und will ab 03. Mai erstmals Verbindungen von Frankfurt nach Austin (USA) anbieten. Ein Flugzeug vom Typ Airbus A330-300 wird ab Sommer 2019 fünfmal wöchentlich auf der Route zwischen Frankfurt und Austin eingesetzt.

An Bord finden Fluggäste auf insgesamt 255 Sitzen in der Business, Premium Economy und Economy Class Platz. Neben Dallas/Fort Worth und Houston ist dies das dritte Lufthansa Ziel in Texas. Außer Dienstag und Donnerstag verlässt LH468 jeweils vormittags das Lufthansa Drehkreuz Frankfurt und erreicht Austin am Nachmittag (Ortszeit) nach einer Reisezeit von rund zehn Stunden. Der Rückflug startet in Texas am späten Nachmittag und landet am Morgen des darauffolgenden Tages am Frankfurter Airport. Einen Hin- und Rückflug nach Austin soll es zur Einführung bereits ab 499 Euro geben.

Bangkok im Airbus A350 XWB

Neben Austin gehen heute, 04. Oktober 2018, auch die Flug-Tickets für die neue Lufthansa Verbindung von München nach Bangkok (Thailand) in den Verkauf. Das Unternehmen baut damit das bayrische Lufthansa Drehkreuz weiter zu einem Asien-Hub aus. Der erste Flug von LH792 findet am 01. Juni 2019 statt. Zum Einsatz kommt ein neuer Airbus A350-900, der täglich am Nachmittag von München nach Thailand startet. Einen Hin- und Rückflug nach Bangkok soll es ab 640 Euro geben.