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SARah für Frankreich: OHB verschafft Bilddaten-Zugang

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Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, hat jetzt einen Vertrag für die Entwicklung und die Herstellung des „French SARah Partner Ground Segment“ (F-SPGS) in Koblenz beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) unterzeichnet.

Für die OHB System AG haben die Vorstände Dr. Ingo Engeln und Kurt Melching unterschrieben. Das F-SPGS ist ein Bodensegment, welches an das deutsche Radarsatellitensystem SARah angeschlossen wird. SARah wird das bisherige ebenfalls von OHB entwickelte und betriebene deutsche Radarsatellitensystem SAR-Lupe ablösen. Das F-SPGS ermöglicht Frankreich Zugang zu Radarbildern des zurzeit für Deutschland in der Realisierung befindlichen SARah Systems.

Für den Betrieb des F-SPGS Systems besteht die Möglichkeit über zwei bereits verhandelte, jeweils fünfjährige Optionen ebenfalls die OHB zu beauftragen. Im Gegenzug erhält Deutschland die Möglichkeit, über ein eigenes Bodensegment Bildaufträge an das französische optische System CSO zu stellen. Grafik: OHB-Plattform smallgeo.

Tegel drückt Passagierzahlen für BER ins Plus

Nachdem die Passagierzahlen in Tegel in 2017 mit knapp 20,5 Mio. Passagieren gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent gesunken waren, wächst Tegel jetzt wieder. Bis zum 21. Oktober, also inklusive des starken Reiseverkehrs zu Beginn der Herbstferien, sind rund 17,492 Mio. Fluggäste gestartet und gelandet.

Das sind gut 26.000 Passagiere mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr hat sich insbesondere im Spätsommer und Herbst entwickelt. Allein in den ersten drei Oktoberwochen ist die Passagierzahl in Tegel von 1,24 Mio. auf 1,57 Mio. Passagieren gestiegen. Vor dem Hintergrund der gegenüber 2017 nahezu identischen Passagierzahlen in Schönefeld führt das Wachstum in Tegel zu insgesamt wachsenden Passagierzahlen bei der Flughafengesellschaft.

Delle durch airberlin-Pleite überwunden

Prof. Dr.-Ing Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Spätestens mit dem Ende der letzten Woche hat Tegel die airberlin-Delle komplett überwunden. Wenn sich die Entwicklung bei den Passagierzahlen auch in den beiden kommenden Monaten fortsetzt, kommen wir zum Ende des Jahres sehr nahe an 22 Mio. Fluggäste. Die Zahlen zeigen, dass die Mannschaften am Flughafen, trotz der schwierigen Bedingungen im langen Sommer und des weiterhin hohen Passagieraufkommens, sehr gut zusammenarbeiten. Dafür danke ich allen Beteiligten.

Die insgesamt steigenden Fluggastzahlen sind für uns eine große Herausforderung, aber keine Überraschung. Wir sind an den beiden Flughäfen darauf vorbereitet, weiterhin das hohe Verkehrsaufkommen zu bewältigen und setzen Maßnahmen um, die die Prozesse verbessern und den Passagieren mehr Service bieten. So werden wir in Tegel bis zur Eröffnung des BER für einen möglichst reibungslosen Betrieb sorgen. Auch in Schönefeld investieren wir in den kommenden Jahren über 50 Mio. Euro, um Abläufe und Aufenthaltsqualität zu verbessern.“

Ziele im Winter ab Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden

Mit Ende der Sommerzeit tritt am Sonntag, den 28. Oktober 2018 der Winterflugplan am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) in Kraft. Hier finden sich neue in- und ausländische Ziele.

Die Fluggesellschaft Ryanair fliegt im Winter neu zweimal wöchentlich vom FKB nach Marrakesch, Rom-Ciampino und Cagliari auf Sardinien. Palma de Mallorca wird im Winter immer montags und freitags im Direktflug angeboten.

Selbstverständlich heisst es auch in den Wintermonaten wieder „visit Berlin“ – und das nun auch noch komfortabler als bisher, denn Eurowings fliegt ab sofort neu mit einem Airbus A319 nach Berlin-Tegel. Die deutsche Hauptstadt wird montags bis freitags zweimal täglich sowie samstags und sonntags einmal täglich an Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) angebunden.

Die russische Fluggesellschaft Pobeda erweitert das Flugangebot nach Moskau und Sotschi und fliegt nun viermal wöchentlich nach Russland. Alicante, Barcelona-Girona, Bari, Eilat-Owda, Lissabon, London, Malaga, Malta, Porto, Sevilla oder Sofia sind weitere attraktive Winterziele, die schnell und einfach ab dem FKB erreicht werden können.

Ein Hinweis zum „Parken am FKB“: Der FKB-Parkplatz P3 ist während der Wintersaison geschlossen, da er für die Veranstaltungen des ESC Hügelsheim benötigt wird.

Tokio täglich ab Wien erreichbar

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Ab Ende März 2019 fliegt Austrian Airlines sechs Mal wöchentlich von Wien nach Tokio, ab Anfang Mai bis Ende Oktober 2019 täglich. Bisher waren fünf Verbindungen pro Woche im Sommerprogramm 2019 geplant.

„Mit diesem Schritt reagieren wir auf die anhaltend hohe Nachfrage auf dieser Strecke“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. Die zusätzlichen Flüge werden aus bestehenden Kapazitäten mit einer Boeing 767 bedient. Damit werden ab 2019 Austrian Airlines sowie der Star Alliance und Joint Venture Partner ANA jeweils täglich zwischen Wien und Tokio fliegen – Austrian Airlines nutzt den Flughafen Narita, ANA fliegt ab Haneda.

Olympische Sommerspiele 2020 in Tokio

„In Tokio und Umgebung leben über 37 Millionen Menschen. Japan wird zudem für europäische Touristen immer interessanter, Stichwort: Olympische Sommerspiele 2020“, erklärt CCO Andreas Otto. „Der Ausblick ist daher ebenfalls gut.“

Spatenstich für neuen Tower von Austro Control

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In Anwesenheit von Bundesminister Norbert Hofer, den zukünftigen Ankermietern Heinz Sommerbauer (CEO, Austro Control) und Klaus Schierhackl (Vorstand, ASFINAG) sowie des Projektverantwortlichen Erwin Soravia erfolgte der feierliche Startschuss für den 136 Meter hohen Turm der österreichischen Flugsicherung.

Dieser wird ab Ende 2021 zur neuen nachhaltig errichteten Schnittstelle der heimischen Verkehrsinfrastruktur. Die Vorteile des Standorts sind zum einen die Nähe zum Herzstück der österreichischen Flugsicherung – dem Air Traffic Control Centre Vienna, von wo aus der gesamten oberen Luftraum überwachen, zum anderen auch die hervorragende Lage am Kreuzungspunkt hochrangiger Verkehrstrassen (A4/Erdberger Lände und A23) mit Flughafennähe und direkter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

Die Rückkehr an den Standort in der Schnirchgasse war für Austro Control immer klar. Die Entscheidung, ein neues Gebäude zu errichten war gut überlegt. Die alte Unternehmenszentrale hatte die Lebensdauer überschritten, eine Sanierung war wirtschaftlich nicht vertretbar.

Nähe zum Flughafen und Erreichbarkeit

Für Austro Control-CEO Heinz Sommerbauer war auch die Lage an einem Verkehrsknotenpunkt ein wesentlicher Grund, warum man dem Standort treu bleibt. Darüber hinaus sind bestmögliche Arbeitsbedingungen in einem sicherheitskritischen Sektor wie der Luftfahrt ein äußerst wichtiger Faktor:

Für Austro Control war und ist der Standort Schnirchgasse aus mehrfacher Sicht optimal. Die neue Unternehmenszentrale ist verkehrstechnisch hervorragend angebunden. Wir sind in der Nähe zum Flughafen und befinden uns in unmittelbarer Gehweite von unserer Überflugskontrollzentrale. Mit dem neuen Gebäude bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur top-moderne Arbeitsbedingungen sondern schaffen auch hervorragende Rahmenbedingungen für die weiterhin positive Entwicklung des Unternehmens“, so Austro Control CEO Heinz Sommerbauer.

Platz für Hauptquartiere

Neben der neuen Austro Control Zentrale wird auch die ASFINAG ab Fertigstellung im November 2021 hier ihr Hauptquartier beziehen. Gebaut wird nach höchsten ökologischen Standards. Dank innovativster Planung soll sowohl beim LEED-Standard als auch bei der ÖGNI-Zertifizierung jeweils Platin erreicht werden. In unmittelbarer Nähe zu großen Verkehrsadern wie der A4, die den Flughafen mit der Innenstadt verbindet und zugleich die wichtigste Straße in die Slowakei und nach Ungarn darstellt, wird das neue Landmark in der Schnirchgasse auch öffentlich (U3, Linie 18), zu Fuß und per Fahrrad gut zu erreichen sein.

22.100 Quadtratmeter der insgesamt 28.000 Quadtratmeter Büroflächen sind bereits vermietet. Nur noch 20 Prozent der ausschließlich gewerblich nutzbaren Flächen befinden sich somit noch am Markt. Der Vertrieb erfolgt durch die ivv Immobilien Verkauf und Vermietungs GmbH, die über die Vorzüge wie eine vierstöckige Parkgarage sowie die vorhandene Gastro-Landschaft informiert. Auf dem Foto der Spatenstich mit VD K. Schierhackl, ASFINAG; E. Soravia, BM N. Hofer; BV E. Hohenberger; CEO H. Sommerbauer, Austro Control.

Motorsegler sackt nach Start in EDTR ab

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Der Pilot beabsichtigte nach eigener Darstellung mit dem Motorsegler des Luftsportvereins gemeinsam mit einem Fluggast einen privaten Reiseflug durchzuführen.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 30. Mai 2018
  • Ort: Herten-Rheinfelden
  • Luftfahrzeug: Motorsegler
  • Hersteller / Muster: Scheibe / SF 25 C
  • Personenschaden: eine Person leicht verletzt, eine Person schwer verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: keiner

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Der Pilot hatte geplant nach Konstanz zu fliegen, „was aber nicht notwendig gewesen wäre auch tatsächlich dorthin zu fliegen“. Er beschreibt den Motorsegler als schwach motorisiert und die Außentemperatur als sehr warm. Nach eigener Aussage war ihm klar, dass der Motorsegler nicht „abgeht, wie eine Rakete“. Der Start erfolgte um 14:26 Uhr auf der Piste 06 des Sonderlandeplatzes Herten-Rheinfelden (EDTR).

Von Zeugen wurde beim Startlauf beobachtet, wie der Motorsegler nach dem Abheben zwischen der Halbbahnmarkierung und dem hinterem Bahnende abhob und anschließend nur sehr langsam an Höhe gewann. Nach Aussage des Piloten hatte er sich für den Startverlauf vorgenommen, den Startlauf abzubrechen, wenn das Luftfahrzeug bis zum Erreichen der Halbbahnmarkierung nicht abgehoben hatte. Die erste Hindernisreihe, eine Baumreihe im Abflug quer zur Flugrichtung, wurde knapp überflogen, worauf von Zeugen danach ein leichtes Absacken des Motorseglers beobachtet wurde. Der Pilot gab dazu an, dass er nach dem Überfliegen der Baumreihe einen Abwind spürte.

Im Bereich der BAB A 861 kippte das Luftfahrzeug dann über die linke Tragfläche ab, berührte mit der rechten Tragfläche eine quer zur Abflugrichtung verlaufende Freileitung und stürzte anschließend am Rande eines Feldes in den Bewuchs von Büschen und Bäumen.

Das Luftfahrzeug kam schwer beschädigt auf der Oberseite liegend in seine Endlage. Beide Insassen konnten aus eigener Kraft den Motorsegler verlassen. Der Fluggast hatte sich leichte, der Pilot hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. Das Titelbild zeigt den Flugverlauf mit Unfallstelle.

Angaben zu Personen

Der 51-jährige Pilot war seit März 2003 im Besitz eines unbefristet gültigen Luftfahrerscheines für Privatpiloten (PPL (A)). In die gemäß Teil FCL nach ICAO-Standards erteilte Lizenz waren die Klassenberechtigungen für einmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk (SEP land) sowie (TMG) mit einer jeweiligen Gültigkeit bis zum 30.06.2018 eingetragen. Er war im Besitz weiterer Lizenzen als Luftsportgeräteführer für Hängegleiter (Beiblatt „F“), aerodynamisch gesteuerte UL mit Passagierberechtigung sowie Fußstartfähige UL.

Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2, ausgestellt am 31.01.2018, war bis zum 10.02.2019 gültig und enthielt keine Einschränkungen. Der Pilot hatte eine Gesamtflugerfahrung von ca. 372 Stunden. Vor dem Unfallflug hatte er am 28.04.2018 und am 01.05.2018 drei Flüge mit einer Flugzeit von insgesamt ca. 3 Flugstunden und fünf Landungen durchgeführt. Der letzte Eintrag vor diesen Flügen war mit dem Datum vom 14.09.2016 im Flugbuch des Piloten aufgezeichnet. Auf das Muster SF 25 C ist er nach eigener Angabe erst vor kurzem eingewiesen worden.

Angaben zum Luftfahrzeug

Bei dem Motorsegler SF 25 C handelte es sich um einen freitragenden Tiefdecker in Gemischtbauweise. Das Luftfahrzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einem Luftsportverein betrieben.

  • Hersteller: Scheibe
  • Muster: SF 25 C
  • Werknummer: 44316
  • Baujahr: 1981
  • Leermasse: 432,6 kg
  • Maximale Abflugmasse: 610 kg
  • Triebwerk: Limbach-Triebwerk L2000EA (S/N 1132-4)
  • Propeller: HO 11*-150B75L

Die Gesamtbetriebszeit betrug zum Unfallzeitpunkt 7.407 Stunden. Die letzte Jahresnachprüfung fand am 29.09.2017 statt. Das ARC hatte eine Gültigkeit bis zum 28.09.2018. Für den Unfallzeitpunkt wurde folgende Beladung ermittelt:

  • Leergewicht
  • Gewicht Pilot / Fluggast:
  • Gewicht Treibstoff: 432,6 kg
  • 83 kg / 115 kg
  • 35,77 kg
  • Gepäck/Ausrüstung: 3 kg
  • Die Abflugmasse der SF 25 C lag bei 669,37 kg.

Laut Flughandbuchangaben wird der Bereich für den Fluggewichtsschwerpunkt mit 2,143 m bis 2,334 m angegeben. Für die Beladung beim Unfallflug ergibt sich eine Schwerpunktlage von 2,132 m.

Laut Flughandbuch des Luftfahrzeuges liegt die Startrollstrecke bei einer Flugplatzhöhe von 300 m über NN und einer Lufttemperatur von +30 °C bei ca. 113 m. Die Startstrecke über ein 15 m Hindernis liegt bei ca. 266 m.

Meteorologische Informationen

Zum Unfallzeitpunkt herrschten laut Zeugenaussagen Sichtflugwetterbedingungen (VMC). Nach den Angaben der Flugleitung war es fast windstill, die Sicht betrug mehr als 10.000 m. Die Temperatur am Boden lag bei 28 °C und der Luftdruck (QNH) betrug 1.014 Hektopascal.

Funkverkehr

Zwischen der Flugleitung und dem Flugzeug wurde Sprechfunkverkehr in deutscher Sprache durchgeführt. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der Sonderlandeplatz Herten-Rheinfelden liegt ca. 1,5 nautische Meilen (NM) westlich der Stadt Rheinfelden. Er verfügt über eine 730 m x 30 m Grasbahn mit der Ausrichtung 06/24 (061°/241°). Auf halber Länge der Grasbahn befindet sich jeweils links und rechts eine Halbbahnmarkierung. In Landerichtung 06 steht eine Startrollstrecke von 510 m zur Verfügung. Die Flugplatzhöhe beträgt 925 ft AMSL. Der Sonderlandeplatz ist zugelassen für Motorflugzeuge mit einer max. Abflugmasse von 2 000 kg.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Etwa 1 km nordöstlich des Sonderlandeplatzes Herten-Rheinfelden stürzte das Luftfahrzeug nach dem Start auf der Betriebspiste 06 hinter der BAB A861 am Rande eines Feldes in den Bewuchs von Büschen und Bäumen. Der Rumpf lag auf dem Rücken in Ausrichtung 310°. Die linke Tragfläche war mit dem Rumpf verbunden und in Höhe der halben Halbspannweite gebrochen.

Der Innenflügel der rechten Tragfläche war zerstört und lag gestaucht zum Teil unter und neben dem Rumpf. Die Flügelwurzeln rechts und links waren mit dem Rumpf verbunden. Das linke Höhenruder lag in Flugrichtung links neben dem Wrack auf dem Boden. Die rechte Tragfläche war im Bereich der halben Halbspannweite abgerissen und lag 14 m vor der Wrackendlage. Das zweite Bild zeigt die Unfallstelle mit Wrackteilverteilung.

An den Bauteilen der rechten Tragfläche fanden sich Spuren und Beschädigungen von der Berührung mit der quer zur Anflugrichtung verlaufenden Freileitung. Der Randbogen der rechten Tragfläche lag an der Leitplanke der Autobahn und war somit ca. 32 m entfernt vom Wrack. Folgende Schalterstellungen wurden im Cockpit vorgefunden und dokumentiert:

  • Gashebel
  • Vorwärmung
  • Zündung
  • Benzinpumpe
  • Avionik-Master
  • Hauptsicherung
  • VOLLGAS
  • 1⁄4 geöffnet
  • AUS
  • EIN
  • EIN
  • GEZOGEN

Die Kontrolle der Zündkerzen ergab, dass alle Kerzen ein dunkles Verbrennungsbild hatten und sehr verrußt waren. Hinweise auf technische Mängel am Luftfahrzeug und an der Steuerungseinrichtung ergaben sich bei der Untersuchung nicht.

An dieser Stelle wurde der Untersuchungsbericht summarisch, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten, abgeschlossen.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

Modellbau am Airport MUC stellt Material

Kleine und große Hobby-Bastler aufgepasst: Während der Herbstferien vom 27. Oktober bis 04. November 2018 verwandelt sich der Besucherpark des Flughafens München jeweils von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr in eine große Modellbau-Werkstatt.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Mit kostenlos zur Verfügung gestellten Bausätzen können große Flugzeugmodelle gestaltet werden. Jüngere Künstler können ihr Talent beim Bau von Styroporfliegern unter Beweis stellen. Versorgt werden die hungrigen Bastler in „Tante Ju´s Speisewerkstatt“.

Alpenrundflug zu gewinnen

Als besonderes Highlight verlost der Flughafen München unter allen fleißigen Tüftlern einen Alpenrundflug mit einem Privatflugzeug für zwei Personen. Zudem können die Modellbauer ihr Werk mit einem persönlichen Foto in selbstgefertigten Flugzeugbilderrahmen festhalten. Anlässlich der Modellbauwoche finden zusätzlich zu den normalen Rundfahrten täglich um 12:00 Uhr und 15:00 Uhr auch zwei Spezialtouren über das Flughafen-Vorfeld statt. Airport-Fans können hier verschiedene Flugzeugtypen aus nächster Nähe beobachten. Die Tickets für die 50-minütigen Touren werden zu einem ermäßigten Preis von fünf Euro angeboten. Teilnehmer der Modellbauwoche, die mit dem Auto anreisen, können im P50 bis zu sechs Stunden kostenfrei parken.

Thomas Brandt bei Delta Air Lines befördert

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Delta Air Lines hat Thomas Brandt vom Sales Manager Germany, Alps and Balkans zum Regional Manager Sales – Central and Eastern Europe befördert.

In seiner neuen Rolle verantwortet Thomas Brandt die Vertriebsaktivitäten von Delta in einer Region aus über einem Dutzend Ländern, wobei Tschechien, Ungarn, Polen, die Slowakei, Rumänien, Russland und die Ukraine seinem bisherigen Verantwortungsbereich hinzugefügt werden.

Stationen bei Air France und KLM

„Brandt bringt über 30 Jahre Erfahrung in seine neue Position mit. Er hat sich stets als strategischer Geschäftsmann mit beeindruckender Erfolgsbilanz ausgezeichnet, was Ergebnisse für alle Beteiligten, darunter unsere Partner Air France und KLM, angeht. Er setzt sich mit Nachdruck sowohl für Kunden als auch sein Team ein und ist damit die ideale Besetzung für diese anspruchsvolle Aufgabe“, so Bob Hannah, Director Sales Continental Europe bei Delta Air Lines.

Thomas Brandt begann seine Karriere bei Delta 1987 als Reservations Sales Executive in Frankfurt. Im Jahr 1993 wechselte er zum Delta-Hauptsitz der Region in London, wo er rasch Positionen mit steigendem Verantwortungsbereich und schließlich die Rolle des General Managers Distribution Planning International übernahm. Hier war Thomas Brandt für die Globalisierung der Webseite von Delta in über 50 Ländern verantwortlich.

Im Jahr 2007 kehrte er nach Frankfurt zurück, um dort die DACH-Länder bei der Umsetzung der Joint-Venture-Partnerschaft von Delta mit Air France und KLM zu leiten. Brandt verfügt über einen Master of Arts in Wirtschaftsgeographie von der Universität Aachen und ein Diplom in Marketing vom Chartered Institute of Marketing (CIM) in London. Delta führt bis zu 86 tägliche Flüge zwischen 27 europäischen Städten und den Vereinigten Staaten durch.

Köln – Knock kommt in Ryanair-Flugplan

Köln fliegt auf Knock: Ab Sommer 2019 bietet Ryanair den Passagieren am Köln Bonn Airport ein weiteres, nicht alltägliches Ziel an. Zweimal wöchentlich geht es ab Juni nach Knock im County Mayo in Irland.

Immer dienstags und samstags fliegt die Boeing 737 die kleine Stadt im Westen der Republik an. „Wir freuen uns, dass Ryanair den Flugplan in Köln/Bonn um ein weiteres Ziel in Irland bereichert. Mit Dublin und Knock haben unsere Passagiere nun die Wahl zwischen zwei Städten in ganz unterschiedlichen Regionen dieser tollen Insel“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Knock bei Pilgern beliebt

Das kleine Knock ist als Wallfahrtsort vor allem unter Pilgern bekannt. Jährlich reisen 1,5 Millionen Gläubige in das Städtchen, in dem etwa 750 Einwohner leben – Grund ist eine Marienerscheinung im Jahr 1879. Für die vielen Pilger wurde 1976 die große Wallfahrtskirche „Basilica of Our Lady, Queen of Ireland“ fertiggestellt, die Platz für bis zu 10.000 Menschen bietet. Beliebt ist Knock zudem bei Anglern: Der Ort ist Ausgangspunkt für Angel-Ausflüge im County Mayo. Weitere Ziele, die Ryanair im Sommer 2019 ab Köln/Bonn ins Programm nimmt, sind Bordeaux (Frankreich), Palermo (Italien), Zadar (Kroatien). Tickets nach Knock soll es ab 41 Euro pro Strecke geben. Der Flug dauert zwei Stunden.

Helikopterdrohne landet mit Magnetanker auf Schiff

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Bei einer potenziellen Gefahrenlage ist es unerlässlich, schnell einen Überblick zu gewinnen. Die nötige Reaktionsgeschwindigkeit können unbemannte Luftfahrzeuge bieten, die schiffgestützt eingesetzt werden, das heißt direkt von einem Schiff aus starten, um automatisiert Lagebilder aus der Luft zu erstellen.

Die globalen Seewege stellen das Rückgrat des Welthandels dar und sind zugleich eine hochsensible Infrastruktur. Ob Extremwetter, Havarie oder als Ziel krimineller Handlungen – Schiffe sind vielen Risiken ausgesetzt. Im Projekt Maritimer RPAS-Betrieb (MaRPAS) forscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit seinem Kooperationspartner der Bundespolizei See seit 2016 an unbemannten Flugsystemen (RPAS – Remotely Piloted Aircraft Systems) und den Einsatzmöglichkeiten und -bedingungen für den Einsatz auf See. Mit Flugversuchen Mitte Oktober 2018 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Versuchsflüge Zeigen Zusammenarbeit der Systeme

Die Flugerprobungen fanden im Hafen Hohe Düne in Rostock-Warnemünde statt und präsentierten eine Start- und Landetechnologie für unbemannte Hubschrauber, um diese in maritimen Einsatzszenarien zu unterstützen. Der unbemannte DLR-Hubschrauber superARTIS startete von und landete auf dem Deck des Schiffs BP 21 „Bredstedt“ der Bundespolizei See. An seiner Unterseite war die neuartige Landevorrichtung aus Seilwinde und Elektromagnet befestigt, die ihn zunächst an das Helideck des Bundespolizeischiffes „fesselte“.

Dann hob der superARTIS ab, löste die Magnetverbindung zum Schiff und zog das Seil ein. Für die Landung wurde das Seil über die Seilwinde vom fliegenden Helikopter zum Schiffsdeck abgelassen und dort mittels Magneten fixiert. Durch die Fesselung und ein automatisiertes Einholen des Seils wurde der Hubschrauber anschließend zum Schiffsdeck geleitet. „Es ist eine Herausforderung, denn Luftverwirbelungen durch die Aufbauten des Schiffes, aber auch plötzlich auftretende Böen und die Eigenbewegungen des Schiffes erschweren den Präzisionsanflug“, sagt Stefan Krause vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik, welches die Landevorrichtung entwickelt hat.

In die Flugplanung wurden Echtzeitparameter zu Wind und Wetter einbezogen. Die relative Position des superARTIS zum Schiff bildete die Basis der Präzisionsnavigation für die Landung. Für die notwendige Präzisionsnavigation und die Flugplanung war das DLR-Institut für Flugführung in Braunschweig verantwortlich, welches auch die Projektleitung innehatte. Das Zusammenspiel aller beteiligten Komponenten -Schiffsplattform, Fluggerät mit Seilwinde und Bodenstation – konnte erfolgreich erprobt werden.

Bereits im Juni 2017 hatten die DLR-Wissenschaftler ein Wind-, ein Wettermessgerät sowie ein Antennensystem auf der BP 21 „Bredstedt“ installiert und auf einer fünftägigen Patrouillenfahrt reale Daten der Bedingungen auf See erhoben, mit denen bei einer Landung auf einem Schiffsdeck typischerweise gerechnet werden muss. Sie bildeten die Grundlage für die Planung der abschließenden Flugversuche.

Anspruchsvolle Navigation und Flugsystem

Ein ferngesteuertes Luftfahrzeug, kurz RPAS (Remotely Piloted Aircraft System), sicher fliegen und auch wieder landen zu lassen, ist bereits an Land ein anspruchsvolles Vorhaben. Sollen unbemannte Flugsysteme im maritimen Bereich eingesetzt werden, ist der Vorgang durch den Seegang und hochdynamische Entwicklungen von Wind- und Wetterbedingungen deutlich komplexer.

Im Projekt MaRPAS vereinen im DLR die Institute für Flugführung und Flugsystemtechnik aus Braunschweig ihre Kräfte für die Konzeption und Umsetzung einer genauen Navigation und präzisen Flugregelungstechnik für schiffsgebundene RPAS. Die Flugerprobungen zum Abschluss des Projekts MaRPAS fanden an Bord der an ihrem Liegeplatz liegenden BP 21 „Bredstedt“ im Hafen Hohe Düne statt. Im Folgeprojekt MaRPAS 2, das für 2019 bis 2021 geplant ist, wollen die Wissenschaftler die weiterentwickelten Systeme auch auf See testen.

Auf dem Bild: superARTIS bei der Landung auf einem Schiff: Für die Landung wurde das Seil über die Seilwinde vom unbemannten Helikopter SuperARTIS zum Schiffsdeck abgelassen und dort mittels Magneten fixiert. Durch die Fesselung und ein automatisiertes Einholen des Seils wurde der Hubschrauber anschließend zum Schiffsdeck geleitet.

Crews bei Betriebsratswahl gesetzlich in Zwickmühle

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Piloten und Flugbegleiter haben keine Möglichkeit, einen Betriebsrat zu wählen, wenn der Arbeitgeber sich dem verweigert. So zuletzt geschehen bei der SunExpress Deutschland. Auch für die 20.000 Piloten und Flugbegleiter bei Ryanair existiert bis heute kein betriebliches Mitbestimmungsgremium.

Die derzeitigen Regelungen des § 117 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) schließen das fliegende Personal grundsätzlich von der Errichtung eines Betriebsrates und damit von der betrieblichen Mitbestimmung aus. Stattdessen können für Piloten und Flugbegleiter entsprechende Vertretungen nur durch einen Tarifvertrag errichtet werden. Kommt es nicht zum Abschluss eines solchen, haben die Betroffenen keine Möglichkeit, ihre Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen und stehen schutzlos da.

Gesetz streichen gefährdet Erreichtes

„Arbeitgeber nutzen dieses Schlupfloch für ihre Zwecke aus. Die veraltete Vorschrift des § 117 BetrVG muss dringend modernisiert werden. Es ist absolut unverständlich, warum für das fliegende Personal andere Rechte gelten sollen als für die übrigen Arbeitnehmer im selben Unternehmen“, so Martin Locher, Präsident der Vereinigung Cockpit (VC). Eine ersatzlose Streichung des § 117 BetrVG würde bislang geltende Tarifverträge und damit bereits etablierte Mitbestimmungsrechte gefährden. Daher strebt die VC eine Reform der bestehenden Regelung an. „Aufgrund der Besonderheiten des fliegenden Personals sind Tarifverträge weiterhin die beste Lösung. Sollte der Arbeitgeber einen solchen Tarifvertrag verweigern, muss das Gesetz dennoch die Etablierung eines Betriebsrats ermöglichen. Durch eine solche Auffanglösung könnte sich kein Arbeitgeber mehr seiner sozialen Verantwortung entziehen“, so Locher abschließend.

Gefährdung des Flugbetriebs durch Bombe in Dresden

Im Zusammenhang mit der geplanten Entschärfung einer Fliegerbombe im Dresdner Stadtgebiet am Dienstag, den 23. Oktober 2018, sind Einschränkungen für den Flugverkehr grundsätzlich nicht auszuschließen.

Ursächlich ist die ungünstige Lage des Bombenfundorts im An- bzw. Abflugbereich des Flughafens Dresden.

Passagiere, die am kommenden Dienstag oder Mittwoch fliegen möchten, werden gebeten, sich über eventuelle Flugänderungen bei ihrer Airline zu erkundigen.

„Black Hawk“ von Österreich mit 25.000 Flugstunden

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Seit dem offiziellen Indienststellen der Sikorsky S-70A „Black Hawk“ im Jahr 2002 wurden in Summe ca. 219.000 Personen und etwa 23.000 Tonnen Außen- und Innenlasten unfallfrei transportiert.

Der „Black Hawk“ (Schwarzer Falke) ist ein mittlerer Transporthubschrauber. Aufgrund seiner zwei leistungsstarken Triebwerke, je 1.940 PS, ist er sehr vielseitig und gerade im Hochgebirge hervorragend einsetzbar. Er verfügt über eine Enteisungsanlage der Rotorblätter sowie des Heckrotors. Das ermöglicht seinen Einsatz auch bei schlechten Wetterbedingungen oder winterlichen Verhältnissen.

Die Transportkapazität des Sikorsky S-70A beträgt 20 Personen oder reicht für die Beförderung von ca. vier Tonnen Nutzlast. Im Notfall können jedoch bis zu 25 Personen aufgenommen werden. Der Hubschrauber hat eine Reichweite von etwa 500 Kilometer, die sich mit außen anbringbaren Zusatztanks bis auf ungefähr 1.600 Kilometer oder durchgehend etwa 4,5 Flugstunden erweitern lässt. Er erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 360 km/h und die maximale Flughöhe liegt bei rund 6.000 Metern.

Mit September 2018 absolvierte der „Black Hawk“-Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres seine 25.000. Flugstunde. Aus diesem Anlass überreichte Verteidigungsminister Mario Kunasek am 16. Oktober Urkunden an die fliegerischen und technischen Kommandanten. „Die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft des ‚Black Hawk‘ ist ein wesentlicher Beitrag zur Auftragserfüllung des Österreichischen Bundesheeres. Ich gratuliere zu diesem Jubiläum und danke allen Bediensteten, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Durch ihre Leistung wird sichergestellt, dass der Bevölkerung bei Katastrophen rasch geholfen werden kann.“, so Mario Kunasek.

Black Hawk fürs Gebirge und Ausland

Der Erstflug des „Black Hawk“-Hubschraubers in Österreich erfolgte am 21. September 2002. „Pilot in Command“ war damals Hauptmann Michael Doppler. Am 19. Dezember desselben Jahres traf der letzte der neun Hubschrauber in Langenlebarn, Niederösterreich, ein. Im Rahmen des „Katastrophenschutzpakets“ wird die Staffel um drei zusätzliche Hubschrauber auf zwölf Stück aufgestockt. „Mit den zusätzlichen drei ‚Black Hawk‘-Maschinen verfügen wir endlich über die benötigte Staffelstärke und Umlaufreserve, ein echter Mehrwert – ich freu mich riesig“, so Doppler, heute Oberstleutnant mit einer Einsatzerfahrung von über 5.000 Flugstunden.

Unmittelbar nach der Einschulungsphase für die Piloten und Techniker wurden die Hubschrauber bei Übungen und bei Assistenzeinsätzen eingesetzt: bei Hochwassereinsätzen oder bei der Räumung von Verklausungen in Tirol und Vorarlberg 2005, Niederösterreich 2006, Salzburg und Niederösterreich 2013, Kärnten und Salzburg 2015 sowie 2017; bei Löscheinsätzen in Oberösterreich 2006 und 2018, Tirol 2014 und Kärnten 2015; bei Lawineneinsätzen Tirol und Vorarlberg 2012, Kärnten und Osttirol 2014 sowie Kärnten 2016; im Rahmen von Aufräumarbeiten nach dem Sturmtief „Kyril“ in Ober- und Niederösterreich 2007 sowie nach dem Sturmtief „Paula“ in Kärnten und der Steiermark.

Der „Black Hawk“ kam auch bei Auslandseinsätzen zum Einsatz. Im Zuge eines Rettungs- und Bergeeinsatzes bei der EUFOR-Mission in Bosnien-Herzegowina im März 2010, wurden ein Schwerverletzter und drei Unverletzte aus Bergnot gerettet. Die beteiligte Crew führte bei diesem Einsatz die erste Windenbergung bei Nacht durch. Für diese Mission wurde die Crew nachträglich im Jahr 2012 mit dem „Sikorsky Rescue Award“ ausgezeichnet.

RNP für Köln/Bonn: Leiserer Anflug von Flugzeugen

Ein neues, satellitengestütztes Navigationsverfahren am Flughafen Köln/Bonn ermöglicht es Piloten, beim Abflug die Streckenführung noch genauer einzuhalten. Köln/Bonn ist der bundesweit zweite Flughafen, an dem die Deutsche Flugsicherung (DFS) das neue Navigationsverfahren einführt.

„Mit dem neuen Verfahren wird eine höhere Genauigkeit im Kurvenflug mit höherem Abstand zur Bebauung erreicht. Wir versprechen uns davon auch ein besseres Vermeiden des Überflugs bewohnter Bereiche„, erklärt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Ideallinie besser einhalten

Das neuartige, auf Satellitennavigation basierende Verfahren wird seit dem 11. Oktober auf vier bestehenden Abflugstrecken angewendet. Es sorgt insbesondere im Kurvenflug für eine verbesserte Einhaltung der Ideallinie. Piloten, die dieses Verfahren nutzen, befliegen dabei in hoher Präzision eine Kreisbahn, die von der Flugsicherung anhand eines festgelegten Radius definiert ist. Flugzeuge können so ihre vorgegebene Ideallinie im Kurvenflug mit kontinuierlich gleichem Abstand zum Referenzpunkt einhalten.

Auf der Grafik: Das Navigationsverfahren RNP (Required Navigation Performance) ermöglicht es entsprechend ausgerüsteten Jets, GPS-basiert sogenannte Radius-to-fix-Kurven (RF-Legs) zu fliegen. Die blauen Linien zeigen die Flugspuren im Zeitraum vom 01. Mai bis 31. August. 2018. Dank Radius-to-fix (Bezugspunkte in Rot) können einzelne Flugzeuge die gewünschte Spur nun genauer einhalten. Die DFS legt das neue Verfahren praktisch 1:1 auf die Ideallinie der vorhandenen Abflugverfahren.

Vorteile des Verfahrens über Satelliten

  • Keine neuen oder geänderten Streckenführungen und damit keine neuen Betroffenheiten
  • Hohe Spurtreue in den Kurven
  • Hohe Navigationsgenauigkeit auch auf geraden Teilstücken

Durch die höhere Navigationsgenauigkeit können tendenziell positive Effekte hinsichtlich der Lärmwirkungen für die Bewohner der Region erreicht werden. Voraussetzung ist, dass die Airlines Flugzeuge einsetzen, die mit moderner und für dieses Verfahren zugelassener Satellitennavigationstechnik ausgerüstet sind. Gegenwärtig kann nur ein Teil der von Köln/Bonn abfliegenden Flugzeuge die Verfahren anwenden. Allerdings wird mit fortschreitender Modernisierung der Flugzeugflotten dieser Anteil immer größer werden. Die DFS und der Flughafen Köln/Bonn stellen deshalb bereits jetzt die Weichen für die Zukunft.

Die Umsetzung von Flugrouten auf dieses neuartige Verfahren wird durch die europäische Union bis spätestens 2030 gefordert. Aus Gründen des Lärmschutzes hat der Flughafen Köln/Bonn die DFS bereits jetzt beauftragt, vier entsprechende Verfahren für die hauptsächlich genutzten Abflugströme zu entwickeln und einzuführen. „Selbst unter schwierigen Wind- und Wetterbedingungen kann mit Hilfe dieses präzisen Verfahrens der Anteil der erlaubten, aber unerwünschten Abweichungen von der Ideallinie reduziert werden“, sagt André Biestmann, Leiter Luftraum- & ANS-Support bei der DFS.

Ryanair einigt sich mit Piloten in Spanien

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Ryanair hat jetzt eine Vereinbarung mit der portugiesischen Pilotengewerkschaft SPAC unterzeichnet. Die Verhandlungen mit SPAC über einen vollständigen Tarifvertrag nach portugiesischem Recht und mit lokalen Verträgen sollen vor Ende Oktober aufgenommen werden.

Die Vereinbarung sieht Senioritäts- und Basistransfervereinbarungen vor und soll alle direkt angestellten Piloten von Ryanair in Portugal umfassen. Ryanair hat diese Woche auch ähnliche Vereinbarungen mit BALPA in Großbritannien und ANPAC in Italien unterzeichnet, die alle direkt angestellten britischen und italienischen Piloten von Ryanair betreffen. Nach Verhandlungen in Madrid diese Woche erwartet Ryanair in Kürze auch ein Abkommen mit der spanischen Pilotengewerkschaft SEPLA, welches den Weg für schnelle Verhandlungen über einen Tarifvertrag nach spanischem Recht ebnen wird.

Eddie Wilson, Chief People Officer von Ryanair, sagte: „Diese Vereinbarungen mit unseren Pilotengewerkschaften in Portugal, Großbritannien, Italien und in Kürze auch Spanien zeigen, dass wir beim Abschluss von Gewerkschaftsverträgen mit unseren Mitarbeitern in unseren größten EU-Märkten erhebliche Fortschritte erzielen.

Die jüngste Welle von Airline-Insolvenzen in Europa, darunter Primera Air, Cobalt, Air Azur und Small Planet (GER), sowie die von vielen großen europäischen Fluggesellschaften als Reaktion auf höhere Ölpreise und niedrigere Flugpreise angekündigten Basisschließungen/Kürzungen haben den Tarifverhandlungen in den letzten Wochen einen erheblichen Impuls verliehen. Die Piloten und Kabinenbesatzungen von Ryanair erkennen an, dass sie eine bessere Bezahlung, bessere Dienstpläne und eine wesentlich bessere Arbeitsplatzsicherheit genießen als ihre Kollegen bei vielen anderen EU-Fluggesellschaften. Wir unsererseits erkennen Gewerkschaften an und arbeiten mit ihnen zusammen, um Übereinkünfte zu treffen, die die wichtigsten Angelegenheiten unseres Piloten- und Kabinenpersonals in unseren größten EU-Märkten abdecken.

Ich gehe davon aus, dass diese Vereinbarungen in Spanien und insbesondere in Portugal die Gewerkschaften der Kabinenbesatzung in beiden Ländern ermutigen werden, Mitarbeiter konkurrierender Fluggesellschaften (die hier ein Weiterkommen verhindert haben) auszuschließen und in diesen Ländern rasch Verträge für Kabinenbesatzungen abzuschließen, denn das ist es, was unsere portugiesischen und spanischen Kabinenbesatzungen jetzt fordern.“

Vorfreude auf Start zum Merkur

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BepiColombo ist das bisher umfangreichste europäische Projekt zur Erforschung eines Planeten des Sonnensystems. Die Mission besteht aus zwei Sonden, die den Merkur umkreisen werden. BepiColombo ist der erst dritte Flug eines Raumfahrzeuges zum Merkur überhaupt.

Die Merkur-Kombisonde BepiColombo soll am 20. Oktober 2018 um 03:45 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (19. Oktober 22:45 Uhr Ortszeit) an Bord einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ins Weltall starten.

Merkur – der wenig bekannte Planet

Merkur ist nicht nur der kleinste Planet – mit 4.878 Kilometern Durchmesser ist er nur wenig größer als unser Mond – sondern auch der am wenigsten erforschte der erdähnlichen Planeten in unserem Sonnensystem. Das liegt vor allem daran, dass er unmittelbarer Nachbar der Sonne ist: Deren Einstrahlung ist dort mehr als sechsmal höher als auf der Erde und erhitzt die Oberfläche auf Temperaturen von bis zu 430 Grad Celsius am Tage, während es nachts auf bis zu minus 180 Grad Celsius abkühlt.

In der Vergangenheit wurde der Merkur erst von zwei Sonden erforscht: 1974 und 1975 vollführte die NASA-Sonde Mariner 10 drei Vorbeiflüge am Merkur und zwischen 2011 und 2015 untersuchte die NASA-Sonde MESSENGER bei drei Vorbeiflügen und aus einer Umlaufbahn mit Annäherungen über der Nordhalbkugel heraus unseren Nachbarplaneten.

Neuland für Sonnensystemforschung

„Die Mission soll nicht nur den Planeten Merkur erforschen, sondern auch neue Erkenntnisse über unser Sonnensystem liefern“, erklärt Dr. Walther Pelzer, Vorstand für das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über die europäisch-japanische Planetenmission. Rund sieben Jahre wird die lange Reise der Sonde durch das Innere des Sonnensystems dauern.

Zwei Sonden erkunden dann gemeinsam den Merkur: der Mercury Planetary Orbiter (MPO) und der Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO). Während MPO darauf ausgelegt ist, Oberfläche und Zusammensetzung des Planeten zu erforschen, erkundet MMO dessen Magnetosphäre. Weitere Ziele der Mission sind die Erforschung des Sonnenwindes, des inneren Aufbaus und des planetaren Umfeldes von Merkur sowie dessen Wechselwirkungen mit der sonnennahen Umgebung. Die Wissenschaftler erhoffen sich darüber hinaus neue Erkenntnisse zur Entstehung des gesamten Sonnensystems.

Beide Sonden werden sich während des Fluges an Bord des Mercury Composite Spacecraft (MCS) befinden, das diese mit Energie versorgt und sie mit Hilfe eines speziellen Schutzschildes, der MMO Sunshield and Interface Structure (MOSIF), vor den extremen Temperaturen zwischen 430 Grad Celsius auf der Tagseite und minus 180 Grad Celsius auf der Nachtseite des Merkurs schützt.

MERTIS und BELA: Sensorik unter Extrembedingungen

Von den 16 Instrumenten, die sich an Bord der beiden Raumsonden befinden, wurden drei zu wesentlichen Anteilen in Deutschland entwickelt: BELA (BepiColombo Laser Altimeter), MPO-MAG (MPO Magnetometer) und MERTIS (Mercury Radiometer and Thermal Infrared Spectrometer). MERTIS ist ein bildgebendes Infrarot-Spektrometer und Radiometer mit zwei ungekühlten Strahlungssensoren, die für Wellenlängen zwischen sieben und 40 Mikrometern empfindlich sind. Im Orbit angekommen soll MERTIS an Bord von MPO die Oberfläche und das Planeteninnere des Merkur untersuchen. Mit einer räumlichen Auflösung von 500 Metern identifiziert es im mittleren Infrarotbereich gesteinsbildende Minerale auf der Oberfläche.

Die Kenntnis über die mineralogische Zusammensetzung ermöglicht den Wissenschaftlern Aussagen über die Entwicklung des Planeten. Darüber hinaus liefert ein integriertes Mikro-Radiometer Daten zur Oberflächentemperatur und der thermischen Leitfähigkeit von Merkur.

Durch ein neuartiges Instrumentenkonzept ist es gelungen, MERTIS äußerst kompakt und energieeffizient zu bauen. „Beide MERTIS-Sensoren sind einzigartig“, sagt der DLR-Experimentverantwortliche Dr. Jörn Helbert und ergänzt: „Der bildgebende Kanal nutzt ein sogenanntes ungekühltes Mikrobolometer – das erste, das in Europa weltraumqualifiziert wurde. Das Radiometer nutzt einen nur drei mal einen Millimeter großen Sensor, der direkt aus einem Stück Silizium geätzt wurde und gleichzeitig als Spalt für das Spektrometer dient. Dies sind nur zwei von einer Vielzahl innovativer Technologien, die eigens für dieses Experiment entwickelt wurden.“

Das Team wird von Wissenschaftlern der Universität Münster und dem DLR-Institut für Planetenforschung geleitet. Das Management des Experiments liegt beim DLR-Institut für Optische Sensorsysteme, das MERTIS konzipiert und entwickelt hat. Der Betrieb erfolgt unter Leitung des DLR-Instituts für Planetenforschung, die wissenschaftliche Auswertung der Daten wird gemeinsam mit der WWU Münster durchgeführt.

Laser tastet Oberfläche des Merkurs ab

Das Laseraltimeter BELA liefert Informationen über die globale Form, Rotation und Topographie des sonnennächsten Planeten. Pro Sekunde sendet es zehn Laserpulse Richtung Merkur und empfängt im Bruchteil einer Sekunde das von der Oberfläche reflektierte Signal. Je höher ein Landschaftspunkt gelegen ist, um so kürzer ist die Zeit, die der Laserimpuls für den Weg zur Oberfläche und von dort zurück zum Sensor in BELA benötigt. Aus der Laufzeit von Millionen von Laserpulsen wird im Missionsverlauf ein 3D-Modell der gesamten Oberfläche Merkurs entstehen.

„Darüber hinaus können wir aus der Form der reflektierten Pulse die Oberflächenrauigkeit bestimmen. Diese hilft uns, die physikalischen und geologischen Prozesse, die das heutige Bild des Planeten prägen, besser zu verstehen“, erläutert Dr. Hauke Hußmann, wissenschaftlicher Projektleiter von BELA. Aufwändige Schutzvorrichtungen und ein umfassender Hitze- und Lichtschutz verhindern, dass das Instrument durch die extremen Temperaturen auf dem Planeten überhitzt oder Schäden durch die Strahlung davonträgt. Entwickelt und gebaut wurde BELA vom DLR in Zusammenarbeit mit der Universität Bern, dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, dem Instituto de Astrofísica de Andalucía und der Industrie. Der Betrieb und die wissenschaftliche Auswertung der Daten erfolgt unter Leitung des DLR-Instituts für Planetenforschung.

Das Experiment MPO-MAG ist ein hochauflösendes digitales Magnetometer. Wie bereits die Sonde Mariner 10 entdeckt hat, umgibt den Merkur ein Magnetfeld mit einer Stärke, die einem Prozent der Stärke des Erdmagnetfelds entspricht. Bei MPO-MAG werden auf einem Ausleger des MPO zwei Sensoren eingesetzt, die der Erforschung des Eigenmagnetfelds des Merkurs dienen. Ziel ist auch die Erforschung der inneren Struktur des Merkurs. Wissenschaftlich verantwortlich ist Prof. Karl-Heinz Glaßmeier vom Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik (IGEP) der Technischen Universität Braunschweig.

Weltraumtechnik Made in Austria

Auch aus Österreich kommen wesentliche Technologie-Beiträge. Im Rahmen der Merkur-Mission sind Aufträge in der Höhe von insgesamt 36 Millionen Euro nach Österreich geflossen, so viel wie für noch keine solche Missionen zuvor. Für Ruag Space Austria, Österreichs größtes Weltraumunternehmen, war BepiColombo der bisher größte Auftrag für eine Wissenschaftsmission der Europäischen Weltraumorganisation.

So wurden unter anderem die hier besonders anspruchsvolle Thermalisolation, mit der die Sonde den extremen Temperaturen von bis zu plus 450 °C und minus 180°C widerstehen kann, von Ruag Space im niederösterreichischen Berndorf gefertigt. Auch das neue Ausrichtungssystem für die elektrischen Triebwerke, dessen Technologie danach kommerziell in großer Stückzahl verkauft werden soll, sowie Komponenten zur Steuerung der Solarpaneele und verschiedene mechanische und elektronische Bauteile wurden von Ruag Space in Österreich gefertigt. ATOS Österreich hat elektronische Boden-Testeinrichtungen geliefert, für die sie in Europa führend ist. Diese Bauteile werden bei jeder Mission verbessert und in Zukunft auch für kommerzielle Missionen interessant sein.

Für die Magnetfeld-Messungen aus dem japanischen Modul wird ein Magnetometer benutzt, das federführend am Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz entwickelt wurde. Das Institut lieferte ebenfalls Elektronik und Software für das europäische Magnetometer sowie federführend die Ionenkamera PICAM. Mit diesem Massenspektrometer wird untersucht, wie Teilchen aus der Merkuroberfläche herausgeschlagen und in die Umgebung des Planeten befördert werden.

BepiColombo auf langer Reise

Rund sieben Jahre wird nun die Reise von BepiColombo – benannt nach dem italienischen Mathematiker Giuseppe Colombo – zum Merkur dauern. Dabei vollführt die Sonde mehrere so genannte Swing-By-Manöver an Erde und Venus und sogar sechs am Merkur selbst, bevor sie am Zielplaneten in eine Umlaufbahn gelenkt wird. Bei Swing-By-Manövern nutzt das Raumfahrzeug die Anziehungskraft der Himmelskörper, um Geschwindigkeit für den weiteren Weg durchs All aufzunehmen, oder aber auch, um abzubremsen.

Damit eine Umlaufbahn erreicht wird, muss die Sonde ihre Geschwindigkeit nicht nur am Merkur stark reduzieren, sondern auch der enormen Anziehungskraft der Sonne entgegenwirken. MERTIS wird bereits bei den Swing-Bys an der Erde und der Venus Messungen durchführen. Am Merkur angekommen wird BepiColombo rund ein Jahr lang Daten sammeln.

BepiColombo wird die Mission MESSENGER ideal ergänzen, indem auch die südliche Hemisphäre genau erfasst werden kann. Zugleich werden auch völlig neuartige Untersuchungen durchgeführt. So gab es auf MESSENGER kein Instrument, das den Planeten im mittleren Infrarotbereich beobachtet hat. MERTIS wird hier einen völlig neuartigen Datensatz liefern.

ESA und JAXA kooperieren

Enge europäisch-japanische Zusammenarbeit: Die Gesamtleitung der Mission liegt bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die auch für Entwicklung und Bau des Mercury Planetary Orbiter zuständig war. Der Mercury Magnetospheric Orbiter wurde von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA beigesteuert. Koordiniert und überwiegend finanziert wird der deutsche Beitrag zu BepiColombo vom DLR-Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Wesentlich finanziert wurden die beiden Instrumente BELA und MERTIS, die zu großen Anteilen an den DLR-Instituten für Planetenforschung und Optische Sensorsystemen in Berlin-Adlershof entwickelt wurden, aus Mitteln des DLR für Forschung und Technologie. Finanziell gefördert wird die Mission außerdem vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen, der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster und der Technischen Universität Braunschweig. Der industrielle Teil der Sonde wurde von einem europäischen Industrie-Konsortium unter der Federführung der Firma Airbus Defence and Space realisiert.

BepiColombo auf den Bildern

Künstlerische Darstellung von BepiColombo vor dem Merkur: Nach einer siebenjährigen Reise wird die Mission den Merkur erreichen. Die Solarpaneele des Mercury Transfer Module verfügen über eine Spannweite von rund 30 Metern. In der Mitte der Formation, mit dem kleineren Solarpanel, ist der Mercury Planetary Orbiter zu erkennen. Darüber befindet sich der Mercury Magnetospheric Orbiter, der Beitrag der japanischen Weltraumagentur JAXA zur Mission BepiColombo.

BepiColombo am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch Guyana): BepiColombo besteht aus dem Mercury Magnetospheric Orbiter (oben), dem Mercury Planetary Orbiter (Mitte) und dem Mercury Transfer Module (unten).

Falschfarben-Darstellung des Merkur: Die MESSENGER-Sonde der NASA hat zahlreiche Daten vom Merkur gesammelt, überwiegend von der Nordhalbkugel des Planeten. Hier wurde die Oberfläche des Merkur in Falschfarben dargestellt, um deren mineralogischen Bestandteile besser erkennbar zu machen. Die Gesteine der Merkuroberfläche haben unterschiedliche Reflexionseigenschaften, die erst durch die Kombination von Aufnahmen mit verschiedenen Farbfiltern sichtbar werden. Prominent sichtbar ist das von vulkanischen Gesteinen angefüllte Caloris-Becken mit einem Durchmesser von 1.500 Kilometern. Damit ist es eines der größten Einschlagsbecken auf den Planeten und Monden im Sonnensystem.

Das Spektrometer MERTIS für die ESA-Mission BepiColombo: MERTIS ist ein abbildendes Spektrometer kombiniert mit einem Radiometer. Das Instrument zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise von 18 mal 18 mal 13 Zentimetern, einer Masse von nur 3,3 Kilogramm und seinen geringen Leistungsverbrauch aus. Die in MERTIS eingebauten Sensoren sind einzigartig: Der bildgebende Kanal nutzt ein sogenanntes ungekühltes Mikrobolometer

Das Laseraltimeter BELA auf der ESA-Mission BepiColombo: BELA ist das erste in Europa gebaute Laser-Altimeter für eine Planetenmission. Es liefert Informationen über die globale Form, Rotation und Topographie des Merkur. In der Merkurumlaufbahn sendet ein Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser über den Transmitter (links in der Konstruktionsgrafik) ab einer Höhe von weniger als tausend Kilometern zehn Laserpulse pro Sekunde Richtung Merkur und empfängt nach wenigen Millisekunden im Brennpunkt des Teleskops von BELA das von der Oberfläche reflektierte Signal (rechts im Bild). Das Teleskop hat einen Durchmesser von 20 Zentimetern). Aus Bestimmung des Rotationszustandes und der Gezeiten können außerdem Rückschlüsse auf die innere Struktur und Entwicklung Merkurs gezogen werden.

Austrian Airlines will mehr Frauen als Piloten

Aktuell plant Austrian Airlines, 100 weitere fertig ausgebildete Piloten aufzunehmen. Das Job- und Ausbildungsangebot richtet sich besonders an Frauen.

Mehr Flugzeuge, mehr Flüge, mehr Personal. Austrian Airlines expandiert kontinuierlich. Allein im ersten Halbjahr 2018 stellte Österreichs Homecarrier über 400 neue Mitarbeiter ein, hauptsächlich Piloten und Flugbegleiter. Zudem wird es ab kommendem Jahr wieder Ausbildungskurse für Nachwuchspiloten geben. „Wir freuen uns, dass wir erfahrenen Piloten und jenen, die es noch werden wollen, so viele Einstiegsmöglichkeiten bieten können“, sagt Helmut Haubenwaller, Head of Crew Training bei Austrian Airlines.

Frauen in den Cockpits

2019 wird es vier sogenannte Ab Initio Kurse mit je 24 Ausbildungsplätzen für Interessierte ohne fliegerische Vorerfahrung geben. Die Anforderungen an die Kandidaten umfassen die EU-Staatsbürgerschaft sowie Matura, Berufsreifeprüfung bzw. Abitur oder fachgebundene Hochschulreife des Herkunftslandes. Kandidaten sollten mindestens 165 cm groß und im Besitz eines uneingeschränkten Reisepasses sein. Außerdem sollten sie über sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift verfügen. Brillen- und Kontaktlinsenträger dürfen maximal +/-3,0 Dioptrien haben.

In den letzten drei Jahren stieg die Zahl weiblicher Piloten bei Austrian Airlines von drei Prozent Ende 2015 auf aktuell rund fünf Prozent. Das ist eine positive Entwicklung, doch es zeigt auch, dass Frauen in diesem Berufsfeld noch immer stark unterrepräsentiert sind. Daher ist es das erklärte Ziel von Austrian Airlines, mehr Frauen in die Cockpits zu bringen. Die Fluggesellschaft hat ein Portal für Interessierte am Beruf Pilot eingerichtet.

Bombardier spendet CS100 Flugzeug an Hochschule

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Bombardier hat ein Flugzeug der neuen Familie C-Series an die Hochschule École nationale d’aérotechnique (ÉNA) gestiftet. Die CS100 landete gestern am Flughafen St-Hubert, wo sie von hunderten Studenten begrüßt wurde.

Dabei waren Professoren und Angestellte sowie Vertreter von Bombardier und Airbus. Die CS100 war im Mai 2018 gespendet worden und soll der Hochschule eine Plattform bieten, um neue Trainingsmöglichkeiten der Avionik, Wartung und Luftfahrttechnik zu schaffen. Die Absolventen erwerben hochqualifizierte und von der Behörde Transport Canada anerkannte Abschlüsse in englischen und französischen Kursen.

Die Studenten in Québec erhalten mit der CS100 Zugang zur modernsten Technik in der Zivilen Luftfahrt. Die Bombardier CS100 ist das 38. Luftfahrzeug in der Flotte der ÉNA, darunter auch elf Hubschrauber. Darunter befinden sich schon etwa ein Learjet und zwei Challenger Businessjets von Bombardier. Als drittes Testflugzeug (Flight Test Vehicle, FTV3) aus dem Programm CS von Bombardier hat das Flugzeug schon fast 1.400 Flugstunden angesammelt. Dabei waren hauptsächlich Avionische und elektrische Tests durchgeführt sowie Geräuschpegel erfasst worden.

DLR testet Passagiere im Flugzeug ohne Fenster

Wie reagieren Fluggäste, wenn die Kabine zukünftig anstelle von Fenstern Monitore hat? Wie kann der Passagierkomfort weiter verbessert werden? Diese und andere Fragen untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zukünftig mit einer neuen Passagierkabine für den Flugsimulator AVES (Air Vehicle Simulator).

Das Weglassen der Fenster spart Gewicht, der Spritverbrauch wird somit geringer, das kommt der Umwelt zugute. Auf den Blick aus dem Flugzeug in den Wolkenhimmel müssen die Passagiere trotzdem nicht verzichten. Statt Fenstern sind an den Wänden der Kabine Monitore verbaut. Auf diese kann ein realistisches Bild der Außensicht projiziert werden.

Am 17. Oktober 2018 wurde sie mit Gästen aus Politik, Forschung und Wirtschaft eingeweiht. „Wie unsere Cockpits kann auch die Kabine modular in die Simulatoren eingebaut werden“, sagt Dr.-Ing. Holger Duda vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik. „So können wir unter realen Bedingungen testen, wie Passagiere auf die virtuelle Außensicht reagieren, Akzeptanzstudien durchführen und neue Kabinenkonzepte untersuchen.“

Authentisches Fluggefühl – ohne Fenster?

Die Kabine kann bis zu 16 Passagiere aufnehmen und alle Flugbewegungen, wie Start, Landung und Turbulenzen authentisch nachbilden. „Bei der Konzeption haben wir auf eine möglichst realistische Kabinenatmosphäre geachtet. Wir wollen, dass die Passagiere sich wie bei einem richtigen Linienflug fühlen. Sie sollen möglichst vergessen, dass sie sich in einem, Simulator befinden, denn nur dann können wir wissenschaftlich relevante Studien durchführen“, erklärt Duda. Das DLR hat zirka eine Millionen Euro in die neue Kabine investiert. Sie hat ein Gewicht von etwa 3,2 Tonnen und kann auf dem dynamischen Simulator im AVES betrieben werden. Das elektropneumatische Bewegungssystem schafft präzise und realitätsnahe Simulationsmöglichkeiten.

Eine der ersten Studien mit der Passagierkabine, die im November 2018 startet, wird sich mit dem Thema Akzeptanz einer fensterlosen Kabine beschäftigen. Zukünftig sind aber auch Forschungen zur individualisierten Kabine, zum Passagierkomfort oder zur Minderung der Flugangst möglich.

Auf den Fotos

In der neuen DLR-Passagierkabine haben 16 Passagiere Platz: Es gibt zwar keine Fenster, aber der Blick ins Freie wird auf Monitoren dargestellt. Die realistische Kabinenatmosphäre und die durch den dynamischen Simulator erzeugten Bewegungen vermitteln den Passagieren so ein realistischeres Fluggefühl.

Virtuelle Fenster: Statt Fenstern sind an den Wänden der DLR-Passagierkabine Monitore verbaut. Auf diese kann ein realistisches Bild der Außensicht projiziert werden. Ohne Fenster wird der Flugzeugrumpf stabiler und leichter, das reduziert den Treibstoffverbrauch. Die fensterlose Kabine eröffnet außerdem neue Möglichkeiten der Innengestaltung.

Studien zu Passagierkomfort und Akzeptanz: Wie reagieren Fluggäste, wenn die Kabine anstelle von Fenstern Monitore hat? Und wie kann der Passagierkomfort weiter verbessert werden? Zu Forschungsthemen wie diesen können mit der DLR-Passagierkabine verschiedene Studien durchgeführt werden. Im Anschluss an den Versuch können die Probanden an Bord den Flug auf einem Tablet bewerten und einen wissenschaftlichen Fragebogen ausfüllen.

Operator-Stand: Vom Operatorstand, der während der Versuche durch einen Vorhang von der Kabine optisch getrennt wird, begleitet ein Wissenschaftler die Durchführung der Studien. Neben Akzeptanzstudien zur fensterlosen Kabine sind zukünftig auch Forschungen zur individualisierten Kabine, zum Passagierkomfort oder zur Minderung der Flugangst möglich.

Simulatorzentrum AVES (Air Vehicle Simulator): Das neue Kabinen-Modul kann auf dem dynamischen Simulator des AVES (Air Vehicle Simulator) betrieben werden und durch das elektropneumatische Bewegungssystem den Passagieren ein realistisches Fluggefühl vermitteln.

Allresto macht gerettete Lebensmittel günstig

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Besucher, Reisende und Mitarbeiter des Airports können jetzt über eine App überproduzierte Mahlzeiten und Nahrungsmittel ganz einfach bestellen und zwischen 20:00 und 21:30 Uhr zu einem reduzierten Preis abholen.

Nichts verschwenden, Geld sparen und dabei noch im Sinne der Nachhaltigkeit handeln: In einem Pilot-Projekt testet Allresto, die für die Mehrzahl der Restaurants und Bars am Airport zuständige Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH (FMG), die neue App „Too Good To Go“. Erstes Restaurant am Münchner Airport, das sich an der Kooperation beteiligt, ist das „Surf & Turf“ (Foto) im München Airport Center (MAC).

Hinter der App steckt ein dänisches Start-Up-Unternehmen, das bereits in neun Ländern aktiv ist. Über 10.000 gastronomische Betriebe und über fünf Millionen Nutzer beteiligen sich schon an der Idee, übrig gebliebene Lebensmittel über eine digitale Plattform zu reduzierten Preisen zu verkaufen. Welcher Betrieb in der Nähe zu welchem Preis Lebensmittel abgibt, können Nutzer über ihr Smartphone herausfinden. Bestellt und bezahlt wird ebenfalls über die App, anschließend kann die Portion im angegebenen Zeitfenster im Laden abgeholt werden.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und der Klimaschutz sind zentrale Ziele der Unternehmensstrategie der FMG. In diesem Zusammenhang hat der Münchner Airport verschiedenste Maßnahmen initiiert, unter anderem soll der Flughafen bis zum Jahr 2030 CO2-neutral betrieben werden. Auch „Too Good To Go“ ist ein Baustein im Nachhaltigkeitskonzept der FMG und könnte als unkompliziertes Konzept auch auf weitere Restaurants und Cafés am Airport ausgeweitet werden.

Leipzig/Halle erweitert für Fracht- und Kleinflugzeuge

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Das Frachtaufkommen am Flughafen Leipzig/Halle, Deutschlands zweitgrößtem Luftfrachtdrehkreuz, hat sich seit 2007 mehr als verzehnfacht und verzeichnet weiterhin ein überproportionales Wachstum.

Dementsprechend will der Airport schrittweise die zur Verfügung stehenden Flächen entwickeln, um den unterschiedlichen Anforderungen Rechnung zu tragen. So sind unter anderem die Errichtung eines Leercontainerterminals, speziell gesicherter Parkflächen für LKWs sowie der Bau eines Wartungshangars für Kleinflugzeuge geplant. Darüber hinaus entwickelt der Flughafen die Infrastrukturen im Bereich der Luftfrachtabfertigung weiter und wird damit dem kontinuierlich wachsenden Aufkommen gerecht.

Getragen wird das Wachstum des Frachtaufkommens am Flughafen Leipzig/Halle insbesondere durch den weltweit zunehmenden E-Commerce-Handel und die hierdurch jährlich steigenden Volumina des DHL Drehkreuzes Leipzig. Um dieser für die mitteldeutsche Region positiven Entwicklung Rechnung zu tragen und die Weiterentwicklung langfristig zu sichern, bereitet die Flughafen Leipzig/Halle GmbH als Grundstückseigentümerin zudem Planungen zur Erweiterung der Infrastruktur im Frachtbereich vor.

Infrastruktur fürs DHL-Drehkreuz

Gegenstand der Planung sind die Erweiterung des Vorfelds 4, die Errichtung von zusätzlichen Rollwegen sowie die Erweiterung von Hochbauten. In Vorbereitung des dazu notwendigen Planänderungsverfahrens beabsichtigt die Flughafen Leipzig/Halle GmbH, Anfang 2019 Unterlagen bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen.

Das Vorfeld 4 befindet sich im südwestlichen Bereich des Flughafens und wird von DHL Express für den Betrieb ihres weltweit größten Luftfrachtdrehkreuzes genutzt. Die Erweiterung wird auf Grund der stetig steigenden Sendungsmengen am DHL Drehkreuz Leipzig notwendig. So stieg das Aufkommen seit 2010 um rund 150.000 Sendungen pro Nacht auf derzeit 350.000.

Diese nachhaltige Entwicklung erfordert einen Ausbau der Abstellkapazitäten für Flugzeuge. Hinzu kommt, dass in Zukunft größere Fracht-Flugzeuge Fracht im DHL-Netzwerk transportieren werden. Hierzu zählen unter anderem die neu in die Flotte zu integrierenden Airbus A330-Frachter.

Kleinflugzeuge bekommen Hangar

Der Ausbau der Abstellkapazitäten für Flugzeuge im Bereich des Drehkreuzes ist auch erforderlich, da die Standplatz-Kapazitäten auf den drei weiteren Vorfeldern des Airports auf Grund der allgemeinen Verkehrsentwicklung in Spitzenzeiten ausgelastet sind. Für diese soll zudem ein Wartungshangar gebaut werden. Die Vorfeld-Erweiterung erachtet der Flughafen als essentiell für den langfristigen Weiterbetrieb des Drehkreuzes am Standort Leipzig/Halle.

Gegenstand der Planungen sind der Ausbau der Standplatzkapazitäten für Flugzeuge sowie zwei Rollweg-Anbindungen des Vorfeldbereiches an die Start- und Landebahn Süd. Darüber hinaus ist der Bau zweier bereits planfestgestellter Rollwege im nordöstlichen beziehungsweise im südwestlichen Bereich der Start- und Landebahn Süd vorgesehen. Insgesamt umfassen die geplanten Flächen für Rollwege und Vorfelderweiterung rund 67 Hektar. Die zusätzlichen Rollwege am nordöstlichen Ende der Start- und Landebahn Süd dienen der verbesserten Anbindung der Start- und Landebahn Nord.

Vorfeld ausbauen

Das Vorfeld 4 wurde 2007 in Betrieb genommen. Im Jahr 2010 wurde es erstmals erweitert und bietet Platz für bis zu 60 Flugzeuge. Das geplante Ausbauvorhaben ermöglicht, abhängig vom Flugzeugtyp, bis zu 36 weitere Parkpositionen. Die Flächen für die Erweiterung des Vorfeldes befinden sich weitgehend innerhalb des Airport-Geländes.

Die geplanten Investitionen für den Bau der Rollwege sowie die Vorfelderweiterung belaufen sich auf rund 210 Millionen Euro und werden durch die Flughafen Leipzig/Halle GmbH getätigt. Die Investitionen refinanzieren sich durch die Verkehrserlöse und die Einnahmen aus der langfristigen Vermietung der Vorfeldareale.

Gutachten zu Auswirkungen

Zur Beurteilung der Auswirkungen, die mit dem Ausbauvorhaben eintreten können, werden von der Flughafen Leipzig/Halle GmbH umfangreiche Gutachten eingeholt. Hierzu zählen unter anderem eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung, ein Gutachten zur Entwicklung des Verkehrsaufkommens, schalltechnische Gutachten zur Boden-, Fluglärm- und Gesamtlärmsituation sowie Gutachten zu Luftschadstoffimmissionen. Darüber hinaus werden artenschutz- und naturschutzfachliche Bestandsaufnahmen sowie ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt.

Johannes Jähn, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG und Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH betont: „Das nachhaltige Engagement von DHL am Standort Leipzig/Halle war ausschlaggebend dafür, dass der Flughafen zu einem Luftfracht- und Logistikstandort von europäischem Rang und Entwicklungsmotor für die Region Mitteldeutschland geworden ist.“ Jähn ergänzt: „Dass wir vorhandene Flächenreserven jetzt gezielt erschließen können, ist ein maßgeblicher Standortvorteil unseres Airports und Grundlage für ein nachfragegerechtes Wachstum. Wie bei den bisherigen Ausbauvorhaben haben wir bei der Planung nicht nur die Weiterentwicklung des Flughafens als Luftverkehrs- und Logistikstandort im Blick, sondern auch den weitreichenden Schutz von Mensch und Natur.“

LHT baut ACJ319 VIP-Kabine für Kunden in Asien

Die Lufthansa Technik AG hat eine umfassende Kabinenumrüstung mit einem ungenannten neuen asiatischen VIP-Kunden vereinbart. Die Liegezeit für einen Airbus ACJ319 findet im VIP-Center der Lufthansa Technik in Hamburg statt und wird im Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Das Interieur und die Systeme des Flugzeugs werden erneuert, um den Passagierkomfort zu verbessern und den Anforderungen des Besitzers gerecht zu werden, so dass das Flugzeug im Anschluss so gut wie neu sein wird. Speziell wird das Flugzeug umfassende Modifikationen und Aufwertungen erhalten, das ein hochmodernes Unterhaltungssystem, eine verbesserte Schalldämmung und eine KA-Band-Konnektivitätslösung umfasst.

LHT positionert sich im wachsenden VIP-Markt Asien

„Wir sind sehr stolz darauf, diesen neuen VIP-Kunden aus Asien für eine umfassende Modifikation hier in unserem Werk in Hamburg begrüßen zu dürfen“, sagte Jan Grube, Leiter des Asien-Vertriebs VIP & Special Mission Aircraft bei Lufthansa Technik. „Der asiatische VIP-Flugzeugmarkt hat in den letzten Jahren für unser Geschäft immer mehr an Bedeutung gewonnen. Mehr als 30 Fertigstellungen und große Umbauten im asiatischen Raum zeigen deutlich, dass unsere Kompetenz und unser breites Leistungsportfolio von unseren Kunden in diesem Teil der Welt gut angenommen werden“.

Das Portfolio der VIP & Special Mission Aircraft Division der Lufthansa Technik reicht von hochindividuellen Kabinenausstattungen über modulare Einbaukonzepte, Modernisierungs- und Modifikationsprogramme bis hin zu umfassenden After-Sales-, Betriebs- und Wartungsleistungen im internationalen Netzwerk der Lufthansa Technik Gruppe. Darüber hinaus hat Lufthansa Technik ihr lokales Netzwerk in Asien ausgebaut, um näher an den Kunden zu sein.

Schweiz beschließt Reformen im Luftfahrtrecht

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Im Januar 2018 trat die erste Etappe der Teilrevision des Bundesgesetzes (LFG 1+) über die Luftfahrt in der Schweiz in Kraft. Die Anpassungen betrafen vorwiegend die Luftsicherheit (Security). Nun hat der Bundesrat über die zweite Etappe entschieden.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 17. Oktober 2018 entschieden, dass die zweite Etappe der Teilrevision des Bundesgesetzes über die Luftfahrt (LFG) zusammen mit den entsprechend angepassten Verordnungen per 01. Januar 2019 in Kraft tritt. Zu den Hauptthemen der Vorlage gehören ein neues Konzept zur Erfassung und Verwaltung von Luftfahrthindernissen und die Übertragung von Flugsicherungsdienstleistungen.

Verwaltung vereinfacht, Skyguide-Outsourcing

Damit soll auch ein neues Konzept zur Erfassung und Verwaltung von Luftfahrthindernissen zur Anwendung kommen, das administrative Erleichterungen bringt. Künftig reicht es für bestimmte Luftfahrthindernisse wie beispielsweise Antennen oder temporäre Objekte, sie zu registrieren, wenn sie eine bestimmte Höhe aufweisen. Bisher mussten sie im Einzelfall bewilligt werden.

Mit der Vorlage wird zudem die Übertragung von Flugsicherungsdienstleistungen neu geregelt. Die Flugsicherung Skyguide soll künftig die Möglichkeit erhalten, unter gewissen Voraussetzungen, Flugsicherungsdienstleistungen an andere Organisationen zu übertragen. Die Vorlage legt die Rahmenbedingungen fest, unter denen lokale Flugsicherungsdienstleistungen auf einen Flugplatzhalter übertragen werden können. Mit dieser Änderung wird eine Reduktion der Flugsicherungskosten auf Regionalflugplätzen angestrebt. Die zweite Etappe der Teilrevision des Luftfahrtgesetztes tritt am 01. Januar 2019 in Kraft.

Boeing setzt auf German Engineering für Business Class

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Boeing geht jetzt mit seinem Joint Venture für Flugzeugsitze an den Start. Gemeinsam mit Autositzhersteller Adient will der US-Flugzeugbauer ein Portfolio an Flugzeugsitzen und Nachrüstungen entwickeln.

Adient ist einer der größten Autositzehersteller weltweit mit über 85.000. Beschäftigten an 238 Standorten in 34 Ländern. Adient hat dabei das breite Entwicklungs-Know-how für Sitze und Komponenten aller Fahrzeugklassen. Da der Luftfahrtmarkt weiter im Wachstum begriffen ist, steigt auch die Nachfrage nach Ausstattungsmerkmalen und die Möglichkeit für Airlines, sich durch Services und das Flugerlebnis voneinander abzuheben. Dabei spielt die Kabine eine entscheidende Rolle. Das mit Boeing geründete Joint Venture Adient Aerospace soll hier neue Flugzeugsitze entwickeln, aber auch Lösungen für Kabinenerneuerungen (Retrofit) anbieten.

Entwicklungsabteilung in Kaiserslautern

Adient Aerospace nimmt nun seine Arbeit auf. Neben einem Kundenservice-Center in Seattle, Washington, wird gerade in Kaiserslautern eine Produktentwicklungsabteilung aufgebaut. Adient Aerospace soll hier zu Beginn als flache Betten ausfahrbare Sitze für die Business Class in Großraumflugzeugen entwickeln. Personell haben sich Boeing und Adient schon im Management verzahnt. Adient Aerospace CEO Wittman war vor Kurzem noch Director of Business Operations für das Programm 787 Dreamliner bei Boeing.

Regionale Flugplätze vernetzen sich am Kassel Airport

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Vom 16. bis zum 17. Oktober 2018 ist Kassel Airport erstmalig Gastgeber der Mitgliedertagung der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF). Die Tagungen werden abwechselnd an verschiedenen Flughäfen und Flugplätzen durchgeführt und finden noch bis heute in den Räumlichkeiten der Air Lloyd Aerotechnics GmbH (ehemals Helitec) statt.

Die IDRF vertritt die gemeinsamen Interessen ihrer ca. 100 Mitglieder und setzt sich für die optimale Nutzung der vorhandenen Anlagen und Kapazitäten sowie den bedarfsgerechten Erhalt und Ausbau einer flächendeckenden Luftverkehrsinfrastruktur in Deutschland ein.

Dr. Klaus-Jürgen Schwahn, stellvertretender Vorsitzender der IDRF und Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft Schönhagen mbH, sagte: „Kassel Airport ist zugleich eine neue Luftverkehrsinfrastruktur und mit seinen Vorgängerflugplätzen ein traditionsreicher Luftfahrtstandort. Dass wir hier unsere Herbsttagung in einer neuen und besonders schönen Halle eines Unternehmens der Allgemeinen Luftfahrt durchführen, zeigt sehr gut eine wichtige Rolle, die Regionalflughäfen für die Luftfahrt spielen – nämlich nicht nur als Start- und Zielflughafen für Passagiere, sondern als Industrie- und Gewerbestandorte, an denen bundesweit weit über 60.000 Menschen beschäftigt sind.“

Funktion kleiner Flughäfen für Unernehmen

Thomas Mayer, Geschäftsführer der IDRF, wies auf die Bedeutung hin, die kleinere Flughäfen und Flugplätze für die regionale Mobilität haben. Sie ermögliche insbesondere der Wirtschaft schnelle Flugverbindungen über das Linien-Angebot an den wenigen Großflughäfen hinaus. „Ich fliege selbst gelegentlich als Pilot ein Geschäftsreiseflugzeug und habe schon oft Mitarbeiter mit dem Jet von und nach Kassel geflogen. Auch aus eigener Erfahrung kann ich deshalb berichten, wie wichtig ein Flughafen in unmittelbarer Nähe für Unternehmen sein kann.“

Unter dem Arbeitstitel „Mobilitätsstudie“ erarbeiten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die IUBH Internationale Hochschule (Bad Honnef) und das House of Logistics & Mobility (HOLM) in Frankfurt eine wissenschaftliche Untersuchung zu den zukünftigen Anforderungen an die dezentrale Flugplatzinfrastruktur in Deutschland zur Sicherstellung des wachsenden Mobilitätsbedürfnisses. Die Ergebnisse wurden auf der Herbsttagung in Kassel vorgestellt und demnächst auch der Fachwelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Es zeichnet sich ab, dass regionale Flughäfen und Flugplätze auch zukünftig eine wichtige Rolle für die schnelle Erreichbarkeit der Regionen und Unternehmen – nicht zuletzt der über 1.100 Weltmarktführer außerhalb der Ballungszentren in Deutschland – haben werden.

Der Geschäftsführer der Flughafen GmbH Kassel Lars Ernst freute sich, die IDRF in Calden begrüßen zu können: „Schön, dass die IDRF bei uns zu Gast ist – fünf Jahre nach der Eröffnung war es an der Zeit, uns auch den Kolleginnen und Kollegen der anderen Airports zu präsentieren. Gerade für kleine Flughäfen und Flugplätze ist es wichtig zu kooperieren und sich zu vernetzen, und dafür bietet die IDRF die optimale Plattform. Mein herzlicher Dank gilt der Air Lloyd Aerotechnics GmbH, dass wir eine der beiden futuristischen und wunderschönen Hallen für die Tagung nutzen durften.“

Lufthansa Technik versorgt Dreamliner von WestJet

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WestJet hat zehn Boeing 787-9 Dreamliner fest bestellt, die ab Anfang 2019 ausgeliefert werden, und hält Optionen für weitere zehn Flugzeuge dieses Typs. Der Vertrag mit der Lufthansa Technik AG (LHT) beinhaltet die integrierte Komponentenversorgung, die Produktionsüberwachung und die Flugzeugwartung.

Die kanadische Fluggesellschaft WestJet hat damit mit der LHT einen umfassenden Vertrag für die technische Versorgung ihrer zukünftigen Boeing 787-Flotte abgeschlossen. Darüber hinaus ist WestJet der erste amerikanische Kunde für die digitale Plattform AVIATAR der Lufthansa Technik.

„Die Erweiterung der WestJet-Flotte durch die Boeing 787 spielt eine wichtige Rolle beim Ausbau unserer globalen Präsenz“, sagte John Kelly, WestJet Vice President, Technical Operations. „Mit Lufthansa Technik haben wir den idealen Partner gefunden, der dieses Wachstum unterstützt. Die Kombination aus ihrer technischen Versorgung und der digitalen Plattform wird eine hohe Verfügbarkeit der Flugzeuge vom ersten Tag des Betriebs an und darüber hinaus gewährleisten.“

Flugzeuge flott halten

Lufthansa Technik wird die globale und schnelle Komponentenversorgung der 787-Flotte von WestJet im Rahmen eines Total Component Support (TCS®) sicherstellen. Der Vertrag umfasst die weltweite Verfügbarkeit von 787-Komponenten. Neben dem Ersatzteilpooling stellt Lufthansa Technik auch die Bevorratung an den Standorten der Airline in Calgary und Toronto sicher.

Darüber hinaus wird Lufthansa Technik die Dreamliner von WestJet im Flugbetrieb an bis zu zehn Wartungsstationen betreuen und die Airline mit Ingenieursleistungen wie der Wartungsplanung und der Fehlersuche unterstützen. Hinzu kommen regelmäßige Triebwerkswäschen mit dem Cyclean®-System der Lufthansa Technik. Experten der Lufthansa Technik werden für die Fluggesellschaft außerdem die Produktionsqualität ihrer neuen 787 vor Ort beim Hersteller im Rahmen eines Aircraft Production Inspection Program (APIP) überwachen.

BBJ MAX zur NBAA-BACE bereit für neues Innendesign

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Boeing eröffnet die National Business Aviation Conference and Exhibition (NBAA-BACE) mit der Auslieferung des ersten Business Jet aus der 737 MAX-Familie an den Kunden. Das Flugzeug ist bereits für den Flug zur Innenausstattung terminiert.

Der US-Flugzeugbauer nennt 20 Bestellungen für die MAX als BBJ (Boeing Business Jet). Erst kürzlich hat Seacons Trading Ltd. die Order für eine BBJ MAX 7 auf der 2018 Farnborough International Airshow verkündet.

Innenraum neu erleben

Boeing Business Jets präsentierte bei der Gelegenheit ein neues Konzept für die Innengestaltung der renommierten Firma SkyStyle. Das Konzept, Genesis genannt, ist die erste Kreation von SkyStyle in einem BBJ MAX. Die auf Airlinern basierenden Geschäftsflugzeuge von Boeing bieten bedeutend mehr Möglichkeiten, die Kabine für VIP oder VVIP auszugestalten, als es die kleineren Business Jets tun, und das auf Flügen von bis zu 12.964 km.

Piste am Köln Bonn Airport kurzfristig gesperrt

Aufgrund von kurzfristigen Nachbesserungsarbeiten an der Asphaltdecke ist die große Start- und Landebahn (14L/32R) am morgigen Mittwoch, 17.10.2018, ab 07:30 Uhr bis in den Nachmittag gesperrt.

Der Verkehr wird in dieser Zeit über die Querwindbahn und die kleine Parallelbahn abgewickelt. Die genaue Dauer der Arbeiten steht noch nicht fest, planmäßig sollen ab Nachmittag wieder alle drei Bahnen in Betrieb sein.

H145 erweitern Flotte der DRF Luftrettung

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Die DRF Luftrettung wird zu einem der größten H145-Betreiber weltweit. Die Flotte an H145 des deutschen HEMS-Betreibers (HEMS – Helicopter Emergency Medical Services) wird dadurch auf 17 Maschinen steigen.

Airbus Helicopters und die DRF Luftrettung haben einen Vertrag zur Lieferung von drei H145 im Jahr 2019 unterzeichnet. „Die Leistung der H145, insbesondere der Mehrwert, den Helionix für unsere Einsätze bringt, hilft uns dabei, unsere Mission jeden Tag aufs Neue zu erfüllen – das Leben schwerverletzter oder kranker Patienten zu retten“, sagte Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung. 2014 war die DRF schon der Erstkunde für die H145.

High-Tech Aircraft hilft retten

Die DRF Luftrettung ist eine der größten HEMS-Betreiber in Deutschland. Die Organisation betreibt über 50 Airbus-Hubschrauber an 31 Standorten in ganz Deutschland und Österreich für Notfallrettungs- und Intensivtransporte einschließlich Rettungswindeneinsätze. Seit über 20 Jahren führt die DRF Luftrettung Nachtflüge durch und betreibt neun 24-h-Stationen (2019: zehn). Somit nimmt sie europaweit eine Vorreiterrolle im Bereich HEMS-Nachtflüge ein.

Zudem transportieren Ambulanzflugzeuge der DRF Luftrettung Personen, die während eines Auslandsaufenthalts verunglückt oder ernsthaft erkrankt sind, schnell und sicher in ein Krankenhaus des jeweiligen Heimatlandes des Patienten zurück. Die DRF Luftrettung war 2014 Erstkunde der H145 und betreibt bis jetzt 14 H145. Seit der Inbetriebnahme 2015 wurden insgesamt über 200 Maschinen des Typs H145 ausgeliefert, die zusammen mehr als 110.000 Flugstunden absolvierten. Die H145 gilt zudem als der leiseste Hubschrauber seiner Klasse.

Delta Air Lines nutzt jetzt Airbus-Cloud Skywise

Delta Air Lines hat mit Airbus einen langjährigen Vertrag über die Nutzung der Datenplattform geschlossen, mit der sie ihre Airbus-Flotte unterstützen will.

Delta Air Lines, eine der zwei großen amerikanischen Fluggesellschaften, nutzt Skywise demnach für ihre A320 und A330-Modelle. Die Cloudtechnologie soll durch die breite Sammlung von Daten über die Flugzeuge, ihre Teile und Wartungsbedürfnisse kluge Voraussagen über zu wartende Teile möglich machen und somit eine höhere Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit der Maschinen ermöglichen. Dies kann die Betriebskosten der Flugzeuge auf Dauer senken.

Delta Air Lines betreibt an die 400 Flugzeuge von Airbus, die von Skywise profitieren sollen und hat bereits bei der Entwicklung und dem Design des Cloudservice` durch Empfehlungen und Tests mitgewirkt. Airbus bietet Skywise aber nicht nur für Flugzeuge, sondern auch für die Hubschrauber der Sparte Airbus Helicopters an.