Start Blog Seite 122

airberlin: Keine Prozesskostenhilfe zu Emissionsrechten

0

Nachdem airberlin die Flugtätigkeit Ende Oktober 2017 wegen der Insolvenz eingestellt hatte, entzog die Behörde mit Bescheid vom 28. Februar 2018 die Luftverkehrsberechtigungen für die Jahre 2018 – 2020 rückwirkend ab Januar 2018.

airberlin war als Luftverkehrsbetreiber für den Ausstoß von CO2 emissionshandelspflichtig. Die Deutsche Emissionshandelsstelle teilte der Fluggesellschaft für die Handelsperiode 2013 – 2020 kostenlose Luftverkehrsberechtigungen zu. Gegen den Entzugsbescheid beabsichtigt der Insolvenzverwalter Klage zu erheben.

Er macht im Wesentlichen geltend, es gebe keine Rechtsgrundlage für die nachträgliche Änderung der Zuteilungsentscheidung. Europarechtlich sei vielmehr vorgesehen, dass Luftverkehrsbetreiber ihre Zuteilung auch dann behalten dürften, wenn sie nicht mehr emissionshandelspflichtig seien. Außerdem habe airberlin die für das Jahr 2017 zugeteilten Berechtigungen bereits vor August 2017 verkauft und auf den Bestand der für 2018 zugeteilten Berechtigungen vertraut.

Kosten für Neumassegläubiger zumutbar

Das Verwaltungsgericht Berlin hat einen Antrag des Insolvenzverwalters der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine beabsichtigte Klage abgelehnt. Prozesskostenhilfe sei nötig, da die Finanzierung des Prozesses weder aus der vorhandenen Insolvenzmasse möglich noch den einzelnen Massegläubigern zumutbar sei.

Die 10. Kammer des Verwaltungsgerichts lehnte den Prozesskostenhilfeantrag ab. Die beabsichtigte Klage hat nach Auffassung der Kammer für die Zeit ab dem 01. März 2018 keine hinreichende Aussicht auf Erfolg, da der Widerruf aller Voraussicht nach rechtmäßig erfolgt ist. Lediglich mit Blick auf die Zuteilungen für die Monate Januar und Februar 2018 seien die Erfolgsaussichten offen; insoweit sei fraglich, ob der Widerruf für die vor Erlass des Bescheides liegenden Monate möglich sei. Für diesen Teil der Klage hielt die Kammer die Prozessfinanzierung durch einzelne Neumassegläubiger, die vom Erfolg der Klage profitieren würden, für zumutbar. Die in Streit stehenden Berechtigungen sind nach dem Börsenpreis am Tag des Antragseingangs etwa 77 Millionen Euro wert. Gegen die Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden. Beschluss der 10. Kammer vom 20. November 2018 (VG 10 K 265.18)

Wizz Air: Urlaubsziel Palanga in Litauen ab Dortmund

Wizz Air aus Ungarn, größter Carrier am Dortmund Airport, wird am 21. April 2019 eine Direktverbindung von Dortmund nach Palanga in Litauen aufnehmen. Zweimal wöchentlich werden Reisende die Möglichkeit haben, mit dem Flugzeug vom Dortmunder Flughafen zum touristisch attraktiven Seebad an der Ostsee zu reisen.

Palanga, die rund 20.000 Einwohner große Stadt, hat sich einen Namen als beliebter Kur- und Ferienort gemacht. Dort angekommen erwartet Urlauber eine große Auswahl an Hotels, Campingplätzen sowie eine lange Strandpromenade mit Seebrücke. Restaurants, Cafés und Diskotheken beleben das Urlaubsdomizil, das sonst vor allem für seine weißen Sandstrände, die Dünen und die saubere Luft bekannt ist.

Entdeckungsreisen ins Umland

Ausflüge zur Kurischen Nehrung mit ihrer einzigartigen Landschaft sind von hier aus hervorragend möglich. Vom nahegelegenen Hafen Klaipeda gibt es einen Fährpendelverkehr zwischen dem litauischen Festland und Smiltynė, dem Stadtteil, der auf der Kurischen Nehrung liegt. Neben den Fährlinien ins litauische Naturparadies gibt es ein großes Angebot an Schiffsverbindungen nach Skandinavien. Wer die Flugverbindung nach Palanga nutzen möchte, kann Flugtickets ab sofort auch direkt über den Flughafen buchen.

Landebahn CGN: Ende in Sicht

0

Am Köln Bonn Airport geht ein Mammutprojekt zu Ende: Die Generalsanierung der großen Start- und Landebahn endet mit dem letzten Bauzeitfenster am kommenden Wochenende.

Seit April dieses Jahres wurde die Asphaltdecke der 3.815 Meter langen und über 60 Meter breiten Bahn abschnittsweise abgetragen und erneuert. Insgesamt wurden dabei rund 240.000 Quadratmeter Asphaltfläche ausgetauscht – das entspricht einer Fläche von mehr als 33 Fußballfeldern. 73.000 Tonnen Asphalt wurden insgesamt verbaut.

Qualität erfordert nochmals Nachbesserung

„Mit der Generalsanierung der großen Start- und Landebahn geht eines der größten Bauprojekte in der Geschichte des Airports zu Ende. Unser Respekt gilt allen Beteiligten, die zum Beispiel auch in der Hitze des Sommers Höchstleistungen erbracht haben. Zudem bedanken wir uns auch bei allen Anwohner, denen wir durch den geänderten Flugbetrieb während der Bauzeitfenster viel abverlangt haben“, sagt Flughafenchef Johan Vanneste.

Bei den baulichen Qualitätsüberprüfungen wurde festgestellt, dass die Qualität der neu aufgetragenen obersten Asphaltdeckschicht in einem Teilbereich nicht den vom Flughafen vorgegebenen Kriterien entspricht und Nachbesserungen erforderlich sind, um die Langlebigkeit der Bahn zu gewährleisten. Diese Nachbesserungen an der Asphaltschicht werden innerhalb eines 30-stündigen Bauzeitfensters am Wochenende 11./12. Mai durchgeführt – von Samstag, 12:00 Uhr, bis Sonntag, 18:00 Uhr, ist die große Start- und Landebahn gesperrt.

Grooving kommt nächsten Herbst

Der Flugbetrieb läuft in dieser Zeit über die beiden anderen Bahnen. Im Anschluss an die Asphaltarbeiten werden vom 13. bis 16. Mai Restarbeiten tagsüber während der Woche – etwa an der Bahnbefeuerung – durchgeführt. An diesen Tagen ist die große Start- und Landebahn von 08:00 bis 18:00 Uhr gesperrt.

Im Herbst des kommenden Jahres werden noch einmal Sperrzeiten auf der großen Start- und Landebahn nötig sein, um auf der nachgebesserten Asphaltschicht das finale Grooving durchzuführen. Dabei wird die Asphaltoberfläche mit Rillen versehen, um das Abfließen von Wasser zu verbessern. Der Flughafen wird über die Termine frühzeitig informieren.

Serbien holt erste H145M aus Donauwörth

Insgesamt erhält Serbien neun H145M, die für die Luftwaffe und für das Innenministerium vorgesehen sind. Jetzt hat Aleksandar Vulin, der serbische Verteidigungsminister, hat den Standort Donauwörth von Airbus Helicopters besucht, um die erste H145M für die serbische Luftwaffe zu übernehmen.

Im Dezember werden zwei weitere H145M an das serbische Innenministerium geliefert. Vier der Hubschrauber für die Luftwaffe werden mit dem HForce-Waffenmanagementsystem ausgestattet.

Technik und Transfer – Wartung für Gazelle

„Ich bedanke mich bei der serbischen Regierung und ganz persönlich bei Herrn Vulin, dem Verteidigungsminister, für das Vertrauen in das jüngste Mitglied unserer H145-Familie und für die reibungslose Zusammenarbeit seit Beginn der Verhandlungen im Jahr 2016“, erklärte Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland und siht dabei noch viel Potenzial für die H145M in Europa und darüber hinaus. Aleksandar Vulin freute sich insbesondere über den funktionierenden Zeitplan was die Lieferungen angeht.

Der Vertrag zwischen Airbus Helicopters und Serbien sieht den Transfer von Technologie, Ersatzteilen, Tools und Unterlagen für die Wartung und Instandsetzung der Hubschrauber vor. Zudem wird Airbus Helicopters das Flugzeugwerk Moma Stanojlovic in Serbien als Zentrum für die Wartung von Gazelle-Hubschraubern zertifizieren und es in sein Wartungsnetz integrieren. Darüber hinaus wird Airbus serbische Produktionsstätten sowie Forschungs- und Entwicklungsinstitute dabei unterstützen, die für einen Lieferanten erforderlichen Qualifikationen und Zertifikate zu erhalten.

H145M von Medizin bis Waffensystem

Die H145M verfügt über mehrere optionale Ausrüstungspakete, die je nach Mission installiert oder entfernt werden können. Mit einem maximalen Startgewicht von 3,7 Tonnen kann die H145M für ein breites Spektrum von Aufgaben, darunter Truppentransport, Versorgung, Überwachung, Luftrettung, Aufklärung und medizinische Luftrettung, genutzt werden. Das serbische Luftfahrzeug wird mit einem System zum schnellen Abseilen, einer HighPerformance-Kamera, einer Brandschutzausrüstung, einem Ballistikschutz sowie einem System für elektronische Gegenmaßnahmen ausgestattet, um die äußerst anspruchsvollen operativen Anforderungen zu erfüllen.

Die H145M ist ein bewährter, leichter zweimotoriger Hubschrauber, der erstmals 2015 an die Bundeswehr geliefert und seitdem von Ungarn, Thailand und Luxemburg bestellt wurde. Der Reifegrad des Programms erlaubt es Airbus Helicopters, Aufträge kosten- und termingerecht durchzuführen. Das von Airbus Helicopters entwickelte HForceSystem ermöglicht es Serbien, seine Hubschrauber mit umfangreichen ballistischen oder Luft-Boden- und Luft-Luft-Lenkwaffen auszustatten und zu betreiben.

Modernes Aviatiksystem der H145

Die H145M wird von zwei Safran Arriel 2E-Triebwerken angetrieben, ist FADEC-gesteuert (Full Authority Digital Engine Control) und mit der digitalen Avionik-Suite Helionix ausgestattet. Sie verfügt über einen hochleistungsfähigen Vier-Achsen-Autopilot zur Erhöhung der Sicherheit und zur Senkung der Arbeitsbelastung des Piloten. Die Einsatzbereitschaft der bereits im Betrieb befindlichen Maschinen vom Typ H145M liegt bei über 95 Prozent. Durch die besonders geringe Lärmkontur ist die H145M der leiseste Hubschrauber seiner Klasse.

Flughafen Hamburg ehrt Projekte in der Nachbarschaft

0

Bei einer Gala gestern Abend in der Aula der Bugenhagenschule Alsterdorf überreichte ihnen Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, das Preisgeld über 3.000 Euro.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der DRK-Bereitschaft Norderstedt sind zum zweiten Mal Sieger beim „Hamburg Airport. Bewegt. Nachbarschaftspreis“. Nach 2017 bekamen sie auch in diesem Jahr beim Online-Voting die meisten Stimmen. Der Betrag soll dazu beitragen, teilweise veraltete Defibrillatoren gegen moderne Geräte auszutauschen.

Preisgelder für die Gute Sache

Platz zwei belegte die Kirchengemeinde Ansgar Langenhorn und erhielt 1.500 Euro. In Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Schule Klein Borstel soll am 13. und 14. April 2019 Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion als Tanzprojekt aufgeführt werden. Dritte bei der Abstimmung wurden die „Bergedorfer Engel“, eine private Initiative, die sich auf St. Pauli und in St. Georg für Bedürftige einsetzt. Sie wurden mit 1.000 Euro belohnt. Die sieben weiteren Sieger erhalten eine Förderung von je 500 Euro.

Große Freude auch bei den Gewinnern des erstmals vergebenen 2.000-Euro-Jury-Preises, zur Verfügung gestellt von AviAlliance, Gesellschafter der Flughafen Hamburg GmbH. Der Preis ging an den Verein „Freunde alter Menschen e.V.“ Der Verein engagiert sich gegen die Einsamkeit und Isolation alter, zumeist hochbetagter Menschen und stiftet dazu Besuchspatenschaften. Mit dem diesjährigen Kreativpreis – dotiert mit 1.000 Euro – für eine besonders ideenreiche Bewerbung wurde der „Hot Spot Hamburg e.V.“ mit dem Projekt „Der Vorhang“ ausgezeichnet. Insgesamt war ein Preisgeld von 12.000 Euro ausgeschrieben.

Spiegel der Nachbarschaft – Teilnehmer vedoppelt

Michael Eggenschwiler zeigte sich beeindruckt von der großen Resonanz des noch jungen Wettbewerbs. Mit 77 Bewerbern hatte sich die Zahl in diesem Jahr gegenüber dem Start vor einem Jahr noch verdoppelt. „Die Vielfalt der Projekte ist ein Spiegelbild dessen, was es in unserer Nachbarschaft an Engagement und Hilfsbereitschaft gibt. Hamburg Airport ist es wichtig, mit dem Nachbarschaftspreis einen kleinen Beitrag leisten zu können, um diesen großartigen Einsatz anzuerkennen. Das wird für uns auch in Zukunft Ehrensache sein.“

Soziale, integrative und inklusive Initiativen gehörten auch diesmal zu den Wettbewerbsteilnehmern ebenso wie Umwelt-, Bildungs- und Sportförderprojekte. „Es ist bewegend und macht zugleich Mut zu erleben, wie sehr Menschen für andere Menschen da sind“, so Michael Eggenschwiler. „Für uns als Flughafen, der inzwischen seit fast 108 Jahren besteht, ist es schön zu sehen, dass sich neben langjährigen Organisationen auch immer wieder junge Projekte engagieren.“

Gewinner des Nachrbarschaftspreises

1. DRK Norderstedt: Damit im Notfall den Patienten noch besser geholfen werden kann, möchten die Helfer des DRK Norderstedt den teilweise veralteten Bestand an Defibrillatoren auf den neues-ten Stand der Technik bringen und vereinheitlichen.

2. Kirchengemeinde Ansgar Langenhorn: In Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Schule Klein Borstel führt die Gemeinde am 13. und 14. April 2019 Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion als Tanzprojekt auf.

3. Bergedorfer Engel e.V.: Die Bergedorfer Engel reichen Betroffenen auf St. Pauli und in St. Georg die Hand und zeigen ihnen, dass sie Teil unserer Gesellschaft sind. Nicht wegschauen heißt die Devi-se.

4. SC Alstertal -Langenhorn e.V.: Die Cheerleader des Vereins benötigen für die Teilnahme an Meisterschaften Uniformen. Das Preisgeld wird verwendet, um die Kosten etwas geringer zu halten.

5. Kinder-Hospiz Sternenbrücke: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, den Tagen aber mehr Leben“ – so das Motto von „Sternenbrücke“. Bereits seit 15 Jahren begleitet das Kinder-Hospiz unheilbar erkrankte junge Menschen in der letzten Lebensphase.

6. JuS Fischbek: Die acht und neun Jahre alten Jungen der E-Jugend-Fußballmannschaft brauchen neue, stabile Jugendtore, die ihrer Altersstufe entsprechen und die richtigen Dimensionen haben.

7. Freundeskreis Hospital zu Heiligen Geist: Mit seinen über 50 aktiven ehrenamtlichen Helfern sorgt der Freundeskreis für ein bun-tes Veranstaltungsprogramm. Demnächst soll es unter dem Motto: „Kopf aus Herz an Ohren auf“ ein regelmäßig erklingendes Miteinander geben.

8. Voltigier- und Reitverein Nordersted: Voltigieren – ein anspruchsvoller Teamsport. Bereits Kinder lernen, wie sie verantwor-tungsvoll mit dem Pferd trainieren können. Im kommenden Herbst soll eine Nachwuchs-Mannschaft gebildet werden.

9. KulturLeben Hamburg e.V.: Das Projekt „KulturKlub“ ermöglicht auch den Jüngsten der Stadt den Zugang zu Kunst und Kultur – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

10. NPV Altona e.V.: „Fit und gesund durch Sport mit dem Hund“: 107 Jahre Norddeutscher Polizeihund-sportverein (NPV) Altona, seit 48 Jahren „Zaun an Zaun“ mit dem Flughafen Hamburg. Knapp 25 geprüfte Trainer stehen bei Wind und Wetter ehrenamtlich auf dem Platz, um das Teambuilding von Mensch und Hund zu fördern.

Sonderpreise

Einen Jurypreis gab es für die Freunde alter Menschen e.V.: Die Vereinsmitglieder helfen alten einsamen Menschen aus ihrer Isolation herauszufinden und wieder Lebensfreude zu verspüren. Oft entstehen daraus Freundschaften, die ein Leben lang andauern – und aus alten Menschen werden alte Freunde.

Einen Kreativpreis erhielt der Hot Spot Hamburg e.V.: „Wir lieben Kultur und Schauspielkunst, wir sind ein Theater mit starkem Gesicht, wir haben euch, wir haben uns, nur einen VORHANG – den haben wir nicht!“ resümierte der Verein in einem kreativen Bewerbungsgedicht und überzeugte die Jury.

Luftverkehr bemängelt steigende Mehrbelastung

0

Die Luftverkehrsteuer wurde im Jahr 2010 in einer angespannten Haushaltslage beschlossen, um zusätzliche Einnahmen für den Bundeshaushalt in Höhe von einer Milliarde Euro zu generieren. Der neue Haushalt erhöhe diese Belastung auch noch, bemöngelt der BDL.

Die wettbewerbsverzerrende und investitionshemmende Wirkung der Luftverkehrsteuer setzt sich ungebremst fort – und die Belastung für die deutsche Luftfahrt steigt sogar noch weiter an. Das ist der zentrale Befund des „5. Evaluierungsberichts zur Luftverkehrsteuer in Deutschland“, den der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) heute vorgestellt hat.

„Der nationale Alleingang bei der Luftverkehrsteuer verschlechtert in gravierender Weise die Wettbewerbsposition unserer Fluggesellschaften und Flughäfen. Gleichzeitig entzieht sie unseren Unternehmen die Finanzkraft für Zukunftsinvestitionen in Klimaschutz, Lärmschutz und Kundenservice. Wir appellieren an die Koalition, ihre Zusage aus dem Koalitionsvertrag einzulösen, die Fluggesellschaften und Flughäfen von einseitigen nationalen Kosten zu entlasten.“

Deutschland schadet eigener Wirtschaft

Die Steuer trifft überproportional die deutschen Fluggesellschaften, denn diese machen den Hauptteil ihres Geschäfts mit Abflügen ab deutschen Flughäfen: Vier deutsche Luftfahrtunternehmen haben 2017 mehr als die Hälfte der gesamten Steuerlast getragen, der Rest verteilte sich auf über 100 andere, insbesondere ausländische Fluggesellschaften. Wettbewerber aus dem Ausland sind von der Steuer also nur marginal betroffen, denn sie machen nur einen Bruchteil ihres Geschäfts mit Abflügen ab deutschen Flughäfen.

Der Evaluierungsbericht zeigt die negativen Folgen dieser anhaltenden Wettbewerbsverzerrung zulasten deutscher Fluggesellschaften und Flughäfen:

  • Luftverkehrswachstum: Die Zahlen zeigen, dass Deutschland im europäischen Vergleich seit Jahren gemeinsam mit Österreich das Schlusslicht beim Wachstum bildet. Luftverkehrsmärkte, in denen es keine Ticketsteuern gibt oder in denen diese abgebaut wurden, wachsen hingegen besonders stark, zum Beispiel in den Niederlanden. Österreich hat mit der Halbierung seiner Ticketsteuer reagiert, Deutschland nicht.
  • Abwanderung: Beim Vergleich der Verkehrsentwicklung an der westlichen Staatsgrenze zeigt sich, dass viele Passagiere ins nahe Ausland ausweichen und damit Verkehre zulasten der deutschen Flughäfen ins Ausland verlagert werden. Seit Einführung der Luftverkehrsteuer sind die Flughäfen im grenznahen Ausland um 81 Prozent gewachsen, die grenznahen Flughäfen in Deutschland hingegen um gerade einmal 14 Prozent. Auch bei den deutschen Drehkreuzflughäfen lassen sich Abwanderungseffekte feststellen, da sich Umsteigeverkehre ebenfalls hin zu Wettbewerbern im europäischen Ausland verlagern.
  • Marktanteile: Die deutschen Fluggesellschaften haben an den heimischen Flughäfen deutliche Marktanteilsverluste hinnehmen müssen: Vor Einführung der Luftverkehrsteuer lag der Marktanteil der deutschen Unternehmen bei 62,4 Prozent, im Jahr 2017 lag er nur noch bei 55,0 Prozent – ein Minus von mehr als sieben Prozentpunkten.
  • Investitionskraft: Bis Ende 2017 haben die deutschen Fluggesellschaften 3,8 Milliarden Euro Luftverkehrsteuer an den Fiskus abführen müssen. Das hat ihnen die Finanzkraft für weitere Investitionen in ihre Flotten entzogen – etwa für 45 Flugzeuge des besonders leisen und energieeffizienten Typs A320neo.

Mit der neuesten Verordnung zur Festsetzung der Steuersätze für das Jahr 2019 wird ein erneuter Anstieg des Steueraufkommens aus der Luftverkehrsteuer festgelegt. Dies widerspricht dem Willen des Gesetzgebers, den Zielwert der Luftverkehrsteuer bei einer Milliarde Euro zu definieren.

Belastung steigt noch

Im Gesetzgebungsprozess wurde dokumentiert, dass die Gesamtbelastung der Branche aus der Luftverkehrsteuer und aus dem EU-Emissionshandel diesen Betrag nicht übersteigen soll und dass die Steuersätze daher jährlich angepasst werden sollen. Im Bundeshaushalt 2019, der am Freitag im Bundestag zur Abstimmung steht, sind allerdings Einnahmeerwartungen allein aus der Luftverkehrsteuer in Höhe von 1,215 Milliarden Euro eingestellt – also eine Mehrbelastung von 215 Millionen Euro.

Dazu BDL-Präsident Prof. Scheurle: „Wenn die wettbewerbsverzerrende Luftverkehrsteuer schon nicht abgeschafft wird, dann sollte die Steuerbelastung zumindest nicht schleichend weiter erhöht werden. Die beabsichtigte Ausweitung des Steueraufkommens geht vor allem zulasten der deutschen Unternehmen – das schwächt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Fluggesellschaften und Flughäfen und gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland.“

Flug bei Eurowings derzeit mit Sparpreis

0

Bei den Eurowings Black Flydeals sind derzeit Flüge mit einem Preisabschlag von 25 Prozent buchbar. Das Angebot umfasst Flüge, die sich über alle Segmente erstrecken – von innerdeutschen Flügen über Europastrecken bis hin zu zahlreichen Destinationen im Langstreckennetz der deutschen Low-Cost Airline.

Alle reduzierten Flüge sind mit einem entsprechenden Rabatt-Vermerk gekennzeichnet. Die Rabatt-Tickets sind zwischen dem 22.11. bis 28.11.2018 online oder per App buchbar. Reisewillige bekommen mit der Ticket-Aktion attraktive Möglichkeiten für ihre Urlaubsplanung. Das Angebot ist für Hin- und Rückflüge an vielen Eurowings Stationen verfügbar. Der Reisezeitraum gilt für Flüge bis zum 31. März 2019.

John Deere und Airbus: Fernerkundung für Agrar

0

Bisher gab es kein Verfahren, das präzise genug war, um die Wirksamkeit von Stickstoffeinbringungen flächendeckend und über die gesamte Anbausaison zu kontrollieren.

Live NBalance ermöglicht durch eine Kombination aus Satelliten- und Traktorendaten die präzise Kontrolle des Stickstoffgehalts (N) von Feldern über die gesamte Vegetationsperiode. Airbus und der führende Traktorenhersteller John Deere haben bei der Verleihung der SIMA Innovation Awards 2019 eine Silbermedaille dafür erhalten. Die beiden Unternehmen haben Kräfte gebündelt, um den neuen Service 2019 zu entwickeln und zu testen.

Fernerkundung und Lokaldaten kombiniert

Live NBalance führt Daten, die von Sensoren landwirtschaftlicher Maschinen geliefert werden, und Informationen zum Pflanzenwachstum aus Satellitenbildern zu einer sehr präzisen, zeitlich und nach Standort gegliederten Übersicht des Stickstoffhaushalts zusammen, die mit Kartenmaterial und Verlaufsdaten in einem Dashboard angezeigt wird. Die renommierten Innovation Awards werden jedes Jahr im Vorfeld der Landtechnik-Fachmesse SIMA (Salon International du Machinisme Agricole) in Paris vergeben. Eine Betaversion von Live NBalance wird 2019 mit einer Reihe von Erstanwendern getestet, die das Potenzial des neuen Tools weiter ausloten sollen.

Landwirte können so die Menge des über mineralische und organische Düngemittel ausgebrachten Stickstoffs sowie die Menge des bereits von Pflanzen aufgenommenen bzw. im Boden verbliebenen Stickstoffs kontrollieren und Informationen zur Biomasse abrufen. Die Wirksamkeit von Düngemaßnahmen lässt sich mit Hilfe des Dashboards ebenso präzise bestimmen wie Schwankungen des Stickstoffhaushalts von Feldern, die auf Probleme hindeuten könnten. Auf diese Weise lassen sich weitere Stickstoffausbringungen noch genauer justieren. Nach der Ernte kann außerdem der gesamte Zyklus überprüft und die Düngestrategie für die kommenden Jahre weiter optimiert werden.

Lufthansa legt neue Reiseziele in Europa auf

0

Ab dem kommenden Sommer erreichen Sonnenhungrige gleich sieben neue Ziele nonstop ab den Lufthansa Drehkreuzen München und Frankfurt.

Mit dabei sind nicht nur beliebte Ferienziele in Spanien, Italien, Türkei und Griechenland. Es werden auch neue Urlaubsziele in Kroatien, Montenegro und an der französischen Atlantikküste angeflogen.

Neue Reiseziele ab München

Alicante steht ab dem 12. April erstmals auf dem Münchner Flugplan. Dreimal pro Woche startet ein Airbus A320 in die Hafenstadt an der Costa Blanca. Flüge in die spanische Urlaubsdestination ergänzen damit die drei wöchentlichen Verbindungen ab Frankfurt. Neu im Lufthansa Flugplan ist Biarritz. Das Seebad an der französischen Atlantikküste wird ab dem 25. Mai jeden Samstag mit einer Bombardier CRJ900 angeflogen. Das legendäre Urlaubsziel bietet lange Sandstrände und ist ein Eldorado für Surfer.

Rimini an der italienischen Adriaküste können Urlauber jetzt auch direkt mit Lufthansa ab München erreichen. Die beliebte Feriendestination wird ab dem 26. Mai mit einer Bombardier CRJ900 an jedem Sonntag angeboten. Und erstmals ist auch das nördliche Kroatien nur noch eine Flugstunde von München entfernt: Rijeka heißt das neue Lufthansa Ziel, das als das Tor zu den kroatischen Inseln gilt. Ab dem 25. Mai startet jeden Samstag eine Bombardier CRH900 in die Region Kvarner Bucht.

Heraklion neu ab Frankfurt

Die neuen Frankfurter Sommerziele liegen in Griechenland und der Türkei: Heraklion wird erstmals ab dem 13. April jeweils samstags und Bodrum erstmals am 14. April jeweils sonntags in rund zweieinhalb Flugstunden mit einem Airbus A319 erreichbar. Damit ergänzen sie die Flüge am Samstag und Sonntag ab München.

Tivat ab München und Frankfurt

Tivat gilt als bisher nur wenig bekanntes Urlaubsziel. Jetzt steht die Stadt in Montenegro erstmals auf dem Flugplan ab München und Frankfurt. Tivat liegt in der Nähe der geschichtsträchtigen Bucht von Kotor. Mit ihren historischen Orten zählt die fjordartige Bucht zu dem Weltkultur- und Naturerbe der UNESCO. Lufthansa startet ab dem 13. April an jedem Samstag von München und ab dem 14. April sonntags von Frankfurt nach Tivat. Ab beiden Drehkreuzen wird ein Airbus A319 eingesetzt.

Dominik Asam von Infineon wird CFO bei Airbus

1

Airbus hat Dominik Asam im Rahmen der vom Verwaltungsrat geleiteten und andauernden Management-Erneuerung zum Nachfolger von Harald Wilhelm ernannt, der sein Amt als Chief Financial Officer (CFO) im April 2019 übergeben wird.

Asam, derzeit Finanzvorstand der in München ansässigen Infineon Technologies AG, wird am 01. April 2019 zu Airbus wechseln und gemeinsam mit Harald Wilhelm, 52, der bis zur Hauptversammlung am 10. April 2019 im Amt bleiben wird, einen reibungslosen Übergang gewährleisten. „Wir freuen uns sehr, dass Dominik Asam als CFO zu Airbus stößt. Asam gehört zu den angesehensten Finanzvorständen der DAX-30-Unternehmen. Er verfügt über einen hervorragenden beruflichen Hintergrund und wird Guillaume Faury, der mir im Frühjahr an der Spitze von Airbus nachfolgt, gewiss bestens zur Seite stehen“, sagte Tom Enders, Chief Executive Officer von Airbus SE.

Finanzexperte von Infineon Asam

Als CFO wird Dominik Asam, 49, an den künftigen CEO Guillaume Faury berichten und als Mitglied in das Executive Committee von Airbus berufen. Guillaume Faury, President Airbus Commercial Aircraft, sagte: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Dominik Asam, um die finanzielle Performance unseres Unternehmens weiter zu steigern. Als Finanzexperte mit einem starken Engineering- und Industrie-Background ist er eine ausgezeichnete Wahl für diese Aufgabe.“

Dominik Asam wurde 2011 zum Finanzvorstand der Infineon Technologies AG ernannt und ist dort verantwortlich für Funktionen wie Group Controlling, IT, Treasury, Investor Relations, Compliance & Risk Management, Export Control, Sustainability und Business Continuity. Während seiner Zeit als Finanzvorstand rangierte Infineon bei Institutional Investor-Rankings ganz oben und erhielt erstmalig ein langfristiges Kreditrating von der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P).

Vor seiner Zeit bei Infineon war Dominik Asam 2010 Head of Group Controlling bei der RWE AG. Von 2005 bis 2010 war er bei der Siemens AG tätig, unter anderem als Vorsitzender der Geschäftsführung des Bereichs Siemens Financial Services GmbH und Leiter der Hauptabteilung Corporate Finance Treasury. Von 2003 bis 2005 leitete er bei Infineon Technologies bereits die Bereiche Investor Relations, Mergers & Acquisitions und Strategy.

Goldman Sachs als Startpunkt

Dominik Asam schloss sein Studium an der Technischen Universität seiner Heimatstadt München als Diplom-Ingenieur im Maschinenbau ab. Seine berufliche Laufbahn begann er 1996 bei Goldman Sachs Inc. in der Investment Banking Division und arbeitete in Frankfurt am Main, New York und London. An der französischen Hochschule INSEAD erwarb Asam einen Master of Business Administration. Außerdem verfügt er über einen Abschluss in Maschinenbau der École Centrale Paris.

Lufthansa Cargo kooperiert mehr mit China Post Group

0

Am 19. November haben die China Post Group Corporation, die offizielle Post der Volksrepublik China, und Lufthansa Cargo, Europas führende Frachtfluggesellschaft, eine strategische Zusammenarbeit unterzeichnet.

Li Xiong, Vice President der China Post Group Corporation, und Peter Gerber, CEO und Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo, trafen sich in Peking und vereinbarten eine engere Zusammenarbeit. Zunächst hat die Vereinbarung einen wöchentlichen Umfang der Frachtkapazität eines Boeing 777-Frachters auf der Strecke Shanghai (PVG) – Frankfurt (FRA).

eCommerce treibt Luftfracht an

Die China Post Group Corporation ist ein großes staatliches Einzelunternehmen betreibt verschiedene Postdienste und übernimmt die allgemeine Dienstleistungsverpflichtung der Postdienste. Hauptgeschäft sind nationales und internationales Briefgeschäft; nationales und internationales Paketzustellgeschäft; Zeitungsausgaben, vertrauliche Kommunikation und andere, darunter auch solche, die der Staat vorschreibt. „Die Zusammenarbeit zwischen China Post und Lufthansa Cargo ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Das eCommerce-Geschäft wächst sehr stark. Sowohl China Post als auch Lufthansa Cargo bauen das Geschäftsmodell nun aus und bringen damit Neuerungen mit ein. Im Rahmen des Konzepts der ‚Joint Freight Operation‘ haben beide Seiten diesmal einen weiteren Konsens über eine Kapazitätsvereinbarung erzielt. Wir werden gemeinsam einen stabileren und umfassenderen Kanal für den Luftpostverkehr zwischen China und Europa aufbauen“, sagte Li Xiong.

Die Intensivierung der schon bestehenden sehr gute Zusammenarbeit spiegele auch die wachsende Bedeutung des grenzüberschreitenden eCommerce-Marktes wider. Gemeinsam werde man das Geschäft auf einer der weltweit wichtigsten Handelsrouten weiter ausbauen können, so Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo. Die beiden Partner betonten, dass eine weitere enge Zusammenarbeit und zukünftige Abkommen angestrebt werden. Beide Unternehmen arbeiten seit langem auch an anderen großen chinesischen Stationen, vor allem Peking und Guangzhou, hervorragend zusammen. Beide Unternehmen arbeiten zudem gemeinsam an verkürzten Transportzeiten, einer verbesserten Qualität und der Weiterentwicklung der Digitalisierung.

Einsatzkräfte aller Art bei Notfallübung am CGN

In der Nacht vom 20. auf den 21. November war viel Blaulicht vor dem Flughafengebäude zu sehen – doch dahinter steckte kein Ernstfall, sondern eine Übung. Der Köln Bonn Airport führte ab 23:00 Uhr sein umfangreiches Notfalltraining durch, zu dem Verkehrsflughäfen alle zwei Jahre durch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) verpflichtet sind.

Angekoppelt wurde die ICAO-Übung des Flughafens in diesem Jahr an eine parallel stattfindende, groß angelegte Übung der Bundespolizei. Die Übungen griffen ineinander: Während die Bundespolizei in Terminal 1 ein fiktives Szenario probte, bei dem es zu vielen Verletzten und Toten kam, ging es bei der ICAO-Übung des Flughafens um die Bergung und die medizinische Erstversorgung der betroffenen Personen. Aufgrund der hohen Anzahl der Verletzten und der Schwere der Verletzungen wurden die Betroffenen sowohl durch Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr als auch der Berufsfeuerwehr Köln versorgt.

Notfall am Flughafen: Koordination gefordert

„Ein funktionierendes Notfall-Management steht für uns an erster Stelle. Deshalb ist uns wichtig, dass unsere Einsatzkräfte unter möglichst realistischen Bedingungen verschiedene Krisenszenarien proben können“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Insgesamt nahmen etwa 150 Einsatzkräfte an der Übung teil. Dazu gehörten neben den Mitarbeitern der Flughafenfeuerwehr und der Berufsfeuerwehr Köln auch das Technische Hilfswerk THW – dies unterstützte insbesondere den fußläufigen Transport der Patienten vom Terminal zu der Patientenablage und leuchtete diese aus – ein Special Assistance Team (SAT) des Flughafens, Notfallseelsorger der Stadt Köln sowie taktische Betreuer der Landespolizei. Mit dabei waren außerdem etwa 80 Komparsen, die Verletzte, Angehörige und auch Schaulustige darstellten.

Ziel der ICAO-Notfallübung war, die Kooperation von internen und externen Einsatzkräften zu proben. So wird sichergestellt, dass das Notfall-Management im Krisenfall funktioniert. Die Abläufe der Übung werden nun ausgewertet. Da durch die Übung der Bundespolizei Teile von Terminal 1 für die Öffentlichkeit und den Flugbetrieb gesperrt waren, wurde der Flugbetrieb in dieser Nacht über Terminal 2 abgewickelt.

MTU öffnet Werksmuseum der Triebwerke

Am kommenden Sonntag, 25. November, findet der dritte und letzte Museumssonntag der MTU Aero Engines in diesem Jahr statt. Deutschlands führender Triebwerkshersteller macht seine einmalige Sammlung historischer und aktueller Antriebstechnologien der Öffentlichkeit zugänglich.

Wie immer veranstalten MTU-Experten Führungen und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Im MTU-Museum an der Dachauer Straße sind von 13:00 bis 16:00 Uhr rund 50 Zeugnisse aus allen Epochen der motorisierten Fliegerei zu sehen: wertvolle historische Flugmotoren genauso wie moderne Triebwerke von heute sowie innovative Antriebstechnologien für die Flugzeuge von morgen. Ein Star der Ausstellung steht am Museumseingang – das riesige GP7000. Vier dieser Kraftpakete bringen mit der A380 von Airbus das größte Passagierflugzeug der Welt in die Luft.

Bordeaux ab Wien im Flugplan 2019

0

Volotea nimmt aus Österreich eine neue Destination in ihr Streckennetz auf: Bordeaux in Frankreich wird ab 12. April 2019 zweimal wöchentlich, Montag und Frreitag, ganzjährig ab Wien bedient.

Aktuell bedient die spanische Fluglinie Volotea 293 Flugverbindungen zu 78 kleineren und mittelgroßen Städten in 13 verschiedenen Ländern: Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Griechenland, Kroatien, Tschechien, Albanien, Portugal, Malta, Österreich, Irland und Luxemburg.

Reiseziel für Genießer: Bordeaux

„Die neue Verbindung von Volotea ist vor allem für Genussreisende ein echtes Highlight. Bordeaux ist weltbekannt für Qualitätsweine und raffinierte französische Küche und ab April 2019 zum ersten Mal das ganze Jahr lang erreichbar. Durch die direkte Lage der Hafenstadt am Atlantik bietet die Destination auch Sportliebhabern abwechslungsreiches Programm. Wir sagen „Bonjour Bordeaux“ und freuen uns über die mittlerweile vierte Destination von Volotea in Wien.“ so Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Volotea, die Fluglinie der kleineren und mittelgroßen Städte in Europa, bietet Direktflüge zu besonders konkurrenzfähigen Preisen. Seit der Gründung im April 2012 beförderte die Fluglinie über 20 Millionen Passagiere in ganz Europa und 4,8 Millionen im Jahr 2017. Für das Jahr 2018 erwartet die Airline zwischen 5,7 und sechs Millionen Passagiere. Die Flottenstärte von Volotea umfasst insgesamt 32 Flugzeuge der Typen Boeing 717 und Airbus A319. Tickets für die neue Strecke können ab heute erworben werden. Mit der neuen Verbindung erhöht die Fluglinie ihre Kapazitäten ab Wien im Jahr 2019 um 50 Prozent.

Michael Schöllhorn kommt als COO zu Airbus

0

Michael Schöllhorn wird mit Wirkung zum 01. Februar 2019 von Airbus zum Chief Operating Officer (COO) von Airbus Commercial Aircraft ernannt. Schöllhorn, derzeit COO der Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) Hausgeräte GmbH in München, wird die Nachfolge von Tom Williams, 66, antreten.

Williams, tritt am 31. Dezember 2018 nach 50 erfolgreichen Jahren in der Luft- und Raumfahrtindustrie, davon 19 im Top-Management von Airbus, SE, in den Ruhestand. Schöllhorn (53) wird an Guillaume Faury berichten, der im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 10. April 2019 die Nachfolge von Tom Enders als CEO von Airbus antritt. Schöllhorn wird auch Mitglied des Executive Committee von Airbus.

Managementwechsel bei Airbus setzt sich fort

„Michael Schöllhorn bringt enorme Erfahrung in den Bereichen Digitalisierung, End-to-End-Prozessoptimierung, Fertigung, Qualität und Lieferkettenmanagement mit – ideale Voraussetzungen für weitere Effizienzsteigerungen in unserer Produktion“, sagte Guillaume Faury, President Airbus Commercial Aircraft. „Er wird in dieser zentralen Position entscheidend zum künftigen Erfolg von Airbus beitragen. Ich freue mich sehr, ihn im Team begrüßen zu können und danke dem Board of Directors für die Unterstützung während des Auswahlprozesses.“

Airbus CEO Tom Enders sagte zur Ernennung: „Wir freuen uns auf Michael Schöllhorn und verabschieden uns von Tom Williams, einer großartigen, altgedienten Führungs-persönlichkeit in unserem Unternehmen wie auch in der Branche insgesamt. Während seiner Zeit bei Airbus hat Tom unzählige Herausforderungen gemeistert – immer im besten Interesse des Unternehmens und unserer Kunden. Und dabei hat er nie seinen trockenen schottischen Humor verloren. Tom Williams‘ beeindruckende Karriere hat ihn vom Lehrling 1969 bei Rolls-Royce bis ins Airbus Executive Committee gebracht. Für sein großes Engagement, seine Führungsstärke und seine Freundschaft danke ich ihm von Herzen. Ich wünsche ihm alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand.“

Hubschrauberpilot mit Industrie-Expertise

Seit 1999 war Michael Schöllhorn bei der Bosch Group mit vielfältigen Fertigungs- und Produktionsaufgaben befasst. Von 2012 bis 2014 war er Executive Vice President für Fertigung und Qualitätsmanagement und leitete darüber hinaus den globalen Geschäftsbereich für Sicherheitssensoren. Zuvor hatte er verschiedene internationale Managementpositionen in den USA und der Tschechischen Republik inne. Von 2004 bis 2008 war er Vice President für Qualitätsmanagement und von 2012 bis 2014 Executive Vice President für Fertigung und Qualitätsmanagement.

2015 wurde Michael Schöllhorn zum COO und Mitglied der Geschäftsführung der BSH Hausgeräte GmbH (hundertprozentige Tochtergesellschaft der Robert Bosch GmbH) ernannt, einem der führenden Haushaltsgerätehersteller der Welt. Schöllhorn besitzt einen Abschluss als Maschinenbauingenieur sowie eine Promotion in Regelungstechnik der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Von 1984 bis 1994 war er Offizier und Hubschrauberpilot der Bundeswehr.

Boeing 777X fürs erste Fliegen kommt in Form

Die erste Boeing 777X für Testflüge nimmt Gestalt an. Im Werk in Everett des US-Flugzeugbauers wurden die Hauptrumpfsegmente zusammengesetzt.

Im besonderen Montageschritt, der ‚Final Body Join,‘ genannt wird, hat Boieng die Nase, das Mittelsegment und das Hinterende zusammengesetzt. Der Jet ist damit 77 Meter lang. Damit ist die 777X jetzt schon das längste Passagierflugzeug, das Boeing je gebaut hat. Die Spannweite der Flügel komplett aus Verbundwerkstoffen und mit geharkten Flügespitzen beträgt 72 Meter.

Flugzeug mit mehr Leistung und Mehrwert

Aber auch bei der Herstellung geht Boeing neue Wege. So seien die Produktionssysteme bei der 777X früher in die Entwicklungsarbeit einbezogen worden, als jemals zuvor, wie der General Manager Josh Binder. Mit dem Muster sollen die Treibstoffverbräuche um zwölf Prozent und die Beitriebskosten um zehn Prozent gesenkt werden. Die erste 777X wird eine B777-9 sein, welche 400 bis 425 Passagiere in einer Standard-Konfiguration aufnimmt. Das bei einer Reichweite von 7.600 Nautischen Meilen (14.075 km).

Für Passagiere soll das Reisen dabei noch angenehmer werden. So hat die 777X größere Fenster, die auch höher angeordnet sind als bei der 777. Auch soll die Kabine mehr Platz und moderne Beleuchtungen bekommen. Die erste Boeing 777X wurde für statische Tests am Boden bereits im September 2018 fertiggestellt. Drei weitere Flugezuge werden für Testflüge noch gebaut. Die jetzt montierte 777-9 soll 2019 zu ihrem Erstflug starten. Boeing nennt 340 Bestellungen für die moderne Nachfolgerin der beliebten 777.

Jeju Air kauft bis zu 50 Boeing 737 MAX 8

40 Flugzeuge der 737 MAX 8 möchte Jeju Air beschaffen. Dazu hat Boeing einen Auftrag in Höhe von 5,8 Mrd. US-Dollar nach Listenpreis erhalten.

Darin enthalten sind auch Optionen für zehn weitere Flugzeuge. Es ist die größte Flugzeugbestellung aus Korea überhaupt, wo Jeju Air im Süden ihren Sitz hat. Genauer dort auf Jeju Island, wo die erste low-cost-Airline 2005 den Flugbetrieb aufnahm. Bisher besteht die Flotte schon aus 40 Next-Generation 737-800. Angetrieben werden die 737 MAX 8 der Jeju Air von neuesten CFM International LEAP-1B-Triebwerken, die mit den Advanced Technology Winglets 14 Prozent Treibstoffersparnis bringen sollen. 60 heimische Strecken bietet die Airline in ca. 200 Flügen pro Tag an. Jeju Air verzeichnete zuletzt mehrmals 25 Prozent mehr Verkäufe als im entsprechenden Vorjahr und ist seit 17 Quartalen durchweg profitabel.

20 Jahre Aufbau und Betrieb der Raumstation ISS

0

Heute vor 20 Jahren, am 20. November 1998, hob eine russische Proton-Rakete vom Kosmodrom in Baikonur ab und brachte mit dem Sarja-Modul (Sarja, russ. für Morgenröte) das erste Element der Internationalen Raumstation ISS in die Erdumlaufbahn.

16 Tage später, am 06. Dezember 1998 verband die Besatzung des Space Shuttles Endeavour das russische Sarja-Modul mit dem US-amerikanischen Unity-Modul. Das Andockmanöver bedeutete weit mehr als eine beeindruckende technische Leistung. Es war der sichtbare Anfang des größten Kooperationsprojektes der Menschheit im All. Erstmals kam eine dauerhafte internationale Zusammenarbeit zwischen Russland, den USA, Europa, Kanada und Japan im Weltraum zustande.

Einzigartige Raumstation – Politisch und technisch

Deutschland ist über die Europäische Weltraumorganisation ESA mit etwa 37 Prozent am Betrieb und mit rund 45 Prozent an der Wissenschaft auf der ISS beteiligt und damit der wichtigste Partner der ISS in Europa. Die deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn koordiniert und managt diese Beiträge an die ESA und das DLR war und ist auch als Forschungszentrum an vielen Experimenten auf der Raumstation beteiligt.

Schon der Start der Proton-Rakete mit dem Sarja-Modul an Bord gilt als historisch, markiert er doch nicht nur den Transport des ersten ISS-Elements in die Erdumlaufbahn, sondern auch den Beginn der intensivsten Flugphase in der Geschichte der Raumfahrt. Seither hat die Raumstation zu vielen Umschreibungen inspiriert. Immer wieder genannt wird: Die ISS ist unser Außenposten im Weltall. Sie steht für die Überwindung des Kalten Krieges und die friedliche Kooperation im All zum Wohle aller. „Und sie ist eine ideale Testumgebung für neue Technologien und wissenschaftlichen Disziplinen und ein einzigartiges Labor für Experimente, die in keiner wissenschaftlichen Einrichtung auf der Erde durchgeführt werden können“, sagt Volker Schmid, Leiter der Fachgruppe ISS in der deutschen Raumfahrtagentur im DLR.

In den Jahren bis 2012 kamen zahlreiche weitere Module und Bauelemente hinzu. Die mit russischen Trägerraketen oder dem amerikanischen Space Shuttle transportierten Bauteile haben die ISS in 32 Ausbaustufen zu einer weit verzweigten Forschungsstation anwachsen lassen. 42 Flüge waren notwendig, um die Module und großen Komponenten in die Umlaufbahn zu transportieren.

Wog der erste ISS-Baustein, das 12,60 Meter lange Sarja-Modul, gut 20 Tonnen, bringt die ISS aktuell eine Gesamtmasse von rund 420 Tonnen auf die Waage. Die Raumstation besteht heute aus sechs Forschungslaboren, zwei Wohneinheiten, einer Beobachtungskuppel, etlichen Stauräumen, Verbindungsknoten, Andockvorrichtungen und Roboterarmen. Ihre Bewohner haben mit rund 1.000 Kubikmetern in etwa so viel Platz zum Leben und Arbeiten wie in einer Boeing 747.

Seit November 2000 halten sich ständig Astronauten auf der Raumstation auf, im Februar 2001 dockte mit dem US-amerikanischen Destiny-Modul die erste Forschungseinheit an. Damit konnte die Wissenschaft in rund 400 Kilometern Höhe und bei permanenter Schwerelosigkeit beginnen. Das DLR ist von Beginn an auf der ISS „vertreten“: Tatsächlich war es ein deutsch-russisches Experiment zur Untersuchung von kalten Plasmen, das im Februar 2001 die naturwissenschaftliche Forschung auf der Raumstation einleitete.

Die Plasmakristallexperimente gehören zu den erfolgreichsten Forschungsarbeiten auf der ISS. Mehr als 70 wissenschaftliche Publikationen belegen den Wissenszuwachs aus den Experimenten der letzten 15 Jahre. Die Arbeiten haben grundlegende Erkenntnisse erbracht, die insbesondere der Festkörper- und Flüssigkeitsphysik dienen, aber auch Anwendungen in der Weltraumphysik, der Plasmaphysik und Plasmatechnologie sowie der Fusionsforschung ermöglichen.

Deutschland essenziell für europäischen Anteil

Das wissenschaftliche Herzstück für die europäische Forschung auf der Internationalen Raumstation ist seit zehn Jahren das Weltraumlabor Columbus. In der Schwerelosigkeit gewinnen Forscher einzigartige Erkenntnisse aus unterschiedlichsten Disziplinen, von Astrophysik über Materialforschung bis hin zu Psychologie und Behandlungsmöglichkeiten in der Medizin.

Das Columbus-Raumlabor wurde im Auftrag der ESA entwickelt und dabei vom DLR eng betreut. Das German Space Operations Center (GSOC) beim DLR in Oberpfaffenhofen steuert und überwacht den Betrieb des europäischen Raumlabors. Insgesamt haben die Besatzungen der ISS bis heute insgesamt mehr als 2.500 Experimente abgeschlossen. Mehr als 360 ESA-Experimente wurden bisher auf der ISS durchgeführt, etwa die Hälfte davon stammt aus Deutschland. Das Nutzerunterstützerzentrum MUSC des DLR in Köln überwacht und betreut die materialwissenschaftlichen Experimente.

Das erfolgreiche Andocken des Columbus-Weltraumlabors an die ISS ist verbunden mit dem Namen Hans Schlegels. Der deutsche Astronaut hatte am 07. Februar 2008 mit dem Space Shuttle Atlantis seine Reise zur Raumstation angetreten. Für die Montage war er fast sieben Stunden außerhalb der ISS im freien Raum. Schlegel ist damit der zweite Deutsche nach Thomas Reiter, der einen Außenbordeinsatz durchgeführt hat. Reiter hatte im Sommer 2006 ein neues Kapitel aufgeschlagen, indem er als erster europäischer Langzeitastronaut fast sechs Monate auf der Station verbrachte, um neben Wartungs- und Servicearbeiten mehr als 30 wissenschaftliche Experimente durchzuführen.

Das dritte deutsche Besatzungsmitglied auf der ISS ist Alexander Gerst, der 2014 während der Mission „Blue Dot“ sechs Monate lang als Bordingenieur auf der Raumstation arbeitete. Seinen zweiten Langzeitaufenthalt hat der 42-jährige Physiker im Juni 2018 mit seiner Mission „horizons“ begonnen. Am 03. Oktober übernahm er als erster Deutscher und zweiter Europäer das Kommando auf der ISS. Alexander Gerst hat aus der Erdumlaufbahn nicht nur beeindruckende Bilder unseres blauen Planeten geschickt, sondern auch eine weitere Umschreibung der Raumstation: Sie sei die „komplexeste, wertvollste und unwahrscheinlichste Maschine, die die Menschheit jemals gebaut hat – zum Wohle aller.“ Während der aktuellen horizons-Mission arbeiten etwa 100 Wissenschaftler, Ingenieure und Programmmanager in der ganzen Bundesrepublik an 41 deutschen Experimenten.

Raumstation auf den Bildern

ISS im Oktober 2018: Die Internationale Raumstation im Oktober 2018, aufgenommen aus dem Sojus-Raumschiff MS-08 nach dem Abkoppeln. Die NASA-Astronauten Andrew Feustel und Ricky Arnold und der Roskosmos-Kosmonaut Oleg Artemjew führten einen Vorbeiflug aus, bei dem sie diese Aufnahme machten, bevor sie nach 197 Tagen im All zur Erde zurückkehrten.

Alexander Gerst auf der ISS: Alexander Gerst führt auf der ISS zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch. Seinen zweiten Langzeitaufenthalt hat der 42-jährige Physiker im Juni 2018 mit der Mission „horizons“ begonnen. Am 03. Oktober 2018 hat er als erster Deutscher und zweiter Europäer das Kommando auf der ISS übernommen. 2014 hatte der ESA-Astronaut während der Mission „Blue Dot“ sechs Monate lang als Bordingenieur auf der Raumstation gearbeitet.

20 Jahre ISS: Seit 20 Jahren im All: die Internationale Raumstation. Die ISS ist ein einzigartiges Labor für Experimente, die in keiner wissenschaftlichen Einrichtung auf der Erde durchgeführt werden können. Deutschland ist über die ESA mit rund 45 Prozent an der Wissenschaft auf der ISS beteiligt.

Die ISS-Module Sarja und Unity: Die beiden ersten Bestandteile der Internationalen Raumstation: das russische Sarja-Modul (links) und der US-amerikanische Verbindungsknoten Unity. Die Aufnahme entstand am 13. Dezember 1998. Das Sarja-Modul hatte am 20. November 1998 an Bord einer Sojus-Rakete seine Reise in die Umlaufbahn angetreten.

Infrastrukturträger in Österreich fordern Standortentwicklung

0

Wenn es um die Realisierung einer Straße, Bahnstrecke oder Stromleitung geht, sind bis zur Genehmigung heute meist tausende Seiten an Unterlagen, langwierige Verfahren und mehrjährige Rechtsunsicherheit an: „Damit muss Schluss sein“, sagen vier der größten Infrastrukturbereitsteller Österreichs – ASFINAG, ÖBB, VERBUND und der Flughafen Wien.

ASFINAG, ÖBB, VERBUND und der Flughafen Wien beschäftigen derzeit insgesamt 51.400 Menschen und erwirtschafteten 2017 einen Jahresumsatz von rund 11,15 Milliarden Euro. Gemeinsam forderten am Dienstag bei einer Konferenz in Wien den raschen Beschluss des Standortentwicklungsgesetzes (StEntG). In sechs Jahren (2018 bis inklusive 2023) planen die vier Unternehmen, mindestens 25,5 Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte zu investieren.

Mit Großvorhaben wie der Fertigstellung der Schnellstraße S1, mehrere Bahnprojekte der ÖBB von 2018 bis 2023 und dem Bau einer dritten Piste würden allein fast 140.000 Jobs zusätzlich geschaffen werden. Dies entspricht in etwa der Gesamtbevölkerung von Klagenfurt und Bregenz zusammen. Ein Nichtbeschluss des Gesetzes würde somit weitere Verzögerungen für Projekte dieser Art und dementsprechend verheerende Auswirkungen für Österreich und den Wirtschaftsstandort haben.

Schnellere Genehmigungen gefordert

Das Standortentwicklungsgesetz bekommt auch Rückendeckung aus der österreichischen Bevölkerung. Das ergab eine Ende Oktober 2018 durchgeführte repräsentative Umfrage der Marktforschungsinstitute GfK und Demox unter 1.000 Teilnehmern. So begrüßt mit 67 Prozent eine deutliche Mehrheit das geplante Gesetz. Denn überlange Genehmigungsverfahren würden dem Wirtschaftsstandort schaden und Österreichs Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich deutlich mindern, empfinden sogar 80 Prozent der Befragten. Mehr als drei Viertel sehen durch langwierige Verfahren jedenfalls Arbeitsplätze gefährdet, die Anliegen der Umwelt wiederum würden durch schnellere Entscheidungen nicht leiden.

Schnellere Verfahren braucht das Land

„Das Standortentwicklungsgesetz ist ein wichtiger Schritt für die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren von Projekten, die im besonderen öffentlichen Interesse liegen. Es braucht klare und stabile Rahmenbedingungen, damit nicht unnötig viele Jahre vergehen bis ein behördlicher Beschluss vorliegt, wie es derzeit leider oft der Fall ist. Eine zeitnahe Umsetzung ist im Sinne aller Beteiligten und hält den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiv“, so Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Das Genehmigungsverfahren rund um den Bau einer dritten Piste läuft bereits seit elf Jahren. Mehr als 30.000 Seiten an Unterlagen, Gutachten und Plänen wurden seither erstellt. Nach einer positiven zweitinstanzlichen Entscheidung am 28. März 2018 durch das Bundesverwaltungsgericht, hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) am 15. Oktober eine Beschwerde von Projektgegnern abgewiesen. Offen ist nun noch eine Entscheidung beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH).

Klimaziele nur mit besserem Energienetz

VERBUND, als führendes Unternehmen der Elektrizitätsbranche in Österreich, sieht sich bei seinen Investitionsprojekten im Erzeugungs- und Netzbereich, die im Speziellen für die Energieversorgungssicherheit von zentraler Bedeutung sind, regelmäßig mit dem Problem überlanger Genehmigungsverfahren konfrontiert. So zum Beispiel bei der 380-kV-Salzburgleitung, die den 380-kV-Ring des österreichischen Hochspannungsrings schließen soll und eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Gegenwart ist.

Das Projekt 380-kV-Leitung wurde 2012 zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Aktuell – nach über sechs Jahren – wird die Entscheidung der zweiten Instanz seitens des Bundesverwaltungsgerichts erwartet. „Der Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien und der dafür notwendigen Netze und Speicher muss erleichtert und beschleunigt werden, um die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie – bilanzielle Deckung des Stromverbrauches zu 100 Prozent aus erneuerbarer inländischer Erzeugung bis 2030 – erreichen zu können“, betonte VERBUND CEO Wolfgang Anzengruber.

CO2-Einsparung durch bessere Bahn

„Mit den Investitionen aus dem ÖBB Rahmenplan von rund zwei Milliarden Euro jährlich stärken wir den Standort Österreich, machen die Wirtschaft agiler und schützen das Klima. Die ÖBB sind der größte Klimaschützer des Landes mit jährlichen CO2-Einsparungen von 3,5 Millionen Tonnen. Wichtig ist, dass wir die geplanten Projekte zügig umsetzen können. Damit sichern wir die positive Wirkung in allen Bereichen und für alle Beteiligten“, sagt ÖBB Generaldirektor Andreas Matthä.

Mit den Investitionen einer Rahmenplan-Periode von in der Regel sechs Jahren sichern die ÖBB zehntausende Arbeitsplätze im Land und erzielen eine Wertschöpfung von mehr als acht Milliarden Euro. Die Investitionen in den Ausbau des Schienennetzes sind auch eine wesentliche Voraussetzung für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

Straßenneubau für Konjunktur und Beschäftigung

Das ASFINAG Investitionsprogramm sieht pro Jahr rund eine Milliarde Euro für Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen vor. Künftig schnellere Genehmigungsverfahren stellen dabei sicher, dass neue Strecken für mehr Lebensqualität und Verkehrsentlastung auch fristgerecht umgesetzt werden. Das gilt etwa für die S 18 Bodensee-, den Weiterbau der S 36 Murtal- oder den Ostabschnitt der S 8 Marchfeld Schnellstraße. Derzeit können immer komplexere Verfahren bei UVP-pflichtigen Großprojekten mitunter auch zehn Jahre oder mehr in Anspruch nehmen. Beispiele: S 1 Wiener Außenring Schnellstraße mit Lobautunnel oder A 26 Linzer Autobahn.

Durch den wiederholten Aufschub von geplanten Investitionen – die die AFINAG allein mit den Einnahmen aus Vignette und Lkw-Maut tätigt – bleiben auch positive Effekte für Beschäftigung und Konjunktur aus. Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungs-Instituts WIFO ergibt sich mit dem Bau der künftigen S 1 und anschließenden Straßenprojekten ein Zuwachs von insgesamt 7.000 Beschäftigten. Dazu kommen Jobeffekte während der Bauphase: Diese liegen bei zusätzlich bis zu 25.000 Beschäftigten.

„Eine rechtssichere Beschleunigung der Verfahren bringt eine Win-Win-Situation für die Menschen, den Wirtschaftsstandort Österreich und für uns als Projektwerber. Wir begrüßen mit dem Standortentwicklungsgesetz eine Rechtsgrundlage, die wieder annehmbare Entscheidungs- und Umsetzungsfristen für dringende Straßenbauvorhaben im öffentlichen Interesse bringt“, so ASFINAG-Vorstandsdirektor Dr. Klaus Schierhackl.

Airports Leipzig/Halle und Hanoi schließen MoU

0

Im Rahmen einer Delegationsreise nach Vietnam unter Leitung des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, unterzeichneten die Mitteldeutsche Flughafen AG für den Flughafen Leipzig/Halle und der Noi Bai International Airport in Hanoi ein Memorandum of Understanding.

Die Vereinbarung schafft den Rahmen für eine nachhaltige Zusammenarbeit in den Bereichen Markt- und Strategieentwicklung mit Schwerpunkt E-Commerce-Handel sowie den Erfahrungs-, Informations- und Personalaustausch. Langfristig ausgerichtet zielt die Zusammenarbeit auf die Etablierung und Ausweitung des Luftfrachtverkehres zwischen beiden Flughäfen ab.

Kontakte seit den 50er Jahren

Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding knüpft an die traditionell guten Verbindungen zwischen Vietnam und der mitteldeutschen Region an, die bis in die 1950iger Jahre zurückreicht und damit eine vielversprechende Grundlage für eine intensive sowie vertrauens-volle Kooperation zwischen den Flughäfen Hanoi und Leipzig/Halle bietet. Vietnam ist neben China einer der dynamisch wachsenden Märkte für E-Commerce-Handel und Logistik mit einem stetig steigenden Quellaufkommen an Gütern und Waren. Im Zeitraum von 2012 bis 2017 stiegen der Luftfrachttransport zwischen Vietnam und der EU laut Eurostat um 94 Prozent sowie zwischen Vietnam und Deutschland um 70 Prozent.

Der Flughafen Leipzig/Halle ist mit mehr als 1,14 Millionen Tonnen Umschlag im Jahr der fünftgrößte Fracht-Airport Europas und wird sich als multimodales E-Commerce-Drehkreuz in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Darüber hinaus sieht der Koalitionsvertrag der Bundesregierung vor, den Luftfracht-Standort Leipzig/Halle weiter zu stärken. Der Noi Bai International Airport zählt mit einem jährlichen Frachtaufkommen von rund 712.700 Tonnen zu den größten Airports in Vietnam und bietet, wie der Flughafen Leipzig/Halle, weitere Wachstumspotentiale.

Warenstrom nach Vietnam

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Der Flughafen Leipzig/Halle bildet den Kern des Logistikstandortes Mitteldeutschland. Die moderne Infrastruktur und die 24-Stunden-Betriebsgenehmigung für den Frachtverkehr haben ein beachtliches Wachstum des Frachtumschlages bewirkt. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben. Das heute unterzeichnete Memorandum of Understanding kann uns neue Türen in Südostasien öffnen und dazu beitragen, den Wirtschaftsstandort Sachsen weiter zu stärken.“

„Der Flughafen Leipzig/Halle verfügt über alle Voraussetzungen, um zukünftig als multimodales Drehkreuz für Warenströme zwischen Vietnam, Deutschland sowie Europa zu fungieren und konnte mit dem Noi Bai International Airport einen bedeutenden Player in der Region gewinnen“ unterstreicht Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG und ergänzt: „Neben den idealen infrastrukturellen Rahmenbedingungen bietet zugleich das sich kontinuierlich weiterentwickelnde logistische Produktportfolio am Standort die Basis, um perspektivisch direkte Verkehre zu etablieren.“

Maulwurf für den Mars bereit zur Landung

Der am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte und gebaute Marsmaulwurf HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) wird im Rahmen der NASA-Mission InSight bis zu fünf Meter tief in den Marsboden eindringen und dort Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrundmaterials messen.

Es soll das tiefste, je mit menschengemachter Technik gehämmerte Loch auf einem anderen Himmelskörper werden. Dieser Einblick in das Innere des Roten Planeten hilft, die Entstehung und Entwicklung erdähnlicher Körper besser zu verstehen. Am 26. November 2018, um 20:53 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) ist die Landung in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Marsäquators geplant. Dabei steigt die Spannung, wo genau die Landesonde innerhalb einer 140 Kilometer langen Lande-Ellipse aufsetzt und wo sich am Landeort die geeignete Stelle für das historische Mars-Experiment findet. Wärmeflussmessungen gelangen bisher nur auf dem Mond im Rahmen der Apollo-17-Mission, bei der die Astronauten Eugene Cernan und Jack Schmitt mit einem handgesteuerten Bohrer in bis zu drei Metern Tiefe vordrangen.

Experten beim JPL

Der wissenschaftliche Leiter des HP3-Experiments Prof. Tilman Spohn vom Berliner DLR-Institut für Planetenforschung und weitere DLR-Wissenschaftler werden am 26. November zur Landung am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA sein. Mit vor Ort sind auch Mitarbeiter des Kölner DLR-Nutzerzentrums für Weltraumexperimente, die direkt in das Operations-Team der Mission zur Kommandierung des Maulwurfs eingebunden sind. „Ab der Landung, über die Auswahl der Absetzstelle auf der Marsoberfläche bis hin zum vollständigen Eindringen in den Marsboden werden wir direkt mit den US-amerikanischen Kollegen im Kontrollzentrum in Pasadena/Kalifornien zusammenarbeiten“, sagt HP3-Operationsmanager Christian Krause.

Das Aussetzen des HP3-Experiments ist aktuell für Anfang Januar 2019 geplant. Dann wird sich die Rammsonde in kleinen Schritten in bis zu fünf Meter Tiefe vorarbeiten. Dabei hämmert der Marsmaulwurf in 50 Zentimeter-Sequenzen, diese werden immer wieder unterbrochen von Messungen und Checks. Dabei nutzt die Sonde einen vollautomatischen, elektrisch angetriebenen Hammerschlagmechanismus und zieht ein mit Messsensorik ausgestattetes Flachkabel hinter sich in den Marsboden.

„Da wir nicht wissen, welche Überraschungen – etwa durch härteres Gestein – uns im Untergrund erwarten, gehen wir sehr vorsichtig vor und planen, die Zieltiefe in mehreren Wochen bis März 2019 zu erreichen“, ergänzt Spohn. Zudem wird im Rahmen des HP3-Experiments ein Infrarot-Strahlungsmesser, ein sogenanntes Radiometer, das schon kurz nach der Landung aktiv wird, von der Lander-Plattform die Temperatur an der Mars-Oberfläche messen. Beide Datensätze geben dann im Vergleich die Möglichkeit, auf den Wärmefluss des Planeten zu schließen.

Ebener Platz für Bodenmessung

Um die Mission möglichst geringen Risiken auszusetzen, haben die Ingenieure und Wissenschaftler ein Landegebiet südwestlich des großen Vulkankomplexes Elysium, in der Ebene Elysium Planitia ausgesucht, die weitestgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Diese gewollte Eintönigkeit des Landeplatzes durch die Fokussierung auf Messungen im Marsuntergrund, lässt die Forscher der NASA mittlerweile mit einem Augenzwinkern von der Landung auf einem großen „Parkplatz“ sprechen. Doch auch dort ist zunächst eine genaue Analyse der Landeumgebung notwendig.

Ist diese erfolgt, wird ein Roboterarm zunächst das Marsbeben-Observatorium SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) auf die Oberfläche setzen, an dem auch das DLR wissenschaftlich beteiligt ist und das in einem internationalen Konsortium unter der der Leitung der französischen Raumfahrtagentur CNES gebaut wurde. Das Seismometer zeichnet die von Marsbeben und Meteoriteneinschlägen ausgehenden Wellen auf, die durch den Planeten laufen. Danach folgt das Absetzen des am DLR entwickelten und gebauten Marsmaulwurf HP3. Zudem trägt die InSight-Landeplattform das amerikanische Experiment RISE (Rotation and Interior Structure Experiment), das Schwankungen der Polachse des Mars aufzeichnen wird.

Bremsmanöver bei 1.500 Grad Celsius

Bevor die Messungen beginnen können, muss InSight die rund siebenminütige kritische Landephase (EDL, Entry, Descent and Landing) überstehen. Um 20:47 Uhr MEZ wird die Sonde am 26. November 2018 in einem flachen Winkel in die Marsatmosphäre eindringen. Dabei erhitzt sich das Schutzschild innerhalb von drei Minuten auf rund 1.500 Grad Celsius. Die Reibung mit der Marsatmosphäre bremst die Sonde dabei soweit ab, bis sich 12 Kilometer über dem Boden ein Fallschirm öffnet, an dem der Lander der Planetenoberfläche entgegenschwebt.

Nach dessen Abtrennen in 1.200 Meter Höhe setzt InSight, von Triebwerken gebremst, auf. Der Kontakt mit der Raumsonde während ihres Flugs zum Mars und während des Missionsbetriebs erfolgt über die 70-Meter-Antennen des Deep Space Networks der NASA in Kalifornien, Australien und Spanien. Die NASA-Raumsonden Mars Reconnaissance Orbiter und Mars Odyssey 2001 überfliegen die InSight-Landestelle zweimal pro Marstag und dienen als Relaisstationen für den Datenverkehr mit der Erde.

Mars und Erde verstehen lernen

InSight ist ein stationäres geophysikalisches Observatorium, das es so in der Geschichte der Erforschung des Sonnensystems noch nicht gegeben hat. Die wissenschaftliche Hauptaufgabe besteht in der Untersuchung des Planeteninneren und des Aufbaus unseres Nachbarplaneten: Mit der Mission sollen Entwicklung, Struktur und physikalische Eigenschaften von Kruste, Mantel und Kern untersucht und daraus Rückschlüsse für die Entstehung und Entwicklung aller erdähnlichen Körper gezogen werden. Der Mars ist dabei das perfekte Ziel, da er gut erreichbar und ein ideales Vergleichsobjekt zur Erde ist.

Die geophysikalischen Prozesse, die sich nach der Bildung eines Metallkerns im Mars-Inneren und im darüber liegenden Gesteinsmantel sowie der Kruste abspielten, verlangsamten sich rascher als auf der Erde. Im Mars sind deshalb vermutlich bis heute die ‚Fingerabdrücke’ der Vorgänge erhalten geblieben, die in den erdähnlichen Planeten einst Kern, Mantel und Kruste bildeten. Die Forscher hoffen, so die Entwicklung der Erde bis hin zur Entwicklung des Lebens besser zu verstehen, auch im Vergleich zur unmittelbaren Nachbarschaft von Merkur, Venus und Mars sowie mit Blick auf Gesteinsplaneten an anderen Sternen. Gespannt sind die Forscher, ob – wie im Inneren der Erde – noch immer ein heißer, geschmolzener Kern das Zentrum des Mars bildet und ob dieser im Unterschied zur Erde sogar vollständig aufgeschmolzen ist, wie manche Theorien vermuten. „Mit diesem Modell“, sagt Spohn, der in den 1990er-Jahren diese Theorie mit amerikanischen Kollegen entwickelt hat, „würden wir das Fehlen eines Magnetfelds beim heutigen Mars einfach erklären können.“

InSight auf den Bildern

InSight-Sonde bei einem Test: Bei einem Test im Reinraum werden die Solarpanele von InSight entfaltet und die Landesonde in der Einsatzkonfiguration getestet. In der Mitte der Plattform die Schutzhaube des französischen Seismometers SEIS, rechts davon die am DLR entwickelte Wärmeflusssonde HP3, hinter der SEIS-Schutzhaube in kupferfarbener Folie eingepackt das Seismometer.

Landestelle von InSight in der Elysium-Ebene: Für die Mission InSight wurde ein Gebiet gesucht, das mehrere wissenschaftliche, vor allem aber auch raumfahrttechnische Kriterien erfüllen musste: Für eine sichere Energieversorgung durch Solarstrom und um extreme tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen zu vermeiden durfte sie nicht zu weit nördlich oder südlich des Äquators liegen, sie sollte eben sein und so gut wie nicht von Felsen bedeckt sein: Nach einem langen Auswahlprozess einigten sich Ingenieure und Wissenschaftler auf eine Ebene südwestlich des großen Vulkankomplexes Elysium, in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Marsäquators und der Grenze zum Hochland – nur wenige hundert Kilometer nördlich des Kraters Gale (unterhalb der ‚4’), in dem seit 2012 der NASA-Rover Curiosity fährt. Die Abbildung ist ein Ausschnitt aus einer globalen topographischen Karte des Mars; blau und grün ist tief gelegenes Gebiet, gelb und rot hohes Terrain. Die Bildbreite beträgt etwa 5.000 Kilometer.

HP3: Techno-Maulwurf auf der NASA-Mission InSight: Die Mission InSight wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, Kalifornien, im Auftrag des Wissenschaftsdirektorats der NASA durchgeführt. InSight ist eine Mission des NASA-Discovery-Programms. Das DLR steuerte zur Mission das Experiment HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) bei. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim DLR-Institut für Planetenforschung, wo das Experiment auch federführend entwickelt wurde, in Zusammenarbeit mit den DLR-Instituten für Raumfahrtsysteme, Optische Sensorsysteme, Raumflugbetrieb und Astronautentraining, Faserverbundleichtbau und Adaptronik, Systemdynamik und Regelungstechnik sowie Robotik und Mechatronik. Daneben sind beteiligte industrielle Partner: Astronika und CBK Space Research Centre, Magson und Sonaca sowie die Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH. Wissenschaftliche Partner sind das ÖAW Institut für Weltraumforschung und die Universität Kaiserslautern. Der Betrieb von HP3 erfolgt durch das Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) des DLR in Köln.

InSight beim Eintreten in die Marsatmosphäre (künstlerische Darstellung): Nach dem Abtrennen der Transferstufe dringt die Landesonde um 20:47 Uhr MEZ mit einer Geschwindigkeit von 3.600 Kilometern pro Stunde . ballistisch in die Marsatmosphäre ein. Ein Eingreifen in den Landevorgang ist nicht möglich: Da ein Signal von der Erde zum Mars in der gegenwärtigen Planetenkonstellation acht Minuten und sechs Sekunden benötigt, wird die Landung also schon erfolgt sein, wenn das letzte Signal von InSight vor dem Atmosphäreneintritt die Erde erreicht – schon sieben Minuten später wird die Sonde die Oberfläche erreichen. Etwa eine halbe Minute nach Atmosphäreneintritt wird durch die Reibung an den Gasmolekülen der Hochatmosphäre der Hitzeschild bei einer Temperatur von etwa 1.500 Grad Celsius an der Spitze zu glühen beginnen und anschließend wieder abkühlen. Die maximale Bremsung erfährt InSight mit dem 7,5-fachen der Erdbeschleunigung nach zwei Minuten. Dabei werden 99,5 Prozent der Bewegungs-Energie in Wärmeenergie umgewandelt sein, und der Bremsfallschirm kann sich entfalten.<>

InSight-Bremsfallschirm bei einem Test: Der InSight-Bremsfallschirm öffnet sich bei der Überschallgeschwindigkeit von 1.500 Kilometern pro Stunde. Die Anfangsbelastung beim Entfalten in zwölf Kilometer Höhe beträgt 55.600 Newton. Knapp drei Minuten später, 1.200 Meter über der Landestelle, wird der Fallschirm abgetrennt und die Sonde mit Bremstriebwerken bis zur Landung etwa um 20:53 MEZ abgebremst. Das Bild zeigt einen Test des Überschall-Fallschirms bei der Herstellerfirma von InSight, Lockheed-Martin in Denver (Colorado).

Instrumente und technische Komponenten von InSight: Das Design von InSight ist baugleich zur Phoenix-Landesonde der NASA von 2008. Hauptbestandteil ist eine Plattform von zwei Metern Durchmesser, auf der die meisten Systemkomponenten, die Experimente in ihrem ‚Reisemodus’, die Antennen, der Bordcomputer, die Bremstriebwerke, die Treibstofftanks und drei Teleskopbeine angebracht sind. Ein Roboterarm wird nach der Landung ausgeklappt und hebt die Experimente HP3 und SEIS von der Plattform auf den Marsboden. Seitlich der Plattform sind zwei Solarpanele angebracht, die je nach Entfernung des Mars zur Sonne maximal 700 Watt Leistung erzeugen. Das Experiment RISE wird von der Plattform aus durchgeführt.

LHT beschleunigt Teile-Check im A380

0

Lufthansa Technik hat mit dem Seat Cover Tool das weltweit erste digitale Assistenzsystem zur Identifikation von Seatcover-Partnummern entwickelt. Die neue Applikation wird bereits für Kabinen-Wartungsarbeiten bei der Airbus A380-Flotte der Lufthansa verwendet.

Das Tool kann auf allen aktuellen iOS-fähigen Endgeräten wie iPads und iPhones, aber auch auf PCs mobil und stationär genutzt werden. Bislang war der gesamte Prozess, vom Entdecken eines verschmutzten oder beschädigten Sitzbezugs, Kissens oder Gurts über die Identifikation der entsprechenden Partnummer und die Bestellung bis hin zum Austausch, rein manuell. Mit dem Einsatz des Seat Cover Tools ist die Identifikation des korrekten Bauteils digitalisiert und der Gesamtprozess erstmals teilautomatisiert worden. Damit sparen die Kabinenmechaniker nun viel Zeit bei der Instandhaltung von Fluggastsitzen.

Instandhaltung schneller durch die Kabine

„Mit dem Seat Cover Tool werden die Partnummern der zu wechselnden Seatcover nun schneller und einfacher identifiziert. Damit haben wir die jeweilige Prozesszeit von zuvor sechs auf weniger als eine Minute reduziert. Außerdem ist die Applikation sehr einfach zu bedienen und identifiziert verlässlich jede Partnummer des betreffenden Seat Covers“, so Projektleiter Stefan Mehler von Lufthansa Technik.

Schon im kommenden Jahr soll das Seat Cover Tool auf weitere Sitzbauteile und alle gängigen Flugzeugmuster ausgerollt werden. Sobald sich das neue Tool auch in der erweiterten Version bewährt hat, will Lufthansa Technik es auch anderen Instandhaltungsunternehmen entgeltlich zur Nutzung anbieten. Dann können auch andere MRO-Betriebe von den Vorteilen des Seat Cover Tools profitieren.

Avianca kommt mit Dreamliner aus Bogota nach München

0

Avianca, die kolumbianische Airline, hat die bayerische Landeshauptstadt als bisher einzige Destination in Deutschland mit einem Nonstopflug in ihren Flugplan aufgenommen.

Großer Bahnhof am Airport beim Erstflug der Avianca nach Bogotá: Gefeiert wurde der Erstflug am Münchner Flughafen mit dem traditionellen „Ribbon Cutting“. Avianca gilt als eine der besten Fluggesellschaft Südamerikas. Mit dem neuen Ziel München wächst die Anzahl der Flugverbindungen von Avianca Holdings auf 110 Destinationen in 27 Ländern.

Langstrecke wird aus Boeing 787-800 bedient

Kolumbiens Hauptstadt wird fünfmal wöchentlich bedient. Fluggäste profitieren dabei von einer großen Auswahl an Anschlussflügen zu attraktiven Zielen in Lateinamerika, die das Star Alliance Mitglied Avianca an ihrem heimatlichen Drehkreuz anbietet. Neben 20 Destinationen in Kolumbien werden von hier aus noch 60 andere Ziele in Lateinamerika angeflogen – darunter zahlreiche in Mexiko, der Karibik und auf dem südamerikanischen Kontinent.

Avianca ist die zweitälteste Fluggesellschaft der Welt. Sie fliegt Bayerns Luftverkehrsdrehkreuz mit modernen Flugzeugen vom Typ „Dreamliner“ – der Boeing 787-800 an. Das Bild zeigt die Startfreigabe für den Erstflug der Avianca nach Bogotá: Beim traditionellen „Ribbon Cutting“ anlässlich des Premierenfluges freuten sich Hernán Rincón (Mitte), CEO von Avianca, Kapitän Mauricio Puccini (2. von links) sowie Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH zusammen mit Mitgliedern der Crew.

Eurowings wechselt Farben zu himmlisch Blau

Für den Uniformwechsel waren rund 100.000 Uniformteile erforderlich, das sind im Schnitt 30 Kleidungsstücke und Accessoires für jeden Flugbegleiter.

Mehr als 3.200 Flugbegleiter heben für die Eurowings Group ab – seit Anfang November nun allesamt mit Uniformen im Farbton ‚Sky Blue‘. „Jetzt haben wir in der Kabine ein einheitliches Erscheinungsbild und treten unseren Gästen gegenüber als ein Unternehmen auf – ein weiterer sichtbarer Meilenstein hin zu einem einheitlichen Markenauftritt in allen unseren Flugbetrieben“, sagt Michael Knitter, Geschäftsführer und Chief Operating Officer der Eurowings Group. Alle Artikel sind Öko-Tex-zertifiziert und, bis auf wenige Ausnahmen, waschmaschinentauglich.

Besonders Kleid gefällt – Flugzeuge folgen

Die letzten 700 Kabinenmitarbeiter wechselten bei Germanwings von brombeerfarbenen Uniformen zu Sky Blue‘. Ein Bestseller war das Kleid: mehr als 500 Mal bestellten Flugbegleiterinnen diesen ‚Einteiler‘. Damit hat jedes weibliche Kabinenmitglied mindestens eines der Eurowings Uniformkleider im Schrank. Die neue Uniform im Farbton ‚Sky Blue‘ wurde vor drei Jahren mit dem neuen Eurowings Markenauftritt eingeführt. Bei den Gästen aber auch den Flugbegleitern komme die blaue Uniform laut Eurowings gut an. Nicht nur die Eurowings-Crews sind in einheitlichem Look unterwegs. Bald werden auch alle Flugzeuge in Eurowings Farben lackiert und mit Eurowings Schriftzug versehen sein.

Raumfahrt in Europa: SpaceTalks endet am Fraport

0

In den vergangenen Wochen haben sich bereits viele Tausend Menschen in ganz Europa bei ähnlichen Treffen zu den Programmen und Aktivitäten der ESA und ihrer Partner im Weltraum ausgetauscht.

Frankfurt Airport ist am 24. November Gastgeber der großen Abschlussveranstaltung einer von der Raumfahrtorganisation ESA europaweit organisierten Event-Reihe: den Space Talks. Nun erreicht die Veranstaltungsserie am Flughafen Frankfurt ihren abschließenden Höhepunkt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren dabei, auf welche Weise Europas Raumfahrt Nutzen für Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft stiftet. Denn diese Missionen und Forschungsarbeiten beeinflussen nachhaltig unser tägliches Leben heute und in Zukunft.

Thomas Reiter vor Ort

Auf der Skyline-Fläche in Terminal 2 des Flughafens Frankfurt dreht sich am kommenden Samstag von 11:00 bis 14:00 Uhr in spannenden Diskussionsrunden alles um das Thema Raumfahrt. Mit dabei sind ESA-Generaldirektor Jan Wörner, der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter sowie zahlreiche namhafte Raumfahrtwissenschaftler und Luftfahrtexperten der Fraport AG sowie des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Denn auch für die Luftfahrt sind die Errungenschaften und Erkenntnisse der Raumfahrt wichtig.

„Wir sind stolz darauf, diese großartige Veranstaltungsreihe unterstützen und am Flughafen Frankfurt eines der Hauptevents präsentieren zu dürfen“, erläutert Fraport-CEO Stefan Schulte als lokaler Gastgeber der Veranstaltung. „ESA und Fraport sind in unmittelbarer Nachbarschaft in der Region Rhein-Main beheimatet. Unsere beiden Organisationen verbindet ein uralter Menschheitstraum – die Faszination vom Fliegen. Die Inhalte unserer täglichen Arbeit mögen unterschiedlich sein. Dennoch begegnen wir vergleichbaren Herausforderungen: Letztlich geht es immer um Innovationen und Pionierleistung. Außerdem ist die Luftfahrt zunehmend auf die Errungenschaften der Raumfahrt angewiesen, um der steigenden Verkehrsnachfrage effizient begegnen zu können. Es macht also Sinn, regen Austausch zu pflegen und voneinander zu lernen.“

Bürger können vorbeikommen

„Zu den Space Talks-Veranstaltungen sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Sie finden im gesamten November in sämtlichen ESA-Mitgliedsstaaten statt und sollen der breiten Öffentlichkeit das spannende Thema Weltraum näherbringen“, betont ESA-Generaldirektor Jan Wörner. „Wenn Sie Zeit und Lust haben, diskutieren Sie mit uns am 24. November am Frankfurter Flughafen oder steigen Sie parallel im Web live mit ein.“ Interessenten sollten ihre Teilnahme vorab bitte unbedingt anmelden.

Die Veranstaltung richtet sich an fachlich interessiertes Publikum: Raumfahrt-Enthusiasten, Weltraum-Fans und Hobby-Forscher. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, ganz informell und „auf Augenhöhe“ mit den Experten in Kontakt zu treten, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Da dieser Event als Teil einer europaweiten Veranstaltungsreihe stattfindet, werden die Inhalte nicht ausschließlich in deutscher Sprache präsentiert. Einzelne Programmpunkte sind nur auf Englisch geplant. Aufgrund von Sprache und fachlicher Ausrichtung empfehlen die Veranstalter für die Teilnahme ein Mindestalter von zwölf bis 14 Jahren.

Schwerpunktthemen der Diskussionen auf den vier verschiedenen Bühnen sind die astronautische und robotische Erkundung des Alls, Raumfahrttechnologien, Erdbeobachtung sowie Luftfahrtbezüge – per Live-Schaltung immer wieder angereichert durch Beiträge aus ganz Europa und dem Weltraum.

Airbus baut Hotbird-Satelliten für Eutelsat

Airbus soll im Auftrag von Eutelsat, einem der weltweit führenden Satellitenbetreiber, zwei HOTBIRD-Telekommunikationssatelliten der neuen Generation bauen. Diese sollen die aktuellen Satelliten ersetzen und die Kapazität der Premium-TV-Position 13° Ost von Eutelsat ausbauen.

Die beiden Satelliten sollen – durch den „Superbeam“ – zur Verbesserung der Leistungen in Europa und im Nahen Osten führen. Die Satelliten werden über die 102 Ku-Band-Transponder/Frequenzen volle Service-Kontinuität, sichere Implementierung und Kapazitätsredundanz an der HOTBIRD-Position sicherstellen. Die HOTBIRD-Flotte bildet eine der größten Rundfunksysteme in Europa und versorgt mehr als 135 Millionen TV-Haushalte in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten mit 1.000 TV-Kanälen.

Generation effizienter Satelliten

Die neuen Satelliten werden auf der Plattform Eurostar Neo basieren, dem neuen Standarddesign für geostationäre Telekommunikationssatelliten von Airbus – eine maßgebliche Weiterentwicklung der hochzuverlässigen und erfolgreichen Eurostar-Serie mit einer ganzen Reihe bedeutender Innovationen. Eurostar Neo verbindet eine höhere Nutzlastkapazität sowie effizientere Energie- und Thermalregelungssysteme mit einer verkürzten Produktionszeit und optimierten Kosten.

Die Satelliten verfügen bei einer Startmasse von nur 4.500 Kilogramm über eine elektrische Leistung von 22 Kilowatt und basieren auf der Satellitenplattform Eurostar Neo mit elektrischer Orbiterhöhung (Electric Orbit Raising – EOR). Start des ersten und zweiten vollelektrisch angetriebenen Hochleistungssatelliten Eurostar Neo – der neunte und zehnte vollelektrisch angetriebene Eurostar-Hochleistungssatellit – ist für 2021 geplant. Zudem werden sie mehrere Elektrotriebwerke für eine schnellere Orbiterhöhung und schnellere Manöver im Zielorbit nutzen.

TV-Position in Europa ausbauen

Nicolas Chamussy, Leiter von Space Systems bei Airbus, sagte: „Durch das anhaltende Vertrauen in unsere Produkte wird Eutelsat nun Erstkunde von Eurostar Neo, unserem neuen Flaggschiff-Telekommunikationssatelliten. Eutelsat war unser zentraler Partner für die meisten unserer Neuheiten, darunter Eurostar E2000+ und Eurostar E3000 sowie die elektrische Orbiterhöhung. Rodolphe Belmer, CEO von Eutelsat, sagte: „Wir freuen uns sehr, diesen Vertrag mit unserem langjährigen Partner Airbus zu unterzeichnen. Dies ist ein weiterer Meilenstein für unsere Ziele, unseren Kunden Premium-Satellitentechnologie auf dem höchsten Leistungsstandard zur Verfügung zu stellen sowie Zuverlässigkeit und Servicesicherheit auf der Orbitalposition 13°, unserer seit mehr als 20 Jahren führenden TV-Position für Europa, den Nahen Osten und Nordafrika, auszubauen.“

Nicolas Chamussy weiter: „Eurostar Neo vereint Innovation und bewährte Technologien und bringt eine Produktlinie hervor, die gewohnte Zuverlässigkeit in Kombination mit der besten am Markt verfügbaren Leistung bietet. Eurostar Neo wird in der ‚digitalen Fabrik 4.0‘ produziert, eine völlig neue Art der Fertigung, die eine durchgängige Datenkontinuität bis zu den endgültigen In-Orbit-Testergebnissen garantiert.“ Die Entwicklung der Plattform Eurostar Neo von Airbus wurde unterstützt durch die Europäische Weltraumorganisation ESA und Weltraumagenturen in ganz Europa im Rahmen der ARTES-14-Programmlinie unter der Leitung der ESA und der französischen Raumfahrtbehörde CNES. Maßgebliche Unterstützung leistete zudem die britische Raumfahrtbehörde (UK Space Agency).

Asiana Airlines bei LHT zur Schule für Schubumkehrer

0

Lufthansa Technik Shenzhen und Asiana Airlines haben eine Fünf-Jahres-Vereinbarung über die technische Unterstützung für den Schubumkehrer V2500 abgeschlossen.

Im Rahmen der Vereinbarung unterstützt Lufthansa Technik Shenzhen Asiana Airlines mit technischen Schulungen, Werkzeugen und Ausrüstung sowie Vor-Ort-Support beim Aufbau von eigenen technischen Fähigkeiten für den Schubumkehrer V2500 und andere dazugehörige Komponenten.

Voneinander lernen: LHT und Asiana Airlines

Ziel ist es, eine flexible Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil auf der Grundlage der jeweiligen Expertise und Bedürfnisse beider Unternehmen aufzubauen und die Beziehungen zu vertiefen. Mit den Qualitätsstandards und Erfahrungen von Lufthansa Technik Shenzhen will Asiana Airlines einen bedeutenden Schritt zum Aufbau der eigenen Reparaturmöglichkeiten machen, anstatt die Leistungen extern zu vergeben.

„Dieser gemeinsamer Ansatz ermöglicht es uns, innovative Reparaturdienstleistungen aufzubauen, die mehr als den Schubumkehrer V2500 abdecken, mit Vorteilen wie einer höheren Flugzeug-Verfügbarkeit und einer engen Beziehung zu einem erstklassigen MRO-Dienstleister“, sagte ein Asiana-Vertreter im Namen von Chang Young-il, Executive Vice President Maintenance & Engineering von Asiana Airlines. „Die Zusammenarbeit bei Instandhaltungsarbeiten zwischen uns und Asiana Airlines besteht seit mehr als 25 Jahren“, sagte Gerald Steinhoff, Senior Vice President Corporate Sales Asia Pacific der Lufthansa Technik. „Wir werden unserem Kunden volle Verfügbarkeit und schnellen Zugang zur Kompetenzentwicklung bieten.“

Airbus startet ersten ACJ320neo

Airbus hat nun das erste Geschäftsflugzeug aus des Musters ACJ320neo starten lassen. Das Flugzeug der neuen Generation vollführte einen 02:40 Stunden-Flug um Hamburg.

Airbus Corporate Jets (ACJ) basieren auf den Flugzeugfamilien der übrigen Airliner, hier A320neo. Von diesen neuesten Airlinern sind schon etwa 500 im Flugdienst. Die ACJ haben dabei für noch längere Flüge einen Extratank im Frachtraum und fliegen mit höherem Kabinendruck, was das Reisen gerade auf langen Strecken angenehmer macht. Der Erstflug der ACJ320neo fand am 16. November statt.

Ausstattung erfolgt in Basel

Kunde für die erste ACJ320neo ist die Acropolis Aviation. Doch bevor das Flugzeug dorthin geliefert werden kann, wird es nun erst mal getestet und bei AMAC in Basel ausgestattet und lackiert. Airbus verspricht für die ACJ319neo, bei acht passagieren eine Reichweite von 6,750 Nautischen Meilen oder 12.500 km für Flüge über 15 Stunden, die ACJ320neo fliegt 25 Passagiere 6.000 Nautische Meilen oder 11.100 km in ca. 13 Stunden. Die geräumigen Business Jets auf Airliner-Basis fanden weltweit schon für 190 ACJ Käufer.

Flugzeugkollision bei Start und Landung – Pilot stirbt

0

Heute stießen am Nachmittag, 17. November gegen 15:30 Uhr, in der Nähe des Ultra-Leicht-Flughafens an der Landstraße 19 zwei Ultra-Leichtflugzeuge zusammen. Der Flugunfall ereignete sich, als vom Kückhovener Flughafen ein 70-jähriger Pilot aus Jülich startete und sich ein 60-jähriger Pilot aus Hürth im Landeanflug befand.

In der Luft erfolgte dann der Zusammenstoß der beiden Flugzeuge und sie stürzten in der Nähe des Flughafens in die Feldgemarkung zwischen der Ortschaft Berverath und der Landstraße 19. Zur Rettung der verletzten Piloten wurden auch ein Rettungshubschrauber sowie ein SAR-Hubschrauber angefordert. Leider kam für den 70-jährigen Piloten jede Hilfe zu spät und er verstarb an der Unfallstelle. Sein Flugzeug war bei dem Absturz in Brand geraten.

Der schwerverletzte andere Pilot wurde nach notärztlicher Versorgung am Unglücksort mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Zur Unterstützung der Aufnahme des Flugunfalls wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Mitarbeiter der Heinsberger Polizei und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind weiter im Einsatz. Die Polizei hofft, dass sich mögliche Zeugen der Kollision noch bei ihre melden.

Künstliche Intelligenz bei der Arbeit: CIMON auf der ISS

0

Der in Deutschland entwickelte und gebaute Astronauten-Assistent CIMON hat seine Feuertaufe im All bestanden. Er und der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst haben rund 90 Minuten im Columbus-Modul der Internationalen Raumstation ISS miteinander gearbeitet.

Alexander Gerst lebt und arbeitet seit dem 08. Juni 2018 auf der Internationalen Raumstation ISS. Teil seiner sechsmonatigen horizons-Mission ist auch die medizinballgroße, fünf Kilogramm schwere, 3D-gedruckte Kunststoffkugel ist der erste mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Astronauten-Assistent CIMON, ein Technologie-Experiment für die Mensch-Maschine-Interaktion im All.

CIMON wurde im Auftrag der Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie von Airbus in Friedrichshafen und Bremen entwickelt und gebaut und nutzt die künstliche Intelligenz (KI) der IBM-Watson-Technologie. Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München betreut das Projekt wissenschaftlich.

Astronaut Gerst spricht mit künstlicher Intelligenz

Am 15. November 2018 um 11:40 Uhr MEZ hielt das Missionsteam im Bodenkontrollzentrum BIOTESC der Hochschule Luzern den Atem an. Nach zweieinhalb Jahren intensivster Vorbereitungen und unzähliger Test- und Trainingsstunden mit CIMON (Crew Interactive Mobile CompanioN) auf der Erde konnte man eine Stecknadel zu Boden fallen hören – höchste Konzentration und freudige Anspannung lagen in der Luft: Nach dem Software-Upload zur ISS und einem Software-Update von CIMON selbst, einem Audio-Check und einem Test der Navigations-Kamera nahm Alexander Gerst seinen neuen künstlichen Mitbewohner auf der Raumstation nicht nur in Augenschein, sondern auch in Betrieb. 90 Minuten lang dauerte die Weltpremiere, das erste „Rendezvous“ zwischen dem deutschen ESA-Astronauten und dem sich autonom fortbewegenden robotischen Assistenten.

Nachdem Alexander Gerst seinen künstlichen Helfer aus seiner Box im Columbus-Modul der ISS geholt hatte, weckte er ihn mit den Worten „Wach auf, CIMON!“ und die Antwort kam prompt: „Was kann ich für Dich tun?“ Nach diesem ersten „Small Talk“ ließ Alexander Gerst CIMON frei schweben – zunächst noch ferngesteuert vom Boden. Damit wurde das so genannte „Guidance, Navigation and Control“-System in Betrieb genommen.

Es folgte die autonome Navigation mit mehreren Drehungen und Bewegungen in alle Richtungen und CIMON war in der Lage, das Gesicht von Alexander Gerst zu suchen und Augenkontakt aufzunehmen. Als Demonstration seiner Assistenzfähigkeiten zeigte CIMON auf seinem „Gesicht“, einem Display in der Mitte der Kugel, die Anleitung für ein Schüler-Experiment zur Kristallbildung und spielte einen Musiktitel ab.

Er nahm mit seinen integrierten Kameras ein Video und ein Foto von Alexander Gerst auf. Zum Abschluss brachte Alexander Gerst CIMON wieder an seinen Platz im Columbus-Modul zurück. Während der Kommissionierung hat die Projektverantwortliche von BIOTESC, Gwendolyne Pascua, direkt mit Alexander Gerst gesprochen, um ihn durch das Experiment zu begleiten: „Die Sprachverbindung hat einwandfrei funktioniert und ich bin sehr erleichtert, dass die Zusammenarbeit mit CIMON und Alex so gut geklappt hat.“

„Es ist ein unglaubliches Gefühl und eine wahnsinnige Freude, zu erleben, dass CIMON wirklich sieht, hört, versteht und spricht. Dieser erste echte Einsatz im All bedeutet für uns ein Stück Raumfahrtgeschichte und stellt den Beginn für einen hoffentlich langen Einsatz auf der ISS dar“, fasst Dr. Christian Karrasch, CIMON-Projektleiter in der deutschen Raumfahrtagentur im DLR zusammen. „Die Interaktion mit einer Künstlichen Intelligenz fasziniert mich. Das System CIMON ist in dieser Form weltweit einzigartig und speziell für den Einsatz auf der Internationalen Raumstation konzipiert. Wir betreten hier Neuland und erweitern den technologischen Horizont in Deutschland.“

CIMON denkt mit IBM-Cloud auf der Erde

„Mit CIMON haben wir eine Vision von uns in die Realität umgesetzt. Es ist ein sehr großer Schritt für die bemannte Raumfahrt, den wir hier gemeinsam gehen konnten. Durch CIMON haben wir den Grundstein für soziale Assistenzsysteme gelegt, die unter extremen Bedingungen zum Einsatz kommen sollen“, ergänzt Till Eisenberg, CIMON-Projektleiter bei Airbus.

Zur Datenübertragung nutzte CIMON das WLAN auf der Internationalen Raumstation und stellte über Satellitenverbindung per Bodenstationen eine Internetverbindung zur IBM Cloud her. Was dann in CIMONs Gehirn abläuft, erklärt Matthias Biniok, IBM-Projektleiter, so: „Wird CIMON eine Frage gestellt oder mit ihm gesprochen, wandelt die Watson KI dieses Audiosignal zunächst in Text um, der von der KI verstanden beziehungsweise interpretiert wird. Dabei kann IBM Watson die Inhalte nicht nur in ihrem Kontext verstehen, sondern ebenso die damit verbundene Intention. Das Resultat ist eine passgenaue Antwort, die wiederum in Sprache umgewandelt und wieder an die ISS zurückgeschickt wird. So ist ein natürlicher, dynamischer Sprach-Dialog möglich.“

Bernd Rattenbacher, Teamleiter beim Bodenkontrollzentrum an der Hochschule Luzern: „Die Datenverbindung zur Erde läuft via Satellit zur NASA und zum Columbus Kontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen. Von dort aus geht das Signal zu uns, der CIMON Bodenstation in BIOTESC, dem Schweizer User Support und Operations Center, das per Internet mit der IBM Cloud in Frankfurt verbunden ist. Die reine Signallaufzeit über die Satelliten beträgt 0,4 Sekunden in eine Richtung. Zur Datensicherheit sind viele Firewalls und VPN Tunnel aktiv.“

CIMON hat auch einen wissenschaftlichen Hintergrund. Berater sind Dr. Judith-Irina Buchheim und Prof. Alexander Choukèr von der Klinik für Anästhesiologie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Judith Buchheim: „CIMON könnte als KI-Partner und Begleiter Astronauten bei ihrem hohen Pensum an Experimenten, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten unterstützen und dadurch deren Stressexposition reduzieren.“

CIMON – Astronaut hat Hände frei

CIMON ist ein in Deutschland entwickeltes und gebautes Technologie-Experiment zur Unterstützung und Effizienz eines Astronauten bei der Arbeit zu steigern. Zeit im Weltall ist ziemlich teuer. CIMON kann Informationen, Anleitungen zu wissenschaftlichen Experimenten und Reparaturen darstellen und erklären. Ein Vorteil ist, dass der Astronaut beide Hände frei hat durch den sprachgesteuerten Zugriff auf Dokumente und Medien. Weitere Anwendungen sind etwa die Nutzung als mobile Kamera zur Einsparung von Astronauten Crew-Zeit.

Vor allem Routineaufgaben könnten durch CIMON erledigt werden, wie etwa die Dokumentierung von Experimenten, Suche nach Objekten und Inventarisierung. CIMON kann auch sehen, hören, verstehen und sprechen. Seine beiden Augen sind zwei Kameras zur Gesichtserkennung und weitere fünf Kameras zur Orientierung und Videodokumentation. Ultraschall-Sensoren messen Abstände zur Kollisions-Erkennung. Seine Ohren sind acht Mikrofone zur Richtungserkennung plus ein Richt-Mikrofon für eine gute Spracherkennung. Sein Mund ist ein Lautsprecher, über den er sprechen und Musik abspielen kann.

Kernstück der KI für das Verständnis von Sprache ist die IBM Watson KI-Technologie aus der IBM Cloud. Selbstständiges Lernen von CIMON wurde ausgeschlossen, er muss aktiv durch einen Menschen trainiert werden. Die KI zur autonomen Navigation stammt von Airbus und dient der Bewegungsplanung und Objekterkennung. Durch zwölf interne Ventilatoren kann sich CIMON frei in alle Raumrichtungen bewegen und rotieren. Somit kann er sich dem Astronauten zuwenden, wenn er angesprochen wird, Kopfnicken, Kopfschütteln und räumlich selbstständig oder auf Kommando folgen.

Player hinter CIMON

Entwicklung und Bau des interaktiven Astronauten-Assistenten wurden von der Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegeben und von Airbus in Friedrichshafen und Bremen umgesetzt. Als sprachgesteuerte Künstliche Intelligenz dient die Watson KI-Technologie aus der IBM Cloud. Die menschlichen Aspekte des Assistenzsystems wurden von Wissenschaftlern des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mitentwickelt und betreut. Ein rund 50-köpfiges Projektteam von DLR, Airbus, IBM und der LMU arbeitet seit August 2016 an der Realisierung von CIMON. Seit dem 02. Juli 2018 ist CIMON auf der ISS. Sein Name erinnert nicht zufällig an „Professor Simon Wright“, den robotischen Assistenten – das „fliegende Gehirn“ – aus der japanischen Science-Fiction-Serie „Captain Future“.

Weitere Partner sind die Europäische Weltraumorganisation ESA, BIOTESC an der Hochschule Luzern (Schweiz) zur operationellen Vorbereitung und Durchführung des Experimentes in der Infrastruktur der ISS und das Columbus-Kontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen zur operationellen Missionsplanung.

CIMON auf den Fotos

CIMON und Alexander Gerst: Am 15. November 2018 war CIMON, ein in Deutschland entwickeltes und gebautes Technologie-Experiment, zum ersten Mal an Bord der Internationalen Raumstation im Einsatz. Der interaktive, mobile und mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattete Astronauten-Assistent ist Teil der aktuellen horizons-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst.

Go, CIMON, Go! Große Freude und Erleichterung herrschte bei dem CIMON-Team im BIOTESC-Nutzerunterstützungszentrum an der Hochschule Luzern am 15. November 2018 nach dem ersten erfolgreichen Einsatz ihres „Schützlings“ mit Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS.