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Trends der Flugreisenden in und nach Deutschland

Vom 14. bis 15. Novem­ber 2018 fand in Bonn der Deut­sche Tou­ris­mus­tag statt. Diese Fachtagung bringt Ver­tre­ter aus der Tou­ris­mus­wirt­schaft, der Poli­tik und den Medien zusam­men – Anlass für die deut­schen Flug­hä­fen ein tou­ris­ti­sches Resü­mee zu zie­hen.

Deut­sche Städte und Regio­nen sind inter­na­tio­nal beliebt. Das belegt die ADV-Fluggastbefragung im Jahr 2017. Die Flughäfen ermög­li­chen Konekti­vi­tät und leis­ten damit ihren Beitrag für ein tou­ris­tisch beleb­tes Deutschland.

Besonders Briten kommen

Der starke Incoming-Verkehr steigt von 2014 zu 2017 um 20 Prozent. Beson­ders bei den Bri­ten ist Deutsch­land als Reise­ziel sehr gefragt. Im Ran­king der Top-15-Deutschlandziele für inter­na­tio­nale Flug­gäste weist Ber­lin den höchs­ten Anteil auf. Zusätz­lich ist Deutsch­land im glo­ba­len Luftverkehrsnetz ein stark nach­ge­frag­ter Umstei­ge­punkt für die Flugreisen­den.

Trend: Mehr Privates Incoming

Im Jahr 2017 wur­den ins­ge­samt 28,2 Mio. Incoming-Passagiere an den deut­schen Flug­hä­fen ver­zeich­net. Davon flo­gen 14,3 Mio. Pas­sa­giere aus pri­va­ten Grün­den nach Deutsch­land. Die durchschnitt­li­che Rei­se­dauer beträgt zehnTage. Den Cha­rak­ter als Städte-/Kurzreise bzw. Wochenendtrip haben vor allem Rei­sen in die Regio­nen Ber­lin und München. Das Durch­schnitts­al­ter liegt bei 39 Jah­ren, wobei die jüngs­ten Incoming-Passagiere mit 35 Jah­ren nach Ber­lin rei­sen.

Die Top Ten-Herkunftsländer für Pri­vat­rei­sen nach Deutsch­land sind: DE 17 Prozent, GB 12 Prozent, USA acht Prozent, ES 7 Prozent, IT 6 Prozent, CH 4 Prozent, FR 4 Prozent, AT drei Prozent, TR drei Prozent, RU zwei Prozent. Fast zwei Drit­tel (62 Prozent) kom­men aus Europa. Aus Nordamerika rei­sen neun Prozent, aus Asien fünf Prozent und aus Nahost drei Prozent zwecks Privatreise nach Deutsch­land. Jeder sechste Pas­sa­gier auf Pri­vat­reise ist aus Deutsch­land (17 Prozent).

Das Wachs­tum der Pas­sa­gier­zah­len im Luft­ver­kehr hält an. Für 2018 ist von mehr als 30 Mio. Incoming-Passagieren aus­zu­ge­hen, die nach Deutsch­land und inner­halb die­ses Lan­des rei­sen. Der Anteil der Incoming-Passagiere mit pri­va­tem Rei­se­grund wird die 16-Millionen-Grenze errei­chen.

Air­port Tra­vel Sur­vey – Fluggastbefragung vom ADV

Initi­iert und beglei­tet wer­den die im Abstand von drei Jah­ren stattfindenden Befra­gun­gen durch den Flug­ha­fen­ver­band ADV im engen Schulter­schluss mit sei­nen Mit­glieds­flug­hä­fen und dem Markforschungsin­sti­tut IFAK. „Die Rei­sen­den wol­len eine sichere, unkom­plizierte und bezahl­bare Anbin­dung an Tou­ris­mus­re­gio­nen. Für die Mobi­li­tät bleibt neben internatio­na­len Flug­rei­sen der innerdeut­sche Luft­ver­kehr ein unver­zicht­ba­res Seg­ment. Dazu ist eine nut­zen­ori­en­tierte Ver­flech­tung von natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Luft­ver­kehrs­an­bin­dung unab­ding­bar. Unnö­tige Bar­rie­ren sind abzubauen, damit Deutsch­land als attrak­ti­ves Rei­se­land nicht ins Hin­ter­tref­fen gerät. Das betrifft eine liberale Ent­wick­lung der Luft­ver­kehrs­rechte ebenso wie einen bedarfsgerech­ten Flug­ha­fen­aus­bau mit wett­be­werbs­fä­hi­gen Betriebszeiten sowie die Abschaf­fung der Luft­ver­kehr­steuer und eine Absen­kung der Luft­si­cher­heits­kos­ten“, kom­men­tiert Ralph Bei­sel, Hauptge­schäfts­füh­rer des Flug­ha­fen­ver­ban­des ADV, die Ent­wick­lung des Deutsch­land­tou­ris­mus.

Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle beim Wachstum vorn

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Am Flughafen Leipzig/Halle erhöhte sich der Frachtumschlag von Januar bis Oktober um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 1.012.448 Tonnen. Das Plus liegt damit deutlich über dem bundesdeutschen Trend, der für die ersten neun Monate des Jahres nach den Daten des Flughafenverbandes ADV einen Zuwachs von 2,2 Prozent auswies.

Im Monat Oktober wurden rund 105.697 Tonnen Fracht verzeichnet. Das sind 6,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Wachstumsträger am Airport ist insbesondere das Aufkommen des Unternehmens DHL, das in Leipzig/Halle seit 2008 das größte Drehkreuz innerhalb seines globalen Netzwerks unterhält, in dessen Errichtung 655 Millionen Euro investiert worden sind.

Ausbau für mehr Flugzeuge von DHL

Darüber hinaus wird derzeit unter anderem die Erweiterung der Infrastrukturen im Bereich des von DHL genutzten Vorfeldes geplant, das aktuell bis zu 60 Flugzeugen Platz bietet. Das beabsichtigte Ausbauvorhaben ermöglicht, abhängig vom Flugzeugtyp, bis zu 36 weitere Parkpositionen.

Weiterhin überproportional entwickelte sich zugleich das Frachtchartergeschäft anderer Logistik-Anbieter. Das Streckennetz im Frachtverkehr umfasst insgesamt über 270 Flughäfen weltweit, die von mehr als 50 Fracht-Airlines angeflogen werden. Der Leipzig/Halle Airport ist auch Heimatflughafen von AeroLogic, einem Joint Venture von DHL Express und Lufthansa Cargo. Seit März 2006 sind zwei Antonow 124-100 im Rahmen des SALIS-Projektes (Strategic Airlift International Solution) permanent in Leipzig/Halle stationiert.

Der Airport ist außerdem Sitz eines Tochterunternehmens der Volga-Dnepr-Gruppe, der Aircraft Maintenance and Engineering Service GmbH (AMTES GmbH), die eine Wartungsbasis für Antonov 124 sowie westliches Fluggerät am Standort unterhält. Zudem bestehen unter anderem regelmäßige Frachtcharterverkehre sowie eine Linienverbindung der Air Bridge Cargo nach Moskau.

Anti-Terror-Einheiten am Köln Bonn Airport

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Aufgrund einer großangelegten Anti-Terror-Übung der Bundespolizei und des Polizeipräsidiums Köln kommt es in der Nacht vom 20. auf den 21. November am Köln Bonn Airport zu Veränderungen bei der An- und Abreise. Auch der Terminalbetrieb ist beeinträchtigt.

Die Übung findet im landseitigen Bereich des Terminal 1 auf der Abflug- und Ankunftsebene statt und wird nicht öffentlich zugänglich sein. Es werden großflächige Teile des Terminal 1 durch die Bundespolizei abgesperrt. Alle Abflüge und Ankünfte werden in dieser Nacht ins Terminal 2 ausgelagert. Fluggäste werden gebeten, sich für Details zu ihren Flügen an ihre Airlines zu wenden. Der Flugbetrieb wird durch die Übung nicht beeinträchtigt.

Umleitungen vor dem Flughafen

Zudem gibt es Änderungen bei der An- und Abreise: Im Außenbereich des Terminal 1 wird die Verkehrsführung im gesamten Abflugbereich in Richtung Ankunft durch Kräfte der Polizei umgeleitet. Die Straßensperrung wird in der Zeit von 21:00 Uhr am 20. November bis etwa 04:00 Uhr morgens am 21. November aufrechterhalten.

Das Parkhaus 1 ist durchgängig nutzbar, P1A und die Kurzparkzone P1 werden ab 20:30 Uhr am 20. November 2018 bis etwa 04:00 Uhr gesperrt sein. P2 und P3 stehen zur Verfügung. Alle auf der Landseite gelegenen Shops und Gastronomiebetriebe in Terminal 1 schließen um 21:30 Uhr, das Terminal steht im Anschluss bis 05:00 Uhr morgens nicht zur Verfügung.

Zehn Airbus A320neo für Al-Qahtani Aviation

Airbus feiert weitere Verträge über Flugzeuge auf der Bahrain Airshow. Al-Qahtani Aviation, der Eigentümer von SaudiGulf Airlines, hat einen Kaufvertrag über zehn Flugzeuge der A320neo-Familie unterzeichnet. Die Bahrain International Airshow geht am heutigen 16. November 2018 zu Ende.

SaudiGulf Airlines betreibt derzeit von ihrem Drehkreuz in Dammam eine Flotte von sechs A320 Flugzeugen. Die Fluggesellschaft hat 2016 den Betrieb aufgenommen. Sie bediente zunächst Ziele innerhalb des Königreichs und dehnte dann das Streckennetz auf internationale Verbindungen aus. Seit Oktober 2018 bietet die Airline mit Flügen in vier Städte Pakistans weitere internationale Destinationen an.

Vorfreude auf die A320neo

„Als Airline mit Premium-Service freuen wir uns sehr darauf, die A321neo in unsere Flotte einzugliedern“, erklärte Sheikh Tariq Abdulhadi Al Qahtani, Chairman von Al-Qahtani Aviation und SaudiGulf Airlines. „Wir wollen mit dieser Flottenerweiterung zur Entwicklung und zum Wachstum des saudischen Luftfahrtsektors im Rahmen der Saudi Vision 2030 beitragen.“ Samer Majali, President und Chief Executive Officer von SaudiGulf Airlines: „Die Flugzeuge werden wesentlich zur Erweiterung unseres regionalen und internationalen Streckennetzes beitragen. Zusätzlich zu diesem Auftrag werden wir A320neo auf dem Leasing-Markt beschaffen.“

Die A320neo-Familie ist das erfolgreichste Single-Aisle-Programm der Welt. Seit ihrer Einführung im Jahr 2010 hat Airbus für diese Familie mehr als 6.200 Bestellungen von über 100 Kunden erhalten. Die A320neo-Familie wird mit modernsten Technologien, wie Triebwerken der neuen Generation und Sharklets an den Flügelspitzen, vom ersten Tag an mindestens 15 Prozent und bis 2020 mit weiteren Kabineninnovationen rund 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen. Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus: „Die A320neo-Familie bietet niedrigere Betriebskosten, höhere Treibstoffeffizienz und überragenden Passagierkomfort. Sie wird die ambitionierten Wachstumspläne von SaudiGulf Airlines ausgezeichnet unterstützen.“

Ryanair in Bremen legt elf Ziele für den Sommer auf

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Ryanair hat am Donnerstag den Sommerflugplan 2019 für Bremen bekannt gegeben und will darin ab Ende März Reisenden elf Direktziele zu Sonnenzielen in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien oder sehenswerte Städte in Litauen Schweden und Großbritannien anbieten.

Durch die zum Teil erhöhten Frequenzen haben Reisende im kommenden Sommer die Möglichkeit, ihre An- und Abreise noch flexibler zu gestalten. Erhöht wurden im Vergleich zum Sommer 2018 Thessaloniki, Porto, Stockholm, Barcelona und Faro um jeweils einen Flug in der Woche. Verdoppelt hat Ryanair die Frequenz ins andalusische Malaga von zwei wöchentlichen Flügen auf vier Flüge/Woche und bindet damit die sonnenverwöhnte südspanische Stadt gut an die norddeutsche Hansestadt an. Buchbar sind die Tickets ab sofort.

Ryanair: Ziele ab Bremen

  • London Stansted – zwölfmal/Woche
  • Palma de Mallorca – täglich
  • Barcelona/Girona – viermal/Woche (statt dreimal/Woche)
  • Malaga – viermal/Woche (statt zweimal/Woche)
  • Alicante – dreimal/Woche Faro – dreimal/Woche (statt zweimal/Woche)
  • Stockholm/Skavsta – dreimal/Woche (statt zweimal/Woche)
  • Porto – dreimal/Woche (statt zweimal/Woche)
  • Mailand/Bergamo – zweimal/Woche
  • Thessaloniki – zweimal/Woche (statt einmal/Woche)
  • Vilnius – zweimal/Woche

Ryanairs Chief Commercial Officer, David O’Brien zum Bremer Sommerflugplan: „Wir freuen uns, den Sommerflugplan 2019 für Bremen mit insgesamt elf Strecken, einschließlich Urlaubsdestinationen in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien zu verkünden. Diese Sommerstrecken sind bereits buchbar und um dies zu feiern, bieten wir Flugtickets ab Bremen schon ab 09,99 Euro für Reisen von November 2018 bis Februar 2019 an, die bis Samstag, den 17. November 2018 um Mitternacht buchbar sind. Da Tickets zu diesem großartigen Preis sicherlich bald ausverkauft sein werden, sollten Kunden schnell auf der Ryanair.com-Website ihren Flug buchen, um dies nicht zu verpassen…“

DGLR ehrt „Mr. Sentinel“ Prof. Volker Liebig

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Am 14. November 2018 hat die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) den langjährigen ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme Prof. Volker Liebig mit der Eugen-Sänger-Medaille geehrt. Liebig erhielt die Auszeichnung für große Verdienste um die weltraumgestützte Erderkundung, Meteorologie und Klimaforschung.

Unter seiner Leitung entstand die Satellitenserie Sentinel, die die Europäische Weltraumorganisation ESA im Auftrag der Europäischen Kommission im Rahmen des Copernicus-Programms entwickelt, baut und betreibt. Die DGLR verleiht die Eugen-Sänger-Medaille für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Raumfahrtwissenschaften bzw. des Raumfahrtgeräts.

Verantwortlicher für viele Satelliten

Nicht nur die Sentinel-Satellitenserie, auch die erfolgreichen Explorer-Satelliten sowie die Entwicklung der Meteosat-Satelliten entstanden unter der Leitung von Volker Liebig. Er hat maßgeblich die Definition und Durchführung des Copernicus-Programms betrieben, insbesondere den Aufbau entsprechender Nutzerzentren und Datenspeicher. Damit verfügt Europa heute über ein beispielloses System für die Umweltanalyse und -überwachung mit zahllosen Erkenntnissen für Umweltschutz und Klimaforschung.

„Prof. Liebig hat die erdbeobachtende Raumfahrt in Europa entscheidend geprägt. Als Programmdirektor am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und später als Direktor für Erdbeobachtung der ESA hat er in Zusammenarbeit mit der EU Europa zu einer führenden Position in der Erdbeobachtung weltweit etabliert“, sagte Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR.

Liebig promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er begann seine Laufbahn in der Polarforschung. Nach einigen Jahren in der Raumfahrtindustrie, trat Liebig 1994 in die Deutsche Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA, heute DLR Raumfahrtmanagement) ein. 2000 wurde er zum Programmdirektor des Deutschen Raumfahrtprogramms beim DLR ernannt, bevor er zur ESA wechselte, bei der er von 2004 bis 2016 als Direktor für Erdbeobachtungsprogramme tätig war. Im Februar 2010 wurde Volker Liebig zum Honorarprofessor der Universität Stuttgart ernannt. Zuvor lehrte er bereits acht Jahre an den Instituten für Raumfahrtsysteme (IRS) und Navigation (INS) über Satellitenprogramme zur Erderkundung und Telekommunikation.

Terminal 1 MUC: Planfeststellungsbeschluss steht

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Die Regierung von Oberbayern hat den Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung des Terminal 1 am Münchner Flughafen erlassen. Noch in diesem Jahr kann nun mit den ersten vorbereitenden Bauarbeiten am Vorfeld begonnen werden. Die Inbetriebnahme des neuen Flugsteigs wird voraussichtlich im Jahr 2023 erfolgen.

Ziel dieser Ausbaumaßnahme ist eine bedarfsgerechte Anpassung des Non-Schengen-Bereichs sowie eine Steigerung der Service- und Aufenthaltsqualität im Terminal 1. Im Verlauf der letzten Jahre ist die Kapazität des Terminals 1 durch erhöhte Sicherheitsanforderungen und veränderte Verkehrsstrukturen faktisch immer weiter reduziert worden. Mit dem neuen Flugsteig wird das Abfertigungsgebäude wieder in der Lage sein, die in den nächsten Jahren zu erwartenden Passagiermengen unter Gewährleistung internationaler Qualitätsstandards abzufertigen.

Investition in Infrastruktur – Flughafen bezahlt

Der neue Flugsteig soll moderne Infrastruktur von zentralen Kontrollstellen bis zu Gastronomie-Angeboten bereitstellen und mit den heutigen Modulen A und B verbunden werden. Er wird mehr als 320 Meter in das westliche Vorfeld des Münchner Airports hineinreichen. An dem Pier könnten insgesamt bis zu zwölf Flugzeuge andocken. Das Gesamtkonzept für den Ausbau sieht einen in drei Ebenen gegliederten Baukörper vor, der aus einem an das bestehende Terminal 1 angrenzenden Kerngebäude und einem Pier besteht. Die Gesamtfläche der Erweiterung inklusive der Umbauten in der heutigen Ankunft im Modul B beträgt rund 95.000 Quadratmeter. Für das Ausbauvorhaben sind Gesamtprojektkosten von rund 455 Millionen Euro veranschlagt, die die Flughafen München GmbH aus eigenen Mitteln aufbringen wird.

Luxus im A380: Emirates auf der Bahrain Airshow

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Emirates zeigt gerade auf der Bahrain International Airshow ihren Airbus A380 samt Inneneinrichtung. Auch seine Hoheit Mohammed bin Salman bin Hamad Al Khalifa, der Sohn des Kronzprinzen von Bahrain, hat sich das Flugzeug angesehen.

Ebenso dabei war Scheich Theyab bin Mohammed bin Zayed Al Nahyan, dem Kronprinzen von Abu Dhabi, seine Hoheit Scheich Mohammed bin Hamad bin Tahnoon Al Nahyan als Vice Chairman des Abu Dhabi Airports und Managing Director von Royal Jet. Sie wurden begleitet von Tony Douglas, Chief Executive Officer der Etihad Aviation Group.

Der Besuch erfolgte im Rundgang nach der offiziellen Eröffnung der Airshow. Die VIP-Delegation wurde vom Chef für den Flugbetrieb bei Emirates, Adel Al Redha, empfangen. Schon 2016 war der A380 als größtes Flugzeug auf der Airshow ein Publikumsliebling. 8.000 Besucher durchströmten die Kabine des Riesenjumbos. Heuer zeigt Emirates ihr 100. Flugzeug dieses Musters. Es ist eine besondere Gelegenheit, die exzellenten Luxusklassen dieser Airlines zu beischtigen, die sich nur in diesem Doppelstockflugzeug realisieren lassen.

DGLR und GPM für mehr Projektmanagement in der Branche

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Insbesondere in der Luft- und Raumfahrt sind neue Projekte komplex und reich an Risiken. Das verlangt nach besonders effizienten Methoden und Prozeduren zur Planung und Überwachung, um Misserfolge zu vermeiden. Kurz: Es verlangt nach einem funktionierendem Projektmanagement.

Am 14. November 2018 haben die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) und die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um das qualitative Projektmanagement in der Luft- und Raumfahrt zu fördern.

Projektmanagement steigert Effizienz

„Mit der Kooperation möchten wir das Projektmanagement in der Luft- und Raumfahrt kompetent verankern“, erklärte DGLR-Präsident Prof. Rolf Henke. „Das Wissen um Techniken und Vorgänge des Projektmanagements hilft, Projekte effektiver und ganzheitlich umzusetzen. Mit der GPM haben wir den optimalen Partner gefunden, dieses Wissen in unserer Branche weiterzuverfolgen.“

Ergänzend betonte Prof. Dr. Klausing, Präsident der GPM: „Unsere Zusammenarbeit war von Beginn an vertrauensvoll und konstruktiv. Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages bestätigt die DGLR ihr großes Vertrauen in das GPM Kompetenznetzwerk und in unser nachhaltiges Projektmanagement-Know-how. Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen, und dass wir nun einen Weg beschreiten, der unsere beider Kompetenzen noch stärker vernetzt und unsere Zusammenarbeit intensiviert.“

Henke unterzeichnete die Vereinbarung gemeinsam mit Prof. Dr. Helmut Klausing, im Rahmen der DGLR-Jahresversammlung. Beide Gesellschaften möchten ihre Kompetenzen auf dem Gebiet vereinen und Projektmanagementkompetenz vermitteln. Bereits seit 2011 arbeiten die Fachgruppe „Projektmanagement in Luft und Raumfahrt“ der GPM und der Fachausschuss Q4.1 „Projekt- und Qualitätsmanagement“ der DGLR zusammen und richten jährlich einen gemeinsamen Workshop zum Thema aus.

Informieren, Vernetzen, Fördern

Zudem bietet GPM und DGLR für eine gemeinsame Weiterbildung zum Thema „Prozessorientiertes Projektmanagement“ an. Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e.V. (DGLR) ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen, die sich privat oder beruflich mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Forum bietet. Hier vernetzt sich das Wissen der Luft- und Raumfahrt, aktuelle Projekte und Entwicklungen werden vorgestellt und gute Ideen gefördert und honoriert.

Wird passend gemacht: A380 für Wartung in München

Maßgeschneiderte Lösung für den Riesen-Airbus A380: Die Heckflosse der von der Lufthansa neu in München stationierten Langstreckenflugzeugen vom Typ Airbus A380 ist mit 22 Metern eigentlich mehr als zwei Meter zu hoch für den Wartungs-Hangar der Lufthansa Technik.

Das Leitwerk muss deshalb draußen bleiben. Um die Flugzeuge bei schlechter Witterung mit geschlossenen Toren warten zu können, wurden jetzt spezielle Hallentore mit Manschetten eingerichtet.

A380: Flossen draußen lassen

Diese umschließen jetzt, nach vier Wochen Bauzeit, den Flugzeugrumpf – die Heckflosse ragt dabei aus der Halle. Abgedichtet wird die Konstruktion durch einen 50 Zentimeter breiten Luftschlauch. Prinzipiell können damit alle Wartungsarbeiten für den Airbus A380 jetzt auch bei Lufthansa Technik in München durchgeführt werden.

Auftrag für Terminal 3 am Fraport vergeben

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Die Vergabe der ersten Rohbaumaßname von Terminal 3 ist heute durch die Fraport Ausbau Süd GmbH erfolgt. Den Zuschlag für die Errichtung von Pier H hat die Anton Schick GmbH + Co. KG erhalten, die bereits beim Neubau der Feuerwache 3 am Frankfurter Flughafen beteiligt ist.

Der Baubeginn des neuen Piers H vom zukünftigen Terminal 3 ist für Januar 2019 geplant. Die Vergabe umfasst den Rohbau des Pier-Stegs mit dem integrierten Vorfeldkontrollturm. Geplante Rohbauzeit sind ca. 24 Monate. Danach schließen sich Fassadenarbeiten und die Technische Gebäudeausstattung an. „Die Vergabeentscheidung zu Pier H ist der Startschuss für den Rohbau von Terminal 03. Ab Januar 2019 wächst das neue Terminal nach umfangreichen Tiefbauarbeiten Schritt für Schritt in die Höhe“, sagt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Fraport Ausbau Süd ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Fraport AG.

400 Meter Pier H für zehn Flugzeuge

Pier H ist Teil des ersten Bauabschnitts von Terminal 3. Der Flugsteig ist 400 Meter lang und auf Reisen in den Schengen-Raum ausgerichtet. Zehn Gebäudepositionen stehen Flugzeugen für den direkten Zu- und Ausstieg zur Verfügung. Teil des Flugsteigs ist auch der Vorfeldkontrollturm, der im Übergangsbereich zwischen Terminal-Hauptgebäude und Pier H errichtet wird. Vom 69 Meter hohen Turm aus wird später die Rollverkehrsführung im südlichen Vorfeldbereich gelotst.

Ebenfalls im ersten Halbjahr 2019 wird neben dem Terminal-Hauptgebäude auch der Rohbau des Flugsteigs J erfolgen. Die notwendigen Vergaben hierzu laufen noch. Pier J wird auf Non-Schengen Verkehre ausgerichtet und über 14 Gebäudepositionen verfügen – vier davon für Großraumflugzeuge wie dem A380. Die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts von Terminal 3 mit einer Kapazität von 14 Millionen Passagiere pro Jahr ist für 2023 geplant.

AAS expandiert in Hangar 2 – Größere Fluggeräte

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Augsburg Air Service hat die Abteilung „Flugzeuge mit Kolbenmotor“ erfolgreich von Halle 3 in die wesentlich größere Halle 2 verlegt. Das Unternehmen reagiert damit auf die neuesten Anforderungen, die sich aus der guten Auftragslage und den zahlreichen Kundenanfragen ergeben.

Durch den Umzug steht ab sofort mehr Platz für die Instandhaltung und Wartung von kolbengetriebenen Flugzeugtypen zur Verfügung. Somit lassen sich mehrere Aufträge parallel bearbeiten, um Stand- und Wartezeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Im Hinblick auf die hohe Serviceorientierung und den herannahenden Winter ist es dem Unternehmen wichtig möglichst viele Flugzeuge vor Wind und Wetter geschützt einstellen zu können.

Mehr Platz und Service für größere Flugzeuge

Dem geplanten Hallenwechsel waren umfangreiche Renovierungsarbeiten an Hangar 2 vorausgegangen. „Dieser Schritt war notwendig, da unser Kundenstamm im Piston-Segment stetig wächst. Wir merken dies vor allem bei den Auftragsarbeiten an Diamond- und Cirrus-Flugzeugen. Beispielsweise die Cirrus CAPS-Fallschirm-Überholung, die wir als einziger Servicebetrieb in Deutschland anbieten“, erklärt Florian Kohlmann, der Geschäftsführer von Augsburg Air Service, „dafür investieren wir gern in eine größere Halle.“ Zudem besteht aufgrund der erweiterten Kapazitäten am Standort die Option, die Services zu erweitern und bald auch größere Typen mit Kolbenmotor in die Capability Liste aufzunehmen, z.B. die Diamond DA-62.

Die ehemalige Piston-Halle 3 wird aber auch weiterhin für interne Arbeiten genutzt. Dennoch wird eine Anfahrt per Flugzeug zur Halle 2 erbeten. Die bisherigen Kontakte Herr Markus Pöschel und Herr Florian Rogner stehen den Kunden weiterhin zur Verfügung. Augsburg Air Service gilt vor allem für die Beechcraft-Muster aller Flugzeugklassen, aber auch bei vielen technischen Sonderanforderungen an anderen Flugzeugtypen als Spezialist. So etwa auch als autorisiertes Cirrus- und Diamond-Service Center. Mit dem zentral gelegenen Standort Augsburg im süddeutschen Raum ist Augsburg Air Service attraktiv für Kunden aus ganz Europa.

Schweiz: Neue Richtlinien für Flugplätze wie Zürichsee

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Der Bundesrat hat an der Sitzung vom 14. November 2018 drei Objektblätter des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL) verabschiedet. Neu ist das Objektblatt für den Wasserflugplatz Wangen.

Für den Flugplatz Bern-Belp wird das bestehende Objektblatt mit der Integration der militärischen Nutzung angepasst. Das Objektblatt Luzern-Beromünster wird aufgrund des modifizierten Hindernisbegrenzungsflächen-Katasters angepasst. Dieser separiert Luftfahrthindernisse in Flugplatznähe (z.B. Antennen, Stromleitungen) mit den Flugkorridoren.

Wasserflugplatz Wangen am Zürichsee

Bei Wangen am Zürichsee gibt es den einzigen Wasserflugplatz der Schweiz. Er war zwar als Standort bislang im SIL enthalten, allerdings ohne Objektblatt. Im neuen Objektblatt werden daher der Zweck, das beanspruchte Areal, die Grundzüge der Nutzung, die Erschließung sowie die Rahmenbedingungen zum Betrieb festgelegt. Zudem werden darin die Auswirkungen auf Raum und Umwelt aufgezeigt. Die für den SIL nötigen Verfahrensschritte konnten nach zwei Jahren abgeschlossen werden, inklusive Mitwirkung der Bevölkerung.

Die Anpassung des Objektblattes Bern-Belp geht auf die Integration der militärischen Nutzung zurück. So wurde bei der Überarbeitung der Objektblätter der Militärflugplätze im Sachplan Militär (SPM) festgestellt, dass die militärische Nutzung (Basis des Lufttransportdienstes des Bundes) des Regionalflugplatzes Bern-Belp bislang nicht im Objektblatt erwähnt war.

Die Fortschreibung des bestehenden Objektblattes für den Flugplatz Luzern-Beromünster ist auf die Anpassung des Katasters mit bewilligungspflichtigen Luftfahrthindernissen in Flugplatznähe (Antennen, Stromleitungen, Seilbahnen u.a.) zurückzuführen. Ziel dieses Katasters ist es, Hindernisse im Luftraum zu erfassen und räumlich vom Flugkorridor abzugrenzen, damit weiterhin ein sicherer Flugbetrieb gewährleistet werden kann.

Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL)

Der SIL enthält für jeden Flugplatz ein Objektblatt, in dem die Vorgaben aus dem Konzeptteil für die einzelnen Flugplätze konkretisiert werden. Das Objektblatt legt den Rahmen für künftige Aus- und Umbauten der Infrastruktur sowie für die Ausrichtung des Betriebs eines Flugplatzes behördenverbindlich fest. Es enthält Vorgaben für den Betrieb, zum Flugplatzperimeter, zur Lärmbelastung, zur Hindernisbegrenzung, zum Natur- und Landschaftsschutz sowie zur Erschliessung. Das Objektblatt ist Voraussetzung für die Genehmigung des Betriebsreglements und die Bewilligung von Flughafenanlagen (Plangenehmigung).

Erarbeitung der SIL-Objektblätter

Die Erarbeitung der Objektblätter erfolgt in zwei Phasen. Die erste Phase beinhaltet einen Koordinationsprozess, an dem die zuständigen Stellen von Bund und Kantonen, die betroffenen Gemeinden sowie der Flugplatzhalter beteiligt sind. Die Ergebnisse werden in einem Koordinationsprotokoll festgehalten.

Die zweite Phase umfasst das Verfahren nach den Bestimmungen der Raumplanungsverordnung. Wesentliche Bestandteile des Verfahrens sind die Anhörung der Behörden und Mitwirkung der Bevölkerung zum Entwurf des Objektblatts sowie die Abstimmung des Objektblatts mit den kantonalen Richtplänen.

Airbus A321LR bei erster Airline ARKIA

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Der erste Airbus A321LR der Welt fliegt jetzt in Israel. Erstkunde ARKIA Israeli Airlines hat das Standardrumpf-Flugzeug mit der besonders hohen Reichweite jetzt bekommen.

A321LR basiert auf der A321neo mit 97t MTOW. Durch exta-Tanks kann sie als Long Range (LR)-Version bis zu 4.000 Nautische Meilen (7.400 km) fliegen, was solche Langstrecken für das sonst kleinere Passagiersegment bis 220 Sitze erschließt – eine neue Lücke im Markt, die nun bedient werden kann. Die Motoren kommen von CFM, die A321LR befördert die bis zu 220 Passagiere in einer Klasse. Die in Tel Aviv beheimatete ARKIA gehört mehrheitlich der Jordache Enterpreises.

Recaro knackt die 500.000.000 Mio. Euro-Grenze

Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte des Flugzeugsitzherstellers Recaro aus Schwäbisch Hall übersteigt der Umsatz die Marke von 500 Millionen Euro.

2018 wird somit jetzt schon ein Rekordjahr für Recaro Aircraft Seating. Mit einer Zahl, die nicht nur den geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Mark Hiller stolz macht: „Einen so sensationellen Erfolg erreichen Sie nur mit ebensolchen Menschen.“ Er lässt zugleich durchblicken, dass bis zum Jahresende noch umsatzstarke Monate bevorstehen. Das kräftige Wachstum ist eine Bestätigung der Fünf-Jahres-Strategie von Recaro Aircraft Seating. Zu deren Beginn 2013 lag der Umsatz noch bei gut 330 Millionen Euro und die Zahl verkaufter Sitze betrug knapp 80.000 Stück. Die aktuellen Zahlen stehen für ein seitdem konstantes Wachstum.

Recaro: R&D zahlt sich aus

Als einen Grund für den Erfolg sieht der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Mark Hiller hohe Investitionen unter anderem in die Forschung und Entwicklung: „500 hochqualifizierte und motivierte Menschen umfasst unser globales R&D-Team, das in den vergangenen fünf Jahren z. B. den hygienic seat, der den German Innovation Award 2018 gewonnen hat, neben 14 weiteren Innovationen auf den Weg gebracht hat.“ Für diese Innovationskraft, aber auch für herausragende Qualität, hohe Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit landet Recaro regelmäßig in den Top-Bewertungen von Airbus und Boeing.

„Dass wir bereits im noch laufenden Geschäftsjahr erstmals die Umsatzmarke von 500 Millionen Euro mit aktuell über 110.000 Sitzen überschreiten, hat mehrere strategische Gründe“, erklärt Peter Müller, Executive Vice President Finance & Administration. „Es war richtig, dass wir uns nicht auf der Marktführerschaft im Bereich Economy Class-Sitze ausgeruht haben, sondern verstärkt wieder in das Business Class-Geschäft eingestiegen sind.“ Auch dass Recaro heute kunden- und serviceorientierter ist als je zuvor, ist eine Folge positiver Veränderungen im Unternehmen. Während der vor fünf Jahren gestartete Aufbau der Präsenz in China (Hongkong/Qingdao) bereits große Erfolge für den asiatischen Markt verbuchen kann, wird das Geschäft in Lateinamerika derzeit noch erfolgreich ausgebaut.

Das muss er aushalten: EDRS-C im Stresstest

Bei EDRS-C handelt es sich um den zweiten Knotenpunkt des European Data Relay Systems (EDRS), auch SpaceDataHighway genannt, einer zwischen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und Airbus gegründeten öffentlich-privaten Partnerschaft.

Die OHB System AG ist Hauptauftragnehmerin für Entwicklung und Bau des Satelliten EDRS-C. Der Telekommunikationssatellit wird derzeit im Raumfahrttestzentrum der IABG einer mehrmonatigen Testkampagne unterzogen, mit der er sich für den Raumflug qualifizieren muss. Den Schalltest hat der SmallGeo-Satellit am 06.11.2018 erfolgreich abgeschlossen.

Hält der Satellit die Lasten aus?

Mit diesen akustischen Tests wurde an zwei Tagen geprüft, ob der Satellit den Belastungen, die während des Raketenstarts und der Reise in den Weltraum auftreten, standhalten kann. Hier handelt es sich um Schallwellen, die beim Start vom Triebwerk und durch aerodynamische Lasten erzeugt werden und auf den Satelliten einwirken. Kann der Satellit den akustischen Lasten beim Ritt ins All standhalten?

Der knapp vier Meter hohe EDRS-C wurde für diese Testreihe in das 14 Meter hohe Schall-Labor des Raumfahrttestzentrums der IABG in Ottobrunn gebracht. Aus einer Wand führen drei unterschiedlich große Schalltrichter; bei der Testdurchführung tritt hier der exakt regelbare Schallpegel aus. Der Satellit ist genau so konfiguriert, wie er für den Raketenstart auf der Trägerrakete untergebracht werden wird. Er ruht auf seinem Adapter, mit dem er später auf der Rakete verankert wird. Den Satelliten umgeben mehrere Mikrofone. Für den akustischen Test wurden rund vierhundert Beschleunigungssensoren am Satelliten angebracht – entsprechend viele Kabel führen zu Datenaufzeichnungsgeräten.

Martyrium des Lärms

Die Schallverteilung wird in Frequenzbändern vorgegeben und reicht von 30 Hz bis 10.000 Hz. Mit Druckluft, es handelt sich um gereinigte atmosphärische Luft in entsprechender Reinraum-Qualität, kann ein maximaler Schalldruck von 156 dBA hergestellt werden. Reist ein Satellit beispielsweise in der oberen Position der europäischen Rakete Ariane 5 in den Weltraum, muss die Anlage beim Schalltest um die 143 dBA produzieren, um die Lasten zu simulieren. Beim Akustik-Test im 8 mal 8 Meter großen Schall-Labor treffen den Satelliten die Lasten von allen Seiten, denn das „aus einem Stück“ Beton gegossene Schall-Labor wird mit einem 140 Tonnen schweren Schiebetor und einer weiteren Schallschutztür dicht gemacht, so dass der Schall von den Wänden immer wieder zurück geworfen wird. Spannung während der Schalltests

Natürlich ist es jedes Mal spannend, wenn sich die beiden hohen Tore nacheinander langsam in Bewegung setzen und schließen, danach die Druckluft hörbar einströmt und schließlich das Startkommando gerufen wird. Während der Tests verfolgen die Teams von IABG und OHB gemeinsam an Monitoren, wie es um den Probanden steht. Zwei Kameras übertragen Live-Bilder vom Satelliten im Inneren der Kammer: nur seine „Iso-Folie“, die MLI (multi layer insulation), bewegt sich ganz leicht im Luftdruck.

Robustheit bis zur Umlaufbahn

Auf anderen Bildschirmen laufen Unmengen verschiedener Daten in unterschiedlichen Darstellungen. Nach dem Test übergibt die IABG die generierten Daten der Sensoren an die „Analysten“ von OHB – jetzt hat die Stunde der Struktur-Ingenieure geschlagen, die anhand der übereinander gelegten Kurven Anomalien ableiten könnten, sollte es welche geben. Erfreulicherweise konnten sie rasch „grünes Licht“ geben, und der Satellit kann seine Reise durch verschiedene Testkammern und -hallen im rund 4.000 Quadratmeter großen Reinraumbereich des Testzentrums fortsetzen, denn sein Testprogramm ist noch nicht beendet.

„EDRS-C hat jetzt auch unter Beweis gestellt, dass er die Vibrations- und Akustiklasten, die beim Raketenstart und in der Phase bis zum Erreichen der Erdumlaufbahn auftreten, unbeschadet aushalten kann“, freut sich Dr. Stefan Voegt, EDRS-C Projektleiter der OHB System AG, einem Tochterunternehmen des Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE. „Ich danke allen Beteiligten für die tolle Teamarbeit. Unter Verwendung großer Helium-Ballons bzw. Schienensysteme werden wir demnächst demonstrieren, dass sich die Solarpanels und die Antennen in der Schwerelosigkeit ordnungsgemäß ausfahren lassen. Außerdem werden wir noch den Nachweis bringen, dass die Nutzlasten ihre Performance erreichen und dass die Antennen wie geplant abstrahlen“.

Ticket ins All für 2019 gelöst

Der EDRS-C Satellit bleibt noch bis etwa April 2019 im Testhaus. Rund fünf Wochen vor dem geplanten Starttermin im zweiten Quartal 2019 beginnt der Transport zum Startplatz Kourou in Französisch Guyana. Eine Ariane 5 Rakete wird den EDRS-C in den Weltraum transportieren. Die OHB System AG entwickelte und fertigte den Satelliten im Auftrag von Airbus. EDRS-C basiert auf der von OHB im Rahmen des ARTES-Programms der ESA (Advanced Research in Telecommunications Systems) entwickelten SmallGEO-Plattform.

Der auf modernster Lasertechnologie basierende SpaceDataHighway ist die weltweit erste „Glasfaser am Himmel“. Gebildet wird er durch ein einzigartiges System von Satelliten, die durch ein Netz von Bodenstationen dauerhaft miteinander verbunden sind. Dabei befindet sich der erste – EDRS-A – bereits im Weltraum und deckt ein Gebiet ab, das von der amerikanischen Ostküste bis Indien reicht. Täglich können Daten mit einem Volumen von bis zu 40 Terabyte übertragen werden, die von Beobachtungssatelliten, UAVs und bemannten Flugzeugen mit einer Geschwindigkeit von 1,8 Gbit/s erfasst werden. Auf den Fotos der Kommunikationssatellit EDRS-C im Schall-Labor der IABG. Zuvor hatte EDRS-C die Tests im IABG-Vibrationslabor absolviert.

Flynas erster Betreiber der A320neo in Saudi Arabien

Flynas, die erste Low-Cost-Airline in Saudi Arabien, hat jetzt mit der Einflottung der A320neo von Airbus begonnen. Das Flugzeug ist das erste der neuen Familie von 80 Maschinen, die bis 2026 an Flynas geliefert werden sollen.

Die Bestellung hatte Flynas 2017 aufgegeben. Es ist auch das Debut für die A320 in Saudi Arabien. Die Airline fliegt derzeit mit 30 A320 mit der Current Engine Option (ceo). Die Flugzeuge werden CFM LEAP-1A-Triebwerken angetrieben. Saudi Arabien ist der größte Inlandsmarkt für Luftfahrt im Mittleren Osten. 2007 beförderte Flynas hier über 6,4 Mio. Passagiere.

Flughafen Frankfurt wächst im Oktober langsamer

Der Flughafen Frankfurt zählte im Oktober 2018 fast 6.400.000 Passagiere. Das Wachstum fällt mit einem Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat etwas moderater aus als im bisherigen Jahresverlauf. Kumuliert über die ersten zehn Monate des Jahres liegt der Anstieg bei 8,0 Prozent.

Die Flugbewegungen legten mit einem Plus von 6,3 Prozent leicht überproportional auf 46.551 Starts und Landungen zu. Das Cargo-Aufkommen ging aufgrund der geringeren Nachfrage im weltweiten Handel leicht um 1,0 Prozent auf 193.374 Tonnen zurück. Die Summe der Höchststartgewichte stieg um 4,1 Prozent auf etwa 2,8 Millionen Tonnen.

Flughafenbeteiligungen

Die Flughäfen des internationalen Portfolios entwickelten sich weiter positiv. Der slowenische Airport in Ljubljana verbuchte ein Plus von 5,1 Prozent auf 161.446 Fluggäste. Die Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre in Brasilien wuchsen insgesamt um 5,2 Prozent auf knapp 1.300.000 Passagiere. Die 14 griechischen Regionalflughäfen notierten im Oktober ein Plus von 6,1 Prozent auf knapp 2.500.000 Fluggäste. Die drei verkehrsstärksten Flughäfen waren Thessaloniki (plus 6,1 Prozent auf 586.683 Passagiere), Rhodos (minus 2,7 Prozent auf 540.117 Passagiere) und Kos (plus 12,4 Prozent auf 279.198 Passagiere).

Der peruanische Airport Lima erzielte mit 1.900.000 Fluggästen ein moderates Plus von 3,3 Prozent. Die Twin-Star-Flughäfen Varna und Burgas in Bulgarien legten deutlich um 26,2 Prozent auf insgesamt 154.661 Passagiere zu. Das stärkste Wachstum im internationalen Portfolio verzeichnete Antalya in der Türkei mit 29,2 Prozent auf 3,7 Millionen Passagiere. Im Oktober 2018 überschritt Antalya erstmalig die Schwelle von 30 Millionen Passagieren und wird damit auf Jahressicht einen neuen Höchstwert erreichen. Der Flughafen im russischen St. Petersburg erzielte ein Plus von 15,2 Prozent auf leicht über 1.500.000 Fluggäste. Mit einem Anstieg von 6,8 Prozent zählte der Flughafen Xi’an in China knapp 4.000.000 Passagiere.

A220 besucht Türkei mit Vorführflug

Ein Airbus A220 von airBaltic A220 ist jetzt in Istanbul am Flughafen Ataturk International Airport gelandet. Das Flugzeug aus der neuen Familie kommt damit zum ersten Mal in die Türkei, seit Airbus das Modell vom kanadischen Entwickler Bombardier im Juli übernommen hat.

Istanbul ist eine Station auf der weltweiten Demonstrationsreise, auf die sie die A220 der airBaltic gemacht hat. Das Flugzeugmuster A220-300 hat dabei die Region Asien-Pazifik und Europa auf dem Schirm. Nun werden Vertreter der Regierung, von Airlines und der Luftfahrtbehörden zu einem Vorführungsflug geladen. Danach soll die A220 wieder nach Riga in Litauen zurückkehren.

Das Flugzeug wird ebenso wie die neue A320neo von Pratt & Whitney-Triebwerken, hier dem PW1500G mit untersetztem Turbofan angetrieben. Die A220 fassen 100 bis 150 Passagiere, die stattliche Reichweite liegt bei 3.200 nm (5.020 km).

SpaceTalk zeigt Raumfahrt und Experten hautnah

Der Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB unterstützt die SpaceTalks-Reihe der ESA (European Space Agency) in Deutschland mit zwei Veranstaltungen. Am Freitag, 16. November, sind die SpaceTalks zu Gast im Vorhoelzer Forum in München und am Montag, 19. November, lädt OHB in die Bremer Firmenzentrale ein.

Am Freitag, 16. November, um 18:30 Uhr startet im Vorhoelzer Forum der TUM ein „inspirierendes Event über die Raumfahrt“, so heißt es auf der Webseite der SpaceTalks München. Freie Tickets gibt es hier. Die Anmeldephase für SpaceTalk München ist nahezu abgeschlossen. In verschiedenen Vorträgen und Pitches geht es um die Bedeutung der Raumfahrt für unseren Alltag.

Astronaut Thomas Reiter in Bremen

Darüber hinaus ist die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, mit einigen der Fachleute und Forscher der Luft- und Raumfahrtbranche in München in Kontakt zu treten. Sichern Sie sich jetzt noch schnell Ihr Ticket für die SpaceTalks München. Unter dem Motto „Gefahren aus dem All: Wie Technologien aus der Raumfahrt unseren Planeten schützen“ steht der SpaceTalk am Montag, 19. November, von 10:00 bis 14:00 Uhr, in der Bremer OHB-Firmenzentrale. Mit dabei sind unter anderem der Ex-Astronaut & Berater des ESA-Generaldirektors Thomas Reiter, Abteilungsleiter Exploration Marc Scheper sowie Dr. Chiara Manfletti Programme Advisor to the Director General ESA. Moderiert wird die Veranstaltung Dr.Timo Stuffler, Direktor Geschäftsentwicklung, OHB.

Airbus fördert zwei Dutzend Startups im BizLab

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Airbus hat 24 neue Startup-Unternehmen für sein BizLab ausgewählt. Die Firmen werden am vierten „Accelerator“-Programm teilnehmen – einer Plattform für die Entwicklung von Technologien und Arbeitsweisen, die bisher nicht für den Luft- und Raumfahrtsektor erschlossen wurden.

Das Airbus BizLab ist eine weltweite Plattform für neue Ideen für die Luft- und Raumfahrt. Startups und „Airbus-Intrapreneure“ arbeiten dabei zusammen, um innovative Ideen schneller in wirtschaftliche Erfolge umzusetzen. Seit der Einführung des Programms im Jahr 2015 hat das Airbus Bizlab 50 Startups und 40 interne Projekte angeschoben, die Kapital in Höhe von insgesamt 19,5 Mio. Euro beschafft haben. Dieses Jahr waren Startup-Kandidaten für das Airbus BizLab auch dazu aufgerufen, technische Lösungen für die Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung vorzuschlagen.

Europa und Indien mit Innovativen Gründern

Airbus hat im Frühjahr in Madrid (Spanien) den vierten BizLab-Standort nach Toulouse (Frankreich), Hamburg (Deutschland) und Bangalore (Indien) eröffnet. Die ausgewählten Firmen erhalten so an den vier Standorten auch Zugang zu einem einzigartigen weltweiten Netzwerk. Während des sechsmonatigen „Accelerator“-Programms werden die 24 Startups von einem internationalen Team aus Experten verschiedener Fachbereiche unterstützt.

Eigene Mitarbeiter stehen zu ihrem Coaching bereit. Außerdem sind Gelegenheiten zum Networking und gemeinsame Arbeitsbereiche vorgesehen. Die neuen Startups wurden unter 495 Bewerbern aus 64 Ländern ausgewählt. Sie kommen aus zehn verschiedenen Ländern. Eines der Hauptkriterien für die Auswahl waren mögliche Synergien zwischen den Projekten der Firmen und der Innovationsstrategie von Airbus.

Airbus Beschleuniger beim Einstieg ins Big Business

Viele junge Luft- und Raumfahrtunternehmen kämpfen heute damit, ihre innovativen Ideen und Technologien auch kommerziell umzusetzen. Andere haben Schwierigkeiten, Zugang zu Kunden zu finden oder langwierige Zulassungsprozesse durchzustehen. Das Innovationstempo wird dadurch erheblich gebremst. Um diese Hürden zu überwinden, hat das Airbus BizLab ein „Hybridkonzept“ entwickelt. Es hilft Startups, die Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit großen Unternehmen besser zu bewältigen. Das Airbus BizLab kann dabei schon einige Erfolgsstorys vorweisen. Zwei Beispiele:

  • UWINLOC, ein Startup aus Toulouse, bietet die weltweit erste vernetzte batterielose Lokalisierungslösung für die Nutzung in Gebäuden. Die Technik ist auf das Tracking großer Mengen von Gütern, Material oder Werkzeugen in der Fertigung und Logistik ausgelegt. In einer Finanzierungsrunde unter Federführung von ELAIA Partners konnte UWINLOC 4,5 Mio. Euro für die Expansion in die USA und nach China sammeln.
  • Neewee und EFLIGHT, zwei frühere BizLab-Teilnehmer aus Bangalore, haben Verträge mit Airbus geschlossen. Neewee verbessert mit hochentwickelter Analytik und künstlicher Intelligenz den Betrieb von Lieferketten für die Fertigung sowie die Beschaffung, während EFLIGHT eine Lösung entwickelt hat, um die Reaktionen von Piloten auf Flugbedingungen zu optimieren.

Diese 24 Startups wurden an den vier BizLab-Standorten ausgewählt:

Campus Toulouse

  • AVE (Frankreich): Entwickelt chimärische Polymere mittels Molecular Grafting.
  • Caddie Engineering (Bulgarien): Neue Luftfiltertechnologie auf Wasserbasis für alle biochemischen und mechanischen Schadstoffe.
  • H24E (Großbritannien): Ultra-Kurzpuls-Laser, der Wasser effizienter in Wasserstoff zerlegt als Elektrolyse.
  • Modularity Grid (Großbritannien): Digitale Plattform, über die Mini-Grid-Betreiber einkommensschwache Gemeinschaften zuverlässig mit erschwinglicher Elektrizität versorgen können.
  • Reynolds (Russland): Moderne Gasturbinengeneratoren für UAV- und eVTOL-Märkte (unbemannte Luftfahrzeuge bzw. senkrecht startende und landende Elektroluftfahrzeuge).
  • Indiego (USA): Überbrückt die Kluft zwischen Einschränkungen der menschlichen Mobilität und der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur.

Campus Hamburg

  • Sensifai (Deutschland): Automatische Video-Semantikerkennung für Multimedia-Management im großen Maßstab.
  • Flugilo (Deutschland): Parkassistenzsystem, das die Risiken und Kosten in Verbindung mit dem Bodenbetrieb von Flugzeugen verringern soll.
  • TG0 (Großbritannien): Nutzung eines einzigen Werkstoffs zur Erkennung von Handbewegungen und Aufbau von 3D-Bediensystemen ohne elektronische Sensoren.
  • Dino Robotics (Deutschland): 3D-geführte Anwendungen für den genaueren „Griff in die Kiste“ durch Roboter (Bin Picking).
  • Humanising Autonomy (Großbritannien): Kultur- und kontextspezifische Plattform für die optimierte Entscheidungsfindung autonomer Fahrzeuge.
  • Boni Global (Türkei): Adaptive Navigationstechnologie für Sehbehinderte.

Campus Bangalore

  • Flutura (Indien): Datenlösungen für Prozessabweichungen und ungeplante Stillstandzeiten von Schwermaschinen.
  • Trapyz (Indien): Audience-Insights-Plattform für Customer Journey Mapping in der realen Welt.
  • Gnani (Indien): Spezifische KI-Modelle für Unternehmensanwendungen mit Fokus auf Spracherkennung und NLP.
  • Hey Flyer (VAE): Plattform für die Konsolidierung von Flughafeninformationen für Reisende.
  • Scapic (Indien): AR/VR-Plattform für das Kundenerlebnis.
  • AgniKul (Indien): Entwickelt, fertigt, testet und startet Orbitalträgersysteme.
  • Traxof (Indien): Spezifische NLP-Lösung für verbesserte Mensch-Computer-Interaktion.

Campus Madrid

  • Daisho (USA): Sicheres und zentralisiertes Management von IoT-, Mobile- und Cloud-Computing-Anwendungen.
  • Urban Data Eye (Spanien): Gesundheitsdiagnostik öffentlicher Räume im Hinblick auf Sicherheit, Überlastung und Unfälle.
  • RECOGNAI (Spanien): KI-gestützte Analytiklösung für große Textdatensätze und strukturierte Daten.
  • BotsLovers (Spanien): KI- und NLP-gestützte Bots zur Verbesserung des Absatzes, der Markentreue und des Kundendienstes.
  • Unblur (Spanien): Intelligente Plattform für die einfache Kommunikation und den einfachen Informationsaustausch zwischen Ersthelfern bei Notfällen (Emergency First Responders).

OHB bekommt Zuschlag: Prototyp vom 3D-Druck aus Alu

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Ziel in dem Projekt ist die Erarbeitung von Design- und Qualifikationsrichtlinien für die Einführung von gedruckten Bauteilen in Struktur- und Nutzlastkomponenten von Satelliten sowie der Aufbau einer Lieferkette mit kürzeren Lieferzeiten.

Die OHB-System AG hat dazu nun eine Förderung für eine Technologieentwicklung aus dem General Support Technology Programm der ESA (European Space Agency) zum 3D-Druck erhalten. OHB wird dabei von seinen Projektpartnern, der Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT, dem Softwareunternehmen Altair Engineering und der cbprocess GmbH unterstützt. Das Projekt wurde im Oktober 2018 gestartet und läuft zweieinhalb Jahre.

Bauteile leichter und schneller verfügbar

Der 3D-Druck, auch Additive Manufacturing (AM) genannt, bietet einen neuen Ansatz, metallische Bauteile herzustellen und hebt sich dadurch von herkömmliche Fertigungstechnologien ab. Insbesondere für die Raumfahrt bietet der 3D-Druck eine Reihe von Vorteilen. „Bauteile aus dem 3D-Drucker können innerhalb kurzer Zeit und ohne den Einsatz zusätzlicher Werkzeuge hergestellt werden. Gegenüber bisherigen Herstellungsverfahren werden dadurch Lieferzeiten reduziert“, sagt Dr. Marco Mulser, Technologiekoordinator Additive Manufacturing.

Durch die neuen konstruktiven Möglichkeiten können Bauteile hergestellt werden, die optimal auf die Belastungen beim Start auf einer Trägerrakete sowie beim Betrieb des Raumfahrtzeugs im Weltraum abgestimmt sind. Der 3D-Druck erlaubt es zudem, mehrere Einzelteile zu einem Bauteil zusammenzufassen und Schnittstellen zu reduzieren. Somit kann die Masse einzelner Komponenten und auch die Gesamtmasse des Raumfahrtzeugs reduziert werden.

Weiteres Ziel: Aufbau der Lieferkette für den 3D-Druck

OHB System AG ist ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, die sich bereits seit mehr als fünf Jahren mit der Technologie beschäftigt. So werden in laufenden Projekten bereits Bauteile für optische Instrumente in Aluminium und Titan, Mechanismen aus Stahl sowie Strukturbauteile aus metallbeschichteten Hochleistungspolymeren entwickelt. Mit dem ESA-Zuschlag kann OHB seine Kompetenzen für den Einsatz dieser Technologie weiter ausbauen.

OHB will zudem ein strategisches Netzwerk für die Herstellung und Prüfung 3D-gedruckter Metallbauteile aufbauen, um künftig vermehrt gedruckte Satellitenkomponenten und Instrumente einzusetzen. Dr. Marco Mulser dankte der ESA für das entgegengebrachte Vertrauen und dem DLR Raumfahrtmanagement für die Unterstützung.

BAZL: Airport Zürich nennt Gebühren „unverantwortlich“

Würde der Vorschlag des BAZL umgesetzt, würden die aviatischen Erträge am Flughafen Zürich in der nächsten Gebührenperiode um rund 25 Prozent oder über 150 Millionen Franken pro Jahr zurückgehen, wie der Flughafen mitteilt.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat seine Vorschläge zur im Juni angekündigten Anpassung der Verordnung über die Flughafengebühren präsentiert. Da in der Luftfahrt die Ticketpreise der Fluggesellschaften flexibel gemäß Nachfrage und Angebot bestimmt werden, käme diese Senkung nicht den Passagieren zugute. Sie hätte aber erhebliche Auswirkungen auf die Investitionen in die Luftverkehrsinfrastruktur. Die Flughafen Zürich AG wird sich deshalb dezidiert gegen diesen nicht nachvollziehbaren Anpassungsvorschlag wehren.

Die aktuelle Verordnung über die Flughafengebühren ist seit 2012 in Kraft. Sie ist Grundlage für die Festlegung der aktuell geltenden Flughafengebühren. Am Flughafen Zürich wurden die Landegebühren seit 1995, die Passagiergebühren seit 2003 nicht mehr erhöht. Trotz den europaweit höchsten Bau- und Lebenshaltungskosten und der anerkannt hohen Qualität des Flughafens Zürich befinden sich die Gebühren im europäischen Mittelfeld.

Vorschlag für Airport unverständlich

Der nun vorliegende Vorschlag sieht vor, dass anstatt bisher 30 Prozent nun 50 Prozent des ökonomischen Mehrwertes aus dem kommerziellen Bereich auf der Luftseite und anstatt bisher 30 Prozent 75 Prozent der Parkingerträge für eine Quersubventionierung (Transferzahlung) der Flughafengebühren abgeschöpft werden sollen. Statt die wettbewerbspolitisch bedenkliche Quersubventionierung aufzuheben, würde diese massiv angehoben.

Nicht angepasst werden soll demgegenüber die Berechnungsformel für eine angemessene Kapitalverzinsung für die Flughafenbetreiberin. Aufgrund der anhaltenden Tief- bzw. Negativzinsen würde das in der nächsten Gebührenperiode zu historisch noch nie dagewesenen tiefen kalkulatorischen Kapitalkosten führen.

Stephan Widrig, CEO Flughafen Zürich AG: „Die von der Flughafen Zürich AG erhobenen Gebühren liegen moderat im europäischen Mittelfeld. Die Qualität gilt auch im globalen Vergleich als hervorragend, und SWISS als dominierende Fluggesellschaft in Zürich ist wirtschaftlich sehr erfolgreich. Dieses Erfolgsmodell basiert wesentlich darauf, dass wir laufend in die Erneuerung und Weiterentwicklung der Flughafeninfrastruktur investieren. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb das BAZL mit seinem Vorschlag die Investitionskraft der Flughäfen Zürich und Genf massiv schwächt. Die Nutzniesser dieser Maßnahmen sind primär die Fluggesellschaften, während die Passagiere nichts davon sehen und den Flughäfen erhebliche Mittel für wichtige Investitionen fehlen werden. Nach den bestehenden Kapazitätsproblemen würde man damit ohne Not zusätzlich noch ein erhebliches Finanzierungsproblem bei den Luftverkehrsinfrastrukturen schaffen.“

Höhere Margen der Airlines, kein Vorteil für Passagiere

Die Passagiergebühr am Flughafen Zürich beträgt aktuell 21 Franken für Lokalpassagiere und acht Franken für Transferpassagiere (exkl. Sicherheitsgebühr). Damit werden die Dienstleistungen und Infrastrukturen für Passagiere am Flughafen Zürich finanziert. Die Airlines verlangen zusätzliche Gebühren in deutlich höherem Umfang, welche nicht reguliert werden (u.a. Buchungsgebühren, Zusatzgebühren für Zahlung mit Kreditkarten, Sitzplatzreservationsgebühren, internationale Zuschläge).

Die Flugticketpreise werden aufgrund von Angebot und Nachfrage festgelegt. Werden die Flughafengebühren gesenkt, findet deshalb keine Anpassung der Ticketpreise statt. Die Änderung käme folglich nicht dem Flugpassagier zugute, sondern steigert primär den Gewinn der Fluggesellschaften auf Kosten von Investitionen in die Flughafeninfrastruktur. Keiner der mit dem Flughafen Zürich primär konkurrierenden Hubs kennt eine solche Quersubventionierung.

Geld für die öffentliche Hand statt Infrastruktur

Die Flughafengebühren sind die Basis zur Finanzierung der aviatischen Flughafeninfrastruktur und Dienstleistungen und erlauben die stete Erneuerung und Erweiterung des Flughafens Zürich in der anerkannt hohen Qualität. Seit ihrer Privatisierung im Jahr 2000 investiert die Flughafen Zürich AG durchschnittlich rund eine Million Schweizer Franken pro Arbeitstag in die Infrastruktur des größten Schweizer Flughafens.

Damit ist es ihr ohne Subventionen gelungen, die Qualität, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der interkontinentalen Luftverkehrsdrehscheibe Zürich zu erhalten und laufend zu verbessern. Dennoch konnte die Flughafen Zürich AG seit ihrer Gründung im Jahr 2000 rund eine Milliarde Franken an Steuern und Dividenden an die öffentliche Hand ausschütten.

Qualität und Erreichbarkeit gefährdet

Würde allerdings der jetzt vorliegende Vorschlag des BAZL umgesetzt, hätte dies große Auswirkungen auf die langfristige Investitionskraft und damit auch auf die Qualität am Flughafen Zürich. Die Flughafen Zürich AG wäre gezwungen, künftige Investitionen in erheblichem Umfang in Frage zu stellen, die nötig sind, um die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens Zürich langfristig auf hohem Niveau halten und die Voraussetzungen zu schaffen, die erwartete Nachfrage nach Luftverkehr befriedigen zu können. Beides ist wichtig, um die Erreichbarkeit und damit die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hoch zu halten.

Zurückweisung der Gebühren

Die durch das BAZL vorgeschlagene Anpassung der Verordnung über die Flughafengebühren wird deshalb von der Flughafen Zürich AG dezidiert zurückgewiesen. Zudem muss die Revision der Gebührenverordnung die Effekte der Negativzinsen adäquat berücksichtigen, wenn der Bund die in seinem luftfahrtpolitischen Bericht definierten Ziele erreichen will.

Lichterfahrten auf dem Flughafen MUC starten wieder

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Den Münchner Flughafen hautnah bei Nacht erleben und dabei spannende Einblicke hinter die Kulissen des Airports werfen: Dies ermöglichen die Lichterfahrten, die auch heuer vom 17. November bis 26. Dezember 2018 im Rahmen des Weihnachts- und Wintermarktes stattfinden.

Treffpunkt für die Touren ist die „Lichterfahrten“-Hütte auf dem Weihnachts- und Wintermarkt im Münchner Airport Center (MAC). Die rund 50-minütigen Rundfahrten starten jeweils von Montag bis Freitag in der Abenddämmerung um 17:00 und 18:00 Uhr. An den Wochenenden werden zusätzliche Fahrten stündlich von 16:30 bis 18:30 Uhr angeboten.

Bereits um 16:00 Uhr startet die „Kinderlichterfahrt“ für Familien. Eine Spezialtour gibt es um 19:00 Uhr mit der „Glühweinlichterfahrt“: Hier erhalten alle teilnehmenden Gäste mit dem Kauf eines Tickets einen Gutschein für einen Glühwein oder einen alkoholfreien Punsch und können die Bustour im Anschluss mit einem gemütlichen Spaziergang über den Weihnachtsmarkt verbinden.

AUA holt Bombardier von SWISS heim

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Austrian Airlines hat mit der Rückholung von vier Flugzeugen an den Heimatflughafen Wien begonnen. Um ihr eigenes Streckennetz zu stärken, verlagert die Fluglinie 76-sitzigen Flugzeuge des Typs Bombardier DH 8-Q400 werden aus der Schweiz nach Österreich, wo sie derzeit im Rahmen eines Wet-Lease-Abkommens für die Konzernschwester SWISS im Einsatz sind.

Die Rücknahme des ersten Flugzeugs ist bereits Ende Oktober erfolgt, die drei weiteren Flugzeuge werden schrittweise im ersten Halbjahr 2019 zum österreichischen Flag-Carrier zurückkehren. „Wir werden es den Low Costern am Standort Wien nicht leicht machen“, sagt Austrian Airlines Vorstand Andreas Otto, „wir sind auf der Serviceseite gut gewappnet und mit unserem weltweiten Streckennetz sehr gut aufgestellt oder positioniert“.

Flugangebot wächst, Passagierzahlen steigen

Mit Beginn des Winterflugplans hatte Austrian Airlines bereits ihr europäische Streckennetz ausgebaut. Über 40 zusätzliche Flüge pro Woche starten seit Oktober 2018 zu 14 Destinationen. Neben den Europaflügen sind auch die Flüge nach Nordamerika aufgestockt worden. Die Zahl der Passagiere konnte im Monat Oktober um 11,7 Prozent auf über 1,3 Millionen Passagiere gesteigert werden. Kumuliert hat Austrian Airlines zwischen Januar und Oktober 2018 über 11,9 Millionen Passagiere befördert. Das entspricht einem Anstieg von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Business Jet Embraer Phenom 100 E am Bodensee

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Atlas Air Service verkauft eine Phenom 100E an einen Kunden aus ihrer Bodensee-Region. Die Embraer Phenom 100E ist hinsichtlich Komfort und Betriebskosten der ideale Business Jet für Einsteiger.

Die Phenom 100E bietet einen großen Innenraum mit einem „Oval Lite“ Kabinenprofil, das von der BMW Group DesignworksUSA entworfen. Zudem ist der Jet für den Single-Pilot-Betrieb zugelassen und verfügt über das intuitive Prodigy Flight Deck basierend auf Avionik Garmin G1000. Große Fenster für mehr natürlichen Lichteinfall, wie man sie typischerweise nur aus größeren Flugzeugen kennt, ein Refreshment Center, eine vollwertige Einstiegstreppe inkl. Stufenbeleuchtung und der geräumige Gepäckraum revolutionieren die Very-Light-Jet Klasse. Das Flugzeug wird von Jet24 GmbH aus Wien im Charterflugbetrieb eingesetzt.

Phenom 100 E optimal für Europa

Atlas Air Service verantwortet exklusiv den Vertrieb der Embraer Executive Jets in Deutschland, Österreich und Schweiz und ist als Spezialist für Geschäftsreiseflugzeuge bereits seit 1970 erfolgreich am Markt. „Die Phenom 100E ist als Einstieg in den Jetbereich die bevorzugte Wahl von Piloten, Charterunternehmen und Flugbetrieben mittelständischer Unternehmen, da Betriebskosten und Reichweite für Flugstrecken aus Mitteleuropa heraus in einem idealen Verhältnis stehen. Unser Kunde schätzt vor allem auch den großen Vorsprung in Sachen Passagierkomfort“, so Thomas Frank, Sales Manager der Atlas Air Service AG.

OHB Czechspace: Aufbau von Engineering in Brünn

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Die OHB Czechspace s.r.o. hat in diesem Monat den operativen Betrieb in ihren neuen Räumlichkeiten in Brünn/Brno in der Tschechischen Republik aufgenommen.

Das Unternehmen, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, wird am Standort Brünn ein Engineering Team aufbauen und sich zunächst schwerpunktmäßig auf Dienstleistungen im Bereich Strukturanalyse und Design, System Engineering sowie Beschaffung von Strukturhardware konzentrieren. Czechspace erwartet in diesem Monat bereits erste Aufträge. Zur Geschäftsführerin der OHB Czechspace wurde die OHB-Ingenieurin Ariane Wyen bestellt.

Know-how für Standort Tschechiche Republik

Wyen ist Ingenieurin für Luft- und Raumfahrttechnik und hat ihren Abschluss in den Schwerpunkten Raumfahrtsysteme und Mechanik 2012 an der Universität Stuttgart erworben. Sie war Teilnehmerin an dem Masterprogramm für Raumfahrttechnik der University of Kansas. Ihre Diplomarbeit erhielt Auszeichnungen des DGLR (Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt) und der Universität Stuttgart.

2012 kam Wyen zu OHB in Bremen. Dort war sie für die Entwicklung und Verifizierung von Struktursubsystemen verantwortlich und hat die Satellitenprojekte Heinrich Hertz und SARah betreut. Beim Engineer Powerwomen Award Deutschland 2018 erreichte Wyen einen Platz unter den ersten dreien.

OHB Czechspace: Engineering Team aufbauen

Das Geschäftsmodell des Raumfahrtunternehmens ist auf Dienstleistungen für Dritte und Gesellschaften der OHB Gruppe sowie auf eigene Projekte in Engineering und Produktion ausgerichtet. Erster Schritt ist der Aufbau eines qualifizierten Engineering Teams für alle wesentlichen Felder der systemischen Raumfahrt. Das Team in Brünn soll sich von aktuell fünf Mitarbeitern auf 20 bis 25 Mitarbeiter bis Ende 2020 vergrößern.

Die OHB Gruppe prüft derzeit darüber hinaus, welche Produktions- und Montagefähigkeiten für die gesamte Gruppe in der Tschechischen Republik aufgebaut werden sollen. In einem zweiten Schritt beabsichtigt OHB Czechspace, dann am Gründungsstandort Klatovy hierfür eine Betriebsstätte zu realisieren. Die Gesellschaft wird dabei eng mit der Aerotech Czech in Klatovy zusammenarbeiten, an der OHB beteiligt ist. Diese Gesellschaft ist für den tschechischen Anteil an der Ariane 6 Rakete verantwortlich.

Raumfahrtunternehmen aufbauen

„Ich freue mich sehr, dass wir nun zusätzlich zur Ariane 6-Produktion auch mit unserer Satellitenkompetenz den schon länger geplanten Schritt in die Tschechische Republik realisieren, und ich freue mich, dass wir diesen Schritt mit einer hochqualifizierten und motivierten jungen Frau in der Führung des Unternehmens tun. Mit Frau Wyen vertrauen wir das neue Unternehmen einer unserer Besten an. Sie wird durch ihre Erfahrung sicherstellen, dass auch bei unserer tschechischen Tochter der Qualitätsstandard ‚made by OHB‘ gelebt wird“, sagt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE.

„Es geht uns weder um die Errichtung einer verlängerten Werkbank, noch um den Aufbau einer Außenstelle oder eines Vertriebsbüros. Die tschechische Regierung hat, beginnend mit dem Eintritt in die ESA vor zehn Jahren, als einer der neuen Player in der europäischen Raumfahrtpolitik deutliche Zeichen gesetzt. Mit unserem neuen Unternehmen wollen wir ein wichtiger Partner dieser Politik, ein fairer Partner der hochqualifizierten mittelständischen Raumfahrtunternehmen des Landes und ein nützlicher Partner der hochrangigen Raumfahrtforschung der tschechischen Universitäten werden“, sagt die neue Geschäftsführerin Ariane Wyen.

Lufthansa und Töchter steigern Absatz

Im Oktober 2018 haben die Airlines der Lufthansa Group rund 13,2 Millionen Fluggäste an Bord ihrer Flugzeuge begrüßt. Dies entspricht einer Steigerung von neun Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die angebotenen Sitzkilometer lagen um 8,9 Prozent über dem Vorjahr, gleichzeitig konnte der Absatz um 9,4 Prozent gesteigert werden. Daraus ergibt sich ein Sitzladefaktor, der mit 81,7 Prozent um 0,4 Prozentpunkte höher ausfällt als im Oktober 2017. Das Frachtangebot lag im Oktober um 5,0 Prozent über dem Vorjahr, die abgesetzten Tonnenkilometer um 1,9 Prozent niedriger. Daraus ergibt sich ein um 4,6 Prozentpunkte niedrigerer Nutzladefaktor von 65,6 Prozent.

Netzwerk-Airlines mit rund 9,6 Mio. Passagieren

Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben im Oktober insgesamt rund 9,6 Millionen Fluggäste befördert und damit 7,4 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Das Angebot in Sitzkilometern wurde im Oktober um 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Der Absatz stieg im gleichen Zeitraum um 7,3 Prozent. Damit erhöhte sich der Sitzladefaktor um 0,3 Prozentpunkte auf 81,8 Prozent.

Drehkreuz in Wien wächst zweitstellig

Am stärksten gewachsen sind die Netzwerk-Airlines im Oktober 2018 am Drehkreuz Wien mit einem zweistelligen Passagierwachstum von 11,7 Prozent, gefolgt von Zürich mit 9,8 Prozent. In München betrug das Wachstum 9,1 Prozent, in Frankfurt 3,6 Prozent. Auch das zugrunde liegende Angebot wurde in Wien mit 15,6 Prozent am stärksten erhöht. In München betrug die Angebotserweiterung 12,6 Prozent, in Zürich 11,4 Prozent, in Frankfurt lediglich 1,2 Prozent.

Lufthansa hat im Oktober rund 6,4 Millionen Fluggäste in ihren Flugzeugen befördert und damit 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einem im Oktober um 4,5 Prozent höherem Angebot an Sitzkilometern stand ein um 4,1 Prozent höherer Absatz gegenüber. Der Sitzladefaktor lag mit 81,4 Prozent um 0,3 Prozentpunkte unter dem des Vorjahresmonats.

Eurowings mit 13 Prozent Plus

Eurowings (inklusive Brussels Airlines) hat im Oktober rund 3,7 Millionen Fluggäste befördert, davon rund 3,4 Millionen auf Kurzstreckenflügen und 280.000 auf Langstreckenflügen. Dies entspricht einer Steigerung von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einem im Oktober um 17,9 Prozent erhöhten Angebot stand ein um 19,0 Prozent erhöhter Absatz gegenüber, woraus sich ein um 0,8 Prozentpunkten höherer Sitzladefaktor von 81,4 Prozent ergibt.

Auf der Kurzstrecke wurden im Oktober die angebotenen Sitzkilometer um 13,4 Prozent erhöht, die verkauften Sitzkilometer stiegen im gleichen Zeitraum um 14,1 Prozent. Daraus ergibt sich auf diesen Flügen ein um 0,5 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor als im Oktober 2017 von 82,1 Prozent. Auf der Langstrecke ist der Sitzladefaktor im selben Zeitraum um 1,6 Prozentpunkte auf 79,8 Prozent gestiegen. Hier stand einem um 28,2 Prozent erhöhten Angebot ein um 30,7 Prozent gestiegener Absatz gegenüber.

Eurofighter Typhoon erreichen 500.000 Flugstunden

Das Eurofighter Jagdflugzeug hat heute den Meilenstein von 500.000 Flugstunden erreicht. Damit verteidigt der Eurofighter Typhoon seine Rolle als Rückgrat der europäischen Luftverteidigung innerhalb der NATO.

Der Eurofighter Typhoon hat insbesondere in den letzten Jahren flottenweit schnell Flugstunden gesammelt – bedingt durch Luftraumsicherung und Kampfeinsätze. Fast 500 Flugzeuge der Flotte an Eurofighter gibt es zum Sichern von Europas Grenzen derzeit. Und die Zahl könnte noch weiter wachsen. Und der Eurofighter sei damit auch die erfolgreichste europäische Verteidigungskooperation, führt der Hersteller, die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH, aus.

Typhoon für die Zukunft

In Zukunft soll der Eurofighter Typhoon ein modernes Radar, noch bessere Schittstellen zur menschlichen Steuerung und natürlich neue Waffen bekommen. Durch Digitalisierung der Kampfeinheiten soll das Flugzeug auch für künftige Gefechtssituationen gewappnet werden. Als besondere Errungenschaft würdigte Clemens Linden, CEO der Eurojet Turbo GmbH, die 500.000 Flugstunden auch für das Eurofightertriebwerk EJ200. Über eine unzählige Stationierungen innerhalb und Außerhalb Europas habe das Triebwerk eine außerordentliche Verlässlichkeit bewiesen. Mit Blick auf die 1.000.000 Flugstunden bieben dabei noch Möglichkeiten zu dessen Weiterentwicklung.

Vom Büro aufs Vorfeld: Winterdienst-Crew bereit

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Noch fiel zwar kein Schnee, dennoch hat sich der Stuttgarter Flughafen schon mal auf den Winter vorbereitet: Rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Abteilungen des Unternehmens können bei Schneefall mit Räumfahrzeugen auf das Vorfeld ausrücken.

Bei einer dichten Schneedecke wird die Start- und Landebahn kurzzeitig gesperrt und innerhalb von einer viertel bis halben Stunde geräumt. Anschließend überprüfen die Mitarbeiter der Verkehrsleitung die Griffigkeit der Bahn und geben sie wieder für den Flugbetrieb frei. Bei anhaltenden Schneefällen räumt der Winterdienst regelmäßig. Jeweils 60 der freiwilligen Helferinnen und Helfer sind von November bis April in ständiger Rufbereitschaft. Bei Schneefall unterstützen sie die Flughafenfeuerwehr, die immer einsatzbereit ist. Diese beginnt daher mit einem Ersteinsatz, darauf folgt dann die Winterdienst-Crew.

Fuhrpark zur Schneeräumung am Flughafen

Für die Räumungsarbeiten stehen über 30 Fahrzeuge bereit, darunter auch Schneefräsen, die bis zu 5.000 Tonnen Schnee pro Stunde bewältigen können. Pflüge mit bis zu 450 PS können bei Bedarf schweren und nassen Schnee gut bewegen. Falls eine Enteisung der Start- und Landebahn nötig ist, erfolgt diese mit flüssigen sowie granulierten Mitteln, die vollständig biologisch abbaubar sind. Insgesamt beträgt die frei zu räumende Fläche rund 1,3 Millionen Quadratmeter.

Die freiwilligen Helfer werden in mehreren Trainings- und Fahrstunden für ihren Einsatz geschult. Übungsbestandteil ist unter anderem das Fahren im Konvoi, wo die einzelnen Abläufe direkt auf dem Vorfeld geprobt werden. Für viele Mitarbeiter ist der Winterdienst ein Einblick in neue Bereiche des Flughafens: Auch Bürokräfte helfen mit, wenn das Vorfeld geräumt werden muss.