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OHB sucht für ESA künftige Missionen mit Dream Chaser

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Die OHB System AG hat den Zuschlag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung des Dream Chaser als eine Plattform für europäische Missionen im erdnahen Orbit (LEO) für die Zeit nach der Internationalen Raumstation (ISS) erhalten.

Die Studie hat einen Auftragswert von 350.000 Euro und läuft über ein Jahr. OHB leitet dabei ein Konsortium bestehend aus den US-Unternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) und 4SPACE. Die SNC mit Sitz in den Vereinigten Staaten ist ein Anbieter von elektronischen Systemen und Systemintegrator in den Bereichen Raumfahrtsysteme, kommerzielle Lösungen sowie nationale Sicherheit und Verteidigung. Seit 2005 bietet 4SPACE mit seinem Netzwerk aus unabhängigen Beratern ihren europäischen und internationalen Kunden Beratungsdienstleistungen im Bereich Raumfahrtwissenschaft und -technologie an.

Dream Chaser zur Versorgung der Raumstation

Der Raumgleiter Dream Chaser befindet sich derzeit noch bei SNC in Entwicklung. Er ist ein für vielfältige Missionen geeignetes Raumfahrt-Nutzfahrzeug, das für den Transport von Besatzung und Fracht zu Zielen im erdnahen Orbit konzipiert wurde. Der Dream Chaser wurde von der NASA ausgewählt, ab Ende 2020, im Rahmen des Commercial Resupply Service 2 (CRS-2)-Vertrags, mindestens sechs Frachtmissionen zur und von der Internationalen Raumstation durchzuführen.

In den letzten 20 Jahren hat die ISS im Rahmen der Astronautischen Raumfahrt das Wissen in den Bereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften, Biologie, Erde und Universum in einzigartiger Weise erweitert. Früher oder später erreicht die ISS jedoch das Ende ihrer Lebenszeit. Aktuell diskutieren die internationalen ISS-Partner über Pläne für die Zeit nach der ISS-Nutzung, bzw. über eine Übergangsphase für den Übergang zur Nutzung anderer Plattformen.

Dream Chaser und die Ariane 6

Das Studienteam bestehend aus OHB, SNC und 4SPACE hat das Ziel, eine Kombination aus den einzigartigen Fähigkeiten des Dream Chasers, der zukünftigen Europäischen Trägerrakete Ariane 6 und der Möglichkeit, auf geeigneten Start- und Landebahnen in Europa zu landen, zu entwickeln. Mögliche Dream Chaser Missionen könnten freifliegende Missionen für wissenschaftliche Forschung, Technologiedemonstrationen, Vorbereitungsaktivitäten zur Erforschung des Weltraums sowie Dienst-/Logistikmissionen für andere Orbitalplattformen, bzw. Hybridmissionen sein, die die oben genannten Missionskategorien kombinieren. Das Studienteam will mögliche Nutzer und Technologiepartner des Dream Chaser dazu einladen, über Umfragen Anwendungsfelder und Technische Lösungen zu eruieren.

Rumpf des MC-21 kommt zum Langzeittest

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Die Irkut Corporation hat jetzt vom Werk der Irkutsk Aviation Plant einen Flugzeugrumpf des neuen MC-21 für Langzeittests zum Flugeld Ramenskoye in Zhukovsky geflogen – in einer Antonov 124.

Spezialisten des breiter aufgestellten Luftfahrtunternehmens und des Instituts TsAGI, an dem die statischen Belastungstests durchgeführt wurden, machen sich an die Montage des MC-21-300-Rumpfes und installieren Lastensysteme. Die Langzeittests sollen das Design in Sachen Ermüdung und Lebensdauer im Betrieb bestätigen.

MC-21: 180.000 Flüge in der Simulation

In den Tests wird der Rumpf vielerlei Belastungen ausgesetzt werden, die damit mindestens 180.000 Flüge simulieren. Zwei fliegende Maschinen absolvieren derzeit die Flugtests für die Musterzulassung. Ein drittes Testflugzeug MC-21 wurde schon zusammengebaut und befindet sich in der Kalibrierung der Systeme. Unterdessen laufen am TsaGI die statischen Tests weiter. Der Rumpf für ein viertes Flugzeug MC-21-300 ist bereits fertiggestellt. Die Produktion des Rumpfes für das erste Flugzeug, dass beim Kunden den Liniendienst antreten soll, wurde begonnen.

EAGLET 1 im All: Schiffsortung per AIS und Optik

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Lift-off für den Satellit EAGLET 1. Der Nanosat-Prototyp für Erdbeobachtung und Meeresüberwachung aus dem Hause OHB Italia wurde gestern erfolgreich von der kalifornischen Luftwaffenbasis Vandenberg an Bord einer Falcon 9 Trägerrakete in der SSO-A-Mission von SpaceX gestartet.

EAGLET 1 ist ein Nanosatellit, der in einer sonnensynchronen Umlaufbahn in 575 Kilometern Höhe platziert wird. Er beherbergt zwei Nutzlasten: Eine hochauflösende optische Nutzlast, die panchromatische Bilder erfasst, also für alle Farben des sichtbaren Spektrums empfindlich ist. Eine Nutzlast, die in der Lage ist, die AIS-Signale (Automatic Information System), die weltweit von Schiffen ausgesendet werden, zu empfangen.

Meilenstein für Überwachungsplattform

„Der heutige Start ist ein wichtiger Meilenstein beim Einsatz der Eaglet-Konstellation. Eaglet-1 ist die In Orbit-Validierung eines Nanosatelliten, der mittels des industriellen Ansatzes entwickelt wurde. Er zeichnet sich durch Zuverlässigkeit und Performance aus und ist der Vorläufer einer Konstellation höchst innovativer, schnell einsetzbarer und kostengünstiger Satelliten, die optische und AIS-Daten zur Verfügung stellen. Dabei wird die Wiederbesuchszeit über dem gleichen Gebiet sehr kurz sein, was eine breite Palette an Überwachungs- und Sicherheitsanwendungen ermöglicht“, sagt Roberto Aceti, Geschäftsführer von der Tochtergesellschaft des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, OHB Italia.

Remote Tower Control in Saarbrücken im Regelbetrieb

Die Fluglotsen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH kontrollieren vom 04. Dezember an den Verkehr am internationalen Flughafen Saarbrücken von Leipzig aus: Dort hat die DFS ihr Remote Tower Control Center in Betrieb genommen.

Saarbrücken ist der weltweit größte Airport, der im täglichen Betrieb aus der Ferne überwacht wird. Nach einer vierwöchigen Einführungsphase wird Remote Tower Control in den Regelbetrieb überführt. In den nächsten Jahren will die DFS die neue Technik auch an den Flughäfen Erfurt und Dresden einführen.

Lotsen in Leipzig

Die Lotsen, die den Flugverkehr in Saarbrücken-Ensheim kontrollieren, sitzen von heute an nicht mehr im Tower des Flughafens – sondern rund 450 Kilometer entfernt in Leipzig. Dort befindet sich das Remote Tower Control Center, das die DFS in ihrer Niederlassung am Flughafen Leipzig eingerichtet hat. Mit Hilfe hochauflösender Video- und Infrarotkameras haben die Lotsen immer einen Überblick über den Verkehr in der Luft und am Boden. Auch ohne den Blick aus dem Tower haben die Fluglotsen an ihrem neuen Arbeitsplatz den Verkehr in Saarbrücken im Blick.

Ein Verbund aus Video- und Infrarotkameras liefert ihnen permanent ein 360-Grad-Bild des Flughafens. Das Panoramabild wird auf einer Monitorreihe über dem Arbeitsplatz dargestellt; den Bildausschnitt können die Lotsen frei wählen. Außerdem wurden schwenk- und neigbare Video- und Infrarotkameras in Saarbrücken installiert, mit denen sich Details heranzoomen lassen. Zur Ausstattung gehören auch statische Kameras zur Vorfeldüberwachung.

Infrarot ermögicht bessere Sicht

Durch die Infrarottechnik haben die Fluglotsen eine deutlich verbesserte Sicht, vor allem bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit. Zusätzlich unterstützt das Remote-Tower-Control-System die Lotsen bei ihrer Arbeit: Es erkennt Bewegungen automatisch und hebt Flugzeuge in der Luft wie am Boden, aber auch Fahrzeuge auf den Monitoren hervor. Die startenden und landenden Flugzeuge lassen sich mit den beweglichen Kameras manuell oder automatisch verfolgen. Aus Sicherheitsgründen sind alle optischen Funktionen redundant ausgelegt. Die Kameras sind in einem beheizbaren Gehäuse untergebracht und verfügen über eine automatische Reinigungsfunktion. Sie wurden auf einem Kameraturm in Sichtweite des alten Towers installiert.

„Unser Remote-Tower-Control-System steht für Innovation und ist ein Beispiel für den Einsatz neuer digitaler Technologien im Bereich Luftverkehr“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung. „Damit verbessern wir unsere Effizienz und erfüllen unverändert die hohen DFS-Sicherheitsanforderungen.“ Das von der DFS entwickelte System ist weltweit einzigartig. „Damit etablieren wir einen neuen Standard in der Remote-Tower-Technologie.“

Dass Fluglotsen keinen direkten Sichtkontakt zu den Flugzeugen haben, die sie kontrollieren, ist außerhalb des Towers längst üblich. Die DFS überwacht den Flugverkehr im deutschen Luftraum in vier großen Kontrollzentralen in Langen, Bremen, München und Karlsruhe. „Dass wir nun auch die Starts und Landungen an den Flughäfen aus der Ferne kontrollieren, ist der logische nächste Schritt“, sagt Prof. Scheurle. Mit der Einführung der Remote-Tower-Technologie an deutschen Verkehrsflughäfen sollen unter Beibehaltung des hohen Sicherheitsniveaus Kosten eingespart sowie die Flexibilität des Lotseneinsatzes erhöht werden. „Bislang waren Remote-Tower-Lösungen nur an sehr kleinen Flughäfen mit geringem Flugverkehrsaufkommen eine Option“, sagt Prof. Scheurle. „Mit unserem System sind wir nun erstmals in der Lage, einen internationalen Flughafen rund um die Uhr von einem entfernten Standort aus zu kontrollieren.“

Zentralisierung der Lotsen für mehr Effizienz

Ihr Remote-Tower-System hat die DFS gemeinsam mit dem österreichischen Technologieunternehmen Frequentis entwickelt; die Video- und Infrarotsensoren stammen vom deutschen Konzern Rheinmetall Defence Electronics. Insgesamt nahm die Entwicklung vier Jahre in Anspruch. Für die nationale und internationale Vermarktung des DFS-Remote-Tower-Systems haben die DFS-Tochter DFS Aviation Services GmbH und Frequentis das gemeinsame Tochterunternehmen Frequentis DFS Aerosense GmbH gegründet.

Insgesamt sind zehn Saarbrücker Lotsen nach Leipzig gewechselt. In den nächsten Jahren will die DFS auch die Kontrolle der Flughäfen Erfurt und Dresden nach Leipzig verlagern. Durch eine entsprechende Ausbildung sollen die Fluglotsen die Berechtigung nicht nur für einen, sondern Schritt für Schritt für alle drei Flughäfen erwerben. Dadurch kann die DFS ihr Personal effizienter einsetzen und auf Veränderungen flexibler reagieren. Außerdem sinkt der Aufwand für die Inbetriebhaltung von Gebäuden und der dazugehörigen Infrastruktur. So wäre am Flughafen Saarbrücken der Neubau eines Kontrollturms notwendig gewesen, auf den die DFS nun verzichten kann.

Ein Regionalflugzeug der Fluggesellschaft Luxair war das erste Flugzeug, dessen Landung im Remote Tower Control Center der DFS kontrolliert wurde. Die Maschine vom Typ Bombardier DHC 8-400 kam aus Luxemburg und setzte am 4. Dezember um 6.51 Uhr auf der Landebahn in Saarbrücken auf. Ein Regionalflugzeug derselben Airline war um 6.53 Uhr die erste Maschine, die ihre Startfreigabe aus Leipzig erhielt. Das Flugzeug vom Typ Bombardier CRJ 700 startete planmäßig in Saarbrücken und nahm Kurs auf den Flughafen Berlin-Tegel. Die letzte Maschine, die vom alten Tower aus kontrolliert wurde, startete am 3. Dezember um 22.01 Uhr. Ziel des Luxair-Fluges war Luxemburg.

Auch wenn die Kontrolle des Flugverkehrs in Saarbrücken nach Leipzig verlagert worden ist, bleibt der Tower zunächst weiter betriebsbereit. Nach dem Abschluss einer vierwöchigen Einführungsphase wird die DFS mit ihrem Remote-Tower-Control-System in den Regelbetrieb übergehen.

HAM feiert erstes Jahrzehnt Airport Plaza

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Am Hamburg Airport wird heute ein besonderes Jubiläum gefeiert: Vor genau zehn Jahren wurde die Airport Plaza eröffnet. Seitdem verbindet das Gebäude die Terminals 1 und 2 und beherbergt darüber hinaus die zentrale Sicherheitskontrolle sowie zahlreiche Shops und Gastronomiebetriebe.

Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit hatte der Flughafen die Airport Plaza am 04. Dezember 2008 in Betrieb genommen und mit großen Feierlichkeiten offiziell eingeweiht.  „Die Airport Plaza ist in den vergangenen zehn Jahren zum Herzstück unseres Flughafens geworden“, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. „Rund 146 Millionen Passagiere haben seitdem von dem bunten Shopping- und Gastronomieangebot, den kurzen Wegen zur Sicherheitskontrolle und dem internationalen Flair profitiert. Zusammen mit unseren vielen Partnern bieten wir unseren Fluggästen in der Airport Plaza einen zentralen Ort mit vielfältigen Restaurantkonzepten und exklusiven Einkaufsmöglichkeiten.“

Herzstück des Flughafens in modernem Design

Die Airport Plaza verbindet die Gebäude der Terminals 1 und 2 miteinander und begrüßt die Fluggäste mit einer modernen, weltoffenen Atmosphäre. In der Airport Plaza ist zudem die zentrale Sicherheitskontrolle des Flughafens untergebracht. Das moderne Gebäude entstand im Rahmen des Investitionsprogramms HAM 21, während dem unter anderem auch das Terminal 1, die Pier Süd sowie das Parkhaus P2 gebaut wurden. In den Bau des Gebäudes hat Hamburg Airport rund 100 Millionen Euro investiert.

Die Airport Plaza hat eine Grundfläche von 4.900 Quadratmetern; auf sieben Ebenen ergibt sich daraus eine Bruttogeschossfläche von 33.000 Quadratmetern. Rein rechnerisch hätten dort sechs Fußballfelder Platz. Das Gebäude der Airport Plaza wurde von dem Architekten Meinhard von Gerkan entworfen: Die geschwungene Dachform, die sich auch in den beiden Terminals wiederfinden lässt, ist der Wölbung einer Tragfläche beim Start nachempfunden. Insgesamt wurden rund 11.700 m² Glas in die Konstruktion integriert.

Bunter Marktplatz für Shops und Gastronomie

Vor und nach der zentralen Sicherheitskontrolle finden die Passagiere von Hamburg Airport in der Airport Plaza eine große Vielfalt an exklusiven Shops, Restaurants und Cafés. Der größte Shop in der Airport Plaza ist seit deren Eröffnung Heinemann Duty Free – dort finden die Fluggäste auf rund 1.400 Quadratmetern eine umfangreiche Auswahl an Duty Free Artikeln. Ein von Marché International betriebener Food Court mit einer Größe von 2.630 Quadratmetern und abwechslungsreichen Gastronomiekonzepten sorgt an zentraler Stelle direkt hinter der Sicherheitskontrolle für das leibliche Wohl der Reisenden.

Das Angebot erstreckt sich von einem Mövenpick Café über eine Marché Bakery, ein Cindy´s Diner mit frischen Burgern sowie das San Pino, das ein Pizza- und Salat-Konzept anbietet, bis hin zu einer in Lizenz betriebenen Filiale von Gosch Sylt. Pro Tag werden in den Gastronomiebetrieben rund 3.000 Sandwiches belegt, zudem werden pro Jahr ungefähr 5.620 Sack Mehl verbraucht.

Baustein der Infrastruktur

Die Mobilität in alle Welt, die gut ausgebaute Infrastruktur des Flughafens sowie das hohe Kundenpotenzial machen die Airport Plaza zudem zu einem attraktiven Bürostandort. In den Büroriegeln der Airport Plaza stehen 2.900 Quadratmeter für aktuell 65 Büros zur Verfügung, die gleichermaßen vom Flughafen als auch von externen Mietern genutzt werden.

Zum Anlass dieses feierlichen Jubiläums gibt es am 04. und 05. Dezember für alle Passagiere eine Überraschung am Hamburg Airport: Promoterinnen von Zuckerzahn verteilen in der Airport Plaza Süßigkeiten und spannende Aktionsangebote. Die Aktion läuft an beiden Tagen jeweils von 14:00 bis 19:00 Uhr. Schauen Sie vorbei und lassen sich überraschen!

Österreich sieht Handlungsbedarf bei Flugverspätungen

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Verkehrsminister und Ratsvorsitzender von Österreich, Norbert Hofer, nahm die Verspätungssituation im Luftverkehr zum Anlass, dieses Thema und mögliche Lösungen mit den 27 Verkehrsministern, der Eurocontrol und der Europäischen Kommission im Rahmen eines informellen Mittagessens zu diskutieren.

„Im letzten Sommer war Europa mit zahlreichen Flugverspätungen und Ausfällen konfrontiert. Diese Situation muss unverzüglich angegangen werden, um das Vertrauen der europäischen Bürger in die Zuverlässigkeit des europäischen Luftverkehrs wiederherzustellen und mögliche negative Auswirkungen auf die Passagiere, aber auch auf die europäische Wirtschaft zu vermeiden“, hielt der Minister in seinem Einleitungsstatement fest.

Kommissarin Violeta Bulc merkte darüber hinaus an, dass hier rasch sowohl kurzfristige als auch langfristige Maßnahmen zu setzen sind und es eine gemeinsame Verantwortung aller EU-Institutionen und aller Luftfahrt-Stakeholder sei, die Kapazitäts-Engpässe, die zu solchen Verspätungen führen, zu beheben.

Handlungsbedarf bei Flugverspätungen

Die Minister aller Mitgliedstaaten stimmten überein, dass dieses Thema rasch angegangen werden muss. Eurocontrol als der Netzwerk-Manager der Europäischen Union hat dafür eine Reihe von Vorschlägen in die Debatte eingebracht, um die Leistungsfähigkeit bereits schon im Jahr 2019 zu verbessern. Diese reichen von verbesserter Zusammenarbeit der Flugsicherungsdienstleister über zielgerichtetere Prozesse für die Bewältigung der Wettergegebenheiten sowie die mögliche Beseitigung von strukturellen Engpässen im Luftraum. Zusätzlich sollte die Aufmerksamkeit auf die Beachtung von arbeits- und sozialrechtlichen Aspekten gelegt werden.

„Ebenso bedarf es aber auch langfristiger Maßnahmen. Hier gibt es etwa Überlegungen hinsichtlich einer grundlegenden Modernisierung des europäischen Flugsicherungssystems. Diese betreffen Bereiche wie technologische Entwicklungen oder eine mögliche Reorganisation des Luftraums“ schlussfolgerte der Minister.

Ryanair: Friedenspflicht bis zur Einigung mit Piloten

Die Vereinigung Cockpit (VC) und Ryanair haben sich rund elf Monate nach dem ersten Arbeitskampf der Piloten auf ein Eckpunktepapier verständigt.

Beide Seiten wollen bis Ende März insgesamt vier Tarifverträge auf der Grundlage deutschen Rechts schließen. Neben Arbeits- und Vergütungsbedingungen, die bis Ende Februar tarifvertraglich festgeschrieben sein sollen, sieht die Verabredung bis spätestens Ende März einen Sozialplan und eine Personalvertretung vor. Während dieser Zeit wurde im Hinblick auf die jeweiligen Verträge Friedenspflicht vereinbart.

Deutsche Arbeitsverträge für Piloten

Sämtliche in Deutschland stationierten Piloten werden ab Anfang Februar 2019 statt bislang irischer nunmehr Arbeitsverträge nach deutschem Recht haben, dadurch finden ab diesem Zeitraum auch deutsche Arbeitnehmerschutzgesetze Anwendung. In der Absichtserklärung verständigten sich VC und Unternehmen auf eine Vielzahl von Punkten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in einem Manteltarifvertrag.

Außerdem wird die Vergütungsstruktur geändert und der bislang sehr hohe variable Anteil am Gehalt für die Piloten reduziert, was zu einer deutlichen Erhöhung des Grundgehalts führt. Durch die Umstellung von irischem auf deutsches Einkommenssteuerrecht wird bei den Piloten zudem eine substanzielle Erhöhung des Nettogehalts ab dem 01. April 2019 angestrebt. Das bisherige Einsatzmodell von fünf Diensttagen und vier freien Tagen jeweils am Block, bleibt nach der Vereinbarung zudem erhalten.

Durch die Verabredung zu einer Personalvertretung für das Cockpitpersonal bei Ryanair auf Grundlage eines entsprechenden Tarifvertrages wird erstmals die betriebliche Mitbestimmung im Unternehmen eingeführt. In der letzten Woche wurde durch eine Gesetzesänderung des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) der Weg dazu geebnet. Mit der Änderung wurde festgeschrieben, dass Cockpit- und Kabinenpersonal die Möglichkeit erhalten soll, einen Betriebsrat zu wählen, sollte es kein tarifvertragliches Mitbestimmungsgremium geben.

Piloten mussten es sich erkämpfen

Zuletzt wurden die Verhandlungen von den zwei Juristen Holger Dahl und Prof. Stefan Simon moderiert. Auf Basis ihres Lösungsvorschlages, verständigten sich VC und Ryanair auf das nun unterzeichnete Papier. „Mit der Vereinbarung des Eckpunktepapiers ist nach dem Scheitern der Verhandlungen in diesem Sommer nun der Wiedereinstieg in einen konstruktiven Dialog gelungen.“, sagte Martin Locher, Präsident der VC. „In erster Linie möchte ich mich bei unseren Mitgliedern bedanken, die sich diesen Erfolg mit großer Entschlossenheit buchstäblich erkämpft haben. Auch unsere VC-Tarifkommission bei Ryanair hat einen großartigen Job gemacht, um zu diesem Ergebnis zu kommen.“, ergänzte VC-Präsident Locher.

„Aufgrund der Gesetzesänderung des Betriebsverfassungsgesetzes konnten wir Ryanair überzeugen, einen Tarifvertrag über betriebliche Mitbestimmung zu schließen. Durch seine Gesetzesinitiative hat Arbeitsminister Heil das Schlupfloch geschlossen, dass einige Airlines bislang genutzt haben. Bleibt zu hoffen, dass neben Ryanair und SunExpress auch andere Flugbetriebe, wie Germania und Aerologic jetzt zeitnah an den Verhandlungstisch kommen, um eine Sozialpartnerschaft mit der VC zu begründen.“, hob Martin Locher hervor.

Gedenken und Aufbruch beim Bremer Satellitenbauer OHB

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Der Manfred-Fuchs-Platz, dessen Straßenschild am Vormittag enthüllt wurde, befindet sich direkt vor der OHB Firmenzentrale am Technologiepark Universität. Nach einer Begrüßung durch OHB-Chef Marco Fuchs im Foyer der Firmenzentrale und einem Grußwort des Bremer Bürgermeisters Carsten Sieling, begab sich die rund 100-köpfige Gesellschaft zum nahe gelegenen Baugrundstück mit 2.800 Quadratmetern.

Dort wurde nunin unmittelbarer Nähe an der Lise-Meitner-Straße der feierliche Spatenstich für eine weitere OHB-Produktionsstätte für Raumfahrtprojekte vorgenommen. Neben Familie, Freunden und Teilen der Belegschaft waren auch Bremer Politik und Prominenz sowie Vertreter von Raumfahrtinstitutionen zu diesem Doppel-Event geladen. In Bremen erinnert zudem ein Platz an das Leben und Wirken des 2014 verstorbenen Unternehmers Manfred Fuchs, der gemeinsam mit seiner Frau Christa und seinem Sohn Marco OHB aufgebaut und international bekannt gemacht hat.

Spatenstich für Satellitenbau

Ein Gebäudekomplex soll hier entstehen und bis Frühjahr 2020 fertiggestellt sein. In dessen 1.000 qm großer Integrationshalle der Reinraumklasse ISO 8 sowie verschiedenen Integrationsflächen und Büros auf rund 1.500 Quadratmetern Fläche werden künftig Satellitenprojekte konzipiert und realisiert. Diese Reinheitsklasse schreibt vor, dass sich in einem Kubikmeter Luft maximal 30.000 Partikel befinden dürfen, die größer als fünf Mikrometer sind. Ein Mikrometer entspricht einem Millionstel Meter; ein Menschenhaar ist 50 Mikrometer dick.

Mit diesem Bauvorhaben soll dem unternehmerischen Erfolg und dem steten Wachstum der OHB System AG Rechnung getragen werden. Außerdem zeugt das Bauvorhaben einmal mehr von der tiefen Verwurzelung der Unternehmerfamilie in Bremen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 14 Mio. Euro. Hier sollen in wenigen Jahren weitere OHB-Satelliten entstehen, deren Anwendungen oder generierte Daten den Menschen weltweit direkt oder indirekt Nutzen bringen werden.

„Der heutige Spatenstich für den größten Reinraum der OHB-Unternehmensfamilie erfüllt mich mit großem Stolz. Seine Notwendigkeit zeugt von der hervorragenden Qualität, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit jedem Produkt abliefern – schließlich sind erfolgreich durchgeführte Projekte die beste Empfehlung für künftige Aufgaben“, sagt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE und der OHB System AG.

Namenspatron PLATO: Suche nach der zweiten Erde

Beim symbolischen Spatenstich wurde Herr Fuchs vom Bremer Bürgermeister Carsten Sieling, dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, Martin Günthner, den Bundestagsabgeordneten Sarah Ryglewski und Andreas Mattfeldt sowie Architekt Arne Schlichtmann von der Kaars Schlichtmann Planungsgesellschaft aus Bremen unterstützt.

Der neue Gebäudekomplex trägt den Namen PLATO – ebenfalls ein symbolischer Akt, denn damit wird die Beauftragung der OHB System AG als industrielle Hauptauftragnehmerin für die nächste große Wissenschaftsmission PLATO durch die Europäische Weltraumorganisation ESA gewürdigt. „PLATO soll der uralten Frage nachgehen, ob im Universum eine zweite Erde existiert. PLATO konzentriert sich auf erdähnliche Planeten, die bis hin zur bewohnbaren Zone um andere Sterne kreisen, die wiederum unserer Sonne ähnlich sind“, sagt Marco Fuchs. „Die 26 Kameras auf dem Satelliten werden einen großen Teil der Hemisphäre beobachten und sehr geringe und regelmäßige Lichteinbußen detektieren, die entstehen, wenn Planeten vor den Sternen vorbeifliegen und dabei kurzzeitig einen Teil des Sternenlichts abdecken“.

„Ehrenplatz“ für Manfred Fuchs

Anschließend ging es zum Areal direkt vor der OHB Firmenzentrale, das durch die feierliche Enthüllung des Straßenschildes durch die Ortsamtleiterin des Stadtteils Horn-Lehe, Inga Köstner und Bürgermeister Sieling in Manfred-Fuchs-Platz umbenannt wurde.

„Eine wunderbare Würdigung des Lebenswerkes meines verstorbenen Mannes, für die ich mich herzlich bedanke. Ich bin sehr gerührt, dass direkt am Firmensitz, an dem er über Jahrzehnte gearbeitet hat, mit einem nach ihm benannten Platz an ihn erinnert wird. Es wäre schön, wenn der Manfred-Fuchs-Platz ein lebhafter und fröhlicher Platz werden würde, an dem die Menschen gerne zusammenkommen, denn das wäre ganz im Sinne meines Mannes gewesen“, so die Firmengründerin Christa Fuchs.

Leben und Wirken von Manfred Fuchs

Prof. Dott.-Ing. h.c. Manfred Fuchs war im April 2014 völlig unerwartet im Alter von 75 Jahren in seinem Ferienhaus in Altenburg/Kaltern, Südtirol, verstorben. Manfred Fuchs wurde 1938 in Latsch, Südtirol, geboren und war im Alter von 17 Jahren jüngster Pilot Italiens. Mit 18 Jahren kam er nach Deutschland. Nach Flugzeugbaustudium in München und Hamburg war er Anfang der 1960ger Jahre Mann der ersten Stunde beim „Entwicklungsring Nord“ (ERNO), arbeitete unter anderem an Entwürfen für die Europa-Rakete und wurde später als Initiator des Columbus Programms geehrt.

1985 stieg er in das Unternehmen Otto Hydraulik Bremen (OHB) seiner Frau Christa ein und setzte den Kurs neu Richtung Raumfahrt. Manfred Fuchs war bis zuletzt Vorstand Raumfahrt der OHB AG und Vorsitzender des Aufsichtsrates der OHB System AG. Er war als Unternehmerpersönlichkeit und Raumfahrtexperte weit über die Grenzen Deutschlands bekannt, anerkannt und geschätzt und hatte zahlreiche Ehrenämter. Seit heute erinnert der Manfred-Fuchs-Platz in Bremen an das Leben und unternehmerische Wirken von Manfred Fuchs. Genau wie die Manfred-Fuchs-Straße im bayerischen Oberpfaffenhofen, die zum dortigen Sitz der OHB System AG führt.

Auf den Fotos: Arne Schlichtmann (Architekt), Wirtschaftssenator Martin Günthner, Bremens Bürgermeister Carsten Sieling, Andreas Mattfeldt MdB, Sarah Ryglewski (Bremer Bundestagsabgeordnete) und OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs (v. l.) beim Spatenstich für die neue PLATO-Halle am OHB-Firmensitz in Bremen; Feierliche Einweihung des Manfred-Fuchs-Platz vor dem Bremer Firmengebäude: OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs, Inga Köstner (Ortsamtsleiterin), Bürgermeister Carsten Sieling, Christa Fuchs, Romana Fuchs-Mayrhofer und Baron Alexander von Egen (v. l.).

Formationsflug der Airliner über VAE

Einen spektakulären Vorbeiflug gab es am Golf vor Dubai in einer Formation der Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die zusammen den nationalen Feiertag zum 47. Jahr von Scheich Zayed zu begingen. Begleitet wurden die Airliner zudem von einer Fliegerstaffel.

Die Flugzeuge symbolisierten dabei einen Markstein der Zusammenarbeit: zu den Flaggschiffen der Airlines Emirates, Etihad, flydubai, und Air Arabia gesellten sich die Kunstflieger von Al Fursan der Luftstreitkräfte der VAE. Die Passagierjets, eine moderne Boeing 737 MAX 8 der flydubai (Zayed 1), ein Air Arabia Airbus A320 (Zayed 2), ein Etihad Airways Airbus A380 (Zayed 3) sowie ein Emirates Airline Airbus A380 (Zayed 4) flogen einen Runde entlang der Küste der Wüstenstaaten und trugen die Aufschrift „Year of Zayed“ als Erinnerung an den Scheich.

Airliner als Symbol der Einigkeit über VAE

Der choreografierte Flug begann um 13:00 Uhr, als die Maschinen am Dubai World Central Al Maktoum International Airport starteten. Als alle Flugzeuge ihre Höhe zwischen 2.000 und 5.000 Fuß mit jeweils 1.000 Fuß Abstand erreicht hatten, begann die Formation. Über dem ersten Wegpunkt Ras Al Khaimah passten dann alle Flugzeuge ihre Geschwindigkeit an, stiegen in ihre Position ab und hielten fortan nur eine Flughöhe in 300 Fuß (ca. 100 Meter) Abstand voneinander.

Den Start machte Captain Adrian Smith von flydubai mit der Boeing 737 MAX 8 in nur noch ca. 1.000 Fuß Höhe. Bei einer Airspeed von 210 Knoten, folgte achtern der Airbus A320 der Air Arabia auf 1.300 Fuß. Darauf folgten die beiden doppelstöckigen Passagierjets A380 von Etihad und Emirates, letzterer dann auf 1.900 Fuß. Den Abschluss machten die Kunstflugzeuge der Al Fursan, welche die Farben der VAE in den Himmel zeichneten.

Die Stationen der Airliner-Staffel waren zwischen 13:40 Uhr und 14:25 Uhr Ras Al Khaimah, Umm Al Quwain, Sharjah Corniche, Dubai – Jumeira 1, Dubai – Palm Jumeirah / Atlantis, Abu Dhabi -Ghantoot, Abu Dhabi – Louvre, Abu Dhabi Corniche, Abu Dhabi – Große Moschee Scheich Zayed.

SKY4u für Qualifizierung zum Piloten der Ryanair

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Ryanair hat heute eine neue bedeutende Ausbildungspartnerschaft mit SKY4u bekannt gegeben, um ein Ryanair Airline Pilot Standard-Programm (APS MCC) in Berlin und Wien zu realisieren.

Die Partnerschaft soll gewährleisten, dass Ryanair hochqualifizierte Berufspiloten gewinnt, um auch das weitere Wachstum in ganz Europa zu fördern. Dieses neue, von der EASA genehmigte erweiterte MCC-Programm bietet Nachwuchspiloten einen geordneten Weg, um eine hervorragende Ausbildung abzuschließen und einen Ausbildungsstand zu erreichen, mit dem sie gerüstet sind, am Ryanair Boeing 737 Type Rating-Programm teilzunehmen.

Laufbahn Richtung Ryanair beginnen

Die Piloten, die im Rahmen des Programms ausgebildet werden, erhalten von SKY4u-Instruktoren eine Ausbildung nach den Richtlinien von Ryanair, da dies ihre ersten Schritte auf dem Weg zu einem Ryanair-Piloten sind. Im Laufe der nächsten 4,5 Jahre sollen bis zu 450 neue Piloten aus ganz Europa eingestellt und von SKY4u ausgebildet werden. Karrieremöglichkeiten für Piloten zählt Ryanair mit ihren derzeit 92 Basen in 37 Ländern auf:

  • Branchenführende Ausbildungsstandards und Erfolgsraten
  • Den besten Dienstplänen innerhalb der europäischen Luftfahrtindustrie – auf fünf Arbeitstage folgen vier freie Tage.
  • Branchenführendes Gehalt von bis zu 200.000 Euro pro Jahr als Kapitän
  • Die Kürzeste Dauer bis zur Beförderung in Führungspositionen: drei bis vier Jahre
  • Strukturiertem Aufstiegs-Programm
  • Europas jüngste und modernste Flotte, zu der auch die hochmoderne „Gamechanger“ Boeing 737 MAX gehören wird.

Andy O’Shea, Head of Crew Training Captain von Ryanair, sagte dazu: „Dieses neue Ryanair-SKY4u-Programm wird der Fluggesellschaft eine kontinuierliche Auswahl an talentierten und professionellen Piloten aus ganz Europa bieten, um die Anforderungen unseres wachsenden Streckennetzwerks zu erfüllen. Ryanair wird in den nächsten 5 Jahren bis zu 1.000 Piloten jährlich einstellen, die sich auf unvergleichliche Flugeinsätze bei der weltweit führenden internationalen Fluggesellschaft freuen können. Wir haben SKY4u aufgrund der hohen Standards sorgfältig als unseren APS MCC-Ausbildungspartner ausgewählt und freuen uns, SKY4u mit unserer Expertise im operativen Bereich zur Seite zu stehen, insbesondere bei der Bereitstellung eines hervorragenden Airline Pilot Standard MCC. Diese Kombination wird die bestmögliche Vorbereitung auf eine Flugkarriere bei Ryanair sein.“

Schnelles Airlinewachstum bewerkstelligen

John Dooly, Operations Development General Manager von Ryanair, sagte dazu: „Mit innovativen Branchenpartnerschaften und unserer konkurrenzlosen internen Pilotenausbildung ist Ryanair gut positioniert, um die Rekrutierungs- und Ausbildungsziele für Piloten zu erfüllen und die Flotte bis zum Geschäftsjahr 2025 auf 585 Flugzeuge zu vergrößern.“

Kapitän Kay Wachtelborn, Head of Training and CEO von SKY4u, sagte dazu: „SKY4u ist stolz, bei seinem neuesten, von der EASA zugelassenen Ausbildungsprogramm, dem Airline Pilot Standard MCC (APS MCC), mit Ryanair zu kooperieren. Ryanair blickt auf eine beachtliche Geschichte in der Luftfahrt zurück und wir freuen uns, Teil des nächsten Kapitels ihres anhaltenden Erfolgs zu sein. Dies ist eine einzigartige und hervorragende Gelegenheit für unsere Schüler, Berufspiloten für die am schnellsten wachsende Fluggesellschaft Europas zu werden. Ryanair verfügt über eine branchenführende Ausbildungsabteilung mit einer beispiellosen Sicherheitsbilanz und wir sind stolz, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Dies ist ein neuer Ansatz für die Pilotenausbildung, den wir mit Begeisterung begrüßen.“

Trauer um Lufthanseat Wolfgang Mayrhuber

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Der ehemalige Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Wolfgang Mayrhuber ist am vergangenen Samstag, den 01. Dezember 2018, im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.

Carsten Spohr, Vorsitzender des Vorstands der Lufthansa Group drückte im Namen der 134.000 Mitarbeiter der Lufthansa Group sein tiefes Mitgefühl aus: „Wolfgang Mayrhuber hat unserem Unternehmen mehr als 45 Jahre gedient und hat es geprägt. Wir Lufthanseaten danken ihm für seine großen Verdienste um die Lufthansa Group. Unsere Gedanken sind nun bei seiner Familie.“

Lufthansa Jahrzehnte geprägt

Wolfgang Mayrhuber war über 40 Jahre lang für die Deutsche Lufthansa AG tätig. Der Ingenieur begann 1970 seine Konzernkarriere in der Triebwerksinstandhaltung in Hamburg. Nach verschiedenen Leitungsaufgaben wurde Mayrhuber 1994 zum Vorsitzenden des Vorstands der neu gegründeten Lufthansa Technik AG berufen, deren erfolgreiche Weiterentwicklung zum führenden globalen Dienstleister er maßgeblich mitgestaltete.

2001 wurde er für das Ressort „Passage“ in den Konzernvorstand berufen und 2002 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt. Von 2003 bis 2010 war Wolfgang Mayrhuber Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. Mit den erfolgreichen Übernahmen von SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines prägte er die Airline Group nachhaltig. Von 2013 bis 2017 war Wolfgang Mayrhuber Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Airbus eröffnet erste Betriebsbasis für Zephyr

Airbus Defence and Space eröffnet im westaustralischen Wyndham die weltweit erste Flugbetriebsstätte für hoch fliegende Pseudosatelliten (HAPS), die als Startort für das UAV-System Zephyr dienen soll.

Wyndham wurde aufgrund des nahezu unbeschränkten Luftraums und des stabilen Wetters ausgewählt und ist das Ergebnis hoher Investitionen von Airbus in das Zephyr-Programm. Zephyr ist das weltweit führende solargetriebene, in der Stratosphäre fliegende unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle – UAV). Es wird ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben, fliegt über dem Wetter und dem normalen Luftverkehr und bietet auf lokaler Ebene ein ergänzendes Spektrum an persistenten Diensten, ähnlich denen von Satelliten. Damit füllt Zephyr eine Lücke im bisherigen Fähigkeitsbereich von Satelliten und bemannten/unbemannten Flugzeugen.

HAPS: Weltweit einzigartiger Zugang zur Stratosphäre

„Ich freue mich, das Airbus-Team und sein Zephyr-Projekt in Westaustralien begrüßen zu dürfen. Airbus und meine Regierung haben fast ein ganzes Jahr lang hart dafür gearbeitet, diese aufregende und innovative Technik in unser Land zu holen. Zephyr eröffnet kommerziellen und militärischen Kunden neue Möglichkeiten und wird für einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Region East Kimberley sorgen“, erklärte Mark McGowan MLA, Premier des Bundesstaats Western Australia.

Mit der Eröffnung der weltweit ersten Flugbetriebsstätte für HAPS in Wyndham beginnt eine neue Ära für Zephyr. „… Der Standort ist unser Zugang zur Stratosphäre und wird in Zukunft die Hauptflugbasis für Zephyr sein“, sagte Jana Rosenmann, Head of Unmanned Aerial Systems bei Airbus. „Das Zephyr-System wird sowohl militärischen als auch zivilen Kunden neue optische, sensorische und kommunikative Möglichkeiten bieten. Es besitzt das Potenzial, das Katastrophenmanagement zu revolutionieren, unter anderem durch die Überwachung der Ausbreitung von Waldbränden oder Ölteppichen. So ermöglicht Zephyr nicht nur eine konstante Überwachung ökologischer Veränderungen, sondern auch die Kommunikation mit den entlegensten Teilen der Erde.“

Flughafen STR zählt erstmals 11.000.000 Passagiere

Am Landesflughafen von Baden-Württemberg starten und landen erstmals mehr als 11.000.000 Fluggäste in einem Jahr. Im gesamten Jahr 2017 wurde diese Marke noch um einige Tausend verpasst.

Ganz überraschend kommen die neuen Höchstwerte am Flughafen Stuttgart nicht. Die Spitzenzahlen haben sich schon übers Jahr 2018 abgezeichnet. Nun begrüßten die beiden Flughafenchefs Walter Schoefer und Dr. Arina Freitag am Freitag Sabine Grieger aus Öhningen bei Konstanz als elfmillionsten Passagier des Jahres 2018. Sie flog von Stuttgart nach Hamburg, um dort am Wochenende gemeinsam mit ihrem Mann und mit Freunden ihren Geburtstag zu feiern. Die beiden Flughafenchefs überreichten der Passagierin der Rekordmarke mit Glückwünschen einen großen Blumenstrauß und einem Fluggutschein über 200 Euro.

Betriebliche Mitbestimmung für Fliegendes Personal

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Mit der heutigen Änderung des § 117 BetrVG schafft der Bundestag endlich die gesetzliche Grundlage zur betrieblichen Mitbestimmung für alle Flugzeugbesatzungen in Cockpit und Kabine.

Die alten Regelungen des § 117 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) schloss das fliegende Personal grundsätzlich von der Errichtung eines Betriebsrates und damit von der betrieblichen Mitbestimmung aus. Stattdessen konnten für Piloten und Flugbegleiter entsprechende Vertretungen nur durch einen Tarifvertrag umgesetzt werden. Wurde dies von Arbeitgebern verweigert, hatten die Betroffenen keine Möglichkeit, ihre Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen.

„Schlupfloch“ geschlossen

Arbeitgeber wie Ryanair, Germania und Sunexpress haben dieses Schlupfloch für ihre Zwecke ausgenutzt. Damit ist jetzt Schluss! Die anachronistische Vorschrift des § 117 BetrVG ist ab heute Geschichte und das fliegende Personal kann ab sofort einen Betriebsrat wählen, wenn sich der Arbeitgeber weigert einen so genannten Tarifvertrag Personalvertretung abzuschließen“, so Martin Locher, Präsident der Vereinigung Cockpit (VC).

Mit der Anpassung des § 117 BetrVG bleiben geltende Tarifverträge und damit bereits etablierte Mitbestimmungsrechte erhalten. „Aufgrund der Besonderheiten des fliegenden Personals sind Tarifverträge weiterhin die beste Lösung. Sollte der Arbeitgeber einen solchen Tarifvertrag verweigern, greift die jetzt geschaffenen gesetzliche Grundlage zur Etablierung eines Betriebsrats.

„Durch diese Auffanglösung kann sich kein Arbeitgeber mehr seiner sozialen Verantwortung entziehen. Eine betriebliche Mitbestimmung bei Ryanair, Germania und Sunexpress wird jetzt kommen. Wir begrüßen ausdrücklich die Klarstellung der Regierung und der Koalition, dass dieses Gesetz für alle Unternehmen gilt, die hierzulande aktiv sind, Geschäfte machen und Menschen beschäftigen. Die Übergangsfrist bis zum 01. Mai 2019 gibt allen Flugbetrieben nun die Chance, maßgeschneiderte Tarifverträge mit den Gewerkschaften abzuschließen, bevor das Betriebsverfassungsgesetz zur unmittelbaren Anwendung kommt“, so Locher abschließend.

Weihnachsshopping: Komfortabel zum Big Apple

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Eurowings fliegt ab 01. Dezember 2018 sechsmal wöchentlich nach Newark (EWR). Damit will Eurowings pünktlich zum Christmas Shopping gleich zwei attraktive Verbindungen ab Düsseldorf in den „Big Apple“ anbieten.

Eurowings will schöne Geschäfte und trendige Geschenkideen aus dem Big Apple dabei schon im Flugzeug vorstellen. Passagiere können sich bereits an Bord auf ihrem Langstreckenflug nach New York mit dem Internet verbinden und über Sugartrends die Produkte der hippen New Yorker Boutiquen durchstöbern und erstehen. In New York angekommen können sie ihre an Bord geshoppten Produkte in den Geschäften persönlich abholen.

Business Class zum Weihnachtsshopping

Eurowings bedient fünfmal wöchentlich an den John F. Kennedy Airport. Für alle, die sich bereits mit einem ganz besonderen Flugerlebnis beschenken möchten, bietet die Airline die BIZclass an – eine hochwertige Business-Class mit „Fullflat“-Sitzen, mit der Eurowings Gäste garantiert ausgeruht am Ziel ankommen.

Anlässlich der neuen Strecke nach Newark gibt Eurowings Tipps zu Aktivitäten und spannenden Locations in der winterlichen Metropole und erklärt, was Passagiere mit Zusatzgepäck nach erfolgreicher Geschenkejagd für einen entspannten Rückflug beachten sollten.

Weihnachtszauber Übersee

Ende November wird der große Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in einer feierlichen Zeremonie offiziell erleuchtet. Dazu versammeln sich jedes Jahr tausende Menschen rund um den Rockefeller Plaza oder verfolgen das Event live im Fernsehen. Auch abseits dieses Hotspots ist die Stadt prächtig beleuchtet und lädt zur einer winterlichen Shoppingtour ein. Geheimtipp: Dyker Heights im Stadtteil Brooklyn.

Shop until you drop

New York gilt ganzjährig als das Shopping Mekka – zur Weihnachtszeit übertrifft sich die Metropole selbst: Egal ob Vintage Shopping in Soho oder Bummeln in den großen Kaufhäusern. Bei Macy’s wird eine ganze Etage in das sogenannte Macy’s Santaland verwandelt – dem Namen entsprechend mit Ehrenbesuch des Weihnachtsmannes – eventuell geht hier der lang ersehnte Shoppingwunsch in Erfüllung. Die schönsten Dekowelten gibt es bei Saks Fith Avenue, Henri Bendel, Tiffany’s und Lord & Taylor zu bestaunen – alle an der Fifth Avenue zu finden.

Winter Wonderland: Ice Skating

Schlittschuhlaufen ist eine der beliebtesten Wintersportarten und auch für Anfänger ein großes Vergnügen. Der berühmte Trump Rink im Central Park ist ab Oktober geöffnet, die Schlittschuhe werden vor Ort verliehen. Auch am Rockefeller Center gibt es eine kleine Eisbahn. Besonderheit: Hier können New York-Besucher auch nachts im Lichterglanz ihre Runden drehen. Aufwärmen kann man sich anschließend mit einem Heißgetränk auf einem der zahlreichen Holiday Markets, beispielswiese am Columbus Circle. Die prächtig geschmückten Weihnachtsmärkte bieten neben Köstlichkeiten auch viele hübsche Souvenirs an.

(Geschenk-)Tipps und Tricks für Zusatzgepäck

Nach dem ausgedehnten Shoppingtrip platzen die Koffer oft aus allen Nähten. Eine gute Vorbereitung sorgt für eine stressfreie Rückreise: Extra Gepäck wie Koffer voller Geschenke oder übergroße Mitbringsel dürfen bei Eurowings natürlich mit an Bord, sollten allerdings vorab über das Call Center angemeldet werden. Detaillierte Kosten können Fluggäste in der Entgeltordnung nachlesen.

Grundsätzlich gilt: Jeder Passagier darf bei Eurowings ein Handgepäckstück mit maximal acht Kilogramm und den Maßen von 55 mal 40 mal 23 Zentimetern mitnehmen. Zusätzlich ist ein kleines Handgepäckstück erlaubt. Im regulären Tarif SMART kann jeder Passagier zusätzlich einen Koffer mit bis zu 23 Kilogramm aufgeben. Flüssigkeiten aller Art dürfen nur in Behältnissen von bis zu 100 Milliliter mit in die Kabine und müssen in einem transparenten, wiederverschließbaren Beutel verpackt sein. Flüge nach New York soll es schon ab 179,99 Euro geben.

Geschäfte der MTU Aero Engines ziehen breit an

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Die MTU Aero Engines AG hat auf ihrem Kapitalmarkttag ihre kurz- und langfristigen Wachstumspläne vorgestellt. 2019 dürfte das Wachstum vor allem aus dem zivilen Serien- und dem Ersatzteilgeschäft kommen. Im Gegensatz zu den Vorjahren soll auch das Militärgeschäft wieder wachsen.

Die bereinigte EBIT-Marge erwartet die MTU stabil. Kurz- und langfristig sind die Wachstumsaussichten für alle Geschäftsbereiche besser als bisher angenommen. Bis 2025 dürften die Gewinne stetig zunehmen; der Free Cashflow dürfte sich weiter verbessern.

Wachstum überwiegt – Indikatoren positiv

2019 dürfte das zivile Seriengeschäft mit einem Umsatzplus im niedrigen Zehner-Prozentbereich das am stärksten wachsende Segment sein. Der Ersatzteilumsatz dürfte um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz zunehmen, das Militärgeschäft um etwa zehn Prozent. Den Umsatz der zivilen Instandhaltung erwartet die MTU auf dem hohen Niveau des laufenden Jahres. „Hier wirkt eine Prozessanpassung in der Rechnungsstellung ab dem Jahr 2019 dämpfend auf den Umsatz“, erläuterte CFO Peter Kameritsch. „Auf vergleichbarer Basis würde das MRO-Geschäft 2019 um einen hohen einstelligen Prozentsatz wachsen.“

Trotz des starken Anstiegs des ergebnisbelastenden Seriengeschäfts rechnet das Unternehmen 2019 mit einer stabilen EBIT-Marge. Die Cash Conversion Rate dürfte etwa 50 bis 60 Prozent erreichen und sich damit wie geplant weiter verbessern. „Damit dürften 2019 alle Geschäftssegmente weiterhin stark wachsen“, resümierte der Vorstandsvorsitzende Reiner Winkler. „Wir gehen aufgrund der Marktindikatoren und der Positionierung der MTU davon aus, dass dieser Trend weiter anhält und sich auch in unserem Ausblick bis zum Jahr 2025 positiv niederschlägt.“

Business-Jet Triebwerk PW800 im Kommen

Aufgrund des herausragenden kommerziellen Erfolgs ihres OEM-Triebwerksportfolios geht die MTU in den nächsten Jahren von einer weiter ansteigenden Produktion aus. Programm-Vorstand Michael Schreyögg: „Wir sehen in allen Marktsegmenten Wachstumspotenzial. Profitieren werden wir in den nächsten Jahren beispielsweise von einer zusätzlichen Anwendung für unser neues Business-Jet-Triebwerk PW800 oder vom Engagement der großen Flugzeughersteller im Regional-Jet-Bereich. Gleichzeitig dürfte der anhaltende Verkaufserfolg zu Produktionserhöhungen bei den Antrieben der A320neo-Familie führen. Im Langstrecken-Bereich haben wir im letzten Jahr mit dem GEnx mehr Aufträge als erwartet und damit Marktanteile gewonnen.“

Darüber hinaus erwartet die MTU einen weiteren Anstieg der bereits hohen Ersatzteil-Produktion. Im Militärgeschäft bieten nationale und internationale Exportaufträge sowie Antriebe für die nächste Generation von Kampfflugzeugen Wachstumspotenzial. In der zivilen Instandhaltung profitiert die MTU von ihrer Ausrichtung als unabhängiger Instandsetzer und Partner in den MRO-Netzwerken ebenso wie von der Erweiterung ihres MRO-Service-Portfolios. „Es gilt jetzt, die gute Positionierung des Unternehmens zu festigen und auszubauen, damit wir unsere Chancen voll ausschöpfen können“, fasste Schreyögg zusammen.

Unternehmen muss sich ausbauen

Kameritsch ergänzte: „Das starke Wachstum der MTU bedingt einen Aufbau von Kapazitäten. Das zieht in den kommenden Jahren zusätzlichen Investitionsbedarf nach sich. Trotzdem rechnen wir im Zeitraum bis 2025 weiterhin mit einer durchschnittlichen Cash Conversion Rate im hohen zweistelligen Prozentbereich.“ Bei der MTU laufen derzeit Erweiterungsprojekte an vielen der weltweiten Standorte.

So werden die Instandhaltungswerke in Hannover und Ludwigsfelde ebenso ausgebaut wie die MTU Maintenance Zhuhai, die um 50 Prozent vergrößert wird. Bei der MTU Aero Engines Polska wurde die zweite Ausbaustufe begonnen, außerdem wird das Leasing-Geschäft stetig erweitert. Ausbaupläne gibt es auch für den Unternehmenssitz in München und das Joint Venture in Malaysia. Mit der EME Aero entsteht aktuell ein neuer Instandhaltungsstandort für Getriebefan-Triebwerke. „Auch im Reparatur-Bereich sehen wir eine zunehmende Nachfrage, für die wir zusätzliche Kapazitäten benötigen. Daher evaluieren wir derzeit die Optionen zum Aufbau eines neuen Reparatur-Standorts in einem Best-Cost-Land“, sagte Winkler.

Luftfahrtzukunft bringt viel Neues

„Der Produktionshochlauf liegt gut im Plan. Bei unseren Ausbau- und Modernisierungsprojekten achten wir darauf, unserer Rolle als Technologieführer gerecht zu werden. Den Fokus legen wir klar auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Smart Factory sowie weitere Automatisierung und Vernetzung. Damit bereiten wir uns schon heute auf die Möglichkeiten vor, die sich im Rahmen unserer Produkt-Roadmap abzeichnen“, ergänzte Technik-Vorstand Lars Wagner. Die Technologie-Roadmap der MTU sieht vor, dass etwa in zehn Jahren die nächste Getriebefan-Generation in Dienst gestellt wird.

In 20 Jahren dürfte die nächste Kampfflugzeug-Generation mit neuen Triebwerken auf den Markt kommen. Völlig neue Antriebskonzepte sieht die MTU in etwa 30 Jahren. „Bei alledem wollen wir triebwerksseitig eine tragende Rolle spielen“, so Winkler. „Für das erste Etappenziel in zehn Jahren haben wir uns vorgenommen, unseren Anteil an der nächsten Getriebefan-Generation auf bis zu 25 Prozent zu erhöhen. Damit wollen wir die Position der MTU auf Wachstumsmärkten weiter ausbauen.“ Im Bild: Boeing 747-Triebwerk CF6 aus dem MTU-Werksmuseum.

Copernicus für Deutschland: Spezialisten zu den Daten

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Rund 500 Nutzer und Anbieter von Erdbeobachtungsdiensten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung tauschen sich vom 27. bis 29. November 2018 in Berlin zu Erfahrungen und Plänen für die Zukunft aus.

Copernicus birgt viele Anwendungsmöglichkeiten. Diese waren Thema des diesjährigen Nationalen Forums für Fernerkundung und Copernicus. Temperaturen weit über 30 Grad, wenig Regen und ständig Sonne – der sogenannte „Jahrhundertsommer“ 2018. Die Trockenheit hat der Landwirtschaft zugesetzt und enorme Schäden verursacht. Hier können Satellitendaten wie die des Copernicus-Programms helfen, Schäden und Ernteverluste zu minimieren.

Vom 27. bis 29. November 2018 fand in Berlin unter der Überschrift „Copernicus gestaltet“ das Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus statt. Thematischer Schwerpunkt ist die Frage, wie und wo das arbeitsfähige Copernicus-Programm den politischen, öffentlichen und wirtschaftlichen Alltag gestaltet. Die deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert die Konferenz im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Datenschatz über unsere Umwelt

Die Copernicus-Daten stehen weltweit kostenlos und für jeden zur Verfügung. Sie liefern beispielsweise Informationen über den Zustand der Felder. Landwirte erhalten so aktuelle Aussagen zur Bodenfeuchte, zum Pflanzenwachstum und zum Ertrag. Viele Menschen nutzen auch im Alltag, ohne es zu merken, Informationen, die aus diesen Daten abgeleitet sind, etwa wenn sie sich für Schadstoffkonzentrationen in der Luft oder für die Wassertemperatur im Mittelmeer interessieren. Die langfristige Verfügbarkeit dieser Daten ist dabei absolut essenziell“, betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für die deutsche Raumfahrtagentur. „Auch im Management von Naturkatastrophen wie Waldbränden oder Überschwemmungen liefern Copernicus-Satelliten fast tagtäglich entscheidende Beiträge, indem sie aktuelle Lagebilder für die Einsatzkräfte bereitstellen.“

Die Daten aus dem Programm erlauben auch die Modellierung von Prognosen und Simulationen, um zum Beispiel nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklungen, Energieprognosen, Katastrophenpläne und vieles andere mehr zu gestalten. Unter dem Motto „Copernicus gestaltet“ werden beim Forum in Berlin in Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen Anforderungen und Potenziale sowie Visionen für die künftige Umsetzung und Gestaltung von Copernicus aufgezeigt und diskutiert. Neben den Nutzungsmöglichkeiten für öffentliche Einrichtungen werden auch privatwirtschaftliche Anwendungen und Forschungsergebnisse vorgestellt.

„Zur Sicherstellung der Kontinuität zählt auch, dass der nationale Zugang zu den Informationen und Daten des Copernicus-Programms, also die Plattform CODE-DE, zukünftig weitergeführt und ständig an den Nutzerbedarf angepasst wird“, erläutert Dr. Jörn Hoffmann, DLR-Programmleiter für Copernicus.

Die EU betreibt mit dem Programm satellitengestützte Informationsdienste für Erdoberflächen, Ozeane, Atmosphäre, Katastrophenmanagement, Klimawandel und Sicherheit. In Copernicus einbezogen werden auch Satellitendaten von TerraSAR-X, TanDEM-X und die RapidEye-Satelliten. Die deutsche Raumfahrtagentur im DLR in Bonn begleitet dieses europäische Erdbeobachtungsprogramm im Auftrag des BMVI auf europäischer Ebene und unterstützt deutsche Nutzer mit konkreten Maßnahmen wie einem Anwendungsportal.

Forum für Fernerkundung und Copernicus auf den Bildern

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Copernicus-Forums: Rund 500 Nutzer und Anbieter von Erdbeobachtungsdiensten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung diskutieren in Berlin über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Copernicus.

Beobachtung der Vegetation mit Copernicus: Hitzesommer 2018 in Mitteleuropa: Die Copernicus-Daten vom 28. Juni und 25. Juli 2018 belegen, wie sehr sich die Vegetation innerhalb eines Monats verändert hat.

Startvorbereitungen für Sentinel-3B: Sentinel-3B bei der Vorbereitung für den Start mit der Rockot-Trägerrakete im April 2018. Mit Sentinel-3B ist der siebte Satellit des Copernicus-Programms gestartet.

Nationales Forum für Fernerkundung und Copernicus in Berlin: Im Bild (von links): Dr. Nicolaus Hanowski, Head, Ground Segment & Mission Operations Department ESA, Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für die deutsche Raumfahrtagentur, Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. 

Thomas Cook Group Airline steigert Gewinn um 37 Prozent

Die Thomas Cook Group Airline hat ihren Gewinn für das am 30. September 2018 geendete Geschäftsjahr um 37 Prozent auf 129 Mio. Britische Pfund gesteigert. Mit einem Anstieg der verfügbaren Sitze um 8,8 Prozent und einer Flotte von 100 Flugzeugen stiegen die Gesamterlöse im Geschäftsjahr 2017/18 um 14 Prozent auf 3,5 Mrd. GBP (auf vergleichbarer Basis).

Mit den beiden Marken Thomas Cook Airlines (in Großbritannien und Skandinavien) und Condor (in Deutschland) beförderte die Group Airline über 20 Millionen Passagiere zu über 120 Zielen weltweit. Im Rahmen der Airline-Strategie für profitables Wachstum wurden 2018 zwei neue Fluggesellschaften gegründet. Die neuen Plattformen mit Sitz auf Mallorca und in Oberursel nahe Frankfurt bieten mehr operative Flexibilität zu wettbewerbsfähigen Kosten. Sie stellen gleichzeitig höchste Qualitätsstandards und eine einheitliche Produkterfahrung sicher.

Peter Fankhauser, Chief Executive von Thomas Cook: „Unsere Group Airline verzeichnete ein starkes Kunden- und Gewinnwachstum und profitierte von der Kapazitätserweiterung in einem turbulenten europäischen Luftfahrtsektor.“ Die paneuropäische Fluggesellschaft konnte durch die kostensenkende Nutzung von Synergien über alle Märkte hinweg 31 Millionen GBP einsparen. Die Integration der Fluggesellschaft ist mit einem einheitlichen Produkt- und Kundenerlebnis- sowie Managementansatz weit fortgeschritten.

Unregelmäßigkeitskosten durch EU-Verordnung

Der europäische Luftverkehrsmarkt war im Sommer 2018 von Unbeständigkeit geprägt, die auf Verzögerungen bei der Zulassung neuer Flugzeuge, Ersatzteilknappheit und ein europäisches Flugsicherungssystem zurückzuführen sind, das auf das starke Wachstum nicht vollständig vorbereitet war. Das führte zu einem erheblichen Anstieg der Unregelmäßigkeitskosten, zu denen die Ausgleichszahlungen im Rahmen der Verordnung EU261, Subcharter sowie Kosten für Nicht-Beförderung zählen, von 101 Mio. GBP im Sommer 2018 gegenüber 49 Mio. GBP im Sommer 2017.

Die Group Airline setzt alles daran, die operative Performance weiter zu verbessern, und realisiert hierfür zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise zusätzliche Reserveflugzeuge, eine Optimierung der Flugzeugbasen mit einer reinen Airbus-Flotte in Großbritannien und Skandinavien sowie der Boeing-Flotte in Deutschland, und ein Team an Mitarbeitern, das sich im Verspätungsfall ausschließlich um die Kommunikation mit den betroffenen Gästen kümmert.

Christoph Debus, Chief Airline Officer und CEO der Thomas Cook Group Airline: „Unsere Kunden stehen im Mittelpunkt unserer Airline. Unser Fokus für 2019 liegt darauf, das im Jahr 2018 erreichte Wachstum nachhaltig zu festigen, unser kundenbezogenes Angebot zu stärken, unsere operative Leistung zu verbessern und unsere Reichweite weiter auszubauen.“

Messflüge für ILS am Bodensee-Airport

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Für Samstag, den 01.12.2018 sind am Bodensee-Airport Vermessungsflüge geplant. Dabei wird das elektronische Instrumentenlandessystem (ILS) der Flughafen Friedrichshafen GmbH überprüft.

Diese Vermessung wird routinemäßig zweimal jährlich durchgeführt und dauert ein bis zwei Tage. Damit verbunden sind mehrfach zu wiederholende Anflüge des Messflugzeugs auf den Flughafen Friedrichshafen aus beiden Anflugrichtungen. Die Messflüge sind vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung vorge-schrieben und dienen zur Überprüfung der korrekten ausgestrahlten Anflugrichtung und des Anflugwinkels innerhalb des Instrumentenlandesystems.

Da bei der Durchführung dieser Messflüge der direkte Sichtkontakt zum Messflugzeug erforderlich ist, sind Beginn und Ende der Vermessung abhängig von den jeweils herrschenden Sicht- und Wetterbedingungen. Es ist daher möglich, dass die geplanten Vermessungsflüge aufgrund schlechter Sichtverhältnisse kurzfristig verschoben werden müssen. Die Flughafen Friedrichshafen GmbH bittet die Bevölkerung für die durch die Messflüge möglicherweise entstehende Lärmbelästigung um Verständnis.

Multikopter als Gelber Engel: ADAC plant Einsätze

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Als weltweit erste Luftrettungsorganisation prüft die ADAC Luftrettung den Einsatz von bemannten Multikoptern im Rettungsdienst – in Theorie und Praxis.

Für das zukunftsweisende Pilotprojekt hat das gemeinnützige Unternehmen aus München eine Machbarkeitsstudie gestartet, die von der ADAC Stiftung gefördert wird. Dazu wurden in Deutschland zwei Modellregionen ausgewählt: der Rettungsdienstbereich Ansbach mit Luftrettungsstandort Dinkelsbühl in Bayern und das Land Rheinland-Pfalz.

Simulation von Rettungseinsätzen

Für beide Regionen simuliert das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Ludwig-Maximilians-Universität München (INM) ab Frühjahr 2019 Luftrettungseinsätze mit Volocoptern am Computer. Volocopter der gleichnamigen Firma aus Bruchsal sind neuartige senkrechtstartende Fluggeräte, die auf Drohnentechnologie basieren und elektrisch angetrieben werden.

Im Rahmen des Pilotprojektes werden sie eigens für den Rettungsdienst weiterentwickelt und als Notarztzubringer eingesetzt. Ziel: den Arzt schneller als im Notarzteinsatzfahrzeug zu Patienten bringen und so die Versorgung verbessern. Bereits in den kommenden Monaten soll es erste Forschungsflüge geben. Erste Ergebnisse der Studie über das Einsatzpotential und die Wirtschaftlichkeit dieser Fluggeräte im Rettungsdienst sind für Herbst/Winter 2019 geplant.

Mulitkopter 50 Jahre nach Helikopter

Für Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, ist die Studie der Beginn einer neuen Zeitrechnung im Rettungsdienst aus der Luft. „Der ADAC gehörte vor 50 Jahren zu den ersten in Deutschland, die den Einsatz von Rettungshubschraubern in einem Feldversuch getestet haben. Da ist es nur folgerichtig, dass wir jetzt die ersten sind, die die Luftrettung in Deutschland mit neuen Technologien in die Zukunft führen.“

Die Kosten der auf eineinhalb Jahre angelegten Machbarkeitsstudie belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Die gemeinnützige ADAC Stiftung fördert die Studie im Rahmen ihres Förderschwerpunktes „Rettung aus Lebensgefahr“. „Mit dieser Projektförderung möchten wir die notfallmedizinische Versorgung verbessern und damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Rettungsdienstsystems leisten“, so Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem die ADAC Luftrettung bereits im Bereich Forschung und Entwicklung kooperiert.

Volocopter mit Zulassung

Volocopter ist weltweit führend bei der Entwicklung von senkrechtstartenden, vollelektrischen Multikoptern (eVTOLs) als Lufttaxi. Die technische Plattform ist äußert flexibel und lässt den pilotierten, ferngesteuerten und vollautonomen Flugbetrieb zu. Darüber hinaus sorgt das einzigartige Konzept mit 18 Rotoren aufgrund seiner hohen Redundanz für besonders hohe Sicherheit.

2011 schrieb das Unternehmen Luftfahrtgeschichte mit dem bemannten Flug des weltweit ersten, rein elektrischen Multikopters. 2016 erhielt Volocopter die vorläufige Verkehrszulassung durch die deutsche Luftfahrtbehörde für einen Zweisitzer-Volocopter und 2017 zeigte das Luftfahrt-Startup den ersten autonomen Flug eines Lufttaxis im urbanen Raum in Zusammenarbeit mit der RTA Dubai. Daimler und Intel sind einige der Investoren des Unternehmens.

„Der Volocopter basiert auf einer Technologieplattform, die eine vielseitige und zuverlässige Nutzung als Lufttaxi, Lastdrohne oder bei Rettungseinsätzen erlaubt“, sagt Florian Reuter, CEO von Volocopter. „Ich glaube fest an das Potential für den flächendeckenden Einsatz des Volocopter als Notarztzubringer und freue mich, dass wir dies nun gemeinsam mit der ADAC Luftrettung systematisch validieren.“

Serene Air aus Pakistan beauftragt MTU Maintenance

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Die MTU Maintenance hat mit dem Neukunden Serene Air einen Langzeitvertrag abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass sich die MTU Maintenance um die Instandhaltung, Reparatur und Überholung der CFM56-7-Triebwerke kümmert, die die Maschinen des Typs Boeing 737-800 der pakistanischen Fluggesellschaft antreiben.

Zu den vertraglich vereinbarten Leistungen gehören außerdem die Betreuung vor Ort und die Bereitstellung von Ersatztriebwerken auf Leasing-Basis. Der Vertrag enthält zudem die Option, auch weitere Triebwerke aus der zukünftigen Serene-Air-Flotte instand zu setzen. Serene Air ist eine in 2017 neu gegründete, privat betriebene Fluglinie mit Sitz in Islamabad und der erste Kunde für MTU Maintenance aus Pakistan.

Serene Air fliegt heimische Routen in Pakistan

Die Airline führt bislang ausschließlich innerpakistanische Flüge zwischen den Städten Islamabad, Karatschi, Lahore, Peschawar, Faisalabad und Quetta durch. Über kurz oder lang soll das Streckennetz auch auf internationale Verbindungen ausgedehnt werden.

Die MTU Maintenance ist die Nummer eins der unabhängigen Instandhalter für die Modelle CFM56-3, CFM56-5B und CMF56-7B. Besonders stark ist die Nachfrage nach Serviceleistungen für das CFM56-7B. Für das Jahr 2019 erwartet das Unternehmen weit über 100 Shopvisits von CFM56-7-Triebwerken. An seinen Standorten in Hannover, Berlin, Zhuhai (China) und Vancouver (Kanada) verzeichnet er rund 1.000 Shopvisits pro Jahr.

Turkish Airlines erweitert Flotte der 777-Frachter erneut

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Boeing liefert weitere 777-Frachtflugzeuge an Turkish Airlines. Beide Unternehemen haben gestern die Bestellung für drei B777F mitgeteilt. Die Airline verzeichnet weiter wachsende Ergebnisse und zweiselliges Passagierwachstum.

Die Frachtflugzeuge basieren auf der 777-200LR (Longer Range), die 777 Freighter schaffen damit eine Reichweite von 4.900 Nautischen Meilen (9.070 Kilometer) bei voller Beladung von 112 Tonnen (102 Metrische Tonnen bzw. 102.000 kg). Die hohe Reichweite wirkt sich im Frachtflugbetrieb günstig auf Betriebskosten und Gebühren aus.

Istanbul: Moderne Flugzeuge für neuen Flughafen

Zuletzt sind das Luftfrachtvolumen an Tonnage um 25 Prozent und der Ertrag um 29 Prozent gewachsen. Also baut Turkish Airlines ihre Kapazitäten und Flotte aus. Erst im Januar wurde bereits eine Bestellung für drei 777-Frachter verkündet, zwei Monate später eine Bestellung über 25 787-9 Dreamliner für Istanbuls dritten Flughafen „Istanbul Airport“. Die größte Airline der Türkei hat in den lezten Monaten auch die modernen 737 MAX eingeflottet. Turkish Airlines betreibt insgesamt 160 Flugzeuge von Boeing, darunter 30 Boeing 777.

Zahl der Jobs am Baden-Airpark weiter gestiegen

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Die aktuelle Arbeitsplatzerhebung bei den auf dem Baden-Airpark ansässigen Firmen weist erneut eine gestiegene Anzahl an Arbeitsplätzen aus und bestätigt einmal mehr die Bedeutung des Flughafens und des Gewerbeparks als Jobmotor für die Region.

Wurden bei der letzten Erhebung im Jahr 2016 noch 2.510 Arbeitsplätze auf dem Baden-Airpark gezählt, boten die auf dem Gelände angesiedelten Firmen im Jahr 2018 bereits 2.732 Menschen einen Arbeitsplatz. Damit sind in den letzten zwei Jahren 222 neue Arbeitsplätze entstanden. Bei 77 Prozent der insgesamt 2.732 Arbeitsplätze handelt es sich zudem um Vollzeitstellen.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung auch im Bereich der Ausbildungsplätze. 151 junge Menschen befinden sich im Jahr 2018 auf dem Baden-Airpark in einem Ausbildungsverhältnis, und das Ausbildungsspektrum umfasst 42 unterschiedliche Berufe. Bei der ersten Erhebung im Jahr 2002 hatten 48 Auszubildende einen Ausbildungsplatz auf dem Baden-Airpark, so dass sich die Anzahl bis heute verdreifacht hat.

In der Umfrage zu den Arbeitsplätzen äußerte ein großer Teil der ansässigen Unternehmen auch den Wunsch nach einer besseren und schnelleren Internetanbindung. Baden-Airpark Geschäftsführer Manfred Jung ist daher sehr zufrieden, „dass der Zweckverband diesen Wunsch bereits erfüllt, denn der Baubeginn für die Breitbandanbindung auf dem Gelände hat schon stattgefunden“.

Barbara Bergmeier als Head of Operations von Airbus DS

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Airbus Defence and Space hat Barbara Bergmeier, 50, mit Wirkung zum 01. Dezember 2018 zum Head of Operations und Mitglied des Executive Committee ernannt. Sie tritt die Nachfolge von André-Hubert Roussel, 53, an, der mit Wirkung vom 01. Januar 2019 zum Chief Executive Officer (CEO) der ArianeGroup aufrückt, einem 50:50 Joint Venture zwischen Airbus und Safran.

„Ich freue mich sehr, dass Barbara Bergmeier in diesen für Airbus Defence and Space so spannenden Zeiten zu uns stößt. Barbara ist eine erfahrene Führungskraft im Bereich komplexer industrieller Ökosysteme. Sie verfügt über hohe Expertise in Fertigung und Betrieb, Lieferkettenmanagement, digitale Transformation, Produktionsrestrukturierung, Design und Einrichtung von Montagelinien. Zudem bringt sie große internationale Erfahrung mit. Kurzum: Alles wichtige Assets für die weitere Umsetzung unserer Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren“, sagte Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space.

BMW und COO von Dräxlmaier

Barbara Bergmeier war zuvor bei der in Vilsbiburg ansässigen Dräxlmaier Group tätig, wo sie seit 2014 als Chief Operating Officer und Vorstandsmitglied arbeitete. In dieser Funktion war sie für 50 Produktionsstandorte in 20 Ländern verantwortlich und maßgeblich an der Expansion des Unternehmens in Asien und Amerika beteiligt.

Bevor Barbara Bergmeier 2014 bei der Dräxlmaier Group anfing, war sie beim Automobilhersteller BMW Group tätig, wo sie seit 1990 mehrere leitende Managementpositionen innehatte. Unter anderem war sie am Hauptsitz des Unternehmens in München Bereichsleiterin für Personalmanagement und Personalservices, außerdem Leiterin Antriebs- und Fahrwerkskomponenten in Dingolfing sowie Vice President Assembly and Logistics im BMW-Werk Spartanburg in den USA. Barbara Bergmeier absolvierte ihr Studium der Betriebswirtschaft an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut.

Roussel fürs Board of Directors der ArianeGroup

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Airbus SE und Safran, die beiden Shareholder der ArianeGroup, haben dem Board of Directors André-Hubert Roussel als Nachfolger von Alain Charmeau, 62, vorgeschlagen. Der 53-Jährige Roussel, derzeit Head of Operations bei Airbus Defence and Space, soll mit Wirkung zum 01. Januar 2019 den Posten des Chief Executive Officer (CEO) der ArianeGroup übernehmen.

Der renommierte Luft- und Raumfahrtmanager Alain Charmeau wird 2019 nach einer Übergangsphase vom 01. Januar bis 31. März 2019, wo er dem neuen ArianeGroup CEO als Special Advisor zur Seite steht, in den Ruhestand treten. Bei Airbus hat er lange Jahre Programme wie Ariane 5, den unbemannten Raumtransporter ATV, das Columbus-Wissenschaftslabor für die Internationale Raumstation ISS und das französische militärische Flugkörpergeschäft verantwortet. Seit 2015 ist er Chef des ArianeGroup Joint Ventures, an dem Airbus und Safran zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind, und hat Europas Powerhaus im Bereich Trägerraketen in der Folge erfolgreich etabliert.

Charmeau: Ersatz nur mit viel Erfahrung

„Alain Charmeau hat innerhalb der ArianeGroup – ebenso wie zuvor bei Airbus und Aerospatiale – hervorragende Arbeit geleistet. Seit fast 40 Jahren trägt er wesentlich zum Erfolg unserer Verteidigungs- und Raumfahrtprogramme bei. Mit Alain Charmeau verabschieden wir einen einzigartigen Kollegen und eine der großen Führungspersönlichkeiten der Raumfahrtindustrie. Alain Charmeau ist nur schwer zu ersetzen, aber ich bin überzeugt, dass André-Hubert Roussel mit seiner beeindruckenden Erfahrung in den Bereichen Raumfahrt und Operations der ideale Nachfolger ist, um die ArianeGroup weiter voranzubringen“, so Tom Enders, CEO von Airbus.

„Ich möchte mich bei Alain Charmeau für seine Leistungen seit der Gründung der ArianeGroup vor über drei Jahren herzlich bedanken. Es ist ihm gelungen, die europäische Trägerraketenindustrie sowohl im Hinblick auf die Entwicklung der Ariane 6 als auch im Verteidigungsbereich wettbewerbsfähiger und effektiver zu machen. André-Hubert Roussel genießt unser volles Vertrauen, wenn er nun diese faszinierende Aufgabe übernimmt, die Europa den unabhängigen Zugang zum Weltraum sichern wird. Dabei sind wir auf die Unterstützung der ESA und der europäischen Staaten mit ihren nationalen Raumfahrtbehörden angewiesen“, ergänzte Philippe Petitcolin, CEO von Safran.

Seit 2016 ist André-Hubert Roussel Head of Operations und Mitglied des Executive Committee von Airbus Defence and Space. Seit Juli 2018 ist er außerdem Mitglied des Board of Directors der ArianeGroup. Bevor er seine gegenwärtige Aufgabe übernahm, zeichnete Roussel für den Bereich Engineering bei Airbus Defence and Space verantwortlich. Davor war er Head of Engineering, Operations and Quality der Business Unit Space Systems innerhalb von Airbus Defence and Space. 2014 übernahm er das Trägerraketengeschäft bei Airbus und spielte eine maßgebliche Rolle beim Start des Ariane-6-Programms sowie bei der Gründung des Joint Ventures ArianeGroup. Roussel, der einen Abschluss als Ingenieur bei der École Polytechnique und der École Nationale Supérieure des Télécommunications hat, begann seine berufliche Laufbahn im Jahr 1990. Roussel ist verheiratet und hat vier Kinder.

Kapitän Oliver Lackmann in Vorstand des BDL gewählt

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Oliver Lackmann ist sowohl Mitglied im TUI Aviation Board, in dem alle Airlines der TUI Group vertreten sind, als auch im Quellmarktboard Zentral der TUI. Im Vorstand des BDF folgt er auf Roland Keppler.

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften e.V. (BDF) in Köln wurde der Pilot Oliver Lackmann, jetzt Geschäftsführer der TUIfly GmbH, in den Vorstand des BDF gewählt. Lackmann (49) ist zum 01. März 2018 in die Geschäftsführung der TUI fly eingetreten und übernahm diesen Monat die alleinige Geschäftsführung der deutschen Ferienfluggesellschaft.

Top-Manager aus der Luftfahrt

Oliver Lackmann: „Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen zur Wahl in den BDF-Vorstand und freue mich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit den Kollegen der deutschen Airlines. Unser Ziel muss es sein, die regulatorischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen für die deutschen Fluggesellschaften zu verbessern und unseren Position im Luftverkehr am Standort Deutschland zu stärken.“

Der ausgebildete Flugkapitän Lackmann war bis zu seinem Eintritt in die TUIfly GmbH Geschäftsführer der österreichischen Fluggesellschaft NIKI. Davor war er bei der airberlin Chief Flight Operation Officer und Accountable Manager. In dieser Position hatte er u.a. die Gesamtverantwortung für den Flugbetrieb, die Crewplanung und das Operation Compliance & Safety Management.

Airbus liefert erste A330neo an TAP

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TAP Air Portugal hat den weltweit ersten A330-Großraumjet der neuesten Generation übernommen. Die Airline kommt in die Vorzüge wie größere Reichweite und eine neue Airspace-Kabine von Airbus mit erstklassigem Passagierkomfort in der A330neo.

TAP Air Portugals erste A330-900 (Infografik)  wird von Avolon geleast und verfügt über eine komfortable Dreiklassenkabine mit 298 Sitzen (34 Full-Flat-Sitze in der Business Class, 96 Sitze in der Economy Plus Class und 168 Sitze in der Economy Class). Die portugiesische Airline will in den kommenden Jahren weitere 20 A330-900-Jets einflotten. Die „Airspace by Airbus“-Kabine bietet mehr persönlichen Freiraum, geräumigere Gepäckablagefächer, eine fortschrittliche Kabinenbeleuchtung sowie Konnektivität und In-Flight-Entertainment der neuesten Generation. Das Flugzeug wird künftig auf Strecken von Portugal nach Amerika und Afrika eingesetzt.

A330-900 leicht in Flotte integrierbar

„Ich freue mich sehr, die erste A330-900 in unserer wachsenden Flotte willkommen zu heißen. Ihre unschlagbare Wirtschaftlichkeit und Effizienz werden unser Geschäft weiter voranbringen“, sagte Antonoaldo Neves, CEO von TAP Air Portugal. „Die A330neo wird uns dank ihrer Kommunalität mit den anderen Airbus-Flugzeugen in unserer Flotte eine hohe Flexibilität im Flugbetrieb ermöglichen. Dieser Großraumjet ist das erste Flugzeug mit dem neuen Airspace-Kabinenkonzept, das den Anspruch der Airline erfüllt, ihren Passagieren das beste Produkt der Branche zu bieten.“

„Die Übergabe der ersten A330neo an einen langjährigen Airbus-Kunden wie TAP Air Portugal ist für Airbus ein sehr wichtiger Meilenstein“, sagte Guillaume Faury, President von Airbus Commercial Aircraft. „Durch kontinuierliche Innovationen wird der neueste A330neo-Großraumjet unseren Kunden höchste Wertschöpfung und Effizienz sowie ihren Passagieren überragenden Komfort bieten. Für unsere Branche ist dies ein weiterer Schritt in Richtung unseres Ziels, eine nachhaltige Luftfahrt zu fördern.“

Modernisierte Flugzeuge

Die A330neo ist ein Flugzeug der neuen Generation, das auf dem Erfolg der A330 aufbaut und Technologien der A350 XWB nutzt. Sie fliegt mit hoch effizienten Rolls-Royce Trent-7000-Triebwerken der neuen Generation, neuen 3D-optimierten Flügeln mit größerer Spannweite und neuen Sharklets, die für die beste aerodynamische Leistung umfassend optimiert sind. Diese fortschrittlichen Technologien reduzieren den Treibstoffverbrauch gegenüber Konkurrenzprodukten der vorherigen Generation in dieser Größenkategorie um 25 Prozent.

Außerdem sorgen neue Triebwerksgondeln aus Verbundwerkstoffen, voll verkleidete Pylone aus Titan und die Zero-Splice-Technologie am Lufteinlauf der A330-900 für überragende aerodynamische und akustische Eigenschaften. TAP Air Portugal betreibt heute eine Airbus-Flotte von 72 Flugzeugen (18 A330, vier A340 und 50 Flugzeuge der A320-Familie). Die Single-Aisle-Flotte umfasst 22 A319ceo, 21 A320ceo und vier A321ceo, eine A320neo und zwei kürzlich ausgelieferte A321neo.

Jetzt doch: SunExpress führt Tarifverhandlungen

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Die Fluggesellschaft SunExpress Deutschland (SXD) und die Vereinigung Cockpit (VC) haben sich nun doch über die Aufnahme von Tarifverhandlungen zu einem Tarifvertrag Personalvertretung geeinigt. Dieser Tarifvertrag soll die betriebliche Mitbestimmung für das Cockpitpersonal sichern.

Zuletzt waren das Cockpit- und Kabinenpersonal mit dem Versuch, einen Betriebsrat wählen zu lassen, vor Gericht gescheitert. Das Gericht verwies auf § 117 des Betriebsverfassungsgesetztes (BetrVG), wonach es dem „fliegenden Personal“ ausdrücklich nicht gestattet sei, einen Betriebsrat zu gründen. Vielmehr bedürfe diese Wahl der Zustimmung der Arbeitgeberseite durch einen Tarifvertrag. SXD hatte dies aber in der Vergangenheit immer wieder abgelehnt.

„Lex Ryanair“ im Anflug

Ein Umdenken bei der Unternehmensführung kam jetzt durch die geplante Gesetzesänderung des § 117 BetrVG. Danach soll die Wahl eines Betriebsrats nach dem Betriebsverfassungsgesetz für das „fliegende Personal“ nun zukünftig doch möglich sein, sollte sich ein Arbeitgeber nachhaltig der Etablierung einer betrieblichen Mitbestimmung durch Tarifvertrag verweigern. Die VC hat ihre Expertise bei der geplanten Gesetzesänderung mit eingebracht, um dieses Schlupfloch für Airlines zum Nachteil des Cockpitpersonals endlich zu schließen. Der Fall SunExpress zeigt, dass das Bemühen der Bundesregierung voll aufgegangen ist, endlich Mitbestimmung für das fliegende Personal gesetzlich zu verankern und die Neuregelung keine „Lex Ryanair“ ist.

Vorteil auch für Sun Express

In einem Tarifvertrag über die Einsetzung einer Personalvertretung für das fliegende Personal können die spezifischen Besonderheiten eines Flugbetriebs berücksichtigt werden. Das hat nun wohl auch die SXD bewogen, sich auf Tarifverhandlungen zu einem Tarifvertrag Personalvertretung einzulassen. „Wir begrüßen die Bereitschaft der SunExpress sehr, endlich über die Einsetzung einer Personalvertretung zu verhandeln“, so Tarifexperte Markus Germann von der VC. „Damit würde die mitbestimmungsfreie Zeit in diesem bedeutenden Flugbetrieb enden“, so Germann weiter. „Dies gilt umso mehr im Konzerngefüge der Lufthansa mit seiner bekannten Marke „Eurowings“, für die auch SXD produziert“, so Germann abschließend.

Dortmund – Wien jetzt von Wizz Air gestartet

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Gestern wurde eine neue Flugstrecke von Dortmund nach Wien eingeführt. Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air nutzt ihre neue Basis in Wien dafür, nun täglich eine Verbindung zwischen der Ruhrgebietsmetropole Dortmund und dem Wirtschafts- und Touristendrehkreuz Wien anzubieten.

Mit der neuen Route ergänzt Wizz Air ihr bestehendes Flugangebot am Dortmund Airport um eine weitere attraktive Destination im Her- zen Europas und stockt die Anzahl der Ziele auf 27 auf. Guido Miletic, Leiter Marketing & Sales am Dortmund Airport, begrüßte die Crew von Wizz Air an Bord des ersten Fluges und überreichte Blumenstr äuße.

Strecke nach Wien soll sich etablieren

„Wir freuen uns, dass wir mit Wien ein weiteres tolles Reiseziel hinzugewinnen konnten. Die große Nachfrage auf der Strecke stimmt uns zuversichtlich, dass wir die Verbindung langfristig etablieren können.“ Wizz Air will auch weiterhin am Dortmund Airport wachsen. Neben den bereits erfolgten Streckenaufnahmen sind die für Dezember angekündigten Ziele Debrecen (Ungarn), Pristina (Kosovo) und Chisinau (Moldawien) ein Indiz dafür.

Martina Niemann von Lufthansa Repräsentantin bei BWLTF

Die Business Women Leaders‘ Taskforce (BWLTF) wurde 2017 auf dem Hamburger Gipfeltreffen ins Leben gerufen. Sie vereint Manager und Führungskräfte aus den G20-Mitgliedstaaten mit dem Ziel, die wirtschaftliche Stärkung von Frauen aus allen Ländern und Gesellschaftsschichten zu fördern.

Martina Niemann, Airline Personalmanagerin bei Lufthansa, ist die deutsche Repräsentantin der internationalen BWLTF. In enger Zusammenarbeit mit bereits etablierten Dialog-Gruppen wird die BWLTF im Vorfeld des G20-Gipfels Ende November in Buenos Aires Empfehlungen abgeben, wie Frauen gesellschaftlich und wirtschaftlich weiter gestärkt werden können. Diese wurden vorab jeweils von nationalen Arbeitsgruppen erarbeitet und dann in der BWLTF zusammengeführt. Neben Martina Niemann vertritt auch McKinsey-Deutschlandchef Cornelius Baur die deutsche Arbeitsgruppe in der BWLTF.

Initiative Chefsache geht mit gutem Beispiel voran

Das sei kein frauenspezifisches Thema, betont Niemann. Die deutsche Arbeitsgruppe besteht aus Mitgliedern der „Initiative Chefsache“, die genau diesen Ansatz verfolgt. Das Netzwerk von Führungskräften aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Medien in Deutschland besteht seit 2015 und hat sich der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern verpflichtet. Die Lufthansa Group ist seit Mitte 2016 Mitglied der Initiative.

Ihr Engagement und ihre Expertise bringen die Mitglieder der „Initiative Chefsache“ nun in die nationale Arbeitsgruppe für die BWLTF ein. „Das ist eine hervorragende Chance, die Ziele der Initiative Chefsache international zu diskutieren und von Erfahrungen in anderen Ländern zu profitieren“, sagt Baur. So zielt einer der Vorschläge, den die deutsche Arbeitsgruppe adressiert hat, auf die Gründung von Netzwerken im öffentlichen Sektor und der Wirtschaft. Beispiele sind hier die „Initiative Chefsache“ in Deutschland, das „Women’s Business Council“ im Vereinigten Königreich oder die „Gender Parity Initiative“ in Argentinien.

Lufthansa: Frauenförderung auf der Agenda

Martina Niemann war vom Bundeskanzleramt nominiert worden, das nationale Komitee für Deutschland zusammenzustellen und zu leiten. „Wir freuen uns sehr, dass das Kanzleramt mit Martina Niemann eine Frau gewählt hat, die den Gedanken der Gleichberechtigung lebt und die Überzeugung der Lufthansa Group für mehr Diversity und Chancengleichheit jeden Tag aufs Neue in ihrem Geschäftsbereich vertritt“, sagt Bettina Volkens, Personalvorstand der Deutsche Lufthansa AG.

Bei Lufthansa stehe Frauenförderung ganz oben auf der Agenda, so Volkens weiter: „Das Thema Gender Diversity wurde zentral in der HR-Strategie platziert. In der Lufthansa Group wird jede Führungsposition transparent ausgeschrieben und jedes Shortlistenranking geht mit mindestens einer qualifizierten Frau ins Rennen. Zudem bieten wir zahlreiche Programme auch unterhalb der Managementebene an, mit denen wir Frauen – und natürlich auch Männer – auf Führungspositionen vorbereiten.“

Positionspapier der BWLTF im November übergeben

Ein gemeinsames Positionspapier aller nationalen Komitees wird die internationale Business Women Leaders‘ Taskforce am 29. November an die jeweiligen Regierungsvertreter übergeben und besprochen. „Erfreulicherweise konnten wir sehr viele der ursprünglichen deutschen Positionen unterbringen, die sich auch aus den Forderungen der etablierten Dialog-Gruppen W20 (Women) und B20 (Business) der vergangenen Jahre ableiten“, so Niemann. Idealerweise finden sich diese Themen nach dem 01. Dezember in der offiziellen Abschlusserklärung des Gipfels wieder.