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Rexus 25 startete Experimente samt Atmosphärengleiter

Die Rakete erreichte bei dem Flug eine Höhe von rund 80 Kilometern, wobei für rund zwei Minuten Schwerelosigkeit herrschte.

Rund ein Jahr lang hatten die Studierendenteams aus Bremen, München und Jena auf diesen Moment hingearbeitet: Am 11. März 2019 ist um 10:20 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) die Forschungsrakete REXUS 25 erfolgreich vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden gestartet. An Bord befanden sich die Experimente der deutschen Teams sowie von Studierenden der Universität Danzig und der TU Eindhoven.

„Die Studierenden haben einen Gleiter für Forschung in der Atmosphäre, ein Experiment für medizinische Anwendungen und ein neues Mess-System für die Raketentechnik eigenständig entworfen, getestet und gebaut“, erläutert Dr. Michael Becker, Leiter des REXUS/BEXUS-Programms im DLR Raumfahrtmanagement. „Jetzt warten wir mit Spannung auf die Auswertung der Daten.“

GAME – Gleiter für Forschung in der Atmosphäre

Nur rund 22 Zentimeter lang ist der weltraumtaugliche Gleiter, den das Team GAME (Glider for Atmospheric Measurements and Experiments) der Ernst-Abbe-Hochschule Jena entworfen hat. Das Fluggerät soll zukünftig eingesetzt werden, um Experimente und Messungen in der Atmosphäre durchführen zu können, etwa zur Wirkung kosmischer Strahlung auf die Erbsubstanz von Zellen und für die Klimaforschung.

„Wir haben das Fluggerät so konstruiert, dass es in die Raketenspitze eingebaut werden konnte und kurz vor dem Gipfelpunkt des Fluges freigesetzt wurde“, so Anna Maria Büchner, Teamleiterin von GAME. „Der Mechanismus zum Auswerfen des Geräts, das geringe Gewicht des Gleiters und die Kommunikationstechnik waren dabei die größten Herausforderungen. Wir sind glücklich, dass alles so gut funktioniert hat.“ Während des Fluges wurden Position, Lage und Temperatur bestimmt und zur Bodenstation gesendet.

FORAREX: Einzellern für die Humanmedizin

Foraminiferen sind winzige einzellige Lebewesen, von denen fast alle Arten ein Kalkgehäuse besitzen. Ihr kleines Gehäuse ist für die Erforschung von Mineralisierungsprozessen, etwa in menschlicher Knochensubstanz, von großem Interessiere. Die Kalkschale ist aber auch für die Pharmatechnik von Bedeutung: Da ihre Struktur viele winzige Kammern aufweist, kann sie beispielsweise als Vorlage für Tabletten dienen, die Medikamente kontrolliert abgeben können.

„Wir wollen die Organismen in unserem Experiment FORAREX (Foraminifera Rocket Experiment) näher untersuchen und erforschen, wie sich die Zellen in Schwerelosigkeit verhalten“, erläutert Nils Kunst von der Universität Bremen. „Wir haben für das Experiment ein Lebenserhaltungssystem konstruiert, das den Foraminiferen vor, während und nach dem Flug optimale Umgebungsbedingungen bietet.“

Technik für die Raumfahrt von morgen

Ziel von Team FLOMESS (Flight Loading Measurement System) der Universität der Bundeswehr München ist die Messung der strukturellen Belastungen, die auf die Höhenforschungsrakete während Start und Flug wirken. Dabei wird vor allem die Dehnung der Rakete gemessen. Die Ergebnisse dienen dazu, Forschungsraketen zukünftig effizienter zu gestalten und im Zuge der kommerziellen Raumfahrt ein höheres Nutzlastverhältnis zu ermöglichen.

Weltraumforschung und Satellitentechnik auf REXUS 26

Schon am 18. März 2019 soll mit REXUS 26 die zweite Forschungsrakete der Doppelkampagne starten. An Bord befinden sich dann Experimente von Studierenden der TU Braunschweig, der TU Berlin, der Lulea University of Technologie, des Royal Institute of Technology KTH und der Wroclaw University of Science and Technology.

Die Saturnringe verstehen

Das Team ELVIS (Exploration of Low-Velocity collision In Saturn’s rings) der TU Braunschweig will mit seinem Experiment der Entstehung der Saturnringe auf die Spur kommen. Ziel ist es zu verstehen, wie durch das Zusammenstoßen einzelner Staubpartikel größere Strukturen entstehen. Bei dem Experiment untersuchen die Studierenden das Verhalten von kleinen Glaskugeln, welche die Partikel in den Saturnringen simulieren.

In der Schwerelosigkeit werden die Kugeln, die sich in einer Experimentkammer befinden, geschüttelt, so dass diese zusammenstoßen. Wenn die Kollisionsgeschwindigkeiten gering genug sind, bleiben die Teilchen aneinander haften und bilden Klumpen. Das Team will nun erforschen, bis zu welcher Größe diese Klumpen heranwachsen können und unter welchen Kollisionsbedingungen die Zusammenstöße stattfinden müssen.

Innovative Lageregelung für Kleinstsatelliten

Nutzlasten moderner Kleinstsatelliten, so genannter CubeSats, werden zunehmend anspruchsvoller und verlangen eine präzisere und beweglichere Lageregelung. Das Team TUPEX-6 (Technische Universität Berlin Picosatellite Experiment – 6) der TU Berlin will hierfür eine innovative Technik testen, die nicht auf herkömmlichen Rädersystemen, sondern auf Kanälen (Picosatellite Fluid-Dynamic Actuators, pFDA) basiert, durch die flüssiges Metall gepumpt wird.

Durch Ändern der Fließgeschwindigkeit kann die Lage des Satelliten geregelt werden. Einer der Vorteile des Systems ist, dass es durch seine flexible Form platzsparender ist als bisherige Technologien und daher mehr Raum für Nutzlasten zur Verfügung steht. Für das Experiment hat das Team ein Modell eines CubeSats mit einem solchen pFDA-Lageregelungssystem an Bord entworfen und einen Auswurfmechanismus für die Separation von der Rakete entwickelt.

Rexus auf den Fotos

Rund ein Jahr lang hatten die Studierendenteams aus Bremen, München und Jena auf diesen Moment hin gearbeitet: Am 11. März 2019 ist um 10:20 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) die Forschungsrakete REXUS 25 erfolgreich vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden gestartet (Titelfoto).

Arbeiten am Experiment GAME: In der Vorbereitungshalle für die Experimente führen die Studenten letzte Arbeiten am Atmosphärengleiter GAME durch.

Der Atmosphärengleiter GAME: Das Team GAME (Glider for Atmospheric Measurements and Experiments) der Ernst-Abbe-Hochschule Jena hat auf dem Flug von REXUS 25 den von ihm entworfenen Atmosphärengleiter getestet. Zukünftig soll das Fluggerät als Plattform für Experimente dienen.

Beobachtung der Kleinstorganismen unter dem Mikroskop: Mit Hilfe eines Mikroskops werden die Eigenarten der Foraminiferen, wie deren Beweglichkeit und Farbe bestimmt.

Experiment ELVIS: Wie kam Saturn zu seinen Ringen? Mit ELVIS (Exploration of Low-Velocity collision In Saturn’s rings) will das Studierendenteam der TU Braunschweig erforschen, wie die Ringe des Planeten Saturn entstanden sind.

Letzte Vorbereitungen vor dem Benchtest: Das Team ELVIS legt letzte Hand an, bevor das Experiment den so genannten Benchtest durchläuft. Dabei werden die Nutzlastmodule der Rakete wie beim Flug miteinander verkabelt und es wird geprüft, ob alle Experimentanlagen und deren Zusammenspiel funktionieren.

Diamond DA42 fliegt mit modernstem EO/IR Sensorsystem

Diamond Aircraft hat ein weiteres Überwachungssystem in seine Multimissionsplattform DA42 integriert. Das Spezialflugzeug wurde nun mit einem Trakka TC300 via MIMO MANET ausgerüstet.

Die Multimissionsplattform Diamond DA42 bildet die Grundlage für verschiedene Ausstattungen von Überwachungstechnik. Das zweimotorige Flugzeug DA42 wird damit zum airborne ISR, einem luftgestützten System für Intelligence, Surveillance und Reconnaissance. Die Österreicher haben dazu jetzt die neue Bildtechnik von Trakka, dem TC300, in das Flugzeug integriert und eine Woche lang intensiv im Flug getestet. Das Sensorsystem wird unterseitig an der Flugzeugnase montiert und erfüllt die technischen und Umweltrichtlinien RTCA DO-160.

DA42 als modernes Aufklärungsflugzeug

Das TC300 ist das modernste Sensorsystem EO/IR von Trakka. Diamond Aircraft ist einer der ersten Hersteller, der dieses elektro-optische und Infrarot-System in Testflugkampagnen evaluiert. Trakka TC300 ermöglicht HD Videoaufnahmen im Sichtbaren, aber auch im Infraroten und Wäremebilder. Die Imageprozession umfasst dabei Bildverbesserungen mit differenzieller Kontraststeigerung. Weitere Funktionen des Systems sind Geolokalisierung sowie Erfassung und Verfolgung bewegter Ziele. Dies verbessert das Situationsbewusstsein des Piloten, der sich nicht so sehr auf das Verfolgen eines Ziels am Bildschirm konzentrieren muss. Diese Fähigkeiten empfehlen das System für die Luftgestützte Grenzüberwachung und -Sicherung. So könnten Personen aus großer Höhe auch nachts ausfindig gemacht und nachverfolgt werden.

Die Technik spielt sich aber nicht nur im Flugzeug ab. Die Daten müssen schnell zwischen dem Flugzeug und dem Entscheider am Boden ausgetauscht werden können. Dazu laufen die Daten über einen SMPTE HD Videoausgang und H.264 über Ethernet nach MISB 0601.7. Mit einem modernen Silvus StreamCaster wird hier das MIMO (Multiple In, Multiple Out) MANET (Mobile Ad Hoc Network) realisiert. Auf der Diamond DA42 sollen mit dem IP-MESH Network so über 200 km Entfernung Daten mit 85 Mbps übertragen werden. Die Fotos zeigen ein DA42 Special Mission Aircraft, ausgerüstet mit dem Trakka TC300 via MIMO MANET und eine beispielhafte Bodenstation, wie sie für die Tests in Betrieb war.

ISR-System in der Luft

  • DA42 Special Mission Aircraft
  • EO/IR Sensor TC300 von Trakka System
  • Haivision Makito X Videoencoder
  • Silvus StreamCaster SC4400
  • Triad BDA (Bidirektionaler Verstärker), 25W

Ausrüstung am Boden

  • In-house-Entwurf einer Bodenstation für Haivisions Medienplattform
  • Silvus StreamCaster 4400
  • Triad BDA (Bidirektionaler Verstärker), 25W

Tiefpreis-Offensive von AUA gegen Konkurrenz in Wien

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Austrian Airlines baut am Standort Wien sein Europanetz aus und stockt zB. Flüge nach Deutschland – in Städte wie Berlin, Düsseldorf und Hamburg – auf. Damit wollen die Österreicher aus der Lufthansa Group ihren neuen Mitbewerbern am Wiener Flughafen den Kampf ansagen. Ab Mai folgen Paris und Kopenhagen.

Nach Kopenhagen fliegt Austrian Airlines zukünftig vier Mal häufiger und damit insgesamt 31 Mal pro Woche. Paris wird ebenfalls um 12 Flüge auf 39 Flüge pro Woche aufgestockt. Hamburg erhält elf zusätzliche Flüge in der Woche (nun 39 Flüge pro Woche), Berlin und Düsseldorf werden um jeweils zwei Flüge auf 56 bzw. auf 40 Flüge pro Woche aufgestockt.

Auf die Frequenzaufstockung folgt nun auch noch eine kräftige Preisreduktion: Oneway-Flüge zu diesen und anderen Europa-Zielen zwischen 11. und 24. März 2019 sollen ab 39 Euro zu haben sein. Das kommt einer Halbierung der üblichen Oneway-Preise gleich. Die Offerte ist eine klare Kante gegen die neue Laudamotion. Der Low Cost-Carrier wurde von Luft- und Motorsportlegene Niki Lauda und aus Airbus-Flugzeugen der insolvent gegangenen Air Berlin gegründet. Nach einer Vermarktungskooperation mit Ryanair wurde Laudamotion mittlerweile komplett von den Iren übernommen. Laudamotion ist fasst nun am Flughafen Wien Fuß, indem die Flotte dort zunächst auf acht Flugzeuge verdoppelt und das Flugangebot im untersten Preissegment deutlich ausgebaut werden soll. Mit elf Airbus-Flugzeugen will man im nächsten Winter erklärtermaßen zur zweitgrößten Airline in Wien, nach AUA, werden.

Zuverlässigkeit zum Niedrigpreis

Austrian Airlines hebt den Fehdehandschuh nun auf. „Kunden können sich freuen, unsere Mitbewerber wahrscheinlich weniger“, sagt Andreas Otto, CCO und Vorstandsmitglied von Austrian Airlines, „wir bieten tiefen Preis und Zuverlässigkeit, statt tiefer Preis und programmierten Ärger“, womit der AUA-Vertriebschef auf die häufigen Flugplanänderungen der neuen Konkurrenz hinweist. „Wir erhalten zunehmend Hinweise von Kunden, die lieber mit uns fliegen“, so Otto. Alleine im Januar konnte Austrian 60.000 Gäste gewinnen, ein Plus von sieben Prozent. Im Gesamtjahr 2018 waren es insgesamt um eine Million mehr Passagiere, ein Plus von acht Prozent.

Zwischen 11. März 2019 – 24. März 2019 werden – allerdings zu einem begrenzten Ticket-Kontingent – auf folgenden acht europäischen Destination Flüge ab 39 Euro angeboten (Oneway): Berlin, Mailand, Paris, Kopenhagen, Hamburg, Kiew, Nizza, Lyon und Italien ab 59 Euro. In diesem Zeitraum können Flüge bis zum 16. Dezember 2019 gebucht werden.

Jobmesse am Fraport: Stellen auch für Quereinsteiger

Zum sechsten Mal lädt die Agentur für Arbeit Frankfurt/Main zur Berufsmesse „Startbahn zum Job“ an den Flughafen Frankfurt ein. Interessierte Fachkräfte – aber auch Quereinsteiger und Menschen ohne Berufsabschluss – können sich gezielt über die Jobmöglichkeiten am Airport informieren.

Insgesamt rund 45 Unternehmen unterschiedlicher Branchen präsentieren am 19. und 20. März 2019 jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr ihre Jobangebote im „Fraport Forum“ im Übergang zwischen Terminal 1 und dem Fernbahnhof. Interessierte Bewerberinnen und Bewerber erfahren dort im persönlichen Gespräch mehr über ihre Chancen bei Unternehmen der Flughafen-Branche, Hotel und Gaststätten, Touristik, Einzelhandel, Spedition, Lager und Logistik, Reinigung und Sicherheit.

Fraport sucht für offene Stellen

Fachvorträge zum Thema „Arbeiten am Flughafen“ vermitteln die einzigartige Arbeitsatmosphäre an Deutschlands größter lokaler Arbeitsstätte. Zusätzliche Service-Angebote vor Ort runden das Messeprogramm ab: Besucherinnen und Besucher können Bewerbungsfotos erstellen lassen und direkt mitnehmen oder Stilberatung, Business-Knigge und den individuellen Bewerbungsmappen-Check nutzen.

Mit dabei auf der Jobmesse sind auch die Fraport AG und ihre Tochterunternehmen FraGround, FraSec, FraCareS, GCS Gesellschaft für Cleaning Service sowie Frankfurt Airport Retail (FAR). Nach der erfolgreichen Recruiting-Kampagne des vergangenen Jahres setzt Fraport die Bemühungen um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fort. Auch 2019 stellt der Flughafenbetreiber wieder zahlreiche neue Beschäftige ein. Die Stellenangebote umfassen unterschiedliche Anforderungen und richten sich an diverse Zielgruppen.

Aktuell sind beispielsweise folgende Funktionen ausgeschrieben: Vom Gepäckfahrer, Flugzeugabfertiger, Fluggastbetreuer in Voll- oder Teilzeit, Elektriker/Elektroniker/Mechatroniker als Facharbeiter für die Instandhaltung der Gepäckförderanlage und Facharbeiter Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik, bis hin zur Luftsicherheitskontrollkraft gemäß § 8 LuftSiG, alle m/w/d. Weitere Informationen zu den offenen Stellen, dem Messeprogramm, Öffnungszeiten und eine Wegbeschreibung zur Jobmesse finden Sie online bei der Fraport AG und bei der Arbeitsagentur hier.

Boeing 737 MAX 8 der Ethiopian Airlines abgestürzt

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Heute früh ist eine Passagiermaschine der Ethiopian Airlines verunglückt. Die Boeing 737 verunglückte kurz nach dem Start in Addis Abeba.

Die Airline bezeichnet die Maschine in einer Mitteilung als „B737-800MAX“. Der US-Hersteller des Flugzeugs besätigte, dass es sich bei der als ET-AVJ registrierten Maschine um eine Boeing 737 MAX 8 handelt, von denen die Airline dutzende bestellt hat. Damit ist das Flugzeug von der neuesten Generation des weitverbreiteten Mittelstreckenflugzeugs 737. Die Maschine B737 im Flug ET 302 hob planmäßig um 08:38 Uhr von Addis Ababa und war auf den Weg nach Nairobi. Um 08:44 ging der Kontakt zum Flzugzeug verloren. Von den 149 Passagieren an Bord und acht Crewmitgliedern habe laut Fluggesellschaft niemand überlebt.

Zweiter Absturz einer Boeing 737 MAX 8

Weltweit wollen Airlines mit den modernen und spritsparenden Flugzeugen der Reihe 737 MAX ihre Flotten erneuern und ausbauen. Es ist nun schon der zweite Absturz einer Boeing 737 MAX 8 innerhalb eines halben Jahres. Im Oktober stürzte eine 737 MAX 8 der indonesischen Lion Air ins Meer. Gernauere Informationen zum Unglückshergang und der Ursache von ET 302 liegen aber noch nicht vor. Update: Wie Ethiopian Airlines mitteilte, waren auch fünf Deutsche an Bord.

A330neo für Air Senegal: Einflottung mit guter Fracht

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Air Senegal hat ihren ersten Airbus A330-900 in Toulouse erhalten. Die Fluggesellschaft ist die erste Airline in Afrika, die diese neue Generation des Langstreckenjets A330 einflottet.

Im A330-900, der NEO-Generation des A330, kommen neue Technologien wie moderne Triebwerke, Rolls-Royce Trent 7000, dazu Flügel mit modernerer Aerodynamik und gebogenen Flügesspietzen, ähnlich wie beim A350 XWB, zum Einsatz. Die A330neo für Air Senegal ist mit einer Dreiklassenkabine ausgestattet: 237 Sitze gibt es in der Economy, 21 Premium Plus sowie 32 Business Class Sitze für den gehobenen Komfort. Die A330-900 soll zunächst die Route Paris – Dakar bedienen.

Hilfsgüter im A330-Flugzeugbauch

Die Überführung des nagelneuen Flugzeuges nahmen der Flugzeugbauer über seine Airbus Foundation und Air Senegal erstmals zum Anlass, Hilfsgüter mitzuführen. Darunter waren medizinisches Gerät, Spielsachen, Kinder- und Erwachsenenkleidung und Bücher. Insgesamt 13 Tonnen an Cargo nahm der Airbus A330neo so mit auf die Reise zur Heimatbasis der Airline Blase-Diagne International Airport in Dakar. Die Lieferungen wurden von Luftfahrt ohne Grenzen, dem Krebsforschungsinstitut der Universität Toulouse und der Organisation La Chaîne de l’Espoir („Die Kette der Hoffnung“) gespendet.

skyguide in Joint Venture für Regionalflughäfen

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Schon seit dem 01. Januar 2019 ist der Markt für Tower-, An- und Abflugkontrolle (Terminal ANS) auf den Schweizer Regionalflugplätzen teilweise liberalisiert und offen für andere Anbieter. Die Geschäftsleitungen von skyguide und ACR Aviation Capacity Resources wurden jetzt von ihren jeweiligen Verwaltungsräten beauftragt, ein Joint Venture zu entwickeln.

Hauptziel dieser gemeinsamen Entwicklung ist es, den Schweizer Regionalflugplätzen in Zukunft kosteneffiziente und auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Flugsicherungsdienste anzubieten.

Liberalisierung der Flugsicherung in der Schweiz

Mit dem neuen Rechtsrahmen in der Schweiz, der seit dem 01. Januar 2019 in Kraft ist, können neben skyguide auch andere Flugsicherungsdienstleister Flugsicherung auf Regionalflugplätzen durchführen. Skyguide will weiterhin sichere und qualitativ hochstehende Dienstleistungen auf Regionalflugplätzen anbieten und hat in den letzten Monaten verschiedene Optionen geprüft, wie die besonderen Bedürfnisse dieses Marktes optimal bedient werden können.

Die Evalutation ergab, dass an ein Joint Venture mit einem Partner gearbeiten werden soll, der über die Kapazität und Kompetenz verfügt, dieses Segment zu betreiben. ACR Aviation Capacity Resources aus Schweden, seit 2011 in einer strategischen Partnerschaft mit skyguide, wird als ideale Ergänzung für dieses Vorhaben angesehen. Diese Option hat die Unterstützung der Vorstände beider Unternehmen erhalten. Die Geschäftsleitungen von skyguide und ACR wurden daher mit der Entwicklung dieses Joint Venture beauftragt.

Einheit aus Agilität mit Kompetenz

„Im Hinblick auf die Marktöffnung und eine intensivierte Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner skyguide haben wir bereits die ACR Switzerland AG gegründet. Hauptziel dieses Joint Ventures ist es, den Schweizer Regionalflugplätzen einen maßgeschneiderten und kostengünstigen Service zu bieten, der es ihnen ermöglicht, ihren Betrieb sicher und zuverlässig fortzusetzen“, sagt Wilhelm Wohlfahrt, CEO von ACR.

Über den allgemeinen Rahmen dieses gemeinsamen Unternehmens wurde bereits eine Einigung erzielt, und die Arbeiten zur abschließsenden Analyse der Frage, wie die Marktbedürfnisse am besten bedient werden können, sind im Gange. Das Joint Venture erkennt die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen an und ist dient als Vehikel, welches es ermöglicht, die Qualität der Dienstleistungen, Kompetenz und Erfahrung von skyguide durch die agilen und schlanken Strukturen von ACR zu gewährleisten.

„Die Erbringung von Flugsicherungsleistungen auf den Schweizer Regionalflugplätzen in den letzten Jahren ist etwas, worauf skyguide stolz ist. In diesem neuen Umfeld glauben wir, dass wir unsere Kunden am besten bedienen können, indem wir ein neues und preiswerteres Angebot schaffen, und wir freuen uns, mit ACR zusammenzuarbeiten, um dies zu erreichen“, sagt skyguide CEO Alex Bristol.

Ryanair: SÖP als Schlichtung verpflichtend

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Ryanair will als erste europäische Fluggesellschaft eine verbindliche Mediation mit dem deutschen Mediator für Kundenbeschwerden in der Luftfahrt SÖP, der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr, akzeptieren.

Ryanairs Chief Marketing Officer Kenny Jacobs dazu: „Ryanair war die erste Fluggesellschaft, die sich im Jahre 2013 zur Schlichtung im Flugverkehr in Deutschland bekannte, noch bevor dieser Mechanismus zur alternativen Streitbeilegung für Fluggäste gesetzlich eingeführt wurde. Wir sind nun wieder führend in der deutschen Luftfahrtindustrie, da wir als erste Fluggesellschaft die Schlichtungsempfehlungen der SÖP als rechtsverbindlich anerkennen werden. Diese Selbstverpflichtung spiegelt nicht nur den fortschrittlichen Ansatz von Ryanair im Kundenservice wider, sondern zeigt auch unser Vertrauen in die SÖP.“

SÖP als Garant für Lösung

Jacobs wies in diesem Zusammenhab auf eine Vielzahl von Kommunikationskanälen, einschließlich mobiler Medien, hin, über welche Kunden sich an die Airline wenden könnten. Dabei ist die Buchung von Flügen online, statt persönlich am Schalter, seit jeher eine Strategie der irischen Airline. Ein Team an Entwicklern arbeitet eigens an Lösungen für digitale Services und zur Interaktion für Kunden.

„Für den sehr kleinen Teil der Kunden, die mit der Antwort von Ryanair auf ihre Anfrage bzw. Beschwerde nicht zufrieden sind, bietet SÖP zur Abhilfe eine unabhängige Alternative. Wir erkennen Schlichtungsempfehlung von SÖP nunmehr als verbindlich an, außer in jenen Fällen, in denen eine grundsätzliche Rechtsfrage, die für die Bewertung der Streitigkeit erheblich ist, noch nicht geklärt ist. Dies gibt den Kunden die zusätzliche Sicherheit, dass ihre Beschwerden auf höchstem professionellen Niveau bearbeitet werden“, so Kenny Jacobs.

American Airlines: bald aus Philadelphia in Berlin

Berlin bekommt im Juni 2019 eine neue Langstreckenverbindung. Anlässlich der ITB Berlin stellte American Airlines die neue Nonstop-Verbindung von Berlin-Tegel nach Philadelphia vor.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wir freuen uns über die neue Langstreckenverbindung. Philadelphia ist das dritte Nordamerikaziel, das nonstop ab Berlin angeflogen wird. Es wird die Hauptstadtregion touristisch und wirtschaftlich weiter stärken. Allein 2018 flogen fast 950.000 Passagiere von Berlin nach Nordamerika und zurück.

Fliegender Start bei BER-Eröffnung

Gäste aus den USA und Kanada machten fast zehn Prozent der Berliner Hotel-Übernachtungen aus. Mit Blick auf den BER verschafft sich American Airlines bereits heute einen wichtigen Startvorteil: Wenn der neue Flughafen im Oktober 2020 in Betrieb geht, kann die Airline dort eine bereits etablierte Langstreckenverbindung anbieten.“

Cristian Lizana, Regional Sales Manager Central and Eastern Europe, American Airlines: „Die neue Strecke von Berlin nach Philadelphia ergänzt das Langstreckenangebot im deutschen Markt hervorragend. Die Verbindung bietet Passagieren ab Berlin zahlreiche Anschlussflüge innerhalb unseres weitreichenden Netzwerkes zu Reisezielen in Nordamerika, der Karibik, Lateinamerika und Kanada.“

American Airlines B767

Vom 08. Juni bis 29. September 2019 wird die Strecke viermal wöchentlich geflogen. Ab Berlin geht es dann jeweils dienstags, donnerstags, samstags und sonntags an die US-Ostküste. Start in Tegel ist 10:35 Uhr Ortszeit mit Landung um 13:40 Uhr in Philadelphia. Zurück heben die Flieger jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag um 18:15 Uhr ab und landen in Tegel um 08:35 Uhr am nächsten Tag.

Zum Einsatz kommt eine Boeing 767-300. In den Flugzeug nach Philadelphia kann man einen von 28 Liegesitzen in der Flagship-Business-Klasse mit direktem Zugang zum Gang und weiteren Extras, wie von den Schlafexperten Casper entworfene Bettwäsche, von Chefköchen inspirierte Menüs und Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung wählen. Zudem ist der Zutritt zum Admirals Club in PHL inbegriffen. In der Hauptkabine gibt es 177 Sitzplätze. Allen Reisenden steht WLAN an Bord zur Verfügung. Bier sowie Wein werden kostenfrei gereicht.

Als größtes Drehkreuz von American Airlines im Nordosten der USA hat man ab Philadelphia natürlich viele Anschlussmöglichkeiten: Bis zu vier Stunden nach Ankunft aus Berlin bietet American Airlines Weiterflüge zu 60 Zielen in den USA und Kanada, darunter Miami, Los Angeles, Boston, Chicago, San Francisco, Orlando, Seattle und Atlanta.

Wizz Air bekommt ersten Airbus A321neo aus Hamburg

Wizz Air hat jetzt ihren ersten Airbus A321neo zur Einflottung bekommen. Es ist das erste Flugzeug von 184, die Wizz Air noch aus Hamburg bekommen wird.

Wizz Air ist die größte Low-cost-Airline in Zentral- und Osteuropa und setzt bei ihrem Wachstum besonders auf den A321neo. Die Flugzeuge werden mit Getriebefantriebwerken ausgestattet fassen in ihrer Einklassenkabine Sitze für 239 Passagiere. József Váradi, CEO Wizz Air und Christian Scherer, Airbus Chief Commercial Officer, feierten die Übergabe mit einem Ribbon Cutting. Die Ungarische Airline betreibt eine reine Airbusflotte mit schon über 100 A320-Familie. Insgesamt kann Airbus noch weitere 261 Flugzeuge an den Carrier liefern. Wizz Air wird mit 184 Flugzeugen der A321neo zum größten Betreiber dieses Musters.

Fluglotsen im Remote Tower bewältigen Multiple Mode

Wissenschaftler des DLR haben gemeinsam mit Partnern Simulationsversuche durchgeführt, um herauszufinden, wie ein Fluglotse im Remote Tower nicht nur einen, sondern mehrere Flughäfen aus der Ferne betreut.

Seit der Erfindung des Remote Tower durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Jahr 2002 hat das Konzept viele Entwicklungsschritte gemacht und wird mittlerweile bei ersten kleinen Flughäfen in Schweden und Deutschland für die Einzelüberwachung aus der Ferne eingesetzt. Dabei befindet sich der Fluglotse nicht mehr im Tower am Flugafehn, sondern kann weit entfernt in vor Monitoren sitzen und erhällt alle Daten und Bilder vom Rollfeld via Kameras auf den Schirm.

Doch nicht nur die Überwachung eines Flughafens pro Lotse funktioniert so. „Die erfolgreiche Testkampagne und ihre jüngsten Ergebnisse haben gezeigt, dass ‘Multiple‘ in naher Zukunft zu einem tragfähigen Konzept werden kann“, sagt Jörn Jakobi, DLR-Projektkoordinator des europäischen Forschungsprojekts ‘PJ05 Remote Tower for Multiple Airports‘. Die Forschung eröffnet den Flugsicherungen den Weg zu einem Paradigmenwechsel, bei dem die Flugsicherung an Flughäfen entkoppelt vom Ort und von konventionellen Turmgebäuden stattfinden kann.

Kapazität für große, Effizienz für kleine Flughäfen

Die Fernüberwachung eines kleinen Flughafens kann mehrere Vorteile bieten. Beispielsweise reduzieren sich die Wartungs- und Betriebskosten oder schlechte Sichtbedingungen können durch moderne Kameratechnik kompensiert werden. Um jedoch die Vorteile des Remote-Tower-Konzepts vollständig ausschöpfen zu können, müssen Remote-Tower-Center an mehr als einen Flughafen angeschlossen sein. Dies würde eine wesentlich effizientere Zuordnung von Flughäfen zu den Fluglotsen ermöglichen. Die Lotsen arbeiten flexibel an Flughäfen, an denen Verkehr stattfindet.

Bei komplexeren Verkehrssituationen können ein, zwei oder mehrere Lotsen einen Flughafen steuern, während in weniger intensiven Verkehrssituationen auch ein einziger Lotse für einen, zwei oder mehrere Flughäfen zuständig sein kann. „Kleine und regionale Flughäfen stehen vor der Herausforderung, die hohen Kosten für den Betrieb eines leistungsfähigen Flugsicherungsturms mit den niedrigen Einnahmen aus der Landung und anderen flugbezogenen Gebühren in Einklang zu bringen, wenn der Verkehrsdurchsatz knapp und nur zeitweilig ist“, erklärt Jörn Jakobi vom DLR-Institut für Flugführung. „Die gesammelte Überwachung mehrerer Flughäfen bietet die Chance für die kleinen, kostengünstig bestehen zu können.“

Ob und unter welchen Bedingungen Fluglotsen mehr als einen Flughafen gleichzeitig bedienen können, wirft für Forscher und Industrie noch so einige technische und auch systemergonomische Fragen auf. Seit 2016 forschen 37 internationale Partner unter Leitung des Braunschweiger DLR-Instituts für Flugführung im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 an Lösungen. Zusammen mit den DLR-Partnern Frequentis AG, Leonardo Germany GmbH, der ungarischen Flugsicherung (ANSP) HungaroControl und der litauischen ANSP Oro Navigacija wurden von November 2017 bis Dezember 2018 vier Simulationsversuche im DLR Remote Tower Lab in Braunschweig durchgeführt. In den Versuchen bewältigte jeweils ein Lotse den Verkehr auf bis zu drei Flugplätzen gleichzeitig.

Die Teilnehmer wurden mit verschiedenen Wetterszenarien, Richtungsänderungen, Start- und Landebahninspektionen und Notsituationen konfrontiert. Sie hatten Koordinierungsaufgaben mit der Anflugkontrolle, dem Wetterdienst und den Flughafenbetreibern zu erledigen. Je nach Komplexität wurden die Lotsen unterschiedlich geprüft, von unterfordert bis überlastet. Beide Workload-Extreme sollten jedoch vermieden werden. Deshalb wurde ein neues „split and merge“-Verfahren entwickelt und getestet: Die Lotsen wurden mit dem neuen Verfahren geschult, das es ihnen ermöglichte, Flughäfen zwischen verschiedenen Arbeitspositionen aufzuteilen oder zusammenzuführen.

Das Feedback der Lotsen deutet darauf hin, dass dieses Verfahren ein sehr vielversprechender Kandidat ist, um Arbeitsbelastung in Unter- oder Überlastsituationen besser abzufangen. „Die Lotsen berichteten nach den Versuchen, dass sie sich schnell und einfach mit dem neuen Konzept vertraut machen konnten“, berichtet Jakobi. „Sie gerieten während der Simulationen in keine einzige sicherheitskritische Situation und waren daher zuversichtlich, dass der „Multiple Remote Tower“ zukünftig eine gute Arbeitsumgebung werden könnte.“

Die Erfindung des Remote Tower

Die Idee eines abgelegenen oder „virtuellen“ Turms wurde 2002 vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen eines internen Wettbewerbs um neue Technologievisionen erstmals formuliert. Die Idee wurde prämiert und 2005 der weltweit erste ferngesteuerte Tower-Prototyp vom DLR-Institut für Flugführung am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg eingesetzt, um die technische und betriebliche Machbarkeit des Konzepts zu testen. Es folgten mehrere nationale und internationale Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, und mehrere Flugsicherungsorganisationen, wie die Schwedische Zivilluftfahrtbehörde (LFV) und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, zeigten ihr Interesse. Im Jahr 2014 führte das DLR einen Technologietransfer in die Industrie durch. Im Jahr 2015 nahm die erste Remote Tower-Installation in Schweden ihren Betrieb auf, die den Flughafen Örnsköldsvik von Sundsvall aus steuert.

Auch die DFS entschied sich für die Fernsteuerung der Flughäfen Saarbrücken, Erfurt und Dresden von einem Remote Tower Center in Leipzig aus, ein Konzept, das zunächst im Remote Tower Lab des DLR Braunschweig in einer Simulationsumgebung auf Sicherheit und Betriebsfähigkeit geprüft wurde. Die positiven Ergebnisse unterstützten dieses Konzept und seit Dezember 2018 ist mit Saarbrücken der erste von der DFS fernüberwachte Flughafen in Betrieb. Erfurt und Dresden werden in den nächsten Jahren folgen.

Das Projekt „PJ05 Remote Tower for Multiple Airports“ hat eine Laufzeit von 2016 bis 2019. Es erhält Fördermittel vom SESAR Joint Undertaking innerhalb des Programms Horizon 2020, dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union. Die Bilder zeigen Simulationsversuche im DLR Remote Tower Lab in Braunschweig: Bei den Versuchen im DLR Remote Tower Lab bewältigte jeweils ein Lotse den Verkehr auf bis zu drei Flugplätzen gleichzeitig; mit Kameras alles im Blick: Für das Remote Tower Projekt ist eine ganzheitliche Videoerfassung der örtlichen Situation essentiell, um ein hochwertiges, sicheres und vollständiges Flugverkehrsmanagement aus der Ferne gewährleisten zu können.

Eurowings integriert FlixBus-Buchung in die App

Eurowings macht in seiner App die Buchung von Tickets für FlixBus möglich. In einem ersten Schritt startet FlixBus mit mehr als 300 seiner Destinationen zunächst zu den drei deutschen Flughäfen mit Eurowings Köln/Bonn, Stuttgart und München.

Nach der bereits bestehenden Kooperation mit ‚mytaxi‘ (in der Eurowings App können Fluggäste ein Taxi direkt buchen oder vorbestellen) und der Kooperation mit dem Hotelunternehmen HRS, ist die Zusammenarbeit mit FlixBus der nächste strategische Schritt, um für Eurowings Kunden eine smarte Reiseplattform zu schaffen. Eurowings Geschäftsführer und Chief Commercial Officer (CCO) Oliver Wagner:  „Wir wollen für unsere Kunden über den reinen Flug hinaus schon bald das komplette Reiseerlebnis aus einem Guss anbieten: die Inspiration zur Reise, die Fahrt zum Flughafen, die Hotelübernachtung, ein Event am Reiseziel – und vieles, vieles mehr.“

Digitale Kombination der Angebot

„Die Zusammenarbeit zwischen dem europaweit größten Fernbusanbieter FlixBus und der größten innerdeutschen Airline Eurowings ist ein logischer Schritt“, sagt Daniel Krauss Mitgründer und CIO von FlixMobility, der Muttergesellschaft von FlixBus. „Sie ist ein starkes Zeichen dafür, wie Mobilität intelligent durch Digitalisierung vernetzt werden kann.“ Für Reisende sei das FlixBus-Zusatzangebot optimal. Krauss: „Die Reise von der eigenen Haustür bis zum Flugziel buchen zu können – besser geht‘s nicht.“ Darüber hinaus prüfe man gemeinsam mit Eurowings bereits weitere mögliche Kooperationsmöglichkeiten.

Die Partnerschaft zwischen Eurowings und FlixBus wird, wie schon bereits bei mytaxi, durch die Digitalplattform Yilu ermöglicht. Dank der Yilu-Technologie können Eurowings Kunden in der Kunden App der Airline ab dem 26. März ihr Busticket buchen, ohne die digitale Umgebung der Airline verlassen zu müssen.

Bei Eurowings ist es das Tochterunternehmen ‚Eurowings Digital‘, das den ‚digitalen Butler‘ für Kunden zum Leben erweckt und darüber hinaus alle kundenrelevanten Digitalaktivitäten der Airline bündelt und weiterentwickelt. Oliver Wagner betont, dass man einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investieren und den Ausbau der Eurowings Digital energisch vorantreiben wird. In den nächsten drei Jahren wolle Eurowings Digital ca. 150 Digitalexperten einstellen.

Flüge Nachts um Zürich für ILS und GBAS

Im Zeitraum zwischen 11. und 22. März 2019 finden am Flughafen Zürich die regelmäßig durchzuführenden Messflüge für die Überprüfung der Navigationsanlagen statt. Die Flüge erfolgen sowohl am Nachmittag als auch in der Nacht bis spätestens um 02:00 Uhr morgens.

Dabei werden die Instrumentenlandesysteme (ILS und GBAS) der verschiedenen Pisten und das Drehfunkfeuer Kloten (VOR KLO) mit einem Messflugzeug getestet. Die Messflüge finden teilweise am Nachmittag und in der Nacht, nach Beendigung des ordentlichen Flugbetriebes, bis spätestens um zwei Uhr morgens statt.

Flüge abseits der Route

Um die Genauigkeit dieser Navigationsanlagen zu gewährleisten, werden sie periodisch getestet. Für die Überprüfung sind Anflüge seitlich, oberhalb und unterhalb des Flugweges erforderlich. Aus diesem Grund erfolgen die Messflüge teilweise auch abseits der gewohnten Anflugrouten. Für eine Vermessung wird die jeweilige Piste mehrmals angeflogen. Die Signale der entsprechenden Sendeanlagen werden aufgezeichnet und ausgewertet.

Für die Messflüge wird ein zweimotoriges Propellerflugzeug vom Typ Beechcraft King Air 350 eingesetzt. Die Maschine ist mit modernstem und hochpräzisem Flugvermessungsgerät ausgerüstet. Verantwortlich für die Planung und Durchführung der Flüge ist die Flugsicherung Skyguide.

Boeing übernimmt Luftfahrtkarten-Anbieter ForeFlight

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Boeing übernimmt Flugkartendienstleister ForeFlight, einem Anbieter von Web-basierten Anwendungen für die Luftfahrt. Boeing und ForeFlight arbeiten schon länger zusammen. Das Unternehmen aus Housten in Texas beschäftigt ca. 180 Mitarbeiter.

Boeing hat vor zwei Jahren digitales Kartenmaterial für ForeFlight beigesteuert. Dazu hatte der Flugzeughersteller den Anbieter von Luftfahrtkarten Jeppesen übernommen, und diese Daten ForeFlight zur Integration in dessen Webdienste bereitgestellt. Mit der Übernahme verschmelzt Boeing das Know-how und das Personal, um Vorteile für alle Bereiche der Luftfahrt zu generieren.

Laut Ken Sain, Vizepräsident für Digital Solutions and Analytics bei Boeing, stellen Dienstleistungen für digitale Services in dem Bereich einen Markt von 2,8 Mrd. US-Dollar in den nächsten zehn Jahren dar. Boeing erreiche nun darin einen größeren Wettbewerbsanteil und baue mit der Akquisition sein führendes Portfolio in dem Bereich aus. Von ForeFlight profitierten die Business-, Militär- und Zivilluftfahrt.

Eurowings als pünktlichste Airline in Europa

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Eurowings erzielt im Februar einen Pünktlichkeitswert von mehr als 90 Prozent, Ryanair, Easyjet und Condor erreichten nach statistischen Flugdatenauswertungen bis zu 15 Prozentpunkte weniger.

Der sogenannte ‚Net Promoter Score‘ (NPS / „Würden Sie Eurowings weiterempfehlen?“) ist im Januar auf das Allzeithoch von 47 geklettert. Aktuell liegt er am Standort Köln sogar bei einem 55er Spitzenwert. In der Luftfahrtbranche gelte bereits ein NPS von 40 als sehr gut, betont die Fluggesellschaft.

Mit Pünktlichkeit steigt auch die Zufriedenheit

Eurowings ist damit zur Zeit die pünktlichste Point-to-Point Airline in Europa, mit deutlichem Abstand zu Wettbewerbern vergleichbarer Größe wie Ryanair und Easyjet. 99 Prozent der seit Ende Oktober 2018 durchgeführten 80.000 Flüge fanden demnach nach Plan statt. Die hohe Pünktlichkeit mit dieser Zuverlässigkeitswert zeigt sich auch in den Kundenzufriedenheitswerten für Eurowings.

Eurowings wird von der Mutter Lufthansa als Low-cost-Airline für die Punkt-zu-Punkt-Verkehre aufgebaut. Dabei wurden viele Flugzeuge und auch einiges Personal von der insolvent gegangenen Air Berlin akquiriert. Für den Aufbau der Fluggesellschaft waren aber auch einige Wachstumsschmerzen zu beklagen, unzufriedene Fluggäste waren die Folge. Eurowings CEO und Lufthansa Konzernvorstand Thorsten Dirks sagte nun: „Wenige Monate nach dem stärksten Wachstumsschub in unserer Geschichte mit 77 zusätzlichen Flugzeugen und 3.000 neuen Mitarbeitern ist unser Flugbetrieb wieder auf jenem Qualitätsniveau, das unsere Kunden zu Recht von uns erwarten können.“ Auf den Lorbeeren ausruhen werde sich Eurowings aber nicht. Für die Verbesserungen im Luftverkehr sieht Dirks aber auch die anderen Player in der Pflicht, insbesondere die Flugsicherungen.

Maßnahmen für effizienten Flugbetrieb

Derzeit investiert Eurowings 50 Millionen Euro in ihr operatives Optimierungsprogramm ‚Scope‘. Aktuell im Fokus des umfangreichen Maßnahmenpakets: Die Prozesse für den sogenannten Turnaround eines Fluges. Der Turnaround bezeichnet die Zeit zwischen der Ankunft und dem erneuten Abflug eines Fluges, hierzu gehören unter anderem das Boarding der Fluggäste, die Betankung des Flugzeugs und einige andere Aspekte. Wer hier als Airline optimal aufeinander abgestimmte Prozesse hat, kann seine Pünktlichkeit nochmal gezielt steigern.

Die aktuelle Pole Position in Europa kommt nicht von ungefähr. Seit Anfang November gehört Eurowings durchgängig zu den Top drei bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit unter den Airlines in Europa. Die sehr gute Performance ist dabei auf zahlreiche Maßnahmen zurückzuführen, die Eurowings seit Ende Oktober vergangenen Jahres gezielt im Sinne ihrer Kunden eingeführt hat:

  • Die Zahl der Reserveflugzeuge wurde deutlich erhöht, um bei Bedarf ein Flugzeug schnell abtauschen zu können.
  • Flugzeuge zwischen den Abflugwellen wurden flexibler als bisher verplant: So genannte ‚Wellenbrecher‘ können ad-hoc in Umläufe einspringen, wenn sich andere Flüge zum Beispiel wegen Engpässen in der Flugsicherung verspäten.
  • Darüber hinaus wurden gezielt und effizient Flug- und Bodenzeiten verlängert, um mehr Puffer in die Flugpläne zu bringen und Verspätungen besser auffangen zu können.
  • Innerdeutsche Flüge wurden von Europa-Umläufen ‚gekapselt‘, damit sie unabhängig von überfüllten Lufträumen in Südeuropa operieren können.

Italien sieht bald mit hyperspektral-Auge

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Der Satellit PRISMA der italienischen Weltraumbehörde ASI (Agenzia Spaziale Italiana) wird die Erde mit einem hyperspektralen optischen Sensor beobachten und Daten für die Überwachung und Vorhersage von Umweltveränderungen auf unserem Planeten sammeln.

Für PRISMA wird es bald ernst: In der Nacht vom 14. auf den 15. März wird der Erdbeobachtungssatellit von OHB Italia, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, an Bord einer VEGA-Startrakete seine Reise ins All antreten. Der Satellit startet vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana und wird künftig auf seiner sonnensynchronen Umlaufbahn in etwa 620 Kilometern Höhe die Erde beobachten. Er hat ein Startgewicht von ca. 900 Kilogramm. Mit PRISMA bringt die OHB-Gruppe ihren ersten Hyperspektral-Satelliten auf den Weg ins All.

Neuartiger Blick auf Chemie der Landschaft

PRISMA (PRecursore IperSpettrale della Missione Applicativa) ist mit einem besonders leistungsfähigen elektro-optischen Instrument ausgestattet ist, bei dem ein Hyperspektralsensor mit einer panchromatischen Kamera einer mittleren Auflösung verbunden wird. Dieses Kombiinstrument bietet die Vorteile der klassischen Erdbeobachtung durch die Erkennung der geometrischen Eigenschaften einer Landschaft, ist aber darüber hinaus in der Lage, durch die Verwendung von Hyperspektralsensoren die chemischen bzw. die physikalischen Eigenschaften von in der Landschaft vorhandenen Gegenständen zu bestimmen. Roberto Aceti, Geschäftsführer von OHB Italia: „Wir sind stolz darauf, den ersten europäischen Hyperspektralsatelliten an ASI auszuliefern. Dieser Satellit eröffnet Neuland für viele weitere Dienste und Anwendungen.“

PRISMA is watching you

Forscher und andere Nutzer werden die Fähigkeiten von PRISMA in verschiedenen Anwendungsbereichen nutzen können. Hierzu gehören die Überwachung der Umwelt, das Ressourcenmanagement, Bekämpfung der Umweltverschmutzung die Bestimmung und Klassifizierung von Kulturpflanzen. So könnten Anbauangaben von Landwirten kontrolliert werden. Weitere Anwendungen u.a. im Bereich der inneren Sicherheit sind auch denkbar.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen passiven Satellitensensoren, die die von unserem Planeten reflektierte Sonnenstrahlung in einer begrenzten Anzahl von Spektralbändern (typischerweise höchstens ein Dutzend) erfassen, ist PRISMA in der Lage, 240 Bänder zu erfassen: 239 Spektralbänder und den panchromatischen Kanal. Panchromatische Sensoren nehmen das gesamte Strahlungsspektrum im Bereich des sichtbaren Lichts (von ca. 400 nm, blau-violett – ca. 700 nm, rot) auf. Dies wird es den Wissenschaftlern ermöglichen, das Wissen über natürliche Ressourcen und aktuelle Umweltprozesse, wie beispielsweise der Klimawandel, zu präzisieren.

Noch mehr Hyperspektral made by OHB

Der Satellit PRISMA wurde durch OHB Italia unter Verwendung einer durch das italienische Raumfahrtunternehmen Leonardo Airborne and Space Systems gelieferten Sonderplattform gefertigt. Aktuell arbeitet die OHB System AG im Auftrag des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) an der ersten deutschen Hyperspektral-Mission EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Programme). Abbildende Spektrometer messen die von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenstrahlung vom sichtbaren Licht bis hin zum kurzwelligen Infrarot. Auch mit EnMAP lassen sich präzise Aussagen über Zustand und Veränderungen der Erdoberfläche ableiten. Die Mission soll im Jahr 2020 starten und ist auf fünf Jahre ausgelegt.

Flughafen Zürich erhält ASQ Award

In diesem Jahr gewinnt der Flughafen Zürich zusammen mit den Flughäfen Dublin und Oslo-Gardemoen den Preis in der Kategorie europäischer Flughäfen zwischen 25 und 40 Millionen Passagieren.

Der ASQ Award wird jährlich vom Airports Council International (ACI) World, dem internationalen Dachverband der Flughafenbetreiber, vergeben. Es ist das dritte Mal nach 2006 und 2008, dass der Flughafen Zürich den ersten Platz bei einem ASQ Award belegt. Die ersten beiden Awards gewann das Schweizer Tor zur Welt in der Kategorie Europa.

Stephan Widrig, CEO der Flughafen Zürich AG, freut sich über die Auszeichnung: „Ich bin besonders stolz auf diesen ASQ Award. Es ist eine große Freude zu sehen, dass unsere Passagiere die Bemühungen unserer Mitarbeitenden und derjenigen der über 280 Partnerfirmen am Flughafen Zürich schätzen. Unser Ziel ist es, die hohe Qualität des Flughafens auch in Zukunft aufrechtzuerhalten.“

Passagierbefragung für Flughafenvergleich

Für die Ermittlung der Kundenzufriedenheit an Flughäfen verwendet die ACI World einen standardisierten Fragebogen zu den Dienstleistungen am jeweiligen Flughafen. Der Fragebogen enthält 34 verschiedene Kategorien wie Check-In, Sicherheitskontrolle und Verpflegungsmöglichkeiten. 2018 wurden weltweit über 650.000 Passagiere an mehr als 390 Flughäfen in 90 Ländern befragt. Die Befragungen finden jeweils kurz vor dem Boarding der Passagiere statt. Ziel der seit 2006 verliehenen Auszeichnung ist es, dass sich Flughäfen untereinander in Qualitätsstandards messen und Verbesserungspotenzial erkennen können.

Ruag MRO: Pilatus PC-12 authorisiert bis AOG

Der Status als autorisiertes Pilatus Service Center ermöglicht es nicht nur für den Pilatus PC-12, die gesamte Bandbreite von MRO-Dienstleistungen anzubieten, einschließlich der Unterstützung in Fällen, in denen ein Flugzeug nicht mehr flugtüchtig ist (Aircraft on Ground, AOG).

Ruag MRO International bietet weiterhin MRO für den Pilatus PC-12 am Ruag Standort in Genf-Meyrin, Schweiz, an. Ruag MRO International in Genf ist spezialisiert auf optimierte Lösungen für Geschäftsflugzeuge. Alle erforderlichen Leistungen werden innerhalb einer einzigen Standzeit und nach individualisierten, den Kundenbedürfnissen angepassten Zeitplänen erbracht. Ruag erhielt die erste Zulassung für MRO den Turboprop PC-12 im Jahr 2008. Damit erfährt das Flugzeug aus Schweizer Herstellung auch professionelle Pflege in der Schweiz.

Expertise für Pilatus PC-12

Ruag führt jährlich im Durchschnitt 150 Flugzeugwartungen PC-12 durch. Dazu gehören reguläre Wartungen mit unterschiedlichen Umfängen, die so genannten Line, Base und Heavy Maintenance Checks, und AOG-Fälle ebenso wie Multi-Service-Visits. Bei letzteren wird die Wartung von Komponenten und Subsystem kombiniert mit Upgrades der Avionik, des Inflight-Entertainment-Systems und der Kommunikationseinrichtungen sowie mit Modifikationen der Kabine.

„Unser Pilatus PC-12-Team ist hochspezialisiert und kennt das Flugzeug in- und auswendig“, sagt Pio Ming, General Manager Site Geneva, Ruag MRO International. Das beschleunige Routine-Wartungen ermöglicht kürzere Standzeiten. Der Standort Genf-Meyrin ist autorisiertes Servicezentrum für Flugzeuge der Typen Dassault Falcon und Pilatus PC-12 und Servicezentrum für Flugzeuge der Typen Embraer Legacy, Bombardier Challenger CL604 und CL605, Hawker Beechcraft und Piaggio P180 Avanti.

Die Lösungen für den Flugzeug-Support umfassen die komplette Palette von Wartungschecks, Kabinenmodifikationen, Avionik- und System-Upgrades, MRO von Subsystem und Komponenten, Flugzeuglackierung, Inspektionen vor dem Kauf, AOG-Fälle, FBO sowie Support und Beratung.

Sikorsky Black Hawk für Umweltschutz – neue iFly-App

Sikorsky hat von der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA die Zulassung für den Black Hawk Hubschrauber für ein neues Einsatzfeld bekommen. Damit kann der Hubschrauber, der als Kampfmaschine weltweit bei Militärs im Einsatz ist, für ganz friedliche Zwecke verwendet werden. Auch die Beta iFly Sikorsky-App bringt Betreibern neue Features.

S-70M Black Hawk ist ein Kampfhubschrauber, der weltweit in verschieden Ausführungen im Einsatz ist. Allein für die US-Army hat Sikorsky seit 2005 über 1.000 Einheiten vom UH-60M produziert, auf dem der S-70M basiert.

Kampfmschine an ziviler Front

Die FAA hat nun die Zertifizierung für den Flugbetrieb bestimmter Einsatzgebiete erteilt. Damit kann der Helikopter künftig auch Missionen bestreiten, die ein besonders wachsendes Feld am zivilen Hubschraubermarkt darstellen: Frachttransporter (Löschhubschrauber mit externem Tank), Landwirtschaft sowie Maßnahmen des Wald- und Naturschutzes.

Der S-70M ist die dritte Generation der Hubschrauberfamilie Black Hawk. Sikorsky sieht dafür nun insbesondere Regierungsstellen, die Öffentliche Verwaltung aber auch private Transportunternehmen als Kunden, nicht nur in den USA. Gerade für die Feuerlöschversion, den S-70 Firehawk, erhielt Sikorsky zuletzt immer mehr Anfragen von Städtischen Stellen aus Kalifornien und anderen Staaten im Westen der USA. Dort hatte es letztes Jahr katastrophale Waldbrände gegeben, die ganze Ortschaften zerstört hatten. Der S-70 Firehawk soll Behälter mit 1.000 Gallonen Wasser, also ca. 3.785 Liter, transportieren.

iFly Sikorsky™ Performance Calculator Beta

Sikorsky hat zudem von seiner App iFly Sikorsky™ Performance Calculator für den S-70i™ Black Hawk® eine Beta-Version herausgegeben. Im Apple Store kann die App für das iPad downgeloadet werden. iFly Sikorsky erlaubt es S-70i-Administratoren, Piloten und der Missionsplanung, das Layout der Kabine samt Ausrüstung schneller an verschiedene Missionen anzupassen. Was bisher 15 Minuten mit dem Flughandbuch brauchte, soll nun in Sekunden erledigt sein. Der S-70i-Pilot kann sich damit aber auch seinen Hubschrauber sozusagen zusammenstellen.

Die App erlaubt es zudem, damit das Gewicht des Hubschraubers und die Ladungsverteilung zu ermitteln. Ausgehend vom Leergewicht des Hubschraubers erhält man die Startmasse nach Betankung oder der Zahl, eingebauter Sitze. Wetterdaten werden berücksichtigt, wie die Abdrift bei geöffenten Türen im Flug, Flugzustände wie Hover, Takeoff, Cruise und Landung werden grafisch dargestellt. Schließlich kann man die Flugdaten- und Profile speichern. Damit erhält der Pilot im Flug Informationen zur aktuellen Leistungsfähigkeit des Hubschraubers – etwa, wie groß die Reichweite des Luftfahrzeugs unter Berücksichtigung der aktuellen Position und des Missionszieles noch ist. Damit wird auch die Sicherheit erhöht.

Wetterdaten live vom Landeplatz

Angefangen mit der iFly-App hat Sikorsky einst mit den zivilen Hubschraubern S-92A® und S-76D™. Seither hat sich die App vom einfachen Berechner für Leistungsdaten zum hocheffizienten Tool für die Missionsplanung entwickelt. Für die Hubschrauber S-92, die in der Nordsee für die norwegischen Öl-Produzenten fliegen, kommt mit dem neuen Realease bald noch ein weiterer Vorteil hinzu: Piloten erhalten nicht nur die Wetterdaten METAR und TAF aufs Tablet. Mit einer neuen Schnittstelle und Satcom werden zudem live-Wetterdaten der Wetterstation auf dem Hubschrauberlandeplatz zB. einer Ölplattform direkt ins Cockpit gesendt. Damit weiß der Pilot genau, welche Bedingungen ihn erwarten.

Das erste Release der App den S-70i Black Hawk enthielt bereits viele Eigenschaften des kommerziellen Releases 2.2.1. Anfang 2019 begannen die Betatests der Software, die nun an Streitkräfte und Regierungsbehörden mit S-70i Black Hawk im Einsatz ausgeliefert wird. Die finale Vesion der App soll Mitte 2019 herausgegeben werden. Bis dahin ruft der Hubschrauberhersteller die Betreiber noch zu Verbesserungsvorschlägen auf.

H160 EMS mit Aluminiumboden

Airbus Helicopters zeigt in Georgia auf der Heli Expo die neueste H160 erstmals mit dem neuen medizinischen Rettungsequipment für EMS. Es wurde speziell für den Markt Nordamerika vom Ausstatter Metro Aviation entworfen.

Die Aufbaut einer H160-Kabine für EMS (Emgergence Medical Services) beherbergt eine Liege und medizinische Ausrüstung für die Notfallversorgung an Bord des Hubschraubers. Metro Aviation betont die Reduzierung der Arbeistlast für die Rettungskräfte durch modernes Gerät. Metro setzt dazu auf einen Aluminiumboden, der verschiedene Konfigurationen innerhalb der Kabine ermöglicht.

Flexibilität in der Kabine

Vier drehbare, und auf Schienen verschiebbare Sitze für die Rettungsanitäter und Ärzte sind in der großen Kabine untergebracht, ein Modular Medical Rack (MMR) und überkopf ein Kommunikationspanel mit Lautsprechersystem, Funk und Touch-Bedienung. Airbus Helicopters will mit dem schnellen zivilen Hubschrauber H160 Marktanteile im Öl- und Gasgeschäft, Business Transportation, Öfentliche Aufgaben und Privatfliegerei gewinnen. Der Hubschrauber soll 2020 in Dienst gestellt werden.

Einflug in IMC: Technam-Pilot streifte Wald auf Usedom

Der Luftfahrzeugführer startete um ca. 09:00 Uhr zu einem Flug nach Sichtflugregeln (VFR) vom Sonderlandeplatz Stade (EDHS) zum Flughafen Heringsdorf auf Usedom (EDAH), wo er zu einem Geschäftstermin erwartet wurde.

Kurz nach dem Start meldete er sich bei Hamburg Turm und erbat das Durchfliegen der Kontrollzone vom Pflichtmeldepunkt WHISKEY nach DELTA.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 19. Dezember 2016
  • Ort: nahe Flughafen Heringsdorf
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Costruzioni Aeronautiche Technam / P 2006 T
  • Personenschaden: Pilot tödlich verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: Flurschaden

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Aufgrund der Radaraufzeichnungen der zuständigen Flugsicherungsorganisation konnte der Flugverlauf rekonstruiert werden. Der aufgezeichnete Flugweg deutet darauf hin, dass das Luftfahrzeug nach dem Ausflug aus der Kontrollzone Hamburg überwiegend mit aktiviertem Autopilot flog. Abb. 2 zeigt die Radaraufzeichnung des gesamten Fluges.

Nach einer Flugzeit von ca. 01:10 Stunden meldete sich der Pilot um 10:10:12 Uhr über Funk beim Flugleiter in Heringsdorf und teilte seine Landeabsicht mit. Darauf antwortete der Flugleiter: „[…] ich bezweifle das sie hier landen können, wir haben overcast einhundert.“

Der Luftfahrzeugführer erwiderte: „[…] hier in Anklam ist es noch gut.“ Die Antwort des Flugleiters lautete: „Wir haben hier Sichten bei drei Kilometern, overcast bei einhundert, komplett dicht.“ Luftfahrzeugführer: „Ja, ich flieg erstmal hin, sonst gehe ich nach Anklam.“ Das Luftfahrzeug befand sich zu dieser Zeit östlich des Verkehrslandeplatzes Anklam (EDCA).

Der nächste Funkkontakt mit dem Flugleiter erfolgte um 10:13:50 Uhr, während das Luftfahrzeug über den Pflichtmeldepunkt WHISKEY, der nicht aktiven Kontrollzone des Flughafens Heringsdorf flog. Der Luftfahrzeugführer meldete: „[…] bei WHISKEY ist noch gute Sicht.“ Der Flugleiter erwiderte: „[…] verstanden, na dann fliegen sie mal weiter an und schauen mal.“ Abb. 3 zeigt einen Ausschnitt der Sichtanflugkarte Heringsdorf.

Um 10:17:48 Uhr bot der Flugleiter aufgrund leichter Sichtverbesserung die Piste 10 zur Landung an. Der Luftfahrzeugführer setzte den Anflug zur Piste 28 fort und befand sich zu dieser Zeit nahezu südlich des Flughafens. Die letzte Radardatenaufzeichnung der zuständigen Flugsicherungsorganisation erfolgte um 10:19:05 Uhr. Das Luftfahrzeug befand sich zu dieser Zeit ca. 2 NM südöstlich der Piste 28 in ca. 900 ft AMSL. Mit den Radardaten der Bundeswehr konnte der weitere Flugweg rekonstruiert werden. Abb. 4 zeigt den weiteren rekonstruiertern Flugweg; Zeitangaben in UTC.

Um 10:19:58 Uhr fragte der Flugleiter nach der Position des Flugzeuges. Zu dieser Zeit hatte das Luftfahrzeug den Radardaten nach eine Flughöhe von ca. 470 ft AGL. Der Luftfahrzeugführer antwortete: „Ich bin gerade über den Platz geflogen, ich versuche mal die eins eins.“ Der Flugleiter übermittelte den aktuellen Wind und sagte weiter „[…] Landung nach eigenem Ermessen auf der eins null.“ Der Luftfahrzeugführer bestätigte die übermittelte Information mit seinem Luftfahrzeugkennzeichen.

Unmittelbar danach fragte der Flugleiter, ob der Luftfahrzeugführer die Befeuerungsanlage benötige. „Wäre nicht verkehrt, wenn das geht.“, lautete die Antwort aus dem Cockpit. Das Luftfahrzeug befand sich zu dieser Zeit nördlich der Piste kreisend über dem Waldgebiet. Zwischen 10:20:12 Uhr und 10:20:53 wurde vom Radar ein Steigflug von ca. 470 ft AGL auf ca. 1.170 ft AGL aufgezeichnet.

Um 10:21:38 Uhr wurde das Einschalten der Beleuchtung durch den Flugleiter an den Luftfahrzeugführer weitergegeben, mit dem Hinweis auf Bauarbeiten querab der Schwelle 10. Diese übermittelte Information wurde vom Piloten wiederum mit dem Luftfahrzeugkennzeichen bestätigt. Das Luftfahrzeug befand sich wiederum im Sinkflug und gegen 10:21:54 Uhr wurde eine Flughöhe von ca. 370 ft AGL aufgezeichnet. Vom Radar wurde das letzte Signal um 10:22.04 Uhr mit ca. 470 ft aufgenommen. Ab 10:26:52 Uhr wurde der Luftfahrzeugführer mehrmals vom Flugleiter über Funk gerufen, aber es kam keine Antwort.

Zur gleichen Zeit gab ein Zeuge telefonisch bei der Polizei an, dass er zunächst ein Flugzeug mit zwei Propellern sehr tief fliegend gesehen habe. Dieses verschwand seiner späteren Aussage nach wieder in den Wolken, nach kurzer Zeit habe er dann wieder Motorengeräusche und anschließend einen lauten Knall gehört. Zwei weitere Zeugen, die auf dem Flughafengelände tätig waren, sahen ein Flugzeug dicht über dem Wald fliegen. Das Flugzeug flog zwei Kreise dicht über den Bäumen, zog dann nochmal kurz hoch und verschwand in den Wolken. Nach einer kurzen Suche der alarmierten Polizei wurde das zerstörte Luftfahrzeug im Hochwald, auf einem ehemaligen Bahndamm nördlich des Flughafens, gefunden. Der Pilot wurde tödlich verletzt.

Angaben zu Personen

Der 74-jährige Luftfahrzeugführer war seit dem 09.01.2014 Inhaber einer EU-Lizenz gemäß Teil-FCL für Privatpiloten. Er besaß die Berechtigungen als verantwortlicher Pilot auf ein- und mehrmotorigen Landflugzeugen (SEP/MEP land), gültig bis zum 30.06.2017. Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis zum 01.07.2018 gültig, verbunden mit der Auflage eine Brille zu tragen.

Er besaß ein Allgemein Gültiges Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (AZF). Die Gesamtflugerfahrung betrug ca. 1.337 Stunden, davon ca. 47 Stunden auf dem betroffenen Muster. In den letzten 90 Tagen betrug seine Flugzeit ca. 05:49 Stunden.

Angaben zum Luftfahrzeug

Die Tecnam P 2006 T ist ein zweimotoriger Hochdecker mit Einziehfahrwerk und Zweiblatt-Festdrehzahlpropellern. Die Tragflächen sind mit Winglets ausgerüstet. Das Luftfahrzeug war mit zwei Rotax-912-Motoren mit einer Leistung von je 74 kW (100 PS) ausgestattet, in den Tragflächen waren zwei 100-Liter-Tanks eingebaut. Laut Wägeprotokoll lag die Leermasse bei 874 kg. Die höchstzulässige Abflugmasse betrug 1.230 kg. Das Flugzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einem privaten Halter betrieben. Die Grafik in Abb. 4 zeigt die Konturen einer Tecnam 2006 T.

An dem im Jahr 2016 gebauten Flugzeug erfolgte die Prüfung der Lufttüchtigkeit am 11.02.2016. Das Luftfahrzeug hatte seit der letzten Kontrolle eine Betriebszeit von ca. drei Stunden. Die Gesamtflugzeit betrug ca. 51:25 Stunden mit 77 Starts und Landungen. Das Luftfahrzeug war mit einem GPSmap-695-Glascockpit und nem 2-Achsen-Autopilot ausgerüstet.

Meteorologische Informationen

Die Routinewettermeldung (METAR) für den Flughafen Heringsdorf lautete um:

  • 07:20 UTC: Wind 180°/06 KT, Bodensicht 3.200 m; Bedeckungsgrad 8/8 in 100 ft; Temperatur 02 °C/Taupunkt 02 °C; QNH 1.032 hPa
  • 07:50 UTC: Wind 180°/05 KT, Bodensicht 3.300 m; Bedeckungsgrad 8/8 in 100 ft; Temperatur 02 °C/Taupunkt 02 °C; QNH 1.032 hPa
  • 08:20 UTC: Wind 190°/05 KT, Bodensicht 3.700 m; Bedeckungsgrad 8/8 in 100 ft; Temperatur 02 °C/Taupunkt 02 °C; QNH 1.032 hPa
  • 08:50 UTC: Wind 200°/04 KT, Bodensicht 3.500 m; Bedeckungsgrad 8/8 in 100 ft; Temperatur 02 °C/Taupunkt 02 °C; QNH 1.032 hPa
  • 09:20 UTC: Wind 200°/04 KT, Bodensicht 3.200 m; Bedeckungsgrad 8/8 in 100 ft; Temperatur 02 °C/Taupunkt 02 °C; QNH 1.032 hPa

Der Pilot hatte vor dem Flug mehrmals die aktuellen Wetterdaten beim Deutschen Wetterdienst (DWD) abgerufen und sich zusätzlich eine telefonische Flugwetterberatung eingeholt. Nachfolgend einige Auszüge aus dem umfassenden Wettergutachten des DWD.

Der Pilot des Luftfahrzeuges- […]- war Kunde beim Deutschen Wetterdienst mit Zugangsdaten zum Pilotenbriefingportal pc_met Internet Service. Mit seiner persönlichen Kundenkennung wurden am 19.12.2016 Wetterdaten vor dem Startzeitpunkt abgerufen. Außerdem hat Herr […] telefonisch eine individuelle Flugwetterberatung an der LBZ Nord eingeholt.

Daraus ist ersichtlich, dass der erste Wetterdatenabruf bereits um 04:42 UTC erfolgte. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Übersicht der GAFOR-Vorhersage Deutschland aufgerufen. Da jedoch die erste GAFOR-Vorhersage im Winterhalbjahr erst um 04:55 UTC veröffentlicht wird, wurde um 04:42 UTC noch die letzte GAFOR-Vorhersage vom Vortag angezeigt.

Ein zweiter Datenabruf wurde zwischen 05:36 und 05:50 UTC durchgeführt. Dort wurde erneut die GAFOR-Übersicht Deutschland aufgerufen. Es wurde die GAFOR-Vorhersage, die von 06:00 bis 12:00 UTC gültig war, mit den drei Karten für die zweistündigen Vorhersagezeiträume angezeigt. Danach wurde die Karte für den Zeitraum 08:00 bis 10:00 UTC angeklickt, um in die Detailansicht zu gelangen. […] Die Karte wurde auf Grundlage der GAFOR-Einstufungen, die um 04:55 UTC veröffentlicht wurden, erstellt. Jedes Gebiet ist entsprechend der GAFOR-Einstufung eingefärbt. Außerdem sind die Einstufung und das erwartete Wetter in das Gebiet eingetragen. Verweilt der Mauszeiger des Computers über einem GAFOR-Gebiet, werden zusätzliche Informationen angezeigt, z.B. Nummer und Bezugshöhe des Gebietes sowie Detailinformationen zur GAFOR-Einstufung wie die räumliche Ausdehnung des vorhergesagten Wetters.

Der letzte Datenabruf erfolgte etwa eine Dreiviertelstunde vor dem Start um 07:16 UTC. Es wurde erneut die Übersicht der GAFOR-Vorhersage Deutschland für den Zeitraum 06:00 bis 12:00 UTC aufgerufen. Dabei wurde die amendierte Vorhersage der LBZ Nord von 06:44 UTC berücksichtigt […]. Der andere Teil der meteorologischen Flugvorbereitung war das telefonische Beratungsgespräch mit dem Flugwetterberater der LBZ Nord. Es fand am Unfalltag zwischen 05:57 und 06:04 UTC statt.

Herr […] begann das Gespräch mit der Frage nach dem Wetter zwischen Hamburg und Heringsdorf für den fraglichen Morgen ab 08:00 UTC. Die Gegenfrage des Flugwetterberaters „VFR oder IFR?“ beantwortete er mit „VFR“. Daraufhin entgegnete der Berater, dass das Wetter auf dieser Strecke nur eingeschränkt VFR-tauglich ist und schilderte anfangs die Wetterlage, wonach ein schwacher Hochdruckeinfluss vorherrschend ist. Danach beschreibt er, dass über dem Meer, Schleswig-Holstein und Hamburg die Bedingungen relativ gut sind, weil dort etwas trockenere Luft eingeflossen ist. Da der Bodenwind aber nun zurück auf Südost dreht, wird wieder feuchtere Luft herangeführt.

Suche nach alternativen Flugrouten

Der Flugwetterberater sagt, dass es in Mecklenburg-Vorpommern aktuell noch relativ verbreitet Nebel und darüber eine Stratocumulus(SC)-Schicht mit Untergrenzen zwischen 2.000 und 3.000 ft AGL auftritt. Er gibt zu bedenken, dass Nebel und Stratocumulus zeitweise auch zusammenwachsen können, z.B. meldet Stettin derzeit 600 ft AGL. Der Flugwetterberater schildert weitere aktuelle Beobachtungswerte: Hamburg hat eine Sicht von zehn km oder mehr, auf der Höhe Boizenburg bis Schwerin gibt es die ersten Sichteinschränkungen in Form von Dunst und Nebel, teilweise 200 bis 700 m dicht. Danach erwähnt er nochmals die darüber liegende SC-Bewölkung in 2.000 bis 3.000 ft AGL. Der Flugwetterberater informiert Herr […], dass Heringsdorf selbst noch keine Wettermeldung veröffentlicht hat und dass seiner Einschätzung nach im unmittelbaren Zielbereich mit Stratusfeldern zwischen 600 bis 1.300 ft AGL gerechnet werden muss. Er schließt seine Ausführungen mit der Aussage, dass es aus seiner Sicht bis 09:00 oder 10:00 Uhr local time kaum möglich sein wird, die Strecke VFR zu bewältigen.

Während der Schilderungen des Flugwetterberaters äußerte Herr […] immer wieder ein zustimmendes „Ja“ oder „Hm“. Nun fragte er direkt, ob die Bedingungen später besser oder schlechter werden. Der Flugwetterberater antwortet, dass es tendenziell etwas besser werden sollte, dass aufgrund der Jahreszeit jedoch keine großen Sprünge zu erwarten seien. Es sei schwer zu sagen, ob sich der Nebel überall auflöst oder Dunst und Stratus bleiben, z.B. meldet der Automat Ueckermünde aktuell sieben Achtel in 100 ft AGL und darüber die SC-Bewölkung. Anschließend schildert der Flugwetterberater eine Flugstrecke als Option, bei der eine erfolgreiche Flugdurchführung am wahrscheinlichsten wäre: an der Ostseeküste entlang und von Norden her die Insel Usedom anfliegen, da aus den Bereichen Ueckermünde und Stettin, dort wo der Stratus liegt, auch die Insel angeströmt wird. Es besteht dann jedoch die Gefahr, dass man in EDAH letztendlich nicht landen kann. Daraufhin erwidert Herr […], dass er dann wahrscheinlich später nochmal nach dem Wetter fragt. Der Flugwetterberater bestärkt den Piloten in diesem Vorhaben und empfiehlt in jedem Falle die erste Wettermeldung von Heringsdorf abzuwarten, um dann zu überlegen, ob die empfohlene Flugstrecke Sinn macht. Herr […] bedankt sich für das Gespräch und gibt seine LFZ-Kennung […] durch. Der Flugwetterberater antwortet, dass es eine gute Entscheidung ist, man sich ggf. später nochmal hört und beendet das Telefonat.

Fazit des DWD

Die bei der Flugvorbereitung am Unfalltag eingeholten Informationen zeigen die zu erwartenden kritischen Sichtflugwetterbedingungen für die geplante Strecke Stade-Heringsdorf und die Flugzeit zwischen 08:00 und 10:00 UTC im Bereich Mecklenburg- Vorpommern. Das gilt sowohl für die routinemäßig vom DWD ausgegebene GAFOR- Vorhersage (M8 ISOL FG) als auch für die telefonische Flugwetterberatung durch einen Mitarbeiter der LBZ Nord. Zudem kann nicht nachvollzogen werden, ob sich der Pilot die aktuellen METAR-Wettermeldungen von Heringsdorf von 07:20 und 07:50 UTC vor Beginn des Fluges angeschaut hat, wie bei der telefonischen Flugwetterberatung empfohlen.

Die tatsächlichen Bedingungen entlang der Flugstrecke waren – vor allem was die Ceiling betrifft – schlechter als die GAFOR-Einstufung Mike. Entlang des Flugweges waren zwischen dem Schweriner und dem Kummerower See durchweg X-Ray-Bedingungen gemeldet. Laut den Radaraufzeichnungen des Flugweges, die die BFU dem DWD zur Verfügung gestellt hat, ist die Maschine […] die Strecke zwischen den Ortschaften Trittau (in Schleswig-Holstein) und Anklam in 2.000 ft AMSL geflogen.

Die Schichtwolkenanalysen der Radiosondenmessungen der Stationen Bergen um 06:00 UTC (in Anlage 14) und Greifswald um 12:00 UTC (in Anlage 11) legen jedoch nahe, dass aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit von über 85 Prozent in diesem Niveau der Pilot nur eine sehr geringe Sichtweite unterhalb der SC-Schicht hatte oder er direkt in den Wolken geflogen ist. Ein Flug nach Sichtflugregeln kann bei diesen Bedingungen nicht durchgeführt werden.

Es liegen keine Wettermeldungen vom Westteil der Insel Usedom vor, von wo der Pilot (über WHISKEY) den Flugplatz EDAH angeflogen ist. Daher können nur Aussagen anhand der Flugplatzwettermeldungen (METAR) von Heringsdorf abgeleitet werden. Die meteorologische Sichtweite lag zum Unfallzeitpunkt etwa bei 3 km oder etwas darunter. Die Ceiling wurde lediglich in 100 ft AGL beobachtet. Das bedeutet, dass auch beim Landeversuch in Heringsdorf die Sichtflugminima zum Teil deutlich unterschritten waren.

Funkverkehr

Zwischen dem Luftfahrzeug und Hamburg Turm bestand in der Zeit von 09:02:26 Uhr und 09:16:30 Uhr auf der Frequenz 121,275 MHz eine Funkverbindung. Im weiteren Flugverlauf bestand ab 10:10:12 Uhr eine Funkverbindung mit Heringsdorf Info auf der Frequenz 132,825 MHz. Der Funkverkehr wurde von beiden Bodenfunkstellen aufgezeichnet und stand der. BFU zur Auswertung zur Verfügung. Navigationshilfen waren keine verwendet.

Angaben zum Flugplatz

Der Flughafen Heringsdorf befindet sich vier nautische Meilen südlich von Heringsdorf auf der Insel Usedom. Er verfügt über eine befestigte Landebahn in den Richtungen 103°/283° mit den Abmessungen 2.305 mal 35 Metern bei einer Flugplatzhöhe von 94 ft AMSL. Der Flughafen ist von einer zeitweise aktiven Kontrollzone (CTR)(HX) mit der Obergrenze von 2.500 ft MSL umgeben. Er ist für beide Landrichtung mit einer, in der Helligkeit regelbaren, Anflug- und Pistenrandbefeuerung sowie einer optischen Gleitweganzeige (PAPI) ausgerüstet.

Flugdatenaufzeichnung

Das Luftfahrzeug war nicht mit einem Flugdatenschreiber (FDR) oder einem Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgestattet. Keiner der Rekorder war durch entsprechende luftrechtliche Regelungen gefordert. Der Flugweg wurde durch die zuständige Flugsicherungsorganisation aufgezeichnet, deren Datenmaterial der BFU zur Verfügung stand.

Eine weiterführende Aufzeichnung des Flugweges wurde durch das Amt für Flugsicherung der Bundeswehr (AFSBw) bereitgestellt und stand der BFU ebenfalls für die Auswertung zur Verfügung. Diese Radardatenaufzeichnung erfolgte in dem Zeitraum von 10:17:20 Uhr bis um 10:22:04 Uhr. Die Daten für Position, Geschwindigkeit sowie die Flughöhe wurden in einer Zehn-Sekunden-Rate aufgezeichnet.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich ca. 300 Meter nördlich der Piste in einem Hochwald mit Mischbaumbestand. Abb. 5 zeigt eine Übersicht des Flughafens Heringsdorf. Die erste Berührung des Luftfahrzeuges fand mit der Tragfläche an einem ca. 25 Meter hohen Baum statt. Die Schneise durch die Bäume bis zur Endlage des Wracks verlief nahezu gradlinig in Richtung 291°.

Nach der ersten Baumberührung wurden ein ca. 22,5 Meter hoher Baum im Bereich der Krone sowie ein ca. 60 cm starker Baumstamm in einer Höhe von ca. 14,5 Meter gekappt. In der Schneise hingen mehrere kleinere Teile des Rumpfes sowie Gegenstände aus dem Cockpit in den Bäumen. Am Fuß eines ca. 40 cm dicken Baumstammes lag ca. sechs Meter vor dem Hauptwrack, das aus der rechten Tragfläche gerissene Triebwerk am Boden. Das Luftfahrzeug war bis auf die Tragflächen und das Heck fast vollständig verbrannt. Das Titelbild zeigt das Flugzeugwrack an der Unfallstelle.

Medizinische und pathologische Angaben

Die Leiche des Piloten wurde obduziert. Der Rechtsmedizin nach ist der Pilot nach stumpfer Gewalteinwirkung im Brust / Bauchbereich mit Durchtrennung der Wirbelsäule verstorben. Es wurden keine Hinweise auf eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt. Aufgrund der beim Absturz erlittenen Verletzungen war der Unfall für den Piloten nicht überlebbar.

Brand

Beim Eintreffen der Polizei am Unfallort wurde ein Brand am Luftfahrzeug festgestellt. Der Versuch, diesen mit einem Feuerlöscher des Einsatzfahrzeuges zu bekämpfen, blieb erfolglos. Die Brandlöschung begann durch die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren gegen 10:50 Uhr.

Versuche und Forschungsergebnisse

GARMIN GPSmap 695

Das Main board aus dem GARMIN GPSmap 695 konnte an der Unfallstelle geborgen werden und wurde dem Flugschreiberlabor der BFU zum Auslesen von Flugwegdaten übergeben. In der Zusammenarbeit mit den Kollegen der französischen Untersuchungsbehörde (BEA) wurde festgestellt, dass der entsprechende Speicherchip nicht mehr auf der Platine vorhanden war und damit keine Daten des Flugweges zur Verfügung standen.

Organisationen und deren Verfahren

Die Mindest-Sichtwetterbedingungen für Flugsicht und Abstand von Wolken im Luftraum GOLF und FOXTROTT waren im Anhang SERA.5001 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 wie folgt festgelegt:

In und unter 900 Meter (3.000 ft) über MSL oder 300 Meter (1.000 ft) über Grund; die größere Höhe ist maßgebend Flugsicht fünf km, frei von Wolken und mit Bodensicht.

In der Luftverkehrsordnung (LuftVO) § 40 sind die Mindestsichtwetterbedingungen in den Lufträumen der Klassen F und G nachfolgend genannt.

In den Lufträumen der Klassen F und G gelten ergänzend zu Anhang SERA.5001 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 folgende Mindestwerte für Flugsicht:

1.

1.500 Meter in und unter 900 Metern (3.000 Fuß) über Normalnull oder 300 Meter (1.000 Fuß) über Grund für Flüge

a) mit einer Geschwindigkeit von 140 Knoten oder weniger, sodass anderer Verkehr und Hindernisse rechtzeitig genug erkannt werden können, um Zusammenstöße zu vermeiden,

b) unter Bedingungen, in denen die Wahrscheinlichkeit eines Zusammentreffens mit anderem Verkehr in der Regel gering ist, zum Beispiel in Gebieten mit geringem Verkehrsaufkommen und bei Arbeitsflügen in geringer Höhe,

2. […]

Es ist jeweils die größere Höhe maßgeblich.

Zusätzliche Informationen

Fluglotse/Flugleiter

Der diensthabende Fluglotse auf dem Kontrollturm in Heringsdorf übt bei einer nicht aktiven Kontrollzone die Funktion eines Flugleiters aus und hat damit andere Rechte und Pflichten. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Flugleiter gegenüber den in der Luft befindlichen Luftfahrzeugführern nur eine beratende Funktion hat. Demzufolge gibt er keine Anweisungen über Funk, sondern lediglich Empfehlungen, Ratschläge und Informationen. Letztendlich bleibt die Entscheidung, den Flug rechtzeitig abzubrechen oder fortzuführen beim Luftfahrzeugführer.

Beurteilung

Das Luftfahrzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr zugelassen und für Flüge nach Instrumentenflugregeln ausgerüstet. Der Luftfahrzeugführer war für die Durchführung des Fluges nach Sichtflugregeln ausreichend qualifiziert. Seine Gesamtflugerfahrung ist als gut und die Erfahrung auf dem Muster als gering einzuschätzen. In seiner Lizenz war keine Instrumentenflugberechtigung eingetragen. Diese Berechtigung ist aber für Flüge in Instrumentenwetterbedingungen (Instrument Meteorological Conditions, IMC) zwingend notwendig.

Der Einflug in IMC ohne entsprechende Ausbildung kann schnell den Verlust der räumlichen Orientierung zur Folge haben. Die alleinige Zulassung des Luftfahrzeuges für Flüge nach Instrumentenflugbedingungen sowie Ausrüstung des Luftfahrzeuges mit einem Autopiloten und deren Nutzung reicht zur Durchführung eines Fluges in IMC nicht aus.

Während der zur Unfallzeit herrschenden Wetterbedingungen gab es erhebliche Einschränkungen den Sichtflugbedingungen. Diese verschlechterten sich mit Annäherung an den Flughafen bis hin zu Instrumentenwetterbedingungen. Schon während des Fluges nach Heringsdorf war das Luftfahrzeug laut des Wettergutachtens teilweise in IMC geflogen.

Aus dem Funkverkehr mit dem Flugleiter am Flughafen Heringsdorf ging hervor, dass der Luftfahrzeugführer kurz vor dem Flughafen noch Sichtflugbedingungen hatte. Obwohl der Flugleiter mehrmals den Piloten informierte, dass aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen eine Landung nicht möglich sei, setzte der den Anflug fort. Eventuell ermutigt durch die Bemerkung des Flugleiters „na dann fliegen sie mal weiter und schauen mal“, versuchte er doch noch den Flughafen zu erreichen. Dabei wurde höchstwahrscheinlich der Mindestwert für Flugsicht von 1.500 Metern unterschritten.

Die vom Piloten geäußerte Absicht es noch auf der Piste 10 zu probieren deutet darauf hin, dass sich ein gewisser Handlungsdruck bei ihm aufbaute doch in Heringsdorf zu landen. Unklar blieb, warum der Pilot den Anflug weiter versuchte, obwohl er selbst vorher über Sprechfunk die Möglichkeit nach Anklam auszuweichen, in Betracht gezogen hatte. Wie die Radaraufzeichnungen zeigten flog der Pilot östlich der Piste in nördlicher Richtung über die Anfluggrundlinie der Piste 28 in ca. 470 ft AGL hinweg und änderte danach seinen Flugweg in westliche Richtung.

Das zu dieser Zeit vom Flugleiter angebotene Einschalten der Befeuerung zur besseren Erkennung der Piste hatte keine Wirkung, da sich das Luftfahrzeug jetzt nördlich der Piste und in IMC befand und somit weder die Pistenrandbefeuerung noch die Anflugbefeuerung für den Luftfahrzeugführer sichtbar waren. Höchstwahrscheinlich versuchte der Pilot nördlich der Piste mit den Vollkreisen und im Sinkflug unterhalb der Sicherheitsmindesthöhe wieder Erdsicht zu erlangen. Nach Aussagen von Zeugen lag der Nebel zum Zeitpunkt der Kollision des Luftfahrzeuges mit den Bäumen fast in Höhe der Baumkrone. Aus diesem Grund hat der Pilot wahrscheinlich bis zur Baumberührung die Erdsicht nicht wiedererlangt.

Bei seiner meteorologischen Flugvorbereitung und nach der telefonischen Flugwetterberatung hätte für den Piloten ersichtlich sein müssen, dass während des Fluges mit starken Sichteinschränkungen und mit Nebel am Zielflughafen zu rechnen war. Den Rat des Meteorologen, den Flug eventuell zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen ignorierte er. Aufgrund der zweifelhaften Wetterlage und abnehmenden Sichtflugbedingungen bereits auf dem Flug nach Heringsdorf hätte sich der Pilot rechtzeitig zum Ausweichen oder zur Umkehr entscheiden müssen. Es ist davon auszugehen, dass der Pilot nach dem Ausflug aus der Kontrollzone Hamburg bis Heringsdorf aufgrund der direkten Kurslinie den Autopiloten aufgeschaltet hatte.

Möglicherweise Termindruck, Fehlbeurteilung des aktuellen Wetters und der Einflug in Instrumentenwetterbedingungen bei einem Flug nach Sichtflugregeln waren die Begleitumstände, die zum Unfall geführt hatten. Denkbar ist auch, dass zusätzlich die geringe Flugerfahrung auf dem neuen Muster und die komplexe Avionik den Piloten überforderte und der Verlust der Übersicht im Cockpit die Folge war. Nach Auffassung der BFU flog der Pilot nach dem zweiten Vollkreis ohne Referenz zum natürlichen Horizont zu langsam. Im Anschluss erfolgte ein Strömungsabriss, das Luftfahrzeug kam in eine unkontrollierte Fluglage und prallte nach einer Baumberührung auf den Boden.

Schlussfolgerungen

Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass der Pilot unter zum Teil herrschenden Instrumentenwetterbedingungen den Flug nach Heringsdorf und den Anflug auf den Flughafen fortsetzte. Zum Unfall haben eine falsche Einschätzung der Wetterbedingungen durch den Piloten und seine fehlerhafte Entscheidung den Flug unter IMC fortzusetzen, beigetragen.

Alle angegeben Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

 

Ryanair mit 13 Prozent Plus im Vorjahresvergleich

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Ryanair Holdings PLC hat heute die Februar-Verkehrsstatistik veröffentlicht. Dabei haben die Iren gemaß ihrer Wachstumsstrategie an Passagierzahlen weiter zugelegt. Auch Laudamotion wird aufgeführt.

Ryanair hat im Februar über 53.000 Linienflüge (in der Grafik eine Boeing 737 MAX) durchgeführt, wobei über 93 Prozent pünktlich ankamen (ohne durch die Flugsicherung verursachte Verspätungen). Damit erreichte Ryanair nach eigenen Angaben die beste Pünktlichkeit aller großen EU-Fluggesellschaften. Auch die Monatspassagierzahl ist im Vorjahresvergleich gestiegen.

Januar 2018 2019 Auslastung der Sitze Zuwachs in Prozent
Total 8,6 Mio. 9,6 Mio. (96 Prozent) 13
Ryanair 8,6 Mio. 9,3 Mio. (96 Prozent) 9
Laudamotion 0,3 Mio. (94 Prozent)
12 Monate
129,8 Mio. 141,2 Mio. (96 Prozent) 9

Flüge bei Nacht zur ILS-Vermessung in München

Am Flughafen München und Umgebung finden vom 04. März bis voraussichtlich 05. März 2019 Vermessungsflüge für das Instrumentenlandesystem der Bahn 08L (Nordbahn) statt.

Dieses System wird von Piloten genutzt, die die Nordbahn von Westen her anfliegen. Das Instrumentenlandesystem unterstützt den Luftfahrzeugführer bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen dadurch, dass Sendeanlagen am Boden den Anflugkurs und Gleitwinkel elektronisch definieren. Diese abgestrahlten Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt.

Flüge, bis das Ergebnis stimmt

Die Flugvermessungen beginnen an den genannten Tagen gegen 22:00 Uhr und sind um zirka 03:00 Uhr des darauffolgenden Tages beendet. Sollte es dabei zu technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen kommen, müssen die Vermessungsflüge bis zum Vorliegen der entsprechenden Ergebnisse fortgeführt werden.

Aufgrund des Verkehrsaufkommens am Münchner Flughafen wurde es notwendig, die geplanten Messflüge in die oben angegebene, verkehrsarme Zeit zu legen. Vermessungsflüge nach Mitternacht werden auf das Mindestmaß beschränkt. Dabei sollen, soweit es die vorgegebenen Flugprofile erlauben, Überflüge von Ortschaften vermieden werden. Als fliegende Messstatin kommt dabei ein kleineres Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350 zum Einsatz.

Nur durch eine aufwändige Flugvermessung, die in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben ist, kann garantiert werden, dass das Instrumentenlandesystem die geforderte Genauigkeit aufweist. Bei der geplanten Überprüfung handelt es sich um eine Vorgabe, die im Rahmen einer sicheren, geordneten und flüssigen Verkehrsabwicklung notwendig ist. Die DFS bittet die Bevölkerung dafür um Verständnis.

Katastrophen und Fallout: Funktioniert Luftverkehr?

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Ziel des Forschungsprojekts EUNADICS-AV (European Natural Disaster Coordination and Information System for Aviation) ist es, im Falle von Naturkatastrophen und nuklearen Zwischenfällen einen möglichst sicheren und kosteneffizienten Luftverkehr in Europa zu garantieren.

Bei EUNADICS-AV 2019 als einer Übung und wissenschaftliches Projekt sind das Militärkommando Salzburg und das Kommando Luftstreitkräfte beteiligt. Ab 04. März 2019 findet eine Stabsübung statt, bei welcher die gesamte Reaktionskette für fiktive Szenarien, die sich massiv auf den Flugverkehr auswirken könnten, durchgespielt wird.

Grenzüberschreitende Übung

EUNADICS-AV soll simulieren, wie sichim Katastrophenfall und nuklearen Ereignissen die Infrastruktur über den Luftweg in Europa gewährleisten lässt. Das Projekt wird von ZAMG, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik als der staatliche meteorologische und geophysikalische Dienst Österreichs geleitet und gemeinsam mit 20 internationalen Organisationen durchgeführt. Aus Österreich sind die Universität Salzburg, das Unternehmen Flightkeys und die Flugsicherung Austro Control sowie die Österreichischen Luftstreitkräfte beteiligt.

Airport München: „A-“ bei hauseigener CO2-Einsparung

Die Flughafen München GmbH (FMG) wurde jetzt von CDP, der internationalen Organisation zur weltweiten Offenlegung von Umweltdaten, für ihre besonders effektiven Klimaschutzleistungen gewürdigt.

Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die sich besonders erfolgreich für die Reduktion von CO2-Emissionen einsetzen und damit zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs beitragen. In der jährlichen Berichterstattung des CDP (Carbon Disclosure Projekt) erhielt der Münchner Airport die Wertung „A-“ und konnte somit sein sehr hohes Niveau halten. Mit diesem Ergebnis liegt der Flughafen München an der Spitze aller teilnehmenden europäischen Airports.

Stromspartechniken und Elektromobilität

So hat der Münchner Airport als erster großer Verkehrsflughafen weltweit schon vor Jahren seine Vorfeldbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgestellt. Die Umstellung der Beleuchtung erbrachte seit 2014 eine CO2-Einsparung von mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr bei Vorfeldern und Straßen sowie rund 3.600 Tonnen pro Jahr bei den Gebäuden. Außerdem baut der Flughafen München den Anteil von Elektrofahrzeugen in seinem Fuhrpark massiv aus und hat bereits 121 mit Benzin oder Diesel angetriebene Autos durch Elektromobile ersetzt. Auch Passagiere und Besucher können ihre Elektromobile an derzeit 85 öffentlichen Ladepunkten in den Parkhäusern mit Strom aufladen. Weitere 200 Ladepunkte werden schrittweise hinzukommen.

„Die Auszeichnung durch CDP ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir mit unseren Anstrengungen zur Reduzierung von Emissionen am Münchner Airport auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh. Kerkloh weiter: „Wir wollen bis zum Jahr 2030 der erste deutsche Flughafen werden, der seinen Airport CO2-neutral betreibt. Für dieses ambitionierte Klimaschutzprogramm investieren wir insgesamt 150 Millionen Euro.“

Eindringlinge im Sicherheitsbereich: Sperrung am DUS

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Auf Grund einer unplanmäßigen Vermischung von sicherheitskontrollierten und nicht kontrollierten Passagieren kam es am Flughafen Düsseldorf ab 07:00 Uhr zu Beeinträchtigungen in der Abfertigung.

Nach ersten Erkenntnissen hat eine Gruppe Reisender eine alarmgesicherte Türe zum Sicherheitsbereich per Nottaster geöffnet. Auf Veranlassung der Bundespolizei wurden daraufhin alle drei Flugsteige geräumt und durchsucht. Auch Passagiere, die bereits ihre Flugzeuge bestiegen hatten, mussten diese wieder verlassen, um sich einer erneuten Sicherheitskontrolle zu unterziehen.

Alle Kräfte mobilisiert

Um 08:25 Uhr wurden die Flugsteige A und C nach einer umfangreichen Durchsuchung wieder von der Bundespolizei freigegeben. Der Flugsteig B und die Transfergänge wurden um 09:00 Uhr wieder in Betrieb genommen. Von der Maßnahme betroffen waren rund 6.500 abfliegende und ankommende Passagiere. Am Flughafen Düsseldorf sind für heute 634 Flugbewegungen mit rund 75.000 Passagieren angesetzt. Davon wurden bis 12:30 Uhr 42 Flugbewegungen annulliert. Ein Flug wurde zum Flughafen Köln/Bonn umgeleitet. Verspätungen im Luftverkehr waren die Folge.

Alle verfügbaren Sicherheitskontrollkräfte sind ab 09:00 Uhr im Einsatz, um den großen Passagierandrang abzuarbeiten. Außerdem hat der Flughafen Düsseldorf Mitarbeiter für die Rückführung der Kontrollwannen zur Verfügung gestellt. Die durch diese Maßnahme freigewordenen Luftsicherheitsassistenten konnten fünf weitere Kontrollspuren besetzen. Flughafen- und Airlinemitarbeiter verteilen bereits den gesamten Vormittag Getränke unter den wartenden Reisenden.

Airlines sollen mehr gegen Ermüdung von Piloten tun

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Die EASA hat einen Report zur Ermüdung von Flugbesatzungen veröffentlicht, in dem die europäische Behörde bei den Flight Time Limitation (FTL) zu verbesserten Maßnahmen gegen die Müdigkeit (Fatigue) der Besatzungen von Flugzeugen anrädt.

Müdigkeit von Piloten ist ein großes Thema in der Zivilen Luftfahrt. Piloten haben insbesondere auf Langstrecken keine regelmäßigen Arbeitszeiten, wie sie der normale Angestellte kennt. Während auf der Reisehöhe der Autopilot die Arbeit übernimmt, haben die Piloten gerade am Anfang und am Ende des Fluges die meiste Arbeit — und benötigen die meiste Konzentration. Der Grad der Ermüdung nach einem acht- oder zehnstündigen Flug stellt damit einen echten Sicherheitsfaktor dar.

Müdigkeit von Piloten ein Sicherheitsrisiko

Während die maximale Flugzeit bei Nachtflügen 2013 in Europa auf elf Stunden begrenzt worden war, haben die Fluggesellschaften durchaus Interesse daran, Einsatzzeiten ihrer Piloten zu verlängern. Dies wiederum stößt auf deutliche Kritik der Piloten seitens der Vereinigung Cockpit, die darin ein erhöhtes Sicherheitsrisiko sieht, insbesondere, wenn die Flugzeugführer vorher schon einige Stunden Bereitschaft hatten. Die EASA (European Union Aviation Safety Agency) hat nun eine Studie durchgeführt und empfiehlt Verbesserungen bei den Ausgleichsmaßnahmen, was Flug- und Bereitschaftszeiten sowie Ausruhzeiten angeht. Stärkerer Fatigue während Nachtflügen solle so vorgebeugt werden.

Die erste Studienphase hatte den Einfluss von Nachtbereitschaften von über zehn Stunden und disruptive Zeitpläne im Bezug auf die Wachsamkeit von Aircrews im Blick. Die Forschung fand hier eine erhöhte Wahrscheinlichkeit hoher Müdigkeitslevel. Insbesondere in Nachtflügen und Bereitschaftszeiten mit späten Enden – und dies sowohl bei Piloten als auch bei der Kabinencrew. Die Stärksten Indikatoren starker Ermüdung in diesen Zeiten – verglichen mit den Tagesflügen – unterschieden sich nach der Art der Flugbereitschaft. Bei frühen Starts war der einzige Indikator die frühere Startzeit selbst. In der Nacht hingegen waren die einzigen stichhaltigen Indikatoren einmal das Antasten des Nachtrhythmischen Zeitfensters WOCL (Window Of Circadian Low), also einer Zeit typischerweise zwischen 02:00 Uhr und 05:59 Uhr in der Früh der Zeitzone, in der das Besatzungsmitglied akklimatisiert ist, sowie ein kurzer vorheriger Schlaf.

Die Ergebnisse der ersten Phase dieser europaweiten Studie zu FTL heben laut EASA hervor, dass die vorgegeben Beschränkungen alleine nicht ausreichen, um hohe Müdigkeit bei Nachtflügen zu verhindern. Es gebe noch Forschungsbedarf zu begleitenden Maßnahmen, um die Luftfahrtbetreiber als Verantwortliche im Ausarbeiten eines verbesserten Risikomanagements gegen Müdigkeit bei Nachtflugbereitschaften zu unterstützen.

Fatigue bei Piloten gegenwirken – Vorschläge

Die EASA hat basierend auf den Schlussfolgerungen aus den Erkenntnissen sechs Empfehlungen herausgearbeitet für Möglichkeiten, Ermüdung entgegenzuwirken:

  • Unterteilung der Flugdienstzeiten von Nachtflügen in Untergruppen, um Lösungen differenzierter ausarbeiten zu können.
  • Luftfahrtbetreiber sollen dazu angehalten werden, ein Risikomanagement zur Müdigkeit von spät endenden Flugzeiten, undabhängig von der Flugdauer, einzuführen. Dies ist bisher nicht der Fall.
  • Ebenso sollen Flugbetreiber ein Risikomanagement für alle Nachtflüge einführen, unabhängig von der Flugdauer. Denn signifikante Ermüdungserscheinungen haben sich sowohl bei über als auch unter zehnstündigen Flügen gezeigt.
  • Innerhalb der Nachtflugzeiten zeigen Flüge, die nach 06:00 Uhr landen und vor 01:59 gestartet sind, die größte Wahrscheinlickeit großer Ermüdung. Diese Dienstzeiten sollten besonders identifiziert werden, sodass Fluggesellschaften bei dem Risikomanagement einen Fokus auf diese Zeiten legen können.
  • Die Studie hat kürzeren Schlaf vor Dienstantritt als Risikofakter für hohe Müdigkeit aller Flugzeiten identifiziert. Das derzeitige Guidance Manual setzt fest, dass es entscheidend für Crews von Nachtflugdiensten von über zehn Stunden ist, ausreichend Schlaf zu erhalten (GM1 CS FTL.1.205). Es empfiehlt sich aber, eine Ergängzung mit Bezug auf alle Nachtflüge aufzunehmen, egal wie lange diese dauern.
  • Die Untersuchung liefert Hinweise für eine hohe Müdigkeitsgefahr in Bereitschaftsdiensten von Nachtflügen. Und dies scheint weitgehend undabhängig von anderen Flugeigenschaften wie Start- und Landezeit oder Flugdauer, sofern das Kriterium Nachtflug erfüllt wird. Die Menge an Schlaf vor dieser Dienstzeit gilt als Hauptindikator möglicher Müdigkeit. Daher sollte von Fluggesellschaften gefordert werden, der Crew Gelegenheit für ein Optimum an Schlaf bereitzustellen.
Die Arbeiten für die Datenerhebung und die Studie begannen 2017. Die Studie umfasst mehrere Aufgaben und Phasen. Die erste Phase fokussierte sich auf die zwei Bereitschaftszeiten, bei der die stärkste Müdigkeit unter Piloten erwartet wurde. Dies waren Arbeitszeiten von über zehn Stunden zu einer unangenehmen Tageszeit, sowie unregelmäßige Dienstpläne. Das Dokument der EASA über die Effektivität der FTL kann hier (PDF auf englisch) eingesehen werden.

Airbus bildet selbst Piloten in Berufsakademie aus

Weltweit wächst der Luftverkehr und das Autonome Fliegen dürfte noch lange auf sich warten lassen. Um die hohe Marktnachfrage nach der Ausbildung neuer Piloten in Europa zu decken – 94.000 neue Piloten sollen es in den nächsten 20 Jahren sein – will Airbus jetzt eine eigene Flugakademie eröffnen und die ‘Ab-Initio’-Pilotenausbildung in sein Trainingsportfolio aufnehmen.

Während die Flugzeugproduktion der Hersteller schon am Anschlag ist Airbus nun schon in den USA produziert, erfordert der Markt auch eine entsprechende Anzahl an Piloten. Besonders gefragt sind die Mittelstreckenflugzeuge wie der Boeing 737 inklusive der neuen MAX, sowie der der Airbus A320-Familie, zusammen mit deren neuen NEO-Varianten. Bis 150 Sitze hat Airbus sogar sein Portfolio durch die Akquisition der Bombardier C-Serie, jetzt A220, noch erweitert.

Für den Pilotenbedarf betreiben große Fluggesellschaften ihre eigenen Flugschulen, wenn auch die Piloten später nicht an die entsprechenden Airlines gebunden sind. Zunächst lernt man dort das Fliegen auf kleinen einmotorigen und zweimotorigen Flugzeugen, wie den Cessna Skyhawk, oder den Diamond DA40 und DA42. Diese können heute auch mit moderner Avionik und Glascockpit wie in Passagierflugzeugen ausgestattet werden. Später erwirbt man im Flugsimulator und echten Airliner die Berufspilotenlizenz ATPL (Air Transport Pilot Licence).

Von einmotorig bis Level-D Flugsimulation

Die Airbus-Grundausbilder an der Airbus Flight Academy Europe im französischen Angoulême werden durch Nutzung divisionsübergreifender Synergien das Ende 2018 von der EASA zertifizierte Ab-Initio-Programm zur Ausbildung neuer Piloten durchführen und die Fortgeschrittenen- und Aufbaulehrgänge ergänzen, die bereits im bestehenden Schulungsnetz an 17 Standorten weltweit angeboten und durchgeführt werden.

Ziel der Airbus Flight Academy Europe soll es sein, jährlich bis zu 200 neue Piloten auszubilden. Das Ausbildungsprogramm nutzt sowohl eine moderne Flotte ein- und mehrmotoriger Flugzeuge, die mit modernster Glascockpit-Technologie ausgestattet sind, als auch die neuesten Flugsimulatoren. Es vermittelt den Teilnehmern die nötigen Fähigkeiten und Denkweisen eines „einsatzbereiten“ Piloten. Wesentliche Ausbildungsschwerpunkte sind daher die Entwicklung der fachlichen Qualifikationen und Verhaltenskompetenzen eines Piloten.

Bewerber aus aller Welt gefragt

Am Airbus-Programm zur Ausbildung neuer Piloten (Airbus Pilot Cadet Training Programme) können High-School-Absolventen aus aller Welt im Alter von mindestens 18 Jahren teilnehmen. Die Eignungstests der Bewerber werden online und vor Ort durchgeführt. Die Ausbildung umfasst 750 Stunden Theorie plus 200 Stunden Flugausbildung. Die Airbus Flight Academy Europe (früher Cassidian Aviation Training Services, CATS) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Airbus. Das Bild zeigt den Bestseller des Flugzeugbaues, den Airbus A320neo beim Erstflug.

British Airways ordert bis zu 42 Boeing 777X

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Boeing und die International Airlines Group, Muttergesellschaft von British Airways, haben sich über die Beschaffung von bis zu 42 Langstreckenflugzeugen der neuen Familie 777X geeinigt.

Darunter sind 18 fest bestellte Flugzeuge und Optionen für 24 weitere der 777X. Boeing gibt den Auftrag für 777X mit einem Wert von 8,6 Mrd. US-Dollar nach Listenpreisen nach Finalisierung auch auf seiner Orders&Deliveries bekannt. Für die Variante 777-9 hat Boeing schon einige Auftragsgeber. Das neue zweistrahlige Flugzeug soll das größte und effizienteste Flugzeug der Welt sein und nächsten Monat sein Debut antreten.

British Airways will mit den B777-9 ihre alternden, vierstrahligen 747 ersetzen. Der gegenüber spart die 777-9 laut Willie Walsh, IAG Chief Executive, 30 Prozent an Treibstoff ein, und ihre Reichweite passt zum bestehenden Netzwerk der Airline. 14.075 Kilometer (7,600 Nautische Meilen) fliegt das Flugzeug.

Technisch neu für mehr Performance

Natürlich macht das neue Flugzeug auch das Fliegen an sich für Passagiere angenehmer. Die Kabine ist etwas größer und beherbergt 400 bis 425 Passagiere in zwei Klassen. Die Fluggesellschaft will mit ihr stark nachgefragte Langstrecken bedienen. Technologisch sind auch Kenntnisse vom Dreamliner eingeflossen. So wird der Flügel komplett aus leichten Verbundwerkstoffen gefertigt.

British Airways ist einer der größten Betreiber von B777, mit fast 60 solcher Flugzeuge. Letztes Jahr wurden vier 777-300ER (Extended Range) über Leasing nachbestellt. Durch IAG und British Airways kann der US-Flugzeugbauer Boeing nun 358 Bestellungen und Absichten für die 777X verbuchen. Der Produktion wurde 2017 begonnen, der Erstflug ist für dieses Jahr angesetzt und die Auslieferungen sollen 2020 beginnen.

Condor hat im Winter Fernziele für München

Condor legt im Winter am München zu vier der meistgefragtesten Ziele in der Karibik, im Indischen Ozean und Mexiko auf.

Ferienflieger Condor kehrt auch im kommenden Winter mit Langstreckenflügen nach München zurück: Von November 2019 bis April 2020 startet Condor ab der bayerischen Hauptstadt nach Cancun (Mexiko), Havanna (Kuba) und Punta Cana (Dominikanische Republik) – ganz neu im Flugplan ist darüber hinaus die Trauminsel Mauritius im Indischen Ozean. Alle Flüge ab München werden mit einer der beiden Boeing 767-300 durchgeführt, die Condor im Winter im Erdinger Moos stationiert. Tickets soll es ab sofort ab 349,99 Euro pro Strecke und Person geben.

Condor ab München im Winterflugplan 2019/20

Cancun (CUN)

  • Abflugtag: Montag, Donnerstag
  • Abpreis pro Person und Strecke: ab 349,99 Euro

Havanna (HAV)

  • Abflugtag: Dienstag
  • Abpreis pro Person und Strecke: ab 359,99 Euro

Punta Cana (PUJ)

  • Abflugtag: Mittwoch, Freitag
  • Abpreis pro Person und Strecke: ab 349,99 Euro

Mauritius (MRU)

  • Abflugtag: Samstag
  • Abpreis pro Person und Strecke: ab 349,99 Euro