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Entscheidung für 3. Piste am Flughafen Wien

Mit Erkenntnis vom 06. März 2019 wies der Verwaltungsgerichtshof diese Revisionen als unbegründet ab und bestätigte damit die Bewilligung für den Bau der dritten Piste.

Im Februar 2017 hatte das Bundesverwaltungsgericht den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat aus Gründen des Klimaschutzes untersagt. Diese Entscheidung wurde jedoch vom Verfassungsgerichtshof im Juni 2017 aufgehoben und das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht fortgesetzt. Mit Erkenntnis vom 23. März 2018 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht daraufhin die von der niederösterreichischen Landesregierung erteilte Genehmigung zum Bau der dritten Piste. Dagegen erhoben mehrere Wiener Bürgerinitiativen sowie einige Anrainer des Flughafens im Mai bzw. November 2018 Revisionen an den Verwaltungsgerichtshof.

Fluglärm und Klimaschutz kein Hindernis

Hauptthema des Verfahrens war der von den revisionswerbenden Bürgerinitiativen und Anrainern befürchtete zusätzliche Fluglärm, der bei Inbetriebnahme einer dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat zu erwarten sei, und zwar insbesondere bei Landeanflügen über das Wiener Stadtgebiet.

Der Verwaltungsgerichtshof stellte klar, dass die dritte Piste nach dem Genehmigungsantrag des Wiener Flughafens nicht für Landungen vorgesehen ist, die bei Normalbetrieb über das Wiener Stadtgebiet führen. Aus diesem Grund deckt die nun erteilte Genehmigung eine solche Benützung der Piste auch nicht ab, was die Austro Control GmbH bei der künftigen Festlegung der Anflugrouten auf die dritte Piste wird beachten müssen. Ausgehend davon soll durch die dritte Piste, wie ein Lärmgutachter im Verfahren dargestellt hat, vielmehr eine Lärmentlastung der Wiener Bevölkerung erreicht werden, während zusätzliche Belastungen nur in wesentlich weniger dicht besiedelten Gebieten erwartet werden. Auch insoweit sind allerdings die gesetzlichen Vorgaben zum Lärmschutz eingehalten worden.

Neuerlich problematisiert wurde im Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof, ob der Bau der dritten Piste zur Vermeidung des Klimawandels untersagt werden müsste. Der Verwaltungsgerichtshof bestätigte, dass der Klimaschutz zu den relevanten Fragen der Umweltverträglichkeitsprüfung zählt. Es greift aber zu kurz, einem Flughafen unter Hinweis auf den fortschreitenden globalen Klimawandel die Genehmigung zum Bau einer (weiteren) Piste zu verweigern, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen im Flugverkehr insgesamt unverändert bleibt. Das Recht der Europäischen Union setzt daher mit dem sogenannten „Emissionshandelssystem“ auf eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen durch die Luftfahrzeugbetreiber. Treibhausgas-Emissionen aus dem Luftverkehr werden dementsprechend grundsätzlich den Luftfahrzeugbetreibern zugeordnet, nicht aber den Betreibern von Flughäfen. Der Klimaschutz steht deshalb der Genehmigung der dritten Piste nicht entgegen.

VIE begrüßt Entscheidung

Der Flughafen Wien begrüßt die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes zur 3. Piste: „Heute ist ein wichtiger, positiver Tag für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich. Ein allzu langes Verfahren hat nun mit einer unanfechtbaren, positiven Entscheidung seinen Abschluss gefunden..“ so die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner. Diese Entscheidung sichere die langfristige Wachstumsperspektive und Wettbewerbsfähigkeit sowohl für den Flughafen Wien, als auch für Österreichs Wirtschaft, Industrie, Tourismus und Arbeitsmarkt. Der Flughafen wird nun die Entscheidung im Detail analysieren und will demnächst über die nächsten Projektschritte informieren.

ICAO-Übung am Baden Airpark

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Der Baden-Airpark erlebt ein Notfallszenario im Terminal. Im Rahmen der Notfallvorsorge sind Flughäfen verpflichtet, regelmäßig gemäß den ICAO-Richtlinien (International Civil Aviation Organization) eine Übung durchzuführen.

Am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) ist diese turnusgemäße Unfallübung am Samstag, 16.03.19 vorgesehen. Die Übung wird am Vormittag im Terminal stattfinden, wobei es jedoch nicht zu einer Beeinträchtigung des Flugbetriebs kommen wird. Zum genauen Übungsinhalt wurde vorher nichts mitgeteilt.

Flughafen München in neuer Garderobe

Ein neuer Look mit angesagten Schnitten und angenehm zu tragenden Stoffen – erhältlich in Purpur und Anthrazit: Ab dem heutigen 15. März tragen Mitarbeiter der Flughafen München GmbH und ihrer Tochtergesellschaften eine neue Dienstkleidung.

Inzwischen wurden insgesamt rund 38.000 Röcke, Blusen, Hosen, Blazer, Westen, Kleider und Accessoires an ihre Trägerinnen und Träger verteilt. Der Lieferant hat bei der Herstellung etwa 5.000 Kilometer Nähgarn und 47.000 Quadratmeter Stoff verarbeitet – das entspricht der Größe von fast sieben Fußballfeldern.

Beim Service für Passagiere und Flugzeuge

2.000 Beschäftigte aus den Bereichen Flugzeugabfertigung und Sicherheit, der Service- und Parkbereiche, der Verkehrsdienste, der Terminal- und Passagierdienste sowie der Öffentlichkeitsarbeit werden die neue Dienstkleidung tragen und die Marke Flughafen München am Airport repräsentieren. Die Mitarbeiter haben zuvor maßgeblich bei der Kreation ihres neues Outfits mitgewirkt: Sie konnten über die Farbe mitentscheiden und auch Feedback zu Passform und Tragegefühl geben.

Hans Rudolf Wöhrl spricht am Flughafen Dresden

In der deutschen Wirtschaftsgeschichte zählt Hans Rudolf Wöhrl zu den ungewöhnlichsten Figuren in den letzten fünfzig Jahren. Er hat aus dem väterlichen Modekaufhaus eine erfolgreiche Kette aufgebaut und in der deutschen Verkehrsluftfahrt spektakuläre Höhenflüge und Abstürze erlebt.

Im September 2017 erschien im Piper Verlag seine Biografie „Wie meine Träume fliegen lernten“. Darin erzählt er die Geschichte eines unangepassten Schulabbrechers in den Swinging Sixties, der mit seinem Carnaby-Fashion-Shop die deutsche Textilbranche durchlüftet, in den 1970er Jahren die Fliegerei als Leidenschaft entdeckt, Pilot wird, seine eigene Airline gründet und als David gegen den Goliath der Branche rebelliert. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt 16 Euro, Tickets gibt es im Onlineshop zu erwerben.

  • 08. April 2019, 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
  • Dauer: ca. zwei Stunden
  • Ort: „LuftRAUM“, Konferenzebene, Flughafen Dresden Terminal

AERO 2019 hält Lindbergh Innovationsforum

Das Lindbergh Innovationsforum ist ein von Experten kuratiertes Forum, um die Vorzüge der Luftfahrtinnovation zu präsentieren. In einem Format mit mehreren Rednern und kurzen, kompakten Präsentationen bietet es wichtige Durchbrüche und Innovationen, die die Luftfahrt für die nächsten Jahrzehnte prägen werden.

Die Charles A. und Anne Morrow Lindbergh Foundation und die Messe Friedrichshafen präsentieren das Lindbergh Innovationsforum auf der in diesem Jahr gemeinsam AERO Friedrichshafen, das am Donnerstag, 11. April 2019 von 15:00 bis 18:00 Uhr in Friedrichshafen stattfindet. Gastgeber des Lindbergh Innovationsforums ist Erik Lindbergh, Enkel von Charles Lindbergh. An der Veranstaltung nehmen Branchenführer von EASA, Rolls Royce, Siemens, Volt Aero und anderen namhaften Unternehmen teil. Die vollständige Liste der Referenten finden Sie weiter unten.

Technologien von Morgen im Gespräch

Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich mit den neuesten Konzepten vertraut zu machen, einschließlich: Elektro- und Hybridtechnik, VTOL-Technologien und -Trends, Digitale Zwillingstechnologie, Additivherstellung in der Luftfahrt, Neuartige Zertifizierungskonzepte für innovative Konzepte.

„Das Lindbergh Innovationsforum ist eine Plattform, um Innovationen in der Luftfahrt zu präsentieren“, sagte John Petersen, Vorsitzender der Lindbergh Foundation. „Es ist uns eine Ehre, mit der AERO zusammenzuarbeiten, um Branchenführer und echte Durchbrüche auf der AERO Friedrichshafen zu präsentieren“.

Folgende Redner sind dabei: Dr. Frank Anton, Leiter eAircraft, Siemens AG, Andre Borschberg, CEO, Mitbegründer und Pilot, Solar Impulse, Jean Botti CEO, Volt Aero, Roland Gerhards, CEO, ZAL Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung, Gregor Grandl, Senior Partner, Porsche Consulting, Joachim Kirsch, Senior Partner, Porsche Consulting, Dr. Ilan Kroo, Professor für Luft- und Raumfahrttechnik, Stanford Universität, Patrick Ky, Exekutivdirektor der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit, Ulrich Wenger, Leiter Innovation und F&T-Strategie, Rolls Royce.

Pioniere der Luft- und Raumfahrt für Lindbergh Foundation

Die Lindbergh Foundation wurde 1977 von Neil Armstrong, General James Doolittle, Sir Edmund Hillary und anderen Freunden von Charles und Anne Morrow Lindbergh gegründet und ist eine wichtige Stimme an der Spitze der Luft- und Raumfahrtindustrie. Es hat eine lange Geschichte der Ermöglichung von Innovationen im Zusammenhang von Technologie und Umwelt.

Die AERO Friedrichshafen am Bodensee ist die führende Fachmesse für die Allgemeine Luftfahr. Dieses Jahr findet die AERO von Mittwoch, 10. April bis Samstag, 13. April 2019 in Friedrichshafen am Bodensee statt und ist von Mittwoch bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr und am Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Ruf Friedrichshafens als Wiege der Luftfahrt wurde im Jahr 1900 von Ferdinand Graf Zeppelin und anderen Pionieren wie Claude Dornier begründet.

Basierend auf dieser reichen Luftfahrtgeschichte ist die AERO Friedrichshafen heute ein globaler Hotspot für die GA-Community, der Meinungsbildner und Stakeholder der Branche zusammenbringt. Zur 27. Ausgabe im April 2019 werden 35.000 Besucher aus 60 Ländern nach Friedrichshafen erwartet und mehr als 700 Aussteller werden ihre neuesten Innovationen auf der Messe präsentieren.

Lufthansa erzielte 2018 zweitbestes Ergebnis

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Der Umsatz der Lufthansa Group stieg im Jahr 2018 um sechs Prozent. Belastet von der Erstanwendung des IFRS 15 lag der Umsatz auf berichteter Basis ein Prozent über dem Vorjahr und erreichte 35,8 Milliarden Euro.

„2018 war erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Dies ist eine große Teamleistung aller 135.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa Group“, sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG.

Das Adjusted EBIT lag mit rund 2,8 Milliarden Euro nur leicht unter dem Rekordergebnis des Vorjahres (rd. 3,0 Milliarden Euro) – trotz um rund 850 Millionen Euro gestiegener Treibstoffkosten und deutlich höherer Kosten für Verspätungen und Flugausfälle. Diese stiegen um 70 Prozent auf 518 Millionen Euro (Vorjahr: 304 Millionen Euro). Zudem belasteten einmalige Aufwendungen für die Integration von Teilen der Air Berlin-Flotte das Ergebnis der Eurowings mit 170 Millionen Euro. Damit betrug die Adjusted EBIT-Marge 7,9 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent). Das Konzernergebnis ging leicht auf 2,2 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 2,3 Milliarden Euro).

Das Adjusted EBIT wurde durch eine Veränderung in der Bilanzierung von Triebwerksüberholungen beeinflusst. Dadurch stieg der Wert im Berichtsjahr um 122 Millionen Euro, während er rückwirkend das Ergebnis 2017 um vier Millionen Euro verringerte. Ohne die Veränderung in der Bilanzierung hätte das Adjusted EBIT für 2018 bei 2,7 Milliarden Euro gelegen.

Stückkosten verringern

Die um den IFRS 15-Effekt und Währungseffekte bereinigten Stückerlöse sind im Jahr 2018 aufgrund von Rückgängen bei Eurowings um 0,5 Prozent gesunken. Die Stückerlöse der Netzwerk-Airlines lagen hingegen leicht über dem Vorjahr. Verbesserungen auf der Langstrecke, sowohl auf dem Nordatlantik als auch nach Asien, glichen dabei Rückgänge auf der Kurzstrecke, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, mehr als aus.

Die Ergebnisentwicklung wurde durch profitables Wachstum und Kostensenkungen getrieben. Die um Treibstoff- und Währungseffekte bereinigten Stückkosten konnten im Jahr 2018 um 1,7 Prozent reduziert werden. Ohne die Veränderung in der Bilanzierung von Triebwerksüberholungen hätte der Rückgang 1,2 Prozent betragen. Die Network Airlines trugen überdurchschnittlich zu der Reduzierung der Stückkosten bei. Die Stückkosten konnten 2018 zum dritten Mal in Folge verringert werden.

763 Flugzeuge in der Flotte der LH Group

Im Jahr 2018 hat die Lufthansa Group 3,8 Milliarden Euro investiert, ein Großteil davon in neue, kosten- und treibstoffeffizientere Flugzeuge. 470 Millionen Euro resultieren dabei aus der veränderten Bilanzierung von Triebwerksüberholungen. Die Konzernflotte wuchs um 35 auf 763 Flugzeuge zum Jahresende 2018.

„Für unsere Kunden wollen wir die beste Airline-Gruppe Europas sein. Gleichzeitig sind wir uns unserer Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften bewusst. Deshalb investieren wir weiter in moderne, treibstoffeffiziente und leisere Flugzeuge. Mit den gestern bestellten, 40 hochmodernen Langstreckenflugzeugen ersetzen wir die deutlich weniger effizienten viermotorigen Flugzeuge in unserer Flotte. Damit wird unsere gesamte Langstreckenflotte bis Mitte des nächsten Jahrzehnts komplett modernisiert sein“, sagt Carsten Spohr. Allein die dadurch möglichen Treibstoffeinsparungen summieren sich auf 500.000 Tonnen im Jahr. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 1,5 Millionen Tonnen.

Ermöglicht werden diese Investitionen durch eine unverändert starke Bilanz. Zwar stieg die Nettokreditverschuldung um 21 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9 Milliarden Euro). Allerdings lag der Verschuldungsgrad (Nettokreditverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) mit 1,8 (Vorjahr: 1,5) weiterhin deutlich unter der Zielvorgabe eines maximalen Verschuldungsgrads von 3,5. Der Free Cashflow ging auf 250 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 2,1 Milliarden Euro). Neben dem leicht rückläufigen Ergebnis waren dafür vor allem nicht wiederkehrende Working Capital-Effekte im Vorjahr verantwortlich. Außerdem stiegen die Aufwendungen für variable Vergütungen und die Steuerzahlungen, jeweils infolge der deutlichen Ergebnisverbesserung im vergangenen Jahr.

Die Pensionsverpflichtungen sind 2018 im Wesentlichen aufgrund des herausfordernden Kapitalmarktumfelds um 15 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro gestiegen (Vorjahr: 5,1 Milliarden Euro). Der Return on Capital Employed (Adjusted ROCE) nach Steuern ist um 1,3 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent zurückgegangen (Vorjahr: 11,9 Prozent), lag aber weiterhin deutlich über den Kapitalkosten.

„Auf der Basis des guten Ergebnisses, das wir in einem anspruchsvollen Marktumfeld erreichen konnten, schlagen wir der Hauptversammlung eine stabile Dividende von 80 Cent je Aktie vor. Damit beteiligen wir unsere Aktionäre angemessen am Erfolg des Unternehmens und erhalten uns die Stärke, in zukünftiges Wachstum zu investieren“, sagt Ulrik Svensson. Eine Dividende von 80 Cent entspricht einer Ausschüttungsquote von 13 Prozent des Konzern-EBIT.

Netzwerk-Airlines

Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben ihr Rekordergebnis aus dem vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gesteigert (Vorjahr: 2,3 Milliarden Euro). Die Adjusted EBIT-Marge erreichte 10,7 Prozent und lag damit 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahr (Vorjahr: 9,8 Prozent). Die Stückerlöse stiegen im Gesamtjahr auf währungsbereinigter Basis um 0,3 Prozent, vor allem aufgrund von Zuwächsen auf der Langstrecke. Die um Treibstoff- und Währungseinflüsse bereinigten Stückkosten sanken ohne die Effekte aus der Bilanzierungsumstellung um 1,7 Prozent.

Eurowings

Das Ergebnis von Eurowings stand im Jahr 2018 im Zeichen des Wachstumssprungs, den die Airline durch die Integration wesentlicher Teile der Air Berlin-Flotte machte. Das Ergebnis wurde insbesondere durch damit verbundene, einmalige Kosten in Höhe von rund 170 Millionen Euro belastet. Die Integration wurde zum Ende des dritten Quartals 2018 abgeschlossen. Das Adjusted EBIT ging auf -231 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 60 Millionen Euro).

Die Adjusted EBIT Marge sank damit um 7,0 Prozentpunkte auf -5,5 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). Die Stückerlöse lagen vor allem aufgrund der hohen Vergleichsbasis im Vorjahr, währungsbereinigt um 2,9 Prozent unter Vorjahr. Die um Treibstoff- und Währungseffekte bereinigten Stückkosten lagen ohne die Effekte aus der Bilanzierungsumstellung um 1,9 Prozent über Vorjahr. Bei Herausrechnung der einmaligen Integrationsaufwendungen hätten sie auf dieser Basis um 2,9 Prozent unter Vorjahr gelegen.

Aviation Services

Die Geschäftsbereiche Logistik, Technik und Catering konnten ihr Ergebnis im Jahr 2018 steigern. Die Logistik-Sparte mit Lufthansa Cargo hat ihr Rekordergebnis aus dem Vorjahr noch einmal um zwei Prozent auf 268 Millionen Euro verbessert (Vorjahr: 263 Millionen Euro). Das Adjusted EBIT der Lufthansa Technik lag zwei Prozent über dem Vorjahr bei 425 Millionen Euro (Vorjahr: 415 Millionen Euro).

Das Cateringgeschäft der LSG Group hat 2018 ein Ergebnis von 115 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 66 Millionen Euro). Dies entspricht einer Steigerung um 74 Prozent. Das Adjusted EBIT der weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen ging um 45 Prozent auf -189 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr hatte das Ergebnis insbesondere aufgrund von Einmaleffekten bei -130 Millionen Euro gelegen.

Ausblick: Wachstum dosieren

Die Lufthansa Group konzentriert sich im Jahr 2019 auf nachhaltiges, qualitatives Wachstum. Der Konzern reduziert dementsprechend das Kapazitätswachstum seiner Airlines noch einmal gegenüber seiner bisherigen Planung auf 1,9 Prozent im kommenden Sommer. Dennoch soll der Konzernumsatz im mittleren einstelligen Bereich steigen.

Mit weiteren Kostensenkungen soll den erwarteten Mehrbelastungen aus höheren Treibstoffkosten bei den Airlines von insgesamt 650 Millionen Euro begegnet werden. Insgesamt erwartet der Konzern, dass die Adjusted EBIT-Marge im Jahr 2019 zwischen 6,5 Prozent und 8,0 Prozent liegen wird. Für Eurowings wird ein Ergebnis auf Break Even-Niveau und damit eine deutliche Verbesserung gegenüber Vorjahr erwartet.

Luftschiffstation Fischamend am Flughafen Wien

Von der Gründung der Luftschiffstation Fischamend bis zur weltweit ersten täglichen Flugpostlinie: „Bewegung in den Lüften“ zeigt die Entwicklung der österreichischen Fliegerei von 1909 bis 1919. Meilensteine in der Fluggeschichte Österreichs, wie die Verlegung der k. u. k. Aeronautischen Anstalt nach Fischamend oder die Gründung des Wiener Flughafens Wien-Aspern, sind nur einige Schwerpunkte der Schau in der Besucherwelt im Terminal 3 (3. Stock).

Ebenso beleuchtet werden die internationalen Flugtage in den Jahren 1912 bis 1914 in Wien, österreichische Luftpioniere – darunter Igo Etrich – sowie die weltweit erste tägliche Flugpostlinie Wien – Krakau – Lemberg – Kiew von April bis Mitte Oktober 1918. Besonderes Highlight ist das Replikat der Körting-Luftschiffhalle, das in Zusammenarbeit mit der HTL-Mödling und der Interessengemeinschaft Luftfahrt Fischamend (ILF) erstellt wurde.

„Österreich hat in der Zeit von 1909 bis 1919 wesentliche Beiträge zur Entwicklung der zivilen und militärischen Luftfahrt geleistet, nicht zuletzt durch die Unterstützung seitens des Kaisers. Wir spannen in der Ausstellung einen weiten Bogen von der Gründung der Luftschiffstation Fischamend bis zur Gründung der Ersten Republik und geben anhand von einzigartigen Exponaten tiefen Einblick in die historische Momente dieser Epoche“, so Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, anlässlich der Eröffnung.

„Bewegung in den Lüften“ in der Besucherwelt

Mehr als 20 Informationstafeln – gespickt mit Fotos und zahlreichen Hintergrundinformationen – leiten durch die Ausstellung. Besonderes Augenmerk gilt dem Replikat der Körting-Halle im Maßstab 1:72, das so manches luftfahrtinteressierte Herz höher schlagen lässt, sowie die Nachbildung des weltweit ersten Helikopters, der in Fischamend entwickelt wurde. Weitere Themen sind der Wien-Besuch des französischen Luftfahrtpioniers Louis Blériot im Jahr 1909 mit einem Schauflug in der Simmeringer Haide sowie Porträts von Piloten und Flugzeugen der k. u. k. Armee im Ersten Weltkrieg.

Die Schau „Bewegung in den Lüften“ wurde von Mag. Rainer Stepan, Kurator und Archivar am Flughafen Wien, in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Luftfahrt Fischamend (ILF) konzipiert und läuft bis Ende des Sommers. Zu finden ist die Ausstellung in der Besucherwelt, im Terminal 3 im 4. Stock, täglich geöffnet von Montag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei und innerhalb der Öffnungszeiten der Besucherterrasse jederzeit ohne Anmeldung möglich.

E-Schlepper am Flughafen Nürnberg eingeflottet

Nach und nach wird jetzt auch der Fuhrpark auf emissionsarme Antriebe umgestellt: Nach einzelnen Nutzfahrzeugen mit Hybrid- oder Elektromotor ersetzte der Flughafen seine Schlepperflotte für den Gepäck- und Frachttransport durch Modelle mit reinem E-Antrieb.

Elektroschlepper fürs Vorfeld am Flughafen Nürnberg: Die Anschaffung von den E-Fahrzeugen des Typs EZS 7280 von Jungheinrich sei nur folgerichtig. Denn im Rahmen seines Energiemanagements wird der Airport Nürnberg seit letztem Jahr auch schon mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. „Ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist uns gerade als Flughafen sehr wichtig“, so Geschäftsführer Dr. Michael Hupe. Die neue Flotte besteht zunächst aus sechs Schleppern mit je 28 Tonnen Zugleistung.

Flughafen mit kompletter E-Flotte

Dabei gab es zuvor umfassende Tests am Airport, was Wirtschaftlichkeit und Qualität angeht. Matthias Reubel, Leiter der Gepäckabfertigung am Airport, ist mit den neuen Fahrzeugen hochzufrieden: „Mit ihrer Agilität dank hohem Drehmoment und ihrer Wendigkeit übertreffen die Schlepper unsere Erwartungen. Wir sind stolz, als erster Flughafen eine komplette Flotte der neuen E-Schlepper-Generation in Betrieb nehmen zu können.“

Dr. Tobias Harzer, Leiter des Herstellers Jungheinrich (Vertriebszentrums Süd), erklärt: „Wir haben bei der Entwicklung unseres großen Elektroschleppers EZS 7280 besonderen Wert auf hohe Leistung bei gleichzeitig niedrigem Stromverbrauch gelegt. Dadurch, dass wir dem Flughafen Nürnberg Fahrzeuge, Batterien und Ladegeräte aus einer Hand liefern, erreichen wir eine Systemlösung mit maximaler Energieeffizienz für einen besonders nachhaltigen Einsatz.“

Die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung hatte der Airport bereits in den Vorjahren gestellt: So wurden Hangar-Dachflächen mit Solarmodulen bestückt. Zudem wurden die großen Parkhäuser und weite Bereiche des Terminals auf LED-Beleuchtung umgestellt, was viel Strom spart. Wärme bekommt der Flughafen schon seit Jahren aus dem Hackschnitzelheizkraftwerk eines benachbarten Landwirtschaftsbetriebs.

Februar: Lufthansa-Airlines legen 1,9 Prozent zu

Im Februar 2019 haben die Airlines der Lufthansa Group rund 9.000.000 Fluggäste an Bord ihrer Flugzeuge begrüßt. Dies entspricht einer Steigerung von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die angebotenen Sitzkilometer lagen um sieben Prozent über dem Vorjahr, gleichzeitig konnte der Absatz um 7,2 Prozent gesteigert werden. Daraus ergibt sich ein Sitzladefaktor, der mit 76,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte höher ausfällt als im Februar 2018. Das Frachtangebot lag im Februar um 7,7 Prozent über dem Vorjahr, die ab­gesetzten Tonnenkilometer um 3,5 Prozent niedriger. Daraus ergibt sich ein um 7,5 Prozentpunkte niedrigerer Nutzladefaktor von 64,4 Prozent.

Netzwerk-Airlines: ca. 6,6 Millionen Passagiere

Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben im Februar insgesamt rund 6,6 Millionen Fluggäste befördert und damit zwei Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Das Angebot in Sitzkilometern wurde im Februar um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Der Absatz stieg im gleichen Zeitraum um sieben Prozent. Damit erhöhte sich der Sitzladefaktor um 0,2 Prozentpunkte auf 76,3 Prozent.

Drehkreuze Wien und Zürich wachsen

Am stärksten gewachsen sind die Netzwerk-Airlines auch im Februar an den Drehkreuzen Wien und Zürich mit einem Passagierwachstum von 8,0 Prozent in Wien und 4,8 Prozent in Zürich. In Frankfurt betrug das Wachstum 0,9 Prozent, in München verringerte sich die Passagierzahl um 1,3 Prozent. . Auch das Angebot in Sitzkilometern stieg unterschiedlich stark: In Wien um 11,6 Prozent, in München um 9,8 Prozent, in Zürich um 8,9 Prozent und in Frankfurt um 3,5 Prozent.

Lufthansa hat im Februar rund 4,5 Millionen Fluggäste in ihren Flugzeugen befördert und damit 0,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Einem im Februar um 5,4 Prozent höheren Angebot an Sitzkilometern stand ein um 5,4 Prozent höherer Absatz gegenüber. Der Sitzladefaktor blieb mit 75,9 Prozent unverändert zum Vorjahresmonat.

Eurowings mit starkem Angebot und Absatz

Eurowings (inklusive Brussels Airlines) hat im Februar rund 2,3 Millionen Fluggäste befördert, davon rund 2,1 Millionen auf Kurzstreckenflügen und 243.000 auf Langstreckenflügen. Dies entspricht einer Steigerung von 0,6 Prozent auf der Kurzstrecke und 11,4 Prozent auf der Langstrecke gegenüber dem Vorjahr. Einem im Februar um 8,5 Prozent erhöhten Angebot stand ein um 8,2 Prozent erhöhter Absatz gegenüber, woraus sich ein um 0,2 Prozentpunkten niedrigerer Sitzladefaktor von 77,4 Prozent ergibt.

Auf der Kurzstrecke wurden im Februar die angebotenen Sitzkilometer um 4,8 Prozent erhöht, die verkauften Sitzkilometer stiegen im gleichen Zeitraum um 5,0 Prozent. Daraus ergibt sich auf diesen Flügen ein um 0,1 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor als im Februar 2018 von 74,2 Prozent. Auf der Langstrecke ist der Sitzladefaktor im selben Zeitraum um 1,1 Prozentpunkte auf 82,3 Prozent ge­sunken. Hier stand einem um 14,4 Prozent erhöhten Angebot ein um 12,9 Prozent gestiegener Absatz gegenüber.

Ryanair Sun labelt um zu Buzz mit AOC in Polen

Ryanair Sun, gab bekannt, dass sie im Herbst 2019 in Buzz umbenannt wird und mit einem polnischen Air Operators Certificate (AOC) arbeitet.

Ryanair Sun, eine eigenständige Geschäftseinheit der Ryanair-Gruppe, erhielt Anfang 2018 das polnische AOC-Zertifikat und nahm im Sommer 2018 den Betrieb für führende polnische Reiseveranstalter mit einer Flotte vonn fünf Flugzeugen auf. Die Flotte von Buzz umfasst derzeit 17 Flugzeuge und wächst im Sommer 2019 auf 25 Flugzeuge. Buzz wird weiterhin erstklassige Charterdienste und Linienflüge von Ryanair anbieten.

Buzz wird im Herbst 2019 eine eigene Website und App veröffentlichen, auf der polnische Kunden alle Flüge von Ryanair buchen können, auch die von Buzz. Buzz ist eine von vier Fluggesellschaften der Ryanair Holdings Group, neben Ryanair DAC, Laudamotion und Ryanair UK.

Buzz will Nr. 1 in Polen werden

In Warschau sagte Juliusz Komorek, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Buzz: „Wir freuen uns sehr, heute Buzz zu starten und im Herbst dieses Jahres unsere neu eingeführten Flugzeuge in Polen zu sehen. In den letzten 15 Jahren hat sich Ryanair dank der unschlagbaren Kombination aus niedrigsten Tarifen, bestem Kundenservice und größtem Streckennetz zur größten Fluggesellschaft Polens entwickelt – und wir erwarten nun, dass Buzz die Nummer eins in Polen wird“.

Michał Kaczmarzyk – Ryanair Sun CEO sagte: „Nach einem erfolgreichen Wachstumsjahr für Ryanair Sun freuen wir uns, dass unsere Flugzeuge mit der Einführung von Buzz ein neues und einzigartiges Branding erhalten. Unser Ziel ist es, Kunden und Reiseveranstaltern Dienstleistungen auf höchstem Niveau anzubieten. Buzz wird weiterhin Linien- und Charterflüge anbieten, wobei unsere Flotte bis zum Sommer 2019 auf 25 Flugzeuge anwachsen wird.“

USA grounden Boeing 737 MAX 8 auf ihrem Territorium

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Die US-Bundesbehörde FAA zieht wie schon die EASA und andere Länder vorsorglich Konsequenzen und aus dem zweiten Absturz einer neuen Boeing 737 MAX. Fortan müssen alle Flugzeuge der in USA lizenzierten Betreiber die Maschinen am Boden lassen.

Neben der B737 MAX 8 gilt dies analog für die 737 MAX 9, da beide Flugzeuge sich nur in der Länge unterscheiden und sonst die selbe Technik verwenden. Das Grounding trat mit sofortiger Wirkung in Kraft. Flugzeuge dieses Typs, die gerade in der Luft waren, sollten ihren Flug fortsetzen undwie geplant landen, dürfen aber nicht mehr starten. Auch Überflüge über US-Boden sind nicht mehr gestattet. Die Anordnung bleibt bis auf Weiteres in Kraft, sofern sie nicht von gleicher Stelle aufgehoben oder geändert wird.

Trackingdaten deuten Systemische Ursache an

Noch am Morgen hatte die die FAA keine systemischen Zusammenhänge bei den Leistungsdaten gesehen. Die Behörde nannte die Entscheidung später am Tag das Ergebnis weiterer Datenanalysen, einschließelich von Satellitendaten, welche die Flugroute nachzeichneten. Diese zeigten Ähnlichkeiten zu dem Absturz desselben Flugzeugmusters der Lion Air von Flug JT61 vom Oktober. Dies lege eine gemeinsame Ursache der beiden Abstürze nahe.

Die genaue Ursachen für den Absturz der 737 MAX 8 auf Ethiopian Airlines Flug ET 302 sind dennoch nicht bekannt und die Untersuchungen gehen weiter. Von dem Grounding ausgenommen werden können Flüge, die zu Testzwecken stattfinden sowie solche, welche ohne Passagiere geflogen werden, um etwa Flugzeuge an bestimmten Orten zu deponieren. Dass gestrandete 737 MAX aber Flughäfen nun verstopfen ist angesichts der bisher geringen Stückzahlen unwahrscheinlich.

Ulrik Svensson bis 2022 Finanzvorstand für Lufthansa

Lufthansa Aufsichtsrat bestellt Vorstandsmitglied Ulrik Svensson für weitere drei Jahre. Damit setzt der 57-jährige Schwede seine erfolgreiche Arbeit als Finanzvorstand von Europas führender Airline-Gruppe fort.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat be­schlossen, den Vertrag mit Ulrik Svensson vorzeitig um drei Jahre bis zum 31. Dezember 2022 zu verlängern. Der am 27. Juni 1961 in Varberg (Schweden) geborene Ulrik Svensson ist seit dem 01. Januar 2017 Mitglied des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG.

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Stockholm School of Economics begann Ulrik Svensson seine berufliche Laufbahn 1985 als Leiter Budget und Berichtswesen von Swedish Match in Stockholm, Schweden. 1989 wechselte er als regionaler Controller und Geschäftsführer zu Esselte.

Zwischen 1992 und 2000 war Ulrik Svensson innerhalb der Stenbeck Gruppe für die beiden an der Nasdaq gelisteten Telekommunikationsunternehmen Millicom International Cellular und Société Européenne de Communication tätig. Seine Ver­antwortlichkeiten beinhalteten Controlling, Investor Relations, Steuern und Accounting.

Umstrukturierer bei SWISS

Im Jahr 2000 wechselte er als Finanzvorstand zu Esselte nach Großbritannien, wo er zeitweise auch Vorstandsvorsitzender des Unternehmens war. 2003 wurde Ulrik Svensson als Finanzvorstand von Swiss International Air Lines berufen. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Restrukturierung der Gesellschaft beteiligt.

Von 2006 bis 2016 war Ulrik Svensson Vorstandsvorsitzender der Melker Schörling AB und im Rahmen dieser Tätigkeit verantwortlich für die sechs inner­halb der Investmentfirma gelisteten Gesellschaften Hexagon, AAK, ASSA ABLOY, Securitas, Hexpol und Loomis. Ulrik Svensson ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Segelflugzeug: Absturz am Schartenkopf bei Turbulenzen

Der Pilot startete um 09:58 Uhr im Flugzeugschlepp vom Flugplatz Paterzell (EDPZ) zu einem Überlandflug. Der Schleppzug flog in Richtung Süden und in einer Flughöhe von 2.251 Meter AMSL klinkte der Pilot nach einer Flugzeit von ca. elf Minuten das Schleppseil aus.

An der Notkarspitze südlich von Oberammergau begann der Pilot mit seinem Segelflugzeug, unter Ausnutzung von Thermik und im Hangflug, Höhe zu gewinnen. Nach ca. einer Stunde Flugzeit flog er aus dem Bereich Mandlköpfe mit westlichem Kurs in Richtung Laber.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 17. Juli 2018
  • Ort: Oberammergau
  • Luftfahrzeug: Segelflugzeug
  • Hersteller / Muster: Rolladen-Schneider / LS 7-WL
  • Personenschaden: Eine Person tödlich verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: keiner

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Der Flug des Segelflugzeuges an der Laber-Südseite wurde von einem Hängegleiterpiloten beobachtet, der ebenfalls in der Gegend unterwegs war. Er gab an, dass das Segelflugzeug sehr dicht über dem felsigen Gelände den Konturen der Bergformen folgte. Weiterhin gab er an, dass die Windbedingungen anspruchsvoll und sehr turbulent gewesen seien. Das Segelflugzeug sei in geringer Flughöhe über Grund südlich des Schartenkopfes eine lang gezogene Schleife und einen Vollkreis geflogen. Anschließend stürzte es in das stark zerklüftete und steil abfallende Gelände.

Der Hängegleiterpilot bemerkte bei seinem Weiterflug wenig später das abgestürzte Segelflugzeug im Gelände und alarmierte die Rettungskräfte. Das Luftfahrzeug wurde anschließend zerstört aufgefunden. Der Pilot hatte beim Absturz tödliche Verletzungen erlitten.

Angaben zu Personen

Der 29-jährige Pilot war seit Juli 2014 im Besitz eines unbefristet gültigen Luftfahrerscheins für Segelflugzeugführer. Er besaß die Berechtigungen zum Führen von Segelflugzeugen in den Startarten Schleppstart hinter Luftfahrzeugen und Windenstart. Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis zum 03.04.2022 gültig. Er besaß eine Gesamtflugerfahrung von ca. 526 Stunden. Auf dem betroffenen Muster hatte er in den letzten 90 Tagen 27 Flüge durchgeführt.

Angaben zum Luftfahrzeug

Bei dem betroffenen Muster handelt es sich um ein einsitziges Segelflugzeug in Kunststoffbauweise. Es hat 15 Meter Spannweite und besitzt ein einziehbares Fahrwerk.

  • Hersteller: Rolladen-Schneider Flugzeugbau GmbH
  • Baujahr: 1989
  • Werknummer: 7089
  • Höchstgewicht: 486 kg
  • Gesamtflugzeit: ca. 2.214 h

Das Luftfahrzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und im Besitz eines Luftsportvereins. Die letzte Lufttüchtigkeitsprüfung erfolgte am 23.02.2018, danach wurden damit ca. 108 Stunden geflogen.

Meteorologische Informationen

Zur Unfallzeit herrschten Sichtflugbedingungen mit geringer Bewölkung. Der Wind kam aus nördlicher Richtung mit ca. sechs bis acht kt. Für den Bereich der Unfallstelle wurde von Zeugen starke Böigkeit angegeben. Die Lufttemperatur am Boden betrug ca. 28 °C und der Luftdruck lag bei 1.010 hPa.

Funkverkehr

An Bord des Segelflugzeuges befand sich ein Funkgerät. Zwischen dem Hängegleiterpiloten und dem Piloten des Segelflugzeuges bestand kein Funkkontakt.

Angaben zum Flugplatz

Der Flugplatz Paterzell (EDPZ) hat eine Flugplatzhöhe von 2.001 ft AMSL und verfügt über eine ca. 525 m lange Asphaltbahn in der Ausrichtung 180°/360°. Zur Startzeit des Segelflugzeuges war die Piste 36 in Betrieb.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle lag ca. zwei km südöstlich von Oberammergau im Bereich des Ammergebirges am Schartenkopf in ca. 1.444 Meter AMSL Geländehöhe. Die Geländeneigung in diesem Bereich betrug ca. 50°. Der Aufprall auf dem steil abfallenden, felsigen Boden erfolgte mit der Rumpfspitze und der linken Tragfläche ca. 15 Meter oberhalb der Endlageposition des Wracks. Die Fotos zeigen die Unfallstelle.

In diesem Bereich wurde auch abgebrochenes Astwerk von ca. 20 Meter hohen Nadelbäumen gefunden. Beim Aufprall des Segelflugzeuges wurde der Cockpitbereich bis zum Sitzspant zertrümmert. Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades war eine technische Untersuchung im Cockpitbereich des Luftfahrzeuges nur eingeschränkt möglich. Unterhalb der ersten Bodenberührungsstelle kam das Segelflugzeug auf seiner Oberseite in die Endlage.

Beide Tragflächen waren noch durchgängig miteinander verbunden. Die linke Tragfläche wies an der Vorderkante Berührungsspuren vom felsigen Untergrund von der Erstberührung auf. Beim rückwärtigen Abrutschen am Boden wurde die Tragfläche durch Wurzelwerk zerbrochen. Die rechte Tragfläche war mittig an der Vorderkante aufgeplatzt und daran befanden sich Spuren von Harz und Baumrinde.

Die Rumpfröhre des Segelflugzeuges war ca. einen Meter vor dem Leitwerk durchgebrochen. Das Fahrwerk war eingefahren. Das Instrumentenpanel hing aus dem vorderen Rumpfbereich heraus und konnte gut erhalten geborgen werden. Unter anderem war darin ein Flarmgerät enthalten, welches den kompletten Flugweg des Segelflugzeuges aufgezeichnet hatte. Technische Mängel am Luftfahrzeug wurden nicht festgestellt.

An dieser Stelle wurde der Untersuchungsbericht summarisch, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten, abgeschlossen.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

SESAR: Airbus entlässt ersten A320 mit FANS-C Avionik

easyJet hat von Airbus den ersten A320 Airliner mit FANS-C in der Avionik bekommen. Airbus startet damit das Projekt DIGITS („Demonstration of air traffic management improvements Generated by 4D Initial Trajectory Information Sharing“). Dem Airbus für easyJet werden noch weitere bei sechs anderen Airlines folgen.

Damit beginnt ein Praxistest im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts SESAR („Single European Sky ATM Research“) Air Traffic Management (ATM). Die EU-Kommission unterstützt die Vereinheitlichung und den Zusammenschluss der europäischen Lufträume.

Absprache zwischen Flugzeug und Flugsicherung

Die Fähigkeit FANS-C soll Passagierflugzeuge in die Lage versetzen, ihre Flugrouten noch weiter zu optimieren. Auch soll der gesamte Verkehrsstrom in der Luft flüssiger laufen und dafür die Geschwindigkeit der Luftfahrzeuge leichter anzupassen sein. Dies kommt auch dem Lärmausstoß und Spritverbrauch zugute. Entscheidend sind dabei die Funktionen zur automatischen abhängigen Luftraumüberwachung (Automatic Dependent Surveillance-Contract, ADS-C) und eine Technik zur die Kommunikation zwischen Fluglotse und Pilot (Controller Pilot Data Link Communication, CPDLC).

Das Flugzeug übermittelt dazu seine Flugroute in 4D, als in drei Koordinaten den Aufenthaltsort und die Zeit, an die Flugkontrollstelle. Durch diese Mitteilung des zu erwartenden Flugverlaufs an die Flugsicherung werden vorteilhafte Ressourcen gehoben, um Flugzeuge im Anflug besser zu sortieren in die Kontrollierten Lufträume um Flughäfen TMA („Terminal Maneuvering Area“) einzuschleusen. Die deutsche Flugsicherung DFS hat bereits gezeigt, dass eine Anpassung der Fluggeschwindigkeit an eine Zielzeit am Flughafen Treibstoff und Zeit spart. Der Luftverkehr und die Passagiere würden also auch von zuverlässigeren Flugplänen profitieren.

Großer Feldversuch als globaler Vorreiter

Bis Mitte 2020 sollen sieben weitere Airlines bei DIGITS teilnehmen: Air France, British Airways, Iberia, Novair, Thomas Cook und Wizz Air. Dann sollen an die 100 Flugzeuge der Reihe Airbus A320 mit FANS-C ausgerüstet im Liniendienst fliegen. Dieser Großversuch VLD („Very Large Demonstration“) soll über ein Jahr lang Daten zu 20.000 kommerziellen Flügen sammeln.

Der europäische Flugzeugbauer ebnete dem Projekt DIGITS dabei den Weg, indem er weltweit die erste Avionik mit CANS-C 4D zur Zulassung brachte. Derweil rüsten die Flugnavigationsdienstleister die Flugsicherungen mit der entsprechenden Technik am Boden aus. Die am häufigsten gebaute Familie der A320 ist dabei nur der Vorreiter. Das heute ausgelieferte Flugzeug erhielt für die Fähigkeit FANS-C einen Data Link Router (ATSU), ein Ugrade für das Flight Management System (FMS) und „DCDU“-Anzeigen, also Data Link-kompatible Cockpitdisplays. FANS-C soll dann schrittweise auf alle anderen Flugzeugprogramme von Airbus erweitert werden.

40 Jets Airbus A350-900 und Boeing 787-9 für Lufthansa

Lufthasna kauft neue Langstreckenflugzeuge. Die deutsche Airline will mit 20 Boeing 787-9 und 20 weiteren Airbus A350-900 insbesondere vierstrahlige Flugzeuge ersetzen.

Die neuen Airliner für die Langstreckenflotte sollen Airbus und Boeing von Ende 2022 bis 2027 ausliefern. Auf Empfehlung des Vorstands hat der Aufsichtsrat der Lufthansa in seiner heutigen Sitzung den Kauf von insgesamt 40 hochmodernen Flugzeugen für die Airlines der Group beschlossen.

Rabatte für Flugzeuge geheim

Die Bestellung hat ein Investitionsvolumen von 12 Milliarden US-Dollar nach Listenpreisen. Die Lufthansa Group hat, wie bei solchen Bestellungen üblich, eine deutliche Preisreduktion verhandelt. Über den tatsächlichen Kaufpreis haben die Parteien aber Stillschweigen vereinbart. Die Entscheidung, bei welcher Airline und an welchem Flughafen die bestellten Flugzeuge zum Einsatz kommen, wird zu einem späteren Zeitpunkt gefällt.

„Mit dem Ersatz viermotoriger Flugzeuge durch neue zweistrahlige Modelle legen wir langfristig und nachhaltig die Basis für unsere Zukunft. Für unsere Investitionsentscheidung war neben der Wirtschaftlichkeit der A350 und der B787 auch der deutlich geringere CO2-Ausstoß dieser neuen Generation von Langstreckenflugzeugen ausschlaggebend. Unsere Verantwortung für die Umwelt wird als Kriterium für unsere Entscheidungen immer wichtiger“ sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG.

Die Investition in neue Technologie, Effizienz und Kundenkomfort ist eine Fortsetzung der laufenden Flottenmodernisierung bei den Fluggesellschaften der Gruppe. Die Airlines der Lufthansa Group betreiben heute eine Langstreckenflotte von 199 Flugzeugen (Stand Dezember 2018), darunter zwölf hochmoderne Airbus A350-900. Ab 2020 führt Lufthansa die neue Boeing 777-9 ein.

Neue Generation an Flugzeugen schickt sich an

Mit dem Airbus A350-900, der Boeing 777-9 und der Boeing 787-9 wird die Lufthansa Group die sparsamsten Langstrecken-Flugzeuge ihrer Klasse, bezogen auf den Kerosinverbrauch pro Passagier und Flugstrecke, betreiben. Im Schnitt sollen die neuen Flugzeuge nur noch rund 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen. Das sind rund 25 Prozent weniger als bei ihren Vorgängermodellen, was sich gleichermaßen positiv auf die CO2-Bilanz auswirken wird.

Die bestellten Boeing 787-9 und Airbus A350-900 sollen vor allem viermotorige Langstreckenflugzeuge ersetzen. Dies dürften insbesondere die schon älteren Airbus A340 sowie Boeing 747-400 sein. Von dem Jumbo (ohne die modernere 747-8) hat die Lufthansa zur Zeit 13 Flugzeuge im Einsatz. Vom Airbus A340-600 sogar 17 Flugzeuge. Die neue A350 XWB fasst mit knapp 300 Sitzen etwa genau so viele Passagiere wie die A340, auch fliegen beide 12.200 km weit. Doch fliegt die A350 mit einer Startmasse von maximal 268.000 kg genaut 100 Tonnen weniger Gewicht mit um die Welt als die A340-600.

Das macht sich natürlich enorm beim Treibstoffverbrauch bemerkbar. Bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts soll also die gesamte Langstreckenflotte modernisiert sein. Allein die dadurch möglichen Treibstoffeinsparungen summieren sich auf 500.000 Tonnen im Jahr. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 1,5 Millionen Tonnen.

Flotte mit sieben Mustern weniger

Mit den neuen, sparsamen Flugzeugen sinken die Betriebskosten gegenüber den Vorgängermodellen um rund 20 Prozent. Daneben wird die Lufthansa Group die Flottenvielfalt und -komplexität in den kommenden Jahren deutlich verringern und bis zur Mitte der nächsten Dekade sieben Flugzeugtypen ausmustern, was Kosten und Komplexität reduziert, unter anderem bei der Wartung und der Ersatzteileversorgung. Nach dem Roll-Over der Langstreckenflugzeuge betreibt die Lufthansa Group eine der modernsten Flotten weltweit. Dies bedeutet auch einen deutlichen Zugewinn an Komfort und Zuverlässigkeit.

Lufthansa verkauft Airbus A380

Darüber hinaus informierte der Vorstand der Lufthansa Group den Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung über die Veräußerung von sechs der 14 A380 an Airbus. Die Flugzeuge verlassen Lufthansa 2022 und 2023. Auch über diesen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Ergebnisentwicklung des Konzerns wird durch die Transaktion nicht beeinflusst.

Lufthansa überprüft kontinuierlich die Profitabilität ihres weltweiten Streckennetzes. Daher reduziert die Lufthansa Group aus wirtschaftlichen Gründen die Anzahl ihrer Airbus A380-Flotte von 14 Flugzeugen auf acht. Die nach strategischen Aspekten grundlegend optimierte Struktur der Langstreckenflotte und des Netzwerks gibt dem Unternehmen mehr Flexibilität und erhöht so gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

TUI und Sundair bringen FKB Ziele und Flugzeug

Am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) wird ab dem 24. Mai 2019 die Fluggesellschaft Sundair die Verbindungen nach Mallorca, Heraklion, Kos, Rhodos, Hurghada, Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa unter TUIfly-Flugnummer bedienen.

Auf der ITB besiegelten TUIfly Chef Oliver Lackmann und Baden-Airpark Geschäftsführer Manfred Jung die weitere Kooperation zwischen der Airline und dem Flughafen. Zum Einsatz kommt ein Airbus A319 mit 150 Sitzplätzen. Zusätzlich verstärkt TUI ihr Engagement am FKB und somit auch für die Region durch die ganzjährige Stationierung eines Flugzeugs. Manfred Jung freut sich daher sehr, „dass die bei unseren Fluggästen so beliebten Kanarischen Inseln nun wieder ganzjährig ab dem FKB erreichbar sind“.

Porto Santo per Reisecharter ab Köln Bonn erreichbar

Der Köln Bonn Airport bekommt in diesem Sommer Porto Santo ins Angebot: Ab Mai geht es mit dem Reiseanbieter OLIMAR einmal in der Woche – immer samstags – nonstop auf die Insel.

Das kleine, portugiesische Eiland liegt etwa 42 Kilometer nordöstlich von Madeira, gilt als ihre Schwesterinsel und noch als echter Geheimtipp. „Wir freuen uns sehr über dieses individuelle, nicht alltägliche Ziel in unserem Flugplan. Mit OLIMAR reisen Passagiere ab Köln/Bonn gut betreut und komfortabel in den Urlaub“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Durchgeführt werden die wöchentlichen Vollcharter-Flüge von Eurowings.

Porto Santo smartes Reiseziel als Paket

Porto Santo, auch als Goldene Insel bezeichnet, ist bei Reisenden vor allem für ihren neun Kilometer langen, goldgelben Sandstrand an der Südküste beliebt. Das raue Hinterland zieht zudem Aktivreisende an – Wanderern, aber auch Golfspielern bieten sich hier attraktive Möglichkeiten fernab von jeglichem Massentourismus. Angeboten werden soll das neue Ziel von Reiseanbieter OLIMAR als Paket inklusive Vier-Sterne-Hotel ab 549 Euro für sieben Tage. Auch Kombinationen mit Madeira sind möglich. Für Kinder ab einem Festpreis ab 349 Euro.

A321 zusätzlich für Reiseziele ab Leipzig/Halle

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Condor wächst in Sachsen und stationiert ein weiteres Flugzeug des Typs A321 am Flughafen Leipzig/Halle. Damit einher gehen zwölf zusätzliche Verbindungen im Sommer auf die Balearen und Kanaren, Ägypten, in die Türkei sowie nach Griechenland an.

„Wir stocken unsere Kapazitäten in Leipzig/Halle mit rund 100.000 Sitzen kräftig auf und bieten unseren Gästen neben einer vielfältigen Zielauswahl so noch mehr Flexibilität bei den Abflugtagen. Die Stationierung von insgesamt vier Flugzeugen ist ein klares Bekenntnis zum Standort“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor.

Tourismusgarant für Flughafenstandort

Zwei Drittel des touristischen Marktanteils in Leipzig gehen auf das Konto der Direktflüge von Condor. „Das ist ein starkes Signal für unseren Airport. Wir freuen uns sehr über das wachsende Engagement unseres Partners Condor, dessen attraktive Angebote zu den beliebtesten Warmwasserzielen Fluggäste aus ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus anziehen“, betont Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG.

Die Verbindungen nach Antalya werden um zwei wöchentliche Verbindungen auf 12 Flüge die Woche aufgestockt, Palma de Mallorca wird ebenfalls mit vier Frequenzen auf 17 wöchentliche Flüge erhöht. Insgesamt bietet Condor im Sommer 2019 vom mitteldeutschen Airport aus 62 wöchentliche Flüge zu 13 Sonnenzielen an. Condor bietet jeweils einen zusätzlichen Flug von Leipzig/Halle an die folgenden Destinationen an:

  • Hurghada (Ägypten), insgesamt vier wöchentliche Verbindungen
  • Fuerteventura, insgesamt drei wöchentliche Verbindungen
  • Gran Canaria, insgesamt drei wöchentliche Verbindungen
  • Teneriffa, insgesamt drei wöchentliche Verbindungen
  • Korfu, insgesamt drei wöchentliche Verbindungen
  • Heraklion (Kreta), insgesamt sechs wöchentliche Verbindungen

Flottenausbau bei Thomas Cook

Die Thomas Cook Group Airline übernimmt zwei zusätzliche Flugzeuge des Typs Airbus A321, die für den Sommerflugplan 2019 in die Condor-Flotte aufgenommen werden und ab Winter 2019/20 dann für die Konzernschwester Thomas Cook Airlines UK im Einsatz sein werden. Die Group Airline verfügt im Sommer 2019 dann über insgesamt 105 Flugzeuge und hat ihre Kurz- und Mittelstreckenflotte im Vergleich zum Vorjahr um vier zusätzliche, eigene Flugzeuge erweitert.

Der Flottenzuwachs ist ein klares Zeichen für operative Stabilität bei Condor: „Zusätzliche eigene Flugzeuge einzusetzen, ist eine weitere Maßnahme, im kommenden Sommer unserem Qualitätsversprechen auch während der Hochsaison gerecht zu werden“, so Christoph Debus, Chief Airline Officer der Thomas Cook Group. Die Group Airline hält durch die zusätzlichen Flugzeuge weitere Reserven bereit und hat zusätzliches Personal am Boden und in der Luft eingestellt. Im Rahmen eines internen Projekts wurden zahlreiche weitere Maßnahmen umgesetzt, um im Sommer 2019 einen stabilen Flugbetrieb sicherzustellen. Die neuen Flüge sollen ab 69,99 Euro pro Person und Strecke zu haben sein.

Februar brachte am Fraport 4,5 Mio. Passagiere

Im Februar 2019 zählte der Flughafen Frankfurt über 4,5 Millionen Passagiere, ein Anstieg von 4,3 Prozent im Vergleich gegenüber dem Vorjahresmonat. Kumuliert über die ersten beiden Monate des laufenden Jahres lag das Passagierplus bei 3,3 Prozent.

Die Zahl der Flugbewegungen nahm im Februar um 4,7 Prozent auf 36.849 Starts und Landungen zu. Die Summe der Höchststartgewichte stieg um 4,6 Prozent auf knapp 2,3 Millionen Tonnen. Das Cargo-Aufkommen nahm analog zu der weiterhin schwachen Entwicklung des weltweiten Handels um 3,4 Prozent auf 161.366 Tonnen ab.

Beteiligungen an Flughäfen

Die internationalen Beteiligungsflughäfen entwickelten sich weiterhin positiv. Der slowenische Airport in Ljubljana zählte im Februar 105.470 Fluggäste und erzielte somit ein Plus von 6,3 Prozent. Das Passagieraufkommen an den beiden Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre in Brasilien stieg auf insgesamt 1,2 Millionen Passagiere, ein Zuwachs von 15,8 Prozent.

Die griechischen Regionalflughäfen notierten insgesamt einen Anstieg um 13,6 Prozent auf 588.433 Passagiere. Die aufkommensstärksten Standorte waren dabei Thessaloniki (plus 24,2 Prozent auf 368.119 Fluggäste), Chania (plus 19,6 Prozent auf 47.661 Fluggäste) und Rhodos (minus 13,0 Prozent auf 46.331 Fluggäste).

Das Aufkommen am peruanischen Flughafen Lima stieg um 4,6 Prozent auf rund 1,8 Millionen Fluggäste. Die beiden bulgarischen Airports Varna und Burgas verbuchten insgesamt ein leichtes Plus von 0,9 Prozent auf 61.580 Passagiere. Antalya in der Türkei zählte 766.068 Fluggäste, ein Zuwachs von 10,4 Prozent. Der Flughafen in St. Petersburg in Russland wuchs um 13,5 Prozent auf rund 1,1 Millionen Passagiere. Der chinesische Airport Xi’an steigerte sein Fluggastaufkommen um 6,8 Prozent auf 3,7 Millionen Fluggäste.

A320neo fliegt jetzt für Usbekistan

Uzbekistan Airways hat ihr erstes Flugzeug der Reihe A320neo empfangen. Das Flugzeug wurde in Hamburg an Gennadiy Kharlap, dem stellvertretenden Generaldirektor von Uzbekistan Airways übergeben.

Die fabrikneue A320neo wird über BOC geleast und ist die erste von zwei bestellten Maschinen für Usbekistan. Die Flugzeuge werden beide mit zwei Klassen ausgestattet. So finden 12 Passagiere im Premiumabteil und 138 in der Economy Platz. Angetrieben werden die Flugzeuge von den CFM-Triebwerken Leap 1A. Die NEO-Flugzeuge von Airbus sind nicht nur sparsamer im Verbrauch, sondern auch leiser als die Vorgänger.

Korrosion der Flugzeughaut additiv heilbar

Ergebnisse zeigen, dass Korrosion der Flugzeugaußenhaut mit einem Additiven Verfahren so repariert werden kann, dass das Spannungsfeld wiederhergestellt wird und dass die Tragfähigkeit der reparierten Struktur oberhalb der Prüflast liegt.

Ruag Australia hat bewiesen, dass die sogenannte Supersonic Particle Deposition (SPD), eine additive Metallverarbeitungstechnologie, eine zuverlässige Lösung für die Wiederherstellung der vollen strukturellen Funktionalität der Aussenhaut von See- und Militärflugzeugen ist. Ruag Australia legte dies in einer Publikation mit dem Titel „Additive Metal Solutions to Aircraft Skin Corrosion“ dar, die auf dem 18. Australian International Aerospace Congress (AIAC) mit dem Best Written Paper Award ausgezeichnet wurde.

SPD-Technologie für high Performance

Die Technologie ist besonders für See- und Militärflugzeuge geeignet, die im regulären Betrieb hohen Belastungen und rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind. Die Forschungsergebnisse zeigen auch, dass die SPD-Technologie das Potenzial hat, die Kosten und Standzeiten zu reduzieren, die mit herkömmlichen Verfahren zur Reparatur von Flugzeughautkorrosion verbunden sind. Die Häufigkeit der Reparatur oder des Austausches von Komponenten ist ein kritischer Faktor für diese Art von Flugzeugen. Die Kosten steigen je nach der Intensität des Schadens, der Reparaturmethode und – falls eine Reparatur nicht in Frage kommt – der Zeit, die für die Beschaffung von Ersatzteilen benötigt wird.

„SPD bietet zuverlässige, kostengünstige und schnelle Reparaturlösungen für komplexe Korrosionsprobleme“, erklärt Neil Mathews, Senior Manager Advanced Technology and Engineering Solutions, Ruag Australia, der an dem Kongress das Best Written Paper präsentierte. „Je weiter unsere Forschung voranschreitet und je mehr Fortschritte wir im Bereich der SPD-Anwendungen machen, desto klarer beweist die additive Fertigungstechnologie ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Reparaturverfahren“, ergänzt Mathews weiter.

Spezialist für Pulverdeposition

Das Papier ist das Ergebnis einer gemeinsamen Forschung mit der Monash University und wurde vom US Navy, Naval Air Systems Command (NASC), mitfinanziert. Ruag Australia ist ein bedeutendes industrielles Forschungszentrum für die Entwicklung und Anwendung von Pulverdepositionstechnologien. Ruag konzentriert sich auf die Supersonic Particle Deposition Technologie, (SPD), auch „Cold Spray“ genannt, und auf das laserbasierte Auftragschweissen (Laser Assisted Deposition, LAD) für militärische Anwendungen. Diese Technologien erlauben die Wiederherstellung korrodierter oder beschädigter metallischer Komponenten mit geeigneter struktureller Integrität und Funktionalität. Ruag Australia unterhält und betreibt eine feste und eine mobile SPD-Anlage sowie eine feste LAD-Anlage.

EU-Kommission würdigt SECSI FRA

Auf der weltweit größten Flugsicherungsfachmesse „World ATM Congress 2019“ in Madrid wurde die Flugsicherung Österreichs Austro Control gemeinsam mit den Flugsicherungen aus Bosnien-Herzegovina, Kroatien, Slowenien und Serbien/Montenegro für das Projekt SECSI FRA mit dem Single European Sky Award 2019 ausgezeichnet.

Dieser durch die Europäische Kommission vergebene Preis würdigt Projekte, die einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Ziele von Single European Sky geleistet haben. Nur ein Jahr nach Unterzeichnung eines „Memorandum of Cooperation“, mit dem Ziel die beiden Free Route Lufträume SAXFRA (Slovenian Austrian Cross-border Free Route Airspace) und SEAFRA (South-East Axis Free Route Airspace) zu verbinden, wurde am 01. Februar, 2018 der South East Common Sky Initiative Free Route Airspace (SECSI FRA) erfolgreich in Betrieb genommen.

Effizienteres Routing für Flugzeuge

Unter „Free Route“ versteht man einen Luftraum, wo Airlines frei eine direkte Route zwischen vordefinierten Ein- und Ausflugpunkten wählen können, wodurch sich die Flugstrecken verkürzen und signifikante Einsparungen erzielt werden können. SECSI FRA ist eine Verbindung der beiden Free Route Lufträume SAXFRA (Österreich, Slowenien) und SEAFRA (Kroatien, Bosnien-Herzegovina, Serbien-Montenegro) und bringt eine Optimierung des Verkehrsflusses entlang der Süd-Ost Achse mit einer deutlichen Verkürzung der Flugstrecken zwischen Mittel- und Süd-Ost Europa.

Das Einsparungspotential ist signifikant: Basierend auf den kürzesten Routenoptionen werden durch SECSI FRA die Flugstrecken täglich um bis zu 3.500 km reduziert und die Flugzeit um 285 Minuten verringert. Der Treibstoffverbrauch wird um 8.000 kg und die CO2 Emissionen um 25.500 kg pro Tag reduziert. Insgesamt erwartet man sich durch SECSI FRA jährlich eine Verkürzung der Flugstrecken um 1,1 Mio. bis 1,3 Mio. Kilometer.

„Diese Auszeichnung macht uns sehr stolz, weil damit der von uns eingeschlagene Weg bestätigt wird. SECSI FRA ist der nächste signifikante Meilenstein auf dem Weg zu einem Free Route Luftraum für ganz Europa und ein wichtiger Schritt zur Umsetzung von Single European Sky. Die South East Common Sky Initiative bringt mit kürzeren Flugstrecken bzw. Flugzeiten, einem geringeren Treibstoffverbrauch und einer Reduzierung der CO2 Emissionen deutliche Verbesserungen für Airlines, Passagiere und die Umwelt:“, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.

„Es ist eine beeindruckende Leistung, dass es fünf Flugsicherungen in enger Zusammenarbeit gelungen ist, dieses komplexe Projekt in knapp unter einem Jahr erfolgreich umzusetzen. Dieser neu geschaffene Free Route Airspace wird nicht nur den Verkehrsfluss in Europa entlang der Südost Achse effizienter machen, sondern ist auch ein klares Zeichen, dass die Realisierung von Single European Sky näher rückt“, so Austro Control Geschäftsführer Axel Schwarz.

Free Route Air Space für ganz Europa

Die Bedeutung der „South East Common Sky Initiative“ wurde auch von Joe Sultana, Netzwerk Manager Eurocontrol hervorgehoben: „Nach der erfolgreichen Implementierung von SAXFRA und SEAFRA, ist der South East Europe Common Sky Free Route Airspace ein Vorbild dafür, wie die Implementierung von grenzüberschreitenden Free Route Lufträumen in Europa vorangetrieben werden kann. Die detaillierte und innovative Arbeit dieser fünf Flugsicherungen in enger Abstimmung mit dem Netzwerk Manager macht diese Initiative zu einem konkreten Beispiel dafür, wie das europäische ATM Netzwerk optimiert werden kann. Es ebnet insbesondere den Weg für weitere Initiativen dieser Art im Zentral- und Südost-Europäischen Raum“. Die Kooperation zwischen SAXFRA und SEAFRA bringt einen der derzeit größten Free Route Lufträume in Europa und wird wesentlich dazu beitragen, das Ziel der europäischen Kommission, bis 2022 einen Free Route Luftraum für ganz Europa zu etablieren, zu erreichen.

Flughafen Zürich mit soliden Geschäftszahlen

Die Flughafen Zürich AG präsentiert ein solides Geschäftsergebnis. Die Erträge der Flughafen Zürich AG konnten im Berichtsjahr um 11,2 Prozent auf 1,15 Mrd. CHF gesteigert werden. Die Flughafenbetreiberin verzeichnet dabei einen gegenüber dem Vorjahr tieferen Gewinn in Höhe von 237,8 Mio. CHF.

Während sich im Vorjahr insbesondere der Verkauf der Beteiligung in Bangalore positiv auswirkte, haben im Geschäftsjahr 2018 zusätzliche Rückstellungen für Schallschutzmaßnahmen einen negativen Einfluss. Bereinigt um Einmaleffekte stieg der Gewinn um 13,3 Prozent.

Spitzenwert von 31 Mio. Passagieren

Über 31 Millionen Menschen sind im letzten Jahr am größten Schweizer Flughafen angekommen, abgeflogen oder umgestiegen. Damit haben sich die Passagierzahlen weiter positiv entwickelt und einen neuen Spitzenwert erreicht. Sowohl die Erträge im Fluggeschäft als auch diejenigen im Nichtfluggeschäft haben im Berichtsjahr zugenommen. Vor dem Hintergrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 25. April 2019 eine im Vergleich zum Vorjahr um 0,40 CHF höhere ordentliche Dividende von 3,70 CHF pro Aktie und wie schon in den vergangenen drei Jahren eine Zusatzdividende aus den Kapitaleinlagereserven von 3,20 pro Aktie. Verkehrsaufkommen

Insgesamt 31.113.488 Passagiere sind 2018 über den Flughafen Zürich gereist. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 5.8 Prozent. Die Zahl der Lokalpassagiere stieg um 5,6 Prozent auf 22,2 Mio. Der Transferanteil am Passagiervolumen lag mit 28.4 Prozent leicht über dem Wert des Vorjahres (+0,1 Prozentpunkte). Die Zahl der Passagiere, die am Flughafen Zürich umgestiegen sind, nahm um 6,4 Prozent auf 8.8 Mio. zu. Im Jahr 2018 fanden 278.458 Flugbewegungen statt, was einem Plus von 3,0 Prozent gegenüber 2017 entspricht. Insgesamt wurden 493.222 Tonnen Fracht über den Flughafen Zürich transportiert.

Damit erhöhte sich das Frachtvolumen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent. Neben der Zunahme der Gesamtzahl an Passagieren ist insbesondere die Entwicklung der Spitzentage mit mehr als 100.000 Passagieren pro Tag beachtenswert. Im Berichtsjahr zählte der Flughafen Zürich 63 solcher Tage (Vorjahr: 22). Der verkehrsstärkste Tag fiel auf Sonntag, 29. Juli 2018, mit fast 115.000 Passagieren. Dank guter Zusammenarbeit aller beteiligten Flughafenpartner konnten diese Spitzenbelastungen ohne nennenswerte Beeinträchtigungen bewältigt werden.

Sondereffekte

Mitte 2018 erweiterte die Flughafen Zürich AG das Schallschutzprogramm basierend auf der im SIL 2 vom Bundesrat verabschiedeten Nachtlärmkurve sowie einer Erweiterung des Schutzkonzepts Süd. Zusätzlich zu den bis dahin geschätzten 340,0 Mio. CHF für den Lärm- und Anwohnerschutz fallen damit weitere Maßnahmen in der Höhe von CHF 60,0 Mio. an. Der Barwert dieser zusätzlichen Kosten im Umfang von 57,6 Mio. CHF (vor Steuern) wurde per Halbjahr 2018 zurückgestellt, was zu einer einmalig erfolgswirksamen Belastung der Konzernrechnung von 45,8 Mio. CHF (nach Steuern) führte.

Die zusätzlichen Kosten werden vollständig vom Fluglärmfonds (Airport Zurich Noise Fund) getragen. Dieser ist ausreichend finanziert. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bis Ende 2030 erfolgen. Im Vorjahr reduzierten sich die Betriebskosten durch eine Abschlagszahlung im Rahmen der Nachlassliquidation der Swissair um 4,8 Mio. CHF (3,8 Mio. CHF nach Steuern). Des Weiteren resultierte aus dem Verkauf des restlichen Anteils von fünf Prozent an Bangalore International Airport Ltd. ein einmaliger Gewinn von 31,4 Mio. CHF (nach Steuern).

Erträge

Die Erträge der Flughafen Zürich AG konnten im Berichtsjahr von 1.037,1 Mio. CHF auf 1.152,9 Mio. CHF gesteigert werden (+11,2 Prozent). Davon entfallen rund 57 Prozent oder 656,7 Mio. CHF auf das Fluggeschäft, was einer Zunahme von 32,5 Mio. CHF (+5,2 Prozent) entspricht. Die Erträge im Nichtfluggeschäft nahmen insgesamt um 20,2 Prozent auf 496,2 Mio. CHF zu.

Im Kommerzgeschäft konnten unsere Partner die Umsätze im vergangenen Jahr um 18,6 Mio. CHF auf 593,8 Mio. CHF steigern, woraus Kommerzerträge für die Flughafen Zürich AG von 130,3 Mio. CHF resultieren. Nebst der Ertragssteigerung im Kommerzgeschäft wirkte sich vor allem die Betriebsübernahme des Flughafens im südbrasilianischen Florianópolis positiv aus. Die Erträge aus dem internationalen Flughafengeschäft konnten damit im Berichtsjahr auf 82,8 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 17,3 Mio. CHF) gesteigert werden.

Betriebskosten

Die Betriebskosten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018 insbesondere aufgrund der Erweiterung des Schallschutzprogramms um 28,3 Prozent auf 581,9 Mio. CHF Nach Bereinigung um Sondereffekte betrug der Anstieg 14,4 Prozent und ist im Wesentlichen auf den Aufbau der Betriebsorganisation in Florianópolis zurückzuführen. Am Standort Zürich erhöhten sich die Betriebskosten deutlich unterproportional zum Verkehrswachstum um 2,2 Prozent.

EBITDA

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) liegt mit 571,0 Mio. CHF unter dem Vorjahreswert von 583,6 Mio. CHF Bereinigt um die erwähnten Sondereffekte verbesserte sich der EBITDA um 8,6 Prozent auf 628,6 Mio. CHF, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 54,5 Prozent entspricht.

Abschreibungen und Amortisationen Die Abschreibungen und Amortisationen stehen im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert bei 244,5 Mio. CHF

EBIT

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in der Berichtsperiode 326,5 Mio. CHF. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte erhöhte sich der EBIT gegenüber dem Vorjahr um 14,6 Prozent auf 384,1 Mio. CHF.

Gewinn

Der Gewinn für das Geschäftsjahr 2018 beträgt 237,8 Mio. CHF und liegt damit um 47,7 Mio. CHF unter dem Ergebnis des Vorjahres. Bereinigt um Sondereffekte ist im Vorjahresvergleich ein Gewinnanstieg um 33,3 Mio. CHF auf 283,6 Mio. CHF (plus 13,3 Prozent) zu verzeichnen.

Investitionen

Die Flughafen Zürich AG hat im Berichtsjahr 290,1 Mio. CHF in laufende Projekte investiert (Vorjahr: 239,0 Mio. CHF). Dazu haben insbesondere die aufgrund des Baufortschritts gegenüber dem Vorjahr höheren anteiligen Investitionen in THE CIRCLE beigetragen. Weitere wesentliche Investitionsprojekte waren die Erweiterung und Erneuerung der Gepäcksortieranlage und Projekte zur Erweiterung von Standplätzen im Süden des Flughafens sowie die Schnellabrollwege Piste 28.

Ausblick

Die Flughafen Zürich AG geht für das laufende Geschäftsjahr von einem Passagierwachstum von rund 3 Prozent aus. Ohne Berücksichtigung von etwaigen Sondereffekten wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sowie der Gewinn im Geschäftsjahr 2019 höher als im Vorjahr erwartet. Die Investitionen werden für das Jahr 2019 rund 350 Mio. CHF – 400 Mio. CHF betragen.

Gewinnverwendung

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 25. April 2019 eine ordentliche Dividende von 3,70 CHF pro Aktie sowie eine Zusatzdividende aus den Kapitaleinlagereserven in der Höhe von 3,20 CHF pro Aktie.

Ju-52: Schweiz beendet kommerzielle Flugerlaubnis

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL wird der Dübendorfer Ju-Air die Genehmigung für kommerzielle Passagierflüge entziehen. Damit werden die Ju 52 gegroundet. Die Ju-Air kann aber unter technischen und betrieblichen Auflagen weiterhin für ihre Vereinsmitglieder im privaten Rahmen Passagierflüge anbieten.

Mit dieser Lösung will das BAZL den Weiterbetrieb auch größerer historischer Flugzeuge grundsätzlich ermöglichen. Die Ju-Air-Oldtimer bleiben allerdings vorläufig am Boden, da diverse vom BAZL geforderte technische Maßnahmen noch nicht vollständig definiert und umgesetzt sind. Bei Gründung der Ju-Air vor über 35 Jahren erteilte das BAZL drei aus Schweizer Militärbeständen stammenden Oldtimern des Typs Junkers Ju-52 eine Betriebsbewilligung für kommerzielle Passagierflüge. Dabei wurden damals mehrere Ausnahmen für eine nationale Regelung gewährt.

Heutige Sicherheitsstandards unerfüllt

Nach dem Unfall einer Ju-Air-Maschine im Sommer 2018 hat das BAZL die Risiken von Passagierflügen mit Oldtimern neu beurteilt und ist zum Schluss gekommen, dass ein kommerzieller Weiterbetrieb mit historischen Luftfahrzeugen die heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllt. Dieser Entscheid wird auch durch Fakten aus der laufenden Unfalluntersuchung durch die SUST gestützt. Zusätzlich wird sich die europäische Gesetzgebung für Oldtimer ab Mitte 2019 ändern und einen kommerziellen Betrieb nicht mehr zulassen.

Hingegen soll ein Betrieb im privaten Rahmen und unter nationalen Auflagen weiterhin möglich sein. Im Rahmen einer Vereinslösung sollen Vereinsmitglieder, die den Erlebnisflug suchen und ein Interesse am Weiterbetrieb historischer Flugzeuge haben, weiterhin mitgeführt werden können. Die Passagiere müssen seit mindestens 30 Tagen Vereinsmitglieder sein und über die höheren Risiken aufgeklärt sein, die bei historischen Flugzeugen im Vergleich zu modernen Passagierflugzeugen bestehen.

Kein Know-how ohne Hersteller

Da Flugzeuge wie die Junkers Ju-52 eine größere Zahl von Passagieren befördern können, müssen sie technisch und operationell höhere Anforderungen erfüllen als kleinere Oldtimerflugzeuge. Erschwerend kommt bei den Ju-52 hinzu, dass es keinen Hersteller mehr gibt, der für die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit verantwortlich ist. Das BAZL ist wie andere nationalen Aufsichtsbehörden schon aus Ressourcengründen nicht in der Lage, diese Aufgabe zu übernehmen. Die privaten Betreiber von großen Oldtimerflugzeugen müssen sich daher entweder selbst dieses Fachwissen aneignen oder diese Aufgabe an einen externen Betrieb delegieren.

Da die Ju-Air die die vom BAZL geforderten technischen Maßnahmen noch nicht vollständig erfüllen kann, bleiben ihre Oldtimerflugzeuge weiterhin am Boden – gegroundet. Solange lassen sich aus Sicht des BAZL auch keine Aussagen über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Flugbetriebes durch die Ju-Air machen.

Wizz Air steuert Sibiu ab Baden Airpark an

Eine weitere neue Wizz Air-Strecke bereichert den FKB und die Region im Sommerflugplan 2019: Ab dem 17. Juni 2019 wird Wizz Air zweimal wöchentlich Nonstop-Flüge zwischen Sibiu / Hermannstadt (SBZ) und dem Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) anbieten.

Das rumänische Sibiu / Hermannstadt liegt in Siebenbürgen, in der geografischen Mitte Rumäniens. Buchbar sind die Flüge immer am Montag und Freitag ab sofort und sollen zu einem Einstiegspreis ab 49,99 Euro für die einfache Strecke zu haben sein.

Deutsche Geschichte in Sibiu

Sie Stadt Sibiu ist für die germanische Architektur in ihrer Altstadt bekannt, ein Erbe der sächsischen Siedler aus dem 12. Jahrhundert. Um die Stadt herum befinden sich Überreste von mittelalterlichen Mauern und Türmen, darunter der Ratturm aus dem 13. Jahrhundert. Der in der Oberstadt gelegene Brukenthal-Palais beherbergt heute das Brukenthal-Museum mit europäischen Gemälden. 

Flughafen Wien legt teils deutlich zu

Der Flughafen Wien verzeichnet im Februar 2019 weiteres Wachstum. So stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) um 20,9 Prozent auf 2,3 Mio. Reisende an. Der Standort Flughafen Wien selbst verzeichnete ein deutliches Passagierplus von 25,6 Prozent.

Standort Wien: Sehr starkes Wachstum bei Passagieren und Flugbewegungen Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Februar 2019 um 25,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 1.863.688 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm mit einem Plus von 30,6 Prozent stark zu, die Anzahl der Transferpassagiere stieg um 8,6 Prozent. Die Flugbewegungen nahmen im Februar 2019 mit plus 16,0 Prozent ebenfalls deutlich zu. Beim Frachtkommen verzeichnete der Flughafen Wien einen leichten Rückgang um 1,7 Prozent im Vergleich zum Februar des Vorjahres.

Fast 37 Prozent mehr Fluggäste nach Nordamerika

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa stieg im Februar 2019 um 23,8 Prozent an, nach Osteuropa nahm das Passagieraufkommen um starke 36,8 Prozent zu. In den Fernen Osten nahm das Passagieraufkommen im Februar 2019 um 14,9 Prozent zu, jenes in den Nahen und Mittleren Osten stieg um 27,2 Prozent. Nach Nordamerika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem Plus von 36,9 Prozent ebenfalls positiv und nach Afrika legte die Zahl der Passagiere um 35,9 Prozent zu. Ein Passagierplus gab es im Februar 2019 für den Flughafen Malta mit einem Zuwachs um 2,9 Prozent. In Kosice ging das Passagieraufkommen um 4,3 Prozent zurück.

Luftraum Europa für Boeing 737 MAX gesperrt

Nach dem Absturz einer neuen Boeing 737 MAX 8 auf Flug ET302 der Ethiopian Airlines, bei dem 157 Menschen ums Leben kamen und darunter auch drei Österreicher und fünf Deutsche, haben nun mehrere Länder reagiert und ein Flugverbot für das neue Flugzeugmuster verhängt

Da sich gewisse Ähnlichkeiten zum vorigen Absturz der Lion Air von Flug 610 mit dem selben Flugzeugtyp zeigen, stiegen die Bedenken auf ein Sicherheitsrisiko, das mit dem neuen Muster verbunden sein könnte. Aus dem Lion Air-Unglück gab es Hinweise, dass eine neue Sensorfunktion, die der Stabilisierung des Anstellwinkels dient, fehlerhaft gewesen sein oder die Bordelektronik verwirrt haben könnte. Dem Unglück vorausgegangen war der Versuch der Piloten, wegen Problemen schon kurz nach dem Start vorzeitig zum Flughafen zurückzukehren.

MCAS: Unterstützung für Piloten zur Fluglage

So war es nun auch bei der 737 MAX der Ethiopian Airlines. Der Pilot in Command hatte laut Airline über 8.000 Flugstunden Erfahrung. Im Zuge der Ermittlungen aus dem Lion Air-Absturz und der Sensorthematik arbeitete Boeing an einem Softwareupdate. Boeing unterstreicht weiterhin die Sicherheit des Flugzeugs 737 MAX 8. Dennoch soll die Flugzeugsteuerung durch ein Update und eine Überarbeitung der Displayanzeigen im Cockpit verbessert werden. Eine Überarbeitung erhält laut Boeing das Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS) und hier die Eingaben des Anstellwinkels (Angle of Attack, AOA).

Ein modernes MCAS soll dem Piloten der 737 MAX dabei helfen, die Tendenz zum hochkippen des Flugzeugs beim Steigflug zu begrenzen. Möglicherweise fehlerhaften Signalen der Sensoren für den AOA soll hier eine Begrenzung der Stabilisierungssignale entgegenwirken, um die Kontrolle über den Auftrieb des Flugzeugs geährleisten. Im Flughandbuch FCOM, dem 737 MAX Flight Crew Operations Manual, seien zudem Prozeduren für den unwahrscheinlichen Fall fehlerhafter Sensordaten aufgeführt, der Pilot könne manuell das MCAS übergehen und gegensteuern. MCAS ist im normalen Reiseflug nicht aktiv und wie Boeing betont, im Rahmen des Zertifzierungsverfahrens zugelassen. Diese Erkenntnisse beziehen sich bereits auf das Unglück von Lion Air-Flug 610.

Softwareupdate für 737 MAX in Vorbereitung

Boeing steht bereits in Kontakt mit der amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) um die Zulassung und den Roll-out für das Softwareupdate innerhalb der nächsten Wochen zu starten. Die FAA will mit einer entsprechenden Airworthiness Directive (AD) angeblich nicht länger als bis April warten. Soweit keine neueren Erkenntnisse vorliegen, ergeben sich auch keine Handlungsanweisungen an die Fluggesellschaften und Betreiber der Boeing 737 MAX 8. Auch die FAA unternimmt bisher keine weiteren Schritte.

Unterdessen entziehen einigen Länder der 737 MAX vorsorglich die Flugerlaubnis. China verhängte bereits Montag für alle 96 Flugzeuge dieses Typs, die in der Volksrepublick bereits betrieben werden, ein Startverbot. Am Dienstag verhängte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit sofortiger Wirkung eine Sperrung Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 8 und Max 9 für den deutschen Luftraum. Das heißt, Luftfahrzeuge solchen Typs dürfen Deutschland auch nicht überfliegen. Durch die Deutsche Flugsicherung DFS wurde ein entsprechendes NOTAM veröffentlicht.

NOTAM zum 737 MAX-Grounding in Europa

Ein NOTAM (Notice to Airmen) ist eine Anordnung, die kurzfristig Informationen zur Verfügung stellt, die für eine sichere Flugdurchführung wichtig sind. Adressaten von NOTAM sind alle Luftraumnutzer, also sowohl Fluggesellschaften als auch Piloten. Im Rahmen der Flugvorbereitung sind Piloten verpflichtet, sich über die aktuelle NOTAM-Situation zu informieren. Das Verbot gilt ab 12. März, 18:30 Uhr lokaler Zeit. Seine Gültigkeit ist zunächst auf drei Monate, also bis einschließlich 12. Juni 2019 festgelegt.

Flugzeuge, die sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch im deutschen Luftraum befinden, dürfen den Flug bis zum Ausflug bzw. bis zur Landung fortsetzen. Neue Einflüge in den deutschen Luftraum sowie Starts sind aber seit 18:30 Uhr untersagt. „Zum Hintergrund der Luftraumsperrung liegen uns keine weiteren Informationen vor“, so Janis Schmitt, Sprecher der Vereinigung Cockpit. „Es handelt sich dabei allerdings um einen drastischen Schritt. Die Zeit der Sperrung muss für eine gründliche Untersuchung des Unfalls genutzt werden. Solange diese andauert und die Unglücksursache für den Unfall in Äthiopien noch nicht feststeht, verbieten sich Spekulationen zum Unfallhergang.“ Die europäische Flugaufsichtbehörde EASA (European Union Aviation Safety Agency) zog dennoch nach und hat ebenfalls die Boeing 737 MAX ab Dienstag, den 12.03.2019 19:00 UTC, gegroundet.

DLR mit neuen CFK-Technologien auf der JEC World

Neben 1.300 internationalen Austellern aus Forschung und Industrie ist das DLR mit dem Stuttgarter Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie, dem Braunschweiger Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik und dem Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie aus Augsburg und Stade vertreten.

Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert auf der JEC World, der europäischen Leitmesse für Faserverbundtechnologie, ab heute und noch bis 14. März 2019 in Paris aktuelle Forschungsprojekte. Der DLR-Stand zeigt auf 90 Quadratmetern vielfältige Beispiele für Anwendungen aus den Bereichen der Luft- und Raumfahrt.

Flugzeugwartung mit Augmented-Reality

Am Beispiel der ‚Airbrake‚ zeigt das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik die zukünftige Möglichkeit zur Flugzeugwartung auf der Grundlage von Augmented Reality, Remote Collaboration und einer dezentralen Datenbank (Digitaler Zwilling). Die Demonstration beinhaltet ein Structural Health Monitoring-System für die In-Service Inspektion auf Basis von Ultraschallwellen (Lamb-Wellen). Diese Wellen werden über ein Netzwerk von 36 piezokeramischen festinstallierten Wandlern angeregt und empfangen und können so Strukturschäden detektieren.

Durch eine Augmented-Reality-Brille, hier die ‚Microsoft HoloLens‘, kann eine Inspektionsaufgabe durchgeführt werden. Das System kann somit als Schnittstelle für den Informationsaustausch zwischen realem Bauteil und digitalem Zwilling dienen. Ein solches System hat das Potenzial, die Instandhaltungsqualität zu erhöhen und die Kosten sowie die Ausfallzeiten eines Flugzeugs deutlich zu reduzieren.

Widerstands- und Ultraschallschweißen

Fügetechniken sind ein Schlüssel, um thermoplastische Verbundstoffe erfolgreich in zukünftige Luftfahrtanwendungen einzubringen. Am DLR-Stand zeigt das Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie den Full-Scale-Demonstrator einer thermoplastischen Druckkalotte, der im elektrischen Widerstandsschweißverfahren am Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie in Augsburg gefügt wurde. Dieser wurde in Kooperation mit der Premium AEROTEC GmbH, dem Institut für Verbundwerkstoffe Kaiserslautern und TenCate aus acht thermogeformten CF-PPS-Segmenten hergestellt.

Den Wissenschaftlern gelang es erstmals, den Schweißprozess auf ein gekrümmtes Bauteil mit Schweißnähten dieser Länge anzuwenden. Um für jeden Anwendungsfall die jeweils optimale Fügetechnik zu kennen, arbeitet das ZLP Augsburg an der Automatisierung weiterer Verfahren wie dem kontinuierlichen Ultraschallschweißen. Beide Technologien werden auf der Messe vorgestellt.

Nutzlastcontainer Finalist für JEC Award

Ergänzend zu den Schweißtechnologien werden an den DLR-Standorten Stuttgart und Augsburg Automated Fibre Placement (AFP)-Verfahren für industrielle Anwendungen entwickelt. Im Rahmen der JEC wird ein Nutzlastcontainer für eine Höhenforschungsrakete vorgestellt, der in einem einstufigen in-situ Verfahren aus kohlenstofffaserverstärkten thermoplastischen Tapes (CF-PEEK) hergestellt wurde.

Die Realisierung ohne zusätzlichen Nachkonsolidierungsprozess markiert einen großen Entwicklungsschritt, da teure und zeitaufwändige Vakuumsackverfahren eingespart werden können. Noch in diesem Jahr wird der Nutzlastcontainer im Rahmen des ATEK-Projektes auf der Höhenforschungsrakete VSB-30 mitfliegen und ist damit eine der ersten Primärstrukturen im Flugbetrieb, die in-situ mit dem AFP-Verfahren hergestellt wurden. Das Bauteil ist in der Kategorie Aerospace für den JEC Innovations Award nominiert.

Heiztechnologie für Thermoplasten

Im Rahmen des EU-Forschungsprogramms ‚CleanSky 2‘ arbeitet das Zentrum für Leichbauproduktionstechnologie in Stade gemeinsam mit der Firma Heraeus Nobelight an der humm3® Erwärmungstechnologie für die automatisierter Ablage von thermoplastischen Materialien. Die multirobotische GroFi®-Anlage am DLR in Stade bietet hierbei beste Voraussetzungen zur Validierung der Erwärmungstechnologie für den ‚Automated Fibre Placement‘-Prozess an großskaligen thermoplastischen Luftfahrtstrukturen. Im Fokus der Arbeiten steht eine deutliche Steigerung der Ablegeraten für thermoplastische Strukturen unter Einhaltung der geltenden Qualitätsanforderungen.

CFK-Teile: automatisierte Prozesskette

Im Projekt ProtecNSR untersucht das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie in Augsburg anhand der Fertigung einer Druckkalotte die Verkettung von automatisierten Teilprozessen zu einem durchgängigen Gesamtprozess. Am Stand zeigen die Wissenschaftler einen Multikinematik-Greifer, der im Rahmen des Projekts entwickelt wurde. Durch drei Arme mit jeweils mindestens sechs Freiheitsgraden ist dieser flexibel einsetzbar. Er kann sich ändernden Anforderungen unterschiedlicher Szenarien (Ablage von Halbzeugen und Hilfsstoffen, Platzieren von Stringern) anpassen und unterschiedliche Geometrien und Größen von Zuschnitten sicher handhaben.

Potenziale der Additiven Fertigung

Auf der ‚Composites in Action – Additive Manufacturing Area‚ (Stand Q 90) zeigt das DLR seine Tätigkeiten im Bereich 3D-Druck. Die rasante Entwicklung des 3D-Drucks schafft hier immer anspruchsvollere Leichtbauteile, deren Einsatz in der Faserverbundfertigung neue Möglichkeiten eröffnet.

Unter dem Begriff AddCompS™ (Additive Composite Structures) wird erforscht, wie sich 3D-Druckverfahren in bereits bestehende Produktionstechnologien integrieren lassen. Die Vision geht dahin, dass die Produktion heutiger Faserverbundbauteile mittels Faserablegeköpfen mit den neuen Möglichkeiten des 3D-Drucks quasi verschmilzt. Dies erfordert eine neue ganzheitliche Methodik mit innovativen Ansätzen für Material, Entwurf, Auslegung, Optimierung, Fertigung, Produktion bis hin zur Zertifizierung, welche die beste Kombination aus verschiedenen Fertigungsverfahren in jeder Phase berücksichtigt.

Das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik entwickelt eine neuartige additive Extrusionstechnologie. Diese verarbeitet sowohl Standardthermoplaste als auch Hochleistungsmaterialien wie PEI oder PEEK. Mit Hilfe des neuartigen Verfahrens werden zugeführte Kohlenstoffendlosfasern bereits in der Extrusionseinheit mit dem Thermoplast imprägniert. Die direkte Verarbeitung der Rohmaterialien ermöglicht eine besonders kostengünstige Herstellung eines CFK-Bauteils.

Das Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie entwickelt im Projekt IRAS (Integrated Research Platform for Affordable Satellites) Technologien zur flexiblen und kostengünstigen Herstellung von Satellitenstrukturen. Die große Gestaltungsfreiheit beim 3D-Druck ermöglicht es, leichte, multifunktionale Bauteile zu entwerfen, herzustellen und zu qualifizieren. Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Integration von Elektronik und Sensoren in lasttragende Sandwichplatten.

Im Projekt MuSiK wird der Multimaterialdruck von C/Si/SiC-Keramiken realisiert. Hierbei werden selbst entwickelte präkeramische Compounds als Filamente oder Pellets über additive Extrusion zu keramischen Bauteilen verarbeitet. Diese eignen sich für den Einsatz in Komponenten, die hohen Temperaturen, Korrosion, Druck und Verschleiß ausgesetzt sind. Anwendungsgebiete liegen neben der Raumfahrt auch im Energiesektor.

Technologietransfer ‚Science2Business‘

Das DLR fördert den Technologietransfer von der Spitzenforschung in die Anwendung und stellt im Bereich ‚Science2Business‘ zwei Ausgründungen und zwei Kooperationen mit KMUs vor. Am Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie wurde mit FlexIn Heat eine neuartige Heiztechnologie entwickelt, um Schäden in Faserverbundstrukturen schnell und präzise zu reparieren. Mit der Kombination aus flexibler Heizmatte und mobilem Reparaturkoffer haben sich zwei junge Forscher selbstständig gemacht und die Firma msquare GmbH gegründet. Ein weiteres Beispiel für ein Spin-off aus dem Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie ist die Black Engine Aerospace UG. Diese hat ihren Ursprung in dem beim DLR entwickelten transpirationsgekühlten keramischen Hochleistungs-Raketenantrieb, der Black Engine Technologie.

Für die Prozesskontrolle komplexer Strukturbauteile aus Faserverbundkunststoffen entwickelt das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Zusammenarbeit mit der Grasse Zur Ingenieurgesellschaft eine ultraschallbasierte Sensortechnologie zur Detektion des Aushärtefortschritts von Faserverbundstrukturen. In Zusammenarbeit mit der COBES GmbH wird die automatisierte, induktive Verschweißung von kohlenstofffaserverstärkten Thermoplasten untersucht und infolge dessen gemeinsam ein neuartiger Induktor entwickelt.

Auf den Fotos: Virtuelle Flugzeugwartung – Demonstration von Structural Health Monitoring, Schadensbewertung und Augmented Reality bei Wartungs- und Instandsetzungsaufgaben in der Luftfahrt; AddCompS™ – Additive Composite Structures – Neuartiger Druckkopf zur Extrusion von Kohlenstoffendlosfasern, die direkt während des Prozesses mit dem Thermoplast imprägniert werden.

Düsseldorf: Airport auf Immo-Messe in Cannes

Die Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH (FDI) stellt sich wieder auf der weltweit größten Immobilienmesse MIPIM (Marché International des Professionels de l’Immobilier) auf, die ab Dienstag, 12. März, bis zum Freitag, 15. März, im französischen Cannes stattfindet.

So präsentiert die FDI-Geschäftsführerin Anja Dauser auch in diesem Jahr Fachbesuchern, Unternehmen und Investoren den Business-Park Airport City am Gemeinschaftsstand der Landeshauptstadt Düsseldorf in der Halle Riviera 7 (Standnummer R7.G12.). Anja Dauser nennt die Messe mit den wichtigsten Marktteilnehmern aus der Branche insbesondere als Taktgeber für Ideen und Projekte, die auch schon den Weg in die Umsetzung fanden.

Business-Park am Flughafen

Seit 2003 entwickelt sich direkt angrenzend an das Terminal des Düsseldorfer Flughafens der außergewöhnliche Business-Park Airport City. Auf 230.000 Quadratmetern Fläche bietet der hochwertige Immobilienstandort international agierenden Unternehmen moderne Bürokomplexe in unmittelbarer Nachbarschaft zu NRWs größtem Airport mit einem Autobahnanschluss an die A44, sowie eine hervorragende Anbindung an alle öffentlichen Verkehrsmittel. Taxen und Mietwagenzentralen ergänzen das Angebot.

Die Airport City liegt im Zentrum einer Wirtschaftsregion mit sehr großem Potenzial. Im Umkreis von 50 Kilometern leben 11,5 Millionen Menschen. In NRW haben neun von 30 Dax-Konzernen ihren Sitz. In der Rhein-Ruhr-Region sind rund 400.000 Unternehmen angesiedelt. Der Flughafen Düsseldorf ist somit der bedeutendste Airport im wichtigsten deutschen Wirtschaftsraum. Unternehmen wie Siemens, GEA, Porsche oder der Verein Deutscher Ingenieure VDI profitieren von dem vielfältigen Branchenmix in der direkten Umgebung.

Ansiedlungen mit Flughafenanschluss

Parkanlagen und Grünflächen bieten Beschäftigten und Anwohnern zudem Erholungsmöglichkeiten. In 2017 wurde ein weiteres Grundstück an die CFI Concepte für Immobilien GmbH veräußert, um die Realisierung des Airport Office Six durchzuführen. Hierbei handelt es sich um ein siebengeschossiges Bürogebäude mit 9.163 Quadratmetern BGF und einer zweigeschossigen Tiefgarage mit 258 Stellplätzen. Baubeginn war im Mai 2018. Die Fertigstellung ist für Oktober 2019 geplant. Im September 2018 war Baubeginn des Projektes Shift. Die Fertigstellung ist für März 2020 geplant. Das siebengeschossige Bürogebäude verfügt über 6.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche (BGF) sowie über ein Untergeschoss für 107 Stellplätze. Das Shift ist bereits voll vermietet. Investor ist die Red Dragon Holding GmbH.

Im Joint Venture mit der ABG Unternehmensgruppe hat die Bema-Gruppe ein etwa 9.860 Quadratmeter großes Grundstück in der Airport City erworben. Das Smart Office wird rund 16.300 Quadratmeter BGF und etwa 185 Stellplätze umfassen. Die Strabag Real Estate GmbH wird zwei weitere Bürogebäude in der Airport City realisieren. Das F99 wird ungefähr 12.662 Quadratmeter oberirdische BGF und 274 Stellplätze in einer zweigeschossigen Tiefgarage umfassen. Das F101 wird ca. 8.290 Quadratmeter oberirdische BGF und 263 Stellplätze in einer zweigeschossigen Tiefgarage messen.

Umbau am Hannover Airport: Kein Check-in an Terminal C

Bei gerade stattfindenden Umbaumaßnahmen am Flughafen Hannover kann dennoch ungehindert gestartet und gelandet werden. Während der Airport Terminal C modernisiert, übernehmen die anderen Terminals den kompletten Flugverkehr.

Auch die An- und Abreise ist laut Hannover Airport nicht eingeschränkt. Der Flughafen ist wie bisher per Pkw oder S-Bahn erreichbar. Für Abflug und Ankunft werden die Sicherheitskontrolle und Boarding über

  • Terminal A
  • Terminal B
  • und zusätzlich in Terminal D

abgewickelt. Terminal D befindet sich hinter Terminal C und wurde dazu hergerichtet. Weitere Inforomationen kann man hier einsehen.