Flugzeugenteisung und Schleppvorgänge am Münchner Flughafen

Bei einem sogenannten "Pushback"-Vorgang werden Flugzeuge von ihrer Abstellposition an den Terminals rückwärts auf das Vorfeld geschoben. Die bis zu 1.000 PS-starken Flugzeugschlepper können selbst einen bis zu 560 Tonnen schweren Airbus A380 – das derzeit größte Passagierflugzeug – mühelos manövrieren. Nachdem der Jet auf dem Rollweg angekommen ist, wird er vom Pushback-Fahrzeug abgekoppelt und kann nach dem Anlassen seiner Triebwerke den Rollvorgang zur Startbahn beginnen. Rund 130.000 Mal findet dieses Procedere mit Hilfe von insgesamt 25 Schleppfahrzeugen jährlich am Münchner Airport statt.

Sie erfüllen am Münchner Flughafen eine wichtige Dienstleistung, die der Fluggast oft gar nicht bewusst wahrnimmt. Die Rede ist von Schleppfahrzeugen und den sogenannten „Eisbären“. Mit der EFM – der Gesellschaft für Enteisen und Flugzeugschleppen am Flughafen München mbH – feiert am kommenden Montag, den 19. November 2012, eine gemeinsame Tochter der Deutschen Lufthansa AG und der Flughafen München GmbH ihr 20-jähriges Bestehen. In diesen zwei Jahrzehnten hat die EFM die Anzahl ihrer Mitarbeiter von 33 auf insgesamt 140 mehr als vervierfacht.

Auch bei der Flugzeugenteisung erfüllen die EFM-Mitarbeiter mit ihren insgesamt 24 Spezialfahrzeugen in jeder Wintersaison höchste Qualitätsanforderungen. Die durchschnittliche Anzahl der jährlichen Enteisungsvorgänge hat sich innerhalb der vergangenen 20 Jahre am Münchner Airport von 3.000 auf rund 13.000 mehr als vervierfacht. EFM-Geschäftsführer Hans-Joachim Püschner sieht anlässlich des Jubiläums sein Unternehmen für die künftigen Herausforderungen bestens gerüstet: "Wir wollen die Erfolgsgeschichte der letzten beiden Jahrzehnte fortsetzen und erwarten aufgrund der prognostizierten Verkehrszunahme einen weiteren Anstieg der Enteisungs- und Schleppvorgänge – und damit auch zusätzliche Arbeitsplätze in der EFM."