Korean Air verzeichnete für das erste Quartal einen Umsatz von 2,8052 Billionen KRW (2,3168 Milliarden USD) und einen Rekord-Betriebsgewinn von 788,4 Milliarden KRW (651,1 Millionen USD) (bisheriger Quartals-Rekord beim Betriebsgewinn: 704,4 Mrd. KRW, Q4 2021).
Die Einnahmen aus dem Passagierflugbetrieb der Fluggesellschaft stiegen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 128 Prozent auf 359,8 Mrd. KRW. Obwohl die Passagiernachfrage aufgrund der Verbreitung der COVID-19-Omikron-Variante bisher schleppend verlief, zeichnet sich sukzessive eine Erholung ab, da die Länder ihre Einreisebeschränkungen nach und nach lockern. So hat auch Korea am 21. März die Quarantäne-Regelung für vollständig geimpfte Reisende aufgehoben und damit zur Steigerung der Reisenachfrage beigetragen.
Frachtflugbetrieb
Der Frachtflugbetrieb der Fluggesellschaft erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 2,1486 Billionen KRW. Gekennzeichnet war der Luftfrachtmarkt durch verschiedene Unsicherheits-Faktoren wie Engpässe in den globalen Lieferketten, Kapazitätsreduzierungen auf Europarouten und hohe Treibstoffpreise. Korean Air konnte dank eines effektiven Managements der Bodenabfertigung und einem flexiblen Netzwerkbetrieb ihre Luftfrachtkapazität erhalten. Ihr ist es gelungen, die Einnahmen durch eine höhere Einsatzfrequenz von Frachtern und die Nutzung von am Boden stehenden Passagierflugzeugen auf Frachtrouten zu maximieren.
Passagiergeschäft
Im Passagiergeschäft geht die koreanische Fluggesellschaft 2022 von einer schnellen Erholung aus, da immer mehr Länder ihre Grenzen öffnen und Einreisebeschränkungen lockern. Voraussichtlich wird diese jedoch je nach Strecke und Region variieren, sodass Korean Air den Markt und die sich ändernden Quarantänerichtlinien in ihrem Netzwerk genau beobachten und flexibel darauf reagieren wird.
Auch wenn die Erholung der weltweiten Passagiernachfrage voraussichtlich die globale Luftfrachtkapazität allmählich erhöhen wird, erwartet Korean Air, dass die instabile Lage auf den regionalen Luftfrachtmärkten aufgrund der Abriegelungen großer chinesischer Städte und des Krieges in der Ukraine erst einmal anhält. Korean Air begegnet dieser Situation, indem sie mit flexiblen Operationen und einem effektiven Management der Bodenabfertigung auf Marktveränderungen reagiert.
Während die gesamte Branche unter COVID-19 litt, ist es Korean Air gelungen, ihre Finanzstruktur durch den Abbau von Schulden maßgeblich zu verbessern. Ende 2019 lag die Schuldenquote der Fluggesellschaft noch bei 814 Prozent; nach dem ersten Quartal 2022 verzeichnet sie mit 255 Prozent (d.h. 559 Prozentpunkten weniger) die niedrigste Schuldenquote seit 2011 als die International Financial Reporting Standards eingeführt wurden. Darüber hinaus hat Korean Air Finanzmittel und liquidierbare Vermögenswerte im Wert von über 4 Billionen KRW gesichert, wodurch die Fluggesellschaft flexibel auf verschiedene Marktunsicherheiten wie steigende Zinssätze reagieren kann. Korean Air plant, die finanzielle Stabilität mit einem wirtschaftlichen Betrieb sowie einem entsprechendem Schulden- und Liquiditäts-Management aufrechtzuerhalten.
Im Vienna Airport Pharma Handling Center (VPHC) des Flughafen Wien werden ab sofort auch die Pharma-Transporte für Lufthansa Cargo abgefertigt. Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Frachtableger der Lufthansa-Gruppe und dem Flughafen Wien erfolgt der Umschlag aller Pharma-Sendungen, die an Bord von Flugzeugen der Austrian Airlines vom oder zum Flughafen Wien transportiert werden, künftig am VPHC. Mit dem VPHC betreibt der Wiener Airport ein eigenes GDP-zertifiziertes Kompetenzzentrum für die Abfertigung von temperatursensibler Luftfracht ohne Unterbrechung der Kühlkette. Das VPHC wird mit dem Interkontinental-Netzwerk von Lufthansa Cargo die Rolle des Flughafen Wien als Pharma-Hub für Zentral- und Osteuropa weiter stärken. Die Frachtmengen haben hier in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt.
Lufthansa Cargo ist als für Fracht verantwortliche Konzernschwester in der Lufthansa Gruppe auch für das Cargogeschäft von Austrian Airlines zuständig. An Bord seiner Passagierflugzeuge verteilt der österreichische Flagcarrier auch Transportgüter in einem umfangreichen Interkontinental-Netzwerk als Beiladefracht, darunter unter anderem auch Arzneimittel, Impfstoffe und andere temperatursensitive Güter.
Pharma-Hub für Zentral- und Osteuropa
Diese Kooperation etabliert den Flughafen Wien weiter als starken Pharma-Hub für Zentral- und Osteuropa. Österreichs wichtigster Verkehrsflughafen hat seine Tonnagen in diesem Bereich erheblich ausgebaut. Das flughafeneigene Pharma-Abfertigungszentrum hat im Jahr 2021 rund 15 Prozent mehr Güter umgeschlagen als im Jahr 2020. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 beträgt das Wachstum mehr als 66 Prozent. Zusätzlich zu anhaltenden Unwägbarkeiten bodengebundener globaler Lieferketten treibt auch die Internationalisierung der Pharma-Produktionen diesen Trend weiter an.
Mit der Verknüpfung der interkontinentalen Luftfracht-Kapazitäten von Austrian Airlines an die Leistungsfähigkeit des Vienna Airport Pharma Handling Centers ist der Flughafen Wien für weiteres Wachstum in diesem Bereich gewappnet. Hochmoderne Anlagen zur Abfertigung und Lagerung temperatursensitiver Pharmazeutika sowie eine GDP-Zertifizierung gewährleisten am VPHC optimale Prozesse, abgewickelt durch ein gesondertes Pharma-Team und überwacht durch umfassende Temperatur-Kontrollsysteme.
Großflächige Kühlhäuser und mobiles Kühlequipment
Zwei großflächige Kühlhäuser bieten Lagermöglichkeiten für die Temperaturbereiche von 2 bis 8 Grad Celsius (150 Quadratmeter) sowie 15 bis 25 Grad (1600 Quadratmeter). Durch mobiles Kühlequipment ist zudem die Luft- und Landseite für temperatursensible Produkte lückenlos verbunden. Regelmäßige und eng getaktete Roadfeeder-Services ermöglichen am Flughafen Wien zudem eine schnelle Verteilung über das europäische Straßennetz. Dank der geografisch günstigen Position in Europa können Pharma-Sendungen von Wien binnen 36 Stunden 23 Länder erreichen.
„Im Bereich der lebensrettenden und temperatursensitiven Pharma-Logistik bietet Lufthansa Cargo schnellstmögliche und sichere Abfertigungen und Lieferungen weltweit. Unerlässlich hierfür sind höchste Qualitätsstandards, lückenlose Kühlketten und Dokumentation sowie maßgeschneiderte Lösungen für jeden Kunden. Mit dem Vienna Pharma Handling Center konnten wir einen wichtigen Kooperations-Partner gewinnen, um unsere hohen Standards für Pharma-Luftfracht am Flughafen Wien anbieten zu können“, sagt Therese Schlederer, Director Sales & Handling Austria der Lufthansa Cargo AG.
„Als Umschlagplatz unter anderem für medizinische Güter hat unser Vienna Airport Pharma Handling Center in der Coronapandemie hohe Krisensicherheit und Zuverlässigkeit bewiesen. Selbst spontane Charter-Flüge mit geringer Vorlaufzeit, aber hohen Tonnagen, wurden jederzeit schnell und reibungslos abgefertigt. Dass sich mit Lufthansa Cargo eines der größten Luftfracht-Unternehmen der Welt dafür entschieden hat, seine Pharma-Sendungen über uns abfertigen zu lassen, ist eine Bestätigung unserer hohen Qualität und festigt den Flughafen Wien als Pharma-Hub für Zentral- und Osteuropa“, sagt Michael Zach, Vice President Sales & Finance, Ground Handling & Cargo Operations des Flughafens Wien.
Ab dem 28. Mai erhöht Asiana Airlines die Verbindung nach Frankfurt am Main um einen zusätzlichen Nonstop-Flug jeden Samstag. Zurzeit wird die Strecke Frankfurt-Seoul noch 4 x wöchentlich angeboten. Auch auf dem 5. Flug pro Woche kommt der moderne und effiziente Airbus A-350 in einer 3-Klassenbestuhlung (Economy, Economy Smartium, Business Smartium) zum Einsatz.
Frankfurt-Seoul Flugverbindung (planmäßig) ab 28. Mai
OZ 542 Frankfurt (FRA) Seoul (ICN): 19:00 – 13:30(+1) Uhr (MO, MI, FR, SA, SO) OZ 541 Seoul (ICN) Frankfurt (FRA): 10:30 – 17:20 Uhr (MO, MI, FR, SA, SO)
Passend dazu werden die Anschlussflugverbindungen ab Seoul aufgestockt für das Sommergeschäft: Tägliche Flugverbindung ab dem Hub in Seoul werden ab Mai angeboten nach Tokyo/Narita, Osaka/Kansai, Manila, Bangkok, Phnom Penh, Hanoi und Singapur.
Die Einreise nach Korea ist für EU-Bürger visafrei. Darüber hinaus hat das Land als einer der ersten in Asien die Quarantänepflicht aufgehoben und erleichtert es somit Touristen das Land zu bereisen. Der internationale Flughafen Seoul/Incheon ist bei Transitpassagieren äußerst beliebt und wird seit Jahren als 5-Sterne-Airport durch Skytrax ausgezeichnet.
Als Zubringer zum Abflug in Frankfurt bietet sicher der Rail & Fly Service der Deutschen Bahn an, mit Anbindungen von/zu jedem der über 5.600 DB-Bahnhöfe deutschlandweit. Die 10 größten Bahnhöfe können direkt per City- oder Bahnhofcode (z.B. STR/ZWS) als O/D im Ticket eingebucht werden. Eine Zugbindung gibt es nicht, das Ticket ist für alle Züge am Vortag vor Abflug oder einen Tag nach Ankunft in Frankfurt gültig.
Emirates, die größte internationale Fluggesellschaft der Welt, hat eine neue Sonderlackierung vorgestellt, die dem Museum of the Future in Dubai gewidmet ist.
„Reise in die Zukunft“
Die erste Emirates-A380 (A6-EVK) mit der Sonderlackierung ist von Dubai nach Los Angeles gestartet. In den kommenden Wochen erhalten neun weitere Airbus-Flaggschiffe im Aircraft Appearance Centre von Emirates Engineering ihre Museum of the Future-Lackierung und werden dann auf rund 30 Verbindungen im gesamten Emirates-Streckennetz eingesetzt. Das ringförmige, mit arabischen Kalligraphien versehene Gebäude ist auf beide Flugzeugseiten der A380 zu sehen und trägt die Botschaft „Reise in die Zukunft“ auf einer Gesamtfläche von 336 Quadratmetern quer über dem Rumpf. Auf der Museums-Fassade finden sich Zitate von Seiner Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum. Emirates unterstreicht mit der Sonderlackierung sein Engagement für die Vision Dubais, die führende Stadt der Zukunft und ein Innovationszentrum für neue Technologien zu werden.
Emirates-A380 (A6-EVK) mit Sonderlackierung im Museum of the Future-Design (Bildquelle: Emirates)Emirates-A380 (A6-EVK) mit Sonderlackierung im Museum of the Future-Design (Bildquelle: Emirates)
Inkubator für Wissenschaftler, Denker und Forscher
Das siebenstöckige, säulenlose, torusförmige Museum of the Future ist bereits eine Designikone Dubais und soll die Welt dazu inspirieren, sich mit faszinierenden Installationen und futuristischen Museums-Erlebnissen die Welt von morgen vorzustellen. Der Ring des Gebäudes bildet eine Leere, die für unbekanntes und unentdecktes Wissen steht. Das Museum fungiert zudem als Inkubator für Wissenschaftler, Denker und Forscher, die hier an ihren Ideen und Zukunftsvisionen forschen können, insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Weltraum und Gesundheit. Das Museum soll darüber hinaus eine Plattform sein, auf der die neuesten technologischen Entdeckungen demonstriert werden können.
Der Luftverkehr kann wieder weitgehend ohne Einschränkungen stattfinden. Auch die Lufthansa Group hat sich im Verlauf des 1. Quartals von den Auswirkungen der Ausbreitung der Variante Omikron erholt. Gerade die vergangenen Wochen haben deutlich gezeigt, wie groß das Bedürfnis der Menschen ist, zu reisen. Mental will man bei dem Konzern die Krise abhaken und wieder in die Offensive gehen.
Die Neubuchungen steigen von Woche zu Woche – bei den Geschäftsreisenden, aber ganz besonders bei Urlaubs- und Privatreisen. Gleichzeitig sieht sich die Airlinegruppe fokussierter, effizienter und nachhaltiger aufgestellt als vor der Pandemie. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, sagt: „Derzeit erlebt die Welt, wie wichtig Verständigung und Partnerschaft zwischen Völkern ist. Luftfahrt kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten – sie ermöglicht den Austausch zwischen Menschen. Unsere Mission, Menschen, Kulturen und Volkswirtschaften auf nachhaltige Weise zu verbinden, ist aktueller denn je… Logistikketten weltweit sind noch immer gestört. Dadurch bleibt die Nachfrage nach Frachtkapazitäten hoch. Umso mehr zahlt sich jetzt unsere strategische Entscheidung aus, Lufthansa Cargo noch weiter zu stärken.“
Lufthansa im 1. Quartal 2022
Nachdem der Jahresanfang durch das Infektionsgeschehen vor allem in den Heimatmärkten des Konzerns belastet war, zog die Kundennachfrage vor allem im März spürbar an. Dabei ist neben der starken touristischen Nachfrage zunehmend eine Erholung im Geschäftsreisesegment zu verzeichnen.
Der Konzern verdoppelte seinen Umsatz im Vorjahresvergleich auf 5,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,6 Milliarden Euro). Das Adjusted EBIT belief sich auf -591 Millionen Euro und verbesserte sich damit trotz der pandemiebedingten Belastungen im Vergleich zum Vorjahresquartal ebenfalls deutlich (Vorjahr: -1,0 Milliarden Euro). Die Adjusted EBIT-Marge stieg entsprechend auf -11,0 Prozent (Vorjahr: -40,9 Prozent). Der Nettoverlust sank auf -584 Millionen Euro (Vorjahr: -1,0 Milliarden Euro).
Konzernairlines vervierfachen Passagierzahl
Die Zahl der Passagiere an Bord der Konzernairlines hat sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als vervierfacht. Insgesamt begrüßten die Airlines der Lufthansa Group zwischen Januar und März 13 Millionen Fluggäste an Bord (Vorjahr: drei Millionen).
In Folge der im Verlauf des ersten Quartals stark steigenden Nachfrage nach Flugreisen konnte auch die angebotene Kapazität zum Ende des Quartals deutlich ausgebaut werden. Die Kapazität der Passagier-Airlines lag zwischen Januar und März 2022 durchschnittlich bei 57 Prozent des Vorkrisenniveaus (171 Prozent über Vorjahr).
Das Adjusted EBIT der Passagier-Airlines betrug -1,1 Milliarden Euro (Vorjahr: -1,4 Milliarden Euro). Das Ergebnis wurde von einer niedrigen Auslastung der Flüge, vor allem zu Beginn des Quartals, steigenden Treibstoffaufwendungen und dem Wegfall von Entlastungen durch Kurzarbeit belastet. Die Durchschnittserlöse lagen hingegen beinahe auf Vorkrisenniveau. Auf der Langstrecke wurde das Niveau von 2019 sogar übertroffen.
Lufthansa Cargo stark, LHT deutlich im Plus
Die positive Ergebnisentwicklung im Geschäftsfeld Logistik setzte sich auch im ersten Quartal 2022 fort. Die Frachtkapazitäten sind weltweit weiterhin aufgrund fehlender Frachtraumkapazitäten in Passagierflugzeugen und Unterbrechungen der globalen Lieferketten reduziert, die Nachfrage dagegen bleibt auf hohem Niveau. Davon profitierte Lufthansa Cargo und erzielte erneut ein Rekordergebnis. Das Adjusted EBIT stieg im ersten Quartal um 57 Prozent auf 495 Millionen Euro (Vorjahr: 315 Millionen Euro).
Das Geschäft von Lufthansa Technik erholte sich im ersten Quartal 2022 weiter. Die Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen stieg, da sich Airlines weltweit auf die weitere Markterholung in den kommenden Monaten vorbereiten. Lufthansa Technik erwirtschaftete im ersten Quartal 2022 ein positives Adjusted EBIT von 120 Millionen Euro (Vorjahr: 45 Millionen Euro). Damit verbesserte das Geschäftsfeld sein Ergebnis um 167 Prozent.
Das Ergebnis der LSG Group lag aufgrund des Wegfalls staatlicher Unterstützungsmaßnahmen in den USA mit einem Adjusted EBIT von minus 14 Millionen Euro unter Vorjahr (Vorjahr: minus acht Millionen Euro). Ohne diesen Effekt hätte sich das Ergebnis verbessert.
Starker Adjusted Free Cashflow, Liquidität weiter gestiegen
Im Verlauf des ersten Quartals 2022 stieg die Zahl der Buchungen stark an – vor allem zum Ende des Quartals. Viele Menschen buchten in dieser Zeit ihren langersehnten Oster- und Sommerurlaub. Aufgrund der hohen Buchungseingänge konnte ein sehr starker positiver Adjusted Free Cashflow von 780 Millionen Euro erwirtschaftet werden (Vorjahr: -953 Millionen Euro). Die Nettoverschuldung sank damit zum 31. März 2022 auf 8,3 Milliarden Euro (31. Dezember 2021: 9,0 Milliarden Euro).
Ende März 2022 standen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von insgesamt 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit liegt die Liquidität weiter über dem Zielkorridor von sechs bis acht Milliarden Euro. Darin ist der Abschluss einer revolvierenden Kreditlinie Anfang April, mit der sich das Volumen verfügbarer Kreditlinien um 1,3 Milliarden Euro erhöht, noch nicht berücksichtigt. Ende Dezember 2021 lag die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group noch bei 9,4 Milliarden Euro.
Aufgrund der positiven Liquiditätsentwicklung beabsichtigt das Unternehmen, die Stabilisierungsmaßnahmen in der Schweiz im Laufe des zweiten Quartals vorzeitig zu beenden. Zum Ende des ersten Quartals nahm SWISS 210 Millionen Schweizer Franken der staatlich gesicherten Kreditlinie im Umfang von insgesamt 1,5 Milliarden Schweizer Franken in Anspruch. Nach der Rückzahlung des gezogenen Teils soll die gesamte Kreditlinie vollständig gekündigt werden.
Remco Steenbergen, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG: „Die Nachfrage hat sich in den vergangenen Wochen schneller und stärker als erwartet erholt. Der aktuelle Buchungsstand macht uns zuversichtlich, dass wir unser Finanzergebnis in den kommenden Quartalen weiter verbessern können.
Steigende Kosten müssen wir an unsere Kunden weitergeben. Außerdem wird die Umsetzung der verbleibenden Kostensenkungsmaßnahmen im Umfang von einer guten halben Milliarde Euro dazu beitragen, unser Unternehmen angesichts des aktuellen Umfelds so widerstandsfähig wie möglich aufzustellen.“
Ausblick mit Zielen und Nachfrage
Das Bedürfnis der Menschen zu reisen ist groß. In den zurückliegenden Wochen wurden so viele Flugtickets wie noch nie seit Beginn der Pandemie gebucht. In der vergangenen Woche (KW17) verkaufte das Unternehmen innerhalb einer Woche mehr Flugtickets als im gleichen Zeitraum im Jahr 2019. Insgesamt bieten die Airlines der Lufthansa Group in diesem Jahr mit über 120 klassischen Urlaubszielen mehr Auswahl an touristischen Destinationen an als je zuvor.
Besonders stark nachgefragt sind Ziele in den USA, Südamerika und im Mittelmeerraum. In diesem Sommer werden voraussichtlich so viele Menschen mit den Airlines der Lufthansa Group in den Urlaub fliegen, wie nie zuvor. Auch das Volumen des Geschäftsreiseverkehrs im Konzern wird sich voraussichtlich bis Jahresende auf rund 70 Prozent des Vorkrisenniveaus erholen. Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage im Premiumbereich und steigender Preisniveaus rechnet die Lufthansa Group damit, dass die Durchschnittserlöse im weiteren Verlauf des Jahres 2022 mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich über Vorjahr liegen werden. Damit wird das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 voraussichtlich übertroffen werden.
Die Lufthansa Group plant, im zweiten Quartal 2022 rund 75 Prozent der Vorkrisenkapazität anzubieten. Damit sollte sich das Ergebnis der Passagier-Airlines deutlich verbessern. Die positiven Trends in den Geschäftsfeldern Logistik und Technik werden sich nach Einschätzung des Konzerns weiter fortsetzen. Für das Gesamtjahr 2022 plant die Lufthansa Group im Jahresschnitt mit einer Kapazität der Passagier-Airlines von rund 75 Prozent. Im Sommer werden auf der europäischen Kurzstrecke rund 95 Prozent der Vorkrisenkapazität angeboten, auf dem Transatlantik rund 85 Prozent.
Dennoch verbleiben Unsicherheiten für die weitere Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Angesichts der extremen Veränderungen im Kerosinpreis in den letzten Wochen ist vor allem die Entwicklung der Treibstoffkosten im Gesamtjahr nicht genau prognostizierbar. Auch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der deutlich gestiegenen Inflation auf das Konsumentenverhalten sind nicht genau vorherzusagen. Für das Gesamtjahr wird unverändert eine Verbesserung des Adjusted EBIT gegenüber dem Vorjahr prognostiziert.
Lufthansa Group
Januar – März 2022
Januar – März 2021
Veränderung in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse
Mio. €
5.363
2.560
109
davon Verkehrserlöse
Mio. €
3.833
1.542
149
Adjusted EBIT1)
Mio. €
-591
-1.048
44
Adjusted EBIT-Marge1)
%
-11,0
-40,9
29,9 P.
EBIT
Mio. €
-640
-1.135
44
Konzernergebnis
Mio. €
-584
-1.049
44
Ergebnis pro Aktie
€
-0,49
-1,75
72
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme
Mio. €
44.386
38.453
15
Operativer Cashflow1)
Mio. €
1.496
-775
Bruttoinvestitionen
Mio. €
640
153
318
Nettoinvestitionen
Mio. €
637
87
632
Adjusted Free Cashflow1)
Mio. €
780
-953
Mitarbeiter
Mitarbeiter (31. März)
Anzahl
104.034
111.262
-6
Fußnoten
1. Vorjahreszahlen angepasst aufgrund von Anpassungen der Kennzahlendefinition
NASA und DLR haben gemeinsam beschlossen, den Flugbetrieb von SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie) im September 2022 einzustellen. US-Raumfahrtbehörde folgt damit einer Empfehlung. Doch dank JWST dürfte das Grounding dieses Spezialteleskops im Spezialflugzeug (SP) verschmerzbar sein.
Das Missionsende für SOFIA kann man durchaus das Ende einer kleinen Ära nennen. „Diese Entscheidung beruht auf einer Empfehlung des `Decadal Survey‘ der National Academy of Sciences, Engineering and Medicine, in der die Prioritäten für die langfristige Ausrichtung der astronomischen Forschung in den USA erarbeitet werden. Diese Empfehlungen haben für die NASA eine hohe Verbindlichkeit“, erläutert Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. „SOFIA ist weltweit einzigartig und war mit Beginn des Regelbetriebs im Jahr 2014 mit insgesamt rund 800 Flügen für die Wissenschaft erfolgreich im Einsatz. Die Teams auf beiden Seiten des Atlantiks haben hervorragende Arbeit geleistet. Dafür gilt ihnen unser Dank!“
Suche nach neuen Forschungsfeldern für DLR und NASA
„Der Flugbetrieb von SOFIA hat auf hervorragende Art und Weise zu der langen Geschichte der deutsch-amerikanischen Kooperation beigetragen. Wir freuen uns, darauf aufzubauen“, betont NASA-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen. „In einem gemeinsamen Workshop im Sommer wollen wir mit dem DLR neue Projekte in wissenschaftlichen Zukunftsfeldern erarbeiten“.
Die wissenschaftlichen Daten von SOFIA sind in den NASA-Archiven für Astronomen weltweit verfügbar. Die zu einem Observatorium für Infrarot-Astronomie umgebaute Boeing 747SP hat ihre fünfjährige Haupt-Mission 2019 abgeschlossen und um weitere drei Jahre bis ins Jahr 2022 verlängert. Die SOFIA-Kooperation zwischen der NASA und der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR ist in einem beiderseitigen Abkommen vereinbart. Es legt die Verteilung der Arbeitspakete fest. Deutschland lieferte das weltweit einzigartige 2,7-Meter Teleskop, das in den Rumpf von SOFIA eingebaut ist, und beteiligt sich mit 20 Prozent an den Betriebskosten.
Im Gegenzug wurden Wissenschaftlergruppen aus Deutschland pro Jahr rund 30 Wissenschaftsflüge zugeteilt. Die NASA hatte die Boeing 747 gebraucht gekauft und für den Einbau des Teleskops entsprechend umgebaut. NASA führt zudem den Betrieb des Observatoriums von Palmdale in Kalifornien aus, dem Heimatflughafen von SOFIA. Das Flugzeugteleskop hat seit 2014 jährlich rund 100 wissenschaftliche Flüge absolviert.
Infrarot offenbart Blicke in die Milchstraße
Dabei wurden astronomische Objekte vor allem in unserer Milchstraße beobachtet. Das Infrarot-Observatorium ist auf Beobachtungen im fernen Infrarot spezialisiert. Damit liefert es insbesondere Beiträge zu Fragestellungen der Astro-Chemie und Astro-Physik. Das erste Molekül – Heliumhydrid – das im Universum vor knapp 14 Milliarden Jahren entstand, wurde von SOFIA 2019 erstmals astrophysikalisch nachgewiesen. Der Nachweis gelang mit dem Instrument GREAT, einer Entwicklung des Bonner MPIfR, der Universität zu Köln und des Berliner DLR-Instituts für Optosysteme.
Außerdem erforschte SOFIA, wie sich Galaxien entwickeln und wie Sterne und Planetensysteme aus interstellaren Molekül- und Staubwolken entstehen. Möglich wurde dies durch das in Deutschland entwickelte und gefertigte Spezial-Teleskop mit einem Durchmesser von 2,7 Metern und einem Gewicht von 17 Tonnen. SOFIA kann sechs verschiedene wissenschaftliche Instrumente nutzen, von denen drei aus Deutschland stammen – zwei Instrumente für das Fern-Infrarot und ein optisches Instrument.
Das fliegende Observatorium ist in Palmdale in Kalifornien stationiert und führt von dort aus die meisten Beobachtungsflüge durch. Es wurde aber auch weltweit für astronomische Beobachtungen eingesetzt, zuletzt im März 2022 in Chile und im März 2021 in Köln. Für Beobachtungen von astronomischen Objekten am Süd-Himmel wurde SOFIA regelmäßig von Christchurch in Neuseeland aus betrieben.
Die langwellige Strahlung des Infraroten durchdringt Galaxien- und Sternenstaub besser als das sichtbare Licht. Damit wird die Beobachtung von Objekten in eben diesen Wolken möglich. Das Betriebsende des darauf spezialisierten Teleskops ist damit durchaus ein Verlust für die Forschung. Doch für die Entscheidung, dieses Infrarotteleskop nicht mehr weiter zu betreiben, dürfte auch die erfolgreiche Platzierung des neuen Superteleskops JWST an seinem Lagrangepunkt 2 im All eine Rolle gespielt haben. JWST ist ebenfalls auf das ferne Infrarot spezialisiert und stellt mit seiner Leistungsfähigkeit selbst das berühmte Hubble Weltraumteleskop in den Schatten. Nach den derzeit laufenden Kalibrierungsarbeiten soll es im Sommer 2022 seinen Regelbetrieb aufnehmen und wird spannende Erkenntnisse auch von weit entfernten, alten Galaxien liefern. Es ist somit ein mehr als würdiger Nachfolger für SOFIA.
Die 30. Internationale Luftfahrtmesse AERO hat begonnen. Zwei Themenschwerpunkte stehen im Vordergrund der weltweit bedeutenden Messe: Einerseits der Neustart der Allgemeinen Luftfahrt nach der Corona-Pandemie und andererseits eine umfassende Nachhaltigkeitsinitiative, die quer durch die Branche geht. Alle wichtigen Firmen aus der Allgemeinen Luftfahrt sind am Bodensee präsent.
„Die diesjährige AERO ist die wichtigste AERO“, betont AERO-Macher Roland Bosch, der mit dem Start der globalen Leitmesse für die Allgemeine Luftfahrt gestern die Projektleitung der Veranstaltung an Tobias Bretzel, abgegeben hat. Bosch wird der AERO aber auch künftig als Senior Consultant erhalten bleiben.
633 Aussteller auf der AERO
633 Aussteller zeigen auf der AERO in diesem Jahr ihre Produkte und Dienstleistungen. Wie notwendig die Messe ist, unterstreicht die Vielzahl von neuen Flugzeugen und Produkten, die auf der viertägigen Veranstaltung vom 27. bis zum 30. April zu sehen sind. Kyle Martin, Vice President, European Affairs General Aviation Manufacturers Association (GAMA) erklärt: „Die Branche hat mit 2021 ein hervorragendes Jahr erlebt. Wir haben jedoch die Herausforderung, dass wir neue Piloten, Ingenieure und Techniker brauchen. Die GAMA hat eine Initiative für Vielfalt und Inklusion in der Luftfahrt gestartet, um die Menschen für die Luftfahrt zu inspirieren. Denn diese ist ein spannender Arbeitgeber.“
Dr. Nicolas von Mende, Vorstand Atlas Air Service AG sagt zum Auftakt der Messe: „Wir haben in der Pandemie ganz viele neue Kunden gefunden. Schon im August 2020 sahen wir wieder eine Erholung der Flugaktivitäten, 2021 sind wir mehr geflogen als vor Corona. Das Mehr an Flugaktivitäten setzt sich fort, dadurch stiegen auch die Wartungsaktivitäten, was positiv für alle Wartungsunternehmen ist. Die Supply Chain ist weniger eine Herausforderung als der Fachkräftemangel. Deutschland und die EU-Länder sind in der Lage, junge Leute zu begeistern. 10 Prozent der Belegschaft bei Atlas Air Service sind Auszubildende, die meisten bleiben. In anderen Ländern mit höherer Wechselbereitschaft, wie beispielsweise den USA, ist dieses Problem größer.“
AERO Halle A2: Drohne von dji, Typ M 300 (Quelle: Messe Friedrichshafen)AERO Halle A6: Stand von Garmin Navigation (Quelle: Messe Friedrichshafen)
Dominierende Themen auf der AERO sind die Bemühungen der Luftfahrt um eine größere Nachhaltigkeit. Messebesucher können sich über den aktuellen Stand bei der Entwicklung von neuen Antriebstechnologien und nachhaltig produzierten Treibstoffen informieren. Mit der HY4 zeigt das Stuttgarter Unternehmen H2FLY beispielsweise ein Flugzeug, das mit grünem Wasserstoff emissionsfrei von Stuttgart nach Friedrichshafen geflogen ist. Einen Tag nach der Landung stellte das Flugzeug auf einem Flug in Friedrichshafen mit einer Höhe von 7.230 Fuß (2.203 Meter) eine neue Bestleistung für Flugzeuge mit wasserstoff-elektrischem Antrieb auf.
H2FLY entwickelt seinen Antrieb als skalierbare Einheit, mit der ab 2025 auch ein 40-sitziges Regionalflugzeug mit einer Reichweite von rund 2.000 Kilometern fliegen soll. Prof. Dr. Ing. Josef Kallo, der Mitbegründer und CEO von H2FLY: „Wir müssen es schaffen, mit dem neuen effizienten Treibstoff Wasserstoff große Mengen an Transportkapazität zu realisieren. Wenn wir wirklich verändern wollen und die Emissionen minimieren wollen, brauchen wir Effizienz in der Energieversorgung und in den Treibstoffen: Die Währung der nächsten Jahre heißt Energie.“
Die Luftfahrtbranche investiert große Summen in Nachhaltigkeit
Die AERO hebt Firmen, die sich diesem Thema besonders widmen, durch den neuen AERO Sustainable Aviation Trail gesondert hervor. Dieser wird durch grüne Ballone über den Ständen der teilnehmenden Firmen besonders gekennzeichnet. Neben neuen Antrieben, besonderen Leichtbauweisen und zukunftsweisenden Technologien sind aber auch Energieunternehmen auf dem Trail zu finden, die begonnen haben, nachhaltig produzierte Treibstoffe für die Luftfahrt anzubieten, um Treibstoffe aus fossilen Quellen zu ersetzen.
Die Zulieferer und Zubehörhersteller blicken nach den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie optimistisch in die Zukunft, auch weil sie neue Geräte und Instrumente entwickelt haben, die den Piloten die Arbeit erleichtern und die Flugsicherheit weiter erhöhen. Trevor Pegrum, EMEA Aviation Sales & Marketing-Manager bei Garmin International, erläuterte beim Branchengespräch zum Auftakt der AERO: „Die Avionik-Industrie war nie gesünder als jetzt und investiert riesige Summen in Innovationen. Neue Technologien machen Flugzeuge sicherer.
Die Pandemie hat einige Überraschungen bereitgehalten: Während des Lockdowns haben die Menschen weiter investiert in neue Ausrüstung, vor allem in Autopiloten. Glascockpits sind weiter im Kommen, auch bei den Piloten steigt die Akzeptanz. Wir haben unsere Kunden in den vergangenen zwei Jahren nur online treffen können. Doch Online-Beratung ist nicht das gleiche wie ein persönliches Treffen. Wir sind glücklich hier auf der AERO zu sein. Es war noch nie so viel los am Garmin-Stand wie in diesem Jahr.“
AERO Halle A3: Stand von Kodiak und TBM, vorn TBM 940 (Quelle: Messe Friedrichshafen)AERO Halle A7: Stand von Elektra Solar, Tpy: Elektra Trainer (Quelle: Messe Friedrichshafen)
Ultraleicht- und LSA-Flugzeuge bilden sehr innovatives Segment der Allgemeinen Luftfahrt
Die Ultraleicht- und LSA-Flugzeuge brauchen sich mit ihren Flugleistungen nicht zu verstecken. Auf der AERO sind sie immer stark vertreten – da macht 2022 auch keine Ausnahme. Dirk Ketelsen, der CEO von Breezer Aircraft GmbH & Co KG: „Wir erleben guten Zuspruch. Die Einführung der 600-kg-Klasse hat zu einer erhöhten Nachfrage geführt. Auch wir sehen, dass Autopiloten wegen der erhöhten Sicherheit gerne genommen werden. Wir machen alles aus einer Hand, wir kaufen die Motoren und die Avionik, wir bauen die Flugzeuge im Norden. Das ist noch ‚made in Germany‘.“
Dr. Frank Liemandt, Sprecher Deutscher Hubschrauber Verband, erklärt im Branchengespräch: „Die Hubschrauberbranche ist gut durch ein weiteres schwieriges Jahr gekommen. Das liegt vor allem an der Vielseitigkeit der Einsatzgebiete. Wie wichtig Hubschrauber sind, hat sich unter anderem wieder deutlich bei der Hochwasserkatastrophe gezeigt. Besonderer Höhepunkt war auch, dass wir die Premiere der European Rotors veranstalten konnten und damit nun wieder eine jährliche VTOL-Show in Europa, dieses Jahr noch einmal in Köln haben.“
Die Luftfahrt kann auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken
Die Firma Junkers Flugzeugwerke AG transferiert diese Tradition in die Zukunft: Sie baut Originalrepliken der Junkers F13, des ersten Verkehrsflugzeugs der Welt sowie der Junkers A50 und der A60 – jeweils als Neuflugzeuge, die den heutigen Standards entsprechen. Auf der AERO haben die Junkers Flugzeugwerke das Konzept eines Nachbaus der berühmten Junkers Ju 52 vorgestellt, die mit neuen RED A03-Motoren künftig wieder als Neuflugzeug fliegen soll.
Allein im Gebiet der IHK Frankfurt am Main fehlen derzeit etwa 45.000 Fachkräfte. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Der Engpass beruflich qualifizierter Fachkräfte in den kommenden Jahren wird zunehmend zum Problem. Politische Themen, wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit und aktuell der Ukrainekrieg, verschlimmern den Personalnotstand weiter. Doch während dies vor allem kurz- bis mittelfristige Herausforderungen bei der Personalgewinnung mit sich bringt, ist es laut Simon Peschges, Chefvolkswirt bei der IHK Frankfurt am Main, der Strukturwandel, der die Fachkräftegewinnung langfristig erschwert. So sei vor allem der demografische Wandel ein häufig unterschätzter Faktor. Auch die Digitalisierung und die sich daraus ergebenden neuen Anforderungen für Fachkräfte verändern den Arbeitsmarkt deutlich. Laut dem Fachkräftemonitor der IHK geht man davon aus, dass ohne Gegenmaßnahmen im Jahr 2035 sogar 500.000 Fachkräfte fehlen werden.
Laut der Konjunkturumfrage der IHK Frankfurt am Main, die im Januar 2022 im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis sowie in der Stadt Frankfurt durchgeführt wurde, ist der Fachkräftemangel eines der größten Geschäftsrisiken für Unternehmen. Doch obwohl vor allem die Logistikbranche deutschlandweit das Fehlen geeigneter Arbeitskräfte beklagt, zeichnen Statistiken der Arbeitsämter ein anderes Bild. Beim Fachkräfteforum des Aircargo Club Deutschland diskutierten Vertreter der IHK, des Flughafen Hannovers sowie vom Logistic Training Center über Gründe und Auswirkungen des Fachkräftemangels sowie Lösungsansätze.
In der Logistikbranche fehlen Fachkräfte
Insbesondere der Logistikbranche fehlen Fachkräfte in dramatischem Ausmaß. Erstaunlich sei jedoch, dass es zwischen den Angaben der Unternehmen und den Zahlen der amtlichen Statistik eine Diskrepanz gebe, so Peschges. „Gesamtwirtschaftlich betrachtet stehen derzeit etwa 2,3 Erwerbslose für eine Arbeitsstelle zur Verfügung. Unter zwei spricht man von einem Fachkräftemangel. Im Gegensatz zum hohen angemeldeten Bedarf der Logistikbranche in unseren Befragungen, stehen gemäß der amtlichen Statistik jedoch 4 Erwerbslose in dem Bereich zur Verfügung. Für Berufe im technischen Luftverkehrsbetrieb sind es sogar 10. Wir fragen uns daher, woher diese Diskrepanz kommt? Passen die Arbeitssuchenden aufgrund ihrer Qualifikation nicht zu den ausgeschriebenen Stellen? Und besteht die Chance, durch Aus- und Weiterbildung die Leute fit zu machen?“
Dass die Statistiken jedoch nicht die ganze Realität abbilden, weiß Elke Wasser, Geschäftsführerin der Logistic Training Center GmbH. „Der Verkehrs- und Logistiksektor ist sehr divers und damit auch die Anforderungen an die Berufsfelder. Die Arbeitsagenturen können dies in ihren Statistiken kaum abbilden. Beispielsweise müssen Mitarbeiter im Bereich Luftfrachtabfertigung andere Qualifikationen vorweisen als ein Lagerist. Aus diesem Grund ist es so schwer für die Unternehmen, die passenden Mitarbeiter zu finden“, so Wasser.
Dr. Martin Roll, Geschäftsführer des Flughafen Hannovers, ergänzte: „Die Luftfahrt gilt zwar gemeinhin nach wie vor als beliebte Branche bei Arbeitskräften, jedoch sind die Anforderungen auch sehr hoch. Am Flughafen Hannover haben wir weniger Tonnagen im Frachtbereich als in Frankfurt, weshalb hier die Konkurrenz um geeignete Mitarbeiter innerhalb der Branche weniger groß ist und der Fachkräftemangel nicht ganz so ausgeprägt ist. Jedoch konkurrieren wir unter anderem mit dem Automobilsektor.“
Steigerung der Beschäftigungsquoten von Frauen und Älteren könnte Baustein sein
Was können Unternehmen also tun, um Personal für sich zu gewinnen und zu halten? Laut Simon Peschges sei dazu das Betätigen vieler Stellschrauben nötig. Die Steigerung der Beschäftigungsquoten von Frauen und Älteren könnte ein Baustein sein. Elke Wasser ergänzte, dass der Fokus noch stärker auf die Aus- und Weiterbildung gelegt werden müsse, um Arbeitslose zu aktivieren und neue Fachkräfte zu gewinnen. Ein weiterer Hebel seien internationale Fachkräfte. Dr. Martin Roll betonte zudem die Wichtigkeit von Wertschätzung, um Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten.
„Für den Standort Deutschland bedeutet ein Fachkräftemangel erhebliche Nachteile im internationalen Wettbewerb. Die Luftfracht mit ihren speziellen Personalanforderungen ist hiervon in besonderem Maße betroffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, noch mehr in die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften zu investieren. Hier ist auch die Regierung gefragt, Fördermöglichkeiten und Anreize für Unternehmen zu schaffen“, sagte Prof. Dr. Christopher Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland.
Wizz Air nimmt den Flughafen Saarbrücken in ihr internationales Streckennetz auf und startet am 14. Juni mit der neuen Verbindung vom Saarland nach Sarajevo.
Historie Sarajevos
Die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina und die Saar-Metropole erweitern das dicht geknüpfte Netz an Reisezielen, das Wizz Air seit Jahren erfolgreich in Europa knüpft. Ab 14. Juni geht es am Dienstag und am Samstag nonstop vom Saarland in die rund 300.000 Einwohner zählende Stadt, die weltweit mehrmals große Aufmerksamkeit erregt hat. So gilt das Attentat von Sarajevo, bei dem am 28. Juni 1914 der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand ermordet wurde, als Initialzündung des Ersten Weltkriegs. 1984 wurden hier die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Während des Bosnienkrieges litten Stadt und Bevölkerung unter einer mehrjährigen Belagerung.
„Heute ist Sarajevo die Hauptstadt eines jungen Landes und ein Wirtschaftszentrum mit viel Potential“, betont Wizz Air Pressesprecherin Zsuzsa Trubek. Der neue Partner-Flughafen Saarbrücken runde das Angebot in Deutschland sinnvoll ab. Bisher bedient Wizz Air zehn deutsche Airports mit seinen Strecken, die neben einem Schwerpunkt auf Ost-Europa längst auch weitere Verbindungen im Süden und Westen des Kontinents bieten.
Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Bremen und ab 14. Juni ab Saarbrücken.
Die NASA wird in diesem Jahr mit der Mission Artemis I nach fast 50 Jahren erstmals wieder ein Raumschiff zum Mond schicken. Nun sind die ersten beiden Passagiere Helga und Zohar auf dem Weg zur NASA nach Florida. Für den unbemannten Testflug werden die „Messpuppen-Zwillinge“ im Cockpit der Orion-Kapsel sitzen. Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geleitete MARE Experiment untersucht mit zwei baugleichen Phantomen die Strahlenbelastung während des gesamten bis zu sechswöchigen Fluges, speziell zugeschnitten auf den weiblichen Körper. Denn die NASA plant mit den Artemis-Flügen die erste Frau zum Mond zu schicken.
Forschende des Kölner DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin haben das Experiment erfolgreich vorbereitet und für den Einbau am Kennedy Space Center (KSC) der NASA nun ausgeliefert. Teil des Experiments ist auch eine Strahlenschutzweste, die erprobt wird. Der Start von Artemis I ist derzeit für den Sommer 2022 geplant. Der Aufbau und Einbau der Messpuppen soll rund vier Wochen vor dem eigentlichen Start beginnen.
Außerhalb des schützenden Erdmagnetfelds ist die Strahlenbelastung für den menschlichen Organismus deutlich erhöht. Der weibliche Körper reagiert darauf wegen strahlungsempfindlicher Organe wie der weiblichen Brust noch empfindlicher als der männliche Körper. Insgesamt ist die Strahlung eine der größten Herausforderungen für längere astronautische Missionen ins tiefere Weltall bis hin zum Mars. „Mit MARE, dem größten je außerhalb der Erdumlaufbahn geflogenen Strahlungsexperiment, wollen wir herausfinden, wie genau sich die Strahlungswerte während eines vollständigen Mondfluges für Astronautinnen verhalten und welche Strahlenschutzmaßnahmen dagegen hilfreich sein können“, sagt Dr. Thomas Berger, Leiter der Arbeitsgruppe Biophysik in der Abteilung Strahlenbiologie am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. „In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir Helga und Zohar an den DLR-Standorten in Köln und Bremen vollständig durchgecheckt unter anderem mit Tests zu Auswirkungen der Vibrationen beim Start der Mission Artemis I. Weiterhin haben wir einen vollständigen Testlauf des Aufbaus der Messpuppen durchgeführt, damit später am Kennedy Space Center alles reibungslos verläuft.“
Die „Messpuppen-Zwillinge“ sind weiblichen Körpern nachempfunden. Frauen haben ein allgemein höheres Krebsrisiko und darum gelten für Astronautinnen stets andere Strahlungsgrenzwerte als für ihre männlichen Kollegen. Geschlechtsspezifische Messungen mit Phantomen im All gab es bislang nicht. „Genauer sind beide Puppen aus Materialien hergestellt, die die menschlichen Knochen, Weichteile und Organe einer erwachsenen Frau nachahmen. Mehr als 10.000 passive Sensoren und 34 aktive Strahlungsdetektoren sind in die 38 Scheiben integriert, aus denen die Puppen zusammengesetzt sind“, erklärt MARE-Projektleiter Dr. Thomas Berger. Beide Phantome sind 95 Zentimeter groß und 36 Kilogramm schwer. Eine von ihnen – Helga – fliegt ungeschützt zum Mond, die andere – Zohar – trägt eine neu entwickelte Strahlenschutzweste, AstroRad genannt. Im Vergleich der beiden Datensätze lässt sich dann ermitteln, in welchem Ausmaß die von israelischen Partnern entwickelte Weste eine Astronautin vor schädlicher Strahlenbelastung schützen würde.
Die Erdatmosphäre und die Abschirmung des Erdmagnetfelds schützen uns vor dem größten Teil der Strahlung im Universum, einschließlich der Strahlung unserer Sonne. Wenn Astronauten die Erde verlassen, sind sie dem gesamten Spektrum der im Weltraum vorhandenen Strahlung ausgesetzt. Das Orion-Raumschiff wird in den ersten Stunden nach dem Start und bei der Rückkehr zur Erde zwei Perioden intensiver Strahlung durchlaufen, wenn es durch die Van-Allen-Gürtel fliegt, welche die vom Magnetfeld der Erde eingefangene Weltraumstrahlung beherbergen.
Wenn Orion über den Schutz des Erdmagnetfelds hinausfliegt, wird es einer härteren Strahlungsumgebung ausgesetzt sein als die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS in der erdnahen Umlaufbahn. Außerhalb der Van-Allen-Gürtel umfasst die Strahlungsumgebung im Weltraum energetische Teilchen, die von der Sonne bei Sonneneruptionen erzeugt werden, sowie Teilchen der galaktischen und extragalaktischen kosmischen Strahlung, die von außerhalb unseres Sonnensystems kommen.
„Die kosmische Strahlung ist eine besondere Herausforderung bei längeren Missionen im freien Weltraum, denn sie sorgt fortwährend für ein gewisses Level an energiereichen ionisierten Teilchen“, erklärt PD Dr. Christine Hellweg, Leiterin der Abteilung Strahlenbiologie am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. „Die Vielfalt der Teilchen in der kosmischen Strahlung reicht von Wasserstoff bis Eisen und weiter bis zum Uran.“
Anthropomorphe Phantome messen Strahlung
Helga und Zohar sind sogenannte anthropomorphe Phantome, dem menschlichen Torso nachempfundene Messkörper. Mit ihnen hat das DLR bereits viel Erfahrung: Zuletzt war ein Phantom, genannt Matroshka, des Kölner DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin zwischen 2004 und 2011 auf der ISS im Einsatz. Außen auf der ISS angebracht, sammelte das Phantom Strahlungswerte eines Astronauten, der einen Weltraumspaziergang absolviert. Außerdem hielt sich das Phantom in verschiedenen Teilen der Raumstation auf, um die Strahlenbelastung zu messen.
„Die Astronautinnen und Astronauten auf der Station sind einer Strahlenbelastung ausgesetzt, die etwa 250-mal höher ist als die der Menschen auf der Erde – in Köln. In größerer Entfernung vom Erdmagnetfeld und im interplanetaren Raum könnte die Strahlenbelastung bei Erkundungsmissionen noch viel höher sein – schätzungsweise bis zu 700 Mal höher“, erklärt Berger.
Schrittweise erweitert sich im Laufe des Sommers die Anzahl der Sonnenziele, die vom Flughafen Paderborn/Lippstadt erreichbar sind. Ab dem 02. Mai steuert die Fluggesellschaft Corendon vom Heimathafen wieder die beliebten griechischen Inseln an. Auf dem Flugplan bis Ende Oktober stehen vier wöchentliche Flüge, die sich auf die beiden Ziele Heraklion/Kreta und Rhodos verteilen und ab sofort buchbar sind.
Griechenland ab Flughafen Paderborn/Lippstadt
Los geht’s am Montag, 02. Mai, mit dem ersten Flug nach Heraklion/Kreta, den Corendon in den kommenden sechs Monaten jeweils am Montag und am Freitag durchführen wird. Am Dienstag, 03. Mai, folgt die Insel Rhodos, die im Sommer jeweils am Dienstag und Samstag vom Flughafen Paderborn/Lippstadt erreichbar ist. Corendon bedient die Flüge mit einer B738, die über 189 Sitzplätze verfügt.
Reiselust ungebrochen
„Die Osterferien haben gezeigt, dass die Reiselust der Menschen in unserer Region ungebrochen ist. Auch die vorliegenden Buchungen für die ersten Flüge auf die griechischen Inseln bestätigen diesen Eindruck. Nach und nach werden im Sommer weitere attraktive Ziele von unserem Flughafen erreichbar sein“, erläutert Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser.
Zum Geburtstag wurde am HAJ ein Geburtstagsbaum gepflanzt. Die beiden Geschäftsführer Dr. Raoul Hille und Prof. Dr. Martin Roll pflanzten die Rotbuche, den Baum des Jahres 2022, auf dem Gelände des Flughafens. Anschließend wurde der Baum von Pastor Karl-Martin Harms von der Ökumenischen Flughafenseelsorge und Pastoralreferentin Annette Burchardt gesegnet.
140 Bäume verlost
Doch nicht nur für den Flughafen gab es einen Geburtstagsbaum: unter den Nachbarn und Beschäftigten des HAJ wurden insgesamt 140 Bäume verlost, die ebenfalls von den glücklichen Gewinnern abgeholt wurden. Apfelbaum, Hainbuche, Baumhasel, Rotdorn und co. werden so zu einer wachsenden Erinnerung an den Geburtstag.
Bis zum 15. Mai läuft ein weiteres Gewinnspiel. Teilnehmer haben die Chance eins von sieben besonderen Erlebnissen am HAJ zu gewinnen, u.a. eine Fahrt mit einem Pushback-Fahrzeug oder ein Besuch auf dem Tower. Weitere Infos gibt es auf: www.hannover-airport.de/deinglueck.
Die Flugvermessungen beginnen an den genannten Tagen um 23:00 Uhr und sind um zirka 03:00 Uhr des darauffolgenden Tages beendet. Ein speziell hierfür ausgerüstetes Messflugzeug überprüft dabei die Präzision der Signale, die für sichere Landungen erforderlich sind. Untersucht werden beide Betriebsrichtungen, also Anflüge sowohl aus dem Osten als auch aus dem Westen kommend.
Das Instrumentenlandesystem der Centerbahn des Frankfurter Flughafens wird vom 28. April bis voraussichtlich 01. Mai 2022 vermessen. Sollte es dabei zu technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen kommen, müssen die Vermessungsflüge an einem späteren Ersatztermin fortgeführt werden. Dieser Zeitraum läge dann zwischen dem 06. und dem 08. Mai 2022.
Beechcraft Super King Air 350 erledigt Sonderflüge
Die Vermessung ist während des laufenden Betriebes geplant, je nach Verkehrsaufkommen und Wetterlage. Normalerweise findet dieser Flug nachts statt, da das hohe Verkehrsaufkommen es tagsüber nicht zulässt. Angesichts der aktuell reduzierten Anzahl der Flüge ist es jedoch möglich, diesen Vermessungsflug tagsüber durchzuführen. Zum Einsatz kommt dabei ein kleineres Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350. Die Maschine wird grundsätzlich und soweit es die vorgegebenen Flugprofile erlauben, Überflüge von Ortschaften vermeiden.
Das Instrumentenlandesystem unterstützt den Luftfahrzeugführer bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen durch die elektronische Definition von Anflugkurs und Gleitwinkel durch Signalgeber am Boden. Die Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt. Nur durch Vermessungsflüge mit speziell dafür ausgerüsteten Flugzeugen kann die Präzision dieser Signale überprüft werden.
Die Startkapazitäten am Flughafen DUS werden weiter hochgefahren. Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Verkehrsnachfrage bereiten sich die Deutsche Flugsicherung (DFS) und der Düsseldorfer Airport an zwei Tagen im April auf die später folgende Nutzung beider Start- und Landebahnen im Regelbetrieb vor.
Als größter Airport in NRW verfügt der Düsseldorfer Flughafen über zwei Start- und Landebahnen, von denen seit der Pandemie seit über zwei Jahren nur die südliche Hauptbahn genutzt wird. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Verkehrszahlen jedoch deutlich gestiegen. Für die jetzigen Osterferien erwartet der Düsseldorfer Flughafen etwa 6.600 Starts und Landungen mit rund 800.000 Passagieren, davon allein über 160.000 Reisende am letzten Ferienwochenende.
Beide Bahnen im Towersimulator
Um die bekannten Betriebsabläufe im Zweibahnbetrieb wieder vollständig zu harmonisieren, werden am Freitag, 22. April und 29. April jeweils zwischen 16:00 und 20:00 Uhr beide Pisten zur Abwicklung des Flugverkehrs genutzt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat sich bereits in den vergangenen Monaten intensiv auf steigende Verkehrszahlen vorbereitet. So haben die auszubildenden Towerlotsen ganz gezielt Schulungen für den Zweibahnbetrieb im Towersimulator der DFS in Langen durchlaufen. Das entspricht dem auch sonst üblichen Ablauf der Ausbildung. Zunächst werden Verkehrssituationen im Simulator geübt, anschließend im Live-Verkehr unter Aufsicht eines erfahrenen Fluglotsen geprobt.
Für Freitag, 22. April, sind in Düsseldorf mehr als 430 Flugbewegungen geplant. Für den 29. April erwartet der Flughafen rund 450 Starts und Landungen. Davon finden rund 120 Abflüge und Ankünfte während des jeweils geplanten Zweibahnbetriebs statt. Die südliche Hauptbahn (05R/23L) verfügt über eine Länge von 3.000 Metern, die parallele Nordbahn (05L/23R) über eine Länge von 2.700 Metern. Beide Runways liegen in einem 500-Meter-Abstand nebeneinander. Grundsätzlich wird im zivilen Luftverkehr entsprechend der internationalen Empfehlungen gegen den Wind gestartet und gelandet. Da der Wind in der Region hauptsächlich aus westlichen Richtungen kommt, werden etwa 80 Prozent aller Starts und Landungen in Richtung Westen, also Meerbusch-Büderich, durchgeführt. Somit finden rund 20 Prozent aller Starts und Landungen bei Ostwind in Richtung Ratingen statt.
Damit der P-3C Seefernaufklärer in die Lüfte aufsteigen kann, müssen auf dem Fliegerhorst Nordholz zuvor viele Hände zusammenarbeiten. Bereits drei bis vier Stunden vor Ankunft der Besatzung sind die Techniker zur Stelle, um seiner Aufgabe – der Aufklärung über dem Mittelmeer – nachzukommen.
Die P-3C Orion ist auf dem Weg zur internationalen Mission EUNAVFOR MED übers Mittelmeer. Doch dazu müssen eine Reihe an Technikern für einen reibungslosen Betrieb sorgen. Noch zieht ein feiner Sprühregen zieht über die Rollbahn. Es wird noch Stunden dauern, bis die Sonne über der Nordsee aufgeht. Doch hier arbeiten bereits mehrere Soldaten an einem viermotorigen Propellerflugzeug, einer P-3C Orion. Die Techniker vom Flugdienst sind sowohl vor als auch nach dem Flug gefragt. Ohne sie wäre ein wesentlicher deutscher Beitrag an der erfolgreichen Mission EUNAVFOR MED nicht denkbar. Sie bereiten das Flugzeug für einen Einsatz über dem Mittelmeer vor. Wenn die Besatzung morgens gegen 06:30 Uhr an Bord geht, haben die Techniker des Flugdienstes bereits drei bis vier Stunden an dem Flugzeug gearbeitet.
Waffensysteme und Selbstschutz
Die Vorbereitungen beginnen mit der Arbeit der Waffensystemelektroniker. Sie führen zuerst den Counter Measures Dispensing System (CMDS) Check durch. Dahinter verbirgt sich das Prüfen der Täuschkörperwurfanlage des Flugzeuges. Dank dieser kann sich die P-3C effektiv gegen Lenkflugkörper schützen. Während die Waffensystemelektroniker die Ausstoßpatronen für die Sonarbojen sowie die Täuschkörper der Selbstschutzanlage aus dem Munitionsbunker holen, bereiten die restlichen Techniker das Flugzeug weiter vor. Es wird aus der Halle auf das Vorfeld geschleppt und dort betankt.
Die Rettungsmittel, zum Beispiel die Fallschirme, werden an Bord gebracht. Gewissenhaft werden in einer Sicht- und Funktionskontrolle die Hydraulik, die Flugsteuerung, die Flugelektronik und die Triebwerke der P-3C überprüft. Erst dann wird die Munition für die Täuschkörperwurfanlage geladen. Bei dieser Arbeit gelten besonders restriktive Sicherheitsmaßnahmen. Die anderen Fachgruppen müssen auf das Ende dieser Arbeiten warten. Schließlich meldet der Einsatzsteuerer den Abschluss aller vorbereitenden Arbeiten.
„Im Flugdienst ist es wichtig, dass wir schnell und präzise arbeiten“, erklärt Oberbootsmann André H. in seinem Büro in der Werft auf dem Fliegerhorst Nordholz. Unter seiner Führung werden in einer Halle, die mehrere Fußballfelder groß ist, die Seefernaufklärer P-3C Orion der Deutschen Marine gewartet. Die Waffensystemelektroniker des Flugdienstes sind für die gesamte Elektrik der P-3C verantwortlich: von der kleinsten Glühbirne bis hin zum großen Schaltgerät oder Generator.
Von Nordholz zum Mittelmeer
Der Flugdienst hat eine klare Aufgabe – das Flugzeug bei einer Störung schnellstmöglich reparieren. Die Flugstunden zu halten und somit sicherzustellen, dass die geplanten Flüge stattfinden können. Gerade die Flüge der Mission EUNAVFOR MED sind eine Beanspruchung für Mensch und Maschine. Vom niedersächsischen Nordholz geht es quer über Deutschland und die Alpen bis nach Sizilien. Im dortigen Sigonella tankt die Maschine auf, um anschließend ihre Überwachungsflüge über dem zentralen Mittelmeer durchzuführen. Anschließend geht es wieder zurück nach Nordholz. Wenn die Maschine wieder landet, hat sie einen etwa zwölfstündigen Flug hinter sich.
„Stress ist in unserem Job ein Killer“, bringt es der Oberbootsmann auf den Punkt. „Wir sind nicht in der Lage, den Warnblinker zu setzen und rechts rauszufahren. Wenn wir fliegen, muss alles einwandfrei funktionieren.“ Auf diese Verantwortung sind die Soldatinnen und Soldaten des Flugdienstes durch eine lange und intensive Ausbildung gut vorbereitet worden. Im Schnitt dauert diese Ausbildung etwa vier Jahre. Mit der Zeit kommt dann auch die Erfahrung und man lernt, wie man strukturiert und schnellstmöglich eine Störung am Flugzeug abarbeitet.
Unvorhersehbare Zwischenfälle
„Es ist sehr abwechslungsreich“, berichtet André H. „Im Flugdienst mache ich nicht nur eine Sache, sondern blicke auch über den Tellerrand hinaus. Die anderen Fachgruppen zu unterstützen ist selbstverständlich. Sprichwörtlich sitzen wir alle in einem Boot, denn es ist unser gemeinsames Ziel, ein Flugzeug an den Himmel zu bekommen.“ Langeweile oder Routine kommen nicht auf, schließlich sei jede Störung anders. An der P-3C gibt es viel Elektrik, Kilometer an Kabeln, unzählige Stecker, Schaltgeräte und Relais.
Bei Manchen der auftretenden Störungen handelt es sich lediglich um Kleinigkeiten. Andere erfordern jedoch ein tiefes Eintauchen in die Materie des Flugzeuges. Als vor einiger Zeit ein Schlauch des Enteisungssystems der Tragflächen brach, war ein großer Teil der Technik betroffen. Die Techniker des Flugdienstes mussten eine Woche lang und rund um die Uhr im Dreischichtbetrieb an der Reparatur und Instandsetzung der P-3C arbeiten – schließlich liegt nicht weniger als die Sicherheit der Besatzung in ihren Händen.
Drohnen erobern mehr und mehr den Luftraum. Dafür bedarf es Regelungen, um die Sicherheit im Luftverkehr nicht zu gefährtden. Austro Control und Frequentis entwickeln eine Zusammenarbeit weiter, und starten den Aufbau einer Verkehrsmanagement-Lösung zur sicheren Integration von Drohnen in den österreichischen Luftraum.
Die Zahl der Drohnen im österreichischen Luftraum steigt kontinuierlich. Damit Drohnen auch in Zukunft sicher unterwegs sind, braucht es eigene Verkehrsmanagement-Systeme mit automatisierten Lösungen. Austro Control setzt dabei auf den Aufbau eines UTM – (Unmanned Aircraft System Traffic Management) Systems mit Frequentis.
Die Zusammenarbeit ist das Ergebnis eines umfangreichen öffentlichen Vergabeverfahrens, an dem mehrere führende Unternehmen aus der Technologie-Branche seit Herbst des vergangenen Jahres teilgenommen haben. Das System soll Anfang 2023 in Betrieb gehen.
Cloudbasiert: Effizient Luftraum checken
Das neue System bietet Vorteile für beide Seiten: Für Drohnenpiloten einerseits und für die Fluglotsen von Austro Control andererseits. Mit dem neuen digitalen Verkehrsmanagementsystem kann sichergestellt werden, dass Flugfreigaben künftig auch für Drohnen noch schneller sicher und effizient in einem Bereich abgewickelt werden, wo sowohl bemannte als auch unbemannte Luftfahrzeuge unterwegs sind.
„Drohnen zählen für Austro Control zu den zentralen Zukunftsthemen. Die Einsatzmöglichkeiten im gewerblichen Bereich kennen kaum Grenzen. Gleichzeitig gibt es seit einigen Jahren einen regelrechten Drohnen-Boom im Privatbereich. Für diese Entwicklungen braucht es eine Neudefinition des Luftraums. Mit dem Verkehrsmanagement-System werden wir das Drohnen-Fliegen in Österreich in Zukunft noch sicherer gestalten“, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.
Notdienste mit Drohnen in der Luft
„Das neue UTM-Drohnen-Verkehrsmanagement-System ist durch die mögliche Einbettung verschiedenster Services und die Anbindung weiterer Nutzergruppen, wie z.B. Blaulicht-Organisationen, Wegbereiter eines Ökosystems, das dem steigenden Bedarf an Drohnenflügen in einem reglementierten Luftraum gerecht wird“, erklärt Norbert Haslacher, CEO Frequentis. „Wir freuen uns, dieses zukunftsweisende Projekt mit unserem langjährigen Partner Austro Control gemeinsam umzusetzen.“
„Wir haben mit Frequentis einen Partner gewonnen, der einen ausgezeichneten Ruf als verlässlicher und erfahrener Technologieanbieter in der Luftfahrt hat. Mit der Implementierung unseres neuen Drohnen-Verkehrsmanagement-Systems gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Durch Digitalisierung und Automatisierung schaffen wir als Flugsicherung eine wesentliche Voraussetzung für die sichere und effiziente Integration von Drohnen im österreichischen Luftraum“, sagt Austro Control Geschäftsführer Philipp Piber.
Digitaler Flugplan im kontrollierten Luftraum
Mit der cloudbasierten UTM-Lösung von Frequentis beruht die künftige Kommunikation zwischen Drohnenpiloten und Austro Control auf Digitalisierung und Automatisierung. In der ersten Stufe des gemeinsamen Projekts stehen die digitale Übermittlung von Drohnen-Flugplänen und die Freigabe von Drohnenflügen in kontrollierten Lufträumen durch die Flugsicherung auf dem Plan. In der Folge werden, im Einklang mit den gerade in Umsetzung befindlichen EU-Verordnungen, die Identifikation von Drohnen und die Warnung vor gesperrten Lufträumen im System aktiviert.
Die wichtigsten Features und Services, die stufenweise über die nächsten Jahre implementiert werden sind:
Eine intuitive Applikation für Fluglotsen sowie eine mobile Applikation für Drohnen-Piloten ermöglichen in Echtzeit
Luftraumregeln und -beschränkungen festzulegen,
Flugpläne zu überprüfen und
Freigaben für Drohnen-Flüge zu erteilen.
Warnungen vor – auch kurzfristig – gesperrten Lufträumen
Digitalisierung der bisher manuellen Freigaben von Flügen und damit eine massive Verbesserung der Services für Drohnenpiloten
Ein Verkehrsmanagement-System für Drohnen unterstützt auch die österreichische Wirtschaft, die neue Dienste am Markt durch den Einsatz von Drohnen etablieren will
Aus Sicht des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie wird das Projekt des Aufbaus einer Drohnenmanagement-Lösung zur sicheren Integration von Drohnen in den österreichischen Luftraum begrüßt und unterstützt. Durch die Zusammenarbeit von Austro Control, die das „Know how“ der sicheren Führung und Lenkung von Luftfahrzeugen mitbringt, und der Firma Frequentis, als erfahrenem Technologieanbieter in der Luftfahrt, werden Lösungen erarbeitet, die richtungsweisend für die Zukunft der Luftfahrt, im Besonderen durch Lenkung von bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen nicht nur in Österreich, sein werden.
Das Vergabeverfahren für diesen Auftrag an Frequentis wurde durch Rechtsanwalt Harald Küchli von der Kanzlei SHMP Schwartz Huber-Medek Pallitsch Rechtsanwälte GmbH begleitet. Die Inbetriebnahme und somit die Nutzung des neuen Systems für die Flugsicherung Austro Control und für Drohnenpilotinnen und -piloten ist Anfang 2023 geplant.
Eurowings Discover bekommt einen Betriebsrat. Besonders erfreulich für die beteiligten Gewerkschaften ist der große Zuspruch aus den unterschiedlichen Beschäftigungsgruppen.
Am 13. April hat in der Stadthalle Flörsheim eine erfolgreiche Wahlversammlung zur Gründung eines Betriebsrates bei der Lufthansatochter Eurowings Discover stattgefunden. Dabei konnte ein dreiköpfiger Wahlvorstand gewählt werden, um die ordnungsgemäße Wahl durchzuführen. Erst seit der Änderung des §117 Betriebsverfassungsgesetz ist es seit dem 01. Mai 2019 auch den Besatzungsmitgliedern in deutschen Flugbetrieben möglich, einen Betriebsrat zu gründen. Davor waren sie von der gesetzlichen Regelung ausgenommen und hatten nur über einen Tarifvertrag Personalvertretung (TVPV) die Möglichkeit, ihre Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen.
Beschäftigte: An einem Strang ziehen
„Die Kandidatenlage ist gut, sodass alle Beschäftigtengruppen des Unternehmens am Boden und in der Luft im Betriebsrat repräsentiert sein können. Im Sinne der Diversität erfreut es mich natürlich besonders, dass sich auch Pilotinnen in die Betriebsratsarbeit einbringen wollen. Nach anfänglichem Zögern bringt sich der Arbeitgeber mittlerweile konstruktiv in den Prozess ein und wir sind optimistisch, dass wir auf dieser Basis eine erfolgreiche Betriebspartnerschaft etablieren werden“, so Stefan Herth, Präsident der Vereinigung Cockpit (VC).
„Die Grundsteinlegung für einen Betriebsrat ist nicht weniger als ein Meilenstein für die Kolleginnen und Kollegen der Eurowings Discover“, so Maximilian Kampka, Tarifreferent bei der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation. „Die Arbeitsbedingungen machen Mitbestimmung nämlich bitter nötig“, ergänzt Kampka.
Bei den positiven Nachrichten aus Flörsheim darf nicht vergessen werden, dass erst vor rund zwei Wochen auch bei German Airways ein neuer Betriebsrat etabliert werden konnte. Bei der stark von der Corona-Pandemie gebeutelten Airline wurde am 31. März die Wahl für einen Betriebsrat aus Cockpit und Kabine erfolgreich beendet und das neue Gremium hat die Arbeit aufgenommen.
Condor startet wieder ab Nürnberg, und das zunächst mit einem Airbus A330, in Richtung Mallorca. Aus Nürnberg wird Palma täglich angeflogen.
Condor betreibt eine Flotte von über 50 Flugzeugen, die vom unternehmenseigenen Wartungsbetrieb, der Condor Technik GmbH, nach höchsten Sicherheitsstandards gewartet werden. In Nürnberg ist Condor mit Unterbrechungen bereits seit den 1970er Jahren vertreten und setzte von hier aus sogar die legendären Condor-Boeing 747-Jumbojets „Max“ und „Moritz“ ein. „Willkommen zurück, Condor!“, begrüßte denn auch Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe die Rückkehr der Airline.
„Die Marke Condor ist bekannt wie kaum eine andere und wird mit hoher Zuverlässigkeit, Qualität und Sympathie verbunden. Condor stellt damit eine ideale Ergänzung unseres touristischen Angebots dar.“, so Hupe. Dabei erscheint der Ferienflieger von Condor in neuen Farben, die Airline hat kürzlich einen neuen Markenauftritt vorgestellt: Die Ferienflieger tragen künftig Streifen in fünf Farben. Inspiriert von Sonnenschirmen, Badetüchern und Strandliegen entwickelte Condor damit ein unverwechselbares Markenzeichen.
Noch nie gab es so viele Flüge auf die Lieblingsinsel der Franken: Mit Ryanair, Eurowings, Corendon und jetzt Condor gehen gleich vier Fluggesellschaften an den Start und bieten zusammen eine Kapazität von rund einer halben Million Sitzplätzen für den Sommer 2022 an. In der Hochsaison ab Mitte Mai sind bis zu 46 Abflüge pro Woche geplant. Tickets für den Flug oder Pauschalreisen gibt es im Reisebüro oder bei den Airlines.
Bei den Aktionstagen in Kelheim war auch der DRF e.V. war mit einem Stand vor Ort und informierte über die Möglichkeiten, die rot-weißen Luftretter mit Spenden oder einer Fördermitgliedschaft bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Dabei standen Helfen zum Anfassen und Ausprobieren am Freitag und Samstag auf dem Programm. Bei den von der Stadtverwaltung organisierten Aktionstagen des Helfens stellten sich lokale und regionale Hilfs- und Rettungsorganisationen vor, sprechen über ihre Arbeit und beantworteten Fragen. So auch die Station Regensburg der DRF Luftrettung. Sie war mit einem Hubschrauber H145 mit von der Partie und gewährte Interessierten Einblicke in das Innere der fliegenden Intensivstation. Man konnte auch den Rettungshund besuchen. Die Tiere müssen für ihren Einsatz im Rettungshubschrauber lernen, keine Angst vor den Fluggeräten zu haben.
Bei den Aktionstagen in Kelheim war auch der DRF e.V. (Quelle: DRF Luftrettung)
Notfallretter der Region kennengelernt
Robert Weißflog, üblicherweise als Notfallsanitäter auf Christoph Regensburg im Dienst und mit Pilot Georg Fuhrmann sowie der Leitenden Hubschrauberärztin Dr. Katrin Judemann in Kelheim am Start, zieht eine positive Bilanz: „Es war wirklich schön, nach der langen Corona-Pause wieder mit der Bevölkerung in Kontakt kommen zu können. Das Interesse am Hubschrauber und an unserer Arbeit war groß und wir konnten eine Menge Fragen beantworten. Es hat uns sehr gefreut zu sehen und zu hören, dass sich die Menschen in der Region mit Christoph Regensburg identifizieren und ihnen ‚ihr‘ Hubschrauber am Herzen liegt. Schön war auch der Austausch mit anderen Rettungsdienstorganisationen, mit denen wir ja im Einsatz Hand in Hand arbeiten.“
Rund 90.000 Passagiere werden in den kommenden Osterferien den Flughafen Memmingen für eine Reise nutzen. Damit erreicht der Airport das Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Für Kurzentschlossene gibt es eine gute Nachricht: Noch finden sich unter den 48 aktuellen Verbindungen freie Plätze, so dass ein Last Minute Osterurlaub möglich ist.
Entspannte Tage am Strand oder ein interessanter Stadtbummel sowie Besuche bei Verwandten und Freunden stehen ganz oben bei den Wünschen für die anstehenden Osterferien. „Viele haben schon früh ihre Reisen gebucht“, erläutert Airport Vertriebsleiter Marcel Schütz. „Doch es gibt auf ausgewählten Strecken noch freie Plätze für eine Last Minute Reise zum Osterhasen.“ Wer Meister Lampe in Italien besuchen möchte, kann Coniglietto di Pasqua, wie er bei unseren südlichen Nachbarn heißt, im Flug von Memmingen nach Pisa, Pescara oder Lamezia Terme erreichen. Ryanair bietet noch freie Sitzplätze für Nonstop-Flüge nach Bella Italia. Mit weiteren Zielen wie Brindisi, Palermo, Catania und Alghero auf Sardinien verfügt Memmingen heuer über ein sehr umfangreiches Italien-Angebot. Sonne satt verspricht auch Spanien. Die neue Verbindung nach Santiago de Compostela im Nordwesten lädt zur Entdeckung Galiziens und zur Besinnung auf dem Jakobs-Weg ein.
Wer den hohen Norden bevorzugt, sollte Billund als Reiseziel ins Auge fassen. Die dänische Stadt bietet als größte touristische Attraktion den international bekannten Freizeitpark Legoland. Aber auch die Nähe zu Nord- und Ostsee macht die Region Südjütland zu einem beliebten touristischen Ziel. Eine eindrucksvolle Städtereise verspricht Riga, die Hauptstadt Lettlands. Berühmt ist die alte Hansestadt für ihre Jugendstilbauten und die gut erhaltene Altstadt. Zudem erweist sie sich als idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise durch die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.
Mallorca ab Mai
Wer nicht in den Osterferien reisen möchte oder muss, der kann danach eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen nutzen: Ab 3. Mai geht es nämlich mit Eurowings nonstop ab Memmingen nach Mallorca. Der Trip auf die Insel steht dann jeweils am Samstag, Dienstag und Donnerstag auf dem Flugplan. Noch sind Plätze frei. Geflogen wird aber dank Ryanair auch bereits vorher. Mit bis zu 13 Flügen pro Woche zählt Mallorca heuer zu den Top-Destinationen ab Memmingen.
Zwei Stunden vor Abreise
Allen Reisenden rät Marcel Schütz, genug Zeit für die Abreise am Airport einzuplanen. „Zwei Stunden sollten das mindestens sein.“ Denn noch immer gelte es, die jeweiligen Einreiseformulare zu checken. Die Reisenden sollten sich vorab genau über die Bestimmungen in ihrem Reiseland informieren und die notwendigen Unterlagen ausfüllen. Von großem Vorteil sei es auch, den Parkplatz am Flughafen vorab online zu buchen
Rom, das man gerne mit Dolce Vita verbindet, ist nun nonstop ab Dortmund erreichbar. Wizz Air, die am schnellsten wachsende Airline Europas, eröffnet die neue Strecke in die Ewige Stadt am 05. September. Dann geht es drei Mal pro Woche – Montag, Mittwoch und Freitag – auf direktem Weg von Dortmund nach Rom Fiumicino. Die neue Verbindung eignet sich sowohl für einen herbstlichen Städtetrip wie für eine ausgedehnte Italien-Rundreise. Für den Rückflug kann man auch die Wiz Air Verbindungen von Bari und Catania nach Dortmund nutzen. Tickets sind bereits buchbar.
Wizz Air Abflughäfen
Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover und Bremen.
Markteintritt für Emirates Group-Tochter in Deutschland: dnata hat die Erweiterung seiner Präsenz in Europa durch die geplante Übernahme des deutschen Frachtdienstleisters Wisskirchen Handling Services (Wisskirchen) – vorbehaltlich behördlicher Genehmigung – angekündigt. Mit dem Eintritt in den deutschen Markt wird dnata seine Position als führender globaler Anbieter von Frachtdienstleistungen weiter ausbauen.
Wisskirchen ist alleiniger Betreiber des Köln-Bonner Frachtzentrums, einer 12.000 Quadratmeter großen Anlage am Flughafen Köln/Bonn (CGN), die mit einem Team von rund 180 hochqualifizierten Mitarbeitenden eine umfassende Palette von Frachtdienstleistungen anbietet. Das Unternehmen schlägt jährlich mehr als 85.000 Tonnen Fracht um, darunter allgemeine Transportgüter, verderbliche Waren, Pharmazeutika, Gefahrgut, Elektronik und weitere Konsumgüter.
Der Flughafen Köln-Bonn ist im Frachtbereich der drittgrößte Flughafen in Deutschland und verfügt über erhebliche weitere Wachstumskapazitäten. Er ist 24 Stunden am Tag in Betrieb und ideal ans Straßenverkehrsnetz angebunden. Im Jahr 2021 stieg der Frachtumschlag am CGN im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent – ein neuer Jahresrekord.
dnata hat mit Oliver Hellwig, dem Eigentümer von Wisskirchen, Vereinbarungen zum Erwerb von 100 Prozent der Unternehmensanteile getroffen. Über die Einzelheiten der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz in Deutschland.
Stewart Angus, Regional CEO Europe bei dnata: „Wir freuen uns, unsere erste Investition im Frachtbereich in Deutschland bekannt zu geben. Sie ist Teil unserer kontinuierlichen und umfassenden Engagements in die Frachtinfrastruktur. Seit 2014 haben wir in neun neue Frachtanlagen in Europa investiert. Wir freuen uns darauf, eine entscheidende Rolle in der nächsten Entwicklungsphase des Flughafens Köln/Bonn als wichtiges Frachtdrehkreuz zu spielen und ich möchte Oliver Hellwig für seine Professionalität während dieses Prozesses danken.“
Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung des Köln Bonn Airport, ergänzt: „Wir freuen uns, mit dnata einen renommierten Global Player im Bereich der Flughafendienstleistungen in Köln/Bonn begrüßen zu dürfen. Das Engagement von dnata wird seinen Teil dazu beitragen, die Frachtabfertigungs-Effizienz in unserem Cargo Center weiter zu steigern und ist ein Beleg für die hohe Standortqualität des Köln/Bonner Flughafens sowie für seine zentrale Bedeutung als wichtigstes Logistikdrehkreuz in Nordrhein-Westfalen.“
In den vergangenen Jahren hat dnata erhebliche Investitionen in eine moderne Infrastruktur getätigt, um sein Frachtangebot zu verbessern. Dazu gehörten die Eröffnung neuer, hochmoderner Frachtanlagen in Manchester (Großbritannien), Karachi und Lahore (Pakistan) sowie zusätzliche Frachtkapazitäten und Infrastruktur in Brüssel (Belgien), Sydney (Australien) und Toronto (Kanada). Kürzlich hat dnata angekündigt, mehr als 200 Millionen Euro in seine Aktivitäten in Amsterdam (Niederlande) zu investieren und eine der größten und modernsten Frachtanlagen der Welt am Flughafen Schiphol zu betreiben. Darüber hinaus wird dnata in diesem Frühjahr die zweite Phase des Projekts dnata City East in London Heathrow (UK) starten.
Emirates, die größte internationale Fluggesellschaft der Welt, reagiert auf die steigende Reisenachfrage nach Mauritius und fliegt den Inselstaat ab dem 01. Juli zweimal täglich mit ihrem A380-Flaggschiff an. Derzeit führt Emirates eine tägliche Flugverbindung mit Jets des Typs Boeing 777-300ER durch. Mit der sukzessiv steigenden Flugnachfrage weitet die Fluggesellschaft ihre Frequenzen zwischen dem 09. April und Ende Juni von täglichen auf neun wöchentliche Flüge aus – ab Juli stehen dann zwei tägliche Verbindungen auf dem Flugplan. Emirates bedient das Ziel im Indischen Ozean bereits seit 20 Jahren an und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur lokalen Wirtschaft und zum Tourismus.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Flugverbindungen zu diesem Top-Ziel im indischen Ozean und unser A380-Streckennetz pünktlich zur Sommersaison weiter ausbauen“, so Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe. „Mauritius ist traditionell aus Deutschland heraus stark nachgefragt und ab Juli haben unsere Fluggäste wieder die Möglichkeit, das Inselparadies nahtlos mit unserer beliebten A380 von allen vier deutschen Abflughäfen via Dubai zu erreichen.“
Die Emirates A380
Die Emirates A380 ist mit ihren 14 First Class-Privatsuiten, 76 Flachbettsitzen in der Business Class und 426 großzügigen Sitzplätzen in der Economy Class bei Reisenden nach wie vor sehr beliebt. Passagiere, die von und nach Mauritius fliegen, können sich auf die geräumigen und komfortablen Kabinen und die unverwechselbaren Bordprodukte und Services des Flugzeugs freuen, darunter die kultige Bord-Lounge und die Spa-Duschen. Gäste aller Klassen genießen auf ihren Flügen die regional inspirierte Küche preisgekrönter Köche und Nonstop-Unterhaltung mit ice, dem Bordunterhaltungsprogramm von Emirates, das über 5.000 Kanäle mit Filmen, Serien, Musik, Podcasts, Hörbüchern, Spielen und vielem mehr bietet.
Emirates hat ein umfassendes Maßnahmenpaket am Boden und an Bord eingeführt, um seinen Passagieren an jedem Reiseabschnitt die höchsten Sicherheits- und Hygienestandards zu bieten. Fluggäste, die von Dubai aus starten, können die Vorteile der hochmodernen kontaktlosen Technologie nutzen, um ihren Weg durch den Flughafen zu erleichtern.
In Zusammenarbeit mit der Reisemesse OWL Touristik und Handels GmbH führt der Flughafen Paderborn/Lippstadt am Samstag und Sonntag, 07. und 08. Mai, eine Reisemesse im Terminal durch. An beiden Tagen läuft die Veranstaltung am Muttertags-Wochenende in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, der Eintritt ist kostenfrei. Interessierte Aussteller sollten sich zeitnah melden, einige Plätze können noch belegt werden.
Großes Rahmenprogramm
Am 07. und 08. Mai wird das Terminal des Heimathafens zur Bühne für den Sommer-Urlaub. Mehrere touristische Aussteller werden sich präsentieren, ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Türkei. Auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen: So gibt es Helikopter-Rundflüge, einen Fallschirmsprung des Weltrekord-Teams um den Steinhäuser Horst Salmen und verschiedene kulinarische Köstlichkeiten passend zu den Destinationen. Das Flughafen-Maskottchen Homie wird die kleinen Gäste im Rahmen eines Kinderprogramms begeistern.
Führungen am Flughafen
Außerdem führt der Flughafen mehrere Führungen durch, für die sich Interessenten direkt vor Ort am Airport-Stand anmelden können. Und noch ein Bonbon wartet auf die Besucherinnen und Besucher: Alle Kunden, die an den beiden Veranstaltungstagen in den Reisebüros am Heimathafen buchen, parken während ihres Urlaubs kostenfrei. Und natürlich gibt es für alle Mütter am Sonntag eine kleine Überraschung.
Für die Außenflächen nimmt der Flughafen noch Aussteller aus allen Bereichen entgegen. Interessenten sollten sich zeitnah unter event@airport-pad.com melden, da die noch verfügbaren Stellplätze begrenzt sind.
LOT Polish Airlines, Mitglied der Star Alliance, baut das Streckennetz in Richtung Zentralasien weiter aus und nimmt ab dem 27. Mai erstmals Linienflüge nach Baku auf. Insgesamt wird die Hauptstadt von Aserbaidschan viermal pro Woche nonstop ab Warschau bedient.
Die neuen Flüge nach Baku ab dem Star-Alliance-Drehkreuz Warschau starten jeweils mit einer Boeing 737-800 in den Abendstunden, so dass die Passagiere in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages ihr Reiseziel erreichen. Der Abflug dienstags und freitags erfolgt um 23.00 Uhr mit Ankunft am Zielort um 05.10 Uhr Ortszeit. Mittwochs und samstags starten die Flüge ab dem Chopin-Flughafen in Warschau um 20:45 Uhr und landen in Baku um 02.55 Uhr Ortszeit. Die Flugzeit auf dieser Strecke beläuft sich auf 4.10 Stunden. Auf dem Rückweg erfolgt der Abflug aus Baku mittwochs und samstags um 6 Uhr (Ankunft in Warschau um 8.30 Uhr Ortszeit nach 04:30 Stunden Flugzeit), donnerstags und sonntags um 03.45 Uhr (Ankunft in Warschau um 6:15 Uhr).
„Baku ist eine wichtige Ergänzung unseres weltweiten Streckennetzes“, sagte Amit Ray, Regional Director DACH Markets, Italy and India von LOT Polish Airlines. „Unter anderem wegen der reichen Vorkommen von Bodenschätzen ist Aserbaidschan ein wichtiges Ziel im Geschäftsreiseverkehr, während Baku einst eine bedeutende Station von Handelswegen zwischen Asien und Europa war, was die Stadt auch für touristische Besucher sowie VFR-Verkehr außerordentlich interessant macht.“
Verbindungen mit kurzen Umsteigezeiten in Warschau ab Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz
Ab Berlin Abflug in Berlin um 19.10 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 8:00 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 2:25 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Düsseldorf Abflug in Düsseldorf um 19.50 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:20 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 1:20 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Frankfurt Abflug in Frankfurt um 19.50 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:20 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 1:25 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Genf Abflug in Genf um 19.35 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:35 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 1:10 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Hamburg Abflug in Hamburg um 19.30 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:40 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 2:00 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Mailand Abflug in Mailand um 19.45 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:25 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 1:05 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab München Abflug in München um 19.35 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:35 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 1:50 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Venedig Abflug in Wien um 19.20 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:50 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 1:50 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Wien Abflug in Wien um 19.30 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:40 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 2:15 Stunden Aufenthalt in Warschau
Ab Zürich Abflug in Zürich um 19.50 Uhr, Ankunft in Baku um 5.10 Uhr am nächsten Morgen 7:20 Stunden Gesamtreisedauer inklusive 1:15 Stunden Aufenthalt in Warschau
Während der Hochsaison im Sommer fliegt Air France bis zu 196 Ziele auf fünf Kontinenten an, mit einem Flugplan, der im Durchschnitt 90 Prozent der Kapazität des entsprechenden Zeitraums 2019 ausmacht. Auch KLM ist mit Verbindungen zu 167 Destinationen bereit für den Sommer. Bis zum 29. Oktober bedient die niederländische Airline 96 Destinationen in Europa sowie 71 weltweit.
Kapazitäten auf der Langstrecke erreichen Vorkrisenniveau
Auf den Strecken nach Nordamerika, Afrika, in die Karibik und den Indischen Ozean liegen die Aktivitäten von Air France über dem Vorkrisenniveau. Im Sommerflugplan bietet sie fast 200 wöchentliche Verbindungen zu 14 Destinationen in den USA an, das sind 20 Prozent mehr als im Sommer 2019. Die seit Beginn der Krise unterbrochene Strecke Paris-Orly-New York-JFK wurde am 27. März wieder aufgenommen, zusätzlich zu der Verbindung von Paris-Charles de Gaulle. Insgesamt fliegt Air France in diesem Sommer bis zu siebenmal täglich zwischen den beiden Städten. Zusammen mit Delta Air Lines richtet sie außerdem ab Anfang Juni einen exklusiven „Shuttle“-Service zwischen Paris-Charles de Gaulle und New York-JFK mit acht täglichen Verbindungen ein (6 Air France-Flüge und 2 Delta-Flüge). Tagsüber wird es Abflüge im Abstand von ein bis zwei Stunden ab Paris-Charles-de-Gaulle und ab dem späten Nachmittag fast stündliche Abflüge ab New York-JFK geben.*
Air France hat auch die Strecke von Paris-Charles de Gaulle nach Dallas/Fort Worth (Texas) mit bis zu fünf wöchentlichen Flügen wieder aufgenommen. Ab dem 4. Mai folgt zum zweiten Mal in Folge eine saisonale Verbindung mit drei wöchentlichen Flügen zwischen Paris-Charles de Gaulle und Denver (Colorado). Nach Kanada erhöht Air France die Kapazität in diesem Sommer um 25 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau und ist damit die führende europäische Airline in Bezug auf die Kapazität zwischen Europa und Kanada. Ab dem 17. Mai fliegt sie nonstop von Paris-Charles de Gaulle nach Quebec City.
KLM hat die Kapazitäten auf der Langstrecke um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht und bei Flügen in die USA wieder Vorkrisenniveau erreicht. Mit der Wiederaufnahme von Diensten nach Salt Lake City und der Aufnahme der texanischen Hauptstadt Austin mit drei wöchentlichen Verbindungen in den Flugplan bietet KLM Flüge zu zwölf Destinationen in den USA an, so viele wie noch nie.
In der Karbik stehen Aruba, Bonaire und Curaçao täglich im Sommerflugplan von KLM, wobei die Frequenz nach Curaçao während der Sommerferienzeit auf zweimal täglich erhöht wird. Port of Spain (Trinidad und Tobago), das neue karibische Ziel der KLM aus dem Winterflugplan 2021/2022, wird mit drei wöchentlichen Verbindungen im Sommerflugplan weiter angeflogen. Auf den meisten Strecken nach Südamerika hat KLM mehr oder weniger die Kapazität von vor der Pandemie erreicht. Derzeit geht es täglich nach Sao Paulo, Panama City und Lima sowie mindestens sechsmal pro Woche nach Quito/Guayaquil, Bogota/Cartagena, Rio de Janeiro und Buenos Aires/Santiago de Chile.
* Abflüge von Paris Charles-de-Gaulle um 8:30, 10:30, 11:30, 13:30, 14:30, 16:30, 18:30, 19:30. Abflüge von New York-JFK um 16:30, 17:30, 18:30, 19:30, 21:00, 22:00, 23:00, 23:55. Tickets können ab Anfang Juni erworben werden.
Asien
Air France hält fast ihr gesamtes Streckennetz in Asien mit einer reduzierten Anzahl von Flügen aufrecht. Der Flugplan nach Indien (Delhi, Mumbai, Bengaluru und Chennai) wird um zusätzliche Frequenzen ergänzt. KLM hat auf die Ankündigung Indiens, die Reisebeschränkungen zu lockern, mit zusätzlichen Frequenzen nach Delhi und Mumbai reagiert.
Afrika
In Afrika erreicht Air France mit der Aufstockung der Frequenzen zu zahlreichen Destinationen wieder Vorkrisenniveau. Abidjan (Côte d‘Ivoire) steht zweimal täglich im Sommerflugplan von Paris-Charles de Gaulle und die saisonalen Verbindungen nach Sansibar (Tansania) und Banjul (Gambia) werden verlängert.
Passagiere, die in diesem Sommer nach Afrika fliegen möchten, können bei KLM zwischen zehn Destinationen wählen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde die Kapazität auf vielen Strecken im Vergleich zum letzten Sommer erweitert. Sansibar, das 2021 in das KLM-Streckennetz aufgenommen wurde, ist im Sommerflugplan enthalten. KLM fliegt außerdem nach Johannesburg, Kapstadt, Accra, Lagos, Kigali, Entebbe, Nairobi, Kilimanjaro und Dar es Salaam.
Mehr Ferienziele in Europa
Im Kurz- und Mittelstreckennetz setzt Air France ihre Strategie der Kapazitätsumschichtung zu Ferienzielen fort. Im Juli und August ähnelt das Angebot der französischen Airline dem vor der Krise. Im Sommerflugplan sind 23 saisonale Verbindungen ab Paris-Charles de Gaulle enthalten, darunter neu nach Zakynthos (Griechenland) mit zwei wöchentlichen Flügen ab dem 9. Juli, Tirana (Albanien) mit zwei wöchentlichen Flügen ab dem 9. Juli und Teneriffa (Spanien), als Fortsetzung der Wintersaison. Interessant für Passagiere aus Deutschland sind auch die Verbindungen von Air France ab Paris-Charles de Gaulle nach Korsika: täglich nach Ajaccio, fünfmal pro Woche nach Bastia, dreimal nach Calvi und zwölfmal nach Figari. Im Sommerflugplan bietet Air France Verbindungen von acht deutschen Airports nach Charles de Gaulle und von dort zum weltweiten Streckennetz an.
Die Air France-Tochter Transavia startet im Sommerflugplan außerdem zweimal pro Woche von Berlin nach Nantes, sechsmal nach Paris-Orly und ab dem 22. April auch zweimal nach Montpellier.
KLM hat die Kapazitäten auf europäischen Strecken um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht und damit fast das Niveau von 2019 erreicht. Dies entspricht insgesamt etwa 16 Millionen Sitzplätzen. Die portugiesischen Städte Porto und Lissabon, mit drei bzw. vier Flügen pro Tag, sind nur einige der Destinationen, die von KLM angeflogen werden. Die im Sommerflugplan 2021 neu aufgenommenen Destinationen Belgrad, Dubrovnik und Palma de Mallorca werden auch im aktuellen Sommerflugplan bedient. KLM rechnet auch mit der Rückkehr von Geschäftsreisenden, weshalb die Frequenzen auf britischen, deutschen und polnischen Strecken erhöht werden. Die Flüge nach Kiew, St. Petersburg und Moskau werden weiterhin ausgesetzt. Deutschland ist mit zehn Flughäfen im Sommerflugplan der KLM vertreten. Über Amsterdam-Schiphol haben die Passagiere Anschluss an das weltweite Streckennetz der niederländischen Airline.
Ab dem 01. Juni fliegt Air Astana, die mehrfach ausgezeichnete nationale Fluggesellschaft Kasachstans, von den beiden Drehkreuzen Nur-Sultan und Almaty nonstop nach Heraklion, der Hauptstadt der griechischen Insel Kreta.
Alle Flüge werden mit einem Airbus A321LR der neuesten Generation durchgeführt. Immer montags und mittwochs geht es ab Nur-Sultan sowie dienstags und donnerstags ab Almaty in Richtung Mittelmeer. Die Airline prüft bereits die Aufnahme zusätzlicher Frequenzen.
Flugtickets sind verfügbar über die Website von Air Astana, in den Verkaufsbüros sowie Reisebüros mit IATA-Lizenz.
Corona Einreisebestimmungen
Passagiere, die nach Griechenland reisen, müssen derzeit einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden bei Einreise ist, oder einen negativen Corona-Schnelltest, durchgeführt maximal 24 Stunden vor Ankunft. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder unter fünf Jahren sowie vollständig geimpfte Personen. Die örtlichen Gesundheitsbehörden in Griechenland nehmen stichprobenartig obligatorische Corona-Test bei der Einreise vor.
Die Vereinigung Cockpit (VC) teilt die Kritik von Airlines und Flughäfen am Fit-for-55-Paket der EU. Die Maßnahmen im Fit-For-55-Paket führen in ihrer derzeit geplanten Ausgestaltung zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der europäischen Luftverkehrsindustrie, zur Verlagerung von Passagierströmen und letztlich zum Verlust deutscher und europäischer Arbeitsplätze.
Für den Berufsverband der Piloten gehört zum erklärten Ziel, den Luftverkehr kurz- und mittelfristig klimafreundlicher und langfristig klimaneutral zu entwickeln, auch der intensive Austausch mit der Politik auf nationaler und internationaler Ebene. In Einklang mit den europäischen Airlines und den Flughäfen der Netzwerkcarrier übt die Vereinigung Cockpit deutliche Kritik an der geplanten Ausgestaltung des EU-ETS und ReFuelEU.
Airlines und Arbeitsplätze verloren
Stefan Herth, Präsident der VC: „Wenn die Kommission sehenden Auges die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Airlines weiter schwächt, führt dies zu Arbeitsplatzverlusten in der EU. Profiteure werden Staaten wie die Türkei, Katar und die Arabischen Emirate sein. Mittel- und langfristig führt das zu einer Abhängigkeit der Europäerinnen und Europäer von ausländischen Anbietern. Welche Risiken eine übermäßige Abhängigkeit bedeutet, sehen wir derzeit im Energiesektor.“
Die Vereinigung Cockpit betont, dass Klimaschutz, z.B. durch verbindliche Beimischungsquoten von nachhaltigen Kraftstoffen, eine globale Aufgabe ist. Oberstes Ziel der Politik in Brüssel und Berlin müsse daher sein, Sorge dafür zu tragen, dass die außereuropäische Konkurrenz diese Regeln nicht umgehen kann. „Klimaschutz, Erhalt von Arbeitsplätzen und soziale Standards müssen zusammengedacht werden. Ohne wettbewerbsneutrale Ausgestaltung des Fit-for-55-Paketes wird die EU-Kommission alles verlieren, was sie schützen muss. Es geht um europäische Jobs, die dann zu den Airlines ins Ausland wandern. Dort herrschen oft Arbeitsbedingungen, die innerhalb der EU schlicht illegal sind. Wertschöpfung und Steuereinnahmen fehlen bei uns, wenn sie nicht mehr in Frankfurt oder München, sondern in Istanbul oder Abu Dabi abgerechnet werden,“ so Stefan Herth abschließend.
Der Flughafen Köln Bonn führt am Dienstag, den 05.04. sowie am Donnerstag, den 07.04., Bauarbeiten auf einem Rollweg im Sicherheitsbereich der großen Start- und Landebahn (14L/32R) durch.
Dafür muss die Bahn und der Flugbetrieb darauf von 08:00 bis 17:00 Uhr gesperrt werden. Der Starts und Landungen werden in dieser Zeit über die Querwindbahn (Runway 06/24) abgewickelt.
Alles begann 2003 mit einem Wettbewerb im so genannten Nationalen Raumfahrtprogramm, den die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR ausgeschrieben hatte. Die Aufgabe lautete, ein neuartiges Hyperspektralinstrument und einen dazu passenden Satelliten zu designen, zu bauen und beides – Instrument und Satellit – für seinen mehrjährigen Einsatz unter den harschen Bedingungen des Weltraums zu testen.
Parallel fand sich eine (inter-)nationale Gemeinschaft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zum einen die Nutzungsbedingungen und Zielstellungen der ersten deutschen – und auch ersten europäischen Hyperspektralmission – definierten. Welche Daten unserer Erde wollen wir mit EnMAP erheben, für welchen Zweck? Randbedingungen, unter denen der besondere Umweltsatellit – das Kürzel steht für Environmental Mapping and Analysis Program – geboren wurde.
Am 01. April 2022 hat der etwa kleinwagengroße und eine Tonne schwere EnMAP nun um 18:24 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) als die größte Nutzlast einer Falcon 9-Rakete des US-amerikanischen Raumfahrtkonzerns SpaceX vom Cape Canaveral in Florida aus seine Reise ins All begonnen. EnMAP soll aus 650 Kilometern unsere Erde mit 242 Spektralkanälen aufnehmen.
„Deutschland leistet mit dem Start von EnMAP einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Seine innovative Hyperspektral-Sensorik wird uns die Erde wirklich mit anderen Augen sehen lassen. Wir werden Feinheiten entdecken, die uns bislang verborgen waren. Dank dieser Detailtiefe können wir Veränderungen unserer Umwelt rechtzeitig erkennen und so unser Klima und unsere Umwelt noch besser schützen. EnMAP wird uns auf diese Weise dabei helfen, die globale Landnutzung nachhaltiger zu gestalten, die Folgen des Klimawandels aufzuzeigen und der fortschreitenden Umweltzerstörung entgegenzuwirken. Mit EnMAP Leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag für europäische Raumfahrttechnologie zum Wohle unseres Planeten“, sagt Dr. Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
„Mit der Technologie der hyperspektralen Fernerkundung lassen sich stoffliche Zusammensetzungen auf der Erdoberfläche quantifizieren. Die möglichen Anwendungsbereiche reichen dabei von der Land- und Forstwirtschaft und der Landnutzung, der Beobachtung von Gewässern, bis hin zur Geologie, urbanen Nutzung, sowie zu Georisiken und Naturgefahren“, erläutert Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Satellitendaten liefern zuverlässige qualitative Informationen zum Beispiel über die Landbedeckung und deren räumliche Verteilung. Für die quantitativen Informationen hingegen, wie die Nährstoffversorgung von Ackerpflanzen, die Wasserqualität von Seen oder die Identifikation von Bodenmineralen, werden spektral hochaufgelöste Daten benötigt.“
„Mit dem Start von EnMAP schließen wir eine Lücke in der modernen Erdbeobachtung. Der Weg, den wir dafür gegangen sind, war extrem wichtig für die Leistungsfähigkeit der deutschen Raumfahrtwissenschaft und -industrie. Die Mission hat auf vielen Gebieten neue Entwicklungen an der Grenze des technisch Machbaren erfordert. Am Ende ist ein Satellit dabei herausgekommen, der der gesamten Menschheit zugutekommt. Denn die EnMAP-Daten können zum Beispiel dazu beitragen, die Erträge in der Landwirtschaft nachhaltig zu verbessern und damit die Ernährungssicherheit bei einer steigenden Weltbevölkerung sicherzustellen“, betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn, die die EnMAP-Mission im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führt.
Vom Start bis zu den ersten Daten
Gestartet ist EnMAP unter der Spitze einer Falcon-9-Rakete zusammen mit 39 weiteren, teilweise sehr kleinen Nutzlasten vom Space Launch Complex 40 auf dem Gelände der Cape Canaveral Space Force Station in Florida. Die Reise von EnMAP markiert den 145. Start einer Falcon-9-Rakete, deren erste Stufe nun zum siebten Mal ins All geflogen ist. Mit der Crew-1 und Crew-2 hat sie bereits zweimal Astronauten sicher zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Geplant ist eine Landung auf einem der „Autonomous Spaceport Drone Ships“ (ASDS), damit diese Stufe auch zukünftig weiterverwendet werden kann.
Bereits 15 Minuten nach dem Start hat sich der Satellit von seiner Trägerrakete getrennt. Um 19:45 Uhr MESZ wurden die ersten Daten ins Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum nach Oberpfaffenhofen übertragen. Danach wird EnMAP in Betrieb genommen, die Systeme hochgefahren und der Zielorbit eingestellt. Es folgt eine Phase, in der das ordnungsgemäße Funktionieren des Satelliten überprüft wird. „In dieser Phase wird besonders darauf geachtet, ob die Qualität dieser ersten Daten unseren Erwartungen entspricht. Sechs Monate nach dem Start geht die Mission dann in die operationelle Phase über. Dann können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konkret sagen, welche Gebiete der Erde sie zu einer bestimmten Jahreszeit durch die `Augen‘ von EnMAP kartographiert bekommen möchten“, erklärt Dr. Sebastian Fischer, EnMAP-Gesamtprojektleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.
Die Daten werden vom Satelliten aufgenommen und dann über den DLR-Bodenstationen in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) und im kanadischen Inuvik während der Überflüge des Satelliten zur Erde heruntergeladen. Diese Rohdaten sind für den Nutzer allerdings noch nicht direkt verwendbar. Sie müssen weiterverarbeitet werden, indem sie mit Lage- und Positionsbestimmungen versehen werden. Nur so wissen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Ende auch, wo welcher Pixel am Boden verortet werden kann. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) sowie das Institut für Methodik der Fernerkundung im DLR prozessieren, archivieren und validieren die Daten, so dass sie am Ende der Wissenschaft weltweit und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Wie EnMAP unsere Erde sieht
Doch wie gewinnt EnMAP eigentlich diese wichtigen Daten? Jedes Material auf der Erdoberfläche reflektiert das Sonnenlicht in einer für ihn charakteristischen Art und Weise und hinterlässt so eine sogenannte Spektralsignatur. Diesen „farbigen Fingerabdruck“ kann EnMAP mit Hilfe seines Messinstruments erkennen, unterscheiden und abbilden. So steht die Mission unter dem Motto „Unsere Erde in mehr als allen Farben“, weil jedes EnMAP-Bild in ganz viele kleine Wellenlängenbereiche zerteilt wird – viel mehr, als unsere Augen wahrnehmen können. „Jeder einzelne Bereich liefert ein Foto, dass den Wissenschaftlern spezielle Informationen über den Zustand unserer Erde gibt. So können wir zum Beispiel den Gesundheitszustand von Pflanzen aus dem All messen und genau verorten. Der Bauer hat Dank der Satellitenperspektive jeden Winkel seines gesamten Feldes im Blick. Er kann dann anhand dieser Daten zielgerichtet entscheiden, wie und wo er düngen und bewässern muss. Das schont nachhaltig Ressourcen und liefert gleichzeitig mehr Ertrag“, erklärt Dr. Sebastian Fischer.
EnMAP – die deutsche Umweltmission und ihre Partner
Die Umweltmission EnMAP wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Leitung des GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ).
Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Bodensegments sind drei Institute und Einrichtungen des DLR beauftragt worden: Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen wird den Satellitenbetrieb durchführen und überwachen. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung werden die empfangenen Satellitendaten archivieren, prozessieren, validieren und für die Wissenschaft zugänglich machen. Auch Firmen und Behörden werden die Daten ausprobieren und damit künftige Services vorbereiten. Die zukünftige Nutzung der EnMAP-Hyperspektraldaten durch Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen und die Entwicklung von speziellen Anwendungen werden durch BMWK-Förderprogramme unterstützt.
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