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Barkhuizen und Orvér für Strategie und Pricing airberlin

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airberlin hat zwei für die Neuausrichtung des Unternehmens wichtige Schlüsselressorts neu besetzt. Für die Positionen Senior Vice President Revenue Management & Pricing und Senior Vice President Network Strategy Planning konnte airberlin mit Desi Barkhuizen (48) und Ole Orvér (49) zwei international erfahrene Topmanager aus der Airline-Industrie für das Führungsteam gewinnen.

Desi Barkhuizen übernimmt die Position Senior Vice President Revenue Management & Pricing zum 01. Juli 2015 und wird direkt an CCO Julio Rodriguez berichten. Sie war bereits von September 2012 bis September 2013 im Rahmen einer Entsendung von Etihad Airways für airberlin als SVP Revenue Management & Pricing tätig. Sie studierte Physik und Volkswirtschaftslehre und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Airline-Bereich, überwiegend im Bereich Revenue Management. Während der letzten fünf Jahre war sie als VP Revenue Management bei Etihad Airways in Abu Dhabi tätig.

Ebenfalls ab Juli wird das Management Team durch den neuen Senior Vice President Network Strategy Planning Ole Orvér ergänzt, der bis auf Weiteres direkt an den CEO Stefan Pichler berichtet. Orvér war zuletzt Senior Vice President Corporate Planning bei Qatar Airways und zuvor in verschiedenen Managementfunktionen bei LOT Polish Airlines und der SAS Group aktiv – er verfügt über mehr als 26 Jahre Erfahrung in der Luftfahrtbranche.

„Ich freue mich, dass wir für diese beiden wichtigen Funktionen zwei versierte und erfahrene Airline-Manager gewonnen haben. Gemeinsam mit ihren Teams werden sie unsere strategische Neuausrichtung in ihren jeweiligen Bereichen weiterführen und verantworten und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von airberlin in unserem Kerngeschäft leisten“, sagt Stefan Pichler, CEO airberlin.

148.000 Reisende zu Ferienzielen ab PAD

Start frei für die Sommerferien, Paderborn-Lippstadt Airport erwartet 148.000 Passagiere: An diesem Freitag beginnt für die Schulkinder in NRW die schönste Zeit im Jahr. Die lang ersehnten Sommerferien stehen an. Für viele Familien bedeutet das den Start in den Jahresurlaub, gepaart mit einigen Vorbereitungen. Auch der Paderborn-Lippstadt Airport ist für die Hauptreisezeit gewappnet und erwartet 148.000 Passagiere in den kommenden sechs Wochen und damit knapp 10.000 Passagiere mehr als im Vorjahr. 530 Starts bringen die Urlaubshungrigen vom Flughafen in die Sonne. Palma de Mallorca und Antalya sind die beliebtesten Reiseziele in diesem Sommer.

Die Hauptstadt der Baleareninsel wird wöchentlich insgesamt 25 Mal von airberlin und Condor angeflogen. Antalya an der türkischen Riviera wird von den Fluggesellschaften SunExpress, Corendon Airlines, Onur Air und Condor insgesamt 15 Mal in der Woche bedient. Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa, Enfidha, Hurghada, Varna und Burgas sowie Rhodos, Kos und Heraklion runden das Sommerferienprogramm am Paderborn-Lippstadt Airport ab. Ziele wie Rom, Barcelona, Shanghai oder San Francisco sind bei den Weiterreisenden über München die begehrtesten Destinationen. Bis zu vier Mal täglich sind das Lufthansa Drehkreuz und damit das gesamte weltweite Streckennetz erreichbar. Positiv geht es auch in das Wochenende: An den ersten Ferientagen rechnet der Paderborn-Lippstadt Airport mit 10.000 Passagieren.

Luxair feiert eine Millionen Fluggäste nach London City

Bei Luxair Luxembourg Airlines wurde nun die Millionengrenze für Fluggäste nach London City, einem der wichtigsten Zielflughäfen von Luxair, überschritten. Die Fluggesellschaft konnte in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum verbuchen. Der für seine kurzen Wege und seine Effizienz bekannte Flughafen London City ist nur zehn km vom Zentrum der britischen Hauptstadt entfernt und wird seit 2003 von Luxair Luxembourg Airlines angeflogen. Dank seiner perfekten Anbindung an alle Londoner Stadtteile über die Stadtbahn DLR (Docklands Light Railway), den Bus und das Taxi ist London City ein Stadtflughafen par excellence.

Die Strecke nach London City erfreute sich schnell großer Beliebtheit, da man mit ihr binnen guter zwei Stunden von einem Stadtzentrum zum anderen gelangt. Aufgrund des ungebrochenen Erfolgs dieses Zielflughafens in den letzten Jahren konnte Luxair sein Angebot nach und nach von zunächst drei Flügen täglich auf sieben Hin- und Rückflüge an Wochentagen in der Sommersaison 2015 ausbauen. Nachdem dieses Flugziel zu Beginn vor allem Geschäftsleute ansprechen sollte, überzeugte es schnell auch Städtetouristen. Im Oktober 2010 konnte Luxair bereits den 400.000. Passagier auf dieser Verbindung begrüßen.

Für die Flüge nach London City werden Flugzeuge vom Typ Bombardier Q400 eingesetzt, bei denen es sich um hochmoderne zweimotorige Turboprop Flugzeuge handelt, die besonders gut für die besonderen Anforderungen dieses sich im Stadtgebiet befindlichen Flughafens geeignet sind. Hin- und Rückflug werden ab 99 Euro inkl. Steuern angeboten.

Diesen wichtigen Meilenstein möchte Luxair Luxembourg Airlines zusammen mit einem großen Publikum sowohl in Luxemburg und der weiteren Umgebung als auch in London gebührend feiern. Dafür wurden diesseits des Ärmelkanals mehrere Street-Marketing-Events mit einem Londoner Taxi als Blickfang organisiert, in deren Rahmen es bei einem Preisausschreiben viele Flugtickets für zwei Personen zu diesem Reiseziel zu gewinnen gibt. Die Events starteten am Montag, den 29.06. in Luxemburg, gefolgt von Trier am 01. Juli und Thionville am 04. Juli.

Aruba Airlines lässt Triebwerke von MTU betreuen

Die MTU Maintenance, die weltweit zu den fünf erfolgreichsten Anbietern für Instandhaltungsleistungen für zivile Flugantriebe zählt, erweitert ihr Kundennetzwerk um eine neue Fluggesellschaft aus der Karibik. Die MTU wird künftig exklusiv die V2500-Triebwerke von Aruba Airlines betreuen. Die Fluglinie hat einen Fly-by-Hour Vertrag auf Basis des Total Engine Care (TEC®)-Pakets mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. MTU gibt dazu ein hohes Auftragsvolumen aus der Paris Air Show bekannt.

Der Vertrag umfasst Serviceleistungen rund um die Instandhaltung der Triebwerke, die Bereitstellung von Ersatztriebwerken, Vor-Ort-Betreuung, das Früherkennungssystem MTUPlus Engine Trend Monitoring, das Management von Line Replaceable Units (LRUs) und Anbaugeräten sowie Beratungsleistungen. Seit der Aufnahme des V2500 in ihr Triebwerksportfolio hat die MTU Maintenance über 3.800 Shop Visits absolviert und ist mit einem Marktanteil von 37 Prozent Marktführer bei diesem Antrieb.

Aruba Airlines ist in Oranjestad auf der Insel Aruba beheimatet. Sie fliegt im Liniendienst von ihrem Heimatflughafen Aruba aus nach Maracaibo und Valencia (beides in Venezuela) sowie Panama-Stadt (Panama). Ferner bietet sie Charterflüge nach Cancún (Mexiko) und Quito (Ecuador) an. Ab Juli nimmt Aruba Airlines die Route Miami (USA) – Aruba in ihr Streckennetz auf. Bis Ende des Jahres sollen weitere Ziele in Lateinamerika und der Karibik folgen.

800 Mio. Euro Aufträge von der Paris Air Show

MTU bewegt sich zur Zeit in guten Rahmenbedingungen. Nicht nur kommt dem Triebwerkshersteller zunehmende Verantwortung für kritische Teile auch der größten kommerziellen Triebwerke zu, das Unternehmen zieht auch eine sehr positive Bilanz der diesjährigen ‚International Paris Airshow‘.

Von dort meldet MTU Aufträge im Wert von mehr als 800 Millionen Euro und konnte vor allem bei den Getriebefan-Triebwerken der PW1000G-Familie punkten. „Effiziente und sparsame Triebwerke – darauf setzen Fluggesellschaften heute,“ so MTU-Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler. „Die GTF-Technologie hat sich im Markt so schnell wie noch keine Triebwerkstechnologie durchgesetzt. Mit unserem hohen Marktanteil bei Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen sowie Regional- und Business-Jets werden wir zukünftig auch im Aftermarket profitieren,“ erläutert er weiter. Das Gesamtvolumen der Triebwerksbestellungen, an denen die MTU beteiligt ist, umfasst auch Antriebe für Langstreckenflieger.

Die Spitzenposition der MTU-Aufträge während der Airshow halten die Getriebefans (GTF) für die Airbus A320neo-Familie. Die größte Order platzierte die Fluggesellschaft Turkish Airlines; zusammen mit den Bestellungen der SMBC Aviation Capital, einer der weltweit führenden Flugzeug-Leasinggeber, Korean Air und der China Leasing-Gruppe (CALC) wurden 170 Flugzeuge mit PurePower® PW1100G-Antrieben für deren A320neo-Flotten geordert. Auch das PW1900G, die Getriebefanversion für die neue Generation von E-Jets von Embraer, konnte punkten. Der südamerikanische Flugzeughersteller erhielt Festaufträge für 25 Flugzeuge. Kunde ist die US-amerikanische Leasingfirma Aircastle.

Die MTU profitiert auch von Bestellungen der neuen Widebody-Generationen: Die Volga-Dnepr-Gruppe aus Russland rüstet 20 Boeing 747-8F-Frachter mit dem GEnx-Triebwerk aus. Ein weiterer Anteil der Neubestellungen entfällt auf das GE9X für die Boeing 777X. Qatar Airways ist hier Auftraggeber mit fest bestellten GE9X-Antrieben. Die Airline stattet damit zehn weitere Boeing-Langstreckenflugzeuge aus. Das Triebwerk der aktuellen A320-Familie, das V2500 von IAE, wurde bei der Paris Airshow nach wie vor stark nachgefragt. Die Antriebe wurden von dem Leasingunternehmen BOC Aviation aus Singapur, der Finanzgruppe CIT Group Inc. sowie der ungarischen Wizz Air geordert.

Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2013 haben rund 8.700 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Technologisch führend ist sie bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Herstell- und Reparaturverfahren.

Wirtschaftsmesse am Paderborn-Lippstadt Airport 2016

Innovationen haben die deutsche Wirtschaft stark gemacht. Innovativ, informativ und mit einem frischen Konzept präsentiert sich im kommenden Jahr erstmalig eine große Wirtschaftsmesse am Paderborn-Lippstadt Airport. In Kooperation mit der CAT Marketing GmbH aus Büren-Ahden veranstaltet der Flughafen vom 03. bis 05. Juni 2016 eine Messe, die zum Treffpunkt für Handel, Handwerk, Industrie, themenbezogener Aussteller und eines breiten regionalen und überregionalen Publikums werden soll. „Unser Flughafen ist der perfekte Messestandort“, so Flughafen-Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne.

„Hier finden Sie alles vereint: Die ideale Infrastruktur, ausgezeichnete Verkehrsanbindungen, weltweit erfolgreiche Unternehmen vor Ort und den eigenen, interessanten Charme, der diesen Flughafen ausmacht – eine exzellente Mischung auch als Basis für zukünftige Veranstaltungen. „Der Quax-Hangar in seinem modernen Design und das Airport Forum bieten allen Ausstellern drei Tage lang eine ideale Plattform, um sich regionalen und überregionalen Besuchern als leistungsstarker Wirtschaftsstandort zu präsentieren.

Zudem soll das einzigartige Flair am Flughafen dazu beitragen, neue Kunden zu gewinnen und Aufträge zu generieren. Doch mindestens genauso wichtig ist es, bestehende Geschäftskontakte zu pflegen und sich in angenehmer Atmosphäre mit dem Publikum auszutauschen. „Die Wirtschaftsmesse soll ein Treffpunkt für die lokale Wirtschaft, für die Region und darüber hinaus werden“, so Christian Hake, Geschäftsführender Gesellschafter der CAT-Marketing GmbH, der eine Messe mit mehr als 150 Ausstellern plant. „Wir möchten mit dieser Messe besonders die Bandbreite und Stärke der heimischen Wirtschaft den Besuchern nahebringen. In Vorbereitung ist zudem ein attraktives Rahmenprogramm zu verschiedenen Themen wie Gesundheit, Reisen, Garten, Mobilität u.v.m.“, so Hake.

Besuchen, entdecken, erleben. Die Wirtschaftsmesse im Juni nächsten Jahres bietet beste Gelegenheit, die komplette Bandbreite der kommunalen Wirtschaft darzustellen. Geplant ist daher, die Ausstellung anfangs im jährlichen Wechsel unter der Schirmherrschaft der Nachbarkommunen stattfinden zu lassen. Zurzeit laufen deshalb erste Gespräche mit der Stadt Büren. „So eine professionell organisierte und vermarktete Veranstaltung ist ein attraktives Schaufenster für die Unternehmer, Händler und Dienstleister der Wirtschaftsregion Büren, um ihre Leistungsfähigkeit zu präsentieren“, beschreibt Bürgermeister Burkhard Schwuchow die Schirmherrschaft. „Gemeinsam bietet sich uns hier eine wertvolle Gelegenheit, überregional und nachhaltig für den Standort „Gewerbepark am Flughafen“ im Städtedreieck Geseke, Salzkotten und Büren zu werben.“

MTU wächst im High-End Bereich der Flugzeugantriebe

Die MTU punktet im oberen Schubbereich: Deutschlands führender Triebwerkshersteller entwickelt und fertigt Turbinenzwischengehäuse (TCF = Turbine Center Frame) für Triebwerke von Langstrecken-Flugzeugen. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. In München entstehen die TCF des GP7000 (Airbus A380), des GEnx (Boeing 787 Dreamliner und Boeing 747-8) und des GE9X, Exklusivantrieb der Boeing 777X.

„Das Turbinenzwischengehäuse bildet den Kanal für das von der Hochdruckturbine in die Niederdruckturbine strömende Heißgas. Die MTU verfügt über eine langjährige Erfahrung für diese äußerst anspruchsvolle Triebwerkskomponente, bei der sehr enge Bauteiltoleranzen gefordert werden“, erklärt MTU-Technikvorstand Dr. Rainer Martens.

Werkstoff und Konstruktion auf höchstem Niveau

Das Strukturbauteil setzt sich im Wesentlichen aus zwei Teilegruppen zusammen: Hub Strut Case (HSC) und Flowpath Hardware (FPH). Das HSC ist das tragende Element und besteht aus einem Gehäuse mit mehreren Stützstreben sowie einer Nabe, in die das Lager eingebaut ist. Die FPH setzt sich aus Gußteilen zusammen, die den gasführenden Kanal bilden.

Der Gesamtverbund des Turbinenzwischengehäuses hat gleich mehrere Aufgaben: TCF müssen die heißen Gase, die die Hochdruckturbine mit einer Temperatur von mehr als 1.000 Grad Celsius verlassen, mit möglichst geringen aerodynamischen Verlusten an Strukturbauteilen und Leitungen vorbei zur Niederdruckturbine leiten. Beide Turbinen gilt es mit Kühlluft zu versorgen, deren Zufuhr durch das TCF erfolgt. Als tragende Struktur nimmt das TCF das hintere Lager der Hochdruckwelle auf und trägt damit maßgeblich zur Spalthaltung in den Hochdruckkomponenten bei. Das stellt große Herausforderungen an die Fertigungsgenauigkeit und Umfangssymmetrie des Designs.

Da das TCF das Lager der Hochdruckwelle trägt, muss die Ölzu- und -abfuhr durch die heiße Struktur sichergestellt werden. Zudem gilt es, große Lasten abzufangen, die zum Beispiel im Falle eines Fan Blade Out, dem Verlust einer Fan-Schaufel, entstehen. Martens: „Turbinenzwischengehäuse sind im Betrieb extremen Belastungen ausgesetzt – hoher mechanische Beanspruchung und hohen Temperaturen. Werkstoff und Konstruktion müssen höchsten Ansprüchen genügen, was wiederum eine Fertigung auf höchstem Niveau erfordert. Die haben wir in München aufgebaut.“

Startschuss: von MTU optimiertes GP7000

Eingestiegen ist die MTU in die Entwicklung und Fertigung von Turbinenzwischengehäusen mit der Beteiligung am GP7000 für die A380, das größte Passagierflugzeug der Welt. Als Programmpartner sowohl von GE Aviation als auch Pratt & Whitney übernahm der deutsche Triebwerksexperte die Verantwortung für die komplette Niederdruckturbine, die Fertigungsverantwortung für Teile der Hochdruckturbine sowie die Gesamtverantwortung für das TCF.

Das Turbinenzwischengehäuse des GP7000 basiert auf dem GE90-TCF und wurde von der MTU überarbeitet. „Durch einfachere Bauweisen sowie geschickte Teileoptimierung konnten wir Gewicht und Kosten reduzieren“, informiert Wolfgang Hiereth, Leiter GE-Programme bei der MTU. Bis zum Frühjahr 2015 hat die MTU circa 400 GP7000-TCF gefertigt; etwa 350 weitere sollen folgen. Der Mega-Airbus befindet sich seit 2008 im Linieneinsatz.

Fertigung in Rekordzeit: Täglich ein GEnx-TCF fertig

Im Jahr 2008 übertrug GE Aviation der MTU die Verantwortung für das TCF eines weiteren Triebwerksprogramms – des GEnx für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8. „Dieses TCF ist ebenfalls eine GE-Entwicklung, die wir technisch überarbeitet haben“, informiert Dr. Claus Riegler, Leiter Entwicklung Zivile Programme bei der MTU. Ergebnis: Das MTU-TCF sieht von außen aus wie das von GE – aber mit modifiziertem Innenleben. Riegler: „Zum einen haben wir die Flow-Path-Hardware optimiert, deren Herstellung aufgrund der komplexen Form extrem anspruchsvoll ist. Das verbessert den Wirkungsgrad. Zum anderen konnten wir auch hier das Gewicht des gesamten Moduls durch konstruktive Änderungen verringern.“

Gefertigt wird das GEnx-TCF auf zwei hochmodernen Fertigungslinien in München. Die Programmmeilensteine wurden in schnellem Tempo erreicht: Ende August 2011 ging das erste Serienmodul an GE und bereits neun Monate später – im Mai 2012 – wurde der erste Cargolux-Frachter, eine Boeing 747-8F, mit einem MTU-TCF ausgeliefert. Im August 2012 erhielt GE Aviation das 100. MTU-Modul. „Das alles haben wir in Rekordzeit geschafft“, kommentiert Hiereth. In den Münchner Hallen wird täglich ein GEnx-TCF fertiggestellt; insgesamt wurden hier bis April 2015 über 700 Exemplare montiert.

Der GEnx-Gesamtmarkt wird auf etwa 4.400 Triebwerke geschätzt. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Im November 2014 unterzeichnete die MTU mit GE Aviation einen Vertrag über die Instandhaltung ihres Bauanteils. Damit ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller MRO-Dienstleister im weltweiten Netzwerk auch für dieses Turbinenzwischengehäuse.

Höhepunkt der Triebwerks-Evolution: GE9X

Das technologisch anspruchsvollste Turbinenzwischengehäuse entwickelt und fertigt die MTU für das GE9X. Dieses Triebwerk wird exklusiv die Boeing 777X in die Luft bringen und im Verhältnis von Kraftstoffverbrauch zu Schubkraft das effizienteste Triebwerk sein, das GE jemals auf den Markt gebracht hat. Im Juli 2014 hat die MTU die Entwicklungs- und Fertigungsverantwortung für dieses Triebwerksmodul übernommen. Basierend auf der Grundarchitektur des GEnx-TCF wird es umfangreiche Optimierungen geben, um Wirkungsgrad und Produktion weiter zu verbessern.

Riegler: „Ausgehend vom GEnx-TCF sprechen wir von einem Evolutionsschritt.“ Bauweisen sollen optimiert und ein anderes Aufhängungskonzept erarbeitet werden; Teile könnten additiv hergestellt werden. Martens: „Mit der GE9X-Programmbeteiligung haben wir uns einen entscheidenden Marktanteil an einem der wichtigsten künftigen Antriebe im oberen Schubbereich gesichert und erreichen damit einen noch ausgewogeneren Mix unseres Produktportfolios.“ Nach Plan soll das GE9X 2020 auf den Markt kommen; 400 Flugzeuge sind bereits fest bestellt und optioniert. Die Auslieferung der ersten MTU-Entwicklungsmodule ist für nächstes Jahr geplant.

Studenten mit Experimentideen für Schwerelosigkeit gesucht

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Der Wettbewerb des deutsch-schwedischen Studentenprogramms REXUS/BEXUS geht in die neunte Runde: Studententeams deutscher Universitäten und Hochschulen können ab dem 29. Juni bis zum Einsendeschluss am 19. Oktober 2015 Vorschläge einreichen.

Die Plätze für die Forschung auf Stratosphärenballons oder Forschungsraketen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind begrenzt. Experimentideen werden gesucht in Bereichen wie Atmosphärenphysik, Strahlenbiologie, Ballon- und Raumfahrttechnik oder Forschung in Schwerelosigkeit.

„Flugtickets“ nur für gute Experimentideen

Um eins der begehrten „Flugtickets“ zu ergattern muss zunächst ein Experimentvorschlag eingereicht werden. Nach einer Vorauswahl können die Studententeams ihr Experiment auf einem Workshop vorstellen. Die im Anschluss daran endgültig ausgewählten Teams nehmen dann an einer Trainingswoche und der Startkampagne am Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden teil. Jeweils zwei BEXUS-Ballons und REXUS-Raketen starten im Herbst 2016 beziehungsweise im Frühjahr 2017.

Erste Praxiserfahrungen mit Raumfahrtprojekten

„Bereits 107 Studententeams aus ganz Europa haben seit Beginn im Jahr 2007 am REXUS/BEXUS-Programm teilgenommen“, sagt Maria Roth, Programmleiterin des DLR Raumfahrtmanagements. „Es ist eine große Herausforderung für die Studierenden, ihr erstes eigenes Raumfahrtprojekt auf die Beine zu stellen. Sie sind für Planung und Bau der Experimente verantwortlich.

Die Technik muss bis zum Starttermin einwandfrei funktionieren. Daran wird oft noch bis zur letzten Sekunde gefeilt.“ Nach der mehrmonatigen Vorbereitungszeit und dem Flug steht die Auswertung der Daten an. Die Ergebnisse präsentieren die Teilnehmer Mitte 2017 auf einem Raketen- und Ballon-Symposium vor Fachpublikum.

Raketenflüge bis in 90 Kilometer Höhe

Rund sieben Minuten dauert der Flug einer REXUS-Forschungsrakete. Dabei trägt sie ihre Nutzlast in eine Höhe von bis zu 90 Kilometern. Bei Bedarf lässt sich die Flug-stabilisierende Drehung der Rakete so abbremsen, dass über eine Zeit von zwei Minuten auch Experimente in annähernder Schwerelosigkeit durchgeführt werden können. Die BEXUS-Ballons steigen während ihres zwei bis fünfstündigen Fluges auf eine Höhe von 20 bis 30 Kilometern.

Bei allen REXUS- und BEXUS-Flügen werden Experiment- und Messdaten über Telemetriesysteme an die Bodenstation übertragen, sodass die Studententeams schon während des Flugs erste Ergebnisse erhalten. Nachdem die Nutzlastmodule am Fallschirm gelandet sind, bringen Bergungsteams die Experimente zurück zum Raumfahrtzentrum und übergeben diese den Teams zur Auswertung.

Während der gesamten Projektdauer erhalten die Teilnehmer technische und logistische Unterstützung von Raketen-, Ballon- und Raumfahrtexperten des DLR, dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen, der Europäischen Weltraumorganisation ESA und dem schwedischen Raumfahrtunternehmen SSC.

Bewerbung beim DLR

REXUS/BEXUS (Raketen- und Ballon-Experimente für Universitäts-Studenten) ist ein Programm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Schwedischen Nationalen Raumfahrt-Behörde (SNSB). Deutsche und schwedische Studenten können daher jeweils die Hälfte der Raketen- und Ballon-Nutzlasten stellen. SNSB hat seinen Anteil zusätzlich für Studenten der übrigen Mitgliedsstaaten der ESA geöffnet. Die für die Bewerbung deutscher Studententeams notwendigen technischen und organisatorischen Informationen sowie die Formulare für die Anmeldung sind auf der REXUS/BEXUS-Webseite des DLR Raumfahrtmanagements und auf der REXUS/BEXUS Projektwebseite zu finden. Teams der REXUS 17/18-Doppelkampagne in Esrange in Bildern:

  • Unmittelbar bevor die Rakete zur Startrampe gefahren wird, haben sich alle Studententeams, die sie unterstützenden REXUS/BEXUS-Ingenieure von ZARM, SSC und ESA sowie die Startmannschaft von der DLR-Moraba um die Rakete versammelt.
  • Letzte Experimentarbeiten bei REXUS: Das Experiment wird in der Integrationshalle nach letzten flugvorbereitenden Arbeiten wieder in den Raketenmodul eingebaut.
  • Befüllen eines BEXUS-Ballons mit Helium: Wenn der Ballon mit Helium gefüllt wird, sind es nur noch wenige Minuten bis zum Start der BEXUS-Gondel.
  • Studenten beobachten den REXUS-Start vom Radar Hill aus: Nach der monatelangen Vorbereitung ist der Flug der Forschungsrakete mit den Experimenten für die Studenten der Höhepunkt der REXUS-Kampagne. Der Start lässt sich am besten von einem Hügel des Raumfahrtzentrums Esrange aus beobachten. Von der großen freie Fläche im Vordergrund starten die BEXUS-Ballons.

Quellen: ZARM, 2x DLR (CC-BY 3.0), SSC.

Sommerferien: Flughafenführungen und Kinderfest in Stuttgart

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Zu den Sommerferien in Baden-Württemberg gibt es an mehreren Wochenenden Flughafenführungen für Interessierte und Flugbegeisterte. Die Ferientouren finden an jedem Samstag und Sonntag in den Ferien jeweils um 11:00 Uhr statt, an mehreren Wochenenden gibt es zusätzliche Termine jeweils um 13:00 Uhr. Am Sonntag, 30. August 2015 feiert der Flughafen das alljährliche Große Kinderfest, an diesem Tag entfällt die Ferienführung.

Bei der rund zweistündigen Tour erleben Besucher, wie die Flugzeuge auf dem Vorfeld für den Start bereit gemacht werden, sie werfen einen Blick in den großen Gepäckverteiler, und auch der Flughafenfeuerwehr wird ein kurzer Besuch abgestattet. Die Teilnahme an der Ferientour kostet für Erwachsene 7 Euro, für Kinder 4 Euro, bezahlt wird in bar zu Beginn der Führung. Eine Anmeldung vorab ist zwingend erforderlich, anmelden kann man sich online hier.

Da die Besichtigungsrunde weitgehend im Sicherheitsbereich des Flughafens verläuft, dürfen Besucher manche Gegenstände wie z. B. Taschenmesser oder Scheren nicht mitnehmen, auch Getränkeflaschen sind bei dieser Tour jenseits der Passagierkontrollen nicht erlaubt.

SpaceX verliert Dragon Kapsel von CRS-7

Rückschlag für die internationale Raumfahrt. Der Dragon Raumfrachter der CRS-7 Nachschubmission von SpaceX für die ISS ging gestern nach dem Start verloren. Nach einem zunächst normalen Start der Falcon 9 Rakete trat kurz vor dem Abschalten der ersten Stufe ein Problem auf, was zum Verlust der Rakete und des Frachters führte. Vorläufige Analysen ließen laut SpaceX 139 Sekunden nach dem Start einen Überdruck in einem Sauerstofftank der oberen Stufe vermuten. Nach Telemetriedaten könnte die Dragon Kapsel sogar eine Zeit lang nach der Abtrennung intakt geblieben sein. Die Ursache für das Scheitern der Mission muss aber noch geklärt werden.

Der Start erfolgte vom Space Launch Complex 40 an der Cape Canaveral Air Force Station in Florida. SpaceX, der private NASA Partner und Vorreiter in der kommerziellen Raumfahrt, sollte mit dem mittlerweile schon siebten Auftragsflug der Dragon Raumkapsel Versorgungsgüter und wissenschaftliches Gerät zur Internationalen Raumstation bringen ISS, das insbesondere für die geplanten Expeditionen 44 und 45 gebraucht wird. Auch mit dabei waren Experimente zum Lebensmittelanbau im Weltall und 30 Experimente von Studenten.

Docking Adapter für weitere Frachter

Auch die Konkurrenz in der kommerziellen Raumfahrt erlitten damit einen Dämpfer. Denn mit Dragon, der selbst vom Canadarm2 von der Station eingefangen werden muss, sollte der erste von zwei Dockinstationen ins All gebracht werden, einmal Boeing CST-100 und SpaceX Crew Dragon, über die weitere Raumfahrzeuge an die ISS andocken können.

NASA Administrator Charles Bolden äußerte die Enttäuschung der NASA über den Verlust von CRS-7 (SpaceX Commercial Resupply Services 7). Die Astronauten auf der ISS seien dennoch sicher, die Vorräte reichten noch für mehrere Monate. Das kommerzielle Frachtprogramm für die ISS sei so angelegt, dass Verluste von Transportern verkraftet werden könnten. Als nächstes stehen der russische Progress Raumfrachter bereit, der bereits am 03. Juli starten soll, und im August folgt der nächste Flug des japanischen HTV. Auch Orbital ATK, ein weiterer aus Orbital Sciences und Alliant Techsystems hervorgeganger Frachtpartner der NASA, sei auf gutem Wege für den nächsten Start seiner Cygnus Kapsel noch in diesem Jahr.

Keine Abkehr von kommerzieller Raumfahrt

Am geplanten Vorgehen werde das jedoch nichts ändern. Die NASA will weiterhin für ihre Versorgungsflüge mit den privaten Unternhemen, auch wolle man die Probleme mit SpaceX untersuchen und dann die Flüge wieder aufnehmen. Dennoch dürfte die Nervosität bei den nächsten Starts besonders ansteigen. Denn auch die anderen Unternehmen hatten mit Rückschlägen zu kämpfen, und auch die als zuverlässig geltende russiche Technik war in jüngster Zeit von mehreren Verlusten geplagt, inklusive misslungener Rakentenstarts. Das macht die Versorgung und Forschung auf der ISS sicher nicht einfacher.

Die bemannten Raumfahrtprogramme der NASA ins All, bei denen es um Flüge etwa zu Asteroiden geht, basieren aber auf anderer Technik. Gerade das Versorgungsmodul für die bemannte Orion Kapsel der NASA stammt von den Europäern. In vollautomatischen Versorgungs- und Andockmanövern brachte es als ATV tonnenweise Material zur ISS. Die ATV-Kapazitäten sind jedoch nun für das Orion-Programm gebunden, eine weitere ATV-Mission zur ISS gibt es nicht.

Köln Bonn Airport verdreifacht Gewinn

Steigende Passagierzahlen und Zuwächse im Frachtgeschäft haben dem Köln Bonn Airport im zurückliegenden Geschäftsjahr 2014 einen Gewinnsprung beschert. Im Ergebnis nach Steuern erzielte die Flughafengesellschaft einen Überschuss von 3,1 Millionen Euro und verdreifachte damit ihren Gewinn. Die Zahl der Fluggäste kletterte 2014 um vier Prozent auf 9,5 Millionen, die Luftfracht verbesserte sich auf 754.000 Tonnen, was einem moderaten Zuwachs von zwei Prozent entspricht und die Entwicklung im deutschen Luftfracht-Markt widerspiegelt.

„Nach drei schwierigen Jahren, die vor allem bei einheimischen Airlines von Kapazitätskürzungen und Kostensenkungen geprägt waren, sind wir 2014 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Beim Passagierverkehr waren wir besser unterwegs als der deutsche Gesamtmarkt und auch das Frachtgeschäft hat unsere Erwartungen erfüllt. Unterm Strich war es ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagte Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, bei der heutigen Vorstellung der Bilanz 2014. Die guten Verkehrszahlen hätten sich positiv auf das Betriebsergebnis des Unternehmens ausgewirkt. „Vor allen wesentlichen Kennzahlen steht ein Plus. Köln/Bonn gehört nach wie vor zu den wenigen Flughäfen in Deutschland, die profitabel sind“, so Garvens.

Passagierverkehr in Köln/Bonn 2014

Mit einem Plus von 4 Prozent auf 9,5 Millionen Fluggäste lag der Köln Bonn Airport 2014 über dem deutschen Marktwachstum (+3 Prozent). Im August und September wurden jeweils über eine Million Passagiere abgefertigt. Getragen wurde der Aufschwung von den Low-Cost-Airlines, die ihr Streckennetz ausgebaut haben. Das gilt besonders für Norwegian und die irische Ryanair, die im vergangenen Jahr zusammen fast 210.000 zusätzliche Reisende beförderten.

Weitere 100.000 Passagiere entfielen auf Airlines, die 2014 neu vom Köln Bonn Airport aus gestartet sind (u.a. Flybe, Tailwind Airlines, Blue Air, Corendon). Zweiter wesentlicher Wachstumstreiber war der Touristik-Verkehr durch Ferienflieger wie SunExpress, Pegasus Airlines und Air Berlin.

Eine Trendwende gab es beim Inlandsverkehr: Erstmals seit drei Jahren konnte im vergangenen Jahr mit etwas mehr als 3 Millionen Fluggästen wieder ein leichter Zugewinn (+1,4 Prozent) auf innerdeutschen Strecken verzeichnet werden, nachdem die Einführung der Luftverkehrsteuer zu erheblichen Rückgängen geführt hatte. Vor allem die Flugzeuge zu den Geschäftsreisezielen Berlin, München und Hamburg waren gut ausgelastet. Auf diesen Strecken buchten 85.000 Fluggäste mehr.

Luftfracht in Köln/Bonn 2014

Das Luftfracht-Volumen lag im Geschäftsjahr 2014 mit einem Plus von 2 Prozent bei 754.000 Tonnen und damit auf dem Niveau des Gesamtmarktes. „Angesichts der bestehenden konjunkturellen Unterschiede in Europa ist das ein gutes Ergebnis“, so Garvens. Im Vergleich der europäischen Expressfracht-Flughäfen war Köln/Bonn 2014 hinter Lüttich (+5 Prozent) und Leipzig (+3 Prozent) drittstärkster Airport im Wachstums-Ranking.

Wirtschaftsergebnis 2014

Durch die positive Entwicklung der Verkehrszahlen im Geschäftsjahr 2014 verbesserte sich das operative Ergebnis (EBITDA) des Flughafens auf 57,7 Millionen Euro (+9,3 Prozent). Mit 3,1 Millionen Euro wurde der Gewinn aus dem Vorjahr (1,0 Mio.) deutlich übertroffen. Die Umsatzerlöse kletterten auf 274,3 Millionen Euro (+1,2 Prozent). Die Einnahmen aus dem Non-Aviation-Geschäft (u.a. Shopping, Gastronomie, Parken), die 32 Prozent der Gesamterlöse ausmachten, erreichten mit 88,4 Millionen Euro im fünften Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Den größten Beitrag zum Umsatz leistet weiterhin das originäre Geschäft mit dem Flugbetrieb. 62 Prozent der Einnahmen wurden 2014 aus Gebühren- und Entgelten sowie mit den Dienstleistungen am Boden erzielt.

Auf der Kostenseite gingen die Materialaufwendungen auf 84,2 Millionen Euro zurück (-7,4 Prozent). Einer der wesentlichen Gründe waren geringere Ausgaben für Enteisungsmittel infolge des milden Winters. Auch die Personalkosten blieben trotz einer durchschnittlichen Tarifsteigerung von rund 3 Prozent mit 115,1 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau (2013: 114,8 Mio. Euro). Hier wirkte sich bereits ein Vorruhestands- und Abfindungsprogramm positiv aus, wodurch 45 Mitarbeiter das Unternehmen freiwillig verlassen haben.

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 konnte die Verschuldung des Flughafens zurückgeführt werden. Zum 31. Dezember beliefen sich die Verbindlichkeiten auf 318,1 Millionen Euro, das sind 33 Millionen Euro weniger als 2013. Insgesamt hat der Airport in den vergangenen fünf Jahren 92,1 Millionen Euro Schulden abgebaut. Das Eigenkapital betrug 262,7 Millionen Euro (+1,2 Prozent), die Eigenkapital-Quote verbesserte sich auf 36,7 Prozent (34,9 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten bei der Flughafengesellschaft lag zum Stichtag 31. Dezember 2014 bei 1.807.

Verkehrsentwicklung 2015

Im Jahr 2015 setzt sich der Wachstumstrend des Flughafens fort, im März (plus zwölf Prozent) und Mai (plus zehn Prozent) mit zweistelligem Passagierplus. Im ersten Halbjahr lag die Zahl der Fluggäste in Köln/Bonn bei über 4,5 Millionen – acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ersten vier Monaten des Jahres ist Köln/Bonn doppelt so schnell gewachsen wie der deutsche Passagiermarkt (plus vier Prozent) und belegte im Ranking der wachstumsstärksten Flughäfen Rang drei.

Größter Wachstumstreiber unter den Airlines ist Ryanair, die ihr Netz zum vorigen Winterflugplan ausgebaut hat und in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 310.000 Passagiere mehr beförderte als im Vergleichszeitraum 2014. Einen regelrechten Boom mit hohen Passagierzuwächsen verzeichnen die touristischen Verkehre zu europäischen Urlaubszielen. Neue Airlines (Flybe, Onur Air, Blue Air) und die touristischen Verkehre (Wizz Air, SunExpress) trugen mit rund 80.000 zusätzlichen Fluggästen im ersten Halbjahr ebenfalls zum Wachstum bei. „Im klassischen Urlaubsgeschäft gewinnen wir Marktanteile, vor allem im Wettbewerb mit Düsseldorf“, so Garvens.

Geschäftsjahr 2015

Der Köln Bonn Airport rechnet auch für 2015 mit steigenden Passagier- und Frachtzahlen. Erstmals seit 2008 soll am Jahresende die Marke von zehn Millionen Fluggästen geknackt werden – was einem Plus von sechs Prozent entspricht. Und auch die Luftfracht wird wieder leicht um 1,4 Prozent auf 765.000 Tonnen zulegen. Das Gewinnziel liegt bei 1,0 Million Euro.

Nicht nur im Sommerflugplan, wenn der Airport ein durchschnittliches Verkehrswachstum von fünf Prozent erwartet und die Marke von einer Million Passagieren im Juli, August und September übertroffen werden soll, sondern auch zum Jahresende geht es weiter aufwärts. Die neue Lufthansa-Tochter Eurowings bietet ab November 36 wöchentliche Langstreckenflüge zu zehn Fernzielen ab Köln/Bonn an – unter anderem nach Dubai, Thailand und in die Karibik. „Darauf freuen wir uns besonders. Mit Eurowings wird Köln/Bonn in der europäischen Flughafen-landschaft wieder eine Adresse im Langstrecken-Segment“, so Garvens. Auch die irische Ryanair wird ab Herbst für Passagierzuwächse sorgen. Die Airline wird zwei weitere Flugzeuge am Köln Bonn Airport fest stationieren und ihr Strecken-Angebot zum Winterflugplan auf 17 Ziele ausbauen.

Bis zum Jahr 2022 wird der Flughafen im Rahmen des größten Instandhaltungs- und Sanierungsprogramms seiner Geschichte rund 100 Mio. Euro in den Erhalt der Infrastruktur investieren. Allein 70 Millionen Euro fließen in die Sanierung der großen Start- und Landebahn, der Querwindbahn, des Entwässerungssystems, des Taxiway Bravo und in die Ausbesserung von Flächen. „Unsere Infrastruktur ist unser Herzstück. Mit den Investitionen in den nächsten Jahren stellen wir die Weichen für eine prosperierende Zukunft des Flughafens“, sagt Flughafenchef Michael Garvens.

Der Flughafen wird zudem ein neues Hotel bauen. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie liegt vor. Das Hotel im Segment drei bis vier Sterne wird in zentraler Lage zwischen den beiden Terminals, in unmittelbarer Nähe zum ICE-Bahnhof entstehen.

Cargo Human Care hilft für Jugendzentrum in Nairobi

Der Grundstein für ein weiteres großes Hilfsprojekt des Cargo Human Care e.V. (CHC) ist gelegt.

Rund 150 Gäste wohnten letzte Woche Donnerstag einer feierlichen Zeremonie zum Bau der John Kaheni Residence in Kiambu/Nairobi bei, unter ihnen Bischof Timothy Ranji, Deputy Governor Gerald Gakuha Githinji, die künftige Heimleiterin Mary Wainjiku und Gerhard Meyke, 2. Vorsitzender des Cargo Human Care e.V.

„Wir wollen und können unsere Jugendlichen nicht alleine lassen, wenn sie das Waisenhaus verlassen müssen“, sagte Meyke zur Eröffnung. „Die John Kaheni Residence wird ein Wohn- und Bildungszentrum sein und soll helfen, die Lücke zwischen dem Schulabschluss und dem oft schwierigen Einstieg ins Berufsleben zu schließen“, erklärt Fokko Doyen, 1. CHC-Vorsitzender und Flottenchef bei Lufthansa Cargo.

Finanziert wird der Bau der John Kaheni Residence mit Hilfe einer deutschlandweiten Spendenaktion. Cargo Human Care unterstützt jährlich mehr als 20.000 medizinische Behandlungen in Nairobi. Lufthansa Cargo hilft dabei finanziell und logistisch. Zweites großes Betätigungsfeld der Organisation ist das Mothers` Mercy Home in Nairobi, das mehr als 115 Waisenkindern ein Zuhause und die Perspektive auf einen Schulabschluss bietet. Daran soll ab November 2015 die John Kaheni Residence anknüpfen.

Cargo Human Care e.V. (CHC) ist ein humanitäres und medizinisches Hilfsprojekt, welches von Mitarbeitern der Lufthansa Cargo in Zusammenarbeit mit Ärzten aus ganz Deutschland ins Leben gerufen wurde. Kern des Engagements ist es,

  • bedürftigen, kranken und notleidenden Menschen direkte medizinidsche Hilfeleistung zu geben
  • mittellosen und unterversorgten Waisenkindern ein Zuhause und eine Zukunft zu geben.

In Kooperation mit lokalen medizinischen Einrichtungen und örtlichen karitativen Trägern bringt Cargo Human Care e.V. konkrete Hilfe gezielt dorthin, wo sie gebraucht wird. CHC konzentriert sich zurzeit auf die ländliche Umgebung von Nairobi sowie Marsabit im Norden Kenias.

Kontakt zu Philae auf Komet bleibt instabil

Trotz neuer Flugbahn und einer Annäherung an den Kometen Churyumov-Gerasimenko von 200 Kilometer auf 180 Kilometer bleiben die Kontakte zu Lander Philae unregelmäßig und kurz. Nach dem ersten Kontakt am 13. Juni 2015 meldete sich Philae insgesamt noch sechs Mal beim Lander-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Zu den letzten drei berechneten Möglichkeiten für eine Verbindung zu Philae konnten allerdings keine Daten empfangen werden.

„Im Moment spielen wir mit der Geometrie zwischen Orbiter Rosetta und Lander Philae“, sagt DLR-Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec. „Der letzte Kontakt am 24. Juni 2015 dauerte 20 Minuten, allerdings brach die Verbindung immer wieder ab.“ Nun analysieren die Missionsteams des DLR und der ESA, ob und mit welchen Maßnahmen bessere Kontakte mit Lander Philae möglich sind.

Kommunikation braucht Sonnenlicht

Komet Churyumov-Gerasimenko hat eine Rotationszeit von 12,4 Stunden – und so wäre ungefähr zwei Mal am Erdtag bei einem Überflug von Orbiter Rosetta ein Kontakt möglich. Allerdings müssen dabei gleich mehrere Bedingungen passen, damit Philae über Rosetta und dessen Kontrollraum in Darmstadt Verbindung mit dem DLR-Lander-Kontrollzentrum aufnehmen kann. Zum einen muss Lander Philae in Betrieb sein, und dies kann er derzeit nur bei einer ausreichenden Beleuchtung durch die Sonne und der damit verbundenen Energieversorgung über seine Solarpanele sein.

Außerdem müssen die Antenne des Landers und die Antenne des Orbiters aufeinander ausgerichtet sein. Philaes Antennen sind offensichtlich durch Objekte in der direkten, recht harschen Umgebung teilweise beim Senden und Empfangen beeinträchtigt. Auch muss Orbiter Rosetta seine Antenne möglichst genau in Richtung Komet ausrichten.

Kometenaktivität: Rosetta verlor Orientierung

Doch Rosetta hat bei ihrem Flug noch andere Umstände zu berücksichtigen. Der zunehmend aktive Komet Churyumov-Gerasimenko schleudert mit seinen Gas-Ausstößen auch Staubpartikel ins All. Diese sorgten bereits im März 2015 dafür, dass die Sternsensoren des Orbiters diese Partikel falsch interpretierten und die Orientierung des Orbiters nicht mehr bestimmen konnten. Damals ging Rosetta automatisch in einen Sicherheitsmodus, entfernte sich vom Kometen und konnte erst dann wieder über Kommandos vom Boden gesteuert werden. Eine weitere Annäherung an Churyumov-Gerasimenko erfolgt daher nur schrittweise und unter ständiger Beobachtung, ob der Orbiter dabei unbeeinträchtigt bleibt.

Auch die Flugbahn des Orbiters berücksichtigt derzeit die nicht ungefährliche Umgebung des ausgasenden Kometen. So fliegt Rosetta zurzeit im sogenannten „Terminator“-Orbit entlang der Tag-Nacht-Grenze des Kometen und überfliegt Philae immer am frühen Kometenmorgen – zu diesem Zeitpunkt schaltet sich der Lander allerdings gerade erst ein. „Der Lander wird dann nicht optimal beleuchtet von der Sonne“, sagt Philae-Projektleiter Stephan Ulamec. Überflüge zu anderen Tageszeiten am Kometen wurden seit Philaes Aufwachen noch nicht durchgeführt.

Kontakte mit Unterbrechungen

Bei den bisherigen Kontakten mit Philae scheint die Annäherung an den Kometen um 20 Kilometer noch keinen Erfolg gebracht zu haben. „Es gab mehrfach Kontakte, bei denen Philae uns Daten über seinen Status gesendet hat, aber diese Verbindungen waren instabil“, erläutert Philae-Projektleiter Stephan Ulamec. Am 19. Juni 2015 empfing das Lander-Kontrollzentrum des DLR in Köln beispielsweise innerhalb von 19 Minuten zwei Mal zwei Minuten lang Daten von Philae. Am 20. Juni 2015 gab es zwar zwei Verbindungen, beide dauerten allerdings jeweils nur etwa eine Minute.

Am 23. Juni 2015 meldete sich Philae kurz, konnte aber in dem 20-sekündigen Kontakt keine Daten senden. Beim letzten Kontakt am 24. Juni 2015 dauerte der Kontakt zwar 20 Minuten – die Verbindung war aber ebenfalls nicht stabil, und so sendete Philae insgesamt nur 80 Datenpakete. Zwischen den Kontakten gab es allerdings auch mehrfach berechnete Kontaktzeiten, zu denen keine Verbindung zwischen Philae und Rosetta aufgebaut werden konnte. Auch bei den letzten drei Überflügen von Rosetta in 180 Kilometer Höhe kam kein Kontakt zustande.

Am Samstag beginnt die ESA mit neuen Manövern, die den Rosetta-Orbiter bis zum 30. Juni 2015 um weitere 20 Kilometer näher an die Kometenoberfläche und somit an Philae heranführen. Das Team des DLR-Kontrollzentrums hofft, dass die Kontakte zu Lander Philae bei einer Distanz von dann 160 Kilometern regelmäßiger und stabiler werden. Erst im Laufe der nächsten Tage wird sich zeigen, ob Veränderungen der Geometrie zwischen Lander und Orbiter die Kommunikation mit Philae verbessern.

Vorhersagbare Kontakte nötig

Auch ein durch die schlechten Bedingungen während des Winterschlafs verursachter Ausfall beispielsweise der Kommunikationseinheiten von Philae wäre ein möglicher Grund für das derzeitige Schweigen des Landers. Die Auswertung der bisher empfangenen Daten durch das Team des DLR hat aber gezeigt, dass zwar eine der beiden Kommunikationseinheiten beeinträchtigt ist, die zweite Einheit jedoch bisher ohne Probleme funktionierte.

„Um mit Philae wieder wissenschaftlich zu arbeiten, sind wir auf längere und vorhersagbare Kontaktzeiten angewiesen“, betont DLR-Philae-Projektleiter Stephan Ulamec. Nur wenn Philae umfangreiche Kommandos sicher empfangen und ausführen sowie die gemessenen Daten speichern und dann zu seinem Bodenteam senden kann, können seine zehn Instrumente an Bord wieder zum Einsatz kommen.

Tiefe Testflüge mit Lufthansa MD-11 in Cochstedt

Deutschlands größte Airline Lufthansa und das DLR – Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt – führen in der kommenden Woche unterschiedliche Forschungsflüge mit einem der größten Frachtflugzeuge der Lufthansa-Flotte am Airport Magdeburg/Cochstedt durch.

Mit zwei Maschinen vom Typ McDonnell Douglas MD-11 werden voraussichtlich am kommenden Montag und Dienstag, 29./30.06.2015, mehrere Testreihen rund um Sachsen-Anhalts einzigem internationalen Verkehrsflughafen durchgeführt. Ziel der Tests ist es, emissionsärmere Flugverfahren zu entwickeln und durch unterschiedliche Anbauteile Verwirbelungen am Flugzeug und somit Windgeräusche zu minimieren.

Am Montag sind die Testflüge in der Zeit von 12:00 – 17:00 Uhr und am Dienstag von 12:00 – 15:00 Uhr geplant. In dieser Zeit kann es erneut zu wiederholt tieferen Flügen rund um den Airport Magdeburg/Cochstedt kommen, die jedoch immer im zugewiesen Korridor stattfinden und von der Flugsicherung überwacht werden.

Bereits in den vergangene Wochen und speziell am vergangenen Donnerstag gab es rund um den Airport durch den Airbus A320 „D-ATRA“ – ein gemeinsames Forschungsflugzeug der DLR und Airbus – zahlreiche Testflüge, die in der Region für Aufsehen sorgen.

„Durch die besonderen Anforderungen des Forschungsteams ist es hier notwendig, mehrere Platzrunden zu drehen und diese teilweise auch in Höhen von gut 2.000 Fuß Höhe, das entspricht etwas mehr als 600 Meter, zu absolvieren. Es besteht hier aber keinerlei Grund zur Sorge“, beruhigt Betriebsleiterin am Airport, Silke Buschmann, hier die aufgeschreckten Anwohner, über deren Köpfe die Maschinen sonst deutlich höher vorrüber fliegen.

„Mobilität 2100“ mit Fraport AG und Regionalpark RheinMain

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Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gestern der Einladung der Fraport AG und des Regionalparks RheinMain zur Fachtagung „Mobilität 2100“ ins Forum Colosseo nach Frankfurt gefolgt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Freude an Mobilität“ stand.

Mobilität sei in Zeiten der Globalisierung nicht nur Voraussetzung für das Funktionieren internationaler Warenströme, Märkte und Wertschöpfungsketten sondern auch für Reisende heutzutage in vielerlei Hinsicht zur Selbstverständlichkeit geworden, sagte Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, in seiner Begrüßungsansprache. Die besondere Herausforderung der Mobilitätsbranche liege nunmehr darin, die Freude an Mobilität neu zu wecken und für den Passagier ein unvergessliches Reiseerlebnis zu kreieren. Zahlreiche Impulsreferate und Workshops eröffneten eine visionäre Perspektive auf das Thema Mobilität und sorgten den ganzen Tag über für einen regen Austausch zwischen Gastgebern und Teilnehmenden.

Der Regionalpark RheinMain ist das größte Förderprojekt des 1997 eingerichteten Umweltfonds der Fraport AG. Insgesamt sind aus dem Umweltfonds in den vergangenen 18 Jahren über 16 Millionen Euro an Fördermitteln in die Entwicklung dieses Naherholungsraumes geflossen. Die jährliche Tagung soll den Dialog mit den Nutzern des attraktiven Natur-, Kultur- und Freizeitangebots im Regionalpark fördern und dessen Bekanntheitsgrad steigern.

Köln Bonn Airport erhält ACI Award

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Erneute Auszeichnung für den Köln Bonn Airport: Der Flughafen ist gestern Abend in Prag vom Europäischen Flughafenverband ACI (Airports Council International) bei den alljährlichen „ACI Europe Best Airport Awards 2015“ zum ersten Mal als bester Flughafen Europas in der Kategorie bis zehn Millionen Passagiere mit dem 1. Preis prämiert worden. Nach dem „Skytrax World Airport Award“, bei dem Köln/Bonn zum besten Non-Hub-Airport Europas gekürt wurde, und dem „Air Cargo Excellence Award“ als „Bester Europäischer Frachtflughafen“ ist es bereits die dritte renommierte Auszeichnung, die der Flughafen 2015 erhalten hat.

„Wenn uns die Kollegen der europäischen Flughäfen mit dem 1. Preis auszeichnen, ist das natürlich etwas ganz Besonderes“, freute sich Flughafenchef Michael Garvens. „Es ist das erste Mal, dass der ACI-Award nach Köln/Bonn geht. Das ist eine große Anerkennung für die Leistung des gesamten Flughafen-Teams“, sagte Garvens.

Die ACI-Awards werden einmal im Jahr in vier verschiedenen Kategorien vergeben. Dabei bewertet eine internationale Jury aus Flughafenexperten Kriterien wie die Service-Qualitäten eines Flughafens, Shopping- und Gastronomie-Angebote in den Terminals, die operativen Prozesse des Flugbetriebes, aber auch Sicherheitsaspekte, Umweltaktivitäten und Nachbarschaftspflege fließen in die Bewertung ein. Der Köln Bonn Airport hatte zudem mit seinem einzigartigem Markenauftritt überzeugt.

Flughafen Dresden feiert 80-Jähriges mit Flughafenfest

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Am 11. Juli 1935 starteten und landeten zum ersten Mal Verkehrsflugzeuge am neuen Flughafen Dresden. Das 80-jährige Gründungsjubiläum wird am Wochenende 19./20. September mit dem Großen Flughafenfest gefeiert. An diesen zwei Tagen stehen neben Führungen, Flugzeug- und Technik-Präsentationen, Musik und Kinderanimation auch Rundflüge auf dem Programm. Sowohl die Fluggesellschaften airberlin und Germania als auch zahlreiche Kleinflugzeuge werden faszinierende Ausblicke auf Dresden und Umgebung ermöglichen. Germania und airberlin haben ihre Flüge bereits zur Buchung freigeschaltet.

Rundflug mit Germania 19. September

Eine Boeing 737-700 von Germania startet um 13:30 Uhr zu einem einstündigen Rundflug (Flugnummer ST2424). Tickets gibt es für 99 Euro pro Person (inklusive Steuern und Gebühren) auf der Germania-Webseite. Dieser Flugzeugtyp kommt im Regelflugverkehr auf den täglichen Germania-Flügen zwischen Dresden und Urlaubszielen am Mittelmeer, Atlantik und Roten Meer zum Einsatz.

Rundflüge mit airberlin am 20. September

airberlin bietet drei 50-minütige Rundflüge in einem Flugzeug vom Typ Bombardier Dash 8Q-400 an. Die Turboprop-Maschine startet um 10:30 Uhr (Flugnummer AB1997), 12 Uhr (AB1998) und 13:30 Uhr (AB1999) am Flughafen Dresden. Der Preis pro Person und Flug beträgt ebenfalls 99 Euro und beinhaltet ein Getränk und einen Snack. airberlin setzt die Dash 8Q-400 im Linienflugverkehr auf ihren bis zu vier täglichen Flügen zwischen Dresden und dem Drehkreuz Düsseldorf ein.

Rundflüge mit Kleinflugzeugen an beiden Tagen

Der Fliegerservice „August der Starke“ aus Dresden, das Flug-Center Milan aus Kamenz und der Flugservice Bautzen heben am 19. und 20. September mit Kleinflugzeugen zu 20-minütigen Rundflügen ab. Die verschiedenen Routen führen über Dresden, Moritzburg oder Meißen. Tickets gibt es zum Preis von 59 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) für Erwachsene und 34 Euro für Kinder von drei bis zehn Jahren. Kinder unter drei Jahren werden nicht befördert. Telefonische Vorreservierungen für Plätze in den Kleinflugzeugen sind voraussichtlich ab Ende August möglich. Informationen dazu werden rechtzeitig auf der Flughafenfest-Seite im Internet veröffentlicht.

Alle Informationen zum Großen Flughafenfest hier vom Dresden Airport.

Saab 340 Frachter der RAF AVIA am Cochstedt Airport

Die lettische Cargo Airline RAF AVIA stationiert seit Mitte Juni 2015 eine weitere Frachtmaschine auf dem Flughafen Magdeburg/Cochstedt international, diesmal vom Typ Saab 340 in der Frachtversion. Die Cargo-Spezialisten aus Riga sind schon seit 2012 mit mehreren Antonov-Frachtmaschinen (AN 26) auf Sachsen-Anhalts einzigem internationalen Verkehrsflughafen unterwegs.

Damit baut die international tätige Frachtairline ihr Europaengagement weiter aus und bietet mit der Saab 340 eine kleine und schnelle aber vor allem auch sehr preiswerte Alternative im Ad-hoc-Charter Bereich an.

Der Airport Magdeburg/Cochstedt unterstreicht mit der Stationierung einer weiteren Frachtmaschine seine eigenen Cargo Ambitionen ebenfalls und baut damit das Angebot im Ad-hoc-Charter Bereich für seine Kunden in Mitteldeutschland weiter aus. Bereits Ende 2013 konnte die zu 100 Prozent privat betriebene Flughafengesellschaft die erste der beiden geplanten Fracht- und Logistikhallen fertig stellen und bietet seitdem alle Dienstleistungen rund um das Lagern, Händeln und Sichermachen der Fracht an.

Mit der Maximallänge von 7,9 Meter, einer Breite von 1,62 Meter, 1,30 Meter Höhe und einem Gesamtvolumen von 35 Kubikmetern, ist der Transport verschiedenster Frachten mit der Saab 340 möglich. Die maximale Frachtzuladung beträgt 3,85 Tonnen wobei die Maschine bei Vollauslastung eine Reichweite von 555 Kilometern besitzt.

„Seit mehr als drei Jahren haben wir unsere Flugzeuge auf dem Flughafen Magdeburg/Cochstedt stationiert. Während dieser Zeit hat sich die Zusammenarbeit zwischen RAF – AVIA und dem CSO so positiv entwickelt, dass wir Magdeburg/Cochstedt als unseren Heimatflughafen sehen. Dank seiner zentralen Lage in Europa können wir fast alle unsere Ad-hoc-Charter Dienstleistungen effektiv und wettbewerbsfähig anbieten. Die aktuelle Stationierung der Saab 340 ist nicht nur die Antwort auf die Bedürfnisse unserer Kunden, sondern auch eine Anerkennung einer engen Zusammenarbeit zwischen RAF – AVIA und dem Airport Magdeburg/Cochstedt für die kommenden Jahre, “ begründet Jelena Rigere (Commercial Director RAF-AVIA) die Entscheidung eine weitere Maschine am CSO zu stationieren.

Uwe Hädicke, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Magdeburg/Cochstedt mbH freut sich ebenfalls über den Zuwachs am Cochstedter Flughafen: “ Diese positive Entwicklung grade in unserem jungen Geschäftsfeld Fracht & Logistik freut mich sehr und zeigt uns auf, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auch das Vertrauen unseres Partners RAF-AVIA und die damit verbundene Stationierung einer weiteren Frachtmaschine bestätigen uns in unserem Handeln. Besonders unsere uneingeschränkte 24 h-Betriebserlaubnis sowie die hervorragende Infrastruktur und die moderne Ausstattung machen das Arbeiten am CSO für unsere Partner und deren Kunden sehr attraktiv. Die ersten drei Frachtflüge konnten mit der Saab 340 bereits durchgeführt werden, ich wünsche allen Beteiligten always happy landings.“

Ryanair mit 3.500 Flügen mehr zu Weihnachten

Ryanair startet schon den Weihnachts-Countdown. Für die Weihnachtsferien werden über 3.500 zusätzliche Flüge im gesamten europäischen Netzwerk geflogen. Passagiere können ab sofort weitere 660.000 Sitzplätze für die Weihnachtszeit vom 18. Dezember 2015 bis zum 07. Januar 2016 buchen.

Kunden von Ryanair können dabei aus über 190 Zielen in ganz Europa wählen. Dabei haben sie die Möglichkeit, die Vorzüge von Sitzplatzreservierungen, einem kostenlosen zweiten Handgepäck, reduzierten Gebühren sowie der neuen Website und App mit mobiler Bordkarte zu genießen. Dank den Programmen Family Extra und Business Plus bietet Ryanair eine Auswahl für Familien, Geschäftsreisende und Urlauber – egal zu welcher Zeit des Jahres. Reisenende können ihre elektronischen Geräte während des gesamten Fluges benutzen.

Robin Kiely, Head of Communications von Ryanair: „In nur sechs Monaten ist bereits Weihnachten! Vergangene Weihnachten hat Ryanair über 3,5 Millionen Passagiere transportiert. Wir sind uns sicher, dass dieses Jahr noch mehr Kunden mit den günstigsten Preisen nach Hause fliegen werden. Deshalb haben wir für die Weihnachtszeit 3.500 zusätzliche Flüge bereitgestellt…“

CL Finale sorgte für VIP Flüge nach Cochstedt

Das Champions League Finale am 06.06.2015 in Berlin bescherte dem Airport Magdeburg / Cochstedt international ein volles Vorfeld. Bereits am Donnerstag vor dem Finale waren die ersten Maschinen in Cochstedt gelandet.

Bis einschließlich Dienstag dieser Woche gab es allein auf Grund des erhöhten Flugaufkommens in der Hauptstadtregion mehr als 110 zusätzliche Starts und Landungen auf dem Airport CSO. Dank der 24h-Fluggenehmigung konnten im Gegensatz zu den meisten Flughäfen in der Umgebung auf Sachsen-Anhalts einzigen internationalen Verkehrsflughafen Flugzeuge rund um die Uhr starten und landen. Der Flughafen bot Airlines und Kunden aus 12 Nationen ausreichend Parkmöglichkeiten für die Flugzeuge sowie eine schnelle Abfertigung inklusive VIP- oder Bus-Shuttledienste direkt in die Hauptstadt an. In der Nacht des Finaltages parkten 31 mittelgroße und große Flugzeuge gleichzeitig auf dem Vorfeld.

„Der Flughafen war über den gesamten Zeitraum verteilt gut ausgelastet, auch wenn in den Randzeiten noch Kapazitäten da gewesen wären“, berichtete Uwe Hädicke, CEO des Airport Magdeburg/Cochstedt int. „Personell wie auch technisch waren wir mit unseren fast 70 Mitarbeitern sehr gut vorbereitet und konnten beweisen, dass wir auch einer so spontanen Auslastung gut gewachsen sind, natürlich auch unabhängig vom Champions League Finale. Die gute Zusammenarbeit aller Flughafenmitarbeiter sorgte dafür, dass alle Passagiere der Charterflüge das Finale pünktlich erleben konnten und anschließend stressfrei wieder in die Heimat kamen.“

Vorteile aus topbonus auch bei Air Seychelles einlösbar

Vielflieger von airberlin können nun ihre Vorteile auch im Netzwerk von Air Seychelles nutzen. Ab sofort ist die nationale Fluggesellschaft des Inselstaates Seychellen im topbonus Programm. Das heißt: topbonus Teilnehmer können auf dem gesamten Streckennetz von Air Seychelles Prämienmeilen sammeln und einlösen. Das bestehende Codehare Abkommen mit 144 wöchentlichen Flügen ermöglicht airberlin und Air Seychelles, komfortable Verbindungen zwischen Europa und den Seychellen über Abu Dhabi anzubieten.

Die von Air Seychelles durchgeführten Strecken Abu Dhabi – Mahé (Seychellen) und Mahé – Praslin tragen eine AB-Flugnummer. Gäste von Air Seychelles können unter HM-Flugnummer von ihrem von airberlin operierten Flug von Abu Dhabi nach Düsseldorf/Berlin auf weiterführende Strecken im aiberlin Netz umsteigen. Die Airline des Inselstaates fliegt im eigenen Streckennetz zahlreiche nationale und internationale Destinationen an, darunter u. a. Abu Dhabi, Mauritius, Antananarivo, Johannesburg, Daressalam und Mumbai.

Teilnehmer von topbonus haben neben dem Sammeln und Einlösen von Prämienmeilen eine Reihe weiterer Vorteile durch die neue Kooperation mit Air Seychelles. So genießen topbonus Statusteilnehmer exklusive Vorteile, wie beispielsweise zusätzliches Freigepäck, Priority-Check-in, Pre-Boarding und Zugang zur exklusiven Air Seychelles Salon Vallée de Mai Premium Lounge.

Anlässlich der neuen Vielfliegerkooperation mit Air Seychelles können topbonus Teilnehmer bis 18. September 2015 doppelte Prämienmeilen auf jedem meilenfähigen Flug im gesamten Netzwerk von Air Seychelles sammeln.

Hannover Airport wird Standort von DHL Express

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Der Hannover Airport hat eine ca. 30.000 Quadratmeter große Gewerbefläche im Airport Business Park Ost im Wege der Erbpacht erfolgreich an ADLER Immobilien Investment vermarktet.

Der neue Standort verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung und soll für den Expressdienstleister DHL Express genutzt werden. Er bietet dem Logistiker damit beste Voraussetzungen für künftiges Wachstum.

Der direkte Anschluss an die A352 und somit an das Autobahnnetz mit seinen Nord-Süd-Verbindungen A2 und A7 gewährleistet optimale Verkehrsanbindungen, die insbesondere für einen Logistikbetrieb wie DHL von größter Bedeutung sind. Aus diesem Grund haben sich bereits viele namhafte Logistiker entlang der Münchner Straße angesiedelt.

Die vermarktete Fläche ist das letzte große und mit Baurecht belegte Areal im Airport Business Park Ost. Der Hannover Airport befindet sich derzeit in Gesprächen zur Baurechtschaffung mit der Stadt Langenhagen, um auch zukünftig weitere Gewerbegebietsflächen nicht nur für Logistiker anbieten zu können.

Eckdaten zum DHL Express Hannover

  • Investor: ADLER Immobilien Investment GmbH, Viernheim
  • Architekt: Markus Fritz ( ADS-Architekten), Speyer
  • Generalunternehmer: Bremer AG, Paderborn Gesamtfläche: rund 30.000 m²
  • Produktionsfläche: rund 5.434 m²
  • Pick-up and Delivery (Finger): rund 535 m²
  • Bürofläche: rund 1.450 m²
  • Parkfläche für rund 65 Fahrzeuge Anlagenkapazität: 6.000 PPH (Packstücke pro Stunde)
  • Umschlagsbereich mit vollautomatischem Sortiersystem der Firma van Riet
  • Sendungsvolumen: ca. 15.000 Express-Sendungen täglich rund 3,4 Mio. Sendungen jährlich vier PuD Finger zur direkten gleichzeitigen Beladung von 56 Nahverkehrsfahrzeugen
  • TAPA-Zertifizierung (Klasse A) Arbeitsplätze: rund 200 Beschäftigte
  • Investitionsvolumen: rund 32,5 Millionen Euro

Reisewelle überschwemmt Sicherheitskontrollen in Köln/Bonn

Der Personalengpass am Flughafen Köln/Bonn wird akut. Der Airport rät allen Fluggästen, die am morgigen Freitag ihre Reise antreten, früher als üblich anzureisen. Wegen Personalengpässen bei der Security-Firma Kötter, die im Auftrag der Bundespolizei für die Sicherheitskontrollen verantwortlich ist, kann es dort insbesondere in der Zeit zwischen 05:00 und 10:00 Uhr sowie zwischen 17:00 und 21:00 Uhr zu längeren Wartezeiten kommen, weil weniger Kontrollspuren als nötig besetzt sind. In diesen Zeiten bittet der Flughafen, eine Stunde früher als gewohnt vor Ort zu sein.

Man habe in den vergangenen Wochen in zahlreichen Gesprächen mit Bundespolizei und Kötter bis zuletzt versucht, Lösungen zur Vermeidung eines drohenden Engpasses zu finden, leider ohne entscheidenden Durchbruch. Der Flughafen bittet die Bundespolizei und Kötter, alles zu unternehmen und alle Kräfte zu mobilisieren, um den Ferienstart für die Reisenden so zügig wie möglich zu gestalten.

Die Sicherheitskontrollen sind eine hoheitliche Aufgabe, die der Bundespolizei obliegt und in deren Auftrag am Flughafen Köln/Bonn von der Firma Kötter durchgeführt werden.

Lufthansa: 100. Airbus neu mit Wirbelgeneratoren

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Experten von Lufthansa Technik rüsten in der kommenden Woche das 100. Flugzeug der Lufthansa A320-Flotte mit schallreduzierenden Wirbelgeneratoren aus. Das Projekt der Lufthansa Group und des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des Forschungsverbundes „Leiser Verkehr“ erreicht damit einen wichtigen Meilenstein. Seit November 2014 stattet Lufthansa als erste Fluglinie weltweit ihre Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der Typen Airbus A319, A320 und A321 mit den lärmmindernden Bauteilen an der Flügelunterseite aus. Insgesamt erhalten 157 Flugzeuge der Kurz- und Mittelstreckenflotte einen Wirbelgenerator.

Werksneue Airbus-Flugzeuge werden schon seit Anfang 2014 mit der geräusch-reduzierenden Technik an Lufthansa ausgeliefert. Insgesamt fliegen künftig mehr als 200 Lufthansa-Jets deutlich leiser.

Überflugmessungen von Lufthansa in Zusammenarbeit mit dem DLR ergaben, dass die Wirbelgeneratoren störende Töne beseitigen und den Gesamtschallpegel des Flugzeugs im Landeanflug deutlich reduzieren – um bis zu vier Dezibel bei Entfernungen zwischen 17 und zehn Kilometer zum Flughafen. Weiter entfernt vom Flughafen ist der Effekt nach Herstellerangaben noch größer. Diese Töne entstanden bisher an der Flügelunterseite durch kreisrunde Tankdruckausgleichsöffnungen, die im Flug angeströmt werden. Die neuen Bauteile erzeugen über diesen Tankdruckausgleichsöffnungen Luftwirbel, die die Tonentstehung effektiv verhindern.

Diese Maßnahme ist Teil der hessischen „Allianz für mehr Lärmschutz“, die 2012 vom Land Hessen und von der Luftverkehrswirtschaft vereinbart wurde. MD-11-Messflüge von Lufthansa Cargo in Magdeburg-Cochstedt

Die Ein- beziehungsweise Umrüstung der A320-Flotte ist eine der umfangreichsten freiwilligen Maßnahmen zum aktiven Schallschutz, die Lufthansa bisher umgesetzt hat. Eine weitere Möglichkeit, den Fluglärm deutlich zu reduzieren, wird in den kommenden Wochen bei mehrtägigen Überflugmessungen mit zwei MD-11-Frachtflugzeugen von Lufthansa Cargo am Flughafen Magdeburg-Cochstedt intensiv getestet: Am Triebwerkseinlass der CF6-80C2-Triebwerke von General Electric wurden modifizierte Schalldämpfer eingebaut. In dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt MODAL hat Lufthansa in Zusammenarbeit mit dem DLR bereits Untersuchungen auf einem Triebwerksprüfstand der Lufthansa Technik in Hamburg durchgeführt. Dieser erste Schritt diente dem prinzipiellen Nachweis, dass die so genannten Hardwall Acoustic Panels im Triebwerkseinlass lärmmindernd wirken. Nun wird im zweiten Schritt die Wirkung der Panels unter realen Bedingungen ermittelt. Zusätzlich erwartet Lufthansa Erkenntnisse über die Lärmreduktion bei Fahrwerksgeräuschen durch die Abdeckung von Hohlräumen am Fahrwerk der Flugzeuge.

Bei den Überflugmessungen in Magdeburg-Cochstedt nähert sich das Flugzeug mehrfach wie beim Landeanflug dem Flughafen und überfliegt diesen mehrfach in einer bestimmten Konfiguration. Weitere Bestandteile des Messprogramms sind Startüberflüge mit Bodenmessungen bei verschiedenen Drehzahlen. Bei jedem Überflug zeichnen zahlreiche Bodenmikrofone den Schall des in verschiedenen Höhen überfliegenden Flugzeugs auf. Die Messdaten bilden die Grundlage für eine mögliche Zulassung der Modifikation für die bestehende MD-11-Flotte von Lufthansa Cargo. Die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung des Fluglärms ist die kontinuierliche Investition in neue Flugzeuge. Die Lufthansa Group erhält bis zum Jahr 2025 insgesamt 259 Flugzeuge der neusten Generation. So ergänzen künftig 59 hochmoderne Flugzeuge von Airbus und Boeing für die Langstreckenflotte der Lufthansa Group. Die A350-900 wird bereits ab 2016 ausgeliefert. Die Lärmemissionen der neuen Modelle sind erheblich geringer als bei heutigen Flugzeugen.

Die Lufthansa gibt auch eine Hörprobe der Flugzeuge einmal mit und einmal ohne Wirbelgeneratoren.

Klaus-Peter Siegloch am Flughafen Saarbrücken

Als „tollen Flughafen“ hat Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, den Flughafen Saarbrücken bei seinem Besuch im Saarland bezeichnet.

Er sehe für den Flughafen noch Wachstumspotenzial, sagte der frühere ZDF-Journalist und jetzige Wirtschaftsfunktionär. Wie alle deutschen Flughäfen ist auch der Airport Saarbrücken Mitglied im Bundesverband der deutschen Verkehrswirtschaft.

Mit Blick auf den weltweiten Wettbewerb forderte Siegloch eine Lockerung der deutschen Beschränkungen. Vor allem die Luftverkehrssteuer, die mit rund einer Milliarde zu Buche schlage, sei wettbewerbsverzerrend. Aber auch die Einschränkung der Start- und Landezeiten sei eine bedenkliche Entwicklung.

Die saarländische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, die mit Siegloch am Flughafen sprach, stellte die wirtschaftlichen Konsolidierungsmaßnahmen in den Vordergrund. Sie zeigte sich optimistisch, dass der Flughafen spätestens bis 2020 schwarze Zahlen im Flugbetrieb schreibe. Das Engagement der TUI am Flughafen Saarbrücken helfe bei diesen Bemühungen, sagte die Ministerin. Entscheidend für den erfolgreichen Weg seien aber erhebliche Kostenreduzierungen seit dem Jahr 2012. „Die gesicherte Zukunft des Flughafens Saarbrücken ist ein wichtiger Baustein für den Wirtschaftsstandort Saarland“, sagte Anke Rehlinger.

Airport-Geschäftsführer Thomas Schuck zeigte sich erfreut, dass sich die mit dem Engagement der TUIfly verbundenen Erwartungen im Hinblick auf die Auslastung und die Akzeptanz der neun zusätzlichen Destinationen offensichtlich erfüllen. Thomas Schuck hatte den am Nachmittag mit der Air Berlin angereisten Gast empfangen.

Fundsachen am Flughafen werden versteigert

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Der Flughafen München gibt den Termin in der Reihe der beliebten Versteigerung von Fundsachen bekannt. Rund 300 Fundsachen, die am Airport verloren oder vergessen wurden, werden am kommenden Samstag, den 27. Juni 2015, ab 13:00 Uhr im Festzelt beim Gründungsfest der Feuerwehr Münchnerau an der Mühlbachstraße, 84034 Landshut-Münchnerau, unter den Hammer kommen. Unter den Auktionsgütern ist für jeden Geschmack etwas dabei: Die Bandbreite an verlorenen oder zurückgelassenen Dingen reicht von Armbanduhren über Spiegelreflexkameras, Laptops, Tablets, Handtaschen, Sonnenbrillen und Handys bis hin zu Bekleidung und Schmuck. Aber auch Kurioses findet sich unter den Fundstücken, etwa eine Körperwaage, Gartenfackeln, ein Lampenschirm oder ein Wäschekorb.

Wer Verwendung dafür findet, kann auch wieder eine Motorsäge ersteigern. Sicherlich gespannt sind viele Interessenten auf den Inhalt mehrerer ungeöffneter Koffer, die als „Überraschungspakete“ versteigert werden. Interessenten haben am Versteigerungstag von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr die Gelegenheit, die Fundsachen zu besichtigen. Versteigert werden die Fundstücke wieder von Josef „Sepp“ Mittermeier. Die ersteigerten Fundsachen müssen bar bezahlt werden. Ein Teil der Erlöse wird für karitative Zwecke in der Flughafenregion verwendet.

Schallschutz Flughafen Zürich: 100 Mio. CHF Rückstellung

Der Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG hat die Neuberechnung der Schallschutzmaßnahmen mit zusätzlichen Kosten von 100 Millionen Franken verabschiedet. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bis 2025 erfolgen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZL, hat die Flughafen Zürich AG im Zusammenhang mit dem Gesuch zum Betriebsreglement 2014 verpflichtet, bis Ende Juni 2015 ein erweitertes Schallschutzprogramm einzureichen. Zusätzlich zu den im Rahmen des ursprünglichen Schallschutzprogramms „Programm 2010“ geschätzten 240 Millionen Franken für Lärm- und Anwohnerschutz hat der Verwaltungsrat heute weitere Maßnahmen in der Höhe von 100 Millionen Franken verabschiedet.

Der Betrag wird sofort zurückgestellt, was zu einer einmaligen erfolgswirksamen Sonderbelastung der Konzernrechnung 2015 führt. Die zusätzlichen Kosten von 100 Millionen Franken werden aus heutiger Sicht keine Wiedereinführung einer Passagierlärmgebühr auslösen. Die Finanzlage des Fluglärmfonds sowie die bis 2025 zu erwartenden Einnahmen aus den Flugzeuglärmgebühren sollten für die Finanzierung ausreichen.

Das erweiterte Schallschutzprogramm wird nun rechtzeitig beim BAZL eingereicht. Dort wird das Gesuch auf Vollständigkeit geprüft und anschließend öffentlich aufgelegt. Details zum erweiterten Programm können erst dann publiziert werden.

Personalengpass an Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf

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Lufthansa-Tochter Germanwings forderte die Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf auf, besonders zum Ferienbeginn genügend Sicherheitspersonal zur Verfügung zu stellen, um Engpässe bei den Sicherheitskontrollen für die Passagiere zu vermeiden. Germanwings ist von der Bundespolizei darauf hingewiesen worden, dass das von der Behörde mit der Abwicklung der Sicherheitschecks beauftragte Unternehmen Personalengpässe hat. An den beiden Airports steht voraussichtlich nicht die für das erwartete Verkehrsaufkommen erforderliche Personalstärke zur Verfügung. Passagiere müssen daher mit Verzögerungen rechnen.

Am kommenden Wochenende zum Ferienstart in Nordrhein-Westfalen rät Germanwings den Fluggästen ab Düsseldorf und Köln/Bonn, frühzeitig vor dem Abflug zum Flughafen zu kommen. Fluggäste sollten daher mehr Zeit einplanen und – um die Sicherheitskontrollen zu beschleunigen – nach Möglichkeit auch für das Handgepäck vorgesehene Gepäckstücke am Schalter einchecken. So können auch die Fluggäste dazu beitragen, die Situation zu entschärfen.

Schweiz: Zulassung von Ultraleichtflugzeugen ab Juli

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Der Schweizer Bundesrat und das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) haben heute verschiedene Verordnungen angepasst, um die schon beschlossene Lockerung des Verbotes von Ultraleichtflugzeugen umzusetzen. Die Änderungen werden auf Mitte Juli in Kraft gesetzt. Damit können die Zulassungsverfahren für elektrisch angetriebene Ultraleichtflugzeuge in Gang gesetzt werden.

Im vergangenen Herbst beschloss der Bundesrat eine Lockerung des seit 1984 geltenden Verbotes von Ultraleichtflugzeugen (UL). Damit können neben den bereits zulässigen Ecolight-Flugzeugen auch aerodynamisch gesteuerte Flugzeuge mit Elektroantrieben sowie Deltas oder Gleitschirme mit Elektromotoren zugelassen werden. Heute haben der Bundesrat und das UVEK die zur Umsetzung nötigen Verordnungen angepasst. Das ganze Verordnungspaket tritt Mitte Juli 2015 in Kraft.

Flugplatzpflicht und Zulassung aus Ausland

Bei der Definition der Lufttüchtigkeits- und Zulassungsanforderungen für die UL wurde ein möglichst einfaches Vorgehen gewählt: Für die Zulassung in der Schweiz werden keine eigenen Vorschriften erlassen, sondern ausländische Zulassungsvorschriften für anwendbar erklärt. Auch das Zulassungsverfahren wird vereinfacht, indem Zertifikate von definierten ausländischen Zulassungsstellen anerkannt werden.

Gemäß den neuen Regeln gilt für alle neu zugelassenen UL die Flugplatzpflicht. Außenlandungen von Flugzeugen und neu auch von Hängegleitern mit Elektroantrieb dürfen nur mit Bewilligung des BAZL durchgeführt werden. Auf den Landesflughäfen Zürich und Genf ist der Betrieb von UL-Flugzeugen mit Ausnahme der Ecolight Flugzeuge verboten.

Mit der Zulassung von elektrisch angetriebenen UL ist ein erhöhter Innovationseffekt zu erwarten. Mit den festgelegten Rahmenbedingungen wird ein sicherer Betrieb der neuen Fluggeräte gewährleistet. Die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt erachtet das UVEK als zumutbar.

„Berlin Airport“-App für iOS und Android

Mit der aktuellen Version der „Berlin Airport“-App bietet die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH den Passagieren am Flughafen Tegel einen neuen Service: Ab sofort erhalten Nutzer dieser App Push-Nachrichten mit Informationen zur Orientierung sowie zu ihrem Aufenthalt am Flughafen – und zwar genau dort, wo sie ihnen von Nutzen sind. Dies erfolgt mit Hilfe von kleinen Bluetooth-Sendern, sogenannten Beacons. Wer in der App seinen Flug markiert hat, erhält beim Betreten des Terminals eine Push-Nachricht mit Hinweisen zu dem schnellsten Weg zu seinem Gate.

Bereits vor der Sicherheitskontrolle werden Passagiere auf Duty-free-Angebote hingewiesen. Ankommende Passagiere werden am Gepäckband begrüßt und erhalten Informationen zum kostenlosen WLAN-Angebot oder zur Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Beacons sind kleine Bluetooth-Sender, die permanent Signale in definierte Reichweiten senden. Apps, die darauf ausgelegt sind, können diese Signale empfangen und die weitere Kommunikation mit dem Smartphone-Nutzer unterstützen. Die Beacon-Technologie bedient dabei den BLE-Standard (Bluetooth Low Energy), der gegenüber herkömmlichem Bluetooth die Batterielaufzeit des Smartphones deutlich weniger belastet.

Passagiere in Tegel können den neuen Service ganz einfach nutzen: Nach dem Download der „Berlin Airport“-App für iOS oder Android im Google Playstore, muss der Nutzer lediglich sein Bluetooth aktivieren und erhält dann über Push-Nachrichten personalisierte Informationen.

Flugbewegungen 2014 in Deutschland effizient

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Im vergangenen Jahr 2014 kontrollierte die deutsche Flugsicherung DFS 2,98 Millionen Flugbewegungen und damit 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Trendwende ist das nicht: Vom Boomjahr 2008 ist die Luftverkehrsbranche weit entfernt. Erfreulich aber, dass die Sicherheit im Luftverkehr – seit Jahren auf einem hohen Niveau – noch einmal gesteigert wurde. Die Streckeneffizienz im deutschen Luftraum ist beachtlich: tatsächlich geflogene Routen sind im Schnitt nur vier Kilometer länger als die direkten Verbindungen. Und auch bei der Pünktlichkeit erzielte die DFS gute Werte. Knapp 98 Prozent aller Flüge kam 2014 ohne flugsicherungsbedingte Verspätung ins Ziel.

Weitere Fragen, die der Mobilitätsbericht der DFS beantwortet: Wie viele Flugbewegungen gab es im deutschen Luftraum? Welche Verkehrsflughäfen hatten den größten Zuwachs? Wie sicher ist der deutsche Luftraum? Wie pünktlich sind die Flughäfen in Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland? Zur Einsicht kann hier der Mobilitätsbericht der DFS, jetzt für das Jahr 2014 als PDF erschienen, geöffnet werden.