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Schmerzensgeld Angebot nach Germanwings Flug 4U9525

Germanwings wird alle berechtigten Ansprüche auf Ersatz materieller Schäden erfüllen, die Angehörigen von Opfern des Fluges 4U9525 entstanden sind. Dies können beispielsweise Unterhaltszahlungen für Hinterbliebene sein. Dieser Entschädigungsprozess hat nun begonnen. Die materiellen Schäden der Hinterbliebenen werden aller Voraussicht nach substantiell sein und hängen von den individuellen persönlichen Verhältnissen sowie der jeweils anwendbaren Rechtsordnung ab. In diesem Entschädigungsprozess ist auch das deutsche Opferentschädigungsgesetz zu berücksichtigen. Germanwings hat bereits einen Vorschuss in Höhe von 50.000 Euro je Opfer des 4U9525-Unglücks gezahlt. 

Zusätzlich hat Germanwings am Dienstag den Hinterbliebenen deutscher Passagiere sowie den Hinterbliebenen, bei denen sich die Ansprüche aus anderen Gründen nach deutschem Recht richten, ein Angebot zum Ersatz immaterieller Schäden (Schmerzensgeld) gemacht. 

Schmerzensgeld Zahlungen aus Flug 4U9525 

  • 25.000 Euro für jedes Opfer deutscher Nationalität für die rechtmäßigen Erben (vererbbares Schmerzensgeld)
  • 10.000 Euro für jeden nächsten Angehörigen mit Wohnsitz in Deutschland für unterstellte eigene Gesundheitsschäden. Zu dieser Gruppe zählen Eltern, leibliche Kinder, Adoptivkinder, Ehegatten und eingetragene oder eheähnliche Lebenspartner mit gemeinsamem Wohnsitz.

Beide Beträge werden – anders als sonst üblich – gezahlt, ohne dass ein Nachweis über tatsächliche gesundheitliche Beeinträchtigungen erbracht werden muss. Bei diesen beiden Beträgen handelt es sich nur um den Teil der Entschädigungen, die dem Ausgleich sogenannter immateriellen Schäden dienen, also um Schmerzensgeldzahlungen. Eine Anrechnung auf den Vorschuss erfolgt hier nicht.

Über die bereits genannten Aspekte des materiellen sowie des immateriellen Schadensersatzes hinaus übernehmen Lufthansa und Germanwings auch langfristig die Verantwortung für die Folgen des Absturzes. So sollen Kinder und Jugendliche, die durch den Absturz ein Elternteil oder beide Eltern verloren haben, langfristig Unterstützung für ihre Ausbildung erhalten. Dafür werden von Lufthansa und Germanwings bis zu 7,8 Millionen Euro auf einem Treuhandkonto zur Verfügung gestellt. 

Darüber hinaus wird ein Hilfsfonds eingerichtet, der über einen Zeitraum von drei Jahren individuelle Unterstützung für Hilfsprojekte der Angehörigen leisten soll. Pro Jahr stehen dafür Projektmittel von bis zu zwei Millionen EUR zur Verfügung. Gefördert werden Projekte, die im Zusammenhang mit den Opfern stehen.  

Ryanair: Streikrecht und Nachzahlung zur Sozialversicherung

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Mit einem so starken Bekenntnis im Ethikcode des Unternehmens fragt die Pilotenvereinigung VC, wie es zu zwei fraglichen Gerichtsurteilen kommen konnte. Das Dänische Arbeitsrecht verlangt, dass Unternehmen mit ihren Angestellten (bzw. deren gewerkschaftlicher Vertretung) in Dänemark einen Tarifvertrag verhandeln und unterzeichnen. Andernfalls dürfen die dänischen Gewerkschaften streiken – sowohl direkt, als auch in Unterstützungsstreiks. Ryanair aber akzeptiert diese Regelung nicht und behauptet, sein System von „collective agreements“ sei ausreichend, da seine Flugzeuge irisches Territorium seinen, in denen irisches Recht gelte. 

In einem Interview wird Micheal O’Leary, Ryanair CEO, mit folgender Aussage zitiert: „Was? Untersuchungen ob wir (ILO-Abkommen – Anm.) einhalten? Wir müssen keine ILO-Abkommen einhalten. Wir müssen uns an irische und EU-Gesetze halten und wir halten uns jedes einzelne irische und EU-Gesetz. Es gibt kein EU-Gesetz oder eine EU-Vorschrift, an die wir uns nicht halten.“ 

VC stellt daher die Frage: Soll das heißen, dass alle Ryanair Angestellten nach irischem Gesetz beschäftigt werden und dass das ILO-Abkommen nicht zählt?

Ein Urteil, dass gestern in Italien verkündet wurde, stellt die rein irische Denkweise jedenfalls infrage. Ryanair wird dort 3,198 Millionen Euro Sozialversicherungssteuer an die italienische Regierung zahlen müssen, nur für den Zeitraum von 2006 bis 2010. Weitere Verfahren zu anderen Zeiträumen und an anderen Stationierungsorten sind anhängig, z.B. in Bergamo. 

Es stellt sich die Frage, ob Ryanair die Einhaltung seines Verhaltenskodex dadurch für erfüllt hält, dass es von nationalen Gerichten an den Stationierungsorten seiner Crews zur Einhaltung des national geltenden Rechts gezwungen wird. Oder wäre es nicht ratsam, sich vorab mit den jeweils geltenden Gesetzen und Verordnungen zu befassen?

Die einfachere Lösung scheint es jedoch zu sein, rechtliche Schritte anzudrohen, um aufkeimende Diskussionen im Keim zu ersticken – das mussten einige EU-Abgeordnete in den letzten Wochen erfahren. Sie hatten zuvor die Beschäftigungspraxis bei Ryanair kritisiert, berichtet die VC.

Erfrischung für Kinder bei Austrian Airlines

Austrian Airlines startet pünktlich zu Ferienbeginn zahlreiche, familienfreundliche Sommeraktionen: So verteilen Flugbegleiter am Samstag, den 04. Juli und am Sonntag, den 05. Juli 2015, auf allen Austrian myHoliday Flügen Gratis-Eis von Eskimo. Insgesamt werden dafür 391 Kilogramm, etwas mehr als 6.500 Stück Eis, an die kleinen Passagiere verteilt. Das Eis wird auf etwa 500 Kilogramm Trockeneis gekühlt. Des Weiteren eröffnet die heimische Fluggesellschaft auch dieses Jahr wieder einen Familien Check-in am Flughafen Wien. Dieser befindet sich im Austrian Star Alliance Terminal und ist zwischen 30. Juni und 12. September 2015 geöffnet.

Nach dem Check-in gibt es zusammen mit der Bordkarte, für jedes Kind ein aufblasbares Flugzeug oder einen Wasserball als kleines Geschenk.   

60.000 Kinder in die Ferien  

 Kinder und Familien werden bei Austrian Airlines groß geschrieben. So sind pro Jahr rund 350.000 Kinder bis 12 Jahren mit Austrian Airlines unterwegs. Allein in den kommenden Ferienmonaten Juli und August fliegen wieder über 60.000 Kinder mit der heimischen Fluggesellschaft in den Urlaub. Austrian Airlines hält daher für Familien besondere Services und Vorteile bereit, von denen diese in der bevorstehenden Ferienzeit profitieren.

So können Familien mit Kindern bereits vor allen anderen Passagieren bequem in das Flugzeug einsteigen und es sich an Bord ohne Stress und Hektik gemütlich machen. Am Sitzplatz angekommen bekommen die Kinder Spielzeug, Spiele und Puzzles von den Austrian Flugbegleitern. Bei einer Flugzeit von über 3,5 Stunden sorgt Austrian Airlines mit speziellen Baby- und Kindermenüs für das leibliche Wohl der jüngsten Fluggäste. Auf allen Langstrecken-Flügen gibt es ein eigenes Unterhaltungsprogramm mit Videos und Audio (Kinderlieder, Hörbücher) eigens für Kinder.  

Griechenland beliebtestes Ferienziel  

Mit 21 Destinationen und insgesamt 31 wöchentlichen Flugverbindungen bleibt Griechenland bei den Austrian myHoliday Passagieren das Top-Reiseziel 2015. Dahinter folgen Türkei, Italien und Spanien. Insgesamt bietet Austrian myHoliday bis zu 59 wöchentliche Flugverbindungen zu 36 Freizeitdestination an.

HSD Luftrettung in DRF Luftrettung aufgegangen

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Drei Stationen wurden bislang von der HSD Luftrettung betrieben und sind jetzt auf die DRF Stiftung Luftrettung übergegangen: Dortmund, Halle und Hannover. Die HSD Luftrettung gemeinnützige GmbH ist keine eigenständige Tochtergesellschaft der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG mehr. Mit der Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart ist die Aufschmelzung in die DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG rückwirkend zum 01. Januar 2015 rechtlich vollzogen. „Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Konsolidierung unserer Tochtergesellschaften und dem einheitlichen Auftritt unter der Dachmarke DRF Luftrettung“, erklärt Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung.

Die DRF Luftrettung besteht aus einem gemeinnützigen Förderverein, einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, einer gemeinnützigen AG sowie deren Tochtergesellschaften. Die DRF Stiftung Luftrettung, die der Aufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart unterliegt, überwacht die operative Arbeit der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützigen AG. Zur Finanzierung dieser oft lebensrettenden Arbeit tragen die rund 500.000 Förderer des DRF e.V. entscheidend bei.

Die DRF Luftrettung setzt an 30 Stationen in Deutschland und Österreich Hubschrauber für die Notfallrettung und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Darüber hinaus holt die gemeinnützig tätige Organisation mit ihren Ambulanzflugzeugen im Ausland verletzte oder erkrankte Förderer des DRF e.V. zurück, wenn dies aus medizinischen Gründen notwendig ist. Rund 700 Notärzte, 300 Rettungsassistenten, 160 Piloten und 80 Techniker sind für die DRF Luftrettung im Einsatz. Im vergangenen Jahr starteten die rot-weißen Luftretter zu insgesamt 37.811 Einsätzen.

Flughafen FKB 14. Turkish Airlines Standort in Deutschland

Mit Wasserfontänen der Flughafenfeuerwehr wurde der aus Istanbul ankommende Flug TK 1441 heute Mittag am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) feierlich empfangen. Im Beisein zahlreicher Vertreter und flankiert von 2 Schwarzwaldmädchen in Originaltracht, durchschnitten die anwesenden Ehrengäste unter großem Applaus das rote Band. Bei den Reden im festlich und in den Turkish Airlines Farben rot / weiß geschmückten Terminal sprachen Minister Hermann und CMO von Turkish Airlines, Ahmet Olmustur, bei Schwarzwälder Kirschtorte.    

Hermann: „Die Landesregierung und ich als Aufsichtsratsvorsitzender unterstützen das Engagement der Turkish Airlines am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden. Für den Flughafen und die Region ist die neue Verbindung ein weiterer wichtiger Schritt zum wirtschaftlichen Erfolg. Für die Menschen in der Region ermöglicht sie eine neue schnelle Verbindung: sei es in den Urlaub an der türkischen Riviera, zur Erkundung einer der vielen historischen Kulturstätten oder zur Pflege der Familienbande.“

14. Standort in Deutschland

Chief Marketing Officer bei Turkish Airlines, Ahmet Olmustur „Wir freuen uns sehr über die Eröffnung unseres 14. Standortes in Deutschland. Damit haben künftig noch mehr Passagiere die Möglichkeit, Turkish Airlines und unseren Service direkt vor Ort kennenzulernen. Reisende aus der Region haben nun die Möglichkeit nicht nur zum Bosporus, sondern über das Drehkreuz Istanbul mehr als 270 Ziele weltweit anzufliegen.“ 

Baden-Airpark Geschäftsführer Manfred Jung hieß Turkish Airlines nochmals herzlich am FKB willkommen und dankte den anwesenden Vertretern insbesondere dafür, „dass ab dem Regionalflughafen Karlsruhe / Baden-Baden durch das Engagment der Turkish Airlines, nun weitere internationale Flugziele für Geschäftsreisende schnell und problemlos erreicht werden können und das Angebot des Flughafens dadurch optimal erweitert wird“.

Nach dem Austausch der Gastgeschenke, die Vertreter der Turkish Airlines erhielten extra für diesen Anlass hergestellte und mit dem Erstflugdatum versehene Schmuckvasen der Staatlichen Majolika Manufaktur in Karlsruhe, erfolgte der Anschnitt der Erstflugtorte – einer Schwarzwälder Kirschtorte mit Turkish Airlines Emblem.

Flugplan

Tage: Dienstag, Mittwoch, Freitag & Sonntag Von Istanbul nach Karlsruhe / Baden-Baden: ab 12:10 – an 14:15 Von Karlsruhe / Baden-Baden nach Istanbul: ab 15:10 – an 19:10

SriLankan Airlines im Codeshare mit airberlin und NIKI

SriLankan Airlines, die staatliche Fluggesellschaft aus Sri Lanka, ist neuer Codeshare-Partner von airberlin und NIKI. Ab sofort bieten die drei Fluggesellschaften täglich Flüge zwischen Deutschland, Österreich und Sri Lanka via Abu Dhabi unter gemeinsamer Flugnummer an.  

airberlin und NIKI legen ihre Flugnummern auf die Flüge zwischen Abu Dhabi und Colombo, die SriLankan täglich anbietet. Fluggäste von SriLankan Airlines können nun die Flüge von airberlin und NIKI zwischen Berlin-Tegel und Abu Dhabi beziehungsweise zwischen Wien und Abu Dhabi im Codeshare buchen.   

„Sri Lanka ist ein faszinierendes Reiseland, das mit seinen Stränden und der Kultur immer mehr Urlauber anlockt. Insbesondere bei Reisenden aus Deutschland wird Sri Lanka immer beliebter, was die stetig wachsenden Besucherzahlen der letzten Jahre belegen. Wir setzen daher auf unseren neuen Codeshare-Partner und sind überzeugt, dass die Flüge auf große Nachfrage im deutschsprachigen Raum stoßen werden“, sagt Stefan Pichler, CEO airberlin.

 „Von dem Codesharing mit airberlin und NIKI werden sowohl Urlauber als auch Geschäftsreisende profitieren, die ab sofort die schnelle und komfortable Verbindung zwischen Colombo, Berlin und Wien mit täglichen Flügen der SriLankan zwischen Abu Dhabi und Colombo nutzen können. Auch wir sind der Meinung, dass unsere Partnerschaft den Tourismus in Sri Lanka weiter Auftrieb geben wird“, erklärt Lal Perera, Head of Worldwide Sales von SriLankan Airlines. Deutschland ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Standbein der Aktivitäten der Airline in Europa. Mit dem Codeshare haben Reisende nun zusätzliche Flüge von Berlin und Wien nach Sri Lanka zur Auswahl.  

 Das Streckennetz von SriLankan Airlines wird durch das neue Codeshare mit airberlin und NIKI um eine dritte Destination in Deutschland sowie um das erste Ziel in Österreich erweitert. airberlin und NIKI bieten Colombo auch im Codeshare mit Etihad Airways an. Insgesamt stehen Reisenden somit drei tägliche Verbindungen von Abu Dhabi aus nach Colombo zur Verfügung.  

Treffen internationaler Piloten beim niederländischen VNV

Am 30. Juni / 01. Juli fand in den Räumlichkeiten des niederländischen Pilotenverbands VNV ein weiteres Treffen des Professional & Government Affairs (PGA) Committees der International Federation of Air Line Pilots‘ Association (IFALPA), dem Pilotenweltverband, statt.

Knapp 30 Vertreter aus den nordamerikanischen, asiatischen und europäischen IFALPA-Mitgliedsverbänden nahmen an diesem Treffen teil.  Wichtige Diskussionspunkte waren u.a. die durch die Zunahme atypischer Arbeitsverhältnisse in der Luftfahrtindustrie erforderlichen Änderungen des IFALPA Industrial Manuals. Hier wurde unter anderem aufgenommen, dass die Mitgliedsverbände jegliche Form des „pay-2-fly“ mit allen Mitteln bekämpfen werden. Auch wurde diskutiert, dass die verschiedenen Formen der MPL-Ausbildung noch nicht optimal den Bedürfnissen der angehenden Piloten nach Arbeitsplatzperspektiven gerecht werden.

Des Weiteren ging es in dem Treffen um die Positionierung der IFALPA hinsichtlich der Liberalisierung des Luftfahrtmarktes und des in dieser Sache einer gewichtigen Rolle zukommenden ICAO Air Transport Regulations Panels (ATRP). Mehr Informationen zu diesem Treffen des PGA Committees will die VC demnächst mitteilen.

Fluglotsen Streik in Frankreich – Ryanair startet Petition

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Ryanair hat am 01. Juli eine EU-weite online Petition gestartet, um Europas Konsumenten vor Flugstreichungen während ihrer Urlaubszeit zu schützen, die von einer kleinen Gruppe streikender Fluglotsengewerkschaften hervorgerufen werden und dadurch den europäischen Luftraum schließen. Seit 2009 haben französische Fluglotsengewerkschaften 39 Streiktage eingeleitet und dadurch Flugstreichungen für Millionen von Menschen in ganz Europa hervorgerufen. Französische Fluglotsengewerkschaften haben für einen weiteren Streik aufgerufen (von Donnerstag 02. Juli bis Samstag 04. Juli), welcher wieder in tausenden Flugstreichungen resultieren wird und was hunderttausende Reisende in Form von Flugstreichungen oder Verspätungen betreffen wird.

Die letzte Schließung des französischen Luftraums am 12. und 13. April diesen Jahres hat europäische Fluglinien gezwungen über 3.600 Flüge zu streichen, wovon 500.000 Kunden betroffen waren. Ryanair hat die Europäische Kommission wiederholt dazu aufgerufen gegen diese Fluglotsenstreiks vorzugehen, die nur Chaos für europäische Konsumenten verursachen. Daher hat Ryanair heute eine Petition Keep Europe’s Skies Open“ gestartet, um europäischen Konsumenten die Möglichkeit zu geben sich an unserem Aufruf zu beteiligen und Europa von dieser Erpressung, wie Ryanair es nennt, von Fluglotsengewerkschaften und Störung des Luftraums zu beschützen. Entweder durch:

  1. Europäischen Fluglotsen das Recht zu nehmen zu streiken – ähnlich wie verschiedene europäische Polizei- und Militäreinheiten nicht streiken können. In den USA ist es Fluglotsengewerkschaften gesetzlich nicht erlaubt zu streiken. Europäische Fluglotsen können sich dann immer noch Gewerkschaften anschlieβen, organisieren und ihre Probleme durch Meditation und Schlichtung lösen, was keine Streiks oder Schließung des europäischen Luftraums beinhaltet. Oder aber 
  2. anderen europäischen Fluglotsen zu erlauben den französischen Luftraum während Fluglotsenstreiks zu regeln, was Flugstreichungen und Störungen für europäische Konsumenten in Spanien, Italien, Deutschland und im Vereinigten Königreich minimieren kann.

Wenn diese EU-weite Petition mehr als eine Million Unterschriften bekommt, will Ryanair diese in Brüssel präsentieren und die EU-Kommission und das EU-Parlament dazu anhalten endlich etwas zu tun.

Ryanairs Chief Marketing Office Kenny Jacobs: „Es ist inakzeptabel, dass Europas Konsumenten wiederholt in ihrem Urlaub gestört werden oder dass dieser vielleicht sogar wegen den eigensinningen Aktionen von Fluglotsengewerkschaften abesagt werden muss. Diese Fluglotsengewerkschaften benützen Streiks als erste Waffe und nicht als letzten Ausweg. Französische Fluglotsen werden in dieser Woche wieder drei weitere Tage streiken, was hunderttausende Konsumenten beeinträchtigen wird. Es ist besonders schlimm, dass diese Streiks während der Sommerhauptsaison stattfinden und dadurch vorsetzlich Urlauber und Familien als Zielscheibe verwendet werden… Es ist an der Zeit, dass die Kommission und das Parlament etwas dafür tut, um Europas Familien und gewöhnliche Luftreisende die gerade ihren hart verdienten Urlaub genieβen wollen von Störungen durch Fluglotsenstreiks die den europäischen Luftraum schlieβen, beschützt. Wenn die EU den europäischen Fluglinien nicht zuhört, vielleicht hört sie ja auf Europas Bürger.“

Eurowings erwartet ersten Airbus A330-200

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Die neue Eurowings bereitet sich auf den Start ihrer Langstreckenflüge im November 2015 vor. Hierfür wurde jetzt das erste Langstreckenflugzeug, ein Airbus A330-200, im neuen Eurowings-Design lackiert. Das Flugzeug hat vergangene Woche die Lackierhalle in Taipeh, Taiwan, in den Farben der neuen Eurowings verlassen und wird heute für den Einbau der Kabinenausstattung nach Hamburg zur Lufthansa Technik überführt. Die Landung wird um 19:00 Uhr Ortszeit erwartet. Ein zweites Flugzeug vom Typ A330-200 soll in wenigen Wochen folgen.

Am 02. November 2015 wird der Airbus mit der Kennung D-AXGA für die neue Eurowings vom Flughafen Köln/Bonn auf Interkontinentalstrecken starten und erstmals Varadero auf Kuba ansteuern. Eurowings beginnt ihr Langstreckenangebot zunächst mit zwei A330-200 ab Köln/Bonn. Betrieben werden die Flugzeuge von SunExpress Deutschland, einem Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines. Die neue Eurowings bietet zur Wintersaison 2015/2016 insgesamt sechs Langstreckenziele an, darunter beliebte Destinationen in der Karibik (Puerto Plata, Punta Cana, Varadero), in Thailand (Phuket, Bangkok) sowie Dubai.

Mit attraktiven Preis-Specials bietet die neue Eurowings ihren Kunden aktuell besonders günstige Flüge zu den Traumstränden Dubais und nach Bangkok an. Für den Reisezeitraum vom 17. Dezember 2015 bis zum 27. März 2016 soll es die Flüge von Köln nach Dubai statt des regulären Preises von 149,99 Euro im Basic-Tarif schon ab 99,99 Euro geben. Flüge von Köln nach Bangkok können im Reisezeitraum vom 20. Dezember 2015 bis zum 26. März 2016 im Basic-Tarif statt des ursprünglichen Preises von 219,99 Euro bereits für 199,99 Euro gebucht werden.

Wizz Air startet Verbindung Nürnberg – Skopje

Am 01. Juli 2015 um 15:55 Uhr startete der erste Flug der neuen Direktverbindung von Nürnberg nach Skopje, der Partnerstadt Nürnbergs. Die Mazedonische Hauptstadt ist das dritte Ziel, das Wizz Air nonstop ab dem Albrecht Dürer Airport anfliegt.

An Bord der ersten Maschine waren 174 Passagiere, unter ihnen Christian Vogel, Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Norbert Schürgers, Leiter des Amts für Internationale Beziehungen, Honorarkonsul der Republik Mazedonien Dr. Gerhard Paul Krüger, sowie Vertreter des Stadtrats Max Höffkes (CSU), Nasser Ahmed (SPD), und Elke Leo (Grüne). In Skopje wird die Delegation von Oberbürgermeister Koce Trajanovski, der Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Christine Althauser und dem Minister für Transport, Vlado Misajlovski, empfangen.

Skopje, seit 1982 Nürnbergs Partnerstadt, hat 530.000 Einwohner und ist 1.165 Kilometer Luftlinie vom Albrecht Dürer Airport entfernt. Wizz Air fliegt die Verbindung zwei Mal pro Woche, jeden Mittwoch und jeden Sonntag geht es in knapp zwei Stunden nonstop nach Skopje.

„Wir freuen uns, dass Wizz Air mit der Route nach Skopje eine dritte Direktverbindung von Nürnberg nach Ost-Europa anbietet und damit ihr Engagement am Albrecht Dürer Airport ausbaut“, so Dr. Michael Hupe, Flughafen-Geschäftsführer. Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air ist seit Oktober mit an Bord.

„Die Metropolregion Nürnberg ist ein wichtiger Markt, das Interesse an attraktiven Destinationen nach Ost-Europa ist groß. Die bisherigen Verbindungen nach Bukarest und Cluj-Napoca in Rumänien sind sehr gut gebucht“, so Daniel de Carvalho von Wizz Air. Das liegt auch an dem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis, die Preise für Flugtickets nach Skopje starten bei 9,90 Euro pro Strecke inkl. Steuern und Gebühren. Wizz Air fliegt mit einer jungen Flotte aus Airbus A320 mit 180 Sitzen.

Schweiz will Ausbildung zum Berufspiloten fördern

Der Bundesrat der Schweiz hat die Verordnung über die Unterstützung von Ausbildungen im Bereich der Luftfahrt (VFAL) verabschiedet. Zum 01. Januar 2016 können Auszubildende in ausgewählten Berufsgruppen in der Luftfahrt finanzielle Unterstützung beim Bund beantragen. Die Förderungsmassnahme soll einem Mangel an qualifiziertem Personal in der Schweizer Luftfahrt entgegenwirken. Zum 01. Januar 2016 sollen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Ausbildungen zu Berufspiloten/innen, Fluglehrer/innen und Luftfahrzeugtechniker/innen finanzielle Unterstützung beantragen können.

Der Bundesrat hat dazu heute die Verordnung über die Finanzhilfen für Ausbildungen im Bereich der Luftfahrt (VFAL) verabschiedet. Ein Bundesbeitrag soll zukünftig einen Teil der Ausbildungskosten des Fachpersonals der schweizerischen Zivilluftfahrt decken. Mithilfe dieser Förderungsmassnahme soll einem zukünftigen Mangel an qualifiziertem Personal in der Schweizer Luftfahrt entgegen gewirkt werden.

Für die Ausrichtung von Förderungsbeiträgen ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zuständig. Jährlich werden höchstens so viele Auszubildende unterstützt, wie in der schweizerischen Zivilluftfahrt in der jeweiligen Berufsgruppe Bedarf besteht. Berechnungen für das Jahr 2016 weisen insgesamt rund 270 Kandidatinnen und Kandidaten aus. Die finanziellen Beiträge werden nur an Kandidaten oder Kandidatinnen ausgerichtet, welche im Hinblick auf eine spätere Anstellung von einem Schweizer Aviatikbetrieb vorgeschlagen werden. Berücksichtigt werden jene Anwärter, die die beste Gewähr für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und gute Leistungen im Beruf bieten.

United Airlines: seit 10 Jahren New York – Berlin Tegel

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Am 01. Juli 2015 feiert United Airlines zehn Jahre in Berlin. Seit dem 05. Juni 2015 setzt United Airlines auf der Strecke Berlin-New York eine Boeing 767-400 ein.

Dr. Karsten Mühlefeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „United Airlines ist seit zehn Jahren ein wichtiger Partner am Standort Tegel. Die tägliche Nonstop-Verbindung von Berlin zum New Yorker United-Drehkreuz Newark Liberty International Airport bietet den Berlinern und Brandenburgern eine komfortable Möglichkeit, in die amerikanische Metropole zu reisen. Ich gratuliere United Airlines herzlich zum zehnjährigen Jubiläum in Berlin, freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren und wünsche allzeit guten Flug.“

United Airlines am Tegel

Die Boeing 767-400 fliegt täglich um 09:40 Uhr ab Berlin mit Landung in New York um 12:35 Uhr Ortszeit. Zurück geht es um 17:50 Uhr lokaler Zeit in New York mit Ankunft in der deutschen Hauptstadt um 08:00 Uhr Ortszeit. Die Boeing 767-400 verfügt über 242 Sitze an Bord – darunter 39 Flat-Bed-Sitze in der Business Class, 70 Sitze in der EconomyPlus und 133 Sitze in der Economy Class. Vor Ort in Berlin-Tegel waren dabei: Die Crew und Vertreter von United Airlines sowie Vertreter der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Terminal 2 Satellit am Flughafen München eröffnet

Drei Jahre und zwei Monate nach der Grundsteinlegung für das Satellitengebäude am Münchner Flughafen steht jetzt das Zeitfenster für die Eröffnung des neuen Bauwerks fest: Im April 2016 werden Passagiere erstmals die Gelegenheit haben, das neue Abfertigungsgebäude zu nutzen.
Diese Terminplanung haben die Flughafen München GmbH (FMG) und die Deutsche Lufthansa AG festgelegt. Der exakte Eröffnungstermin soll Anfang kommenden Jahres bekannt gegeben werden. Wie bereits das Terminal 2 wird der Satellit im Rahmen eines Joint Ventures zwischen FMG und Lufthansa im Verhältnis 60 zu 40 gemeinsam errichtet und betrieben.

Der Münchner Flughafen gewinnt durch den Satelliten mit seinen 27 gebäudenahen Flugzeugabstellpositionen, über die Fluggäste direkt und ohne Bustransfer ins Flugzeug gelangen, eine zusätzliche Kapazität von elf Millionen Passagieren im Jahr. „Sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht wird der Satellit den Flughafen München in eine neue Dimension führen“, erklärt Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh. „Die hohe Aufenthalts- und Servicequalität unseres Airports, die zuletzt durch die Auszeichnung zum ersten europäischen 5-Sterne-Flughafen dokumentiert wurde, bleibt damit auch in Zukunft ein entscheidender Wettbewerbsvorteil der bayerischen Luftverkehrsdrehscheibe“, so Kerkloh weiter.

Für Thomas Klühr, Mitglied des Lufthansa Passagevorstandes Finanzen & Hub München, ist das neue Passagiergebäude ein Meilenstein für die weitere Entwicklung des Premium-Drehkreuzes München: „Mit dem Satelliten werden wir unseren Passagieren eine optimale Infrastruktur mit einzigartigem Ambiente anbieten. Das Terminal 2 zählt schon heute zu den Besten der Welt. Gleiches können unsere Gäste vom Satelliten erwarten. Als Erweiterung des Terminal 2 ist er vollständig nach den Bedürfnissen der Lufthansa-Fluggäste ausgerichtet.“

Als erstes „Midfield-Terminal“ an einem deutschen Flughafen verfügt der neue Satellit über keine öffentliche Anbindung. Die Passagiere checken im Terminal 2 ein und fahren nach der Passagier- und Handgepäckkontrolle mit einem unterirdischen Personentransportsystem in weniger als einer Minute zum Satelliten. Dort steht ihnen neben sämtlichen Service- und Abfertigungseinrichtungen auch ein umfangreiches Shopping- und Gastronomieangebot zur Verfügung.

In den kommenden Monaten werden der Innenausbau und die technische Ausrüstung des Satelliten abgeschlossen. Noch im Herbst beginnt dann ein umfassender Probebetrieb, bei dem sämtliche Abfertigungsprozesse und Abläufe mit Unterstützung von „Fluggastdarstellern“ getestet und bei Bedarf optimiert werden können.

Gymnasiasten gaben Konzert am Fraport

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Gestern Abend spielte das Willigis Symphonie Orchester im Fraport-Forum am Flughafen Frankfurt. Das Schulorchester bot populäre Stücke von ABBA sowie Filmmusik aus Star Wars und dem Herrn der Ringe dar.

Ein erfolgreiches Gastspiel, das nicht nur das anwesende Publikum, sondern auch Reisende begeisterte, die spontan hinzukamen und zuhörten. Das Symphonie Orchester des Willigis Gymnasium in Mainz (Willigis Symphonie Orchester) ist für den Deutschen Jugendorchesterpreis 2014/15 nominiert. Aus insgesamt 28 Bewerbungen wurden 15 Orchester ausgewählt, die nun in der Endrunde sind. Höhepunkt der Wettbewerbsteilnahme war das gestrige Konzert, das von einer Jury bewertet wird und somit über den weiteren Wettbewerb entscheidet.

Das Willigis Symphonie Orchester besteht aus 63 Musikern (35 davon sind Streicher und 28 Bläser), die hauptsächlich die 9. bis 13. Klasse besuchen. Das Repertoire besteht aus Werken aller Musikepochen, sowohl Bearbeitungen im gehobenen Schwierigkeitsgrad als auch Originalwerke, z. B. von Händel, Haydn und Mozart.

Ziel der Orchesterarbeit ist es, den Schülern angemessene Möglichkeiten zu bieten, sich mit der Musikliteratur auseinanderzusetzen und diese in vielfältiger Weise kennenzulernen. Zurzeit ist die Auseinandersetzung mit Filmmusik und Musicals sehr beliebt. Die Aufgabenbereiche des WSO liegen in der Gestaltung der jährlichen Symphoniekonzerte in einem Mainzer Konzertsaal (wie bisher im Eltzer Hof, im Erbacher Hof, im Kurfürstlichen Schloss, im Kleinen Haus des Staatstheaters, in der Christuskirche und in der Phönixhalle), bei denen sich Schüler auch in der Funktion als Moderatoren üben. Dazu kommen die Gestaltung der jeweiligen Abiturentlassungsfeier oder des Schulfeiertags.

Die Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) ist die deutsche Sektion der Jeunesses Musicales International (JMI). Diese wurde während des Zweiten Weltkriegs in Brüssel mit dem Ziel der friedlichen internationalen Begegnung junger Musiker und der Völkerverständigung gegründet. Die Jeunesses Musicales International gilt als die größte musikalische Jugend-Kulturorganisation der Welt und ist in über 50 Ländern der Erde aktiv.

Sicherheit an Cockpittür: BDL Task Force mit Zwischenbericht

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Die unter dem Dach des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) eingerichtete Taskforce zu den Folgen des Flugzeugabsturzes von Germanwings Flug 4U9525 am 24. März 2015 über den französischen Alpen hat heute einen Zwischenbericht ihrer Arbeit vorgelegt. Der Vorsitzende der Taskforce, Hauptgeschäftsführer des BDL Matthias von Randow, gab zusammenfassend dazu in einem Statement ab und schilderte die wesentlichen Inhalte.

Die Taskforce hat ihre Beratungen am 08. April 2015 aufgenommen. Auftrag der Taskforce ist es, in Folge des Absturzes am 24. März 2015 in den französischen Alpen zu beraten, ob die Sicherheitsregelwerke im Luftverkehr weiterentwickelt werden müssen. Dabei wird insbesondere folgenden Fragestellungen nachgegangen:

  • Muss es Veränderungen an den Sicherheitsfunktionen der Cockpittüren geben?
  • Kann die Feststellung und Überprüfung der Flugtauglichkeit von Piloten verbessert werden?

Zum Grundverständnis der Taskforce gehört:

  • Beim Thema Flugtauglichkeitsfeststellung und -überprüfung hat das Vertrauensverhältnis, das zwischen Piloten und Flugmedizinern sowie Psychologen aufgebaut wird, eine wichtige sicherheitsrelevante Funktion
  • Schlussfolgerungen sind unmittelbar vom Fortschritt der Untersuchungen der staatlichen Ermittlungs- und Untersuchungsbehörden abhängig
  • Beratungsergebnisse können nicht in Alleingängen umgesetzt werden sondern sind in die Diskussionen auf europäischer und internationaler Ebene einzubringen – also bei EASA, ICAO und IATA.

Mitglieder der Taskforce

Die Taskforce arbeitet unter dem Dach des BDL (Vorsitz). Mitglieder der TF sind folgende Gruppen und Institutionen:

  • Flugmediziner, Psychologen und psychiatrische Sachverständige
  • Die BDL-Fluggesellschaften
  • Das Bundesverkehrsministerium, das Luftfahrtbundesamt, das Luftfahrtamt der Bundeswehr und Vertreter des Bundesdatenschutzbeauftragten
  • Die Berufsverbände Vereinigung Cockpit (VC) und Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO)
  • Die Hersteller über ihren Verband BDLI
  • Die Deutsche Flugsicherung

Zusammenfassung der Zwischenergebnisse

a) Thema „Cockpittür“

Bewertet hat die Taskforce zweierlei:

  • Erstens: Eventuell denkbare Alternativverfahren zu den heutigen Zutrittsverfahren
  • Zweitens: Die „Zwei-Personen“-Regelung

Ergebnis

  • Die Cockpittür hat eine ganz wesentliche Sicherheitsfunktion, die darin besteht, dass niemand, der nicht autorisiert ist, in das Cockpit hineinkommt. Diese Funktion hat sich bewährt und muss unbedingt erhalten bleiben. Wir plädieren dafür, dass keine kurzfristigen Änderungen vorgenommen werden.
  • Langfristig sollten bei der Neuentwicklung von Flugzeugen bauliche Optionen geprüft werden (z.B. Schleuse zwischen Kabine und Cockpittür, Integration WC in geschütztem Bereich).
  • Zur „Zwei-Personen“-Regelung: Die vorläufige Einführung dieser Regelung wurde begrüßt. Sie wird auch von der Europäischen Flugsicherheitsagentur EASA empfohlen. Die Taskforce empfiehlt, dass die Erfahrungen mit der Regelung nach einem Anwendungsjahr evaluiert werden (Die Gewerkschaften der Piloten und Flugbegleiter schlagen im Lichte ihrer eigenen Gesamtbewertung vor, dass die „Zwei-Personen“-Regelung wieder aufgehoben werden könne).

b) Thema „Tauglichkeit“

Im Wesentlichen ging es hierbei um die Frage nach Optimierungspotenzialen

  • rstens im Bereich der Erlangung von Flugtauglichkeit,
  • zweitens im Bereich des Informationsflusses und der Transparenz bei Untersuchungen
  • und drittens, ob es einen Bedarf nach eventuell ergänzenden Untersuchungen gibt.

Zu den Ergebnissen:

  • Erstens: Im Zuge der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnisse bedarf es einer verstärkten – auch diagnostischen – Sensibilisierung aller Beteiligten für psychische Erkrankungen. Die Information für die untersuchenden Fliegerärzte über geeignete Ansprechpartner bei der Feststellung psychischer Auffälligkeiten/Anhaltspunkte sollte verbessert werden.
  • Zweitens: Von ganz wesentlicher Bedeutung sind Anlaufstellen, an die sich Crewmitglieder wenden können, wenn sie bei sich selbst oder bei Kollegen psychische Probleme feststellen. Hier verfügen die BDL-Fluggesellschaften über Vertrauensteams und externe Hilfegruppen.

    Die Anlaufstellen haben sich in jeder Hinsicht bei Prävention, Behandlungsberatung und Hilfe bewährt, werden von den Crews angenommen und sollten weiter gestärkt werden. Die Fluggesellschaften sprachen sich dafür aus, im Rahmen einer Selbstverpflichtung diese Anlaufstellen zum Industriestandard zu machen.

Die Task Force schlägt vor, dass der europäische Gesetzgeber solche Anlaufstellen verbindlich vorschreiben sollte.

  • Drittens zum Thema Konsum von Medikamenten, Drogen und Alkohol: Eine Kontrolle auf den Konsum von Medikamenten, Drogen und Alkohol bei der medizinischen Erstuntersuchung wird befürwortet und sollte Standard sein. Grundsätzlich bestand auch eine Offenheit gegenüber sog. randomisierten, also Zufallskontrollen bei Piloten; die Entscheidung zu der Frage, ob diese verbindlich eingeführt werden sollten und wie dies ggf. geregelt bzw. umgesetzt werden könnte, hat die Taskforce noch zurückgestellt: sie bittet zunächst das Luftfahrtbundesamt, die zu dieser Thematik vorliegenden Studien, Regeln und Erfahrungen der Federal Aviation Administration (FAA) der USA auszuwerten.
  • Viertens: Informationsfluss und Transparenz der Untersuchungen: Ein wesentlicher Bestandteil der Anforderungen an die Qualität der flugmedizinischen Tauglichkeitsfeststellung ist, dass sowohl die untersuchenden Mediziner, Psychologen und Psychiater sowie die kontrollierende Aufsichtsbehörde jederzeit vollen Ein- und Überblick in die vollständige Untersuchungshistorie erhalten können. In Deutschland praktizieren die Behörden in Umsetzung des europäischen und deutschen Rechts ein Verfahren der Pseudonymisierung bei der Übermittlung von Befunden an die Behörden. Diese Verfahren spiegeln die Anforderungen des Datenschutzrechts und der Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht wieder. In der Taskforce wurden die in Deutschland praktizierten Verfahren der Pseudonymisierung der medizinischen Untersuchungsbefunde diskutiert und bewertet. Es wird vorgeschlagen, Alternativen zu entwickeln, mit denen – unter Wahrung von Datenschutz und ärztlicher Schweigepflicht – die Komplexität des Informationsflusses reduziert und damit die Untersuchungs- und Kontrollpraxis weiter vereinfacht werden kann.

Fazit und weiteres Vorgehen: Fokus auf Diagnostik

Die Beratungen in der Taskforce zeigen: Das Sicherheitsniveau im Flugbetrieb und insbesondere auch zu den beratenen Themen „Cockpittür“ und „Tauglichkeit“ ist bereits heute sehr hoch. Den größten Mehrwert sieht die Taskforce beim Thema einer verstärkten auch diagnostischen Sensibilisierung für psychische/mentale Erkrankungen und bei den in den deutschen Unternehmen mit guten Erfahrungen betriebenen Anlaufstellen.

Die Taskforce wird ihre Beratungen zum Themenfeld „Tauglichkeit“ fortführen insbesondere zu den Punkten „Anlaufstelle“, „Pseudonymisierung“ und – in Abhängigkeit von der Auswertung durch das LBA – zum Punkt „Randomisierte Kontrollen auf Medikamente, Drogen und Alkohol“.

Gemäß des Grundverständnisses der Taskforce, dass zahlreiche Beratungsergebnisse nicht im nationalen Alleingang umgesetzt werden können, wird vorgeschlagen, die Zwischenergebnisse dieses Berichts nunmehr in die Beratung auf europäischer und internationaler Ebene einzubringen (EU-KOM, EASA, ICAO, IATA).

Den ausführlichen Zwischenbericht stellt der BDL hier zur Verfügung (PDF).

Cargolux Frachter am Flughafen Turkmenbashi (KRW) gelandet

Am Montag ist der erste Cargolux Frachter auf dem Turkmenbashi International Airport (KRW) in Turkmenistan gelandet. Cargolux bedient die Hafenstadt im Westen von Turkmenistan ab sofort mit vier Linienflügen pro Woche, davon zwei ab Luxemburg und zwei ab Hongkong. Turkmenbaschi ist nach Baku, Nowosibirsk, Almaty und Tiflis die fünfte Cargolux Destination in Zentralasien. Mit diesen neuen kommerziellen Flügen bindet Cargolux, Europas führende Frachtfluggesellschaft, Turkmenistan an sein weltweites Netzwerk mit mehr als 90 Zielen an.

Um die Anzahl an Luftfrachtdestinationen noch weiter auszubauen, wird Cargolux mit Turkmenistan Airlines kooperieren und so das Angebot für die Kunden noch attraktiver gestalten. Cargolux wird mit der neuen Destination in Turkmenbaschi nun auch die umliegenden Märkte wie Kasachstan und Usbekistan bedienen.

Turkmenbaschi verfügt über eine ideale geografische Lage in der aufstrebenden Wirtschaftsregion Asien. Der im Jahr 2010 fertiggestellte Flughafen verfügt über eine hochmoderne Infrastruktur mit exzellenten Hinterlandverbindungen.

Cargolux Airlines International betreibt eine moderne und effiziente Nurfrachterflotte bestehend aus 12 Maschinen vom Typ Boeing 747-8 sowie 12 Boeing 747-400. Das weltumspannende Netzwerk der Airline umfasst mehr als 90 Ziele, von denen rund 70 mit Linienfrachtflügen bedient werden. Cargolux bietet zudem Wartungs- und Instandhaltungsleistungen am modernen Wartungshangar in Luxemburg an. Das Unternehmen ist auf Maintenance für die Boeing 747-Serie spezialisiert und erbringt auch C-Checks. Des Weiteren beinhaltet das Wartungsangebot eine Reihe von Spezialdiensten und die Zulassung zur Wartung von Maschinen des Typs Boeing 777. Cargolux ist mit mehr als 85 Büros in über 50 Ländern vertreten und beschäftigt über 1.700 Mitarbeiter weltweit.

Red Bull Air Race wieder in Budapest

Zwölf Jahre nach dem Debüt des Red Bull Air Race nur wenige Meter über der Donau im Herzen von Budapest macht die schnellste Motorsportserie der Welt am 04./05. Juli erneut Stopp in Ungarn. An der Spitze des WM-Rankings steht derzeit der zweimalige Weltmeister Paul Bonhomme (Großbritannien), dem der punktgleiche Matt Hall (Australien) direkt im Nacken sitzt. Mit seinem Sieg beim letzten Rennen in Kroatien hat sich auch der Weltmeister von 2008, Hannes Arch (Österreich), wieder zurückgemeldet und seine Ambitionen auf den Titel untermauert. Nie zuvor war der Titelkampf in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft so knapp wie in diesem Jahr.

Der Ungar Peter Besenyei, Weltmeister 2003, blickt in seiner Karriere auf neun Siege in 61 Rennen zurück, entschied 2003 das Rennen in Budapest für sich und hat vor seinen Fans in Budapest mit seiner Edge 540 V3 ein Top-Ergebnis im Visier. „Ich bin froh, nach fünf Jahren endlich wieder in Budapest fliegen zu können. Es ist eine der beliebtesten Locations der Serie. Ich freue mich ganz besonders darauf, in der Heimat erstmals mein neues Flugzeug zu fliegen“, so der 59-Jährige. „Meine bisherige Maschine, eine Corvus, ist zwar ein technisch hochwertiges Flugzeug, aber für den Wettkampf nicht optimal. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit meiner neuen Edge einige Plätze gut machen kann. Das Flugzeug ist schneller und extra für Rennen gebaut. Ich werde alles geben, um eine Top-Platzierung zu erzielen.“

In Budapest fliegen die Piloten ihre Maschinen mit Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h nur wenige Meter über der Donau durch den Track – ein Leckerbissen für die Fans am Ufer der Donau. Spektakulär ist auch der Beginn des Kurses: Die Piloten steuern ihre Flugzeuge unter der historischen Chain Bridge hindurch in den Track.

Arch, der 2008 seinen ersten von mittlerweile zehn Siegen in Budapest perfekt machte, darf sich ebenso wie Martin Sonka aus der Tschechischen Republik, der in Kroatien vor fünf Wochen mit Rang drei sein bestes Ergebnis erzielte, auf eine große Anzahl von Fans aus seiner benachbarten Heimat freuen. Mit zwei Siegen bei den ersten beiden Rennen in Abu Dhabi und Chiba steht Bonhomme an der Spitze des WM-Rankings, musste aber mit nur einem Zähler beim Rennen in Rovinj Federn lassen. Hall hat nunmehr ebenfalls 25 Punkte auf seinem Konto, Arch auf Rang drei 17. WM-Titelverteidiger Nigel Lamb aus Großbritannien (12) und der Deutsche Matthias Dolderer (10) folgen dicht dahinter. Der Amerikaner Michael Goulian, der das letzte Rennen in Budapest 2009 gewann, ließ in Rovinj mit Platz vier aufhorchen.

„In diesem Jahr ist alles möglich“, sagte Arch. „Es geht nicht nur darum, wer der beste Pilot ist, entscheidend ist, wer seine beste Performance auf den Punkt genau am Renntag abrufen kann. Alle von uns können schnell fliegen. Ich liebe es in Europa zu fliegen und freue mich auf Budapest. Ich bin immer hochmotiviert, und in Budapest habe ich meinen ersten Sieg überhaupt geholt. Es ist also eine ganz besondere Location für mich.“

Im Gegensatz zu den zurückliegenden Saisons, als nur zwei oder drei Piloten die Siege unter sich ausmachten, haben in diesem Jahr rund zehn der insgesamt 14 Piloten das Potenzial, ein Rennen zu gewinnen. Dazu gehören auch der Kanadier Pete McLeod, der Franzose Nicolas Ivanoff, der Japaner Yoshihide Muroya, aber auch der Deutsche Matthias Dolderer.

Die insgesamt 14 Piloten aus elf Nationen navigieren beim Red Bull Air Race ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis 370 km/h nur wenige Meter über dem Boden bzw. Wasser durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht, und erreichen dabei Fliehkräfte von bis zu 10G.

WM-Ranking:

1. Bonhomme (25 Punkte), 2. Hall (25), 3. Arch (17), 4. Lamb (12), 5. Dolderer (10), 6. Sonka (9), 7. McLeod (9), 8. Goulian (8), 9. Ivanoff (6), 10. Muroya (4), 11. Chambliss (2), 12. Besenyei (2), 13. Velarde (0), 14. Le Vot (0).

Bauarbeiten am neuen Hamburg Airport verlängern Sperre

Seit rund einem halben Jahr ist die Straße „Weg beim Jäger“ teilweise gesperrt. Grund dafür sind die Bauarbeiten am neuen Hamburg Airport Cargo Center, das derzeit am Weg beim Jäger entsteht.

Der Bau einer Unterführung unter die Straße direkt zum Vorfeldbereich des Flughafens hat die Teilsperrung nötig gemacht. Die Arbeiten sind jetzt pünktlich abgeschlossen. „Alle Gewerke zum Bau der Unterführung haben erfolgreich miteinander gearbeitet, so dass wir die Bauarbeiten wie geplant Ende Juni abschließen konnten“, erklärt Günter Zinnitsch, Leiter Real Estate Management am Hamburg Airport.

Der Bau an Versorgungsleitungen in der Straße „Weg beim Jäger“ führt dennoch dazu, dass die Teilsperrung verlängert wird. Diese Arbeiten der Stadt Hamburg und der weiteren Versorgungsträger hätten eigentlich ab September 2015 stattfinden sollen und zu einer erneuten Teilsperrung geführt. „Für die Autofahrer ist es eine gute Nachricht, dass diese Arbeiten jetzt vorgezogen werden und somit in der verkehrsärmeren Zeit der Sommerferien stattfinden können“, betont Zinnitsch. Somit finden die beiden unabhängigen Arbeiten eng verzahnt hintereinander statt und es ist keine erneute Teilsperrung der Straße notwendig. Der Weg beim Jäger wird voraussichtlich Ende Oktober 2015 in seiner vollen Länge befahrbar sein.

Sabre schließt Kauf von Abacus International ab

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Sabre Corporation hat heute den Erwerb von Abacus International, dem führenden globalen Distributionssystem (GDS) in der Region Asien-Pazifik, abgeschlossen. Abacus arbeitet mit über 100.000 Reisebüros in den 59 Märkten der Region Asien-Pazifik zusammen und unterhält sowohl globale als auch lokale Partnerschaften mit Fluggesellschaften und Hotels, darunter das führende Content-Portfolio an Low Cost-Airlines und chinesischer Fluggesellschaft. Sabre, das zuvor 35 Prozent an Abacus hielt, erwarb den verbleibenden Teil zu einem Nettokaufpreis von 411 Millionen US-Dollar.

„Mit Abacus stärkt Sabre seine führende Position im schnell wachsenden asiatisch-pazifischen Raum“, sagt Tom Klein, Sabre President & CEO. „Unsere Fähigkeit, die starke globale Technologie-Plattform von Sabre mit der tiefen lokalen Marktkenntnis von Abacus zu vereinen, bedeutet für Fluggesellschaften, Hotels und Reisebüro-Kunden in Asien eine beispiellose Innovations- und Service-Option. Desweiteren werden wir zu einem idealen Technologie-Partner für globale Kunden, die in der asiatisch-pazifischen Region wachsen und expandieren wollen.“

Abacus Distribution Systems mit dabei

Die Akquisition umfasst zusätzlich neue langfristige Vertriebsvereinbarungen zwischen Sabre und den elf asiatischen Airlines, die zuvor Eigentümer von Abacus waren. Die Übernahme, einschließlich der zugehörigen Betriebskapitalanpassungen und akquirierter Barmittel, wurde durch Bargeldbestand finanziert, ergänzt um Darlehen in Höhe von 70 Millionen US-Dollar.

Sabre hat ebenso eine Vereinbarungen zur Übernahme des nationalen Abacus Marketing-Unternehmens, Abacus Distribution Systems (Hong Kong), unterzeichnet. Das Sabre-Management wird eine Finanzprognose, im Zusammenhang mit dem Abacus-Erwerb, in der kommenden Investoren-Telefonkonferenz geben – diese ist für Dienstag, den 4. August, 2015, vorgesehen.

Neuer Senior Vice President bei Sabre Travel Network

Im Anschluss an die Übernahme von Abacus International ernennt die Sabre Corporation Roshan Mendis zum Senior Vice President von Sabre Travel Network, Asia Pacific. In seiner neuen Position ist Mendis verantwortlich für das gesamte Geschäft von Sabre Travel Network in der asiatisch-pazifischen Region und für das übernommene Abacus-Business.

Mendis verstärkt das Team nachdem er 12 Jahre lang, bis zum Verkauf Anfang 2015 an Expedia, für Travelocity.com tätig war, zuletzt als President of the Americas. Mendis war außerdem President von Zuji, der Travelocity-Marke im asiatisch-pazifischen Raum mit Sitz in Singapur, und davor Vice-President von Travelocity Partner Network.

Roshan hat sechs Jahre in Singapur bei Zuji gearbeitet Greg Webb, President von Sabre Travel Network. Den Möglichkeiten für weitere Innovationen im asiatisch-pazifischen Raum und einer engeren Zusammenarbeit mit Suppliern und Agentur-Kunden sind kaum Grenzen gesetzt. „Sabre und Abacus stehen vor aufregenden Zeiten und Roshan eignet sich perfekt, um unsere Geschäfte in dieser Region zu leiten. Er wird die lokale Expertise des in Asien gegründeten Unternehmens Abacus mit den globalen Möglichkeiten von Sabre zum Nutzen aller Agentur- und Supplier-Kunden zusammenführen.“

Aus Sri Lanka stammend, hat Mendis einen MBA in Marketing und Finanzen von der Rice University, Texas. Seinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften machte er an der Chaminade University in Honolulu, Hawaii. Mendis wird die Geschäfte von Singapur aus leiten, dem asiatisch-pazifischen Hauptsitz von Sabre.

„Raumfahrt 4.0“: Wörner jetzt Generaldirektor der ESA

Der neue Generaldirektor der ESA, Johann-Dietrich Wörner, hat heute sein Amt in der ESA-Hauptverwaltung in Paris angetreten. Von seinen zahlreichen wichtigen künftigen Aufgaben hob Wörner insbesondere die Fortsetzung der laufenden Programme, Vorhaben und Missionen der ESA in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und die Vorbereitung der Zukunft der ESA hervor.

In dieser von ihm „Raumfahrt 4.0“ genannten Zukunft, in der die Raumfahrt zum Alltag gehört und die Interaktion mit der Gesellschaft, die Kommerzialisierung der Raumfahrt, die sich hieraus ergebenden neuen Rollen für die Industrie und gepflegte, auf Zusammenarbeit beruhende Beziehungen zur Eureopäischen Kommission allesamt eine bedeutende Rolle spielen, hat die ESA nach Ansicht Wörners bereits erste Schritte getan.

„Ich befinde mich in der günstigen Position, die Früchte der Arbeit von Jean-Jacques Dordain ernten zu können“, sagte Wörner anlässlich der Pariser Luft- und Raumfahrtausstellung, auf der er dem scheidenden Generaldirektor seinen Dank aussprach. Wörner, der am 18. Dezember 2014 vom Rat der ESA einstimmig für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wurde, war von März 2007 bis Juni 2015 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der gebürtige Kasseler ist verheiratet und hat drei Kinder.

Er tritt die Nachfolge von Jean-Jacques Dordain an, dessen Amtszeit am 30. Juni endete. Dordain hatte die Führung der ESA im Juli 2003 übernommen und ist ihr bisher am längsten dienender Generaldirektor. In seine Ära fallen zahlreiche herausragende Errungenschaften.

Die Europäische Weltraumorganisation ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen. Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Foto: ESA–S. Corvaja, 2015

Probanden in Schwerelosigkeit auf dem Boden

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28 Stunden lang müssen die sechs Probanden liegen bleiben, den Kopf zwölf Grad niedriger als die Beine. Zeitweise leben und schlafen sie in kohlendioxidangereicherter Umgebungsluft.

Mit der Studie „SpaceCOT“ untersuchen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das amerikanische National Space Biomedical Research Institute (NSBRI) derzeit, wie sich die Verschiebung der Körperflüssigkeiten zum Kopf hin sowie der erhöhte Kohlendioxidgehalt in der Luft auf das menschliche Gehirn und die Augen auswirken.

Beides könnte dafür verantwortlich sein, dass bei rund 70 Prozent der Astronauten während und nach mehrmonatigen Langzeitmissionen Sehbeeinträchtigungen auftreten. Die DLR-Forschungseinrichtung :envihab wird dabei zur irdischen Raumstation, in der die Bedingungen, unter denen Astronauten in der ISS forschen und leben, simuliert werden.

Auswirkungen von Schwerelosigkeit und Kohlendioxid

Auch wenn sich die Schwerkraft auf der Erde nicht ausschalten lässt – auf die Kopftieflage reagiert der Körper mit einer Verlagerung der Flüssigkeiten in Richtung Oberkörper und Kopf. Dies ist vergleichbar mit einem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit, wenn wegen der fehlenden Schwerkraft sich das Blut nicht mehr in der unteren Körperhälfte ansammelt. Im :envihab wird zudem kontrolliert eine Atmosphäre geschaffen, die der kohlendioxidreichen Umgebungsluft in der Internationalen Raumstation ähnelt.

Auf der Erde liegt der Kohlendioxidgehalt bei 0,04 Prozent, auf der ISS ist er um das 20-fache erhöht. Bei Astronauten, die diesen Bedingungen über längere Zeit ausgesetzt sind, wurden unter anderem eine Veränderung der Sehschärfe im Nahbereich, Veränderungen der Faserschichten der Netzhaut und ein Anschwellen der mit Flüssigkeit gefüllten Kammer rund um den Sehnerv festgestellt. „Die Beeinträchtigung des Sehvermögens bei Astronauten könnte durch einen erhöhten Druck im Schädel entstehen, das Kohlendioxid erweitert zudem die Blutgefäße und könnte einen Anstieg des Drucks auf das Gehirn bewirken“, erläutert DLR-Mediziner Dr. Edwin Mulder, der die Studie im :envihab für das NSBRI umsetzt.

Liegen für die Wissenschaft

Um besser verstehen zu können, wie sich Flüssigkeiten im Gehirn und den Augen bewegen und verteilen, werden sechs männliche Probanden im Alter zwischen 33 und 47 Jahren für 28 Stunden in einer Kopftieflage mal der irdischen Umgebungsluft und mal einer Atmosphäre mit 0,5 Prozent Kohlendioxid-Gehalt ausgesetzt. Über zwei Stunden wird der Anteil des Kohlendioxids zudem über eine Atemmaske auf drei Prozent erhöht. Während der Liegephase müssen die Probanden strikte Vorgaben beachten: Sitzen oder Stehen ist verboten, stattdessen muss die gesamte Zeit liegend – mit mindestens einer Schulter an der Matratze – verbracht werden. Um Einflüsse durch unterschiedliche Ernährung auszuschließen, erhalten alle Probanden eine kontrollierte, einheitliche Diät.

Blutfluss und Augenform

Die neurologischen Veränderungen erfassen die Wissenschaftler mit zahlreichen Messungen. „Das Problem der Sehstörungen ist ein großes Risiko, das verringert werden muss, bevor wir Astronauten auf Langzeitmissionen schicken können“, sagt NSBRI-Direktor Dr. Jeffrey P. Sutton. Zu den Untersuchungen gehören die Nahinfrarot-Spektroskopie sowie Messungen mit dem C-Flow-Monitor, um den Blutfluss im Gehirn zu messen. Mit der Volumetrischen integralen Phasenverschiebungsspektroskopie können Veränderungen des Flüssigkeitsvolumens im Schädel erfasst werden.

Anhand von Magnetresonanz-Bilder werden unter anderem der Durchmesser des optischen Nervs, die Form des Auges, das Volumen des Gehirns oder auch Gefäßdurchmesser festgestellt. Ein spezielles Mess-System ermittelt den Hirndruck über die Messung der Blutflussgeschwindigkeit. Mittels „Riech-Tests“ wird untersucht, wie sich die Wahrnehmung von Gerüchen verändert, Kognitionstests stellen beispielsweise die sensomotorische Geschwindigkeit, die räumliche Orientierung, das Erkennen von Emotionen oder auch das Arbeitsgedächtnis auf die Probe. Selbst das im All übliche „Puffy face“ – das aufgedunsene Gesicht – wird durch Ultraschallmessungen des Stirngewebes erfasst.

Versteht man die Vorgänge im menschlichen Gehirn besser, profitieren nicht nur Astronauten von der Studie „SpaceCOT“: Auch Patienten, die beispielsweise nach Hirnverletzungen an einem erhöhten Druck im Schädel leiden, könnten schonender und gezielter behandelt werden. Die Bilder zeigen die laufenden Untersuchungen:

  • Experimente auf dem Kipptisch: In der Studie „SpaceCOT“ legen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihre Probanden auf einen Kipptisch, um deren Reaktionen auf die Kopftieflage zu erfassen.
  • Hirndruckmessung im :envihab: Mit dem nicht-invasiven Hirndruckmesser von Vittamed wird während der Studie „SpaceCOT“ im DLR die Blutflussgeschwindigkeit und der Hirndruck ermittelt.
  • Nahinfrarotspektroskopie am Probanden: Mit einem Nahinfrarotspektroskop werden bei der Studie „SpaceCOT“ im DLR Veränderungen des Blutflusses im Gehirn gemessen.
  • Messung des Flüssigkeitsvolumens im Hirn in Echtzeit: Mit der volumetrischen integralen Phasenverschiebungsspektroskopie von Cerebrotech werden Veränderungen des Flüssigkeitsvolumens im Hirn gemessen. Das Experiment wird im Rahmen der Studie „SpaceCOT“ im DLR durchgeführt.
  • Augenuntersuchung für die bemannte Raumfahrt: Bei dieser Untersuchung der Augen während der Studie „SpaceCOT“ im DLR werden Querschnitts- und 3D-Aufnahmen des Auges erstellt.
  • Blutgeschwindigkeit im Gehirn: Mit dem transkraniellen Doppler-Ultraschall können Wissenschaftler der Studie „SpaceCOT“ die Blutflussgeschwindigkeit im Gehirn erfassen. Durchgeführt wurde die Messung in der Forschungsanlage :envihab des DLR.

Bilder: DLR (CC-BY 3.0)

Lufthansa unterstützt 4U9525 Hinterbliebene bei Ausbildung

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Lufthansa und Germanwings übernehmen auch langfristig Verantwortung für die Folgen des Absturzes von Flug 4U9525. So sollen Kinder und Jugendliche, die durch den Absturz ein Elternteil oder beide Eltern verloren haben, langfristig Unterstützung für ihre Ausbildung erhalten. Dafür werden von Lufthansa und Germanwings bis zu 7,8 Millionen Euro auf einem Treuhandkonto zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird ein Hilfsfonds eingerichtet, der über einen Zeitraum von drei Jahren individuelle Unterstützung für Hilfsprojekte der Angehörigen leisten soll.

Pro Jahr stehen dafür Projektmittel von bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Projekte, die im Zusammenhang mit den Opfern stehen. Über die faire Verteilung der Gelder entscheidet ein Kuratorium, das in den kommenden Monaten berufen werden soll.

Neben der finanziellen Unterstützung werden in den kommenden Monaten Gedenkstätten an vier von dem Unglück betroffenen Standorten errichtet. Am Flughafen Barcelona sowie am Firmensitz der Germanwings in Köln wird jeweils eine Gedenktafel aufgestellt. In der Nähe der Absturzstelle in Le Vernet ist ein „Raum der Stille“ geplant. Für die Opfer aus Haltern wurden auf Wunsch der Hinterbliebenen bereits Bäume gepflanzt.

Die Angehörigen der Opfer und deren Anwälte werden in diesen Tagen über die Modalitäten zur weiteren Entschädigung informiert. Germanwings und Lufthansa hatten im ersten Schritt einen Vorschuss auf Schadensersatzleistungen in Höhe von 50.000 Euro an die nächsten Angehörigen ausgezahlt.

Beim Absturz des Germanwings Airbus von Flug 4U9525 im März verloren 150 Menschen ihr Leben. Mutmaßlich könnte der Pilot den Flugzeugabsturz absichtlich herbeigeführt haben.

Anfahrt Flughafen Hamburg: Vollsperrung der Autobahn A7

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Aufgrund von Bauarbeiten wird die A7 am kommenden Wochenende für 55 Stunden voll gesperrt. Autofahrer mit dem Ziel Hamburger Flughafen sollten sich auf längere Anfahrtswege einstellen.

Die Vollsperrung gilt von Freitag, 03. Juli (22:00 Uhr), bis Montag, 06. Juli (05:00 Uhr), für den Autobahn-Abschnitt Dreieck Hamburg-Nordwest bis Anschlussstelle Schnelsen. Aus dem Süden anreisende Passagiere und Abholer können die A7 alternativ über die A23 an der Ausfahrt Hamburg-Eidelstedt verlassen und anschließend über die Holsteiner Chaussee und die Oldesloer Straße ihren Weg zum Flughafen fortsetzen.

In umgekehrter Richtung erreichen Autofahrer vom Hamburg Airport aus die A7 zur Weiterfahrt in Richtung Süden. Von Norden aus kommend ergeben sich keine Veränderungen: Der Flughafen ist wie gewohnt über die Anschlussstelle Schnelsen-Nord zu erreichen. Da jedoch an dieser Anschlussstelle mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und eventuellen Beeinträchtigungen zu rechnen ist, sollten Autofahrer bei der An- und Abreise auch hier mehr Zeit einplanen.

Der Grund für die Vollsperrung sind Brückenarbeiten an der Heidlohstraße. Dort wird die bestehende Brücke abgerissen und durch eine einspurige Behelfsbrücke ersetzt. Auch in den kommenden Monaten ergeben sich durch Bauarbeiten immer wieder Beeinträchtigungen für den An- und Abreiseverkehr des Hamburger Flughafens. Aktuelle Informationen zum Verlauf der Bauarbeiten und die A7 sind unter den Links aktuelle Verkehrslage und aktuelle Umleitungsinformationen zu finden. Der Hamburg Airport bietet zu dieser Vollsperrung erneut einen Whats-App-Erinnerungsservice an, der auf Beginn und Abschluss der Maßnahmen hinweist.

„Nacht der Ausbildung“ bei MTU Aero Engines

Am Freitag den 03. Juli öffnet die MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, zum siebten Mal ihre Pforten für die „Nacht der Ausbildung“. Zielgruppe der Veranstaltung sind interessierte Schüler, Lehrer und Eltern, die hinter die Ausbildungskulissen der MTU schauen wollen und das Unternehmen mit seinen verschiedenen Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen kennenlernen möchten. Los geht’s um 15:00 Uhr, Ende ist um 21:00 Uhr. Deutschlands führender Triebwerkshersteller bildet in der Unternehmenszentrale an der Dachauer Straße Industriemechaniker, Fluggerätmechaniker, Mechatroniker, Oberflächenbeschichter sowie Fachkräfte für Lagerlogistik aus.

An Dualen Studiengängen werden Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Informationstechnik, Fachrichtung ‚Netz- und Softwaretechnik‘, sowie Maschinenbau angeboten. Bei Maschinenbau kann gewählt werden zwischen den Fachrichtungen ‚Konstruktion und Entwicklung‘ sowie ‚Produktion und Management‘. „Zu vergeben haben wir für das Jahr 2016 insgesamt 50 Ausbildungsplätze und 12 Studienplätze“, informiert Triebenbacher. Ausbildungsstart ist der 01. September 2016.

„Ob klassische gewerbliche Ausbildung oder Dualer Studiengang an der Berufsakademie oder Fachhochschule – die MTU Aero Engines hat jungen Leuten Einiges zu bieten“, erklärt MTU-Ausbildungsleiter Hans Triebenbacher. „Wer sich für die Luftfahrt begeistert und direkte Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten wünscht, ist bei der diesjährigen „Nacht der Ausbildung“ bei der MTU genau richtig“.

Praktikum und Bewerbertraining

MTU bietet auch Schülerpraktika und Schnupperstudienplätze an. Zudem gibt es am 03. Juli ein Bewerbertraining zusammen mit Führungen durchs Werk. Auch die Betriebskrankenkasse der MTU, die AudiBKK, ist mit von der Partie und präsentiert ihr Ausbildungsangebot. Eine Anmeldung zur „Nacht der Ausbildung“ ist nicht nötig. Der Zugang zum Werk erfolgt wieder ausschließlich über das Südtor der MTU an der Otto-Warburg-Straße. Pendler können von 15:00 bis kurz nach 21:00 Uhr mit einem kostenlosen Shuttlebus zwischen der MTU und dem Karlsfelder S-Bahnhof hin- und herfahren.

Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften.

Airbus A350 XWB für zweiten Kunden Vietnam Airlines

Vietnam Airlines ist nun zum zweiten Betreiber weltweit nach Qatar Airways für die neue A350 XWB geworden. Die Airline nahm das völlig neue Flugzeug bei einer Zeremonie am Dienstag in Toulouse entgegen.

Der Airbus A350-900 kommt über den Leasinggeber AerCap zu Vietnam Airlines und wird auf Langstrecken ab Hanoi eingesetzt, wo es heute ankommen soll. Insgesamt wird die Airline 14 Flugzeuge vom Typ A350 XWB erhalten, wovon vier über Leasing beschafft werden.

Die erste A350 XWB von Vietnam Airlines wird noch diese Woche in Dienst treten, dabei soll das Flugzeug zunächst in der Heimatregion Hanoi-Ho Chi Minh eingesetzt werden und später non-Stop von Hanoi nach Paris fliegen. Das Flugzeug ist mit einem drei-Klassen-Layout konfiguriert, mit 29 full-flat Sitzen in der Business Class, 45 Sitzen in Premium Economy und 231 in Economy. Vietnam Airlines betreibt bereits eine Airbus Flotte von 59 Flugzeugen, darunter 49 A321 und zehn A330.

AerCap ist der größte Kunde von Airbus und hat über die Jahre insgesamt 945 Airbus Flugzeuge bestellt. 20 Maschinen davon sind A350 XWB. Insgesamt hat das XWB-Programm bisher schon 781 feste Bestellungen erhalten. Das neue Flugzeug besteht zu weiten Teilen aus Kohlefaser, was es leichter macht und den Treibstoffverbrauch um ein Viertel senken hilft.

Fitnesscenter zieht in den Flughafen Wien

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Im September 2015 eröffnet mit der Fit Fabrik Plus ein Fitnesscenter direkt am Flughafen Wien. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Flughafen Wien AG, und Fit Fabrik wurde bereits unterschrieben. Zu finden wird das 1.700 m² große Studio im Gebäude des Office Park 3 im öffentlichen Bereich des Flughafens sein. Alle 20.000 Beschäftigten am Standort, Anrainer und Passagiere erhalten damit einfachen Zugang zu einer neuen hochqualitativen Sporteinrichtung in ihrer nächsten Umgebung. Eingerichtet wird das Fitnessstudio im 3. Stock des Office Park 3 in der Airport City am Flughafen Wien.

Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, freut sich über das neue Angebot am Flughafen: „Die Airport City wächst und bietet immer mehr neue Services für die Menschen am Standort. Nun können wir den 20.000 Beschäftigten, unseren Passagieren und allen Sportbegeisterten in der Umgebung ein neues und sehr attraktives Sportangebot bereitstellen.“

Michael Zrost, Geschäftsführer der Fit Fabrik Holding GmbH, zur dynamischen Entwicklung seines Unternehmens: „Mit dem neuen Standort am Airport betreiben wir acht Studios in Österreich und weitere werden folgen. Unser hoher Anspruch gepaart mit vernünftigen Preisen trifft die Bedürfnisse der Konsumenten perfekt.“

Auf 1.700 Quadratmeter finden Sportbegeisterte modernste Geräte der Premium-Marke „Technogym“, eine Functional-Cross-Fitness-Zone, Group-Fitness, Power Plate sowie eine Sauna. Kraft- und Ausdauer-Training, Personal Training, Ernährungspläne sowie Gruppen-Fitnesstrainings (Aerobic, Indoor-Cycling, Zumba, Pilates und vieles mehr) sorgen für einen raschen Trainingserfolg. Eröffnet wird das neue Fitnesscenter am Airport im September 2015. 

Düsseldorf Airport zu Sicherheitslücken und Kontrollen

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Zu den am Dienstagabend ausgestrahlten Sendung „Aufgedeckt“ erhobenen Vorwürfen in Bezug auf Sicherheitslücken am Düsseldorfer Airport nimmt die Flughafen Düsseldorf GmbH Stellung und betont, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Düsseldorfer Airport die in Europa vorgeschriebenen und damit sehr hohen Standards grundsätzlich erfüllen. Diese werden regelmäßig durch Audits und Inspektionen sowie unangekündigte Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden und interne Stellen kritisch überprüft. Das letzte Audit im Frachtbereich wurde in der vergangenen Woche ohne Beanstandungen durch das Luftfahrtbundesamt (LBA) durchgeführt.

Die beschriebene Zutrittssituation zur Frachthalle nehme man dennoch sehr ernst und werde zeitnah das Gespräch mit dem LBA suchen. Der Flughafen weist jedoch darauf hin, dass es sich bei den geschilderten Vorgängen ausdrücklich nicht um Verstöße gegen geltende Sicherheitsrichtlinien handelt. Da die geltenden Sicherheitsstandards stets eingehalten werden, könnten in diesem Zusammenhang auch keine Gewinnmaximierungsbestrebungen des Flughafenbetreibers unterstellt werden.

Im Detail ist festzuhalten, dass Mitarbeiter der Flughafen Düsseldorf GmbH sowie der am Airport ansässigen Unternehmen und Institutionen, denen zur Erfüllung ihrer Aufgaben Zutritt zum Luftsicherheitsbereich gewährt werden muss, einen mit den entsprechenden Zutrittsberechtigungen versehenen Flughafenausweis benötigen. Dieser wird von der Flughafen Düsseldorf GmbH als Flughafenbetreiber nur dann ausgestellt, wenn zuvor die Bezirksregierung als Luftaufsichtsbehörde den Antragssteller einer Zuverlässigkeitsprüfung gemäß §7 Luftsicherheitsgesetz unterzogen hat.

Kontrolle der Gegenstände nicht nötig

Die Zuverlässigkeitsüberprüfung muss alle fünf Jahre erneuert werden. Zusätzlich werden Mitarbeiter mit der entsprechenden Berechtigung bei jedem Betreten des Luftsicherheitsbereichs kontrolliert. Personen, die über keine Zutrittsberechtigung verfügen, dürfen lediglich unter dauerhafter Aufsicht und Begleitung autorisierter Personen den Luftsicherheitsbereich betreten. Die in dem Beitrag gezeigte Frachthalle des DUS Air Cargo Centers wird vom Luftfahrtbundesamt als nicht sicherheitssensibel eingestuft und kann dennoch ausschließlich mit dem genannten Flughafenausweis betreten werden. Eine Kontrolle der mitgeführten Gegenstände ist daher entbehrlich. Der Luftsicherheitsbereich beginnt erst an der Grenze vom Vorfeld zur Frachtbereitstellungsfläche.

Der Zutritt in den Luftsicherheitsbereich erfolgt gemäß geltender nationaler und internationaler Vorgaben über Personal- und Warenkontrollen. Jedes zivile Fahrzeug, das an den Zufahrtstoren in den Luftsicherheitsbereich einfahren möchte, wird einer EU-weit einheitlichen Überprüfung unterzogen. Ein computergestützter und damit unabhängiger Zufallsgenerator nennt dabei dem Sicherheitsmitarbeiter die Stellen am Auto, die für die jeweilige Kontrolle vorgesehen wurden. Die Fahrzeuginsassen müssen sich ebenfalls vor dem Betreten des Luftsicherheitsbereichs analog der bekannten Passagierkontrollen überprüfen lassen.

Die Kontrollen beinhalten dabei grundsätzlich folgende Aspekte:

  • Prüfung der Zugangsberechtigung (Flughafenausweis und Fahrzeugausweis),
  • Kontrolle der Person und der von ihr mitgeführten Gegenstände mittels Hand, Metalldetektor, Röntgengerät oder Sprengstoffspurendetektor sowie die
  • Kontrolle von Fahrzeugen.

Ausgenommen von diesen Verfahrensweisen sind lediglich Beamte der Polizeivollzugsbehörden sowie Rettungs- und Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr im Einsatzfalle.

Das komplette Frachtaufkommen am Flughafen Düsseldorf wird zudem einer Röntgenkontrolle unterzogen. 95 Prozent dieser Kontrollen werden am Flughafen selbst vorgenommen, die Kontrolle der verbleibenden fünf Prozent erfolgt durch andere behördliche Maßnahmen beim Versender. Damit ist gewährleistet, dass 100 Prozent der für den Transport vorgesehenen Luftfracht als sicher eingestuft ist.

Die im getätigte Aussage, Särge würden zuweilen mehrere Tage auf dem Flughafengelände lagern, ist laut Airport nicht haltbar. Die Überführung von sterblichen Überresten wird zwischen dem ausführenden Bestattungsunternehmen und der Airline besprochen und abgewickelt. Die Anlieferung der Särge erfolgt dabei in zeitlicher Nähe zum geplanten Abflug. Alle Sicherheitsmaßnahmen beruhen grundsätzlich auf internationaler und nationaler Gesetzgebung.

Mapheus 5 bringt Pflanzen und Kugeln in 256 km Höhe

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Am 30. Juni 2015 startete die Mobile Raketenbasis MORABA des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Höhenforschungsrakete Mapheus 5 um 06:55 Uhr mit vier DLR-Experimenten an Bord.

Die zwölf Meter hohe, zweistufige Rakete flog vom schwedischen Raketenstartplatz Esrange bis in eine Höhe von 253 Kilometern – bereits nach 74 Sekunden herrschte dabei für mehr als sechs Minuten Schwerelosigkeit für die Experimente aus der Materialphysik und der Biologie. Etwa 15 Minuten nach dem Start landete der Raketenteil mit den Versuchsanlagen an einem Fallschirm rund 70 Kilometer nördlich des Raketenstartplatzes und wurde per Hubschrauber geborgen (im Bild). Die gewonnenen Daten werden nun in den Laboren analysiert und interpretiert.

In den sechs schwerelosen Minuten reagierten Pflanzen auf die fehlende Erdanziehungskraft, 2.500 Stahlkugeln mit einem Durchmesser von 1,6 Millimetern kollidierten miteinander, Metallproben wurden im Flug geröntgt und schwebende Metallkugeln mit einem Laser geschmolzen.

Stoßprozesse in der Schwerelosigkeit

Allen drei Experimenten des DLR-Instituts für Materialphysik im Weltraum ist gemeinsam, dass sie für ihre Messungen die störenden Kräfte der Erdanziehungskraft ausschalten möchten. Mit MEGraMA 2.0 untersuchen die DLR-Wissenschaftler, wie Stoßprozesse ablaufen. Dafür wurden während des Flugs 2.500 kleine Kugeln zunächst wechselweise von acht Magneten angetrieben und durch die Schwerelosigkeit gleichmäßig in einer Plexiglasbox verteilt – eine Kamera zeichnete dann mit 165 Bildern in der Sekunde dreidimensional auf, wie die Kugeln durch Kollisionen an Geschwindigkeit verlieren und sich zueinander anordnen.

Dies wurde während der sechsminütigen Phase in Schwerelosigkeit mehrmals wiederholt, um mehrere Datensätze zu gewinnen. „Mit diesem Versuch untersuchen wir, wie Kollisionen in Granulaten ablaufen“, erläutert Prof. Florian Kargl, Wissenschaftler am DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum und wissenschaftlicher Leiter der drei beigesteuerten Experimente.

Röntgen und schwebendes Schmelzen

Im elektrostatischen Levitator (GOLD-ESL; Gravity Impact on Liquid Drops – Electrostatic Levitation) schmolzen die DLR-Wissenschaftler verschiedene Proben schwebend, das heißt ohne Berührung mit einer Tiegelwand. Dies war für die Forscher eine Premiere: „Bisher konnte diese Technologie noch nicht über mehrere Minuten in Schwerelosigkeit betrieben und getestet werden“, sagt DLR-Physiker Florian Kargl. „Mit Mapheus 5 konnten wir jetzt beweisen, dass diese hochkomplexe Levitationstechnik nicht nur im Labor auf der Erde, sondern auch in Schwerelosigkeit funktioniert.“

Ein elektromagnetischer Levitator (EML) ist bereits auf der Internationalen Raumstation ISS im Einsatz, doch können die geringen elektromagnetischen Felder selbst in Schwerelosigkeit noch einen Einfluss auf die aufgeschmolzenen Proben haben. Mit dem ESL – dem nächsten Schritt in der Entwicklung – könnten in Zukunft diese Einflüsse vermieden werden.

In der Röntgenradiographieanlage X-RISE wurden zwei Versuche zeitgleich durchgeführt: Zum einen diffundierten in einer Scherzelle in der Schwerelosigkeit Aluminium-Kupfer-Proben mit einem unterschiedlichen Kupfergehalt. Im Sekundenrhythmus wurde währenddessen mit einer Kamera der Diffusionsprozess in Echtzeit aufgezeichnet. Zum anderen untersuchten die DLR-Materialphysiker die Mikrostrukturbildung, die während der Erstarrung der Aluminium-Germanium-Proben abläuft, und dokumentierten diese mit Röntgenradiographie.

Kurz vor dem Start der Rakete wurden die verschiedenen Metallproben vollständig aufgeschmolzen und auf eine einheitliche Temperatur gebracht. Die während des Flugs aufgezeichneten Daten zur Diffusion liefern den Wissenschaftlern Erkenntnisse, mit denen sie identische Bodenexperimente vergleichen und eichen können. Bei der Erstarrung wird in der Schwerelosigkeit die durch die Erdanziehungskraft herrschende Flüssigkeitsströmung ausgeschaltet – diese Daten werden dann dazu verwendet, Materialeigenschaften präziser zu bestimmen und bestehende Erstarrungsmodelle zu überprüfen und zu optimieren.

Pflanzen spüren Schwerelosigkeit

Pflanzen spüren bereits ungefähr nach 20 Sekunden, wenn die Anziehungskraft der Erde – und ihnen somit ein Unten und Oben – fehlt. Um festzustellen, wie Pflanzen auf den Zustand der Schwerelosigkeit reagieren, schickten Wissenschaftler des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin mehrere Tausend Exemplare von Arabidopsis Thaliana – die Acker-Schmalwand – mit der Mapheus 5 Rakete in die Schwerelosigkeit. „Die Acker-Schmalwand ist eine leicht zu züchtende und bereits gut untersuchte Pflanze, sozusagen die Labormaus unter den Blütenpflanzen“, sagt DLR-Biologe Dr. Jens Hauslage, „sie ist ein guter Modellorganismus“.

Sobald die Phase der Schwerelosigkeit endete, wurden die Pflanzen über die Zugabe von Methanol in ihrem Zustand fixiert und nach dem Flug aus der Rakete geborgen. Die pflanzlichen „Probanden“ werden von DLR-Forschern nun analysiert, aber auch an weitere Forschungsinstitute verteilt. „So erhalten wir am ehesten ein Gesamtbild aller Veränderungen, wie sich Proteine, Stoffwechsel und das Ablesen der Gene bei Pflanzen in Schwerelosigkeit verändern.“ Sollen Pflanzen einmal bei zukünftigen Missionen ins All als Nahrungsmittel und zur Sauerstoffproduktion eingesetzt werden, sei es wichtig zu wissen, wie Schwerelosigkeit die Pflanzen und ihr Wachstum beeinflusst.

Lufthansa bewegt sich bei Verhandlungen mit UFO

Lufthansa ist der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) erneut in zentralen Punkten einen Schritt entgegen gekommen, um einen Streik im Sinne ihrer Kunden abzuwenden. Auf Basis des neuen Angebots der Lufthansa sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Bis Mitte Juli soll es keine Streiks der UFO geben. Das Angebot sieht vor, dass Lufthansa die Übergangsversorgung auch für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in des Kabinenpersonals gewährt. Dabei wird eine realistische Verzinsung der Beiträge von 5,5 Prozent angenommen. Eigenbeträge können erforderlich werden, wenn zum Beispiel die unterstellte Rendite nicht erreicht wird. Die Dotierung der Übergangsversorgung für Neueinstellungen in diesem Tarifvertrag ist zunächst auf eine Beitragszeit von zehn Jahren garantiert.

Anschließend werden die Tarifparteien auf der Basis der dann vorliegenden gesellschaftspolitischen Situation und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens neu über das weitere Vorgehen beraten und verhandeln. Zusätzlich hat Lufthansa angeboten, dass Mitarbeiter die länger arbeiten, ihre nicht in Anspruch genommene Übergangsversorgung nutzen können, um betriebliche Altersversorgungsleistungen zu erhöhen. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem heutigen System und ermöglicht es Mitarbeitern, das Leistungsniveau der betrieblichen Altersversorgung gegenüber heute sogar zu steigern.

Für die betriebliche Altersversorgung sind sich Lufthansa und UFO einig, das System von einem Defined Benefit auf ein Defined Contribution System umzustellen. Dieser Wechsel von einer festen Leistungszusage bei der Altersversorgung, hin zu einem definierten Beitrag, der sich dann am Kapitalmarkt verzinsen soll, würde die Zinsrisiken für Lufthansa bei der Altersversorgung reduzieren. Lufthansa hat angeboten, die Beiträge, die sie für die Altersversorgung der Kabinenmitarbeiter bereitstellt, ebenfalls auf Basis einer Rendite von 5,5 Prozent, zu berechnen. Bei Erreichen dieser realistischen Rendite soll das heutige Leistungsniveau erreicht werden können. Andernfalls werden Eigenbeiträge der Mitarbeiter notwendig.

Neben den Versorgungsthemen wird sich Lufthansa mit der UFO in einem Workshop in der ersten Julihälfte über weitere Themen austauschen. Gegenstand dieses Workshops sollen Arbeitsplatzsicherungs- und Entwicklungsmaßnahmen für die Kabinenmitarbeiter sowie das im Februar von Lufthansa angebotene „Bündnis für Wachstum und Beschäftigung“ sein. Dabei soll die aktuelle Wettbewerbssituation des Konzerns berücksichtigt werden. Nach erfolgreichen Abstimmungen bei diesem Workshop hat UFO in Aussicht gestellt, ganz von Streikmaßnahmen abzusehen.

„Wir haben der UFO erneut ein deutlich verbessertes Angebot zur Umstellung der Alters- und Übergangsversorgung vorgelegt, um wieder in den Gesprächsmodus zu kommen. Ich bin überzeugt, dass wir auf dieser Basis zu einer Lösung gelangen können. Wir müssen die Versorgungssysteme nachhaltig finanzierbar halten. Gleichzeitig haben wir ein Angebot gemacht, mit dem die Kabinenmitarbeiter bei Lufthansa auch in Zukunft eine absolute Top-Versorgung erhalten“, sagt Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal & Recht der Deutschen Lufthansa AG.

Fraport irritiert deutsche Airlines

Die im Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) vertretenen deutschen Airlines zeigen sich irritiert über die Ankündigung der Fraport, die am 12. Juni in Frankfurt streitig konsultierte Erhöhung der Entgelte bereits am 01. Juli 2015 beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) zu beantragen, um „für die Neufassung der Entgeltordnung die Termine der Sommerferien im Auge (zu) behalten“.

BDF-Geschäftsführer Michael Engel: „Wir sind einigermaßen verdutzt darüber, dass der Fraport die Sommerferienplanung offenbar wichtiger ist, als ein ernsthafter Versuch, mit den Fluggesellschaften eine Einigung über die Entwicklung der Flughafenentgelte an Deutschlands größtem Airport zu erreichen.“

Die Fraport hatte am 12. Juni den Airlines ihre Vorstellungen über eine Erhöhung der Entgelte ab dem 01.01.2016 präsentiert und dabei eine Steigerung der Entgelte um +5 Prozent angekündigt (reguläre Entgelterhöhung plus Sondereffekte). Die Airlines, die hierdurch mit rund 40 Mio. Euro zusätzlich belastet würden, hatten ihrerseits eine Absenkung der Entgelte gefordert und vor allem deutlich niedrigere Kapitalkosten der Fraport geltend gemacht.

Engel: „Nach den gesetzlichen Vorgaben hätte die Fraport Zeit bis zum 31. Juli, um ihren Antrag fristgerecht beim HMWEVL einzureichen. Offenbar hält es die Fraport für nicht angezeigt, die verbleibenden vier Wochen für weitere Gespräche mit ihren Kunden zu nutzen.“ Sowohl die deutschen als auch die ausländischen Fluggesellschaften hatten bei der Konsultation vor zwei Wochen ihre Bereitschaft für weitere Gespräche und eine Einigung auf Augenhöhe signalisiert. Daran zeigt die Fraport nun aber offenbar kein Interesse.

Die Airlines hatten in der Konsultation vor allem die sehr hohe Kapitalverzinsung der Fraport kritisiert. Trotz historisch niedriger Kapitalmarktzinsen verlangt Fraport von ihren Kunden eine Verzinsung des Fraport-Kapitals in Höhe von 8,6 Prozent, während andere Flughäfen in Europa ihre Kapitalverzinsung längst abgesenkt haben: die spanischen Flughäfen auf 6,2 Prozent, London-Heathrow auf 5,9 Prozent und Amsterdam-Schiphol sogar auf 4,6 Prozent. Auch die Berliner Flughäfen hatten vor kurzem diese Anpassung vollzogen und ihre Verzinsung auf 6,25 Prozent gesenkt. Allein eine Absenkung der Gesamtkapitalverzinsung von 8,6 Prozent auf 6 Prozent würde die Kosten um 60 Mio. Euro verringern und eine Absenkung der Entgelte ermöglichen.