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Thailand nimmt erste vier EC725 in Dienst

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Airbus Helicopters hat die erste Lieferung über vier EC725 an die Royal Thai Air Force abgeschlossen. Die militärischen Hubschrauber sollen für Search and Rescue (SAR) und Truppentransport eingesetzt werden.

Der Auftrag für die vier EC725 war 2012 geschlossen worden. Noch diesen Monat sollen die Maschinen den Dienst antreten. Zwei weitere EC725 wurden von der Royal Thai Air 2014 bestellt und sollen nächstes Jahr ausgeliefert werden.

Die EC725 ist ein zweimotoriger 11-Tonnen-Hubschrauber mit leistungsfähiger Navigation und Missionssystemen, darunter einem einzigartigen digitalen vier-Achsen-Autopilot. Bis zu 28 Personen kann die EC725 aufnehmen.

Foto: © Copyright Anthony Pecchi

Deutsche Luft- und Raumfahrt auf der MAKS in Moskau

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Vom 25. bis 30. August 2015 findet der Moskauer Aerosalon MAKS 2015 in Schukowski bei Moskau statt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert sich zum sechsten Mal bei der alle zwei Jahre erfolgenden nationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Russlands.

Auf rund einhundert Quadratmetern zeigt das DLR Konzepte und Technologien für die Raumfahrt und Luftfahrt von Morgen. Schwerpunkt der Präsentation ist die DLR-Satellitentechnologie. „Das DLR und Russland verbindet eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft in der Luft- und Raumfahrtforschung“, sagt der DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung Prof. Dr. Hansjörg Dittus.

Wissen für Morgen auf dem Moskauer Aerosalon

Kontur-2: Fernbedienung mit Joystick aus dem Weltall

Die kraftreflektierende Technologie des Kontur-2-Joysticks soll es zukünftig ermöglichen, Roboter aus dem Orbit auf Oberflächen von Himmelskörpern – beispielsweise dem Mond oder Mars – für Montage- und Reparaturaufgaben zu steuern, ohne die Raumstation zu verlassen. Die Rückmeldung des Joysticks über Kollisionen und Kontakte des Roboters vermittelt dem Kosmonauten das Gefühl vor Ort – also telepräsent – zu sein.

Um die Technologie zu erproben, werden Roboter aus dem All in Laboren des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik und des Zentralen Forschungs- und Entwicklungsinstituts für Robotik und Technische Kybernetik in St. Petersburg bewegt. Im August 2015 hat Kosmonaut Oleg Kononenko erstmals mit Kontur-2 den DLR-Roboter ROKVISS von der ISS aus ferngesteuert. Dabei bekam er nicht nur ein Kamerabild des Roboters übermittelt, sondern konnte auch genau spüren, was der Roboter in 400 Kilometern Entfernung auf der Erdoberfläche berührt.

Landung auf einem Kometen

Die Rosetta-Mission hat kein geringeres Ziel, als die Entstehung unseres Sonnensystems zu ergründen. Hierfür wurde einer der ältesten Körper unseres Sonnensystems gewählt: ein Komet aus dem Kuiper-Gürtel. Der 4,5 Milliarden Jahre alte Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko wird seit Mai 2014 von der ESA-Sonde Rosetta umkreist. Am 12. November 2014 setzte die mitgereiste Landeeinheit Philae auf dem Himmelskörper auf.

Philae ist ein Gemeinschaftsprojekt des DLR, des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung, der französischen Raumfahrtbehörde CNES sowie der italienischen Raumfahrtbehörde ASI. In den ersten 64 Stunden wurden auf der Kometenoberfläche alle zehn auf Philae installierten Instrumente eingesetzt. Nach einer Ruhephase in Folge der verbrauchten Batterien, war es zwischenzeitlich möglich, den Kontakt zu Philae zeitweise wiederherzustellen.

Tandem-L: Erdbeobachtung in unerreichter Präzision

Tandem-L ist eine Satellitenmission zur globalen Beobachtung von dynamischen Prozessen auf der Erdoberfläche. In einer bisher nicht erreichten Qualität und Auflösung sollen die beiden Satelliten im Formationsflug einen 350 Kilometer breiten Streifen abdecken – tageszeit- und wetterunabhängig. Das DLR stellt das Missionskonzept auf dem Messestand vor.

Alexander Gerst: Zurück von der Mission ‚Blue Dot‘

2014 verbrachte der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst beinahe sechs Monate auf der Internationalen Raumstation ISS. Während seiner Mission ‚Blue Dot – Shaping the Future‘ absolvierte er ein umfangreiches wissenschaftliches Programm mit einhundert Experimenten der Materialphysik, Humanphysiologie, Strahlenbiologie, Biologie und Biotechnologie, Astrophysik sowie aus dem Bereich der Technologiedemonstration. Ein filmischer Rückblick zeigt Highlights der Mission am Messestand.

SpaceLiner: Around the world mit 20-facher Schallgeschwindigkeit

In 90 Minuten von Europa nach Australien – das DLR SpaceLiner-Konzept soll genau das möglich machen. Ähnlich einem Space Shuttle ist der SpaceLiner mit seinen Raketenantrieben darauf ausgelegt, senkrecht zu starten. Die wiederverwendbare Booster-Stufe trennt sich nach dem ersten Schub vom Orbiter, in dessen Passagierkapsel 50 Personen Platz finden. Nach acht Minuten würde dann der Gleitflug mit 20-facher Schallgeschwindigkeit beginnen.

Mission ‚Heinrich Hertz‘

Die Heinrich Hertz-Mission hat das vorrangige Ziel, neue Technologien für die Satellitenkommunikation im Weltraum zu testen. Die Bedingungen, unter denen die Technik im Weltall funktionieren muss, sind sehr anspruchsvoll: Es herrscht extreme Hitze und Kälte, Vakuum und Schwerelosigkeit. Die geplante sogenannte In-Orbit-Verifikation minimiert das Ausfallrisiko solcher Technologien bei zukünftigen Satellitenmissionen.

Zusätzlich sollen an Bord von Heinrich Hertz rund 20 Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik mitfliegen. Mit den von Wissenschaftsinstituten und Industrieunternehmen entwickelten und gebauten Experimenten werden neue Kommunikationsdienste getestet. Die Mission soll die Fähigkeiten der deutschen Industrie in der Satellitenkommunikation demonstrieren.

EnMAP: Deutschlands Hyperspektralsatellit

Die Erdbeobachtung im optischen Spektralbereich ist ein wichtiger Bestandteil der Deutschen Raumfahrtstrategie. Ein Kernprojekt ist dabei der Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program). Abbildende Spektrometer messen die von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenstrahlung vom sichtbaren Licht bis hin zum kurzwelligen Infrarot.

Daraus lassen sich präzise Aussagen über Zustand und Veränderungen der Erdoberfläche ableiten. Die regelmäßige Bereitstellung qualitativ hochwertiger hyperspektraler Daten ermöglicht die Beantwortung aktueller Fragen aus den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft, Landnutzung, Wasserwirtschaft und Geologie im globalen Maßstab.

Treibstoffforschung für Flugzeuge

Gemeinsam mit der NASA und dem kanadischen National Research Council widmen sich Wissenschaftler des DLR der Frage, wie der CO2-Ausstoß und die Klimawirkung der Luftfahrt reduziert werden kann. Das Projekt ACCESS-II (Alternative Fuel Effects on Contrails and Cruise Emissions) im Jahr 2014 diente dazu, die Emissionen eines Biotreibstoff-Kerosin-Gemisches in typischer Reiseflughöhe in einer Entfernung von 100 Metern bis 20 Kilometern zu messen. Dabei untersuchten die Forscher auch die Auswirkung des Treibstoffgemischs auf die Kondensstreifenbildung. Künftig forscht das DLR im Rahmen von ECLIF (Emission and Climate Impact of Alternative Fuels) weiter an alternativen Treibstoffen.

Optimode: Kontrollzentrum für Flughäfen

Der Optimode Verkehrsleitstand für Flughäfen bietet den für die Verkehrsabläufe zuständigen Entscheidern, ein erhöhtes Situationsbewusstsein über die eigene Ressourcenverantwortung hinaus. Dabei steht der Passagier im Mittelpunkt des Managements und wird mittels sogenannter Passagiertrajektorien erfasst. Der Leitstandsprototyp ermöglicht es, die Verkehrsprozesse während einer Flugreise von Tür zu Tür optimal zu koordinieren.

Im Leitstand laufen dafür alle relevanten Plan- und Echtzeitdaten der beteiligten Unternehmen sowie der Reisenden selbst zusammen. Aus den Statusinformationen der Verkehrsbetreiber sowie den Passagiertrajektorien wird ein standardisiertes Kennwertgerüst extrahiert, welches die aktuelle Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems beschreibt. Dies ermöglicht ein proaktives Management und parametergenaue Entscheidungen, wobei bereichsübergreifende Lösungen unterstützt werden.

Ryanair holt CarTrawlers für Autovermietung an Bord

Ryanair startet heute einen neuen Mietwagenservice in Partnerschaft mit CarTrawler, einer führenden Plattform für Reisetechnologie und ein Aggregator von Mietwagendienstleistungen. Ryanairs Kunden können daher in Kürze wieder aus einer großen Bandbreite an Mietwagen wählen. Ryanairs neue Partnerschaft mit CarTrawler ermöglicht Kunden einen direkten Kontakt mit über 1.500 führenden und unabhängigen Autovermietern an über 30.000 Flughäfen und Standorten in Städten in über 174 Ländern. Ryanairs Mietwagenservice soll am Dienstag, den 01. September 2015 online gehen.

Noch vor Kurzem hatte der irische Low-Cost Carrier eine Partnerschaft mit Hertz für Mietwagen. Hertz kündigte diese Kooperation jedoch überraschend im Zuge rechtlicher Vorwürfe. Seitdem hat sich die Fluggesellschaft um einen Nachfolger für den Service bemüht.

Ryanairs CEO, Michael O’Leary: „Nach einem umfangreichen Ausschreibungsverfahren ist Ryanair erfreut, CarTrawler, den Anbieter mit der besten Conversion Rate in der Branche, als Partner gewonnen zu haben. So können wir mit dem Ryanair-Mietwagenservice starten. Dieser wird unseren 103 Mio. Kunden diejenige Autovermietung mit der größten Bandbreite und dem besten Preis-Leistungsverhältnis bieten. Das ist die jüngste einer Reihe von Verbesserungen des Kundenerlebnisses im Zuge unseres „Always Getting Better“-Programms…“

CarTrawlers CEO, Mike McGearty: „Ryanair liegt an der Spitze des Online-Reise-Verkaufs. Mit CarTrawler hat Ryanair einen Mietwagenpartner gewählt, der durch seinen Umfang, Expertise und Technologie-Plattform Ryanair dabei unterstützen wird, das Versprechen des „Always Getting Better“-Programms zu erfüllen. Diese neue Partnerschaft passt ideal zu beiden Unternehmen, da beide Vorreiter in ihrem jeweiligen Bereich sind. Ryanair hat den Luftverkehr verändert, so wie CarTrawler Fluggesellschaften und Online-Reiseanbieter weltweit mit innovativen Verkehrsmittellösungen versorgt…“

Flughafen Wien will Anteile am Malta Airport erhöhen

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Die Flughafen Wien AG gibt hiermit bekannt, dass sie ein Angebot unter Zustimmungsvorbehalt der sozietären Organe der FWAG zum Erwerb der Beteiligung von SNC Lavalin Inc an Malta International Airport plc („Flughafen Malta“) legt. Seit der Privatisierung des Flughafens Malta im Jahr 2002 werden 40 Prozent am Flughafen Malta von der Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited gehalten, an der die Flughafen Wien AG über die Tochtergesellschaft VIE (Malta) Limited zu 57,1 Prozent beteiligt ist. Die Flughafen Wien AG stellt auch das operative Management des Flughafens Malta und hält über VIE (Malta) Limited direkt weitere 10,1 Prozent der Anteile am Flughafen Malta.

Durchgerechnet ist die Flughafen Wien AG daher derzeit zu 32,94 Prozent am Flughafen Malta beteiligt. An Malta Mediterranean Link Consortium Limited ist auch die kanadische Gesellschaft SNC Lavalin Inc beteiligt. SNC Lavalin Inc wurde 1911 gegründet und ist ein an der Börse in Toronto notierender, führender Anlagenbau- und Infrastrukturkonzern mit Niederlassungen in mehr als 50 Ländern und etwa 45.000 Angestellten.

Mit dem Angebot beabsichtigt die Flughafen Wien AG, die Beteiligung von SNC Lavalin Inc an dieser gemeinsamen Konsortialgesellschaft zu erwerben, um dadurch ihre Beteiligung am Flughafen Malta durchgerechnet um weitere 15,5 Prozent zu erhöhen. Damit würde im Falle der Annahme dieses Angebots der durchgerechnete Anteil der Flughafen Wien AG am Flughafen Malta über 48 Prozent betragen.

Die genaue Struktur der Transaktion ist noch offen. Der angebotene Kaufpreis pro Aktie liegt bei 3,00 Euro. Das Transaktionsvolumen würde im Falle eines erfolgreichen Abschlusses etwa 63 Mio. Euro betragen. Bei positivem Verlauf der Endverhandlungen ist mit einem Closing innerhalb der nächsten sechs Monate zu rechnen.

Laut den Wiener Flughafen-Vorständen Julian Jäger und Günther Ofner seien die ausgezeichneten Ergebnisse des Malta Airport und die sehr guten Perspektiven für die künftige Entwicklung ausschlaggebend für den beabsichtigten Erwerb zusätzlicher Aktien: „Wir sind mit der Performance des Flughafens Malta außerordentlich zufrieden und sind davon überzeugt, dass dieses Unternehmen auch weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstumspotential aufweist. Für uns ist die Beteiligung am Flughafen Malta ein strategisches Investment. Das Angebot zur Aufstockung unseres Anteils unterstreicht dieses klare Commitment. Dieser beabsichtigte Anteilserwerb – sollte er zustande kommen – entspricht auch unserer Strategie, uns auf die beiden bestehenden Beteiligungen zu konzentrieren und keine Anteile an weiteren Airports zu erwerben.“ Im Jahr 2014 wurden über 4,3 Mio. Passagiere gezählt. Derzeit ist der Flughafen Wien neben Malta noch mehrheitlich am Flughafen Kosice beteiligt, der in den vergangenen Jahren ebenfalls einen positiven Ergebnisbeitrag leistete.

Eurofighter aus Nörvenich starten Richtung Baltikum

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Auf dem Luftwaffenstützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ in Nörvenich wurde das erste Hauptkontingent zur Verstärkung des Air Policing ins Baltikum verabschiedet. Diesen Beitrag leistet die Luftwaffe zum siebten Mal im NATO-Bündnisrahmen zur Wahrung der Integrität und zum Schutz des Luftraums über den baltischen Staaten. Die als Air Policing Baltikum bekannte Kooperation besteht seit dem Jahr 2004. Erstmals in der Geschichte des Geschwaders übernimmt es einen Bündnisauftrag außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Aus diesem Anlass fand gestern Morgen ein Verabschiedungsappell auf dem Fliegerhorst in Nörvenich statt.

„Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der baltischen Staaten und damit auch zur Sicherheit Deutschlands in einem sicheren Europa.“ So der Stellvertreter des Kommandierenden General des Luftwaffentruppenkommandos und Chef des Stabes, Generalmajor Robert Löwenstein bei seiner Rede vor den rund 120 zum Appell angetretenen Geschwaderangehörigen und deren Familienangehörigen.

Der Kommodore des Geschwaders, Oberstleutnant Stefan Kleinheyer, hatte die Familien und Vertreter der umliegenden Städte und Gemeinden zum Verabschiedungsappell eingeladen um einen würdigen Rahmen zu schaffen, bei denen sich die Soldaten von ihren Familien verabschieden konnten. So nutzte auch der Bürgermeister der Patenstadt Zülpich, Herr Albert Bergmann, die Gelegenheit sich persönlich bei allen Familienangehörigen und Freunden zu bedanken. „Durch Ihre Unterstützung geben sie den Soldaten den Rückhalt, den sie für ihren oftmals schwierigen Dienst brauchen“, so der Bürgermeister. Nach dem Appell starteten die ersten Eurofighter in das 2.000 Kilometer entfernte Ämari.

880 Mitarbeiter mehr bei der Fraport AG

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Die Fraport AG untermauert ihre Stellung als attraktiver Arbeitgeber in der Region weiter. In einem Jahreswechsel übergreifenden Stichtagsvergleich über zwölf Monate (30. Juni 2014 gegenüber 30. Juni 2015) wuchs die Zahl der Beschäftigten im Fraport-Konzern um rund 880 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon wurden mehr als 700 Beschäftigte am Standort Frankfurt eingestellt. Eine wichtige Voraussetzung für die steigende Zahl der Neuanstellungen ist der Zuwachs an Bewerberinnen und Bewerbern. Dazu haben insbesondere die enge und erfolgreiche Kooperation mit der Agentur für Arbeit und die Kampagne „Hier ist dein Job“ der APS Airport Personal Services GmbH, einem einhundertprozentigen Fraport-Tochterunternehmen, beigetragen.

Um die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigernber setzt der Flughafen auch auf weiterführende Angebote wie zum Beispiel seit kurzem das Fitness-Mobil, welches den Beschäftigten auf dem Vorfeld für gesundheitsfördernde Übungen während der Arbeitszeit zur Verfügung steht.

Im Rahmen der Kampagne war ein deutlicher Anstieg der Bewerberzahlen zu verzeichnen. Mit über 400 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begrüßte die APS auch die meisten der neuen Beschäftigten. Der Großteil von ihnen ist in operativen Bereichen auf dem Flughafenvorfeld, wie in der Gepäckabfertigung oder als Ramp-Agent, tätig. Die Fraport Security Services GmbH, eine weitere einhundertprozentige Tochter von Fraport, stellte rund 150 zusätzliche Beschäftigte zur Durchführung von Passagier- und Gepäckkontrollen ein.

Bei Mehrheitsbeteiligungen wie der Medical Airport Service GmbH, einem Dienstleister auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin und dem Unternehmen Terminal for Kids, Betreiber von Kindergärten und Kindertagesstätten, wurden rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Die weiteren Stellen sind über andere Fraport-Tochterunternehmen verteilt entstanden. Insgesamt arbeiten damit rund 24.000 Menschen im Fraport-Konzern, 21.000 davon am Standort Frankfurt.

„Das Job-Wachstum am Airport ist ungebrochen. Wir sind stolz darauf, dass die Fraport AG ihren Anteil dazu beitragen kann, dass der Flughafen mit über 80.000 Beschäftigten die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland ist“, so Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport AG.

TB 10 stürzte ins Gebüsch am Flugplatz Konstanz EDTZ

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Der Luftfahrzeugführer startete um 08:55 Uhr auf der Graspiste 30 des Verkehrslandeplatzes Konstanz (EDTZ) zu einem privaten Reiseflug nach Sichtflugregeln (VFR). Der Pilot gab an, dass er sich an viele Unebenheiten auf der Piste erinnere und dass er im Bereich der Halbbahnmarkierung in der Luft gewesen sei.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 27. Mai 2012
  • Ort: Konstanz
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Socata Groupe Aerospatiale / TB 10
  • Personenschaden: zwei Personen schwer verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: Flurschaden

Sachverhalt

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

An Bord befand sich neben dem Piloten ein Fluggast. Zwei Flugleiter beobachteten, wie in der Anrollphase das Bugrad des Flugzeuges bei noch relativ geringer Geschwindigkeit angehoben wurde. Im Bereich der Halbbahnmarkierung habe das Flugzeug kurzzeitig abgehoben und wieder aufgesetzt, wobei sich beide nicht sicher waren, ob das Abheben nicht auch durch eine Unebenheit der Piste unterstützt worden sein könnte. Danach sei es noch ca. 200 Meter gerollt, wobei das Bugrad auch weiterhin angehoben gewesen sei. Das Titelbild zeigt eine Übersicht über den Startverlauf und die Unfallstelle (Quelle: Google Earth KartenserviceTM, Bearbeitung BFU).

Querab der Flugleitung habe das Flugzeug abgehoben, aber zunächst keine Höhe gewonnen. Erst nach Überflug des Pistenendes beobachteten die Zeugen eine geringe Höhenzunahme. Eine zur Startrichtung quer verlaufende Buschreihe, die einen Abstand zum Pistenende von ca. 150 Metern hat und ca. drei bis sechs Meter hoch ist, sei in sehr geringer Höhe überflogen worden. Unmittelbar vor Erreichen des Waldes – Abstand zum Pistenende ca. 340 Meter, Baumhöhen bis zu 14 Meter – sei das Flugzeug „plötzlich hochgerissen worden“. Das Flugzeug kollidierte mit Bäumen, prallte auf den Boden und geriet in Brand. Die beiden Insassen wurden schwer verletzt.

Angaben zu Personen

Der 48-jährige Luftfahrzeugführer besaß seit 2008 eine Lizenz für Privatpiloten (PPL(A)), erteilt nach den Regelungen JAR-FCL deutsch. Er war berechtigt, einmotorige Landflugzeuge mit Kolbentriebwerk verantwortlich zu führen (SEP (land) PIC), gültig bis 18. September 2012. Er war außerdem seit Mai 2006 im Besitz eines Luftfahrerscheins für Luftsportgeräteführer (SPL). Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war ohne Auflagen bis 07. Mai 2013 gültig.

Laut Flugbuch betrug die Gesamtflugerfahrung auf einmotorigen Landflugzeugen mit Kolbentriebwerk ca. 211 Stunden. Auf dem Muster hatte er eine Erfahrung von ca. 32 Stunden bei 29 Starts und Landungen. In den letzten 90 Tagen hatte er ca. neun Stunden bei fünf Starts und Landungen absolviert.

Angaben zum Luftfahrzeug

Laut Flughandbuch handelt es sich bei dem Flugzeugmuster TB 10 um einen einmotorigen viersitzigen Tiefdecker in Ganzmetallbauweise. Es ist mit einem starren Dreibeinfahrwerk in Bugradauslegung ausgestattet. Der Rumpf ist eine Metallstruktur aus Aluminiumlegierung in Halbschalenbauweise, wobei die obere Schale aus Verbundwerkstoffen besteht. In den Tragflügeln befindet sich jeweils ein Integraltank. Das Flugzeug besitzt einen luftgekühlten Vierzylinderboxermotor mit direktem Antrieb und einen Zweiblatt-Ganzmetallpropeller mit konstanter Drehzahl, der über einen Regler gesteuert wird. Es war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einer Privatperson betrieben.

Daten zum Flugzeugmodell

  • Hersteller: Socata Groupe Aerospatiale Tarbes Cedex
  • Muster: TB 10
  • Werknummer: 148
  • Baujahr: 1980
  • Triebwerksmuster: Lycoming O-360-A1AD
  • Propellermuster: HC-C2YK-1BF/F7666A-2
  • Leermasse: 744 kg
  • höchstzulässige Startmasse: 1.150 kg
  • Gesamtbetriebszeit: 3.362 Stunden

Laut den technischen Unterlagen des Flugzeuges wurde die Lufttüchtigkeitsprüfung am 03. Juni 2011 bei einer Betriebszeit von 3.280 Stunden bescheinigt. Die letzte Wartungskontrolle (50-Stunden-Kontrolle) wurde am 19. September 2011 bei einer Betriebszeit von 3.330 Stunden durchgeführt. Unter Zugrundelegung der geschätzten Massen der Insassen von ca. 150 kg, des Gepäcks von ca. 20 kg und der an Bord befindlichen Kraftstoffmenge von ca. 91 kg lag die Startmasse bei ca. 1.005 kg.

Meteorologische Informationen

Zur Unfallzeit herrschten Sichtflugwetterbedingungen (VMC). Nach Angaben der Flugleitung betrug die Sicht mehr als zehn Kilometer und es herrschte zum Zeitpunkt des Starts Windstille. Die Lufttemperatur wurde mit 18 °C, der Taupunkt mit 11 °C und der Luftdruck mit 1.019 hPa angegeben.

Funkverkehr

Es bestand Funkkontakt mit der zuständigen Luftaufsichtsstelle.

Angaben zum Flugplatz

Laut Luftfahrthandbuch (VFR) liegt der Verkehrslandeplatz Konstanz (EDTZ) 1,6 nautische Meilen (NM) nordwestlich des Stadtzentrums von Konstanz. Die Höhe beträgt 1.302 ft AMSL. Er verfügt über eine Graspiste mit 760 Meter Länge und 50 Meter Breite in der Ausrichtung 119°/299° (12/30). Für die Startrichtung 30 beträgt die verfügbare Startstrecke (TORA) 760 Meter. Auf der Flugplatzkarte wurde darauf hingewiesen, dass die Piste uneben und zeitweise nur auf einer Breite von 25 Meter benutzbar ist.

Bei der Begutachtung des Pistenzustandes wurde festgestellt, dass die Piste 30 am Pistenanfang über eine Länge von 80 Metern und eine Breite von acht Metern mit Platten unterlegt ist.

Flugdatenaufzeichnung

Das Flugzeug war nicht mit einem Flight Data Recorder (FDR) oder Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgerüstet. Diese Aufzeichnungsgeräte waren nicht vorgeschrieben.

An Bord befand sich ein mobiles Navigationsgerät THINKNAVI T 7. Die Daten konnten extrahiert werden, enthielten aber keine Angaben zum Startverlauf.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich ca. 340 Meter vom Ende der Piste 30 entfernt in einem Waldstück. Berührungsspuren zeigten, dass das Flugzeug in einer Höhe von 12 bis 14 Metern mit einer Baumkrone kollidierte. Nach weiteren 29 Metern erfolgte die zweite Baumkollision in einer Höhe von ca. acht Metern. Nach weiteren ca. 30 bis 35 Metern prallte das Flugzeug in dichtes Buschwerk.

Die linke Tragfläche war aufgerissen und der Tank beschädigt. Der Motor war vom Motorträger abgerissen und steckte im Wurzelbereich einer ca. sechs bis acht Meter hohen Buschgruppe. Das abgerissene Leitwerk lag auf dem Buschwerk. Der Rumpf und die inneren Tragflächenbereiche waren verbrannt. Abb. 2 zeigt die Unfallstelle (Foto: Polizei, Bearbeitung BFU). Abb. 3 zeigt das Flugzeugwrack an der Absturzstelle (Foto: BFU).

Brand

Nach dem Aufprall entstand ein Brand, der durch die Feuerwehr gelöscht wurde.

Zusätzliche Informationen

Laut Flughandbuch ergaben sich unter den gegebenen Bedingungen eine Startrollstrecke von ca. 550 Metern und eine Startstrecke von 800 Metern für eine Hindernishöhe von 15 Meter.

Abschluss der Untersuchung

Der Untersuchungsbericht wurde gemäß § 18 FlUUG summarisch abgeschlossen, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, in Ortszeit. Quelle und Bilder, sofern nicht anders angegeben: BFU.

Nok Air wächst mit Boeing Next-Generation 737-800

Boeing hat die erste direkt bestellte Next-Generation 737-800 an Thailands Low-Cost Airline Nok Air übergeben. Es ist das erste Flugzeug von sieben Next-Generation 737-800, welche die Airline auf diese Weise erhalten wird.

Nok bedeutet auf thai Vogel. Entsprechend bunt und mit einem Lächeln im Schnabel erstrahlen die Flugzeuge denn auch. Nok Air will in den nächsten Jahren auch die neue Boeing 737 MAX 8 einsetzen. Acht Maschinen hat die Airline von dem Flugzeugtyp bestellt. Bisher fliegt die Airline mit 18 Next-Generation B737-800 im Leasing.

SLS: Swiss Luftfahrtstiftung geht erfolgreich zu Ende

Die Swiss Luftfahrtstiftung SLS läuft nach zehnjähriger Wirkungszeit im Oktober 2015 aus. Das Ziel der Stiftung, die Eigenständigkeit der Swiss trotz Übernahme durch die Lufthansa zu erhalten, konnte vollumfänglich erreicht werden, hielt Bundesrätin Leuthard heute bei der Würdigung der Arbeit der Stiftung in Bern fest. Eine direkte Nachfolgeorganisation ist nicht vorgesehen, da die Swiss im Lufthansa-Konzern heute eine starke Stellung innehat. Die von der SLS behandelten Themen werden künftig im Rahmen anderer Plattformen weiterverfolgt.

Mit der Übernahme der Swiss durch die deutsche Lufthansa-Gruppe 2005 wurden in der Schweiz Befürchtungen laut, dass die Swiss ihre Eigenständigkeit verlieren und damit auch die gute Anbindung der Schweiz im internationalen Luftverkehr Schaden nehmen könnte. Vor diesem Hintergrund wurde am 03. Oktober 2005 für die Dauer von zehn Jahren die Swiss Luftfahrtstiftung SLS gemeinsam vom Bundesrat, der Swiss und der Lufthansa eingesetzt. Ziel der zunächst von Bruno Gehrig und seit 2010 von alt Bundesrat Moritz Leuenberger präsidierten Stiftung war es, die Interessen der Schweiz auch nach der Integration der Swiss in den Lufthansa-Konzern zu wahren und der Airline in ihrer Geschäftspolitik weiterhin eine massgebliche Eigenständigkeit zu sichern.

Diese Ziele konnten vollumfänglich erreicht werden, bilanzierte Bundesrätin Doris Leuthard heute in Bern. Die Swiss ist auf Kurs und die Schweiz ist im Flugverkehr international gut angebunden. Seit 2005 konnten 26 neue Europa- und sechs neue Interkontinentalverbindungen eröffnet werden. Die Verkehrsministerin würdigte im Beisein von Carsten Spohr, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG, Swiss-Verwaltungsratspräsident Bruno Gehrig sowie alt Bundesrat Moritz Leuenberger, Präsident der Swiss Luftfahrtstiftung, und BAZL-Direktor Peter Müller, dem Vertreter des Bundes in der Stiftung, die oft im Hintergrund ausgeübte Arbeit der Swiss Luftfahrtstiftung und dankte allen für ihren Einsatz.

Die dominierenden Themen der Stiftung waren in den letzten Jahren nebst der Stellung der Swiss im Lufthansakonzern die Flughafeninfrastruktur, namentlich des Flughafens Zürich, sowie die neuen Wettbewerber aus den Golfstaaten und der Türkei. Während ihrer Tätigkeit konnte die SLS dem Lufthansa-Konzern auch Wahlvorschläge für zwei Mitglieder des Swiss Verwaltungsrates sowie für ein Aufsichtsratsmitglied von Lufthansa unterbreiten. Daneben liess sich der Stiftungsrat regelmäßig über der Geschäftspolitik der Swiss und die Wettbewerbsbedingungen in der internationalen Luftfahrt orientieren und machte Empfehlungen zuhanden der Geschäftsleitung.

Die bisher von der Swiss Luftfahrtstiftung behandelten Themen sollen künftig im Rahmen anderer Plattformen weiterverfolgt werden. Dazu gehören das SALT-Gremium, dem die Swiss, die Landesflughäfen, Skyguide, die Luftwaffe und Vertreter der Industrie angehören, sowie die „Plattform Luftfahrt“, die vom UVEK geleitet wird. Die Kontakte zum Lufthansa-Verbund werden über direkte Gespräche gepflegt. Das UVEK beabsichtigt zudem, nach Auflösung der SLS im Rahmen eines zweijährlichen Monitorings die Rahmenbedingungen des Luftstandorts Schweiz zu evaluieren, um bei Bedarf Bundesrat und Parlament luftfahrtpolitische Massnahmen vorzuschlagen.

Air Charter bringt Hilfsgüter in den Jemen

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Passagier- und Frachtcharterer ACS hat den ersten zivilen Luftfrachttransport in die jemenitische Hauptstadt Aden seit Beginn der Militärintervention im März dieses Jahres organisiert. Insgesamt 35 Tonnen dringend benötigter Medikamente und Nahrungsmittel gelangten damit in die Republik im Süden der Arabischen Halbinsel.

Die Situation im Jemen ist dramatisch: Bislang starben etwa 4.000 Personen. Rund 1,3 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Zivile Hilfsflüge nach Aden waren in den vergangenen Monaten nicht erlaubt. Justin Bowman, CEO bei ACS: „Jetzt ist es uns gelungen, im Auftrag eines arabischen Golfstaates einen ersten Flug in die Hauptstadt durchzuführen. Wir glauben, dass es der erste zivile Hilfstransport nach Aden seit Ausbruch der Krise ist.“

Für den Transport setzte ACS eine Maschine vom Typ Iljuschin IL-76 ein. An Bord befanden sich 35 Tonnen Nahrungsmittel und Medikamente. Auch sechs Diplomaten reisten mit der Frachtmaschine nach Aden. Mehr als 50 Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen sind im Zuge von Angriffen zerstört worden. Dabei werden noch mehr als die gelieferten 35 Tonnen Hilfsgüter dringend benötigt. Weitere Maschinen nach Aden sollen laut ACS nach Möglichkeit folgen.

Aden ist aktuell die provisorische Hauptstadt des Jemen, nachdem die Huthi-Rebellen im März dieses Jahres in Sanaa einmarschierten. „Nach Sanaa haben wir bereits mehr als 20 Flüge im Auftrag unterschiedlicher Rotkreuz- und anderer Hilfsorganisationen sowie Regierungen organisiert. Dazu zählt auch der erste Direktflug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Jemen Anfang August. Zuvor war durch die Regierung der Emirate und der zivilen Luftfahrtbehörde eine technische Zwischenlandung im ostafrikanischen Dschibuti vorgeschrieben“, fügt Bowman hinzu. Al-Hudaida, der dritte jemenitische Flughafen im Westen des Landes, ist weiterhin nicht in Betrieb.

157 starten Berufsausbildung bei Lufthansa Technik

157 Jugendliche beginnen jetzt bei der Lufthansa Technik Gruppe ihre Ausbildung oder ein Duales Studium, zehn mehr als 2014. Gleichzeitig laufen bereits die Auswahlverfahren für das Jahr 2016. Insgesamt sind jetzt 560 junge Menschen bei Lufthansa Technik in Deutschland auf dem Weg in einen flugzeugtechnischen oder logistikorientierten Beruf.

In Hamburg beginnen heute 78 Auszubildende, in Frankfurt sind es 58, in Arnstadt zehn, in Alzey sieben und in München vier. Insgesamt standen dabei 15 Berufe beziehungsweise Studiengänge zur Verfügung. Deutlich ausgebaut wurde das Angebot an Ausbildungsplätzen für Fluggerätelektroniker(innen). Mit insgesamt 36 neuen Auszubildenden trägt die Lufthansa Technik der zunehmenden Bedeutung dieser Fachrichtung insbesondere im Frankfurter Wartungsbetrieb Rechnung. Neben der Weiterentwicklung der Flugzeuge selbst trägt auch der erhebliche Ausbau der Entertainment-Angebote im Flugzeug zu dieser Entwicklung bei.

117 Azubis starten direkt bei der Lufthansa Technik. Weitere sieben Auszubildende beginnen bei Lufthansa Technik AERO Alzey, dem sehr erfolgreich auf die Überholung von kleineren Jet- und Propeller-Triebwerken spezialisierten Unternehmen der Lufthansa Technik Gruppe. Mit dem erstmaligen Angebot eines dualen Studiengangs zum Bachelor of Engineering in Zusammenarbeit mit der Hochschule Kaiserslautern, wird ein Zeichen für den weiteren Ausbau des Engineerings am Standort Alzey gesetzt. LEOS, Lufthansa Engineering and Operational Services, ein Tochterunternehmen für Bodenverkehrsdienstleistungen, stellt drei Ausbildungsplätze für angehende Kfz-Mechatroniker.

Lufthansa Technik Logistik Services (LTLS) geht wie schon im vergangenen Jahr mit 20 neuen Auszubildenden im Zukunftsberuf „Fachkraft für Lagerlogistik“ an den Start und gehört mit insgesamt 52 Auszubildenden zu den großen Ausbildungsbetrieben der Lufthansa Technik Gruppe. N3 Engine Overhaul Services, ein 50:50 Gemeinschaftsunternehmen mit Rolls-Royce zur Überholung von Triebwerken der Trent-Familie im Thüringischen Arnstadt, besetzte für 2015 insgesamt zehn Ausbildungsplätze für Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Triebwerkstechnik. Auch Arnstadt hat mit nun zusammen 53 Auszubildenden die Bedeutung als Ausbildungsstandort in der Gruppe weiter gefestigt.

Der Frauenanteil unter den neuen Auszubildenden liegt im aktuellen Jahrgang bei 13 Prozent – und damit zwei Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Klares Zeichnen für die Lufthansa Technik, nicht darin nachzulassen, gezielt Schülerinnen über die vielfältigen Möglichkeiten in der Ausübung technischer Berufe zu informieren. Die aktuell bereits an vielen Standorten gezeigte Ausstellung „Frauen geben der Luftfahrt Schub“ in Zusammenarbeit mit Hamburg Aviation ist nur eine der vielen Maßnahmen.

Standorte und Berufe bei Lufthansa Technik

  • Hamburg: In Hamburg starten 78 Auszubildende und dual Studierende ins Berufsleben. Die Fluggerätmechaniker der Fachrichtungen Instandhaltungstechnik (12), Triebwerkstechnik (12) und Fertigungstechnik (12) stellen zusammen mit den Fluggerätelektronikern (12) den Großteil der angebotenen Plätze. Des Weiteren beginnen in diesem Jahr zwölf Werkzeugmechaniker und sieben Fachkräfte für Lagerlogistik (Lufthansa Technik Logistik Services – LTLS) sowie zwei Oberflächenbeschichter. Hinzu kommen als akademische Berufe: Drei praxisorientierte Ingenieure Flugzeugbau (Bachelor of Engineering), zwei praxisorientierte Ingenieure Elektrotechnik (Bachelor of Science), zwei Maschinenbau-Ingenieure (Bachelor of Science) sowie zwei Studierende der Mechatronik (Bachelor of Science). Das Studium findet an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg statt.
  • Frankfurt: In Frankfurt beginnen 58 Azubis und dual Studierende: Zwölf Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Instandhaltungstechnik, 24 Fluggerätelektroniker und zehn Fachkräfte für Lagerlogistik (LTLS). In Kooperation mit der Hochschule Bremen starten vier Studierende ein Duales Studium „Luftfahrtsystemtechnik und -management für Wartungsingenieure“ (Bachelor of Engineering). LEOS bildet zwei junge Menschen zu Kfz-Mechatronikern aus.
  • Arnstadt: Zehn Auszubildende als Fluggerätmechaniker Triebwerkstechnik verstärken N3 Engine Overhaul Services.
  • Alzey: Fünf Fluggerätmechaniker Triebwerkstechnik und ein Zerspanungsmechaniker Fachrichtung Frästechnik beginnen bei Lufthansa Technik AERO Alzey. Als Einstieg in das Angebot Duales Studium wurde ein Platz zum Bachelor of Engineering in Zusammenarbeit mit der Hochschule Kaiserslautern besetzt.
  • München: In der Isar-Metropole beginnen bei Lufthansa Technik Logistik Services drei Fachkräfte für Lagerlogistik und bei LEOS ein Kfz-Mechatroniker.

Fotos: © Lufthansa Technik AG

Fünf neue Mitglieder für Air Cargo Community Frankfurt

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Die Air Cargo Community Frankfurt, ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Institutionen und Verbänden zur Förderung des Luftfrachtstandortes Frankfurt, wächst um fünf neue Mitglieder auf nun 33. Swissport Cargo Services Deutschland, Dachser, Thermotraffic, Sovereign Speed und my Logistics haben sich dem Verband angeschlossen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, den größten Air Cargo Hub in Europa noch attraktiver und effizienter zu gestalten.

„Wir freuen uns sehr über den Zuwachs in unserer Community. Gemeinsam mit den neuen Mitgliedern wollen wir unsere aktuellen Projekte weiter nach vorn bringen sowie neue Themen angehen“, sagt Joachim von Winning, Geschäftsführer der Air Cargo Community Frankfurt. Das wachsende Interesse an einer Mitgliedschaft in der Air Cargo Community Frankfurt belegt den hohen Wert dieser Arbeit. Der Verein stellt eine Plattform dar, um eigene Ideen einzubringen und das Know-how verschiedenster Interessensgruppen mit dem Ziel einer Weiterentwicklung der Luftfracht in Frankfurt zu verbinden.

Größter Airline-Serviceanbieter der Welt

Die Swissport Cargo Services Deutschland GmbH ist eine Tochtergesellschaft von Swissport International, dem weltweit größten Serviceanbieter für Fluggesellschaften. Über sein globales Netzwerk fertigt Swissport International pro Jahr 4,1 Millionen Tonnen Fracht ab. Mit Swissport und den weiteren Luftfracht Handling Unternehmen, die bereits Mitglied sind, repräsentiert die Community in diesem Bereich weit über 90 Prozent des am Standort abgefertigten Air Cargo-Volumens.

Global Player mit weltweit 79 Standorten

Durch den Beitritt von Dachser wird die Zahl der Mitglieder aus dem Bereich der Speditionen um einen weiteren großen Logistik-Player verstärkt. Mit rund 25.000 Mitarbeitern an insgesamt 79 Standorten erzielte Dachser allein im vergangenen Jahr bei einer Tonnage von 35,4 Millionen Tonnen einen Gesamtumsatz von 5,3 Milliarden Euro.

Spezialist für temperaturgeführte Transporte

Thermotraffic ist ein Spezialist für temperaturgeführte Transporte, der sich nun ebenfalls der Air Cargo Community Frankfurt angeschlossen hat. Die internationale Kühlspedition offeriert ihre Services allen Branchen in den Food- und Non-Food-Bereichen und kündigte erst vor kurzem an, ihr Transportgeschäft am Frankfurter Flughafen weiter auszubauen.

Neutraler Carrier mit europäischem Netzwerk

Sovereign Speed ist auf den Übernachtransport von zeitsensiblen Gütern innerhalb von Europa spezialisiert, wobei die Kunden ausschließlich Airlines, Logistik- und Expressdienstleister sind. Die Schwerpunkte von Sovereign liegen im Airport-to-airport- und To-door-Geschäft mittels eigenem, Fahrplan basiertem Transportnetzwerk. Dieses Streckennetz umfasst über 50 Zielorte in 14 Ländern und wird fast ausschließlich durch Fahrzeuge der eigenen Flotte betrieben.

Transporte in Deutschland und dem benachbarten Ausland

Mit einem eigenen Fuhrpark führt my Logistics Eil- und Kuriertransporte sowie Sonderfahrten im gesamten Bundesgebiet und im europäischen Ausland durch. Zu den angebotenen Services gehören unter anderem auch der Transport von Flugzeugpaletten sowie Gefahrguttransporte.

Ju 52 erhält die Denkmal-Urkunde

Sie ist eines der ältesten, noch fliegenden Passagierflugzeuge der Welt. Jetzt wurde dem Oldtimer, gebaut 1936 in den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau, eine Ehre zuteil wie noch keinem Passagierflugzeug zuvor.

Als weltweit erstes und einziges für den gewerblichen Flugbetrieb zugelassenes historisches Verkehrsflugzeug ist die Ju 52 der Lufthansa jetzt vom Amt für Denkmalschutz der Hamburger Kulturbehörde als „bewegliches Denkmal“ unter Schutz gestellt worden. Die Entscheidung stand zwar schon seit Februar fest, die Übergabe der offiziellen Denkmalschutzplakette fand aber am 22. August 2015 anlässlich der Airport Days Hamburg statt. Die Airport Days, veranstaltet am 22. und 23. August 2015 von der Lufthansa Technik und Hamburg Airport, präsentierte rund 100 moderne Jets sowie Oldtimer aus einem Jahrhundert Luftfahrtgeschichte auf dem Gelände der Lufthansa Basis in Hamburg.

Während einer Feierstunde mit rund 50 Ehrengästen überreichte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die Plakette an Dr. Jürgen Weber, den Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AG, und an Bernhard Conrad, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung. Die Stiftung ist die Betreiberin des Flugzeugs. Mit dieser Ehrung werden auch das Lebenswerk und die Leistung des legendären deutschen Ingenieurs, Luftfahrtpioniers und Unternehmers Hugo Junkers gewürdigt.

Dass die Ju 52 ein ebenso bedeutsames wie beliebtes Zeugnis der Luftfahrtgeschichte darstellt, belegen die mehr als 9.000 Fluggäste, die sich alljährlich im Sommerhalbjahr bei einem der zahlreichen Rund- und Streckenflüge in ganz Deutschland sowie in Österreich an Bord der „Tante Ju“ in die Pionierzeit der Passagierluftfahrt zurückversetzen lassen. Der jetzt verliehene Titel „bewegliches Denkmal“ durch das Denkmalschutzamt der Freien und Hansestadt Hamburg unterstreicht die Bedeutung der Ju 52 als wichtiges Zeugnis für die Konstruktions- und Luftfahrtgeschichte, dessen Nutzung und Erhalt im öffentlichen Interesse liegt.

Die Anerkennung als „bewegliches Denkmal“ setzt die Erfüllung strenger Kriterien des Denkmalschutzgesetzes voraus. Das dort geforderte Mindestalter von 30 Jahren erfüllt die Ju 52 quasi in Potenz; auch der erforderliche ausreichende Anteil an Originalsubstanz ist vorhanden. Den Denkmalschützern musste zudem nachgewiesen werden, dass die Ju 52 eine besondere Bedeutung hat, die ihren Erhalt zu einem Gegenstand des öffentlichen Interesses macht. Das gelang: „Die Tante Ju besitzt eine große luftfahrthistorische Bedeutung als eines der letzten und gut erhaltenen Beispiele dieses damals im Hinblick auf seine Konstruktion neuartigen Motorflugzeugtyps, der nicht umsonst seinerzeit lange Jahre ein Erfolgsmodell und Verkaufsschlager war“, erläutert Dr. Christine Onnen vom Hamburger Denkmalschutzamt.

„Für die Deutsche Lufthansa und die Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung ist es eine große Ehre und Verpflichtung zugleich, dass unsere Ju 52 in die Liste der beweglichen Denkmäler aufgenommen wird“, freut sich Jürgen Weber. Ein besonderer Dank gebühre den Ingenieuren und Technikern der DLBS und der Lufthansa Technik sowie den Piloten und Flugbegleitern, „die mit viel Liebe und Engagement dieses fliegende Denkmal mit Leben erfüllen und dafür sorgen, dass sich Jahr für Jahr tausende Menschen an einem Flugerlebnis wie zu Großmutters Zeiten erfreuen können.“ Weber verspricht: „Wir werden alles daran setzen, dass unsere Tante Ju noch lange Jahre fit bleibt. Das nächste Etappenziel ist der 100ste Geburtstag!“

Frachtrekord am Drehkreuz Leipzig/Halle Airport

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Das Frachtaufkommen am Leipzig/Halle Airport, Deutschlands zweitgrößtem Frachtdrehkreuz, wächst auch im elften Jahr in Folge deutlich. Im Juli konnte der Airport beim Frachtumschlag mit 84.397,5 Tonnen einen absoluten Rekordmonat verzeichnen. Das Aufkommen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,7 Prozent. Damit wurde 2015 bereits der dritte Rekordmonat registriert. Insgesamt wuchs der Frachtumschlag von Januar bis Juli dieses Jahres um 8,5 Prozent auf 564.778 Tonnen. Aktuell werden im Frachtverkehr vom Leipzig/Halle Airport aus rund 60 Ziele in über 30 Ländern angeflogen.

Der Airport verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge sowie eine direkte Anbindung an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz. DHL betreibt seit 2008 am Standort ihr europäisches Drehkreuz. Der Leipzig/Halle Airport ist zudem Heimatflughafen von AeroLogic, eines Joint Ventures von DHL Express und Lufthansa Cargo.

Seit März 2006 sind zwei Antonow 124-100 im Rahmen des SALIS-Projektes (Strategic Airlift Interim Solution) permanent in Leipzig/Halle stationiert. Im Januar 2007 eröffnete die Ruslan Salis GmbH, eine Kooperation der Volga-Dnepr-Gruppe und des Antonov Design Bureau, in Leipzig/Halle die einzige europäische Wartungsbasis für Maschinen vom Typ Antonow 124-100.

Messflüge für Drehfunkfeuer Kloten und ILS in Zürich bei Nacht

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Im Zeitraum vom 24. August bis 04. September 2015 finden die periodischen Messflüge für die Überprüfung der Navigationsanlagen am Flughafen Zürich statt. Die Flüge erfolgen sowohl am Nachmittag als auch in der Nacht bis spätestens um 02:00 Uhr morgens. Für die Messflüge wird ein zweimotoriges Propellerflugzeug vom Typ Beechcraft King Air 350 eingesetzt. Die Maschine ist mit modernsten Navigationshilfsmitteln und einem hochpräzisen Flugvermessungsgerät ausgerüstet. Verantwortlich für die Planung und Durchführung der Flüge ist die Flugsicherung Skyguide.

Vom 24. August bis 04. September 2015 werden die Instrumentenlandesysteme (ILS) der verschiedenen Pisten und das Drehfunkfeuer Kloten (VOR KLO) vermessen sowie einige Abflugrouten überprüft. Die Messflüge finden teilweise am Nachmittag, aber auch nachts, nach Beendigung des ordentlichen Flugbetriebes, bis spätestens um zwei Uhr morgens statt.

Für die Überprüfung des ILS sind Anflüge seitlich, oberhalb und unterhalb des publizierten Flugweges erforderlich. Aus diesem Grund erfolgen die Messflüge teilweise auch abseits der gewohnten Anflugrouten. Für eine Vermessung wird die jeweilige Piste mehrmals angeflogen, um ein möglichst genaues Resultat zu erzielen. Die Signale der entsprechenden Sendeanlagen werden aufgezeichnet und ausgewertet. Um die Genauigkeit dieser Navigationsanlagen zu gewährleisten, werden sie periodisch getestet.

Kapazitätserweiterung: Flughafen Düsseldorf muss Dokumente nachreichen

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Die Vollständigkeitsprüfung der Antragsunterlagen durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV) zum Verfahren zur Kapazitätserweiterung des Düsseldorfer Flughafens veranlasst die Flughafen Düsseldorf GmbH zu Anpassungen und Komplettierungen der Dokumente für die Antragsbegründung; das Antragsziel selbst bleibt dabei unverändert. Da die Einzelgutachten aufeinander aufbauen und sich zum Teil gegenseitig bedingen, wird ihre Überarbeitung voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die öffentliche Auslegung der Antragsinhalte wird sich daher ebenfalls verzögern.

Die Flughafen Düsseldorf GmbH hatte am 27. Februar den Antrag auf Planfeststellung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung beim Landesverkehrsministerium eingereicht. Die umfangreichen Unterlagen, Gutachten und Pläne wurden in der Folgezeit vom Ministerium (Planfeststellungsbehörde) auf ihre gesetzlich vorgeschriebene Vollständigkeit und erforderliche „Auslegungsreife“ geprüft. Als Ergebnis dieser Prüfung sind nunmehr Anpassungen der Antragsunterlagen vorzunehmen.

Sobald sich weitere zeitliche Veränderungen im Verfahren ergeben, will der Flughafen die Bevölkerung umgehend informieren, um seinem formulierten Anspruch einer transparenten Bürgerinformation nachzukommen.

Verzögerungen an BER Baustelle durch Imtech Insolvenz

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Die nach der Insolvenzanmeldung der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG von der FBB eingesetzte Taskforce hat in den vergangenen Tagen ihre Arbeit fortgesetzt, die Folgen der Insolvenz so gut wie möglich einzudämmen und die BER-Baustelle weitestgehend zu stabilisieren. Wie berichtet ist Imtech am BER Auftragnehmer für Elektroarbeiten sowie in der Arge IMCA gemeinsam mit Caverion Auftragnehmer für das Leistungspaket Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär. Der Insolvenzverwalter hatte zugesagt, die Arbeiter zunächst weiter auf die Baustelle zu schicken. Dennoch liegen bereits Verzögerungen im Zeitplan vor. Die FBB sieht die Eröffnung des Flughafens im zweiten Halbjahr 2017 zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch als nicht gefährdet an.

Derzeit haben die FBB und Imtech folgende Vereinbarungen getroffen und Ziele abgesteckt:

  • Die Imtech-Insolvenz hat zwischenzeitlich in beiden Leistungspaketen zu einem deutlichen Rückgang der Mitarbeiterzahlen auf der BER-Baustelle geführt. Jedoch haben Imtech als auch Caverion zugesagt, die Mitarbeiterzahlen schnellstmöglich wieder hochzufahren, um die zeitlichen Auswirkungen auf den BER weitestgehend zu begrenzen.
  • Für das Leistungspaket Elektrotechnik haben Imtech, der vorläufige Insolvenzverwalter und die FBB vereinbart, einen möglichst großen Teil der verbliebenen, vertraglich geschuldeten Elektro-Arbeiten inkl. Dokumentation während des bis Ende Oktober 2015 laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens abzuarbeiten. Anschließend wird sich nach aktuellem Erkenntnisstand entscheiden, in wie weit Imtech verkauft werden kann und das Unternehmen die restlichen Arbeiten auf dem BER weiterführen wird. Parallel vertieft die FBB die bestehenden und bereits öffentlich diskutierten Handlungsoptionen, falls Imtech ab Ende Oktober seine Leistungen nicht mehr erbringen könnte. Erst für die kommende Woche hat Imtech angekündigt, mit möglichst voller Mannstärke wieder auf der Baustelle zu sein.
  • Im Leistungspaket Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär ist die Arge IMCA und der verbleibende Arge-Partner ebenfalls vertraglich verpflichtet, die Leistungen ungeachtet der Imtech-Insolvenz zu erbringen. Caverion hat angekündigt, die gesamten Leistungen der ARGE zu übernehmen und bereits zugesichert, vertragskonform fortzuführen. Allerdings schließt die FBB derzeit bis zur vollständigen Übernahme der Arge durch Caverion weitere Verzögerungen in der Abarbeitung der Leistungen nicht aus.
  • Die Taskforce beziffert die infolge der Imtech-Insolvenz bis heute eingetretene Verzögerung auf ca. zwei bis drei Wochen. Bis Ende September wird die Taskforce die Meilensteinplanung, nach der der Abschluss der baulichen Ausführung bis März 2016 vorgesehen war, überarbeiten. Zudem wird die Taskforce sämtliche Aktivitäten unternehmen, die Bauleistungen in den Leistungspaketen Elektrotechnik und Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär inkl. Dokumentation und Anlagen-Inbetriebnahme schnellstmöglich weiter zu stabilisieren.

Etihad Airways führt flexible Tarife für Tickets ein

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Etihad Airways führt eine neue Tarif-Struktur ein, die für alle Tickets gilt, die ab dem 14. September 2015 ausgestellt werden. Damit bietet die Airline Kunden bei Flugbuchungen eine größere Auswahl und mehr Übersichtlichkeit. In Zukunft werden insgesamt acht neue Tarifoptionen angeboten, die es den Reisenden ermöglichen, Flugbuchung ganz auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Die jeweiligen Tarifoptionen unterscheiden sich hinsichtlich der Freigepäckmenge, der Flexibilität sowie der inkludierten Vorteile, die bisher separat hinzugebucht werden konnten.

Ab dem 14. September setzt sich die Tarifauswahl wie folgt zusammen: Die Economy Class ist unterteilt in Economy Breaking Deals, Economy Saver, Economy Value und Economy Freedom; die Business Class ist unterteilt in Business Breaking Deals, Business Saver und Business Freedom. In der First Class wird es die Option Freedom geben. In vielen Branchen gibt es bereits einen Trend, Kunden maßgeschneiderte Angebote zu bieten.

Flexibilität bei Gepäck

„Bei einer Flugbuchung hat jeder Passagier unterschiedliche Bedürfnisse. Einige möchten mit leichtem Gepäck und für wenig Geld reisen. Andere wiederum finden es wichtig, kurzfristig zu buchen, extra Gepäck mitzunehmen oder mehr Meilen zu sammeln. Wenn ein Gast beispielsweise Flexibilität schätzt, viel Gepäck dabei hat und auf Priority Check in Wert legt, passt zu ihm der Economy Freedom Tarif.“

Ebenso führt Etihad Airways ab dem 14. September neue Gepäckbestimmungen ein. Diese bedienen Kundenbedürfnisse nun noch flexibler und passen sich besser an die Gepäckregelungen der Partner-Airlines von Etihad Airways an. Ein weiterer Vorteil: Die Kosten für Übergepäck fallen in den meisten Tarifen geringer aus. Auf einigen Routen werden die Kosten für ein zusätzliches Gepäckstück von 23 Kilogramm um bis zu 90 Prozent reduziert. Einen weiteren Nachlass von 30 Prozent gibt es, wenn das Übergepäck mindestens 24 Stunden vor Reiseantritt direkt bei Etihad Airways gebucht wird. Die neue flexible Tarif-Struktur ist über alle Buchungskanäle buchbar.

Flughafenfeuerwehr am Airport Weeze tröstet mit Teddys

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Ein kuscheliger Teddy soll bei einer Verletzung dazu beitragen, dass Kinder sich beschützt fühlen. Kinder die sich verletzt haben und von der Flughafenfeuerwehr betreut werden, bekommen als einer der ersten Maßnahmen solch einen Teddy.

Der Verein „Aktion Teddybär“ hat der Flughafenfeuerwehr am Airport Weeze dazu 40 neue Plüsch-Freunde übergeben. Ein Teddy kann manchmal besser trösten als Worte, so Holger Huesker vom Verein Aktion Teddybär aus Vreden.

Die Aktion Teddybär gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Flughafenfeuerwehr in Weeze ist seit 2008 dabei. Finanziert wird der Kauf aus Spendengeldern. Der Verein betreut viele weitere Rettungswachen in Nordrhein-Westfalen. Im Bild bei der Übergabe der Teddybären (v.l.n.r.): Karsten Alders, Flughafenfeuerwehr, Holger mit Mattheo und Eva Huesker, Aktion Teddybär, Sascha Timmer und Volker Brammertz, beide Flughafenfeuerwehr Airport Weeze.

Neues Ticket im Test für Reisende am Flughafen Rostock-Laage

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Künftig wird der Flughafen Rostock-Laage besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Auf Initiative der rebus Regionalbus Rostock GmbH und des Flughafens Rostock-Laage können künftig alle Einwohner des Landkreises und der Hansestadt Rostock sowie natürlich die Urlauber und Gäste ein neues „FlughafenTicket“ nutzen.

Vom Flughafen Rostock-Laage können Reisende mit dem FlughafenTicket nach Rostock fahren und dort mit jedem Verbundunternehmen des Verkehrsverbundes Warnow GmbH (VVW) die Fahrt bis zum Zielort fortsetzen. Die Anreise zum Flughafenbus bzw. die Weiterfahrt zum Wohnort ist im Preis enthalten. Der Linienverkehr zum Airport mit dem FlughafenTicket wird in Abstimmung mit der Verkehrsgesellschaft MV zeitlich befristet bis Ende 2016 als Versuchsmodell laufen. In der Testphase soll geprüft werden, ob die gewünschten Effekte für die Region eintreten.

„Gemeinsam ist es uns gelungen, zusammen mit dem Verkehrsverbund Warnow, der Verkehrsgesellschaft MV und dem Flughafen ein wesentlich verbessertes Angebotspaket für Fluggäste zu erstellen“, betonte rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel. „Die regelmäßige Verbindung zum Flughafen erhöht die Attraktivität des größten Airports im Land“, begrüßte auch der Geschäftsführer der Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH, Dr. Rainer Schwarz, den neuen Service. „Für alle Fluggäste ist das Terminal jetzt zu einem fairen Preis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.“

Das Ticket gilt im Landkreis Rostock und in der Hansestadt Rostock für alle Verkehrsmittel außer für die Dampfeisenbahn Molli. Somit wird eine Anreise aus dem gesamten Landkreis, egal ob aus Graal-Müritz oder Kühlungsborn, mit dem Öffentlichen Personennahverkehr optimal planbar, äußerst bequem und dazu günstig. „Wir gehen davon aus, dass der Flughafen gerade für jüngere und ältere Menschen jetzt ein wenig näher rückt und noch leichter anzusteuern ist“, sagte Simone Zabel. „Auch für Pkw-Fahrer macht es jetzt Sinn, das Auto zuhause stehen zu lassen.“

Das FlughafenTicket startet mit dem Fahrplanwechsel am 31. August mit 16 Fahrten die Woche. Die Fahrten werden flexibel auf das Flugprogramm abgestimmt. Der Ticketpreis liegt bei 9,80 Euro (ermäßigt 7,50 Euro). Für Familien ist das Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern bis zum vollendeten 15. Geburtstag für 24,50 Euro interessant. Kinder bis sechs Jahre und Schwerbeschädigte mit Schwerbehindertenausweis und gültiger Wertmarke fahren kostenfrei.

Der Flughafenzubringer, die Linie 127, nimmt auch Fahrgäste an den Rostocker Cityhaltestellen am Rosengarten, am Steintor und am Weißen Kreuz auf. FlughafenTickets können in den Fahrzeugen der rebus sowie in den Kundencentern in Rostock und Güstrow erworben werden und künftig auch bei den Partnerunternehmen der rebus, das sind Taxi Below, Joost‘s Ostsee-Express, J. Schubert Reisen, Rux Reisen, Ostseewindreisen.

Aktuell gibt es die Flughafenlinie 127 schon im Angebot der rebus. Zu den Linienflügen von und nach Köln, Stuttgart und München besteht bereits jetzt eine Verbindung zwischen Flughafen und Rostock (Zentraler Omnibus-Bahnhof am Hauptbahnhof). Darüber hinaus konnte für weitere Charterflüge die Linie 127 bei Bedarf als Anrufbus genutzt werden. Im vergangenen Jahr waren mehr als 4.000 Fahrgäste mit der 127 zum Flughafen unterwegs.

200.000. Flugzeugsitz von Recaro in Fort Worth

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Recaro Aircraft Seating feiert am US-amerikanischen Standort Produktions-jubiläum. Im Recaro Werk in Fort Worth ist am 20. August 2015 der 200.000. Sitz vom Band gelaufen – ein Economy-Class-Sitz BL3520 für den Kunden WestJet Airlines.

Seit der Eröffnung im Jahr 1998 hat Recaro Aircraft Seating den US-Standort in Dallas/Fort Worth stetig erweitert und die Produktionskapazitäten kontinuierlich erhöht. Einen der wichtigsten Meilensteine auf seinem Wachstumskurs erreichte das Werk im Jahr 2013: Mit einem zusätzlichen Gebäude wurde die Fläche von 10.000 auf rund 23.000 Quadratmeter vergrößert – und damit mehr als verdoppelt. Die Erweiterung war aufgrund der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens und zahlreicher Aufträge von Fluggesellschaften in Nord- und Südamerika notwendig geworden.

Recaro wächst mit Airbus Werk

„Mit seiner Nähe zu Boeing und der zukünftigen Airbus-Endmontage sowie den weltweit größten Fluggesellschaften nimmt der US-Standort Fort Worth eine strategische Rolle in unserem internationalen Produktionsverbund ein“, erklärt Dr. Mark Hiller, geschäftsführender Gesellschafter von Recaro Aircraft Seating. „Die 200.000 Sitze, die seit Bestehen des Werks produziert wurden, belegen die bemerkenswerte Entwicklung, die Recaro Aircraft Seating Americas, Inc. in den vergangenen 17 Jahren durchlaufen hat.“

In den vergangenen Jahren gingen aus dem US-Markt eine Reihe von Großaufträgen für das Erfolgsprodukt BL3520 ein – der Economy-Class-Bestseller ist es auch, mit dem nun das Produktionsjubiläum gefeiert wird. Die Kapazitäten in den USA werden in naher Zukunft auf über 45.000 Sitzplätze pro Jahr gesteigert. Recaro Aircraft Seating Americas, Inc. wird zum größten Produktionsstandort im Recaro Verbund ausgebaut.

Business-Standort direkt neben Tower des Flughafen Nürnberg

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Vom Schreibtisch aus den Flugzeugen beim Abheben zusehen, in der Mittagspause bei den Reisebüros am Flughafen Inspiration für den nächsten Urlaub holen oder Kunden in einzigartiger Kulisse empfangen – das ist bald möglich am Airport Nürnberg.

Der Vertrag zwischen dem Flughafen und dem BBCN – Bavarian Business Center Network, wurde nun unterzeichnet und damit die Weichen für einen attraktiven Bürostandort mit hervorragender Verkehrsanbindung gestellt.

Der Airport generiert nicht nur mit startenden und landende Flugzeugen und ankommenden und abreisenden Passagieren Umsatz, auch abseits des eigentlichen Flugverkehrs macht sich der Flughafen gemäß des Flughafenentwicklungskonzepts fit für die Zukunft. So betrugen Einnahmen, die nicht direkt mit dem Flugbetrieb generiert werden, dem so genannten Non-Aviation Geschäft, im Jahr 2014 rund 33,5 Millionen Euro, was einen Anteil von rund 38 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Zu diesem Geschäftsfeld zählt neben Einzelhandel, Gastronomie oder Parkservice auch die Immobilien- und Flächenvermietung.

Das BBCN stellt seinen Kunden Büroräume, virtuelle Büros und Sekretariatsservice zur Verfügung und eröffnet demnächst am Airport Nürnberg einen neuen Standort. Die Räumlichkeiten in einem Bürogebäude auf der Westseite des Flughafens, direkt neben dem Tower, werden derzeit bezugsfertig gemacht. Es ist als Flughafen sinnvoll ein hohes Augenmerk auf das Geschäftsfeld Non-Aviation zu legen. Flughäfen sind sehr attraktive Business-Standorte. „Mit unserer Kooperation mit BBCN gehen wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemäß des Flughafenentwicklungskonzepts“, so Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe. Am Premiumstandort Airport Nürnberg gibt es ab dem 01.11.2015 Büros von 14 Quadratmeter bis 35 Quadratmeter in einem All-Inclusive Office-Konzept, so Martin Helwig, Geschäftsführer BBCN Bavarian Business Center Network. Die Büroräume können ab sofort angemietet und nach Kundenwunsch ausgestattet werden.

Durch die Lage parallel zur Start- und Landebahn und die Architektur des Gebäudes ist ruhiges Arbeiten auf technisch höchstem Niveau möglich. Dabei ist die exklusive Lage, die gute Verkehrsanbindung sowie Parkplätze direkt am Gebäude für verschiedenste Kunden interessant. Industrie-Konzerne können Büroräume in attraktiver Umgebung für wachsende Sparten anmieten. Mittelständische Unternehmen haben künftig eine noch größere Auswahl an Tagesbüros und Konferenzräumen für zwei bis 15 Personen am Airport. Bald können am Tor zur Welt Büros bezogen werden.

Luft- und Raumfahrtindustrie unter Studenten hoch im Kurs

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Gut drei Prozent aller Studenten streben beruflich in die Luft- und Raumfahrtindustrie. Das ist das Ergebnis einer Befragung unter 20.000 Studenten im Rahmen der Studienreihe „Fachkraft 2020“ des Department of Labour Economics der Maastricht University.

Vor allem Studierende der Fächer Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften sowie Naturwissenschaften zieht es in diese Branche. Sie blicken mit vergleichsweise wenig Sorge auf den Berufseinstieg: Lediglich 26 Prozent der potenziellen Bewerber rechnen mit anfänglichen Schwierigkeiten am Jobmarkt, womit sich Luft- und Raumfahrt im oberen Drittel aller Branchen befindet, nicht weit vom Spitzenwert im Bereich Maschinen- und Anlagenbau (21 Prozent) entfernt. Zum Vergleich der Blick in die andere Richtung: Der Abstand zur Branche, die beim Berufseinstieg die größten Kopfschmerzen bereitet (Medien- und Verlagswesen: 44 Prozent), beträgt beachtliche 18 Prozent.

Nur sechs Prozent der Studenten, die später in Luft- und Raumfahrt arbeiten wollen, streben den Einstieg bereits nach dem Bachelor an. Die überragende Mehrheit will zunächst höhere akademische Grade erlangen, was zum Teil deutlich längere Ausbildungszeiten nach sich zieht. Exakt 45.805 Euro beträgt dafür das erwartete Einstiegsgehalt, was Platz 3 im Ranking der 23 analysierten Branchen gleichkommt. Damit liegen Luft- und Raumfahrt in der Gehaltsfrage nur knapp hinter den Spitzenplätzen Steuer-/Wirtschaftsprüfung (46.859 Euro) und Bankwesen (46.328 Euro).

Fachkraft 2020 ist eine Studienreihe zur wirtschaftlichen und allgemeinen Lebenssituation der Studierenden in Deutschland. Themen für die von Studitemps in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University durchgeführte Erhebung sind unter anderem studentische Arbeit, studentische Mobilität, Zeitmanagement und Workload, finanzielle Ausstattung und berufliche Perspektiven.

Die vier beliebtesten Arbeitgeber der Branche bei Studenten sind (die jeweilige Prozentzahl gibt den Anteil aller Brancheninteressierten wieder):

  • Airbus Group 22,8 Prozent
  • DLR 17,5 Prozent
  • Lufthansa Technik 16,7 Prozent
  • Boeing 9,2 Prozent

Aufgrund der hohen Spezialisierung des Metiers ist es nicht verwunderlich, dass niedrige Bachelorquoten unter potenziellen Bewerbern und hohe Gehaltserwartungen parallel gehen. Ausbaufähig ist die Vorerfahrung aus Nebenjobs von 22 Prozent.

Luftfahrt-Spektakel am Flughafen Hamburg

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Das größte Luftfahrt-Spektakel in Norddeutschland, die Airport Days Hamburg, stehen vor der Tür. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „Entdecke die Welt des Fliegens“ werden rund 100.000 Besucher erwartet. Wetteraussichten versprechen zudem viel Sonne und 27 Grad.

Rund 100 Flugzeuge – vom modernen Düsenjet bis zum Oldtimer – stehen im Mittelpunkt der Airport Days Hamburg 2015. Darüber hinaus können die Gäste in der „Halle der Innovationen“ schon einen Blick in die Zukunft der Fliegerei werfen und sich auf der „Nachbarschaftsmeile“ über die Vielfalt von Vereinen und Institutionen aus der Umgebung informieren. Auch die Kinder werden bei einem bunten Mitmach-Programm ihren Spaß haben. Die Azubis der Lufthansa Technik drehen dafür so richtig auf: Mit ihrer Boeing 737 zeigen sie, was man alles am Flugzeug lernen kann. Direkt vor Ort können die Kinder ihr eigenes Lufthansa Leitwerk aus Flugzeugblech bauen.

Oldtimer trifft Flugzeug der Zukunft

Die Liste der großen und kleinen Flugzeuge, die auf dem Vorfeld zu bestaunen sein werden, liest sich fast wie ein Lexikon der Luftfahrt. Von A – wie Antonov AN-2 – bis Z – wie Zlin Z526 – reicht das Aufgebot. Eine 73 Jahre alte DC-3 kommt ebenso zu Besuch wie eine 60-jährige „Noratlas„, das letzte flugfähige Exemplar dieses Typs, die „alte Tante“ Ju 52 genauso wie das fast 75 Jahre alte Amphibienflugzeug PBY Catalina.

Zu den historischen Attraktionen gehört auch die Breitling Super Constellation „Star of Switzerland“. Sie ist eine der letzten fliegenden Super Constellations weltweit und die einzige in Europa. Die „Super Connie“ gilt noch heute als das schönste je gebaute Kolbenmotorflugzeug und wird zu verschiedenen Zeiten auch im Flug zu bewundern sein.

Oldtimer treffen auf den Airport Days Hamburg auf die Flugzeuge von heute. So stehen auf dem Vorfeld polierte Rümpfe aus Metall Seite an Seite mit modernen Jets. Zum ersten Mal wird sich zum Beispiel ein Airbus A330 der Eurowings präsentieren, der demnächst für das Unternehmen im Langstreckenbetrieb fliegen wird. Ein begehrtes Fotomotiv wird auch die A300-600ST „Beluga“ sein. Dieses ganz besondere Transportflugzeug bietet allein aufgrund der ungewöhnlichen Form einen imposanten Anblick. Seit über 20 Jahren täglich zwischen den europäischen Standorten von Airbus unterwegs und Dauergast am Hamburger Himmel – am 22. und 23. August hautnah auf den Airport Days zu erleben. In ihrem gewaltigen Bauch verschwinden ganze Flugzeug-Segmente.

Auch das Forschungsflugzeug ATRA des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird Groß und Klein ebenso begeistern wie Hubschrauber verschiedener Generationen. Angesagt hat sich beispielsweise ein Vorführteam der Schweizer Luftwaffe, das die Flugfähigkeiten eines Hubschraubers vom Typ Super Puma demonstrieren wird.

Zu Lande und in der Luft

Weitere große Flugzeuge werden, je nach Verfügbarkeit im aktuellen Flugplan, den Airport Days Hamburg einen Besuch abstatten. Aber auch viele der ausgestellten Maschinen werden zwischendurch immer wieder zu kurzen Flügen starten – allen voran natürlich die „Super Connie“, die letzte fliegende Maschine ihrer Art in Europa. Aber auch die viermotorige DC-6, die 1958 von Douglas an die jugoslawische Staatsairline JAT ausgeliefert und später von Staatschef Tito zu einem Luxusflugzeug umgebaut wurde, ist auch in der Luft zu sehen.

Das gilt ebenfalls für die „Tante Ju“ und die Noratlas, das letzte flugfähige Exemplar dieses Typs mit seinen markanten doppelten Leitwerksträgern, sowie den Helikopter „Super Puma“ der Schweizer Luftwaffe. Die Starts, Überflüge und Landungen der Maschinen finden samstags und sonntags zwischen ca. 12:45 und 15:00 Uhr statt. Am Sonntagnachmittag können die Abflüge Richtung Heimat vieler teilnehmender Flugzeuge bestaunt werden. Dann werden die beeindruckenden Oldtimer und die modernen Jets durch die Luft schweben und alle Blicke zum Himmel ziehen. Je nach Witterungsverhältnissen und Flugplänen kann es zu Änderungen im Flugprogramm kommen.

Rundfahrten

Eine Entdeckungstour über die Vorfelder von Hamburg Airport bieten die Busrundfahrten, die ebenfalls an beiden Veranstaltungstagen alle 45 Minuten ab 11:30 Uhr stattfinden. Eine Besonderheit bilden drei Sonderfahrten des Zentralbereichs Umwelt von Hamburg Airport, die speziell den Umweltschutz am Hamburger Flughafen thematisieren. Alle Rundfahrten sind kostenlos. Die Anmeldung zu den Rundfahrten findet direkt auf den Airport Days Hamburg am Infomobil statt, während die Anmeldung für die Umweltfahrten in der „Halle der Innovationen“ am Stand des Zentralbereichs Umwelt von Hamburg Airport erfolgt.

Technik in der Luftfahrt

Freuen dürfen sich die Besucher auch über die vielseitige Präsentationen in der „Halle der Innovationen“. So stellen Ingenieure der Lufthansa Technik neueste Entwicklungen im Bereich der Flugzeuginstandhaltung vor. Mit von der Partie ist dort zum Beispiel MORFI, der Krabbelroboter, der erste seiner Art. Der 75 Kilogramm leichte Roboter hilft bei Inspektionen und Werkstoffprüfungen. Einen interessanten Eindruck in die Arbeit der Fluglotsen vermittelt ein Towersimulator der Deutschen Flugsicherung (DFS). Er bietet ein realistisches Bild eines Flughafens mit allen Vorfeld- und Flugbewegungen.

Spannende Einblicke in die Welt des Fliegens gibt es unter einer 15 mal 15 Meter großen Planetarium-Kuppel: Auf einer 360-Grad-Projektion können die Gäste beispielsweise an einer virtuellen Reise durch unser Sonnensystem teilnehmen. Flugzeugdesigner Prof. Werner Granzeier konzipiert in einer Familienvorlesung mit Kindern das Flugzeug der Zukunft und erklärt, wie man ein Verkehrsflugzeug baut und welche Tests vor dem Start nötig sind.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bietet Einblicke in Forschungsfragen wie: Ist emissionsfreies Fliegen möglich? Und auch die Beteiligung des Hamburger Unternehmens Altran an dem aus den Medien bekannten Weltumrundung mit dem Solarflugzeug Solar Impulse 2 wird in dem mobilen Planetarium vorgestellt.

Mitmachen ist angesagt bei einer Präsentation moderner Flugzeug-Bordküchen und Waschräume von Diehl Aerosystems: An einem Touchscreen können Besucher sich einmal selbst als Designer betätigen und ihre eigenen Vorstellungen für einen Flugzeugwaschraum entwickeln.

Selbst aktiv werden können die Gäste der Airport Days Hamburg beim Faszination Technik Klub. Hier lässt sich die Faszination Fliegen an Flugsimulatoren realitätsnah erleben. Angeleitet von Studenten stehen hier außerdem zwei Experimentierlabore zum Tüfteln bereit. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert unterdessen ferngesteuerte Mini-Drohnen. Die Besucher sind eingeladen, selbst einmal einen solchen Quadrocopter – einen Hubschrauber mit vier kleinen Rotoren – zu steuern. Diverse Flugzeugmodelle geben zudem einen Eindruck, wie die Flugzeuge von morgen aussehen könnten.

Interessante Informationen hat auch der Verein „Ein HANSA JET für Hamburg“ zu bieten, der das Hamburger Traditionsflugzeug HFB 320 HANSA JET erworben hat. Derzeit wird es auf dem Airbus-Werksgelände restauriert. Während der Airport Days Hamburg werden Sammlerstücke wie Pins, Aufnäher und Schlüsselanhänger verkauft.

Dass am Flughafen nicht nur Flugzeuge fliegen, demonstriert Flughafen-Imker Ingo Fehr vom Zentralbereich Umwelt des Airports: Rund 200.000 Bienen „wohnen“ am Flughafen und liefern nicht nur besten Honig, sondern dienen auch als „Biodetektive“. Gezeigt werden darüber hinaus verschiedene Umweltmesstechniken sowie moderne Elektro- und Gasfahrzeuge.

Zu den vielen Innovationen, die bei den Airport Days Hamburg vorgeführt werden, gehört auch der erste Reisekoffer von Airbus, der garantiert nie mehr verloren geht. „Bag2Go“ – den intelligenten Koffer entwickelten der Gepäckhersteller Rimowa, Airbus und T-Systems gemeinsam in einem Kooperationsprojekt.

Kinderprogramm

Auch die speziellen Attraktionen für Kinder stehen ganz im Zeichen der Fliegerei. So wird es auf gleich vier Hüpfburgen nicht nur hoch her, sondern auch hoch hinaus gehen. Selbst die Jüngsten können auf den Airport Days Hamburg einen „Pilotenschein“ machen. Allerdings müssen sie dafür im Flugzeug-Bobby-Car auf einem kleinen Parcours zuerst Geschick und Tempo zeigen.

Um Reaktion, Koordination, Ausdauer und Konzentration geht es an der „twall®“, einem interaktiven Spiel- und Entertainmentgerät, das aus einigen Fernsehshows bekannt ist. Auch Ältere werden hier ihren Spaß haben. „Wer malt das schönste Flugzeug?“ ist die Frage in einer Kindermalstraße, und wer lieber basteln möchte, kann sich unter fachkundiger Anleitung beim Bau eines Papierfliegers betätigen. Natürlich gehört zu einem großen Fest auch ein Karussell, daher wird sich ein riesiges Kettenkarussell für die Gäste drehen. Die Kinderspielmeile auf den Airport Days Hamburg befindet sich zentral ganz in der Nähe der großen Flugzeugausstellung.

Buntes Angebot auf der „Nachbarschaftsmeile“

Dass tagtäglich nicht nur auf dem Flughafen, sondern auch in seiner Umgebung vieles bewegt wird, beweist die „Nachbarschaftsmeile“, auf der Vereine, Verbände und Institutionen einen Einblick in ihr Schaffen geben. Ob Kleingärtner oder Sportvereine, Modellbauer, wohltätige Organisationen oder das Langenhorn-Archiv – sie alle bieten Gelegenheit zur Information, zum persönlichen Gespräch und zum Mitmachen. Attraktiv verspricht auch ein kleiner Flohmarkt der Hamburg Airport Friends zu werden, auf dem Sammler ebenso wie an zahlreichen anderen Ständen viele nette Kleinigkeiten entdecken dürften.

Tickets und Familienpreise⁞

Wer die Airport Days Hamburg 2015 erleben möchte und sich nicht schon im Online-Vorverkauf ein Ticket gesichert hat, der kann an beiden Veranstaltungstagen an den Tageskassen Eintrittskarten kaufen. Die Tageskassen befinden sich direkt an den Eingängen. Die Tickets sind jeweils für einen Veranstaltungstag gültig und flexibel am Samstag oder Sonntag einlösbar.

Die Eintrittspreise für das Programm der Airport Days Hamburg sind besonders für Familien attraktiv: Kinder bis einschließlich sieben Jahren haben freien Eintritt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren zahlen am Veranstaltungstag neun Euro. Die Familienkarte, die für zwei Erwachsene und zwei Kinder gilt, ist für 35 Euro zu haben. Erwachsene ab 18 Jahren zahlen 15 Euro (alle Preise zzgl. Vorverkaufsgebühr). Freien Eintritt haben Menschen mit Behinderungen.

Bus-Shuttle für die Anreise

Hamburg Airport und Lufthansa Technik bieten für die Besucher der Airport Days Hamburg einen kostenlosen Bus-Shuttle an. Hochbahn-Busse fahren von den Haltestellen Langenhorn-Markt (U1), Sengelmannstraße (U1), Hamburg Airport (S1) und Niendorf-Markt (U2) direkt zum Veranstaltungsgelände und zurück. Für Gäste, die auf das eigene Fahrzeug angewiesen sind, steht eine begrenzte Zahl kostenpflichtiger Parkplätze (fünf Euro) zur Verfügung. Die Veranstalter empfehlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad anzureisen. Fahrradstellplätze sind für die Airport Days Hamburg vorhanden.

Letzter Blick auf LISA Pathfinder in Ottobrunn

LISA Pathfinder, der Technologiedemonstrator der ESA zur Aufspürung von Gravitationswellen, soll im November an Bord einer Vega-Trägerrakete von Europas Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana aus gestartet werden.

Er ist nun bereit für die Inangriffnahme der Start­kampagne im September, weswegen die ESA und Airbus Defence and Space das Raumfahrzeug im Test­zentrum der IABG in Ottobrunn bei München ein letztes Mal in Augenschein nehmen, bevor es nach Französisch-Guayana verfrach­tet wird.

LISA Pathfinder soll bisher ungekannte Beobachtungsmöglichkeiten für das gravitative Universum eröffnen, wobei neue zur Messung von Gravitationswellen im Weltraum erforderliche Technologien erprobt werden. Diese von Albert Einstein vorhergesagten Wellen stellen Verzer­rungen der Raumzeitkrümmung dar und werden von massereichen Himmelskörpern verursacht. Ein besseres Verständnis ihrer Spuren wird den Wissenschaftlern neue Kenntnisse über schwarze Löcher, kompakte Doppelsterne und andere exotische Himmelskörper bescheren.

Foto (c): ESA

Flughafen Frankfurt: Centerbahn auf Vordermann gebracht

Die Instandhaltungsmaßnahme auf der Start- und Landebahn Center des Frankfurter Flughafens konnte planmäßig in der Nacht von Mittwoch auf den heutigen Donnerstag beendet werden. Innerhalb von nur 72 Stunden wurde auf rund 80.000 Quadratmetern Fläche die vier Zentimeter dicke Asphaltoberfläche der Bahn abgetragen und durch eine neue Schicht ersetzt.

Im Zuge der Arbeiten wurden zeitgleich über 300 Halogenleuchten der Mittellinien- und Aufsetzzonenbefeuerung gegen stromsparende und langlebige LED-Leuchten ausgetauscht. Durch die intensive Vorausplanung der Bauarbeiten und dank der engen Abstimmung der Maßnahme mit der Deutschen Flugsicherung (DFS), den Airlines und den zuständigen Behörden kam es wegen der Arbeiten zwar zu Verzögerungen im Flugbetrieb, Flugstreichungen konnten aber weitestgehend vermieden werden.

Um den Flugbetrieb trotz der fehlenden Bahnkapazität aufrechterhalten zu können, durften unter anderem Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt (General Aviation) während der Dauer der Maßnahme Frankfurt nicht anfliegen, um so zu einer Reduktion des Verkehrsaufkommens in dieser Zeit beizutragen.

Der eigentlich für den 09. August geplante Start der Maßnahmen wurde wegen ungünstiger Wetterprognosen kurzfristig um eine Woche auf Sonntag, den 16. August, verschoben. Andernfalls hätten die vorhergesagten Windverhältnisse betriebliche Engpässe verursacht. Die Arbeiten wurden aus bautechnischen Gründen in den Sommermonaten durchgeführt, da diese die konstantesten Witterungsbedingungen und das erforderliche Temperaturniveau garantieren. Dies war sowohl für das Auftragen der neuen Asphaltschicht als auch für die Arbeiten an der in den Boden eingelassenen Beleuchtung wichtig.

„Wir freuen uns, dass es trotz der Baumaßnahme keine nennenswerten Auswirkungen für unsere Passagiere gegeben hat. Gleichzeitig sind wir erleichtert, nun wieder alle Start- und Landebahnen zur Verfügung zu haben. Durch den notwendigen Austausch der Asphaltoberfläche konnten wir den reibungslosen Betrieb der Centerbahn für die nächsten Jahre sicherstellen“, resümierte ein Sprecher der Fraport AG.

Die Maßnahme stellte eine herausfordernde logistische Aufgabe dar: In gut drei Tagen wurde eine Oberfläche erneuert, die in etwa der Größe von zehn Fußballfeldern entspricht. Rund 20.000 Tonnen Asphalt wurden im Zuge der Maßnahme bewegt. Auf der Baustelle waren rund 100 Personen im Mehrschichtbetrieb tätig. Die Kosten belaufen sich auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag.

Der erste Schritt der Arbeiten bestand im Abfräsen der alten Oberfläche in der Nacht von Sonntag auf Montag. Nach einer gründlichen Reinigung durch Kehrmaschinen wurde ein Haftbelag aufgebracht, der die Grundlage für die neue Asphaltschicht bildet. Der Asphalt wurde abschnittsweise von Montag bis Dienstag aufgetragen. Sobald ein Abschnitt abgekühlt war, konnten die Bodenmarkierungen und die Beleuchtung angebracht werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten heute früh gegen 02:00 Uhr erfolgte die Abnahme der Centerbahn durch die Verkehrs- und Projektleitung, sodass zum Betriebsstart um 05:00 Uhr wieder alle vier Start- und Landebahnen zur Verfügung gestanden haben. In den folgenden vier bis fünf Wochen finden jeweils nachts zwischen 23:00 und 05:00 Uhr noch Restarbeiten, insbesondere an der Bahnbeleuchtung, statt.

Trauer um Hanns-Arnt Vogels

Die Airbus Group trauert um den ehemaligen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB), Dr.-Ing. Hanns-Arnt Vogels. Der Ingenieur und Manager starb am 11. August 2015 im Alter von 89 Jahren in Düsseldorf. MBB gehört zu den Traditionsunternehmen der Airbus Group. Hanns-Arnt Vogels wurde am 22. Januar 1926 in Berlin-Charlottenburg geboren. Er studierte Eisenhüttenkunde und promovierte 1955 an der TH Aachen zum Dr.-Ing. Seine berufliche Laufbahn führte Vogels in verschiedene Positionen der Stahlindustrie.

Am 01. Februar 1983 übernahm Vogels den Vorsitz der Geschäftsführung bei MBB, eine Position, die er bis zum 31. Oktober 1989 innehatte. Daneben war er Mitglied der Aufsichtsräte der Deutschen Airbus GmbH, von Airbus Industrie und der DASA, in die MBB später aufging. Von 1985 bis 1989 amtierte er als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.

„Hanns-Arnt Vogels galt als Mann mit Gespür für das Machbare, den sowohl Zielstrebigkeit und Durchsetzungskraft als auch diplomatisches Fingerspitzengefühl auszeichneten“, sagte Tom Enders, CEO der Airbus Group. „Das Unternehmen wird ihn in dankbarer Erinnerung behalten.“ Um den Airbus-Standort Hamburg hat sich der Verstorbene ebenfalls verdient gemacht. Auch seinem Engagement ist es zu verdanken, dass mit der A321 erstmals ein Airbus-Flugzeug in Deutschland endmontiert wurde.

Schweiz gleicht Luftfahrt-Vorschriften der EU an

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Im Rahmen eines schriftlichen Verfahrens hat der Gemischte Luftverkehrsausschuss Schweiz-EU die Übernahme verschiedener EU-Erlasse durch die Schweiz beschlossen. Diese neuen Bestimmungen betreffen die technische Sicherheit, Sicherheitskontrollen sowie die Flugsicherung und werden dem Anhang zum bilateralen Luftverkehrsabkommen hinzugefügt. Sie treten am 15. September 2015 in Kraft. Insgesamt wurde der Übernahme verschiedener EU-Rechtsvorschriften in den Anhang des Luftverkehrsabkommens zugestimmt. Die wichtigsten Neuerungen im Bereich der Sicherheit betreffen Bestimmungen für die allgemeine Luftfahrt, insbesondere für Ausbildungsbetriebe für Privatpiloten, Ballonfahrer oder Segelflugpiloten.

Sie sollen Anforderungen unterstellt werden, die sich speziell nach ihrer Tätigkeit richten, und von gewissen Auflagen für die gewerbsmäßige Luftfahrt befreit werden. Auf dem Gebiet der Sicherheitskontrollen werden die Maßnahmen für das Aufspüren von Sprengsätzen sowie spezifische Abläufe für die Kontrolle von Fracht und Post aktualisiert.

Auch werden neue Regelungen für die Flugsicherung eingeführt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Normen, welche die Kontinuität von vernetzten Flugsicherungsdiensten gewährleisten sollen. Außerdem werden gewisse Fristen für die technische Anpassung von Luftfahrzeugen verlängert. Die Fristverlängerung gilt bis zur Verabschiedung neuer technischer Spezifikationen für die Ausstattung von Luftfahrzeugen durch die europäische Flugsicherheitsbehörde (EASA).

Der Bundesrat hat den Beschluss des Gemischten Ausschusses an seiner Sitzung vom 01. Juli 2015 gutgeheißen. Unterzeichnet wurde der Beschluss vom Direktor des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL), Peter Müller, der die Schweiz im Gemischten Ausschuss vertritt. Die neuen Bestimmungen des Abkommens treten in der Schweiz am 15. September 2015 in Kraft.

Flughafen Düsseldorf mit Info-Tag und Bewerbungstipps für Schüler

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Der Düsseldorfer Airport lädt am Samstag, 22. August, interessierte Schülerinnen und Schüler zum „Tag der offenen Tür“ in die Ausbildungswerkstatt. Das Team der Personalentwicklung informiert gemeinsam mit den jetzigen Auszubildenden aus dem kaufmännischen und technischen Bereich über die einzelnen Berufsbilder und steht für Fragen rund um die Arbeit am Airport zur Verfügung. Schüler, die schon wissen, welchen Ausbildungsberuf sie anstreben, können schon mal ihre Bewerbungsunterlagen mitbringen, von den Experten checken lassen und wertvolle Tipps für das Auswahlverfahren erhalten.

Für 2016 sind folgende technische Ausbildungsplätze neu zu besetzen: Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kfz-Mechatroniker/in, Mechatroniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik und Werkfeuerwehrleute. Darüber hinaus wird ein duales Studium im Bereich Versorgungstechnik angeboten. Im kaufmännischen Bereich sucht der Düsseldorfer Airport für das nächste Ausbildungsjahr Kaufleute für Büromanagement.

Die Besucher können vor Ort auch praktisch tätig werden und ihre technische Begabung beim Löten und Biegen eines Flugzeugmodells aus einer Platine testen. Für Snacks und Getränke ist am Veranstaltungstag natürlich auch gesorgt. Der „Tag der offenen Tür“ findet von 11:00 bis 15:00 Uhr in der Ausbildungswerkstatt statt. Bei Anreise mit dem Auto stehen begrenzt kostenlose Parkmöglichkeiten auf dem Parkplatz P10 zur Verfügung. Weitere Informationen mit Lageplan und Termin-Übersicht gibt es hier.

Telepräsenz auf der ISS: Fernsteuerung mit Rückkoplung

Es liegen zwar nur rund 400 Kilometer zwischen dem Kontur-2-Joystick und dem Roboter ROKVISS im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), und doch ist die Fernsteuerung am 18. August 2015 etwas Besonderes.

Kosmonaut Oleg Kononenko flog nämlich an Bord der Internationalen Raumstation ISS mit 28.000 Kilometern in der Stunde über die Erde hinweg und steuert den Roboter am Boden aus der Schwerelosigkeit. Dabei bleibt die Verbindung zwischen Himmel und Erde nicht einseitig: Roboter ROKVISS (Robotik-Komponenten-Verifikation auf der ISS) meldet über den Joystick zurück, welche Kontaktkräfte am Boden auftreten. Um 16:37 Uhr mitteleuropäischer Zeit (ISS-Orbit 3775) bewegt sich zum ersten Mal der Metallfinger des Roboterarms – ferngesteuert aus dem All.

„In dem Augenblick hat auch Oleg Kononenko nicht nur über eine Kamera gesehen, sondern auch über den Joystick genau gespürt, was in unserem Labor mit dem Roboter geschieht“, sagt Dr. Jordi Artigas vom DLR-Institut für Robotik und Mechatronik. Im Herbst 2015 soll mit dieser Technologie auch der erste „Tele-Handshake“ zwischen ISS und Erde durchgeführt werden: Dann soll der humanoide DLR-Roboter Space-Justin ferngesteuert aus dem All jemandem auf der Erde die Hand schütteln – und das auch mit Kraftrückkopplung.

Roboter als verlängerter Arm

Für die Zukunft der Raumfahrt bedeutet diese Technologie der Telepräsenz, dass ein Kosmonaut von einer Raumstation aus seinen robotischen Helfer bedienen könnte, der auf der Oberfläche beispielsweise des Mars feinmotorische Arbeiten ausführt – und dabei würde er durch die Kraftrückmeldung das Gefühl haben, selbst vor Ort zu arbeiten.

Beim ersten Test am 18. August 2015 war die Aufgabe zunächst jedoch deutlich einfacher: ISS-Kommandant Oleg Kononenko bewegte den Metallfinger von Roboter ROKVISS in alle Richtungen und berührte zunächst leicht eine Kontur, während Dr. Jordi Artigas ihm die entsprechenden Anweisungen vom Boden aus erteilte. Spezielle Sensoren am Roboter erfassen dabei die Kontaktkräfte beispielsweise bei Kollisionen, diese werden dann über Motoren im kraftreflektierenden Joystick an den Kosmonauten weitergegeben.

Insgesamt nur vier Minuten standen für die Teamarbeit zwischen ISS und DLR zur Verfügung, um die Fernsteuerung aus dem All zu testen – unerwartet hatte zu Beginn des Überflugs wahrscheinlich ein Bauelement der Raumstation die Antenne abgeschattet, und die direkte Funkverbindung ließ auf sich warten. „Wir waren alle sehr angespannt, als der Kontakt nicht unverzüglich zustande kam“, sagt DLR-Wissenschaftlerin Cornelia Riecke. Das gesamte Missionsteam im DLR-Labor saß konzentriert an den Konsolen, um den ersten Einsatz des Kontur-2-Joysticks zu begleiten.

Dann – nach fast fünf ewig langen Minuten – stand die Verbindung zwischen Weltraum und Erde und die Experimente konnten wie geplant durchgeführt werden. „Die Generalprobe hat reibungslos geklappt, die Technik funktioniert.“ Um 16:42 Uhr verschwand die ISS dann samt Kosmonaut und Joystick wieder hinter dem Horizont und soaus dem Empfangsgebiet der DLR-Antenne in Weilheim, die zuvor Steuerbefehle und Kraftrückmeldungen aus dem russischen Segment der ISS über das German Space Operations Center (GSOC) des DLR an den Roboter und wieder zurück geleitet hatte.

Telepräsenzsystem: Steuerung in Echtzeit

Um durchschnittlich 30 Millisekunden verzögerte sich die Übertragung der Daten. „Eine Zeitverzögerung von etwa 100 Millisekunden entspricht in etwa der menschlichen Reaktionszeit und macht dem Kosmonauten keine Probleme – für die Roboterregelung sind bereits 30 Millisekunden eine sehr große Herausforderung, da der geschlossene Regelkreis zwischen Erde und ISS instabil werden kann“, erläutert Dr. Jordi Artigas Auch der Verlust von Datenpaketen bei der Übertragung erschwert die reibungslose Kooperation von Kosmonaut und Roboter. Hier greift die vom DLR entwickelte Methode „Time Domain Passivity Control“ für Telepräsenzsysteme, die eine stabile und hochperformante Operation unter allen möglichen Kommunikationsbedingungen ermöglicht – bis zu Zeitverzögerungen von etwa einer Sekunde.

Am 21. August 2015 sollen bei zwei Überflügen der ISS die Experimente weitergeführt werden, bei denen der Kosmonaut verschiedene Aufgaben mit dem Roboter ausführen wird. Dabei wird er den Metallfinger von ROKVISS in alle Richtungen steuern und unter anderem Konturen auf dem Versuchsaufbau abfahren. Auch dabei wird die Sichtbarkeit der ISS vorgeben, wie viel Zeit für die verschiedenen Experimente zur Verfügung steht. „Wir werden jeweils sieben bis acht Minuten Kontakt mit der ISS haben“, erläutert DLR-Wissenschaftler Dr. Bernhard Weber.

Arbeiten auf Mars oder Mond

Das DLR-Institut für Robotik und Mechatronik forscht bereits seit den 90er Jahren im Bereich der Telerobotik: Auch in der Raumfahrt sollen Mensch und Roboter als Team zusammenarbeiten. Mal steuerten die DLR-Wissenschaftler den Roboterarm ROTEX im Inneren des Space Shuttles vom Boden aus, mal bedienten sie das Flugmodell von Roboter ROKVISS an der Außenseite der ISS. Nun wurde erstmals ein Roboter mit mehreren Freiheitsgraden von der ISS aus mit Kraftrückkopplung gesteuert.

„Mit Kontur-2 haben wir somit den nächsten Meilenstein erreicht: Nun verwenden Kosmonauten unsere Technologie, um mit Robotern am Boden zu arbeiten“, sagt Prof. Alin Albu-Schäffer, Leiter des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik. Dabei könnte dieser in Zukunft nicht auf der Erde, sondern auf Mars oder Mond stehen und beispielsweise Habitate aufbauen – während er dafür aus einer Raumstation im Orbit ferngesteuert wird.

Fotostrecke

Kontakt zwischen ISS und DLR – Das Kontur-2-Missionsteam im Einsatz: Während Kosmonaut Oleg Kononenko in der Internationalen Raumstation ISS den Kontur-2-Joysticks bedient und damit Roboter ROKVISS am Boden steuert, überwachen und betreuen die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Kontakt und geben Anweisungen.

Veteran der Raumfahrt-Robotik: ROKVISS – Roboter ROKVISS wurde bereits für fünf Jahre an der Außenseite der Internationalen Raumstation ISS eingesetzt. Sein Qualifikationsmodell am DLR Oberpfaffenhofen soll nun mit dem Kontur-2-Joystick von der ISS aus bedient werden. Das DLR-Institut für Robotik und Mechatronik entwickelte dafür den Joystick und die entsprechende Software. Dem Astronauten an Bord der ISS wird über den Joystick eine Kräfte-Rückmeldung gegeben.

Probe für den ersten „Tele-Handshake“ aus dem All – Die russischen Kosmonauten Gennady Padalka (am Joystick) und Oleg Kononenko (auf dem Bildschirm) trainieren im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für den ersten „Tele-Handshake“ im Herbst 2015. Dann wird ein Kosmonaut an Bord der ISS über den Kontur-2-Joystick den DLR-Roboter Space-Justin bedienen, der so ferngesteuert jemandem die Hand schütteln wird.

Fotos: DLR (CC-BY 3.0)