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Vilnius ab Memmingen nun direkt aus Süddeutschland erreichbar

Man nennt sie auch das „Rom des Nordens“. Denn Vilnius, die Hauptstadt Litauens, begeistert mit Osteuropas größter Altstadt und jeder Menge Barock. Seit Montagabend geht es zwei Mal pro Woche von Memmingen nonstop in die rund 600.000 Einwohner zählende Stadt.

Der Allgäu Airport öffnet damit ein wichtiges Tor zum Baltikum und die einzige direkte Flugverbindung von Süddeutschland nach Vilnius. Als touristisches Ziel gehört Vilnius, ebenso wie Riga in Lettland und Tallin in Estland, zu den Höhepunkten Nordosteuropas. Die Altstadt zählt mit einer Fläche von 360 Hektar zu den größten und besterhaltenen Europas und ist seit 1994 Teil des UNESCO-Welterbes. Etwa 30 Kilometer westlich von Vilnius liegt Trakai mit seiner wieder aufgebauten Wasserburg. Für den kommenden Winter rechnen die Verantwortlichen aber auch mit zahlreichen Gästen in der Gegenrichtung, schließlich verfügt die Region über ein großes Potential an Wintersportlern. „Schon seit Jahren unterstützen wir die internationale Ausrichtung der Skigebiete im Allgäu und in Tirol“, betont Schütz, „und können mit dieser neuen Verbindung einen wertvollen Beitrag leisten.“ Da die Flüge am Montag und am Freitag stattfinden, sind sie sowohl für den Kurzurlaub wie für ausgedehnte Ferien bestens geeignet.

Montagabend landete erstmals ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Wizz Air aus Vilnius am Allgäu Airport in Memmingen. 135 Passagiere sind an Bord des Erstflugs, dessen Crew in Memmingen wieder mit einer süßen Überraschung und Blumen begrüßt wird. „Die Erfolgsgeschichte von Wizz Air in Südosteuropa wollen wir nun gemeinsam auch im Nordosten fortsetzen“, erläutert Allgäu Airport Vertriebsleiter Marcel Schütz. Denn Vilnius dient nicht nur als Tor zu den weiteren baltischen Staaten Lettland und Estland, sondern auch als Zugang zu Weißrussland, dessen Grenze nur rund 40 Kilometer entfernt ist. Mit dem Schnellzug oder dem Bus ist man in weniger als vier Stunden in der Hauptstadt Minsk. Der Nonstop-Flug von Memmingen nach Vilnius ist zudem die einzige direkte Flugverbindung von Süddeutschland in die litauische Hauptstadt. Bisher musste man in der Regel in Riga umsteigen. Die Strecke wird damit auch für Geschäftsreisende interessant.

Vilnius ist das achte Flugziel, das die Fluggesellschaft Wizz Air ab Memmingen anbietet. Wizz Air ist mit dem Standort Memmingen als Tor nach Süddeutschland sehr zufrieden. Im März nächsten Jahres folgt mit Cluj-Napoca in Rumänien schon die neunte Destination, so Schütz zu den Wachstumsplänen der Airline. Sie baut damit ihren größten und wichtigsten Standort im Süden Deutschlands, den Allgäu Airport, kontinuierlich aus. Premiere feierten zuletzt die neuen Flüge nach Tuzla und in die bulgarische Hauptstadt Sofia.

Zum Bild: Allgäu Airport Vertriebsleiter Marcel Schütz (Mitte) überreichte Blumen und ein süßes Präsent für die Crew des Erstflugs von Memmingen nach Vilnius.

Bombardier Q400: Zulassung in Brasilien

Bombardier hat für die Q400 mit 86 Sitzen von der National Civil Aviation Agency of Brazil (ANAC) die Musterzulassung für die Region erhalten. Damit kann das größte per Turboprop angetriebene Verkehrsflugzeug der Welt auch dort in Betrieb gehen.

Der Flugzeugbauer aus Kanada erwartet einen Bedarf von 1.500 Flugzeugen in der Kategorie von 60 bis 150 Sitzen für die Region Lateinamerika, Karibik und Mexiko bis 2034. 450 Einheiten davon fallen auf die Kapazität der Q-Serie von 60 bis 100 Sitzen, der Rest hauptsächlich auf das Segment von 100 bis 150 Sitzen, in dem sich der Hersteller gerade mit den völlig neuen Flugzeugen der CSeries aufstellt.

Flughafenfundsachen in München: Versteigerung in Geisenfeld

Das oberbayerische Geisenfeld im Landkreis Pfaffenhofen ist der nächste Landeplatz für Fundstücke vom Münchner Flughafen: Am kommenden Samstag, den 19. September 2015, steht ab 13:00 Uhr auf dem Volksfestplatz an der Jahnstraße in 85290 Geisenfeld wieder ein Auktionstag auf dem Programm. Neben den gängigen Fundstücken wie zum Beispiel Armbanduhren, Fotoapparate, Laptops, Handtaschen, Sonnenbrillen, Handys, Bekleidung und Schmuck können eine Reihe skurriler Fundstücke ersteigert werden. Wer eine schusssichere Weste oder ein Glätteisen benötigt, wird hier ebenso fündig wie der Camper, der sich einen Gaskocher sichern kann.

Zum Familien-Schnäppchen könnten ein Kinderwagen, ein Kindersitz sowie eine Großpackung Windeln werden. Für sportlich Interessierte stehen Golf- und Tennisschläger sowie ein Dartpfeileset zur Auswahl. Und Autofahrer, die sich bereits jetzt für den Winter wappnen wollen, sind vier Winterreifen im Angebot. Viel Spannung verspricht wieder die Versteigerung von insgesamt sechs „Überraschungskoffern“, zwei „Überraschungsboxen“ sowie drei „Themen-Koffern“.

Interessenten haben am Versteigerungstag von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr die Gelegenheit, die Fundsachen zu besichtigen. Versteigert werden die Fundstücke wieder von Josef „Sepp“ Mittermeier. Die ersteigerten Fundsachen müssen bar bezahlt werden. Ein Teil der Erlöse wird für karitative Zwecke in der Flughafenregion verwendet.

Hamburg: Fluglärmmessstation auf Wunsch der Gemeinde

Hamburg Airport hat heute in Henstedt-Ulzburg auf Wunsch der Gemeindeverwaltung eine mobile Fluglärmmessstation aufgestellt. Die Anlage soll über mehrere Wochen verlässliche Daten zu den Fluggeräuschen und dem Gesamtgeräusch in der Umgebung ermitteln. Um präzise Messdaten zu erhalten, werden die mobilen Stationen des Flughafens ebenso wie die festen Messstellen regelmäßig vom Deutschen Kalibrierdienst geeicht und unmittelbar vor jedem Einsatz überprüft.

„Gern sind wir der Bitte der Gemeinde nachgekommen, einen unserer drei mobilen Messcontainer aufzustellen“, betonten Axel Schmidt und Jan Eike Hardegen vom Zentralbereich Umwelt des Flughafens. „Transparenz und ein offener, sachbezogener Dialog mit unseren Nachbarn liegen uns sehr am Herzen.“ Die Messstation liefere pausenlos auch Daten über das im Mai in Betrieb genommene Fluglärminformationstool TraVis (Track Visualisation), das sowohl die aktuellen als auch die älteren Flugspuren von An- und Abflügen einschließlich der Lärmdaten übersichtlich auf einer Karte anzeige.

Mit einer Verzögerung von nur zehn Minuten kann damit jeder interessierte Bürger standortgenau und annähernd in Echtzeit die Lärmdaten eines Überfluges für seinen Standort abrufen, so die Vertreter des Flughafens bei der Aufstellung der Station in Anwesenheit von Bürgermeister Stefan Bauer und der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin, Elisabeth von Bressensdorf. Im Portal TraVis werden die Messstationen als farbige Punkte angezeigt. Das Fluglärmereignis wird mit seinem aktuellen Pegel angezeigt, die damit verbundene Flugroute ist zu erkennen.

Die am Friedrich-Hebbel-Ring in Henstedt-Ulzburg aufgestellte Station befindet sich in einem vier mal zwei Meter großen Anhänger, der zur Stromversorgung mit einer Methanol-Brennstoffzelle ausgestattet und damit für 110 Tage netzunabhängig ist. Der Teleskopmast sorgt bei den Messungen dafür, dass Bodenreflexionen minimiert werden.

Hamburg Airport betreibt in den vom Fluglärm betroffenen Stadtteilen und umliegenden Gemeinden insgesamt 13 stationäre Messstellen. Darüber hinaus wird die Fluglärmüberwachung durch drei mobile Anlagen ergänzt. Wie jetzt in Henstedt-Ulzburg wird der jeweilige Standort mit den zuständigen Vertretern der Nachbargemeinde gefunden.

Airbus eröffnet Flugzeugwerk in Mobile, USA

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Flugzeugbauer Airbus schlägt ein neues Kapitel in der Luftfahrtindustrie auf. In Mobile, Alabama, nimmt der Konzern des u.a. dem größten Passagierflugzeugs der Welt die Produktion sein erstes Werk in den USA offiziell in Betrieb.

Die Airbus Group unterhält bereits Ingenieurbüros in den USA sowie eine Produktionsstädte von Airbus Helicopters. Bereits vor einigen Monaten hat Airbus Teams nach Mobile entsandt und geschult, um mit ersten Teilen die Produktion für das erste Airbus-Flugzeug Made in USA vorzubereiten.

In der neu gebauten Anlage sollen die Flugzeuge aus der A320 Familie hergestellt werden, genauer die Muster A319, A320 und A321. Diese Flugzeuge mit einem Mittelgang sind zwar die kleinsten Passagierjets, bilden aber zahlenmäßig den größten Anteil an Flugzeugmarkt und beförderten Passagieren und erfahren die größte Nachfrage bei Airlines. Zur Erweiterung der Produktionskapazitäten kommt nun das erste Werk im Land des Erzrivalen Boeing hinzu. Die Zahl der Hersteller von großen Passagierflugzeugen in den USA werde mit dem Werk für Airbus-Flugzeuge verdoppelet, wie das Unternehmen mitteilte. Es ist auch ein starkes Signal des Erfolgs für Airbus.

Fabrice Brégier, Airbus President und CEO, sagte, damit würden zwei Dinge deutlich: Airbus werde der erste echte globale Flugzeughersteller, und zweitens sei Airbus nun auch ein echter amerikanischer Hersteller. Zuvor hat Airbus bereits ein Werk in China gebaut. Ältere Standorte sind die Werke in Toulouse und Hamburg. Mit dem Standort in den USA positioniere sich das Unternehmen noch stärker in der Führung bei allen seinen Kernmärkten, sei näher am größten Luftfahrtmarkt der Welt für Flugzeuge mit Einzelgang – USA – und sei näher an den Kunden und seinen Schlüsselpartnern der Zulieferindustrie.

Christian Thiele wird Cargolux Country Manager Deutschland

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Cargolux Airlines hat Christian Thiele zum neuen Country Manager Deutschland ernannt.

Christian Thiele ist ein ausgewiesener Luftfrachtexperte, der in verschiedenen Führungspositionen umfangreiche Erfahrungen in der Industrie sammeln konnte. Er ist seit mehr als 30 Jahren in der Branche aktiv und hat angefangen von der Dokumentation, über die Überwachung der Dienstleistungen auf der Rampe bis hin zur Kundenbetreuung viele Bereiche des Geschäfts selbst kennengelernt.

Zuletzt war Christian Thiele für Emirates SkyCargo als Cargo Business Development Manager für Deutschland tätig. Zuvor bekleidete er Positionen unter anderem bei Korean Air und bei der Fraport AG am Flughafen Frankfurt. Er wird seine Arbeit im Oktober aufnehmen und die Nachfolge von Tony McNichol antreten.

In seiner neuen Rolle bei Cargolux wird Christian Thiele die Bereiche Vertrieb und Marketing für Deutschland verantworten. Mit seiner analytischen Denkweise sowie seiner Fähigkeit, ehrgeizige Ziele zu erreichen, wird er die Position des Unternehmens im deutschen Markt weiter stärken. Christian Thiele ist verheiratet und hat drei Kinder.

easyJet mit neuem Buchungsrekord

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Low-Cost Carrier easyJet vermeldet für den Donnerstag, 10. September 2015, den Tag des Unternehmens mit den meisten Buchungen überhaupt, nachdem die Flüge bis zum 26. Juni 2016 freigeschaltet wurden. Mehr als eine halbe Million Plätze wurden alleine an diesem Tag gebucht.

Dabei stiegen die Buchungen nicht nur aus Europa, sondern auch China und den USA an. Teilweise wurden mehr als 800 Flüge pro Minute gebucht. Das entwpricht etwa fünf vollen Flugzeugen. Üblicherweise findet der buchungsstärkste Tag im Januar statt. Die Flugreisenden nähmen zudem zunehmend die Möglichkeiten wahr, Flüge per App zu buchen sowie Flüge länger im Voraus zu buchen.

Flughafen Wien mit neuen Höchstzahlen an Passagieren

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Nachdem am 31. Juli 2015 der passagierstärkste Tag in der Geschichte des Flughafens Wien verzeichnet wurde, war der August 2015 der Monat mit dem höchsten Passagieraufkommen. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im August 2015 im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent auf insgesamt 2.386.256 an. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg ebenfalls im selben Zeitraum um 4,6 Prozent an. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im August einen Anstieg von 5,9 Prozent gegenüber 2014. Die Flugbewegungen sanken um 0,6 Prozent, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) entwickelte sich hingegen mit Plus 4,2 Prozent positiv.

Das Frachtaufkommen stieg im August 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent. Kumuliert von Januar bis August 2015 nahm das Passagieraufkommen um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.

Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg im August 2015 um 4,9 Prozent. Osteuropa verzeichnete einen Anstieg von 2,3 Prozent. Das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten stieg im August 2015 um 33,3 Prozent, jenes in den Fernen Osten um 12,5 Prozent. Ebenfalls gestiegen ist das Passagieraufkommen nach Nordamerika mit Plus 7,0 Prozent im August 2015. Der Passagieranteil nach Afrika sank aufgrund der Ereignisse in Tunesien gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 14,9 Prozent.

Gut haben sich auch die Auslandsbeteiligungen der Flughafen Wien-Gruppe entwickelt: Am Flughafen Kosice stieg die Anzahl der Passagiere von Januar bis August 2015 um 10,0 Prozent auf 284.376 Passagiere. Der Malta Airport verzeichnete von Januar bis August 2015 ein Wachstum von Plus 6,8 Prozent auf 3.120.840 Passagiere.

August 2015 Veränderung in % Januar bis August 2015 kumuliert Veränderung in %
Passagiere 2.386.256 +4,8 15.206.671 +1,1
Lokalpassagiere 1.621.819 +4,6 10.871.555 +3,0
Transferpassagiere 755.634 +5,9 4.265.598 -4,0
Maximum Take Off Weight (in Tonnen) 788.913 +4,2 5.600.252 +3,2
Flugbewegungen (an + ab) 20.904 -0,6 152.124 -1,8
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking) 22.521 +1,9 174.672 -0,4

ESA-Astronaut Mogensen kehrt von ISS-Raumstation zurück

Der ESA-Astronaut Andreas Mogensen, der Sojus-Kommandant Gennadij Padalka und der kasachische Kosmonaut Aidyn Aimbetow sind am 12. September 2015 um 02:51 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe wieder gelandet und haben damit ihre Missionen zur Internationalen Raumstation ISS zum Abschluss gebracht.

Austausch der Raumkapsel Sojus

Mogensen und Aimbetow waren mit der Sojus-Kapsel TMA-18M mit dem Kommandanten Sergej Wolkow zur ISS geflogen, kehrten jedoch mit der TMA-16M unter Kommandant Gennadij Padalka wieder zur Erde zurück. Padalka hat damit eine sechsmonatige Weltraummission beendet. Die für den Hinflug benutzte neuere Kapsel wurde für den NASA-Astronauten Scott Kelly und den Kosmonauten Michail Kornijenko zurückgelassen, die zur Erforschung der Anpassung des menschlichen Körpers an Langzeitmissionen fast ein Jahr im All bleiben werden.

Die ESA nutzte diese Mission zur Erprobung neuer Technologien und Durchführung einer Reihe wissenschaftlicher Experimente. In seinem ersten Experiment filterte Mogensen Abwasser der Raumstation durch eine in Dänemark entwickelte biomimetische, d. h. der Natur nachempfundene Membran, um mit Hilfe von Nanotechnologie, die keiner zusätzlichen Energie bedarf, sauberes Trinkwasser herzustellen. Die Ergebnisse werden nun untersucht, um zu sehen, ob diese Technologie in Zukunft im Weltraum eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus bediente Mogensen während seines kurzen Aufenthalts im All zwei auf der Erde befindliche Rover. Besondere Feinfühligkeit wurde ihm für das millimetergenaue Einführen eines Stifts in ein Loch abverlangt. So viel Präzision erfordert die Übertragung von Fingerspitzengefühl, wofür die ESA Technologien entwickelt hat, um die Feinsteuerung von Bewegungen auch über große Entfernungen zu ermöglichen. Die Gegenstände, die der von Mogensen gesteuerte Roboter im technischen Zentrum der ESA in den Niederlanden berührte, konnte der Astronaut in seiner Umlaufbahn 400 km über der Erde und trotz der mehrere Tausend Kilometer betragenden Entfernung von dem Rover also regelrecht fühlen. Diese Technologie ist auf eine Übertragung mit langsamen und wenig zuverlässigen Netzwerken ausgelegt, so dass sie sich auch zur Steuerung von Robotern auf der Erde in Gebieten mit nur begrenzter Infrastruktur eignet, wie etwa nach einem Erdbeben.

Mogensen testete außerdem zwei Tage lang den „SkinSuit“, einen besonders eng anliegenden Anzug, um zu prüfen, ob dieser die durch die Schwerelosigkeit bedingte Streckung der Wirbelsäule verhindert, und entnahm mikrobiologische Proben, um herauszufinden, ob er auch sauber genug bleibt, um ihn über längere Zeiträume hin anziehen zu können.

Nach der Landung

Mit Mogensen ist zum ersten Mal ein Däne in den Weltraum gestartet. Nachdem der Mogensen nach einer zehntägigen Mission zur Internationalen Raumstation ISS wieder sicher auf der Erde landete, ist er nun auf dem Weg zu seiner neuen „Zwischenheimat“: Seine erste Nacht verbringt er in der Forschungseinrichtung :envihab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dort werden die ersten medizinischen und wissenschaftlichen Untersuchungen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem All von den DLR-Medizinern durchgeführt. Nach dem deutschen Astronauten Alexander Gerst ist er somit der zweite Astronaut, der diesen „Gesundheitscheck“ in Deutschland im DLR erhält.

Die Anreise für diesen „Gesundheitscheck“ ist lang: Von der ISS aus ging es zunächst einmal – gemeinsam mit den Kosmonauten Gennadij Padalka und Aidyn Aimbetow – am 11. September 2015 um 23:29 Uhr (MESZ) mit der Sojuz-Kapsel in Richtung Erde. Von der Landestelle in der kasachischen Steppe ging es dann per Hubschrauber zum Flugzeug, das den 40-jährigen Dänen über Moskau nach Köln bringt. Empfangen wird er dort auch von DLR-Raumfahrtvorstand Prof. Hansjörg Dittus und ESA-Generaldirektor Prof. Jan Wörner.

Medizinische und wissenschaftliche Messungen

Zunächst wird Mogensen im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin von den Ärzten des Flugmedizinischen Centers auf seine Gesundheit untersucht: Dazu gehören unter anderem eine Blutabnahme, ein EKG und eine eingehende klinische Untersuchung. „Wir hoffen natürlich, dass alle seine Werte in Ordnung sind und es ihm nach seinem Weltraumaufenthalt gut geht“, sagt Ärztin Dr. Indra Chaudhuri-Hahn vom DLR. Begleitet wird der dänische Astronaut dabei von seinem „Flight Surgeon“ und DLR-Arzt Dr. Ulrich Straube, der ihn auch bereits in Kasachstan in Empfang genommen hat.

Für die ersten wissenschaftlichen Auswertungen wird dem Astronauten noch am Abend seiner Rückkehr ein kleines Stück Muskel am Unterschenkel entnommen. „Selbst bei einem Aufenthalt von nur zehn Tagen in der Schwerelosigkeit verlieren die Muskeln einige Prozent an Kraft und Volumen“, schätzt Peter Gauger vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, der die wissenschaftlichen Untersuchungen koordiniert. Zu den Experimenten der folgenden Tage gehört deshalb auch etwa die Messung der Knochendichte von Oberschenkel und Wirbelsäule. Der Aufenthalt in der Schwerelosigkeit hat verschiedene Auswirkungen auf den Körper der Astronauten: „Das Kreislaufsystem zum Beispiel reagiert unverzüglich auf die neue Situation, wenn der Astronaut in der Schwerelosigkeit lebt und arbeitet“, sagt DLR-Wissenschaftler Peter Gauger. In den nächsten 16 Tagen werden daher noch mehrere Untersuchungen auf Andreas Mogensen zukommen.

Die rund um die Uhr tätigen Teams von der Bodenkontrolle im Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen und die Nutzerunterstützungs- und Betriebszentren (USOC) in ganz Europa werden unterdessen auch weiterhin den Betrieb des ESA-Weltraumlabors Columbus überwachen und die sechsköpfige internationale ISS-Mannschaft unterstützen. In weniger als drei Monaten wird sich bereits der nächste ESA-Astronaut, Timothy Peake, auf seine Reise in der Weltraum machen. Der Start für seine fünfmonatige Mission Principia ist auf den 15. Dezember angesetzt.

Die Bilder zeigen Andreas Mogensen bei der Landung auf der Erde, beim Empfang im :envihab und zur medizinischen Untersuchung sowie mit Prof. Hansjörg Dittus, Raumfahrtvorstand des DLR, (r.) und Jan Wörner, ESA-Generaldirektor, bei der Begrüßung des dänischen Astronauten am Köln-Bonner Flughafen.

airberlin enthüllt neuen A321-Flieger „airdüsseldorf“

Mit über 7,1 Millionen Passagieren im Jahr 2014 ist airberlin die klare Nummer eins am Flughafen Düsseldorf, dem wichtigsten Drehkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen. CEO Stefan Pichler bekräftigte an diesem Tag in Halle 7 der airberlin technik in Düsseldorf wie bedeutend der am Passagieraufkommen gemessen drittgrößte Flughafen Deutschlands für airberlin ist.

Am dem Standort verzeichnet die Airline stetiges Wachstum und fliegt allein in diesem Jahr über 80 globale Sommer- und Winter-Destinationen ab der Rheinmetropole an. Gemeinsam mit Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, und dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel wurde ein besonderes Standortbekenntnis an den Flughafen Düsseldorf enthüllt: Ein Airbus A321 mit dem Schriftzug „airdüsseldorf“. Das Flugzeug setzt ein besonderes visuelles Zeichen der airberlin für den Standort und betont diese enge Partnerschaft sichtbar am Boden und in der Luft. Dieses Flugzeug ist und bleibt einzigartig in der airberlin Flotte, die natürlich weiterhin mit der airberlin Lackierung versehen ist.

Stefan Pichler sagt: „Dieses Event hier und heute ist ein Bekenntnis zum Standort Düsseldorf. Wir wünschen die weitere Fortsetzung unserer Partnerschaft und erwarten diese Haltung auch vom Flughafen. Die Unterstützung des Flughafens ist die notwendige Grundlage, dass wir unser Drehkreuz hier offensiv weiterentwickeln. Dafür setzen wir auch auf die Unterstützung von Oberbürgermeister Geisel. Wir bedanken uns bei der Ministerpräsidentin des Landes für ihren engagierten Einsatz für den Luftverkehrsstandort Nordrhein-Westfalen.“

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: „Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrs in Nordrhein-Westfalen stärken und zugleich Belastungen für Mensch und Natur soweit es geht vermeiden. Auch das Flugzeug, das hier steht, ist sparsamer als seine Vorgängermodelle. Genau das ist der Weg, den wir weiter gehen müssen. Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass diese Investition hilft, airberlin in eine erfolgreiche Zukunft zu tragen. Ich hoffe, besonders auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass der heutige Tag einen Aufbruch Richtung Zukunft markiert.“

Als größter Langstrecken-Carrier in Düsseldorf bietet airberlin mit knapp der Hälfte aller angebotenen Sitze der gesamten Langstreckenflugzeuge am Flughafen an. Zahlreiche attraktive Langstreckenangebote wie unter anderen in die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate oder in die Karibik werden durch Zubringerflüge aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbunden, so dass die Fluggäste bequem und schnell an ihr Ziel kommen. Gemeinsam mit dem strategischen Partner Etihad Airways bietet airberlin ab Düsseldorf Flugverbindungen nach Asien, Nahost, Afrika oder Australien an. Die engen Kooperationen mit Alitalia, Air Serbia und den oneworld® Partnern (Iberia, British Airways, Finnair) erweitern die Flugziele noch mehr.

Auf den Bildern: airberlin präsentiert einen Airbus A321 mit dem Schriftzug „airdüsseldorf“. Letztes Bild v.l.n.r.: Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin NRW, Stefan Pichler, CEO airberlin, Thomas Geisel, Oberbürgermeister Düsseldorf und Dr. Ludger Dohm, Sprecher der Geschäftsführung Flughafen Düsseldorf.

Fotos: Andreas Wiese / airberlin

5 Prozent mehr Passagiere am Paderborn-Lippstadt Airport

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Im August 2015 setzte sich der seit Mitte 2014 anhaltende Wachstumstrend am Paderborn-Lippstadt Airport fort. 5,1 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat bedeuten zum Ende einer durchweg starken Sommerurlaubssaison 98.900 Passagiere. In den drei vergangenen Sommermonaten nutzten somit mehr als 280.000 Passagiere den heimischen Flughafen für den Start in die schönste Zeit des Jahres. Das bedeutet für diesen Zeitraum einen Zuwachs von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei waren die Flugzeuge außerordentlich gut ausgelastet.

„Ein größeres Flugangebot sowie eine phantastische Auslastung der Ferienflieger von 93 Prozent hat zu der deutlichen Passagiermengensteigerung geführt“, so Flughafen – Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne. „Besonders unsere Sonnenziele wie Palma de Mallorca, Antalya, Griechenland und die Kanarischen Inseln wurden hervorragend angenommen.“

Der Sommerflugplan setzt sich im September und Oktober mit einem gegenüber dem Vorjahr erweiterten Sitzplanangebot fort. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter halten trotz bereits gut gebuchter Flüge noch viele attraktive Angebote für Kurzentschlossene bereit. Die Lufthansa-Verbindung nach München wird auch im September besonders gefragt sein. Bis zu vier Mal täglich erreichen Passagiere die bayerische Landeshauptstadt pünktlich zur Wiesn, der fünften Jahreszeit in München.

Lufthansa: Auszeichnung für per App eincheckbares Gepäck

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Lufthansa und Rimowa wurden auf der Airline-Branchenkonferenz „FTE – Future Travel Experience“ in Las Vegas für das neue „Rimowa Electronic Tag“ mit dem Preis für die „Best Baggage Initiative“ ausgezeichnet.

Bei der jährlichen Verleihung werden Unternehmen für ihre fortschrittlichen Ideen und Leistungen ausgezeichnet, die Fluggästen das Reisen noch angenehmer gestalten. Eine Jury aus Branchenexperten ehrt die innovativsten, anspruchsvollsten und erfolgreichsten Initiativen und Organisationen. „Rimowa Electronic Tag“ ist die erste digitale und voll integrierte Mobilitätslösung für Gepäck, die das Fliegen mit Gepäck komfortabler, schneller und sicherer macht. Während heute das Gepäck überwiegend noch von Hand mit einem Papier-Gepäckanhänger versehen werden muss, können künftig Lufthansa-Fluggäste mit dem „Rimowa Electronic Tag“ auch ihr Gepäck von Zuhause oder unterwegs mit der Lufthansa-App einchecken.

Bluetooth Datenmodul – Start 2016

Aus ihrer elektronischen Bordkarte heraus übermitteln sie mit einem Klick die Daten von ihrem Smartphone via Bluetooth an ihr mit „Rimowa Electronic Tag“ ausgerüstetes Gepäckstück. Die Gepäckdaten werden sofort auf dem im Koffer integrierten Datenmodul angezeigt. Der so eingecheckte Koffer muss dann nur noch am Lufthansa-Baggage-Drop- off-Schalter auf das Band gestellt werden. Lufthansa ist die erste Fluggesellschaft, die ihren Fluggästen diesen Service bietet.

Die auf dem elektronischen Datenmodul angezeigten Gepäckdaten entsprechen in Größe und Aussehen den heutigen Papieranhängern. Die wichtigen Informationen sind geschützt vor Feuchtigkeit, Hitze, Kälte, Sturz und Erschütterung und können nicht abreißen. Die Produkteinführung des „Rimowa Electronic Tag“ startet nach Abschluss und Auswertung der jetzt begonnen Testphase voraussichtlich Anfang nächsten Jahres.

107 Ecureuil Hubschrauber für CIMFL und HEMS999

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Airbus Helicopters hat auf der China Heli-Expo in Tianjin mehrere Aufträge erhalten. So will die CM International Financial Leasing Corp., Ltd. (CMIFL) über die nächsten fünf Jahre verteilt 100 Hubschrauber aus der Ecureuil Serie anschaffen. Die ersten zehn Maschinene sollen noch 2016 geliefert werden.

CMIFL will die leichten Hubschrauber mit einem Triebwerk komplette Finanzierungslösungen anbieten, damit soll der aufstrebende chinesische Luftfahrtmarkt bedient werden. Die Lockerung der Vorschriften für den unteren Luftraum verheißt Aufwind für den Markt für Hubschrauber, zumal der Bedarf durch Infrastrukturentwicklungen und an Diensten wie medizinischem oder Personentransport steigen.

Die Anschaffung umfasst die Typen H125 und H130 Ecureuil. Die H130 wird als Multi-Role-Version eine Lastkapazität von 1,4 metrischen Tonnen haben, die H130 soll mit einem neuen Medical Kit ausgestattet werden verfügt über eine per Plug-and-Play installierbare Trage. Der mit Turbomeca Arriel 2D Triebwerk gebaute Hubschrauber wird in einer zwei-Piloten-Kofiguration geliefert. Mit den Hubschraubern wird CMIFL zum größten Hubschrauber-Verleaser in China.

Ebenfalls sieben H130-Hubschrauber bestellte HEMS999, ein Notfall-Dienstleister, der die Hubschrauber zum Einsatz bei Straßenunfällen in der Provinz Shandong einsetzen will. Von der H130 sind weltweit mehr als 500 Maschinen im Einsatz. Mathilde Royer, Vice President von Airbus Helicopters für das Light Helicopters Program, bezeichnete die Hubschrauber für die Notfallrettung als Durchbruch für das Muster in China.

Auf dem Titelbild: Wu Xiaodong, General Manager der HEMS999 mit Norbert Ducrot, President of Airbus Helicopters China. Im zweiten Bild Wang Rong, CMIFL Chairman & President (rechts) mit Norbert Ducrot.

Fotos: (c) Airbus Helicopters 2015

Etihad Airways mit neuen Gepäckbestimmungen

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Etihad Airways führt in Verbindung mit der neuen Tarif-Struktur weitreichende Verbesserungen der Gepäckbestimmungen ein. Für Fluggäste entsteht dadurch mehr Wahlfreiheit und Klarheit. Die neue Struktur gilt für alle Tickets, die ab dem 14. September 2015 ausgestellt werden. Es sollen dadurch auch die Regelungen von Etihad Airways besser auf die Bestimmungen der Partnerairlines abgestimmt werden. Die Änderungen bieten den Gästen viele Vorteile mit erweiterten Begünstigungen für Mitglieder des Treueprogramms von Etihad.

Peter Baumgartner, Chief Commercial Officer von Etihad Airways: „In Einklang mit dem Erfolgsrezept der Branche führen wir nun ein gerechtes und transparentes Gepäckkonzept ein. Unsere neue Tarifauswahl erleichtert es unseren Kunden zu verstehen, wofür sie bezahlen, indem sie ihnen eine klare Preisstruktur und die Flexibilität bietet, die am besten zu ihren Reiseplänen passt. Dies betrifft auch Gepäckbestimmungen.“

Auf den meisten Flugrouten gelten nun Regelungen auf Basis des Stückkonzepts. Das bedeutet, dass jeder Passagier abhängig von seinem gewählten Tarif, der jeweiligen Route und seinem Etihad Guest Membership Status dazu berechtigt ist, entweder ein, zwei oder drei Gepäckstücke mitzuführen.

Einhergehend mit den Veränderungen der Gepäckbestimmungen werden für die meisten Tarife die Kosten für Übergepäck drastisch reduziert. Auf manchen Strecken werden die Kosten für ein zusätzliches 23 Kilo schweres Gepäckstück um bis zu 90 Prozent gesenkt. Hierbei ist eine weitere Reduzierung von bis zu 30 Prozent möglich, wenn das Gepäckstück direkt bei Etihad Airways bis zu 24 Stunden vor Antritt der Reise gebucht wird.

Mitglieder von Etihad Guest, dem preisgekröntem Treueprogramm der Airline, werden besonders vom neuen Gepäckkonzept profitieren. Denn Mitgliedern auf einer höheren Stufe des Programms wird ein extra Gepäckstück oder zusätzliches Gewicht gewährt, abhängig von der Auslastung und der Strecke.

Neue Gepäckbestimmung im Überblick

  • Für Gäste der Tarife Economy Value und Economy Freedom steigt auf bestimmten Routen das zugelassene Freigepäck von 30 Kilo auf zwei Gepäckstücke von je 23 Kilo – somit steigt das zulässige Gesamtgewicht auf 46 Kilo.

  • Auf ausgewählten Strecken wird das zugelassene Freigepäck für die Economy Class auf allen Tarifstufen von 30 Kilo auf zwei Gepäckstücke von je 23 Kilo pro Stück erhöht.

  • Aus bestimmten Strecken stieg das zulässige Freigepäck in Premiumkabinen von 40/50 Kilo auf zwei Gepäckstücke von je 32 Kilo.

  • Etihad Gold und Platinum Members wird auf Strecken, auf denen das Stückkonzept gilt, ein extra Gepäckstück von 32 Kilo gewährt (zuvor: 15 Kilo beziehungsweise 20 Kilo).

  • Für Zonen, in denen das Stückkonzept gilt, werden Etihad Silber Members mindestens zwei Gepäckstücke von je 23 Kilo gewährt.

Baustoffe für den Mond im freien Fall: ZERO-G

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Seit dem 05. Mai 2015 ist – als Nachfolger des A300 ZERO-G – der neue Airbus A310 ZERO-G (zu sehen am Tag der Luft und Raumfahrt von DLR und ESA in Köln) als europaweit einziges Parabelflugzeug für schwerelose Forschung im Einsatz.

Nach der gemeinsamen Kampagne mit den Raumfahrtagenturen ESA und CNES ging am 11. September 2015 um 12:25 Uhr mit einer sanften Landung auf dem Flughafen Bordeaux-Mérignac die erste reine DLR-Parabelflugkampagne mit dem neuen Spezialflugzeug der französischen Firma Novespace erfolgreich zu Ende.

45 Minuten Schwerelosigkeit für 40 Passagiere

„Insgesamt ist diese 27. DLR-Parabelflugkampagne mit vier Flugtagen, 124 Parabeln und 45 Minuten Schwerelosigkeit sehr gut verlaufen. 110 Wissenschaftler von 14 deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben die jeweils 22 Sekunden Schwerelosigkeit pro Parabel bei 31 Parabeln pro Flugtag gut genutzt, und zwar um „die unterschiedlichsten Phänomene und wissenschaftlichen Fragen zu untersuchen – und zwar ohne die auf der Erde überall präsente Schwerkraft“, wie Dr. Ulrike Friedrich, Programmleiterin der DLR-Parabelflüge. erläutert.

Weil der A310 ZERO-G im südfranzösischen Bordeaux-Mérignac stationiert ist, finden hier auch die DLR-Parabelflugkampagnen statt. „In der Vorbereitungswoche vom 31. August bis zum 04. September sind die Teams angereist, haben ihre Experimente aufgebaut und zusammen mit den Ingenieuren von Novespace die einzelnen Experimentaufbauten ins Flugzeug transportiert. Die Geräte werden noch einmal intensiv auf Sicherheit geprüft und schließlich die Flugerlaubnis erteilt. Die zweite Kampagnenwoche ist dann für den Parabelflug selbst vorgesehen – dieses Mal hatten wir sogar vier statt der üblichen drei Flugtage und waren vom 06. bis 11. September täglich rund drei bis vier Stunden in der Luft, weil so viele wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden mussten“, sagt DLR-Managerin Ulrike Friedrich.

Der Airbus A310 ZERO-G hat 40 Sitzplätze für Passagiere und eine rund 100 Quadratmeter große mit weißen Kunstledermatten ausgelegte Freifläche zum Experimentieren in Schwerelosigkeit. Weiße Netze trennen diesen Bereich von der übrigen Kabine ab, Schienen im Boden dienen der Befestigung der Experimente. Die Wissenschaftler können sich bei Bedarf mit Bändern am Boden festschnallen, damit sie nicht in den Schwerelosigkeitsphasen unkontrolliert herumschweben und sich selbst, andere oder die Experimentaufbauten gefährden. Die Forscher können ihre physikalischen, biologischen, materialwissenschaftlichen oder medizinischen Experimente eigenhändig durchführen und werden – bei den humanphysiologischen Experimenten – auch als Testpersonen untersucht. „Eine Spritze gegen Reiseübelkeit führt dazu, dass von 40 Wissenschaftlern im Schnitt zwei Personen übel wird, dies wird auch von Tag zu Tag weniger, da ein gewisser Gewöhnungseffekt an die Schwerelosigkeit einsetzt“, sagt Ulrike Friedrich. Denn das Wichtigste ist, neben gut geflogenen Parabeln der Piloten, dass die Wissenschaftler effektiv arbeiten können. Bei 22 Sekunden Schwerelosigkeit pro Parabel zählt im wahrsten Sinne des Wortes jede Millisekunde.

„Wir sind sehr zufrieden“, resümiert Prof. Johann Plank vom Lehrstuhl für Bauchemie an der Technischen Universität München. Plank und seine Mitarbeiter haben untersucht, wie sich Zement – als potenzieller Baustoff für eine Mondsiedlung – in Schwerelosigkeit verhält. Gibt man Wasser zum Zement, bildet sich das Mineral Ettringit. „Wir wollten dann wissen, wie dieses anorganische Salz in Schwerelosigkeit kristallisiert und haben festgestellt, dass es kleinere, aber dafür mehr Kristalle bildet als unter Schwerkraft und dass es keine Oberflächendefekte gibt. Diese Erkenntnis hilft uns auch, die Wirkung der heute vielfach eingesetzten Betonzusatzmittel besser zu verstehen.“

Die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmung und des Stoffwechsels nach Veränderungen der Umgebungsbedingungen sind entscheidend für die kognitive und physische Leistungsfähigkeit von Menschen. Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln haben die Effekte von Gravitationsveränderungen für Herz und Kreislauf untersucht: „Uns hat besonders interessiert, wie die Regulationsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems in Verbindung mit der Atmung und der Versorgung des Organismus mit Sauerstoff, sowie der Abtransport von Kohlenstoffdioxyd, aussehen. Dies gilt in besonderem Maße bei Start und Landung in der Raumfahrt, wenn neben dem Wechsel zwischen 1 G und 0 G zusätzlich relativ hohe Beschleunigungen auftreten. Ähnliche Beschleunigungswechsel treten auch in der Luftfahrt bei Jetpiloten auf“, berichtet Jessica Koschate, und ergänzt: „Wenn hohe G-Kräfte wirken, werden sogenannte Anti-G-Manöver, wie Anspannung der Beinmuskulatur und Pressatmung, angewendet. Diese Reize bewirken wiederum eine Reihe von Reizen des Herz-Kreislaufsystems, deren Folgen noch nicht eindeutig geklärt sind.“

Mit „Wirbeln und Nichtlinearen Staubdichtewellen in staubigen Plasmen“ haben sich Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität Kiel beschäftigt: „Plasmen – auch bezeichnet als der vierte Aggregatzustand der Materie – sind elektrisch leitfähig und können Licht aussenden, weshalb sie in Form von Energiesparlampen und in der Bildschirmtechnologie angewendet werden. Plasmen sind außerdem sehr verbreitet in industriellen Prozessen der Materialbearbeitung und -veredelung“, erklärt Physiker Tim Bockwoldt. Als „staubiges Plasma“ bezeichnet man ein Plasma, in dem sich nano- oder mikrometergroße Teilchen befinden. Diese Plasmen gibt es sowohl in industriellen Verfahren als auch in der Natur. So können zum Beispiel die Saturn-Ringe oder Teile der Erdatmosphäre als ein solches staubiges Plasma angesehen werden. „Was wir beim Parabelflug machen, ist echte Grundlagenforschung. Wir schauen uns an, wie sich die staubigen Plasmen ausdehnen und haben in den vier Flugtagen 124 Datensätze mit Videokameras und spezieller Software aufgezeichnet.“

Was die Bilder zeigen

Blutdruck messen im Parabelflug: Mithilfe eines speziellen Blutdruckgerätes haben Mediziner des Universitätsklinikums Bochum bei der 27. DLR-Parabelflugkampagne an Probanden untersucht, wie sich der zentrale Aortendruck in Schwerelosigkeit verhält, um diesen mit den Veränderungen des so genannten peripheren Blutdrucks zu vergleichen. Ein dauerhaft gesteigerter zentraler Aortendruck geht mit einem höheren Schlaganfallrisiko einher – dies gilt auch für Astronauten. Eine Überwachung des zentralen Aortendrucks dient deshalb der Gesundheit der Astronauten. Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) gilt als wichtigster Risikofaktor für Schlaganfälle und Herzinfarkte. In der Vergangenheit wurde dieser am peripheren Blutdruck, das heißt dem am Arm gemessenen Blutdruck festgemacht. In den letzten Jahren konnte jedoch gezeigt werden, dass für die Entstehung von Schlaganfällen der Blutdruck in der Hauptschlagader (Aorta) relevanter ist als der periphere Blutdruck.

Komplexe Plasmen für die ISS: Die Forschungsgruppe Komplexe Plasmen im DLR entwickelt eine neue Plasmakammer, die 2019 zur Internationalen Raumstation ISS starten soll. Auf der ISS wird seit 2001 mit verschiedenen Experimentaufbauten an komplexen Plasmen geforscht. Bei der 27. DLR-Parabelflugkampagne haben Christina Knapek (Mitte) und ihre Kollegen die „Zyflex“-Kammer (abgeleitet von den Worten „zylindrisch“ und „flexibel“) getestet. Sie hat eine anpassbare Geometrie und erlaubt somit verschiedene Experimentszenarien. Beim Parabelflug spielen sowohl technische Tests als auch die Untersuchung diverser wissenschaftlicher Fragestellungen eine Rolle.

„Oben“ und „unten“ in der Schwerelosigkeit: Für zielgerichtetes Handeln müssen wir wissen, wo sich Gegenstände relativ zueinander und zu unserem Körper befinden. Auf der Erde werden solche Zusammenhänge mit Hilfe der Schwerkraftrichtung ermittelt. Wenn wir etwa das Licht ausschalten, müssen wir dafür einen Schalter nach „unten“ bewegen. Wenn aber ein Astronaut einen Prozess stoppen möchte, indem er einen Kippschalter nach unten umlegt, ist „unten“ in Schwerelosigkeit nicht so intuitiv erfassbar wie auf der Erde. Bei der 27. DLR-Parabelflugkampagne haben Michael Kalizinski (Mitte) und seine Kollegen von der Deutschen Sporthochschule Köln untersucht, inwieweit sich die veränderte räumliche Orientierung in Schwerelosigkeit auf die Durchführung von Bewegungen auswirkt.

Zement – ein geeigneter Baustoff für den Mond? Ein Dorf auf dem Mond? Mit dem richtigen Baustoff denkbar: Deshalb möchte Prof. Johann Plank (links), Inhaber des Lehrstuhls für Bauchemie der Technischen Universität München, mithilfe der DLR-Parabelflüge herausfinden, wie sich Schwerelosigkeit auf die ersten Sekunden der Zement-Hydration auswirkt. Zement ist mit einem Produktionsvolumen von 3,7 Mrd. Tonnen (2012) eines der wichtigsten Industrieprodukte weltweit. Ziel der Parabelflugforschung ist es auch, ein besseres Verständnis für die sehr komplexen Auflösungs- und Kristallisationsprozesse bei der Hydratation des Zements zu erhalten.

Bilder: Novespace

Flughafen Hamburg zeigt Maßnahmen als Luftgütepartner

Zum Auftakt der diesjährigen Aktionswoche von Hamburgs Luftgütepartnern (14. bis 18. September) hat Hamburg Airport interessierte Unternehmen für den 11. September zu einem „Blick hinter die Kulissen“ eingeladen. Die Luftgütepartnerschaft ist eine Initiative der Freien und Hansestadt Hamburg und der Hamburger Wirtschaft, um einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität zu leisten.

Dabei können sich die Fachbesucher über die umfangreichen Aktivitäten des Airports für schadstoffarme Mobilität informieren. Der Flughafen wurde im Frühjahr als „Luftgütepartner des Jahres 2015“ ausgezeichnet. Bereits seit der Gründung vor drei Jahren ist der Flughafen Mitglied in der Hamburger Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität. Zu den wichtigsten Vorhaben des Flughafens gehört das „Mobilitätskonzept 2020“, dessen Ziel die konsequente Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe ist. Schon in fünf Jahren soll mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge der Hamburg Airport-Gruppe mit alternativen Energien fahren. Bei Standardfahrzeugen wie Personenwagen, Kleintransportern, Sprintern und Bussen werden sogar 100 Prozent angestrebt. Grundsätzlich wird bei jeder Ausschreibung von Spezialfahrzeugen geprüft, welche alternativen Antriebe möglich und wirtschaftlich vertretbar sind.

Bei ihrer Besichtigung können sich die Gäste über die Möglichkeiten informieren, die der Airport bereits nutzt. So sind sowohl Elektroantriebe als auch Gas- und Wasserstofffahrzeuge im Einsatz. „Grund für die unterschiedlichen alternativen Antriebsarten sind die verschiedenen Einsatzfelder und somit auch die Anforderungen an die Antriebstechnologien“, erläutert Michael Eggenschwiler. Doch auch auf andere Weise tragen Hamburg Airport und seine Mitarbeiter zur Verbesserung der Luftgüte bei: So gibt es Zuschüsse für die HVV-Proficard, es werden überdachte Fahrradstellplätze bereitgestellt, kostenlose Fahrradchecks angeboten oder Aktionen wie ‚Mit dem Fahrrad zur Arbeit‘ organisiert. „Viele Firmen sind besorgt, dass solche Maßnahmen für den Umweltschutz wirtschaftlich nicht leistbar sind“, sagt der Flughafenchef. „Wir möchten dazu beitragen, dass diese Angst genommen wird.“

Mit der Aktionswoche sollen Unternehmen bestärkt werden, möglichst viele betriebsinterne Mitarbeiteraktivitäten für schadstoffarme Mobilität zu organisieren. Hamburg Airport beispielsweise wird in der Zeit zusätzlich einen Fahrrad-Check anbieten. Gleichzeitig können die Mitarbeiter ihre Absicht bekanntgeben, dass sie den Winter über mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Hierdurch fallen für den Mitarbeiter dann keine Kosten für den Check an. Zusätzlich bietet die Luftgütepartnerschaft konkrete Vorschläge für die Aktionswoche. Dazu gehört beispielsweise Probefahren von Elektroautos, Carsharing und ein Spritspartraining ebenso wie Probefahren von Lastenrädern oder von Elektrofahrrädern. Nähere Auskunft dazu gibt die Geschäftsstelle der Luftgütepartnerschaft (Meike Poschmann, Carolin Blumenberg, Telefonnummer 040-428402617 und 040-428402978).

10 Galileo Satelliten im All – Genauer als GPS

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Europa lag noch in tiefem Schlaf, als am 11. September 2015 um 04:08 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (23:08 Uhr Ortszeit) dennoch einen großen Sprung nach Vorne machte, indem die beiden neuen Mitglieder der Galileo-Familie, „Alba“ und „Oriana“, ins Weltall gestartet wurden.

Sämtliche Stufen der russischen Sojus funktionierten diesmal einwandfrei, und die Fregat-Oberstufe setzte die beiden je 715 Kilogramm schweren Satelliten des europäischen Satellitennavigationssystems 03:48 Stunden nach dem Start in ihren Zielorbit in rund 23.200 Kilometern Höhe aus. Kurz darauf gab es die ersten „Lebenszeichen“ im ESOC-Kontrollzentrum in Darmstadt. Es besteht eine stabile Verbindung, die Solarpanels sind ausgefahren und korrekt zur Sonne ausgerichtet.

Während der ersten zehn Tage nach dem Start werden die Satelliten vom Europäischen Raumfahrt-Kontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt aus gesteuert. Erst danach erfolgt die „Übergabe“ an das Galileo Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen. Aufgabe des Expertenteams der DLR GfR mbH im Galileo Kontrollzentrum ist es dann, verschiedene Checkouts aller Systeme durchzuführen und die Satelliten durch Manöver schließlich in ihre finale Position zu bringen. „Weil wir Galileo-Satelliten inzwischen zum fünften Mal übernehmen, laufen unsere Prozesse sehr routiniert ab. Jeder im Betriebsteam weiß genau, was zu tun ist“ erklärt Walter Päffgen, Geschäftsführer des DLR-Tochterunternehmens DLR GfR mbH.

Globale Galileo-Abdeckung bis 2016

„Ich freue mich sehr, dass der Start erfolgreich war und die Galileo-Flotte auf zehn Satelliten angewachsen ist. Wenn alles planmäßig weiterläuft, werden wir bis Ende 2016 eine globale Abdeckung mit Galileo-Satelliten erreichen“, sagt René Kleeßen, Galileo-Programm-Manager beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Rund zwölf Jahre lang sollen die beiden Satelliten als Teil des Galileo-Navigationssystems die Erde umkreisen und hochpräzise Ortungs- und Navigationsdienstleistungen ermöglichen. Die wichtigsten Nutzlastsysteme auf jedem Satelliten sind die hochpräzisen Atomuhren.

„Der Aufbau von Europas Satellitennavigationssystem Galileo schreitet nun rasch voran“, so ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner. „Mit der stetig wachsenden Zahl von Satelliten im Weltraum und neuen Bodenstationen in aller Welt wird Galileo bald eine globale Realität werden. Der Tag, an dem wir die volle Einsatzkapazität erreicht haben werden, ist nicht mehr weit und es wird ein großer Tag für Europa sein.“ Die bisherigen Satelliten haben alle ihre volle Funktions- und Leistungsfähigkeit im All demonstriert.

Galileo: zehnmal genauer als GPS

Besonders die Atomuhren sind wichtig für eine hochgenaue Positionierung. Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat hierfür in den vergangenen Jahren zwei Atomuhren entwickelt. Eine davon ist die Rubidium-Uhr, deren Technologie etwa auch vom US-amerikanischen Navigationssystem GPS genutzt wird. Weltweit einzigartig hingegen ist die Wasserstoff-Maser-Uhr. Sie ist die modernste und genaueste Atomuhr, die je auf einem Satelliten geflogen ist. Während die Rubidium-Uhr eine Stabilität von zehn Nanosekunden (eine 100 millionstel Sekunde) pro Tag erreichen soll, wird die Wasserstoff-Maser-Uhr eine Stabilität von einer Nanosekunde (eine milliardstel Sekunde) pro Tag erzielen. Auf jedem Galileo Satelliten befinden sich je zwei Rubidium- und zwei Wasserstoff-Maser Atomuhren.

Die hochpräzisen Navigationssignale werden im L-Band, also im Radiowellenbereich zwischen einem und zwei Gigahertz, auf drei verschiedenen Frequenzen gesendet, die weltweit empfangen werden können. Wenn im Jahr 2020 die volle Anzahl von 30 Galileo-Satelliten erreicht ist, werden die Signale sogar bis hinauf zu 75 Grad nördliche Breite – also bis zum Nordkap – erreichbar sein.

Vier Satelliten auf einmal in der Ariane 5

Zwei weitere Galileo-Satelliten sollen im Dezember 2015 starten. Während einer von beiden noch abschließende Tests im Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum der ESA (ESTEC) in Noordwijk, Niederlanden, durchläuft, ist der andere bereit für den Transport nach Kourou, der in der zweiten Oktoberhälfte stattfinden soll. Weitere Galileo-Satelliten werden zurzeit von der OHB in Bremen gefertigt, während die Navigationsnutzlasten von dem britischen Unternehmen Surrey Satellite Technology Ltd. geliefert werden. Darüber hinaus sind mehrere Zulieferer aus ganz Europa an dem Vorhaben beteiligt. Ab dem Jahr 2016 wird der Aufbau von Galileo noch rascher voranschreiten, da dann eine speziell angepasste Ariane-5-Trägerrakete zum Einsatz kommen wird, mit der mit einem einzigen Start statt der bisher üblichen zwei Satelliten nun vier auf einmal in ihre Umlaufbahnen befördert werden können.

„Wir haben nun eine kontinuierliche Produktionsrate erreicht“, erklärte Didier Faivre, ESA-Direktor für das Galileo-Programm und Navigationstätigkeiten. „Zudem sind die Ergebnisse aller bisher vorgenommenen Tests – nicht nur der Satelliten für Galileo, sondern auch des Bodensegments – durchweg sehr positiv. Doch parallel zu unseren Prioritäten, d. h. dem laufenden Aufbau von Galileo sowie dem Einsatz des bereits operationellen europäischen Navigationsüberlagerungsdienstes EGNOS, hat die ESA bereits die nächste Etappe im Blick, nämlich die mit der Europäischen Kommission durchgeführten technischen Arbeiten, die notwendig sind, damit Galileo auch in fernerer Zukunft weiter betrieben und der Fortbestand der europäischen Navigationsdienste, deren Leistung auf Augenhöhe mit anderen globalen Satellitennavigationssystemen stehen muss, langfristig gesichert werden kann.“

Die Gesamtkosten für die Entwicklung und den Aufbau von Galileo liegen bei zirka sechs Milliarden Euro. Daran ist Deutschland mit rund 20 Prozent beteiligt. Die Aufbauphase wird von der Europäischen Kommission beauftragt, finanziert und durchgeführt. In ihrem Auftrag verhandelt die ESA die Industrieverträge für Entwicklung und Bau des Systems. 22 Satelliten der Aufbauphase werden von der OHB AG in Bremen gebaut. Die Ausschreibung für die restlichen Satelliten soll voraussichtlich noch in diesem Jahr durch die Europäische Kommission erfolgen. Am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen ist eines von zwei Galileo-Kontrollzentren stationiert. Für den Aufbau der deutschlandweiten Galileo-Testgebiete, der GATEs, ist das DLR Raumfahrtmanagement in Bonn verantwortlich.

Flughafen BER widerspricht Berichten zu Arbeitsunfall

Die in Berichten vom 10.09.2015 zum wiederholten Male aufgestellte Behauptung, ein Arbeitsunfall vom 29.06.2015 hätte sich negativ auf den Flugbetrieb der derzeit genutzten Südbahn am BER ausgewirkt, ist unzutreffend. Konkret behauptete eine Zeitung, dass „Elektroanlagen für den laufenden Flugbetrieb der südlichen Start- und Landebahn illegal mit ‚Baustrom‘ aus dem nicht abgenommenen Terminal versorgt worden sind“. Dies ist falsch. Bei Kabelzugarbeiten im BER-Terminal war es Ende Juni in einem Technikraum im Bereich einer Stromschiene zu einem Lichtbogenüberschlag gekommen. Infolgedessen waren Schaltfelder einer Niederspannungsverteilungsanlage beschädigt worden.

Zu keiner Zeit gab es eine „illegale Praxis an der Südbahn“. Sämtliche Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, so der Flughafen. Die benannten Systeme Hindernisbefeuerung, Vorfeldbeleuchtung und MLAT-Sensorik (Übermittlung von Flugzeugpositionen) betreffen nicht – wie fälschlicherweise von der Redaktion dargestellt – die Südbahn des BER. Ein sicherer Flugbetrieb ist ohne diese Systeme jederzeit gewährleistet. Redundanzen und vorbereitete Verfahren hatten zur Folge, dass der Stromausfall keinerlei Auswirkungen auf den operativen Betrieb hatte.

Der Flugbetrieb auf der südlichen Start- und Landebahn ist sicher und entspreche den vorgeschriebenen Regularien, so der Betreiber. Interne Dokumentationen der Flughafengesellschaft die Gegenteiliges suggerieren, wurden von einem nicht für den Flugbetrieb zuständigen Baustellenmitarbeiter in Unkenntnis der Sachzusammenhänge erstellt.

Koffer und Elektronik zur Versteigerung am Flughafen Hannover

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Am 10. Oktober 2015 heißt es endlich wieder „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“. Dann findet die nächste spannende Koffer- und Fundstückauktion zusammen mit TUIfly statt. Überraschungskoffer, Uhren, Elektronikartikel und vieles mehr warten auf neue Besitzer. Am 10. Oktober 2015 findet ab 10:00 Uhr in der Ankunftsebene im Terminal C am Hannover Airport die nächste große Koffer- und Fundstückauktion in Zusammenarbeit mit TUIfly statt. Start der Besichtigung der Auktionsgegenstände, darunter natürlich auch die verschlossenen Koffer, ist um 08:00 Uhr. Ab dann werden auch die Bieternummern ausgegeben.

Neben verschlossenen Überraschungskoffern aus den Flugzeugen, werden auch verschiedene Gegenstände der Fundservices von TUIfly und des Flughafens versteigert. Darunter befinden sich unter anderem Motorsägen, Uhren, Zippo-Feuerzeuge, Fotokameras, Elektronikspiele, hochwertige Technikartikel und vieles mehr.

Seien Sie mit dabei und sichern Sie sich Ihren verschlossenen Überraschungskoffer: Schmuck, tolle Kleider, außergewöhnliche Souvenirs oder nur Schmutzwäsche? Finden Sie selber heraus, was sich in den Überraschungskoffern befindet. Die Einnahmen aus der Auktion werden auch dieses Jahr an einen gemeinnützigen Verein gespendet.

Während der Auktion steht für kleine Gäste auch eine Carrera-Bahn für heiße Rennen zur Verfügung. Auch die Erlebnisausstellung Welt der Luftfahrt und die Aussichtsterrasse sind an diesem Tag geöffnet. Für die anreisenden Besucher stehen die offiziellen Parkflächen am Flughafen (kostenpflichtig) zur Verfügung. Die S-Bahn Hannover Airport Line S5 verkehrt regelmäßig vom Hauptbahnhof zum Flughafen und hält direkt unter dem Terminal C, in dem auch die Auktion stattfindet.

Flugversuche für die automatisierte Katastrophenhilfe

Seit dem 09. September 2015 finden im Rahmen des EU-Projekts „DRIVER“ an drei aufeinanderfolgenden Tagen Flugversuche in einem simulierten Katastrophenszenario statt. Erschütternde Szenen werden in diesen Tagen in Braunschweig simuliert.

Ein starkes Hochwasser hat das Gebiet um den Tankumsee bei Gifhorn weiträumig überflutet, auch umgebende Straßen sind betroffen und vereinzelt treiben Menschen im Wasser. Das Hochwasser existiert während dieser Übung jedoch nur digital auf den Bildschirmen im Validierungszentrum Luftverkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Hier wurde für die Versuchskampagne ein Krisenmanagementzentrum eingerichtet.

Derweil kreist das DLR-Forschungsflugzeug D-CODE, eine Do-228 (im Titelbild), rund um den Tankumsee. Die Dornier Do 228-101 unterscheidet sich durch einige Modifikationen vom Standard. Dabei liefert es Situationsbilder in Echtzeit an die U-FLY-Bodenstation im DLR-Institut für Flugführung – Informationen, die den Rettungskräften zur Koordinierung der Katastrophenlogistik dienen. Die Technik soll zukünftig einen entscheidenden Beitrag zum europäischen Katastrophenschutz liefern.

Katastrophenmanagement für Europa

Zusammen mit 36 Organisationen aus 13 EU-Staaten, darunter das Technische Hilfswerk (THW), Thales, Frequentis, die Fraunhofer-Gesellschaft und Mitglieder des Internationalen Roten Kreuzes, arbeitet das DLR in dem EU-Projekt DRIVER (Driving Innovations in Crisis Management for European Resiliance) an einem paneuropäischen System für ein verbessertes Krisenmanagement. „Hier geht es allerdings nicht nur um die Entwicklung von neuen Softwaresystemen, sondern wir möchten in DRIVER mit einer starken Einbindung von Rettungs- und Einsatzkräften auch ein gemeinsames, länderübergreifendes Verständnis für ein verbessertes Krisenmanagement entwickeln“, so die DLR-Projektleiterin Dr. Dagi Geister vom DLR-Institut für Flugführung.

Dazu werden in der aktuellen Experimentkampagne verschiedene Technologien und Systeme zum Katastrophenmanagement zusammengeführt und als Gesamtsystem in einem nahezu realistischen Szenario zum ersten Mal erprobt. Die Ziele der Flugversuche sind die Echtzeiterfassung des Ausmaßes einer Hochwasserkatastrophe mittels Luftbildaufnahmen. Dazu gehören ebenfalls die Analyse der Verkehrslage und die Identifikation von Rettungswegen.

Weiterhin sollen Menschen in Notlage mit einer speziellen Software auf den Aufnahmen automatisch erkannt und dann von ehrenamtlichen Rettungsschwimmern tatsächlich gerettet werden. Für eine möglichst realistische Simulation der Hochwassersituation erstellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) aus historischen Daten eine Hochwasser-Maske, die über die aktuellen Luftaufnahmen gelegt wird.

Rettung von morgen: Schnell, effizient – unbemannt?

Eine Sonderstellung nimmt in den aktuellen Versuchen der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugsystemen, sogenannten Remotely Piloted Aircraft Systems (RPAS), ein, die vom Boden aus gesteuert und überwacht werden. Ein entscheidender Vorteil bei dem Einsatz von RPAS in Katastrophensituationen ist, dass sie in der Lage sind, aktuelle und hochaufgelöste Luftbildaufnahmen von Gebieten zu erstellen, die für Rettungskräfte schwer zugänglich oder gefährlich sind. Bei Tsunamis, Stürmen oder Überschwemmungen können RPAS mittels serieller Luftbilder den Verlauf und die Ausbreitung einer Katastrophe sichtbar machen. Weiterhin unterstützen sie die Hilfskräfte, indem sie mit ihren Bildern Informationen zu der Verkehrslage und -infrastruktur liefern – wichtige Daten für die genaue Einsatzplanung.

Autopilot am Steuer

Für die Flugversuche über dem Tankumsee wurde ein Experimentalsystem in das DLR-Forschungsflugzeug D-CODE eingebaut, mit dem es möglich ist, komplette Flugwege vom Start bis zur Landung sowie Steuerungsanweisungen (wie Höhen- oder Kursänderungen) vom Boden aus über einen Datenlink direkt an das Flugzeug zu übermitteln. Eine Sicherheitscrew ist für den Notfall aber immer mit an Bord. Die Missions- und Flugplanung erfolgt komplett vom Krisenzentrum in Braunschweig aus und die Suchmuster, die das Flugzeug aktuell über dem Gebiet abfliegt, wurden schon im Vorhinein berechnet.

„Wir sind allerdings in der Lage dynamisch in den Flug einzugreifen und die Flugwege dementsprechend zu verändern. So können wir auf bestimmte Ereignisse, wie beispielsweise notwendige Ausweichmanöver zu umgebendem Luftverkehr oder Menschen, die im Wasser schwimmen, schnell reagieren“, erklärt DLR-Wissenschaftlerin Dr. Dagi Geister. Tatsächlich schwimmen neben einem Rettungsboot von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bei den Überflügen auch fünf Freiwillige im Wasser.

Die D-CODE wird bei ihren Luftaufnahmen die Technik verwenden, die schon im Verkehrsprojekt VABENE erfolgreich getestet wurde: Das eingebaute 3K-Kamerasystem erfasst ein 80 Quadratkilometer großes Gebiet in ungefähr zwei Minuten. Von diesem Gebiet erstellt die Software georeferenzierte Luftbilder und überträgt die Ergebnisse via Datenlinkverbindung zum Boden. Mittels Bildanalyse kann das System Objekte wie Fahrzeuge oder Menschen automatisch erfassen und identifizieren.

„Sobald die Informationen bei uns in Brauschweig im Krisenzentrum eingehen, und Menschen in Notlage erkannt wurden, werden mögliche Rettungswege zum Einsatzort berechnet und diese Informationen an die freiwilligen Helfer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft weitergegeben, die auf einem Boot mit zwei Rettungsschwimmern während der Übung auf dem Tankumsee unterwegs sind. „So können diese quasi sofort nach der Erkennung zur Tat schreiten und unsere „Hochwasseropfer“ aus dem Wasser retten“, beschreibt Dr. Geister den Ablauf.

Überflüge in drei Schritten

Der Einsatz des DLR-Forschungsflugzeuges D-CODE ist dreigeteilt: Im ersten Schritt wird das Gebiet um den Tankumsee zur allgemeinen Lageerfassung großräumig überflogen. Dabei werden nicht nur die Grenzen des Hochwassers ermittelt, sondern mit Aufnahmen von A2, B4 und Dreieck Braunschweig auch die Verkehrsinfrastruktur erfasst. Daraufhin wird das „Krisengebiet Tankumsee“ in drei Flugschleifen genauer aufgenommen. In dem dritten Schritt der Flugversuche wird die aktuelle Verkehrslage der umliegenden großen Straßensysteme A2 und B4 erfasst, um die Rettungswege zu analysieren.

Das DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik in Berlin erstellt aus den eingehenden Daten ein aktuelles Verkehrslagebild der betroffenen Region. Diese Informationen helfen den Rettungskräften später bei der Koordinierung der Katastrophenlogistik. Die Rettungskräfte sind bei dem aktuellen Erprobungsflug noch nicht vor Ort im Einsatz. Erst bei der groß angelegten Demonstrationskampagne zum Ende des DRIVER-Projekts 2017 und 2018 werden die Hilfskräfte das Szenario nicht nur am Computer mitverfolgen, sondern auch selbst zum Einsatz kommen.

„Ein Ziel des Flugexperiments ist sicherlich auch aufzuzeigen, welchen wertvollen Beitrag RPAS bei dem Krisenmanagement von Naturkatastrophen spielen können“, erklärt Dr. Geister. „Vielleicht kann in der Zukunft Krisenopfern in unzugänglichem Gelände von unbemannten Luftfahrzeugen mit der gezielten und schnellen Bereitstellung von Hilfsgütern, wie Nahrung, Wasser oder Medikamenten geholfen werden.“

Die Forschungsarbeiten im Projekt DRIVER finden im Rahmen der DLR-Sicherheitsforschung statt. In der Sicherheitsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit verteidigungs- und sicherheitsrelevantem Bezug in Abstimmung mit den Partnern in Staat, Wissenschaft, Industrie und internationalen Organisationen geplant und gesteuert. Der Querschnittsbereich Sicherheitsforschung verknüpft dabei die Kernkompetenzen aus den etablierten DLR-Programmen der Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und des Verkehrs.

Die Bilderserie: Während der Versuchskampagne im Rahmen des EU-Projekts DRIVER (Driving Innovations in Crisis Management for European Resiliance) wurde im Validierungszentrum für Luftverkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Krisenmanagementzentrum eingerichtet.

Während der Überflüge über den Tankumsee mit dem DLR-Forschungsflugzeug D-CODE werden freiwillige „Hochwasseropfer“, die im Wasser schwimmen, mit einer speziellen Software auf den Luftbildaufnahmen automatisch erkannt und dann von ehrenamtlichen Rettungsschwimmern gerettet.

Für die Flugversuche über dem Tankumsee wurde ein Experimentalsystem in das DLR-Forschungsflugzeug D-CODE eingebaut, mit dem die Flugschleifen, die das Flugzeug über dem Gebiet zieht, schon im Vorhinein festgelegt werden konnten. Eine Sicherheitscrew ist für den Notfall aber immer mit an Bord.

Für eine möglichst realistische Simulation der Hochwassersituation erstellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) aus historischen Daten eine Hochwasser-Maske, die über die aktuellen Luftaufnahmen gelegt wird.

Bilder: DLR (CC-BY 3.0)

Fokker 100 startet zur Verbindung Wien – Manchester

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Heute startete der erste Flug der Austrian Airlines von Wien nach Manchester. Ab sofort wird täglich eine Fokker 100 diese Route fliegen. Der Flug startet jeweils um 09:50 Uhr in Wien und landet um 11:20 Uhr auf der Insel. Damit baut Austrian Airlines ihr westeuropäisches Netz aus. Die neue Verbindung mit dem Wirtschaftsstandort Manchester dient als optimales Angebot für den Lokalverkehr. Die Destination ist nicht nur für den Point-to-Point-, sondern insbesondere auch für den Transferverkehr interessant, vor allem durch Umsteigeverbindungen in die Bundesländer sowie nach Zentral- und Osteuropa.

Neben den bereits bestehenden 28 wöchentlichen Flügen nach London stärken die bis zu sieben zusätzlichen Frequenzen pro Woche nach Manchester die Präsenz von Austrian Airlines im britischen Markt. Insgesamt fliegt die Airline jetzt 35 Mal pro Woche nach Großbritannien.

Van Gogh Konterfei als Heißluftballon

Besser hätte es für alle Beteiligten der 25. Warsteiner Internationalen Montgolfiade nicht laufen können. Und ganz besonders: Diesmal war ein dreidimensionales Ballon-Konterfei des vor 125 Jahren verstorbenen Malers zu Gast beim 25. Jubiläum der Warsteiner Internationalen Montgolfiade (WIM).

Er gilt als Begründer der Moderne, hat 864 Gemälde und mehr als 1.000 Zeichnungen hinterlassen und ist am 29. Juli vor genau 125 ums Leben gekommen. Der diesjährigen WIM vom 04. bis 12. September 2015 wird van Gogh als spektakulärer Heißluftballon einen Besuch abstatten.

„Selbstbildnis mit grauem Filzhut“ heißt die Vorlage für die 2003 entstandene Ballon-Sonderform des Künstlers, die in Deutschland erstmals zu sehen sein wird. Vincent van Gogh war ein Mensch der Gegensätze: genial und geisteskrank zugleich. Erfolglos zu Lebzeiten zählen seine Werke heute zu den wertvollsten der Kunstgeschichte. Seine Bilder sind weltbekannt und selbst die renommiertesten Museen rühmen sich mit der Ausstellung seiner Werke. Zur WIM wird van Goghs bekanntes Selbstbildnis, überdimensional vergrößert mit einer Höhe von 30 Metern und einem Durchmesser von 23 Metern über das Sauerland hinwegschweben – als Heißluftballon. „Das ist eine der imposantesten Sonderformen der Welt“, weiß Hermann Löser, Geschäftsführer der Warsteiner International Montgolfiade GmbH zu berichten.

Ballonhülle aus 2.000 Metern Stoff

„Zum ersten Mal habe ich den Künstlerkopf in Albuquerque gesehen. Ein unheimlich aufwendiges Werk, das 2003 zum 150. Geburtstag von van Gogh entstanden ist“, fügt er an. Bei einem Volumen von rund 4.000 Kubikmetern wiegt die Ballonhülle 270 Kilogramm. Der Ballon besteht aus mehr als 1.000 Einzelteilen und über 2.000 Metern Stoff, der zuvor computergesteuert und originalgetreu nach des Künstlers Pinselstrich bemalt wurde. Um die Form des Gesichtes so naturgetreu wie möglich in den Heißluftballon zu integrieren, wurden im Inneren Dutzende von Membranen verwendet, um Nasenlöcher, Augäpfel, Ohren und Bart in Position zu halten. Allein die Hutkrempe wurde aus 800 Teilen zusammengesetzt.

„Dank seines verstorbenen Piloten Hans Zoet ist van Gogh bereits in vielen Ländern dieser Erde gefahren“, weiß sein Pilot Ton Rentier, der den Ballon nach knapp drei Jahren im Lager wieder zum Leben erweckte. „Ich freue mich, dass ich diesen einzigartigen Ballon bei der 25. Warsteiner Internationalen Montgolfiade präsentieren kann“, erklärt Rentier stolz. „Ich bin mir sicher, meinem Freund Hans hätte dieser Ausflug gefallen.“

Dank bester Wetterbedingungen bot sich Frühaufstehern ein gigantisches und farbenfrohes Bild am Himmel über dem Flughafen Paderborn/Lippstadt. Insgesamt gab es 78 Heißluftballone jeglicher Couleur – von einer bunten Matroschka, einer riesigen, fast furchterregenden Wespe, einer roten Ente mit leuchtend gelbem, grinsendem Signalschnabel bis hin zu zahlreichen bunten Ballonhüllen. Gegen 07:00 Uhr hoben die Ballone direkt von der Start- und Landebahn am Paderborn-Lippstadt Airport in Richtung Soest ab und zauberten ein unbeschreibliches und fantastische Spektakel.

Austrian Airlines fliegt mit Boeing 777 wieder Wien – Shanghai

Austrian Airlines nimmt nächstes Jahr wieder eine neue Langstrecken-Destination in Asien auf. Ab 04. April 2016 wird die österreichische Fluglinie ganzjährig mit einer Boeing 777 nach Shanghai fliegen. Im April 2016 werden die Flüge fünf Mal pro Woche durchgeführt, ab 01. Mai 2016 dann täglich. Damit bietet Austrian Airlines neben Peking ein zweites Flugziel in China an. Die Flugdauer von Wien zum über 8.500 km entfernten Shanghai beträgt rund 10:20 Stunden. Die Destination ist nicht nur für den Punkt-zu-Punkt-, sondern insbesondere für den Transferverkehr interessant.

Rund zwei Drittel der Passagiere sollen laut Austrian Airlines am Drehkreuz Wien umsteigen und vor allem Richtung West- und Osteuropa weiterfliegen. Die zur Lufthansa Group gehörende Fluggesellschaft bietet im aktuellen Sommerflugplan insgesamt 26 wöchentliche nonstop Flüge nach Asien an: Mit einer Boeing 767 geht es fünf Mal pro Woche nach Peking und bis zu sieben Mal pro Woche nach Delhi. Bangkok und Tokio werden täglich mit einer Boeing 777 angeflogen. Darüber hinaus wird Colombo, die Hauptstadt Sri Lankas, als touristische Destination ab 27. Oktober 2015 mit einem Flug pro Woche neu in das Flugprogramm aufgenommen. „Shanghai wird unser Angebot zu den wichtigsten Metropolen in Asien sehr gut ergänzen,“ erklärt Austrian Chief Commercial Officer Andreas Otto. „Damit bauen wir unsere Langstrecke konsequent aus.“ und retour inkl. Steuern und Gebühren geben.

Von allen Lufthansa-Drehkreuzen nach Shanghai

Austrian Airlines hatte Shanghai bereits am 28. April 2004 in das Flugprogramm aufgenommen. Die Strecke wurde jedoch im Januar 2007 im Zuge der Redimensionierung der Langstrecken-Flotte und der damit einhergehenden Ausflottung aller Airbus A330 und A340 Langstrecken-Flugzeuge eingestellt. „Shanghai hat aufgrund des deutlich verbesserten Marktumfelds und der gestiegenen Lokalnachfrage wieder Potenzial“, ergänzt Otto. Tickets von Wien nach Shanghai soll es ab 594 Euro hin

Mit den neuen Shanghai Flügen von Austrian Airlines bietet die Lufthansa Group dann nonstop Verbindungen aus Frankfurt, München, Wien und Zürich in die chinesische Metropole an. Aus Frankfurt wird es ab dem Sommerflugplan sogar zwei tägliche Flüge geben. Das Angebot der Lufthansa Group umfasst damit ab 01. Mai 2016 insgesamt fünf tägliche Flüge, also 35 Flüge pro Woche. Shanghai ist im nächsten Sommerflugplan bereits die sechste Destination, die in der Lufthansa Group aus allen vier Hubs angeflogen wird und steht in einer Reihe mit New York JFK, Newark, Chicago, Peking und Delhi. Die Flüge von Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines sind über den Tag verteilt, so dass das Flugprogramm den Kunden optimale Reiseflexibilität bietet.

So viele Passagiere wie nie am Flughafen Frankfurt

Im August haben 6,3 Millionen Passagiere den Flughafen Frankfurt genutzt (plus 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich). Am 02. August reisten mit rund 217.500 Fluggästen so viele Menschen wie nie zuvor an einem Tag über das Frankfurter Drehkreuz. Auch die Kennzahl Passagiere pro Passagierflug lag mit 156,3 nochmals höher als im Juli (152,4), entsprechend war auch die Auslastung der Flugzeuge mit 85,5 Prozent so hoch wie noch nie in Frankfurt. Die Anzahl der Flugbewegungen stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2 Prozent auf 42.787.

Die Höchststartgewichte legten um zwei Prozent auf über 2,7 Millionen Tonnen zu, wohingegen das Cargo-Aufkommen um 4,2 Prozent auf 172.055 Tonnen zurückging, was auf die anhaltende Schwäche des Welthandels, insbesondere in Fernost, zurückzuführen ist.

Im internationalen Portfolio zeichnete sich der slowenische Hauptstadtflughafen Ljubljana erneut durch einen deutlichen Zuwachs aus. Mit 10,4 Prozent stiegen die Passagierzahlen dort im August auf rund 180.000. Ebenso erfreulich ist das Fluggastaufkommen am Flughafen Lima, Peru, mit einem Anstieg von 8,5 Prozent (auf 1,6 Millionen). Die bulgarischen Twin-Star-Airports in Varna und Burgas empfingen gemeinsam mehr als eine Millionen Fluggäste, das bedeutet einen Rückgang von 2,9 Prozent.

Antalya zählte mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent 4,5 Millionen Passagiere. St. Petersburg meldete 1,7 Millionen Fluggäste und einen Rückgang um 3,7 Prozent. Der Flughafen in Hannover konnte mit einem Anstieg um 3,8 Prozent und rund 590.000 Fluggästen eine positive Bilanz im vergangenen Monat ziehen. Im chinesischen Xi’an wurde erneut ein starkes Plus von 8,9 Prozent und damit 3,1 Millionen Passagiere verzeichnet.

Hubschrauberflüge ab Flughafen Saarbrücken

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Am Saarbrücker Flughafen werden ab sofort professionellen Helikopter-Flüge für geschäftliche und private Zwecke angeboten. Das Unternehmen ViaHeli GmbH bietet ist vom Deutschen Luftfahrtbundesamt lizensiert und wartet mit einem breiten Leistungsspektrum auf.

Dazu gehören neben Charter- und Shuttle-Service gehören auch Rundflüge dazu. Die Hubschrauber mit einer Sitzplatzkapazität von bis zu fünf Passagieren steht aber auch für Fracht- / Arbeits- und Überwachungsflüge, Film-, Foto- und Werbeflüge und für Touren zur Fotovoltaik-Analyse bereit. Für Interessierte, die einmal für einen Tag Pilot sein möchten, können einen Schnupperkurse zum Hubschrauber fliegen absolviert werden.

ViaHeli bietet zudem Aus- und Fortbildungen zum Erwerb von Privatpiloten- und Berufshubschrauberlizenzen an, ebenso besteht die Möglichkeit, Auffrischungskurse zu leisten.

Flughafen Bern erhält wieder Konzession für 30 Jahre

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Die Flughafen Bern AG erhält vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK die Konzession für den Betrieb des Flughafens Bern-Belp für die nächsten 30 Jahre. Auch das von der Flughafenbetreiberin überarbeitete Betriebsreglement wurde vom Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL genehmigt. Die bestehende Betriebskonzession für den Flughafen Bern von 1985 läuft Ende Mai 2016 aus. Damit der Weiterbetrieb des Flughafens gesichert wird, hat das UVEK der Flughafen Bern AG eine neue Konzession erteilt. Diese gilt ab 01. Juni 2016.

Mit der Konzession wird der Flughafen Bern AG für eine Dauer von 30 Jahren das Recht verliehen, einen Flughafen gewerbsmäßig zu betreiben und dafür von den Benutzern Gebühren zu erheben. Die Flughafenbetreiberin ist anderseits verpflichtet, den Flughafen unter Vorbehalt der im Betriebsreglement festgelegten Einschränkungen für alle Luftfahrzeuge zur Verfügung zu stellen, einen ordnungsgemäßen, sicheren Betrieb zu gewährleisten und für die dafür erforderliche Infrastruktur zu sorgen.

Der eigentliche Betrieb des Flughafens wird im Betriebsreglement geregelt. Das BAZL hat das von der Flughafen Bern AG überarbeitete Betriebsreglement genehmigt. Dieses enthält Vorschriften über die Organisation des Flughafens, die Betriebszeiten, die An- und Abflugverfahren und die Benützung der Anlagen durch Passagiere, Luft- und Bodenfahrzeuge sowie sonstige Benützer. Das Reglement kann während der Dauer der Konzession jederzeit abgeändert werden. Für Änderungen an der Infrastruktur ist in jedem Fall eine Plangenehmigung des UVEK erforderlich.

Wizz Air fliegt Memmingen – Cluj-Napoca in Transsilvanien

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Der Allgäu Airport wird immer mehr zum süddeutschen Tor nach Rumänien. Ab März nächsten Jahres erhält der Flughafen in Memmingen mit einer neuen Verbindung nach Cluj-Napoca seine dritte Rumänien-Destination. Insgesamt gibt es dann sieben Flüge pro Woche in die Republik am Schwarzen Meer. Cluj-Napoca, das einst den deutschen Namen Klausenburg trug, ist mit rund 320.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Rumäniens und liegt im Herzen von Siebenbürgen. Wizz Air verbindet das neue Ziel ab 28. März 2016 jeweils Montag und Freitag mit Memmingen

„Rumänien ist für uns ein sehr erfolgreicher Markt“, berichtet Allgäu Airport Vertriebsleiter Marcel Schütz. So erfreuten sich die Flüge nach Temeswar und Targu Mures, das nur rund 100 Kilometer von Cluj-Napoca entfernt liegt, großer Beliebtheit. „Es bestehen nicht nur zahlreiche familiäre Bande, sondern umfangreiche geschäftliche Engagements vieler heimischer Firmen vor Ort“, betont Schütz.

Auch der Tourismus ist in der Region auf dem Vormarsch. So wird Cluj-Napoca als die inoffizielle Hauptstadt von Transsilvanien bezeichnet. Burgen, Festungen, botanische Gärten, Museen und Parks sind lohnende Ziele.Die Stadt zählt zu den wichtigen kulturellen Zentren des Landes. Ihre weitgehend erhaltene Altstadt gilt als eine der Attraktionen.

Mit Cluj-Napoca baut die Fluggesellschaft Wizz Air ihren größten und wichtigsten Standort in Süddeutschland, den Allgäu Airport Memmingen, weiter aus. Mittlerweile stehen bereits neun Ziele in Ost-Europa auf dem Flugplan. Am kommenden Montag beginnt die Airline mit ihrer neuen Verbindung von Memmingen nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Der Allgäu Airport öffnet damit ein wichtiges Tor zum Baltikum und bietet die einzige direkte Flugverbindung von Süddeutschland nach Vilnius.

Auslastung der Austrian Airlines steigt im August auf 86,8 Prozent

Austrian Airlines hat im August 2015 in Summe über 1,1 Millionen Passagiere befördert. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,9 Prozent im Vergleich zum August des Vorjahres. Diese Steigerung resultiert aus Zuwächsen sowohl im Europa- wie auch im Interkontinentalverkehr. Das Angebot gemessen an den angebotenen Sitzkilometern (ASK) ist um 2,4 Prozent gestiegen, die ausgelasteten Passagierkilometer (RPK) sogar um 3,4 Prozent. Die Auslastung der Flüge (Passagierfaktor) lag somit bei 86,8 Prozent, was einem Anstieg von 0,8 Prozentpunkten entspricht.

Im Zeitraum Januar bis August 2015 hat Austrian Airlines in Summe rund 7,3 Millionen Passagiere befördert. Dies entspricht plangemäß einem Minus von 4,4 Prozent. Hier spiegelt sich auch die Konsolidierungsstrategie der Austrian Airlines im ersten Halbjahr wider. Der Europaverkehr ist durch das schwache Geschäft in Osteuropa – Stichwort Russland und Ukraine – rückläufig. Zuwächse gibt es hingegen trotz Krise im Nahen Osten im Interkontinentalverkehr. Das Angebot gemessen in ASK ist um 0,5 Prozent gestiegen, die RPK sind um 1,1 Prozent gesunken. Die Auslastung ist daher in der kumulierten Betrachtung erwartungsgemäß um 1,3 Prozentpunkte auf 78,3 Prozent zurückgegangen.

Flüge und Passagierzahlen in Berlin steigen an

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Im August starteten und landeten 2.689.282 Passagiere an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel. Das ist ein Zuwachs von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Schönefeld wurden im August 735.296 Passagiere registriert (+8,5 Prozent), in Tegel waren es 1.953.986 Fluggäste (+2,1 Prozent). Die Zahl der Flugbewegungen lag im August bei insgesamt 21.940 Starts und Landungen, eine Zunahme von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld betrug die Zahl der Flugbewegungen 5.877. Das entspricht einem Plus von 0,1 Prozent im Vorjahresvergleich.

In Tegel stieg die Zahl der Flugbewegungen (+1,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Insgesamt wurden in Tegel im August 16.063 Flugbewegungen registriert. Von Januar bis August nutzten insgesamt 19.122.825 Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel, ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Tegel wurden von Januar bis August 13.870.452 Fluggäste gezählt, das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden am Flughafen Schönefeld 5.252.373 Passagiere abgefertigt, das sind 10,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2014.

Die Zahl der Flugbewegungen stieg von Januar bis August auf insgesamt 169.786 Starts und Landungen, eine Zunahme um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 47.837. Das entspricht einem Anstieg von 2,9 Prozent im Vorjahresvergleich. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 1,0 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel von Januar bis August 121.949 Flugbewegungen registriert.

Bei der Luftfracht konnten im August an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 3.554 Tonnen registriert werden, das sind 10,6 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Karsten Mühlenfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Flughäfen Schönefeld und Tegel sind nicht nur sehr erfolgreiche Flughäfen. Das belegen Monat für Monat die ansteigenden Passagierzahlen. Unsere beiden Standorte sind auch sehr sicher. Und zwar überdurchschnittlich im Vergleich mit anderen deutschen Airports. Die ohnehin schon enorm hohen Standards in Deutschland noch zu toppen ist eine reife Leistung. Die Erkenntnisse der aktuellen Studie der Pilotengewerkschaft Cockpit sind für uns aber kein Grund in unseren täglichen Bemühungen nachzulassen. Sie sind Ansporn auch weiterhin alles für unsere Passagiere zu geben.“

Gerichtshof in Manila spricht Fraport AG Entschädigung zu

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Der oberste Gerichtshof der Philippinen in Manila hat am 08. September 2015 entschieden, dass die Regierung der PIATCO eine Entschädigung in Höhe von 510 Millionen US Dollar an die Fraport AG zahlen muss. Dieser Betrag berücksichtigt die bereits 2006 durch die philippinische Regierung an die PIATCO Projektgesellschaft geleistete Anzahlung von rund 59 Millionen US-Dollar sowie Zinsen per 31. Dezember 2014 für das Projekt Terminal 3 in Manila. Die Fraport AG hatte beim Aufbau eines neuen Terminals mitgeholfen, eine neu gewählte philippinische Regierung erklärte aber danach die Verträge für ungültig und enteignete das Terminal.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Abzuwarten bleibt, inwieweit die Prozessbeteiligten Rechtsmittel einlegen werden. Wann die philippinische Regierung ihrer Verpflichtung zur Entschädigung der PIATCO nachkommen wird, ist vom weiteren Fortgang des Verfahrens abhängig. Erst dann kann auch die Fraport AG entschädigt werden.

Die Regierung der Philippinen hat die Projektgesellschaft PIATCO, an der Fraport direkt mit 30 Prozent beteiligt ist, 2004 durch Wegnahme des Terminal 3, das PIATCO auf dem internationalen Hauptstadtflughafen von Manila gebaut hatte, enteignet. Bis heute hat die philippinische Regierung die PIATCO für ihre Investitionen nicht vollständig entschädigt, obwohl das Terminal inzwischen durch mehr als 13 Millionen Passagiere pro Jahr genutzt wird und entsprechende Erträge generiert.