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Embraer E195-E2 erhält Musterzulassung in China

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Embraer E195-E2, das größte Mitglied der E-Jet-Familie, hat von der Civil Aviation Administration of China (CAAC) sein Musterzertifikat erhalten. Dies folgt auf die Zertifizierung der E190-E2 durch CAAC im November letzten Jahres während der Zhuhai Air Show.

„Wir freuen uns, dass nun sowohl die E190-E2 als auch die E195-E2 von der CAAC zertifiziert wurden und damit den Weg für den Verkauf auf dem chinesischen Markt ebnen“, sagte Arjan Meijer, Präsident und CEO von Embraer Commercial Aviation. „Unser Team in China arbeitet aktiv mit potenziellen Kunden zusammen und macht gute Fortschritte. Es gibt erhebliche Chancen für die E2 in China, die ergänzende Kapazitäten zu Chinas einheimischen ARJ21- und C919-Flugzeugen bietet; Zusammengenommen bieten sie flexible, effiziente und umweltfreundliche Optionen für chinesische Fluggesellschaften und erfüllen die Nachfrage des weltweit schnell wachsenden Luftverkehrsmarktes.“

20-Jahres-Marktausblick von Embraer

Dem jüngsten 20-Jahres-Marktausblick von Embraer zufolge, der im Juni veröffentlicht wurde, wird für den asiatisch-pazifischen Raum, einschließlich China, eine starke Wachstumsrate erwartet, wobei die RPKs in den nächsten 20 Jahren jährlich um 4,4 % steigen werden. Der Bedarf an Flexibilität als Ergänzung zu Schmalrumpfflugzeugen treibt die Nachfrage im Segment mit bis zu 150 Sitzplätzen in China an.

„Die Zertifizierung des größten Embraer-Jets – der E195-E2 – durch die CAAC ist ein weiterer Meilenstein“, sagte Guo Qing, Managing Director und VP Commercial Aviation, Embraer China. „China kommt der CO2-Neutralität näher. Die E195-E2 ist das umweltfreundlichste Flugzeug ihrer Klasse. Mit maximal 146 Sitzplätzen hat E195-E2 die richtige Größe, um größere Schmalrumpfflugzeuge auf Strecken mit geringerer Dichte gewinnbringend zu ergänzen, regionale Flughäfen anzubinden und Reisenden in Sekundär- und Tertiärstädten einen One-Stop-Zugang zu Strecken weltweit zu bieten.“

„Da sowohl die chinesische als auch die brasilianische Regierung während des Staatsbesuchs des brasilianischen Präsidenten Lula in China ihre Unterstützung für die Aktivitäten von Embraer in China bekräftigten, bin ich sehr optimistisch, was die Chancen in China angeht“, fügte Guo hinzu.

Embraer E195-E2 auf der „TechLion“ China

Letztes Jahr im November besuchte die Embraer E195-E2 „TechLion“ China und debütierte auf der Zhuhai Airshow, wo sie Chinas führenden Luft- und Raumfahrtunternehmen ihre Fähigkeiten demonstrierte, darunter die herausragende Leistung, minimale Geräusche und Emissionen sowie niedrige Betriebskosten.

Die E195-E2 wurde 2019 bei Azul in Dienst gestellt. Als größtes Mitglied der E-Jet-Familie bietet E195-E2 Platz für 120 bis 146 Passagiere. Es ist das derzeit treibstoffeffizienteste Single-Aisle-Flugzeug und bietet im Vergleich zu E-Jets der Vorgängergeneration eine um 25 % geringere Treibstoffeffizienz pro Sitzplatz.

Im Juni 2022 wurde die E195-E2 erfolgreich mit 100 % SAF getestet und bestätigt, dass die E-Jets E2-Familie mit Mischungen von bis zu 100 % SAF fliegen kann, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Leistung einzugehen. Heute stößt die E2 im Vergleich zu Flugzeugen der vorherigen Generation 25 % weniger CO2-Emissionen aus; Diese Reduzierung kann mit SAF auf 85 % gesteigert werden.

Embraer in China

2023 markiert das 23. Jahr von Embraer in China. Im September 2000 wurde der erste Embraer ERJ145 an Sichuan Airlines ausgeliefert, und im Mai 2008 lieferte Embraer seinen ersten E-Jet, einen E190, an Tianjin Airlines aus. Heute fliegen 85 E-Jets mit Tianjin Airlines, Hebei Airlines, Beibu Gulf Airlines und Colorful Guizhou Airlines in China. Die E-Jet-Flotte spielte in der Covid-19-Zeit eine wichtige Rolle, um wichtige Routen aufrechtzuerhalten und der Branche bei der Erholung zu helfen.

Daten zeigen, dass Chinas Zivilluftfahrtmarkt seine Erholung fortsetzt, angetrieben durch die steigende Inlandsnachfrage. Laut CAAC erreichte das inländische Passagierverkehrsaufkommen Chinas in den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 224,8 Millionen, ein Anstieg von 135 Prozent im Vergleich zu 2022. Der Inlandsmarkt hat aufgrund des Nachholbedarfs nach der Pandemie bereits seit April 2023 das Niveau von 2019 überschritten .

Letzten Monat unterzeichnete Embraer auf der 54. Paris Airshow eine Vereinbarung mit der Lanzhou Aviation Industry Development Group für 20 E190F- und E195F-E-Jets zur Umrüstung von Passagier- in Frachtflugzeuge (P2F). Embraer und Lanzhou beabsichtigen, bei der Einrichtung von E190F- und E195F-Umrüstkapazitäten in Lanzhou zusammenzuarbeiten, um die Einführung von E-Jet-Frachtflugzeugen der ersten Generation auf dem chinesischen Markt zu unterstützen und zu beschleunigen.

Embraer hat in China außerdem ein umfassendes Kundendienst- und Supportsystem aufgebaut, das autorisierte Wartungszentren, Ersatzteillager und ein komplettes Pilotenschulungsnetzwerk umfasst. Damit wurde eine solide Grundlage für den Betrieb der neuen Generation der E2-Familie in China gelegt.

Über Embraer

Embraer ist ein globales Luft- und Raumfahrtunternehmen mit Hauptsitz in Brasilien und verfügt über Geschäfte in den Bereichen kommerzielle und exekutive Luftfahrt, Verteidigung und Sicherheit sowie landwirtschaftliche Luftfahrt. Das Unternehmen entwirft, entwickelt, produziert und vermarktet Flugzeuge und Systeme und bietet seinen Kunden Dienstleistungen und Support nach dem Verkauf.

Seit seiner Gründung im Jahr 1969 hat Embraer mehr als 8.000 Flugzeuge ausgeliefert. Im Durchschnitt hebt etwa alle 10 Sekunden ein von Embraer hergestelltes Flugzeug irgendwo auf der Welt ab und befördert jährlich über 145 Millionen Passagiere.

Embraer ist der führende Hersteller von Verkehrsflugzeugen mit bis zu 150 Sitzplätzen und der wichtigste Exporteur von Gütern mit hoher Wertschöpfung in Brasilien. Das Unternehmen unterhält unter anderem Industrieanlagen, Büros, Service- und Ersatzteilvertriebszentren in ganz Amerika, Afrika, Asien und Europa.

Mundo Reisen startet ab Flughafen Paderborn/Lippstadt nach Albanien

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt wird immer attraktiver auch für weitere Reiseveranstalter. Im Mai kommenden Jahres startet Mundo Reisen, ein Spezialanbieter für Gruppenreisen mit Sitz in Heusenstamm (Hessen), zwei Rundreisen nach Albanien. Die einwöchigen Touren zum Geheimtipp für einen unbeschwerten Urlaub mit Sonne, Kultur und Kulinarik beginnen unter dem Motto „Baden an der albanischen Adria“ im kommenden Jahr am 01. und am 08. Mai.

Im Airbus A320 nach Albanien

Die Flüge nach Albanien starten vom Heimathafen mit einem Airbus A320, der 170 Plätze bietet. Albanien liegt nördlich von Griechenland auf dem Balkan und kann unter anderem mit einer beeindruckenden Küste entlang der Adria und des Ionischen Meeres aufwarten. Das Landesinnere wird von den Albanischen Alpen durchzogen und überzeugt mit zahlreichen Burgen und archäologischen Stätten.

Insider-Tipp Albanien

Aktuell gilt Albanien noch als Insider-Tipp und der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist in Zusammenarbeit mit Mundo Reisen von Anfang an dabei. Die Rundreisen vom Flughafen Paderborn/Lippstadt sind ab sofort in den Reisebüros und im Internet unter www.lohmann-reisen.de buchbar.

Berat ist eine Stadt in Albanien, die für ihre gut erhaltene Altstadt und ihre historische Bedeutung bekannt ist. Die Altstadt von Berat steht sogar auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie wird oft als „Stadt der tausend Fenster“ bezeichnet, da die Häuser am Hang in terrassenartiger Bauweise angeordnet sind und die Fassaden mit zahlreichen Fenstern verziert sind.

Die Stadt Berat hat auch eine lange Geschichte und ist reich an Kultur und Tradition. Sie liegt am Ufer des Flusses Osum und ist von malerischen Bergen umgeben. Besucher können die alten Festungen von Berat erkunden, darunter die Burg Berat und die Festung von Gorica.

Die Stadt ist auch für ihre religiöse Vielfalt bekannt, da dort sowohl Moscheen als auch Kirchen aus verschiedenen Epochen zu finden sind. Es ist ein faszinierendes Reiseziel für Geschichtsinteressierte und Liebhaber von Kultur und Architektur.

Rundflüge mit der DC-3 Royal Dakota am Flughafen Paderborn/Lippstadt

Am Flughafen Paderborn/Lippstadt sind am Samstag und Sonntag, 07. und 08. Oktober, sind Rundflüge mit der DDA DC-3 „Royal Dakota“ möglich. Der legendäre Luftfahrt-Oldie erlangte mit seinem humanitären Einsatz während der Berliner Luftbrücke nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Weltruhm. Die Buchungen für dieses außergewöhnliche Luftfahrt-Erlebnis sind im Internet unter www.dutchdakota.nl/de möglich.

Rundflüge mit dem historischen Flugzeug DC-3

Die DC-3 kommt am 07. Oktober vom Flughafen Amsterdam Schipohl um 10.00 Uhr in Paderborn/Lippstadt an. Ab 11.30 Uhr und am folgenden Tag sind Rundflüge mit dem historischen Flugzeug möglich. Die Royal Dakota trägt seit einigen Jahren den Namen „Prinses Amalia“. Prinz Bernhard der Niederlande hatte die DC-3 nach dem Krieg von US-General Eisenhower erworben. Sie war das erste Regierungsflugzeug der Niederlande.

Training und Sprechstunde gegen Flugangst am Flughafen Paderborn/Lippstadt

Trainer Frank Eisenberg-Meyer steht Betroffenen am 22. August zur Verfügung

Seit mehr als 30 Jahren ist der Privatpilot und Trainer Frank Eisenberg-Meyer im operativen Training von Flugangst-Betroffenen aktiv. Der erfahrene Privatpilot steht allen Interessenten am Dienstag, 22. August, ab 16.00 Uhr im Rahmen einer kostenfreien Sprechstunde am Flughafen Paderborn/Lippstadt zur Verfügung.

Training gegen Flugangst: Unterstützung für Familien und Führungskräfte

Die Idee, Fluggäste mit Ängsten professionell zu unterstützen, entstand am Heimathafen bereits im Jahr 2002. Seitdem konnte Eisenberg-Meyer zahlreichen Familien und Führungskräften helfen, Flugreisen mit privatem oder beruflichem Hintergrund wahrzunehmen. Die Sprechstunde findet in der Zeit von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt. Eine telefonische Anmeldung ist unter 0170/3181406 erforderlich. Treffpunkt ist am Info-Point im Terminal.

Eurowings bietet ab Flughafen Paderborn/Lippstadt zwei Flüge täglich nach Mallorca

Der langjährige Partner Eurowings setzt weiter auf den Flughafen Paderborn/Lippstadt. Ab sofort ist bereits ein umfangreiches Flugprogramm nach Palma de Mallorca für den Sommer 2024 in den Reisebüros und im Internet buchbar. Von April bis Oktober fliegt Eurowings nahezu durchgehend zweimal am Tag vom Heimathafen auf die beliebte Balearen-Insel.

Auch im Winter-Flugplan, von November 2023 bis Ende März 2024, ist Eurowings vertreten. In diesem Zeitraum geht es mit einer kurzen Unterbrechung viermal pro Woche nach Palma de Mallorca. Für den Sommer 2024 stockt Eurowings sein Flugprogramm von Paderborn/Lippstadt dann deutlich auf.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass Eurowings die Verbindungen von unserem Flughafen nach Mallorca weiterhin intensiv pflegt. Das frühzeitige Bekenntnis unseres langjährigen Partners gibt insbesondere auch Frühbuchern die Gelegenheit, sich die gewünschten Flugtermine zu sichern“, betont Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser.

Hainan Airlines fliegt nonstop vom BER nach Peking

Hainan Airlines fliegt seit 15 Jahren auf der Strecke zwischen Berlin und Peking. Zum Jubiläum erweitert die chinesische Fluggesellschaft ihr Angebot am BER von drei auf vier Flüge pro Woche und bietet die Nonstop-Verbindung jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag an.

Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH:

„Herzlichen Glückwunsch Hainan Airlines zum 15-jährigen Bestehen der Verbindung zwischen der deutschen Hauptstadtregion und Peking. Der langfristige Erfolg zeigt, die Nachfrage nach Tourismus- und Geschäftsreisen auf der Langstrecke ist in den verbundenen Kultur- und Wirtschaftsmetropolen dauerhaft stabil. Die Entscheidung für die Strecke ermöglicht, dass die Städtepartnerschaft von Berlin und Peking durch persönliche Begegnungen mit Leben gefüllt wird.“

Min Zhang, General Manager Berlin Office von Hainan Airlines:

„Wir freuen uns, unseren Fluggästen wieder ein Angebot an Flügen zwischen unseren Ländern anbieten zu können, das annähernd auf dem Level des Vor-Corona-Jahres 2019 liegt. Hainan Airlines ist die Brücke zwischen den beiden Hauptstädten und verbindet darüber hinaus Berlin bequem via Peking mit vielen Zielen in China und in Asien, wie beispielsweise mit Tokio oder Bangkok.“

Die Flugzeit auf der Strecke beträgt rund neun Stunden vom BER nach Peking und etwa zehn Stunden in der Gegenrichtung. Die Flüge finden montags, mittwochs, freitags und sonntags (jeweils Ortszeit) statt:

Start in Peking um 2:20 Uhr – Ankunft am BER um 6:25 Uhr
Start am BER um 13:55 Uhr – Ankunft in Peking um 5 Uhr am Folgetag

Im September 2008 hatte Hainan Airlines am damaligen Flughafenstandort Berlin-Tegel die Nonstop-Verbindung nach Peking aufgenommen. Am BER wurde die Strecke im August 2022 nach der Corona-bedingten Unterbrechung wieder in das Streckennetz der Fluggesellschaft aufgenommen.

In den 15 Jahren seit dem Start der Flugverbindung hat Hainan Airlines:

  • Knapp 4.500 Flüge durchgeführt
  • Fast 900.000 Fluggäste befördert
  • Mehr als 56.000 Tonnen Fracht transportiert

Fraport-Verkehrszahlen: Rund 6 Mio. Passagiere am Flughafen Frankfurt

Anstieg zum Vorjahr bei 19,7 Prozent

Den Flughafen Frankfurt nutzten im Juli erstmals seit der Corona-Pandemie wieder mehr als 6 Millionen Fluggäste. Das entspricht einem Wachstum von annähernd 20 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2022. Von den Passagierzahlen im Juli 2019 lag der aktuelle Monatswert noch 13,1 Prozent entfernt1.

Cargo-Aufkommen am Flughafen Frankfurt gestiegen

Das Cargo-Aufkommen nahm leicht im Berichtsmonat zu. Es lag mit 164.503 Tonnen um 2,3 Prozent über dem Vergleichsmonat 2022. Die Zahl der Flugbewegungen stieg um 16,1 Prozent auf 40.626 Starts und Landungen. Die Summe der Höchststartgewichte wuchs um 13,5 Prozent auf rund 2,5 Millionen Tonnen (jeweils gegenüber Juli 2022).

Internationale Fraport Beteiligungsflughäfen legen weiter zu

Auch die internationalen Beteiligungsflughäfen erzielten Zuwächse. Der Flughafen Ljubljana in Slowenien zählte im Berichtsmonat 149.631 Fluggäste (plus 20,0 Prozent). Das Aufkommen an den brasilianischen Airports Fortaleza und Porto Alegre stieg auf über 1,2 Millionen Passagiere (plus 3,1 Prozent). Der Flughafen im peruanischen Lima verzeichnete im Juli rund 1,9 Millionen Fluggäste (plus 13,0 Prozent). An den 14 griechischen Regionalflughäfen stiegen die Verkehrszahlen auf 6,2 Millionen Fluggäste (plus 8,1 Prozent). Die Twin Star-Airports Burgas und Varna in Bulgarien nahmen um 8,8 Prozent auf 810.866 Reisende zu. Das Passagieraufkommen am türkischen Flughafen Antalya legte auf 5,5 Millionen Fluggäste zu (plus 10,2 Prozent).

Das Gesamtaufkommen der von Fraport aktiv gemanagten Flughäfen wuchs im Berichtsmonat um 11,9 Prozent und lag bei 21,8 Millionen Passagieren.

Beechcraft T-6C TEXAN II revolutioniert Pilotenausbildung der tunesischen Luftwaffe

Lieferung eines hochmodernen Trainingsflugzeugs weitet die Sicherheitskooperation zwischen den USA und Tunesien aus

Textron Aviation Defence gab die Ankunft des achten Beechcraft T-6C Texan II Flugzeugs zur Unterstützung der Pilotenausbildung der tunesischen Luftwaffe beim Geschwader Nr. 13 auf dem Luftwaffenstützpunkt Sfax in Tunesien bekannt. Textron Aviation Defense erhielt zuvor einen FMS-Vertrag (Foreign Military Sales) für acht T-6C Texan II-Trainingsflugzeuge für Fortgeschrittene, Außendienst- und Logistikunterstützungsvertreter im Land, Unterstützung bei der Programmverwaltung, Unterstützung von Interimsunternehmern für das erste Jahr und Schulungen für Piloten und Wartungsfachleute, Ersatztriebwerke, Ersatzteile und Flugzeugunterstützungsausrüstung.

Die Beechcraft T-6C Texan II wird von Textron Aviation Defense LLC, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Textron Aviation Inc., einem Unternehmen von Textron Inc. (NYSE:TXT), entwickelt und hergestellt.

Brett Pierson, Präsident und CEO von Textron Aviation Defense:

„Die fortschrittlichsten globalen Luftstreitkräfte und Piloten der Welt vertrauen darauf, dass wir ein großartiges Flugzeug liefern, das es ihnen ermöglicht, die Welt zu einem besseren und sichereren Ort zu machen. Unsere erstklassigen Arbeitskräfte geben ihr Bestes, um den weltweit führenden militärischen Flugtrainer zu entwerfen, herzustellen, zu liefern und zu unterstützen. Es ist eine Ehre, dass die Partnerländer weiterhin ihr Vertrauen in die Beechcraft T-6 Texan II als Goldstandard für Ausbildungsfähigkeiten setzen.“

„Es ist uns eine Ehre, die Einführung der Beechcraft T-6C in die Pilotenausbildung der tunesischen Luftwaffe zu feiern“, sagte Brett Pierson, Präsident und CEO von Textron Aviation Defence. „Die fortschrittlichsten Luftstreitkräfte und Piloten der Welt vertrauen darauf, dass wir ein großartiges Flugzeug liefern, das es ihnen ermöglicht, die Welt zu einem besseren und sichereren Ort zu machen.“ Unsere erstklassigen Arbeitskräfte geben ihr Bestes, um den weltweit führenden militärischen Flugtrainer zu entwerfen, herzustellen, zu liefern und zu unterstützen. Es ist eine Ehre, dass die Partnerländer weiterhin ihr Vertrauen in den Beechcraft T-6 Texan II als Goldstandard für Ausbildungsfähigkeiten setzen.“

US-Botschafter in der Republik Tunesien Joey R. Hood:

„Tunesien spielt eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung nicht nur seiner eigenen nationalen Sicherheit, sondern auch der Nordafrikas und des Kontinents insgesamt.“

Bei einer Veranstaltung am 17. Juli anlässlich der Ankunft der ersten vier T-6C-Flugzeuge sagte der US-Botschafter in der Republik Tunesien, Joey R. Hood: „Tunesien spielt eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung nicht nur seiner eigenen nationalen Sicherheit, sondern auch der des Nordens.“ Afrika und den Kontinent als Ganzes“, und bekräftigte das Engagement der Vereinigten Staaten, die Bemühungen Tunesiens zu unterstützen, die Fähigkeit der tunesischen Luftwaffe zu stärken, sowohl auf Sicherheits- als auch auf humanitäre Bedürfnisse zu reagieren.

Über den Beechcraft T-6 Texan II

Der Beechcraft T-6 Texan II ist der weltweit führende militärische Flugtrainer. Bis heute hat die globale Flotte von mehr als 1.000 Beechcraft T-6 Texan II-Flugzeugen mehr als 5 Millionen Flugstunden in 13 Ländern und zwei NATO-Flugschulen absolviert.

Der T-6 ist ein wichtiger Aktivposten und ermöglicht die weltweite Pilotenausbildung im Rahmen des Flugausbildungsprogramms der Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) in Kanada, des Euro NATO Joint Jet Pilot Training Program (ENJJPT) auf der Sheppard AFB in Texas und der U.S. Air Force Aviation Leadership Programm sowie die US Air Force, Navy, Marine Corps, Army und Coast Guard, die Hellenic Air Force, die Argentine Air Force, die Israeli Air Force, die Royal Air Force, die Iraqi Air Force, die Royal Canadian Air Force, Die mexikanische Marine, die mexikanische Luftwaffe, die königliche marokkanische Luftwaffe, die kolumbianische Luftwaffe, die königliche neuseeländische Luftwaffe, die königliche thailändische Luftwaffe und die tunesische Luftwaffe.

Beechcraft T-6: Bewährte Erfahrung, Erschwinglichkeit

Gestützt auf mehr als 90 Jahre Erfahrung bei der Auslieferung von mehr als 250.000 Flugzeugen weltweit, ermöglichen die niedrigen Anschaffungs-, Betriebs- und Wartungskosten der Beechcraft T-6 Texan II den globalen Luftstreitkräften eine beschleunigte Pilotenausbildung. Mit einer installierten Basis, die die des engsten Konkurrenten mehr als vervierfacht, ist die Familie der Beechcraft T-6 Texan II-Flugzeuge seit mehr als 20 Jahren das weltweit führende integrierte Ausbildungssystem (Integrated Training System, ITS). Der Beechcraft T-6 Texan II profitiert von einer aktiven Produktionslinie mit einem branchenführenden Manufacturing Readiness Level (MRL) von 10 sowie einer bewährten Lieferkette und der Erschwinglichkeit einer 85-prozentigen Gleichheit der Teile mit dem Beechcraft AT-6E Wolverine.

Über Textron Aviation Defense LLC

Wenn Militärkunden luftgestützte Lösungen für ihre kritischen Missionen benötigen, wenden sie sich an Textron Aviation Defense. Mit einem Erbe tausender bewährter integrierter Trainingssysteme (ITS) und integrierter Waffensysteme (IWS), die seit dem Zweiten Weltkrieg im amerikanischen Kernland hergestellt und eingesetzt wurden, stattet die Familie der Textron-Flugzeuge Militärs weltweit mit den niedrigsten Anschaffungs-, Wartungs- und Ausbildungskosten auf dem Markt aus. Als Anbieter des weltweit führenden militärischen Flugtrainers hat die Beechcraft T-6 Texan II-Flotte mit mehr als 1.000 Flugzeugen seit 2001 mehr als 5 Millionen Flugstunden in zwei NATO-Militärflugschulen und dreizehn Ländern weltweit absolviert.

Über Textron Aviation

Seit mehr als 95 Jahren unterstützt Textron Aviation unser gemeinsames Talent bei den Marken Beechcraft, Cessna und Hawker dabei, das beste Flugerlebnis für unsere Kunden zu entwerfen und zu liefern. Mit einem Sortiment, das alles von Business-Jets, Turboprops und Hochleistungskolben bis hin zu Spezialmissionen, Militärtrainern und Verteidigungsprodukten umfasst, verfügt Textron Aviation über das vielseitigste und umfassendste Luftfahrtproduktportfolio der Welt und eine Belegschaft, die mehr als produziert hat die Hälfte aller Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt weltweit. Kunden in mehr als 170 Ländern verlassen sich auf unsere legendäre Leistung, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit sowie auf unser vertrauenswürdiges globales Kundendienstnetzwerk für erschwingliche, produktive und flexible Flüge.

Über Textron

Textron ist ein branchenübergreifendes Unternehmen, das sein globales Netzwerk aus Flugzeug-, Verteidigungs-, Industrie- und Finanzunternehmen nutzt, um seinen Kunden innovative Lösungen und Dienstleistungen anzubieten. Textron ist auf der ganzen Welt für seine starken Marken wie Bell, Cessna, Beechcraft, Pipistrel, Jacobsen, Kautex, Lycoming, E-Z-GO, Arctic Cat und Textron Systems bekannt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.textron.com.

Dortmund Airport zieht Ferienbilanz und verzeichnet Rekord-Monat

Der Flughafen Dortmund blickt zufrieden auf die sechswöchigen Sommerferien in Nordrhein-Westfalen zurück. Seit Ferienbeginn Ende Juni konnten bis zum 06.08.2023 insgesamt 449.571 Reisende am Airport verzeichnet werden. Verglichen mit den Sommerferien 2022 ergibt sich dadurch ein Plus von über 57.000 Passagieren (14,7%). Im Vergleich zum Vor-Krisen-Jahr 2019 konnte eine Steigerung des Fluggastaufkommens von 16,8% erzielt werden.

Ferienbilanz: Juli 2023 ist erfolgreichster Monat in der Flughafengeschichte

Bemerkenswert positiv fiel der Juli aus, in dem erstmals seit Bestehen des Dortmund Airport mehr als 300.000 Passagiere über einen Kalendermonat hinweg am Platz begrüßt werden konnten (307.377). Während die Fluggastzahlen im Juli letzten Jahres ebenfalls einen Rekord aufstellten, wurde dieser nun um knapp 44.000 Passagiere übertroffen. Verglichen mit dem Monat Juli des Jahres 2019 freut sich der Airport über gestiegene Passagierzahlen in Höhe von 18,8%. „Der Airport in Dortmund ist einer der wenigen Flughäfen Deutschlands, der sich nicht nur dem Vorkrisenniveau angenähert, sondern dieses klar übertroffen hat. Neue Reiseziele, die wachsende Popularität bestehender Destinationen, gepaart mit der ungeminderten Reiselust der Menschen, haben dieses sehr positive Ergebnis ermöglicht“, verkündet Guido Miletic, Leiter Airport Services + Marketing & Sales.

Reiseziele am Mittelmeer sehr beliebt

Um dem vorwiegend tristen Sommerwetter in Deutschland zu entfliehen, fiel die Wahl des Reiseziels auch in diesem Jahr oftmals auf die klassischen Urlaubsdestinationen. Reiseziele am Mittelmeer wie Palma de Mallorca und Antalya konnten sich bei den Reisenden aus Dortmund über große Beliebtheit erfreuen. An der Spitze mit einer beachtlichen Gästezahl von 50.393 Passagieren rangiert auch während der Ferienzeit mit Kattowitz eine seit jeher beliebte Destination. Ebenfalls häufig nachgefragt waren in der sechswöchigen Schulpause Bukarest, Belgrad, Tirana und London. In Relation zum Vorjahreszeitraum wurden viele bestehende Strecken stärker frequentiert. So konnte allein bei Flügen von und nach Tirana und London eine Steigerung des Passagieraufkommens von rund 75% erreicht werden.

Dank des aktuellen Aufwärtstrends blickt der Flughafen optimistisch in die zweite Jahreshälfte und freut sich, die Reisenden spätestens in den Herbstferien wieder begrüßen zu dürfen.

Fraport Geschäftszahlen: 33,8% Umsatzplus im 1. Halbjahr

Konzern-Ergebnis positiv mit 85 Millionen Euro

Gestützt von einer konzernweit positiven Passagierentwicklung steigerte der Flughafenbetreiber Fraport die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen. Der Konzern-Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2023 auf 1.804,3 Millionen Euro – ein Plus von 33,8 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2022. Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 481,4 Millionen Euro (plus 17,9 Prozent). Das Konzern-Ergebnis kletterte auf 85,0 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war diese Kennzahl aufgrund eines Sondereffekts noch negativ (6M 2022: minus 53,1 Millionen Euro).         

„Im zweiten Quartal können wir an die gute Entwicklung vom Jahresstart anknüpfen. Die Erholung der Passagiernachfrage hält über unser gesamtes Airport-Portfolio an“, sagt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. „In Frankfurt konnten wir passagierseitig in der ersten Jahreshälfte zu 80 Prozent an das Vorkrisenniveau aufschließen. Am Heimatstandort werden wir auf Gesamtjahressicht weiter zulegen – auch beim Geschäftsreiseanteil. Von der anhaltend starken Nachfrage Privatreisender profitieren unsere touristisch ausgerichteten internationalen Beteiligungsflughäfen am stärksten. Dies gilt insbesondere für die griechischen Airports. Sie lagen in den ersten sechs Monaten deutlich über dem Vorkrisenjahr 2019.“

Fraport verbessert wichtige Kennzahlen

Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen in den internationalen Konzerngesellschaften standen (nach IFRIC 12), stieg der Umsatz um 27,8 Prozent auf 1.548,6 Millionen Euro. In den Umsatzerlösen sind erstmalig auf Halbjahresebene auch die Luftsicherheitsgebühren enthalten, die Fraport im Zuge der Steuerungsübernahme der Sicherheitskontrollstellen seit dem 01.01.2023 am Flughafen Frankfurt vereinnahmt (106,4 Millionen Euro). Demgegenüber sanken die Erlöse aus Sicherheitsleistungen infolge der Entkonsolidierung der Konzern-Gesellschaft FraSec Aviation Security GmbH zum 01. Januar 2023 um 75,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Aus dem verbesserten operativen Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 481,4 Millionen Euro resultierte ein Betriebsergebnis (EBIT) von 245,9 Millionen Euro (zu 6M 2022: plus 35,2 Prozent). Davon profitierte der operative Cash Flow mit einer Steigerung auf 293,8 Millionen Euro (6M 2022: 185,3 Millionen Euro). Der Free Cash Flow verbesserte sich ebenfalls deutlich auf minus 377,5 Millionen Euro (6M 2022: minus 733,8 Millionen Euro). Das erzielte Konzern-Ergebnis von 85,0 Millionen Euro entsprach einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 0,87 Euro (6M 2022: minus 0,53 Euro).

Fluggastaufkommen legte konzernweit zu

Das Passagieraufkommen in Frankfurt stieg im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 26,9 Millionen Fluggäste (zu 6M 2022: plus 29,1 Prozent). Das entsprach einer Erholung gegenüber 2019 von 79,9 Prozent. Der Europaverkehr profitierte von der hohen Nachfrage nach Urlaubsreisen in Warmwasserregionen und dem schrittweise anziehenden Geschäftsreiseverkehr vor allem mit Destinationen in Westeuropa. Beim Interkontinentalverkehr verbuchten touristisch geprägte Reiseziele in Nord- und Zentralafrika und der Karibik hohe Zuwachsraten. Das volumenstarke Nordamerikaaufkommen lag nah am Vorkrisenniveau. Der Chinaverkehr blieb weiter hinter der allgemeinen Verkehrsentwicklung zurück und erreichte rund ein Drittel des Aufkommens von 2019.

Im internationalen Portfolio stachen die 14 griechischen Beteiligungsflughäfen hervor. Konsolidiert lagen sie im ersten Halbjahr bereits mit 7,8 Prozent über dem Vorkrisenjahr 2019. Danach folgte Antalya mit einer Erholungsrate von 96,2 Prozent, gefolgt von Lima (zu 6M 2019: 85,4 Prozent) und den beiden brasilianischen Airports in Fortaleza und Porto Alegre (zusammen zu 6M 2019: 84,7 Prozent). 

Geschäftszahlen: Ausblick präzisiert

Der Vorstand präzisiert für das Gesamtjahr 2023 die Passagierprognose für Frankfurt. Am größten deutschen Flughafen erwartet er den mittleren Bereich seiner gegebenen Bandbreite von über 80 bis 90 Prozent des Vorkrisenniveaus aus dem Jahr 2019 mit rund 70,6 Millionen Fluggästen. Nach Ablauf des ersten Halbjahres 2023 bestätigt der Vorstand den Ausblick der wirtschaftlichen Kennzahlen und konkretisiert diesen ebenfalls. Für das Konzern-EBITDA geht das Unternehmen davon aus, in der oberen Hälfte der gegebenen Bandbreite von 1.040 bis circa 1.200 Millionen Euro zu liegen. Auch beim Konzern-Ergebnis erwartet Fraport die obere Hälfte der Prognose von rund 300 bis etwa 420 Millionen Euro zu erreichen.

Flughafen BER veröffentlicht Verkehrszahlen zu den Ferien

Im Juli zählte der BER rund 2,2 Millionen Fluggäste

Der Juli 2023 war geprägt vom Start in die Sommerferien. Die gut sechswöchigen Ferien, die in Berlin und Brandenburg am 13. Juli begannen, sind Hauptreisezeit. Insgesamt starteten und landeten im vergangenen Monat rund 2,2 Millionen Passagiere am Flughafen Berlin Brandenburg. Damit ist die Anzahl der Fluggäste im Vergleich zum Vormonat Juni um rund 100.000 gestiegen. Im vergangenen Jahr zählte der Flughafen Willy Brandt im Juli rund 2 Millionen Passagiere. Im Juli des Vor-Corona-Jahres 2019 waren es rund 3,4 Millionen Fluggäste an den damaligen Flughäfen Tegel und Schönefeld. 

Mit 66 Airlines vom BER aus zu 141 Zielen in 47 Ländern

Die Flughafengesellschaft rechnet bis zum Ende der Sommerferien in der Hauptstadtregion, dem 27. August, mit leicht erhöhten Passagierzahlen. Insgesamt werden in der Zeit vom 13. Juli bis 27. August rund 3,5 Millionen Fluggäste am BER erwartet. In der Ferienzeit fliegen insgesamt 66 Airlines vom BER aus zu 141 Zielen in 47 Ländern. 

Insgesamt starteten und landeten im vergangenen Juli 16.127 Maschinen am BER, etwa 1.000 mehr als im selben Monat des Vorjahres. Im Juli des Jahres 2019 wurden in der Hauptstadtregion rund 25.684 Flugbewegungen gezählt. Am BER wurden im vergangenen Monat insgesamt rund 2.743 Tonnen Luftfracht verladen und damit etwa 400 Tonnen mehr als im Juli 2022 und rund 460 Tonnen weniger als im Juli 2019.

Flughafen Köln Bonn zieht positive Ferienbilanz

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Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sind vorbei – und damit auch die größte Reisewelle des Jahres am Flughafen Köln/Bonn. Insgesamt 1,7 Millionen Passagiere starteten und landeten in den vergangenen sechseinhalb Wochen am Airport. Im Vergleich zum sehr guten Vorjahr, in dem sich das Aufkommen in Köln/Bonn bereits überdurchschnittlich positiv entwickelt hatte, ist das eine nochmalige deutliche Steigerung. Im Juli nutzten mehr als 1,1 Millionen Gäste den Airport – das sind 86 Prozent des Niveaus von 2019. Spitzentag war Sonntag, der 06. August, mit rund 41.000 Reisenden. Insgesamt zählte Köln/Bonn am vergangenen Wochenende von Freitag bis Sonntag rund 120.000 Passagiere.

Gleichbleibend hohes Reiseaufkommen am Flughafen Köln Bonn erwartet

„Es ist sehr erfreulich, dass die Erholung im Luftverkehr weiter voranschreitet und wir in den Sommerferien noch einmal mehr Fluggäste als im Vorjahr begrüßen konnten“, sagt Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Auch in den kommenden Wochen erwartet der Flughafen ein gleichbleibend hohes Reiseaufkommen. „Wir gehen davon aus, dass dieser Aufwärtstrend bis zum Herbst anhält und wir auch im August und September jeweils wieder mehr als eine Million Fluggäste bei uns begrüßen dürfen“, so Schmid.

Vor den Ferien hatte der Flughafen ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Optimierung der Abläufe in den Terminals und zur Erhöhung des Reisekomforts umgesetzt. „Die umfangreichen  Vorbereitungen haben dazu beigetragen, dass der Flughafenbetrieb sowohl in den Terminals als auch in der Flugzeugabfertigung in den Ferien reibungslos und ohne nennenswerte Wartezeiten sehr gut funktioniert hat. Neben unseren Partnern und Dienstleistern gilt hier ein besonderer Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die wieder hervorragende Arbeit geleistet haben“, sagt Thilo Schmid.

Investition von rund zehn Millionen Euro in Prozesse und Aufenthaltsqualität

Der Köln Bonn Airport hatte in den vergangenen Monaten rund zehn Millionen Euro in Prozesse und Aufenthaltsqualität investiert. Dazu zählen unter anderem die Inbetriebnahme des Airport Operations Control Center (AOCC) als Steuerungszentrale, der Umbau und die Erweiterung der Bordkartenkontrolle sowie digitale Services, um Reisekomfort und Aufenthaltsqualität zu verbessern. Mit dem digitalen Angebot CGNGateWay können Fluggäste zudem ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle buchen.

Die Sommerferien zeigten einmal mehr, dass die Reiselust der Menschen vollends zurückgekehrt ist. Beliebtestes Urlaubsland war in dieser Saison die Türkei mit mehr als 430.000 Reisenden, dahinter folgten Spanien (mehr als 350.000 Passagiere) und Italien (knapp 150.000 Passagiere). Das populärste Ziel der Fluggäste war Antalya mit knapp 195.000 Reisenden. Auf den Plätzen zwei und drei lagen Palma de Mallorca (knapp 180.000 Passagiere) und Istanbul (mehr als 115.000 Passagiere).

DLR Design Challenge: Flugzeug zur Wiederherstellung der Internetversorgung

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Mit dem 1. Platz hat die Jury des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei der diesjährigen DLR Design Challenge das Konzept „The Sentinel System“ der DHBW Ravensburg prämiert. Aufgrund des Klimawandels nimmt das Risiko von Naturkatastrophen, welche einen Ausfall der Kommunikationsinfrastruktur am Boden zur Folge haben können, aktuell auf der ganzen Welt zu. Die Aufgabe der DLR Design Challenge 2023 greift dieses Thema auf und erfordert den Entwurf eines Luftfahrzeugs zur Wiederherstellung der Internetversorgung. Fünf Studierendenteams präsentierten Anfang August 2023 beim finalen Symposium des Wettbewerbs ihre Entwürfe. Gastgeber der diesjährigen Design Challenge sind das DLR-Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt in Hamburg sowie das DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Braunschweig.

Das Team der DHBW konnte durch einen sehr robusten Entwurf, welcher ganzjährig und selbst bei widrigsten Bedingungen einsetzbar ist, überzeugen. Designentscheidungen wurden laut Jury im Laufe des Entwurfprozesses stringent begründet, um eine Indienststellung bis 2040 zu ermöglichen. Das Sentinel System beinhaltet ebenfalls ein durchdachtes Betriebskonzept, um eine Flotte von Luftfahrtzeugen möglichst schnell von einer eigens entwickelten operationellen Basis zu starten.

DLR Design Challenge zeigt Innovation durch Vielfältigkeit

„Die DLR Design Challenge zeigt, wie mit unterschiedlichen Herangehensweisen, Vielfältigkeit und Diversität Innovationen entstehen können“, sagt die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla anlässlich des Finales der diesjährigen Ausgabe des Studierendenwettbewerbs. „Die Ergebnisse überraschen mit einem Mix verschiedener aerodynamischer Konzepte und Antriebe für Luftfahrtzeuge, die zukünftig in kürzester Zeit als hochfliegende Plattform Aufgaben übernehmen können. Alle Teams haben sich neben dem eigentlichen Studium einer großen Herausforderung gestellt. Es gibt heute verschiedene Platzierungen, aber gewonnen haben alle Beteiligten. Denn Sie alle haben sich mit Ihrer Expertise Gedanken für die Mobilität der Zukunft gemacht, um Lösungsansätze für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit zu finden.“

Dr. Markus Fischer, Bereichsvorstandsmitglied Luftfahrt des DLR, ergänzt: „Auch dieses Jahr haben die beteiligten Teams sehr hohe Innovationskraft und Ideenreichtum in die Aufgabe eingebracht. Das allein ist schon ein großer Erfolg. Das diesjährige Thema war zudem sehr gut gewählt, ein Luftfahrzeug zu entwerfen, das im Krisenfall eine ausgefallene Internetversorgung bereitstellt. Es ist zum einen ein sehr aktuelles Thema, zum anderen zeigen die eingereichten Entwürfe auch das entgegengebrachte große Interesse der Studierenden.“

Das Gewinnerteam der DHBW Ravensburg bei der DLR Design Challenge 2023
Das Gewinnerteam der DHBW Ravensburg bei der DLR Design Challenge 2023: Die DLR Design Challenge 2023 gewannen die Studierenden der DHBW Ravensburg mit The Sentinel System. (© DLR)

Wiederherstellung der Internetversorgung

Die Aufgabenstellung der Design Challenge war es, ein Luftfahrzeug zur Wiederherstellung der Internetversorgung in einem großflächigen Gebiet über einen erweiterten Zeitraum zu entwerfen, welches als Teil einer Flotte in einem Einsatzsystem („System-of-Systems“) agiert. Neben der Absicherung des Kommunikationsweges soll das Luftfahrzeug ebenfalls in der Lage sein, die Erdbeobachtung des betroffenen Gebiets durchzuführen. Daher gilt insbesondere, die Anforderungen nach Effizienz im Dauerbetrieb und eine schnelle Einsatzbereitschaft im Katastrophenfall in einem Flugzeug- bzw. Systementwurf für die Indienststellung bis zum Jahr 2040 zu vereinen.

Die jährliche Design Challenge findet nun bereits zum siebten Mal in Folge statt. Nach der Auftaktveranstaltung Mitte März am DLR-Standort in Braunschweig hatten die Studierenden etwa vier Monate Zeit an ihren Entwürfen zu arbeiten. Die Abschlussveranstaltung fand Anfang August am DLR-Standort Hamburg im ZAL Tech Center statt. Im Nachklang der DLR Design Challenge 2023 werden die drei bestplatzierten Teams ihre Konzepte auf dem Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK 2023) in Stuttgart präsentieren. Darüber hinaus wird das Siegerteam seinen Entwurf auf der European Aeronautics Science Network International Conference (EASN 2023) in Salerno vorstellen.

Insgesamt haben 25 Studierende – verteilt auf fünf Hochschulteams – erfolgreich an der DLR Design Challenge 2023 teilgenommen. Die fünf Erstplatzierten im Einzelnen:

1. Platz: DHBW Ravensburg – The Sentinel System

Das Konzept The Sentinel System der DHBW Ravensburg setzt auf bewährte Technologie und einen hochgestreckten Flügel, um eine Flugdauer von bis zu 50 Stunden zu ermöglichen. Angetrieben wird das Luftfahrzeug durch einen 78 Kilowatt starken Kolbenmotor, welcher die benötigte Leistung für einen Pusher-Propeller am Heck bereitstellt. Im Rahmen des Entwurfs wurde ein besonderes Augenmerk auf die Navigation des autonom betriebenen Luftfahrzeugs gelegt. Durch die konsequente Umsetzung der eigens abgeleiteten Entwurfsprinzipien ist die Einsatzfähigkeit selbst bei widrigen Witterungsbedingungen möglich.

Das Betriebskonzept in einem Notfallszenario umfasst einen exakten Zeitplan zur möglichst zeitnahen Wiederherstellung der Kommunikation sowie einen detaillierten Entwurf der Operationsbasis.

Team: Lara Obert, Erwin Aust, Lukas Deuschle, Niels Marr, Luca Stoll, Edgar Kirchner

2. Platz: Universität Stuttgart – PERSEUS (Post-Emergency Response and Surveillance UAV System)

Das eingereichte Konzept der Universität Stuttgart, PERSEUS (Abkürzung für Post-Emergency Response and Surveillances UAV System), ist ein unbemanntes Blended Wing Body Konzept mit Canard. Die Konfiguration verfügt über ein hybrides Antriebssystem bestehend aus Wasserstoff-Brennstoffzellen, Batterien und Superkondensatoren. Dadurch wird ein nachhaltiger Betrieb des Systems gewährleistet. Es wird über 22 Electric Ducted Fans (EDF) angetrieben, die auf den Steuerflächen montiert sind. Das ermöglicht es PERSEUS, im Zusammenspiel mit dem Betriebskonzept das aufklappbare LKW-Container als Startplattform vorsieht, direkt von diesen aus vertikal zu starten und zu landen. Dadurch ist das System unabhängig von der Verfügbarkeit einer entsprechenden Start- und Landebahn.

Team: Abishek Anil, Alexander Hennemann, Hellen Kimmel, Christian Mayer, Lukas Müller, Tobias Reisch

3. Platz: RWTH Aachen – HEIKE (High-Flying, Efficient and Intelligent Crisis Communication Unit)

Bei der „Hochfliegenden, effizienten und intelligenten Krisenkommunikations-Einheit“ der RWTH Aachen, kurz HEIKE, handelt es sich um ein Solarflugzeug der nächsten Generation. Es wurde eine Canard-Konfiguration mit Fahrwerksintegration im invertierten V-Leitwerk gewählt. Durch die Ausführung als Hochdecker wird eine Verschattung der Solarzellen auf dem Hauptflügel verhindert. Diese laden tagsüber die Batterie mit einer Kapazität von 56 Kilowattstunden auf. Weiterhin kann HEIKE bei Energieüberschuss tagsüber die operationelle Flughöhe von 20 Kilometern verlassen und auf 25 Kilometern steigen, um so Sonnenenergie in potenzieller Energie zu speichern. Diese wird nachts im Segelflug bei eingeklapptem Propeller wieder abgebaut, wodurch ein dauerhafter Einsatz des Luftfahrzeuges möglich sein soll. Die dafür nötige hohe aerodynamische Effizienz erreicht die HEIKE durch Morphingklappen und eine hohe Spannweite von 40 Metern. Böenlasten sollen hier aktiv mit Hilfe eines LIDARS reduziert werden. Für operationelle Flexibilität kann HEIKE abgerüstet und einem 40-Fuß Container transportiert werden.

Team: Lars Neveling, Johannes Götz, Sebastian Dominik, Sami Zoghlami

4. Platz: TU Dresden – AirLive (Air Located Internet Vehicle for Emergencies)

Das von der TU Dresden entwickelte Air Located Internet Vehicle for Emergencies – kurz AirLive – erreicht durch die Box-Wing-Konfiguration eine hohe aerodynamische Effizienz beim Fliegen in großen Höhen. Die als Flügelholm verbauten Tanks liefern gasförmigen Wasserstoff an die Brennstoffzelle, welche wiederum Elektromotoren mit Strom versorgt. Diese treiben drei Propeller an, welche das Luftfahrzeug nach einem Windenstart zur Startstreckenreduktion auf die Betriebshöhe von 20 Kilometern bringen. Zur Einhaltung der Bodenfreiheit werden die Flügelpropeller zu Start- und Landung abgestellt.

Je nach Mission kann AirLive durch einen modularen Aufbau an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Während der Hauptteil der Mission vollständig autonom abläuft, indem die Luftfahrzeuge untereinander kommunizieren, werden Start und Landung ferngesteuert durch einen Piloten durchgeführt.

Team: Karl Kühmstedt, Felix Herrmann, Martin Pirags, Thijs Daenen, Tobias Garsoffke

5. Platz: Hochschule Trier – Prometheus

Das eingereichte Konzept der Hochschule Trier, Prometheus, ist ein unbemanntes System mit einer konventionellen Drachenkonfiguration. Das System verfügt über einen elektrischen Antriebsstrang, der aus Batterien und einer auf den Flügeln angebrachten Solarfolie besteht. Der Vortrieb wird über zwei Propeller, die am Flügel montiert sind, generiert. Neben dem Flügel erzeugt dieses Konzept den benötigten Auftrieb auch durch den Rumpf, der extra als Lifting-Body ausgelegt wurde.

Team: Milan Lieser, Fabian Brust, Michael Scheidt, Elisa Kühr

PAD Aviation Service steigt mit Embraer Legacy 500 in Super Mid-Size-Jet-Klasse ein

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Individuelle Geschäftsreisen vom Flughafen Paderborn/Lippstadt spielen für die starke mittelständische Wirtschaft in den Regionen Ostwestfalen, Lippe und Südwestfalen seit vielen Jahren eine große Rolle. Die PAD Aviation Service, die am Heimathafen erfolgreich Flugcharter-Dienstleistungen mit hoher Qualität anbietet, steigt mit einem neuen Flugzeug in die sogenannte Super Mid-Size-Jet-Klasse ein.

Embraer Legacy 500

Die Embraer Legacy 500 bietet Platz für bis zu neun Passagiere und kann mit beeindruckenden technischen Daten aufwarten. Ihre Länge beträgt 20,74 Meter bei einer Spannweite von 20,25 Metern. Das neue Flugzeug ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 863 km/h unterwegs und hat eine Reichweite von 5.785 Kilometern. Es ergänzt die bisherige Flotte mit sieben Flugzeugen vom Typ Embraer Phenom 300, das der Light-Jet-Klasse angehört. Ähnlich wie die Phenom, kann auch das neue Flugzeug SAF Fuel tanken und somit CO2 neutral fliegen.

„Mit der Embraer Legacy 500 erweitern wir unser Leistungsangebot am Flughafen Paderborn/Lippstadt, der für uns seit vielen Jahren ein wichtiger und zuverlässiger Partner ist“, sagt die Geschäftsführerin der PAD Aviation Service GmbH, Christiane Wittland. Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser freut sich über das weiterführende Engagement des Unternehmens: „Damit wird unser Flughafen für individuelle Geschäftsreisen noch interessanter“.

Forschungsflugzeug HALO untersucht Verbreitung verschmutzter Luftmassen aus Südostasien

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Extreme Regenfälle des asiatischen Monsuns sorgen in Südostasien immer wieder für katastrophale Zerstörungen. Doch die Auswirkungen dieses großräumigen Wettersystems reichen weit über den indischen Subkontinent hinaus. Stark verschmutzte Luftmassen aus der bodennahen Atmosphäre in Südostasien gelangen dabei bis in die untere Stratosphäre über Europa. Diesen weiträumigen Transport untersucht von August bis Oktober 2023 ein Team deutscher Forschungseinrichtungen im Rahmen der Messkampagne PHILEAS (Probing High Latitude Export of Air from the Asian Summer Monsoon). Unter Leitung des Forschungszentrums Jülich und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind zahlreiche Messflüge mit dem Forschungsflugzeug HALO geplant.

Beginnend mit dem 04. August sind zunächst für zwei Wochen Flüge ab dem DLR-Standort Oberpfaffenhofen geplant. Anschließend wird das bis in 15 Kilometer Höhe aufsteigende DLR-Forschungsflugzeug HALO rund fünf Wochen von Anchorage in Alaska aus im Einsatz sein. Abschließend folgen weitere Flüge von Oberpfaffenhofen aus. Hierbei spielt HALO, eine modifizierte Gulfstream G 550, ihre große Reichweite von mehr als 8.000 Kilometer pro Flug aus.

Rund drei Tonnen wissenschaftliche Instrumente trägt das vom DLR betriebene Forschungsflugzeug bei dieser Kampagne an Bord. Diese liefern genauere Einblicke in die Transport- und Mischungsvorgänge in der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre und auch, wie sich diese auf das globale Klima und Wetter auswirken.

Asiatischer Monsun wirkt auf gesamte Nordhalbkugel

Während der Sommermonate beeinflusst der asiatische Monsun die Verteilung von Aerosolen und Treibhausgasen auf der gesamten Nordhalbkugel. Durch seine großräumige Konvektion transportiert er Luft aus der verschmutzten bodennahen Grenzschicht in Südostasien bis in rund 16 Kilometer Höhe. Dort sammelt sich die verschmutzte Luft in der sogenannten Monsun-Antizyklone – einem riesigen Hochdruckgebiet in der oberen Troposphäre. Die Monsun-Antizyklone erstreckt sich zeitweise von der arabischen Halbinsel bis zur asiatischen Pazifikküste.

Von diesem Hochdruckgebiet spalten sich im Lauf des Sommers und im Frühherbst immer wieder Luftwirbel mit verschmutzter Luft ab, das heißt mit erhöhten Konzentrationen an Treibhausgasen und Aerosolen. Diese Wirbel wandern dann Richtung Nordosten über den Pazifik und werden schließlich in die untere Stratosphäre eingemischt. Neben den Verschmutzungen wird bei diesen Prozessen auch Wasserdampf in die untere Stratosphäre transportiert, der speziell in dieser Höhenregion klimarelevant ist.

„In der ersten Phase von PHILEAS soll die verschmutzte Luft in der Monsun-Antizyklone durch Messflüge von Oberpfaffenhofen in Richtung arabischer Halbinsel untersucht werden. Der Transport der verschmutzten Luftwirbel über den Pazifik nach hohen Breiten und das Mischen in die untere Stratosphäre werden in einer zweiten Kampagnenphase durch Messflüge von Anchorage aus untersucht“, sagt Prof. Martin Riese, Direktor des Jülicher Instituts für Stratosphäre.

Um den großräumigen Einfluss der Transport- und Mischungsvorgänge auf die Hintergrundatmosphäre bei hohen Breiten bewerten zu können, endet PHILEAS Anfang Oktober mit einer Messphase von Oberpfaffenhofen aus. Aus dem Vergleich mit der frühen Kampagnenphase lässt sich der Einfluss des Monsunsystems auf die untere Stratosphäre über Europa ableiten. Dafür gibt es aus früheren HALO-Expeditionen schon deutliche Hinweise.

Den Spurenstoffcocktail verstehen

Wesentliche Spurengasmessungen steuert dabei das DLR-Institut für Physik der Atmosphäre bei, das mit zwei Instrumenten an PHILEAS beteiligt ist. Stickoxide, die Summe aller reaktiven Stickstoffverbindungen, aber auch atmosphärische Säuren wie Salpetersäure und Salzsäure sind wichtige Parameter, um den Spurenstoffcocktail im asiatischen Monsun zu verstehen. „Diese Spurenstoffe tragen wesentlich zur Ozonchemie in dieser sensitiven Region der Atmosphäre ebenso wie zur Bildung von Aerosolpartikeln bei“, erläutert Dr. Helmut Ziereis vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre in Oberpfaffenhofen. „Wie mit einem Express-Fahrstuhl werden die Spurengase von lokalen Quellen am Boden in die obere Troposphäre transportiert.“ Menschengemachte Emissionen durch den Verkehr oder aus der Industrie, aber auch die Verbrennung von Biomasse etwa bei Waldbränden, setzen Stickoxide und andere Spurenstoffe am Boden frei. Hinzukommen auch spezifische Quellen in der Atmosphäre selbst. Dazu zählen neben dem Flugverkehr vor allem die Produktion durch Blitze.

„Neben dem Ferntransport aus der Monsunregion ist die Untersuchung der verheerenden Waldbrände in Kanada ein weiteres Ziel der Messungen. Die Brände haben auch einen Einfluss auf die Stratosphäre: Die Feuer können heftige Konvektion auslösen und Aerosole und Verschmutzung sogar in Höhen von zwölf Kilometer oder höher eintragen. Durch PHILEAS haben wir die Chance, den Einfluss solcher Rauchfahnen auf die Zusammensetzung dieser Höhenregion und deren Entwicklung zu untersuchen“, sagt Prof. Peter Hoor, Leiter der Gruppe für Flugzeugmessungen am Mainzer Institut für Physik der Atmosphäre.

AERO Friedrichshafen feiert 30. Geburtstag mit Flugshow

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Die Luftfahrtmesse AERO (17. – 20. April 2024) feiert im kommenden Jahr 30. Geburtstag: Die Branche der Allgemeinen Luftfahrt trifft sich zum 30. Mal in Friedrichshafen am Bodensee. Begleitet wird die Messe von einem umfangreichen Programm aus Fachkonferenzen. Die neue AERO Academy bietet zudem spezielle Sicherheitstrainings für Piloten sowie technische Workshops an. Am Vorabend der Messe wird erstmals der AERO Media Award verliehen.

Jubiläum am Bodensee

Die AERO begeht im kommenden Jahr ihren 30. Geburtstag, der unter anderem mit einer Airshow am Messesamstag gefeiert wird. Die einstündige Schau soll auf spektakuläre Weise das breite Themenspektrum der internationalen Luftfahrtmesse zwischen Innovation und Nachhaltigkeit abbilden. Eine Sonderausstellung gibt zudem Einblicke in die Historie der AERO Friedrichshafen und präsentiert Meilensteine, Innovationen und wegweisende Entwicklungen, die die General Aviation geprägt haben.

„Wir freuen uns nach einer erfolgreichen AERO 2023 darauf, den 30. Geburtstag der Messe gemeinsam mit Ausstellern und Besuchern aus der ganzen Welt zu feiern. Neben vielen Jubiläums-Specials wird die kommende Ausgabe der AERO die gesamte Bandbreite an Innovationen in der Allgemeinen Luftfahrt abdecken“, sagt Tobias Bretzel, Projektleiter AERO des Messeveranstalters fairnamic GmbH. In den 12 Ausstellungshallen präsentieren sich an den vier Messetagen zahlreiche Hersteller von Motorflugzeugen, Ultraleicht- und Segelflugzeugen, Hubschraubern, Jets sowie Zulieferer von Avionik, Antrieben, Rettungssystemen und weiterem Zubehör.

e-flight-expo auf der AERO

Dominantes Thema der AERO wird auch 2024 die Transformation der Luftfahrt hin zu mehr Nachhaltigkeit sein. Integraler Bestandteil dabei ist die e-flight-expo, die bereits 2009 als weltweit erste Ausstellung für elektrisches Fliegen startete. Die Schau innerhalb der AERO stellt innovative Lösungen und Projekte beim Elektroflug in den Mittelpunkt und bringt Aussteller und Besucher aus dem Bereich der nachhaltigen Luftfahrt zusammen. Ein 2023 erstmalig durchgeführtes Symposium zur Nutzung von Wasserstoff als Luftfahrt-Antrieb wird zudem um den Bereich Batterietechnologie erweitert: Der AERO Hydrogen & Battery Summit startet bereits am Dienstagnachmittag (16. April) und wird am ersten Messetag weitergeführt. Eine Art „grünen Faden“ für die Messebesucher bietet der AERO Sustainable Aviation Trail: Alle Aussteller, die sich verstärkt mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, sind mit einem grünen Ballon über dem Stand gekennzeichnet.

AERO Career Sessions für Job-Interessierte

Um dem Fachkräftemangel in der Luftfahrtbranche entgegenzuwirken, hat die AERO 2023 eine Jobbörse ins Leben gerufen, die im nächsten Jahr auf zwei Tage ausgeweitet wird und innerhalb des Geländes an einem stark frequentierten Bereich zwischen den A- und B-Hallen neu platziert wird. Bei den AERO Career Days präsentieren am 19. und 20. April 2024 zahlreiche Unternehmen und Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Luftfahrt ihre Ausbildungs- und Karrierechancen. Zusätzlich können sich Job-Interessierte bei den AERO Career Sessions in Vorträgen informieren und mit Branchenvertretern über unterschiedliche Berufsbilder sprechen.

Bereits einen Tag vor Beginn der Luftfahrtmesse trifft sich die Fachpresse zum Aero Media Day (16. April), um sich mit führenden Experten und Entscheidungsträgern der Branche auszutauschen und einen Überblick über die Innovationen und Neuheiten zu erhalten. Am Abend werden erstmals die AERO Media Awards in Kooperation mit Peter Bradfield vergeben. Diese würdigen herausragende journalistische Leistungen in den unterschiedlichen Kategorien der General Aviation.

Aussteller können sich ab sofort unter folgendem Link anmelden: https://www.aero-expo.de/aussteller/ausstellerunterlagen 

Über die AERO

Die AERO 2024 findet vom 17. – 20. April 2024 auf dem Messegelände der Messe Friedrichshafen statt. Die AERO ist die internationale Leitmesse für die Allgemeine Luftfahrt, die Business Aviation und den Luftsport. Präsent sind Fluggeräte von der zivilen Drohne über Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge und Gyrocopter, Helikopter, Reise- und Trainingsflugzeuge mit Kolbenmotor oder Propellerturbine bis hin zu Businessjets. Neue Antriebssysteme, Elektroflug, modernste Avionik, Dienstleistungen und Zubehör für Piloten sind weitere Schwerpunkte. Diese Themenbereiche spiegeln sich auch in den AERO Conferences wider und machen Europas größte Veranstaltung der Allgemeinen Luftfahrt dadurch auch zu einer wichtigen Plattform für Wissensaustausch und Weiterbildung.

Über die fairnamic GmbH

Mit der Gründung der fairnamic GmbH haben die Messegesellschaften Frankfurt und Friedrichshafen eine Partnerschaft mit Schwerpunkt innovativer Mobilität besiegelt. Durch gebündelte Kompetenz sowie Marktkenntnis, globaler Aufstellung, Markenstärke und Schnelligkeit wird die Marktposition in den Zukunftsmärkten General Aviation, Micromobility, E-Bike und Fahrrad gestärkt. Die Marken AERO und EUROBIKE sowie ihre Satelliten bilden dabei den Schwerpunkt des Joint Ventures. Ziel ist der Ausbau und die Weiterentwicklung der beiden Leitmessen.

Kleinflugzeugkonzept HyBird absolviert Erstflug

Das hybrid-elektrische Kleinflugzeugkonzept HyBird will Strecken unter 1.000 Kilometern mit geringem Passagieraufkommen klimaverträglich bedienen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun den Erstflug eines 1:4-Demonstrators des HyBird am Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt erfolgreich durchgeführt. Das Konzept, dass zwei Gasgeneratoren, Batterien und elektrisch betriebene Propeller kombiniert, wurde ursprünglich von Studierenden im Rahmen der NASA/DLR Design Challenge 2019 entworfen und anschließend von mehreren Instituten und Einrichtungen des DLR in Zusammenarbeit mit Airbus ProtoSpace weiterentwickelt.

„Kleinflugzeuge mit wenigen Passagieren und vergleichsweise kurzen Strecken sind ideal, um nachhaltige Antriebe und Konzepte möglichst schnell und breit in die Anwendung zu bringen“, sagt DLR-Bereichsvorstand Luftfahrt Dr. Markus Fischer. „Mit dem HyBird setzt das DLR einen Innovationsimpuls für die klimaverträgliche Anbindung entlegener Regionen ebenso wie für den individualisierten Kurzstreckenluftverkehr von kleinen Flughäfen. Ich freue mich sehr, dass der erste Demonstrationsflug gelungen ist, auf den spannende weitere Flüge und Weiterentwicklungen dieses vielversprechenden Konzepts folgen werden.“

HyBird Flugversuche in Cochsted

Mit den Flugversuchen in Cochstedt wurde eine neue Konfiguration weltweit erstmals geflogen. Die aktuelle Konfiguration des HyBird Kleinflugzeugkonzepts besteht aus einem Hochdecker mit jeweils einem großen Propeller an den Flügelspitzen (Wing-Tip-Propeller) sowie an den Enden des V-Leitwerks. Ein Hybrid-Antriebsystem mit zwei Turbinen zur Energieerzeugung und mit der Abschaltmöglichkeit eines Systems im Reiseflug steigert die Energieeffizienz deutlich zu bisherigen Kleinflugzeugen dieser Größe. Insbesondere bei Reisegeschwindigkeit lässt sich so ein niedriger Verbrauch realisieren, der pro Kopf und Kilometer etwa dem Energiebedarf heutiger Elektroautos entspricht. Ein „Batterie-Boost“ ermöglicht den vollelektrischen Start. Mit der Position und Größe der Antriebe reduzieren sich zudem die Lärmemissionen.

Der HyBird soll zukünftig fünf bis neun Passagiere mindestens 700 bis 1.000 Kilometer weit befördern können. Aus dem Kleinflugzeugkonzept, das im Rahmen der NASA/DLR-Design Challenge vom Gewinnerteam damals Studierender der Universität Stuttgart vorgelegt wurde, ist ein ferngeführt fliegender, instrumentierter Versuchsträger mit einem Höchstgewicht von 25 Kilogramm entstanden. „Ab dem Gewinn der Design Challenge ging es erst richtig los“, erinnert sich der Projektleiter Florian Will vom DLR-Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt. Es folgte die Anstellung im DLR zur wissenschaftlich tiefgehenden und gleichzeitig anwendungsnahen Forschung und Umsetzung des Konzepts.

„Mit dem Erstflug konnten wir viele wertvolle Daten sammeln, die nun in die Verbesserung unseres Konzepts fließen”, erklärt Florian Will. „Das ist auch unsere Strategie: Mit einem Demonstrator kann man in einem vergleichsweise frühen Stadium Flugtests durchführen. Dabei lassen sich umfangreiche Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln, die wiederum direkt in den Entwurf zukünftiger Flugzeuge einfließen. So planen wir voraussichtlich noch für dieses Jahr einen erneuten Flug mit dem dann bereits modifizierten Demonstrator.“

Berufshubschrauberpilot: Flugschüler starten Pilotenausbildung an der DRF Akademie

Die Pilotenausbildung zum Berufshubschrauberpiloten an der DRF Akademie geht in die zweite Runde: Heute beginnen zehn neue Flugschüler, sieben Männer und drei Frauen, ihre fliegerische Grundausbildung zum Hubschrauberpiloten. Sie wurden am Vormittag am Operation Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden willkommen geheißen. Der im vergangenen Jahr gestartete zweijährige Grundlehrgang „vom Fußgänger zum Berufshubschrauberpiloten“ der DRF Akademie hat sich somit am Markt etabliert.

Die Freude und Aufregung stand den zehn neuen Flugschülern ins Gesicht geschrieben, als sie sich heute an ihrem ersten Ausbildungstag am Operation Center der DRF Luftrettung versammelten: Sie konnten erstmals ihren Trainingshubschrauber, die Robinson R44 Raven II, in Augenschein nehmen und im Cockpit Probe sitzen. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun der zweiten Flugschülergruppe die Möglichkeit bieten können, bei uns ihre Ausbildung zum Berufshubschrauberpiloten zu absolvieren. Nach dem erfolgreichen Start unseres Programms im vergangenen Jahr, ist das Interesse an unserem Angebot ungebrochen hoch. Dies ist eine Bestätigung für die große Kompetenz der DRF Akademie als Ausbildungseinrichtung der DRF Luftrettung, eine der größten europäischen Luftrettungsorganisationen“, erklärt Florian Rabe, Geschäftsführer der DRF Akademie.

Pilotenausbildung: Erfahrene Fluglehrer und zusätzliche Lehrgangsmodule

Der Ausbildungslehrgang, bei dem sich Theorie- und Praxisphasen abwechseln, findet in der Akademie der DRF Luftrettung in Bühl und am Operation Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden statt. Zusätzlich zu den regulären Schulungsinhalten, die erfahrene Fluglehrer der DRF Luftrettung vermitteln, erhalten die Flugschüler auch praktische Einblicke in die vielfältigen Bereiche der Luftrettungsorganisation, z.B. in Form von Seminaren mit den Fachbereichen Technik und Medizin der DRF Luftrettung.

Ziel Berufshubschrauberpilot: Fliegerischen Nachwuchs sichern

Für die ersten sieben Flugschüler, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung begonnen haben, ist bereits Halbzeit und das tägliche Fliegen in den Praxisphasen schon fast Normalität. Sie werden nach erfolgreichem Lehrgangsabschluss im nächsten Jahr ihren Pilotenschein in der Tasche haben. „Wir wollen einen Beitrag für die Sicherheit in der Luftfahrt leisten und investieren zugleich in den fliegerischen Nachwuchs. Die DRF Luftrettung arbeitet aktuell an der Umsetzung eines Konzeptes, das jungen Copilotinnen und Copiloten einen Einstieg in den HEMS-Flugbetrieb bietet. Rechtzeitig zum Ende der ´ab initio´-Ausbildung können so in Zukunft auch junge Piloten unter der Aufsicht von erfahrenen Stationspiloten Erfahrung sammeln“, erläutert Florian Rabe.

Berufshubschrauberpilot: Bewerbungsverfahren für 2024 läuft noch

Es sind noch Bewerbungen für den dritten Ausbildungslehrgang, der im nächsten Jahr startet, möglich. Mehr Informationen unter https://www.drf-akademie.de/8/de/pilotenausbildung

Airport Nürnberg erwartet 690.000 Passagiere

Rund 690.000 Fluggäste aus der Metropolregion Nürnberg und darüber hinaus werden in den bayerischen Sommerferien am Nürnberger Albrecht Dürer Airport erwartet, etwa so viele wie im vergangenen starken Reisesommer. 28 Airlines gehen an den Start und steuern 62 Nonstop-Ziele an.

„Seit Beginn der Reisesaison an Ostern ist die Nachfrage groß und hält auch außerhalb der Ferienzeiten an“, so Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer am Airport Nürnberg. „Der facettenreiche Flugplan mit seinem vielfältigen Angebot sorgt für eine breitere Verteilung des Aufkommens über die Hauptreisezeit hinaus.“ Zwei weitere Trends: Es werden vermehrt größere und emissionsärmere Flugzeuge eingesetzt, während die Zahl der Starts und Landungen sinkt. Außerdem ist die Auslastung der Flüge deutlich höher als in den Vorjahren.

Antalya bleibt liebstes Ziel der Franken

Beliebtestes Flugziel im Sommer bleibt das türkische Badeparadies Antalya mit allein rund 130.000 Passagieren, das von sieben verschiedenen Fluggesellschaften angeflogen wird. Mit rund 85.000 Passagieren folgt Mallorca. Auch Griechenland und das spanische Festland sind stark nachgefragt. Neben den klassischen touristischen Angeboten, etwa mit Corendon, TUI (SmartLynx), Condor oder Eurowings, wächst der Low-Cost-Anteil: Auch Ryanair fliegt zahlreiche Sonnen- und Badeziele rund ums Mittelmeer an, hinzu kommen faszinierende Städteziele wie Dublin oder Venedig. Ergänzt wird das Angebot durch Flüge von und nach Osteuropa mit Wizz Air oder – neu – Dan Air, die vor allem für Besuche von Freunden und Verwandten genutzt werden. Als verkehrsreichster Tag wird übrigens der 5. September mit voraussichtlich 16.100 Passagieren erwartet.

125 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen beim entspannten Abheben

Schon im letzten Jahr stockte der Airport beim Personal auf, 2023 kamen weitere 125 Mitarbeitende dazu, die meisten davon im operativen Bereich, also beim Check-in, in der Gepäckverladung oder bei der Kabinenreinigung. Insgesamt beschäftigt der Flughafen derzeit 1.077 Kolleginnen und Kollegen, um für reibungslose Abläufe und ein entspanntes Reiseerlebnis zu sorgen. Dazu Jan C. Bruns, Leiter Aviation und Geschäftsführer der Flughafentochter AirPart, die für Bodenverkehrsdienste zuständig ist: „Wir sind personell deutlich besser aufgestellt, ebenso bei der Qualifikation. Außerdem wurden Anlagen wie zum Beispiel die Gepäckbänder vorbeugend gewartet. Wir haben dreimal täglich ein Schichtbriefing eingeführt, das dazu beiträgt, die Abstimmung weiter zu verbessern.“ Um die harte Arbeit gerade auf dem Vorfeld etwas zu versüßen, werden Getränke und an besonders heißen Tagen auch Eiscreme und Obst an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt.

10.000 Gepäckstücke pro Tag

Während der Ferienzeit verladen die 130 Beschäftigten der Gepäcksortierung im 24-Stunden-Betrieb rund 440.000 Koffer und Taschen, das sind im Schnitt knapp 10.000 Gepäckstücke pro Tag. Die Kofferwagen, die das Gepäck zu den Flugzeugen bringen, werden übrigens elektrisch angetrieben – wie immer mehr Fahrzeuge auf dem Vorfeld.

Snacks und Getränke heiß begehrt

Im Duty Free-Shop kommen Sonnenbrillen, frische Sommerdüfte sowie Strand-Accessoires wie Umhängetaschen oder Schmuck besonders gut an, in den Buchläden sind leichte Ferienlektüre und Reiseführer die Renner. Über die Theken von Marché Mövenpick gehen an umsatzstarken Tagen in den Ferien rund 600 Brezen, 450 Sandwiches, 500 Kaffeespezialitäten und 400 Gläser Bier.

Parkplatz online sichern

Rund 8.000 Parkplätze stehen am Airport Nürnberg zur Verfügung. Wegen der großen Nachfrage in den Ferien ist es zu empfehlen, vorab online unter airport-nuernberg.de/parken zu buchen. Alternativ gibt es gute Anschlüsse durch Bus und U-Bahn. Alle Anreisemöglichkeiten auch unter airport-nuernberg.de/anreise.

Tipps für Reisende

Fluggäste sollten rechtzeitig die Gültigkeit ihrer Ausweispapiere und Einreisedokumente überprüfen und diese für den Check-in bereithalten. Es wird empfohlen, genügend Zeit einzuplanen und zwei Stunden vor Abflug im Terminal zu sein. Nach der Gepäckaufgabe ist es am besten, direkt durch die Sicherheitskontrolle zu gehen, um rechtzeitig am Gate zu sein. Im Wartebereich kann man sich die Zeit bis zum Start in den Urlaub mit dem Beobachten der Flugzeuge oder mit einem Bummel durch den Duty Free-Shop vertreiben.

Treibstoffe für die Raumfahrt: Umweltfreundliche Alternativen zu Hydrazin

Weltweit wird an umweltfreundlichen Alternativen zu Hydrazin (N2H4), das als Treibstoff für Satellitentriebwerke in der Raumfahrt eingesetzt wird, geforscht, denn Hydrazin ist eine sehr giftige anorganische chemische Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff. Zwei vielversprechende Produkte aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sollen nun in den Weltraum und gleichzeitig auf den Markt gebracht werden. Dr. Lukas Werling und Felix Lauck aus dem DLR-Institut für Raumfahrtantriebe in Lampoldshausen gründen dazu das Start-up InSpacePropulsion Technologies.

Die beiden Wissenschaftler forschen seit vielen Jahren im DLR an fortschrittlichen Raketentreibstoffen. „Dabei wurde der Bedarf des Raumfahrtmarktes an kostengünstigen und trotzdem zuverlässigen Antriebslösungen immer offensichtlicher. Das gilt gerade auch für den New-Space-Bereich, in dem der Einsatz des teuren und giftigen Hydrazins oft gar nicht denkbar ist“, sagt Felix Lauck, einer der beiden Gründer der InSpacePropulsion Technologies GmbH i.G. (in Gründung). „New Space“ bezeichnet die Kommerzialisierung der Raumfahrt und ihre enge Verbindung mit der Wirtschaft.

HyNOx, eine der beiden entwickelten Antriebstechnologien, hat eine vergleichsweise hohe Leistung, ist sicher in der Handhabung und kostengünstig. Bei der zweiten Technologie handelt es sich um eine selbstzündende Treibstoffkombination mit dem Namen HIP_11, die vom DLR patentiert wurde. Beide Entwicklungen ergänzen sich: „HyNOx eignet sich für kleine und leichte Satelliten oder Raumfahrzeuge. HIP_11 hingegen bietet Vorteile bei größeren und schwereren Raumfahrzeugen“, erklärt InSpacePropulsion-Technologies-Gründer Dr. Lukas Werling.

Triebwerke für HyNOx-Treibstoffe aus dem 3D-Drucker

HyNOx ist ein Zweikomponententreibstoff und besteht aus Lachgas (N2O) und Ethan (C2H6). Die Komponenten sind weltweit gut verfügbar. Zusätzlich werden die passenden Triebwerke im 3D-Druck Verfahren hergestellt, was Kosten reduziert und kurze Herstellungszeiten ermöglicht. HyNOx Treibstoffe wurden beim DLR sowohl als vorgemischter Einkomponenten-Treibstoff, als auch als klassischer Zweikomponententreibstoff erprobt. „In inzwischen mehreren tausend Heißläufen am Prüfstandskomplex M11 in Lampoldshausen zeigte sich das Potenzial des Treibstoffs. Die Ausgründung fokussiert sich dabei auf die Anwendung von HyNOx als Zweikomponententreibstoff“, sagt Lukas Werling. Die Basis für die Entwicklungen bilden zahlreiche DLR-interne sowie von der ESA geförderte Projekte.

In den letzten Monaten haben die Forschenden HyNOx-Triebwerke mit unterschiedlichen Schubklassen getestet. Ihr Start-up treibt nun die Weiterentwicklung und die anschließende Demonstration der Technologie im All voran.

HIP_11 – selbstzündend und leistungsstark

Den Treibstoff „HIP_11“ (Hypergolic Ionic Propellant developed at M11) hat Felix Lauck im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt. Versuche verliefen erfolgreich, zusätzlich wurde der Treibstoff patentiert. „Eine Komponente von HIP_11 ist konzentriertes Wasserstoffperoxid, ein leistungsstarker und gut zu handhabender Oxidator. Bei der zweiten Komponente handelt es sich um ein Salz, das eine sehr geringe Schmelztemperatur aufweist und damit bei Raumtemperatur flüssig ist. Sobald dieses Salz mit Wasserstoffperoxid in Kontakt ist, reagieren die Stoffe miteinander und es kommt zur Zündung“, erklärt Felix Lauck. Diese selbstzündende Eigenschaft heißt „hypergol“. Die hypergole Zündung ist sehr zuverlässig. Selbstzündende Treibstoffe auf Hydrazin-Basis werden für viele Raumfahrt-Antriebe eigesetzt. „Bei HIP_11 handelt es sich nun um einen alternativen Treibstoff, der eine vergleichbare Leistung wie konventionelle Treibstoffe bietet. Er ist jedoch viel einfacher zu handhaben. Auch das reduziert die Kosten von HIP_11-Antrieben gegenüber konventionellen Technologien deutlich“, ergänzt Felix Lauck.

Der Weg zur Ausgründung

Die beiden InSpacePropulsion-Technologies-Gründer möchten mit ihren im DLR entwickelten Technologien eine kostengünstige und nachhaltige Raumfahrt voranbringen. Bereits kurz nach dem Start ihres Ausgründungsprojekts erhielten Felix Lauck und Lukas Werling die ersten Absichtserklärungen (sogenannte Letters of Intent) der Industrie. „Die Technologien stoßen auf großes Interesse“, sagt Lukas Werling. Auch mit dem DLR wird eine starke und langfristige Kooperation angestrebt. Schon im kommenden Jahr sollen die Triebwerke und Systeme im All erprobt werden.

Während der Gründungsphase werden die beiden Wissenschaftler vom DLR-Technologietransfer und von der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt. „Diese Ausgründung ist ein Beispiel dafür, wie wichtig und am Ende eben auch erfolgreich die professionelle und systematische Unterstützung von Ausgründungen im DLR ist. Wir begleiten die Gründungen von der ersten Idee, über die Marktsondierung, die Entwicklung von Produkt-Prototypen, Schulungen in Marketing und Vertrieb, Finanzierungsberatung und vielem mehr und machen sie so für den Markt fit. So bringen wir Forschungsergebnisse in die Anwendung, erzeugen Wertschöpfung und schaffen hochkarätige Arbeitsplätze“, erklärt Prof. Karsten Lemmer, Mitglied des DLR-Vorstands und verantwortlich für Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen.

Die Forschung geht weiter

Das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe, an dem die Gründer angestellt sind, forscht weiter an fortschrittlichen Treibstoffen. In der Abteilung Satelliten- und Orbitalantriebe arbeiten die Forschenden insbesondere an neuen Treibstoffmischungen und darauf abgestimmten Antriebssystemen. Auch ihr Ziel ist es, die Luft- und Raumfahrt nachhaltiger, einfacher, günstiger und sicherer zu machen.

Satelliten spielen im Alltag eine wichtige Rolle: Sie sind unter anderem Grundlage für die Erforschung und Überwachung des Klimawandels, aber auch für Anwendungen in der modernen Landwirtschaft sowie im Katastrophenschutz und in der Kommunikation und Navigation.

Low-Cost-Flüge ab Deutschland: Billigflieger nicht mehr so billig

Low-Cost-Flugverbindungen ab Deutschland verzeichneten in der vergangenen Wintersaison 2022/2023 ein weiter anhaltendes, langsames Wachstum. Allerdings ist das Vorkrisenniveau noch lange nicht erreicht. Gleichzeitig sind die Billigflieger nicht mehr so billig. Low-Cost-Fluggesellschaften ziehen sich von Großflughäfen zurück und Langstreckenangebote nach Übersee kommen erst vereinzelt wieder in den Markt. Diese Ergebnisse stehen im nun erschienenen „Low Cost Monitor 1/2023“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Bericht wird seit 2006 zweimal jährlich veröffentlicht.

„Die betrachteten Fluggesellschaften haben im Low-Cost-Segment im Januar 2023 wöchentlich 485 unterschiedliche Strecken ab Deutschland angeboten“, sagt Studienleiter Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Luftverkehr in Köln. „Dies sind 45 Strecken mehr als letztes Jahr, allerdings immer noch mehr als 200 Strecken weniger als beim Rekord im Winter 2019 vor der Coronapandemie.“

Preise steigen deutlich

„Die schwierige Lage am Markt führt dieses Jahr zu deutlich steigenden Preisen im Low-Cost-Segment“, erklärt Berster. „Die ermittelte Preisspanne lag im Frühjahr 2023 auf einem Niveau von rund 103 bis 147 Euro bei den Durchschnittspreisen der betrachteten Fluggesellschaften Ryanair, Easyjet, Eurowings und Wizz.“ Im Frühjahr 2019 lag diese Spanne noch bei rund 59 bis 106 Euro.

Nach der aktuellen Analyse ist Easyjet mit einem durchnittlichen Ticketpreis von rund 103 Euro vor Eurowings, Ryanair und Wizz die Gesellschaft mit den preisgünstigsten Angeboten inklusive aller Steuern und Gebühren im deutschen Markt.

Im Schnitt haben sich bei kurzfristigen Buchungen die Preise stark erhöht. Aber auch bei den längerfristigen Vorausbuchungen gibt es deutliche Preissteigerungen. Dabei gleichen sich die Preise der einzelnen Gesellschaften immer mehr an.

Weniger innerdeutsche Flugverbindungen

Innerdeutsche Flugstrecken spielen insgesamt nur noch eine untergeordnete Rolle. Nachdem es im Jahr 2010 noch einen Spitzenwert von rund 120 innerdeutschen Strecken gab, folgte ein langanhaltender Rückgang. Aktuell sind nur noch 26 Strecken verblieben.

Insgesamt nimmt der Anteil des Low-Cost-Segments am Flugverkehr von deutschen Flughäfen rund 21 Prozent ein. Berlin bietet dabei das größte Flugangebot in diesem Bereich mit über 467 geplanten Starts pro Woche, gefolgt von Düsseldorf mit rund 281. Danach kommen Köln, Hamburg und Stuttgart.

Europaweit knapp 7.000 unterschiedliche Strecken

Insgesamt liegt das europaweite Angebot im Low-Cost-Segment noch rund 24 Prozent unter dem Flugangebot von 2019. Spanien und Großbritannien sind jeweils mit rund 6.000 Starts pro Woche die bedeutendsten Länder für Low-Cost-Flüge vor Italien mit rund 5.000 sowie Frankreich und Deutschland mit jeweils mehr als 2.000 Starts.

Von den europaweit insgesamt rund 6.600 unterschiedlichen Strecken werden rund 83 Prozent von nur einem Low-Cost-Anbieter bedient. Im Europaverkehr haben die Fluggesellschaften im niedrigen Preissegment einen Anteil von rund 30 Prozent der geplanten Flüge in einer Woche im Winter 2023. Rund 70 Prozent der europäischen Flüge werden vorwiegend von den eher klassischen Linien- und Ferienfluggesellschaften durchgeführt. Der Low-Cost-Verkehr auf der Langstrecke in Deutschland und Europa ist auch im Winter 2022/2023 noch sehr gering im Vergleich zu 2019. Es gibt mittlerweile aber wieder Flüge in die USA und nach Singapur.

Low Cost und traditioneller Linienflugbetrieb

Die Airlines gestalten ihr Low-Cost-Angebot oft sehr unterschiedlich. Dadurch lassen sich auf Kundenseite nur wenige eindeutige Abgrenzungskriterien für das Marktsegment definieren: beispielsweise ein niedriger Preis und seine generelle Verfügbarkeit oder ein Direktvertrieb über das Internet. Zunehmend wird die Tendenz sich vermischender Geschäftsmodelle bei den Airlines sichtbar. Die vom DLR im „Low Cost Monitor“ betrachteten Fluggesellschaften werden nicht aufgrund ihres Geschäftsmodells identifiziert, sondern sind solche, die eine hohe Anzahl von Angeboten im Niedrigpreissegment des Gesamtmarkts aufweisen. Typisch für das aktuell betrachtete Preissegment bleiben die niedrigen Preise, ihre generelle Verfügbarkeit und die – in Abhängigkeit von der Vorausbuchungsdauer – große Spreizung zwischen dem billigsten und dem teuersten Tarif.

Auf der Betriebsseite zeigt sich, dass Low-Cost-Fluggesellschaften auf den Punkt-zu-Punkt-Verkehr setzen und dabei oftmals nur mit einem Flugzeugmuster und verschiedenen Flughäfen als Basen operieren. Im Gegensatz dazu stehen Netzwerk-Fluggesellschaften, die die gesamte Palette an Kurz-, Mittel- und Langstreckenflügen mit Umsteigeverkehren über ein festes Flughafen-Drehkreuz anbieten sowie Touristik-Fluggesellschaften, die eng mit Reiseveranstaltern kooperieren.

Die genannten Ergebnisse der Studie basieren auf Daten einer Referenzwoche im Januar. Auf Anfrage bietet das DLR individuelle Auswertungen des Luftverkehrsmarkts unter Auswahl einer breiten Palette an Kriterien an.

Flughafencheck 2023 der VC: München Platz 1 – Schlusslicht Weeze

München auf Platz 1, Leipzig auf 2, Stuttgart ist Dritter

Die Spitzenreiter im VC-Flughafencheck haben ihre Positionen 2023 behaupten können. Alle drei verfügen über eine hervorragende Infrastruktur und Arbeitsprozesse für die Betriebssicherheit, die sich seit Jahren bewährt haben. Auf diese Spitzengruppe folgen Bremen, Erfurt, Kassel-Calden und Köln-Bonn als weitere „sehr gute“ Flughäfen.

Rollwege, Sicherheitskultur und mehr: Aktuelle Entwicklungen an deutschen Flughäfen

Positiv hervorzuheben ist auch die verstärkte Einbindung der Vereinigung Cockpit (VC) bezüglich Sicherheitsfragen an den Flughäfen Köln-Bonn, Stuttgart, München und Kassel-Calden. Der Austausch zwischen allen Beteiligten ist eine elementare Voraussetzung für einen sicheren Flug- und Flughafenbetrieb.

„Wir begrüßen, dass – trotz aller nach wie vor bestehenden Herausforderungen für die Sicherheit – an den deutschen Flughäfen ein steter Wandel zum Besseren zu beobachten ist. Das technische Sicherheitsniveau ist hoch und wird kontinuierlich verbessert. Aber vor allem freuen wir uns, dass die Expertise der VC in Sicherheitsfragen an immer mehr Flughäfen geschätzt wird und wir uns als Berufsverband in den Local Runway Safety Teams (LRST) einbringen können“, so Matthias Baier, Pressesprecher der VC.

Verlierer im Flughafencheck

Am unteren Ende der Skala gibt es aktuell mehr Bewegung als im oberen Segment. Schlusslicht ist in diesem Jahr der Flughafen Weeze mit der Note 2,9. Daneben sind auch Saarbrücken (von 2,2 auf 2,7) und Nürnberg (von 1,8 auf 2,3) deutlich abgerutscht.

Maßgeblich für die deutlich schlechtere Bewertung war hier, dass die VC an diesen Flugplätzen nach wie vor nicht zu den LRST eingeladen wird, in denen im vertraulichen Rahmen z.B. Vorfälle oder geplante bauliche Änderungen besprochen werden. Je mehr Teilnehmer, desto effektiver sind diese Teams. Oft sind es die ohnehin schon sehr guten Flughäfen, welche Vorfälle mit allen Stakeholden am Flughafen zusammen erörtern. Dort erleben wir immer wieder, wie eine positive Unternehmenskultur, bei der wir Pilotinnen und Piloten mit ins Boot genommen werden, die Sicherheit merklich erhöht.

Augenmerk des Flughafenchecks

Ein weiteres Augenmerk des Flughafenchecks liegt darauf, inwieweit die Rollwege auf den deutschen Flughäfen den Vorgaben der internationalen Luftfahrtorganisation (ICAO) bzw. den Empfehlungen der Europäischen Luftfahrtbehörde (EASA) entsprechen. Wichtig ist hier vor allem eine konsekutive Benennung der Rollwege in Landerichtung (z.B. E, D, C, B, A). Besonders positiv ist hinsichtlich der Benennung der Rollwege der Flughafen Düsseldorf hervorzuheben, der auf beiden Bahnen eine vorbildliche, logische, alpha-numerische Benennung vorgenommen hat. Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und München haben hier gut abgeschnitten. Sie folgen zwar der ICAO-Vorgabe für eine logische, alpha-numerische Benennung, haben diese allerdings nicht in Hauptlanderichtung orientiert. Für Frankfurt reicht es nicht zu einer 1, da es sehr große Lücken in der Zahlenfolge den Cockpitcrews schwer machen, die richtige Ausfahrt zu finden (z.B. P14 – P16 – P20 – P24). Die fehlende Logik in Heringsdorf, Memmingen, Münster und Rostock (z.B. C/D – B – E – B/D – A) dagegen ist problematisch.

Die Arbeitsgruppe Airport and Ground Environment (AGE) der Vereinigung Cockpit unterzieht die deutschen Verkehrsflughäfen bereits seit 1978 einem jährlichen Sicherheitscheck. Seit 1996 werden auch Regionalflughäfen in die Untersuchung einbezogen, insofern dort nennenswerter Linienverkehr stattfindet. Als Grundlage für die Untersuchung dient ein kontinuierlich an die sich veränderten Anforderungen angepasster Kriterienkatalog, der nicht nur die internationalen Vorschriften, sondern auch die aus Pilotensicht sinnvolle und für eine optimale Sicherheit notwendige Ausrüstung von Flughäfen umfasst.

Flughafencheck Ergebnis

Flughafen (ICAO | 3-Letter-Code)GesamtnoteEinzelne Kriterien
Berlin (EDDB | BER)2.141.68 Runway Excursion, 2.40 Runway Incursion, 2.60 Taxi Occurences
Bremen (EDDW | BRE)1.751.61 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Dortmund (EDLW | DTM)2.191.81 Runway Excursion, 2.40 Runway Incursion, 2.60 Taxi Occurences
Dresden (EDDC | DRS)1.991.90 Runway Excursion, 2.13 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Düsseldorf (EDDL | DUS)2.181.79 Runway Excursion, 2.40 Runway Incursion, 2.60 Taxi Occurences
Erfurt (EDDE | ERF)1.791.76 Runway Excursion, 2.00 Runway Incursion, 1.25 Taxi Occurences
Frankfurt/ Hahn (EDFH | HHN)1.991.98 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
Frankfurt/ Main (EDDF | FRA)2.251.73 Runway Excursion, 2.40 Runway Incursion, 3.15 Taxi Occurences
Friedrichshafen (EDNY | FDH)2.142.27 Runway Excursion, 2.13 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Hamburg (EDDH | HAM)2.342.18 Runway Excursion, 2.40 Runway Incursion, 2.60 Taxi Occurences
Hannover (EDDV | HAJ)2.392.04 Runway Excursion, 2.55 Runway Incursion, 2.88 Taxi Occurences
Heringsdorf (EDAH | HDF)2.622.74 Runway Excursion, 2.60 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
Karlsruhe/Baden-Baden (EDSB | FKB)1.942.08 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Kassel – Calden (EDVK | KSF)1.871.89 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Köln/Bonn (EDDK | CGN)1.791.69 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Leipzig/Halle (EDDP | LEJ)1.651.56 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.25 Taxi Occurences
Lübeck (EDHL | LBC)2.792.42 Runway Excursion, 3.00 Runway Incursion, 3.15 Taxi Occurences
Mannheim (EDFM | MHG)2.833.61 Runway Excursion, 2.30 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
Memmingen (EDJA | FMM)2.562.07 Runway Excursion, 3.07 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
München (EDDM | MUC)1.641.52 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.25 Taxi Occurences
Münster/Osnabrück (EDDG | FMO)1.912.01 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Nürnberg (EDDN | NUE)1.831.79 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Paderborn/Lippstadt (EDLP | PAD)2.302.10 Runway Excursion, 2.47 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
Rostock/Laage (ETNL | RLG)2.382.29 Runway Excursion, 2.47 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
Saarbrücken (EDDR | SCN)2.282.39 Runway Excursion, 2.17 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
Stuttgart (EDDS | STR)1.721.52 Runway Excursion, 1.87 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences
Sylt (Westerland) (EDXW | GWT)2.362.58 Runway Excursion, 2.17 Runway Incursion, 2.35 Taxi Occurences
Weeze (Niederrhein) (EDLV | NRN)2.502.51 Runway Excursion, 2.73 Runway Incursion, 1.80 Taxi Occurences

Ferien: Flughafen München erwartet 40.000 Starts und Landungen

Am letzten Juli-Wochenende beginnt auch am Flughafen München die Hauptreisezeit: Während der bayerischen Sommerferien sind vom 28. Juli bis einschließlich 11. September nach den bisher vorliegenden Anmeldungen der Airlines über 40.000 Flüge geplant. An einzelnen Tagen starten und landen während der Ferien annähernd bis zu 1.000 Flugzeuge.

Passagieren steht ab München ein attraktives Angebot zu über 200 Zielen in 60 Ländern zur Verfügung: Die Reisepalette reicht von europäischen Feriendestinationen über Städtereisen bis hin zu Reisen auf ferne Kontinente. Mit 1.860 Starts hat Spanien dieses Mal bei den Abflügen gegenüber Italien mit 1.800 Starts die Nase vorn. Nach Frankreich heben 1.133 Maschinen ab, in Richtung Griechenland starten 1.035 Maschinen. Insgesamt 993 Flüge sind während der Ferien zu türkischen Destinationen geplant.

Zahlreiche Langstreckenziele ab Flughafen München

Von München aus werden wieder zahlreiche Langstreckenziele angeboten. Insbesondere Destinationen in den USA werden häufig bedient: Reisenden stehen in den Sommerferien insgesamt 896 Abflüge zu 13 amerikanischen Zielen zur Auswahl. Weitere 184 Flüge führen zu drei kanadischen Destinationen.

In Asien wird Taiwan erstmals auch in den Sommerferien als Reiseziel angeboten. Der Inselstaat wird seit November letzten Jahres von EVA Air bedient. Ab Anfang August fliegt Air China wieder täglich nach Peking. Damit sind nahezu alle Airlines, die bereits vor der Pandemie Langstreckenflüge ab München durchgeführt haben, wieder zurückgekehrt.

Jeweils zweimal täglich heben Flugzeuge in den Sommerferien nach Indien, Katar, Singapur und Thailand ab – dreimal pro Tag geht es zu Zielen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Einmal täglich wird Südkorea angeboten.

Online Check-in und Vorabend Check-in

Um Fluggästen in München den Start in den Sommerurlaub zu erleichtern, sind in den Terminals zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz, die anhand ihrer Poloshirts leicht erkennbar sind und Urlaubern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch die Passagiere selbst können mit einer guten Reiseplanung und ausreichendem Zeitpuffer zu einem gelungenen Ferienauftakt beitragen: Generell wird empfohlen, möglichst online einzuchecken oder den von verschiedenen Airlines angebotenen Vorabend Check-in zu nutzen. Die Reisebestimmungen der Airlines – wie Anzahl oder Gewicht des Reisegepäcks – sollten ebenso beachtet werden wie die Regelungen zu Flüssigkeiten und elektronischen Geräten beim Handgepäck.

Am Münchner Flughafen sind bereits sieben Geräte der neuesten Generation von sogenannten CT-Scannern im Einsatz, die für einen deutlich höheren Passagierfluss bei den Sicherheitskontrollen sorgen. In der Endausbaustufe werden in beiden Terminals alle 25 Kontrollstellen mit Hochleistungs-Scannern bestückt sein.

Bodensee-Airport Friedrichshafen veröffentlicht Jahresbilanz

339.550 Passagiere nutzten im Vorjahr den Bodensee-Airport Friedrichshafen, was einer Steigerung um 165% zum Vorjahr entsprach. Das sind 70 % des Aufkommens bezogen auf das Vor-Corona-Jahr 2019.

Wachstumsträger waren vor allem die touristischen Strecken aber auch der LowCost-Verkehr nach Ost-Europa. Nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen im Reiseverkehr war die Nachfrage hoch und führte zu einer schnellen Erholung dieser Verkehre.

„Im Hinblick darauf, dass in den ersten 3 ½ Monaten im Jahr 2022 Coronabedingt noch so gut wie kein Reiseverkehr stattfand und der Flughafen Friedrichshafen auch im Laufe des Sommers die Auswirkungen der operationellen Probleme der großen Flughäfen mittelbar zu spüren bekam, freuen wir uns über diese Zahlen sehr“, so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen.

Wirtschaftliche Entwicklung des Bodensee-Airports

Wirtschaftlich war das Jahr geprägt durch die Beendigung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zum 31.03.2022.

Aufgrund des Insolvenzverfahrens waren zwei Abschlüsse für Rumpfgeschäftsjahre notwendig. Der eine für die Zeit des laufenden Insolvenzverfahrens vom 01. Juni 2021 bis zum 31. März 2022 und der zweite für die Zeit vom 01. April 2022 bis zum 31. Dezember 2022, um wieder zum Kalenderjahr zurückzukehren.

Die Abschlüsse sind geprägt durch eine Reihe von Sondereffekten, die das Insolvenzverfahren mit sich brachte und die zu hohen positiven Jahresergebnissen führen. Daher und aufgrund der veränderten Betrachtungsperiode ist ein Vergleich mit Vorjahresperioden nicht sinnvoll.

Beendigung des Insolvenzverfahrens

Mit der Beendigung des Insolvenzverfahrens zum 31. März 2022 wurde der Insolvenzplan in Kraft gesetzt. Ende April erfolgte nach Eingang des Kaufpreises die Übertragung der Grundstücke an den neuen Eigentümer und die Zahlung der ersten Mietrate. Die Insolvenzquote wurde im Mai 2022 an die Gläubiger ausgezahlt.

„Unter Berücksichtigung der Sonderfaktoren aus dem Abschluss des Insolvenzverfahrens sind wir mit der Entwicklung im Jahr 2022 sehr zufrieden“, ergänzt Claus-Dieter Wehr. „Unsere Ziele und Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle nochmals allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Flughafen, die einmal mehr in besonderen Zeiten ihr Bestes für den Flughafen und unsere Kunden gegeben haben.“

Ausblick und Projekte

Das aktuelle Jahr ist bei zahlreichen europäischen Airlines gekennzeichnet durch Engpässe bei Fluggerät und Personal, was auch Auswirkungen auf das Angebot ab Friedrichshafen hat. Diese Kapazitätslücken lassen sich durch Kurzfristgeschäft sowie Sondercharter nur teilweise schließen, so dass trotz hoher Passagiernachfrage leider keine Steigerung der Passagierzahlen gegenüber 2022 zu erwarten ist.

Zahlreiche Infrastrukturprojekte wurden in 2022 gestartet, so z.B. die Erneuerung der Anflugbefeuerung und der Blitzkette mit energiesparender LED-Technik, die Erneuerung des Instrumentenlandesystems und der Ersatz zweier großer Flugfeldlöschfahrzeuge. Derzeit laufen Bauarbeiten im Ein- und Ausreisebereich, um die europäischen Anforderungen an das Entry-Exit-System zukünftig erfüllen zu können. Eine Erweiterung des Einreisebereichs wird in einem zweiten Bauabschnitt ab Mitte September erfolgen.

BER: Passagierzahlen im Juni weitgehend konstant

Die Zahl der Fluggäste am BER ist weitgehend konstant. Im Juni reisten rund 2,1 Millionen Passagiere über den Flughafen Berlin Brandenburg. Das sind etwa genauso viele Passagiere wie im Vormonat Mai. Im Juni des Vorjahres waren es rund zwei Millionen Passagiere. Im Juni des Vor-Corona-Jahres 2019 nutzten 3,3 Millionen Fluggäste die damaligen Flughäfen Tegel und Schönefeld. 

Insgesamt sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 10,5 Millionen Passagiere über den BER gereist. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum knapp neun Millionen.

Im vergangenen Monat starteten und landeten 16.242 Flugzeuge am BER und damit ebenso viele wie im Mai. Im Juni des Vorjahres waren es 15.488 Flugbewegungen und im Jahr 2019 rund 26.000.

Im vergangenen Monat wurden am BER insgesamt 2.690 Tonnen Luftfracht verladen. Im Juni des Vorjahres waren es 2.427 Tonnen und im Jahr 2019 2.961 Tonnen.

DFS erneuert Drehfunkfeuer (CVOR) Nienburg in ein DVOR

Um das Drehfunkfeuer (CVOR) Nienburg bei Stöckse robuster gegenüber Störeinflüssen von Windkraftanlagen zu machen, rüstet die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH die Anlage zu einem Doppler-Drehfunkfeuer (DVOR) um. Damit lassen sich mehr Windkraftprojekte im Umfeld der Anlage realisieren, ohne Einschränkungen für die sichere Navigation der an- und abfliegenden Flugzeuge an den Flughäfen Hannover und Bremen.  

Doppler-Drehfunkfeuer wird errichtet

In einem ersten Schritt wurde die CVOR Nienburg zum Monatswechsel außer Betrieb genommen. Die Alt-Anlage wird zunächst zurückgebaut, um dann am gleichen Standort das Doppler-Drehfunkfeuer zu errichten. Während der rund sechsmonatigen Bauzeit übernimmt das benachbarte Drehfunkfeuer Sarstedt die Aufgaben für die Luftfahrt. Für die neue Anlage gilt der verringerte Schutzbereich von sieben Kilometern, innerhalb dessen gesondert geprüft wird, ob von geplanten Windkraftanlagen (WKA) eine mögliche Störung von Flugsicherungsanlagen ausgeht. In einer gemeinsamen Initiative der DFS und der Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie für Digitales und Verkehr (BMDV) verringerte die DFS im Februar bis auf eine Ausnahme den Radius ihrer 40 Doppler-Drehfunkfeuer von 15 auf sieben Kilometer.  

„Wir freuen uns, dass wir mit der Erneuerung des Drehfunkfeuers Nienburg mehr Raum für den Ausbau der Windkraft in der Region bieten und gleichzeitig den Piloten im An- und Abflug auf die Flughäfen Hannover und Bremen die bewährte Präzision bei der Navigation bieten können“, erläutert DFS Geschäftsführer Technik Friedrich-Wilhelm Menge.

Terrestrische Navigation als Backup bei Ausfall der Satellitennavigation

In Deutschland werden aktuell insgesamt 50 bodengebundene Drehfunkfeuer betrieben, darunter 41 DVOR und weitere neun konventionelle Drehfunkfeuer (CVOR), wie die alte CVOR Nienburg. Die in Bezug auf Windkraftanlagen störanfälligeren CVOR werden mit Ausnahme der Anlage auf der Insel Helgoland mit Unterstützung der Bundesregierung in unempfindlichere DVOR um- oder gänzlich abgebaut. Mit der Einführung satellitengestützter Navigationsverfahren wurden seit 2002 von ursprünglich rund 70 bereits 20 Drehfunkfeuer abgebaut . Ab dem Jahr 2030 werden nur noch etwa 30 Anlagen benötigt, als Backup-Grundgerüst für den Ausfall der Satellitennavigation. Auch das zukünftige DVOR Nienburg gehört dazu.  

Leuchttürme der Luft

UKW-Drehfunkfeuer (CVOR) und Doppler-UKW-Drehfunkfeuer (DVOR) sind die Leuchttürme der Luft. Sie senden ununterbrochen ein drehendes Funksignal – daher der Begriff „Drehfunkfeuer“ – sowie ein Referenzsignal für den magnetischen Nordpol aus. Diese werden vom Flugzeug empfangen, ausgewertet und dienen dem Piloten zur Orientierung. Stehen Windenergieanlagen oder andere Bauwerke zu nah am Drehfunkfeuer, können diese das Signal der Navigationsanlage stören, indem sie es reflektieren. Diese Reflexion erreicht den Flugzeugempfänger zusätzlich zum Ursprungssignal und führt zu Winkelfehlern, also verfälschten Richtungsinformationen. Um solche Störungen zu vermeiden, sieht die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) die Festlegung von Schutzbereichen rund um diese Anlagen vor. Anlagenschutzbereiche sind keine generellen Bauverbotszonen. Sie sind aber im Genehmigungsverfahren relevant: In diesen Gebieten muss bei jedem Bauvorhaben gesondert geprüft werden, ob von dem Bauwerk eine mögliche Störung von Flugsicherungsanlagen ausgeht.

UFO verhandelt zusätzliches Entlastungspaket für Kabinenpersonal bei Condor

Nachdem die bei Condor aktiven Gewerkschaften gemeinsam mit der Personalvertretung ein umfangreiches Vergütungspaket mit dem Arbeitgeber geschnürt haben, legte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) mit einem zusätzlichen Entlastungspaket für das Kabinenpersonal nach.

Entlastungspaket Tarifergebnis

Im Tarifergebnis enthalten sind zum einem die erneute Entschädigung für Dienstplanänderungen, wenn diese mehr als 12-mal im Jahr vorkommen. Zum anderen wird das freiwillige sog. “Abkaufen” von freier Zeit zu je 1/15 des Bruttolohns pro Tag im Sommerflugplan auch in den kommenden Jahren möglich sein. Um der Thematik von übervollen Dienstplänen zu begegnen, wurde im Entlastungspaket außerdem vereinbart, dass Urlaubstage nun planerisch berücksichtigt werden müssen und es bei Erreichen der Planungsobergrenze von Dienstplänen zu einem zusätzlichen freien Tag kommt.

Im Rahmen einer Evaluierungskommission ist UFO bereits seit 2 Jahren in Gesprächen mit der Condor, um die Arbeitsabläufe, die am meisten Belastung erzeugen zu identifizieren und maßgeschneiderte Vorschläge zur Entlastung für die Condor-Kabine zu machen.

“Nachdem wir in der Evaluierungskommission offensichtlich zu keinem Ergebnis kamen, haben wir uns im Mai dazu entschlossen eine Schiedsstelle einzuberufen, um eine Lösung zur Entlastung der Kabine zu erzwingen”, so Christian Bötte-Lüdemann, Vorstandsmitglied der UFO und Verhandlungsführer bei Condor.

“Die Schiedsstelle ist ein Alleinstellungsmerkmal des UFO-Manteltarifvertrags. Nachdem wir sie einberufen hatten, stand für uns fest, dass wir nicht ohne ein Entlastungspaket vom Verhandlungstisch gehen”, so Bötte-Lüdemann weiter.

Erste Termine für die Schiedsstelle waren bereits terminiert. Ein Schiedsspruch barg allerdings für beide Parteien Unsicherheiten.

Condor kehrt an den Verhandlungstisch zurück

“Condor sah sich offenbar genötigt, doch mit uns über Entlastungsthematiken zu sprechen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, obwohl sie das zu Beginn der VTV-Verhandlungen kategorisch ausgeschlossen hatte. Eine substanzielle Erhöhung der Vergütung der Kabine und die gleichzeitige Senkung der massiven Arbeitsbelastung, welcher sich unsere Kolleginnen bei Condor seit Längerem ausgesetzt sehen, waren für uns Themen, die nur in ihrer Gesamtheit gelöst werden konnten. Wir freuen uns sehr, dass wir diese nun für die Condor-Kolleginnen erreicht haben”, ergänzt UFO-Vorsitzender, Daniel Kassa Mbuambi.

DLR-Projekt HorizonUAM: Der urbane Luftverkehr der Zukunft

Drohnen und hochautomatisierte Flugtaxis haben das Potenzial, den urbanen Luftverkehr mit neuen Möglichkeiten zu bereichern. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit wir in einigen Jahren die urbane Mobilität tatsächlich in der Luft nutzen können? Welche Ansprüche an Sicherheit, Effizienz, Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit müssen für umsetzbare Konzepte erfüllt sein? Im Forschungsprojekt HorizonUAM (Urban Air Mobility) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Antworten auf diese Fragen gesucht – mit Konzepten für Fluggeräte, Flugkorridore, Haltepunkte (so genannte Vertidrome), die sich in die bestehende Infrastruktur integrieren. Am 04. und 05. Juli präsentierten die Forschenden ihre Ergebnisse im Nationalen Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme des DLR am Standort Cochstedt der Öffentlichkeit. Hier fanden in einer Modellstadt zentrale Flugversuche des Projekts statt. Konkrete Beispiele für den Aufbau des urbanen Luftverkehrs wurden insbesondere für die Stadt Hamburg entworfen. Das Feedback von Bürgerinnen und Bürgern zur möglichen Nutzung des städtischen Luftverkehrs floss in die Studien mit ein.

Der zukünftige urbane Luftverkehr stellt vielfältige Anforderungen an einen sicheren und effizienten Betrieb mit passenden Start- und Landeplätzen sowie Flugrouten, die sich schonend in die bestehende Infrastruktur und den Alltag der Menschen vor Ort integrieren“, sagt die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla. „Dafür benötigen wir einen ganzheitlichen Ansatz in Forschung und Entwicklung, den das DLR-Projekt HorizonUAM aufgreift. Insgesamt zehn beteiligte Institute und Einrichtungen zeigen die Gesamtsystemkompetenz des DLR in diesem für die urbane Mobilität und Wirtschaft wichtigen Zukunftsfeld.“

Das gesamte System unter Beobachtung

Um sich ein umfassendes Bild zu machen, entwickelten die Forschenden eine Gesamtsystemsimulation sowie eine Methodik zur Prognose der weltweiten Nachfrage nach UAM-Verkehrsdiensten. Diese Methode wendeten sie auf 990 städtische Gebiete mit mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern weltweit an. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Nachfrage mit einer steigenden Zahl an Haltepunkten und deren leichter Erreichbarkeit klar zunimmt“, berichtet Dr. Bianca Schuchardt vom DLR-Institut für Flugführung und Projektleiterin von HorizonUAM. „Bezahlbare Preise spielen dabei eine entscheidende Rolle.“ Anhand der Methodik identifizierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr als 200 Städte weltweit als „UAM-geeignet“. Neben Metropolen wie New York und Tokio ist darunter auch Hamburg. Wichtige Faktoren sind dabei unter anderem die Bevölkerungszahl, die Ausdehnung der Stadt, sowie das Bruttoinlandsprodukt.

Auch die Kosten nahmen die Forschenden unter die Lupe. Dafür entwickelten und untersuchten sie verschiedene Einsatzszenarien: den innerstädtischen Lufttaxi-Verkehr, Flughafen-Shuttles und den Regionalverkehr. Das Ergebnis: Um die Betriebskosten zu decken und gleichzeitig einen Gewinn zu erzielen, müssten Betreiberinnen und Betreiber für Lufttaxis und Shuttle-Services je nach Gegebenheiten Preise in einer Spanne von vier bis acht Euro pro Kilometer veranschlagen.

Senkrecht startende Lufttaxis

Wie sollte ein Vehikel, das einen Personentransport im städtischen Luftraum von A nach B ermöglicht, idealerweise aussehen? Auch dieser Frage gingen die Forschenden im Projekt HorizonUAM nach. „Wir haben verschiedene Vorentwürfe für senkrecht startende Lufttaxis angefertigt. Zu einem der Konzepte mit sechs schwenkbaren Rotoren wurde auch ein detailliertes Kabinendesign angefertigt, das wir hinsichtlich Sicherheit, Passagierkomfort und Betriebsabläufen für den UAM-Betrieb optimierten“, erklärt Schuchardt. In einem am DLR-Standort Braunschweig neu aufgebauten Kabinensimulator wurde der Flug in einem Lufttaxi für 30 Probandinnen und Probanden mittels Mixed-Reality erlebbar durchgespielt. Dabei zeigten sich die Probanden sehr offen gegenüber einem ferngeführten Lufttaxiflug ohne Piloten an Bord. Im Falle von unerwarteten Ereignissen, wie einer Streckenänderung, konnte das gefühlte Wohlbefinden jedoch tendenziell gesteigert werden, wenn ein Crew-Mitglied mit an Bord war.

Immer sicher unterwegs

Sicher, zuverlässig und weitestgehend autonom – so sollte das Lufttaxi der Zukunft aussehen. Wie es gelingen kann, es sicher aus der Ferne zu betreiben und zu überwachen und wie die Zertifizierung für diese Fluggeräte ablaufen müsste, untersuchten die Forschenden ebenfalls. Es zeigte sich schnell, dass bei Lufttaxis zwei großen Herausforderungen der bemannten und unbemannten Luftfahrt zusammenkommen: der Wunsch nach vergleichbarer Autonomie wie in der unbemannten Luftfahrt und der nach gleich hohen Sicherheitsstandards wie in der bemannten Luftfahrt. „Die Zertifizierbarkeit von Lufttaxi-Komponenten, wie zum Beispiel des Batteriesystems, konnten wir erfolgreich nachweisen. Für die deutlich komplexere Zertifizierung von Autonomiefunktionen haben wir Teillösungen erarbeitet, hier besteht aber weiterhin Forschungsbedarf“, erläutert Schuchardt.

Haltestellen für Lufttaxis

Damit Lufttaxis im städtischen Raum überhaupt zum Einsatz kommen können, brauchen sie Haltepunkte, also kleine innerstädtische Flugplätze, sogenannte Vertidrome. Diese müssen sich in die vorhandene urbane Infrastruktur und das jeweilige Stadtbild integrieren lassen. In diesem Zusammenhang errichteten die Forschenden am DLR-Standort Cochstedt eine Modellstadt im Maßstab 1:4, in der sie auch das Management eines Vertidroms untersuchten. Schuchardt berichtet: „In der Modellstadt konnten wir als prägnantes Beispiel ein Lufttaxi-Szenario für Hamburg erproben. Konkret ging es um eine Luftverbindung zwischen dem Hamburger Flughafen und einem in der Binnenalster positionierten Vertidrom. Die nachgestellte Flugstrecke durch Hamburg ließ sich günstig entlang der bestehender S-Bahn-Trasse legen. Sensible Gebiete oder solche mit höherem Flugverkehrsaufkommen, wie beispielsweise rund um das Hamburger Klinikum, wurden dabei ausgespart.

Wahrnehmung und Akzeptanz

Ein städtischer Luftverkehr kann ohne eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung nicht umgesetzt werden. Deshalb führten die Forschenden dazu mehrere Studien zum Feedback von Bürgerinnen und Bürgern durch. Sie beauftragten das Institut BIK ASCHPURWIS + BEHRENS GmbH, eine großangelegte Telefonbefragung zur Akzeptanz von zivilen Drohnen und Lufttaxis in der deutschen Bevölkerung durchzuführen. Diese Ergebnisse wurden dann von den Forschenden analysiert: Heraus kam ein breites Stimmungsbild. Für zivile Drohnen zeigte sich im Allgemeinen eine Tendenz zu einem eher positiven Meinungsbild, bei Flugtaxis waren die Befragten im Schnitt eher zurückhaltender.

Der Blick aus der Perspektive von Anwohnerinnen und Anwohnern wurde in einer weiteren Studie erfasst. Hier wurde Teilnehmenden mithilfe von Virtual-Reality-Technologie ein Eindruck vermittelt, wie man sich als Passant oder Passantin in einer Stadt fühlt, wo zivile Drohnen fliegen. Zusätzlich entwickelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine App, mit der die Geräuschkulisse von Drohnen nicht nur gemessen werden kann, sondern bei der die nutzende Person auch subjektive Bewertungen dazu abgeben kann.

Beispiel Hamburg

Zur Visualisierung der Arbeiten in HorizonUAM erstellten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 3D-Renderings, die zeigen, wie sie sich Vertidromkonzepte vorstellen. Als Referenzstadt für diverse Untersuchungen in HorizonUAM bot sich die „Staumetropole“ Hamburg besonders an. „In Hamburg platzierten wir dafür einen Vertidrom mit einem einzelnen Landepad, dem so genannten Vertistop, in der Binnenalster“, berichtet Schuchardt. „Ein Vertidrom mit mehreren Pads für Start und Landung, also ein Vertiport, haben wir für den Flughafen Hamburg entworfen“, so Schuchardt weiter. Eine besondere Herausforderung war die Integration am Flughafen, da die Lufttaxis dem konventionellen Luftverkehr nicht zu nah kommen dürfen. In Schnellzeitsimulationen wurden innerhalb Hamburgs sogar 20 verschiedene Positionen für Vertidrome untersucht. In 24 Stunden könnten so 2.800 Flüge mit insgesamt 275 Lufttaxis absolviert werden.

Zusätzlich definierten die Forschenden An- und Abflugmanöver und Routen für Lufttaxis innerhalb Hamburgs. Diese wurden in Schnellzeitsimulationen analysiert und dann in mehreren Szenarien gemeinsam mit Fluglotsen in einem Towersimulator erprobt. Dabei wurde untersucht, wie die Flugsicherung am Hamburger Flughafen den bemannten und den unbemannten Luftverkehr zusammen kontrollieren könnte. Die definierten Prozeduren haben sich bewährt, es zeigte sich aber auch die zunehmende Arbeitsbelastung der Lotsen bei zusätzlichen Luftraumteilnehmerinnen und -teilnehmern.

Die Flugversuche im Rahmen des Projekts HorizonUAM fanden im Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme am DLR-Standort Cochstedt statt. Exemplarisch arbeiteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch hier mit Hamburg als Beispielszenario. Mehrere Multikopter repräsentierten dabei Lufttaxis, die sich zwischen Hamburger Flughafen und Vertidrom an der Binnenalster bewegten und dabei eine Häuserschlucht im Maßstab 1:4 überflogen. Dabei zeigten die Forschenden Methoden der Luftraumintegration mittels sogenannter U-space-Dienste, und demonstrierten die Abläufe eines Vertiportmanagers. Sie erprobten außerdem den Einsatz und die Absicherung durch künstliche Intelligenz am Beispiel der automatischen Personendetektion über Onboard-Kamerabilder. Darüber hinaus diente die Modellstadt dazu, Algorithmen zur sicheren Kommunikation und Navigation im urbanen Raum zu validieren.

Themen und Forschungsinfrastruktur erweitern

Nach dem Abschluss des Projekts HorizonUAM ist bereits ein Nachfolgeprojekt in Planung. In diesem sollen die Arbeiten zur Gesamtsystemsimulation fortgeführt werden. Auch die Modellstadt soll weiter ausgebaut und um Infrastruktur für einen Vertidromdemonstrator erweitert werden. Die Fernführung mehrerer Lufttaxis in einem Kontrollzentrum soll erprobt werden. Außerdem wollen die Forschenden das Konsortium um die Themenfelder Multimodalität und Energiemanagement erweitern.

Flughafen PAD erwartet rund 125.000 Passagiere für die NRW-Sommerferien

Sehr gute Zahlen erwartet der Flughafen Paderborn/Lippstadt (PAD) für die nordrhein-westfälischen Sommerferien. Mit Blick auf das gestiegene Angebot und die hohe Auslastung der Maschinen geht der Heimathafen von rund 125.000 Passagieren in den kommenden Wochen aus. Dieser Wert würde im Vergleich zum Vorjahr, als 115.839 in den Sommerferien vom heimischen Airport starteten und landeten, einen Zuwachs um etwa zehn Prozent bedeuten.

Top-Flugreiseziele ab Flughafen PAD

Zu den beliebtesten Destinationen, die die Urlauberinnen und Urlauber vom Flughafen Paderborn/Lippstadt aus ansteuern, gehören neben den Top-Zielen Antalya und Palma de Mallorca die griechischen Inseln, das ägyptische Hurghada sowie die neuen Ziele Alicante und Málaga, die von Ryanair bedient werden.

„Die aktuelle Buchungslage zeigt, dass Fliegen von Paderborn/Lippstadt bei den Menschen in unseren Regionen Ostwestfalen, Lippe und Südwestfalen hoch im Kurs steht. Wir freuen uns sehr über die starke Resonanz, die die Flugangebote am Heimathafen aktuell finden. Gleichzeitig werden wir alles dafür tun, damit unsere Passagiere einen Urlaub von Anfang an genießen können“, erläutert Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser.

BER verzeichnet 2 Millionen Passagiere im Mai

Der Flughafen Berlin Brandenburg zählte im Monat Mai rund 2,1 Millionen Passagiere, die am BER starteten und landeten. Damit hat sich die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vormonat April um rund 200.000 erhöht. Im Mai des Vorjahres reisten rund 1,9 Millionen Menschen über den Flughafen BER. Im Vor-Corona-Jahr 2019 lag das Passagieraufkommen im Mai bei rund 3,2 Millionen.

16.133 Starts und Landungen

Der BER verzeichnete im Mai 16.133 Starts und Landungen. Im Mai des Vorjahres waren es 15.669 und im Jahr 2019, vor der Pandemie, 26.142 Flugbewegungen an en damaligen Flughäfen Tegel und Schönefeld.

Im vergangenen Monat wurden am BER insgesamt 2.505 Tonnen Luftfracht verladen. Im Mai des Vorjahres waren es 2.433 Tonnen und im Jahr 2019 3.089 Tonnen.