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Flughafencheck der VC 2017: Malus bei Nicht-Kooperation

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Am heutigen Donnerstag veröffentlichte die Vereinigung Cockpit (VC) die Ergebnisse aus dem diesjährigen Flughafencheck, in dem die Experten der VC detailliert die Sicherheitsausrüstung der deutschen Flughäfen untersuchen und bewerten. Im Gegensatz zum letzten Jahr haben sich die Platzierungen im Flughafencheck deutlich geändert.

So sind zum Bespiel die beiden größten deutschen Flughäfen Frankfurt und München von Platzierungen auf den obersten Plätzen ins Mittelfeld abgerutscht. Warum ist das so? Die besten Bewertungen bekamen in diesem Jahr die Flughäfen Leipzig/Halle, Bremen und Stuttgart. Diese Flughäfen sind aus Sicht der Verkehrspiloten besonders sicher, sagt Markus Wahl, Sprecher der VC. Den letzten Platz des Flughafenchecks belegt erneut der Flughafen Mannheim, bei dem es noch einiges zu verbessern gebe.

„Local Runway Safety Teams“

Diese Teams wurden von der Internationalen Zivilen Luftfahrtorganisation (ICAO) ins Leben gerufen, um alle Beteiligten am Flughafengeschehen, explizit auch die Local Pilots’ Associations, an einen Tisch zu bringen. Risiken, mögliche Gefahren, anstehende Baumaßnahmen oder Operationelles sollen in diesen Gremien besprochen werden und, wo nötig, entsprechende Maßnahmen zur Reduktion von Risiken erarbeitet werden. Vorschläge zur verbesserten Arbeit dieser Gremien wurden unter anderem von Eurocontrol in Zusammenarbeit mit den Flughäfen, Flugsicherungen und Pilotenvereinigungen erarbeitet.

Hier seien beispielhaft der European Action Plan on the prevention of Runway Incursions (EAPPRI) und der Plan gegen Runway Excursions (EAPPRE) genannt. Im Grunde genommen erscheint es auch als gute Idee, Piloten als maßgebliche Mitspieler am Geschehen auf Flughafenbetriebsfl ächen zu solchen Gremien einzuladen. Dies geschieht in den meisten Ländern der Welt, besonders positiv sollte man hier Marokko oder Spanien hervorheben. Auch in den USA, Österreich oder einigen asiatischen Ländern funktioniert dieses Prinzip hervorragend. Die ICAO selbst lädt regelmäßig zu Regional Runway Safety Foren ein, auf denen die Weltpilotenvereinigung IFALPA selbstverständlich vertreten ist. Die Piloten stellen sich die Frage: Wieso das in einer reichen Industrienation wie Deutschland nicht funktioniert.

Nicht im Alleingang

Die Vereinigung Cockpit proklamiert bei ihrer jährlichen Bewertung der deutschen Verkehrsflughäfen auf Kooperation und Austausch mit den Airports. Doch viele der großen Verkehrsflughäfen sträubten sich gegen eine Teilnahme der VC-Flugsicherheitsexperten an den sog. Local Runway Safety Teams (LRST), einem von der Internationalen Zivilen Luftfahrtorganisation (ICAO) ins Leben gerufene Gremium.

In diesem Gremium, so die ICAO, sollen alle am Flughafengeschehen Beteiligte vertreten sein, um Risiken, mögliche Gefahren, anstehende Baumaßnahmen oder Operationelles zu besprechen und ggf. Maßnahmen zur Reduktion von Risiken zu erarbeiten. Pilotenverbände sind hier ausdrücklich miteingeschlossen – dennoch funktioniere dies an vielen deutschen Flughäfen nicht.

VC erklärt Punktabzug

„Wir sind der klaren Ansicht, dass die Einbindung der Vereinigung Cockpit in die Local Runway Safety Teams der deutschen Flughäfen einen wesentlichen Beitrag zur Flugsicherheit leistet“, erklärt Wahl. „Es ist uns schlichtweg unverständlich, weshalb man in Deutschland ausgerechnet die Piloten nicht zum Thema Flugsicherheit auf den Betriebsflächen eines Flughafens anhören will. Daher sehen wir einen Abzug von 0,5 Notenpunkten als angemessen an, sollten keine technischen Experten der Vereinigung Cockpit zu den LRST eingeladen werden.“

An den meisten kleineren Flughäfen wird die Vereinigung Cockpit regelmäßig zu diesen Gremien eingeladen und auch einige der internationalen Flughäfen vertrauen auf die Zusammenarbeit mit der VC zur Verbesserung der Flugsicherheit.

Ausfürlich äußern sich Cpt. Wolfgang Starke AGs Air Traffic Services und Airport und Ground Environment, sowie SFO Matthias Winkelmann, Airport and Ground Environment von der VC, hier in dem Bericht.

Nachdem die Bewertungskriterien des Flughafenchecks der Vereinigung Cockpit in den Jahren 2015 und 2016 nicht verändert wurden, bringt 2017 einige Anpassungen mit sich. Neu ist vor allem das Kriterium, ob Experten der Vereinigung Cockpit zu den Local Runway Safety Teams (LRST) eingeladen werden. Vor allem dadurch weicht das Ergebnis in diesem Jahr teilweise deutlich von den vorherigen Jahren ab.

Lange Zeit konnte es als gesetzt angesehen werden, dass die Flughäfen Leipzig-Halle und München die beiden Spitzenplätze in der jährlichen Flughafenuntersuchung der Vereinigung Cockpit, dem Flughafencheck, besetzten. Dieses Jahr ist das anders. Warum?

Als Arbeitsgruppe Airport & Ground Environment (AG AGE) hatte man sich in den Jahren 2013 und 2014 dazu entschlossen, auf mehr Kooperation und Kommunikation mit den deutschen Flughäfen zu setzen. In der Folge löste der VC-Flughafencheck 2015 die bisherige Flughafen-Mängelliste ab. Die Mängelliste gibt es nach wie vor, allerdings ist sie nur noch ein Bestandteil des VC-Flughafenchecks und listet schwerwiegende Mängel an der Sicherheit von Flughäfen auf. Aktuell findet sich in der Mängelliste lediglich der Flughafen Mannheim wieder. Hier fehlen dringend benötigte Auslaufflächen (RESA) oder alternativ ein EMAS. Alle anderen deutschen Flughäfen sind frei von Mängeln, auch wenn teilweise recht deutlicher Bedarf zu Verbesserungen besteht.

Durch die Umstellung von der Mängelliste hin zum VC-Flughafencheck ging man einen neuen Weg, der eine bessere Kommunikation und den Austausch mit den Flughäfen ermöglichen sollte. Auch der Dachverband der Flughäfen (ADV) wollte und sollte hierbei unterstützen leisten, passiert sei aber letztlich aus verschiedenen Gründen wenig. Bei nahezu allen großen internationalen Flughäfen stößen die Piloten noch immer auf vehemente Ablehnung.

Nicht alle Flughäfen kooperieren

Lediglich die Hälfte der deutschen Flughäfen hat diese Möglichkeit in den vergangenen Jahren genutzt und ist auch einen Schritt auf die VC zugekommen, womit diese zukünftig an den Local Runway Safety Teams (LRST) teilnehmen und mit Expertise als erfahrene Piloten zur Verbesserung von deren täglichem Arbeitsumfeld und der Flugsicherheit beitragen kann.

An den meisten kleineren Flughäfen wird die Vereinigung Cockpit regelmäßig zu diesen Gremien eingeladen. Sylt Westerland, Münster-Osnabrück oder Memmingen seien dafür Beispiele. In diesen Gremien werden die Einwände und Vorschläge der Experten der Vereinigung Cockpit sehr wertgeschätzt. Bei den internationalen Flughäfen vertrauen die Flughäfen Bremen, Stuttgart und Leipzig-Halle seit Jahren auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der VC. Erfolgt hingegen keine Einladung der technischen Experten der Vereinigung Cockpit zu dem LRST, sehe man das pauschal als Sicherheitsrisiko. Eine entsprechende Abwertung der Gesamtnote des Flughafens um 0,5 Notenpunkte soll dieses Risiko unterstreichen.

Der Großteil der größeren Flughäfen in Deutschland wehrt sich mit Vehemenz gegen Experten der Vereinigung Cockpit in ihren LRSTs. Als Begründung wird oft angegeben, dass Gewerkschaften nicht in einem LRST vorgesehen sind. Hier wird die gewerkschaftliche Arbeit des Berufsverbandes VC mit der Arbeit im Aufgabenfeld der Flight Safety verwechselt. Ebenso wird immer wieder erwähnt, dass die Flughäfen nach der VC dann wohl auch Fluglotsen zu den LRSTs einladen müssten.

Für die Piloten der VC stelle auch die Einbindung von Lotsenvereinigungen gar keine schlechte Idee dar, spielen doch Lotsen neben den Piloten die zentrale Rolle bei der Schaffung und Aufrechterhaltung von Flugsicherheit. Eines sollte man an dieser Stelle noch einmal klarstellen: Die Vereinigung Cockpit gliedert sich in eine tarifpolitische Sparte und in die Sparte „Flight Safety“, der auch die Arbeitsgruppe Airport and Ground Environment angehört. Der Name „Flight Safety“ ist hier Programm, im Fokus steht klar die Flugsicherheit! Es besteht eine klare Trennung von der Tarifpolitik und somit stehen auch keine tarifpolitischen Ziele hinter der Mitarbeit in den LRST, wie die VC betont.

Ein anderes, gerne ins Feld geführtes Argument der Flughäfen laute in den Diskussionen immer wieder, dass die Flugsicherung DFS für die LRSTs zuständig sei. Eine „Bestrafung“ der Flughäfen für das „Fehlverhalten“ der DFS sei somit nicht angemessen.

An diesem Punkt gibt die VC sowohl den Flughäfen, der DFS, wie auch den überwachenden Behörden in Deutschland allerdings ein wenig Studium der geltenden Vorschriften als Empfehlung. Die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat in ihren Applicable Means of Compliance das Thema LRST deutlich adressiert. In AMC1 ADR. OR.D.027 steht deutlich die Verantwortung des Flughafens (Aerodrome Operator), ein LRST zu etablieren, zu koordinieren und zu leiten. Auch ein Verstecken hinter älteren deutschen Vorschriften ist nicht angebracht. Die Basic Regulation der EU regelt ausdrücklich, dass im Falle von widersprüchlichen Regeln die europäischen Regeln vorrangig vor den nationalen Regeln sind. Wieso sollte das hier also anders sein?

VC: Einbindung ist Beitrag zur Sicherheit

Die Pilotenvereinigung ist der Ansicht, dass die Einbindung der Vereinigung Cockpit in die Local Runway Safety Teams der deutschen Flughäfen einen wesentlichen Beitrag zur Flugsicherheit an den deutschen Flughäfen leisten wird. Als Vereinigung der deutschen Verkehrsflugzeugführer mit beinahe 10.000 Mitgliedern habe man eine breite Basis, um eine über die einzelnen Flugbetriebe hinausgehende, unabhängige Meinung zu vertreten.

Lokale Piloten oder einzelne Flugbetriebe mögen durch ihre Ortskenntnis oder ihre individuellen Betriebsverfahren gewisse Risiken problemlos kaschieren. Dies bedeutet aber nicht, dass das Risiko damit reduziert ist, wenn ein ortsfremder Pilot oder ein Flugzeug eines anderen Flugbetriebes an diesem Flughafen operiert. Um diesen flugbetriebsübergreifenden Blick auf mögliche Risiken zu ermöglichen, sollen als Flugsicherheitsexperten der Vereinigung Cockpit die Einbindung der VC in alle deutschen LRST angestrebt werden.

Da es in der Verantwortung des Flughafens liegt, das LRST zu etablieren, zu koordinieren und zu leiten, sehen die Piloten hier klar die Flughäfen in der Verantwortung.

Gewichtung in % 45 30 10 10 5
IATA-Code ICAO-Code Approach & Runway RWY Incursion Prevention RESA Taxi & Parking Allgemeine Ausrüstung Teilnahme LRST Endnote
Berlin/Schönefeld SXF EDDB 1,4 2,0 2,0 2,7 1,5 -0,5 2,3
Berlin/Tegel TXL EDDT 1,6 2,2 2,0 2,2 2,0 -0,5 2,4
Bremen BRE EDDW 1,4 2,0 2,0 2,0 1,6 0,0 1,7
Dortmund DTM EDLW 1,4 2,4 2,0 2,0 2,0 -0,5 2,3
Dresden DRS EDDC 1,9 2,4 2,0 2,0 1,6 0,0 2,1
Düsseldorf DUS EDDL 1,6 2,0 2,0 2,0 1,6 -0,5 2,3
Erfurt ERF EDDE 1,6 2,2 2,0 1,3 1,6 0,0 1,8
Frankfurt/Hahn HHN EDFH 2,0 2,0 2,0 2,7 2,0 0,0 2,1
Frankfurt/Main FRA EDDF 1,4 2,0 2,0 2,7 1,5 -0,5 2,3
Friedrichshafen FDH EDNY 2,2 2,2 3,0 2,7 2,4 0,0 2,3
Hamburg HAM EDDH 2,6 1,8 2,0 2,0 1,6 -0,5 2,7
Hannover HAJ EDDV 1,8 2,1 2,0 2,4 1,6 -0,5 2,5
Heringsdorf HDF EDAH 3,2 2,8 2,0 2,7 3,4 0,0 2,9
Karlsruhe/Baden-Baden FKB EDSB 1,8 2,0 2,0 2,7 2,0 0,0 2,0
Kassel-Calden KSF EDVK 1,8 2,0 2,0 2,0 2,0 0,0 1,9
Köln/Bonn CGN EDDK 1,4 2,0 2,0 2,0 1,6 -0,5 2,2
Leipzig/Halle LEJ EDDP 1,3 2,0 2,0 1,3 1,6 0,0 1,6
Mannheim MHG EDFM 4,5 2,4 5,0 2,7 2,0 -0,5 4,1
Memmingen FMM EDJA 2,6 3,4 3,0 2,7 2,0 0,0 2,9
München MUC EDDM 1,4 2,0 2,0 1,3 1,6 -0,5 2,1
Münster/Osnabrück FMO EDDG 2,1 2,0 2,5 2,0 1,6 0,0 2,1
Nürnberg NUE EDDN 1,9 2,0 2,0 2,0 1,5 0,0 1,9
Paderborn/Lippstadt PAD EDLP 2,3 2,4 2,0 2,7 2,0 0,0 2,3
Rostock/Laage RLG ETNL 2,4 2,8 2,0 2,7 2,8 0,0 2,5
Saarbrücken SCN EDDR 2,7 2,2 3,0 2,7 1,6 0,0 2,5
Stuttgart STR EDDS 1,4 2,0 2,0 2,0 1,5 0,0 1,7
Sylt (Westerland) GWT EDXW 2,6 2,2 2,5 2,7 2,0 0,0 2,5
Weeze (Niederrhein) NRN EDLV 2,4 2,4 4,0 2,0 2,0 -0,5 3,0
Durchschnittsnote 2,3

Erfreulich: EMAS in Saarbrücken

Einige Flughäfen in Deutschland nutzten dagegen das Angebot der Vereinigung Cockpit für einen regen Austausch in Sicherheitsfragen. Auch im vergangenen Jahr habe man somit Verbesserungen bei der Flugsicherheit beobachten können. Was die Piloten am meisten freut, ist eine Veränderung, die zwar noch nicht ausgeführt wurde, in Zukunft aber einen großen Schritt zu mehr Sicherheit in Saarbrücken leisten wird. Jahrelang waren diese nicht ausreichend groß dimensionierten Auslaufflächen (RESA) am Flughafen Saarbrücken kritisiert worden. Hier fiel jetzt die Entscheidung, in ein EMAS – eine spezielle Fläche, die das Flugzeug stark abbremst – zu investieren, da die geografischen Voraussetzungen für eine größere RESA in Saarbrücken nicht gegeben sind.

Die Piloten begrüßtn diese Entscheidung sehr. Gerade durch die topografischen Bedingungen in Saarbrücken war das zu erwartende Ausmaß einer Runway Excursion, also dem Überschießen der Landebahn, sehr groß. Das zu bauende EMAS wird diese Gefahr stark einschränken. Aus Sich der VC stellt der kommunikative Weg des Flughafens Saarbrücken, die Vereinigung Cockpit bei der Planung dieses EMAS einzubinden, genau dernrichtigen Weg dar. So konnten im Dialog Verbesserungen in der Dimensionierung und Bauweise erreicht werden, die für beide Partner von Vorteil sind.

Bewertungssystem wurde angepasst

Eine solche Einstellung zur Flugsicherheit wünschten sich die Piloten auch von anderen Flughäfen oder auch der Deutschen Flugsicherung DFS. Es sei bis heute schlichtweg unverständlich, weshalb man in Deutschland ausgerechnet die Piloten nicht zum Thema Flugsicherheit auf den Betriebsflächen eines Flughafens anhören will. Dies habe man weder die deutschen Flughäfen noch die Deutsche Flugsicherung DFS erklären können. Daher gebe es einen Abzug von 0,5 Notenpunkten, sollten keine technischen Experten der Vereinigung Cockpit zu den LRST eingeladen werden, um die Wichtigkeit des gemeinsamen Agierens zu unterstreichen.

Abgesehen vom LRST seien die Bewertung im Flughafencheck 2017 nur leicht angepasst und hierbei insbesondere die Note 1 bei einigen Kriterien definiert worden. Neu wurde 2017 eine Differenzierung eingebracht, ob ein Flughafen ein DME am Flughafen hat oder die Landebahn mit einem ILS-DME ausgestattet ist. Letzteres vereinfacht die Arbeit von Piloten aus Sicht der Flugzeugführer sehr und wird daher mit der Note 1 bewertet.

Ebenso sollen so genannte distance coded RETIL, eine Befeuerung auf der Landebahn, die dem Piloten eine bessere Einschätzung über die Distanz bis zum nächsten Rapid Exit Taxiway ermöglicht, mit der Note 1 bewertet werden. Solch eine Befeuerung der Landebahn gibt es beispielsweise in Mailand Malpensa. Auch über den Umgang mit größeren, längerfristigen Baumaßnahmen an Flughäfen wurden diskutiert. In Zukunft sollen kürzere Baumaßnahmen nicht berücksichtigt werden. Wenn Ausstattungsmerkmale durch Baumaßnahmen bedingt längere Zeit fehlen, sollen diese Fälle einzeln betrachtet und gegebenenfalls auch bewerten werden.

Flughafencheck weiterentwickeln

In den kommenden Jahren soll der VC-Flughafencheck Stück für Stück an die weiter fortschreitende technische Entwicklung in der Luftfahrt angepasst werden. In diesem Zusammenhang freut sich die VC, wenn die Leser bei unserer Arbeit in Zukunft Unterstützung leisten: Man sei auf Rückmeldung und Hinweise angewiesen. Besonders wünschen sich die Piloten einen wieder deutlich verbesserten Austausch mit den Flughäfen im nächsten Jahr und hoffen, zukünftig mehr von der positiven Entwicklung im Bereich der Flugsicherheit berichten zu können.

Den Bericht hat die Vereinigung Cockpit als pdf-Dokument verfasst.

EU genehmigt Förderung zum Allgäu Airport-Ausbau

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Das Ausbauvorhaben des Flughafens in Memmingen hat seine letzte große Hürde genommen. Die Wettbewerbskommission der EU sagte nun Ja zu der Absicht des Freistaats Bayern, das Bauvorhaben zu fördern. Somit kann im nächsten Jahr als erste Maßnahme die Start- und Landebahn von bisher 30 auf 45 Meter verbreitert werden. Langes Warten hat damit ein Ende, und längst fällige Baumaßnahmen könnten endlich angegangen werden, erklärt Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid in einer ersten Stellungnahme zum positiven Bescheid aus Brüssel. Der sieht vor, dass der Freistaat Bayern, wie geplant, zu der insgesamt 17.000.000 Euro teuren Investition 12,2 Mio. Euro beisteuern darf.

Erste Priorität bei den Baumaßnahmen hat nun die Verbreiterung der Landebahn um 15 auf 45 Meter. Der Flughafen will jetzt sofort mit allen Vorarbeiten und Ausschreibungen beginnen. Vorher müssten zahlreiche Auflagen beachtet und die Naturschutz-Behörden eingebunden werden. Gebaut werden soll im kommenden Sommer zumeist nachts ohne den laufenden Flugbetrieb zu behindern, mit einer Fertigstellung wird im Herbst gerechnet. Der Zeitplan ist straff. Ebenfalls am Allgäu Airport ausgebaut werden sollen das Instrumentenlandesystem ILS 06, die Befeuerung und die Gepäckhalle.

Mit dem positiven Votum aus Brüssel und der Zurückweisung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im April dieses Jahres, herrsche nun Planungssicherheit. Für die Wachstumsstimmung habe auch zuletzt die Stationierung einer Ryanair-Maschine in Memmingen beigetragen, der, so hoffen die Verantwortlichen, nach dem erfolgten Ausbau weitere folgen könnten.

Boeing 777 der Austrian Airlines gehen jetzt in die Umrüstung

Ab sofort können Austrian Airlines Passagiere einen Platz in der neuen Premium Economy Reiseklasse für Flüge ab 06. März 2018 buchen. Herzstück der neuen Premium Economy Class ist ein neuer Sitz, der den Fluggästen im Vergleich zur Economy Class mehr Komfort auf ihrer Reise bietet. Die erste Boeing 767 geht heute in die Umrüstung, sukzessive werden alle elf Langstreckenflugzeuge der Austrian Airlines Flotte mit der neuen Reiseklasse ausgestattet. Das zwölfte Langstreckenflugzeug vom Typ Boeing 777, das Austrian Airlines im Frühjahr 2018 neu in die Flotte aufnehmen wird, wird auch mit der Premium Economy ausgestattet sein.

Die neue Premium Economy Class ist ein Meilenstein innerhalb der Strategie, das Thema Individualisierung mit Qualität zu verbinden. Der Kunde kann so individueller wählen, ob er lieber preisbewusst in der Economy Class fliegen, sich ein Stück ‚Mehr‘ an Service und Komfort in der Premium Economy gönnen oder exklusiv in der Business Class reisen möchte. Die neue Premium Economy Class soll vor allem jene Passagiere ansprechen, die sich schon am Flug in den Urlaub mehr Service und einen höheren Komfort leisten wollen oder preisbewusste Unternehmen, deren Mitarbeiter komfortabel auf Dienstreisen unterwegs sind.

Die neue Premium Economy Class

  • Neuer Sitz mit breiter Sitzfläche und großzügigem Sitzabstand
  • Fußstütze ab der zweiten Reihe bzw. Beinauflage mit integrierter Fußstütze in der ersten Reihe
  • Immer eine eigene Mittelarmlehne mit ausklappbarem Tisch und Cocktailtischchen
  • 12-Zoll-Monitor mit Fernbedienung für das Bordunterhaltungssystem
  • Eigene Steckdose und USB-Anschluss am Sitz
  • Zwei mal 23 kg Freigepäck
  • Hochwertiges Speisenangebot mit Menükarte
  • Welcome Drink
  • Kulturbeutel mit nützlichen Reise-Accessoires

Mehr Freiraum mit neuem Sitz

Der eigens für die Lufthansa Group angefertigte Premium Economy Sitz wird vom Flugzeugsitz-Hersteller ZIM geliefert und beschert den Passagieren mit einem Sitzabstand von bis zu 97 cm oder 38 Inch viel Beinfreiheit. Zusätzliche Fußstützen entlasten die Beine während eines langen Fluges. Die Mittelarmlehne mit ausklappbarem Tisch zwischen den Sitzen mit einer persönlichen, breiten Armlehne für jeden Gast ermöglicht mehr Privatsphäre sowie mehr Platz zur Seite. Jeder Sitz ist darüber hinaus mit eigener Steckdose und USB-Anschluss ausgestattet.

Mehr Service als Option

Die neue Premium Economy Class bietet aber weit mehr als nur einen deutlich bequemeren Sitz. So können Fluggäste in der neuen Reiseklasse zwei Gepäcksstücke mit jeweils bis zu 23 Kilogramm kostenlos einchecken und sich dann an Bord kulinarisch verwöhnen lassen: Sie wählen bequem aus der Menükarte ihr Lieblingsgericht, das auf Porzellangeschirr serviert wird.

Für einen erholsamen Aufenthalt an Bord bekommt jeder Fluggast außerdem einen kleinen Kulturbeutel mit nützlichen Reise-Accessoires. Das umfangreiche Unterhaltungsprogramm an Bord wird Premium Economy Passagieren auf großen 12-Zoll-Touchscreen-Bildschirmen präsentiert. Flüge in der Premium Economy Class sind ab sofort buchbar. Preislich liegt die neue Reiseklasse zwischen Business- und Economy Class. So nennt die Fluggesellschaft für den Flug Wien – Bangkok – Wien einen Preis von 839 Euro hin und retour inklusive Steuern und Gebühren.

United wandelt um in mehr kleinere Airbus A350 XWB

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United Airlines hat ihren bestehenden A350 XWB-Auftrag aktualisiert und erweitert: Die Fluggesellschaft wird statt 35 A350-1000 nun 45 A350-900 in ihre Flotte aufnehmen. Diese Wideboy-Jets ersetzen ältere, weniger effiziente Flugzeuge und unterstützen das künftige Wachstum der Airline.

Die A350-900 ist das Basismodell der A350 XWB-Familie (Xtra Wide Body), die schon heute die Zukunft des Fliegens prägt. Das Flugzeug nimmt in einer typischen Dreiklassenkonfiguration 325 Passagiere auf. Die Fluggäste genießen in der neuen Airspace by Airbus-Kabine ein exklusives Flugerlebnis mit Komfort und Annehmlichkeiten auf dem neuesten Stand der Technik. Die A350-900 eignet sich mit ihrer einzigartigen Kombination von Nutzlast- und echten Langstreckenkapazitäten ideal für das internationale Streckennetz von United Airlines. United gliedert damit erstmals Airbus-Widebodys in ihre globale Flotte ein.

Damit wird die ursprüngliche Bestellung von 25 Flugzeugen wieder in die kleinere Variante zurückgewandelt. Eine umfassende Analyse hat die langfristige Flottenstrategie von United bestätigt. Dabei wurde klar, dass die A350 genau zum Ersatzbedarf und Netz passt, erklärte Andrew Levy, Chief Financial Officer von United Airlines. Die Leistung bei Reichweite und die Effizienz der A350 machen sie zu einem attraktiven Flugzeug für die Fluggesellschaft.

United hat sich erstmals dazu entschieden, ihre Großraumflotte mit Widebodies von Airbus zu erweitern. Die A350 kann ihre finanziellen und betriebstechnischen Anforderungen erfüllen und ihre Passagiere gleichzeitig mit der ruhigsten und komfortabelsten Kabine in ihrer Klasse befördern.

Die A350 XWB ist der neueste und effizienteste Großraumjet der Welt. Das Flugzeug zeichnet sich durch modernste aerodynamische Konstruktion, einen Rumpf und Flügel aus Kohlefaserverbundwerkstoffen sowie neue treibstoffeffiziente Triebwerke von Rolls-Royce aus. Airbus hat im Juli 2017 die 100. A350 ausgeliefert – nur gut 30 Monate nach der ersten Auslieferung des weltweit modernsten Großraumflugzeugs im Dezember 2014. Airbus liegen für die A350 XWB schon 848 Festaufträge von 45 Kunden weltweit vor.

Zukunft der airberlin-Belegschaft: Gewerkschaften stellen sich auf

Das vorgestrige Treffen zwischen dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller nehmen die Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) erneut zum Anlass, die Aufmerksamkeit in den aktuellen Debatten um airberlin auf das Schicksal der Mitarbeiter zu lenken. Man begrüße ausdrücklich die Konzentration der beiden Landesväter darauf, auch von Seiten der Politik auf die Übernahmeinteressenten einzuwirken, um eine Zukunftsperspektive für die 8.000 betroffenen Mitarbeiter der airberlin zu schaffen, erklärte Nicoley Baublies, Vorstandsvorsitzender der IGL. Flugzeuge umzuregistrieren sei banal – bei Menschen hiengen jedoch persönliche und familiäre Schicksale an den Entscheidungen.

Alexander Behrens von der Flugbegleitergewerkschaft UFO verdeutlichte, bereits ab Mitte September würden wohl Langstreckenflüge aus Berlin gestrichen, es folgt sodann Klarheit über die Zukunft des Flugprogramms. Wenn es darum geht, aktiv die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Kolleginnen und Kollegen einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz erhalten, dann könne daraus eine Erfolgsstory werden statt einer Umgehung von deutschen Gesetzen, die Betriebsübergänge eindeutig regeln.

Alle Gewerkschaften können nun gemeinsam bei Air Berlin und den potentiellen Käufern mit der Schaffung passender Konstrukte einen geordneten Übergang ermöglichen, davon sind Baublies und Behrens überzeugt. „Es ist absehbar, dass nicht alle Besitzstände aller Mitarbeiter gehalten werden können, wenn ein neuer Arbeitergeber sie übernimmt. Es ist aber umgekehrt auch nicht notwendig, sich einem Kahlschlag auszusetzen“, erläutert Baublies.

Die UFO hat Ver.di für Donnerstag zu einem Spitzengespräch eingeladen, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu planen und zu koordinieren. Man bemühe sich nun aktiv um eine Einigung im Tarifstreit mit Eurowings, die für viele airberliner eine neue Heimat werden könnte, so Behrens.

Iberia fliegt im Winter Hamburg – Madrid täglich

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Im kommenden Winter will die spanische Iberia ihre Flüge nach Hamburg ausbauen. Im Dezember legt die Airline daher tägliche Flüge nach Madrid auf, statt sonst viermal wöchentlich. Geflogen wird mit Flugzeugen des Typs Airbus A320, die 141 bis 200 Passagieren in Business und Economy Class Platz bieten.

Iberia hat diese Reiseverbindung schon mal zu verkehrsstarken Zeiten entsprechend verstärkt. Ab Madrid können Reisende aus Hamburg 22 weitere Zielen in Spanien wählen, welche von Iberia angeflogen werden. Darunter lassen sich sonnige Orte wie Alicante, Almeria, Gran Canaria, Lanzarote und Malaga, oder in Asturias, Granada, La Coruña, La Rioja, San Sebastian, Santander and Santiago de Compostela die Umgebung und Kulinarik erleben.

Flugnummer von Abflug nach Ankunft
IB3271 Hamburg 15:05 Madrid 18:15
IB3270 Madrid 11:25 Hamburg 14:25

Die Ankunft aus Hamburg soll auch gut fürs Weiterfliegen nach Lissabon und Porto in Portugal angepasst sein, zudem auch nach Johannesburg in Südafrika, Buenos Aires, Mexico City, Montevideo, Santiago de Chile und São Paulo. Iberia begann die Route Hamburg – Madrid im März 2015 zu bedienen. Die Airline feiert dieses Jahr ihren 90. Geburtstag.

Extraflüge Köln – London zur Europapokalrunde beim FC Arsenal

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Am 14. September spielen die Kölner ihr erstes Europa-League-Spiel gegen Arsenal London, dann fliegt auch Eurowings auf Fußball: Anlässlich der ersten Europapokalrunde beim FC Arsenal stockt Eurowings die Flüge zwischen Köln und London-Stansted auf und bietet am Spieltag vier Anreisezeiten an. Für Kölner Fußballfans die einfachste Anreise nach England, um ihre Mannschaft live im Norden Londons anzufeuern. Anlässlich dieses Europapokal-Abenteuers stockt Eurowings für Fußballfans seinen Flugplan auf und bietet am Spieltag zwei Zusatzflüge an. Am Donnerstag, den 14. September starten die Zusatzflüge um 08:50 Uhr und um 12:35 Uhr vom Flughafen Köln/Bonn Richtung London-Stansted.

Die zusätzlichen Rückflüge sind für Freitag, den 15. September für 07:50 Uhr und 11:30 Uhr angesetzt. Alle Flüge können bereits gebucht werden.

14. September: Köln (CGN) – London Stansted (STN)

  • 4U 354 CGN – STN um 07:05 UHR
  • 4U 364 CGN – STN um 08:50 UHR
  • 4U 360 CGN – STN um 12:35 UHR
  • EW 358 CGN – STN um 15:45 UHR

15. September: London Stansted (STN) – Köln (CGN)

  • 4U 361 STN – CGN um 07:50 Uhr
  • 4U 355 STN – CGN um 07:50 Uhr
  • 4U 359 STN – CGN um 11:30 Uhr
  • EW 359 STN – CGN um 16:30 Uhr
  • 4U 357 STN – CGN um 20:30 Uhr

B777 von Qatar Airways zwei Monate größter Airliner in Berlin

Im September und Oktober 2017 verbindet Qatar Airways Berlin-Tegel und Doha täglich mit einer B777-300ER. Die Airline reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage. Die „Triple 7“ verdeutlicht für die nationale Fluggesellschaft aus Qatar die Bedeutung von Berlin.

Die B777-300ER von Qatar Airways verfügt über 358 Sitzplätze verteilt auf 42 in der Business Class und 316 in der Economy Class. Dies stellt eine Kapazitätssteigerung von 17 Prozent im Vergleich zum A330-300 dar, in der Business Class ein Plus von 40 Prozent.

Frédéric Gossot, Country Manager von Deutschland, Österreich und der Schweiz äußerte sich sehr zufrieden, denn Deutschland und auch Berlin stellen einen wichtigen Markt dar. Die Verbindung wurde vor fast 12 Jahren in Betrieb genommen. Seitdem ist die Nachfrage stetig gestiegen. Seit 2005 können Reisende ab Berlin nonstop nach Doha fliegen. Das Modell ist jetzt das größte Flugzeug im Liniendienst an den Berliner Flughäfen.

Ab Berlin sind unter anderem folgende Ferienziele über Doha zu erreichen: Bangkok, Colombo, Male, Bali und Phuket. Darüber hinaus bietet Qatar Airways im Jahr 2018 neue Ziele nach Medan, Canberra, Chittagong und Mombasa an. Täglicher Flugplan im September und Oktober 2017

Dienstag, Donnerstag, Samstag

  • Berlin (TXL) nach Doha (DOH) QR082: Abflug 17:55 Uhr, Ankunft 00:45 Uhr (+1)
  • Doha (DOH) nach Berlin (TXL) QR081: Abflug 07:40 Uhr, Ankunft 12:55 Uhr

Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag

  • Berlin (TXL) nach Doha (DOH) QR078: Abflug 22:25 Uhr, Ankunft 05:15 Uhr (+1)
  • Doha (DOH) nach Berlin (TXL) QR077: Abflug 14:45 Uhr, Ankunft 19:50 Uhr

Auf dem Bild: Im September und Oktober 2017 verbindet Qatar Airways Berlin-Tegel und Doha täglich mit einer Boeing 777-300ER. (v.l.n.r.): Frédéric Gossot (Country Manager DACH Qatar Airways) und Elmar Kleinert (Geschäftsleiter Operations, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH).

Höhenrekord für Segelflugzeuge in Argentinien

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Die Airbus Perlan Mission II, der weltweit erste Versuch, mit einem unmotorisierten Flugzeug bis an den Rand des Weltraums vorzudringen, hat gestern durch einen Rekordflug Geschichte geschrieben. Im argentinischen Patagonien stellte die Maschine mit einer Flughöhe von über 15.900 Metern einen neuen Weltrekord für Segelflugzeuge auf.

Chefpilot Jim Payne und Co-Pilot Morgan Sandercock starteten mit Perlan 2 vom Comandante Armando Tola International Airport im argentinischen El Calafate zu ihrem Rekordflug.

Neuland der Lüfte betreten

Der alte Höhenrekord für Segelflugzeuge von 15.462 Metern (50.727 Fuß) war 2006 von Perlan-Projekt-Gründer Einar Enevoldson und dem damaligen Hauptsponsor Steve Fossett aufgestellt worden. Ihr Flugzeug – Perlan 1 – war nicht mit einer Druckkabine ausgestattet. Es ist nun ein bahnbrechender Erfolg für die Luft- und Raumfahrt sowie die Wissenschaft. The Perlan Project will versuchen, in noch größere Höhen vorzudringen und so die wissenschaftliche Erforschung der Stratosphäre voranzutreiben. Diese historische Errungenschaft ist erst der Anfang.

Mit jedem Erfolg der Airbus Perlan Mission II lernen die Ingenieure mehr darüber, wie man höher, schneller und sauberer fliegen kann. Sie zeigt aber immer noch Überaschungen aus der Luftfahrt, die begeistern und motivieren kann, an neue Grenzen vorzustoßen. Airbus-CEO Tom Enders, der auch selbst schon im Perlan an Bord Platz nahm: „Die mit Perlan erreichten eindrucksvollen Luftfahrterfolge sind das Ergebnis kühnen Pionierdenkens. Und genau dieses Denken ist ein Grundpfeiler unserer Zukunftsvision für Airbus, mit der wir eine neue Generation von Vordenkern und Innovatoren für die Luftfahrt begeistern wollen.“

Stratosphärische Bergwellen tragen Flugzeug

Bei der Airbus Perlan Mission II geht es darum, ein unmotorisiertes Segelflugzeug unter Ausnutzung so genannter „stratosphärischer Bergwellen“ bis an den Rand des Weltraums zu fliegen. Bei diesem meteorologischen Phänomen handelt es sich um Aufwinde, die durch den Polarwirbel erzeugt werden und an bestimmten Orten einige Male im Jahr eine besonders hohe Intensität erreichen. Das Gebiet um El Calafate in den argentinischen Anden ist einer der wenigen Orte, an denen diese aufsteigenden Luftströme die Stratosphäre erreichen können.

Aufgrund seiner unmotorisierten Konstruktion bietet das Segelflugzeug Perlan 2 besondere Vorteile als wissenschaftliche Forschungsplattform. Bei jedem Flug werden Versuche durchgeführt, zum Beispiel zu Einflussfaktoren auf den Klimawandel oder den Auswirkungen der Höhenstrahlung auf Piloten und Flugzeuge.

Ziel: Rekord der Motorflugzeuge brechen

Nach dem Abflauen der Bergwellen in Argentinien wird die Airbus Perlan Mission II nach Minden, Nevada, zurückkehren, wo ein Team aus Freiwilligen die Ergebnisse der diesjährigen Probeflüge nutzen wird, um den Perlan-2-Segler für die nächste Flugsaison zu optimieren. Ziel des Perlan-Projekts ist es, eine Flughöhe von 27.432 Metern (90.000 Fuß) zu erreichen und damit auch den aktuellen Höhenrekord für Motorflugzeuge zu übertreffen.

airberlin: Positives Signal für Investorensuche

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airberlin begrüßt die heutige Entscheidung der EU-Kommission, grünes Licht für den durch die KfW zur Verfügung gestellten Übergangskredit in Höhe von 150.000.000 Euro zu geben. airberlin CEO Thomas Winkelmann sagte, die zeitnahe Unterstützung durch die Bundesregierung habe entscheidend dazu beigetragen, dass airberlin trotz des Insolvenzverfahrens weiterfliegen könne. So liße sich die Investorensuche mit voller Kraft fortsetzen. Von Anfang an habe man bei den Verhandlungen großen Wert darauf gelegt, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, das gelte auch weiterhin. airberlin hatte am 15. August 2017 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Die Zustimmung der EU-Kommission zum Übergangskredit für airberlin laut Frank Kebekus, dem Generalbevollmächtigten der airberlin, ein positives Signal für die Investorensuche. Bis 15. September haben potenzielle Interessenten die Möglichkeit, Angebote für die airberlin oder Teile der Gruppe, abzugeben. Ohne die gleichzeitige Gewährung des Übergangskredits hätte airberlin den Flugbetrieb unmittelbar nach Einreichung des Insolvenzantrags einstellen müssen. Der Übergangskredit wird durch die KfW zur Verfügung gestellt

Airport DUS prüft rechtliche Schritte gegen Sicherheitsfirma

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Vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden massiven Einschränkungen durch die personelle Unterbesetzung an den Sicherheitskontrollstellen prüft die Flughafen Düsseldorf GmbH rechtliche Schritte gegen das im Auftrag der Bundespolizei arbeitende Unternehmen Kötter Security. Seit Wochen kommt es im Terminal von NRWs wichtigstem Flughafen zu langen Warteschlangen, weil die Sicherheitskontrollstellen nicht in ausreichendem Maße mit Personal besetzt werden können. Für den Airport und die Passagiere ist der Zustand, der sich nun schon seit Wochen an den Sicherheitskontrollen zeigt, unhaltbar und geschäftsschädigend.

Viele Gespräche mit der Bundespolizei und der Firma Kötter hätten aber den Eindruck hinterlassen, dass Verbesserungen immer nur angekündigt und nicht realisiert würden. Jetzt sollen rechtliche Schritte gegen die Firma Kötter Security geprüft und – soweit möglich – eigenständig Ersatzmaßnahmen in die Wege geleitet werden. Eine längst geforderte Verbesserung der Situation ist lauf Flughafen nicht eingetreten.

WTO-Verfahren Airbus vs. Boeing: Nicht verboten und nicht erlaubt

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In einer neuen Runde der seit über einem Jahrzehnt andauernden Auseinandersetzung vor der Welthandelsorganisation (WTO) hat das Appellate Body (AB) als Berufungsinstanz der WTO heute der Einschätzung der WTO im Panelbericht vom 28. November 2016 widersprochen. Dieser hatte die Subventionen des Bundesstaats Washington für Entwicklung und Fertigung der Boeing 777X gemäß dem Übereinkommen über Subventionen und Ausgleichsmaßnahmen der WTO (ASCM) als „unerlaubt“ eingestuft. Allerdings hat die laufende getrennte Prüfung im Streitfall DS353 bestätigt, dass es sich um rechtswidrige, unzulässige Subventionen handelt, durch die Airbus ein enormer Schaden entsteht. Daher gilt nach wie vor, dass diese entweder zurückgenommen oder ihre nachteiligen Auswirkungen ausgeglichen werden müssen.

Insgesamt ist Airbus gemäß den verschiedenen Entscheidungen der WTO zur rechtswidrigen Subventionierung von Boeing ein geschätzter Schaden in Höhe von 100.000.000.000 US-Dollar durch Umsatzeinbußen entstanden. Airbus bleibt bei der bereits mehrfach geäußerten Ansicht, dass dieser transatlantische Konflikt, durch den der WTO ein enormer Arbeitsaufwand entstanden ist und zu dem im Laufe der Jahre zahlreiche Panelberichte erstellt wurden, nur durch Verhandlungen endgültig beigelegt werden kann, die eine weltweite Einigung über gleiche Bedingungen bei der staatlichen Unterstützung für die Hersteller großer Zivilflugzeuge festlegen.

Kein `Spiel´ nach `Schwarz-Weiß´

Airbus wolle die Gelegenheit nutzen, um der Europäischen Kommission und den Regierungen Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Spaniens für ihren anhaltenden Einsatz für die Verteidigung der Industrie und des fairen Handels bei der WTO zu danken. „Illegale Unterstützungszahlungen an Boeing sind und bleiben rechtswidrig und müssen unterbunden werden. Ob das Urteil nun ‚nicht erlaubt‘ oder „absolut verboten‘ lautet, macht auf dem Spielfeld des weltweiten fairen Handels keinen großen Unterschied“, sagt Rainer Ohler, Executive Vice President Communications von Airbus.

Airbus bezeichnete das gewissermaßen auch als ‚Spiel‘, das mit dem heutigen Tag noch längst nicht entschieden sei. Deshalb nähere man sich, während die Rechtsverfahren weiterlaufen, diesem Thema auch von der spielerischen Seite. Es wurde eine neue mobile App „WTO Warriors“ für iOS und Android entwickelt, die im AppStore und unter GooglePlay verfügbar ist.

SkyWork Airlines verbindet jetzt Wien mit Basel

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SkyWork Airlines erweitert ihr Destinationsangebot ab Wien: Die schweizerische Fluggesellschaft fliegt seit Montag, 04. September 2017, in die Großstadt Basel. Bedient wird die neue Strecke fünfmal wöchentlich.

Neben Bern gibt es damit nun eine zweite Destination ab Wien dieser Airline. Basel, die drittgrößte Stadt in der Schweiz ist dank zeitgenössischer Architektur und vielfältiger Kultur besonders interessant für Städtereisende. Die zusätzliche Strecke zeigt die Bedeutung von Flugverbindungen zwischen Österreich und der Schweiz. Insgesamt bieten Fluggesellschaften aktuell auf fünf Destinationen bis zu 152 wöchentliche Verbindungen in die Schweiz an, heißt es vom Flughafen Wien.

Die Verbindung Wien – Bern steht schon seit mehr als fünf Jahren im Streckenplan von SkyWork Airlines. SkyWork Airlines bedient die Strecke zwischen Wien und Basel fünfmal wöchentlich (Montag bis Freitag). Aus Basel startet die schweizerische Airline um 14:00 Uhr und kommt um 15:25 Uhr in Wien an. Der Rückflug hebt um 16:00 Uhr aus Wien ab und landet um 17:25 Uhr wieder in Basel. Ab dem 29. Oktober wird zusätzlich auch am Sonntag geflogen.

Airline entstand aus Flugschule

Die schweizerische Fluglinie SkyWork Airlines wurde im Jahr 1983 als Flugschule gegründet, im Jahr 1989 wurde der Schwerpunkt auf die Beförderung von Geschäftsleuten und Privatpersonen verlagert. Ihre Basis betreibt SkyWork Airlines in Bern. Das Streckennetz wird von Bern, Basel und Zürich aus bedient und umfasst mit 18 Destinationen verschiedene Städteziele und klassische Urlaubsdestinationen im europäischen Raum. Die schweizerische Fluglinie verfügt über eine Flotte von zwei Dornier DO 328-100 und drei Saab 2000.

Ryanair-Basis am Flughafen Memmingen eröffnet

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Am Flughafen Memmingen hat am heutigen Dienstag eine neue Ära begonnen: Denn die irische Fluggesellschaft Ryanair hat nun in Memmingen ein Flugzeug stationiert und bedient damit sechs neue Routen. Betrieben wird die Basis von 35 Ryanair-Mitarbeitern, die ebenfalls in Memmingen und Umgebung ein neues Zuhause gefunden haben.

Zum Start ihrer zehnten Basis in Deutschland war Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, eigens aus Dublin angereist, um gemeinsam mit Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid den Beginn einer noch engeren Beziehung zwischen Airline und Airport zu würdigen. Damit einhergehende neue Strecken sollen für einen weiteren Wachstumsschub am Flughafen sorgen.

Wachstum durch neue Business- und Reiseziele

Im kommenden Winter bedient Ryanair ab Memmingen 16 Strecken. Im kommenden Sommer rechnet die Airline mit einem Passagierzuwachs von 26 Prozent auf 860.000 Fluggäste im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Jahresprognose 2017 des Flughafens von 1,1 Millionen Passagieren werde überschritten. Die Stationierung des neuen Flugzeugs bringe auch der heimischen Wirtschaft weitere wichtige Impulse, betonte Schmid. Denn Ryanair stationiert vor Ort insgesamt 35 Mitarbeiter, die allesamt auch als Verbraucher, Mieter und Immobilienkäufer aktiv werden. Zudem entstehe bei Zulieferern weitere Nachfrage. Zur international besetzten Ryanair-Mannschaft gehören sechs Piloten, 26 Flugbegleiter, zwei Techniker und ein Stationsleiter.

Die erste der neuen Destinationen, die nun angeflogen werden, war am Dienstag die Verbindung von Memmingen nach Stockholm. Neben der schwedischen Hauptstadt stehen auch die polnische Kapitale Warschau, Sevilla im Süden Spaniens, das marokkanische Fes, Thessaloniki in Griechenland und Oradea im Westen Rumäniens neu auf dem Memminger Flugplan. Obendrein wird die beliebte Verbindung nach Palma de Mallorca jetzt auch im Winter angeboten.

Weitere Flugzeuge von Ryanair

Für den heimischen Tourismus durch Gäste aus Stockholm, London, Dublin und Moskau heißt das neue internationale Kunden. Urlaubsreisende aus der Region schätzten hingegen die neuen Ziele Fes, Thessaloniki, Sevilla und die winterliche Mallorca-Verbindung, Geschäftsreisende setzten auf London, Warschau, Stockholm und Oradea. Bei Besuchern von Familien und Freunden seien vor allem die Ziele in Osteuropa sehr beliebt.

In der Zukunft rechnet der Flughafen-Chef mit der Stationierung weiterer Ryanair-Maschinen in Süddeutschland im Allgemeinen und in Memmingen im Besonderen. Der Allgäu Airport sei gerade auch für die Märkte in Österreich und der Schweiz von großer Bedeutung.

Auf dem Bild: Viele Wege führen von Memmingen nach Europa. Zum Start der neuen Ryanair Basis am Allgäu Airport gab es für Kenny Jacobs (Mitte), Chief Marketing Officer von Ryanair, und Flugkapitän Armin Krasser (2.v.l), dem neuen Base Captain in Memmingen, von der Flughafen-Crew um Geschäftsführer Ralf Schmid (2.v.r.) ein süßes Präsent.

Ballonfestival Montgolfiade: Schauspiel hob am PAD ab

Pünktlich um 07:00 Uhr erfolgte heute der Außenstart am Paderborn-Lippstadt Airport im Rahmen des größten jährlichen Ballonfestivals Europas, der Warsteiner Internationale Montgolfiade. Vom 02. bis 10. September treffen sich in Warstein Heißluftballon-Piloten und -Begeisterte aus der ganzen Welt.

Die 45 teilnehmenden Ballone boten ein spektakuläres Bild für die Besucher des morgendlichen Außenstarts am Heimathafen. „Die organisatorischen Herausforderungen, einen Start direkt vom Flughafengelände aus zu ermöglichen, nehmen wir gern in Kauf. Austragungsort dieses beeindruckenden Luftfahrtevents zu sein, ist für uns immer wieder eine Ehre“, sagt Roland Hüser, Prokurist und Kaufmännischer Leiter der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH.

Der Paderborn-Lippstadt Airport ist auch für die Montgolfiade der Heimathafen. Der Außenstart zählt zu den Highlights für die Piloten, die aus aller Welt angereist sind, erläuterte Uwe Wendt, Geschäftsführer der Warsteiner Internationale Montgolfiade GmbH.

Luftretter in Sachsen mit neuen Hubschraubern

Auch in den nächsten sechs Jahren werden die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung rund um die Uhr an der Hallenser Luftrettungsstation am Flugplatz Halle/Oppin für den schnellen und schonenden Transport schwer kranker und verletzter Menschen sowie für die Notfallrettung bereit stehen.

Dies ist das Ergebnis einer vom Landesverwaltungsamt Halle durchgeführten europaweiten Neuausschreibung der Hubschrauberstation. Die neu vergebene Konzession für die Sekundär-Luftrettung in Sachsen-Anhalt gilt für den Zeitraum 01.01.2018 bis 31.12.2023. Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung betonte, 1.032 Einsätze allein im ersten Halbjahr 2017 machten die Bedeutung der Luftrettung für die Menschen in Sachsen-Anhalt deutlich und dankte für das Vertrauen.

An der Luftrettungsstation Halle sind zwei Hubschrauber stationiert. „Christoph Sachsen-Anhalt“ ist der einzige Intensivtransporthubschrauber in Sachsen-Anhalt, der rund um die Uhr einsatzbereit ist. Er ist tagsüber mit einem, nachts mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten/Notfallsanitäter besetzt.

Zusätzlich ist an der Station mit „Christoph Halle“ ein weiterer Hubschrauber stationiert, der täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einsatzbereit ist. Beide Hubschrauber sind mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenbetreuung notwendig sind. Bei Bedarf werden sie auch in der Notfallrettung als schneller Notarztzubringer und für den Transport von Notfallpatienten zwischen Kliniken eingesetzt.

Zum Start der neuen Konzession wird die Station zwei Luftfahrzeugmuster der neuesten Generation in Betrieb nehmen: Eine H145 wird dann als „Christoph Sachsen-Anhalt“ im Einsatz sein, eine H135 als „Christoph Halle“. Die DRF Luftrettung war weltweit Vorreiter bei der Inbetriebnahme sowohl der EC135 als auch der H145, beide von Airbus Helicopters (ehemals Eurocopter).

Dornier 328 der Botswana Defence Force schneller inspiziert

Ruag Aviation hat die Phase-4 und Phase-6-Inspektion einer Dornier 328 in nur vier Wochen abgeschlossen. Das ist eine sehr kurze Durchlaufzeit für einen solchen Heavy-Maintenance-Check.

Ruag Aviation verfügt am Standort Bern-Belp über breites Know-how mit diesem Flugzeugtyp. Das war der entscheidende Faktor für ExecuJet South Africa, die den Wartungsauftrag im Namen ihres Kunden, der Streitkräfte von Botswana, vergab. Bewährt für Ruag hat sich ihre jahrelange Erfahrung bei großen Unterhaltsprojekten an der Dornier 328. Die garantierte Durchlaufzeit von nur vier Wochen bei dieser großen Inspektion galt als entscheidend.

Ruag Aviation in Bern garantierte die vierwöchige Durchlaufzeit für die Phase-4- und Phase-6-Inspektion inklusive aller Beanstandungen. Der Industriestandard für diese große Inspektion beträgt dagegen sechs Wochen, aber mit der Fachkompetenz und Engineering-Services gelang es, die Inspektion termingerecht und mit absoluter Präzision einzuhalten.

ExecuJet South Africa nutzte die Gelegenheit, um die Standzeit der Dornier 328 im Ruag One-Stop-Shop zum Nutzen des Endkunden, der Botswana Defence Force, zu optimieren: Eine Überholung des Fahrwerks sowie die Aktualisierung der Service Bulletins wurden in das Leistungspaket integriert. Als führender Support-Anbieter für Subsysteme und Komponenten verfügt Ruag Aviation auch über eine eigene, auf Fahrwerke spezialisierte Einrichtung in Interlaken. Mit einem Leihfahrwerk trug auch diese dazu bei die pünktliche Verfügbarkeit der Dornier 328 sicherzustellen.

Als Dienstleister im Bereich Business Aviation genießt Ruag einen exzellenten Ruf, insbesondere für große, sogenannte Heavy-Maintenance-Checks, C-Checks, wie auch Modifikationen, komplette Modernisierung und Neu-Konfigurationen von Kabinen und Cockpits sowie kundenspezifische Gesamtpakete.

Ruag Aviation ist ein Entwicklungsbetrieb nach EASA Part 21/J, ein Herstellungsbetrieb nach EASA Part 21/G und ein Instandhaltungsbetrieb nach EASA Part 145, und Hersteller (OEM) der Dornier 228, eines vielseitigen Flugzeugs für Spezialmissionen sowie Passagier- und Cargotransporte.

BAW: Politik verfehlt Wirklichkeit bei Luft und Lärm

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Mit einem Appell an die Hamburger Politik und Verwaltung erinnert die BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein an die Verantwortung für die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen der Hamburgischen Bürgerschaft zur Reduzierung der Belastungen aus dem Betrieb des innerstädtischen Flughafens in Hamburg Fuhlsbüttel. Seit der Beschlussfassung des sogenannten 10-Punkte-Plan 2014, den sogenannten 16-Punkte-Plan folgend 2015 und den Bekundungen im Koalitionsvertrag des aktuellen Hamburger Senats, habe sich bei den Belastungen der Bevölkerung durch Fluglärm und Luftschadstoffe aus dem Luftverkehr laut BAW keine Verbesserung ergeben. Die Anzahl der Regelverstöße steigt dagegen kontinuierlich und bei der Zahl der nächtlichen Verspätungen bei Starts und Landungen würden Monat für Monat neue Negativrekorde erreicht.

Die Entwicklung der gesamten Belastungssituation durch Flughafen in Fuhlsbüttel stehe gänzlich im Widerspruch zu den politischen Absichtsbekundungen. Von Januar bis Juli 2017 hätten mit 431 Landungen von Linien- und Touristikfliegern nach 23:00 Uhr bereits mehr Regelverstöße festgestellt werden müssen als im gesamten Jahr 2013. Im gesamten ersten Halbjahr 2017 sei dabei nur in zwei Nächten nicht gegen die Bahnbenutzungsregeln verstoßen worden. Der Fluglärm habe in den vergangenen Jahren zwischen 06:00 und 22:00 Uhr um 22 Prozent zugenommen und der besonders belastende Nachtlärm ab 22:00 Uhr sei sogar um 42 Prozent angestiegen, erläutert Martin Mosel, Sprecher der BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wenn die Schutzregeln derart penetrant missachtet werden, bedürfe es eines strikten Verbotes, fordert die BAW. Die Einführung und Umsetzung eines echten Nachtflugverbotes, werktags von 22:00 bis 06:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 22:00 bis 08:00 Uhr sei ein wirksamer wie verhältnismäßiger Schutz der Bevölkerung vor vermeidbarem und unzumutbarem Fluglärm, im Gegensatz zur jetzigen lockeren Beschränkung.

Die Hamburger Umweltbehörde habe zudem sicherzustellen, dass aufgrund der unzureichenden Luftqualität im Stadtgebiet Minderungsmaßnahmen gegen alle Emittenten zu richten sind. Mit behördlichem Segen steige aber gesundheitsschädliches NOx innerhalb von drei Jahren um fast 20 Prozent an. Bis zum Jahr 2025 käme es zudem mit Billigung der Umweltbehörde sogar zu einem Anstieg des luftverkehrsbezogenen NOx-Ausstosses gegenüber dem Jahr 2014 von 56 Prozent geben, rechnet Mosel vor.

50. Airbus für US-Produktion auf dem Wasserweg

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Airbus hat die Bauteile für das 50. Flugzeug der Reihe A320 verschifft, das im Werk in Mobile in den USA gebaut werden soll. Rumpfteile für Front und Heck des Einzelgang-Jets, sowie Flügel und Seitenleitwerk legten Ende August von Hamburg ab.

Die Reise über den Atlantik an die US-Ostküste von Alabama soll 29 Tage dauern. Kleinere Teile für das Flugzeug werden mit einem separaten Schiff nach Amerika gebracht. 2016 wurde der erste Airbus, ein A321, aus US-Produktion von Teilen aus Hamburg übergeben. Bis Ende diesen Jahres soll die Fertigungsrate auf vier Flugzeuge pro Monat etabliert werden.

Lufthansa macht Umbuchungen der Business Class kostenlos

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Geschäftsleute, die mit Lufthansa Group Netzwerk-Airlines auf Europa-Strecken fliegen, können ab September am Abflugtag kostenlos auf einen früheren Flug umbuchen. Den Vorteil genießen Gäste mit umbuchbarem Business Class-Tarif oder ausgewählten Firmenraten. Ein verkürztes Meeting oder ein abgesagter Termin – und der ganze Reiseplan verschiebt sich, da nützt die höhere Flexibilität. Umbuchungen von Austrian Airlines, Lufthansa und SWISS mit einem Economy Flex- waren mit diesen Tickets auch bisher möglich. Neu ist, dass künftig auch dann keine Tarifaufzahlung anfällt, wenn die ursprünglich ausgewählte Buchungsklasse nicht mehr verfügbar ist.

Die Umbuchung kann erst am Tag des Abflugs vorgenommen werden und ist nur möglich, solange noch ein Platz in der Economy Class (im Falle eines gebuchten Economy Flex-Tarifes) oder in der Business Class (im Falle eines umbuchbaren Business Class Tarifes) verfügbar ist. Bei Lufthansa kann die kostenlose Umbuchung beim Online Check-in bzw. die Lufthansa App sowie am Check-in Automaten oder Schalter vorgenommen werden. Bei Austrian Airlines und SWISS kann die kostenlose Umbuchung ausschließlich am Flughafen beim Check-in am Automaten oder Schalter erfolgen.

Eine kostenfreie Umbuchung ist nicht möglich für Codeshare-Flüge, Passagiere, die bereits Gepäck eingecheckt haben sowie Passagiere, die eine kostenpflichtige Zusatzleistungen (z. B. spezielles Essen oder Upgrade) oder einen Sonderservice gebucht haben. Das Routing muss identisch mit dem gebuchten Ticket sein.

Als Condor erstmals in Leipzig/Halle landete – mit Umweg

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Der Flughafen Leipzig/Halle begeht in seinem 90. Jubiläumsjahr ein weiteres historisches Ereignis. Vor 45 Jahren, am 03. September 1972, erfolgte der erste Flug eines westdeutschen Verkehrsflugzeuges in die damalige DDR, der von einer Boeing 727 der Condor nach Leipzig durchgeführt wurde.

Historischer Flug

Dank einer Sondergenehmigung anlässlich der Leipziger Herbstmesse konnte die Maschine aus Frankfurt kommend den Airport, der 1972 den Namen Flughafen Leipzig trug, anfliegen. Das Flugzeug musste allerdings einen Umweg über die frühere Tschechoslowakei nehmen, da die deutsch-deutsche Grenze nicht überflogen werden durfte.

Laut historischer Quellen befand sich an Bord des Fluges neben den Messegästen auch eine Flugbegleiterin, die gebürtige Leipzigerin war, und die Bordansagen, dem Anlass entsprechend, „dreisprachig“ auf Deutsch, Englisch und Sächsisch zum Besten gab.

Condor größter Ferienflieger am Flughafen

Auch viereinhalb Jahrzenten später ist Condor am Flughafen Leipzig/Halle anzutreffen und heute mit über 40 wöchentlichen Abflügen die größte Urlaubs-Airline am Standort. Aus Anlass des Jubiläums ist der erste Condor-Flug am heutigen Tag, ein Airbus A321 aus Palma de Mallorca kommend, von der Werkfeuerwehr des Flughafens mit einer Willkommensdusche begrüßt worden.

Deutschlands beliebteste Fluggesellschaft steuert von Leipzig/Halle aus aktuell Ziele in Spanien, Portugal, Griechenland, Ägypten, der Türkei sowie in Bulgarien an. In der kommenden Wintersaison nimmt Condor zudem eine neue Verbindung nach Dubai auf. Ab dem 01. November fliegt die Airline das Emirat jeweils mittwochs vom Leipzig/Halle Airport aus an. Auf dem Foto: Übergabe einer Jubiläumsurkunde durch Hans-Dieter Tack von der GBSL an die Condor-Crew des Airbus A321 aus Mallorca kommendrline der Deutschen ausgezeichnet.

Flughafenfeuerwehr am MUC beim großen Ferien-Finale

Heute, am 04. September 2017, läutet der Besucherpark mit einer „Weltreisewoche“ das Finale der bayerischen Sommerferien ein. Dort können sich insbesondere junge Weltenbummler auf Entdeckungsreise begeben und jeden Tag einen anderen Kontinent besuchen.

Spektakulär beendet wird das Ferienprogramm dann mit dem großen Feuerwehrfest am 10. September. An dem Sonntag veranstaltet der Besucherpark gemeinsam mit der Flughafenfeuerwehr und dem Feuerwehrmuseum Bayern ein großes Fest für die ganze Familie. Von 11:00 bis 17:00 Uhr dreht sich im Besucherpark des Münchner Flughafens alles rund um die Feuerwehr.

Die Reise um die Welt startet am kommenden Montag mit Impressionen vom heimischen Kontinent. Hier können Reiselustige ihr Wissen bei einem Europa-Quiz unter Beweis stellen sowie ihre Balance auf dem Rodeo-Flugzeug testen. Asien steht am Dienstag auf dem Programm: Das Balancieren eines Tischtennisballs auf Essstäbchen ist eines der angebotenen Spiele am Asien-Tag. Ein weiteres Highlight ist ein Kamelritt durch den Besucherpark. Am Mittwoch begibt man sich dann in Afrika auf Safari, um wilde Tiere zu entdecken. Werden alle gefunden, gibt es als Belohnung persönliche Afrika-Fotos. Donnerstag begeben sich die Besucher auf Columbus` Spuren nach Amerika. Hier können die kleinen Gäste als Goldgräber ihr Glück im Wasser suchen und „Edelsteine“ aus einem Goldwaschbecken holen. Zu guter Letzt sind die „Weltreisenden“ am Freitag eingeladen, wie ein Känguru durch Australien zu springen. Dabei winken tolle Preise.

Die großen und kleinen Besucher erfahren in der Erlebnisfeuerwache alles über Blaulichteinsätze und schnellen Fahrzeuge. Geboten werden über dies interessante Attraktionen wie zum Beispiel die 50-minütigen Feuerwehrfest-Touren, die den kleinen Gästen die Chance bieten, kostenlos die Flughafenfeuerwehr aus der Nähe zu betrachten.

Eltern können ermäßigt mit ihren Kindern mitfahren. Außerdem stehen moderne sowie historische Feuerwehrfahrzeuge zum Bestaunen bereit. Auch für spannende Mitmachaktionen ist gesorgt. So können die Kids beispielsweise an einer Spritzwand − wie die Profis − einen echten Feuerwehrschlauch zum Einsatz bringen. Zum Austoben laden die tolle Feuerwehrhüpfburg oder die roten Tret-Autos ein. Für den kleinen Hunger zwischendurch versorgt das Team von „Tante Ju’s“ die Gäste mit Speisen und Getränken. Highlight des Tages ist eine ganz besondere Verlosung. In Kooperation mit dem Feuerwehrmuseum Bayern wird ein VIP-Feuerwehr-Tag für die ganze Familie verlost.

Pistensanierung auf 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) in Hamburg

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Der Flughafen Hamburg führt auch 2017 notwendige, jährlich wiederkehrende Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Start- und Landebahnen durch. Dafür wird die Start- und Landebahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) von Mittwoch, 06. September (06:00 Uhr), bis einschließlich Mittwoch, 20. September 2017 (23:00 Uhr), außer Betrieb genommen. Während dieser Zeit wird vorübergehend der gesamte Flugbetrieb über die Piste 05/23 (Niendorf/Langenhorn) abgewickelt. Unter anderem gehören zu den Arbeiten die Beseitigung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten, Beton- und Asphaltarbeiten, das Spülen der Sielleitungen, Erneuerung der Markierung sowie die Instandhaltung bzw. der Austausch der Startbahnbefeuerung.

Die Termine hat Hamburg Airport dabei ganz bewusst ausgewählt, um den Sperrzeitraum möglichst kurz und die Auswirkungen für die Flughafen-Nachbarn so gering wie möglich zu halten. Wichtig war dafür, dass die Pistensperrungen nicht in der Ferien- oder Hauptreisezeit liegen, denn dann werde alles an Start- und Landekapazität benötigt. Zudem sind viele Instandhaltungsarbeiten nur bei trockener und warmer Witterung möglich. Im Frühjahr und Herbst hingegen sind die witterungsbedingten Unsicherheiten deutlich größer. Dann wären die Arbeiten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf 14 Tagen zu bündeln. Die Start- und Landebahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) war bereits im Juni 2017 gewartet worden.

Um die Flughafen-Nachbarn und andere Interessierte über die Termine der jährlichen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Start- und Landebahnen auf dem Laufenden zu halten, hat Hamburg Airport einen WhatsApp-Service eingerichtet. Nach einmaliger Anmeldung erhalten Abonnenten alle Termine und Informationen rund um die Pistensperrungen direkt aufs Smartphone.

AUA und ÖBB: AIRrail für Salzburg – Wien, Meilen dabei

Ab sofort erweitern Austrian Airlines und ÖBB ihr Kooperationsprogramm unter dem Namen „AIRail“ auf der Strecke Salzburg Hbf – Flughafen Wien. In Kombination mit einem vorangehenden bzw. anschließenden Austrian Flug können Austrian Passagiere drei tägliche Railjet-Verbindungen der ÖBB, mit Austrian Flugnummer, zwischen dem Hauptbahnhof Salzburg und dem Flughafen Wien nutzen. Die Fahrzeit mit dem Zug zwischen Salzburg Hbf und Flughafen Wien beträgt 02:49 Stunden. Das bereits bestehende Austrian Flugangebot mit sechs täglichen Flügen auf der Route Salzburg – Wien bleibt unverändert und wird mit den drei AIRail-Verbindungen ergänzt.

Parallel zu den Flugverbindungen können Passagiere bei Miles & More auch bei AIRail auf der Strecke zwischen Salzburg und Wien Meilen sammeln. Im Railjet können Fahrgäste WLAN nutzen und genießen Catering der Firma ‚Henry am Zug‘. Darüber hinaus profitieren sie von einer garantierten Anschlussverbindung, egal ob die Weiterreise mit dem Flugzeug oder mit der Bahn erfolgt. Passagiere der Business-Class reisen im Zug in der 01. Klasse und erhalten außerdem freien Zugang zur ÖBB Lounge vor der Abfahrt am Hauptbahnhof Salzburg.

40 Prozent Passagierplus am FMO im August

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Die Fluggastzahlen haben am Flughafen Münster/Osnabrück im August um 40 Prozent zugelegt, nach einem Plus von 33 Prozent bereits im Juli. Der FMO zeigt sich daher zufrieden mit seiner Ferienbilanz, konnten doch vom Beginn der Sommerferien in Niedersachsen am 22. Juni bis zum Ende der Urlaubszeit in Nordrhein-Westfalen am 29. August insgesamt über 270.000 Passagiere verzeichnet werden. Das entspricht einem Zuwachs von 70.000 Fluggästen gegenüber den Sommerferien 2016. Spitzenreiter der beliebtesten Urlaubsziele in diesem Sommer ab Münster/Osnabrück ist Mallorca. Die Baleareninsel zählte in den Sommerferien 75.000 Fluggäste (plus 35 Prozent).

Auch die türkische Riviera legte dieses Jahr wieder zu und verbuchte mit rund 45.000 Antalya-Fluggästen sogar ein Wachstum von 50 Prozent. Die drei griechischen Ferieninseln Kreta, Rhodos und Kos erreichten 17.000 Fluggäste (plus 60 Prozent). Auch für die Herbstferien ist das Angebot ab dem FMO in diesem Jahr sehr vielfältig: Richtung Mallorca starten dann wöchentlich 24 Flugzeuge, und nach Antalya wird es mehr als 20 Flüge pro Woche geben.

Zu den Kanarischen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa geht es fünfmal pro Woche. Außerdem stehen auch im Herbst die griechischen Inseln Kreta, Rhodos und Kos, Málaga auf dem spanischen Festland und Faro an der portugiesischen Algarveküste im Angebot.

Flughafen HAJ hält Lehrstunden übers Fliegen

Der Flughafen Hannover macht auf gleich mehrere Veranstaltungen aufmerksam, an denen er beteiligt ist und Besuchern sowie Interessierten Einblicke ins Fliegen bis hin zur Radartechnik gewährt. Los geht’s aber mit einem Erlebnisnachmittag für Kinder.

Am ersten Septemberwochenende war der Hannover Airport wieder mit einem HAJ-Spiele- und Informationsstand auf dem Tag der Niedersachsen in Wolfsburg vertreten. Noch einmal bunt am Flughafen selbst wird es am 21.10.2017. Action, Spiel und Spaß für Kinder ab acht Jahren mit der Follow-Bee.

Meine Weltreise – Das Spielevent

Ein Nachmittag voller Action, Spiel und Spaß am Hannover Airport: Kinder ab acht Jahren gehen mit der Follow-Bee auf Reisen und erkunden sieben Spielstationen. Ganz nebenbei lernen sie spielerisch sieben Länder kennen. Hannovers Spiel-Experte Heinz Lehmann von idee + spiel kommt an den Airport und bringt spannende Aktionen mit. Dabei sind:

  • 135 Minuten Spielevent
  • Eintritt Erlebniswelt
  • Eis und Getränke im Schnellrestaurant
  • Urkunde und eine kleine Überraschung
  • Mindestalter: acht Jahre
  • Datum: 21.10.2017
  • Zeit: Beginn: 14:00 Uhr, Ende: ca. 16:15 Uhr

Ort: Ausstellung Welt der Luftfahrt / Besucherterrasse; Zugang über die Airport-Plaza / Erlebnis-Shop. Tickets dafür kosten 25 Euro und sind online oder am Hannover Airport im Erlebnis-Shop erhältlich. Vor Ort buchbar für Bringer / Abholer: für drei Euro Zugang zur Ausstellung und Besucherterrasse. Parken kann man vier Stunden für vier Euro (Sondertarif).

Themenabende

Bis zum 20.12.2017 finden Themenabende: Vom Flughafen-Fan wird man dort zum Experten. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung bietet der HAJ einmal im Monat spannende Themenabende an. Pro Nachmittag wird jeweils eines von vier Modulen angeboten:

  • Modul 1: Warum fliegen Flugzeuge
  • Modul 2: Radartechnik
  • Modul 3: Instrumentenflug / Navigation
  • Modul 4: Orientierung auf dem Flughafen

Alle Module beinhalten einen Vorfeldbesuch und dauern ca. zwei Stunden, Startzeit ist um 16:00 Uhr.

Flughafenfahrzeuge in Stuttgart tanken synthetischen Diesel

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Der Baden-Württembergische Landesflughafen will weiter auf umweltfreundliche Antriebe setzen. Fahrzeuge, für die es noch keinen Elektroantrieb gibt, tanken deshalb von nun an synthetischen Diesel.

Der aus Rest- und Abfallstoffen sowie Pflanzenöl aus zertifiziertem Anbau hergestellte Kraftstoff zahlt sich doppelt aus: im Vergleich zu fossilem Diesel senkt er die CO2-Emissionen um etwa 70 Prozent und bei seiner Verbrennung werden deutlich weniger Luftschadstoffe freigesetzt. So entsteht beim Fahren rund 30 Prozent weniger Feinstaub. Das entlastet sowohl die Umwelt als auch die Mitarbeiter.

Der Flughafen Stuttgart ist das erste Verkehrsunternehmen in Baden-Württemberg, das seine Fahrzeugflotte großflächig mit synthetischem Diesel betankt. Der Einsatz des klimaschonenderen Kraftstoffs ist neben der gezielten Förderung der E-Mobilität und alternativer Antriebe am Boden ein weiterer Schritt beim Klima- und Gesundheitsschutz und wird vom Land gefördert.

Wo der Flughafen Stuttgart noch keine Elektrofahrzeuge auf dem Vorfeld einsetzen kann, soll ergänzend der synthetische Treibstoff verwendet werden. Bei vielen flughafenspezifischen Sonderfahrzeugen, wie beispielsweise den Einsatzfahrzeugen des Winterdienstes oder der Flughafenfeuerwehr, fehlt es derzeit auf dem Markt noch an Alternativen zum Dieselantrieb. Darum testet der Flughafenbetreiber wie schon bei Elektrofahrzeugen in dem langfristig angelegten Projekt, ob sich der nichtfossile Brennstoff für die Übergangszeit als praxistauglich erweist.

C.A.R.E.-Diesel im Einsatz

Der Einsatz von C.A.R.E.-Diesel ergänzt die bisherigen Anstrengungen beim den Klimaschutz. Die Flughafengesellschaft setzt den sogenannten C.A.R.E.-Diesel der Firma Tool-Fuel ein; ein Akronym für CO2-Reduction, Arctic Grade, Renewable und Emission Reduction (zu Deutsch: CO2-Reduktion, Kältebeständigkeit, nachwachsend und Emissionsminderung). Bislang kann der alternative Diesel nur in geschlossenen Fuhrparks und Flotten erprobt werden. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg stimmte der Umstellung zu. Neben dem Flughafenbetreiber selbst wird der Kraftstoff künftig von auf dem Areal tätigen Tochtergesellschaften der FSG und anderen auf dem Vorfeld tätigen Drittfirmen getankt werden.

Mit dem Einsatz von synthetischem Diesel kommt die Flughafengesellschaft den Klimazielen ihres fairport-Programms einen Schritt näher. Ihre Treibhausgas-Emissionen will die Flughafengesellschaft bis 2030 im Vergleich zu 1990 halbieren. Bis 2050 soll der Flughafen Stuttgart klimaneutral betrieben werden. Mit seinem fairport-Konzept hat sich der Flughafen Stuttgart das Ziel gesetzt, langfristig und dauerhaft zu einem der leistungsstärksten und nachhaltigsten Flughäfen in Europa zu werden.

Ruag steigert Umsatz trotz starken Frankens

Der internationale Technologiekonzern Ruag steigerte im ersten Halbjahr 2017 trotz anhaltend herausforderndem wirtschaftlichen Umfeld den Nettoumsatz um 5,2 Prozent auf CHF 943 Mio. (VJ CHF 896 Mio.). Sowohl der Auftragseingang mit CHF 1.020 Mio. (CHF 1.006 Mio.) als auch der Auftragsbestand mit CHF 1.657 Mio. (CHF 1.568 Mio.) haben zugelegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf CHF 54 Mio. (CHF 66 Mio.). Ruag setzt somit den Wachstumskurs des letzten Jahres fort – dies in erster Linie organisch, aber auch durch internationale Akquisitionen und Eröffnungen von neuen Produktionsstandorten in den USA und Ungarn. Der Konzern hat Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität für das Gesamtjahr 2017 ergriffen.

Der um 5,2 Prozent höhere Nettoumsatz von CHF 943 Mio. ist in erster Linie auf organisches Wachstum des Konzerns in Höhe von CHF 41 Mio. zurückzuführen. Einen weiteren positiven Einfluss hatten Akquisitionen, die ihrerseits Devestitionseffekte und negative Fremdwährungseffekte mehr als wett machten.

Auftragslage trotz starker Währung verbessert

Der Auftragseingang lag trotz anhaltender Frankenstärke im ersten Halbjahr 2017 mit CHF 1.020 Mio. (CHF 1.006 Mio.) 1,4 Prozent über dem Vorjahr. Noch deutlicher zugenommen hat der Auftragsbestand. Mit CHF 1.657 Mio. lag er 5,7 Prozent höher als per 30. Juni 2016 (CHF 1.568 Mio.). Im Auftragseingang und -bestand sind mehrjährige Rahmenverträge nur im Umfang von effektiv erfolgten Abrufbestellungen berücksichtigt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um 18,6 Prozent auf CHF 54 Mio. (CHF 66 Mio.) ab. Die operative Gewinnmarge beträgt 5,7 Prozent (7,4 Prozent). Der Rückgang ist unter anderem auf Aufbaukosten der neuen Produktionsstandorte in den USA und Ungarn, eine deutliche Abschwächung der Umsätze mit Munition für Sportschützen in den USA sowie Effekte aus Kaufpreisallokationen im Zusammenhang mit den Akquisitionen zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2017 schloss Ruag drei Akquisitionen ab: Turfer di Turelli Luca & C. SRL, ein italienischer Großhändler für Jagd- und Sportwaffen, Munition und Zubehör; die britische Cyber-Security Firma Clearswift sowie die Gyttorp-Gruppe, eine führende schwedische Vertriebsgesellschaft von Jagd- und Sportmunition (siehe „Wichtige Ereignisse“ auf Seite 2f).

Urs Breitmeier, CEO des Ruag Konzerns, sagte zum Halbjahresabschluss: „Die vielen Projekte, welche die Basis für die Zukunft bilden, haben uns im ersten Halbjahr gefordert. Es geht nun darum zu konsolidieren, die Vorhaben sauber abzuschließen und die Profitabilität zu erhöhen.“

Mit zivilen Anwendungen erwirtschaftete Ruag 58 Prozent (59 Prozent) des Nettoumsatzes, mit militärischen Anwendungen 42 Prozent (41 Prozent), womit sich hier ein konstantes Bild bietet. Der Umsatz des nach wie vor wichtigsten Einzelkunden VBS (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) liegt mit 29 Prozent (31 Prozent) des Umsatzes leicht unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2016.

Ruag erzielte wie im Halbjahr zuvor 64 Prozent (64 Prozent) des Umsatzes im Ausland und 36 Prozent (36 Prozent) in der Schweiz. Den größten Anteil außerhalb der Schweiz verzeichnete Ruag in Europa mit 46 Prozent (46 Prozent) und Nordamerika mit 12 Prozent (13 Prozent).

Der weltweite Personalbestand von Ruag erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 9.110 (8.504) Mitarbeitende, was einerseits auf das gestiegene Umsatzvolumen und den Aufbau von neuen Produktionsstandorten, andererseits auf getätigte Akquisitionen zurückzuführen ist.

Der Technologiekonzern erhöhte die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gegenüber der Vorjahresperiode um 2,8 Prozent auf CHF 82 Mio. (CHF 79 Mio.).

Der Free Cash Flow im ersten Halbjahr 2017 von minus CHF 174 Mio. (minus CHF 37 Mio.) wurde primär belastet durch Akquisitionen sowie das tiefere operative Ergebnis und Investitionen in Kapazitätserweiterungen und Umlaufvermögen für Zusatzaufträge. Als Folge davon verringerte sich die Nettofinanzposition von CHF 192 Mio. auf CHF 14 Mio. (-92,7 Prozent).

Nach wie vor bereitet die Exportsituation von Rüstungsgütern Sorgen. Zusätzlich zum Nahen Osten konnte Ruag wichtige, langjährige Kunden in Südamerika auf Grund der schweizerischen Exportpraxis nicht mehr beliefern. Trotz der unsicheren Situation in der Weltwirtschaft geht Ruag für das Gesamtjahr 2017 von weiterem Wachstum und einer im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 verbesserten Profitabilität aus. Um dies zu erreichen, hat Ruag die Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung und Kostenoptimierung verstärkt.

Wichtige Ereignisse im ersten Halbjahr 2017

Kennzahlen im Überblick in CHF Mio. 1. Halbjahr 2017 1. Halbjahr 2016 Veränderung in %
Nettoumsatz 943 896 +5,2%
davon Umsatz mit zivilen Anwendungen 58% 59% -1,0%
davon Umsatz mit militärischen Anwendungen 42% 41% +1,0%
davon Umsatz mit VBS 29% 31% -2,0%
davon Umsatz im Ausland 64% 64% +/-0,0%
davon Umsatz Schweiz 36% 36% +/-0,0%
EBITDA 91 110 -17,6%
EBIT 54 66 -18,6%
Reingewinn 41 52 -21,5%
Cashflow aus Betriebstätigkeit -94 -10 -857,1%
Free Cash Flow -174 -37 -366,1%
Nettofinanzposition 14 192 -92,7%
Auftragseingang 1.020 1.006 +1,4%
Auftragsbestand 1.657 1.568 +5,7%
Forschungs- und Entwicklungsaufwand 82 79 +2,8%
Personalbestand per 30.06.2017 (Mitarbeitende, Lernende und Leiharbeitskräfte) 9.110 8.504 +7,1%

Betriebspause am Köln Bonn Airport wegen Pistensanierung

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An der großen Start- und Landebahn des Flughafens Köln/Bonn müssen im Herbst diverse Arbeiten vorgenommen werden. Unter anderem stehen im Zuge der routinemäßigen Wartung der Austausch der Befeuerung und das Entfernen von Gummiabrieb an. Gleichzeitig werden schadhafte Stellen im Belag ausgebessert. Außerdem wird die große Startbahn im Vorfeld ihrer Generalsanierung vermessen. Im Kreuzungsbereich mit der Querwindbahn, die derzeit saniert wird, werden zudem als vorbereitende Maßnahme für ihre Wiederinbetriebnahme Kernbohrungen für die neue Befeuerung und Kabelarbeiten durchgeführt. Die Startbahn steht dann von 21:00 Uhr abends bis 06:00 Uhr morgens nicht zur Verfügung. Da die Querwindbahn zurzeit ebenfalls saniert wird und nicht benutzt werden kann, müssen die im Zeitfenster vorgesehenen Flüge verlegt, umgeleitet oder gestrichen werden.

Dies betrifft 69 Starts oder Landungen. Passagiere werden von ihren Airlines rechtzeitig über die neuen Flugdaten informiert. Alle Arbeiten finden in der Nacht vom 07. auf den 08. Oktober statt. Der Flughafen läuft derzeit wegen der Sanierung der Querwindbahn in einer sogenannten Single-Runway-Operation, nur eine Start- und Landebahn steht zur Verfügung. An einem Flughafen mit 24-Stunden-Betrieb bedeuten Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten dann eine Betriebspause. Die Arbeiten wurden in einem möglichst kleinen Zeitfenster und eine relativ verkehrsarme Zeit gelegt, Beeinträchtigungen des Flugbetriebs gibt es aber dennoch. Da die Arbeiten witterungsabhängig sind, ist eine kurzfristige Verlegung auf den Ausweichtermin 28./29. Oktober möglich.

Hundertschaft an Azubis beginnt bei der Fraport AG

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Auch in diesem Jahr bietet die Fraport AG wieder eine Reihe von Ausbildungsplätzen an: Für 106 neue Talente und Nachwuchskräfte beginnt am 01. September das Arbeitsleben. 32 weibliche und 75 männliche Auszubildende zwischen 15 und 34 Jahren absolvieren eine Berufsausbildung oder ein duales Studium beim Betreiber des größten deutschen Flughafens.

Das hohe Interesse an uns als Arbeitgeber spricht für die Fraport AG als einen der wichtigsten und größten Ausbildungsbetriebe im Rhein-Main-Gebiet mit attraktiven Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Die Bandbreite der insgesamt 25 zu erlernenden Berufe reicht von technischen Ausbildungen wie Mechatroniker (m/w) und Anlagenmechaniker (m/w) bis hin zu Sicherheits- und Rettungsberufen, wie die Ausbildung zum Notfallsanitäter (m/w). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei Fraport ein duales Studium zu absolvieren, bei dem die praktische Ausbildung im Betrieb in Kombination mit einem Studium erfolgt.

In diesem Jahr starten insgesamt 19 Studierende in fünf Bachelor-Studiengängen, unter anderem in den Studienrichtungen Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Luftverkehrsmanagement, die in Kooperation mit regional ansässigen Hochschulen angeboten werden. Zu den Auszubildenden zählen auch vier junge Geflüchtete, die aus einem Qualifizierungsprogramm in ein Ausbildungsverhältnis übernommen wurden. Das Programm beruht auf einer Kooperation von Unternehmen in Frankfurt Rhein-Main, der Stadt Frankfurt, der Arbeitsagentur und der Industrie- und Handelskammer. Ziel dieses Programms ist die erfolgreiche berufliche Integration von Geflüchteten, um deren gesellschaftliche Teilhabe zu erleichtern.

Aus dem Berufsvorbereitungsprogramm „Startklar“ wurden in diesem Jahr acht junge Menschen in eine technische Berufsausbildung übernommen. Mit diesem Programm bietet Fraport jungen Menschen eine Chance, im Berufsleben Fuß zu fassen, die noch nicht alle Kriterien für die Berufsausbildung erfüllen.

Wer sich für einen Ausbildungsplatz beim Fraport interessiert, muss sich beeilen: Für den Ausbildungsstart in 2018 endet die Bewerbungsfrist am 31. Oktober 2017. Für den Ausbildungsberuf zum Notfallsanitäter (m/w) laufen die Bewerbungsfristen vom 01. Februar bis 31. Mai des Vorjahres, Ausbildungsstart ist jährlich am 01. März.