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Airbus kommt mit hochauflösenden Pléiades Neo voran

Airbus liegt bei der Produktion seiner vier neuen, sehr hochauflösenden Pléiades-Neo-Satelliten gut im Zeitplan. Der Start ist im Jahr 2020 vorgesehen. Die Satelliten ergänzen die bereits heute weltweit führende Konstellation von Optik- und Radarsatelliten von Airbus und bieten eine verbesserte Leistung sowie die marktweit höchste Reaktivität.

Ermöglicht wird dies durch eine direkte Einbindung in das als SpaceDataHighway bekannte, weltraumgestützte Datenrelais-Kommunikationssystem. Diese ersten vier optischen und hochflexiblen Satelliten werden die Anzahl der täglichen Überflüge an jedem Ort der Erde verdoppeln und im Vergleich zu vorherigen Konstellationen eine fünf Mal höhere Retasking-Rate bieten. Jeder Satellit wird das Leistungsangebot von Airbus pro Tag um Aufnahmen eines eine halbe Million Quadratkilometer großen Gebiets mit einer Auflösung von 30 Zentimetern ergänzen. Diese Bilddaten fließen in die OneAtlas-Onlineplattform ein und bieten den Kunden sofortigen Datenzugriff, Analysefähigkeiten sowie eine Anbindung an das einzigartige Optik- und Radardatenarchiv von Airbus.

Vorteil Datenrelais mit Laser durchs All

Mit Pléiades Neo kommen zur bestehenden Flotte von zehn zugänglichen Erdbeobachtungssatelliten vier weitere hinzu. Es wird laut Airbus die modernste hochauflösende Konstellation sowohl für kommerzielle als auch für sichere staatliche Anwendungen. Die Pléiades-Neo-Satelliten mit modernster Laserkommunikationstechnik ermöglicht zudem Kunden einen Zeitvorsprung, der in der  Branche für längere Zeit unerreicht bleiben dürfte.

Pléiades Neo nutzt den SpaceDataHighway, um höchste Systemreaktivität, sehr kurze Latenzzeiten und eine Übertragung großer Datenmengen sicherzustellen. Die Lasertechnik erlaubt eine Übertragungsbandbreite von bis zu 1,8 Gigabit pro Sekunde. Im Zusammenspiel mit den im geostationären Orbit platzierten Relaissatelliten lassen sich damit künftig täglich bis zu 40 Terabyte nahezu in Echtzeit sicher zur Erde übertragen. Derzeit erfolgt die Übertragung noch häufig mit einer Verzögerung von mehreren Stunden. Die vier Satelliten sind mit reaktiven Ka-Band-Terminals ausgestattet, die Last-Minute-Tasking-Updates auch dann ermöglichen, wenn sie sich außerhalb der Sichtweite ihrer Bodenstationen befinden. Dies ist ein enormer Vorteil für Kunden, wenn es um die Einschätzung von Naturkatastrophen und Rettungseinsätze ziviler und militärischer Kräfte geht.

Die integrierten, leistungsoptimierten Laserterminals der nächsten Generation sind 60 Prozent leichter und kleiner als die derzeit eingesetzten Terminals. Sie wurden von Tesat Spacecom entwickelt und im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) und Airbus gebaut. Die Fortschritte haben zudem zu einer wesentlichen Senkung der Entwicklungs- und Integrationskosten geführt. Entwicklung und Verifikation werden vom DLR Raumfahrtmanagement unterstützt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziell gefördert.

Machine-Learning zum Aufbau von Marktpräsenz

Das SpaceDataHighway-System wurde im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public Private Partnership – PPP) zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und Airbus entwickelt. Auch die Sentinel-Satelliten des Copernicus-Programms der Europäischen Kommission werden von diesem System profitieren. Pléiades Neo ist die erste kommerzielle Konstellation, die mit dieser Technologie ausgerüstet wird, und bietet somit einzigartige Reaktivität.

Gemäß der Strategie des Konzerns zur Verstärkung der Digitalisierung und Konnektivität werden die Bodensegmente der nächsten Generation durch Machine-Learning und automatisierte Analyseanwendungen den Zugang zu benötigten Informationen erleichtern. Zudem bieten sie Multimissionsfähigkeiten und Kapazitäten zur Verarbeitung großer Bilddatenmengen. Die vollständig vom Eigentümer Airbus finanzierte, hergestellte und betriebene Pléiades-Neo-Konstellation ist ein Durchbruch auf dem Gebiet der Erdbeobachtung und wird Airbus-Kunden in den kommenden 15 Jahren eine hochwertige Servicekontinuität gewährleisten.

airberlin: Auch Eurowings über Wet-Lease betroffen

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Die Vereinigung Cockpit (VC) zeigt sich heute überrascht, dass einer Vielzahl von Krankmeldungen beim fliegenden Personal eine dreistellige Zahl von airberlin-Flügen zum Opfer gefallen ist. Zu keinem Zeitpunkt habe aber die VC dazu aufgerufen, sich krank zu melden. Die VC ist der Überzeugung, dass Sozialplanverhandlungen über einen geregelten Übergang des Personals der einzige Weg sind, eine möglichst große Zahl von Arbeitsplätzen zu erhalten. Daher hat die VC alle von ihr vertretenen Cockpitmitarbeiter darauf hingewiesen, ihren arbeitsvertraglichen Pflichten nachkommen zu müssen, sofern kein akuter Grund für eine Krankmeldung besteht.

Bei der Fluggesellschaft airberlin fielen heute kurzfristig ca. 100 Flüge aus. Davon ist auch etwa Berlin und der Köln Bonn Airport betroffen. Aktuell sind in CGN acht Flüge (vier Starts, vier Landungen) auf den Strecken Berlin und München anulliert.

Auch bei der Fluggesellschaft Eurowings, die bei airberlin Flugzeuge inklusive Piloten und Crew gemietet hat, fallen Flüge aus. Gestrichen sind nach aktuellem Stand acht Flüge (vier Starts, vier Landungen) auf den Strecken Leipzig, Hamburg, Zürich und Nizza. Die Langstrecken-Flüge der Eurowings sind nicht betroffen.

Die Airports raten allen Fluggästen von Air Berlin und Eurowings, sich auf den Webseiten ihrer Airlines über ihren aktuellen Flugstatus zu informieren. Es kann im Verlaufe des Tage zu weiteren Unregelmäßigkeiten im Flugplan kommen.

Passagierzahlen im August bei AUA deutlich gestiegen

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Austrian Airlines konnte die Passagierzahlen im August 2017 weiter steigern: die Airline aus Österreich beförderte mehr als 1,3 Millionen Passagiere. Das entspricht einem Wachstum von 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dieser Anstieg ist vorwiegend auf die im Wet-Lease eingesetzten airberlin Flugzeuge und die damit verbundene Aufstockung des Europa-Angebotes sowie auf den stärkeren Nachbarschaftsverkehr zwischen Österreich und Deutschland zurückzuführen. Das Angebot, gemessen in angebotenen Sitzkilometern (ASK), wurde um 10,0 Prozent auf rund 2,7 Mrd. erhöht. Die verkauften Sitzkilometer (RPK) sind um 9,7 Prozent auf mehr als 2,2 Mrd. gestiegen. Die Auslastung der Flüge (Passagierfaktor) lag im Durchschnitt bei 84,1 Prozent, ein leichter Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber August 2016.

Im Zeitraum Januar bis August 2017 hat Austrian Airlines in Summe mehr als 8,5 Millionen Passagiere befördert. Dies entspricht einem Anstieg von 14,0 Prozent. Das Angebot gemessen in ASK wurde um 8,3 Prozent auf über 17,6 Mrd. erhöht. Bis Ende August dieses Jahres verkaufte Austrian rund 13,6 Mrd. Sitzkilometer, eine Steigerung um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Auslastung ist um 0,2 Prozentpunkte auf 76,9 Prozent leicht gestiegen.

Ryanair mit neuen Zielen ab Karlsruhe / Baden-Baden

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Der Sommerflugplan 2018 der Fluggesellschaft Ryanair mit fünf neuen Strecken nach Edinburgh, Lissabon, Sevilla, Tel Aviv und Warschau Modlin war heute das Schwerpunktthema am FKB.

Neal McMahon, Director of Route Development Ryanair, Evelin Horvath, Route Development Ryanair und Eric Blechschmidt, Bereichsleiter Profit Center Verkehr Baden-Airpark GmbH, stellten den Flugplan vor und informierten über die weitere Entwicklung. Mit den insgesamt 18 Strecken will Ryanair im nächsten Jahr 850.000 Passagiere am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden befördern.

Ryanair Sommerflugplan am FKB

Fünf neue Strecken:

  • Edinburgh (zweimal wöchentlich)
  • Lissabon (zweimal wöchentlich)
  • Sevilla (zweimal wöchentlich)
  • Tel Aviv (zweimal wöchentlich) und
  • Warschau Modlin (zweimal wöchentlich)

Deutschland-Besucher können ab sofort ihren Urlaub bis zum Oktober 2018 im Voraus buchen. Zudem gibt es neue Konditionen:

  • Vergünstigte Gebühren für Aufgabegepäck – Standardgebühr für ein Aufgabegepäckstück von 20 kg für 25 Euro
  • 20 Langstreckenverbindungen mit Air Europa ab Madrid, buchbar auf über Ryanair
  • Umsteigeverbindungen ab Rom Fiumicino und Mailand Bergamo (weitere Flughäfen in Planung)
  • Eine neue Partnerschaft mit dem Erasmus Studentennetzwerk, mit Studentenrabatten und einer gesonderten Buchungsplattform
  • Alexa Spracherkennung zur Suche von Flügen, Hotels und Infos zum Flugstatus auf der Webpräsenz

Ryanair will mit Verbindungen nach Barcelona (viermal wöchentlich) , London Stansted (täglich) und Rom Ciampino (dreimal wöchentlich) zur günstigen Wahl für Privat- aber auch Geschäftsreisende aus Deutschland werden. Auf dem Foto (v.l.): Evelin Horvath, Route Development Ryanair, Eric Blechschmidt, Bereichsleiter Profit Center Verkehr Baden-Airpark GmbH, Neal McMahon, Director of Route Development Ryanair.

airberlin streicht Flüge: Krankmeldungen auf dem Weg zum Flugzeug

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Über 100 Flugstreichungen bei airberlin

airberlin ist gezwungen, über 100 der heute geplanten 750 Flüge zu streichen. Grund für die Flugstreichungen ist, dass sich rund 200 der insgesamt 1.500 airberlin Piloten krankgemeldet haben. Überhaupt kein Verständnis hat airberlin für die zahlreichen kurzfristigen Krankmeldungen während des Crewbriefings unmittelbar vor dem Flug oder auf dem Weg zum Flugzeug. Das Management der airberlin arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Generalbevollmächtigten Frank Kebekus und dem Sachwalter Lucas Flöther mit Hochdruck an Verhandlungslösungen für die airberlin.

Erhalt von Arbeitsplätzen

Eine zentrale Rolle bei diesen Verhandlungen spielt der Erhalt so vieler Arbeitsplätze wie möglich. Bis Freitag dieser Woche läuft die Frist für die Angebote der Investoren.

Ziel ist, im Gläubigerausschuss am 21. September zu konkreten Entscheidungen zu kommen. airberlin CEO Thomas Winkelmann sagt: „Die airberlin Mitarbeiter sind bislang sehr professionell mit der schwierigen Situation des Unternehmens umgegangen. Dafür gebührt ihnen große Anerkennung.“ Das, was heute bei einem Teil der Belegschaft laufe, ist ein Spiel mit dem Feuer. Der heutige Tag koste damit mehrere Millionen Euro.

Insolvenzverfahren der airberlin in Gefahr

Während finaler Gespräche mit möglichen Investoren gefährde eine instabile Operation die Voraussetzung für ein Gelingen dieser Verhandlungen. Nur so ließen sich aber möglichst viele Arbeitsplätze sichern. Frank Kebekus, der Generalbevollmächtigte des Unternehmens, sagt: „Die heutigen Ereignisse gefährden das gesamte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung massiv. Wenn sich die Situation nicht kurzfristig ändert, werden wir den Betrieb und damit jegliche Sanierungsbemühungen einstellen müssen.“

Wizz Air wirbt um Piloten in Berlin und Düsseldorf

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Wizz Air, die größte Low Cost Fluggesellschaft in Zentral- und Osteuropa, veranstaltet am 14. und 15. September in Düsseldorf und Berlin sogenannte Open Days für Piloten. Im Rahmen dieser Veranstaltungen informiert die Airline über die Karriere-Aussichten und Arbeitsbedingungen bei Wizz Air. Gefragt sind First Officer, Captains und Rapid Commanders, die entweder im ausgedehnten Wizz Air Flugnetz mit 550 Routen pendeln oder sich an einer der 28 Basen in 15 europäischen Ländern niederlassen wollen. Dank der ausnehmend positiven Geschäftsentwicklung rekrutiert Wizz Air laufend erfahrene Profis wie auch engagierte Talente für ihre kompetente Flug Crew. Alle Piloten, die Aufstiegschancen in einer der innovativsten und zuverlässigsten europäischen Fluggesellschaften suchen, können sich für diese Veranstaltungen anmelden, so die Airline.

Seit dem ersten Flug in Deutschland im Jahr 2004 wurden hier bereits 17,5 Millionen Passagiere befördert. Die Airline investiert weiter in ihr deutsches Flugnetz, das erst vor kurzem um eine tägliche Verbindung von Berlin nach Budapest – Start am 18. Dezember 2017 – erweitert wurde. In diesem Jahr hat Wizz Air bereits 19 neue Verbindungen von und nach Deutschland angekündigt. Von elf Airports bietet das Unternehmen Low Cost Tarife zu 25 Zielen in 14 Ländern Zentral- und Osteuropas.

Termine der Open Days für Piloten

Datum Ort Anmeldung
15. September

Düsseldorf, Linder Hotel Airport, Unterrather Straße 108, D – 40468.

Beginn: 14:30 Uhr

Wizz Air Pilot Open Day

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16. September

BerlinTegel Sky Conference, Berlin Tegel Airport

Beginn: 16:00 Uhr

Wizz Air Pilot Open Day

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Für Piloten der insolventen airberlin kommen die Angebote gelegen. Der Luftfahrtmarkt an sich hat sich in letzter Zeit als robust erwiesen. Neben den Crews sind auch die Flugzeuge der Airline begehrtes Gute. In Düsseldorf und Berlin unterhält die Fluggesellschaft ihre Drehkreuze.

Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover und Frankfurt. In den letzten acht Monaten hat Wizz Air mehr als 2,2 Millionen Passagiere von und nach Deutschland befördert. Das entspricht einem Wachstum von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und sorgt für rund 2.800 lokale Arbeitsplätze im flugaffinen und touristischen Bereich.

Passagierzuwachs am PAD zweistellig

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Der Paderborn-Lippstadt Airport verzeichnet weiterhin steigende Fluggastzahlen. Allein im Monat August wurden mehr als 92.000 Passagiere gezählt, das sind 4,8 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Bereits im Juni mit mehr als 84.000 und im Juli mit 103.700 Passagieren wurden Zuwächse von 5,2 beziehungsweise 11,4 Prozent erzielt. Insgesamt nutzen in der aufkommensstarken Urlaubsreisezeit vom 01. Juni bis zum 31. August 2017 rund 281.000 Passagiere den Airport. Das entspricht einem Plus von rund acht Prozent verglichen mit den drei Sommermonaten 2016. Hierbei verbuchten erneut die beiden Ziele Palma de Mallorca und Antalya die meisten Reisenden.

Insgesamt sind im Sommerflugplan, der noch bis Ende Oktober gültig ist, bis zu 96 wöchentliche Direktverbindungen zu zehn Urlaubsdestinationen im Angebot, darunter auch wieder der ägyptische Badeort Hurghada. Zusätzlich haben die 34 wöchentlichen Linienverbindungen nach Frankfurt und München mit einem Passagierwachstum von 17 Prozent maßgeblich zum erfolgreichen Sommerergebnis beigetragen. Sowohl neue Strecken als auch zusätzliche Kapazitäten würden gut angenommen, sagte Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer der Flughafen Paderborn-Lippstadt GmbH.

Zeitzeugen des Automobilbaus bei Oldtimern der Lüfte

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Besonderer Anblick am Flughafen Paderborn-Lippstadt: Oldtimer, beinah wohin das Auge reicht. Jedenfalls war der Quax-Hangar des PAD nicht nur mit fliegerischen Klassikern, sondern auch mit alsten Automobilen bestückt, als die erste Internationale ADAC Zurich Westfalen Klassik (AZWK) zu Gast war.

Hierbei trafen die automobilen Klassiker auf die Flugzeug-Oldtimer. Die Automobile machten gerade eine Rallye und dabei Station am Flughafen. Sie luden Besucher aus der Gegend ein um die historischen (Luft-)Fahrzeuge zu bestaunen. Es bot sich ein seltener Anblick betagter aber liebevoll gepflegter Karossen, die bei den Flugzeugen aus den Anfangszeiten der Luftfahrt in bester Gesellschaft waren.

Der Paderborn-Lippstadt Airport (IATA: PAD, ICAO: EDLP) ist der Heimathafen für Urlaubs- und Geschäftsreisende aus Ostwestfalen-Lippe sowie den angrenzenden Regionen in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In dem seit Mai 2011 eröffneten Hangar sind mittlerweile mehr als 40 historische Flugzeuge vertreten. Für Besucher ders Events gab es Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen gab es zu bestaunen. Klassiker der Mobilität nebeneinander ergaben dabei einen selten schönen Anblick, der das Herz von Liebhabern höher schlagen ließ.

A310 ZERO-G vor 30. Parabelflugkampagne

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97 Flugtage, 3.270 Parabeln und knapp 19 Stunden Schwerelosigkeit – das ist die Bilanz von 29 Parabelflugkampagnen des Raumfahrtmanagements im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR). Auf diesen Flügen waren in 18 Jahren insgesamt 477 Experimente an Bord, die wichtige biologische, medizinische und physikalische Fragen beantwortet haben.

Vielen Nachwuchswissenschaftlern bescherten sie unerlässliche Daten für ihre Forschung – und letztendlich ihre Master- oder Doktorarbeit. Ebenso standen viele technologische Tests auf dem Programm. Experimenteinrichtungen wurden für ihren Einsatz im Weltraum zum Beispiel auf der Internationalen Raumstation ISS erprobt. Am 12. September 2017 bricht der Airbus A310 ZERO-G der französischen Firma Novespace nun von seinem Heimatflughafen Bordeaux zur DLR-Jubiläumskampagne auf.

Die 30. DLR-Parabelflugkampagne soll etwas Neues beinhalten. Zum ersten Mal könne dann jeder von zuhause an zwei Flugtagen mit dabei sein, also vom Computer, Tablet oder Handy, um die Kampagne mitzuverfolgen und die Begeisterung der Wissenschaftler zu spüren, erklärt Dr. Katrin Stang, die beim DLR Raumfahrtmanagement für das Parabelflugprogramm verantwortlich ist. GoPro-Kameraaufnahmen nehmen das Publikum während des Flugs mit in den ZERO-G, gezeigt auf den Sozialen Medien. Über das Flightradar (Kennung F-WNOV) lässt sich die Route der Maschine genau und in Echtzeit nachvollziehen.

In der flugfreien Zeit erklären die Piloten in Video-Interviews, wie Parabelflüge funktionieren, und Wissenschaftler erklären ihre Forschung und Experimente. Warum es dieses Programm gibt und welche Ziele hier verfolgt werden, wird Katrin Stang erläutern. Außerdem stellen die Wissenschaftler in kurzen Videos ihr Experiment am Boden und in der Schwerelosigkeit vor.

Zum ersten Mal die Schwerelosigkeit spüren

Hier kann man auch die Begeisterung von Wissenschaftlern spüren, die noch nie zuvor auf einem Parabelflug dabei waren. „Ich bin schon sehr gespannt, wie sich Schwerelosigkeit anfühlt. Ich denke mir, das ist wie in der Achterbahn mit einem etwas größeren Looping. Aber so richtig kann ich mir das Gefühl noch nicht vorstellen, aber das ist ja auch der Reiz an der Sache. Ich freue mich schon sehr auf meinen ersten Flug“, sagt Prof.

Jens Günster von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Auch für sein Experiment (siehe Infokasten) erhofft er sich von den Versuchen in Schwerelosigkeit viel: „Wir testen hier, ob man Bauteile in Schwerelosigkeit auch über pulverbasierte Fertigungsverfahren herstellen kann. Wir hoffen, dass wir eine Entwicklung anstoßen können, die den Einsatz des Verfahrens für die Raumfahrt etabliert und wir damit an der Spitze der Technologieentwicklung für diesen Bereich stehen.“

Zum letzten Mal an Bord

Doch nicht nur Vorfreude ist bei dieser Jubiläumskampagne mit an Bord. Es liegt auch ein bisschen Wehmut in der Luft: „Wir fliegen unser Experiment nun zum letzten Mal. Es war Teil einer langen und erfolgreichen Serie zur Verarbeitung der räumlichen Orientierung des Menschen in der Schwerelosigkeit. Wir haben dabei viel darüber gelernt, wie für einen Menschen oben und unten definiert sind, wenn plötzlich die Schwerkraft wegfällt. Dies liefert uns neue Erkenntnisse für ein spezifischeres Training von Astronauten – und hat zum Beispiel auch einen Nutzen für den Menschen in veränderten Lagebedingungen auf der Erde wie zum Beispiel für einen Automechaniker unter dem Auto“, resümiert Nils-Alexander Bury von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Für den Diplom-Sportwissenschaftler, der mit dem Projekt auch Teile seiner Doktorarbeit gestellt hat, die er in Kürze abschließen wird, sind es somit erst einmal die letzten Parabelflugtage. „Ich war mit meiner Teilnahme an sechs Parabelflugkampagnen ein echter Vielflieger. Daher werde ich das Gefühl der Schwerelosigkeit erst einmal vermissen, aber ich hoffe, auch in Zukunft unter Weltraumbedingungen forschen zu können.“

Für ihn mag erst einmal mit dem Parabelfliegen Schluss sein, doch für Katrin Stang geht es auch nach der 30. Kampagne mit spannenden Experimenten weiter: „Wir haben in den nächsten Jahren noch viel vor. Es gibt noch unzählige wissenschaftliche Fragestellungen, auf die wir nur eine Antwort finden, wenn wir auf Parabelflügen die Schwerkraft überwinden.“ Die Vorteile der Parabelflüge als Fluggelegenheit für Forschung unter Schwerelosigkeit liegen dabei auf der Hand: die Plattform ist zuverlässig, bietet die Chance, ein Experiment relativ schnell zur Umsetzung zu bringen, und der Forscher, der sein Experiment selbst baut, kann während des Fluges dabei sein und es selbst steuern.

Was Schwerelosigkeit alles möglich macht

Elf Experimente im freien Fall

Eine DLR-Parabelflugkampagne besteht in der Regel aus drei Flugtagen mit je etwa vier Flugstunden, an denen jeweils 31 Parabeln geflogen werden. Dabei steigt das Flugzeug aus dem horizontalen Flug steil nach oben, drosselt die Schubkraft der Turbinen und folgt dabei der Flugbahn einer Parabel, bei der für etwa 22 Sekunden Schwerelosigkeit herrscht. Insgesamt stehen so bei einer Flugkampagne etwa 35 Minuten Schwerelosigkeit – im Wechsel mit normaler und doppelter Erdbeschleunigung – zur Verfügung, die Forscher für ihre Experimente nutzen können. Bis zu 40 Wissenschaftler können an einem Flug teilnehmen. Bei der 30. Kampagne sind elf verschiedene Experimente mit an Bord.

Wo ist „unten“ und „oben“ in Schwerelosigkeit?

Will ein Astronaut auf der Raumstation zum Beispiel einen Kippschalter nach unten umlegen, stößt er auf ein nicht unerhebliches Orientierungsproblem. Denn in Schwerelosigkeit ist „unten“ nicht mit dem „unten“ auf der Erde vergleichbar. Zudem sendet sein Gleichgewichtsorgan in Schwerelosigkeit ständig widersprüchliche Signale hinsichtlich einer Orientierungsrichtung. Wie löst der Astronaut auf der Raumstation nun dieses Problem? Er könnte zum Beispiel „oben und unten“ über die sichtbare Umgebung (wie die Deckenbeleuchtung oder über die Ausrichtung eines Kollegen in der Raumstation) oder über die eigene körperbezogene Richtung (wie die Lage seines Kopfes oder seiner Füße bestimmen). Diese zwei verbleibenden sogenannten Referenzrahmen vermitteln ihm allerdings unterschiedliche Definitionen von „unten“. Doch welche stimmt nun?

Vielleicht lässt der Schalter sich nicht in die vermeintliche Richtung „unten“ bewegen, so dass er sich neu orientieren und einen anderen Bewegungsplan entwerfen muss. Das führt zu zeitlichen Verzögerungen und über den geistigen Mehraufwand zu Ermüdung und zu Fehlhandlungen. Bei der 30. DLR-Parabelflugkampagne wollen die Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln untersuchen, wie die veränderte räumliche Orientierung in Schwerelosigkeit die Zielbewegungen beeinflusst.

Wie gelangen Immunzellen in Schwerelosigkeit vom Blut ins Gewebe?

Gerade Astronauten, die von einer Mission aus dem All zurückkehren, zeigen oft ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Dabei spielen Immunzellen eine wichtige Rolle, denn sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Abwehrstrategie gegen Pilze und Bakterien. Besonders die sogenannten neutrophilen Granulozyten und Lymphozyten helfen dabei, Infektionen zu vermeiden beziehungsweise ihre Dauer zu begrenzen. Doch dafür müssen sie einen komplizierten und mehrstufigen Weg aus dem Blutgefäß zum Infektionsherd im umliegenden Gewebe nehmen. Wie und in welchem Ausmaß wirkt sich nun das Fehlen der Schwerkraft auf diese Reise aus? Dieser Frage gehen Wissenschaftler der Chinese Academy of Sciences, Peking, der Universität Zürich und des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München nach.

Ihr Ziel ist es, neue Anhaltspunkte zu finden, wie die Funktion humaner Granulozyten und Lymphozyten während und nach einem Raumflug beeinflusst und reguliert werden. Sie wollen so mehr über die Ursachen für die nach einem Raumflug beschriebene Immunschwäche herausfinden und nach geeigneten Gegenmaßnahmen suchen. Da gerade die Immunabwehr und ihre Störungen Ursache für akute und chronische Immunerkrankungen sind, könnte diese Forschung die Diagnose und Behandlung auch auf der Erde verbessern.

Mikrozirkulation in der Schwerelosigkeit mit weltweit einzigartiger Messmethodik sichtbar machen

In der Schwerelosigkeit herrschen besondere Umgebungsbedingungen, die unterschiedliche Anpassungsreaktionen des menschlichen Organismus auslösen. Die Arbeit von Astronauten ist körperlich sehr anstrengend und erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Genauigkeit. Dafür muss die sogenannte Mikrozirkulation – der Blutfluss des Herzkreislaufsystems auf der kleinsten Ebene – genauestens funktionieren. Nur so können alle Organe effektiv mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Die Mikrozirkulation ist dabei ein wichtiges Blutreservoir, beeinflusst den Blutdruck, fördert den Wärmeaustausch und transportiert Sauerstoff und lebenswichtige Nährstoffe zu den Zellen.

Zu den weltweit modernsten Methoden der Messung der Mikrozirkulation gehört die sogenannte Intravitalmikroskopie. Über ein spezielles, Smartphone-großes Handmikroskop verbunden mit einem handlichen Tablet können Wissenschaftler des Universitätsklinikums Düsseldorf Bilder der Zungengrund-Durchblutung als Video-Format in Echtzeit digital aufnehmen und abspeichern. Im klinischen Einsatz hat sich diese Methode zur Einschätzung der Kreislaufsituation bereits bewährt und soll nun zum ersten Mal überhaupt auf einem Parabelflug zum Einsatz kommen.

Wie vital sind Nervenzellen in Schwerelosigkeit wirklich und stimmt die Klinostaten-Theorie?

Wie passen sich menschliche Nervenzellen an wechselnde Gravitationsbedingungen an? Eine Antwort auf diese Frage ist für bemannte Weltraummissionen ebenso wichtig, wie für das bessere Verständnis des Nervensystems auf der Erde. Normalerweise wird die Vitalität dieser Zellen immer nach dem Flug im Labor auf der Erde untersucht. Dafür müssen die Zellen fixiert werden. Dieses chemische Einfrieren könnte sich aber auf die Ergebnisse auswirken und diese eventuell verfälschen. Forscher der Universität Hohenheim untersuchen daher mit Hilfe eines speziellen Farbstoffs und eines umgebauten Messgeräts aus der Pharmaindustrie in Echtzeit, wie sich menschliche Nervenzellen an die Schwerkraft anpassen.

Durch diese neue Methode können die Wissenschaftler sehr schnell und hochaufgelöst einen „realen“ zeitlichen Verlauf der Zellvitalität untersuchen. Zudem wollen die Hohenheimer Forscher die sogenannte Klinostaten-Theorie überprüfen. Diese Apparaturen erzeugen Schwerelosigkeit in vielen Laboren auf der Erde, indem eine Messkammer mit einer bestimmten Geschwindigkeit gedreht wird. Durch diese Rotation wird die Wahrnehmung der Gravitation von Pflanzen oder Zellen aufgehoben. Doch stimmt das auch wirklich oder muss die physikalische Theorie für Klinostaten umgeschrieben werden? Genau das wollen die Wissenschaftler auf den Parabelflügen überprüfen. Sie werden hierfür einen Klinostaten direkt im Flug verwenden, und die gewonnenen Daten mit denen aus „echter“ Schwerelosigkeit vergleichen.

Metallproben behälterfrei schmelzen und wieder erstarren lassen

Will man eine Metallprobe zusammengesetzt aus verschiedenen chemischen Elementen (Legierung) auf der Erde schmelzen und wieder erstarren stößt man direkt auf ein großes Problem: Die Schwerkraft sorgt dafür, dass die flüssige Probe an den Behälter – den sogenannten Tiegel – stößt und mit ihm reagiert. Durch die Schwerkraft bedingte Ablagerung der Bestandteile der Probe und Strömungen aufgrund von Temperatur und Dichteunterschieden (Konvektion) lösen Inhomogenitäten aus, die bei der Erstarrung unerwünscht sind. Wissenschaftler umgehen diese irdischen Probleme indem sie Schmelzen in der sogenannten TEMPUS-Anlage auf dem Parabelflieger untersuchen.

Hier werden unterschiedliche Proben levitiert – also frei schwebend gehalten. Dazu wird die Probe in einer Spule zwei elektromagnetischen Wechselfeldern ausgesetzt. Die eingebrachten Wirbelströme – ähnlich wie bei einem Induktionskochfeld in der Küche – schmelzen und positionieren die Probe. Nach Abschalten des Heizfelds kann dann die Probe erstarren. Durch vergleichende Experimente in Schwerelosigkeit und auf der Erde untersuchen die Forscher, wie schwerkraftgetriebene Phänomene wie Konvektion, Sedimentation und Auftrieb auf die Erstarrung der Proben wirken. Aus diesen Erkenntnissen entwickeln sie physikalische Modelle, die die technischen Prozesse für ein Materialdesign aus der Schmelze auf der Erde verbessern sollen.

Dem Geheimnis von staubigen Plasmen auf der Spur

Ein Plasma ist ein elektrisch leitfähiges Gas und gilt neben fest, flüssig und gasförmig als der vierte Aggregatszustand. Ist im Weltraum das Plasma der Normalzustand, kommt dieser vierte Aggregatzustand auf der Erde eher selten vor. Er lässt sich erzeugen, indem man zum Beispiel wie bei Leuchtstofflampen in einem Gas bei niedrigem Druck eine elektrische Spannung zwischen zwei Elektroden anlegt. Mischen sich zusätzlich noch etwa mikrometergroße Partikel hinzu, entsteht ein sogenanntes staubiges Plasma. Das Verhalten dieser Partikel ist besonders interessant, da diese Form des Plasmas zum Beispiel auch in Kometenschweifen oder den Staubringen von Planeten wie dem Saturn zu finden ist.

Doch bei Experimenten an staubigen Plasmen auf der Erde ist die Schwerkraft oft ein großes Problem. Sobald man eine größere Staubwolke erzeugen möchte, sorgt die Schwerkraft dafür, dass die Wolke am unteren Rand des Plasmas zusammengepresst wird. Auf Parabelflügen erzeugt und untersucht eine Forschergruppe der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Mischungen verschieden großer Teilchensorten ohne den Einfluss der störenden Schwerkraft. Damit werden neuartige Eigenschaften des Staub-Plasma-Systems für Messungen zugänglich.

Strömungen verstehen – Qualität von Halbleiterkristallen verbessern

In vielen Bereichen moderner Technologie wie Solarzellen, Thermoelektrika, Strahlungsdetektoren, Mikrochips, Leuchtdioden und Lasern ist der Einsatz kristalliner Materialien hoher Qualität nicht mehr wegzudenken. Viele dieser Halbleiterkristalle werden aus der Schmelze gezüchtet. Für bestimmte Anwendungen werden aber nicht nur Halbleiter aus einer Substanz, sondern Mischkristalle zweier oder mehrerer Halbleiter benötigt – so etwa aus dem System Germanium-Silizium. Will man diese Kristalle züchten, hat man es neben der temperaturgetriebenen Strömung – der sogenannten thermischen Marangonikonvektion – auch mit einer Konvektionsart zu tun, die durch Konzentrationsunterschiede innerhalb der Schmelze angetrieben wird.

Obwohl sich beide auf die Verteilung von Fremdstoffen und damit auch auf die Qualität der gezüchteten Kristalle auswirken, wurde diese sogenannte solutale Marangonikonvektion bislang kaum untersucht. Das wollen Forscher der Universität Freiburg nun ändern. Daher gehen sie nun dieser solutalen Marangonikonvektion unbeeinflusst durch die Auftriebskonvektion nach. Die Auswertung der neuen Daten und Informationen werden dann in die Kristallzüchtung einfließen.

Planetenentstehung: Quelle für Mini-Staubpartikel auf der Spur

Wie entstehen Planeten? Um eine Antwort auf diese spannende Frage zu finden, müssen Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig das Verhalten von winzigen Staubteilchen in der Schwerelosigkeit untersuchen. Denn gerade in der Frühphase der Planetenentstehung gab es nur kleine Staubteilchen, die gegeneinander stießen, aneinander haften blieben und so zu einem größeren Teilchen zusammenwachsen sollten. So entstehen nach und nach immer größere Himmelskörper. Doch laufen diese Zusammenstöße der kleinen Staubteilchen wirklich völlig rückstandslos ab? Hier gibt es Zweifel, da winzige Teilchen auch bei älteren- sogenannten protoplanetaren – Scheiben aus Gas und Staub um einen Stern herum astronomisch beobachtet wurden.

Die Braunschweiger Forscher wollen daher nach einer möglichen Quelle für diese zurückgebliebenen Mini-Staubpartikel suchen. Bei abprallenden Stößen zwischen zentimetergroßen Staubagglomeraten bei Geschwindigkeiten von einem Dezimeter pro Sekunde brechen Stücke mit Größen von ungefähr 100 Mikrometern ab. Dieser Abtragung gehen die Forscher im Parabelflugexperiment quantitativ auf den Grund, um das Ausmaß dieses Effektes zur Erzeugung kleiner Teilchen und zur Vernichtung großer Agglomerate in protoplanetaren Scheiben zu bestimmen.

Wärmetransport in künstlichem Kraftfeld

Forscher der BTU Cottbus erzeugen in zwei unterschiedlichen Experimentboxen jeweils ein eigenes, künstliches Kraftfeld, in dem ein spezieller Wärmetransport stattfinden soll. Dazu legen sie jeweils an einen Zylinderspalt zehn Kilovolt Spannung an. Diese Hochspannung sorgt dafür, dass dort während einer Parabel nur noch radial ausgerichtete Kräfte wirken. Zwar ist dieser Grundaufbau in beiden Experimentboxen gleich. Allerdings werden die Vorgänge im Zylinderspalt jeweils unterschiedlich dokumentiert. In dem einen Aufbau messen die Forscher mit Sensoren die Temperaturverteilung und mit einem Schlierenverfahren die radiale Dichteverteilung. In dem anderen kommt ein Laserlichtschnittverfahren zum Einsatz, das aufschlussreiche Strömungsbilder liefern soll.

So können die Wissenschaftler an vier Flugtagen in je zwei Flügen mit jeweils circa 60 Parabeln Vergleichswerte zu zwei fast identischen Versuchsaufbauten mit verschiedenen Messmethoden sammeln und ergründen, wie der Wärmetransport verbessert werden kann. Die Ergebnisse sind zum einen für die strömungsmechanische Grundlagenforschung interessant, liefern zum anderen aber auch Erkenntnisse für die Entwicklung kontrollierbarer und effizienterer Wärmetauscher.

Gibt es einen granularen Leidenfrosteffekt in Schwerelosigkeit?

Ein Wassertropfen kann sehr lange über einer heißen Metallplatte schweben, bevor er endgültig verdampft. Dieser Effekt wurde 1756 von Johann Gottlob Leidenfrost entdeckt und nach ihm benannt. Die verlangsamte Verdampfung einer Flüssigkeit lässt sich auch teilweise auf das Verhalten von angeregten Granulaten im Schwerefeld übertragen. Die theoretische Erklärung des granularen Leidenfrosteffekts beruht auf einem Wechselspiel zwischen dem Energieeintrag durch Vibration, Teilchenstößen und der Schwerkraft.

Numerische Simulationen legen jedoch die Vermutung nahe, dass der Effekt auch ohne Schwerkraftwirkung auftreten kann. Forscher der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg wollen in ihrem Parabelflugexperiment diese Hypothese prüfen und die Bedingungen untersuchen, unter denen der granulare Leidenfrosteffekt beobachtet wird, der sich in der Praxis zum Beispiel auf die Effizienz granularer Schwingungsdämpfer auswirkt.

Pulverbasierte Fertigung für Weltraummissionen fit machen

Additive Fertigungsverfahren wie 3D-Druck sind die Zukunft der nachhaltigen Produktion. Im Gegensatz zum Fräsen, Bohren und Erodieren wird Material zu einem Bauteil zusammengeführt und nicht abgetragen. Dadurch wird immer nur so viel Rohstoff verwendet, wie tatsächlich auch gebraucht wird. Diese Verfahren sind auch für die Raumfahrt interessant, um zum Beispiel auf einer Raumstation Bauteile, Komponenten, Ersatzteile oder Werkzeuge nach Bedarf anzufertigen. Es müsste dann nur das Pulver und nicht ein ganzes Bauteilsortiment zur Raumstation transportiert werden. Das spart Material für die Fertigung und somit auch Treibstoff für den Weltraumtransport.

Bislang kommt auf der Internationalen Raumstation ISS ein 3D-Drucker zum Einsatz, der ein Filament aus aufgeheiztem Kunststoff, Metall oder anderem Material Schicht für Schicht aufträgt, um ein dreidimensionales Objekt herzustellen. In diesem Parabelflugexperiment testet ein Konsortium von Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der TU Clausthal und dem DLR nun auch die industriell sehr erfolgreichen pulverbasierten Fertigungsverfahren auf ihre Eignung für einen Einsatz in Schwerelosigkeit, um ihr großes Potenzial für künftige Weltraummissionen zugänglich zu machen.

Bilder vom ZERO-G

  • Abb. 1 bis 3: A310 ZERO-G beim Parrabelflug, im Inneren des Flugzeuges erleben Experimentatoren und ihre Versuche für einige Sekunden Schwerelosigkeit
  • Erstflieger und Vielflieger vor dem ZERO-G: Prof. Jens Günster (l.) von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und Nils-Alexander Bury von der Deutschen Sporthochschule Köln freuen sich beide schon auf ihren Flug im Airbus A310 ZERO-G. Während Prof. Günster als Erstflieger zum ersten Mal die Schwerelosigkeit spüren wird, ist dieses Gefühl für Vielflieger und Diplom-Sportwissenschaftler Bury fast schon alltäglich geworden. Doch nach dieser Kampagne, die seine sechste sein wird, ist erst einmal Schluss, weil er nun sein Projekt und seine Doktorarbeit abschließen wird.
  • Elf Experimente im freien Fall: Während der DLR-Parabelflugkampagne sind diesmal elf Experimente aus den Bereichen Lebenswissenschaften, Biologie, Physik, Materialforschung und Technologie mit an Bord. Hier ein Bild vom Einbau der TEMPUS-Anlage.
  • Vorbereitungen im A310 ZERO-G für die 30. DLR-Parabelflugkampagne: Vorbereitungen für die 30. DLR Parabelflugkampagne: Vom 11. bis zum 15. September 2017 testen Wissenschaftler und Techniker von elf verschiedenen Hochschulen und Bundeseinrichtungen ihre Experimente unter Schwerelosigkeitsbedingungen. An insgesamt vier Flugtagen je 31 Parabeln startet der umgebaute A310 ZERO-G vom französischen Bordeaux aus.

airberlin streicht Karibik ab Düsseldorf – Infos für Betroffene

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airberlin beendet zum 25. September 2017 ihr Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf. Damit entfallen ab diesem Datum die Flüge nach Curaçao (Niederländische Antillen), Cancun (Mexiko), Havanna und Varadero (Kuba) sowie Punta Cana und Puerto Plata (Dominikanische Republik). airberlin bittet die Passagiere, die ihre Flüge mit einer Pauschalreise gebucht haben, sich mit ihrem Reiseveranstalter für weitere Informationen in Verbindung zu setzen. Für Passagiere, die direkt bei airberlin ein Flugticket gebucht haben, gilt: Für nach Stellung des Insolvenzantrags am 15. August 2017 erworbene Tickets erstattet die insolvente Airline den Kaufpreis kostenfrei. 

Betroffene Passagiere haben die Möglichkeit, etwaig entstandene Mehrkosten hier online www.airberlin.com/beschwerde einzureichen. Tickets, die vor der Stellung des Insolvenzantrags gebucht wurden, können aufgrund insolvenzrechtlicher Bestimmungen derzeit leider nicht erstattet werden. Grund der heutigen Entscheidung ist eine im Rahmen des laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens notwendig gewordene Reduzierung der Langstreckenflotte.

Vor wenigen Tagen hatte airberlin bereits Streichungen einzelner Langstreckenflüge bekanntgegeben. Diese werden ebenfalls auf den 25. September 2017 vorgezogen. Dies betrifft Verbindungen zwischen Berlin und Abu Dhabi, Chicago, Los Angeles und San Francisco sowie von Düsseldorf nach Boston. airberlin bedauert die durch die Streichungen verursachten Unannehmlichkeiten.

Cirrus SR22 G6 und Phenom 100EV für Emirates-Flugschule

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Emirates Flight Training Academy hat die ersten zwei Cirrus SR22 G6 Schulflugzeuge in Dubai bekommen. Damit will die Flugschule der Airline ihre State-of-the-Art Ausstattung beginnen und für den weltweit wachsenden Bedarf an Verkehrspiloten ausbilden.

Die zwei Flugzeuge machen den Start von 22 einmotorigen Cirrus, die die Flugschule zum Ausbildungsbeginn von Piloten bestellt hat. Die Cirrus-Flugzeuge sind dabei SR22 G6, A6-CTA und A6-CTB, die nach einer transatlantischen Reise aus den USA von über 13.000 Kilometern in Dubai ankamen. Die Cirrus SR22 G6 bilden das Rückgrat der Flugschule, ihre Rümpfe bestehen aus Verbundwerkstoffen, ihre TAS (True Air Speed) beträgt 183 Knoten (340 Km/h) womit sie eine Reichweite von 1.207 Nautischen Meilen bzw. 1.943 Kilometern, haben.

Cirrus in Etappen über den Atlantik

Sie stareten in Duluth, Minnesota und flogen erst einmal nach Knoxville in Tennessee, zum Auslieferungszentrum des Flugzeugbauers. Nach Testflügen und der Abnahme durch die Emirates Flight Training Academy begannen sie ihre Reise in 12 Etappen durch zehn Länder, und flogen durchschnittlich fünf Stunden am Tag. Von Knoxville flogen A6-CTA und A6-CTB nach Portsmouth, New Hampshire, dann weiter nach Sept Iles und Iqaluit in Kanada. Von Iqaluit stetzen die Kleinflugzeuge zu ihrer Transatlantischen Reise an mit dem Flug nach Nuuk in Grönland, dann Reykjavik auf Island und erreichten Schließlich Wick in Schottland, dies waren auch die längsten Strecken auf dem Flugweg richtung Dubai.

Von Schottland ging es weiter nach Sywell in Northamptonshire in England, dann weiter nach Venedig, Kreta, Aqaba, Bahrain und schließlich Dubai. All the flights were done in daylight and the two aircraft flew in loose formation throughout the entire journey allowing for easier air traffic clearances.

Die Emirates Flight Training Academy hat neben den Flugzeugen von Cirrus auch Jets von Embraer bestellt. Fünf zweistrahlige Embraer-Flugzeuge Phenom 100EV bestellt. Damit wird die Plattform Phenom 100EV laut der Flugschule weltweit zum ersten Mal zur Pilotenausbildung eingesetzt. The Emirates Flight Training Academy befindet sich nahe dem Flughafen Dubai World Central (DWC) soll im November 2017 eröffnet werden.

Austrian Airlines: Wet-Lease auf Reserve von Adria Airways

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Austrian Airlines startet ein Wet-Lease Agreement mit Star Partner Adria Airways. Ziel dieses Abkommens ist es, Reserveflugzeuge für mehr Flexibilität bei der Flugplanung zu haben. Austrian Airlines wird die Flugzeuge mitsamt Cockpit- und Kabinen-Crew eines ab 16. September 2017 und eines ab 01. Oktober 2017 mieten. Der Canadair CRJ 900 bietet Platz für 86 Passagiere und hat damit eine etwas größere Sitzplatzkapazität als die Bombardier Q400. Die Flugzeuge werden im Austrian Streckennetz eingesetzt. Geplante Destinationen sind unter anderem Warschau, Venedig oder Bukarest. An Bord erhalten Passagiere das gewohnte Service von DO&CO.

Adria Airways hat ihren Heimatflughafen in der Nähe von Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens. Der slowenische Homecarrier ist Mitglied in der Star Alliance und damit seit vielen Jahren zuverlässiger Partner von Austrian Airlines. Adria Airways verbindet Slowenien mit zahlreichen europäischen Städten und bietet viele Verbindungen nach Südosteuropa an. Der Unternehmenssitz befindet sich am Jože Pučnik Flughafen Ljubljana. Adria Airways hat Verkaufsbüros in fast allen Europäischen Ländern.

Legoland ab Berlin: Ryanair fliegt von SXF nach Billund

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Ab sofort verbindet Ryanair den Flughafen Berlin-Schönefeld mit Billund in Dänemark. Der Flug steht zweimal wöchentlich auf dem Flugplan der irischen Low-Cost-Airline. Geflogen wird mit einer Boeing 737-800. Ryanair bietet damit Verbindungen zu 47 Zielen in Europa, darunter Sevilla, Brüssel, Bratislava, Pisa und Belfast.

Billund liegt inmitten Jütlands, der Kimbrischen Halbinsel im westlichen Teil des Landes. Besonders bekannt ist die kleine Stadt durch den Sitz des Spielzeugherstellers Lego und den Freizeitpark Legoland. Die nächstgrößere Stadt ist Vejle eine alte Seehandelsstadt an der jütländischen Ostküste. Wahrzeichen Vejles ist die Windmühle aus dem 19. Jahrhundert, die gut sichtbar auf einem Hügel über der Stadt thront.

Die Landschaft Jütlands erinnert mit den Marschen an der Küste und dem Hügelland in der Mitte des Landstrichs an Schleswig-Holstein – besonders geeignet für Naturliebhaber. Daneben lockt Jütland mit zahlreichen Zeugnissen aus der Vor- und Frühgeschichte. Der Flughafen Billund liegt zwei Kilometer nordöstlich von Billund und ist nach Kopenhagen Airport der größte Flughafen des Landes. Mit dem Bus ist der Flughafen vom Stadtzentrum aus in nur knapp zehn Minuten zu erreichen. Auf dem bild landen Johannes Mohrmann (Ref.Key Account & Business Development, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH) und Crew am Flughafen Berlin-Schönefeld.

800 Kräfte löschten Triebwerksbrand der „ErdingAir“ in MUC

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Nach den Vorschriften der internationalen Zivilluftfahrtbehörde ICAO (International Civil Aviation Organization) sollen Rettungseinsätze auf einem internationalen Flughafen regelmäßig geprobt werden, um die Einsatzkräfte auf den Ernstfall optimal vorbereiten zu können.

Eine solche Übung stand jetzt am Flughafen München unter der Federführung des für den Katastrophenschutz zuständigen Landratsamtes Erding und der Münchner Flughafenfeuerwehr auf dem Programm. Einsatzort war der Übungsplatz der Flughafenfeuerwehr. Dabei stellte sich den Übungsteilnehmern folgendes Szenario dar: Ein Airbus A320 der „ErdingAir“ mit 91 Passagieren und sechs Crewmitgliedern meldete an die Fluglotsen im Münchner Tower einen Triebwerksbrand, der bei der Landung zu einem Unfall an der südlichen Start- und Landebahn führte.

Statisten Verletzung geschminkt

Innerhalb kürzester Zeit wurden 15 Schwerverletzte, 30 Personen mit mittelschweren Verletzungen sowie 52 leicht verletzte Passagiere aus dem brennenden Flugzeugrumpf gerettet, versorgt und zum Teil in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Insgesamt rund 800 Kräfte der Flughafenfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste und weiterer Akteure standen für diesen Einsatz zur Verfügung. Dazu gehörten auch 126 Freiwillige – von Flughafenbeschäftigten, deren Angehörigen und Freunden bis hin zu Mitarbeitern des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und des Malteser Hilfsdienstes – die als Statisten und ehrenamtliche Helfer für eine realistische Darstellung des Szenarios benötigt wurden.

Ein Teil der Statisten wurde durch Fachleute des BRK geschminkt, damit die Helfer mit möglichst realistisch anmutenden Verletzungen konfrontiert werden konnten. Die hochmoderne Brandsimulationsanlage der Flughafenfeuerwehr erzeugte den Großbrand an der Einsatzstelle. Pyrotechnische Effekte sorgten für zusätzliche Herausforderungen für die beteiligten Feuerwehren.

Koodinierung beim Einsatz wichtig

Die Simulation erstreckte sich über das komplette Flughafengelände, wobei die Übung eine Vielzahl von Aufgaben umfasste: Das Spektrum reichte vom schnellen Eintreffen der Helfer am Unfallort über die Zusammenarbeit und Kommunikation der beteiligten Einsatzkräfte, die Sichtung und Bergung der Verletzten bis zum Aufbau einer Patientenablage und der Identifizierung der Passagiere. Darüber hinaus sah das „Drehbuch“ der Übung auch die Betreuung von unverletzten bzw. nur leicht verletzten Personen sowie von hilfesuchenden Angehörigen vor.

Dieser Part wurde vom Kirchlichen Dienst am Flughafen München und dem Kriseninterventions-Team des Landkreises Erding übernommen. Um möglichst viele Aspekte der Rettungsarbeit, speziell die Kooperation in der gemeinsamen Einsatzleitung testen zu können, wurden bei der Planung der Übung noch zusätzliche Zwischenfälle wie zum Beispiel die Notlandung eines Hubschraubers, ein Verkehrsunfall mit einem Rettungswagen sowie ein PKW-Brand in einem Parkhaus eingebaut.

Im Anschluss an die Übung zog Jörg Leiwering, Leiter der Flughafenfeuerwehr, ein erstes Resümee: „Wir müssen erst noch eine detaillierte Auswertung sämtlicher Abläufe vornehmen. Aber mein erster Eindruck ist, dass wir für ein derartiges Szenario gut vorbereitet sind.“ Der Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer – oberster Einsatzleiter bei dieser Katastrophenschutzübung – machte sich an den Brennpunkten der Übung ein Bild vom Einsatzgeschehen. Alle erforderlichen Rettungsmaßnahmen seien von der Einsatzleitung demnach schnell in die Wege geleitet worden. Besonders beeindruckt habe den Einsatzleiter, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Kräften vom Flughafen und den Teilnehmern aus dem Landkreis funktioniert habe.

Seinen Dank sprach er allen Beteiligten, vor allem den ehrenamtlichen Einsatzkräften für die Bereitschaft an dieser Übung teilzunehmen und uns im Ernstfall zu unterstützen, aus. Viele hätten dies in ihrer Freizeit getan.

Regierungsflughafen Berlin: FBB legt los, Korridor für SXF

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Der Bund hat sich mit der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) über die weiteren konkreten Schritte zum Bau des Regierungsflughafens am Berliner Flughafen BER geeinigt. In der jüngst unterzeichneten Rahmenvereinbarung wird unter anderem festgelegt, dass die FBB die notwendige Baufeldfreimachung inklusive der komplexen Leitungsverlegungsmaßnahmen für den zukünftigen Regierungsflughafen auf Kosten des Bundes übernimmt. Diese Arbeiten, die von Mitte 2020 bis Ende 2021 durchgeführt werden sollen, sind wesentliche Voraussetzung für die Übergabe des Grundstücks für den Regierungsflughafen an den Bund Ende 2021. Unterzeichnet wurde die Rahmenvereinbarung von BMUB-Staatssekretär Gunther Adler, dem Vorstandssprecher der BImA Dr. Jürgen Gehb und von FBB-Geschäftsführer Engelbert Prof. Dr. Lütke Daldrup.

Mit dem neuen Regierungsterminal erhält die Bundesrepublik Deutschland einen repräsentativen Empfangsbereich für Staatsbesuche und ein modernes und funktionales Abfertigungsgebäude für Flüge der Bundesregierung. Das Projekt umfasst ein Empfangs- und ein Verwaltungsgebäude sowie mehrere Hangars und die zugehörigen Flugbetriebsflächen und Außenanlagen. Der zukünftige Standort des planfestgestellten Regierungsflughafens liegt im nördlichen Teil des heutigen Schönefelder Flughafens (SXF).

Schönefeld bis 2025

Neben der Freimachung des Baufelds wird in der Rahmenvereinbarung außerdem festgelegt, dass die FBB bis Ende 2025 die Möglichkeit erhält, einen 25 Meter breiten Streifen der Baufläche zu nutzen, um den Betrieb an den Schönefeld-Terminals C, D1 und D2 mit Busboarding weiterführen zu können. Damit können bis 2025 in Schönefeld (SXF) weiterhin bis zu 10.000.000 Passagiere jährlich abgefertigt werden. Zusammen mit den ersten Ausbaumaßnahmen am BER (Terminal 1E und Erweiterung der Gepäckförderanlage) steht somit ab 2021 eine Kapazität von insgesamt 43 Millionen Passagieren zur Verfügung.

Mit der Rahmenvereinbarung wurde die Planungsgrundlage und eine wesentliche Voraussetzung für die termingerechte Fertigstellung des neuen Regierungsflughafens geschaffen. Planung und Koordinierung der Leitungsumverlegung und damit die Baufeldfreimachung liegt nun in Händen der Flughafengesellschaft.

Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, der Vorsitzende der Geschäftsführung der FBB, sieht in der Vereinbarung eine weitere wichtige Grundlage, um die Fluggastkapazitäten am BER gemäß dem vor wenigen Wochen vorgestellten Masterplan ausbauen zu können. Die Rahmenvereinbarung mit dem Bund sieht er als eine Lösung, die beiden Seiten zugutekommt. Der 25 Meter-Korridor für den verkehrlichen luftseitigen Anschluss zum Weiterbetrieb von drei Terminals soll wichtige Kapazitäten am Flughafen Schönefeld bis Ende 2025 absichern. Der Vorstandssprecher der BImA, Dr. Jürgen Gehb, sieht damit „das Bemühen des Bundes bestätigt, ein harmonisches Nebeneinander von Regierungsflughafen und BER zu ermöglichen.“

Seit Anfang 2017 wird am Flughafen Schönefeld bereits das Interimsterminal für den Regierungsflughafen errichtet. Das Richtfest für den Bau auf der Ramp 1 wurde am 20. Juli gefeiert. Derzeit wird an der Fassade gearbeitet und kurzfristig mit dem Innenausbau begonnen. Die Gebäudehülle wird zum Ende des Jahres geschlossen. Im Sommer 2018 soll das Terminal fertiggestellt sein.

Nürnberg – Lyon mit Tagesverbindung in Betrieb

Vom Albrecht Dürer Airport Nürnberg ist ein weiteres, neues Flugziel erreichbar: Seit dieser Woche verbindet die Air France-Tochter HOP! Nürnberg sechsmal pro Woche mit dem südfranzösischen Lyon. Dank günstiger Umsteigezeiten bieten sich zudem Weiterflüge in andere französische Städte wie die Nürnberger Partnerstadt Nizza an.

Mit rund 500.000 Einwohnern ist Lyon nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt des Landes. Industriell bietet die Region viele Parallelen zur Metropolregion Nürnberg: So ist Lyon das Zentrum der französischen Automobilzulieferer und hat Schwerpunkte im Bereich der Medizintechnik bzw. im Energie-Sektor. Auch touristisch hat die Hauptstadt der Region Auvergne-Rhône-Alpes im Südosten Frankreichs Einiges zu bieten. Die überschaubare, wunderschöne Altstadt, teils umflossen von der Rhône und Saone, gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. Durch die Nähe zu den französischen Alpen ist Lyon zudem Ausgangspunkt für Skifahrer wie Bergsteiger. Darüber hinaus locken die bekannten Weingebiete im Rhônetal.

Anschlussflüge mit kurzer Wartezeit

Der Morgenflug aus Nürnberg startet bereits um 06:45 Uhr und endet nach gut einer Stunde Flugzeit in Lyon. Zurück nach Nürnberg geht es um 20:10 Uhr. So ergibt sich ausreichend Zeit für einen privaten Städtetripp, aber auch Geschäftstermine in Lyon lassen sich so innerhalb eines Tages realisieren.

Mit der neuen Flugstrecke ergeben sich zudem interessante Anschlussverbindungen: Über das Regional-Drehkreuz von HOP! Air France sind knapp 20 Ziele, davon 14 in Frankreich, nach kurzen Wartezeiten erreichbar. Zum Beispiel ist eine Reise in Nürnbergs Partnerstadt Nizza über Lyon innerhalb von 02:45 Stunden machbar. Fluggäste aus Nürnberg landen so bereits um 09:30 Uhr an der Côte d‘Azur. Der Rückflug verlässt Nizza um 18:20 Uhr desselben Tages. Weitere französische Umsteigeziele sind die Metropolen Bordeaux, Marseille und Lille sowie kleinere Städte wie Caen, Metz-Nancy oder Poitiers. Der Transfer in Lyon ist schnell und einfach, die Mindestumsteigezeit liegt bei nur 25 Minuten. Ein Economy-Class-Ticket von Nürnberg nach Lyon und zurück soll es schon ab 78 Euro (inklusive Steuern und Gebühren) geben.

CGN vergrößert Spreizung der Tag-Nacht-Entgelte

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Für nächtliche Passagierflüge müssen Airlines am Köln Bonn Airport künftig höhere Gebühren zahlen. Die vom Flugzeugtyp abhängigen fixen Start- und Landeentgelte für Flüge zwischen 22:00 und 06:00 Uhr steigen deutlich, während sie am Tag abgesenkt werden. Dies sieht die neue Gebührenordnung des Flughafens vor, die vom Landesverkehrsministerium genehmigt wurde und am 01. Oktober diesen Jahres in Kraft tritt. Das Preisgefälle zwischen Tag und Nacht, die sogenannte Tag-Nacht-Spreizung, vergrößert sich deutlich. Für die fixen Landeentgelte eines Airbus A319 wird ab Oktober in der Nacht ein Aufschlag von 80 Prozent gegenüber dem Tagestarif fällig, bisher sind es 51 Prozent.

Eine Boeing 737 kostet 84 Prozent mehr (aktuell 55 Prozent). Und für den Langstrecken-Jet Airbus A330 muss mit der neuen Gebührenordnung nachts mehr als das Doppelte an fixen Start- und Landeentgelten bezahlt werden, zurzeit sind es 61 Prozent. Mit den drei vorgenannten Flugzeugtypen werden in Köln/Bonn rund 70 Prozent aller Passagierflugbewegungen durchgeführt. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb kurzer Zeit, dass der Köln Bonn Airport Nachtflüge verteuert und dies in einer neuen Gebührenordnung festschreibt. Im Passagierverkehr wurden zuletzt im April 2015 die Start- und Landeentgelte für Nachtflüge deutlich angehoben – für die gängigsten Flugzeugmuster A319 und Boeing 737 um gut 20 Prozent.

Bereits 2013 hatte der Flughafen die Lärmzuschläge für die größeren Frachtmaschinen empfindlich erhöht, etwa für das Flugzeugmuster MD11 um mehr als das Dreifache. Gleichzeitig wurde ein Rabattsystem für den Einsatz der leiseren Boeing 777 eingeführt. Frachtfluggesellschaften können demnach binnen drei Jahren bis zu einer Million Euro Gebühren einsparen, wenn sie statt einer MD11 eine B777 einsetzen. Im Ergebnis seien die Flugbewegungen der MD11 um rund 40 Prozent zurückgegangen, während Flüge mit der Boeing 777 um fast 70 Prozent zugenommen hätten, so der Flughafen.

Auch der am Flughafen ansässige weltweite Logistikkonzern UPS will seine Flotte modernisieren und 14 neue Großraum-Frachter vom Typ Boeing 747-800F anschaffen, die etwa 30 Prozent leiser als die MD11 oder das Boeing Schwestermodell 747-400 ist. Die neuen Maschinen sollen zwischen 2017 und 2020 ausgeliefert und auch in Köln/Bonn eingesetzt werden.

H145M fliegt erstmals mit Waffensystem HForce

Ende August hat die H145M, die militärische Version der H145 von Airbus Helicopters, den ersten Flug mig dem kompletten Waffensystem HForce in Donauwörth durchgeführt. Das modulare HForce der H145M kann mit jeder Art von ballistischen oder Lenkwaffen bestückt werden.

Dazu zählen Marschflugkörper und lasergelenkte Raketen, Kanonen, Maschinengewehre und Raketen. HForce für die H145M soll 2018 qualiziert werden. Raketen und Kanonenfeuer sollen nun in Ungarn getestet werden, lasergelenkte Raketen sollen noch dieses Jahr in Schweden mit dem System erprobt werden. Erstkunde für HForce ist die Republik Serbien, die neun H145M bestellt hat.

Das modulare HForce soll ein kosteneffizientes Waffensystem darstellen, das für alle militärischen Hubschrauber der zivilen Hubschrauberpallette von Airbus (H125M, H145M und H225M) umsetzbar ist. Die H145M beschreibt Airbus als erprobtes Modell insbesondere für Einsätze von Spezialkräften. Die erste Einheit hat der Hersteller 2014 ausgeliefert.

A330 MRTT Phénix: Erstflug für zweites Flugzeug

Der erste Tanker A330 MRTT Multi Role Tanker Transport von Airbus Defence and Space für Frankreich hat seinen Jungfernflug absolviert. Das Flugzeug wird im französischen Flugdienst als Phénix bezeichnet und ist die erste von neun bestellten Maschinen. Der Flug dauerte 03:25 Stunden.

Das Tankflugzeug ist der zweite neue A330 MRTT in der Luft, der mit strukturellen und aerodynamischen Verbesserungen einen um ein Prozent verringerten Treibstoffverbrauch hat. Auch die Bordcomputer und militärischen Systeme wurden verbessert. Die Maschine wurde in Getafe von einem herkömmlichen Airbus A330, in Toulouse gebaut, umgewandelt. Das Muster kann nicht nur als Tankflugzeug für die Luft-zu-Luft-Betankung eingesetzt werden.

Die Flotte der Phénix wird aus einer Kombination bestehen, in der es das Airbus Aerial Refuelling Boom System (ARBS) mit Tankstutzen an Schläuchen und Bremsfallschirmen unter dem Flügeln besteht, 272 Passagiere befördert und ein fliegendes Lazarett vorhanden sind. Die Auslieferung an Frankreich ist für 2018 vorgesehen. Insgesamt sind laut Airbus 51 Airbus A330 MRTT von acht Nationen bestellt worden, 28 davon wurden schon ausgeliefert.

Passagierrekord am Flughafen Stuttgart

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Zum Ende der baden-württembergischen Sommerferien am Sonntagabend erwartet der Landesairport einen Passagierrekord: Rund 1,8 Millionen Menschen sind während der Ferienzeit am Flughafen Stuttgart gestartet und gelandet, so viele wie noch nie.

Das entspricht einem Zuwachs von etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Stuttgart ist damit ein volatilen Zeiten der Luftfahrt ein starker Luftverkehrsstandort. Der August 2017 war mit 1.195.669 Fluggästen und einem Wachstum von 2,2 Prozent im Vorjahresvergleich für den Flughafen Stuttgart der passagierstärkste Monat aller Zeiten. Die Zahl der Flugbewegungen ist mit 10.519 Starts und Landungen durch den Einsatz von größeren Maschinen und dank einer höheren Auslastung im August hingegen um 1,3 Prozent leicht gesunken. Beliebteste Reiseziele waren Palma de Mallorca, Berlin und Antalya.

Wolfgang-Heilmann-Preis für Student zur Filmkühlung

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Der 23-jährige Student des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) Timon Jungh ist von der MTU Aero Engines mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis 2017 ausgezeichnet worden. Er erhielt ihn für seine Bachelorarbeit zum Thema „Durchführung von FEM-Simulationen zur Anwendung des Superpositionsprinzips der Filmkühlung“.

Der Wolfgang-Heilmann-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird von Deutschlands führendem Triebwerkshersteller jedes Jahr vergeben. Jungh hat am Institut für Thermische Strömungsmaschinen studiert. Der junge Mann erhielt ihn am Dienstag, 05. September, im Rahmen der Eröffnungsfeier des diesjährigen Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses (DLRK) aus Händen von Dr. Gerhard Ebenhoch, Leiter Technologiemanagement bei der MTU. Seine Arbeit hat sich mit einem hochkomplexen Thema beschäftigt und er hat ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Er leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der umfangreichen Auswertung von Daten aus Wärmeübergangsmessungen, würdigte Ebenhoch und gratulierte Jungh herzlich.

In seiner Arbeit hat der junge Mann ein Finite-Elemente-Modell zur Berechnung von Filmkühlgrößen erstellt. Ein Schwerpunkt war die einfache Integration in eine Auswertungskette. Eine optimierte Kühlung wird im Triebwerksbau immer wichtiger, will man den Wirkungsgrad durch die Erhöhung des Gesamtdruckverhältnisses und der Turbineneintrittstemperatur verbessern. Ein Schlüssel dazu ist die Minimierung des Kühlluftverbrauchs bei gleichzeitiger Optimierung der Kühlung der Komponenten, die sich im Heißgasbereich des Triebwerks befinden. Hinzu kommen aerodynamische Verbesserungen. Jede Erhöhung des Wirkungsgrades lässt Kerosinverbrauch und Emissionen sinken. Für seine Ausführungen bekam Jungh die Note 1,0 und jetzt den Wolfgang-Heilmann-Preis.

Die MTU hat den Wolfgang-Heilmann-Preis 1990 ausgelobt und würdigt damit jährlich akademische Nachwuchskräfte, die im Bereich Luftfahrtantriebe des KIT forschen. Zwischen dem KIT und dem Münchner Triebwerkshersteller besteht eine langjährige, sehr erfolgreiche Kooperation in der Technologie-Entwicklung, deren Ergebnisse in bedeutende MTU-Zukunftsprojekte einfließen. Benannt ist der Preis nach Prof. Dr. Wolfgang Heilmann, der bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1989 Geschäftsführer für die Bereiche Entwicklung der beiden damaligen MTU-Gesellschaften war. Heilmann hat in Karlsruhe gelehrt; 1986 wurde er von der Universität Karlsruhe zum Honorar-Professor ernannt.

Der diesjährige Deutsche Luft- und Raumfahrtkongress fand vom 05. bis 07. September im Forschungszentrum Garching der TU München statt – Motto: „Luft- und Raumfahrt – im Dienst der Gesellschaft“. Veranstaltet wird der hochkarätige Branchentreff von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR); Hauptsponsor ist die MTU.

Connection Service soll helfen, Anschlussflüge zu erreichen

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Star Alliance hat einen neuen Connection Service aufgelegt, damit ankommende Passagiere am O‘Hare International Airport in Chicago ihren Anschlussflug mit einer Mitgliedsgesellschaft von Star Alliance nicht verpassen. Dieser optimierte Passagier-Service am Heimat-Hub von United Airlines firmiert unter einem neuen Branding, das nach und nach auf ähnliche Dienste an elf großen Flughäfen weltweit ausgeweitet werden soll. Der Connection Service wird immer dann aktiv, wenn ein ankommender Flug Verspätung hat. Eine spezielle Software überwacht das Zeitfenster für Passagiere, die einen Anschlussflug gebucht haben, und schlägt Alarm, wenn ein Passagier seinen Flug verpassen könnte oder die Gefahr besteht, dass aufgegebenes Gepäck nicht rechtzeitig umgeladen werden kann.

Für Passagiere, aber auch für Airlines ist es frustrierend, wenn aufgrund geringfügiger Verspätungen Anschlussflüge verpasst werden. Mitarbeiter des Connection Service werden nun informiert, sobald diese Gefahr besteht. Sie warten auf den Passagier bei der Ankunft und unternehmen alle erforderlichen Schritte, um sicherzustellen, dass der Flugreisende und sein Gepäck ihren Anschlussflug erreichen. Wenn das nicht klappt, sind sie dem Passagier beim Umbuchen behilflich.

Chicago ist das viertgrößte Transfer-Drehkreuz von Star Alliance weltweit: Knapp 750.000 Passagiere steigen dort jährlich in Anschlussflüge von Mitgliedsgesellschaften um. Der Connection Service kann Passagiere mit knappen Anschlusszeiten beruhigen. Mike Hanna, Vice President Operations am United-Hub O‘Hare: „Dieses Angebot bringt unseren Passagieren klare Vorteile und stärkt die Position Chicagos als führender Transfer-Hub zusätzlich.“

Fluggäste, die mit internationalen Flügen in Chicago eintreffen, müssen vor Antritt des Anschlussflugs die Einreise- und Zollkontrolle passieren. Passagiere mit Connection Service können hierbei den Express Connection-Schalter nutzen und profitieren von einer schnelleren Abfertigung. Zu Reisebeginn aufgegebenes Gepäck, das erneut aufgegeben werden muss, wird extra gekennzeichnet und dann zügiger abgefertigt.

Die folgenden Mitgliedsgesellschaften von Star Alliance sind am O‘Hare International Airport dem Connection Service angeschlossen: Air Canada, Air India, ANA, Asiana Airlines, Austrian, Avianca, Copa Airlines, EVA Air, Lufthansa, LOT Polish Airlines, SWISS, Scandinavian Airlines, Turkish Airlines und United. Insgesamt bieten diese Airlines knapp 17.500 wöchentliche Flugverbindungen an und bedienen 187 Ziele in 31 Ländern.

Star Alliance Connection Centres sind schon seit mehr als zehn Jahren an elf Flughäfen im Hintergrund aktiv und kümmern sich um ein zügiges Umladen aufgegebenen Gepäcks, wenn es einmal knapp wird mit dem Anschlussflug. Im Rahmen der Strategie von Star Alliance zur weiteren Optimierung der Kundenerfahrung wird an allen Standorten erwogen, den Service auf die Betreuung von Passagieren mit knappen Anschlusszeiten auszuweiten. In Frankfurt (FRA), Houston (IAH) und München (MUC) ist ein entsprechender Passagier-Service der Connection Centres bereits im Angebot.

Office Park 4 in Airport City Vienna kommt

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Als Folge der hohen Nachfrage nach attraktiven Büroflächen am Flughafen Wien wird der neue Office Park 4 errichtet und rund 25.000 m² topmoderne Büro- und Conferencingflächen im Herzen der Airport City bieten. Geplant wird die neue Büroimmobilie von HNP architects ZT GmbH, unter der Leitung des renommierten Architekten Prof. Heinz Neumann und seinen Partnern Oliver Oszwald und Florian Rode. Moderne Büroräumlichkeiten und innovative Co-working-spaces sowie Gastronomie-Einrichtungen werden dem Office Park 4 seinen besonderen Charakter geben. Innovation, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Bis 2020 investiert die Flughafen Wien AG rund € 60 Mio. in das neue Bürogebäude.

Der neue Vienna Airport Office Park soll ein neues architektonisches Highlight der Airport City und werden und den Immobilienstandort auf ein neues Qualitätsniveau heben. Die enorme Nachfrage macht den Ausbau notwendig. Die leistungsfähige Verkehrsanbindung, moderne Telekom- und IT-Konnektivität sowie urbane Infrastruktureinrichtungen lassen die Airport City Vienna zum perfekten Betriebsstandort für Unternehmen werden, wie Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, ausführt.

Aber auch auf die Ausgestaltung legen die Wiener Wert. Architektur ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Gebäude sind nicht da nur Designobjekte, sondern ein wichtiger Beitrag zu einem ressourcenschonenden Lebenswandel. Der Ansatz war daher die Entwicklung eines Gebäudes, welches neben der prägnanten Form des Towers Bestand hat und mit diesem den Charakter der Airport City unterstreicht.

Neue Services auf über 25.000 m²

Der neue Vienna Airport Office Park bietet ab 2020 mehr als 25.000 m² zusätzliche Büro- und Conferencingflächen in der Airport City. Auf zehn Ebenen werden Büroräumlichkeiten, innovative Co-working-spaces, moderne Präsentations- und Veranstaltungsflächen, Begegnungszonen sowie Gastronomie- und Nahversorgungs-einrichtungen entstehen. Die modernen Büroflächen werden flexibel in Größen zwischen 180 m² und 2.300 m² vermietet werden. Errichtet wird die Büroimmobilie neben dem Tower an der Einfahrtstraße. Damit befindet sich das neue Objekt im Kerngebiet des Flughafenareals, wodurch die Nutzer von den Vorteilen der Airport City wie einer optimalen Verkehrsanbindung sowie urbaner Infrastruktur profitieren. In das auch ökologisch wegweisende Bauprojekt investiert die Flughafen Wien AG rund 60 Mio. Euro.

Durchdachtes Design

Im Generalplanervergabeverfahren konnte sich das Architektenbüro HNP architects ZT GmbH unter der Führung von Prof. Heinz Neumann, Oliver Oszwald und Florian Rode durchsetzen. Das erfahrene Architektenteam wird dem neuen Office Park 4 ein zeitgemäßes Design verleihen. Eine helle, zu etwa 60 Prozent transparente Fassadenfläche wird die Räumlichkeiten der Büroimmobilie mit Tageslicht durchfluten und durch ihre spezielle Formung den Windkomfort berücksichtigen. Außerdem sind die Schonung von Ressourcen sowie der effiziente Umgang mit Energie ein integrativer Bestandteil der Entwicklungs- und Planungsphase.

Airport City Vienna: Attraktiver Betriebsstandort

Die Entwicklung des Immobilienstandortes Flughafen zu einer multifunktionalen Airport City ist ein zentrales Element der Flughafen-Strategie. Mit einer Logistikfläche von rund 40.000 m², einem Office-Angebot von über 100.000 m² Büro- und Conferencingflächen, verschiedenen Nahversorgungseinrichtungen wie Supermärkten, einer Apotheke, einem Fitnesscenter, einem 24/7-Post Partner und weiteren Services, ist der Flughafen ein perfektiver Betriebsstandort. Zusätzlich gewinnt die Airport City durch die leistungsfähige Verkehrsanbindung an Straße, Schiene und Luft besondere Attraktivität. Für das umfassende Nachhaltigkeitsmanagement erhielt die Airport City Vienna das österreichweit erste Quartierszertifikat der österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI).

Hurricane-Warnung: Condor ermöglicht Umbuchungen

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Der Hurrikan Irma bewegt sich derzeit in nordwestlicher Richtung entlang der Karibik. Daher ist in den kommenden Tagen auch mit Beeinträchtigungen im Flugplan von Condor zu rechnen. Heute sieht der Flugplan keine Flüge in die Karibik vor. Alle morgigen Flüge finden nach aktuellem Stand planmäßig statt.

Folgende Flüge, die für morgen geplant waren, werden vorsorglich nach aktuellem Stand um mindestens 23 Stunden verschoben:

Die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl unserer Fluggäste haben höchste Priorität. Passagiere, die einen Condor Flug in die Karibik mit Anreisedatum zwischen dem 07. und 12. September 2017 gebucht haben, können diesen kostenfrei umbuchen oder stornieren.

Bekannte Flugänderungen

  • Flug DE2180, am 09. September 2017 von Frankfurt nach Havanna, Kuba wird unter der Flugnummer DE2198 mit einem Zwischenstopp in Varadero, Kuba durchgeführt und um 24 Stunden auf den 10. September 2017, 11:50 Uhr (lokaler Uhrzeit), verschoben.
  • Flug DE2198, am 09. September 2017 von Frankfurt nach Varadero wird entsprechend ebenfalls um 24 Stunden auf den 10. September 2017, 11:50 Uhr (lokale Uhrzeit) verschoben.
  • Flug DE2181, am 09. September 2017 von Havanna nach Frankfurt wird unter der Flugnummer DE2199 durchgeführt und um 26 Stunden auf den 10. September 2017, 19:55 Uhr (lokale Uhrzeit) verschoben.
  • Flug DE2199 von Varadero nach Frankfurt wird nach aktuellem Stand mit einem Zwischenstopp in Havanna durchgeführt und um 23 Stunden auf den 10. September 2017, 17:50 Uhr (lokale Uhrzeit) verschoben.

Der Condor Flug DE2235 am 07. September 2017 von San José, Costa Rica, nach Santo Domingo, Dominikanische Republik wurde nach aktuellem Stand um 26 Stunden auf den 08. September, 08:45 Uhr (lokaler Uhrzeit), verschoben. Dadurch verschiebt sich ebenfalls der Weiterflug von Santo Domingo nach Frankfurt um 25 Stunden, auf den 08. September, 14:35 Uhr (lokaler Zeit).

Die Airline bittet alle Fluggäste um Verständnis und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten. Passagiere in den betroffenen Destinationen werden vor Ort über die aktuellen Entwicklungen informiert. Condor befinde sich in ständigem Kontakt mit den Behörden und beobachte die Situation weiterhin sehr genau, um rechtzeitig über mögliche Änderungen im Flugplan informieren.

Entscheidende Einblicke zu Berlinern und ihren Flughäfen

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Verkehrte Welten innerhalb Deutschlands: Während im Raum Frankfurt Debatten um Lärmschutz und Flugzeiten zum Volkssport geworden sind, kämpfen die Berliner in einem Volksentscheid zur Bundestagswahl um ihren Flughafen Tegel. In Gesamtberlin liegt die Zahl der Tegel-Befürworter immer noch bei 65 Prozent.

Interessante Hintergründe zu diesen Zahlen brachte der Aviation-Event am Donnerstag in Frankfurt am Main, wo bei der Vereinigung Cockpit Vertreter aus Politik und Wirtschaft unter Moderation von Rüdiger Kiani-Kreß von der Wirtschaftswoche über die Zukunft von Tegel diskutierten. Ein Hauptargument der Tegel-Befürworter war dabei, dass die begrenzten Kapazitäten des neuen Hauptstadtflughafens nach jetzigem Stand nicht ausreichen, um dem künftigen Passagier- und Flugaufkommen gewachsen zu sein.

Die meisten Anwohner wollen den Airport Tegel erhalten, weil sie nicht zuletzt die Gentrifizierung ihrer Stadteile befürchten. Der Luftfahrtexperte Prof. Elmar M. Giemulla verwies darauf, dass der neue Flughafen BER auch bei einer Offenhaltung von Tegel den Großteil der Luftverkehre in Berlin aufnehmen werde. Damit bekomme Tegel eine Entlastung, die für die Anwohner spürbar sei.

Sebastian Czaja, Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender der FDP Berlin, forderte derweil den Senat auf, unverzüglich Maßnahmen zum verstärkten Lärmschutz für die Anwohner einzuleiten. Denn das gegenwärtige Moratorium zum Fluglärmschutzgesetz laufe 2018 aus, daher müsse das Thema jetzt angepackt werden, selbst wenn der Airport Tegel irgendwann mal geschlossen werden sollte.

Gewarnt wurde schließlich vor einem „Zeitgeist der Proteste“. Die Stimmung Pro-Tegel könne sich schon in einigen Jahren komplett drehen, wenn die Generation der Teilungsperiode nicht mehr da ist, wurde mehrfach betont. In der Zeit des Kalten Krieges galten die Berliner Innenstadtflughäfen Tegel und Tempelhof, der mittlerweile bereits geschlossen ist, als Lebensadern des freien Westberlins. Auf dem Bild (v.l.n.r.): Marcel Riwalsky, CEO Aviation-Event, und Sebastian Czaja, FDP-Chef Berlin, diskutierten beim Aviation-Event in Frankfurt am Main.

Bodensee-Airport führt Vermessungsflüge durch – bei Sichtkontakt

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Für Dienstag, den 12.09.2017 und Mittwoch, den 13.09.2017 sind am Bodensee-Airport Friedrichshafen Vermessungsflüge geplant. Dabei wird das elektronische Instrumentenlandessystem (ILS) der Flughafen Friedrichshafen GmbH überprüft. Diese Messflüge sind vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung vorgeschrieben und dienen zur Überprüfung der korrekten ausgestrahlten Anflugrichtung und des Anflugwinkels innerhalb des Instrumentenlandesystems. Diese Vermessung wird routinemäßig zweimal jährlich durchgeführt und dauert ein bis zwei Tage. Damit verbunden sind mehrfach zu wiederholende Anflüge des Messflugzeugs auf den Flughafen Friedrichshafen aus beiden Anflugrichtungen.

Da bei der Durchführung dieser Messflüge der direkte Sichtkontakt zum Messflugzeug erforderlich ist, sind Beginn und Ende der Vermessung abhängig von den jeweils herrschenden Sicht- und Wetterbedingungen. Es ist daher möglich, dass die geplanten Vermessungsflüge aufgrund schlechter Sichtverhältnisse kurzfristig verschoben werden müssen. Der Flughafen Friedrichshafen bittet die Bevölkerung für die durch die Messflüge möglicherweise entstehende Lärmbelästigung um Verständnis.

Fliegerbombe am Köln Bonn Airport sorgt für Verspätungen

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Bei Tiefbauarbeiten auf einem Rollweg auf dem Flughafen Köln/Bonn ist eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Die Entschärfung konnte ab 15:00 Uhr erfolgen. Der Flugbetrieb musste während der Entschärfung unterbrochen werden. In der betreffenden Zeit waren 20 Flüge geplant. Der Rollweg liegt an der Grenze zum militärischen Teil des Flughafens. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte den Evakuierungsradius auf 500 Meter festgelegt. Betroffen waren Anlagen auf dem militärischen Teil des Flughafens sowie ein Hangar auf dem zivilen Teil. Flugzeuge der Bundeswehr-Flugbereitschaft, die im Gefahrenbereich stehen, wurden auf dem zivilen Teil des Flughafens abgestellt.

Die Entschärfung der Fliegerbombe auf dem Köln Bonn Airport wurde erfolgreich beendet. Der Flugbetrieb ist wieder aufgenommen, nachdem er von 15:00 bis 15:34 Uhr unterbrochen war. Das führte zu Verspätungen bei 15 Flügen (acht Starts, sieben Landungen). Der Betrieb in den Terminals war von der Entschärfung nicht betroffen. Betroffen waren Anlagen auf dem militärischen Teil des Flughafens sowie ein Hangar auf dem zivilen Teil. Flugzeuge der Bundeswehr-Flugbereitschaft, die im Gefahrenbereich stehen, wurden zwischenzeitlich auf dem zivilen Teil des Flughafens abgestellt.

Austausch und Ehrungen: DLRK zeigt auf Potenziale

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Drei Tage lang ging es beim 66. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) in München um neue Erkenntnisse, Projekte und Forschungsergebnisse aus der Luft- und Raumfahrt. Am 07. September fand die Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) einen erfolgreichen Abschluss.

In insgesamt 80 Sitzungen fanden etwa 300 Vorträge statt und 30 Poster wurden präsentiert. Die Vielzahl an Themen und Plattformen wie zum Beispiel der „Dialogtag Luftfahrt“ ermöglichten einen regen Austausch. Mit 660 Teilnehmern war der Kongress der am besten besuchte der letzten fünf Jahre. Die Höhepunkte waren sechs spannende Plenarvorträge und eine Podiumsdiskussion.

Elektrisch fliegen technisch bereits möglich

„Wir sind in diesem Jahr sehr zufrieden mit der hohen Teilnehmerzahl, was Rückschlüsse auf die hohe Qualität der Vorträge zulässt. Referenten wie Jan Wörner oder Greg Wyler haben wichtige Impulse für die Zukunft unserer Raumfahrt gegeben“, sagte DGLR-Präsident Prof. Rolf Henke. „Unsere Podiumsdiskussion wiederum hat gezeigt, dass wir technisch zum elektrischen Fliegen lange in der Lage sind. Jetzt müssen wir zusammen an einer Integration in die bestehenden Strukturen arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir von all diesen Themen in Zukunft noch viel hören und lesen werden.“

Dem elektrischen Fliegen und seinen Herausforderungen widmete sich auch der erste Plenarvortrag von Frank Anton, Siemens. Die zunehmende Implementierung von elektrischen Antrieben soll in erster Linie Emissionen und Lärm reduzieren, die beim Fliegen entstehen. Anton sieht seine Vision von einer Taxidrohne mit zwei bis vier Sitzen bereits in fünf Jahren Wirklichkeit werden. Zentraler Faktor der derzeitigen Forschungsarbeiten ist die Sicherheit für Passagiere und Umfeld. Passagierflüge auf elektrischem Wege seien erst ab 2035 denkbar, so Anton.

ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich (Jan) Wörner warb in seinem Vortrag für eine zukünftige enge Zusammenarbeit Europas auf dem Gebiet der Raumfahrt. Die von ihm als Space 4.0 bezeichnete Entwicklung bricht seit einigen Jahren die alten Raumfahrtstrukturen auf. Es entstehen immer mehr private Unternehmen, die sich auf dem ursprünglich von großen Agenturen wie der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation ESA dominierten Markt positionieren. Aus diesem Grund wird ein permanenter Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie, an dem sich auch Organisationen wie die ESA beteiligen, laut Wörner immer wichtiger. Er zeigte auf, wie wichtig der europäische Zusammenhalt für die Weiterentwicklung der Raumfahrt ist.

Auch Greg Wyler versucht mit seinem Projekt „OneWeb“ Menschen einander näher zu bringen. OneWeb soll, wie Wyler in seinem Plenarvortrag erklärte, durch eine Megakonstellation von Satelliten global flächendeckenden Internetzugang bieten, damit abgelegene Haushalte nicht kostspielig mit Glasfaserkabel angeschlossen werden müssen. OneWeb soll aus 648 Kleinsatelliten bestehen und für den globalen Internet- und Datenempfang ein Netz um die Erde spannen. Ab 2019 sollen darüber bereits die ersten Internetdienste verfügbar sein.

Forscher der Aerodynamik und Fliegerei geehrt

Im Rahmen des DLRK fand auch die Verleihung des Ludwig-Prandtl-Rings statt. Die Ehre wurde dieses Jahr dem Maschinenbauer Prof. Dr. Helmut E. Sobieczky in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Aerodynamik in Lehre, Forschung und Anwendung zuteil. Er habe Methoden und Werkzeuge geschaffen, die sowohl theoretisch ausgereift als auch praktisch einsetzbar sind.

Sobieczky leistete etwa mit seiner selbstentwickelten Rheographen-Methode wesentliche Beiträge zur exakten Berechnung von transsonischen Strömungen um Profile und Tragflügel sowie Beiträge zur Beschreibung der Geometrie von Flugzeugoberflächen im Rahmen von Entwurfsaufgaben. Darüber hinaus entwickelte er für den aerodynamischen Entwurf wichtige Methoden und Optimierungswerkzeuge. Auch seine Forschungsarbeiten zum Entwurf und zur Optimierung von Flugzeugen im supersonischen und hypersonischen Bereich sind von großer praktischer Bedeutung. Arbeiten von Sobieczky zum Thema Überschall-Verkehrsflugzeug haben dazu geführt, dass ihm vom Scientific Committee des International Center of Mechanical Sciences (CISM) die wissenschaftliche Leitung der Kurse „New Design Concepts for High Speed Air Transport“ am International Centre for Mechanical Sciences in Italien übertragen wurde.

Segelflieger erforscht Leewellen

Mit der Otto-Lilienthal-Medaille wurde Klaus Ohlmann für seine Verdienste auf dem Gebiet des Segelflugs ausgezeichnet. In seinen Projekten und Forschungsflügen leistete er wichtige Beiträge im Gebirgssegelflug und der Atmosphärenforschung in Hochgebirgsregionen. Klaus Ohlmann ist studierter Zahntechniker und stellte mit dem Segelflugzeug etliche Streckenrekorde, wodurch er unzählige Segelflieger an die Hochgebirgs-Leistungsfliegerei heranführte. Der heute 65-jährige konnte in seiner Laufbahn als Segelflieger über 50 Weltrekorde verbuchen und mehrere Meisterschaften gewinnen. Mit seinem Engagement und seiner Risikobereitschaft wurden die Leistungsgrenzen im Segelflug beachtlich erweitert.

Ohlmann entwickelte Methoden für den Segelflug in extremen Höhen, in denen Turbulenzen aus Leewellen für den Flug problematisch werden können. Hierzu initiierte er Projekte und Flugversuchskampagnen, bei denen er selbst die Forschungsflüge durchführte. Die DGLR verlieh ihm die Otto-Lilienthal-Medaille „für die Erbringung ingenieurorientierter Leistungen hohen Ranges wissenschaftlicher Art auf dem Gebiet der Luftfahrt.“ Klaus Ohlmann, exzellenter Segelflieger, habe mit seinem Einsatz und wohlüberlegter Risikobereitschaft Forschung in großen Höhen mit einem Segelflugzeug ermöglicht. Seinem Engagement sei es überhaupt erst zu verdanken, dass die Forschung an Leewellen durchgeführt und die Luftfahrt damit ein Stück sicherer gemacht werden konnten.

Leewellen sind eine bekannte Quelle von Turbulenzen in wolkenfreier Atmosphäre. Sie treten an der vom Wind abgewandten Seite von Bergen auf und sind meist nicht zu sehen. Um diese zu untersuchen setzte Ohlmann das Mountain Wave Project (MWP) in Gang. Die Forschungsflüge per Segler über den Anden halfen unter anderem dabei, die Strömungsphysik der Wellen und ihre potenziellen Instabilitäten besser zu verstehen und vorherzusagen. Mit seinen jüngsten Expeditionen im Himalaya trug Ohlmann außerdem wesentlich zur hochgenauen 3D-Vermessungen der Topographie im Hochgebirge bei. Über den Segelflug hinaus setzt sich Ohlmann aktuell öffentlichkeitswirksam für elektrisch angetriebene Flugzeuge ein.

2003 stellte Ohlmann in Argentinien mit 3008,8 km in 15 Stunden und 17 Minuten den Weltrekord im Streckensegelflug über eine frei gewählte Strecke auf. Im Jahr 1996/1997 gewann er in der Offenen Klasse den Barron Hilton Cup. Seine Leidenschaft für das Segelfliegen entdeckte er erst nach seinem Studium ganz zufällig bei einem Doppelsitzer-Flug.

DLRK 2018 in Friedrichshafen

Beim DLRK kamen noch viele weitere Vertreter aus der Wissenschaft und Industrie zusammen, um neue Konzepte vorzustellen, aktuelle Fragen zu diskutieren und sich auszutauschen. Unter dem Motto „Luft- und Raumfahrt – im Dienst der Gesellschaft“ wurde ein breites Themenspektrum abgedeckt, das von Cybersicherheit in der Luftfahrt bis zur Zukunft des Raumtransports reichte. Der Termin für den DLRK im nächsten Jahr steht bereits fest. Vom 04. bis 06. September 2018 findet das größte wissenschaftlich-technische Networking-Event der Branche im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen statt.

ANA bekommt ersten A321neo

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All Nippon Airways (ANA) aus Japan hat ihren ersten Airbus A321neo bekommen. Das neue Flugzeug wird mit modernen Turbofantriebwerken PW1100G-JM von Pratt & Whitney antegrieben.

Die A321neo soll bis zu 4.000 Nautischen Meilen (7.400 Kilometer) fliegen. Die A321neo für ANA bieten 194 Passagieren Platz, darunter befinden sich acht Premium Class-Sitze und 186 Sitzte in der Economy Class. Die japanische Fluggesellschaft will ab Oktober heimische Routen mit dem Flugzeug bedienen.

ANA hat schon 16 Flugzeuge der Familie A320 in der Flotte, weitere 29 sollen noch ausgeliefert werden. Die Muttergesellschaft ANA HOLDINGS (ANA HD) hat zudem drei Airbus A380 bestellt.

Condor streamt auf eigene Mobilgeräte

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Ab diesem Sommer können Fluggäste von Condor und Thomas Cook-Airlines das neue App-basierte Bordunterhaltungsprogramm „Sunstream“ genießen. Passagiere der Kurz- und Mittelstrecke können sich mit ihrem eigenen mobilen Endgerät mit dem neuen Inflight Entertainment-System verbinden und während des Flugs auf Filme, TV-Serien, Musik und Zeitschriften zugreifen.

Darüber hinaus sind über Sunstream Ausflüge in der Zieldestination buchbar. Weiterhin besteht die Möglichkeit einen individuellen Reiseführer zusammenzustellen und herunterzuladen, sodass dieser den gesamten Urlaub auf dem eigenen Gerät zur Verfügung steht. Das System wird vor jedem Flug auf die jeweilige Zieldestination eingestellt, um maßgeschneiderte Angebote zu garantieren. Eine Chat-Funktion, um sich mit Freunden und Familie am Boden auszutauschen und viele weitere Funktionen werden dieses Jahr ebenfalls integriert.

Bestpreisgarantie soll sparen helfen

Die neue Technologie soll qualitativ hochwertige und leicht zugängliche Unterhaltung für Passagiere bieten. Eine digitale Bestellung aus dem Airshoppen-Sortiment ermöglicht es dem Kunden an Bord aus mehr als 1.200 Produkten zur Bestpreisgarantie auszuwählen. Kunden profitieren so von Einsparungen von bis zu 60 Prozent auf den Ladenpreis und erhalten ihre Einkäufe auf dem nächsten Flug.

Um Zugriff auf das System zu erhalten, laden Nutzer sich die kostenfreie App Sunstream im Appstore herunter. Diese kann im Flugmodus verwendet werden und über das Wifi eine Verbindung zum Unterhaltungsserver an Bord herstellen. Fluggäste können damit kostenfrei in den Informationen zu den Zieldestinationen, den Exkursionsmöglichkeiten und den Shopping Angeboten stöbern und daraus auswählen. Das Premium-Unterhaltungspaket enthält darüber hinaus Zugang zu vielen Filmen und Serien. Die Kosten liegen je Flug bei vier Euro pro Nutzer oder 15 Euro für ein Familienpaket, das bis zu vier Personen einschließt. Die Zahlung erfolgt über Kreditkarte oder Lastschrift.

Thomas Cook Group Airlines schaltet nach und nach die mobile Unterhaltung auf der gesamten Kurz- und Mittelstrecken Flotte frei. Derzeit sind bereits zwei Drittel der 65 Flugzeuge mit dem neuen System ausgestattet. Die Kunden werden vor ihrer Reise über die Verfügbarkeit von Sunstream auf ihrem Flug informiert.

Download von Sunstream

Die zwei aktuellsten Versionen von iOS (iOS 9 und iOS 10); die zwei aktuellsten Versionen von Android (Version 6 und 7), Angebote im Browser können aufgrund rechtlicher Barrieren eingeschränkt sein.

iOS: http://bit.ly/SunstreamApple

Android: http://bit.ly/SunstreamGoogle