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Lufthansa Technik rüstet Boeing 747-8 für Ka-Breitband

Ein nicht genannter Kunde hat Lufthansa Technik damit beauftragt, mehrere Flugzeuge des Typs Boeing 747-8 ab 2018 mit der neuen Breitband-Internetlösung im Frequenzbereich Ka-Band auszustatten. Damit wird Lufthansa Technik weltweit das erste MRO-Unternehmen sein, das die Modifikation für dieses Flugzeugmuster anbieten kann.

Aktuell stattet Lufthansa Technik die Flugzeuge der Airbus A320-Familie des Lufthansa Konzerns mit der neuesten Ka-Band-Satelliten-Technologie aus. Darüber hinaus verfügt Lufthansa Technik über Supplemental Type Certificates (STC) für die Airbus A330/A340-Familie sowie die Boeing 737-Familie.

Durch das STC wird nachgewiesen, dass nachträgliche Modifikationen am Flugzeug mit den gültigen Bauvorschriften der zuständigen Luftfahrtbehörden übereinstimmen. Zukünftige Kunden, egal ob Fluglinien oder Betreiber von VIP-Flugzeugen, profitieren von diesen ergänzenden Musterzulassungen, vor allem in Bezug auf Kosten und Liegezeiten.

Produkte vorhanden, Kapazitäten auch

Auf bis zu zehn Produktionslinien gleichzeitig können Flugzeuge derzeit im weltweiten Netzwerk der Lufthansa Technik mit den erforderlichen Antennen und Routern ausgestattet werden. Dabei liegen maximal vier Tage zwischen einem klassischen Flugzeug und einem fliegenden Kommunikationszentrum mit Breitband-Connectivity.

Eine schnellstmögliche Integration auch in große Flotten ist möglich, weil die Ingenieure der Lufthansa Technik die erforderlichen Eingriffe in die Flugzeugstruktur minimiert haben. Auch spätere Modifikationen oder der komplette Rückbau der Installationen bei heute noch unbekannten Technologiewechseln sind ohne den kostenintensiven Eingriff in die Struktur machbar.

Lufthansa Technik hält auch das STC für alle Boeing Business Jets BBJ1 (737-700) und BBJ2 (737-800) für das eigenentwickelte Antennen-Radom TIOS (Two-In-One-Solution), das ebenfalls die Nutzung von Ka-Band und damit optimales High-Speed-Internet und TV-Verbindungen an Bord ermöglicht.

Homebriefing von Austro Control jetzt mit neuem System

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Austro Control hat wie angekündigt dem Homebriefing-System einen umfassenden Relaunch spendiert und lässt ab sofort mit einem neuen Design und zahlreichen neuen Funktionalitäten online gehen. Nutzer können nun von Vorteilen wie einer optimierten Benutzerführung, erweiterten grafischen Bedienelementen und vielen zusätzlichen Funktionalitäten wie einer Version für mobile Endgeräte Gebrauch machen. Das Service umfasst Flüge innerhalb Österreichs sowie Flüge mit Startort in Österreich und deren Folgeflugpläne. Das Service steht kostenfrei zur Verfügung. Für den erleichterten Umstieg auf das neue System sind alle Benutzerdaten, Flugpläne, gespeicherte Listen und Vorlagen automatisch in das neue System überführt worden. Nur Briefings werden nicht in das neue System portiert.

Nutzer können diese entweder selbst vorab als PDF lokal abspeichern, oder – falls sie später noch als Nachweise benötigt  weren – diese auch nach der Umstellung noch vom Helpdesk abrufen lassen.

Leipzig/Halle Airport mit Stanislaw Tillich auf China-Tour

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Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, begibt sich auf eine zehntägige Delegationsreise des nach China, und der Flughafen Leipzig/Halle fährt mit. Im Rahmen des Besuches sind unter anderem Gespräche zwischen der Geschäftsführung des Airports und Vertretern von Luftfahrt- und Logistikunternehmen sowie Behörden geplant. Die Teilnahme an der Delegationsreise des Freistaates Sachsen nach China eröffnet für Johannes Jähn, Sprecher des Vorstands der Mitteldeutschen Flughafen AG und Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH, die Möglichkeit, Geschäftsbeziehungen mit diesem bedeutenden Wachstumsmarkt zu intensiveren und neue Kontakte zu knüpfen.

Dabe hat der Flughafen die Gelegenheit, unter anderem in Peking, Schanghai und Wuhan mit hochrangigen Branchenvertretern aus den Bereichen Luftfahrt und Logistik zusammenzutreffen und im Rahmen eines Vortrages den Leipzig/Halle Airport als das am dynamischsten wachsende, fortschrittlichste Luftfrachtdrehkreuz Europas mit seinen Potentialen zu präsentieren.

Luftfrachtdrehkreuz Leipzig/Halle

Der Flughafen Leipzig/Halle ist schon heute eine bedeutende Drehscheibe für den Warenaustausch von und nach Asien. Wöchentlich stehen aktuell 38 Frachtlinienflüge zu Zielen auf dem asiatischen Kontinent im Flugplan, von denen 25 nach China starten. So wird Hongkong 19 Mal pro Woche und Schanghai fünf Mal pro Woche angeflogen. 2016 wurden rund 2,2 Millionen Fluggäste und 1,05 Millionen Tonnen Luftfracht registriert. Leipzig/Halle Airport ist damit der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland und Nummer fünf in Europa.

Fraport mit Monatsrekord – Gutes aus Griechenland

Am Flughafen Frankfurt setzt sich der Wachstumstrend fort. Im Oktober 2017 zählte Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz mehr als sechs Millionen Passagiere, ein Anstieg von 6,4 Prozent. Erstmals in der Geschichte wurde somit in einem Oktober die Marke von sechs Millionen Fluggästen überschritten. Wesentlicher Wachstumsträger war hierbei der Europaverkehr. Mit 195.230 Tonnen legte das Cargo-Aufkommen leicht um 0,6 Prozent zu. Auch die Höchststartgewichte stiegen um 2,3 Prozent auf etwa 2,7 Millionen Tonnen an. Mit 43.788 Flugbewegungen (plus 4,4 Prozent) markiert der Oktober den Monat mit den meisten Starts und Landungen in der Geschichte des Flughafens Frankfurt. Der bisherige Höchstwert vom Juli 2015 wurde um etwa 80 Bewegungen übertroffen.

Die internationalen Beteiligungsflughäfen zeigten allesamt eine positive Entwicklung. Der Flughafen in Ljubljana (Slowenien) verzeichnete einen Anstieg um 16,3 Prozent auf 153.641 Fluggäste. Den peruanischen Hauptstadtflughafen in Lima nutzten rund 1,9 Millionen Passagiere, ein Plus von 9,7 Prozent. Die beiden Twin Star Airports in Varna und Burgas in Bulgarien erreichten ein Aufkommen von insgesamt 122.507 Passagieren (plus 21,8 Prozent).

Wachstum in Griechenland

Die 14 griechischen Regionalflughäfen schlossen den Berichtsmonat mit einer Steigerung um 13,9 Prozent auf zusammen etwa 2,4 Millionen Fluggäste. Kefalonia, Mykonos und Kos verbuchten hier mit 54,1 Prozent, 51,3 Prozent und 36,8 Prozent die stärksten Zuwächse.

Der türkische Airport Antalya zählte knapp 2,9 Millionen Passagiere (plus 22,6 Prozent) und die deutsche Beteiligung in Hannover erreichte einen Anstieg von 7,2 Prozent auf 636.924 Fluggäste. Den Flughafen im russischen St. Petersburg nutzten knapp 1,3 Millionen Passagiere, was einem Wachstum von 17,2 Prozent entspricht. Der Flughafen Xi’an in China schloss den Berichtsmonat mit einem Zuwachs von 9,8 Prozent auf rund 3,7 Millionen Fluggäste.

C²A²S²E-Team erhält Ehrennadel für Leistungen zur Luftfahrt

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Die Erprobung neuer Flugzeugsysteme ist ein komplexes und aufwändiges Unterfangen. Aus diesem Grund arbeitete eine Gruppe von Wissenschaftlern in den letzten Jahren verstärkt an numerischen Verfahren und Prozessen zur Simulation und Optimierung von Fluggeräten. Mit Erfolg.

Das C²A²S²E-Team hat am 15. November 2017 die Ehrennadel der deutschen Luftfahrt von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) erhalten. Diese wird verliehen für hervorragende Verdienste eines Teams um die Entwicklung der Luftfahrt.

Es braucht Technologiesprünge

Numerische Simulationen helfen in der Luftfahrt schon seit vielen Jahren, das Verhalten von neuen Teilen und Systemen an einem Flugzeug vorherzusagen. Doch das ganze Flugzeug ist ein komplexes System. „Das C²A²S²E (Center for Computer Applications in Aerospace Science and Engineering) hat durch seine interdisziplinäre Arbeit die wissenschaftliche und industrielle Nutzung von Höchstleistungsrechnern für die Flugzeugdimensionierung national und international in hervorragender Weise vorangetrieben“, heißt es in der Urkunde, die Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR, den Teammitgliedern überreichte.

In den nächsten Jahren soll der weltweite Luftverkehr weiter wachsen. Aus diesem Grund bleiben Umwelt- und Lärmschutz in der Luftfahrt wichtige Ziele. Um diese Ziele zu erreichen, genügten nicht mehr eine kontinuierliche Entwicklung, sondern vor allem große Technologiesprünge. Dafür sind der Ausbau die Fähigkeiten und Werkzeuge der numerischen Simulation ein Schlüsselfaktor. Das C²A²S²E-Projekt bringt die Luftfahrt auf diesem Gebiet ein weites Stück voran.

Plattform für Hochleistungsrechnung

Änderungen am Triebwerk haben Auswirkungen auf viele weitere Systeme, wie dem Flugzeugrumpf – hier können zum Beispiel unerwünschte Schwingungen auftreten. Die Aufgabe des C²A²S²E-Projekts war es, für diese Fälle Prozesse, Methoden und numerische Verfahren so weit zu entwickeln, dass sie eine hochgenaue Simulation des fliegenden Flugzeugs im gesamten Flugbereich ermöglichen.

C²A²S²E wurde als Plattform entwickelt, damit neueste Hochleistungsrechner besser für das Design und den Test von Fluggeräten genutzt werden können. An dem Projektteam waren Wissenschaftler und Ingenieure von Airbus und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der Fachrichtungen Flugphysik, Mathematik, Hard- und Software, Simulation und Test sowie Flugzeugkonstruktion und -architektur beteiligt. Die Verleihung fand im Rahmen des DGLR-Jahresempfangs in Berlin statt.

Passagierzahlen im Oktober in Zürich weiter im Plus

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Im Oktober 2017 sind 2.758.280 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Die Anzahl Lokalpassagiere stieg im Oktober 2017 um 2,7 Prozent auf 2.052.928. Der Transferanteil lag bei 25,4 (+0,6 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr). Die Zahl der Umsteigepassagiere stieg um 6,2 Prozent auf 699.800. Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent auf 24.236 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 129,6 Fluggästen 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 0,3 Prozentpunkte auf 79,0 Prozent gesunken.

Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im Oktober 45.683 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einem Wachstum von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Emirates läßt First Class von Mercedes-Benz inspirieren

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In drei Jahren intensiver Arbeit entstand eine neue, jetzt vorgestellte und gänzlich geschlossene First-Class Private-Suite inspired by Mercedes-Benz.

Mercedes-Benz und Emirates Airline gehen gemeinsame Wege bei einem Branding. Erstes Projekt der Zusammenarbeit ist die völlig neu entworfene First Class in der Boeing 777-Flotte von Emirates. Inspiriert vom Interieur-Konzept der S-Klasse soll es neuen Luxus und Komfort in der Luftfahrtindustrie bieten. Emirates und Mercedes-Benz legen dazu das Beste für luxuriöse First-Class-Mobilität zu Land und in der Luft in die Waagschale.

Design und Service für die First Class

Komplettiert wird dies mit einem exklusiven S-Klasse Chauffeur-Service. Ab dem 01. Dezember 2017 können Passagiere, die mit Emirates in den neuen Erste-Klasse-Kabinen fliegen, neue S-Klassen für den Tür-zu-Tür-Transfer vom und zum Flughafen Dubai nutzen.

Emirates, die als eine der renommiertesten Airlines weltweit gilt, lässt damit Passagiere ab sofort in ihrer First Class das Luxusgefühl der Mercedes-Benz S-Klasse auch über den Wolken erleben. Beide Mobilitätsunternehmen eint dabei ein konsequenter Qualitätsanspruch und die Leidenschaft, Kunden das beste Angebot im Segment zu bieten.

Bereits 2003 hat Emirates als Vorreiter das Konzept der First-Class-Suite umgesetzt. Heute ist es bei Reisen in der Ersten Klasse maßstabgebend in der gesamten Luftfahrtindustrie. Die neue Suite ist dabei eine weitere Evolution, die ein bisher nicht erreichtes Niveau an Privatsphäre, Komfort und Luxus bietet. Die Kooperation mit Mercedes-Benz für Innovation, Qualität, Luxus und Komfort passt daher perfekt für beide globale Marken.

Flugzeug lernt vom Automobil

2014 begann die Zusammenarbeit mit einem ersten Treffen in Woburn Abbey, Großbritannien. Dabei tauschten sich Teams beider Unternehmen über aktuelle Designtrends und -innovationen aus. Besonders vom Design der neuen S-Klasse waren die Flugzeuginterieur-Designer beeindruckt. Erstmals ließen sie sich dadurch bei ihrer Arbeit vom Automobildesign inspirieren.

In drei Jahren intensiver Arbeit mit zahlreichen Entwürfen und Tests entstand die neue jetzt vorgestellte, gänzlich geschlossene First-Class Private-Suite inspired by Mercedes-Benz. Mit ihr bietet Emirates in der weltweit größten Boeing 777-Flotte eine neue Dimension des Fliegens: Die Suite bietet ein luxuriöses Ambiente mit großzügigem Platzangebot und garantiert dem Fluggast völlige Privatsphäre. Von der S-Klasse inspiriert wurden die Materialauswahl, der hohe Standard der handwerklichen Verarbeitung, die Bedienelemente sowie das stimmungsvolle Ambiente-Lichtsystem. Dies und neueste Technologie, wie virtuelle Fenster, und eine aus der NASA-Raumfahrt übernommene Funktion, die ein Gefühl der Schwerelosigkeit vermittelt, machen das Fliegen zu einem neuen Erlebnis.

Auf den Bildern: Mercedes-Benz und Emirates Airline – First Class fliegen in der Private-Suite inspired by Mercedes-Benz; Design-Spezialisten entwarfen das Fliegen wie in der Mercedes S-Klasse.

Luftfracht: Noch viel Luft nach oben bei CO2-Bilanz

Das Potenzial für weitere Verbesserungen bei der Umweltbilanz im Luftverkehr ist noch lange nicht ausgeschöpft. Darauf macht Jettainer anlässlich des Weltklimagipfels in Bonn aufmerksam. Dabei gehe es insbesondere um Entwicklungen bei Hard- und Software sowie den Prozessen der bei der Abwicklung von Luftfracht beteiligten Unternehmen.

Jettainer, für ausgegliedertes Lademittelmanagement, entwickelt selbst seit Jahren immer leichtere Unit Load Devices (ULDs) – zusammen mit den Kunden sowie innovativer Software mit Künstlicher Intelligenz. Innovative Werkstoffe und Design ließen in den letzten Jahren seit der Einführung der ersten Leichtgewicht-Einheiten das Eigengewicht von ULD um bis zu 40 Prozent sinken. Jettainer betreibt mit rund 90.000 Paletten und Containern für derzeit 26 Kunden die größte Lademittelflotte der Welt. Jedes Gramm Eigengewicht, das in der Luftfahrt vermieden wird, hilft, jedes Jahr hunderte Liter Kerosin einzusparen. Das spiegelt sich direkt in einer verbesserten Umweltbilanz der Airlinekunden wider.

Luftfracht: Leichtes Material, effizient einsetzen

Die umweltfreundlichen und trotzdem robusten Leichtgewicht-Container entwickelt Jettainer in Zusammenarbeit mit vielen Herstellern sukzessive weiter. Sie bestehen meist aus Karbonfasern und zum Teil aus recyceltem Material. Dadurch werden das Ladegewicht verbessert und Treibstoffeinsparungen erreicht. Die Container helfen dabei, die Kohlendioxid-Emissionen von Luftfracht zu reduzieren. Neben der Verbesserung der Hardware trägt immer mehr auch die Jettainer-eigene Software (JettWare) zu einem effektiveren Management der ULD bei.

Ein in Zusammenarbeit mit der Universität Köln entwickeltes Expertensystem ermöglicht es, die Lademittel der Kunden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz noch genauer und effizienter zu steuern. Zusammen mit der JettAPP beim Kunden vor Ort erlaubt die Software die ständige Optimierung der kundeninternen Logistikprozesse.

Bereits heute werden Flottengrößen, Leercontainermeilen, Rückführungen und Sicherheitsbestände kontinuierlich verringert. Dies rechnet sich nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die Bilanz die Kunden: Die innovativen Hard- und Softwarelösungen im Lademittelmanagement erlauben Kosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent. Jettainer ist ferner umweltzertifiziert und bindet alle Mitarbeiter kontinuierlich in Umweltaktivitäten ein. Das Projekt „Be a Role Model“ visualisiert anhand eines Baumes mit Themenblättern direkt am Arbeitsplatz der Mitarbeiter, welche Umweltaktivitäten von jedem einzelnen betrieben werden können.

IGL vermittelt für airberliner – Erneute Kritik an ver.di

Die Verhandlungen um den Verkauf eines Teils der insolventen Techniktochter von airberlin ist in vollem Gange. Es sollen noch vor dem Erwerb durch die Interessenten Zeitfracht und Nayak Anpassungen an den Tarifbedingungen vorgenommen werden. IGL ist hierzu in Tarifgesprächen mit den Spitzen des Bieterkonsortiums. Sollte der Deal für die airberlin Technik klappen, könnten insgesamt rund 300 Arbeitsplätze an den Standorten Berlin und Düsseldorf erhalten werden. IGL vertritt einen Großteil der Belegschaft, die durch eine Übernahme ihren Arbeitsplatz behalten könnte. Die Jobbörsen der IGL hätten gezeigt, dass der Arbeitsmarkt für Techniker gut sei. Es brauche also ein ordentliches Angebot für die Belegschaft, um einen Anreiz zum Bleiben zu geben, erklärt Daniel Flohr, Leiter Tarifpolitik bei IGL.

Für den Standort München ist kein Übernahmeangebot für die Technik bekannt. IGL veranstaltet für diese Kollegen in der kommenden Woche eine dreitägige Jobbörse in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Betriebsrat. 21 Unternehmen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Auch für die Azubis der airberlin Technik sucht IGL derzeit nach einer Weiterbeschäftigung. Zwar sei die Insolvenz der ehemals zweitgrößten Airline skandalös verlaufen, so Flohr. Dennoch habe man für die Kollegen im Bereich Technik bisher gute Lösungen finden können. Konsequenterweise erfolgen Verhandlungen zu Tarifanpassungen im Vorfeld der Übernahme. Mit den noch zu verhandelnden Anpassungen könnten sich Nayak und Zeitfracht hoch qualifizierte Mitarbeiter sichern, die derzeit bundesweit gesucht seien.

ver.di wieder kontraproduktiv

Unterdessen zieht ver.di durch ihr Vorgehen weitere Kritik auf sich. Seit Bekanntwerden der Insolvenz bemühe man sich um ein übergreifendes Vorgehen, was immer wieder an einer Abgrenzung seitens ver.di scheitere, so IGL. Entweder ist es Respekt vor Konkurrenz oder schlichte Ignoranz. Eine nachvollziehbare Erklärung dafür habe man jedenfalls nicht, so sich Nicoley Baublies, Vorsitzender der IGL, verständnislos. ver.di befindet sich ebenfalls in Gesprächen zu Tarifpanpassungen. Ein Angebot zum gemeinsamen Vorgehen mit IGL wurde von der Gewerkschaft abgelehnt. Nach wie vor sei für IGL unverständlich, weshalb ver.di auf dem Rücken der Mitarbeiter Verbandspolitik betreibt.

Wizz Air bestellt noch einmal 146 Airbus neo

Wizz Air erweitert ihre Flotte deutlich und plant einen weiteren immensen Expansionskurs. So wurde jetzt bei der Dubai Air Show mit Airbus der Kauf weiterer 146 Maschinen der Airbus A320neo Familie vereinbart – 72 Flugzeuge der A320neo und 74 Flugzeuge der A321neo.

Die Flugzeuge sollen ab dem Jahr 2022 ausgeliefert werden, das Gros der Maschinen wird in den Jahren 2025 und 2026 an den Start gehen und dann jenen 110 Airbus A321neo folgen, die Wizz Air bereits im Jahr 2015 bestellt hat. Nach den aktuellen Listenpreisen beträgt der Wert der aktuellen Bestellung 17,2 Milliarden US-Dollar, wobei Airbus durchaus Preisnachlässe eingeräumt hat. Die Bestellung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Wizz Air Anteilseigner.

Flottenerneuerung kommt der Luftfahrt zugute

Der europäische Flugzeugbauer Airbus habe erneut die beste Mischung aus Flugzeug, Kosteneffektivität, Support und Preis geboten, betonte József Váradi, CEO von Wizz Air. Mit den modernen Flugzeugen der nächsten Generation sollen die laufenden Kosten weiter gesenkt und das Ziel erreicht werden, Europas Airline mit den niedrigsten Preisen und den geringsten Kosten zu werden. Wizz Air will so die Nachfrage nach Luftverkehr in Zentral- und Osteuropa weiter anregen ohne Abstriche beim Service zu machen.

Mit dem neuesten Auftrag beläuft sich die Zahl der von Wizz Air bei Airbus bestellten Flugzeugen auf insgesamt 282. Das beinhaltet auch jene acht A320ceo und 18 A321ceo, die bis 2019 ausgeliefert werden, und jene 110 A321neo, deren Auslieferung 2019 beginnen und 2024 enden soll.

Wizz Air ist die größte Low Cost Airline-Gruppe in Zentral- und Osteuropa und betreibt eine moderne Flotte von 87 Airbus A320 und A321 auf 28 Basen. Auf über 550 Strecken und verbindet die Airline 144 Destinationen in 43 Ländern. Wizz Air entschieden haben. Wizz Air ist an der Londoner Börse notiert, im Jahr 2016 hat sie 23,8 Millionen Passagiere befördert. Die Airline fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover und Frankfurt.

Terminal des Flughafens Heringsdorf wird Manege

Eine Woche wird ab Montag gemeinsam mit Schülern der Grundschule in Benz auf Usedom und der Kleeblattschule in Anklam für den großen Moment geübt, der das erste Mal im Terminal des Flughafens Heringsdorf stattfinden wird.

Für viele Mädchen und Jungen der „Schule am Stettiner Haff“ in Zirchow auf Usedom ist die Zirkusaufführung der Höhepunkt des Schuljahres. Zur Zirkusaufführung am Freitag, dem 24. November, um 10:30 Uhr sind alle Freunde der magischen Zirkuswelt recht herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei und ausreichend Sitzmöglichkeiten sind vorhanden. Die Lehrer der Zirchower Schule hatten angefragt, ob sie ihre Generalprobe und die finale Show bei uns durchführen könnten, weil dieses Mal kein Zirkuszelt zur Verfügung steht. Nun sind die Flughafenmitarbeiter selbst ganz gespannt auf das Ergebnis.

An dem Projekt sind insgesamt 88 Schüler und 29 Lehrkräfte beteiligt. Das Besondere ist, dass bei der geplanten Zirkusaufführung Schüler mit und ohne geistige Lernbehinderung zusammen auftreten. Bei der „Schule am Stettiner Haff“ in Zirchow und der Kleeblattschule in Anklam lernen Mädchen und Jungen mit dem Förderschwerpunkt der geistigen Entwicklung. Im Zirkusprojekt lebt die Inklusion darin, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört, egal mit oder ohne Handicap, koordiniert vom Projektleiter Lars Freymuth als Schulsozialarbeiter an der „Schule am Stettiner Haff“ das ambitionierte Zirkusprojekt.

Eingeübt wird ein komplettes Zirkusprogramm mit Conférencier, Clowns, Zauberern, Jongleuren sowie Akrobaten und sogar mit Fakiren und einer Feuershow. Gut eine Stunde dauert die Aufführung. Akteure wachsen bei solch einem Projekt über sich hinaus und geben alles für eine mitreißende Darbietung. Unterstützt wir das Projekt auch von der Initiative „Partnerschaft für Demokratie“ des Bundesfamilienministeriums und der Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern sowie vom Behindertenzentrum „Am kleinen Haff“.

Piloten: airberliner bei Eurowings-Deutschland außen vor

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Nach dem Veto des Vorstands der Vereinigung Cockpit (VC) gegen den Wachstumstarifvertrag bei der Eurowings-Deutschland (EW-D) hat die Geschäftsführung der Eurowings kürzlich mitgeteilt, auch den Flugbegleitern, die sie dringend für ihr Wachstum braucht, Arbeitsplätze bei der Eurowings-Deutschland zu verwehren. Es würden demnach nur Angebote für Eurowings-Europe (EW-EU) erfolgen. Auch wenn UFO Vereinbarungen getroffen hatte, die Arbeitsbedingungen für Kabinenmitarbeiter bei EW-EU in großen Teilen gemäß den Tarifbedingungen der deutschen Gesellschaft auszugestalten, ist dies aus Sicht der Gewerkschaft ein völlig unnötiger Affront gegen die ohnehin verunsicherten Bewerber, die zum Großteil von der insolventen airberlin zur Eurowings wechseln.

In Monaten der Unsicherheit über ihre weitere berufliche Existenz werde nun ein drittes Mal die Marschrichtung gewechselt. Dabei wäre es einfach, die Kabinenkollegen bei der deutschen Gesellschaft anzustellen und für die Zeit, in der es keine Lösung im Cockpit gibt, an andere Unternehmen wie die EW-EU zu verleihen. Dann hätte zumindest die volle Tarifbindung gegolten und die Kollegen hätten Sicherheit über ihren Arbeitgeber gehabt. Die Geschäftsführung trage ein weiteres Mal einen Streit mit den Piloten auf dem Rücken der Kabinenmitarbeiter aus, so Vertreter von UFO Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL).

Bewerber bei Eurowings-Deutschland haben bereits Absagen zu ihrer Bewerbung erhalten, bevor überhaupt mit UFO über Alternativen gesprochen wurde. Die Piloten der Eurowings haben einen offenen Brief gegen die Situation im eigenen Haus verfasst. Es bleibe nur zu hoffen, dass sich hier kurzfristig noch eine VC-interne Lösung anbahnt, sonst könnte die Pilotenvertretung in mehrere Lager zerfallen und hier eine weitere Gewerkschaftszersplitterung entstehen, fürchtet UFO. Die ersten Piloten hätten bereits angekündigt, bei ver.di und IGL nach einer anderen Vertretung zu suchen.

Unter dem Niveau der Lufthansa

UFO habe zuverlässig und sozialpartnerschaftlich gehandelt und das Wachstum der EW mitgestaltet, trotz des Gebarens der EW-Geschäftsführung. Die Kabinenvertreter erwarten aber auch ein Mindestmaß an Fairness der Lufthansa-Tochter, gleichzeitig sagt die Gewerkschaft, dass Eurowings ohnehin mit ihren vielen, teils untarifierten Betrieben dem Image des Kranich-Ablegers nicht gerecht werde. Der größte deutsche Billigflieger hat mit staatlicher Unterstützung einen Großteil der airberlin zum Schnäppchenpreis bekommen und erlaubt nicht einmal in all seinen Betrieben eine Personalvertretung, um die Rechte der Kollegen zu schützen. Das sei und ein Skandal, so UFO.

IDRF bestätigt FMM-Chef Ralf Schmid im Amt

Die IDRF hat ihr Führungsteam im Amt bestätigt. Bei einer Mitgliedertagung in Saarbrücken kürte der Zusammenschluss von derzeit 115 regionalen Verkehrsflughäfen und Verkehrslandeplätzen sowie luftfahrtaffiner Firmen aus Deutschland, Österreich, Bulgarien und der Tschechischen Republik Ralf Schmid, den Geschäftsführer des Flughafen Memmingen, erneut zu seinem ersten Mann.

Die IDRF (Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V.) will nun als Stimme der regionalen Flugplätze mehr Gewicht erhalten und daher mit ähnlich orientierten Verbänden künftig enger auf politischer und fachlicher Ebene zusammenarbeiten. Neben Schmid wurden auch seine Stellvertreter, Peter Schmitt (Saarbrücken) und Dr. Klaus-Jürgen Schwahn (Schönhagen) sowie Schatzmeister Reinhard Becker (Mannheim) und Schriftführer Simon Bock-Janning (Egelsbach) wiedergewählt. Der im Jahr 2005 ins Leben gerufene Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, bedarfsgerechten Erhalt und Qualität einer flächendeckenden Luftverkehrsinfrastruktur in Deutschland zu sichern.

Mobilitätsstudie als Anhaltspunkt für Politik und Branche

Erster Schritt in dieser Richtung war die Berufung von Steffen Merz in den IDRF-Beirat. Merz fungiert als Geschäftsführer des Flughafen Schwäbisch Hall und als Flugbetriebschef des Würth-Konzerns, der den Airport maßgeblich betreibt. Als Vizepräsident des langjährigen IDRF-Partners, der German Business Aviation Association GBAA, übernimmt er nun eine Scharnierfunktion zwischen beiden Organisationen.

Als erstes Projekt wird nun gemeinsam eine umfassende Mobilitätsstudie erarbeitet, die als Ergänzung des Luftverkehrskonzepts des Bundesverkehrsministeriums dienen soll, die nach Ansicht der IDRF bisher nur den Linienverkehr beleuchtet habe. Die Initiative zur Mobilitätsstudie wird auch von einem weiteren wichtigen Partner, der AOPA (Aircraft owner and pilot association), unterstützt und von den namhaften Instituten DLR, IUBH und HOLM ausgeführt.

Regionale Flughäfen können in der Fläche und als Entlastung für Großflughäfen eine wichtige Rolle spielen. Sie sind ein nicht zu unterschätzender Teil der Verkehrsinfrastruktur, der erheblich zur Wettbewerbsfähigkeit seiner örtlichen Wirtschaftsregion beitragen kann. Regionale Flughäfen stellen gerade erfolgreichen mittelständischen Unternehmen, die abseits der Ballungsräume angesiedelt sind, im Bereich der individuellen Geschäftsreiseflüge eine wichtige Anbindung dar.

Flughafen Hannover bekommt OSPA

Sicherheit an Flüghafen in allen Bereichen, also für Passagiere, Besucher und Mitarbeiter, oberste Priorität haben. Nun gab es für das Sicherheitsmanagement des am Hannover Airports sogar eine Auszeichnung von der Jury des internationalen Sicherheitspreises Outstanding Security Performance Award (OSPA).

Der Award ehrt herausragende Leistungen in der Sicherheitsbranche. Er lenkt damit den Blick auf ein Thema, das immer wichtiger wird – und immer komplexer. Die Unternehmenssicherheit des Flughafens holte sich den Sieg in der Kategorie „Herausragende Sicherheitspartnerschaft“. Damit würdigte die Jury bei der Preisverleihung am 09. November in Berlin vor allem die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten.

Sicherheit geht alle an

Flughafen, Sicherheitsbehörden und Airlines betreiben ein engmaschiges Sicherheitsmanagement. Regelmäßig gibt es Übungen für den Ernstfall. Der Hannover Airport behauptete sich dabei gegen 19 Mitbewerber. Flughafen-Geschäftsführer Dr. Raoul Hille freut sich über den Erfolg. Bei der Sicherheit müssen alle Verantwortungsbereiche optimal zusammenarbeiten. Die Unternehmenssicherheit ist gemeinsam mit den Partnern des Airports in dieser Hinsicht herausragend aufgestellt.

21 Hektar Gewerbeflächen am Flughafen Memmingen

Mit ihren Unterschriften erwarben Oberbürgermeister und Landräte im Namen ihrer Gebietskörperschaften am Montag, den 13.11. einen 55-prozentigen Anteil an 21 Hektar Gewerbeflächen im Norden und Süden des Flughafens Memmingen.

Der Notartermin gleich zum Gipfeltreffen führender Politiker der Region Allgäu Donau-Iller. Die kreisfreien Städte Memmingen, Kempten und Kaufbeuren sowie die Landkreise Oberallgäu, Unterallgäu, Ostallgäu, Lindau und Neu-Ulm und die Landkreiswohnungsbau Unterallgäu GmbH bringen nun 5,9 Millionen Euro ein, die der Airport zur Finanzierung des bevorstehenden Ausbaus sowie zur Tilgung der Bankschulden verwendet. Mit der Beteiligung an der neu geschaffenen Besitzgesellschaft „Gewerbepark am Allgäu Airport GmbH und Co. KG“ im Wert von 5,9 Millionen Euro tragen sie auch dazu bei, dass der Flughafen zum Jahresende frei von Bankschulden durchstarten kann.

Nachfrage zieht an

Es war ein weiter Weg, doch nun steht der Flughafen auf einem soliden Fundament, das auch in Zukunft tragfähig ist. Die ersten zehn Jahre Allgäu Airport waren ein Auf und Ab. Das erfolgreiche Jahr 2017, in dem mit einem neuen Rekord an Passagieren gerechnet wird, deutet aber an, dass man auf dem richtigen Wege ist.

Auf dem Foto: Politiker-Treffen beim Notar (v.l.) mit Memmingens OB Manfred Schilder, Hans-Joachim Weirather (Landrat Unterallgäu), Thomas Kiechle (OB Kempten), Thorsten Freudenberger (Landrat Neu-Ulm), Gebhard Kaiser, Beiratsvorsitzender Allgäu Airport GmbH & Co. KG, Maria Rita Zinnecker (Landrätin Ostallgäu), Stefan Bosse (OB Kaufbeuren), Elmar Stegmann (Landrat Lindau), Florian Schuster (Landkreiswohnungsbau Unterallgäu GmbH), Notar Ulrich F. Gropengießer und Bernhard Heberle (Flughafen Memmingen). Im Vordergrund sitzend: Landrat Anton Klotz (Oberallgäu) und Ralf Schmid, Geschäftsführer Flughaben Memmingen.

UFO sieht VC mit ver.di skeptisch

Die Beschäftigten des Lufthansa-Konzerns wählen im März 2018 ihre Vertreter für den Aufsichtsrat. Für die Arbeitsnehmerseite tritt ein Bündnis an, bestehend aus der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO), Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) inklusive der Technik Gewerkschaft Luftfahrt (TGL) sowie der Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr e.V. (AGiL), zuständig für die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste. Damit zieht ein konzernübergreifendes Team in das Rennen um die wichtigen Sitze im Kontrollgremium. ver.di und Vereinigung Cockpit (VC) stellen ebenfalls eine gemeinsame Kandidatenliste zur Wahl. Mit der gemeinsamen Liste von ver.di und VC tun sich zwei Organisationen zusammen, deren Mitglieder in der Vergangenheit bereits den offenen Konflikt miteinander gesucht haben.

Die Gegendemonstration vom durch ver.di vertretenen Bodenpersonal beim letzten Streik der VC habe diese Kluft überdeutlich gezeigt, erklärt Alexander Behrens, Vorstandsvorsitzender der UFO. Beide Verbände seien aber aus verschiedenen Gründen in der Belegschaft umstritten. ver.di verliere immer mehr Mitglieder in Betrieben, weil sie den Abbauplänen des Konzerns scheinbar zu wenig entgegensetzen. Das Scheitern des Wachstumsvertrags bei der LH-Tochter Eurowings und die fehlende Perspektive für Cityline-Piloten bringe die VC selbst bei den dortigen Piloten stark in die Kritik.

Die beiden Gewerkschaften wirken also nicht wie ein Bündnis der Stärke, sondern eher wie eine Zwangsehe. UFO biete dagegen ein übergreifendes Team aus allen Konzernbereichen an, das für alle Kolleginnen und Kollegen im Konzern wählbar sei, legt Nicoley Baublies, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) dar.

Konkurrenzsituation: nun mit Gegenkandidaten

Der Organisationsgrad von ver.di im Luftverkehr ist seit Jahren im rückläufig. So verzeichnet ver.di heute nur einen Bruchteil der Arbeitnehmer im Lufthansa-Konzern in ihrer Mitgliedschaft, besetzt allerdings rund 50 Prozent der Sitze der Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat der Lufthansa AG.

Aufsichtsräte werden durch Delegierte gewählt. Dadurch habe in der Vergangenheit eine Minderheit der Wählerstimmen zu einer Mehrheit der Delegierten geführt. Das liege vor allem daran, dass in den einzelnen Betrieben keine echte und übergreifende Gegenkandidatur zur ver.di bestand. Das sei jetzt anders, erklärt Baublies.

Die Arbeitnehmerbank vertritt im Aufsichtsrat die Interessen von 130.000 Arbeitnehmern der Lufthansa. Christine Behle, Bundesvorstand bei ver.di, ist als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats eine der mächtigsten Frauen im Konzern. Von dieser Macht und ihrem Einfluss habe sie allerdings wenig wahrnehmbaren Gebrauch gemacht. Der Konzern befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Umbau, mit den heftigsten Auseinandersetzungen in der Geschichte der Airline. Die von ver.di vertretenen Betriebe litten überproportional unter diesem Umbruch.

Zu wenig im Amt erreicht

Von der stellvertretenden Vorsitzenden des höchsten Kontrollgremiums habe es in dieser Zeit wenig Greifbares in Richtung Arbeitnehmer gegeben, stattdessen verantworte sie jede Menge Tarifverträge ohne Absicherungen. Das räche sich nun bitter für die Beschäftigten mit Tarifabsenkungen, Schließungen, Auslagerungen und Stellenabbau, meint Baublies.

Das Verhältnis der Arbeitnehmer und ihrer Interessen soll sich nach dem Willen von IGL und UFO auch im Aufsichtsrat widerspiegeln. Daher sucht IGL ab sofort Delegierte in allen Konzernbetrieben, die ihre Interessen entsprechend vertreten sehen wollen. Die Delegierten der einzelnen Betriebe wählen voraussichtlich am 02. Und 03. März 2018 die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat.

Institute für Design und Instandhaltung: DLR in Hamburg

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Die Luftfahrt der Zukunft steht vor der großen Herausforderung, ihre Emissionen deutlich zu senken. Die Digitalisierung der Luftfahrt eröffnet dafür neue Wege, schon in der Designphase sparsamer Flugzeuge das Gesamtsystem Luftfahrt zusätzlich effizienzsteigernd mitzudenken und später im Betrieb die passgenaue und kosteneffektive Wartung zu revolutionieren.

Mit dem Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt und dem Institut für Instandhaltung und Modifikation bündelt und erweitert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun die Forschungsaktivitäten zur Digitalisierung der Luftfahrt, die vom ersten digitalen Flugzeugentwurf bis zur simulierten Außerdienststellung reicht. Die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Pascale Ehrenfreund und der DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke eröffneten jetzt in Hamburg gemeinsam mit Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Olaf Scholz, Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, beide DLR-Institute im Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung (ZAL).

Hamburg bietet zudem die Nähe zu einem der weltweit größten Standorte der zivilen Luftfahrt für die zwei neugegründeten DLR-Institute. Im ZAL solle eng mit den Industriepartnern in der anwendungsorientierten Forschung zusammengearbeitet werden. Die beiden neuen Hamburger DLR-Institute sollen unter dem ‚Dach der Digitalisierung der Luftfahrt‘ die Komplexität von Luftfahrzeugen über den gesamten ‚digitalen Faden‘ abbilden – vom Entwurf, über Produktion und Betrieb bis hin zur Ausserbetriebsetzung.

Digitaler Entwurf und digitaler Zwilling

Das Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt untersucht dabei schwerpunktmäßig die Themen digitaler Entwurf und dessen Verbindung zur digitalen Produktion, um Luftfahrzeuge mithilfe digitalisierter Prozesse ideal auslegen und fertigen zu können (‚Digitales Flugzeug‘). Dabei rücken die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Systemebenen in den Fokus der Forschung. Denn das komplexe System Luftfahrt besteht aus vielen Bereichen, die perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen – vom Lufttransportsystem als Ganzes über das einzelne Flugzeug bis hin zur Produktion seiner Einzelteile.

Das Institut für Instandhaltung und Modifikation befasst sich mit dem Betrieb von Luftfahrzeugen, darunter vor allem mit der Weiterentwicklung von Instandhaltungsprozessen und –technologien sowie dem Lebenszyklusmanagement (‚Digitaler Zwilling‘). Dabei wird es erstmals den ganzen Wartungsprozess von der Untersuchung und dem Monitoring einer Struktur, über die Ableitung der Maßnahme bis hin zu deren Durchführung abdecken, wobei innovative Technologien wie Augmented Reality und 3D-Druck-Verfahren in den Fokus rücken.

Ergänzt wird die Arbeit beider Hamburger Institute durch Konzepte und Entwicklungen in den Bereichen Hochleistungsrechnen, Simulationsumgebungen und Softwaremethoden des Instituts für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung in Dresden. Das Institut für Test und Simulation für Gasturbinen, welches in Augsburg neu gegründet wurde, ergänzt das Portfolio um das ‚Virtuelle Triebwerk‘, die komplexeste Komponente im Flugzeug, die sich ihrerseits auf die Softwaremethoden aus Dresden stützt und bei den Instituten für Systemarchitekturen sowie Instandhaltung und Modifikation integriert wird.

Forschung für die Wirtschaft

Indem Forschungseinrichtungen wie die beiden DLR-Institute für Instandhaltung und Modifikation sowie für Systemarchitekturen in der Luftfahrt institutionell gegründet werden, wird auch der Wirtschaft eine leistungsfähige Forschungsinfrastruktur zur Verfügung gestellt. Hamburg soll einen High-Tech-Schwerpunkt für Digitalisierung erhalten – ein Thema, das alle Wirtschaftsbereiche immer mehr durchdringt. Das ZAL ist ein Ort für innovative Ideen, aus denen am Ende neue Produkte für die Luftfahrtindustrie entstehen.

Abteilungen beider neuen Institute

Das Institut für Systemarchitekturen in der Luftfahrt wird zunächst über drei Abteilungen verfügen, für die in den nächsten Jahren insgesamt rund 80 Mitarbeiter geplant sind: Die Abteilung für Flugzeugentwurf und Systemintegration erforscht Entwicklungsprozesse für virtuelle Produkte im Gesamtsystem Luftfahrt. Die digitale Durchgängigkeit und daraus folgend die Möglichkeit, die Grenzen zwischen den Teilsystemen aufzulösen, bergen dabei das Potenzial für innovative und potentiell revolutionäre Lösungen.

Die Abteilung Automatisierung, Energie und Sicherheit untersucht darauf aufbauend die Integration von neuen Technologien, welche signifikante Verbesserungen versprechen. Diesen Technologien ist gemein, dass sie umfassende Änderungen in den Wechselwirkungen der Teilsysteme der Luftfahrt, der so genannten Systemarchitektur, erfordern. Die Abteilung Kabine und Nutzlastsysteme legt ihren Fokus auf systemische Fragestellungen rund um den Flugzeugrumpf und damit auf eine Kernkompetenz der Industrie in Deutschland und Hamburg.

Im Zusammenspiel der drei Abteilungen sollen Flugzeuge mit intelligenten Technologien erforscht werden, die durch die Anforderungen künftiger Passagiere getrieben sind, sich in zukünftigen Fabriken effizient produzieren lassen und gleichzeitig Maxima sowohl hinsichtlich der ökologischen Kompatibilität als auch hinsichtlich der Sicherheit im zukünftigen Betrieb erreichen.

Beim Institut für Instandhaltung und Modifikation sind ebenso rund 80 Mitarbeiter verteilt auf drei Abteilungen geplant. Die Abteilung für Prozessoptimierung und Digitalisierung erforscht, wie der Zustand eines Flugzeuges in einem digitalen Zwilling kontinuierlich und vollständig abgebildet, nachvollzogen und vorhergesagt werden kann. Zudem werden Wartungsprozesse so optimiert, dass sie effektiv mit einem solchen digitalen Zwilling interagieren können.

Die Abteilung für Wartungs- und Reparaturtechnologien legt den Forschungsschwerpunkt darauf, wie derart optimierte Prozesse zu einer modularen Prozesskette mit reibungslosem Ablauf und Informationsaustausch verknüpft werden können und wie ein digitaler Zwilling als Prozessschnittstelle zu gestalten ist. Zudem wird erforscht, wie Verfahren der additiven Fertigung für Reparatur und Retrofit zukünftig in die Flugzeugwartung integriert werden können.

Der Fokus der Forschungsarbeiten der Abteilung Produktlebenszyklus-Management liegt auf der durchgängigen Betrachtung des Flugzeuglebenszyklus. Dabei sollen vor allem langfristige ökonomische und ökologische Folgen neuer Instandhaltungskonzepte, -maßnahmen und -technologien sowie von Produktmodifikationen und -retrofits unter Anwendung des digitalen Zwillings bestimmt, überwacht und vorhergesagt werden.

Ansiedlung im ZAL

Für die industrienahe Forschung ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit den relevanten Unternehmen aus Industrie und Mittelstand erforderlich. Aus diesem Grund ist das Institut im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung in Hamburg (ZAL) beheimatet. Das DLR hat hier die Möglichkeit, gemeinsam mit einer Vielzahl von Industriepartnern aus dem Luftfahrtbereich, darunter sowohl Airbus und Lufthansa Technik als auch Zulieferer und Start-Ups, im selben Gebäude und an gemeinschaftlich genutzten Großversuchsträgern zu forschen.

Eine enge Abstimmung der aufzubauenden Forschungskompetenz für eine bestmögliche Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse bei den Industriepartnern hat bereits begonnen. Über die regionale Vernetzung hinaus wird partnerschaftliche Forschung mit einer Vielzahl nicht nur deutscher, sondern auch internationaler Unternehmen angestrebt.

Die neuen Hamburger Institute werden jährlich mit zehn Millionen Euro durch den Bund und die Stadt Hamburg finanziert, der Bund trägt dabei 90 Prozent. Die Stadt Hamburg stellt darüber hinaus in der Aufbauphase zwei Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen bereit.

Gesamtforschungsziel Virtuelles Produkt

Die DLR-Forschung zur Digitalisierung der Luftfahrt ist dem Gesamtforschungsziel des ‚Virtuellen Produkts‘ verpflichtet. Darunter fügen sich drei wesentliche Digitalisierungsstränge zusammen: Das ‚Digitale Flugzeug‘, das eine numerische Beschreibung aller Eigenschaften eines Flugzeugmusters über Entwurf, Erprobung, Herstellung und Zertifizierung darstellt.

Der ‚Digitale Zwilling‘, der eine hochgenaue digitale Beschreibung eines individuellen Flugzeugs darstellt, anhand der operationelle Aspekte, Wartung und Instandhaltung nachvollzogen und geplant werden. Und der ‚Digitale Faden‘, der die Durchgängigkeit aller Daten und Prozesse eines Flugzeugs über den gesamten Lebenszyklus ermöglicht. Insgesamt gründet das DLR sieben neue Forschungsinstitute zu den Themen Systemarchitekturen, Instandhaltung, Virtuelles Triebwerk, Software, Data Science, maritime Sicherheit und Energiesystemanalyse.

Auf den Bildern: Das Virtual Reality Lab im ZAL Tech Center ermöglicht bis zu 30 Betrachtern gleichzeitig virtuelle Modelle in der Entwicklung zu diskutieren; Prof. Pascale Ehrenfreund bei der Eröffnung der beiden neuen DLR-Institute in Hamburg. Die Digitalisierung der Luftfahrt eröffnet neue Wege, schon in der Designphase effizienterer Flugzeuge das Gesamtsystem Luftfahrt zusätzlich effizienzsteigernd mitzudenken und später im Betrieb die passgenaue und kosteneffektive Wartung zu revolutionieren; die Stele der neuen Institute (von links nach rechts): Björn Nagel, Prof. Pascale Ehrenfreund, Prof. Hans-Peter Monner, Olaf Scholz, Prof. Rolf Henke und Dirk Wiese neben der Stele der neuen Institute.

Flughafenchef Michael Garvens ab sofort beurlaubt

Michael Garvens, Chef des Flughafens Köln/Bonn, ist ab sofort beurlaubt worden. Dies hat der Aufsichtsrat in einer Sondersitzung beschlossen. Hintergrund sind nach verschiedenen Berichten Verdachtsmomente der Untreue. Intransparenz sei schon länger ein Gebahren unter Garvens gewesen. Freistellungen von angestellten über absurd lange Zeiträume, nur zögerliche Ertüchtigungen der Infrastruktur bis hin zu Zahlungen ohne Gegenleistung sind die Punkte, für die sich teils auch schon die Staatsanwaltschaft interessieren soll. Daher hat sich nun der Aufsichtsrat, unter anderem mit der Beurlaubung, eingeschaltet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Flughafen Köln/Bonn GmbH, Prof. Kurt Bodewig, nahm zu den Ergebnissen einer Sondersitzung des Aufsichtsrates vom 10.11.2017 Stellung.

Demnach habe der Aufsichtsrat sich umfassend mit den vorgetragenen Vorwürfen befasst. Die Prüfungen seien aber hinsichtlich der aufgeworfenen Verdachtsmomente noch nicht abgeschlossen. Deshalb hat der Aufsichstrat des Flughafens Köl/Bonn folgenden Beschluss gefasst:

  • Die laufenden Untersuchungen der Rechtsanwaltskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young sollen fortgesetzt werden, um die im Bericht vom 10.11.2017 offen gebliebenen Punkte einer abschließenden Klärung zuzuführen
  • Schriftliche Anhörung der Geschäftsführung, erwartet bis zum Ende der kommenden Woche
  • Freezing-Order für das gesamte Flughafenunternehmen für den Untersuchungszeitraum für die zu klärenden Fragen der im Raume stehenden Untersuchungen
  • Beurlaubung des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Michael Garvens, ab sofort bis zum 15.12.2017, dem Tag der nächsten Aufsichtsratssitzung

Kontrollzentrale UAC mit neuem Flugsicherungssystem

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In der Karlsruher Kontrollzentrale der deutschen Flugsicherung DFS wird seit dem Wochenende mit einem brandneuen Flugsicherungssystem gearbeitet. Damit geht die DFS damit den ersten Schritt in Richtung Vereinheitlichung der in Europa eingesetzten Systeme – und wird schneller und besser in der Abwicklung des Flugverkehrs im oberen Luftraum.

Die Einrüstung des Systems in den anderen Kontrollzentralen in Deutschland rückt damit ebenfalls näher. Mehr als zehn Jahre Entwicklungszeit, unzählige Tests, Schulungen, technische Umbauten und mehrere Wochenenden Probebetrieb hat die DFS für das neue Flugsicherungssystem an ihrem Standort in Karlsruhe investiert.

Projekt der Flugsicherung in Europa

Die DFS arbeitet dabei mit der niederländischen LVNL, PANSA (Polen) und Oro Navigacija (Litauen) zusammen. Die iTEC-Allianz besteht neben der DFS-Gruppe aus der britischen NATS mit ihrem Projektpartner AVINOR (Norwegen) sowie aus der spanischen ENAIRE. Die Vereinheitlichung der Systeme in Europa wird den beteiligten Partnern unter anderem eine verbesserte Zusammenarbeit und geringere Wartungskosten bringen.

iCAS („iTEC Center Automation Systems“) ist Teil des europäischen Gemeinschaftsvorhabens iTEC (interoperability Through European Collaboration). In dieser Allianz haben sich mehrere Flugsicherungsorganisationen zusammengeschlossen, um mit dem spanischen Industrieunternehmen Indra eine neue Flugsicherungs-Systemgeneration mit gemeinsamen Kernbestandteilen zu entwickeln.

Darüber hinaus kommen in iCAS auch bewährte Komponenten aus dem Portfolio des DFS-Systemhauses zum Einsatz. Ziel der Entwicklung ist es, durch gemeinsame Standards die Flugsicherungssysteme der einzelnen Länder kompatibel zu gestalten. In der Nacht vom vergangenen Wochenende war es dann soweit: Sonntag früh um 00:34 Uhr wurde das erste Flugzeug im Luftraum über Deutschland mit dem neuen Flugsicherungssystem iCAS kontrolliert.

Anfang der Zukunft

Mit iCAS schafft die DFS die Voraussetzungen für eine noch flexiblere Kontrolle des Luftverkehrs in oberen wie im unteren Luftraum. Das neue System reagiert schneller, ist leistungsfähiger und noch genauer in der Darstellung der Flugziele als das vorherige System in Karlsruhe. Neue Funktionalitäten von iCAS werden insbesondere im unteren Luftraum eine wichtige Voraussetzung sein, um Luftraumnutzer künftig unabhängig von festgelegten Routen zum Ziel zu führen. Das zugehörige Konzept („Free Route Airspace“) soll in den nächsten Jahren europaweit erheblich ausgebaut werden.

Mit diesem neuen, modernen System will die DFS in der Flugsicherungswelt Technologieführer zu sein. Derzeit arbeitet die DFS daran, das System an die Anfordernisse ihrer drei Kontrollzentralen für den unteren Luftraum anzupassen. Dort soll die Einführung im Jahr 2021 beginnen. Das einheitliche System soll in allen Niederlassungen zum Einsatz kommen.

UAC Karlsruhe – Zentrale des oberen Luftraums

Auf den Bildern: ICAS Karlsruhe Monitoransicht: Hinter dem Kürzel FDX10 verbirgt sich das erste Flugzeug, das mit dem neuen Flugsicherungssystem iCAS kontrolliert wurde: Eine FedEx-Maschine auf dem Weg von Paris nach Tokio; ICAS Karlsruhe Kontrollraum: Die Kontrollzentrale der DFS in Karlsruhe, Innenraum.

In der DFS-Kontrollzentrale Karlsruhe wird seit 1977 der Verkehr im sogenannten oberen Luftraum über Deutschland kontrolliert. Die Kontrolle beginnt bei rund 7.500 Metern, jährlich sind es rund 1,8 Millionen Flüge, die den Karlsruher Luftraum passieren. Das Center Karlsruhe war die erste europäische Kontrollzentrale, in der ein Flugsicherungssystem der Stufe „very advanced“ eingeführt wurde (Dezember 2010). Mit der Inbetriebnahme von iCAS gehört das UAC (Upper Area Control Center) Karlsruhe erneut zu den modernsten Flugsicherungs-Kontrollzentralen weltweit.

Show des Airbus A380 von Etihad übers Louvre Abu Dhabi

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Zur Eröffnung des Louvre Abu Dhabi bot Etihad Airways hunderten internationalen Besuchern am vergangenen Samstag ein ganz besonderes Erlebnis: Die Airline flog mit einem Airbus A380 im Tiefflug über das von Jean Nouvel entworfene Kunsthaus und begrüßte das neue Museum so auf spektakuläre Art und Weise.

Das für den Überflug ausgewählte Flagschiff von Etihad Airways trug zusätzlich zu der für Etihad typischen Lackierung auf allen vier Triebwerken das offizielle Logo des Louvre Abu Dhabi, um auf die Eröffnung des Museums aufmerksam zu machen.

Exklusivität über dem Lichtregen

Etihad Airways nutzte den Überflug außerdem, um spektakuläre Luftbilder des Gebäudes aufzunehmen. Auch ein kurzes Video ist dabei entstanden: Im Auftrag der Airline ließ Ahmed Abdulqader, ein junger Regisseur aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, dafür Kameras auf dem Dach des A380 sowie im Innern des Museums installieren. Darüber hinaus waren zwei speziell ausgestattete Hubschrauber im Einsatz, die aus der Luft Aufnahmen vom Überflug über das Museum in Abu Dhabis Kulturviertel Saadiyat machten.

Etihad Airways bietet mit ihrer mehrfach ausgezeichneten Kabinenausstattung größten Komfort für ihre Gäste. Die Einrichtung von Etihads Airbus A380 und Boeing 787 ist inspiriert von Abu Dhabis Architektur und Landschaft – und auch vom Louvre Abu Dhabi. Denn Deckendesigns und Lichtprojektionen in den Boardingbereichen, der Lobby Lounge, der First Class und in der Residence im A380 sowie die stilvolle Wandbeleuchtung in den Business Studios beider Flugzeugtypen orientieren sich an der spektakulären Museumskuppel sowie an den Lichteffekten des Louvre Abu Dhabi. Diese ‚Lichtregen’ genannten Effekte verdankt das Gebäude einem teilweise transparenten Gewölbe: Es lässt Licht ins Innere des Kunsthauses – in einer Art, die an durch Palmen flimmernde Sonnenstrahlen in einer Wüstenoase erinnern soll.

Partnerschaft mit Airline

Etihad unterzeichnete im Oktober die erste exklusive Platin-Partnerschaft mit dem Louvre Abu Dhabi und ist damit offizieller Airline-Partner. Als Platin-Partner kooperiert Etihad Airways eng mit dem Museum in den Bereichen Marken-Partnerschaft, Marketing, sowie bei Veranstaltungen, Ausstellungen, dem kulturellen Austausch, der Logistik-Unterstützung, Inflight-Programmen und der Reiseverkehr-Unterstützung. Darüber hinaus soll Hala, das bei Etihad Airways das Destinations-Management verantwortet, gemeinsam mit dem Museum maßgeschneiderte Tour-Pakete für Abu Dhabi entwerfen.

Auch Etihad Holidays, die Feriensparte der Airline, hat sich auf die Neueröffnung des Museums eingestellt: Mit neuen All-Inclusive-Reisepaketen kommen Gäste in den Genuss der vielen Sehenswürdigkeiten Abu Dhabis und ganz besonders des neuen Museums.

Airline aus Brasilien will Leichtbausitze von Recaro

Die Fluggesellschaft GOL Linhas Aéreas aus Brasilien hat bei Recaro Aircraft Seating Economy-Class-Flugzeugsitze des Modells BL3530 in Auftrag gegeben, um damit 86 Flugzeuge auszustatten. Dies ist die erste Zusammenarbeit der beiden Unternehmen.

Für die Erstausstattung von 60 Flugzeugen und die Nachrüstung von 26 Flugzeugen setzt GOL Linhas Aéreas Inteligentes in der Economy Class auf die komfortablen Leichtbausitze von Recaro. Der BL3530 bietet Premium-Sitzqualität auf Kurz- und Mittelstreckenflügen und ermöglicht den Fluggästen, ihre eigenen elektronischen Geräte an Bord aufzuladen und mit einer Halterung zu nutzen. Innovative Connectivity-Lösungen und intelligentes Design ermöglichen am Sitz eine ergonomische Positionierung von Tablet-Geräten in allen Standardgrößen. So kann der Passagier sein Gerät bequem aus jedem Blickwinkel zu nutzen.

Flexibler Sitz mit Konnektivität

Der BL3530 ist sehr flexibel und bietet viele Möglichkeiten zur Modifikation. Die raumsparende Rückenlehne lässt eine effiziente Nutzung der Kabine zu, das geringe Gewicht senkt den Kerosinverbrauch und eine hohe Wartungsfreundlichkeit ist über den gesamten Lebenszyklus des Sitzes gewährleistet. Die Fluggesellschaft mit Sitz in São Paulo wurde 2001 gegründet. Mittlerweile befördert GOL in Brasilien mit einer Flotte von 116 Flugzeugen die meisten Passagiere. Außerhalb von Brasilien werden Ziele in Südamerika sowie die Karibik angeflogen.

Auf den Bildern: Die Fluggesellschaft GOL Linhas Aéreas aus Brasilien bestellte bei Recaro Aircraft Seating Economy-Class-Flugzeugsitze des Modells BL3530, um damit 86 Flugzeuge auszustatten: Von links nach rechts: Net Akbar – Senior Sales Director Recaro Aircraft Seating Americas Paulo Miranda – CXO Chief Experience Officer GOL Linhas Aéreas Inteligentes Jochen Weidner – VP Program Management & Customer Service Recaro Aircraft Seating Americas Isabela Davies – Supply Chain / Procurement Aeronautical Services GOL Linhas Aéreas Inteligentes Dr. Mark Hiller – Geschäftsführender Gesellschafter Recaro Aircraft Seating Constantino de Oliveira Junior, Chairman GOL Linhas Aéreas Inteligentes Lester Olivas – Sales Director Recaro Aircraft Seating Americas Paulo Kakinoff – CEO Chief executive officer GOL Linhas Aéreas Inteligentes.

96.000 Passagiere sind neun Prozent Plus am PAD

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Der Paderborn-Lippstadt Airport verzeichnete im Oktober knapp 96.000 Passagiere. Das bedeutet einen Zuwachs von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit bestätigt sich der Wachstumstrend erneut.

Im mittelweile fünften Monat in Folge konnte der Airport PAD zulegen und steigerte sich damit in puncto Passagierzahlen um rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu den Gründen des anhaltenden Aufschwungs zählen sowohl Zuwächse im Linienverkehr der Lufthansa von plus zwanzig Prozent als auch im touristischen Verkehr, der ein Plus von acht Prozent verzeichnet.

Bei den Touristikflügen haben insbesondere eine Erholung auf der Antalya-Strecke sowie starke Steigerungen der Passagierzahlen nach Fuerteventura mit plus 35 Prozent und zu den drei griechischen Inseln Kreta, Rhodos und Kos mit plus 78 Prozent zu dem sehr positiven Ergebnis beigetragen. Zudem wirkt sich die Wiederaufnahme der Flüge nach Hurghada in dem deutlich verbesserten Gesamtergebnis aus. Aufgrund der späten Herbstferien in NRW erwartet der Flughafen auch noch Auswirkungen auf die Novemberzahlen.

Emirates bestellt 40 Dreamliner der 787-10 bei Boeing

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Emirates will von Boeing 40 Flugzeuge des Dreamlinertyps 787-10 kaufen. Emirates, eine der weltweit größten Airlines, gab dies auf der Dubai Airshow bekannt. Mit Ausstattungen für die Flugzeuge hat der Kauf einen Wert von ca. 15.100.000.000 Dollar nach Listenpreisen. Emirates ist schon der größte Betreiber von Boeing 777 und wird auch als Erstkunde die die neuen 777X (150 Flugzeuge bestellt) im Jahr 2020 erhalten. Die 787-10 ist die größte Dreamliner-Variante und ergänzt die FLotte der 777 im Bereich mittelgroßer Langstreckenflugzeuge mit zwei Mittelgängen. Emirates sieht mit der B787 das passende Gegenstück zur B777 und dem Airbus A380, von dem die Airline bereits 100 Maschinen eingeflottet hat, um sich für die 2030er Jahre zu rüsten und das weltweite Netzwerk auszubauen.

Boeing konnte für den 787 Dreamliner nach eigenen Angaben bisher Bestellungen für 1.275 Flugzeuge verbuchen, davon 180 allein in diesem Jahr. Für die größte 787-10, die 5,5 Meter länger ist als die 787-9, dabei insgesamt 210 Bestellungen oder Absichten. 600 Dreamliner wurden bereits ausgeliefert. Boeing verlgleicht das Modell dabei mit Airbus und nennt die 787-10 die effizienteste Möglichkeit, ältere zweistrahlige Flugzeuge wie den A330-300 zu ersetzen.

HForce auf der H145M schließt Kampagnen ab

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Airbus Helicopters hat kürzlich ein Entwicklunsprogramm für das ballistische HForce Waffensystem an der H145M abgeschlossen. Dies beinhaltete auch Feuertests in der Basis Pápa Airbase in Ungarn.

Das getestete System umfasste ein Geschütz (FN Herstal HMP400), ungelenkte Raketen (Thales FZ231), und eine Bordkanone (Nexter NC621) wie auch optoelektronische Zielsuchsysteme durch Wescam (MX15) und ein in den Helm integriertes Displaysystem von Thales (Scorpion).

Damit ist ein Meilenstein für das HForce auf der H145M erreicht, das 2018 abgeschlossen sein soll. Als nächstes vor der HForce-Zulassung sollen auch lasergelenkte Raketen in Schweden getestet werden, im Sommer mit Feuertests.

HForce soll als einfach einzusetzendes System per „plug and play“ in die Hubschrauberfamilien von Airbus Helicopters, H125M, H145M und H225M integriert werden können. Zu den Kunden der H145M gehört etwa Deutschland, das im Juni seinen 15. H145M LUH SOF entgegennahm oder etwa Serbien und Thailand.

Weihnachtsmarkt am Flughafen München mit Extras

Ab Samstag, den 18. November 2017, werden Passagiere, Besucher und Mitarbeiter des Münchner Flughafens wieder auf die Adventszeit eingestimmt: Dann beginnt der heimelige Weihnachts- und Wintermarkt im Forum des München Airport Centers (MAC).

Die überdachte Freiluftfläche zwischen den beiden Terminals bietet bereits zum 19. Mal die Kulisse für eine Zauberlandschaft. Über 40 Stände, die zum Bummeln und Schlemmen einladen, rahmen auch in diesem Jahr das Herzstück des Marktes ein – die über 600 Quadratmeter große Eislauffläche mit Eisstockbahn. Das Eislaufen ist kosteblos, Schlittschuhe können gegen eine geringe Gebühr vor Ort ausgeliehen werden.

Bühnenprogramm und Erlebnisse für Kinder

Darüber hinaus erwartet die Besucher täglich ein vielseitiges Bühnenprogramm. Bastel-Fans haben am Samstag, 25. November, ab 12:00 Uhr Gelegenheit, ihren ganz persönlichen Adventskranz unter professioneller Anleitung an der Hauptbühne zu gestalten. Auch die Jüngsten können parallel im Kinderland ihrer Kreativität beim Adventskranzbinden freien Lauf lassen. Von Dienstag bis Sonntag sorgt Livemusik ab 18:00 Uhr auf der Hauptbühne für musikalische Untermalung. Donnerstags ab 18:00 Uhr ist eine coole Eis-Disco angesagt, dann legt ein DJ Chart-Hits und Oldies direkt an der Eisfläche auf.

Der Mittwoch verspricht immer besondere Highlights für die jüngsten Besucher: Ab 16:00 Uhr erwarten die Kids spannende Märchenaufführungen und Zaubershows. Selbstverständlich schauen auch der Nikolaus (6. Dezember) und das Christkind (17. Dezember) persönlich im MAC-Forum vorbei.

Erweiterte Öffnungszeiten

Der Markt ist täglich bis einschließlich 30. Dezember von 11:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, die Gastronomiebetriebe freitags und samstags sogar bis 22:00 Uhr. Am Heiligen Abend schließt der Weihnachts- und Wintermarkt um 17:00 Uhr seine Pforten. Alle Besucher, die mit dem Auto anreisen, können das Parkhaus P20 bis zu fünf Stunden kostenlos nutzen. Gutzeitkarten fürs Parken gibt es an jeder Marktstand.

Ein Schmankerl für große und kleine Flugzeugfans: Während des gesamten Weihnachtsmarkts finden täglich in der Abenddämmerung die beliebten Lichterfahrten über die Vorfelder des Airports statt. Sie starten direkt im MAC-Forum um 17:00 und 18:00 Uhr, an den Feiertagen, Wochenenden und in den Ferien zusätzlich um 16:30 Uhr, 17:30 Uhr und 18:30 Uhr. Außerdem wird täglich um 19:00 Uhr eine „Glühweinlichterfahrt“ und täglich um 16:00 Uhr eine spezielle „Kinderlichterfahrt“ angeboten. Buchungsmöglichkeiten zu den Lichterfahrten gibt es beispielsweise direkt an der Lichterfahrten-Hütte an der Eisfläche.

Lufthansa mit Longhaul nach New York zurück in Berlin

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Ohne Umsteigen zum Big Apple: Seit Mittwoch, 08. November, verbindet Lufthansa Berlin fünfmal wöchentlich mit New York. Täglich außer freitags und sonntags hebt jeweils um 17:35 Uhr in Berlin-Tegel (TXL) ein Lufthansa Airbus vom Typ A330-300 zum Flug über den Nordatlantik ab.

Flug LH 406 erreicht in New York den John F. Kennedy International Airport (JFK) um 21:35 Uhr. Der Rückflug startet in New York am späten Abend gegen 23:20 Uhr und landet um 12:15 Uhr des darauffolgenden Tages wieder in Berlin. Der Flug mit Lufthansa in die Ostküsten-Metropole kann in drei Klassen gebucht werden: Business Class, Premium Economy und Economy.

Letzte Verbindung nach New York bald beendet

Von einem „großen Tag für Lufthansa und für unsere Kunden“ sprach Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, weil die Lufthansa nach 16 Jahren Pause mit einer Langstrecke zurück in die Hauptstadt kommt. Im Frühjahr 2001 hatte Lufthansa eine Nonstop-Verbindung zwischen Berlin und der US-Hauptstadt Washington aufgenommen, diese jedoch nach knapp sechs Monaten im September 2001 infolge der „Nine-Eleven“-Terroranschläge in den USA wieder eingestellt. Die „neue Premium-Verbindung“ nach New York bezeichnete Hohmeister als Bekenntnis der Lufthansa zu Berlin, wo die Lufthansa Group schon heute mit rund 3.000 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern zählt. Mehr als 500 Mal pro Woche verbinden die Airlines der Lufthansa Gruppe die Bundeshauptstadt mit rund 50 Zielen in Deutschland und Europa.

Auf dem Bild: Ein Airbus A330 der Lufthansa fliegt nonstop zum Big Apple. Die Kranich-Airline verbindet Berlin-Tegel ab sofort fünfmal wöchentlich mit der puslierenden Metropole New York (v.l.n.r.): Jaqueline Geißler (Flight Attendant, Lufthansa), Esther Gabus (Station Lufthansa Berlin), Harry Hohmeister (Mitglied des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG), Prof. Dr.-Ing Engelbert Lütke Daldrup (Vorsitzender der Geschäftsführung, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH), Romy Selonke (Flight Attendant, Lufthansa), Katrin Siegert (Station Lufthansa Berlin).

Flug nach New York auf einen Blick

Berlin-Tegel (TXL) – New York (JFK)

Flughäfen/Drei-Letter-Code Flugplan (alle Zeitangaben in jeweiliger Ortszeit; Sommerzeit) Flugdauer (im Schnitt) Entfernung Flugzeugmuster
  • Berlin-Tegel (TXL)
  • New York John F. Kennedy International Airport (JFK)

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag

LH 406: Berlin 17:35 Uhr – New York 20:35 Uhr

LH 407: New York 22:20 Uhr – Berlin 12:15 Uhr (Folgetag)

ca. neun Stunden (Hinflug LH 406)

ca. acht Stunden (Rückflug LH 407)

6.385 km (3.448 Nautische Meilen) Airbus A330-300

Ryanair ermöglicht Umsteigeverbindungen ab Porto

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Ryanair erweitert den Service für Anschlussflüge ab dem 03. Januar 2018 um den Flughafen Porto. Damit kann man aus einer größeren Auswahl an Verbindungen wählen und hat die Möglichkeit, Ryanair-Anschlussflüge direkt zu buchen und umzusteigen.

Anknüpfend an den erfolgreichen Start von Umsteigeverbindungen in Rom Fiumicino und Mailand Bergamo können Ryanair-Kunden ab dem 03. Januar 2018 auch Anschlussflüge für 20 ausgewählte neue Strecken via Porto buchen

Von Via Ziele
Barcelona Porto Faro, Lissabon, Ponta Delgada, Terceira
Bologna Porto Faro
Brüssel Porto Faro, Ponta Delgada
Dortmund Porto Lissabon
Düsseldorf Weeze Porto Ponta Delgada
Faro Porto Nürnberg
Karlsruhe/Baden-Baden Porto Terceira
Lissabon Porto Madrid, Mailand Malpensa, Düsseldorf Weeze, Mallorca, Valencia
Mailand Bergamo Porto Faro, Ponta Delgada, Terceira
Memmingen Porto Lissabon

Ryanair betreibt vier portugiesische Basen. Mit der Auswahl von anfänglich 20 Verbindungen können Reisende sich direkt zu ihrem Anschlussflug begeben, ohne erneut einchecken zu müssen und das Gepäck kann bis zum endgültigen Zielort aufgegeben werden.

HALO flog von Shannon in die Troposphäre

Das Forschungsflugzeug HALO hat im Oktober 2017 bei Messflügen von Shannon/Irland aus den Transport und die Mischung von Treibhausgasen in der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre vermessen.

Die Messkampagne liefert neue Erkenntnisse über Ursprung, Verteilung und Lebensdauer der Spurenstoffe an der klimasensitiven Grenze dieser atmosphärischen Schichten. Das nationale Verbundprojekt WISE ermöglicht die Präzisierung heutiger Klimamodelle.

Wo Wetterzutaten vermengt werden

Tropenstürme und Hurrikans über dem West-Atlantik, Frontensysteme oder der asiatische Monsun leisten einen sehr effektiven Transport von klimarelevanten Spurenstoffen von nahe des Bodens in höher gelegene Luftschichten. Die mit Wasserdampf und anderen Spurenstoffen angereicherten Luftmassen werden dann mit dem sogenannten Jetstream, lange und schnelle Winde welche sich auch Flugzeuge zu Nutze machen, nach Europa transportiert und dabei vermischt, sodass die Auswirkungen dieser Wetterphänomene auch bei uns messbar werden.

Das Forschungsflugzeug HALO ist eine Gemeinschaftsinitiative deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen. Das DLR ist zugleich Eigner und Betreiber des Flugzeugs. Das Forschungsflugzeug HALO zeichnet sich durch besondere Reichweite und Flughöhe aus. Durch die Messungen hat bekommen Forscher ein deutlich genaueres Bild, wie sich die Spurenstoffe über dem nördlichen Atlantik verteilen und wie Wolken die Stabilität der Atmosphärenschichten und damit die Verteilung der Spurengase beeinflussen.

Für die Messungen flog das vom DLR betriebene Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Aircraft) insgesamt 17 Mal über dem Atlantik. Die Flüge dauerten in der Regel neun bis zehn Stunden und führten über dem Ozean weit hinaus. In 13 bis 14 Kilometern Höhe flog HALO dabei meist in enger Abstimmung mit der Flugsicherung über dem transatlantischen Flugverkehr.

Spurengase beheizen die Kältezone

Die aktuelle Messkampagne bestätigte die Erkenntnisse des Jülicher Koordinators der Forschungskampagne Prof. Martin Riese, dass sich Konzentrationsänderungen der Treibhausgase Wasserdampf und Ozon im relativ kalten Bereich der Atmosphäre zwischen etwa fünf und 20 Kilometern über dem Meeresspiegel besonders stark auf die Temperatur am Boden auswirken. Gerade im sehr kalten Grenzbereich zwischen der Troposphäre und der darüber liegenden Stratosphäre beeinflussen Spurengas-Änderungen unser Klima damit signifikant.

Die wichtigen Treibhausgase Wasserdampf und Ozon konnten dabei erstmals gleichzeitig mit dem vom DLR entwickelten Differentiellen Absorptions Lidar (DIAL) mit sehr hoher Genauigkeit und großer Abdeckung vermessen werden. Darüber hinaus liefert es auch Informationen über Eigenschaften von hohen Eiswolken und deren Einfluss auf die Austauschprozesse in der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre.

Stickoxidwerte unter der Lupe

Auch die Beobachtung von Stickoxiden in dieser atmosphärischen Grenzregion ist von besonderem Interesse, um die Dynamik der Austauschprozesse zwischen den Atmosphärenschichten zu erkennen. Seit über 20 Jahren werden die Konzentrationen der reaktiven Stickoxidverbindungen in der Atmosphäre mit sehr hoher Genauigkeit vermessen. HALO führte nun ein nochmals verbessertes Instrument mit.

Die atmosphärische Konzentration der Stickoxide wird durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Quellen bestimmt. In der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre ist neben Blitzen und Luftverkehrsemissionen die Stratosphäre selbst die größte lokale Quelle für die langlebigen Stickoxidverbindungen. Hinzu kommen natürlich auch die Stickoxide, die vom Boden nach oben transportiert werden. Daher eignet sich die Messung von Stickoxiden besonders gut als Marker zur Charakterisierung des Austausches der Luftmassen zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre.

Die Mischung macht‘s – und Eiswolken

Die Verteilung der Spurenstoffe wird über Europa durch den interkontinentalen Transport von Luftmassen aus Asien und Amerika stark verändert. Zum Nachweis von Luft aus asiatischen oder amerikanischen Regionen nutzen die Forscher das Massenspektrometer AIMS. Mit dem Messinstrument können Schwefelverbindungen und andere säurehaltige Spurenstoffe in sehr geringen Konzentrationen hochaufgelöst nachgewiesen werden, um auf die Herkunft der Luft zu schließen. Die Frage der Forscher ist, welche meteorologischen Situationen die Zusammensetzung der Luftmassen über Europa besonders stark beeinflussen und welche Prozesse die Durchmischung von Luftmassen verstärken.

Denn erst durch Mischung verändert sich die Zusammensetzung der Luft in der klimasensitiven oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre langfristig. Auch soll der Einfluss von Eiswolken auf diese atmosphärische Schicht untersucht werden. Mit HALO konnte bereits früher gezeigt werden, dass Eiswolken direkt den Strahlungshaushalt der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre und somit das Klima verändern. Bei WISE wurde nun von den Wissenschaftlern ergänzend erforscht, in welchem Ausmaß die Eiswolken auch den Transport und die Vermischung in dieser klimasensitiven atmosphärischen Schicht verändern können.

Auf den Bildern

Blick auf Eiswolken während des Fluges: Eiswolken haben möglicherweise einen Einfluss auf Austausch-Prozesse zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre.

Forschungsflugzeug HALO: Das Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Aircraft) zeichnet sich durch eine besondere Reichweite und Flughöhe aus.

Forschungsflugzeug HALO am Flughafen Shannon/Irland: Vom Flughafen Shannon/Irland flog das Forschungsflugzeug HALO im Oktober 2017 insgesamt 17 Mal hinaus auf den Atlantik.

Lidar-Messgerät an Bord von HALO: Das laserbasierte Lidar-Messinstrument auf HALO misst hochgenau die Verteilung der Treibhausgase Wasserdampf und Ozon in der Atmosphäre.

Austrian Airlines wächst und sucht Mitarbeiter

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Austrian Airlines konnte die Passagierzahlen im Oktober 2017 weiter steigern: der rot-weiß-rote Carrier beförderte rund 1,2 Millionen Passagiere. Das entspricht einem Wachstum von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dieser Anstieg ist vorwiegend auf die Aufstockung des Europa-Angebotes zurückzuführen. Das Angebot, gemessen in angebotenen Sitzkilometern (ASK), wurde um 1,2 Prozent auf mehr als 2,2 Mrd. erhöht. Die verkauften Sitzkilometer (RPK) sind um 2,7 Prozent auf mehr als 1,7 Mrd. gestiegen. Die Auslastung der Flüge (Passagierfaktor) lag im Durchschnitt bei 77,8 Prozent, ein Anstieg um 1,2 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2016. Zum Wachstum sucht die Airline aus Österreich zudem weitere Flugbegleiter.

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 hat Austrian Airlines in Summe knapp 11 Millionen Passagiere befördert. Dies entspricht einem Anstieg von 13,3 Prozent. Das Angebot gemessen in ASK wurde um 7,5 Prozent auf über 22,4 Mrd. erhöht. Bis Ende Oktober dieses Jahres verkaufte Austrian rund 17,4 Mrd. Sitzkilometer, eine Steigerung um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Auslastung ist um 0,4 Prozentpunkte auf 77,4 Prozent leicht gestiegen.

Personal für Angebotsausbau

Austrian Airlines teilte unterdessen mit, 300 neue Flugbegleiter mit Stationierung in Wien für das Jahr 2018 zu suchen. Beim Bewerbungsprozess geht die Airline dabei erstmals neue Wege: Interessenten können wählen, ob sie sich online bewerben oder aber direkt zu einem Live Casting kommen und persönlich vorsprechen wollen. Die Live Castings finden am 17.11.2017 in Graz und am 18.11.2017 Linz statt. Gründe für die Mitarbeitersuche sind zum einen laufende Nachbesetzungen und zum anderen der Ausbau des Flugangebots auf der Langstrecke und im Nachbarschaftsverkehr. 2017 wurden bereits 350 neue Flugbegleiter aufgenommen.

Die Anforderungen an die Kandidatinnen und Kandidaten umfassen eine sehr hohe Kunden- und Dienstleistungsorientierung, sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse, ein Mindestalter von 18 Jahren sowie eine abgeschlossene Schul- bzw. Berufsausbildung und einen abgeleisteten Präsenz- bzw. Zivildienst bei männlichen Bewerbern.

Bruttojahresgehalt für Flugbegleiter

Das Bruttojahresgehalt im ersten Jahr liegt bei 21.462 Euro zzgl. Überstunden und Spesen. Ab dem dreizehnten Dienstjahr liegt das Basisjahresgehalt bei rund 30.000 Euro zzgl. Überstunden und Spesen. Insgesamt beschäftigt Austrian Airlines derzeit rund 6.700 Mitarbeiter, davon etwa 2.600 Flugbegleiter. Durch die Aufstockung soll die Zahl im nächsten Jahr auf 2.800 Flugbegleiter steigen.

Flughäfen gegen Rückschritte in der Politik

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Die deutschen Flughäfen begrüßen die Ein­füh­rung einer Lär­mo­ber­grenze am Flug­ha­fen Frank­furt aus dem gemeinsamen Dia­log mit der Luft­ver­kehrs­wirt­schaft. Gleich­zeitig bekräf­tigt der Flug­ha­fen­ver­band ADV jedoch seine Kri­tik am Hes­si­schen Ver­kehrs­mi­nis­ter Tarek Al-Wazir. Alle Ver­su­che, mit der Andro­hung von Zwangs­maß­nah­men eine rechts­ver­bind­li­che Plan­fest­stel­lungs­ge­neh­mi­gung auf­zu­bre­chen, beein­träch­ti­gen den Flug­ha­fen­stand­ort Frank­furt im euro­päi­schen Wett­be­werb. Das lang­fris­tige Wachs­tums­ziel von 701.000 Flug­be­we­gun­gen pro Jahr in Frank­furt müsse erhalten bleiben. Jetzt die Vor­ga­ben des Lan­des­ent­wick­lungs­plans Hes­sen 2000 zu ver­schär­fen gehe ein­deu­tig einen Schritt zu weit, hieß es vom ADV.

Als Rück­grat der Export­na­tion Deutsch­land bräuchten die Flug­hä­fen mehr denn je auf ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, die ein gesun­des Wachs­tum ermög­li­chen. Vor die­sem Hin­ter­grund sind der Bund und die Län­der in der Pflicht, Pla­nungs­si­cher­heit für die Wirt­schaft zu gewährleisten.

Wie umgehen mit dem Fluglärmproblem

Die deut­schen Flug­hä­fen wer­ben statt­des­sen für einen gemein­sa­men Weg von Poli­tik, Anwoh­nern und Luft­ver­kehrs­wirt­schaft zur Redu­zie­rung von Flug­lärms. Der Ein­satz von immer lei­se­ren und sau­be­ren Flug­zeu­gen etwa wird von den Flughäfen indirekt geför­dert – beson­ders erfolg­reich am Frank­fur­ter Flug­ha­fen. Die deut­schen Flug­hä­fen wün­schen sich ein kla­res Bekennt­nis für eine nach­hal­tige und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Flug­hä­fen in Deutsch­land.

Der Flug­ha­fen­ver­band ADV hat Anfang die­ses Jah­res ein Gut­ach­ten zu Rechts­fra­gen bei der Ein­füh­rung einer „Lär­mo­ber­grenze“ an Flug­hä­fen vor­ge­legt. Das Gut­ach­ten stellt unzwei­fel­haft fest, dass Ein­griffe in bestands­kräf­tige Geneh­mi­gun­gen nur unter beson­de­ren Vor­aus­set­zun­gen mög­lich sind. Sol­che Vor­aus­set­zun­gen sind im Rah­men des aktu­el­len Flug­be­triebs in Deutsch­land nicht gege­ben.