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Flügelkasten des neuen MC-21 im Stresstest

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Experten setzten den Flügelkasten des neuen MC-21-300 im Institut TsAGI besonderen Belastungen aus. Der MC-21 wird von dem Russischen Konsortium Irkut Corporation gebaut und hat erst kürzlich weitere Testflüge absolviert, nachdem das Passagierflugzeug in die Nähe Moskaus überführt worden war.

Denn im Oktober hatte es das „Irkutsk-2“ Airfield, das Irkutsk-Flugzeugwerk, verlassen, und wird nun im Flugforschungsinstitut weiter getestet. Der MC-21, eingedeutscht MS-21, flog dazu erst kürzlich drei Stunden auf verschiedenen Höhen zwischen 6.000 und 12.000 Metern.

Im Central Aerohydrodynamic Institute (TsAGI) wurde am MC-21-300 jetzt eine Reihe statischer Tests am Flügelkasten, an dem große Lasten wirken und der aus Verbundmaterial besteht, durchgeführt. Die Besonderheit ist am MC-21, das auch die Flügel aus Verbundwerkstoffen bestehen. Dies verspricht Treibstoffeinsparungen aufgrund des leichten Materials, in der Kategorie von Flugzeugen mit Standardrumpf ein Wettbewerbsvorteil.

Nach ersten Tests war die Struktur noch einmal verstärkt worden. Nun hat der Flügelkasten die Maximalbelastungen wie im Flugbetrieb ohne Beschädigungen überstanden.

PAZ: High-Tech Satellit für Spanien wird verschifft

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Der hochauflösende Erdbeobachtungssatellit PAZ, der insbesondere zivile Überwachungsaufgaben sowie eine Vielzahl weiterer Anwendungen etwa in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit abdecken soll, soll Spanien nun im Dezember verlassen und zum Startplatz auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien (USA) transportiert werden.

Airbus und Hisdesat, spanischer Betreiber von staatlichen Satelliten, haben den Start von PAZ für die letzte Januarwoche angekündigt. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 2015 ist der Satellit in den Reinräumen am Airbus-Standort Barajas bei Madrid startklar gehalten worden. Da jederzeit mit einer Startfreigabe gerechnet werden konnte, habe man stets startbereit sein müssen, erläuterte José Guillamón, Leiter von Airbus Space Systems in Spanien.

Fruchtbare Zusammenarbeit

Als Hauptauftragnehmer des Programms leitete Airbus in Spanien ein Team von 18 europäischen Unternehmen. Die spanische Raumfahrtindustrie war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des hochmodernen aktiven Sensors mit SAR-Technologie. Seit Beginn des Programms hat PAZ den beteiligten spanischen Raumfahrtunternehmen erhebliche Vorteile gebracht.

So konnten sie neue Fähigkeiten zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Raumfahrtmarkt entwickeln, so Airbus. Das PAZ-Programm sei schon jetzt eine Erfolgsgeschichte für die industrielle Entwicklung Spaniens, merkt Miguel Ángel Panduroan, CEO von Hisdesat. Hunderte von hochqualifizierten Arbeitsplätzen wurden in den letzten Jahren dadurch geschaffen und die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeit in Spanien gefördert.

Sieben Km pro Sekunde, 25 cm Bildauflösung

Der Satellit PAZ verfügt über ein modernes, hochflexibles Radarinstrument und lässt sich in vielen Modi betreiben, die unterschiedliche Aufnahmekonfigurationen ermöglichen. Er kann bei Tag und Nacht und jedem Wetter Bilder mit einer Auflösung von bis zu 25 Zentimeter bereitstellen. Der für eine Missionsdauer von fünfeinhalb Jahren ausgelegte Satellit wird die Erde 15 Mal täglich umrunden und dabei eine Fläche von 300.000 Quadratkilometern aus einer Höhe von 514 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von sieben Kilometer pro Sekunde abdecken. Auf seiner leicht geneigten, nahezu polaren Umlaufbahn erfasst PAZ die gesamte Erdoberfläche in 24 Stunden und deckt sowohl staatlichen als auch kommerziellen Bedarf ab.

Der Satellit ist zudem mit einem fortschrittlichen automatischen Identifikationssystem (Automatic Identification System – AIS) ausgestattet. Es ermöglicht erstmals eine Kombination von AIS-Signaldaten von Schiffen und von SAR-Radarbilddaten (Synthetic Aperture Radar – SAR) und erhöht damit die weltweiten Seeüberwachungskapazitäten. Darüber hinaus trägt der Satellit ein Radio-Okkultations- und Starkniederschlagsexperiment (Radio Occultation and Heavy Precipitation – ROHP) des spanischen Instituts für Weltraumwissenschaften des Obersten Rats für wissenschaftliche Forschung (ICE-CSIC).

Neuartige Experimente an Bord

Erstmals werden Okkultationsmessungen der von globalen Satellitennavigationssystemen (Global Navigation Satellite Systems – GNSS) ausgesendeten Radiosignale unter zwei Polarisationen vorgenommen. Damit soll das Potenzial der polarimetrischen Radio-Okkultation zur Erkennung und Quantifizierung von Starkniederschlägen genutzt werden.

Im Weltraum angekommen wird PAZ im selben Orbit wie die Radar-Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X platziert und als Teil dieser ultrahochauflösenden SAR-Satellitenkonstellation betrieben. Als zusätzlicher dritter Satellit ermöglicht PAZ kürzere Wiederholraten und eine höhere Erfassungskapazität, wovon auch verschiedene Anwendungen profitieren werden. Die drei Satelliten verfügen über dieselben Schwadbreiten und Aufnahmemodi. Hisdesat und Airbus werden die neue Konstellation gemeinsam nutzen.

Mit der SAR-Konstellation baut Airbus sein mit den Optiksatelliten SPOT 6/7, Pléiades 1A & 1B und der DMC-Konstellation (Disaster Monitoring Constellation) bereits breit aufgestelltes Angebot an Konstellationsdiensten weiter aus. Spaniens erster Erdbeobachtungssatellit PAZ wird zudem einen Beitrag zum europäischen Erdbeobachtungs-Programm Copernicus leisten.

Jumbo der Lufthansa landet weiter in Berlin

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Lufthansa verlängert den am 01. November gestarteten Einsatz von Großraum-Flugzeugen vom Typ Boeing 747-400 auf der Strecke zwischen Frankfurt/Main und Berlin-Tegel bis kurz vor Weihnachten. Insgesamt 28 Mal sollen Jumbojets in den ersten drei Dezember-Wochen noch in Tegel landen.

Lufthansa reagiert damit auf die nach dem Aus der airberlin stark gestiegene und anhaltend hohe Nachfrage insbesondere auf ihrer ohnehin meistbeflogenen Strecke FRA – TXL. Die Airline bedient die Route bis zu 16 Mal am Tag, zumeist im Stundentaktverkehr.

Lufthansa: B747 rechnet sich nicht

Zum Vorteil der Kunden soll die B747, der Jumbo, auch im Dezember nach Berlin fliegen. Rein betriebswirtschaftlich gesehen rechne sich diese außergewöhnliche Maßnahme nicht, aber sie schafft in schwierigen Zeiten zusätzliche Kapazitäten auf einer wichtigen Strecke und bietet vielen Gästen weitere Reiseoptionen, betonte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister, zog aber zugleich eine positive Zwischenbilanz. Alle Beteiligten aus Lufthanseaten, Bodenabfertigern und Flughafen-Mitarbeitern in Tegel hätten in den vergangenen Wochen einen fantastischen Job gemacht. Ihnen sei es zu verdanken, daß die Jumbo-Abfertigung an diesem dafür eher weniger geeigneten Flughafen habe gemeistert werden können.

Die Jumbo-Einsätze von und nach Tegel erfolgen jeweils von montags bis donnerstags. Pro Einsatztag im Dezember landen die Riesenjets zwei- oder dreimal in Berlin. Die Gesamtzahl der Einsätze der B747-400 zwischen Frankfurt und Berlin-Tegel im November und Dezember steigt damit auf gut 90. Die Großraumflugzeuge können mehr als 350 Fluggäste aufnehmen, mehr als doppelt so viele wie die früher auf der Route häufig eingesetzten Airbusse vom Typ A320.

A321 wird Strecke übernehmen

Normalerweise sind Jumbojets sehr seltene Gäste in Tegel. Alljährlich im Herbst starten die Berliner Philharmoniker mit einem Großraumjet der Lufthansa zu einer Konzerttournee nach Übersee. Unvergessen ist auch die Landung des „Siegerflieger“-Jumbos in Tegel: er brachte im Sommer 2014 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft aus Brasilien nach Berlin.

Künftig will Lufthansa die Rekordroute zwischen der Hauptstadt und ihrem wichtigsten Drehkreuz nur noch mit dem Muster A321 bedienen, das 200 Fluggästen Platz bietet.

Weihnachtsmarkt am Flughafen Wien

Der Flughafen Wien in die Weihnachtssaison und eröffnet den Weihnachtsmarkt im Terminal 1. Dieses Jahr steht alles unter dem Motto „Winter Wonderland“, mit romantischer Mistelzweig-Kussstation, einer festlichen Lametta-Fotowand sowie Punsch- und Süßwarenhütten.

Außerdem schmückt ein einzigartiges Winter-Design von österreichischen Künstlern die Wände, das Geschenkpapier sowie die Geschenktragetaschen an der kostenlosen „Gift Wrapping“ Station. Spenden aus dem Verpackungsservice kommen der Aktion „Hilfe>Armut“, der Caritas Österreich, zugute. Der Weihnachtsmarkt am Flughafen Wien hat bis 24. Dezember 2017 täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Winter Wonderland bis 24. Dezember

Bis zum 24. Dezember 2017 erstrahlt der Flughafen Wien im Weihnachtsflair. Festliche Dekorationen sowie ein modern-winterliches Design ziehen sich durch die Terminals. Am Weihnachtsmarkt im Terminal 1 sind täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr Kekse und regionale Weihnachtsbäckereien, Punsch sowie österreichische Souvenirs erhältlich. Vor einer festlichen Lametta-Fotowand können Besucher und Reisende die ersten vorweihnachtlichen Fotos knipsen. Für Romantik sorgen Mistelzweige, die Kuss- und Glücksbringer in der Adventzeit, im Ankunftsbereich. Ein weiteres Highlight ist der funkelnde, mit über tausend Swarovski-Ornamenten geschmückte, Weihnachtsbaum in der Plaza.

Geschenke verpacken lassen

Am Flughafen erworbene Geschenke können gegen eine freiwillige Spende an der „Gift Wrapping“ Station verpackt werden. Jenes Verpackungsservice steht Passagieren im Terminal 1 in der Plaza zur Verfügung. Das Besondere: Die Designs der Geschenkpapiere und der Geschenktragetaschen wurden von drei österreichischen Künstlern – Francesco Ciccolella, HFA Studio und Thomas Zeitlberger – exklusiv für den Flughafen Wien kreiert. Außerdem ergehen die Spenden aus dem kostenlosen Verpackungsservice an die Aktion „Hilfe>Armut“ der Caritas Österreich.

Internationale Weihnachten

Die einen verbringen Weihnachten in einer Schneelandschaft, während die anderen die Weihnachtszeit unter Palmen zelebrieren. Diese beiden Welten sowie eine fabelhafte Tierwelt vereinte der Designer und Illustrator Thomas Zeitlberger in einer surrealen Winterwelt. Eine Kombination aus Modernem und Elementen der Gotik verleiht dem Airport-Weihnachtsmarkt „Winter Wonderland“ einen nostalgischen Touch.

Das einzigartige Design von Zeitlberger ziert die Wände, das Geschenkpapier sowie die Geschenktragetaschen beim Verpackungsservice. Außerdem gibt es für die jüngsten Passagiere die weihnachtlichen Motive gesammelt in einem Malbuch zum Ausmalen.

Airbus DS für Informationssystem SI GEODE4D

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Die Direction Générale de l’Armement (DGA), die französische Beschaffungsbehörde, hat den festen Teil des SYSENV-Vertrags über die Erstellung des neuen Informationssystems SI GEODE4D für die französischen Streitkräfte mit einer Laufzeit von zehn Jahren an Airbus Defence and Space und vier Partner vergeben. Das System ist eine wichtige Komponente des Programms GEODE4D (Geografie, Hydrografie, Ozeanografie und Meteorologie für die Verteidigung), auf das über ein einziges sicheres Portal zugegriffen werden kann.

Mit Hilfe dieses Systems können alle Akteure im Verteidigungsbereich dieselben geophysikalischen Umgebungsdaten nutzen und teilen sowie diese auswählen und in einem einheitlichen Format darstellen, gemäß dem „One Card for all“-Prinzip. Eine der größten Herausforderungen bei SI GEODE4D ist es, die Streitkräfte bei ihrer digitalen Transformation und der Einführung dieser aktiven Digitalkarte, man kann sagen zu unterstützen.

Der Auftrag umfasst zudem die Modernisierung der Zentren zur Erstellung von Geografie-, Wetter- und ozeanografischen Daten in Creil, Hagenau und Toulouse. Mit dieser Modernisierung soll vor allem dem Anstieg des Volumens und Durchflusses der Daten Rechnung getragen werden, die für die visuelle Darstellung sämtlicher Umgebungsinformationen auf dem künftigen GEODE4D-Portal erforderlich sind.

Digitalkarte des 21. Jahrhunderts

Die Optimierung des Informationsmanagements und der Aufklärung zur frühzeitigen Erfassung und Identifizierung von Bedrohungen ist von allergrößter Wichtigkeit. Um die vielfältigen und sich ständig verändernden Bedrohungen zu bewältigen, sind genaue Kenntnisse der geophysikalischen Umwelt für die beteiligten Streitkräfte unverzichtbar. Das aus Services und Applikationen bestehende Informationssystem SI GEODE4D bietet den Streitkräften ein interoperables, konsistentes, gemeinsam nutzbares geophysikalisches Umgebungsbild, im Einklang mit dem NATO REP-Konzept (Recognised Environmental Picture).

Das von Airbus Defence and Space geführte Konsortium umfasst vier innovative und spezialisierte Partnerunternehmen: Magellium (Geografie), Météo France International (Meteorologie, Hydrografie- und Ozeanografie) sowie Bertin für die Entwicklung eines Tools zur Erstellung von Entscheidungshilfeprodukten und das für das Change Management zuständige Beratungsunternehmen Deloitte.

Höchstwerte am Flughafen Köln Bonn

Der Köln Bonn Airport ist mit starken Zahlen in den Herbst gestartet. 1.220.000 Passagiere haben im Oktober den Flughafen genutzt – zwei Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Höchststand für diesen Monat in Köln/Bonn. Auch der Frachtbereich kann im gleichen Zeitraum positive Ergebnisse verzeichnen: 74.686 Tonnen an Waren und Gütern wurden im Oktober umgeschlagen, das sind acht Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Wachstumsimpulse sollen dabei nicht einmal von der Pleite der airberlin aufgezehrt werden.

So befinde sich der Köln Bonn Airport trotz der Insolvenz der airberlin auch im Herbst und Winter auf Wachstumskurs und will zum Jahresende erstmals die 12-Millionen-Grenze überschreiten.

Flughafen MUC will mit Tunnel Anschluss verbessern

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Im Zuge der Verbesserung der Verkehrserschließung des Münchner Flughafens starten auf der Ostseite des Airports in Kürze die ersten konkreten Vorarbeiten zur Verlängerung des unter dem Flughafengelände bestehenden Bahntunnels nach Osten, die für die Realisierung des Erdinger Ringschlusses notwendig ist und die Leistungsfähigkeit der bestehenden Schieneninfrastruktur erhöht. In Kürze beginnen hierfür auf den flughafeneigenen Projektflächen die Erd- und Rodungsarbeiten zur Vorbereitung des Baufeldes. Der Tunnel, der derzeit auf Höhe des Terminal 2-Satelliten endet, wird um rund 1,8 Kilometer nach Osten verlängert.

Im Anschluss daran wird die oberirdische Strecke inklusive der Abstell- und Wendeanlage Schwaigerloh für die S-Bahnen und Züge aus Nordostbayern gebaut. Diese Wendeanlage soll die Betriebsqualität von S-Bahn und Regionalverkehr am Flughafen MUC ganz erheblich stabilisierten. Die Gesamtinvestition der Flughafen München GmbH (FMG) für das Tunnelprojekt wird voraussichtlich rund 115 Millionen Euro betragen.

Alle profitieren vom Tunnel

Die Maßnahme am Flughafen kommt nicht nur der Schienenanbindung des Münchner Airports, sondern letztlich dem Flughafenumland und dem gesamten südbayerischen Raum zugute, wie FMG-Aufsichtsratsvorsitzender und Bayerischer Finanzminister Dr. Markus Söder erklärt. Eine stark beanspruchte Verkehrsinfrastruktur werde durch die neue Trasse erheblich an Leistungsfähigkeit gewinnen, so der Vorsitzende der FMG-Geschäftsführung, Dr. Michael Kerkloh. Dafür habe man sich im Schulterschluss mit den Flughafennachbarn seit Jahren stark gemacht.

Der Beginn der eigentlichen Bauarbeiten soll nach derzeitigem Stand im zweiten Quartal 2018 erfolgen. Um die baulichen Eingriffe zu kompensieren, die durch den Tunnelbau, den geplanten Straßenausbau beim „Flughafenzubringer Ost“ sowie durch die ebenfalls anstehenden Vorfelderweiterungen verursacht werden, hat die FMG unlängst damit begonnen, im Planfeststellungsbeschluss vorgesehene naturschutzfachliche Kompensationsflächen im notwendigen Umfang herzustellen. Für Fragen zu eventuellen Beeinträchtigungen durch die Verlängerung des Tunnelbauwerks hat das Regionalbüro der Flughafen München GmbH ein Bürgertelefon mit der Nummer 089-97564202 eingerichtet.

Flughafen Nürnberg unterstützt Basketball Falcons

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Der Albrecht Dürer Airport weitet sein Engagement für den Sport in der Metropolregion Nürnberg aus: Mit den Nürnberg Falcons hat nach Brose Bamberg das zweite Basketball-Team einen Kooperationsvertrag mit dem Flughafen abgeschlossen.

Der Airport Nürnberg will wie auch die Nürnberg Falcons hoch hinaus, welche 2017 mit viel Rückenwind in ihre zweite Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gestartet sind, erklärt Falcons-Geschäftsführer Ralph Junge. Der Flughafen wird die Nürnberg Falcons auf ihrem erfolgreichen Weg künftig begleiten, versichert Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe.

Die Kooperation beinhaltet unter anderem eine Werbepartnerschaft und die Unterstützung von Jugendmannschaften, die im Albrecht Dürer Gymnasium ihre Heimspiele absolvieren. Über den Airport-Ticker möchten wir Sie künftig mit Kurzmeldungen rund um den Airport Nürnberg versorgen. Die Kurznachrichten ergänzen unsere klassischen Pressemitteilungen, die wir Ihnen in gewohnter Weise veröffentlichen werden.

Nachwuchskräfte aus der Heimat gesucht

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Im März kommenden Jahres startet Austrian Airlines das Duale-Studienprogramm „AIRcelerate“ für zukünftige Luftverkehrsmanager, das sich vor allem an den österreichischen Bildungsmarkt richtet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren innerhalb von 3,5 Jahren ein siebensemestriges Bachelorstudium an der University of Applied Sciences Worms. Neben den klassischen Inhalten der Betriebswirtschaft lernen die „AIRcelerater“ in ihrem Aviation Management Studium alles was es braucht, um ein Luftverkehrsunternehmen erfolgreich zu managen. Während der vorlesungsfreien Zeiten durchlaufen die Teilnehmer ein Airline Trainee Programm bei Austrian Airlines in Wien-Schwechat.

Bei Einsätzen am Boden und in der Luft sollen die Teilnehmer in unterschiedlichen Managementbereichen, -projekten und -schulungen alles Notwendige lernen, um direkt nach dem Programm bei Austrian einsteigen zu können. Während des Programms werden die Teilnehmer zusätzlich von einem Mentor aus dem Management-Team gefördert.

Heimische Spitzenkräfte sind nötig

Die Besetzung von akademischen Positionen mit österreichischen Talenten gilt für die Firma als eine große Herausforderung, gibt Kay Kratky, Vorstandsvorsitzender der Austrian Airlines AG, den Mangel an Fachkräften in Österreich zu verstehen. Betroffen sind bei Austrian vor allem Bereiche wie der Flugbetrieb, das Revenue Management oder die Netzplanung, wo Mitarbeiter mit betriebswirtschaftlichem Verständnis, aber auch airlinespezifischen Know-how gefragt sind.

In den vergangenen Jahren hat Austrian daher Experten aus ganz Europa nach Wien holen müssen, um die vakanten Stellen zu besetzen. „Das ist aber nicht nachhaltig, weil viele dieser Mitarbeiter ihren Lebensmittelpunkt nicht langfristig in Wien sehen. Wir wollen daher einen anderen Weg einschlagen, um die Talente von morgen zu finden und auszubilden“, so der AUA-Chef Kratky.

Darüber hinaus bekommen die Studentinnen und Studenten die Chance, ein vierwöchiges Charity-Auslandsprojekt zu organisieren und sie können ein Semester im Ausland studieren (u.a. in den USA, Kanada oder Hongkong). Die zukünftigen Talente des Unternehmens sollen dabei unbedingt auch internationale Luft schnuppern und ihre Stärken entwickeln. Daher wurde in dem Programm neben vielen Auslandseinsätzen auch viel Raum für Individualität eingeplant.

Individualität als Führungsqualität

Die Teilnehmer sind von Beginn an bei Austrian angestellt und kommen in den Genuss zahlreicher Mitarbeiterbenefits, wie z.B. das vergünstigte Fliegen. Während der Praxisphasen erhalten die Teilnehmer eine Vergütung von 875 Euro pro Monat. Zusätzlich übernimmt Austrian alle Studien-, Reise- und Ausbildungskosten und stattet die Teilnehmer mit einem Laptop für die Uni aus.

Interessenten mit Hochschulzugangsberechtigung können sich bis zum 14. Dezember 2017 noch online bei der Airline bewerben. Wenn sich diese Investitionen in die jungen Talente auszahlt und der Pilot klappt, sollen im zweiten Jahr auf rund zehn Ausbildungsplätze aufgestockt werden. „Ich bin persönlich froh, dass es endlich eine Möglichkeit für junge luftfahrtbegeisterte Österreicher gibt, direkt nach der Matura in der Airline Branche durchzustarten.“, so Kay Kratky. Austrian Airlines beschäftigt derzeit rund 6.700 Mitarbeiter. Im kommenden Jahr will der rot-weiß-rote Flag-Carrier auf 7.000 Mitarbeiter wachsen. Hintergrund ist die weltweit steigende Nachfrage an Flugreisen.

Boeing 747SP in Hamburg: SOFIA erfährt C-Check

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Das fliegende Observatorium SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie) ist für eine planmäßige Instandhaltung bei Lufthansa Technik in Hamburg eingetroffen. Die modifizierte Boeing 747SP ist ein Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Das Deutsche SOFIA Institut (DSI) an der Universität Stuttgart koordiniert den Betrieb auf deutscher Seite. An dem Flugzeug wird von den Experten des Bereichs VIP & Special Mission Aircraft Services ein C-Check durchgeführt. Ein C-Check ist das größte Wartungsereignis eines Flugzeugs vor einer Grundüberholung.

Spezialkonstruktion im Flugzeug

Im Fall von SOFIA wird das besondere Flugzeug nach den Vorschriften der NASA instandgesetzt, die auch die Arbeitspakete für diese Liegezeit definiert hat. Während des Checks in Hamburg werden umfangreiche Kontrollen an der Flugzeugstruktur vorgenommen und notwendige Reparaturen durchgeführt.

Für ihre wissenschaftliche Aufgabe wurde die SOFIA umfangreich modifiziert, unter anderem mit speziellen elektronischen Systemen und einer rund vier mal sechs Meter großen Teleskopluke im Rumpf. Das Flugzeug ist während seiner Einsätze großen Belastungen ausgesetzt. Eine besondere Herausforderung während des Checks wird die Reparatur eines Druckschotts. Um Zugang zu schaffen, müssen dafür auch Einbauten verschoben werden. SOFIA war bereits 2014 für eine reguläre Grundüberholung (D-Check) bei Lufthansa Technik in Hamburg. Auch damals schon war es die große Erfahrung der Lufthansa Technik mit Flugzeugen des Typs Boeing 747SP, welche LHT für die Betreuung dieses Musters prädestinierte.

In den Händen von Spezialisten

Beim DLR ist man froh, das Flugzeug nun wieder in die erfahrenen Hände der Lufthansa Technik zu geben, erklärte Heinz-Theo Hammes, SOFIA-Projektleiter des DLR. Vom Typ Boeing 747SP („Special Performance“) sind weltweit nur noch wenige Flugzeuge in Betrieb. Diese 747 hat einen kürzeren Rumpf, ist damit leichter und kann für seinen Missionen größere Höhen erreichen als übliche Jumbos. Lufthansa Technik ist das einzige Unternehmen in Europa, das technische Arbeiten an diesem Flugzeugtyp durchführen darf.

Es ist es denn auch für die Hamburger Techniker etwas ganz Besonderes, an diesem technologisch anspruchsvollen Flugzeug zu arbeiten. Der Programmleiter der NASA für SOFIA, Eddie Zavala, zeigt sich besonders beeindruckt von der schon 2014 hohen Arbeitsqualität und der Expertise der Mitarbeiter von Lufthansa Technik. Es ist der richtige Betrieb, um bei der umfassenden Wartung dieser einzigartigen und hochspezialisierten 747SP die besonderen Anforderungen von NASA und DLR zu erfüllen.

Informationskanal für Gläubiger der airberlin-Insolvenz

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Hinweis für die Gläubiger der insolventen Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, der Air Berlin PLC sowie der airberlin technik GmbH hat der mit der Sachwaltung beauftragte Rechtsanwalt Prof. Dr. Lucas Flöther eine Internetseite mit weiterführenden Informationen freigeschaltet. Dort erhalten Gläubiger der Air Berlin-Gruppe Informationen zu den aktuellen Verfahrensständen und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Gläubiger haben zudem die Möglichkeit, sich auf der Seite mit ihren Adressdaten, später auch mit ihrer Forderung, zu registrieren. Bis Ende 2017 wird das Büro des Sachwalters wegen der großen Gläubigeranzahl in Etappen an alle bis dahin ermittelten Gläubiger ein Gläubigerrundschreiben mit weiterführenden Informationen und einem bereits personalisierten Formular zur Forderungsanmeldung versenden.

Die Gläubiger werden gebeten, mit der Anmeldung der Ansprüche zu warten, bis Sie das Schreiben in den Händen halten, um eine koordinierte Bearbeitung und spätere Prüfung zu ermöglichen. Die Gläubiger, die bis Jahresende kein Schreiben erhalten haben, können im Januar 2018 auf dieser Internetseite, www.airberlin-inso.de, ihre Forderungen registrieren und das nach erfolgter Registrierung erzeugte Anmeldeformular bis zum 01. Februar 2018 zurücksenden.

1.000.000 beteiligte Gläubiger

Auf Übersendung per Einschreiben oder Einschreiben/Rückschein oder vorab per Fax bzw. E-Mail solle verzichtet werden, dies verzögere die Abläufe massiv. airberlin und der Sachwalter bitten die Gläubiger um Verständnis, dass Einzelanfragen aufgrund der sehr hohen Beteiligtenzahl nicht beantwortet werden können. Air Berlin und der Sachwalter gehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt von bis zu einer Million beteiligten Gläubigern aus.

Die Gläubiger der von der Air Berlin PLC begebenen Anleihe DE000AB100B4 haben unterdessen bei ihrer Versammlung am Mittwoch die KEOS GbR zum gemeinsamen Vertreter gewählt. Damit gilt für die Anleihegläubiger ab sofort folgendes Procedere: Die Anleihegläubiger der Anleihe DE000AB100B4 können keine eigenen Forderungen im Insolvenzverfahren der Air Berlin PLC mehr anmelden. Die Gläubiger der Anleihe werden gebeten, sich nicht an den Sachwalter zu wenden. Sämtliche Anfragen sind künftig direkt über den gemeinsamen Vertreter zu klären. Die KEOS GbR ist erreichbar unter airberlin@onesquareadvisors.com.

Zulassung erteilt: Airbus A350-1000 darf in Linienbetrieb

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Die A350-1000 hat ihre Musterzulassung in Europa und den USA erhalten. Nach der absolvierten Testflugkampagne ist es damit endlich so weit und die A350-1000 kann – angetrieben von den Motoren Rolls-Royce Trent XWB-97 – ausgeliefert werden.

Kürzlich hatte das größte Mitglied aus der A350 XWB-Familie ihre letzten Tests abgeschlossen. Nach der Musterzulassung durch die Flugaufsichtsbehören EASA (European Aviation Safety Agency) und FAA (Federal Aviation Administration) kann die erste Auslieferung noch vor Jahresende starten.

Testkampagne schnell vollendet

Für die EASA unterzeichneten der Certification Director Trévor Woods, und für die FAA der International Section Manager Bob Breneman die entsprechenden Urkunden. Diese wurden an Airbus Executive Vice President Engineering, Charles Champion, überreicht. Das Gruppenbild zeigt (v.l.n.r.): Bruno Hernandez, ‎Head of A350XWB Programme Developments; Patrick Piedrafita, Head of the A350 XWB Programme; Trévor Woods; Frederic Guerin, FAA International Field Representative; Fabrice Bregier; Charles Champion; Alain De Zotti, Airbus Commercial Aircraft Chief Engineer A350 XWB und Patrick Du Ché, Head of flight and Integration Tests.

Fabrice Brégier, Airbus COO und President Commercial Aircraft, betonte besonders die große Leistung, die Zulassung innerhalb weniger als einen Jahres erreicht zu haben. Der Jungfernflug der A350-1000 fand am 24. November 2016 statt. Nun könne Qatar Airways als Erstkunde bald das neue Langstreckenflugzeug erhalten. Gebaut werden die Flugzeuge in Toulouse.

Airbus A350-1000 XWB für 366 Passagiere

Drei Testflugzeuge der A350-1000 XWB, angetrieben von Rolls-Royce-Triebwerken, haben mehr als 1.600 Flugstunden absolviert. Dabei wurden 150 Flugstunden analog zum Airlinebetrieb, also mit Passagieren durchgeführt um die Praxisreife zu demonstrieren. Der Rumpf des Airbus A350-1000 ist sieben Meter länger und fasst in drei Klassen 366 Passagiere – 40 Sitze mehr als im A350-900.

Laut Hersteller Airbus haben bisher elf Kunden 169 Flugzeuge der A350-1000 bestellt. Zusammen mit der A350-900, der seit zwei Jahren im Dienst ist, lagen die Buchungen Ende Oktober bei 858 Flugzeugen von 45 Kunden. 120 Flugzeuge wurden bisher schon ausgeliefert.

Nachtflüge zur ILS-Vermessung am Fraport

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In der Zeit vom 23. bis zum 26. November 2017 finden am Flughafen Frankfurt die nächsten Vermessungsflüge statt. Die Instrumentenlandesysteme der Süd- und Centerbahn werden auf ihre Genauigkeit hin vermessen. Untersucht werden die Betriebsrichtung 25 (Westwetterlage) der Südbahn sowie 07 (Ostwetterlage) der Centerbahn. Hierbei kommt ein Vermessungsflugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350, eine zweimotorige Propellermaschine, zum Einsatz. In dieser Zeit ist auch in der Nacht mit Lärmbelästigungen zu rechnen. Mit Lärmbelästigungen muss auch in der Nacht gerechnet werden.

Falls die Vermessungen zum geplanten Termin, zum Beispiel wegen schlechten Wetters, nicht durchgeführt werden können, werden sie auf den Zeitraum vom 30.11. bis 03.12.2017 verlegt. Trotz des Nachtflugverbots am Flughafen Frankfurt dürfen technische Überprüfungsflüge, wie zum Beispiel Vermessungsflüge, auch während der Nacht stattfinden. Daher bittet die Flugsicherung die Bevölkerung um Verständnis.

Bald Bilder zur Luftverschmutzung von Sentinel-5P

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Der am 13. Oktober gestartete Copernicus-Satellit Sentinel-5P hat erste Aufnahmen zur Luftverschmutzung geliefert. ESA, die Europäische Kommission und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind in gespannter Erwartung auf die wohl übertreffenden Ergebnisse.

Aufgaben der Mission und Nutzen sind die Wettervorhersage und die Überwachung der Luftqualität weltweit. Der Satellit Sentinel-5P, wobei das P für „Precursor“, also „Vorläufer“, steht, ist der nunmehr sechste Copernicus-Satellit im Orbit. An Bord befindet sich insbesondere das bisher fortschrittlichste multispektrale Bildgebungsspektrometer, nämlich das Instrument Tropomi, mit dem Schadstoffe wie Stickstoffdioxid, Methan, Kohlenmonoxid und Aerosole kartiert werden, die alle Auswirkungen auf unsere Atemluft und unser Klima haben.

Im Anschluss an den Start musste das Instrument zunächst einen Dekontaminierungsprozess durchlaufen. Die hierfür hermetisch geschlossene Klappe konnte nun für erste Aufnahmen geöffnet werden.

Technologischer und wissenschaftlicher Sprung

Obwohl die Mission gerade erst anläuft, übertreffen die ersten Ergebnisse bereits die Erwartungen. Die faszinierenden neuen Aufnahmen geben nur einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten der Mission, sobald der Satellit voll einsatzbereit sein und unseren gesamten Planeten täglich mit bisher nicht erreichter Genauigkeit kartieren wird, was für die Vorhersage der Luftqualität wohl ein ganz neues Kapitel einläutet.

Das Bild zeigt die Stickoxidvorhersage über dem Planeten für den 17. Juni 2017. Die Karte wurde noch aus Daten einer Reihe von Satelliten erstellt. Künfig soll dies Sentinel-5P deutlich verbessert werden.

Wirtschaftsmotor Flughafen Zürich

Der Flughafen Zürich generiert mit tausenden Arbeitsplätzen eine Wertschöpfung von CHF fünf Mrd., ist für 40 Prozent der wertmäßigen Exporte verantwortlich und trägt mit Direktverbindungen an 178 Destinationen massgeblich zur internationalen Anbindung der Region Zürich sowie der Schweiz bei. Diese hohe volkswirtschaftliche Bedeutung belegt eine aktuelle Studie von BAK Economics und Infras, so der Flughafen. Der Luftverkehr boomt und immer mehr Menschen reisen mit dem Flugzeug. Und mit der steigenden Passagierzahl nimmt auch die Bedeutung des Flughafens Zürich als Arbeitsplatz- und Wirtschaftsstandort zu. Im Jahr 2016 haben die rund 280 direkt am Flughafen ansässigen Unternehmen mehr als 27.000 Menschen einen Arbeitsplatz geboten.

Damit bietet der Flughafen in etwa so viele Arbeitsplätze wie die Städte Schaffhausen oder Thun.

Milliarden Franken Wertschöpfung

Durch die wirtschaftliche Tätigkeit der am Flughafen ansässigen Unternehmen entsteht eine Wertschöpfung von insgesamt rund 5.000.000.000 Schweizer Franken. Neben der direkt am Flughafen anfallenden Wertschöpfung sorgen Investitionen in die Infrastruktur und die bei Zulieferern getätigten Einkäufe in der Region für die indirekte Wertschöpfung und weitere indirekt mit dem Flughafen verbundene Arbeitsplätze. Gesamthaft entsteht so eine ähnlich hohe Wertschöpfung wie in den Kantonen Glarus und Nidwalden zusammen.

12.000 Übernachtungen von Touristen – pro Tag

Die Studie zeigt weiter, dass jedes Jahr 4,3 Millionen Übernachtungstouristen oder fast jeder vierte Übernachtungstourist über den Flughafen Zürich in die Schweiz einreisen. Während die Zahl der europäischen Touristen rückläufig ist, hat der Anteil von Touristen aus Fernmärkten wie Asien und Nord- und Südamerika in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Gleichzeitig nimmt innerhalb Europas der Trend zu kurzen (Geschäfts-)Städtereisen zu. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Flugreisen und eines attraktiven Interkontinentalflughafens für den Tourismusstandort.

40 Prozent der Exportwerte per Luftfracht

Neben dem Transport und der Verbindung von Menschen, ist der Luftverkehr für den schnellen und sicheren Transport von hochwertigen Gütern verantwortlich. So werden gemessen am Wert 40 Prozent aller Exporte der Schweiz mit Luftfracht transportiert. Gerade für teure und empfindliche Qualitätsprodukte wie Medikamente, Uhren und Schmuck oder Präzisionsinstrumente ist Luftfracht oft alternativlos. Da ein Großteil der Frachttransporte mit Linienflügen transportiert wird, trägt der Flughafen Zürich mit seinen vielfältigen Direktverbindungen einen wichtigen Teil zu einem starken Werkplatz Schweiz bei.

Erreichbarkeitswerte und Standortattraktivität

Daneben schafft ein Flughafen für eine Region auch entscheidende Voraussetzungen um sich im internationalen Standortwettbewerb zu positionieren. Der wichtigste dieser Faktoren ist die Erreichbarkeit. Die Studie unterstreicht die Bedeutung des Flughafens Zürich für die heute hohe Erreichbarkeit. Gemessen am Erreichbarkeitsmodell von BAK Economics, ist Zürich heute global und kontinental nach wie vor sehr gut erreichbar und daher attraktiv für international tätige Unternehmen.

Die Erreichbarkeit hat jedoch in den letzten Jahren absolut gesehen stagniert, relativ zu Konkurrenzstandorten in Europa ist sie sogar deutlich rückläufig. Noch im Jahr 2.000 erreichte Zürich ähnlich hohe Erreichbarkeitswerte wie Frankfurt, London, Amsterdam oder Paris, die Standorte der großen europäischen Drehkreuzflughäfen. Heute ist der Rückstand sowohl hinsichtlich der kontinentalen wie auch der interkontinentalen Erreichbarkeit bereits auf 15 bis 20 Prozentpunkte angewachsen.

HTS aus Sachsen für Bau von Large European Antenna

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HTS, die Ruag Space Tochter in Dresden, ist Teil eines Konsortiums, das die Europäische Kommission mit dem Bau der sogenannten Large European Antenna (LEA) beauftragt hat. Für diese Antenne wird HTS mehrere spezialisierte Mechanismen entwickeln und herstellen.

HTS GmbH ist nicht nur Teil des steuernden Kernteams im Konsortium, sondern wird mehrere Mechanismen für die Antenne entwickeln, testen und produzieren. Ziel des LEA-Projekts ist es, eine sechs Meter große, entfaltbare Antenne zu bauen, die auf Satelliten für Telekommunikation, Erdbeobachtung, sowie für Sicherheitsmissionen zum Einsatz kommen und Signale senden sowie empfangen soll. Bislang hatten diese Satelliten mit selbst-entfaltbaren Antennen von einem Umfang grösser als vier Meter nur nicht-europäische Produkte zur Verfügung und diese auch nur in limitierter Anzahl. Diese Einschränkungen sollen nun mit einer europäischen Produktion von Grossantennen behoben werden und dadurch die bislang bestehende Abhängigkeit reduzieren.

Weltraum-Expertise aus Sachsen

Ausgewählt wurde das Unternehmen aufgrund seiner Expertise und langjährigen Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung von Mechanismen und mechanischem Equipment für Satelliten. Die spezielle Infrastruktur wie der eigene Reinraum, die umfassende Testeinrichtung und das starke Lieferanten- und Partnernetzwerk trugen ebenfalls zur Auswahl bei. 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen bei HTS ein breites Wissen im Bereich Design, Konstruktion und Struktur- sowie Thermalanalyse zur Verfügung. Hochkomplexe Mechanismen für Antennenentfaltung

Im Rahmen des Projektes werden sie unter anderem einen Halte- und Auslösemechanismus entwickeln und herstellen. Dieser wird die Antenne sicher an den Satelliten fixieren, um Schäden während des Raketenstarts zu vermeiden. Nachdem der Satellit seine Umlaufbahn erreicht hat, entfalten und fixieren die HTS-Gelenkmechanismen den Antennenarm in der geplanten Position. Die Mechanismen müssen einerseits ein hohes Drehmoment und Stabilität besitzen, um die volle Leistungsfähigkeit der Antenne zu gewährleisten und andererseits eine hohe Zuverlässigkeit aufweisen, da jede Fehlfunktion in den Gelenken die volle Entfaltung des Antennenarms gefährden würde. Ziel des Projektes ist es, ein flugbereites Protoflight Model zu entwickeln, welches ab 2021 in den Weltraum befördert werden kann. Über HTS GmbH und Ruag Space

Seit mehr als 20 Jahren bietet die HTS Hoch Technologie Systeme GmbH Dienstleistungen und Komponenten für die Raumfahrtindustrie sowie für den Maschinenbau, die Schienenfahrzeugtechnik und den Leichtbau an. Im Mai 2016 wurde die HTS GmbH durch den Schweizer Technologiekonzern Ruag übernommen und in die Raumfahrt-Division Ruag Space integriert.

Satellitenzulieferer Ruag Space

Ruag Space ist der führende Zulieferer für die Raumfahrt in Europa und baut auch seine Präsenz in den USA aus. Mehr als 1.300 Mitarbeiter in sechs Ländern entwickeln und produzieren Produkte für Satelliten und Trägerraketen – im institutionellen ebenso wie im kommerziellen Markt. Ruag Space ist eine Division des internationalen Technologie-Konzerns Ruag. Ruag entwickelt und vertreibt Technologie-Anwendungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik für den Einsatz zu Land, in der Luft und im Weltraum. Die Produkte und Dienstleistungen von Ruag sind zu 57 Prozent für den zivilen und zu 43 Prozent für den militärischen Markt bestimmt. Der Auftrag in der Höhe von fünf Millionen Euro wurde von der Europäischen Kommission im Rahmen ihres Calls „Technologies for European Non-Dependence and Competitiveness“.

Das Gewinnerprojekt „Development of Large Deployable Structures for Antennas“ startete am 02. November 2017 und wird von einem Konsortium von 12 europäischen Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU), sowie den drei großen Satellitenherstellern Europas, Airbus Defence and Space, OHB System und Thales Alenia Space ausgeführt. Dieses Konsortium wird von High Performance Space Structure Systems GmbH (HPS), Large Space Structures GmbH (LSS) und Hoch Technologie Systeme GmbH geleitet. Bildlegenden.

MTU Aero Engines: Museum würdigt Pionier Neumann

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Die MTU Aero Engines würdigt mit einer kleinen Sonderausstellung einen ganz Großen der Luftfahrtgeschichte: Gerhard Neumann. Anlässlich seines 100. Geburtstags und 20. Todestags in diesem Jahr erinnert der Museums-Förderverein Freunde der MTU-Triebwerkstechnik mit historischen Dokumenten und Sonderexponaten an den Luftfahrtpionier, zu dessen größten Leistungen das J79 zählt. Das erste Strahltriebwerk das Mach 2 ermöglichte, trieb sowohl den Starfighter als auch die Phantom an. Zu sehen ist die Ausstellung am kommenden Sonntag, 26. November, von 13:00 bis 18:00 Uhr im MTU-Werksmuseum an der Dachauer Straße. Experten stehen für Führungen und die Beantwortung von Fragen bereit.

Geboren wurde der Luftfahrtpionier, der in der Branche auch als Herman the German bekannt ist, 1917 in Frankfurt an der Oder. 1939 floh er aus Nazi-Deutschland nach China und wanderte 1946 in die USA aus. Hier machte er bei General Electric Karriere: In den 1950er-Jahren zeichnete er als Entwicklungsleiter für das J79-Strahltriebwerk verantwortlich und wurde später Chef der gesamten GE-Geschäftssparte Strahltriebwerke.

Ausgezeichnet: 19.000 Einheiten hergestellt

Das J79 wurde zu einem großen Erfolg: Von 1955 bis 1982 entstehen über 19.000 Exemplare. Auch die MTU fertigte das J79 als Lizenznehmer sowie später Teile des CF6, an dessen Entwicklung Neumann ebenfalls maßgeblich beteiligt war. Gerhard Neumann erhielt im Laufe seines Lebens acht Patente und wurde in den USA, Frankreich und Deutschland (Otto-Lilienthal-Medaille) mehrfach ausgezeichnet. 1980 zog er sich aus dem Berufsleben zurück und stirbt 1997 Jahre kurz nach seinem 80. Geburtstag.

Die MTU öffnet ihr Werksmuseum am kommenden Sonntag zum letzten Mal in diesem Jahr für Luftfahrtinteressierte. Zu sehen sind neben der Gerhard-Neumann-Sonderschau rund 50 Exponate – historische Flugmotoren aus der Anfangszeit des Motorflugs, darunter weltweite Unikate, sowie komplette Triebwerke und Antriebskomponenten von heute. Ein Star der Ausstellung flankiert unübersehbar den Museumseingang: das riesige GP7000, das mit der A380 von Airbus das größte Passagierflugzeug der Welt in die Luft bringt. Präsentiert werden auch innovative Antriebstechnologien für die Luftfahrt von morgen.

Staatsanwalt ermittelt zum Brandschutz am CGN

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Sämtliche brandschutztechnische Anlagen am Flughafen Köln/Bonn werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen regelmäßig von unabhängigen, externen Sachverständigen überprüft. Sollten im Rahmen der Prüfung Mängel festgestellt werden, werden diese in enger Abstimmung mit den externen Fachleuten abgearbeitet. Maßnahmen werden im jährlichen Brandschutzbericht dokumentiert und nachgehalten. Ein Medienbericht nannte unlängst einen Sachverhalt, der Gegenstand laufender staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen und einer Überprüfung im Aufsichtsrat ist. Der Flughafen gibt an, selbst zur Verschwiegenheit verpflichtet zu sein. Gemäß Brandschutzbericht bestand und besteht keine akute Gefahr für Leib und Leben von Personen.

Der Flughafen weist lediglich darauf hin, dass in den vergangenen Jahren auch mehrere Millionen Euro in den Brandschutz investiert wurden; unter anderem mehr als 5.000.000 Euro zur Modernisierung von Sprinkleranlagen, Lüftungstechnik und die brandschutztechnische Sanierung von Räumlichkeiten im Terminal 1.

Der Airport verfügt über eine eigene Werkfeuerwehr, Fachingenieure und Techniker, die im Bereich des baulichen, technischen und organisatorischen Brandschutzes eng mit externen Brandschutzsachverständigen und Prüfsachverständigen zur Erfüllung der vielfältigen Anforderungen aus dem Brandschutz zusammenarbeiten.

Regelmäßig werden Brandschutzbegehungen durch Fachleute des Airports, Räumungsübungen durch die Werkfeuerwehr des Flughafens, Brandschauen durch die Feuerwehr der Stadt Köln im Auftrag der Bauaufsicht oder Begehungen durch den Sachversicherer durchgeführt. Hierbei wird dem Flughafen eine hohe Qualität des Brandschutzes bescheinigt.

Bell Boeing V-22 Osprey erreichen 400.000 Flugstunden

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Boeing und Bell Helicopter verzeichnen für die Flotte der Bell Boeing V-22 Osprey den Meilenstein von 400.000 Flugstunden. Die V-22 Osprey („Fischadler“) wird sein 2007 an die United States Marine Corps (USMC) und seit 2009 an das Air Force Special Operations Command (AFSOC) ausgeliefert.

Das Luftfahrzeug mit den zwei markanten Kipprotoren wurde besonders in der Operation Enduring Freedom in Afghanistan eingesetzt, im Irak als für die Operation Iraqi Freedom und beim U.S. Central Command (USCENTCOM) Special Purpose Marine Air Ground Task Force (SPMAGTF) als Unterstützung für schnelle und reichweitenstarke Kräfte zu Krisenbewältigung.

400.000 Flugstunden

Die Summe von 400.000 Flugstunden gelten dabei kumulativ für die beiden Versionen CV-22 and MV-22. Die V-22 Osprey kann damit als ausgereifte Plattform für eine Vielzahl von Missionen gelten. Und das nicht nur für militärische Zwecke, sondern auch für humanitäre Einsätze, fügte U.S. Marine Corps Col. Matthew Kelly, Manager für das V-22 Joint Program an. Das Boeing Tiltrotor Programm will unterdessen weiter für die Wartungsservices in Modifikationen und Upgrades der Fabrik für den V-22 in Philadelphia investieren.

Es sind die aerodynamischen Eigenschaften der V-22, die besondere Einsätze möglich machen. Er kann wie ein Hubschrauber senkrecht starten und landen, in Frontstellung der Propeller jedoch sehr schnell wie ein Flugzeug fliegen.

Wien – Bangkok dank Thai 15 Mal pro Woche

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Mit THAI ist ab sofort ein neuer Carrier mit Langstreckenverbindungen in Wien vertreten. Der Star-Alliance Partner fliegt viermal pro Woche von Wien in die Hauptstadt Thailands. Anlässlich des Erstflugs wurde die neue Verbindung offiziell von Mrs. Usanee Sangsingkeo, Präsidentin der Thai Airways International PCL und Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG eröffnet. THAI ist eine neue Airline in Wien, die über 50 Jahre Branchenerfahrung mitbringt. Die thailändische Fluglinie verbindet Wien mit dem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt Thailands, Bangkok. Die neue Verbindung wird viermal pro Woche mit einer Boeing B777-300ER bedient.

Jeweils Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag hebt eine Maschine um 01:30 Uhr aus Bangkok ab und landet um 07:00 Uhr in Wien. Der Rückflug erfolgt um 13:30 Uhr ab Wien mit Ankunft in Bangkok um 05:20 Uhr am Folgetag.

Exempel für Tradition und Moderne Asiens

Die moderne und gleichzeitig traditionelle Metropole gilt als politisches und wirtschaftliches Zentrum des Landes und wartet mit beeindruckendem kulturellem Angebot, etwa vielen buddhistischen Tempelanlagen und Museen ein auf. Über 80.000 Passagiere sind dieses Jahr schon von Wien nach Bangkok gereist. Mit der neuen Verbindung seit 16. November 2017 steigt die Frequenz auf wöchentlich 15 Flüge.

Die nationale Fluggesellschaft des Königreichs Thailand befördert jährlich rund 20 Millionen Passagiere und ist Gründungsmitglied der Star Alliance, dem ersten globalen und weltweit größten Fluglinienverband. THAI verfügt über eine Flotte von 92 Flugzeugen, darunter sechs Airbus A380, dem derzeit größten Passagierflugzeug der Welt. Das Streckennetz umfasst neben Bangkok weitere 12 innerthailändische Ziele und insgesamt 80 Städte, 82 Flughäfen in 33 Ländern auf fünf Kontinenten mit Schwerpunkt auf dem Raum Asien/Pazifik.

Global Player bei Reisequalität

THAI als nationale Fluggesellschaft des Königreichs Thailand sieht den Ausbau des globalen Netzwerks als Schlüsselfaktor zur Ankurbelung der Wirtschaft des Landes – als eine ihrer obersten Prioritäten. Wien ist das Tor nach Mitteleuropa. Ebenso wird Fluggästen aus Mittel- und Osteuropa mit den Direktflügen ermöglicht, auf einfachste Weise in nur zehn Flugstunden nach Thailand zu reisen. Die Airline erhielt schon Auszeichnung für die weltbeste Economy-Class und das beste onboard-Catering.

Von Bangkok aus lässt sich dann ebenfalls bequem in andere angeflogene Teile Asiens und Australiens fliegen. Geschäfts- und Urlaubsreisende von und nach Wien bzw. Bangkok können dabei in den den Genuss der „Smooth as Silk“ Services von THAI kommen. Die neue Direktverbindung – vier wöchentliche Flüge mit insgesamt rund 1.400 Sitzplätzen – dürften Wiens Nächtigungen aus Südostasien beflügeln, stärken aber auch die Achse Australien – Wien. THAI bedient wesentliche Wachstumsmärkte, eine ideale Grundlage für eine langanhaltendes, erfolgversprechendes Engagement.

B777 und MD-11: Bodenverkehrsdienste für Frachter am Fraport

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Lufthansa Cargo AG (LHC) und die Bodenverkehrsdienste der Fraport AG (BVD) haben erneut einen Vertrag zur Bodenabfertigung am Flughafen Frankfurt unterzeichnet. Der Vertrag hat eine Laufzeit von acht Jahren und gilt von Januar 2018 bis Dezember 2025.

B777 und MD-11 im Einsatz

Unter allen Fluggesellschaften hat die Lufthansa Cargo das höchste Frachtvolumen am Flughafen Frankfurt. Die Flotte der Lufthansa Cargo besteht aus hochmodernen Boeing B777- und MD-11-Flugzeugen. Auch die Frachter haben bei Lufthansa besondere Namen: Sie grüßen ferne und nicht ganz so ferne Länder. Im Bild ist die Triple-Seven „Good Day, USA“.

Für Lufthansa Cargo bedeutet der Abschluss des Neuvertrags für Bodenverkehrsdienste die Fortführung einer erfolgreichen Systempartnerschaft mit Fraport auf diesem Gebiet.

Dies sichert die verlässliche Abfertigung der Frachterflotte in Frankfurt für die Zukunft. Abgedeckt sind damit die Bodenabfertigung der Flugzeuge, insbesondere die Be- und Entladung der gesamten Frachter-Flotte von Lufthansa Cargo. Aber auch der Transport der Fracht von und zum Flugzeug auf dem Flughafengelände ist Teil der Vereinbarung.

Ryanair entlässt Mitarbeiter nach Infos an Medien

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Nachdem ein Flugbegleiter von Ryanair in den letzten Wochen öffentlich gegenüber Zeitung und Fernsehen über die Arbeits- und Vergütungsbedingungen bei seinem Arbeitgeber Rede und Antwort stand, folgte nun die Reaktion seitens Ryanair. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), die als Gewerkschaft des Kabinenpersonals in Deutschland auch die Interessen des betroffenen Mitarbeiters und dessen Kollegen hierzulande vertritt, teilt mit, dass Ryanair den Flugbegleiter fristlos entlassen habe. Diese Kündigung sei rechtswidrig. Deshalb soll das Mitglied dabei unterstützt werden, gerichtlich dagegen vorzugehen. Schließlich sei es in Deutschland Arbeitnehmern nicht verboten, über ihre Arbeitsbedingungen zu sprechen, erklärt Stefan Fluck, UFO-Vorstand für Recht und Rechtsschutz.

Dennoch sei man bei UFO über diese Maßnahme von Ryanair nicht überrascht. Sie passe gar zum bisherigen Gebaren der Airline gegenüber ihren Mitarbeitern. Wer sich über unhaltbare Zustände beschwert, fliege raus. Ersatz fände Ryanair dann kurzfristig in Süd- und Osteuropa, wo mittels Knebelverträgen rekrutiert werde, gibt UFO-Tarifvorstand, Nicoley Baublies an.

O’Leary erteilt Absage

Für die Gewerkschaft ist dieser Vorgang ein weiteres Zeichen dafür, wie dringend bei Ryanair für geordnete, rechtmäßige und faire Verhältnisse gesorgt werden muss. Diese sind bei anderen Airlines, auch im Low-Cost-Segment, durchaus gegeben. Einer Aufforderung zu Tarifverhandlungen habe die irische Gesellschaft mit den üblichen Unverschämtheiten, die man von O’Leary und seinen Kollegen kenne, eine Absage erteilt.

Ryanair bezichtige UFO der Lüge, da die tatsächliche Vergütung der Flugbegleiter angeblich mehr als doppelt so hoch sei. Die Realität der in Deutschland lebenden Ryanair-Kolleginnen und -Kollegen stimme aber – die Zahlen sind so wie von UFO angegeben – und das sei unterstes Lohn- und Sozialdumping, beteuert Steffen Frey, Tarifexperte bei der UFO. Ryanair-Flugbegleiter sollten sich nicht von ihrem Arbeitgeber einschüchtern lassen. Die Gewerkschaft stehe an ihrer Seite und bleibe bei der Forderung nach Tarifverträgen, die die gesetzlichen Standards erfüllen und für eine angemessene Vergütung sorgten. Einen ähnlichen Apell richtete schon die Vereinigung Cockpit für die Piloten bei Ryanair.

Ryanair widerspricht

Im Nachgang der Aussagen der Flugbegleitergewerkschaft UFO meldete sich auch Ryanair zu Wort. Herr Robin Kiely, Head of Communications bei Ryanair im Namen der Airline, teilte mit, dass dem entsprechenden Junior Flugbegleiter aufgrund von grobem Fehlverhalten gekündigt worden sei – und dies in Einklang mit seinem Arbeitsvertrag, nachdem er falsche Behauptungen über Ryanair verbreitet habe. Seine Kündigung sei nach eingehender Prüfung erfolgt, im Rahmen dieser der Junior Flugbegleiter die falschen Behauptungen, die er in dem TV-Beitrag geäußert hätte, nicht habe erklären können oder wollen.

Vor seiner Kündigung konnte er zwei Monate nicht seiner Arbeit nachgehen, da er sich nicht gut gefühlt habe, dabei hätte nach seinen Angaben auch ein nicht erfolgreicher Versetzungsantrag von Deutschland nach Italien eine Rolle gespielt. Trotz des Erhalts von Krankengeld habe er sich geweigert seine Arbeit ohne „eine besondere Gehaltserhöhung“ wieder aufzunehmen. Dennoch habe er während seiner bezahlten Krankheitstage an der Produktion des erwähnten TV-Beitrages teilgenommen, in dem er eine Reihe von falschen Behauptungen über seine Bezahlung und die Arbeitsbedingungen geäußert habe. Diese Behauptungen seien laut Robin Kiely nicht wahr und der Flugbegleiter sei nicht in der Lage gewesen, diese nachträglich zu erklären oder zu belegen.

Businessparks: DUS plant die Airport City II

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Das Businesspark-Konzept in unmittelbarer Flughafennähe hat sich für den Düsseldorfer Airport bewährt. Renommierte Unternehmen wie Siemens, Porsche, die Gea Group, das Maritim-Hotel oder der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) haben sich in den vergangenen Jahren dort angesiedelt. Inzwischen sind die Grundstücke des ersten Bauabschnitts am größten Flughafen NRWs alle vermarktet. Nun geht die Entwicklung des Standortes in die nächste Phase. Nach dem Erfolg der Airport City I plant der Flughafen eine Erweiterung des Areals im westlichen Bereich des Airportgeländes. Auf einer Fläche von über fünf Hektar soll mit der Airport City II der hochwertige Immobilienstandort fortgeführt werden.

Firmenstandorte nahe den Flughäfen sind gefragter denn je. Insbesondere für international agierende Unternehmen bieten sich an Flughäfen ideale Anbindungen in die ganze Welt. Der moderne Businesspark soll nun Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten schaffen. Dies nutzen bereits dort ansässige Unternehmen.

Hotelbedarf konkret beplant

Auch das neue Areal soll Businesstreibenden diese Vorzüge ermöglichen. Es biete sich an für Bürogebäude mit hochwertiger Architektur oder ebenso für einen zusätzlichen Hotelstandort, beschreibt es die Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH (FDI). Denn al Ergänzung der bereits ansässigen Hotels Maritim und Sheraton sehe man hier eine wert- und sinnvolle Erweiterung des Hotelangebotes am Flughafen. Solche Hotelentwicklung befänden sich bereits in konkreten Planungen. Die Betreiberakquise sei laut FDI in vollem Gange.

Die Entwicklung des Plangebiets, angrenzend an die Kreuzung Flughafenstraße und Klaus-Bungert-Straße, soll mit maximal neun entstehenden Baufeldern in zwei Phasen erfolgen. Das Bebauungs-planverfahren läuft derzeit. Die Erschließung der Airport City II zieht in Phase Zwei einen Umzug der derzeit dort ansässigen Bundespolizei-inspektion nach sich. Für die Behörde wird am Airport im Zuge des Planungsvorhabens ein neuer, terminalnaher Standort geschaffen. Das Konzept der neu entstehenden Airport City II beinhaltet die Fortführung von Grünflächenanlagen.

Grünanlagen für Park-feeling

Für eine besondere Aufenthaltsqualität soll neben der optimalen Anbindung an das Terminal, das Autobahnnetz und die öffentlichen Verkehrsmittel insbesondere auch die parkähnliche Gestaltung des Businessparks sorgen. Grünstreifen und Baumbepflanzungen sowie ein weiterer Stadtgarten sollen auch im neuen Areal zum Verweilen einladen. Ein weiterer Vorteil: Anders als an anderen Bürostandorten in Flughafennähe befindet sich die Düsseldorfer Airport City getrennt von Industrieflächen.

Der Projekt- und Fortentwicklung des Businessparks mit seiner repräsentativen Lage inmitten einer der stärksten Wirtschaftsregionen Europas liegt eine klare Konzeption zu Grunde. Dies stets mit dem Ziel des Werterhalts und der Wertsteigerung der Immobilien. Dazu gehört auch, dass die FDI die Qualität und Vielfalt der Architektur mit den Investoren abstimmt. Investoren und Mieter behalten zugleich ihre Freiräume bei der Planung und Gestaltung ihrer Immobilie. Renommierte Architekturbüros entwickeln, planen und realisieren die Gebäudekomplexe mit klaren Linien und schaffen so ein städtebauliches Gesamtbild.

Bußmann und Schulthess in Ämtern verlängert

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Der Aufsichtsrat der Lufthansa Technik AG hat Dr. Johannes Bußmann als Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa Technik AG für weitere fünf Jahre bis zum 31. März 2023 bestellt. Ebenfalls wurde Antonio Schulthess als Personalvorstand für weitere fünf Jahre bis 31. März 2023 bestellt.

Dr. Johannes Bußmann (im Titelbild) ist seit April 2015 Vorsitzender des Vorstandes der Lufthansa Technik AG. Sein Ressort umfasst neben Strategie und Innovation sowie Kommunikation und Marketing die Bereiche Corporate Sales, Digital Fleet Solutions und Original Equipment Innovation.

Antonio Schulthess ist seit April 2015 Mitglied des Vorstands der Lufthansa Technik AG und verantwortet die Ressorts Human Resources und Technical Services, wozu das Triebwerksgeschäft, der Bereich Aircraft Systems sowie das Prozess- und Lean-Management gehören. Die Beschlüsse wurden in der Sitzung vom 17. November gefasst.

MPL: Ausbildung bei Austrian Airlines gestartet

Bereits in Kürze soll der erste Trainingsflug in Goodyear/Arizona (USA) für 24 Nachwuchspiloten starten, die ihre Ausbildung zur Pilotin bzw. zum Piloten bei Austrian Airlines begannen. Dabei werden sie in den Genuss kommen, die ersten sechs der von Lufthansa Aviation Training (LAT) neu angeschafften Schulungsflugzeuge zu pilotieren. Eines dieser Cirrus SR20 trägt sogar die bekannte rot-weiß-rote Heckflosse. Es ist somit das weltweit kleinste Flugzeug in der bekannten AUA-Lackierung. Es fasst nur drei Personen inklusive Piloten. Weitere 19 SR20 Maschinen werden bis April 2018 die LAT-Trainingsflotte in den USA erweitern.

Der theoretische Teil der Ausbildung startete am 16.11.2017 in Bremen/Deutschland. Am Ende der rund 21 Monate dauernden Ausbildung steht die Verkehrsflugzeugführerlizenz (Multi-Crew Pilot Licence, MPL). Im Anschluss werden die Absolventen die Berechtigung für den Flugzeugtyp erwerben, auf dem sie dann ihre fliegerische Laufbahn bei Austrian Airlines beginnen werden. In diesem Fall werden die Jungpiloten auf Flugzeuge des Typs Bombardier Dash 8-400, Embraer 195 oder Airbus A320 geschult.

Für das kommende Jahr 2018 sucht Austrian Airlines wieder 96 Nachwuchspiloten für insgesamt vier Kurse. Die Ausschreibung richtet sich an Frauen und Männer ganz ohne pilotische Vorerfahrung (sogenannte Ab Initios). Die Anforderungen an die Kandidaten umfassen die EU-Staatsbürgerschaft sowie Matura, Berufsreifeprüfung bzw. Abitur oder fachgebundene Hochschulreife des Herkunftslandes. Kandidaten sollten mindestens 165 cm groß und im Besitz eines uneingeschränkten Reisepasses sein. Außerdem sollten sie über sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift verfügen. Brillen- und Kontaktlinsenträger dürfen maximal +/-3,0 Dioptrien haben.

DCW-Region Mitteldeutschland gegründet

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Im Beisein von Martin Dulig, stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaates Sachsen und Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt sowie Wang Weidong, Leiter der Wirtschafts- und Handelsabteilung der Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland, wurde kürzlich am Flughafen Leipzig/Halle die DCW-Region Mitteldeutschland gegründet. Den Vorsitz der neuen DCW-Region übernehmen Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG, und Hong Gang, Vorstand von Greatview Aseptic Packaging. Die DCW unterstützt die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und China seit 30 Jahren. Mit der Gründung der DCW-Region Mitteldeutschland soll in der Region ein Netzwerk geschaffen beziehungsweise erweitert werden, das den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der chinesischen Wirtschaft fördert.

Nachdem die DCW insbesondere in Westdeutschland aktiv ist, soll sich mit der Gründung am 14. November auch für Mitteldeutschland die Möglichkeit erschließen, von dem starken Netzwerk zu profitieren. Mitteldeutschland ist eine dynamische Wirtschaftsregion und zugleich ein bedeutender Wissenschafts- und Forschungsstandort. Branchenschwerpunkte sind der Automobil- und Maschinenbau, die Chemie- und Kunststoffindustrie, die Logistikwirtschaft, die Informationstechnologie, die Biotechnologie und die Optische Industrie.

Gewichtige Handelspartner

China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, hat sich im letzten Jahr zum größten deutschen Handelspartner entwickelt. Auch die Wirtschaftsbeziehungen mitteldeutscher Unternehmen mit China sind rege. So ist China für die Unternehmen in Sachsen der wichtigste Absatzmarkt. Für die Wirtschaft Thüringens steht China an fünfter Stelle. Der Warenwert der Exporte Sachsen-Anhalts nach China belief sich 2016 auf rund 755,8 Millionen Euro. In Mitteldeutschland gibt es inzwischen über 65 Unternehmen mit chinesischer Beteiligung.

Mit 26 wöchentlichen Flügen nach China, davon 19 nach Hongkong und fünf nach Schanghai, ist der Leipzig/Halle Airport bereits heute einer der wichtigsten Logistikstandorte für den Warenaustausch zwischen China und Europa. Die Unternehmensgruppe des Flughafens unterhält schon seit Jahren intensive Beziehungen mit zahlreichen chinesischen Partnern. Es bestehen Kooperationsvereinbarungen mit der Shenzhen Airport Group, der Shanghai Airport Authority sowie der Henan Province Airport Group. Nun sollen diese Erfahrungen auch aktiv eingebracht werden, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Region und China zu intensivieren, bestehende wirtschaftliche Verbindungen auszubauen und neue Potentiale zum beiderseitigen Vorteil zu erschließen.

Vueling baut Vienna-Ziele aus: Mallorca ab 2018

Künftig noch mehr Verbindungen nach Mallorca: Ab Juni 2018 fliegt die spanische Airline Vueling viermal wöchentlich von Wien in die Hauptstadt Mallorcas. Die neue Flugverbindung wird mit einem A320 durchgeführt.

Juni 2018 nimmt Vueling die neue Verbindung ab Wien in ihr Streckennetz auf. Vier Mal pro Woche fliegt die Airline zum beliebten Reiseziel Palma. Die Hauptstadt der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca ist mit der bekannten Kathedrale La Seu, interessanten Strandlandschaften und vielseitiger Kulinarik ein Tourismusmagnet für Kultur- und Badeurlaub.

Viertes Ziel vier Mal pro Woche Vueling ab Wien

Vueling bedient aktuell drei Destinationen ab Wien. Mit der neuen Verbindungsaufnahme kommt künftig eine vierte Frequenz ab Wien dazu. Mallorca ist ein ganzjährig beliebtes Urlaubsziel. Ab 01. Juni 2018 verbindet Vueling viermal wöchentlich Wien mit Palma in Mallorca. Jeweils Montag und Freitag startet die Airline um 09:40 Uhr in Palma und landet um 12:05 Uhr in Wien, der Rückflug findet um 12:45 Uhr aus Wien mit Ankunft um 15:10 Uhr in Palma statt. An jedem Mittwoch und Samstag startet ein Flugzeug um 14:00 Uhr in Palma mit Landung um 16:35 Uhr in Wien und fliegt um 17:05 Uhr in Wien ab mit Ankunft um 19:30 Uhr in Palma.

Frequenzaufstockungen

Im Sommer 2018 stockt die spanische Fluglinie die Verbindung nach Barcelona von einer auf zwei tägliche Flugverbindungen auf und erhöht zudem die Flüge nach Rom-Fiumicino auf bis zu sieben wöchentliche Verbindungen. Weiterhin bedient werden außerdem fünf wöchentliche Flüge nach Paris Charles de Gaulles.

Vueling startete 2004 in Spanien mit zwei Airbus A320 und vier Strecken. Heute, dreizehn Jahre später, bedient die größte Airline am Flughafen Barcelona über 320 Routen zu mehr als 130 Zielen in ganz Europa, dem Mittleren Osten und Nordafrika. Die spanische Airline verfügt über eine Flotte von mehr als 100 Flugzeugen und transportiert jährlich mehr als 28 Millionen Passagiere.

LHT profitert noch schneller von Ideen der Mitarbeiter

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Rund 40 Millionen Euro pro Jahr spart Lufthansa Technik durch die Umsetzung kreativer Verbesserungsvorschläge der eigenen Belegschaft aus Hangars, Werkstätten und Büros. Die Mitarbeiter der Lufthansa Technik Gruppe in Deutschland tragen so durch Einsparungen über von ihnen eingereichte Ideen zu fast zehn Prozent zum Ergebnis des Unternehmens bei.

Mit dem neuen Ideen-Management „my ideas“ soll dieses Potenzial künftig noch besser genutzt werden. Bereits 2.000 Ideen sind eingereicht. Es liege in der DNA ihrer Techniker, Dinge verbessern zu wollen. Die Einführung von ‚my ideas‘ soll nun der Startschuss in eine neue Ideenkultur sein. Noch schlankere Prozesse und ein zeitgemäßes IT-Tool sollen die Zeit zwischen Einreichung einer Idee, ihrer Prüfung und der Entscheidung erheblich verkürzen.

Bei der Idee alle an einen Strang

Dazu sei es wichtig, dass im Unternehmen alle Beteiligten, von den Ideengebern über die Gutachter und betrieblichen Führungskräfte bis hin zum Top-Management dem Thema die notwendige Aufmerksamkeit schenkten. Nur so könnten die enormen Potenziale der Mitarbeiterideen für das Unternehmen dauerhaft nutzbar gemacht werden, beschrieb Oliver Reichel-Busch, Leiter des Corporate Idea Management bei Lufthansa Technik, das neue Verfahren.

Nicht nur deshalb ist Lufthansa Technik der mit großem Abstand wichtigste Ideengeber innerhalb der Lufthansa Group. Allein der Erstjahresnutzen der eingereichten Ideen erreichte in den letzten zwölf Monaten 10,5 Millionen Euro und wirkt im Durchschnitt aller Projekte über gut vier Jahre. Gab es schon immer bei der Lufthansa Technik attraktive monetäre Anreize für das Einreichen von Verbesserungsvorschlägen, sorgt der neue Ansatz von „my ideas“ jetzt dafür, dass über die Ideen zügiger entschieden wird und somit das Wissen der Belegschaft in konkrete Maßnahmen übergehen kann.

Entscheider erfährt es nun schneller

Der neue Prozess stellt unter anderem sicher, dass ein Verbesserungsvorschlag unverzüglich auf dem Tisch derjenigen Führungskraft landet, die den Nutzen aus der beschriebenen Lösung hat. Damit habe die oft mühsame und langwierige Suche nach dem passenden Entscheider deutlich optimiert werden können. Der Entscheider kann dabei zusätzliche Experten bei der Entscheidungsfindung einbeziehen, denn nicht wenige Verbesserungsvorschläge beziehen sich auf komplexe Prozesse oder Reparaturverfahren.

Beispiel für das Potential: Ein Mechaniker-Team der Lufthansa Technik in Hamburg störte in ihrer Werkstatt der hohe Aufwand bei der Erfassung von Daten aus der Schadensanalyse. Ein per Kamera erstelltes Foto der Beschädigung musste zunächst auf den PC übertragen, dann in ein pdf-Dokument umgewandelt und anschließend umständlich in die in SAP erstellte Schadensmeldung eingepflegt werden. Das Team entwickelte eine App, mit der ein über Tablet-PC erstelltes Foto mit einem zweiten Foto vom Barcode des zugehörigen Auftragblattes automatisch verbunden und der Meldung im System hinzugefügt wird.

Statt bislang bis zu zehn Minuten pro Vorgang benötigt man mit der neuen App nur noch eine bis maximal drei Minuten. Rasend schnell verbreitete sich die Anwendung in den Fachwerkstätten der Lufthansa Technik. Aktuell nutzen bereits über 50 Abteilungen die jetzt unter dem Namen „t/complaint“ angebotene hauseigene Entwicklung. Bei jährlich tausenden solcher Erfassungen ein enormes Einsparpotential.

Piloten fordern Ryanair-Chef zu Tarifverhandlungen

Deutsche Piloten von der Vereinigung Cockpit (VC) haben Ryanairchef Micheal O’Leary zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Piloten der Ryanair in der EU weisen schon seit zwei Monaten daraufhin, dass sie Verhandlungen mit dem Unternehmen aufnehmen möchten, um auf direktem Weg die Probleme anzugehen, vor denen das fliegende Personal und die Passagiere von Ryanair derzeit stehen. Bisher stießen sie bei Ryanair jedoch auf eine vollständige Blockadehaltung, so die VC. Deutsche Ryanair-Piloten haben nun mit Unterstützung der VC eine Tarifkommission gegründet, die Verhandlungen mit Ryanair über Einzelheiten eines Tarifvertrags aufnehmen möchte.

Es liege auf der Hand, dass die derzeitigen Vereinbarungen, die auf den Basen in Deutschland gelten, nicht dieselbe Rechtsstellung haben wie ein gemeinsames Arbeitsabkommen, und dass Ryanair nationale Gewerkschaftsverträge verhandeln müsse, um die Einhaltung sowohl europäischer als auch nationaler Regelungen in Deutschland sicherzustellen.

Ryanair: hohe Fluktuation beim Personal

Ryanair hatte immer eine hohe Fluktuationsrate – wie aus den Jahresberichten ersichtlich sei – aber man sehe derzeit auch eine demografische Veränderung bei den Ryanair Piloten, erläutert Jim Phillips, Vorstand für Internationales in der VC. Viele betrachten Ryanair inzwischen als eine Karriere und nicht mehr nur als einen Zwischentopp, um ein paar Flugstunden zu sammeln. Die Piloten wollten Familie, Häuser kaufen und dort leben, wo sie stationiert sind. Familienleben brauche eben die Stabilität nationaler Tarifverträge.

Die deutsche Tarifkommission bei der VC besteht aus Piloten von Ryanair und einem professionellen Verhandlungsführer. Behauptungen, es handele sich um Marionetten der Wettbewerber oder ähnliche kreative Kommentare seien schlicht falsch. Da jede Fluggesellschaft einzigartig ist, können nur die Ryanair Piloten ihre Bedürfnisse und Ziele bestimmen. Die Aufgabe der VC besteht darin, diese Piloten zu unterstützen. Man muss die VC als ein Mittel betrachten, um den gewünschten nationalen Vertrag zu erreichen, aber die Initiative muss von innerhalb des Unternehmens kommen, und das ist heute der Fall.

Masterplan BER als Leitbild bis 2040 verabschiedet

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Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft hat in seiner Sitzung am 17.11. den Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 beschlossen, der Masterplanung BER 2040 zur infrastrukturellen Entwicklung des Single Airport BER grundsätzlich zugestimmt und sich über den Stand der Baufertigstellung unterrichten lassen. Der verabschiedete Wirtschaftsplan geht von einem etwa konstanten Ergebnis für das Jahr 2018 von über 100 Mio. Euro EBITDA aus. Es wird damit gerechnet, dass die Passagierzahlen trotz der Insolvenz von airberlin leicht auf über 34 Millionen ansteigen und damit eine Erlössteigerung beim Luftverkehr und im Non-Aviation-Bereich erreicht werden kann. Allerdings werden auch Aufwandssteigerungen im Vergleich zum Vorjahr zum Beispiel durch Aufwendungen für Instandhaltungen und Sanierung in TXL von insgesamt über 10.000.000 Euro (u.a. ein Betriebssicherungsprogramm TXL 3.0 mit 5.000.000 Euro), Aufwände für Personal und Instandsetzungen an den Bestandsflughäfen erwartet.

Der Masterplan BER 2040 als strategisches Leitbild bildete einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung. Nach intensiver Diskussion hat der Aufsichtsrat dem Masterplan BER 2040 als strategisches Leitbild grundsätzlich zugestimmt. Konkret steht der Bau des neuen Terminals T1-E an, für den noch in diesem Jahr die Baugenehmigung beantragt wird. Weitere anstehende Projekte sind u.a. die Verlängerung des Pier Nord, der Ausbau der Flugbetriebsflächen sowie Betriebsoptimierungen am Flughafen Schönefeld. Im Wirtschaftsplan 2018 wurden Mittel für Studien zu den baulichen und technischen Fragen u.a. des Terminal 2 freigegeben. Auch die Logistik- und Verkehrskonzepte werden planerisch weiterbearbeitet.

Der Aufsichtsrat hat sich ausführlich über den aktuellen Stand der Baufertigstellung am BER unterrichten lassen. Schlüsselthemen wie die Inbetriebsetzung der Türen und Sprinkler sind weiter vorangekommen. Mittlerweile sind mehr als 80 Prozent der Türen fertig gestellt und betriebsbereit. Zudem sind jetzt 77 Prozent der hydraulischen Berechnungen für die Sprinkler fertiggestellt. Bei den prüfpflichtigen Anlagen wurden 61 Prozent der Sachverständigen-Prüfungen abgeschlossen.

Ziel ist die „havariefreie Inbetriebnahme“

Die technischen und kaufmännischen Klärungen mit Baufirmen kommen gut voran. Terminrisiken werden weiterhin intensiv im Zuge des technischen Risikomanagements identifiziert, bewertet und nachgehalten. Mit dem Inbetriebnahmetermin für den BER wird sich der Aufsichtsrat in der außerordentlichen Sitzung am 15. Dezember beschäftigen.

Vorrangiges Ziel bleibe laut Staatssekretär Rainer Bretschneider, Vorsitzenden des Aufsichtsrats, nach wie vor die schnellstmögliche und havariefreie Inbetriebnahme des BER. Darüber hinaus müssen aber auch wichtige Weichenstellungen angegangen werden, die in der Masterplanung zusammengefasst sind, die wir heute ebenfalls beraten haben.

Der Masterplan 2040 erhielt im Aufsichtsrat breite Zustimmung. Die hohe Qualität des Masterplans wurde auch von Experten des Flughafens Zürich bestätigt, die die Entwicklung ihres Flughafens bereits seit Jahren an einer strategischen Masterplanung orientieren. Der Masterplan soll auch den Airlines, der regionalen Wirtschaft und allen anderen Partnern und Dienstleistern eine klare Orientierung über die Entwicklung des Flughafenstandortes geben. Diese habe bisher gefehlt hat. Der Masterplan sei das Leitbild für die Zukunft des BER, hieß es aus der Sitzung.