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Eurowings forciert Mallorca-Flüge ab PAD

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Eurowings stockt ab Ende März das Angebot ab PAD nach Palma de Mallorca um sechs wöchentliche Flüge deutlich auf. Damit startet die Airline zum Beginn des Sommerflugplans im Mai insgesamt zehnmal jede Woche zur beliebten Baleareninsel.

Im Jahr 2017 hatte die Fluggesellschaft mit vier wöchentlichen Flügen den Paderborn-Lippstadt Airport in ihr Streckennetz aufgenommen. Die Flüge starten ab dem 25. März täglich am frühen Morgen, mittwochs und sonntags jeweils auch am Nachmittag sowie donnerstags zusätzlich um 11:00 Uhr in Richtung Balearen. Zum Einsatz kommen bei der Eurowings Flugzeuge vom Typ Airbus A320 mit Platz für 180 Passagiere. Auf dem beliebten Urlaubsziel hat die Fluglinie zwei Maschinen des Typs stationiert.

Lufthansa tut was Gutes für den Kranich

Die Lufthansa Group setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) fort. Als Partner der Kranichschutz Deutschland gGmbH will sich Lufthansa auch zukünftig für den Schutz der bedrohten Vogelart einsetzen.

Dabei setzen die Partner auf gemeinsame Erfolge der letzten Jahre auf, wie zum Beispiel dem Aufbau der barrierefreien Kranichbeobachtungsstation KRANORAMA am Günzer See oder des NABU-Kranichzentrums in Groß Mohrdorf. Andreas Bartels, Leiter Lufthansa Group Communications: „Der Kranich steht als Symbol für die Werte der Lufthansa. Wir werden uns weiterhin für den Schutz der Kraniche einsetzen und freuen uns, dass wir die Zusammenarbeit mit dem NABU auf eine neue Basis stellen können.“

Schutz des Wappens ist ja „Logo“

Mit dem eleganten Zugvogel als Wappen hat die Lufthansa nach 100 Jahren kürzlich ihr Logo erneuert und in einem Rundflug präsentiert. Die Förderung von Natur- und Artenschutz hat bei Lufthansa eine lange Tradition. Dies gilt insbesondere für Kraniche, für deren Schutz sich Lufthansa seit den 1980er Jahren engagiert. 1991 wurde gemeinsam mit west- und ostdeutschen Kranichschützern die Arbeitsgemeinschaft „Kranichschutz Deutschland“ gegründet, die erste deutschlandweite Initiative zum Schutz der Kraniche. Fünf Jahre später ging daraus die bis heute existierende gemeinnützige Kranichschutz Deutschland gGmbH hervor. Diese wurde zunächst von der Umweltstiftung WWF Deutschland und dem NABU als gemeinsame Gesellschafter geführt, seit 2017 ist der NABU alleiniger Gesellschafter.

Ryanair am Frankfurt-Hahn unter Druck

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Ryanair will die Anzahl der Flugzeuge am Flughafen Frankfurt-Hahn reduzieren. Ab dem 25. März 2018 sollen statt fünf nur noch vier Maschinen dort stationiert sein. Im Sommer 2018 werden dann insgesamt 40 Strecken von/nach Frankfurt-Hahn bedient.

Vier von dieser Flugplanänderung betroffene Strecken (Porto, Venedig Treviso, Valencia und Zadar) werden nach Frankfurt am Main verlegt und eine fünfte Strecke nach Plovdiv wird ab dem 23. März 2018 eingestellt. Alle betroffenen Kunden werden per E-Mail und SMS benachrichtigt und über ihre Möglichkeiten informiert – eine vollständige Rückerstattung oder eine kostenlose Umbuchung auf einen anderen Flug. Ryanair entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten, die Kunden durch diese Flugplanänderungen entstehen.

Flugzeuge an anderen Standorten gebraucht

David O‘Brien, Chief Commercial Officer von Ryanair, gab an, die Entscheidung von Ryanair, die Zahl der am Flughafen Frankfurt-Hahn stationierten Flugzeuge von fünf auf vier zu reduzieren, sei auf die schwache wirtschaftliche Leistung zurückzuführen. Gleichzeitig steige aber die Nachfrage nach Ryanair-Flugzeugen an anderen Flughäfen in ganz Europa.

Die vier verbleibenden Flugzeuge von Ryanair werden im Sommer 2018 insgesamt 40 Strecken bedienen, darunter Sonnenscheinstrecken von Frankfurt-Hahn nach Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Marokko. Ryanair fordert die deutsche Regierung erneut auf, die Fluggastabgabe abzuschaffen, da sie eine pauschale, regressive Steuer ist, die kleinere Flughäfen wie Frankfurt-Hahn und Billigflugstrecken zugunsten größerer, primärer Flughäfen oder benachbarter Länder wie Luxemburg, wo es keine Passagiersteuer gibt, benachteiligt.“

Wizz Air fliegt ab Wien ins rumänische Cluj

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Low-Cost Airline Wizz Air fliegt ab 30. Mai 2018 neu von Wien nach Cluj in Rumänien. Durch günstige Flugzeiten und niedrige Flugpreise wird Cluj als ideales Reiseziel für einen Kurzurlaub erschlossen, um die wunderschöne Region Transsylvaniens zu erkunden.

Cluj verdichtet das Streckennetz in den Osten des Kontinents. „Mit 18 neuen Verbindungen und einer Basis am Standort Wien wird Wizz Air in diesem Jahr wesentliche Wachstumsimpulse für die Passagierentwicklung am Flughafen Wien setzen. Gerade ihr Streckennetz Richtung Osteuropa und die neue Verbindung nach Cluj in Rumänien stärken unsere Position als Gateway in diese Region. Von Wien aus werden damit insgesamt über 44 Destinationen in Osteuropa direkt erreichbar sein.“, erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

MTU Aero Engines hatte Geschäftsjahr wie noch nie

Die MTU Aero Engines AG blickt erneut auf ein Rekordjahr zurück: 2017 stieg der Umsatz um sechs Prozent von 4.732,7 Mio. Euro auf den neuen Höchstwert von 5.036,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis1 legte um 21 Prozent zu und erreichte die neue Höchstmarke von 606,6 Mio. Euro (2016: 503,0 Mio. Euro).

Beim Gewinn nach Steuern2 liegt der neue Rekord bei 429,1 Mio. Euro, 24 Prozent über dem bisherigen Höchststand von 345,4 Mio. Euro aus dem Jahr 2016. „Wir haben das hervorragende Marktumfeld 2017 erfolgreich für profitables Wachstum genutzt – sowohl im OEM- als auch im MRO-Segment. Insgesamt sind unsere Ergebniswerte sogar etwas besser ausgefallen, als wir bei der zweiten Erhöhung der Ergebnisprognose im Oktober angenommen hatten“, resümierte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG, bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen am Mittwoch, 21. Februar 2018.

MTU: Eintritt in Konsolidierung

Die MTU hatte für 2017 mit rund 5,1 Mrd. Euro Umsatz gerechnet. Der Ergebnisausblick lag bei rund 600 Mio. Euro für das bereinigte EBIT und bei etwa 420 Mio. Euro für den Gewinn nach Steuern. Das Jahr 2018 markiert den Übergang von der Investitions- in die Konsolidierungsphase. „Wir streben dieses Jahr weiteres Wachstum an“, stellte Winkler in Aussicht.

Ab 2018 wendet die MTU den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 15 an, der zu einer Reduzierung der ausgewiesenen Umsätze führt. Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet die MTU nach IFRS 15 mit einem Umsatz von 3,65 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis 2017 dürfte unter Anwendung von IFRS 15 leicht niedriger ausfallen und bei etwa 570 Mio. Euro liegen.

Ausblick 2018

2018 dürfte das zivile Seriengeschäft mit einem Umsatzplus von etwa 30 Prozent auf US-Dollar-Basis das am stärksten wachsende Segment sein. „Getrieben ist der Anstieg von den Getriebefan-Programmen, deren Wachstum dieses Jahr seinen Höhepunkt erreichen dürfte“, so Winkler. Weiter zunehmen dürften auch das zivile MRO- und das Ersatzteilgeschäft: In der zivilen Instandhaltung geht die MTU in US-Dollar von einem Zuwachs im hohen Zehner-Prozentbereich aus, das Ersatzteilgeschäft dürfte um einen mittleren einstelligen Prozentwert steigen.

Der Umsatz des Militärgeschäfts wird auf dem Niveau von 2017 erwartet. „Das zeigt, dass unser Geschäftserfolg ungebrochen ist“, ergänzte CFO Peter Kameritsch. Trotz des enormen Anstiegs des Seriengeschäfts stellt die MTU für 2018 einen moderaten Anstieg des bereinigten EBIT in Aussicht (2017: 606,6 Mio. Euro), der Gewinn nach Steuern dürfte analog zum operativen Ergebnis steigen (Net Income bereinigt, 2017: 429,1 Mio. Euro). Die Cash Conversion Rate, definiert als das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern, soll 2018 mit einem mittleren zweistelligen Prozentsatz erneut etwas höher ausfallen als im Vorjahr (2017: 35 Prozent).

Die MTU legt der Prognose die Annahme zugrunde, dass die technischen Probleme, die im Februar an PW1100G-JM-Triebwerken für die A320neo aufgetreten sind, kurzfristig behoben werden können und die GTF-Auslieferungsziele nicht gefährden.

Umsatzschub in der zivilen Instandhaltung

Den höchsten Umsatzzuwachs erzielte 2017 die zivile Instandhaltung mit einem Plus von 19 Prozent auf 2.285,3 Mio. Euro (2016: 1.914,4 Mio. Euro). Die größten Umsatzanteile entfielen auf den A320-Antrieb V2500 (im Bild gezeigt) und das CF34, das in Geschäftsreise- und Regionalflugzeugen zum Einsatz kommt. „Das hohe Umsatzplus korrespondiert mit der anhaltend hohen Auslastung aller unserer MRO-Standorte“, ergänzte Winkler.

Im zivilen Triebwerksgeschäft erreichte die MTU einen Umsatz in Höhe von 2.469,4 Mio. Euro; 2016 waren es 2.401,2 Mio. Euro. Die wichtigsten Umsatzträger waren das V2500, das GEnx für die Boeing 787 und 747-8 und der A320neo-Antrieb PW1100G-JM. Der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäfts ist um 20 Prozent von 504,0 Mio. Euro auf 404,3 Mio. Euro zurückgegangen. Hauptumsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200.

Auftragsbestand bei 13.224,7 Mio. Euro

Der Auftragsbestand der MTU lag 2017 bei 13.224,7 Mio. Euro nach 14.172,2 Mio. Euro im Jahr 2016. „In den Zahlen spiegeln sich die Abschwächung des US-Dollar-Wechselkurses einerseits und die Abarbeitung des Rekord-Auftragsbestands des Vorjahres andererseits wider“, erläuterte Winkler. Die wichtigsten Programme im Auftragsbestand sind das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM.

Ergebniszuwachs in allen Geschäftsbereichen

Das Ergebnisplus des Geschäftsjahres 2017 ist vor allem auf den starken Ergebnisanstieg im OEM-Geschäft zurückzuführen: Hier verzeichnete die MTU einen Zuwachs von 28 Prozent auf 412,2 Mio. Euro (2016: 321,5 Mio. Euro). Die Marge kletterte von 11,1 Prozent auf 14,3 Prozent. „Die Marge war damit trotz des deutlichen Anstiegs der GTF-Auslieferungen im vierten Quartal auf außergewöhnlich hohem Niveau“, sagte Winkler. „Gemeinsam mit Pratt & Whitney haben wir letztes Jahr 374 Getriebefans an Kunden übergeben und damit unser Auslieferungsziel erreicht.“

Das bereinigte EBIT der zivilen Instandhaltung hat die MTU um sieben Prozent auf 194,4 Mio. Euro gesteigert (2016: 181,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge des MRO-Bereichs erreichte 8,5 Prozent nach 9,5 Prozent im Vorjahr.

Dividendenvorschlag am 27. Februar

„Im Sinne unserer kontinuierlichen Dividendenpolitik sollen unsere Aktionäre selbstverständlich auch dieses Jahr angemessen von unserem erneuten Rekordergebnis profitieren“, sagte Kameritsch. „Wir schlagen dem Aufsichtsrat daher in der bilanzfeststellenden Sitzung am 27. Februar vor, der Hauptversammlung eine Dividende von 2,30 Euro zur Abstimmung vorzulegen.“ Für 2016 hatte das Unternehmen je Aktie 1,90 Euro ausgeschüttet.

Forschung und Entwicklung

Nach 208,6 Mio. Euro im Jahr 2016 hat die MTU im vergangenen Geschäftsjahr 199,7 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Damit hat sie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Getriebefan-Programme und ihre Weiterentwicklung ebenso vorangetrieben wie die F&E-Arbeiten für den Boeing 777X-Antrieb GE9X und Technologiestudien für zukünftige Antriebsgenerationen.

151,1 Mio. Euro Free Cashflow

Beim Free Cashflow erzielte die MTU 2017 ein Plus von 84 Prozent von 82,0 Mio. Euro auf 151,1 Mio. Euro. „Dieser Wert ist höher als erwartet“, so Kameritsch. Gerechnet hatte die MTU mit einem Free Cashflow von etwa 140 Mio. Euro.

22 Prozent mehr Investitionen in Sachanlagen

2017 hat die MTU 188,1 Mio. Euro in Sachanlagen investiert, 22 Prozent mehr als im Vorjahr (2016:154,7 Mio. Euro). Die Mittel wurden vor allem für Lease-Triebwerke sowie die Erweiterung des Programmportfolios im zivilen Instandhaltungsgeschäft verwendet.

Mehr Mitarbeiter

Mit 8.846 Personen beschäftigte die MTU am Jahresende 6 Prozent mehr Mitarbeiter als Ende 2016 (31.12.2016: 8.368 Mitarbeiter). Neueinstellungen gab es vor allem an den Instandhaltungsstandorten Hannover und Ludwigsfelde sowie bei der MTU Aero Engines Polska und am Unternehmenssitz in München.

MTU Aero Engines Q4 2016 Q4 2017 per Dezember 2016 per Dezember 2017 Veränderung
Umsatz 1.331,4 1.290,9 4.732,7 5.036,3 + 6,4 Prozent
davon OEM-Geschäft 810,1 780,8 2.905,2 2.873,7 – 1,1 Prozent
davon ziviles Triebwerksgeschäft 662,9 648,0 2.401,2 2.469,4 + 2,8 Prozent
davon milit. Triebwerksgeschäft 147,2 132,8 504,0 404,3 -19,8 Prozent
davon zivile Instandhaltung 546,1 557,8 1.914,4 2.285,3 + 19,4 Prozent
EBIT (bereinigt) 109,2 156,0 503,0 606,6 + 20,6 Prozent
davon OEM-Geschäft 57,0 108,9 321,5 412,2 + 28,2 Prozent
davon zivile Instandhaltung 52,5 47,6 181,5 194,4 + 7,1 Prozent
EBIT-Marge (bereinigt) 8,2 Prozent 12,1 Prozent 10,6 Prozent 12,0 Prozent
im OEM-Geschäft 7,0 Prozent 13,9 Prozent 11,1 Prozent 14,3 Prozent
in der zivilen Instandhaltung 9,6 Prozent 8,5 Prozent 9,5 Prozent 8,5 Prozent
Net Income (bereinigt) 72,0 108,7 345,4 429,1 + 24,2 Prozent
Net Income (reported) 70,2 84,5 312,6 381,8 + 22,1 Prozent
Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported) 1,37 1,61 6,09 7,35 20,7 Prozent
Free Cashflow 7,0 32,0 82,0 151,1 + 84,3 Prozent
Forschungs- und Entwicklungskosten 50,7 37,3 208,6 199,7 – 4,3 Prozent
davon eigenfinanzierte F&E 40,9 31,7 168,0 167,8 – 0,1 Prozent
davon fremdfinanzierte F&E 9,8 5,6 40,6 31,9 – 21,4 Prozent
eigenfinanzierter F&E-Aufwand gemäß GuV 18,0 27,1 71,1 76,6 + 7,7 Prozent
Investitionen in Sachanlagen (netto) 63,2 96,6 154,7 188,1 + 21,6 Prozent
31. Dez. 2016 31. Dez. 2017 Verände-rung
Bilanz-Kennzahlen
Immaterielle Vermögenswerte 2.234,2 2.290,1 + 2,5 Prozent
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente 322,4 106,1 – 67,1 Prozent
Rückstellungen für Pensionen 883,3 870,7 – 1,4 Prozent
Eigenkapital 1.500,5 1.989,8 + 32,6 Prozent
Netto-Finanzverschuldung 892,0 827,0 – 7,3 Prozent
Bilanzsumme 5.844,6 6.049,5 + 3,5 Prozent
Auftragsbestand 14.172,2 13.224,7 – 6,7 Prozent
davon OEM-Geschäft 7.246,0 5.814,8 – 19,8 Prozent
davon zivile Instandhaltung 6.926,2 7.409,9 + 7,0 Prozent
Mitarbeiter 8.368 8.846 + 5,7 Prozent

Die MTU Aero Engines veröffentlicht ihren Geschäftsbericht am 27. Februar 2018.

MTU Aero Engines – Eckdaten für 2017 (Beträge in Mio. Euro, bereinigt, Rechnungslegung nach IFRS)

Fußnoten

1. EBIT adjusted = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, vergleichbar gerechnet

2. Net Income adjusted = Ergebnis nach Ertragsteuern, vergleichbar gerechnet

MTU Aero Engines weist bei den Aussagen auf gegenwärtige Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung hin, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

Abfertiger AHS in Berlin am Start

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AHS BERLIN hat mit der Maschine der Airline Germania Flugnummer ST4922 am 19. Februar 2018 das erste Flugzeug pünktlich Richtung Fuerteventura abgefertigt. Seit Montag fertigt AHS bis zu sechs Flugzeuge der Fluglinien Germania, Sun Express und Bulgaria Air pro Tag ab.

Mit Beginn des Sommerflugplans wird sich die Anzahl der abzufertigen Maschinen am Hauptstadtflughafen Berlin TXL auf bis zu 14 täglich erhöhen. Der Dienstleister übernimmt dabei die Tätigkeiten Passage, Operations und Ticketing für die genannten Airlines. „Nach dreijähriger Unterbrechung können wir unseren Kunden nun auch am Flughafen Berlin Tegel wieder unser vollständiges Leistungsportfolio anbieten und freuen uns darauf, die Berliner Passagiere unserer Partner-Airlines begrüßen zu dürfen“, sagt Tays Breckerbohm, Geschäftsführer der AHS BERLIN Aviation Handling Services GmbH.

Bewerber für offene Stellen gesucht

„Wir freuen uns sehr über die Rückkehr von AHS“, sagt Kristin Büttner, Director Ground Operations der Germania Fluggesellschaft mbH. „Für unsere neuen Flüge zu 19 verschiedenen Destinationen ab Tegel brauchen wir einen soliden Partner im Ground Handling, den wir mit AHS an unserer Seite wissen.“ Mit Blick auf den Sommerflugplan können sich Interessierte noch für einen Job in den Bereichen Passage und Operations bewerben. Derzeit beschäftigt das Unternehmen bereits 135 Mitarbeiter in Berlin, davon 65 am Flughafen Tegel.

Illustration der Luftfahrtgeschichte in Bremen

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Ein Zeitstrahl an der Fensterfront der Bremenhalle (zweites Obergeschoß) gibt jetzt tolle Einblicke in die Historie. Los geht der Zeitstrahl 1909 mit einem Foto von Henrich Focke, Carl Tiemann und Frido Kirchhoff auf dem Osterdeich – hier startet die Reise in die bremische Vergangenheit der Luft- und Raumfahrt.

Bremen hat allerhand Geschichte in der Luft- und Raumfahrt zu bieten. Initiiert und entworfen hat die informative Übersicht, die aus kurzen Texten und Fotos besteht, der Verein „Wir holen die BREMEN nach Bremen e.V.“ und würdigt damit die Pionierleistungen der Luft- und Raumfahrt in Bremen und umzu. Bereits 1909 testeten drei Primaner des Reformgymnasiums namens Henrich Focke, Carl Tiemann und Frido Kirchhoff, auf dem Osterdeich ihren selbstgebauten Hängegleiter.

Stationen der Luftfahrtgeschichte

Natürlich fehlt auch der 12. April 1928 im Zeitstrahl nicht: hier startete die Junkers W33 BREMEN vom irischen Flugplatz Baldonnel zum ersten erfolgreichen Transatlantikflug der Geschichte von Ost nach West. Komplettiert wird das Erlebnis in der Bremenhalle rund um die historisch bedeutende Junkers BREMEN durch ein großes Bild, das die Flugroute über den Atlantik zeigt. Dazu kommen noch drei Büsten von Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld, Hermann Köhl und dem Co-Piloten James Fitzmaurice – so kann man den mutigen Flugpionieren von einst, direkt in die Augen blicken. Der Eintritt in die Bremenhalle ist kostenlos.

Wasserstrahlschneiden vorteilhaft für Feinteile

Neben der vergleichsweise kurzen Bearbeitungszeit gehören dazu auch der Entfall teilespezifischer Vorrichtungen, die Überflüssigkeit komplexer Verfahrenskombinationen und der geringe Aufwand für die Nachbearbeitung der Werkstücke.

Während für Bleche mit minimal 0,5 mm Dicke das Laserschweißen, Nieten oder Schrauben zum Einsatz kommen, verbindet das Unternehmen feine Metallfolien ab 0,005 mm Dicke durch Kleben oder Kaschieren. Mit der Anschaffung einer Wasserstrahlschneidanlage hat MARTIN seine Fertigungskompetenzen auf dem Gebiet der Trennverfahren für die Blechbearbeitung erneut ausgebaut.

„Unsere jüngste Investition in die Wasserstrahltechnologie sehen wir als perfekte Ergänzung zu unserem CNC-Maschinenpark im Bereich des Laserschneides und der Zerspanung. Etliche Aufträge, die wir bislang spangebend umgesetzt haben, können wir nun schneller und mit weniger Aufwand mit der neuen Wasserstrahlmaschine realisieren“, betont Firmenchef Christoph Martin. Der Einsatz der Wasserstrahl-Technologie bietet auf mehreren Ebenen eine Reihe von Vorteilen.

Teile erfahren weniger Stress

Für einige seiner Produkte konnte die Gesamtproduktionszeit sogar drastisch reduziert werden. Darüber hinaus unterliegt das Material beim Wasserstrahlschneiden keinem thermischen und mechanischen Stress. Überdies lassen sich alle Kanten gratfrei ausführen, wobei Christoph Martin in diesem Zusammenhang auch die hohe erzielbare Oberflächenqualität als Pluspunkt nennt: „Wir erreichen mit unserer neuen Wasserstrahlschneidanlage Oberflächen mit sehr niedrigen Rauheitswerten von < Ra 3,2. Das ist ein exzellenter Wert.“

Der konkrete Anlass für die Investition in die Wasserstrahl-Technologie ergab sich für Martin im Rahmen einer kundenspezifischen Projektarbeit für die Luftfahrtindustrie. Dabei ging es um die Entwicklung neuer Triebwerks-Bauteile. Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen und die Serienproduktion ist inzwischen angelaufen. Dabei ergibt sich mit der Maschine noch ein weiterer Vorteil in punkto Personalverfügbarkeit. Es brauche für die Bedienung einer Wasserstrahlschneidanlage keinen Zerspanungstechniker.

Bleche und Folien mit komplexen Geometrien

Martin setzt seine neue Wasserstrahlschneidanlage vorwiegend zur Bearbeitung von Luftfahrttauglichen harten und weichen Metalllegierungen sowie von Composite-Werkstoffen ein. Aus den 2D-Schneidteilen werden dann Baugruppen oder auch komplexe Umformteile. Darüber hinaus können daraus die soliden, paketierten und laminierten Zwischenlagen (Shims) der Produktfamilie M-Tech® entstehen.

Während das Unternehmen diese Zwischenlagen mit minimalen Foliendicken ab 0,005 mm herstellt, fertigt es in seinem Bereich Umformtechnik hochwertige Blechteile und Baugruppen mit sehr komplexen 3D-Geometrien. Dazu nutzt es neben innovativen Fügetechniken eine breite Palette fertigungstechnischer Kernkompetenzen von der Zerspanung über die Lasertechnik bis hin zum Tiefziehen – und jetzt auch das Wasserstrahlschneiden. Auf der Basis dieser technologischen Vielfalt fertigt das Unternehmen beispielsweise gewichtsreduzierte und hochpräzise Umformteile, wie sie bevorzugt in der Luftfahrt-Industrie, in der Medizintechnik, im Automotive-Sektor oder auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau benötigt werden.

Formteile und Baugruppen aus Fein- und Dünnblechen realisiert Martin ab Losgröße 1 bis zu Jahresstückzahlen von einer halben Million. Dabei bietet das Unternehmen seinen Kunden eine große Auswahl an Fein- und Dünnblechen aus Stahl und Edelstahl sowie Eisen-, NE- und Leicht- und Buntmetallen sowie Kunststoffen und Composite-Materialien. Seine gesamten Kompetenzen auf dem Gebiet der Umform- und Fügetechnik stellt MARTIN auch für die Fertigung von Vorserien oder im Rahmen von Entwicklungsprojekten zur Verfügung.

Auf den Bildern: Mit der Anschaffung einer neuen Wasserstrahlschneidanlage hat Martin seine Fertigungskompetenzen auf dem Gebiet der Trennverfahren für die Blechbearbeitung erneut ausgebaut. Dabei darf es auch mal ein Gecko sein: Martin setzt seine neue Wasserstrahlschneider vorwiegend zur Bearbeitung von harten und weichen Metalllegierungen sowie von Composite-Werkstoffen ein.

Null Gravitation für sechs Minuten

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247,6 Kilometer Höhe und mehr als sechs Minuten Schwerelosigkeit erreichte die zweistufige Forschungsrakete MAPHEUS-7, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 17. Februar 2018 um 08:00 Uhr vom Raketenstartplatz ESRANGE startete.

365 Kilogramm Nutzlast beförderte die Höhenforschungsrakete dabei auf eine suborbitale Flugbahn: Auf MAPHEUS-7 waren neben einem Wiederflug des Röntgenradiographiemoduls X-RISE (X-Ray Investigation in Space Environment) und dem Zellmembranexperimentmodul MemEx (Membran Experiment) drei vollständig neu entwickelte Module und ein Strahlungsmessgerät als Mitflieger in MemEx an Board. Im Experiment GraScha (Granularer Schall) wurde die Schallübertragung in granularen Packungen untersucht.

Schwerelosigkeit für Experimente

Das Experimentmodul RAMSES (Random-Motion of Micro-Swimmers Experiment in Space) untersuchte das dreidimensionale Clusterverhalten von phototaktisch getriebenen Teilchen in der Schwerelosigkeit. Im Bereich Gravitationsbiologie stand auf MAPHEUS mit dem Modul CELLFIX erstmals ein Experiment zur Untersuchung des Einflusses der Schwerkraft auf Stammzellen und Neuronen zur Verfügung. Ein weiteres Experiment untersuchte die Intensität der Höhenstrahlung während des Aufstiegs und Flugs von MAPHEUS.

Aber neben der erfolgreichen Durchführung der sechs Mikrogravitationsexperimente an Bord war auch die Qualifikation des neu entwickelten Trägersystems S31-Improved Malemute Missionsziel, das erhöhte Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit der Nutzlast gegen Beschleunigungen stellte. Die Nutzlast wurde nach ihrem Flug durch die Schwerelosigkeit von einem Fallschirmsystem gebremst und am 19. Februar 2018 erfolgreich geborgen. Die aufgezeichneten Experimentdaten werden in den nächsten Wochen ausgewertet.

Strukturen der Erstarrung

Im Experiment X-RISE wurde in zwei Isothermalöfen die Erstarrung von Aluminium-Kupfer-Legierungen, einer Basis für Aluminium-Gusslegierungen, untersucht. Durch die Echtzeitbeobachtung des Erstarrungsvorgangs mittels Röntgenstrahlung kann das Wachstum von kristallinen Strukturen abgebildet werden.

„Von diesen Experimenten ohne zusätzliche, durch die Schwerkraft verursachte Strömung versprechen wir uns wichtige Benchmark-Experimente für die Überprüfung von Modellen für die Erstarrung von Legierungen“, sagt Prof. Florian Kargl vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum. Die gewonnenen Daten aus der Schwerelosigkeit werden mit Modellrechnungen und Daten aus dem irdischen Labor verglichen. Diese Ergebnisse können unter anderem dazu beitragen, in der Industrie Gussprozesse zu optimieren.

Schallausbreitung in granularen Packungen

Das Experiment GraScha untersuchte die Schallausbreitung in Granulaten bei sehr niedrigen Packungsdrücken und bei sehr kleinen bis mittleren Schallamplituden. Die Experimentdurchführung in Mikrogravitation ermöglicht dabei eine Messung in der Packung frei von Druckgradienten. Als Granulat dienen Glaskugeln mit einer monodispersen Radienverteilung.

„Ziel der Untersuchung ist die Bestimmung des Überganges von linearer Schall- zur nichtlinearen Schallausbreitung. Dabei wird bei den niedrigen Drücken in Schwerelosigkeit eine sehr kleine Schallgeschwindigkeit beobachtet, die schon bei vergleichsweise kleineren Schall-A mplituden als am Boden nichtlineare Charakteristiken zeigt“, sagt Prof. Matthias Sperl vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum. Die Ergebnisse des Raketenfluges werden mit den Resultaten am Boden sowie mit theoretischen Modellierungen verglichen. Erkenntnisse aus den Messungen sollen eingehen in ein besseres Verständnis von Granulaten beim Verlust ihrer mechanischen Stabilität und in eine verbesserte Modellierung von Schallausbreitung in granularen Medien auch auf der Erde.

Dreidimensionale Bewegung von Mikroschwimmern

Im Experiment RAMSES werden in insgesamt zehn voneinander unabhängigen Probenzellen in zwei kurz vor dem Start integrierten Drucktanks Lösungen mit aktiven Mikroschwimmern untersucht. Die Herausforderung von technischer Seite ist es, während des Raketenaufstiegs ein Sedimentieren der Partikel in der Hyper-Gravitationsphase zu verhindern. Die kugelförmigen Partikel werden über einen lokal auf der durch Laserlicht aufgeheizten Seite stattfindenden Entmischungsvorgang in der umgebenden Lösung systematisch vorangetrieben.

„Über die gemessene transmittierte Licht-Intensität können wichtige Erkenntnisse über die kollektive Dynamik dieser Mikroschwimmer und damit grundlegende Daten für das Verhalten biophysikalischer Systeme und zur Überprüfung von Nichtgleichgewichtstheorien gewonnen werden“, sagt Prof. Thomas Voigtmann vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum. Das Experiment RAMSES ist dabei in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Clemens Bechinger vom Fachbereich Physik der Universität Konstanz entstanden, an dessen Lehrstuhl das Probensystem entwickelt wurde.

Durchlässigkeit von Biomembranen

Das Experiment MemEx rückt biophysikalische Veränderungen von Zellmembranen in der Schwerelosigkeit in den Fokus. Untersuchungsobjekt sind künstlich hergestellte Lipidmembranen, die wie die Biomembran von Zellen aus einer Lipiddoppelschicht bestehen. „In der Doppelschicht sind Lipide und Proteine frei beweglich“, sagt Dr. Jens Hauslage vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. In MemEx wurde dieses Mal der Einbau von Ibuprofen in künstliche Vesikel untersucht, da schon im Vorfeld bekannt ist, das sich Medikamente in Schwerelosigkeit verändert in biologischen Membranen einbauen und wirken. „Bereits vorausgegangene Experimente bei 22 Sekunden Schwerelosigkeit im Parabelflug gaben uns erste Anhaltspunkte, dass sich die Fluidität von Biomembranen in der Schwerelosigkeit ändert. Jetzt sind wir gespannt auf die Auswertung der Proben, mit der wir direkt nach der Bergung von MAPHEUS-7 beginnen.“

Genexpression von Stammzellen und Nervenzellen

Das Experiment CellFix ist ein Modul zur Fixierung von biologischen Proben, in diesem Fall von Stammzellen und neuronalen Zellen. Um gravitationsabhängige Veränderungen in der Genexpression aufzudecken, werden zwei verschiedene Zelltypen während des Fluges chemisch fixiert. Hierbei werden die Zellen jeweils nach der Startphase unter erhöhter Gravitations (Hyper-G) und nach der Phase der Schwerelosigkeit (Mikrogravitation) chemisch fixiert, um sie nach der Bergung der Nutzlast für aufwendige Analysen aufzubereiten.

Das Experiment „AstroProteomics“ der Abteilung Gravitationsbiologie des DLR-Institutes für Luft- und Raumfahrtmedizin befasst sich mit der Adaptation der Proteinexpression von neuronalen Zellen, den so genannten Astrozyten. „Astrozyten sind die Zellen im Gehirn und Rückenmark, die maßgeblich an der neuronalen Narbenbildung in Folge von Verletzungen des Nervensystems involviert sind – deren Anpassungen auf Protein-Ebene (Proteom) nach dem Einfluss von Hyper- und Mikrogravitation werden mit diesem Experiment erstmalig untersucht“, erläutern Dr. Sonja Brungs und Dr. Christian Liemersdorf vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin.

Die Analyse der gewonnenen Proben soll Einblicke in schnelle Anpassungen der Genexpression durch den Einfluss der veränderten Gravitationsbedingungen liefern. Erste Ergebnisse erhielten die Forscher mit einer Parabalflugkampagne, bei der die Proben 22-sekündiger Schwerelosigkeit ausgesetzt werden. Durch die deutlich längere Phase der Schwerelosigkeit während des MAPHEUS-Fluges ermöglichen sich den Wissenschaftlern tiefergehende Erkenntnisse über die spontane Differenzierung von Stammzellen unter Mikrogravitationsbedingungen.

Rakete MAPHEUS

Das MAPHEUS-Höhenforschungsprogramm (MAterialPHysikalische Experimente Unter Schwerelosigkeit) läuft seit zehn Jahren. Der jährliche Flug, vorbereitet und durchgeführt durch die Abteilung Mobile Raketenbasis (MORABA) des DLR, ermöglicht den Wissenschaftlern einen unabhängigen und regelmäßigen Zugang zu Experimenten in Schwerelosigkeit. Dabei gehen in diesem Programm Fortschritte in Messtechniken und die Realisierung hochentwickelter Flughardware Hand in Hand mit richtungsweisenden Experimenten im Bereich der Eigenschaften metallischer Flüssigkeiten und deren Erstarrung sowie der Dynamik ungeordneter Systeme und der Schwerkraftwahrnehmung biologischer Systeme.

Trägersystem für Physik und Biologie

Die Abteilung MORABA (Mobile Raketenbasis) des DLR, die die Raketenflüge im MAPHEUS-Programm plant und durchführt, setzt mit dem erfolgreichen Flug von MAPHEUS-7 die Erweiterung ihrer zweistufigen Trägersystemfamilie um die Kombination S31 – Improved Malemute um. Die aus militärischen Altbeständen überlassene Raketenstufe Improved Malemute wurde dabei so angepasst, dass sie den Erfordernissen einer Zweitstufe auf einem Forschungsraketenträger gerecht wird.

„Aerodynamische und flugdynamische Auslegung sowie die Entwicklung von Zwischenstufenstruktur, Leitwerkstrukturen, Nutzlastadapter und Zündsystem wurden von MORABA mit Unterstützung des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik geleistet“, sagt Missionsleiter Frank Scheuerpflug. Der wissenschaftlichen Forschungsgemeinde steht damit ein Trägersystem mit einer Leistungsfähigkeit zur Verfügung, die mittelschweren Nutzlasten den Zugang zu sechsminütigen Mikrogravitationsbedingungen ermöglicht, aber auch für Hyperschall- oder Atmosphärenforschung genutzt werden kann.

Auf den Bildern

Start in die Schwerelosigkeit: An Bord der Höhenforschungsrakete MAPHEUS-7 starteten am 17. Februar 2018 sechs Experimente in die Schwerelosigkeit. Geborgen wurde die Nutzlast am 19. Februar 2018. Nun werden die Daten ausgewertet.

Bergung aus Schnee und Eis: Die Höhenforschungsrakete MAPHEUS-7 mit ihren Experimenten an Bord wurde nach ihrem erfolgreichen Flug vom schwedischen Raketenstartplatz Esrange nahe Kiruna geborgen.

Per Hubschrauber geborgen: Mit dem Hubschrauber flogen die Ingenieure und Wissenschaftler des DLR zur Höhenforschungsrakete MAPHEUS-7, die nach ihrem Flug wie geplant mit einem Fallschirmsystem abgebremst wurde und geborgen werden konnte.

Ryanair steuert ab Berlin Faro an

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Ryanair nimmt im nächsten Winter eine neue Flugverbindung von Berlin-Schönefeld nach Faro ein, die zwei Mal wöchentlich als Teil des Winterflugplans 2018 bedient wird. Der neue Winterflugplan soll im Laufe des kommenden Monats buchbar sein.

Verbraucher und Besucher Berlins können sich über noch günstigere Preise und die neuesten Verbesserungen im Rahmen des „Always getting better“-Programms freuen. Um die neue Strecke von Berlin-Schönefeld nach Faro einzuführen, die zwei Mal wöchentlich im Winterflugplan 2018 bedient wird, soll es für diese Strecke Flugtickets für den Reisezeitraum zwischen März und Mai schon ab 19,99 Euro (je nach Verfügbarkeit) geben, die bis Freitag, den 23. Februar 2018, um Mitternacht buchbar sind.

Dubai nonstop ab Nürnberg im Reise-Flugplan

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Ab 25. März erreichen Sonnenhungrige Dubai nonstop ab Nürnberg. FTI stellte mit dem Flughafen Nürnberg den Erstflug nach Dubai World Central vor. Die wöchentlichen Verbindungen durch Condor ergänzen damit das Angebot von Emirates ab München oder Frankfurt.

Eine Boeing 757-300 von Condor wird FTI-Gäste mit Abreise ab Nürnberg immer Sonntagabends innerhalb von rund sechs Stunden Flugzeit nonstop in die Stadt der Superlative und in das berühmte Emirat bringen. Das gaben Ralph Schiller, Group Managing Director der FTI, und Dr. Michael Hupe (links), Geschäftsführer der Flughafen Nürnberg am Airport bekannt.

„Reisende aus der Region können so quasi direkt ab der Haustür in den Urlaub starten,“ erklärte Schiller. Damit ergänzt Veranstalter FTI das bisherige Flugprogramm von Emirates, mit dem Reisende aus Franken den Dubai International Airport ab Frankfurt oder München erreichen. „Dubai ist ein ungemein vielseitiges Sonnenziel, welches das Urlaubsangebot unser Region auch durch die kurze Anreise über Nacht noch attraktiver macht“, fügte Hupe hinzu.

Ankunft in Dubai World Central

Zielflughafen ist Al Maktoum International at Dubai World Central DWC, ein Flughafen im Süden Dubais, der seit Oktober 2013 für Passagiere geöffnet ist. Er soll im Anschluss an die Expo 2020 zum größten Airport der Welt ausgebaut werden. Seine Lage ist insbesondere für Hotelgäste auf der berühmten Dubai Palme und im Viertel der Dubai Marina optimal, wo Strände, zahlreiche Restaurants und Bars sowie die Promenade The Walk auf Genießer und Badefreunde warten. Auch die Nachbaremirate wie Ras Al Khaimah, Fujairah oder Abu Dhabi sind von DWC sehr viel schneller als von Dubai International erreichbar. Beispielsweise heißen schon in rund anderthalb Autostunden Abu Dhabis Corniche, die reich mit Blumendekor verzierte Scheich-Zayed-Moschee oder die Ferrari World, die FTI Gäste willkommen.

Komfortable Anreise – zwei Klassen

In der Maschine, die Condor im FTI-Auftrag einsetzt, finden 257 Passagiere Platz. 36 Sitze stehen gegen einen Aufpreis von 149 Euro pro Person und Strecke im vorderen Bereich der Kabine als Premium Economy zur Verfügung. Die gehobene Flugklasse umfasst unter anderem neben bevorzugtem Check-In und Boarding einen reservierten Platz am Gang oder Fenster neben einem freien Mittelsitz, ein Premium-Meal sowie kostenlosen Softdrinks, Kaffee und Tee zu den Mahlzeiten.

Mit dem komfortablen Abflug am späten Abend erreichen die Passagiere Dubai am Morgen darauf und können den kompletten Tag als Urlaub nutzen. Der Rückflug hebt am Sonntagvormittag ab und landet am frühen Nachmittag desselben Tages, sodass auch hier das Wochenende noch voll ausgekostet werden kann. „Wir freuen uns, zusammen mit FTI als Partner diese wunderbare Destination anbieten zu können. Mit sieben Abflughäfen über Deutschland verteilt bieten wir eine gute Anbindung in die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate an“, so Paul Schwaiger, Commercial Director, Sales Condor & Marketing Thomas Cook Group Airlines.

Burj Khalifa – Ort der Extravaganz

Die Verbindungen lohnen sich für Reisende aber nicht nur dank der optimalen Flugzeiten – auch preislich sind die ausschließlich innerhalb von FTI-Pauschalpaketen buchbaren Strecken attraktiv: „Speziell Emirates bietet sehr hochwertige Produkte an, die wir jetzt durch den Charter mit preisgünstigen Komplettpaketen ergänzen können“, betont Ralph Schiller. „Eine Woche in Dubai ist so mit Frühstück und Flug ab Nürnberg schon ab 459 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar.“

Vor Ort stehen den Kunden des Veranstalters allein in Dubai über 400 Hotels zur Auswahl. Die Stadt selbst überzeugt mit Highlights wie dem Burj Khalifa als höchstem Gebäude der Welt, der Mall of the Emirates als größtem Einkaufszentrum der Welt, Neueröffnungen wie der Dubai Opera oder den Dubai Parks & Resorts sowie authentisch arabischen Sehenswürdigkeiten, etwa dem Dubai Gold- und Gewürz-Souk. Das sonnenverwöhnte Emirat bietet neben dem City-Erlebnis zahlreiche Strandabschnitte für Badeurlaub und ist ein idealer Ausgangspunkt für Rundreisen in Kombination mit anderen Emiraten oder dem Sultanat Oman.

A350-1000 beim Erstkunden Qatar Airways – neue Features

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Airbus hat den weltweit ersten A350-1000-Großraumjet an den Erstkunden Qatar Airways im Rahmen eines Festaktes in Toulouse, Frankreich, übergeben.

Es ist das erste Airbus-Flugzeug mit den revolutionären neuen Sitzen in der QSuite, die erstmals ein Doppelbett in der Business Class bieten. Das Flugzeug ist auch das erste von insgesamt 37 Flugzeuge A350-1000, die Qatar bei Airbus in Auftrag gegeben hat. Mit 76 bestellten Flugzeugen ist Qatar Airways der weltweit größte Kunde der A350 XWB-Familie und zugleich der größte A350-1000-Kunde. Seine Exzellenz Akbar Al Baker, Group Chief Executive von Qatar Airways: „Dieses außergewöhnliche, moderne Flugzeug wird ein fester Bestandteil der Flotte von Qatar Airways und unsere Spitzenposition auf dem Markt sichern. Es verleiht uns die Möglichkeit, unseren Passagieren weiterhin überragenden Komfort und erstklassigen Service zu bieten.“

A350-1000 erweitert bestehende Flotte

Die A350-1000 fügt sich nahtlos in die wachsende Flotte von Qatar Airways ein, die derzeit 20 Flugzeuge der A350-900 umfasst. Beide Flugzeuge ergänzen einander, bringen aber eine hohe Kommunalität in Bedienung modernster Betriebseffizienz und bieten das gleiche Reiseerlebnis mit der Airspace-Kabine. Für höchstes Wohlbefinden an Bord sorgen mehr Bewegungsfreiheit, eine optimierte Kabinendruckhöhe, mehr Frischluft, Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, integrierte Anschlüsse und In-Flight-Entertainment der neuesten Generation.

Chris Cholerton, Rolls-Royce President – Civil Aerospace, sagte: „Es ist für uns ein stolzer Moment, nach der gemeinsamen Arbeit mit Qatar Airways und Airbus die Triebwerke für dieses jüngste Mitglied der A350-XWB-Familie bereitzustellen. Diese Auslieferung markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserer Partnerschaft mit der Airline und dem Hersteller: Mit dem Trent XWB-97 verfügt das neue Flugzeug über das leistungsstärkste Triebwerk, das je für ein Airbus-Flugzeug entwickelt wurde.“

A350 Business Class mit Doppelbett

Fabrice Brégier, Airbus, sagte: „Mit großem Stolz liefern wir heute die erste A350-1000 an unseren Erstkunden Qatar Airways aus. Die A350-1000 bietet entscheidende Vorteile bei der Treibstoff- und Kosteneffizienz sowie unvergleichlichen Komfort für die Passagiere. Dies macht sie zum idealen Flugzeug für den legendären Kundenservice von Qatar Airways. Der neueste Großraumjet wird dank seiner höheren Kapazität im Vergleich zur A350-900 eine wichtige Rolle auf den am stärksten nachgefragten Langstreckenverbindungen der Airline spielen und ihre Position an der Spitze des Luftfahrtmarktes weiter stärken.“

Die A350-1000 ist der neueste und größte Airbus-Großraumjet in der Twin-Aisle-Kategorie. Der Rumpf der A350-1000 wurde gegenüber dem kleineren Schwestermodell A350-900 um sieben Meter gestreckt. So bietet die A350-1000 40 Prozent mehr Raum für hochwertige Kabinenprodukte. In der Konfiguration für Qatar Airways bietet die A350-1000 44 zusätzliche Sitze. Mit einer Reichweite von 14.800 km bzw. 8.000 nm bei der Indienststellung ist sie ein echtes Langstreckenflugzeug.

Besondere Kennzeichen der A350-1000 sind die modifizierte Flügelhinterkante, das neue sechsrädrige Hauptfahrwerk und die stärkeren Trent-XWB-97-Triebwerke von Rolls-Royce. Ebenso wie die A350-900 vereint die A350-1000 neueste Errungenschaften aus den Bereichen Aerodynamik und Konstruktion. Modernste Technologien senken die Betriebskosten im Vergleich zu Konkurrenzmodellen der früheren Generation um 25 Prozent. In der Bilderstrecke haben wir einige Informationen vom Hersteller zusammengetragen darüber, was die neue A350-1000 kennzeichnet, unter anderem die ersten Doppelbetten in der Business Class.

Karibisches Know-how beim Event am Flughafen

Die Karibik ist das Wunschziel vieler Erholungssuchenden, doch hat sie noch viel mehr zu bieten als nur Traumstrände und Sonne satt. Was genau, das können die Besucher beim „Airlebnis exklusiv“ am Sonntag, 04. März, am Düsseldorfer Flughafen mit eigenen Sinnen erleben.

Einen ganzen Tag lang, von 11:00 bis 21:00 Uhr, dreht sich bei der „DUS Reisewelt Karibik“ alles um das exotische Reiseziel. Spannende Vorträge von Abenteurern, Workshops, kulinarische Spezialitäten aus der Karibik und Tanzkurse und Live Musik lassen garantiert Fernweh aufkommen. Wer bei dem kostenlosen Event dabei sein möchte, muss sich vorab online anmelden.

Blitzkurs Spanisch, Seminare zum Rum und Fotografie

Egal, ob die Karibik ihr Traumziel ist oder Sie schon einmal dort waren: Zu entdecken gibt es jede Menge. Im „DUSconference plus“, dem Konferenzcenter am Flughafen im Terminal B, wird einem die Wahl schwer gemacht: Einem der sechs Vorträgen lauschen und zum Beispiel Spannendes über Costa Rica oder Kuba erfahren. Oder doch lieber einen Workshop besuchen? Hier stehen ein Schnellkurs in Spanisch, ein Seminar über Rum und Schokolade, Workshops zum Thema Reisefotografie oder ein Seminar über Reisevorbereitung und Reiseknigge zur Auswahl. Alles zusammengestellt in Kooperation mit der Kölner Agentur Grenzgang, die auf Veranstaltungen rund ums Thema Reisen spezialisiert ist. Wer dabei sein möchte, kann sich hier online für die verschiedenen Kurse anmelden. Dort einfach einen Vortrag, Workshop oder eine Flughafenrundfahrt nach Wunsch auswählen und kostenfrei teilnehmen.

Oder Sie schauen im Konferenzcenter den Profis beim Zigarrendrehen zu oder schlendern Sie über den karibischen Markt mit Kunsthandwerk, Schmuck und Reiseliteratur. Im Reisemarkt warten auf den Ebenen 2 und 3 weitere Stände, wo probiert werden darf. Kokosnüsse, Cocktails und süße sowie herzhafte Snacks sind für Besucher der Vorträge und Workshops teilweise sogar kostenfrei, alle anderen können für einen geringen Preis schlemmen.

Karibische Klänge und heiße Tänze

Wer so langsam dem karibischen Flair verfallen ist, lässt sich sicher auch von der Lebensfreude der Karibikeinwohner anstecken. Und die zeigt sich vor allem in der Musik und im Tanz. Verschiedene Live-Bands werden beim „Airlebnis exklusiv“ für den richtigen Sound sorgen und wer mag, kann in einem der kostenlosen Tanzworkshops auf der Ebene 3 im Reisemarkt die Hüften schwingen. Wem es nun gar nicht schnell genug gehen kann, findet sicher bei einem der über 40 Reisebüros im Reisemarkt seinen ganz persönlichen Traumurlaub. Diese haben am „Airlebnis exklusiv“ extra bis 21:00 Uhr geöffnet, so dass man sich entspannt informieren oder direkt buchen kann.

Auch für Kinder, die ihre Eltern zu den Workshops oder Vorträgen begleiten, werden einige Aktionen geboten: Sie können mit Kokosnüssen basteln oder einer Märchenerzählerin lauschen. Eine Kofferversteigerung im Bereich A des Terminals sorgt ab 16:00 Uhr für Spannung. Hier kommen zurückgelassene Koffer und andere Reiseutensilien unter den Hammer.

„Airlebnis exklusiv“ wie gewohnt

  • „Sie buchen.Wir zahlen“: Gewinnen Sie Ihre am Airlebnis im Reisemarkt gebuchte Reise
  • Kinderbetreuung: Die Kleinen (drei bis elf Jahre) vergnügen sich bei der kostenlosen Kinderbetreuung, die Großen genießen den Airport
  • Shoppen, Genießen und Verreisen auch sonntags in über 60 Shops, Bars und Restaurants und über 40 Reisebüros

Shopping-Parkspecial: Parken an allen Wochenenden und NRW-Feiertagen für nur fünf Euro bis zu sechs Stunden in den Parkhäusern P7 und P8 ab einem Mindestumsatz von zehn Euro. Es gelten alle kumulierten Kassenbons des jeweiligen Tages aus den Shops, Restaurants, Reisebüros und der Flughafenterrasse am Düsseldorfer Airport. Den Parkrabatt erhalten Sie in der Parkservicezentrale von P3, an der Flughafenterrasse und bei den Airlebnissen an der Airlebnis Info. Nicht einlösbar bei Einfahrt mit EC-, Kredit- oder Parkkarten. Ab der 07. Stunde fällt der Tagestarif des Parkhauses an.

Robinson macht R66 zum Lastenhuschrauber

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Robinson Helicopter wird auf der Heli-Expo 2018 in Las Vegas einen Frachthaken für seinen Hubschrauber R66 vorstellen.

Der R66-Cargo Hook von Robinson wird damit auf der Heli-Expo vom 27. Februar bis 01. März in Las Vegas zu sehen sein. Die Option für den Zivilhubschrauber nimmt externe Lasten bis 1.200 Pfund auf. Mit der Ausrüstung steigt auch das Leergewicht des R66 von 2.700 auf 2.900 Pfund.

Robinson erweitert Zubehör

Die Ausrüstung wird in zwei Varianten erhältlich sein. Für 28.000 US-Dollar soll es einen Haken mit rechts- und linksseitigen Steuerungen am Sitz geben, hydraulische Schaltung, Sensoren für die angehängte Last und eine zweite Schubsteuerung in der Tür, damit der Pilot weiter alles im Blick behalten kann, während er auch auf die angehängte Fracht achtet. Eine einfachere Version mit Steuerung rechts am Sitz ermöglicht es alleinig dem Piloten, den Haken zu steuern. Dies soll für 12.800 US-Dollar erhältlich sein. Robinson erweitert seine Hubschrauberpalette um zusätliches Equipment. So gibt es (zumindest in den USA) zugelassene Extratanks für erhöhte Reichweite, Schwimmer und erst kürzlich auch einen Schutz gegen Leitungsschläge, die nachgerüstet werden können.

easyJet nimmt bald Route Stuttgart – Mallorca auf

easyJet nimmt bald Flüge von Stuttgart nach Palma de Mallorca auf. Vier Mal pro Woche fliegt ab dem 11. April 2018 ein Airbus A320 zum beliebtesten Sonnenziel ab Stuttgart. Die Flugtage sind Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag.

Walter Schoefer von der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH: „Mallorca ist ab Stuttgart nach wie vor das beliebteste Warmwasserziel. Deshalb freuen wir uns, dass sich das Angebot auf dieser wichtige Strecke weiter verbessert. Durch mehr Wettbewerb erwarten wir günstige Angebote für die Fluggäste.“ 2017 reisten rund 670.000 Passagiere vom baden-württembergischen Landesairport zur Ferieninsel, nur nach Berlin und Hamburg flogen noch mehr Menschen.

OHB will das Weltall bewohnbar machen

Blue Horizon Deutschland GmbH soll das All bewohnbar machen. Sie ist die firmische Umsetzung des Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE für die Aktivitäten im New-Space-Sektor. Im April 2017 hatte das börsennotierte Unternehmen das Start-Up Blue Horizon in Luxemburg gegründet.

Blue Horizon soll als Firma die Vision konkretisieren, nachhaltiges Leben im Weltall zu ermöglichen sowie verwüstete Landschaften auf der Erde zu revitalisieren. Beides wird durch Technologien und Verfahren aus dem Bereich „Life Science“ ermöglicht. Am Standort Luxemburg arbeitet Blue Horizon ab sofort mit drei Mitarbeitern intensiv an Angeboten zur Erforschung autonomer Ökosysteme auf dem Mond (Cubehab), biologische Wasser Monitoringsysteme (Aquahab) sowie zur Durchführung biologischer Experimente in Schwerelosigkeit (Biosat).

Wüste urbar machen

Am Standort Bremen erforscht Blue Horizon Deutschland mit fünf Mitarbeitern biologische Techniken, die auf Mond- und Marsgestein für Pflanzenwachstum sorgen sollen. „Wir haben große Erfahrung in diesem Bereich“, sagt Klaus Slenzka, Chef-Wissenschaftler von Blue Horizon. „Bereits 2010 gelang es bei OHB auf Mondgestein durch geeignete biologische Technik höhere Pflanzen wachsen zu lassen. Diese angewendeten biologischen Techniken lassen sich 1 zu 1 dafür einsetzen, auf der Erde Wüsten zu begrünen.“ Eine Kooperation mit Wissenschaftlern in China, die in der Inneren Mongolei dieses Thema bearbeiten, sei auf den Weg gebracht.

„Blue Horizon ist für OHB ein logischer Schritt in die Weiterentwicklung unserer Aktivitäten. Wir sehen ein großes Geschäftsfeld im Bereich Life Science im Weltraum, das vor allem dem praxisorientierten Ansatz von OHB folgt: Nützliche Raumfahrtaktivitäten zum Wohl unseres Lebens auf der Erde“, sagt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE. „Eine große Menge bestehendes Know-how aus den Tochterunternehmen des OHB-Konzerns fließt in diese New-Space-Firmen ein. Das ist ein großer Vorteil, denn so können wir sofort loslegen. Ich bin deshalb überzeugt, dass wir mit unseren Angeboten schon bald Erfolg haben werden.“

Werksmuseum der MTU Aero Engines 2018 öffnet viermal

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Diese Termine sollten Sie sich als Luftfahrtbegeisterte in diesem Jahr vormerken, wenn sie das Werksmuseum der MTU Aero Engines, Deutschlands führendem Triebwerkshersteller, besuchen wollen. Los geht es am Sonntag. Doch mit verkürzten Öffnungszeiten.

25. Februar, 24. Juni, 20. Oktober und 25. November: „An den Sonntagen im Februar, Juni und November öffnen wir unser Museum jeweils von 13:00 bis 16:00 Uhr“, informiert Martina Vollmuth, Sprecherin für Technologie. Aber konnten bisher die Sammlungen sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr besucht werden, so jetzt nur bis 16:00 Uhr. Unverändert bleibt, dass MTU-Experten durch die Ausstellung führen und für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Hinter dem Samstagstermin am 20. Oktober verbirgt sich die Lange Nacht der Münchner Museen, die heuer zum 20. Mal stattfindet. Vollmuth: „Wir sind natürlich auch im Jubiläumsjahr mit dabei und haben wie alle anderen Häuser von 19:00 bis 02:00 Uhr geöffnet.“ An diesem Abend werden ebenfalls Führungen veranstaltet; zudem werden Snacks und Getränke verkauft.

Ein Star der Ausstellung befindet sich unübersehbar am Museumseingang – das gigantische GP7000. Vier dieser Kraftpakete bringen mit der A380 von Airbus das größte Passagierflugzeug der Welt in die Luft. Zu bieten hat die MTU-Ausstellung rund 50 Exponate: wertvolle historische Flugmotoren, darunter weltweite Unikate, moderne Triebwerke von heute sowie innovative Antriebstechnologien für die Flugzeuge von morgen. Die MTU entwickelt und baut seit Beginn der motorisierten Fliegerei Luftfahrtantriebe und hat Zeugnisse aus allen Epochen gesammelt. Zu sehen sind sie im MTU-Werksmuseum an der Dachauer Straße.

Ryanair steuert ab Memmingen Zadar an

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Ryanair führt jetzt eine neue Flugstrecke von Memmingen nach Zadar ein, die vom 08. Mai bis Ende Oktober als Teil des Sommerflugplans 2018 bedient wird. Diese neue Route bietet Kunden aus Bayern drei wöchentliche Verbindungen zu Kroatiens dalmatinischer Küste und ist ab sofort buchbar.

Auf der Wunschliste vieler Fluggäste stand es schon lange ganz oben, nun bietet der Flughafen Memmingen mit Kroatien ein neues Flug- und Sonnenziel: Ab Mai geht es drei Mal pro Woche mit Ryanair nach Zadar an der dalmatinischen Küste.

Naturparks und Baden

Rechtzeitig vor der Planung des Sommerurlaubs präsentiert die irische Fluggesellschaft nun ein neues Ferienziel, das Sonne, Meer und mediterrane Gastfreundschaft verspricht. Ab 08. Mai geht es jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag in die Hafenstadt Zadar. Kroatien rundet das Angebot rund ums Mittelmeer hervorragend am Flughafen ab. Mehrere Flugtage pro Woche ermöglichen eine flexible Urlaubsplanung – vom Kurztrip bis zur ausgedehnten Rundreise.

Zadar ist der ideale Ausgangspunkt für einen Badeurlaub an der Küste oder auf einer der zahlreichen vorgelagerten Inseln. Hinzu kommen drei Naturparks und fünf Nationalparks in der Umgebung. Mit Zadar kann der Flughafen Memmingen im kommenden Sommer 42 Reiseziele bieten. Neben der kroatischen Küstenstadt zählen Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste, die griechische Hauptstadt Athen, das polnische Kattowitz und Hurghada, Ägyptens bekanntester Badeort, zu den Neuheiten. Deutsche Reisende können sich bei Ryanair über noch günstigere Preise und Verbesserungen im Rahmen des „Always getting better“-Programms freuen. Darunter:

  • Preisversprechen – findet man einen günstigeren Preis und soll die Differenz erstattet und fünf Euro auf den My Ryanair-Account gutschreiben werden
  • Pünktlichkeitsversprechen – 90 Prozent unserer Flüge werden pünktlich sein
  • Günstigere Gebühren für Aufgabegepäck – geringere Gebühr von 25 Euro, erhöhtes Maximalgewicht für Aufgabegepäck von 20 kg
  • Umsteigeverbindungen in Rom, Mailand und Porto, weitere Flughäfen werden folgen
  • Ryanair Rooms mit einer Reisegutschrift von zehn Prozent (Gutschrift für Flüge bei Hotelbuchung)
  • Ryanair Transfers – größere Auswahl an Bodentransportmöglichkeiten mit neuem Partner Car Trawler

Sparangebot bei Ryanair

Die neue Strecke von Memmingen nach Zadar von Mai bis Oktober ist Teil des Sommerflugplans 2018, und um dies zu feiern, bietet die Airline für diese Strecke Flugtickets für den Reisezeitraum von März bis Mai 2018 schon ab 19,99 Euro an, die bis Donnerstag, den 22. Februar 2018, buchbar sind.

Dreamliner von Thai Airways erhöht schon Wien – Bangkok

Zum 20. April 2018 stockt Thai Airways ihre Direktverbindung zwischen Wien und Bangkok auf. Die Hauptstadt Thailands wird damit fünfmal pro Woche angeflogen. Für noch bequemeren Reisekomfort bedient THAI künftig Wien als erste europäische Destination mit einem Boeing 787-8 Dreamliner.

Bangkok ist im Winter für Österreicher eine der beliebtesten Feriendestinationen. Thai Airways hat mit November 2017 den Betrieb am Flughafen Wien aufgenommen. Die nationale Fluggesellschaft des Königreichs Thailand befördert jährlich rund 20.000.000 Passagiere und ist Gründungsmitglied der Star Alliance, dem ersten globalen und weltweit größten Fluglinienverband. THAI verfügt über eine Flotte von 100 Flugzeugen, darunter sechs Airbus A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt.

THAI stockt die Verbindung schon kurz nach dem Markteintritt im November 2017 mit höheren Frequenzen auf. Das Flugangebot zwischen Wien und Bangkok wurde entsprechend gut angenommen. Wien wird außerdem die erste europäische Hauptstadt sein, die THAI mit einem Dreamliner anfliegt. Mit dem Einsatz des Dreamliners zwischen Wien und Bangkok erhöht sich auch der Reisekomfort für Passagiere. Insgesamt gibt es am VIE mit der neuen Frequenz aktuell 16 Verbindungen nach Bangkok.

Dreamliner nach Bangkok

Die thailändische Airline erhöht künftig von vier auf fünf wöchentliche Frequenzen zwischen Wien und Bangkok. Jeweils Montag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag hebt eine Maschine um 01:20 Uhr aus Bangkok ab und landet um 07:15 Uhr in Wien. Der Rückflug erfolgt um 14:35 Uhr ab Wien mit Ankunft in Bangkok um 05:35 Uhr am Folgetag. Bedient wird die Direktverbindung ab 20. April 2018 mit einer Boeing 787-8 Dreamliner. Wien ist die erste europäische Hauptstadt, die von THAI mit einem Dreamliner angeflogen wird. Das Flugzeug zeichnet sich durch Geräumigkeit, geringen Kabinendruck, verbesserte Lufqualität und optimale Luftfeuchtigkeit aus und bietet Passagieren damit besonders hohen Reisekomfort.

Lounge der Austrian Airlines am VIE in neuem Glanz

Lufthansa-Tochter Austrian Airlines lässt ab sofort die erste Senator Lounge am Flughafen Wien im neuen Design erstrahlen. Zusätzlich sind bereits zwei Business Class Lounges umgebaut. Auch konzeptionell ziehen sich die Themen Österreich und Individualität durch das alle Lounges.

Besonderes Highlight sind „echte“ Bäume in den Senator Lounges. Dabei handelt es sich um österreichische Buchen, die durch eine spezielle Konservierungstechnik im geschlossenen Bereich haltbar gemacht wurden. Neben maßangefertigten Möbeln aus Österreich sowie einem neuen Textilkonzept mit individuell designten Teppichen und Vorhängen kommen auch Ausschnitte von Bildern österreichischer Künstler, wie Gustav Klimt, zum Einsatz.

Lounge am Flughafen Wien und Austrian Airlines

Im Jahr 2017 haben insgesamt 630.000 Passagiere die Austrian Airlines Lounges am Flughafen Wien besucht. Vor allem die unterschiedlichen Relaxzonen und das kulinarische Angebot von Do&Co sind sehr beliebt. Zusätzlich dazu wurde auch das digitale Angebot verstärkt genutzt: 87.300 e-Jounals wurden 2017 in den Lounges heruntergeladen. Austrian Airlines betreibt insgesamt sieben Lounges, darunter drei Business Class und jeweils zwei Senator und HON Lounges am Flughafen Wien.

A321LR schafft erstmals nonstop Paris – New York

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Airbus hat ein Flugzeug aus der Familie A320 nonstop von Paris nach New York fliegen lassen. Dies schafft das leistungsfähigste Flugzeug der Familie die A321LR. Die Langstreckenversion des Standardrumpf-Fliegers hat jetzt erstemals die Route über den Nordatlantik absolviert.

Airlines können die A321LR State-of-the-Art mit zwei Klassen konfigurieren, dabei Full-Flat-Sitze für echten Komfort auf Langstrecken einsetzen, oder aber in Einklassenkonfiguration bis zu 240 Passagiere über den Atlantik fliegen. Trotzdem ist die Kapazität auch für regionale Strecken einsetzbar. Ist die A321LR doch eine Weiterentwicklung der besonders effizienten A321neo von Airbus und erweitert den Flugzeugmarkt.

A321LR: das schafft sonst keiner

A321LR – das LR steht dabei für Long Range, und das aus gutem Grund. Die A321-Variante hat die größte Reichweite aller Flugzeuge mit Einzelgang am Markt und schafft 7.400 Kilometer am Stück. Diese Kombination aus Kapazität und Reichweite eröffnet neue Marktchancen für Airlines. Um diese Reichweite zu realisieren hat der Flugzeugbauer verschiedene Modifikationen, wie einen Extratank, am Flugzeug eingeführt.

Diesen großen Performance-Sprung bekam die A321LR Nr. 1 auch als Emblem auf den Rumpf gemalt: Einmal den Eiffelturm und die Freiheitsstatue von New York. Das Flugzeug startete vom Flughafen Le Bourget nahe der französischen Hauptstadt und landete am New Yorker Flughafen, dem John F. Kennedy International Airport.

Die A321LR meisterte ihren Jungfernflug am 31. Januar. Der Flug über den Atlantik wurde von CFM International Triebwerken des Typs LEAP-1A angetrieben und ist Teil des knapp 100-stündigen Testflugprogramms für die Zulassung des Musters, das für die zweite Jahreshälfte 2018 erwartet wird.

Comic zur Sicherheit der Allgemeinen Luftfahrt

Flugsicherheit von der EASA im Comic erklärt: Das ist „Sunny Swift“. Von der EASA wird damit ein weiterer Schritt bei der „Safety Promotion“ für die General Aviation getan, um auf einfache Themen aufmerksam zu machen.

„Sunny Swift“, ist eine einfache Comic Serie und in alle EU Sprachen übersetzt. Der Comic weist die auf häufige Unfallursachen in der General Aviation hin und zeigt Möglichkeiten zur Unfallvermeidung auf. Hier geht es zur deutschen Version der ersten Sicherheitslektionen. Es soll nun jeden Monat einen Comic geben (hier im Überblick).

Airbus SE mit insgesamt stabilem Umsatz 2017

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Airbus SE hat die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht und den Ausblick für 2018 bekannt gegeben. Der Konzern hat durch eine starke operative Leistung bei allen wesentlichen Kennzahlen die prognostizierten Werte für das Jahr 2017 übertroffen.

„Dank unserer sehr guten operativen Ergebnisse – insbesondere im letzten Quartal – haben wir all unsere Ziele für 2017 übertroffen“, sagte Tom Enders, Chief Executive Officer von Airbus. „Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten bei den A320neo-Triebwerken haben wir den Produktionshochlauf fortgesetzt und letztendlich eine Rekordzahl von Flugzeugen ausgeliefert. Im A400M-Programm haben wir auf industrieller Seite und beim Aufwuchs der Fähigkeiten Fortschritte erzielt. Wir haben uns mit den Kundennationen über eine grundlegende vertragliche Neuausrichtung geeinigt, die die verbleibenden Programmrisiken deutlich reduzieren wird. Dies schlägt sich in einer erheblichen Einmalbelastung nieder. Insgesamt war 2017 ein erfolgreiches Jahr, was sich in unserem Dividendenvorschlag widerspiegelt, der elf Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Dies bekräftigt auch unsere Ertrags- und Cash-Wachstumsprognose.“

Der Auftragseingang1 stieg auf 158 Mrd. Euro (2016: 134 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand1 belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 997 Mrd. Euro (Jahresende 2016: 1.060 Mrd. Euro). Insgesamt gingen 1.109 Nettobestellungen für Zivilflugzeuge ein (2016: 731 Flugzeuge). Das Netto-Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,5. Der Auftragsbestand für Zivilflugzeuge erreichte zum Jahresende mit insgesamt 7.265 Maschinen einen neuen Höchststand. Die Zahl der Nettobestellungen bei Hubschraubern lag bei 335 (2016: 353 Nettobestellungen), darunter 48 Maschinen der Super-Puma-Familie und 17 H175. Bei Helicopters lag das Book-to-Bill-Verhältnis auf Euro-Basis bei etwa 1. Der Auftragseingang bei Defence und Space zeigte im Bereich Military Aircraft mit 22 leichten und mittelschweren Transportflugzeugen, fünf Tankflugzeugen vom Typ A330 MRTT sowie dem Eurofighter-Auftrag aus Kuwait eine gute Dynamik. Im vierten Quartal gingen trotz eines verhaltenen Marktumfelds Bestellungen für zwei vollelektrische Telekommunikationssatelliten ein. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises reduzierte sich der Auftragsbestand von Defence and Space um 1,9 Mrd. Euro und der Auftragseingang um 1,5 Mrd. Euro

Der Umsatz lag stabil bei 66,8 Mrd. Euro (2016: 66,6 Mrd. Euro). Den höheren Flugzeugauslieferungen stand ein Umsatzrückgang in Höhe von rund zwei Mrd. Euro aufgrund des geänderten Konsolidierungskreises gegenüber. Der Umsatz im Zivilflugzeuggeschäft stieg um 3,5 Prozent. Airbus lieferte eine Rekordzahl von 718 Flugzeugen aus (2016: 688 Maschinen), darunter 558 Maschinen der A320-Familie, 78 A350 XWB, 67 A330 und 15 A380. Der Umsatz von Helicopters sank leicht; 409 Hubschrauber wurden ausgeliefert (2016: 418 Hubschrauber). Die Umsatzentwicklung bei Defence and Space spiegelte den Sondereffekt in Höhe von rund 1,7 Mrd. Euro durch die Änderung des Konsolidierungskreises wider. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um 7 Prozent, was vor allem auf das Militärflugzeuggeschäft zurückzuführen war.

Das bereinigte EBIT stieg auf 4.253 Mio. Euro (2016: 3.955 Mio. Euro). Es handelt sich hierbei um eine alternative Finanzkennzahl und einen Schlüsselindikator zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung wesentlicher Aufwendungen oder Erträge aus Rückstellungsveränderungen für Programme, Restrukturierung oder Währungsschwankungen sowie Veräußerungsgewinnen/-verlusten aus dem Verkauf oder Erwerb von Unternehmen. Das bereinigte EBIT von Commercial Aircraft betrug 3.554 Mio. Euro (2016: 2.811 Mio. Euro). Hier wirkten sich insbesondere die hohen Auslieferungszahlen und die günstige Entwicklung der Wechselkurse aus.

Insgesamt wurden im Jahresverlauf 181 Flugzeuge der A320neo-Familie ausgeliefert (2016: 68 Flugzeuge). Der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney stellte im vierten Quartal eine Reihe neuer Maßnahmen zur Mängelbehebung von Triebwerken vor, die zwischenzeitlich zertifiziert wurden. Kürzlich ist ein weiteres Problem aufgetreten, dessen Auswirkungen auf die Auslieferungen im Jahr 2018 derzeit geprüft werden. Auch bei einigen Lieferungen des Triebwerks LEAP 1A des Herstellers CFM International traten 2017 Probleme hinsichtlich der Einsatzreife auf. Der A320neo-Hochlauf ist auch weiterhin mit Herausforderungen verbunden und die Triebwerkshersteller sind gefordert, ihre Lieferverpflichtungen einzuhalten. Der industrielle Hochlauf der A350 schreitet weiterhin zügig voran. Der Umfang der ausstehenden Arbeiten an der Endmontagelinie wurde deutlich gesenkt und eine Reduzierung der laufenden Kosten in Richtung der Zielvorgaben erreicht. Das A350-Programm wird jetzt auf das Produktionsziel von zehn Flugzeugen pro Monat bis Ende 2018 vorbereitet. Die jüngste Bestellung von Emirates für das A380-Programm bietet in den kommenden Jahren zusätzliche Planungssicherheit.

Das bereinigte EBIT von Helicopters sank auf 337 Mio. Euro (2016: 350 Mio. Euro), blieb auf vergleichbarer Basis jedoch weitgehend stabil. Geringere Auslieferungen, ein ungünstiger Produktmix und ein geringeres Flugstundenvolumen im kommerziellen Servicegeschäft wurden durch die Transformationsmaßnahmen ausgeglichen, mit deren Hilfe die Wettbewerbsfähigkeit der Division trotz des schwierigen Marktumfelds allgemein gestärkt werden konnte. Die Veräußerung des MRO-Dienstleisters Vector Aerospace konnte im November abgeschlossen werden. Das bereinigte EBIT von Defence and Space belief sich aufgrund des veränderten Konsolidierungskreises auf 872 Mio. Euro (2016: 1.002 Mio. Euro). Auf vergleichbarer Basis blieb es jedoch weitgehend stabil.

Bei der Industrialisierung des A400M-Programms wurden gute Fortschritte erzielt. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 19 Flugzeuge ausgeliefert, im Vorjahr waren es 17. Die Fertigungsrate wurde angepasst, um die Vorratsbestände zu optimieren. Gleichzeitig wurde der Fahrplan für die Entwicklung der militärischen Fähigkeiten auf eine neue Grundlage gestellt. 2017 hat Airbus Gespräche mit OCCAR und den Kundennationen aufgenommen, die im Februar 2018 zur Unterzeichnung einer Absichtserklärung über eine grundlegende Neuausrichtung des Vertrags führten. Diese beinhaltet unter anderem eine Überarbeitung der Zeitpläne für Auslieferungen und Nachrüstungen sowie eine Anpassung der Roadmap für die technischen Fähigkeiten.

Diese Absichtserklärung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer verbindlichen Vereinbarung, die das wirtschaftliche Risiko für Airbus begrenzen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Kunden hinsichtlich der Fähigkeiten und der Verfügbarkeit des Flugzeugs erfüllen soll. Mit einem klaren Fahrplan dürften sich die verbleibenden Risiken für Airbus in Zukunft in engeren Grenzen halten. Nach einer im vierten Quartal 2017 abgeschlossenen genauen Überprüfung des Programms, die auch eine Bewertung der finanziellen Auswirkungen der Anpassungen bei Zeitplan, Fähigkeiten und Nachrüstungen umfasste, wurde die Drohverlustrückstellung für das Geschäftsjahr um 1.299 Mio. Euro erhöht. Die Aufwendungen des Konzerns für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung sanken auf 2.807 Mio. Euro (2016: 2.970 Mio. Euro).

Das berichtete EBIT stieg auf 3.421 Mio. Euro (2016: 2.258 Mio. Euro). Es enthält Nettoanpassungen in Höhe von -832 Mio. Euro. Im Jahr 2016 beliefen sich die Nettoanpassungen auf -1.697 Mio. Euro. Die Anpassungen für das Jahr 2017 beinhalten im Wesentlichen:

  • Den Aufwand in Höhe von insgesamt 1.299 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem A400M-Programm, darin enthalten ist ein Aufwand in Höhe von 1.149 Mio. Euro im vierten Quartal;
  • Einen Negativeffekt in Höhe von 117 Mio. Euro aufgrund von Compliance-Themen, einschließlich eines Bußgelds im Rahmen der Einstellung des Ermittlungsverfahrens über das Eurofighter-Geschäft mit Österreich durch die Münchner Staatsanwaltschaft und einigen im vierten Quartal angefallenen Prozesskosten im Zusammenhang mit laufenden Ermittlungen;
  • Einen Nettoverlust in Höhe von 20 Mio. Euro bei sonstigen M&A-Aktivitäten;
  • Einen Nettoveräußerungsgewinn in Höhe von 604 Mio. Euro aus dem Verkauf des Verteidigungselektronik-Geschäfts, der seit Bekanntgabe der Neunmonatsergebnisse 2017 unverändert blieb.

Das Konzernergebnis2 stieg auf 2.873 Mio. Euro (2016: 995 Mio. Euro) nach EBIT-Anpassungen. Der Gewinn je Aktie lag bei 3,71 Euro (2016: 1,29 Euro). Der Gewinn je Aktie profitierte deutlich von einer Neubewertung von Finanzinstrumenten und Bilanzpositionen, was auf die Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses und eine Anpassung der rückzahlbaren Entwicklungskostenzuschüsse für die A380 nach einer Überprüfung der betriebswirtschaftlichen Annahmen zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis lag bei 1.149 Mio. Euro (2016: ‑967 Mio. Euro).

Das Board of Directors wird der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1,50 Euro je Aktie zum 18. April 2018 vorschlagen (2016: 1,35 Euro je Aktie). Stichtag für die Dividendenberechtigung ist der 17. April 2018.

Der Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen verbesserte sich deutlich auf 2.949 Mio. Euro (2016: 1.408 Mio. Euro), gestützt durch die gute Gewinnentwicklung und die Rekorde bei den Flugzeugauslieferungen. Das A400M-Programm stellt dagegen weiterhin eine erhebliche Belastung dar. Der Free Cash Flow in Höhe von 3.735 Mio. Euro (2016: 3.181 Mio. Euro) beinhaltet Netto-Erlöse von rund 600 Mio. Euro aus dem Verkauf des Verteidigungselektronik-Geschäfts sowie rund 400 Mio. Euro aus dem Verkauf von Vector Aerospace.

Die Rahmenbedingungen für Flugzeugfinanzierungen sind weiterhin solide und zeichnen sich durch eine hohe Liquidität am Markt und gute Zinssätze für Airbus-Flugzeuge aus. Während Airbus im Jahr 2017 keinen Zugang zu einer Finanzierungsabsicherung durch Exportkreditagenturen (ECA) hatte, konnte mittlerweile ein Verfahren vereinbart werden, das Airbus eine einzelfallabhängige Beantragung von ECA-gedeckten Finanzierungen für Kunden des gesamten Konzerns gestattet. Airbus erwartet, dass 2018 für eine begrenzte Anzahl von Transaktionen erneut eine ECA-Absicherung verfügbar sein wird. Das Umfeld für Zivilflugzeugfinanzierungen ist insgesamt weiterhin sehr günstig.

Die Nettoliquidität lag zum 31. Dezember 2017 bei 13,4 Mrd. Euro (Jahresende 2016: 11,1 Mrd. Euro), nach Zahlung einer Dividende für das Jahr 2016 in Höhe von 1,0 Mrd. Euro sowie einem Beitrag von rund 500 Mio. Euro zum Pensionsplanvermögen. Die Bruttoliquidität belief sich auf 24,6 Mrd. Euro (Jahresende 2016: 21,6 Mrd. Euro). Die Airbus-Prognosen für 2018 wurden unter Berücksichtigung der vollständigen Umsetzung von IFRS 15 erstellt, welcher nun der Standard für die Umsatzrealisierung ist4.

Ausblick

Der Ausblick von Airbus für das Geschäftsjahr 2018 basiert auf der Erwartung, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß den vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen. Diese beruhen auf der Prämisse, dass es zu keinen größeren Turbulenzen kommt.

Die Airbus-Prognosen für Gewinn und Free Cash Flow für das Jahr 2018 gehen von einem gleichbleibenden Konsolidierungskreis vor Fusionen und Übernahmen aus.

  • Vorbehaltlich der Einhaltung der Zusagen der Triebwerkshersteller wird Airbus 2018 voraussichtlich rund 800 Zivilflugzeuge ausliefern.

Die folgenden Prognosen basieren auf der Auslieferung von rund 800 Zivilflugzeugen:

  • Im Vergleich zum bereinigten EBIT von 4.253 Mio. Euro für das Jahr 2017 erwartet Airbus für das Jahr 2018 folgende Ergebnisse vor Fusionen und Übernahmen:
  • Ø Einen Anstieg des bereinigten EBIT um etwa 20 Prozent.
  • Ø Eine weitere Erhöhung des bereinigten EBIT um etwa 0,1 Mrd. Euro durch IFRS 15.
  • Der Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen betrug 2017 2.949 Mio. Euro
  • Der Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen wird voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie 2017 liegen.

Ergebnisse 2017 (Beträge in Euro)

Airbus 2017 2016 Veränderung
Umsatz, in Mio. 66.767 66.581 0%
davon Verteidigung, in Mio. 9.892 11.102 -11%
EBIT (bereinigt), in Mio. 4.253 3.955 +8%
EBIT (berichtet), in Mio. 3.421 2.258 +52%
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, in Mio. 2.807 2.970 -5%
Konzernergebnis (Net Income)2, in Mio. 2.873 995 +189%
Gewinn je Aktie 3,71 1,29 +188%
Free Cash Flow (FCF), in Mio. 3.735 3.181 +17%
Free Cash Flow vor Fusionen & Übernahmen, in Mio. 2.849 1.156 +146%
Free Cash Flow vor Fusionen & Übernahmen und Kundenfinanzierungen, in Mio. 2.949 1.408 +109%
Dividende je Aktie3 1,50 1,35 +11%
Auftragseingang1, in Mio. 157.690 134.480 +17%
Airbus 31. Dez. 2017 31. Dez. 2016 Veränderung
Auftragsbestand1, in Mio. 996.822 1.060.447 -6%
davon Verteidigung, in Mio. 36.921 39.811 -7%
Nettoliquidität, in Mio. 13.391 11.113 +20%
Mitarbeiter 129.442 133.782 -3%
Nach Geschäftsbereich Umsatz EBIT (berichtet)
(Beträge in Mio. Euro) 2017 2016 Veränderung 2017 2016 Veränderung
Commercial Aircraft 50.958 49.237 +3% 3.428 1.543 +122%
Helicopters 6.450 6.652 -3% 337 308 +9%
Defence and Space 10.804 11.854 -9% 212 -93
Zentrale/ Eliminierungen -1.445 -1.162 -556 500
Gesamt 66.767 66.581 0% 3.421 2.258 +52%
Nach Geschäftsbereich EBIT (bereinigt)
(Beträge in Mio. €) 2017 2016 Veränderung
Commercial Aircraft 3.554 2.811 +26%
Helicopters 337 350 -4%
Defence and Space 872 1.002 -13%
Zentrale/ Eliminierungen -510 -208
Gesamt 4.253 3.955 +8%
Nach Geschäftsbereich Auftragseingang1 Auftragsbestand1
(Beträge in Mio. Euro) 2017 2016 Veränderung 31. Dezember 2017 31. Dezember 2016 Veränderung
Commercial Aircraft 143.361 114.938 +25% 950.354 1.010.200 -6%
Helicopters 6.544 6.057 +8% 11.201 11.269 -1%
Defence and Space 8.893 15.393 -42% 37.407 41.499 -10%
Zentrale/ Eliminierungen -1.108 -1.908 -2.140 -2.521
Gesamt 157.690 134.480 +17% 996.822 1.060.447 -6%

Airbus – Ergebnisse für das vierte Quartal (Q4) 2017 (Beträge in Euro)

Airbus Q4 2017 Q4 2016 Veränderung
Umsatz, in Mio. 23.814 23.876 0%
EBIT (bereinigt), in Mio. 2.457 1.547 +59%
EBIT (berichtet), in Mio. 1.109 -98
Konzernergebnis (Net Income)2, in Mio. 1.022 -816
Gewinn je Aktie 1,32 -1,06
Nach Geschäftsbereich Umsatz EBIT (berichtet)
(Beträge in Mio. Euro) Q4 2017 Q4 2016 Veränderung Q4 2017 Q4 2016 Veränderung
Commercial Aircraft 18.315 17.726 +3% 1.910 770 +148%
Helicopters 2.062 2.370 -13% 172 108 +59%
Defence and Space 4.071 4.140 -2% -688 -672
Zentrale/Eliminierungen -634 -360 -285 -304
Gesamt 23.814 23.876 0% 1.109 -98
Nach Geschäftsbereich EBIT (bereinigt)
(Beträge in Mio. Euro) Q4 2017 Q4 2016 Veränderung
Commercial Aircraft 2.009 975 +106%
Helicopters 172 150 +15%
Defence and Space 515 566 -9%
Zentrale/Eliminierungen -239 -144
Gesamt 2.457 1.547 +59%

Fußnoten

1. Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand basieren auf Listenpreisen.

2. Airbus verwendet weiterhin den Begriff Konzernergebnis (Net Income). Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.

3. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung 2018.

4. Weitere Einzelheiten über IFRS 15 in der Analystenpräsentation für das Geschäftsjahr 2017 und dem ungeprüften verkürzten Konzerngeschäftsbericht nach IFRS.

Österreich will Optionen für Luftraumsicherung evaluieren

Mario Kunasek, Verteidigungsminister Österreichs, hat eine Evaluierungskommission zur umfassenden Prüfung aller Optionen zur zukünftigen Sicherstellung einer aktiven Luftraumüberwachung für das Land eingesetzt.

Derzeit wird der österreichische Luftraum durch ein Zwei-Flotten-System überwacht: durch das Überschallflugzeug Eurofighter Typhoon der Tranche 1 (Eurofighter) und in Ergänzung durch das Unterschallflugzeug Saab 105 OE. Das Unterschallflugzeug Saab 105 OE muss ab 2020 außer Dienst genommen werden, da zu diesem Zeitpunkt das Ende der Lebensdauer des Fliegers erreicht wird.

Luftraumüberwachung Östereichs mit einheitlicher Flotte

Die vom vormaligen Bundesminister Hans-Peter Doskozil eingesetzte SOKO „Aktive Luftraumüberwachung“ hatte sich im Juli 2017 für die Sicherung des österreichischen Luftraums durch ein Ein-Flotten-System ausgesprochen. Auf Basis des SOKO-Berichts wurde im Jahr 2017 vom vormaligen Bundesminister Hans Peter Doskozil angestoßen, die derzeit im Einsatz befindlichen 15 Eurofighter nicht mehr weiter zu betreiben und in Zukunft Österreichs Luftraum zu 100 Prozent durch ein Ein-Flotten-System mit einer Flotte von 15 einsitzigen und drei doppelsitzigen alternativen Überschallflugzeugen zu sichern.

Bis spätestens Ende Juni 2018 soll die Evaluierungskommission nun einen Bericht vorlegen, in dem unter Berücksichtigung aktueller Informationen sowie der Ergebnisse der Sonderkommission „Aktive Luftraumüberwachung“ (SOKO) vom Juni 2017 konkrete Empfehlungen für die zukünftige Sicherung des österreichischen Luftraums durch Überschallflugzeuge darzustellen sind. Gleichzeitig soll mit Nachdruck sichergestellt werden, dass der Schaden, der der Republik Österreich aus den Vorgängen rund um die Beschaffung der „Eurofighter“ im Jahr 2003 und 2007 entstanden ist, von Airbus Defence and Space GmbH (Airbus) und der Eurofighter Jagdflugzeuge GmbH (EF) wieder gutgemacht wird.

Neutralität und Souveränität Österreichs

Verteidigungsminister Mario Kunasek: „Der Schutz der Neutralität und Souveränität Österreichs ist die wichtigste Aufgabe des Österreichischen Bundesheeres. Die Sicherung des österreichischen Luftraums durch eine aktive Luftraumüberwachung ist ein notwendiger Bestandteil davon. Ich habe daher eine Evaluierungskommission eingerichtet, die alle vernünftigen Optionen der Sicherung unseres Luftraums noch einmal auf den Prüfstand stellen wird. Als Verteidigungsminister ist es meine Pflicht, dass ich die für die Luftflotte anstehenden Entscheidungen auf einer aktuellen und transparenten Grundlage vorbereite. Seit dem Bericht der SOKO Aktive Luftraumüberwachung, der im Juli 2017 dem vormaligen Bundesminister Hans-Peter Doskozil vorgelegt wurde, sind acht Monate vergangen. Heute liegen uns für die anstehenden Entscheidungen weitere Informationen vor, die eine Neubewertung erfordern.“

Nach Vorlage der Ergebnisse der SOKO „Aktive Luftraumüberwachung“ wurden dem BMLV von der schwedischen und amerikanischen Regierung weitere Preisauskünfte übermittelt und von den Eurofighter Core Nations Großbritannien sowie Italien Gesprächsangebote unterbreitet, die es zu evaluieren gilt. Auch wurde angeboten, die laufenden Betriebskosten der Eurofighter neu zu verhandeln.

Ergebnisoffener Auftrag zur Luftraumsicherung

Generalstabschef General Othmar Commenda hat im Auftrag des Bundesministers einen Vorschlag zur Zusammensetzung der Evaluierungskommission unterbreitet, den Bundesminister Kunasek angenommen hat. Geführt wird die sechsköpfige Evaluierungskommission von Generalleutnant Norbert Gehart, dem Leiter der Sektion III, zuständig für Rüstung und Beschaffung im BMLV. Ihm zur Seite steht als stellvertretender Leiter der Kommandant der Luftstreitkräfte Generalmajor Karl Gruber.

In die Arbeit der Evaluierungskommission werden die Ergebnisse von vier Arbeitsgruppen einfließen, deren jeweilige Leiter als Mitglieder in der Evaluierungskommission vertreten sind. Der Evaluierungskommission wird als externer Rechtsberater für Vergaberecht und Compliance auch ein Prokuraturanwalt der Finanzprokuratur angehören. Darüber hinaus steht der Evaluierungskommission ein Vertreter des Bundesministeriums für Finanzen sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie beratend zur Seite.

Bedarf und Kosten: Hoffnung für Eurofighter?

Die Evaluierungskommission hat den Auftrag, die im Bericht der SOKO „Aktive Luftraumüberwachung“ vom 30.06.2017 dargestellten Varianten unter Einbeziehung allfälliger neuer Optionen und aller verfügbaren aktuellen Informationen zu untersuchen und zu bewerten. Die Empfehlungen, die der Rechnungshof in den letzten Jahren im Bereich Rüstung und Beschaffung abgegeben hat, sind dabei zu berücksichtigen. Ziel ist die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit der Überschallflugzeuge bei Tag und bei Nacht, die Herstellung der Reaktionsfähigkeit auf das unbefugte Eindringen nicht kooperativer Kampfflugzeuge durch die Ausrüstung der Abfangjäger mit einem zeitgemäßen Selbstschutzsystem und Allwetterlenkwaffen sowie die hundertprozentige Abdeckung der Luftraumüberwachung durch Überschallflugzeuge. Die aktualisierten Budgetbedarfsprognosen (2020/2030/2040/2050) für jede Variante werden auf Basis 20-, 30- und 40-jähriger Systemlebenszyklen berechnet. Der Bericht der Evaluierungskommission soll bis spätestens 30.06.2018 vorliegen.

Kunasek: „Meine Vorgabe ist klar: Alle rechtlich zulässigen Optionen sind zu prüfen. Die zukünftige Lösung soll militärisch und sicherheitsstrategisch eine Verbesserung zum Status Quo bringen. Mein Ziel ist eine gemeinsame, rasche Entscheidung der Bundesregierung in dieser für Österreichs Sicherheit so wichtigen Frage.“

Nachhaltige Bereinigung aus Beschaffung der Eurofighter

Auf Grundlage des Berichts der Task Force Eurofighter vom 12.02.2017 wurde vom Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport am 16.02.2017 eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht, in der unter anderem der konkrete Verdacht von betrügerischen Handlungen durch Airbus und EF ausgeführt wurde. Die Republik Österreich hat darin den ihr bis 2016 durch die arglistigen Täuschungshandlungen entstandenen Schaden mit jedenfalls 183,4 Mio. Euro und bis zu 1,1 Mrd. Euro beziffert. Die Staatsanwaltschaft Wien hat in der Folge zu Geschäftszahl 617 St 1/17z unter anderem gegen diese beiden Unternehmen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren Betrugs eröffnet. Die Republik Österreich, vertreten durch die Finanzprokuratur, hat sich diesem Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen.

Der Nationale Sicherheitsrat hatte am 28.02.2017 die Vorgehensweise und damit die Anspruchserhebung des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport gegen Airbus und EF unterstützt und in einem einstimmigen Beschluss die damalige Bundesregierung aufgefordert, „den möglichen Schaden, der der Republik durch den begründeten Betrugsverdacht gegen Airbus entstanden ist, am Rechtsweg einzufordern“. Gleichzeitig wurde die Bundesregierung ersucht, „den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.“

Der Leiter der Task Force Eurofighter Generalmajor Hans Hamberger und der Präsident der Finanzprokuratur Wolfgang Peschorn sind beauftragt, weiterhin mit Nachdruck die Interessen der österreichischen Steuerzahler und des Verteidigungsministeriums zu vertreten. Wolfgang Peschorn, Präsident der Finanzprokuratur: „Die Republik Österreich wurde durch die in der Sachverhaltsdarstellung ausgeführten Vorgänge geschädigt. Mittlerweile hat Airbus gegenüber der Staatsanwaltschaft München ihr Aufsichtsversagen eingeräumt und sich zur Zahlung eines Bußgeldes von 81 Mio. Euro verpflichtet. Die Republik Österreich hat einen Anspruch auf Wiedergutmachung gegen Airbus und EF, der im Auftrag des Bundesministers Mario Kunasek auch weiter konsequent verfolgt wird.“

Bruno Even designierter CEO von Airbus Helicopters

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Bruno Even, 49, wird bei Airbus SE mit Wirkung zum 01. April 2018 zum Chief Executive Officer (CEO) von Airbus Helicopters ernannt. Er wird an Airbus CEO Tom Enders berichten und in das Executive Committee des Unternehmens eintreten.

Tom Enders freute sich sehr, mit Bruno Even eine erfahrene Führungskraft für Airbus gewonnen zu haben. Bruno Even kommt von Safran, wo er zuletzt CEO von Helicopter Engines war. Er folgt auf Guillaume Faury, der diese Aufgabe seit 2013 ausfüllte und in der kommenden Woche sein Amt als President Airbus Commercial Aircraft antritt. „Bruno war bei Safran schon in jungen Jahren in Führungspositionen tätig. Seine umfassende Erfahrung im Hubschraubergeschäft und seine starke Kundenorientierung machen ihn in Verbindung mit seiner Programm- und Engineering-Kompetenz zum idealen Nachfolger von Guillaume Faury. Bruno wird unseren erfolgreichen Kurs der kontinuierlichen Verbesserung in einem sehr herausfordernden Marktumfeld fortführen.“ sagte Enders.

Bruno Even mit Erfahrungen in der Politik

Nach seinem Abschluss an der École Polytechnique begann Bruno Even seine berufliche Laufbahn 1992 beim französischen Verteidigungsministerium, wo er für die Entwicklung der Weltraumkomponente des Satelliten Helios II zuständig war. 1997 wechselte er ins französische Außenministerium, wo er technischer Berater des Referatsleiters für strategische Angelegenheiten, Sicherheit und Abrüstung wurde. 1999 ging er zu Safran Helicopter Engines (vormals Turbomeca), wo er verschiedene Führungspositionen innehatte, bis hin zum Executive Vice President Support and Services. Von 2013 bis 2015 war er CEO von Safran Electronics & Defense (vormals Sagem).

Condor varmarktet auch Flüge von Laudamotion

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Der Ferienflieger Condor vermarktet ab sofort ausgewählte Flüge der österreichischen Airline Laudamotion online und über Reisebüros. Bei den angebotenen Flügen handelt es sich um Kurz- und Mittelstreckenflüge ab Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und Basel zu den Balearenzielen Mallorca und Ibiza sowie nach Malaga, auf dem spanischen Festland.

„Wir freuen uns sehr, Laudamotion bei der Vermarktung ihrer neuen Flüge zu unterstützen“, sagt Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Condor Geschäftsführung. „Die erweiterte Flugauswahl, die wir auch unseren Kunden und Vertriebspartnern damit anbieten können, ist ein schöner Nebeneffekt.“ Weitere Abflughäfen und Urlaubsziele sollen folgen.

Reiseklassen auswählbar

Niki Lauda dazu: „Ich setze große Erwartungen in die Kooperation mit Condor. Wir bringen damit ein Stück österreichischen Charme nach Deutschland und unsere Fluggäste profitieren von mehr Flexibilität und einer größeren Auswahl an Flügen zu den schönsten Urlaubszielen im Mittelmeer. Gerade wenn man an den Sommer denkt, sind es vor allem die Ferienreisenden, die bei einem breiten und differenzierten Angebot nur gewinnen können. Laudamotion wird dabei mit dem besonderen Spirit und Service an Bord Trends setzen.“ Online stehen somit zusätzlich 56 Verbindungen zu beliebten spanischen Destinationen zur Auswahl. Dabei können Fluggäste die Flüge beider Airlines flexibel kombinieren. So kann beispielsweise ein Condor Hinflug mit einem Laudamotion Rückflug für die Reise gebucht werden.

Die Flüge sind zum Economy Light Tarif buchbar sowie in der Economy und Premium Class. Der besonders günstige Economy Light Tarif bietet sich für Passagiere an, die lediglich mit Handgepäck reisen. In der Economy Class stehen dem Gast zusätzlich 20 Kilogramm aufzugebendes Gepäck frei und in der Premium Class genießen Passagiere einen freien Sitzplatz in der Mittelreihe sowie ein Premium Menü inklusive Getränken an Bord.

Condor als Dienstleister für Laudamotion

Die Betreuung der Laudamotion Kunden erfolgt bei den über Condor gebuchten Flügen über das Condor Service Center. Dort können sich die Fluggäste vor, während und nach der Reise beraten lassen. Günstige Flüge von Laudamotion beispielsweise zu den Balearen soll es zu einem Oneway-Komplettpreis ab 59,99 Euro in der Economy Class geben. Diese sind ab sofort buchbar. Condor wird neben der Vermarktung der Laudamotion Flüge auch ausgewählte operationelle Funktionen, wie die Verkehrsleitstelle oder die Crewplanung, als Dienstleister für Laudamotion übernehmen.

Hindernisse am FDH: Landebahn braucht Baumpflege

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Das Luftverkehrsgesetz verpflichtet Flughäfen, die Hindernisfreiheit in den An- und Abflugbereichen sicherzustellen. Der Bodensee-Airport Friedrichshafen hat in den vergangenen Jahren deshalb immer wieder hohe Bäume, die in den freizuhaltenden Luftraum hineinragten, entsprechend zurückgeschnitten.

Um die sicherheitsrelevanten Übergangsflächen im An- und Abflugbereich des Bodensee-Airport von zu hohem Bewuchs freizuhalten, sind regelmäßige Rückschnittsmaßnahmen notwendig. Diese Maßnahmen um den Flughafen werden seit Samstag am westlichen und östlichen Ende des Flughafengeländes durchgeführt – entlang des Messezubringers, am Allmannsweiler Bach und in Gerbertshaus.

Die notwendigen Arbeiten wurden mit der Stadt Friedrichshafen und dem Landratsamt Bodenseekreis im Vorfeld abgestimmt, eine entsprechende Bewilligung liegt vor. Dabei erfolgte bereits im Vorfeld eine detaillierte Bewertung und Begutachtung durch das Büro für Landschaftsökologie, um unnötige Eingriffe in Flora und Fauna zu vermeiden. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Februar abgeschlossen sein.

CGN mit Lowcost-Flug nach St. Petersburg

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Von der Domstadt nonstop in die nördlichste Millionenmetropole der Welt: Das macht seit Samstag die russische Lowcost-Airline Pobeda möglich. Sie verbindet den Köln Bonn Airport künftig mit St. Petersburg. Zweimal wöchentlich fliegt die Fluggesellschaft die russische Hafenstadt an der Ostsee mit einer Boeing 737 an.

Nach Moskau – ebenfalls von Pobeda angeflogen – ist St. Petersburg die zweite russische Stadt, die ab Köln/Bonn im Flugplan steht. „Es freut uns sehr, dass Pobeda ihr Engagement an unserem Airport ausbaut. Die neue Verbindung ist nicht nur attraktiv für diejenigen, die in der spannenden Stadt St. Petersburg bleiben wollen, sondern auch für Umsteiger, die in Russland weiterreisen“, sagt Flughafen-Geschäftsführer Athanasios Titonis.

Flugtag nach St. Petersburg wechselt

Auch Andrey Kalmykov, Geschäftsführer der Pobeda, zeigte sich zur Streckeneröffnung sehr erfreut, dass sich die Partnerschaft mit dem Köln Bonn Airport so gut entwickelt hat. „Und nun verbinden wir die schöne Stadt Köln mit St. Petersburg! Ich bin sicher, dass die neue Verbindung genauso erfolgreich sein wird, wie die nach Moskau.“ Tickets nach St. Petersburg soll es ab etwa 34 Euro pro Strecke bei der Airline geben. Im Februar und März wird die Verbindung mittwochs und samstags angeboten, ab April dann montags und freitags.

Eurowings konzentriert sich auf Düsseldorf

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Für den bevorstehenden Sommerflugplan wird die Low-Cost-Tochter der Lufthansa Group Eurowings ihr Angebot am Düsseldorfer Airport um 30 Prozent aufstocken und die Kapazität von einer Million Sitze im Monat anbieten. Auch der Flughafen reagiert darauf.

Mehr als 250 Flüge pro Tag zu 95 deutschen, europäischen und internationalen Destinationen sollen dann die Pole Position der Eurowings in Düsseldorf stark ausbauen. Dieses Wachstum zeigt sich auch an der Flottengröße: Rund 40 Flugzeuge – ein Plus von ca. 50 Prozent – werden im Sommer in der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens (NRW) stationiert, darunter befinden sich in einem ersten Schritt drei Langstreckenjets.

DUS: größtes Einzugsgebiet Deutschlands

Eurowings Geschäftsführer Oliver Wagner betont, dass dieses Wachstum in der Region auf eine starke Nachfrage treffe. „Das Einzugsgebiet des Flughafens Düsseldorf umfasst mehr als 18 Millionen Einwohner und ist damit das größte in Deutschland – mit unserem Angebot werden wir das enorm hohe Interesse nach Kurz- und Langstreckenflügen ab Düsseldorf konsequent bedienen.“ Den Wettbewerb am Airport der NRW-Landeshauptstadt fürchtet Wagner dabei nicht. Das Eurowings-Engagement ist aber auch aus einem anderen Grund wichtig für NRW: In der Region entstehen durch das Wachstum knapp 4.000 direkte und indirekte Jobs.

Thomas Schnalke, Sprecher der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens: „Wir freuen uns über das Engagement der Eurowings in Düsseldorf. Zwei starke, strategische Partner stehen hier Seite an Seite. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die durch den Marktaustritt der airberlin entstandene Lücke im Flugplan bis zum Jahresende wieder geschlossen wird. Dieser Erfolg ist Ausdruck der Stärke unseres Flughafens als Tor Nordrhein-Westfalens in die Welt. Insbesondere die Entscheidung der Eurowings, ihre Langstrecken-Operation aus Düsseldorf heraus deutlich auszubauen, ist gut für die gesamte Rhein-Ruhr-Region. Die enge Partnerschaft mit der Eurowings ist der Beginn einer starken, kundenorientierten Kooperation, die letztlich auch eine bessere operative Ausgestaltung der Prozesse ermöglicht.“

Inlandsflüge besonders im Kommen

Eurowings legt ab Düsseldorf vor allem auf innerdeutschen Strecken stark zu. So wird es zum Beispiel zwischen Düsseldorf und Hamburg bis zu neun tägliche Flüge geben, zwischen Düsseldorf und Berlin bis zu 13 Flüge, zwischen Stuttgart und Düsseldorf bis zu vier Flüge am Tag sowie zwischen Düsseldorf und München ebenfalls bis zu vier Flüge täglich. Flüge zu europäischen Zielen werden ebenfalls deutlich aufgestockt. Bis zu fünf Mal täglich werden Düsseldorf und Wien verbunden, bis zu elf Flüge pro Tag wird es zwischen der NRW-Landeshauptstadt und Europas Ferieninsel Nummer eins geben: Palma de Mallorca, und das auch mal mit Großraumflugzeugen. Neue Sommerziele ab Düsseldorf innerhalb Europas sind die griechische Insel Kos, Mostar in Bosnien-Herzegowina, München, Sylt, Stuttgart und Zagreb.

Die Eurowings Langstrecke wird in Düsseldorf ebenfalls deutlich ausgeweitet. Bisher hat Eurowings ein Langstrecken-Flugzeug am Standort Düsseldorf stationiert. Ab April 2018 werden es bereits drei sein, die auf attraktiven Strecken vor allem in die USA eingesetzt werden: nach Fort Myers, Miami – und New York. Erstmals bietet Eurowings dann auch die besonders für Geschäftsreisende konzipierte BIZclass an, die in Kürze in den Verkauf geht. Zum Winterflugplan 2018/19 werden dann vier bisher am Standort Köln/Bonn operierende Airbus A330 nachgezogen.

Eurowings wird dann mit sieben Langstreckenjets ihr internationales Geschäft in Düsseldorf bündeln und bis zu 140 Langstrecken-Abflüge pro Monat zu attraktiven Fernzielen nach Amerika und in die Karibik im Programm haben. Ziele außerhalb der USA sind Varadero (Kuba), Cancun (Mexiko) sowie Puerto Plata und Punta Cana (beides Dominikanische Republik). Die mehr als 35 in Düsseldorf eingesetzten Kurz- und Mittelstreckenflüge werden dabei optimale Voraussetzungen bieten, die wachsende Eurowings Langstrecke mit Zubringerflügen zu versorgen.

Ausrichtung auf Eurowings kritisiert

Bereits heute ist Düsseldorf der größte Eurowings Standort, an keinem anderen Flughafen hat die Lufthansa-Tochter mehr Flugzeuge stationiert. Die für den Sommer vorgesehenen rund 40 Flugzeuge sind aber erst der Anfang. Wagner: „Düsseldorf spielt in unseren Planungen eine enorm wichtige Rolle – auch über 2018 hinaus.“ Angesichts dessen gab es Berichte, wonach der Flughafen Düsseldorf speziell für Eurowings Umbauungen vornehmen würde. Darauf nahm der Flughafen Stellung und machte klar, dass an jedem Flughafen die öffentlich einsehbare Entgeltordnung die Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Airport und Airlines bilde. Die Flughafen Düsseldorf GmbH gewähre allen Fluggesellschaften dieselben Förderprogramme.

Sie beziehen sich zum Beispiel auf Passagierzahlen pro Flugbewegung, aber auch ein steigendes Passagiervolumen im Interkontinentalverkehr sowie das Wachstum bei Umsteigepassagieren. Diese Programme existieren am Flughafen Düsseldorf bereits seit Jahren. Die Fluggesellschaft Eurowings nutze zudem den Flugsteig B neben einer Reihe anderer Airlines. Eine „praktisch alleinige Nutzung“, wie behauptet, erfolge nicht.

Die Flughafen Düsseldorf GmbH habe der Eurowings auch zu keinem Zeitpunkt Zusicherungen in Bezug auf die Gepäckabfertigung gegeben. Hier ist darauf hinzuweisen, dass das Gepäckhandling am Flughafen Düsseldorf von frei am Markt agierenden Dienstleistern im Auftrag der Fluggesellschaften übernommen wird. Für das wachsende Engagement der Eurowings in Düsseldorf müssen keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden.

Bombardier Challenger CL601 für 2020 fit gemacht

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Die erste Bombardier Challenger CL601 in Europa hat von Ruag Aviation eine Modernisierung der Avionik erfahren, so dass sie die ab 2020 geltenden Anforderungen der Flugsicherheitsbehörden vollständig erfüllt.

Das erste Upgrade dieser Art, das in Europa abgeschlossen wurde, umfasste die Integration der Standards ADS-B Out für die Luftraumüberwachung und LPV für den Instrumenten-Anflug sowie die Aktualisierung des Flugmanagement-Systems mit der Software-Version 6.1. „Das ist ein Meilenstein für unseren Kunden und für alle Betreiber älterer Flugzeuge“, erklärt Volker Wallrodt, Senior Vice President Business Jets, Dornier 228 & Components, Ruag Aviation. Für Flugzeuge wie die Challenger CL601 biete das Fliegen mit ADS-B den Piloten heute eine Reihe unmittelbarer Vorteile. Gleichzeitig sei mit dem Upgrade sichergestellt, dass das Flugzeug nach dem 31. Dezember 2019 fliegen könne, so Wallrodt weiter. Ältere Flugzeuge mit ADS-B- Transpondern auszurüsten, verbessert ihre Einsatzbarkeit und bedeutet auch einen Werterhalt der Investitionen, weit über die Anforderungen von 2020 hinaus. Die  Flugzeuge können unter Einhaltung der aktuellen Luftfahrtvorschriften mit modernster Technologie weiter betrieben werden.

Viel neue Verkabelung fürs Cockpit

Die Engineering-Spezialisten von Ruag Aviation integrieren Komplettlösungen in ältere Flugzeuge, wie die Bombardier Challenger CL601 und die Dassault Falcon 900, um die Standards der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der US-amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) für ADS-B, und später DO-260B, zu erfüllen. Der Umfang des Avionik-Upgrades für die Bombardier Challenger CL601 umfasste Verkabelungen, Modifikationen, neue mechanische und elektrische Installationen sowie das Upgrade vorhandener Transponder auf den Standard DO-260B für ADS-B Out.

Das Navigationssystem nutzt nun auch die Signale des Wide Area Augmentation System (WAAS), eines satellitengestützten Korrektursystems, mit dem sich die Genauigkeit des Global Positioning Systems (GPS) verbessern lässt. Außerdem wurde die Software des Flugmanagementsystems FMZ 2000 auf die Version 6.1 aktualisiert. Die Implementierung der Zukunftsstandards FANS (Future Air Navigation System) 1/A+ für die Luftnavigation sowie PM-CPDLC (Protected Mode – Controller Pilot Data Link Communication) für die Kommunikation werden für dasselbe Flugzeug noch folgen.

„Unsere Kunden schätzen unser fundiertes Engineering-Know-how und unsere Expertise bei der Integration“, so Volker Wallrodt weiter. „Sie wissen auch, dass sie sich bei Ruag auf eine hervorragende Betreuung ihrer neueren und älteren Flugzeuge durch einen bewährten und unabhängigen Dienstleister verlassen können.“ Das Engineering steht im Mittelpunkt der Fähigkeiten von Ruag Aviation: Das Unternehmen ist eine von der EASA zugelassene Wartungsorganisation (Part 145) und Design-Organisation (Part 21G und 21J) und verfügt über FAA-Zulassungen, um umfassende Wartungs- und Support-Services für Geschäftsflugzeuge durchzuführen.

Schnell sein: Deadline 2020 zu ADS-B

Das Avionik-Upgrade der Challenger CL601 wurde mit einer regulären Wartung (MRO) kombiniert, die ebenfalls von Ruag durchgeführt wurde. Die auf diese Weise optimierte Standzeit brachte dem Besitzer des Geschäftsflugzeugs erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse. „Der Termin 2020, bis zu dem die Flugzeuge die neuen Standards erfüllen müssen, nähert sich schnell. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, weiterhin sehr effektive Engineering-Lösungen für Flugzeuge anzubieten, die im Einsatz sind – und zwar frühzeitig vor diesem Termin“, sagt Ralf Ott, Senior Manager Sales & Customer Support, Ruag Aviation. „Wir empfehlen allen Betreibern, insbesondere jenen älterer Flugzeuge, den Upgrade-Prozess so schnell wie möglich zu beginnen. So können sie sicherstellen, dass sieihre individuellen Zeitpläne erfüllen können und sie ihren Betrieb wie geplant fortführen können“, so Ott weiter.

Ruag Aviation ist ein One-Stop-Shop für den Support von Geschäftsflugzeugen, der alle benötigten Services innerhalb einer einzigen Standzeit durchführt und an die individuelle Planung der Kunden anpasst. Das Dienstleistungsangebot umfasst Line, Base und Heavy Maintenance Checks, C-Checks, Modifikationen und System-Upgrades, komplette Rekonfigurationen von Cockpit und Avionik ebenso wie die Neugestaltung von Flugzeug-Innenräumen, Flugzeuglackierungen, Komponenten-Services, AOG, Inspektionen vor dem Verkauf, das Remarketing von Flugzeugen, FBO (Fixed Base Operator) sowie Support und Beratung.