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Lufthansa weitet LNAS auf 86 Flugzeuge aus

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erprobt in zusammen mit der Lufthansa, dem Umwelt- und Nachbarschaftshaus (UNH) in Kelsterbach und dem Frankfurter Flughafenbetreiber FRAPORT AG das Pilotenassistenzsystems LNAS (Low Noise Augmentation System) im täglichen Flugbetrieb.

Für die Langzeiterprobung rüstet die Deutsche Lufthansa derzeit bis zu 86 Flugzeuge der A320-Familie mit dem beim DLR entwickelten Assistenzsystem aus. Zuerst wurden sowohl Softwareintegrationsarbeiten als auch Integrationsflüge erfolgreich abgeschlossen. Aktuell nutzen 25 ausgewählte Lufthansa-Piloten das LNAS-Assistenzsystem zur Vorerprobung im regulären Flugbetrieb bei der Durchführung von Anflügen. Sobald alle Rahmenbedingungen erfüllt sind, soll die Erprobung auf alle A320-Piloten der Lufthansa ausgeweitet werden.

Ausbau auf allle A320 der Lufthansa

LNAS (Low Noise Augmentation System) ist ein displaybasiertes Assistenzsystem, das die Piloten bei der Ausführung lärmarmer und kerosinsparender Anflüge unterstützt. Als primäre Plattform der Langzeiterprobung des Assistenzsystems LNAS fungiert der Flughafen Frankfurt, da dort die FRAPORT AG und das UNH zahlreiche Lärmmessstellen unterhalten und die Lärmmessdaten für eine statistisch belastbare Aussage bzgl. des Lärmminderungspotentials zur Verfügung stellen. LNAS wird aber nicht nur in Frankfurt genutzt, sondern soll im gesamten Operationsnetz der A320-Familie der Deutschen Lufthansa eingesetzt werden. So können zudem weitere wichtige Erkenntnisse zum Treibstoffeinsparungspotential bei energieeffizienten LNAS-Anflügen getroffen werden.

Das DLR hatte bereits 2016 erste Flugversuche mit dem Forschungsflugzeug A320 ATRA am Flughafen Frankfurt unternommen bei denen bereits erste Ergebnisse zur Wirksamkeit des Systems ermittelt werden konnten. Das Landeassistenzsystem LNAS wird auch am DLR-Stand auf der ILA Berlin 2018 präsentiert. Auf dem Bild: Das Display des Pilotenassistenzsystems LNAS im DLR-Forschungsflugzeug ATRA.

IATA lobt Pharma-Cargopraxis am Fraport

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Die Fraport AG wurde vom Airline-Verband IATA mit dem CEIV-Pharma-Zertifikat ausgezeichnet. Damit ist Frankfurt der größte Flughafen weltweit mit einem durchgängig zertifizierten Pharmaprozess.

Die internationale Klassifizierung CEIV (Center of Excellence for Independent Validators in Pharmaceutical Logistics) bestätigt einen zuverlässigen Umgang mit zeitkritischen und temperaturempfindlichen Gütern. Den globalen Standard hat die IATA entwickelt. Damit werden Fluggesellschaften, Handling-Unternehmen und Spediteure unterstützt, international gültige Regeln und Normen für Pharmagüter einzuhalten.

Anerkannte Prozesse für Pharma-Hub

Martin Bien, Geschäftsbereichsleiter Bodenverkehrsdienste der Fraport AG, nahm die Auszeichnung im Rahmen der IATA Ground Handling Conference in Doha entgegen. „Mit der IATA-CEIV-Pharma-Zertifizierung bietet der Flughafen Frankfurt als einer der größten Pharma-Hubs weltweit einen durchgehend zertifizierten Abfertigungsprozess. Das Ramp Handling ist dabei mit einem eigenen Zertifikat eingeschlossen“, so Bien.

2017 wurden am Flughafen Frankfurt mehr als 100.000 Tonnen Impfstoffe, Arzneimittel und weitere Pharmaprodukte umgeschlagen. Das Wohl vieler Menschen hängt von einem erstklassigen Umgang der sensiblen Güter ab. Die Standards dieser logistischen Herausforderung sind daher sehr hoch. Um sie zu erreichen, sind ein Qualitätsmanagement, Schulungen aller Prozessbeteiligten sowie eine Infrastruktur, die eine produktspezifische Abfertigung und Lagerung ermöglicht, essenziell.

Temperatursteuerung ist entscheidend

Seit über 20 Jahren bietet das Ramp Handling der Fraport AG am Standort Frankfurt einen Thermotransporter für temperaturgeführte Sendungen an. Als erstes Ground Equipment weltweit wurde er nun ebenfalls im Zuge des Zertifizierungsprozesses mit berücksichtigt. Er ermöglicht den Transport von Main und Lower Deck-Einheiten punktgenau im Bereich -30 bis +30 Grad Celsius. Zusätzlich ist der Transporter mit einem elektronischen Temperaturüberwachungssystem und Tracking-Möglichkeiten ausgestattet.

„Wir erwarten bei Pharmatransporten auch in Zukunft gute Wachstumschancen“, macht Martin Bien deutlich. „Die CEIV-Zertifizierung durch die IATA zeigt, dass die Fraport AG bereits heute die erforderliche Infrastruktur und das nötige Know-how besitzt. Damit sind wir auf künftige Herausforderungen von Industrie und Versendern vorbereitet.“ Auf dem Foto (v.l.): Brigitte Press, Leitung Ramp-/Passenger Service und Operations der Fraport AG, Nick Careen, Senior Vice President, Airport, Passenger, Cargo and Security IATA, Martin Bien, Geschäftsbereichsleiter Bodenverkehrsdienste der Fraport AG, Carlos Cardiga, Senior Vice President Sales & Customer Service Fraport AG

VIE ehrt Ideen zur Zukunftsfähigkeit am Arbeitsplatz

Bei der Ausstellung „tarp_the airport_city research project“ am Flughafen Wien wurden jetzt 19 innovative und zukunftsweisende Raumgestaltungskonzepte für den Vorplatz des Office Park 1 in der Airport City Vienna präsentiert. Die entworfenen Pläne und Visualisierungen von Studenten der Technischen Universität Wien zeugen von der Flexibilität in der künftigen Arbeitswelt und zeigen dabei auch Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten.

Drei der Arbeiten wurden von der hochkarätigen Jury ausgewählt und von Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, mit insgesamt 3.000 Euro prämiert. Ein weiteres Konzept wurde aufgrund herausragender Leistung mit dem Anerkennungspreis honoriert. „Der Flughafen Wien steht nicht nur für die Abfertigung von Flugzeugen und Passagieren, sondern ist mit 20.000 Beschäftigten in über 230 Unternehmen am Standort auch einer der größten Arbeitgeber der Region. Die Airport City bietet dafür mit über 100.000 m² Büro- und Conferencing-Flächen, und zahlreichen Nahversorgungs- und Serviceeinrichtungen eine perfekte Arbeitsumgebung. Wie sich diese Umgebung weiterentwickeln kann, haben TU-Studenten nun in spannenden Visionen erarbeitet“, erläutert Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Wettbewerb zur Raumgestaltung

Internationalität, Dynamik und Zusammenarbeit über die eigenen Betriebsgrenzen hinaus prägen das Arbeitsumfeld in der Airport City. Wichtige Erfolgsfaktoren dafür sich aber ein breites Dienstleistungsangebot mit Nahversorgungseinrichtungen durch Supermärkte, einem 24/7-Postpartner, einer Kfz-Zulassungsstelle, sowie Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, wie Fitnesscenter, Apotheke und Kindergarten. Die Airport City Vienna reagiert auf gesellschaftliche Entwicklungen und berücksichtigt in neuen Immobilienprojekten ein hohes Maß an Flexibilität und modernen Arbeitsanforderungen.

Das Thema Arbeiten in der Zukunft inklusive neuer Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten, war somit auch der Kerninhalt des Raumgestaltungs-Wettbewerbs „tarp_the airport_city research project“, der gemeinsam mit der Technischen Universität Wien, Abteilung Raumgestaltung und nachhaltiges Entwerfen, durchgeführt wurde. Aufgabe der StudentInnen es, mithilfe urbaner Rauminterventionen den Vorplatz des Office Park 1 in der Airport City Vienna neuzugestalten. Die Visionen für 2050 wurden in detaillierten Darstellungen ausgearbeitet.

Präsentation und Prämierung der Projekte

Eine hochkarätige Jury übernahm die Bewertung der eingereichten Arbeiten. Als Sieger ging Marcel Gabriel mit seinem Projekt „offen für alle“ hervor. Der zweite Platz des Studentenwettbewerbs ging an Mesut Yilmaz, gefolgt von Johanna Tomaszewsk. Den Anerkennungspreis für eine herausragende Leistung erhielt Akram Hilal mit seinem Projekt „var Center“. Insgesamt wurde eine Prämie von 3.000 Euro ausgeschüttet. Die Visualisierungen werden bis Mitte Mai 2018 im Foyer des Office Park 1 am Flughafen Wien zu besichtigen sein.

BepiColombo: Start zum Startplatz in Antonov AN-124

Nach mehrjähriger Entwicklung hat die Raumsonde BepiColombo erstmals „abgehoben“ und ist nun unterwegs zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana.

Nachdem die Raumsonde im ESTEC-Technologiezentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Noordwijk (Niederlande) ein Testprogramm absolviert hat, ist BepiColombo fast startbereit. Die abschließenden Vorbereitungen für den Start an Bord einer Ariane 5 ECA laufen vom Mai bis Oktober dieses Jahres. Für die im Herbst 2018 anlaufende Merkur-Mission wurden am 23. April 2018 die ersten Elemente am Flughafen Schiphol in Amsterdam in ein Transportflugzeug vom Typ Antonov An-124 verladen und auf den Weg gebracht. Nach einem Tankstopp auf den Azoren wird die Antonov am Morgen des 24. April ihr Ziel erreichen. Dies ist der erste von insgesamt vier Antonov-Flügen, die für den Transport der gesamten BepiColombo-Hardware nach Kourou benötigt werden. Weiteres Material wird mit noch bei drei Schiffstransporten mitbefördert.

Mission Merkur: in 3D erfassen

BepiColombo ist Europas erste Mission zum Planeten Merkur. Im Herbst 2018 – das Startfenster für die Mission ist vom 05. Oktober bis zum 29 November geöffnet – wird die Mission zum kleinsten und unbekanntesten Gesteinsplaneten unseres Sonnensystems starten. Wenn die Raumsonde nach Plan Ende 2025 den Merkur erreicht, wird sie Temperaturen von mehr als 350°C ausgesetzt sein und während ihrer vorgesehenen einjährigen Missionszeit, die um ein weiteres Jahr verlängert werden könnte, Daten erfassen.

BepiColombo ist eine interdisziplinäre Mission, die in Partnerschaft zwischen der ESA und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA durchgeführt wird. Die Mission soll zwei Nutzlasten in unterschiedliche Merkur-Umlaufbahnen bringen: den MPO (Mercury Planetary Orbiter) und den MMO (Mercury Magnetospheric Orbiter). Die JAXA liefert den MMO, während Airbus als Hauptauftragnehmer der ESA für den MPO und die gesamte weitere Raumfahrzeug-Hardware verantwortlich ist. Die wissenschaftliche Nutzlast wird von nationalen Raumfahrtbehörden bereitgestellt.

OB Schostok lädt zum Luftverkehrs-Forum in Hannover

Stefan Schostok, Oberbürgermeister von Hannover, lädt zum Luftverkehrs-Forum 2019 ein. Auf der Routes Europe in Bilbao fand quasi die „Staffelübergabe“ statt. Vor Vertretern der internationalen Luftverkehrsbranche warb der OB zeitgleich zur nun startenden Hannover Messe dabei für den Messe- und Kongressstandort.

Der Flughafen Hannover hat das größte europäische Netzwerktreffen der Luftverkehrsbranche erstmals nach Deutschland geholt. Vor mehreren hundert Teilnehmern übernahm Schostok die Gastgeberurkunde vom baskischen Regional Minister für Tourismus und Handel Alfredo Retortillo. Hannover wird dann für drei Tage zum Treffpunkt für die Entscheider der Branche: Airlines, Flughafenbetreiber und Tourismusexperten. Als wichtigste kontinentale Veranstaltung dieser Art findet die Routes Europe jährlich in einem anderen europäischen Land statt. Das Format umfasst eine Messe, Business-Treffen und ein vielfältiges Konferenzprogramm.

Luftverkehrsforum beflügelt Branche am Airport HAJ

Der Hannover Airport setzte sich in einem zehnmonatigen Bewerbungsverfahren um die Gastgeberrolle gegen acht Mitbewerber durch. Das Land Niedersachen und die Stadt Hannover haben die Bewerbungsphase aktiv unterstützt und werden sich auch bei der Durchführung engagieren. Geschäftsführer des Flughafens Hannover HAJ, Dr. Raoul Hille: „Im kommenden Jahr werden weltweite Top-Entscheider sich in Hannover von den Marktchancen unserer Region und unserer hervorragenden Infrastruktur überzeugen können. Das sind wichtige Impulse für weitere Streckenentscheidungen“. Die Routes Europe wird vom 08. bis 10. April 2019 in Hannover stattfinden.

Ryanair: Nun also doch mit UFO?

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Ryanair hat sich für ver.di als Arbeitnehmervertreter entschieden, wie gestern bekannt wurde. Dies sorgte für Unklarheit darüber, wie der irische Billigflieger nun mit der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) als Kabinengewerkschaft verfahren würde. Doch nun lädt Ryanair die UFO in einem Schreiben zu Verhandlungen nach Dublin ein. Diese sollen bereits im Mai stattfinden.

„Dies ist ein wichtiger Schritt für die Beschäftigten von Ryanair in Deutschland. In der Vergangenheit hat O’Leary den Kontakt zu Gewerkschaften strikt abgelehnt“, erläutert Nicoley Baublies, bei UFO zuständiger Vorstand für Tarifpolitik, nach der Einladung vom gestrigen Abend. Aus Sicht der Gewerkschaft bleibt allerdings abzuwarten, ob Ryanair tatsächlich die Notwendigkeit für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erkannt hat, oder sich mit den Gesprächsangeboten lediglich Zeit erkaufen will, um die Sommersaison ohne zu befürchtende Arbeitskämpfe zu überstehen.

UFO: Mitarbeiterlohn, der fürs Leben reicht

Laut Baublies liege es bei Ryanair, den Beweis anzutreten, sich künftig an Recht und Gesetz zu halten. „Die Vorgehensweise mit den Gewerkschaften in Portugal und anderen europäischen Stationen nährt eher Zweifel an der Ernsthaftigkeit, aber wir werden den ernsthaften Versuch starten, friedlich Tarifverträge für die Ryanair-Mitarbeiter zu verhandeln“, so Baublies weiter. Inhaltlich geht es UFO um grundlegende Fragen, die die Mitgliedschaft umtreiben: Gefordert werden unter anderem eine Entlohnung, mit der die Kabinencrews ganzjährig ihren Lebensunterhalt bestreiten können, mehr Transparenz und Gleichberechtigung durch betriebliche Mitbestimmung und die Abschaffung von Leiharbeit und sachgrundlosen Befristungen.

Ryanair steht nun seit geraumer Zeit europaweit unter Druck, sowohl seitens des Cockpit-, als auch des Kabinenpersonals. „Insbesondere der erste Flugbegleiterstreik bei Ryanair in Portugal durch unsere dortige Partnergewerkschaft SNPVAC scheint Wirkung zu zeigen. Daher werden wir die Zusammenarbeit über unseren europäischen Dachverband European Cabin Crew Association (EurECCA) weiter intensivieren und koordinieren“, ergänzt Christoph Drescher, UFO-Vorstandsmitglied und EurECCA-Generalsekretär. Besonderes Merkmal der EurECCA-Gewerkschaften ist deren ausschließliche Zuständigkeit für die Belange von Kabinenpersonal.

H145 fliegt MUM-T mit ferngesteuertem Hubschrauber

Airbus Helicopters und Schiebel haben mit der H145-Plattform und dem unbemannten Hubschrauber CAMCOPTER® S-100 erfolgreich den Verbundeinsatz bemannter und unbemannter Luftfahrzeuge (Manned-Unmanned Teaming, MUM-T) getestet.

Dabei haben sie für diese Technologie als erste europäische Hubschrauberhersteller die höchste Interoperabilitätsstufe LOI5 erreicht. Bei den Testflügen haben die beiden Unternehmen mit dem österreichischen Amt für Rüstungs- und Wehrtechnik zusammengearbeitet.

„Wing man“ bleibt an Bord – LOI5

Die beiden Luftfahrzeuge absolvierten verschiedene Einsatzszenarien und spürten unter anderem versteckte Objekte an Orten auf, die für klassische Hubschrauber unzugänglich sind. Der S-100 wurde dabei von einem Bediener an Bord der H145 geführt. Während der Flüge übergab der Pilot die Steuerung des unbemannten Hubschraubers zeitweise an eine Bodenstation, um einen Tankstopp des bemannten Hubschraubers zu simulieren. Bei den Tests erreichten Airbus Helicopters und Schiebel die gemäß MUM-T-Einstufung höchste Interoperabilitätsstufe LOI5. Gemäß dieser kann die bemannte Plattform die unbemannte sogar in der Start- und Landephase kontrollieren und steuern. Die niedrigste Stufe, LOI1, beschränkt sich auf den indirekten Empfang und/oder die Übertragung von Sensordaten des S-100 an die bemannte Maschine.

„Der Verbundeinsatz bemannter und unbemannter Luftfahrzeuge multipliziert die Fähigkeiten beider Systeme“, erklärte Mark R. Henning, Programmleiter bei Airbus Helicopters. „Kleinere senkrecht startende und landende Drohnen können näher an Hindernisse wie Bäume oder Gebäude heranfliegen als Hubschrauber. Zudem ist es ihnen möglich, unbekanntes Terrain zu erkunden und dem Hubschrauberpiloten Informationen bereitzustellen. So kann sich dieser in sicherer Lage einen klaren Überblick verschaffen und dann die überlegene Leistung des Hubschraubers zum Einsatz bringen. Unser luftgestütztes MUM-T-Managementsystem wird eine hochinteressante Option für unsere gesamte Produktpalette inklusive NH90 NFH und Tiger und natürlich der H145M, weil es zusätzliche Einsatzmöglichkeiten bietet. Das Konzept eignet sich für Hubschrauber jeden Typs und kann mit jeder Art von unbemannten Plattformen interagieren, so auch mit dem neuen UAS VSR 700.“

Vernetzung mit unbemannter Einheit

Bei den Tests galt es verschiedenste Herausforderungen zu meistern: Interferenzen bei der Datenübertragung, die elektromagnetische Verträglichkeit der unbemannten Plattform mit dem Hubschrauber und die Erweiterung der Hubschrauberarchitektur um ein vollständiges S-100-Missionsplanungs- und -steuerungssystems. Letzteres hat Schiebel bereitgestellt. Um die Mensch-Maschine-Schnittstelle zu optimieren, wird als Nächstes anhand der Flugtestergebnisse genau untersucht, wie stark die Besatzung während der Tests beansprucht wurde. Der bewährte zweimotorige Zivilhubschrauber H145 wurde 2014 erstmals ausgeliefert. Die robuste Arbeitsmaschine eignet sich für anspruchsvolle Luftrettungs- und Polizeimissionen, ist aber auch als Militärversion H145M erhältlich.

Austro Control stellt Daten vom Season Opener online

Austro Control legt zum zum Season Opener 2018 nach. Die Flugaufsicht in Österreich stellt ab sofort die aktuellen Unterlagen und Präsentationen zum Download zur Verfügung.

Themenschwerpunkte beim heurigen Season Opener von Austro Control waren insbesondere:

  • ATC: Neuerungen bei An- und Abflugverfahren, z.b. RNAV für Flugplatz Zell am See
  • FIS: Neue ‚Wien Info‘ Frequenz, Teilung der Zuständigkeit
  • AIS: Neues Homebriefing, grafische NOTAM-Suche, mobile Version, Flugplan
  • MET: Neuigkeiten aus dem Bereich Meteorologie/Flugwetter
  • Sicherheit: ‚Airmanship‘. Richtiges Verhalten als Unfallprävention. Automatismen sind wichtig, sind sie auch richtig? Unterstützung zur richtigen Entscheidungsfindung
  • Lizenzwesen: Neue Fristen für Declared Training Organisations (DTO), Neuerungen aus dem Bereich Lizenzen/Flugmedizin

Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

Eurofighter will Nachfolger für Tornado werden

Vor der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin hat Airbus zusammen mit der Eurofighter GmbH sein Angebot für den Ersatz der deutschen Tornado-Kampfflugzeuge an das Verteidigungsministerium übergeben.

Nach derzeitigem Stand soll die Luftwaffe den Tornado ab 2025 ausphasen und die Fähigkeiten auf ein anderes Waffensystem übertragen. Als bereits in der Luftwaffe eingeführtes System wäre der Eurofighter eine logische Variante für die Nachfolge der in den 1960er Jahren entwickelten Flugzeuge und um die Fähigkeiten der Tornadoflugzeuge nahtlos zu übernehmen. Zudem würden sich durch die damit verbundenen Skalenerträge bei verstärkter Nutzung ein und desselben Flugzeugtyps erhebliche Kosteneinsparungen bei Unterstützungsleistungen und Trainingskosten ergeben, was ebenfalls zu einer Reduzierung der Kosten pro Flugstunde innerhalb der Bundeswehr führen würde.

Eurofighter kosteneffiziente Lösung

„Der Eurofighter ist bereits heute das Rückgrat der deutschen Luftwaffe und damit die logische Variante für die mittelfristige Übernahme der Fähigkeiten des Tornado“, sagte Bernhard Brenner, Vertriebschef von Airbus Defence and Space. „Wir haben ein ausgezeichnetes Flugzeug, dessen Produktion wichtiges Know-How im deutschen Luftfahrzeugbau sichert und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur europäischen Souveränität im Bereich Verteidigung leistet. Ebenso können durch eine erfolgreiche Weiterproduktion des Eurofighters neue Kooperationsmöglichleiten mit anderen europäischen Nationen wie der Schweiz, Belgien und Finnland erzielt werden.“

Weiterentwicklung des Eurofighter

Volker Paltzo, Eurofighter Jagdflugzeug GmbH CEO, sagte: „Der Eurofighter ist eine kosteneffiziente und attraktive Lösung für Deutschland und wird alle Missionsfähigkeiten haben, die die deutsche Luftwaffe braucht.“ Mittelfristig wird durch die Weiterentwicklung des Eurofighters die technologische Basis für die nächste Generation europäischer Kampflugzeuge gelegt werden, zu der sich Frankreich und Deutschland im Juli 2017 verständigt haben und deren Verfügbarkeit derzeit für 2040 erwartet wird.

In Großbritannien übernimmt der Eurofighter schon heute mehr und mehr die Aufgaben der älteren Tornados, da sich die Royal Air Force dazu entschieden hat, ihre Tornado-Flotte bereits 2019 auszuflotten. Derzeit verfügt die Bundeswehr über 130 Eurofighter und 90 Tornados. Die Kampfflugzeugflotte der Luftwaffe ist sowohl für Einsätze zur Sicherstellung der Lufthoheit über Deutschland als auch im internationalen Verbund in Rahmen von NATO-Missionen weltweit im Einsatz.

Finnair erschließt nicht nur Helsinki ab Stuttgart

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Ab dem 23. April 2018 startet die Airline Finnair eine neue, tägliche Verbindung zwischen Stuttgart und Helsinki. Ob für einen Städtetrip, eine Reise in die größte Schärenlandschaft der Welt oder einen Wintertrip nach Lappland, um die Nordlichter zu sehen – Finnair bietet neben Helsinki mit 15 weiteren Anschlusszielen in Finnland noch eine Reihe an Reiseoptionen, um das Land der tausend Seen zu erkunden.

Die Flüge ab Stuttgart sind zudem angepasst an die Transferflüge zu den Langstreckenzielen der Airline. Über das Drehkreuz in Helsinki bietet die führende nordische Airline insbesondere schnelle Verbindungen nach Asien und Nordamerika. Die komfortablen Reisezeiten entstehen auch durch die günstige geographische Lage von Helsinki im Norden Europas.

Anschluss nach Deutschland ausbauen

Finnair fliegt insgesamt 19 Destinationen in Asien an und ist einer der größten europäischen Carrier für Japan-Verbindungen, mit Angeboten nach Tokio, Osaka, Nagoya und Fukuoka. Ebenfalls bietet Finnair hervorragende Reiseverbindungen nach China mit 38 wöchentlichen Flügen während des Sommerflugplans 2018. Non-Stopp fliegt die Airline nach Peking, Shanghai, Chongqing, Hong Kong, Guangzhou und Xian. Mit Nanjing kommt ab Mai 2018 eine neue Destination in China hinzu. Und auch nach Nordamerika bietet Finnair ein wachsendes Angebot: Neu hinzugekommen ist im letzten Jahr die Verbindung nach San Francisco.

Finnair verbindet bislang täglich die fünf deutschen Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München mit dem Drehkreuz Helsinki. Die neue Stuttgart-Route spiegelt auch die wachsende Bedeutung des deutschen Marktes für die Finnen wieder. Insgesamt will die Airline die Kapazität auf allen Strecken zwischen Deutschland und Helsinki 2018 um 24 Prozent steigern.

A320-Flugsimulatoren: Wizz Air baut in Budapest

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Wizz Air eröffnet Ende des Jahres ein neues Trainingscenter in Budapest. Die neue Anlage wird über zwei moderne Flugsimulatoren für die Flugzeuge der Familie Airbus A320, einen Fixed Base Simulator sowie über neue Trainingsmöglichkeiten für die Kabinen-Evakuierung und die Brandbekämpfung verfügen.

Einhergehend mit dem starken Wachstum der Fluggesellschaft, die jährlich um 20 Prozent zulegt und ihre Flotte in den nächsten zehn Jahren verdreifachen wird, erweitert das neue Trainingscenter die Kapazität von bisher 100 Crewmitgliedern auf rund 250, die pro Tag geschult werden können. Fünf Minuten vom Budapester Liszt Ferenc International Airport entfernt zählt die neue Anlage zu den modernsten in Zentral- und Osteuropa und kann bei Bedarf weiter ausgebaut werden.

Das rasante Wachstum der Airline erfordert diese Kapazitäten. Ende 2018 soll das internationale Team über 1.000 Piloten und 2.000 Kabinenmitarbeiter haben. Diese sollen auch immer wieder trainiert werden. Die beiden neuen Airbus A320 Full Flight Simulatoren stammen von CAE, einem der führenden Hersteller von Flugsimulatoren. „Wir sind stolz, Wizz Air beim Piloten-Training unterstützen zu können“, betonte Nick Leontidis, bei CAE Group President, Civil Aviation Training Solutions. Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover und Frankfurt.

Ryanair wandelt Option für 25 Boeing 737 MAX um

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Ryanair wählt seine Option auf 25 Flugzeuge der neuen Boeing 737 MAX 8. Damit sollen jetzt 135 Flugzeuge für die Airline fest geliefert werden, Beginn dieser Tranche ist die erste Hälfte 2019.

Nach Listenpreis haben die Flugzeuge einen Wert von über drei Mrd. US-Dollar. Seit Beginn mit den ersten Boeing-Flugzeugen im Jahr 1994 haben die Iren damit sagenhafte mehr als 650 Flugzeuge bei dem Hersteller in Auftrag gegeben. Ryanair will damit weiter wachsen. Nach erstmals über 100.000.000 Passagieren im Jahr 2016 sollen es bei der nach Passagierzahlen größten Fluggesellschaft Europas dann 200.000.000 im Jahr 2024 werden.

Die Flotte der Low-Cost-Airline ist durchschnittlich nur sechseinhalb Jahre alt. Die MAX mit Triebwerken von CFM International, den LEAP-1B, von Boeing als „Gamechanger“ ins Rennen geschickt, soll noch einmal 16 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und 40 Prozent weniger Fluglärm verursachen. Dabei finden in dem Flugzeug vier Prozent mehr Passagiere Platz, nämlich 197. Das entspricht acht Sitzen mehr als die 189 in der derzeitigen Boeing 737-800NG. Ryanair hat noch weitere 75 Optionen für die 737 MAX offen.

Erstflug für A350 ULR – 20 Stunden Flug und mehr

A350 XWB Ultra Long Range in der Luft! Erstmals ist die Version der A350 XWB für ultralange Routen, mit der Werksnummer MSN 216, abgehoben.

Es ist der Erstflug vom Passagierflugzeug mit der größten Reichweite der Welt. Erster Kunde Singapore Airlines soll das Flugzeug noch in diesem Jahr erhalten. Das von Rolls-Royce Trent XWB angetriebene Muster von Airbus, das auf der A350-900 basiert, soll 9.700 Nautische Meilen bzw. fast 18.000 Kilometer weit fliegen. Das Flugzeug kann dazu 24.000 Liter Kerosin mehr aufnehmen. Das Maximale Startgewicht (MTOW) liegt bei 280 Tonnen.

350 ULR: Flüge von über 20 Stunden

Zunächst waren Flüge bis 19 Stunden Dauer angekündigt, doch laut Airbus sind es nun sogar über 20 Stunden. Und das beim höheren Reisekomfort des modernen A350. Singapore Airlines hat sieben A350-900 Ultra Long Range bestellt, die non-stop die Strecke Singapur und New York sowie andere US-Ziele bedienen werden. Mittlerweile hat Airbus über 850 feste Bestellungen für den Langstreckenjet A350 XWB von 45 Kunden erhalten. Allein Singapore Airlines ist mit 67 Maschinen einer der größten Kunden für die A350 XWB, 21 von A350-900 sind bei der Fluggesellschaft schon in Dienst.

ILA Berlin: Lageplan und Themen zur Messe

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Am 25. April öffnet die weltweit führende Innovationsmesse der Luft- und Raumfahrt, die ILA Berlin, ihre Tore. Die ILA Berlin ist die bedeutendste Raumfahrtausstellung Europas. Mit einem 18-Meter-Modell der zukünftigen Trägerrakete Ariane 6 werden die europäischen Ambitionen im All sichtbar. Die militärische Luftfahrt nimmt wieder eine herausragende Stellung auf der ILA ein. Die Bundeswehr ist auch in diesem Jahr größter Aussteller. Die ILA gilt allein schon wegen ihres imposanten Flugprogramms zu den bildstärksten Messeveranstaltungen überhaupt. Daher ist sie auch in diesem Jahr wieder ein Ereignis ersten Ranges.

F-35 von Lockheed Martin und Premiere für CH-53K

Für fünf Tage wird Berlin Dreh- und Angelpunkt der internationalen Luft- und Raumfahrt sein und über 150.000 Besucher aus aller Welt an ihrer Faszination teilhaben lassen. Ausgestellt sind unter anderem der Eurofighter und der A400M sowie eine Vielzahl weiterer Flugzeuge und Hubschrauber. Ein weiteres Highlight ist das hochmoderne US-amerikanische Mehrzweckkampfflugzeug F-35 von Lockheed Martin ebenso wie die französische Rafale und die Gripen der ungarischen Luftwaffe. Das Seeraumüberwachungsflugzeug Kawasaki P1 wird an allen ILA – Tagen vertreten sein. Weltpremiere ist, dass Lockheed Martin die CH-53K erstmalig außerhalb der USA auf der ILA fliegen wird. Der Hersteller will auch die F-35 Lightning II und die C130J Super Hercules auf der ILA im Flug zeigen. Geöffnet ist die Messe täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, für Privatbesucher ab 27. April (Freitag) 14:00 Uhr. Veranstalter der ILA Berlin sind der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) und die Messe Berlin.

Bundeskanzlerin eröffnet ILA am ersten Fachbesuchertag

Angesichts der politischen und strategischen Bedeutung der Branche werden hochrangige politische Besuch ererwartet. Offiziell eröffnet wird die ILA Berlin 2018 am 25. April um 13:00 Uhr von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Im Zuge ihres Rundgangs wird die Bundeskanzlerin sich ein Bild machen von den Innovationen und neuesten Technologien der Luft- und Raumfahrtindustrie. Begleitet wird sie vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer. Ebenfalls am Eröffnungstag wird Peter Altmaier, der als Bundeswirtschaftsminister auch für die Luft- und Raumfahrtindustrie verantwortlich ist, die ILA besuchen. Im ILA Future Lab wird sich der Bundeswirtschaftsminister sowohl mit etablierten Unternehmen als auch mit internationalen Startups austauschen. Kurz nach seiner Ernennung zum Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt wird Thomas Jarzombek auf der ILA erwartet. Im Rahmen seines Messebesuchs wird er das ILA Future Lab eröffnen, eine gemeinsame Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und BDLI zur Förderung innovativer und disruptiver Technologien in der Luft und im All. Mit Klaus-Peter Willsch, MdB, wird außerdem der Vorsitzende der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt die ILA besuchen. Zum 9. Internationalen Parlamentariertag am 25. April werden viele Parlamentarier aus dem In- und Ausland erwartet. Auf Einladung des Auswärtigen Amtes und des BDLI werden im Rahmen des 11. Botschaftertages am 27. April die in Berlin akkreditierten Botschafter die ILA besuchen. Darüber hinaus werden Delegationen aus der ganzen Welt auf der ILA zu Gast sein.

Frankreich Partnerland der ILA Berlin

Frankreich ist Partnerland der ILA Berlin 2018. Hochrangige politische Gäste aus Frankreich werden erwartet. Beeindruckendes Bild für die französisch-deutsche Partnerschaft wird der gemeinsame Anflug der Verteidigungsministerinnen Ursula von der Leyen und Florence Parly mit einer A400M sein. Im Rahmen ihres Messebesuchs wird ein 1:1 Modell der neuen EUROMALE enthüllt. Danach planen die beiden Ministerinnen, eine Absichtserklärung zur Beschaffung bilateraler Projekte zu unterzeichnen.

„Best ILA ever“ mit 200 Fluggeräten

Die Weiterentwicklung der ILA zur weltweit führenden Innovationsmesse ist ein voller Erfolg. Das 250.000 Quadratmeter große Berlin ExpoCenter Airport direkt an der Südbahn des künftigen Hauptstadtflughafens BER ist voll gebucht. Deutlich stärker ist in diesem Jahr die internationale Nachfrage: Rund 1.100 Aussteller aus 41 Ländern präsentieren sich auf 50.000 Quadratmetern Hallen- und Chaletfläche sowie einem 100.000 Quadratmeter großen Freigelände. 200 Fluggeräte werden am Boden und in der Luft zu sehen sein. „Mit der ILA Berlin verfügt Deutschland über die Innovationsmesse schlechthin, die ein weltweites Ausrufezeichen für Hochtechnologie ‚Made in Germany‘ setzt und Anziehungspunkt für Besucher und Aussteller aus der ganzen Welt ist – vom Startup bis zum etablierten Konzern“, sagt BDLI-Hauptgeschäftsführer Volker Thum. „Wir haben die älteste Luftfahrtmesse der Welt gezielt zum Synonym von Innovation and Leadership in Aerospace entwickelt, als Bühne für Innovationen und technische Entwicklungen. Von der ILA Berlin 2018 wird ein Schub für die globale Branche ausgehen…“

Attraktionen in der Luft und im Static Display

Die hochkarätigen politischen Delegationen und die großen Anmeld ezahlen werden durch eindrucksvolle Exponate verbildlicht. Emirates fliegt mit ihrem 100. Airbus A380 ein, dem größten Passagierflugzeug der Welt. Dessen europäischer Hersteller, der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus, wird selbst auf der Messe mit dem modernsten Langstreckenflugzeug der Welt, der A350 XWB, dem Forschungsflugzeug A340BLADE sowie mit dem Transportflugzeug Beluga das Messepublikum in Staunen versetzen. Und die Lufthansa wird mit einer Boeing 747-8, der neuesten Version des Jumbojets, Flagge zeigen. Die CS300 von Bombardier wird während der Fachbesuchertage zu sehen sein. Innovationen in allen Höhenlagen Zusätzlich zu den Passagierflugzeugen zeigt Airbus mit der Solar-Drohne Zephyr, was in großen Höhen alles möglich ist. Zudem zeigt ein Modell des CityAirbus wie unbemanntes Fliegen in städtischen Räumen aussehen kann.

„Lift Off“ mit dem DLR

Unbemanntes Fliegen, leises Landen und ein Antarktisgewächshaus: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahr t (DLR) präsentiert sich auf der ILA Berlin als einer der größten institutionellen Aussteller und Treiber zahlreicher Forschungsthemen in Luft- und Raumfahrt. Mit Blick auf die Luftfahrt der Zukunft widmet das DLR dem unbemannten Fliegen einen Schwerpunkt, darunter beispielsweise ausgestellt das Projekt UFO (Unmanned Freight Operations), das Lösungen für die Integration unbemannter Frachtflüge in den bestehenden Luftverkehr bereithält. Für weniger Fluglärm haben DLR-Forscher das Pilotenassistenzsystem LNAS (Low Noise Augmentation System) entwickelt. Die Besucher können hier sich die notwendigen Stell- und Steuervorgaben des Systems für einen lärmoptimalen Anflug erklären lassen. Zudem sind anhand eines Modells die Forschungsarbeiten für ein leises Triebwerk mit aktiver Lärmminderung mittels Drucklufteinblasung und Antischall ausgestellt. Das größte Forschungsflugzeug des DLR, die A320 ATRA, ist in einer vollständigen aerodynamischen Flugversuchskonfiguration zusammen mit drei weiteren DLR-Flugzeugen und Hubschraubern ausgestellt. Das DLR setzt zudem die Themen Erdbeobachtung, suborbitaler Hyperschalltransport und Exploration in Szene. Das innovative Konzept Tandem-L für eine radargestützte globale Umwelt- und Klimaüberwachung wird ebenso vorgestellt wie die französisch-deutsche Satellitenmission MERLIN zur globalen Messung des Klimagases Methan. Ebenso können die Besucher ein Modell des SpaceLiner besichtigen, eine Vision für einen suborbitalen, hyperschallschnellen geflügelten Passagiertransporter, der modifiziert auch als vollwiederverwendbares unbemanntes Raumtransportsystem (RLV) für den kostengünstigen Start von Satelliten in den Orbit gedacht ist. Zudem veranschaulicht ein Modell des Antarktisgewächshaus EDEN-ISS, wie derzeit im ewigen Eis die Nahrungsmittelversorgung auf Mond und Mars im Rahmen einer Überwinterungsmission erprobt wird. Gemeinsam mit den Partnern der japanischen und französischen Weltraumagenturen JAXA und CNES präsentiert das DLR am Stand die Asteroidenmission Hayabusa II mit einem 1:1 Modell der Raumsonde sowie den huckepackfliegenden Lander MASCOT. Den Menschen im All widmet sich auch der Der Astronauts‘ Day und der ILA Space Day. Sie zeigen das Leben im All als Plattform zur Diskussion für die vorrangigen Themen der Raumfahrt. Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer stellt sich der Öffentlichkeit vor und zukünftige Missionen zu Mond und Mars werden präsentiert.

Nachtsichtbrillen an Bord helfen länger Leben retten

Im Rettungshubschrauber in Senftenberg wird ab sofort die Nacht zum Tag gemacht: Die Crews in Brandenburg, in der bundesweit größten ADAC Luftrettungsstation, fliegen künftig mit speziellen Nachtsichtbrillen auch nach Sonnenuntergang zu Notfalleinsätzen in unbekanntem Gelände.

Die Brillen sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt. Es ermöglicht den Piloten auch bei minimalen Lichtverhältnissen auf unbeleuchteten Plätzen zu landen, um Notfallpatienten zu versorgen. Bisher wurden solche Spezialbrillen bei der ADAC Luftrettung nur bei sogenannten Sekundäreinsätzen, sprich Verlegungstransporten von Klinik zu (Spezial-)Klinik eingesetzt. Aber jetzt werden sie dauerhaft auch bei den deutlich schwierigeren Notfalleinsätzen des ADAC Intensivtransporthubschraubers „Christoph Brandenburg“ verwendet.

Flugzeiten für Helfer verlängert

„Mit Notfalleinsätzen in der Nacht schlagen wir ein neues Kapitel des Rettungsdienstes aus der Luft auf“, sagt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. „Damit verbessert sich, unabhängig von Wohnort und Uhrzeit, die notärztliche Versorgung in der Region deutlich“. Bruder plädiert für eine Ausdehnung der Betriebszeiten und damit deutlich mehr Flüge in der Dämmerung. Denn in viel zu vielen Regionen in Deutschland entschieden immer noch die Uhrzeit und der Wohnort über die schnelle lebensrettende Hilfe aus der Luft. Bisher werden Rettungshubschrauber in den meisten Städten und Gemeinden nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt. Wer davor oder danach in Lebensgefahr ist, dem kann aus der Luft nicht geholfen werden.

Erfahrung mit Nightvision sammelt die ADAC Luftrettung bereits seit 2011. Seither wird mit Nachtsichtbrillen bei nächtlichen Verlegungstransporten geflogen. Bei diesen Sekundärtransporten von beleuchtetem Kliniklandeplatz zu beleuchtetem Kliniklandeplatz wird die Nachtsichtbrille nur bei sicherem Geradeausflug oberhalb einer bestimmten Flughöhe benutzt. In der Endphase des Landeanfluges sowie beim Start wird sie abgesetzt. Im Gegensatz zu Einsätzen bei Tag besteht die Crew eines Rettungshubschraubers bei Nacht aus zwei statt nur einem Piloten sowie einem Notarzt und einem Notfallsanitäter (TC HEMS). Koordiniert werden die Einsätze der Station Senftenberg von der Integrierten Regionalleitstelle Lausitz und der koordinierenden Stelle für Verlegungsflüge des Landes Brandenburg in Cottbus.

Erster Nachtflug half bei Lebensgefahr

Der erste Nachteinsatz führte „Christoph Brandenburg“ in den Landkreis Spreewald, rund 80 Kilometer südlich von Berlin, zu einer lebensbedrohlichen Blutung. Bei so einem Notfalleinsatz wird der komplette Landeanflug an einem unbeleuchteten Landeplatz in der Nähe des Notfallortes mit Nachtsichtbrillen durchgeführt. Die rund 11.000 Euro teuren Brillen funktionieren nach dem Prinzip der Restlichtverstärkung und bilden mit dem Cockpit und dem Helm ein aufeinander abgestimmtes Nachtflugsystem. So können Piloten auch bei minimalen Lichtverhältnissen an Unfallorten landen, deren Geländebesonderheiten mit bloßem Auge und Scheinwerferlicht nicht erkennbar und Landungen entsprechend zu gefährlich wären.

Am Standort Senftenberg hat die ADAC Luftrettung mit „Christoph 33“ seit 1991 einen Rettungshubschrauber sowie mit „Christoph Brandenburg“ seit 1994 einen Intensivtransporthubschrauber stationiert. Mit diesen zwei Hubschraubern und elf Piloten ist die Station die größte der 36 ADAC Luftrettungsstationen. „Christoph Brandenburg“ (Typ H145) und „Christoph 33“ (Typ EC135) kamen 2017 auf zusammen mehr als 2.800 oft lebensrettende Einsätze.

Exoskelett für körperliche Arbeit: LHT testet in Malta

Auf Malta wird die Zukunft getestet: Von drohnenbasierter Inspektion der Flugzeugaußenhaut über mobile 3D-Scanner bis hin zu Exoskeletten. Die Innovation Bay bei Lufthansa Technik Malta testet innerhalb der nächsten Zeit verstärkt neueste Technologien für die Flugzeugüberholung direkt in der Praxis.

Mit dem Ziel: Alles, was sich im Einsatz vor Ort bewährt, wird in den Arbeitsprozess integriert und auf alle anderen Base Maintenance-Standorte der Lufthansa Technik ausgerollt. Hierzu kooperiert Lufthansa Technik sowohl mit Startups als auch mit etablierten Technologieunternehmen: Für detaillierte Messungen bei Strukturbeschädigungen werden derzeit innovative, mobile 3D-Scanner getestet. Zudem wird eine Lösung zur drohnenbasierten Inspektion der Flugzeugaußenhaut untersucht. Oder aber Exoskelette zur Entlastung der Mitarbeiter bei körperlich anstrengenden Arbeiten in der Produktion, die von unterschiedlichen Anbietern entwickelt werden. Weitere innovative Technologielösungen externer Partner folgen.

Die Auswahl orientiert sich stark an Top Trends, aber auch an alltäglichen Bedarfen. „Unser Ziel ist es, die Prozesse in der Base Maintenance zu verbessern und dann flächendeckend für alle Standorte zu nutzen. So können wir für das gesamte Netzwerk der Lufthansa Technik Group gleiche Qualität und Standards auf höchstem Technologieniveau garantieren“, so Marcus Motschenbacher, Geschäftsführer von Lufthansa Technik Malta. Doch Malta ist erst der Auftakt. Weitere Innovation Bays an Lufthansa Technik Standorten sind derzeit in Planung. Ein wichtiger Beitrag für Airline-Kunden, die Liegezeiten ihrer Flugzeuge weiter zu verkürzen.

Ryanair nimmt ver.di als Gewerkschaft

Die Fluggesellschaft Ryanair erkennt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di als gewerkschaftliche Vertretung ihrer in Deutschland beschäftigten Flugbegleiter an. Ein entsprechendes Angebot habe das Unternehmen in der letzten Woche vorgelegt.

„Wir begrüßen diesen ersten Schritt in Richtung Tarifverhandlungen“, betont ver.di-Bundesvorstandmitglied Christine Behle. „Eine Reform der Arbeitsbedingungen für die in Deutschland bei Ryanair eingesetzten Kabinenbeschäftigten ist dringend notwendig.“ Ryanair hatte Gespräche über die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter stets abgelehnt und erst letzten Dezember zum ersten Mal in der Firmengeschichte Gewerkschaften anerkennen zu wollen. Auch die immer wieder branchen-internen Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit waren aktiv geworden, bis hin zu den ersten Streiks bei Ryanair. Doch nun hat Ryanair angekündigt, mit einer anderen Gewerkschaft zusammenarbeiten zu wollen.

ver.di organisiert die Kabinenbeschäftigten bei Ryanair sowie bei anderen Low Cost Airlines in Deutschland. In enger Zusammenarbeit mit der Internationalen Transportarbeiter Föderation (ITF) und den europäischen Partnergewerkschaften in mehr als zehn Ländern fordert ver.di von Ryanair Tarifverhandlungen für alle Beschäftigtengruppen unabhängig von ihrem Vertragsstatus unter Anerkennung von nationalem Recht. Das nächste Treffen zwischen Ryanair und ver.di-Vertretern ist für Mitte Mai angesetzt.

Zeitfracht Luftfahrt und BARIG: Cargo-Position stärken

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Das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) und die Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH intensivieren ihre Zusammenarbeit im Bereich Air Cargo und Logistik. Dies vereinbarten die Partner am Rande des diesjährigen IATA World Cargo Symposiums in Dallas.

Die Zeitfracht Luftfahrt Holding sowie der Luftfrachtdienstleister Leisure Cargo GmbH, ein Tochterunternehmen von Zeitfracht, werden ab sofort im Rahmen dieser Zusammenarbeit wichtige Branchenthemen mit vorantreiben. „Nach der WDL Aviation stoßen jetzt mit der Muttergesellschaft, der Zeitfracht Luftfahrt Holding GmbH, sowie dem Schwesterunternehmen Leisure Cargo GmbH zwei ausgewiesene Air-Cargo- und Logistik-Spezialisten als Business Partner zu BARIG. Wir heißen beide Unternehmen herzlich im Verband willkommen“, sagte BARIG Generalsekretär Michael Hoppe. „Unser Engagement im Bereich Luftfracht bauen wir auch in diesem Jahr deutlich aus und nehmen hierzu neue Partner auf, die ebenso kompetent wie erfahren sind.“

Position Deutschlands wahren

„Mit der geplanten Ausweitung des Geschäftes und der Schaffung neuer Angebote wollen wir einen Beitrag zur Stärkung des Luftfrachtmarktes in Deutschland leisten,“ so Thilo Schäfer, Geschäftsführer von Leisure Cargo. Die Zeitfracht Gruppe mit Sitz in Berlin ist ein inhabergeführter, mittelständischer Logistikdienstleister, der sowohl national als auch international tätig ist und zahlreiche Bereiche der Logistikkette abdeckt. Dazu gehört seit 2017 auch die Leisure Cargo GmbH mit Sitz in Berlin und Niederlassungen in Frankfurt und Düsseldorf, der als erfahrener Luftfrachtdienstleister schon seit vielen Jahren Air-Cargo-Geschäftspartner einiger BARIG Mitglied-Airlines ist.

Zu den wichtigsten Anliegen des BARIG im Bereich Luftfracht gehört die deutliche Verbesserung der hiesigen infrastrukturellen Rahmenbedingungen. Zwar nimmt Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland und darüber hinaus aktuell noch eine führende Position ein, jedoch sind bedeutende Wettbewerber im Ausland hier äußerst aktiv, entwickeln zukunftsweisende Innovationen und bieten wettbewerbsfähige Services an. Hohe Steuer- und Gebührenlasten, die vielerorts nicht mehr zeitgemäße Infrastruktur und Prozesse sowie unnötig komplizierte und bürokratische Administration sind einige der Standortnachteile, unter denen die Branche hierzulande leidet.

Politik: Bedeutung des Luftverkehrs nicht unterschätzen

Michael Hoppe: „Die Politik ist aufgefordert, hier richtungsweisend aktiv zu werden und den Luftverkehr generell sowie die Luftfracht im Besonderen gemäß ihrer immensen Bedeutung für Handel, Wirtschaft und Arbeitsplätze zu fördern. Wir müssen heute verhindern, dass Deutschland in seiner Attraktivität zukünftig an Boden gegenüber dem Ausland verlieren könnte.“ Auf dem Foto: Dr. Wolfram Simon (links), Geschäftsführer der Zeitfracht Gruppe, und BARIG Generalsekretär Michael Hoppe auf dem diesjährigen IATA World Cargo Symposium in Dallas. Die Vereinbarungen zur BARIG Mitgliedschaft von WDL Aviation sowie zu den BARIG Business Partnerschaften der Zeitfracht Luftfahrt Holding und von Leisure Cargo wurden direkt vor Ort geschlossen.

N3 auf der ILA: A350-Hochlauf braucht Techniker

N3 Engine Overhaul Services (N3) ging 2007 im thüringischen Arnstadt in den Betrieb und hat seither mehr als 930 Triebwerke der Baureihen Rolls-Royce Trent 500, Trent 700 und Trent 900 und jetzt auch immer mehr Trent XWB überholt.

N3, das deutsch-britische Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik AG und Rolls-Royce plc. für die Instandhaltung und Reparatur von Rolls-Royce Trent-Triebwerken, präsentiert sich erstmals auf der BDLI-Gemeinschaftsfläche zur ILA Berlin Innovation and Leadership in Aerospace (25. bis 29. April 2018) in der Halle 2 (Stand 217).

Trent XWB für Airbus A350 zieht an

Neu im Produktportfolio ist seit Ende 2016 der Rolls-Royce Trent XWB, Antrieb des A350. Die erste planmäßige Einlastung eines Motors bei N3 ist noch im April 2018 geplant. Nach einer um rund 20 Prozent gestiegenen Auslastung im Jahr 2017 (121 überarbeitete Triebwerke) wird in diesem Jahr ein weiterer Anstieg an Instandhaltungen von bis zu einem Viertel erwartet (ca. 150 Triebwerke). Auf Wachstumskurs ist auch die Entwicklung der Mitarbeiterzahl: Aktuell arbeiten 670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende bei N3. In den vergangenen Monaten sind 70 neue Mitarbeiter eingestellt worden.

N3 baut zudem neben dem wachsenden Kerngeschäft Triebwerksüberholung seinen Reparaturbereich für Triebwerksbauteile weiter kontinuierlich aus. Als strategischer Partner von Rolls-Royce ist das Unternehmen für die Ausführung einiger so genannter „source controlled repairs“ zugelassen, weitere Reparaturverfahren sind in der Einführung. N3 investiert dafür derzeit in Ausstattung und Modernisierung seiner Maschinen und Anlagen.

Bewerbung und Ausbildung bei N3

Das Unternehmen sucht auch weiterhin Fachkräfte und bildet aus. Durch die kontinuierliche Ausbildung von Fluggerätmechanikern Fachrichtung Triebwerkstechnik sichert sich N3 seinen Fachkräftebedarf seit Betriebsstart größtenteils selbst. Im September 2018 startet der elfte technische Ausbildungsjahrgang Fluggerätmechaniker/in Fachrichtung Triebwerkstechnik. Die Absolventen der technischen Berufsausbildung gehören zu den Besten ihres Faches. Neben den Fluggerätmechanikern werden seit September 2016 auch Fachkräfte für Lagerlogistik ausgebildet. Interessierte Fachkräfte und Jugendliche können sich auf dem N3 Messestand und im Career Center (27. bis 29. April 2018, Halle 1, Stand 309) über die Einstiegsmöglichkeiten informieren.

Nicole Fehr, seit März 2018 Director and General Manager, N3 Engine Overhaul Services, betont: „N3 überzeugt durch Liefertreue, exzellente Qualität und die hervorragend ausgebildete Belegschaft.“ N3 ist zudem eines der umsatzstärksten Unternehmen am Standort, dem Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“, einem der dynamischsten Wirtschaftsräume Thüringens. Des Weiteren ist das Unternehmen ein wichtiger Bestandteil des Landesmarketings des Freistaats Thüringen. Auf dem Foto: Ein A350-900 für die Fluggeselschaft Ethiopian Airlines, welche 14 dieser modernen Langstreckenjets bestellt hat.

AERO 2018: Rundgang in Bildern

Die Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen hat sich 2018 wieder mit Bewährtem und Neuem präsentiert. Aerosieger.de war für Sie vor Ort und zeigt einen Bilderrundgang der Fluggeräte in den Hallen und vom Static Display.

Die Anlaufstelle für die Allgemeine Luftfahrt bot wieder ein Abbild der internationalen Branche, das in diesem Jahr jedoch nicht ganz so komplett war wie letztes Mal. So gewann man den Eindruck, da nicht alle Hersteller mit ihren Modellen präsent waren, dass es für die anderen mehr Platz gab. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte die Internationale Luftfartausstellung ILA sein, die sich gleich nächste Woche in Berlin anschließt.

Neue (Strom-) Flugzeuge – ILA im Anflug

Die wichtige Leitmesse auch für die zivile Luftfahrt in der deutschen Hauptstadt findet vom 25. bis 29. April statt, diesmal übrigens mit Fokus auf Start-ups. Aber die aufeinanderfolgenden Messetermine dürften für einige Hersteller schlicht nicht umsetzbar gewesen sein. Auf der AERO 2018 waren neben Stromflugzeugen etwa auch der neue Business Jet von Pilatus, der PC-24 oder der einstrahlige Vision Jet SF50 die Highlights. Sehen Sie hier unsere Bilder von der AERO.

AERO geht heute zu Ende

Fliegen ist Leidenschaft und Faszination, aber auch Innovation: Auf der AERO 2018 stand erneut die Allgemeine Luftfahrt im Blickpunkt, ganz speziell die Elektroflugzeuge. Auf der „e-flight-expo“ zeigten die Experten den neuesten Stand der Technik bei den Flugzeugen, die nahezu lautlos durch die Lüfte schweben.

Die 26. internationale Luftfahrtmesse ging am Samstag, 21. April 2018 auf dem Messegelände in Friedrichshafen nach vier Tagen mit einem ausgesprochen positiven Ergebnis zu Ende. Nach dem Besucherrekord vom letzten Jahr mit 34.200 ging die Zahl der Fachbesucher mit 31.100 Fachbesuchern aus Europa, Übersee, Asien sowie aus Australien/Neuseeland allerdings leicht zurück. Auch die 630 Aussteller  (2017: 707) aus 38 Ländern sorgten für ein gutes Ergebnis.

Luftfahrtthemen gegliedert

Messechef Klaus Wellmann: „Die AERO ist wahrscheinlich das weltweit wichtigste Businesstreffen der Allgemeinen Luftfahrt, viele Premieren werden hier vorgestellt.“ AERO-Projektleiter Roland Bosch, der während der Messetage mit vielen Ausstellern sprechen konnte, berichtete von einer ausgesprochen optimistischen Stimmung. Die AERO Friedrichshafen richtete in diesem Jahr den Fokus speziell auf neue Themen, die in der Branche ausgesprochen große Resonanz fanden.

Der neu geschaffene Bereich Flugsimulatoren stieß bei den Fachbesuchern auf großes Interesse. Die Experten sind bei diesem enormen Andrang sicher, dass die „Flight Simulation Area“ großes Potenzial bietet. Der Helicopter-Hangar feierte ebenfalls Premiere, dort trafen sich die Experten der „Arbeitsbiene“, wie ein Hubschrauber genannt wird und bei Rettungs- und Arbeitseinsätzen, bei Bauprojekten in schwierigem Gelände und bei der Luftbeobachtung hilfreiche Dienste leistet. Auch der Einsatz ziviler Drohnen wird in der Luftfahrtbranche umfassend und kontrovers diskutiert und fand auf der AERO in Friedrichshafen mit vielen neuen Ausstellern im Foyer West eine breite Plattform.

Am Bodensee stehen die Neuheiten im Fokus der Fachwelt und der Medien, ein außerordentlich stark qualifiziertes Fachpublikum (60 Prozent Piloten) mit einem Auslandsanteil von rund 60 Prozent kommt mit großem Interesse und Fachwissen auf die Messe. Dies ist für die Aussteller besonders wichtig, die vom 120 Kilo schweren Ultraleicht-Flugzeug bis zum Business-Jet ein breites Spektrum präsentieren.

Die AERO Friedrichshafen ist der internationale Business-Treffpunkt der General Aviation. Ultraleicht- und Motor- und Geschäftsreiseflugzeuge sind präsent. Ultraleichthubschrauber und Gyrokopter sowie viele Zuliefererbetriebe für Pilotenausrüstung sowie Cockpit- und Bordsysteme. Gerade im Bereich der Ultraleicht-Flugzeuge stieß die neue 600 Kilo-Klasse auf großes Interesse. Hier erwarten die Hersteller zukünftig deutliche Umsatzzuwächse. Spürbare Wirkung zeigt auch die Aktion „be a pilot“, die Werbung um den Pilotennachwuchs mit speziellen Angeboten wie die Drohnen-Demos und die Simulatoren Area hat nach Ansicht des Messeteams „gefruchtet.“

Smudo auf der AERO

Smudo, Sänger der „Fantastischen Vier“: „Seit ich fliege, bin ich immer wieder auf der AERO, fast jedes Jahr. Heute bin ich nur kurz hier, bin heute Abend in Köln zu einem Fernsehauftritt. Das ist so nur mit dem Flugzeug machbar. Ich treffe hier viele Leute, auch Flieger-Kollegen. Ich habe über die Zeit auch viele Leute im Fliegerbereich kennengelernt. Ich werde immer wieder kommen. Die Begeisterung fürs Fliegen hatte ich schon sehr früh. Und Fliegen ist kein Millionärshobby. Es ist gar nicht so schwer, kein Hexenwerk. Manche sparen im Alter auf ein Sportauto. Ein Freund von mir hat neulich gesagt: ein Flugzeug ist viel besser und billiger als ein teures Sportauto, man kann halt nicht vor die Eisdiele fahren.“

Aussteller sprechen nach der AERO

Dr. Nicolas von Mende, Vorstand Atlas Air Service AG: „Das erwartete Wachstum unserer Branche zeigt sich in der positiven Besucherresonanz.“ Trevor Pegrum, Sales & Marketing Manager Garmin: „Für Garmin ist die AERO wie immer ein Riesenerfolg, vor allem in diesem Jahr, da wir zum ersten Mal ganz neue Produkte mit dabei haben. Als größte und für uns wichtigste Luftfahrtmesse Europas hat sie bei Garmin einen sehr großen Stellenwert und bringt uns jedes Jahr mit bestehenden Kunden, aber auch Interessenten am Stand und in den Seminaren zusammen. Was die Messebesucher und unsere Mitarbeiter verbindet ist vor allem eins: die Leidenschaft fürs Fliegen. Dafür schätzen wir die AERO sehr und werden natürlich auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein.“

Frank Liemandt, Sprecher deutscher Hubschrauber Verband: „Erstmals hatten wir als Hubschrauber-Branche eine eigene Halle samt täglichem Konferenzprogramm dank der großartigen Unterstützung des Messeteams aufgeboten. Es war ein voller Erfolg, wir konnten Werbung für die Biene der Luftfahrt machen. Hubschrauber sind unverzichtbar im täglichen Einsatz für das Wohl der Gesellschaft, sei es in der Rettung, beim Polizeieinsatz sowie dem großen Gebiet der Arbeitsflüge.“

Horst Lieb, Geschäftsführer Comco Ikarus: „Von Besucherseite fanden wir die diesjährige AERO wieder gut. Wie effektiv letztendlich der Messeauftritt war, merken wir immer erst im Nachhinein. Da die Messe sozusagen ein Heimspiel für uns ist (Comco Ikarus kommt aus Mengen), erwarten unsere Kunden, dass wir in Friedrichshafen präsent sind. Allerdings gewinnen wir jedes Jahr aber auch Neukunden hinzu. Die diesjährige AERO ist sehr wichtig für die Thematik UL und bietet eine gute Plattform. Ich hoffe sehr, dass die Gewichtsthematik nun eine Richtung bekommt und die Leute wissen, was jetzt kommt.“ Ein weiterer Bilderrundgang zur AERO folgt bald. Die nächste AERO findet vom 10. bis 13. April 2019 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt.

Neuer Frachtrekord am Cargodrehkreuz Leipzig/Halle

Der Flughafen Leipzig/Halle, Europas fünftgrößtes Frachtdrehkreuz, registrierte von Januar bis März rund 298.532 Tonnen Luftfracht. Dies entspricht einem Zuwachs von 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Allein im März dieses Jahres sind am Leipzig/Halle Airport rund 107.428 Tonnen umgeschlagen worden. Damit konnte der Airport erneut einen neuen absoluten Rekordmonat in der Unternehmensgeschichte verzeichnen. Der Airport verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge sowie eine direkte Anbindung an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Damit bietet Leipzig/Halle ideale Voraussetzungen für den Warentransport auf Straße und Schiene.

Das Start- und Landebahnsystem umfasst zwei parallele Runways mit einer Länge von je 3.600 Metern, die auch unter CAT-III-b-Bedingungen unabhängig voneinander genutzt werden können. Im Jahr 2017 wurden insgesamt rund 1,14 Millionen Tonnen Luftfracht am Flughafen Leipzig/Halle registriert, was einem Zuwachs von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit hat sich das Aufkommen in den letzten zehn Jahren mehr als verelffacht.

DHL und Frachtcharter treiben an

Wachstumsträger am Airport ist insbesondere das Aufkommen von DHL. Das Unternehmen unterhält in Leipzig/Halle seit 2008 das größte Drehkreuz innerhalb seines globalen Netzwerks, in dessen Errichtung 655 Millionen Euro investiert worden sind. Überproportional entwickelte sich zudem das Frachtchartergeschäft anderer Logistik-Anbieter. Das Streckennetz im Frachtverkehr umfasst insgesamt über 200 Flughäfen weltweit, die von mehr als 60 Fracht-Airlines angeflogen werden.

„Das deutliche Wachstum des Frachtaufkommens unterstreicht die Potentiale des Flughafens Leipzig/Halle, der als multimodaler Standort im Zentrum Europas beste Voraussetzungen für Luftverkehrs- und Logistikunternehmen bietet“, unterstreicht Johannes Jähn, Sprecher des Vorstandes der Mitteldeutschen Flughafen AG und Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH.

Boeing: Daten von Jeppesen in Apps von ForeFlight

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Jeppesen aus dem Hause Boeing will Informationen aus dem interaktiven Jeppesen European VFR auch in der App von ForeFlight verfügbar machen, wie auf der AERO in Friedrichshafen bekannt wurde.

ForeFlight ist ein Anbieter von mobilen und Webapplikationen für die Luftfahrt. Die europäischen Navigationsdaten von Jeppesen sollen nun auch in ForeFlight Mobile für iOS für die allgemeine und Geschäftsfliegerei nutzbar werden. Jeppesen VFR Manual-Daten sollen somit in diesem Sommer in ForeFlight Mobile integriert werden.

Daten als Overlay anzeigbar

Die Daten aus dem Jeppesen VFR Manual für Europa beinhalten umfassende regionale Angaben für VFR-Flüge mit über 2.200 Flughäfen in 29 Ländern. Die VFR-Daten von Jeppesen sollen dabei vom Piloten individuell einstellbar als Overlay in der App von ForeFlight erscheinen. Bereits früher haben Jeppesen und ForeFlight den weltweiten IFR Datensatz von Jeppesen für IFR enroute und NavData eingeführt, der Terrain- und Hindernisdaten für ForeFlight Mobile liefert.

Quartal mit Rekorden für Flughafen Köln Bonn

Wirtschaftlich ist der Köln Bonn Airport sehr erfolgreich ins neue Jahr gestartet und konnte im ersten Quartal beim Passagierverkehr und bei der Luftfracht zulegen. Von Januar bis März 2018 wurden 2,43 Millionen Fluggäste gezählt.

Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Auch die Luftfracht hat sich seit Jahresbeginn positiv entwickelt: Bis März wurden am drittgrößten deutschen Frachtflughafen 208.246 Tonnen Waren umgeschlagen – ein Plus von sechs Prozent. Damit hat der Flughafen Köln/Bonn in beiden Verkehrssegmenten im ersten Quartal neue Rekordwerte erzielt.

„Die jüngsten Quartalszahlen sind sehr erfreulich und geben unserem Team Rückenwind für den weiteren Jahresverlauf. Wir werden uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen, sondern mit viel Motivation und Engagement weiterarbeiten, um den Flughafen fit zu machen für die künftigen Herausforderungen im Wettbewerb“, sagt Flughafengeschäftsführer Athanasios Titonis.

Umschwünge im Luftverkehr

Getrieben wurde das Wachstum im Passagierverkehr von Eurowings und ihrer Konzern-Mutter Lufthansa, die nach der Insolvenz von airberlin ihr innerdeutsches Streckennetz (München, Berlin) ausgebaut haben und mehr Inlandsflüge anbieten. Aufgestockt wurde zudem das Angebot auf der Route nach Palma de Mallorca, auf der Eurowings auch mit einem Airbus A330 sogar größeres Fluggerät einsetzt.

Zusätzliche Passagiere brachten auch TAP Air Portugal, die seit Winter 14 Mal pro Woche Köln/Bonn mit Lissabon verbindet, die ungarische Wizz Air, die drei neue Ziele (Craiova, Kosice, Tuzla) aufgenommen hat sowie der Ferienflieger SunExpress, der mehr Flüge ins türkische Antalya anbot.

Bei der Luftfracht waren die Express-Carrier (UPS, FedEx, DHL) für die Wachstumsraten verantwortlich. Zulegen konnte auch das Geschäft mit der Allgemeinen Luftfracht (Q1: plus 22 Prozent). Treiber waren Egyptair Cargo, MNG Airlines und die kanadische Cargojet Airways.

Airbus A340-600 fliegt Urlauber wieder nach Mallorca

In München ist es eine der verkehrsreichsten Wochen des Jahres: Pfingsten und die folgenden vierzehn Tage der bayerischen Ferien. Viele Fluggäste zieht es in dieser Zeit auf die spanische Ferieninsel Mallorca, eine der beliebtesten Inseln der deutschen Urlauber.

Gerade zu Beginn und am Ende der Ferien ist die Nachfrage nach Flügen besonders hoch. Lufthansa setzt nun an ausgewählten Tagen wieder Langstreckenflugzeuge vom Typ A340-600 ein, um diese Nachfrage bedienen zu können. Der Airbus A340-600 bietet Urlaubern von Anfang an einen besonderen Auftakt ihrer Urlaubsreise. In der geräumigen Kabine haben 291 Gäste Platz, darunter 245 Passagiere der Economy-Class.

Die Business-Class ist mit 52 Sitzen ausgestattet und ermöglicht eine maximale Beinfreiheit von 1,60 Metern. Der extra breite Business-Class Sitz lässt sich zudem zu einem fast zwei Meter langen Bett ausfahren. Auch das Bordprogramm bietet großes Kino: Abrufbar sind mehr als 300 Spielfilme, über 400 Musikalben und vieles mehr.

Flüge mit A340-Business Class nach Mallorca

  • 18. Mai 2018, LH1820, München 10:25 Uhr – Palma 12:30 Uhr
  • 18. Mai 2018, LH1821, Palma 13:45 Uhr – München 15:50 Uhr
  • 19. Mai 2018, LH2660, München 15:50 Uhr – Palma 17:55 Uhr
  • 19. Mai 2018, LH2661, Palma 19:10 Uhr – München 21:20 Uhr
  • 20. Mai 2018, LH1820, München 15:40 Uhr – Palma 17:45 Uhr
  • 20. Mai 2018, LH1821, Palma 19:00 Uhr – München 21:05 Uhr
  • 01. Juni 2018, LH1820, München 10:00 Uhr – Palma 12:10 Uhr
  • 01. Juni 2018, LH1821, Palma 13:20 Uhr – München 15:25 Uhr
  • 02. Juni 2018, LH2660, München 15:50 Uhr – Palma 17:55 Uhr
  • 02. Juni 2018, LH2661, Palma 19:10 Uhr – München 21:20 Uhr
  • 03. Juni 2018, LH1820, München 15:15 Uhr – Palma 17:20 Uhr
  • 03. Juni 2018, LH1821, Palma 18:25 Uhr – München 20:30 Uhr

Swissport investiert groß in CargoCity des Fraport

Die Fraport AG hat mit Swissport einen langfristigen Mietvertrag über eine Logistikimmobilie in der CargoCity Süd am Flughafen Frankfurt abgeschlossen. Swissport International Ltd. ist Weltmarktführerin im Ground Handling und mit dem Betrieb von global 133 Luftfrachthallen eine der weltweit größten Cargo-Handling Gesellschaften.

Auf einer der ausgewiesenen Luftfrachtentwicklungsflächen soll eine rund 16.000 Quadratmeter große Luftfrachthalle mit etwa 2.260 Quadratmeter Büro- und Sozialfläche entstehen. Der Fokus liegt dabei auf dem Luftfrachthandling, dennoch soll der Neubau auch flexibel nutzbar sein. Die Anlage am Frankfurter Flughafen soll eine Schlüsselrolle bei der Optimierung der Dienstleistungen und der Erreichung der hohen Swissport Effizienz- und Zuverlässigkeitsziele für Kunden weltweit spielen. Swissport wendet einen zweistelligen Millionen Euro-Betrag dafür auf. Mit dem Bau des Objekts soll 2019 begonnen werden. Die Fertigstellung und Übergabe an Swissport Cargo Services Deutschland GmbH ist für den Anfang des 3. Quartals 2020 geplant.

Cargo-Zentrum weiterentwickelt

Die CargoCity Süd des Frankfurter Flughafens ist ein international anerkannter Frachtstandort und gilt weltweit als beispielhaft für die Entwicklung eines erfolgreichen Logistikhubs. Auf insgesamt 98 Hektar haben sich die Größen der Logistikbranche niedergelassen. Über 200 Firmen und Behörden sind hier ansässig und bieten für mehr als 9.000 Menschen eine Arbeitsstätte. Dabei besticht der Standort CargoCity Süd nicht nur mit mehr als 300 Flugverbindungen weltweit ab FRA, sondern ist auch über Europas bedeutendsten Autobahnverkehrsknoten, das Frankfurter Kreuz, sowie das ausgezeichnete Schienenverkehrsnetz optimal angebunden.

Sylt ab Stuttgart Ziel der Eurowings

Gute Nachricht für alle Sylt-Fans in Baden-Württemberg: Die Fluggesellschaft Eurowings fliegt ab dem 19. Juli 2018 zweimal pro Woche von Stuttgart nach Sylt.

Geflogen wird jeden Donnerstag und Samstag, im Einsatz ist ein Flugzeug vom Typ Dash mit 76 Sitzplätzen. Am Donnerstag startet die Maschine in Stuttgart jeweils um 10:20 Uhr und ist um 14:35 Uhr wieder zurück. Samstags geht es bereits um 06:50 Uhr ab nach Norden, Landung in Stuttgart ist um 11:15 Uhr. Die Flüge sind bereits buchbar. Im Bild ist ein Eurowings-Airbus am Flughafen Stuttgart.

Boeing übergibt ersten Frachter 737-800BCF

Boeing hat die erste 737-800 Boeing Converted Freighter (BCF) überstellt. Der Kunde ist GE Capital Aviation Services (GECAS) und lässt das Flugzeug von der West Atlantic Group mit Sitz in Schweden betreiben.

West Atlantic will vier 737-800BCF anschaffen. Damit wird die Airline dann 23 Frachter der Familie Boeing 737 betreiben. Boeings derzeitiger Ausblick für den Markt in den nächsten 20 sieht einen Bedarf von über 1.100 Frachtflugzeugen mit Standardrumpf, die von Passagiermaschinen konvertiert wurden (P2F). Mit der 737-800BCF bekommen dann Betreiber für diese Generation den Service eines one-stop shop-Supports über die Lebenszeit eines Standardrumpffachters, original aus dem Hause Boeing, umgebaut von Boeing, und mit Versorgung durch Boeing.

Bedarf an Frachtern steigt

Durch die Umwandlung in einen Frachter kann die Lebenszeit des Flugzeugs verlängert werden. die 737-800BCF kann bis zu 23,9 tonnen Fracht (52.800 lbs) transportieren und ist für Reichweiten bis 2.000 Nautische Meilen autical (3.750 km) ausgelegt – weiter, als übliche Frachter mit Standardrumpf, wie Boeing mitteilt. 12 Pallettenplätze im Flugzeug bedeuten 141,4 Kubikmeter an Frachtraum im Hauptdeck der 737-800BCF. Dazu kommen noch zwei tiefere Kompartiemente mit 43,7 Kubikmetern. Dem Hersteller liegen laut eigenen Angaben 45 Bestellungen und Kaufabsichten für die 737-800BCF vor.

Farbaufnahmen wie noch nie: DESIS für die ISS

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das US-amerikanische Unternehmen Teledyne Brown Engineering (TBE) erklären den Abschluss des Entwicklungs- und Herstellungsprozesses des DLR Earth Sensing Imaging System Spectrometers (DESIS).

Das System zum Umwelt- und Ressourcenmonitoring wird von der Internationalen Raumstation ISS ein breites Spektrum an Daten zur Erde senden. Das Joint Venture Instrument DESIS wird in Kürze an die NASA ausgeliefert und startet im Sommer 2018 mit einer Falcon 9 Trägerrakete der US-Firma SpaceX von Cape Canaveral zur Internationalen Raumstation ISS.

Hunderte „Farben“ für die Umweltüberwachung

DESIS wird das erste DLR-Instrument zur Analyse hyperspektraler Daten auf der ISS sein. „Erdbeobachtung mit hyperspektraler Sensorik ist ein unentbehrlicher Bestandteil des Umweltmonitorings“, erklärt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR, zu den neuen Möglichkeiten die DESIS bietet. „DESIS ist ein vielseitiges Instrument, das neue Erkenntnisse über Landwirtschaft, Biodiversität, Geologie und Mineralogie, Küstenzonen, Wasserökosysteme und Desertifikation ermöglicht.“

DESIS ist ein hyperspektrales Sensorsystem, das Bilddaten mit 235 eng nebeneinander liegenden Kanälen vom visuellen bis zum infraroten Spektrum (zwischen 400 und 1.000 Nanometer) mit einer geometrischen Oberflächenauflösung von 30 Metern im 400-km-Orbit der ISS aufnehmen kann. Vereinfacht ausgedrückt, können damit auf jedem Bild extrem viele Farben unterschieden werden, die alle unterschiedliches aussagen können.

Diese Daten ermöglichen es den Wissenschaftlern, Veränderungen im Ökosystem der Erdoberfläche wahrzunehmen. Anhand der gewonnenen Informationen können sie den Gesundheitszustand von Wäldern oder landwirtschaftlichen Flächen beurteilen und somit Ertragsprognosen treffen. Ein weiterer Zweck von DESIS ist die Sicherung und Verbesserung des weltweiten Nahrungsmittelanbaus.

Die von DESIS aufgenommenen Spektralbänder eignen sich auch hervorragend zur Bestimmung der Gewässergüte insbesondere von Meeren und Seen. Mit den Daten können Forscher nicht nur die Wasserzusammensetzung sowie Verunreinigungen bestimmen, sie können auch erkennen, wodurch die Verunreinigung zustande kommt. Ölteppiche können in ihrer Ausdehnung und auch in ihrer Dicke vermessen werden. Auch der Wassergehalt von Bodenflächen lässt sich mithilfe der DESIS-Daten analysieren.

Mit DESIS auf der Internationalen Raumstation ISS wird das DLR zum ersten Nutzer des Multiplattformsystems MUSES (Multi User System für die Erdsensorik), das 2017 an Bord der ISS installiert wurde. MUSES kann bis zu vier Erdbeobachtungsinstrumente aufnehmen. Damit wird die ISS zu einer universellen Instrumentenplattform. Aufgrund der Auslegung dieser Mission wird es auch möglich sein, das Instrument nach einer Lebensdauer von fünf bis acht Jahren wieder auf die Erde zu bringen, um die Auswirkungen der Umwelteinflüsse des Weltraums auf die Fernerkundungsinstrumente zu untersuchen.

Teledyne Brown als Mitnutzer der ISS

„Allein die Tatsache, dass wir nicht um DESIS herum einen ganzen Satelliten bauen mussten, macht es zu einem sehr kosteneffizienten Projekt“, sagt Uwe Knodt, Gesamtprojektleiter DESIS. Daneben ergeben sich weitere Vorteile der wissenschaftlich-industriellen Kooperation: Während das DLR den Aufbau des Instruments und die anschließende Bilddatenverarbeitung verantwortet, sind Teledyne Brown und die NASA für den Transport zur ISS und den Betrieb zuständig. Beide Organisationen können von den Ergebnissen profitieren: Teledyne Brown Engineering erhält die kommerzielle Lizenz zur Nutzung der Bilddaten, das DLR das Nutzungsrecht an Bildern für wissenschaftliche und humanitäre Anwendungen.

„Teledyne Brown Engineering ist begeistert von den Fortschritten, die wir durch die Partnerschaft mit dem DLR erzielt haben“, sagte Jan Hess, Präsident von TBE. „Unsere MUSES-Plattform in Verbindung mit DESIS und weiteren Instrumenten, wird dazu beitragen, die Erdbeobachtung, die Kartierung, die Katastrophenhilfe und die Begutachtung landwirtschaftlich genutzter Flächen voranzutreiben. Unser Ziel ist es, jeden Slot von MUSES schnell zu füllen, um eine maximale Abdeckung und Datenerfassung zu ermöglichen. “ Diese Kooperation wirkte sich auch positiv auf die Aufbauzeit von DESIS aus. Der gesamte Planungs- und Herstellungsprozess, beginnend mit dem ersten Entwurf bis zu den letzten Tests des Bildgebungssystems, dauerte nur dreieinhalb Jahre – eine rekordverdächtige Leistung.

DESIS und MUSES zusammen können von der ISS aus nach vorne, hinten und zur Seite schauen. Dieser hohe Agilitätsgrad ermöglicht es, Rettungskräfte im Falle von Katastrophen schnell mit Informationen zu versorgen. DLR und TBE wollen die Daten zukünftiger MUSES-Instrumente kombinieren, um die Erdbeobachtung und hyperspektrale Sensorik weiter zu verbessern. Die Zusammenarbeit in diesem wissenschaftlichen und kommerziellen Betrieb ist entscheidend für die Zukunftsperspektiven der hyperspektralen Fernerkundungstechnologien für Satellitenmissionen.

Auf den Bildern

DESIS – Hyperspektrales Erdbeobachtungsinstrument auf der ISS: Das Umwelt- und Ressourcenmonitoring-System DESIS (DLR Earth Sensing Imaging System Spectrometers) wird ein breites Spektrum an Daten zur Erde senden.

Hyperspektrales Sensorsystem: DESIS erfasst Bilddaten auf 235 eng nebeneinander liegenden Kanälen vom visuellen bis zum infraroten Spektrum (zwischen 400 und 1.000 Nanometer).

Entwicklung abgeschossen: Das hyperspektrale Erdbeobachtungsinstrument DESIS wurde vom DLR gemeinsam mit dem US-amerikanischen Unternehmen Teledyne Brown Engineering (TBE) entwickelt. Von links nach rechts: Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende DLR, Jack Ickes, Teledyne Vice President for Geospatial Systems, Jan Hess, Teledyne President for Engeniered Systems, und Uwe Knodt, Programmleiter DESIS vom DLR.

Vorerst keine Betriebsratswahl bei SunExpress

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Mit dem Erlass einer einstweiligen Verfügung durch das Arbeitsgericht Frankfurt hat die Airline „SunExpress“ die Wahl eines Betriebsrates des Cockpit- und Kabinenpersonals vorerst gestoppt. Damit kann bis zu einer abschließenden Entscheidung vor dem Landesarbeitsgericht Frankfurt die Wahl eines Betriebsrats nicht fortgeführt werden.

Die Gewerkschaften Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) und Vereinigung Cockpit (VC) zeigten sich erstaunt und enttäuscht von der Entscheidung. Bei einer Beschäftigtenzahl von über eintausend Mitarbeitern, wie das auch im Flugbetrieb der „SunExpress“ der Fall ist, besteht in fast allen deutschen Betrieben, auch den vergleichbaren Flugbetrieben, ein Betriebsrat. „Es hat sich bei den Wettbewerbern der gleichen Größenordnung gezeigt, dass die Betriebsräte/Personalvertretungen dazu beitragen, die durch das Wachstum verlorengegangene Transparenz der Regeln wiederherzustellen und so das verlorengegangene Vertrauen in den Arbeitgeber wieder zu intensivieren“, so Tarifexperte Uwe Hien von der UFO.

Berufung am Landesarbeitsgericht

„Wir halten diese Entscheidung für falsch, weil sie einer EU-Richtlinie widerspricht, die hier zwingend in Anwendung zu bringen ist, gehen daher von einer entgegengesetzten Entscheidung in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht Frankfurt aus und werden in Berufung gehen“, so Nicoley Baublies, Tarifvorstand der UFO. In einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Sachsen hatte dieses 2016 in einem ähnlich gelagerten Sachverhalt in einem einstweiligen Verfügungsverfahren im Sinne einer Betriebsratswahl auch für das fliegende Personal entschieden.