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Flottenwechsel für Flugschüler: Diamond DA42 bei LAT

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Lufthansa Aviation Training (LAT) stationiert fünf neue Schulungsflugzeuge vom Typ Diamond DA42-VI sowie zwei Simulatoren des Musters ab April am Flugschulstandort Rostock-Laage. Sie ersetzen die rund zehn Jahre alten bisherigen Ausbildungsflugzeuge vom Typ Piper PA-44.

Unter der Marke European Flight Academy (EFA) bündelt Lufthansa Aviation Training sämtliche Flugschulen der Lufthansa Group in Deutschland, der Schweiz und in den USA. Erfolgreiche Absolventen erfüllen die hohen Standards der Airlines der Lufthansa Group und erhalten exklusiven Zugang zu deren internen Stellenmarkt.

Lufthansa sucht 500 Pilotenschüler

So sind beste Chancen auf eine Anstellung und auf die umfangreichen Karriereoptionen als Verkehrsflugzeugführer der Lufthansa Group gewährleistet. Die European Flight Academy sucht allein im laufenden Jahr 500 neue Pilotenschüler für die Airlines der Lufthansa Gruppe. Der theoretische Teil der Schulung findet in Bremen statt, die anschließende erste Praxisphase, das Fliegen auf Sicht, erfolgt in den USA. Anschließend erlernen die angehenden Piloten das Fliegen nach Instrumenten an den EFA-Standorten in Rostock-Laage und Bremen.

Diamond Aircraft ist das einzige Unternehmen mit der umfassendsten Flotte an sicheren, effizienten und zuverlässigen ein- und zweimotorigen Flugzeugen gemeinsam mit High Fidelity Diamond Simulation Flugsimulatoren und entsprechendem Wartungs- und Pilotentraining. Das mittlerweile chinesische Unternehmen wurde 1981 in Österreich gegründet, wo auch heute noch die Zentrale beheimatet ist.

Innovation aus Österreich

Die Diamond DA42-VI ist ein zweimotoriges Propellerflugzeug der neuesten Generation. Sie verfügt über zwei je 168 PS starke Dieseltriebwerke und bietet Platz für vier Personen. Dank ihrer effizienten und leistungsstarken Triebwerke eignet sie sich optimal für die Instrumentenflugausbildung der EFA. So verbraucht die DA42-VI im Vergleich rund ein Drittel weniger Treibstoff bei gleichzeitig höherer Geschwindigkeit und verfügt über eine 50 Prozent höhere Steigleistung bei simuliertem Triebwerksausfall.

Dank eingebautem Anti-Icing-System erlaubt der neue Flugzeugtyp Trainingsflüge selbst in moderaten Vereisungsbedingungen. Ein Wetter-Radar ermöglicht auch bei starker und gewittriger Wolkenbildung eine sichere Flugdurchführung, indem diese Wetterzonen vermieden werden können. Beides führt zu einer weiteren Steigerung der Zuverlässigkeit in der Lehrgangsplanung. Dank leicht auswechselbarer Komponenten sowie stärkerer Digitalisierung verringert sich der Wartungsaufwand deutlich. Die verbesserte Reichweite führt zu einem vergrößerten Radius der zu Übungszwecken angeflogenen Flugplätze und damit zu einer geringeren Lärmbelastung im Umkreis von Rostock-Laage.

Pilotenausbildung in Rostock

Im Rahmen der Einflottungsfeier für die DA42-Maschinen am Flughafen Rostock-Laage stellte LAT-Geschäftsführer Ola Hansson die neuen Flugzeuge offiziell vor: „Mit der Investition in unsere neuen Schulungsflugzeuge machen sich LAT und die European Flight Academy fit für die Herausforderungen der Zukunft. Der massive Bedarf an Piloten und das damit verbundene Wachstum in den kommenden Jahren stellt an uns als Flugschule besondere Anforderungen. Mit unseren hochmodernen Flotten in Phoenix/USA und Rostock-Laage bieten wir sowohl unseren Flugschülern als auch den Airlines der Lufthansa Group zu sehr marktfähigen Konditionen ein Produkt höchster Qualität, das in dieser Form weltweit einzigartig ist. Die Kostenstrukturen in Rostock-Laage sind hierbei ein wichtiger Baustein für unsere zukünftige Ausrichtung.“

Amila Spiegel, Director Sales and Marketing, Diamond Aircraft Industries GmbH: „Es ist uns eine ausgesprochene Freude, dass European Flight Academy, eine Marke der Lufthansa Aviation Training, ihre Multi-Engine-Flotte in Rostock mit unserer DA42-VI modernisiert und sich somit für eine sichere, moderne, treibstoffeffiziente wie auch geräuschlosere Lösung entschieden hat. Wir fühlen uns geehrt, dass wir beim Einflottungsevent der D42-VI Flotte in Rostock-Laage teilhaben durften und bedanken uns auf diesem Wege nochmals für die enge und professionelle Zusammenarbeit.“

Betriebsstunden eines echten Airliners sind immens teuer. Daher lernt man erstmal Fliegen auf den kleineren Flugzeugen, wie einer ebenfalls mit zwei Triebwerken ausgestatteten DA42, bevor man auf größere Muster umschult. Auf den Fotos: Ein Schulungsflugzeug des Typs DA42-VI (Vordergrund) sowie ein Cessna Citation Jet (Mitte) und ein „erwachsener“ Airbus A320 (Hintergrund) im Feber 2018; Übergabe der ersten drei European Fight Academy DA42-VI im Lufthansa Design in Wiener Neustadt Ende Januar 2018; eine der drei DA42-VI im Lufthansa Design; die DA42-VI im Eurowings Design.

Tracking verspricht Lösung gegen verlorenes Gepäck

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Fluggesellschaften konnten weltweit erneut die Zustellungen von Gepäck verbessern. Dies geht aus dem heute veröffentlichten SITA Baggage Report 2018 hervor. Der positive Trend setzt sich seit über einem Jahrzehnt fort. Seit 2007 sei die Anzahl fehlgeleiteter Gepäckstücke um 70 Prozent gesunken.

Als fehlgeleitetes Gepäckstück wird dabei gezählt, wenn eine Fluggesellschaft oder eine ihrer Abfertigungsgesellschaften das Gepäckstück nach Reklamation des Fluggasts als verspätet, beschädigt oder gestohlen meldet. Inzwischen veröffentlicht SITA seinen alljährlichen Report zum 14. Mal. Das Jahr 2018 markiert einen Wendepunkt für die globale Luftfahrtbrache, da Fluggesellschaften zunehmend intelligente Technologien einsetzen, um Gepäck nachzuverfolgen.

Der Report von SITA beschreibt detailliert, wie sich das Gepäckmanagement derzeit global verändert. Die Passagiere der Fluggesellschaften werden in den nächsten zwei Jahren spürbare Veränderungen wahrnehmen können. Dienste wie Echtzeit-Benachrichtigungen und Self-Service BagDrop-Kioske werden noch alltäglicher werden. Im Jahr 2018 tritt außerdem die Resolution 753 der International Air Transport Association (IATA) in Kraft, so dass die Branche gefordert ist, Gepäck noch genauer nachzuverfolgen.

Tracking von Gepäck

Jetzt, wo die IATA eine 100-prozentige Gepäckverfolgung einfordert, werde der Technologieeinsatz zur lückenlosen Verfolgung vom Start bis zum Bestimmungsort noch weiter ansteigen, erwartet Barbara Dalibard, CEO bei SITA. Die Daten sollen dabei zeigen, wo Betriebsabläufe verbessert werden können. Die Branche stehe vor einem echten Wendepunkt, da die Fluggesellschaften beginnen, den Wert der Trackingdaten zu erkennen, die sie beim Transport der 4,65 Milliarden Gepäckstücke erhalten.

Die steigende Anzahl an Passagieren weltweit übt einen beträchtlichen Druck auf die Gepäckbeförderungssysteme und -prozesse aus. Bei mehr als vier Milliarden Fluggästen im Jahr 2017 tun die Fluggesellschaften gut daran, die Quote der fehlgeleiteten Gepäckstücke zu reduzieren. Mit 5,57 pro Tausend Passagieren erreicht sie ihren absoluten Tiefpunkt. Trotz der Verbesserung lagen die branchenweiten Kosten, die fehlgeleitete Gepäckstücke im Jahr 2017 verursacht haben, bei geschätzten 2,3 Milliarden US-Dollar. Der Spielraum für Kosteneinsparungen durch Investitionen in eine lückenlose Gepäckverfolgung vom Start bis zum Bestimmungsort ist dementsprechend groß.

„Bingo“: Beispiele zeigen den Weg

Im Baggage Report von SITA nennt Beispiele, die zeigen, wie es Fluggesellschaften wie Aeroflot, Alitalia, Bahamasair, Delta und Qatar gelungen ist, mit der Nutzung von innovativen und bewährten Technologien ihr Gepäckmanagement und -tracking zu verbessern. In einer Fallstudie wird berichtet, wie die Fluggesellschaft Bahamasair vom Scannen der Bag Tag Labels zu einer Art „Bingo“-Karte gewechselt ist, um die Anforderungen der Resolution 753 innerhalb von sieben Tagen an den Flughäfen Miami und Nassau umzusetzen. Ebenso war sie in der Lage, ihre Tracking-Daten vollständig und in Echtzeit über den BagJourney Service von SITA zu teilen.

SITA bietet der Luftverkehrsbranche Lösungen für IT und Kommunikation und ist der einzige Systemanbieter, der alle Bereiche des Gepäckmanagements von der Erfassung über das Management bis hin zum Teilen von Daten mit neuesten Technologien unterstützt. SITA ist seit mehr als 25 Jahren mit seinen Systemen an jedem größeren Flughafen der Welt führend, wenn es um das Nachverfolgen und Aufspüren von Gepäck geht. SITA BagJourney ist das weltweit erste Gemeinschaftssystem zum Gepäcktracking, das aus einer Vielzahl von Datenquellen die gesamte Reise des Gepäcks abbildet. SITA führt die Gepäckcommunity an, indem sie den Fluggesellschaften Technologien und professionelle Dienstleistungen zur Verfügung stellt, mit denen sie das Gepäck verfolgen können und die großen Mengen an Trackingdaten, die anfallen werden, auswerten können.

Premium AEROTEC kauft 3D-Druck-Spezialisten APWORKS

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Der Luftfahrtzulieferer Premium AEROTEC baut mit der Übernahme des 3D-Druck-Spezialisten APWORKS seine führende Rolle im Bereich der additiven Fertigung weiter aus. Beide Partner ergänzen sich in ihren Fähigkeiten und wollen gemeinsam vom rasanten Wachstum des 3D-Druck-Marktes profitieren.

Über den Kaufpreis haben Premium AEROTEC und Airbus, der bisherige Gesellschafter von APWORKS, Stillschweigen vereinbart. Premium AEROTEC ist ein Vorreiter im Einsatz von metallischem 3D-Druck in der Luftfahrt. Als erstem Luftfahrtzulieferer ist es dem Unternehmen gelungen, 3D-gedruckte Titanbauteile in die Flugzeugstruktur einzubringen. Premium AEROTEC verfügt über sämtliche Fähigkeiten entlang der gesamten AM-Prozesskette, von der Produktidee über die Entwicklung und den eigentlichen Druckvorgang sowie den nachgelagerten Prozessschritten bis zur Übergabe von qualifizierten Bauteilen an den Kunden.

2017 erzielte Premium AEROTEC als Global Player in der Luftfahrtindustrie einen Umsatz von zwei Milliarden Euro. Kerngeschäft sind die Entwicklung und Herstellung von Flugzeugstrukturen aus Metall- und Kohlenstofffaserverbundstoffen. Das Unternehmen verfügt über Standorte in Augsburg, Bremen, Hamburg, Nordenham und Varel in Deutschland sowie im rumänischen Braşov.

Spin-Off für Fertigungstechnologie

APWORKS wurde im Jahr 2013 als Spin-Off der Airbus-Gruppe gegründet und hat sich seither als Technologietreiber für Fertigungsmethoden der Zukunft positioniert – mit einem klaren Fokus auf die metallische additive Fertigung (Additive Manufacturing, AM). Die Stärken des Unternehmens liegen in der schnellen, kundenorientierten und hochqualitativen Lösungsfindung entlang der gesamten AM-Wertschöpfungskette und seiner Beziehungen in eine Vielzahl von Industrien.

APWORKS ist mit modernen Fertigungsprozessen vertraut und will die aus der Luftfahrt bewährten Konzepte auch für andere Industrien nutzbar machen. Mit Fokus metallischer 3D-Druck deckt das Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette für die Herstellung von Bau- und Ersatzteilen ab – vom optimierten Design der Bauteile über die Auswahl geeigneter Materialien und Prototypenbau bis hin zur qualifizierten Serienfertigung. Der Mehrwert solch hoch optimierter Bauteile ist dabei nicht nur das geringere Gewicht, es lassen sich auch deutlich komplexere Geometrien als bisher umsetzen.

„Mit dem Einstieg von Premium AEROTEC kommen wir unserer Vision der industriellen Serienproduktion mittels AM-Technologie einen großen Schritt näher“, sagt Joachim Zettler, Geschäftsführer von APWORKS. „Ziel ist es, die hochdynamische Herangehensweise von APWORKS in der Problemlösung der AM-Fragestellungen unserer Kunden mit der jahrzehntelangen Produktionserfahrung von Premium AEROTEC zu kombinieren, um dadurch den maximalen Benefit entlang der AM-Wertschöpfungskette für unsere Kunden aus den unterschiedlichsten Industriezweigen zu realisieren.“

Zielsetzung von APWORKS ist es, seine Kunden in der Entwicklung von AM-Themen zu unterstützen. Dabei kann das Team auf Erfahrungswerte aus einer breiten Kundenbasis zurückgreifen: Das Know-how von APWORKS umfasst die Identifikation von relevanten Anwendungsfeldern des 3D-Drucks, die Optimierung hinsichtlich 3D-Design-Richtlinien und ein ausgeprägtes Materialverständnis. Mit einem eigenen Maschinenpark produziert APWORKS Bauteile als Prototyp und in Serie. Damit bedient das Unternehmens einen Kundenkreis aus unterschiedlichsten Industriesegmenten und dient zugleich als Wegbereiter für deren industrielle Produktion von AM-Bauteilen.

Partner für Fertigung von Prototypen

Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen Premium AEROTEC und APWORKS haben die Kunden Zugriff auf derzeit elf Anlagen mit unterschiedlichsten Materialien, sowie die komplette Wertschöpfungskette der Nacharbeit von Bauteilen. Mit Premium AEROTEC als alleinigem Gesellschafter bleibt APWORKS als eigenständiges Unternehmen mit eigenem Marktauftritt erhalten. Mit seiner Start-Up-Mentalität und -Reaktivität hilft APWORKS seinen Kunden dabei, ihre Bauteile schnellstmöglich für den 3D-Druck zu identifizieren, optimieren und zu produzieren.

Parallel dazu kann APWORKS seine weiteren Schwerpunkte beibehalten. Dazu zählt neben der Weiterentwicklung und dem Vertrieb des patentierten Materials Scalmalloy®, einer hochfesten Aluminium Legierung für die additive Fertigung von Bauteilen, auch das Prototyping und vor allem die Entwicklung von qualifizierten Serienapplikationen. Daneben kommt der Entwicklung von Spezialsoftware rund um die additive Fertigung weiterhin eine große Bedeutung zu.

Teileversorgung der B737 NG für Eastar Jet von LHT

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Die koreanische Low-Cost-Fluggesellschaft Eastar Jet hat die Lufthansa Technik AG mit der Komponentenversorgung ihrer Kurz- und Mittelstreckenflotte beauftragt. Eastar Jet setzt zurzeit 18 Boeing 737 NG ein; weitere Flugzeuge des Typs sind bestellt.

Die Vereinbarung über einen Total Component Support (TCS®) umfasst neben der Komponenteninstandhaltung das Ersatzteilleasing über einen Komponentenpool am Hauptstandort der Airline am Gimpo International Airport in Seoul. Darüber hinaus erhält der neue Kunde Eastar Jet Zugang zu den entsprechenden Ersatzteilpools der Lufthansa Technik.

Fundament für Ausbau

Mit der Komponentenversorgung der Boeing 737 NG-Flotte durch Lufthansa Technik soll auch der weitere Ausbau des Flugbetriebs zügig laufen. Lufthansa Technik garantiert eine zuverlässige Lieferung aus ihrem mehr als 100.000 verschiedene Komponenten umfassenden TCS®-Pool. Flugzeugbetreiber profitieren von einer optimalen Verfügbarkeit von Komponenten, ohne selbst ein Lager mit Ersatzteilen aufbauen und unterhalten zu müssen. Insbesondere durch die Skaleneffekte profitieren Kunden des Lufthansa Technik TCS®-Pools von reduzierten Betriebskosten.

Mikrowellenradiometer: Schlüssel für die Wassermessung

Ein neues, hochpräzises Mikrowellenradiometer (MWR) von Airbus wird demnächst an Bord des von Thales Alenia Space gebauten Satelliten Sentinel-3B in Betrieb gehen. Das MWR, eines der zentralen Instrumente des Sentinel-3-Satelliten, misst die Feuchtigkeit in der Atmosphäre und liefert damit zusätzliche Informationen zur troposphärischen Pfadkorrektur des Altimetersignals.

Zudem unterstützen MWR-Daten Atmosphärenstudien, etwa zur Bestimmung der Oberflächenabstrahlung und der Bodenfeuchte von Landmassen, für die Untersuchung des Energiehaushalts der Erdoberfläche oder zur Charakterisierung von Eis. In Kombination mit einem digitalen Höhenmodell ermöglichen die korrigierten Messungen den Betrieb des Radarhöhenmessers als Radar mit synthetischer Apertur (SAR), das wesentlich genauere Messdaten und eine deutlich verbesserte räumliche Auflösung bietet.

Wasserwerte in Luft und Ozeanen

Die Messdaten ermöglichen Wissenschaftlern die Überwachung von Veränderungen des Meeresspiegels und der Meeresoberflächentemperatur ebenso wie die Beobachtung von Wasserqualität, Meeresverschmutzung und biologischer Produktivität. Die Mission wird zudem einen Dienst zur Überwachung der Landoberflächen mit Waldbranddetektion sowie zur Kartierung von Landnutzung und Vegetationszustand bieten. Damit ergänzt sie die Daten der multispektralen optischen Erderkundungsmission Sentinel-2.

Airbus ist zudem verantwortlich für die thermische Auslegung des Sentinel-3-Satelliten, die das korrekte Funktionieren der Instrumente unter den extremen Temperaturschwankungen gewährleistet, denen der Satellit in der Umlaufbahn ausgesetzt ist sowie für ein Cryo-Cooler-System für das „Sea and Land Surface Temperature Radiometer“-Instrument (SLSTR).

Erde unter der Lupe behalten

Sentinel-3 ist die Ozean- und Landbeobachtungsmission mit breiter Abtastung und mittlerer Auflösung des Copernicus-Programms. Sie soll die Kontinuität der Optik- und Altimetrie-Daten der von Airbus gebauten Envisat-Mission sowie der Vegetationsdaten der ERS– und SPOT-Missionen gewährleisten. Dies sichert die langfristige Erfassung und Bereitstellung qualitativ hochwertiger Messdaten für Meeres-, Land- und Atmosphärenbeobachtungsdienste.

Sentinel-3B hat die Größe und das Gewicht eines Kleinwagens und ist auf eine Nutzungsdauer von sieben Jahren ausgelegt – wie sein vor zwei Jahren gestarteter Zwillingssatellit Sentinel-3A. Dessen MWR hat seine Verifikationsphase im Orbit erfolgreich absolviert und funktioniert stabil und wie vorgesehen.

Drohnen verdrängen Hubschrauber: AERO über Konkurrenz

Einen positiven Trend bei der Produktion von Neuflugzeugen in der Allgemeinen Luftfahrt im Jahr 2017 meldete die General Aviation Manufacturers Association (GAMA). Zum Auftakt der Internationalen Luftfahrtmesse AERO auf dem Messegelände in Friedrichshafen beleuchteten Branchenvertreter die aktuelle Situation.

Demnach wurden weltweit 2.324 Flugzeuge ausgeliefert. Davon waren 939 einmotorige Maschinen mit Kolbenmotor, also die bekannten Typen Cessna, Piper, Cirrus und Co. Bei den Business Jets gab es mit 676 Jets ebenfalls eine leichte Steigerung gegenüber 2016. Zusammen erreichten die mehr als 2.300 ausgelieferten Flugzeuge einen Umsatz von 20,2 Milliarden US-Dollar. Beim traditionellen Branchengespräch mit TV-Moderator Marcel Wagner zum Messeauftakt teilten die Teilnehmer aus der Luftfahrtbranche größtenteils die Einschätzungen des Verbands. Ein leichtes Wachstum der Mitglieder mit jetzt 104.620 vermeldete auch der Deutsche Aero-Club, Partner der AERO am Bodensee.

Business-Jets mit Elektroantrieb bald möglich

In Deutschland flogen beispielsweise 2017 insgesamt 6.527 einmotorige Flugzeuge unter zwei Tonnen in der Echo-Klasse und 3.528 Motorsegler, dazu kommen 4.133 ultraleichte Maschinen und 594 ultraleichte Tragschrauber. „Ein deutliches Wachstum bei den Business-Jets“, formulierte Dr. Nicolas von Mende, Vorstand Atlas Air Service, mit Blick auf die vergangenen Monate, nachdem die Geschäfte in den vergangenen Jahren eher stagnierten. „2018 ist bisher gut gelaufen“, erklärte von Mende. Mit insgesamt zwölf verkauften Jets im Jahr 2017 sieht er seine Branche im Steigflug.

Eine große Zukunft sieht Dr. Frank Anton, Siemens AG eAircraft, bei Flugzeugen mit Elektromotor. „Hybrid-elektrisch – diese Kombination des Antriebs ist die Lösung, auf die auch die Firma Siemens setzt“, betonte er vor Journalisten. Auch Business-Jets mit sechs bis 19 Passagieren könnten mit dem alternativen Antrieb schon bald durchstarten. „Die Luftfahrt-Industrie wird in den kommenden Jahren große Veränderungen erleben“, ist Dr. Anton überzeugt. Entsprechend engagiert und stark ist auch der Auftritt der Firma Siemens auf der AERO am Bodensee.

Drohnen verdrängen Hubschrauber

Die unzählig eingesetzten Drohnen nehmen dagegen der Hubschrauberflotte viele Aufträge weg. Dr. Frank Liemandt, Sprecher des Deutschen Hubschrauber Verbands, sieht die Entwicklung von unbemannten Lufttaxis sehr kritisch. Hubschrauber gelten in der Luftrettung, beim Einsatz der Polizei und auch beim Lastentransport als „fleißige Arbeitsbienen“, die auch künftig unbedingt gebraucht werden und schon aus Sicherheitsgründen nicht einfach durch unbemannte Fluggeräte ersetzt werden könnten.

Eine große Begeisterung fürs Fliegen sieht auch Winfried Diekmann, Geschäftsführer Aerosoft. Seine Firma engagiert sich sehr stark beim Thema Flugsimulatoren, ein Geschäftszweig, der rasante Zuwächse verzeichnen kann. Berufs- und Hobbypiloten nutzen die Simulatoren, um geplante Flüge vorzubereiten, um besonders schwierige reale Anflugbedingungen testen zu können, aber auch der Spaß soll bei den Spielfreaks nicht zu kurz kommen. Auch hier finden die Flugsimulatoren starke Resonanz.

„Die Leidenschaft fürs Fliegen müssen wir noch stärker kommunizieren“, betont Hubertus von Samson-Himmelstjerna, der neue Generalsekretär des Deutschen Aero-Clubs (DAeC). Der Club verzeichnet bei der Zahl der Mitglieder insgesamt ein leichtes Wachstum. Bei den Ultraleicht-Flugzeugen, bei Motorflugzeugen und in der Modellflugzeugabteilung geht es tatsächlich aufwärts, immer mehr Interessenten möchten in die Luft gehen.

„Fliegen ist ein schönes, aber aufwendiges Hobby“, ist der Generalsekretär überzeugt. Diese Überzeugung verkörperten auch die beiden Jungpiloten Moritz Metzler und Stefan Leidig, einer fliegt mit Begeisterung Motorflugzeuge, der andere sitzt in der Freizeit im Cockpit eines Segelflugzeugs. Zum Auftakt des Branchengesprächs berichteten sie über ihre ersten Flug-Erfahrungen. Die Luftfahrtmesse AERO ist mit 630 Ausstellern aus 38 Ländern noch bis Samstag, 21. April geöffnet.

Luftraumdaten Österreich als OpenAir und CUP

Austro Control stellt ab sofort wieder aktuelle Luftraumdaten im OpenAir Format zur Verfügung. Ab sofort ist es möglich auf Basis der offiziellen Luftfahrtdatenbank von Austro Control diese Daten automatisiert zu generieren und bereitzustellen.

Austro Control will mit dieser automatisierten Lösung langfristig das OpenAir-Format bereitstellen. Austro Control dankt dabei all jenen Piloten, durch deren tatkräftige Unterstützung in der Testphase wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Zusätzlich gibt es zu jeder der drei Versionen noch eine separate Datei mit den österreichischen militärischen Trainingsgebieten (MTA).

OpenAir und CUP-Daten downloaden

Basierend auf den Rückmeldungen will Austro Control folgende drei OpenAir-Datenpakete anbieten:

Aufgrund häufiger Anfragen stellt Austro Control zusätzlich zum OpenAir-Format auch noch eine CUP-Datei mit den österreichischen Waypoints zur Verfügung. Die CUP-Datei finden Sie hier.

Die Daten dienen lediglich der visuellen Unterstützung, die Nutzung geschiet auf eigene Gefahr und Kosten. Die dabei bereitgestellten Luftfahrtdaten (KML-Datei, OpenAir-Format, CUP-Format) folgen dem AIRAC System. Das bedeutet, dass die Daten im Zyklus von 28 Tagen berichtigt und aktualisiert werden können. Für den Flugbetrieb wichtige Informationen, die ad hoc verlautbart werden müssen, werden über NOTAM ausgegeben.

H145 Christoph 77: neuer Gelber Engel des ADAC

Eine neue H145 fliegt in Rheinland-Pfalz, seit kurzem ist sie dort einer der modernsten Intensivtransport- und Rettungshubschrauber (ITH). Die gemeinnützige ADAC Luftrettung stellte die neue H145 nach rund 100 Tagen im Rettungsdienst jetzt im Beisein von Innenminister Roger Lewentz der Öffentlichkeit vor.

Die Maschine startet wie ihr Vorgängermodell unter dem Namen „Christoph 77“ von der ADAC Luftrettungsstation an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von dort aus hob „Christoph 77“ im vergangenen Jahr zu 1.325 Flügen ab.

Flottenwechsel – Institutionen setzen auf H145

Die Station in Mainz betreibt die ADAC Luftrettung gGmbH bereits seit 1997. Bis heute hat sich die Hilfe aus der Luft auf rund 24.000 oft lebensrettende Einsätze in der Region summiert. „Der Landesregierung Rheinland-Pfalz ist der dauerhafte Standort des Rettungshubschraubers an der Universitätsmedizin in Mainz ein großes Anliegen. Mit dem neuen Rettungshubschrauber Christoph 77 sorgen wir weiterhin für eine wichtige Ergänzung des bodengebundenen Rettungsdienstes“, so Innenminister Roger Lewentz. Das Ministerium ist Träger des luftgestützten Rettungsdienstes in Rheinland-Pfalz.

„Die H145 ist ein enormer Gewinn für Patienten, Crew und Umwelt. Sie hat mehr Platz, mehr Reichweite und sie ist leiser und sicherer als ihre Vorgänger“, fasst Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, die Vorteile des hochmodernen Hubschraubertyps zusammen. „Mit dieser Maschine machen wir einen großen Schritt in die Zukunft der Luftrettung“, erklärt Bruder.

Notfälle und Frühchen zur Versorgung

„Verlässlichkeit und Sicherheit haben im Rettungsdienst ihren Wert“, betont Bruder und warnt vor diesem Hintergrund davor, sich bei Ausschreibungen von Rettungsdienstleistungen dem Diktat des Preises unterzuordnen. „Es darf nicht das billigste Angebot im Vordergrund stehen, es zählt die optimale Versorgung des Patienten“, stellt er klar.

Einsatzursache Nummer eins waren bei den Rettungseinsätzen 2017 in und um Mainz mit 58 Prozent internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen, gefolgt von Verkehrsunfällen mit zwölf Prozent. Je sechs Prozent der Einsätze gingen auf neurologische Notfälle (z.B. Schlaganfälle) und häusliche Unfälle zurück, fünf Prozent auf Freizeit- und Sportunfälle.

Technik im Hubschrauber für mehr Leistung

Mit dem Hubschrauberwechsel in Mainz und Ulm ist der jüngste Flottenwechsel der ADAC Luftrettung abgeschlossen. Insgesamt wurden in den vergangenen vier Jahren 17 Helikopter vom Typ BK117 und EC145 ausgetauscht und durch hochmoderne H135 und H145 ersetzt. Dafür wurden rund 130 Millionen Euro investiert. Die H145 ist mit zwei Turbinen auf lange Flugstrecken ausgelegt und damit perfekt für den Intensivtransport von Klinik zu (Spezial-) Klinik geeignet. In Mainz passt die Maschine daher bestens für die Inkubatortransporte schwer erkrankter Früh- und Neugeborener. Möglich sind auch Flüge in der Dämmerung und Nachtflüge. Der Helikopter hat aber auch genügend Leistung für Einsätze mit der Rettungswinde im Gebirge.

Ein weiterer großer Vorteil der neuen Hubschraubergeneration ist die geringere Lärmbelastung durch einen ummantelten Heckrotor. Die Ummantelung sorgt zusätzlich für mehr Sicherheit für Passagiere und Besatzung. Die medizinische Ausstattung mit drehbaren Sitzen und einem flexiblen Schienensystem an der Decke zur Befestigung der medizinischen Geräte erleichtert die Patientenversorgung. Im modernen Glascockpit hat der Pilot sämtliche Überwachungssysteme im Blick. Verbessert wurde zudem die satellitengestützte Navigation. Sie ermöglicht es zum Beispiel, ohne Sicht in den Wolken zu fliegen.

Flugsicherung macht 30 Mio. Euro Überschuss

Mit 3,21 Millionen kontrollierten Flügen im deutschen Luftraum wurde 2017 ein neuer Verkehrsrekord verzeichnet. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat das Verkehrswachstum gut gemeistert: Sicherheit und Pünktlichkeit blieben auf einem hohen Niveau.

Die DFS blickt erneut auf ein insgesamt gutes Geschäftsjahr zurück. 2017 erzielte der DFS-Konzern Umsatzerlöse nach IFRS-Rechnungslegungsstandard in Höhe von 1.190,7 Millionen Euro. Trotz gestiegener Flugbewegungen blieb das Unternehmen um 5,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 1.219,3 Millionen Euro. Grund dafür ist ein Rückgang der Gebühreneinnahmen, der aus einer Senkung der Gebührensätze resultiert. Im Streckenbereich hat die DFS ihren Gebührensatz im Jahr 2017 um 16 Prozent reduziert. Bei den An- und Abfluggebühren an den Verkehrsflughäfen in Deutschland müssen Fluggesellschaften seit Anfang 2017 insgesamt 18 Prozent weniger für Flugsicherungsdienstleistungen zahlen.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen. Die Firma betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Kontrolltürme an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Insgesamt erzielte der DFS-Konzern im Jahr 2017 einen Jahresüberschuss von 30,6 Millionen Euro (Vorjahr 86,6 Millionen Euro). Das Drittgeschäft trug mit 66 Millionen Euro Umsatzerlösen (Vorjahr 53,3 Millionen Euro) zur Gesamtleistung bei. „Der DFS-Konzern hat 2017 seine Ziele erreicht…“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS.

Kostenziele im Branchenwachstum

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die DFS trotz eines steigenden Luftverkehrsaufkommens ein weiterhin schwieriges Marktumfeld. Zur Erreichung ihrer Kostenziele verfolgt die DFS ein ambitioniertes Kosteinsparungsprogramm. Ziel ist es, bis 2019 die jährlichen Betriebskosten im Vergleich zum Ausgangsjahr 2012 um knapp zehn Prozent zu senken.

Damit sind auch Kürzungen im Personalbereich verbunden, die durch natürliche Fluktuation erreicht werden sollen. Seit 2012 ist eine Personalreduktion von 6.103 auf heute 5.378 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (per 31. März 2018) erfolgt. Der größte Posten der DFS ist der Personalaufwand, der trotz Personalreduktion um 2,9 Prozent stieg und insgesamt 862,8 Millionen Euro (Vorjahr 838,5 Millionen Euro) ausmacht.

Immer mehr Flugzeuge in der Luft

Im Jahr 2017 setzte der Luftverkehr in Deutschland die in den drei Vorjahren beobachtete deutlich positive Verkehrsentwicklung fort. Insgesamt registrierte die DFS 3.211.771 kontrollierte Flugbewegungen im deutschen Luftraum; 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Verkehrsaufkommen in Deutschland liegt damit über dem bisherigen Höchststand von 3,15 Millionen Flügen im Jahr 2008. Auch im ersten Quartal 2018 nahm das Verkehrsaufkommen weiter stark zu. Mit 709.818 Flugbewegungen verzeichnete die DFS ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Basis der Verkehrszunahme war ein kräftiges Wirtschaftswachstum in Deutschland sowie ein sich fortsetzender Aufschwung im gesamten Euroraum. Wie in den Vorjahren wird der deutliche Anstieg des Luftverkehrs von den sogenannten Low-Cost-Airlines getragen. Das zweite Halbjahr 2017 war von der Insolvenz der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft airberlin geprägt, die sich im vierten Quartal auch in den Verkehrszahlen bemerkbar machte.

Die Zahl der Starts und Landungen an den internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland nahm 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent zu. Das Verkehrsaufkommen an den Flughäfen entwickelte sich wie auch in den Vorjahren sehr uneinheitlich. Besonders dort, wo Low Cost Carrier ihr Angebot ausbauen, sind hohe Wachstumszahlen zu beobachten, insbesondere in Nürnberg (+7,2 Prozent), Berlin-Schönefeld (+5,3 Prozent), Frankfurt (+2,7 Prozent) und München (+2,6 Prozent). Die negativen Folgen der Insolvenz von Air Berlin sind vor allem am Flughafen Berlin-Tegel mit einem Minus von 6,4 Prozent spürbar.

Sicherheit und Pünktlichkeit beim Fliegen

Trotz der starken Verkehrszunahme blieben die operativen Leistungen der DFS bei Sicherheit, Effizienz und Pünktlichkeit auf einem konstant hohen Niveau. „2017 waren die Sicherheits-Kennzahlen der DFS unverändert erstklassig“, sagt Prof. Scheurle. „Damit kann die DFS im Jahr ihres 25-jährigen Jubiläums auf eine makellose Safety-Bilanz zurückblicken.“ Auch die Pünktlichkeit war 2017 nach wie vor hoch.

94,2 Prozent aller Flüge in Deutschland verzeichneten keine von der Flugsicherung verursachten Verspätungen (Vorjahr: 96,8 Prozent). Durch direkte Streckenführungen leistete die DFS außerdem einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Im Schnitt war die Route, die ein Flugzeug im deutschen Luftraum zurücklegte nur 1,18 Prozent länger als der direkte Weg. Das entspricht einer durchschnittlichen Abweichung von nur 3,8 Kilometer pro Flug.

DFS setzt auf Remote-Tower-Lösung

Der im weltweiten Vergleich äußerst verkehrsreiche und komplexe deutsche Luftraum erfordert eine besonders leistungsfähige Flugsicherung. Technologische und betriebliche Innovationen sind eine wichtige Voraussetzung, um dem zunehmenden Kostendruck und dem weiter wachsenden Luftverkehr bei uneingeschränkter Sicherheit gerecht zu werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Projekt „Remote Tower Control“ (RTC). Es zielt darauf ab, die Kontrolldienste künftig nicht im Tower vor Ort, sondern aus der Ferne zu erbringen.

Bereits im Herbst 2018 wird die DFS zunächst den internationalen Flughafen Saarbrücken mit RTC-Technologie ausrüsten und die Kontrolle des Flugverkehrs am Standort Leipzig bündeln. In den folgenden Jahren werden dann auch die Flugplätze Erfurt und Dresden durch moderne Kamera- und Übertragungstechnik an Leipzig angebunden. „Mit RTC entwickeln wir die Technologie der Zukunft“, sagt Prof. Scheurle. „Durch einen effizienteren Personaleinsatz unter einem einheitlichen Betreiberkonzept können wir langfristig Kostensenkungen erreichen – bei einem sogar erhöhten Sicherheitsniveau.“

Parallel dazu vermarktet die im Januar 2017 gegründete DFS Aviation Services GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DFS mit derzeit 222 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die RTC-Technologie als preisfinanzierte Dienstleistung weltweit. Die DFS wird dazu mit dem Technologiepartner Frequentis die gemeinsame Joint-Venture-Gesellschaft Frequentis DFS Aerosense GmbH gründen.

DFS für sichere Integration von Drohnen

Die DFS hat mit ihren 2016 begonnenen Aktivitäten zur sicheren und fairen Integration von unbemannten Luftfahrzeugsystemen (UAS) in den deutschen Luftraum erhebliche Fortschritte erzielt. Dabei setzt sie sich intensiv sowohl mit den Chancen als auch den Risiken der unbemannten Luftfahrt auseinander. Die steigende Zahl der von Piloten gemeldeten Behinderungen durch Drohnen zeigt die Notwendigkeit der DFS-Initiativen: 2017 wurden insgesamt 88 (Vorjahr: 64) Störfälle gemeldet.

„Die Zahl ist allerdings geringer ausgefallen, als wir dies angesichts der Drohnen-Verkaufszahlen erwartet hatten“, sagte Scheurle. „Dies zeigt, dass die kontinuierliche Aufklärungsarbeit der DFS Früchte trägt.“ So bietet beispielsweise die DFS seit 2017 kostenfrei eine App an, die Nutzer unbemannter Fluggeräte über die Regeln beim Betrieb von Drohnen und die an ihrem jeweiligen Standort gültigen Einschränkungen informiert.

Darüber hinaus arbeitet die DFS gemeinsam mit Partnern daran, eine Plattform für eine sichere und effiziente Integration von UAS im bodennahen Luftraum mittels Mobilfunk aufzubauen. Dies beinhaltet die Identifizierung von Drohnen in einem Luftlagebild, die Überwachung (Tracking) und damit die Möglichkeit, Drohnen künftig auch außerhalb der Sichtweite des Steuerers zu betreiben. „Unbemannte und bemannte Luftfahrt sind Partner, keine Gegner“, sagt Prof. Scheurle. „Wir wollen die technischen Voraussetzungen schaffen, um diese Zukunftstechnologie auch in einem so dicht beflogenen Luftraum wie dem deutschen sicher betreiben zu können.“

A350 von Vietnam Airlines im SkyTeam-Look

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Vietnam Airlines hat den neuesten A350 seiner modernen Flotte mit einer SkyTeam-Lackierung versehen. Der zwölfte Airbus A350 ist somit das erste Flugzeug der Welt, welches eine SkyTeam-Lackierung mit dem Vietnam Airlines-Logo auf dem Rumpf verbindet.

Der Airbus A350-900 wird mit dem 15. April 2018 auf der Strecke Hanoi – Ho-Chi-Minh-Stadt eingesetzt. Die verbleibenden zwei von insgesamt 14 A350-900 sollen die Flotte im Jahr 2019 ergänzen. SkyTeam ist eine weltweite Airline-Allianz mit 20 Mitgliedern. Im Streckennetz mit vielen Drehkreuzen sind auf der ganzen Welt Flüge zu insgesamt 1.062 Reisezielen verfügbar.

A350 farblich unter den Flügeln von SkyTeam

SkyTeam-Kunden können sich auf ihren Reisen in 672 Lounges entspannen und Vielfliegermeilen sammeln und einlösen. SkyTeam Elite Plus-Passagiere können SkyPriority-Dienste in Anspruch nehmen. „Die einheitliche Farbgebung spiegelt die Integration und Zusammenarbeit als Allianz wieder. Dieses Programm bietet den Fluggästen von Vietnam Airlines ein neues Flugerlebnis und ist der nächste Schritt zum Ziel, Asiens größte Fluggesellschaft zu werden“, berichtet Le Hong Ha, Executive Vice President von Vietnam Airlines.

Vietnam Airlines ist seit acht Jahren Mitglied der SkyTeam-Allianz. In dieser Zeit hat die Fluggesellschaft die Schlüsselprojekte der Luftfahrtallianz im Passagierservice umgesetzt, um den Fluggästen mehr Vorteile zu bieten. Insbesondere Passagiere der Business Class und Lotusmiles-Mitglieder profitieren vom Priority Service: Ob an den Check-in-Schaltern, beim Priority Boarding, der Einreise- und Sicherheitskontrolle oder bei der Gepäckabholung an den Flughäfen, in denen sich die 20 Mitglieder der SkyTeam-Allianz befinden. Kunden von Vietnam Airlines profitieren außerdem von nahtlosen Verbindungen durch alle SkyTeam-Drehscheiben weltweit. Darüber hinaus können sie die komfortablen SkyTeam-Lounges nutzen.

Vietnam Airlines mit Renommée

Als einzige Fluggesellschaft fliegt Vietnam Airlines ab Frankfurt nonstop nach Vietnam. Die 4-Sterne-Airline bedient sechsmal wöchentlich die Strecke Frankfurt – Hanoi sowie viermal wöchentlich die Strecke Frankfurt – Ho-Chi-Minh-Stadt. Insgesamt bietet die vietnamesische Airline Verbindungen zu 52 Zielen in 17 Ländern. Die Fluggäste profitieren von optimalen Anschlussverbindungen zu über 20 Inlandszielen und weiteren Destinationen in Indochina, Asien und Australien.

An Bord der jungen und modernen Flotte von 93 Flugzeugen bietet die 4-Sterne-Airline den Fluggästen einen hohen Qualitätsstandard mit hohem Komfort, ausgezeichnetem Service und freundlichem Kabinenpersonal. Die Airline erfüllt höchste internationale Sicherheitsstandards: Die Fluggesellschaft ist offizielles Mitglied der IATA und hat im Jahr 2015 zum sechsten Mal die internationale IOSA-Sicherheitszertifizierung erneuert. Vietnam Airlines arbeitet mit einem Sicherheitsmanagementsystem, das den Standards der International Civil Aviation Organisation (ICAO) entspricht.

MetOp-C: Dritter im Bunde wird startklar gemacht

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Der Wettersatellit MetOp-C wird derzeit auf seinen bevorstehenden Start vorbereitet. Im Orbit angekommen wird er gemeinsam mit seinen „Geschwistern“ MetOp-A und -B die Qualität der Beobachtungen und Daten und damit die Wettervorhersage weiter verbessern.

Der von Airbus gebaute MetOp-C ist der letzte von drei polarumlaufenden Wettersatelliten des EUMETSAT-Systems (EUMETSAT Polar System – EPS) der ersten Generation. Am 18. September 2018 soll er an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana starten.

Trio für genaue Wettervorhersage

Das MetOp-Programm hat die Genauigkeit der Wettervorhersage verbessert und insbesondere den Zeitraum für Kurzfristprognosen um einen Tag verlängert. „Die MetOp-Satelliten sind technologisch fortschrittlich, und ihre Instrumente entsprechen noch immer dem neuesten Stand“, sagte Alain Ratier, Director-General von EUMETSAT. „Wir sind in der glücklichen und unerwarteten Lage, in Kürze über gleich drei MetOp-Satelliten im Orbit zu verfügen, denn der 2006 gestartete MetOp-A hat seine geplante Lebensdauer von fünf Jahren bei weitem überschritten und wird bis 2022 im Orbit bleiben.“

„Es freut uns sehr, dass wir aufgrund des erfolgreichen Betriebs und der außergewöhnlichen Langlebigkeit der MetOp-Satelliten von EUMETSAT und der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit der Vorbereitung von MetOp-SG, der nächsten Generation von Wettersatelliten für den niedrigen Erdorbit, beauftragt wurden“, sagte Mathilde Royer-Germain, Head of Earth Observation, Navigation and Science bei Airbus, bei einer Präsentation des Satelliten. Airbus Defence and Space hat die MetOp-Reihe für die ESA und die Europäische Organisation für die Nutzung von Wettersatelliten (EUMETSAT) entwickelt. Sie sind Teil einer europäisch-US-amerikanischen Kooperation.

Ursprünglich sollte jeder Satellit seinen Vorgänger ablösen, doch da die beiden ersten MetOp-Satelliten hervorragend funktionieren, sind nun beide gleichzeitig in Betrieb und liefern den Meteorologen noch mehr Informationen. Der bevorstehende Start von MetOp-C wird die Qualität der Beobachtungen und Daten für Wettervorhersagen noch weiter verbessern.

MetOp-C ist mit zehn Instrumenten ausgestattet, MetOp-A und -B verfügen über jeweils zwölf Instrumente – dies macht das System extrem vielseitig. Zwei der Instrumente sind von Airbus gebaut worden: der Microwave Humidity Sounder (MHS) und das „Advanced Scatterometer (ASCAT). Der von Airbus gebaute Mikrowellenfeuchtigkeitssensor MHS misst den Wasserdampf in der Nähe der Erdoberfläche und ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit den USA. Zwei weitere MHS-Instrumente liefern von Bord der US-amerikanischen NOAA-Satelliten entsprechende Daten aus einer anderen Umlaufbahn, um Wettermodelle zu verbessern.

Windgeschwindigkeit über dem Meer messen

Das andere von Airbus gebaute Instrument, das ASCAT, ist ein Radargerät, mit dem Windgeschwindigkeiten und -richtungen über dem offenen Meer gemessen werden. ASCAT wird auch helfen, die Verteilung von Schnee- und Eismassen an Land und an den Meeresoberflächen zu überwachen. ASCAT wird zwei 500 Kilometer breite Korridore abtasten und kann dadurch innerhalb von 24 Stunden von jedem Punkt der Erdoberfläche liefern.

MetOp erfasst außerdem Winde an der Meeresoberfläche, beobachtet die Meereisausdehnung und die Ozonschicht in der Stratosphäre und überträgt meteorologische Messungen von Schiffen, Bojen und Forschungsstationen. MetOp-A und -B verfügen darüber hinaus über einen Empfänger zur Weiterleitung von Signalen von Personen in Not. Neben den erwarteten Vorteilen bei der Wettervorhersage wird MetOp-C durch die Fortsetzung der von MetOp-A begonnenen Daten-Zeitreihe eine für die Klimabeobachtung wichtige Langzeitperspektive ermöglichen.

Zeitreihe für Klimadaten

Die derzeit von Airbus entwickelten MetOp-SG werden die kontinuierliche Bereitstellung hochwertiger Wetterdaten gewährleisten. Die Messdaten der neuen MetOp-SG-Satelliten werden gegenüber der ersten Generation von MetOp-Satelliten eine verbesserte spektrale und räumliche Auflösung bieten. Zehn verschiedene Instrumente, die den ultravioletten, sichtbaren, Infrarot- und Mikrowellen-Spektralbereich abdecken, ermöglichen eine große Bandbreite an Beobachtungen. Ab 2021 werden MetOp-SG-Satelliten auf der Grundlage modernster europäischer Technologien noch exaktere Wettervorhersagen liefern und den Bürgern Europas jedes Jahr einen sozioökonomischen Nutzen von mehreren Milliarden Euro erbringen.

Mallorca ab FMO im Fadenkreuz von Laudamotion

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Im aktuellen Sommerflugplan 2018 wird die Zahl der Flüge nach Mallorca noch einmal deutlich ansteigen. Die neue österreichische Fluggesellschaft Laudamotion hat jetzt bekannt gegeben, dass die beliebte Baleareninsel ab 01. Juni täglich ab Münster/Osnabrück angeflogen wird.

Zum Einsatz kommt ein Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen. Laudamotion setzt beim Vertrieb der Flüge auf die Kanäle des Partners Ryanair. So bietet die dem Low-Cost-Segment zugerechnete neue Fluggesellschaft die Tickets ab dem FMO bereits ab 29 Euro an. Mit dieser Angebotserweiterung wird Mallorca nun insgesamt 28 Mal pro Woche ab Münster/Osnabrück angeflogen.

Eurowings, die Low-Cost-Tochter der Lufthansa, startet zehn Mal pro Woche und Germania bedient das Ferienziel Nr. 1 der Deutschen insgesamt neunmal wöchentlich. Außerdem fliegen Sundair und Small Planet Airlines je einmal pro Woche nach Palma. Flüge sind in jedem Reisebüro erhältlich, sowohl mit einem Pauschal, bzw. Hotelarrangement als auch als „nur Flug“ Angebot. Das Ziel Mallorca erfreut sich traditionell großer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr war die Insel mit mehr als 200.000 Fluggästen das stärkste touristische Ziel ab FMO.

Passagierzhlen am Bodensee steigen stetig

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Am Bodensee-Airport steigen seit Mitte des letzten Jahres die Passagierzahlen Monat für Monat. Dieser Trend dürfte sich auch in diesem Jahr fortsetzen – nicht zuletzt aufgrund neuer Flugangebote im touristischen Bereich. Auch die Wiedereinrichtung der Strecke nach Düsseldorf sorgt dabei für Aufbruchstimmung am Airport.

Insgesamt knapp neun Prozent mehr Passagiere frequentierten den Bodensee-Airport Friedrichshafen in den ersten drei Monaten. Damit konnten seit Juli 2017 in jedem Monat steigende Passagierzahlen verzeichnet werden. Besonders hoch waren die Passagierzuwächse in den Wintermonaten November (plus 12 Prozent), Dezember (plus 26 Prozent) und Januar (plus 15 Prozent) – in diesen drei Monaten gehörte der Bodensee-Airport zu den wachstumsstärksten Flughäfen in Deutschland.

Größter Wachstumsträger in Friedrichshafen im ersten Quartal waren Wizz Air, easyJet, Lufthansa und British Airways. Für die kommenden Monate wird mit einem weiteren Anstieg der Passagierzahlen gerechnet, mit Düsseldorf (SUN-AIR/British Airways), Faro (Germania), Bodrum (Tailwind) und Kayseri (Germania) kommen auch vier neue zusätzliche Ziele in den Flugplan.

LHT kooperiert mit Ameco für Business-Flieger in China

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Ameco und Lufthansa Technik unterzeichneten jetzt eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit bei Geschäftsflugzeugservices auf der Asian Business Aviation Conferencr & Exhibition (ABACE).

Das Memorandum of Understanding, MoU, zur intensiven Zusammenarbeit bezüglich der Betreuung von Business Jets unterzeichneten LHT und die Ameco (Aircraft Maintenance and Engineering Corporation) auf der Asian Business Aviation Conference & Exhibition (ABACE) am 17. April.

Ziel dieser Kooperation zwischen Ameco und Lufthansa Technik ist die Etablierung einer langfristigen Kooperation, die gemeinsame Stärken bündelt, um chinesische Kunden bestmöglich zu betreuen und den Businessjet-Markt in China als solchen gemeinsam zu erschließen. Beide Unternehmen wollen mit dem Ziel, die technische Unterstützung für Geschäftsreiseflugzeuge in China zu verbessern und auszubauen, eng zusammenarbeiten. Außerdem werden gemeinsam neue, vom Markt geforderte Lösungen entwickelt, um Kunden in China kontinuierlich qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbieten zu können.

Cessna Skyhawk mit dutzenden Bestellungen aus China

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Cessna vermeldet für die ABACE 2018 (Asian Business Aviation Conference and Exhibition), dass es schon 52 Bestellungen für die legendäre Cessna Skyhawk erhalten hat.

Diese Flugezuge sollen alle noch im Jahr 2018 ausgeliefert werden. Chinas 13. Fünfjahresplan beinhaltet eine Stärkung der Luftfahrt. Diese zu entwickeln birgt auch viel Potenzial für Schulungsmöglichkeiten. Der Luftverkehr in China wächst schnell, das zieht einen Bedarf an neu ausgebildeten Piloten nach sich. Die Cessna Skyhawk ist auf diesem Gebiet eine Ikone unter den einmotorigen Flugzeugen und wird hierbei in Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen.

Erdklima: Technologie für Schutz und Messung

Wie kommen Schwankungen des Erdklimas zustande? Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die globale Erwärmung durch den menschengemachten Anstieg von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) oder Methan verursacht wird.

Unklar ist jedoch, wie sich diese Veränderung auf die vielfältigen Prozesse im Klimasystem der Erde auswirkt. Vom 17. und 19. April 2018 diskutieren international renommierte Klimaforscher und Vertreter internationaler Organisationen, welche Beiträge die Luft- und Raumfahrtforschung zu einem besseren Verständnis der Vorgänge in der Atmosphäre leisten kann und wie die negativen Auswirkungen des Klimawandels bekämpft werden können. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veranstaltet die Konferenz zum zweiten Mal gemeinsam mit dem UN Office for Outer Space (UNOOSA).

Satelliten erfassen Erde und Atmosphäre

Durch die Klimaabkommen in Paris (COP21), Marrakesch (COP22) und Bonn (COP23) soll der Ausstoß von Treibhausgasen so weit reduziert werden, dass die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius beschränkt bleibt. „Das DLR trägt durch seine Forschungsarbeiten – insbesondere in der Luft- und Raumfahrt – dazu bei, die komplexen Prozesse in der Atmosphäre besser zu verstehen und schafft damit die Grundlagen für einen effektiven Klimaschutz.

Mit Hilfe der Erdbeobachtung und Atmosphärenforschung erhalten wir wichtige Daten, um die Klimafolgen und den Globalen Wandel zu erfassen“, sagt DLR-Raumfahrtvorstand Prof. Hansjörg Dittus. „Mit der Konferenz bietet das DLR ein Diskussionsforum für internationale Wissenschaftler und Organisationen, um den aktuellen Forschungsstand zu diskutieren.“

Technik aus dem All: immer präzisere Daten

Seit 2017 erfasst der Satellit Sentinel-5P (Sentinel-5 Precursor; deutsch: Wächter-5-Vorläufer) präzise Daten zu Luftqualität, Ozon und Klimagasen. Mit den Daten des Satelliten können Wissenschaftler nun auch die Quellen der Luftverschmutzung, wie aus Kohlekraftwerken, Raffinerien oder auch Vulkanausbrüchen, bestimmen. Zudem lassen sich auch Veränderungen der Klimagaskonzentrationen und damit die Effektivität von politischen Maßnahmen beobachten.

Sentinel-5P ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus, die gewonnenen Atmosphärendaten und Kartenprodukte sind für jedermann frei zugänglich. Im kommenden Jahr soll auch die europäisch-japanische Mission EarthCARE (Earth Clouds, Aerosol and Radiation Explorer) starten.

Sie hat zum Ziel, die Auswirkung von Wolken und Aerosolen auf den globalen Strahlungshaushalt der Erde zu erfassen. EarthCARE wird genaue Messungen zum Einfluss der Sonnenstrahlung am äußeren Rand der Atmosphäre mit Messungen der Wolken- und Aerosoleigenschaften kombinieren und so zum Verständnis des Einflusses von Aerosol und Wolken auf die Strahlung sowie Rückkopplungsprozesse im System Erde-Atmosphäre beitragen. Zudem können Wissenschaftler globale Veränderungen, zum Beispiel der Bebauung, des Zustands der Böden, der Bodenfeuchte oder auch von Bodenhebungen oder -Senkungen mit zahlreichen Erdbeobachtungssatelliten immer genauer erfassen.

Klimawirkung des Luftverkehrs erfassen und mindern

Der Luftverkehr hat einen Anteil von rund zwölf Prozent zum gesamten CO2-Ausstoß des Verkehrssektors. Dazu kommt die Kondensstreifeninduzierte Bewölkung. Diese Wolken können je nach Sonnenstand und Untergrund lokal eine wärmende oder kühlende Wirkung entfalten. Bisherige Forschungsarbeiten legen nahe, dass global die wärmende Wirkung überwiegt. „Im DLR führen wir gezielte Flugzeugmesskampagnen und Modellstudien zur Klimawirkung des Luftverkehrs durch“, sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. „Dabei liefern die Forschungsflugzeuge HALO und Falcon im weltweiten Einsatz Daten zu Klimagasen und Wolkenphysik, die ein wichtiger Baustein für die Verbesserung von Klimamodellen sind.“

Erstmals haben beispielsweise DLR-Forscher mit Messdaten der HALO-Mission ML-Cirrus in einem Klimamodell Kondensstreifen-Zirren des Luftverkehrs eingefügt. Das Modell liefert insbesondere erstmals Daten zu Bedeckungsgrad, optischen Eigenschaften und Strahlungsantrieb der von Flugzeugen hervorgerufenen Eiswolken. In internationaler Partnerschaft mit der NASA hat das DLR im Januar 2018 in der gemeinsamen Flugmesskampagne mit dem DLR A320 ATRA und der NASA DC-8 untersucht, wie geringere Ruß-Emissionen bei alternativen Luftfahrt-Kraftstoffen zu Veränderungen bei Eiskristallen und damit zu einer geringeren wärmenden Klimawirkung führen können.

Technologiesprünge sollen helfen

Die Minderung der Klimawirkung des Luftverkehrs steht auch bei den Themen klimaschonende Flugplanung und Entwicklung neuer Techologien im Fokus der DLR-Forschung. „In europäischer Partnerschaft unternehmen wir heute im Rahmen von CleanSky 2 große Anstrengungen, um umweltfreundliche und klimaschonende Luftfahrttechnologien zu entwickeln“, unterstreicht Henke. „Dabei nimmt das DLR als einer der großen Forschungspartner eine führende Rolle ein.“

Die in Clean Sky 2 anvisierten Technologiesprünge sollen wesentliche Beiträge dazu liefern, dass im Jahr 2050 der Luftverkehr gegenüber dem Jahr 2000 rund 75 Prozent weniger CO2 emittiert. „In Verbünden auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene wollen wir unsere Forschungsanstrengungen zur Erfassung und Reduzierung der Klimawirkung des Luftverkehrs zukünftig noch weiter verstärken“, ergänzt Henke und fügt hinzu: „Zudem engagieren wir uns bei der Entwicklung neuartiger Fluggeräte für Rettungs- und Katastrophenschutzeinsätze, deren Hilfe mit dem fortschreitenden Klimawandel noch drängender wird.“

Zur Konferenz haben sich an drei Tagen jeweils 100 Teilnehmer angemeldet. Die internationalen Wissenschaftler kommen aus 10 Ländern: Deutschland, Frankreich, Schweiz, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, USA, Kamerun sowie Botswana und tauschen sich in über 30 Redebeiträgen aus. Die Conference on Climate Change 2018 wird nachhaltig ausgerichtet, unter anderem wird dafür mit regionalen Cateringpartnern zusammengearbeitet, die ein nachweislich nachhaltiges Angebot haben. Zudem werden durch die Nutzung von Hotelkontingenten in der Nähe des Veranstaltungsortes keine weiteren Shuttles vor Ort benötigt.

Conference on Climate Change

Die Bilder zeigen die Eröffnung der Conference on Climate Change 2018: Prof. Hansjörg Dittus eröffnet die Konferenz in der Flora in Köln; Stickstoffdioxid-Belastung über Europa: Die Aufnahme von Sentinel-5P zeigt die Stickstoffdioxid-Belastung über Europa am 22. November 2017, mit sehr hohen Werten über der Po-Ebene in Norditalien und über dem Westen Deutschlands. Luftverschmutzungen durch Stickstoffdioxid resultieren hauptsächlich aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in der Industrie und Abgasen aus dem Straßenverkehr. Das Bild deckt einen großen Teil Europas ab und zeigt damit die Schwadbreite des TROPOMI-Instruments von 2.600 Kilometer. Die Darstellung enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (2017), prozessiert durch KNMI/ESA.

Hersteller zeigen ihre Elektroflugzeuge auf der AERO

Schon einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der 26. internationalen Luftfahrtmesse AERO konnten wir am Dienstag Highlights in Augenschein nehmen. Gut zu sehen: In der Allgemeinen Luftfahrt kommt die Entwicklung von leisen und umweltfreundlichen Elektroflugzeugen immer rascher voran.

Die AERO 2018 ist von 18. bis 21. April wieder mit 630 Ausstellern aus 38 Ländern am Start: Als weitere fachliche Attraktion sind die Fachbesucher erstmals auf eine Flight Simulator Area für professionelles Pilotentraining eingeladen.

Schwerpunkte und Branchentrends

Bei der Internationalen Luftfahrtmesse stehen die unterschiedlichsten Luftfahrzeuge im Mittelpunkt: Von Ultraleicht-Flugzeugen, über Reiseflugzeuge, Hubschrauber bis hin zu Business-Jets landen die Luftfahrtgeräte am Bodensee. Im Flugangebot auch dabei sind unbemannte zivile Drohnen.

Einen ständig wachsenden Stellenwert nimmt auch die e-flight-expo rund ums Elektrische Fliegen ein. Mit Strom angetriebene Luftfahrzeuge werden bereits in Serie gebaut. Im Rahmen einer e-flight-Vorführung wurden am Dienstag einige Maschinen am Himmel über dem Flughafen und der Messe Friedrichshafen präsentiert, darunter die Weltpremiere eines Hybridflugzeugs.

Stromflugzeuge mehrerer Hersteller

Die Magnus Aircraft ‚eFusion‘ ist ein neues Propellerflugzeug aus Ungarn, das von einem Siemens-eAircraft-Elektromotor angetrieben und auch von Akkus des deutschen Elektrokonzerns gespeist wird. Mit der Maschine können zwei Piloten auf Reisen gehen, sie ist aber auch kunstflugtauglich. Wenige Tage vor Messebeginn wurde der Erstflug der ‚eFusion‘ von Siemens eAircraft und Magnus Aircraft mit dem brandneuen Siemens-Hybridantrieb absolviert, angetrieben aus einer Kombination von einem Elektro- und Smart-Ecofly-Dieselmotor. Das neue Hybrid-Flugzeug stand zum AERO-Auftakt als Weltpremiere im Fokus. Seine beiden rein elektrisch angetriebenen Schwestermaschinen wurden flüsterleise im Flug präsentiert.

Ebenfalls ein Elektroflugzeug ist die Antares 20E von Lange Aviation aus Deutschland. Sie zählt zu den Hochleistungs-Motorseglern. Der Elektromotor samt Propeller ist normalerweise im Rumpf versteckt und wird ausgeklappt, wenn die Thermik nicht ausreicht. Mit einer Spannweite von 20 Metern zeigt die Antares 20E hervorragende Segelflugleistungen.

Ein Elektromotor treibt auch die ultraleichte Skyleader 400 des tschechischen Flugzeugbauers Jihlavan Aeroplanes an. Der am Himmel über Friedrichshafen präsentierte zweisitzige Elektro-Tiefdecker kann bis über 200 km/h schnell fliegen.

Brennstoffzelle als Energielieferant

Auch die deutsche Firma Lange Research Aircraft GmbH stellt auf der AERO ein ungewöhnliches Elektroflugzeug vor, allerdings nicht im Flug, sondern am Boden. Abgeleitet aus einem Segelflugzeug hat die E2 gleich sechs Elektromotoren an Bord, die jeweils einen Propeller antreiben. Gespeist werden sie aus einer Brennstoffzelle. Die Maschine für den Forschungs- oder Überwachungseinsatz fliegt bemannt oder unbemannt und soll CO2-neutral bis zu 40 Stunden nonstop in der Luft bleiben können. Die neue Maschine soll im Sommer zum Erstflug abheben.

Die AERO startet ab morgen in Friedrichshafen und ist von Mittwoch, 18. April bis Freitag, 20. April täglich von 09:00 – 18:00 Uhr, am Samstag, 21. April von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

Etihad und Egyptair erweitern Codeshare

Etihad Airways und die ägyptische Fluggesellschaft EGYPTAIR wollen ihre erfolgreiche Codeshare-Partnerschaft für Fluggäste in Afrika, Nordasien und Australien erweitern. Die neuen Flüge sind ab sofort für Reisen ab dem 02. Mai 2018 buchbar.

Die erste Phase des Codeshare-Abkommens zwischen Etihad Airways, der nationalen Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, und EGYPTAIR begann im März 2017. Seither bieten beide ihre Flüge zwischen Abu Dhabi und Kairo auch unter dem Code der jeweils anderen Airline an. In der zweiten Phase bauen die Fluggesellschaften ihre Codeshare-Partnerschaft nun aus. Dazu fliegt EGYPTAIR unter dem „EY“-Code eine Reihe afrikanischer Destinationen wie Ndjamena in Tschad, Nairobi in Kenia, Khartoum im Sudan, Entebbe in Uganda und Johannesburg in Südafrika an. Sobald die behördliche Genehmigung erteilt ist, kommen auch Flüge nach Nigeria, Eritrea und Tansania über das Drehkreuz der Star Alliance Fluggesellschaft in Kairo hinzu. Beide Airlines haben modernste Flugzeuge wie den Dreamliner oder die neue CS300 von Bombardier in der Flotte.

Verflechtung der Streckennetze

„EGYPTAIR ist eine der ältesten und erfahrensten Fluggesellschaften in der Region mit einer starken Präsenz in Städten auf dem gesamten afrikanischen Kontinent“, sagt Peter Baumgartner, Chief Executive Officer von Etihad Airways. „Engere Codeshare-Beziehungen zwischen unseren beiden Fluggesellschaften bedeuten für die Gäste von Etihad Airways einen noch nie da gewesenen Zugang zu vielen neuen Zielen. Indem wir uns über Kairo mit dem afrikanischen Netzwerk von EGYPTAIR verbinden, können wir zudem unser Angebot in den von uns bereits bedienten Märkten, wie Kenia und Tansania, stärken.“ Etihad Airways will Flüge von Abu Dhabi nach Seoul, Brisbane, Melbourne und Sydney und – sobald die behördliche Genehmigung erteilt ist – Flüge nach China auch unter dem „MS“-Code von EGYPTAIR anbieten.

„Eine der strategischen Säulen von EGYPTAIR ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Partnern, um unsere Reichweite über unser Netzwerk hinaus auszubauen“, sagt Safwat Mussalam, Chairman und Chief Executive Officer von EGYPTAIR HOLDING. „Die Erweiterung der Zusammenarbeit zwischen EGYPTAIR und Etihad Airways bietet unseren Gästen Zugang zu großen Städten in Australien und Südkorea.“ Etihad Airways bedient seit 2004 die Strecke Abu Dhabi – Kairo und betreibt derzeit fünf tägliche Flüge zwischen den beiden Hauptstädten. EGYPTAIR führt bis zu drei Flüge täglich auf der Route durch.

DTM stellt klar: Entgelte nach Lärm, Zeit und Emission

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Der Dortmund Airport und hier direkt Flughafengeschäftsführer Udo Mager nimmt Bezug auf die Landtagsfraktion der Grünen vom 12. April 2018 mit dem Titel „Lärmabhängige Start- und Landeentgelte am Flughafen Dortmund“.

Udo Mager erläutert: „Der Flughafen Dortmund hat mit einer neuen Entgeltordnung, die seit dem 01. April 2018 in Kraft getreten ist und am 13. Februar 2018 von der Bezirksregierung Münster genehmigt wurde, die Start- und Landeentgelte nicht nur lärmabhängig, sondern zusätzlich zeitabhängig und emissionsbezogen gestaffelt. Nachdem in der bis zum 31. März 2018 geltenden Fassung der Entgeltordnung bereits durch die Differenzierung der Entgelte nach Flugzeugklassen ein erster Anreiz zur Lärmreduzierung enthalten war, geht der Dortmund Airport mit der Neufassung nun einen Schritt weiter.

Das neu eingeführte zeitabhängige Sonderentgelt greift bei Starts bzw. Landungen im Zeitraum von 22:00 bis 05:59 Uhr im Rahmen der gültigen Betriebsgenehmigung. Außerdem werden bei Luftfahrzeugen, die weniger Emissionen wie Stickoxide und Kohlenwasserstoff ausstoßen, geringere Kosten fällig. Bereits in der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2017 wurde angekündigt und beschlossen, dass eine schadstoffbezogene Entgeltregelung sowie Sonderentgelte für Flugbewegungen nach 22:00 Uhr Gegenstand der überarbeiteten Entgeltordnung mit Wirkung zum 01. April 2018 sein werden und somit eine wesentliche Neuerung im Vergleich zum bisherigen Regelwerk darstellen.

All diese Änderungen sind an der Landtagsfraktion der Grünen entweder vorbeigegangen oder bewusst von ihr ignoriert worden, wie die Pressemitteilung der Fraktion vom 12. April 2018 zeigt. Die darin enthaltenen Aussagen und Kritikpunkte fußen auf einer nicht mehr geltenden Entgeltordnung des Dortmunder Flughafens und entbehren somit der Aktualität. Das ist sehr bedauerlich, nicht zuletzt deshalb, weil eine Neufassung der Entgeltordnung unseres Flughafens im Zuge der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen am 10. Januar 2018 explizit angekündigt wurde.“ Die aktuelle Entgeltordnung ist beim Flughafen hier einsehbar.

Lärmschutz am Dortmund Airport

Durch das aktive Mitwirken in verschiedenen Gremien wie z.B. im Fachausschuss Umwelt der ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) wird ein fachlich hochqualitativer Austausch über aktuelle Verfahren und Möglichkeiten des Lärmschutzes gesichert. Bei der Lärmaktionsplanung der Stadt Dortmund spielt der Flughafen Dortmund aufgrund der im Vergleich zum Straßen- oder Schienenverkehr geringen Lärmbelastung und Lärmbelästigung eine untergeordnete Rolle.

Auch die festgelegten Grenzwerte des Fluglärmschutzgesetzes (tags: 65 db(A), nachts 55 dB(A)) werden nicht überschritten. Die gemessenen Schallemissionen der drei stationären Messstellen in der Nähe des Flughafens, von denen sich zwei unmittelbar unter An- und Abfluglinie befinden, werden zweimal jährlich der Fluglärmkommission, in der auch Vertreter der Kommunen sind, vorgestellt. Sie ergeben im Jahr 2017 die nachfolgenden gemittelten Äquivalenten Dauerschallpegel:

  • Unna-Massen: tagsüber 54,9 dB(A), nachts 34,7 dB(A)
  • Dortmund Aplerbeck: tagsüber 53,7 dB(A), nachts 33,1 dB(A)
  • Dortmund-Wickede tagsüber 50,1 dB(A), nachts 31,3 dB(A)

Das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm hat neben diesem Äquivalenten Dauerschallpegel als Mittelwert, auch ein sogenanntes NAT-Kriterium (Number above Threshold) vorgegeben. Es bezieht sich auf den maximalen Schalldruckpegel eines Lärmereignisses und definiert, wie häufig dieser Maximalpegel in der Nacht überschritten werden darf. Auch hier unterschreiten die am Dortmund Airport tatsächlich gemessenen Werte den im Gesetz vorgegebenen Wert von sechs Mal 72 dB(A) bei gekipptem Fenster deutlich.

Neben der objektiv messbaren Lärmbelastung, hat und wird der Dortmund Airport auch die subjektiv empfundene Lärmbelästigung seiner Nachbarn durch über gesetzliche Anforderungen hinausgehende, passive Schallschutzmaßnahmen wie den Einbau besonders gedämmter Fenster minimieren. Die Zahl der Fluglärmbeschwerden liegt seit langem auf einem niedrigen Niveau – ein Indiz dafür, dass die Lärmschutzmaßnahmen am Dortmund Airport erfolgreich wirken.

Boeing entlässt ersten 737 MAX Business Jet

Boeing hat den ersten Business Jet (BBJ) der Familie MAX zum finalen Ausstatten entlassen. Das Flugzeug hat in den letzten Wochen vom Rollout aus den Hallen auch den Erstflug samt Zulassungen durchlaufen. Aber das Flugzeug wird noch weiter ausgerüstet, auch mit einem Extratank für eine besondere Reichweite.

Damit soll der ersgte MAX-Business Jet, ein BBJ MAX 8, bis zu 6.640 Nautische Meilen (12.297 km) in Standardkonfiguration zurücklegen können. Das eröffnet für den Besitzer Strecken, die sonst nur von Großraumflugzeugen bedient werden könnnen. Dazu wird das Reisen durch einen höheren Kabinendruck angenehmer.

Weltweit zählt Boeing fast 20 Kunden für den BBJ MAX. Darunter sind alle drei Modelle vertreten: der BBJ MAX 7, BBJ MAX 8, und BBJ MAX 9. Das erste Flugzeug soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden. Neben den Boeing Business Jets, die auf der 737 MAX basieren, gibt es für das entsprechende Geld auch BBJ aus den Reihen Boeing 787 Dreamliner, 777 oder 747-8. Seit Einführung hat Boeing 258 Business Jets in den Büchern, von denen 233 ausgeliefert wurden.

Aerospace Summit: High-Tech-Branche vor Wandel

Die Aerospace-Industrie befindet sich in einem erheblichen Umbruch. Davon sind alle wesentlichen Bereiche betroffen: die Technologie und Innovation, die Kostenstrukturen der Anbieter, der gesellschaftliche Wandel und Anspruch der Kunden sowie die Perspektive der Mitarbeiter in den Unternehmen.

Franz-Josef Pohle, Geschäftsführer von maexpartners, sagte zum jetzt jährlich stattfindenen Munich Aerospace Summit. „Dieser exklusive Branchen-Gipfel soll einen intensiven Erfahrungsaustausch bieten, der dazu beiträgt, den ganzheitlichen Überblick in der Transformation der Luft- und Raumfahrt zu behalten und sich daran erfolgreich zu orientieren.“ Und das Angebot komme offensichtlich gut an.

Der Einladung von TUM International (Technische Universität München), dem Forschungs-, Entwicklungs- und Ausbildungszentrum Munich Aerospace und der Unternehmensberatung maexpartners zum ersten Munich Aerospace Summit am 11. April folgten rund 80 geladene Gäste aus Industrie, Wissenschaft und Beratung. Sie informierten sich und diskutierten mit hochkarätigen Referenten über die zu meisternden Herausforderungen. Diese sind Pohle zufolge beträchtlich.

Aeronautik vor Veränderungen

So müsse der Aerospace-Sektor die Zunahme des weltweiten Flugverkehrs, den Wunsch nach individuellem Luftverkehr und die steigenden Anforderungen an Logistik und Infrastruktur bewältigen. Zudem gelte es, diese Aspekte in Einklang mit der Umweltverträglichkeit, insbesondere der Reduzierung des CO2-Ausstoßes, der Stickstoff-Emissionen und des Fluglärms zu bringen. Dabei ginge es zum Beispiel um neue Antriebsformen und innovative Technologien. Zudem spiele die Digitalisierung in allen Bereichen eine herausragende Rolle.

Inhaltliche und strukturelle Änderungen sieht auch Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der nun 150 Jahre alten Technischen Universität München, als Erfolgsfaktor. Insofern ist auch die Forschung der Hochschule auf die aktuellen Herausforderungen ausgerichtet. Sie beschäftigt sich zum Beispiel mit Green Aerospace, Public Security, autonomen und integrierten Systemen. Dabei gelte es, gewohntes Denken zu überwinden und immer wieder auch Risiken einzugehen. Der Ludwig Bölkow Campus, auf dem die Veranstaltung stattfand, ist für Prof. Dr. Ing. Klaus Drechsler, Vorstand bei Munich Aerospace, der geeignete Ort dafür. Denn dieser sei ein internationaler Leuchtturm, der Besucher aus der ganzen Welt anlockt. Zudem gebe es hier eine Keimzelle für eine neue Denkweise.

SpaceX als Erfolgsbeispiel

Welche Faktoren für den Innovations-Erfolg von Aerospace-Unternehmen und auch bei der Lösung dieser Aufgaben entscheidend sind, berichtete Torsten Pilz, Vice President Operations/Supply Chain bei SpaceX. So seien Fertigungssysteme, eine agile Supply Chain und das Concurrent Engineering zielführend, aber nicht minder der Führungsstil in einem Unternehmen maßgeblich. Insbesondere komme es auf die Werte und die Kultur an. Bei SpaceX stehe zum Beispiel das Erreichen der Mission im Vordergrund, die Menschheit zu einer interplanetarischen Spezies zu machen.

Die Entwicklung des 2002 und damit vor dem Automobilkonzern Tesla von Elon Musk gegründeten Unternehmens sprechen Pilz zufolge für sich. So hat SpaceX mit heute etwa 6.000 Mitarbeitern inzwischen 51 Weltraum-Missionen erfolgreich abgeschlossen. Davon sind 23 Booster der „Falcon 9“-Rakete erfolgreich gelandet worden und elf bereits mindestens einmal wiederverwendet worden. Mit der „Falcon Heavy“ habe man die mit einem Faktor 2 gegenwärtig stärkste operative Rakete präsentiert. Ein wichtiges Ziel sei die Wiederverwendbarkeit. So erwartet SpaceX, dass die „Falcon 9“-Rakete ohne Überholung bis zu zehnmal wiederverwendet werden kann und zukünftig mit moderater Aufbereitung für 100 Flüge zur Verfügung steht. Im Jahr 2022 werde es zum ersten Mal die Gelegenheit geben, einen Frachttransport zum Mars zu starten. SpaceX werde dazu die nächste Raketengeneration „BFR“ vorstellen. Zwei Jahre später könnte die erste bemannte Rakete die Reise zu diesem Planeten aufnehmen.

Gesellschaftliche Aufgaben als Treiber der Entwicklung

„Die Luftfahrt weckt mehr als jede andere Branche die Faszination der Menschen“, betonte auch Univ.-Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung und Inhaberin der Lehrstuhls Innovations- und Technologie-Management (iTM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Doch zugleich gebe es durchaus kritische Stimmen in der Gesellschaft, etwa was ökologische Aspekte betrifft.

Insofern sei ein neuer Fokus bei der Aviation-Innovation gefragt, der die Herausforderungen der Welt, wie das Klima, die Urbanisierung und alternde Gesellschaft berücksichtigt. Während früher das Streben nach Kapazität und Reichweite vorherrschte, gelte es heute, Lösungen für die Bereiche Security, CO2-Reduktion und Autonomes Fliegen zu finden. Die Wissenschaftlerin hält dabei einen neuen Ansatz für erforderlich, nachdem sich Innovation an der Mission und nicht nur der technologischen Entwicklung orientiert. „Dabei sehe ich Start-ups als klare Ideengeber und empfehle ihnen eine Zusammenarbeit mit den großen Unternehmen der Branche.“

Die Lösung gesellschaftlicher Aufgaben sieht auch Prof. Dr. Mirko Hornung, Vorstand Wissenschaft und Technik beim Bauhaus Luftfahrt, als wesentlichen Treiber. So erforderten beispielsweise die Urbanisierung sowie die wachsende Bevölkerung und Wirtschaftsleistung neue Ansätze. Etwa den Luftverkehr on-demand, bei dem Passagiere unabhängig von der Airline das nächstverfügbare Flugzeug nehmen. Da dann weniger Maschinen nötig werden, könne das eine Kostenreduzierung von 15 bis 25 Prozent bewirken. Bei der Lösung von Umweltproblemen wie Lärm und Verschmutzung sieht Hornung große Potenziale in der Elektrifizierung und Hybridisierung. Darüber hinaus könne eine verbesserte innerstädtische Mobilität den Flugzeugbetrieb unterstützen. Mit deren Verkauf könnten neue Geschäfte entstehen und generiert werden.

Um neue Strategien ging es auch in drei interaktiven Breakout Sessions, in denen die Summit-Teilnehmer gemeinsam weitere Ideen entwickelten und diskutierten. Dr. Lars Schwabe, Associate Director bei Lufthansa Industry Solutions, führte durch das Thema „Artificial Intelligence und Blockchain als Enabler für neue Geschäftsmodelle“. In einer zweiten Session moderierte Thorsten Gröne, Managing Director & Co-Founder von Cevotec, das Thema „Neue Technologien für effiziente CFK-Fertigung in der Luftfahrt – Herausforderungen & Chancen für Start-ups“. Und in einer dritten parallel laufenden Runde drehte sich alles um „Neue Formen der Organisation als Rückgrat des Wandels“, geleitet von Michel Zarka, CEO bei Theano, einer französischen Beratungsgesellschaft, die eng mit dem Mitveranstalter maexpartners kooperiert.

Herausforderungen für Airbus und SpaceX

Welchen Weg zwei erfolgreiche Unternehmen einschlagen, erfuhren die Gäste bei einem weiteren Highlight des Munich Aerospace Summit: Beim abendlichen Kamingespräch diskutierten Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, und SpaceX-Vice President Torsten Pilz. Sie vertraten mit Bravour Airbus-Chef Dr. Tom Enders und die bayerische Staatsministerin Ilse Aigner, die beide kurzfristig absagen mussten.

Hoke sieht die digitale Transformation als eine große Herausforderung, die nicht unbedingt in der DNA seines Unternehmens liegt und weiterhin viel Überzeugungsarbeit erfordert. Bei SpaceX haben Pilz zufolge die überwiegend jungen Mitarbeiter eine durchgehend digitale Affinität. Hier gehe es vor allem um Agilität, Schnelligkeit, neue Ansätze für Problemlösungen, Risikobereitschaft und bei dem kontinuierlichen Wachstum um das Aufrechterhalten dieser Firmenkultur.

Talente in Kalifornien

Beide Unternehmen stehen vor der großen Aufgabe der Industrialisierung von kleineren Kommunikations-Satelliten in hoher Stückzahl. Während Airbus davon in einer ersten Tranche 900 herstellen und ins All senden wolle, seien das bei SpaceX deutlich mehr in den nächsten Jahren. Diese sollen eine neue Generation für den Datenempfang und damit den Aufbau eines Breitbandnetzes ermöglichen. „Eine neue spannende Zeit der Raumfahrt steht bevor, auf die ich mich sehr freue“, betont Pilz.

Für den Erfolg der beiden Unternehmen wichtig sei auch die erfolgreiche Rekrutierung von Talenten. Für Airbus Defence and Space ist Hoke zufolge dafür der Standort München von großer Bedeutung. Für SpaceX sei Kalifornien der Talent-Pool schlechthin. Gleichwohl kann sich Pilz vorstellen, Teams im Bereich Supply Chain auch in Europa und eventuell in Deutschland aufzubauen.

Munich Aerospace Award geht an Rainer Matthias Rieck Passend zu diesen Überlegungen ist die Preisverleihung des von maexpartners gestifteten und mit 10.000 Euro dotierten Munich Aerospace Award. Rainer Matthias Rieck erhält den Preis für seine anwendungsorientierte Dissertation mit dem Titel „Diskrete Steuerungen und Nebenbedingungen in Optimalsteuerungsproblemen“. In seiner mit Auszeichnung abgeschlossenen Doktorarbeit präsentiert der junge Wissenschaftler hocheffizient gestaltete Algorithmen und ein exzellentes Software-Engineering. Für maexpartners-Geschäftsführer Pohle „gehen von dieser Arbeit genauso wichtige Impulse aus wie von den Beiträgen des ersten Munich Aerospace Summit für die Luft- und Raumfahrt“.

Auf den Fotos

Franz-Josef Pohle, Geschäftsführer von maexpartners, eröffnet den ersten Munich Aerospace Summit; Torsten Pilz, Vice President Operations/Supply Chain bei SpaceX, und Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, diskutieren in einem von Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, moderierten Kamingespräch (v.l.n.r.); Rainer Matthias Rieck nimmt den von maexpartners gestifteten und mit 10.000 Euro dotierten ersten Munich Aerospace Award von Prof. Dr.-Ing. Klaus Drechsler, Vorstand Munich Aerospace, maexpartners-Geschäftsführer Franz-Josef Pohle und Prof. Dr.-Ing. Günther W. Hein, Vorstand Munich Aerospace (v.l.n.r.) entgegen.

Auswuchttechnik: Messung braucht Normierung

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Der SmartBalancer ist ein handliches Betriebsauswuchtgerät, mit dem sich Rotoren jeder Gewichtsklasse und Größe mit Drehzahlen von 100 bis 60.000 pro Minute im eingebauten Zustand analysieren und – falls nötig – auswuchten lassen.

Anwendern des SmartBalancers bietet Schenck RoTec ab sofort die Möglichkeit, ihr Gerät im Prüflabor für Auswuchttechnik (PFA) in Darmstadt mittels eines modernen Kalibriersystems prüfen zu lassen. Durch eine Laborprüfung nach Level A wird die Rückführbarkeit und Normenkonformität der Messergebnisse sichergestellt. Dies wird – nach Auswertung durch die PFA-Leitung – anhand eines normgerechten Ergebnisberichts nach DIN EN ISO/ IEC 17025 dokumentiert.

Die Qualitätssicherung des PFA erfolgt von 5 Hz bis 1.000 Hz und deckt den Frequenzbereich der DIN ISO 10816 ab. Ergänzend dazu kann das Prüfspektrum auf die Frequenzbereiche langsam und schnell laufender Maschinen (2Hz bis 5kHz) erweitert werden. Mit dem Check-up des SmartBalancers im PFA von Schenck RoTec sichern Anwender des Schwingungsanalysegeräts die Qualität der Produkte und der Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens. Sie vermeiden damit fehlerhafte Messungen, die in letzter Konsequenz zu einer Reduzierung der Lebensdauer ihrer Maschinen führen.

Verlässlichkeit von Daten

Die messtechnische Rückführbarkeit ermöglicht eine internationale Vergleichbarkeit und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von Vertrauen in die Gültigkeit der Messergebnisse. Durch die Prüfung im PFA wird der SmartBalancer zum verlässlichen Partner der MRO-Techniker bei der Instandhaltung ihrer Maschinen und Anlagen.

Der SmartBalancer von Schenck RoTec ist ein messtechnischer Allrounder mit vielen Talenten. Ohne Demontage lassen sich damit sämtliche Rotortypen jeder Gewichtsklasse und Dimension mit Drehzahlen von 100 bis 60.000 pro Minute in ein oder zwei Ebenen auswuchten. Als schlankes System ist er funktionell und bedientechnisch auf die praktischen Anforderungen des Betriebsauswuchtens zugeschnitten. Auf den Bildern: Der SmartBalancer ist ein Betriebsauswuchtgerät, mit dem sich Rotoren im eingebauten Zustand analysieren und auswuchten lassen. Um sicherzustellen, dass dessen Messergebnisse zuverlässig und nachweisbar sind, sollte das Diagnosesystem regelmäßig und rückführbar im Prüflabor für Auswuchttechnik von Schenck RoTec geprüft werden.

Dr. von Hoensbroech rückt an Spitze von AUA

Dr. Alexis von Hoensbroech (47) soll ab 01. August 2018 neuer CEO und Vorstandsvorsitzender von Austrian Airlines werden. Er ist damit designierter Nachfolger von Kay Kratky (59), der das Unternehmen mit dem Erreichen des sechzigsten Lebensjahres verlassen wird.

Der Aufsichtsrat von Austrian Airlines wird mit diesem Vorschlag auf seiner nächsten Sitzung befasst. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Aufsichtsrat von Lufthansa Cargo übernimmt Dorothea von Boxberg (44), derzeit Head of Global Sales Management bei Lufthansa Cargo, zum 01. August 2018 die Position des Chief Commercial Officers im Vorstand von Lufthansa Cargo. Dr. Alexis von Hoensbroech, derzeit Chief Commercial Officer bei Lufthansa Cargo, soll Austrian Airlines in die nächste Phase zu führen und als profitablen Premium-Carrier im hart umkämpften österreichischen Markt etablieren.

Andreas Hagenbring (39), derzeit Leiter Investor Relations Lufthansa Group, zieht zum 01. Juli 2018 in die Geschäftsführung der Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH ein. Dennis Weber (39), derzeit Leiter Investor Relations Hugo Boss AG, verantwortet ab 01. Juli 2018 Investor Relations der Lufthansa Group.

Airbus A320 für Laudamotion ab PAD

Die österreichische Airline Laudamotion hebt künftig auch am Flughafen Paderborn/Lippstadt ab. Vom 23. Juni an startet die neue Fluggesellschaft im Sommerflugplan täglich nach Palma de Mallorca. Zum Einsatz kommen Flugzeuge vom Typ Airbus A320.

„Nach der schwierigen Marktsituation im Nachgang des Marktaustritts der Airberlin sind wir sehr froh, mit der Airline Laudamotion nun rechtzeitig zur Sommerreisezeit einen weiteren Anbieter für die sehr nachgefragte Destination Palma de Mallorca am Standort zu haben“, sagt Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH.

Zusammen mit den Flügen von Eurowings und Small Planet Airlines steht die beliebte Baleareninsel ab Juni mit wöchentlich 22 Flügen im Programm (hier die PAD-Ziele im Sommer). Insgesamt werden im Sommerflugplan 12 Urlaubsziele in Spanien, der Türkei, Griechenland, sowie Bulgarien und Ägypten angeflogen. Hinzu kommen die beiden Drehkreuze Frankfurt und München

Hauptversammlung von Airbus berief Manager

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Die Aktionäre von Airbus SE billigten auf der Hauptversammlung 2018 alle vorgelegten Beschlüsse, darunter auch die Berufung von drei neuen unabhängigen Non-Executive Directors als Nachfolger langjähriger Mitglieder des Board of Directors, deren Amtszeit mit der Hauptversammlung endete.

So tritt Victor Chu für eine Amtszeit von drei Jahren in das Airbus Board of Directors ein. Herr Chu, der als Chairman und Chief Executive Officer die in Hongkong ansässige First Eastern Investment Group leitet und Mitglied des Board of Directors der China Merchants China Direct Investments Ltd. ist, ersetzt Sir John Parker. Sir John, war mehr als ein Jahrzehnt Mitglied des Boards.

In einem Board-Meeting nach der Hauptversammlung wurde Amparo Moraleda als Nachfolgerin von Sir John Parker zur Vorsitzenden des Vergütungs-, Nominierungs- und Governance-Ausschusses ernannt. Als Mitglieder in diesen Ausschuss berufen wurden Jean-Pierre Clamadieu sowie Non-Executive Director Claudia Nemat, die dafür ihren Sitz im Audit-Ausschuss zur Verfügung stellte. Victor Chu und René Obermann wurden in den Audit-Ausschuss berufen.

Jean-Pierre Clamadieu ist Chief Executive Officer und Mitglied des Board of Directors der Solvay SA sowie Mitglied des Board of Directors der AXA SA und tritt im Airbus-Board die Nachfolge von Jean-Claude Trichet an.

René Obermann ist Managing Director von Warburg Pincus, Mitglied des Board of Directors von Telenor sowie Mitglied des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG und ersetzt Hans-Peter Keitel.

Beschlossen wurde von der Hauptversammlung außerdem die Verlängerung der Amtszeit von María Amparo Moraleda Martínez als Non-Executive Director um drei Jahre. Die Mandate der übrigen Board-Mitglieder waren nicht Gegenstand einer Entscheidung der diesjährigen Hauptversammlung. Die vorgeschlagene Dividende für 2017 in Höhe von 1,50 Euro je Aktie wurde von der Hauptversammlung ebenfalls genehmigt. Dies entspricht einer Steigerung um elf Prozent gegenüber 2016.

Blick voraus für neue Azubis am MUC

Ausbildungsstart ist zwar erst im September, doch die künftigen Azubis und dualen Studenten der Flughafen München GmbH (FMG) konnten schon vorab einen Blick hinter die Kulissen des Airports werfen UND erkundeten schom mal ihren späteren Arbeitsplatz.

Insgesamt 51 neue Auszubildende und dual Studierende starten im Herbst bei der FMG-Mutter, im gesamten Konzern sind es rund 100 Nachwuchskräfte. Zum Schnuppernachmittag begrüßten Flughafen-Chef Dr. Michael Kerkloh und das Ausbildungsteam 132 künftige Mitarbeiter und Eltern am Münchner Airport.

Emden: EDWE unter DFS-Aufsicht

Die DFS Aviation Services hat einen neuen Kunden hinzugewonnen: Vom 01. Oktober an wird das DFS-Tochterunternehmen am Verkehrslandeplatz Emden die Flugplatz-Fluginformationsdienste (Aerodrome Flight Information Services, kurz AFIS) erbringen.

Über AFIS erhalten die Piloten aus dem Tower neben meteorologischen Informationen Hinweise zu Navigationshilfen oder zu möglichen Einschränkungen am Flughafen. Damit soll auch an kleineren Flughäfen, an denen der Verkehr nicht durch Fluglotsen kontrolliert wird, die Sicherung des Flugbetriebs klar und einheitlich geregelt sein.

Sicht- und IFR-Flüge bis 14 Tonnen

Der Flugplatz Emden, im Nordwesten Deutschlands in Nähe der niederländischen Grenze gelegen, ist für Flugzeuge bis 14 Tonnen zugelassen und verfügt über eine 1.300 Meter lange Start- und Landebahn. Er ist für Instrumentenflugbetrieb ausgerüstet, es finden dort aber auch viele Sichtflüge statt. Einen großen Teil des Verkehrs machen Helikopter aus, die die nahegelegenen Windparks in der Nordsee anfliegen und deren Anteil stark zugenommen hat. Insgesamt wurden 2017 in Emden rund 16.000 Starts und Landungen gezählt, davon waren rund 80 Prozent gewerbliche Flüge.

Wegen dieser Mischung aus Instrumenten- und Sichtflügen ist der Flugplatz Emden verpflichtet, durchgehende AFIS-Dienste anzubieten. „Wir freuen uns, mit der DFS Aviation Services einen erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben, mit dem wir gerade unseren gewerblichen Schwerpunkt sowie die zukünftigen Herausforderungen professionell bedienen und angehen können“, sagt Olaf Schmidt, Geschäftsführer der Flugplatz Emden GmbH.

Stellen zu besetzen

Um Fluginformationsdienste an einem Flugplatz anbieten zu dürfen, ist eine entsprechende Zertifizierung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung erforderlich. Die DFS Aviation Services GmbH hat den Zertifizierungsprozess in die Wege geleitet und wird die erforderlichen Zertifikate zeitnah erwerben. Vom Herbst an wird sie dann die Dienste mithilfe eines qualifizierten Teams aus bestehendem Personal der Flugplatz Emden GmbH sowie eigenen Experten bereitstellen. Entsprechende Stellen sind bereits auf der Karriereseite der DFS Aviation Services ausgeschrieben.

Musterwechsel auf H145 und Start mit ARBÖ

Die ARA Flugrettung stellte nun an ihrer Station in Reutte den neuen Notarzthubschrauber „RK-2“ vor. Die hochmoderne und leistungsfähige H145 ist die erste ihres Typs, die in Österreich in Dienst geht und stellt damit einen Generationswechsel in der Flugrettung des Landes dar.

Der Automobilklub ARBÖ und die ARA Flugrettung präsentierten zudem offiziell ihre schon angekündigte Zusammenarbeit im Rettungswesen. Für Geschäftsführer Dr. Peter Huber macht die ARA Flugrettung mit der Indienststellung der H145 in Reutte einen Schritt in die Zukunft: „Mit dem jetzt vollzogenen Musterwechsel können die Besatzungen künftig ein noch größeres Einsatzspektrum abdecken. Vor allem im Bereich der dringenden Intensivtransporte zwischen Kliniken eröffnen sich eine Reihe neuer Möglichkeiten. Denn jetzt kann fallabhängig hochspezialisierte Ausrüstung, z. B. ein Inkubator oder eine mobile Herz-Lungen-Maschine, zugeladen werden. Zudem bietet der Hubschrauber Platz für die Begleitung durch zusätzliches medizinisches Fachpersonal, beispielsweise einen Kinderarzt. Ein zentraler Fortschritt ist auch, dass der neue Hubschrauber voll nachtflugtauglich ist.“

Dreamliner-Triebwerke Trent 1000 müssen zur Inspektion

Das Triebwerk Trent 1000 von Rolls-Royce für den Dreamliner erfordert besondere Dringlichkeit zur Inspektion. Dies geht aus dem Finanzbericht für 2017 des Herstellers hervor. Dabei geht es um die Verdichterstufen des Musters Trent 1000 Package C. Auch Boeing äußerte sich nun zu dem Umstand.

Rolls-Royce hat mitgeteilt, es wolle zusätzliche Inspektionen an dem Triebwerk durchführen. Die höhere Frequenz an Untersuchungen sei eine Folge neuer Erkenntnisse über die Lebensdauer des Kompressors Package C am Flugzeugtriebwerk Trent 1000. Rolls-Royce habe schon früher in diesem Jahr darauf hingewiesen. Die Fluggesellschaften werden über Service und Betriebsanweisungen darüber informiert, es bedeute aber bedauerlicherweise Umständen für die Betreiber.

Verdichterschaufeln überprüfen

Mit dem Package C beschäftigt sich eine Airworthiness Directive der EASA. Darin heißt es, dass nach gewissen Flugzyklen die Schaufeln eines mittleren Verdichters überprüft werden müssen. Wenn dann eine Beeinträchtigung bei der Stabilität gefunden wird, muss sie ausgetauscht werden. Vom Triebwerk Trent 1000 Package C sind zur Zeit 380 Einheiten im Flugbetrieb. Die Muster Package B und Trent 1000 TEN seien dagegen nicht betroffen.

Für Rolls-Royce werden höhere Ausgaben im Finanzzeitraum (Free Cash Flow 2018) anfallen. Das Unternehmen will die Kosten aber eingrenzen. Boeing teilte mit, dass etwa ein Viertel aller 787 Dreamliner von dem betroffenen Rolls-Royce-Triebwerk angetrieben werden. Die 787 aus der derzeitigen Produktion mit Trent 1000 Package B, Trent 1000 TEN oder GEnx-1B als Antrieb sind nicht beeinträchtigt.

Elektrosatellit SES-12 trifft in Florida ein

Der von Airbus für SES gebaute vollelektrische Telekommunikationssatellit SES-12 ist von Airbus Defence and Space in Toulouse, Frankreich, nach Cape Canaveral, Florida, transportiert worden.

SES-12 verfügt über insgesamt 76 aktive Transponder im Ku- und Ka-Band und ist mit acht Antennen ausgestattet. Er hat eine Startmasse von 5.400 Kilogramm und eine elektrische Leistung von 19 Kilowatt. Der Satellit wird in einem geostationären Orbit auf 95° Ost positioniert und ist auf eine Betriebsdauer von mehr als 15 Jahren ausgelegt. Die Telekommunikationsnutzlast umfasst modernste Lösungen, darunter mit einem digitalen Signalprozessor verbundene Multi-Beam-Antennen, die eine vollkommen flexible Zuweisung einer Vielzahl von Basis-Spektralkanälen zu verschiedenen Beams ermöglicht.

Zwei in Einem

SES-12 ist der größte und leistungsstärkste vollelektrische Satellit, der jemals gebaut wurde. Er basiert auf der extrem zuverlässigen Eurostar-Plattform in der Version E3000e. Diese Version nutzt nach dem Aussetzen im All allein elektrische Antriebe zur Positionierung im Orbit (Electric Orbit Raising – EOR). Durch diese gewichtssparende Antriebstechnologie kann SES-12 gleich zwei hoch leistungsstarke Missionen transportieren, die der Nutzlast von zwei konventionellen Satelliten entsprechen.

Zur Erfüllung seiner Doppelmission und unterschiedlichster Konnektivitäts-Anforderungen bietet SES-12 sowohl Wide-Beam-Abdeckung als auch Spotbeam-Ausleuchtung mit hohen Übertragungsraten (High Throughput). Der Satellit soll Ersatz- und Zusatzkapazität für Daten-, Mobilitäts-, Regierungs- und Videoanwendungen im asiatisch-pazifischen Raum bereitstellen.