Ryanair nimmt ver.di als Gewerkschaft

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Die Fluggesellschaft Ryanair erkennt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di als gewerkschaftliche Vertretung ihrer in Deutschland beschäftigten Flugbegleiter an. Ein entsprechendes Angebot habe das Unternehmen in der letzten Woche vorgelegt.

„Wir begrüßen diesen ersten Schritt in Richtung Tarifverhandlungen“, betont ver.di-Bundesvorstandmitglied Christine Behle. „Eine Reform der Arbeitsbedingungen für die in Deutschland bei Ryanair eingesetzten Kabinenbeschäftigten ist dringend notwendig.“ Ryanair hatte Gespräche über die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter stets abgelehnt und erst letzten Dezember zum ersten Mal in der Firmengeschichte Gewerkschaften anerkennen zu wollen. Auch die immer wieder branchen-internen Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit waren aktiv geworden, bis hin zu den ersten Streiks bei Ryanair. Doch nun hat Ryanair angekündigt, mit einer anderen Gewerkschaft zusammenarbeiten zu wollen.

ver.di organisiert die Kabinenbeschäftigten bei Ryanair sowie bei anderen Low Cost Airlines in Deutschland. In enger Zusammenarbeit mit der Internationalen Transportarbeiter Föderation (ITF) und den europäischen Partnergewerkschaften in mehr als zehn Ländern fordert ver.di von Ryanair Tarifverhandlungen für alle Beschäftigtengruppen unabhängig von ihrem Vertragsstatus unter Anerkennung von nationalem Recht. Das nächste Treffen zwischen Ryanair und ver.di-Vertretern ist für Mitte Mai angesetzt.

Thomas Zimmermann
Thomas Zimmermann
Thomas Zimmermann ist Redaktionsleiter bei Luftfahrtmagazin.de und erfahrener Fachjournalist im Bereich Luftfahrt mit 15 Jahren Erfahrung und einem tiefen Wissen und großer Leidenschaft für Luftfahrtdesign, nachhaltige Innovationen und Luftverkehrspolitik. Mit einem klaren Blick für Fakten, berichtet er seit Jahren fundiert und prägnant über die Entwicklungen am Himmel.

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