Airbus lässt Pseudo-Satelliten Zephyr auf über 60.000 Fuß steigen

Airbus Defence and Space hat den erfolgreichen Erstflug des Airbus Zephyr High Altitude Pseudo-Satellite (HAPS) verkündet. Der Flug, der von einem Team aus Ingenieuren vom Advanced Science and Technology (EIAST)-Institut aus den Emiraten und dem Airbus Zephyr Programm vorbereitet wurde, führte das Flugzeug in die bis dahin in Dubai unerreichte Höhe von 61.969 ft (ca. 18,5 km).

Zudem war es der bisher längste Flug in den UAE und dauerte einen kompletten Tag-Nachtzyklus. Laut Chris Kelleher, Technical Director für das Airbus HAPS-Programm, arbeiteten alle Systeme im Temperaturbereich von +40 °C bis -80 °C normal. Der Flug mit dem neueartigen Flugzeug wurde von der zivilen Luftfahrtbehörde in Dubai, der Dubai Civil Aviation Authority (DCAA), genehmigt, und in dem Luftraum bei einem der drei meistgenutzten Flughäfen der Welt bewältigt.

Damit flog der Zephyr in einem der dichtesten Lufträume der Welt und es konnten wertvolle Erfahrungen für die Zulassung und Implementierung zum Einsatz von UAV gewonnen werden. Mit Zephyr wurde zum ersten mal überhaupt gezeigt, dass derartige Operationen im zivilen Umfeld durchgeführt werden können. Die VAE nehmen damit auf diesem Gebiet eine Führungsposition ein.

In Zukunft können HAPS eine wichtige Rolle für zivile Aufgaben der Behörden spielen, etwa zur Umweltüberwachung oder dem Katastrophenschutz. Mit der zivilbehördlichen Genehmigung des Zephyr-Fluges kommen UAV dem realen Einsatz näher.