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Hannover: HAJ sperrt Südbahn bis Ende September

Umfangreiche Baumaßnahmen erfordern eine Sperrung der Südbahn am Hannover Airport vom Mai bis zum September 2018. Die Südbahn durchläuft in diesen Monaten notwendige Grunderneuerungen.

Die Bauarbeiten umfassen unter anderem eine Erneuerung des Westkopfes der Südbahn sowie der Taxiways Bravo und Delta. Darüber hinaus werden in diesem Bereich die Markierung, Befeuerung, Beschilderung und Entwässerung angepasst.

Sperrung der Südbahn

  • Von Mittwoch, 02. Mai 2018
  • bis Freitag, 28. September 2018.

Die regelmäßig erforderlichen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten wie Fugenerneuerung und Entfernung des Gummiabriebs werden während der Sperrung ebenfalls durchgeführt. Der gesamte Flugverkehr wird während der Sperrung ausschließlich über die Nordbahn abgewickelt. Die Flughafengesellschaft bittet die dortigen Anwohner um Verständnis für diese erforderlichen Arbeiten und die sich daraus ergebende höhere Anzahl von Flugbewegungen.

Q1 bei Airbus: GTF-Probleme bremsen Wachstum aus

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Airbus SE hat die konsolidierten Ergebnisse für das erste Quartal 2018 veröffentlicht und die Prognose für das Gesamtjahr 2018 bestätigt. In den Ergebnissen des ersten Quartals machen sich die Lieferengpässe bei A320neo-Triebwerken und der nach hinten verschobene Auslieferungsplan bemerkbar.

„Auf diese Effekte hatten wir bereits bei der Veröffentlichung der Jahresendergebnisse hingewiesen. Sie kommen in den Geschäftszahlen klar zum Ausdruck“, sagte Tom Enders, Chief Executive Officer von Airbus. „Diese Situation stellt uns alle vor Herausforderungen. Angesichts positiver Einschätzungen der Triebwerkslieferanten und ihrer Fähigkeit, Zusagen einzuhalten, können wir unsere Jahresprognose jedoch bestätigen. Damit bleibt noch viel zu tun, um das Ziel von rund 800 Auslieferungen bei Verkehrsflugzeugen zu erreichen.“

Airbus verbuchte 45 Nettobestellungen für Zivilflugzeuge (Q1 2017: sechs Flugzeuge) und 68 Bruttobestellungen, darunter 20 A380 für die Fluggesellschaft Emirates. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. März 2018 auf 7.189 Flugzeuge. Die Nettobestellungen bei Hubschraubern stiegen auf 104 Maschinen (Q1 2017: 60 Maschinen), darunter zehn H160 und 51 weitere Lakota UH-72A für die US-Streitkräfte, die den Auftragsbestand in diesem Programm auf über 450 Hubschrauber erhöhen. Airbus Defence and Space konnte eine weitere Bestellung für die A330 MRTT verbuchen, resultierend aus der Beteiligung Belgiens an der multinationalen europäischen NATO-Tankerflotte.

Auslieferungen rückläufig

Der Konzernumsatz belief sich auf 10,1 Mrd. Euro (Q1 2017: 11,4 Mrd. Euro1). Dies ist vor allem auf einen Rückgang der Auslieferungen bei Verkehrsflugzeugen und Hubschraubern zurückzuführen. Insgesamt wurden 121 Verkehrsflugzeuge (Q1 2017: 136 Flugzeuge) ausgeliefert, darunter 95 aus der A320-Familie, acht A330, 17 A350 XWB und eine A380. Airbus Helicopters lieferte 52 Hubschrauber aus (Q1 2017: 78 Hubschrauber). Der Umsatz der Division spiegelt auch die Entkonsolidierung des Servicegeschäfts von Vector Aerospace im späteren Jahresverlauf 2017 wider. Bei Airbus Defence and Space lag der Umsatz leicht unter Vorjahresniveau, bedingt durch den veränderten Konsolidierungskreis in Folge des Verkaufs des Verteidigungselektronik-Geschäfts im Februar 2017.

Das konsolidierte bereinigte EBIT belief sich auf 14 Mio. Euro (Q1 2017: -19 Mio. Euro1). Es handelt sich hierbei um eine alternative Finanzkennzahl und einen Schlüsselindikator zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung wesentlicher Aufwendungen oder Erträge aus Rückstellungsveränderungen für Programme, Restrukturierung oder Währungsschwankungen sowie Veräußerungsgewinnen/-verlusten aus dem Verkauf oder Erwerb von Unternehmen.

Das bereinigte EBIT von Airbus in Höhe von -41 Mio. Euro (Q1 2017: -103 Mio. Euro1) spiegelt vor allem die nach hinten verschobene Auslieferungsplanung wider, die durch Verbesserungen sowohl bei Stückkosten als auch beim Preis bei der A350 kompensiert wurde.

A320neo: Auslieferungen im Verzug

Im A320neo-Programm lieferte der Hersteller Pratt & Whitney erste neue Triebwerke mit so genanntem „Knife Edge Seal Fix“, sodass die Auslieferung von Maschinen mit GTF-Triebwerken wieder aufgenommen werden konnte. Airbus arbeitet zudem eng mit CFM International, dem zweiten Triebwerkslieferanten für die A320neo, daran, die Produktionsrückstände aufzuholen. Mit Blick auf die große Nachfrage nach der A320neo und den robusten Auftragsbestand prüft Airbus im Rahmen einer Machbarkeitsstudie in der Lieferkette die Möglichkeit höherer Fertigungsraten.

Airbus und seine Triebwerkshersteller sind entschlossen, das Auslieferungsziel für 2018 von rund 800 Verkehrsflugzeugen einzuhalten. Damit bleibt für die zweite Jahreshälfte 2018 viel zu tun. Im A330-Programm geht die Umstellung auf die NEO-Version weiter. Die erste Auslieferung ist für diesen Sommer geplant. Basierend auf der aktuellen Programmbewertung beschloss Airbus, die Auslieferungen für die A330 2019 auf rund 50 Maschinen pro Jahr zu senken.

Der Produktionshochlauf im A350-Programm schreitet zügig voran, um die angestrebte Produktionsrate von zehn Flugzeugen pro Monat bis Jahresende zu erreichen. Schwerpunkt bleibt die weitere Annäherung der laufenden Kosten an die Zielvorgaben. Die erste A350-1000 wurde im ersten Quartal ausgeliefert; im April folgte der Erstflug der A350-900 ULR (Ultra Long Range).

Airbus Helicopters verzeichnete ein stabiles bereinigtes EBIT von -3 Mio. Euro (Q1 2017: -6 Mio. Euro1), gestützt durch Transformationsmaßnahmen, mit denen die schwache Marktentwicklung kompensiert wurde.

Das bereinigte EBIT von Airbus Defence and Space blieb mit 112 Mio. Euro (Q1 2017: 118 Mio. Euro1) weitgehend stabil. Im ersten Quartal wurden vier A400M ausgeliefert. Das A400M-Erstkundenprogramm ist nun auf acht Maschinen pro Jahr ab 2020 festgelegt. Schwerpunkte sind nun die Sicherung von Exportaufträgen, die Bereitstellung militärischer Fähigkeiten, der neue Auslieferungsplan und die mit den Kundennationen vereinbarte Nachrüstung der in Dienst stehenden Maschinen. Nach Unterzeichnung der Absichtserklärung mit den Kunden im Februar 2018 zählen die abschließende Anpassung des A400M-Vertrags und die Einhaltung der Lieferverpflichtungen zu den wichtigsten Zielen dieses Jahres

Die konsolidierten Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 616 Mio. Euro (Q1 2017: 548 Mio. Euro). Das konsolidierte berichtete EBIT von 199 Mio. Euro (Q1 2017: 575 Mio. Euro1) enthielt positive Nettoanpassungen in Höhe von 185 Mio. Euro. Diese beinhalten:

  • Einen Nettoveräußerungsgewinn von 159 Mio. Euro aus dem Verkauf von Plant Holdings, Inc., welche die Anteile an Airbus DS Communications hielt;
  • Einen positiven Beitrag in Höhe von 46 Mio. Euro aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und ‑Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und aufgrund bilanzieller Neubewertungen;
  • Weitere Kosten (einschließlich Compliance und M&A) in Höhe von 20 Mio. Euro

Das konsolidierte Konzernergebnis (Net Income)2 lag bei 283 Mio. Euro (Q1 2017: 409 Mio. Euro1) und der Gewinn je Aktie bei 0,37 Euro (Q1 2017: 0,53 Euro1). Positiv beeinflusst wurden sie auch durch die Neubewertung bestimmter Kapitalbeteiligungen. Das Finanzergebnis lag bei 39 Mio. Euro (Q1 2017: -206 Mio. Euro).

Der konsolidierte Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen belief sich auf -3.839 Mio. Euro (Q1 2017: -1.269 Mio. Euro) und spiegelt den auf den späteren Verlauf des Geschäftsjahres konzentrierten Auslieferungsplan und den andauernden Produktionshochlauf wider. Der konsolidierte Free Cash Flow in Höhe von -3.656 Mio. Euro (Q1 2017: -1.116 Mio. Euro) beinhaltete Netto-Erlöse von rund 191 Mio. Euro aus dem Verkauf von Airbus DS Communications Inc.

Der Cash Flow für die Flugzeugfinanzierung lag im ersten Quartal mit minus sieben Mio. Euro auf sehr niedrigem Niveau. Die Absicherung durch Exportkreditagenturen (ECA) wurde im ersten Quartal wieder aufgenommen. Airbus geht davon aus, dass 2018 für eine begrenzte Zahl von Transaktionen eine ECA-Absicherung verfügbar sein wird. Das Umfeld für Zivilflugzeugfinanzierungen ist weiterhin sehr günstig.

Die konsolidierte Nettoliquidität belief sich zum 31. März 2018 auf 9,8 Mrd. Euro (Jahresende 2017: 13,4 Mrd. Euro) bei einer Bruttoliquidität von 20,9 Mrd. Euro (Jahresende 2017: 24,6 Mrd. Euro).

Ausblick

Der Ausblick des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2018 basiert auf der Erwartung, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß den vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen. Diese beruhen auf der Prämisse, dass es zu keinen größeren Turbulenzen kommt.

Die Prognosen für Gewinn und Free Cash Flow für das Jahr 2018 gehen von einem gleichbleibenden Konsolidierungskreis vor Fusionen und Übernahmen aus.

  • Vorbehaltlich der Einhaltung der Zusagen der Triebwerkshersteller wird Airbus 2018 voraussichtlich rund 800 Zivilflugzeuge ausliefern.

Die folgenden Prognosen basieren auf der Auslieferung von rund 800 Zivilflugzeugen:

  • Im Vergleich mit dem für 2017 berichteten bereinigten EBIT von 4,25 Mrd. Euro (vor IFRS 15) rechnet Airbus vor Fusionen und Übernahmen mit folgenden Ergebnissen:
    • Einen Anstieg des bereinigten EBIT um etwa 20 Prozent.
    • Eine weitere Erhöhung des bereinigten EBIT um etwa 0,1 Mrd. Euro durch IFRS 15.
    • Für 2018 erwartet das Unternehmen daher ein bereinigtes EBIT von etwa 5,2 Mrd. Euro bei Rechnungslegung gemäß IFRS 15.

Der Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen betrug 2017 2.949 Mio. Euro. Der Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen wird voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie 2017 liegen.

Airbus konsolidiert Q1 2018 Q1 2017 Veränderung
Umsatz, in Mio. 10.119 11.4421 -12%
davon Verteidigung, in Mio. 1.771 1.9631 -10%
EBIT (bereinigt), in Mio. 14 -191
EBIT (berichtet), in Mio. 199 5751 -65%
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, in Mio. 616 548 +12%
Konzernergebnis (Net Income)2, in Mio. 283 4091 -31%
Gewinn je Aktie 0,37 0,531 -30%
Free Cash Flow (FCF), in Mio. -3.656 -1.116
Free Cash Flow vor Fusionen & Übernahmen, in Mio. -3.846 -1.599
Free Cash Flow vor Fusionen & Übernahmen und Kundenfinanzierungen, in Mio. -3.839 -1.269
Airbus konsolidiert 31. März 2018 31. Dezember 2017 Veränderung
Nettoliquidität, in Mio. 9.769 13.3901 -27%
Mitarbeiter 129.208 129.442 0%

Fußnoten

1. Die Zahlen für das Jahr 2017 wurden, soweit erforderlich, angepasst, um die Rechnungslegung nach IFRS 15 und die neue Segmentberichterstattung mit Wirkung zum 01. Januar 2018 darzustellen. Die neue Segmentberichterstattung ergibt sich aus der Integration der Konzernzentrale in Airbus. „Airbus“ bezeichnet gegebenenfalls Commercial Aircraft und die integrierten Funktionen, „Airbus, konsolidiert“ oder „das Unternehmen“ steht für Airbus SE.

2. Airbus SE verwendet weiterhin den Begriff Konzernergebnis (Net Income). Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.

Laserterminal auch für Kleinsatelliten realisiert

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Ein miniaturisiertes und extrem leistungsstarkes Laserterminal hat den „Critical Design Review“ in allen Punkten bestanden und wird nun gefertigt. Damit haben die Entwickler die letzte entscheidende Etappe vor dem Satellitenstart Ende 2018 bewältigt.

Optische Kommunikation, d.h. die Übertragung von Daten per Lasersignal, ermöglicht sehr hohe Datenraten und gilt als „kabellose Glasfaserverbindung“. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat zusammen mit der Firma Tesat Spacecom erstmals dieses System entwickelt, das die Übertragung von großen Datenmengen per Laser auch auf Kleinstsatelliten ermöglicht. Im Projekt OSIRIS (Optical Space Infrared Downlink System) bringt das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation diese Schlüsseltechnologie auf Satelliten zur Anwendung.

Laserlink 100 Mal schneller als Funk

In enger Kooperation mit Tesat ist am DLR nun das kompakteste Laserterminal der Welt entstanden: Die OSIRIS-Nutzlast hat auf einer Fläche von zehn mal zehn Quadratzentimetern Platz, ist drei Zentimeter hoch und 300 Gramm leicht. Das Laserkommunikationssystem überträgt Daten mit einer Rate von 100 Megabit pro Sekunde – mindestens die hundertfache Datenrate herkömmlicher funkbasierter Systeme.

Optimiert ist das Laserterminal für den Einsatz auf sogenannten „CubeSats“, würfelförmigen Kleinstsatelliten mit jeweils zehn Zentimeter Kantenlänge. Diese sind sehr kostengünstig und können mit hochauflösenden Kameras und Messgeräten ausgestattet werden, etwa zur Erdbeobachtung, so dass sie verstärkt von Forschungseinrichtungen sowie Industrie genutzt werden. Bisher werden die Daten per Funk übertragen, doch gerade Erdbeobachtungsmissionen erzeugen durch die hohe Auflösung ein hohes Datenvolumen. Erstmals steht nun ein leistungsstarkes optisches Kommunikationssystem zur Verfügung, um die Fähigkeiten der Kameras besser nutzen zu können.

„Mit der Mission CubeL führen DLR und Tesat die Ergebnisse der Forschung zur Serienfertigung. Das Laserterminal ist extrem leistungsstark und so kompakt, dass es zu fast jedem CubeSat kompatibel ist. Damit ermöglichen wir vollkommen neue Missionen in dieser Klasse von Kleinsatelliten“, sagt Christopher Schmidt, OSIRIS-Projektleiter am DLR-Institut für Kommunikation und Navigation.

Ausrichtung auf Tausendstel Grad

CubeL basiert auf der am DLR in Oberpfaffenhofen entwickelten Laserterminal-Familie OSIRIS und ist mit einem Sendelaser sowie einen Mechanismus zur hochpräzisen Strahlausrichtung ausgestattet. Für die Datenübertragung stellt das System einen direkten optischen Downlink vom Satellit zur Bodenstation her: Zur genauen Ausrichtung auf die Bodenstation empfängt CubeL ein Lasersignal von der Bodenstation. Damit lässt sich die Ausrichtung auf ein Tausendstel Grad kontrollieren. Zur Übertragung wird der zunächst kontinuierliche Laserstrahl mit Daten auf CubeL moduliert. Die Bodenstation empfängt das Signal und gewinnt daraus die Daten wieder zurück.

Für die Anwendung im Weltraum muss das System extremen Bedingungen standhalten. Die Entwicklung des kompakten Aufbaus für den Einsatz auf CubeSats stellte das OSIRIS-Team rund um Christopher Schmidt vor große Herausforderungen. Die Freigabe zur Fertigung durch das „Critical Design Review“ hat nun bestätigt, dass die strengen Vorgaben erfüllt wurden. Damit ist der Weg frei für die Produktion und das Laserterminal bereit für die Tests zum Satellitenstart.

Auf den Bildern: Gruppenbild des Entwicklungsteams CubeL – Das Entwicklungsteam von DLR und Tesat beim gemeinsamen Critical Design Review vor der optischen Bodenstation Oberpfaffenhofen des DLR; CubeSat-Grafik – In diesem würfelförmigen Kleinsatelliten, einem sogenannten „CubeSat“, ist das System OSIRIS eingebaut. Der Satellit hat Abmessungen von 10x10x30 cm und ist somit äußerst kompakt. Bei dem Entwurf einer Nutzlast für solche CubeSats gibt es aus diesem Grund strenge Vorgaben für Größe, Gewicht und Leistungsaufnahme.

Airbus mit Grazia Vittadini als CTO

Grazia Vittadini ist neuer CTO von Airbus SE. In ihrer neuen Funktion wird Vittadini an den Chief Executive Officer (CEO) von Airbus, Tom Enders, berichten und ab 01. Mai 2018 dem Executive Committee des Unternehmens angehören.

Derzeit ist Grazia Vittadini (48) als Executive Vice President of Engineering bei Airbus Defence and Space tätig. Sie tritt die Nachfolge von Paul Eremenko an, der das Unternehmen Ende 2017 verlassen hat. Nach dem Weggang von Paul Eremenko hatte Marc Fontaine, Digital Transformation Officer von Airbus, das Amt des Chief Technology Officer, CTO, ernannt. kommissarisch übernommen.

Internationale, versierte Ingenieurin

„Grazia Vittadini verfügt über ein fundiertes technisches und industrielles Know-how. Sie ist ein großartiger Teamplayer und eine inspirierende Führungspersönlichkeit. Und sie gehört zu den internationalsten Top-Managern bei Airbus“, sagte Tom Enders. „Ich bin überzeugt, dass sie hervorragende Arbeit leisten wird, um unsere Geschäftsbereiche zu unterstützen und die Technologien vorzubereiten, die wir zur Sicherstellung unseres zukünftigen Erfolgs benötigen.“

Die in Italien geborene Grazia Vittadini wurde im Januar 2017 in ihre derzeitige Position bei Airbus Defence and Space berufen und war zudem Mitglied des Executive Committee der Division. Bevor sie diese Aufgabe übernahm, war sie als Head of Corporate Audit & Forensics verantwortlich für sämtliche Audit-Tätigkeiten des Unternehmens weltweit.

Die ausgebildete Ingenieurin mit einem Master-Titel in Luftfahrttechnik der Polytechnischen Universität Mailand (Politecnico di Milano) kam 2002 zu Airbus und war dort schnell in Führungspositionen tätig. So war sie unter anderem Chief Engineer für die Ausrüstung der Hochauftriebsflügel (Wing High Lift Devices) für die A380 in Bremen und Head of Airframe Design and Technical Authority für alle Airbus-Flugzeuge in Hamburg.

Sommerziele ab Paderborn-Lippstadt am Start

Am 01. Mai tritt am Paderborn-Lippstadt Airport der Sommerflugplan in Kraft. Bis 31. Oktober finden dann bis zu 101 wöchentliche Flüge zu zwölf touristischen Zielen sowie den Drehkreuzen München und Frankfurt statt. Im Vorjahr waren es noch bis zu 96 Flüge zu zehn Urlaubsorten.

Mit 22 Starts in der Woche stellt Palma de Mallorca die am häufigsten angeflogene Destination dar. Eurowings, Laudamotion und Small Planet Airlines bringen Reisende vom PAD zur beliebten Baleareninsel. Als weitere spanische Ziele kommen die drei größten Kanarischen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und neu Teneriffa hinzu, die zusammen fünf Mal wöchentlich von Small Planet Airlines und Olympus Airways (Teneriffa) angeflogen werden.

Rundum Sommer – Auch München oder Frankfurt

Die Türkei ist erstmals mit zwei Zielen ab PAD vertreten. Neben Antalya, das mit 17 Verbindungen in der Woche mit den Airlines Sun Express, Corendon, Pegasus und Freebird erreichbar ist, steht ab August Bodrum an der südwestlichen Ägäisküste mit einem wöchentlichen Flug von Tailwind Airlines neu im Programm.

Nach Griechenland werden insgesamt elf Flüge mit Small Planet Airlines und Corendon Airlines Europe zu den drei Inseln Kreta, Rhodos und Kos angeboten. Hinzukommen zwei Starts nach Burgas und einer nach Varna an die bulgarische Schwarzmeerküste mit Small Planet Airlines und Bulgarian Air Charter sowie zwei wöchentliche Verbindungen nach Hurghada am Roten Meer mit Small Planet Airlines und Fly Egypt. Viele weitere Ziele in Europa sowie weltweit sind mit nur einem Zwischenstopp über die Drehkreuze der Lufthansa, München und Frankfurt, erreichbar. Insgesamt stehen hierfür jede Woche 40 Flüge zur Verfügung.

ILA Berlin: Programm und Termine

Gemeinsam hatten die beiden Verteidigungsministerinnen Ursula von der Leyen (Deutschland) und Florence Parly (Frankreich) auf der ILA 2018 deutsche und französische Waffensysteme zu besichtigen und dabei auch Gespräche mit Angehörigen beider Streitkräfte zu führen. Als besonderes Highlight sprangen heute Fallschirmspringer aus einer ML28. Die Nationalflaggen der Partnernationen mit im Gepäck und oben am Himmel sichtbar. Zudem waren mehrere Kooperationsvorhaben zu unterzeichnen: Deutschland und Frankreich streben eine gemeinsame Lösung an, um die Seefernaufklärer P-3C „Orion“ beziehungsweise Breguet Atlantique 2 zu ersetzen. Weiterhin zeigt die Bundeswehr in einer Leistungsdemonstration, wie die Spezialkräfte des Heeres mit Unterstützung der Luftwaffe in einem einsatznahen Szenario zusammenarbeiten. Neben dem Kommando Spezialkräfte sind auch TIGER, NH-90, H145M, CH-53 und eine C-160 Transall zu sehen. Freigelände (Bundeswehr), Kontakt: Major André Hesse-Witt

DLR-Forschungsflüge mit revolutionärem Seitenleitwerk

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) führt von April bis Mai 2018 Flugversuche mit einem am DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA umgebauten Seitenleitwerk durch. Hierbei wird erstmals in Europa ein neues System zur Hybridlaminarisierung im Flugversuch getestet. Mit dieser Technologie der schwachen, gezielten Absaugung soll für Flugzeuge von Morgen der Treibstoffverbrauch deutlich gesenkt werden. Die Flugversuche finden im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts AFLoNext (Active Flow Loads & Noise control on next generation wing) statt in dem 40 Partner aus 15 unterschiedlichen Ländern mit Airbus als Koordinator und unter wesentlicher Beteiligung des DLR zusammenarbeiten. Der A320 ATRA mit umgebautem Seitenleitwerk ist auf dem Static Display der ILA Berlin zu sehen. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Halle 4, Kontakt: Andreas Schütz

Jetlite gegen Jetlag: Topmodel Toni Garrn ist CO-Founder

Toni Garrn ist ganz offen: „Ich sehe schrecklich aus, wenn ich Jetlag habe.“ Sollte das den Tatsachen entsprechen, kann es sich äußerst negativ auf die Bilanz eines Supermodels, wie Garrn eines ist, auswirken. Nicht nur deshalb, sondern auch, weil sie als Vielflieger in unter den Unstimmigkeiten von Biorhythmus und Zeitzonen leidet, ist sie als Mitgründerin in das Startup jetlite eingestiegen, das sich mit Methoden beschäftigt, den Jetlag so wenig störend wie möglich zu gestalten. Dazu gehört die bereits in modernen Flugzeugen verfügbare Variabilität der Beleuchtungsverhältnisse – „Rottöne beim Einschlafen und Blautöne fürs Aufwachen, statt dass dich der Steward an der Schulter schüttelt“, wie es Tony Garrn ausdrückte. Jetlite will Produkte gegen Jetlag direkt für Passagiere entwickeln. Sie sollen über das bisherige „mood lighting“ (Stimmungsbeleuchtung) hinausgehen, wie jetlite-Gründer Achim Leder berichtete. Wenn es nach Toni Garrn geht, könnte der Erfolg des Start-ups sich in einem „Wellness-Gütesiegel für Airlines“ ausdrücken. Standort: Halle 6/250, ISC Marketplace, Kontakt: Ivana Johannsen,

Sergei I. Sikorsky: Lebende Legende auf der ILA

Sein Vater Igor hatte drei Karrieren: In der Zarenzeit machte er sich einen Namen als Konstrukteur des weltweit ersten Großflugzeugs „Le Grand“, ehe er vor der Revolution in die USA emigrierte. Dort baute er in den 1930er Jahren erfolgreich große Flugboote, ehe er sich ab 1939 seiner eigentlichen Leidenschaft widmete: den Hubschraubern. Seither tragen sie den Namen Sikorsky in die Welt. Doch daran hatte auch der Sohn des berühmten Vaters seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts großen Anteil, war er doch lange Jahre für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr bei deren Hubschrauberbeschaffungs-Programmen verantwortlich: Sergei Igorovich Sikorsky schwärmt noch heute von seinen deutschen Kontakten. Auf der ILA hatte die 1925 geborene lebende Legende einen bemerkenswerten Auftritt als Botschafter für den Hubschrauber Sikorsky CH-53K, den Lockheed Martin als Mutterkonzern der Sikorsky Aircraft Corporation nun als neuen Schweren Transporthubschrauber (STH) anbieten will. Eine besondere Reverenz erwies Sergei Sikorsky auf der ILA dem deutschen Konstrukteur Henrich Focke (1890-1979). Angesprochen als Erfinder des Hubschraubers habe er regelmäßig korrigiert: „Der erste funktionstüchtige Hubschrauber der Welt war 1936 der Focke-Wulf Fw 61.“ Chalets Ost, 28-33, Display C4, Stand 001, Kontakt: Michael J. Rein,

Airbus und Dassault kooperieren für neues Kampfflugzeug

Airbus und Dassault Aviation haben beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam Europas zukünftiges Luftkampfsystem (Future Combat Air System – FCAS) zu entwickeln und zu bauen. Das System soll in den Jahren 2035 bis 2040 die derzeitige Generation der Kampfflugzeuge Eurofighter und Rafale letztendlich ersetzen. Die Partnerschaft wurde von Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, und Eric Trappier, Chairman und CEO von Dassault Aviation, besiegelt. „Nie war Europa entschlossener, seine politische und industrielle Autonomie und Souveränität im Verteidigungssektor zu erhalten und voranzutreiben“, sagte Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space auf der ILA in Berlin. „FCAS hebt diese erfolgreiche Zusammenarbeit auf die nächste Ebene, und wir sind fest entschlossen, diese herausfordernde Aufgabe zusammen mit Dassault Aviation zu meistern.“ Als „System of Systems“ soll FCAS ein breites Spektrum von Einsatzmitteln kombinieren, die im Verbund arbeiten. Das interoperable Gesamtsystem soll zudem in ein größeres Einsatzszenario mit Missionsflugzeugen, Satelliten, NATO-Systemen sowie land- und seegestützten Kampfsystemen eingebunden werden können. Airbus, Chalets West, 6-9, Kontakt: Florian Taitsch Dassault Aviation, Halle 2, Stand 305 und Halle 6, Stand 392, Kontakt: Nathalie Bakhos

CSeries von Bombardier erstmals auf der ILA

Nachdem sich Airbus auf die Übernahme eines Mehrheitsanteils an der CSeries von Bombardier beteiligt, gibt ein Jet aus der jüngsten Flugzeugfamilie des kanadischen Herstellers sein ILA-Debüt. Gezeigt wird eine CS300 der Air Baltic, bereits das achte Exemplar der lettischen Fluggesellschaft. Dort ist man von der Zuverlässigkeit und der Passagierresonanz begeistert. Gerade konnte man den einmillionsten Fluggast auf dem Modell begrüßen. CEO Martin Gauss würdigte auf der ILA den gegenüber der Boeing 737-300 um 22 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch und die geringe Lärmentwicklung sowie den Komfort in der geräumigen Kabine. In diesem und im kommenden Jahr wird Air Baltic noch jeweils sechs CS300 erhalten, mit denen die Boeings bis 2020 komplett ersetzt werden. Bis 2022 will man auch die Q400-Turboprops mit der CSeries ersetzen, was die Beschaffung von mindestens 14 weiteren Maschinen bedeutet. Freigelände, Kontakt: Alise Briede

Lockheed Martin offeriert F-35A für Deutsche Luftwaffe

„Wie haben am Dienstag vor Beginn der ILA auf die Anfrage durch das Bundesverteidigungsministerium unser Angebot abgegeben“, sagte Jack Crisler, Vice President F-35 Business Development and Strategy Integration beim US-Rüstungshersteller Lockheed Martin. Es geht dabei um einen Nachfolger für das in die Jahre gekommene und derzeit noch in 90 Exemplaren eingesetzte Kampfflugzeug Tornado, ein Milliardenauftrag, um den sich auch Airbus mit einer weiterentwickelten Version des Eurofighters Typhoon bemüht. Vom „Tarnkappenjäger“ F-35 sind bereits knapp 300 Maschinen an verschiedene Kunden ausgeliefert worden; 91 sollen 2018 dazu kommen. Vom Eingang einer Bestellung an könnten die ersten Flugzeuge zu einem durchschnittlichen Stückpreis von etwa 80.000.000 Dollar bereits innerhalb von drei Jahren geliefert werden. „Wir arbeiten mit unseren Partnern außerdem daran, die Betriebskosten des Systems kontinuierlich zu senken.“ Auch dadurch sollen weitere Beschaffungsprogramme, neben Deutschland etwa in Belgien, Finnland und der Schweiz, durch die angebotene F-35 gewonnen werden. Chalets Ost 28-33, Kontakt: Jan Hemme

Intelligentes Triebwerk repariert sich selbst

Flugzeugtriebwerke werden dank der zunehmenden Digitalisierung immer schlauer. Rolls-Royce hat auf der ILA 2018 seine Vision von der Intelligent Engine vorgestellt. Sie wird zunehmend vernetzt, kontextsensitiv und lernfähig sein. So werden alle Triebwerke der Flotte einer Airline miteinander kommunizieren können und notwendige Wartungs- oder Reparaturarbeiten im Voraus erkennen. Stellt ein Triebwerk beispielsweise durch Selbstüberwachung während eines Fluges von London nach Sydney vor der Zwischenlandung in Singapur fest, dass eine Treibstoffpumpe voraussichtlich nach 20 weiteren Flügen ausfallen wird, kann kurzfristig ermittelt werden, ob das entsprechende Ersatzteil und ein für die Reparatur qualifizierter Mechaniker vor Ort sind und der Wechsel kann während des Zwischenstopps ausgeführt werden, ohne dass sich Verzögerungen im Flugverlauf ergeben, erläuterte Richard Goodhead, Senior Vice President, Customer Strategy & Marketing. Und kleinere Reparaturen werden künftige Triebwerke selbstständig ohne menschliches Eingreifen ausführen können. Halle 2, Stand 203, Kontakt: Frank-Martin Hein

Messepremiere des BLADE-Fluglabors von Airbus auf der ILA

Sein Messedebut gibt BLADE, das fliegende Labor von Airbus, auf der ILA 2018 in Berlin. Der Name steht für „Breakthrough Laminar Aircraft Demonstrator in Europe“. Gefördert aus dem EU-Programm Clean Sky, wurden an der A340 die äußeren Teile der Tragflächen durch Neukonstruktionen ersetzt, durch deren Form die Luftströmungen beruhigt werden. „Normalerweise entstehen bereits an der Flügelvorderkante Turbulenzen, hier beginnen sie erst in der Mitte des Flügels“, erläuterte Alex Flaig, Senior Vice President Research & Technology. Durch eine umfassende Laborausstattung an Bord werden fast 2000 unterschiedliche Werte gemessen und die Luftströmungen unter anderem durch Infrarot und per Reflektometrie sichtbar gemacht. In bisher 66 Testflugstunden wurden alle Erwartungen bestätigt, so Flaig. So kann der Strömungswiderstand um zehn Prozent verringert werden, was eine fünfprozentige Reduktion von Treibstoffverbrauch und Schadstoffemissionen bedeutet. Bis ins kommende Jahr sollen die Messergebnisse in 60 bis 70 weiteren Flugstunden konkretisiert werden. Bereits 2020 könnte daraus ein einsatzfähiger Laminarflügel für Schmalrumpfflugzeuge entstehen, sagte Flaig. Freigelände, Kontakt: Heiko Stolzke

Boeing: 41.030 Flugzeuge, zwei Millionen Jobs

Der weltweite Luftverkehr boomt. Täglich werden rund um den Globus rund zehn Millionen Passagiere befördert und das, obwohl nur 18 Prozent der Weltbevölkerung überhaupt schon einmal geflogen sind, sagte Drew Magill, Managing Director Marketing Europe der Boeing Commercial Airplane Company, am Donnerstag auf der ILA 2018. Entsprechend groß ist der Bedarf der Fluggesellschaften an Flugzeugen und Personal. Für die kommenden 20 Jahre sieht Boeing einen weltweiten Markt für 41.030 Flugzeuge, davon 17.560 als Ersatz für ältere Maschinen und 23.470, um das Wachstum abzudecken. Dafür benötigen die Airlines mehr als zwei Millionen zusätzliche Mitarbeiter, darunter etwa 600.000 Piloten. Den größten Anteil bei den benötigten Flugzeugen machen mit 29.530 Exemplaren Modelle in der Kategorie von Boeing 737 und Airbus A320 aus. Von der neuen Generation 737 MAX wurden bisher 111 Flugzeuge an 25 Kunden ausgeliefert, die auf 32.004 Flügen 4,9 Millionen Passagiere befördert haben. Mitte nächsten Jahres beginnen die Auslieferungen des Modells MAX 7 sowie der MAX 8 mit erhöhter Zuladung, 2020 folgt die MAX 10 als Konkurrent für den A321. Die Boeing 777X-9 mit neu entwickelten Tragflächen und Triebwerken sowie optimierter Kabinenausstattung soll im kommenden Jahr die Flugerprobung aufnehmen und 2020 ausgeliefert werden. Halle 2, Stand 313, Kontakt: Beatrice Bracklo

ArianeGroup zum ersten Mal unter eigenem Namen

Ein vollständig automatisiertes Sprayverfahren zur thermischen Isolation von Raketen ist eines der Highlights der ILA-Präsenz der ArianeGroup. Das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen, das Hauptauftragnehmer für die Trägerraketenfamilie „Ariane“ ist, tritt in diesem Jahr zum ersten Mal unter seinem eigenen Namen auf der Messe auf. Es zeigt unter anderem Modelle der Trägerraketen Ariane 64, Vega C, Ariane 5ECA, Sojus und Vega im Maßstab 1:25. Alain Charmeau, der CEO der Gruppe, hob hervor, dass die deutsch-französische Kooperation für einen eigenständigen europäischen Zugang zum Weltraum „von entscheidender Bedeutung“ sei. Damit werde Europas „Handlungsfreiheit im Weltraum und die Kontrolle über raumfahrtgestützte Daten in allen wichtigen Bereichen einschließlich der Erd-, Umwelt- und Klimabeobachtung“ gewährleistet. Standort: Halle 4/302, Kontakt: Kirsten Leung

Ein roter Faden zu den Horizonten

„Wir alle sind Astronauten auf dem Mutterschiff Erde!“ Mit diesem Satz beantwortete Hans Schlegel die Frage, was ein Raumfahrer den „Daheimgebliebenen“ mitgeben könne, falls diese nur geringes Interesse an der Eroberung des Weltalls zeigen. Schlegel sprach beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der ILA zum 25-jährigen Jubiläum der „D-2“-Mission. Mit dieser Forschungsreise ins All habe Deutschland den Grundstein für die jetzige europäische Spitzenposition in der Raumfahrt gelegt. Deutschland hatte mit der D-2 erstmals die Verantwortung für eine gesamte Mission. Daraus „hat sich ein roter Faden entwickelt, der geradewegs zu Horizons führt“, sagte Walter Pelzer, DLR-Vorstand für Raumfahrtmanagement. „Horizons“ heißt die Raumfahrtmission, die den deutschen Astronauten Alexander Gerst Anfang Juni zur Internationalen Raumstation ISS führt, wo er als Kommandant für ein halbes Jahr lang die Forschungen leitet. Space Pavilion, Halle 4/501, Kontakt: DLR, Andreas Schütz

„Fly-by-Light“: Japan präsentiert Hochtechnologie

ATLA (Acquisition, Technology Logistics Agency) ist eine im Herbst 2015 gegründete Behörde innerhalb des japanischen Verteidigungsministeriums, deren Aufgabe neben der Beschaffung von Ausrüstung unter anderem auch die Stärkung der Kooperation auf den Feldern Verteidigungsausrüstung und -technologie ist. Vor diesem Hintergrund ist die Aufsehen erregende Vorführung des neuen Marineaufklärers Kawasaki P-1 auf der ILA in Berlin zu sehen. „Wir wollen der Welt den hohen Standard unserer technologischen Fähigkeiten vor Augen führen“, sagt Kapitän Ryota Ishida, P-1-Projektmanager bei ATLA. In der Tat zeichnet sich die von Beginn an als maritimes Aufklärungsflugzeug konzipierte P-1 durch einige Besonderheiten aus. So ist sie das weltweit erste Flugzeug, das durch so genannte „Fly-by-Light“-Technologie, also über Lichtsignale gesteuert wird, um so elektromagnetische Störungen der empfindlichen Sensorik auszuschließen. Konkrete Pläne, die Kawasaki P-1 an europäische Nationen zu verkaufen, existieren laut Kapitän Ishida derzeit nicht. Display S3, 002, Kontakt: Hideharu Yoshio

Lockheed Martin F-35 – Mehrzweck-Kampfjet der neuesten Generation

Die auf der ILA erstmals gezeigte und von der US-Firma Lockheed Martin gebaute F-35 Lightning II ist ein multifunktionaler Überschall-Kampfjet der so genannten 5. Generation und vereinigt in sich Eigenschaften wie Tarnkappentechnologie („Stealth“), große Rechenleistung, offene Systemarchitektur, leistungsstarke Sensoren und Agilität. Das Flugzeug soll in zahlreichen westlichen Luftstreitkräften Flugzeuge wie etwa die F-15, F-16, F/A-18 oder auch ältere Muster ersetzen, wobei die meisten Flugzeuge für die US-Teilstreitkräfte Air Force, Marine Corps und Navy gebaut werden. Es wurden bereits nahezu 300 Flugzeuge vor allem an die US-Streitkräfte sowie erste Exemplare an die Partnerländer Australien, Dänemark, Niederland, Italien, Norwegen, Großbritannien, Japan und Israel ausgeliefert. Die F-35 wird von einem Triebwerk Pratt & Whitney-F135 mit maximal 191 kN Schub angetrieben und kann bis zu acht Tonnen Waffen in internen Schächten mit sich führen. Chalets Ost 28-33, Kontakt: Jan Hemme

MBDA – „Airbus unter den Raketen“

Integrierte Luftverteidigung, europäische Rüstungsprogramme und neue Technologien bilden den Schwerpunkt der Präsentation von MBDA Missile Systems auf der diesjährigen ILA. So steht das zukünftige Taktische Luftverteidigungssystem TLVS der Bundeswehr als Nachfolger für das „Patriot“-System im Mittelpunkt der ILA Plaza. Gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Lockheed Martin zeigt MBDA als multinationaler Konzern seinen Vorschlag für das neue flexible Luftverteidigungssystem zur Abwehr taktisch-ballistischer Kurz- und Mittelstreckenraketen, Kampfflugzeugen, Hubschraubern, Drohnen und Marschflugkörpern. „MBDA ist das Ergebnis 20-jähriger Integrationsbemühungen ehemaliger Konkurrenten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien“, erläutert CEO Antoine Bouvier. „Wir sind stolz darauf, dass MBDA heute so etwas wie Airbus unter den Raketen ist.“ Display G3, Stand 001, Kontakt: Günter Abel

Innovationspreise der Deutschen Luftfahrt

Im Future Lab der ILA 2018 sind am Mittwoch die Innovationspreise der Deutschen Luftfahrt verliehen worden. Die Zahl der Bewerber warum 50 Prozent gestiegen, sagte der Vorsitzende der Jury, Prof. Rolf Henke vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Für uns ist es besonders wichtig, dass Unternehmen aus allen Bereichen und auch Startups dabei sind“, betonte Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), der den Wettbewerb gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und Bitkom ausrichtet. Sieger in der Kategorie Industrie 4.0 wurde Premium Aerotec für eine Montagestraße von Flugzeugtürrahmen, in der Mensch und Maschine Hand in Hand arbeiten. Die Kategorie Customer Journey gewann edm Aerotec mit seinem weltweit einzigartigen Ultraleicht-Hubschrauber CoAX 2D. Im Bereich Emissionsreduktion gewann Airbus Operations mit seiner H2Torque-Brennstoffzelle, einem klimaneutralen Flugzeugantrieb. Und in der Gruppe Cross Innovation ging der Preis an Rolls-Royce, Schölly Fiberoptic und Fraunhofer IPK für die Entwicklung eines aus der Medizintechnik abgewandelten, endoskopischen Reinigungssystems zur Verlängerung der Betriebsdauer von Turbinenschaufeln. Halle 2, Stand 203/204, Kontakt: Bettina Leutner

Berliner Aviation Summit: Thema Technologie

Zum Auftakt der ILA Berlin 2018 haben Spitzenvertreter der globalen Luftfahrt ein deutliches Zeichen für die neue Ausrichtung der Messe gesetzt. Sie trafen sich am Vorabend der Eröffnung zum ersten Berlin Aviation Summit, um eine Roadmap der Zukunft der Luftfahrt zu entwerfen. Das Gipfeltreffen, organisiert vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), brachte führende Köpfe aus Industrie, Regierung und Forschung zusammen. Neben anderen diskutierten Tom Enders, CEO von Airbus, der Geschäftsführende Direktor der europäischen Flugsicherheitsagentur EASA, Patrick Ky, und Fang Liu, der Generalsekretär der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO. BDLI-Präsident Klaus Richter sprach von einem „virtuous circle“, einem positiven Wirkungskreis: Wachstum löst Impulse für Gewichtsreduzierung und Leistungssteigerung der Flugzeuge aus. Das wiederum bewirkt die Verringerung von Emissionen und Betriebskosten. Dieser Effekt führt zu günstigeren Tickets, die ihrerseits das Wachstum treiben. In diesem Erfolgskreis sehen die Meinungsführer eine zentrale Herausforderung darin, das globale Wachstum mit dem Klimawandel in Einklang zu bringen. Die Lösung dieser Herausforderung liegt in der Technologie. Chalet West 1-4, Kontakt: BDLI

Altmaier sagt gezielte Investitionen zu

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat nachhaltige gezielte Investitionen in Zukunftstechnologien zugesagt. Bei seinem Rundgang auf der ILA Berlin 2018 würdigte der CDU-Politiker die Luft- und Raumfahrtbranche als „Innovationsschmiede für den High-Tech-Standort Deutschland“. Altmaier machte Station am Gemeinschaftstand des ILA-Partnerlandes Frankreich, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt als größter ingenieurwissenschaftlicher Forschungseinrichtung Europas und im Space Pavilion. Seine Behörde werde mit dem nächsten Förderaufruf des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo im Herbst 2018 wieder gezielt investieren“, sagte der Minister. Einen „klaren Fokus“ werde sie bei der Digitalisierung, der unbemannten Mobilität und der Ökoeffizienz setzen. Halle 2/204, Kontakt: BMWi, Sascha Jaretzke

ISC: Nayak-Röder Gruppe auf Erfolgskurs

„Der Bedarf an Maintenance-Dienstleistungen in der Luftfahrt ist ein Wachstumsmarkt“, betont Jörg Erdmann, Executive Board Member der Röder Präszision GmbH. „Röder Präzision ist aufgrund seiner Kompetenz, der langjährigen Erfahrung seiner Mitarbeiter und der guten Standorte in Egelsbach und Alsfeld optimal positioniert, um Kunden einen hervorragenden Service zu bieten.“ Die neuen Eigentümer der Röder Präzision GmbH aus Egelsbach blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück, das einen erfolgreichen Neuanfang markiert. Am 03. März 2017 hat das Amtsgericht Offenbach das Insolvenzverfahren der Röder Präzision GmbH aufgehoben und damit den Weg für die Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb frei gemacht. Geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens sind Johann Heitzmann und Bastian Heberer. Die 1922 gegründete Röder Präzision zählt mit ihren über 240 Mitarbeitern zu den bedeutendsten Instandsetzungsunternehmen der deutschen Luftfahrtindustrie. Neben der zivilen Luftfahrt bietet das Unternehmen zudem in der militärischen Luftfahrt eine umfangreiche Palette mit vielen Dienstleistungen an. Das Leistungsportfolio deckt dabei Composite-Herstellung und Reparatur, Ersatzteile & Vertretungen, Flugzeugwartung, Reparatur & Überholung von Luftfahrtgerät, Entwicklung und Oberflächentechnik ab. Röder Präzision GmbH, Halle 6, Stand 260, Kontakt: Jörg Erdmann

Wetter auf ILA für Freitag, 27. April 2018

Am Freitag erwartet uns ruhiges Hochdruckwetter, allerdings wechseln sich sonnige mit wolkigen Abschnitten ab und die Luft ist noch recht kühl. Aber es bleibt trocken und der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest. Quelle: Deutscher Wetterdienst

ILA Termine am Freitag

10:00 – 11:00 Uhr: 70 Jahre Luftbrücke – Die Rückkehr der Rosinenbomber Es war die spektakulärste und größte Hilfsaktion aller Zeiten; eine organisatorische Meisterleistung und ein beeindruckender Beweis für humanitäre Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit: die Luftbrücke der Alliierten nach West-Berlin, die von 1948 bis 1949 mit ihren Lebensmitteltransporten über zwei Millionen Menschen am Leben erhielt. Ort: ILA-Ausstellungsgelände, SD2 – gegenüber Chalet 31 10:30 – 11:00 Uhr Tour Emirates Airbus A380 Mit Film-, Foto- und O-Ton Gelegenheiten. Um Anmeldung wird gebeten. Individueller Zugang kann angefragt werden. Für konkrete Film-, Foto- oder O-Ton-Wünsche mit dem Emirates-Management oder den anwesenden Flugbegleitern/innen kontaktieren Sie bitte vorab. Kontakt: Wilde & Partner Public Relations, Mobil: +49174-3037932, E-Mail: emirates@wilde.de Ort: ILA-Ausstellungsgelände, Static Display, zum 25-jährigen Jubiläum der „D-2“-Mission 11:00 – 11:45 Uhr Lockheed Martin – CH-53K Piloten Media Briefing Ort: ILA-Ausstellungsgelände, Lockheed Martin CH-53K Chalet 11:45 – 12:45 Uhr Lockheed Martin – CH-53K Static Display Media Tour mit Pilot Ort: ILA-Ausstellungsgelände, DOD Corral 14:00 – 18:00 Uhr ILA Astronauts’Day Rund um bemannte Raumfahrt Ort: ILA-Ausstellungsgelände, Halle 4, Space Pavilion, Stage Area.

Tankflugzeug KC-46 erhält STC der FAA

Boeings Tankflugzeug KC-46 erreicht jetzt mit der Supplemental Type Certificate (STC) eine weitere Phase zur Zulassung. Dazu gab es einen Tankflug mit einem C-17 Globemaster III.

Das STC bezieht sich auf die militärischen Systemem in dem auf der 767-2C basierenden Flugzeug, die es zum Tanker machen. Es weist nämlich eine veränderte Flugzeugstruktur, Verkabelung und Vernietung auf. Das STC ist Bestandteil der erforderlichen Lufttüchtigkeitsbescheinigung der FAA. Verschiedene Betankungen mit Schlauch- und Auslegersystemen wuren bereits demonstriert. Die Versuche fanden sowohl am Boeing Field in Seattle als auch bei den Nellis und Edwards Air Force Basen sowie der Naval Air Station Patuxent River statt. Das ATC (Amended Type Certificate) hatte Boeing von der FAA für die Plattform 767-2C im Dezember 2017 erhalten.

Digitaler Container bei Jettainer im Test

Jettainer startet den Testbetrieb mit der Weiterentwicklung seines digitalen Containers. Hierfür hat das Unternehmen zusammen mit den IT-Experten von Lufthansa Industry Solutions das ursprüngliche Device überarbeitet und mit neuen Funktionen ausgestattet.

Im Mittelpunkt steht jetzt die Registrierung und Aufzeichnung von Erschütterungen und Beschädigungen sowie Temperaturveränderungen. Für den Testbetrieb werden zunächst 100 Einheiten mit dem neuen Device ausgestattet, um Funktionalität sowie Datenqualität intensiv zu prüfen. Hauptziel ist es, dass die eingehenden sensorischen Informationen künftig sicher darüber Auskunft geben, ob und welche Art von Beschädigung vorliegt. Dadurch lassen sich die folgenden Wartungs- und Reparaturprozesse besser planen und beschleunigen, was dazu beträgt die Effizienz insgesamt zu optimieren. Üblich sind solche aufwändigen Sensoren bisher etwa bei extrem sensibler Fracht, etwa wenn Satelliten übers Meer verschifft oder zum Startplatz geflogen werden.

Digitale Datenkette der Sendung

„Die technischen Möglichkeiten des digitalen Containers versetzen uns in die Lage, die zeitlichen und finanziellen Aufwendungen für Reparaturmaßnahmen zu reduzieren. Bei unseren 90.000 weltweit im Einsatz befindlichen Einheiten birgt das ein enormes Potential“, sagt Carsten Hernig, Geschäftsführer der Jettainer GmbH, und ergänzt: „Zugleich erhöhen wir mit den neuen Containern auch die Möglichkeiten, die Urheber der Beschädigungen festzustellen. Und das hilft uns dabei, zu einem sachgerechteren Umgang zu motivieren.“ Auf dem Foto: Dr. Holger Schlüter, Associate Director IoT/industrie 4.0, Lufthansa Industry Solutions, Arnd Trapp, Director IT & Operations Jettainer und Martin Kraemer, Head of Marketing & PR Jettainer GmbH.

Ryanair: Basis in Düsseldorf für Alicante und Malaga

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Ryanair hat jetzt eine neue Flughafenbasis ab Juni 2018 in Düsseldorf verkündet – die 11. Basis in Deutschland und die 86. Basis in Europa, mit einem stationierten Flugzeug. Das bedeutet auch zwei neue Strecken ab DUS, nämlich nach Alicante und Malaga, die im Rahmen des Sommerflugplans 2018 bedient werden.

Diese neuen Ryanair-Strecken werden zusätzlich zu der täglich betriebenen Strecke nach Palma de Mallorca angeboten, die zu Beginn des Jahres verkündet würde, sowie zu den 12 durch Laudamotion betriebenen Strecken, die alle über Ryanair buchbar sind. Ryanairs Sommerflugplan 2018 für Düsseldorf beinhaltet Alicante (täglich), Malaga (täglich), Palma de Mallorca (täglich), damit also 21 wöchentliche Flüge, auf denen der irische Low-Cost Carrier 140.000 Kunden pro Jahr erwartet.

Air Cargo Deutschland spürt Druck aus Asien

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Luftfracht-Unternehmen müssen bei der Digitalisierung der Abläufe stärker zusammenarbeiten. Das forderte ACD-Präsident Prof. Christopher W. Stoller beim aktuellen Treffen des Aircargo Club Deutschland anlässlich der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA in Berlin.

„Der Druck kommt ganz klar aus Asien und unsere Unternehmen dürfen nicht warten, bis die digitalen Prozesse in der Luftfracht nur noch über Plattformen außerhalb Europas abgewickelt werden“, warnte Stoller. „Wir brauchen einen digitalen Ruck in der Luftfracht und besonders in der Exportnation Deutschland.“ Der ACD begrüßt die Ernennung der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, um insbesondere die Einbindung der Behörden, wie etwa dem Zoll, in die digitale Prozesskette zu beschleunigen.

Digitalisierung kommt nur schleppend voran

Bei einem Treffen in der historischen Pan Am Lounge in Berlin gaben Mitglieder des ACD ihre Erfahrungen mit der schleppenden Digitalisierung weiter. Vielerorts sind Papierunterlagen noch immer der Standard oder digitale Frachtpapiere, so genannte Electronic Air Waybills (e-AWB), können nur auf einem Teil der Transportkette eingesetzt werden. Durch den zerstückelten Markt mit mehr als 60.000 Speditionen allein in Deutschland wächst die Gefahr, dass Global Player wie Alibaba oder Amazon durch ihre digitalen Plattformen den Markt an sich reißen. Chris Nielen von Europas größter Frachtfluggesellschaft Cargolux sagte: „Unser Fokus liegt auf digitalen Frachtpapieren und wir streben an, den Anteil von e-AWBs in den nächsten zwei, drei Jahren deutlich zu erhöhen.“

Klein- und mittelständische Luftfrachtunternehmen kritisierten allerdings, dass die Großen der Branche versuchen, zwar eigene Standards zu entwickeln, aber diese nicht für alle Marktteilnehmer öffnen. „Solange wir nicht an einem Strang ziehen, wird es auch in zehn Jahren keine durchgehende e-AWB geben“, sagte Dietmar Korell, Geschäftsleiter der Cargo Operation Centre GmbH in Neu-Isenburg. Auch würden nationale Regeln bei Ausbildung oder im Bereich Datenschutz den meist internationalen Luftfracht-Transport behindern.

Jan Noll von Lödige Industries berichtete dagegen von der erfolgreichen Einführung eines digitalen Cargo Management Systems bei einem Kunden. „Wir haben erste große Digitalisierungssprünge bei Finnair gemacht“, sagte der Head of Sales Air Cargo & Car Park Systems bei dem Unternehmen aus Warburg/Scherfede. Dennoch drohe Europa international den Anschluss zu verpassen. So schilderten Teilnehmer des Treffens ihre positiven Erfahrungen mit durchgängigen digitalen Frachtketten in Asien oder Lateinamerika, die es in dieser Form in Europa noch zu wenig gäbe.

Regulierungshürden in Europa

„In Europa ist die Anwendung der Datenregulierungsvorschriften eine Herausforderung,“ sagte IATA-Chef Zentraleuropa Mathias Jakobi. So würden beispielsweise einige Speditionen, die hochpreisige Güter wie Schmuck oder Uhren per Luftfracht versenden, aus Sicherheitsgründen nur verhaltenes Interesse an der Weitergabe von Daten haben. Die Pharmabranche fordert dagegen eine möglichst ununterbrochene Informationskette, um den Transport lückenlos überwachen zu können. Deshalb setzte man dort auch auf Blockchain-Technologien. Erklärtes Ziel des ACD ist es daher, die Luftfrachtbranche fit für die digitale Zukunft zu machen, so ACD-Präsident Stoller. „Deshalb werden wir den Ideenaustausch in der Branche weiter anregen, damit die Unternehmen in Deutschland den digitalen Wandel erfolgreich meistern.“

25 Jahre Mission D-2: Spacelab Crew Reunion auf ILA

Heute vor 25 Jahren starteten der Physiker Hans Schlegel und der Raumfahrtingenieur Ulrich Walter an Bord der US-Raumfähre Columbia zur zweiten deutschen Spacelab-Mission – D-2. Der 26. April 1993 ist Hans Schlegel, Ulrich Walter und ihren amerikanischen Crew-Kollegen der zweiten deutsch-amerikanischen Spacelab-Mission noch heute in lebhafter Erinnerung.

In Deutschland begann die Astronauten-Ausbildung von fünf deutschen Wissenschaftlern für die D-2-Mission 1988. Dabei waren die zwei ersten deutschen Astronautinnen, Renate Brümmer und Heike Walpot, sowie Ulrich Walter, Gerhard Thiele und Hans Schlegel. Nach zweieinhalb Jahren schlossen alle erfolgreich die Basisausbildung ab und es folgte die D-2-Missionsausbildung in Deutschland, Europa und den USA. Anfang 1992 wurde die Flugmannschaft benannt.

Astronauten auf Reserve

Renate Brümmer und Gerhard Thiele wurden als Ersatz trainiert und Heike Walpot als „Crew Interface Coordinator“, die die Anweisungen des Kontrollzentrums für die Experimente – also vom GSOC in Oberpfaffenhofen aus – zum Shuttle weitergab. Hans Schlegel: „Die Experimentfülle der D-2-Mission erforderte eine akribische, mehrjährige Vorbereitung, bei der alle beteiligten Teams mit ihrer jeweiligen Expertise unsere Mission planten.“ Beteiligt waren außer den Astronauten Wissenschaftlergruppen aus aller Welt und verschiedene Kontrollteams von jeweils mehreren Hundert Spezialisten.

„Für mich persönlich zählt die Vorbereitung und Durchführung der D-2-Mission zu den erlebnisreichsten und intensivsten Abschnitten meiner heute 66 Lebensjahre“, berichtet Hans Schlegel, der als deutscher Nutzlastspezialist zur Crew von D-2 gehörte. Sein Mitflieger und Astronauten-Kollege Ulrich Walter bringt die Mission mit dem amerikanischen Forschungslabor Spacelab so auf den Punkt: „Wenn ich heute eine möglichst effektive Wissenschafts-Mission organisieren müsste mit einer optimalen Crew dazu, dann würde ich sie genauso wieder machen.“

Sofort „Yes“ gesagt

Heute vor 25 Jahren starteten der Physiker Hans Schlegel und der Raumfahrtingenieur Ulrich Walter an Bord der US-Raumfähre Columbia zur zweiten deutschen Spacelab-Mission – D-2: „Der Bindestrich wurde hinzugefügt, um eine Verwechslung mit einem damaligen deutschen Telefonanbieter zu vermeiden“, erklärt Schlegel. Nach mehreren Verschiebungen aufgrund technischer Probleme hob die Columbia schließlich am 26. April 1993 um 18:51 Uhr Mitteleuropäischer Zeit vom Kennedy Space Center in Florida ab. Aus der ursprünglich für neun Tage geplanten Mission wurden dann sogar zehn Tage, bis die Crew am 06. Mai 1993 auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien landete und wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Neben den Deutschen Schlegel und Walter gehörten die NASA-Astronauten Steven Nagel (Kommandant), Terence „Tom“ Henricks (Pilot) sowie die Missionsspezialisten Jerry Ross, Charles Precourt und Bernard A. Harris zur Crew. So bekam Jerry Ross ausgerechnet am 01. April 1991 den entscheidenden Anruf, und es war kein Scherz: „Ich befand mich gerade in Quarantäne im Johnson-Space-Center der NASA in Houston, vier Tage vor meiner dritten Space Shuttle-Mission STS-37, als ich gefragt wurde, ob ich als Payload Commander meinen vierten Raumflug mit D-2 starten könne – ich zögerte keinen Moment und sagte sofort zu. Im Mai 1991 kam ich dann nach Deutschland und in den darauffolgenden eineinhalb Jahren bis zum Start von D-2 verbrachte ich zusammen mit Bernard Harris etwa die Hälfte der Zeit in Deutschland. Es waren fast 90 Experimente aus elf Ländern vorzubereiten – wir hatten also kurz gesagt wirklich viel zu tun. Aber würde ich heute, 25 Jahre später, noch einmal gefragt: ich würde es sofort wieder tun!“

Betreuung aus Oberpfaffenhofen

Die Deutsche Agentur für Raumfahrtangelegenheiten (DARA) war als Vorgängereinrichtung des heutigen DLR Raumfahrtmanagements in Bonn für die deutsche Experiment- und Missionsplanung verantwortlich. In Köln steht das Europäische Astronauten Zentrum EAC, dessen Bau während der Vorbereitung der D-2-Mission stattfand. Direkt daneben befindet sich auf dem DLR-Gelände eines der europäischen Nutzer-Unterstützungszentren, das MUSC (Microgravity User Support Center), das aus dem Bodenbegleitprogramm der D-2-Mission entwickelt wurde. Und im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen wurde die Mission rund um die Uhr betreut. Die erste Mission im heutigen Gebäude war die D-2 Mission.

„Die D-2-Crew hat in zehn Tagen unglaubliche 88 Experimente erfolgreich im Spacelab absolviert. 61 Experimente stammten dabei aus Deutschland. Nach Sigmund Jähn, dessen 40-jähriges Erstflug-Jubiläum wir im August 2018 feiern, den Spacelab-Flügen von Ulf Merbold und der D1-Mission war die D-2-Mission im April 1993 ein essenzieller Meilenstein für die deutsche astronautische Raumfahrt“, erklärt Dr. Walther Pelzer, Vorstand für das DLR Raumfahrtmanagement.

Kontrollstellen am Boden

Das deutsche Kontrollzentrum (GSOC) betreute die Durchführung der Experimente in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Payload Kontrollzentrum in Huntsville. Das Missionskontrollzentrum (MCC) in Houston war zuständig für den Betrieb des Space Shuttle Columbia und das Launch-Kontrollzentrum am Kennedy Space Center für die Vorbereitung des Shuttle bis hin zu den ersten Sekunden des Fluges.

Bei der D-2-Mission hatte Deutschland die Verantwortung für die gesamte Nutzlast – für Programmatik, Management und die operationelle Durchführung. Walther Pelzer: „Damals wie heute werden gemeinsam mit den Forschern Experimente so entwickelt, dass diese in Schwerelosigkeit durchführbar sind und in Forschung und Anwendung neue Erkenntnisse auch für unser Leben auf der Erde bringen“.

Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie, ergänzt: „Die D-2-Mission ist nicht nur eine „historische“ Mission, auf die wir nach 25 Jahren nostalgisch zurückblicken – die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeiten haben vielmehr bis in unsere heutige Forschung eine Wirkung.“ So wurde beispielsweise mit dem DLR-Roboterarm ROTEX zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt ein Roboter im All von der Erde aus ferngesteuert. „Damit nahm eine Reihe von erfolgreichen Experimenten ihren Anfang, bei der Mensch und Roboter zu einem Team wurden“, so Dittus weiter.

Heute können Astronauten von der ISS aus Aufgaben an den Roboter „Rollin‘ Justin“ des DLR erteilen, die dieser mit künstlicher Intelligenz plant und ausführt. Das DLR in Oberpfaffenhofen ist auch in der kommenden Woche eine Station der D-2-Crew: Am 04. Mai 2018 trifft der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Astronauten und Missionsmitarbeiter im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum.

Die Experimente der D-2-Mission

Die 88 Experimente der D-2-Mission kamen aus 11 unterschiedlichen Forschungsdisziplinen: Kommunikation, Automation und Robotik, Astronomie, Erdbeobachtung, Biophysik, Oberflächenstabilität, Mechanik, Physik, Kristalle, Biologie und Humanphysiologie. 61 Experimente stammten aus Deutschland, sieben aus Frankreich, vier aus Dänemark, vier aus Japan, drei aus Italien, zwei aus Belgien, zwei aus den Niederlanden, zwei aus den USA und jeweils ein Experiment kam aus Spanien, Schweden und der Schweiz.

Auf den Bildern

Start des Space Shuttle Columbia zur D2-Mission: Am 26. April 1993 startete das Space Shuttle Columbia zur zehntägigen D2-Mission. Während der Mission wurden 88 Experimente im Spacelab durchgeführt.

Hans Schlegel während der D2-Mission, Astronaut im Spacelab: An seiner Stirn trägt er ein Ultraschallmessgerät. Mit dem Experiment AR-TISSU wurden Gewebedicke und Gewebestabilität entlang der Körperachse unter Mikrogravitationsbedingungen erforscht. Die Aufnahme entstand während der D2-Mission 1993.

Wissenschaft auf dem Fahrrad-Ergometer: Astronaut Ulrich Walter analysierte seine Atemluft, während er auf dem Fahrrad-Ergometer fuhr. Das Experiment ist eines von 88, die auf der D2-Mission 1993 durchgeführt wurden.

Ulrich Walter im Spacelab: Astronaut Ulrich Walter gehörte zum dem Team, das am 26. April 1993 mit der D2-Mission ins Weltall startete.

Schichtdienst für die D2-Mission: Im Raumfahrtkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) waren die Konsolen während der D2-Mission rund um die Uhr besetzt. Von dort aus überwachten und steuerten die Ingenieure die gesamten Experimente.

Blick auf die Erde: An Bord der D2-Mission befanden sich zwei Kameras. Eine war auf die Milchstraße ausgerichtet, die zweite nahm Fotos von der Erde auf.

D2-Crew: Die Crew der deutschen D2-Mission: Hans Schlegel, Ulrich Walter, Steven Nagel, Terence Hernicks, Jerry Ross, Charles Precourt und Bernhard Harris.

DLR-Vorstand trifft Mitglieder der D-2-Mission auf der ILA: 25 Jahre nach der D-2-Mission werden Mitglieder der damaligen Crew von Vorständen des DLR auf der ILA begrüßt (von links nach rechts): Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und –technologie, Payload Commander Jerry Ross, Nutzlastspezialist Hans Schlegel, Nutzlastspezialist Ulrich Walter, Pilot Tom Hendricks, Missionsspezialist Bernard A. Harris und Dr. Walther Pelzer, Vorstand für das DLR Raumfahrtmanagement

Recaro mit Wachstum: Fast halbe Milliarde Umsatz

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Mit einem Jahresumsatz von 487 Millionen Euro hat Recaro Aircraft Seating seinen Umsatz im vergangenen Jahr erneut gesteigert. 120.000 Sitze hat das deutsche Unternehmen produziert und damit das Volumen im Vergleich zum Vorjahr um fast 15 Prozent erhöht.

Insgesamt ist der Weltmarktführer für Economy-Class-Sitze extrem erfolgreich. In den letzten fünfzehn Jahren ist der Umsatz jährlich um mehr als zehn Prozent gestiegen – im Vergleich zum durchschnittlichen Marktwachstum von fünf Prozent. Die Auftragsbücher sind für die nächsten drei Jahre gut gefüllt.

Neukunden bei den Airlines

Recaro, einer der größten Flugzeugsitzhersteller weltweit, hat im vergangenen Jahr 41 Airlines und Flugzeughersteller beliefert, dabei sind vor allem die acht Neukunden beachtlich. Im laufenden Jahr 2018 sind bereits Aufträge für 20 bestehende und vier neue Kunden fixiert. Entsprechend zufrieden äußert sich Dr. Mark Hiller, geschäftsführender Gesellschafter von Recaro Aircraft Seating (im Bild): „Für die nächsten Jahre werden wir unsere Wachstumsrate nach oben anpassen. Unsere Auftragsbücher sehen bis über das Jahr 2020 hinaus gut aus.“

Aber nicht nur Umsatz und Auftragsvolumen stehen für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2017. Auch Investitionen und Effizienzsteigerungen gehören dazu. Fluggesellschaften weltweit, darunter acht der zehn Fünf-Sterne-Fluggesellschaften, wählen Recaro wegen seiner in der Branche herausragenden Liefertermintreue, hohen Qualität sowie innovativen Produkten. „Wir haben uns in der Branche in den letzten Jahren eine Benchmark von fast 100 Prozent pünktlicher Lieferung geschaffen. Unser neues vollautomatisches Logistikzentrum stellt eine Investition für weitere Kapazitäten am Hauptsitz dar“, so Dr. Mark Hiller. Dafür erhielt Recaro Top-Bewertungen von den Flugzeugherstellern und Fluggesellschaften.

Wiedereinstieg in die Business Class

Recaro Flugzeugsitze stehen für Komfort, Qualität und Leichtbau. Das gilt auch für den strategisch wichtigen Wieder-Einstieg von Recaro in das Business-Class-Geschäft. Hier umfasst das Portfolio Business-Class-Sitze für Kurz-, Mittel- und Langstrecken. 2017 hat Recaro den nach Kundenanforderungen adaptierbaren Business-Class-Sitz CL6710 auf der B787 für die Langstrecke an internationale Kunden ausgeliefert. Dr. Mark Hiller: „Die Business Class ist künftig ein wichtiger strategischer Schwerpunkt. Dieses Segment kommt in Schwung. Wir haben in diesem Jahr sowie im nächsten Jahr weitere Kunden für diesen Premiumsitz gewinnen können. Der CL6710 ist einer der leichtesten Business-Class-Sitze auf dem Markt.“

Auch seine Prozesse in Produktion und Service hat Recaro im Jahr 2017 sehr erfolgreich weiterentwickelt. Der Recaro Standort Polen in vier Kategorien mit dem CEE Manufacturing Excellence Award geehrt. Dr. Mark Hiller kommentierte: „Wir haben unsere Produktion in unserem chinesischen Werk in Qingdao von 10.000 auf 20.000 Plätze verdoppelt.“ Außerdem bietet Recaro als umfassender Lösungsanbieter einen kosteneffizienten Rundumservice für Modifikationsprojekte und Retrofit-Aufgaben inklusive Zulassung.

Die Erfolge schlagen sich bei Recaro auch als attraktiver Arbeitgeber nieder – als Gewinner des Top Employer Awards. Dies ist einer der Gründe, warum Recaro erfolgreich hochqualifizierte Mitarbeiter findet. Die Zahl der Recaro Mitarbeiter weltweit ist im Jahr 2017 auf 2.300 gestiegen, davon 164 Neueinstellungen für neu geschaffene Arbeitsplätze.

Für das laufende Geschäftsjahr zeichnet sich ein Weiterschreiben des Erfolgstrends ab: Auf der weltweit wichtigsten Branchenmesse in Hamburg wurde der neue Economy-Class-Sitz BL3710 für die Kurz- und Mittelstrecke im April 2018 erfolgreich eingeführt und bereits an einen großen Low-Cost-Carrier geliefert. Mit dem PL3530 ist Recaro zudem im aufstrebenden Premium-Economy-Sektor erfolgreich.

Auf den Bildern: Der neue Economy-Class-Sitz BL3710 von Recaro Aircraft Seating zeichnet sich durch die ideale Balance zwischen Leichtbau und Komfort aus. Ende 2017 wurde das vollautomatische 6.000 m² große Logistikzentrum am Unternehmenssitz in Schwäbisch Hall eröffnet.

Frauenpower auch am Flughafen DTM gefragt

Der Dortmunder Flughafen beteiligte sich in diesem Jahr erneut am Girl`s Day und lud rund 20 Mädchen ab der siebten Klasse dazu ein, in Berufe zu schnuppern, die gemeinhin als „mädchenuntypisch“ gelten.

Bei der Flughafenfeuerwehr erleben die jungen Mädchen heute einen spannenden Schnuppertag mit praktischen Brandschutzübungen und zahlreichen Informationen rund um die Tätigkeiten und Anforderungen bei der Feuerwehr. Holger Blase, Bereichsleiter Personal am Dortmund Airport, begrüßte die Besucherinnen im Flughafenterminal und erläuterte die Bedeutung des Girl`s Day: „Der Mädchen-Zukunftstag bietet eine tolle Gelegenheit, um Neugierde für von Männern dominierte Berufe zu wecken, starre Denkmuster aufzubrechen und junge Menschen zu ermutigen, auch mal ungewöhnliche Wege einzuschlagen.“ Er rät den Mädchen: „Die Entscheidung für oder gegen einen Beruf sollte unabhängig vom Geschlecht getroffen werden, sondern von den Interessen und Stärken der jeweiligen Person geleitet sein.“

Luftfracht mit Frauenpower

Eine, die ganz bewusst einen eher männerspezifischen Beruf gewählt hat, ist Alina Alf. Die 21-Jährige Lünenerin ist Auszubildende zur Fachkraft für Lagerlogistik im Bereich Cargo am Dortmund Airport und damit gleichzeitig die erste Frau, die in der 1.450 m² großen Cargo-Halle am östlichen Ende des Flughafen Ware luftfrachtgerecht verpackt, kommissioniert und prüft. Alina Alf sei es nicht schwer gefallen sich zu integrieren, erzählt sie. „Die Kollegen haben es mir leicht gemacht. Ich habe mich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt und habe keine Vorbehalte erfahren“, so Alina Alf.

Bei der Suche nach geeigneten Bewerbern für die Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik, die der Dortmund Airport seit 2015 im Zwei-Jahres-Turnus anbietet, wird neben einem Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) oder einem guten Hauptschulabschluss vor allem auf die Kommunikationsfähigkeit sowie Belastbarkeit und Stressresistenz geachtet. Frauen und Männer haben dabei gleichermaßen gute Chancen, sofern sie für den Job brennen. Für Alina Alf liegt der Reiz vor allem an den Tätigkeiten außerhalb des Schreibtisches. „Ein 9-to-5-Job im Büro wäre nichts für mich. Mir gefällt die Abwechslung, der Kontakt zu den Kunden – und das Gabelstaplerfahren“, erläutert sie.

Vielfalt im Unternehmen

Aspekte der Vielfalt der Belegschaft, der Demografie, der Partizipation und Chancengleichheit aller Beschäftigten sind wesentliche Bestandteile der Unternehmenskultur am Dortmund Airport. Eine familienfreundliche, sichere, gesundheitsunterstützende sowie kommunikations-, team- und motivationsfördernde Gestaltung der Arbeitsplätze und des Umfeldes nimmt einen sehr hohen Stellenwert ein. Auf den Bildern: Alina Alf absolviert eine Ausbildung zur Fachfrau für Lagerlogistik im Cargo-Bereich am Dortmund Airport. Holger Blase, Bereichsleiter Personal, und Uwe Radmacher von der Flughafen-Feuerwehr begrüßten heute die Teilnehmerinnen des Girl`s Day im Terminal.

Lufthansa: Eurowings-Aufbau schmelzt Ergebnis

Die Lufthansa Group setzt ihren erfolgreichen Kurs im ersten Quartal 2018 fort und ist gut in das laufende Jahr gestartet. Die Network Airlines haben ihre Adjusted EBIT-Marge in dem für alle Airlines traditionell schwachen ersten Quartal deutlich um 3,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent gesteigert, Lufthansa Cargo sogar um 4,3 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

Diese Ergebnisverbesserungen wurden jedoch zu großen Teilen durch signifikante Einmalkosten bei Eurowings aus dem Wachstum im Rahmen der airberlin Insolvenz kompensiert. Weil Lufthansa Technik und der Bereich „Sonstige und Konsolidierung“ Ergebnisrückgänge auf das Niveau der Vorjahre verzeichnet haben, ist das Adjusted EBIT, die führende Ergebniszahl der Lufthansa Group, im ersten Quartal insgesamt nur leicht um eine Million Euro auf 26 Millionen Euro gestiegen.

IFRS 15 nivelliert Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind trotz eines neuen Passagierrekords und einem historischen Höchststand bei der Auslastung der Flugzeuge mit rund 7,6 Milliarden Euro (davon 5,8 Milliarden Euro Verkehrserlöse) wegen der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 15 in etwa auf Vorjahresniveau geblieben. Ohne diese Effekte wären die Umsatzerlöse um 4,5 Prozent gestiegen. Das Konzernergebnis wurde um elf Millionen Euro auf -57 Millionen Euro gesteigert.

Die Treibstoffkosten liegen mit 1,2 Milliarden Euro annähernd auf Vorjahresniveau (+0,9 Prozent), da das Mengenwachstum und die höheren Durchschnittspreise durch Währungseffekte und erfolgreiches Hedging kompensiert werden. Die um Treibstoff- und Währungseffekte bereinigten Stückkosten konnten wegen besonders erfolgreicher Kostensenkungen bei den Network Airlines konzernweit weiter um 0,5 Prozent gesenkt werden – trotz der belastenden Einmaleffekte bei Eurowings. Gleichzeitig sind die währungsbereinigten Stückerlöse um 1,2 Prozent gestiegen. Doch trotz hoher Einmalkosten bei Eurowings ist es gelungen, die Stückkosten weiter zu senken. Gleichzeitig hat die Airline ins Produkt investiert, so Ulrik Svensson, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG. Die Passagierzahlen am Drehkreuz in München seien im ersten Quartal um ein Drittel mehr gewachsen als in Frankfurt, so Ulrik Svensson.

Network Airlines: Swiss am profitabelsten

Das Adjusted EBIT der Network Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines liegt im ersten Quartal 2018 mit 114 Millionen Euro um 154 Millionen Euro über dem des Vorjahres. Damit haben die Network Airlines maßgeblich zum guten Ergebnis der Lufthansa Group im ersten Quartal 2018 beigetragen. Bei einer weiterhin hohen Nachfrage konnten die um Treibstoff- und Währungseffekte bereinigten Stückkosten um 1,9 Prozent gesenkt werden, während die währungsbereinigten Stückerlöse bei den drei Airlines um 1,5 Prozent gestiegen sind.

Lufthansa hat ihr Ergebnis um 95 Millionen Euro auf 83 Millionen Euro gesteigert und die höchste Ergebnismarge im ersten Quartal seit zehn Jahren erreicht. SWISS verbuchte mit einer Verbesserung von 64 Millionen Euro ein Rekordergebnis von 99 Millionen Euro und hat eine Marge von gut neun Prozent erreicht. Damit bleibt SWISS die profitabelste Airline im Konzern. Bei Austrian Airlines ist das Ergebnis aufgrund von massiven Flugstreichungen an drei Tagen, die im Rahmen der Tarifverhandlungen stattfindenden Betriebsversammlungen verursacht wurden, um acht Millionen Euro auf -67 Millionen Euro zurückgegangen.

Eurowings Group

Eurowings wächst erfolgreich. Die um währungsbereinigten Stückerlöse stiegen trotz eines um 28,8 Prozent erhöhten Angebots um 3,5 Prozent. Bedingt durch wesentliche Einmalkosten für die Integration ehemaliger Air Berlin-Teile sind die um Treibstoff- und Währungseffekte bereinigten Stückkosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum allerdings um 7,6 Prozent gestiegen. Das Adjusted EBIT der Eurowings Group ist um 71 Millionen Euro auf -203 Millionen Euro zurückgegangen. Auch in den kommenden Monaten werden Einmalkosten die Entwicklung der Stückkosten von Eurowings weiter belasten.

Aviation Services

Bei den Aviation Services setzte Lufthansa Cargo die positive Entwicklung fort und hat ihr Ergebnis mit 65 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt (+32 Mio. Euro). Das Ergebnis von Lufthansa Technik geht unter anderem aufgrund des schwächeren US Dollars und einem außerordentlich guten Vorjahresquartal um 34 Millionen Euro auf 103 Millionen Euro zurück. Die LSG Group kann ihr Ergebnis um 3 Millionen Euro leicht auf 1 Million Euro steigern. Bei den sonstigen Gesellschaften und Konsolidierungseffekten sank das Adjusted EBIT um 83 Millionen Euro auf -54 Millionen Euro und damit auf ein durchschnittliches Niveau der Jahre vor 2017.

Finanzkennzahlen

Der operative Cashflow bleibt in etwa auf Vorjahresniveau. Die Pensionsrückstellungen steigen vor allem aufgrund des von 2,0 Prozent auf 1,9 Prozent gesunkenen Diskontierungszinssatzes um 8,3 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung ist gegenüber Jahresende 2017 um annähernd 30 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zurückgegangen, was die finanzielle Stabilität des Konzerns weiter stärkt.

Vor diesem Hintergrund erhöhte die Rating Agentur S&P den Ausblick im Investment Grade Rating der Lufthansa Group jüngst auf „positive“. Die Eigenkapitalquote geht um vier Prozentpunkte auf 22,5 Prozent zurück. Ursachen dafür sind im Wesentlichen Effekte aus der Erstanwendung des neuen Berichtsstandards und der zinsbedingte Anstieg der Pensionsverpflichtungen.

Prognose für 2018 unverändert

Gegenüber der Prognose vom 15. März rechnet die Lufthansa Group nun mit einem organischen Angebotswachstum von insgesamt 6 Prozent im Jahr 2018. Aufgrund dieser um einen Prozentpunkt reduzierten Wachstumsprognose und einem schwächeren US Dollar wurde auch die Vorhersage für die Treibstoffkosten um 100 Millioen Euro reduziert. Damit würden sich die Treibstoffkosten gegenüber dem Vorjahr um 600 Millionen Euro auf 5,8 Milliarden Euro erhöhen.

Diese höheren Kosten können zu einem großen Teil durch eine bessere operative Performance kompensiert werden, so dass für 2018 unverändert mit einem Ergebnis leicht unter dem des Rekordjahres 2017 gerechnet wird. Ebenfalls unverändert wird ein Rückgang der um Währungs- und Treibstoffeffekte bereinigten Stückkosten von 1 bis 2 Prozent im laufenden Jahr prognostiziert bei einer stabilen Entwicklung der währungsbereinigten Stückerlöse.

IFRS 15

Der Berichtsstandard IFRS 15 zu „Erlösen aus Kundenverträgen“ wird im ersten Quartal 2018 erstmalig angewendet. Dies führt zu einer Veränderung der Erlös- und Kostenpositionen insbesondere bei den Network Airlines und der Eurowings Group. So werden beispielsweise passagierabhängige Flughafenentgelte und Steuern, die früher sowohl auf der Erlös- als auch auf der Kostenseite erfasst wurden, aus der Gewinn- und Verlustrechnung herausgekürzt. Dadurch verringern sich sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben. Da das EBIT nicht betroffen ist, erhöht sich rechnerisch die EBIT-Marge. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgt nicht.

AUA mit Ergebnisrückgang um 14 Prozent

Austrian Airlines, Österreichs Flag-Carrier, meldet im saisonal bedingt schwachen Winterquartal Januar bis März ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Adjusted EBIT) von -67 Mio. Euro (Q1 2017: -59 Mio. Euro). Der Ergebnisrückgang um 14 Prozent sei im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen.

Dies sind die Kosten der Betriebsversammlungen und des Warnstreiks im März, die schwache Nachfrage im Nahen Osten sowie die verschärften Wettbewerbsbedingungen am Standort Wien. Dennoch konnte Austrian Airlines ihr Geschäft ausbauen: Die Passagieranzahl stieg um 13,3 Prozent auf 2,5 Millionen.

Austrian Airlines CFO Wolfgang Jani: „Auch wenn uns der Zugewinn an Fluggästen sehr freut, starten wir nach dem traditionell defizitären Winterquartal mit einem noch höheren Minus ins neue Jahr. Wir werden uns sehr anstrengen, um das Minus aufzuholen.“

Die Umsatzerlöse sind wegen der Anwendung der Regelung von IFRS 15* um zehn Prozent auf 396 Millionen Euro gesunken, bereinigt um den IFRS 15 Effekt* sind sie aufgrund des Flotten- und Geschäftsausbaus im Europaverkehr um 6,8 Prozent gestiegen. Die Gesamterlöse sind um 4,9 Prozent gewachsen. Die betrieblichen Aufwendungen sind hingegen um 8,4 Prozent auf 482 Millionen Euro gesunken, bereinigt um den IFRS 15 Effekt sind die Gesamtaufwendungen aufgrund erhöhter Personal- und Materialkosten um 5,9 Prozent gestiegen.

Über 13 Prozent Passagiere mehr befördert

Das Adjusted EBIT, in dem unter anderem Bewertungsgewinne aus Flugzeugverkäufen abgezogen werden, hat -67 Mio. Euro betragen (Q1 2017: -59 Mio. Euro). Das EBIT hat ebenso -67 Mio. Euro betragen und ist damit deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums von -55 Mio. Euro geblieben.

Gleichzeitig konnte Austrian Airlines die Verkehrsleistung deutlich ausbauen: In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres beförderte sie 2,5 Mio. Passagiere. Das sind 13,3 Prozent oder rund 292.000 mehr als im ersten Quartal 2017. Das Angebot gemessen in Angebotenen Sitzkilometern (ASK) wurde um drei Prozent auf mehr als 5,2 Mrd. erhöht. Die Auslastung konnte um 4,2 Prozentpunkte auf 72,7 Prozent erhöht werden.

Austrian Airlines hat im ersten Quartal 2018 mit 84 (plus zwei) in Betrieb befindlichen Flugzeugen 31.280 Flüge durchgeführt, also rund 348 Flüge am Tag. Die Regelmäßigkeit hat im ersten Quartal 2018 97,9 Prozent, die Abflugspünktlichkeit 83,6 Prozent betragen. Die Verschlechterung gegenüber dem 1. Quartal 2017 lag an den schlechteren Wetterbedingungen und den Flugausfällen durch die Betriebsversammlungen im März. Der Personalstand der Austrian Airlines Group lag zum Stichtag 31. März 2018 bei 7.089 Mitarbeitern (31.3.2017: 6.585 Mitarbeiter). Der starke Aufbau von 504 Mitarbeitern (plus acht Prozent) fand vor allem in den operativen Bereichen Cockpit und Kabine statt. Die Bilder zeigen das neue Design, dass sukzessive umgesetzt wird sowie einen Airbus im Retrolook zum Anlass 60 Jahre Austrian Airlines Flugdienst.

VC zu Cyberangriffen auf Flugzeuge

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Moderne IT-Systeme und zunehmende Vernetzung haben die Verkehrsfliegerei in den letzten Jahren grundlegend verändert. Auch die Angriffsszenarien werden immer vielfältiger: Ob mittels physischen Zugriffs über Flugzeugschnittstellen oder über Angriffe auf die drahtlosen Kommunikationswege des Flugzeugs, etwa die Kommunikation mit der Flugsicherung.

Weder aus der Kommunikation mit der Flugsicherung, noch aus der Navigation oder aus der Steuerung des Flugzeugs sind IT-Systeme noch wegzudenken. Die Luftfahrt ist jedoch gleichzeitig durch sehr lange Produktlebenszyklen gekennzeichnet, Systeme werden für eine Betriebsdauer von mehreren Jahrzehnten konzipiert und eine derart weitgehende Vernetzung war zum Zeitpunkt ihrer Einführung nicht vorgesehen.

Angriffe auf Airliner: Z.B. über GPS

„Die gesamte Kommunikation des Flugzeugs mit der Flugsicherung verläuft unverschlüsselt. Das könnte dazu führen, dass ein Flugzeug aufgrund eines unautorisierten Funkspruchs von seiner Route abweicht – was fatale Folgen haben kann“, so Markus Wahl, Sprecher der Vereinigung Cockpit. „Außerdem verlässt man sich in der Luftfahrt für die Navigation zunehmend auf GPS-Signale. Auch diese können gestört oder verfälscht werden. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass sich das Flugzeug unbemerkt von seinem eigentlichen Kurs entfernt und möglicherweise mit einem Hindernis kollidieren könnte.“

Angesichts zunehmender Angriffsmöglichkeiten ist es entscheidend, umfassende Sicherheitskonzepte zu entwickeln, die von unabhängiger Stelle verifiziert und zertifiziert werden. Dazu zählt neben dem Schutz von Flugzeugschnittstellen und einer klaren Systemtrennung zwischen Systemen, die für die Flugdurchführung notwendig sind und etwa dem Unterhaltungssystem, auch eine gesicherte Datenübertragung sowie ein verbindliches Meldesystem bei erkannten Angriffen, um ähnliche Angriffe zukünftig schneller zu erkennen und vorhandene Sicherheitslücken schließen zu können. Zu diesem und zu anderen Themen stehen die Experten der Vereinigung Cockpit auf der ILA zu einem Gespräch zur Verfügung.

Besuchen kann man die VC in Halle 3 an Stand 501.

Ozeanwächter Sentinel-3B mit Rockot ins All gestartet

Das Sentinel-3-Satellitenduo, eine der Säulen des europäischen Copernicus-Programms, ist nun im Weltall vereint: Am 25. April 2018 um 19:57 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (20:57 Uhr Ortszeit) ist der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-3B mit einer Rockot-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof in Plesetsk gestartet.

EU und ESA schaffen mit Copernicus eine leistungsfähige und nachhaltige Erdbeobachtungsinfrastruktur für Europa. Die EU betreibt mit dem Programm satellitengestützte Informationsdienste für Erdoberflächen, Ozeane, Atmosphäre, Katastrophenmanagement, Klimawandel und Sicherheit. Grundlage dieser Dienste sind sechs Satellitenfamilien, die so genannten Sentinels – zu Deutsch „Wächter“. Dabei werden in Copernicus auch Satellitendaten von Dritten einbezogen, so etwa Daten der deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X, TanDEM-X sowie RapidEye.

„Die Zwillingssatelliten überwachen nun gemeinsam die Erde“, erklärt Dr. Michael Nyenhuis, zuständig für die Sentinel-3-Mission im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Sobald Sentinel-3B erfolgreich im Orbit getestet wurde, wird das System voll einsatzbereit sein, und wir erhalten wertvolle zusätzliche Daten“.

Flugbahn ermöglicht zusätzliche Ozean-Aufnahmen

Sentinel-3B umkreist nun auf der gleichen polaren Umlaufbahn in rund 815 Kilometern Höhe die Erde wie sein baugleicher Zwilling, Sentinel-3A, der bereits im Februar 2016 gestartet war. Zu Beginn ihrer gemeinsamen Mission befinden sich die Satelliten im Tandemflug, also mit einem geringen zeitlichen Abstand von nur 30 Sekunden voneinander, um die zahlreichen Sensoren der beiden Satelliten miteinander zu kalibrieren.

Anschließend entfernen sich die Satelliten auf eine Distanz von rund 40 Flugminuten voneinander, um eine möglichst optimale zeitliche Abdeckung der Erdoberfläche zu gewährleisten. Anhand der Erkenntnisse, die durch Sentinel-3A gewonnen wurden, konnte die Flugbahn von Sentinel-3B optimiert werden, um häufigere Messungen der Meeresspiegelhöhe durchführen zu können. Mindestens sieben Jahre lang wird der Satellit Daten zur Erde senden. Die Weltmeere stehen im Fokus der Mission, aber auch großflächige Veränderungen der Landflächen werden dokumentiert.

Meer speichert und transportiert Wärme

Die Wassermassen auf unserem Planeten, die rund 70 Prozent der Erdoberfläche bedecken, speichern und transportieren große Mengen an Energie und Wärme. Hierdurch haben sie einen starken Einfluss auf die Klima- und Wettersysteme der Erde. Die umfangreichen Daten zu Wassertemperatur, Höhe des Meeresspiegels und zur Dicke der Eisschicht auf den Ozeanen, welche die beiden Sentinel-3-Statelliten nahezu in Echtzeit übermitteln, sind daher nicht nur für die Schifffahrt von Interesse. Sie liefern vor allem die Grundlagen für eine präzise Wettervorhersage und für die Klimaforschung – etwa zur Erstellung von möglichst realitätsnahen Modellen zur Klimaentwicklung. Zudem ermöglichen die Daten, die Verschmutzung der Meere sowie die Produktion von Biomasse in den Ozeanen zu überwachen.

Über Land soll die Sentinel-3-Mission aktive Waldbrände und Brandflächen erfassen, um so einerseits Kohlenstoff-Emissionen abschätzen zu können, aber auch um großräumig wichtige Informationen über Katastrophenrisiken zu liefern. Außerdem ermitteln die Satelliten die verschiedenen Landnutzungsarten und den Zustand der Vegetation auf der Erdoberfläche. Diese Daten fließen sowohl in die Erstellung von Kartenmaterial als auch ins moderne Agrarmanagement mit ein. Eine weitere Aufgabe der Zwillingssatelliten ist etwa das Aufspüren so genannter Hitzeinseln – also lokal begrenzte Temperaturerhöhungen, die über Großstädten entstehen. Ihr Einfluss auf das regionale Klima, sowie der Einfluss des Klimawandels auf die Städte sind bislang noch weitgehend unerforscht.

DLR für das Bodensegment

Drei Processing and Archiving Center (PACs) empfangen, verarbeiten und speichern Sentinel-3-Daten. Eines von ihnen ist das Earth Observation Center (EOC) des DLR in Oberpfaffenhofen. Über das Copernicus-Hochleistungsdatennetzwerk gelangen die Roh-Daten von der Empfangsstation im norwegischen Svalbard an den Standort. Hier werden Informationsprodukte erstellt und im Langzeit-Archiv wissenschaftlichen Nutzern und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wenige Tage nach dem Satellitenstart werden die ersten Testdaten erwartet, die kalibrierten und korrigierten Daten sind dann voraussichtlich ab September verfügbar.

Die Sentinel-3B-Daten lassen den Copernicus-Datenbestand im Deutschen Satellitendatenarchiv (DSDA) weiter anwachsen: Zusammen mit den Daten der Radar-Mission Sentinel-1 sind in nur dreieinhalb Jahren über 3,6 Millionen Datensätze und eine Datenmenge von über 7.200 Terabyte (7,1 Petabyte) entstanden. Auf CD-Rohlinge gebrannt, würde dies einen Turm von rund 1.800 Metern Höhe entstehen lassen – das entspricht der fünfeinhalbfachen Höhe des Eiffelturms. „Diesen gewaltigen Datenschatz zu verarbeiten und zu analysieren ist die neue Herausforderung in der Erdbeobachtung. Dank unserer langjährigen Erfahrung im Umgang mit enormen Datenmengen, wie etwa im Rahmen der TanDEM-X-Mission, sind wir heute mit unseren Methoden in der Lage `Big-Data-Analysen in der Erdbeobachtung´ zu betreiben“, so Prof. Stefan Dech, einer der beiden Direktoren am EOC.

Mit Sentinel-3B ist der siebte Satellit des Copernicus-Programms gestartet, und die ersten vier Satellitenmissionen des Copernicus Weltraumsegments sind nun komplett: Dazu gehören neben Sentinel-3 die beiden Radarsatelliten von Sentinel-1, welche die Erde bei Tag und Nacht sowie durch Wolkenschichten hindurch beobachten können, sowie die Satelliten Sentinel-2A und -2B, welche vor allem die Landmassen im Blick haben und Sentinel-5P zur Messung von Luftschadstoffen, Treibhausgasen und Aerosolen. Der nächste Start eines Copernicus Satelliten soll im Jahr 2020 erfolgen.

Sentinel-3: Kooperation aus Europa

Die Sentinel-3-Mission ist Teil des Copernicus-Programms der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Europäischen Union (EU). Nach der Inbetriebnahme der Satelliten im Orbit wird die Mission gemeinsam von der ESA und der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT) im Auftrag der EU durchgeführt. Dabei ist die ESA zuständig für die Erstellung von Datenprodukten zu Landoberflächen, während EUMETSAT die Ozean- und Atmosphärenprodukte zur Verfügung stellt.

Gebaut wurden die beiden Sentinel-3-Satelliten von einem Konsortium aus rund 100 europäischen Firmen unter der Leitung von Thales Alenia Space in Frankreich. Das DLR Raumfahrtmanagement betreut im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) die entsprechenden ESA-Programme.

Auf den Bildern

Start von Sentinel-3B: Am 25. April 2018 ist um 19:57 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-3B mit einer Rockot-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof in Plesetsk gestartet.

Sentinel-3 löst sich von der Oberstufe der Trägerrakete: An Bord einer Rockot-Trägerrakete wurden die Sentinel-3-Satelliten ins Weltall transportiert. Ihre gemeinsame Mission beginnen die Satelliten im Tandemflug, bevor sie sich auf eine Distanz von rund 40 Flugminuten voneinander entfernen.

Inspektion von Sentinel-3B: Nach dem Transport von Sentinel-3B zum Startplatz in Plesetsk finden eine Inspektion sowie letzte Tests mit dem Satelliten statt, bevor er in die Fairing der Rakete eingebaut wird.

Künstlerische Darstellung Sentinel-3 im All: In einer Höhe von rund 815 Kilometern umrunden die Sentinel-3-Satelliten die Erde auf einer polaren Umlaufbahn.

DLR soll Gelben Engeln unter die Flügel greifen

Die ADAC Stiftung, die ADAC Luftrettung und das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) haben eine zukunftsweisende Kooperation zur Weiterentwicklung der Luftrettung vereinbart. Die drei nichtkommerziellen Organisationen ihre Kompetenzen bündeln und zukünftig gemeinsam zur Weiterentwicklung der Rettung aus Lebensgefahr und notfallmedizinischen Versorgung aus der Luft beitragen.

Eine entsprechende Erklärung wurde auf der aktuellen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin unterzeichnet. „Das DLR will mit seiner Forschung langfristig dazu beitragen, Rettungshubschrauber fit zu machen für Einsätze bei fast jedem Wetter und zu jeder Tageszeit. Wir freuen uns zukünftig mit der ADAC Stiftung in diesem Bereich zusammenzuarbeiten“, sagt die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund und DLR-Luftfahrtvorstand Prof.

Verfahren der Lebensrettung verbessern

Rolf Henke unterstreicht: „Entlang des DLR-Leitkonzepts Rettungshubschrauber 2030 ist der ADAC ein idealer Partner, um miteinander in Austausch zu treten, wie zukünftige Rettungshubschrauber am besten zu konzipieren sind und welche Forschungsfragen dafür gelöst werden müssen.“ Insgesamt richtet sich die DLR-Luftfahrtforschung entlang von sechs Leitkonzepten zum Fliegen der Zukunft aus.

Die ADAC Stiftung erwartet sich durch die enge Zusammenarbeit mit dem DLR für ihr Tochterunternehmen, der ADAC Luftrettung, wertvolle Impulse, um zukunftsgerichtete Forschungsaktivitäten daraus abzuleiten. Im Rahmen der Vereinbarung streben die Partner mehrere gemeinsame Kooperationen an, die zur Optimierung der Leistungsfähigkeit und Umweltverträglichkeit der Luftrettung beitragen sollen. So sollen zum Beispiel die Bedingungen für einem erweiterten Flugbetrieb für Hubschrauber unter allen Wetterbedingungen untersucht werden, aber auch die psychologischen und physiologischen Anforderungen bei der Personalauswahl gemeinsam weiterentwickelt werden.

Zugang zur Flugwissenschaft nutzen

Außerdem soll auch die Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Simulationstechnik im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion zur weiteren Verbesserung der Luftrettung beitragen. „Unsere Zusammenarbeit mit der DLR ermöglicht uns eine deutschlandweit einmalige Verbindung von Wissenschaft und Praxis“, beschreibt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, die Perspektiven der Kooperation. „Wir haben mit dem DLR bereits in der Vergangenheit erfolgreich beim Training und der Qualifizierung von Flugpersonal zusammengearbeitet. Als nächstes Projekt wollen wir gemeinsam auch an der Konzeption des Rettungshubschraubers der Zukunft – mit einem zeitlichen Horizont bis 2030 – arbeiten“.

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 36 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Seit 2017 gehört sie zur gemeinnützigen ADAC Stiftung. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle.

Auf den Fotos: Rettungshubsrauber H145: Der Rettungshubschrauber H145 ist das neueste Modell des ADAC und wird an neun Standorten eingesetzt. Zusätzlich stehen fünf Ersatzmaschinen bereit; feierliche Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen DLR, ADAC Stiftung und ADAC Luftrettung fand am 25. April 2018 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin statt. Im Bild (von links nach rechts): Prof. Rolf Henke – Vorstand Luftfahrt des DLR, Dr. Andrea David – Geschäftsführerin der ADAC Stiftung, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund – Vorstandsvorsitzende des DLR, Frédéric Bruder – Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. Frédéric Bruder, Geschäftsführer ADAC Luftrettung Dr. Andrea David, Geschäftsführerin ADAC Stiftung.

Superjumbo A380 von Emirates auf der ILA

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Emirates, die größte internationale Airline der Welt, kam mit ihrem Airbus A380 auch wieder auf die ILA Berlin 2018. Die Emirates A380 ist in diesem Jahr erneut das größte Passagierflugzeug und einzige A380 auf dem Berlin ExpoCenter Airport in Schönefeld.

Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, besuchte heute auf der ILA Berlin 2018 die Emirates A380 im Rahmen des offiziellen Eröffnungsrundganges. Sie wurde begrüßt von Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe, sowie dem deutschen Kapitän Dirk Juchert und der deutschen Flugbegleiterin Nilufar Deshmeh. Die Emirates A380 ist an allen fünf Veranstaltungstagen, vom 25. bis zum 29. April 2018, ausgestellt und offen für Fachbesucher und Publikum.

Flotte an A380 bei Emirates am größten

Emirates ist der mit Abstand größte A380-Betreiber der Welt. Mit aktuell 102 A380 in der Flotte und einem verbleibenden Auftragsbestand von 60 weiteren Flugzeugen entspricht das Engagement von Emirates im A380-Programm einer Summe von mehr als 60 Milliarden US-Dollar. Die A380-Jets von Emirates werden größtenteils bei Airbus in Hamburg hergestellt, durchlaufen dort wichtige Arbeitsschritte im Kabineneinbau, erhalten ihre finale Lackierung und werden von dort ausgeliefert.

Der auf der ILA Berlin ausgestellte Airbus ist die hundertste A380, die im vergangenen November in Hamburg an Emirates ausgeliefert wurde. Der Gründungsvater der Vereinigten Arabischen Emirate, Seine Hoheit Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan, ist mit einer Sonderlackierung abgebildet. Das Jahr 2018 ist das „Zayed-Jahr“, hundert Jahre nach seiner Geburt wird in den VAE sein Vermächtnis gefeiert.

Zehn Jahre Flugverkehr mit der A380

Emirates bietet mit seiner A380-Flotte derzeit Flüge zu 48 Destinationen weltweit, darunter 17 Städte in Europa. In Deutschland werden Frankfurt, München und Düsseldorf mit dem effizienten Flugzeug bedient. In diesem Sommer feiert Emirates das zehnjährige Jubiläum seines vielfach ausgezeichneten A380-Liniendienstes: Am 28. Juli 2008 fand die erste Auslieferung statt, der kommerzielle A380-Flugverkehr wurde am 01. August 2008 aufgenommen.

Auf den Bildern (v.l.n.r.): Emirates-Kapitän Dirk Juchert, Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe, Guillaume Faury, President bei Airbus Commercial Aircraft sowie Emirates-Flugbegleiterin Nilufar Deshmeh. Abb. 2 (v.l.n.r.): Emirates-Flugbegleiterin Latoya Jones, Emirates-Kapitän Dirk Juchert, Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe, Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Emirates-Pilot Hassan Ali Mohd und Emirates-Flugbegleiterin Nilufar Deshmeh.

DLR kauft Forschungs-Falcon 2000LX mit Drohnenfunktion

Am 25. April 2018 unterzeichneten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Dassault Aviation im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der ILA Berlin einen Vertrag über den Erwerb eines Falcon 2000LX-Twinjets.

Die Vereinbarung beinhaltet die Lieferung des Flugzeugs und dessen Umwandlung zum Flugversuchsträger iSTAR (in-flight Systems and Technology Airborne Research), der in der Lage ist, die Flugeigenschaften neuer Flugzeugentwürfe real oder virtuell, bemannt oder unbemannt, unter realen Betriebsbedingungen zu testen. Darüber hinaus dient iSTAR als Flugversuchsträger in den klassischen Bereichen Aerodynamik, Aeroelastizität, Strukturen, Antrieb, Flugsteuerung und Flugführung.

„Dassault gewährt dem DLR Zugang zu seinem internen Entwicklungs-Know-how und seiner umfangreichen Erfahrung in der Aerodynamik“, beschreibt die Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, die besondere Partnerschaft. „Die Falcon 2000LX hat die erforderlichen Flugleistungen und Sicherheitsreserven, die wir für ein Forschungsflugzeug benötigen und stärkt unsere Fähigkeit zur interdisziplinären Forschung im gesamten Luftfahrtsystem erheblich.

Digitales Fliegen und Experimentieren

Die erworbene Falcon 2000LX ist ein Versuchsflugzeug, das von Dassault für Flugversuche und Entwicklungszwecke eingesetzt wurde. Es wird in das Werk in Bordeaux-Mérignac überführt, wo es zunächst zu einem instrumentierten Flugversuchsträger umgerüstet wird, der bis 2020 einsatzbereit sein soll. Das Luftfahrzeug wird später für zwei weitere Modifikationsphasen bei Dassault umgebaut, um die volle Funktionalität zu erreichen. Diese Phasen sollen bis Mitte 2020 abgeschlossen sein.

„Mit dem Forschungsflugzeug iSTAR erhält das DLR die Fähigkeit der Inflight-Simulation. Dies ist ein leistungsfähiges Werkzeug, um die Flugeigenschaften neu entwickelter Flugzeugkonfigurationen unter realistischen Bedingungen zu beurteilen“, sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. „Dies wird die Entwicklung neuer umweltfreundlicher und effizienter Flugzeuge und Komponenten erheblich erleichtern. Darüber hinaus wird iSTAR die Evaluierung von zunehmend automatisierten Pilotenassistenzsystemen, einschließlich automatischem Rollen und Starten, ermöglichen und die Erprobung unbemannter Luftfahrzeuge und deren Integration in den kontrollierten Luftraum verbessern.“

„Das DLR ist eines der größten und angesehensten Luftfahrtforschungszentren der Welt und wir sind stolz darauf, Teil dieses ehrgeizigen neuen Test- und Forschungsprogramms zu sein“, sagt Dassault-Chef Eric Trappier. Dieses Vorhaben wird wesentlich dazu beitragen, die Sicherheit und Effizienz von bemannten und unbemannten Flugzeugen zu verbessern, was für uns in der Luftfahrtindustrie oberste Priorität hat.“

Flugzeug mit Extrafunktionen

Das voll funktionsfähige Forschungsflugzeug iSTAR wird mit zusätzlichen Steuerflächen, einem experimentellen digitalen Flugsteuerungssystem und weiterer Hardware ausgestattet, darunter ein intuitives EASy II-Cockpit mit EFVS, einem Rockwell Collins Head-Up-Display und einer Dassault Falcon Sphere II Electronic Flight Bag Suite. Das neue Forschungsflugzeug wird am DLR-Standort Braunschweig stationiert werden und steht anderen nationalen und europäischen Forschungseinrichtungen sowie Flugzeugherstellern und Zulieferern zur Verfügung.

Auf dem Galeriebild: Unterzeichnung des Vertrages über den Erwerb eines Falcon 2000LX-Twinjets. Die Vereinbarung beinhaltet die Lieferung des Flugzeugs und dessen Umwandlung zum Flugversuchsträger iSTAR (in-flight Systems and Technology Airborne Research). Die Vereinbarung beinhaltet die Lieferung des Flugzeugs und dessen Umwandlung zum Flugversuchsträger iSTAR (in-flight Systems and Technology Airborne Research, v.l.n.r) Eric Trappier, Präsident von GIFAS und CEO der Dessault Aviation, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Delphine Gény-Stephann, Staatssekretärin im französischen Wirtschaftsministerium und Prof. Rolf Henke, Vorstand für den Bereich Luftfahrt im DLR.

Grand Caravan: Neue yourways fliegt Hamburg – Sylt

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Von der Elbe ans Wattenmeer in nur rund 50 Minuten: Die norddeutsche Fluggesellschaft yourways nimmt ihren Betrieb in Hamburg auf und verbindet Hamburg Airport ab 01. Juni 2018 bis zu zweimal täglich mit der Insel Sylt.

Ab rund 180 Euro pro Strecke bringt die Fluggesellschaft norddeutsche Urlauber schnell und bequem auf die beliebte Nordseeinsel. „Ich freue mich, dass yourways mit ihrer neuen Verbindung nach Sylt unser Streckenangebot auf die deutschen Inseln ergänzt“, sagt Dr. Jörgen Kearsley, Leiter Aviation Marketing am Hamburg Airport.

Modern ausgestattete Cessna Grand Caravan

„Ob für Wochenendtrips oder für längere Urlaube am Meer – ab Hamburg Airport gelangen unsere Passagiere so schnell und bequem nach Sylt und haben eine noch größere Auswahl an Flügen dorthin.“ Zum Einsatz kommen fabrikneue Flugzeuge des Typs Cessna Grand Caravan mit rund zehn Sitzplätzen.

„Mit unserer Hamburg-Sylt-Strecke verbinden wir nicht nur zwei der schönsten Orte im Norden sondern bieten Umsteigern, die über den Hamburg Airport reisen, auch Anschluss an den Rest der Welt. Gäste, die mit uns fliegen, dürfen sich auf Komfort an Bord und eine Reise mit einem Flugzeug freuen, das mit der Technik moderner Verkehrsflugzeuge ausgestattet ist“, sagt Benjamin Götze, einer der beiden Gründer von yourways.

Chartererfahrung mit Business Jets

Flugtickets mit yourways von Hamburg nach Sylt sind ab sofort buchbar und sollen bereits ab 179 Euro pro Strecke über erhältlich sein. yourways ist ein Luftfahrtunternehmen aus Geestland bei Cuxhaven, das auch Business-Jets unter der Marke Privateways verchartert. Ende des Jahres 2017 hat die Fluggesellschaft Verbindungen zu den nord- und ostfriesischen Inseln aufgenommen, mit dem Ziel, den Tourismus in der Region zu fördern. Neben yourways verbindet zusätzlich die Fluggesellschaft Sylt Air Hamburg bis zu dreimal am Tag mit der beliebten Nordseeinsel.

Familientag Crazy Sunday am Köln Bonn Airport

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Der Flughafen Köln Bonn lädt zum frühlingshaften Familienfest: Am Sonntag, 06. Mai ist wieder „Crazy Sunday“ Airport CGN. Unter dem Motto „Mai Feeling“ gibt es von 11:00 bis 17:00 Uhr auf der Besucherterrasse und in den Terminals ein abwechslungsreiches Mitmach-Programm für die ganze Familie.

Abenteuerliche Aktionen stehen für die kleinen Gäste auf der Besucherterrasse bereit: Wer den Flugzeug-Parcours absolviert, darf sich mit Pilotenmütze fotografieren lassen und sich dann mit seiner persönlichen Urkunde als kleiner Pilot fühlen. Freuen dürfen sich die Kinder auch auf die Auftritte des Mitmachkünstlers „herrH“. Ihre Geschicklichkeit können sie an der Spielstation mit Diabolos und XXL-Bausteinen unter Beweis stellen.

Auch in den Terminals kehrt der Frühling ein. Vielseitige Angebote sind in Restaurants, Shops und Reisebüros zu entdecken. In Terminal 1, Bereich B, können sich Kinder schminken lassen. Die Wartezeit können sie nutzen, um an der Bastelstation Muttertags-Herzen anzufertigen. Wer möchte, lässt sich direkt nebenan von einem Karikaturisten zeichnen.

Ihrer Kreativität können die Kinder beim Blumentopf-Basteln im Terminal 2 freien Lauf lassen. Wer eine Erinnerung mit nach Hause nehmen möchte, kommt zur Fotostation im Bereich des Reisemarktes in Terminal 2: Hier können Besucher abheben, ohne dabei in die Luft zu gehen. Per Greenscreen können sich Interessierte bei einem „Fallschirmsprung“ ablichten lassen.

Sich was schenken lassen: Essen und Rabatt

Während die Band „saxOsing“ für musikalische Unterhaltung sorgt, können die Gäste Würstchen und Steaks vom Grill oder frische Crêpes und Poffertjes an unserem Marktstand genießen. Spannend wird es im Laufe des Tages für die Teilnehmer des Gewinnspiels: Es werden zwei Fluggutscheine von Eurowings im Wert von je 100 Euro verlost.

Besucher, die am Airport das Fernweh packt und direkt ihren Urlaub buchen wollen, finden ebenfalls im Reisemarkt viele attraktive Reise-Angebote. Die ersten 200 Veranstaltungsbesucher, die eine Reise ab Köln/Bonn buchen, dürfen ihr Auto während der Urlaubsreise bis zu zwei Wochen kostenlos im Parkhaus 2 abstellen. Mit etwas Glück wird am Crazy Sunday auch der Restaurantbesuch zum Schnäppchen: Wer mit seiner Restaurant-Rechnung am Gewinnspiel „Sie essen – wir zahlen“ teilnimmt, hat die Chance, diese vom Flughafen erstattet zu bekommen.

Der Airport-Besucherservice bietet auch an diesem Sonntag nach Anmeldung im Terminal 1, Bereich B, wieder kostenlose Führungen (Personalausweis mitbringen) über das Gelände an (die Platzanzahl ist begrenzt). Für Gäste der Veranstaltung ist das Parken wie immer sonntags besonders günstig: Für Ein- und Ausfahrten zwischen 8 und 20 Uhr bezahlen sie im Parkhaus 2 und 3 lediglich den Tarif von 3 Euro.

Lufthansa Technik erweitert LEAP-1A Ersatzteillager

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Die Lufthansa Technik AG hat ihr LEAP-1A Ersatzteilportfolio um Triebwerksverkleidungen und Schubumkehrer erweitert. Diese großen Komponenten befinden sich in Frankfurt am Main und können weltweit an Kunden ausgeliehen oder im Falle einer AOG-(aircraft-on-ground) Unterstützung sofort ausgetauscht werden.

Weitere Verkleidungen und Schubumkehrer sind über eine gegenseitige Unterstützungsvereinbarung mit anderen Anbietern erhältlich. „Ein Ersatzteilset bestehend aus Inlet Cowl und Fan Cowls sowie Schubumkehrer kann für Fluggesellschaften in einem so frühen Alter des Flugzeugs eine erhebliche Investition sein. Mit einem Ersatzteilpool können wir unseren Kunden eine bessere und wirtschaftlichere Wahl bieten“, sagte Michael Kirstein, Senior Director Aircraft Systems bei Lufthansa Technik.

300 A320 mit LEAP-1A pro Jahr

Mit Investitionen in weitere Ersatzteile und dem Ausbau des Pools reagiert Lufthansa Technik auf die stark wachsende Airbus A320-Flotte mit LEAP-1A-Triebwerken, die voraussichtlich um mehr als 300 Flugzeuge pro Jahr wachsen wird. Über ihr internationales Netzwerk ist Lufthansa Technik in der Lage, weltweit ad-hoc auf LEAP-1A Serviceanfragen zu reagieren.

ILA: Branche mit Rekorden bei Beschäftigung und Umsatz

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Zur Eröffnung der ILA Berlin hat Mitveranstalter Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) die Branchenzahlen für das vergangene Jahr bekanntgegeben. Der Umsatz der Unternehmen stieg um sechs Prozent auf einen neuen Rekordwert von 40 Milliarden Euro. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Luft- und Raumfahrt in den Mittelpunkt ihrer Rede zur Eröffnung der ILA Berlin 2018 gestellt.

„Die ILA 2018 ist nicht nur eine Innovationsschau, sie ist auch eine Kooperationsschau“, sagte die Kanzlerin, bevor sie das blaue Band zum Messeauftakt durchschnitt. Die ILA stehe „geradezu als Symbol für die enge und erfolgreiche Kooperation mit dem Partnerland Frankreich“. Die Kanzlerin zeigte sich sicher, dass dank der deutsch-französischen Partnerschaft mit den vielen Kooperationen bei der Verteidigungspolitik auch die europäische Verteidigungsunion „mehr und mehr mit Leben erfüllt“ werde. Sie hob besonders die Zulieferindustrie hervor, die in diesem Jahr fast ein Drittel der Aussteller ausmacht.

Avantgarde der Technologie

„Gerade sie zeigt auf der ILA ihre Fähigkeit zur Innovation, sowohl bei alternativen Treibstoffen, bei effizienten Triebwerkstechniken und bei digitalen Elementen wie zum Beispiel dem 3D-Druck.“ Die Faszination der Raumfahrt wiederum werde in jüngster Zeit vor allem durch „unseren Astronauten Alexander Gerst“ verkörpert. Man könne sagen, es lohnt sich für ihn langsam, auf der Internationalen Raumstation ISS einen Zweitwohnsitz anzumelden, denn in Kürze wird er dort sogar das Kommando übernehmen„, scherzte die Kanzlerin. Anfang Juni bricht Gerst zu seinem zweiten Aufenthalt auf der ISS auf. Auf ihrem Rundgang über das Ausstellungsgelände besuchte Merkel die Raumfahrthalle, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Liebherr Aerospace GmbH, MTU Aero Engines AG, Rolls-Royce, Diehl, Airbus sowie Stände des französischen Branchenverbandes GIFAS, der Bundeswehr und der US-Streitkräfte.

Laut BDLI erreichte die Zahl der Beschäftigten der forschungsintensiven Branche bei einem leichten Zuwachs mit 109.500 ebenfalls einen neuen Höchststand. Mit einem Umsatz von 29,2 Milliarden Euro und gut 76.500 Mitarbeitern bleibt die zivile Luftfahrt das größte Einzelsegment. Die industrieeigenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen mit vier Milliarden Euro weiterhin auf sehr hohem Niveau. Auf der ILA sind viele Highlights, darunter die neuesten Flugzeuge, zu sehen.

Nonstop nach Hawaii oder Singapur – New York

Der Airbus A350-900 ist die kleinere Langstreckenvariante des neuesten Erfolgsmodells von Airbus. Die auf der ILA Berlin 2018 ausgestellte Version gilt als das derzeit modernste Langstreckenflugzeug und verzeichnet anhaltende Bestellrekorde bei Fluggesellschaften in aller Welt. Sie zeichnet sich unter anderem durch niedrige Geräuschentwicklung und geringen Kerosinverbrauch aus: Die Lufthansa-Version für 293 Fluggäste mit einer Reichweite von 12.200 Kilometer verbraucht umgerechnet 2,9 Liter pro Passagier auf 100 Kilometer.

Airbus verzeichnet bislang 854 Bestellungen des Modells A350 in den verschiedenen Ausführungen. Zurzeit baut der Hersteller eine Ultralangstrecken-Variante ULR A350-900, die unmittelbar vor der ILA zum ersten Mal überhaupt zu einem, allerdings noch kurzen, Testflug abhob. Im planmäßigen Verkehr soll sie eine Reichweite von 19.700 Kilometern schaffen. Damit will die Fluggesellschaft Singapur Airlines, die sieben Einheiten davon geordert hat, Nonstopflüge von Singapur nach Los Angeles und nach New York schaffen. Aus Deutschland lägen etwa Nonstopflüge nach Hawaii im Bereich des Möglichen.

Airbus; Halle 3/301 sowie verschiedene auf dem Freigelände, A350-900: S1-002, 318, Kontakt: Heiko Stolzke

Bundeswehr auf der ILA am Boden und in der Luft

Erneut präsentiert sich die Bundeswehr auf der ILA als größter Einzelaussteller. Mit rund 850 Personen und 70 Luftfahrzeugen stellt sich die Bundeswehr als attraktiver und zukunftsorientierter Arbeitgeber vor. Neben modernen Luftfahrzeugen wie Drohnen, dem Kampfhubschrauber TIGER und dem Transportflugzeug A400M zeigt auch der Sanitätsdienst mit einem Rettungszentrum seine Leistungsfähigkeit. Das fliegende Lazarett A310 MedEvac und der „Tornado zum Reinklettern“ können besichtigt werden. Den Besuchern stehen kompetente Ansprechpartner an den verschiedenen Luftfahrzeugen Rede und Antwort. Auf der ILA sind verschiedene Leistungsdemonstrationen zu sehen, bei denen mögliche Einsatzszenarien unter Beteiligung von Spezialkräften in der Luft und am Boden trainiert werden.

Freigelände (Bundeswehr), Kontakt: Major André Hesse-Witt

EDEN ISS – Obst und Gemüse aus der Antarktis

Das Gewächshaus EDEN-ISS des DLR ist seit Anfang 2018 in der Antarktis in direkter Nachbarschaft zur Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) aufgebaut. Ein Jahr lang züchtet DLR-Wissenschaftler Paul Zabel im ewigen Eis frisches Gemüse wie Paprika, Gurken, Radieschen und verschiedene Kräuter und Salate – ganz ohne Erde mit künstlichem Licht.

Mit dem Projekt wollen die beteiligten Wissenschaftler so dicht wie möglich an eine Langzeitmission ins Weltall herankommen: ein isolierter Standort, eine kleine Crew, die in der Abgeschiedenheit zusammenlebt, und eine Versorgungslage, in der frische Nahrungsmittel auf dem Speiseplan sehr willkommen sind. Das Jahr in der Antarktis inklusive Überwinterung ist die erste Generalprobe, ob die getesteten Systeme auch unter realen, harschen Bedingungen funktionieren. Ein Modell sowie eine Animation des Antarktis-Gewächshauses findet sich auf der ILA 2018 am DLR-Stand in Halle 4.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Halle 4, Kontakt: Andreas Schütz (DLR)

Marineaufklärer Kawasaki P-1 erstmals auf der ILA

Es geschieht nicht oft, dass im Fernen Osten entwickelte Flugzeuge den langen Weg nach Europa finden. Auf der ILA werden gleich zwei von Japans neu entwickelten Marineaufklärern Kawasaki P-1 vorgestellt. Einzigartig ist das Konzept mit gleich vier in Japan entwickelten Turbofan-Triebwerken und niedriger Tragflächenbelastung, das besonders stabile Langsamflugmanöver sowie im scharfen Einsatz größere Sicherheit ermöglicht.

Die ersten von insgesamt 70 bestellten P-1 stehen seit 2013 im Einsatz. Kontinuierlich sollen sie die lang gedienten Lockheed P-3 Orion ersetzen, die auch von der Deutschen Marine eingesetzt werden. Zwar wurde die Kawasaki P-1 in erster Linie für die Bedürfnisse der japanischen Selbstverteidigungskräfte entwickelt, doch zeigt das Flugzeug auch Potenzial für den Export, insbesondere zu Pazifik-Anrainern. Gespräche mit potenziellen Kunden laufen.

Freigelände und Halle 3, Stand 401, Kontakt: Noritaka Otake

Emirates Airbus A380 mit Privatsuiten und Duschen

Als weltweit größter Betreiber des Modells zeigt die in Dubai beheimatete Fluggesellschaft Emirates während der gesamten ILA ihren hundertsten Airbus A380, der im vergangenen November ausgeliefert wurde. Der Megaliner ist das größte Verkehrsflugzeug der Welt und kann verteilt auf zwei Decks bis zu 853 Passagiere transportieren, Emirates betreibt ihn mit 519 Sitzen.

Die Maschine zeigt in einer Sonderlackierung das Portrait des Gründungsvaters der Vereinigten Arabischen Emirate, Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan. Die A380, der in der First Class über 14 Privatsuiten und zwei Spa-Duschen verfügt, kann von den Besuchern besichtigt werden.

Freigelände, Kontakt: Markus Schlichenmaier

Softwarebasierte Wellen mit fliegender Komponente

Mit dem Software-definierten Hochfrequenzfunkgerät R&S SDAR präsentiert der Münchner Technologiekonzern Rohde & Schwarz auf der ILA 2018 nichts weniger als „das modernste Flugfunkgerät für sichere militärische Kommunikation“, wie Geschäftsleitungsmitglied Bosco Novak sagt. Es erweitert den softwarebasierten Funkkreis am Boden um die fliegende Komponente. Als bisher einziges System erfüllt es die Anforderungen der zivilen Zulassungsrichtlinien der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und erlaubt deshalb die universelle Nutzung in beiden Anwendungsformen – zivil und militärisch.

Dank der strikten Trennung von Geräteplattform und softwaredefinierter Wellenform können auch Wellenformen anderer Hersteller in das R&S SDAR portiert werden. Das sichert nach Angaben des Herstellers sowohl Zukunftsfähigkeit als auch Rückwärtskompatibilität und ermöglicht es, sichere Kommunikationskanäle zwischen verschiedenen Teilstreitkräften und Nationen einzurichten.

Halle 6 , Stand 260

Patrulla Aguila aus Spanien mit ILA-Debut

Ein Highlight im Flugprogramm der ILA 2018 ist die Patrulla Aguila aus Spanien, deren sieben Piloten erstmals in Berlin ihr Können zeigen. Die von Comandante José Manuel Garcia Mora kommandierte Staffel der Ejército del Aire fliegt den von CASA (heute Airbus Military) gebauten, einstrahligen Trainer C-101. Leader der Truppe ist Comandante Rubén Pérez González, der über eine Erfahrung von 4.300 Flugstunden verfügt. Ungewöhnlich für eine militärische Flugstaffel – im Cockpit einer der Maschinen sitzt eine Frau. Rosa Garcia-Malea Lopez fliegt seit dem vergangenen Jahr „Aguila 2“. Die 37-Jährige war zuvor bereits die erste Jet-Pilotin der spanischen Luftwaffe.

Auf dem Freigelände

Rolls-Royce fertigt neben der ILA das Trent XWB

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce unterstreicht auf der ILA 2018 die Nähe zum nur wenige Kilometer entfernt liegenden Standort Dahlewitz. Hier wird das Trent XWB gebaut, das dem Airbus A350 seinen Schub verleiht. „Deutschland hat einen wichtigen Anteil am Trent XWB-Programm“, betonte Paul O’Neil, Chairman of the Management Committee, Rolls-Royce Deutschland. „Zusammen mit unseren Kollegen im britischen Derby liefern wir wöchentlich sieben dieser Antriebe an Airbus.“ Auf der ILA zeigt Rolls-Royce unter anderem auch ein Modell des weltweit größten Reduktionshauptgetriebes für den zukünftige UltraFan, das derzeit ebenfalls in Dahlewitz getestet wird.

Halle 2, Stand 203, Kontakt: Stefan Wriege

Auf dem Titelbild: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde von einer Delegation auf der ILA 2018 in Berlin vor der Emirates A380 begrüßt. Darunter (v.l.n.r.): Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe, und Thomas Enders, Chief Executive Officer vom Flugzeugbauer Airbus.

Besondere Vögel am Flughafen München

Wer in diesen Tagen am Münchner Flughafen zur Startbahn rollt, erlebt zuweilen eine unerwartete Begegnung. Am Flughafen München fühlen sich die Tiere auf den Wiesen direkt neben den Start- und Landebahnen offensichtlich wohl und können im geschützten Bereich innerhalb des Sicherheitszaunes ungestört brüten und ihren Nachwuchs aufziehen.

Vom Fenster des Flugzeugs kann man mit etwas Glück aus nächster Nähe den Großen Brachvogel beobachten, einen der ganz seltenen Wiesenbrüter, der in Deutschland vom Aussterben bedroht ist: Rote Liste Deutschland Stufe 1! Insgesamt wurden in der letzten Saison auf den Flughafenwiesen 94 Brutpaare gezählt – so viele wie nie zuvor.

Flughafen trägt zu Vogelschutzgebiet bei

Vor den großen Vögeln aus Aluminium haben sie scheinbar keine Angst. Nicht zuletzt dem reichen Brachvogelbestand ist es zu verdanken, dass die Flughafenwiesen zusammen mit den im Norden angrenzenden Flächen des Erdinger Mooses 2008 zum Europäischen Vogelschutzgebiet „Nördliches Erdinger Moos“ erklärt worden sind. Naturliebhaber dürfte freuen, dass neben dem Großen Brachvogel darin noch weitere Wiesenbrüter wie Kiebitze, Feldlerchen, Grauammern und Rebhühner beheimatet sind. Ein gutes Beispiel dafür, wie Flugbetrieb und Vogelschutz durch geschicktes Biotopmanagement in Einklang gebracht werden kann.

Thermoplaste: Schweißen für Flugzeugteile aus CFK

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine neuartige Technologie demonstriert, die das Verschweißen von Druckkalotten aus thermoplastischem carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) erlaubt.

So konnte das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) in Augsburg innerhalb kürzester Zeit ein Demonstrator-Bauteil im 1:1 Maßstab fügen. Für die Flugsicherheit ist eine perfekt gefertigte Druckkalotte wesentlich. Das Bauteil schließt den Passagierbereich und die restliche Druckkabine luftdicht gegen das Heck ab.

Automatisierung für komplexe Teile

Erst dann kann der richtige Luftdruck an Bord erzeugt werden. Die seriennahe Druckkalotte für Flugzeuge der A320-Familie wurde vom führenden Luftfahrtzulieferer Premium AEROTEC konstruiert und in Zusammenarbeit mit mehreren Forschungseinrichtungen hergestellt. Das CFK-Großbauteil wird nun auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin ausgestellt.

„Mit dem Fügen der Druckkalotte bei uns im DLR-ZLP Augsburg haben wir gezeigt, dass sich der Schweißprozess auch auf große, gekrümmte Bauteile mit langen Schweißnähten anwenden lässt“, erklärt Prof. Dr. Michael Kupke, Leiter des DLR-Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) in Augsburg. „Mit unserer Arbeit tragen wir dazu bei, dass sich das Potenzial der Thermoplasttechnologie für kurze Prozesszeiten, niedrige Prozesskosten und hohe Produktionsraten in Zukunft auch für große Flugzeugkomponenten nutzen lässt.“ Bisher beschränkt sich die Anwendung thermoplastischer Werkstoffe auf kleinere Teile wie zum Beispiel thermoplastische Clips, die im CFK-Rumpf des A350 XWB zum Einsatz kommen.

Schweißprozess für Serienfertigung geeignet

Thermoplaste besitzen besondere Eigenschaften – während sie in erkaltetem Zustand ihre stabile Form behalten, können sie bei erneuter Hitzezufuhr in einem bestimmten Temperaturbereich umgeformt werden. Beim Verbinden der Einzelbauteile haben sich die DLR-Wissenschaftler am ZLP Augsburg diese Materialvorteile zur Umformbarkeit und Schweißbarkeit zu Nutze gemacht. Gefügt wurden insgesamt acht gleich großen Segmente der Druckkalotte mittels elektrischem Widerstandsschweißen.

Das Schweißverfahren ermöglicht eine flächige und stoffschlüssige Verbindung. Außerdem sind, im Gegensatz zu einer Druckkalotte aus Metall, keine Nieten nötig, was zu Gewichtsersparnis führt – bei gleichzeitig kürzerer Produktionszeit und wirtschaftlichen Herstellkosten. Da die Bohrungen wegfallen, bleiben die lasttragenden Fasern intakt und es entsteht kein Staub. Weitere Vorteile sind eine hohe Prozesssicherheit und umfangreiche Möglichkeiten zur integrierten Qualitätssicherung.

Da der Schweißprozess ein hohes Automatisierungspotenzial aufweist und ein einfaches Toleranzmanagement ermöglicht, ist er gut geeignet für eine effiziente Serienfertigung. Um für jeden Anwendungsfall die jeweils optimale Schweißmethode zu kennen, forscht das ZLP Augsburg an der Automatisierung weiterer Fügeverfahren wie beispielsweise dem kontinuierlichen Ultraschall-Schweißen.

Forschung zur Produktverbesserung

Das ZLP Augsburg ist Teil des DLR-Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie, das bereits auf jahrzehntelange Erfahrung in der Thermoplastverarbeitung zurückblickt. Wie sich verstärkende Schichten genau dort ablegen und verbinden lassen, wo sie aufgrund der auf das Bauteil wirkenden Kräfte benötigt werden, untersuchen die Institutskollegen am DLR-Standort Stuttgart. Dort steht den Wissenschaftlern eine robotergestützte Tapelegemaschine zur Ablage thermoplatischer Tapes zur Verfügung.

Mit deren Hilfe kann die Druckkalotte gezielt in einem einzigen Arbeitsschritt dort verstärkt werden, wo sie besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Dies betrifft beispielsweise den Rand der Aussparungen, durch welche Rohre geleitet werden. Das thermoplastische Tapelegen, das sich auch für größere Strukturen eignet, ermöglicht es, das Material lagenweise aufzubauen und gleichzeitig im Prozess zu konsolidieren. Ziel der Forschung ist es, dass auf aufwendige Vakuumaufbauten und Autoklavprozesse verzichtet werden kann.

Kompetenz entlang der gesamten Prozesskette

Die Entwicklung thermoplastischer Hochleistungsstrukturen am DLR-Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie reicht von der Bauweise und Fertigungstechnologie bis hin zu flexiblen Automatisierungslösungen für die Produktion. Bereits heute haben die Wissenschaftler in Stuttgart und Augsburg einen durchgängigen Produktionsprozess zur Herstellung thermoplastischer Bauteile etabliert. Mit ihrer Forschung tragen sie dazu bei, das richtige Material, die passende Bauweise und die geeignete Produktionstechnologie für den jeweiligen Anwendungsfall bereitzustellen.

ZLP in Augsburg

Das DLR-Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) in Augsburg forscht an der Automatisierung und ganzheitlichen Optimierung von Produktionsprozessen für Leichtbaustrukturen. Im Mittelpunkt steht die robotergestützte Herstellung von Bauteilen und Baugruppen für die Luft- und Raumfahrt. Dabei liegt der Fokus neben der Bauteilskalierung auf einer flexiblen Automatisierung und integrierten Qualitätssicherung.

Eine europaweit einzigartige, anpassungsfähige Infrastruktur ermöglicht Forschung bis zur Industrialisierungsfähigkeit. Gemeinsam mit der Industrie können verschiedenste Produktionsprozesse bedarfsorientiert entwickelt, automatisiert und validiert werden. Zusammen mit dem ZLP Stade ist das ZLP Augsburg Teil der DLR-Allianz „Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie ZLP“.

Institutionen sind auf der ILA 2018 vertreten

  • DLR-Stand: Halle 4 / Nr. 301
  • Space Pavillion: Halle 4
  • Premium AEROTEC: Halle 2 / Nr. 201
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Halle 2 / Nr. 203
  • ILA CareerCenter: Halle 1 / Nr. 308

Auf den Bildern: Automatisierung von Fügeverfahren; um für jeden Anwendungsfall die jeweils optimale Schweißmethode zu kennen, forscht das ZLP Augsburg an der Automatisierung verschiedener Fügeverfahren. Im Bild der Endeffektor zum automatisierten Widerstandsschweißen faserverstärkter Thermoplastclips. Die Druckkalotte aus thermoplastischem carbonfaserverstärkten Kunststoff. Die acht gleich großen, gekrümmten Segmente der thermoplastischen Druckkalotte wurden am DLR-ZLP Augsburg im Widerstandsschweißverfahren gefügt. Ein weltweit erster Druckkalottendemonstrator aus carbonfaserverstärktem Thermoplast wurde beim ZLP Augsburg im Widerstandsschweißverfahren gefügt.

Airbus will neuen Kampfjet mit Dassault entwickeln

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Airbus und Dassault Aviation gemeinsam ein zukünftiges Luftkampfsystem für Europa (Future Combat Air System – FCAS) entwickeln und produzieren. Das System soll in den Jahren 2035 bis 2040 die derzeitige Generation der Kampfflugzeuge Eurofighter und Rafale ergänzen und letztendlich ersetzen.

Flugzeugbauer Airbus berichtete im Jahr 2017 einen Umsatz von 67 Mrd. Euro, die Anzahl der Mitarbeiter liegt bei rund 129.000. Dassault Aviation verzeichnet mehr als 10.000 ausgelieferte militärische und zivile Flugzeuge in mehr als 90 Länder innerhalb des letzten Jahrhunderts. Dassault Aviation entwickelt vom Kampfflugzeug Rafale, der high-end Familie von Business Jets Falcon bis hin militärischen Drohnen. Für 2017 berichtete Dassault Aviation einen Umsatz von 4,8 Mrd. Euro, das Unternehmen beschäftigt 11.400 Mitarbeiter.

Die Partnerschaft, die von Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, und Eric Trappier, Chairman und CEO von Dassault Aviation, besiegelt wurde, ist eine wegweisende industrielle Übereinkunft zur Sicherung der Souveränität und der Technologieführerschaft Europas im Bereich der militärischen Luftfahrt für die künftigen Jahrzehnte. Unter dem Eindruck, internationalen Verpflichtungen und Standards mittels verstärkter Militärausgaben Rechnung zu tragen scheint die Entscheidung der Industrie zu diesem Zeitpunkt schlüssig.

Entwicklung für neuen Kampfjet zügig beginnen

„Nie war Europa entschlossener, seine politische und industrielle Autonomie und Souveränität im Verteidigungssektor zu erhalten und voranzutreiben. Airbus und Dassault Aviation verfügen über das perfekte Know-how, um das FCAS-Projekt federführend zu betreiben. Beide Unternehmen beteiligen sich bereits erfolgreich am Programm für Europas künftige Drohne mit mittlerer Flughöhe und großer Reichweite“, sagte Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space. „FCAS hebt diese erfolgreiche Zusammenarbeit auf die nächste Ebene, und wir sind fest entschlossen, diese herausfordernde Aufgabe zusammen mit Dassault Aviation zu meistern. Da der Zeitplan eng ist, müssen wir sofort mit der Erarbeitung einer gemeinsamen Roadmap beginnen, die darlegt, wie wir die noch zu definierenden Anforderungen und Terminvorgaben der beiden Nationen bestmöglich einhalten können. Als Grundlage dafür ist es von entscheidender Bedeutung, dass Frankreich und Deutschland noch in diesem Jahr eine erste gemeinsame Studie erarbeiten.“

Eric Trappier, CEO von Dassault Aviation, sagte: „Wir sind überzeugt, dass wir durch den gebündelten Einsatz der Expertise von Dassault Aviation und Airbus die operationellen Anforderungen unsere Streitkräfte bei diesem immens wichtigen europäischen Programms am besten erfüllen können. Beide Unternehmen wollen effizient und pragmatisch zusammenarbeiten. Unsere gemeinsame Roadmap wird Vorschläge zur ab 2025 geplanten Entwicklung von FCAS-Demonstratoren enthalten. Ich bin davon überzeugt, dass die europäische Souveränität und strategische Autonomie nur durch unabhängige europäische Lösungen gesichert werden kann und wird. Die Vision, die Frankreich und Deutschland mit FCAS entworfen haben, ist kühn, und sie setzt wichtige Signale – in und für Europa. Das FCAS-Programm wird die politischen und militärischen Beziehungen zwischen Europas Kernnationen stärken und Europas Luft- und Raumfahrtindustrie neu beleben.“

FCAS heißt auch unbemannte Flugsysteme

Airbus Defence and Space und Dassault Aviation sind sich über die Bedeutung einer effizienten Industrial Governance in militärischen Programmen einig. Dazu gehört auch die Beteiligung weiterer europäischer Verteidigungsunternehmen und Nationen, entsprechend der Höhe der staatlichen Investitionen und nach dem Prinzip des besten Beitrags. Als System of Systems kombiniert FCAS ein breites Spektrum von Einsatzmitteln, die im Verbund arbeiten: ein Kampfflugzeug der nächsten Generation, unbemannte Luftfahrzeuge mit mittlerer Flughöhe und großer Reichweite, die bestehenden Flugzeuge (die über 2040 hinaus betrieben werden) sowie künftige Marschflugkörper und Drohnen-Schwärme. Das interoperable Gesamtsystem kann zudem in ein größeres Einsatzszenario mit Missionsflugzeugen, Satelliten, NATO-Systemen sowie land- und seegestützten Kampfsystemen eingebunden werden.

Boeing: mit deutschen Unternehmen für Chinook

Boeing und zehn deutsche Luft- und Raumfahrtunternehmen haben heute auf der ILA vereinbart, bei einer Reihe von Geschäftsmöglichkeiten rund um den H-47 Chinook zusammenzuarbeiten. Der H-47 Chinook ist ein Anwärter im Wettbewerb um Deutschlands künftigen Schweren Transporthubschrauber.

Weitere deutsche Unternehmen werden dem Industrie-Team beitreten und gemeinsam mit Boeing an der Integration von Kommunikations- und Missionssystemen arbeiten. Diese Vereinbarung wird der Bundesregierung langfristige Unterstützung und Schulungslösungen vor Ort bieten. Die Partnerschaft umfasst darüber hinaus Wartung, Training im Bereich Technik und Flugpersonal, Forschung, Entwicklung und Technologie, sowie die Optimierung der Lieferkette.

Partner für Entwicklung, Wartung und Ausrüstung

AERO-Bildungs GmbH, Aircraft Philipp, CAE Elektronik GmbH, COTESA, Diehl Defence, Honeywell, Liebherr-Aerospace, Reiser Simulation and Training GmbH, Rockwell Collins und Rolls-Royce sind die ersten einer Vielzahl von Partnern für den H-47 Chinook, mit denen Boeing im Rahmen des Wettbewerbs um den künftigen Schweren Transporthubschrauber für Deutschland zusammenarbeiten wird. Sollte sich die Bundesregierung für den H-47 Chinook als neuen Schweren Transporthubschrauber entscheiden, sind diese Unternehmen im Team mit Boeing bei Auslieferung, Wartung und Training.

„Wir haben ein starkes Team für unser Chinook-Angebot an Deutschland aufgestellt“, so Michael Hostetter, Director Vertical Lift Programs Germany. „Der Chinook ist ein moderner, erprobter und einsatzbereiter Schwerer Transporthubschrauber mit hoher Verfügbarkeitsrate und geringem Wartungsaufwand. Boeing und sein deutsches Team sind bestens aufgestellt, um die Anforderungen der Bundesregierung, der Bundeswehr und der zukünftigen Besatzungen und Wartungsteams zu erfüllen.“ Von Rohde & Schwarz soll laut Boeing etwa die nächste Generation des Rohde & Schwarz Software Defined Airborne Radios (R&S SDAR) im Flugsystem des H-47 Chinook kommen. Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz entwickelt, produziert und vermarktet innovative Produkte der Mess-, Informations- und Kommunikationstechnik für professionelle Nutzer bis hin zum hoheitlichen Sektor. Das R&S® SDAR soll Betreibern des von Boeing gebauten Hubschraubers entscheidende Kommunikationsfähigkeiten bieten.

Boeing konzentriert sich darauf, dem Kunden eine risikoarme, bewährte und zuverlässige Lösung pünktlich und zu sehr wettbewerbsfähigen Kosten anzubieten. Die deutschen Partner wurden sorgfältig ausgewählt, um zusätzliche Kompetenzen, Mehrwert und lokale Expertise in die hocheffiziente Plattform einfließen zu lassen. Boeings Kooperation mit deutschen Industriepartnern sichert die Markenzeichen des Chinook-Programms, und zwar die Zuverlässigkeit und den low-risk Ansatz der Plattform. Weitere Partner des Boeing Deutschland Teams werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Chinook für Jahrzehnte

„Mit diesen Partnerschaften bietet Boeing der deutschen Industrie die Möglichkeit, sich dem Zuliefernetzwerk von Boeing in Deutschland anzuschließen oder ihre bestehende Zusammenarbeit mit Boeing weiter auszubauen“, sagte Dr. Michael Haidinger, President Boeing Deutschland. Boeing schätzt die Technologieexpertise der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und baut die Geschäftsmöglichkeiten für sein Zuliefernetzwerk in allen Boeing Geschäftsbereichen Commercial, Defense, Space and Security sowie Global Services kontinuierlich aus.

Der Chinook ist der fortschrittlichste Transportdrehflügler im Bestand der US-Army und wird voraussichtlich bis in die 2060er Jahre im Dienst der US-Army sein. Die Niederlande, Italien, Griechenland, Spanien, die Türkei, Großbritannien und Kanada haben sich bereits für den Chinook entschieden. Der Chinook bietet Deutschland damit ein hohes Maß an Interoperabilität, die kein anderer Hubschrauber bieten kann. Gleichzeitig erfüllt er ein breites Spektrum an Einsatzanforderungen.

Versuch: Luftabsaugung verbessert Aerodynamik

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Im Projekt AFLoNext (Active Flow Loads & Noise control on next generation wing) erforschen 40 Partner aus 15 unterschiedlichen Ländern mit Airbus als Koordinator und unter wesentlicher Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)Technologien der Strömungs- und Lastenkontrolle.

Mit steigendem Wachstum des weltweiten Luftverkehrsaufkommens muss das einzelne Luftfahrzeug deutlich effizienter werden. Die Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen erfordert eine aerodynamische Effizienzsteigerung für zukünftige Flugzeuge.

Luftabsaugung gezielt am Flugzeug

Ausgehend von Braunschweig finden von April bis Mai 2018 Flugversuche mit einem am DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA umgebauten Seitenleitwerk statt. Hierbei wird erstmals in Europa ein neues System zur Hybridlaminarisierung im Flugversuch getestet. Mit dieser Technologie der schwachen, gezielten Absaugung soll für Flugzeuge von Morgen der Treibstoffverbrauch deutlich gesenkt werden. Zudem stehen effektive Lärmminderungsmaßnahmen mit einem hohen Reifegrad für die Auslegung der Flugzeuge von Morgen im Fokus.

Die Hybrid-Laminarisierung (HLFC: Hybrid Laminar Flow Control) ist eine Schlüsseltechnologie zur signifikanten Reduktion des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen mit einem Einsparpotential für Langstreckenflugzeuge von bis zu neun Prozent beim Verbrauch. „Eine laminare Grenzschicht weist geordnete Strukturen auf mit wenig Impulsaustausch quer zur Strömungsrichtung, was einen geringen Reibungswiderstand bewirkt“, erklärt der Projektleiter für die HLFC-Technologie im Flugversuch Dr. Heiko Frhr. Geyr von Schweppenburg vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik. „Unser Ziel ist Stabilisierung der laminaren Grenzschicht durch schwache aber gezielte Absaugung weit über den Punkt ihrer natürlichen Transition hinaus. Mit dieser Hybrid-Laminarisierung lässt sich der Reibungswiderstand deutlich reduzieren und mit ihm der Treibstoffverbrauch, die Emission von Schadstoffen und damit auch die Energiekosten.“

Das Prinzip ist nicht neu. Seine Wirksamkeit wurde bereits 1998 im Flugversuch gezeigt, damals allerdings mit einem immensen technischen Aufwand. Im EU-Projekt ALTTA ist 1998 vom DLR bereits ein deutlich vereinfachtes System entwickelt worden, seine Funktionalität konnte bisher aber nicht im Flugversuch nachgewiesen werden. Heute ist man in Puncto Herstellung einen erheblichen Schritt weiter gekommen. „Die Frage ist also nicht, ob das System prinzipiell funktioniert, sondern mit welchem Aufwand lässt sich ein HLFC-System in den Flugversuch bringen, welche Leistung zeigt es unter realen Bedingungen und wie gut sind unsere Auslegungs- und Berechnungsverfahren“, ergänzt Dr. Heiko Frhr. Geyr von Schweppenburg.

Ziel der Flugversuche sind sowohl die Demonstration der Funktion des vereinfachten HLFC-Systems als auch die Verifikation und Validierung der Gesamtkette vom Design bis zur Fertigung des Systems. Ein erfolgreicher Funktionsnachweis des HLFC-Systems unter realen Bedingungen im Flugversuch trägt maßgeblich zum Erreichen des sogenannten Technology Readiness Levels 4 dieser Technologie bei. Dieses stellt die Basis dar für weiterführende Technologieforschung im Europäischen Rahmen, als auch für Technologieentwicklungsprogramme der Europäischen Luftfahrtindustrie.

Ansaugklappe oder Kompressoren

Im November 2017 fand bereits ein erster Checkflug mit dem HLFC-System statt. „Es funktionierte einwandfrei, allerdings mussten Nachbesserungen an der Verkleidung der Infrarot-Kameras am Höhenleitwerk durchgeführt werden“, erklärt Gerald Ernst von der DLR-Einrichtung Flugexperimente. Für die jetzigen Flugversuche haben die Mitarbeiter von DLR und Airbus das überarbeitete Bauteil am Seitenleitwerk innerhalb von zwei Monaten erneut eingebaut.

Seit einem zweiten Checkflug am 09. April 2018 fliegt das DLR-Forschungsflugzeug ATRA nun kontinuierlich mit dem modifizierten Seitenleitwerk. „Wir testen unser Absaugsystem in verschiedenen Höhen, Geschwindigkeiten und Schiebewinkeln“, erklärt Dr. Heiko Frhr. Geyr von Schweppenburg die Flugversuche. „Wir variieren hierbei die Absaugleistung um die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Systems zu testen. Die aufwändige Instrumentierung des HLFC-Systems und des Seitenleitwerks erlaubt uns sehr detaillierte Messungen durchzuführen. Mit der neuen Inflight-Datenauswertung können wir die einzelnen Testpunkte sehr effizient ansteuern und wissen genau, wie unser System reagiert.“

Dabei untersuchen die Wissenschaftler auch zwei verschiedene Systeme zur Energiegewinnung für das Absaugsystem. Zum einen ein aktives System. Dabei erzeugen Kompressoren den für die Absaugung notwendigen Unterdruck im HLFC-System. Kompressoren haben einen hohen Wirkungsgrad, erfordern aber auch einen deutlich höheren System- und Wartungsaufwand. Die zweite Variante ist ein passives System mit einer speziell ausgelegte Absaugklappe entgegen der Flugrichtung. Diese ist geöffnet, hierdurch wird der Unterdruck für die Absaugung erzeugt. Dieses System braucht keine Kompressoren, hat allerdings einen geringeren Wirkungsgrad als Kompressoren.

Numerik für den Tragflügel validieren

Im Projekt AFLoNext wird das systemtechnisch deutlich vereinfachte HLFC-System europaweit erstmals im Flugversuch getestet. Zum einen steht die Funktionsverifikation des HLFC-Systems unter realen atmosphärischen Bedingungen im Fokus. Zum anderen werden wertvolle Validierungsdaten erzeugt, mit denen überprüft wird, ob die numerischen Vorhersagen und eingesetzten Berechnungsmodelle und Designverfahren der Wissenschaftler mit den Messungen im Flug übereinstimmen. Um die Auswirkungen realer Wetterbedingungen auf das HLFC-System festzustellen, sind über das Projekt hinaus Flüge bei unterschiedlichen Wetterbedingungen geplant. Anschließend werden die Daten ausgewertet und weiter bearbeitet.

„Unser Ziel ist es, Funktion und Leistung zu untersuchen und unsere Auslegungsverfahren zu verifizieren und zu validieren. Mit dem Erreichen eines hohen Reifegrades der Auslegungs- und Entwurfsverfahren ist es dann möglich, die HLFC-Technologie im Gesamtsystem Flugzeug bestmöglich zu integrieren. Die Zielapplikation ist der Tragflügel. Hier ist es dann zwingend erforderlich, ein wohlbalanciertes Optimum zwischen aerodynamischer Leistung, Systemaufwand, Gewicht, Herstellungskosten etc. zu finden. Wenn dies gelingt, werden wir die HLFC-Technologie im Flugzeug von Morgen sehen. AFLoNext ist hierfür ein Wegbereiter“, wagt Dr. Heiko Frhr. Geyr von Schweppenburg einen Blick in die Zukunft.

AFLoNext ist ein gemeinschaftliches europäisches Forschungsprojekt mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Übergeordnete Zielsetzung ist die Schärfung und Bereitstellung von effizienten Technologien zur Strömungskontrolle für eine signifikante Reduktion des Treibstoffverbrauchs zukünftiger Transportflugzeuge. Dieses Projekt ist gefördert durch das siebte Rahmenprogramm FP7/2007-2013 der Europäischen Union mit dem Grand Agreement n°604013. Im Einzelnen beteiligt sind: Airbus, DLR, SONACA, TAI, AcQ Inducom, Fraunhofer, Dassault, FOI, IBK, ONERA, CIRA.

Auf der ILA und den Bildern

Vom 25. bis zum 29. April 2018 ist das DLR-Forschungsflugzeug A320-ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) in vollständiger AFLoNext-Forschungskonfiguration auf der ILA 2018 in Berlin zu sehen.

  • Absaugsystem am Seitenleitwerk Absaugsystem am Seitenleitwerk: Am Seitenleitwerk des DLR-Forschungsflugzeugs ATRA ist das Absaugsystem des Projekts AFloNext realisiert.
  • AFloNext am ATRA: Das DLR-Forschungsflugzeug ATRA mit dem modifizierten Seitenleitwerk des Projekts.
  • Absaugsystem AfloNext am Seitenleitwerk Absaugsystem: Die Absaugung kann mit Ansaugklappe oder Kompressoren erfolgen.

MT Aerospace für letzte Ariane 5-Raketen verpflichtet

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MT Aerospace wird für die letzten zehn Ariane 5 ECA-Träger die metallischen Boostergehäuse, Tanks und weitere Leichtbaustrukturen produzieren. Die Aufträge von Europropulsion (Booster), ArianeGroup (Strukturen) und Eurocryospace (Tanks) liegen dem Augsburger Raumfahrtunternehmen vor.

In zwei Jahren soll die zukünftige, europäische Trägerrakete Ariane 6 (in der Grafik) schrittweise den Startbetrieb auf dem Weltraumbahnhof im südamerikanischen Kourou übernehmen. Um den reibungslosen Übergang zwischen 2020 und 2022 zu gewährleisten, ist im Januar das sogenannte PC-Serienlos über die letzten zehn Ariane 5-Raketen von ArianeGroup und Arianespace bekannt gegeben worden. Mit der Fertigung der ersten Komponenten des neuen Auftrags wurde bei MT Aerospace bereits begonnen. Dadurch sind nicht nur die Auslieferung bis 2020 und eine lückenlose Umstellung von Ariane 5 zu 6 gesichert, sondern ebenfalls die Arbeitsplätze bei MT Aerospace am Standort Augsburg in der Übergangsphase bis die Produktion für die Komponenten der Ariane 6 voll hochgefahren wird.

93 Ariane 5 Raketen auf den Weg gebracht

MT Aerospace wird mit Auslieferung des letzten Shipsets Mitte 2020 am Bau von insgesamt 93 Ariane-Trägern des Typs 5 mitgewirkt haben. Ariane 5 ist seit 1996 im Einsatz und stellt die bisher zuverlässigste, leistungsfähigste und erfolgreichste Rakete dar. An der Entwicklung und Industrialisierung des Ariane 6-Trägersystems ist MT Aerospace maßgeblich beteiligt. Mit einem Industrieanteil von gut 10 Prozent treibt MT Aerospace als „Risk-Share-Partner“ und „Cluster Prime“ für Metall-Strukturen technische Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit für diese zukünftige Trägerrakete voran.