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Fraport soll Retail in Nashville BNA aufwerten

Fraport USA hat von der Metropolitan Nashville Airport Authority (MNAA) den Zuschlag für das Management und die Weiterentwicklung der Konzessionsflächen am internationalen Flughafen Nashville im Bundesstaat Tennessee erhalten.

Fraport USA, die amerikanische Tochtergesellschaft des Fraport-Konzerns, vermarktet bereits erfolgreich die Retail- und Gastronomieflächen an vier weiteren US-amerikanischen Airports. Auch am Flughafen Nashville soll Fraport USA künftig das Shopping- und Restaurantangebot für die mehr als 14 Millionen Fluggäste pro Jahr erweitern und aufwerten. Der Nashville International Airport (IATA-Code: BNA) zählt zu den am rasantesten wachsenden Flughäfen Nordamerikas. Zudem ist das auch unter dem Namen „Music City“ bekannte Nashville eines der wichtigsten Touristenziele des Landes.

Zehn Jahe Management der Konzessionsflächen

Fraport USA konnte die Ausschreibung für das Centermanagement des Flughafens Nashville nach einem intensiven Auswahlverfahren für sich entscheiden. Der mit der Betreibergesellschaft MNAA geschlossene Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Voraussichtlich ab Februar 2019 wird Fraport USA die Gestaltung, den Neu- und Umbau sowie die Vermietung und das Management der Konzessionsflächen dort übernehmen. Diese umfassen eine Gesamtfläche von mehr als 6.400 m2 und verteilen sich auf vier Flugsteige.

Das von Fraport USA entwickelte Retail- und Gastronomiekonzept setzt auf eine ausgewogene Mischung aus Lokalkolorit und nationalen Marken und steht dabei ganz im Zeichen der florierenden Musik- und Kunstszene, für die Nashville in aller Welt bekannt ist. Fraport USA (früher unter dem Namen „Airmall“ bekannt) hat in Nordamerika bereits erfolgreich Akzente bei der Gestaltung und Weiterentwicklung von Konzessionsflächen an Flughäfen gesetzt. So war die Fraport-Konzerntochter das erste Unternehmen, das beim Flughafen-Centermanagement auf bekannte Marken und Preisangebote gesetzt und somit die Grundlage für eine moderne Gastronomie- und Shoppinglandschaft an US-amerikanischen Flughäfen geschaffen hat.

Richtfest für Winterdienstkomplex am Fraport

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Am Montag feierte das neue Gebäude des Winterdienstes am Flughafen Frankfurt Richtfest. Der Neubau hat eine 10.000 Quadratmeter große Bruttogeschossfläche und vereint mehrere Funktionen: In der frostfreien Halle finden 50 Spezialfahrzeuge Platz.

„Wir freuen uns, nach nur sieben Monaten Bauzeit nun das Richtfest zu feiern. An der schnellen Umsetzung war auch die Firma Schick Industriebau aus Hanau beteiligt. Mit dem neuen Winterdienstgebäude lassen sich Arbeitsprozesse optimieren sowie der Einsatz von Personal und Fahrzeugen zentral von einem Punkt aus steuern“, erläutert Dr. Ulrich Kipper, Leiter Zentrales Infrastrukturmanagement am Flughafen Frankfurt.

Zuhause für 300 Fahrzeuge am Flughafen

Angrenzend befindet sich ein Granulat-Lager für 200 Tonnen Bodenenteisungsmittel, ein vierstöckiges Bürogebäude, eine Werkstatthalle und Fahrzeugabstellflächen. Insgesamt können hier über 300 Winterdienstfahrzeuge untergebracht werden. So groß wie 2,5 Fußballfelder wird der Gebäudekomplex sein und den gesamten Winterdienst mit 1.200 Mitarbeitern beherbergen. Bislang waren die Funktionen des Winterdienstes über das Flughafengelände verteilt. Bald ist genug Platz, um sie zu bündeln. Die Kosten des Baus liegen bei knapp 30 Millionen Euro. Die operative Inbetriebnahme ist für Winter 2019/20 geplant.

Der Winterdienst rückt bei Schneefall aus, um die Start- und Landebahnen sowie Rollwege zu räumen. Hauptziel: den Flugbetrieb aufrechterhalten. In der vergangenen Wintersaison war der Winterdienst über 50 Mal im Einsatz. Im Sommer werden die Räumlichkeiten des Winterdienstgebäudes für Schulungen der Mitarbeiter genutzt.

Taxiruf: Eurowings integriert mytaxi in App

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Eurowings und mytaxi bieten ab sofort die digitale Lösung an, um sich am Zielort ein Taxi rufen und die Reise am Flughafen nahtlos fortsetzen zu können. Mit der Taxi-Bestellfunktion können Fluggäste ein Taxi entweder direkt aus der Eurowings-App buchen oder ein Taxi vorbestellen.

Bei der Bestellung öffnet sich die mytaxi App auf dem Smartphone des Nutzers. Hier muss die Anfrage noch einmal abschließend bestätigt werden. Sodann werden alle relevanten Flugdaten wie der Abholort, die Abholzeit und die Zieladresse automatisch übermittelt, so dass die Fluggäste pünktlich und am richtigen Terminal stressfrei ihren Flug erreichen. Die Fahrt kann dann wie gewohnt über die App bezahlt werden. Zusätzlich können alle Nutzer, die im Boomerang Club Mitglied sind, Flugmeilen sammeln: Pro 1 Euro mytaxi Umsatz gibt es eine Flugmeile.

Besseres Ankommen – Gutschein-Aktion

Katrin Rieger, Eurowings Vice President Customer Experience and Product: „Wir freuen uns, mit mytaxi zusammenzuarbeiten. Mit dem neuen Service über die Eurowings App, können wir unseren Fluggästen ein noch effizienteres Reiseerlebnis anbieten und das in 100 europäischen Städten. Darüber hinaus können unsere Kunden mit der neuen Funktion ihre Flugreise bestmöglich bis zum Reiseendziel optimieren.“

Die mytaxi Funktion ist ab sofort in der Eurowings App integriert. Eurowings Kunden, die den neuen Service direkt ausprobieren wollen, können ab dem 29.08.2018 für vier Wochen sogar fünf Euro sparen. Eurowings und mytaxi schenken allen Newsletter Abonnenten einen individuellen Gutschein-Code für die nächste Flughafenfahrt. Dieser kann ganz einfach in der mytaxi App hinterlegt werden. Bei der nächsten Fahrt, die der Nutzer per App bezahlt, wird der Betrag automatisch von der Gesamtsumme abgezogen beziehungsweise verrechnet.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem starken Partner wie Eurowings. Mit der Integration von mytaxi in die Eurowings App bieten wir allen Reisenden einen noch besseren Service und eine komfortable Lösung aus einer Hand an – intuitiv, unkompliziert und verlässlich“, sagt Alexander Mönch, General Manager für Deutschland & Österreich bei mytaxi.

Flughafen Wien legt weiter deutlich zu

Flughafen-Wien-Gruppe setzt Wachstum fort: Mehr Passagiere und sorgten für eine starke Ergebnisverbesserung auf 72,4 Mio. Euro (plus 20,4 Prozent) im ersten Halbjahr 2018. Der Umsatz stieg 4,5 Prozent auf 373,5 Mio. Euro. Erstmals gab es auch über 100.000 Passagiere an einem Tag.

„Die Flughafen-Wien-Gruppe setzt ihre Wachstumsentwicklung im ersten Halbjahr 2018 erfolgreich fort. Umsatz und Nettoergebnis1 sind deutlich gestiegen und der Finanzausblick ist mit einem erwarteten Nettoergebnis von über 148 Mio. Euro für das Gesamtjahr sehr positiv. Und der Flughafen-Standort wächst stetig weiter: Anfang Oktober eröffnet das neue Gesundheitszentrum am Standort, DHL errichtet einen Logistikcampus und durch neue Airline-Basen und Betriebsansiedlungen entstehen 2018 rund 2.500 neue Jobs in der Airport City und der Airport Region.“, erläutert Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

„2018 wird einen Rekordsommer für den Flughafen Wien bringen, im Juli konnten wir erstmals mehr als 100.000 Passagiere an einem Tag verzeichnen. Auch für die zweite Jahreshälfte sind wir zuversichtlich: Zahlreiche neue Flugangebote, wie eine neue Langstreckenverbindung nach Shenzhen in China, neue Destinationen in Europa und mehrere Frequenzerweiterungen stehen bereits fest. Wir gehen daher von mehr als 8 Prozent Passagierwachstum in der Gruppe und 6 Prozent am Standort Wien aus.“, erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

7,6 Prozent mehr Passagiere der Gruppe

Die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice verzeichnete mit insgesamt 15,1 Mio. Passagieren von Januar bis Juni 2018 einen Passagierzuwachs von 7,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

+5,5 Prozent Passagiere am Flughafen Wien

Am Standort Wien stieg die Zahl der Passagiere von Januar bis Juni 2018 um 5,5 Prozent auf 11.840.245 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm dabei im ersten Halbjahr 2018 um 5,7 Prozent, die Anzahl der Transferpassagiere um 5,2 Prozent zu. Nach Westeuropa stieg das Passagieraufkommen um 4,3 Prozent an, nach Osteuropa nahm das Passagieraufkommen um 5,3 Prozent zu. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten stieg im H1/2018 um 32,3 Prozent an, jenes in den Nahen und Mittleren Osten legte um 2,7 Prozent zu. Die Passagierzahl nach Afrika entwickelte sich mit einem Zuwachs von 40,2 Prozent deutlich positiv, das Passagieraufkommen nach Nordamerika stieg um 0,7 Prozent.

Die Zahl der Flugbewegungen stieg von Januar bis Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf 110.835 Starts und Landungen an. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) nahm von 71,9 Prozent auf 73,8 Prozent im ersten Halbjahr 2018 deutlich zu. Das Frachtaufkommen stieg im selben Zeitraum um 3,5 Prozent auf 142.605 Tonnen (Luftfracht und Trucking).

Gute Entwicklungen in Flughäfen Malta und Kosice

Auch die Auslandsbeteiligungen Malta und Kosice entwickeln sich sehr gut: Der Flughafen Malta verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 ein starkes Plus von 16,3 Prozent auf 3.069.673 Passagiere. Der Flughafen Kosice konnte im gleichen Zeitraum ein deutliches Passagierplus von 14,2 Prozent auf 212.741 Reisende vermelden.

Umsatzplus in H1/2018 von 4,5 Prozent auf 373,5 Mio. Euro – Deutliche Verbesserungen bei den Finanzkennzahlen Im ersten Halbjahr 2018 sind die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe um 4,5 Prozent auf 373,5 Mio. Euro gestiegen und das EBITDA hat sich um 6,1 Prozent auf 167,6 Mio. Euro verbessert. Das EBIT verbesserte sich um 16,7 Prozent auf 104,5 Mio. Euro und durch das verbesserte Finanzergebnis stieg das Nettoergebnis im H1/2018 um 20,4 Prozent auf 72,4 Mio. Euro Die Nettoverschuldung konnte weiter auf 190,4 Mio. Euro reduziert werden. Der Free-Cashflow lag bei 72,1 Mio. Euro (H1/2017: 78,7 Mio. Euro).

Umsatz und Ergebnisentwicklung in den Segmenten

Die Umsätze des Segments Airport stiegen im H1/2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf 182,0 Mio. Euro Das Segment-EBIT verbesserte sich auf 49,0 Mio. Euro (H1/2017: 34,1 Mio. Euro). Das Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen verzeichnete einen Anstieg der Umsatzerlöse um 0,9 Prozent auf 80,4 Mio. Euro. Das Segment-EBIT reduzierte sich auf 1,7 Mio. Euro (H1/2017: 7,5 Mio. Euro). Darin sind auch die Sicherheitsdienstleistungen der VIAS, die Abfertigungsdienstleistungen der Vienna Aircraft Handling (VAH) und der Vienna Passenger Handling Services (VPHS) sowie die Leistungen der GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. enthalten.

Im Segment Retail & Properties legten die Umsätze im ersten Halbjahr 2018 um 1,4 Prozent auf 62,2 Mio. Euro zu. Das Segment-EBIT legte auf 32,6 Mio. Euro (H1/2017: 29,3 Mio. Euro) zu. Die Umsätze des Segments Malta stiegen um 11,5 Prozent auf 40,9 Mio. Euro Das Segment-EBIT verbesserte sich auf 18,9 Mio. Euro (H1/2017: 16,1 Mio. Euro). Die Umsätze der Sonstigen Segmente lagen im H1/2018 bei 8,0 Mio. Euro (H1/2017: 7,3 Mio. Euro). Das Segment-EBIT betrug 2,3 Mio. Euro (H1/2017: 2,6 Mio. Euro).

Investitionen

In den ersten sechs Monaten 2018 wurden in Summe 91,9 Mio. Euro investiert. Die größten Investitionsprojekte betreffen die Aktivierung der Zahlungsverpflichtung an den Umweltfonds im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste in Höhe von 56,8 Mio. Euro aufgrund des Genehmigungsbescheides zur 3. Piste, sowie die Terminalentwicklungsprojekte in Höhe von 4,9 Mio. Euro, den Office Park 4 mit 2,7 Mio. Euro und Hochleistungsschneefrässchleudern mit 1,8 Mio. Euro Am Flughafen Malta wurden 3,3 Mio. Euro u.a. in Terminalumbauten und Flugverkehrsflächen investiert.

Fortsetzung des Wachstumskurses: Finanz- und Passagierguidance für 2018

Für das Gesamtjahr 2018 geht das Unternehmen weiterhin von einem Passagierwachstum von mindestens 8 Prozent in der Flughafen-Wien-Gruppe und von mindestens 6 Prozent am Standort Flughafen Wien aus. Beim Umsatz wird eine Steigerung auf mehr als 770 Mio. Euro und beim EBITDA auf mehr als 350 Mio. Euro erwartet. Das Periodenergebnis1 wird aus heutiger Sicht bei über 148 Mio. Euro liegen. Die Guidance für Investitionen bleiben mit 175 Mio. Euro, und für die Nettoverschuldung mit unter 250 Mio. Euro ebenfalls weiterhin aufrecht.

Verkehrsentwicklung im Juli 2018:

Flughafen-Wien-Gruppe mit 3,6 Mio. Passagieren

Im Juli 2018 stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) um 8,5 Prozent auf 3,6 Mio. Reisende an. Kumuliert von Januar bis Juli 2018 nahm das Passagieraufkommen um 7,8 Prozent auf 18,7 Mio. Reisende zu. Auch der Standort Flughafen Wien entwickelte sich mit einem Passagierplus von 5,8 Prozent auf 14.570.749 Reisende von Januar bis Juli 2018 sehr gut.

Standort Wien: Erstmals über 100.000 Passagiere pro Tag

Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Juli 2018 um 7,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 2.730.440 Reisende an. Mit 100.229 Passagieren am 29. Juli 2018 konnte dabei auch der passagierstärkste Tag in der Geschichte des Airports verzeichnet werden (bisher: 29. Juni 2018 mit 97.845 Passagieren).

Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg um 10,9 Prozent stark an, während die Anzahl der Transferpassagiere um 0,8 Prozent leicht zurückging. Die Flugbewegungen nahmen im Juli 2018 um 6,0 Prozent zu. Beim Frachtkommen verzeichnete der Flughafen Wien einen Anstieg von 4,0 Prozent im Vergleich zum Juli des Vorjahres.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa stieg im Juli 2018 um 8,0 Prozent an, nach Osteuropa war das Passagieraufkommen mit -1,1 Prozent rückläufig. In den Fernen Osten nahm das Passagieraufkommen im Juli 2018 um 36,8 Prozent zu, jenes in den Nahen und Mittleren Osten stieg um 10,6 Prozent an. Nach Nordamerika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit -0,2 Prozent stabil und nach Afrika legte die Zahl der Passagiere um 13,2 Prozent zu.

Ein starkes Passagierplus gab es im Juli 2018 für den Flughafen Malta mit einem Zuwachs um 12,1 Prozent. Auch in Kosice gab es einen erfreulichen Anstieg um 12,9 Prozent.

Verkehrsentwicklung Juli 2018 Flughafen Wien (VIE)

Juli 2018 Veränderung in Prozent Januar bis Juli 2018 Veränderung in Prozent
Passagiere an+ab+transit 2.730.440 +7,4 14.570.749 +5,8
Lokalpassagiere an+ab 1.979.545 +10,9 10.791.796 +6,6
Transferpassagiere an+ab 740.380 -0,8 3.722.138 +3,9
Bewegungen an+ab 22.404 +6,0 133.239 +3,6
Cargo an+ab in to 25.493 +4,0 168.098 +3,6
MTOW in to 890.568 +6,4 5.281.876 +4,0

Fußnoten

1. Periodenergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen

R66 bekommt FAA-Zulassung für Cargo Hook

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Robinson Helicopter hat jetzt von der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA die Zulassung für den Lasthaken am R66 bekommen. Das teilte der Hubschrauberhersteller heute mit.

Der Robinson R66 Cargo Hook ist damit endgültig eine Option für die Hubschrauber, der bis zu 1.200 Pound (lb, ca. 544 kg) an Gewicht tragen kann. Das Bruttogewicht des Drehflüglers erhöht sich damit von 2.700 auf 2.900 lb (1.314 kg).

Die Nachrüstung umfasst neben dem Frachthaken die onboard-Steuerung mit Kontrollen neben den Sitzen. Hinzu kommen Lastenanzeigen für die Fracht am Haken und die Maschinenleistung am linken Fenster, sodass auch eine Einpilotenbedienung möglich ist. Robinson nimmt ab sofort Bestellungen für die Zusatzausrüstung entgegen. Der vom Hersteller empfohlene Preis liegt bei 28.000 US-Dollar in den USA.

A320neo erstmals im Mittleren Osten im Dienst

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Gulf Air, die nationale Airline des Königtums von Bahrain, hat jetzt ihre erste A320neo bekommen. Seine erste Reise machte das Flugzeug von Toulouse nach Bahrain zum Bahrain International Airport und wurde dabei von CFM LEAP-1A angetrieben.

Es ist das erste von 29 Flugzeugen der A320neo, welche die Fluggesellschaft 2016 auf der Bahrain International Airshow bestellt hat. Gulf Air wird damit der erste Betreiber der A320neo im Mittleren Osten. Die Bahrainer betreiben schon 28 Flugzeuge von Airbus. Der Europäische Flugzeughersteller verzeichnet aus der Familie über 6.100 Bestellungen.

Raumfahrt für Schulen: Telefonieren zur Raumstation

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Die horizons-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst bietet eine ideale Möglichkeit, gerade auch junge Menschen für Forschung und Technik zu begeistern. Dazu hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen ein ganzes „Paket“ Maßnahmen, die sich an Schulen richten.

Neben Unterrichtsmaterialien, Lehrer-Workshops, Sonderseiten im Web und vielen anderen Angeboten gehört auch eine große Raumfahrt-Show dazu, mit der die Jugend-Initiative DLR_next quer durch Deutschland auf Tour geht.

Raumfahrt unterhaltsam braucht größere Hallen

Das 90-minütige Bühnenprogramm richtet sich an die dritte bis sechste Jahrgangsstufe. Es besteht aus spannenden Mitmach-Experimenten, faszinierenden Videos und anderen ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Elementen. Auch eine Grußbotschaft, die Alexander Gerst persönlich von der Internationalen Raumstation ISS übermittelt hat, ist Teil des Programms, das ganz eng an seine Horizons-Mission angelehnt den Bogen vom Start über das Andocken an die ISS sowie das Leben und Forschen in Schwerelosigkeit bis zur Landung spannt.

Dabei wird beispielsweise spielerisch erklärt, wie Raketen mittels Rückstoßprinzip starten und warum an Bord der ISS überhaupt Schwerelosigkeit herrscht. Auch der Nutzen der wissenschaftlichen Arbeit für das Leben auf der Erde wird vom Moderatoren-Team, das größtenteils aus erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DLR_School_Labs besteht, altersgerecht vermittelt.

Veranstaltungen alle ausgebucht

Ursprünglich war geplant, die Raumfahrt-Show in etwa zehn Städten in den Aulen von Schulen zu zeigen – teils mit mehreren Präsentationen pro Tag. Doch schon kurz nach der Ankündigung hatten sich rund 500 Schulen um eine Aufführung beworben. Um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zur Teilnahme zu bieten, hat das DLR daraufhin Kontakt mit Hochschulen und anderen Partnern aufgenommen. Nun findet die Show an 20 Orten in Deutschland in Stadthallen und großen Hörsälen von Universitäten statt – jeweils vor vielen hundert und sogar bis zu 2.000 Schülerinnen und Schülern pro Aufführung bei mehreren Aufführungen pro Tag. Trotz dieser zusätzlichen Events in großen Veranstaltungsorten ist die Show bereits komplett ausgebucht. Insgesamt sollen damit weit über 20.000 Kinder erreicht werden.

„Wir sind von der enormen Resonanz und dem großen Interesse der Schulen geradezu überwältigt“, sagt der DLR-Vorstandsbeauftragte für Nachwuchsförderung, Dr. Volker Kratzenberg-Annies. „Das gilt für die Raumfahrt-Show genauso wie für unsere Unterrichtsmaterialien zur Gerst-Mission, die trotz hoher Auflage von 5.000 Heften schon nach drei Monaten vergriffen waren und nachgedruckt werden mussten. Dass all diese Angebote so gut ankommen, zeigt einmal mehr die inspirierende Wirkung, die von der Raumfahrt ausgeht und die dafür genutzt werden kann, Kinder und Jugendliche insgesamt für Naturwissenschaften und Technik sowie für die entsprechenden Schulfächer und Berufsbilder zu interessieren.“

Raumfahrt-Show in Berlin mit Anruf auf ISS

Eine ganz besondere Aufführung der Raumfahrt-Show wird es am 04. September im Audimax der TU Berlin geben: Hier ist zusätzlich eine Liveschaltung zur ISS mit Alexander Gerst geplant. Er wird dabei die an Bord der Station befindliche Zeitkapsel versiegeln – ein anderes Schulprojekt, zu dem 8.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland ihre Wünsche für die Zukunft an das DLR geschickt hatten. Erst in 50 Jahren darf die Kapsel, die neben den Wünschen der jungen Generation für die Welt von morgen noch einige andere symbolische Miniatur-Objekte wie seltene Meteoritenstücke beinhaltet, wieder geöffnet werden. Im Rahmen der Liveschaltung können außerdem einige Kinder und Jugendliche Fragen an Alexander Gerst richten, die er hoch oben aus der Umlaufbahn beantworten wird.

Die Raumfahrt-Show des DLR ist eine Aktion in Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Sie wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Auch die Initiative Think ING. unterstützt die Aktion.

Alle Veranstaltungsorte und Termine

  • 27.08. – 29.08. Technische Sammlungen Dresden
  • 31.08. Arena Erfurt
  • 04. und 05.09. TU Berlin
  • 06. und 07.09. FEZ Berlin
  • 11.09. TU Dortmund
  • 13. und 14.09. Universität Köln
  • 17.09. Carmen Würth Forum Künzelsau
  • 20.09. Universität Bremen
  • 22.09. TU Hamburg
  • 26.09. Universität Rostock
  • 05.10. LMU München
  • 12.10. RWTH Aachen
  • 14. und 15.10. Technikmuseum Speyer

Die Raumfahrt-Show des DLR geht auf Deutschland-Tour: Das Foto zeigt Impressionen aus der Raumfahrt-Show des DLR. Das 90-minütige Bühnenprogramm besteht aus spannenden Mitmach-Experimenten, faszinierenden Videos und anderen ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Elementen.

Hamburg Airport sperrt Landebahn Norderstedt/Alsterdorf

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Die jährlich notwendigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Start- und Landebahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) am Hamburg Airport stehen kurz bevor: Unter anderem gehören zu den wiederkehrend notwendigen Arbeiten die Beseitigung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten, Beton- und Asphaltarbeiten, das Spülen der Sielleitungen, Erneuerung der Markierung sowie der Austausch und die Instandhaltung der Startbahnbefeuerung.

Dafür wird die Bahn von Mittwoch, 22. August 2018 (06:00 Uhr), bis einschließlich Mittwoch, 05. September 2018 (23:00 Uhr), außer Betrieb genommen. Während dieser Zeit wird der Hamburger Flughafen den gesamten Flugbetrieb über die Piste 05/23 (Niendorf/Langenhorn) abwickeln.

Starbahn: Hochbetrieb erfordert Pflege

„Pro Jahr starten und landen rund 160.000 Flugzeuge am Hamburg Airport. Damit wir dabei einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten können, müssen wir unsere Start- und Landebahnen jährlich warten“, sagt David Liebert, Bereichsleiter Real Estate Management am Flughafen Hamburg. Die Instandhaltungsarbeiten werden in zwei Wochen realisiert, um die Auswirkungen für den Betrieb und die Flughafen-Nachbarn möglichst gering zu halten. Die Start- und Landebahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) war in diesem Jahr bereits vom 24. Mai bis 06. Juni 2018 erfolgreich gewartet worden.

Bei der Wahl der Termine fließen verschiedene Faktoren ein: Zum einen achtet Hamburg Airport darauf, dass die Bahnsperrungen nicht in der Ferien- oder Hauptreisezeit liegen, da gerade dann beide Start- und Landebahnen für einen sicheren und zügigen Flugverkehr benötigt werden. Zum anderen sind viele Instandhaltungsmaßnahmen nur bei trockener und warmer Witterung möglich.

WhatsApp informiert über Wartungstermine

Um die Flughafen-Nachbarn und andere Interessierte über die Termine der jährlichen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Start- und Landebahnen auf dem Laufenden zu halten, hat Hamburg Airport einen WhatsApp-Service eingerichtet. Nach einmaliger Anmeldung erhalten die Abonnenten alle Termine und Informationen rund um die Pistensperrungen direkt auf ihr Smartphone. So können sie die Sperrungstermine rechtzeitig einplanen.

Innsbruck noch öfter mit British Airways verbunden

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Am Flughafen Innsbruck hat British Airways für den Winter 2018/19 eine zusätzliche Sonntagsverbindung nach London Heathrow eingeplant.

Somit bietet British Airways ab 16. Dezember 2018 bis zu acht wöchentliche Flüge nach London Heathrow und fünf wöchentliche Flüge nach London Gatwick. Mit demnach 13 wöchentlichen Verbindungen in die britische Hauptstadt gibt es beste Weiterflugmöglichkeiten für Transitpassagiere in die ganze Welt. Schönste Fernziele wie Miami, San Francisco, Singapur, Buenos Aires, Kapstadt, Hawaii, Peking und viele mehr lassen sich von Innsbruck über London perfekt erreichen. British Airways verbindet Innsbruck aber auch mit ihrem innereuropäischen Streckennetz: Irland, Athen, oder Oslo werden ebenfalls über London erreichbar.

Privat zu Reisen dominiert deutlich am Hamburg Airport

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Mehr als jeder vierte Passagier am Hamburg Airport bucht eine Flugreise, um Freunde und Verwandte zu besuchen. Der Erholungsurlaub ist damit nicht länger der häufigste Anlass für eine Flugreise. Das ist das Ergebnis der Fluggastbefragung im ersten Halbjahr 2018.

Im Durchschnitt unternehmen die Passagiere am Hamburg Airport neun Flugreisen pro Jahr, eingerechnet sind dabei auch berufliche Vielflieger. Zwei Drittel der Fluggäste sind jedoch privat unterwegs. Dabei gewinnen Besuche bei Freunden und Verwandten immer stärker an Bedeutung: Sie sind mit 26,9 Prozent der inzwischen häufigste Reisegrund. Das ist eine Steigerung um 2,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und neuer Höchststand. Noch deutlicher wird der Trend bei einem Blick auf die langfristige Entwicklung: Im Gesamtjahr 2010 lag der Anteil derer, die zu Freunden und Verwandten flogen, noch bei 19,4 Prozent.

Urlaubsziele auf Platz Zwei

Erholungsurlaube (26,7 Prozent) und Städtereisen (8,3 Prozent) sind weitere Anlässe für einen privaten Flug, haben im ersten Halbjahr 2018 jedoch in ihrer Beliebtheit etwas abgenommen. Jeder dritte Passagier ist aus beruflichen Gründen am Flughafen Hamburg. Die Zahlen basieren auf der Fluggastbefragung des Hamburg Airport im ersten Halbjahr 2018. Hierfür wurden 9.640 persönliche Interviews mit Passagieren am Flughafen Hamburg im Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2018 durchgeführt. Diese Stichprobengröße ist repräsentativ für alle Fluggäste am Flughafen Hamburg im Befragungszeitraum.

DRF Luftrettung erhält und verliert Konzessionen

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Am heutigen Freitag bestätigte die Landesdirektion Sachsen, dass die Konzession für die Primär-Luftrettung an den beiden Stationen Bautzen und Dresden offiziell an die DRF Luftrettung vergeben worden ist. Dies ist das Ergebnis einer Neuausschreibung der sächsischen Hubschrauberstationen.

Auch in den nächsten Jahren werden damit die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung zur Sicherstellung der Luftrettung im Freistaat beitragen. „Wir danken der Landesdirektion Sachsen für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns, auch in den nächsten Jahren mit unseren Hubschraubern für die Notfallrettung und den schnellen und schonenden Transport schwer kranker und verletzter Menschen bereit zu stehen und damit unseren Beitrag zur notfallmedizinischen Versorgung Sachsens zu leisten“, so Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Die neu vergebene Konzession für beide Luftrettungsstationen gilt für den Zeitraum vom 01.01.2019 bis 31.12.2026.

Los brachte DRF Bautzen und nahm Zwickau

Erstmals wurden bei einer Ausschreibung Luftrettungsstationen in Lose aufgeteilt, wobei nur ein Los pro Bieter vergeben werden durfte. Dies hat zur Folge, dass mit Dresden eine Station in der Betreiberschaft der DRF Luftrettung verbleibt und von der Luftrettungsstation Bautzen künftig ebenfalls ein rot-weißer Rettungshubschrauber zu Einsätzen starten wird. Von der seit 1991 von der DRF Luftrettung betriebenen Station Zwickau muss sich die Luftrettungsorganisation allerdings am Jahresende trennen. „Das Ergebnis der Ausschreibung betrachten wir daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dennoch ist die erneute Vergabe der Konzession an die DRF Luftrettung in Sachsen ein Beleg für die zuverlässige Arbeit und das große Engagement unserer Besatzungen im Freistaat“, betont Dr. Krystian Pracz.

Die Dresdner Luftrettungsstation ist die Heimat von „Christoph 38“ der von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang als schneller Notarztzubringer und für den Transport von Notfallpatienten in Kliniken bereitsteht. Er ist mit einem Piloten, einem Notarzt und einem HEMS-TC (Notfallsanitäter) besetzt und nach Alarmierung innerhalb von zwei Minuten in der Luft. Der Bautzener Rettungshubschrauber „Christoph 62“ ist rund um die Uhr einsatzbereit und mit einer festinstallierten Rettungswinde ausgestattet. Die DRF Luftrettung ist seit vielen Jahren Vorreiterin in der 24-h-Luftrettung. Die gemeinnützig tätige Organisation verfügt über hochmoderne, für den Nachtflug besonders geeignete Hubschrauber und setzt hochqualifiziertes Personal ein. Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen, sodass in Bautzen eine reibungslose Übernahme des Einsatzbetriebs ab 01. Januar 2019 gewährleistet wird.

Airbus zeigt ersten ACJ320neo

Airbus hat den ersten Business Jet aus der A320neo-Familie fertiggestellt. Die Airbus Corporate Jet genannten Geschäftsflugzeuge basieren auf den Passagiermaschinen und sind besonders geräumig.

Der ACJ320neo wurde planmäßig vollendet und wird von CFM International-Triebwerken LEAP-1A in die Lüfte gebracht. Bald soll die Maschine ihren Erstflug absolvieren.

Nach der Bemalung wird Acropolis Aviation aus Großbrittanien diesen ersten ACJ320neo entgegennehmen. Die fertige Ausstattung erhält das Flugzeug bei AMAC im schweizerischen Basel, wo die Kabine nach Alberto Pinto designed eingerichtet wird. Wie die Airliner-Version tragen die ACJ320neo die Haiflossen an den Flügelenden, die insbesondere auf Langstrecken für Treibstoffersparnis sorgen.

Der ACJ320neo kann so mit 25 Passagieren 6.000 Nautische Meilen oder 11.100 km bzw. 13 Stunden zurücklegen. Damit kann man etwa nonstop Peking – London fliegen, oder Moskau – Los Angeles. Die kleinere Version ACJ319neo 12.500 km.

ICARUS: Antenne auf der ISS verfolgt Tiere

Am Abend des 15. August 2018 haben die beiden russischen Kosmonauten Sergei Prokopjew und Oleg Artemjew bei einem fast achtstündigen Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation ISS auch die ICARUS-Antenne des gleichnamigen deutsch-russischen Forschungsprojektes am Swesda-Modul entfaltet.

Der Außenbordeinsatz dauerte von 18:17 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) am 15. August bis 02:03 Uhr MESZ am 16. August. Für die Außeninstallation der ICARUS-Antenne brauchten die beiden Kosmonauten rund fünf Stunden, bis 00:18 Uhr MESZ.

Tierwanderungen weltweit verfolgen

Unterstützt wurden Prokopjew und Artemjew vom deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst, der den Einsatz vom Inneren der Station aus überwachte. Mit der Installation der Antenne ist das ICARUS-System (International Cooperation for Animal Research Using Space), mit dem von der ISS aus weltweit Tierwanderungen aller Art verfolgt werden können, nun komplett. ICARUS ist ein Projekt des Raumfahrtmanagements im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

In den nächsten Tagen und Wochen wird ICARUS in Betrieb genommen. Das Experiment ist auch Teil der aktuellen horizons-Mission von Alexander Gerst. Mit dem ICARUS-Wissen versprechen sich Wissenschaftler in Russland und Deutschland neue Erkenntnisse über Leben und Umwelt der Tiere, sowie über das Zusammenspiel mit uns Menschen.

Hungersnöten begegnen

„Störche rasten auf ihrem Weg nach Süden häufig in der Nähe von Heuschreckenbrutstätten am Südrand der Sahara. Somit zeigen uns die Vögel an, wo sich diese Insektenschwärme genau befinden. So kann gegen die Schädlingsplagen vorgegangen und Hungersnöte können vermieden werden“, erklärt Prof. Martin Wikelski, wissenschaftlicher Leiter des ICARUS-Projektes vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell.

Sein russischer Kollege Grigori Tertitski, Projektleiter am Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften, erwartet bereits mit Spannung, mehr über die Zugwege kleiner Vögel von Ost nach West zu lernen. „Teilweise infizieren sich diese Tiere in Ostasien mit der Vogelgrippe. Bei ihrem Zug durch das Gebiet der Russischen Föderation können sie dann andere Tiere anstecken. Hier mehr zu wissen, wäre sehr hilfreich“, meint der Wissenschaftler.

Auf dem Foto zu sehen ist der russische Kosmonaut Sergei Prokopjew bei seinem ersten Außenbordeinsatz am 15. August 2018 am russischen Swesda-Modul der ISS. Prokopjew gehört zur aktuellen ISS-Expedition 56 und ist am 06. Juni 2018 zusammen mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation gestartet.

Ju-52 darf wieder zum Flugtag fliegen

Nach dem Absturz einer Ju-52 am 04. August haben sich bis jetzt keine Hinweise auf ein generelles technisches Problem dieses Flugzeugtyps ergeben. Die Dübendorfer JU-Air will am Freitag den Flugbetrieb mit ihren beiden Oldtimerflugzeugen vom Typ Junkers Ju-52 wieder aufnehmen.

Solange zum Unfall noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, hat das zuständige Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Aufsicht bei der JU-Air erhöht. Für die Aufnahme des Flugbetriebes muss die JU-Air aber zuerst vorsorgliche Maßnahmen des BAZL treffen. Drei Flugzeuge des historischen Typs waren bis in die 1980er Jahre bei der Schweizer Armee im Dienst. Danach wurden sie von einer Initiative für touristische Flüge durch die Ju-Air weiterbetrieben.

Dramatischer Absturz in den Bergen

Eine Ju-52 stürzte am 04. August in den Schweizer Bergen ab. Die 20 Insassen und erfahrenen Piloten kamen ums Leben. An dem Tag war es sehr heiß, die Luft daher dünn und die Motorleistung könnte dadurch beeinträchtigt gewesen sein. Das Flugzeug befand sich zudem in über 2.500 Metern Höhe als es nach Berichten eine 180°-Kurve geflogen sei – was auch Geschwindigkeit kosten kann. All dies könnte auf einen Strömungsabriss (Stall) hindeuten. Ebenso, dass das dreimotorige Flugzeug laut erster Hilfskräfte nahezu senkrecht zu Boden ging.

Nach dem Absturz einer Junkers hat das BAZL mit der JU-Air und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST die Situation analysiert. Daraus folgten keine Anhaltspunkte auf ein generelles technisches Problem bei der Ju-52, das ein Grounding der restlichen Schweizer Ju-52-Flotte rechtfertigen würde. Die Untersuchung der SUST kann aber bis zu einem ersten Zwischenergebnis noch mehrere Wochen bis Monate andauern. Sollte sich während dieser Zeit ein Hinweis auf ein technisches Problem ergeben, würde das BAZL die Lage neu beurteilen und allenfalls ein Flugverbot aussprechen.

Maßnahmen zum weiteren Flugbetrieb der Ju-52

Bis weitere Erkenntnisse aus der Unfalluntersuchung vorliegen, muss die JU-Air vorsorgliche Maßnahmen des BAZL umsetzen: Erstens verlangt das BAZL, dass vorläufig bei Flügen eine Minimalhöhe eingehalten werden muss, die über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe liegt. Zweitens müssen die Flugzeuge der JU-Air ab sofort einen GPS-Datenaufzeichungsgerät mitführen, das jeden Flug aufzeichnet und eine nachträgliche Beurteilung der Flugroute erlaubt. Drittens sollen die Passagiere während des Fluges zudem angeschnallt bleiben und nicht mehr frei im Flugzeug zirkulieren können. Dies gilt auch für Besuche im Cockpit während des Fluges.

Diese vorsorglichen Maßnahmen müssen von der JU-Air vor Aufnahme des Flugbetriebes umgesetzt werden. Die JU-Air hat dem BAZL bereits zugesichert, dass sie diese Auflagen entsprechend umsetzen wird. Sollten sich aus der laufenden Sicherheitsuntersuchung der SUST weitere Maßnahmen abzeichnen, behält sich das BAZL vor, zusätzliche Sofortmaßnahmen zu verfügen.

Ju-52 fliegt auf den Flugtagen Soest

Bestürzt und tieftraurig wurde die Nachricht vom Absturz der Ju-Air-Maschine auch in Soest / Bad Sassendorf aufgenommen. Die Organisatoren der Flugtage auf dem Flugplatz haben in alle Richtungen haben Gespräche geführt, so auch mit den Kameraden der Ju-Air gesprochen. Als für die Ju-Air feststand, dass ab dem 17. August der reguläre Flugbetrieb aufgenommen würde, konnte damit die Ju-52 wie geplant für den Flugtag zur Verfügung stehn.

Die Flugtage starten am 18. und 19. August jeweils um 10:15 mit Modellfliegern. Die Rundflüge mit der Ju-52 starten jeweils um 11:00 Uhr. Dazu gibt es Flugshows, Schnupperflüge (Boeing Stearman) mit Motor- und Segelflugzeugen und viele historische Klassiker zu sehen, von Acroteam Meschede mit drei Pitts Doppeldeckern (flying display), bis zu Yak 52TD (flying display).

LHC launcht Belly-Kapazitäten der Brussels Airlines

Die im Frühjahr angekündigte Vermarktung der Frachtkapazitäten der Brussels Airlines (SN) zum 01. September 2018 durch Lufthansa Cargo hat begonnen. Die so gebuchte Fracht fliegt auf Airwaybills von Lufthansa Cargo, zu erkennen an der Ziffernfolge 020.

Die Netzwerke beider Unternehmen ergänzen sich optimal. Die Kunden der Brussels Airlines Cargo erhalten durch die neue Zusammenarbeit einfachen Zugang zum weltweiten Streckennetz der Lufthansa Cargo mit rund 300 Zielorten in über 100 Ländern. Vorausbuchungen sind ab sofort möglich. Der Buchungsvorlauf beträgt wie üblich maximal 30 Tage. Für Kunden des Frachtkranichs wird das Streckennetz um weitere attraktive Zielorte – vor allem in West-, Ost- und Zentralafrika, direkt ab Brüssel – ergänzt.

Neue Ziele für Luftfracht

So kommen 15 afrikanische Zielorte hinzu: Banjul (BJL, Gambia), Conakry (CKY, Guinea), Freetown (FNA, Sierra Leone), Monrovia (ROB, Liberia), Abidjan (ABJ, Elfenbeinküste), Accra (ACC, Ghana), Ouagadougou (OUA, Burkina Faso), Lomé (LFW, Togo), Cotonou (COO, Benin), Douala (DLA, Kamerun), Yaounde (NSI, Kamerun), Kinshasa (FIH, Demokratische Republik Kongo), Entebbe (EBB, Uganda), Kigali (KGL, Ruanda), Bujumbura (BJM, Burundi).

„Durch die enge Zusammenarbeit von Brussels Airlines und Lufthansa Cargo profitieren unsere Kunden von zahlreichen neuen Verbindungen und Stationen…“, so Dorothea von Boxberg, Vorstand Produkt und Vertrieb von Lufthansa Cargo. „Unsere enge Zusammenarbeit mit Lufthansa Cargo ist eine echte Win-Win-Situation für beide Unternehmen und unsere Kunden. Als Afrika-Spezialist erweitern wir das Portfolio von Lufthansa Cargo um neue Zielorte und können als Brussels Airlines unsere Frachtkapazitäten noch besser nutzen“, so Reinout Puissant, Global Platform Manager von Brussels Airlines Cargo.

Lufthansa Cargo auch in Anderer Flugzeuge

Brussels Airlines ist die fünfte Passagierfluglinie, deren Frachtkapazitäten von Lufthansa Cargo vermarktet werden. Bislang stehen den Kunden der Lufthansa Cargo bereits die Frachträume von Lufthansa, Austrian Airlines, Eurowings und SunExpress zur Verfügung. Mit der Vermarktung der Frachtkapazitäten der Brussels Airlines kommen die Laderäume von zehn Wide-Body- und 43 Narrow-Body-Flugzeugen (Flugzeuge mit einem Mittelgang) hinzu. Darüber hinaus betreibt Lufthansa Cargo 17 Frachtflugzeuge und nutzt Frachterkapazitäten der Aerologic, einem Joint Venture zwischen Lufthansa Cargo und DHL Express.

APEX EXPO: Messe startet über den Wolken

Die diesjährige APEX EXPO, das weltweit größte Event zum Thema Passagiererlebnis der Luftfahrtbranche, findet vom 24. bis 27. September in Boston statt. Dieses Jahr, und damit erstmals in der Geschichte der Veranstaltung, findet der Auftakt über den Wolken statt. In einem Airbus A350.

Das Passagiererlebnis und den Komfort an Bord weiter zu verbessern – diesem Ziel ist die Airline Passenger Experience Association (APEX) verpflichtet. Am 22. September präsentiert Lufthansa ihren Gästen mit dem „Lufthansa FlyingLab APEX EXPO“ auf Flug LH424 von München nach Boston die exklusive Pre-Conference an Bord eines Airbus A350.

Eingestimmt werden die Passagiere mit einem besonderen Gate-Event in München. Lufthansa veranstaltet das FlyingLab in Zusammenarbeit mit APEX und Lufthansa Systems. Die IT-Tochter der Lufthansa zählt zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung der Luftfahrt und stellt unter anderem die technischen Voraussetzungen der Konferenz.

„Welcher Ort eignet sich besser, neue Trends für die Passagiere vorzustellen und zu testen als ein Flugzeug?“, sagt Joe Leader, CEO der APEX. „Wir freuen uns, unsere Konferenz dieses Jahr mit dem Lufthansa FlyingLab zu beginnen. Neben exklusiven Vorträgen renommierter Branchenexperten geben wir Teilnehmern der APEX sowie allen Passagieren die Möglichkeit, innovative Produkte an Bord auszuprobieren und sich über neue Trends auszutauschen.“

Neue Gadgets im Test und Expertenvorträge

Während der Konferenz in 10.000 Metern Höhe über dem Atlantik erwarten die Passagiere sechs Kurzvorträge zum Passagiererlebnis der Zukunft. Die Themen reichen von innovativen Lichtkonzepten, die bereits heute auf Lufthansa-Flügen hautnah erlebt werden können, über moderne Kabinengestaltung bis zu Sitzneuheiten und Kommunikationsmöglichkeiten der Zukunft. Die jeweils 15-minütigen Live-Präsentationen können alle Fluggäste ganz bequem per Video-Stream über WLAN auf ihrem eigenen Smartphone, Tablet oder Laptop empfangen – egal, auf welchem Platz sie im Flugzeug sitzen. Während der Vorträge können Zuhörer direkt über ihre Geräte Fragen an die Sprecher stellen, die dann im Anschluss live beantwortet werden.

Damit das technisch reibungslos funktioniert, hat Lufthansa Systems ein WLAN-Netz an Bord installiert. Dieses basiert auf der mehrfach ausgezeichneten digitalen Plattform BoardConnect, zu der Lufthansa Systems auf der APEX EXPO in Boston Neuigkeiten vorstellen wird.

Neben Vorträgen bietet das Lufthansa FlyingLab APEX EXPO auf dem achtstündigen Flug nach Boston auch Gelegenheit, Neuheiten für das Passagiererlebnis direkt an Bord auszuprobieren. Unter anderem stehen innovative Bordunterhaltung mit einer schicken VR-Brille von Skylights sowie eine smarte temperaturregulierende Decke mit integriertem Nackenkissen von feel.flight zur Auswahl. Die Teilnahme am Lufthansa FlyingLab APEX EXPO ist kostenlos. Man braucht lediglich ein Ticket für Flug LH424 am 22. September 2018 von München nach Boston.

Digitalisierung in der Luft

Das Lufthansa FlyingLab ist ein Baustein der Digitalisierungsstrategie des Konzerns. In dieser einzigartigen Form der In-flight-Konferenz positioniert sich Lufthansa einmal mehr als führend in Sachen Digitalisierung und verfolgt hierbei die Strategie des sogenannten Fast-Prototypings. Relevante Digitalisierungsthemen werden in FlyingLabs umgesetzt, um direktes Feedback von den Teilnehmern zu erhalten. Unter anderem fanden bereits Lufthansa FlyingLabs zu den Themen Virtual Reality sowie Fashion & Technologie statt.

„Wir freuen uns, diesen besonderen Event zusammen mit der APEX und weiteren Partnern ausrichten zu können. Das Lufthansa FlyingLab ermöglicht es, Reisezeit effizient zu nutzen und informativen Mehrwert zu bieten. Die digitale Plattform BoardConnect von Lufthansa Systems bildet die Schlüssel-Technologie, um ein Flugzeug Teil einer digitalen Reise werden zu lassen. So können wir außergewöhnliche Erlebnisse schaffen. BoardConnect ist innerhalb und außerhalb des Konzerns bei vielen Airlines im Einsatz“, erläutert Olivier Krüger, CEO Lufthansa Systems.

Zusatzstoff gegen Wasser im A340-Tank ISE getestet

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Lufthansa und BASF haben erfolgreich die In-Service-Evaluation (ISE) von Kerojet® Aquarius gestartet. Der Zusatzstoff für Treibstoff ist ein Löslichkeitsvermittler für Wasser in Flugzeugtreibstoff von der BASF. Der Test im Linienflug ISE ist ein wichtiger Schritt in der Kommerzialisierung des innovativen Treibstoffadditivs.

Am 24. Juli startete die ISE dazu erfolgreich mit einem Airbus A340-600 Flug von München nach San Francisco. Vorteil des Additivs ist die Reduzierung kostenintensiver Entwässerungsmaßnahmen da die Ansammlung von Wasser minimiert wird. Zeitaufwendige und teure Zwischenschritte während der Wartung können somit vermieden werden und der Vorgang wird deutlich kosteneffektiver. Im Verlauf der ISE wird das BASF-Additiv auf festgelegten Flugrouten in Airbus-Flugzeugen eingesetzt.

Eis im Tank vermeiden

„Die Einführung von Kerojet® Aquarius wird ein Meilenstein in der Verbesserung der Flugsicherheit als auch der Flugzeugnutzung sein. Mit Aquarius kann Eis in den Flügeltanks vermieden und so die Sicherheit im Flugbetrieb noch weiter verbessert werden“, sagt Thorsten Lange, Head of Fuel Purchasing, Lufthansa Group.

„Wir sind sehr glücklich diesen wichtigen Meilenstein in der Markeinführung von Kerojet® Aquarius erreicht zu haben“, so Antonino Raffaele-Addamo, Head of Global Marketing Jet Fuel Additives, Fuel and Lubricant Solutions, BASF SE. „Nach Jahren harter Arbeit und großem Engagement sowie umfassenden Tests, war dieser Schritt nur dank einer klaren Vision und langfristigen Strategie möglich. Die enge Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und BASF von Beginn des Projektes an wurde darüber hinaus von weiteren führenden Partnern der Luftfahrtindustrie unterstützt.“

Zusatz für den Flugkraftstoff

Kerojet® Aquarius ist ein einzigartiges und einfach anzuwendendes Performance-Additiv, das dabei hilft, Wasser im Kraftstoffsystem von Flugzeugen zu kontrollieren und ist somit ein entscheidender Faktor für Sicherheit und Wartung. Im Kerosin bzw. Tank vorhandenes Wasser wird mittels Kerojet® Aquarius im Flugbenzin gelöst und im regulären Verbrennungsprozess in der Turbine entfernt. BASF und Lufthansa erwarten die umfassenden Ergebnisse der ISE gegen Ende des Jahres. Im Anschluss soll die umfassende Kommerzialisierung von Kerojet® Aquarius beginnen.

München – Bergen ab sofort im Direktflug

Mit der norwegischen Airline Widerøe geht es ab sofort drei Mal wöchentlich auch von München nach Bergen. Die zweitgrößte Stadt Norwegens ist besonders für ihre Vergangenheit als Hansekontor bekannt.

Die norwegische Airline Widerøe fliegt ab sofort drei Mal wöchentlich von München nach Bergen. Vom Hafen aus fahren die Schiffe der ehemaligen Postlinie Hurtigruten Richtung Norden. Auf ihrer Fahrt entlang der über 2.700 Kilometer langen Küste können Reisende die einzigartigen Fjorde und Berglandschaften Norwegens entdecken. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag startet die norwegische Airline Widerøe mit der neuen Embraer E190 E2 ins Land der Fjorde und bringt Fluggäste in unter zweieinhalb Stunden nach Bergen.

Fraport elektrifiziert weiter Vorfeld

Flughafenbetreiber Fraport baut die Flotte elektrisch betriebener Fahrzeuge am Flughafen Frankfurt weiter aus. 14 Prozent aller eingesetzten Fahrzeuge haben derzeit schon Stromantrieb – und es werden kontinuierlich mehr.

In diesem Jahr werden zwölf rein batterieelektrische Gepäck- und Frachtschlepper, zwei elektrische Passagiertreppen und 15 elektrische Palettenhubwagen in Betrieb genommen. Auch fünf elektrische Förderbandwagen sowie vier batterieelektrische Ground Power Units kommen hinzu.

Der Ausbau der Elektro-Flotte wird vom Land Hessen unterstützt: Die Bodenverkehrsdienste der Fraport AG erhalten 325.000 Euro Fördermittel für die Beschaffung von zwei Elektrobussen. Die Busse sollen 2019 in Betrieb genommen und für den Passagiertransport eingesetzt werden. Das Fördervorhaben bis Ende 2020 sieht vor, die Alltagstauglichkeit der Elektrobusse im täglichen Einsatz zu untersuchen. Dabei müssen einsatzspezifische Besonderheiten und bauliche Restriktionen am Flughafen Frankfurt beachtet werden.

Elektrobusse mit Schnellladung

Damit die Busse zwischendurch aufladen können, werden geeignete Schnellladegeräte erworben. „Wir freuen uns über die Fördermittel des Landes, die es uns ermöglichen, mit der Erprobung von Elektrobussen einen weiteren wesentlichen Schritt in Richtung Elektrifizierung unserer Fahrzeugflotte zu gehen.“, betont Martin Bien, Geschäftsbereichsleiter Bodenverkehrsdienste der Fraport AG.

Die Elektrifizierung der Fahrzeuge stellt ein wesentliches Element der Klimaschutzaktivitäten der Fraport AG dar. Der emissionsarme Elektroantrieb eignet sich besonders für den Verkehr am Flughafen mit überwiegend kurzen Strecken und vielen Zwischenstopps. Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen kann die Luftschadstoffbelastung deutlich begrenzt werden. Fraport setzt damit an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz auf eine moderne und zukunftsfähige Flugzeugabfertigung.

Das Engagement für mehr Elektromobilität am Flughafen Frankfurt steht im Kontext der gemeinsamen Initiative „E-PORT AN“ mit der Lufthansa Group, dem Land Hessen und der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. Unter der Dachmarke sind verschiedene Projekte zur Erprobung von Elektrofahrzeugen im täglichen Flughafenbetrieb zusammengefasst.

2019 kommen 40 Rosinenbomber der Luftbrücke zurück

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Im Juni 2019 wird eine der spektakulärsten Luftfahrtoperationen und die größte Hilfsaktion aller Zeiten nach Deutschland zurückkehren: die Luftbrücke von Berlin. Zehn Tage – neun Bundesländer – sieben Großregionen – fünf Flugplätze.

Aus der ganzen Welt werden 40 alte „Rosinenbomber“ mit über 200 Crewmitgliedern als Botschafter der Völkerfreundschaft und Völkerverständigung an der „Luftbrücke Berlin 70 – Die Rückkehr der Rosinenbomber“ teilnehmen. Liebevoll von Vereinen und Privatleuten restauriert, werden sie für die Öffentlichkeit als „Luftbrücke zum Anfassen“ erlebbar sein, begleitet von zahlreichen Ausstellungen, von Konzerten, Überflügen und Jugend-Veranstaltungen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) unterstützt diese Aktion.

40 Maschinen in einer Reihe – das bedeutet eine fliegende Perlenkette von über 60 km Länge in niedriger Flughöhe; ein emotionales Ereignis, das den Horizont umspannt und das es in dieser Form nicht mehr geben wird. Auf den Flughäfen in Wiesbaden, Faßberg, Jagel (Schleswig-Holstein) und Berlin wird es Static Displays von über 1,6 km Länge geben – frei zugänglich.

Die Luftbrücke Berlin 70 sucht Sponsoring

Die Luftverkehrsverbände BDL, BDLI und die DGLR, die VC sowie weitere Verbände, Museen und Universitäten fördern das Vorhaben. Die Luftaufsichtsbehörden und die Flugsicherung begleiten das Projekt. „Botschafter der Luftbrücke“ ist der ehemalige langjährige Inspekteur der Luftwaffe, General a.D. Karl Müllner. Als ersten Lead-Sponsor konnte die Firma TOTAL Deutschland gewonnen werden.

Dieser Luftfahrthistorie, die Teil der deutschen Geschichte ist, Interessierte bei den einmaligen Events nahe kommen. Die Veranstalter suchen dabei nach Sponsoren und Partner zur Finanzierung des Schauspiels. Der Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt.

Lufthansa Technik lässt 13 Dutzend Azubis starten

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158 Jugendliche beginnen jetzt bei der Lufthansa Technik Gruppe ihre Ausbildung oder ein Duales Studium. Parallel läuft schon die Auswahl für das Jahr 2019. Insgesamt sind aktuell 582 junge Menschen bei Lufthansa Technik in Deutschland auf dem Weg in flugzeugtechnische oder logistikorientierte Berufe.

Lufthansa Technik will ab 2019 über mehrere Jahre die tower mucAnzahl der direkt bei ihr angebotenen Ausbildungsplätze in Hamburg und Frankfurt nahezu verdoppeln. Ergebnis der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens und des Erreichens der Altersruhegrenze vieler Kollegen. Auch die Tochterunternehmen werden ihr Engagement nochmals erhöhen – insbesondere Lufthansa Technik AERO Alzey plant erneut eine deutliche Erweiterung der Ausbildungsaktivitäten.

Gehörlose in Ausbildung

In Hamburg beginnen 78 Auszubildende, darunter drei Gehörlose. Seit dem Jahr 2000 bietet Lufthansa Technik im Rahmen eines Projekts alle zwei Jahre Perspektiven für Gehörlose im Berufsbild Werkzeugmechaniker. Der weitaus größte Teil der Absolventen arbeitet inzwischen in Festanstellung in den Fachwerkstätten des Unternehmens. In Frankfurt starten 46 Azubis, in Arnstadt 16, in Alzey elf und in München vier. Die neuen Auszubildenden hatten die Wahl unter zwölf Berufen beziehungsweise Studiengängen.

Digitale Instandhaltung: Gleich 22 Auszubildende finden in Hamburg im Berufsbild „Elektroniker für Geräte und Systeme“ ihre Zukunft im Einsatz in den Fachwerkstätten. Zwölf Fluggerätelektroniker werden in Frankfurt auf die Arbeit direkt am Flugzeug vorbereitet. Insgesamt starten 97 junge Menschen direkt bei Lufthansa Technik.

Handwerker oder Ingenieur Flugzeugbau?

Weiteren beginnen jetzt zwölf Werkzeugmechaniker, zwei Oberflächenbeschichter sowie bei Lufthansa Technik Logistik Services zwölf Fachkräfte für Lagerlogistik. Hinzu kommen als akademische Berufe: Ein praxisorientierter Ingenieur Flugzeugbau (Bachelor of Engineering), zwei praxisorientierte Ingenieure Elektrotechnik (Bachelor of Science), zwei Maschinenbau-Ingenieure (Bachelor of Science) sowie ein Studierender der Mechatronik (Bachelor of Science). Das Studium findet an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg statt.

Frankfurt: In Frankfurt beginnen 46 Auszubildende: Erstmals werden sieben Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Triebwerkstechnik direkt in der Main-Metropole ausgebildet. Hinzu kommen zwölf Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Instandhaltungstechnik, zwölf Fluggerätelektroniker, 13 Fachkräfte für Lagerlogistik (LTLS) und zwei Kaufleute für Spedition und Logistik (LTLS).

Arnstadt: 16 Auszubildende als Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Triebwerkstechnik verstärken N3 Engine Overhaul Services. Zudem starten drei zukünftige „Fachkräfte für Lagerlogistik“. Alzey: Elf Plätze zum Fluggerätmechaniker der Fachrichtung Triebwerkstechnik wurden besetzt. München: In der Isar-Metropole beginnen bei Lufthansa Technik Logistik Services vier Fachkräfte für Lagerlogistik.

Airport am Bodensee öfter aus Antalya angeflogen

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Mit zusätzlichen Flügen verbindet Corendon Airlines den Bodensee-Airport mit dem Top-Ziel an der Türkischen Riviera. Bis Anfang September wird die Touristikairline jeweils am Freitag Antalya anfliegen.

Für den Sommerflugplan 2019 plant Corendon Airlines eine deutliche Angebotsausweitung mit zwei wöchentlichen Flügen nach Antalya. Noch mehr Auswahl für Fluggäste in die Türkei: Corendon Airlines ergänzt mit ihren Flügen (jeweils Freitag) in den nachfragestarken Sommerferien (zwischen dem 01.08. und 07.09.) das Angebot der Germania, die dreimal pro Woche (Dienstag, Freitag, Sonntag) nach Antalya abhebt.

Airlineportfolio in die Türkei

Ab 14. April 2019 plant Corendon dann, die gesamte Sommerflugplanperiode jeweils am Mittwoch und Freitag bis Ende Oktober Flüge nach Antalya anzubieten. Damit kündigt sich eine deutliche Kapazitätserhöhung in die türkischen Ziele an: Neben den zwei Wochenabflügen der Corendon Airlines wird Germania mit vier Flügen pro Woche nach Antalya fliegen, zudem wird Turkish Airlines ihre Linienflüge nach Istanbul ab 31. März 2019 wieder täglich ab dem Bodensee-Airport anbieten.

Corendon Airlines setzt auf ihren Flügen nach Antalya moderne Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800 mit 189 Sitzplätzen ein. „Wir freuen uns über dieses zusätzliche Flugangebot in die Türkei. Vor allem auch die Ankündigung, die gesamte Sommersaison 2019 den Bodensee-Airport zweimal pro Woche mit der türkischen Riviera zu verbinden, ergänzt das Türkeiflugangebot für die Bodenseeregion in hervorragender Weise. Wir haben damit mindestens 13 Verbindungen pro Woche in die Türkei.“ so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH.

Buchungen (auch bereits für den Sommer 2019) sind Reiseveranstalter, in Reisebüros und online möglich. Auf dem Foto (v.l.n.r.): Andreas Humer-Hager (Abteilungsleiter Marketing & Kommunikation Flughafen Friedrichshafen GmbH), Silke Mohr (Leiterin Info- & Passagierservice Flughhafen Friedrichshafen GmbH), Captain Mesut Ovall, Co-Pilot Cenk Bandaköglu, Claus-Dieter Wehr (Geschäftsführer Flughafen Friedrichshafen GmbH), Cabin Chief Tolga Ilgin und die Cabin Crew Oya Devekaya, Bengü Sahin und Yonca Nil Kanap.

Flughafen München tritt Magerls Vorwürfen entgegen

Die Flughafen München GmbH (FMG) weist die gestern erhobenen Vorwürfe des Landtagsabgeordneten der Grünen, Dr. Christian Magerl, bezüglich des Engagements der FMG für den Flughafen Palmerola in Honduras entschieden zurück.

Magerl hatte die Geschäftspraktiken des dortigen Betreibers und die Menschenrechtslage thematisiert und den Mehrheitseigner des Flughafens München, den Freistaat Bayern, um Auskuft erfragt. Die FMG hat als Dienstleister die Holdinggesellschaft EMCO zunächst bei der Bewerbung um die Konzession für den Neubau und Betrieb des Hauptstadtflughafens von Honduras beraten. Nachdem die EMCO bzw. deren Tochtergesellschaft, Palmerola International Airport S.A. (PIA), diese Konzession erhalten hatte, unterstützt die FMG bzw. deren 2017 gegründete Tochtergesellschaft Munich Airport International GmbH (MAI), die PIA mit Beratungs- und Trainingsleistungen bei der Vorbereitung der Inbetriebnahme des neuen Flughafens. Diese Beratung wird durch zwei Mitarbeiter der MAI vor Ort durchgeführt.

Compliance-Check mit Auslandshandelskammer

Vor Abschluss dieser Geschäftsbeziehungen hat die FMG wie in allen vergleichbaren Fällen umfangreiche Überprüfungen durchgeführt, bei denen unter anderem auch ein Compliance-Check der potentiellen Geschäftspartner vorgenommen wurde. Überprüft wurden ferner die spezifischen Länder- und Projektrisiken, die bei einem solchen Engagement zu berücksichtigen sind.

Dabei nutzte die FMG auch die Expertise der Deutschen Auslandshandelskammer Honduras und steht seit Projektstart überdies in engem Kontakt mit der dortigen Deutschen Botschaft. Weder die Einschätzungen dieser beiden Institutionen noch die Erfahrungen aus der bisherigen Zusammenarbeit haben Anhaltspunkte für die heute von den Grünen erhobenen Vorwürfe gegen die honduranischen Geschäftspartner und ihre Repräsentanten ergeben.

Tiefbau am Flughafen Innsbruck: Zufahrt eingeschränkt

Ab sofort werden am Flughafen Innsbruck Grabungsarbeiten im Bereich des Parkplatzes P3 sowie des Frachtparkplatzes durchgeführt.

Für die Verlegung von Stromleitungen werden Grabungsarbeiten in diesem Bereich notwendig, wie der Aiport Innsbruck mitteilt. Die Dauer der Arbeiten soll etwa drei Wochen betragen. Während dieser Zeit kann es zu kleineren Behinderungen für Passagiere und Abholer bei der Zufahrt zum Flughafen, am Parkplatz P3 selbst, am Frachtparkplatz und am daran vorbeiführenden Gehweg kommen.

Von Hamburg nach Bergen – direkt in modernem Flugzeug

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Skandinavien- und Naturliebhaber sowie Kreuzfahrt-Reisende profitieren von neuer Flugverbindung an die norwegischen Fjorde: Am 14. August feiert die Fluggesellschaft Widerøe den Erstflug auf ihrer neuen Direktverbindung von Hamburg ins norwegische Bergen.

Die norwegische Airline Widerøe ist erstmals am Hamburg Airport vertreten. Die Strecke nach Bergen wird ganzjährig dreimal pro Woche jeweils dienstags, donnerstags und sonntags bedient. Zum Einsatz kommen moderne Maschinen des Typs Embraer E-190-E2 mit 114 Sitzplätzen – Widerøe war die erste Fluggesellschaft weltweit mit diesem Flugzeugtyp in ihrer Flotte.

Bergen – Hafenstadt und Tor zu Fjorden

Bergen, die zweitgrößte Stadt Norwegens, ist bekannt als beliebter Touristenort und geschäftige Hafenstadt. Die Stadt wird auch als „moderne Großstadt mit Kleinstadtcharme“ bezeichnet und punktet mit einem Mix aus Modernität und lebendiger Geschichte. Genau wie Hamburg verbindet auch Bergen eine Vergangenheit mit der Hanse: Als einer der Hauptsitze der Hanse war Bergen mehrere Jahrhunderte lang Zentrum des florierenden Handels zwischen Norwegen und dem Rest der Welt. Die alte Hafenfront Bryggen ist das prägnanteste Überbleibsel aus dieser Zeit. Heute findet man dort zahlreiche Restaurants, Gaststätten, Läden mit Kunsthandwerk und historische Museen. Bei Besuchern beliebt ist auch die „Fløibahn“, die ihre Fahrgäste schnell und bequem auf den Gipfel des Fløyen bringt, von wo aus sich ein beeindruckendes Panorama über die Stadt und den Fjord bietet.

Naturliebhaber kommen im Umland Bergens voll auf ihre Kosten, während Kreuzfahrt-Reisende in Bergens Hafen zu Fahrten durch Norwegens Fjorde aufbrechen können. Ab Bergen gibt es zudem ideale Anschlussverbindungen zu weiteren Zielen in Norwegen sowie in Nord- und Osteuropa. Flugtickets mit Widerøe nach Bergen sind im Reisebüro buchbar.

E-190-E2: Modernes Fluggerät

Widerøe setzte als erste Fluggesellschaft weltweit Flugzeuge des Typs Embraer E-190-E2 in ihrer Flotte ein und fördert damit den Start einer neuen, umweltschonenderen Flugzeuggeneration. Die Embraer E-190-E2 verfügt über eine hochmoderne Antriebstechnologie und hat einen niedrigeren CO2-Ausstoß und Treibstoffverbrauch als andere Flugzeugmuster von vergleichbarer Größe. Widerøe hat sich selbst zum Ziel gesetzt, mit der Zeit eine der umweltfreundlichsten Fluggesellschaften weltweit zu werden.

Passagierrekord am Fraport Ende Juli

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Der Flughafen Frankfurt begrüßte im Juli 2018 rund 6,9 Millionen Fluggäste, was einen Anstieg von 7,5 Prozent bedeutet. In den ersten sieben Monaten des Jahres verbuchte Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz somit ein Passagier-Plus von 8,8 Prozent.

Der Europaverkehr blieb dabei weiterhin der Wachstumstreiber. Mit 237.966 Passagieren zählte der Flughafen Frankfurt am 29. Juli 2018 so viele Fluggäste wie nie zuvor an einem Tag. Die Zahl der Flugbewegungen stieg um 7,3 Prozent auf 46.648 Starts und Landungen. Auch die Summe der Höchststartgewichte nahm um 3,2 Prozent auf etwa 2,8 Millionen Tonnen zu.

Weniger Platz für Belly-Fracht

Lediglich das Cargo-Aufkommen ging auf 175.960 Tonnen zurück (minus 6,4 Prozent). Ein niedrigeres Angebot an Frachtmaschinen sowie ein geringerer Anteil an Beiladefracht aufgrund des starken Passagierwachstums begründeten unter anderem diesen Rückgang. Die Flughäfen des internationalen Portfolios entwickelten sich dagegen allesamt positiv.

Ljubljana in Slowenien blieb mit 198.911 Passagieren in etwa auf Vorjahresniveau (plus 0,4 Prozent). Das Aufkommen an den beiden brasilianischen Airports Fortaleza und Porto Alegre stieg um 6,8 Prozent auf etwa 1,4 Millionen Passagiere. Die 14 griechischen Regionalflughäfen schlossen den Berichtsmonat insgesamt mit einem Plus von 7,2 Prozent auf etwa 5,4 Millionen Passagiere. Die drei verkehrsstärksten Flughäfen waren Rhodos mit rund 1,1 Millionen Fluggästen (plus 4,0 Prozent), Thessaloniki mit 812.540 Fluggästen (plus 7,2 Prozent) und Korfu mit 686.894 Fluggästen (plus 10,9 Prozent).

Der peruanische Flughafen in Lima verbuchte ein Zuwachs von 5,9 Prozent auf etwa 2,0 Millionen Passagiere. Mit insgesamt rund 1,4 Millionen Fluggästen notierten die beiden Twin Star Airports Varna und Burgas in Bulgarien einen Anstieg von 7,3 Prozent. Antalya in der Türkei zählte knapp 4,8 Millionen Fluggäste (plus 15,6 Prozent) und Hannover 725.392 Passagiere (plus 9,9 Prozent). Das Passagieraufkommen am Flughafen im russischen St. Petersburg stieg um 9,7 Prozent auf etwa 2,1 Millionen Fluggäste an. Xi’an in China notierte einen Zuwachs von 9,1 Prozent auf etwa 4,0 Millionen Passagiere.

Gutscheine vom Flughafen München für Sperrgeschädigte

Durch die Sperrung des Terminals im Juli aufgrund einer Sicherheitspanne erlitten tausende Passagiere Verspätungen und Flugausfälle. Die Gutscheine für die betroffenen Passagiere werden nun schon mal unabhängig von möglichen rechtlichen Ansprüchen der Reisenden gegenüber Dritten gewährt.

Passagieren, die am ersten Wochenende der Sommerferien von der durch die Bundespolizei angeordneten Sperrung des Terminals 2 am Münchner Flughafen betroffen waren, bietet die Flughafen München GmbH diese Gutscheine über 50 Euro an. Der Gutschein ist drei Jahre gültig und kann in vielen Läden und Restaurants am Airport eingelöst werden. Nach der Terminalsperrung, die zu zahlreichen Annullierungen und Verspätungen führte, hatte Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh eine entsprechende freiwillige Geste seitens des Flughafens angekündigt.

Der Gutschein soll allen betroffenen Gästen zugutekommen, deren Flüge am 28. oder 29. Juli 2018 ausfielen oder mindestens eine Stunde verspätet waren. Um einen solchen Gutschein zu bekommen, können sich diese Passagiere hier online mit ihren Flugdaten noch bis zum 31. Dezember 2018 registrieren lassen. Diesen Link können die Passagiere auch über ihre Airlines und Reiseveranstalter erhalten. Diese Geste solle dazu beitragen, dass die betroffenen Fluggäste ihren nächsten Aufenthalt am Airport wieder mit angenehmen Erfahrungen in Verbindung bringen, so der Flughafenchef Kerkloh.

Flughafen Wien lud Aviatik-Leute ins VIP-Terminal

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Über 80 Vertreter von Linien- und Bedarfsflugunternehmen, Luftfahrt-Dienstleistern und Standortpartnern nutzten den Branchentreff der Vienna Aircraft Handling GmbH, um sich über aktuelle Trends und Neuigkeiten in der Bedarfsluftfahrt auszutauschen.

Für Kunden und Partner veranstaltete die Vienna Aircraft Handling GmbH, Betreiber des VIP & General Aviation Terminal Vienna Airport, gestern Abend ein Grillfest im VIP Terminal des Flughafen Wien. Zahlreiche Vertreter der Aviation- und Reisebranche folgten der Einladung und diskutierten aktuelle Entwicklungen in der Luftfahrt.

Verwöhnt wurden die Gäste auf der Skyview Terrasse des VIP Terminals mit Grillspezialitäten von Doppel-Grillweltmeister Adi Matzek. Auch kulinarisch kamen die Gäste nicht zu kurz. Doppel-Grillweltmeister Adi Matzek verwöhnte die Gäste mit Spezialitäten vom Grill und Tipps für die perfekte Grillzubereitung. Bei kühlen Drinks, sommerlichen Cocktails genossen die Gäste den eindrucksvollen abendlichen Blick auf das Flughafen-Vorfeld.

Vienna Aircraft Handling GmbH

Die Vienna Aircraft Handling GmbH, ein Tochterunternehmen der Flughafen Wien AG, ist Betreiber des VIP- und General Aviation Terminals am Flughafen Wien und bietet eine breite Pallette an Dienstleistungen. Neben General Aviation und Aircraft Services, stellt die VAH Serviceangebote wie VIP-Abfertigung für Linienflüge, Betreuung von Sondertransporten, Unterstützung bei allen Reiseformalitäten oder als konzessioniertes Reisebüro sogar Private Air Charter Vermittlung und Organisationen von Reisen zur Verfügung.

Gäste genießen damit VIP- und Business Services im exklusiven Ambiente mit individueller Betreuung. Ebenfalls zum Geschäftsfeld zählen die Betreuung von Business Events, sowie Vernissagen und Konferenzveranstaltungen, das VIP und General Aviation Terminal bietet dafür ideale Räumlichkeiten wie etwa die „Skyview Lounge“ mit neu eröffneter 110 m² großer Terrasse und faszinierendem Ausblick auf das Flughafen-Vorfeld.

Juli Rekordmonat am Flughafen Stuttgart

Der Start der Sommerferien hat dem Flughafen Stuttgart einen neuen Rekordmonat beschert: Im Juli 2018 sind nach vorläufigen Erhebungen 1.199.157 Fluggäste am Airport STR gestartet oder gelandet. Damit ist der Juli 2018 der stärkste Monat in der Geschichte des schwäbischen Landesflughafens.

Die Zahlen des Vorjahresmonats sind mit einem Plus von 5,1 Prozent noch einmal deutlich übertroffen worden (Juli 2017: 1.140.487 Passagiere). Damit setzt sich das deutliche Verkehrswachstum fort, das bereits im ersten Halbjahr registriert wurde. Von Januar bis Juni 2018 hat der Flughafen Stuttgart mit 5,3 Millionen Passagieren ein Verkehrsplus von 7,0 Prozent verzeichnet. Bis zum Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg rechnet die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) mit rund zwei Millionen an- und abfliegenden Reisenden.

11.000.000 Passagiere erwartet

Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der FSG, sieht den neuen Rekord auch vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen im Luftverkehr dennoch positiv: „Unser Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Entwicklung des Landesflughafens. Dabei wollen wir hohe Qualität für unsere Fluggäste. Fliegen muss pünktlich, verlässlich und angenehm sein. Das aktuelle Wachstum des Luftverkehrs stellt Flughäfen, Airlines und alle anderen Systempartner vor große Herausforderungen, die wir gemeinsam gestalten müssen.“ Zum Jahresende wird der Flughafen Stuttgart voraussichtlich erstmals die Marke von elf Millionen Passagieren überspringen.

Extra 330 SC stürzte nach Start durch Hallendach

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Das Flugzeug startete um 16:26 Uhr auf der Piste 22 des Verkehrslandeplatzes Schwenningen. Der Flugleiter des Verkehrslandeplatzes gab an, zuvor seien 65,10 Liter Avgas getankt worden.

Untersuchungsbericht

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 30. Juli 2015
  • Ort: Nahe Flugplatz Schwenningen
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Extra Flugzeugproduktions- und Vertriebs-GmbH/ EA 330 SC
  • Personenschaden: Pilot tödlich verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: Schäden an Gebäuden und gelagerten Gütern

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Nach Zeugenaussagen stieg das Luftfahrzeug zunächst in einem normalen Steigwinkel, der während des Steigfluges steiler wurde. Schließlich nahmen die Zeugen kein Motorgeräusch mehr wahr. Sie schätzten die erreichte Höhe auf 70 bis 120 Meter. Danach ging das Flugzeug in einer Drehbewegung in einen steilen Sinkflug über und schlug auf dem Dach einer Lagerhalle auf. Das Flugzeugvorderteil durchschlug dabei das Hallendach. Der Pilot wurde tödlich verletzt und das Flugzeug zerstört. Das Titelbild zeigt die Absturzstelle auf dem Hallendach mit dem Flugzeughinterteil.

Angaben zu Personen

Der 74-jährige Pilot war seit dem 02.09.1970 im Besitz einer Fluglizenz der Europäischen Union (LAPL(A)) mit den Einträgen für einmotorige Landflugzeuge (SEP) und Reisemotorsegler (TMG) sowie für Kunstflug (Aerobatic) und der Berechtigung zum Schleppen von Segelflugzeugen (ST (A)). Seine Gesamtflugerfahrung mit Motorflugzeugen betrug laut Flugbuch ca. 514 Stunden bei 3.492 Starts. In den letzten 90 Tagen vor dem Unfall flog er 09:18 Stunden bei 29 Starts. Davon 01:47 Stunden bei sieben Starts auf dem verunfallten Flugzeug. Seit dem Erwerb des betroffenen Luftfahrzeuges im Jahr 2012 war er insgesamt 12:22 Stunden bei 36 Starts damit geflogen.

Darüber hinaus besaß er eine Lizenz für Segelflugzeuge (LAPL-S) der Europäischen Union mit den Einträgen Windenstart, Eigenstart und Schleppstart hinter Luftfahrzeugen (Flugzeug-Schlepp), sowie dem Eintrag Reisemotorsegler (TMG). Er hatte eine Segelflugerfahrung von 3.943 Stunden bei 2.831 Starts. Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse LAPL war mit der Auflage versehen, eine Sehhilfe zur Korrektur für eine eingeschränkte Sehschärfe in der Ferne (VDL) zu verwenden und bis zum 26.03.2016 gültig.

Angaben zum Luftfahrzeug

Die Extra 330 SC ist ein einmotoriges Kunstflugzeug in Gemischtbauweise des Herstellers Extra Flugzeugproduktions- und Vertriebs- GmbH. Die Mitteldeckerkonstruktion mit 7,50 m Spannweite verfügt über ein festes Fahrwerk mit Spornrad sowie ein Kreuzleitwerk. Das Luftfahrzeug ist für Lastvielfache von +/- 10 g zugelassen. Es ist mit einem aus vier Tanks bestehenden Tanksystem ausgerüstet. Zwei Tanks im Rumpf (Acro & Center) sind für Start, Landung und Kunstflug zu benutzen. Sie fassen 101 Liter ausfliegbare Kraftstoffmenge.

In den Tragflächen befinden sich zwei weitere Tanks, die eine ausfliegbare Kraftstoffmenge von 120 Litern fassen und für den Reiseflug benutzt werden können. Das Flugzeug wurde von einem Sechszylinder Boxermotor vom Typ Lycoming AEIO- 580-B1A und einem Propeller MTV-9-B-C/C198-25 angetrieben. Propeller und Regler waren am 14.04.2015 beim Hersteller überholt worden.

Das beste Gleitverhältnis ohne Motorleistung wird im Flug- und Betriebshandbuch mit 1:6,2 bei 80 kt für ein Fluggewicht von 820 kg und bei 90 kt für ein Fluggewicht von 950 kg angegeben. Das betroffene Flugzeug, Baujahr 2008, war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde in privater Halterschaft betrieben. Die Gesamtbetriebszeit betrug 274:12 Stunden bei 663 Starts. Die letzte Bescheinigung über die Prüfung der Lufttüchtigkeit (ARC) wurde am 26.09.2014 ausgestellt. Seitdem wurden 28:21 Stunden bei 77 Starts mit dem Luftfahrzeug geflogen.

Meteorologische Informationen

Die Wetterstation am etwa 90 km nordwestlich gelegenen Flughafen Straßburg (LFST) zeichnete zur Unfallzeit einen Wind aus 300° mit sieben Knoten bei einem Luftdruck (QNH) von 1.017 hPa, einer Temperatur von 19° C und CAVOK- Bedingungen auf.

Die Wetterstation am etwa 85 km nordöstlich gelegenen Flughafen Stuttgart (EDDS) zeichnete zur Unfallzeit einen Wind aus 300° mit sechs Knoten bei einem Luftdruck (QNH) von 1.017 hPa, einer Temperatur von 18° C und CAVOK-Bedingungen auf.

Funkverkehr

Der Pilot hatte Funkkontakt mit „Schwenningen Info“ auf der Frequenz 122.85. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der Verkehrslandeplatz Schwenningen (EDTS) liegt in 2.169 ft (661 m) Höhe in einem Industriegebiet im Westen der Stadt Villingen-Schwenningen am Neckar. Er verfügt über eine asphaltierte Piste mit den Start- und Landerichtungen 04/22. Die Piste ist 804 m lang und 20 m breit und ist für Luftfahrzeuge mit einer Abflugmasse (MTOM) von bis zu 5,7 Tonnen zugelassen.

Flugdatenaufzeichnung

Der BFU stand ein Motorüberwachungsgerät EDM 800 zur Auswertung zur Verfügung. Die Daten wurden ausgelesen und sind in der Tabelle im Abb. 4 dargestellt, sie zeigt die Aufzeichnung des EDM 800 am Unfalltag, die Werte des Startlaufes sind rot unterlegt, Zeitangaben in koordinierter Weltzeit (UTC). Das EDM 800 zeichnete die Motordaten in 6-Sekunden-Intervallen auf. Die letzten sechs Datensätze sind farblich markiert und werden ab 14:26:14 als Datensätze Nr. 1 bis 6 bezeichnet. Sie dokumentierten erhöhte Werte für Kraftstoff-Durchfluss (Fuel Flow), Ladedruck (Manifold Pressure = MAP) und Batteriespannung (Volts 1).

Der Fuel Flow reduzierte sich während des Aufzeichnungsintervalls Nr. 3 bei weiterhin hohem Ladedruck. Während des darauf folgenden Aufzeichnungsintervalls Nr. 4 erhöhte sich der Kraftstoff-Durchfluss wieder. Während der letzten beiden Intervalle wurden niedrige Werte für den Kraftstoff-Durchfluss aufgezeichnet. Das letzte Aufzeichnungsintervall zeigt reduzierte Werte für die Abgastemperatur (EGT).

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle lag etwa 560 Meter vom südwestlichen Bahnende entfernt in der Verlängerung der Piste 22 des Verkehrslandeplatzes Schwenningen. Das Flugzeug steckte in der Dachkonstruktion einer Lagerhalle. Der vordere Teil des Luftfahrzeugs war etwa bis zum Sitz des Piloten ins Halleninnere eingedrungen und hing von der Dachkonstruktion herab Die Längsachse des Teils des Wracks, das auf dem Hallendach lag, wies in Richtung Nordost. Abb. 2 zeigt das Flugzeugvorderteil.

Das Triebwerk war aus seiner Aufhängung herausgerissen und lag zwischen den in der Halle lagernden Gütern. Die Drosselklappe war ganz und die Ölwanne etwa zur Hälfte abgerissen. Die Propellerblätter waren nahezu bündig am Spinner abgebrochen. Die Spitze des Spinners hatte sich spiralförmig verformt.

Die Einlass- und Auslassrohre der linken Zylinderbank waren bis zum hintersten Zylinder nach hinten gebogen und gerissen. Die Rohre der rechten Bank waren am vorderen Zylinder verbogen und gerissen. In den Leitungen zum Motor wurde Kraftstoff festgestellt.

Der Tankwahlschalter stand in der Stellung „Acro & Center Tanks“ und die Kraftstoffzusatzpumpe war ausgeschaltet. Der Hauptschalter war an und die Zündung befand sich in der Position „both“. Die Sicherungen Alternator, G-meter, EDM, Trim, Com und Starter wurden in der Stellung „gezogen“ vorgefunden. Die Sicherungen XPDR, Instruments, Smoke SYS und ALT output wurden in der Stellung „gedrückt“ vorgefunden. Der Gemischhebel stand auf „voll reich“ und der Gashebel befand sich in einer mittleren Position.

Auf dem Hallendach lagen beide zerstörten Tragflächen und der hintere Teil des Rumpfes mit dem Leitwerk. Das Höhenleitwerk war im Bereich der rechten Ruderklappe beschädigt. Das Ausgleichshorn des Seitenruders war abgebrochen und die Seitenruderklappe wies an der Unterseite Beschädigungen auf, die der Berührung mit dem Hecksporn zugeordnet werden konnten. Eine Verformung des Blechdaches konnte der Berührung mit dem Sporn zugeordnet werden.

Die linke Tragfläche war abgebrochen und ein Teilstück lag zusammen mit dem Querruder etwa parallel zum Rumpfhinterteil auf dem Dach. Der dazugehörende Holm befand sich an dem Flugzeugvorderteil im Halleninneren. Die restlichen Teile der Beplankung wurden in der Halle gefunden. Eine Verformung des Blechdaches konnte der Berührung mit der Tragflächenvorderkante zugeordnet werden. Die rechte Tragfläche lag auf dem Hallendach in einem Winkel von ca. 45° zum Flugzeughinterteil. Die Beplankung war im Nasenbereich aufgeplatzt und der Holm ragte heraus.

Schäden an den Rudergestängen und Ruderflächen sowie an ihren Verbindungen konnten dem Aufschlag zugeordnet werden. Es wurden keine Hinweise auf eine eingeschränkte Steuerbarkeit, die zu dem Unfall beigetragen haben könnte, gefunden.

Medizinische und pathologische Angaben

Die Obduktion des verstorbenen Piloten durch das Institut für Rechtsmedizin Freiburg am 04.08.2015 ergab keine gesundheitliche Beeinflussung/Einschränkung zum Unfallzeitpunkt. Weiterhin wurde ein toxikologisches Gutachten erstellt. Es ergab keine Hinweise auf die Beeinträchtigung des Bewusstseins zum Unfallzeitpunkt durch Alkohol, Drogen, Medikamentenwirkstoffe oder organische Stoffe.

Zusätzliche Informationen

Die Auswertung des aktuellen Flugbuches des Piloten ergab, dass er seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 2009 regelmäßig Kunstflüge mit Flugzeugen, die für diesen Zweck konstruiert waren (Pitts S2b, Extra 300), durchführte. Zeugen gaben an, dass der Pilot bei seinen früher durchgeführten Flügen nie Kunstflug während des Anfangssteigfluges durchgeführt hatte.

Das Triebwerk wurde am 18.08.2015 bei einem Fachbetrieb zerlegt und im Beisein eines Beauftragten der BFU auf Schäden, die zu einer Triebwerksstörung hätten führen können, untersucht. Es wurden keine Hinweise auf Vorschäden gefunden.

Beurteilung

Der Pilot war für den geplanten Flug ausreichend qualifiziert und in Übung. Er verfügte über eine große Gesamtflugerfahrung und ausreichende Erfahrung auf dem betroffenen Luftfahrzeug. Die Obduktion ergab keine Hinweise auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung. Auch Medikamente, Alkohol oder Drogen wurden bei der Sektion nicht festgestellt.

Die BFU geht deshalb nicht davon aus, dass eine Einschränkung der Handlungsfähigkeit des 74-jährigen Piloten zu dem Unfall beigetragen hat. Zeugenaussagen, die fliegerischen Gewohnheiten des Piloten betreffend, erlauben die Schlussfolgerung, dass nicht geplant war in niedriger Höhe Kunstflug durchzuführen. Kontrollverlust während des Kunstfluges schließt die BFU deshalb als Unfallursache aus.

Die Wetteraufzeichnungen sowie Zeugenaussagen beschrieben gute Wetterverhältnisse für die Durchführung eines Fluges unter Sichtflugbedingungen bei schwachem Wind aus 300°. Für die Piste 22 bedeutete dies Seitenwind von rechts. Die BFU geht davon aus, dass Wettererscheinungen nicht als unfallursächlich einzuschätzen sind.

Die Windsituation kann jedoch die Entscheidungen des Piloten beeinflusst und damit Einfluss auf den Flugverlauf genommen haben. Das Triebwerk wurde am 18.08.2015 bei einem Fachbetrieb untersucht. Es wurden keine Hinweise auf Schäden gefunden, die im Vorfeld des Unfalles vorhanden waren und die den Flugverlauf hätten beeinflussen können. Das Motorüberwachungsgerät EDM 800 zeichnete die technischen Parameter des Triebwerks im Abstand von sechs Sekunden auf. Die gleichbleibend hohen Ladedruckwerte während der letzten sechs Aufzeichnungsintervalle wiesen darauf hin, dass die Drosselklappe für mindestens 36 Sekunden weit geöffnet war. Die Werte erlauben den Rückschluss, dass die technischen Parameter des Startlaufs und des Anfangssteigflugs aufgezeichnet wurden. Diese werden für die weitere Beurteilung als Intervalle 1 bis 6 bezeichnet.

Die aufgezeichneten Werte zeigten reduzierten Kraftstoff-Durchfluss während des Aufzeichnungsintervalls Nr. 3. Während des Intervalls Nr. 4 stieg dieser wieder an. Diese Werte zeigten, dass eine Unterbrechung der Kraftstoffversorgung bei weiterhin geöffneter Drosselklappe vorlag.

Nach dem Wiederansteigen des Fuel Flows während Intervall Nr. 4 wurden während der letzten beiden Aufzeichnungsintervalle erneut niedrige Werte für den Kraftstoff-Durchfluss aufgezeichnet. Dies deutete darauf hin, dass das Triebwerk nicht mehr lief und nur noch im Windmühleneffekt drehte. Die niedrigen Werte der Abgastemperatur während des letzten Aufzeichnungsintervalls belegten dies ebenfalls. Die Auswertung belegte einen Defekt des Drehzahlsensors, da nicht plausible Drehzahlwerte aufgezeichnet wurden. Diese konnten deshalb nicht zur Interpretation der Daten herangezogen werden.

Die BFU geht davon aus, dass die Unterbrechung der Kraftstoffversorgung eine Triebwerksstörung während des Anfangssteigfluges verursachte, die den Piloten veranlasste, ein Notverfahren durchzuführen. Bei Störungen in niedrigen Höhen müssen Notverfahren vorgesehen und durchgeführt werden, die nur geringe Richtungsänderungen erfordern. Die Lage des Flugplatzes in einem Industriegebiet lässt in diesen Fällen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nur Entscheidungen für Notlandefelder zu, die mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Schaden am Luftfahrzeug führen würden.

Einige derartige Notlandefelder waren aus der, von Zeugen geschätzten Höhe mit der, im Flug- und Betriebshandbuch angegebenen Gleitleistung im motorlosen Flug, erreichbar. Aufgrund von Zeugenaussagen geht die BFU von einer Höhe von ca. 100 m bei Eintritt der Triebwerksstörung aus. Gemäß den Angaben aus dem Flug- und Betriebs-Handbuch ergibt sich daraus ein Aktionsradius von etwa 600 m. Der Abflugbereich des Verkehrslandeplatzes Schwenningen und der angenommene Aktionsradius für die Durchführung eines Notverfahrens aus der, von Zeugen geschilderten Position und Höhe, sind in untenstehender Grafik dargestellt. Abb. 3 zeigt Unfallstelle und Aktionsradius.

Gegenwind beim Start hätte eine Entscheidung des Piloten für eine dieser Notlandeoptionen unterstützen können. Da jedoch zur Unfallzeit am Flugplatz schwacher Seitenwind herrschte kann diese Wettersituation die Entscheidungen des Piloten beeinflusst haben. Die Durchführung eines Notverfahrens mit geringen Richtungsänderungen hätte die entstandenen Schäden verringern können.

Zeugenaussagen und der beschriebene Flugverlauf lassen den Rückschluss zu, dass versucht wurde, während des Anfangssteigfluges zum Startflugplatz zurückzukehren und entgegen der Startrichtung wieder zu landen. Die BFU kommt zu dem Schluss, dass eine Rückkehr zum Startflugplatz mit dem betroffenen Luftfahrzeug nicht durchführbar war. Die BFU geht davon aus, dass der Pilot beim Versuch zum Startflugplatz zurückzukehren die Kontrolle über das Flugzeug verlor. Die zur Verfügung stehende Höhe reichte nicht aus, um die Kontrolle über das Luftfahrzeug wieder zu erlangen.

Schlussfolgerungen

Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass es im Anfangssteigflug eine Unterbrechung der Kraftstoffversorgung gab, die mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Triebwerksstörung führte. Das daraufhin eingeleitete Notfallverfahren war nicht geeignet den Unfall zu vermeiden.

Der Pilot verlor während dieses Notfallverfahrens die Kontrolle über das Luftfahrzeug. Die zur Verfügung stehende Höhe reichte nicht aus, um die Kontrolle über das Flugzeug wieder zu erlangen.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU