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Berlin – New York kommt als Low Cost

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Primera Air kommt nach Berlin und hebt hier mit gleich drei Langstreckenverbindungen ab, darunter New York. Boston ist ab Juni 2019 ein weiteres wichtiges Langstreckenziel in den USA nonstop ab Berlin.

Die Flüge starten ab Juni 2019 von Berlin-Tegel (TXL) nach New York John F. Kennedy (JFK), Boston (BOS) und Toronto (YYZ). Eingesetzt wird die brandneue Boeing MAX 9-Flotte. Zum Auftakt bietet die Fluggesellschaft besondere Einführungspreise laut Flughafen BER ab 149 Euro (one-way).

Touristen aus den USA

Anastasija Visnakova, Chief Commercial Officer, Primera Air: „Berlin gehört zu den größten europäischen Städten und ist ein wichtiger strategischer Standort für uns, da wir eine Vielzahl an Touristen aus Nordamerika nach Europa bringen können, die sich diese Reise sonst nicht leisten könnten. Darüber hinaus ist dies ein fantastisches Angebot an deutsche Reisende, günstig über den Atlantik zu fliegen.“

Primera Air bietet bereits Direktflüge von London und Paris nach New York, Boston, Washington D.C., Toronto und Montreal an und hat darüber hinaus ein äußerst flexibles Produktsortiment im Angebot. Die Light Fare Class bietet die günstigsten Preise, die bei Transatlantikflügen verfügbar sind, die Comfort Class beinhaltet eine Vielzahl von Extras bei sehr niedrigen Preisen, während die Premium Class weite Sitzabstände, leckere Mahlzeiten und all die Vorteile bietet, die in der Regel in der Business Class angeboten werden, jedoch zu einem weitaus erschwinglicheren Preis.

Flüge der Primera Air ab Berlin

  • New York (EWR): täglich, beginnend ab 07. Juni 2019, ab 149 Euro
  • Boston (BOS): Di, Mi, Fr, So, beginnend ab 09. Juni 2019, ab 149 Euro
  • Toronto (YYZ): Mo, Do, Sa, beginnend ab 10. Juni 2019, ab 149 Euro

Primera Air bedient auch über 70 Ziele im Mittelmeerraum, in Nahost, Asien, in der Karibik und in Nordamerika. Primera Air wurde 2003 ursprünglich als ein Anbieter von Charterflügen gegründet und hat sich zu einer Airline entwickelt, die jährlich über eine Million Fluggäste mit einer Flotte von fünf Airbus A321neo und zehn Boeing 737 NG Linienflugzeugen befördert. Weitere 23 Boeing Max 9, Airbus A321neo und Airbus A321LR Linienflugzeuge sind bestellt.

Primera Air gehört jetzt zur Primera Travel Group, die aus skandinavischen Reiseveranstaltern und Reisebüros besteht. 2018 erweiterte Primera Air sein Netzwerk und richtete Basen an den Flughäfen London Stansted und Paris Charles De Gaulle ein und bietet von dort günstige Transatlantikdirektflüge nach New York, Boston, Toronto und Washington DC.

Kiew ab Bremen direkt mit neuer Airline Wizz

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Wizz Air gibt die Aufnahme des Flugbetriebs ab Bremen bekannt und damit die 142. Destination des Unternehmens mit einer neuen Strecke nach Kiew in der Ukraine. Die neue Strecke ist die einzige direkte Verbindung zwischen den beiden Städten und wird im Winterflugplan ab 01. März 2019 zweimal wöchentlich montags und freitags bedient.

Kunden in Deutschland, die die Hauptstadt der Ukraine besuchen und erkunden möchten, sollen ab heute ihre Flugtickets ab 24,99 Euro buchen können. Die erste Strecke ab Bremen verbindet die Hansestadt mit der spannenden Stadt Kiew. Eine Stadt am Ufer des Dnipro Flusses, mit einer Reihe von Inseln mit Stränden und Parklandschaft. Die urbane Kunst, die Vintage-Cafés und die Geschichte der ukrainischen Hauptstadt machen sie zur perfekten Wahl für Reisende, die einen Städtetrip oder eine Geschäftsreise planen.

Flugdienste der Wizz Air

Wizz Air hat seinen Betrieb 2004 in Deutschland aufgenommen und nach 14 Jahren erfolgreicher Tätigkeit haben mehr als 21 Millionen Passagiere den hervorragenden Service der Airline genossen. Die Airline baut ihr deutsches Streckennetz kontinuierlich aus, kündigte in diesem Jahr bereits 17 neue Strecken aus Deutschland an und bietet nun 88 Strecken von 12 deutschen Flughäfen in 16 Länder an. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 haben fast 2,4 Millionen deutsche Fluggäste den guten Service der Airline genossen, 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einschließlich der heute angekündigten neuen Strecken, wird WIZZ im Jahr 2018 mehr als 125 neue Strecken und über 700 zusätzliche wöchentliche Flüge zu den bestehenden Verbindungen in seinem umfangreichen Strecken-Netz in 44 Ländern anbieten.

Andras Rado, Corporate Communications Manager bei Wizz Air, sagte: „Wir freuen uns, den Betrieb vom Flughafen Bremen aus aufzunehmen und begrüßen den Flughafen unter unseren 142 Zielen in ganz Europa und darüber hinaus. Wir freuen uns, als einzige Airline Bremen mit Kiew zu verbinden und unseren deutschen Kunden die Möglichkeit zu geben, die pulsierende Hauptstadt der Ukraine zu erleben. Wizz Air ist die europäische Fluggesellschaft, die immer mehr spannende Reiseverbindungen für ihre Kunden in ganz Europa und darüber hinaus schaffen will. Mit der Aufnahme des zwölften deutschen Flughafens in das Netzwerk von Wizz Air verstärken wir unser Engagement in Deutschland weiter. Wir freuen uns darauf, unsere neuen deutschen Passagiere an Bord zu begrüßen und diese beiden wunderbaren Städte zu verbinden!“ Die Verbindung Bremen – Kiew (ab 01. März 2019) läuft montags und freitags (Im Sommerflugplan ab Ende März: dienstags und samstags), Tickets ab 24,99 Euro. Alle genannten Preise One way inklusive aller Steuern und „non-optional charges“.

Sentinel-6A in kritischer Bauphase

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Sentinel-6A, der ersten von zwei neuen Satelliten, die ab 2020 Messungen der Meeresspiegelhöhen fortführen sollen, kommt bei seiner Integration nun deutlich voran. Bei Airbus wurde jetzt das Antriebsmodul mit der Plattform des Satelliten verbunden.

Sentinel-6 ist eine Mission zur hochpräzisen Messung der Topographie der Meeresoberflächen. Unter der industriellen Führung von Airbus entstehen gegenwärtig zwei Sentinel-6-Satelliten für das europäische Umwelt- und Sicherheitsprogramm Copernicus der Europäischen Kommission und der europäischen Weltraumorganisation ESA.

Kein Zugang mehr zu Baugruppen

Jeder Satellit wiegt etwa 1,5 Tonnen. Ab November 2020 wird Sentinel-6A der erste Satellit sein, der die 1992 begonnenen satellitengestützten Messungen der Meeresoberflächen fortführen wird. Sentinel-6B soll 2025 folgen. In einer aufwändigen Aktion hatten die Satelliten-Spezialisten von Airbus nun die rund fünf Meter hohe Satellitenplattform millimetergenau über das in Position gebrachte Antriebsmodul gehoben, fixierten und montierten die beiden Baugruppen.

Zuvor musste das Antriebsmodul, zu dem Triebwerke, Steuereinheiten und ein 240l-Tank mit einem neuartigen Treibstoff-Managementsystem gehören, technisch abgenommen werden, da nach der Integration kein Zugang zu diesem Subsystem mehr möglich ist. Das Antriebsmodul wird jetzt „verkabelt“; danach beginnen die Systemtests.

Vermessung des Meeresspiegels

Infolge der Erderwärmung steigen die globalen Meeresspiegel derzeit um durchschnittlich drei Millimeter jährlich – mit eventuell dramatischen Konsequenzen für Länder, deren Küsten dicht besiedelt sind. Der Satellit soll den Abstand zur Meeresoberfläche auf wenige Zentimeter genau messen und über eine Missionsdauer von bis zu sieben Jahren in einem zehn-Tages Rhythmus kartieren.

Er wird Höhenveränderungen der Meeresoberflächen dokumentieren, Variationen der Meeresspiegel erfassen und analysieren und Meeresströmungen beobachten. Die exakte Beobachtung der Höhenveränderungen der Meeresoberflächen gibt Aufschluss über den globalen Meeresspiegel, die Geschwindigkeit und Richtung von Meeresströmungen und der in den Ozeanen gespeicherten Wärme. Die gewonnen Messungen sind entscheidend für die Ozean-Modellierung und die Vorhersage des Anstiegs der Meeresspiegel.

Diese Erkenntnisse sollen Regierungen und Institutionen in die Lage versetzen, einen wirksamen Schutz für küstennahe Regionen aufbauen zu können. Wertvoll werden die Daten für Katastrophenschutzorganisationen sein, aber auch für Behörden, die Städteplanung betreiben, Gebäudesicherungen vornehmen oder Deichbauten in Auftrag geben.

Boeing 737 MAX für GOL Linhas Aéreas jetzt ganz fresh

Boeing hat mit GOL Linhas Aéreas Inteligentes heute Sao Paulo die erste B737 MAX 8 mit modernster Ausstattung enthüllt. Die führende brasilianische Airline will die 737 MAX 8 auf internationalen Routen einsetzen.

Die erste Boeing 737 MAX 8 hat GOL schon in diesem Jahr erhalten, doch die Kabine wurde nochmals aufgewertet mit dem Boeing Sky Interior und WLAN. Das zweite Flugzeug, das die Airline letzte Woche erhielt, wurde nun ebenso ausgestattet. An 737 MAX hat GOL mehrere Bestellungen bei Boeing, zuletzt auch nochmals von der Farnborough Airshow, darunter auch 30 Flugzeuge der MAX 10. Der Carrier wird damit zum größten Betreiber von 737 MAX in Lateinamerika. Die Flugzeuge sollen auf Routen von der Hauptstadt Brasilia und Fortaleza nach Miami und Orlando führen. Auch die Hauptstadt von Ecuador, Quito, soll mit den MAX bedient werden.

Brexit: UK plant eigenes Navigationssystem wie GPS

Der Brexit hat erhebliche Folgen auch für die Raumfahrtindustrie. Großbrittanien hat ein millionenschweres Programm aufgelegt, um ein eigenes Satellitennavigationssystem zu planen, falls es nach dem Brexit das europäische Galileo verlassen muss.

Navigationsdienste wie GPS oder auch Galileo werden immer wichter. Dies gilt nicht nur fürs Militär, sondern auch für kommerzielle Dienste und kritische Anwendungen, etwa für Sicherheitsdienste und Katastrophenschutz. Luftraumsteuerung und Schiffsverkehr sind ebenfalls darauf angewiesen.

Brexit: UK könnte Galileo verlassen

Der Ausfall von Satellitennavigationsdiensten könnte die britische Wirtschaft 1.000.000.000 Pfund kosten – täglich! Dies rechnete eine Studie der dortigen Regierung vor. Diese betonte, sie wolle weiter an Galileo beteiligt bleiben und formuliert dies als ein Verhandlungsziel mit der EU-Kommission beim Brexit. Jedoch könnte Großbrittanien wirtschaftlich und technisch gezwungen sein, seine Teilnahme an Satellitennavigationsprogramm Galileo zu beenden. Dann nämlich, wenn die britischen Wirtschaftsunternehmen nach dem Brexit nicht mehr im gleichen Maße wie bisher am Projekt mitarbeiten könnten, etwa was den Zugang von sicherheitsrelevanten Informationen angeht, sodass die militärischen Funktionen, wie etwa die Steuerung von Lenkraketen, gewährleistet sind.

Die britische Raumfahrtbehörde sieht sich daher um nach der Möglichkeit eines eigenen, britischen globalen Satellitennavigationsystems. Dies solle allen Sicherheitsanforderungen des Militärs entsprechen und die Souverainität des Raumfahrt- und Kryptographiesektors gewährleisten. Der Geldbetrag soll dazu dienen, mit Unterstützung des Verteidigungsministeriums Vorschläge und technische Spezifikationen für ein eigenes Navigationssystem zu erarbeiten, so die britische Raumfahrtbehörde. In 18 Monaten soll diese Design- und Planungsphase abgeschlossen sein.

Großbrittanien hat bereits als Raumfahrtnation erheblichen Anteil an den Programmen der ESA sowie am bisherigen Galileo-System. Ein Ausstieg des Mitglieds aus Galileo nach dem Brexit wäre daher auch für die EU nicht ohne Risiko. Ein neues britisches Satellitennavigationssystem solle aber mit dem US-amerikanischen GPS kompatible verschlüsselte und zivile Signale senden.

Strategische Umorientierung: UK ohne EU

Dr. Graham Turnock, CEO der britische Raumfahrtbehörde ergänzte, selbst wenn das nun aufgelegte Programm nicht in einem eigenen Navigatiossystem für Großbrittanien nach dem vollendeten Brexit münden sollte, würde es helfen, die Expertise der britischen Raumfahrtindustrie zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen. Verteidigungsminister Gavin Williamson sagte bei dem Anlass, dass der Weltraum mit seinen Gefahren als neue Front der Kriegsführung eine persönliche Priorität sei.

Um diesen neuen Gefahren zu begegnen, dürfe man keine Zeit verlieren, insbesondere wenn man nun auf sich alleine gestellt sei. Zusammen mit einem eigenen Navigationssystem wolle Turnock zudem noch dieses Jahr die erste Weltraumverteidigungsstrategie Großbrittaniens ins Leben rufen. Auf der Farnborough International Airshow im Juli hatte das Land, das davor steht, die Europäische Union zu verlassen, bereits erste Gelder bewilligt um einen eigenen Raumflughafen aufzubauen. Dieser soll im schottischen Sutherland entstehen und wird der erste in Europa.

Virgin Australia wandelt um in Boeing 737 MAX 10

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Virgin Australia ordert bei Boeing nun auch die bisher größte Variante der neuen B737 MAX für ihre Flotte. Die Gruppe wandelt dazu die bisher bestellte 737 MAX 8 in die MAX 10 um.

Es bleiben jedoch auch Aufträge für die 737 MAX 8 bestehen. Mit dem Flugzeugmix könnne die Airlinegruppe flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren. Die Boeing 737 MAX 10 soll ab 2022 eingeflottet werden. Mit Sitz im australischen Brisbane ist die Gruppe Virgin Australia die zweitgrößte Airline in dem Land und betreibt über 130 Flugzeuge. Darunter ca. 80 B737 NG. Gegenüber Letzteren soll die 737 MAX aber 200 Nautische Meilen oder 370,4 km weiter fliegen können. Das Muster kann damit laut Boeing 99 Prozent der Strecken für Flugzeuge der Kategorie mit Einzelgang bedienen. 500 Bestellungen und Absichten nennt der US-Hersteller für die neue Flugezuggeneration MAX 10.

Runway am Flughafen Stuttgart nun mit LED

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Der Stuttgart Airport hat nun die Befeuerung auf die schneller reagierende und Energie sparendere LED-Technik umgestellt.

Spot on! Alle 1.500 sogenannten Feuer auf der Start- und Landebahn des Flughafen Stuttgart strahlen jetzt mit LED-Technik. Damit ist die einjährige Umrüstung der Befeuerung von Halogenleuchten auf und langlebigere Leuchtdioden auf der Runway abgeschlossen. Die Flughafengesellschaft investierte rund 5.000.000 Mio. Euro in das Nachhaltigkeitsprojekt.

Sigmund Jähn Schirmherr für Rettungsflieger

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Dr. Sigmund Jähn übernahm am vergangenen Sonntag die Schirmherrschaft für die dortige Station der DRF Luftrettung. Im Frühjahr hatte der Kosmonaut, der 1978 als erster Deutscher in den Weltraum geflogen war, die Station besucht und sich über die lebensrettende Arbeit der Besatzungen informiert.

Prof. Dr. Olaf Schedler, Leitender Arzt auf „Christoph 49“, sieht viele Parallelen zwischen der Raumforschung und der Luftrettung: „Der Wille, Grenzen zu verschieben und neu zu definieren ist in beiden Bereichen unverzichtbar. In der Zeit, als Sigmund Jähn den Weltraum erforschte, bauten wir die Luftrettung in Deutschland maßgeblich mit auf, oft gegen Widerstände und Kritik.“ Heute setzen die Besatzungen im Einsatz Geräte ein, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren, beispielsweise mobile Ultraschallgeräte, so der langjährige Notarzt weiter.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station freuen sich sehr, dass sie nun einen weltbekannten Schirmherrn haben. „Christoph 49“ leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur schnellen Notfallversorgung der Menschen in der Region. Daher sei es eine Ehre, dass Sigmund Jähn, der nicht weit von der Station entfernt wohnt, diese künftig als Schirmherr unterstützen werde, so die einhellige Meinung.

Raumflug vor 40 Jahren

Im April hatte der 81-jährige Raumfahrer die Station besucht und einen intensiven Einblick in die oft lebensrettende Arbeit der Piloten, Notärzte und Notfallsanitäter gewonnen. Am vergangenen Sonntag fand in der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz eine große Feier zu seinem ersten Weltraumflug vor 40 Jahren statt. In diesem Rahmen überreichte ihm Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung, die Urkunde zur Schirmherrschaft. Hintergründe zur Station Bad Saarow

Der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter besetzte Hubschrauber der DRF Luftrettung startet vom Helios Klinikum aus täglich von 07:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang zu Rettungseinsätzen. „Christoph 49“ wird in den Landkreisen Oder-Spree, Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming, Oderland, Barnim, Frankfurt/Oder, Spree-Neiße und Berlin angefordert. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Besatzungen in maximal 15 Flugminuten.

Raumfahrtkongress über Privatisierung im Weltraum

„NewSpace“ lautet das Schlagwort, unter dem strömen immer mehr kommerziell geprägte Geschäftsmodelle auf den Raumfahrtmarkt drängen. Die Kommerzialisierung der Raumfahrt ist daher ein zentrales Thema beim 67. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) vom 04. bis 06. September 2018 in Friedrichshafen.

Private Unternehmer wie SpaceX-Gründer Elon Musk wollen den Weltraum mit neuen Technologien erobern und sind dabei erfolgreich. Für die internationale Raumfahrt ergeben sich durch die neuen Akteure Herausforderungen aber auch Chancen, den Weltraum schneller und günstiger zu erforschen. Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) ist das größte wissenschaftlich-technische Networking-Event der Branche. Jährlich treffen sich hier rund 600 Teilnehmer, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrt auszutauschen.

Start-ups im All neue Konkurrenz

Den Auftakt des Vortragsprogramms am Dienstag macht Grazia Vittadini, CTO bei Airbus. In ihrem Plenarvortrag geht sie der Frage nach, inwieweit kommerzielle Technologien im All das Leben auf der Erde verändern können und welche Rolle Unternehmer und Start-ups aber auch etablierte Institute und Konzerne wie Airbus zukünftig spielen. Walther Pelzer, Vorstandsmitglied für das Raumfahrtmanagement beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), geht in seinem anschließenden Plenarvortrag davon aus, dass es verschiedene Wege einer Kommerzialisierung der Raumfahrt gibt. Es könne sein, dass die einen den anderen mit großen Sprüngen vorauseilen, aber auch eine Politik der „kleinen Schritte“ führe schließlich zum Ziel. Denn auch in der Raumfahrt gelten ökonomische Prinzipien.

Welche Möglichkeiten und Grenzen durch die kommerzielle Raumfahrt entstehen, analysieren Grazia Vittadini, Walther Pelzer, ESA-Astronaut Reinhold Ewald, ESA-Space-Debris-Analyst Holger Krag und Carsten Linz vom Softwarehersteller SAP bei der nachfolgenden Podiumsdiskussion. Bedenken herrschen vor allem bei Aspekten der Sicherheit oder auch dem zunehmenden Weltraummüll und lassen Fragen nach Zuständigkeiten und Regelungen im Zuge der steigenden Privatisierung der Raumfahrt lauter werden.

Auch die Internationale Raumstation ISS bietet zunehmend Chancen für die Kommerzialisierung. Die deutsche Beteiligung an den ISS-Programmelementen hat eine hohe wirtschaftliche Relevanz für die Bundesrepublik. Von europäischer Seite kümmert sich der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst derzeit um die Fortführung des Forschungsprogramms in Schwerelosigkeit. Bis Dezember ist Gerst noch an Bord der ISS. Der DLR-Missionsleiter der Horizons-Mission, Volker Schmid, berichtet beim DLRK aus erster Hand über Gersts Experimente und den Alltag an Bord der Raumstation.

Weltraumforschung für ein besseres Leben

Stichwort Alltag: Vom Satellitenfernsehen über das Navigationsgerät bis hin zur Wettervorhersage – viele Selbstverständlichkeiten im täglichen Leben wären ohne die Raumfahrt nicht möglich. Und der Bedarf nach neuen Erkenntnissen aus dem All steigt: Globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Digitalisierung kann nur mit Innovationen und neuen Technologien begegnet werden. Die Raumfahrt liefert dazu neues Wissen, das nicht nur auf der Erde allein generiert werden kann.

Viele der insgesamt rund 280 Vorträge beim DLRK beschäftigen sich deswegen mit der Frage, wie die Raumfahrt das Leben auf der Erde weiter verbessern kann. So werden auch einige Projekte aus dem Nationalen Raumfahrtprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vorgestellt. Wie zum Beispiel das Projekt COP4EE, das die Gestaltung der Energiewende verbessern soll. Die Forscher nutzen Satellitenbilddaten, um das Potenzial von Windkraftanlagen, Photovoltaik und Fernwärme sowie die Produktion von Biomasse räumlich detailliert zu bestimmen.

High-Tech und neue Raketen

In knapp zwei Jahren, im Juli 2020, soll die neue europäische Ariane-6-Rakete zum ersten Mal starten. Viele Systeme befinden sich in der Entwicklungs- und Testphase. Den genauen Stand erläutern Vortragende beim DLRK. So erhalten die Teilnehmer zum Beispiel eine aktuelle Entwicklungsübersicht von der Ariane-6-Oberstufe. Mit dieser Neuentwicklung soll das Ariane-Trägersystem technisch weiterentwickelt und kostengünstiger werden, um auf die schnellen Veränderungen im kommerziellen Trägermarkt reagieren und konkurrenzfähig bleiben zu können. Dafür werden auch Verantwortlichkeiten, Kosten und Risiken im europäischen Trägersektor zukünftig zwischen der ESA und der europäischen Raumfahrtindustrie geteilt.

Auch bei den Antrieben muss langfristig gedacht werden, um auf dem internationalen Raumfahrtmarkt erfolgreich zu sein. Elektrische Antriebssysteme gelten als besonders zukunftsträchtige Raumfahrttechnologie zum Beispiel bei Satelliten. Sie haben zwar weniger Schubkraft, verfügen dafür aber über eine deutlich höhere Treibstoff-Effizienz als herkömmliche chemische Triebwerke. So können Satelliten leichter und langlebiger werden. Der DLRK stellt Entwicklungsfortschritte und aktuelle Trends bei Stromversorgungen für elektrische Triebwerke vor.

Bevor es am Dienstag mit dem Vortragsprogramm des DLRK losgeht, kommen Raumfahrtinteressierte schon am Tag zuvor auf ihre Kosten. Airbus Defence & Space lädt die Kongressteilnehmer zu einer technischen Besichtigungstour am Unternehmensstandort Immenstaad am Bodensee bei Friedrichshafen ein. Hier wird vor allem die Entwicklung von Satelliten, Instrumenten und Komponenten für Erdbeobachtung, Meteorologie und die wissenschaftliche Weltraumerkundung vorangetrieben.

Piloten der Ryanair in Italien stimmen CLA zu

Ryanair hat heute einen Fortschritt mit ihren italienischen Piloten erreicht, indem diese die mit der ANPAC ausgehandelten Konditionen mit großer Mehrheit zustimmten.

Die ANPAC (Italian Airline Pilots Association) hatte mit Ryanair am 09. August eine Sammelübereinkunft für die Piloten (Collective Labour Agreement, CLA) getroffen. Kürzlich hatte die Billig-Flug-Airline mit Sitz in Irland ein Abkommen mit der irischen Gewerkschaft FORSA geschlossen. Ein Abkommen mit der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit (VC) steht noch aus. Jüngste Berichte gehen darüber, dass die Piloten mit einer Schlichtung einverstanden sein sollen. Die Fluggesellschaft hofft nun, in den anderen großen Märkten wie Spanien und Großbrittanien ähnliche Abkommen erzielen zu können. Die Airline hatte in letzter Zeit mehrmals Streiks der Piloten erlebt.

Flughafen Zürich legt im Halbjahr deutlich zu

Am Flughafen Zürich sind von Januar bis Juni 2018 ca. 14,6 Millionen Passagiere (plus 6,4 Prozent) als Ausgangs-, Umsteige- oder Zielort zu einer Flugreise angetreten. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres nahm die Anzahl Lokalpassagiere um 6,8 Prozent, jene der Umsteigepassagiere um 5,4 Prozent zu.

Der Anteil Umsteigepassagiere am gesamten Passagiervolumen nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode von 28,7 Prozent auf 28,4 Prozent ab. Die Anzahl Flugbewegungen nahm im ersten Halbjahr, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, um 2,4 Prozent auf 134.608 Starts oder Landungen zu. Die durchschnittliche Anzahl Passagiere pro Flugzeug (Linien- und Charterverkehr) stieg von 119,8 auf 124,7. Die am Flughafen Zürich umgeschlagenen Frachtgüter erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,4 Prozent auf 244.330 Tonnen.

Umsatz steigt zweistellig

Der Umsatz stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 10,5 Prozent auf CHF 540,2 Mio. Die Erträge im Fluggeschäft erhöhten sich im Einklang mit dem Verkehrswachstum um 5,7 Prozent auf CHF 309,0 Mio. Das Passagierwachstum in den ersten sechs Monaten des Jahres wirkte sich ebenfalls positiv auf die Kommerz- und Parkingerträge aus. Insbesondere dank der Betriebsübernahme des Flughafens im südbrasilianischen Florianópolis konnten die Erträge aus dem internationalen Flughafengeschäft auf CHF 31,9 Mio. (erstes Halbjahr 2017: CHF 4,9 Mio,) gesteigert werden, Die Erträge im Nichtfluggeschäft nahmen um 17,7 Prozent auf CHF 231,2 Mio. zu.

Sondereffekte

Die Flughafen Zürich AG erweitert das Schallschutzprogramm basierend auf der im SIL 2 vom Bundesrat verabschiedeten Nachtlärmkurve sowie einer Erweiterung des Schutzkonzepts Süd. Zusätzlich zu den bisher geschätzten CHF 340 Mio. für den Lärm- und Anwohnerschutz fallen weitere Maßnahmen in der Höhe von CHF 60 Mio. an. Der Barwert dieser zusätzlichen Kosten im Umfang von CHF 57,6 Mio. (vor Steuern) wurde per 30.06.2018 zurückgestellt, was zu einer einmaligen erfolgswirksamen Belastung der Konzernrechnung von CHF 45,8 Mio. (nach Steuern) führt. Die zusätzlichen Kosten werden vollständig vom Fluglärmfonds, welcher ausreichend finanziert ist, getragen. Die Umsetzung soll bis Ende 2030 erfolgen. Im Vorjahr resultierte aus dem Verkauf der Beteiligung an der Bangalore International Airport Limited ein einmaliger Gewinn von CHF 31,4 Mio. (nach Steuern).

Betriebskennzahlen

Die Betriebskosten erhöhten sich insbesondere aufgrund der Erweiterung des Schallschutzprogramms im ersten Halbjahr 2018 um 38,4 Prozent auf CHF 300,6 Mio. Nach Bereinigung des Rückstellungseffekts betrug der Anstieg 11,9 Prozent und ist im Wesentlichen auf den Aufbau der Betriebsorganisation in Florianópolis zurückzuführen.

Am Standort Zürich erhöhten sich die Betriebskosten um 1,9 Prozent und damit deutlich unterproportional zum Verkehrswachstum. Der Betriebserfolg vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) reduzierte sich um CHF 32,0 Mio. auf CHF 239,6 Mio. Bereinigt um die Rückstellung für Schallschutzmaßnahmen verbesserte sich der EBITDA um 9,4 Prozent auf CHF 297,2 Mio., was einer bereinigten EBITDA-Marge von 55,0 Prozent entspricht.

Gewinn und Ausblick

Der Gewinn in den ersten sechs Monaten des Jahres beträgt CHF 84,5 Mio. Bereinigt um die Rückstellungen für Schallschutzmaßnahmen beläuft er sich auf CHF 130,3 Mio., was einer Zunahme von 16,6 Prozent gegenüber dem um den Sondereffekt aus dem Verkauf der Bangalore Beteiligung bereinigten Gewinn der Vorjahresperiode entspricht.

Die Flughafen Zürich AG erwartet für das Jahr 2018 ein Wachstum der Passagierzahlen von rund sechs Prozent. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 werden für das Geschäftsjahr 2018 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sowie ein Gewinn über dem Vorjahr erwartet.

Sundair von Dresden neu nach Kreta gestartet

Sundair ist zum ersten Mal vom Flughafen Dresden gestartet. Der Airbus A320 hob am Dienstagmorgen mit 169 Passagieren an Bord nach Heraklion auf Kreta ab.

Bis zum 23. Oktober wird die größte Insel Griechenlands immer dienstags von Sundair angeflogen. Die Flugdauer beträgt knapp drei Stunden. Zur Premiere gab es von der Flughafen-Feuerwehr eine traditionelle Dusche mit Wasserfontänen. Außerdem erhielten die Crewmitglieder Blumen und kleine Geschenke.

Von Dresden direkt nach Griechenland

Eine weitere Verbindung folgt in der kommenden Woche: Vom 03. September bis 22. Oktober 2018 verbindet Sundair Dresden mit Rhodos. In diesem Zeitraum startet die Airline jeden Montag um 14:20 Uhr. Auf den Flügen kommt ebenfalls ein Airbus A320 zum Einsatz, der über 174 Sitzplätze verfügt. Beide Verbindungen sind im Programm verschiedener Reiseveranstalter gelistet, aber Sundair verkauft Flugtickets auch selbst.

Sundair ist eine junge und unabhängige Fluggesellschaft mit Firmensitz in Stralsund. Sie hat Basen an den Flughäfen Berlin-Tegel und Kassel. Als Ferien- und Charterfluggesellschaft fliegt Sundair zu den schönsten Zielen im Mittelmeerraum, wie zum Beispiel Mallorca, und auch ans Rote Meer nach Hurghada in Ägypten. In diesem Jahr beförderte die Fluggesellschaft bisher über 160.000 Passagiere. Die junge Airline operiert mit einer modernen Flotte bestehend aus zwei Flugzeugen des europäischen Herstellers Airbus, A320-214. Bis zum Spätsommer verdoppeln zwei weitere Maschinen des Typs A320-214 die Flotte auf vier Flugzeuge, die aus den Beständen der airberlin gekauft wurden und derzeit in Budapest umgerüstet werden.

Flughafen Zürich mit neuen Berechnungen zum Fluglärm

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Die Flughafen Zürich AG (FZAG) hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL verschiedene Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. Mit diesem Betriebsreglement 2017 setzt der Flughafen eine Reihe von Maßnahmen aus dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) um.

Gestützt auf eine Verfügung des BAZL hat die FZAG zudem neue Berechnungen der Fluglärmbelastung bei Nacht vorgelegt. Das BAZL gibt diese Gesuche ab dem 03. September in die öffentliche Auflage. Die Anpassungen des Betriebsreglements werden unter dem Titel Betriebsreglement 2017 zusammengefasst. Inhaltlich geht es dabei um die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus der Sicherheitsüberprüfung von 2012, die auch im Objektblatt für den Flughafen Zürich im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) vorgesehen sind. Dazu gehören insbesondere eine Entflechtung der Abflugrouten im Westen des Flughafens, das neue Bisenkonzept mit Starts in Richtung Süden geradeaus sowie die erweiterte Linkskurve bei Starts von der Piste 16 in Richtung Westen.

Fluglärm: Anpassungen für 2030

Der mit dem Betriebsreglement erstellte Umweltverträglichkeitsbericht zeigt auf, dass sich die Fluglärmbelastung am Tag insgesamt nicht markant verändert. Aufgrund der für das Jahr 2030 erstellten Verkehrsprognose nimmt die Belastung geringfügig zu. Die Fluglärmkurven entsprechen den Berechnungen im SIL.

Am 25. Juli 2018 hat das BAZL seine Beurteilung des Monitoring-Berichts über den Fluglärm im Betriebsjahr 2016 veröffentlicht. Weil der Betrieb in der ersten und zweiten Nachtstunde (von 22:00 bis 24:00 Uhr) zu teilweise erheblichen Überschreitungen der zulässigen Lärmbelastung führt, hat das BAZL Maßnahmen zur Begrenzung der Lärmbelastung angeordnet. Um dem Flughafen Zürich jedoch die Entwicklung zu ermöglichen, die im luftfahrtpolitischen Bericht und im SIL vorgesehen sind, will das BAZL eine Neufestlegung der zulässigen Lärmbelastung in der Nacht prüfen. Zu diesem Zweck hat das BAZL von der FZAG verlangt, neue Fluglärmberechnungen einzureichen. Die neuen Lärmberechnungen basieren ebenfalls auf der Verkehrsprognose für das Jahr 2030 und zeigen auf, dass die Fluglärmbelastung in der Nacht die im SIL festgelegten Begrenzungen einhält.

Das BAZL legt das Betriebsreglement 2017 im Kanton Zürich öffentlich auf. Die neuen Lärmberechnungen für die Nacht werden zusätzlich im Kanton Schaffhausen aufgelegt, da dort eine Gemeinde direkt davon betroffen ist. Die Unterlagen des Flughafens sind ab dem 03. September auch online beim BAZL einsehbar. Die Einsprachefrist läuft vom 03. September bis zum 2. Oktober 2018. Das BAZL wird zudem die Kantone Aargau, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie die Fachstellen des Bundes zur Stellungnahme einladen.

Airbus: Rekordhöhe im Segelflugzeug Perlan 2

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Airbus hat den Extremsegler Perlan Mission II jetzt auf eine weitere geschichtsträchtige Reise geschickt. Das Segelflugzeug, dass als Erstes die Grenze zum Weltraum streifen soll stieg in El Calafate, Argentinien, auf eine neue Rekordhöhe.

Der bedruckaufschlagte Gleiter Perlan 2 hat dabei die Armstronglinie überstiegen. Das ist die Höhe, bei deren Atmosphärendruck das menschliche Blut anfängt zu kochen, wenn die Flugzeugkabine den Druck nicht behält. Das Segelflugzeug stieg bis in eine Höhe von per GPS gemessenen 60.669 Fuß (62.000 Fuß nach Druck). Den Weltrekord in dem Segelflugzeug stellten erneut die Piloten Jim Payne und Morgan Sandercock auf. Sie steuerten das Segeflfugzeug im September bereits auf eine Höhe von 52.221 Fuß GPS-Höhe. Damals war der vorige Weltrekord im nicht bedruckaufschlgten Perlan 1 vom Projektgründer Einar Enevoldson und Steve Fossett aus dem Jahr 2016 aufgestellt worden.

Bergwellen bringen Segler in höhere Stratosphäre

Eine Grob Egrett G520 Turbopropmaschine hatte Perlan 2 bis in die Stratosphäre geschleppt. Die Egrett entließ die Perlan 2 auf ca. 42.000 Fuß Höhe, was etwa der Spitzenflughöhe eines Airbus A380 entspricht. Fortan nutzten die Projektplaner um Perlan 2 ein besonderes Wetterphänomen, das nur selten und an wenigen Stellen auf der Erde auftritt: Stratosphärische Bergwellen, aufsteigende Luftmassen hinter Bergketten. Für eine kurze Zeit jedes Jahr werden diese noch vom Polaren Wirbel deutlich verstärkt, sodass diese aufsteigenden Luftmassen bis zu 100.000 Fuß und höher steigen können. Perlan 2 kann, was den Kabinendruck angeht, theoretisch bis in eine Höhe von 90.000 Fuß betrieben werden. Die Anden Argentiniens sind ein solcher Ort, an dem dieses Phänomen auftritt und auch ein Segelflugzeug in solch große Höhen transportieren kann.

Perlan 2 selbst wurde aus leichten Verbundwerkstoffen in Oregon gebaut und ist in Minden, Nevada, stationiert. Das Flugzeug testete dabei neue Techniken zur energieextensiven Druckerzeugung für die Kabine, und einer Visualisierung der aufsteigenden Luftmassen für die Piloten in der Kabine, was dem Flugzeug hilft, schneller aufzusteigen und generell eine Möglichkeit bieten könnte, Treibstoff zu sparen. Gleichzeitig hatte Perlan 2 Experimente von US- und argentinischen Studenten an Bord, etwa zur Strahlenbelastung in dieser Höhe, neue Sensorsysteme und Flugdatenaufzeichnung, bis hin zum „Marshmallows in Space“, der Schülern den Atmosphärendruck veranschaulichen soll. Die Flüge mit Perlan 2 sollen in Abhängigkeit vom Wetter im September fortgeführt werden.

ESA-Chef Wörner bei Cheops und Ruag Space

Aktuell finden in Zürich die abschließenden Tests des CHEOPS-Forschungssatelliten der Europäischen Weltraumagentur ESA statt. Heute kamen der Schweizer Bundesrat Johann Schneider-Ammann und ESA-Generaldirektor Jan Wörner zu Ruag Space – um die Premiere des ersten vollständigen Satelliten auf Schweizer Boden zu feiern.

Anfang 2019 soll der Satellit ins All starten. CHEOPS wird dabei nicht alleine reisen: mit dabei sind über 2.700 Zeichnungen zum Thema Weltraum – erstellt von Kindern aus allen ESA-Mitgliedsstaaten. In Miniaturformat wurden sie danach auf zwei Titanplaketten (Galeriebild) eingraviert, welche am Satelliten befestigt sind. Bundesrat Johann Schneider-Ammann enthüllte diese Plaketten heute am Standort von Ruag Space in Zürich im Rahmen einer feierlichen Zeremonie.

CHEOPS mit Schweizer Beteiligung

„Die Raumfahrt ist ein wichtiger strategischer Pfeiler für den Ruag-Konzern“, sagte Remo Lütolf, Verwaltungsratspräsident von Ruag Holding AG, während seiner Eröffnung der Feierlichkeiten. „Ruag Space ist ein führender europäischer Zulieferer für Satelliten und Trägerraketen und ist bei fast allen ESA-Missionen mit Produkten und Dienstleistungen beteiligt.“ Die bei Ruag Space in Zürich durchgeführten Tests an CHEOPS sind essenziell, um die Widerstandsfähigkeit des vollständigen Satelliten zu untersuchen.

„Bei den Vibrationstests muss der Satellit Erschütterungen mit einer Beschleunigung von bis zu 1,3 g standhalten – ungefähr so viel, wie ein Pilot eines Formel-1-Wagens beim Start erlebt“, sagt Peter Guggenbach, CEO Division Space. „Diese Tests sind wesentlich, damit der Satellit den Start der Rakete und den Weg durch die Atmosphäre unbeschadet übersteht und im Weltall voll funktionsfähig ist.“

Willy Benz, Professor am Physikalischen Institut und Center for Space and Habitability an der Universität Bern, hatte die wissenschaftliche Leitung der CHEOPS-Mission übernommen. Auch Schweizer Kinder haben mit ihrer Kreativität zu den mehr als 2.700 Zeichnungen an Bord des Satelliten beigesteuert. Die technische Umgestaltung in eine Plakette übernahm die Berner Fachhochschule in Burgdorf: Die Zeichnungen wurden um den Faktor 1.000 verkleinert und mittels einer innovativen Gravur-Methode auf zwei Titanplaketten eingraviert.

Suche nach neuen lebensfreundlichen Planeten

Der Schweizer Forschungssatellit CHEOPS (CHaracterising ExOPlanets Satellite) wurde unter der Leitung der Universität Bern und der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt. Komponenten kommen auch von Partnerinstituten aus ganz Europa. CHEOPS besteht aus einem Weltraumteleskop, das von der Universität Bern entwickelt und zusammengebaut wurde, und einer Satellitenplattform, die das Teleskop tragen und dessen Betrieb im All ermöglichen wird.

Die CHEOPS-Mission widmet sich der Charakterisierung von Exoplaneten-Transiten. Das Teleskop wird beobachten, wie Planeten in anderen Sonnensystemen vor ihrem Mutterstern vorbeiziehen – und die Suche nach potenziell lebensfreundlichen Planeten unterstützen.

Der Hauptauftragnehmer für den Satellitenbau ist Airbus Defense and Space, während Thales Alenia Space den Zusammenbau, die Integration und das Testen übernommen hat. Ruag Space hat hier mit dem Vibrationstest zu CHEOPS beigetragen, das Portfolio von Ruag Space in der Schweiz ist jedoch noch breiter: Beispielswiese werden Strukturen und Mechanismen für Trägerraketen und Satelliten gebaut. Darüber hinaus bietet Ruag Space Testing-Dienstleistungen über Vibrationstests hinaus an, wie Umweltsimulationen, Strukturtests und auch Tests im Vakuum.

Allgäu Airport zeigt Nerven zum Ausbau

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Bis Mitte August soll nun die Vergabe der Tiefbau- und Elektrotechnik-Arbeiten erfolgen, sodass das Projekt im September mit dem symbolischen ersten Spatenstich offiziell gestartet werden kann.

Im September werden die Flughafenverantwortlichen und einige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft dann Gerätschaften wie Schaufel und Helm am Flughafen Memmingen in die Hand nehmen und den ersten Spatenstich für den bereits seit längerem geplanten Ausbau des Airports vornehmen, der im Jahr 2020 komplett abgeschlossen sein soll.

„Wer jetzt baut, braucht gute Nerven“, sagt Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid und spricht damit manchem privaten Bauherrn aus der Seele. Kapazitätsengpässe bei Baufirmen sorgten auch dafür, dass es beim Thema Flughafen-Ausbau nun zu einer leichten Verspätung kam. „Aufgrund der vollen Auftragsbücher und unserer Absicht, die Arbeiten während des laufenden Flugbetriebs durchzuführen, wurden wir mehrfach um Fristverlängerung bei den Angeboten gebeten“, erläutert Schmid. Das Projekt musste zudem europaweit ausgeschrieben werden, was obendrein erhebliche Zeit in Anspruch nahm. Trotz allem liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Vorbereitungen für die Technik

„Zunächst handelt es sich um vorbereitende Maßnahmen im Tiefbau und bei der Elektrotechnik“, erläutert Schmid. „Sie werden rund zwei Monate in Anspruch nehmen, ohne den laufenden Flugverkehr zu tangieren.“ Da dann der Winter naht, sollen Sanierung und Verbreiterung (von 30 auf 45 Meter) der Start- und Landebahn im Frühjahr 2019 beginnen. Dabei werden rund 70.000 Tonnen Asphaltmischgut verarbeitet. Darüber hinaus wird auch in die Erneuerung des Instrumentenlandesystems investiert. Außerdem wird die Gepäckhalle erweitert. Auch die Vergrößerung der Vorfeldflächen und der Neubau eines Regenrückhaltebeckens stehen 2019 auf der Agenda, so dass mit einem Abschluss der gesamten Arbeiten im Jahr 2020 zu rechnen ist.

Die zeitliche Verzögerung und allgemein steigende Baukosten lassen auch das Budget des Flughafens nicht unberührt. Eingeplant sind zurzeit 17,7 Millionen Euro, von denen der Freistaat Bayern 12,2 Millionen übernehmen wird. „Wir achten streng darauf“, so Schmid, „dass unsere Budgetsteigerung unter 20 Prozent bleibt.“ Zusätzliche Kostensteigerungen rühren auch aus neuen und vorher unbekannten Auflagen her. So erfordert die im letzten Jahr erfolgte Zertifizierung des Airports durch die European Aviation Safety Agency (EASA), die dem Flughafen bescheinigt, alle EU-rechtlichen Anforderungen zu erfüllen, zahlreiche Detaillösungen. Bis zu 3.500 Kriterien aus den Bereichen Infrastruktur, Betrieb und Organisation wurden im Rahmen des umfangreichen Zertifizierungsprozesses durchleuchtet. „Da stößt man immer wieder auf Dinge, die nachgebessert oder verändert werden müssen“, berichtet Ralf Schmid, „und das kostet zusätzlich Zeit und Geld.“

Kiss and Fly: Schranken am Airport DUS

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Die Vorfahrten zur Abflug- und Ankunftsebene am Düsseldorfer Airport werden jährlich von rund 9.000.000 Fahrzeugen benutzt. In den allermeisten Fällen, um Fluggäste zum Terminal zu bringen und sich am Fahrzeug kurz zu verabschieden („Kiss and Fly“). Jetzt müssen Schranken die Zufahrt dosieren um die Verkehrssituation besser zu steuern.

Immer häufiger werden nämlich Autos in diesem Bereich für längere Zeit abgestellt, nicht selten leider auch in zweiter Reihe. Dies führt unweigerlich zu Rückstaus, gelegentlich bis hin zum Autobahnzubringer. Mit Schrankenanlagen vor und hinter der Abflug- und Ankunftsvorfahrt soll der Verkehrsfluss ab dem 01. September besser organisiert werden. Fahrzeuge können weiter kostenfrei die beiden Zonen passieren und Fluggäste auf der Abflugebene zum Terminal bringen. Allerdings wird das längere Halten auf dieser Fläche kostenpflichtig.

Zeit reicht zum verabschieden

„Wir möchten auch weiterhin sicherstellen, dass Fluggäste entspannt am Terminal abgesetzt werden können. Das ist heute nicht mehr zu jeder Zeit möglich. Deshalb haben wir uns für eine Schrankenlösung entschieden, die das Bringen ermöglicht, das längere Halten aber kostenpflichtig macht. Die kostenfreie Zeit reicht aus, um am Terminal stehen zu bleiben, die Koffer auszuladen und den abfliegenden Passagier zu verabschieden“, so Thomas Schnalke, Sprecher der Geschäftsführung des Düsseldorfer Airports. Schranken hätten sich schon an vielen anderen Flughäfen bewährt.

Weiterhin freie Durchfahrt: Auf der Abflugebene beträgt die kostenfreie Aufenthaltsdauer künftig acht Minuten. Hier stehen insgesamt 80 Halteflächen zur Verfügung. Braucht man länger als acht Minuten, fallen bis zu einer Dauer von 15 Minuten Gebühren in Höhe von fünf Euro an. Alle zusätzlichen fünf Minuten kosten dann weitere drei Euro. Die Höchsthaltedauer liegt auf der Abflugebene bei 30 Minuten für insgesamt 14 Euro.

Auf der Ankunftsebene bestehen weiterhin keine Halteflächen, hier gilt ein absolutes Halteverbot und nur ein reiner Durchfahrtsverkehr ist möglich. Für diesen wird eine ausreichende Zeit von zwei Minuten bemessen. Wer nicht nur durchfährt, sondern entgegen der Regelung stehen bleibt, muss für bis zu fünf Minuten fünf Euro entrichten. Das Parkhaus P2, das „First Class Parken“ im P3 sowie das Sheraton Hotel sind durch die Zonen hinter den Schranken weiterhin erreichbar.

Autofahrer, die länger als die übliche Bringzeit halten möchten, empfiehlt der Düsseldorfer Airport, die direkt hinter der Ausfahrt im Vorfahrtsbereich gelegenen Kurzzeitparkplätze P11 und P12 für 1,80 Euro je zwölf Minuten sowie die terminalnahen Parkhäuser P1, P2, P3, P7 oder P8. Hier fallen zwischen 3,50 Euro und fünf Euro pro Stunde an.

DESIS für farbscharfen Blick auf die Erde

Das Hyperspektralinstrument DESIS wird mit 235 Spektralkanälen auf unseren Planeten blicken und dabei die Veränderungen von Land- und Wasserflächen beobachten. Am 27. August 2018 gegen 21:00 Uhr deutscher Zeit das besondere Kamera-Instrument an der Außenseite der Raumstation installiert.

Es wird ein ganz besonderer Blick auf die Erde. Die Hyperspektraldaten aus dem All sollen unter anderem Daten für das Umwelt-Monitoring liefern. „Wir können damit beispielsweise aus 400 Kilometern erkennen, ob die Pflanzen auf einem Feld der Erde gerade gestresst sind“, sagt Projektleiter Uwe Knodt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Man blickt mit neuen Augen auf die Welt und gewinnt aus diesem Blick aus dem All einen gesellschaftlichen Nutzen auf der Erde.“

Ackerflächen, Meere und Böden

Für den Stress einer Pflanze gibt es mehrere Faktoren: zu wenige Nährstoffe, ungünstige Umweltbedingungen oder auch eine unzureichende Wasserversorgung. Die Auswertung von DESIS‘ Hyperspektraldaten über ausgeklügelte Algorithmen ermöglicht diese Rückschlüsse. Davon wiederum könnten Landwirte profitieren: Sie würden durch die Informationen aus dem All frühzeitig erfahren, ob ihre Felder gezielt gedüngt werden müssten und welchen Dünger ihre Pflanzen benötigen.

Auch der Reifezustand der Pflanzen oder der Wassergehalt von Boden und Pflanzen können aus den Aufnahmen des DLR-Instruments herausgefiltert werden. „Damit kann man wiederum den weltweiten Anbau von Nahrungsmitteln und somit die Versorgung mit Lebensmitteln optimieren“, erläutert DLR-Projektleiter Uwe Knodt. Ebenso kann das Instrument Informationen über den Gesundheitszustand von Waldflächen liefern, die mineralogische Zusammensetzung von Gebieten aufschlüsseln oder auch die Inhaltsstoffe sowie die Qualität von Meeren und Seen erfassen.

Die Schnelligkeit der Aufnahmen und der flexible Blickwinkel vom All auf die Erde ermöglichen neben dem Ressourcen-Monitoring und der Überwachung der Umwelt noch weitere Einsatzgebiete wie die humanitäre Hilfe: Rettungskräfte im Katastrophenfall könnten im Notfall schnell und zeitnah wertvolle Informationen aus dem All erhalten.

Einziges Hyperspektral-Instrument der ISS

Fünf bis sieben Jahre soll das Spektrometer, das am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme entwickelt und gebaut wurde, mit einem Roboterarm aus der Luftschleuse der Internationalen Raumstation ISS genommen und auf die Plattform MUSES für Erdbeobachtungsinstrumente platziert und rund um die Uhr unseren Planeten beobachten. Alleine das DLR wird jährlich rund 26 Millionen Quadratkilometer Erdoberfläche erfassen können und auf die unterschiedlichsten Fragestellungen hin auswerten.

Die kommerzielle Lizenz zur Nutzung der Bilddaten liegt beim amerikanischen Industriepartner Teledyne Brown Engineering, der auch die Instrumentenplattform MUSES an der ISS montierte. DESIS wird die Erde mit einer Auflösung von 30 mal 30 Metern pro Pixel im sichtbaren bis zum nahe-Infraroten Spektrum aufzeichnen. Entwickelt und gebaut wurde das Instrument, das das erste Hyperspektral-Instrument an Bord der Internationalen Raumstation ist, am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme.

Schärfe in Farbauflösung für dynamischen Prozesse

Rupert Müller vom Earth Observation Center (EOC) des DLR, ist zuständig für die Verarbeitung der Daten. Ein hyperspektraler Boom herrsche derzeit, sagt er. Länder wie Japan oder Italien planen zukünftige Missionen mit Hyperspektralinstrumenten. Auch Deutschland hat mit EnMAP für 2020 eine Mission in der Vorbereitung. „Im Moment ist die Verfügbarkeit von hyperspektralen Bildern aus dem Weltraum sehr eingeschränkt – DESIS wird diese Lücke füllen und kontinuierlich frische Daten zu den dynamischen Prozessen auf der Erde liefern.“

Nach der erfolgreichen Installation des Instruments beginnen zunächst die Tests, mit denen die Funktionalität nach dem Transport ins All und der Montage an der MUSES-Plattform auf die Probe gestellt wird. Anschließend muss das empfindliche Instrument und seine Prozessoren auf die Bedingungen des Alls kalibriert werden. Im nächsten Schritt werden die empfangenen Daten auf ihre Qualität und Gültigkeit hin geprüft. Die ersten Bilder, so hoffen die Ingenieure und Wissenschaftler, wird DESIS voraussichtlich Anfang Oktober 2018 liefern.

Das Projekt DESIS

DESIS (DLR Earth Sensing Imaging Spectrometer) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem amerikanischen Industrieunternehmen Teledyne Brown Engineering, dem auch die Erdbeobachtungsplattform MUSES (Multiple User System for Earth Sensing) gehört. Im Rahmen dieser Kooperation soll DESIS dem DLR Daten für wissenschaftliche Zwecke liefern, während Teledyne Brown den kommerziellen Vertrieb der Hyperspektraldaten übernimmt. Im DLR sind zwei Institute am Projekt beteiligt: Das Teilprojekt Raumsegment, also der Bau des Instruments, erfolgte im DLR-Institut für Optische Sensorsysteme. Das Earth Observation Center (EOC) in Oberpfaffenhofen leitet das Teilprojekt Bodensegment, das für den Empfang der Daten, deren Prozessierung und Übertragung in Anwendungen zuständig ist.

Auf den Bildern

Vorbereitungen für die Installation: Der deutsche Astronaut Alexander Gerst packte das Hyperspektralinstrument DESIS des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus und bereitete es auf die robotische Installation am 27. August 2018 vor.

Einsatzbereit für die Erdbeobachtung: Das Hyperspektralinstrument DESIS (DLR Earth Sensing Imaging Spectrometer) wird am 27. August 2018 auf der Außenseite der Internationalen Raumstation ISS installiert. Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst (l.) und NASA-Astronaut Drew Feustel packten das Instrument am 20. August 2018 aus.

Jazeera Airways gibt CFM56-5B zur MTU Maintenance

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Jazeera Airways fliegt zu 26 Zielen im Nahen Osten, Indien und Europa und befördert über 2,2 Millionen Fluggäste pro Jahr. Kuwaits größte privat geführte Airline ist der erste Airline-Kunde der MTU Maintenance in Kuwait und Teil des Aufbaus des MRO-Anbieters im Nahen Osten.

Die MTU Maintenance hat mit der Fluglinie Jazeera Airways einen Vertrag abgeschlossen. Dieser beinhaltet die Instandhaltung der CFM56-5B-Triebwerke der Airbus-A320-Flotte der Fluggesellschaft über eine Laufzeit von drei Jahren. Jazeera Airways wurde im April 2004 als erste nichtstaatliche Fluggesellschaft im Nahen Osten ins Leben gerufen.

CFM56-5B gefragt

Die MTU Maintenance ist die Nummer eins der unabhängigen Instandhalter für die Modelle CFM56-3/-5B/-7B. Die Nachfrage nach Leistungen für das Triebwerk -5B ist anhaltend hoch: Allein in den vergangenen zwölf Monaten sind sechs Kunden für das -5B neu hinzugekommen. Als weltweit führender Anbieter von individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Leistungen verfügt die MTU Maintenance über fast 40 Jahre Erfahrung in der Instandhaltung von Triebwerken und hat mehr als 30 Triebwerksmodelle im Portfolio, unter anderem auch das GE90. An den Standorten Hannover (Deutschland), Berlin (Deutschland), Zhuhai (China) und Vancouver (Kanada) führt sie rund 1.000 Shop Visits pro Jahr durch. Der Betrieb in Zhuhai ist auf die Instandhaltung von CFM56-5B-Triebwerken spezialisiert.

Flughafen Zürich feiert Jubiläum mit Familienprogramm

Zu seinem 70. Jubiläumsjahr veranstaltet der Flughafen Zürich am 01. und 02. September 2018 für Flughafenfans, Familien und Interessierte ein großes Erlebniswochenende. Auf acht Eventflächen lockt ein vielseitiges Programm mit Flugshows, Ausstellungen, Führungen, Rundfahrten und Konzerten.

Am 01. und 02. September 2018 von jeweils 09:00 bis 19:00 Uhr (Abendprogramm am Samstag bis 22:00 Uhr) haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Flughafenbetriebs zu werfen. Dem Erlebniswochenende voraus ging eine rund einjährige Planung in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Flughafenpartnern. Als Gold-Sponsoren treten Swiss International Air Lines, die IG Flughafen Zürich, Dufry AG und die Zürcher Kantonalbank auf.

Publikumsmagnet Zuschauerterrassen

Eine der grössten Eventflächen bilden die beiden Zuschauerterrassen B und E, wo Aviatik-Begeisterte mit einem Angebot an Rundfahrten und Spezialführungen voll auf ihre Kosten kommen. Auf beiden Zuschauerterrassen wird das Fluggeschehen den ganzen Tag live kommentiert. Zwischen den beiden Zuschauerterrassen verkehrt halbstündlich ein Shuttlebus.

Für Familien besonders spannend ist die Zuschauerterrasse B, wo Spielgeräte, Hüpfburgen und auf der Showbühne ein vielseitiges Kinderprogramm zum Verweilen einladen. Außerdem präsentieren sich verschiedene Flughafenpartner mit eigenen Ständen und Attraktionen. Am Samstagabend spielt die Swiss Band auf der Showbühne. Die Zuschauerterrasse B bleibt am Samstag ausnahmsweise bis 22:00 Uhr geöffnet.

Flugshows an beiden Tagen

Die Patrouille Suisse bietet den Gästen am Samstag um 14:00 Uhr eine Flugshow mit den berühmten Tiger Jets. Am Sonntag steht ebenfalls um 14:00 Uhr das PC-7 Team mit ihren Propeller-Maschinen auf dem Programm. Beide Flugshows werden auf der Pistenachse 16/34 stattfinden. Die beste Sicht auf die Flugshows hat man von der Zuschauerterrasse B oder von der Eventfläche Standplatz Tango bei den Werften. Dort stehen die Piloten nach der Flugshow für Autogramme zur Verfügung.

Eventflächen mit viel Action

Der Standplatz Tango wurde eigens auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern ausgezäunt und landseitig zugänglich gemacht. Am Erlebniswochenende locken dort eine aviatische Ausstellung mit Flugzeugen, Helikoptern, Fahrzeugen und Flugsimulatoren, eine Showbühne mit Konzerten von Marc Sway und dem Zurich Airport Orchestra sowie Foodtrucks. Im Airport Center informiert eine Ausstellung über die faszinierende Flughafengeschichte.

Beim Bushof befinden sich unter anderem der Start und das Ziel des Postenlaufs, ein Fahrradverleih sowie ein Baggerpark. Auf der größten Hochbaustelle der Schweiz erfahren Interessierte in einer virtuellen Tour oder auf einer Baustellenführung Wissenswertes rund um THE CIRCLE. Auf dem Parkhaus 6 wurde eine Rooftop Lounge installiert und im Radisson BLU gibt es Patisserie-Workshops für Kinder.

Anreise und Planung

Die Organisatoren rechnen mit einem großen Besucherandrang und empfehlen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für die Eventflächen Standplatz Tango, die Zuschauerterrassen B und E sowie die Flughafenführungen braucht es ein Eintrittsarmband (Verkaufsstände vor Ort, Kosten: Erwachsene CHF 5, Jugendliche CHF 2.50, Kinder bis 10 Jahre Eintritt frei). Alle anderen Eventflächen sind ohne Eintrittsarmband und kostenlos zugänglich.

POLAR 5 fliegt mit Spezialkamera durch die Arktis

POLAR 5 mit Spezialkamera: Derzeit ist ein MACS-Kamerasystem (Modular Aerial Camera System) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Polarforschungsflugzeug POLAR 5 des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) montiert.

Die Einsatzbedingungen sind ungewöhnlich und das Beförderungsfahrzeug nicht alltäglich. Die Kombination soll die Region um das kanadische Inuvik aufnehmen. Mit der Messkampagne, die vom AWI durchgeführt wird, sollen die Klimaprozesse in der Arktis untersucht und besser verstanden werden. Die Ingenieure und Wissenschaftler des DLR testen mit dem Einsatz nördlich des Polarkreises die eigens entwickelte und gebaute MACS-Polar Luftbildkamera. „Wir freuen uns, dieses Kamerasystem nun auch erstmals für die Fernerkundung in der Arktis einsetzen zu können“, erläutert Projektleiter Jörg Brauchle vom DLR-Institut für Optische Sensorsysteme.

Um die Auswirkungen der Klimaerwärmung besser zu verstehen, werden die Veränderungen des Permafrostbodens gemessen, denn große Mengen des klimarelevanten Gases Methan sind darin gebunden und werden zunehmend freigesetzt. Auf dieser Feldkampagne messen Wissenschaftler der drei Helmholtz-Einrichtungen Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ), AWI und DLR mit unterschiedlichsten Sensoren. Die Kamera des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme steuert dabei hochaufgelöste Aufnahmen im sichtbaren sowie im nahen Infrarot-Bereich bei.

Höhenmodelle und Klassifikationen

Auch die Küstenerosion, die durch das Auftauen des Permafrostbodens voranschreitet, soll mit dem Luftbildkamerasystem aufgezeichnet werden. Bisher wurde dies ausschließlich mit einem laserbasierten System durchgeführt. Bei einem Überflug in einem Kilometer Höhe erfasst dieses LIDAR (light detection and ranging) zwei bis vier Messpunkte pro Quadratmeter. „Ein Kamerasystem wie MACS hingegen bildet aus derselben Flughöhe 120 Punkte pro Quadratmeter ab“, erläutert Jörg Brauchle. Mit dieser Auflösung können insbesondere 3D-Strukturen deutlich detaillierter abgebildet und somit die Veränderung der Oberfläche sehr viel genauer bestimmt werden.

Auch die automatische Trennung von Wasserflächen und Tundra-Boden ist mit optischen Sensoren einfacher zu treffen. „Die verschiedenen Vegetationsbedeckungen und die Wasserflächen lassen sich auf unseren Aufnahmen gut unterscheiden“, erläutert Matthias Geßner, Wissenschaftler am DLR-Institut für Optische Sensorsysteme. Neben der Klassifikation der Vegetation und dem dreidimensionalen Höhenmodell bieten die Aufnahmen der MACS-Kamera zudem auch die Möglichkeit, dass die Daten anderer Instrumente mit denen der Kamera verglichen und validiert werden können.

Messungen aus dem All, aus der Luft und am Boden

In einer weiteren Untersuchung werden Flugzeug- und Bodenmessungen durchgeführt sowie gleichzeitig Satellitendaten aufgenommen. Ziel der Wissenschaftler des AWI, der Universität Würzburg und der Carleton University (Kanada) ist es dabei, Zusammenhänge zwischen den mit Hilfe von Satellitendaten wahrnehmbaren Veränderungen der Oberfläche – beispielsweise in der Vegetationszusammensetzung – mit den Änderungen der oberen Bodenschicht – wie zum Beispiel die Tiefe der sommerlichen Auftauschicht – in Verbindung zu bringen. Da es sich dabei um weitläufige Regionen mit einer geringen Bevölkerungsdichte handelt, spielt die Nutzung von Fernerkundungsdaten für das Umweltmonitoring eine wichtige Rolle.

Katastrophenfall und Mt. Everest-Kartierung

Eingesetzt wurden die Luftbildkamerasysteme des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme bereits bei den unterschiedlichsten Missionen, für Aufgaben der Sicherheit bis zur Fernerkundung: So wurden 2015 gemeinsam mit dem Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) MACS-Daten genutzt, um Einsatzkräfte nach dem schweren Erdbeben in Kathmandu zu unterstützen. Auch bei der 3D-Kartierung anspruchsvoller Gebiete und beim Monitoring von maritimen Einsatzlagen in Echtzeit konnten MACS-Kameras an Jets, Hubschraubern und Segelflugzeugen erfolgreich eingesetzt werden.

Selbst in mehr als 9.000 Metern Höhe flog eine MACS-Kamera bereits über die Erdoberfläche und lieferte 2014 Daten für die hochaufgelöste Kartierung des Mount Everest und des angrenzenden Khumbu-Gletschers. Bewährt sich die MACS-Kamera nun auch bei den Überflügen über Kanada, ist ein erneuter Einsatz im kommenden Jahr bei Messkampagnen über Grönland oder Spitzbergen angedacht. Dann würde die Kamera der DLR-Wissenschaftler nicht auf Tundra und Tümpel blicken, sondern vielmehr schneebedeckte Oberflächen und Gletscher erfassen und kartieren.

Polar 5 Auf den Fotos

Ausgerüstet für Polarflüge: Das Polarforschungsflugzeug POLAR 5 des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) ist für Flüge unter den extremen Umweltbedingungen der Polargebiete speziell ausgerüstet. Auf Beton-, Schotter- und Schneepisten kann der Flieger mithilfe eines kombinierten Ski- und Radfahrwerks starten und landen. Enteisungssysteme, Heizmatten für Batterien und Triebwerke sowie erweiterte Navigationssysteme erlauben Kampagnen bei sehr schwierigen Wetterbedingungen und Temperaturen von bis zu -54 Grad Celsius. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte im August 2018 ein MACS-Kamerasystem (Modular Aerial Camera System) zur optischen Fernerkundung an Bord installiert.

Vorbereitungen für die Messungen: Die Ingenieure des DLR testeten die eigens entwickelte und gebaute MACS-Polar-Luftbildkamera mit einem Einsatz nördlich des Polarkreises. Erstmals führten sie dabei aus der Luft optische Fernerkundung in der Arktis durch. Um die Auswirkungen der Klimaerwärmung besser zu verstehen, wurden die Veränderungen des Permafrostbodens gemessen, denn große Mengen des klimarelevanten Gases Methan sind darin gebunden und werden zunehmend freigesetzt. Die Kamera des DLR-Instituts für Optische Sensorsysteme steuerte dabei hoch aufgelöste Aufnahmen im sichtbaren sowie im nahen Infrarot-Bereich bei.

Farbaufnahme der MACS-Kamera: Die Aufnahme wurde während eines Fluges nähe Inuvik im Nordwesten Kanadas erstellt. Sie hat eine Auflösung von unter zehn Zentimetern.

Nahinfrarot-Bild der MACS-Kamera: Die Aufnahme wurde während eines Fluges nähe Inuvik im Nordwesten Kanadas erstellt. Sie zeigt dasselbe Motiv wie die vorherige Farbaufnahme und hat eine Auflösung von 15 Zentimetern.

BMW Vision iNEXT im Bauch der LHC Boeing 777F

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München, New York, San Francisco und Peking – vier Destinationen auf drei Kontinenten in fünf Tagen. Der BMW iNEXT nimmt Form an. In einer so noch nie realisierten Aktion präsentiert die BMW Group in Kooperation mit Lufthansa Cargo den BMW Vision iNEXT World Flight.

Im effizientesten Frachtflugzeug seiner Klasse – einer Boeing 777F der Lufthansa Cargo Flotte – erleben mehr als 300 internationale Vertreter für die Öffentlichkeit erstmals die Vision der Mobilität von morgen: den BMW Vision iNEXT – das jüngste Visionsfahrzeug der BMW Group.

Ausstattung zum Showroom – mit 30 Tonnen

In enger Zusammenarbeit von Lufthansa Cargo und dem Team der BMW Group wurde diese außergewöhnliche Fahrzeug- und Technologiepräsentation von der Idee zur Realität. In einem speziell konzipierten und gestalteten, exklusiven Closed-Room-Konzept erleben die Gäste die Inszenierung des richtungsweisenden Fahrzeugs und die Zukunft der BMW Group.

Für den technischen Ausbau wurden mehr als 7,5 km Kabel verlegt. 78.000 LEDs in 165 Video- LED-Modulen sowie zehn 13.000 ANSI Lumen Projektoren sorgen im Innenraum der Boeing für eine Vorstellung, die alle Sinne anspricht. Über 120 Messebau-Spezialisten von Lufthansa Cargo und der BMW Group waren bei der Realisierung des Projektes im Einsatz.

Insgesamt verbauten die beteiligten Ingenieure und Spezialisten etwa 30 Tonnen Material, um dem BMW Vision iNEXT die adäquate Bühne zu bereiten. Die Herausforderung lag nicht nur in der Realisierung einer außergewöhnlichen Inszenierung – sondern gleichzeitig musste die entstandene Konzeption auch „flugtauglich“ sein. Dabei muss das gesamte Set-Up im Innenraum der 777F vom Präsentationsmodus in den Flugmodus sicher und schnell wieder zurückgebaut werden können.

BMW iNEXT in fünf Tagen um die Welt

Acht Stunden nach der Landung der Maschine werden die ersten Gäste erwartet – nur vier Stunden nach Abschluss der letzten Präsentation am jeweiligen Ort hebt die Boeing in Richtung der nächsten Destination ab. Eine technische und logistische Meisterleistung, die eine Fahrzeug- und Technologiepräsentation ermöglicht, wie sie bisher nie dagewesen ist.

„Visionäre Produkte verdienen visionäre Präsentationen. Wir freuen uns gemeinsam mit BMW diese außergewöhnliche Weltpremiere zu ermöglichen“, so Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG. „iNEXT ist unser Angebot für die Mobilität der Zukunft. Da ist es nur konsequent, dass sich der BMW Vision iNEXT der Weltöffentlichkeit nicht wie gewohnt präsentiert. Der World Flight ist hierfür ein erster konsequenter Schritt“, so Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstandes der BMW AG, Entwicklung.

Die Außengestaltung des Flugzeugs nimmt Anleihen an der Innengestaltung der Fahrzeuginszenierung. Die Boeing 777F von Lufthansa Cargo wird mit einer entsprechenden Sonderbeklebung am 09. September am Flughafen München die Reise um die Welt antreten. Nach den Stationen New York, San Francisco und Peking wird sie am 14. September zurück am Heimatflughafen Frankfurt erwartet.

Ryanair stationiert für neue Ziele mehr Flugzeuge in London

Ryanair hat heute sechs neue Strecken ab dem Londoner Airport Luton bekannt gegeben und will dazu auch zwei weitere Flugezuge an dem Flughafen stationieren.

Damit wächst die Basis dort auf sechs Flugzeuge an. Die neuen Ziele sind Alicante, Athen, Barcelona, Bologna, Cork und Malaga. Zudem wird die Frequenz nach Vilnius erhöht. Ryanair stuert dann im Winter 2018 dann 21 Ziele ab London-Luton an. Der Low-Cost-Carrier erwartet dann 2,2 Mio. Passagiere im Jahr. Die Frequenzen sind nach Alicante und Athen dreimal pro Woche, Cork und Malaga sechsmal pro Woche und Barcelona und Bologna täglich.

MASCOT: Landeplatz auf dem Asteroiden steht fest

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Gemeinsam mit über 100 internationalen und nationalen Partnern wurde die Landestelle aus zehn potenziellen Kandidaten für den Lander MASCOT ausgewählt und heute verkündet. Die Landung von MASCOT selbst ist für den 03. Oktober 2018 vorgesehen.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Nicht zu viele Brocken, aber auch nicht zu wenige. Gut erreichbar und wissenschaftlich spannend. Die Ansprüche, die das Team des Landers MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an die Landestelle auf dem Asteroiden Ryugu hatte, waren nicht einfach zu bedienen. „Aber wir haben die fast perfekte Landestelle jetzt festgelegt“, sagt Prof. Ralf Jaumann vom DLR-Institut für Planetenforschung, zuständig für das Kamera-Experiment MASCAM auf dem Lander und wissenschaftlicher Leiter der Landesonde MASCOT. Auch Projektmanagerin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR ist zufrieden: „Für den Betrieb unseres Landers gehörte die ausgewählte Landestelle von Anfang an zu den Favoriten.“ Auch die Stellen, an denen die Hayabusa2-Sonde Proben nehmen und die drei MINERVA-II-Rover absetzen wird, stehen nun fest. Es ist nach der spektakulären Rosetta-Mission mit Philae die nächste spannende Landung auf einem fernen Himmelskörper.

Der Ort bei etwa 315 Grad Ost und 30 Grad Süd, an dem MASCOT auf dem ursprünglichen Himmelskörper landen und mit vier Instrumenten Messungen durchführen soll, heißt derzeit noch schlicht „MA-9“. Das Gebiet der Landestelle hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen ist es in ausreichender Entfernung zu den Regionen, in denen Hayabusa2 sich absenken und Bodenproben nehmen wird – MASCOT und Hayabusa2 kommen sich bei ihren Aktivitäten also nicht in die Quere. Zum anderen liegt die Landestelle auf der Südhemisphäre des Asteroiden – mit den Daten, die Hayabusa2 am Äquator und MINERVA auf der Nordhemisphäre erfassen wird, haben die Wissenschaftler den Asteroiden mit einem Durchmesser von 950 Metern dann gut abgedeckt und untersucht.

Viele Brocken und frisches Material

Bis zu 47 Grad Celsius warm wird es voraussichtlich während des Asteroidentags, in der Nacht fällt die Temperatur auf minus 63 Grad Celsius – Werte, die den gewünschten Rahmenbedingungen für den Betrieb der Instrumente und für die Batterie des Landers entsprechen. Im Umfeld der Landestelle befinden sich zahlreiche bis zu 30 Meter große Brocken, die ganz großen Felsen hingegen liegen nicht im Bereich MA-9. Aufnahmen der optischen Navigationskamera der Hayabusa2-Sonde zeigen, dass sich in dem Bereich rund um die Landestelle wahrscheinlich frischeres Material befindet, dass nur wenig der kosmischen Strahlung und dem Partikelstrom des Sonnenwinds und interplanetaren Staubs ausgesetzt war – und somit noch sehr ursprünglich und unverändert ist.

Die Qual der Wahl

Die Auswahl aus zehn potenziellen Landestellen haben sich die Wissenschaftler und Ingenieure nicht einfach gemacht. Schließlich soll jedes Instrumententeam die Arbeitsbedingungen und die Daten erhalten können, die es sich erhofft. Für das Infrarotspektralmikroskop MicrOmega des Institut d’Astrophysique Spatiale hätte es beispielsweise etwas kühler während der Tageszeit sein können. Das Team des Magnetometer MAG der TU Braunschweig hätte am liebsten sehr große Brocken im Messfeld untersucht. Die Kamera MASCAM und das Radiometer MARA, beides Instrumente des DLR-Instituts für Planetenforschung, finden hingegen nahezu ideale Bedingungen für die wissenschaftliche Arbeit vor, weil sie auf Brocken am Horizont blicken und frisches Asteroidenmaterial untersuchen können.

Letztendlich sind die Bedingungen, die die Landestelle bietet, für den Lander und alle Instrumente an Bord sehr günstig. „Für uns bedeutet die ausgewählten Landestelle: Wir Ingenieure können MASCOT so sicher wie möglich auf den Asteroiden bringen, und die Wissenschaftler können ihre unterschiedlichen Instrumente bestmöglich einsetzen“, betont Projektmanagerin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme.

Hayabusa2 und MASCOT

Hayabusa2 ist eine Weltraummission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) zum erdnahen Asteroiden Ryugu. Der deutsch-französische Lander MASCOT an Bord von Hayabusa2 wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und gebaut in enger Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES (Centre National d’Études Spatiales). Die wissenschaftlichen Experimente an Bord von MASCOT sind Beiträge des DLR, des Institut d’Astrophysique Spatiale und der Technischen Universität Braunschweig. Betrieb und Steuerung des MASCOT-Landers und seiner Experimente erfolgen durch das DLR mit Unterstützung der CNES und in kontinuierlichem Austausch mit der JAXA.

Das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwickelte federführend zusammen mit CNES den Lander und testete ihn. Das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig war für die stabile Struktur des Landers zuständig. Das DLR Robotik und Mechatronik Zentrum in Oberpfaffenhofen entwickelte den Schwungarm, der MASCOT auf dem Asteroiden hüpfen lässt. Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin steuerte die Kamera MASCAM und das Radiometer MARA bei. Überwacht und betrieben wird der Asteroidenlander aus dem MASCOT-Kontrollzentrum im Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) am DLR-Standort Köln.

Auf den Fotos

Landestellen der Hayabusa2-Mission auf dem Asteroiden Ryugu: Der Lander MASCOT soll in der blau markierten Landeellipse MA-9 auf Ryugu landen. Die japanische Hayabusa2-Sonde wird sich der Asteroidenoberfläche an den Stellen L07, L08 und M04 nähern und Proben aufnehmen. Die MINERVA-Rover werden an der rot markierten Landestelle N6 abgesetzt.

Landung am Äquator: Die Hayabusa2-Sonde wird für ihre Probenentnahme an drei Gebieten in Äquatornähe auf den Asteroiden Ryugu absinken.

Landung auf der südlichen Hemisphäre: Der Ort bei etwa 315° östlicher Länge und 30° Süd, an dem MASCOT auf dem ursprünglichen Himmelskörper landen und mit vier Instrumenten auf der Asteroidenoberfläche Messungen durchführen soll, heißt derzeit noch schlicht „MA-9“.

Eurowings flottet 77. Flugzeug der airberlin ein

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Eurowings wird am Montag, 27. August, nach nur neun Monaten das letzte von insgesamt 77 Flugzeugen in ihre Flotte integrieren. Es handelt sich um einen Airbus A320 des Leasinggebers ‚Magnetar‘ mit 174 Sitzen und der Kennung D-ABDT.

Alle diese 77 Flugzeuge waren zuvor für airberlin im Einsatz und wurden nach der Insolvenz der Airline im August 2017 von den jeweiligen Eigentümern verkauft oder verleast. „Für unser Integrationsprojekt, das wir in Rekordzeit bewältigt haben, gibt es kein Beispiel in der europäischen Luftfahrt“, sagt Eurowings CEO Thorsten Dirks.

40 Jahre, 77 Flugzeuge, 40 Wochen

Eurowings Mitarbeiter hätten dabei, so Dirks, „Außergewöhnliches“ geleistet – darauf sei man zurecht stolz. „airberlin war 40 Jahre im Markt. Wir haben in weniger als 40 Wochen einen Großteil der Flugkapazitäten, die durch das Ausscheiden von airberlin weggefallen sind, wieder für Millionen Fluggäste bereitgestellt und einen Kollaps des deutschen Luftverkehrs verhindert.“ Dabei habe Eurowings ihre Position im europäischen Luftverkehrsmarkt ausgebaut, betont Dirks.

Zusätzlich zu den 77 Flugzeugen hat Eurowings innerhalb weniger Monate zahlreiche neue Mitarbeiter eingestellt und unterm Strich 3.000 neue Arbeitsplätze im Cockpit, in der Kabine und am Boden geschaffen. Darunter befinden sich viele ehemalige Air Berliner, die aufgrund der plötzlichen Insolvenz ihres Unternehmens von der Arbeitslosigkeit bedroht waren.

Umbau und neues Branding für Eurowings

Rückblickend waren die Herausforderungen der letzten neun Monate für Eurowings enorm. Neben der Integration auf der Personal- und Flottenseite wurden unter anderem (…)

  • 54 Kilometer Stoff für rund 11.000 Jacken, Blazer, Hosen und Röcke sowie 21.000 Blusen und Hemden verarbeitet.
  • 120.000 Uniformartikel – Gepäck, Handschuhe, Krawatten, Tücher und vieles mehr – für neue Crews hergestellt.
  • 15 Tonnen Papier (Dokumente) durch das Luftfahrtbundesamt geprüft, um alle 77 Flugzeuge in die Eurowings Flotte zu integrieren.
  • zehn Tonnen Farbe für die Lackierung der Flugzeuge benötigt und verarbeitet.
  • 12.000 Arbeitsstunden durch die Technik in die 77 Flugzeuge investiert, um sie für den Einsatz im Eurowings Streckennetz vorzubereiten.

Eurowings ist durch die zusätzliche Kapazität inzwischen die Nummer Eins an sechs deutschen Flughäfen, neben Köln, Düsseldorf und Stuttgart jetzt auch in Hamburg, Nürnberg und Hannover. Darüber hinaus verzeichnet die Airline an weiteren wichtigen Standorten starke Zuwächse, teilweise um mehr als 30 Prozent. Allein auf Strecken von und nach Mallorca, Europas Ferieninsel Nummer Eins, haben sich die Passagierzahlen der Eurowings nahezu verdoppelt. Insgesamt sind in diesem Sommer mehr als 19 Millionen Gäste mit Eurowings abgehoben, rund 17 Prozent mehr Kunden als im Vorjahreszeitraum.

Parallel hat Eurowings Maßnahmen für mehr Stabilität im Flugbetrieben ergriffen. Die noch junge Airline stand unter Kritik, da in letzter Zeit viele Flüge ausgefallen oder verspätet waren. Und das, nachdem die Lücke der airberlin noch nicht ganz geschlossen war. Unter anderem hat Eurowings größere Puffer in den Flugplänen, bis zu 50 Prozent mehr Personal an Stationen und im Call Center sowie der Aufbau höherer Reserven im Zuge der Aufstockung um 77 Flugzeuge.

„All diese Maßnahmen haben unseren Flugbetrieb bereits spürbar verbessert, nachdem wir einen schwierigen Start in den Sommer mit ungewöhnlich vielen Flugausfällen hatten“, berichtet Dirks. Die Extraschichten für den vollendeten Aufbau dürften in den nächsten Monaten aber noch weiter gehen. Die in diesem Jahr einmaligen Investitionen in die Kapazitätsausweitung der Eurowings sollen sich bald auszahlen. Der Luftfahrtmarkt legt deutlich zu, und Eurowings hat jetzt das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft gelegt.

Aeolus: Windmesser per Laser erfolgreich gestartet

„Aeolus“ der Europäischen Raumfahrtagentur ESA soll bis 2021 mit einem neuartigen und leistungsstarken Laser-System vertikale Windprofile erstellen und so zum ersten Mal hochgenau und zeitnah Daten zu globalen Windfeldern in der Atmosphäre messen.

Aeolus, der von Airbus gebaute Windsatellit der Europäischen Weltraumorganisation ESA, ist ausgerechnet aufgrund von Höhenwinden mit 24 Stunden Verspätung, aber dennoch erfolgreich von Kourou, Französisch-Guayana, als Nutzlast einer Vega ins All gestartet. Die Rakete brachte den Satelliten auf eine Umlaufbahn in einer Höhe von 320 Kilometern, wo er einer Reihe von Tests unterzogen wird, bevor er seine Mission startet.

Neue Dimension der Wettererfassung

Der von Airbus gebaute Windsatellit Aeolus soll als erster Satellit täglich globale Windkomponentenprofile in Nahezu-Echtzeit liefern. Dies bedeutet eine entscheidende Verbesserung für unsere Wettervorhersage. Man kennt das Bild aus dem Wetterbericht: Im Satellitenfilm sind Wolkenformationen und andere Informationen zu erkennen, die für unser Wetter eine entscheidende Rolle spielen. Bislang werden aber noch gar keine direkten Windinformationen in der Höhe erfasst. Mit Aeolus soll sich genau das ändern.

Aeolus soll die Erde täglich 15-mal umkreisen. Die Datenübermittlung an die Nutzer erfolgt innerhalb von 120 Minuten nach der ältesten Messung in jeder Umlaufbahn. Die Orbit-Wiederholrate beträgt sieben Tage (jeweils nach 111 Umläufen). Aeolus ist dabei auch eine Premiere für Airbus. Der 1,4 Tonnen schwere Satellit ist mit dem LIDAR-Instrument (Light Detection and Ranging) Aladin ausgerüstet, das mithilfe des Doppler-Effekts Windgeschwindigkeiten in unterschiedlichen Höhen messen kann. Gebaut wurde der Windmesser aus dem All von Airbus Defence and Space in Stevenage.

Kilowatt-starker UV-Laser

Für die Lidar-Messung trägt der Erdtrabant einen 3,4-Kilowatt-Laser aus Großbrittanien. Aladin sendet so einen starken Ultraviolett-Laserstrahl durch die Atmosphäre und sammelt das zurückgestreute Licht mit einem Teleskop von 1,5 Metern Durchmesser. Mittels hochempfindlicher Empfänger wird dann die Doppler-Verschiebung des Signals in den verschiedenen Höhenschichten ermittelt. Aus den von Aeolus gelieferten Daten lassen sich zuverlässige globale Windprofile erstellen.

Sie erlauben es Meteorologen, die Genauigkeit von Wettervorhersagen weiter zu verbessern und ermöglichen Klimaforschern tiefere Einblicke in die globale Dynamik der Erdatmosphäre. Die europäische ADM Aeolus-Mission soll aber nicht nur unser Verständnis über dynamische Prozesse in der Atmosphäre verbessern, sondern auch die mittel- bis langfristige Wettervorhersage und die Klimabeobachtung. Der Erdbeobachtungssatellit kann bis in 30 Kilometer Höhe Windprofile, Aerosole und Wolken messen. Der Satellit soll eine Lebensdauer von drei Jahren haben.

Agadir wieder Ziel ab Hamburg

Condor nimmt zum Winterflugplan 2018/2019 ab Hamburg Airport eine neue Verbindung nach Agadir auf. Die marokkanische Hafenstadt wurde seit längerer Zeit nicht mehr direkt ab Hamburg angeflogen und ergänzt damit ab dem 06. November 2018 das Streckenangebot der Hansestadt.

Condor fliegt die Verbindung nach Agadir einmal pro Woche jeweils dienstags. Mit Mallorca, Antalya und Jerez de la Frontera erweitert Condor ihr Winterangebot in Hamburg zudem um drei weitere Sonnenziele. „Wir freuen uns, dass Condor ihr breites Streckenangebot in Hamburg um ein weiteres neues Ziel ergänzt“, sagt Dr. Jörgen Kearsley, Leiter Aviation Marketing am Hamburg Airport. „Agadir stellt für unsere Passagiere gerade in der Wintersaison ein attraktives Ziel für Strandurlaube dar. Ich bin mir sicher, dass die neue Verbindung von unseren Fluggästen gut angenommen wird.“

Hafenstadt und Ausgangspunkt für Strandurlaub

Die Hafenstadt Agadir liegt im Süden Marokkos direkt an der Atlantikküste – damit stellt das beliebte Urlaubsziel einen idealen Ausgangspunkt zu den Badeorten Marokkos dar. Entlang der Atlantikküste Marokkos laden breite Sandstrände sowie zahlreiche Hotels und Clubanlagen Sonnenanbeter zum Entspannen und Schwimmen ein. Aber „die weiße Stadt am Meer“ Agadir hat auch selbst einiges für Touristen zu bieten: Eine belebte Uferpromenade mit Cafés, Restaurants und Bars sowie zahlreiche Golfplätze locken die Touristen an, zudem kann Agadir mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten punkten.

Mit Condor vom Hamburger Winter zu beliebten Badezielen

Für Sonnenanbeter hat Condor in der Wintersaison einige weitere Neuerungen im Angebot: Palma de Mallorca, Antalya und Jerez de la Frontera werden neu auch im Winterflugplan 2018/2019 ab Hamburg angesteuert. Auf die Lieblingsinsel der Deutschen, Mallorca, fliegt die Fluggesellschaft von der Hansestadt bis zu sieben Mal wöchentlich, nach Antalya und Jerez de la Frontera geht es jeweils zweimal pro Woche. Zudem stockt Condor die Flugfrequenzen auf ihrer bestehenden Strecke nach Fuerteventura auf und fliegt im Winter viermal wöchentlich dorthin.

Neben den neuen Winterzielen fliegt Condor im Winterflugplan 2018/2019 von Hamburg zudem auch nach Fuerteventura (Mo, Di, Do, Sa), Funchal (Do), Gran Canaria (Mi, Fr, Sa, So), Hurghada (Mo, Mi, Do, Sa, So), Lanzarote (Di, Fr, So), Santa Cruz de la Palma (Di) und Teneriffa (Mo, Mi, Fr, So) und bietet damit eine umfangreiche Auswahl an Zielen in ganz Europa.

„Stehen Sie bequem!“: Mit Sneakers im Lufthansa-Look

Turnschuhe zur Uniform? Das werden die Passagiere der Lufthansa Group am Freitag, 24. August, auf Flügen, an Check-In Schaltern und in vielen anderen Bereichen zu sehen bekommen.

Sneakers im Büro? Das kommt auch bei Lufthansa immer öfter und schon lange nicht mehr nur am „Casual Friday“ vor. Schon gar nicht, seit es exklusiv für Mitarbeiter einen limitierten Adidas Sneaker im neuen Lufthansa Design gibt. Als besonderes Symbol der zusätzlichen Anstrengungen in diesem Sommer hat Lufthansa erst- und einmalig einen Lufthansa Sneaker Day ausgerufen, um für Mitarbeiter und Kunden ein Zeichen zu setzen.

Alle Mitarbeiter der Lufthansa Group gehen in diesen Wochen sehr oft die Extrameile, um für die Kunden trotz aller Schwierigkeiten, mit denen die Branche derzeit zu kämpfen hat, das Beste zu geben. Nach dem Wegfall der airberlin und Übernahme von Personal und Flugzeugen durch Eurowings haben die Mitarbeiter der Gruppe allerhand zu tun. Die Gesellschaften, die versuchen, diese Lücke zu füllen, leiden entsprechend unter Wachstumsschmerzen. Auch Lufthansa selbst hat größere Flugzeuge eingesetzt. Darum dürfen am 24. August ausnahmsweise auch Lufthansa Group Mitarbeiter in Uniform für einen Tag Sneaker im Dienst tragen.

Sneakers trotz Uniform-Trageordnung

Die Teilnahme an dem Lufthansa Sneaker Day ist für die Mitarbeiter freiwillig. Auch was den Turnschuh angeht, gibt es keine Vorschriften – lediglich Wünsche für die Uniformträger: Wenn möglich in Weiß und am liebsten den Adidas Sneaker im neuen Lufthansa-Design. Aber auch andere Modelle und Farben sind selbstverständlich erlaubt. An dem Sneaker Day beteiligen sich auch Tochterunternehmen der Lufthansa Group. So werden beispielweise auch die Crews anderer Airlines der Lufthansa Group an diesem Tag zum Teil in Turnschuhen an Bord sein. Ausgenommen von der Aktion sind Mitarbeiter, die an ihrem Arbeitsplatz Sicherheitsschuhe tragen müssen.

Die Flugbetriebsleitung von Lufthansa unterstützt den Sneaker Day mit einer eintägigen Lockerung der Uniform-Trageordnung für diesen einen Tag. Bodenmitarbeiter, Flugbegleiter und Piloten von Lufthansa werden auch künftig an ihren Uniformen und passenden eleganten Schuhen zu erkennen sein.

München – Dallas per Dreamliner der American Airlines

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American Airlines wird saisonal vom 06. Juni 2019 bis 26. Oktober 2019 täglich von München nach Dallas fliegen. Die Strecke wird mit modernem Fluggerät vom Typ Boeing 787-800 (Dreamliner) geflogen.

Der Flug startet in München um 10:55 Uhr, die Landung erfolgt in Dallas um 15:00 Uhr. Der Rückflug startet in Texas um 15:10 Uhr, Ankunft in München am nächsten Morgen um 08:00 Uhr. Darüber hinaus kündigt American Airlines, eine der größten Fluggesellschaften weltweit, an, die bestehende ganzjährige Verbindung von München nach Philadelphia ab dem 31. März 2019 einzustellen und stattdessen Charlotte anzufliegen.

Der Abflug in München ist dann täglich um 09:30 Uhr, die Ankunft in Charlotte ist für 13:40 Uhr geplant. Der Rückflug aus South Carolina kommt am nächsten Tag um 07:30 Uhr in München an. Die beiden neuen USA-Strecken bieten Fluggästen Zugang zu den beiden größten Drehkreuzen von American Airlines und bedeuten Umsteigemöglichkeiten nach Nord-, Mittel- und Südamerika inklusive der Karibik und Hawaii. Die neuen Flüge sind ab dem 27. August 2018 buchbar. Das Foto zeigt die American Airlines Boeing 787 am Dallas-Fort Forth International Airport (ICAO-Code: KDFW, IATA-Code: DFW).

Fraport soll Retail in Nashville BNA aufwerten

Fraport USA hat von der Metropolitan Nashville Airport Authority (MNAA) den Zuschlag für das Management und die Weiterentwicklung der Konzessionsflächen am internationalen Flughafen Nashville im Bundesstaat Tennessee erhalten.

Fraport USA, die amerikanische Tochtergesellschaft des Fraport-Konzerns, vermarktet bereits erfolgreich die Retail- und Gastronomieflächen an vier weiteren US-amerikanischen Airports. Auch am Flughafen Nashville soll Fraport USA künftig das Shopping- und Restaurantangebot für die mehr als 14 Millionen Fluggäste pro Jahr erweitern und aufwerten. Der Nashville International Airport (IATA-Code: BNA) zählt zu den am rasantesten wachsenden Flughäfen Nordamerikas. Zudem ist das auch unter dem Namen „Music City“ bekannte Nashville eines der wichtigsten Touristenziele des Landes.

Zehn Jahe Management der Konzessionsflächen

Fraport USA konnte die Ausschreibung für das Centermanagement des Flughafens Nashville nach einem intensiven Auswahlverfahren für sich entscheiden. Der mit der Betreibergesellschaft MNAA geschlossene Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Voraussichtlich ab Februar 2019 wird Fraport USA die Gestaltung, den Neu- und Umbau sowie die Vermietung und das Management der Konzessionsflächen dort übernehmen. Diese umfassen eine Gesamtfläche von mehr als 6.400 m2 und verteilen sich auf vier Flugsteige.

Das von Fraport USA entwickelte Retail- und Gastronomiekonzept setzt auf eine ausgewogene Mischung aus Lokalkolorit und nationalen Marken und steht dabei ganz im Zeichen der florierenden Musik- und Kunstszene, für die Nashville in aller Welt bekannt ist. Fraport USA (früher unter dem Namen „Airmall“ bekannt) hat in Nordamerika bereits erfolgreich Akzente bei der Gestaltung und Weiterentwicklung von Konzessionsflächen an Flughäfen gesetzt. So war die Fraport-Konzerntochter das erste Unternehmen, das beim Flughafen-Centermanagement auf bekannte Marken und Preisangebote gesetzt und somit die Grundlage für eine moderne Gastronomie- und Shoppinglandschaft an US-amerikanischen Flughäfen geschaffen hat.