Fluglärm am BER: Letzter Schallschutztag vor Eröffnung

Anflug auf den Flughafen Berlin Brandenburg
Anflug auf den Flughafen Berlin Brandenburg

Mehr als 150 Gäste nutzten die Gelegenheit und informierten sich am 13. August beim letzten Schallschutztag vor der Inbetriebnahme des BER über das Schallschutzprogramm BER. Bereits im fünften Jahr in Folge standen verschiedene Baufirmen und das Schallschutzteam der FBB im DIALOG-FORUM den gesamten Tag für individuelle Fragen und Gespräche zur Verfügung. Viele der Gäste ließen sich zum Einbau des Schallschutzes an ihren Häusern beraten. In individuellen und konstruktiven Gesprächen konnten zahlreiche Sachverhalte besprochen und offene Fragen geklärt werden.

Michael Halberstadt, Geschäftsführer Personal der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

„So kurz vor der Inbetriebnahme standen wir noch einmal als Ansprechpartner für alle Gäste zur Verfügung. Den Schallschutz an den Häusern umsetzen zu lassen ist keine einfache Sache und oft sehr aufwändig. Nun ist es aber so kurz vor der Inbetriebnahme des BER höchste Zeit, dass sich die Anwohnerinnen und Anwohner mit dem Thema befassen und den Schallschutz beauftragen“.

Gut besucht waren auch die Fachvorträge, bei denen Ralf Wagner, Leiter Schallschutz, über die Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen und den Hausbau am Flughafen informierte. Besonderen Wert legte Ralf Wagner hierbei darauf, dass Bauherren, die im Schallschutzgebiet neu bauen möchten, sich frühzeitig und noch vor Planungsbeginn bei der FBB melden sollten. „Wir haben dann die Möglichkeit, die erwarteten Fluglärmpegel mitzuteilen, so dass Gebäude frühzeitig so geplant werden können, dass der Schallschutz eingehalten wird. Wir bieten zudem individuelle Vereinbarungen an, in denen wir die Übernahme der zusätzlichen Kosten für Schallschutz zusagen“, so Ralf Wagner. Nicht empfehlenswert sei es, sich erst nach Fertigstellung des Neubaus bei der FBB zu melden. „Dann müssen wir den Bauherren eventuell mitteilen, dass der Schallschutz nicht ausreicht und die gerade erst fertiggestellten Häuser wieder umgebaut werden müssen.“

Mehr als 95 Prozent der Anträge abgearbeitet

Mehr als 22.000 Anträge auf Schallschutzmaßnahmen sind inzwischen bei der FBB eingegangen. Davon sind über 21.000 und somit mehr als 95 Prozent abgearbeitet. Die übrigen Anträge werden noch bearbeitet bzw. sind derzeit nicht bearbeitbar, da Anwohnerinnen und Anwohner nicht erreichbar sind oder um eine spätere Bearbeitung ihres Antrags gebeten haben.

An rund 13.000 Haushalte wurden Unterlagen zur Umsetzung von baulichem Schallschutz versendet, in knapp 3.700 Haushalten wurden bislang Schallschutzmaßnahmen verbaut. Die übrigen mehr als 9.000 Haushalte zögern noch mit der Umsetzung von Schallschutz, obwohl die dafür erforderlichen Unterlagen zum Teil seit Jahren vorliegen. Es ist daher davon auszugehen, dass tausende Objekte auch zur Inbetriebnahme des BER nicht über Schallschutz verfügen werden.

Zusätzlich zu den in rund 13.000 Fällen zugesagten Schallschutzmaßnahmen, haben mehr als 7.000 Haushalte von der FBB die Zusage über eine Entschädigungszahlung erhalten. Diese wird fällig, wenn die Kosten der Schallschutzmaßnahmen mehr als 30 Prozent des Verkehrswertes des Objektes betragen. Über die Verwendung der Entschädigungen können die Anwohnerinnen und Anwohner frei entscheiden. Mehr als 6.700 Entschädigungen in einer Höhe von über 270 Millionen Euro wurden bereits ausgezahlt. Die FBB wirbt dafür, das Geld für Schallschutzmaßnahmen zu verwenden und bietet dafür eine kostenfreie Beratung an.

Schallschutzteam für alle Anwohnerinnen und Anwohner erreichbar

Das Schallschutzteam der FBB bleibt auch nach dem Schallschutztag für alle Anwohnerinnen und Anwohner erreichbar. Fragen und Hinweise können gerne per Mail an schallschutz_kontakt@berlin-airport.de gerichtet werden.