Ausbildung zum Fluglotsen: FABEC zertifiziert Kurs

Die Aufsichtsbehörden der im FABEC verbundenen Flugsicherungsorganisationen haben den “ATCO common Basic Course” zertifiziert. Damit haben sie einen ersten Schritt in Richtung einer harmonisierten Fluglotsenausbildung getan. Die Vereinbarung basiert auf einem zweijährigen Pilotversuch, während dem der Kurs fortlaufend verbessert und validiert wurde. Dabei wurden die Lehrinhalte der neuen europäischen Vorgaben übernommen. Enthalten sind auch moderne pädagogische Aspekte, die der komplexen Arbeitssituation von Fluglotsen im FABEC-Luftraum Rechnung tragen. Der Kurs vermittelt fundamentale Kenntnisse für Lotsen, wie zum Beispiel Luftfahrzeugtypen, Phraseologie, Wetterkunde und ICAO-Regeln.

Die Dauer der Kurse beträgt zwischen 16 und 22 Wochen. Angeboten werden sie von der Flugsicherungsakademie der DFS in Langen, der Akademie der französischen Flugsicherung ENAC in Toulouse, der Ausbildungseinrichtung der Flugsicherung in den Niederlanden in Amsterdam sowie in der Schweiz von der Skyguide-Akademie in Dübendorf. Bereits im Jahr 2014 startete der gemeinsame Pilotversuch der FABEC-Flugsicherungsanbieter und Ausbildungseinrichtungen, um gemeinsam Erfahrungen für weitere Lehrgänge zu sammeln und einen FABEC-weiten Standard für Lehrunterlagen zu schaffen. Darüber hinaus erleichtert dieses gemeinsame Projekt den Austausch sowohl von Ausbildern als auch Lehrunterlagen.

Im FABEC (Functional Airspace Block Europe Central) haben sich die sechs Staaten Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und die Schweiz, deren Flugsicherungsorganisationen sowie die Eurocontrol-Vier-Staaten-Zentrale Maastricht zusammengeschlossen. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen. Die rund 2.000 Fluglotsen lenken täglich bis zu 10.000 Flüge im deutschen Luftraum, im Jahr rund drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Kontrolltürme an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland.