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Austrian Airlines erhält Geld vom Staat und Lufthansa

Die österreichische Bundesregierung, Lufthansa und Austrian Airlines haben sich auf Eckpunkte für ein Corona-Hilfspaket in der Höhe von 600 Millionen Euro für den heimischen Netzwerk-Carrier Austrian Airlines verständigt. Die finanzielle Hilfe soll unterstützen, das Wiener Luftfahrt-Drehkreuz mit seiner Anbindung nach Zentral- und Osteuropa (CEE) und der Langstrecke langfristig abzusichern. Laut Wirtschaftskammer Österreich hängen 2,7 Milliarden Euro der heimischen Wertschöpfung, 17.500 Arbeitsplätze und 1 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben an Austrian Airlines und ihrer Hub-Funktion.

Abgesicherte Standortzusagen

150 Millionen Euro werden von der Republik Österreich zur Abdeckung von Schäden infolge der COVID-19 Krise bereitgestellt. Im Gegenzug erhält die Regierung langfristige, verbindlich abgesicherte Standortzusagen, die an strenge ökologische Auflagen gebunden sind. Das gesamte Finanzierungspaket ist abhängig von der Staatshilfe für Lufthansa in Deutschland, der Zustimmung aller Gremien und der Genehmigung der EU Kommission.

„Austrian Airlines war und ist elementarer Teil der Multi-Hub Strategie der Lufthansa Group. Mit diesem Paket und in Kombination mit den verbesserten Rahmenbedingungen der österreichischen Luftfahrtsystempartner kann Austrian Airlines das Drehkreuz in Wien nach der Krise wieder aufbauen und Österreich mit wichtigen Zielen in Europa und auf der Welt verbinden“, sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Group.

Die Standortauflagen zielen auch darauf ab, dass Austrian Airlines sich in Folge der COVID-19 Krise neu positioniert und so ausreichend Mittel erwirtschaftet, um den Kredit zurückzuzahlen. Im Rahmen ihrer laufenden Flottenmodernisierung wird die Fluglinie besonderen Fokus auf Umwelt und Nachhaltigkeit legen.

Auflagen werden festgelegt

Folgende Auflagen mit Fokus auf Nachhaltigkeit wurden unter anderem festgelegt:

  • Austrian wird Kurzstreckenflüge auf die Bahn verlagern, sofern eine adäquate Infrastruktur bereitsteht und eine direkte Erreichbarkeit deutlich unter drei Stunden nach Wien Flughafen sichergestellt ist. Es soll allerdings sichergestellt werden, dass alle Landeshauptstadtflughäfen an ein Lufthansa-Drehkreuz angebunden bleiben.
  • Der innerösterreichische CO2 Ausstoß soll bis 2030 halbiert werden.
  • Austrian Airlines sichert zu, die Treibstoffeffizienz um 1,5% pro Jahr zu steigern und den durchschnittlicher CO2-Ausstoß pro 100 Passagierkilometer über die gesamte Austrian Flotte von 9,55 kg auf 8,5 kg bis 2030 zu reduzieren.
  • Im Vergleich zu 2005 soll der CO2-Ausstoß bis 2030 um 30% reduziert werden.

Zur Aufsicht der Einhaltung aller Auflagen erhält die ÖBAG die Möglichkeit, zwei Personen in den Vorstand der Österreichischen Luftverkehrs-Privatstiftung (ÖLP), dem Mehrheitseigentümer der Austrian Airlines (über die Österreichischen Luftverkehrs-Holding), zu entsenden. Eine dieser beiden Personen wird außerdem einen Sitz im Aufsichtsrat der Austrian Airlines AG erhalten.

Außerdem ist für den Luftverkehrsstandort Österreich zweimal pro Jahr ein Dialog aller relevanten Stakeholder vorgesehen. Das Ziel des Luftverkehrsdialogs ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Stärkung des Drehkreuzes am Flughafen Wien.

Finanzierungsbedarf von 600 Millionen Euro

Nachdem Austrian Airlines ursprünglich 767 Millionen Euro an Liquiditätsbedarf bei der COVID19-Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG) angemeldet hatte, ermöglicht der frühere Neustart und die seitens des Managements erfolgreiche Umsetzung von liquiditätserhaltenden Maßnahmen nur noch einen geringeren Finanzierungsbedarf von 600 Millionen Euro. Dieser Betrag wurde auch vom Wirtschaftsprüfer PwC bestätigt.

300 Millionen Euro davon werden als Kredit über eine Bankenfinanzierung bereitgestellt. Weitere 300 Millionen Euro seitens des Staates und der Lufthansa sollen das Eigenkapital stärken. Dadurch soll nicht nur die Rückführbarkeit der Bankfinanzierung abgesichert, sondern mittelfristig die Investitionsfähigkeit in nachhaltige Technologien sichergestellt werden. Das Bestehen von Austrian Airlines als systemrelevanter Partner für das Drehkreuz Wien kann damit sichergestellt werden.

Der Kredit über 300 Millionen Euro soll von einem österreichischen Bankenkonsortium bestehend aus Erste Group, Raiffeisenbank International, BAWAG und eventuell weiteren Banken zur Verfügung gestellt werden, wobei die Erste Group auch als Koordinator tätig ist. Nach Abschluss der nötigen Prüfungsschritte und aller Genehmigungen wird der Kredit von der Republik Österreich zu 90% über die COFAG garantiert.

7.000 Mitarbeiter verzichten auf Gehalt

Ein weiterer sehr wesentlicher Teil der Corona-Hilfe kommt von den Mitarbeitern der Fluglinie: Die knapp 7.000 Mitarbeiter schultern kumuliert etwa 300 Millionen Euro Krisenbeitrag, indem sie unter anderem auf Gehalt verzichten. Ebenso bedeutsam ist der Anteil von den über 1.000 Geschäftspartnern und Lieferanten von Austrian Airlines: in neuen Vereinbarungen konnte das Auftragsvolumen um mehr als 150 Millionen Euro reduziert werden, teilweise über neue Vereinbarungen, teilweise durch Verzicht.

Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech: „Ich bin sehr erleichtert und dankbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, Austrian Airlines wieder startklar zu machen. Austrian Airlines wird ab 15. Juni 2020 nach fast drei Monaten am Boden wieder starten und den Flugbetrieb im Einklang mit den internationalen Reiserichtlinien langsam wieder hochfahren. Wir freuen uns, dass wir schon bald wieder Passagiere an Bord begrüßen dürfen.“

BAZL: Früherkennung von Erkrankungen bei Flugbesatzung

Der Schweizer Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 05. Juni 2020 die Vernehmlassung zur Teilrevision des Bundesgesetzes über die Luftfahrt (LFG) eröffnet. Grund für die Anpassung bildet unter anderem die Übernahme eines EU Erlasses durch die Schweiz. Die neuen Bestimmungen verbessern die Früherkennung von psychischen Erkrankungen bei Pilotinnen und Piloten sowie Fluglotsen. Sie erlauben auch die jederzeitige Durchführung von Alkoholkontrollen bei Mitgliedern der Flugbesatzung.

Anlass: Germanwings Flugzeugabsturz

Der 2015 von einem Germanwings-Piloten verursachte Flugzeugabsturz gab auf europäischer Ebene Anlass, die Vorschriften für die psychische und physische Beurteilung von Mitgliedern der Flugbesatzung anzupassen. Auch wurden neue Regeln erlassen, um etwaigem Alkoholmissbrauch vorzubeugen. Piloten und Fluglotsen benötigen für die Ausübung ihrer Flug-/Arbeitstätigkeit eine gute körperliche Verfassung und einen medizinisch einwandfreien Gesundheitszustand. Im Rahmen von regelmässigen Kontrollen bei einem vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) akkreditierten Fliegerarzt wird deren Flugtauglichkeit zwar überprüft. Die bisherige Gesetzesgrundlage erschwerte aber die Weitergabe von Diagnosen und Informationen durch andere Ärzte, beispielsweise Haus- und Fachärzte, über mögliche akute psychische oder körperliche Erkrankungen bei Piloten oder Fluglotsen an das BAZL. Ein neues Melderecht ermöglicht nun auch diesen Ärzten, relevante Informationen punkto Flugsicherheit an das BAZL zu übermitteln.

In der Vergangenheit waren Kontrollen von Flugbesatzungsmitgliedern nur bei Anzeichen von Angetrunkenheit oder beim Verdacht von Betäubungsmittelkonsum erlaubt. Neu kann das BAZL im Rahmen von Vorfeldkontrollen Flugbesatzungsmitglieder auch ohne Anzeichen von Angetrunkenheit einer stichprobenartigen Alkoholkontrolle unterziehen.

Erhöhung der Luftfahrtsicherheit

Die Gesetzesänderungen tragen zur Erhöhung der Luftfahrtsicherheit bei, da sich allfällig unentdeckte psychische Erkrankungen oder durch Alkoholkonsum hervorgerufene Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit besser erkennen lassen.

Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Teilrevision des LFG eröffnet. Voraussichtlich im März 2022 treten die neuen Regelungen in Kraft.

Neustart von Austrian Airlines: Langstrecke ab Juli

Der Neustart von Austrian Airlines läuft gut an. Aufgrund der zufriedenstellenden Nachfrage wird das Programm im kommenden Monat erweitert. Ab Juli heben erstmals seit Mitte März wieder Austrian Airlines Maschinen zu regulären Langstreckenflügen ab. Bangkok, Chicago, New York (Newark) und Washington sind ab dann mit bis zu drei wöchentlichen Flügen im Angebot. Die erste Langstreckenmaschine wird am 01. Juli um 10:15 Uhr nach New York starten.

Flugplan steigt auf 20%

In Europa kommen zudem folgende Destinationen zu den bereits verkündeten knapp 40 Zielen hinzu: Bologna, Florenz, Moskau, Podgorica, Rom, Sibiu, Venedig und Zagreb. Kairo wird im Nahost-Portfolio ergänzt. Des Weiteren bietet Austrian Airlines ab Juli folgende Urlaubscharter an: Chania, Heraklion, Karpathos, Korfu, Kos, Rhodos, Santorin und Zakynthos. Auch Keflavik ist als Charterziel wieder im Programm.

Neben den genannten Wiederaufnahmen erhöht Österreichs Heimatairline im Juli auch die wöchentliche Zahl der Flüge zu Destinationen, die schon ab Mitte Juni bedient werden. Damit steigt das Angebot im Juli, vorbehaltlich neuer behördlicher Beschränkungen, von 5 auf 20 Prozent verglichen zum Vorjahr. Der Flugplan für August ist aktuell in Ausarbeitung. Informationen hierzu folgen demnächst.

„Die Nachfrage im Juni ist in Anbetracht der Umstände gut. Das heißt, wir können unser Angebot weiter hochfahren“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. „Es freut mich vor allem, dass im Juli endlich wieder Langstreckenflüge abheben können, denn sie sind besonders wichtig für den Standort Österreich und das Drehkreuz Wien.“

Lufthansa Airlines erweitern Flugplan bis September

Die Airlines der Lufthansa Group bauen ihr Angebot in den nächsten Wochen und Monaten deutlich aus. Dies betrifft sowohl die Kurz- als auch die Langstrecke. Im Fokus bei der Ausweitung der Flugpläne steht, möglichst schnell wieder möglichst viele Ziele verfügbar zu machen. 

So werden im September 90 Prozent aller ursprünglich geplanten Kurz- und Mittelstreckenziele und 70 Prozent der Langstreckendestinationen wieder angeflogen. Kunden, die jetzt ihren Herbst- und Winterurlaub planen, steht damit über alle Drehkreuze des Konzerns ein weltweit umfangreiches Netz an Verbindungen zur Verfügung.

Lufthansa Kurz-, Mittel- und Langstrecke

Allein die Kernmarke Lufthansa wird im Herbst über die Drehkreuze Frankfurt und München wöchentlich mehr als 100-mal Ziele in Nordamerika anfliegen. Rund 90 Flüge sind wöchentlich nach Asien geplant, über 20 in den mittleren Osten und über 25 nach Afrika. Wieder angeflogen werden zum Beispiel in Afrika: Windhoek und Nairobi, im mittleren Osten: Beirut und Riad, in Nordamerika: Houston, Boston und Vancouver, in Asien: Hongkong und Singapur.

Auf der Kurz- und Mittelstrecke bietet Lufthansa ab September insgesamt 1.800 wöchentliche Verbindungen an. Ab Frankfurt werden dann wieder 102 Ziele angeflogen, ab München 88. So stehen unter anderem Malaga, Alicante, Valencia, Neapel, Rhodos, Palermo, Faro, Madeira, Olbia, Dubrovnik, Reykjavik und viele andere Sommerziele ab Frankfurt wieder im Programm.

Zahlreiche Wiederaufnahmen werden in den Buchungssystemen umgesetzt und sind damit buchbar. Alle Ziele können tagesaktuell auf lufthansa.com beziehungsweise auf den Webseiten der jeweiligen Group-Carrier abgerufen werden. 

Lufthansa Servicekonzept ausgeweitet

Zum 01. Juni wurde bei Lufthansa das Servicekonzept ausgeweitet. Kunden erhalten vor jedem Flug ein Desinfektionstuch. Auf Kurz- und Mittelstrecken werden in der Business Class der Getränkeservice und das normale Essensangebot wieder reaktiviert. Auf der Langstrecke erhalten Gäste in allen Klassen wieder das übliche Getränkeangebot. In der First- und Business-Class haben Kunden wieder die Auswahl aus mehreren Speisen. In der Economy-Class erhalten Kunden ebenfalls weiterhin eine Mahlzeit. Bei den Serviceanpassungen wurde selbstverständlich auf strenge Hygienevorschriften geachtet. 

Austrian Airlines

Ab Juli heben erstmals seit Mitte März wieder Austrian Airlines Maschinen zu regulären Langstreckenflügen ab. Bangkok, Chicago, New York (Newark) und Washington sind ab dann mit bis zu drei wöchentlichen Flügen im Angebot. Auch das Europa-Angebot wird ab Juli um diverse Strecken erweitert – unter anderem nach Griechenland.

SWISS 

SWISS plant im Herbst mit etwa einem Drittel der Kapazitäten rund 85% aller Destinationen, welche vor der Corona-Krise bedient wurden, wieder anzufliegen. Als Airline der Schweiz sieht sich SWISS verpflichtet, in der Aufbauphase ein möglichst breit gefächertes Angebot anzubieten. Hier steht zunächst der Europaverkehr ab Zürich und Genf im Vordergrund. Auch im Interkontinentalverkehrwerden weitere Destinationen ins Streckennetz wiederaufgenommen.

Eurowings 

Auch Eurowings stockt ihr Flugprogramm für Geschäftsreisende wie für Feriengäste signifikant aus und will im Laufe des Sommers wieder 80 Prozent ihrer Reiseziele anfliegen. Nach Aufhebung der Reisewarnung steigt insbesondere das Interesse an Ferienzielen wie Italien, Spanien, Griechenland und Kroatien sprunghaft an. Deshalb wird Eurowings im Juli bereits wieder 30 bis 40 Prozent ihrer Flugkapazitäten in die Luft bringen – mit den Schwerpunkten ab Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Köln/Bonn.

Einreise- und Quarantänevorschriften beachten

Kunden sollten bei der Planung ihrer Reise die aktuellen Einreise- und Quarantänevorschriften der jeweiligen Destinationen beachten. Während der gesamten Reise kann es aufgrund der verschärften Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zu Einschränkungen kommen, beispielsweise durch längere Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen der Flughäfen. 

Ab dem 08. Juni sind auf allen Lufthansa und Eurowings Flügen Gäste verpflichtet, während der gesamten Reise eine Mund-Nasen-Bedeckung an Bord zu tragen. Dies dient der Sicherheit aller Passagiere an Bord. Die allgemeinen Beförderungsbedingungen (ABB) werden entsprechend angepasst. Lufthansa empfiehlt zudem, während der gesamten Reise, das heißt auch vor oder nach dem Flug am Flughafen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wann immer der gebotene Mindestabstand nicht uneingeschränkt gewährleistet werden kann.

Corona: Wiederanstieg des Flugverkehrs – Tegel in use

Nachdem die weltweite Pandemie um Covid-19 den Flugverkehr für gut zehn Wochen praktisch zum Erliegen gebracht hat, gibt es jetzt deutliche Zeichen einer bevorstehenden Erholung. So auch in Berlin. Dort steigt ab Mitte Juni die Zahl der regulären Verbindungen auf 40 an.

Einen Monat später sollen es schon wieder 100 Verbindungen sein, die ab Berlin geflogen werden. Die Zahl der täglichen Passagiere steigt im Juni von jetzt etwa 3.000 wahrscheinlich auf mehr als das Doppelte an. Ende Juli werden bis zu 20.000 Passagiere erwartet.

Airlines starten mit kleinem Angebot

Ein wesentlicher Grund für die deutlich steigende Zahl von Verbindungen liegt in der Aufhebung der Reisebeschränkungen. So hat die Bundesregierung angekündigt, die bisher bestehenden strikten Reisebeschränkungen ab Mitte Juni weitgehend aufzuheben. Damit ist freier Reiseverkehr in viele europäische Länder ab Mitte Juni wieder möglich. Auf Basis der gelockerten Reise- und Quarantänebestimmungen kündigen mehrere Airlines an, ab Mitte Juni einen zunächst noch reduzierten Flugverkehr wiederaufzunehmen und insbesondere die Ferienziele im Sommer anzufliegen.

Zu den Airlines, die ihren Flugbetrieb schrittweise aufnehmen, gehört die britische Fluglinie easyJet, die in Berlin ihren größten Standort außerhalb von Großbritannien hat und Marktführer in der Hauptstadtregion ist. Ende Juni wollen die Briten wieder an den Start gehen. Ende Juli werden dann noch mehr Flüge erwartet. Ryanair plant den Flugbetrieb ab 21. Juni aufzustocken und im Juli eine zweite Aufstockung vorzunehmen. Weitere Airlines haben angekündigt ihr Programm ab Berlin wieder zu beleben, u.a. Turkish Airlines, Wizz Air, KLM, Air France und Qatar Airways. Die Lufthansa wird ihr bisheriges Angebot erweitern und mit ihren Töchtern Eurowings, Swiss und Austrian im Juli ab Berlin mehr Flüge anbieten.

Fughafen plant wieder mit mehreren Terminals – und Tegel

Vor diesem Hintergrund ist absehbar, dass der Flugverkehr wieder anzieht und innerhalb von einigen Wochen deutlich mehr Flugzeuge und Passagiere zu erwarten sind. Allerdings bleiben die verschärften Abstands- und Verhaltensregeln für Passagiere und Personal an den Flughäfen weiterhin bestehen, erfordern deutlich mehr Platz und verlangsamen zudem einige Prozesse an den Flughäfen, vor allem bei den Sicherheitskontrollen. Insbesondere in den Stoßzeiten, in denen viele Maschinen nahezu gleichzeitig starten oder landen, müssen die Passagiere deshalb bald wieder auf möglichst viele Terminalbereiche verteilt werden.

Flughafen Tegel wird wieder gebraucht

In dieser neuen Situation wird der Flughafen Tegel ab Juli/August wieder gebraucht. Die FBB zieht deshalb ihren Antrag auf Befreiung von der Betriebspflicht zurück. Um den zunehmenden Flugverkehr bis zur Inbetriebnahme des BER operativ verlässlich und gesundheitlich sicher organisieren zu können, soll der Flughafen Tegel wie ursprünglich geplant bis zum 08. November in Betrieb bleiben.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „In den letzten Tagen haben sich die Informationen über die Erholung des Flugbetriebs zu einer neuen Qualität verdichtet. Über die Sommermonate wird der Flugbetrieb stetig ansteigen. Ende Juli haben wir wahrscheinlich wieder so viele reguläre Flüge, dass für die Abfertigung unter Corona-Bedingungen beide Flughäfen gebraucht werden. Dass die Erholung nun so schnell startet, war von allen erhofft, aber bis vor Kurzem nicht erwartet worden. Die täglichen Passagierzahlen werden mit fast 20.000 Passagieren Ende Juli noch weit unter den Vorjahreswerten liegen. Aber die gesamte Abfertigung, vor allem die Sicherheitschecks, braucht unter Corona-Bedingungen deutlich mehr Platz. Um diesen Platz bis zur Inbetriebnahme des BER verlässlich vorhalten zu können, sollen Tegel und Schönefeld parallel bis Ende Oktober in Betrieb bleiben.“

Lufthansa fliegt im Airbus A350 wieder nach Los Angeles

Lufthansa nimmt ihren Flugverkehr von München in die USA wieder auf und startete am Mittwoch erstmals seit dem 13. März 2020 nonstop nach Los Angeles.

Die Fluggesellschaft setzt dafür einen ihrer modernsten Langstreckenjets vom Typ Airbus A350 ein. Bereits gestern flog ein Flugzeug der Lufthansa des gleichen Typs von München aus nach Chicago. Beide US-Destinationen werden von nun an zunächst jeweils dreimal pro Woche von der bayerischen Landeshauptstadt aus angesteuert.

Kontaktlos einchecken

Der Flughafen München und Lufthansa sorgen durch eine Vielzahl von Maßnahmen dafür, dass das Reisen am Boden und in der Luft den erhöhten Hygiene- und Sicherheitsstandards entspricht. Bereits beim Betreten der Abfertigungsgebäude müssen Fluggäste und Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Passagiere werden mit Hilfe von regelmäßigen Durchsagen, Plakaten, Videoscreens und verstärkter Personalpräsenz in den Terminals über alle relevanten Verhaltens- und Abstandsregeln informiert.

Die Reisenden haben die Möglichkeit, kontaktlos am Automaten einzuchecken und hier auch ihr Gepäck eigenständig aufzugeben. Bei den Sicherheits- und Grenzkontrollen sowie den Gates sorgen Wegeführungen durch Linings und gut sichtbare Bodenmarkierungen dafür, dass die Fluggäste die erforderlichen Abstände wahren. Beim Boarding werden die einsteigenden Passagiere nach Zonen aufgeteilt, so dass die Bildung großer Warteschlangen vermieden wird. Alle Gäste erhalten vor Betreten des Flugzeugs ein Desinfektionstuch. Die Kabinen sämtlicher Lufthansa Flugzeuge werden nach jeder Landung in München desinfiziert. Fluggäste der Lufthansa sind angehalten, ihre Mund-Nasen-Bedeckungen auch an Bord der Maschinen zu tragen.

Schritte zur Normalisierung – und Hygiene

Für den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, Jost Lammers und den Münchner Lufthansa-CEO Ola Hansson markieren die ersten USA-Flüge der Lufthansa nach langer Unterbrechung einen Meilenstein bei dem jetzt einsetzenden Hochfahren des Verkehrs. „In dieser Woche nehmen wir die Langstreckenverbindungen ab München wieder auf und zwar mit dem modernsten, wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten Langstreckenflugzeug der Lufthansa Flotte, der A350.

Während jeder Reise hat nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Gesundheit unserer Passagiere oberste Priorität“, sagt Ola Hansson. Flughafenchef Lammers ergänzt: „Ich sehe in dieser Wiederaufnahme des interkontinentalen Verkehrs den wichtigen ersten Schritt auf einer vor uns liegenden Wegstrecke, an deren Ende nach meiner festen Überzeugung wieder ein pulsierender Münchner Drehkreuzverkehr stehen wird“.

Corona Reisefreiheit: Aufatmen mit Luftfilter an Bord

Nach jüngsten Umfragen wollen 14 Prozent der Menschen in Deutschland in diesem Jahr im Ausland Urlaub machen. Die Luftverkehrswirtschaft möchte dies ermöglichen und nimmt in den kommenden Tagen und Wochen zahlreiche Flugverbindungen wieder auf. Dies wird auch möglich durch die angekündigte Aufhebung der Reisebeschränkungen, die im Zuge der Corona-Pandemie erlassen wurden.

Zu der vom Bundeskabinett beschlossenen Aufhebung der weltweiten Reisewarnung zum 15. Juni erklärt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL):

„Wir begrüßen sehr, dass das Kabinett heute die pauschale Reisewarnung aufgehoben hat. Es ist vernünftig und verhältnismäßig, das Reisen wieder zwischen Ländern zu ermöglichen, in denen sich die Menschen an Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten und dadurch das Infektionsrisiko gesunken ist. Das ist ein gutes Signal für die vielen Menschen in Europa, die im Sommer in den Urlaub fahren oder Freunde und Verwandte im Ausland besuchen wollen. Auch für 26 Millionen Frauen und Männer, die in der europäischen Reise- und Tourismuswirtschaft beschäftigt sind, ist dies eine gute Nachricht.“ Insgesamt werden im Juni von den deutschen Flughäfen aus 159 Ziele in 63 Ländern zu erreichen sein.

Luftfilteranlage gegen Viren im Flugzeug

Damit Flugreisen gesundheitlich sicher sind, haben die deutschen Flughäfen und Fluggesellschaften gemeinsam mit den Behörden entlang der gesamten Reisekette Vorsichts- und Hygienemaßnahmen erarbeitet. So sollen in den Flughafengebäuden, wo immer dies möglich ist, die gängigen Mindestabstände eingehalten werden. Da dies nicht in allen Schritten des Passagierprozesses uneingeschränkt gegeben ist, wie zum Beispiel bei den Sicherheitskontrollen, gilt in den Flughafengebäuden zudem eine generelle Maskenpflicht.

An Bord der Flugzeuge wird die Kabinenluft durch Hochleistungsfilter gereinigt. Sogenannte HEPA-Filter, die in allen Flugzeugen der deutschen Fluggesellschaften verwendet werden, entfernen zuverlässig Viren und andere Schadstoffe aus der Kabinenluft.

Generelle Maskenpflicht an Bord

Zusätzliche Sicherheit schaffen die Fluggesellschaften durch eine generelle Maskenpflicht an Bord sowie durch eine Anpassung des Bordservice. „Mit diesen Maßnahmen gehören die Flughäfen und Flugzeuge auch gesundheitlich zu den sichersten Orten im öffentlichen Raum. Sie stehen auch im Einklang mit den Empfehlungen der internationalen Behörden, wie etwa der UN-Luftfahrtorganisation ICAO“, so von Randow.

Austrian Airlines mit Adjustet EBIT von -136 Mio. Euro

Auch wenn die weit größeren Auswirkungen für Austrian Airlines in die Zeit des 2. Quartals fallen wird, spiegelt sich die Coronakrise bedingte Entwicklung auch in den Finanzzahlen des 1. Quartals wider: Umsatz und Passagierzahlen der Fluglinie brachen um etwa ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr ein.

Seit 19. März 2020 steht die gesamte Austrian Airlines Flotte pandemiebedingt am Boden. Schon davor musste der Flugplan für China und danach für Europa aufgrund der Verbreitung des Corona Virus drastisch zusammengestrichen werden. Austrian Airlines musste in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Adjusted EBIT) von -136 Millionen Euro verbuchen.

Alles im Zeichen der Corona-Pandemie

Wolfgang Jani, CFO der Austrian Airlines, zur Entwicklung: „Die Pandemie hat unser Unternehmen mit voller Wucht getroffen. Dieser Schlag spiegelt sich auch im Ergebnis wider. Die vollen Auswirkungen werden wir wahrscheinlich erst in den nächsten Monaten sehen. Es ist aber schon heute absehbar, dass wir Jahre brauchen werden, um die Krise zu verdauen.“

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hat Austrian Airlines 1,9 Mio. Passagiere befördert. Das sind 27 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Angebot gemessen in Angebotenen Sitzkilometern (ASK) musste um 19 Prozent auf 4,5 Mrd. reduziert werden. Die Auslastung ist krisenbedingt auf 68,2 Prozent gesunken. Im März haben viele Passagiere trotz Buchung ihren Flug gar nicht mehr angetreten. Im Ersten Quartal 2020 hat Austrian Airlines 22.727 Flüge durchgeführt, also gut 253 Flüge pro Tag.

Der Umsatz ist im ersten Quartal um 24 Prozent auf 287 Millionen Euro, die Gesamterlöse ebenfalls um 24 Prozent auf 304 Millionen Euro gesunken. Zwar konnten die Kosten über diverse Maßnahmen stark reduziert werden, jedoch nicht im gleichen Ausmaß wie der Erlösentgang: Die betrieblichen Aufwendungen sind um zwölf Prozent auf 440 Millionen Euro gesunken. Das Ergebnis, ausgedrückt als Adjusted EBIT (bereinigtes Ergebnis vor Zinserträgen und Steuern) ist bei -136 Mio. Euro und somit um 37 Prozent unter dem Vorjahr (Q1 2019: -99 Mio. Euro) gelegen. Das EBIT ist auf -197 Mio. Euro eingebrochen. Grund für die Abweichung zwischen Adj. EBIT und EBIT ist eine Neubewertung der Flugzeugflotte.

Voprbereitungen zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs

Austrian Airlines startet am 15. Juni wieder ihren Flugbetrieb, vorerst mit einer geringeren als der gewohnten Kapazität. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die Fluglinie eine pandemiebedingte Reduktion des Angebots auf etwa 25 bis 50 Prozent. CFO Wolfgang Jani dazu: „Das Ergebnis wird naturgemäß auch enorm darunter leiden. Wir sind gerade dabei, den absehbaren Jahresverlust über Gegensteuerungsmaßnahmen so weit wie möglich zu reduzieren.“ Der Personalstand von Austrian Airlines ist zum Stichtag 31. März 2020 bei 6.943 Mitarbeitern (31.03.2019: 7.061 Mitarbeiter) gelegen.

Airbus A400M: Fallschirmspringer und Tiefflug-Automatik

Airbus hat mit der A400M eine weitere Fähigkeit bewiesen und die Zulassung für Fallschirmspringer erhalten. Dabei wurden nun aus beiden Seitentüren gleichzeitig jeweils 58 Fallschirmspringer abgesetzt.

Damit hat die A400M ihre komplette Kapazität mit 116 Fallschirmspringern erfolgreich unter Beweis gestellt. Der Zulassungsflug fand im Mai unter der Koordination der französischen Behörde DGA (Armament General Directorate) und mit Unterstützung des belgischen Militärs statt. Das Foto zeigt eine Kampagne zum Absetzen der Fallschirmspringer über Ger Azet in Südfrankreich im November letzten Jahres.

A400M beherrscht automatischen Tiefflug

Erst vor wenigen Tagen hat das neue Transportflugzeug auch die Zulassung für den Automatic Low Level Flight erhalten. In seiner Klasse eine einmalige Fähigkeit bei Militärtransportern, wie Airbus betont. Hierfür hat die A400M im April eine Flugkampagne in den Pyrenäen und Zentralfrankreich absolviert. Das Flugzeug sank dabei auf 500 Fuß, ca. 165 Meter, für Operationen herab. Dabei wurden auch die Sinkflugbewegungen operiert, und dies unter Sichtflugbedingungen. Im zweiten Halbjahr soll es noch eine Kampagne unter Instrumentenflugbedingungen geben. Ohne Sicht für die Crew.

Insbesondere die automatische Tiefflugfähigkeit, wie sie bei Kampfflugzeugen üblich ist, macht die A400M zu einem einzigartigen Transportflugzeug. Es ermöglicht der Maschine, Zustellungen, Luft-zu-Luft-Betankungen und andere Operationen in feindlichem Gebiet zu machen bei verbesserter Überlebensfähigkeit, da die Landschaft das Flugzeug verbergen hilft und weniger detektierbar macht. Auf dem Bild ist eine A400M der RAF im Tiefflug über Wales von 2017 zu sehen.

Die A400M wird als neues Transportflugzeug fürs Militär dringend von den europäischen Nationen gebraucht. Verzögerungen bei Entwicklung und Bereitschaft machten Nachverhandlungen zwischen dem Hersteller Airbus und den Auftragsgebernationen nötig. Durch den Fähigkeitszuwachs erreicht das Flugzeug zunehmend die angestrebten taktischen Möglichkeiten und gewinnt für die Streitkräfte so auch immer mehr an Bedeutung.

Airbus A400M erhält Zulassung für Fallschirmspringer
Airbus A400M erhält Zulassung für Fallschirmspringer

SpaceX verschiebt ersten Falcon-Start mit Astronauten

SpaceX wollte erneut Raumfahrtgeschichte schreiben und den USA erstmals wieder ermöglichen, eigenständig Astronauten ins All zu schießen. Doch der einzig unbeherrschbare Faktor Wetter hat dem Start der Rakete Falcon mit der Kapsel Dragon einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die privaten Raumfahrtpioniere um Elon Musk hatten sich auf alles vorbereitet, um den ersten bemannten, privaten Raumflug mit der Falcon zu starten. Die Kapsel wurde bestiegen, die Rakete auf dem Launchpad betankt, dann wurde der Start verschoben. Als die zweite Stufe mit Sauerstoff betankt wurde, wurde der Start schließlich abgesagt. Schuld ist das Wetter, dass sich zunehmend verschlechterte, samt Blitzgefahr. Die NASA übertrug die Vorbereitungen live. Im gebotenen Abstand wegen Corona kommentierte auch Elon Musk, SpaceX-Gründer sowie Tesla-Gründer, den hoffentlich historischen Tag.

Im Tesla zum Raketen-Startplatz

In Autos von Tesla fuhren die Astronauten auch zum Startplatz. Ziel ihrer Reise ist die Internationale Raumstation ISS. Allerdings wurde das kurze Zeitfenster für den Start wegen schlechter Wetterprognose verpasst. Nachdem die Tanks der Rakete mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff wieder geleert waren, wurde schließlich das Rettungssystem deaktiviert, und die Astronauten verließen um 23:50 Uhr unserer Zeit die Kapsel an der Spitze der Rakete. Sie begeben sich in eine durchgehende Quarantäne.

Es sollte der erste bemannte, und letzte Start im Zulassungsverfahren für die privat entwickelte Rakete werden. Die NASA möchte die erdnahe Raumfahrt zunehmend an private Anbieter auslagern. SpaceX ist dabei am weitesten, hat schon viele unbemannte Versorgungsflüge mit Fracht zur Raumstation durchgeführt und setzt als erstes überhaupt wiederverwendbare Raketen ein.

Schweiz stärkt Airlines gegen störende Fluggäste

Der Schweizer Bundesrat hat dem Parlament vorgeschlagen, das Protokoll vom 04. April 2014 zur Änderung des Abkommens über strafbare und bestimmte andere an Bord von Luftfahrzeugen begangene Handlungen entsprechend anzupassen (Abkommen von Tokio).

Airlines sollen Passagiere, die gegen die Verhaltensregeln an Bord verstoßen, damit in Zukunft einfacher gerichtlich belangen können. Das in Montreal verabschiedete Protokoll verbessert das Abkommen von Tokio. Es wurde auch aufgrund einer steigenden Anzahl renitenter Fluggäste verabschiedet. In den letzten Jahren nahmen die Zwischenfälle mit Passagieren deutlich zu, welche die Verhaltensregeln an Bord eines Flugzeuges nicht befolgten und die Anweisungen der Crew missachteten.

Wenn Passagiere das Flugzeug gefährden

In mehreren Fällen gefährdete dies die Sicherheit des Flugzeugs, vereinzelt mussten sogar ungeplante Zwischenlandungen eingelegt werden, um störende Personen aus Sicherheitsgründen abzusetzen. In der Vergangenheit konnten so genannte „unruly passengers“ gerichtlich nicht belangt werden, hauptsächlich mangels gerichtlicher Zuständigkeit des Staates, in dem das Flugzeug zur Landung gezwungen war.

Daher erfolgt mit der Änderung des Protokolls eine zusätzliche obligatorische Gerichtsbarkeit des Halter- wie auch des Landestaates. Als weitere Änderung hält das Protokoll eine Liste der schwersten Straftaten fest (körperliche Angriffe oder Androhungen eines solchen Angriffs, Verweigerung von Anordnungen des Flugpersonals). Außerdem sieht das Protokoll Schadenersatzansprüche gegenüber Personen vor, die aufgrund ihres renitenten Verhaltens abgesetzt wurden. Das Protokoll ist Teil multilateraler Rechtsvorschriften der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), bei der die Schweiz Mitglied ist.

Flughafen Zürich plant mit synthetischem Kerosin

Der Flughafen Zürich will bis 2050 die eigenen CO2-Emissionen netto auf Null senken. An diesem Vorhaben hat auch das Coronavirus nichts verändert. In diesen Tagen ist ZUE deshalb eine Partnerschaft mit dem jungen Hightech-Unternehmen Synhelion SA eingegangen und unterstützt damit langfristig die Forschung und Entwicklung von synthetischen Treibstoffen.

Regenerative Flugkraftstoffe gelten als Baustein mit Potenzial für eine nachhaltige Luftfahrt. Auch am Boden sucht man Strategien, CO2-Emissionen zu reduzieren. Ziel muss aber auch sein, diese in genügender Menge und zu marktfähigen Preisen verfügbar zu machen. Die Flughafen Zürich AG will dazu synthetische Treibstoffe der Testanlage von Synhelion direkt am Flughafen einsetzen.

Auch die Schweiz hat sich mit dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Niveau von 1990 zu halbieren. Dieses Ziel hat die Flughafen Zürich AG für sich bereits heute nahezu erfüllt und sich deshalb selbst höhere Ziele gesteckt. Bis 2050 soll die gesamte Flughafeninfrastruktur kein CO2 mehr ausstossen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist sie – trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten aufgrund der Corona-Pandemie – eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Synhelion eingegangen. Das 2016 gegründete Spinoff der ETH Zürich arbeitet erfolgreich an der Entwicklung von synthetischen Treibstoffen.

Testtreibstoff für Fuhrpark am Airport

Synhelion erforscht und entwickelt eine Technologie, um aus Luft und Sonnenlicht synthetisches Gas herzustellen. Dieses lässt sich zu Treibstoff weiterverarbeiten, der in gängigen Motoren verbrannt werden kann. Bei der Herstellung bindet der Treibstoff CO2 aus der Luft und ist damit im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen emissionsfrei.

Eine Herausforderung dieser erfolgsversprechenden Technologie bleibt die Produktion großer Mengen an synthetischem Treibstoff. Zu deren Erforschung plant Synhelion eine neue Testanlage in der Schweiz. Während des Testbetriebes fällt ab ca. 2023 bereits synthetischer Treibstoff an. Mit der eben unterzeichneten Absichtserklärung sagt die Flughafen Zürich AG zu, der Synhelion die gesamte verfügbare Jahresmenge des in der Testanlage produzierten nachhaltigen Treibstoffs zu Selbstkosten abzukaufen. Diese werden in der Testphase noch deutlich über dem Preis von fossilem Treibstoff liegen.

„Den nachhaltigen Treibstoff setzen wir in unseren eigenen Fahrzeugen und Maschinen ein. Damit können wir die Erreichung unserer Klimaziele vorantreiben“, so Emanuel Fleuti, Leiter Umweltschutz der Flughafen Zürich AG. Denn trotz des zunehmenden Einsatzes von alternativen Technologien wie Elektrofahrzeuge werden im Betrieb der Flughafeninfrastruktur auch in Zukunft Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen. Mit der Bereitschaft, deutlich über dem Marktpreis liegende Treibstoffpreise zu zahlen, unterstützt die Flughafen Zürich AG die Aktivitäten von Synhelion und trägt dazu bei, dass synthetischer Treibstoff bald in grösseren Mengen verfügbar ist und der Preis mittelfristig mit jenem von fossilen Kraftstoffen konkurrenzfähig wird.

„Die Partnerschaft mit Synhelion ist für uns ein großer Gewinn. Damit sind wir an vorderster Front dabei, wenn neue, umweltfreundliche Technologien entwickelt werden. Wir wollen jedoch nicht nur den Flughafen als Infrastruktur CO2-frei betreiben, sondern auch einen Beitrag leisten, im Luftverkehr fossile Brennstoffe schneller abzulösen und so in Zukunft klimafreundlicher zu fliegen. Denn nicht das Fliegen per se ist für den CO2-Ausstoss verantwortlich, sondern die fossilen Brennstoffe“, sagt Emanuel Fleuti.

Voller Ersatz für fossiles Kerosin

Die Technologie von Synhelion zur Herstellung synthetischer Treibstoffe wird in der Luftfahrt für die Ablösung von herkömmlichem Kerosin durch Sustainable Aviation Fuels (SAF) eine Schlüsselrolle einnehmen. Denn für die bereits heute eingesetzten SAF, die grösstenteils aus rezykliertem Speiseöl und Schlachtabfällen hergestellt werden, gibt es zwar noch Rohstoffe, die Grenzen der Verfügbarkeit werden aber irgendwann erreicht sein. Stehen SAF dank Entwicklungen wie jener von Synhelion dereinst in ausreichenden Mengen zur Verfügung, können sie das fossile Kerosin im Luftverkehr bis zu 100 Prozent ersetzen.

„Dieser Prozess kann beschleunigt werden. Mit der Förderung dieser Technologien können das Angebot von synthetischen Treibstoffen und die Marktfähigkeit erhöht werden“, so Fleuti. Die Flughafen Zürich AG engagiert sich für beides und zählt darauf, dass die anderen Wirtschaftsteilnehmer und die Politik die notwendigen Rahmenbedingungen besonders hinsichtlich der Finanzierung schaffen, damit der klimafreundliche Luftverkehr möglichst bald Realität wird. Dies könnte die Politik u.a. damit tun, indem im CO2-Gesetz eine weitestgehende Zweckbindung der Einnahmen auf die geplante Flugticketabgabe beschlossen wird.

Piloten betonen Netzwerk-Funktion der Lufthansa

Die Rettung Lufthansa erfordert die Genehmigung durch die EU-Kommission. Aus Brüssel heißt es, die Lufthansa solle Slots und Logistik an Mitbewerber zur Verfügung stellen. Die Vereinigung Cockpit kritisiert dies scharf und erwartet in diesem Zusammenhang von allen zuständigen Stellen, den Wettbewerb nicht zu verzerren.

Das Drehkreuzsystem der Lufthansa basiert auf Umsteigeverbindungen über die beiden Hubs Frankfurt und München. Als Netzwerk-Airline kann sie nur mit diesem System profitabel arbeiten. Aufgrund dieses Systems würde der Verlust von Start- und Landerechten die Lufthansa empfindlich treffen und die Airline gegenüber Konkurrenten erheblich und in unfairer Weise benachteiligen.

Spagat zwischen Rettung und Wettbewerb

„Die rund 140.000 Arbeitsplätze bei der Lufthansa dürfen nicht durch unsinnige und wettbewerbsverzerrende Vorgaben gefährdet werden,“ sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit. „Es kann nicht das Ziel deutscher und europäischer Rettungspolitik sein, Unternehmen mit Milliarden an Finanzspritzen vor der Insolvenz zu bewahren und sie gleichzeitig durch Auflagen an anderer Stelle stark zu benachteiligen. Beim Wiederanfahren des Flugbetriebs müssen alle Marktteilnehmer dieselben Chancen haben, die sie vor der Krise hatten.“

Einige Airlines aus dem Low-Cost-Bereich haben auch deshalb große finanzielle Reserven, weil sie jahrelang die Rechte von Mitarbeitern missachtet und zuletzt auch selbst finanzielle staatliche Hilfen in Anspruch genommen haben. Sie stehen nun besser da, weil sie ihr Geschäftsrisiko auf ihre Arbeitnehmer abgewälzt haben. Mitarbeiter in Scheinselbstständigkeit und anderen atypische Beschäftigungsverhältnissen können solche Unternehmen vom einen auf den anderen Tag loswerden.

„Slots für Marktwirtschaft erhalten“

Die 80-20-Regel für Slots wurde bewusst ausgesetzt, um eine Marktverzerrung zu verhindern. Keine Airline kann sich künftige Start- und Landerechte durch leere oder schlecht ausgelastete, und damit unrentable, Flüge sichern. Stattdessen behalten vorerst alle Fluggesellschaften ihre Kontingente, egal, ob sie fliegen oder nicht. Diese wichtige und richtige Ausnahme dürfe jetzt nicht durch zusätzliche Bedingungen zur Abgabe von Slots unterlaufen werden. Dies würde der Grundidee des Wettbewerbs auf einem „Level Playing Field“ zuwiderlaufen und wäre aus marktwirtschaftlicher Perspektive nicht nur unnötig, sondern kontraproduktiv.

Sollte die Lufthansa Slots an solche Airlines abgeben müssen, würde die EU direkt Sozialdumping, Scheinselbstständigkeit unter Piloten und eine Aushöhlung von Arbeitsstandards befördern. Die Vereinigung Cockpit fordert daher, auch soziale und qualitative Kriterien in Entscheidungen auf EU-Ebene mit einzubeziehen.

Paderborn-Lippstadt Airport: Apron erneuert

Die Ende 2019 begonnenen Arbeiten zur grundhaften Erneuerung der Vorfeldflächen sind abgeschlossen. Damit sind die Flächen, auf denen die Flugzeuge am Paderborn-Lippstadt Airport parken und abgefertigt werden, auf den neuesten Stand gebracht und erfüllen auch weiterhin alle erforderlichen Umweltauflagen. Zuletzt wurden zudem neue Markierungen angebracht, die die Wege für die Flugzeuge am Boden verkürzen.

Ausbau der vorhandenen Vorfeldfläche

Mit dem ersten Bauabschnitt wurde im November 2019 begonnen. Hierbei erfolgten zunächst vorbereitende Maßnahmen zur Abwasserbehandlung für die Abfertigungsflächen. Ab Januar dieses Jahres wurde mit dem Ausbau der vorhandenen Vorfeldfläche (Apron) begonnen. Hierbei wurden weitere Arbeiten zur Entwässerung sowie Leerohr- und Kabelarbeiten ausgeführt. Im Anschluss wurde die neue Betonfläche mit der neuen Vorfeldmarkierung für die Abfertigungspositionen aufgebracht.

Investitionsprogramm

„Die Arbeiten an unseren Flugbetriebsflächen waren notwendig geworden, um die erforderlichen Umweltauflagen langfristig zu erfüllen. Erfreulicherweise konnten diese nun fristgerecht abgeschlossen werden“, sagt Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH.

Die Maßnahme ist Teil eines Investitionsprogramms, bei dem neben der Erneuerung von Flughafenflächen vor allem technische Ausrüstungen und Anlagen modernisiert werden, um die geforderten Standards zu erfüllen.

Flughafen Stuttgart lädt zum LiveSommer-Festival

Vor der Kulisse des Stuttgarter Flughafens steigt ab Samstag, 13. Juni vier Wochen lang ein Festival mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musik, Comedy und vielem mehr.

Rock, Pop, HipHop, Electro und Comedy am Flughafen Stuttgart

Die Michael Russ GmbH organisiert die Autokonzerte vor einer riesigen LED-Leinwand und bietet auf der Festivalbühne viele Bands und Künstler aus den Bereichen Rock, Pop, HipHop, Electro und Comedy.

Den Auftakt am 13. Juni vor der Abendsonne macht Michael Patrick Kelly, es folgen große Namen wie Felix Jaehn, Eure Mütter, Robin Schulz, Beyond The Black, J.B.O. und viele mehr.

Vorverkauf für den „LiveSommer“

Der Vorverkauf für den „LiveSommer 2020“ beginnt am Dienstag, den 26. Mai 2020. Eintrittskarten sind unter livesommer2020.de, stuttgart-live.de und easyticket.de erhältlich.

Flughafen Hamburg regelt Flugbetrieb ohne Piste 05/23

Der derzeit ohnehin geringe Flugverkehr aufgrund des Lockdowns wird am Flughafen Hamburg demnächst über die Ausweichbahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) abgewickelt.

Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten

Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Start- und Landebahnen am Hamburg Airport ändern den derzeit geringen Flugverkehr. Dafür wird die Bahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) von Mittwoch, 03. Juni (06:00 Uhr), bis einschließlich Mittwoch, 17. Juni 2020 (23:00 Uhr), außer Betrieb genommen. Während dieser Zeit wickelt der Hamburger Flughafen den Flugbetrieb über die Piste 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) ab. Derzeit liegt die Zahl der Starts und Landungen mit ca. 20 Bewegungen pro Tag deutlich unter den Bewegungszahlen vor der Corona-Krise: So fanden im Juni 2019 durchschnittlich 470 tägliche Starts und Landungen statt.

Routinearbeiten an den Runways

Zu den Arbeiten an den Pisten gehören unter anderem die Beseitigung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten, das Spülen der Siel-Leitungen, die Erneuerung der Markierungen sowie der Austausch und die Instandhaltung der Startbahnbefeuerung. Diese jährlichen Maßnahmen sind notwendig, um einen kontinuierlich sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.

Während der Wartung und Instandhaltung der Start- und Landebahn 05/23 (Nien-dorf/Langenhorn) wird es zeitweise zu mehr Flügen über die Innenstadt kommen. Umgekehrt ist geplant, die Bahn 15/33 (Norderstedt/ Alsterdorf) voraussichtlich vom 02. bis einschließlich 16. September 2020 zu warten – dementsprechend werden die Starts und Landungen in diesem Zeitraum über die Piste 05/23 (Niendorf/Langenhorn) erfolgen. Hamburg Airport bittet um Verständnis für die Maßnahmen und die daraus resultierende, vorübergehende Nutzungsänderung der Start- und Landebahnen.

Flughäfen haben Hygiene-Infrastruktur für Passagiere

Der Flughafen Stuttgart (FSG) bereitet sich darauf vor, dass Passagiere bei der Wiederaufnahme des Flugverkehrs sicher, schnell und bequem ihre Reise antreten können. Für die Sicherheit und Gesundheit der Passagiere und Mitarbeiter wurden am FSG etwa Trennscheiben für die Teams an den Check-in-Schaltern errichtet, oder bei der Bordkartenkontrolle und Abstandsmarkierungen für Fluggäste am Boden überall dort, wo man für gewöhnlich anstehen muss.

Am Flughafen Stuttgart wird derzeit ein umfangreiches Konzept für den Betrieb im Terminal und auf dem Vorfeld umgesetzt. Vieles soll zukünftig in der gesamten Luftfahrtbranche einheitlich gehandhabt werden.

Hygieneregeln am Flughafen

In den Abfluggates und bei den Gastronomen heißt die Devise: Abstand halten. Markierungen zeigen an, wie viel Raum hier zum nächsten Nachbarn gelassen werden sollte. Hinweise auf Plakaten und Bildschirmen sowie Durchsagen erinnern die Fluggäste an die empfohlenen Hygieneregeln und die geltenden Vorschriften. Im Gebäude gibt es außerdem an vielen Stellen Spender mit Handdesinfektionsmittel.

Im gesamten Terminal muss nach Vorgabe der Landesregierung Baden-Württemberg eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Wer sie vergessen hat, kann sich in den Shops und in Kürze auch an Automaten an den Eingängen zum Gebäude bedienen. Bei einigen Airlines ist es bereits Pflicht, auch an Bord eine Maske zu tragen. Passagiere sollten sich vor Antritt ihrer Reise über die geltenden Bestimmungen bei ihrer Fluggesellschaft und auf allen Reiseabschnitten informieren.

Lufthansa Cargo-Chef Peter Gerber wird BDL-Präsident

Peter Gerber ist Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG. Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat Peter Gerber nun einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Seit 1992 ist Gerber im Lufthansa Konzern beschäftigt. Seit 2009 war er in verschiedenen Vorstandsfunktionen des Konzerns tätig. Seine Berufung zum Vorsitzenden des Vorstands der Lufthansa Cargo AG erfolgte 2014.

Peter Gerber von Lufthansa Cargo tritt seine zweijährige Amtszeit am 01. Juni 2020 an. Er folgt auf Prof. Klaus-Dieter Scheurle, dessen Amtszeit als BDL-Präsident turnusgemäß am 31. Mai endet.

Wechsel beim BDL in größter Krise

Peter Gerber zu seiner Wahl: „Gerade die gegenwärtige Krise zeigt, wie wichtig grenzüberschreitender Passagier- und Frachtverkehr für den Austausch mit Menschen und für den internationalen Warenverkehr sind. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit der Politik die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass wir aus Deutschland heraus auch in Zukunft eine leistungsfähige Luftverkehrsmobilität anbieten können.“

Als wichtigste Aufgaben für die folgenden Monate nannte Gerber den Erhalt der wirtschaftlichen Basis für ein leistungsstarkes und wettbewerbsfähiges Luftverkehrsangebot und die gesundheitlich verlässliche Aufhebung bestehender Reisebeschränkungen. Der amtierende BDL-Präsident Prof. Scheurle zur Wahl seines Nachfolgers: „In der aktuellen Krise zeigt sich, wie wichtig eine gemeinsame Interessenvertretung aller Akteure der Branche ist. Vor uns liegt noch eine lange Zeit, in der wir mit den Folgen der Pandemie leben müssen. Dabei ist es unerlässlich, dass alle Systempartner weiter Hand in Hand arbeiten. Die BDL-Mitglieder haben mit Peter Gerber einen erfahrenen Luftfahrtmanager zum künftigen Präsidenten gewählt, der sowohl im Passagier- wie auch im Frachtverkehr an entscheidenden Positionen gewirkt hat.“

Strategien für die Verkehrsluftfahrt

Das BDL-Präsidium dankte Prof. Scheurle für die erfolgreiche und engagierte Wahrnehmung des Präsidentenamtes in seiner zweijährigen Amtszeit. Insbesondere würdigte das Präsidium, dass es in seiner Präsidentschaft gelungen ist, gemeinsam mit der Bundes- und Landespolitik Maßnahmen zur Verbesserung von Pünktlichkeit und Verlässlichkeit im Luftverkehr umzusetzen. Auch Strategien zum Klimaschutz beim Luftverkehr wurden auf den Weg gebracht. Scheurle bleibt weiter Mitglied im BDL-Präsidium.

Seit 2016 ist das Amt des BDL-Präsidenten ein Ehrenamt, das alle zwei Jahre zwischen den Mitgliedsgruppen im Verband rotiert. Der Präsident wird jeweils aus dem Kreis der Präsidiumsmitglieder gewählt. Nach Klaus-Peter Siegloch, der noch hauptamtlich für den Verband tätig war, wurden seitdem Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, (2016-2018), Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung, (2018-2020) und jetzt Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG, ehrenamtlich in das Präsidentenamt gewählt.

Lufthansa-Rettung: Staatsbeteiligung oder Staatsferne?

Vor dem Hintergrund der Bedrohung tausender Arbeitsplätze mahnt die Vereinigung Cockpit die Verhandlungen nicht am Streit über die Details – Stichwort “Staatsbeteiligung” – scheitern zu lassen.

Lufthansa und das Stichwort “Staatsbeteiligung”

Der Lufthansa-Konzern ist durch die Reiseeinschränkungen in der Corona-Krise finanziell schwer angeschlagen und verhandelt seit Wochen mit der Bundesregierung über ein Rettungspaket. Vor dem Hintergrund der Bedrohung tausender Arbeitsplätze bei der Lufthansa mahnt die Vereinigung Cockpit die Verhandlungen nicht am Streit über die Details – Stichwort “Staatsbeteiligung” – scheitern zu lassen. 

„Lufthansa unverzichtbar“

“Deutschland braucht eigenen Luftverkehr. Gerade im Netzwerkgeschäft und bei der Fracht sind eigene starke Airlines wie die Lufthansa für eine Exportnation unverzichtbar. Das wissen beide Seiten – und niemand darf dies in einer solch ernsten Situation zum eigenen Verhandlungsvorteil nutzen”, sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit. 

Im Zentrum sollte stehen, wie alle Beteiligten Parteien die Zukunft in dieser gewaltigen Krise gemeinsam sichern können. Unternehmen und Politik müssen nicht nur jetzt, sondern werden auch in der Zukunft nur gemeinsam einen starken und verlässlichen Luftverkehr zum Wohle Deutschlands erhalten können. 

Hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland mit der Luftfahrt verbunden

Eine Insolvenz in Eigenverwaltung würde eine schwerwiegende Vertrauenskrise von Mitarbeitern, Kunden, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in das Unternehmen auslösen und die Zukunft deutscher Airlines nachhaltig gefährden. Das muss unbedingt vermieden werden. Hunderttausende Arbeitsplätze sind in Deutschland mit der Luftfahrt direkt und indirekt verbunden. 

Lufthansa Group Airlines erweitern Umbuchungszeitraum

Die Lufthansa Group Airlines Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti kommen ihren Kunden bei Umbuchungen noch stärker entgegen. Wer in den nächsten Wochen einen Flug bucht, kann dies unbesorgt tun.

Gebührenfreie Umbuchung

Fluggäste, die ihr Reisedatum ändern möchten, können einmalig eine gebührenfreie Umbuchung für dieselbe Strecke und dieselbe Reiseklasse vornehmen. Dabei kann die Reise auch in die zweite Jahreshälfte 2021 verschoben werden, sodass einem entspannten Sommerurlaub oder dem Besuch einer Veranstaltung zum neuen Termin im kommenden Jahr nichts mehr im Wege steht. Das neue Reisedatum muss dabei vor dem 31. Dezember 2021 liegen.

Diese Regelung gilt für Tickets, die bis einschließlich 30. Juni 2020 gebucht wurden und ein bestätigtes Reisedatum bis einschließlich 30. April 2021 haben. Die Umbuchung muss dabei vor dem ursprünglich geplanten Reiseantritt vorgenommen werden.

Bisher galt, dass bei Umbuchung die neue Reise bis zum 30. April 2021 angetreten werden musste. Dieser Zeitraum wurde nun erweitert. Damit kommen die Lufthansa Group Airlines dem Wunsch vieler Kunden nach, aufgrund der aktuell außergewöhnlichen Umstände ihre Reisepläne flexibler gestalten zu können.

Flughafen München: Besucherpark beendet Corona-Pause

Der aufgrund der Corona-Krise geschlossene Besucherpark am Flughafen München öffnet ab kommenden Samstag, 30. Mai, wieder seine Pforten. Der Park ist dann jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag, wobei am Pfingstmontag natürlich geöffnet ist.

Diese Besucher-Attraktionen öffnen nach der Corona-Pause

Für große und kleine Gäste ist dann unter Berücksichtigung entsprechender Hygiene- und Abstandsregeln auch der Zutritt zum Besucherhügel wieder möglich. Parallel dazu öffnet der Airport-Shop. Auch alle Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz und die Minigolfanlage stehen den Besuchern wieder zur Verfügung. Darüber hinaus nimmt das Besucherpark-Restaurant Tante „Ju´s“ den Betrieb wieder auf und bietet ab dem 30. Mai Speisen und Getränke „to go“an.

Besucherrundfahrten weiterhin ausgesetzt

Die beliebten Besucherrundfahrten am Münchner Flughafen bleiben hingegen bis auf weiteres ausgesetzt. Und auch ein Besuch der ständigen Ausstellung zu Luftfahrtthemen sowie der historischen Flugzeuge ist vorerst nicht möglich.

Luftrettungsstation Bad Saarow feiert 30. Geburtstag

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1990 wurde die Luftrettungsstation in Bad Saarow gegründet, von der Bundeswehr übernahm die DRF Luftrettung den Betrieb seit dem Jahr 2000. Anlässlich des runden Geburtstags werfen die Besatzungen des an der Station stationierten Rettungshubschraubers „Christoph 49“ einen Blick zurück, aber auch einen auf ihre aktuelle Arbeit.

Ein Hubschrauber bedeutet einen unverzichtbaren Baustein zur Notfallversorgung in einer Region. Schnellstmögliche notärztliche und schnellstmöglicher, schonender Transport in eine Klinik, in der die Patienten optimal versorgt werden können, retten Leben und verbessern die Genesungschancen. Nachdem die DRF Luftrettung viele Jahre einen Hubschrauber des Typs BK 117 als „Christoph 49“ eingesetzt hatte, erfolgte 2010 der Wechsel auf eine moderne EC135. Ein Jahr zuvor, 2009, war bereits das neue Personaldienstgebäudes eingeweiht worden.

Unfall oder Herzinfarkt: Wenn die Zeit läuft

Über 1.300 Mal im Jahr startet die Besatzung der Bad Saarower Station der DRF Luftrettung zu Einsätzen. Häufgste Alarmierungsgründe sind dabei mit einem Anteil von einem guten Drittel lebensbedrohliche Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfall. Aber auch zu Unfällen im Straßenverkehr, im häuslichen Umfeld oder am Arbeitsplatz werden die Luftretter häufig alarmiert. Denn: Im Notfall zählt jede Minute, bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen tickt die Uhr.

Deutlich wird dies auch in der guten Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort, so Fäth: „Wir wissen, dass wir uns auf unsere Kolleginnen und Kollegen hier im Helios-Klinikum, bei den bodengebundenen Rettungsdiensten, den Feuerwehren oder auch der Polizei verlassen können. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für die jahrelange Arbeit Hand in Hand für die Menschen hier in Brandenburg.“

Notfallorte in einem Umkreis von 60 Kilometern erreicht der Hubschrauber innerhalb von 15 Flugminuten. An Bord befinden sich ein Pilot, ein/eine Notarzt/Notärztin und ein/eine Notfallsanitäter/in. „Christoph 49“ wird hauptsächlich in der Notfallrettung eingesetzt: In über 95 Prozent aller Alarmierungen dient er als schneller Notarztzubringer und für den schonenden Transport der Patienten in eine Klinik. Das Einsatzgebiet umfasst die Landkreise Oder-Spree, Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming, Oderland, Barnim, Frankfurt/Oder und Spree-Neiße. Über die Notfallrettung hinaus führt er auch dringende Transporte von Intensivpatienten durch. „Christoph 49“ ist am Helios-Klinikum Bad Saarow stationiert und von 07:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit.

RUAG Space Leiter Guggenbach verlässt das Unternehmen

Bei RUAG kommt es zu einer personellen Veränderung in der Geschäftsleitung. Der Leiter von RUAG Space Peter Guggenbach hat sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen. «Nach elf erfolgreichen Jahren bei RUAG habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist, zu neuen Horizonten aufzubrechen und eine neue Herausforderung ausserhalb des Unternehmens anzunehmen», erklärt Peter Guggenbach den Schritt. Peter Guggenbach hat über ein Jahrzehnt die Division Space geleitet und den Bereich mit 12 Standorten in 6 Ländern zum Nummer eins Space-Produkte-Lieferanten in Europa gemacht.

CEO a.i. Urs Kiener sagt: «Im Namen der gesamten Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats danke ich Peter Guggenbach aufrichtig für sein Engagement und seine Leidenschaft für unser Space-Geschäft. Unter seiner Führung hat sich RUAG zum grössten unabhängigen Raumfahrtzulieferer in Europa entwickelt. Peter Guggenbach hat zudem das US-Business mit eigenem Produktionsstandort aufgebaut, das nach rund fünf Jahren bereits ein Drittel des Space-Umsatzes erwirtschaftet. Wir wünschen Peter Guggenbach beruflich wie privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg.»

Über Dr. Peter Guggenbach

Peter Guggenbach hat Informatik und Elektrotechnik studiert und an der ETH zum Dr. sc. techn. promoviert sowie einen EMBA am IMD erworben. Er war vor seiner Zeit bei RUAG in verschiedenen Führungsfunktionen bei Bosch, Mitsubishi und ABB tätig. In der Luftwaffe war er 25 Jahre lang Pilot.

Luis De León Chardel übernimmt Leitung von RUAG Space interimistisch

Luis De León Chardel ist heute Senior Vice President Operations und stellvertretender Leiter von RUAG Space. Seit Oktober 2017 ist der gebürtige Spanier für die Steuerung und Verbesserung der globalen Operationen international verantwortlich. Luis De Léon Chardel verfügt über mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in leitenden Funktionen und hat eine ausgewiesene Erfolgsbilanz in Transformational Change in verschiedenen Branchen. Urs Kiener: «Luis de Léon Chardel kennt RUAG Space bestens und bringt die Erfahrung mit, um den führenden Zulieferer für die Raumfahrtindustrie auch stabil durch diese von Corona-geprägte Phase zu führen.»

RUAG International: Strategische Ausrichtung bleibt bestehen

RUAG International hält an der strategischen Ausrichtung des Space-Segments fest. Mit der weiteren Stärkung des USA-Geschäfts soll RUAG Space zum weltweit führenden unabhängigen Zulieferer für die Raumfahrtindustrie avancieren. Urs Kiener sagt: «Dank einer weitsichtigen Strategie sind wir bestens positioniert, um anstehende Missionen wie Copernicus und Galileo mit modernster Technologie zu unterstützen und mit unseren Produkten zukunftsweisende Lösungen aus dem All zu ermöglichen.»

RUAG Space ist einer der führenden Anbieter von Produkten für die Raumfahrtindustrie in Europa und in den USA. Mit rund 1300 Mitarbeitenden fertigt RUAG Space in sechs Ländern, elektronische und mechanische Produkte für Satelliten und Trägerraketen für Kunden wie ESA, NASA, Boeing, Lockheed Martin, Airbus und Thales.

Flughafen Tegel: Vorläufiges Betriebsende im Juni

Angesichts des Stillstands des zivilen Luftfahrt wegen der Coronapandemie fiel in Berlin die Entscheidung, den Flughafen Tegel zumindest temorär zu schließen. Ob er je wieder eröffnet werden wird, dürfte fraglich sein.

Die Gesellschafterversammlung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) hatte heute Morgen getagt. Es war beantragt worden, den Airport, für den es seit langem ein Für und Wider eines Weiterbetriebs zusammen mit dem neuen Hauptstadtflughafen BER gab, von seiner Betriebspflicht zu befreien.

Erst mal Aus für Tegel – Und dann?

Die Gesellschafter haben nun einstimmig den Beschluss gefasst, der Umsetzung einer vollziehbaren Entscheidung der Obersten Luftfahrtbehörde des Landes Berlin zum Antrag der FBB vom 29. April 2020 zu der temporären Befreiung von der Betriebspflicht für den Flughafen Berlin-Tegel zum 15.06.2020 zuzustimmen, aber unter Voraussetzungen. Die Geschäftsführung erklärt:

  1. eine bedarfsgerechte Bedienung des zivilen Luftverkehrs jederzeit sicherzustellen
  2. Nutzerinteressen des Bundes am Regierungsflugbetrieb zu wahren

Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Ich freue mich, dass die Diskussion der letzten Wochen jetzt zu einem positiven und vor allem einmütigen Ergebnis gekommen ist, das der Geschäftsführung die Handlungsfreiheit gibt im Interesse der Gesellschaft, aber auch des Luftverkehrs der gesamten Hauptstadtregion. Ich gehe davon aus, dass davon auch verantwortlich Gebrauch gemacht wird.“ Wann und ob überhaupt noch ein ziviler Flugebtrieb in Tegel nach der sich anbahnenden Wirtschaftskrise und dem sich danach erholenden Passagierverkehr sinnvoll erscheint, ist allerdings ungewiss.

Flughafen BER soll im Oktober starten

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Es geht darum, den Flugbetrieb in den kommenden Monaten bis zur Inbetriebnahme des BER am 31. Oktober stabil, effizient und verlässlich organisieren zu können. Möglichst guter Flugbetrieb unter Corona-Bedingungen – das ist unsere Aufgabe. Wir begrüßen die Bereitschaft des Bundes den Regierungsflugbetrieb zeitnah in Schönefeld aufzunehmen. Das ist ein klares Bekenntnis zum BER. Auf der Grundlage der weiteren verkehrlichen Entwicklung werden wir nach Vorlage der behördlichen Genehmigung die notwendigen Maßnahmen treffen. Der Bedarf der Airlines und die Auswirkung der Hygiene- und Abstandsvorschriften auf den Flugbetrieb sind dabei die wesentlichen Einflussfaktoren.“

Drohne Heron TP mit 1.200 PS für die Bundeswehr

Morgendämmerung in Masar-e Scharif heißt Missionsstart für eine Patrouille im Camp Marmal. Ausgerüstet mit Nachtsichtgeräten fahren die Soldaten in die Finsternis. Doch sie sind nicht ganz alleine – ein Auge weit über ihren Köpfen begleitet sie: die Drohne Heron 1.

Seit 2010 ist der Heron 1 am Hindukusch im Einsatz und seither ist er über 30.000 Stunden in der Luft. Momentan ist die Drohne in Afghanistan und Mali stationiert und unterstützt dort die Bodentruppen aus sehr großer Höhe. Ihr Nachfolger geht ebenfalls an den Start – der Heron TP.

Bringt der Heron 1.115 PS auf die Startbahn, sind es bei dem Heron TP 1.200 PS. Die Crews für den Heron TP befinden sich in der Ausbildung, die ersten Lehrgänge in Israel sind abgeschlossen – die neue Generation, der Heron TP, ist bereit für Aufklärungseinsätze. Im Fachjargon wird bei einer unbemannten Drohne von einem ferngeführten Luftfahrzeug (engl. Remotely Piloted Aircraft Systems) gesprochen. Auf dem Boden wird die Drohne wie ein bemanntes Flugzeug auch auf die Startbahn geschleppt.

Drohne Heron der Bundeswehr fliegt voraus

Der Heron 1 kann als vollautomatische Drohne in 27.000 Fuß, was etwa 9.000 Metern Höhe entspricht, operieren. Der Pilot muss dabei keinen Sichtkontakt zu ihr haben. Die Befehle bekommt das Luftfahrzeug entweder über Funk, das Global Positioning System GPS oder Satellit. Vorteil hierbei: Der Einsatz über lange Strecken oder in bergigem Gelände ist kein Problem mehr. Die Drohne wird entweder permanent aus der Ferne gesteuert oder folgt einer vorgegebenen Flugroute ins Einsatzgebiet. Dabei kann der Heron 1 mehr als 24 Stunden in der Luft bleiben.

Der Heron 1 begleitet häufig Konvois oder Patrouillen. Da sich die Bundeswehr oftmals in unwegsamem Gelände befindet und Missionen selten auf gut einsehbaren und geraden Wegen stattfinden, ist die Drohne das Auge voraus. Es begleitet den Marsch an Land aus der Vogelperspektive. Vor möglichen Gefahren, die auf dem Weg lauern, kann in Echtzeit gewarnt werden. Oder aber der Heron fliegt voraus und überprüft das Gelände und die Wegbarkeit. Bei dem Heron TP wird es ähnlich sein, nur kann er noch mehr – höher, schneller, weiter – und die Bilder sind besser.

Live-Bilder und Radar in neuem Heron TP

Außerdem verfügt der Heron TP über ein Radar. Damit ist die Aufklärung eines möglichen Ziels noch einfacher. Oberleutnant Uwe O. hat über zehn Jahre Einsatzerfahrung als Tactical Operator mit dem Heron 1 und sagt: „Der Heron TP besitzt ein Radar, was zum Beispiel das Aufklären von Konvois wesentlich erleichtert. Das versetzt uns in die Lage, nicht mit der Kamera ein Zielgebiet lange absuchen zu müssen, sondern es schnell mit dem Radar zu erfassen und dann mit der Kamera zu identifizieren.“

Im Gegensatz zum Kampfflugzeug Tornado, das auch Bilder aus großen Höhen macht und somit Aufklärung betreibt, geht es bei dem Heron aufgrund der dauerhaften Datenverbindung einfach schneller. Er überträgt die Daten per Link 16 – in Echtzeit. Außerdem kann er wesentlich länger als ein bemanntes System über dem Ziel kreisen, oftmals mehrere Stunden. Ein Abbruch einer Flugmission kann verschiedene Ursachen haben. Wird der Heron beispielsweise im Gebirge per Funk geführt, kann die Verbindung durch die Bergmassive gestört werden. Sollte die Verbindung abreißen, fliegt die Drohne automatisch zurück zu ihrer Air-Base.

Heron TP könnte bewaffnet werden

Der Heron TP wird dem Heron 1 aber nicht nur in der Dauer des Fluges überlegen sein – er kann theoretisch bewaffnet werden und so die Kräfte am Boden schützen, sollten sie angegriffen werden. Gesteuert wird sowohl der Flug des Heron, als auch die Kameras und die Sensorik sowie ein möglicher Einsatz der Waffen aus der Ferne. Zum Team um den Flug des Heron gehört ein Pilot, der Remotely Pilot Aircraft Führer, und ein Nutzlastbediener, auch Tactical Operator genannt.

Beide Teammitglieder werden in Israel, von wo die Drohne stammt, ausgebildet – beide sind Spezialisten ihres Faches. Kümmert sich der Pilot um die generelle Steuerung der Drohne, ist der Tactical Operator für die Kameras zuständig – einer fliegt, einer filmt. Oberstleutnant Danilo F., ein erfahrener „Remotely Pilot Aircraft Führer“, sagt: „Auch wenn wir nicht körperlich anwesend sind und die Situationen nur auf unseren Monitoren beobachten, sind wir trotzdem komplett involviert. Wir sind immer dabei und kennen vielleicht sogar die Kameraden, die am Boden um ihr Leben kämpfen. Und natürlich wollen wir, dass wir abends bei der Rückkehr ins Camp jeden einzelnen gesund und munter wiedersehen“.

Flughafen Zürich: Verfahren zur Umrollung der Piste 28

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat das Plangenehmigungsverfahren für die Umrollung der Piste 28 des Flughafens Zürich eröffnet. Damit wird eine wichtige Forderung des BAZL aus der Sicherheitsüberprüfung des Flughafens von 2012 erfüllt.

Denn dank der Umrollung wird künftig die Zahl der Pistenquerungen von gelandeten oder zum Start rollenden Flugzeugen massiv reduziert. Die öffentliche Auflage beginnt am 25. Mai und dauert bis zum 23. Juni 2020.

Runway 10-28 in use

Sofern es sich nicht um Langstreckenflugzeuge handelt, die zum Dock E geführt werden, müssen alle gelandeten Flugzeuge die Piste 10-28 überqueren, um zu den Docks A und B zu gelangen. Beim zweiten wichtigen Betriebskonzept (Landungen aus Osten auf die Piste 28) müssen startende Flugzeuge von den Docks A und B ebenfalls die Piste 10-28 überqueren, um zur Startpiste 32 in Richtung Norden zu gelangen. Die Piste 10-28 wird also bei allen Betriebskonzepten für Starts und Landungen benötigt und teilt die Standplätze des Flughafens Zürich in zwei Hälften. Im Normalbetrieb (Nordkonzept) wird sie für den Start in Richtung Westen benötigt, gelandet wird von Norden auf der Piste 14.

Sicherheitsüberprüfung des Flughafens Zürich

Eine 2012 vom BAZL beantragte Sicherheitsüberprüfung des Flughafens ergab, dass die jährlich rund 100.000 Pistenkreuzungen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen. Aus diesem Grund hat die Flughafen Zürich AG (FZAG) nach umfangreichen Vorarbeiten dem BAZL ein Gesuch für eine Umrollung der Piste 28 eingereicht, um die Pistenquerungen massiv zu reduzieren. Wegen der Pistenumrollung müssen diverse Gebäude der General- und Business Aviation weichen. Ersatzbauten sind im Westen des Flughafens vorgesehen.

Thema Umweltverträglickeit

Da sich im Projektperimeter auch ein geschütztes Moor befindet, werden zur Aufwertung des Flachmoors neue Moorflächen geschaffen. Zudem sind zwischen der Piste 14-32 und der Autobahn A53 Kloten-Bülach ökologische Aufwertungen als Ersatz für die Beeinträchtigungen vorgesehen. Das Plangenehmigungsgesuch der FZAG für die Umrollung der Piste 28 liegt samt dem Umweltverträglichkeitsbericht vom 25. Mai bis und mit dem 23. Juni 2020 öffentlich auf. Die Unterlagen werden hier online veröffentlicht. Nach der öffentlichen Auflage wird das BAZL die Stellungnahmen und allfällige Einsprachen prüfen und die Fachstellen des Bundes sowie die FZAG anhören, ehe das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK über das Vorhaben entscheidet.

Drohnen in der Schweiz: Sicherer Flug mit Cloud FIMS

Die Schweizer Flugsicherung skyguide und AirMap geben in Partnerschaft mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die operationelle Auslieferung des Schweizer U-Space Fluginformationsmanagementsystems für Drohnen (FIMS) bekannt.

FIMS dient als Drehscheibe für den Datenaustausch in der Luftfahrt, die das Flugsicherungssystem von skyguide mit U-Space Service Providern (USSP) über offene Schnittstellen verbindet, um einen sicheren und konformen Drohnenbetrieb im unteren Luftraum zu unterstützen. Die erfolgreiche operationelle Einführung von FIMS in der Schweiz geht mit der Unterzeichnung von Vereinbarungen mit verschiedenen USSP einher. AirMap ist ein Unternehmen für digitalen Luftraum und Automatisierung im Dienste der Drohnenwirtschaft.

Cloud weiß über Luftraum Bescheid

Als Teil des U-Space ist das FIMS eine Cloud-basierte, interoperable Plattform, die Luftrauminformationen, Direktiven und Echtzeitverkehr von den ATM-Systemen der skyguide über ein Netzwerk von USSPs an die Betreiber von Drohnen verteilt. Die teilnehmenden USSP verbinden sich über offene Schnittstellen mit dem FIMS, um Dienste anzubieten, welche die Drohnenbetreiber bei der Erfüllung ihrer regulatorischen und operationellen Anforderungen unterstützen.

Das Schweizer U-Space FIMS soll eine offene, wettbewerbsfähige Drohnenwirtschaft und einen Marktplatz für Drohnendienste unterstützen. Mit der operationellen Bereitstellung des FIMS erreicht die Entwicklung der Swiss U-Space Implementation Initiative (SUSI) einen kritischen Meilenstein.

Flughafen Stuttgart: Letzte Phase der Runway-Erneuerung

Die Teilerneuerung der Start- und Landebahn am Flughafen Stuttgart geht zügig voran. In der Nacht vom 20.05. auf den 21.05.2020 wird der Baustellenbereich verkleinert und die Runway dafür auf insgesamt 2.475 Meter verlängert. Dazu sind einige Umbauten nötig: Markierungen und Beschilderungen auf der Startbahn und auf den Rollbahnen müssen geändert und Befeuerungen und Sender für die Piloten erneut angepasst werden. Der Sicherheitszaun zwischen der Baustelle und dem Luftsicherheitsbereich wird ebenfalls versetzt.

Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH, sagte dazu: „Wir sind gleich ab dem vorgezogenen Start der Arbeiten am 06. April sehr gut vorangekommen. Unsere Projektpartner, allen voran die für die Betonarbeiten zuständige Strabag, haben dabei Außergewöhnliches geleistet. Unser Dank gilt allen Beteiligten, vom Bauleiter bis zum Baggerfahrer und Eisenflechter, für ihr tolles Engagement. Ein Großteil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen. Deshalb sind wir sicher, dass wir ab dem 18. Juni wieder mit voller Bahnlänge für den Verkehr zur Verfügung stehen werden.“

Letzte Phase der Runway-Erneuerung

Die Umbauarbeiten für die letzte Phase der Runway-Erneuerung starten am Mittwochabend, 20.05.2020, ab 22 Uhr. Der Flugbetrieb soll am anderen Morgen pünktlich um 6 Uhr wieder aufgenommen werden. Ab dem 18. Juni 2020 hat die Start- und Landebahn wieder ihre ursprüngliche Länge von 3.345 Metern.

Flughafen Paderborn: Millionen Schutzmasken eingeflogen

Etwa fünf Millionen Schutzmasken sind in der Nacht zum 17. Mai am Paderborn-Lippstadt Airport aus China eingeflogen worden. Der Logistikdienstleister Skyline Express GmbH aus Lage hatte den Transport im Auftrag des Paderborner Healthcare-Unternehmens Casada International GmbH organsiert. Geliefert wurde die 19 Tonnen schwere Ladung mit einem Frachtflugzeug vom Typ Boeing 757 der Erofey Airlines, das die Masken aus dem chinesischen Nanjing mit einem Zwischenstopp am Nizhnevartovsk Airport in Russland an den Heimathafen brachte.

Schutzmaken aus China am Airport umgeladen

Nach der Ankunft wurden die Masken in den frühen Morgenstunden umgeladen und per Lkw vom Flughafen ins Lager der Casada International GmbH in Paderborn gefahren. „Der Bedarf an Schutzmasken ist weiterhin sehr hoch. Wir haben schon seit längerem Lieferungen zur Versorgung von Mitarbeitern in Alten- und Pflegeheimen sowie für darauf angewiesene Unternehmen durchgeführt. Die neuen Schutzmasken kommen sowohl im Raum Paderborn als auch deutschlandweit zum Einsatz“, sagt Eduard Schlegel, Sales Director der Casada International GmbH.

Die Schutzmasken wurden von einem chinesischen Partnerunternehmen für die Casada International GmbH gefertigt. „Durch die derzeitige Überlastung großer Frachtdrehkreuze sind wir sehr froh, diese schnelle Transportlösung gemeinsam mit Skyline Express und dem Paderborn-Lippstadt Airport gefunden zu haben“, ergänzt Schlegel.

„Unserem Frachtbereich kommt in der aktuellen Situation eine besondere Bedeutung zu. Es freut uns sehr, damit zur Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit dringenden Lieferungen beitragen zu können“, sagt Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH.

Flughafen Bremen: Lufthansa startet Passagierverkehr

Die Lufthansa startet seit 18. Mai am Bremen Airport wieder mit ihren Flügen nach München. Dann geht es, vorerst bis Ende Mai, täglich außer samstags einmal nach München und zurück. Und auch die Eurowings ist bald wieder mit Flügen am Bremen Airport vertreten. Vom 02. Juni bis vorerst 19. Juni geht es wieder fünf Mal pro Woche nach Stuttgart. „Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder mit dem Passagierverkehr am Bremen Airport beginnen können“, sagt Flughafen-Chef Elmar Kleinert. „Und wir hoffen, dass Reisen innerhalb Europas bald wieder möglich ist und andere Airlines dann nachziehen und wieder Flüge ab Bremen anbieten. Hierzu stehen wir in einem regen Austausch mit den Airlines.“

Vorkehrungen zum Infektionsschutz von Passagieren und Beschäftigten

Da Sicherheit im Luftverkehr oberste Priorität hat, hat sich der Bremen Airport für die Wiederaufnahme gerüstet und zahlreiche Vorkehrungen zum Infektionsschutz von Passagieren und Beschäftigten getroffen. „Für uns hat der Schutz und die Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter höchste Priorität und trotz der anhaltenden Corona-Pandemie ist sicheres Fliegen ab Bremen möglich“, sagt Kleinert. „Natürlich wird es für unsere Gäste zu leichten Umstellungen kommen, aber diese sind sie bereits aus anderen Bereichen des täglichen Lebens gewöhnt, sodass wir davon ausgehen, dass auch die Maßnahmen am Flughafen eingehalten werden. Mit den getroffenen Vorkehrungen gilt es das Infektionsrisiko für alle so gering wie möglich zu halten.“ Gemeinsam hat sich die Luftfahrtbranche über Vorkehrungen zum Infektionsschutz abgestimmt und der Bremen Airport hält alle geforderten Maßnahmen ein. Viele sind in Bremen bereits umgesetzt oder befinden sich in der finalen Umsetzung:

  • Im Terminal gilt für alle Passagiere, Gäste und Beschäftigte eine Mund-Nasenschutz-Pflicht. Die Art der Maske ist hierbei nicht vorgeschrieben. Es können sogenannte Alltagsmasken sein oder ein Schal oder Tuch, das Mund und Nase verdeckt.
  • An allen Eingängen zum Terminal befinden sich Hinweisschilder. Im Terminal gibt es diverse Toilettenanlagen – dort können Passagiere und Besucher ihre Hände waschen. Zusätzlich stehen Desinfektionsspender bei allen öffentlichen Toilettenanlagen zur Verfügung.
  • Neue Beschilderungen, die auch auf den digitalen Medien eingespielt werden, weisen auf die Abstandsregelung von mindestens 1,5 Meter und weitere Hygienemaßnahmen hin. Dazu erinnern Durchsagen immer wieder an die Maßnahmen. Sicherheitspersonal wird – falls notwendig – auf die Einhaltung des Mindestabstandes hinweisen.
  • Bodenmarkierungen und/oder Hinweisschilder vor dem Check in, der Sicherheitskontrolle, beim Boarding und überall dort, wo es zu Wartezeiten kommen kann, sorgen für ausreichenden Abstand zwischen den Passagieren.
  • Die Check in-Schalter, die Boardinggates und die Information sind zum Schutz von Passagieren und Beschäftigten mit Kunststoffscheiben ausgestattet worden.
  • Dort, wo sich ein unmittelbarer Kontakt zwischen Beschäftigten und Passagieren nicht vermeiden lässt, wie beispielsweise an der Sicherheitskontrolle, tragen die Kontrollkräfte einen Mund-Nasenschutz und Handschuhe.
  • Die Sitzmöglichkeiten im Terminal wurden so markiert, dass der nötige Abstand eingehalten wird. 

„Mit diesen getroffenen Maßnahmen zum Infektionsschutz, sehen wir uns als Flughafen gerüstet für sicheres Fliegen auch in Corona-Zeiten“, sagt Kleinert. „Damit die Maßnahmen aber auch wirklich greifen, ist es wichtig, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen, auf sich Acht geben und Rücksicht auf andere nehmen und den Mindestabstand und die Hygieneempfehlungen einhalten. Nur so kann Infektionsschutz funktionieren. Wir haben als Flughafen die möglichen Vorkehrungen getroffen und setzen auf das Verantwortungsbewusstsein unserer Passagiere, Gäste und Beschäftigten, damit Fliegen wieder möglich ist.“