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Auf dem Mars: Feuerspeiende Vulkane und Mengen an Lava

Wissenschaftler hegen seit langem die Vermutung, dass es auf dem Mars nicht nur ‚feuerspeiende‘ Vulkane gab, die große Mengen an glutflüssiger Lava über den Planeten verteilten. So sind zahlreiche konische Bergkegel auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten möglicherweise das Ergebnis von Schlammvulkanismus. Allerdings fehlten den Forschern bisher Erkenntnisse, wie sich wasserreicher Schlamm an der Marsoberfläche verhält. Ein außergewöhnlicher Laborversuch unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnte nun zeigen, wie Schlamm bei sehr tiefen Temperaturen und unter sehr geringem Atmosphärendruck fließt: Er verhält sich ähnlich fließender Lava auf der Erde.

Marsgeschichte

„Wir wissen seit langem, dass in der frühen Marsgeschichte vor mehreren Milliarden Jahren große Wassermengen in kurzer Zeit freigesetzt wurden und dabei Täler riesigen Ausmaßes in die Landschaft erodierten, die heute längst trockengefallen sind“, erklärt Ernst Hauber vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof, der an der Studie beteiligt ist. „Von diesen Ausflusstälern wurden umfangreich abgetragene zerkleinerte Gesteinsmassen in die nördlichen Tiefebenen des Planeten transportiert und dort schnell abgelagert. Später wurden diese Gesteinsmassen dann von jüngeren Sedimenten und vulkanischen Gesteinen überdeckt.“ Einige Marsforscher vermuteten schon bisher, dass diese wasserreichen Sedimente im Untergrund unter bestimmten Umständen verflüssigt worden sein könnten und unter Druck wieder an die Oberfläche gepresst wurden. In Anlehnung an den Aufstieg von Magma wird dieser Prozess, der auf der Erde in vielen Sedimentbecken gut dokumentiert ist, sedimentärer Vulkanismus oder kurz Schlammvulkanismus genannt.

Mars: Kleine Vulkankegel als Ergebnis von Schlammeruptionen?

In den nördlichen Tiefebenen des Mars befinden sich zehntausende konischer Hügel, die oft auf ihrem Gipfel einen kleinen Krater aufweisen und Ergebnis des Schlammvulkanismus sein könnten. Der Beweis dafür ist allerdings nicht leicht zu erbringen, was auch daran liegt, dass über das Verhalten von dünnflüssigem Schlamm unter den Umweltbedingungen an der Marsoberfläche wenig bekannt ist. Um diese Wissenslücke zu schließen führte eine Gruppe europäischer Wissenschaftler eine Reihe von Experimenten in einer zylinderförmigen Unterdruckkammer von 90 Zentimeter Durchmesser und 1,8 Meter Länge durch, bei denen wasserreicher Schlamm über eine kalte Sandfläche gegossen wurde. Ein Experimentaufbau, der – von der nicht simulierbaren Marsschwerkraft abgesehen – etwas an eine riesige „Klecker-Burg“ unter marsähnlichen Bedingungen erinnert.

Das Ziel der ungewöhnlichen Versuche war herauszufinden, wie die unterschiedlichen physikalischen Parameter die Wasserbestandteile im Schlamm beeinflussen und dadurch das Fließverhalten verändern. Das Resultat war überraschend: „Der Schlamm fließt unter dem geringen Atmosphärendruck auf dem Mars so ähnlich wie dünnflüssige sogenannte Pahoehoe- oder Stricklavaströme, die etwa von den großen Vulkanen auf Hawaii oder Island bekannt sind“, erklärt der Erstautor der Studie Dr. Petr Brož von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften. Dieses Ergebnis war für die Forscher unerwartet, weil vergleichbare geologische Prozesse auf anderen Körpern im Sonnensystem oft so ähnlich ablaufen wie auf der Erde. „Unsere Experimente zeigen, dass selbst ein vermeintlich so einfacher Prozess wie das Fließen von Schlamm, den viele von uns seit ihrer Kindheit aus eigener Anschauung kennen, auf dem Mars ganz anders ablaufen würde.“

Mars: Kleiner Atmosphärendruck mit großer Wirkung

Der entscheidende Grund für das Fließverhalten des Schlamms ist die sehr dünne Marsatmosphäre, deren Druck 150mal geringer ist als der Atmosphärendruck auf der Erde in Meereshöhe. Dieser Unterschied hat eine große Wirkung: Unter diesen Bedingungen ist Wasser in flüssiger Form an der Marsoberfläche nicht stabil und fängt an zu kochen und zu verdunsten. Dieser Prozess absorbiert latente Wärme im Wasserdampf und kühlt den restlichen Schlamm, der daraufhin oberflächlich gefriert und eine Kruste bildet. Latente Wärme wird bei einem Phasenübergang, etwa beim Gefrieren oder beim Auftauen von einem Gegenstand abgegeben oder aufgenommen ohne dass sich dabei seine Temperatur ändert. „Natürlich wussten wir schon vorher, dass flüssiges Wasser unter niedrigem Druck schneller anfängt zu kochen – deswegen dauert es beispielsweise auch länger, Nudeln auf hohen Bergen auf der Erde weich zu kochen“, erklärt Ernst Hauber. „Doch welche Auswirkungen dieser bekannte Effekt auf Schlamm hat, wurde noch nie vorher experimentell untersucht. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass man die unterschiedlichen physikalischen Bedingungen immer berücksichtigen muss, wenn man scheinbar einfache Oberflächenformen auf anderen Planeten untersucht. Wir wissen jetzt, dass wir bei der Analyse von manchen Fließerscheinungen nicht nur an Lava, sondern auch an Schlamm denken müssen“, so Hauber weiter.

Experimentelle Schlammströme wie Pahoehoe-Laven

Im Detail konnte das Forscherteam zeigen, dass sich die experimentellen Schlammströme wie Pahoehoe-Laven verhalten, weil jeweils kleine Mengen flüssigen Schlamms aus kleinen Rissen in der Eiskruste an der Oberfläche austreten und weitere Fließzungen bilden, bevor sie selbst wieder zufrieren. Falls Schlamm tatsächlich auf dem Mars an der Oberfläche austritt, kann er also tatsächlich eine Zeit lang fließen, ehe er bei den niedrigen Temperaturen erstarrt. Allerdings wird sich die Morphologie, also die Form der Schlammströme, von denen auf der Erde unterscheiden. Die jetzt durchgeführten Forschungsarbeiten sind auch für andere planetare Körper wichtig, denn ähnliche Prozesse könnten bei sogenannten kryovulkanischen Eruptionen, bei denen statt Magma oder Schlamm flüssiges Wasser an die Oberfläche gelangt, ebenfalls eine Rolle spielen, so etwa auf Eismonden im äußeren Sonnensystem.

Leipzig/Halle Airport verzeichnet Cargo-Plus im April

Das Frachtaufkommen am Leipzig/Halle Airport (LEJ), Europas fünftgrößtem Frachtdrehkreuz, wächst in der Corona-Krise weiter. Im April erhöhte sich der Frachtumschlag gegenüber dem Vorjahresmonat um sieben Prozent auf rund 107.671 Tonnen. Von Januar bis April stieg der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf 404.987 Tonnen. Leipzig/Halle behauptet sich inmitten der Corona-Krise damit erneut gegenüber dem bundesweiten Trend. Deutschlandweit lag die Cargo-Tonnage im März zuletzt bei minus 11,7 Prozent.

Grund für das Wachstum ist insbesondere das hohe Aufkommen von Sendungen beim Homecarrier DHL. Hinzu kommen zusätzliche Charterflüge etwa von Aeroflot und Vietnam Airlines. Mitten in der Corona-Krise stieg das Frachtcharter-Aufkommen im April um 25,6 Prozent. Viele Frachtflüge werden mittlerweile auch mit Passagiermaschinen durchgeführt.

Beste Bedingungen für Logistiker

In der gegenwärtigen Krisenlage zeigt sich, wie wichtig eine funktionierende Luftverkehrsinfrastruktur für die Versorgung der Bevölkerung ist. Der Flughafen Leipzig/Halle verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge sowie eine direkte Anbindung an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Damit bietet Leipzig/Halle ideale Voraussetzungen für den Warentransport auf Straße und Schiene.

Das Start- und Landebahnsystem umfasst zwei parallele Runways mit einer Länge von je 3.600 Metern, die auch unter CAT-III-b-Bedingungen unabhängig voneinander genutzt werden können.

Außerdem verfügt PortGround, ein auf Flugzeug- und Frachtabfertigung spezialisiertes Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Flughafen AG, über eine CEIV-Pharma-Zertifizierung und ist damit in der Lage, rund um die Uhr zeitkritische und temperaturempfindliche Pharmasendungen abzufertigen.

Europäisches Drehkreuz für DHL

DHL betreibt seit 2008 am Standort ihr europäisches Drehkreuz. Es ist das größte innerhalb ihres globalen Netzwerks, in dessen Errichtung 655 Millionen Euro investiert worden sind. Darüber hinaus wird derzeit unter anderem die Erweiterung der Infrastrukturen im Bereich des von DHL genutzten Vorfeldes geplant.

Leipzig/Halle Airport ist zudem Heimatflughafen von AeroLogic, einem Joint Venture von DHL Express und Lufthansa Cargo.

Dortmund Airport bereitet sich auf den Flugverkehr vor

Der Dortmund Airport hat die vergangenen Wochen genutzt, um sich auf die Wiederaufnahme des Flugverkehrs vorzubereiten. Er setzt dabei auf umfangreiche Hygienemaßnahmen, um Fluggästen ein sicheres Reisen auch während der Corona-Pandemie zu ermöglichen. 

„Der Schutz unserer Passagiere sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle“, so Flughafen-Chef Udo Mager. „Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, dienen dazu, Flüge auch während der Corona-Pandemie so risikofrei wie möglich durchführen zu können. Wir kommen so unserer Verantwortung gegenüber unseren Beschäftigten aber auch unseren Fluggästen nach, die schon bald wieder ihre Familien im Ausland besuchen wollen oder sich auf ihren Sommerurlaub freuen.“

Hygienemaßnahmen gegen das Coronavirus am Dortmund Airport

Der Dortmund Airport hat im gesamten Terminal eine Maskenpflicht eingeführt. Diese gilt für alle Personen, die das Flughafengebäude betreten. Beschäftigte und Passagiere schützen sich so gegenseitig. Überall dort, wo Beschäftigte und Passagiere in direktem Kontakt miteinander stehen und es möglich ist, wurden Plexiglasscheiben für einen zusätzlichen Schutz installiert. Diese finden sich beispielsweise an Check-In-Countern, beim Boarding und an der Information. 

Auf dem gesamten Flughafengelände gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Dafür wurden die Wartebereiche vor den Kontrollstellen und dem Check-In angepasst. Bodenmarkierungen aber auch Aufsteller und digitale Infomonitore machen auf den Mindestabstand aufmerksam. Zusätzlich wird über mehrsprachige Lautsprecherdurchsagen auf die geltenden Hygienevorschriften hingewiesen. Warteräume wurden zusammengelegt, um es auch dort den Fluggästen möglich zu machen, den Mindestabstand gut einhalten zu können. 

„Wir haben alle nötigen und geforderten Maßnahmen ergriffen, um ein sicheres Reisen auch während der Corona-Pandemie möglich zu machen. Selbstverständlich werden die Maßnahmen laufend überprüft und modifiziert. Wir setzen auf die Vernunft aller Beteiligten, sich an die geltenden Regeln zu halten, um so ein risikofreies Reisen zu gewährleisten“, so Udo Mager.

Lufthansa und ETH Zürich für Flugkraftstoff aus CO2

Luftverkehr mit Airlinern ist derzeit ohne Brennstoffe als Antrieb nicht denkbar. Die Klimaauswirkungen der Passagierluftfahrt zu bekämpfen ist daher ein breites Forschungsfeld. Die Lufthansa will nun mit Schweizer Forschern klimaneutralen, regenerativen Flugkraftstoff voranbringen.

Vertreter der Lufthansa Group und der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich mit ihren Spin-offs Climeworks und Synhelion haben dazu eine Absichtserklärung für eine mögliche Kooperation unterzeichnet.

Klimaneutrale Flugkraftstoffe

Forscher und Ingenieure an der ETH Zürich haben ein innovatives Verfahren entwickelt, um der Atmosphäre das Klimagas CO2 zu entziehen und es mit Wasser unter fokussiertem Sonnenlicht in ein Synthesegas zu überführen, das zur Kraftstofferzeugung genutzt werden kann. Diese soll zur Beschleunigung der Markteinführung nachhaltiger Flugkraftstoffe beitragen. Gemeinsames Ziel der Unterzeichner ist es, diese vielversprechenden Technologien für eine spätere Produktion auf industriellen Maßstab vorzubereiten. Ein solcher Kraftstoff setzt nur so viel CO2 frei, wie zuvor aus der Atmosphäre entnommen wurde und ist damit klimaneutral.

Die von den Lufthansa Group Tochtergesellschaften SWISS und Edelweiss initiierte Partnerschaft soll unter anderem die Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie und Wirtschaftlichkeit umfassen. Zudem besteht die Absicht, zu einem späteren Zeitpunkt Abnahmekontingente von nachhaltigen Treibstoffen zu vereinbaren, um künftige Demonstrationsprojekte der Partner zu unterstützen. Weitere Inhalte der Kooperation sollen bis Ende 2020 ausgearbeitet werden.

Synhelion entstand 2016 an der ETH Zürich und arbeitet daran, solare Kraftstoffe auf den Markt zu bringen. Das 2009 an der ETH Zürich gegründete Unternehmen Climeworks verfolgt die CO2-Luftabscheidung, um den für die Kraftstoffsynthese benötigten Kohlenstoff nachhaltig bereitzustellen. Beide Unternehmen entwickeln somit Schlüsseltechnologien für die Erzeugung nachhaltiger Flugkraftstoffe.

CO2 recyceln auf Industrie-Maßstab

„Im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern ist der Luftverkehr in der absehbaren Zukunft auf nachhaltige Flüssigkraftstoffe angewiesen. Deren Markteinführung erfordert eine gemeinsame Anstrengung von Kraftstoffherstellern und Fluggesellschaften“, sagt Prof. Dr. Aldo Steinfeld, Professor für Erneuerbare Energieträger an der ETH Zürich. „Dieser Letter of Intent markiert die Absicht einer solchen Kooperation zwischen der ETH Zürich, den ETH-Spin-offs Climeworks und Synhelion sowie den Lufthansa Group Airlines, um zusammen die damit verbundenen Herausforderungen zu adressieren. Dadurch soll die Energiewende in der Luftfahrt unterstützt werden.“

„Mit der geplanten Kooperation unterstreichen wir einmal mehr die Bedeutung nachhaltiger Flugkraftstoffe für das Ziel einer Luftfahrt mit ausgeglichener CO2-Bilanz. Die Lufthansa Group setzt sich seit Jahren mit Nachdruck dafür ein, das Fliegen immer nachhaltiger zu gestalten. Dank der zukunftsweisenden Technologien und den Kooperationen mit innovativen Partnern in bereits zwei unserer Heimatmärkte sind wir auf einem guten Weg,“ sagt Christina Foerster, Vorstand Customer & Corporate Responsibility der Deutschen Lufthansa AG, zur Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Nachhaltigkeit auch mit Biokerosin

Die Lufthansa Group hat sich im letzten Jahrzehnt intensiv mit der Erforschung, Erprobung und Nutzung nachhaltiger alternativer Flugkraftstoffe befasst und 2011 mit der weltweit ersten Langzeiterprobung von Biokerosin im regulären Flugbetrieb Pionierarbeit geleistet. Später engagierte sich das Unternehmen in der Grundlagenforschung zum Mischungsverhalten alternativen und konventionellen Kerosins und setzte selektiv Kraftstoffe aus neuartigen Syntheseverfahren ein.

Über gezielte Kooperationen treibt die Lufthansa Group seither Schlüsseltechnologien zur Erzeugung nachhaltiger Flugkraftstoffe voran. Der Fokus liegt dabei auf nachhaltigen Kraftstoffen auf Basis von Reststoffen, holzartiger Biomasse und erneuerbarer elektrischer Energie (Power-to-Liquid). Diesbezüglich hatte die Deutsche Lufthansa AG 2019 eine Absichtserklärung mit der Raffinerie Heide unterzeichnet. Mit der vom Lufthansa Innovation Hub entwickelten Online-Plattform „Compensaid“ ermöglicht der Konzern seit August 2019 darüber hinaus Reisenden unabhängig von der Wahl der Fluggesellschaft, die CO2-Emissionen eines Fluges durch nachhaltige Flugkraftstoffe zu kompensieren.

Flughafen München: Passagierbetrieb nur mit Mundschutz

Ein Maßnahmenpaket zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus bei steigenden Passagierzahlen soll auch weiterhin ein sicheres Reisen am Flughafen München gewährleisten. In allen Bereichen des Airports, in denen sich Fluggäste aufhalten, werden die Reinigungsintervalle erhöht und Oberflächen desinfiziert. Darüber hinaus werden für die Fluggäste Spender mit Handdesinfektionsmitteln bereitgestellt. Passagiere und Mitarbeiter müssen ab Montag, den 18. Mai 2020, eine Mund-Nase-Bedeckung am Münchner Flughafen tragen.

Automat für Masken am Flughafen München

Die behördlich angeordnete Masken-Tragepflicht gilt in allen Abfertigungsgebäuden des Flughafens, also in den Bereichen A bis E von Terminal 1, dem Zentralbereich Z, dem Bereich F sowie dem gesamten Terminal 2 und dem dazugehörigen Satellitengebäude. Mit Hilfe von regelmäßigen Durchsagen, Plakaten, Videoscreens und verstärkter Personalpräsenz in den Terminals werden Reisende über Verhaltensregeln informiert.

Einen neuen Service für Passagiere gibt es im Terminal 2: Dort können an sechs Automaten – vier davon vor der Sicherheitskontrolle und zwei im Gate-Bereich – Schutzmasken, Desinfektionstücher und andere Hygieneartikel erworben werden. Am Check-in, an der Sicherheitskontrolle und in anderen Bereichen, in denen sich Passagiere stauen könnten, sorgen Wegeführungen durch Linings sowie Bodenmarkierungen dafür, dass der Mindestabstand zwischen den Fluggästen eingehalten wird.

Prozesse mit Personenstrom entflechten

Dort, wo Passagiere und Mitarbeiter in direktem Kontakt stehen, wurden zusätzlich Plexiglasscheiben installiert. Um Schlangenbildungen zu vermeiden, wird allen Passagieren nahegelegt, nach Möglichkeit online einzuchecken. „Wir gehen davon aus, dass im Zuge der Lockerungen der Corona-Beschränkungen die Nachfrage nach Flugreisen steigt und das Angebot der Airlines wieder wächst. Dabei ist unser Anspruch, den Passagieren und Mitarbeitern größte Sicherheit und den Reisenden gleichzeitig den gewohnt hohen Servicestandard zu bieten“, erklärt Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH.

Eurofighter fliegt mit Sonderfolierung „Sword of Boelcke“

Besondere Ereignisse werden in der Luftwaffe hin und wieder mit außergewöhnlich gestalteten Luftfahrzeugen dargestellt. Nach der Sonderfolierung im Jahr 2016 ist es nun wieder so weit. Denn 2021 jährt sich die Verleihung des Traditionsnamens „Boelcke“ an das Geschwader zum sechzigsten Mal.

Dieser Umstand war Anlass, um eine Sonderfolierung mit Blitzen in den Himmel von Nörvenich zu schicken, wenn die Eurofighter vom Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ fliegen. Vor vier Jahren war das Thema des folierten Eurofighters „Spirit of Oswald Boelcke“.

Motive zeigen Verbundenheit des Geschwaders zu Hauptmann Oswald Boelcke

Dabei wurde neben dem Konterfei des Namensgebers und dem ihm verliehenen französischen Verdienstorden auch die von ihm erdachte „Dicta Boelcke“ dargestellt. Das übergreifende Thema war also die Tradition und die Verbundenheit des Geschwaders zu Hauptmann Oswald Boelcke. In diesem Jahr wurde neben der Tradition auch aktuellen Ereignissen mehr Raum eingeräumt. Für ihren Erstflug stieg die „Sword of Boelcke“ mit Nachbrenner in den blauen Himmel auf. Mit den Motiven erscheint das Kampfflugzeug auch äußerlich so, was es an Fähigkeiten verkörpert. Der Blitz steht für Energie, Schnelligkeit und Dynamik. Drei Attribute, die der Eurofighter in sich vereint. Oben auf dem Rumpf prangt das bekannte Boelcke-Schwert und die Schwingen aus dem Geschwaderwappen finden sich passend dazu auf den Tragflächen.

Auf dem Seitenleitwerk findet man links das Geschwaderwappen in Weiß. Auf der rechten Seite sind die drei Rollen des Eurofighters grafisch dargestellt. Auch das Jahr ihrer Übernahme in die Luftwaffe wird genannt. An der Unterseite befinden sich Silhouetten der vier bisher im Geschwader geflogenen Flugzeugmuster. Aufgrund der Corona-Krise sind Luftfahrtausstellungen wie etwa die ILA Berlin weitgehend abgesagt. Diese sind eigentlich klassische Möglichkeiten, um solche Sonderfolierungen zu präsentieren. Stattdessen wird das Design der „Sword of Boelcke“ in den kommenden Monaten immer wieder am Himmel über Deutschland zu sehen sein, denn der Eurofighter wird im regulären Flugbetrieb eingesetzt.

Profi-Folierer passen Folie aufs Flugzeug

Nach einem internen Ideenwettbewerb und der gemeinsamen Erarbeitung einer Vision wurde ein erster Entwurf vorgestellt, der dann in mehreren Schritten weiter angepasst wurde. So musste darauf geachtet werden, dass die zweidimensionale Idee auch auf den dreidimensionalen Formen des Eurofighters gut und nicht verzerrt aussieht. Diesen Teil übernahm Oberstleutnant der Reserve Bodo Heinrichs, der als ehemaliger Tornadopilot des Geschwaders bereits an vielen Sonderlackierungen und zuletzt 2016 an einer Folierung maßgeblich beteiligt war. Schließlich setzten fünf professionelle Folierer, darunter ein mehrfacher Europameister und Vize-Weltmeister, das Projekt um.

Am 05. Mai wurde das Ergebnis dem Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, und dem Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“, Oberstleutnant Danilo Schlag, präsentiert. Einen Tag darauf erfolgte der Erstflug der „Sword of Boelcke“ mit dem Kommodore im Cockpit. Der neu folierte Jet wurde dann von Kommodore Oberstleutnant Danilo Schlag eingeweiht.

Ryanair startet Flugbetrieb ab Juli

Die Neuauflage des Flugbetriebs gilt unter Vorbehalt der Aufhebung der Regierungsbeschränkungen für Flüge innerhalb der EU und der Einführung wirksamer Maßnahmen für die Gesundheit der Öffentlichkeit an den Flughäfen. Ryanair will dann wieder fast 1.000 Flüge täglich durchführen und 90 Prozent der Ziele aus der Zeit vor der Covid-19-Krise wieder ansteuern.

Ryanair will ab Juli den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Das kündigte die Airline an. Demnach sollen ab ab Mittwoch, den 01. Juli 2020, 40 Prozent der regulären Flügpläne wieder erfüllt werden.

30 Flüge am Tag zur Zeit der Krise

Seit der Einführung der Covid-19-Flugbeschränkungen Mitte März bietet Ryanair einen eingeschränkten Flugplan mit täglich 30 Flügen zwischen Irland, Großbritannien und Europa an. Ab Juli wird Ryanair den Flugbetrieb von den meisten ihrer 80 Basen in Europa wieder aufnehmen. Auf den Hauptstrecken wird es weniger tägliche bzw. wöchentliche Frequenzen geben, da Ryanair daran arbeitet, auf möglichst vielen Strecken den Service wieder aufzunehmen, anstatt nur wenige Verbindungen mit hoher Frequenz zu betreiben.

Passagiere sollen weiterhin die Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus beachten. Dazu gehören: weniger Gepäckstücke aufgeben, vorab online einchecken, das Herunterladen der Bordkarte auf das Smartphone des Fluggastes sowie Temperaturkontrollen beim Betreten des Flughafens und das dauerhafte Tragen von Mundschtzmasken im Terminal und an Bord des Flugzeugs. Alle Ryanair-Flugzeuge sind mit HEPA-Luftfiltern ausgestattet (ähnlich denen, die in Krankenhäusern verwendet werden), und alle Flugzeuginnenflächen werden jede Nacht mit Desinfektionsmittel gereinigt, das über 24 Stunden lang wirksam ist. Temperaturkontrollen und Mundschutzmasken sind die Eckpfeiler der sicheren Wiederaufnahme des Flugservices – zusätzlich wird das Abstand halten an Flughäfen und an Bord des Flugzeugs bestärkt, wo dies möglich ist.

Toilettengang auf Anfrage

Die Kabinenbesatzung von Ryanair wird an Bord des Flugzeugs Mundschutzmasken tragen, und es wird ein begrenzter Bordservice mit verpackten Snacks und Getränken angeboten, bei dem die Bezahlung ausschließlich mit Karte möglich ist. Alle Transaktionen an Bord werden bargeldlos abgewickelt. Auch das Anstehen in der Schlange vor den Toiletten wird an Bord nicht erlaubt sein, Fluggästen wird auf Anfrage Zugang zu den Toiletten gewährt. Ryanair fordert die Passagiere dazu auf, sich regelmäßig die Hände zu waschen und in den Flughafenterminals Handdesinfektionsmittel zu benutzen.

Als vorübergehende weitere Maßnahme für die Gesundheit in der Öffentlichkeit wird Ryanair während dem Zeitraum, in der die EU-Staaten aus ihrem Covid-19 Lockdown heraustreten, von allen Passagieren, die im Juli und August fliegen, beim Check-In Angaben über die Dauer ihres geplanten Besuchs in einem anderen EU-Land sowie ihre Adresse während des Besuchs erfragen. Diese Kontaktinformationen werden den EU-Regierungen zur Verfügung gestellt, um diese bei der Kontrolle der Isolationsregelungen, die für Passagiere auf Flügen innerhalb der EU gelten, zu unterstützen.

Rückkehr zu normalen Flugplänen

CEO von Ryanair Eddie Wilson: „Es ist wichtig für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter, dass wir ab dem 01. Juli zu einigen normalen Flugplänen zurückkehren. Regierungen in ganz Europa haben über vier Monate Kontakt- und Reisebeschränkungen verhängt, um die Ausbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen. Nach vier Monaten ist es an der Zeit, Europa wieder zum Fliegen zu bringen, damit wir Freunde und Familien wieder zusammenbringen, den Menschen die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz ermöglichen und die europäische Tourismusindustrie, die so viele Millionen Arbeitsplätze bietet, wieder hochfahren können.

Ryanair wird eng mit den Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Flüge wo möglich den wirksamen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 entsprechen. Wie sich bereits in Asien gezeigt hat, sind Temperaturkontrollen und Mundschutzmasken auf Kurzstrecken (eine Stunde) innerhalb des europäischen Marktes die wirksamste Methode, dies zu erreichen.

Jetzt, da die Staaten Europas eine allmähliche Rückkehr zum normalen Leben zulassen, erwarten wir, dass diese in den kommenden Wochen und Monaten weiter fortschreiten wird. Da es bis zum 01. Juli noch mehr als sechs Wochen sind, ist Ryanair der Ansicht, dass dies das passendste Datum für die Wiederaufnahme der regulären Flugpläne ist, damit Freunden und Familien sich wieder besuchen können, Pendler wieder arbeiten gehen können und Tourismus-fokussierte Länder wie Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Frankreich und andere die Möglichkeit haben, den Rest der diesjährigen Tourismussaison auszuschöpfen..“ Flugtickets seien schon jetzt für den genannten Zeitraum buchbar, so Eddie Wilson.

Eurofighter fliegt auch ohne ILA mit Sondermotiv

Der Eurofighter mit Sonderfolierung sollte zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2020 präsentiert werden. Nach der Absage durch den Kreis Dahme-Spreewald und der jetzt gestarteten Online-ILA muss der Eurofighter nun zuhause bleiben.

„Stay at home“ heißt es jetzt für den Kampfjet Eurofighter aus dem taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“. Die internationale Luft- und Raumfahrt-Ausstellung ILA in Berlin sollte der erste große Auftritt des Eurofighters in der Öffentlichkeit sein. Doch da die ILA nun nur Online stattfindet, bleibt das Flugzeug zuhause. Dennoch hatte der Kampfjet jetzt seinen „Rollout“ im heimischen Fliegerhorst in Nörvenich.

Tragfläche wird Bildfläche

Auf dem Eurofightern sind in künstlerischer Form verschiedene Elemente abgebildet. Die Stilelemente sollen Themenschwerpunkte abbilden, die für die Luftwaffe in Zukunft relevant sind. So ist im Bereich des Cockpits ein grün-grauer Binärcode abgebildet. Dieser ist Ausdruck der innovativen Digitalisierung der Luftwaffe. Wesentliche Teile des Rumpfes und der Tragfläche sind in blau-schattiertem Polygon gehalten. Ursprung dieses Musters ist das Corporate Design der Bundeswehr.

Auf dem Leitwerk findet sich eine Quadriga-Figur mit entsprechendem Schriftzug. Die Quadriga ist ein antiker zweirädiger Streitwagen mit vier Zugtieren. Ihren Ursprung findet sie in der alt-römischen Mythologie – hier wurde die Quadriga künstlerisch neu interpretiert.

Designt wurde die Folierung unter anderem von Stabsfeldwebel Marcel Wenk. „Im Luftwaffentruppenkommando hat man uns beauftragt, Vorschläge zu den Themen Digitalisierung und Quadriga auszuarbeiten.“ Warum Folie und kein neuer Lack für den Kampfjet? „Die Folie ist leichter und schont das Material des Eurofighters“, erklärt Wenk. Außerdem sei die Folie im Falle eines Einsatzes schnell und leicht wieder zu entfernen.

Quadriga: neue Generation der Eurofighter

Ursprünglich sollte der sonderfolierte Eurofighter aus dem taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ am kommenden Wochenende auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung) präsentiert werden. Doch wie bei so vielem machte Covid-19 auch hier einen Strich durch die Rechnung. Dennoch beschreitet die Luftwaffe weiter den Weg der technologischen Modernisierung des Eurofighters im sogenannten „Quadriga-Projekt“. Das heißt, dass die ältere Generation der Eurofighter, die Tranche 1, mit neuen Eurofightern der Tranche 4 ausgetauscht werden sollen.

Flughafen Zürich verzeichnet 99% weniger Passagiere

Im April 2020 sind 26.913 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Minus von 99,0 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. So wenige Passagiere durchschnittlich pro Monat sind das letzte Mal 1952 über den Flughafen Zürich gereist, vier Jahre nach Aufnahme des Flugbetriebs.

Die Anzahl Lokalpassagiere sank im April 2020 um 98,9 Prozent auf 20.866. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag bei 11,9 Prozent (-16,4 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr) und die Zahl der Umsteigepassagiere sank um 99,6 Prozent auf 2.812. Die Anzahl Flugbewegungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 91,7 Prozent auf 1.921 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 37,0 Fluggästen 71,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 59,9 Prozentpunkte auf 20,1 Prozent gesunken.

Auch Frachtverkehr bricht in Zürich ein

Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im April 12.177 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einem Rückgang von 67,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Gleichzeitig ist die Anzahl reiner Frachtflüge um 234 Flugbewegungen gegenüber April 2019 auf total 256 Starts oder Landungen gestiegen. Im Mai 2020 bewegen sich die Anzahl Flugbewegungen und die Anzahl Passagiere voraussichtlich auf ähnlich tiefem Niveau wie im April 2020. Ab Juni werden steigende Verkehrszahlen bei den Passagieren und Anzahl Flugbewegungen erwartet.

Lufthansa zu Geschäftstätigkeit in „Steueroasen“

Am vergangenen Wochenende haben einige Politiker in Interviews eine Klärung gefordert, „warum die Lufthansa Tochtergesellschaften in Steueroasen hat“.

Um die gewünschte Transparenz herzustellen, veröffentlicht das Unternehmen Details zu ihren Tochtergesellschaften mit Sitz in Ländern oder Gebieten, die auf der EU-Liste der nicht kooperativen Länder und Gebiete für Steuerzwecke geführt werden. 

Bei allen Gesellschaften, die in Staaten dieser Liste tätig sind, handelt es sich um Firmen mit operativem Geschäftsbetrieb (beispielsweise Produktion von Mahlzei­ten und Logistikdienstleistungen für lokale Fluggesellschaften und Flughäfen), die zur LSG Group gehören. 

Panama

Arlington Services Ltd – (Geschäftszweck: Holdinggesellschaft zu 100 Prozent im Besitz der LSG Group) sowie Sky Chefs de Panama (Geschäftszweck: Airport Catering); insgesamt 500 Mitarbeiter

Guam

LSG Catering Guam Inc. (Geschäftszweck: Holdinggesellschaft zu 100 Prozent im Besitz der LSG Group) sowie LSG Lufthansa Service Guam Inc. (Geschäftszweck: Airline Catering); insgesamt 186 Mitarbeiter

Cayman Islands/Virgin Islands

Die LSG Group ist zu 49 % an der Inflite Holdings Cayman Ltd. beteiligt(Geschäftszweck: Holdinggesellschaft). Diese wiederum hält mehrere Beteiligun­gen in der Karibik, darunter an der GCG Virgin Islands Inc. (Geschäftszweck: Ground Handling und Airport Catering) auf Virgin Islands mit insgesamt 103 Mit­arbeitern sowie an der Goddard Catering Group GCM Ltd. (Geschäftszweck: Catering Operations) auf Cayman Islands mit insgesamt 31 Mitarbeitern 

Bei den zur Inflite Holdings zugehörigen Beteiligungen in der Karibik sowie in Süd­amerika handelt es sich um Töchter der Joint Ventures der LSG Group mit der GCG Catering Group („GCG“), die nach eigenen Angaben einer der führenden Catering-Service-Anbieter in der Karibik und Südamerika ist. Bei diesen Tochter­gesellschaften handelt es sich um operative Cateringbetriebe, deren Ergebnisse selbst dann vor Ort zu versteuern wären, wenn sie direkt aus Deutschland heraus geführt würden. 

Lufthansa Group in vielen Ländern selbst oder mit ihren Tochtergesellschaften vertreten

Als global agierendes Unternehmen ist die Lufthansa Group in einer Vielzahl von Ländern selbst oder mit ihren Tochtergesellschaften vertreten. Selbstverständlich werden in allen Ländern, in denen der Lufthansa Konzern tätig ist, die nationalen und internationalen Rechts- und Steuervorschriften beachtet. Bei Standortent­scheidungen der Lufthansa Group spielen verschiedenste Parameter eine Rolle. So verfolgt die LSG Group als weltweit tätiger Cateringspezialist in der Lufthansa Group die Strategie, Gesellschaften dort zu gründen, wo dies aus operativen Grün­den geboten ist.

Flughafen Frankfurt startklar trotz Corona-Pandemie

Der Flughafen Frankfurt bereitet sich trotz der anhaltenden Corona-Pandemie auf den Wiederanlauf des Flugbetriebs vor. Hierbei setzt der Flughafenbetreiber Fraport einen umfangreichen Infektionsschutz in den derzeit betriebenen Bereichen im Terminal 1 um und erfüllt somit alle Auflagen der Gesundheitsbehörden.

„Für uns haben die Sicherheit und die Gesundheit unserer Passagiere und Beschäftigten höchste Priorität“, sagt Alexander Laukenmann, Leiter Flug- und Terminalbetrieb und Unternehmenssicherheit bei Fraport. „Mit den getroffenen Maßnahmen halten wir das Infektionsrisiko so gering wie möglich, sodass Fluggäste sicher über den Flughafen Frankfurt reisen können.“

Maßnahmen der Luftfahrtbranche gegen Corona

Die gesamte Luftfahrtbranche stimmt sich über einheitliche Maßnahmen ab. Eine Vielzahl an Schritten ist in Frankfurt bereits umgesetzt: Die Wartebereiche vor Check-in-Schaltern, an der Bordkarten- und Sicherheitskontrolle und an den Gepäckausgabebändern sind alle auf den einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 Metern angepasst. Markierungen am Boden zeigen diesen an. Das gilt auch für alle anderen Prozessstellen, an denen es zu Wartezeiten kommen kann. In den Aufenthaltsbereichen kann nur jeder zweite Sitz genutzt werden. Plakate, digitale Anzeigen und mehrsprachige Lautsprecherdurchsagen alle fünf Minuten weisen zusätzlich auf die geltenden Abstandsregeln hin. Zudem ist geschultes Personal vor Ort im Einsatz, das – wo dies nötig werden sollte – auf den Mindestabstand aufmerksam macht.

Wo sich Fluggäste und Beschäftigte unmittelbar miteinander austauschen müssen, dienen nun Scheiben aus Plexiglas dem gegenseitigen Schutz. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Tätigkeit nicht die geltenden Abstandsregelungen einhalten können, wie an den Sicherheitskontrollstellen, tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Für Passagiere gilt aktuell eine Maskenpflicht in Passagierbussen und in Shops am Flughafen. Perspektivisch wird eine solche Tragepflicht für alle Passagiere, Gäste und Beschäftigte beim Betreten des Terminals angeordnet.

Zusätzlich stehen zahlreiche Spender mit Handdesinfektionsmittel bereit. Oberflächen, die viel berührt werden, werden häufiger gereinigt und desinfiziert.

„Damit der Infektionsschutz aber auch wirklich greift, müssen alle mitziehen und den vorgegebenen Abstand einhalten. Da setzen wir auf das Verantwortungsbewusstsein aller Reisenden und Beschäftigten“, ergänzt Laukenmann. „Wir haben die Vorkehrungen in allen Bereichen getroffen, die derzeit in Betrieb sind oder demnächst in Betrieb genommen werden. Für die übrigen Bereiche arbeiten wir mit Hochdruck daran, auch diese entsprechend vorzubereiten.“

Flughafen München gewinnt „World Airport Awards“

Der Flughafen München ist in Europa weiterhin top: Bei den jährlich verliehenen „World Airport Awards“ des renommierten Londoner Luftfahrtinstituts Skytrax wurde die bayerische Luftverkehrsdrehscheibe erneut mit dem Titel „Best Airport in Europe“ ausgezeichnet. Im weltweiten Ranking konnte sich München mit einem hervorragenden fünften Rang um zwei Plätze gegenüber dem Vorjahr verbessern. Unter den Flughäfen mit einem jährlichen Passagieraufkommen zwischen 40 und 50 Millionen rangiert München sogar auf Platz 1 der Weltrangliste.

„München zählt zu den besten Umsteigeflughäfen“

Neben dem Erfolg im Gesamt-Ranking erzielte der Münchner Airport auch in verschiedenen Einzelkategorien ausgezeichnete Bewertungen. Nach Ansicht der Befragten zählt München zu den besten Umsteigeflughäfen und gehört auch bei den Einreise-Modalitäten weltweit zur Spitzengruppe. Bestwerte gab es darüber hinaus auch bei den Serviceeinrichtungen und den gastronomischen Angeboten am Airport.

„Wir freuen uns über die enorme Wertschätzung, die Fluggäste unserem Airport weltweit entgegenbringen. Dieses Vertrauen wird uns sicherlich dabei helfen, die aufgrund der Coronapandemie aktuell sehr schwierige Situation zu meistern“, stellte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, fest. Lammers weiter: „Wir hoffen, dass viele Passagiere aus aller Welt möglichst bald wieder die Gelegenheit haben, von den hohen Service- und Aufenthaltsstandards unseres Airports zu profitieren.“

Zur ausgezeichneten Bewertung des bayerischen Luftverkehrsdrehkreuzes erklärte Edward Plaisted, CEO des Luftfahrtinstituts Skytrax: „Der Flughafen München genießt weiterhin eine sehr hohe Popularität bei den Passagieren und schneidet deshalb auch in der aktuellen Befragung in vielen unterschiedlichen Kategorien hervorragend ab.“

Flughafen Singapur Changi bleibt bester Flughafen der Welt

Bester Flughafen der Welt bleibt der Flughafen Singapur Changi vor dem zweitplatzierten Flughafen Tokio Haneda sowie dem Hamad International Airport in Doha. Grundlage der „World Airport Awards“ war eine weltweite Umfrage unter mehr als zwölf Millionen Passagieren. Fluggäste aus mehr als 100 Ländern hatten sich über sechs Monate (September 2019 bis Februar 2020) an der Erhebung beteiligt und 550 Flughäfen bewertet. Die Auszeichnung wurde angesichts der Corona-Pandemie erstmals virtuell vergeben. Für den Flughafen München setzt sich mit der abermaligen Prämierung eine bemerkenswerte Serie fort: Der Airport wurde damit bereits zum 13. Mal innerhalb der letzten 15 Jahre als „Best Airport in Europe“ gewürdigt.

EuroAirport bereit für Hochfahren des Flugbetriebs

Nach der Ankündigung von Lockerungen sowohl in Frankreich als auch der Schweiz bereitet sich der EuroAirport EAP auf die Rückkehr des Reiseverkehrs und der Passagierflüge vor.

Beim gesamten Reiseablauf und Abfertigen steht die gesundheitliche Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitenden im Fokus. Am Flughafen ist das Tragen von Schutzmasken Pflicht. Die ergriffenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken, weshalb sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz ab dem 11. Mai 2020 weitere Lockerungen in Kraft treten. Durch die Grenzschließungen zahlreicher Staaten ist der Reiseverkehr jedoch praktisch zum Erliegen gekommen. Nun planen mehrere Länder und die EU Wiedereröffnungen der Grenzen nach.

Länderüberschreitende Regeln

Der binationale EuroAirport (EAP) hält sich an die behördlichen Verhaltens-Vorgaben sowohl der Agence régionale de santé ARS (FR) als auch des Bundesamts für Gesundheit BAG (CH). Zusammen mit den Partnern für den Flughafenbetrieb werden zurzeit die detaillierte Organisation der Passagierflüsse und die konkreten Verhaltensmaßnahmen für das Wiederhochfahren des Betriebs vorbereitet. Durch eine Abstimmung der Verfahren soll die Ansteckungsgefahr am Flughafen möglichst ausgeschlossen werden.

Zurzeit ist einer von drei Bereichen für die Sicherheitskontrollen der Passagiere im Terminal geöffnet. Die weiteren werden entsprechend der Entwicklung des Verkehrsaufkommens in Betrieb genommen. Check-in-Schalter, Gates, Lounges und Verkaufspunkte werden im Rahmen der behördlichen Freigaben und in Absprache mit den verschiedenen Partnern geöffnet. Auf dem Areal des Flughafens gilt für alle Passagiere und Besucher:

  • Das Tragen von Schutzmasken ist obligatorisch
  • Mindestabstand und geltende Hygieneregeln sind strikt einzuhalten
  • Die Airlines können für ihre Passagiere weitere Maßnahmen treffen

Der EuroAirport trifft zum Schutz der Gesundheit von Passagieren, Besuchern und Mitarbeitenden unter anderen folgende Maßnahmen:

  • Dispenser mit Desinfektionsmitteln, Absperrungen und Abstandsmarkierungen an allen Orten, wo es zu Ansammlungen von Personen kommen kann
  • Abtrennungen an den Schaltern durch Plexiglasscheiben
  • Verstärkte Desinfektionsmaßnahmen durch die Reinigungsequipen bei stark benutzten Flächen wie Rolltreppenbänder, Fahrstuhlknöpfe, Türklinken und Toiletten sowie in den Schalterbereichen.

„Wir werden vermutlich noch lange nicht die Passagierzahlen von Ende 2019 erreichen“, ist sich Matthias Suhr, Direktor des Flughafens Basel-Mulhouse, bewusst: „Aber wir setzen alles daran, weiterhin ein solider, verantwortungsvoller und attraktiver Partner für unsere Kunden zu sein“.

Coronatests für alle am Flughafen Stuttgart

Beim Airport Medical Center (AMC) am Flughafen Stuttgart sind ab jetzt Tests auf das Coronavirus möglich. Das Angebot steht nicht nur Passagieren, sondern allen Interessenten offen. Die Kosten für den Coronatest müssen jedoch selbst übernommen werden.

Coronatest: Untersuchung und Kosten

Mit einem Abstrich auf SARS-COV-2 lässt sich eine aktuelle Infektion feststellen, mit einer Blutentnahme zur Untersuchung auf Antikörper kann eine bereits überwundene Infektion nachgewiesen werden. Die Kosten für die Untersuchung liegen bei ca. 170 Euro für einen Abstrich bzw. bei knapp 60 Euro für die Untersuchung auf Antikörper. Eine telefonische Voranmeldung für diese Tests ist zwingend erforderlich.

Maskenpflicht im Gebäude

Bei einem Besuch am Flughafen ist die jüngste Rechtsverordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu beachten. Danach sind in Flughafengebäuden ab dem 11. Mai 2020 Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Die Anweisung gilt für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr.

Geodaten eröffnen präzise Anwendungen für Drohnen

Um den deutschen Luftraum sicherer zu machen will die Flugsicherung DFS mit Hilfe von hochpräzisen Geodaten Flugverbotszonen für Drohnen erfassen und ausweisen. Damit soll eine sichere und faire Integration von unbemannten Luftfahrzeugsystemen in den deutschen Luftraum, geschehen, so die DFS.

Dafür hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH gemeinsam mit dem Darmstädter Unternehmen wetransform, unter der Koordination des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD in Rostock, das Projekt fAIRport gestartet. Im Fokus steht die Entwicklung einer auf offenen Standards basierenden Geodaten-Plattform, die von wetransform betrieben wird. Daten, welche Drohnenflugverbotszonen gemäß §21 der Luftverkehrsordnung bedingen, sollen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt und harmonisiert werden. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND (Modernitätsfonds) mit 1.205.000 Euro gefördert.

Datengüte, Luftbilder und KI

Die umfangreichen Geodaten werden die bei der DFS bereits vorhandenen, relevanten Geländemerkmale und Hindernisse erweitern. Geländemerkmale, die bisher nicht kartographiert sind, werden unter anderem auf Basis von hochauflösenden Luftbildern mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erkannt. Dies sind beispielsweise Windkraftanlagen und Hubschrauberlandeplätze, Schienen- und Straßennetze, Industrieanlagen, aber auch Orte mit möglichen Menschenansammlungen, wie Campingplätze, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Technologien des Fraunhofer IGD ermöglichen es, Geländemerkmale automatisch in Luftbildern zu identifizieren. Methoden des maschinellen Sehens und Lernens sind in der Lage, zuverlässig Strukturen und Muster zu erkennen und korrekt zu klassifizieren. So ist es möglich, in kürzester Zeit die Drohnenflugverbotszonen für ganz Deutschland zu ergänzen und in einem aktuellen Geodatensatz bereitzustellen.

Drohnenflug ohne Blickkontakt

Über eine von wetransform entwickelte Behördenschnittstelle sollen zudem Informationen integriert werden, die zu temporären Flugverbotszonen führen. Städte oder Kommunen können über das neu geschaffene Portal Daten zu Menschenansammlungen, Märkten oder beispielsweise Konzerten, aber auch zu explizit ausgewiesenen Flugzonen eingeben. Bereits vorhandene flugrelevante Geodaten, beispielsweise von Hindernissen für die Luftfahrt, werden überprüft und aktualisiert. So leistet das Projekt nicht nur die Datenbasis für Drohnenflüge, sondern auch einen positiven Beitrag zur Luftraum- und Verfahrensplanung und damit zur Sicherheit des Luftverkehrs.

Die harmonisierten Daten werden in dem Traffic Management System für die unbemannte Luftfahrt (UTM-System) und in weiteren Anwendungen für Drohnen, welche die DFS über ihre Tochterfirma Droniq anbietet, hinterlegt. Die Verbesserung der Datenlage ermöglicht eine genauere und sichere Navigation von Drohnen und damit eine Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten. Auch werden Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite von Drohnenpiloten möglich.

Geodaten eröffnen präzise Anwendungen für Drohnen
Geodaten eröffnen präzise Anwendungen für Drohnen 1

Blutkonserve per Paketdrohne verschicken

Hubschraubereinsätze sowie Kontroll- und Wartungsflüge an Hochspannungstrassen, Pipelines oder Gasleitungen könnten beispielsweise durch Drohnen ersetzt werden; Transporte von Medikamenten, Organen oder Blutkonserven könnten per Drohne schneller und effizienter ermöglicht werden. Der Einsatz von Drohnen bei Rettungseinsätzen kann Leben retten. Mit einem operativ einsatzfähigen UTM-System basierend auf hochpräzisen Geodaten, lässt sich das Potenzial von unbemannten Luftfahrzeugen voll nutzen und sicher in das bestehende System Flugverkehr integrieren. Auch könnte durch verstärkten Einsatz von Drohnen statt Hubschrauber oder PKW CO2- und Lärm-Emissionen erheblich reduzieren lassen.

Loyal Wingman von Boeing feiert Rollout in Australien

Boeing hat mit Industriepartnern in Australien der Luftwaffe den ersten unbemannten Flügelmann präsentiert. Der Loyal Wingman für die Royal Australian Air Force ist das erste Flugzeug seit über 50 Jahren, so Boeing, das in Australien geplant, entwickelt und gebaut wurde.

Der Loyal Wingman wird von über 30 weiteren Partnern mit hergestellt und nutzt Künstliche Intelligenz (KI) um die Fähigkeiten von bemannten wie unbemannten Plattformen zu erweitern. Das Flugzeug ist der erste von drei Prototypem für Australiens Loyal Wingman Advanced Development Program und dient gleichzeitig als Fundament für das Airpower Teaming System (ATS) von Boeing, das für einen Weltweiten Militärmarkt entwickelt werden soll.

Autonomer Wingman für Landesverteidigung

Nicht nur der Premierminister von Australien, Scott Morrison, nannte den Rollout des Loyal Wingman einen historischen Moment für sein Land und die Verteidigungsaufgaben. Auch für den Air Marshal Mel Hupfeld als Leiter der Royal Australian Air Force ist es ein wichtiger Meilenstein dieses Flugzeugprogramms. Der Flügelmann wurde zunächst als digitaler Zwilling entworfen. Anhand dessen wurden dann die Strukturen, Systeme und Fähigkeiten entsprechend der gegebenen Betriebsparameter für das reale Flugzeug ausgelegt. Für den Loyal Wingman stellt Boeing die bisher größten Gussharzteile seiner Geschichte her.

Nach dem Rollout der Drohne beginnen nun die Bodentests, und auch das Taxiing und der Erstflug soll noch dieses Jahr erfolgen. Autonome Systeme werden an Bedeutung gewinnen, so Kristin Robertson, Vice President der Autonomous Systems bei Boeing Defense, Space & Security. Weltweit bestehe Bedarf bei diesen Fähigkeiten, und deshalb ist des Loyal Wingman-Programm auch so wichtig für die Weiterentwicklung des Boeing Airpower Teaming Systems.

Flughafen Dortmund begrüßte 3.576 Fluggäste im April

Den Dortmund Airport nutzten im April nur 3.576 Fluggäste. Die Anzahl der Passagiere sank damit auf 1,5 Prozent des Vorjahresniveaus. Die Flugbewegungen gingen im selben Zeitraumim Vergleich zum Vorjahresmonat um 76 Prozent auf 653 Bewegungen zurück. Nur zu zwei Städten gab es noch regulären Flugverkehr.

Linienflugverkehr besonders betroffen

Besonders stark betroffen ist der Linienflugverkehr mit einem Rückgang von 96,8 Prozent. Einzig die Städte Budapest und Sofia wurden im regulären Linienflugverkehr im April noch vom Dortmund Airport aus angeflogen. Die Bezirksregierung Münster hat den Dortmund Airport nach vorheriger Antragsstellung auch im Mai und Juni von seiner Betriebspflichtbefreit. Damit dürfen Flugzeuge weiterhin nur noch nach vorheriger Anmeldung und Genehmigung starten und landen. Diese Maßnahme ermöglicht es, Vorhaltekosten zu reduzieren.

Terminal 1 am Flughafen Stuttgart lädt zu 1:1 Concerts

Da die Luftfahrt aufgrund der Reisebeschränkungen wegen des Coronavirus` fast gänzlich zum Erliegen kommen ist, ist Flughäfen derzeit viel Platz und nichts los. Warum also nicht das Terminal für ein Ereignis der besonderen Art nutzen? Der Flughafen Stuttgart stellt für das Projekt der Staatsoper Stuttgart und des SWR-Symphonieorchesters jetzt sein Terminal 1 für ein besonderes Konzert zur Verfügung.

Weltweit erste 1:1 Concerts an einem Airport

Der Flughafen Stuttgart ist am 08. und 10. Mai Schauplatz der weltweit ersten 1:1 Concerts an einem Airport. Dabei spielt ein Musiker jeweils zehn Minuten für einen einzigen Zuhörer ein persönliches Konzert, beide sind dabei völlig alleine im Raum. Das ungewöhnliche Format ist inspiriert durch die Performance der Künstlerin Marina Abramović „The Artist Is Present“ und will trotz der Einschränkungen des Kulturlebens durch die Corona-Pandemie persönliches musikalisches Erleben in sicherem Abstand ermöglichen.

Konzerte beim Kontaktverbot: Abstand gewahrt

Der Airport unterstützt das außergewöhnliche Engagement der Künstler. Alle Musiker spielen ohne Honorar, mit den Spenden der Gäste können freischaffende Musiker unterstützt werden. In der Corona-Pandemie ist vieles nur noch digital möglich, viele Menschen vermissen aber echten persönlichem Kontakt und direkte musikalische Erlebnisse. 1:1 Concerts ermöglichen ein reales Konzerterlebnis und berücksichtigen dabei alle notwendigen Schutzmaßnahmen. Bei den individuellen 1:1 Concerts von jeweils zehn Minuten sind je ein Hörer und ein Musiker zusammen – musikalische Intimität bei sicherem Abstand.

Plätze online buchbar

Die Plätze für das Erlebnis sind begrenzt, sie sind online auf der Website der Staatsoper Stuttgart buchbar. Zehn Karten für 1:1-Konzerte werden vom Flughafen, der Staatsoper Stuttgart und dem Symphonieorchester ab Mittwoch über die Social Media-Kanäle des Flughafens verlost.

SkyForward: Die Online-Karrieremesse der Luftfahrt

Der BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V.) veranstaltet die online-Messe SkyForward. Sie ist eine digitale Recruiting-Initiative der Luftfahrtbranche. Messebesucher haben nach der kostenlosen Anmeldung zu der Veranstaltung die Möglichkeit, ein Onlineprofil zu erstellen und sich direkt während dem Event auf spezifische Stellenangebote digital zu bewerben.

Karrieremesse SkyForward

Die Karrieremesse wurde vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. in Zusammenarbeit mit meetyoo conferencing 2019 ins Leben gerufen. Interessierte und Job-Suchende kommen auf der Online-Plattform mit Unternehmen wie u. a. ARTS, Lufthansa Technik, Liebherr, Premium Aerotec, OHB uvm. in Kontakt. In Live-Chats und Foren können sie ihre Fragen direkt mit den Ansprechpartnern von ARTS klären und die vielfältigen Berufseinstiegs- und Karrierechancen des Industriedienstleisters kennenlernen. Die Messe läuft am 07.05. von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

Auch online direkt in Kontakt mit Personalern

Das Online-Messeformat ermöglicht einen unkomplizierten Kontaktaufbau zwischen Kandidaten und Luft- und Raumfahrtexperten. Aussteller, unter anderem ARTS und potenzielle Bewerber treffen online aufeinander und können sich, wie auf einer Präsenzmesse, unterhalten und Informationen sowie Kontaktdaten austauschen. Gesucht werden vor allem Professionals, Manager, Werkstudenten und Berufseinsteiger aus den Fachrichtungen Ingenieurwesen, Technik, IT, Naturwissenschaften und Forschung.

Anmeldung ist kostenlos

Zusätzlich werden drei digitale Auditorien zur Verfügung stehen, in denen Aussteller und Veranstaltungspartner in Präsentationen weitere Informationen zu Themen wie z.B. aktuelle Industrie-Trends und Projekte, Bewerbungsprozesse und Karriereaussichten vermitteln. Auch ARTS ist auf der SkyFoward vertreten. Die Anmeldung ist kostenlos möglich, und mehr zu finden auf der Homepage hier.

Lufthansa AG nach virtueller Hauptversammlung

Die Lufthansa hat ihre Hauptversammlung wegen der Corona-Maßnahme erstmals vollständig online abgehalten. Auch sonst hat das Virus das Geschäftsleben infiziert, und der Gesundheitsschutz wird nicht nur für Aktionäre und Mitarbeiter, sondern auch für den Konzern auf Vordermann gebracht.

So ist die 67. ordentliche Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG um 10:00 Uhr pünktlich gestartet. Viele Aktionäre haben die Möglichkeit genutzt, vorab ihre Fragen einzureichen. Insgesamt wurden bis zum Stichtag, 02. Mai 24:00 Uhr, 246 Fragen übermittelt, die im Laufe der Hauptversammlung beantwortet werden. Zudem stehen mit Erich Clementi, Dr. Thomas Enders, Harald Krüger und Astrid Stange vier Kandidatinnen und Kandidaten für einen Sitz im Aufsichtsrat des Unternehmens zur Wahl und Stephan Sturm stellte sich zur Wiederwahl.

Zur Abstimmung kamen zudem Anpassungen am Vorstandsvergütungssystem, die der Aufsichtsrat aufgrund gesetzlicher Änderungen, der Überarbeitung des Deutschen Corporate Governance Kodex und Investorenanforderungen beschlossen hat. Die Hauptversammlung hatte auch über die vorgeschlagene Aussetzung der Dividende sowie Ermächtigungen für Kapitalmaßnahmen entscheiden.

Aktionäre stimmen Sparmaßnahmen zu

Rund 10.000 Aktionäre haben die Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG online verfolgt. Insgesamt waren 33,19 Prozent des Grundkapitals vertreten. Mit großer Mehrheit haben sie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 entlastet. Die Anteilseigner stimmten dem Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats zu, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 298 Millionen Euro vollständig zur Einstellung in andere Gewinnrücklagen zu verwenden und nicht als Dividende auszuschütten.

Gleichzeitig wählten die Aktionäre Astrid Stange (Group Chief Operating Officer, AXA SA), Erich Clementi (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der E.ON SE), Dr. Thomas Enders (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik) sowie Harald Krüger (Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG) in den Aufsichtsrat. Mit Wirkung zum Ablauf der heutigen ordentlichen Hauptversammlung hatten die Aufsichtsratsmitglieder Martina Merz, Herbert Hainer, Michael Nilles und Matthias Wissmann ihre Aufsichtsratsmandate niedergelegt. Stephan Sturm wurde erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Vergütung rückwirkend geändert

Die vom Aufsichtsrat beschlossene Änderung des Vergütungssystems des Vorstands rückwirkend zum 01.01.2020 wurde von den Anteilseignern ebenfalls mehrheitlich angenommen. Zudem wählten die Aktionäre die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft löst damit die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Konzernprüfer ab.

Die Anteilseigner nahmen auch die neue Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mehrheitlich an. Sie ersetzt eine im April 2021 auslaufende Ermächtigung. Schließlich stimmten sie einer geringfügigen Anpassung des Genehmigten Kapitals A und einer entsprechenden Satzungsänderung zu. Insgesamt standen in der Hauptversammlung neun Tagesordnungspunkte zur Abstimmung. Die Aktionäre des Unternehmens stimmten allen Punkten mit breiter Mehrheit zu.

NASA bestellt weitere Raketentriebwerke für Rakete SLS

Die NASA hat jetzt weitere Aufträge für Raketenantriebe erteilt. Für die neue Schwerlastrakete SLS sollen insgesamt 18 weitere Düsen hergestellt werden, die für die Missionen zum Mond benötigt werden.

Produktion von 18 weiteren Düsenmotoren RS-25 durch Aerojet Rocketdyne

Die Missionen des neuen Raumfahrtprogramms Artemis sollen Menschen wieder zum Mond und weiter hinaus ins Sonnensystem bringen. Für diese Reisen kommt vielerlei neue, teils auch schon bewährte Technik zum Einsatz. Für die neue Rakete SLS (Space Launch System) hat die US-Raumfahrtbehörde NASA jetzt den Auftrag für die Produktion von 18 weiteren Düsenmotoren RS-25 an Aerojet Rocketdyne in Sacramento, Kalifornien, erteilt.

Dieser Folgeauftrag für die 18 Düsen beläuft sich auf einen Wert von 1,79 Mrd. US-Dollar. Darin eingeschlossen sind neben den Herstellungskosten auch Testläufe der Triebwerke, Herstellung von Werkzeugen sowie technische Unterstützung beim Betrieb der Düsen auf den Missionen. Der erste Auftrag dieser Art war im November 2015 von der NASA an den Hersteller vergeben worden, damals ging es um die ersten sechs neuen Triebwerke RS-25, die bereits gebaut werden. Bis September 2029 sollen somit die insgesamt 24 Triebwerke realisiert werden, womit die NASA sechs Missionen bestreiten will.

Technik aus dem Space Shuttle

Die RS-25 basieren dabei auf den Düsen, die schon das Space Shuttle in den Weltraum gebracht haben. John Honeycutt, Programmmanager für das SLS am Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, sagte: „Die gleichen verlässlichen Triebwerke, die mehr als 100 Space Shuttle-Missionen gestartet hatten, wurden modifiziert um noch leistungsstärker zu sein, damit die nächsten Astronauten, die in den Artemismissionen ihren Fuß auf die Mondoberfläche setzen werden, gestartet werden können“.

SLS bringt dabei das Orion genannte Raumschiff, das viel europäische Technik beinhaltet, in die Umlaufbahn, damit dieses zum Mond weiterfliegen kann. Die ersten SLS-Starts werden sogar noch mit 16 übrig gebliebenen Düsen aus dem Space Shuttle-Programm durchgeführt. Diese werden überarbeitet und erhalten neue Controller, damit sie die erforderliche höhere Leistung bringen. Vier solcher Raketentriebwerke treiben eine SLS an. Zwei Mio. Pfund an Schubkraft kommen so zustande. Die Hauptstufe der Rakete für den Mondflug ist bereits zusammengebaut.

Flughafen Frankfurt führt ILS-Messflüge tagsüber durch

Am Flughafen Frankfurt steht die nächste Runde von speziellen Vermessungsflügen an. Normalerweise findet solch ein Flug nachts statt, da das hohe Verkehrsaufkommen am Fraport es tagsüber nicht zulässt. Angesichts der aktuellen Corona-Lage ist es jedoch möglich, diesen Vermessungsflug tagsüber durchzuführen.

Die ILS-Vermessungsflüge finden vom 04. Mai bis 07. Mai 2020 statt, überprüft wird dabei das Instrumentenlandesystem der Südbahn des Frankfurter Flughafens. Ein speziell hierfür ausgerüstetes Messflugzeug überprüft dabei die Präzision der Signale, die für sichere Landungen erforderlich sind. Untersucht werden beide Betriebsrichtungen, also Anflüge sowohl aus dem Osten als auch aus dem Westen kommend.

Die Flugvermessung beginnt an den genannten Tagen um 10:30 Uhr und ist jeweils gegen 20:00 Uhr beendet. Sollte es dabei zu technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen kommen, muss der Vermessungsflug an einem späteren Ersatztermin fortgeführt werden. Dieser Zeitraum läge dann zwischen dem 18. und dem 20. Mai 2020.

Messflüge bei laufendem Flugbetrieb

Die Vermessung ist während des laufenden Betriebes geplant, je nach Verkehrsaufkommen und Wetterlage. Zum Einsatz kommt dabei ein kleineres Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350. Die Maschine wird grundsätzlich und soweit es die vorgegebenen Flugprofile erlauben, Überflüge von Ortschaften vermeiden. Dieser Fluglärm tritt sonst bei Messflügen in der Nacht auf. Die Vermessung des Instrumentenlandesystems wird von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben.

ILS: Definition von Anflugkurs und Gleitwinkel durch Signalgeber am Boden

Das Instrumentenlandesystem unterstützt den Luftfahrzeugführer bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen durch die elektronische Definition von Anflugkurs und Gleitwinkel durch Signalgeber am Boden. Die Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt. Nur durch Vermessungsflüge mit speziell dafür ausgerüsteten Flugzeugen kann die Präzision dieser Signale überprüft werden.

Corona-Lockup: Airport Mengen EDTM öffnet wieder

Der Flugplatz Mengen beendete seinen Lockdown und ging ab Mai wieder in den Betrieb über. Vor zwei Wochen war der Verkehrslandeplatz EDTM vorübergehend geschlossen worden.

Für alle Piloten und Fliegerfreunde steht der Verkehrslandeplatz Mengen-Hohentengen (ICAO: EDTM) damit wieder zur regulären Verfügung. Bis Monatsende hat der Airport eine PPR-Regelung (Öffnung nur auf Anforderung) gefahren, die mit dem 30.04.2020 beendet wurde. Ab dem 01. Mai ging der EDTM wieder in den Normalbetrieb über, es gelte jedoch, die üblichen Bestimmungen zum Kontaktverbot bzw. Maskenpflicht umzusetzen, um einer Ausbreitung des Coronaviruses entgegenzuwirken.

Rufzeichen für Mengen neu

Zudem sei noch einmal auf den neuem Funk-Rufname EDTM hingwiesen. Seit dem 20. April hat sich der Rufname in MENGEN-INFORMATION geändert. Der Flughafenbetreiber bittet um Beachtung beim Funkverkehr. Weiterhin nicht möglich bleibe zunächst der Zutritt zum Tower sowie die Möglichkeit, mit Bar- und Kartenzahlung zu bezahlen. Der Airport will zu den Gebühren etwa fürs Tanken eine Rechnung senden und bittet um Kontaktdaten per E-Mail info@regio-airport-mengen.de. Damit sollen unnötige und bürokratische Halterermittlungen über die Kennung des Luftfahrzeugs vermieden werden.

OHB-Gruppe in Bremen stellt Satelliten-Reinraum fertig

Nach nur 14 Monaten Bauzeit ist die PLATO-Halle des Raumfahrtkonzerns OHB am Hauptsitz in Bremen offiziell fertiggestellt worden. Der knapp 11 Meter hohe ISO-8-Reinraum ist mit seinen rund 1.400 Quadratmetern der größte Reinraum der OHB-Gruppe.

Satelliten mögen es besonders sauber

Etwa 2.000 Kubikmeter Beton und 440 Tonnen Stahl wurden in der Integrationshalle verbaut. Direkt angeschlossen an die Reinraumhalle sind weitere 1.900 Quadratmeter Bürofläche entstanden. Das Investitionsvolumen für das Bauprojekt beträgt rund 15 Millionen Euro. Die Reinheitsklasse ISO 8 schreibt vor, dass sich in einem Kubikmeter Luft maximal 30.000 Partikel befinden dürfen, die größer als fünf Mikrometer sind. Ein Mikrometer entspricht einem Millionstel Meter; ein Menschenhaar ist 50 Mikrometer dick.

Start mit Meteosat, Namensgeber Mission PLATO

Der neue Gebäudekomplex trägt den Namen PLATO, ein symbolischer Akt, denn damit wird die Beauftragung der OHB System AG als industrielle Hauptauftragnehmerin für die nächste große Wissenschaftsmission PLATO durch die Europäische Weltraumorganisation ESA gewürdigt. Seit Erhalt der Baugenehmigung im März 2019 haben mehr als 200 Handwerker an dem Bauprojekt mitgewirkt. Handwerksbetriebe, Architektur- und Planungsbüros mussten einen straffen Zeitplan absolvieren, damit in dem ISO-8-Raum fortan Satellitenprojekte verwirklicht werden können. „Ich bin sehr stolz auf die am Bau beteiligten Handwerker und Planer. Es war eine ordentliche Herausforderung, in der kurzen Zeit, diese Halle zu realisieren. Mein Dank gilt auch den Kolleginnen und Kollegen von OHB, die auf unserer Seite das Bauprojekt betreut haben“, sagt der OHB-Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs.

Flugmodelle und Projekte in der PLATO-Halle

In den fünfstöckigen Gebäudekomplex wird zunächst das Team rund um das Wettersatellitenprojekt MTG (Meteosat Third Generation) einziehen. Vier der MTG-Flugmodelle werden künftig in der PLATO-Halle integriert werden. Auch das Kommunikationssatellitenprojekt Heinrich Hertz wird dort realisiert werden. Das Planungsteam hat bei dem Bauprojekt großen Wert auf eine nachhaltige Konzeption gelegt. So wird die komplette Energie für die Wärmeversorgung durch das örtliche Müllheizkraftwerk abgedeckt. Entsprechend wird die Kälteversorgung über eine moderne Kältezentrale abgewickelt, die mit einem umweltfreundlichen Kältemittel betrieben wird.

Corona: Wirtschaftsverbände fordern Lockdown-Lockerung

Die Verband der deutschen Flughäfen ADV hat sich mit vielen anderen Verbänden der mittelständischen Wirtschaft an den Chef des Bundeskanzleramtes Prof. Dr. Helge Braun sowie an alle Staatskanzleien der Länder gewandt. Die Wirtschaftsvertreter wenden sich in tiefer Sorge um das Fortbestehen der Unternehmen an Bund und Länder. Seit Mitte März 2020 befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer katastrophalen Ausnahmesituation.

In einem Schreiben appellieren die unterzeichnenden Verbände der Luftfahrtindustrie an die Bundesregierung, ein rasches und realistisches Einstiegsszenario aus dem Lockdown vorzulegen.

Wirtschaft fordert Lockdown-Lockerung

Die Verbände warnen vor einer Verschiebung von Entscheidungen über weitere Lockerungen auf kommende Woche. Die Unternehmen und damit auch die Mitarbeiter brauchen eine Perspektive und nachhaltige Signale für ein zügiges Wiederanfahren der Wirtschaft. Deshalb wird die Bundesregierung aufgefordert, ein Regelwerk für die gesamte deutsche Wirtschaft aufzustellen, unter dessen Einhaltung die unterschiedlichen wirtschaftlichen Aktivitäten ab dem 04. Mai 2020 wieder aufgenommen werden können.

Die Politik habe zu Beginn der Krise zwar rasch und mit Augenmaß reagiert und mit ihren Entscheidungen ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Pandemie Deutschland nicht so heftig und dramatisch getroffen habe, wie dies in anderen Ländern der Fall gewesen sei. Jetzt geht es aber darum, mit dem gleichen Augenmaß das wirtschaftliche Leben zu reaktivieren. Deutschland braucht eine klare Perspektive für den Re-Start jetzt.

Wir brauchen die baldige Lockerung

Verbände der mittelständischen Wirtschaft, die den Appell an die Bundesregierung mittragen:

  • Flughafenverband ADV
  • BDZV – Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e. V.
  • Bund der Steuerzahler Deutschland e. V.
  • Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. (BAP)
  • Bundesverband der Systemgastronomie e. V.
  • Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) e. V.
  • Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE)
  • Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e. V. (DEHOGA Bundesverband)
  • DIE FAMILIENUNTERNEHMER e. V.
  • Die Unternehmen der Deutschen Kommunikationswirtschaft
  • Gesamtverband der deutschen Textil
  • Handelsverband Deutschland (HDE)
  • Markenverband e.V.
  • Verband der deutschen Rauchtabakindustrie e. V.
  • VKE-Kosmetikverband
  • Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e. V.

MTU Aero Engines erzielt trotz Corona gutes 1. Quartal

Die MTU Aero Engines AG hat im 1. Quartal einen Umsatz in Höhe von 1.272,7 Mio. Euro erwirtschaftet, 13 Prozent mehr als im Vergleichsquartal 2019 (1.131,2 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern erreichte 128,0 Mio. Euro nach 133,5 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Aufgrund des Umsatzmixes ging das operative Ergebnis bei der MTU Aero Engines um 3 Prpozent von 187,6 Mio. Euro auf 181,8 Mio. Euro zurück. Die bereinigte Ergebnismarge lag bei 14,3 Prozent (1-3/2019: 16,6 Prozent).

Coronakrise zeigt sich noch

„Obwohl sich die nachlassende Nachfrage durch die Coronavirus-Pandemie noch nicht in den Quartalszahlen widerspiegelt und unsere weltweiten MRO-Standorte weiter stark ausgelastet waren, war das erste Quartal bereits von der Coronavirus-Krise betroffen“ sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. Die Branche hatte erste Auswirkungen im Februar zu spüren bekommen, im März hatte sich die Krise signifikant verstärkt. In der Folge hatte die MTU die Dividende ausgesetzt und ihre Hauptversammlung verschoben, den Betrieb an ihren deutschen Standorten sowie in Polen für jeweils drei Wochen unterbrochen und ihre Jahresprognose zurückgenommen.

Das Unternehmen geht davon aus, dass sich ab dem zweiten Quartal negative Auswirkungen auf Nachfrage und Ergebnisse durch die Corona-Krise zeigen dürften. Dabei dürfte das Militärgeschäft weitgehend unberührt bleiben, während sich die Nachfrage im zivilen Bereich sowohl im Serien- als auch im Aftermarket-Geschäft deutlich reduzieren dürfte. Die zivile Instandhaltung dürfte zumindest im zweiten und dritten Quartal von einem Nachfragerückgang insbesondere aus dem Passagierbereich betroffen sein, während Frachtfluggesellschaften für Auslastung sorgen könnten.

Nach Unternehmens-Rekorden: Ausblick verschoben

„Angesichts der anhaltenden Dynamik der weltweiten Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19 kann eine Präzisierung unserer Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen“, so Winkler weiter. „Insgesamt sehen wir die MTU mit ihrem fundamental erfolgreichen Geschäftsmodell gut aufgestellt, um die Krise zu meistern.“

Im ersten Quartal 2020 erzielte die MTU das größte Umsatzplus in der zivilen Instandhaltung. Hier legte der Umsatz um 21 Prozent auf 794,9 Mio. Euro zu (1-3/2019: 655,1 Mio. Euro). Hauptumsatzträger war das V2500 für die klassische A320-Familie. Der Umsatz des zivilen Triebwerksgeschäfts stieg um vier Prozent von 385,6 Mio. Euro auf 399,3 Mio. Euro. Die größten Umsatzanteile entfielen auf das V2500, das PW1100G-JM für die A320neo sowie das GEnx, das die Boeing-Modelle 787 und 747-8 antreibt.

Aufgrund von Verschiebungen ging der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäfts im ersten Quartal um sieben Prozent auf 97,6 Mio. Euro zurück (1-3/2019: 105,1 Mio. Euro). Wichtigster Umsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200. Der Auftragsbestand der MTU lag am Quartalsende bei 19,4 Mrd. Euro (31.12.2019: 19,8 Mrd. Euro). Die meisten Aufträge entfielen auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM für die A320neo.

Das bereinigte EBIT ist im ersten Quartal in der zivilen Instandhaltung um 16 Prozent von 56,8 Mio. Euro auf 65,7 Mio. Euro gestiegen. Die EBIT-Marge lag bei 8,3 Prozent nach 8,7 Prozent im gleichen Zeitraum 2019. „In der Margenentwicklung zeigen sich höhere MRO-Arbeitsanteile für Getriebefan-Triebwerke. Sie sind im Zusammenhang mit dem Retrofit-Programm für den GTF angefallen“, erläuterte CFO Peter Kameritsch.

Im OEM-Geschäft ist das Quartalsergebnis um elf Prozent auf 116,2 Mio. Euro zurückgegangen (1-3/2019: 130,5 Mio. Euro). Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 23,4 Prozent nach 26,6 Prozent im Vergleichszeitraum. Kameritsch: „Ein organisch hoch einstelliger Zuwachs im zivilen Seriengeschäft und stabile Ersatzteilumsätze bei einem gleichzeitig rückläufigen Militärgeschäft haben im Mix zu dieser Abnahme geführt.“

Forschung und Entwicklung der MTU

Für Forschung und Entwicklung hat die MTU im ersten Quartal 59,5 Mio. Euro ausgegeben (1-3/2019: 58,0 Mio. Euro). Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich auf die Getriebefan-Programme und ihre Weiterentwicklung sowie auf Technologiestudien für zukünftige Antriebsgenerationen und die Digitalisierung im Triebwerksbau.

Der Free Cashflow lag mit 68,7 Mio. Euro im ersten Quartal auf einem normalen Niveau (1-3/2019: 141,4 Mio. Euro). „Selbstverständlich richten wir in der aktuellen Situation ein besonderes Augenmerk auf Maßnahmen zur Liquiditätssicherung“, ergänzte Winkler. „Dazu gehören die Reduzierung von Ausgaben an allen MTU-Standorten, die Verschiebung von Investitionen und Gespräche mit Partnern und Zulieferern über Zahlungsmodalitäten ebenso wie die vorsorgliche Ausweitung unserer bestehenden Kreditlinie und die Vereinbarung neuer Kreditfazilitäten.“

Bei der MTU waren am Quartalsende 10.771 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2019: 10.660 Mitarbeiter). „Derzeit sind der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter, die Sicherung der Arbeitsplätze sowie der Wiederanlauf des Betriebs mit einer stabilen Zulieferkette unsere obersten Prioritäten“, so Winkler. „Damit möchten wir sicherstellen, dass die MTU mit voller Schlagkraft und Innovationsfähigkeit aus der Krise hervorkommt.“ Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im ersten Quartal auf 38,4 Mio. Euro (1-3/2019: 37,4 Mio. Euro).

Cargo statt Business Class: AUA Jets werden „Prachter“

Zwar steht der reguläre Flugbetrieb bei Austrian Airlines bedingt durch die Coronakrise seit dem 18. März wie bei vielen Airlines still, und die rund 70 Flugzeuge der Fluggesellschaft sind am Flughafen Wien geparkt, doch ein großer Teil der Langstrecken-Flotte hat eine neue Aufgabe: Fracht.

Während kaum noch Passagierverkehr stattfindet, erlebt die Luftfracht eine besondere Dynamik. Denn wer jetzt nicht mehr einkaufen gehen kann, muss eben online bestellen. Es sind besondere Zeiten für die Logistik. AUA nutzt nun Passagierflugzeuge auch für reine Frachtflüge. Die Flugzeuge der österreichischen Austrian Airlines nehmen jetzt noch mehr Fracht auf – in der Passagierkabine. Denn der Platz an Belly, also Cargo-Beiladung im „Kofferraum“ der Flugzeuge, reicht nicht.

Pracht! Pakete auf den Passagiersitzen

Um von einer Passagierairline zur Frachtlinie zu werden, werden die Crews kreativ. Die Langstreckenflugzeuge der AUA transportieren jetzt Luftfracht, vorrangig aus den Langstrecken von China und Malaysia, nach Österreich. Dafür hat Austrian Airlines in den letzten Wochen, neben der Frachtkapazität im Flugzeugbauch, auch den Platz auf den Flugzeug-Sitzen in der Passagierkabine genutzt. Aufgrund der starken Nachfrage hat die rot-weiß-rote Airline den notwendigen Zertifizierungsprozess für den temporären Umbau der Passagierflugzeuge in Frachtmaschinen angestoßen. Seit gestern wird die erste von zwei B777 bei der Austrian Technik in Wien in sogenannte „Prachter“ umgebaut.

Frachtflüge gab es jetzt schon aus Xiamen, Penang und Shanghai. 50 Frachtflüge hat AUA dabei schon durchgeführt, in Zusammenarbeit mit den Frachtspezialisten Lufthansa Cargo und time:matters Austria. 770 Tonnen an Hilfsgütern wurden für die medizinische Versorgung nach Österreich gebracht. 45 weitere Flüge befinden sich aktuell in Planung. Im Frachtflugplan von Austrian steht derzeit eine tägliche Verbindung nach Shanghai sowie regelmäßige Flüge nach Xiamen und Penang. Ab Anfang Mai soll das Frachtangebot auch um Flüge nach Peking und Shenzen erweitert werden. Weitere Ziele in China, aber auch in andere Ländern können kurzfristig geprüft und aufgenommen werden.

Cargo statt Business Class

Der Ausbau von 270 der 306 Passagiersitze aus allen Reiseklassen hat mit dem Flugzeug mit der Registrierung OE-LPC begonnen und soll laut Plan am Mittwoch, 29. April abgeschlossen werden. Ab dem 03. Mai startet dann der Umbau des zweiten Langstrecken-Jets mit der Registrierung OE-LPA. Dieser soll voraussichtlich am 7. Mai fertiggestellt sein. Der Ausbau der Sitze aus Economy, Premium Economy und Business Clas wird pro Flugzeug rund 500 Mannstunden in Anspruch nehmen und die Frachtkapazität der Austrian-Jets um rund 35 Prozent erhöhen. Das Frachtvolumen, das im Flugzeugbauch sowie im Passagierraum transportiert werden kann, wird damit von rund 210 Kubikmeter auf bis zu 280 Kubikmeter ausgebaut.

„Der Bedarf an Cargotransporten, vor allem für medizinische Schutzausrüstung, ist enorm groß. Wir machen auf unseren Langstrecken-Jets jetzt Platz für mehr Fracht. Damit überbrücken wir die Zeit, bis unser Passagiergeschäft wieder anläuft“, erklärt Austrian Airlines Chief Operating Officer Jens Ritter diesen Schritt. „Sobald die Nachfrage für Reisen wieder steigt, können wir die Flugzeuge jederzeit wieder in Passagiermaschinen umrüsten“, ergänzt er.

Antonov An-225 Mrija lieferte Schutzmasken aus China

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Der Corona-Dauereinsatz führte den Giganten der Luftfahrt, die Antonow 225, jetzt nach Mitteldeutschland. Vor einigen Tagen landete die Antonow 225 Mrija, das größte Flugzeug der Welt, am Flughafen Leipzig/Halle. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutsche Flughafen AG, begrüßten nach der Landung der Maschine die Besatzung.

Im Rahmen des SALIS-Projektes (Strategic Airlift International Solution) brachte die sechsstrahlige Frachtmaschine über 10,3 Millionen Schutzmasken aus China nach Deutschland. Die Mitarbeiter der Frachtabfertigung löschten die Frachrt der An-225 durch ihr charakteristisches Bugtor. Erst Sonntag war eine Antonow An-124 auf dem Flughafen Leipzig/Halle gelandet. Diese kam aus Shanghai mit Zwischenstopp in Almaty (Kasachstan) und hatte 8,3 Millionen Schutzmasken geladen. Beide Flugzeuge gehören zur ukrainischen Fluggesellschaft Antonov Airlines. Bereits seit März 2006 sind zwei Antonow 124-100 im Rahmen des SALIS-Projektes permanent in Leipzig/Halle stationiert. Die Flüge werden koordiniert und durchgeführt durch die Antonov Salis GmbH, die am Flughafen Leipzig/Halle ansässig ist.

Spezialflugzeug Antonov für besondere Situationen

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG: „Im Kampf gegen die Corona-Pandemie nimmt der Flughafen Leipzig/Halle eine zentrale Stellung bei der Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendiger medizinischer Ausrüstung ein. Als Deutschlands zweitgrößter Cargo-Flughafen durften wir in den zurückliegenden Wochen bereits zahlreiche Hilfsflüge mit hunderten Tonnen Hilfsmaterial sicher und zuverlässig abfertigen – und werden dies auch weiter tun. Wir freuen uns über das große Vertrauen in unseren Flughafen und unsere Mannschaft, nun einen weiteren Hilfsflug hier begrüßen zu können, mit dem die Bundeswehr über zehn Millionen neue Schutzmasken nach Deutschland bringt.“ Neben den Antonow-Flugzeugen landeten seit Ende März am Leipzig/Halle Airport 15 weitere Flugzeuge mit medizinischen Hilfsgütern. Inklusive der SALIS-Flüge fertigte der Bodendienstleister PortGround rund 500 Tonnen der dringend benötigten Fracht ab.

Flughafen München: Terminal 1 geschlossen

Die Coronapandemie bringt nach wie vor besonders das Reiseverhalten zum Erliegen. Kontakt- und Reisebeschränkungen resultieren in einer weitgehenden Einstellung des Flugangebots. Der Flughafen München wird die Passagierabfertigung im Terminal 1 daher bis auf Weiteres einstellen.

Abflüge und Ankünfte für Passagiere am Flughafen München

Sämtliche Abflüge und Ankünfte für Passagiere am Flughafen München werden ab diesem Zeitpunkt über das Terminal 2 abgewickelt. Der Check-in der sonst im Terminal 1 befindlichen Airlines findet dann im Bereich Z im München Airport Center statt. Die Gepäckausgaben erfolgen für alle Flüge im Terminal 2. Der Zugang zum medizinischen Zentrum des Airports im Bereich D des Terminal 1 bleibt weiterhin möglich. Für Autofahrer stehen beim Terminal 2 die Parkhäuser P20 und P26 zur Verfügung.

Luftfrachtverkehr am Leipzig/Halle Airport stabil

Die Coronakrise bringt den internationalen Passagierverkehr fast gänzlich zum Erliegen. Doch die Frachtflugzeuge fliegen weiter. Trotz der drastischen Auswirkungen der Pandemie auf den Flugverkehr verzeichnet der Leipzig/Halle Airport, bei dem besonders Luftfracht abgefertigt wird, beim Frachtaufkommen nahezu das Vorjahresniveau.

Der Flughafen Leipzig/Halle, Europas fünftgrößtes Luftfrachtdrehkreuz, registrierte auch im ersten Quartal mit der Corona-Krise eine starke Nachfrage im Cargo-Geschäft. In den ersten drei Monaten wurden 297.315 Tonnen umgeschlagen, ein Rückgang von lediglich 1,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit behauptet sich Leipzig/Halle Airport gegenüber dem bundesweiten Trend: Von Januar bis März sank die Cargo-Tonnage an den deutschen Flughäfen um 8,1 Prozent.

Frachtumschlag im März am LEJ

Im März lag das Frachtaufkommen bei 107.583 Tonnen (-2,6 Prozent im Vergleich zum Vergleichsmonat des Vorjahres). Im März 2019 hatte Leipzig/Halle Airport mit 110.419 Tonnen damals ein Rekordergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Der leichte Rückgang hatte seine Ursache vor allem im reduzierten Frachtflugverkehr von und nach Asien im Zuge der Corona-Pandemie, welcher jedoch seit Mitte März bereits wieder anzieht.

Die Zahl der Flugbewegungen im Zusammenhang mit dem Frachtverkehr lag mit 4.360 Starts und Landungen sogar 3,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Pro Woche gab es zwischen 934 und 1.066 Starts und Landung im Frachtverkehr. Getragen wird das Wachstum insbesondere durch das Expressfrachtgeschäft von DHL. Auch die Bereiche Fracht- und Spezialcharter entwickelten sich weiter überproportional: so stieg die Zahl der Frachtcharterflüge im März um 5,5 Prozent, seit Jahresanfang um 8,7 Prozent.

Ausblick auf den April

Mit bis zu 190 Starts und Landungen zählte der Flughafen Leipzig/Halle laut Eurocontrol im April wiederholt zu den verkehrsreichsten Airports Europas. Insbesondere in den vergangenen Monaten trug der Flughafen Leipzig/Halle maßgeblich zur Aufrechterhaltung von Warenströmen und Lieferketten bei und gewährleistet während der Corona-Pandemie die Versorgung von Bevölkerung und Industrie. Vor allem die Abfertigung von Expressfracht, medizinischer Schutzausrüstung und temperaturempfindlichen Pharmaprodukten war und bleibt besonders gefragt. DHL betreibt seit 2008 am Standort ihr europäisches Drehkreuz, das größte innerhalb seines globalen Netzwerks, in dessen Errichtung 655 Millionen Euro investiert worden sind. Darüber hinaus wird derzeit unter anderem die Erweiterung der Infrastrukturen im Bereich des von DHL genutzten Vorfeldes geplant.

Leipzig/Halle Airport ist zudem Heimatflughafen von AeroLogic, einem Joint Venture von DHL Express und Lufthansa Cargo.