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Gemüsezucht in der Antarktis: NA­SA-Wis­sen­schaft­le­rin im ewigen Eis

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Seit 2018 steht das Gewächshaus EDEN ISS des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Antarktis, um für die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft in Wüsten und kalten Regionen zu forschen sowie die Möglichkeiten frischer Ernährung unter den lebensfeindlichen Bedingungen auf Mond oder Mars. Für die Überwinterung 2021 wird nun die Pflanzenwissenschaftlerin Jess Bunchek vom Kennedy Space Center der NASA als Gastforscherin des DLR ein Jahr im ewigen Eis mit der Gemüsezucht ohne Erde und unter künstlichem Licht verbringen. Dabei ist sie Teil der Überwinterungscrew der vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) betriebenen Antarktisstation Neumayer III.

Nach monatelangem Training wird die Crew am 20. Dezember 2020 an Bord des AWI-Forschungsschiffs Polarstern von Bremerhaven aus in See stechen, um nach einer rund einmonatigen Non-Stop-Reise über den Atlantik Ende Januar die Antarktis zu erreichen. Zuvor befindet sich die Crew in Quarantäne, um COVID-19-Erkrankungen an Bord auszuschließen.

„EDEN ISS ist ein einzigartiges Projekt. Es gibt weltweit nur wenige andere Einrichtungen wie diese“, sagt NASA-Wissenschaftlerin Jess Bunchek, die derzeit für das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme tätig ist. „Noch einzigartiger ist es aufgrund des extremen Klimas und des Überwinterungsaspekts. Diese Zusammenarbeit zwischen DLR und NASA soll dazu beitragen, den Entwurf eines zukünftigen Mond- oder Marsgewächshauses und die Anforderungen an die Unterstützung der Astronautenbesatzung mitzugestalten.“

Umfangreiche Vorbereitung

Am Bremer DLR-Institut für Raumfahrtsysteme lernte sie die nötigen Grundlagen, um das Antarktisgewächshaus in der Polarnacht nur digital verbunden mit dem Kontrollzentrum im Institut betreiben zu können. Dort werden Systemdaten sowie das Pflanzenwachstum digital überwacht und es ist zudem möglich etwa bei antarktischen Stürmen übergangsweise das Gewächshaus für wenige Tage ganz aus der Ferne zu betreiben. „Mit Jess Bunchek und der damit verbundenen Kooperation mit der NASA haben wir nun die einzigartige Chance die Forschung im EDEN ISS-Gewächshaus weiterzuführen und auf ein neues Level zu bringen. Das anspruchsvolle Forschungsprogramm ist ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Errichtung eines Gewächshausmoduls innerhalb einer internationalen Mondstation und für die Perspektive bemannter Marsmissionen“, sagt EDEN ISS-Projektleiter Dr. Daniel Schubert. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden in der Antarktis einige Salate und Gemüsesorten gezüchtet, die die NASA bereits auf der Internationalen Raumstation ISS auf ihre Weltraumtauglichkeit getestet hat.

Dazu bereitete sich Jess Bunchek umfangreich mit der neuen zehnköpfigen Überwinterungscrew auf die extremen Verhältnisse in der Antarktis vor, wobei sie unter anderem einen Gletscherkurs in den Alpen und einen Brandschutzkurs absolvierte. „Die Vorbereitung ist alles“, unterstreicht Bunchek. „Ich denke, was an der Station Neumayer III so interessant ist, ist unsere Vorbereitungszeit. Sie ist lang im Vergleich zu anderen Stationen, zum Teil deshalb, weil das AWI sicherstellen will, dass das Überwinterungsteam die richtige Zusammensetzung hat. Aber auch, weil wir den ganzen Winter über isoliert sein werden, müssen wir auf jede Situation vorbereitet sein.“

Corona-bedingt per Schiff auf den Südkontinent

Die Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts wird dieses Jahr ausschließlich auf dem Seeweg versorgt. Das Forschungsschiff Polarstern bringt – wie üblich – Material und Treibstoff in die Antarktis. Corona-bedingt reisen aber diese Saison auch alle Menschen, die an der Station arbeiten, per Schiff auf den Südkontinent. Um den 20. Januar 2021 herum ist der Anlauf der Polarstern in der Atkabucht geplant. Dann können die mitfahrenden 25 Menschen an der Neumayer-Station ihre Arbeit aufnehmen: AWI-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen warten die Observatorien für Luftchemie, Geophysik und Meteorologie und tauschen sich mit den alten und den neuen Überwinterungsteams über die Langzeitmessungen aus. Technikerinnen und Techniker kümmern sich darum, dass die Station als Infrastruktur funktionstüchtig bleibt.

EDEN ISS: Nahrungsmittelversorgung der Zukunft

Die weltweite Nahrungsmittelproduktion ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Eine steigende Weltbevölkerung bei gleichzeitigen Umwälzungen durch den Klimawandel erfordern neue Wege, um Nutzpflanzen auch in klimatisch ungünstigen Regionen kultivieren zu können. Für Wüsten und Gebiete mit tiefen Temperaturen wie auch bei Weltraummissionen zu Mond und Mars ermöglicht ein geschlossenes Gewächshaus von Wetter, Sonne und Jahreszeit unabhängige Ernten sowie weniger Wasserverbrauch und den Verzicht auf Pestizide und Insektizide. Mit dem Projekt EDEN ISS ist solch ein Modell-Gewächshaus der Zukunft unter antarktischen Extrembedingungen in der Langzeiterprobung. In der ersten umfangreichen Überwinterungsforschungskampagne hatte Gewächshaus in neuneinhalb Monaten insgesamt 268 Kilogramm Nahrung auf nur 12,5 Quadratmetern produziert, unter anderem 67 Kilogramm Gurken, 117 Kilogramm Salat und 50 Kilogramm Tomaten. Als Ergebnis der Forschungsarbeiten entstand ein erstes neues Gewächshaus-Konzept für die zukünftige Raumfahrtmissionen.

Für weitere Informationen lesen Sie das vollständige Interview mit Jess Bunchek, in dem sie über ihre Heimat USA, ihre Vorbereitungen in Deutschland während der Corona-Pandemie, die Weihnachtsfeiertage auf See und das kommende Abenteuer auf dem eisigsten Kontinent der Welt spricht.

Cosmic Kiss: ESA-Astro­naut Mat­thi­as Mau­rer fliegt zur ISS

Weltraum Mission „Cosmic Kiss“: Mit Dr. Matthias Maurer wird im Herbst 2021 der nächste deutsche Raumfahrer im Astronautenkorps der Europäischen Weltraumagentur ESA zur Internationalen Raumstation ISS starten. Das gaben die Raumfahrtagenturen der USA, Russlands, Japans, Kanadas und Europas bekannt. Matthias Maurer wird der zweite ESA- und erste deutsche Astronaut sein, der an Bord einer SpaceX-Raumkapsel des kommerziellen NASA Crew-Programms zur ISS fliegt. Teil der SpaceX-Crew-3 sind neben Maurer die NASA-Astronauten Raja Chari und Thomas H. Marshburn.

„Wir freuen uns sehr, dass mit Matthias Maurer nun – drei Jahre nach der erfolgreichen Mission horizons von Alexander Gerst – der nächste deutsche ESA-Astronaut zur Internationalen Raumstation aufbrechen wird. Seine Mission ,Cosmic Kiss‘ ist nach seinen eigenen Worten eine ,Liebeserklärung‘ an den Kosmos und wird dazu beitragen, viele Menschen auf der Welt für Raumfahrt zu begeistern. Seine Reise wird aus mehreren Gründen besonders sein. Zum einen hat er sich unter den außergewöhnlichen Bedingungen der Corona-Pandemie auf seine Mission vorbereiten müssen. Zum anderen wird er als erster Deutscher mit der Raumkapsel eines privaten US-Anbieters zur ISS fliegen. Wir wünschen ihm dafür alles Gute“, betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der deutschen Raumfahrtagentur.

„Deutschland ist innerhalb der ESA der größte Beitragszahler, aber auch der größte Profiteur der wissenschaftlichen Nutzung der Raumstation. Ich freue mich daher besonders, dass es uns in sehr kurzer Zeit gelungen ist, die ESA-Mission von Matthias Maurer mit rund 35 deutschen Experimenten zu unterstützen“, so Pelzer weiter. Experimente, die dem wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt auch auf der Erde dienen sollen.

Cosmic Kiss: Mission der internationalen Zusammenarbeit

Geboren als politisches Konstrukt ist die ISS heute ein „Megalabor“ in 400 Kilometern Höhe über unserem Heimatplaneten. Dort können Experimente gemacht werden, die in keinem Labor der Welt möglich sind. „Wenn ich zur ISS fliege, werden wir auf 21 Jahre erfolgreiche Kooperation auf der Raumstation zurückblicken. Eine solche Kooperation ist nur möglich, wenn alle Länder dieser Welt gemeinsam eine Vision haben und gemeinsam und friedlich für diese Vision eintreten und zusammenarbeiten. Dann können wir als Menschheit sehr viel erreichen:

Wir können im Weltraum forschen, wir können auch tiefer in den Weltraum fliegen, auf dem Mond landen, ihn erkunden und dann auch Missionen zum Mars vorbereiten. Das verlangt enorme Mengen Ressourcen und umfassendes Wissen. Nur als Menschheit insgesamt können wir diese Leistung vollbringen“, sagt ESA-Astro­naut Mat­thi­as Mau­rer über die Bedeutung der ISS.

Erkundung des Weltraums mit Blick auf fernere Ziele

Ein halbes Jahr lang soll der gebürtige Saarländer und promovierte Werkstoffwissenschaftler auf der Internationalen Raumstation leben und arbeiten. Für seine erste ISS-Mission hat er den Namen „Cosmic Kiss“ ausgewählt: Zum einen Ausdruck der besonderen Bedeutung der Raumstation als Bindeglied zwischen den Bewohnern der Erde und dem Weltall, zum anderen stehe Cosmic Kiss auch für den Wert der partnerschaftlichen Erkundung des Weltraums mit Blick auf fernere Ziele wie Mond und Mars und gleichzeitig auch für einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit unserem Heimatplaneten Erde selbst. Bei der Entwicklung des Missions-Logos hat die Himmelscheibe von Nebra Maurer inspiriert – die älteste bekannte Illustration des Nachthimmels. Das Mission-Patch umfasst verschiedene kosmische Elemente wie die Erde, den Mond, die Sterngruppe der Plejaden und den Mars – im Zentrum steht aber die ISS, die über einen menschlichen Herzschlag mit Erde und Mond verbunden ist.

Cosmic Kiss: Keine Mission wie jede andere

In Zeiten einer weltweiten Pandemie ist alles anders. Covid-19 wirkt sich auf vieles aus – auch in der Raumfahrt: Das Astronautentraining findet unter erschwerten Bedingungen statt – Maskenpflicht inklusive. Gerade Raumfahrer, die zum Außenposten der Menschheit im All aufbrechen, dürfen keine Keime in diesen isolierten Lebensraum einschleppen. Deshalb müssen weit vorher Kontakte strikt reduziert, Zeit- und sogar Flugpläne angepasst werden. Matthias Maurer trainiert gerade in den USA: „Ich freue mich ganz besonders auf diese Reise, auch weil ich an Bord eines neuen Raumschiffes bin. Die moderne Technologie wird im Vergleich zu einem Start mit der Sojus-Rakete auf jeden Fall eine enorme Arbeitserleichterung für uns Astronauten sein“, sagt er über seinen „neuen“ Weg zur ISS. Auch hier kommen ein spezielles Training und neue Anforderungen auf den Astronauten zu.

„Trotz einiger Unterschiede wird auch manches ähnlich wie bei ,Blue Dot‘ und ,horizons‘ ablaufen, den Vorgänger-Missionen seines deutschen ESA-Kollegen Alexander Gerst. Einige Experimente sollen zum Beispiel fortgesetzt werden“, erklärt Volker Schmid, ISS-Missionsmanager beim DLR Raumfahrtmanagement in Bonn, und ergänzt: „Viele Experimentreihen laufen über Jahre, da hierbei die Wiederholung und die Statistik von erheblicher Bedeutung sind. Allen voran die Materialproben mit dem Hightech-Schmelzofen EML (Elektromagnetischer Levitator) oder die Forschung zu Granulaten. Ein Staubexperiment soll den Entstehungsprozess von Planeten im Universum untersuchen.

Andere Experimente gehen dem Geheimnis von kalten Atomen im Weltraum auf den Grund. Auch biologische und humanphysiologische Experimente stehen auf dem Missionsplan von Matthias Maurer: So wird zum Beispiel der innere Rhythmus des Menschen durch Bestimmung seiner Körperkerntemperatur über einen Mini-Doppelsensor untersucht oder ein Bio-Drucker getestet, der Wunden mit Bio-Tinte wieder verschließen soll. Erfolgreiche Technologieexperimente wie der mit Künstlicher Intelligenz ausgestattete CIMON-2 assistieren Matthias Maurer während seiner Mission und zeigen neue Möglichkeiten der Mensch-Maschine Interaktion.

Cosmic Kiss: Mission für den Nachwuchs

Große Bedeutung wird auch der Nachwuchsförderung eingeräumt. „Bei der Auswahl der Experimente lag uns sehr am Herzen, die zukünftigen Generationen an Wissenschaftlern und Ingenieuren für die Raumfahrt zu begeistern. Dabei spielen vor allem Themen wie Nachhaltigkeit und Verletzlichkeit unseres Heimatplaneten eine bedeutende Rolle“, betont Volker Schmid. So stehen zum Beispiel Experimente zur nachhaltigeren Ernährung oder zu Pflanzensamen im Weltraum auf dem Flugplan von Matthias Maurer.

„Beschützer der Erde“-Wettbewerb des DLR

Auch der „Beschützer der Erde“-Wettbewerb des DLR Raumfahrtmanagements soll fortgesetzt werden. Schulklassen wählen dabei eine der vier Klimazonen, erforschen diese mit Erdbeobachtungsdaten und entwickeln dann ein Konzept zum Schutz des Klimas. Als Botschafter des Wettbewerbs sendet Matthias Maurer Videobotschaften an die Schulklassen mit Hintergrundinformationen zu den Klimazonen und dem Klimawandel. Die besten Projekte sollen im Juni 2022 prämiert werden.

Columbus-Kontrollzentrum (Col-CC)

Für alle Experimente, die im europäischen Columbus-Labor auf der Internationalen Raumstation ablaufen, ist das Columbus-Kontrollzentrum (Col-CC) im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (German Space Operation Center GSOC) beim DLR in Oberpfaffenhofen zuständig. Im GSOC arbeiten DLR und ESA eng zusammen und stehen in ständigem Kontakt mit den anderen Kontrollzentren auf der Welt und den Astronauten auf der ISS. Lange vor der Mission beginnt hier die Planung und Einbindung neuer Experimente.

Flughafen Zürich: Verkehrsstatistik vom November

Im November 2020 sind 245.187 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Minus von 89.0% gegenüber derselben Periode des Vorjahres.

Lokalpassagiere rückläufig

Die Anzahl Lokalpassagiere sank im November 2020 um 86.6% auf 203.825. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag bei 16.0% (-15.6 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr) und die Zahl der Umsteigepassagiere sank um 94.5% auf 38.782.

Flugbewegungen gesunken

Die Anzahl Flugbewegungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 71.5% auf 5.660 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 71.1 Fluggästen -44.3% unter dem Vorjahresniveau. Die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 34.5 Prozentpunkte auf 41.8% gesunken.

Cargo verzeichnet Rückgang

Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im November 27.630 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einem Rückgang von 29.5% gegenüber dem Vorjahresmonat.

Luftverkehr Masterplan für Fliegen ohne Emission

Der deutsche Luftverkehr hat einen gemeinsamen Masterplan vorgelegt, um Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen. Darin verpflichten sich die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft auf das Ziel eines CO2-neutralen Luftverkehrs. Den derzeit größten Hebel für Klimaschutz im Luftverkehr sehen die Luftfahrtmachter in einer ökologischen Flottenmodernisierung. Auch wenn die Luftfahrt aktuell durch die Coronakrise am Boden ist, soll der Flugverkehr langfristig wieder steigen.

Peter Gerber, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft: „Unser Ziel ist das CO2-neutrale Fliegen. Wir haben heute konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen wir dieses Ziel erreichen wollen. Unsere Unternehmen wollen alle Hebel in Bewegung setzen, um schnellstmöglich weitere Fortschritte zu erreichen. Viele Maßnahmen können wir nicht allein umsetzen, sondern erfordern eine gemeinsame Kraftanstrengung der Branche und der Politik. Wir setzen darauf, das gemeinsam voranzubringen und auch gemeinsam dafür einzustehen.“

Peter Gerber, Präsident des Luftverkehrsverbands BDL, Ralf Teckentrup, Präsident des Airlineverbands BDF, Dr. Stefan Schulte, Präsident des Flughafenverbands ADV und Prof. Klaus-Dieter Scheurle, CEO der Deutschen Flugsicherung, haben den Masterplan am Montag der Öffentlichkeit vorgestellt. In dem Masterplan des BDL legt die Branche im Einzelnen dar, mit welchen Maßnahmen sich die Treibhausgas-Emissionen senken lassen.

Verbrauch pro Personenkilometer senken

Legt man Zahlen aus der Zeit vor der Corona-Krise zu Grunde, ist Luftverkehr weltweit für 2,8 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Bezogen auf die weltweite Klimaerwärmung insgesamt beträgt der Anteil des globalen Luftverkehrs durch Effekte der Wolkenbildung aber auf drei bis fünf Prozent. Mit dem heute vorgelegten Masterplan bekennt sich die deutsche Luftverkehrswirtschaft zu dem Ziel, diese klimaschädlichen Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Denn auch wenn die Erholung des Luftverkehrs deutlich länger dauern wird als in anderen weltweiten Krisen, wird die Nachfrage nach Luftverkehr auf lange Sicht weiter steigen.

Austausch von älteren Flugzeugen

Durch den Austausch von älteren Flugzeugen durch energieeffizientere Flugzeuge konnten die spezifischen CO2-Emissionen der deutschen Flugzeugflotten seit 1990 um 44 Prozent gesenkt werden. Mit ihrem Masterplan legt sich die Branche darauf fest, auf diesem Weg weiterzugehen und durch Flottenmodernisierung die Emissionen pro Flug weiter um eins bis 1,5 Prozent pro Jahr zu senken.

Um darüber hinaus das Ziel des CO2-neutralen Fliegens zu erreichen, will die Luftverkehrswirtschaft das fossile Kerosin durch einen komplett nachhaltigen Kraftstoff ersetzen. Gegenwärtig wird ein solcher Kraftstoff noch nicht im industriellen Maßstab produziert. Im BDL-Masterplan wird dargelegt, dass dieser Systemwechsel gelingen kann, wenn Produktionsanlagen errichtet und Mechanismen für einen wirksamen, wettbewerbsneutralen Markthochlauf implementiert werden. Hierfür erarbeitet die deutsche Luftfahrt gemeinsam mit der Politik und mit der Industrie eine konkrete Roadmap.

Bahn soll mehr zum Zuge kommen

Die Branche will auch die Vernetzung der Verkehrsträger weiter vorantreiben. Innerdeutscher Verkehr soll vermehrt über attraktive Zugverbindungen erfolgen. Im Zubringerverkehr ist dafür eine gute Anbindung der Drehkreuze an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn erforderlich. Insgesamt will die Luftfahrt unter dem Dach des BDL mit der Deutschen Bahn in drei Bereichen Verbesserungen erzielen: kürzere Reisezeiten auf der Schiene, Verbesserungen beim Gepäcktransport und eine erhöhte Anschlusssicherheit bei Umsteigeflügen. Im Masterplan wird dargelegt, dass sich rund ein Fünftel der innerdeutschen Passagiere dazu bewegen ließe, vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen, wenn diese Verbesserungen umgesetzt werden.

Weitere Potenziale für den Klimaschutz sieht der BDL auch durch eine optimierte Flugführung. Dazu gehört zum einen, die Flugführung so zu optimieren, dass im europäischen Luftraum Umwege reduziert werden. Zum anderen will die Branche da, wo Kondensstreifen und Zirruswolken negative Effekte auf das Klima haben, gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft daran arbeiten, diese Effekte zu reduzieren.

CO2: Handel und Kompensation

Die Branche spricht sich auch für wirksame Instrumente der CO2-Bepreisung aus, die tatsächlich CO2-Emissionen reduzieren und Carbon Leakage ausschließen. Mit der Einbeziehung in den Europäischen Emissionshandel (ETS) gibt es für den Luftverkehr ein solches wirksames Instrument der CO2-Bepreisung. Durch den ETS gilt für den europäischen und innerdeutschen Luftverkehr ein klarer CO2-Reduktionspfad. Für die Verkehre mit Drittstaaten, die nicht in den Emissionshandel einbezogen sind, greift ergänzend das internationale Kompensationsinstrument CORSIA, das im internationalen Verkehr CO2-neutrales Wachstum sicherstellt. In dem Masterplan bekennt sich die Luftverkehrswirtschaft ausdrücklich zum Europäischen Emissionshandel und zu CORSIA. Damit diese Instrumente der CO2-Bepreisung aber wirklich wirksam für den Klimaschutz sind, fordert der BDL, dass sie stärker aufeinander abgestimmt und Wettbewerbsverzerrungen verlässlich ausgeschlossen werden. Nationale Alleingänge bei der CO2-Bepreisung, etwa durch immer neue einseitige Steuern, seien der falsche Weg und würden nicht zu CO2-Reduktion sondern lediglich zu CO2-Leakage führen.

CO2-Reduktionspfad

Da die Flugreise nicht an Bord des Flugzeugs beginnt und endet, arbeitet die deutsche Luftverkehrswirtschaft entlang der gesamten Reisekette daran, CO2-Emissionen wirksam zu reduzieren. Bestandteil des Masterplans ist ein ganzes Bündel an Maßnahmen, mit dem die Flughafenbetreiber Schritt für Schritt auf vollständige CO2-Neutralität hinwirken. Das umfasst fortwährende Verbesserungen in den Bereichen Energieversorgung, Gebäude- und Anlagentechnik und beim Fuhrpark. Auch die Retail- und Gastronomiebetriebe an den Flughäfen ergreifen Maßnahmen in Richtung CO2-Neutralität sowie auch allgemein für den Umweltschutz, etwa bei der Vermeidung von Einwegplastik.

Hy4: Testflüge mit Wasserstoff und Brennstoffzelle

Hy4 ist das erste Flugzeug weltweit mit Wasserstoff-Brennstoffzellen und vier Sitzen. Nun zeigten es die Entwickler am Flughafen Stuttgart.

Hy4 ist jetzt startklar für die nächste Entwicklungsstufe – die Behörden haben nämlich die Genehmigung für Testflüge erteilt. Am Flughafen Stuttgart präsentierte das Forschungsteam die neueste Generation dieser emissionsfreien Antriebstechnik. Sie soll in den kommenden zehn Jahren in Regionalflugzeugen mit bis zu 40 Passagieren zum Einsatz kommen.

Hy4 mit Elektroantrieb fit für Testflüge

Auffallendes Merkmal der Hy4 sind ihre zwei Rümpfe, die über den Flügel fest miteinander verbunden sind. In jedem der beiden Rümpfe haben zwei Passagiere Platz. Das Maximalgewicht beträgt 1.500 Kilogramm. Die Hy4 ist bis Mai 2021 am Stuttgarter Airport stationiert. Während dieser sechs Monate wird die geräuscharme Maschine weitere Tests durchlaufen und am Himmel über den Fildern zu sehen sein. Mittlerweile ist die Technik weiter ausgereift. Die sechste Generation des Hy4-Antriebs erhielt nun ein Permit-to-fly für Testflüge.

Winfried Hermann, baden-württembergischer Verkehrsminister

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann würdigte die Leistung der Köpfe hinter der Hy4: „Der Luftverkehr muss schnellstmöglich klimaschonender werden. Mit dem weltweit einzigartigen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Flugzeug Hy4 stellt die Wissenschaft eine vielversprechende Technologie für emissionsfreies Fliegen vor. Mit dieser Expertise ist Baden-Württemberg auf dem Gebiet der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Vorreiter im globalen Wettbewerb.“

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, lobte Hy4 als das weltweit erste viersitzige Passagierflugzeug, das rein elektrisch mit Brennstoffzelle fliegt. Diese Innovationskraft made in Germany sichere Arbeitsplätze und Wertschöpfung in unserem Deutschland.

Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH, sagte: „Als Förderer der ersten Stunde freut es uns besonders, dass der Flughafen Stuttgart die Hy4 und ihr Team beheimaten darf. Das emissionsfreie Fliegen der Zukunft macht mit diesem Projekt beachtliche Fortschritte. Im Sinne des Klimas müssen wir die Technologieentwicklung in der Luftfahrt und deren Markteinführung weiter mit Nachdruck verfolgen.“ Um die Transformation zum CO2-neutralen Luftverkehr zu beschleunigen, unterstützte der Flughafen die Forschung an der Hy4 und ihren Vorgängerinnen mit insgesamt rund einer Million Euro. Zum Förderkreis gehören neben dem Landesairport auch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH), das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie die europäische Kommission.

Hy4 mit Reichweite für Regionalflugzeuge

„Nur durch die Zusammenarbeit eines Teams von Spezialisten ist ein Projekt wie Hy4 machbar“, erklärt Josef Kallo, Professor an der Universität Ulm und Leiter des Projekts Hy4. „Jetzt können wir in größeren Systemen denken: In der nächsten Dekade sind zuerst Air-Taxis für vier Passagiere, dann kleine Flugzeuge für bis zu 19 Personen und schließlich Regionalverkehr mit Antrieben für bis zu 40 Passagiere und einer Reichweite von 2.000 Kilometern realisierbar.“ An dem aktuellen Antriebsstrang arbeiteten die Universität Ulm, die H2FLY GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Core Partner, unterstützt von Cummins aus Kanada, Pipistrel aus Slowenien und Diehl Aerospace.

32 Starts, Flüge und Landungen

Im Jahr 2016 hob die Hy4 erstmals an ihrem Heimatflughafen Stuttgart ab – eine Weltpremiere. Unter der Federführung der H2FLY GmbH, einem Start-up des DLR, absolvierte die Maschine im November 2020 an vier Tagen 32 Starts, Flüge und Landungen. Sie bewies damit Einsatzflexibilität und, dass eine schnelle und sichere Betankung mit Wasserstoff möglich ist. Der Elektromotor der Hy4 hat eine Leistung von 120 Kilowatt und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde. Abhängig von Geschwindigkeit, Flughöhe und Zuladung ist eine Reichweite zwischen 750 und 1.500 Kilometern möglich.

Air Dolomiti fliegt von München nach Dänemark

Air Dolomiti, die italienische Fluggesellschaft des Lufthansa-Konzerns, kündigt ab München ein neues Flugziel an. Ab dem kommenden Frühjahr gibt es neue Verbindungen zwischen dem deutschen Drehkreuz und dem Flughafen Aarhus.

Codeshare-Flüge von Air Dolomiti mit Lufthansa

Ab dem kommenden 29. März 2021 verbinden drei Flüge pro Woche die deutsche Stadt mit dem dänischen Flughafen Aarhus, dem zweitwichtigsten nach Kopenhagen. Die Codeshare-Flüge mit Lufthansa, die montags, donnerstags und sonntags stattfinden, sind über die Website der Fluggesellschaft erhältlich. Sie fliegen zu den folgenden Uhrzeiten:

Montag/Donnerstag

MUC – AAR 11:00/12:45 Uhr
AAR – MUC 13:25/15:10 Uhr

Sonntag

MUC – AAR 14:00/15:45 Uhr
AAR – MUC 16:25/18:10 Uhr

Air Dolomiti: Erhöhung zur Sommersaison

Darüber hinaus ist in den Sommermonaten eine Erhöhung der Flüge vorgesehen, um den Bedürfnissen der Sommersaison besser gerecht zu werden. Die Planung dieser Flüge ist Teil eines größeren Projekts, das Air Dolomiti in einer Wachstumsphase sieht, die hoffentlich trotz Gesundheitskrise weitergehen wird. Das Drehkreuz München wird um eine neue Verbindung bereichert und kann seinen Passagieren dadurch ein weiteres Flugziel in Dänemark anbieten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Flughafen Aarhus und den Aufbau neuer Verbindungen, die unser Angebot vielfältiger machen. Dies gibt uns auch die Möglichkeit, einem neuen Kundenkreis unsere Dienste anzubieten. Die Eröffnung dieser neuen Flugroute soll ein ermutigendes Signal nach der schwierigen, pandemiebedingten Phase des Neustarts setzen. Sie ermöglicht es uns, unsere Verbindung mit dem Drehkreuz München zu stärken und unser Angebot zu differenzieren, indem wir Direktflüge von Deutschland nach Dänemark garantieren“, sagt Jörg Eberhart, Präsident und CEO von Air Dolomiti.

„München ist ein wichtiges Ziel für den Flughafen Aarhus. Es gibt einen beträchtlichen Handelsverkehr zwischen Süddeutschland und dem dänischen Festland, den wir mit sechs Flügen pro Woche gut bedienen können. Gleichzeitig haben die Reisenden direkten Zugang zum einzigartigen Münchner Streckennetz der Lufthansa mit über 100 internationalen Zielen weltweit. Darüber hinaus ist München ein sehr attraktives, aber vielen Dänen noch relativ unbekanntes Reiseziel, welches das ganze Jahr eine interessante Alternative zu den klassischen europäischen Hauptstädten für ein verlängertes Wochenende darstellt“, meint Peer H. Kristensen, CEO des Flughafens Aarhus.

Miles & More-Programms der Lufthansa

Die neue Verbindung ist Teil des Miles & More-Programms der Lufthansa. Damit können Vielflieger die zahlreichen vom Prämienprogramm vorgesehenen Vorteile nutzen.

Weitere Informationen zu Flügen finden Sie unter www.airdolomiti.de oder durch einen Anruf
beim Service-Center unter der Rufnummer +39 0452886140 (+49 089 97580497 für Anrufe aus Deutschland).

Schock: eROSITA zeigt riesige Blasen in der Milchstraße

Sie ist fast so groß wie die gesamte Milchstraße, kreisrund und absolut außergewöhnlich – so könnte man die Struktur beschreiben, die Forscher bei der ersten kompletten Himmelsdurchmusterung mit dem deutschen Röntgenteleskop eROSITA an Bord der russischen Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) am Südhimmel entdeckt haben. Gemeinsam mit einer ähnlichen Struktur am Nordhimmel – der sogenannte „Nordpolar-Sporn“ – erinnern beide Blasen an eine überdimensionale, galaktische Sanduhr.

Eigentlich dachten Forscher, diese nördliche Erscheinung, die schon 1993 mit dem deutschen ROSAT-Röntgenteleskop kartiert wurde, stamme von einer frühen Supernova-Explosion. Doch zusammengenommen scheinen die nördliche und die südliche Struktur stattdessen beide aus dem galaktischen Zentrum auszutreten.

„Die wahrscheinlichste Erklärung für diese enormen Gebilde ist, dass vor einigen zehn Millionen Jahren unfassbar viel Energie aus dem galaktischen Zentrum in die heiße Gashülle (Halo) um unsere Galaxie ausgestoßen wurde, was eine schnelle, große Schockwelle ausgelöst hat. Welches Ereignis dahinter steckt, ist noch nicht ganz geklärt. Möglicherweise handelte es sich um einen Ausbruch des Schwarzen Lochs, um das unsere Milchstraße kreist.

Wenn große Mengen Materie eingesaugt werden, kommt es zu diesen gewalttätigen Eruptionen. Es kann aber auch sein, dass dieses Ereignis auf eine intensive Phase der Sternenentstehung zurückzuführen ist“, erklärt Dr. Thomas Mernik, eROSITA-Projektleiter im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dessen Unterstützung eROSITA vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) gebaut wurde. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungsarbeit wurden am 09. Dezember 2020 im Fachmagazin Nature Astronomy veröffentlicht.

Energie von 100.000 Sternenexplosionen

Schon vor zehn Jahren sorgte die Entdeckung ähnlicher Blasen durch das US-amerikanische Weltraumteleskop Fermi für Furore. Diese Strukturen – Fermi-Blasen genannt – sind etwa halb so groß wie die eROSITA-Blasen und im höherenergetischeren Gamma-Bereich sichtbar. Das Funktionsprinzip ist vermutlich das gleiche. Wahrscheinlich sind beide Phänomene sogar Ausdruck desselben unterliegenden Mechanismus: Damit sie entstehen können, muss extrem viel Energie freigesetzt werden. Sie entspricht etwa 100.000 Sternenexplosionen. Das bedeutet, dass das Zentrum unserer Milchstraße in der Vergangenheit nicht immer ein so ruhiger Ort war wie heutzutage.

Tatsächlich kann man bei anderen Galaxien durchaus beobachten, dass ihre Zentren äußerst aktiv sind – man spricht hier von Aktiven Galaxienkernen. Bei ihnen sieht man gewaltige Ströme von Plasma (Jets) die entlang ihrer Drehachse in das intergalaktische Medium ausgeschleudert werden.

Galaktische Teilchenbeschleuniger

„Diese Schockwellen wirken wie Teilchenbeschleuniger und katapultieren Elektronen auf Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit. Wenn diese Plasmaausstöße auf die umliegende Halo der Milchstraße treffen, erzeugen sie dort Störungen in der gleichmäßigen Struktur. Da Halos eine Temperatur von Millionen von Grad haben, kann man sie jedoch nur mit einem Röntgenteleskop wie eROSITA sichtbar machen“, erklärt Mernik.

Die vom deutschen Röntgenteleskop gelieferten Daten ermöglichen nun einen Blick in die wilde Vergangenheit der Milchstraße. Doch vieles bleibt noch Ungewiss. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Forscher von den noch folgenden Himmelsdurchmusterungen. Denn die eROSITA-Bubbles wurden während der allerersten von insgesamt acht Surveys entdeckt. Mit jeder weiteren Himmelsdurchmusterung werden die Wissenschaftler mehr Informationen sammeln. Insbesondere die Spektren von Teilbereichen dieser Gebilde werden es ermöglichen, die Fülle der chemischen Elemente, den Grad ihrer Ionisierung und die Dichte und Temperatur des Gases in den Blasen präziser untersuchen zu können. Die Forscher können damit auch die Position der Schockwellen besser bestimmen und abschätzen, wann Materie ausgestoßen wird. „All diese Informationen könnten zukünftig dazu beitragen, dass wir die Entwicklung unserer Galaxie besser verstehen“, betont Mernik.

eROSITA zeigt riesige Blasen im Heuhaufen des Universums

Doch warum ist diese riesige galaktische Sanduhr anderen Röntgenteleskopen bislang verborgen geblieben? „Man benötigt dafür ein Teleskop mit einer hohen Empfindlichkeit und Auflösungsvermögen einerseits und einem großen Gesichtsfeld andererseits. Betrachtet man nur kleine Himmelsausschnitte, kann man so gigantische Strukturen nicht erkennen. Die sprichwörtliche Nadel wird zu groß für den Betrachter des Heuhaufens. Das eROSITA-Instrument wurde aber vom MPE für genau diesen Zweck gebaut – nämlich um den gesamten Röntgenhimmel zu kartieren“, erklärt Mernik. „Es ist eine Entdeckungsmaschine für die größten Strukturen im Universum.“

Spektrum-Röntgen-Gamma – eine Raumfahrtmission mit vielen Partnern

Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) ist eine Raumfahrtmission mit vielen Partnern. Auf russischer Seite sind die Raumfahrtagentur Roskosmos, der Raumfahrtkonzern Lavochkin sowie das Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften (IKI) eingebunden.

Das deutsche Röntgenteleskop eROSITA wurde mit der Unterstützung des DLR Raumfahrtmanagements vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) Potsdam sowie den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Hamburg und Tübingen entwickelt und gebaut. Zudem bereiten die Universitäten München und Bonn die wissenschaftliche Auswertung der eROSITA-Daten mit vor.

Die am deutschen Teleskop beteiligten Partnerinstitute haben Software für die Datenanalyse, Missionsplanung und Simulationen erstellt sowie Teile der Hardware beigestellt. Die hauptsächliche Hardwareverantwortung lag aber im Wesentlichen beim MPE. Hier wurden viele Komponenten entwickelt und zum Teil in Partnerschaft mit ausgewählten Industrieunternehmen gefertigt. Auch der Zusammenbau des Teleskops fand in Garching statt. Von hier aus wurde das Teleskop nach Moskau verbracht, um gemeinsam mit dem russischen Teleskop auf die Satellitenplattform integriert zu werden.

Jettainer „cool&fly“ managt COVID-19 Impfstoff-Transport

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Sobald die Zulassung für einen Impfstoff gegen COVID-19 vorliegt, startet einer der weltweit größten und komplexesten COVID-19 Impfstoff-Transporte. Milliarden Impfdosen müssen auf schnellstem Weg global verteilt werden. Doch die für den Lufttransport notwendigen speziellen Kühlcontainer stehen nur begrenzt zur Verfügung. Daher wird es entscheidend sein, trotz komplexer Prozesse und einer Vielzahl an Beteiligten keine Zeit zu verlieren. Genau dafür bietet Jettainer mit „cool&fly“ einen einzigartigen Steuerungsservice an, der es erlaubt Kühlcontainer deutlich effizienter einzusetzen.

Der international führende Anbieter für Unit Load Device (ULD) Management verfügt hierfür über ein eigenes „Temperature Control Competence Center“ im Nahen Osten, das sich auf die Steuerung von Kühlcontainer spezialisiert hat und Kunden reibungslose Abläufe während des gesamten Containertransportes ermöglicht. Aufgrund der steigenden Nachfrage wurden die Kapazitäten zuletzt erweitert.

Bereitstellung und globale Steuerung von Kühlcontainern

Die effiziente Bereitstellung und globale Steuerung von Kühlcontainern ist hochkomplex und verlangt ein Höchstmaß an Genauigkeit in Bezug auf jede einzelne Einheit. Neben der termingerechten Bestellung und Positionierung ist eine permanente Rückverfolgung und Überwachung der Prozesskette unabdingbar, um auf alle Eventualitäten sofort reagieren zu können. Ein Spielraum für Ungenauigkeiten ist bei den zu transportierenden hochwertigen und empfindlichen Gütern nicht gegeben.

Basierend auf seinen langjährigen Erfahrungen im Management für Kühlcontainer und als Antwort auf die veränderten Marktbedürfnisse bietet Jettainer mit cool&fly jetzt einen einzigartigen Managementservice an. Das Produkt umfasst das komplette Auftragsmanagement, die Steuerung und Positionierung sowie die Überwachung inklusive des After-Service-Managements.

Monitoring ermöglicht sofortiges Eingreifen bei Unregelmäßigkeiten

cool&fly steht Airlines unabhängig von ihren bestehenden ULD-Lösungen zur Verfügung. Das spezielle Competence Center fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle für die Kunden und sorgt für einen einfachen und reibungslosen Prozessablauf. Das Expertenteam erstellt dabei auf Grundlage des globalen Jettainer-Netzwerks für jeden Kühlcontainer die beste Route und gewährleistet durch effektive Positionierung und Neupositionierung die Einhaltung der zeitlichen Vorgaben.

Ein kontinuierliches Monitoring ermöglicht ein sofortiges und proaktives Eingreifen im Falle von Unregelmäßigkeiten durch einen 24/7/365 Support. Dieser Ansatz ermöglicht es Jettainer, die Risiken, die durch die komplexe Interaktion zwischen allen Beteiligten der Lieferkette entstehen, erheblich zu minimieren. cool&fly sorgt so nachweislich für Verbesserungen bei der Positionierung und Neupositionierung von Kühlcontainern und maximiert die Verfügbarkeit der speziellen ULDs. 

Kühlcontainer für Unternehmen wie Lufthansa Cargo und American Airlines

Das Temperature Control Competence Center von Jettainer steuert seit mehreren Jahren sehr erfolgreich Kühlcontainer für Unternehmen wie Lufthansa Cargo und American Airlines. Allein im vergangenen Jahr hat das erfahrene und hochspezialisierte Team fast 12.000 Aufträge für temperaturgesteuerte ULDs betreut. Die Kunden profitieren auf diese Weise von einer größeren Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit sowie von deutlichen finanziellen Vorteilen durch optimierte Leasingbeträge, da verspätete Rückgaben erhebliche Kosten verursachen. Das Team wurde nun verstärkt, um den hohen Anforderungen der Kunden und des Marktes gerecht zu werden.

„Die logistische Herausforderung für Impfstofftransporte ist besonders im Luftverkehr immens. Es wird mitentscheidend sein, die verfügbaren Kühlcontainer hocheffizient einzusetzen und durch eine verlässliche zentrale Steuerung Risiken an allen Schnittstellen während des Transportes zu minimieren. Mit cool&fly und unserem erfahrenen Cool Competence Center bieten wir Kunden eine perfekte Lösung“, sagt Thomas Sonntag, Geschäftsführer der Jettainer GmbH.

Emirates bringt Weihnachten an Bord

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Emirates bringt Weihnachten an Bord und sorgt auch in diesem Jahr für festliche Stimmung: Ab sofort können sich Reisende auf Flügen bis zum 31. Dezember auf besondere gastronomische Festtags-Akzente sowohl an Bord als auch am Boden freuen.

Festliches Menü über den Wolken

Passagiere der Economy Class können sich auf ausgewählten Strecken ein festliches Menü mit Truthahn-Braten, Kartoffelpüree, Erbsen, Babykarotten und Preiselbeer-Soße schmecken lassen. Zum Dessert serviert Emirates Schokoladenmousse mit einem Mandarinen-Orangen-Kompott. Kunden in der First Class und Business Class können ein mehrgängiges Festmenü mit gebratener Putenbrust mit Aprikosenfüllung, Bratkartoffeln und cremigem Rosenkohl mit Putenspeck und Preiselbeerjus wählen.

Zum Dessert werden den Fluggästen festliche Süßigkeiten wie eine Schokoladen-Cranberry-Torte in Weihnachtsmann-Form oder eine Schokoladen-Lebkuchen-Torte serviert. Für junge Passagiere aller Reiseklassen haben Eltern zudem die Möglichkeit, während der Festtage auch ein speziell zubereitetes Truthahngericht vorzubestellen. In der Emirates-Lounge am Flughafen Dubai warten eine Reihe traditioneller Weihnachtsgerichte wie gebratener Truthahn und festliche Süßigkeiten wie Christstollen auf die Gäste.

Glühwein und süße Überraschungen

Emirates bringt Weihnachten auch für Passagiere, die in diesem Jahr den geliebten Weihnachtsmarkt-Besuch ausfallen lassen mussten, hat sich Emirates etwas Besonderes ausgedacht: Vom 23. bis 25. Dezember können Kunden der First Class und Business Class an Bord Glühwein genießen, der mit Beilagen wie Zimtstangen und Orangenscheiben serviert wird. Als süße Überraschung steht ihnen zudem eine heiße Schokolade mit Beilagen sowie weißer und dunkler Schokolade zur Auswahl. Serviert wird sie mit frischem Weihnachtsgebäck, darunter Preiselbeer-, Pistazien- und weiße Schokoladenplätzchen, gewürzte Lebkuchen und Lebkuchenhäuschen.

An Heiligabend und am Weihnachtstag selbst verteilen die Emirates-Flugbegleiter in allen Reiseklassen süße Weihnachtsüberraschungen, um alle in festliche Stimmung zu versetzen: In der First Class können sich die Kunden einen besonderen Festtagskuchen schmecken lassen, in der Business Class erhalten sie einen Lebkuchen, in der Economy Class werden feine Schokoladentrüffel verteilt.

Beliebte Weihnachtsklassiker für Fluggäste

Das vielfach ausgezeichnete Bordunterhaltungsprogramm, ice, zeigt auch in diesem Jahr auf seinen über 4.500 Kanälen neben den neuesten Blockbustern, TV-Serien und einer umfangreichen Musikauswahl wieder beliebte Weihnachtsklassiker: Fluggäste können sich auf „Kevin – Allein zu Haus“ oder „Das Wunder von Manhatten“ sowie auf TV-Specials mit Weihnachtsepisoden von „Big Bang Theory“, „Friends“ und „Modern Family“ freuen.

EmiratesRED sorgt für das passende Weihnachtsgeschenk

Wer noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk ist, kann auf ausgewählten Strecken durch das Angebot von EmiratesRED stöbern: Produkte bekannter Marken wie Tom Ford, Bang & Olufsen, Lacoste und Aigner können an Bord gekauft werden. Für den gesamten Monat Dezember gibt es zudem 15 Prozent Rabatt auf fast das gesamte Sortiment von EmiratesRED.

Lufthansa-Tochter Austrian Airlines baut Vorstand um

Andreas Otto verlässt Austrian Airlines

Andreas Otto, derzeit Chief Commercial Officer und Chief Financial Officer der heimischen Airline hat sich entschieden, zum 31. Dezember 2020 die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines auf eigenen Wunsch zu verlassen, um sich zukünftig neuen Herausforderungen außerhalb des Lufthansa Konzerns zu widmen.

Otto war über 20 Jahre in Vorstandspositionen der Lufthansa Group tätig. Er zählt damit zu den erfahrensten Top-Managern des Konzerns. Die letzten sechs Jahre war er Teil des Austrian Airlines Vorstands. In seiner Funktion als CCO und zuletzt auch CFO prägte Andreas Otto die Transformation der Fluggesellschaft und trug maßgeblich zur Neuausrichtung von Austrian Airlines bei. Seit dem Frühjahr 2020 war Otto federführend an der Krisenbewältigung und der Gestaltung des Finanzierungs- und Hilfspaketes der rot-weiß-roten Airline beteiligt.

Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende von Lufthansa-Tochter Austrian Airlines, sagt: „Ich bedauere sehr, dass wir mit Andreas Otto einen erfahrenen Branchenkenner sowie eine geschätzte Führungspersönlichkeit verlieren, die den Lufthansa Konzern über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hat. Ich danke Andreas Otto für sein langjähriges und erfolgreiches Wirken und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute.“

SWISS-Manager Michael Trestl soll als COO auf Andreas Otto folgen

Der gebürtige Österreicher Michael Trestl soll zum 01. Januar 2021 in den Vorstand von Austrian Airlines einziehen und dort die Rolle des Chief Commercial Officers übernehmen. Diesem Vorschlag des Lufthansa Vorstands muss der Austrian Airlines Aufsichtsrat noch zustimmen. Aktuell ist Trestl Head of Network Management bei SWISS. Er verfügt über mehr als zehn Jahre Managementerfahrung bei SWISS sowie beim Ferienflieger Edelweiss. Er ist Experte in Strategie sowie im kommerziellen Airline Management.

Michael Trestl

Michael Trestl (35) hat 2011 als Business Development Manager bei Edelweiss in Zürich begonnen. Nach drei Jahren in dieser Rolle leitete er von 2014 bis 2017 die Abteilung Corporate Development von Edelweiss. Danach wechselte Trestl zu SWISS und übernahm die Leitung des Strategieressorts sowie des CEO Office. Seit 2018 verantwortet er als Head of Network Management die Netzplanung des Schweizer Flag Carriers. Seit Beginn der Coronapandemie steuert er zusätzlich den Neustart der kommerziellen Bereiche der Lufthansa Airlines. Michael Trestl ist zudem promovierter Betriebswirt. Gemeinsam mit seiner langjährigen Partnerin hat er eine Tochter.

COO Jens Ritter wechselt zu Eurowings

Auch Jens Ritter, Chief Operating Officer von Lufthansa-Tochter Austrian Airlines, wird das Unternehmen Ende März 2021 verlassen. Er wird neuer Chief Operating Officer und Mitglied der Geschäftsführung bei Eurowings in Deutschland. Ritter war fünf Jahre Teil des AUA Managements. Zuerst als Accountable Manager und seit Anfang 2020 als COO. In seiner Zeit bei Austrian Airlines hat er den operativen Betrieb neu organisiert. Er hat das Unternehmen modernisiert und als oberster Krisenmanager der rot-weiß-roten Airline das operative Krisenmanagement während der Coronapandemie geführt.

„Ich danke Jens Ritter für fünf Jahre bei Austrian Airlines, in denen er der österreichischen Airline durch seinen unermüdlichen Einsatz sowie hohen Qualitätsanspruch auf jeden Fall seinen Stempel aufgedrückt hat. Ich wünsche ihm für seine neue Herausforderung bei Eurowings viel Erfolg“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende von Austrian Airlines.

Francesco Sciortino als Nachfolger vorgeschlagen

Vorbehaltlich der Genehmigung des Aufsichtsrates wird auf Ritter ab 01. April 2021 Francesco Sciortino folgen. Er ist ein erfahrener Manager aus den Reihen der Lufthansa Group. Der Operations Experte ist derzeit Managing Director und Accountable Manager bei Germanwings und seit rund 19 Jahren in unterschiedlichen Leitungsfunktionen des Lufthansa Konzerns tätig. Sciortino wird als Chief Operating Officer und Mitglied des Vorstands von Austrian Airlines zukünftig den operativen Betrieb der österreichischen Heimatairline verantworten.

Francesco Sciortino

Francesco Sciortino (47) hat seine Piloten-Ausbildung in der Flugschule der Lufthansa absolviert. Seine fliegerische Karriere startete er 1997 als A320 Copilot bei Austrian Airlines. Parallel zu seiner Pilotenlaufbahn begann er 2001 als Flottenreferent bei Lufthansa. Anschließend verantwortete er die Gepäcksprozesse der deutschen Airline und leitete das neu gegründete Irregularity Management.

Er sammelte von 2010 bis 2011 berufliche Erfahrung als Ground Operations Chef bei Lufthansa Italia. Danach wechselte er 2015 als Projektleiter für die Einflottung des Airbus A330 zu Sunexpress Deutschland, wo er in weiterer Folge auch als Accountable Manager tätig war. Als Managing Director und Accountable Manager zog er 2017 in die Geschäftsführung von Germanwings ein. Sciortino hält eine Trainerlizenz als Airbus A320/A330 Kapitän. Er ist verheiratet und hat ein Kind.

CEO Alexis von Hoensbroech übernimmt zusätzlich CFO Ressort

Das Vorstandsressort „Finanzwesen“ wird nicht nachbesetzt und ab 01. Januar 2021 von CEO Alexis von Hoensbroech in Personalunion übernommen. Der Vorstand von Austrian Airlines besteht somit zukünftig aus Alexis von Hoensbroech als CEO & CFO sowie Michael Trestl als CCO und Francesco Sciortino als COO.

„Ich freue mich, dass wir dem Aufsichtsrat mit Michael Trestl und Francesco Sciortino zwei erfahrene Top-Manager für den Austrian Airlines Vorstand vorschlagen, welche die Fluggesellschaft mit ihrem umfassenden Know-How aus dieser Krise führen und die Entwicklung von Austrian Airlines mit Herzblut, Motivation und Gestaltungswillen vorantreiben werden. Ich bin sicher, dass das Vorstandsteam das Unternehmen erfolgreich durch die Pandemie steuern wird und Austrian Airlines gestärkt aus dieser Zeit hervorgeht“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende von Austrian Airlines.

Alexis von Hoensbroech dankt Andreas Otto und Jens Ritter

„Mein Dank gilt Andreas Otto und Jens Ritter. Sie haben mit außerordentlichem Engagement, Mut und Besonnenheit unsere AUA in den letzten Jahren entwickelt, gefestigt sowie zuletzt durch die Coronakrise manövriert“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Alexis von Hoensbroech. „Gleichzeitig freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Michael Trestl und Francesco Sciortino. Beide werden in einer sehr dynamischen Zeit Teil unseres Unternehmens. Ich bin überzeugt, dass wir mit ihrer Expertise die Herausforderungen der Pandemie überwinden und Austrian Airlines zurück auf den Erfolgsweg bringen werden.“

Bahnarbeiten: Köln Bonn Airport sperrt Runway 14L/32R

Am Köln Bonn Airport wird am Donnerstag, 10. Dezember, routinemäßig Gummiabrieb von der Asphaltfläche der großen Start- und Landebahn (Runway 14L/32R) entfernt.

Flugbetrieb über die Querwindbahn (Runway 06/24)

Daher bleibt die Bahn von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr gesperrt und der Flugbetrieb wird über die Querwindbahn (Runway 06/24) geführt. Sollten die Arbeiten aus wettertechnischen Gründen an diesem Tag nicht vollständig ausgeführt werden können, werden diese am Freitag, 11. Dezember, beendet.

Seltene Ehre: Flughafen BER erhält Salutschüsse

Sie sind immer dabei, wenn ein neu gewählter US-Präsident zum ersten Mal Deutschland besucht oder wenn Queen Elizabeth II. empfangen wird. Und sie fallen immer auf, denn ihre Feldhaubitzen sind nicht zu überhören: Die Soldatinnen und Soldaten des Salutzugs, der heute offiziell Unterstützungszug Protokoll heißt.

Beim Salutschießen tragen die Soldatinnen und Soldaten des Unterstützungszuges Protokoll ihren Paradeanzug Heer. Schon etwa eine halbe Stunde vor dem geplanten Einsatz stehen sie an den Geschützen bereit.

Salut: Seltene Ehre zur BER-Eröffnung

28 Soldatinnen und Soldaten und zehn Haubitzen bilden den sogenannten Salutzug beim Wachbataillon des Bundesverteidigungsministeriums. Das Wachbataillon gehört zur Streitkräftebasis und ist dort der einzige Jägerverband. Zusätzlich zum Protokollarischen Ehrendienst steht der infanteristische Dienst im Vordergrund.

Denn Empfänge mit militärischen Ehren, also auch mit Salutschüssen, sind selten geworden. Es gibt sie nur noch beim Besuch von Monarchen und dann, wenn ein ausländisches Staatsoberhaupt erstmals in dieser Funktion nach Deutschland kommt. Außerdem fragt der Bundespräsident vorher bei dem erwarteten Gast an, ob dieser einen solchen Empfang wünscht. Normalerweise finden in Deutschland pro Jahr nur noch zwei oder drei solcher Empfänge statt. In diesem Jahr kam der Salutzug wegen Corona sogar nur ein einziges Mal zum Einsatz: am 05. Oktober bei der Generalprobe am neuen Regierungsterminal in Schönefeld. Da standen drei Soldaten in Heeresuniform an „ihrer“ Feldhaubitze. Bei der Generalprobe wurde das erste Mal das Salutschießen am neuen BER geübt.

Salutschüsse signalisieren friedliche Absichten

Die Tradition des Salutschießens ist so alt, dass die Herkunft der 21 Salutschüsse nicht genau geklärt werden kann. Am geläufigsten ist eine Historie aus dem 14. Jahrhundert, so Hauptfeldwebel Martin Gey, der Zugführer des Salutzugs. Zu der Zeit hatten Kriegsschiffe noch Vorderlader-Kanonen, die ständig geladen waren. „Diese wurden vor dem Einlaufen in einen Hafen abgefeuert. Das signalisierte die friedliche Gesinnung, denn durch das Abfeuern der Geschütze wurde die eigene Verteidigungsbereitschaft aufgegeben“, erklärt Gey.

Eine Kanone wird vor allem genutzt, um ein Ziel direkt zu beschießen (Flachfeuer). Eine Haubitze wird meist für Steilfeuer eingesetzt, um aus großer Distanz zu schießen. Beim Salutauftrag bedienen immer drei Soldaten eine Haubitze: ein Geschützführer, ein Ladekanonier und ein Entladekanonier.

US-Geschütze

Die ältesten „Mitglieder“ des Salutzugs sind fast 80 Jahre. Es sind die zehn Feldhaubitzen. Sie wurden während des Zweiten Weltkriegs in den USA entwickelt und gebaut. Die Haubitzen des Salutzugs stammen aus den Jahren 1942 und 1943. Ihre genaue Bezeichnung ist „Feldhaubitze 105 mm“, weil die verwendeten Kartuschen das Kaliber 105 Millimeter haben.

Die Bundeswehr führte dieses Waffensystem Ende der 1950er-Jahre ein. Bis 1996 waren sie das Standardgeschütz der Luftlandebrigade 9 in Philippsburg. Danach wurden sie bis 2003 genutzt, um Artilleriebeobachter auszubilden. Seit 2006 ist ihre einzige Aufgabe das Salutschießen beim Wachbataillon. Dafür wurden die Haubitzen „demilitarisiert“, das heißt, scharfe Schüsse sind damit nicht mehr möglich.

Mit 2.500 Kilogramm Gewicht ist die „Feldhaubitze 105 mm“ ein ziemliches „Leichtgewicht“, gut zu verladen und zu transportieren. Am 05. Oktober zur Generalprobe am BER beispielsweise wurden sie angehängt an Lkw von der Julius-Leber-Kaserne in Tegel über die Berliner Stadtautobahn nach Schönefeld gebracht. Angehängt an Militär-Lkw wurden die Feldhaubitzen mit 40 km/h über die Berliner Stadtautobahn von Tegel zum neuen Regierungsterminal am BER gefahren.

An diesem Tag waren, wie immer bei einem Einsatz zum Empfang von Staatsoberhäuptern, sieben Haubitzen dabei: sechs für die 21 Schuss Salut, eine als Reserve. Die Kartuschen, mit denen die Geschütze beladen werden, haben eine Treibladung aus Schwarzpulver und sind mit einem Korkdeckel verschlossen, „damit es schön knallt“, wie Oberfeldwebel Matthias Ehrke, der Gruppenführer im Salutzug, erklärt.

Wie läuft Salutschießen ab?

Präzision mit Wasserwaage: Wenn der Salutzug einen Auftrag bekommt, bauen die Soldaten vor Ort zunächst die Geschütze und ein Podest auf. Der Sicherheitsabstand vor den Rohren beträgt 50 Meter, links und rechts sind es 30 Meter. Die Geschütze selbst werden in einer Reihe ausgerichtet, jeweils zehn Meter voneinander entfernt. Damit alles ganz exakt ist, hat jede Haubitze eine eingebaute Wasserwaage und eine Zeigerzieleinrichtung. Sechs Haubitzen stehen auf dem Vorfeld des Regierungsterminal. An jedem Geschütz drei Soldaten der Geschützbesatzung.

Ist ein Flugzeug mit dem geehrten Staatsgast gelandet und rollt in seine Position, laden die Geschützbesatzungen die Haubitzen und warten auf den Abschussbefehl. Da der Salutzug viel zu weit entfernt ist, um den Gast sehen zu können, steht der sogenannte Ablaufoffizier an der Maschine und gibt das Feuerkommando per Funk an den Zugführer.

Zeiger, Zähler, Zeitnehmer

Der leitet es an die Geschützführer weiter. Nach diesem ersten Feuerkommando, das gleichzeitig durch den Zeiger, der links neben dem Zugführer auf dem Podest steht, optisch an den jeweiligen Geschützführer vermittelt wird, übernimmt der Zeitnehmer und gibt die Feuerkommandos alle fünf Sekunden.

Zeitnehmer, Zugführer und Zeiger stehen auf dem Podest hinter den Geschützen. Von hier aus koordinieren sie das Salutschießen. Nur so kann es ganz präzise ablaufen. Der Zähler steht mit dem Rücken zu den Geschützen und zählt die Schüsse laut mit. Nach dem 21. Schuss zeigt der Zähler an, dass das Schießen beendet ist und der Zugführer lässt die Soldatinnen und Soldaten in Richtung des Staatsgastes blicken und salutiert. Sobald die Kolonne mit dem Gast losfährt, lässt der Zugführer die Geschütze entladen und beendet das Salutschießen.

Salut auf der Kieler Woche

Da das Wachbataillon der einzige Verband in der Bundeswehr ist, der diesen Salutauftrag hat, kommen regelmäßig Anfragen. „2019 haben wir beispielsweise auf der Kieler Woche für die ‚Juan Sebastián de Elcano‘, das Segelschulschiff der spanischen Marine, Salut geschossen“, sagt Gey. Auch beim Tag der offenen Tür in der Julius-Leber-Kaserne und beim Tag der Bundeswehr ist der Salutzug dabei. Dann werden aber meist nur drei oder sechs Schuss aus drei Haubitzen abgefeuert. Martin Gey ist stolz darauf, wie genau und synchron die Soldatinnen und Soldaten des Salutzugs arbeiten. „Wir geben dafür immer unser Bestes, denn mit diesem Salutauftrag repräsentieren wir die Bundesrepublik Deutschland.“

Luftwaffe entwickelt Digitalisierungsprojekt GuiXT für SASPF

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IT- und Software-Systeme der Bundeswehr, auch sie brauchen eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Sie ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik. Sie muss den Nutzer durch zunehmend komplizierte digitale Arbeitsabläufe führen.

Größtes IT-Projekt der öffentlichen Verwaltung

Die Bundeswehr arbeitet mit der Software SASPF (Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien). Es das größte IT-Projekt der öffentlichen Verwaltung. Die Standardoberflächen der Software sind jedoch komplex und teils unübersichtlich aufgebaut, sodass sie sich für den alltäglichen Dienst nicht optimal eignen. Die Luftwaffe hat das nun geändert.

„Digitales Mindset“ aus der Truppe

Die Luftwaffe hat das Digitalisierungsprojekt GuiXT (Graphical User Interfaces Extended) ins Leben gerufen. Zweck ist es, dem SASPF-System ein „neues Gesicht“ zu geben. Zeit und Aufwand sollen durch neue Benutzeroberflächen eingespart werden. Das Konzept für das Projekt ist einfach, aber wirkungsvoll: Erfahrene Nutzer in der Truppe wurden ausgebildet und zu einem Entwicklerteam zusammengestellt. Sie entwickelten genau die Oberflächen, welche sie sich für ihre Arbeit im System SASPF gewünscht haben. Das Kommando Luftwaffe stellte für jedes Waffensystem ein Entwicklungsteam zusammen.

Digital im Hangar – SASPF in der Praxis

Alle Dienststellen der Luftwaffe nutzen SASPF. Die Nutzer sind unter anderem verantwortlich für die Wartung und Reparaturen der Luftfahrzeuge. Dafür verwenden sie das System SASPF zur Dokumentation der einzelnen Arbeitsschritte. Ziel ist es, maximale Einsatzbereitschaft zu garantieren.

Es gilt zu dokumentieren, wer welche Arbeit durchgeführt hat oder wie viel Kraftstoff in die Luftfahrzeuge getankt wurde. Dies ist unverzichtbar für die reibungslose Vor- und Nachbereitung der fliegenden Waffensysteme. Die neuen Benutzeroberflächen für den Eurofighter sind bereits live. Mit der Entwicklung waren aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ Hauptmann Rainer Langen und sein Team, welches aus Hauptmann Paul Meiwald, Stabsfeldwebel Maik Kartschewski und Hauptfeldwebel Daniel Wagner besteht, beauftragt.

Gemeinsam mit Hauptmann Patrick Plitt aus dem Kommando Luftwaffe, welcher für die Koordination des Projekts verantwortlich ist, durchliefen sie den gesamten Prozess der Entwicklung und Einführung und prägten ihn maßgeblich. „Ohne die ausgeprägte Beharrlichkeit und das großes Engagement des gesamten Teams, hätte das niemals funktioniert“, erklärt Hauptmann Langen.

CH-53 und Tornado für die Zukunft

Die Benutzeroberflächen haben große Auswirkungen auf die Betriebsabläufe in einem Verband. So wird mithilfe der übersichtlichen Benutzeroberflächen eine erhebliche Zeitersparnis, eine Steigerung der Nutzerzufriedenheit und eine Harmonisierung der Arbeitsabläufe erreicht. Mittlerweile nutzen alle vier Eurofighter-Verbände das optimierte System.

2021 sollen die CH-53- und die Tornado-Verbände mit den neuen Benutzeroberflächen ausgestattet werden. Dazu befindet sich das System bereits in der Weiterentwicklung. Hauptmann Plitt fasst die Vorzüge des Digitalisierungsprojekts zusammen: „Dieses Projekt der Digitalisierung schafft Möglichkeiten zur Gestaltung des digitalen Wandels für die Soldatinnen und Soldaten und eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen.“

Hamburg Airport: Hard Rock Cafe eröffnet Pop-Up Shop

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Die Passagiere am Hamburg Airport können ab sofort eine große Auswahl an Artikeln der weltweit populären Marke Hard Rock Cafe erwerben. Dazu gehören auch die berühmten T-Shirts mit Logoprint, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Der neue Pop-Up Rock Shop befindet sich hinter der zentralen Sicherheitskontrolle in der Airport Plaza des Flughafens.

„Ob als Weihnachtsgeschenk, als Souvenir oder einfach für sich selbst – in dem neuen Pop-Up Shop der Kultmarke Hard Rock Cafe finden die Passagiere des Hamburger Flughafens vor oder nach ihrem Flug immer etwas Besonderes“, sagt Lutz Deubel, Leiter des Geschäftsbereichs Center Management am Hamburg Airport. „Der Hard Rock Cafe Shop passt ideal zu unserem bestehenden Angebot und stößt sicher auf große Begeisterung bei unseren Kunden.“ 

Der Hard Rock Cafe Pop-Up Shop ist zurzeit täglich zwischen 08:00 Uhr und 14:00 Uhr geöffnet.

Ruag in Ungarn erhält EASA Part 21G Zertifikat

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Ruag Aerostructures in Ungarn wurde Anfang Dezember von der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) als eigenständiger Herstellungsbetrieb zugelassen. Das EASA Part 21G Zertifikat ermöglicht dem Produktionsstandort, Baugruppen und Strukturteile direkt an Kunden zu liefern oder diese in Luftfahrzeuge zu integrieren.

Eger in Ugarn ist seit 2017 Produktionsstandort mit mehr als 200 Mitarbeitenden ein integrierender Bestandteil des Kapazitäts- und Aktionsplans von Ruag Aerostructures. Mit der Zertifizierung nach EASA Part 21G hat der Standort Anfang Dezember einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Das EASA Part 21G Zertifikat berechtigt Ruag Aerostructures Ungarn ab sofort, komplexe Baugruppen zu fertigen und direkt in Luftfahrzeuge zu integrieren oder an Kunden auszuliefern. Bisher werden die Strukturteile aus Eger noch via Standort Oberpfaffenhofen an die Kunden ausgeliefert. In Eger werden heute Seitenschalen, Fussbodenstrukturen, Druckschotts oder Sitzschienen für Airbus hergestellt.

Höchste Luftfahrt-Qualifikation für Herstellerbetrieb

Ruag Aerostructures in Ungarn ist erst der zweite Betrieb im ganzen Land, der dieses Zertifikat erhalten hat. Die Zertifizierung zum „EASA Part 21G Betrieb“ ist die höchste Zulassung, die ein Herstellerbetrieb für Luftfahrtprodukte erhalten kann. Die EASA ist die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA), die für die Sicherheit der Zivilluftfahrt verantwortlich ist. Sie ist für die Zertifizierung, Regulierung und Standardisierung zuständig.

„Mit der EASA Part 21G Zertifizierung unseres Standortes in Ungarn unterstreichen wir nicht nur unsere langfristige Partnerschaft zu Airbus, sondern sie ermöglicht auch direkte Lieferbeziehungen zu neuen Kunden. Wir heben damit die existenziell wichtige Bedeutung des Standortes Eger für unsere Wettbewerbsfähigkeit hervor“, sagt Dirk Prehn, Executive Vice President von Ruag Aerostructures.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Entlang eines detaillierten Entwicklungsplans wurde der Standort Eger kontinuierlich weiterentwickelt – von der verlängerten Werkbank bis hin zum zertifizierten Herstellungsbetrieb nach EASA Part21G. Bereits 2019 erhielt das Unternehmen vom TÜV Nord die auf Luftfahrtbetriebe zugeschnittenen Zertifizierung EN 9100, welche als Voraussetzung für die EASA 21G Zulassung vorausgesetzt wird.

SunExpress Erstflug der freiwillig COVID-19-Getesteten

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Um 15:10 Uhr Ortszeit ist in Düsseldorf der erste SunExpress Flug nach Antalya gestartet, bei dem die Airline ihren Passagieren vor dem Abflug freiwillige, kostenfreie Antigentests angeboten hat.

Probeläufe für Antigentests

XQ181 markiert den Beginn der ersten Probeläufe für Antigentests auf Flügen von Deutschland in die Türkei. Fluggäste, die am Pilotprojekt teilnahmen, erhielten innerhalb von 15 Minuten im Testzentrum ihr Ergebnis und konnten den Check-in-Prozess abschließen.

Auf dem ersten Flug ließen sich mehr als fünf Prozent der Passagiere kostenfrei testen, davon waren 100 Prozent negativ.

Kostenloser und freiwilliger COVID-19-Test

In enger Zusammenarbeit mit dem Flughafen Düsseldorf und Malteser bietet SunExpress seinen Gästen zunächst bis Ende Dezember die Möglichkeit, sich vor dem Abflug aller Düsseldorf-Antalya Flüge frewillig und kostenfrei auf COVID-19 testen zu lassen. Erst bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses kann der Check-in Vorgang abgeschlossen werden und der Passagier darf das Flugzeug betreten.

Startschuss zu einer ersten Testphase

„Der heutige Flug von Düsseldorf nach Antalya ist für uns der Startschuss zu einer ersten Testphase, deren Erkenntnisse und Erfahrungen wir nutzen werden, um unsere Teststrategie für die kommenden Monate festzulegen”, erklärt Max Kownatzki, CEO von SunExpress. „Die Antigen-Probeläufe auf ausgewählten Flügen können dazu beitragen, die Reisemöglichkeiten zwischen Deutschland und der Türkei wieder zu erweitern und senden ein wichtiges und positives Signal für die gesamte Branche.”

Machtkampf bei UFO: Vorstand Flohr will UFO verlassen

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Mit einer persönlichen Botschaft an die Mitglieder der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) hat der Vorsitzende Daniel Flohr seinen geordneten Rückzug von der Gewerkschaftsspitze angekündigt. Spätestens zum 30.06.2021 wolle er die UFO verlassen, ein Plan werde nun mit den Verantwortlichen ausgearbeitet. 

Flohr will internen Machtkampf verhindern

„Der Luftverkehr ist von der Corona-Krise besonders hart getroffen, wir müssen unseren Blick auf den Interessen unserer Mitglieder halten. Jedoch stehen wir wieder kurz vor einem internen Machtkampf, der sich unter anderem an meiner Person entzündet. Daher möchte ich dazu beitragen, dass UFO sich wieder voll und ganz auf ihre Aufgaben konzentrieren kann. Der Lufthansa-Konzern will zusätzlich zigtausende Arbeitsplätze abbauen, darum muss UFO sich kümmern – nicht um interne Grabenkämpfe“, erklärt Flohr. 

2019 wehrte Flohr als Vize-Chef zusammen mit einer Rumpfmannschaft einen existenziellen Angriff des Lufthansa-Konzerns auf die Flugbegleitergewerkschaft ab. Gemeinsam mit dem Verhandlungsteam des ehemaligen Vorsitzenden Nicoley Baublies schaffte er es sogar, dass UFO als erste Gewerkschaft einen Krisentarifvertrag mit einem Volumen von 500 Millionen Euro mit dem Konzern im Juni dieses Jahres abschloss. 

Wunsch nach anderen Köpfen an der Spitze

„Die Auswirkungen von Corona werden uns noch lange begleiten, doch mit dem TV-Krise ist ein Großteil der Kabine vorerst abgesichert, sodass der Führungswechsel nicht zur Unzeit kommt. Wir können diese Sicherheit nutzen, um UFO im Sinne der Mitgliedschaft neu auszurichten und für die kommenden Aufgaben zu wappnen. Nach den Jahren der politischen Unruhen rund um UFO, gibt es mittlerweile sowohl den Wunsch nach anderen Köpfen an der Spitze als auch nach einer anderen Art der Gewerkschaftsarbeit. In den kommenden Monaten müssen wir also auch mit unseren Personalentscheidungen den langfristigen Erfolg der UFO garantieren“, so Flohr abschließend. 

BARIG will Abschaffung pauschaler Quarantäne-Regelungen

BARIG (Board of Airline Representatives in Germany), der Verband der in Deutschland tätigen internationalen und deutschen Fluggesellschaften, unterstreicht die von zahlreichen anderen internationalen Verbänden und Unternehmen erhobenen Forderungen, wonach die gegenwärtigen Quarantäne-Regelungen im Flugverkehr sofort zu beenden seien. BARIG beruft sich dabei auch auf jüngste Erkenntnisse des Europäische Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), beides Agenturen der Europäischen Union.

ECDC und EASA halten Quarantäne-Regeln der Länder derzeit für nicht zielführend

In ihren jüngsten Richtlinien zu COVID-19-Tests und Quarantäne-Regelungen für Flugpassagiere halten die ECDC und EASA in der gegenwärtigen epidemiologischen Situation die Quarantäne-Regeln der Länder für nicht zielführend und unangebracht. Sie bestätigen stattdessen deutlich, dass Flugreisende mit weniger als 1 Prozent der weltweiten COVID-19-Fälle in Verbindung zu bringen sind und sie darüber hinaus eben nicht für eine Erhöhung der Übertragungsrate verantwortlich sind. Quarantäne-Maßnahmen für einreisende Fluggäste sind nur in besonderen Ausnahmesituationen sinnvoll.

Dazu Michael Hoppe, Generalsekretär des BARIG: „Mit der gegenwärtigen Pandemie befinden wir uns in einer ganz außergewöhnlichen Situation. Jetzt heißt es, kühlen Kopf zu bewahren, unabhängigen Experten wie den Fachleuten von ECDC und EASA zuzuhören sowie deren Erkenntnisse aufzunehmen und Empfehlungen zügig und konsequent umzusetzen. Die aktuellen pauschalen Quarantäne-Regelungen im grenzüberschreitenden Luftverkehr kommen inzwischen eher politischem Aktionismus gleich, tragen aber nicht zur Eindämmung der Pandemie bei. Sie sollen deshalb mit sofortiger Wirkung abgeschafft werden.“

Verband plädiert für die Einrichtung sicherer Reisekorridore

Der BARIG-Generalsekretär fordert daher ein entsprechendes, gemeinsames Handeln der Regierungen der EU-Länder, des Europäischen Wirtschaftsraums und Großbritanniens. Anstelle pauschaler, präventiver Quarantäne und scharfer wie pauschaler Reisebeschränkungen plädiert der Verband für die Einrichtung sicherer Reisekorridore, so unter anderem zwischen Deutschland und Nordamerika, sowie für erweiterte Schnelltest-Verfahren an den Flughäfen. Zu beiden liegen bereits zielführende Vorschläge und erste, sehr positive Erfahrungen vor; ebenso besteht weiterhin an den meisten Flughäfen die nötige und wichtige Testinfrastruktur.

Emirates neuer Airbus A380 fliegt mit Speiseöl nach Dubai

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Emirates hat seine 116. A380 in Empfang genommen: Das Airbus-Flugzeug mit der Kennung A6-EVL ist am Abend des 04. Dezember vom Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder gestartet und in den frühen Morgenstunden des vergangenen Samstags in Dubai eingetroffen. Der Auslieferungsflug wurde mit einer Mischung aus konventionellem und nachhaltigem Kerosin betrieben. Emirates erhält im laufenden Monat noch zwei weitere A380, von denen eine mit dem lang erwarteten Premium-Economy-Class-Produkt ausgestattet sein wird.

Seit der Aufnahme in die Emirates-Flotte vor 12 Jahren ist die A380 mit ihren Innovationen wie der Bord-Lounge und den Spa-Duschen im Oberdeck das Flaggschiff der Airline und bei Fluggästen weiterhin sehr begehrt. Emirates hat den Flugbetrieb mit der A380 vor kurzem wiederaufgenommen.

A380: Eine Erfolgsgeschichte für Emirates

Sir Tim Clark, President Emirates Airline: „Die A380 ist eine Erfolgsgeschichte für Emirates, die sich im starken Kundeninteresse widerspiegelt, wo auch immer wir sie im Laufe der Jahre eingesetzt haben. Das Flugzeug hat uns dabei geholfen, die Nachfrage an Flughäfen mit beschränkten Slots und auf unseren Hauptstrecken sowie auf der Langstrecke effizient zu bedienen. Wir konnten mit dem Platzangebot und der Technologie der A380 neue Konzepte an Bord einführen, die das Flugerlebnis zum Besseren verändert haben. Wir freuen uns auf die Einführung unserer Premium Economy-Class, die in den kommenden Monaten in einer A380 ihr Debüt feiern wird und werden weiterhin in unsere erstklassige Produkterfahrung der A380 investieren. Das Flugzeug wird auch im nächsten Jahrzehnt unser Flaggschiff bleiben, das wir auf mehr Strecken einsetzen werden, wenn die Reise-Nachfrage wieder zunimmt.“

Die A380 fliegt derzeit nach Kairo, Amman, Paris, London, Guangzhou, Manchester und Moskau. Kürzlich wurde der Flugbetrieb in London Heathrow auf bis zu vier tägliche A380- ausgeweitet. Der Doppeldecker stellt seine Vielseitigkeit auch dadurch unter Beweis, dass er als „Mini-Frachter“ auf ausgewählten Fracht-Charterflügen eingesetzt wird, um dringend benötigte Güter über das Streckennetz von Emirates zu transportieren.

Kraftstoff aus Speiseöl für den Antrieb einer A380

Der Auslieferungsflug am vergangenen Samstag wurde mit einer Mischung aus Kerosin und nachhaltigem Flugbenzin (Sustainable Aviation Fuel, SAF) durchgeführt. Es war das erste Mal, dass die Fluggesellschaft nachhaltigen Kraftstoff für den Antrieb einer A380 verwendet. Der für den Flug verwendete Biokraftstoff wurde in Finnland aus gebrauchtem Speiseöl hergestellt.

„Nachhaltigkeit steht bei Emirates weiterhin ganz oben auf der Agenda. Wir beobachten die Entwicklungen im Bereich des nachhaltigen Flugtreibstoffs sehr genau und freuen uns auf die Zeit, in der er in großem Maßstab und zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden kann. Unser letzter A380-Auslieferungsflug wurde teilweise mit nachhaltigem Flugbenzin betrieben –ein positiver Schritt zur Verringerung unserer Gesamtemissionen“, kommentiert Sir Tim das Engagement der Fluggesellschaft zur Verringerung ihrer Umweltauswirkungen.

Teil der Koalition „Clean Skies for Tomorrow“

Emirates unterstützt Initiativen, die zur Entwicklung der SAF-Industrie und zur breiteren Verbreitung von Biokraftstoffen beitragen. Die Fluggesellschaft ist Teil der Koalition „Clean Skies for Tomorrow“, die vom Weltwirtschaftsforum gegründet wurde, um die Entwicklung des SAF-Bereichs zu fördern. Emirates hat zudem eine Reihe von Webinaren über die Zukunft von SAF in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt, die von der Khalifa-Universität veranstaltet wurden. Ein Drittel der Crew-Busse von Emirates in Dubai werden derzeit mit Biokraftstoffen betrieben.

Emirates unternimmt darüber hinaus bedeutende Schritte zur Emissionsreduzierung. Neben dem Betrieb moderner und treibstoffeffizienter Flugzeuge mit einem Durchschnittsalter von 6,5 Jahren verfügt die Fluggesellschaft über ein umfassendes Treibstoffeffizienzprogramm, das eine Reihe von Initiativen umgesetzt hat, darunter die Zusammenarbeit mit Flugnavigationsanbietern auf „Flex Tracks“ oder flexiblen Streckenführungen, die für jeden Flug den effizientesten Flugplan erstellen.

Umfangreiches Treibstoffüberwachungssystem im Einsatz

Die Airline betreibt zudem ein umfangreiches Treibstoffüberwachungssystem. Am Boden setzt sie, wo immer möglich, treibstoffeffiziente Verfahren ein, wie z.B. den Einsatz von Triebwerken, die weniger Energie verbrauchen, und das Abschalten von einem oder zwei Triebwerken beim Rollen nach der Landung. Weitere Initiativen umfassen Leerlauf-Umkehrschub bei der Landung, Verbesserungen der Ladeeffizienz, Gewichtsmanagement des Flugzeugs und die Einführung elektronischer „Flight Bags“ für die Cockpitbesatzung.

ver.di und Lufthansa: Krisenvereinbarung war erfolgreich

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Das Ergebnis der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutschen Lufthansa AG über eine Krisenvereinbarung für die ca. 35.000 Beschäftigten am Boden wurde in einer Mitgliederbefragung mit über 71 Prozent Zustimmung angenommen.

ver.di-Mitglieder stimmen Krisenvereinbarung bei Lufthansa zu

„Die Beschäftigten haben sich mit breiter Zustimmung für eine gemeinsame Zukunft ausgesprochen und der zwischen ver.di und Lufthansa ausgehandelten Vereinbarung zugestimmt. Damit wird ein verbindlicher Beschäftigungsschutz bis Ende März 2022 erreicht, ebenso wie Perspektiven durch freiwillige Maßnahmen wie Altersteilzeit“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle.

Demgegenüber stünden Beiträge der Beschäftigten in Höhe von über 200 Millionen Euro. Diese umfassen unter anderem die Streichung von Sonderzahlungen und das Aussetzen von Lohnerhöhungen.

„Für die Beschäftigungssicherung zahlen die Beschäftigten über alle Bereiche im Konzern hinweg einen hohen Beitrag. Die breite Zustimmung zu dieser Vereinbarung ist vor allem ein Votum zur Solidarität der Beschäftigten im Lufthansa Konzern, kein Vertrauensbeweis für das Unternehmen“, so Behle. Lufthansa sei in der Verantwortung, auch in der Krise für die Beschäftigten einzustehen und ihnen Sicherheit, Anerkennung und gute Arbeitsplätze zu gewährleisten. Ein Rückzug aus der sozialen Verantwortung sei nicht hinnehmbar.

Vereinbarung läuft bis Ende 2021

Die am 11. November 2020 getroffene Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Die Tarifparteien hatten in über 20 Verhandlungsrunden um ein Ergebnis gerungen. Lufthansa hatte zeitweise einseitig den Verhandlungstisch verlassen und war erst nach der Aufforderung, soziale Verantwortung zu übernehmen, zurückgekehrt.

AEGEAN Sommerflugplan: Mehr Griechenland ab D-A-CH

Unterstützung bei der Erholung des griechischen Inseltourismus: AEGEAN baut die Präsenz an seinen regionalen Basen in der kommenden Saison deutlich aus und stationiert dort in der Spitze bis zu 20 Flugzeuge. Die Fluggesellschaft bietet damit insgesamt 65 internationale Linienverbindungen von und zu seinen sieben Insel-Drehkreuzen, davon alleine 22 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben den bereits bestehenden Basen in Thessaloniki, Heraklion, Rhodos und Chania wird im Sommer 2021 neu auch je ein Flugzeug in Mykonos, Santorin und Korfu stationiert.

Dimitris Gerogiannis, CEO von AEGEAN: „Wir stehen jetzt am schwierigsten Wendepunkt der Pandemie: Wir müssen die notwendigen Voraussetzungen für eine Erholung schaffen, sobald es die gesundheitlichen Bedingungen erlauben. Daher haben wir jetzt unseren umfangreichen Flugplan für 2021 direkt in die Region und auf die Inseln angekündigt, der Ende März und somit kurz vor Ostern startet. Unser Engagement für gesundheitlich unbedenkliches Reisen im Jahr 2021, wie auch im Jahr 2020, sowie unsere Verpflichtung zur Unterstützung des Tourismus bleiben unverändert.“

Deutschland: 77 wöchentliche Verbindungen in der Spitze

Fluggäste aus Deutschland können sich im kommenden Sommer auf insgesamt 15 Verbindungen von sieben deutschen Abflughäfen freuen. Nach Heraklion auf Kreta geht es den kompletten Sommer über täglich ab Frankfurt und München, sowie viermal wöchentlich ab Düsseldorf und Stuttgart – neu im Programm sind zudem drei wöchentliche Flüge ab dem neuen Berliner Hauptstadtflughafen BER. Rhodos wird je dreimal wöchentlich ab Frankfurt und München bedient, zweimal pro Woche geht es ab der bayerischen Landeshauptstadt zudem nach Santorin – ebenfalls eine neue Verbindung. Thessaloniki wird darüber hinaus ab Nürnberg, Hamburg und Berlin angeflogen.

Schweiz: Verdreifachung der Kapazität auf die griechischen Inseln

Schweizer Fluggäste erreichen in der kommenden Saison ab Zürich und Genf fünf Insel-Destinationen. Von Zürich aus geht es fünfmal wöchentlich nach Heraklion, Rhodos, Mykonos und Santorin werden jeweils zweimal pro Woche bedient, Thessaloniki dreimal pro Woche – die drei letztgenannten Destinationen nimmt AEGEAN neu ins Flugprogramm auf. Neu im Flugplan sind ebenfalls zwei wöchentliche Flugverbindungen von Genf nach Heraklion. Dies entspricht einem Kapazitätszuwachs von 194 Prozent zwischen Griechenland und der Schweiz.

Österreich: Neue Flugverbindung ab Wien

Ab dem Flughafen Wien nimmt AEGEAN eine komplett neue Verbindung auf und bietet zwischen Mai und September zwei wöchentliche Direkt-Flüge nach Heraklion auf Kreta.

Um Fluggästen einen weiteren Anreiz zu bieten, ihren nächsten Sommerurlaub auf den griechischen Inseln zu verbringen, hat AEGEAN eine besonders attraktive Aktion aufgelegt: Bei Buchung vom 04.12.2020 bis zum 10.12.2020 gibt es für den Reisezeitraum während der gesamten Sommersaison (01.04.2021 – 30.10.2021) 50 Prozent Rabatt auf alle internationalen Direktverbindungen.

Delta verteilt COVID-19 Impfstoff weltweit

Delta transportiert COVID-19-Impfstoffe: Mit großen Lagerhäusern und Kühlanlagen in Atlanta, Detroit, Los Angeles, New York-JFK und Seattle sowie einem Netzwerk von 49 zertifizierten Pharma-Flughäfen auf der ganzen Welt ist das Unternehmen in der Lage, Impfstofflieferungen im Heimatmarkt und in der ganzen Welt zu unterstützen.

Flexible globale Vertriebsfunktion

Neben robusten inländischen Versandfähigkeiten zur Unterstützung einer schnellen Verteilung innerhalb der USA verfügt Delta in Koordination mit Air France KLM Martinair Cargo und Virgin Atlantic Cargo über eine breite und flexible globale Vertriebsfunktion, die eine durchgehende Einhaltung der Vorschriften und die Gewährleistung der Sicherheit für Kunden im Netzwerk ermöglicht.

„Die effektive und schnelle Verteilung der Impfstoffe, sobald sie die endgültige Zulassung erhalten, ist eines der kritischsten Elemente bei der Eindämmung des Virus“, sagte Rob Walpole, Vizepräsident von Delta Cargo. „Aus diesem Grund haben wir vor Monaten eine Impfstoff-Taskforce ins Leben gerufen, deren Aufgabe es ist, die Anforderungen zu verstehen und mit Experten aus dem Gesundheits- und Pharmabereich zusammenzuarbeiten, um skalierbare Lösungen zur Unterstützung der Industrie zu entwickeln. Nach dem erfolgreichen Versand von Testimpfstoffen während des Sommers und Herbstes sind wir von unseren Fähigkeiten überzeugt und stehen bereit, um sicherzustellen, dass zugelassene Impfstoffe breit verteilt werden.“

Verbesserungen an pharmazeutischen Lieferprotokollen

Delta hat Verbesserungen an den bestehenden pharmazeutischen Lieferprotokollen eingeführt, um eine sichere und schnelle Verteilung zu unterstützen. Die Säulen sind höchste Priorität für Zugang und Boarding, ein Impfstoffkontrollzentrum sowie pharmataugliche Nur-Fracht-Charteroptionen.

Delta verfügt über umfassende Erfahrung im Versand von Impfstoffen und erhielt als erste US-Passagierfluggesellschaft am Hauptsitz sowie am Lager in Atlanta die Center of Excellence for Independent Validators (CEIV) Pharma Logistics Certification durch die IATA. Das Unternehmen bietet bereits vier maßgeschneiderte pharmazeutische Versandoptionen an, die die spezifischen Temperaturanforderungen für Impfstoffe erfüllen und die Integrität während der gesamten Reise gewährleisten.

SunExpress testet auf COVID-19 auf Flügen in die Türkei

SunExpress, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, bietet in einem Pilotprojekt freiwillige und kostenlose COVID-19 Antigen-Schnelltests auf allen Flügen von Düsseldorf nach Antalya. In enger Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Flughafen und dem Malteser Medizinischen Versorgungszentrum bietet die Fluggesellschaft ihren Kunden ab sofort die Möglichkeit, sich vor dem Abflug freiwillig und kostenlos auf COVID-19 testen zu lassen.

COVID-19 Antigen-Schnelltest Probeläufe auf Flügen von Düsseldorf nach Antalya

Mit dem Flug XQ181, der am 08. Dezember um 15.10 Uhr Ortszeit von Düsseldorf nach Antalya startet, beginnen die Probeläufe. Die erste Phase wird 2-3 Wochen dauern und alle Flüge von Düsseldorf nach Antalya umfassen.

„Mit unserem Pilotprojekt für Antigentests auf Flügen ab Deutschland in die Türkei gehören wir neben Austrian Airlines mit ihrer Hamburg-Wien Verbindung zu den ersten Fluggesellschaften, die diesen Service auf internationalen Strecken anbieten”, erklärt Max Kownatzki, CEO von SunExpress. „Die im Dezember gewonnenen Erkenntnisse werden wir nutzen, um unsere Teststrategie für die kommenden Monate weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, skalierbare Prozesse zu etablieren, die dazu beitragen können, den Flugverkehr wiederzubeleben.”

Freiwillige Teilnahme: Ergebnisse innerhalb von 15 Minuten

Beim Einchecken können die SunExpress-Gäste wählen, ob sie an dem Pilotprojekt teilnehmen möchten. Passagiere, die sich testen lassen möchten, erhalten ihre Ergebnisse innerhalb von 15 Minuten. Das Check-in-Personal des Flughafens schaltet die Bordkarte nur dann final frei, wenn der teilnehmende Passagier am Schalter ein negatives Testergebnis vorlegt.

Im Falle eines positiven Testergebnisses wird das medizinische Personal im Testzentrum den Passagier über das weitere Vorgehen beraten. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Passagiere hat bei SunExpress immer oberste Priorität, und Fluggäste mit einem positiven Testergebnis können ihre bestehenden Flugtickets kostenfrei umbuchen.

BER: Luftfahrt am Flughafen Berlin bleibt minimal

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Am neuen Berliner Flughafen sind im ersten Monat nach dessen Eröffnung insgesamt 213.000 Passagiere gestartet oder gelandet. Rund 4.700 Flugbewegungen wurden im November am BER registriert. Im Vergleich zum Vormonat Oktober sind die Passagierzahlen am BER im November noch einmal zurückgegangen.

Lockdown für die Luftfahrt dramatisch

Im Oktober 2020 verzeichneten die beiden Flughäfen Schönefeld und Tegel insgesamt 581.322 Passagiere. Ein Grund für das derzeit dramatisch geringe Flugaufkommen ist weiterhin die weltweite Krise des Luftverkehrs auf Grund der Pandemie durch das Coronavirus. Ein Jahr zuvor, im November 2019, wurden noch 2.544.833 Passagiere an den beiden Flughäfen Schönefeld und Tegel abgefertigt. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Fluggäste im November 2020 um 91,6 Prozent zurückgegangen. Bei den Flugbewegungen bedeuten die Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von 77,3 Prozent.

Cargo-Aufkommen leicht gestiegen

Im Zeitraum von Januar bis November wurden bisher insgesamt 8.833.958 Passagiere befördert. Damit liegt das Passagieraufkommen gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei nur 26,7 Prozent. Das Cargo-Aufkommen hat gegenüber dem Vormonat um 120 Tonnen leicht zugenommen. So wurden im November 2020 am BER insgesamt rund 1.900 Tonnen Luftfracht bewegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Luftfrachtaufkommen um 39,5 Prozent zurückgegangen.

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Situation der Flughäfen und Airlines ist dramatisch. Der zweite Lockdown und die massiven Reisebeschränkungen auf Grund der Covid-19-Pandemie haben das Fliegen weiter massiv erschwert, ein Ende der Krise ist nicht absehbar. Selbst für den Weihnachtsverkehr sind die Aussichten eher trübe. Die Menschen wollen reisen, aber sie wollen auch Sicherheit. Erst wenn ein Impfstoff umfassend Wirkung zeigt, wird sich der Luftverkehr erholen.“

Schweiz verabschiedet weitere Regularien zur Luftfahrt

Der Gemischte Luftverkehrsausschuss Schweiz – EU hat jetzt die Übernahme verschiedener EU-Erlasse durch die Schweiz beschlossen. Die neuen Bestimmungen betreffen die Pflichten der Luftfahrtunternehmen in Bezug auf die Versicherung von Gepäck und Fracht, die Flug- und Luftsicherheit sowie das Flugverkehrsmanagement. Sie treten am 01. Februar kommenden Jahres in Kraft.

Die Schweiz hat damit der Übernahme mehrerer EU-Rechtsvorschriften in den Anhang des Luftverkehrsabkommens zugestimmt. Die erste der Verordnungen, um die es dabei geht, legt Mindestversicherungssummen für die Haftung der Luftfahrtunternehmen bei Beschädigungen an Gepäck und Fracht fest. In der Schweiz gelten diese Mindestsummen bereits kraft des Übereinkommens von Montreal, dem die Schweiz als Unterzeichnerstaat angehört.

Lizenzen und alternde Flugzeuge

Im Bereich der Verhütung von Anschlägen werden die Vorschriften für die Anerkennung von Lizenzen, die von Drittstaaten ausgestellt wurden, aktualisiert. Auch werden neue Anforderungen an die Lufttüchtigkeit alternder Luftfahrzeuge eingeführt, beispielsweise im Hinblick auf den Einbau von Systemen, die verhindern helfen, dass Flugzeuge bei der Landung von der Piste abkommen. Auch für die Erbringer von Vorfeldkontrolldiensten auf den Flugplätzen gelten künftig zusätzliche Anforderungen.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie werden die Anwendungsfristen der im Juni angenommenen Vorschriften über zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen bei Flugbesatzungsmitgliedern verschoben. Der Bundesrat hat die Übernahme dieser Bestimmungen an seiner Sitzung vom 25. November genehmigt. Für die Schweiz unterzeichnete der Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), Christian Hegner, den Beschluss. Die neuen Bestimmungen des Abkommens treten in der Schweiz am 01. Februar kommenden Jahres in Kraft.

Milch­stra­ße in 3D: Gaia erstellt neuen Sternenkatalog

Die Satellitenmission Gaia erstellt den bislang umfangreichsten und genauesten Sternenkatalog. Am 03. Dezember wurde der erste Teil des dritten Kataloges veröffentlicht. „Dies ist ein weiterer Schritt hin zu einer hochgenauen, dreidimensionalen, optischen Himmelsdurchmusterung“, erklärt Dr. Walther Pelzer, Vorstand für die Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

„Gaia soll Informationen zu Position und Geschwindigkeit von rund zwei Milliarden Objekten in unserer Milchstraße und weit entfernten Galaxien sammeln und ist dabei überaus erfolgreich. Mit einer Datenmenge von etwa einem Petabyte wird die Mission dazu beitragen, die deutsche Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet der Verarbeitung von Big Data, des maschinellen Lernens und auch der künstlichen Intelligenz deutlich zu stärken und uns ganz neue Informationen über die Anzahl, Zusammensetzung und Ausdehnung von Sternen und anderen Himmelskörpern geben.“

Höhere Datenqualität ermöglicht Fortschritte bei der Weltraumforschung

Die Positionen, Eigenbewegungen, Entfernungen und Helligkeiten von fast zwei Milliarden Himmelskörpern zu erfassen – also rund einem Prozent unserer Galaxie – ist das Ziel der Satellitenmission Gaia, die im Dezember 2013 gestartet ist. Dies sind wichtige Parameter, um zu bestimmen, worum es sich bei den Objekten genau handelt und wie sich diese entwickeln. Die Informationen dienen außerdem dazu, einen dreidimensionalen Sternenkatalog in bislang unerreichter Präzision zu erstellen.

„Die beiden ersten Kataloge wurden im September 2016 und April 2018 veröffentlicht und haben unter anderem unser Bild von der Entwicklung der Milchstraße bereits nachhaltig beeinflusst“, erläutert Dr. Alessandra Roy, Gaia-Projektleiterin im DLR Raumfahrtmanagement. „Im gesamten Sternenkatalog sind bislang 1,8 Milliarden Himmelskörper verzeichnet. Für den Großteil der Objekte – rund 1,5 Milliarden Einträge – konnte die Messung von Eigenbewegung und Entfernung nun signifikant verbessert werden.“

Der dritte Katalog enthält Informationen über lichtschwächere Sterne in der Umgebung der Sonne, Gebiete in den Außenbereichen der Milchstraße, Sterne in den Magellanschen Wolken und eine Messung der Beschleunigung unseres Sonnensystems relativ zum Rest des Universums. Aufgrund der verbesserten Qualität der Daten erwarten die Wissenschaftler weitere Fortschritte bei der Erforschung der Struktur, Dynamik und Geschichte der Milchstraße, aber auch bei der Erforschung des Universums allgemein.

„Big Data“ als Voraussetzung für die moderne Astronomie

Der Zweig der Astronomie, der sich mit Messungen, Berechnungen von Positionen und Bewegungen von Himmelskörpern beschäftigt, heißt Astrometrie und reicht über 5000 Jahre zurück. Aber erst mit dem ESA-Hipparcos-Satelliten in den 1990er Jahren und ganz besonders mit Gaia begann die Präzisions-Astrometrie. Um den endgültigen Gaia-Katalog zu erstellen, müssen Wissenschaftler rund zehn Milliarden Gleichungen simultan lösen und mehr als ein Petabyte an Daten bearbeiten. Würde der Katalog in gedruckter Form vorliegen, wäre die Buchreihe mehr als 100 Kilometer lang. Pro Tag beobachtet Gaia durchschnittlich 850 Millionen Objekte und sammelt dabei rund 20 Gigabyte an Daten.

Ursprünglich war das Ende der Gaia-Mission für das Jahr 2019 geplant. Da alle Instrumente an Bord des Satelliten noch voll funktionsfähig sind, soll die Sonde aber noch bis zum Jahr 2025 Daten sammeln – dann werden die für die Ausrichtung des Satelliten benutzen Gasvorräte an Bord voraussichtlich vollständig verbraucht sein. Weitere noch vollständigere Veröffentlichungen des Gaia-Kataloges sind ab dem Jahr 2022 geplant. „Wir werden wohl noch lange warten müssen, bis eine vergleichbare Weltraummission wie Gaia starten wird“, so Dr. Roy. „Im Moment laufen zwar Studien über eine Astrometrie-Mission, die auch den Infrarotteil des Spektrums abdeckt, jedoch ist die dafür erforderliche Technologie noch nicht ausgereift.“

Mehr als 20 Länder kooperieren bei der Gaia-Mission

Gaia ist eine Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA, bei der mehr als 20 Länder zusammenarbeiten, darunter auch Deutschland. Deutschland leitet die Koordinationseinheit, die sich mit der Bestimmung der astrometrischen Ergebnisse innerhalb des Datenverarbeitungs- und Analysekonsortiums DPAC beschäftigt. Der vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanzierte deutsche Beitrag umfasst das Astronomische Rechen-Institut (Universität Heidelberg), das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, das Max-Planck-Institut für Astronomie (Heidelberg) und das Lohrmann-Observatorium an der Technischen Universität Dresden. Das DLR Raumfahrtmanagement agiert als nationale Raumfahrtagentur. Das Max-Planck-Institut für Astrophysik (Garching) wird an der an der spektroskopischen Datenauswertung für die dritte Ausgabe beteiligt sein. An der ersten Ausgabe des Katalogs waren auch die Hamburger Sternwarte und die Universität Bremen beteiligt.

ver.di: TUI muss Finanzmittel in Arbeitsplätze investieren

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt, dass für den TUI-Konzern ein neues Finanzierungspaket in Höhe von 1,8 Mrd. Euro unter Beteiligung des Bundes auf den Weg gebracht wurde. Mit Hilfe der erneuten Stützungsmaßnahmen könnten Arbeitsplätze erhalten werden.

Stützungsmaßnahmen in gute und sichere Arbeitsplätze investieren

„Nun ist es an TUI, diese Mittel zukunftsgerichtet zu verwenden und den Beschäftigten sichere und vor allem auch existenziell absichernde Arbeitsplätze zu garantieren“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Weitere Einschnitte in die Entgelte und Arbeitsbedingungen müssten ebenso verhindert werden, wie eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Vielmehr müsse der Konzern nun mit attraktiven und motivierenden Arbeitsbedingungen dafür sorgen, dass er auch nach der Corona-Krise am Markt gut bestehen kann.

„Das wird sicherlich nicht mit wenig Personal und Einschränkungen in der Qualität und im Leistungsspektrum gelingen“, so Behle. Im Gegenteil werde das Knowhow und die gute und qualifizierte Arbeit der Beschäftigten dringend benötigt, um nach der Krise wieder durchzustarten.

TUI-Konzern fordert weitere Einschnitte

Die Beschäftigten der verschiedenen Gesellschaften würden zu Gunsten des Konzerns bereits jetzt mit erheblichen Einschnitten durch Personalabbau, durch die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Gesellschaften mit schlechteren Vergütungsmodellen, Gehaltseinbußen durch monatelange Kurzarbeit und Reduzierung flexibler Gehaltsbestandteile belastet. Zudem fordere der Konzern weitere Einschnitte wie beispielsweise Stellenabbau bei der TUI fly, Verlängerung und Ausweitung der Kurzarbeit in verschiedenen Gesellschaften, Reduzierung der Ausbildungskapazitäten und weitere Einschnitte in Gehaltsbestandteile.

ver.di: Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland müsse gestoppt werden

Diese Forderungen seien untragbar, so Behle. Sie forderte TUI auf, die erneuten Stützungsmaßnahmen dafür zu nutzen, die Arbeitsplätze zu erhalten und attraktive und sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Das werde auch dem Konzern zu Gute kommen. Es sei nun an Bund und Land, ihren Einfluss geltend zu machen, dass sozialverträgliche und zukunftsfähige Antworten gemeinsam mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gefunden werden und nicht gegen sie. Die Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland müsse gestoppt werden.

NATO Flugabwehr auf Kreta und Husum erfolgreich beendet

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Targets destroyed! Das Taktische Schießen der Flugabwehr auf Kreta ist vorbei. Die Ziele wurden getroffen, die Übungsziele erreicht, neue Konzepte erfolgreich angewandt und viele Erfahrungen gesammelt.

Auch in einem der außergewöhnlichsten Jahre seit Beginn der Schießtradition haben die Flugabwehrraketenkräfte der Luftwaffe ihr multinationales Schießen durchgeführt. Damit ist das Taktische Schießen 2020 auf Kreta vorbei. Eine Woche lang wurde geschossen, die Vorbereitungen dauerten jedoch mehrere Wochen.

Geschwader mit internationalen Partnern

„Ich bin sehr stolz auf meine Truppe, dass wir das alles so reibungslos hinbekommen haben“, resümiert Oberst Andreas Noeske. Er ist der Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders 1 aus Husum. Viel Aufwand war nötig, um in Zeiten der Pandemie mit mehreren Hundert Soldatinnen und Soldaten des Geschwaders sowie weiteren Hunderten aus anderen Teilen der Bundeswehr, aber auch aus den Niederlanden, USA und aus Griechenland selbst auf die Insel Kreta zu verlegen. Es wurde vieles abgewogen und am Ende der vielen Tage und Nächte der Vorbereitung stand fest: „Wir haben gute Konzepte, viele Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, eine fähige und motivierte Truppe und vor allem auch die Pflicht, die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten – deshalb packen wir das“, so Oberst Noeske.

Digitalisierung auch in der Flugabwehr

Grade die diesjährige Übung war so wichtig für die Flugabwehr der Luftwaffe: Zum ersten Mal in der über 50-jährigen Geschichte des Taktischen Schießens wurde der Kampf vom Geschwadergefechtsstand „SAMOC“ im sogenannten Reach-back-Verfahren von Husum in Deutschland aus geführt. Oberst Noeske ist zufrieden: „Wir haben bewiesen, dass wir uns weiterentwickelt haben als FlaRak, aber auch als Luftstreitkräfte im NATO-Bündnisrahmen – wir haben neue Standards gesetzt. Die Digitalisierung macht auch vorm Militär keinen Halt und das ist auch gut so, denn grade wir als Luftwaffe können von der Modernisierung immer profitieren.“ Besonders die Pandemie zeigt auch, dass es nicht nur einsatztaktische Vorteile bietet, dass ein Teil der Soldatinnen und Soldaten vom Heimatstandort aus operieren kann.

Abwehr mit Abstand

Die für internationale Übungen typische und vor allem auch so wichtige enge Zusammenarbeit konnte natürlich unter Pandemiebedingungen nicht wie gewohnt stattfinden. Das war natürlich in einem Jahr, wo gleich vier NATO-Nationen in teils gemischten Teams arbeiten sollten, zunächst ein Rückschlag. „Internationale Übungen leben von Erfahrungsaustausch, vom Zusammenarbeiten, vom gemeinsamen Lernen, schließlich stehen wir auch im Falle eines NATO-Bündniseinsatzes Seite an Seite mit genau diesen Nationen.“

Aber auch mit „Zwei Metern Abstand“ war die Multinationalität bei der Übung für Oberst Noeske ein Gewinn: „Deutschland hat als Leitnation der Übung das Schießen der griechischen Luftabwehrkräfte mitbefehligt, wir hatten Niederländer und US-Amerikaner, welche an deutschen Patriot-Systemen gearbeitet haben – da war viel Koordinierungsarbeit nötig, aber alle konnten viel dabei lernen.“

Full Combat Readyness erst mit scharfem Schuss

Das jährlich stattfindende Taktische Schießen hat nicht nur den Zweck der bloßen Inübunghaltung, das könnte man auch ohne den „scharfen Schuss“. Vielmehr ist genau dieser elementar wichtig für die Zertifizierung von jungen Feuerleit-Crews, welche erst mit dem scharfen Schuss den Status „Full Combat Ready“, also voll einsatzbereit, erhalten. Vor allem aber wird die Fähigkeit der gesamten Patriot-Flugabwehrraketenkräfte der Bundeswehr durch die NATO zertifiziert: „Unter den strengen Augen der Bewerter haben wir erneut unsere Einsatzbereitschaft und Professionalität unter Beweis gestellt.“

Das äußerst positive Ergebnis bestätigt die Leistungsbereitschaft und die Klasse der deutschen FlaRak-Kräfte und lässt Oberst Noeske zufrieden sagen: „Wir haben in der vergangenen Woche wie geplant 20 Lenkflugkörper mit unserem Waffensystem Patriot verschossen und haben die Ziele erfolgreich bekämpft. Das alles unter den erschwerten Bedingungen, lässt mich stolz und zufrieden danke sagen, an meine Truppe, an die verbündeten Einheiten und an alle Externen, die uns in diesem Jahr, wie auch schon in den Jahren zuvor, in Sachen Logistik, Sanität und Übungsdurchführung unterstützt haben!“ So könne es auch in den nächsten Jahren weitergehen, aber jetzt steht erst einmal die Rückverlegung an und auf dem NATO-Schießplatz NAMFI heißt es: „End of firing, undercover lifted.“

Geschwadergefechtsstand in Husum über eine Distanz von 2.500 Kilometern

Lufthansa Group: Dr. Kreuzpaintner wird Vertriebschef

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Dr. Stefan Kreuzpaintner übernimmt zum 01. Januar 2021 die Verantwortung der weltweiten Vertriebsaktivitäten von Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines.

Kreuzpaintner wechselt auch in die Geschäftsführung von Lufthansa Airlines

Dr. Stefan Kreuzpaintner zieht zudem zusätzlich mit Beginn des Jahres 2021 als Chief Commercial Officer (CCO) in die Geschäftsführung von Lufthansa Airlines ein und übernimmt dabei auch die Verantwortung des Münchner Drehkreuzes von Lufthansa Airlines. Neben der kommerziellen Verantwortung der Airline ist er künftig für das Stations- und Kabinencrewmanagement, die nachhaltige Weiterentwicklung des Hubs in München und die Zusammenarbeit mit dem Flughafen München zuständig. Kreuzpaintner berichtet direkt an Harry Hohmeister, Vorstand Lufthansa Group Commercial Passenger Airlines.

Kreuzpaintner folgt auf Birlenbach

Als Vertriebschef folgt Kreuzpaintner auf Heike Birlenbach, die zum 01. Januar 2021 das neu geschaffene Ressort Customer Experience Lufthansa Group Airlines übernimmt. In dieser Rolle soll sie innovative Angebote entwickeln sowie die Themen Bord- und Bodenprodukte entlang der Reisekette, durchgängiges digitales Kundenerlebnis, klare und verständliche Kundeninformation und weltweites Customer Servicing bündeln. Damit unterstreicht die Lufthansa Group ihren weiter verstärkten Fokus auf die Kundenbedürfnisse. Birlenbach berichtet direkt an Christina Foerster, Vorstand Lufthansa Group Customer, IT & Corporate Responsibility.

Dr. Stefan Kreuzpaintner seit 2003 bei der Lufthansa

Bevor Dr. Stefan Kreuzpaintner zu Lufthansa kam, studierte er an der Universität Maastricht (Niederlande) Internationales Management. Im Jahr 2003 promovierte er an der Universität St. Gallen, Schweiz. Dr. Stefan Kreuzpaintner arbeitet seit 2003 für Lufthansa. Er begann seine Karriere in Frankfurt als Netzwerkmanager. Drei Jahre später wechselte er ins Revenue Management am Lufthansa Drehkreuz in München, wo er 2010 Leiter des Bereichs wurde. 2012 übernahm er in Madrid die Vertriebsleitung aller Fluggesellschaften der Lufthansa Group für die Märkte Spanien und Portugal. 2015 wechselte er als Vice President Pricing, Revenue Management & Distribution zu Brussels Airlines nach Brüssel. Im Mai 2017 kehrte Kreuzpaintner als Vice President Sales Europe, Middle East & Africa der Lufthansa Group Airlines zurück in die Konzernzentrale.

Weiterer Airbus C295 für die Armee von Mali bestellt

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Mali bestellt bei Airbus ein weiteres Flugzeug C295 für seine Armee. Die Konfiguration als Transportflugzeug erweitert die Kapazität des ersten, seit vier Jahren in Dienst stehenden Flugzeugs.

Die bisher schon eingesetzte C295 hat in den vier Jahren schon 1.700 Flugstunden geleistet und über 38.000 Passagiere transportiert. Die neue C295 soll 2021 von Airbus geliefert werden, es kommen auch noch Ersatzteile für beide Flugzeuge und Schulungen fürs Personal hinzu.

37 C295 Flugzeuge in Afrika

Mali benötigt die Flugzeuge insbesondere für die abgelegenen nördlichen Regionen der Republik. Insgesamt sind 37 Flugzeuge der C295 in verschiedenen Ländern Afrikas beheimatet.