Start Blog Seite 487

Prognose für Airbus-Flugzeugbestellungen erhöht

0

EADS hat mitgeteilt, die Prognose für den Bruttoauftragseingang bei Airbus-Zivilflugzeugen für das Gesamtjahr 2013 anzuheben. Die Airbus-Division macht den größten Anteil Konzerns aus.

Basierend auf dem aktuellen Auftragseingang von 514 Bruttobestellungen für Zivilflugzeuge zum Ende April 2013 und dem starken Zivilgeschäft erwartet EADS, dass die Bruttoneubestellungen im Gesamtjahr 2013 bei gut über 800 Flugzeugen liegen werden. Unterdessen teilte Airbus mit, eine Auftragserweiterung von Singapore Airlines um bis zu 50 A350 XWB-Flugzeuge verbuchen zu können.

Sojus-Raumkapsel an ISS angedockt

Das von Baikonur in Kasachstan aus gestartete Sojus-Raumschiff hat sicher an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. An Bord waren der ESA-Astronaut Luca Parmitano und seine Teamkollegen, die fünf Monate lang auf dem orbitalen Außenposten leben und arbeiten werden.

Begleitet wird Parmitano vom russischen Sojus-Kommandanten Fjodor Jurtschichin und der NASA-Astronautin Karen Nyberg. Die drei Astronauten werden als Flugingenieure Mitglieder der ISS-Expedition 36/37 sein.

Als Sinnbild für den Vorstoß zu neuen Grenzen und die Suche nach neuen Entdeckungen wurde die Mission des Italieners auf den Namen "Volare" (it. fliegen) getauft. Der ISS-Flug des ESA-Astronauten wurde im Rahmen einer bilateralen Übereinkunft zwischen der NASA und der italienischen Raumfahrtagentur ASI vereinbart.

Die Sojus TMA-09M war am 28. Mai um 22.31 Uhr MESZ (Ortszeit Baikonur 29. Mai, 02.31 Uhr) gestartet und neun Minuten später in ihre Umlaufbahn gebracht worden. Nachdem sie die Erde viermal umrundet und dabei eine Reihe von Manövern durchgeführt hatte, konnte die Sojus bereits fünf Stunden und 39 Minuten nach dem Start am Rasswet-Modul der ISS andocken.

Express-Flug dockt viermal schneller an ISS an

Damit wurde nun zum zweiten Mal diese gegenüber der früheren zweitägigen Flugdauer achtmal schnellere Flugzeit geflogen. Parmitano ist der erste europäische Flugingenieur, der als Kopilot an der Steuerung eines solchen "Express-Flugs" beteiligt war.

Nach dem planmäßigen Andocken der Sojus an der ISS um 04.10 MESZ konnte um 06.14 MESZ die Luke geöffnet werden, woraufhin die neuen Mannschaftsmitglieder vom Stationskommandanten Pawel Winogradow, dem Kosmonauten Alexander Missurkin und dem NASA-Astronauten Chris Cassidy an Bord begrüßt wurden.

Die Neuankömmlinge haben nun eine Woche, um sich an ihr neues Zuhause und das einzigartige Gefühl der Schwerelosigkeit gewöhnen zu können. Anschließend wartet auf Parmitano während seines 166-tägigen Aufenthalts bis zu seiner Rückkehr am 10. November ein äußerst umfangreiches Arbeitspensum.

Experimente, Andockmanöver und Steuern der Raumstation

Sein wissenschaftliches Programm, das das Spektrum der verschiedenen Forschungsgebiete auf der ISS widerspiegelt, umfasst etwa 20 ESA-Experimente auf den Gebieten der Medizin und der Biologie, der Fluidphysik, den Werkstoffwissenschaften und der Technologiedemonstration.

Als Flugingenieur wird Parmitano am Andockmanöver des vierten ATV der ESA "Albert Einstein" beteiligt sein, das am 05. Juni gestartet werden soll. Die ATV (Automatische Transferfahrzeuge) stellen die zurzeit größten Versorgungstransporter für die ISS dar. Sie befördern wichtige Fracht, heben regelmäßig die Bahnhöhe der Raumstation an und können für den 420-Tonner Ausweichmanöver vornehmen, um Kollisionen mit gefährlichen Weltraumtrümmern zu vermeiden.

Darüber hinaus wird Parmitano während seiner Mission auch eng in die Andockmanöver für andere Versorgungsfahrzeuge eingebunden sein, wie das japanische HTV, das SpaceX-Raumschiff Dragon und den neuen Raumtransporter Cygnus von Orbital Science Corporation.

Weitere Höhepunkte der Mission Volare werden zwei Außenbordeinsätze zum Austausch einer Kamera am japanischen Labormodul Kibo und zur Einholung wissenschaftlicher Nutzlasten sein. Ein Außenbordeinsatz wird den Vorbereitungen für das im weiteren Verlauf des Jahres erwartete russische Mehrzwecklabormodul dienen, an dem der europäische Roboterarm ERA angebaut sein wird, der erste Greifarm, der um das Stationsäußere manövriert werden kann.

Ingenieur-Wettbewerb für europäischen Greifarm

Zu Parmitanos Aufgaben gehört es auch, mit seiner Arbeit im All Bildungstätigkeiten zu unterstützen und Kinder für den Weltraum zu begeistern. Im Rahmen des internationalen Wettbewerbs Mission-X werden Kinder weltweit dazu angehalten, fit zu bleiben und sich für eine gesunde Lebensweise zu entscheiden. Für die Älteren bietet sich die Teilnahme am europäischen Wettbewerb Space Robotics, für den ferngesteuerte Roboter zum Entladen eines nachgebauten ATV "Albert Einstein" entworfen werden sollen.

Parmitano wurde als erstem der sechs im Jahr 2009 eingestellten neuen ESA-Astronauten eine Mission zugeteilt. Drei weitere neue ESA-Astronauten werden derzeit für ihre Langzeitmissionen an Bord der ISS ausgebildet: Alexander Gerst (Expedition 40/41, Start im Mai 2014), Samantha Cristoforetti (Expedition 42/43, Start im November 2014) und Timothy Peake (Expedition 46/47, Start im November 2015). Andreas Mogensen und Thomas Pesquet sollen zwischen 2015 und 2017 zum Einsatz kommen.

Boeings 50. 747-8 an Lufthansa übergeben

Boeing hat die 50. Auslieferung einer 747-8 gefeiert. Die Deutsche Lufthansa AG, der Erstkunde für die Passagierversion der 747-8, nahm das Meilenstein- Flugzeug nahezu ein Jahr nach dem ersten Linienflug der 747-8 Intercontinental in Empfang. Es ist die siebte 747-8 und das 82. 747-Flugzeug der Fluggesellschaft.

"Lufthansa ist sehr stolz, ihre siebte 747-8 in Empfang zu nehmen. Ein Jahr nach dem Erstflug von Frankfurt nach Washington D.C. hat die 747-8 bewiesen, ein zuverlässiges Modell mit hervorragender wirtschaftlicher und ökologischer Performance zu sein", sagte Nico Buchholz, Executive Vice President Fleet Management der Deutschen Lufthansa AG.

Seit mehr als anderthalb Jahren nutzen Airlines die ausgezeichnete Zuverlässigkeit und Performance sowie die operativen Vorteile der 747-8. Die Zuverlässigkeit, für die in der Branche als Maßstab eine Zeitspanne von maximal 15 Minuten zwischen planmäßigem und tatsächlichem Verlassen des Gates vorgegeben ist, liegt bei der 747-8 Flotte bei 98,8 Prozent. "Diese Auslieferung ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein für das 747-8 Programm, sie weist auch den Weg für unsere Zukunft", sagte Eric Lindblad, Vice President und General Manager des 747-Programms. "Wir werden die 747-8 über mehrere Jahrzente hinweg bauen und ausliefern."

Diese bedeutende Auslieferung steht auch für die gemeinsame Verpflichtung von Boeing und der Luftfahrtindustrie in Deutschland zu Qualität, Innovation und Wirtschaftlichkeit bei der Produktion dieses treibstoffeffizienten Großraumflugzeugs. Zu den Zulieferern in Deutschland, die maßgeblich an der 747-8 beteiligt sind, vor allem im Bereich Kabine und Kabinentechnologie sowie Frachtladetechnologie, zählen AOA Apparatebau Gauting, Diehl Aerospace, Lufthansa Technik und Telair International.

Boeing hat die erste 747-8 Intercontinental für Lufthansa im April 2012 ausgeliefert. Das Flugzeug ging am 01. Juni 2012 mit einem Flug von Frankfurt am Main nach Washington D.C. in den USA in den Liniendienst. Cargolux Airlines nahm den ersten 747-8 Frachter im Oktober 2011 entgegen. Bis heute wurden 35 Frachter und 15 Intercontinental Flugzeuge, darunter acht in der Boeing Business Jet Version, ausgeliefert.

Jahrestagung 2014 des DRV in Abu Dhabi

0

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) wird im kommenden Jahr mit seiner 64. Jahrestagung im Emirat Abu Dhabi zu Gast sein. Zu der Konferenz, die das erste Mal in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden wird, werden rund 1.000 der wichtigsten deutschen Reiseveranstalter und Reisebüros erwartet.

Gastgeber der vom 19. bis 21. November 2014 auf der Insel Saadiyat stattfindenden dreitägigen Konferenz sind Etihad Airways, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, und die Abu Dhabi Tourism & Culture Authority (TCA Abu Dhabi). Die Veranstaltung wird ebenfalls von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft airberlin, dem strategischen Partner von Etihad Airways, unterstützt.

Abu Dhabi im Angebot deutscher Reiseveranstalter

Die drei Partner sind davon überzeugt, dass die Veranstaltung dazu beitragen wird, das Emirat Abu Dhabi und die Fluggesellschaften in den Fokus führender Vertreter der deutschen Reisebranche zu rücken. Hans-Gustav Koch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen ReiseVerbandes, betont: "Abu Dhabi ist ein aufstrebendes Emirat, das als Urlaubs- und Geschäftsreisedestination gerade auch für Deutsche an Bedeutung gewinnt. Ich bin sicher, dass wir als Branchenverband mit der Ausrichtung der Jahrestagung dort dazu beitragen werden, dass das Emirat noch mehr in das Blickfeld deutscher Reisender rückt und die Zahl der Besucher steigen wird."

Die Nachricht, dass die Jahrestagung 2014 in Abu Dhabi abgehalten wird, kommt dazu zum richtigen Zeitpunkt. So zeigen die neusten Zahlen der Tourism & Culture Authority Abu Dhabi, dass mehr Deutsche als je zuvor in das Emirat reisen. Mit 96.802 Gästen im Jahr 2012, einer Steigerung von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, ist Deutschland inzwischen der drittgrößte überseeische Quellmarkt für Besucher des Emirats. Deutsche Reisende verbrachten durchschnittlich 4,6 und insgesamt 445.327 Nächte in Abu Dhabi, was einem Zuwachs von 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2011 entspricht.

Seine Exzellenz Jasem Al Darmaki, Deputy Director General der TCA Abu Dhabi, hebt hervor: "Seit Jahren kommt ein Großteil unserer überseeischen Gäste aus Deutschland; jetzt profitieren wir zudem von den ständig steigenden Zahl an Flugverbindungen zwischen Deutschland und Abu Dhabi. Dank des vergrößerten Flugnetzes von Etihad Airways und der Partnerschaft mit airberlin verkehren mittlerweile 49 Flüge pro Woche auf diesen Routen." Seit etwas über einem Jahr gibt es im Rahmen dieser Partnerschaft täglich zwei Non-Stop-Verbindungen von Düsseldorf und einen Flug von Berlin nach Abu Dhabi.

Tourismusangebote im Emirat nehmen zu

Die Tagung des DRV 2014 biete die Gelegenheit, den wichtigsten deutschen Reiseanbietern mit einem Kundenstamm von insgesamt 6 bis 8 Millionen Reisenden eine zunehmende Zahl an Tourismusangeboten vorzustellen. "Wir erwarten, dass sich durch die Konferenz der Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen aus Deutschland festigen wird. Wir danken dem DRV für das unserem Land entgegengebrachte Vertrauen sowie für die Gelegenheit, den Mitgliedern des DRV das Reiseziel Abu Dhabi näher zu bringen und unsere Leistungsfähigkeit als Destination für internationale Konferenzen unter Beweis zu stellen", so Seine Exzellenz Jasem Al Darmaki, Deputy Director General der TCA Abu Dhabi.

Peter Baumgartner, Chief Commercial Officer von Etihad Airways, sagt: "Als ausgezeichnete nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen mit einem weltweiten Netz und Mitveranstalter dieser Konferenz freut sich Etihad Airways, unsere Gäste des DRV nächstes Jahr in Abu Dhabi begrüßen zu können.

Angesichts der strategischen Bedeutung des deutschen Marktes ist es für Etihad Airways und unsere Heimatbasis Abu Dhabi eine große Chance, für einen so wichtigen und hochkarätig besetzten Branchenverband wir den DRV zu agieren. Die Delegierten, die mit uns und airberlin von den deutschen Drehkreuzen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München aus anreisen, werden erleben, was unsere Partnerschaft für den deutschen Reisenden so einmalig macht. Dazu zählt unser erstklassiger Service und eine Liebe zum Detail, die ihresgleichen sucht – sowohl am Boden als auch in der Luft."

RV-Jahrestagung folgt auf Institute of Travel and Tourism

Die DRV-Tagung ist die dritte Tagung in einer Reihe von Konferenzen, die gemeinsam von Etihad Airways und TCA Abu Dhabi ausgerichtet wird. Im April dieses Jahres fand bereits der Welt-Tourismus-Gipfel mit rund 1.000 Reise- und Tourismusverantwortlichen aus aller Welt in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate statt. Für die Jahrestagung des britischen Institute of Travel and Tourism werden im Juni 2013 ungefähr 450 renommierte Branchenexperten in Abu Dhabi erwartet.

Paul Gregorowitsch, Chief Commercial Officer von airberlin, unterstreicht die durch die Veranstaltung gestärkte Zusammenarbeit mit dem DRV, die für airberlin und die Gastgeber der Jahrestagung von entscheidender Bedeutung ist.

"Durch die strategische Partnerschaft mit Etihad Airways können wir jetzt auch hier unsere Energie und unsere Kompetenz bündeln und begrüßen es deshalb besonders, dass die Jahrestagung des DRV 2014 erstmalig in der Heimatbasis unserer Partner-Airline stattfinden wird. Unser hervorragendes Streckennetz mit täglichen Nonstop-Flügen ab Berlin und Düsseldorf nach Abu Dhabi und zahlreichen Zubringerflügen innerhalb Deutschlands ist eine hervorragende Voraussetzung, um gemeinsam mit Etihad Airways zum Gelingen der Tagung beizutragen und Abu Dhabi als touristische Destination par excellence weiter zu positionieren."

Austrian Airlines verbindet Wien mit Palermo

Dass Österreicher auch im kommenden Urlaub einem ihrer Lieblingsziele, nämlich Italien, treu sein werden, zeigen die aktuellen Buchungen. So hat mit der neuen Destination Palermo Austrian Airlines seit 26. April 2013 ihr Streckennetz entsprechend erweitert und bietet nun elf Destinationen in das Land des "dolce vita" an.

Angelika Zierhut, Chefin von myHoliday bei Austrian: "Keine Frage, mit 3.300 verkauften Tickets sind wir mehr als zufrieden. Hier zeigt sich, dass wir mit der neuen Destination den richtigen Riecher hatten und auf die Bedürfnisse unserer Passagiere reagiert haben."

Jeden Freitag geht es mit Austrian von Wien in die sizilianische Hauptstadt. Der Flug dauert zwei Stunden und fünf Minuten und startet zu folgenden Zeiten:

  • Wien – Palermo OS 9803 11:40 13:45
  • Palermo – Wien OS 9804 14:35 16:40

Tickets gibt es ab 119 Euro (one way). im Übrigen fliegt Austrian Airlines folgende Ziele in Italien an: Bologna, Cagliari, Catania, Florence, Milano, Neapel, Olbia, Rom, Venedig und Verona.

Lufthansa Cargo: 40 neue Flurförderzeuge in Frankfurt

Lufthansa Cargo schlägt am Flughafen Frankfurt jährlich rund 1,4 Millionen Tonnen Fracht und Post um. Bei den Bodentransportgeräten, sogenannten Flurförderzeugen, geht der Logistikspezialist hinsichtlich Energieeffizienz mittels neuer Elektrofahrzeuge jetzt einen großen Schritt voran.

Im Lufthansa Cargo Center, dem größten Standort von Lufthansa Cargo, werden Ende Juli 40 bestehende Elektrofahrzeuge ausgetauscht und durch energieeffiziente Modelle der neuesten Generation ersetzt: 31 neue elektrische Gabelstapler und neun elektrische Schlepper werden dann in Betrieb genommen. "Die neuen Flurförderzeuge verbrauchen bei gleicher Leistung rund 14 Prozent weniger Energie als ihre Vorgänger. Sie arbeiten deutlich effizienter und haben eine längere Einsatzzeit bis zum nächsten Aufladen der Batterie", so Bettina Mörth, Umweltbeauftragte von Lufthansa Cargo.

Insgesamt verfügt Lufthansa Cargo über 120 dieser Flurförderzeuge, von denen bis auf eines, das besonders schwere Lasten von neun bis zwölf Tonnen befördert, alle elektrobetrieben sind. Das ist ganz im Sinne des Engagements aller Geschäftsfelder der Lufthansa Group, die Effizienz auf allen Ebenen stetig zu erhöhen und auch am Boden so umweltverträglich wie möglich zu agieren.

Lufthansa erprobt 1.000-Fuß-Acceleration als Abflugverfahren

Lufthansa wird ihr Abflugverfahren bei allen Starts außerhalb Deutschlands anpassen und damit weltweit gängige Standards einführen. Zum 01. Juni 2013 sollen die Höhen zum Setzen des Steigschubs und zur weiteren Beschleunigung ("Acceleration") startender Lufthansa-Flugzeuge von 1.500 Fuß (ca. 457 Meter) auf 1.000 Fuß (ca. 305 Meter) geändert werden.

Dieses Verfahren ist an den meisten deutschen und internationalen Flughafenstandorten üblich und wird bereits von vielen Airlines praktiziert, weil es zu geringerem Treibstoffverbrauch und reduzierten CO2-Emissionen führt. Am Frankfurter Flughafen nutzen bereits heute viele Airlines die Vorteile dieses Abflugverfahrens.

Vor Einführung des Verfahrens an deutschen Flughäfen sollen zunächst die Auswirkungen der flacheren Starts durch eine Testphase zur Schallmessung untersucht werden. Lufthansa geht dabei insgesamt von einem positiven Effekt aus, da sich die Flugzeuge früher in einer widerstandsarmen und somit schallreduzierteren Konfiguration befinden werden.

Testflüge zur Schallmessung in Frankfurt

Diese Annahme soll am Frankfurter Flughafen in einem Probebetrieb vom 01. Juli bis 30. September 2013 durch die Messung ausgewählter Flüge getestet werden, während alle anderen Flüge zum Vergleich wie bisher starten. Die Auswertung der Schallmessungen erfolgt in Abstimmung mit dem Forum Flughafen und Region. Zuvor war bereits eine wissenschaftliche Studie beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegeben worden, die nur geringfügige Schallveränderungen durch das neue Abflugverfahren erwarten ließ.

Ziel dieses schrittweisen Vorgehens ist eine transparente Erhebung und Evaluierung zuverlässiger Messdaten der Geräuschpegel des neuen Startverfahrens. Nach Auswertung der Daten wird über eine Einführung der 1000-Fuß-Acceleration an deutschen Standorten entschieden.

Was passiert bei der 1.000-Fuß-Acceleration?

Beim Abflug steigt ein Flugzeug nach dem Abheben von der Startbahn üblicherweise zunächst bis auf eine bestimmte Höhe mit ausgefahrenen Landeklappen und konstanter Geschwindigkeit. Dazu wird bei modernen Flugzeugen in der Regel nicht der maximal verfügbare, sondern ein reduzierter Startschub genutzt. Bei Erreichen einer ersten Zielhöhe wird der Schub der Triebwerke auf Steigschub verändert. Im weiteren Verlauf des Abflugs muss das Flugzeug beschleunigen, um die Klappen einfahren und anschließend mit einer höheren Geschwindigkeit auf die Reiseflughöhe steigen zu können.

Die Höhe, in der die Geschwindigkeitszunahme beginnt, wird Beschleunigungs-Höhe oder Acceleration-Altitude genannt. Durch die Variation dieser beiden Höhen ergibt sich eine Abnahme des Luftwiderstands beim Einfahren der Klappen und somit des Treibstoffverbrauch. Lufthansa geht davon aus, dass durch die Änderung des Verfahrens allein in Frankfurt im Jahr etwa 2.200 Tonnen weniger Treibstoff verbraucht würden. Das entspräche rund 7.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß. Weltweit liegt die Umweltentlastung deutlich höher: circa 6.000 Tonnen weniger Kerosin bzw. etwa 18.000 Tonnen weniger CO2. Eine Absenkung der Beschleunigungshöhe von 1.500 auf 1.000 Fuß ist durch die ICAO-Regularien erlaubt und bei vielen Fluglinien bereits gängig.

Jede Verfahrensänderung in den Betriebshandbüchern einer Luftfahrtgesellschaft ist der nationalen Aufsichtsbehörde vorzulegen. Bei deutschen Fluggesellschaften ist dies das Luftfahrtbundesamt (LBA). Lufthansa hat die Genehmigung zur Änderung des Verfahrens vom LBA und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bereits erhalten.

Fraport AG lädt zur Hauptversammlung am 31. Mai 2013

Die Fraport AG hat ihre Aktionäre zur zwölften ordentlichen Hauptversammlung für Freitag, den 31. Mai 2013, in die Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst eingeladen. Die Versammlung beginnt um 10:00 Uhr, der Einlass erfolgt von 09:00 Uhr an. Zum Geschäftsverlauf 2012 und zur bisherigen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr spricht vor den Anteilseignern der Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Schulte.

Anschließend folgt die Generaldebatte. Karlheinz Weimar, Staatsminister a.D. und Aufsichtsratsvorsitzender der Fraport AG, wird die Hauptversammlung leiten. Zwischen dem Bahnhof Höchst, Ausgang Adelonstraße, und der Jahrhunderthalle verkehren am 31. Mai von 08:45 Uhr an alle zehn Minuten Pendelbusse. Die Eintrittskarte berechtigt alle Aktionäre am Veranstaltungstag zur kostenlosen An- und Abreise in den Verkehrsmitteln des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV).

„Shopping Night“ zum 10. Geburtstag des Münchner Terminals 2

Das Terminal 2, das "Herz" des Drehkreuzverkehrs am Flughafen München, feiert dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag. Die Flughafen München GmbH (FMG), Deutsche Lufthansa AG und die Terminal 2 Gesellschaft, werden dieses Jubiläum am 29. Juni 2013 gebührend feiern – mit einer einzigartigen "Shopping Night" im nicht öffentlichen Bereich des Terminals.

An diesem Abend sind ab 20:00 Uhr ausnahmsweise auch Geschäfte und Restaurants im Terminal 2, die hinter der Handgepäck- und Personenkontrolle liegen, für Gäste ohne Flugticket zugänglich. Der Einkauf lohnt sich doppelt, denn viele Shops bieten ihren Kunden interessante Aktionen.

Vor und nach dem Einkaufen können die Gäste in den Bars und Restaurants oder auf der Besucherterrasse das internationale Treiben genießen oder die Shopping Night mit einem stilvollen Abendessen krönen. Eine Erfahrung, die sich lohnt: Erst vor kurzem wurde der Münchner Flughafen nach einer weltweiten Befragung von über 12 Millionen Passagieren als der Flughafen mit den besten Restaurants der Welt ausgezeichnet.

Da aufgrund der begrenzten Kapazitäten nur 3.000 Teilnehmern Zutritt gewährt werden kann, müssen Besucher sich vorab im Internet online registrieren. Die angemeldeten Besucher können sich dann am Veranstaltungstag ab 18:00 Uhr an den speziell gekennzeichneten Check-In-Schaltern gegen Vorlage eines Personalausweises oder Reisepasses einen Boardingpass ausstellen lassen.

Um Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen möglichst gering zu halten, wählt jeder Gast bei der Registrierung eine Zeit aus, zu der er den nicht öffentlichen Bereich betreten möchte. Wer mit dem Auto zum Flughafen kommt, kann sein Fahrzeug im Parkhaus P 20 für die Dauer der Veranstaltung kostenlos abstellen.

Köln Bonn Airport mit positivem Jahresergebnis

Der Köln Bonn Airport blickt auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurück. Die Flughafengesellschaft hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von vier Millionen Euro nach Steuern erzielt. Das Verkehrsergebnis ist ambivalent: Während die Fracht mit 751.000 Tonnen einen neuen Rekordwert erreichte, war der Passagierverkehr mit einem Minus von knapp vier Prozent bei 9,3 Millionen Fluggästen rückläufig.

"Wir bewegen uns in einem schwierigen Marktumfeld, das unser Wachstum bremst", sagte Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, bei der Präsentation der Jahresbilanz 2012. "Die Krise und Konsolidierung bei den Airlines schlägt voll auf die Flughäfen durch. Die aktuellen Zahlen der Branche sind alarmierend, nur noch sechs der 22 deutschen Verkehrsflughäfen werden im laufenden Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreiben. Dank eines strikten Sparkurses werden wir dazugehören."

Passagierverkehr bei weniger Zielen rückläufig

Der Konsolidierungskurs der deutschen Marktführer unter den Airlines hat den Köln Bonn Airport hart getroffen. Der Lufthansa-Konzern und Air Berlin haben Flugziele gestrichen und Frequenzen reduziert, was für den Köln Bonn Airport den Verlust von mehr als einer halben Million Passagiere zur Folge hat. Diese massiven Einbußen konnten die sechs neuen Fluggesellschaften am Köln Bonn Airport im vergangenen Jahr zwar abmildern, aber nicht vollständig kompensieren: Am Ende bleibt gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 3,6 Prozent bei 9,3 Millionen Passagieren.

Betrachtet man die einzelnen Verkehrssegmente, so ist in Köln/Bonn vor allem der Inlandsverkehr von starken Rückgängen betroffen. Die Passagierzahl sank um neun Prozent oder 310.000 Passagiere. Ursächlich dafür ist die 2011 eingeführte Luftverkehrssteuer. "Diese nationale Sonderlast gehört abgeschafft. Sie ist wettbewerbsverzerrend und wirkt wie ein Wachstumsprogramm für ausländische Nachbar-Airports", kritisierte Garvens. Die grenznahen Flughäfen in Eindhoven, Maastricht und Luxemburg zählten seit der Einführung der Ticketsteuer mehr als 1 Million zusätzliche Passagiere.

Frachtverkehr besser als der Markt

Auf ein Rekordhoch kletterte die Fracht. Während das Tonnageaufkommen 2012 deutschlandweit um 3 Prozent gesunken ist, erreichte das Frachtvolumen mit 751.000 Tonnen ein Plus von einem Prozent. Damit hat sich die Fracht am Köln Bonn Airport besser als der Markt entwickelt.

Auch im europäischen Vergleich behauptet sich Köln/Bonn gut gegenüber seinen Wettbewerbern. Dank UPS und FedEX, die am Flughafen ihre Drehkreuze betreiben, konnte Köln/Bonn Zuwächse verzeichnen, während alle anderen Frachtflughäfen in Europa – mit Ausnahme von Leipzig – mit Verlusten zu kämpfen hatten. So gelang dem Airport im vergangenen Jahr auch der Sprung unter die 30 größten Cargoflughäfen der Welt.

Sehr positiv entwickelte sich 2012 die Allgemeine Luftfracht. Dieses Segment legte am Köln Bonn Airport mit einem Plus von 71 Prozent auf knapp 40.200 Tonnen zu.

Wirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2012 sanken die Umsatzerlöse um 2,4 Prozent auf 265 Millionen Euro. Davon entfallen mit 65,4 Prozent knapp zwei Drittel auf Flughafengebühren und Bodenverkehrsdienste, 32,4 Prozent auf Mieten, Pachten (Non-Aviation-Geschäft) und Versorgungsleistungen und 2,2 Prozent auf übrige Erträge. Damit haben sich vor allem die Umsätze im Non-Aviation-Geschäft auf hohem Niveau weiter verbessert und liegen nun bei 85,3 Millionen Euro – eine Verdopplung im Vergleich zum Jahr 2002. Der Rückgang der Umsatzerlöse insgesamt liegt hautsächlich im rückläufigen Passagieraufkommen begründet.

Der Materialaufwand verringerte sich um 3,6 Prozent auf 81,3 Millionen Euro. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Sanierungsaufwendungen im Vorjahr, reduzierten Handlingkosten sowie auf Einsparungen im Energieeinkauf und Energieverbrauch zurückzuführen. Aufgrund des hohen Tarifabschlusses im Öffentlichen Dienst und eines Sondertarifabschlusses für die Feuerwehr stiegen die Personalkosten um 6,5 Prozent auf 106,7 Millionen Euro.

Das wirkt sich auch auf das Jahresergebnis aus, das sich von 10 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 4 Millionen Euro in 2012 reduziert. Die Zahl der Beschäftigten zum 31.12.2012 blieb gegenüber dem Vorjahr mit 1.829 Beschäftigten unverändert. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 33,5 auf 34,7 Prozent.

Marktentwicklung deutscher Flughäfen insgesamt

Die deutschen Flughäfen hatten 2013 den schlechtesten Start seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im ersten Quartal verloren sie hunderttausende Passagiere, ein Minus von fast drei Prozent. Neben den kleineren und mittleren Flughäfen rutschten mit Beginn des Winterflugplans 2012/13 auch die großen Drehkreuze ins Minus. Am Köln Bonn Airport fehlen durch den Umbau des Lufthansa-Konzerns im Winter bereits 230.000 Fluggäste, der Inlandsverkehr bricht um 20 Prozent ein. Neuzugänge wie Norwegian Air Shuttle werden allerdings ihr Engagement am Köln Bonn Airport ausweiten. Mit Beginn des Winterflugplans 2013/14 bietet die stark expandierende Low-Cost-Airline neben Oslo vier weitere Ziele von Köln/Bonn an.

Zusätzlich zur wirtschaftlich schwierigen Lage belasten die Streiks die Verkehrsentwicklung der Flughäfen. Seit 2010 wurde der Luftverkehr 20 Mal von verschiedenen Gewerkschaften bestreikt. Die Streikbilanz am Flughafen Köln/Bonn in diesem Jahr weist bereits 420 gestrichene Flüge, 41.200 Fluggäste weniger und 660.000 Euro Umsatzeinbußen aus.

Ausblick moderat – Germanwings-Hauptverwaltung noch 2013

Im Jahr 2013 geht die Flughafengesellschaft von weiter rückläufigen Passagierzahlen um drei Prozent auf 9,1 Millionen Fluggäste und einem moderaten Frachtwachstum von einem Prozent auf 760.000 Tonnen aus. Der Jahresüberschuss ist bei leicht steigenden Umsatzerlösen mit 600.000 Euro geplant. "In den letzten Jahren hatten wir rückläufige Passagierzahlen. Wir gehen davon aus, dass die Talsohle durchschritten ist und wir ab dem nächsten Jahr wieder Zuwächse vermelden können", so Garvens.

Um zukünftiges Verkehrswachstum abwickeln zu können, wird die Flughafengesellschaft in 2013 rund 45 Millionen Euro investieren. Die bedeutendste Maßnahme ist der Neubau zur Erweiterung der Germanwings-Hauptverwaltung. Sie soll bis Ende 2013 bezugsfertig sein. Nicht nur, dass sich Germanwings zu Köln und zum Standort Airport bekennt, hier entstehen auch zusätzliche Arbeitsplätze.

"Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir unseren Sparkurs konsequent fortsetzen. Doch wir erwarten auch von der Politik, dass sie ihre Hausaufgaben macht und unsere Branche nicht zusätzlich belastet", sagte der Flughafenchef. Nach der sehr erfolgreichen Petition mit mehr als 135.000 Unterschriften für eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer müsse sich was bewegen. "Zudem ist es dringend an der Zeit, ein nationales Luftverkehrskonzept zu entwickeln, das sich unter anderem den Fragen widmet, wieviele Flughäfen das Land braucht und wieviele nachts offen sein müssen."

Mission „Volare“ startet zur Raumstation ISS

Seine Muskeln sind für die Wissenschaftler von Interesse, seine innere Uhr und auch die Strahlendosis, der er bei seiner Arbeit im Forschungslabor Columbus ausgesetzt sein wird: Um 22.31 Uhr (MESZ, mitteleuropäischer Sommerzeit) startet der europäische Astronaut Luca Parmitano am 28. Mai 2013 vom Weltraumbahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation ISS.

Für die Wissenschaftler fliegt damit sowohl ein Untersuchungsobjekt als auch ein Experimentbetreuer ins All, der ihnen wichtige Daten liefern soll. 14 Experimente werden dabei vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem DLR-Raumfahrtmanagement betreut. Den Kontakt zur Erde wird Parmitano während seiner Arbeit vor allem zum Columbus-Kontrollraum beim DLR in Oberpfaffenhofen halten.

Einfluss auf die Muskelkraft im All und auf der Erde

Gerade einmal sechs Stunden dauert der Flug, der Luca Parmitano gemeinsam mit US-Astronautin Karen Nyberg und dem russischen Kosmonauten Fjodor Jurtschichin zu seinem Arbeitsplatz im Weltraum bringen wird. Nach vier Erdumrundungen dockt das Sojus-Raumschiff an der Internationalen Raumstation an – und für Parmitano beginnen sechs arbeitsreiche Monate in der Schwerelosigkeit. Die ersten Experimente hat der Astronaut allerdings schon auf der Erde absolviert: Dazu gehörte, sich eine Gewebeprobe aus einem Muskel entnehmen zu lassen.

"Mit dem Experiment Sarcolab wollen wir herausfinden, warum die Muskelkraft in Schwerelosigkeit so extrem nachlässt", erläutert Projektleiter Prof. Jörn Rittweger vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. Im Weltall verlieren die Muskeln nicht nur Volumen, sondern vor allem überproportional ihre Kraft – trotz regelmäßigen Trainings. "Entweder wird jede einzelne Muskelfaser schwächer oder der gesamte Muskel verändert seinen Aufbau – dies sind mögliche Erklärungsansätze für Muskelschwund sowohl im All als auch auf der Erde." Mit umfangreichen Vergleichsmessungen vor und nach dem sechsmonatigen Aufenthalt des Astronauten im All will das Team herausfinden, warum die Kraft der Muskeln so schnell nachlässt.

Wie sich die Schwerelosigkeit auf den Aufbau und die Anatomie des Kniegelenkknorpels auswirkt, ist Thema eines weiteren deutschen Experiments, für das Luca Parmitano vor und nach dem Flug als Testperson dient. Das vom DLR-Raumfahrtmanagement geförderte und betreute Experiment "Cartilage" will mit den Untersuchungen neue Erkenntnisse über den Knochenstoffwechsel erhalten. Während auf der Erde die Schwerkraft das menschliche Bewegungssystem angemessen beansprucht, kann eine geringere Belastung – wie im Weltall oder bei einem längeren Krankenhausaufenthalt – sogar dieses Stützgewebe schädigen.

Die innere Uhr ist Untersuchungsgegenstand des deutschen Experiments "Circadian Rhythm": Während und nach seinem ISS-Aufenthalt wird mit dem Wärmesensor THERMOLAB die periodischen Veränderung der Körperkerntemperatur untersucht. Diese hat nämlich Einfluss auf die verschiedenen Systeme unseres Körpers, zum Beispiel den Schlaf, und beeinflusst Aufmerksamkeit und mentale Arbeitsleistung.

Forschungslabor mit Schmelzöfen – Wo in der ISS ist die Strahlung am stärksten?

Für die Materialphysiker wird Luca Parmitano die Öfen der Raumstation bedienen. Gleich für mehrere Experimente sollen verschiedene Aluminiumlegierungen in der Schwerelosigkeit aufgeschmolzen werden und anschließend wieder kristallisieren. Zurück auf dem Boden werden die erstarrten Proben dann vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum untersucht. Für das Experiment MICAST beispielsweise analysieren DLR-Wissenschaftler Prof. Lorenz Ratke und ein internationales Team Aluminiumlegierungen mit einem kleinen Anteil Eisen. "Gerade Eisen sorgt dafür, dass Aluminium bruchanfällig wird, weil es im Inneren eine Art hauchdünne Platten bildet." Versteht man solche Prozesse besser, könnte dies industrielle Gießprozesse zum Beispiel in der Autoindustrie optimieren.

Während Luca Parmitano im europäischen Forschungsmodul die verschiedenen Experimente bedient, werden 13 Detektorpakete die Strahlungsbelastung seiner Umgebung messen. Bereits seit einem Jahr analysieren die Geräte des Experiments DOSIS 3D des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, wie hoch die Strahlenexposition im fliegenden Labor ist. Ziel ist es, aus den Daten eine dreidimensionale Karte der Strahlenbelastung in der ISS zu erzeugen. Wichtig sind die Ergebnisse vor allem für spätere bemannte Raumfahrtmissionen, um eine gute Abschirmung zu ermöglichen.

Konferenzschaltung vom Kontrollzentrum ins Weltall

Die Ansprechpartner für Luca Parmitano bei seiner Arbeit im und am Forschungsmodul Columbus sitzen dabei im DLR Oberpfaffenhofen – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Jeden Morgen und jeden Abend spricht das Team des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums dann mit der Besatzung der Raumstation. "Wir diskutieren die anstehenden Aufgaben für den Tag, Änderungen, auf die sich Luca Parmitano bei seiner Arbeit einstellen muss, und am Abend dann vielleicht noch offene Fragen, die wir an die Astronauten haben – wir sind regelmäßig in Kontakt", sagt Thomas Uhlig, einer der Flugdirektoren im Columbus-Kontrollzentrum.

Sobald der europäische Astronaut zum Arbeitsalltag ins Forschungslabor schwebt, arbeiten das Team am Boden und der Mann im All zusammen. Als Flugingenieur ist Parmitano zum einen für die Experimente, zum anderen für Wartungs- und Reparaturarbeiten im Labor zuständig. "Dafür erhält er die Anweisungen aus unserem Kontrollraum."

Am 10. November 2013 soll der europäische Astronaut dann wieder nach 166 Tagen Forschung im Weltall und mehreren "Weltraumspaziergängen" zur Erde zurückkehren. Den Wissenschaftlern wird er etwas mitbringen: Jede Menge Daten, die in den nächsten Monaten ausgewertet werden.

Sébastien Remy wird Head of Innovation Works bei EADS

Sébastien Remy, 52, wird mit Wirkung zum 01. Juni 2013 bei EADS zum Head of Innovation Works ernannt. In seiner neuen Funktion leitet er das weltweite Forschungsnetzwerk des EADS-Konzerns mit über 800 hoch qualifizierten Mitarbeitern. Sébastien Remy berichtet direkt an EADS Chief Technical Officer Jean Botti und wird am Standort München für EADS Innovation Works tätig sein.

"Sébastien Remys wichtigste Aufgabe wird die Fortführung und Weiterentwicklung der ausgeprägten Innovationskultur von EADS sein. Gemeinsam mit seinem Team wird er die Forschungszentren betreiben, mit denen EADS sein technisches Innovationspotenzial vor allem langfristig sichert. Bei dieser neuen Herausforderung wünsche ich ihm viel Erfolg", sagte Jean Botti.

Seit 2009 leitete Sébastien Remy das Engineering-Kompetenzzentrum bei Airbus, das in Madrid, Toulouse und Hamburg Forschungsprojekte zu Antriebssystemen, Hilfsaggregaten und Fluglärmverringerung durchführt. 2007 etablierte er die Airbus Alternative Fuels Advisory Group, wurde zum Head of Alternative Fuels Research Programmes ernannt und brachte die Maßnahmen auf den Weg, die im Februar 2008 zu einer Weltpremiere, nämlich dem ersten Flug einer A380 mit alternativem Treibstoff führte.

Seine berufliche Laufbahn begann Sébastien Remy 1984 bei MBDA in Paris, wo er an Raketenflugtests beteiligt war. 1986 ging er zu Airbus nach Toulouse und arbeitete im Rahmen des A320-Entwicklungsprogramms an der Leistungsoptimierung des CFMTriebwerks. Danach übernahm er verschiedene Positionen im Bereich Antriebstechnik; dort arbeitete er vor allem an der Entwicklung und Zulassung der Modelle A320, A330 und A340. Sébastien Remy ist Absolvent der französischen Hochschule für Luft- und Raumfahrt "Ecole Nationale Supérieure de l’Aéronautique et de l’Espace" in Toulouse.

Rettungshubschrauber „Christoph 16“ bekommt Neubau in Saarbrücken

Die Rettungsleitstelle Saarland und die ADAC Luftrettungsstation "Christoph 16" in Saarbrücken konnten heute nach umfangreichen Umbauarbeiten eingeweiht werden. Im Zuge des Umbaus wurde die Leitstelle mit mehr Disponentenplätzen und modernster Technik ausgestattet.

Um auch der Crew von "Christoph 16" weiterhin optimale Bedingungen an der Station zu ermöglichen, wurden im Bereich der Sozialräume Verbesserungen vorgenommen und Desinfektions-, Ruhe- und Einsatzwachraum neu gebaut. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung investierte insgesamt 530.000 Euro in den Umbau. Damit entspricht die Station den gesetzlichen Erfordernissen, wie sie heute an eine Luftrettungsstation gestellt werden.

Der Rettungshubschrauber "Christoph 16" in Saarbrücken wurde im April 1978 in Dienst gestellt. Seit 1996 fliegt der Hubschrauber als "Gelber Engel". Seitdem wurde "Christoph 16" zu rund 23.500 Einsätzen gerufen, um Erkrankte oder Unfallopfer schnellstens mit ärztlicher Hilfe zu versorgen.

Die ADAC Luftrettung ist mit 49 Hubschraubern an 35 Stationen die größte zivile Luftrettungsorganisation in Deutschland. Im letzten Jahr absolvierten die Gelben Engel der Lüfte insgesamt 49.243 Einsätze.

Tanz-Event für alle am Airlebnis-Sonntag am Flughafen Düsseldorf

Der Düsseldorfer Airport bittet zum Tanz – und das bereits im vierten Jahr in Folge. Am Sonntag, 02. Juni, heißt es am größten Flughafen NRWs erneut "TanzTerminal, tanz!" Zwischen 11:00 und 18:00 Uhr verwandelt sich die Abflugebene in eine große Tanzfläche – für die Profis und Stars der Tanzszene genauso wie für die Besucher. 14 Tanzpaare auf Bundesliganiveau treten unter den Argusaugen einer hochkarätigen Jury rund um TV-Punktrichter Joachim Llambi gegeneinander an.

Und zwar auf einem eigens für das offizielle Turnier verlegten Parkett. Neben den beiden "Let’s Dance"-Stars Sila Sahin und Paul Janke sowie deren Tanzpartnern aus der RTL-Show gibt darauf auch Motsi Mabuse ihre Showtänze zum Besten. In den Workshops unter anderem mit Tanzlehrer Roman Frieling können die Flughafenbesucher zudem selbst das Tanzbein schwingen.

Bei dem offiziellen Latein-Tanzwettbewerb, den der Airport wie in den Vorjahren Hand in Hand mit dem Tanzsportverband NRW ausrichtet, geben 28 Profitänzer ihr Bestes – mit dem Ziel, die Gunst der Jury und damit gleichzeitig auch den "Düsseldorf Airport Cup" zu gewinnen. Vor allem auf die Bewertung von Jury-Mitglied Joachim Llambi sind alle gespannt – die Tänzer in ihren eng anliegenden, schillernden Kostümen, aber auch die tanzbegeisterten Zuschauer. Groß und Klein kennt den Duisburger Wertpapierhändler als strengen Juror aus der RTL-Show "Let’s Dance".

Eigens für das beliebte Tanzevent wird im Terminal ein 19 mal 13 Meter großes Parkett verlegt. Erstmalig wird das Treiben auf dem Tanzboden "live" auf eine rund 15 Quadratmeter große Leinwand übertragen, so dass alle Flughafenbesucher einen optimalen Blick auf das Turnier und die Showtänze haben werden.

"Let’s Dance"-Promitanzpaare und TV-Jurorin Motsi Mabuse

Sie können die Anspannung beim Warten auf die Wertung der Jury aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen: zwei Promitanzpaare aus der aktuellen "Let’s Dance"-Staffel. Fernsehzuschauer konnten die Schauspielerin Sila Sahin und ihren Tanzpartner Christian Polanc sowie den "Bachelor" Paul Janke und seine Tanzpartnerin Ekaterina Leonova in den vergangenen Wochen im Rahmen des RTL-Formats besser kennenlernen. Bei "TanzTerminal, tanz!" stellen die Special Guests ihr Können vor den Augen des Flughafenpublikums unter Beweis.

Beim Airlebnis Sonntag des Düsseldorfer Airports zeigt sie, dass sie genau weiß, wovon sie als TV-Punktrichterin spricht: Motsi Mabuse. Gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Evgenij Voznyuk legt sie eine flotte Sohle aufs Parkett und sorgt mit ihren Showtänzen für zahlreiche Ahs und Ohs. Die gebürtige Südafrikanerin steht – genauso wie Joachim Llambi und die beiden Promitanzpaare, Sila Sahin und Christian Polanc beziehungsweise Paul Janke und Ekaterina Leonova, – für Talks und Autogrammstunden zur Verfügung.

Tanzworkshops für alle und Kinderdisco

"TanzTerminal, tanz! Zuschauen und mittanzen" lautet das Motto am ersten Sonntag im Juni. Ob Einsteiger oder Fortgeschrittener, Tanz-Fan oder Sportmuffel: Wer die richtigen Tanzschritte einstudieren möchte, ist bei den Workshops auf einer von drei speziellen Tanzflächen bestens aufgehoben. In rund 25 Minuten bringt Roman Frieling, der als Tanzlehrer sowohl im Fernsehen, als auch in seinen Tanzschulen im Großraum Düsseldorf zuhause ist, seinen "Schülern" Disco Fox oder Cha Cha Cha näher. Wer sich mehr für Urlaubstänze wie den Bachata oder Neo Tango interessiert, ist bei den rund 45-minütigen Workshops von Tanzlehrer Horst Bartsch richtig. Die Kids können sich währenddessen in einer Kinderdisco austoben.

Wer die erlernten Schritte gleich auf einem echten Tanzparkett einsetzen möchte, hat dazu am Nachmittag die Möglichkeit. Dann steht der Turnierboden auch den Flughafenbesuchern offen – um zu tanzen, zu schwofen, zu jiven oder einfach im Rhythmus der Musik mitzuschunkeln.

Buntes Rahmenprogramm für ältere und junge Gäste

Das beliebte Urlaubs-Gewinnspiel "Sie buchen – wir zahlen!", eine Kinderschmink- und Bastelstation sowie kostenlose Flughafenrundfahrten gehören mit zum Rahmenprogramm des Events. Außerdem laden die Shops und Restaurants im Düsseldorfer Terminal auch am Sonntag zum Einkaufen und gemütlichen Verweilen ein.

Wer mit dem PKW anreist, bezahlt zwischen 10:00 Uhr und 20:00 Uhr lediglich eine Pauschale von fünf Euro – sofern das Parkticket zuvor am Airlebnis Infopoint umgetauscht wurde. Ausgenommen davon sind die Kurzzeitparkplätze P11 und P12.

„Tag der Luftfahrt“ am Flughafen Frankfurt mit Airbus A380

Auch der Frankfurter Flughafen bietet am 08. und 09. Juni interessierten Besuchern einen spannenden Einblick in die Welt des Luftverkehrs. Im Rahmen des ersten bundesweiten "Tages der Luftfahrt" öffnen der Flughafenbetreiber Fraport sowie die beiden Airlines Lufthansa und Condor an beiden Veranstaltungstagen für mehr als 40.000 Gäste ihre Pforten in Frankfurt.

Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das einen einmaligen Blick hinter die Kulissen und auf die Abläufe an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz bietet.

Luftfahrtbegeisterte können sich dabei über die Internetseite des Senders HIT RADIO FFH für eine der jeweils 20.000 kostenlosen Eintrittskarten pro Tag registrieren. "Der Frankfurter Flughafen hat als internationale Luftverkehrsdrehscheibe und als Wirtschaftsmotor eine einzigartige Stellung in der Rhein-Main-Region. Mit den spannenden Abläufen des Flugverkehrs übt er nicht nur auf die 78.000 Beschäftigten eine hohe Faszination aus.

Er ist darüber hinaus ein Anziehungspunkt für viele Luftfahrtbegeisterte, denen wir mit dem Tag der Luftfahrt eine neue Perspektive auf das Fluggeschehen hier in Frankfurt bieten wollen. Wer den Flughafenbetrieb hautnah erleben möchte, ist herzlich eingeladen, an diesem Wochenende unser Gast zu sein", sagt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. "Ein ganzes Wochenende lang bieten wir allen Interessierten die Gelegenheit, hinter die Kulissen von Lufthansas größtem Drehkreuz zu blicken. Sie gewinnen so Einblick in die spannende und vielseitige Arbeitswelt tausender Lufthanseaten", freut sich Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Lufthansa AG, auf den Termin.

Airbus A380 und Boeing 737 aus nächster Nähe sehen

"Mit dem Tag der Luftfahrt öffnet die gesamte Luftverkehrsbranche über ganz Deutschland hinweg zum ersten Mal ihre Türen. Dieses gemeinsame Angebot von Flughäfen, Fluggesellschaften, Dienstleistern und der Flugsicherung zeigt die Geschlossenheit der Branche. Die Begeisterung und der Zuspruch von Besuchern werden zeigen, wie wichtig die Luftfahrt den Deutschen ist," ergänzt Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Condor Flugdienst GmbH.

Auf der Veranstaltungsfläche "Erlebnispark Luftfahrt" im Südteil des Flughafens werden Luftfahrtbegeisterte die Möglichkeit haben, einen Lufthansa Airbus A380 sowie ein Schulungsflugzeug des Typs Boeing 737 von Lufthansa Technik aus nächster Nähe zu bestaunen, Fahrzeuge der Bodenverkehrsdienste, der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes in Augenschein zu nehmen oder die Spürhunde-Staffel beim Training zu beobachten.

Berufsfeld Fluglotse

Historische Flugzeugmodelle werden die Herzen von Oldtimer-Fans höher schlagen lassen. Die Besucher können die Abfertigung mehrerer Condor-Maschinen live verfolgen und bei einer Fotoaktion Erinnerungsbilder von sich aufnehmen. Darüber hinaus kann man sich an zahlreichen Ständen über die am Flughafen ansäßigen Unternehmen sowie deren Ausbildungs- und Berufseinstiegsmöglichkeiten informieren. Für die kleinen Besucher steht ein Erlebnispark mit Kletterwand, Bungee-Trampolin und Bike-Looping bereit.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, die durch die Kontrolle des Luftraums über Frankfurt einen essentiellen Beitrag zur Sicherheit am Frankfurter Flughafen leistet, wird ihren Gästen am Standort Langen zu Themen wie Flugverkehrskontrolle, Entstehung von Flugrouten oder Traumjob Fluglotse Rede und Antwort stehen.

Musikalisches Programm

Das Programm wird auf der FFH-Bühne musikalisch begleitet. Auch die Veranstaltungsorte "The Squaire", "InterCity Hotel" und "Sheraton Frankfurt Airport Hotel" sowie das Zeppelin-Museum Zeppelinheim laden mit tollen Angeboten ein. Die verschiedenen Eventflächen am Flughafen werden durch kostenlose Shuttle-Busse miteinander verbunden. Sondertouren zum Zeppelin-Museum werden an beiden Veranstaltungstagen an der FFH-Bühne verlost.

Der "Tag der Luftfahrt" wurde in diesem Jahr von den Mitgliedern des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) ins Leben gerufen. Bei der ersten Auflage finden bundesweit Veranstaltungen an über 20 Standorten statt. Das Programm in Frankfurt findet an den beiden Tagen jeweils in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt.

Pisten-Sanierung am Flughafen Wien fertiggestellt

Einige Tage früher als geplant konnten die Sanierungsarbeiten auf der Start- und Landepiste 16/34 am Flughafen Wien abgeschlossen werden. Seitdem ist die Piste wieder in vollem Umfang für den Flugbetrieb freigegeben. Kleinere, noch durchzuführende, Restarbeiten können innerhalb der betriebsfreien Zeit durchgeführt werden und haben keine Auswirkungen auf die Nachtregelung gemäß Mediationsvertrag.

"Die Arbeiten standen unter großem Zeitdruck und durch den laufenden Flugbetrieb sowie die teilweise sehr schwierigen Wetterbedingungen war das gesamte Projektvorhaben hochkomplex. Ohne die gute Zusammenarbeit von Flughafen, Airlines, Austro Control und den beteiligten Bauunternehmen und den unermüdlichen Einsatz aller mit dem Projekt befassten Mitarbeiter wäre die zeitgerechte und erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts nicht möglich gewesen.", sagt Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Mehr als 500 Arbeiter und 480 Baumaschinen jede Nacht im Einsatz

Um das gesamte Sanierungsprojekt rasch abschließen zu können und den Flugbetrieb aber weiterhin zu gewährleisten, mussten die Sanierungstätigkeiten während des laufenden Flugbetriebs vorwiegend in den Nachtstunden durchgeführt werden. In 25 Nächten und vier Wochenenden von 08. April bis 24. Mai 2013 wurden über 220.000 m² Oberfläche komplett erneuert, über 80.000 Tonnen Asphalt mussten ab- und neu aufgetragen werden. Jede Nacht waren dazu mehr als 500 Menschen und bis zu 480 Baumaschinen im Einsatz.

Flugbetrieb wieder entsprechend Mediationsvertrag

Zur Durchführung der Sanierungsarbeiten musste die Piste 16/34 in den Nachtstunden zwischen 21:00 Uhr und 07:00 Uhr sowie an vereinzelten Wochenenden gesperrt werden. Starts und Landungen von Flugzeugen mussten in diesen Zeiten über die Piste 11/29 abgewickelt werden.

Nachdem nun beide Pisten wieder verfügbar sind, kann der Flugbetrieb wieder entsprechend der im Mediationsvertrag vereinbarten Regelungen abgewickelt werden. Der Flughafen Wien bedankt sich auf diesem Weg bei allen Betroffenen für ihr Verständnis.

Astronaut Luca Parmitano bereit für „Volare“-Mission

Am 28. Mai 2013 beginnt für den europäischen Astronauten Luca Parmitano seine Mission "Volare" mit dem Start vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur. Für sechs Monate ist die Internationale Raumstation ISS dann sein Arbeitsplatz und sein Zuhause. Die mehr als 30 deutschen Experimente, die er in dieser Zeit betreut, werden dabei entweder vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt oder über das DLR-Raumfahrtmanagement gefördert und betreut. Im Interview berichtet Luca Parmitano von den Herausforderungen, die er in seinem Beruf sucht – und genießt.

Wenn man in Urlaub fährt, denkt man darüber nach, was man noch packen muss und was noch vor der Abreise zu erledigen ist. Sie werden für mehr als 100 Tage im Weltraum bleiben. Was sind Ihre letzten Vorbereitungen, und wie fühlen Sie sich vor Ihrer Reise in den Weltraum?

Mein Flug ins Weltall habe ich bisher noch nicht als Urlaub gesehen – für mich war es immer eine "Mission". So gesehen ist auch nicht viel vorzubereiten, ich bringe nicht viel auf die Raumstation mit. Es gab immer Leute, die mich gefragt und alles vorbereitet haben, was ich in der Station benötige. Das heißt, wenn ich dort ankomme, dann wird es schon Kleidung für mich geben, Essen, Laufschuhe, Schuhe für das Fahrradfahren.

Alles ist bereits dort hingeschickt worden oder kommt an, während ich in der Raumstation bin. Die einzigen Sachen, die ich für meinen Flug noch einpacken muss, sind kleine Dinge wie Souvenirs, also meinen Ehering, Bilder von meiner Familie oder auch Dinge, die ich mit ins Weltall nehme, um damit später meine Freunde und Familie zu beschenken. Viel ist es also nicht, weil wir auch nur 1,5 Kilo persönliche Dinge im Sojus-Raumschiff mitnehmen dürfen.

Sie sind der Bordingenieur auf dieser Mission – was wird Ihre Hauptaufgaben an Bord der ISS sein?

Als Bordingenieur hat man viele verschiedene Aufgaben. Während des Starts ist der Bordingenieur der Co-Pilot des Sojus-Raumschiffs: Bei Start und Wiedereintritt unterstütze ich also den Commander. Er sitzt auf dem Mittelsitz, ich sitze links von ihm und bin verantwortlich für alle Systeme des Raumfahrzeugs. Der Commander übernimmt die Navigation, die Orientierung und die Sicherheit des Raumfahrzeugs. Ich bin derjenige, der die Motoren, die Navigationssysteme, die Computer und die lebenserhaltenden Systeme überwacht – die sind alle in meiner Verantwortung.

Sobald wir in der Raumstation sind, ist der Flugingenieur wieder für eine Menge verschiedener Dinge zuständig. Wir sind zum Beispiel für die Wartung zuständig. Alles, was in der Station ersetzt werden muss, wird von uns erledigt. Wir sind auch verantwortlich für die Interaktion mit allen Experimenten, die auf der ISS sind. Zu jeder Zeit haben wir über 150 Experimente auf der Raumstation. Und über 100 von diesen müssen von der Crew betreut werden. Das nimmt – ich würde sagen – etwa 50 Prozent unserer Zeit ein, vor allem, wenn wir selbst zur gleichen Zeit auch der Untersuchungsgegenstand sind.

Außerdem werde ich das Andocken des europäischen Transporters ATV-4 überwachen. Und ich werde auch für alle robotischen Anwendungen bei der Ankunft der anderen Raumtransporter zuständig sein. Schließlich sind noch zwei Weltraumspaziergänge – Extravehicular Activities – für mich geplant. Die werde ich zusammen mit meinem Kollegen Chris Cassidy durchführen.

Während Ihres Aufenthalts in der Raumstation ist es also ziemlich betriebsam: Der japanische Transporter HTV kommt an, das russische Progress-Raumschiff, das europäische ATV-4. Für Sie sind zwei EVAs geplant. Das sind alles Aufgaben, die eine schnelle und fehlerlose Arbeit von Ihnen verlangen. Zusätzlich zu Ihrem normalen Training: Wie bereiten Sie sich auf diese Aufgaben vor? Sind Sie eher ein entspannter Mensch von Natur aus oder werden Sie auch ein wenig nervös sein?

Vielleicht bin ich gar nicht die beste Person, um diese Frage zu beantworten – wahrscheinlich sollten Sie da eher meine Ausbilder fragen! Aber ja, ich würde sagen, dass ich ein entspannter Mensch bin. Ich bin zuversichtlich, dass die Ausbildung, die ich erhalten habe, alles vermittelt hat, was ich für eine gute Leistung brauche. Aber mein gesamter beruflicher Hintergrund ist sehr operationell: Als Pilot in den letzten 20 Jahren habe ich immer unter Hochdruck arbeiten müssen – man muss eine Aufgabe erledigen, und es muss gleich beim ersten Mal funktionieren. Das bedeutet aber jetzt auch nicht, dass ich nicht trotzdem ein wenig nervös sein werde. Ich glaube, ein gewisses Maß an Stress ist notwendig, um gut zu arbeiten – Stress erhöht die Konzentration, man ist sehr aufmerksam. Natürlich werde ich mich damit beschäftigen, mich mental vorbereiten, indem ich die Prozeduren noch einmal genau studiere. An Bord der Raumstation werde ich weiter trainieren und sicherlich auch mit den Kollegen sprechen, die einfach mehr Erfahrung als ich haben.

Sie werden auch Experimente an Bord betreuen – die reichen von der kosmischen Strahlung bis zur Ernährungsstudie, von Materialwissenschaften bis hin zu einem Experiment, mit dem der Abbau von Muskeln in der Schwerelosigkeit untersucht wird. Wie viel wissen Sie über den wissenschaftlichen Hintergrund all dieser Experimente, und welche Experimente sind für Sie persönlich am spannendsten?

Wir bekommen so viele Hintergrundinformationen, wie wir wollen. Ganz wichtig ist, dass wir Kontakt mit den Projektleitern dieser Experimente haben. Wir telefonieren oder mailen, wir treffen die Wissenschaftler und können Fragen stellen. Das ist sehr interessant – vor allem für mich, weil ich nicht so einen wissenschaftlichen Hintergrund habe. Ich habe mich für alle physiologischen Experimente gemeldet. Was wir heute über die Physiologie im Weltraum lernen, also über das, was mit unserem Körper in Schwerelosigkeit geschieht, ist absolut unverzichtbares Wissen für Missionen in der Zukunft. Wir müssen wissen, was mit uns geschieht, wenn wir die niedrige Erdumlaufbahn einmal verlassen wollen.

Also ich freue mich persönlich vor allem auf die Versuche, die irgendwie mit dieser Art von Forschung, mit der Weltraum-Physiologie, zusammenhängen. Es gibt zum Beispiel eine Diät als Experiment. Die Idee hinter dieser Diät ist, dass wir den Verlust von Kalzium aus unseren Knochen, der während der Zeit in der Schwerelosigkeit geschieht, ausgleichen können – und das ist auch auf der Erde wichtig, wo Menschen unter Osteoporose leiden. Auch der Sport, den wir auf der Raumstation treiben, ist ein wichtiger Teil der Experimente. Wir schauen, wie unsere Muskeln reagieren, während wir im Orbit sind.

Allerdings gibt es auch Experimente, die mehr technologisch ausgerichtet sind. Zum Beispiel "Green Air", ein Forschungsprojekt zu Biokraftstoffen. Die Studie wird sich darauf konzentrieren, wie die giftigen Überreste der Verbrennung reduziert werden können. Es ist ein italienisches Experiment, und ich bin sehr stolz darauf.

Um sich auf die Mission vorzubereiten, mussten Sie eine ganze Menge lernen: Sie mussten für die Durchführung der unterschiedlichen Experimente ausgebildet werden, für das Greifen nach dem japanischen HTV und für das Monitoring, wenn das ATV-4 ankommt. Es gab Überlebenstrainings, und Sie mussten Russisch lernen. Was hat Ihnen davon am besten gefallen, und welchen Teil der Ausbildung fanden Sie eher schwierig?

Als Astronaut sind es gerade die Herausforderungen, die man sucht. Wenn alles, was ich lernen musste, mir in den Schoß gefallen wäre, wäre es fast langweilig gewesen. Ehrlich gesagt: Alles, was wir lernen, kann sehr hart sein – umso härter es ist, desto zufriedener ist man, wenn man die Aufgabe gemeistert hat. Ich muss zugeben, dass ein großer Teil der Ausbildung wirklich Spaß gemacht hat. Spaß, weil man sich anstrengen musste. Das Sojus-Raumfahrzeug in einem manuellen Modus zu fliegen ist zum Beispiel sehr anspruchsvoll. Wir müssen auch zeigen, dass wir das Raumschiff sicher an der Raumstation andocken können und dass wir auch wieder auf der Erde landen können.

Ein Weltraumspaziergang unter Wasser – in einem unter Druck stehenden Raumanzug – ist körperlich enorm anstrengend, da braucht man volle Konzentration. Das sind alles schwierige Trainingsaufgaben, aber es ist auch der Teil der Ausbildung, der mir am meisten Spaß gemacht hat. Für das robotische Training zum Beispiel braucht man eine Menge Geschick. Es ist ein bisschen wie Gymnastik fürs Hirn, weil wir über Kameras auf einen Roboterarm blicken und uns aus verschiedenen Aufnahmen dann in unserem Kopf ein dreidimensionales Bild basteln müssen. Ich habe alles, was ich in den letzten 4,5 Jahren getan habe, furchtbar genossen. Seitdem ich Astronaut geworden bin, habe ich nicht aufgehört, Neues zu lernen.

Sie haben bereits das Columbus-Kontrollzentrum im DLR in Oberpfaffenhofen besucht und die Mannschaft getroffen, die mit Ihnen während Ihrer Mission in Kontakt sein wird. Das DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente in Köln wird ebenso ein Teil der Mission sein wie sechs weitere Zentren in Europa und natürlich der NASA-Kontrollraum. Sie werden also mit einem ganzen Netzwerk von Menschen weltweit zusammenarbeiten – und sind auf eine gewisse Weise auch von Ihnen abhängig. Wie viel Vertrauen ist notwendig, und wie bauen Sie diese Beziehung auf?

Sie haben völlig Recht: Wir hängen von diesen Menschen ab! Ich wäre nicht in der Lage, meine Arbeit zu tun, wenn es nicht die Unterstützung all dieser Menschen gäbe. Sie sind fast unsichtbar hinter den Kulissen, aber sie sind sehr wichtig, wenn nicht sogar wichtiger als die Astronauten, die all die Sichtbarkeit bekommen.

Wie baue ich eine Beziehung zu ihnen auf? Ganz einfach: Während meiner Ausbildung treffen wir einander und reden miteinander. Wir lernen, einander zu vertrauen und auch auf die Erfahrung zu vertrauen, die jeder mitbringt. Ich weiß, dass sie alle sehr verantwortungsbewusst sind, ich weiß, dass sie all ihre Anstrengungen in ihre Aufgaben stecken. Und das reicht mir, um zu wissen, dass es jemanden gibt, der sich um mich und meine Sicherheit kümmert.

Sie sind der erste Astronaut der Europäischen Astronauten-Klasse von 2009, der im Weltall arbeiten wird. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst und die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti werden im Jahr 2014 folgen. Werden Sie die beiden nach Ihrer Rückkehr bei ihrer Ausbildung unterstützen?

Nach meiner Rückkehr ist erst einmal ein halbes Jahr für meine Rehabilitation von meinem Sechs-Monats-Flug geplant. Es wird also ein wenig zu spät sein, um Alexander noch zu helfen. Wenn ich wieder im Einsatz bin, wird Alexander sich bereits in Russland für seinen eigenen Flug vorbereiten. Samantha aber werde ich sicherlich noch bei ihrem Training mit meiner Erfahrung helfen können.

Einige ehemalige Kollegen von Ihnen – zum Beispiel der kanadische Astronaut Chris Hadfield oder der japanische Astronaut Soichi Noguchi – haben eine Menge Fotos und Videos von ihrem Aufenthalt im Weltraum zur Erde geschickt. Wie werden Sie in Kontakt mit der Erde bleiben, und was werden Ihre Hobbys in der Raumstation sein?

Chris Hadfield ist ein erfahrener Astronaut, er hat bereits drei Flüge auf dem Buckel und ist eine unglaublich talentierte Person – sowohl in der Kommunikation als auch beim Gesang. Ich werde gar nicht erst versuchen, mit jemanden mit diesem Niveau gleichzuziehen. So zu kommunizieren gehört nicht zu meinen Talenten. Aber ich mag Musik, und auf der ISS haben wir eine Gitarre und ein Keyboard – ich überlege, ein wenig darauf zu spielen. Das aber dann vor allem zu meinem eigenen Vergnügen.

Sie stehen kurz vor dem Start: Auf welchen Moment während Ihrer Mission freuen Sie sich besonders?

Ich bin ein "rookie", das heißt ein absoluter Anfänger, alles wird neu für mich sein, alles eine Überraschung. Der Start. Im All zu leben. Die Raumstation zu betreten. Die Erde zu sehen. Beim Weltraumspaziergang außerhalb der Raumstation zu schweben. Ich habe mein ganzes Leben von so etwas geträumt.

Ich bin sicher: Ich werde mit einer Erinnerung an etwas zurückkehren, die mich für das Leben verändert. Ich freue mich darauf, diese Erfahrung zu genießen, dort oben zu sein und mir einen Traum zu erfüllen, den ich schon so eine lange Zeit habe.

Das Interview führte Manuela Braun.

BO105 S-Abstürze in der Antarktis bei Whiteout-Bedingungen

Hubschrauber-Absturz in der Antarktis im November 2011: Nach Angaben der Piloten und des Kapitäns des Forschungsschiffs "Polarstern" wurden am Unfalltag mit beiden BO105-Bordhubschraubern des Forschungsschiffes mehrere Flüge im Bereich der Atkabucht in der Antarktis durchgeführt, als sich das Wetter dramatisch verschlechterte.

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 17. Dezember 2011
  • Ort: Atkabucht, Antarktis
  • Luftfahrzeuge: Hubschrauber
  • Hersteller / Muster: Beide Hubschrauber Eurocopter Deutschland / BO105 S
  • Personenschaden: Zwei Personen leicht verletzt
  • Sachschaden: Beide Luftfahrzeuge schwer beschädigt
  • Drittschaden: Keiner
  • Informationsquelle: Angaben des Halters und der Fahrleitung des Forschungsschiffs
  • Aktenzeichen: BFU 4X041-11, BFU 4X042-11

Sachverhalt: Ereignisse und Flugverlauf

Noch am Vormittag wurde mit Hilfe der Hubschrauber die Eissituation für einen geeigneten Anlegeplatz erkundet und Personen zwischen dem Schiff und der Forschungsstation Neumayer III transportiert. Am Nachmittag wurden Wissenschaftler zu Eisbohrungen auf dem Meereis geflogen.

Nach dem Absetzen der Forscher flog einer der Piloten mit dem Hubschrauber (Nr. 1) erneut zur Neumayer-III-Station, um weitere Personen abzuholen. Diesen Flug brach er vor Erreichen der Station aufgrund von Whiteout-Bedingungen ab und kehrte zu dem zweiten, auf dem Meereis parkenden Hubschrauber (Nr. 2) zurück. Aufgrund einsetzender Wetterverschlechterung mit Schneefall entschied er sich mit dem zweiten Piloten zum sofortigen Rückflug zum Forschungsschiff. Bis zum Start hatte sich das Wetter verschlechtert, sodass von dem Rückflug zunächst abgesehen wurde. Nach telefonischer Rücksprache mit den Meteorologen der Neumayer-III-Station wurde auf eine kurzfristige Wetterbesserung gewartet. Inzwischen machte sich ein Team mit Skidoos von der Neumayer-III-Station auf den Weg zur Bergung der Hubschrauberbesatzungen.

Um ca. 19:30 Uhr UTC hörte der Schneefall auf und die Sichten verbesserten sich, so dass beide Piloten entschieden, einen Rückflug zu versuchen. Nach ca. 20 km Flugstrecke verschlechterten sich die Sichten erneut. Es wurde eine Landung auf dem Schelfeis in einem unerkundeten Eisbereich mit möglichen Eispalten durchgeführt.

Da diese Stelle ungeeignet für eine bodengebundene Bergung des Personals war, entschloss man sich, zu einer ca. drei nautische Meilen (NM) entfernten Pinguin-Kolonie zu starten. Dort landeten beide Hubschrauber. Da von dieser Position sowohl der Anlegeplatz der Polarstern als auch die Neumayer-III-Station jeweils nur ca. vier NM entfernt und zu diesem Zeitpunkt zu sehen waren, entschieden die beiden Piloten erneut zu starten, um zum Anlegeplatz zu fliegen. Hierbei verschlechterten sich wiederum die Sichtbedingungen und die Referenzen zum Boden gingen verloren.

Daraufhin entschied der Pilot des vorausfliegenden Hubschraubers (Nr. 1) den Abbruch des Fluges. Bei dem Versuch einer Sicherheitslandung setzte der dahinter folgende Hubschrauber (Nr. 2) hart auf dem Eisboden auf und wurde schwer beschädigt. Die fünf Insassen blieben unverletzt. Der Pilot des vorausfliegenden Hubschraubers wollte nun mit einer Rechtskurve in Richtung des zweiten Hubschraubers abdrehen. Dabei bekamen die Hauptrotorblätter Bodenkontakt und der Hubschrauber stürzte zu Boden. Zwei Passagiere konnten unverletzt das Wrack verlassen. Ein weiterer Passagier und der Pilot wurden leicht verletzt. Der Notfunksender (ELT) des Hubschraubers (Nr. 1) löste aus; dessen Signal wurde um 20:19 Uhr UTC erstmalig aufgezeichnet. Es entstand kein Brand.

Der Unfall des Hubschraubers Nr. 1 wurde der BFU zwei Tage nach dem Ereignis vom Halter gemeldet. Die harte Landung des Hubschraubers Nr. 2 wurde am 06.01.2012 angezeigt.

Angaben zu Personen

Hubschrauber Nr. 1

Der 55-jährige verantwortliche Pilot war im Besitz einer Verkehrspilotenlizenz für Hubschrauber (ATPL(H)) nach JAR-FCL deutsch, erstmalig erteilt am 24.03.1994, gültig bis 06.10.2015, mit eingetragenen Musterberechtigungen für B117, BO105/105LS/105CBS und EC135P/EC135T, jeweils als verantwortlicher Pilot (PIC). Er verfügte über ein Flugtauglichkeitszeugnis Klasse 1 mit der Auflage eine Brille zu tragen, gültig bis 22.05.2012.

Die Gesamtflugerfahrung auf Hubschraubern betrug ca. 6.378 Stunden. Davon wurden innerhalb der letzten 90 Tage ca. 78 Stunden auf dem Muster geflogen. Der Pilot hatte seit 1996 an insgesamt 20 Expeditionen mit fliegerischem Einsatz im Antarktis- bzw. Arktisgebiet teilgenommen. Auf dieser Fahrt des Forschungsschiffs hatte er gleichzeitig die Funktion des Flugbetriebsleiters an Bord.

Hubschrauber Nr. 2

Der 34-jährige verantwortliche Pilot war im Besitz einer Berufspilotenlizenz für Hubschrauber (CPL(H)) nach JAR-FCL deutsch, erstmalig erteilt am 09.05.2008, gültig bis 09.05.2015, mit eingetragenen gültigen Musterberechtigungen für BO105/105LS/105CBS als verantwortlicher Pilot (PIC). Er verfügte über ein Flugtauglichkeitszeugnis Klasse 1 ohne Auflagen, gültig bis 05.02.2012. Die Gesamtflugerfahrung auf Hubschraubern betrug ca. 2.332 Stunden. Davon wurden innerhalb der letzten 90 Tage ca. 27 Stunden und insgesamt auf dem Muster ca. 2.222 Stunden geflogen. Der Pilot hatte an drei Expeditionen mit fliegerischem Einsatz im Antarktis- bzw. Arktisgebiet teilgenommen.

Angaben zu den Luftfahrzeugen

Der zweimotorige Hubschrauber BO105 S des Herstellers Eurocopter Deutschland GmbH (vormals Messerschmidt-Bölkow-Blohm GmbH, Unternehmensgruppe Hubschrauber und Flugzeuge) ist ein leichter Mehrzweckhubschrauber für bis zu fünf Insassen. Er wurde 1977 nach den Richtlinien FAR 27 zugelassen (LBA TCDS No.3025 / EASA.R.011). Der Hubschrauber verfügt über ein Kufenlandegestell, einen Vierblattrotor, einen gelenklosen Rotorkopf und einen Heckrotor für den Drehmomentausgleich. Gegenüber den anderen BO105-Modellen unterscheidet sich die S-Variante durch eine gestreckte, vergrößerte Kabine. Die maximale Abflugmasse für die S-Variante BO 105CBS-4 beträgt 2.500 kg.

Der verunfallte Hubschrauber Nr. 1, Baujahr 1984, hatte die Werknummer S-683. Die Betriebsleermasse betrug ca. 1.543 kg. Die letzte Bescheinigung über die Prüfung der Lufttüchtigkeit (ARC) wurde am 06.10.2011 bei 8.776 Betriebsstunden ausgestellt. Zum Unfallzeitpunkt hatte der Hubschrauber eine Gesamtbetriebszeit von ca. 8.789 Stunden.

Der verunfallte Hubschrauber Nr. 2, Baujahr 1987, hatte die Werknummer S-776. Die Betriebsleermasse betrug ca. 1.547 kg. Die letzte Bescheinigung über die Prüfung der Lufttüchtigkeit (ARC) wurde am 27.05.2011 bei 14.392 Betriebsstunden ausgestellt. Zum Unfallzeitpunkt hatte der Hubschrauber eine Gesamtbetriebszeit von ca. 14.528 Stunden.

Meteorologische Informationen

Nach Angaben der Bordwetterwarte des Forschungsschiffes (Flugbericht Nr. 21) lautete die Gebietsvorhersage um 10:00 Uhr UTC, gültig bis 14:00 Uhr UTC, wie folgt: Vorwiegend starke bis geschlossene Schicht- und Schichthaufenbewölkung mit wechselnden Untergrenzen, daraus gelegentlich etwas Schnee, lokal schauerartig verstärkt mit Vereisungsgefahr. Außerdem Vereisungsgefahr nahe der Wolkenuntergrenze möglich durch unterkühltes Nieseln. Sichten ausreichend, bei Schauern deutlich zurückgehend.

Die Flugwettervorhersage auf der Polarstern (TAF DBLK) um 09:50 UTC, gültig bis 14:00 Uhr UTC, lautete: Wind aus 120 Grad mit 10 kt, Sicht größer 10 km, geringe (SCT) Bewölkung in 500 ft und geschlossene (OVC) Bewölkung in 700 ft. Zeitweise Sichten 8.000 m, leichter Schneefall, OVC in 500 ft. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent Sichten 1.000 m, Schneeschauer, OVC 100 ft.

Als mögliche Gefahren wurden: Vereisung: teils mäßig, Sichtkontraste: ausreichend, aber lokal whiteout möglich, und Horizontsicht: ausreichend, aber lokal whiteout möglich […] vorhergesagt.

Die Gebietsvorhersage um 18:00 Uhr UTC, gültig bis 22:00 Uhr UTC (Flugbericht Nr. 23), lautete wie folgt: Bedeckt mit weiter absinkender Untergrenze und zeitweise Schnee. Deutlich verschlechternde Bedingungen mit Gefahr von whiteout. Vereisungsgefahr.

TAF DBLK um 17:50 UTC, gültig bis 22:00 Uhr UTC, lautete: Wind aus 250 Grad mit 15 kt, Sicht größer 10 km, leichter Schneefall, geringe (SCT) Bewölkung in 900 ft und geschlossene (OVC) Bewölkung in 3.500 ft. Veränderung (BECMG) zwischen 18:00 Uhr UTC und 19:00 Uhr UTC Sichtrückgang auf 3.000 m, Schneefall, SCT in 500 ft und OVC in 1.000 ft. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent Wind aus 150 Grad mit 20 kt, Sichten 500 m, starke Schneeschauer, Vertikalsicht (VV) 100 ft. Als mögliche Gefahren wurden: Vereisung: mäßig, teils stark, Sichtkontraste: schlecht, teils whiteout, und Horizontsicht: schlecht, teils whiteout […] vorhergesagt. Ab 16:50 Uhr UTC wurden im Bereich der Neumayer-III-Station Schneeschauer beobachtet. Ab 18:20 UTC wurden diese Schauer zeitlich länger und intensiver. Dabei wurde der Sichtkontrast und die Horizontsicht als nicht vorhanden beobachtet. Der BFU lag eine Webcam-Aufzeichnung mit Blickrichtung auf die Neumayer-III-Station vor. Diese zeigte zum Unfallzeitpunkt einen durchziehenden Schneeschauer mit reduzierten Sichtweiten.

Navigationshilfen

Die Flüge wurden mit Unterstützung von GPS-Navigationsgeräten durchgeführt.

Funkverkehr

Die Piloten standen je nach Erreichbarkeit in Funkkontakt zum Forschungsschiff bzw. zur Forschungsstation. Auf dem Meereis wurde mit einem Iridium-Telefon Kontakt zum Forschungsschiff aufgenommen. Die Inhalte der Kommunikation wurden durch die Beteiligten beschrieben, lagen der BFU jedoch nicht als Aufzeichnung oder Protokoll vor.

Flugdatenaufzeichnung

Beide Hubschrauber waren nicht mit einem Flight Data Recorder (FDR) bzw. Cockpit Voice Recorder (CVR) ausgestattet. Diese waren nicht vorgeschrieben. Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug Die Unfallstelle befand sich auf der Position 70°34,91S 008°08,71W auf dem Schelfeis. Dies lag ca. 5,7 NM nordnordöstlich der Neumayer-III-Station und ca. 4,6 NM südsüdwestlich der Position des Forschungsschiffs zum Unfallzeitpunkt.

Als Überblick der Position der Unfallstelle ist ein Bildausschnitt aus Google EarthTM angefügt.

Die Hubschrauberinsaßen wurden geborgen. Aufgrund der herrschenden Wetterbedingungen wurden die Schäden erst zwei Tage später an der Unfallstelle beurteilt. Bodenspuren waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden.

Der Hubschrauber (Nr. 1) lag auf der linken Rumpfseite, die Cockpitverglasung war zerstört, die Rotorblätter waren am Rotorkopf z.T. abgerissen, die rechte Kufe war vorne zur Rumpfmitte hin verbogen und die linke Kufe vorne von der Quertraverse abgerissen.

Der Hubschrauber (Nr. 2) stand aufrecht auf seinen Kufen im Eis. Die hintere Quertraverse des Kufenlandegestells war durchgebogen. Die Bodenfreiheit des Rumpfes betrug ca. 15 cm. Der hintere Hauptspant im Rumpf und das Triebwerksdeck waren verformt. Eine Übersicht von den Unfallstellen der Hubschrauber ist auf den Fotos angefügt.

Organisationen und deren Verfahren

Halter und Flugbetrieb

Der Halter der Hubschrauber war zum Unfallzeitpunkt ein vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zugelassenes Luftfahrtunternehmen und zugelassener Instandhaltungsbetrieb nach Teil 145. Das Unternehmen hatte sich auf Flüge über See spezialisiert und stellte seit mehreren Jahren die Bordhubschrauber für das Forschungsschiff. Für den Flugbetrieb auf dem Forschungsschiff "Polarstern" und für Operationen in der Arktis bzw. Antarktis lag eine durch das Luftfahrt-Bundesamt genehmigte Ergänzung (Standard Operation Procedure (SOP), Revision 12 vom 30.09.2011) des Halters zum Operational Manual nach JAR-OPS 3 vor.

Im Kapitel 1.5.4 "Einsatzgrundsätze" stand: Vor jedem Einsatz ist sicherzustellen, dass die Zustimmung der Schiffsleitung dafür vorliegt. Dies erfolgt durch Abzeichnung des Flugauftrags durch den Kapitän und den wissenschaftlichen Fahrtleiter. […] Der nicht fliegende Pilot bzw. der eingewiesene Techniker versehen während des Einsatzes eines bzw. beider Hubschrauber ihren Dienst auf der Brücke im Flugleitstand. […] Die grundsätzliche Sicherheitsmindesthöhe beträgt 500 ft über Grund. Sie darf unterschritten werden, wenn die Art des Einsatzes […] eine geringere Flughöhe unabdingbar macht.

Kapitel 1.7 der SOP "Wetterbedingungen" lautete: Die Mindestsichten betragen: über Schelfeis und anderen schneebedeckten Flächen, Wolkenbasis mehr als 500 Fuß: 5,0 km, über dem offenen Wasser, wenn Wolkenbasis mehr als 600 Fuß: 1,5 km, über dem offenen Meer, wenn Flug über Wasser mehr als 10 NM und Wolkenbasis mehr als 300 Fuß: 3,0 km, für alle anderen Bedingungen (kann kurzfristig bis 0,8 km betragen): 1,5 km Sicherheitsmindesthöhe siehe Abschnitt 1.5.4.

Whiteout ein "NO-GO" laut SOP

"Whiteout Bedingungen und Vereisungsgefahr" sind in jedem Fall ein "NO-GO- ITEM" […] Treten während eines Fluges unvorhergesehene Whiteout Bedingungen auf, hat der Pilot unverzüglich ein Ziel anzufliegen, welches genügend Kontrast für eine sichere Landung bietet.

In der SOP waren mögliche Piloten, die für Einsätze der Bordhubschrauber auf dem Forschungsschiff "Polarstern" in Betracht kamen und deren Funktion namentlich aufgeführt. Ebenfalls angegeben waren die möglichen Personen für die Funktion als Flugbetriebsleiter an Bord (FaB), der die Aufsicht und Einhaltung der gesetzlichen wie auch der Unternehmensvorgaben sicherstellen sollte. Beide betroffenen Piloten waren in der SOP als Kommandanten aufgeführt, jedoch nicht als Flugbetriebsleiter an Bord. Der Pilot des vorausfliegenden Hubschraubers versah im Auftrag des Unternehmens die Funktion als FaB. Die Meldung des Personals für die Antarktisexpedition ANT XXVIII / 2 und die Benennung des Flugbetriebsleiters an Bord erhielt das LBA etwa zwei Monate nach den Unfällen am 14.02.2012.

Laut SOP, Kapitel 1.5.4 versieht der nicht fliegende Pilot bzw. der eingewiesene Techniker während des Einsatzes eines oder beider Hubschrauber ihren Dienst auf der Brücke im Flugleitstand. Der Flugleitstand auf der Brücke war während der Flüge am Nachmittag nicht besetzt.

Flugvorbereitung

Für Einsatzflüge im Rahmen der Expeditionen sah die SOP im Kapitel 1.4 vor, dass der FaB einen schriftlichen Flugauftrag erstellt und dieser vom Fahrtleiter und vom Kapitän des Schiffes abgezeichnet wird. Nach Angaben des Kapitäns war ihm bis zur Information durch den Bordfunker um ca. 18:00 Uhr UTC nicht bekannt, dass die beiden Hubschrauber an diesem Tag für eine Meereisbohrung eingesetzt waren. Der BFU wurden je Hubschrauber zwei Flugaufträge vorgelegt. Die Flugaufträge für die ersten Flüge zur Anlegeplatzerkundung waren von dem Kapitän und die Flugaufträge für die Meereiserforschung durch den Fahrtleiter abgezeichnet worden.

Die Flugaufträge enthielten eine gekürzte Flugplanung (Abbreviated Flight Log). Sie beinhalteten z.B. Kraftstoff- und Gewichtsberechnungen. Bei den Kraftstoffberechnungen wurden neben dem Kraftstoff für die Flugphase (Trip Fuel) ein 20-minütiger Endreservekraftstoff und ein zehnprozentiger Kraftstoffzuschlag für unvorhergesehenen Mehrverbrauch (Contingency Fuel) berücksichtigt. Bei den Berechnungen ergaben sich Kraftstoffmengen, die über den maximal möglichen Mengen im Hubschrauber lagen.

Im Feld "Remarks" des Flugauftrages war vermerkt: Refueling at Neumayer. Auf Nachfrage erklärten Vertreter des Unternehmens, dass es sich bei der Kraftstoffberechnung um eine Sammelberechung aller Flüge des jeweiligen Flugauftrages handelte und daher sich Kraftstoffmengen ergeben konnten, die oberhalb der maximalen Tankkapazität lagen.

Eine Betankung an der Neumayer-III-Station ist nach Angaben des Forschungsinstituts prinzipiell möglich. Am Unfalltag wurden beide Hubschrauber am Vormittag dort betankt. Bei der Gewichtsberechnung wurde die Besatzung und jeder Passagier inklusive seiner persönlichen Ausrüstung, dem Überlebensanzug und der Schwimmweste mit 85 kg berücksichtigt.

Luftrechtliche und Unternehmensvorgaben für die Flugvorbereitung

Grundlage für den Betrieb von zivilen Hubschraubern zum Zwecke der gewerbsmäßigen Beförderung in Luftfahrtunternehmen mit Hauptniederlassung in einem JAA-Mitgliedsstaat waren die Bestimmungen nach JAR-OPS 3. Diese beschrieben u.a. im Abschnitt D in 3.255 – Kraftstoff – die in der Flugplanung zu berücksichtigenden Aufschläge und Reserven.

Im Operational Manual, Part A, Kapitel 8.1.7 ff – Bestimmung der mitzuführenden Mengen an Kraftstoff-, Öl- und Wasser/Methanolvorräte (JAR-OPS 3.225, 3.350) – des Unternehmens waren die Aufschläge bzw. Reserven für die Flugplanung ebenfalls aufgeführt: Taxi Fuel, Trip Fuel, Contingency Fuel, Alternate Fuel, Final Reserve Fuel, Additional Fuel and Extra Fuel.

In der SOP, Kapitel 2.9 – Betankung – wurde bei der Kraftstoffberechnung Trip Fuel, eine Reserve im Ermessen des Kommandanten, bei Außenlastflügen in Schiffsnähe mit Zustimmung des FaB ggf. eine Reserve von weniger als 20 Minuten und eine Zusatzreserve von 10 Prozent gefordert.

In JAR-OPS 3.620 – Massewerte für Fluggäste und Gepäck – wurden je nach maximal möglicher Passagierplatzzahl des verwendeten Hubschraubers Standardgewichte bei der Flugplanung vorgegeben. Im Falle eines Hubschraubers mit 1-5 Fluggastsitzen waren für männliche Passagiere 98 kg, Handgepäck 6 kg und für einen Überlebensanzug 3 kg zu berücksichtigen.

Nach dem Operational Manual des Unternehmens, Part A, Kapitel 8.1.8.1.1 – Grundlagen für die Berechnung – wurden Fluggäste grundsätzlich mit einem Gewicht von 85 kg berücksichtigt. Das mögliche Handgepäck sollte mit dem tatsächlichen Gewicht dazugerechnet werden.

Zusätzliche Informationen

In den Polregionen, wie auch im Hochgebirge, kann es neben dem Orientierungsverlust durch Schneefall bzw. aufgewirbelten Schnee über schneebedecktem Untergrund zu einem meteorologischen Phänomen kommen, dem so genannten "Whiteout". Als "Whiteout" wird eine kontrastlose Helligkeit bezeichnet, die z.B. durch diffuse Reflexion des Sonnenlichts über weitläufigen Schneeflächen bei dünner lichtdurchlässiger Bewölkung entsteht. Hierdurch können jegliche Kontraste und Konturen der Landschaft verloren gehen, was im Extremfall zur völligen Orientierungslosigkeit und Beeinträchtigung des Gleichgewichtssinnes führen kann. Bereits im Jahr 2008 verunfallte ein Bordhubschrauber des Forschungsschiffs "Polarstern" in der Atkabucht (BFU Az: 4X003-0/08).

Im Winterhalbjahr 2010 ereigneten sich mehrere Unfälle aufgrund von "Whiteout"-Bedingungen (BFU Az: 3X002-10, 3X005-10, 3X007-10).

Aufgrund der Unfallhäufigkeit in Gebieten mit schneebedecktem Untergrund hat die amerikanische Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Authority (FAA)) im Jahr 2003 ihre Inspektoren angewiesen, alle Luftfahrtunternehmen, die unter Umgebungsbedingungen fliegen, in denen diffuse Lichtverhältnisse bzw. "Whiteout"-Bedingungen herrschen könnten, auf die möglichen Gefahren und mögliche Gegenmaßnahmen hinzuweisen.

Zusätzlich sollten die Inspektoren darauf achten, dass in den genehmigten Trainingsprogrammen der Unternehmen geeignete Verfahren beschrieben wurden, um "Whiteout"- bzw. unvorhergesehene Instrumentenflugwetter-Bedingungen sicher verlassen zu können. Zusätzlich veröffentlichte die FAA einen Beitrag (FAA-P-8740- 68(AFS-803[2002]) im Aviation Safety Program und erstellte einen Lehrfilm, jeweils mit dem Titel "Flying in Flat Light and White Out Conditions".

Besatzung

Die beiden Piloten waren für die Flugvorhaben entsprechend den bestehenden Vorschriften lizenziert und qualifiziert. Beide Piloten verfügten über eine hohe Anzahl von Flugstunden und eine große Mustererfahrung bei einem gleichzeitig hohen Übungsstand. Erfahrungen mit den Besonderheiten des Flugbetriebs in arktischen Bereichen hatten beide auf den vorangegangenen Expeditionen gesammelt. Beide Piloten waren jedoch nicht im Besitz einer Instrumentenflugberechtigung. Erfahrung mit Flügen unter Instrumentenflugbedingungen wäre aus Sicht der BFU vorteilhaft, da in den arktischen Regionen jederzeit die Gefahr besteht "Whiteout"-Bedingungen anzutreffen.

Publikationen über das "Whiteout"-Phänomen verweisen darauf, dass Besatzungen, die in "Whiteout"-Bedingungen einfliegen in den Instrumentenflug wechseln sollen, vergleichbar dem Einflug in Wolken bzw. einem Nachtflug ohne Horizontsicht und fehlenden Lichtquellen am Boden, um die "Whiteout"-Bedingungen zu verlassen. Hierzu wäre eine Instrumentenflugberechtigung und entsprechende Luftfahrzeugausstattung unumgänglich.

Luftfahrzeuge

Die Hubschrauber waren zugelassen und für Flüge über See ausgerüstet. Zum Zeitpunkt der Starts vom Forschungsschiff wurden die Hubschrauber im Bereich der maximal zulässigen Abflugmasse betrieben. Die Piloten beschrieben keine technischen Probleme.

Das verwendete Hubschraubermuster verfügte über keine Zulassung für Flüge in Vereisungsbedingungen. Laut den Wetterwarnungen war jedoch zumindest zeitweise und vor allem in den Schneeschauern Vereisung möglich. Zum Unfallzeitpunkt flogen die Hubschrauber in einem Schneeschauer.

Wetter

Die Großwetterlage zeigte eine heranziehende Front, die nach dem Eintreffen über Tage keine geeigneten Bedingungen für den Flugbetrieb erwarten ließ. Das Wetter am Unfalltag war schnell wechselnd. Von guten Flugbedingungen am Vormittag bis zum frühen Nachmittag verschlechterte sich das Wetter mit der Annäherung eines Frontensystems in kurzer Zeit. Bereits ab 16:50 UTC traten im Bereich der Neumayer-III-Station Schneeschauer auf. In den Schauern waren die Bedingungen ungeeignet für einen weiteren Flugbetrieb. Die Piloten erhielten eine Wetterberatung vor den ersten Flügen des Tages zur Anlegeplatzerkundung.

Eine Warnung, dass das Frontensystem schneller heranzieht als vorhergesagt, erhielten sie z.B. über Funk nicht. Erst nachdem sich das Wetter bereits verschlechtert hatte, nahmen die Piloten vom Boden aus mit Hilfe eines Telefons Kontakt zu den Wetterberatern auf. Zu diesem Zeitpunkt waren die Bedingungen zeitweise unterhalb der Mindestvorgaben im Operational Manual (OM).

Der Versuch, trotz des schlechten Wetters mit den Hubschraubern die schützende Station bzw. das Forschungsschiff zu erreichen, ist verständlich. Jedoch widersprachen die Flüge den vorgegebenen und bindenden Verfahren im OM. Die Besatzungen erreichten in schlechten Flugbedingungen einen Bereich, aus dem alle Personen bodengestützt hätten verbracht werden können.

Besonderheiten in Polregionen nicht berücksichtigt

Die Wettermindestvorgaben der SOP sind aus Sicht der BFU zum Teil grenzwertig. Sie spiegeln die bestehenden Mindestwerte nach JAR-OPS 3.465 und Anhang 2 zu JAR-OPS 3.465 wider. Hierbei wurden jedoch die örtlichen Besonderheiten in der Arktis bzw. Antarktis außer Acht gelassen. In der SOP sind so geringe Wolkenhöhen und Sichtwerte für Flüge zugelassen, sodass keine Spielräume für eventuelle Wetterverschlechterungen mehr vorhanden sind.

Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass es in den Polregionen eine im Vergleich zu Westeuropa geringere Anzahl von Wettermeldestationen gibt und es nicht jederzeit möglich ist, Sicherheitslandungen durchzuführen bzw. überall kurzfristig Hilfeleistung zu erwarten. Die Vorgabe der grundsätzlichen Sicherheitsmindesthöhe von 500 ft AGL laut dem Kapitel 1.5.4 "Einsatzgrundsätze" der SOP stand im Widerspruch zu den Angaben im Kapitel 1.7.

Organisation

Die Untersuchung der Unfälle ergab aus Sicht der BFU Ungereimtheiten in Bezug auf die Organisation, die Flugvorbereitung und Durchführung der Flüge am Unfalltag bzw. den Flugbetrieb auf dem Forschungsschiff.

Bei der Flugauftragserteilung gab es Kommunikationsdefizite, die dazu führten, dass der Kapitän nicht über den Einsatz der Bordhubschrauber am Nachmittag für die Wissenschaftler informiert war.

Während der Forschungsflüge war entgegen der SOP der Leitstand für den Flugbetrieb nicht besetzt und somit die Flugüberwachung nach der SOP nicht gegeben bzw. eingeschränkt: Alle Personen des Unternehmers, die drei Piloten und auch die Mechaniker waren an Bord der Hubschrauber.

Bei der Kraftstoffberechnung in der Flugplanung wurden 20 Minuten Reservekraftstoff und 10 Prozent Contingency Fuel entsprechend der SOP berücksichtigt. Dies entsprach nicht den gesetzlichen Vorgaben nach JAR-OPS 3.255 und auch nicht den vorgegebenen Verfahren im Operation Manual in vollem Umfang. Zumindest hätten eine Ausweichkraftstoffmenge von 10 Prozent und ein zusätzliche Kraftstoffmenge aufgrund der möglichen Wetterverschlechterung und Zeitverzögerungen bei den durchzuführenden wissenschaftlichen Arbeiten bei laufenden Triebwerken berücksichtigt werden müssen.

Außerdem hätte die Endreserve auf 30 Minuten erhöht werden müssen, da die Flüge über so genannten schwierigen Umgebungsbedingungen (hostile envirement) und zum Teil außerhalb der Sichtweite von Landmarken erfolgten. Weiterhin wurde bei der Flugplanung festgestellt, dass unter Berücksichtigung der Reserven mehr Kraftstoff benötigt wurde als sich maximal an Bord des Hubschraubers befand. Dennoch wurden die Flüge angetreten. Die auf den Flugaufträgen als Vermerk angegebene Betankung an der Neumayer-III-Station war zwar prinzipiell gegeben und wurde am Vormittag mit beiden Hubschraubern auch jeweils einmal durchgeführt. Nicht berücksichtigt wurde die Tatsache, dass die Station nicht verlässlich in jedem Fall angeflogen werden kann, wie der abgebrochene Anflug am Nachmittag aufgrund von "Whiteout"-Bedingungen zeigte.

Bei der Gewichtsberechnung bei der Flugplanung wurden die Personen an Bord des Hubschraubers mitsamt Handgepäck und Überlebensanzug mit je 85 kg berücksichtigt. Dies stand im Widerspruch zu den Vorgaben nach JAR-OPS 3.620, nach denen z. B. für weibliche Passagiere 80 kg, für männliche Passagiere 98 kg und ggf. 3 kg für den Überlebensanzug zu berücksichtigen waren, und dem OM des Unternehmens, wonach zumindest bei den Passagieren die Zusatzausrüstung hätte gewogen und dazugerechnet werden müssen. Unter Berücksichtigung der Betriebsleermassen der Hubschrauber gemäß den Wägeberichten, der Notschwimmerausrüstung und der vollen Kraftstofftanks ergaben sich 501 kg bzw. 497 kg Nutzlast für die vier bzw. fünf Personen an Bord in Überlebensanzügen und der wissenschaftlichen Ausrüstung.

Eine sichere Notlandung im Einmotorenbetrieb auf dem Deckslandeplatz des Forschungsschiffs im Falle einer Triebwerksstörung beim Start bzw. der Landung war mit einem Fluggewicht nahe der maximal zulässigen Flugmasse nicht gewährleistet. Der Pilot des vorausfliegenden Hubschraubers (Nr. 1) war zugleich der Flugbetriebsleiter an Bord für diese Expedition. In der SOP des Luftfahrtunternehmens war er nicht für diese Funktion benannt. Erst nach der Expedition war er der Aufsichtsbehörde für diese Funktion gemeldet worden.

Die verspäteten Unfallmeldungen an die BFU entsprachen nicht den Forderungen des § 5 Luftverkehrs-Ordnung, nach dem Ereignisse unverzüglich der BFU von der Besatzung bzw. dem Halter zu melden sind.

Schlussfolgerungen

Beide Unfälle sind auf einen Verlust der Wahrnehmung der Fluglage in "Whiteout"-Bedingungen zurückzuführen.

Dazu beigetragen haben:

  • Das sich schnell verschlechternde Wetter mit Schneeschauern
  • Der konturlose verschneite bzw. vereiste Untergrund
  • Fehlende Informationen der Piloten über die schneller als vorhergesagt heranziehende Front
  • Die Entscheidung, trotz sicherer Landung in einem bodengebunden erreichbaren Bereich, den Flug bis zum Anlegeplatz fortzusetzen

Sicherheitsempfehlungen

Aus Anlass der Unfälle überarbeitete das betroffene Luftfahrtunternehmen die Standard Operation Procedure (SOP) für den Flugbetrieb auf dem Forschungsschiff "Polarstern" und für Operationen in der Arktis bzw. Antarktis. Unter anderem wurden hierbei die Verfahren der Flugauftragserteilung erweitert bzw. ausführlich beschrieben und die Zuständigkeiten bei der Flugauftragsdurchführung festgelegt bzw. die Durchführung beschrieben. Für die Ermittlung der Passagiergewichte wurden die Vorgaben in JAR-OPS 3 übernommen.

Weiterhin beschloss das betroffene Unternehmen laut internem Luftsicherheitsbulletin 1/2012 folgende Maßnahmen, die sofort bzw. schnellstmöglich umgesetzt werden sollen:

  • Ein einsatzortspezifisches Crew Resource Management(CRM)-Training für alle vorgesehenen Luftfahrzeugführer und Techniker auf dem Forschungsschiff "Polarstern"
  • Ein spezifisches Instrumentenflug(IR)-Simulator-Training mit anschließendem IR-Flugtraining auf dem Einsatzhubschrauber. In Zukunft sollen nur noch Luftfahrzeugführer mit einer IR-Berechtigung in den Polregionen zum Einsatz kommen
  • Die Anschaffung von zusätzlichen kleinen Survival-Packs, die eine Übernachtung im/am Hubschrauber ermöglichen
  • Die Anschaffung von Helmen, auch für Passagiere, um die Arbeitssicherheit im und um den Hubschrauber herum (mit laufendem Rotor wartend) zu erhöhen
  • Die Festlegung von Kommunikationsregeln, damit sichergestellt ist, dass allen Beteiligten vor der Auftragsdurchführung sämtliche relevanten Fakten bekannt sind
  • Zusätzlich zur theoretischen Einweisung "Überleben im Eis" haben alle für einen Einsatz in Polregionen vorgesehenen Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens an einem Praxistraining im Hochgebirge (Gletscher) teilzunehmen
  • Weiter soll der bereits vorhandene Pilot Information Folder (PIF) auf dem Schiff um Angaben zu bekannten ausgeprägten Eisspalten und erfahrenen Piloten bekannte sonstige örtliche Besonderheiten ergänzt werden. Die Kenntnisnahme des PIF ist vor der Aufnahme des Flugbetriebs Pflicht und zu dokumentieren.

Aufgrund dieser weit reichenden Maßnahmen des betroffenen Luftfahrtunternehmens sah die BFU von Sicherheitsempfehlungen ab.

Untersuchungsführer: Axel Rokohl Braunschweig, 27. November 2012

Quelle: BFU

Austrian Airlines befördert Life Ball Gäste aus New York nach Wien

Heute um 09:33 Uhr ist der Flug OS 088 mit insgesamt 289 Passagieren von New York in Wien gelandet. Mit an Bord waren etliche Stars wie Carmen Electra (Schauspielerin), Adam Lambert (Sänger) und Barbara Eden (Schauspielerin). Die Prominenten Gäste reisten in Begleitung von Hairstylisten, Visagisten und Managern, die für einen unvergesslichen Auftritt beim alljährlichen Charityevent, dem Life Ball sorgen werden.

Austrian Airlines hat mit der finanziellen Unterstützung von Wien Tourismus speziell für den Life Ball eine Boeing 777 gebrandet. Diese Boeing fliegt seit 05. April 2013 mit dem speziellen Design nach New York, Bangkok und Tokio.

Austrian Airlines steht zu seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung und unterstützt karitative und soziale Organisationen, Institutionen und Projekte mit weltweiter Relevanz. Der Life Ball ist eines der Projekte, bei denen die heimische Fluggesellschaft ihr Engagement unterstreicht: Als Zeichen der Solidarität tragen Austrian Kollegen red ribbon Bänder. Austrian freut sich, mit diesem offiziellen Life Ball Flieger 2013 die prominenten Gäste von New York nach Wien bringen zu dürfen.

Flughäfen Berlin am Tag der Luftfahrt

Zum bundesweiten der Tag der Luftfahrt (08. und 09. Juni 2013) findet in Berlin findet am 08. Juni am Flughafen Schönefeld ein kleines Fest für Luftfahrtfans und Familien statt. Zudem können der Flughafen Schönefeld und der Flughafen Berlin Brandenburg per Bus erkundet werden. Die Besucherterrassen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel sind am ganzen Wochenende kostenfrei geöffnet.

Flughafentour in Schönefeld

Dabei kann man einen Blick hinter die Kulissen des Flughafens Schönefeld werfen, wo Einblicke in das Flughafengeschehen sowie ein Besuch bei der Lufthansa-Wartungsbasis wartet. Die Tour dauert rund eine Stunde und kostet am Tag der Luftfahrt fünf Euro (Kinder bis 14 Jahre kostenfrei).

Eine telefonische Voranmeldung für die Teilnahme an der Tour ist notwendig und muss bis spätestens 05. Juni vorliegen, da alle Teilnehmer für das Betreten des Sicherheitsbereiches angemeldet werden. Treffpunkt für die Touren ist das Terminal C am Flughafen Schönefeld.

Flughafentour am BER

Bei einer geführten Bustour gewinnen die Besucher einen Überblick über das gesamte Gelände des neuen Flughafens Berlin Brandenburg. Die Flughafentour führt über das Vorfeld vorbei am Terminal, den Betriebsgebäuden, der neuen südlichen Start- und Landebahn und dem Tower der Deutschen Flugsicherung.

Die Tour dauert rund eine Stunde und kostet am Tag der Luftfahrt fünf Euro (Kinder bis 14 Jahre kostenfrei). Interessierte können sich bereits im Vorfeld per Telefon für die Tour anmelden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, direkt am Tag der Luftfahrt ein Ticket zu kaufen. Die Touren starten zu jeder vollen Stunde. Treffpunkt ist ein Pavillon direkt auf dem Veranstaltungsgelände.

Fest zum Tag der Luftfahrt – Tickets als Preise

Die Veranstaltung zum Tag der Luftfahrt findet am Samstag, 08. Juni, von 09:00 bis 16:00 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Terminal D statt. Die Flughafenfeuerwehr, Bundespolizei und GlobeGround Berlin sind vor Ort. Für Kinder gibt es ein buntes Programm.

Essen und Getränke können direkt auf dem Fest an Ständen erworben werden. Beim Bingo gibt es viele Kleinigkeiten sowie als Hauptpreis Flugtickets von airberlin im europäischen Streckennetz zu gewinnen. Ein Abstecher auf die Terrasse am Flughafen Schönefeld gleich nebenan lohnt sich.

Die Besucherterrasse öffnet kostenlos. Die Anfahrt erfolgt am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Bahnhof Schönefeld. Alle Angebote bis auf Essen und Trinken sowie die Flughafentouren sind kostenfrei.

Schweizer Bundesrat für bessere Anbindung von Basel-Mulhouse

Der Flughafen Basel-Mulhouse bildet zusammen mit den Flughäfen Zürich und Genf die zentrale Infrastruktur der schweizerischen Luftfahrt. Er dient primär dem Linien- und Charterverkehr für Destinationen in Europa. Die Schweiz prüft daher, ob Basel-Mulhouse an das Eisenbahn-Fernverkehrsnetz angebunden werden kann. Weiter wird der Flughafen verpflichtet, periodisch über die Lärmbelastung zu berichten.

Dies hat der Bundesrat heute bei der Verabschiedung des Objektblattes des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Basler Flughafen entschieden.

Mit dem SIL-Objektblatt beschreibt der Bund einerseits die Rolle sowie den Betrieb des Flughafens und setzt die Rahmenbedingungen für dessen Entwicklung bis 2030. Andererseits legt das SIL-Objektblatt die Grenzen des zulässigen Fluglärms auf Schweizer Territorium in Form von Lärmbelastungskurven fest.

Grundlagen sind Staatsvertrag und Nachfrageprognose

Grundlagen für den Betrieb des Flughafens Basel-Mulhouse sind der Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Frankreich von 1949, die Grundsätze des Bundesrats zur Luftfahrtpolitik der Schweiz von 2004, die gesamtschweizerische Nachfrageprognose für den Luftverkehr von 2005 und die Vereinbarung zwischen den Luftfahrtbehörden von Frankreich und der Schweiz über die Benutzung des ILS auf die Piste 33 von 2006.

Obwohl der Flughafen Basel-Mulhouse auf französischem Territorium liegt, betreffen die Auswirkungen des Flugbetriebes auch Schweizer Gebiet, weshalb der Bund ein SIL-Objektblatt erstellen muss. Die Festlegungen im Objektblatt sind für die schweizerischen Behörden verbindlich.

Am 22. Juni 2011 informierte das BAZL zusammen mit den Kantonen Baselland und Basel-Stadt die betroffenen Behörden über den SIL. Im Sommer 2012 erfolgte deren Anhörung sowie das Mitwirkungsverfahren für die Bevölkerung. Auf Grund der Stellungnahmen wurde der Entwurf für das SIL-Objektblatt angepasst.

Basel-Mulhouse mit zentraler Rolle für Schweizer Lufftfahrt

Der Bund bekennt sich im nun verabschiedeten SIL-Objektblatt klar zum binationalen Flughafen und anerkennt dessen trinationale Bedeutung für die Regionen Nordwestschweiz, Elsass und Baden-Württemberg. Zusammen mit Zürich und Genf bildet der Flughafen Basel-Mulhouse die zentrale Infrastruktur der Schweizer Zivilluftfahrt. Er dient vor allem dem Linien- und Charter-Verkehr. Von wirtschaftlich großer Bedeutung sind auch die Frachttransporte.

Das SIL-Objektblatt hält ausserdem fest, dass der Flughafen an das schweizerische Eisenbahnnetz angebunden werden soll. Langfristig ist aus der Sicht des Bundes ein direkter Anschluss an das schweizerische Fernverkehrsnetz wichtig und nicht nur der Anschluss an das Netz der S-Bahn. Damit sollen direkte Verbindungen aus den wichtigen Zentren der Schweiz an den Flughafen ermöglicht werden. Der Bahnanschluss soll zudem zur besseren Aufgabenteilung zwischen Schiene und Strasse beitragen und damit langfristig eine gute Erreichbarkeit des Flughafens sicherstellen.

Periodischer Nachweis zur Lärmentwicklung

Die Grundlagen für die Berechnungen der Lärmbelastungskurven entsprechen denjenigen zum französischen "Plan d'exposition au bruit (PEB)" von 2004. Der Kanton Basel-Landschaft stellt dabei die raumplanerische Abstimmung zwischen der Entwicklung des Flugbetriebs und der Siedlung im Richtplan sicher. Für die Überwachung der Lärmentwicklung wird vom Flughafenhalter fortan ein periodischer Nachweis der effektiven Lärmbelastung verlangt.

Bombenfund aus dem zweiten Weltkrieg am Flughafen Düsseldorf

Bei Sanierungsarbeiten an einer Rollbahn im Sicherheitsbereich des Düsseldorfer Flughafens ist heute eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wird heute Nacht nach dem regulären Passagierbetrieb am Airport vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Der eigentliche Flugverkehr ist daher durch die Maßnahme nicht betroffen.

Während der Entschärfung sind jedoch im Zeitraum zwischen etwa 23:30 und 02:00 Uhr zahlreiche präventive Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. So wird rund um den Fundort eine Sicherheitszone eingerichtet. Flugzeuge müssen in dieser Zeit umpositioniert sowie Gebäudeteile komplett geräumt werden. Im öffentlichen Bereich wird aufgrund von umfassenden Straßensperrungen die Zufahrt zum Terminalgebäude nicht möglich sein.

A44 vorrübergehend gesperrt – Luftschutzmäßiges Verhalten

Für Personen, die sich heute Nacht in Gebäuden in der nahegelegenen Airport City aufhalten, gilt ein sogenanntes luftschutzmäßiges Verhalten. Aus Sicherheitsgründen darf sich hier zum Beispiel niemand im Freien aufhalten. Auch die Autobahn A44 und die Bundesstraße B8N werden im Flughafenbereich vorübergehend gesperrt. Ausgenommen von den Einschränkungen ist die hier unterirdisch verlaufende S-Bahnlinie 11.

Unmittelbar nach der Entschärfung werden alle Maßnahmen aufgehoben. Die betroffenen Mieter auf dem Flughafengelände wurden umfassend über die Auswirkungen der Entschärfung informiert. Wohngebiete liegen außerhalb der Sicherheitszone.

BVB-Rückkehr am Dortmund Airport: Zutritt nur mit Flugticket

0

Wenn am 26. Mai 2013 der BVB vom Champions League-Finale aus London zurückkehrt, wird am Dortmunder Flughafen alles ganz im Zeichen des Endpiels stehen. Auch der Dortmund Airport gratuliert dem BVB zum Einzug in das Endspiel der Königsklasse. Wenn die Mannschaft am Nachmittag landet, wird sie sich während dieser Zeit jedoch nicht öffentlich zeigen.

Anders als im vergangenen Jahr zur Meisterfeier ist in diesem Jahr am Flughafen kein offizieller Empfang der Stadt Dortmund geplant. Die Mannschaft wird direkt aus dem Flugzeug in den Mannschaftsbus steigen und für Fans nicht zu sehen sein.

Aus Sicherheitsgründen und um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten haben vorsorglich in der Zeit von 12:00 bis 17:00 Uhr nur Fluggäste und deren Begleitpersonen Zugang zum Terminal. Gleichzeitig werden die Zufahrten zum Terminalgebäude für Personen ohne gültiges Flugticket gesperrt sein. Im Terminalgebäude dürfen sich aus Sicherheitsgründen maximal 2.000 Personen gleichzeitig aufhalten. Da der Flugbetrieb an diesem Tag normal weiterläuft, ist bereits die Hälfte der Kapazität ausgeschöpft.

"Vor diesem Hintergrund sollten Fluggäste am 26. Mai eine längere Anreisezeit einplanen und frühzeitig zum Flughafen aufbrechen", rät Flughafensprecher Sebastian Scheske.

FMO mit neuen Ryanair-Zielen – Online-Check-In fliegt günstiger

0

Ab 04. Juni 2013 fliegt Ryanair, Europas führende Low Cost Airline, erstmals von Münster/Osnabrück nach Girona-Barcelona und Malaga. Neben einer hervorragenden Pünktlichkeitsrate punktet die irische Airline mit den wenigsten Gepäckverlusten und lässt Passagiere mit einem unkomplizierten Ticketsystem Flugtickets von zu Hause ausdrucken.

Besonders vorteilhaft ist der kostenlose Online-Check-In, den auch alle Passagiere ab Münster/Osnabrück unbedingt nutzen sollten. Über den Abschnitt "Buchung bearbeiten" oder unter "Online-Check-In" auf der Startseite der Ryanair-Homepage ruft der Fluggast seine Reservierung auf und füllt die erforderlichen Informationen zum Reisedokument aus. Anschließend muss dieses als Bordkarte nur noch jeweils einzeln ausgedruckt werden; für Passagiere, die nicht online einchecken und sich ihre Bordkarten am Flughafen neu ausstellen lassen, erhebt Ryanair eine Neuausstellungsgebühr von 70 Euro.

Der Online-Check-In ist 15 Tage bis vier Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit verfügbar. Sobald ein Fluggast den Online-Check-In abgeschlossen hat, kann er seine Bordkarte bis zu 40 Minuten vor der planmäßigen Abflugzeit ausdrucken. Idealerweise sollte jedoch beides in einem Schritt erledigt werden. Fluggäste, die online eingecheckt haben, sollten am Abreisetag mindestens 40 Minuten vor dem planmäßigen Abflug am Boarding-Gate eintreffen.

Über eine einfache Flugsuche auf der Online-Seite lassen sich unter Angabe des Reisezeitraumes Abflug- und Zielflughäfen auswählen. Erklärt sich der Kunde mit den Geschäftsbedingungen einverstanden, ist der erste Schritt getan. Mit einem Klick auf "Günstige Flüge buchen" startet nun die Suche und Fluggäste erhalten ihr Suchergebnis, das in Form einer Übersichtsleiste dargestellt wird. Nach Auswahl des Hin- und Rückflugs und der Eingabe des Passagiernamens können im nächsten Buchungsschritt diverse Serviceleistungen – wie zum Beispiel bevorzugtes Einsteigen, eine Reiseversicherung, die Mitnahme von Sportgepäck, besondere Hilfeleistungen, ein Mietwagen oder ein Koffer in Handgepäckformat – hinzu gebucht werden. Abschließend muss der Fluggast noch seine Kontaktdaten und die Zahlungsweise bestätigen. Nach erfolgreich abgeschlossener Buchung erhält der Passagier eine E-Mail von Ryanair, in der die Reservierungsnummer angegeben ist.

Aegean Airlines startet Erstflug von Nürnberg nach Thessaloniki

Ab 27. Mai fliegt Aegean Airlines erstmals vom Airport Nürnberg ab. Einmal pro Woche startet Griechenlands größte Fluggesellschaft nonstop nach Thessaloniki, dem Flughafen der beliebten Ferienregion Chalkidiki.

Der Flug startet jeden Montag um 10:30 Uhr und erreicht Thessaloniki um 13:45 Uhr. Der Rückflug beginnt um 08:30 Uhr in Griechenland und erreicht Nürnberg um 09:45 Uhr. Die Strecke zwischen Nürnberg und Thessaloniki fliegt Aegean Airlines mit Flugzeugen des Typs Airbus A320 mit 189 Sitzplätzen.

Aegean Airlines wurde 1999 gegründet und ist mit einer Flotte von 30 Flugzeugen der Airbus-A320-Familie und 6,1 Millionen Gästen 2012 Griechenlands größte Fluggesellschaft. Von den Basen in Athen und Thessaloniki ausgehend, bedient das Star Alliance-Mitglied ein dichtes Netz an Verbindungen innerhalb Griechenlands. Darüber hinaus fliegt Aegean zahlreiche europäische Metropolen an.

Großen Wert legt die Airline auf Qualität und Service: Ledersitze, ein großzügiger Sitzabstand sowie kostenlose Mahlzeiten und Getränke haben dazu beigetragen, dass die Airline 2012 bereits zum dritten Mal als "Best regional Airline" ausgezeichnet wurde.

Als Mitglied der Star Alliance können auf Flügen der Aegean auch Meilen bei "Miles & More" angerechnet werden. Tickets gibt es ab 70 Euro one way (inkl. Steuern und Gebühren).

Lufthansas Airbus A380 bringt FC Bayern zurück nach München

Der Flughafen München und die Deutsche Lufthansa bereiten sich auf die Rückkehr des FC Bayern am kommenden Sonntag nach dem Champions-League Finale in London vor. Die Mannschaft des Rekordmeisters wird am Sonntagnachmittag gegen 17:00 Uhr mit einem Lufthansa Airbus A380 mit der Flugnummer LH2571 am Münchner Flughafen eintreffen.

Zahlreiche Medienvertreter werden die Ankunft auf dem Vorfeld des Münchner Flughafens begleiten, verschiedene Fernsehsender planen eine Live-Berichterstattung. Fans können die Ankunft ihrer Mannschaft am besten zuhause am Bildschirm verfolgen. Am Flughafen selbst wird dagegen wenig zu sehen sein, da der Mannschaftsbus auf Wunsch des Vereins vom Vorfeld aus direkt Richtung Autobahn fährt.

EADS veranstaltet Web-Seminar zum Bewerben auf Stellen

0

Wenn Arbeitsplätze Mangelware sind, müssen Hochschulabsolventen Strategien für erfolgreiche Bewerbungen entwickeln und die fachlichen Anforderungen erfüllen. EADS bietet Studierenden, Absolventen und jungen Berufstätigen aus europäischen Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit am 23. Mai ein Online-Webseminar zum Thema Stellenbewerbung an. Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmer aus mehr als 160 Universitäten in ganz Europa.

In diesem "Webinar" wird vermittelt, wie Bewerber ihre Qualifikationen und Erfahrung ins rechte Licht rücken können, um die Chance auf eine Anstellung bei einem internationalen Arbeitgeber zu erhalten. Unter anderem werden Themen wie die richtige Selbstvermarktung, die effektive Suche nach offenen Stellen und das erfolgreiche Führen von Bewerbungsgesprächen behandelt.

Während der Live-Übertragung erhalten die Teilnehmer nützliche Tipps und Tricks zum Verfassen eines internationalen Lebenslaufs. Registrierte Kandidaten erfahren, welche Möglichkeiten der EADS-Konzern und seine vier Divisionen – Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter – für Berufseinsteiger bieten und können im Live-Chat mit erfahrenen Personalexperten diskutieren.

Das Webinar und der Live-Chat werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmern nach der Veranstaltung zur Verfügung. Obwohl das Webinar nicht als Jobbörse gedacht ist, haben junge Leute mit für EADS interessanten Qualifikationen auch die Möglichkeit, sich beim Unternehmen zu bewerben.

"EADS arbeitet eng mit Hochschulen zusammen, um laufend talentierte Bewerber für das Unternehmen und seine Zulieferer zu gewinnen. Wir erhalten jeden Monat Tausende von Bewerbungen, von denen nicht alle unser Anforderungsprofil erfüllen. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten können unsere Experten jedoch auch solchen Bewerbern bei der Stellensuche behilflich sein", so Thierry Baril, Chief HR Officer von EADS und Airbus.

Luxus in der EC175 – Executive- und VIP-Version vorgestellt

Mit der Vorstellung der Executive- und VIP-Ausführungen seiner zukunftsweisenden EC175 setzte Eurocopter heute neue Maßstäbe im Business-Aviation- und Privatkundensegment. Die beiden Versionen vereinen Eleganz und Komfort mit der geräumigsten Kabine aller mittelgroßen zweimotorigen Hubschrauber.

Die Executive- und VIP-Versionen der EC175, die Eurocopter im Rahmen der EBACE (European Business Aviation Convention & Exhibition) in Genf der Öffentlichkeit vorstellte, beeindrucken durch ihre außergewöhnlich gestaltete Kabine von Peder Eidsgaard (Pegasus Design), der für seine Ausstattung von Businessjets und Superyachten weltweit berühmt ist. Die beiden neuen Modellausführungen werden die Produktpalette von Eurocopter in ihren Marktsegmenten anführen

"In der Luftfahrt haben Stil und Luxus von nun an einen neuen Namen, nämlich Eurocopter EC175", erklärte Olivier Lambert, Senior Vice-President für Vertrieb und Kundenbeziehungen bei Eurocopter. "Dank unserer Zusammenarbeit mit Pegasus Design bieten diese beiden neuen Versionen der EC175 neben Spitzenqualität bis ins Detail auch ein großartiges Design, das höchsten Erwartungen gerecht wird."

Designbüro aus dem Bereich der Luxus-Yachten

Die Partnerschaft zwischen Eurocopter und Pegasus Design brachte eine Kabine hervor, die sich durch eine einzigartige Kombination aus fließenden Linien, Symmetrie und Harmonie von Farben und Materialien auszeichnet. "So viel Qualität und Perfektion sind insbesondere der Erfahrung unseres Partners Pegasus Design mit den Erwartungen anspruchsvoller Kunden zu verdanken. Die Kabine der beiden neuen EC175-Versionen steht der von Superyachten und Businessjets bezüglich Erlesenheit und Eleganz in nichts nach" so Lambert weiter.

Die EC175 VIP, in der jeweils sechs bis acht Passagiere Platz finden, wird in folgenden drei Stilrichtungen angeboten: "Avantgarde", nach dem Vorbild moderner Sportwagen, "French Flair", in Anlehnung an zeitgemäßes Penthouse-Design, und "Classic" inspiriert von den schönsten historischen Villen Europas. Die VIP-Version bietet eine einzigartige Kabinenkonfiguration mit zwei Sitzbereichen. Der vordere Bereich bietet mit vier einander gegenüberstehenden Clubsesseln Lounge-Atomsphäre. Die kuppelförmige Kabinendecke lässt den Bereich noch geräumiger wirken. Auf der hinteren couchartigen Sitzgruppe finden drei Passagiere ausreichend Platz. Auf Wunsch werden elektrochromatische Fenster, ein Entertainment-System mit Audio- und Video-Schnittstellen sowie drahtlose Vernetzung über Satellitenkommunikation angeboten.

Die Executive-Version der EC175, welche diese Woche auf der EBACE als Modell in Originalgröße vorgestellt wurde, bietet neun bis zwölf Passagieren das optimale Umfeld für Arbeit und Entspannung. Das Design der Kabine ist modern und elegant, im Stil einer Limousine. Für die Innenausstattung wurden besonders widerstandsfähige Materialien verwendet.

Luxus-Ausstattung trifft auf ruhiges Flugerlebnis der EC145

Eurocopters neue mittelgroße zweimotorige EC175 überzeugt durch ihre Reichweite, Turbinenleistung und Reisegeschwindigkeit und erfüllt zudem die strengsten Betriebssicherheitsstandards. Ergebnis der in enger Zusammenarbeit mit Betreibern und Endnutzern erfolgten Entwicklung ist eine herausragende und mit modernster Technik ausgestattete Maschine.

Alle Executive- und VIP-Ausführungen der EC175 bieten bei jeder Geschwindigkeit ein ruhiges Fluggefühl, ähnlich einem Flugzeug. Die Kabine kann auch bei ausgeschaltetem Hauptrotor klimatisiert werden und dank der großzügigen Fensterflächen ist von allen Sitzplätzen aus ein Panoramablick garantiert. Die EC175 rundet Eurocopters Produktpalette im Business-Aviation- und Privatkundensegment erfolgreich nach oben ab.

Eurocopter verkaufte in den vergangenen fünf Jahren in diesen beiden Geschäftsbereichen über 500 Hubschrauber und ist damit unangefochtener Marktführer. Mit insgesamt zwölf verschiedenen Modellen verfügt Eurocopter über das breiteste Produktspektrum für Privat- und Geschäftskunden weltweit, das allerhöchsten Ansprüchen gerecht wird.

Erstflug Condors nach Skiathos gestartet

Heute um 05:50 Uhr hob eine Condor-Maschine zum Erstflug vom Flughafen München (MUC) Richtung Skiathos (JSI) ab. Condor fliegt ab sofort jeden Donnerstag mit einem Airbus A320 von München aus auf die griechische Insel und weitet damit sein Streckennetz zu griechischen Inseln aus.

Nach der Landung auf Skiathos erhielt der Airbus die traditionelle Erstflugstaufe, die sogenannte Water Salute. Beim Aussteigen wurden die Fluggäste dann von Einheimischen in traditionellen Kostümen mit landesüblichen Süßigkeiten herzlich begrüßt.

Skiathos bietet Urlaubern sowohl Entspannungs- als auch Entdeckungsurlaub. Neben goldenen Sandstränden, deren kristallklares Wasser zum Baden oder zu Wassersport einladen, gibt es auch raue Küstenabschnitte und versteckte Buchten, die nur vom Wasser aus zugänglich sind. Duftende Kiefernwälder laden zu Spaziergängen ein, nach denen man gerne in den Ortschaften mit typisch weißen Häusern und blauen Türen in Cafés oder Tavernen einkehrt. Auch Hollywood konnte die kleine Insel bereits von sich überzeugen: Skiathos war bei den Dreharbeiten zum Film "Mamma Mia!" mit Meryl Streep und Pierce Brosnan Kulisse.

Tammo Gause, Leiter Planung, Verkauf & Steuerung von Condor, sieht in Skiathos eine optimale Ergänzung der griechischen Feriendomizile: "Griechenland ist bei unseren Gästen ein beliebtes Urlaubsziel. Ab sofort bieten wir unseren Gästen nun neben unserem umfangreichen Flugprogramm zu den bekannten griechischen Ferieninseln wie Kreta, Rhodos, Corfu und Kos und nach der Neuaufnahme von Mykonos und Preveza im Vorjahr mit Skiathos nun auch wöchentliche Flüge zu diesem wunderschönen, naturbelassenen Geheimtip an." Flüge gibt es zum one-way Komplettpreis ab 99,99 Euro.

Anreise zum Flughafen Stuttgart wegen Autobahn-Sperrung behindert

Auf der A 8 in Richtung München müssen zwischen den Anschlussstellen Degerloch und Esslingen etwa auf Höhe des Flughafens Fahrbahnschäden beseitigt werden. Um diese Fahrbahnarbeiten durchführen zu können, muss die Fahrbahn für das Wochenende vom 24. bis 27. Mai 2013 voll gesperrt werden. Reisende zum Flughafen Stuttgargt werden gebeten, ausreichend Zeit einzuplanen.

Auch wenn die Vollsperrung der Fahrbahn in Richtung München in diesem Bereich mit einer zweispurigen Umleitung über einen direkten "Bypass" möglich ist, muss mit teils erheblichen Verkehrsbehinderungen für Reisende auf der Strecke von Stuttgart nach München gerechnet werden. Betroffene Verkehrsteilnehmer werden dringend gebeten, ihre Reiseplanung an diesem Wochenende danach auszurichten.

Konkret muss die A 8 zwischen den Anschlussstellen Degerloch und Esslingen am Freitag, den 24. Mai, ab etwa 22:00 Uhr bis zum Montag, den 27. Mai 2013, um etwa 05:00 Uhr voll gesperrt werden. In Abstimmung mit der Stadt Leinfelden-Echterdingen, der Flughafengesellschaft sowie der Messegesellschaft ist vorgesehen, den Verkehr zweispurig über die parallel zur A 8 verlaufende Rampe bis zum Boschparkhaus und weiter über eine provisorische Zufahrt wieder zurück auf die Autobahn in Fahrtrichtung Ulm / München zu führen.

Gleichzeitig wird diese Vollsperrung genutzt, um die Unterseite des Boschparkhauses einer routinemäßigen Kontrolle und Instandhaltung zu unterziehen. Die Vollsperrung an einem Wochenende hat den Vorteil, dass hier das Verkehrsaufkommen deutlich geringer ist als an Werktagen.