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Lufthansa CityLine bindet mit Canadair Jet 900 FMO an

Die Verbindung vom Flughafen Münster Osnabrück wird fast ausschließlich genutzt, um von Frankfurt zu einem weltweiten Reiseziel zu fliegen. Ab dem 06. September wird Lufthansa vom Flughafen Münster/Osnabrück die Verbindung nach Frankfurt wieder aufnehmen. Frankfurt ist das größte Umsteigedrehkreuz Deutschlands.

Zum Einsatz kommt ein moderner Canadair Jet 900 der Lufthansa CityLine mit 90 Sitzplätzen. Der Flug nach Frankfurt steht bereits seit Eröffnung des FMO im Jahr 1972 im Flugplan und wurde seitdem nur für eineinhalb Jahre aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen.

Fraport-Anbindung bald verstärkt

Ab September gibt es zunächst neun wöchentliche Verbindungen. Die Abflüge am FMO erfolgen jeweils um 10:40 Uhr (donnerstags bis sonntags) und 18:40 Uhr (täglich außer dienstags und donnerstags). Die Rückflüge erreichen den FMO um 09:55 Uhr (samstags und sonntags), 10:05 Uhr (donnerstags und freitags), sowie 18:00 Uhr (täglich außer dienstags und donnerstags). Ab dem Winterflugplan Ende Oktober soll das Angebot analog zur Verfügbarkeit der Anschlussflüge in Frankfurt ausgebaut werden.

Zusammen mit den bereits im März wieder aufgenommenen München-Flügen steht der FMO nun wieder bis zu fünfmal täglich im Lufthansa-Flugplan. Buchbar sind die Flüge online bei der Airline, dem Flughafen FMO selbst und in jedem Reisebüro. Alle Frankfurt-Flüge sind mit einem Durchgangstarif bis zum Endziel und zurück buchbar.

Evakuierungsflüge der A400M aus Afghanistan

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Afghanistan kommt mit den Taliban und deren Blitzübernahme der Macht nicht zur Ruhe und die einzige Verbindung ins Ausland aus Kabul, eine Luftbrücke, stockt. Doch in der Nacht ist der siebte Evakuierungsflug eines Airbus A400M der Bundeswehr im usbekischen Taschkent gelandet.

An Bord waren 211 Personen, darunter deutsche Staatsbürger, Ortskräfte und weitere als gefährdet geltende Personen. Seit dem ersten Flug am Dienstag sind nun 901 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Heute fliegt die Luftwaffe vier weitere Male nach Kabul. Die sicherheitspolitische Lage in Afghanistan hat sich seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban am letzten Wochenende dramatisch verschlechtert und bleibt schwer einschätzbar. Der Flughafen in Kabul wird derzeit in Teilen von den US-amerikanischen Streitkräften kontrolliert, die Zufahrtswege befinden sich jedoch in der Gewalt der Taliban.

Zufahrt zum Flughafen in Taliban-Hand

In den vergangenen Tagen hat die Bundeswehr eine funktionierende Luftbrücke zwischen dem afghanischen Kabul und dem usbekischen Taschkent aufgebaut. In der Nacht um 03:07 Uhr MESZ landete hier der siebte Evakuierungsflug der Luftwaffe einer A400M. Seit dem ersten Flug am Dienstag sind nach aktuellem Stand 901 Männer, Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht worden. Die Mehrheit der bisher Geretteten ist bereits in Deutschland angekommen. Weitere werden heute ausgeflogen. Die Evakuierungsflüge sollen bis auf weiteres mehrmals täglich fortgesetzt werden. Heute fliegt die Luftwaffe viermal nach Kabul, um möglichst viele weitere schutzbedürftige Menschen an Bord zu nehmen und ins sichere Taschkent zu bringen.

Ersatz für ausgefallene A400M

Der Ausfall eines A400M wegen eines Defektes beeinträchtigt die Zahl der Flüge nicht. Eine Ersatzmaschine ist bereits vor Ort gelandet und im Einsatz. Sie hatte auch Ersatzteile für zügige Reparatur des defekten Flugzeuges an Bord. Das Mandat für die Evakuierungsoperation läuft bis zum 30. September. Es ist als robustes Mandat für bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten angelegt. Ein Kampfeinsatz zur Absicherung der Evakuierungsoperation ist damit möglich. Den Mandatsantrag hatte das Bundeskabinett gestern in einer Sondersitzung gebilligt. Die Abstimmung im Bundestag soll in der kommenden Woche erfolgen.

Köln Bonn Airport: Knapp 1,1 Mio. Ferienpassagiere

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Der Köln Bonn Airport hatte zu Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen mit knapp 850.000 Fluggästen gerechnet. Tatsächlich nutzten am Ende sogar knapp 1,1 Millionen Passagiere Köln/Bonn als Start oder Ziel ihrer Reise. Das waren 20 Prozent mehr Ferienreisende als erwartet.

Türkei war beliebtestes Urlaubsland

Beliebtestes Urlaubsland war in diesen Sommerferien die Türkei (395.000 Passagiere), die sogar die Passagierzahl aus 2019 um etwa 13.000 Passagiere übertroffen hat. Dahinter folgt Spanien (196.500 Reisende, davon 125.000 nach Palma de Mallorca) und Griechenland (108.000 Passagiere). „Der Sommer war in diesem Jahr besonders herausfordernd: Der Verkehr ist zu Ferienbeginn sehr stark angestiegen, gleichzeitig waren und sind die Auswirkungen der Pandemie auf den Luftverkehr überall spürbar“, sagt Flughafen-Geschäftsführer Torsten Schrank. In den Ferien lag die Passagierzahl insgesamt bei gut 50 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019.

Alles am Flughafen geht noch langsamer

„Dennoch gab es aufgrund der sehr ungleichmäßigen Verteilung der Flüge über den Tag Verkehrsspitzen, in denen das Aufkommen über 2019 lag. Das stellte alle Prozessbeteiligten vor große Herausforderungen“, so Schrank. In der Folge kam es zu zeitaufwändigeren Abläufen – vom Check-In, über die Sicherheitskontrolle bis zur Flugzeugabfertigung. Vor allem in den ersten Ferienwochen führte dies in Spitzenzeiten zu teils erheblichen Verzögerungen und langen Wartezeiten. „Wir bedauern, dass wir unseren Fluggästen in diesen besonderen Ferien nicht immer die gewohnten Qualitätsstandards bieten konnten“, so Schrank.

Projekt „Helfende Hände“

Der Flughafen hat bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen und umgesetzt, die bereits zu einer spürbaren Verbesserung der operativen Stabilität und zu deutlich kürzeren Wartezeiten geführt haben. Insbesondere wurde das Personal in der Flugzeugabfertigung signifikant aufgestockt. Außerdem unterstützten im Rahmen des Projektes „Helfende Hände“ Mitarbeiter aus verschiedensten Unternehmensteilen, u.a. aus den operativen Bereichen, der Verwaltung und aus dem Management, im Terminal und auf dem Vorfeld. „Für ihren unermüdlichen Einsatz gilt allen Beschäftigten ein großes Dankeschön“, so Schrank.

70. Deutscher Luft- und Raumfahrtkongress in Bremen

Die Corona-Pandemie hat die Luftfahrtbranche schwer getroffen. Doch sie hat auch dazu beigetragen, die Entwicklungen hin zu einer umweltfreundlicheren Luftfahrt zu beschleunigen. Auch die Raumfahrt kann zum Beispiel über die Erdbeobachtung einen bedeutenden Teil zum Klimaschutz leisten. Der 70. Deutsche Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) zeigt auf, was in dieser Technologie-Branche die nächsten wichtigen Schritte sind.

Der 70. Deutsche Luft- und Raumfahrtkongress beginnt am 31. August 2021 mit dem neuen Plenary Day aus dem Forschungs- und Technologiezentrum ECOMAT Bremen, zu dem sich die DLRK-Teilnehmer über eine virtuelle Kongressplattform live zuschalten können. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) veranstaltet mit dem DLRK jährlich das größte wissenschaftlich-technische Netzwerktreffen der Luft- und Raumfahrtbranche Deutschlands. Die Kongresstage bieten ein breites, virtuelles Vortragsprogramm und laden die Teilnehmer dazu ein, spannenden Diskussionen und Vorträgen zuzuhören und sich live zu den aktuellen Themen der Luft- und Raumfahrt auszutauschen.

„Mit dem Motto ‚Luft- und Raumfahrt – Visionen für eine nachhaltige Zukunft‘ möchten wir in diesem Jahr auf die bedeutende Rolle der Luft- und Raumfahrt im Umgang mit unserer Umwelt aufmerksam machen“, erklärt DGLR-Präsident Prof. Rolf Henke. „Dafür haben wir Vertreter von Politik, Wissenschaft und Industrie zum Plenary Day ins ECOMAT eingeladen, um mit ihnen über die wichtigsten Fragen zur Zukunft der Luft- und Raumfahrt in Deutschland zu diskutieren. Auch das virtuelle Vortragsprogramm des DLRK steht ganz im Zeichen von innovativen Technologien und neuen Ideen für eine nachhaltige Zukunft der Luft- und Raumfahrt. Wir freuen uns auf den Austausch mit allen an der Luft- und Raumfahrt Interessierten – den Begeisterten sowie auch den Kritikern“, sagt Henke.

Plenary Day

Der Plenary Day am 31. August markiert in diesem Jahr den Start des DLRK und wird live aus dem ECOMAT in Bremen gestreamt. Über die virtuelle Kongressplattform können die DLRK-Teilnehmer dabei sein und das Programm in Bremen live verfolgen. Eine Teilnahme vor Ort ist nur für die aktiven Redner und Diskutanten des Plenary Day möglich.

Der Tag startet mit der Eröffnungsfeier, in der unter anderem der Ministerpräsident des Landes Bremen, Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte, der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung Thomas Jarzombek, und der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Dirk Hoke, zu den Kongressteilnehmern sprechen. Im Anschluss finden zwei Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen mit hochkarätiger Besetzung statt: Thomas Jarzombek, Marco Fuchs, CEO bei OHB, Dr. Nicolaus Hanowski, Leiter des EO Mission Departments der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Dr. Michael Kerkloh, Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Lufthansa AG, André Walter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Airbus Operations GmbH, Prof. Dr. Christiane Voigt, Leiterin der Abteilung Wolkenphysik am Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie Karl-Heinz Servos, COO der ArianeGroup GmbH tauschen sich in der ersten Podiumsdiskussion über den „Green Deal in der Luft- und Raumfahrt“ aus, der die Branche mit umweltfreundlichen Technologien transformieren soll.

Die zweite Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit der neuen europäischen Luftfahrtvision, die derzeit entsteht. Auf ihrer Basis sollen zukünftig die Weichen für die europäische Luftfahrt gestellt werden. Welche Schritte für die weitere Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrtindustrie und Luftverkehrswirtschaft jetzt notwendig sind, diskutieren Prof. Rolf Henke als Co-Chair des Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe (ACARE), Nicole Dreyer-Langlet, Geschäftsführerin und Research & Technology Repräsentantin der Airbus Operations GmbH, Lars Wagner, Vorstand Technik der MTU Aero Engines AG, Arndt Schoenemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Flugsicherung GmbH sowie Michael Eggenschwiler, CEO Flughafen Hamburg GmbH. Im Anschluss an die Podiumsdiskussionen können die Zuhörer live ihre Fragen an die Experten stellen.

Alternative Antriebe und eine Reise zur ISS

Am Nachmittag des Plenary Day erwarten die Teilnehmer des DLRK dann drei spannende Plenarvorträge. Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech, spricht über die neuesten Entwicklungen und Innovationen in der Raumfahrt. Wasserstoff ist in der Raumfahrt seit Jahrzehnten ein bekannter und bewährter Treibstoff. Wie dieser und andere alternative Antriebe nun auch in der Luftfahrt eingesetzt werden könnten, um umweltfreundlicher zu fliegen, erklärt anschließend Dr. Claus Riegler, Leiter Technologie und Vorauslegung der MTU Aero Engines AG, in seinem Plenarvortrag.

Auch der deutsche ESA-Astronaut Dr. Matthias Maurer blickt gerade mit Spannung in die (nahe) Zukunft: Im Oktober wird er zu seiner ersten Mission zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen und dort rund sechs Monate leben und forschen. Aus diesem Anlass richtet sich Maurer in einer Videobotschaft an die DLRK-Teilnehmer. Der ehemalige ESA-Astronaut und seinerzeit erste Europäer auf der ISS, Dr. Thomas Reiter, stellt Maurers „Cosmic Kiss“-Mission mit ihren Zielen und wissenschaftlichen Experimenten in seinem Plenarvortrag anschließend noch genauer vor.

Hunderte Vorträge und Poster in 60 Sitzungen

An den folgenden zwei Kongresstagen können sich die Teilnehmer aus neun parallelen Livestreams mit einem vielfältigen wissenschaftlichen Programm und einer Mischung aus aufgezeichneten Expertenvorträgen und Live-Diskussionen, darunter zwei weitere Plenarvorträge, ihr ganz persönliches DLRK-Programm zusammenstellen. Im Anschluss an jeden Vortrag haben die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Fragen an die Experten live über einen Chat zu stellen. Auf der Kongressplattform wird es zudem einen virtuellen Ausstellungsraum geben, in dem sich Sponsoren und die DGLR-Nachwuchsgruppen vorstellen.

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses lädt der Junge Senat der DGLR zudem Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse zum Nachwuchs-Event „Grüne Luft- und Raumfahrt – aktuelle Themen und Berufsfelder“ ein. Die Vorträge in dieser Sitzung befassen sich mit aktuellen Luft- und Raumfahrtthemen, geben einen Einblick in das Leben eines Piloten und informieren über Ausbildungsmöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrtbranche. Darüber hinaus ermöglicht Rolls-Royce Deutschland auch in diesem Jahr wieder 250 Studierenden den kostenlosen Besuch des virtuellen Kongresses. Die Gewinner der Aktion können am gesamten wissenschaftlichen Programm teilnehmen und sich zudem im Rahmen eines Sondervortrags mit den Antriebsexperten von Rolls-Royce austauschen.

Insgesamt umfasst das DLRK-Programm mehr als 280 Vortrags- und Posterbeiträge in über 60 themenspezifischen Sitzungen zu den verschiedensten Themen der Luft- und Raumfahrt – von der Simulation von Luftfahrzeugen im Luftverkehrssystem über das Management von Forschungsdaten bis hin zu einem möglichen deutschen Zugang zum Weltraum über eine Offshore-Plattform in der Nordsee. Das gesamte Programm steht den DLRK-Teilnehmern nach Abschluss der drei Kongresstage noch bis zum 30. November 2021 in einer Mediathek zur Verfügung.

20 Jahre ARA Rettungshubschrauber in Österreich

Am 10. August feierte die österreichische Tochtergesellschaft der DRF Luftrettung, die ARA Flugrettung, ihren 20. Geburtstag. Zum Jubiläum wird in diesem Jahr eine neue Ära eingeläutet: Die Trainings für den Nachtwindenbetrieb beginnen.

Kärnten sollte eine bessere Notfallrettung erhalten, dazu gründete die DRF Luftrettung gemeinsam mit dem Roten Kreuz Kärnten am 10. August 2001 das gemeinnützige Unternehmen „ARA Flugrettung“. Mittlerweile haben sich deren zwei Stationen Fresach (RK-1), Kärnten, und Reutte (RK-2), Tirol, als unverzichtbare und professionelle Säulen der notfallmedizinischen Versorgung im jeweiligen Bundesland etabliert. Dies belegen auch die Einsatzzahlen: Die beiden Hubschrauber in Reutte und Fresach flogen seit der Gründung des gemeinnützigen Unternehmens im Jahr 2001 rund 32.200 Einsätze.

Luftretter: Neue Technik und am schnellsten vor Ort

In den letzten Jahren liegt der Fokus der ARA Flugrettung besonders darauf, die Luftrettung durch die Investition in neue Technik und Innovation weiterzuentwickeln und voranzutreiben. 2018 wurde mit der H145 der weltweit modernste Hubschraubertyp in Dienst gestellt, 2019 und 2020 weiteten die Stationen ihre Dienstzeiten aus und starten seither, unterstützt durch Restlichtverstärkerbrillen, auch bei Dunkelheit zu ihren Flügen.

Ihren 20. Geburtstag begeht die ARA Flugrettung, aufgrund der nach wie vor sensiblen Situation rund um das Corona-Virus, mit einem kleinen, nicht öffentlichen Festakt in Fresach, bei dem den anwesenden Gästen auch erstmals eine Nachtwinden-Bergung live demonstriert wird. Mit diesem Demoflug wird eine neue Ära eingeläutet. Im Galeriebild: Geschäftsführer der ARA Flugrettung Thomas Jank (rechts) und stellv. Geschäftsführer der ARA Flugrettung Andreas Grießer im Jahr 2017 bei einem Besuch in der Werft der DRF freuen sich, mit der nächtlichen Windenrettung die Notfallversorgung für die Menschen in der Region weiter zu verbessern.

Rettungswinde bei Nachtflug einsetzen

Pünktlich zum Geburtstag wird das nächste große Kapitel aufgeschlagen: Als erste Luftrettungsorganisation in Österreich und Deutschland plant die ARA Flugrettung ab dem kommenden Winter Windenrettungen auch bei Dunkelheit durchzuführen. Im September starten die dafür notwendigen Trainings. Warum der Nachtwindenbetrieb als echter Meilenstein bezeichnet werden kann, erklärt der Flugbetriebsleiter der ARA Flugrettung Jörg Redetzky: „Beim Zusammenspiel zwischen Pilot, Winden-Operator, Notarzt und Flugretter muss wirklich jeder Handgriff exakt sitzen. Wir konnten nun nachweisen, dass die von uns erarbeiteten Verfahren auch bei Nacht dem hohen Sicherheitsniveau der europäischen Behörden entsprechen. Und so gehen wir nun den nächsten Schritt mit der Windenoperation bei Dunkelheit.“

Die Verfahren dazu wurden bei der ARA Flugrettung über viele Monate akribisch erarbeitet. Für den leitenden Windenoperator der ARA Flugrettung Christian Zlöbl eröffnet diese Möglichkeit völlig neue Perspektiven: „Speziell bei Bergungen im unwegsamen oder alpinen Gelände nach Einbruch der Dunkelheit sind deutliche Verbesserungen zu erwarten. Zum Wohle des Patienten und auch zu Gunsten der Helfer am Boden.“

Für die gemeinnützige ARA Flugrettung arbeiten aktuell 73 Personen: neun Piloten, neun Windenoperator (HEMS TC), 19 Flugretter, 28 Notärzten und acht Verwaltungskräfte. Geflogen wird immer mit einer vierköpfigen Crew (Piloten, Windenoperator, Flugretter, Notärzte), die bei Bedarf sogar noch um weitere Spezialkräfte (Bergretter, Fachärzte, Intensivpfleger, Hundeführer bei Lawineneinsätzen…) ergänzt werden kann. Alarmiert werden die beiden Notarzthubschrauber ausschließlich durch die jeweiligen Landesleitstellen.

Reiseverkehr im Sommer lässt Airlines hoffen

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Auf die Luftfahrt drückten in diesem Jahr Reisebeschränkungen und der coronabedingte Nachfrageeinbruch auf das komplette Halbjahr, während sich die Pandemie im vergangenen Jahr erst ab Mitte März spürbar auswirkte. Der Passagierluftverkehr lag im ersten Halbjahr auf historischem Tiefstand, hoffen lässt der touristische Reiseverkehr seit Sommerbeginn.

Die Halbjahresbilanz der deutschen Luftverkehrswirtschaft zeigt die Auswirkungen der Coronapandemie. In der ersten Jahreshälfte war der weltweite Passagierluftverkehr weiter am Boden. Nachdem die Nachfrage im ersten Halbjahr 2020 bereits um 58 Prozent eingebrochen war, ist der weltweite Rückgang gegenüber 2019 im laufenden Jahr mit 67 Prozent noch größer.

Europa trifft Lockdown besonders hart

Durch die vielen Reisebeschränkungen waren internationale Verkehre stärker betroffen als inländische Verkehre. Die europäischen Staaten sind strukturell stark durch internationalen Verkehr verbunden, durch die vielen Ländergrenzen ist der Verkehrsrückgang hierzulande auch überproportional: Bei den europäischen Fluggesellschaften sank die Nachfrage im Passagierverkehr im ersten Halbjahr gegenüber 2019 um 78 Prozent, bei den deutschen Fluggesellschaften um 85 Prozent und an den deutschen Flughäfen um 86 Prozent.

Zu der Halbjahresbilanz sagt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „So wenig Passagiere an den deutschen Flughäfen hatten wir zuletzt im Jahr 1971. Diese Entwicklung hat den wirtschaftlichen Druck auf unsere Unternehmen und ihre Investitionskraft noch einmal drastisch verschärft: Die Umsätze sind um 63 Prozent eingebrochen. Die Zahl der Beschäftigten liegt mittlerweile zehn Prozent unter dem Niveau von 2019. Positiv ist: Seit dem Sommer zieht die Nachfrage deutlich an. Da inzwischen immer mehr Menschen durchgeimpft sind und ein System aus Impf- und Testnachweisen sichere Mobilität auch unter Pandemiebedingungen ermöglicht, hat der touristische Reiseverkehr wieder deutlich zugenommen. Dieses System des sicheren Reisens funktioniert, denn nur ein kleiner Teil der Infektionen in Deutschland ist auf Aufenthalte im Ausland zurückzuführen.“

Wiederbelebung seit Juni im Luftverkehr

Mit dem Fortschritt der Impfkampagne kehrt auch die Nachfrage nach Reisen zurück. Seit Juni erleben wir eine schrittweise Belebung des touristischen Reiseverkehrs: Die Fluggesellschaften bauen wieder Kapazität auf und das Angebot wird von den Reisenden angenommen. Im Zeitraum Juni bis September sind in Deutschland insgesamt wieder 48 Prozent des Flugangebots von 2019 im Markt. Im innerdeutschen Verkehr sind im Sommer 28 Prozent des Flugangebots von 2019 wieder zurück. In den anderen Ländern Europas erholt sich der der inländische Verkehr schneller. Dort werden im Durchschnitt wieder 79 Prozent des Vorkrisenniveaus geflogen. Gründe hierfür sind zum einen der Rückzug von easyJet aus dem innerdeutschen Markt und zum anderen, dass alternative Transportmöglichkeiten auf der Straße und auf der Schiene genutzt werden.

Im internationalen Verkehr ab Deutschland ist im Sommer 2021 die Hälfte des Angebots wieder da. Mit einer Wiederaufnahmerate von 52 Prozent liegt Deutschland in diesem Segment etwa im europäischen Durchschnitt von 54 Prozent. Insbesondere das touristische Angebot in die sogenannten Warmwassergebiete ist wieder da und wird von den Reisenden auch angenommen, was sich in steigenden Buchungen und Passagierzahlen seit Juni zeigt. Allerdings fehlen nach wie vor Gäste, die aufgrund von Messen, Kongressen und Städtetrips nach Deutschland fliegen. Zudem blockieren harte Einreisebeschränkungen, wie etwa in den USA und in China, einen großen Teil der Nachfrage nach interkontinentalen Flügen.

„Reisebeschränkungen müssen nun schrittweise auch im interkontinentalen Reiseverkehr abgebaut werden. Gerade der transatlantische Verkehr ist sowohl für die Industrieunternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks als auch für die internationale Tourismuswirtschaft enorm wichtig. Wir hoffen, dass die US-Regierung nun wie angekündigt rasch wieder Einreisen von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern ermöglicht. Aber auch in Europa besteht weiter Handlungsbedarf: Es geht jetzt darum, die Reisebeschränkungen stärker am tatsächlichen Gesundheitsrisiko zu orientieren und die Einstufung der Zielgebiete nicht allein auf der Grundlage der Inzidenz vorzunehmen. Es braucht Regelungen, die die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende sowie die Belastung des Gesundheitssystems mitberücksichtigen“, so von Randow.

Ausblick: Luftfahrt könnte bei Drittel von 2019 liegen

Ein BDL-Szenario auf Basis von historischen Wachstumsraten geht davon aus, dass sich der Passagierluftverkehr weiter erholen wird. Wenn sich die aktuelle Entwicklung weiter fortsetzt, würden im Gesamtjahr 2021 rund 33 Prozent der Verkehrsleistung von 2019 erreicht werden. Bei weiteren Fortschritten der Impfkampagne und einer weiteren Aufhebung von Reisebeschränkungen sowie bei einer robusten Entwicklung der deutschen Wirtschaft könnte im Jahr 2022 die Verkehrsleistung 80 Prozent von 2019 erreichen. Das Niveau von 2019 würde hingegen erst auf gegen 2025 erreicht werden.

Vor dem Hintergrund der perspektivisch wieder steigenden Nachfrage bekräftigte von Randow das Ziel der Branche, mit einer Vielzahl von Maßnahmen das Fliegen und den Flughafenbetrieb schrittweise CO2-neutral zu gestalten. Hierfür arbeitet die Branche an der Umsetzung ihres „Masterplans Klimaschutz“. Zu den Maßnahmen gehören weitere Fortschritte bei der ökologischen Flottenmodernisierung, der Systemwechsel hin zu alternativen Kraftstoffen, eine bessere Vernetzung von Luftverkehr und Bahnverkehr sowie Klimaschutzmaßnahmen an den Flughäfen. Dabei unterstützen die Fluggesellschaften marktbasierte Instrumente der CO2-Bepreisung, soweit diese im Sinne des Klimaschutzes wirksam und wettbewerbsneutral ausgestaltet sind.

Für den Halbjahresbericht zog der BDL unterschiedliche aktuelle Quellen heran: die konsolidierten Zahlen der BDL-Mitgliedsunternehmen, weltweite Vergleichszahlen des internationalen Verbands IATA sowie Daten des Statistischen Bundesamtes und der europäischen Flugsicherungsorganisation Eurocontrol. Abweichend zu früheren Halbjahresberichten werden in diesem Jahr nicht die Vorjahreswerte als Referenz herangezogen, sondern die Werte des Jahres 2019.

Auswertung der Luftverkehrszahlen

  • Passagierverkehr: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 sank die weltweite Verkehrsleistung im Luftverkehr gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um 67 Prozent. Das ist noch einmal ein stärkerer Rückgang als im Jahr 2020, denn im laufenden Jahr haben die Reisebeschränkungen auf das gesamte erste Halbjahr durchgeschlagen. Große Inlandsmärkte wie die USA und China haben sich deutlich stärker erholt (-22 Prozent) als internationale Verkehre (-81 Prozent). Deutschland und Europa sind strukturell eher internationale als inländische Luftverkehrsmärkte. Daher ist der Einbruch bei den Fluggesellschaften in Europa (-78 Prozent) auch deutlich stärker als im nordamerikanischen Markt (-52 Prozent) und im asiatischen Markt (-65 Prozent). In Deutschland ist die Lage noch einmal drastischer: Die deutschen Flughäfen verzeichnen im ersten Halbjahr einen Passagierrückgang von 86 Prozent. Dadurch sind auch Einnahmen im sogenannten Non-Aviation-Bereich weggefallen, also etwa aus dem Betrieb der Einzelhandelsflächen und in der Gastronomie. Der Nachfrageeinbruch an den Flughäfen spiegelt sich in dem Rückgang der Verkehrsleistung von deutschen Fluggesellschaften, der bei 85 Prozent liegt. Erst seit Juni zeichnet sich eine Erholung ab. Diese war insbesondere auf den beginnenden Urlaubsverkehr, die sinkenden Inzidenzen in Europa und den Fortschritt der Impfkampagne zurückzuführen. Das Streckennetz im Passagierverkehr ist noch nicht vollständig wiederhergestellt: Im innerdeutschen Verkehr fehlen nach wie vor 19 Strecken (-32 Prozent), im Europaverkehr 344 Strecken (-26 Prozent) und im Interkontinentalverkehr 50 Strecken (-36 Prozent) – zudem werden die meisten Strecken mit einer reduzierten Frequenz beflogen.
  • Frachtverkehr: Der weltweite Luftfrachtverkehr konnte sich von der negativen Entwicklung des Passagiergeschäfts entkoppeln und entwickelt sich grundsätzlich sehr positiv, obwohl weiter viel Bellyfracht-Kapazität aus den am Boden stehenden Passagierflugzeugen fehlt. An den deutschen Flughäfen wurden im ersten Halbjahr elf Prozent mehr Güter ein- und ausgeladen als im ersten Halbjahr 2019 und 23 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2020. Damit liegt die Entwicklung in Deutschland über dem weltweiten Durchschnitt von acht Prozent und dem europäischen Durchschnitt von fünf Prozent. Gründe dafür sind die dynamische Entwicklung der deutschen Wirtschaft und die Erholung des Außenhandels, wobei sich auch Nachholeffekte zeigen.
  • Flugbewegungen: Die von der DFS Deutsche Flugsicherung kontrollierten Bewegungen in und über Deutschland sanken im ersten Halbjahr 2021 um 67 Prozent – von 1.610.716 Flugbewegungen im ersten Halbjahr 2019 auf 531.217 Flugbewegungen im selben Zeitraum 2021. Diese Entwicklung betrifft sowohl die An- und Abflüge in Deutschland wie auch die Überflüge.
  • Umsatz und Beschäftigte: Die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft verzeichneten im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 63 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Dies hat weitreichende Folgen für das Kostenmanagement, die Personalplanung und die Investitions- und Innovationskraft der Unternehmen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Einbruchs der Verkehrszahlen sind die Unternehmen zu Restrukturierungsmaßnahmen gezwungen, die auch den Abbau von Personal umfassen. Zum Ende des ersten Halbjahrs 2021 lag die Anzahl der Beschäftigten bei den Fluggesellschaften und an den Flughäfen zehn Prozent unter dem Niveau von 2019.
  • Wiederaufnahme im Sommer: Im europäischen Luftverkehr werden inzwischen wieder 61 Prozent der Flüge vom Sommer 2019 angeboten. In den meisten Ländern Europas erholen sich die Inlandsverkehre schneller als die internationalen Verkehre: In großen Flächenländern wie Spanien und der Türkei ist das Flugangebot im Inland fast vollständig wieder hergestellt. Gleiches gilt für Länder, in denen es aufgrund von Insellagen und anderen geografischen Gegebenheiten eine große Nachfrage nach Inlandsflügen gibt, etwa in Griechenland. In Deutschland hingegen sind 28 Prozent des innerdeutschen Angebots von 2019 wieder im Markt. Von dem internationalen Flugangebot sind im europäischen Schnitt im Sommer 54 Prozent wieder im Markt. Besonders schnell erfolgt die Wiederaufnahme in den Ländern, die selbst beliebte touristische Zielländer sind. In Deutschland liegt die Wiederaufnahmerate bei 52 Prozent.

Moderne Narrowbodies mit GTF-Antrieb an Bord starten wieder durch

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Es wird wieder mehr geflogen – geschäftlich im Inland oder privat in den Urlaub beispielsweise. Die Luftfahrtbranche beginnt, sich von der COVID-19-Krise zu erholen.

„Wir beobachten, dass sich in der Krise der Markt der Kurz- und Mittelstreckenjets, der so genannten Narrowbodies, als der Markt herauskristallisiert hat, der sich am schnellsten erholt“, sagt Marko Niffka, Experte für Business Development – MRO bei der MTU Aero Engines. Laut Marktanalysen steigt als erstes wieder die Nachfrage nach Inlands- und Urlaubsflügen. Das ist genau der Markt, den vor allem Narrowbody-Jets bedienen.

Neueste Triebwerkstechnologie an Bord

Und es zeigt sich ein weiterer Trend: Treibstoffeffizienz und die häufig an staatliche Unterstützung gebundenen Vorhaben, klimafreundlicher zu fliegen, lassen die Airlines bevorzugt auf moderne Flugzeugmodelle in ihrer Flotte zurückgreifen, die die neueste Triebwerkstechnologie an Bord haben. Bei den Narrowbodies ist das vor allem der Airbus A320neo mit dem PW1100G-JM als Antrieb, der zur erfolgreichen Pratt & Whitney GTF™-Triebwerksfamilie gehört.

„Es gibt eine klare Präferenz für die moderne Flotte“, sagt Dr. Marc Le Dilosquer, Marktexperte der MTU. „Die Airlines haben vor allem die operativen Kosten im Blick. Hier haben neue Flugzeugmodelle mit hocheffizienten Triebwerken die Nase vorn. Der niedrigere Treibstoffverbrauch sowie die geringeren Instandhaltungskosten der neuen Flugzeuge machen den Unterschied und sind Haupttreiber dafür, dass die Airlines bevorzugt diese Flugzeuge auf die Reise schicken und ältere Modelle vorerst weniger als vor der Krise einsetzen und öfter am Boden lassen.“

Steigende Produktionsrate der A320-Familie

Der Flugzeughersteller Airbus geht davon aus, dass sich der Markt für Verkehrsflugzeuge zwischen 2023 und 2025 wieder auf das Niveau von vor COVID-19 erholen wird – angeführt vom Single-Aisle-Segment, also den Flugzeugen mit einem Gang und fünf bis sechs Sitzen pro Reihe. Für seine A320-Familie beispielsweise bestätigte Airbus im Mai dieses Jahres eine durchschnittliche Produktionsrate von 45 Flugzeugen pro Monat im vierten Quartal 2021 und forderte seine Zulieferer auf, sich auf die Zukunft vorzubereiten und eine feste Rate von 64 Flugzeugen bis zum zweiten Quartal 2023 zu sichern. In Erwartung eines sich weiter erholenden Marktes rechnet Airbus mit einer Rate von 70 Maschinen bis zum ersten Quartal 2024 und prüft Möglichkeiten für Raten von bis zu 75 Flugzeugen bis 2025.

Narrowbodies auf der Langstrecke

Die Branche spürt den Aufwind. Zudem reagieren Airlines flexibel auf die aktuelle Situation.
„Oberstes Gebot ist Wirtschaftlichkeit und Effizienz. In einer Zeit, in der weniger Passagiere einchecken, entscheiden sich Airlines auch bei längeren Strecken eher für kleinere Flugzeuge mit geringerer Kapazität“, sagt Bernhard Köppel, Experte für Flugphysik und Betriebskostenanalyse bei der MTU. „Diese sind günstiger zu betreiben und reduzieren das wirtschaftliche Risiko für die Airline.“

Setzt man Single-Aisles auf Mittel- und kürzeren Langstrecken ein, die bisher von Widebodies bedient wurden, bedeutet das eine enorme Kosteneinsparung. „Widebodies haben typischerweise bis zu 50 Prozent höhere Kosten pro Flug, Trip Cost genannt. Sie rentieren sich erst dann wieder, wenn es die entsprechende Nachfrage gibt, die vorhandenen Sitzplätze weitgehend auszulasten“, verdeutlicht Köppel.

Mehr Reichweite, geringere Kapazität

Airbus hat auf den aktuellen Bedarf reagiert und die Langstreckenmodelle A321LR (Long Range) und A321XLR (Xtra Long Range) entwickelt. Mit zusätzlichen Treibstofftanks und der Erhöhung des Abfluggewichts vergrößert sich die Reichweite des Basismodells A321neo von 6.850 Kilometer auf 7.400 Kilometer (A321LR) sowie 8.700 Kilometer (A321XLR). Boeing hat derzeit kein vergleichbares, wettbewerbsfähiges Modell aus der 737-Max-Familie im Angebot.

Mit den neuen Langstreckenmodellen von Airbus werden Verbindungen beispielsweise zwischen West-Europa und Ostküste der USA, Europa und Indien, Australien und Südostasien oder Naher Osten und Südafrika möglich. Dabei können auch kleinere Flughäfen genutzt werden. Und ausreichend Power ist auch vorhanden. „Das PW1100G-JM Triebwerk liefert bereits genügend Schub, um auch die beiden neuen Modelle sicher in die Luft zu bringen“, so der Experte.

Auch die US-amerikanische Fluggesellschaft JetBlue, Kunde der MTU Maintenance, hat ihre Flotte verstärkt und im April dieses Jahres ihren ersten A321LR mit PW1100G-JM-Triebwerken übernommen. Im April 2019 hatte JetBlue 13 Flugzeuge seiner bestehenden A321-Aufträge in die LR-Version sowie 13 weitere Maschinen in die XLR-Version umgewandelt. Damit kann die Airline erstmals mit Transatlantikflügen zwischen den USA und London durchstarten und ihren Kunden neue Routen eröffnen. Auf diese Weise verschafft sich JetBlue Zugang zu einem Markt, der ihr mit ihrer bisherigen Flotte nicht zugänglich war. Die höhere Reichweite der A321LR macht’s möglich.

Erfolgreiche Position der MTU

Bereits mit der ersten Generation des GTF-Antriebs haben Airlines auf ihren Flügen bis heute mehr als vier Millionen Tonnen CO2 eingespart. Gegenüber der Vorgängergeneration senkt das PW1100G-JM den Treibstoffverbrauch und den damit einhergehenden Kohlenstoffdioxidausstoß um etwa 16 Prozent und verringert den Lärmteppich am Boden während der Startphase um etwa 75 Prozent. Auch bei den NOx-Emissionen kann das neue Triebwerk deutliche Verbesserungen aufweisen: Sie sind um 50 Prozent geringer als beim Vorgängermodell.

An der GTF™-Triebwerksfamilie von Pratt & Whitney ist die MTU neben der Entwicklung und Fertigung auch in der Instandhaltung beteiligt. „In der aktuellen Situation hat die Positionierung der MTU besondere Vorteile“, sagt Niffka. „Wir haben einen starken Fokus auf Narrow-body-Triebwerke und profitieren vom GTF-Markterfolg. Sowohl im OEM- als auch im MRO-Bereich sind wir als Partner für Airlines und Pratt & Whitney bestens aufgestellt.“

Zum einen ist die MTU zuverlässiger Partner im weltweiten PW1100G-JM-Netzwerk für MRO-Dienstleistungen. Über dieses Netzwerk haben Kunden Zugang zu Instandhaltungsbetrieben, sogenannten Shops, die über Erfahrung, Know-how und Kapazitäten verfügen sowie qualitativ hochwertige Leistungen anbieten.

Gleich drei Standorte im MTU-Verbund sind Teil dieses Netzwerks und verfügen über die vollen Demontage-, Montage- und Testkapazitäten für PW1100G-JM-Triebwerke: Die MTU Maintenance Hannover ist seit 2016 in der Instandhaltung für das PW1100G-JM im Einsatz. EME Aero, das MRO-Joint-Venture von Lufthansa Technik und der MTU im polnischen Jasionka, stieg 2020 in die Instandhaltung ein. Die MTU Maintenance Zhuhai ist jüngster Partner im globalen MRO-Netzwerk des PW1100G-JM und baut dafür einen weiteren Standort auf.

„Die MTU hatte sich mit der V2500, eines der erfolgreichsten Narrowbody-Triebwerke, eine erfolgreiche Marktposition geschaffen, die es ihr ermöglicht, ein solch starker Partner auch im GTF-Netzwerk zu werden und besten Support zu bieten“, erläutert Niffka.

Betriebskosten pro Flug und Sitzmeile

Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Verkehrsflugzeugs sind die Betriebskosten pro Sitzmeile entscheidend. Größere Flugzeuge haben in der Regel höhere Betriebskosten pro Flug, bei voller Auslastung aber niedrigere Betriebskosten pro Sitzmeile. Für die Beurteilung des reinen operativen Flugbetriebs hat sich der Begriff COC (Cash Operating Cost) etabliert. Zu den COC zählen die Kosten für Crew (Cockpit & Kabine), Kraftstoff, Wartung (Zelle & Triebwerk), Navigations- sowie Flughafengebühren (Landung & Abfertigung).

Flexibel in jede Richtung

Zudem ist die MTU Maintenance als unabhängiger Instandhaltungsdienstleister eine weltweite Größe – vor allem auf dem Narrowbody-Markt. Das liegt vor allem an den umfassenden Serviceleistungen, die den gesamten Lebenszyklus von Triebwerken abdecken und auf spezifische Kundenanforderungen abgestimmt sind. Zudem kann die MTU ihren Kunden MRO-Leistungen an Standorten weltweit anbieten. Niffka: „Airlines wünschen mehr Flexibilität, und wir können diese Flexibilität in jede Richtung anbieten – als unabhängiger MRO-Dienstleister ebenso wie als Teil des erfolgreichen OEM-Netzwerks für das PW1100G-JM.“

Nationales Flugrouten-Netz für Helikopter wird weiter ausgebaut

Der Bund stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung, um das Schweizer Flugrouten-Netz auszubauen, das auch bei schlechtem Wetter Rettungs- und Einsatzflüge von Helikoptern ermöglicht. Das hat das Parlament mit der Annahme der Motion Dittli beschlossen. Das bisher von der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega und der Luftwaffe genutzte und von Skyguide betriebene „Low Flight Network“ (LFN) erhält damit auch den Status einer kritischen nationalen Luftfahrtinfrastruktur. Das LFN wird laufend ausgebaut. Es wird auch anderen Luftrettungsunternehmen sowie Polizeikräften zur Verfügung stehen, sofern deren Helikopter entsprechend ausgerüstet und die Crews dafür qualifiziert sind.

Das Low Flight Network (LFN) entstand ursprünglich auf Initiative der Rega und der Luftwaffe. Das Ziel: Dank einem schweizweiten Netzwerk aus Instrumentenflugrouten sollen Helikopter-Crews auch bei schlechtem Wetter wichtige Flüge, wie zum Beispiel Rettungseinsätze oder Versorgungs- und Evakuationsflüge im Katastrophenfall, durchführen können. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und die Flugsicherung Skyguide waren ab 2015 eng in das Projekt eingebunden. So hat das BAZL dabei das Vorhaben mit allen involvierten Akteuren koordiniert und die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen.

Status einer kritischen Luftfahrtinfrastruktur von nationaler Bedeutung

Mit der Annahme der Motion Dittli durch das Parlament hat das LFN den Status einer kritischen Luftfahrtinfrastruktur von nationaler Bedeutung erhalten, die im Auftrag des Bundes betrieben und ausgebaut wird. Der Bund hat den Auftrag, die dafür nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Finanzierung sicherstellen.

Zu diesem Zweck wurde im April 2021 unter Führung des BAZL das erweiterte Projekt „Nationales LFN“ gestartet. Nebst der Luftwaffe und der Rega sind die Flugsicherung skyguide und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteoschweiz daran mitbeteiligt. Zudem befasst sich eine erweiterte Arbeitsgruppe unter der Führung des SVS (Sicherheitsverbund Schweiz) und des BAZL mit der Abgrenzung und künftigen Finanzierung des Nationalen LFN.

Grundsätzlich ist vorgesehen, dass der Bund die Kosten für das Streckennetz und diejenigen An- und Abflugpunkte übernimmt, die im nationalen Interesse liegen. Bei regionalen Ansprüchen oder Spezialinteressen (z.B. Anbindung von Regionalspitälern / Anbindung von Rega-Basen) sollen die Kantone oder die Nutzer die Finanzierung übernehmen. Neben der Rega und der Luftwaffe sollen auch andere Anbieter von Rettungsflügen das LFN nutzen können, sofern die Einsätze nationalen Interessen dienen, deren Helikopter entsprechend ausgerüstet und die Crews für Flüge nach Instrumentenflugverfahren ausgebildet und zugelassen sind.

Das bestehende Netz wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und ergänzt. So werden vor allem auf der West-Ost-Route im Jura und Wallis bzw. in der Westschweiz weitere Flugstrecken geschaffen.

Was ist das Low Flight Network?

Das Low Flight Network (LFN) kann mit einem (allerdings nur selten befahrenen) Autobahnnetz verglichen werden. Auf vordefinierten Strecken können Helikopter auch bei schlechten Sichtverhältnissen im Instrumentenflug beispielsweise vom Tessin nach Luzern oder Zürich fliegen. Neu am LFN ist, dass diese Flüge auch in tieferen Lufträumen durchgeführt werden können, die sonst nur für den Flugverkehr nach Sichtflugregeln (VFR) vorgesehen sind und nur bei ausreichenden Sichtverhältnissen beflogen werden dürfen. Dank dem LFN sind auch bei Schlechtwetter medizinische Rettungsflüge, aber auch Helikopteroperationen im Dienste der nationalen Sicherheit möglich.

Um von der „Autobahn“ zu einem Spital zu gelangen, verfügt das LFN über sogenannte PinS (Point in Space). Diese virtuellen Punkte über einem Spital oder über einem Flugplatz erlauben einen direkten Anflug mittels GPS-Technologie. Von diesem virtuellen Punkt aus kann der Helikopter zur Landung ansetzen, für diesen letzten, kurzen Streckenabschnitt müssen allerdings ausreichende Sichtverhältnisse vorhanden sein. Es handelt sich somit nicht um ein „Blindlandesystem“, wie man es von den großen Flughäfen und Flächenflugzeugen kennt. 

Flughafen München bietet Ausbildung für Berufseinsteiger

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit, Immobilienkaufleute, Werkfeuerwehrleute, Kaufleute für Büromanagement, Mechatroniker:innen sowie Fachinformatiker:innen für Systemintegration: Diese sechs Ausbildungsberufe stehen stellvertretend für die große Bandbreite an Ausbildungsmöglichkeiten am Münchner Flughafen.

Für insgesamt elf verschiedene Berufe können sich Berufsanfänger:innen ab sofort noch bis zum 15. Oktober online bei der Flughafen München GmbH (FMG) bewerben. Der Start der Ausbildung erfolgt dann am 01. September 2022.

Neben den oben genannten IHK-Ausbildungen bietet die FMG auch Plätze für ein duales Studium in den Bereichen Luftverkehrsmanagement, Immobilienwirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Informatik sowie Elektro- und Informationstechnik. Die Bewerbung hierfür ist ebenfalls ab sofort möglich.

Die hohe Ausbildungsqualität der FMG wurde im laufenden Jahr erneut bestätigt: Von der Zeitschrift Focus wurde die FMG bereits zum sechsten Mal in Folge mit dem Prädikat „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2021“ in der Branche Flughäfen ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt die FMG von der IHK München und Oberbayern erneut das Gütesiegel „IHK-Ausbildungsbetrieb 2021 – EINSER AZUBI 2021“.

Insgesamt werden derzeit bei der FMG 151 Nachwuchskräfte in 13 Berufen bzw. dualen Studiengängen ausgebildet. Mehr Informationen zu den einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten finden Interessierte unter www.munich-airport.de/ausbildung.

Innsbruck: PCR-Test für Rückkehrer aus Spanien und Niederlande verpflichtend

Seit 03. August sind PCR-Tests für Reiserückkehrer aus Spanien und den Niederlanden verpflichtend.

Ab sofort muss bei einer Einreise auf dem Luftweg aus den Niederlanden und Spanien in Innsbruck ein negativer PCR-Test, ein Nachweis über eine Vollimmunisierung oder ein ärztliches Genesungszertifikat vorgelegt werden. Kann ein derartiger Nachweis nicht vorgelegt werden, muss man sich registrieren und kann direkt am Flughafen einen PCR-Test durchführen lassen.

Die Testung am Flughafen ist nur für Direktflüge aus Spanien und den Niederlanden bzw. für Passagiere, die am Flughafen Innsbruck landen, möglich.

Das freiwillige Testangebot für Rückkehrende aus Griechenland bleibt vorerst weiterhin aufrecht.

Flughafen Tegel Areal wurde an die Eigentümer zurückgegeben

Das Gelände des Flughafens Tegel mit seinen 130 Gebäuden und Anlagen ist am 04. August wie geplant an die Eigentümer zurückgegeben worden. Am Vormittag wurde ein entsprechendes Übergabeprotokoll zwischen Vertretern der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sowie des Bundes und des Landes Berlin unterzeichnet. Seit dem 05. August ist die Tegel Projekt GmbH für das gesamte Gelände zuständig, auf dem ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien mit bis zu 1.000 großen und kleineren Unternehmen sowie der renommierten Beuth-Hochschule entstehen soll. Die Flughafengesellschaft arbeitet seit langem mit Tegel Projekt und anderen Nachnutzern des Areals zusammen. Erste Vorbereitungen zur Ansiedlung der „Urban Tech Republic“ sind bereits erfolgt. 

Tegel endete nach 70 Jahren

Am 08. November 2020 startete mit einer Air-France-Maschine das letzte Flugzeug vom Flughafen TXL. Damit endete der Luftverkehr in Tegel nach mehr als 70 Jahren. Seitdem ist der Flugbetrieb der Hauptstadtregion am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt in Schönefeld konzentriert. Am 04. Mai 2021 erlosch die Betriebserlaubnis für TXL endgültig. 

Mit der Übergabe an die Eigentümer hat die Flughafengesellschaft alle Auflagen aus den Bescheiden zur Schließung des Flughafens Tegel und zur Aufhebung der Planfeststellung erfüllt. Unter anderem wurden in den letzten Monaten das Behelfsterminal C3 und die Fußgängerbrücke zwischen den Terminals A/B und C abgerissen und die technischen Anlagen für die Deutsche Flugsicherung, den Deutschen Wetterdienst und die Bundespolizei zurückgebaut. 

Die Berliner Flughafen-Gesellschaft, die den Flughafen Tegel bis 2020 betrieb, hat mit der Rückgabe ihre Bestimmung verloren und verschmilzt auf die FBB. Sie war bereits seit 2003 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB).

Übergabe des Flughafen Tegel Areals an die Eigentümer Bund und Berlin

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Mit der Übergabe des Areals an die Eigentümer Bund und Berlin ist der letzte Schritt zur Schließung des Flughafens Tegel erfolgt. Wir haben damit alle unsere Verpflichtungen pünktlich erfüllt. Die Zusammenarbeit mit den zuständigen Senatsstellen und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) war über viele Jahre sehr konstruktiv und zielorientiert, dafür möchten wir uns bedanken. Wir sind davon überzeugt, dass sich unser alter Flughafen TXL zu einem attraktiven Forschungs- und Industriestandort mit internationaler Bedeutung und damit zu einem Aushängeschild für die Hauptstadt entwickeln wird. Damit ist Tegel weiterhin ein Tor zur Welt und wird auch künftig allen Berlinerinnen und Berlinern einen guten Dienst erweisen. Wir wünschen der Tegel Projekt GmbH bei ihrem ambitionierten Entwicklungsprojekt von ganzem Herzen Erfolg.“

Pilotenausbildung: Wizz Air sucht 4.600 Pilotinnen und Piloten

Flotte soll in den nächsten zehn Jahren verdreifacht werden

4.600 neue Stellen für Piloten bis zum Jahr 2030. Mit diesem ehrgeizigen Ziel geht Wizz Air, die am schnellsten wachsende Airline Europas, in eine neue Offensive. In den nächsten zehn Jahren soll die Flotte von bisher 142 auf 500 Flugzeuge wachsen.

Wizz Air Pilot Academy ermöglicht Erwerb der notwendigen Lizenzen

„Da wir unsere Präsenz in Europa und darüber hinaus weiter ausbauen, freuen wir uns, in einer aufregenden Zeit Tausende neuer Stellen für Pilotinnen und Piloten ausschreiben zu können“, erklärt Heiko Holm, Chief Operations Officer bei Wizz Air. Die Fluggesellschaft hat jüngst über 150 zusätzliche Flugzeugführer selbst ausgebildet, um in diesem Sommer wieder 100 Prozent der Kapazität vor Corona bedienen zu können. Bis Jahresende sollen weitere 300 eingestellt werden, um die ehrgeizigen Wachstumspläne nach der Pandemie verwirklichen zu können. Heiko Holm: „Ob erfahrener Pilot mit 20 Jahren Berufserfahrung oder Anfänger – wer von einer Karriere am Himmel träumt, soll sich online bewerben.“ In der Wizz Air Pilot Academy besteht die Möglichkeit, die notwendigen Lizenzen zu erwerben.

Einsatz auf über 800 Strecken mit 191 Zielen in 49 Ländern

Bei Wizz Air erwartet die Piloten eine ständig wachsende Flotte moderner und nachhaltiger Maschinen der Typen Airbus A320 und A321. Zudem können sie nach Angaben der Airline mit guten Karrierechancen, wettbewerbsfähigem Gehalt, einer soliden und in der Branche führenden Ausbildung sowie einem unbefristeten Vertrag und einem sicheren Arbeitsplatz rechnen. Eingesetzt werden sie auf über 800 Strecken mit 191 Zielen in 49 Ländern. Neben der intensiven Rekrutierung von Piloten stellt Wizz Air weiterhin auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Kabine an seinen 43 Basen ein, um die ehrgeizigen Wachstumspläne verwirklichen zu können.

Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover und Bremen.

Austrian Airlines verbucht mehr Nachfrage auf Ziele im Mittelmeerraum

Mit einem starken Fokus auf Ziele im Mittelmeerraum hat der Sommerflugplan der Austrian Airlines dem Unternehmen einen wichtigen Schub verliehen. Über 100 angebotene Ziele bedeuten für die Menschen mit einem großen Wunsch nach Reisen eine Auswahlmöglichkeit.

Vor allem im zweiten Quartal 2021 wurden Flüge zu Tourismusregionen im Mittelmeerraum gut gebucht. Die beliebtesten Destinationen im touristischen Segment waren bis dato Kreta, Palma de Mallorca und Kos. Flüge von myAustrian-Holidays sind derzeit im Durchschnitt zu etwa knapp 80 Prozent ausgelastet.

55 Prozent Reiseverkehr gegenüber „vor Corona“

Österreicher vertrauten diesen Sommer auf die Airline, was sich in positiven Buchungstrends und guter Auslastung der Ferienflüge zeige, so Vertriebsvorstand Michael Trestl. Das Flugangebot in den Sommermonaten ermöglichte es, die Produktion der rot-weiß-roten Airline wieder auf ein Niveau von etwa 55 Prozent des Vorkrisenniveaus zu heben sowie sieben Lang- und 46 Mittelstreckenflugzeuge in Betrieb zu nehmen.

Gut ausgelastet waren im ersten Halbjahr auch die Austrian Airlines Flüge aus den US-Destinationen New York, Washington und Chicago in Richtung Wien. Ein deutlicher Buchungsschub zeichnete sich dabei vor allem im Juni ab, als Einreiselockerungen für US-Bürger seitens der EU verkündet wurden. Die gut gebuchten Sommerflüge sorgen zusammen mit den erfolgreich bisher umgesetzten Redimensionierungsmaßnahmen für eine stabile Liquidität und geben der heimischen Airline Auftrieb für die kommende Herbst-/Wintersaison. Entscheidend für die Buchungsentwicklung der Destinationen im Winterflugplan ist nach wie vor der weitere Pandemieverlauf und die damit einhergehenden Einreisebestimmungen. „Wir plädieren hier für reziproke und transparente Maßnahmen der Politik, die auch das Wohl der Unternehmen mit einbeziehen“, so Austrian CCO Michael Trestl abschließend.

Luftwaffe und Bundesheer trainieren Flugzeugbrandbekämpfung

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Manuel und Timon sind militärische Brandschützer. Der eine in Österreich, der andere in Deutschland. Sie erzählen von ihrer Arbeit, prägenden Erlebnissen und lustigen Momenten.

Am Ende einer Übungswoche profitieren die beiden jungen Brandschützer aus Österreich und Deutschland vom jeweils anderen und erzählen von ihrem Beruf: Oberwachtmeister Manuel vom österreichischen Bundesheer und Hauptfeldwebel Timon aus der siebten Staffel des Objektschutzregimentes der Luftwaffe.

Seit einigen Tagen trainieren sie gemeinsam die Flugzeugbrandbekämpfung auf dem Fliegerhorst in Schortens. 2016 begann die Zusammenarbeit der beiden Länder zum Brandschutz. Seitdem besuchen sie sich gegenseitig im jährlichen Wechsel. Dieses Jahr sind die Österreicher wieder in Norddeutschland zu Gast. Die Teams in Schortens sind gemischt. Deutsche und Österreicher trainieren hier für Luftnotlagen.

Manuel wäre ursprünglich gern zur Berufsfeuerwehr gegangen, aber ein schwerer Unfall verhinderte diesen Weg. „Mit dem Unfall ist mir noch bewusster geworden, wie wichtig dieser Job ist; wie wichtig die Feuerwehr einfach ist“, erzählt er. Zwar kann er seine Verletzung auskurieren, doch ist er danach zu alt für die Berufsfeuerwehr. Er tritt der österreichischen Panzertruppe bei und erfährt dort 2013 vom militärischen Brandschutz. „Da hab ich mir gedacht: ‚Das ist ja perfekt!‘ und hab mich beworben. Ich wurde direkt angenommen.“

Avioniker bei der Feuerwehr

Auch Timon erfährt erst von der Brandschutzstaffel, nachdem er bereits als Avioniker bei der Luftwaffe arbeitet. Kameraden aus seiner Grundausbildung erzählen ihm begeistert von der Ausbildung. Danach stellt auch er einen Antrag auf einen Wechsel. 2016 wird er ausgewählt. Bis dahin hatte er noch keine Erfahrungen mit der Feuerwehr. „Ich wollte schon in meiner Jugend Soldat werden. Das stand für mich ganz oben“, sagt er.

Beide bestehen die Atemschutztauglichkeit, die wichtigste Voraussetzung für den Job und beweisen ihre körperliche Leistungsfähigkeit ohne Probleme. Nach ihrer anschließenden, recht ähnlichen, dreijährigen Ausbildung darf sich Manuel ABC-Gruppenkommandant und Timon Brandschutzfeldwebel nennen. Drei Jahre nach einer recht ähnlichen Ausbildung werden Manuel und Timon ABC-Gruppenkommandant oder Brandschutzfeldwebel.

Auch wenn das Feld der Brandbekämpfung ähnlich ist, gibt es doch Details die anders sind. Dabei vom jeweils anderen zu lernen, steht für beide Soldaten im Vordergrund. „Wie gehen die Deutschen vor, wie üben sie an den großen Maschinen“ – Hauptaugenmerke für den Oberwachtmeister. Die neuen Sichtweisen und Blickpunkte die sich aus der gemeinsamen Arbeit ergeben sind unbezahlbar. Manuel ist besonders froh über die Möglichkeit, auf einem stillgelegten Flugfeld zu trainieren. Das geht in Österreich so nicht.

Die Luftfahrzeugrettungszüge des Bundesheeres sind auf den fünf aktiven Flugplätzen in Langenlebarn und Aigen im Ennstal, sowie in Hörsching und Zeltweg in der Steiermark stationiert. In der Wiener Neustadt befindet sich der fünfte und kleinste Flugplatz. Dabei handelt es sich um einen Übungs- und Ausweichflugplatz österreichischer Fallschirmjäger. Auf den vier großen Flugplätzen herrscht ständiger Flugbetrieb und die Brandschützer sind im Schicht- und Wechseldienst für je 24 Stunden pro Schicht. Bis auf eine kleine Einheit im Libanon arbeiten die Österreicher ausschließlich im eigenen Land – ihre Heimat sind ihre Flughäfen. Zur Aufgabe der militärischen Brandschützer beider Nationen gehört nicht nur das Flugzeug, sondern auch sein Hangar.

Brandbekämpfung am Hangar und Container

Die siebte Staffel der Objektschützer hingegen ist eine reine Einsatzkompanie. Sie üben ununterbrochen, um sich auf ihren Einsatz in Mali vorzubereiten. Timon war selbst bereits in Afghanistan. Als nahezu letzter Soldat verließ er vor etwa vier Wochen afghanischen Boden, nachdem das Ende des Mandats beschlossen wurde. Manuel war 2017 als Rettungssanitäter im Auslandseinsatz. Er begleitete dabei einen Pionierzug, der in Ungarn Straßen baute.

Der österreichische Brandschützer überlegt kurz, als er nach der Situation gefragt wurde, die ihm besonders im Gedächtnis blieb: „Die Heißausbildung im Brandcontainer“, ist seine Antwort. Während der Ausbildung zum Gruppenkommandanten erleben die Soldaten dort einen echten Brand – etwas ganz Anderes gegenüber den Bränden, die sonst durch Gas simuliert werden. „Da hab ich den Satz ‚je näher dem Feuer, desto näher dem Boden‘ erst richtig verstanden. Wenn es wirklich brennt, merkst du erst, womit du es im Einsatz wirklich zu tun hast.“ Den Kopf tief zu halten, ist in den mehrere hundert Grad heißen Containern überlebenswichtig. Oben, wo die Hitze sich auf bis zu 800 Grad staut, beginnen sogar die Helme zu schmelzen.

Auch für Timon war die Ausbildung an sich am prägendsten. Stolz erzählt er aber auch von der Schichtübungswoche der Brandschützer im vergangenen Jahr. Die Österreicher waren damals schon mit dabei. „Da haben wir was auf die Beine gestellt – das war Wahnsinn“, schwärmt er von fliegenden Hubschraubern auf dem Weg zum Personnel Recovery, schwerem Gerät und großen Übungslagen. Eine wirklich einzigartige Erfahrung für ihn war aber sein Afghanistaneinsatz. Timon war einer der letzten Soldaten, die das Camp Marmal verlassen haben; er saß in einer der letzten vier Maschinen. Was findet ihr am anderen am witzigsten?

Beide lachen. „Ihr sagt’s ‚Moin‘“, findet Team Österreich, „ich hab einfach nicht verstanden, warum ihr den ganzen Tag über ‚Morgen‘ sagt. Mittlerweile weiß ich es – das kommt ja gar nicht von ‚Morgen‘.“ Tatsächlich hat das Wort eine plattdeutsche Herkunft. Es kommt von „moi“, was so viel wie „angenehm, gut, schön“ bedeutet. Team Deutschland amüsiert sich im Gegenzug aber auch sehr gern über den Dialekt der Österreicher. Ein Glück hoben die beiden Kommandeure, Oberst des Generalstabs Reinhard Kraft und Oberst Marc Vogt, die fehlende sprachliche Barriere besonders hervor, als es um die Kooperation der Nachbarländer ging.

Nach vielen Tagen der gemeinsamen Übung und der allgemeinen Anfälligkeit für die Übernahme fremder Dialekte, nimmt jeder der Soldaten ein Stück des anderen mit. Österreich übt sich in der richtigen Aussprache des tageszeit- und themenunabhängigen „Moin“, wohingegen die Masse der Deutschen mit dem „Oachkatzlschwoaf“ beschäftigt ist.

Eurofighter scannt Lage über Katastrophengebiet

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Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 stiegen am Donnerstag auf, um die Lage nach der Flutkatastrophe in Deutschland aus der Vogelperspektive betrachten zu können. Dazu nutzt die Luftwaffe erstmals das digitale Aufklärungssystem RecceLite (Reconnaissance Litening) am Eurofighter.

Die Eurofighter hatten dazu Kameras in Spezialbehältern am Rumpf. Denn nach Katastrophen ist ein genaues und aktuelle Lagebild für Helfer besonders wichtig. Der Aufklärungsbehälter an der Unterseite des Flugzeuges macht Luftbilder der überfluteten Regionen und sendet diese in Echtzeit. Die Kameras sind zudem schwenkbar und können so ein bestimmtes Ziel permanent verfolgen. So können die Kräfte am Boden in den Hochwassergebieten ihre Einsätze besser koordinieren. Den entsprechenden Antrag auf Amtshilfe stellte der Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Tornado und Airbus über der Ahr

Es ist zwar der erste Einsatz der Eurofighter mit dem RecceLite-Aufklärungssystem, aber bereits das zweite Mal, dass die Luftwaffe im Zuge dieser Amtshilfe zum Einsatz kommt. Wenige Tage zuvor überflog ein Tornado das Ahrtal, um dort Bilder für die Schadensfeststellung zur Verfügung zu stellen. Auch der Airbus 319 Open Skies lieferte Luftbilder aus den überschwemmten Gebieten.

Flughafen Zürich: Außerordentlicher Flugbetrieb am 01. August

Wie in jedem Jahr werden aufgrund von Feuerwerken auch am diesjährigen 01. August die abendlichen Beschränkungen für An- und Abflüge durch den deutschen Luftraum aufgehoben. Gemäß Deutscher Verordnung müsste ab 20:00 Uhr von Osten her auf der Piste 28 gelandet werden.

Nach Rücksprache mit den zuständigen deutschen Stellen wird am Abend des Schweizer Nationalfeiertages auf diese Regelung verzichtet. Landungen erfolgen ab 20:00 Uhr bis zum Ende des Flugbetriebs von Norden her auf den Pisten 14 oder 16. Gestartet wird bis 22:00 Uhr nach Westen und Süden, ab 22:00 Uhr nach Norden. Kurzfristige wetterbedingte Abweichungen sind jederzeit möglich.

Lufthansa Cargo vermarktet Frachtkapazitäten der Eurowings Discover

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Lufthansa Cargo vermarktet ab sofort die Frachtkapazitäten der neuen Langstreckenflüge von Eurowings Discover. Damit ergänzt Europas führende Frachtairline das Angebot für ihre Kunden um weitere Frequenzen direkt ab Frankfurt (FRA). Vorerst erweitern Strecken in die Dominikanische Republik (Punta Cana / PUJ), nach Kenia (Mombasa / MBA), Namibia (Windhuk / WDH) und Tansania (Sansibar / ZNZ) das Angebot.

Zwei zusätzliche Verbindungen und Beilademöglichkeiten

Bereits ab heute stehen Kunden durch die neuen Eurowings Discover Flüge je zwei zusätzliche Verbindungen pro Woche nach Mombasa (MBA) und Sansibar (ZNZ) zur Verfügung. Ab zweiten August folgen weitere Beilademöglichkeiten nach Punta Cana (PUJ) mit einer wöchentlichen Frequenz von drei Flügen sowie nach Windhuk (WDH) an fünf Tagen pro Woche.

„Mit der Integration der Frachtkapazitäten von Eurowings Discover wird das Angebot für unsere Kunden noch attraktiver“, betont Ashwin Bhat, Vorstand Produkt und Vertrieb von Lufthansa Cargo. „Die steigenden Frequenzen ergänzen unsere bisherigen Verbindungen ideal und helfen unseren Kunden in Zeiten noch immer knapper Kapazitäten. Außerdem freuen wir uns, mit der Vermarktung der neuen Eurowings Discover Kapazitäten einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der neuen Lufthansa Airline leisten zu können.“

Eurowings Discover – Neue touristische Airline der Lufthansa Group

Eurowings Discover ist die neue touristische Airline der Lufthansa Group und eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG. Die erste bereits mit Fracht beladene Eurowings Discover Maschine startete am Samstag von ihrem Heimatflughafen Frankfurt am Main zu ihrem Erstflug nach Mombasa mit Weiterflug nach Sansibar. Ab Oktober plant Eurowings Discover weitere Flüge nach Las Vegas und Mauritius. Im Winterflugplan 2021 kommen mit je drei wöchentlichen Frequenzen Bridgetown, Montego Bay und Varadero hinzu. Außerdem wird das Flugprogramm ab November auf fünf wöchentliche Frequenzen nach Cancún sowie auf die Mittelstrecke mit den Zielgebieten Kanaren, Ägypten und Marokko ausgeweitet.

Corona: Große Impfaktion am Flughafen Paderborn/Lippstadt

Zusammen mit dem Kreis Paderborn veranstaltet der Flughafen Paderborn/Lippstadt am Sonntag, 01. August, eine große Impfaktion. Vor dem Terminal des Heimathafens wird der Impfbus in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr Station machen. Während der Impfaktion hat die Gastronomie am Flughafen geöffnet.

„Wir unterstützen mit dieser Aktion die Impfkampagne der Bundesregierung und die vielfältigen Initiativen des Kreises Paderborn. Je mehr Menschen sich in der Region impfen lassen, umso besser können wir das Coronavirus besiegen“, erläutert der neue Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser den Hintergrund der Impfaktion.

Impfaktion für Menschen in der Region

Ausdrücklich wendet sich die Veranstaltung am Sonntag an die Menschen in der Region und nicht an Fluggäste, wie Hüser betont: „Mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen können Passagiere, die am gleichen Tag ihre Flugreise antreten, leider nicht an der Impfaktion teilnehmen“. Angeboten werden die Impfstoffe von BioNTech (ab 16 Jahren) und Johnson & Johnson (ab 18 Jahren). Alle Interessierten werden gebeten, ihren Lichtbildausweis, die Krankenversicherungskarte, und falls vorhanden, ihren Impfpass mitzubringen.

Reisegutschein und Gastronomie-Gutscheine

Als zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme an der Impfaktion verlost der Flughafen unter allen Teilnehmern einen Reisegutschein in Höhe von 500 Euro. Außerdem erhält jeder, der sich impfen lässt, ein Paar Badeschuhe im Flughafen-Look „(PADiletten“) und einen Gutschein für die Gastronomie im Terminal.

Flughafen Stuttgart stellt sich auf starken Ferienbetrieb ein

Zum Start der Sommerferien in Baden-Württemberg stellt sich der Flughafen Stuttgart auf deutlich mehr Betrieb ein. Mit über 25.000 Fluggästen am Tag und bis zu 250 täglichen Starts und Landungen setzt sich der Aufwärtstrend beim Fliegen auch am Landesflughafen fort. Während der Ferien stehen nach aktuellem Stand etwa 9.000 Flüge zu 100 Zielen im Flugplan. Damit erholt sich der Luftverkehr in diesem Zeitraum auf etwa fünfzig Prozent des Vorkrisenniveaus. Besonders gefragt sind die klassischen Sonnenziele im gesamten Mittelmeerraum, wie Palma de Mallorca, Antalya, die griechischen Inseln und die Kanarischen Inseln. Aber auch Städteziele wie Amsterdam, Istanbul, Berlin oder Hamburg werden häufig angeflogen.

„Das Reisen mit dem Flugzeug ist wieder etwas Besonderes geworden“, so Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH. „Weil jetzt wieder mehr Menschen ins Flugzeug steigen, tun wir als Flughafen alles, dass das Fliegen auch in Sachen Infektionsschutz ein sicheres Verkehrsmittel bleibt.“

Lust aufs Reisen kommt zurück

„Wir sehen, dass die Lust aufs Reisen zurückkommt. Vor allem bei den Urlaubsreisen spüren wir einen großen Nachholbedarf“, sagt Dr. Arina Freitag, Geschäftsführerin der Flughafen Stuttgart GmbH. „Viele Menschen in Baden-Württemberg sind nun geimpft und freuen sich wieder auf einen Sommerurlaub. Trotzdem appellieren wir an alle Reisenden, vorsichtig zu sein und die geltenden Regeln zu beachten. Am aktuellen Beispiel Spanien oder Griechenland sehen wir, wir schnell sich die Bestimmungen ändern können“, so Freitag.

Die Flughafengesellschaft sorgt mit einem umfassenden Hygienekonzept für einen bestmöglichen Schutz aller Reisenden, appelliert aber auch an deren Eigenverantwortung. So soll ein besonderes Augenmerk auf Hygiene gelegt und, wo immer möglich, auf Abstand geachtet werden. Selbstverständlich ist inzwischen das Tragen einer medizinischen Maske an Bord und in allen Flughafengebäuden.

Regeln der Behörden für Rückkehrende beachten

Dringend empfohlen wird allen Reisenden, sich vorab über die Vorgaben ihrer Airline und ihres Ziellandes zu informieren und diese auch möglichst kurz vor Abflug erneut zu checken. Auch die Regeln der Behörden für Rückkehrende sind zu beachten.

 Neben den sonst üblichen Dokumenten wie Reisepass, Personalausweis und Bordkarte sollten die Fluggäste vom Check-in bis zur Einreise im Zielland und auch beim Rückflug alle zusätzlichen Dokumente, wie Impfnachweis oder Corona-Test, stets griffbereit halten. Weil die Überprüfung der nötigen Dokumente zusätzlich Zeit erfordert, sollten Fluggäste beim Einchecken mit etwas mehr Zeitbedarf als sonst rechnen und Geduld mitbringen. Die Flughafengesellschaft empfiehlt allen Reisenden, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Airport zu sein, um möglichst entspannt in die Ferien zu starten.

Flughafen München verzeichnet deutliche Zuwächse in den Ferien

Der Flughafen München erwartet während der bayerischen Sommerferien deutliche Zuwächse bei Flügen, Reisezielen und Passagieren. Für den Zeitraum vom 30. Juli bis einschließlich 13. September sind nach den bisher vorliegenden Anmeldungen der Airlines rund 24.000 Flüge zu weltweit 175 Destinationen geplant. Der Spitzentag wird zum Ferienauftakt am 31. Juli 2021 mit 561 angemeldeten Passagierflügen erwartet. Der Tagesdurchschnitt in den Ferien liegt bei 517 Starts und Landungen – knapp 200 Flüge mehr als im Juni dieses Jahres. In den Sommerferien erreicht das Verkehrsaufkommen damit knapp die Hälfte des Vorkrisenniveaus.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, Jost Lammers, sieht einen deutlichen Aufwärtstrend: „Die Nachfrage nach Flugreisen zieht spürbar an. Die Menschen nutzen wieder verstärkt das Flugzeug für ihre Urlaubsreisen oder für Begegnungen im Freundes- und Familienkreis. Gleichzeitig sehen wir, dass auch der Geschäftsreiseverkehr wieder Fahrt aufnimmt.“

Allen Passagieren wird dringend empfohlen, sich vor dem Antritt ihrer Reise über die aktuellen Einreisebestimmungen und Corona-Regelungen des jeweiligen Ziellandes zu informieren.

Passagiere können sich über ihren jeweiligen Check-in-Bereich bei Ihrer Airline sowie auf der Homepage des Airports informieren. Auf dieser Website finden Fluggäste auch eine digitale Anzeige mit den aktuellen Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle. Aktuell verlangen viele Staaten für die Einreise zusätzliche Dokumente wie Test- oder Impfzertifikate, die vor Abflug geprüft werden. Da die Überprüfung dieser zusätzlichen Reiseunterlagen das Einchecken erheblich verlängern kann, sollten Fluggäste einen entsprechenden Zeitpuffer bei ihrer Anreise einplanen.

Weltweit 175 Ziele von München aus erreichbar

In den Sommerferien steht den Fluggästen bereits wieder eine große Auswahl an attraktiven Zielen in Europa aber auch in Asien und Nordamerika zur Verfügung. Die meisten Auslandsflüge führen in den Sommerferien mit über 1.000 Starts nach Spanien – insbesondere zu Zielen auf den Balearen und den Kanaren. 825 Maschinen heben in den Sommerferien in Richtung Griechenland ab. Hier werden am häufigsten Heraklion, Athen, Thessaloniki und Rhodos angeflogen. 750 Mal starten Flugzeuge in München während der Sommerferien zu italienischen Reisezielen: Neben Rom, Mailand und Neapel werden insgesamt noch 14 weitere italienische Destinationen angeflogen. In der Türkei sind es insgesamt neun Ziele, wobei die meisten Flügen auf Antalya, Istanbul und Ankara entfallen. In Portugal werden Lissabon, Faro, Porto sowie die Atlantikinsel Madeira angeboten.

Trotz der weiterhin bestehenden Restriktionen im Reiseverkehr nach Nordamerika finden in den Sommerferien viele Flüge zwischen München und US-amerikanischen Destinationen statt. Insgesamt 290 Maschinen heben zu neun Zielen in den Vereinigten Staaten ab. Angeflogen werden Boston, Charlotte, Chicago, Denver, Los Angeles, die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und Newark, San Francisco und Washington. In Kanada wird wieder Vancouver bedient. In der Golfregion sind Doha, Dubai und Abu Dhabi regelmäßig erreichbar. In Asien werden zudem Singapur und Seoul nonstop von München aus angeflogen.

Umfassenden Infektionsschutz für Passagiere und Mitarbeitende

Zu Beginn der Sommerferien sind am Münchner Flughafen bereits wieder rund 90 Shops, Bars und Restaurants geöffnet. In den Läden am Airport gibt es während der Sommerferien spezielle Angebote. Wichtig dabei: In den Shops und gastronomischen Einrichtungen gilt wie in allen bayerischen Restaurants und Geschäften derzeit eine FFP-2-Maskenpflicht. Reisende, die mit dem Auto zum Flughafen kommen, finden online günstige Parktarife: Alle Ferien-Specials sind auf dem Buchungsportal www.parken.munich-airport.de auch kurzfristig buch- und stornierbar.

Der Flughafen München sorgt mit einer Vielzahl von Maßnahmen in Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden für einen umfassenden Infektionsschutz für Passagiere und Mitarbeitende. Alle Reisenden sind angehalten, die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Dazu gehört auch die in allen Abfertigungsgebäuden geltende Masken-Tragepflicht.

Flughafen München und Lufthansa: Klimaschutz am Boden und in der Luft

Flughafen München und Lufthansa wollen Emissionen im Luftverkehr weiter reduzieren

Der Bayerische Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen München GmbH, Albert Füracker, empfing den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers, am Münchner Flughafen. Minister Hilbers ist auch für das Beteiligungsmanagement des Landes Niedersachsen zuständig – zum Beispiel für den Flughafen Hannover-Langenhagen. Gemeinsam mit Flughafenchef Jost Lammers und Dr. Stefan Kreuzpaintner, CCO Lufthansa Airlines und Chef des Lufthansa Hubs München, informierte Staatsminister Füracker den Gast aus Hannover über den Drehkreuzbetrieb in München und die Maßnahmen, mit denen FMG und Lufthansa für mehr Klimaschutz im Luftverkehr sorgen.

„Der Flughafen München ist Bayerns Tor zur Welt. Als zweitgrößter Flughafen in Deutschland ist er zentrale Drehscheibe für den interkontinentalen Luftverkehr in Deutschland. Die Corona-Pandemie hat die gesamte Luftverkehrsbranche unverschuldet vor größte Herausforderungen gestellt. Der Flughafen München stellt sich diesen Aufgaben und will gestärkt aus der Krise hervorgehen. Schon im Jahr 2016 haben wir beschlossen, dass der Flughafen München bis spätestens 2030 CO2-neutral betrieben wird. Mit zahlreichen Maßnahmen arbeitet die Geschäftsführung mit Hochdruck daran, dass der Flughafen dieses ambitionierte Klimaziel erreichen wird“, erklärte der FMG-Aufsichtsratsvorsitzende Albert Füracker.

Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers am Münchner Airport

„Das Drehkreuz München trägt entscheidend dazu bei, dass Niedersachsen wie viele weitere verschiedenste Regionen Deutschlands und Europas exzellent an das weltumspannende Luftverkehrsnetz angebunden sind. Diese Zusammenarbeit gilt es auch unter den aktuellen fordernden Bedingungen zu halten und auszubauen.“

Jost Lammers, Vorsitzender der FMG-Geschäftsführung ergänzt: „FMG und Lufthansa haben in München in enger Systempartnerschaft ein äußerst leistungsfähiges Premium-Drehkreuz etabliert. Ich bin überzeugt, dass unser nachhaltiger Airport seine Drehkreuz-Funktion nach der Pandemie wieder in vollem Umfang erfüllen wird. Und wir sind mit dem Flughafen München weiter beim Klimaschutz hochaktiv: Wir haben die vom Flughafen München beeinflussbaren CO2-Emissionen in Relation zum Passagieraufkommen zwischen 2005 und 2019 um rund 46 Prozent gesenkt. Dafür wurden bisher bereits 300 Einzelmaßnahmen umgesetzt. So konnte etwa der Anteil der elektrisch betriebenen Fahrzeuge und Abfertigungsgeräte in unserem Fuhrpark auf rund 40 Prozent gesteigert werden.“

17 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa vom Typ Airbus A350 stationiert

Eine maßgebliche Rolle im Drehkreuzverkehr am Münchner Airport spielen die hier stationierten 17 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa vom Typ Airbus A350. „Mit dem Airbus A350 setzen wir das derzeit modernste und emissionsärmste Langstreckenflugzeug unserer Flotte bereits heute an unserem Premiumdrehkreuz in München ein. Die A350 reduziert nicht nur die CO2 Emissionen um rund 30 Prozent im Vergleich zu bisherigen Langstreckenflugzeugen, sie ist auch wesentlich leiser“, erklärt Dr. Stefan Kreuzpaintner, CCO Lufthansa Airlines und Chef des Lufthansa Hubs München. Kreuzpaintner weiter: „Kontinuierliche Investitionen in neue Flugzeuge und nachhaltige Flugkraftstoffe sind wesentliche Bausteine auf dem Weg hin zu einer CO2-neutralen Luftfahrt.“

Kanada Grenzöffnung für Immunisierte: Condor fliegt wieder nach Kanada

Zu Kanadas Grenzöffnung bringt Condor – Deutschlands beliebtester Ferienflieger – Reisende ab dem 07. September wieder nach Toronto in Ontario und Halifax in Nova Scotia. Von Frankfurt fliegt Condor montags, donnerstags und samstags nach Toronto sowie montags und donnerstags nach Halifax. Von dort aus können Gäste mit dem Condor-Partner WestJet zehn weitere Ziele in Kanada bequem erreichen. Reisen mit Condor können bei allen deutschen Veranstaltern und im Reisebüro gebucht werden, Flugtickets sind wie gewohnt unter www.condor.com und telefonisch buchbar.

„Unsere Gäste haben lange darauf warten müssen, wieder über den großen Teich nach Nordamerika reisen zu können. Jetzt hat Kanada alle Nordamerika-Fans, die vollständig geimpft sind, wieder zu sich eingeladen. Innerhalb weniger Stunden erhielten wir so viele Anfragen für Condor-Flüge, dass wir kurzfristig entschieden haben, ab September fünf Verbindungen pro Woche von Frankfurt nach Kanada anzubieten“, erklärt Ralf Teckentrup, CEO von Condor.

Kanada öffnet Landesgrenzen für vollständig Immunisierte

Kanada öffnet zum 07. September 2021 die Landesgrenzen für Reisende aus Europa, die mindestens 14 Tage vor ihrer Ankunft eine vollständige Immunisierung erhalten haben.

Radarbild-Analysetool RA­DI­AN deu­tet Satellitenbilder künf­tig mit KI

Die Auswertung von Radarbildern ist eine anspruchsvolle Aufgabe: Bildeffekte, wie geometrische Verzerrungen oder Bildrauschen erschweren die Deutung. Damit sie möglichst intuitiv gelingen kann, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Bildanalyse-Werkzeug RADIAN (RAdar IMage ANalysis) etabliert. RADIAN ist seit mehr als zehn Jahren im Einsatz und wird stetig weiterentwickelt. Nun liegt der Fokus auf einer automatisierten Informationsgewinnung. Dazu soll eine Künstliche Intelligenz (KI) anhand von bestehenden Datensätzen lernen, Veränderungen an Objekten zu erkennen. Solche Objekte sind unter anderem Flugzeuge, Schiffe, Fahrzeuge, Container oder Gebäude.

Institutionen nutzen RADIAN, um Veränderungen von sicherheitsrelevanten Infrastrukturen mit SAR-Satellitenbildern zu finden. Neben der Bundeswehr können zivile Organisationen RADIAN verwenden, etwa in der Katastrophenhilfe, beim Begutachten von Siedlungsräumen oder der Überprüfung von internationalen Vereinbarungen. Airbus führt mit RADIAN beispielsweise Schulungen für internationale Kunden aus dem Sicherheitsbereich durch. Das DLR stellt nicht nur die Software-Lizenzen bereit, sondern unterstützt auch die Kurse mit seiner Expertise.

Veränderungen auf der Theresienwiese: Die Theresienwiese zeigt markant sichtbare Veränderungen in Rot durch die Belegung zur Oktober- bzw. Frühlingsfestzeit.
Veränderungen auf der Theresienwiese: Die Theresienwiese zeigt markant sichtbare Veränderungen in Rot durch die Belegung zur Oktober- bzw. Frühlingsfestzeit. (© DLR)

Analyse ohne störende Bildeffekte

„An RADIAN zeigt sich, wie wehrtechnische Forschung der gesamten Bevölkerung zugutekommen kann“, sagt Dr. Thomas Neff vom DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Mit einer ausgeklügelten Kombination von Algorithmen und Filtern bereitet RADIAN die Radar-Satellitendaten so auf, dass Bildeffekte wie Rauschen oder Verzerrungen stark unterdrückt werden: Gebäude und andere markante Strukturen werden sichtbar gemacht. Auf einer Serienaufnahme des TerraSAR-X-Satelliten erscheint die Vegetation nun grün, starke Modifikationen an Strukturen rot. Unbewegte Objekte wie Gebäude sind blau und weiß markiert. „Veränderungen können so sehr schnell erkannt und zugeordnet werden. Das beschleunigt den Erkenntnisgewinn aus den Bildern“, erklärt Dr. Thomas Neff. Die KI ergänzt künftig mit einer automatisierten Analyse.

Synthetic Aperture Radar (SAR)

SAR ist ein Radarsystem, das eine Abbildung der Erdoberfläche mit hoher räumlicher Auflösung und unabhängig von Wetter und Tageslicht ermöglicht. Es verwendet die Radartechnik der synthetischen Apertur: Das System tastet jeden Bildpunkt am Boden entlang der Flugrichtung des Radars mehrfach aus verschiedenen Winkeln ab. Danach werden die gesammelten Daten durch eine aufwendige Signalverarbeitung in ein interpretierbares Radarbild prozessiert. Dieses Verfahren ermöglicht eine markante Auflösungsverbesserung gegenüber gewöhnlichen Radarsystemen.

Geschäftsreise: Top 5 Business Ziele der deutschen Airports

Positive Entwicklung im Business Travel Segment: Die Geschäftsreise-Plattform TravelPerk verzeichnet eine zunehmende Nachfrage nach internationalen Flügen im Bereich der Geschäftsreisen. Dabei zeigen die Buchungsdaten mit Abreise von den vier größten deutschen Flughäfen, dass Zürich bei Geschäftsreisenden am gefragtesten ist, gefolgt von Barcelona und Wien. Aber auch Paris und London stehen im Fokus der Business Reisenden. Je nach Flughafen bestehen jedoch regionale Unterschiede. Welche Top 5 Business Ziele bei Geschäftsreisenden ab Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf am gefragtesten sind, hat TravelPerk in einer aktuellen Analyse seiner Buchungsdaten untersucht:

Flughafen Frankfurt: Madrid und Barcelona vorn

Mit einem Fluggastaufkommen von mehr als 70 Millionen Reisenden vor Beginn der Pandemie ist Frankfurt der größte deutsche Flughafen. Der Anteil an Geschäftsreisenden lag dabei 2019 bei rund 35 Prozent. Nach Einbruch der Gesamtpassagierzahl 2020 auf knapp 19 Millionen Reisenden, verzeichnet der Flughafen 2021 wieder einen Aufwärtstrend. Dazu gehört auch eine zunehmende Zahl an Geschäftsreisenden. Diese fliegen laut der aktuellen TravelPerk Analyse vor allem nach Madrid und Barcelona. Ebenfalls stark gefragt unter Business Reisenden ab Frankfurt sind die Ziele London, Wien und Lissabon.

Flughafen München: Business in Amsterdam

Die meisten internationalen Business Flüge ab München starten mit Ziel Amsterdam. Mehr als 11 Prozent der gebuchten Geschäftsflüge über TravelPerk gehen von München aus in die Hauptstadt der Niederlande, in der sich viele Niederlassungen internationaler Firmen befinden. Auf Platz zwei liegt Madrid, gefolgt von London und Barcelona, die mit einem Buchungsanteil von jeweils 6.5 Prozent aller Business Flüge gleichauf liegen. Paris ist nicht nur Frankreichs Hauptstadt, sondern auch das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes, weshalb die Metropole mit einem Buchungsanteil von 5.1. Prozent auf dem fünften Platz liegt.

Flughafen Berlin Brandenburg: Zürich knapp vor Paris

Der erst 2020 eröffnete Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg liegt aufgrund der Corona Krise noch deutlich unter seiner potentiellen Kapazität an Passagieren. Im Juni 2021 wurden jedoch schon mehr als 650.000 Fluggäste befördert. Mit einem Anteil von 9.5 Prozent der gebuchten Business Flüge liegt Zürich aktuell knapp vor Paris mit 9.4 Prozent Buchungsanteil über die Geschäftsreise-Plattform. Wien und Barcelona folgen auf Rang drei und vier. Platz 5 der Business Destinationen ab Berlin sicherte sich Litauens Hauptstadt Vilnius.

Flughafen Düsseldorf: Wien vor Zürich

Geschäftsreisende aus NRW mit Abflug von Düsseldorf zieht es derzeit vor allem nach Wien und Zürich. Hier liegt der Buchungsanteil über TravelPerk bei 13.5 beziehungsweise 11.5 Prozent. Deutlich geringer ist der Buchungsanteil der Business Flüge nach Barcelona mit 5.8 Prozent. Etwas überraschend auf Platz vier befindet sich Venedig noch vor London.

Fazit

„Zürich ist dank der zahlreichen ansässigen Großbanken und Versicherungen ein internationaler Finanzplatz mit besonderer wirtschaftlicher Bedeutung“, so Eugen Triebelhorn, Country Manager Germany bei TravelPerk. „Es ist daher nicht überraschend, dass die Destination Zürich im Geschäftsreisemarkt ab Deutschland sehr gefragt ist. Auch Barcelona und Madrid sind internationale Wirtschaftsstandorte mit wichtigen Industrien. Die Auswertung unserer Daten zeigt, dass internationale Beziehungen an bedeutenden Wirtschafts- und Finanzstandorten durch persönlichen Austausch gepflegt und wichtige Geschäftsabschlüsse nicht über virtuelle Meetings getätigt werden.“

Hannover Airport HAJ: Dr. Martin Roll wird kaufmännischer Geschäftsführer

Dr. Martin Roll (50) wird neuer Geschäftsführer am Flughafen Hannover. Das hat der Aufsichtsrat der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH in seiner 276. Sitzung einstimmig beschlossen. Die Laufzeit des Vertrages beträgt vier Jahre. Als kaufmännischer Geschäftsführer wird der seit langem in Hannover lebende Dr. Roll neben dem Geschäftsführungsvorsitzenden Dr. Raoul Hille in einigen Monaten seine neue Position antreten, der genaue Zeitpunkt wird noch festgelegt.

Herausforderung und Herzensangelegenheit zugleich

„Ich freue mich sehr, die Zukunft des Flughafens Hannover aktiv mitzugestalten. Der Luftverkehr ist für mich Herausforderung und Herzensangelegenheit zugleich,“ so Dr. Roll.   

Durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung der AHS Aviation Handling Services GmbH und Positionen bei Lufthansa Cargo und Deutscher Lufthansa sowie als ehemaliger Bereichsleiter am Hannover Airport besitzt der promovierte Wirtschaftswissenschaftler tiefe Einblicke in die Luftverkehrsbranche. Derzeit ist Dr. Roll CEO von persona service, dem drittgrößten Personaldienstleister Deutschlands. Darüber hinaus ist er Honorarprofessor für Luftverkehrsmanagement.

„Mit Dr. Roll haben wir einen ausgewiesenen Experten für den Flughafen Hannover gewinnen können. Er wird die Herausforderungen für das Unternehmen in den kommenden Jahren zuverlässig und fundiert meistern,“ sagt Aufsichtsratsvorsitzender Reiner Schränkler.

Zukünftige Doppelspitze am HAJ

Im Laufe des kommenden Jahres soll die zukünftige Doppelspitze am HAJ feststehen. Nach Dr. Roll soll dann auch ein neuer technisch/betrieblicher Geschäftsführer/-in seine/ihre Arbeit am Flughafen aufnehmen.

Wie langfristig geplant wird sich Dr. Hille aus dem Unternehmen nach dann 18 Jahren als bislang alleiniger Geschäftsführer Ende 2022 in den Ruhestand verabschieden. Mit der frühzeitigen Benennung der neuen Geschäftsführer ist eine planvolle Einarbeitung und ein strukturierter Übergang der Geschäftsführungstätigkeit am Flughafen Hannover gewährleistet.

Air Astana erfliegt einen Nettogewinn von 4,9 Millionen US-Dollar

Die kasachische Air Astana Group erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 einen Nettogewinn von 4,9 Millionen US-Dollar. Damit stehen die Zeichen auf Erholung, denn im Vergleichszeitraum Januar bis Juni 2020 verzeichnete die Airline einen Verlust von 66,2 Millionen US-Dollar. Die Anzahl der beförderten Passagiere stieg um 91 Prozent auf 2,97 Millionen. Davon waren 2,5 Millionen Fluggäste auf innerkasachischen Strecken unterwegs, was einen Anstieg von 125 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet.

Peter Foster, President und CEO von Air Astana, dazu: „Die zwei Marken, Air Astana und unser Low-Cost-Carrier FlyArystan, haben sich auf den inländischen Strecken sehr gut entwickelt. Das starke Marktwachstum und der Wunsch nach mehr Flugreisen anstelle von langen Bahnfahrten haben Kasachstan zum am schnellsten wachsenden Inlandsmarkt weltweit gemacht. Bereits 2019 konnten wir in diesem Segment ein Passagierwachstum von 31 Prozent verzeichnen, was überwiegend auf die hochattraktiven Tarife von FlyArystan zurückzuführen war.“

Große Nachfrage nach beliebten Destinationen

Während das internationale Streckennetz derzeit stabil bei 45 Prozent Kapazität im Vergleich zu 2019 liegt, erklärt Peter Foster die Entwicklung folgendermaßen: „Höhere Erträge auf den regionalen Strecken gepaart mit einer großen Nachfrage nach beliebten Destinationen wie den Malediven, Montenegro, Dubai, der Türkei, Georgien, Sri Lanka oder Zielen am Roten Meer haben stark zur Erholung beigetragen. Auch die regelmäßigen Frachtcharter mit unseren umgebauten Boeing 767 haben ihren Beitrag dazu geleistet.“

Foster ist jedoch vorsichtig bei der Prognose für das zweite Halbjahr. „Die Covid-Fallzahlen entwickeln sich in Zentralasien und in vielen anderen Ländern, die wir anfliegen, wieder in die falsche Richtung. Ob die Erholung also nachhaltig sein wird, hängt davon ab, wie der Wettlauf zwischen der Ausbreitung der Covid-Varianten und dem Impffortschritt ausgeht.“

Air Astana ist ein Joint Venture zwischen Kasachstans National Wealth Fund Samruk Kazyna (51 Prozent) und BAE Systems PLC (49 Prozent). Derzeit betreibt die Airline eine Flotte mit 36 Flugzeugen, zehn Airbus A320 sind für FlyArystan im Einsatz.

Jod-Laseruhren sorgen für mehr Präzision bei der Sa­tel­li­ten-Na­vi­ga­ti­on

Es gibt keine einfachen Vergleiche dafür, wie exakt die Uhren auf den Galileo-Satelliten funktionieren. Geht es um Bruchteile von Sekunden – oder von Millisekunden? Viel zu unpräzise. Im Galileo-System befinden sich Atomuhren, die auf die Nanosekunde genau sind. Eine Milliarde Nanosekunden dauern eine Sekunde lang. Und es geht noch mehr: „Die im Institut für Quantentechnologien entwickelten Jod-Laseruhren werden um ein Vielfaches genauer sein als andere Systeme“, sagt Prof. Felix Huber vom Galileo Kompetenzzentrum im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Je besser die Zeit bestimmt wird, umso sicherer läuft zum Beispiel die Navigation auf der Erde.

Das Galileo Kompetenzzentrum in Oberpfaffenhofen wurde 2019 gegründet, die Aufbauphase ist nahezu abgeschlossen. Das Kompetenzzentrum verbessert laufend die Technologien für das Galileo-Navigationssystem. Dazu werden die Erfindungen der DLR-Institute zusammen mit der Industrie so vorangebracht, dass sie für die Satelliten und die Bodensysteme eingesetzt werden können. Das Institut für Quantentechnologien bringt die Jod-Laseruhren in das Projekt COMPASSO ein, das vom Galileo Kompetenzzentrum geführt wird.

Die Jod-Laseruhren werden jetzt gemeinsam für den Einsatz im Weltraum qualifiziert: Sie müssen besonders klein, robust und langlebig sein. Für das COMPASSO-Projekt hat außerdem das Institut für Kommunikation und Navigation mit Wirtschaftspartnern ein Laserterminal erarbeitet, das die Daten überträgt, die Uhren der Satelliten synchronisiert und Entfernungen hochpräzise bestimmt. Hinzu kommen ein Frequenzkamm und weitere Instrumente, die Experimente im Weltraum unterstützten. Der Frequenzkamm überträgt die optischen Signale in den Frequenzbereich für die Satellitennavigation. Das Institut für Softwaretechnologie liefert die Betriebssoftware für den Computer, der die Experimente steuert. Der DLR-Raumflugbetrieb unterstützt und übernimmt die Vorbereitung und Durchführung des Gesamtbetriebs.

Minimale Abweichung mit großem Effekt

Das Galileo-Satellitennavigationssystem bietet schon jetzt eine außerordentlich hohe Positionsgenauigkeit und präzise Zeitinformation. Satelliten senden bei der Navigation ständig Daten, damit Nutzerinnen und Nutzer ihren Standort bestimmen können. Dass dabei die Laufzeiten zwischen Sender und Empfänger richtig gedeutet werden, ist immens wichtig: „Eine Ungenauigkeit der Zeitmessung von einer Nanosekunde würde zum Beispiel einem Fehler von 30 Zentimetern in der Entfernungsmessung entsprechen“, erklärt Felix Huber. Das scheint nicht viel zu sein – die Satelliten kreisen immerhin in etwa 23.000 Kilometern Höhe um die Erde. Aber: Bei der Navigation von Fahrzeugen, die automatisiert unterwegs sind, wäre das nicht tolerierbar. „Die Atomuhren in den Satelliten müssen so exakt übereinstimmen, dass sie Positionsgenauigkeiten im Bereich weniger Zentimeter in Echtzeit erlauben“, sagt Felix Huber.

Die Jod-Laseruhren aus dem COMPASSO-Projekt basieren auf den Prinzipien der Quantenmechanik. Sie beschreibt physikalische Vorgänge auf atomarer Ebene – also in der Welt des Allerkleinsten. Das Galileo Kompetenzzentrum hat neben dem DLR-Institut für Quantentechnologien in Ulm und dem DLR-Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik in Hannover eine bedeutende Rolle bei terrestrischen und raumfahrtbasierten Quanteninnovationen. Natürlich stehen auch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für künftige Quantencomputer im Fokus.

Hoher Wert für die Nutzerinnen und Nutzer

Wie sollen zukünftige Systeme gestaltet werden, um den höchsten Nutzen zu erreichen? Welche Technologien machen einen Unterschied? Und welche haben ein Marktpotenzial? Das ergründet das Galileo Kompetenzzentrum außerdem im Projekt Robust Precise Timing Facility (RPTF). Anders als bei COMPASSO werden hier keine Weltraumtechnologien qualifiziert, sondern die für den Galileo-Betrieb notwendigen Bodensysteme weiterentwickelt. Es handelt sich um Hard- und Software für die perfekte Zeitverteilung im Galileo-System. Die Messinstrumente auf der Erde lassen sich dafür beliebig erweitern. Sie handeln quasi als „Team“ und liefern sogar dann noch perfekte Zeiten, wenn einige von ihnen ausfallen sollten oder ausgetauscht werden. „Die Referenzzeit am Boden muss für die Satelliten immer zuverlässig bleiben“, erklärt Felix Huber. Nebeneffekt der „Robust Precise Timing Facility“: Sie ist so stabil, dass sie in anderen Systemen für die Wartung und Fehlersuche genutzt werden kann.

„Die Forschung kommt aus den Instituten“, sagt Felix Huber. Bei der RPTF ist es vor allem das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation. Das Galileo Kompetenzzentrum sorgt dafür, dass neue Ideen auf den Weg gebracht werden. Es unterstützt den Technologietransfer, damit die Forschungsergebnisse zusammen mit Industriepartnern umgesetzt werden.

Wie funktioniert die Satellitennavigation?

Die Satelliten funken pausenlos Daten über ihre Borduhrzeit und die Satellitenbahn. Der Empfänger berechnet den Abstand zum Satelliten, indem er feststellt, wie lange das Signal unterwegs ist. Die Bestimmung der Position erfolgt durch drei Satelliten gleichzeitig. Zusätzlich ist ein vierter Satellit notwendig, damit die Empfängeruhr synchron mit den Satellitenuhren läuft. Die Satellitenuhren müssen wiederum untereinander möglichst perfekt synchronisiert sein. Diese Genauigkeit ist nicht nur für den Verkehr wichtig, sondern ebenso für Finanztransaktionen, die Energieversorgung oder die Landwirtschaft.

Was ist Galileo?

Galileo ist das europäische Navigationssystem. Es macht Europa unabhängig von den Satellitensystemen anderer Nationen, zum Beispiel vom US-amerikanischen GPS oder dem russischen GLONASS. Galileo kann aber mit anderen Systemen zusammenarbeiten – die unterschiedlichen Systeme ergänzen sich auch. Galileo besteht aus einem weltumspannenden Netz von aktuell 22 operationellen Satelliten, die sich auf drei Umlaufbahnen bewegen. Das zivile Galileo-System stellt Navigationssignale in bisher nicht erreichter Genauigkeit bereit. Die Satelliten werden von zwei Kontrollzentren gesteuert, von denen sich eines im italienischen Fucino und eines am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen befindet.

Droniq und DFS entwickeln erstes Drohnen-Verkehrssystem Deutschlands

Das europäische Konzept „U-Space“ wird im Hamburger Hafen erprobt und bietet die Grundlage für den Ausbau der gewerblichen Drohnennutzung.

Drohnen erhalten künftig eine Art eigenes Verkehrssystem. Dadurch lassen sich Flüge in Gebieten mit hohem Drohnenaufkommen einfach, sicher und in Koordination mit dem bemannten Luftverkehr durchführen. Das ist die Idee des U-Space – ein Konzept der Agentur der EU für Flugsicherheit EASA, welches die EU-Mitgliedstaaten bis Anfang 2023 umsetzen sollen. Die Droniq GmbH, Deutschlands führendes Unternehmen für die Integration von Drohnen in den Luftraum, und der Mutterkonzern DFS Deutsche Flugsicherung GmbH setzen die Idee erstmals in die Praxis um. Dazu richten die beiden Unternehmen im Hamburger Hafen ein U-Space Reallabor ein. Das Projekt hat ein Volumen von circa einer Million Euro und wird durch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Damit schafft das BMVI perspektivisch die Grundlagen für die Implementierung weiterer U-Spaces in Deutschland und fördert so die weitere Entwicklung des hiesigen Drohnenmarktes. 

Baustelleninspektion, Trassenbefliegung, Gewebetransport

Drohnen werden verstärkt gewerblich genutzt. Dafür müssen Drohnenflüge einfach und kurzfristig durchführbar sein. Eine Anforderung, die aufgrund teils langwieriger Fluggenehmigungsprozessen gerade in Gegenden mit hohem Drohnenaufkommen nicht immer umsetzbar ist. 

Der U-Space, ein räumlich abgegrenztes Luftraumelement, soll diese Herausforderungen lösen. In dem U-Space koordinieren spezielle Regeln und Verfahren den Drohnenverkehr und ermöglichen es, Drohnenflüge schnell, sicher und ohne langen Genehmigungsaufwand durchzuführen – auch außerhalb der Sichtweite des Piloten. 

„Durch den U-Space lässt sich künftig auch im urbanen Raum das volle Potential der Drohne in einem vorgegebenen Rahmen nutzen“, sagt Droniq-CEO Jan-Eric Putze. „Für den unbemannten Flugverkehr ist das ein Meilenstein. Wir sind stolz darauf erstmals zu zeigen, wie diese Zukunft aussehen kann.“  

Aufgaben- und Rollenverteilung

Grundlage für den U-Space bilden von der EASA festgelegte Anforderungen. Diese legen in Teilen dessen technische und prozessuale Ausgestaltung fest. Zudem definieren sie für dessen Organisation notwendige Akteure und Aufgaben. 

Der Drohnenverkehr wird im U-Space von einem U-Space-Service Provider (USSP) koordiniert. Dieser ist der Ansprechpartner für die Drohnenpiloten. Diese Aufgabe übernimmt im Rahmen des Reallabors die Droniq: Sie vergibt Fluggenehmigungen für die Drohnenmissionen und informiert die Piloten über den aktuellen bemannten und unbemannten Flugverkehr sowie über etwaige Luftraumbeschränkungen. Dafür nutzt Droniq das von ihr vertriebene und von der DFS entwickelte, deutschlandweit erste voll operative Verkehrsmanagementsystem für Drohnen (UTM).

Die zweite zentrale Rolle wird von der DFS ausgefüllt: Als Single Common Information Service Provider (SCISP) beliefert sie Droniq mit allen relevanten Luftraum- und Flugverkehrsdaten für die Erbringung der U-Space-Dienste. Mit den Daten der bemannten Luftfahrt kann darüber hinaus der gesamte Flugverkehr, bemannt und unbemannt, in einem kombinierten Luftlagebild dargestellt werden. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für Flüge außerhalb der Sichtweite von Piloten − und damit für den effizienten Einsatz von Drohnen. 

„Mit unserem Drohnen-Verkehrssystem sind wir international sehr gut positioniert und verfügen damit schon heute über eine Basis für die Integration des Drohnen-Luftraums. So ermöglichen wir schnelle und unkomplizierte Drohneneinsätze. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung digitale Luftfahrt, verbunden mit bewährter Sicherheit,“ erklärt Friedrich-Wilhelm Menge, Technik-Geschäftsführer der DFS.

U-Space im Rahmen von Flugwochen selbst testen

Im vierten Quartal zeigen Droniq und die DFS im Rahmen von Flugwochen, wie ein U-Space funktionieren kann. Davor finden die Konzeption, Entwicklung und projektinterne Erprobung des U-Space Reallabors statt. Die Umsetzung des Reallabors erfolgt mit mehreren Projektpartnern. Dazu zählen die Hamburg Port Authority AöR (HPA), die HHLA Sky GmbH, die Behörde für Wirtschaft und Innovation Hamburg, Hamburg Aviation sowie das Projektkonsortium UDVeo. 

Wirtschafts- und Innovationssenator der Freien und Hansestadt Michael Westhagemann: „Um ein Verkehrssystem für Drohnen zu testen und die Chancen und Herausforderungen zu evaluieren, bietet der Hamburger Hafen die besten Voraussetzungen. Klug angewendet bieten Drohnen enorme Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem U-Space Reallabor sehe ich die Möglichkeit, unter realen Bedingungen Potentiale eines neuen Luftverkehrs zu erproben und aktiv an seiner Entwicklung mitzuwirken. Deshalb freue ich mich über die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, das Projekt in Hamburg zu fördern.“

Bundesminister Andreas Scheuer: „Innovativ, intelligent, vernetzt – so sieht die Zukunft für Drohnen in Deutschland aus. Wir starten jetzt in Hamburg das deutschlandweit erste Testfeld für einen Drohnen-Luftraum und schaffen die Voraussetzungen für das Verkehrssystem der Zukunft. Im U-Space-Reallabor testen wir in der Praxis, wie Drohnen und perspektivisch auch Flugtaxis sicher und intelligent in den Luftraum integriert werden können. Gerade für die Logistik, als Unterstützung für Rettungskräfte oder für die Versorgung des ländlichen Raums sind Drohnen eine saubere, schnelle und smarte Mobilitätslösung. Mit dem U-Space-Reallabor holen wir die Drohnen-Innovationen Made in Germany aus der Nische und in die Luft.“

Anmerkung: Die Fachliteratur unterscheidet zwischen den Begrifflichkeiten U-Space und U-Space Airspace. U-Space bezeichnet das Konzept, U-Space Airspace den darin beschriebenen Luftraum. Für eine leichtere Lesbarkeit wird im Rahmen dieser Meldung ausschließlich mit der Begrifflichkeit U-Space gearbeitet.

„Fit for 55“: Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55%

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Das von der EU-Kommission präsentierte Maßnahmenpaket „Fit for 55“ sieht eine Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent vor. Das Paket stellt dabei nicht nur klima-, sondern auch industriepolitisch entscheidende Weichen. Im Bereich der Luftfahrt ist eine Verschärfung des Emissionshandels, die Einführung einer Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge sowie eine schnell steigende verpflichtende Beimischungsquote für die teureren, nachhaltigen Flugkraftstoffe (SAF – Sustainable Aviation Fuel) vorgesehen.

Austrian Airlines arbeitet seit Jahren daran, den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens langfristig zu reduzieren. Es steht dabei nicht im Raum, OB man Fliegen umweltfreundlicher macht, sondern WIE. Zusammen mit der Lufthansa Group will Austrian bis 2030 die CO2-Emissionen halbieren und bis 2050 CO2-neutral wirtschaften.

Austrian Airlines: EU soll Startrampe für nachhaltige Kraftstoffe bauen

Regionale Maßnahmen im Rahmen von „Fit for 55“, wie ein Emissionshandel, eine innereuropäische Kerosinsteuer oder Beimischungsquoten, können dazu führen, dass Umsteigeflüge auf Drehkreuze außerhalb der EU verlagert werden. Wenn etwa ein Passagier auf dem Weg von Stuttgart nach Tokio in Wien umsteigt, würde sein Zubringerflug mit einer Kerosinsteuer belastet werden. Steigt er aber statt in Wien in Istanbul um, ist keine Kerosinsteuer fällig. Es wird also kein Flug vermieden, stattdessen erfolgt eine reine Verlagerung – nämlich zu längeren Flugstrecken und damit zum Nachteil der Umwelt und europäischer Netzwerk-Fluglinien wie Austrian Airlines. “Wir begrüßen die europäischen Anstrengungen zu mehr Klimaschutz, auch beim Fliegen. Allerdings dürfen die Maßnahmen nicht wettbewerbsverzerrend wirken, sonst ist dem Klima nicht geholfen aber der heimischen Wirtschaft maximal geschadet”, kommentiert Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech. „Die europäischen Institutionen sollen der heimischen Luftfahrt keine zusätzlichen Hürden in den Weg stellen, sondern die Startrampe für den Einsatz klimafreundlicher nachhaltiger Treibstoffe bauen.”

Der größte Hebel für klimaneutrales Fliegen liegt in der Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe, die Emissionen bis zu 80% reduzieren können, weshalb eine entsprechende Beimischungsquote zu begrüßen ist. Diese bringt Nachfrage und kurbelt so die Produktion an. „Für die geplante Quote nachhaltiger Kraftstoffe muss aber ein Finanzierungsmechanismus gefunden werden, der alle Anbieter gleichermaßen einbezieht und die Last nicht alleine auf europäischen Flügeln ruhen lässt“, erklärt Austrian CEO Alexis von Hoensbroech. „Mit der Zweckbindung von Umweltabgaben, wie etwa den Einnahmen aus dem verschärftem Emissionshandel oder aus einer Kerosinsteuer, zugunsten der Förderung nachhaltiger Kraftstoffe, könnte man den Wettbewerbsnachteil beispielweise entsprechend ausgleichen. Es darf nicht sein, dass die Airlines, die viel für den Klimaschutz tun, benachteiligt werden gegenüber denen, die wenig oder nichts tun!“, so Alexis von Hoensbroech abschließend.

United Airlines investiert in Elektroflugzeug-Hersteller Mesa Airlines

United Airlines Ventures (UAV) investiert zusammen mit Breakthrough Energy Ventures (BEV) und Mesa Airlines in den Elektroflugzeug-Hersteller Heart Aerospace. Das Start-up ist Entwickler des ES-19, ein Elektroflugzeug mit 19 Sitzplätzen und dem Potenzial noch vor Ende dieses Jahrzehnts seine Passagiere bis zu 400 Kilometer weit zu befördern. Neben der Investition von UAV plant United Airlines den Kauf von 100 ES-19-Flugzeugen, sobald diese den Sicherheits-, Geschäfts- und Betriebsanforderungen von United entsprechen. Mesa Airlines, der wichtigste strategische Partner von United bei der Einführung von Elektroflugzeugen in den kommerziellen Betrieb, hat ebenfalls zugestimmt, 100 ES-19-Flugzeuge in seine Flotte aufzunehmen, sofern ähnliche Anforderungen erfüllt werden.

Die Vereinbarung ist ein weiterer Schritt von United hin zum selbst gesteckten Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 100 Prozent zu reduzieren, ohne dabei auf herkömmliche CO2-Ausgleichsprogramme zurückzugreifen. UAV stellt dafür ein Portfolio von Unternehmen zusammen, die sich auf innovative Nachhaltigkeitskonzepte konzentrieren und die notwendigen Technologien sowie Produkte zur Entwicklung einer CO2-neutralen Fluggesellschaft zur Verfügung stellen.

Erste Investoren von Heart Aerospace

„Breakthrough Energy Ventures ist ein Vorreiter im Bereich Investitionen in Technologien für erneuerbare Energien. Wir teilen die gemeinsame Philosophie, dass wir Unternehmen unterstützen müssen, die ein großes Potential haben, Veränderungen in ganzen Branchen zu erreichen. In unserem Fall bedeutet dies, in Unternehmen wie Heart Aerospace zu investieren, die ein funktionsfähiges elektrisches Verkehrsflugzeug entwickeln“, so Michael Leskinen, Vice President Corp Development & Investor Relations bei United und President von UAV. „Wir haben erkannt, dass Kunden noch mehr Verantwortung über ihren eigenen CO2-Fußabdruck übernehmen wollen. Wir freuen uns darauf, mit Mesa Air Group zusammenzuarbeiten und so unseren Gästen – früher als jeder andere US-Carrier – Flüge mit elektrisch betriebenen Flugzeugen anbieten zu können.“

UAV und BEV gehören zu den ersten Investoren von Heart Aerospace. Damit signalisieren sie Vertrauen in die Konstruktion und verschaffen dem Start-up die Möglichkeit, die Markteinführung des ES-19 zu beschleunigen – eventuell schon 2026.

Anders Forslund, CEO von Heart Aerospace: „Jetzt ist die Zeit für Elektroflugzeuge, die Technologie ist bereits da. Wir könnten nicht stolzer sein, United, Mesa und BEV als Partner an unserer Seite zu haben und unser ES-19-Flugzeug auf den Markt zu bringen. Ich kann mir keinen stärkeren Verbund vorstellen, um unsere Mission voranzutreiben, den Flugverkehr auf der Kurzstrecke zu elektrifizieren.“

ES-19-Flugzeug von Heart fliegt emissionsfrei

Durch den Einsatz von Elektromotoren anstelle von Düsentriebwerken und Batterien anstelle von Kerosin wird das ES-19-Flugzeug von Heart emissionsfrei fliegen. Es bietet Platz für 19 Passagiere, ist größer als alle anderen vollelektrischen Flugzeuge und wird mit denselben Batterietypen betrieben, die auch in Elektroautos verwendet werden. Nach der Inbetriebnahme könnte das ES-19 auf mehr als 100 regionalen Strecken von United eingesetzt werden, die von den meisten Drehkreuzen aus bedient werden.

„Die Entwicklung von Elektroflugzeugen wird zunächst den Markt der regionalen Kurzstreckenflüge verändern. Wenn sich die Batterietechnologie verbessert, sollten aber auch größere Flugzeuge realisierbar sein. Wir werden nicht abwarten, um mit dieser Entwicklung zu starten“, so Leskinen. „Deshalb freuen wir uns darauf, unsere Arbeit mit Heart Aerospace aufzunehmen, damit wir gemeinsam die Verfügbarkeit von Elektroflugzeugen steigern und diese in den nächsten fünf Jahren für Passagierflüge einsetzen können.“

Über United Airlines Ventures

United Airlines Ventures investiert in aufstrebende Unternehmen, die das Potenzial haben, das Reisen der Zukunft zu gestalten. Der neue Corporate Venture Capital Fonds konzentriert sich auf Nachhaltigkeitskonzepte, die das Unternehmensziel vorantreiben, bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu fliegen – ohne sich auf herkömmliche CO2-Ausgleichsprogramme zu verlassen. Im Mittelpunkt stehen zudem innovative Entwicklungen und Technologien in der Luftfahrt, die einen Mehrwert für den Kunden und den Betrieb von United schaffen sollen. Weitere Informationen über United Airlines Ventures gibt es unter www.united.com/ventures.

Über Breakthrough Energy Ventures

Breakthrough Energy Ventures (BEV) investiert in innovative Unternehmen, die dazu beitragen, die Welt CO2-neutral zu gestalten. BEV verfügt über mehr als 2 Milliarden Dollar an zugesagtem Kapital, um mutige Unternehmer dabei zu unterstützen, die Emissionen in den Bereichen Landwirtschaft, Elektrizität, Produktion und Transport sowie im Gebäudesektor signifikant zu reduzieren. Die Strategie von BEV verbindet staatlich geförderte Forschung mit risikobereitem Kapital, um transformative, saubere Energie-Innovationen so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen.

Über Heart Aerospace

Heart Aerospace ist ein Unternehmen für Elektroflugzeuge mit Sitz in Göteborg, Schweden. Es entwickelt das ES-19, ein Flugzeug für 19 Passagiere, das bis 2026 in Betrieb genommen werden soll. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und war 2019 Teil des „Y Combinator Accelerator“-Programms.

Über Mesa Airlines

Mesa Airlines ist eine regionale Fluggesellschaft mit Sitz in Phoenix, Arizona. Der Carrier setzt sich für die Dekarbonisierung des Luftverkehrs ein, sowohl als Investor als auch als zukünftiger Betreiber von Elektroflugzeugen. Nähere Details sind verfügbar unter www.mesa-air.com.