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Emirates führt IATA Travel Pass auf sechs Kontinenten ein

Emirates ist die erste Fluggesellschaft, die die IATA Travel Pass-Lösung auf sechs Kontinenten einführt und damit künftig Fluggästen an allen ihren Zielorten den digitalen Gesundheitspass anbietet. Nach erfolgreichen Tests im April auf ausgewählten Strecken hat Emirates das IATA Travel Pass-Pilotprojekt im Juni schrittweise auf 12 Strecken ausgeweitet. Jetzt hat die Fluggesellschaft einen Vertrag mit der IATA unterzeichnet, um die Lösung in ihrem gesamten globalen Streckennetz einzuführen.

Derzeit steht der IATA Travel Pass Emirates-Fluggästen an 50 Destinationen zur Verfügung, darunter auch alle vier deutschen Abflughäfen Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Die Einführung an allen über 120 Emirates-Destinationen soll bis Oktober abgeschlossen sein.

„Emirates investiert kontinuierlich in Technologien wie den IATA Travel Pass, um unseren Fluggästen nicht nur eine reibungslose Reise und ein kontaktloses Flughafenerlebnis bieten zu können, sondern auch gleichzeitig unseren Flughafenteams zu ermöglichen, Dokumentenkontrollen effizient und den behördlichen Anforderungen entsprechend durchzuführen“, so Adel Al Redha, Emirates Chief Operating Officer. „Wir freuen uns, mit der IATA bei der Travel Pass-Lösung von den ersten Pilotversuchen bis zur vollständigen Implementierung zusammenzuarbeiten, und werden auch weiterhin an Verbesserungen arbeiten, um den Passagieren ein noch sichereres und müheloseres Reisen zu ermöglichen.“

Nick Careen, IATA Senior Vice President Operations, Safety and Security, ergänzt: „Die Einführung des IATA Travel Passes im weltweiten Emirates-Streckennetz unterstreicht dessen Rolle als Schlüsselinstrument für die Verwaltung der Vielzahl von Gesundheitsnachweisen, die für Reisen erforderlich sind. Durch die Bereitstellung einer zentralen Anlaufstelle zur Erläuterung, Verwaltung und Bearbeitung dieser Bescheinigungen mittels eines sicheren, automatisierten Prozesses können Passagiere bereits abflugbereit am Flughafen ankommen. Dadurch werden Warteschlangen und Staus bei der Dokumentenprüfung vermieden – zum Vorteil von Reisenden, Fluggesellschaften, Flughäfen und Regierungen.“

Die wichtigsten Merkmale des IATA Travel Pass: – Verzeichnis über aktuelle Reiseanforderungen: Zeigt Fluggästen genaue Informationen über Einreise-, Test- und Impfstoffanforderungen für ihre Reise.

  • – Testzentren-Übersicht: Bietet Passagieren Zugang zu zertifizierten COVID-19-Testzentren an ihrem Abreiseort, die die Anforderungen ihres Reiseziels erfüllen.
  • – Digitale Dokumentation: Die App ermöglicht es den Reisenden, ihre Reisedokumente digital zu verwalten. Vom Erhalt von Testergebnissen und Impfbescheinigungen direkt von autorisierten Labors und Testzentren bis hin zum bequemen und sicheren Austausch dieser Dokumente mit Behörden und Fluggesellschaften.

Reisende können bereits heute über die IATA Travel Pass-App auf über 1.500 COVID-19-Testlabore zugreifen. Bürger der EU und des Vereinigten Königreichs können darüber hinaus ihr Impfzertifikat in der App registrieren. Es wird derzeit daran gearbeitet, eine breitere Palette verifizierter digitaler Reisedokumente mit der App zu verknüpfen bzw. in die App hochladen zu können. Fluggäste können die App herunterladen und sich selbst registrieren, indem sie ihre Identität anhand ihres Reisepasses überprüfen lassen.

Künftige Verbesserungen der IATA Travel Pass-App ermöglichen es Passagieren, ihre digitalen Reisedokumente bereits vor der Ankunft am Flughafen bereitzustellen. Dazu zählen COVID-Impfbescheinigungen und Testergebnisse, die dann sicher und automatisiert in die Check-in-Systeme von Emirates eingespielt werden, um einen reibungslosen Ablauf am Flughafen zu gewährleisten.

Lufthansa Cargo als Digitalisierungs-Kompetenz im BMVI-Projekt

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Lufthansa Cargo ist Teil des neuen, bundesweiten Forschungsprojekts „Digitales Testfeld Air Cargo“ des Bundesverkehrsministeriums (BMVI), das vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) koordiniert wird. Ziel ist es, die Effizienz und Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfracht durch eine bessere Vernetzung aller beteiligten Akteure und die Digitalisierung von Abläufen zu steigern.

Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz

Luftfracht hat in der Pandemie seine Systemrelevanz für die Versorgung der deutschen und europäischen Wirtschaft und Gesellschaft bewiesen. Die Luftfracht in Deutschland steht aber im harten Wettbewerb mit Standorten und Anbietern in Europa und der Welt. Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz sind daher wichtige Voraussetzungen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern und leisten zudem wertvolle Beiträge zu Klima- und Umweltschutz. Daher hat das Bundesverkehrsministerium 2018 das Innovationskonzept Logistik 2030 veröffentlicht und unter anderem die Prüfung eines Digitalen Testfeldes Luftfracht in Aussicht gestellt. Lufthansa Cargo hat sich für die Realisierung in der Innovationskommission des BMVI und mit Partnern aus Logistik und Forschung eingesetzt.

„Wir freuen uns, dass sich das Bundesverkehrsministerium mit dem Digitalen Testfeld Luftfracht klar zur Luftfracht in Deutschland bekennt. Wir wollen dazu beitragen, den Standort Deutschland weiter zu stärken. Deshalb bringen wir unsere langjährigen Erfahrungen bei der Digitalisierung entlang der Lieferkette in dieses bundesweite Projekt ein und wollen damit letztendlich auch internationale Maßstäbe setzen. Die Luftfracht weiter zu digitalisieren bedeutet auch, sie nachhaltiger zu machen. Hierfür sehen wir beispielsweise im optimierten Datenaustausch zwischen allen Partnern der Luftfrachttransportkette große Potentiale, die wir heben wollen“, sagte Harald Gloy, Vorstand Operations und Personal von Lufthansa Cargo sowie Mitglied der Innovationskommission des BMVI.

Lufthansa Cargo fokussiert sich innerhalb des Projekts auf den intensivierten Datenaustausch zwischen allen Partnern der Transportkette, auch jenseits der bisher typischen Rollen im Transportprozess. Dieser Datenaustausch ist die Grundlage für alle datengetriebenen Optimierungen und KI-basierten Anwendungen.

ONE Record-Standards der IATA

So sollen beispielsweise digitale Begleitdokumente von den Produzenten bis zum Empfänger allen Parteien durch Nutzung des neuen, offenen ONE Record-Standards der IATA verfügbar gemacht werden. Dieser Standard wurde maßgeblich von Lufthansa Cargo mitgestaltet. Ebenso sollen Temperaturdaten, Positionsdaten und Fotos der gesamten Transportkette bereitgestellt werden, um Probleme frühzeitiger zu identifizieren und zu lösen. Dadurch kann Transparenz gesteigert und Prozesse und Kapazitäten durch bessere Vorhersagen und höhere Datenqualität effizienter gestaltet werden. Dies führt letztendlich auch zur Verringerung von CO2-Emissionen.

Der Zusammenschluss unterschiedlicher Akteure, die die gesamte Luftfrachtlogistik inklusive des Vor- und Nachlaufs abdecken, ermöglicht es dem „Digitalen Testfeld Air Cargo“, Blickwinkel und Anforderungen an die Weiterentwicklungen aus der gesamten Branche einzubringen und zu berücksichtigen. Das schafft die Möglichkeit, standortübergreifende Digitalisierungslösungen zu entwickeln und bereitet zugleich den Boden für eine Implementierung in bestehende Prozessabläufe.

Flughafenchef Jost Lammers zur Verkehrsentwicklung am Airport München

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Die Verkehrsentwicklung am Münchner Airport wird seit Beginn der Sommermonate von einem stetigen Aufwärtstrend geprägt. Während im ersten Quartal des Jahres infolge der weltweiten Covid-19-Pandemie und der daraus resultierenden Reisebeschränkungen am Münchner Flughafen insgesamt lediglich 570.000 Passagiere registriert wurden, waren es allein im August mit über 1,8 Millionen Fluggästen mehr als dreimal so viel.

Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, Jost Lammers, bei seinem Besuch im Münchner Presseclub hervorhob, hält die verstärkte Passagiernachfrage auch nach dem Ende der Sommerferien an. So sei in der ersten Woche nach den Ferien mit insgesamt 440.000 Fluggästen der höchste Wochenwert seit Beginn der Pandemie festgestellt worden.

Jost Lammers: „Das bedeutet auch, dass das aktuelle Verkehrsaufkommen eben nicht nur durch die verstärkte touristische Reisetätigkeit zustande gekommen ist, sondern dass sich hier zumindest im Kurz- und Mittelstreckenbereich wieder eine dauerhaft stabile Nachfrage zeigt.“

Verkehrsaufkommen am Airport München unter Vorkrisenniveau

Trotz des positiven Trends liegt das gegenwärtige Verkehrsaufkommen in Summe allerdings noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Aktuell erreicht der Flughafen München bei den Fluggastzahlen etwa 40 Prozent und bei den Starts und Landungen rund 50 Prozent der Vergleichswerte aus dem Vorkrisenjahr 2019. Insbesondere im Langstreckenverkehr konnten aufgrund der nach wie vor bestehenden Reiserestriktionen viele Verbindungen noch nicht wieder aufgenommen werden.

Jost Lammers: „Deshalb haben wir sehr erfreut zur Kenntnis genommen, dass der derzeit noch bestehende Travel Ban, also das von den USA verhängte Einreiseverbot für Reisende aus Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Ländern, Anfang November aufgehoben werden soll. Diese Öffnung wird ohne Zweifel zu einer massiven Belebung des Transatlantikverkehrs führen, zumal es hier nach der langen pandemiebedingten Pause einen deutlichen Nachholeffekt geben dürfte.“

Anstieg des Verkehrsaufkommens erwartet

Nach Einschätzung des Münchner Flughafenchefs ist der Tiefpunkt der Krise überwunden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen erwartet Lammers für das kommende Jahr einen erheblichen Anstieg des Verkehrsaufkommens. „Es bleibt unser erklärtes Ziel, den weltweit anerkannten Münchner Premiumhub gemeinsam mit der Lufthansa wieder in Schwung zu bringen und gleichzeitig die Weichen für eine intermodale und nachhaltige Mobilität zu stellen.“

Innsbruck Airport: Video zur Generalsanierung der Piste

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Video über den aktuellen Baufortschritt der Piste am Innsbruck Airport

Die erste Woche der Generalsanierung der Piste am Innsbruck Airport neigt sich dem Ende zu. Erste bewegte Bilder wurden zusammengestellt, um über den Baufortschritt zu informieren.

Der Start der Baustelle war erfolgreich, das Wetter hat es gut mit uns gemeint – alles weitere sehen Sie in diesem Video:

Ryanair fliegt ab Flughafen Dresden wieder nach London

Die Airline wird im Winterflugplan, der am 31. Oktober startet, wieder die Verbindung zwischen Dresden und London Stansted aufnehmen. Dreimal wöchentlich, dienstags, donnerstags und samstags verbindet die Low-Cost-Airline die sächsische Landeshauptstadt mit der britischen Metropole.

“Ryanair freut sich, die Wiederaufnahme von Flügen zwischen Dresden und London Stansted in diesem Winter anzukündigen. Ab dem 02. November werden wir drei wöchentliche Flüge anbieten, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Da der Flugverkehr wieder das Niveau vor COVID erreicht und wir unsere Flotte in ganz Europa weiter ausbauen, wird die Wiederaufnahme der Flüge ab Dresden die Anbindung, die Arbeitsplätze und den Tourismus in der Region fördern.“ sagte ein Sprecher der Airline.

London ist nach Amsterdam (KLM) und Zürich (Swiss) die dritte europäische Metropole, die wieder ab Dresden angeflogen wird.

Testmöglichkeiten am Airport

Fluggäste haben die Möglichkeit, sich an den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle in Covid19-Testcenteren privater Anbieter kostenpflichtig testen zu lassen. Die Termine für Antigen Schnell- und PCR-Tests können online direkt beim Anbieter vereinbart werden. 

Schutz der Gesundheit hat oberste Priorität

Die Mitteldeutschen Flughäfen haben bereits nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr umfangreiche Vorkehrungen zum Gesundheitsschutz von Fluggästen, Besuchern, Partnern und Beschäftigten getroffen. In den Terminals muss eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Vor den Gebäuden stehen Automaten zur Verfügung, an denen FFP2-Masken erhältlich sind.

An den Check-in-Schaltern und bei der Bordkartenkontrolle wurden schützende Kunststoffscheiben installiert. Monitore, Schilder und Durchsagen erinnern die Fluggäste und Besucher an die Einhaltung der Verhaltens- und Hygienevorschriften. Außerdem sind Markierungen am Boden angebracht, um beispielsweise am Check-in und der Sicherheitskontrolle an die geltenden Abstandsregeln zu erinnern. Sitzmöglichkeiten in den Terminals sind ebenfalls mit Abstandsmarkierungen versehen.

Auch während des Fluges ist es Pflicht, an Bord einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Über die jeweils geltenden Bestimmungen sollten sich Fluggäste im Voraus bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter informieren. Gleiches trifft für die Einreisebestimmungen des Ziellandes sowie die dort gültigen Hygieneregeln zu.

Hinweise für Passagiere

Um möglichst entspannt ihren Flug antreten zu können, sollten Passagiere mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen sein und den Online-Check-in nutzen. Die Pandemie macht zusätzliche Formalitäten am Check-in notwendig, daher sind längere Wartezeiten als üblich einzuplanen.
An Bord ist maximal 1 Handgepäckstück erlaubt.

Rückreise nach Deutschland

Seit dem 30. März 2021 gilt eine Testpflicht für alle Reiserückkehrer aus dem Ausland. Alle Personen, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen möchten, müssen der Fluggesellschaft vor dem Abflug einen negativen Corona-Test vorlegen. Ohne das negative Testergebnis dürfen sie nicht befördert werden. Fluggäste werden daher gebeten, sich direkt bei ihrer Airline beziehungsweise ihrem Reiseveranstalter zu informieren, wie die erforderlichen Corona-Tests vor dem Rückflug durchgeführt werden.

Direkt an den Flughäfen günstig parken

An den Mitteldeutschen Flughäfen können Passagiere ihr Auto schon ab 15 Euro pro Woche parken. Bei Onlinebuchung ist das auf dem Parkplatz P4 (Leipzig/Halle) bzw. P4A (Dresden) möglich.

Projekt FALKE: Drohnen-Abwehr am Flughafen Hamburg

FALKE steht für „Fähigkeit des Abfangens von in gesperrte Lufträume eindringenden Kleinfluggeräten durch zivile Einsatzmittel“. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit rund 2,1 Millionen Euro geförderte Projekt FALKE entwickelt ein Gesamtkonzept zur Abwehr von illegal operierenden Drohnen (Unmanned Aerial Systems – UAS) am Flughafen Hamburg. Unter Beachtung der unterschiedlichen Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche soll dieses Gesamtkonzept automatisierte und standardisierte Lösungen bereitstellen, so dass das Konzept als Blaupause auch für andere Flughäfen verwendet werden kann. Konsortialführerin ist die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Feldversuch zum Abfangen illegal in die Kontrollzone eindringender Drohnen

Vom 21. bis 23. September 2021 fand auf dem Hamburger Flughafen der erste Feldversuch zum Abfangen illegal in die Kontrollzone eindringender Drohnen statt. Die acht am Konsortium beteiligten Akteure demonstrierten den Stand der Forschung und erprobten das Zusammenwirken der Komponenten.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Wir wollen die Drohnen-Technologie Made in Germany sicher in die Luft bringen – zum Beispiel für den Transport lebenswichtiger medizinischer Güter, für die Unterstützung von Rettungskräften oder die Inspektion von Anlagen. Dafür haben wir unser neues Gesetz auf den Weg gebracht, mit dem wir Innovation und neue Geschäftsfelder ermöglichen. Zugleich schaffen wir ein hohes Sicherheitsniveau für die Menschen, den Luftraum und die Natur. Weil sich aber nicht jeder an das Gesetz hält, müssen wir wie bei jeder neuen Technologie mögliche Risiken im Blick behalten. Dafür werden innovative technische Lösungen gebraucht. Das von uns geförderte Projekte FALKE schützt Flughäfen wirksam vor illegal operierenden Drohnen. Das hat der erste Feldversuch eindrucksvoll bewiesen. Ziel des Förderprojekts: Die Technik soll künftig bundesweit als Blaupause zur Abwehr von Drohnen an Flughäfen eingesetzt werden.“

„Unsere wesentliche Aufgabe war es, Datenschnittstellen und Datenprotokolle zu definieren, zu realisieren und zu standardisieren, damit unterschiedliche Teilsysteme, beispielsweise Luftverkehrslagedaten vom Radar der Flugsicherung, Verifikationssysteme und Abwehrsysteme der verschiedenen beteiligen Partner am Flughafen gekoppelt werden können. Der Feldversuch hat gezeigt, dass wir hierbei auf einem guten Weg zur Entwicklung eines marktreifen Produkts sind“, erklärt Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerd Scholl (Professur für Elektrische Messtechnik an der HSU), der das Konsortium leitet.

„Dog-Fight“

Neben der Projektleitung wird an seiner Professur die Künstliche Intelligenz entwickelt, die das automatisierte Abfangen einer nicht autorisierten Drohne durch ein Abfang-UAS, den sog. „Dog-Fight“, erst ermöglicht. 

Auch wenn alle Prozesse hochautomatisiert ablaufen, ist das Gesamtsystem gezielt so ausgelegt, dass der Mensch in unvorhersehbaren Situationen immer kontrollierend und korrigierend eingreifen kann.

Projektpartner sind die Bundespolizei, DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Deutsche Lufthansa AG, Flughafen Hamburg GmbH, Frequentis Comsoft GmbH, Hensoldt Avionics GmbH und Hensoldt Sensors GmbH.

Assoziiert sind ferner die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg (BWI) und der National Coordinator for Security and Counterterrorism of the Ministry of Justice and Security of the Netherlands (NTCV).

Luftsicherheitsaufgaben der Bundespolizei

Für die Abwehr von konkreten Gefahren sind grundsätzlich die Polizeien der Länder originär zuständig. An den 13 Flughäfen, an denen die Bundespolizei Luftsicherheitsaufgaben wahrnimmt, obliegt die Abwehr von Gefahren für die Sicherheit des Luftverkehrs der Bundespolizei, insbesondere durch Überwachung des gesamten Flugplatzgeländes und Schutzmaßnahmen bei besonders gefährdeten Flügen und Luftfahrtunternehmen. Dies schließt die Drohnenabwehr im Sicherheitsbereich der Flughäfen mit ein.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit rund 5.600 Mitarbeitern. Sie sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Seit 2016 arbeitet die DFS an der Integration von Drohnen in den Luftverkehr. Das von der DFS entwickelte Verkehrsmanagementsystem (UTM) für unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) vereint Informationen der bemannten und der unbemannten Luftfahrt. Das hieraus gewonnene Luftlagebild bildet die Grundlage für sicheren Drohnenflug. Im Projekt FALKE ist es die Aufgabe der DFS, einen Abgleich von autorisierten und nicht-autorisierten Drohnen herzustellen.

Lufthansa leistet Input bei der Kosten-Nutzen-Einschätzung

Die Deutsche Lufthansa AG bringt im Rahmen des Projekts Analysen zum Risiko durch Drohnen für den zivilen Luftverkehr ein. So soll die Drohnenabwehrtechnik zielgenau auf das tatsächliche Risiko ausgerichtet werden. Auch fließt die fliegerische Praxiserfahrung ein, um eine optimale Abstimmung zu ermöglichen. Weiter leistet Lufthansa Input bei der Kosten-Nutzen-Einschätzung und dient als Schnittstelle zur Luftfahrtbranche.

Die Flughafen Hamburg GmbH stellt im Rahmen des Projekts ihr Betriebsgelände für Feldtests zur Verfügung. So kann der Drohnen-Abfangprozess unter möglichst realistischen Bedingungen in einer komplexen Testumgebung erprobt werden: von der Detektion der Drohne über die Verifizierung als potenzielle Gefahr bis hin zum abschließenden Abfangen. Die Projekt-Erkenntnisse sollen dazu dienen, die durch Drohnen entstehenden Risiken im Verantwortungsbereich eines Flughafenbetreibers zukünftig weiter zu minimieren.

Die Frequentis Comsoft GmbH ist Teil der Frequentis-Gruppe, einem global sehr erfolgreichen Konzern im Bereich sicherheitskritischer Informations- und Kommunikationssysteme mit Hauptsitz in Wien und zahlreichen Niederlassungen weltweit. Mit 30 Jahren Erfahrung im Bereich Air Traffic Management (ATM) ist Frequentis Comsoft ein Spezialist auf dem Gebiet der Verarbeitung und Kommunikation von Surveillance- und Radardaten. Das Produktportfolio des Unternehmens erstreckt sich über die gesamte Surveillance- und Radardaten-Verarbeitungskette. Genau diese Expertise bringt die Frequentis-Gruppe in das Projekt FALKE ein.

HENSOLDT Avionics GmbH (ehemals EUROAVIONICS GmbH) ist ein international agierender Hersteller von Situational Awareness und Mission Management Systemen die mit unterschiedlichen Avionikgeräten und Sensoren von Drittanbietern verknüpft werden können. Die Produktpalette umfasst zudem industrielle Multicopter und Autopiloten/Flugcomputer für UAS sowie zugehörige Steuerungs- und Kontrolleinheiten. Die High-End Produkte zeichnen sich durch Flexibilität und Modularität aus und decken ein breites Spektrum an Anwendungsgebieten und Kundengruppen ab. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Luftfahrtbranche und zahlreichen zertifizierten Produkten, ist HENSOLDT Avionics ein zuverlässiger Partner im Bereich der Flugsicherheit. Die HENSOLDT Sensors GmbH zählt zu den Marktführern auf dem Gebiet ziviler und militärischer Sensorlösungen. Beide gehören zur HENSOLDT AG, einem führenden Anbieter von Radaren, optronischen Geräten und Systemen der Elektronischen Kampfführung.

Starts von Kleinsatelliten: DLR ent­wi­ckelt Launch-Coor­di­na­ti­on-Cen­ter

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Die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt, häufig als „New-Space“ bezeichnet, führt zukünftig zu deutlich mehr Starts von Raumfahrzeugen. Allein im aktuellen Jahrzehnt werden voraussichtlich mehr als 15.000 Satelliten neu auf den Weg gebracht. Viele dieser Satelliten werden der Kommunikation, Navigation oder Erdbeobachtung dienen. Um einen durchgehenden Betrieb sicher zu stellen, werden einige dieser Satelliten insbesondere in niedrigen Umlaufbahnen regelmäßig ersetzt werden müssen.

Neben den etablierten Raumfahrtakteuren drängen zunehmend neue Anbieter mit kleineren Raketen, sogenannten Micro-Launchern, auf den sich dynamisch entwickelnden Markt. Hinzukommen weitere Akteure, die etwa Transportaufgaben von und zur ISS übernehmen. Und auch Weltraumtourismus wird mittlerweile von privaten Raumfahrtunternehmen angeboten.

Um diese Starts kurzfristig und von unterschiedlichen Orten aus durchführen zu können, sind automatisierte Abläufe sowohl für die Vorbereitung der Mission als auch für deren Durchführung vom Start bis hin zum Missionsende notwendig. „Hierfür baut das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Launch-Coordination-Center (LCC) auf“, erläutert Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen, „Dieser erste Demonstrator soll zeigen, wie zukünftig eine Vielzahl an Starts und Wiedereintritten mit Abläufen in der Luft- und Seefahrt sicher koordiniert werden kann. Potentielle Nutzer aus Wirtschaft und Behörden bringen sich in die Gestaltung des LCC ein, damit auf die Anwendung für eine Pilotmission der Weg in den regulären Betrieb folgen kann.“

Vom Boden bis zum Weltraum

Der Aufbau erfolgt am Braunschweiger DLR-Institut für Flugführung im Rahmen des Innovationsprojekts Spacetracks. Das Koordinierungszentrum soll mit softwaregestützten Verfahren eine sichere, effiziente sowie flexible Durchführung von Raumfahrtaktivitäten beim Start und beim Wiedereintritt insbesondere durch den Luftraum ermöglichen. Missionen sollen von der Planung über die Echtzeitüberwachung bis hin zur Auswertung begleitet und unterstützt werden.

Genauer gesagt, entwickelt das DLR eine Planungskomponente und eine Flugführungskomponente vom Boden durch den Luftraum bis zur Schnittstelle des Weltraumbetriebs. Dieser wird dann von einem Raumfahrtkontrollzentrum, beispielsweise dem German Space Operations Center (GSOC) des DLR, verantwortet. In der Planungskomponente wird unter anderem die Logistik mit Nutzlast und Treibstoff vor dem Start sowie nach Beendigung der Mission berücksichtigt. Das LCC wird für alle Arten von Raketen, Raumfahrzeugen und Missionsvarianten bei Start und Landung einsetzbar sein. Damit soll die Nutzung des Luftraumes optimiert werden, wenn die Anzahl von Startaktivitäten auch von Europa wie prognostiziert ansteigt.

Erster Prototyp eines Space Operations Dashboard (SOD)

Ein erster Prototyp eines Space Operations Dashboard (SOD) zur Missionsüberwachung wurde bereits am Institut für Flugführung entwickelt. Ergänzt werden dessen Funktionen durch einen erweiterten Lotsenradarbildschirm, der es dem Fluglotsen erlaubt, auf nicht nominale Ereignisse bei Startvorgängen angemessen zu reagieren. Beide Anzeigen wurden in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern erfolgreich getestet. Dabei spielt der echtzeitfähige Datenaustausch zwischen LCC, Raumfahrzeugbetreiber und involvierten Flugsicherungen eine besondere Rolle. Beide bereits entwickelten Werkzeuge sowie Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit zwischen dem DLR und der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA werden im zukünftigen LCC genutzt werden.

Bis zum Jahr 2024 wird der erste LCC Demonstrator durch das DLR-Institut für Flugführung mit Unterstützung des DLR-Technologiemarketings am Standort Braunschweig aufgebaut und in die vorhandenen Infrastrukturen des Validierungszentrums Luftverkehr integriert. Dazu werden der Airport and Control Center Simulator (ACCES) sowie der Air Traffic Management & Operations Simulator (ATMOS) modifiziert und ausgebaut. Schon jetzt werden potentielle industrielle, wissenschaftliche und hoheitliche Nutzer eingebunden, um das LCC bedarfsorientiert und nutzerzentriert zu entwickeln. Erklärtes Ziel ist es, das Launch Coordination Center erst bei einer Pilotmission anzuwenden und es dann in den regulären Betrieb bei einem zukünftigen Betreiber zu überführen.

Corona Impfung: Impfbus am Salzburg Airport

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Schon seit etlichen Wochen ist das Land Salzburg mit den mobilen Impfbussen „On Tour“. Diese kommen direkt zu den Salzburgern und Salzburgerinnen und überall wo der Impfbus steht, ist der Weg zum „schnellen Stich“ ein sehr kurzer. Jetzt kommt der Impfbus auch zum Flughafen Salzburg. 

„Nicht nur unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen mit dem Impfbus am Flughafen unkompliziert zur Impfung gelangen, die Termine sind für alle Impfwilligen offen. Es gibt keine Anmeldung und jeder, der zu uns an den Flughafen kommt, um sich impfen zu lassen, kann natürlich auch gratis parken“, so Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer.

Gerade im Umkreis Flughafen, DOC Outlet Center, Innsbrucker Bundesstraße und Gemeinde Wals Siezenheim wohnen und arbeiten viele Menschen, so dass der Flughafen einen idealen Standort für den Impfbus darstellt. Wir wissen, wie wichtig die Immunisierung durch eine COVID Impfung ist, denn sie verhindert nicht nur einen schweren Krankheitsverlauf, sondern auch einen etwaigen Krankenhausaufenthalt auf der Intensivstation. Mit der Impfung kommen wir auch unserer Sorgfaltspflicht unseren Mitmenschen gegenüber nach. Jede Infektion die vermieden werden kann, ist ein Gewinn für die Allgemeinheit.

Impftermine am Salzburg Airport

  • Donnerstag, 23. September von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr
  • Montag, 27. September von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr
  • Ort: Buspier D (P5), Parken können Sie im Parkhaus, Parkkarte wird ausgetauscht
  • Nicht vergessen: Mitzubringen ist Ecard, Ausweis, Aufklärungs- und Dokumentationsbogen des Landes (weiterführende Informationen erhalten Sie unter www.salzburg.gv.at/corona-impfung)

„Wir sind als Tourismusland Österreich durch die Pandemie schon genug gebeutelt worden, es ist Zeit, dass wir dieses Tal wieder verlassen. Ein wichtiger Meilenstein, um dieses Ziel zu erreichen und wieder ohne gravierende Auflagen oder neuerlich verschärfte Einreiseregelungen Gäste in unserem Bundesland begrüßen zu dürfen, ist die Impfung, da führt kein Weg daran vorbei. Die Bunderegierung setzt jetzt viele begrüßenswerte Maßnahmen, um das Ziel einer möglichst hohen österreichweiten Durchimpfungsrate zu erreichen. Eine Zeit mit Lockdowns und Reise- und Flugverboten möchte ich für meinen Flughafen und meine Mitarbeiter nicht mehr,“ so Ganghofer weiter zu den Vorgaben der Bundesregierung.

Nach dem Motto „jeder Stich“ zählt sind täglich viele Ärzte und Mitarbeiter des Roten Kreuzes im Land Salzburg unterwegs, um die Impfquote im Bundesland zu erhöhen. Wir freuen uns, dass nun auch der Flughafen Salzburg angesteuert wird. Unbürokratisch, schnell, gesund.

Flugsicherung: Funkfeuer für Piloten werden immer seltener

In einem umfassenden Innovationsprogramm entwickelt die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH derzeit satellitengestützte An- und Abflugverfahren im deutschen Luftraum. Mit der neuen Navigationsgrundlage im Nahbereich von Flughäfen kann der Großteil der Funkfeuer am Boden entfallen, was Raum für weitere Windkraftanlagen (WKA) schafft. Die aktuelle Planung sieht bis zum Jahr 2025 vor, zehn Funkfeuer außer Betrieb zu nehmen.

Satellitengestützte Flächennavigation

Die DFS begann bereits 2017 auch im An- und Abflug auf satellitengestützte Flächennavigation umzustellen. Im Streckenflug gab es diese Möglichkeit bereits seit längerem. Das Ziel des Innovationsprogramms ist der Übergang von der primär terrestrischen zur Satellitennavigation bis zum Jahr 2030. Dafür müssen insgesamt rund 2.600 Flugverfahren für mehr als 60 deutsche Flugplätze neu konstruiert werden. An den Flughäfen Hamburg-Fuhlsbüttel und Finkenwerder, außerdem Kiel und Lübeck, werden die neu geschaffenen Verfahren bereits seit Sommer 2020 genutzt.

Minimum Operational Network (MON)

Basis der neuen Verfahren sind Satellitensignale, die mittlerweile von rund 95 Prozent aller in Deutschland verkehrenden Flugzeuge mit entsprechenden Bordempfängern empfangen werden können. Da diese Cockpit-Ausrüstung nicht verpflichtend ist, muss die DFS für alle übrigen Flugzeuge auch weiterhin bodengestützte Navigationsdienste anbieten. Als Ausfall-Infrastruktur für die konventionelle Navigation muss die DFS ein Grundgerüst an Funkfeuern (Minimum Operational Network, MON) weiterhin betreiben. 

Von den im Jahre 2004 vorhandenen 70 Drehfunkfeuern wurden bis heute bereits 13 abgebaut. Perspektivisch soll der Bestand der momentan 57 Anlagen bis 2030 um etwa ein Drittel reduziert werden. Absehbar werden nach aktuellem Planungsstand bis 2025 weitere zehn Anlagen entfallen: Die Funkfeuer in Bayreuth (2021), Würzburg (2021), Nattenheim (2021), Luburg (2023), Fürstenwalde (2025), Tegel (2021), Cola (südwestlich Flughafen Köln/Bonn, 2024), Gedern (2022), Roding (2022), Hamm (2025).

DME statt Funkfeuer

Mit dem Abbau dieser Anlagen müssen Flugsicherungsaspekte beim Bau neuer Windkraftanlagen an diesen Standorten künftig nicht mehr im bisherigen Maße berücksichtigt werden. Ersetzt werden die Funkfeuer zumeist durch Entfernungsmesseinrichtungen (DME), die mit drei Kilometern Radius einen deutlich kleineren Anlagenschutzbereich aufweisen.

„Es ist uns wichtig, dass der hohe Anspruch an die Sicherheit im deutschen Luftraum mit einem aktiven Beitrag für mehr Umwelt- und Klimaschutz vereint werden kann. Beide Ziele verfolgen wir bei unseren technologischen Innovations- und Erneuerungsprojekten“, beschreibt Friedrich-Wilhelm Menge, Geschäftsführer Technik der DFS die Ausrichtung.

USA hebt Einreisestopp auf: Austrian Airlines erhöht Flugangebot

Die US-amerikanischen Behörden haben den seit 14. März 2020 geltenden Einreisestopp für europäische Fluggäste aufgehoben. Ab 01. November 2021 wird vollständig geimpften EU-Reisenden die uneingeschränkte Einreise in die USA wieder ermöglicht.

„Wir begrüßen die Entscheidung der amerikanischen Regierung. Nach über 20 Monaten ist die Öffnung für vollständig geimpfte EU-Reisende ein wichtiger Schritt in Richtung Wiederherstellung der globalen Reisefreiheit“, so Austrian Airlines Vertriebsvorstand Michael Trestl. Damit wird Menschen – egal ob Geschäftsreisenden, Touristen oder jenen, die ihre Familie besuchen möchten – endlich wieder die Möglichkeit geboten in die Vereinigten Staaten einzureisen. „Gleichzeitig bringt die Aufhebung des Einreisestopps auch einen wichtigen Schub für die Luftfahrt im transatlantischen Flugverkehr und damit die Möglichkeit zur Rückkehr zu einem Angebot auf Vorkrisenniveau“, führt CCO Michael Trestl weiter aus.

Austrian Airlines bietet 16 wöchentliche Verbindungen in die Vereinigten Staaten

Reisenden steht ein attraktives Streckennetz in die Vereinigten Staaten zur Verfügung. Mit zwei Flughäfen in New York sowie Washington und Chicago bietet Austrian Airlines im November ein Flugangebot mit 16 wöchentlichen Verbindungen zwischen dem Hub Wien und den USA an. Die Nachfrage wird laufend evaluiert und das Angebot kann im Bedarfsfall weiter ausgebaut werden.

UFO legt Grundsatzpapiere für deutschen Luftverkehr vor

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Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) legt mit ihren Grundsatzpapieren „Ökologische Rahmenbedingungen im deutschen Luftverkehr“ und „Soziale Rahmenbedingungen im deutschen Luftverkehr“ ihre Positionen zu den sozialen und klimapolitischen Herausforderungen der Branche vor.

UFO-Vorstand Joachim Vázquez Bürger führt dazu aus: „Der Klimawandel ist ein globales Problem und braucht globale Maßnahmen. Nur durch entschiedene und direkt einzuleitende Schritte – beispielsweise bei der Entwicklung und Nutzung von Sustainable Aviation Fuel (SAF) – kann die Transition in eine CO2-neutrale Luftfahrt gelingen. Wir müssen in der gesamten Prozesskette eines Fluges die bereits jetzt möglichen saubersten Optionen fördern und die klimaschädlichsten Optionen reduzieren.“

„Vermeidung“, „Reduzierung“, „Kompensation“

Mit einem Dreiklang aus „Vermeidung“, „Reduzierung“, „Kompensation“ fasst UFO in ihrem Positionspapier mehrere Herausforderungen zusammen und schlägt Maßnahmen für einen ökologischeren Luftverkehr vor. Darunter finden sich Aspekte wie direktere Flugrouten, alternative Antriebsstoffe, Verwendung von Steuern und Müllreduktion an Bord.

Nachhaltigkeit besteht für UFO nicht nur aus ökologischen und wettbewerbsregulierenden Aspekten, zentral sind für die Gewerkschaft vor allem soziale Aspekte.„Mit dem umfassenden Positionspapier zu den sozialen Rahmenbedingungen im deutschen Luftverkehr möchten wir einerseits auf die größten sozialen Herausforderungen im Luftverkehr hinweisen und andererseits die entsprechenden Lösungsansätze aufzeigen, für die wir als Gewerkschaft proaktiv einstehen werden“, führt UFO-Vorsitzender Daniel Kassa Mbuambi aus.

Lohndumping, Arbeitsvertragsbefristungen, Leiharbeit oder Zwangsteilzeit

Neben Punkten wie Lohndumping, Arbeitsvertragsbefristungen, Leiharbeit oder Zwangsteilzeit wird auch der mangelnde Arbeits- und Gesundheitsschutz in dem Papier thematisiert. UFO arbeitet seit Jahren dafür, dass Qualifikation und Kompetenzen von Flugbegleiter*innen im Rahmen eines Berufsbildes anerkannt werden, auch dieses Engagement findet sich als Forderung im Policy Paper.  

„Für UFO stehen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit immer im Zusammenhang mit der Arbeitsplatzsicherheit. Der Umbau zu einem klimaneutralen Luftverkehr kann nur gelingen, wenn die Interessen von Arbeitnehmer*innen und Umwelt in Einklang gebracht werden”, ergänzt Vázquez Bürger.

Policy Paper zum Download: 

Recruiting bei Emirates: 3.000 Flugbegleiter und 500 Flughafen-Mitarbeiter gesucht

Um den weiteren Ausbau seines Flugbetriebs zu unterstützen, plant Emirates in den nächsten sechs Monaten die Einstellung von 3.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern sowie 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Flughafendienst an seinem Drehkreuz in Dubai.

Zu besetzen sind Positionen mit direktem Kundenkontakt, die spannende Karrieremöglichkeiten für freundliche, motivierte und serviceorientierte Menschen bieten. Bewerber, die sich für eins der genannten Jobprofile – Airport Service Agent oder Flugbegleiter – interessieren, sind gebeten, sich auf www.emiratesgroupcareers.com über die Stellenanforderungen informieren und ihre Bewerbung einreichen.

Emirates hat seinen Flugbetrieb im Zuge der weltweiten Lockerungen von Reisebeschränkungen schrittweise wieder aufgenommen und in den vergangenen Monaten Piloten, Kabinenpersonal und andere Mitarbeiter wieder in den aktiven Dienst gestellt, die im vergangenen Jahr aufgrund der drastischen Reduzierung der Flüge während der Pandemie freigestellt worden waren.

Rückkehr zu 70 Prozent der Gesamtkapazität

Die Fluggesellschaft fliegt derzeit wieder bereits mehr als 120 Destinationen an, was 90 Prozent des Streckennetzes von vor der Pandemie entspricht. Emirates plant, bis zum Ende des Jahres zu 70 Prozent seiner Gesamtkapazität zurückzukehren, wozu auch die Wiederinbetriebnahme weiterer A380-Jets gehört.

Als eine der dynamischsten Städte der Welt hat Dubai aufgrund der Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor sowie seiner starken Führung auch bei der Reaktion auf die Pandemie weltweit eine Vorreiterrolle übernommen. Dank der raschen Bereitstellung von Impfangeboten und klaren Pandemieprotokollen konnte die Stadt bereits ab Juli 2020 wieder sicher für den internationalen Tourismus und die Wirtschaft geöffnet werden. Dubai zieht mit seiner Kultur, dem steuerfreien Umfeld und seiner idealen Infrastruktur zum Leben, Arbeiten und zur Erholung weiterhin Menschen aus aller Welt an.

Air Dolomiti feiert 30. Geburtstag in Verona

Kurz nach Eröffnung des Münchner Flughafens im Erdinger Moos begann auch die italienische Fluggesellschaft Air Dolomiti bereits mit dem Liniendienst zwischen München und Italien. Im Juni 1992 fand der Erstflug zwischen Venedig und München statt. Damals bestand die Flotte noch aus Propellermaschinen des Typs ATR 42. Seitdem hat die mittlerweile zur Lufthansa Gruppe gehörende Airline ihr Streckennetz kontinuierlich ausgebaut und fliegt nun mit einer Flotte modernster Embraer 195 insgesamt neun Ziele aus München an, darunter so beliebte Reisedestinationen wie Verona, Bologna, Florenz, Mailand oder Bari.

Knapp 28 Millionen zu Gast

In den vergangenen 30 Jahren waren auf den Flügen von und nach München knapp 28 Millionen Passagiere zu Gast in einem der Flugzeuge mit der typischen türkis-weißen Bemalung. „Dass heute viele italienische Fluggäste unseren Münchner Airport als nördlichsten Flughafen Italiens wahrnehmen, hat viel mit dem attraktiven Angebot der Air Dolomiti zu tun. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der hervorragenden Zusammenarbeit mit dieser Airline, die mit ihren ausgezeichneten Verbindungen in die verschiedensten Regionen Italiens einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Münchner Luftverkehrsdrehkreuzes leistet“, erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, anlässlich des Jubiläums der Fluggesellschaft.

Täglich von München nach Turin

Ihren 30. Geburtstag feiert die Air Dolomiti mit einer Festveranstaltung an ihrem Firmensitz in Verona. Aber auch für ihre Münchner Passagiere hat die Airline zum Jubiläum eine gute Nachricht: Nach einer längeren coronabedingten Unterbrechung fliegt Air Dolomiti vom heutigen Tag an wieder täglich von München nach Turin.

Flughafen Innsbruck gesperrt: Lufthansa-Fluggäste pendeln per Bus nach München

Vom 20.09. bis zum 18.10.2021 kann der Flughafen Innsbruck nicht angeflogen werden. Grund ist die Generalsanierung der Landebahn über einen Zeitraum von vier Wochen.

Lufthansa Passagiere können dennoch von Innsbruck in die Welt reisen: Die Fluggesellschaft bietet einen Ersatzverkehr per Bus an, der zweimal täglich zwischen dem Flughafen Innsbruck und dem Münchner Flughafen pendelt. Die Haltestellen befinden sich direkt vor dem Terminal am Flughafen Innsbruck und am Bus Terminal am Flughafen München (Haltestelle 14). Die Bus-Verbindungen verfügen über eine LH-Flugnummer und können bereits jetzt über die üblichen Reservierungssysteme gebucht werden-Voraussetzung ist ein Weiterflug über den Flughafen München. Die Buchung und der Ticketkauf müssen vor dem Antritt der Reise erfolgen, da dies im Bus nicht möglich ist. 

Fahrplan Lufthansa Express Bus

Innsbruck-München

  • LH 3871: 06:30-09:00 Uhr
  • LH 3873: 13:30-16:00 Uhr

München-Innsbruck

  • LH 3872: 10:00-12:30 Uhr
  • LH 3874: 18:30-21:00 Uhr

Inanspruchnahme des Lufthansa Express Busses

  • Nur für Lufthansa und Lufthansa Codeshare Kunden mit einem Anschlussflug in München
  • Lufthansa Express Bus und Flug müssen gemeinsam gebucht und in einem Ticket ausgestellt sein.
  • Die Bordkarte INN-MUC gilt als Fahrschein und muss vor Fahrtantritt online ausgestellt werden.
  • Bordkarten erhalten Sie online oder per App.
  • Kein Ticketverkauf an Bord des Busses
  • Bitte halten Sie Ihre Bordkarte zum Einsteigen bereit.
  • Gepäck-Annahme und -Abgabe am Terminal 2 in München

Eurowings fliegt ab Flughafen Graz wieder nach Stuttgart

Vier Mal pro Woche geht es in das Herz eines der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Nach der langen Corona-bedingten Pause ist die erste Maschine aus Stuttgart wieder am Flughafen Graz gelandet. Geflogen wird mit einem Airbus A-319 der Lufthansa-Tochter Eurowings.

Die Flüge werden jeden Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag durchgeführt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir ab sofort der Steiermark erstmals eine direkte Eurowings-Verbindung nach Stuttgart anbieten können. Mit unseren vier wöchentlichen Flügen ab dem Flughafen Graz verknüpfen wir die beiden starken Wirtschafts- und Touristikregionen noch enger“, erklärt Eurowings CEO Jens Bischof.

Finanz- und Beteiligungsstadtrat Günter Riegler

„Stuttgart gehört zu den einkommensstärksten und wirtschaftlich bedeutendsten Städten Deutschlands und Europas. Eine große wirtschaftliche Rolle spielt vor allem die große Anzahl an Firmen, die als Zulieferer für die großen, globalen Automobil- und Maschinenbau-Firmen agieren. Für den steirischen Autocluster sind die Flüge nach Stuttgart daher von großer Wichtigkeit“.

Holding Graz Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik

„Unser Flughafen hat nach dem Corona bedingten Zwischenstopp wieder Auftrieb und geht in den Steigflug über. Die steirische Exportwirtschaft steht für mehr als 8.000 exportierende Unternehmen mit einem Warenexportvolumen von 26 Mrd. € und Wachstumsraten, die deutlich über Rest-Österreich liegen. Von der direkten Anbindung an Stuttgart profitieren künftig etliche Betriebe vom internationalen Großkonzern bis hin zum mittelständischen Hidden Champion im Hightech-Bereich“.

„Mit Stuttgart haben wir nun nach Frankfurt und Düsseldorf ein drittes wichtiges Wirtschaftszentrum in Deutschland direkt an Graz angebunden“, informiert Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Flughafen Graz. „Neben den starken Wirtschaftsverflechtungen sind Graz und die Steiermark auch ein beliebtes touristisches Ziel für Urlaubsgäste aus Baden-Württemberg, dem drittgrößten Bundesland Deutschlands.“

Eurowings, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa mit Sitz in Düsseldorf, ist ab Flughafen Graz bisher die Strecke Graz – Palma de Mallorca geflogen. Die Fluglinie ist auch Teilnehmer des miles&more – Vielfliegerprogramms.

Lufthansa fliegt ab Bodensee-Airport wieder täglich nach Frankfurt

Am Bodensee-Airport landete erstmals wieder ein Lufthansa Jet. Ab sofort geht es wieder bis zu 2x täglich mit einem Canadair Jet 900 von Friedrichshafen nach Frankfurt und von da aus weiter in die ganze Welt.

Über das Star Alliance-Drehkreuz in Frankfurt ist der Bodensee-Airport wieder an das weltweite Streckennetz der Lufthansa angeschlossen. Die ganze Region und insbesondere die Wirtschaft mit den hier ansässigen weltweit tätigen Unternehmen erreichen über die Drehkreuz-Verbindung Orte auf der ganzen Welt. Zunächst gibt es bis zu 2x tägliche Flüge nach Frankfurt, in den kommenden Monaten soll die Zahl sukzessive analog zur Verfügbarkeit weiterer Anschlussflüge erhöht werden.

Geschäftsreisen bleiben relevant

Geschäftsreisen bleiben auch in Zukunft relevant, weil virtuelle Meetings die Kommunikation von Mensch zu Mensch nicht dauerhaft ersetzen können. Das Angebot ermöglicht aber auch für Privatreisende effiziente Verbindungen zu interessanten Destinationen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

„Wir freuen uns sehr über die Wiederaufnahme der Verbindung der Lufthansa nach Frankfurt. Damit ermöglichen wir insbesondere wieder Geschäftsreisenden eine unkomplizierte Anbindung an viele Destinationen, die in den letzten Monaten nicht oder sehr umständlich zu erreichen waren. Die Flugzeiten sind auf die Anschlussflüge der Lufthansa in Frankfurt abgestimmt. Eine gute Annahme der Verbindung im Markt wird dann auch dafür sorgen, dass die Frequenzen der Flüge sich so entwickeln, dass auch wieder Tagesreisen ermöglicht werden. Die kurzen Wege am Flughafen Friedrichshafen und die unkomplizierten Prozesse sparen Geschäftsreisenden wertvolle Zeit.“, so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer Bodensee-Airport.

Flugplan  

Mit der „Frühverbindung“ erreichen Flugreisende sehr gut die Umsteigeflüge von Lufthansa bis 13:00 Uhr Abflugzeit (Umsteigezeit 2 STD):

  • Innerdeutsch – BerlinHannoverHamburg, Bremen sowie Düsseldorf
  • Europäisch – nahezu alle wichtigen europäischen Ziele für Business Reisende aber auch für Ferienreisende z.B. Porto, Faro, Larnaca, Malaga, Mykonos, Rhodos, etc.
  • Interkontinental – Bangalore, Bombay, Bogota, Denver, Washington, Philadelphia, New York (Newark), Vancover sowie Toronto

Mit dem „Abendflug“ erreichen Reisende beispielsweise folgende Umsteigeflüge innerhalb einer Umsteigezeit von 2,5 Stunden:

  • Innerdeutsch – Berlin, Dresden, HannoverHamburg, Bremen sowie Düsseldorf
  • Europäisch – Schwerpunkt osteuropäische Ziele inklusive RusslandSpanien, Portugal, auch Island, Zypern, etc.
  • Interkontinental – Buenos Aires, Sao Paulo, Rio de Janeiro, Singapur, Hong Kong, ShanghaiNanjing, Quingdao und Shenyang (China), Bangkok und Kapstadt sowie Johannesburg

Kostenloses Parken

Lufthansa-Passagiere erhalten bis zum 31. Dezember 2021 einen Rabatt von 100% auf all unseren Parkplätzen. Gegen Vorlage des Flugtickets und der Parkkarte am Informationsschalter wird das Parkticket entwertet und eine kostenlose Ausfahrt ermöglicht.

Über den Bodensee-Airport Friedrichshafen

Der Bodensee-Airport ist der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands und liegt unweit von Österreich, Schweiz und Liechtenstein in Baden-Württemberg. Der Bodensee-Airport trägt mit seinen Verbindungen seit mehr als 100 Jahren maßgeblich zur Stärke des Wirtschaftsstandortes bei. Der Bodensee-Airport bietet ein breites Spektrum an direkten Flugverbindungen etablierter Fluggesellschaften in attraktive Urlaubsgebiete und interessanten Zielen für den völkerverbindenden Besuchsverkehr sowie zahlreiche Umsteigeverbindungen an. Der direkte Anschluss vom Bodensee-Airport an das weltweite Streckennetz im Linienverkehr an das Star Alliance-Drehkreuz der Lufthansa in Frankfurt und an das der Turkish Airlines in Istanbul verbindet die Region mit der ganzen Welt.

Fraport Verkehrszahlen profitieren vom Sommerreiseverkehr

Der Flughafen Frankfurt zählte im August rund 3,37 Millionen Passagiere. Gegenüber dem sehr schwachen Vergleichsmonat des Vorjahres entspricht dies einem Plus von 122,9 Prozent. Zur Erholung trugen vor allem touristische Verkehre zu europäischen Zielen bei, während der Interkontinentalverkehr aufgrund weiterhin bestehender Reiserestriktionen auf sehr niedrigem Niveau verbleibt.

Fluggastaufkommen von minus 15,3 Prozent

Im Vergleich zu August 2019 wurde beim Passagieraufkommen in Frankfurt wieder annähernd die Hälfte des Vorkrisenniveaus erreicht (minus 51,3 Prozent).1 Kumuliert über die ersten acht Monate des laufenden Jahres lag das Fluggastaufkommen bei rund 12,7 Millionen Passagieren. Dies entspricht einem Minus von 15,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 bzw. um 73,2 Prozent gegenüber 2019. Davon entfallen rund 8 Millionen Passagiere auf die Feriensaison in den Monaten Juni bis August.

Das Cargo-Volumen legte erneut zu und erzielte ein deutliches Plus von 13,3 Prozent auf 182.362 Tonnen (plus 5,3 Prozent im Vergleich mit August 2019). Die Zahl der Flugbewegungen stieg gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 63,3 Prozent auf 28.897 Starts und Landungen. Die Summe der Höchststartgewichte wuchs um 55,5 Prozent auf knapp 1,8 Millionen Tonnen.

Konzern-Flughäfen: Zuwächse von teils über 100 Prozent

Auch im internationalen Portfolio setzte sich die positive Entwicklung der Passagierzahlen fort. Der Großteil der Konzern-Flughäfen erzielte deutliche Zuwächse von teils über 100 Prozent im Vergleich zum stark reduzierten Flugverkehr im August 2020. Gegenüber dem Vergleichsmonat 2019 verzeichneten die Konzern-Flughäfen weiterhin überwiegend Rückgänge. Wichtige Urlaubsdestinationen wie die griechischen Flughäfen sowie Antalya in der Türkei erreichten aber bereits wieder rund 80 Prozent des Vorkrisenniveaus (im Vergleich zu August 2019).

Der Flughafen Ljubljana in Slowenien zählte im August 73.056 Fluggäste. An den brasilianischen Airports in Fortaleza und Porto Alegre stieg das Fluggastaufkommen auf 801.187 Passagiere. In Peru verzeichnete der Flughafen Lima im Berichtsmonat über 1,1 Millionen Fluggäste.

An den 14 griechischen Regionalflughäfen legte das Passagieraufkommen auf knapp 4,5 Millionen Fluggäste zu. Die bulgarischen Twin Star-Airports Burgas und Varna verbuchten im August ein Plus auf 629.936 Passagiere. Das Aufkommen am Flughafen Antalya in der Türkei nahm auf rund 4,3 Millionen Fluggäste zu. Der Flughafen im russischen St. Petersburg notierte rund 2,1 Millionen Passagiere. Am Airport Xi’an in China ging das Fluggastaufkommen auf rund 1,5 Millionen Passagiere zurück.

1 Redaktioneller Hinweis: Zur besseren Vergleichbarkeit stellen wir in unserer Berichterstattung zu den Verkehrszahlen bis auf Weiteres neben dem Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zusätzlich die jeweiligen Veränderungen gegenüber dem Basisjahr 2019 dar.

Lufthansa Linienflüge wieder ab Flughafen Leipzig/Halle nach München

Lufthansa verbindet den Flughafen Leipzig/Halle wieder mit München. Die Linienflüge werden bis zu zwölf Mal pro Woche angeboten. Lufthansa plant das Angebot zum Drehkreuz München auf bis zu 14 wöchentliche Flüge auszubauen. Bereits seit Juni dieses Jahres bietet Lufthansa bis zu 14 wöchentliche Flüge zwischen Leipzig/Halle und Frankfurt an.

Angebote ab Dresden

Bereits seit einem Jahr bedient Lufthansa – nach nur sieben Wochen Unterbrechung in Folge der Pandemie – die Strecke Dresden – Frankfurt. Die Flüge werden täglich angeboten. Das Drehkreuz München bedient Lufthansa täglich.

Sommerflugplan 2021

Infolge des Pandemieverlaufes passen Airlines sowie Reiseveranstalter ihre Angebote kontinuierlich an. Kurzfristige Änderungen im Flugplan sind daher möglich.

Testmöglichkeiten am Airport

Fluggäste haben die Möglichkeit, sich an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden in Covid19-Testcenteren privater Anbieter kostenpflichtig testen zu lassen. Die Termine für Antigen Schnell- und PCR-Tests können online direkt beim Anbieter vereinbart werden.

Schutz der Gesundheit

Die Mitteldeutschen Flughäfen haben bereits nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr umfangreiche Vorkehrungen zum Gesundheitsschutz von Fluggästen, Besuchern, Partnern und Beschäftigten getroffen.

In den Terminals muss eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Vor den Gebäuden stehen Automaten zur Verfügung, an denen FFP2-Masken erhältlich sind.

An den Check-in-Schaltern und bei der Bordkartenkontrolle wurden schützende Kunststoffscheiben installiert. Monitore, Schilder und Durchsagen erinnern die Fluggäste und Besucher an die Einhaltung der Verhaltens- und Hygienevorschriften. Außerdem sind Markierungen am Boden angebracht, um beispielsweise am Check-in und der Sicherheitskontrolle an die geltenden Abstandsregeln zu erinnern. Sitzmöglichkeiten in den Terminals sind ebenfalls mit Abstandsmarkierungen versehen.

Auch während des Fluges ist es Pflicht, an Bord einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Über die jeweils geltenden Bestimmungen sollten sich Fluggäste im Voraus bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter informieren. Gleiches trifft für die Einreisebestimmungen des Ziellandes sowie die dort gültigen Hygieneregeln zu.

Hinweise für Passagiere

Um möglichst entspannt ihren Flug antreten zu können, sollten Passagiere mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen sein und den Online-Check-in nutzen. Die Pandemie macht zusätzliche Formalitäten am Check-in notwendig, daher sind längere Wartezeiten als üblich einzuplanen.

An Bord ist maximal 1 Handgepäckstück erlaubt.

Rückreise nach Deutschland

Seit dem 30. März 2021 gilt eine Testpflicht für alle Reiserückkehrer aus dem Ausland. Alle Personen, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen möchten, müssen der Fluggesellschaft vor dem Abflug einen negativen Corona-Test vorlegen. Ohne das negative Testergebnis dürfen sie nicht befördert werden. Fluggäste werden daher gebeten, sich direkt bei ihrer Airline beziehungsweise ihrem Reiseveranstalter zu informieren, wie die erforderlichen Corona-Tests vor dem Rückflug durchgeführt werden.

Direkt an den Flughäfen günstig parken

An den Mitteldeutschen Flughäfen können Passagiere ihr Auto schon ab 15 Euro pro Woche parken. Bei Onlinebuchung ist das auf dem Parkplatz P4 (Leipzig/Halle) bzw. P4A (Dresden) möglich.

U-Space Reallabor Hamburg startet in die Testphase

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Erprobung der ab 2023 obligatorischen U-Space-Dienste

Im U-Space Reallabor Hamburg finden ab Mitte September die ersten Testflüge statt. Ziel des Projekts ist die Förderung der kommerziellen Drohnennutzung in Deutschland. Den Auftakt der Testflüge markierte ein Erstflug über dem Hamburger Hafen. Das Projekt wird von der Droniq GmbH, Deutschlands führendem Unternehmen für die Integration von Drohnen in den Luftraum, und deren Mutterkonzern DFS Deutsche Flugsicherung GmbH umgesetzt und vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Bei den Testflügen übertragen Droniq und DFS erstmals die ab 2023 geltenden obligatorischen Dienste für die Einrichtung eines geografischen Gebiets für Drohnen-Flüge (U-Space-Luftraum) in die Praxis. In mehreren Flugszenarien wird unter anderem das sichere und koordinierte Zusammenspiel von bemanntem und unbemanntem Flugverkehr in dem in Hamburg eingerichteten U-Space-Luftraum simuliert. 

Dazu zählt beispielsweise ein Notfallszenario, in dem der Drohnenpilot einem in das Testfeld einfliegenden Hubschrauber kurzfristig ausweichen muss. Weitere Szenarien erproben mehrere parallele Drohnenflüge inklusive An- und Abmeldeverfahren außerdem Routenplanung sowie die anschließende Flugdurchführung. Den Drohnenpiloten wird für ihren Flug ein vollständiges Luftlagebild übermittelt. So können Steuerer aktuell und rechtzeitig andere Luftverkehrsteilnehmer erkennen und entsprechend handeln.

Sichtbarmachung aller Luftverkehrsteilnehmer

Die Droniq übernimmt im Reallabor die Rolle des U-Space Service Providers (USSP), der den Drohnenverkehr im U-Space-Luftraum koordiniert. Hier geht es vor allem um die elektronische Sichtbarkeit der Drohnen und des übrigen Verkehrs in einer gemeinsamen Luftlagedarstellung, außerdem um die Vergabe von Fluggenehmigungen für Drohnen und die dynamische Anpassung des Luftraums. Droniq nutzt dafür das von der DFS entwickelte, deutschlandweit erste voll operative Verkehrsmanagementsystem für Drohnen (UTM). Auch die dafür benötigten Luftraum- und Flugverkehrsdaten der bemannten Luftfahrt erhält Droniq von der DFS. Die DFS nimmt im Projekt damit zum einen die Rolle des sogenannten Common Information Service Providers (CISP) ein und zum anderen über den Tower Hamburg die des Air Navigation Service Providers (ANSP) als zuständige Flugverkehrskontrollstelle.

„Um das wirtschaftliche Potenzial von Drohnen vollumfänglich zu nutzen, müssen sie einfach und sicher in den bestehenden Flugverkehr integriert werden“, erklärt Droniq CEO Jan-Eric Putze. „Die Testflüge markieren den nächsten Schritt, das zu erreichen. Gleichzeitig nähern wir uns damit unserem Ziel, Droniq deutschlandweit als ersten USSP zu positionieren.“ 

Deutschland in der Vorreiterrolle

„Wir zeigen hier, wie modern und digital ein Luftraum für Drohnen gestaltet werden kann“, ergänzt Arndt Schoenemann, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung. „Um die unbemannte Luftfahrt sicher in das Luftverkehrssystem zu integrieren, kombinieren wir unsere Erfahrung in der bemannten Luftfahrt mit innovativen technologischen Lösungen. Neben Drohnen werden wir in den nächsten Jahren bedeutsame Entwicklungen auch in anderen Feldern der immer autonomer werdenden Luftfahrt erleben. Wir sind stolz, hier ganz vorne mit dabei zu sein.“ 

Wirtschafts- und Innovationssenator der Freien und Hansestadt Michael Westhagemann: „Hamburg hat sich bereits 2016 in das Drohnenzeitalter aufgemacht. Verschiedene Projekte wurden seither auf den Weg gebracht, in denen es um den Transport von Gewebeproben per Drohne, einen Leitstand zur Organisation des Drohnenverkehrs oder die Abwehr von nicht-kooperativen Drohnen an Flughäfen geht. Die sichere Integration von Drohnen hatte dabei von Anfang an oberste Priorität. Das U-Space Reallabor ist – in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Hamburger Partnern – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur regelhaften Nutzung von Drohnen insbesondere im öffentlichen Interesse, wie bei der Feuerwehr oder dem Transport von medizinischen Gütern.“

Reallabor als Teil des Drohnen-Aktionsplans

Damit Deutschland in der unbemannten Luftfahrt die Rolle als Leitmarkt mit hohen Sicherheitsstandards weiter ausbauen kann, ist es erforderlich, vernetztes und automatisiertes Fliegen in die Praxis zu bringen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Drohnen sind smarte, schnelle und saubere Helfer. Sie stellen den Personentransport, die Logistik und die Versorgung ganz neu auf: Sie transportieren lebenswichtige Medikamente, Werkzeuge oder Pakete schnell, effizient und über weite Strecken. Drohnen versorgen ländliche und schwer erreichbare Gebiete, helfen bei der Inspektion von Produktionsanlagen und Infrastrukturen und unterstützen Rettungskräfte, den Katastrophenschutz und die Landwirtschaft.

Damit Drohnen-Innovationen made in Germany in der Praxis eingesetzt werden können, müssen sie sicher in bestehende Luftraumstrukturen integriert werden. Genau das machen wir mit dem sogenannten U-Space. Hier werden bemannte und unbemannte Luftfahrt intelligent miteinander vernetzt und für alle sichtbar. Mit dem Start der Testflüge zünden wir heute den Innovations-Turbo und setzen uns an die Weltspitze für den sicheren Betrieb der unbemannten Luftfahrt.“

Das Reallabor erstreckt sich über 30 Quadratkilometer im Luftraum über dem Hamburger Hafen. Die Testflüge finden über dem Gebiet von Steinwerder sowie Teilen von Grasbrook statt. Der U-Space-Demonstrator am Hamburger Hafen ist das erste deutsche Testfeld für einen kooperativen und koordinierten Flugbetrieb zwischen unbemannter und bemannter Luftfahrt. Das BMVI fördert mit knapp 500.000 Euro die Einrichtung des bundesweit ersten U-Space-Reallabors. Das Projekt ist Teil des von Bundesminister Scheuer im Mai 2020 vorgestellten Drohnen-Aktionsplans.

Die Umsetzung des Reallabors erfolgt mit hochqualifizierten Projektpartnern. Dazu zählen die Hamburg Port Authority AöR (HPA), die HHLA Sky GmbH, die Behörde für Wirtschaft und Innovation Hamburg, Hamburg Aviation sowie das Projektkonsortium UDVeo. Außerdem werden alle Flugbewegungen eng mit dem Tower der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH abgestimmt, da diese mit niedrigfliegendem Verkehr wie beispielsweise Rettungshubschraubern koordiniert werden müssen.

Austrian Airlines fliegt wieder direkt nach Montreal

Zum 01. Oktober nimmt Austrian Airlines die Strecke Wien-Montreal wieder in ihr Langstrecken-Portfolio auf. Zuletzt bediente die heimische Airline die Route von April 2019 bis März 2020, bevor sie wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt werden musste. Die größte französischsprachige Stadt Nordamerikas wird ganzjährig dreimal wöchentlich von einer Boeing 767 mit einer Sitzplatzkapazität von 211 Sitzplätzen angeflogen. Mit der Wiederaufnahme wird die hervorragende Zusammenarbeit mit Air Canada, Kanadas größter Fluggesellschaft, weiter ausgebaut. Bereits seit Mitte Juli fliegt Star-Alliance-Partner Air Canada mit Austrian Airlines Codeshare wieder dreimal wöchentlich von Wien nach Toronto. Durch die Partnerschaft mit Air Canada bietet Austrian Airlines, zusätzlich zum insbesondere für Verbindungen nach Südosteuropa ideal gelegenen Drehkreuz Wien, ausgezeichnete Umsteigemöglichkeiten in Montreal und Toronto.

Nach 1,5 Jahren wieder nach Montreal

„Nach über eineinhalb Jahren können wir Montreal endlich wieder in unser Destinationsportfolio aufnehmen. Wir freuen uns, unsere erfolgreiche Kooperation mit Air Canada weiterzuführen und unsere Heimatbasis in Wien zu stärken“, sagt Austrian Airlines CCO Michael Trestl.

„Mit großer Freude begrüßen wir Austrian Airlines zurück in Montreal. Vor allem in den Wintermonaten ist Wien mit seinen schönen Palästen und Weihnachtsmärkten eine einzigartige Destination. Darüber hinaus ermöglicht die langjährige Zusammenarbeit der beiden Fluggesellschaften den Passagieren in Wien eine nahtlose Verbindung zu wichtigen Zielen in Europa und im Nahen Osten“, so Mark Galardo, Senior Vice President, Network Planning and Revenue Management bei Air Canada.

Austrian Airlines und Air Canada zwischen Wien und Kanada

Die Verbindungen von Austrian Airlines und Air Canada zwischen Wien und Kanada werden sowohl für Touristen als auch für Geschäftsreisende wieder zunehmend relevant. Seit dem 07. September können vollständig geimpfte Reisende mit einem PCR-Test ohne weitere Einschränkungen nach Kanada einreisen. „Es freut uns sehr, dass Kanada auf dem nordamerikanischen Subkontinent mit gutem Beispiel vorangeht und touristische Reisen erleichtert. Dank dieser Maßnahme können wir wieder Menschen rund um den Globus verbinden, egal ob Geschäftsreisende, Familien oder Reisende, die Neues mit uns entdecken wollen“, so CCO Michael Trestl.

Luft- und Raumfahrt in Deutschland: Ideen auf dem DLRK

Am ersten Kongresstag des DLRK, dem Plenary Day am 31. August, kamen bereits hochrangige Experten der Luft- und Raumfahrt im Forschungs- und Technologiezentrum ECOMAT in Bremen zusammen, um sich über die aktuellsten Themen der Luft- und Raumfahrt auszutauschen. Insgesamt nahmen rund 800 Luft- und Raumfahrtinteressierte am 70. DLRK teil.

Nach drei reichhaltigen Kongresstagen ging der Deutsche Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) nun am Donnerstag zu Ende. In diesem Jahr veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) mit dem DLRK ein hybrides Event: Über eine Online-Kongressplattform konnten die Teilnehmer das Programm von ihren Bildschirmen im Büro oder zu Hause verfolgen und Fragen per Chat stellen. Das wissenschaftliche Vortragsprogramm ging an den folgenden zwei Tagen virtuell weiter.

Luft- und Raumfahrtforscher stehen mit der Corona-Pandemie, dem Klimawandel und einer sich wandelnden Raumfahrt vor großen Herausforderungen. Dabei zeigt sich, wie beide voneinander profitieren und sich gegenseitig ergänzen: „Die Luftfahrt und die Raumfahrt sind in diesem Jahr in besonderem Maße zusammengewachsen“, sagte DGLR-Präsident Prof. Rolf Henke in seiner Begrüßungsrede an die DLRK-Teilnehmer. Ein Beispiel dafür sei der Hubschrauber Ingenuity, der am 19. April 2021 erfolgreich den ersten motorisierten, kontrollierten Flug auf dem Mars ausführte.

Insgesamt umfasste das DLRK-Programm mehr als 280 Vortrags- und Posterbeiträge in über 60 themenspezifischen Sitzungen zu den verschiedensten Themen der Luft- und Raumfahrt – von der Simulation von Luftfahrzeugen im Luftverkehrssystem über das Management von Forschungsdaten bis hin zu einem möglichen deutschen Zugang zum Weltraum über eine Offshore-Plattform in der Nordsee.

Luft- und Raumfahrt beweist, wie wichtig sie ist

Auch Bremens Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte begrüßte die DLRK-Teilnehmer aus dem ECOMAT in der Luft- und Raumfahrtstadt Bremen mit ihren mehr als 140 Unternehmen und 20 Instituten mit rund 12.000 Beschäftigten in der Branche. „Fliegen hat uns Menschen schon immer begeistert. Wir sollten diese Begeisterung nutzen, um jetzt einen großen Innovationssprung nach vorne zu machen“, sagte er. Eine Veranstaltung wie der DLRK, bei dem die Vertreter der Branche zusammenkommen, sei eine wichtige Gelegenheit, um die Dinge voranzutreiben. „Die Ausrichtung des DLRK war nie wichtiger als heute“, so Bovenschulte.

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich die Bedeutung der Branche: Bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz lieferte das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wichtige Daten für die Hilfskräfte, zum Beispiel zur Befahrbarkeit von Straßen. Für seine herausragenden Leistungen in der Nutzung von Erdbeobachtungsdaten zur weltweiten Unterstützung des Krisenmanagements nach Naturkatastrophen und in der humanitären Hilfe wurde das ZKI im Rahmen des DLRK mit der Ehrennadel der Deutschen Raumfahrt der DGLR auszeichnet.

Strom als Treibstoff: Elektrisches Fliegen wird kommen

„Auch durch Rettungshubschrauber, Informationen von Wettersatelliten und Drohnen, die Inspektionen an Häusern und Brücken vornahmen, ist die Luft- und Raumfahrt während der Flutkatastrophe ihrem Dienst für die Gesellschaft nachgekommen. Luft- und Raumfahrt sind eben auch strategische Elemente eines Staates, die im Bereich Sicherheit, Mobilität und Versorgung unverzichtbar sind“, sagte Prof. Rolf Henke.

Gerade im Hinblick auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit könne die Luft- und Raumfahrt einen wichtigen Beitrag leisten. Von der Politik forderte Henke dazu eine andere Herangehensweise: „Anstatt sich öffentlich beim Aussprechen von künftigen Verboten zu überbieten, sollte die Politik die Wirkung bezüglich Emissionen und Lärm einfordern – damit kann die umweltfreundliche Mobilität gelingen und damit kann auch deutsche Technologie wieder einen Vorsprung in der Welt erlangen“, so Henke.

Mit der Corona-Pandemie hatte vor allem die Luftfahrt zu kämpfen. Das betonte der Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek, in seinen Begrüßungsworten: „Ich glaube aber, dass wir mit einem blauen Auge davon gekommen sind“, sagte er im Hinblick auf die Krise. Um jetzt erfolgreich in eine nachhaltige Zukunft zu starten und die Klimaziele zu erreichen, müsse jetzt vor allem das elektrische Fliegen stärker vorangetrieben werden. „Das elektrische Fliegen kommt auf jeden Fall“, sagte Jarzombek. „Die Frage ist nur: werden Anbieter aus den USA oder China die Nase vorn haben oder schaffen wir es in Europa, vor die erste Welle zu kommen?“ Dafür müsse viel stärker über Mechanismen wie Innovationsprämien aber auch steuerliche Aspekte diskutiert werden. Sein persönliches Ziel sei es, spätestens ab 2030 ein Regionalflugzeug auf die Beine zu stellen, das hybrid-elektrisch mit Wasserstoff angetrieben fliegen kann.

e-Genius beeindruckt als Motorsegler

Mit dem elektrisch angetriebenen Flugzeug e-Genius hat ein Team vom Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart (IFB) bereits wesentlich dazu beigetragen, die Entwicklung elektrisch betriebener Flugzeuge voranzubringen. Dafür zeichnete die DGLR das Team unter der Leitung von Prof. Rudolf Voit-Nitschmann im Rahmen des DLRK mit der Ehrennadel der Deutschen Luftfahrt aus. Mit dem zweisitzigen Reisemotorsegler e-Genius gelangen zahlreiche Rekordflüge, darunter die erste Alpenüberquerung eines Elektroflugzeugs Nord-Süd-Nord an einem Tag.

„Das Design des e-Genius, sein Bau und die hervorragenden Flugtests sind ein Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien Luftfahrt“, so Henke, der die Auszeichnung überreichte. Bei der Verleihung der Ehrungen im Rahmen des DLRK war auch die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa der Freien Hansestadt Bremen, Kristina Vogt, im ECOMAT anwesend und beglückwünschte die Geehrten.

Klimaschutz durch optimierte Flugrouten

Das Motto des diesjährigen Kongresses, „Luft- und Raumfahrt – Visionen für eine nachhaltige Zukunft“, sei aktueller denn je, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Dirk Hoke, in seiner Begrüßung an die DLRK-Teilnehmer. Aus Visionen seien bereits heute wegwesende Innovationen geworden: „Unsere Flugzeuge, Triebwerke, Antriebe und Ausrüstungen ‚Made in Germany‘ sind zu Markterfolgen auf der ganzen Welt geworden – mit unverzichtbaren Abstrahleffekten auf andere Branchen“, so Hoke.

Wie die Luftfahrtforschung dazu beitragen kann, Klimaziele zu erreichen, diskutierten die Experten beim DLRK, darunter Prof. Dr. Christiane Voigt, Leiterin der Abteilung Wolkenphysik am Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie erklärte, dass beispielsweise mit einer Reduzierung von Kondensstreifen das Potenzial bestehe, die Klimawirkung im Luftverkehr zu halbieren, etwa durch effiziente Flugrouten. „Dafür müssen jetzt Anreize geschaffen werden“, forderte sie beim DLRK. Schon heute leistet auch die Raumfahrt wichtige Beiträge zum Klimaschutz. „Aus dem Weltraum heraus können wir uns ein Bild vom Zustand der Erde machen“, erklärte Nicolaus Hanowski, Leiter des EO Mission Departments der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Dabei fallen riesige Datenmengen an – und die Daten werden immer mehr. Ein gutes Datenmanagement sei daher essenziell, so Hanowski.

Forschen und Entwickeln: Es braucht Prototypen

In der Diskussion um eine neue Luftfahrtvision für Europa schlug DGLR-Präsident Henke eine neue Herangehensweise im Bereich Forschung und Entwicklung vor: „Wir brauchen einen radikalen Wechsel in der Vorgehensweise: Wir müssen an große fliegende Demonstratoren herangehen, die weniger kleinere Modifikationen an vorhandenen Flugzeugen beinhalten, sondern eher in Richtung Prototypen gehen. Und wir müssen die notwendige Förderung überdenken, vermutlich mit den USA zusammen: der Stopp der öffentlichen Förderung bei der reinen Machbarkeit geht nicht weit genug. Hier müssen wir einen Schritt weitergehen in Richtung Prototyp, ohne, dass es einer wird“, so Henke.

In den Diskussionen wurde auch deutlich, dass die Luftfahrt und die Raumfahrt voneinander lernen können – zum Beispiel beim Thema Wasserstoff. Nicole Dreyer-Langlet, Geschäftsführerin und Research & Technology Repräsentantin der Airbus Operations GmbH, erläuterte, wie Airbus Wasserstoff nutzen möchte, um im Rahmen seines ZEROe-Programms zukünftig möglichst emissionsfrei fliegen zu können. In der Raumfahrt wird Wasserstoff schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Von diesen Erfahrungen könne auch die Luftfahrt profitieren, waren sich die Experten einig. Auch andere Branchen wie die Schifffahrt könnten von den Erkenntnissen aus der Luft- und Raumfahrtbranche lernen. Wichtig sei dafür ein stärkerer Austausch unter den Branchen, wie der CEO von OHB, Marco Fuchs, betonte.

Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern

Die DGLR sei ein wichtiges Netzwerk, um die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung zu intensivieren. Auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses spiele dabei eine entscheidende Rolle. „Mit ihren regionalen Bezirksgruppen leistet die DGLR einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung und zur Gewinnung von jungen Menschen für die Branche“, sagte beispielsweise Arndt Schoenemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Flugsicherung. Beim DLRK organisierte der Junge Senat der DGLR zum Beispiel eine Sitzung speziell für Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse, in denen aktuelle Themen und Berufsfelder der Luft- und Raumfahrt vorgestellt wurden. Die Schülerinnen und Schüler hatten hier die Gelegenheit, ihre Fragen an die Experten zu stellen und sich über Wege in die Luft- und Raumfahrtbranche zu informieren.

In den Plenarvorträgen konnten einige Themen besonders intensiv besprochen werden. So stellte zum Beispiel Claus Riegler, Leiter Technologie und Vorauslegung bei der MTU Aero Engines AG, in seinem Plenarvortrag alternative Antriebe für eine klimaneutrale Luftfahrt vor. Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech, blickte auf die aktuellen Ziele der Raumfahrt, die zum Beispiel mit dem Lunar Gateway eine Raumstation für einen leichteren Zugang zur Mondoberfläche ermöglichen will.

DLRK 2021 in Dresden

Der ehemalige Astronaut Dr. Thomas Reiter hatte spannende Details zur anstehenden Mission „Cosmic Kiss“ des deutschen ESA-Astronauten Dr. Matthias Maurer dabei, der im Herbst zur Internationalen Raumstation ISS aufbricht. In einem Video-Grußwort schaltete sich Maurer ebenfalls zum DLRK dazu. Das gesamte Programm steht den DLRK-Teilnehmern noch bis zum 30. November 2021 in einer Mediathek zur Verfügung. 2022 findet der DLRK vom 27. bis 29. September in Dresden statt. Dann hofft die DGLR, alle Kongressteilnehmer wieder vor Ort begrüßen zu dürfen.

Letzte Frist für Eingaben zur Luftfahrtinfrastruktur

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat 2019 drei Verfahren (Betriebsreglement 2017, Fluglärmbelastung in der Nacht sowie Vorverlegung der letzten Starts und Landungen am Abend) zusammengeführt und die Dossiers im gleichen Jahr öffentlich aufgelegt.

Die Anpassungen des Betriebsreglements 2017 umfassen die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus der Sicherheitsüberprüfung von 2012, die auch im Objektblatt für den Flughafen Zürich im Sachplan Verkehr, Teil Infrastruktur Luftfahrt (SIL), vorgesehen sind. Dazu gehören insbesondere eine Entflechtung der Abflugrouten im Westen des Flughafens sowie Starts in Richtung Süden geradeaus bei Bisenlagen. Die Unterlagen wurden im Herbst 2018 und 2019 öffentlich aufgelegt. Nach der Finalisierung sämtlicher Dokumente durch das BAZL haben die am Verfahren beteiligten Parteien nun abschließend die Möglichkeit, diese einzusehen und sich dazu zu äußern.

Frist bis 15. Oktober

Gleichzeitig hat die Flughafen Zürich AG (FZAG) dem BAZL im Sommer 2019 ebenfalls neue Berechnungen über die Fluglärmbelastung in der Nacht sowie einen Bericht über die Prüfung einer Vorverlegung der letzten Starts und Landungen am Abend vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage im Herbst 2019 sind dazu zahlreiche Einsprachen eingegangen.

Das laufende Verfahren zum Betriebsreglement 2017 soll nun zügig abgeschlossen werden. Den Verfahrensparteien wird deshalb nochmals eine Möglichkeit gegeben, die Akten einzusehen und sich abschließend zu äußern. Die Dokumente sind auf der Webseite des BAZL veröffentlicht. Die Frist für allfällige Schlussbemerkungen läuft bis am 15. Oktober 2021. Der Entscheid des BAZL über die Genehmigung des Betriebsreglements 2017 ist zum Ende 2021 geplant.

Flughafen Köln Bonn eröffnet „Common Use Lounge“

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Köln Bonn Airport eröffnet in Kürze eine neue Lounge des amerikanischen Betreibers Global Lounge Network (GLN). Der exklusive Warte- und Entspannungsbereich in der ehemaligen Lufthansa-Lounge liegt zentral im Abflugbereich von Terminal 1.

Die neue Lounge und steht allen zahlenden Fluggästen offen, unabhängig von Airline, Flugstatus und Reisegrund. Kurz vor der Eröffnung präsentierte die Geschäftsführung des Flughafens die neue Lounge Eurowings-Chef Jens Bischof und dem Chef der Koelnmesse, Gerald Böse.

Passend zum Ende der Ferien

Die „Common Use Lounge“ begrüßt Geschäftsreisende, die einen zurückgezogenen Arbeitsplatz suchen, genauso wie Privatreisende, die Ruhe und Entspannung vor dem Flug genießen wollen. Torsten Schrank, Geschäftsführer der Flughafen Köln/Bonn GmbH, ergänzt: „Gerade jetzt, wo die Passagierzahlen wieder deutlich anziehen, ist die neue Lounge die perfekte Ergänzung unseres luftseitigen Angebots.“ Die Lounge-Eröffnung komme genau zum richtigen Zeitpunkt: „Seit Ende der Sommerferien in NRW sehen wir ein starkes Comeback der Geschäftsreise. Dass wir Eurowings-Gästen an unserem Heimatstandort Köln/Bonn jetzt auch wieder ein attraktives Lounge-Erlebnis bieten können, ist ein wichtiges Signal auf dem Weg zurück zur Normalität“, betont Eurowings-Chef Jens Bischof.

„Der Flughafen gehört zu unserer Homebase, die Nähe zur Koelnmesse ist ein bedeutender Standortfaktor“, sagt Messechef Gerald Böse. „Für unsere Kunden aus der ganzen Welt ist die angenehme An- und Abreise ein wesentlicher Teil des Messeerlebnisses, sie prägt den Eindruck, den sie mit nach Hause nehmen. Schön, dass es dafür auch in Zukunft diesen tollen Rahmen geben wird.“ Die Lounge bietet auf zwei Ebenen und insgesamt rund 800 Quadratmetern Sitzplätze für bis zu 120 Gäste. Der Tagespass kostet 26 Euro.

„Wir sind sehr stolz, unsere erste Lounge in Deutschland in der wunderbaren Stadt Köln zu eröffnen. Die hohe Qualität unserer Lounge wird eine gute Ergänzung des Angebots am Airport sein. Wir laden alle Passagiere ein, vor ihrem Abflug unsere regionalen Speiseangebote, das großartige Ambiente und entspannende Musik zu genießen“, erklärt Jeffrey Stern (Global Lounge Network, CEO). Je nach Tageszeit sind unter anderem ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, warme und kalte Speisen mit regionalem und saisonalem Schwerpunkt sowie ganztägig Kaffeespezialitäten, Softdrinks und eine Auswahl an alkoholischen Getränken inklusive.

Lounge für alle nicht durchgehend geöffnet

Die Lounge ist täglich von 05:00 bis 02:00 Uhr geöffnet. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten gemäß dem Flugplan ist angedacht. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Die Lounge verfügt über ein Hygienekonzept, das den Vorgaben der aktuellen Corona-Schutzverordnung entspricht. An der Rezeption und auf den Verkehrswegen herrscht Maskenpflicht.

Am Köln Bonn Airport fliegen über 20 Airlines zu mehr als 100 Zielen in Europa und darüber hinaus. Die beliebtesten Reiseländer sind die Türkei, Spanien und Griechenland. Seit dem Sommer nimmt der Verkehr wieder deutlich zu. Der Köln Bonn Airport gehört zu den Flughäfen, wo sich der Erholungstrend am stärksten bei den Passagierzahlen widerspiegelt, die im Sommer mehr als 50 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichten. Auf dem Bild: Ribbon-Cutting „The Lounge“ mit Gerald Böse (Koelnmesse), Johan Vanneste (Airport) und Jens Bischof (Eurowings) bei der Besichtigung der neuen Airport-Lounge.

Next Generation Weapon System: Startphase an Industrie

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Deutschland, Frankreich und Spanien haben sich auf Vorgaben und Anforderungen an das künftige Waffensystem NGWS geeinigt. Das Projekt Next Generation Weapon System kommt damit einen wichtigen Schritt voran.

Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe, unterzeichnet gemeinsam mit seinem französischen und seinem spanischen Pendant in Paris eine Vereinbarung mit den Forderungen aller drei Nationen an das Next Generation Weapon System. Daraus entsteht jetzt ein konkreter Auftrag für die Industrien.

NGWS Next Generation Weapon System

Das Next Generation Weapon System NGWS ist Teil des Future Combat Air System (FCAS). Das Projekt wurde ursprünglich von Deutschland und Frankreich initiiert. Mittlerweile ist Spanien als dritter Partner in das Projekt mit eingestiegen. Ziel ist es, ein Luftkampfsystem der neuesten Generation zu entwickeln und einzuführen.

Next Generation Weapon System
Next Generation Weapon System (© Bundeswehr/ Jane Schmidt)

Teil des System-of-Systems

Im Gegensatz zu den Vorgängersystemen handelt es sich beim NGWS nicht um eine alleinstehende Plattform. Das Waffensystem setzt sich aus einem zentralen, bemannten New Generation Fighter (NGF), diversen unbemannten Fähigkeitsträgern (Remote Carrier) und einem Informations- und Missionsmanagement System (Air Combat Cloud) zusammen. Das NGWS wird nicht nur das zentrale Element dieses System-of-Systems darstellen, sondern zusätzlich in den jeweiligen nationalen Future-Combat-Air-Systemverbund (FCAS) eingebettet sein.

Anforderungen an das Next Generation Weapon System

Um seiner Rolle gerecht zu werden, muss das Next Generation Weapon System einige funktionale Forderungen erfüllen. Stealth-Eigenschaften sollen alle taktisch relevanten Signaturen verringern, vornehmlich die Radarrückstrahlung bei der Erfassung durch weiträumige gegnerische Luftraumüberwachung. Dabei hat die Form des Luftfahrzeugs den größten Effekt auf die Stealth-Eigenschaften.

Die Form hat sowohl Auswirkungen auf die Reduktion des Radarquerschnitts, um das Flugzeug möglichst nicht sichtbar zu machen, als auch auf die Aerodynamik des Flugzeugs, die nicht zu sehr unter der Form leiden sollte. Das heißt, es gilt den Spagat zwischen hoher Stealth-Fähigkeit und möglichst guter Aerodynamik zu schaffen.

Elektronische Gefechtsführung mit KI

Next Generation Weapon System
Next Generation Weapon System (© Bundeswehr/ Jane Schmidt)

Im Bereich des intelligenten elektronischen Kampfes gibt es einen Wettstreit zwischen Maßnahmen zur Ortung eines Luftziels und Gegenmaßnahmen zum Schutz des Luftfahrzeugs vor Entdeckung. Bei der sogenannten „kognitiven elektronischen Kampfführung“ handelt es sich um ein Konzept maschinellen Lernens, das das Lernverhalten von Lebewesen nachahmen und auf elektronische Systeme übertragen soll.

Luft-Boden und Luft-Luft-Waffen

Grundsätzlich zeigt sich die Leistungsfähigkeit eines Luftfahrzeugs darin, sich gegen andere Flugzeuge und Luftverteidigungssysteme durchzusetzen sowie viele verschiedenartiger Ziele mit hoher Wirksamkeit und zu vertretbaren Kosten zerstören zu können, ohne selbst Schaden zu nehmen. Neben einer Entwicklung verschiedener Antriebsalternativen spielt die Bewaffnung eine zentrale Rolle. So wird das künftige Luftfahrzeug eine hohe Präzision der Luft-Boden-Bewaffnung benötigen als auch Luft-Luft-Waffen mit einer hohen Reichweite.

Vernetzung aller Daten

Kennzeichnend für Luftfahrzeuge der fünften Generation sind die Vernetzung der Sensordaten des einzelnen Luftfahrzeugs in ein taktisch-operatives Netzwerk. Dafür werden eine komplexe Software und genug Rechenleistung im Flugzeug benötigt werden, um die großen Datenströmen zu verarbeiten. Daneben ist zusätzlich die Frage nach der Abschirmbarkeit des Gesamtsystems gegen gegnerische elektronische Maßnahmen und Cyber-Angriffe entscheidend.

NGWS ist ein ambitioniertes Großprojekt und wird mit seiner Einführung das primäre Waffensystem der Nutzerstaaten in der Dimension Luft sein. Ab etwa 2040 soll es dann die Eurofighter- und Rafale-Flotten ablösen. NGWS ist ein großer Schritt in die Zukunft mit dem das Fähigkeitsspektrum der Waffensysteme Eurofighter und Rafale durch den Multi-System-Ansatz deutlich übertroffen werden soll.

Satelliten aus Schülerhand: CanSat-Wettbewerb am Start

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CanSat Germany lädt ab sofort wieder Schüler und Schülerinnen ein, beim Wettbewerb für die Minisatelliten teilzunehmen und einen eigenen CanSat zu bauen. Der CanSat (zu deutsch: Dosensatellit) hat die Maße einer handelsüblichen Getränkedose. Er wird mit einer Rakete in eine Höhe von einem Kilometer geschossen soll Luftdruck sowie Temperatur messen und außerdem von den Schülern selbst gewählte Aufgaben erfüllen.

Bereits zum achten Mal fordert der Deutsche CanSat-Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen der Luft- und Raumfahrtindustrie Schüler und Schülerinnen aus ganz Deutschland heraus. Ein CanSat-Team besteht aus mindestens vier Jugendlichen ab 14 Jahren und einer betreuenden Person. Aufgabe des Projektes ist der Bau eines Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose. Alle entwickelten CanSats sollen in der Primärmission Luftdruck und Temperatur messen. In der frei wählbaren Sekundärmission können die Teams kreativ werden und sich einer beliebigen wissenschaftlichen oder technischen Fragestellung widmen. So versuchte bei den letzten Wettbewerbsrunden ein Team zum Beispiel Luftproben in unterschiedlichen Höhen zu nehmen. Ein anderes Team wertete während des Fluges aufgenommene Bilder mittels Künstlicher Intelligenz aus.

Wettbewerb für die Ingenieure von Morgen

Mit den Projekten werden Kinder und Jugendliche fürs Tüfteln und die Raumfahrttechnik begeistert. Entsprechend fördern Firmen den Wettbewerb für die Ingenieure von Morgen: Dabei sind ArianeGroup, Auf Distanz, Bremen Airport, CGI Deutschland B.V. & Co. KG, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DSI Aerospace Technologie GmbH (DSI), Europäische Union über den European Regional Development Fund, Europäische Weltraumorganisation (ESA), European Space Education Resource Office Germany (ESERO Germany), Flugplatz Rotenburg (Wümme), Gymnasium Vegesack, Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, moskito 360° Markenagentur, OHB Bremen, Rocketronics, Ruhr-Universität Bochum, Space Rocket Technology UG, Spacebenefit e.V., Technisches Bildungszentrum Mitte, VDI e.V. Bremer Bezirksverein, Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen.

Sechs Monate, in denen Raumfahrt betrieben wird

Im Laufe des sechsmonatigen Zeitraums erleben die Teams alle Phasen einer Raumfahrtmission, indem sie nicht nur den Satelliten konstruieren, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit, Projekt- und Finanzplanung durchführen. Ihre Umsetzung der Missionsaufgabe präsentieren die Teams anschließend in zwei Berichten. Dies dient als Bewertungsgrundlage für die Jury von Fachleuten aus der Luft- und Raumfahrt. Das Highlight des Wettbewerbes ist die Startkampagne im März des kommenden Jahres in Bremen. Dort werden die CanSats mit einer Rakete in eine Höhe von einem Kilometer gebracht und erfüllen beim Fall ihre Missionsaufgaben. Die Teilnahme ist eine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler, bei der sie durch die Arbeit an einem Großprojekt wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihnen in der Schule, im Studium oder im Berufsleben von Nutzen sein können. Das Siegerteam qualifiziert sich für den anschließenden europäischen CanSat-Wettbewerb.

„Auch wenn es am Ende nur einen ersten Platz gibt: Für die Schülerinnen und Schüler bietet der CanSat-Wettbewerb eine hervorragende Möglichkeit, nicht nur technisches Verständnis, sondern auch die kreative Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Für jedes Team, das ausgewählt wird und den eigenen Dosensatelliten startet, wird es eine interessante Erfahrung!“, sagt Dr. Dirk Stiefs, Leiter des DLR_School_Lab Bremen. Was Schüler wissen müssen um teilzunehmen, ist hier zu finden: Informationen sowie die Richtlinien. Die Bewerbungsphase endet am 03. Oktober.

Bundesagentur für Arbeit: Außenposten für Airport

Die Bundesagentur für Arbeit hat jetzt gemeinsam mit den Jobcentern der Region am Köln-Bonner Flughafen die Zweigstelle JobPoint@airport eröffnet. Die Airport-Agentur ist hauptsächlich ein Job-Vermittlungs-Service für Arbeitgeber am Flughafen, aber auch Arbeitssuchende, die gerne am Flughafen arbeiten möchten, können sich an den Jobpoint wenden.

Johannes Klapper, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Köln, sagt: „Wir gehen dorthin, wo die Stellen sind. Und davon gibt es reichlich am Flughafen für die verschiedensten Tätigkeiten und Branchen. Diese Stellen können wir jetzt gemeinsam mit allen Agenturen und Jobcentern des Umlandes bedienen. Denn der Flughafen bietet vielen Menschen in der gesamten Region Köln/Bonn ein interessantes Arbeitsumfeld“.

Firmen suchen Arbeiter am Flughafen

„Der Flughafen ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Viele der 130 ansässigen Unternehmen suchen händeringend Verstärkung. Mit dem neuen Agentur-Büro im Terminal bringen wir Menschen und Jobs vor Ort zusammen. Wir sind der Flughafen der kurzen Wege, deshalb passt dieses Konzept hervorragend zu uns“, erklärt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. „Am Flughafen gibt es vielfältige, interessante Beschäftigungsfelder. Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird in den kommenden Jahren weiter steigen.“

Die Agenturen Köln, Bonn, Bergisch-Gladbach und die Jobcenter Köln, Bonn, Rhein-Sieg, Rhein-Berg und Leverkusen haben ein Team von 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengestellt und betreiben gemeinsam das Büro am Terminal 2 (D West), um künftig direkt am Flughafen Köln/Bonn dort tätige Unternehmen zu beraten und Arbeitskräfte zu vermitteln.

Vorraussetzungen fürs Arbeiten am Flughafen

Der Köln Bonn Airport zählt zu den bedeutendsten Verkehrsflughäfen in Deutschland und ist einer der Jobmotoren der Region. Knapp 15.000 Menschen sind hier bei 130 Unternehmen und Behörden direkt beschäftigt (Bei der Flughafengesellschaft sind rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt.

Berufserfahrene, Berufsanfänger als auch Quereinsteiger können am Flughafen Köln/Bonn Beschäftigungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Berufsfeldern finden. Für einige Arbeitsstellen am Flughafen sind englische Sprachkenntnisse erforderlich, häufig reichen aber auch gute Deutschkenntnisse aus. Wichtig ist zudem die Bereitschaft zu Schichtarbeit sowie Feiertags- und Wochenendarbeit, denn der Flughafen ist an 365 Tagen im Jahr in Betrieb. Für Tätigkeiten im Sicherheitsbereich ist zudem ein einwandfreier Leumund erforderlich.

KSK und Gebirgsjägerbrigade beim Fallschirmspringen

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Mit einer Fallschirmsprungwoche will die Gebirgsjägerbrigade 23 die Einsatzbereitschaft im Fallschirmspringen erhalten. Mit dabei: Soldaten vom Kommando Spezialkräfte KSK aus Calw. Gemeinsam nutzen sie die Sprungwoche für eine einmalige, gemeinnützige Aktion.

Diesmal wird die Sprungwoche von der 3. Kompanie des Füssener Gebirgsaufklärungsbataillons 230 ausgerichtet. Solche Sprungwochen gibt es mehrmals im Jahr. Hier üben die sogenannten Freifaller der Gebirgsjägerbrigade 23 das militärische Gleitfallschirmspringen. Um die Freifallbefähigung zu erlangen, durchlaufen Soldaten eine spezielle Ausbildung. Die Besonderheit dabei: Freifaller nutzen keinen gewöhnlichen Rundkappenfallschirm, der automatisch beim Verlassen des Luftfahrzeugs geöffnet wird, sondern einen Gleitfallschirm. Diesen müssen sie in der Luft mit einem Handgriff manuell auslösen – erst dann öffnet sich der Fallschirm.

Kampfretter und KSK springt mit

Mit dabei sind auch Kampfretter der Luftwaffe und Kommandosoldaten des KSK. Die Gebirgsjägerbrigade 23 unterhält bis zu vier Gruppen freifallbefähigter Soldaten. Eine Gruppe besteht aus zehn bis zwölf Soldaten. Darunter sind drei Gruppen aus den Hochgebirgsjägerzügen der deutschen Gebirgsjägerbataillone. Sie kommen aus Bad Reichenhall, Bischofswiesen und Mittenwald sowie eine Gruppe aus dem Hochgebirgsspähzug des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 in Füssen. Viele sind nervös vor ihrem ersten Sprung. Die KSK-Tandemmaster geleiten daher ihre Passagiere in das Kurzstrecken-Transportflugzeug PZL M28 Skytruck.

Nach dem Absetzen aus dem Flugzeug sollen die Fallschirmspringer bei der Gebirgsjägertruppe leise und unerkannt weit hinter die feindlichen Linien gleiten und dort ihren Auftrag am Boden ausführen. In der Luft legen sie bis zu 50 Kilometer zurück. Als autarkes, taktisches Element bieten sie dem Kommandeur verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Ein auf diese Weise abgesetzter Trupp kann sensible Aufklärungsdaten liefern. Außerdem kann er das Gelände für die Truppe, die später folgt, sichern und vorbereiten. Mit dieser Fähigkeit bereichern die Freifaller das Fähigkeitsprofil der Gebirgstruppe ungemein. „Das Springen macht meinen Dienst, neben dem infanteristischen Können am Berg, noch vielseitiger und facettenreicher“, sagt Unteroffizier Marvin Caspari aus dem Hochgebirgsjägerzug des Gebirgsjägerbataillons 233 aus Mittenwald. Tandemsprünge gehören ebenfalls zu den Fähigkeiten der Truppe. So können beispielsweise Ärzte, Kampfmittelräumer oder sogar Politiker und Diplomaten sicher und schnell in das Einsatzgebiet gelangen.

Während der Sprungwoche erhalten auch die Soldaten des Kommandos Spezialkräfte die Möglichkeit, ihre Pflichtsprünge für den Erhalt der Tandemlizenz abzulegen. Die Elitesoldaten nutzen die Gelegenheit und starten gemeinsam mit dem Gebirgsaufklärungsbataillon eine Spendenaktion für die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land und Traunstein e. V.eingetragener Verein

Spenden per Tandemsprung gesammelt

Fünf Tandemmaster bieten den Soldatinnen und Soldaten aus verschiedenen Verbänden eine einmalige Chance. Für eine kleine Spende können sie sich als Passagiere an den Bauch der Profis binden lassen und sich aus 3.500 Meter Höhe in den freien Fall stürzen. „Natürlich ist es uns ein Anliegen, mit unserem Dienst etwas Gutes zu tun. Ich freue mich, einen kleinen Teil zu dieser Aktion beitragen zu können“, sagt Stabsfeldwebel H., stellvertretender Zugführer der Calwer.

Als Schirmherr des Vorhabens konnte die Unteroffizierskameradschaft der Gebirgsjägerbrigade 23 gewonnen werden, die bereits einige erfolgreiche Spendenaktionen für den Verein umgesetzt hat. Der Leiter des Sprungdienstes, Stabsfeldwebel Salvatore Grillo, hofft auch dieses Mal, den Kindern helfen zu können, getreu dem Motto: „Wir lassen niemanden zurück!“. Die genaue Summe des gesammelten Geldes bleibt vorerst eine Überraschung. Nach weiteren geplanten Spendenaktionen soll das Geld zur Weihnachtszeit an den Verein überreicht werden.

Denali Beechcraft lässt erstmals Motor laufen

Beechcraft hat in Wichita für ihren Prototyp Denali Turboprop den ersten Triebwerkstest mit dem neuen Motor von General Electric durchgeführt. Beim Testplatz des Mutterkonzerns Textron in Kansas wurde am Boden mit dem Antrieb auch das Treibstoffsystem und die Elektrik und Flugsteuerungssysteme getestet.

Die Denali erhält einen einmotorigen Turbopropantrieb mit dem neuen Motor Catalyst von GE Aviation. Beechcraft will bei der schon lange angekündigten Denali ein einfaches umrüsten von Passagierflug zu Frachtflug ermöglichen. Passagiere erleben LED-Beleuchtung in der Kabine und große Fenster. Standarmäßig finden in der Kabine sechs Sitze Platz, es können aber bis zu neun Plätze konfiguriert werden. Auch eine anflanschbare Toilette soll sich einrichten lassen. Der Kabinendruck wird digital gesteuert und soll eine Höhe von 6.000 Fuß haben, bei einer Dienstgipfelhöhe von 30.000 Fuß. Dabei gibt es für die Passagiere eine individuelle Klimatisierung, die vom eigenen Platz aus gesteuert werden kann.

Denali mit neuem Antrieb und Cockpit

Das Cockpit der Denali erhält die Garmin G3000-Avionik mit Touchscreens. Neben dem Automatic Flight Control System (AFCS) und Flight Management System (FMS) hat Beechcraft die Garmin autothrottle standarmäßig vorgesehen. Hinzu kommen über das G3000 ein zehn Zoll großes Wetterradar, Hinderniswarnsysteme (TAWS-B, Terrain Awareness Warning System) und modernes ADS-B.

Das Triebwerk Catalyst hat bereits 2.450 Teststunden geleistet. Es soll erstmals in einer Beechcraft King Air als Testflugzeug zum Flugantrieb eingesetzt werden und leistet 1.300 Wellen-PS (SHP). Der Antrieb wird gänzlich elektronisch angesprochen (FADEC). Die Kraft überträgt das Triebwerk auf einen neuen Fünfblatt-Propeller von McCauley, mit 105 Zoll Durchmesser und aus Verbundwerkstoff bei konstanter Geschwindigkeit. Der Erstflug für die Denali ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

Astronauten Reiter und Maurer beim DLRK

Raumfahrt dient auch dem Leben auf der Erde. So leistet die Erdbeobachtung durch Satelliten zum Beispiel das Monitoring von Klimazielen oder im Katastrophenfall Lagebilder wie beim Flutunglück im Juli in Deutschland. Die Raumfahrtforschung regt aber auch Innovationen an, die unser Leben wissenschaftlich, technologisch und auch wirtschaftlich voranbringen können. Bald leistet wieder ein Deutscher da draußen diese Arbeit.

Noch in diesem Jahr startet der deutsche Astronaut Dr. Matthias Maurer zu seiner ersten Reise auf die Raumstation. Daneben spricht auch der ehemalige deutsche Astronauten Dr. Thomas Reiter für die Teilnehmer des 70. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK), welche Erkenntnisse Maurers Mission „Cosmic Kiss“ bringen soll. Dies ist eins von vielen spannenden Themen beim virtuellen DLRK vom 31. August bis zum 02. September, die die enormen Potenziale der Raumfahrt verdeutlichen.

Elemente von Mystik und Science

Erde, Mond und Mars, die Himmelsscheibe von Nebra, vergoldete Schallplatten, die auf den Raumsonden Pioneer und Voyager mit Informationen über die Menschheit zu den Sternen reisen: Für das Logo seiner Cosmic-Kiss-Mission hat sich Maurer Elemente ausgesucht, die für die Faszination für den Weltraum stehen sowie den Wunsch, mehr über die Entstehung des Lebens, das Universum und unseren Platz darin zu erfahren. Am 31. August, dem Plenary Day des diesjährigen DLRK, richtet sich der deutsche Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit einer Video-Grußbotschaft an die Teilnehmer des Kongresses und erläutert seine Mission.

Anschließend wird Dr. Thomas Reiter, der 2006 als erster Europäer zur ISS reiste, die Cosmic-Kiss-Mission mit ihren wissenschaftlichen Experimenten und Zielen noch genauer vorstellen. Wenn Maurer im Herbst zu seiner ersten Mission zur ISS aufbricht, wird er nicht nur rund sechs Monate auf der Raumstation leben und arbeiten.  wird auch viele Menschen auf der Erde mit seinem Blick aus dem Weltraum inspirieren und für die Raumfahrt und einen besseren Umgang mit der Erde werben.

Raumfahrt und Klimaschutz

Die Rolle der Raumfahrt im Klimaschutz wird auch Teil einer Podiumsdiskussion am Plenary Day sein, bei der Experten über einen „Green Deal in der Luft- und Raumfahrt“ diskutieren, darunter Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Marco Fuchs, CEO OHB SE, Dr. Nicolaus Hanowski, Leiter des EO Mission Departments der ESA und Karl-Heinz Servos, COO ArianeGroup GmbH. Denn mit der Erdbeobachtung leistet die Raumfahrt einen bedeutenden Beitrag für den Klimaschutz auf der Erde. Aus diesem Grund soll auch das bestehende Copernicus-System ausgeweitet werden. Neben den bisherigen sechs Missionen zur Überwachung von Land, Meer und Atmosphäre sollen sechs weitere hinzukommen, um Antworten auf die globalen Herausforderungen durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Umweltprobleme zu finden.

Auch Prof. Johann-Dietrich Wörner, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech, widmet sich am Plenary Day in seinem Vortrag „Raumfahrt und Innovation“ der Raumfahrt und ihrem Nutzen für unser tägliches Leben. Deutschland zählt weltweit zu den führenden Nationen in der Raumfahrt. Dabei wirkt sich alleine schon die Forschung für die Raumfahrt positiv auf Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft aus, denn viele der so entstehenden Innovationen können auch an anderer Stelle auf der Erde eingesetzt werden. Ebenso nützlich sind die Ergebnisse wissenschaftlicher Experimente, wie sie unter anderem auf der ISS stattfinden. In Schwerelosigkeit wachsen zum Beispiel Proteinkristalle, die ganz neue Wirkstoffe für Medikamente ermöglichen. Auch Materialien verhalten sich auf der ISS anders – so entstehen Erkenntnisse, die auf der Erde neue Anwendungsmöglichkeiten und damit Innovationen begünstigen.

Offshore-Weltraumbahnhof für Deutschland?

An den weiteren Kongresstagen am 01. und 02. September stehen ebenfalls aktuelle Entwicklungen in der Raumfahrt im Mittelpunkt wie Microlauncher, spezielle Trägerraketen für Kleinsatelliten im Fokus. Europas Anteil am derzeitigen Boom der kleinen Trägerraketen ist hoch und die deutsche Raumfahrt-Start-up-Szene rückte zuletzt besonders in den Fokus der raumfahrtpolitischen Betrachtung in Deutschland. Um bestmöglich am Kleinsatelliten-Boom zu partizipieren und einen wesentlichen Beitrag zu Europas unabhängigem Zugang zum All zu leisten, wird über eine mobile Offshore-Startplattform in der Nordsee diskutiert. Wie ein solcher deutscher Spaceport funktionieren könnte, erläutert Sabine von der Recke, Sprecherin der German Offshore Spaceport Alliance (GOSA), in ihrem Plenarvortrag.

Neue Möglichkeiten für Forschung und Exploration im Weltraum eröffnet zum Beispiel auch das 3D-Bioprinting. Auf dem DLRK wird ein Projekt der Technischen Universität Dresden vorgestellt, das das Potenzial von photosynthetisch aktiven Mikroalgen für die Erzeugung von lebenserhaltenden Stoffen mit den Vorteilen moderner additiver Herstellungsverfahren kombiniert. Mit der Entwicklung von unter reduzierter Schwerkraft anwendbaren Technologien sollen die Grundlagen für eine on-demand-Erzeugung von bioregenerativen Bioprinting-Produkten im Weltraum geschaffen werden. Die photosynthetische Sauerstoffproduktion bei gleichzeitigem Verbrauch von Kohlendioxid könnte zum Beispiel für die Generierung von Atemgasfiltersystemen genutzt werden.

Weitere Raumfahrt-Sitzungen beschäftigen sich mit Megakonstellationen wie den kommerziellen Projekten OneWeb und Starlink, wiederverwendbaren Trägersystemen und der Frage, welche Rolle Satelliten als integraler Bestandteil für die Breitbandversorgung auf der Erde spielen. Auch die DGLR-Nachwuchsgruppen haben beim DLRK die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen. Die studentische Gruppe Decan-Aquarius an der Technischen Universität Berlin entwickelt und startet zum Beispiel Höhenraketen und präsentiert beim DLRK ihre aktuellsten Arbeiten.

Raumfahrt für Schüler

Für Schülerinnern und Schüler ab der neunten Klasse organisiert der Junge Senat der DGLR eine eigene Sitzung zum Thema „Grüne Luft- und Raumfahrt – aktuelle Themen und Berufsfelder“ am 01. September von 16:00 bis 18:00 Uhr. Hier wird zum Beispiel erklärt, wie Rover autonom auf anderen Planeten fahren und die Gegend erkunden können, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu liefern.

Langenlebarn bekommt neue Radartechnik mit Neubau

Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner leitete den Baubeginn einer neuen Flugplatzradaranlage am Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn ein. Der Neubau der Anlage ist ein weiterer Schritt zur Modernisierung des Bundesheeres. Schon seit den 1950er-Jahren betreibt der Fliegerhorst eine Flugplatzradaranlage.

Die erste Radaranlage wurde damals noch durch Röhrentechnik betrieben und im Jahr 1992 durch die jetzige ersetzt. Diese kann nach 30 Jahren Betrieb nur mehr schwer logistisch versorgt werden und wird aus diesem Grund erneuert. „Moderne Technologien erleichtern nicht nur unser alltägliches Leben, sondern verbessern auch die Arbeitsweise unserer Soldatinnen und Soldaten. Mit dieser Modernisierung wird somit in die Truppe und auch in die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung investiert“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Primärradar mit Sekundärradar in Langenlebarn

Die neue Radaranlage besteht aus einem Primärradar und einem Sekundärradar. Das Primärradar liefert Informationen über Richtung und Entfernung der Ziele. Mit dem Sekundärradar können zusätzliche Informationen erlangt werden – darunter unter anderem die barometrische Höhe oder die Möglichkeit zur eindeutigen Identifizierung von Flugobjekten wie Hubschraubern, Flugzeugen oder auch Drohnen. Die Anlage ist für die Beobachtung bis zu einer Reichweite von etwa 110 Kilometern und für einen 24-Stunden-Betrieb ausgelegt. Die Energieversorgung der neuen Anlage kann bei Stromausfall durch eine „Unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlage“ sowie durch ein Notstromaggregat sichergestellt werden.

Die Errichtung des Anlagengebäudes und des Turmfundamentes erfolgt bis Anfang November. Das eingeschossige Anlagengebäude, mit einer Gesamtnutzfläche von 92 Quadratmetern, wird in Massivbauweise errichtet und mit begrüntem Flachdach gestaltet. Die Errichtung des Antennenturms ist bis Ende Dezember 2021 geplant. Der Turm ist in etwa 20 Meter hoch und befindet sich direkt neben dem Anlagegebäude. Anfang August bis Mitte September 2022 erfolgt der Abriss der alten Radaranlage.