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Fluggast-Befragung in Dortmund zeigt regionale Aufgliederung

Rund 25 Prozent der abreisenden Passagiere am Dortmund Airport hatten die Region rund um den Ruhrgebietsflughafen als Reiseziel. Das ergibt die aktuelle Fluggastbefragung des Flughafens, die erstmalig auch den sogenannten Incoming-Verkehr untersucht. Bei den Rückreisenden handelt es sich zu 34 Prozent um Geschäftsreisende.

Die Gäste hielten sich während ihrer Reise zu 64 Prozent in einem Radius von 50 km um Dortmund auf. Davon blieben wiederum 32 Prozent direkt in Dortmund.

Dabei reisten 20 Prozent der zurück fliegenden Passagiere in einer easyJet-Maschine nach London. Insgesamt waren sogar 30 Prozent der Rückflieger auf dem Weg nach Großbritannien. Damit bilden die Reisenden von der "Insel" die Spitzengruppe im Incoming-Verkehr, gefolgt von Polen (18 Prozent) und der Ukraine (15 Prozent).

Ein Fünftel startet geschäftlich

Passagiere, die in Dortmund ihre Reise starteten, also der Outgoing-Verkehr, gaben mit 21 Prozent an, geschäftlich unterwegs zu sein. Damit zeigt sich der Anteil an Geschäftsreisenden am Dortmund Airport außerhalb der Ferien stabil (24 Prozent im Nov 2013, 20 Prozent im April 2013). Während die Geschäftsreisenden die Ziele München (35 Prozent), London (Luton & Stansted ges. 12 Prozent) und Kattowitz (neun Prozent) bevorzugen, zieht es Privatreisende vor allem nach Mallorca (19 Prozent) sowie ebenfalls nach London (Luton & Stansted ges. 18 Prozent) und Kattowitz (sieben Prozent).

Sowohl bei den Privat- (40 Prozent) als auch bei den Geschäftsreisenden (43 Prozent) bleibt dennoch Wizz Air die am stärksten genutzte Fluggesellschaft am Dortmund Airport. Geschäftsreisende bevorzugen an zweiter Stelle germanwings (37 Prozent). In der Bedeutung für die Privatreisenden folgt Ryanair mit 25 Prozent auf Platz 2.

Ryanair holt Erstkunden an den Flughafen Dortmund

Gut ein Jahr nach dem Einstieg am Standort Dortmund hat sich die irische Airline mit den angebotenen Zielen insbesondere bei der Gruppe der Privatkunden etabliert. Dabei gelingt es von allen Fluggesellschaften nach wie vor Ryanair besonders gut, mehr Erstkunden an den Dortmund Airport zu holen. 36 Prozent der befragten Ryanair-Privatreisenden sind vorher noch nicht vom Dortmund Airport aus abgeflogen, im Durchschnitt aller Airlines sind es 28 Prozent.

Sowohl die Privat- als auch die Geschäftsreisenden bewerten den Dortmund Airport insgesamt weiterhin sehr positiv und vergeben im Durchschnitt die Schulnote Zwei. Besonders gut gefallen Übersichtlichkeit und Größe. Auch die schnelle Abfertigung wird geschätzt, wobei diese für die Geschäftsreisenden (14 Prozent) einen deutlich höheren Stellenwert hat als für die Privatreisenden (neun Prozent). Während bei den Geschäftsreisenden an dritter Stelle die kurzen Wege stehen (elf Prozent), folgt bei den Privatreisenden die ruhige angenehme Atmosphäre (neun Prozent).

Mehdorn zur Korruptionsaffäre und Stand der Bauarbeiten am Flughafen BER

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat gestern nach einem Hinweis der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Dienstzimmer von zwei Beschuldigten sowie Privaträume des Hauptbeschuldigten in einem Korruptionsverdachtsfall am Flughafen durchsucht. Zu den aktuellen Entwicklungen im Korruptionsverdachtsfall äußerte sich nun nochmals Flughafenchef Hartmut Mehdorn.

"Wir haben gestern den Korruptionsverdacht gegen einen unserer leitenden Angestellten öffentlich gemacht. Das war unvermeidlich. Die Staatsanwaltschaft schätzt den Fall als ‚das klassische Modell von Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr‘ ein. Wir fühlen uns durch die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft in unserer Null-Toleranz-Linie bei Korruptionsfällen bestätigt. Unser Vergaberegelwerk ist in Ordnung. Unsere Mechanismen haben gegriffen. Gegen kriminelle Energie Einzelner sind wir jedoch nicht gefeit." Die Staatsanwaltschaft will der Flughafen weiterhin bei ihren Ermittlungen unterstützen, angesichts der Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft sämtliche nötigen arbeitsrechtlichen Entscheidungen treffen und die internen Untersuchungen fortführen. Man bedauere den Vorgang sehr, so Mehdorn.

Röbbelen übernimmt Aufgaben – Entrauchung immer noch Thema

Das Inbetriebnahmeprojekt sei jedoch auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen des Korruptionsverdachtsfalls auf den Flughafen BER sehr solide aufgestellt. Es steht und fällt nicht mit einem einzelnen Mitarbeiter. "Unser Bereichsleiter Bau Frank Röbbelen wird kommissarisch die Aufgaben des leitenden Mitarbeiters übernehmen, um die Auswirkungen auf den BER so gering wie möglich zu halten. Wir werden auch in neuer personeller Zusammensetzung den beschrittenen Weg weitergehen: Für die wesentlichen technischen Fragestellungen, die bislang einer Eröffnung des BER im Weg standen, haben wir Lösungen erarbeitet und die Planungen aufgenommen. Wir arbeiten an den Entrauchungsthemen."

Auch die Kabeltrassensanierungen im Fluggastterminal machen Fortschritte. Für die restlichen BER-Betriebsgebäude haben sind im Mai die noch ausstehenden Bau-Freigaben erteilt worden. "Wir sind mit den Arbeiten im Nordpier durch. Wir arbeiten hier gerade an der Übergabe der Dokumentationen. Nun konzentrieren wir uns auf die Planungen und die Arbeiten für die verbleibenden Bereiche Terminal, Hauptpier und Pier Süd." so Mehdorn zum Stand der Bauarbeiten am BER.

Getriebefan: MTU-Niederdruckturbine besteht Stresstest

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Die schnelllaufende Niederdruckturbine des A320neo-Getriebefans (GTF) hat die vorgeschriebenen Stresstests tadellos bestanden. Diese extrem komplexen Telemetrieläufe gelten als Königsdisziplin des Triebwerkstestings und sind ein offizieller Zulassungslauf für die MTU-Komponente.

Ermittelt werden Schaufelschwingspannungen, Temperaturbelastung und -verteilung. Die schnelllaufende Niederdruckturbine der MTU wurde dafür in monatelanger Handarbeit mit rund 400 speziellen Messsensoren ausgerüstet. In 20 Teststunden musste der Antrieb zeigen was er kann – auch bei Überdrehzahl.

Meilenstein zur PW1100G-JM-Zulassung

Oskar Schnell, Leiter Programmmanagement PurePower® PW1100G-JM bei Deutschlands führendem Triebwerkshersteller ist mit den Tests auf dem Entwicklungsprüfstand in München zufrieden: "Der Stresstest ist gut gelaufen. Die Ergebnisse decken sich mit den Vorhersagen und wir waren dem Testplan sogar voraus." Damit hat der Antrieb von Pratt & Whitney einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu seiner Zertifizierung erreicht, die in diesem Jahr erfolgt.

Die Versuche waren für die Triebwerksspezialisten nichts Neues: Dieser Stresstest war der dritte seiner Art, denn auch die GTF-‚Geschwister‘ des PW1100G-JM, die Antriebe für den Mitsubishi Regional Jet und die CSeries von Bombardier, mussten in München auf den Prüfstand. Alle Prüfläufe wurden in Anwesenheit von Pratt & Whitney-Kollegen durchgeführt; die Zusammenarbeit läuft bestens.

9.000 Teststunden absolviert

Das Team hat die Prüfläufe perfekt durchgeführt. Bei solchen Prüfläufen ist es sehr wichtig, dass die Ingenieure vor Ort sind, damit, falls nötig, sehr schnell Entscheidungen getroffen können, so Kurt Scheidt, Leiter Triebwerks- und Flugtests bei der MTU. Das PW1100G-JM wird im nächsten Jahres die A320neo (new engine option) von Airbus in die Luft bringen. Bisher wurden über 9.000 Teststunden absolviert; davon über 1.200 im Flug. Der Auftragsbestand für die PurePower-Getriebefan-Familie liegt bei über 5.500 Bestellungen – festen und optionalen. Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und ist führend bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Eine Kernkompetenz der MTU ist die Instandhaltung ziviler Triebwerke und von Industriegasturbinen.

Alexander Gerst mit Sojus-Rakete zur ISS gestartet

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst erfolgreich ins All gestartet. An diesem Dienstag Abend, um 21:57 Uhr (MEZ) hob vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) eine Sojus-Trägerrakete zur Internationalen Raumstation ISS ab.

Gerst wird planmäßig 166 Tage auf der Internationalen Raumstation verbringen. Seine Mission heißt "Blue Dot", in Anlehnung zur Erdkugel, die aus dem All als blauer Punkt erscheint. Während seines Aufenthaltes soll Alexander Gerst rund 100 Experimente aus den Bereichen der Materialphysik über die Raumfahrtmedizin bis hin zu Biologie durchführen.

Es dauert aber noch sechs Stunden bis die Sojus-Kapsel an die Raumstation andockt. Nach mehreren gemeinsamen Erdumrundungen mit kontinuierlicher Annäherung an die ISS wird gerst mit seinen beiden Kollegen, dem amerikanischen Reid Wiseman und dem russischen Kosmonauten Maxim Suraev die ISS erreichen.

Austrian Airlines setzt auf Hub-Player-Konzept für maßgeschneiderte Reisen

Austrian Airlines auf das neue Hub-Player-Konzept. In Zusammenarbeit mit TraviAustria & Vayant Travel Technologies setzt Austrian Airlines auf das ein Supply Network der Firma Peakwork für die Touristik Branche. Dieses technische Netzwerk soll sowohl Zielgebietsagenturen und Content Provider als auch Veranstalter und Vertriebssysteme mit den Endkunden verbinden. Dabei erleichtert ein neu entwickeltes einheitliches Datenformat (EDF) den Datenaustausch.

Dieses neue Datenformat basiert auf dem Standardformat XML und ist damit nicht nur beliebig erweiterbar sondern ermöglicht auch eine zügige Weiterentwicklung. Durch die Nutzung der Hub-Player-Technologie ist Austrian Airlines ein innovativer Vorreiter in Österreich.

Reise-Angebote können maßgeschneidert werden

Veranstalter können nun mit Hilfe der Hub-Player-Technologie direkt auf aktuelle Angebote von Austrian Airlines zugreifen und diese für ihre Kunden maßgeschneidert zusammenstellen. "Die neue Hub-Player-Technologie vereinfacht nicht nur die Datenverarbeitung für unsere Reisepartner, sondern steigert außerdem die Datenqualität für unsere Kunden durch Angebote welche nahezu in Echtzeit produziert werden", erklärt Mario Maier, Leiter für Online Portale und Vertriebssysteme bei Austrian Airlines.

Hamburg – Athen seit heute im Liniendienst mit Aegean

Hamburg Airport kann eine neue Airline begrüßen: Seit heute fliegt Aegean Airlines an drei Tagen in der Woche von Hamburg nach Athen. Die griechische Hauptstadt wird immer dienstags, donnerstags und samstags angeflogen. Eingesetzt wird dabei ein Airbus A320. Zuletzt wurde diese Verbindung im Jahr 2004 angeboten. Die griechische Destination ist Kulturhauptstadt Europas und wird mit der Akropolis und dem Kloster Daphni in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO geführt.

Auch als Shopping-Metropole hat sich Athen einen sehr guten Namen gemacht. "Es gibt eine sehr starke Nachfrage, nicht nur von den Urlaubsreisenden und vielen Geschäftsreisenden, sondern auch von vielen Griechen, die hier in Norddeutschland leben. Ich bin sicher, dass die Verbindung gut angenommen wird", sagt Wolfgang Pollety, Geschäftsführer am Hamburg Airport.

Athen gehört bereits seit vielen Jahren zu den Top-Zielen in Europa, die von Hamburg aus mit einmal umsteigen erreichbar ist. Im Jahr 2013 reisten beispielsweise etwa 40.000 Passagiere von Hamburg aus nach Athen, obwohl dafür ein Zwischenstopp eingelegt werden musste.

"Wir freuen uns sehr, nun auch Hamburg nonstop mit der griechischen Hauptstadt Athen zu verbinden. Wir bieten unseren Kunden ein angenehmes Flugerlebnis mit einer vielfach prämierten Full-Service-Fluggesellschaft und zahlreichen Anschlussverbindungen zu den griechischen Inseln", sagt Dirk Steffensen, Deutschlandchef von Aegean Airlines.

Die griechische Fluggesellschaft Aegean, die Mitglied in der Star Alliance ist, fliegt außerdem ab 29. Mai 2014 immer dienstags und donnerstags nach Heraklion auf Kreta. Alle Flüge sind per sofort buchbar.

Nächste Serie von Messflügen für ILS am Flughafen Zürich startet

Ab 31. Mai bis 06. Juni 2014 finden Messflüge für die Überprüfung des neu installierten Instrumentenlandesystems auf Piste 14 statt. Die Flüge erfolgen sowohl am Nachmittag als auch in der Nacht bis spätestens um zwei Uhr morgens. Das anfangs März 2014 neu installierte Instrumentenlandesystem (ILS) für die Piste 14 wird getestet. Die Messflüge finden teilweise am Nachmittag, aber auch nachts, nach Beendigung des ordentlichen Flugbetriebes, bis spätestens um zwei Uhr morgens statt.

Für die Überprüfung des ILS sind Anflüge seitlich, oberhalb und unterhalb des publizierten Flugweges erforderlich. Aus diesem Grund erfolgen die Messflüge teilweise auch abseits der gewohnten Anflugroute. Für eine Vermessung wird die Piste mehrmals angeflogen, um ein möglichst genaues Resultat zu erzielen. Die Signale der entsprechenden Sendeanlage werden aufgezeichnet und ausgewertet.

Für die Messflüge wird ein zweimotoriges Propellerflugzeug vom Typ Beechcraft King Air 350 eingesetzt. Die Maschine ist mit modernsten Navigationshilfsmitteln und einem hochpräzisen Flugvermessungsgerät ausgerüstet. Verantwortlich für die Planung und Durchführung der Flüge ist die Flugsicherung Skyguide.

Es ist die zweite von insgesamt drei Serien von Messflügen außerhalb der Betriebszeiten. Weitere Messflüge finden vom 25. August bis 06. September 2014 statt. Alle drei Serien wurden vom Bundesamt für Zivilluftfahrt bewilligt.

Roll-Out für historische Caravelle von Sud Aviation

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59 Jahre nach dem ersten Flug der Caravelle vom 27. Mai 1955, zeigt sich die 282. und letzte von Sud Aviation gebaute Maschine, einstmals an Air Inter geliefert, bald in einem neuen Gewand.

Denn nach einer mehrmonatigen Restauration bereitet sich die Abteilung Airbus Heritage auf die Überstellung dieses historischen Exemplars ans Museum Aéroscopia im Herbst vor.

Die Caravelle gab einstmals eine Vorahnung von den technologischen Innovationen der beiden Jahrzente, die noch kommen sollten. Sie war das erste zweimotorige in Serie hergestellte Zivilflugzeug der Welt, und die erste Maschine mit einem Notlandesystem überhaupt.

Interview mit Astronaut Alexander Gerst: Vorbereitungen zum Raumflug

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Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst startet am 28. Mai 2014 um 21:57 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) an Bord einer Sojus-Trägerrakete zur Internationalen Raumstation ISS. Im Interview kurz vor dem Start erzählt er, was ihn im All erwartet und was er am meisten vermissen wird.

Alexander Gerst fliegt als Wissenschaftsastronaut und Flugingenieur der Mission "Blue Dot" zur ISS und wird dort rund 100 Experimente aus den verschiedensten Bereichen von der Materialphysik über die Raumfahrtmedizin bis hin zu Biologie durchführen. Sie können an dieser Stelle den Start der Mission #BlueDot im Livestream aus dem Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen ab 28. Mai ab 20:45 Uhr verfolgen. Zudem findet auf dem Kölner Alter Markt ab 19:45 Uhr eine öffentliche Veranstaltung von ESA, DLR und der Stadt Köln statt.

Interview mit Alexander Gerst: Schwebend auf die Erde sehen

In Star City bei Moskau hat er sich im ehemaligen Büro von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All, ins Gästebuch eingetragen. Er hat in der Allee der Kosmonauten in Kasachstan einen Baum gepflanzt, wie es vor ihm schon unzählige Astronauten von Juri Gagarin über Sigmund Jähn bis hin zu Reinhold Ewald getan haben.

Alle erfolgsbringenden Rituale, bevor es in den Weltraum geht, sind erfüllt worden: Der Deutsche Alexander Gerst steht kurz vor seinem Start zur Internationalen Raumstation am 28. Mai 2014. Im Interview mit Manuela Braun erzählt er unter anderem, mit welchen Gefühlen er ins All startet und was er am meisten vermissen wird.

Der Start steht kurz bevor – gibt es da auch schon mal Momente der Angst?

Angst ist etwas, was man entwickelt, wenn man das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren. Deswegen hat die Crew trainiert. Wir sind auf alles vorbereitet, wissen, was zu tun ist, wenn etwas nicht funktioniert und haben einen Plan B und einen Plan C. Damit vermeidet man das Gefühl der Angst. Eigentlich ist man auch zu beschäftigt, daran zu denken. Ich habe aber Respekt vor Start und Landung, und auch vor der Zeit im Weltraum.

Da muss man ehrlich sein: Es ist nicht ganz ungefährlich, in den Weltraum zu fliegen. Wir arbeiten an der Grenze der Technologie, wir machen etwas Neues, wir betreiben Exploration – und das war noch nie ungefährlich. Dieses Risiko gehen wir bewusst ein, es ist nicht allzu hoch, aber es ist da. Bei einem Start mit der Rakete sitzt man auf 300 Tonnen Treibstoff und 26 Millionen PS gehen unter uns an.

Wann wurde Ihnen so richtig bewusst, dass Ihr Flug ins All näher rückt und Realität wird?

Im November 2013 gehörte ich zur Backup-Crew für die Mannschaft, die sechs Monate vor mir gestartet ist. Man lebt in Baikonur mit der Mannschaft gemeinsam, hat noch einmal Trainingsklassen zusammen, und dann sieht man die Haupt-Crew in die Rakete steigen und ist bis zum Schluss dabei.

Man hilft ihnen, wenn sie ihren Raumanzug anziehen und trägt ihre Sachen mit zur Rakete. Und dann steht man direkt neben der Rakete und sieht sie in der Sojus-Kapsel sitzen. Das ist der Moment, wo es für mich ganz real wurde: In einem halben Jahr sitzt Du auf diesem Ding. Ich wäre am liebsten da schon mitgeflogen, wenn noch ein Platz frei gewesen wäre in der Rakete.

Sie haben 2009 mit Ihrer Ausbildung begonnen, haben Ihren Beruf als Geophysiker aufgegeben und Ihr Leben nach dem extrem anspruchsvollen, dicht gepackten Trainingsplan ausgerichtet. Gab es in den letzten viereinhalb Jahren auch zeitweise Zweifel, ob der Beruf der richtige ist?

Ich wusste immer: Astronaut zu sein, das wäre mein Traumberuf. Mir war immer klar, dass dieser Beruf es wert wäre, durch viele Anstrengungen zu gehen, wie es auch jetzt der Fall war. Obwohl wir in drei Monaten Russisch lernen mussten, obwohl wir uns bei Überlebenstrainings ohne Essen durch den Wald schlagen mussten oder im Wasser ausgesetzt wurden – trotz all dieser Dinge gab es nicht eine einzige Sekunde, in der ich meine Entscheidung bereut hätte. Es ist für mich selbst erstaunlich, dass nie ein Zweifel daran aufkam bei mir.

Sie werden rund 100 Experimente aus so unterschiedlichen Bereichen wie Biologie, Materialphysik oder auch der Raumfahrtmedizin durchführen. Gibt es dabei Experimente, die Ihnen besonders gut gefallen?

Besonders freue ich mich auf den Elektromagnetischen Levitator, der zum größten Teil in Deutschland gebaut wurde. Den werde ich mit dem europäischen Transporter ATV in Empfang nehmen, ins Columbus-Labor transportieren und dort aufbauen. Eine langwierige Operation! Ich werde diesen Schmelzofen für neue Legierungen erstmals in Betrieb nehmen und testen. Diese Daten helfen uns auf der Erde, neue Materialien zu entwickeln.

Zum Beispiel für Flugzeug-Triebwerke, die leichter sind, weniger Treibstoff verbrauchen und weniger schädliche Stoffe verursachen. Das freut mich, dass ich mit meinen Händen daran mitarbeiten kann, dass es uns besser geht auf der Erde.

Wie wird Ihr Tagesablauf auf der Raumstation aussehen?

Man steht morgens um 06:30 Uhr auf, hat eine Stunde Zeit für sich, um sich zu waschen, zu frühstücken, und um 07:30 Uhr hat man die erste Konferenz mit der Bodenstation. Da bespricht man zum Beispiel kurzfristige Änderungen, die noch nicht in den Prozeduren, den Plänen, stehen. Man arbeitet, hat eine Mittagspause und macht täglich zwei Stunden Sport. Bis abends um 19:00 Uhr hat man Schicht.

Dann kommt noch eine Besprechung mit der Bodenstation, man schaut noch ein paar Abläufe für den nächsten Tag an und sammelt Werkzeuge ein, die man brauchen wird. Dann ist schon Abendessenszeit, und man hat noch eine Stunde Zeit für sich, bevor man schlafen geht. Eines der wichtigsten Dinge in meiner Freizeit wird der Blick nach Außen sein und davon Fotos aufzunehmen. Vielleicht höre ich noch Musik. Ich schreibe auf jeden Fall Tagebuch, um die Eindrücke zu konservieren. Unser Gedächtnis ist ja leider so, dass alles sehr schnell verblasst.

Wenn Sie in der Internationalen Raumstation leben und forschen, unterstützt Sie ein riesiges Team am Boden, die über die gesamte Erde verteilt sind. Wie baut man eine Beziehung zu diesen vielen Leuten auf?

Eines der wichtigsten Dinge, die man braucht, um in den Weltraum zu fliegen, ist Vertrauen. Zum einen braucht man eine Mannschaft, der man blind vertraut. Wenn einer von denen einen Fehler macht, kann das für mich lebensbedrohlich sein – und umgekehrt. Dafür trainiert man viel gemeinsam. Das geht natürlich noch viel weiter, denn dieses Vertrauen muss auch in all die vielen Menschen da sein, die das Projekt Raumfahrt überhaupt erst möglich machen.

Wir sind ja nur der ausführende Arm von einem riesigen Team aus Ingenieuren, Wissenschaftlern und Technikern. Dann hat man noch die Menschen in den Kontrollräumen in Oberpfaffenhofen oder in Houston, die ihr Herzblut geben. Das läuft alles sehr professionell ab, und ich bin bereit, denen zu vertrauen.

Was macht für Sie die Faszination Raumfahrt aus?

Wir dringen in eine vollkommen neue "un-intuitiven" Umgebung vor. Letztendlich sind wir immer noch die erste Welle von Entdeckern, die seit 50 Jahren in diese neue Umgebung vorstoßen, wo vorher noch niemand war. Eine Welt, die eigentlich lebensfeindlich ist, aber wir haben einen Weg gefunden, dorthin zu fliegen, zu überleben und dort als Mannschaft der ISS einen Außenposten der Menschheit zu haben. Das ist eine faszinierende Vorstellung, dass wir dort oben die einzigen Menschen sind, die von außen auf die Erde schauen.

Die letzten zwei Wochen vor dem Start haben Sie schon in Baikonur verbracht. Wie ist die Atmosphäre dort?

Baikonur ist ein sehr traditioneller Ort. Wir starten von derselben Rampe, von der auch schon Juri Gagarin gestartet ist. Selbst das ist schon ein riesiges Privileg. Davon ist auch der gesamte Weltraumbahnhof geprägt: Einen Tag vor dem Start guckt man gemeinsam den Film "Die weiße Sonne der Wüste", ein alter russischer Film, den sich eine Crew angeschaut hat, die nach dem Unglück von Sojus 11 erfolgreich startet. Seitdem gucken alle Mannschaften vor dem Start diesen Film. Man pflanzt einen Baum, der dann in einer Reihe steht mit denen anderer Astronauten. Ich habe schon den Baum von Sigmund Jähn gesehen. Es ist schön, das anzusehen und auch Teil dieser Tradition zu werden.

Denken Sie, dass der Flug ins All Sie verändern wird?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass man nicht in den Weltraum fliegen kann, ohne dass es einen verändert. Jeder wächst auf mit dem Gefühl, dass die Welt unendlich ist. Wenn man die Erde von außen sieht, hat das auf jeden Fall Potenzial, einen umzuhauen. Man sieht: Die Erde ist wirklich nur eine Kugel aus Stein mit einer hauchdünnen Atmosphäre, die einmal im Jahr um die Sonne fliegt.

Und das ist alles, was wir haben, was uns Leben ermöglicht – und wir gehen nicht gut mit der Erde um. Wenn ich auf der Raumstation nachts in die Aussichtskuppel schwebe und auf die Erde blicke, auf Orte, die ich kenne, wo ich aufgewachsen bin, wo Freunde von mir leben, ist es unmöglich, dies zu sehen, ohne dass es einen verändert.

Und was werden Sie in Ihrer Zeit in der Raumstation am meisten vermissen?

Am meisten wird es mir fehlen, im Regen joggen zu gehen. Es mag sich verrückt anhören, aber das ist etwas, war mir sehr viel Spaß bereitet. Das werde ich in den sechs Monaten auf der ISS vermissen. Und natürlich eine Dusche.

Embraer 175 im Retro-Look der LOT im Einsatz nach Wien

Heute hat die polnische Fluglinie LOT mit einem Embraer ERJ-175 in Retrolackierung den Flughafen Wien besucht. Anlass war das 85-jährige Bestehen der Airline und so fand gemeinsam mit Vertretern von LOT und Flughafen Wien ein Fototermin am Flughafen Wien zur Ankunft des Retro-Jets statt.

Ebenfalls mit dabei: Luftfahrtinteressierte Hobbyfotografen, die auf Einladung von LOT und Flughafen Wien den Flieger aus nächster Nähe betrachten und fotografieren konnten. Ein Interessantes Fotomotiv war der Embraer-Jet mit Retro-Lackierung in Wien (Bild); gelandet ist der Retro-Jet planmäßig um 08:45 Uhr aus Warschau und um 09:50 Uhr hob die Maschine wieder zum Rückflug in die polnische Hauptstadt ab.

In den nächsten Wochen wird die Maschine immer wieder in Wien zu sehen sein: Der Embraer Jet in Retro-Lackierung ist Teil der üblichen Rotation und macht daher immer wieder mal Station am Flughafen Wien. Wer einen Blick auf die besondere Maschine erhaschen will, besucht am besten die Aussichtsterrasse am Dach des Check-in 3.

Die polnische Fluglinie LOT wurde 1929 gegründet und feiert im Jahr 2014 ihren 85. Geburtstag. Das aktuelle Streckennetz umfasst über 50 Ziele in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Nordamerika. LOT ist Mitglied im Luftfahrtbündnis Star Alliance.

AIRtech: Neuentwickelte Ersatzteile helfen Treibstoff sparen

Gewichtsreduktion ist im Luftverkehr eine wichtige Maßnahme zur Einsparung von Treibstoff. Hier setzt das Forschungsprojekt der Lufthansa Technik "AIRtech – Advanced and Innovative Repair Technologies" an.

Jedes einzelne Kilogramm Flugzeuggewicht reduziert den CO2-Ausstoß und spart Geld, beispielsweise bei Lufthansa Passage 26.000 Euro pro Jahr. Das zweijährige Vorhaben, dessen Forschungsphase im Dezember 2013 endete, befasste sich erfolgreich mit der Entwicklung neuer Reparaturverfahren und Methoden zur Weiterentwicklung von Geräten im Flugzeug durch den Einsatz leichterer Werkstoffe, neuer Fertigungsverfahren und innovativer Konstruktionsmethoden.

Neben der Gewichtseinsparung und dem damit verbundenen, niedrigeren Treibstoffverbrauch sollen Kunden des Technikspezialisten künftig auch von einer längeren Haltbarkeit der Teile und einer Senkung der Wartungs- und Reparaturkosten profitieren.

"Vacuum Generator" aus Aluminium-Verbundstoff

Viele der heute in Betrieb befindlichen Flugzeugkomponenten haben ein Designalter von mehr als 30 Jahren, und Reparaturen werden häufig mit Werkstoffen und Fertigungsverfahren durchgeführt, die noch dem ursprünglichen Design entsprechen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden acht verschiedene Bauteile systematisch betrachtet. Eines davon ist der "Vacuum Generator", eine Unterdruckpumpe zur Herstellung eines statischen Druckunterschieds zwischen Kabine und Abwasserbehälter.

"Während das Bauteil heute aus Aluminium besteht, könnte es künftig aus einem Kunststoff-Aluminium-Verbundwerkstoff bestehen und im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Es ist leichter, kostengünstiger und wesentlich haltbarer. Dass dies funktioniert, konnten wir im Prüfstandlauf unserer Prototypen bereits beweisen", so Philipp Reipschläger, Projekteiter bei Lufthansa Technik.

Neue Teile erfordern eigene Zertifizierung

Derzeit werden verschiedene Umsetzungsvarianten analysiert und bewertet, um die Umsetzung der verbesserten Teile vom Status eines Prototypen hin zu zertifizierten und einbaubaren Bauteilen vorzubereiten. Danach geht es in die Entwicklungsphase.

Lufthansa Technik ist der weltweit führende herstellerunabhängige Anbieter von flugzeugtechnischen Dienstleistungen und an zahlreichen Forschungs- und Innovationsprojekten beteiligt. Mit dem Forschungsprojekt AIRtech zeigt die Tochtergesellschaft der Lufthansa Group, dass auch mit kleinen Innovationen große Erfolge erzielt werden können.

Flughafen Stuttgart feiert Grundsteinlegung der Zentrale Ernst & Young

Mit der Grundsteinlegung der Deutschlandzentrale der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young gestern beginnt die Realisierung eines der größten Bauvorhaben der letzten Jahre am Flughafen Stuttgart. Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) als Bauherrin investiert rund 133 Mio. Euro in das Projekt, das einen wichtigen Meilenstein der Airport City als landseitige Gestaltung des Flughafencampus bildet.

In der Zentrale des global agierenden Unternehmens werden ab Anfang 2016 über 1.500 Beschäftigte von Ernst & Young ihren Arbeitsplatz haben. Die Entscheidung des Unternehmens, sich direkt am Flughafen anzusiedeln, ist ein bedeutender Schritt für die gesamte Filderregion. Der Landesflughafen ist dank seiner Verknüpfung der Verkehrswege von Luft, Straße und Schiene einer der am besten erschlossenen Standorte in ganz Baden-Württemberg.

Gewinn für die Metropolregion Stuttgart

Ingo Rust, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, sagte anlässlich der Grundsteinlegung: "Ernst & Young ist eines der großen internationalen Unternehmen mit weltweitem Aktionsradius. Dass die Zentrale für ganz Deutschland in der Metropolregion Stuttgart und damit in einem der wirtschaftsstärksten Räume Europas zu Hause ist, freut uns besonders. Mit diesem Neubau gewinnt die ganze Filderregion an Wirtschaftskraft. Die Entscheidung des Unternehmens für den Flughafen zeigt deutlich, dass Mobilität und dazugehörige Infrastruktur wichtige Standortfaktoren sind."

Mark Smith, Geschäftsführer und Managing Partner von Ernst & Young, betonte in seiner Ansprache: "Mit dem Neubau unserer Deutschlandzentrale hier am Airport legen wir ein klares Bekenntnis zur Region Stuttgart ab. Das dynamische und stimulierende Umfeld am Flughafen vereint modernste Infrastruktur und größtmögliche Mobilität. Der Flughafen ist für uns strategisch der ideale Standort, um unsere Kunden sowohl am erfolgreichen Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg als auch bundesweit und international optimal zu betreuen. Unsere Mitarbeiter freuen sich auf ein zukunftsweisendes Arbeitsumfeld mit hervorragender Anbindung".

Flughafen als Standort ideal – Hohe Mobilität gefordert

Walter Schoefer, Geschäftsführer Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), sagte: "Wir freuen uns, dass wir mit Ernst & Young einen wichtigen Global Player zur Ansiedlung gewinnen konnten. Der Landesflughafen mit seiner intermodalen Verknüpfung von Straße, Schiene und Luftverkehr ist einer der am besten erschlossenen Standorte in ganz Baden-Württemberg. Für Unternehmen, die eine hohe Mobilität benötigen, ist der Flughafencampus eine ideale Basis. Das architektonisch markante Gebäude ist zudem ein gelungener Auftakt zur landseitigen Gestaltung der Airport City, die in den kommenden Jahren mehr und mehr an Kontur gewinnen wird."

Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), unterstrich: "Mit Ernst & Young begrüßen wir einen weltweiten Marktführer in Sachen Wirtschaftsprüfung und Managementberatung als unseren neuen Nachbarn. Mit einem solch hochkarätigen Unternehmen setzen wir Maßstäbe für die weitere Entwicklung unseres landseitigen Areals. Flughäfen sind nicht nur wichtige Infrastruktur und bedeutende Jobmotoren, sie erweisen sich auch immer mehr als nachhaltig erfolgreiche Standorte."

Roland Klenk, Oberbürgermeister Leinfelden-Echterdingen, sagte: "Mit Ernst & Young haben wir ein weiteres großes Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen auf unserer Gemarkung. Leinfelden-Echterdingen gewinnt damit als Standort namhafter Firmen weiter an Gewicht. Der Zuzug ist eine Chance für unsere Stadt und zeigt, dass wir mit Trümpfen wie Autobahn und Messe bei Standortentscheidungen punkten. Deshalb sehen wir unsere wirtschaftlichen Perspektiven auch zukünftig optimistisch."

Nachhaltigkeit und Effizienz

Das neue Bürogebäude wird in punkto Effizienz, Nachhaltigkeit und Komfort nach modernsten Standards geplant und gebaut. Der architektonische Entwurf besteht aus zwei Gebäudekomplexen in Form einer liegenden Acht; in einem dritten Komplex ist ein zusätzliches Konferenzzentrum angegliedert. Das Bürohaus, das von der Autobahn A 8 aus als neue Landmarke gut zu sehen sein wird, wird oberirdisch eine Fläche von rund 40.000 Quadratmetern beherbergen. Zusätzlich werden für Parkplätze, Lager und Kellerräume zwei unterirdische Geschosse mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern gebaut.

Aktionäre stimmen Dividende und Namensänderung zu Airbus Group zu

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Auf der heutigen Jahreshauptversammlung haben die Aktionäre der Airbus Group alle zehn vorgeschlagenen Beschlüsse einschließlich der Änderung des Firmennamens genehmigt. Die Umfirmierung von European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. zu Airbus Group N.V. wird zum 02. Juni 2014 rechtskräftig. Seit dem 01. Januar 2014 tritt die Gesellschaft unter dem Namen Airbus Group auf und ist in drei Divisionen gegliedert.

Auch haben die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende von 0,75 Euro je Aktie auf Basis der Gewinne für das Geschäftsjahr 2013 genehmigt. Die Dividende wird am 03. Juni 2014 ausgezahlt. Die Airbus Group, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Luft- und Raumfahrt mit dazugehörigen Dienstleistungen, erwirtschaftete einen Umsatz 57,6 Mrd. Euro (angepasst) im Jahr 2013, die Anzahl der Mitarbeiter lag bei rund 139.000 (angepasst). Zum Konzern gehören die Divisionen Airbus, Airbus Defence and Space sowie Airbus Helicopters.

Korruption bei Planvergabe am neuen Flughafen BER: Staatsanwaltschaft ermittelt

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Die Geschäftsführung des Hauptstadt-Flughafens BER hat die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Neuruppin über einen Korruptionsverdacht gegen einen ihrer leitenden Angestellten informiert. Der Verdacht hatte sich nach einem Gespräch mit dem Repräsentanten eines im Bereich der technischen Planung tätigen internationalen Unternehmens ergeben. Der Flughafen-Angestellte, der u.a. für Auftragsvergaben zur Planung am BER zuständig gewesen ist, soll von dem Auftragnehmer Vorteile in einem Vergabeverfahren gefordert haben.

Geschäftsführer Hartmut Mehdorn erklärte dazu: "Wir haben den Vorgang zunächst nicht öffentlich gemacht, weil wir den Mitarbeiter nicht zu Unrecht beschuldigen wollten. Wir haben abgewartet, ob die Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht bestätigen würde. Nachdem es nun Durchsuchungsmaßnahmen in diesem Zusammenhang gegeben hat, werden wir gegen die Beteiligten entsprechende Konsequenzen ziehen."

Das Unternehmen selbst war von den Durchsuchungsmaßnahmen nicht betroffen und unterstütze die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vollumfänglich, die wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr geführt werden, so Mehdorn. "Nach unserem bisherigen Erkenntnisstand geht es um rund eine halbe Million Euro Bestechungsgeld."

Fraport: Ordentliche Hauptversammlung am Freitag

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Die Fraport AG lädt ihre Aktionärinnen und Aktionäre für Freitag, den 30. Mai 2014, zur 13. ordentlichen Hauptversammlung in die Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst ein. Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, wird vor den Anteilseignern über das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 und die Entwicklung im derzeitigen Geschäftsverlauf sprechen. Der Einlass erfolgt ab 09:00 Uhr, um 10:00 Uhr wird die Versammlung offiziell eröffnet.

Bis zum Ende dieser Rede ist die Hauptversammlung als Live-Stream online mitzuverfolgen. Im Anschluss folgt die Generaldebatte. Die Hauptversammlung wird von dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Karlheinz Weimar, geleitet. Die Eintrittskarte zur Versammlung dient den Aktionärinnen und Aktionären am 30. Mai auch als Fahrschein für die Hin- und Rückfahrt zur Jahrhunderthalle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Rhein-Main Verkehrsverbundes (RMV). Zudem berechtigt sie zur kostenlosen Nutzung der Shuttle-Busse, die ab 08:45 Uhr zwischen dem Bahnhof Höchst und der Jahrhunderthalle pendeln.

Aeroflot fliegt täglich Moskau – Dresden mit Superjet 100

Die Fluggesellschaft Aeroflot erweitert ihr Angebot auf tägliche Flüge zwischen Dresden und Moskau. Ab 26. Mai landet die Airline montags bis sonntags um 15:40 Uhr in Dresden und fliegt um 16:30 Uhr zurück zum Drehkreuz Moskau-Scheremetjewo. Dort kann zu vielen weiteren Zielen in Russland, der GUS und Asien umgestiegen werden. Die vor fast fünf Jahren aufgenommene Verbindung wurde schrittweise auf derzeit vier Flüge pro Woche und Richtung ausgebaut.

Über 100.000 Passagiere sind bereits mit Aeroflot zwischen Dresden und Moskau geflogen. Die Linienflüge Dresden – Moskau (Scheremetjewo) wurden nach 16-jähriger Pause am 03. Juli 2009 wieder aufgenommen. Aufgrund der positiven Nachfrage hat Aeroflot das Angebot zunächst von zwei auf drei Verbindungen pro Woche und Richtung erweitert. Bereits zum einjährigen Streckenjubiläum kündigte die Fluggesellschaft die Einführung der vierten wöchentlichen Verbindung (seit 2011) an.

Aeroflot setzt in der Regel Flugzeuge vom Typ Suchoi Superjet 100-95 (87 Plätze) und Airbus A319 (116 Plätze) zum Flughafen Dresden ein. Die Flugzeit beträgt knapp zweieinhalb Stunden. Ein Anschluss an die Autobahn A4, 3.000 terminalnahe Parkplätze und ein S-Bahnhof sorgen für eine komfortable An- und Abreise innerhalb der Einzugsgebiete Sachsen, Südbrandenburg, Nordböhmen und Niederschlesien.

Lufthansa mit neuer Reiseklasse „Premium Economy Class“

Nachdem Lufthansa die Anbindung der Region Ostwestfalen-Lippe mit Business-Reisenden vor Ort beraten hat, profitieren auch Fernreisende ab Münster/Osbabrück bald noch mehr vom Drehkreuz-Anschluss: Lufthansa wird noch in diesem Herbst eine neue Reiseklasse auf ihren Langstreckenflügen einführen, die "Premium Economy Class".

Lufthansa führt damit erstmalig seit 35 Jahren wieder eine völlig neue Reiseklasse ein. Mit diesem Angebot kommt Lufthansa dem Wunsch vieler Geschäfts- und Privatreisender entgegen, die heute in einer entsprechenden Klasse anderer Fluggesellschaften reisen oder aufgrund von Reiserichtlinien in Economy Class fliegen. Mit der Einführung der neuen Business Class hatte Lufthansa den Abstand zwischen der Economy und der Business Class deutlich vergrößert.

So ist Raum für die neue Premium Economy Class entstanden, die bereits deutlich mehr Platz, Komfort und viele zusätzliche Produktmerkmale bietet, preislich aber im Durchschnitt näher an der Economy als an der Business Class liegt. Lufthansa führt damit erstmalig seit 35 Jahren wieder eine völlig neue Reiseklasse ein. Als Premiere in NRW präsentiert Lufthansa die neue Premium Economy Class am Flughafen Münster/Osnabrück.

Neues Reiseerlebnis auf der gesamten Lufthansa-Langstrecke

Weltpremiere hatte dieses neue Angebot auf der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin im März 2014. Inzwischen kann die neue Reiseklasse bereits gebucht werden – ab November 2014 wird sie zunächst auf der Boeing 747-8 auf Verbindungen ab Frankfurt angeboten. Die neuen Sitze werden dann schrittweise innerhalb eines Jahres auf der gesamten Langstreckenflotte eingebaut. Vom Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) sind die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München direkt erreichbar, entweder über Lufthansa selbst oder über CityLine.

Die Premium Economy Class wird günstiges und gleichzeitig komfortableres Reisen völlig neu erlebbar machen. Mit einem Sitz, der im Vergleich zur Economy Class bis zu 50 Prozent mehr Raum bietet, wird sich Lufthansa im internationalen Umfeld im Spitzensegment positionieren. Insbesondere die Ausgestaltung des Sitzes und seiner Eigenschaften basiert auf umfangreichen Befragungen von Passagieren und Workshops mit Vertriebspartnern. Mit dem Einbau von 3.600 Sitzen in alle 106 Langstreckenflugzeuge innerhalb von nur einem Jahr rechnet die Fluggesellschaft in der neuen Premium Economy Class mit über 1,5 Millionen Fluggästen pro Jahr.

50 Prozent mehr Freiraum "Made in Germany"

Der zusammen mit der Firma müller/romca Industrial Design in Kiel entworfene und von der Firma ZIM Flugsitz am Bodensee produzierte Sitz ist je nach Flugzeugtyp um bis zu drei Zentimeter breiter. Zusätzlich sorgen eine eigene, breite Armlehne an jedem Sitz sowie eine Mittelkonsole zwischen den Sitzen mit zehn Zentimetern mehr seitlichen Freiraum für mehr Privatsphäre. Die Rückenlehne lässt sich weiter nach hinten neigen und der Sitzabstand ist mit 38 Inch (ca. 97 Zentimetern) deutlich großzügiger.

Somit wächst die Geräumigkeit im Vergleich zur Economy Class um etwa die Hälfte. Die stufenlos einstellbare Kopfstütze ist auch an den Seiten klappbar und gibt bequemen Halt. Höhenverstellbare Fußstützen ab der zweiten Reihe und Beinauflagen mit Fußstütze in der vorderen Reihe bieten zusätzlichen Komfort.

Service-Aufwertung am Platz bei Premium Economy

Mit zwei Gepäckstücken bis zu je 23 Kilogramm kann jeder Fluggast doppelt so viel Freigepäck mitnehmen wie in der Economy Class. Gegen einen Aufpreis von 25 Euro haben die Passagiere zudem die Möglichkeit, vor ihrem Abflug die Annehmlichkeiten der Lufthansa Business Lounges zu genießen. Die Nutzung der Lounges war bislang ausschließlich Statuskunden vorbehalten und kann ansonsten nicht käuflich erworben werden. Der Check-in- und der Boardingprozess sowie die Handgepäckbestimmungen entsprechen denen der Economy Class.

An Bord erwartet die Premium Economy Passagiere ein aufgewerteter Service: Jeder Fluggast wird mit einem Welcome Drink begrüßt, und am Platz erwarten die Gäste eine eigene Wasserflasche sowie ein hochwertiges Amenity Kit mit praktischen Reiseaccessoires. Die Mahlzeiten werden in einem der neuen Klasse entsprechenden Rahmen mit Menükarten präsentiert und auf Porzellangeschirr serviert.

Das umfangreiche Inflight Entertainment Programm können die Fluggäste über den eigenen Touchscreen-Bildschirm im Vordersitz verfolgen und zusätzlich mit einer Fernbedienung steuern, die gleichzeitig auch als Controller für die Computerspiele dient. Der Monitor ist mit einer Bilddiagonale von 11 bis 12 Zoll (28 bis 30 Zentimeter) je nach Flugzeugtyp um mindestens zwei Zoll größer als der Monitor in der Economy Class. Eine vielfältige Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften ergänzt auch hier das Unterhaltungsangebot.

Attraktivere Preise für Komfort – Zuerst bei 747-8-Flotte

Die Lufthansa Premium Economy Class befindet sich in der Kabine als optisch abgetrenntes Compartment zwischen der Business und der Economy Class. Sie ist hochwertiger gestaltet und verfügt je nach Flugzeugtyp über 21 bis 52 Sitze. Die Umrüstung, die sukzessive nach Teilflotten durchgeführt wird, startet im Herbst und wird bereits im Sommer 2015 abgeschlossen sein. Als erste Teilflotte wird die Boeing 747-8 mit den neuen Sitzen ausgestattet.

Zu den schon buchbare Destinationen gehören die Strecken ab Frankfurt von und nach Buenos Aires, Chicago, Hongkong, Mexiko-Stadt, São Paulo, Seoul, Peking und Washington, D.C. Ab Ende Januar 2015 werden voraussichtlich die ersten umgerüsteten Flugzeuge vom Typ A340-600 ab München nach Hongkong, Shanghai und Tokio starten, ab Ende April fliegt dann die A380-800 von Frankfurt aus voraussichtlich die Destinationen Johannesburg, New York, Miami, Houston, San Francisco, Shanghai und Singapur an.

Der Preis für einen Flug in der neuen Premium Economy Class wird näher an einem Ticket für die Economy als für die Business Class liegen – bei einem Hin- und Rückflug über den Nordatlantik oder nach Asien beträgt der Aufschlag im Schnitt circa 600 Euro.

5-Sterne Airline: Premium Economy Class in der Service Offensive

Die Einführung der Premium Economy Class ergänzt die vielen Verbesserungen, die Lufthansa bis 2015 für alle Klassen an Bord und am Boden durchführen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die gesamte Langstreckenflotte über die neue First und Business Class verfügen – für die unter anderem 7.000 neue Sitze in die Flugzeuge eingebaut werden. Neben der Ausstattung der Kabinen werden auch die Services an Bord und am Boden aufgewertet. Ziel ist es, die Qualitäten als leidenschaftlicher Gastgeber mit einem durchgängigen Verständnis für "Service & Hospitality" noch stärker unter Beweis stellen.

Asiana Arlines bekommt ihren ersten Airbus A380

Asiana Airlines aus Südkorea ist mit der Übernahme ihres ersten Airbus A380 zum elften Betreiber dieses Flugzeugtyps geworden.

Der Jungfernflug des Riesen-Jets fand im Dezember statt. Der Airbus-Großraumjet wurde heute im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Toulouse von Fabrice Brégier, President und CEO von Airbus, an Park Sam Koo, Chairman der Kumho Asiana Group, übergeben.

A380 deckt Nachfrage gefragter Routen – 12 Private Suiten

Asiana Airlines hat insgesamt sechs A380 bestellt. Jedes Flugzeug wird mit Trent-900-Triebwerken von Rolls-Royce ausgerüstet. Die Airline erhält für ihre A380-Flotte eine hochwertige Kabine mit drei Klassen für insgesamt 495 Passagiere: 12 private Suiten in der First Suite Class, 66 Sitze mit vollständiger Liegeposition in der Business Smartium Class und 417 Sitze in der Travel Class. Die Sitze in allen Klassen sind mit den modernsten In-Flight-Entertainment-Systemen ausgestattet.

„Wir freuen uns sehr über die Übernahme unserer ersten A380. Dieses Flugzeug spielt eine Schlüsselrolle in unserer zukünftigen Vision und Flottenerneuerungsstrategie“, sagte Park Sam Koo, Chairman der Kumho Asiana Group. Die A380 ermöglicht es, die Nachfrage auf den am stärksten frequentierten Routen im Streckennetz zu decken. Zugleich bietet sie Passagieren Kabinenkomfort und Service auf höchstem Niveau.

Langstreckenverbindungen in Asien und den USA

„Wir sind sehr stolz darauf, dass die A380 in den Farben von Asiana Airlines fliegen wird,“ sagte Fabrice Brégier, President und CEO von Airbus. „Die A380 bietet die effizienteste Lösung, um die steigende Nachfrage auf den weltweit am stärksten ausgelasteten Strecken sowie in den größten Wachstumsmärkten zu decken. Mit der A380 in ihrer Flotte kann Asiana ihre Position als eine der weltweit führenden Airlines weiter ausbauen.“ Asiana Airlines wird ihr neues Flaggschiff zunächst auf Regionalstrecken in Asien von Seoul nach Tokio, Hongkong und Bangkok einsetzen. Später sind Langstreckenverbindungen nach Los Angeles geplant.

Im Rahmen der Modernisierung ihrer Großraumflotte hat Asiana Airlines auch 30 Exemplare der neuen A350 XWB bestellt. Die A350 XWB wird einen Quantensprung bei der Effizienz ermöglichen: Ihre Betriebskosten werden um 25 Prozent niedriger sein als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten. Die A380 und die A350 werden die vorhandene Airbus-Flotte von Flugzeugen der A330- und A320-Familie bei Asiana hervorragend ergänzen. Airbus als führender Flugzeughersteller mit den modernsten, umfassendsten und sparsamsten Familien von Verkehrsflugzeugen auf dem Markt, hat für die A380 bisher 324 Festaufträge von 20 Kunden erhalten.

Samba-Tanz und Caipirinha Party: Fußball-Fieber ab Bord der Lufthansa

Sie ist eine der traditionsreichsten Flugnummern der Lufthansa: die LH 500. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde auf diesem Flug die höchste Caipirinha Party der Welt gefeiert.

352 Passagiere betreut von 14 Flugbeleitern konnten bereits kurz nach dem Start um 22:15 Uhr das brasilianische Nationalgetränk gemixt aus Cachaça, Limettensaft, Zucker und Eis zum Aperitif Service genießen. Außergewöhnlich war dabei die Präsentation des Cocktails, sechs Getränkewagen wurden mit der Landesflagge Brasiliens in mobile Bars verwandelt.

Partipaket für jeden und Samba-Tanz auf 39.000 Fuß

Neben Sambatänzerin Paula Sousa und Conférencier Sergio Neves, der insbesondere den internationalen Passagieren noch Tipps zum Aufenthalt in der Metropole an der Copacabana und Zuckerhut gab, war auch Social Media Star Klaus-Heidi an Bord. Der Schwede war Anfang des Jahres aus Skandinavien nach Berlin gezogen, nachdem er in einem viel beachteten Internet Wettbewerb seinen Namen geändert hatte, um für ein Jahr in der deutschen Hauptstadt zu leben.

Auf bis zu 39.000 Fuß Flughöhe konnten die Fluggäste zu südamerikanischen Samba und Bossa Nova Rhythmen direkt an ihren Plätzen der Boeing 747-400 die besondere brasilianische Stimmung erleben. Lufthansa übergab jedem Gast ein spezielles Partypaket mit Sportkappe, Farbgirlande, Musik CD und Fanschminke. Bereits während des Fluges hat das Lufthansa Social Media Team dank FlyNet, dem Breitband Internet Zugang auf der Langstreckenflotte erste Posts und abgesetzt.

Caipirinha in der Business Class nach Rio de Janeiro

In den kommenden Wochen werden Brasilien und Fußball bei Lufthansa eine herausragende Bedeutung haben. Bereits vor zwei Wochen wurde für acht Flugzeuge ein besonderer "Fanhansa" Schriftzug vorgestellt – die ersten Maschinen sind bereits als "Fanhansa" unterwegs, unter anderem auch gestern Abend erstmalig eine Boeing 747-8 nach Sao Paulo. Die Caipirinha des Fluges nach Rio de Janeiro wird nicht nur auf der LH500 serviert, sondern in der Business Class und First Class auf allen Langstrecken ab Deutschland angeboten. In der bekannten "Blue Hour" die am Freitagabend auf innerdeutschen Flügen in der Business Class angeboten wird, sind ebenfalls brasilianische Snacks und Drinks vorgesehen.

Lufthansa eröffnete am 15. August 1956 den ersten Südamerikadienst auf der Strecke Hamburg – Düsseldorf/Frankfurt – Paris – Dakar – Rio de Janeiro – Sao Paulo – Buenos Aires mit einer Lockheed L-1049G Super Constellation. Heute wird Sao Paulo jeweils täglich aus Frankfurt und München bedient, unter anderem mit der neuen Boeing 747-8. Als zweites brasilianisches Ziel fliegt Lufthansa täglich aus Frankfurt auch Rio de Janeiro an.

Forschungsprojekte für den Deutschen Astronauten Alexander Gerst im All

Wie können Turbinenschaufeln noch leichter und gleichzeitig stabiler werden? Kann ein elektrischer Leiter ein Magnetfeld aufbauen, das Raumschiffe vor dem Sonnenwind schützt? Dazu kommen medizinische Aspekte.

Was können wir aus den physiologischen Veränderungen, die die Astronauten im Weltraum erfahren, für den Menschen auf der Erde lernen? Diesen und weiteren spannenden Fragen will der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst an Bord der Internationalen Raumstation ISS während seiner Mission "Blue Dot" auf den Grund gehen. Unter dem Motto "Shaping the future – Zukunft gestalten" wird der 38 Jahre alte Geophysiker zwischen seinem Start am 28. Mai und seiner Landung am 11. November 2014 circa 100 Experimente durchführen. 35 Experimente kommen aus Europa – die meisten davon aus deutschen Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Im Weltraum erprobte Werkstoffe für die Erde

Leichte und stabile Werkstoffe sind wichtig für die Industrie. Auf der Erde sinken schwere Teile in einer Schmelze nach unten in Richtung Erdmittelpunkt. Da in der Umlaufbahn der ISS Schwerelosigkeit herrscht, verteilen sich die Legierungsbestandteile einheitlich in der Schmelze. Je einheitlicher die Verteilung, desto stabiler und hochwertiger ist der Werkstoff. Bislang werden auf der ISS schon Gussteile in den beiden Öfen des Material Science Lab (MSL) geschmolzen.

Um diese Forschung weiter auszubauen, soll Alexander Gerst einen neuen, einzigartigen Hightech-Schmelzofen (Bild 1), den Elektromagnetischen Levitator (EML), auf der ISS installieren, in Betrieb nehmen und bis zu sechs Proben schmelzen. In dem Kooperationsprojekt EML von DLR und ESA schweben die Proben frei im Raum und werden durch ein elektromagnetisches Feld in Position gehalten. Mit dem Ofen wollen viele Forscher – unter anderem Wissenschaftler des DLR-Instituts für Materialphysik im Weltraum, deutscher Universitäten, des Forschungsinstituts ACCESS in Aachen und der Metallindustrie – neuartige Legierungen testen.

Emulsionen und Plasmen für die Erdölförderung und Chip-Produktion

Alexander Gerst will auch untersuchen, wie sich Emulsionen in Schwerelosigkeit verhalten und wie man diese Mixturen stabiler machen kann. Emulsionen spielen zum Beispiel in der Lebensmittelproduktion, der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie, aber auch in der Ölindustrie eine wichtige Rolle. Viele dieser speziellen Mischungen müssen in Lebensmitteln, Kosmetika und pharmazeutischen Produkten lange Zeit hochstabil bleiben.

Im Experiment PASTA werden die Eigenschaften von Emulsionen in der FASES- und in der brandneuen FASTER-Anlage untersucht. Im DCMIX-Experiment der Universität Bayreuth untersucht Alexander Gerst Diffusionsprozesse in Fluiden, die wenigstens drei Komponenten enthalten. Das Experiment soll auch dabei helfen, Mischungsunterschiede von Erdöl in Lagerstätten besser zu verstehen.

Auch die Plasmaforschung wird während der "Blue Dot"-Mission einen gewaltigen Schritt in die Zukunft machen. Alexander Gerst soll die PK-4-Anlage in Empfang nehmen und im europäischen Columbus-Labor installieren – ein weiteres Highlight seiner Mission. Mit dem Nachfolger der deutschen Anlagen PK-3 und PK-3-Plus sollen physikalische Grundlagen komplexer, dreidimensionaler Plasmen erforscht werden. Diese Plasmen bestehen aus einem kalten elektrisch leitendenden Gas, das mit Staubpartikeln angereichert ist.

Da die Partikel absinken und das komplexe Plasma in Richtung der Schwerkraft stauchen, ist ein Plasmakristall auf der Erde auf nur wenige Gitterebenen begrenzt. Nur unter Schwerelosigkeit können große, homogene 3D-Strukturen ungestört gebildet und erforscht werden. Auf der Erde hilft diese Forschung, Staubbildung beim Herstellungsprozess von Mikrochips zu kontrollieren. An den ISS-Experimenten sind neben der neugegründeten "Forschergruppe Komplexe Plasmen" im DLR in Oberpfaffenhofen, Wissenschaftler des Joint Institute for High Temperatures (JIHT) in Moskau und der Universität Gießen beteiligt.

Forschung wie "Raumschiff Enterprise"

Unsere Erde ist dem permanenten Beschuss durch hochenergetische Teilchen – dem sogenannten Sonnenwind – ausgesetzt. Zum Glück schützt uns das Erdmagnetfeld vor diesem "Dauerfeuer" der Sonne. Unser Nachbarplanet Venus hat keinen solchen natürlichen Schutzschirm. Dort trifft das solare Magnetfeld ungehindert auf die Ionosphäre der Venus, die als eine Art "elektrischer Leiter" mit dem Magnetfeld der Sonne eine Wechselwirkung erzeugt.

Solche Bedingungen untersucht das MagVector/MFX-Experiment (Bild 3) des DLR Raumfahrtmanagements. Die ISS liefert für diese Messungen ideale Bedingungen: Mit einer Orbitalgeschwindigkeit von rund 7,5 Kilometern pro Sekunde durchfliegt die Raumstation ständig als Raumschiff das Erdmagnetfeld und liefert so permanent eine Laborumgebung im Planetenmaßstab für MFX. Aufwendige Spezialverkleidungen für Raumfahrzeuge könnten dann der Vergangenheit angehören.

Alterung durch Leben in Scherelosigkeit in Zeitraffer

In der Schwerelosigkeit läuft im Zeitraffer das Gleiche ab, was Menschen beim Alterungsprozess auf der Erde erleben: Muskelabbau, Osteoporose, Rückenbeschwerden, Kreislauf- und Orientierungsprobleme, zunehmende Kraftlosigkeit sowie Probleme im Immunsystem. Daher können in der Raumfahrtmedizin an gesunden Astronauten Krankheiten und Alterungsphänomene studiert werden.

Alexander Gerst ist auch ein Proband für die medizinische und biologische Forschung (Bild 2): Veränderungen des Knorpels im Kniegelenk (Cartilage), der Tagesrhythmik der Köperkerntemperatur (Circadian Rhythm) sowie der Eigenschaften der Haut (Skin-B) sind drei der deutschen Experimente, die vor der Mission "Blue Dot" begonnen haben und die Alexander Gerst erfolgreich weiterführen soll.

Überleben Mikroorganismen die harten Einflüsse im All?

In der Astrobiologie erforschen Wissenschaftler unter anderem die Fragen nach dem Ursprung des Menschen, der Verteilung und der Entwicklung von Leben sowie nach Lebensmöglichkeiten außerhalb der Erde. Mit den beiden Experimenten BOSS und BIOMEX will Alexander Gerst dazu beitragen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Dazu werden Mikroorganismen in der Anlage Expose-R an der Außenseite der ISS den harten Bedingungen des Weltraums wie Strahlung und Vakuum ausgesetzt.

Kollision und Brand: Flughafen Hamburg schließt Sicherheitsübung ab

Am Samstag fand am Hamburg Airport ab 10:00 Uhr eine Flugunfallübung statt. Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization) schreibt die Durchführung einer solchen Übung turnusmäßig alle zwei Jahre vor. Ziel dieser Übung ist es, die Abläufe der Alarmierung, Einsatzabwicklung und die Zusammenarbeit von Flughafen, Feuerwehr, Bundespolizei, Polizei, Hilfsorganisationen und den zuständigen Behörden der Stadt Hamburg zu überprüfen.

Die regelmäßige Erprobung des Ernstfalls ist Voraussetzung für den Erhalt der Betriebsgenehmigung eines Flughafens.

Flugzeugkollision – 247 Personen im Einsatz

Das Szenario: Eine Passagiermaschine mit 41 Insassen plus 5 Besatzungsmitgliedern kommt nach der Landung von der Landebahn ab und prallt auf dem Vorfeld 2 gegen einen dort abgestellten Frachtflieger. Die Frachtmaschine wird durch eine Brandsimu-lationsanlage dargestellt. Durch den Zusammenprall kommt es zu zahlreichen Toten und Verletzten.

Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, wurde mithilfe von Pyrotechnik eine Explosion inszeniert. Außerdem kommen ca. 247 Hilfskräfte und Statisten zum Einsatz. Sie stellen unter anderem verletzte und unverletzte Passagiere sowie Angehörige dar und werden während der Übung von speziell ausgebildeten Flughafen-Mitarbeitern betreut. Insgesamt sind bei dieser Übung etwa 450 Personen im Einsatz.

Schwerpunkt Brandbekämpfung – Sicherheitsübung erfolgreich

"Die Schwerpunkte der diesjährigen Übung liegen neben der Bewältigung des Unfallereignisses in der Brandbekämpfung, bei der Personenrettung und -suche, das Betreiben der Betreuungsbereiche für die Registrierung und Betreuung der Unverletzten und Abholer sowie die Ermittlungen der Kriminalpolizeilichen Untersuchungs-kommission", so Thomas Barke, Leiter des Einsatzstabes am Hamburg Airport.

"Die Übung soll das Zusammenspiel zwischen dem Einsatzstab des Flughafens und den unterschiedlichen Organisationen, Ämtern und Behörden und der Gesamtorganisation des Katastrophenschutzes in Hamburg proben."

Neben der Flughafen Hamburg GmbH sind an der Flugunfallübung außerdem die Be-hörde für Inneres und Sport mit der Polizei Hamburg und der Feuerwehr Hamburg, das Bezirksamt Hamburg-Nord, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, die Bundespolizeiinspektion Hamburg, das Zollamt Hamburg, das Technische Hilfs-werk und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation beteiligt.

Unfallvorbereitungen nicht ganz billig

Um im Notfall professionell und wirksam handeln zu können, ist eine gute Vorbereitung auf die Ausnahmesituation wichtig – in technischer, organisatorischer und personeller Hinsicht. Hamburg Airport lässt sich seinen Sicherheitsstandard etwas kosten: Für sämtliche Sicherheitsmaßnahmen einschließlich Schulungen von Wach- und Sicherheitspersonal und der Bereitstellung von Kommunikationsmitteln fallen pro Jahr Aufwendungen in Höhe von rund einer Million Euro an.

Starke Resonanz auf Verbindung FMO – London durch FlyBe

Flybe, die größte Regionalfluggesellschaft Europas, freut sich rund zwei Wochen vor dem Erstflug vom Flughafen Münster/Osnabrück zum Londoner Airport Southend über ein starkes Interesse an dieser neuen Verbindung. Speziell die Wochenendbuchungen sind in den letzten Wochen bis zur Aufnahme der Strecke am 5.Juni durch den Kooperationspartner Stobart Air deutlich angestiegen.

Der stärkste Buchungstag ist derzeit der Sonntag mit 22 Prozent aller Buchungen. Hier zeigt sich die große Nachfrage nach günstigen Wochenendreisen in die britische Metropole. Ebenso ist aber auch ein Anstieg des Geschäftsreiseverkehrs während der Woche spürbar.

Positives Echo – Ein Fünftel

Zahlreiche Termine von Flybe mit Unternehmen und Handelsverbänden, vor allem mit exportorientierten Unternehmen, im Raum Münster und Osnabrück ergaben ein durchweg positives Stimmungsbild hinsichtlich der neuen Strecke.

Über die aktuelle Buchungslage sagte Simon Fagan, Geschäftsführer von Stobart Air: "Wir sind sehr erfreut über den aktuellen Stand der Vorausbuchungen ab Münster/Osnabrück. Besonders zufrieden sind wir mit den Buchungen der Privatreisenden an den Wochenenden, denn ein Fünftel unserer Fluggäste möchte sonntags fliegen."

"Darüber hinaus möchte Flybe mit dieser neuen Strecke vor allem auch Geschäftsreisende gewinnen, die eine schnelle Flugverbindung nach London, in eine der größten Wirtschafts- und Finanzmetropolen weltweit, zu schätzen wissen. Die Bemühungen auf dem Geschäftsreisesektor waren ebenfalls sehr erfolgreich. Zudem bietet der Flughafen London Southend den Passagieren Komfort, Entspannung und kurze Wege. Die Bahn verkehrt regelmäßig vom Flughafen ins Zentrum Londons. Der Bahnhof liegt nur 100 Schritte vom Terminal entfernt."

Tägliche Flüge – 25.000 Gäste im ersten Jahr erwartet

Auch Prof. Gerd Stöwer, Geschäftsführer des Flughafens Münster/Osnabrück, äußerte sich zufrieden: "Der Flughafen Münster/Osnabrück ist sehr erfreut, mit Flybe eine renommierte europäische Fluggesellschaft für die neue London-Verbindung gewonnen zu haben. Vom FMO kann man nun wieder schnell und günstig in die britische Hauptstadt fliegen. Ebenso haben Geschäfts- und Privatreisende aus dem Raum London eine ideale Anbindung an unsere Region."

Die täglichen Flüge zwischen Münster/Osnabrück und London Southend soll es oneway ab 34,99 Euro inkl. Steuern und Gebühren geben. Flybe hat sich zum Ziel gesetzt, in den ersten drei Betriebsjahren der Strecke 100.000 Fluggäste ab Münster/Osnabrück zu befördern, davon bereits 25.000 Fluggäste im ersten Jahr.

Lufthansa diskutiert Anschluss von Ostwestfalen-Lippe an Drehkreuze

Lufthansa-Manager aus Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf diskutierten mit mehr als 40 Unternehmern über die Anbindung der Region ans Luftverkehrsnetz durch den PAD. Über das Drehkreuz in München sind pro Woche 2.300 Lufthansa-Verbindungen zu 129 Zielen in 45 Ländern erreichbar. "Wir stehen zum Paderborn-Lippstadt Airport und können von hier nahezu alle Regionen der Welt miteinander verbinden", so Lufthansa-Vizepräsident Uwe Müller im Gespräch mit mehr als 40 Unternehmern.

Dem Paderborn-Lippstadt Airport war es gelungen, hochrangige Vertreter der Deutschen Lufthansa AG einzuladen. Die Region OWL ist die viertstärkste Wirtschaftsregion Deutschlands und benötigt aufgrund der vielen hier beheimateten weltweit agierenden Unternehmen eine schnelle und zuverlässige Anbindung an das internationale Luftverkehrsnetz.

Einsatz größererer Flugzeuge der Lufthansa

Die Führungsriege der Deutschen Lufthansa machte bei ihrem Besuch am Paderborn-Lippstadt Airport deutlich, dass sie das Angebot der Zubringerverbindung von Paderborn nach München weiter stärken und ausbauen möchte. Lufthansa-Vizepräsident Uwe Müller betonte, dass über das Drehkreuz in München die ganze Welt erreichbar sei, fast alle europäischen Städte seien angebunden." Bei den Destinationen unterscheiden sich die Flughäfen München und Frankfurt kaum", so Müller. Warum acht von zehn Paderborner Passagieren München nicht als Drehkreuz nutzen – das versuchten die Lufthansa-Manager mit den Unternehmern in einer offenen undehrlichen Diskussion herauszufinden."

Wir sind hier in Ostwestfalen-Lippe dank Lufthansa an einem der besten Flughäfen in Europa angeschlossen", so Airport Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne. So wird die größte deutsche Fluggesellschaft ihr Platzangebot in den Verbindungen zum Drehkreuz München demnächst ausweiten." Von derzeit 70 auf bis zu 120 Plätze pro Flieger soll das Angebot steigen", bestätigte Helmut Wölfel, Leiter Commercial bei Lufthansa in München. Mit dieser strategischen Entscheidung will sich die Airline auch im Wettbewerb mit anderen Fluggesellschaften positionieren und noch attraktiver werden. Die Deutsche Lufthansa AG verbindet den Paderborn-Lippstadt Airport derzeit vier Mal täglich mit dem Flughafen in München.

Auslastung der Flugzeuge im Mittelfeld

"Die Auslastung der Verbindung von und nach München beträgt im Moment rund 60 Prozent, auch in schwachen Monaten", so Wölfel. Damit liege der Paderborn-Lippstadt Airport unter 17 deutschen Airports für die Lufthansa im Mittelfeld. Der kaufmännische Leiter der Airline machte auch auf Veränderungen des Flugplans in München und die damit verbesserte Verzahnung aufmerksam. "Seit April werden dort die Flüge zu europäischen und interkontinentalen Zielen in täglich sechs statt acht sogenannten Wellen gestartet. Das verkürzt nicht nur die Wartezeit und macht das Fliegen ab Paderborn/Lippstadt angenehmer, die Zahl der erreichbaren Anschlüsse ab Airport PAD wurde dadurch erhöht.

Ziele wie Shanghai, New York und neuerdings auch Mexiko-Stadt sind aus OWL gut zu erreichen. Geschäfts reisende und Touristen können bereits innerhalb von rund 40 Minuten Wartezeit am Münchener Flughafen mit einem Anschlussflug wieder durch starten.

Doppel-Auslieferung: Boeing 777-300ER mit eX3 Entertainment von Panasonic

Boeing hat der in Taiwan beheimateten EVA Air mit den 777-300ER (Extended Range) erstmals zwei Flugzeuge gleichzeitig überstellt. Die 16. und 17. Maschine dieses Typs kommt als Weltneuheit mit dem state-of-the-art eX3 In-Flight Entertainment System von Panasonic.

Insgesamt betreibt die Fluggesellschaft 49 Boeing-Flugzeuge, der amerikanische Flugzeugbauer hat einen Anteil von 60 Prozent an ihrer gesamten Flotte. EVA Air stattet diese exklusiv mit ihrer hochwertigen Royal Class Business Kabine aus, die in Nordamerika zum Einsatz kommt.

Das Panasonic eX3 In-Flight Entertainment System des neuen Flaggschiffes der Airline bringt Wi-Fi-Verfügbarkeit im Flug und High-Definition Touchscreens für jeden Sitzplatz. Laut EVA Air Chairman K.W. Chang werde die Airline mit der neuen Boeing 777-300ER den Passagieren ein völlig neues Flugerlebnis ermöglichen. Die Doppel-Auslieferung kam auch rechtzeitig zum 25. Geburtstag der Airline.

Die 777 ist das erfolgreichste zweistrahlige Langstrecken-Flugzeugprogramm der Welt. Die 777-300ER kommt mit den leistungsfähigsten kommerziellen Flugzeug-Triebwerken, den GE90-115B, und fasst bis zu 386 Sitze in einer Dreiklassen-Konfiguration. Sie bewältigt eine Strecke von bis zu 7.825 Nautischen Meilen (ca. 14.490 Km).

ILA Berlin 2014: Erfolgreiches Ende mit 227.000 Besuchern

Die ILA hat sich als Leistungsschau für alle Geschäftsfelder der Aerospace-Industrie sowie als starker Publikumsmagnet präsentiert. Mit der zweithöchsten Beteiligung in ihrer Geschichte.

1.203 Aussteller aus 40 Ländern die umfassende Bandbreite ihrer aktuellen High Tech-Produkte und Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Insgesamt 227.000 Fach- und Privatbesucher strömten auf das 250.000 Quadratmeter große Berlin Expo Center Airport. Die Anzahl der Fachbesucher blieb mit 120.000 auf hohem Niveau stabil.

ILA International mit hohen Entscheidungsträgern

Eröffnet wurde die ILA 2014 von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie dem Verkehrsminister des Partnerlandes Türkei, Lütfi Elvan. Aus dem Bundeskabinett statteten der Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, die Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, sowie der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, der ILA einen Besuch ab. Hochrangige Delegationen aus Deutschland und der ganzen Welt waren Gast der ILA.

Ein besonderer Höhepunkt war der Space Pavilion, der der Fachwelt und dem Publikum den Nutzen der Raumfahrt für die Menschheit anschaulich darstellte. In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Merkel haben die European Space Agency (ESA) und Airbus Defence and Space die ersten Vertragsdokumente unterzeichnet, die die nächste Entwicklungsphase für die Nachfolgeserie der MetOp-Wettersatelliten einläuten.

Bundeswehr wichtigster Einzelaussteller

Die Bundeswehr stellte als wichtiger Einzelaussteller der ILA 2014 ihre Fähigkeiten in einem umfangreichen Auftritt dar.Das International Suppliers Center (ISC) war mit über 1.000 vorangemeldeten Kundengesprächen von Top-Einkäufern eine effiziente Marketingplattform für die gesamte Zulieferindustrie. Auf mehr als 60 Konferenzen tauschten sich im Verlauf der ILA mehrere Tausend Fachleute über aktuelle Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrt aus. Segmente und Themen wie UAS (Unmanned Aircraft Systems) oder „Ökoeffizientes Fliegen“ stießen auf großes Interesse. Rund 3.800 Medienvertreter aus 55 Ländern akkreditierten sich zur ILA 2014. Veranstalter der ILA sind der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) sowie die Messe Berlin GmbH.

Dietmar Schrick, Hauptgeschäftsführer des BDLI: „Die ILA hat in diesem Jahr in ihrer 105-jährigen Geschichte die zweithöchste Messebeteiligung erzielt. Erneut hat die ILA ihren Platz im Wettbewerb der wichtigsten internationalen Aerospace-Messen behauptet: Mit ihrem Konzept greift sie zielgerichtet die Trends und Schwerpunktthemen unserer High-Tech-Branche auf. Besonders bewährt hat sich die ILA in den hinter uns liegenden Tagen als Dialogplattform für Entscheidungsträger und Fachleute aus Industrie, Politik, Militär, Wissenschaft und Forschung – aus dem In- und Ausland. Mehr als 1.200 Aussteller aus 40 Nationen haben ihr Leistungsspektrum der Fachwelt und der interessierten Öffentlichkeit vorgeführt. Ein weiterer Anlass zur Freude ist die sehr gute Rückmeldung der Aussteller und Fachbesucher.“

Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Die ILA hat sich mit innovativen Produkten als Leistungsschau der nationalen und internationalen Luft- und Raumfahrtindustrie präsentiert. Zu diesem Erfolg entscheidend beigetragen hat die optimale Infrastruktur des Berlin ExpoCenterAirport, die luftfahrt-affine Veranstaltungen auf höchstem Niveau ermöglicht. Die Berlin Air Show hat auch in diesem Jahr einem begeisterten Publikum die ganze Faszination der Luft- und Raumfahrt mit all ihren Facetten erlebbar gemacht. Nicht zuletzt die Ausstrahlung der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg und das jahrelange Veranstaltungs-Know how der Messe Berlin machen die ILA zu einem der weltweit effizientesten Branchentreffen.“

300 Fluggeräte aller Größen, Kategorien und Zeiten

Rund 300 Fluggeräte wurden im Verlauf der Messe am Boden und in der Luft präsentiert. Dazu zählten die „Riesen der Lüfte“ wie der Airbus A380, die Boeing 747-8, der Airbus A350 XWB, der auf einer europäischen Luftfahrtmesse erstmals am Boden präsentiert wurde, der modernste europäische Militärtransporter A400M sowie die Antonov An-124, das größte in Serie gebaute Transportflugzeug der Welt. Airbus Group stellte sein voll elektrisches, experimentelles Demonstrationsflugzeug, den zweisitzigen E-Fan, zum ersten Mal dem deutschen Publikum vor.

Mit der Patrouille Suisse (7 Northrop F-5E Tiger II) sowie der Deutschlandpremiere des Breitling Jet Teams (8 L-39C Albatros) standen zwei international renommierte Staffeln an den Publikumstagen auf dem Programm. Solovorführungen unterschiedlichster Kampfflugzeugmuster, darunter Eurofighter, F-16, MiG 29 und GRIPEN, die Fähigkeitsdarstellung „Willfire“ der Bundeswehr bis hin zu Klassikern der Luftfahrtgeschichte wie eine Noratlas zogen die Zuschauer in ihren Bann.

Ökoeffizientes Fliegen mit Karbon und neuen Antrieben

Die ILA bestätigt erneut ihren herausragenden Platz bei der Präsentation von Innovation und bei der Vorstellung neuer technologischer Konzepte für die zivile Luftfahrt mit dem Ziel, den weltweit stetig wachsenden Luftverkehr nachhaltig zu entwickeln bei gleichzeitiger Reduzierung von Emissionen und Lärm: Augenfälligstes Exponat war der Großraum-Langstreckenflieger Airbus A350 XWB. Er bietet mehr als 25 Prozent Gewichts- und Spriteinsparung, besteht weitgehend aus Kohlefaserwerkstoffen und ist extrem leise.

Von MTU-Aero Engines wurde die Getriebefan-Technologie präsentiert, die mit ihren Kraftstoffeinsparungen von ca. 15 Prozent und Lärmminderungen um 50 Prozent einen neuen Standard setzt. Rolls-Royce berichtete auf der ILA über sein UltraFan-Triebwerksprojekt, das 2025 auf den Markt kommen und den Treibstoffverbrauch gegenüber den aktuellen Großraumjet-Turbinen um 25 Prozent senken soll. Mit Rolls-Royce zeigte Airbus die Konzeptstudie E-Thrust: ein Regionalflugzeug, das 90 Passagiere mit Hybridantrieb befördern soll. Wenn der Prototyp erstmals abhebt, wird er von SARISTU profitieren, einem verformbaren Flügel, an dem die Fraunhofer-Gesellschaft forscht. Die Landeklappen sollen sich künftig im Flug den Strömungsverhältnissen anpassen und so stets die optimale Aerodynamik bereitstellen.

Auch bot die ILA eine wichtige Plattform zur Entwicklung alternativer Kraftstoffe auf dem ILA-Gemeinschaftsstand „Alternative Flugkraftstoffe“. Erstmalig fand eine Kooperation statt zwischen der ILA und dem jährlichen Ministertreffen des Internationalen Transportforums bei der OECD, das parallel zur ILA in Leipzig ausgerichtet wird. Hochrangige Entscheidungsträger aus Luftverkehrspolitik und Administration verschafften sich einen „hands on“-Eindruck, der ihnen hilft, den regulatorischen Rahmen für einen Luftverkehr zu setzen, der bei fortgesetztem Wachstum immer weniger CO2 und Lärm emittiert.

ILA-Partnerland Türkei mit großer Vertretung

Die Republik Türkei war das offizielle Partnerland der ILA 2014. Das Land an der Schnittstelle Europa-Asien stellte sich als attraktiver, aufstrebender Markt für Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie mit einem umfassenden zivilen und militärischen Auftritt vor. Turkish Aerospace Industries (TAI), ROKETSAN, HAVELSAN, TUBITAK – das Forschungsinstitut für Raumfahrttechnologien, TURKISH AIRLINES (THY), FIGES Engineering und Defence and Aviation Cluster (OSSA) sowie die Aerospace Clustering Association zeigten die beeindruckende industrielle Kompetenz und die herausragende Forschungs- und Entwicklungsleistung dieser türkischen Branche.

ILA-Zielgruppen mit Messeverlauf zufrieden

Nach der Analyse eines unabhängigen Marktforschungsinstituts gaben die Aussteller, die Fachbesucher und das Publikum in hohem Maße positive Wertungen ihrer Messeteilnahme ab.

Über 87 Prozent der Aussteller äußerten sich zufrieden über den ILA-Verlauf. Als Zielsetzung ihrer Messeteilnahme nannten sie die „Darstellung des Unternehmens“, das „Gewinnen neuer Kunden“, die „Pflege von Kundenbeziehungen“ sowie die „Information des Fachpublikums“. Etwa zwei Drittel werteten das geschäftliche Ergebnis ihrer Messebeteiligung positiv, darüber hinaus rechnen 70 Prozent der Aussteller mit einem sehr guten bis zufriedenstellenden Nachmessegeschäft. Bereits zum Zeitpunkt der Befragung gaben über 83 Prozent der Aussteller an, sich an der nächsten ILA wieder beteiligen zu wollen.

Mehr als 95 Prozent der Fachbesucher gaben ein positives Gesamturteil von der ILA 2014 ab. Sie repräsentierten die zivile Luftfahrt, Verteidigung und Sicherheit, Raumfahrt sowie Forschung und Entwicklung. Sie wollten in erster Linie Flugvorführungen sehen, sich einen Marktüberblick über das Produktangebot verschaffen, neue Geschäftskontakte herstellen und sich beruflich fortbilden. Die meisten ausländischen Fachbesucher reisten aus europäischen Ländern nach Berlin, gefolgt von Branchenvertretern aus Nordamerika sowie Süd-, Ost- und Zentral-Asien.

Angebot in Messehallen begeistert Besucher

Etwa 80 Prozent würden ihren Kollegen oder Geschäftspartnern den Besuch der ILA empfehlen. Das Angebotsspektrum der Messe werteten drei Viertel der Fachbesucher mit sehr gut bis zufriedenstellend. Insgesamt beurteilten 88 Prozent der Fachbesucher das geschäftliche Ergebnis ihrer Messebeteiligung mit sehr gut bis zufriedenstellend.

Über 90 Prozent der Privatbesucher äußerten sich begeistert über das Angebot der ILA 2014 in den Messehallen, auf dem Freigelände und vor allem in der Luft. Mit Beginn der Publikumstage strömten Zehntausende Messegäste auf das ILA-Gelände. Die Privatbesucher interessierten sich neben der Air Show vor allem für einzelne Messeschwerpunkte wie die Raumfahrt, die Bundeswehrbeteiligung sowie den Hubschrauberbereich. Mit entsprechend hohen Werten von über 90 Prozent fallen bei den Privatbesuchern die Empfehlungsbereitschaft sowie die Wiederbesuchsabsicht der ILA aus.

Wirtschaftliche Impulse für die Hauptstadtregion durch die ILA Berlin

Durch die Ausgaben der auswärtigen Besucher und Aussteller generierte die ILA 2014 einen Kaufkraftzufluss von etwa 190 Millionen Euro für die Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg. Umgerechnet auf die Beschäftigungssituation ergibt sich durch die ILA für die Dauer von zwei Jahren ein Effekt von 2.200 Arbeitsplätzen, die erhalten oder geschaffen werden. Die nächste ILA findet vom 31. Mai bis 05. Juni 2016 auf dem Berlin ExpoCenter Airport statt.

ILA Berlin: Programm für Sonntag – Triebwerke in Live-Vorführung

Die ILA hat sich im bisherigen Verlauf als Leistungsschau für alle Geschäftsfelder der Aerospace-Industrie sowie als einzigartiger Publikumsmagnet für die Besucher präsentiert. Bis Sonntagabend werden wie bei der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren rund 230.000 Besucher erwartet.

Vor allem die Air Show mit insgesamt über 30 Stunden Flugprogramm und die „Riesen der Lüfte“ wie der Airbus A380 der Fluglinie Emirates und die Antonov An-124 begeistern das Publikum. Aber auch die weltweit einzigartige Raumfahrthalle (Halle 4) sowie die neuen Bereiche Games Corner und Kids Corner in Halle 1 bieten unterhaltsame Angebote für die ganze Familie. Mit der zweithöchsten Beteiligung in der 105-jährigen Geschichte der ILA zeigen vom 20. bis 25. Mai 1.203 Aussteller aus 40 Ländern die gesamte Bandbreite an aktuellen High Tech-Produkten und künftigen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Veranstaltet wird die ILA 2014 vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) sowie der Messe Berlin GmbH.

Neuheit: Airbus mit geräuschlosem E-Fan im Flug

Ohne den Hinweis der Kommentatoren würden viele Besucher der ILA 2014 den E-Fan überhaupt nicht bemerken, denn er fliegt geräuschlos. Der Zweisitzer, den die Airbus-Gruppe als Technologie-Demonstrator erstmals auf einer Messe im Fluge präsentiert, wird von zwei ummantelten Propellern beiderseits des Rumpfes angetrieben. Diese haben eine Gesamtleistung von 60 Kilowatt und beziehen ihre Energie aus Lithium-Ion-Polymer-Batterien, die in den Tragflächen untergebracht sind. Zusätzlich ist das Hauptfahrwerk mit einem 6kW-Elektromotor ausgestattet, der ein energiesparendes Rollen ermöglicht.

Aus dem praktisch emissions- und geräuschlosen Modell, das seinen Erstflug am 11. März in Bordeaux absolvierte, will Airbus das zweisitzige Schulflugzeug E-Fan 2.0 und das viersitzige Mehrzweckflugzeug E-Fan 4.0 entwickeln. Sie sollen 2017 in Produktion gehen, sagte der Chief Technical Officer der Airbus-Gruppe, Jean Botti, auf der ILA. Und man denkt noch weiter: Auf der Technologie-Basis zeigt Airbus die gemeinsam mit Rolls-Royce entstandene Konzeptstudie E-Thrust eines Regionalverkehrsflugzeuges für bis zu 90 Passagiere mit einem hybridelektrischen Antrieb. „Mein Wunsch ist es, in zehn Jahren einen Prototypen zu haben“, so Botti. Ort: Freigelände und Halle 4, Stand 4000.

Aluguss-Bauteile von TITAL für Militärtransporter A400M

Die Firma TITAL ist ein führender Hersteller von anspruchsvollen Feingussprodukten aus Titan- und Aluminiumlegierungen. Sie beliefert weltweit namhafte Kunden aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, Elektronik- und Optikindustrie, Industrie- und Medizintechnik sowie Motorsport.

m Rahmen einer Gewichtsoptimierung am Militärairbus A400M kommt im Bereich des Fahrwerkschachtes ein neues Aluminiumguss-Bauteil des Unternehmens zum Einsatz, das gegenüber einem in herkömmlicher Frästechnik gefertigten etwa fünf Prozent Gewicht spart. Das Bauteil wird von TITAL einschließlich aller erforderlichen Einbauteile „Ready for Assembly“ an Airbus geliefert. Die erforderlichen Zertifizierungen hat TITAL erfolgreich bestanden. Ort: Halle 2, Stand 2303.

BDLI-Studie: Künftig geringere Ingenieur- und Fachkräftebedarf

Eine auf der ILA 2014 vorgestellte neue Studie des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) lässt für die unmittelbare Zukunft einen sinkenden Fachkräftebedarf innerhalb der deutschen Luft- und Raumfahrtbranche erkennen. Befragt wurden insgesamt 59 Unternehmen mit insgesamt über 100.000 Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr stellten sie zusammen noch fast 2.400 Ingenieure und nahezu 2.000 Facharbeiter neu ein. Für das laufende Jahr würden dagegen nach derzeitigem Stand nur noch weniger als 1.000 Ingenieure und rund 1.500 Facharbeiter zusätzlich benötigt.

Diese Entwicklung dürfte sich auch in den beiden Folgejahren ähnlich gestalten, wobei dann jedoch wieder tendenziell etwas mehr Facharbeiter, aber nochmals weniger Ingenieure benötigt werden. Dr. Thomas Ehm, Geschäftsführer Personalwesen bei Airbus in Deutschland, der für den BDLI die Ergebnisse der Studie präsentierte, begründete den erwarteten Minderbedarf mit im Vorjahr begonnenen größeren Entwicklungsprogrammen, für die bereits zusätzliche Fachleute eingestellt wurden. Ort: Halle 2, Stand 2200 und Halle 4, Stand 4000.

Studenten entwickeln autonome Mikro-Flugzeuge

Die AKAMAV ist eine studentische Arbeitsgruppe an der Technischen Universität Braunschweig, deren Ziel die Entwicklung eines autonomen Mikroflugzeugs (MAV – Micro Aerial Vevicle) ist. Derartig kleine Flugapparate können mit Kameras und Sensoren bestückt zahlreiche Aufgaben versehen, darunter bei der Erfassung von Messdaten, beim Katastrophenschutz, in der Verkehrsüberwachung oder bei der Kontrolle weitreichender Infrastrukturnetze wie etwa Gaspipelines und Stromtrassen.

Von AKAMAV erfolgreich gelöste Aufgaben umfassen bereits das gefahrlose Manövrieren in engen Räumen sowie der Transport von bis zu zwei Kilogramm schweren Nutzlasten über 100 Kilometer hinweg. Auf der ILA 2014 ist mit Carolo 13 der Prototyp eines neuen zweimotorigen, mit einer Kamera bestückten Kleinflugapparats zu sehen. Außerdem wird das für einen Indoor-Wettbewerb entwickelte Kleinluftschiff Carolo 11 gezeigt, das ebenfalls über eine Kamera verfügt, über die der Pilot die Umgebung erfassen und das Luftschiff steuern kann, ohne sich im selben Raum befinden zu müssen. Ort: Halle 3, Stand 3131.

Rohde & Schwarz mit neuester Funktechnologie

Mit dem R&S MR6000A stellt Rohde & Schwarz auf der ILA 2014 das nach Firmenangaben weltweit einzige militärische Flugfunkgerät seiner Art vor, das auch den Anforderungen der zivilen Zulassungsrichtlinien entspricht. Im Rahmen des Airbus A400M-Programms hat das Unternehmen das Modell erfolgreich den Entwicklungsprozessen nach den zivilen Avionik-Standards für Soft- und Hardware unterzogen. Als weitere Neuheit präsentiert Rohde & Schwarz eine neue Entwicklung seiner VHF-/UHF-Funkgeräte, mit der die Fluglotsen erstmals Doppelaussendungen erfassen können.

Kommunizierten zwei Piloten gleichzeitig mit demselben Lotsen bestand bisher die Gefahr, dass von ihm das schwächere Signal nicht wahrgenommen wird. Die Geräte der Serie 4200 ermöglichen es nun mehrere parallele Funkübertragungen zu detektieren. Über ein Signal an das Voice Communications System wird der Fluglotse alarmiert. Mit dem zum Patent angemeldeten Algorithmus ist die Firma der erste Anbieter der DSit-Funktionalität (Detektion oft Simultaneums Transmission). Ort: Halle 2, Stand 2213.

Mission Flugtauglichkeit für „Rosinenbomber“ zur ILA 2016

Nur fünf Tage nach der Notlandung des berühmten Berliner „Rosinenbombers“ DC-3 im Juni 2010 haben sich Flieger-Fans und Piloten zusammengefunden, um den „Förderverein Rosinenbomber e.V.“ zum Wiederaufbau der schwer beschädigten Maschine ins Leben zu rufen. Mit Spendenmitteln konnte vor nunmehr fast einem Jahr aus Großbritannien ein ähnliches Flugzeug überführt werden, das auf der ILA 2014 besichtigt werden kann. Symbolisch trägt es am Heck bereits die Zulassungskennung der verunglückten Maschine D-CXXX.

Da es sich jedoch nur um ein Frachtflugzeug handelt, das nicht zur Beförderung von Passagieren zugelassen ist, müssen jetzt aufwendig Teile beider DC-3 zusammengefügt werden. Dies soll im sächsischen Kamenz erfolgen, wohin die britische Maschine noch in diesem Jahr überführt werden soll. Für die weiteren Reparaturarbeiten werden jedoch noch mindestens 200.000 Euro Spendenmittel benötigt.

„Die ILA ist für uns eine tolle Plattform, um zu zeigen, dass der Verein nicht virtuell besteht, sondern auch aus Hardware und vor allem engagierten Mitgliedern“, sagt Lutz Schönfeld vom Förderverein. Und er ist sich sicher: „Der Rosinenbomber wird als Teil der Berliner Geschichte auf der ILA 2016 im Flug zu sehen sein!“ Ort: Display S2 306.

Stunts im Flug auf der Tragfläche

Auf der ILA ist Peggy Walentin ein Stammgast. Auch in diesem Jahr begeistert die Wingwalkerin wieder die Besucher an den Publikumstagen. Diese halten den Atem an wenn die 43-jährige Stuntfrau nach dem Start der von ihrem Ehemann Friedrich gesteuerten, 72 Jahre alten Boeing Stearman aus dem offenen, hinteren Cockpit steigt und auf die obere Tragfläche des Doppeldeckers klettert.

Bei Geschwindigkeiten zwischen 150 und 260 km/h zeigt sie – nur durch ein Seil gesichert – dort in einer Höhe zwischen 100 und 300 Metern ihre Kunststücke. Seit 1999 geht die passionierte Pilotin mit Kunstfluglizenz auch auf diese Weise in die Luft. Die Tradition des Wingwalking geht auf die amerikanischen Barnstormers zurück, die nach dem Ersten Weltkrieg mit vom Militär ausgemusterten Doppeldeckern als fliegende Schausteller durch das Land zogen.

1.100 verschiedene Berufe bei der Bundeswehr, auch zivil

Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und bietet Karrieremöglichkeiten in militärischen und zivilen Laufbahnen – und das in ca. 1.100 Berufen. Viele von Ihnen präsentieren sich auf der ILA, besonders im Karrieretruck gibt es persönliche Beratung. Denn gut 15.000 Stellen stehen jährlich zur Verfügung. Die persönliche Karriere richtet sich nach bereits vorhandenen Qualifikationen.

Wer über einen akademischen Abschluss verfügt oder erfolgreich einen Beruf erlernt hat, kann mit einem höheren Dienstgrad einsteigen. Es gibt umfangreiche Aus- und Weiterbildungen – von der Berufsausbildung auf Gesellenebene über die Qualifizierung zum Meister bis hin zum Studium ist für jeden etwas dabei.

Intelligente Rotorblätter und neue Bauweisen für Windkraft

Die bis zu 80 Meter langen Rotorblätter von modernen Windkraftanlagen überstreichen bei jeder Umdrehung eine Fläche, die mehreren Fußballfeldern entspricht. Bei böigem Wind treten schon innerhalb dieser Fläche sehr unterschiedliche Windgeschwindigkeiten auf. Durch bewegliche Hinterkanten – ähnlich der Querruder an den Tragflächen eines Flugzeuges – sollen sich Rotorblätter in Zukunft besser und schneller an die lokalen Windströmungen anpassen können. Das DLR zeigt auf der ILA am Ausschnitt eines Windrad-Rotorblattes im Maßstab 1:2 wie Rotorblätter zu „Smart Blades“ werden. Ort: Halle 4, Stand: 4301, Exponat 02.

ESG zeigt System-Integration für fliegende Systeme

Seit fünf Jahrzehnten zählt die Elektroniksystem- und Logistik-GmbH ESG zu den führenden deutschen Unternehmen für die Entwicklung, Integration und den Betrieb von Elektronik- und IT-Systemen. Auf der ILA 2014 zeigt die Aerosystems Division von ESG ihr umfassendes Angebot als luftfahrttechnischer Betrieb für Planung, Entwicklung, Integration und Unterstützung kundenspezifischer Avionik-, Missions- und IT-Systeme, darunter Material Management am Beispiel des Airbus A400M und die Präsentation eines Signal Intelligence (SIGINT)-Systems, das auf einem Businessjet Bombardier Global 5000 basiert. Eine weitere Neuentwicklung des Unternehmens ist ein unbemannter Missionsausrüstungsträger, der gemeinsam mit einer flexibel nutzbaren mobilen Bodenstation ebenfalls auf der ILA vorgestellt wird. Ort: Halle 2, Stand 2215.

Triebwerke in Live-Vorführungen erfahren

Die Price Induction GmbH ist ein in Berlin-Mitte ansässiges deutsches Tochterunternehmen der französischen Price Induction SA, in der seit rund zehn Jahren unter anderem moderne Turbofan-Triebwerke des Typs DGEN für den Antrieb von vier- bis fünfsitzigen Personal Light Jets entwickelt wird. Auf der ILA 2014 zeigt die Firma neben diesem kompakten Triebwerk für die Allgemeine Luftfahrt auch den WESTT CS/BV Triebwerkssimulator sowie erstmals die WESTT SE-HP Montage- und Demontagestation einer Hochdruckwelle.

Dieses Lehrmittel für Studenten und Auszubildende in Luftfahrtberufen ermöglicht eine praktische Lehre nach den Normen der europäischen Luftfahrtbehörde EASA und fördert durch die Verwendung von echten Triebwerksteilen das Verständnis des Aufbaus eines TurboFan-Triebwerks. Auf der ILA werden erstmalig in Deutschland Live-Vorführungen mit dieser innovativen Ausbildungshilfe durchgeführt. Ort: Halle 3, Stand 3431a.

ADAC-Akademie für Rettungshubschrauber-Besatzungen

Vor fünf Jahren hat die ADAC Luftrettung GmbH in Sankt Augustin ihre eigene HEMS Academy (Helicopter Emergency Medical Services) für die Ausbildung von Rettungshubschrauber-Besatzungen gegründet. Auf der ILA 2014 informiert das Schulungszentrum, das auch externen Kunden offen steht, über die neuesten Entwicklungen.

Der Full-Flight-Simulator für die EC135 wurde gerade vom analogen auf ein digitales EFIS-Cockpit umgerüstet und steht ab Juni wieder für das Pilotentraining zur Verfügung. Ferner verfügt die HEMS Academy über den weltweit einzigen Full-Flight-Simulator für den EC145 und plant für Mitte 2016 die Anschaffung eines entsprechenden Gerätes für den EC145 T2. Erst kürzlich wurde das vorhandene Kabinen-Mock-Up des EC135 durch eine Übungseinheit für den BK117 ergänzt. Ort: Halle 3, Stand 3324.

Bodensee-Region als Luft- und Raumfahrt-Cluster

Als traditionsreicher Standort der Luftfahrt war der Bodenseekreis schon bei der ersten ILA im Jahr 1910 durch die Firma Zeppelin mit ihren Luftschiffen aus Friedrichshafen vertreten. Dieses Jahr präsentiert sich das Cluster BodenseeAIRea mit einem Gemeinschaftsstand von acht Unternehmen auf der ILA. Mit der Clusterinitiative will die Wirtschaftsförderung des Bodenseekreises mit den Projektpartnern Fraunhofer Institut IAO, Duale Hochschule Friedrichshafen, Zeppelin-Universität und Hochschule Konstanz sowie 30 Unternehmen der Branche die Luft- und Raumfahrtindustrie am Bodensee weiter entwickeln und international positionieren. Ort: Halle 1, Stand 1506.

Kompetenz aus Bremen auf der ILA 2014

Auf dem Bremer Gemeinschaftsstand präsentieren sich 14 Unternehmen und Einrichtungen aus der Hansestadt auf der ILA 2014 und demonstrieren gemeinsam die Vielfalt der Unternehmenslandschaft der Luft- und Raumfahrtbranche an der Weser. „Bremen ist bundesweit sowie international für seine Kompetenzen in der Luft- und Raumfahrt bekannt und angesehen. Diese Hochtechnologie-Branche ist für uns ein wirtschaftspolitisches Schwerpunktthema“, erläutert Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt.

Mit dem „Center for Eco-efficient Materials & Technologies“ (EcoMaT) entsteht derzeit unter Federführung der Wirtschaftsförderung Bremen ein neues Beispiel interdisziplinären Bremer Kooperationsgeschicks. Ab 2016 werden hier branchenübergreifend Werkstoffe, Oberflächen, Fertigungsprozesse und neue Bauweisen entwickelt und getestet. Ort: Halle 3, Stand 3415.

Veranstaltungen am Sonntag, 25. Mai 2014

  • 10:00 – 18:00 Uhr Active Flight Training: Die mobilen Simulatoren „The Rafa Red Arrows Unit“ und die „Eurofighter Typhoon / Tornado Experience“ bieten eine einmalige Erfahrung. Ort: Freigelände.
  • 10:00 – 12:00 Uhr ILA GamesCorner – Flugsimulator: Im Flugsimulator Berlin werden Sie von Anfang an in die Welt der Fliegerei entführt. Unsere Piloten in schicker Uniform sind alles echte Flieger, die mit Herz und aus Leidenschaft bei der Sache dabei sind. Anmeldung vor Ort erforderlich; die Plätze sind begrenzt. Ort: Halle 1.
  • 10:00 – 12:00 Uhr ILA GamesCorner – Quadrocopter Geschicklichkeitskurs: Hier können Kinder wie Erwachsene einen Quadrocopter durch einen Hinderniskurs aus Toren manövieren. Auf die kleinen und großen Piloten warten süße Belohungen! Anmeldung vor Ort: Halle 1.
  • 11:00 – 17:00 Uhr ILA KidsCorner – Professionelle Kinderbetreuung: Professionelle Kinderbetreuung mit Hüpfburg, Buttonmaschine, Bällebad u.v.m. Anmeldung vor Ort erforderlich; die Plätze sind begrenzt. Ort: Halle 1.
  • 14:00 – 17:00 Uhr ILA GamesCorner – Flugsimulator: Im Flugsimulator Berlin werden Sie von Anfang an in die Welt der Fliegerei entführt. Unsere Piloten in schicker Uniform sind alles echte Flieger, die mit Herz und aus Leidenschaft bei der Sache dabei sind. Anmeldung vor Ort erforderlich; die Plätze sind begrenzt. Ort: Halle 1.
  • 14:00 – 17:00 Uhr ILA GamesCorner – Quadrocopter Geschicklichkeitskurs: Hier können Kinder wie Erwachsene einen Quadrocopter durch einen Hinderniskurs aus Toren manövieren. Auf die kleinen und großen Piloten warten süße Belohungen! Anmeldung vor Ort Ort: Halle 1.
  • 10:00 – 18:00 Uhr Emirates präsentiert seine A380 auf der ILA 2014 Noch bis Sonntag kann der A380 besichtigt werden, die genauen Slotes werden noch bekannt gegeben. Die auf der ILA 2014 ausgestellte Emirates A380 verfügt über 14 Privat-Suiten in der First Class, 76 Flachbettsitze in der Business Class und 399 Sitze in der Economy Class. Emirates betreibt die weltweit größte A380-Flotte, bestehend aus 48 A380. Insgesamt sind 140 A380 von Emirates bestellt. Ort: Freigelände.
  • 12:30 Uhr Flugvorführungen: Von z.B. Airbus Helicopter Tiger UHT-Formation, Staffel-Breitling Jet Team, Autogyro Cavalon, Messerschmitt Me-262, Hispano HA-200 und WE-Fly Formation. Ort: ILA- Freigelände.
  • 15:00 Uhr Fähigkeitsdemonstration der Bundeswehr „Willfire2014“
  • 15:30 Uhr Flugvorführungen von z.B. Tschechien JAS-39 Gripen, Polen MiG-29, Nord Aviation Noratlas, Nationalstaffel Patrouille Suisse Ort: ILA- Freigelände.
  • ILA KidsCorner – Spiele Angebot: Spannende Unterhaltung ist garantiert: Bobby-Cars, Fingerabdruckpässe, Geschicklichkeitsspiele u.v.m.; Anmeldung vor Ort erforderlich; die Plätze sind begrenzt. Ort: Halle 1.
  • o. A. Konzert mit der „Big Band“ des Bundespolizeiorchesters Berlin Ort: Freigelände.
  • o. A. Personenrettung aus der Luft mit einer EC 155 („Winschen“): Mit der Rettungswinde werden Personen und Gegenstände an einem Seil an Bord des Hubschraubers geholt bzw. auf dem Boden abgesetzt werden. Ort: Freigelände.
  • 10:00 – 18:00 Uhr Rundflug mit dem Helikopter: Aus dem Stand in die Luft: Steigen sie in den Helikopter und erleben die ILA 2014 von oben. Das Ticket kostet ab 60 Euro. Buchbar direkt am Heliport – Static Display Area West. Ort: ILA- Freigelände.

Das ILA-Wetter für Sonntag, 25. Mai 2014

Unter Zwischenhocheinfluss am Morgen einzelne Frühnebelfelder, ab dem Vormittag Übergang zu lockerer Quellbewölkung und trocken. Höchstwerte um 25 Grad Celsius.

Cessna Grand Caravan EX erhält EASA-Zulassung

Die Cessna Aircraft Company hat auf der European Business Aviation Convention and Exhibition (EBACE) in Genf die Musterzulassung der Grand Caravan EX durch die EASA verkündet.

Damit ist der Weg zur Auslieferung frei. Von einer Pratt & Whitney Canada PT6A-140 Maschiene angetrieben, beschleunigt die Grand Caravan EX um 38 Prozent besser beim Steigflug als die Grand Caravan, benötigt etwa 110 Meter weniger Startbahn und hat eine um 10 bis 12 Knoten höhere mittlere Reisegeschwindigkeit.

"Die Vielseitigkeit und Verlässlichkeit der Caravan ist der Grund, warum sie eines unserer beliebtesten Flugzeuge weltweit ist, mit mehr als 2.200 ausgelieferten Fluzgeugen. Nach Europa hat Cessna etwa 160 Caravans, für verschiedene Bereiche wie Tourismus, Fracht, Pendelverkehr und Freizeit geliefert." sagte Christi Tannahill, Senior Vice President, Turboprop Aircraft. "Diese Beliebtheit ist aufgrund der besseren Leistung unter hohen und heißen Bedingungen, in Größeren Höhen und wärmeren Klimazonen auf der Welt, mit der Grand Caravan EX noch weiter gewachsen".

Cessna lieferte die 100. Maschine im April 2014 aus. Die Grand Caravan EX wird auf verschiedenen Missionen auf der Welt eingesetzt, als Linienflugzeug in Russland, für Reiseanbieter auf den Hawaiischen und Karibischen Inseln, im Bau- und Energiesektor in den USA, bei Hilfsorganisationen für Wildtier-Rettungsmissionen in Afrika sowie in Fliegervereinen im Mittleren Osten.

Lufthansa mit besten Pünktlichkeitswerten an europäischen Hubs

Die Hubs des Lufthansa Konzerns haben im ersten Quartal 2014 die besten Pünktlichkeitswerte aller europäischen Drehkreuze erzielt. An den Lufthansa Hubs Frankfurt, München, Wien und Zürich haben sich die Werte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mindestens zehn Prozentpunkte verbessert. Das zeigen die Auswertungen der Association of European Airlines (AEA).

Platz 1 nimmt München ein: 93,3 Prozent aller abgehenden Flüge verließen das südliche Lufthansa Hub bis spätestens 15 Minuten nach planmäßiger Abflugzeit. Dieser Wert stieg im März noch einmal auf 94,5 Prozent. Damit wurde die beste Pünktlichkeit erreicht, die jemals in einem Monat in München gemessen wurde.

Wien folgt in der AEA Statistik auf Rang zwei mit einem Spitzenwert von 92,3 Prozent, dicht gefolgt von Frankfurt mit 92,2 Prozent. Das Drehkreuz Zürich nimmt in der 15-Minuten Pünktlichkeit den fünften Platz ein und erreichte im ersten Quartal eine Pünktlichkeit von rund 90 Prozent.

Positiv sind diese Werte besonders vor dem Hintergrund des Nachtflugverbots in Frankfurt sowie der Vorfeldarbeiten für das Satellitengebäude am Flughafen München, einer der größten Baustellen Europas.

NSPA vereinbart Support für EC135-Flotte der Bundespolizei

Airbus Helicopters unterzeichnete auf der ILA Berlin Air Show einen Langzeitvertrag über die Wartung, Reparatur und Instandhaltung (MRO) der großen EC135-Flotte der Bundespolizei. Damit sichert das Unternehmen die Einsatzfähigkeit der Hubschrauber. Vertragspartner ist die NATO Support Agency (NSPA).

Die Logistik- und Serviceorganisation der NATO verantwortete im Auftrag der Bundespolizei den Beschaffungsprozess für den Servicevertrag. Dieser umfasst alle 41 EC135 T2i der Bundespolizei-Fliegergruppe. Die erste Maschine soll noch in diesem Monat am Wartungsstandort von Airbus Helicopters in Kassel-Calden eintreffen. Nach den ersten drei Jahren kann der Vertrag optional auf fünf Jahre verlängert werden.

Hohe Reaktionsfähigkeit der Bundespolizei gewährleisten

"Als Hersteller der EC135 sind wir die beste Wahl für den Support der Bundespolizei-Flotte und werden ihre Verfügbarkeit unter Einsatz unserer gesamten Ressourcen sichern", betonte Ulrich Amersdorffer, Leiter desWartungsgeschäfts bei Airbus Helicopters Deutschland.

Zur Vereinbarung gehören: Flugwerk- und Triebwerksinspektionen, Austausch von OTL-Teilen (Operation Time Limit), Komponentenreparatur und -instandhaltung, Durchführung von Service Bulletins, Bestätigung von Service Letters, Umsetzung von Engineering-Aufträgen und Hubschrauberlackierung.

"Für die Bundespolizei ist Reaktionsfähigkeit der Schlüssel zu erfolgreichen Missionen. Darum freuen wir uns, von den MRO-Kompetenzen von Airbus Helicopters zu profitieren und so auf eine stets einsatzbereite EC135-T2i-Flotte der Bundespolizei zu zählen", fügte der Leiter der Vertragsverhandlungen der NSPA hinzu.

Die EC135 T2i gehört zur Familie der EC135, dem zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber von Airbus Helicopters. Als optimierte Version ist sie unter anderem mit leistungsstärkeren Arrius-2B2- Triebwerken ausgestattet und bietet eine höhere maximale Startmasse.

Größter Polizeikunde in Europa mit verschiedenen Modellen

Mit 85 Hubschraubern von Airbus Helicopters ist die Bundespolizei in Europa der größte Polizeikunde des Unternehmens. Die Zusammenarbeit begann vor über 50 Jahren, als der Bundesgrenzschutz – der Vorgänger der Bundespolizei – im Jahr 1962 seine erste Alouette II in Dienst stellte.

Neben der EC135 betreibt die Bundespolizei-Fliegergruppe weitere Hubschraubermodelle von Airbus Helicopters: die EC155, AS332 L1 und EC120. Letztere wird für Trainingszwecke eingesetzt. Zu den Aufgaben der Bundespolizei-Fliegergruppe gehören der Grenzschutz, Such- und Rettungsmissionen (SAR) sowie der Transport von Personen und Sondereinsatzkräften in nationalen und internationalen Einsätzen.

Airbus Helicopters, vormals Eurocopter, ist eine Division der Airbus Group. 2013 lag der Anteil des Hubschrauberherstellers am zivilen und halbstaatlichen Markt bei 46 Prozent. Für internationale Präsenz sorgen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in 21 Ländern sowie ein gut ausgebautes Netz an Service- und Schulungszentren, Vertriebspartnern und zugelassenen Vertragshändlern. Airbus Helicopters verfügt über die weltweit größte Angebotspalette an Zivil- und Militärhubschraubern und stellt ein Drittel der internationalen Flotte im zivilen und halbstaatlichen Sektor.

Helmut Weixler ab August COO und Accountable Manager der airberlin

Ab 01. August 2014 übernimmt Helmut Weixler (56) die Position des Chief Operating Officer (COO) und Accountable Manager bei airberlin. Er folgt in dieser Aufgabe auf Helmut Himmelreich (62), der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlässt. Bis zum 01. August wird Oliver Lackmann (45), Postholder Flight Operations airberlin, kommissarisch die Funktion des Accountable Manager übernehmen.

Mit Helmut Weixler kehrt ein ausgewiesener Luftfahrtexperte ins Unternehmen zurück, der in den Jahren 2007 bis 2011 die Integration der dba und LTU in die airberlin group in unterschiedlichen Führungspositionen begleitet hat. Zuletzt war Helmut Weixler für die Flight Operations und Regulatory Control bei Qatar Airways verantwortlich.

Wolfgang Prock-Schauer, Chief Executive Officer airberlin, sagt: "Wir freuen uns, mit Helmut Weixler einen erfahrenen Airline-Manager für das Unternehmen zurückzugewinnen, der in dieser Kernposition für die weitere positive Entwicklung des Unternehmens im operativen Bereich verantwortlich zeichnen wird. Für seinen wichtigen Beitrag und seine Leistungen für airberlin möchten wir Helmut Himmelreich nochmals danken und wünschen ihm persönlich für seine weitere Zukunft viel Erfolg."