Start Blog Seite 409

KITA eine Woche im Flughafen-Geschehen in Dortmund

0

Eine Woche lang Flugbetrieb gegen den KITA-Spielplatz tauschen, diese Möglichkeit haben seit Montag 14 Kinder der Aplerbecker KITA Nathmerichstraße am Dortmund Airport. Noch bis Freitag lernen die Jungen und Mädchen zwischen fünf und sechs Jahren den Ruhrgebietsflughafen von allen Seiten kennen.

Den gesamten Flughafen als Entdeckungs- und Erfahrungsort zu erleben wird Inhalt der Projektwochen sein. Daraufhin wurden die Inhalte gemeinsam von Erzieherinnen und Flughafen-Mitarbeitern abgestimmt und entwickelt.

Welche Tiere leben auf dem Flughafengelände?

Jeden Tag steht dabei ein neues Thema im Fokus: Wieso fliegt ein Flugzeug und was passiert an einem Flughafen, bevor es in den Urlaub geht? Welche Tiere leben auf den riesigen Grünflächen rund um die Start- und Landebahn und woran kann man sie erkennen? Und welche Technik steckt hinter den Gebäuden und dem großen Terminal? An fünf Projekttagen gehen die Kinder der KITA Nathmerichstraße auf Entdeckungstour am Dortmunder Flughafen. Dabei ist die aktuelle Projektwoche erst der Auftakt. Bis April werden noch vier weitere FABIDO KITAs jeweils für eine Woche den Dortmund Airport als Entdeckungs- und Erfahrungsort nutzen. Ende Oktober startet die Projektwoche für die FABIDO Kita Leineweg.

"Frühkindliche Bildungsarbeit in Kooperation mit dem Flughafen vor Ort umzusetzen, ist für die beteiligten Kinder und Mitarbeiterinnen ein großer und faszinierender Gewinn. Dass diese erlebnisreichen Projekttage, die unsere Kinder am Flughafen verbringen, sehr spannend, erlebnisreich und ganz sicherlich nachhaltig werden steht für mich außer Frage. Aus einer solchen Woche werden alle ganz viel mitnehmen", freute sich FABIDO-Geschäftsführer Arno Lohmann bei der offiziellen Begrüßung am Morgen.

Wissen rund um Luftverkehr und Technik vermitteln

"Bereits im vergangen Jahr haben wir im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprogramms die gesellschaftliche Verantwortung des Flughafens thematisiert. Neben zahlreichen anderen Projekten entstand dabei auch die Idee, unseren kleinsten Nachbarn Wissen rund um Luftverkehr und Technik zu vermitteln" erklärte Flughafengeschäftsführer Udo Mager den Hintergrund der außergewöhnlichen Kooperation. Auch andere kommunale Partner fördern die Projektwochen. So unterstützt DSW21 die Einrichtungen bei der Anreise und die Westfalenhallen stellen die Verpflegung zur Verfügung.

Während der Projektwochen steht der kindliche Entdeckungs- und Erkundungsdrang im Vordergrund. Projekteinheiten in Form von Suchspielen oder einer Entdeckerreise sollen Spannung für die Themen zu erzeugen. Der gesamte Projektverlauf wird auf dem Deckblatt einer Projektmappe dargestellt, die jedes Kind zu Beginn erhält. So können sich die Kinder an den einzelnen Tagen gut orientieren.

Abbildung 1: Heike Osterburg, Leiterin Familienzentrum Nathmerichstraße, Ulrich Piechota, Geschäftsbereichsleiter Kindertageseinrichtungen, FABIDO-Geschäftsführer Arno Lohmann und Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager (hinten, v.l.) begrüßen die Kinder der KITA Nathemrichstraße zur ersten Projektwoche am Airport.

Abbildung 2: Die Kinder der KITA Nathmerichstraße vor einem Winterfahrzeug des Dortmunder Flughafens. Beide Bilder: © Dortmund Airport, Hans-Jürgen Landes.

Laser und Mikrofone sammeln Daten zum Triebwerkslärm von Flugzeugen

0

Fluglärm ist ein gesellschaftlich drängendes Thema mit verschiedenen Ursachen. Bisher noch nicht vollständig verstanden sind die turbulenten Schwankungen im Abgasstrahl als eine der Hauptlärmquellen.

Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist es nun gelungen, diese turbulenten Strömungsstrukturen im Triebwerksstahl mit bildgebenden Lasermesstechniken sichtbar zu machen und die Strömung hinter dem Triebwerk insgesamt in bisher unerreichter Qualität zu vermessen. Zukünftige Triebwerksgenerationen können von den neuen Erkenntnissen profitieren.

Lärmquellen mit Laser-Optik und Mikrofon identifizieren

Am 23. September 2014 hat das DLR die Ergebnisse des Forschungsprojekts SAMURAI (Synergy of advances measurement techniques for unsteady and high Reynolds number aerodynamic investigations) am Flughafen Hamburg präsentiert. Dort fanden vom 23. bis 28. September 2013 unterstützt vom Flughafen Hamburg und Lufthansa Technik (LHT) eine Reihe von Triebwerksstandläufen mit dem DLR-Forschungsflugzeug A320-ATRA in der Lärmschutzhalle der LHT statt.

Bestimmte Strömungs- und Dichtestrukturen, die einen Teil des Lärms im Triebwerksstrahl verursachen, konnten mit diesem Experiment identifiziert werden. Die umfangreichen Daten helfen modernen Simulationsverfahren, die Triebwerksströmung und den darin verursachten Lärm zukünftig detaillierter vorherzusagen. "Erstmals konnten wir in Hamburg die Lärmquellen hinter dem Triebwerk im Freistrahl gleichzeitig mit laser-optischen Messverfahren und Mikrofonen hochgenau vermessen", sagt Projektleiter Dr. Andreas Schröder vom Göttinger DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik.

Um die turbulenten Geschwindigkeits- und Dichteschwankungen sichtbar zu machen, haben die Wissenschaftler optische Messsysteme, die im wesentlichen mit Spezialkameras und Lasern arbeiten, mit einer Anordnung von Mikrofonen synchronisiert. "Im Experiment verwendeten wir die Mikrofone sozusagen als entfernt lauschende Beobachter", erklärt Schröder.

Die im DLR in Göttingen entwickelte Messmethode Particle Image Velocimetry (PIV) ist ein vielfältiges Werkzeug in der Strömungsforschung. Kleinste lichtstreuende Partikel machen die Strömungsmuster im gepulsten Laserlicht sichtbar. Das Mikrofonsignal wirkt hierbei als Filter, um die gleichzeitig gemessenen schallerzeugenden Strömungsstrukturen zu erkennen.

Daten helfen beim Design für leisere Triebwerke

Die Forscher haben mit der kombinierten optischen und akustischen Messtechnik einen Datenschatz angesammelt, der das Verständnis über Ursache und Ausbreitung des Strahllärms deutlich fördert: "Entscheidend ist die Frage, wie die Strömung im Triebwerk noch besser beeinflusst werden kann, um den Lärm dahinter zu senken", sagt Prof. Dr. Lars Enghardt, der im DLR-Institut für Antriebstechnik die Berliner Abteilung Triebwerksakustik leitet.

"Möglichkeiten sind hier beispielsweise den Triebwerksstrahl zu verlangsamen und heiße Turbinenabgase mit der kalten Außenluft am Ende des Triebwerks schneller zusammenzuführen." Schon heute gibt es erste Entwicklungen in dieser Richtung, etwa die Chevrondüse mit einer gezackten Hinterkante. Dazu kommen vielfältige Möglichkeiten, den Strahllärm weiter zu reduzieren. "Die nun vorliegenden Messergebnisse können zukünftig für Triebwerkshersteller eine wichtige Grundlage sein, um leisere Triebwerke mit weniger Strahllärm zu entwickeln", so Enghardt.

SAMURAI nutzt Airbus A320 als valides Forschungsmodell

Das im SAMURAI-Projekt verwendete DLR-Forschungsflugzeug ATRA (Advanced Technology Research Aircraft), aus der umfangreichen Forschungsflotte des DLR, ist ein Branchen-üblicher Airliner vom Typ Airbus A320, der im DLR für vielfältige Projekte der Luftfahrtforschung eingesetzt wird. Im DLR-Projekt SAMURAI sind die DLR-Institute für Aerodynamik und Strömungstechnik, Antriebstechnik, Aeroelastik sowie Bauweisen und Strukturtechnologie beteiligt.

Der zum Flugversuchsträger umgebaute Mittelstrecken-Passagierjet ist mit seinen weltweit tausendfach eingesetzten Triebwerken der Baureihe V2500, die in einer Kooperation von MTU, Pratt & Whitney, Rolls Royce und Japanese Aero Engines Corporation entwickelt wurden, ein ideales repräsentatives Forschungsobjekt für Fluglärmuntersuchungen. Das Forschungsflugzeug ATRA wird durch die DLR-Flugexperimente betrieben.

Triebwerks-Lärmuntersuchung in der größten Lärmschutzhalle Europas

Seit Anfang 2002 steht für Triebwerksprobeläufe aller Flugzeugtypen, die die Lufthansa Technik in Hamburg wartet, eine geschlossene Lärmschutzhalle zur Verfügung. Für die DLR-Wissenschaftler war die Bereitstellung dieser Halle durch die Tochter der Lufthansa ein Glücksfall. Denn die filigranen Messaufbauten waren in dem Gebäude, das mit einer Größe von 95 mal 92 Metern und einer Höhe von 23 Metern sogar Jumbojets aufnehmen kann, bestens geschützt.

Anwohner wurden durch die Versuchsläufe nicht gestört. Die Hamburger Lärmschutzhalle, die Vorbild für solche Einrichtungen an den Flughäfen in Leipzig, Zürich und Genf war, wurde auf Initiative der Flughafen Hamburg GmbH gebaut, die sich im vergangenen Jahr für die Durchführung der DLR-Messkampagne engagierte.

Ryanair mit neuen Strecken ab Köln und Sparangebot

0

Ryanair hat heute in Köln seinen Sommerflugplan bekannt gegeben. Neben zusätzlichen Flügen nach/von Palma können rund 800.000 Passagiere auch nach Alicante, Barcelona, Dublin, London, Madrid, Riga und Rom fliegen. Europas beliebteste Low-Cost Airline feiert den Start seines Kölner Sommerflugplans und sieben neuer Strecken mit einer ganz besonderen Aktion: 100.000 Sitzplätze für Flüge im Oktober, November und Dezember sind für das gesamte Kölner Flugnetz zum Preis von nur 19,99 Euro verfügbar.

Alle deutschen Passagiere können damit elf verschiedene Reiseziele ab Köln wählen und dabei die Zusatzleistungen wie Sitzplatzreservierungen, einem zweitem kostenlosem Handgepäck, eine neue Webseite, eine neue App mit der Möglichkeit von mobilen Bordkarten und das neuen Ryanair Family Extra sowie dem Business Plus Paket nutzen. Damit sichert Ryanair auch über 800 Arbeitsplätze am Kölner Flughafen.

Ryanair Sommerflugplan in Köln

  • Sieben neue Flugstrecken: Alicante, Barcelona, Dublin, London, Madrid, Riga & Rom
  • Somit insgesamt elf Flugstrecken ab Köln
  • Mehr Flüge ab/von Palma
  • Wöchentlich insgesamt 67 Rückflüge (+70 Prozent)
  • Über 500.000 neue Passagiere (gut 800.000 pro Jahr)
  • 800 gesicherte Arbeitsplätze in Köln pro Jahr

Ryanair wird auch in Zukunft Köln mit den wichtigsten Geschäftszentren in Europa verbinden. Mit den Destinationen Barcelona (ein Mal täglich), London (zwei Mal täglich), Madrid (ein Mal täglich) und Rom (ein Mal täglich), bietet Ryanair seinen Geschäftsreisenden somit die größte Auswahl an Reisezielen für die günstigsten Preise.

Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair: „Ryanair freut sich den Kölner Sommerflugplan bekannt zu geben, der sieben neue Flugstrecken nach Alicante, Barcelona, Dublin, London, Madrid, Riga und Rom sowie mehr Verbindungen nach und von Palma beinhaltet. Mit nun elf aufregenden neuen Sommerstrecken wird Ryanair bis zu 500.000 neue Passagiere – das heißt 800.000 Passagiere im gesamten Jahr – befördern können…“

Sparpreise Flüge ab Köln

Ab sofort können alle Passagiere aus Deutschland ihre Sommerflüge noch früher auf der Webseite und über die neue App buchen. Reisende können mobilen Endgeräte während des gesamten Fluges anlassen.

„Um den Start des Kölner Sommerflugplans und sieben neuer Strecken zu feiern, bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit bis Donnerstag Mitternacht des 25. Septembers alle Flüge ab Köln im Oktober, November und Dezember für nur 19,99 Euro zu buchen. Wir erwarten, dass diese vergünstigten Flüge besonders schnell vergriffen sein werden…“ so Kenny Jacobs.

Sicherheitsübung am Flughafen Frankfurt, Inhalt geheim

Am Abend des 23. September fand am Flughafen Frankfurt eine Sicherheitsübung statt. Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization) schreibt die Durchführung einer solchen Übung turnusmäßig alle zwei Jahre vor. Diese ist Voraussetzung für den Erhalt der Betriebsgenehmigung eines Flughafens. Die Fraport AG trainierte dabei die Zusammenarbeit aller beteiligten Partner aus dem Sicherheitsbereich.

Um einen möglichst realitätsnahen Charakter zu erhalten bittet der Flughafen Frankfurt um Verständnis, dass die Inhalte der Übung nicht öffentlich gemacht werden. Nach Übungsabschluss werde man in einer weiteren Mitteilung mehr über den Inhalt und Verlauf der Sicherheitsübung informieren. Das Szenario hatte keinen Einfluss auf den regulären Flugbetrieb.

Luftfahrt-Forschung hilft bei Windenergie: FVWE auf der WindEnergy Hamburg

0

Mit intelligenten Rotorblättern und leichteren Bauweisen werden Windenergieanlagen in Zukunft größer und leistungsstärker. Eingebunden in den Forschungsverbund Windenergie (FVWE) arbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an den Windenergieanlagen der nächsten Generation, zu sehen auf der WindEnergy in Hamburg.

Das DLR kann in der Windenergieforschung in vielen Bereichen auf die Expertise der Luftfahrtforschung zurückgreifen. "Mit diesem Know-how können unsere Forschungsarbeiten dazu beitragen, die Herausforderung der Windenergiebranche bei der Entwicklung und Fertigung intelligenter Rotoren zu meistern", sagt Dr. Jan Teßmer, Koordinator für Windenergieforschung beim DLR. Im Forschungsverbund können die Partner auf eine weltweit einmalige Test-Infrastruktur zurückgreifen. Die Forschungsergebnisse tragen dazu bei, die Herausforderung bei der Entwicklung und der Fertigung effizienter Anlagen zu meistern.

Dynamische Rotorblätter mit beweglicher Hinterkante

Intelligente Rotorblätter können sich schnell an die aktuellen Windverhältnisse und damit an aerodynamische Laständerungen anpassen. Dies wird vor allem bei immer längeren Rotorblättern wichtig, die bei jeder Umdrehung eine Fläche überstreichen, die mehreren Fußballfeldern entspricht. Bei böigem Wind treten innerhalb dieser Fläche sehr unterschiedliche Windgeschwindigkeiten auf. Intelligente Rotorblätter sind durch verstellbare Klappen an der Vorder- oder Hinterkante des Rotorblattes in der Lage, sich schnell an die unterschiedliche Windlast anzupassen.

Das DLR stellt auf der WindEnergy ein Rotorblatt mit einer aktiv verstellbaren Hinterkante vor. Bei hohen Windgeschwindigkeiten bewegt sich die Hinterkante und verringert so den Anströmwinkel. Die aerodynamische Kraft auf das Rotorblatt verringert sich und eine Überlastung kann vermieden werden. Das Exponat demonstriert auch, wie durch integrierte Funktionselemente Rotorblätter mit einer lokalen Energieversorgung für Messsonden ausgestattet werden können.

Neben dem aktiven Rotorblattausschnitt wird eine Werkzeugform mit neuen Produktionstechnologien vorgestellt. Mit einer wiederverwendbaren Abdeckung können Rotorblätter umweltschonender hergestellt werden. Durch zusätzliche, integrierte Online-Produktionsüberwachung steigt die Bauteilqualität und Prozesszeiten werden verringert.

Forschungsverbund Windenergie (FVWE) mit aktuellen Projekten

Der 2013 gegründete Forschungsverbund Windenergie (FVWE) bündelt das Know-how von rund 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um wegweisende Impulse für die Windenergieforschung der Zukunft zu geben. Die drei Partner Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ForWind – Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen – sowie das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) Nordwest, forschen mit Industrie, Politik und weiteren Forschungspartnern an langfristigen und strategisch wichtigen Großprojekten.

Die Kooperation der drei Partner ermöglicht den unkomplizierten Zugriff auf eine weltweit einmalige Test-Infrastruktur, gewährleistet Technologietransfer aus der Luftfahrt und stellt die Verknüpfung mit der universitären Forschung und Lehre sicher. Aktuelle Forschungsprojekte stellt der Forschungsverbund auf der WindEnergy Hamburg vom 23. bis 26. September in Halle B6, Stand 472 vor.

Logistik-Branche bestärkt Flughafen Düsseldorf zur Betriebs-Änderung

Der Düsseldorfer Airport erhält bei seinem geplanten Antrag auf "Planfeststellung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung" Unterstützung von einem weiteren Schwergewicht aus der Wirtschaft: dem Logistikforum Rheinland, zu dem der Logistikregion Rheinland e.V. dieses Jahr erstmals eingeladen hatte. Die Logistik-Branche im Rheinland umfasst mehr als 10.000 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Euro und ist mit 210.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein bedeutender Arbeitgeber.

Beim Logistik-Forum wurden wichtige Lösungswege zur nachhaltigen Stärkung der Logistikregion aufgezeigt, die in der sogenannten Rheinland-Erklärung zusammengefasst sind. Auch die Sicherung der beiden für das Rheinland bedeutenden Flughafenstandorte Düsseldorf und Köln/Bonn spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Bekenntnis zum Standortfaktor Flughafen

Als ein deutliches Bekenntnis zum Standortfaktor Flughafen begrüßte Thomas Schnalke, Geschäftsführer des Düsseldorfer Airports, die Unterstützung des Logistikforums Rheinland als bedeutendes Signal für den Düsseldorfer Airport und wichtiges Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.

Das Rheinland ist eine der bedeutendsten Logistikregionen Europas. Dabei steht es aber auch vor Herausforderungen, die in Zukunft zur Bewältigung des wachsenden Verkehrsaufkommens angegangen werden müssen. In der Rheinland-Erklärung heißt es daher unter dem Punkt "Flughafenstandorte sichern": Flughäfen spielen in der Logistik gerade bei internationalen Transporten eine bedeutende Rolle. Die im Rheinland vorhandenen Flughäfen – insbesondere die internationalen Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn – sind wichtige Standortfaktoren, denn sie bieten international agierenden Unternehmen gute Geschäfts- und Frachtflugverbindungen.

Schutz vor Wohnbebauung – und Fluglärm

Daher wird gefordert, dass die Flughäfen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit vor konkurrierenden Ansprüchen wie näher rückender Wohnbebauung zu schützen sind. Ebenso sollten den Flughäfen Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden. Hierbei soll laut Rheinland-Erklärung der Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm berücksichtig werden.

Der Logistikregion Rheinland e.V. ist ein Zusammenschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Seite, der das Ziel verfolgt, das Rheinland als eine der bedeutendsten Logistikregionen Europas nachhaltig zu stärken. Das Rheinland bietet auf Grund seiner Lage, der Infrastruktur und dem Absatzmarkt zahlreiche Standortvorteile. Es ist sowohl Verteilerzentrum für transportierte Waren als auch selbst ein großer Absatzmarkt.

Zudem exportieren die hier ansässigen Firmen einen überdurchschnittlichen Anteil ihrer Produkte in ausländische Märkte. Die Logistik ist dabei nicht nur selbst Treiber für zusätzliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze, sondern auch für zahlreiche andere Wirtschaftszweige ein entscheidender Faktor bei der Standortwahl.

LTT kooperiert mit APFT-Flugschule für Techniker-Ausbildung nach EASA

Lufthansa Technical Training (LTT) und die Flugschule Asia Pacific Flight Training – Maintenance Training (APFT) haben am 23. September in Kuala Lumpur in Malaysia einen Vertrag zur Aus- und Weiterbildung von luftfahrttechnischem Personal unterzeichnet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden rund 400 Trainees der APFT – Maintenance Training nach EASA-Bedingungen zum Fluggerätmechaniker (CAT A1.1) ausgebildet.

Dato Faruk Othmann, Director von APFT, sagte: "Über unsere Flugschule Asia Pacific Flight Training hat APFT bereits Pilotentraining durchgeführt. Jetzt erweitern wir unser Angebot über unsere Wartungs-Trainingsschule auf Techniker-Training. Wir glauben, dass unsere Vereinbarung mit der LTT nicht nur für unsere Lehrgangsteilnehmer von Vorteil sein wird, sondern auch für die Luftfahrtindustrie in der ganzen Region."

Boom in hart umkämpften Markt

Andreas Kaden, Geschäftsführer von Lufthansa Technical Training, ergänzte: "Das ist ein großer Erfolg im boomenden, aber auch hart umkämpften Luftfahrt-Trainingssegment in Asien. Dieser langfristige Vertrag gibt beiden Parteien Planungssicherheit und ermöglicht es der malaysischen Luftfahrtindustrie, sich die langjährige internationale Erfahrung der LTT bei technischen Ausbildungsprogrammen zunutze zu machen"

Lehrpersonal der von Jochen Harms (General Manager) geleiteten LTT-Niederlassung Lufthansa Technical Training Philippines (LTTP) führt ab Januar 2015 den praktischen und theoretischen Unterricht mit den EASA anerkannten LTT Schulungsunterlagen inklusive der Prüfungen durch. Die Prüfungsabnahme sowie die Zertifikatserstellung erfolgt ebenfalls von LTT-Experten.

EASA CAT A1.1 Lizenz nach drei Jahren

Das Training findet in den Räumlichkeiten von APFT – Maintenance Training statt. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung können die Absolventen nach zusätzlichen drei Jahren "On the Job Training" eine EASA CAT A1.1 Lizenz bei der europäischen Luftsicherheitsbehörde oder einer der Landesbehörden beantragen.

Aviation Award der FSG zeichnet Verbesserungen für die Luftfahrt aus

0

Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) hat am Montag (22.09.) erstmals ihren Aviation Award für eine umweltfreundliche Luftfahrt vergeben. Der mit 150.000 Euro dotierte Innovationspreis wurde vor zwei Jahren von der Flughafengesellschaft in einer weltweiten Ausschreibung ausgelobt.

Eine elfköpfige Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hat nun aus 31 Bewerbern aus Europa, Nordamerika und Asien drei Einreichungen ausgewählt. Der mit 75.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) für ein Modell zu weniger Emissionen durch verbesserte Flugrouten. Ein weiteres Projekt der DLR zur Lärmminderung an Flughäfen durch satellitengestützte Landeanflüge erhielt den zweiten Platz und damit 50.000 Euro Preisgeld. Den dritten Preis und 25.000 Euro Preisgeld errang das Institut für Flugzeugbau an der Universität Stuttgart für den Entwurf eines sechssitzigen Elektroflugzeugs für den Geschäftsreiseverkehr.

Zusammenarbeit für weitere Senkung von Umweltbelastung

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, überreichte gemeinsam mit Prof. Fundel den ersten Preis. Hermann betonte: "Unser Ziel ist es, die Umweltbelastungen durch Flugverkehr so weit wie möglich zu reduzieren. Der Flughafen Stuttgart wird seiner Verantwortung für einen umwelt- und klimaschonenden Luftverkehr im Rahmen seines ‚fairport STR‘-Leitbildes bereits in besonderer Weise gerecht. Er wirkt kontinuierlich darauf hin, die Umweltauswirkungen des Flughafenbetriebes zu reduzieren oder zu kompensieren – dies insbesondere bei den Themen Energieversorgung, Bauen, Vorfeldfahrzeuge, Soziales, Natur- und Umweltschutz."

Beispielhaft nannte Hermann u. a. die Inbetriebnahme von Anlagen zur umweltfreundlichen Strom- und Wärmeerzeugung, die Förderung umweltfreundlicher Antriebskonzepte sowie die Einführung eines Fluglärmmanagements mit Lärmaktionsplan und lärmabhängigen Start- und Landeentgelten. Es gibt aber Bereiche, wie z.B. Fluglärm oder die durch das Fliegen verursachte Treibhausgase, wo die Einflussmöglichkeiten des Flughafens begrenzt sind. Hier können nur Flugzeughersteller, Airlines und Flughäfen gemeinsam an einem klima- und umweltschonenderen Luftverkehr arbeiten. Der Aviation Award setzt genau hier an.

Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der FSG, sagte anlässlich der Preisvergabe: "Die Luftfahrtbranche arbeitet konsequent daran, ihre Umweltauswirkungen zu minimieren. Auch wir Flughäfen als Betreiber der Infrastruktur am Boden stellen uns dieser Verantwortung. Mit dem Aviation Award leisten wir einen Beitrag dazu, die Luftfahrt noch effizienter und nachhaltiger zu machen. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Award diese Entwicklung weiter befördern können."

Beim Aviation Award wurden Ideen aus den Bereichen Flugzeugdesign, Antriebssysteme, visionäre Systeme, Energiemanagement an Bord und Flughafenbetrieb und -management aufgerufen. Kriterien für die Preisvergabe waren neben Innovation und Marktreife vor allem Umwelt- und Kundennutzen.

Walter Schoefer, Geschäftsführer der FSG unterstrich: "Der Aviation Award ist ein Element in unserem ‚fairport STR‘-Konzept. Unser Ziel ist es, langfristig einer der nachhaltigsten Flughäfen in Europa zu werden. Deshalb fördern wir Ideen für neue Technologien und Konzepte, die das Fliegen nachhaltiger und ökonomisch effizienter machen. Das Image der Luftfahrt hängt nicht zuletzt davon ab, dass wir Lösungen finden, wie wir auch in Zukunft mit dem Flugzeug umweltverträglich mobil sein können…"

1. Preis für verbesserte Flugrouten

Den ersten Preis vergab die Fachjury an Dr. Volker Grewe vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Oberpfaffenhofen. Sein Team untersuchte im Rahmen eines Projektes, wie die Flugrouten im transatlantischen Verkehr emissionsärmer gestaltet werden können. Mit Hilfe von Großrechnern wurden viele verschiedene Einflussgrößen wie Flugrouten, chemische Prozesse in der Atmosphäre, Flugkosten und andere Parameter in einem komplexen Modell zusammengeführt.

Als Ergebnis stellte sich heraus, dass schon wenige Änderungen der Flugroutenführung um klimasensible Atmosphärenbereiche herum, mit einem Mehrbedarf an Treibstoff von unter einem Prozent, bereits eine Reduktion der Umweltauswirkunen von 25 Prozent erreichen können.

Die konkrete Verknüpfung von Klimaforschung und Flugbetrieb war für die Juroren ebenso ausschlaggebend wie der Umweltnutzen und die Anwendbarkeit auf den realen Flugbetrieb. Langfristig zielt dieser Ansatz der DLR-Forscher auf eine ökologische Neuausrichtung der Flugsicherung.

2. Preis: Gekurvte Anflugrouten mittels GBAS

Den zweiten Platz errangen Thomas Dautermann, Michael Felux und Robert Geister vom DLR Braunschweig für ein satellitengestütztes Verfahren, das auch schräge oder gekurvte Anflugrouten im Lufttraum möglich macht. Auch werden Segmentierte Steilanflüge möglich. Bei aktuellen Instrumentenlandesystemen, die auf Radiosignalen basieren, sind nur geradlinige Anflugstrecken möglich, die dann oft zwangsweise über bebaute Gebiete führen.

Mit gekrümmten Anflugrouten ließen sich lärmsensible Regionen eher vermeiden und Flughafenanwohner besser vor Lärm schützen. Das Verfahren wird unter dem Begriff Ground Based Augmentation System (GBAS) bereits seit Mitte der 1990er Jahre entwickelt. Durch präzisere Navigation mit Hilfe von Systemen wie GPS, Galileo oder GLONASS im Landeanflug ließe sich Routenführung und Lärmschutz verbessern, auch Sicherheit und Effizienz des Flugverkehrs würden weiter erhöht.

3. Preis für CO2-neutrales Business-Flugzeugkonzept

Der dritte Preis des Aviation Awards ging an Felix Frey, Student an der Universität Stuttgart, und sein Team vom Institut für Flugzeugbau an der Universität. Die Wissenschaftler hatten erstmalig ein zweimotoriges Propellerflugzeug mit sechs Sitzplätzen mit einem neuartigen Antrieb entwickelt, bei dem Verbrennungsmotor, Brennstoffzelle und Akkumulator kombiniert werden. Bei Antrieb nur über Brennstoffzelle oder Akkus könnte emissionsfrei und leise geflogen werden. Mit einer Reichweite von 1.800 Kilometer würde das Elektroflugzeug im Regional- und Privatverkehr CO2-neutrales Reisen ermöglichen.

Mitglieder der Jury

  • Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH
  • Prof. Rolf Henke, Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR), Köln
  • Minister Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG)
  • Prof. Dr. Axel Herrmann, Geschäftsführer der Composite Technology Center GmbH (CTC) Stade
  • Dr. Josef Kallo, Fachbereichsleiter der Elektrochemischen Systeme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR), Stuttgart
  • Prof. Dr. Martin Kreeb, Forschungsgruppe Nachhaltigkeit im Bereich des Umwelt- und Energiemanagements an der Universität Hohenheim und Studiengangsleiter für Logistik & Handel an der Hochschule Fresenius, München
  • Prof. Dr. Reinhard Mönig, Direktor des Instituts für Antriebstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR), Köln
  • Prof. Dr. Hans-Peter Röser, Professor und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart
  • Prof. Dr. Ulrich Schumann, Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Instituts für Physik der Atmosphäre, Oberpfaffenhofen-Weßling
  • Dr. Gerald Weber, Geschäftsführer der MAG Europe GmbH, Göppingen
  • Hildegard Werth, Wissenschaftsjournalistin des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), Mainz

Auf dem Bild sind (v.l.) Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer Flughafen Stuttgart GmbH, Thomas Dautermann und Michael Felux vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Braunschweig, Dr. Volker Grewe und Dr. Sigrun Matthes vom DLR Oberpfaffenhofen, Felix Frey, Institut für Flugzeugbau an der Universität Stuttgart, Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Dr. Gerald Weber, Geschäftsführer der MAG Europe GmbH, Göppingen, Walter Schoefer, Geschäftsführer Flughafen Stuttgart GmbH.

Mannheim – Hamburg regelmäßig durch Rhein-Neckar Air verbunden

0

Die RNA Rhein-Neckar Air nimmt ab dem 14. Oktober 2014 den regelmäßigen Flugbetrieb zwischen Mannheim und Hamburg auf. Ein Flugzeug vom Typ Dornier 328 wird zunächst jeweils dienstags bis donnerstags um 07:00 Uhr und 17:30 Uhr vom City Airport Mannheim (MHG) zum internationalen Flughafen Hamburg (HAM) starten.

Die Flugzeit beträgt ca. 65 Minuten, die Rückflüge starten jeweils um 08:45 und 19:15 Uhr in Hamburg und landen somit planmäßig um 10:00 und um 20:30 Uhr wieder in Mannheim. "Mit der Wiederaufnahme der stark nachgefragten Flugverbindung nach Hamburg wollen wir den Erfolg der im Frühjahr aufgenommenen Flugverbindung nach Berlin fortsetzen und die Metropolregion Rhein-Neckar an die häufig auch als Tor zur Welt bezeichnete Metropole Hamburg anschließen", betont Matthias Geisler, Geschäftsführer der RNA Rhein-Neckar Air GmbH. Mit der Aufnahme einer direkten Flugverbindung vom City Airport Mannheim nach Hamburg reduziert sich die Reisezeit erheblich.

Dornier 328 wird in Mannheim stationiert

Neben der Hauptstadt Berlin wird somit Hamburg das zweite Flugziel sein, das die RNA Rhein-Neckar Air GmbH vom City Airport Mannheim aus ansteuert. Hierzu wird ein weiteres Flugzeug vom Typ Dornier 328 mit 31 Sitzplätzen in Mannheim stationiert. Die gewohnt hohe Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Flüge der RNA Rhein-Neckar Air sind dabei auch ein Produkt der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Operating Partner MHS Aviation GmbH. Beide Partner wollen die erfolgreiche Positionierung der RNA Rhein-Neckar Air GmbH als Qualitätsairline weiter stärken.

Der Flughafen Hamburg bietet den Fluggästen aus der Metropolregion zahlreiche Weiterflugmöglichkeiten insbesondere auch nach Skandinavien und Osteuropa. Die Tarife der Hamburg-Verbindung orientieren sich an dem bewährten Preismodell der RNA Rhein-Neckar Air. Die Preise zwischen 189 und 699 Euro für den Hin- und Rückflug beinhalten sämtliche Steuern und Gebühren und unterscheiden sich durch ihre Flexibilität. Neben den üblichen Freigepäckmengen ist auch die Bordverpflegung im Flugpreis enthalten. Die Flüge sind ab heute online buchbar.

Quelle Bild: RNA Rhein-Neckar Air

Blitze legten Flughafen-Technik in Dortmund lahm

Nach mehreren Blitzeinschlägen war am Wochenende der Flugverkehr in Dortmund nur eingeschränkt möglich. Während eines Unwetters am Samstagmorgen zwischen 10:22 Uhr und 10:51 Uhr trafen mehrere Blitze die Flughafentechnik und setzen zeitweise Anflug- und Wettersysteme außer Betrieb. Durch erste Reparaturmaßnahmen konnte der Flugbetrieb bereits nach 20 Minuten wieder aufgenommen werden. Dennoch konnten nicht alle Schäden sofort behoben werden. Der Flugbetrieb wurde aus Sicherheitsgründen nur bei guter Sicht durchgeführt.

So kam es im Verlauf des Wochenendes zu Verspätungen und Flugausfällen. Erst am Montag konnten die Systeme weitestgehend Instand gesetzt und ein normaler Flugbetrieb wieder ermöglicht werden. "Der professionelle Umgang der Verkehrsleitung und der Fluglotsen mit den technischen Problemen und die pragmatische Handhabung der Situation haben größere Betriebsstörungen vermieden", würdigte Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager den Einsatz der Airport-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Umleitungen und Flugausfälle

Eine Maschine der Germanwings aus Istanbul musste am Sonntagmorgen wegen schlechter Sicht nach Düsseldorf umgeleitet werden. Ihr Weiterflug ab Dortmund nach Palma de Mallorca fand erst mit über zweistündiger Verspätung statt. Infolge der Verspätung konnten die Abendflüge der germanwings von und nach München nicht durchgeführt werden. Auch eine Maschine der Ryanair wurde umgeleitet und flog aus Alghero (Sardinien) nach Köln/Bonn statt nach Dortmund. Den Rückflug nach Alghero strich die Airline. Insgesamt waren rund 1.200 der 14.600 Wochenend-Passagiere in Dortmund betroffen.

Gleichzeitig wurde eine Maschine der Wizz Air aus Kattowitz von Eindhoven nach Dortmund umgeleitet. Grund war dichter Nebel am holländischen Airport. Die Maschine traf um 10:05 Uhr und damit nur weniger Minuten vor dem Gewitter am Dortmunder Flughafen ein.

Ethiopian Airlines bestellt bis zu 35 Boeing 737 MAX 8

0

Ethiopian Airlines hat beim amerikanischen Flugzeugbauer Boeing 20 B737 MAX 8 bestellt. Der Auftrag war zuvor anonym von Boeing publiziert worden. Die Flugzeuge haben einen Listenpreis von mehr als 2,1 Mrd. US-Dollar, und beinhalten Optionen für weitere 15 737 MAX 8.

Tewolde Gebremariam, CEO der Ethiopian Airlines, sagte zur Bestellung, man wolle mit den Flugzeugen dem strategischen Plan "Vision 2025" näher kommen und die führende Airline in Afrika werden. Dabei seien 18 Mio. Passagiere pro Jahr das Ziel. Die 737 MAX 8 kommt mit neuen CFM International LEAP-1B Triebwerken, und ist 20 Prozent wirtschaftlicher als die erste Next-Generation 737.

Ethiopian Airlines fliegt insgesamt 83 Ziele an, der Heimatflughafen ist der Bole International Airport in Addis Ababa, der Hauptstadt Äthiopiens. Die Airline hat in den letzten mehr als 50 Jahren Beoing 737, 757, 767, 777, 787 Dreamliner, sowie eine Cargo Flotte aus 757, 777 Frachter und MD-11 erhalten. Für die 737 MAX verzeichnet Boeing insgesamt schon 2.294 Bestellungen von 47 Kunden.

Formel 1-Boxenstopp am „Airlebnistag“ des Flughafen Frankfurt

0

Während gestern beim Großen Preis von Singapur Lewis Hamilton aufs Siegerpodest fuhr, gab es auch für die Besucher des Boxenstopp-"Airlebnistags" am Flughafen Frankfurt tolle Gewinnchancen. Ein buntes Aktionsprogramm lud ein zum Mitmachen und lockte mit attraktiven Preisen.

In Zusammenarbeit mit Singapore Airlines und dem Singapore Tourism Board präsentierte Fraport eine Flughafen-Rallye mit spannenden Fragen rund um den Airport, die Formel 1 und den aktuellen Austragungsort Singapur. Der Gewinner wird im nächsten Jahr selbst beim Grand Prix in der asiatischen Metropole dabei sein, und – gemeinsam mit einer Begleitperson – mit Singapore Airlines zum Rennen reisen und dort drei Nächte in einem 4-Sterne-Hotel verbringen.

Außerdem konnten die Gäste des "Airlebnistag" Boxenstopp im Formel 1-Simulator ihr Können am Steuer eines Rennwagens auf den heißesten Grand Prix-Strecken der Welt unter Beweis stellen – das Zielfoto gab es als Erinnerung mit dazu.

Geschick und Schnelligkeit waren beim Boxenstopp Reifenwechsel gefragt. Die kleinen Gäste konnten auf dem Bobby Car-Parcours im Formel 1-Look ihre Rennfahrerqualitäten zeigen. Ab 14:00 Uhr wurde das Rennen live übertragen.

Luftfahrt-Sonderausstellung und Trödelmarkt im Terminal

0

Zum ersten Trödeltag im Terminal samt Sonderausstellung laden die Flughafen Dresden GmbH und die Sächsische Zeitung am Tag der Deutschen Einheit, dem 03. Oktober von 10:00 bis 18:00 Uhr, ein. Der große Kunst-, Antik- und Trödelmarkt findet im Westflügel des beliebten Event-Standortes statt. Außerdem bekommen die Gäste Gelegenheit, bei spannenden Flughafen-Führungen hinter die Kulissen des Airports zu schauen. Nach Sicherheits-Check und Handgepäckkontrolle erfahren die Teilnehmer bei einer Busfahrt über das Vorfeld alles Wissenswerte zur Flugzeugabfertigung und Geschichte ihres Heimatflughafens.

Der Trödelmarktbereich befindet sich im Erdgeschoss und ist damit für die Händler gut befahrbar. Der Standaufbau erfolgt von 06:30 bis 8:30 Uhr – jeder kann mitmachen! Interessierte Händler können sich unter Tel. 0351/48642443 oder troedelmarkt@sz-pinnwand.de anmelden. Die Gebühr beträgt nur 20 Euro für einen Drei-Meter-Stand.

Schlendern, staunen und genießen im Terminal

Angeboten werden Bücher, Antiquitäten, Glas, Porzellan, gebrauchter Hausrat, Schallplatten, Kleinmöbel, Kunst, Bilder, Selbstgemachtes und Sammlergegenstände, z. B. historische Ansichtskarten aus der Region. Experten schätzen kostenlos Antiquitäten und antiquarische Bücher, natürlich auch Sammlerobjekte rund um die Fliegerei. Angrenzend erwartet die Besucher ein großer Gastronomiebereich mit Gulaschkanone, Crêpes, Eis, frisch Gegrilltem, Biergarten und vielem mehr.

Anmeldungen zu den stündlich stattfindenden Flughafen-Touren sind im Voraus unter Tel. 0351/881-3300 möglich (Sonderpreis: Erwachsene fünf Euro, Kinder bis 14 Jahre drei Euro). Auch der Rumpf der legendären Baade B-152 kann am Trödel- und Feiertag besichtigt werden.

Flugzeug-Sammlerbörse mit Sonderausstellung zur frühen Luftfahrt

Alle Reisebüros und Geschäfte – darunter der neue Flughafen-Shop "Gate 14" (Eröffnung am 01. Oktober) – sind am Tag der Deutschen Einheit geöffnet. Auf der Abflugebene findet weiterhin eine Spielzeug-, Modelleisenbahn- und Flugzeug-Sammlerbörse statt. Auf der höher gelegenen Konferenzebene erwartet die Besucher die Sonderausstellung "Als Fliegen noch ein Wagnis war".

Thema dieser Schau ist der am 26. Oktober 1913 eröffnete erste städtische Flugplatz und Luftschiffhafen Dresden-Kaditz. Es werden die wechselvolle Flugplatzgeschichte sowie seine zivile und militärische Nutzung dokumentiert. Im Mittelpunkt stehen die Pioniere des Motorfluges, Flugzeugbauer, Fluglehrer, Kunstflieger und Fallschirmkonstrukteure, die in Dresden-Kaditz wirkten. Der Autor des gleichnamigen Buches, Siegfried Reinhardt, ist vor Ort und signiert Exemplare seines Werkes.

Öffentliche Verkehrsmittel und Parken

  • S-Bahn-Linie S2 ab Dresden-Hauptbahnhof und Bahnhof Dresden Neustadt bis Endstation "Dresden-Flughafen"
  • Straßenbahn-Linie 7 bis Haltestelle "Infineon Nord", Weiterfahrt mit der Buslinie 77 bis zur Haltestelle "Flughafen"
  • Bus-Linie 80, Haltestelle "Flughafen"

Parken am Flughafen Besucher des Flughafen-Trödelmarktes nutzen bitte das Flughafen-Parkhaus. Es sind ausreichend Stellplätze vorhanden. Das Parken im Parkhaus kostet an diesem Tag pauschal drei Euro. Die Parktickets werden von der Flughafen-Information (Ankunftsebene im Terminal) und der Parkhausaufsicht entsprechend rabattiert.

Wartung der Start- und Landebahn 15/33 in Hamburg abgeschlossen

Die Start- und Landebahn 15/33 (Alsterdorf/Norderstedt) am Hamburg Airport wurde gestern um 16:00 Uhr wieder für den Flugverkehr freigegeben. Der Flugverkehr kann sich wieder auf alle vier Start- und Landerichtungen verteilen. Auf der Piste 15/33 (Alsterdorf/Norderstedt) wurden im Rahmen der jährlich wiederkehrenden Instandhaltungsarbeiten unter anderem wichtige Asphalt- und Betonarbeiten sowie der Einbau von Unterflurfeuern durchgeführt.

Die am 08. September begonnenen Wartungsarbeiten an der Start- und Landebahn 15/33 (Alsterdorf/Norderstedt) am Hamburg Airport wurden somit planmäßig abgeschlossen. Hamburg Airport bedankte sich nochmals für das Verständnis über Baumaßnahmen und die daraus resultierende zeitlich begrenzte Nutzungsänderung der Start- und Landebahnen.

Flughafen BER lässt Weiterbetrieb von Schönefeld prüfen

0

Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat heute grünes Licht für die Vorlage der Geschäftsführung gegeben, den Weiterbetrieb des Flughafens Schönefeld für den BER-Flugbetrieb zu untersuchen. Gleichzeitig wird die FBB mit Vertretern des Bundes Interimsszenarien untersuchen, wie und wo die Flugbereitschaft der Bundeswehr im Flughafenbereich untergebracht werden kann.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn zeigte sich nach der Sitzung mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir sind heute einen wichtigen Schritt weiterkommen. Wir werden nun die Planungen für Schönefeld-Alt vertiefen und sicher auch für die Flugbereitschaft gemeinsam eine gute Lösung finden.“

Rekordwachstum in Tegel und Schönefeld erwartet

Hintergrund der Entscheidung ist das stark steigende Fluggastaufkommen in Schönefeld und Tegel (Zahlen von August und Jahr 2013). Bereits seit elf Jahren in Folge entwickelt sich der Flugverkehr in Berlin besser als der Durchschnitt aller deutschen Flughäfen. In diesem Jahr erwartet die FBB über 27 Millionen Passagiere in Tegel und Schönefeld, so viele wie noch nie. Weitere Themen auf der Aufsichtsratssitzung waren unter anderem die aktuellen Finanzkennzahlen sowie der aktuelle Stand bei den Planungen und Arbeiten am BER.

Fraport nennt Schlussfrist für Immobilienankaufprogramm CASA

0

Die Antragsfrist für das von Fraport freiwillig aufgelegte Immobilienankaufprogramm CASA endet bald. Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien, die in der CASA-Anspruchszone liegen, haben nur noch spätestens 31. Oktober 2014 die Möglichkeit einen Antrag für einen Ankauf beziehungsweise eine Ausgleichszahlung zu stellen. Nach dem Stichtag 31. Oktober 2014 gestellte Anträge werden nicht mehr berücksichtigt.

Bisher sind im Rahmen des CASA-Programms 245 Wohnimmobilien angekauft und 106 Ausgleichszahlungen realisiert worden. Das Maßnahmenvolumen im Casa-Programm beträgt insgesamt über 100 Mio. Euro.

Informationen zu CASA und dem Anspruchsgebiet finden interessierte Bürgerinnen und Bürger in einem online-Dokument des Franfkurter Flughafen-Betreibers. Anfrageformulare gibt es ebenfalls online unter  oder auf Anfrage per E-Mail und Telefon. Immobilienbesitzer in den Anspruchsgebieten können sich bei Anfragen an

  • fraport-casa@fraport.de, oder
  • Tel.: 069-69029292 wenden.

Anträge sollten schriftlich gestellt werden an

  • Fraport AG, Fraport Casa, 60547 Frankfurt am Main

Im Rahmen des Casa-Programms kauft die Fraport AG Wohnimmobilien, die besonders niedrig, das heißt mit weniger als 350 Metern, überflogen werden oder zahlt den Eigentümerinnen und Eigentümern eine Entschädigung. Der Ankaufspreis der Immobilien wird durch unabhängige Experten auf der Grundlage der Gegebenheiten vor der Flughafen-Erweiterung festgelegt. Die alternative Entschädigung richtet sich nach der Lage der Immobilie und ihrer Entfernung von der durch Überflüge betroffenen Kernzone.

Radarsatelliten erfassen Pflanzenwachstum für Landwirtschaft und Umwelt

0

Das Erntejahr 2014 nähert sich dem Ende und in ganz Deutschland zeichnen sich für Weizen, Mais & Co. insgesamt gute Erträge ab. Standortabhängig zeigen sich jedoch extreme Unterschiede. Für optimalen Anbau ist es daher wichtig, den Zustand des Bodens und der Pflanze regelmäßig und flächendeckend erfassen können. Am besten mit Radar.

Techniken und Verfahren speziell zur Radar-Fernerkundung der Landmasse werden am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen entwickelt. Die Wissenschaftler haben ihre Testkampagne 2014 fast abgeschlossen und einen umfangreichen Datensatz erstellt: hochauflösende Radaraufnahmen von landwirtschaftlichen Gebieten, die Aufschluss geben über die gesamte Wachstumsperiode der Pflanzen. Die Radarmessungen per Flugzeug und Satellit wurden von Mai bis September 2014 über Wallerfing in Bayern, nahe Deggendorf, durchgeführt. Ergänzt werden die Daten durch detaillierte In-Feld-Messungen am Boden.

Strukturen verändern Radarsignal, Farben machen’s sichtbar

Das erste Bild zeigt die Art der Vegetatinsbedeckung und der Bodenbeschaffenheit durch Farbcodierung. Die Farben ergeben sich aufgrund unterschiedlich starker Rückstreuung des Radarsignals in verschiedenen Polarisationen. Dunkle Farben markieren dagegen glatte und ebene Flächen wie Straßen. Das voll polarimetrische RGB-Bild zeigt die Testregion Wallerfing vom 12.05.2014 im C-Band, bei fünf cm Wellenlänge.

Das zweite Bild zeigt ein voll polarimetrisches RGB-Bild der Testregion Wallerfing vom 22.05.2014 im L-Band, bei 23 cm Wellenlänge. Helle Flächen im Radarbild kennzeichnen rauhere Oberlfächen auf dem Erdboden, desto komplexer die Struktur. Bäume und Wälder verändern und streuen die Radarstrahlung stark in mehreren Polarisationen, und erscheinen daher grün bis weiß. Im langwelligen Radarbereich können die Sensoren auch den Boden gut erfassen. Rote und braune Färbungen lassen auf die Bodeneigenschaften unter der Vegetation schließen.

Radaraufnahmen sind besonders gut geeignet, flächendeckende Beobachtungen durchzuführen – per Flugzeug oder per Satellit. "Es ist für uns ein Segen, dass durch die hervorragende Kooperationen mit den Landwirten vor Ort ein einmaliger Datensatz von Feld-Messungen zur Validierung unserer SAR-Algorithmen zur Verfügung steht", sagt Dr. Thomas Jagdhuber vom DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme.

Boden- und Biomasse-Erfassung für die Präzisionslandwirtschaft

Radarsensoren können je nach Wellenlänge auch durch hohen Pflanzenbewuchs bis in den Boden dringen. In der aktuellen Studie verwenden die Forscher die am DLR entwickelte F-SAR-Antenne (Synthetic Aperture Radar) für Messungen in unterschiedlichen Wellenlängen. So können mit einer Aufnahme verschiedene Eigenschaften eines Gebiets flächendeckend erfasst werden – dazu gehören Pflanzenhöhe, Anbaudichte und Pflanzenstruktur sowie Bodenfeuchte, Bodenrauhigkeit und Biomasse. Diese Parameter sind nicht nur für Präzisionslandwirtschaft, sondern auch für hydrologische Fragestellungen und die Klimaforschung relevant.

Die Bodeneigenschaften liefern Landwirten beispielsweise Hinweise für die gezielte Bewässerung oder zum Schutz des Erdreichs vor Überschwemmungen oder Erosionen. Klimaforschern geben die Messungen Aufschluss über den Wasserkreislauf und seine Wechselwirkungen mit dem lokalen Klima. So können die wissenschaftlichen Prognosen für regionale Klimaänderungen und weitere Auswirkungen verbessert werden.

Auch die Radardaten zur Biomasse sind für Klimaforscher und Landwirte gleichermaßen wertvoll. Als natürlicher Kohlenstoffspeicher hat Biomasse unmittelbaren Einfluss auf den Treibhauseffekt – für Klimaexperten ein zentrales Forschungsthema. Landwirte können anhand der Biomasse bereits vorab ihre Ernteerträge abschätzen, sowohl für die Produktion von Nahrungsmitteln wie für die Energiegewinnung (Biogas).

3D-Charakterisierung der Vegetation durch SAR-Technologien

Die Radaraufnahmen geben die einzelnen Parameter jedoch nicht auf Anhieb preis: Die Radarsignale müssen differenziert, die Informationen daraus erst abgeleitet werden. Die DLR-Wissenschaftler verwenden dazu Fernerkundungsmethoden wie die SAR-Polarimetrie, die polarimetrische SAR-Interferometrie und die polarimetrische SAR-Tomographie. Die spezifischen Algorithmen werden nun für die unterschiedlichen Parameter zu den jeweils verschiedenen Stadien des Pflanzenwachstums weiter verfeinert.

Dadurch ist eine Trennung der Rückstreuungsbeiträge von Pflanze und Boden möglich. Bodenfeuchte, Bodenrauhigkeit und Vegetationsparameter können auf diese Weise eindeutig bestimmt werden. Für die 3D-Charakterisierung der Vegetation werden außerdem neue Algorithmen entwickelt, so Hannah Jörg vom DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme. Als Referenzziel für die Kalibrierung der SAR-Daten wurde bei Wallerfing ein trihedaler Reflektor aufgestellt (Bild 6). Dieser reflektiert 100 Prozent der einfallenden Radarstrahlung, ähnlich wie bei einem Katzenauge am Fahrrad.

Die Weiterentwicklungen der Verfahren dienen auch der Vorbereitung für ein neues Forschungsprojekt des Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme: Tandem-L. Dabei handelt es um den Vorschlag für eine hochinnovative Radarsatellitenmission zur Beobachtung von Erde und Umwelt – global, kontinuerlich und in bisher unerreichter Qualität und Auflösung.

Tandem-L: Erfassung der gesamten Erde

Ziel von Tandem-L ist es, die Landmasse der Erde im Wochenrhythmus dreidimensional zu erfassen und auf essenzielle Umweltparameter hin zu überwachen. Die entsprechenden wissenschaftlichen Aufgaben werden in der HGF-Allianz "Remote Sensing and Earth System Dynamics", unter Beteiligung von acht deutschen Forschungsinstituten und elf Universitäten, gebündelt. In diesem Rahmen finden auch die Flugkampagnen statt.

Seit 2008 werden in Wallerfing Flüge zur Radar-Fernerkundung durchgeführt, in einer Zusammenarbeit des DLR-Instituts für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme (Prof. Irena Hajnsek, Ralf Horn) mit dem Lehrstuhl für Geographie und geographische Fernerkundung der Ludwig-Maximilians-Universität München (Prof. Ralf Ludwig). Im Einsatz ist das DLR-Forschungsflugzeug Dornier Do-228 mit weißem Antennenhalter des F-SAR-Sensors, betrieben von der DLR-Einrichtung Flugexperimente in Oberpfaffenhofen.

Das Zielgebiet Wallerfing ist aufgrund seiner großen Pflanzenvielfalt für die Forschungsarbeit besonders gut geeignet. Seit 2010 ist es offizielles Testgelände für Referenzmessungen der deutschen Radarsatellitenmissionen TerraSAR-X und TanDEM-X. Künftig könnte Wallerfing auch als Testgelände für die vorgeschlagene Radarsatellitenmission Tandem-L genutzt werden.

Iberia Express verbindet Stuttgart mit Madrid – Vier Flüge pro Woche

Die Fluggesellschaft Iberia Express verbindet ab Sonntag, 26. Oktober 2014 Stuttgart wieder mit Madrid. Im Einsatz ist ein Airbus A320 mit einer Business und Economy Class und insgesamt 177 Sitzplätzen.

Von ihrem Heimatflughafen Madrid-Barajas aus bestehen Umsteigemöglichkeiten zu 32 weiteren Zielen in Spanien, nach Lissabon und Porto in Portugal, zu elf afrikanischen Zielen sowie zu 16 Städten in Lateinamerika und drei Zielen in den USA.

Geflogen wird ab Stuttgart jeweils Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag. Der Hinflug startet abends um 19:10 Uhr, Rückflug nach Stuttgart ist um 15:50 Uhr. Die 2011 gegründete Iberia Express ist ein Tochterunternehmen der Fluggesellschaft Iberia.

Lufthansa belohnt Vielflieger mit neuem „Miles & More Selections“

Lufthansa legt mit "Select-Meilen" ein weiteres ein Gutschriftensystem für Vielflieger auf. Ab sofort können damit Frequent Traveller, Senatoren und HON Circle Member in den Genuss zusätzlicher Vorteile kommen. Sie erhalten diese mit dem neuen Programmbestandteil "Miles & More Selections" bei Erreichung bestimmter Meilenstufen. Die Neuerung soll das Fliegen mit den teilnehmenden Airlines auch nach Erlangen eines Status noch attraktiver machen und Kundentreue belohnen. Für jeden Status steht dabei eine Auswahl neuer Select Benefits zur Verfügung.

So profitieren Statuskunden zum Beispiel von Lufthansa WorldShop-Rabatt-Gutscheinen im Wert von bis zu 100 Euro oder von Gutscheinen für den Besuch in einer Lufthansa Business oder Senator Lounge. Senatoren und HON Circle Member haben darüber hinaus die Auswahl aus elektronischen Vouchern, die ein Upgrade in die nächst höhere Reiseklasse ermöglichen, Gutscheinen für die Lufthansa First Class Lounges oder können eine zusätzliche Frequent Traveller- beziehungsweise Senator-Partnerkarte für Familienangehörige oder Freunde vergeben.

Ausschlaggebend für das Erreichen der Meilenstufen sind bei Frequent Travellern und Senatoren die neuen Select-Meilen, die sie bereits seit Jahresbeginn sammeln. Select-Meilen werden auf Flügen von Lufthansa und den Miles & More-Airline-Partnern Adria Airways, Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, Germanwings, LOT Polish Airlines, Luxair und Swiss in allen Reiseklassen gutgeschrieben.

Gutschrift von Select-Meilen

Dabei wird pro Statusmeile eine Select-Meile gutgeschrieben, inklusive 25 Prozent Executive Bonus. Analog zu den bestehenden Statusmeilen werden die Select-Meilen pro Kalenderjahr gezählt und zu Beginn eines jeden Jahres auf null gesetzt. Frequent Traveller erreichen die erste Meilenschwelle bereits bei 50.000 Select-Meilen und Senatoren bei 125.000 Select-Meilen pro Kalenderjahr.

HON Circle Member erreichen die Select Benefits mit ihren HON Circle Meilen. Wie gewohnt werden die HON Circle Meilen über zwei aufeinanderfolgende Kalenderjahre gezählt. Für dieses Jahr werden die Kalenderjahre 2013 und 2014 berücksichtigt. HON Circle Member erreichen die erste Meilenstufe bei 650.000 HON Circle Meilen.

Statuskunden können den aktuellen Stand ihrer Select Meilen beziehungsweise HON Circle Meilen und die Select Benefits in ihrer persönlichen Statuslounge einsehen. Die Auswahl der Select Benefits erfolgt ebenfalls in der persönlichen Statuslounge oder telefonisch über das Service Center.

Miles & More

Miles & More ist mit weltweit mehr als 26 Millionen Teilnehmern Europas größtes Vielfliegerprogramm und bietet mit über 350 Partnern eine Vielzahl von Möglichkeiten für das Sammeln und Einlösen von Meilen. Vielflieger können sich für drei Status qualifizieren: Miles & More-Teilnehmer erreichen ab 35.000 Statusmeilen oder 30 Linienflügen mit den teilnehmenden Airline-Partnern pro Kalenderjahr den Frequent Traveller Status, ab 100.000 Statusmeilen pro Kalenderjahr den Senator Status und ab 600.000 HON Circle Meilen in zwei aufeinander folgenden Kalenderjahren den HON Circle Status. Der Status gilt jeweils für zwei Jahre.

Meilenarten neben Select-Meilen bei Miles & More

Prämienmeilen sind die Meilen, die in eine Miles & More-Prämie eingetauscht werden können. Diese erhalten Teilnehmer bei Flügen mit Partnern der Star Alliance, weiteren Airline-Partnern, bei Hotel- und Mietwagen-Partnern, Umsätzen mit einer Miles & More-Kreditkarte, Meilenaktionen von Austrian Airlines Group, LOT Polish Airlines, Lufthansa und Swiss sowie Partnern aus verschiedenen Branchen.

Statusmeilen sind entscheidend für das Erreichen des Frequent Traveller oder Senator Status. Sie werden in allen Reiseklassen für Linienflüge vergeben, die mit Miles & More-Fluglinien und allen Star Alliance-Partnern durchgeführt werden.

HON Circle Meilen sind entscheidend für das Erreichen des Status als HON Circle Member. Dies sind spezielle Statusmeilen auf Flügen in der First und Business Class, die von den Miles & More-Fluglinien Lufthansa, Adria Airways, Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, LOT Polish Airlines, Luxair und Swiss durchgeführt werden, sowie im Best-Tarif auf Flügen mit Germanwings. Auf Economy Class-Flügen werden reguläre Status- und Prämienmeilen vergeben.

Flughafen München feiert Auszeichnung als bester Flughafen Europas

Feierstunde am Münchner Airport: Mit rund 100 Gästen, darunter zahlreichen Repräsentanten von Behörden, Luftverkehrsgesellschaften und anderen am Airport ansässigen Unternehmen, feierte die Flughafen München GmbH (FMG) heute das überaus erfolgreiche Abschneiden des Flughafens bei den World Airport Awards 2014. Nach der Befragung von rund 13 Millionen Passagieren durch das Londoner Beratungsinstitut Skytrax ist München zum "Best Airport in Europe" gekürt worden. Im weltweiten Vergleich der Flughäfen erreichte Bayerns Luftverkehrsdrehkreuz einen hervorragenden dritten Platz hinter den Flughäfen Singapur und Seoul.

Wie Edward Plaisted, Präsident von Skytrax, bei der Präsentation der Ergebnisse am Münchner Airport deutlich machte, erhielt München in sämtlichen erhobenen Einzelkategorien fast ausschließlich gute und sehr gute Benotungen.

Standortfaktor und Visitenkarte

Staatsminister Dr. Markus Söder, Aufsichtsratsvorsitzender der FMG, beschrieb die Bedeutung des Münchner Flughafens für den Freistaat Bayern als eine ausgezeichnete Visitenkarte. Er sei wirtschaftlicher Standortfaktor für den Freistaat und gleichzeitig freundliches ein Tor zur Welt.

Der Schlüssel zum Erfolg des Münchner Airports ist für Dr. Michael Kerkloh, den Vorsitzenden der FMG-Geschäftsführung, das "äußerst erfolgreiche Teamwork" innerhalb der Flughafenfamilie. Kerkloh: "Jetzt geht es darum, die enorme Wertschätzung der Passagiere, die mit dem nunmehr bereits siebten Europameistertitel für den Münchner Flughafen zum Ausdruck kommt, in den kommenden Jahren zu erhalten."

Dazu soll nach den Worten des Flughafenchefs auch eine Qualitätsoffensive beitragen, mit der der Flughafen München im Rahmen seiner Auditierung durch das Londoner Skytrax-Institut zu einem "Five-Star-Airport" aufsteigen will. München könnte damit der erste europäische Flughafen werden, der die Anforderungen dieser höchsten Qualitätsstufe erfüllt.

Flughafen mit bester Mannschaft Europas

An der Umfrage zu den World Airport Awards 2014 hatten sich knapp 13 Millionen Passagiere aus 110 Ländern beteiligt. Bewertet wurden insgesamt 410 internationale Flughäfen in über 30 Service- und Produktkategorien entlang der Reisekette eines Passagiers – von Check-in, Ankunft, Umsteigemöglichkeiten, Sicherheits- und Passkontrollen bis hin zum Abflug. Beurteilt wurden auch die Freundlichkeit und Kompetenz des Airportpersonals sowie das Einkaufs- und Unterhaltungsangebot am Flughafen.

Der Flughafen München rangiert in seiner eigenen "Gewichtsklasse", also im Kreis der Flughäfen mit jährlich 30 bis 40 Millionen Passagieren, weltweit auf Platz 1. In den Einzelkategorien "Flughafen-Restaurants", "Aufenthaltsqualität und Erlebniswert" sowie "VIP-Terminals" erreichte Bayerns Luftverkehrsdrehscheibe im globalen Ranking jeweils den zweiten Platz. Da der Münchner Airport überdies nach Überzeugung der Passagiere über die beste Flughafenmannschaft Europas verfügt, dürfen sich laut Flughafenchef Kerkloh alle 33.000 Flughafenbeschäftigte jetzt als Europameister fühlen.

easyJet bestellt 27 weitere A320-Flugzeuge

0

easyJet hat eine feste Bestellung über 27 weitere A320 bei Airbus aufgegeben, was die Gesamtzahl ihrer Bestellungen auf 315 Flugzeuge erhöht. Man sehe mit den neuen Maschinen eine Reihe von profitablen Möglichkeiten im Kerngeschäft, so Carolyn McCall, easyJet Chief Executive.

Die geräumige Kabine sorgt für schnellere Umsteigezeiten an Flughäfen, und die treibstoffsparenden Winglets ermöglichen eine um 100 Nautische Meilen größere Reichweite. Die reine Airbus-Flotte von easyJet umfasst derzeit 225 Airbus A320. Im Juni 2013 hat die Fluglinie 100 Maschinen des Typs A320neo (New Engine Option) bestellt.

Aus der gesamten A320-Familie (A318, A319, A320 und A321) umfassen die Bestellungen von easyJet 415 Flugzeuge. Damit ist die Airline der größte A320-Kunde in ganz Europa, mit einem der größten Streckennetze und den meisten Kunden im Vereinigten Königreich. Insgesamt verzeichnet Airbus fast 11.000 Bestellungen für die A320-Familie, 6.200 wurden bereits ausgeliefert.

Luftverkehr: Asche in der Atmosphäre aus Satellitendaten vohersagbar

0

Zur Erhöhung der Sicherheit des Flugverkehrs und zur schnellen Reaktion des Luftverkehrssystems im Krisenfall eines Vulkanausbruchs ist es notwendig, aschefreie Lufträume nachzuweisen. Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde ein satellitengestütztes Verfahren entwickelt, das kurzfristig die Ascheverteilung in der Luft bestimmt und stark sowie schwach aschebelastete Bereiche detailliert abbildet.

Der Ausbruch der isländischen Vulkane Eyjafjallajökull 2010 und des Grimsvötn 2011 haben die Verwundbarkeit des Luftverkehrssystem bei Vulkanausbrüchen deutlich gezeigt und Lücken in den großen Bedarf an Beobachtungssystemen für Vulkanasche offengelegt.

Im April 2010 mussten große Bereiche des Luftraums über Europa gesperrt werden, da zu Beginn der Krise keine Grenzwerte für die tolerierbare Aschemassenkonzentration vorlagen und die tatsächliche Aschemassenkonzentration in der Luft nur unzureichend bekannt war. Rund 100.000 Flüge wurden damals gestrichen. Nun wurde ein Verfahren entwickelt, dass Aschewolken mit bereits im Weltall befindlichen Satelliten detailliert identifzieren kann.

Meteosat sieht im Infrarot die Asche aus dem All

Beim Ausbruch des Eyjafjallajökull wurde im Verlauf der Krise ein Grenzwert für die für Flugzeuge maximal zulässige Vulkanaschemassenkonzentration im Luftraum von Mitteleuropa und Großbritannien von zwei beziehungsweise vier Milligramm Asche pro Kubikmeter Luft festgelegt. Doch wie kann man Lufträume identifizieren, die eine Aschemassenkonzentration unterhalb dieser Grenzwerte aufweisen? DLR-Wissenschaftler gehen dieser Frage nach.

Bis 2015 wollen sie mit bereits im Weltall befindlichen Satelliten in der Lage sein, die Aschewolke eines Vulkanausbruchs zeitnah und präzise zu vermessen und ihre Verlagerung in den Folgestunden vorherzusagen. "Satellitendaten sind die wichtigste Informationsquelle, um großräumig zu beurteilen, wie sich eine Aschewolke ausbreitet", erklärt Professor Dr. Markus Rapp, Direktor des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre. Die Wissenschaftler des Instituts beschäftigen sich seit 2012 im Rahmen des Projekts VolcATS (Volcanic ash impact on the Air Transport System) mit der Auswertung von Meteosat-Daten zur Vulkanaschedetektion.

"Dabei haben wir wichtige Infrarotsignaturen für Vulkanasche im Luftraum erkannt und in die Datenauswertung integriert", so Rapp weiter. Entscheidend für den Erfolg waren wiederholt Vergleichsmessungen mit dem DLR-Forschungsflugzeug Falcon (Bild 4) in der Nähe von Vulkanen und in Mineralstaubwolken, die den Forschern als Testszenario dienten.

Für VADUGS kann der Ausbruch kommen

Ein Prototyp des neuen Verfahrens zur satellitenbasierten Vulkanaschedetektion VADUGS (Volcanic Ash Detection Utilizing Geostationary Satellites) ist bereit für einen ersten Einsatz, sollte der Vulkan Bardabunga Aschewolken ausstoßen. Es liefert dann nicht nur deutlich genauere Informationen, wo sich eine Aschewolke mit welcher Konzentration ausbreitet. Hinzu kommt die hohe Aktualität: Alle 15 Minuten liefern die von EUMETSAT betriebenen Meteosat-Satelliten der zweiten Generation Daten für ein aktuelles Lagebild.

Im Projekt TeFiS (Technologie für Flugmanagement in großen Strukturen), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, entwickeln die DLR-Wissenschaflter VADUGS in enger Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD), der Lufthansa und der Deutschen Flugsicherung (DFS) weiter. Das Verfahren wird nun an die speziellen Erfordernisse für einen operationellen Routinebetrieb beim Deutschen Wetterdienst angepasst.

Die Beteiligung der Deutschen Lufthansa stellt sicher, dass die Erfordernisse der Luftfahrtbranche bei der Weiterentwicklung berücksichtigt werden und die Ergebnisse für Piloten und Flugplaner bedarfsgerecht aufbereitet sind.

Schnellvorhersage ähnlich den Unwettern als nächstes Ziel

Parallel arbeiten die Atmosphärenforscher des DLR daran, präzise vorherzusagen, wie sich die einmal detektierten Vulkanaschewolken innerhalb einer Stunde ausbreiten werden. "Dazu nutzen wir einen Algorithmus, den wir bereits erfolgreich bei der Kurzfristvorhersage von Gewittern einsetzen", erläutert Rapp. "Hierbei berücksichtigen wir detailliert die vorhandenen Windfelder und erreichen so eine deutlich genauere Vorhersage, als dies über klassische numerische Wetterprognosen möglich ist."

Trotz aller Fortschritte bei der Auswertung von Satellitendaten hat die Messbarkeit von Vulkanasche aus dem Weltall Grenzen: Eine dicke geschlossene Wolkendecke über der Vulkanascheschicht verhindert beispielsweise ein klares Vulkanaschemuster in den Daten. Um die Höhenverteilung einer Vulkanaschwolke zu erkennen, brauchen die Wissenschaftler zudem Messdaten von Forschungsflugzeugen wie der DLR-Falcon und Bodenstationen, die der Deutsche Wetterdienst unterhält.

Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen von Vulkanasche auf den Luftverkehr bündelt das DLR im Projekt VolcATS (Volcanic ash impact on the Air Transport System). Dieses Projekt umfasst ein satellitengestütztes Verfahren, das kurzfristig die Ascheverteilung in der Luft bestimmt und vorhersagt sowie Beiträge für ein flexibles Luftverkehrsmanagement, mit dem aschefreie und damit sichere Bereiche für den Flugverkehr freigegeben werden können.

DLR-Falcon einzigartig für Ascheforschung in der Atmosphäre

Ergänzend werden die noch unzureichend bekannten Folgen von Vulkanasche für Flugzeugtriebwerke untersucht sowie ein Asche-Warnsystem für Linienmaschinen entworfen. Beteiligt sind die DLR-Institute für Physik der Atmosphäre, Flugführung, Werkstoffforschung, Antriebstechnik, Flugsystemtechnik sowie die DLR-Lufttransportsysteme und die DLR-Flugexperimente.

Während des Ausbruchs des Eyjafjallajökull 2010 konnte auf Grundlage von Messflügen mit der DLR-Falcon (Bild 3) der gesperrte Luftraum über Deutschland wieder freigegeben werden. Die Falcon ist das einzige Forschungsflugzeug in Europa, das in der Lage ist im Rahmen gesetzlicher Grenzwerte in großen Höhen und über längere Distanzen in Gebiete mit erhöhten Vulkanaschekonzentrationen einzufliegen.

Bild 1: Icelandic Meteorological Office (IMO)/Freysteinn Sigmundsson vom 16. September 2014.

Bild 2: DLR (CC-BY 3.0) Mit VADUGS abgeleitete Säulenkonzentration der Vulkanasche in Gramm pro Quadratmeter für eine Situation beim Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull vom 17.05. 2010, 12:00 Uhr UTC, aufgrund der MSG-SEVIRI-Daten.

Bilderreihe Bild 5 bis 10: Wie Bild 2, aber angewandt auf den Vulkanausbruch des Puyehue in Chile, vom Juni 2011. Die Szene verdeutlicht sowohl die zeitliche Maskierung der Vulkanasche durch hochliegende Bewölkung (in Schwarz), aber auch das Potenzial, die hohe zeitliche Auflösung von MSG-SEVIRI für Nowcasting-Zwecke zu nutzen.

Quelle: DLR

60 Mio. Euro für Räder- und Bremsenwerkstatt der Lufthansa in Frankfurt

1

Die Lufthansa Technik AG investiert wie angekündigt fast 60 Mio. Euro in den Bau und die Ausstattung einer neuen Räder- und Bremsenwerkstatt am Frankfurter Osthafen. Anfang 2017 soll das neue Gebäude in Betrieb genommen.

Die Räder- und Bremsenwerkstatt ermöglicht der Lufthansa Technik als weltweit führendem Anbieter von flugzeugtechnischen Dienstleistungen, auch im Segment Räder- und Bremseninstandsetzung weiter zu wachsen. Damit sichert Lufthansa Technik die bestehenden qualifizierten 130 Arbeitsplätze am Standort Frankfurt und schafft Optionen für weiteres Wachstum. Ziel ist es, den Bau mit modernster Gebäudetechnik, auch zum Energiesparen, auszustatten.

Wachstum auch durch Kunden neben Lufthansa

Am Frankfurter Osthafen entsteht ab Frühjahr 2015 auf einem 35.000 Quadratmeter großen Grundstück eine hochmoderne Betriebsstätte mit 14.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Bereits Anfang 2017 soll der Betrieb aufgenommen werden. Der neue Standort ermöglicht dank optimierter Prozesse, einer maßgeschneiderten Logistik und neuester Anlagentechnik die Versorgung des Flugbetriebs mit Rädern und Bremsen für Lufthansa. Darüber hinaus bietet er die Möglichkeit, im bereits starken Geschäft mit Kunden außerhalb der Lufthansa Gruppe weiter zu wachsen. Mit hohem Automatisierungsgrad und einer optimalen Maschinenauslastung soll das künftige Werkstatt-Layout für Wettbewerbsfähigkeit sorgen.

Für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsdezernat der Stadt Frankfurt bedankte sich der Projektleiter bei Lufthansa Technik, Frank Zimmermann. "Wir gehen fest davon aus, dass die weiteren formalen Schritte sehr schnell abgeschlossen werden."

Kapazitätsgrenze längst überschritten

Die bestehende Werkstatt am Frankfurter Flughafen hat längst ihre Kapazitätsgrenze überschritten: Ursprünglich für 15.000 Räder und 2.500 Bremsen errichtetet, werden inzwischen jährlich über 26.000 Räder und 4.500 Bremsen instandgesetzt. Die frei werdenden Flächen werden künftig von anderen Einheiten der Lufthansa Technik genutzt.

Flugzeugräder und -bremsen erfordern wegen ihrer starken Belastung und ihrer Bedeutung für die Sicherheit des Flugbetriebs erheblichen Wartungsaufwand. Lufthansa Technik übernimmt vom Räder- und Bremsenwechsel, über Reparaturen bis hin zur kompletten Überholung eines Rades und einer Bremse sämtliche notwendigen Arbeiten. Jedes Rad und jede Bremse durchlaufen zahlreiche Stationen bis sie schließlich nach einer gründlichen Überprüfung gemäß weltweit geltenden luftfahrtrechtlichen Vorgaben in der Endkontrolle freigegeben werden.

Bild: Machbarkeitsstudie der neuen Räder- und Bremsenwerkstatt am Standort Frankfurt Ost (Skizze: OPM)

Fraport Regionalpark Open mit Elektro-Rädern zum Testen

0

In der nächsten Woche steht der Frankfurter Flughafen im Zeichen alternativer Mobilität: Am 25. und 28. September lädt der Flughafenbetreiber gemeinsam mit dem Regionalpark RheinMain zu den 3. Fraport Regionalpark Open – dem Festival für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben – ein.

Interessierte Besucher haben die Möglichkeit, sich über innovative Ideen zu informieren und auszutauschen. Zudem können sie alternative Fortbewegungsmittel selbst ausprobieren.

Umwelt und Mobilität Themen für den Airport

"Der Regionalpark RheinMain ist ein vielfältiges und attraktives Naherholungsgebiet. Mit der Fraport Regionalpark Open und unserem langjährigen Engagement tragen wir dazu bei, den Regionalpark bekannter zu machen und ihn weiterzuentwickeln", erklärt Dr. Wolfgang Scholze, Leiter des Fraport-Umweltmanagements. "Für uns als Flughafenbetreiber ist das Thema Mobilität von zentraler Bedeutung. Unser Fuhrpark beinhaltet bereits viele Fahrzeuge mit alternativen, vor allem elektrischen Antrieben. Daher ist es uns ein Anliegen, Projekte und Visionen für eine umweltfreundliche Mobilität in der Region greifbar zu machen."

Den Auftakt der Fraport Regionalpark Open bildet eine Tagung am 25. September im House of Logistics and Mobility (HOLM). Ab 10:00 Uhr erwarten interessierte Besucher Vorträge von Experten aus Forschung und Wirtschaft zum Thema "Mobilität 2100 – Dem Radverkehr gehört die Zukunft". Die Teilnahme ist kostenlos; um eine Anmeldung unter regionalpark-open@fraport.de wird gebeten.

Elektrofahrräder und Parcours zum testen

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben gibt es am 28. September zwischen 11:00 und 17:00 Uhr rund um die Unternehmenszentrale der Fraport AG zu erleben. Bei einem Lastenfahrrad-Wettbewerb können die Teilnehmer ihre Geschicklichkeit beim Transportieren von Gütern unter Beweis stellen. Zudem stehen ein Parcours für Elektrofahrräder, sogenannte Pedelecs, und ein E-Scooter-Parcours für Testfahrten bereit. Wer mit dem eigenen Fahrrad anreist, kann an geführten Radtouren zum Flughafen und rund um den Flughafen teilnehmen.

Als besonderer Service können Fahrräder auf Wunsch kostenlos codiert werden, um sie besser vor Diebstahl zu schützen. Führungen durch die Unternehmenszentrale der Fraport AG sowie Informationsstände rund ums Radfahren und die Region runden das Angebot ab. Weitere Informationen und Treffpunkte sind unter www.regionalpark-open.fraport.de abrufbar.

Die Fraport AG unterstützt den Regionalpark RheinMain bereits seit 1997 mit insgesamt über 15 Millionen Euro und fühlt sich dem Gesamtprojekt langfristig verpflichtet. Die Fraport Regionalpark Open finden im Rahmen des von der Regionalpark RheinMain GmbH veranstalteten Regionalpark Sommers 2014 statt.

Lufthansa: Low-Cost auch auf Langstrecken mit modernen Flugzeugen

Die am 09. Juli 2014 vorgestellte Qualitäts- und Wachstumsinitiative der Lufthansa Group nimmt Fahrt auf. Der Vorstand informierte die Aufsichtsräte des Konzerns bei ihrer heutigen Sitzung über die Fortschritte bei der Umsetzung. Mit seiner Zustimmung zur Bestellung von zehn Airbus A320ceo für Eurowings hat das Aufsichtsgremium der Lufthansa Group den Weg für die geplante Umstellung auf einen wirtschaftlicheren Flugzeugtyp geebnet.

Eurowings bedient mit einer Flotte von 23 Flugzeugen im Auftrag von Germanwings innerdeutsche und Europastrecken abseits der Drehkreuze Frankfurt und München. Um die gesamte Flotte mit Airbus-Flugzeugen auszustatten, werden ab 2015 aus dem Bestellvolumen des Konzerns weitere 13 A320 an Eurowings übertragen. Die Umstellung der Eurowings-Flotte von den heute betriebenen Regionaljets des Typs Bombardier CRJ900 auf moderne A320ceo wird den Stückkostenvorteil der Düsseldorfer Fluglinie weiter vergrößern und damit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Low Cost Airlines in Europa stärken.

Investition in Privatreisesegment und Low Cost auf Langstrecken

Mit dem Wings-Konzept beabsichtigt die Lufthansa Group im Passagierverkehr ihre gute Marktposition in den Heimatmärkten Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien auch bei den Punkt-zu-Punkt-Verbindungen langfristig abzusichern. Der Wettbewerb auf diesen Strecken abseits der großen Drehkreuze zeichnet sich durch überdurchschnittliches Wachstum im Privatreisesegment, sowie durch intensiven Wettbewerb mit stark expandierenden Low Cost Airlines aus.

Der Vorstand präsentierte dem Aufsichtsrat auch seine Pläne für ein neues kostengünstiges Angebot für Langstreckenverbindungen im Rahmen des Wings-Konzepts. Eine Option zur Umsetzung dieses Konzepts könnte eine neue Plattform auf Basis der Fluggesellschaft Sun Express sein, die zu jeweils 50 Prozent von Lufthansa und Turkish Airlines betrieben wird. Darüber werden die Gespräche mit dem Star Alliance-Partner von Lufthansa weitergeführt. Die neue Plattform soll das Angebot der Lufthansa Group mit bis zu sieben Airbus A330-300 ergänzen und im Herbst 2015 mit drei Flugzeugen in München, Düsseldorf oder Köln starten. Im Fokus stehen dabei Destinationen, die ein überdurchschnittliches Wachstum im Privatreisesegment versprechen und das heutige Streckenangebot der Fluggesellschaften der Lufthansa Group abrunden.

Parallel zu der neu zu gründenden Langstreckenairline werden weitere Ansätze im Interkontinentalverkehr entwickelt, um auch unter der Marke Lufthansa künftig wieder privatreisedominierte Strecken profitabel fliegen zu können. Aus der Langstreckenflotte sollen dafür bis zu 14 Flugzeuge vom Typ Airbus A340-300 mit einer privatreise-orientierten Kabine ausgestattet werden. Diese A340-300-Teilflotte soll beginnend ab dem Winterflugplan 2015/2016 mit deutlich günstigeren Kosten fliegen, jedoch das hochwertige Reiseerlebnis eines Lufthansa-Fluges mit hohem Serviceanspruch und Komfortniveau bieten. Die bis zu 14 Flugzeuge werden ohne First Class, mit 18 Business-Class-Sitzen, 19 Premium-Economy-Sitzen und 261 Economy-Sitzen starten und vor allem neue Privatreiseziele anfliegen oder Märkte bedienen, aus denen sich Lufthansa ohne kostengünstiges Angebot zurückziehen müsste.

„Die Kombination aus der Qualitäts- und Premiumpositionierung unserer Kernmarken und der Entwicklung neuer Plattformen für das dynamisch wachsende, aber preissensible Privatreisesegment, ist unser Weg in eine erfolgreiche Zukunft der Airlines in der Lufthansa Gruppe“, sagte Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. Dadurch werde das erfolgreiche Multi-Hub-System mit seinen wichtigen Drehkreuzen in Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel gestärkt. Zugleich gebe diese Strategie dem Unternehmen Handlungsspielräume, um auch in solchen Segmenten zu wachsen, in denen die klassischen Qualitätsmarken der Lufthansa Group nicht an der Marktentwicklung partizipieren können.

Neue Werkstatt für Lufthansa Technik in Frankfurt

Neben dem Wachstumskonzept für die Lufthansa Group Airlines genehmigt der Aufsichtsrat eine Investition der Lufthansa Technik AG in Höhe von 60 Millionen Euro am Standort Frankfurt. Am Osthafen plant die Techniksparte des Konzerns den Bau einer neuen Räder- und Bremsenwerkstatt. Bereits Anfang 2017 soll das neue Gebäude in Betrieb genommen werden.

Mit dem neuen Betrieb kann Lufthansa Technik als weltweit führender Anbieter von flugzeugtechnischen Dienstleistungen auch in dem wichtigen Segment Räder- und Bremseninstandsetzung weiter wachsen. Damit werden die bestehenden qualifizierten 130 Arbeitsplätze am Standort Frankfurt mit Ausblick auf Erweiterung gesichert. Ziel ist es, den Bau mit modernster Gebäudetechnik auszustatten, um die Anforderungen der Energieeinsparverordnung um 30 Prozent zu übertreffen.

Simone Menne weiter für Finanzen und Aviation Services

0

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat in seiner heutigen Sitzung zum frühest möglichen Zeitpunkt eine weitere Bestellung von Vorstandsmitglied Simone Menne um fünf Jahre entschieden und die Vertragslaufzeit vom 01. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2020 bestätigt. Damit wird Simone Menne das Ressort Finanzen und Aviation Services des Lufthansa-Konzerns erfolgreich weiter führen.

Simone Menne, geboren am 07. Oktober 1960, ist seit dem 01. Juli 2012 Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG und verantwortlich für das Ressort Finanzen und Aviation Services.

Die Diplom-Kauffrau begann ihre berufliche Laufbahn 1987 in der Revisionsabteilung des amerikanischen Unternehmens ITT, bevor sie im April 1989 als Revisorin zu Lufthansa wechselte. 1992 wurde sie zur Leiterin des Lufthansa-Rechnungswesens in West Afrika berufen. In der Zeit zwischen 1995 und 1999 hatte sie Positionen als Leiterin EDV und Nutzerservices, als Leiterin eines Projektes zur Neuausrichtung der Erlös- und Leistungs-rechnung der Lufthansa Passage und als Geschäftsführerin der Lufthansa Revenue Services GmbH in Hamburg inne.

Im Jahr 1999 übernahm Simone Menne die Leitung der kaufmännischen Verwaltung und des Personalbereichs für Lufthansa in Südwest-Europa, bevor sie ab 2001 das gleiche Amt für Gesamteuropa am Standort London übernahm. 2004 wurde Simone Menne die Leitung des Bereichs "Finanz- und Rechnungswesen" der Lufthansa Technik übertragen. Dieses Amt hatte sie bis 2010 inne, bevor sie als Finanzvorstand zur Fluggesellschaft British Midland Ltd. wechselte.

Neben ihren Aufgaben im Lufthansa-Vorstand nimmt Simone Menne den Vorsitz im Aufsichtsrat der LSG Lufthansa Service Holding AG, Lufthansa Systems AG sowie der Delvag Luftfahrtversicherungs-AG wahr. Sie ist darüber hinaus Mitglied in den Aufsichtsräten der Lufthansa Technik AG, der Lufthansa Cargo AG sowie der Deutschen Post DHL.

78 Millionen Passagiere am Flughafen Frankfurt: Terminal 3 unabdingbar

0

Die Fraport AG hat heute die Gutachten zweier unabhängiger Institute zur Passagierentwicklung für den Flughafen Frankfurt bis zum Jahr 2030 vorgestellt. Die Gutachten gehen davon aus, dass am Frankfurter Flughafen bis zum Jahr 2021 mit einem Aufkommen von 68 bis 73 Millionen Passagieren zu rechnen ist.

Die aktuelle Auslastungsgrenze des internationalen Luftverkehrsdrehkreuzes von 64 Millionen Passagieren wird damit bis 2021 deutlich überschritten sein. "Das gesellschaftliche Mobilitätsbedürfnis wächst – und damit die Zahl derer, die das Flugzeug als Reisemittel wählen", sagte Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

"Die beiden unabhängigen Gutachten, mit denen wir unsere bisherige interne Bedarfsplanung nochmals validiert haben, zeigen klar: Der Bau des Terminals 3 ist dringend erforderlich. Nur mit dem Terminal 3 werden wir unseren Kunden dauerhaft die von ihnen zu Recht erwarteten Qualitäts- und Servicestandards eines international führenden Flughafens bieten können…"

78 Millionen Passagiere am Flughafen Frankfurt 2025

Die Gutachten der renommierten Institute Intraplan und MKmetric bestätigten mit ihren Analysen die internen Schätzungen der Fraport AG über das künftige Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen. MKmetric rechnet damit, dass sich die Passagierzahlen bis 2021 auf 68,2 Millionen und bis 2025 auf 75,7 Millionen erhöhen werden. Intraplan geht für die gleichen Zeiträume von 72,9 bzw. 78,0 Millionen Passagieren aus. Bestätigt werden diese Prognosen auch durch die Langfristverkehrsprognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die bis zum Jahr 2030 im Luftverkehr ein durchschnittliches Passagierwachstum von etwa 2,5 Prozent pro Jahr erwartet.

Die ebenfalls beauftragte Beratungsgesellschaft Netherlands Airport Consultants (NACO) stellte darüber hinaus fest, dass ein reibungsloser Betrieb am Flughafen bereits bei einer Passagierzahl von mehr als 64 Millionen nicht mehr zu gewährleisten sei. Bei 68 Millionen Passagieren, die laut Gutachten für das Jahr 2021 mindestens zu erwarten sind, werde es zudem zu massiven Einschränkungen der Betriebsabläufe kommen. Erheblich Qualitätseinbußen und eine eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit für den Frankfurter Flughafen wären die Folge.

Laut Flughafen-Chef Schulte habe Fraport den Bedarf für das Terminal 3 sehr fundiert überprüft. Die Unterlagen sind der Landesregierung zur Verfügung gestellt. Fraport hat darüber hinaus die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchungen veröffentlicht. Der Frankfurter Flughafenbetreiber kalkuliert für den Bau des Terminals 3 einschließlich aller weiteren Infrastrukturmaßnahmen wie den Bau von Zufahrten oder zum Beispiel Parkhäusern ein Investitionsvolumen von 2,5 bis 3 Milliarden Euro.

Langstreckenflugzeug-Abfertigung auf dem Vorfeld

Bereits heute stoßen beispielsweise die Check-in-Kapazitäten in Spitzenzeiten wie etwa den Sommerferien an Kapazitätsgrenzen. Ähnliches gilt für die Sicherheits-, Pass- und Zollkontrollstellen. Ohne den Bau des dritten Terminals müssen immer mehr große Flugzeuge, die überwiegend im interkontinentalen Bereich eingesetzt werden, auf Vorfeldpositionen abgefertigt werden, was weder deutschen noch europäischen Qualitätsstandards entspricht. Die Staus und Wartezeiten auf den Rollwegen können so schnell inakzeptable Höhen erreichen.

Fraport hat ferner untersucht, welche Alternativen zum Terminal 3 möglich sind, um zusätzliche Terminalkapazitäten und Gebäudepositionen zu schaffen. Im Ergebnis hat sich dabei sehr eindeutig gezeigt, dass keine Alternative auch nur annähernd geeignet ist, den künftigen Bedarf zu bedienen. So liegen theoretisch mögliche Alternativen entweder außerhalb des Planungsrechts, sind technisch nicht zu realisieren, erfordern unrealistische Abrisse anderer Gebäude, scheitern an der nicht mehr zu tragenden Verkehrslast im Norden des Flughafens oder sie bringen schlicht keinen Kapazitätsgewinn.

Die vertieften Untersuchungen kommen daher zu dem Ergebnis, dass am Bau des Terminals 3 kein Weg vorbeiführt. "Eine Inbetriebnahme erst im Jahr 2021 bedeutet bereits eine temporäre Inkaufnahme von Qualitätseinbußen, die wir unseren Passagieren und auch den Beschäftigten eigentlich gar nicht und – wenn überhaupt – dann allenfalls kurzzeitig zumuten können", erläuterte Schulte die Situation.

Lufthansa bestellt 25 Airbus-Flugzeuge als Ersatz für Bombardier

0

Die Lufthansa Group setzt die Modernisierung ihrer Flugzeugflotte konsequent fort. Auf Empfehlung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, unter Vorsitz von Carsten Spohr, hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung den Kauf von 15 hochmodernen Flugzeugen der A320neo (New Engine Option)-Familie sowie zehn A320ceo (Current Engine Option) für den Konzern beschlossen. Die neu bestellten A320neo werden von 2019 an die Lufthansa-Verbundairline Swiss International Air Lines (SWISS) geliefert und sind dort als Ersatz für ältere Flugzeuge dieser Flugzeugfamilie vorgesehen.

Die zehn neuen A320ceo werden in den Jahren 2016 und 2017 an die Eurowings GmbH ausgeliefert und werden dort ältere Bombardier CRJ900 ersetzen.

Die jüngste Investition der Lufthansa Group in neue Technologie, Effizienz und Kundenkomfort hat ein Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro zu Listenpreisen. Mit der Order dieser modernen, treibstoffeffizienten und lärmarmen Flugzeuge geht der Lufthansa-Konzern einen wesentlichen Schritt weiter um mit der dadurch erzielten Stückkostenreduzierung die Marktposition des Lufthansa-Verbundes in den kommenden Jahren zu erhalten und auszubauen.

Neue Flugzeuge sparsamer und leiser

Vor allem die A320neo zeichnen sich durch eine bessere Aerodynamik und neue Triebwerke aus. Die Flugzeuge verbrauchen daher rund 15 Prozent weniger Treibstoff als die heutigen vergleichbaren Modelle. Darüber hinaus werden die Geräusch-Emissionen kumuliert circa 10-15 dB unter den geltenden Grenzwerten liegen und auch gegenüber der heutigen Flotte einen weiteren Fortschritt hinsichtlich Lärm- und Emissionsreduzierung darstellen.

Die Flugzeugflotte des Lufthansa-Konzerns durchläuft gegenwärtig eine grundlegende Erneuerung. Nach der im letzten Jahr erfolgten Flugzeugbestellung, hat der Konzern zum 01. September 2014 aktuell insgesamt 265 fabrikneue Flugzeuge zu einem Listenwert von 30 Milliarden Euro auf seiner Bestellliste. Diese sollen bis 2025 ausgeliefert werden. Die Bezahlung der Flugzeuge soll aus den liquiden Mitteln des Konzerns oder über externe Finanzierung erfolgen.

Erster Airbus A380 für Qatar Airways – Platz für 517 Passagiere

Qatar Airways hat ihren ersten Riesen-Airbus, die A380, feierlich vom Werk in Hamburg übernommen. Im Beisein von Akbar Al Baker, Qatar Airways Group Chief Executive, und Fabrice Brégier, Airbus President und CEO, erhielt die Airline damit ihre erste von zehn betellten A380.

Mit dem größten Passagierflugzeug der Welt will Qatar Airways ihr Wachstum ausweiten und von der großen Reichweite und Treibstoffeffizienz des Modells profitieren. Die Ruhe und Geräumigkeit der A380 macht das Fliegen für die Passagiere zum Fünf-Sterne-Reisen und ermöglicht der Airline große Flexibilität bei der Kabinengestaltung.

Die A380 für Qatar Airways erhält eine Ausstattung für 517 Passagiere mit neuesten Entertainment Systemen in den Sitzen, dabei 461 Sitze in der Economy, 48 in der Business und acht in der First Class, welche die weitesten Sitzen in der Industrie haben. Die First und die Business Class befinden sich im oberen der beiden Kabinen-Decks, die sich über die ganze Länge erstrecken. Zudem gibt es noch eine besondere Lounge Area für Premium-Reisende.

Qatar Airways selbst will mit dem Flugzeug auch Doha als internationales Drehkreuz stärken. Es ist die 12 Airline, die den Airbus A380 erhält. Das Flugzeug soll als erstes die Route London Heathrow vom Hamad International Airport in Doha absolvieren, gefolgt von Paris Charles de Gaulle.

Mit 318 Bestellungen für die A380 von 19 Kunden hält die A380, mit einem Listenpreis von ca. 414 Mio. Euro, 90 Prozent vom Markt für sehr große Flugzeuge. 142 Flugzeuge sind nun in Dienst gestellt, mit insgesamt 1,5 Mio. Flugstunden von 180.000 kommerziellen Flügen. Weltweit gibt es 41 Flughäfen, an denen die A380 schon regelmäßig landet. Dabei werden die Kapazitäten noch weiter ausgebaut.

Nonstop USA-Flugangebote der airberlin im Herbst ab Düsseldorf und Berlin

Nonstop USA mit airberlin: Fürs Sonnenbaden in Miami oder zum Shopping nach New York bietet airberlin bis zum 19. September besonders günstige Flüge in die USA für den Herbst und Winter an. In den Vereinigten Staaten bietet airberlin ihren Fluggästen durch das Codeshare-Abkommen mit dem oneworld® Partner American Airlines zudem rund 60 zusätzliche Destinationen an, so dass nahezu jede Region in den USA für airberlin Fluggäste zu erreichen ist.

Im Reisezeitraum vom 23. Oktober 2014 bis 27. März 2015 geht es zum Beispiel ab Berlin ab 449 Euro nonstop nach Chicago und zurück. Hin- und Rückflüge von Berlin oder Düsseldorf nach Miami oder New York soll es ab 479 Euro geben. Darüber hinaus fliegt airberlin als einziger europäischer Carrier nonstop nach Fort Myers an der Westküste Floridas. Direktflüge ab Düsseldorf sind mit dem USA-Special bereits ab 549 Euro buchbar. Die Preise inklusive Steuern, Gebühren und topbonus Meilen.