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Kometen-Landung flach und mit weniger Brocken

Das Rosetta-Landegerät Philae wird also Landeplatz J ansteuern, eine faszinierende Region auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, die ein einzigartiges wissenschaftliches Potenzial bietet und dabei für das Landegerät im Vergleich zu den anderen möglichen Aufsetzstellen mit einem minimalen Risiko verbunden ist.

Landeplatz J befindet sich auf dem "Kopf" des Kometen, eine unregelmäßig geformte Welt, die wahlweise an ein Diabolo, oder auch an ein Quietsche-Entchen erinnert, und an ihrer breitesten Stelle einen Durchmesser von nur etwas mehr als vier km aufweist. Die Entscheidung für Landeplatz J als der bevorzugten Aufsetzstelle erfolgte einstimmig. Der Ersatzlandeplatz C liegt auf dem "Körper" des Enten-förmigen Kometen.

Kometen sind Zeitkapseln, die primitives Material aus dem Zeitalter der Entstehung der Sonne und der Planeten enthalten. Mit der Untersuchung von Gas, Staub, Aufbau des Kerns und anderem organischem Material des Kometen aus der Ferne und an dessen Oberfläche dürfte die Rosetta-Mission nicht nur der Schlüssel zur Enthüllung der Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems sein, sondern auch Fragen zum Ursprung des Wassers und vielleicht gar des Lebens auf der Erde beantworten.

Das 100 kg schwere Landegerät soll die Kometenoberfläche am 11. November erreichen. Dort wird es zunächst intensive Messungen durchführen, um den Kometenkern vor Ort zu charakterisieren – eine absolute Premiere.

Die Auswahl eines geeigneten Landeplatzes war jedoch kein Kinderspiel. "Wie wir bei den jüngsten Nahaufnahmen feststellen konnten, herrscht auf dem Kometen eine schöne, aber dramatische Szenerie – seine Gestalt und Beschaffenheit sind wissenschaftlich reizvoll, stellen jedoch aus operationeller Sicht eine große Herausforderung dar", erläutert Stephan Ulamec, der Verantwortliche für das Philae-Landegerät im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Landeplatz J stellt jedoch die eindeutig beste Wahl dar.

Erste In-situ-Analyse eines Kometen überhaupt

"Wir werden an dieser Stelle die welterste In-situ-Analyse eines Kometen durchführen, die uns bislang einzigartige Einblicke in die Zusammensetzung, Struktur und Entwicklung eines Kometen liefern wird", freut sich Jean-Pierre Bibring, ein auf dem Gebiet Landegeräte führender Wissenschaftler und Hauptexperimentator für das Kamerasystem CIVA vom Institut d’Astrophysique Spatiale (IAS) in Orsay, Frankreich.

"Landeplatz J bietet uns insbesondere die Chance, ursprüngliche Materie zu erforschen, die Eigenschaften des Kometenkerns zu charakterisieren und die seiner Aktivität zugrundliegenden Prozesse zu verstehen."

Die Suche nach einem Landeplatz konnte erst beginnen, als Rosetta am 06. August beim Kometen "ankam" und dieser zum ersten Mal aus der Nähe begutachtet werden konnte. Bis 24. August wurden mit Daten, die erfasst wurden, als Rosetta noch immer 100 km vom Kometen entfernt war, fünf potenzielle Landeplätze ermittelt, die genauer untersucht werden sollten.

Inzwischen hat sich Rosetta dem Kometen auf 30 km angenähert und damit eine genauere wissenschaftliche Vermessung der potenziellen Landeplätze ermöglicht. Gleichzeitig haben die für den Betrieb und die Flugdynamik verantwortlichen Teams die Optionen einer Landung an allen fünf möglichen Aufsetzstellen geprüft.

Am Wochenende nun hat sich die Gruppe für die Auswahl des Landeplatzes, die sich aus Ingenieuren und Wissenschaftlern des Philae-Wissenschafts-, Betriebs- und Navigationszentrums der französischen Raumfahrtagentur CNES und des Landegerät-Kontrollzentrums des DLR sowie aus für die Instrumente des Landegeräts verantwortlichen Wissenschaftlern und dem Rosetta-Team der ESA zusammensetzt, im CNES in Toulouse getroffen, um die verfügbaren Daten zu analysieren und den bevorzugten Landeplatz sowie Ersatzlandeplätze festzulegen.

Dabei war eine Reihe kritischer Aspekte in Betracht zu ziehen, nicht zuletzt eine sichere Flugbahn für das Absetzen des Landegeräts auf der Oberfläche und eine minimale Dichte sichtbarer Hindernisse im Landebereich. Auf der Oberfläche selbst kommen dann andere Faktoren ins Spiel, wie die Ausgewogenheit von Tag- und Nachtstunden und die Häufigkeit der Funkverbindungen mit dem Orbiter.

Landepunkt nicht ganz genau vorhersagbar

Der Abstieg auf die Kometenoberfläche erfolgt passiv, weshalb sich die Landestelle nur mit einer Genauigkeit von einigen wenigen Hundert Metern bestimmen lässt.

Für jede mögliche Aufsetzstelle wurde eine ein Quadratkilometer große Fläche untersucht. Die Hügel an Landeplatz J weisen größtenteils ein Gefälle von unter 30° im Vergleich zur lokalen Vertikalen auf, was das Risiko, dass Philae bei der Landung umkippt, verringert. Zudem befinden sich an Landeplatz J relativ wenig Gesteinsbrocken und die Lichtverhältnisse vor Ort reichen aus, um das Landegerät aufzuladen und ihm die Fortführung der wissenschaftlichen Untersuchungen auf der Oberfläche auch nach der ersten batteriebetriebenen Phase zu ermöglichen.

Eine vorläufige Berechnung der Flugbahn zu Landeplatz J ergab, dass die Abstiegszeit bis zur Oberfläche bei ca. sieben Stunden liegt und somit die Erkundungszeit auf dem Kometen nicht durch einen zu hohen Batterieverbrauch beim Abstieg beeinträchtigt wird.

Die Landeplätze B und C wurden als Ersatzstellen in Erwägung gezogen, wobei C aufgrund der besseren Lichtverhältnisse und weniger Gesteinsbrocken der Vorzug gegeben wurde. Die Landeplätze A und I schienen in der ersten Beratungsrunde zunächst geeignet, schieden jedoch in der zweiten Runde aus, da sie mehrere Schlüsselkriterien nicht erfüllten.

Philae soll vor Kometen-Aktivität landen

Zur Festlegung der genauen Anflugbahn von Rosetta wird nun ein detaillierter Zeitplan ausgearbeitet. Philae muss vor Mitte November an Landeplatz J abgesetzt werden, da der Komet voraussichtlich bei seiner Annäherung an die Sonne aktiver wird.

"Es gilt, keine Zeit zu verlieren und jetzt, da wir uns dem Kometen nähern, werden die beständig durchgeführten Forschungs- und Kartierungstätigkeiten dabei helfen, den bevorzugten Landeplatz sowie die Ersatzstellen besser zu analysieren", so Rosetta-Flugdirektor Andrea Accomazzo.

"Natürlich ist es uns nicht möglich, die Aktivität des Kometen von jetzt bis zur Landung und am Landetag selbst vorherzusagen. Eine plötzliche Zunahme könnte die Position von Rosetta in ihrer Umlaufbahn beim Absetzen des Landegeräts und somit dessen genauen Landeplatz gefährden, was das ganze Unterfangen riskant macht."

Sobald Rosetta das Landegerät ausgesetzt hat, wird Philae automatisch absteigen, wobei die entsprechenden Befehle vom zuständigen Kontrollzentrum des DLR vorbereitet und über die Rosetta-Missionskontrolle vor der Abtrennung hochgeladen werden. Während des Abstiegs wird Philae Bildaufnahmen machen und das Umfeld des Kometen untersuchen.

Sobald das Landegerät mit Schrittgeschwindigkeit auf der Kometenoberfläche aufsetzt, wird es sich mithilfe von Harpunen und Eisschrauben fixieren. Im Anschluss wird seine Kamera eine 360°-Panoramaaufnahme des Landeplatzes machen, um festzustellen, wo und mit welcher Ausrichtung es gelandet ist.

Erste wissenschaftliche Phase mit Bohrer und Funkwellen

Dann beginnt die erste wissenschaftliche Phase, in der weitere Instrumente das Plasma- und Magnetumfeld sowie die Oberflächen- und Untergrundtemperatur untersuchen. Zudem wird das Landegerät Bohrungen vor- und Untergrundproben entnehmen, die dann in seinem mitgeführten Labor analysiert werden. Mittels Funkwellen, die durch die Oberfläche zu Rosetta gesandt werden, wird zudem der innere Aufbau des Kometen erforscht.

"Noch nie zuvor wurde versucht, auf einem Kometen zu landen, was dieses Unterfangen zu einer echten Herausforderung macht", erklärt der Rosetta-Missionsleiter der ESA, Fred Jansen. "Die komplizierte "Doppelstruktur" des Kometen erhöht die mit der Landung verbundenen Risiken erheblich, aber für die Chance einer ersten weichen Landung auf einem Kometen überhaupt lohnt sich dies."

Das Landedatum dürfte nach einer weiteren Flugbahnanalyse am 26. September bestätigt werden und nach einer umfassenden Bereitschaftsüberprüfung erfolgt am 14. Oktober die endgültige Bekanntgabe, ob die Landung auf dem bevorzugten Landeplatz stattfinden wird oder nicht.

Rosetta ist eine Mission der ESA, an der sich ihre Mitgliedstaaten und die NASA beteiligen. Das Landegerät Philae wird von einem Konsortium unter Leitung von DLR, MPS, CNES und ASI bereitgestellt. Rosetta ist die erste Mission überhaupt, die einen Kometen in nächster Nähe umkreist, diesen auf seinem Flug um die Sonne begleitet und ein Landegerät auf seiner Oberfläche absetzt.

Bild Credits: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Talon HATE-System: Design-Phase für Gefechts-Kommunikation abgeschlossen

Boeing schließt das finale Design des Talon HATE-Systems für die US-Air Force ab. Mit Talon HALE soll die Kommunikation und der Informationsaustausch zwischen verschiedenen Plattformen im Einsatz verbessert werden.

Talon HATE verbindet die Informationen, die aus verschiedenen Gefechts-Netzwerken, nationalen Quellen sowie Kommando- und Kontrollposten stammen. Das Absenden der Informationen erfolgt über Datenlinks, Daten können somit von Streitkraft-Verbünden zu Luft, Wasser und Boden genutzt werden und so eine Verbesserung der Kommunikation über den gesamten Gefechtsraum erreicht werden.

Das Talon HATE System ist vorerst für die Unterbringung in einer zusätzlichen Halterung am Boeing-Düsenjäger F-15C ausgelegt (im Bild als Montage). Es bringt die Daten aus den verschiedenen Recourcen zusammen. Die ersten Talon HATE Systeme sollen 2015 an Geschwader im Einsatz ausgeliefert werden, man liege dabei im Zeitplan, so Boeing.

Airport Karlsruhe / Baden-Baden: TUIfly fliegt im Sommer 2015 zu 8 Destinationen

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TUIfly verstärkt ihr Engagement in Baden-Württemberg und bietet im Sommer 2015 ab dem Airport Karlsruhe / Baden-Baden acht Ziele rund ums Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln an. Vier Mal pro Woche wird Mallorca, die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen, angesteuert. Auf die griechischen Inseln Kreta, Rhodos und Kos drei Mal wöchentlich und an die türkische Riviera nach Antalya geht es zwei Mal pro Woche. Drei Mal geht es wöchentlich auf die kanarischen Inseln nach Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa.

"Der Flughafen Karlsruhe / Baden Baden ist ein optimaler Abflughafen für TUIfly. Das Einzugsgebiet ist sehr groß, und wir können so unsere Präsenz in der Region und nach Frankreich deutlich stärken," so Dr. Dieter Nirschl, CEO von TUIfly.

Für den Reisezeitraum von Anfang Mai 2015 bis Anfang November 2015 sind Flugtickets ab 22. September 2014 auf dem Flugportal www.tuifly.com, im Reisebüro oder über das TUIfly.com Servicecenter (Tel. 0180 600 0120 / 0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk abweichend) buchbar.

TUIfly ist im Sommer 2007 aus der Zusammenführung von Hapag-Lloyd Express (HLX) und Hapagfly hervorgegangen. Die Fluggesellschaft gehört zur TUI Travel PLC, London, an der die TUI AG als weltgrößter Touristikkonzern mehrheitlich beteiligt ist. TUIfly hat ihren Sitz am Flughafen Hannover.

City Airport Bremen erweitert Parkplatzangebot um neue Business-Stellplätze

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Ab Mitte September erweitert sich das Parkplatzangebot am Bremer City Airport um 28 neue, besonders komfortable Business-Stellplätze. Die Vorteile des Comfort Parkings: Die bis zu 3,85 Meter breiten Parkbuchten bieten extra viel Raum für das problemlose Einparken sowie den bequemen Ein- und Ausstieg. Die im Erdgeschoss des Parkhauses P 1 gelegenen Flächen sind fußläufig nur knappe zwei Minuten vom Abflugbereich der Terminals 1-3 entfernt. Eine Gepäckwagenstation befindet sich direkt vor Ort.

"Bequemer, breiter, heller, näher, entspannter"

Ob Traumurlaub oder insbesondere auch die Geschäftsreise – oftmals beginnt der Flug mit der Suche des richtigen Parkplatzes. Mit den 28 neuen und exklusiven Stellflächen gestalten wir den Reisebeginn für unsere Passagiere noch angenehmer“, sagt Jürgen Bula, Geschäftsführer des Airports Bremen. Zu dieser Grundidee gehört auch ein modernes Licht- und Farbkonzept, das den Comfort Parking Flächen ein besonderes Ambiente verleiht. Jürgen Bula betont: „Die Passagierzahlen an unserem Flughafen steigen seit Jahren kontinuierlich, wir sind die Drehscheibe für den gesamten Nordwesten Deutschlands. Deshalb sehen wir es auch als unsere Verpflichtung an, verstärkt Angebote zu schaffen, die eine spezielle Nachfrage bedienen.“ Auch nach der Reiserückkehr dürfen die Autobesitzer im Parkhaus P 1 besonderen Komfort erwarten, denn die Parkgebühren können ganz bequem via Kreditkarte bezahlt werden. „Unter dem Strich könnte man unser Angebot ganz einfach wie folgt zusammenfassen: Comfort Parking – fünf Sterne: bequemer, breiter, heller, näher, entspannter“, so Jürgen Bula.

Spende für DRF Rettungshubschrauber-Station in Leonberg

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Schon zum dritten Mal in Folge spendeten Mitglieder der Neuapostolischen Kirche Münklingen der DRF Luftrettung in Leonberg: Jürgen Stauch und Gemeindevorsteher Karl-Georg Schmid übergaben der Besatzung am 07. September symbolisch einen Scheck in Höhe von 1.200 Euro.

Die Mitglieder der Kirchengemeinde hatten im vergangenen Mai und Juni die Kuppelzenhütte in der Gemeinde Münklingen an drei Tagen bewirtschaftet. Jürgen Stauch erläutert: "Der rot-weiße Hubschrauber der DRF Luftrettung ist regelmäßig in Münklingen im Einsatz. Uns ist bewusst, dass er für die medizinische Versorgung in unserer Region sehr wichtig ist. Daher möchten wir die Luftretter auch in diesem Jahr wieder mit einer Spende unterstützen. Zudem ist meine Familie bereits seit rund 30 Jahren Fördermitglied bei der DRF Luftrettung. Besonders freut uns, dass wir in diesem Jahr auf einen Erlös von 2.000,- Euro kamen und so neben der DRF Luftrettung noch zwei weitere Organisationen mit Spenden unterstützen konnten."

Laufende Investitionen in Medizingeräte

Volker Dejung, Pilot an der Leonberger Station, bedankte sich für die großzügige Spende und betonte: "Spenden in dieser Höhe erhalten wir nicht sehr oft. Als gemeinnützig tätige Organisation sind wir auf die finanzielle Unterstützung von Förderern und Spendern angewiesen. Die DRF Luftrettung investiert ständig, z.B. in neue Medizingeräte. Ziel ist es, unseren Patienten immer die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten."

Der Leonberger Hubschrauber der DRF Luftrettung wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Darüber hinaus wird er für den schonenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt. Hierzu ist er von 07:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang täglich einsatzbereit. Allein im letzten Jahr war "Christoph 41" 1.145-mal im Einsatz. Sein Einsatzgebiet umfasst die Landkreise Böblingen, Stuttgart, Rems-Murr, Schwäbisch-Hall, Heilbronn, Göppingen, Ludwigsburg, Pforzheim, Calw, Tübingen, Reutlingen und Esslingen.

Lufthansa einigt sich mit Gewerkschaft UFO für Crews in A340-Flugzeugen

Lufthansa und UFO haben eine Vereinbarung zu Wachstum und Bestandssicherung auf Lufthansa Strecken mit hohem Privatreiseanteil getroffen. Lufthansa hatte angekündigt, bis zu 14 Flugzeuge vom Typ A340-300 in einer privatreiseorientierten Kabinenkonfiguration weiter zu betreiben. Voraussetzung dafür ist es, dass mit allen Stakeholdern eine Kostenreduktion von 20 Prozent erreicht werden kann. Mit UFO wurde diese Kostensenkung für den Bereich der Kabine heute früh vereinbart.

Das Konzept ohne First Class und mit nur 18 Sitzen in der Business Class ermöglicht es, die Zahl der Flugbegleiter auf diesen Flügen bei Erhalt des Servicestandards zu reduzieren. Zudem gibt es eine neue Purserposition, die bei allen A340-300 auch in die Serviceabläufe eingebunden ist. Diese Vereinbarung gilt auch für Nachfolgemuster des Airbus A340-300 in der Langstreckenflotte der Lufthansa. „Mit dieser Vereinbarung können wir auch auf besonders preissensiblen Strecken mit hohem Privatreiseanteil wieder wettbewerbsfähig fliegen und wachsen“, sagt Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG.

Gestaltung der Systeme zur Alters- und Übergangsversorgung

Auch für die Schaffung neuer Low-Cost-Plattformen im Lufthansa Konzern unter dem WINGS-Dach haben sich die Tarifpartner auf Eckpunkte verständigt. So wollen sich die Tarifpartner diesem Segment in einem ersten Schritt anhand von Vergleichsstudien unter Berücksichtigung des Marktumfeldes widmen.

Darüber hinaus konnten Lufthansa und UFO sich für die weiteren Verhandlungen zur Neuregelung der Versorgungssysteme auf Ablaufpunkte für die weiteren Gespräche verständigen. Die Tarifpartner wollen gemeinsam die Versorgungssysteme der Alters- und Übergangsversorgung zukunftsfähig ausgestalten. Dazu soll eine Umstellung von einem Defined Benefit auf ein Defined Contribution System erfolgen, d.h. dass zukünftig nicht mehr die Höhe der Auszahlung garantiert wird, sondern ein vereinbarter Betrag, der am Kapitalmarkt verzinst wird.

Dabei sollen Mitarbeiter grundsätzlich die Höhe des heutigen Versorgungsniveaus erreichen können, jedenfalls dann, wenn sie entsprechende Eigenbeiträge leisten. Details zur Finanzierung werden Gegenstand weiterer Verhandlungen sein. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kabine sollen auch in Zukunft die Möglichkeit haben, vorzeitig aus dem Flugdienst auszuscheiden.

Zeitmodelle und Saisonalisierung gegen Leiharbeit

Außerdem wurden eine Fortsetzung des Jahresarbeitszeitmodells sowie weitere Modelle zur Saisonalisierung vereinbart, die es Lufthansa auch in Zukunft ermöglichen sollen, auf saisonale Schwankungen in der Nachfrage zu reagieren. Lufthansa hat ihrerseits zugesichert, für einen festgelegten Zeitraum weiterhin auf Leiharbeit zu verzichten.

Auf Basis dieser vergangene Nacht erzielten wichtigen Vereinbarungen sollen die Verhandlungen zu verschiedenen Tarifthemen im Rahmen der so genannten „Agenda Kabine“ fortgesetzt werden. „Wir freuen uns, dass wir die Gespräche konstruktiv und im Sinne unserer Mitarbeiter weiterführen können. Das zeigt, dass wir gemeinsam mit UFO in der Lage sind, unsere Tarifverträge zukunftsfähig auszugestalten und so langfristig Wachstum und Beschäftigung in der Lufthansa Passage zu sichern“, bekräftigt Bettina Volkens.

Elf Prozent Passagierwachstum zur Ferienzeit am Flughafen Nürnberg

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Über 2.800 Starts ab Nürnberg – so viele Reisende wie lange nicht mehr hoben in der Ferienzeit vom Airport Nürnberg ab. Mit mehr als 560.000 Passagieren in den Sommerferien verzeichnet der Airport einen Zuwachs von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der verkehrsreichste Tag des Jahres war der 12. September: 13.600 Passagiere reisten an diesem Tag über den Nürnberger Flughafen. Die am häufigsten angeflogenen Urlaubsdestinationen waren auch in diesem Sommer die Türkei, Griechenland und die kanarischen Inseln. Mit bis zu 85 Flügen pro Woche zwischen Nürnberg und Antalya gilt die türkische Mittelmeerstadt weiterhin als das beliebteste Reiseziel der Franken. Allein in der ersten Septemberwoche waren fast 15.000 Urlauber zwischen Antalya und dem Airport Nürnberg unterwegs.

Geschäftsführer Dr. Michael Hupe: "Ein großer Dank geht an unsere Mitarbeiter, die jedes Jahr in den Sommermonaten fleißig anpacken, um den Urlaubsstart für unsere Passagiere komfortabel und angenehm zu gestalten. 16.000 Koffer pro Tag mussten verladen werden."

Vier Azubis starten jedes Jahr am Flughafen Dortmund als Servicekaufleute

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Von der Schule direkt auf die Startbahn der Berufswelt: Am Dortmund Airport beginnen im September vier angehende Servicekaufleute im Luftverkehr ihre Ausbildung.

Der Airport-Chef erklärte, der Flughafen übernehme als Ausbildungsbetrieb nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung, sondern investiere auch aktiv in seine Zukunft: "Wir freuen uns, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, einen spannenden und abwechslungsreichen Beruf zu erlernen." Empfangen wurden Fleur-Jasmin Gräfe, Adriana Heldner, Vivian Klute und Milena Siebel an ihrem neuen Arbeitsplatz von Geschäftsführer Udo Mager. Erst im Januar beendeten die Servicekaufleute des Jahrgangs 2014 erfolgreich ihre Ausbildung.

Innerhalb von drei Jahren lernen die Auszubildenden, unter Leitung von Bernd Ossenberg, alle notwendigen Fertigkeiten und Fähigkeiten, die sie in ihrer späteren Arbeitswelt benötigen kennen. Währenddessen durchlaufen Sie alle Bereiche von Abfertigung über Buchhaltung bis hin zu Marketing und Vertrieb. Dabei sind in der Regel jährlich vier neue Ausbildungsstellen zu vergeben. Der Bewerbungszeitraum für das Jahr 2015 läuft noch bis Ende November.

Bürger in Hessen für mehr Lärmschutz, und neue Startbahn in Frankfurt

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Die Bürgerinnen und Bürger in Hessen messen dem Frankfurter Flughafen eine enorme Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsplätze in Hessen und Deutschland zu. Zugleich steht eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Bau der neuen Landebahn und befürwortet ebenso den Bau des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen. Aus den Daten lässt sich zudem ablesen, dass die Bürgerinnen und Bürger für ein Mehr an Lärmschutz eintreten.

"Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung mit großer Mehrheit hinter dem Flughafen steht und ihn als Tor zur Welt wie als Motor in Hessen und Deutschland versteht", hob der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Stefan Schulte, hervor. Die Menschen akzeptierten ebenso, wie die Zahlen belegen, dass der Flughafen sich weiter entwickeln müsse, aber auch darauf bedacht seien, dass der Lärmschutz einen hohen Stellenwert habe.

Bedeutung für Wohlstand hoch eingeschätzt

Nach den Zahlen der forsa-Erhebung bescheinigen 89 Prozent der hessischen Bürgerinnen und Bürger dem Frankfurter Flughafen eine sehr hohe bzw. hohe Bedeutung für die Anbindung an den Welthandel, 82 Prozent messen ihm auch für die Ansiedlung von Unternehmen und Betrieben im Rhein-Main-Gebiet eine sehr hohe oder hohe Bedeutung bei. Zudem bewerten mehr als 70 Prozent der Befragten seine Bedeutung für den Wohlstand Hessens, die Attraktivität der Rhein-Main-Region und das Ansehen Hessens in Deutschland ebenfalls als außerordentlich hoch.

Erfreut zeigte sich Schulte insbesondere über das "positive Image" des Frankfurter Flughafens als "wichtiger Wirtschaftsfaktor, Drehscheibe für Deutschland als Exportnation und Tor in die Welt". So hält mit jeweils 87 Prozent eine große Mehrheit der Hessen den Frankfurter Flughafen als großen Arbeitgeber in der Region sowie die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Rhein-Main-Region für außerordentlich wichtig. Für fast genauso viele trägt der Flughafen entscheidend dazu bei, dass die Region Rhein-Main auch international bekannt und angesehen ist.

Über 80 Prozent schätzen es sehr, dass es einen solchen Großflughafen in der Nähe gibt. Rund die Hälfte der hessischen Bürger ist davon überzeugt, dass der Flughafen für ganz Deutschland als große Exportnation von herausragender Bedeutung ist. "Nicht nur die wirtschaftliche Bedeutung ist ein wichtiger Faktor für die positive Einschätzung des Flughafens, auch der persönliche Nutzen wird von den meisten Befragten gesehen. Zwei Drittel der Hessen sind froh, den Flughafen persönlich für ihre privaten und geschäftlichen Reisen nutzen zu können", erläuterte Schulte.

Bau von neuer Landebahn und Terminal 3 befürwortet

"Auch wenn der Weg bisweilen steinig war, können wir eine eindeutige öffentliche Akzeptanz für den Bau der neuen Landebahn verzeichnen", schließt Schulte aus den hohen Zustimmungsraten für den Ausbau des Airports und damit für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Frankfurter Flughafens. Obwohl es wegen des Baus immer wieder zu strittigen Auseinandersetzungen kam, ist die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass die Landebahn für die wirtschaftliche Entwicklung und die Jobs in der Region wichtig ist.

Während 58 Prozent zum Ausdruck bringen, dass der Bau der neuen Landebahn für die wirtschaftliche Entwicklung und die Jobs in der Region notwendig war, halten lediglich 20 Prozent diese weiterhin für nicht notwendig. Auch einer künftigen Erweiterung des Flughafens stehen die meisten Bürger durchaus offen gegenüber. Gerade im Hinblick auf die weitere optimale Nutzung der bestehenden Terminalkapazitäten stimmen rund 80 Prozent der Befragten der Aussage zu, den Passagieren solle der bestmögliche Komfort geboten werden. Sofern der Flughafen dafür ein neues Terminal benötige und das Baurecht besitze, soll ein solches Terminal gebaut werden, so 61 Prozent der Befragten.

Der Fraport-Vorstandsvorsitzende stellte zudem heraus, dass die Bedeutung und die Rolle des Frankfurter Flughafens in den einzelnen Regionen Hessens ähnlich hoch eingeschätzt werde. "Alle Regionen Hessens stehen gleichermaßen zum Flughafen und erkennen seine enorme Bedeutung nicht nur für Hessen – über 80 Prozent sehen die Bedeutung für Deutschland als Exportnation.

Regionale Unterschiede bei der Wahrnehmung gibt es durchaus: In Mittel- und Nordhessen wird die Bedeutung für die Arbeitsplätze ebenso etwas geringer eingeschätzt wie die Lärm- und Umweltbelastung, die mit dem Airport verbunden ist, während in Südhessen das Bewusstsein für beide Punkte stärker sei. Die Südhessen sehen mit ihrer Nähe zum Airport intensiver die positiven Auswirkungen auf die Lage am Arbeitsmarkt (79 Prozent) und die ökonomische Entwicklung im Rhein-Main-Gebiet (77 Prozent), beurteilen aber auch die Belastung mit 56 Prozent höher als die Menschen in Nord- und Mittelhessen (20 bzw. 29 Prozent).

Frankfurter Flughafen international Vorreiter beim Lärmschutz

"Die Ergebnisse der Umfrage bestärken uns in unseren Bemühungen um den Lärmschutz", erklärte Schulte. In diesem Punkt sei die Umfrage Ansporn, gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen, den Airlines und der Deutschen Flugsicherung weitere Anstrengungen zu unternehmen. Eine knappe Mehrheit (34 Prozent) meint, der Flughafen tue nicht genug, um die Belastung durch Fluglärm zu mindern, während 23 Prozent ihm bescheinigen genug zu tun. Bemerkenswert, so Schulte weiter, sei, dass eine relative Mehrheit der Befragten (27 Prozent) den Frankfurter Flughafen hinsichtlich des aktiven und passiven Lärmschutzes als internationalen Vorreiter sieht, nur 13 Prozent sind anderer Ansicht.

Im Auftrag der Fraport AG hat die forsa main Marktinformationssystem GmbH mithilfe computergestützter Telefoninterviews zwischen dem 27. August und dem 03. September 2014 eine repräsentative Befragung im Land Hessen zum Image des Flughafens Frankfurt durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.000 Personen ab 18 Jahren befragt.

Streik der Lufthansa-Piloten Dienstag abgeblasen, Verhandlungen fortgeführt

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Die Vereinigung Cockpit wird den für Dienstag, den 16. September 2014 angekündigten Arbeitskampf bei Lufthansa nicht durchführen. Die Lufthansa-Geschäftsleitung hat der Vereinigung Cockpit heute Mittag einen veränderten Forderungskatalog zur Übergangsversorgung übermittelt. Die Tarifkommission der VC hat daraufhin noch für diese Woche Termine angeboten, um die kürzlich gescheiterten Gespräche wieder aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund hat die VC beschlossen, die morgige Arbeitskampfmaßnahme nicht durchzuführen.

Die Vereinigung Cockpit erklärt weiterhin, dass sie jederzeit einigungsbereit ist. Ob es gelingt, die Arbeitskampfmaßnahmen dauerhaft abzuwenden, sei allerdings noch offen.

Nachdem die VC bereits Fragen und Antworten zu den strittigen Fragen der Übergangsregelung für vorzeitiges Ausscheiden der Piloten aus dem Flugdienst veröffentlicht hat, ging sie nun nochmals auf Details der letzten Entwicklungen ein.

Regelungen anderer Airlines, Position der Lufthansa

So behaupte das Management der Lufthansa laut Mdienberichten demnach, es gäbe keine andere Airline in Europa, bei der die Übergangsregeln vor dem 60. Lebensjahr beginnen. Wieso sollte das bei der Lufthansa also anders sein?

Die Aussage ist schlichtweg falsch, wie die VC mitteilt. Beispielsweise bei der KLM könne man den Dienst nur dann über das 56. Lebensjahr weiterführen wenn man in Teilzeit arbeitet, spätestens mit dem 60. Lebensjahr sei endgültig Schluss. Auch bei British Airways könnten die Piloten mit dem 55. Lebensjahr aufhören. Solche Behauptungen entbehrten also der Grundlage und seien einer aufrichtigen Diskussion nicht dienlich.

Auch andere Branchen kennen solche Regelungen. So haben beispielsweise die Piloten der Bundeswehr die Möglichkeit vor dem Regelrentenalter auszuscheiden, Bergwerksmitarbeiter können aufgrund der spezifischen Belastungssituation ab dem 50. Lebensjahr ausscheiden.

Das Management der Lufthansa behauptet, dass die Altersversorgung nicht mehr bezahlbar sei, weil die Zinsen so gesunken sind. Erfordert das nicht zwingend eine Absenkung?

Die niedrigen Zinsen belasten zwar das Betriebsergebnis zurzeit, andererseits entlasten Sie aber auch die Kreditverpflichtungen des Unternehmens und zwar mehr als sie belasten. Anders gesagt profitiert die Lufthansa von dem niedrigen Zinsniveau unter dem Strich. Gerade erst hat Lufthansa ohne Probleme eine Anleihe über 500 Millionen Euro mit dem niedrigsten Zinssatz der je von einem DAX Unternehmen gezahlt wurde platzieren können.

Das Lufthansa Management behauptete dass Lufthansa in den letzten Jahren die Anzahl der Flugzeuge nicht mehr erhöht habe und deswegen erkennbar sei, dass man in einer Krise stecke. Ist das so?

Das ist nur die halbe Wahrheit. Richtig ist, dass zwar die Anzahl nicht zugenommen hat, aber dies auch daran lag, dass man kleinere Flugzeuge ausgemustert und gegen Größere ersetzt hat. Die Anzahl der Sitzplätze hat auch durch neue Bestuhlung vorhandener Flugzeuge zugenommen. Die Anzahl der Passagiere hat also in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Alle anderen Gruppen haben Sparbeiträge gebracht, laut Aussage des Managements nur das Cockpitpersonal nicht. Wieso?

Das ist nicht richtig. Entscheidend ist, wann man mit der Betrachtung anfängt. So hat das Cockpitpersonal schon 2010 mit 20 Prozent Kostenabsenkung bei Germanwings zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit beigetragen. Es ist nicht so, dass es hier einen Anfangs- und einen Endpunkt in der Betrachtungsweise gibt.

Jeder Gruppe (Cockpit, Kabine, Boden) wird bei den aktuellen Verhandlungen immer vorgehalten was in den anderen Gruppen zuvor ausgehandelt wurde und so eine Spirale der Absenkung betrieben. Die Zugeständnisse in einer Gruppe werden also der nächsten als Begründung für weitere Zugeständnisse vorgelegt.

Woher kommt der Druck zur Dividendensteigerung?

Die Vermutung liegt nah, dass dieser Druck aus der Interessenlage der Großaktionäre. Als Beispiel Blackrock, die in fast allen DAX Unternehmen mit drei bis zehn Prozent investiert sind. Die Renditeversprechen dieser Fonds an ihre Kunden liegt mitunter im oberen einstelligen Prozent Bereich und bedeutet damit eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals in weniger als zehn Jahren. Um solche Renditen erreichen zu können, benötigen sie entsprechende Dividenden und Gewinnsteigerungen der Unternehmen wie z.B. der Lufthansa. Betroffen durch diese immens hohen Vorgaben sind aber nicht nur die Mitarbeiter fast aller DAX Konzerne sondern auch deren Kunden.

Johannes Bußmann wird neuer Vorstandsvorsitzender Lufthansa Technik

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Der Aufsichtsrat der Lufthansa Technik AG hat in seiner Sitzung am 15. September Dr. Johannes Bußmann (45) zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens berufen. Dr. Bußmann wird das Amt zum 01. April 2015 von August Wilhelm Henningsen (63) übernehmen, der im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen wird. Damit hat der Aufsichtsrat frühzeitig die Kontinuität an der Spitze der Lufthansa Technik, dem Weltmarktführer für flugzeugtechnische Dienstleistungen, gesichert.

"August Wilhelm Henningsen hat die Lufthansa Technik an die Weltspitze in der Maintenance, Repair & Overhaul (MRO)-Industrie geführt. Ich danke ihm sehr für diese herausragende Leistung," sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Lufthansa Technik AG und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr. "Mit Dr. Bußmann wird im April 2015 ein erfahrener und erfolgreicher Lufthansa Technik Manager seine Aufgabe übernehmen. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihm", so Spohr weiter.

Dr. Johannes Bußmann ist seit September 2012 Vorstand Personal, Engine & VIP Services im Vorstand der Lufthansa-Tochter. Der promovierte Luft- und Raumfahrt-Ingenieur hat 1999 vom ABB-Konzern kommend seine Karriere bei Lufthansa Technik im Bereich Produktentwicklung und Vertrieb begonnen. 2005 wurde Bußmann Hauptabteilungsleiter Marketing & Vertrieb, 2007 Bereichsleiter Geräteinstandhaltung. Er war anschließend bis zu seiner Berufung in den Vorstand Bereichsleiter Triebwerke.

August Wilhelm Henningsen ist seit 2001 Vorsitzender des Vorstands der Lufthansa Technik AG. Nach seinem Eintritt bei Lufthansa 1979 und verschiedenen Managementfunktionen in Engineering und Produktion leitete Henningsen von 1993 bis 1997 den Bereich Geräteinstandhaltung in Hamburg, bevor er 1997 zum General Manager von Ameco Beijing, einem Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa mit Air China, ernannt wurde. Von 2000 bis 2001 verantwortete er das Vorstandsressort Produkt und Service.

Foto: Sonja Brüggemann/Lufthansa Technik

Biokerosin erstmals in europäischem Linienflug eingesetzt

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Die Lufthansa Group setzt einen weiteren Meilenstein bei ihrer Pionierarbeit zur Erprobung alternativer Kraftstoffe: Der Lufthansa Flug LH 190 von Frankfurt nach Berlin/Tegel war heute mit einer 10-prozentigen Beimischung der neuen Biokerosinkomponente Farnesan unterwegs. Es ist der erste Linienflug in Europa, der mit diesem Treibstoff abhebt

Farnesan, gemeinsam entwickelt vom Mineralölunternehmen TOTAL und dem US-Biotechnologieunternehmen Amyris, ist ein zuckerbasiertes Biokerosin, dessen Produktion vom Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) im April dieses Jahres als nachhaltig zertifiziert wurde.

Tests liefen bei Lufthansa Technik

Dem heutigen Flug war im Herbst 2013 im Rahmen des EU-Projekts "Blendingstudie" ein Prüfstandtest bei Lufthansa Technik in Hamburg vorausgegangen. Es zeigte sich, dass durch die Beimischung eine Verbesserung der Emissionseigenschaften erzielt wird. Der Kraftstoff Farnesan wurde im Juni 2014 zur Beimischung mit rohölbasiertem Kerosin zugelassen.

Bei der Umsetzung seiner gemeinsam mit Universitäten und Wirtschaftsunternehmen betriebenen Forschungsarbeiten in die Praxis setzt der Luftfahrtkonzern auch auf die Nutzung von Jatropha, einer Ölpflanze, die in den Tropen und Subtropen vorkommt. Lufthansa hat eine Absichtserklärung mit der JatroSolutions GmbH (einer Beteiligungsgesellschaft der EnBW) unterzeichnet, um den nachhaltigen Jatropha-Anbau kommerziell nutzbar zu machen. Das Start-up-Unternehmen unterstützt Lufthansa künftig beim Aufbau einer Rohstoff-Lieferkette für die Versorgung mit bio-synthetischem Kerosin aus der Jatropha-Pflanze.

Joachim Buse, Vice President Aviation Biofuel bei Lufthansa: "Für die Versorgung des Luftverkehrs mit Biokraftstoffen brauchen wir den nachhaltigen Anbau der benötigten Rohstoffe zu wettbewerbsfähigen Kosten. Die Unternehmen der Lufthansa Group legen großen Wert auf eine anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung des Rohstoffanbaus und auf die Beachtung sozialer und entwicklungspolitischer Aspekte. Mit JatroSolutions haben wir einen kompetenten Partner gefunden, der unsere Werte und Nachhaltigkeitsziele teilt."

Auf Verfügbarkeit und Biodiversität achten

Die aktuellen Aktivitäten sind eine Fortführung des kürzlich abgeschlossenen "burnFAIR"-Projekts: Lufthansa betrieb 2011 als weltweit erste Fluggesellschaft im regulären Flugbetrieb ein halbes Jahr lang einen Airbus A321 zwischen Frankfurt und Hamburg mit einem Biokerosingemisch. Die Langzeiterprobung wurde mit detaillierten Emissionsmessungen sowie Forschungen zu Produktionsverfahren und zur Biomasseverfügbarkeit begleitet. Der Abschlussbericht zu burnFAIR steht jetzt unter aireg.de zum Download bereit.

Mit ihrer Biofuel-Strategie 2020 setzt die Lufthansa Group ihr Engagement im Klimaschutz fort. Die Aktivitäten in verschiedenen Initiativen wie SAFUG (Sustainable Aviation Fuel Users Group) oder aireg (Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany) dienen dem Ziel, eine neue Lieferkette für die zukünftige Versorgung der Lufthansa Group mit Biokraftstoffen aufzubauen. Wichtigste Prinzipien sind dabei, den Anbau und die Verarbeitung von Rohstoffen zu zertifizieren sowie die Nahrungsmittelsicherheit und Biodiversität zu beachten.

Lufthansa-Streik: Langstrecke soll trotzdem fliegen

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Nach der Ankündigung der Vereinigung Cockpit, morgen die Langstreckenflüge ab Frankfurt zu bestreiken, veröffentlicht Lufthansa heute Nachmittag einen Sonderflugplan. Die Planungen sehen vor, dass alle 40 für morgen im Streikzeitraum vorgesehenen Langstreckenflüge starten werden. Streikbedingt wird es damit voraussichtlich zu keinen Flugausfällen kommen, sondern nur zu einer Veränderung der Abflugzeiten bei 24 Langstreckenabflügen ab Frankfurt.

 

Fluggäste, die für morgen auf einem Langstreckenflug aus Frankfurt gebucht sind, werden gebeten, sich frühzeitig über die veränderten Zeiten zu informieren. Lufthansa versendet ihrerseits aktiv SMS und Emails an diejenigen Fluggäste, die ihre Verbindungsdaten zu diesem Zweck registriert haben. Die veränderten Flugzeiten sollen zudem online veröffentlicht werden.

Oktoberfest-Stimmung mit Blasmusik am Flughafen Frankfurt

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Fassbieranstich am Flughafen Frankfurt: Am 15. September heißt es in den Terminals "O’zapft is". Dann feiert der Airport vier Wochen lang Oktoberfest. Die "Bayern Stürmer" unterhalten Passagiere im Flugsteig Z sowie im Non-Schengen-Bereich im Termianl 2 täglich mit original bayrischer Blasmusik, am Wochenende auch in den öffentlichen Marktplätzen im Terminal 1.

Fluggäste können sich in ur-bayrischen Disziplinen wie Milchkübel- und Goschenwerfen sowie Bierkrugstemmen und Ringewerfen üben. Wer bei der Gaudi mitmacht, dem winken kleine Geschenke zur Erinnerung.

Wenn der Hunger ruft, sind freundliche Brezenverkäuferinnen im Dirndl nicht weit. Restaurants und Bistros am Flughafen servieren Weißwurst, Leberkäse und frischgezapftes Bier oder Zwetschgendatschi und ein Haferl dazu. Auf den festlich geschmückten Marktplätzen präsentieren die Geschäfte Trachten, Bierkrüge, Oktoberfest-Shirts und viele weitere bayrische Souvenirs. Promoter in Dirndl und Lederhosen verteilen mehrsprachige Flyer mit Coupons, die in über 30 Geschäften und Gastronomiebetrieben eingelöst werden können. Sie gewähren Rabatte auf ausgewählte Angebote.

Das Oktoberfest ist ein weiterer Baustein des Serviceprogramms "Great to have you here!", das der Flughafen Frankfurt ins Leben gerufen hat, um Passagieren und Besuchern den Aufenthalt an Deutschlands größtem Airport noch angenehmer und interessanter zu gestalten. Der Flughafen Frankfurt begrüßte 2013 mehr als 58 Millionen Passagiere.

Sonnige Aussichten für Kometenlander Philae an „Landestelle J“

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Wenn Lander Philae voraussichtlich am 11. November 2014 auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko aufsetzen wird, erwartet ihn planmäßig ein Landeplatz mit einer abwechslungsreichen, aber nicht zu sehr zerklüfteten Landschaft mit einer guten Beleuchtung durch die Sonne und kaum steilen Hängen.

In einem zweitägigen Auswahlverfahren hat sich das Landerteam unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun unter fünf möglichen Kandidaten für den Landeplatz J entschieden. Die Region auf dem Kopf des zweiteiligen Kometen machte nach sorgfältiger Auswertung aller verfügbaren Daten letztendlich das Rennen.

"Wie wir auf aktuellen Nahaufnahmen sehen, ist der Komet Churuymov-Gerasimenko eine schöne und zugleich sehr extreme Welt – er ist wissenschaftlich spannend, hat aber eine Form, die für die Landung eine große Herausforderung darstellt", sagt DLR-Wissenschaftler Dr. Stephan Ulamec, Projektleiter für Lander Philae. "Keiner unserer fünf Kandidaten hat daher zu 100 Prozent alle Kriterien erfüllt, aber Landplatz J ist eindeutig die beste Lösung." Das DLR hat bereits einige 3D-Bilder vom Kometen Churyumov-Gerasimenko veröffentlicht.

"Landeplatz J" mit sonniger Aussicht

Rund sieben Stunden wird es dauern, bis Philae nach der Trennung von der ESA-Sonde Rosetta auf der Oberfläche von Churyumov-Gerasimenko aufsetzen und somit zum ersten Mal überhaupt ein Landegerät auf einer Kometenoberfläche stehen wird. Eine Zeitspanne, die es den Ingenieuren und Wissenschaftlern ermöglicht, nicht zu viel Energie beim Abstieg zu verbrauchen und so unverzüglich nach einem ausgeklügelten Plan alle zehn Instrumente auf Philae in Betrieb zu nehmen.

Während dieser so genannten "First Science Phase" wird der Lander, der aus dem "Lander Control Center" des DLR in Köln gesteuert, betrieben und überwacht wird, über seine Batterien gespeist. Anschließend sorgen durchschnittlich sieben Sonnenstunden pro Kometentag dafür, dass sich seine Batterien immer wieder aufladen – deshalb legte das Team großen Wert darauf, dass Philae an einem sonnigen Standort landet. Wissenschaftlich interessant ist die Region vor allem durch die Aktivitäten des Kometen auf seinem Weg in Richtung Sonne: In der Nähe der Landestelle J befinden sich Vertiefungen, die bereits jetzt aktiv sein könnten.

Sicheres Landen im Labor geprobt – Plan B heißt "Landestelle C"

Neben Flugbahnberechnungen und den ersten Ergebnissen von Instrumenten an Bord der Rosetta-Sonde flossen beispielsweise auch die Daten verschiedener Landetests am DLR Bremen in die Entscheidung ein. Bei Tests im Frühjahr 2013 hatten die Ingenieure dort ein 1:1-Landemodell auf hartem und weichen Untergrund in der LAMA-(Landing and Mobility Test Facility) Anlage auf die Probe gestellt. In Computersimulationen konnten so die Herausforderungen der verschiedenen Landeplätze untersucht werden.

In den nächsten Wochen wird der Landeplatz nun aus größerer Nähe untersucht und immer exaktere Flugbahnberechnungen für Orbiter und Lander erstellt. Sollte sich dabei zum Beispiel herausstellen, dass das Gelände innerhalb der Landeregion deutlich zerklüfteter ist als erwartet oder extremes Ausgasen des Kometen an diesem Ort eine Landung gefährden, hat sich das Landerteam für Landestelle C (letztes Bild) als zweite Wahl entschieden. Auch dieser Landeplatz, der sich auf dem größeren Teil, dem Körper, des Kometen, befindet, liegt in relativ flachem Terrain und hat ausreichend Sonnenlicht.

Die übrigen Landeplätze I, B und A, die in der engeren Auswahl waren, fielen bei der Entscheidung heraus, weil sich bei den detaillierten Analysen herausgestellt hatte, dass sie einige der Kriterien nicht ausreichend erfüllten. So wurden auf den Nahaufnahmen aus rund 30 Kilometern Entfernung deutlich, dass Landeplatz B im Inneren einer kraterähnlichen Struktur mehr größere Brocken liegen als zunächst angenommen.

Vorbereitungen für das Novum in der Raumfahrtgeschichte

Mit der Festlegung auf eine Landestelle und den damit genaueren Flugbahnberechnungen können die Ingenieure des DLR-Lander-Kontrollzentrums (LCC) in Köln unter anderem die Sequenz für den Abstieg und die Landung anpassen und optimieren. Diese wird Philae autonom – ohne Eingreifen von der Erde aus – auf den Kometen sinken lassen und für seinen Betrieb auf Churyumov-Gerasimenko vorbereiten. Getestet werden die Aktivitäten der Flugeinheit dabei vorab mit einem Bodenreferenzmodell des Landers im LCC.

Die Kommandos für Philae und seine zehn Instrumente an Bord werden während der Mission vom DLR-Kontrollzentrum zum europäischen Missions-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt und von dort aus über Bodenstationen zu Rosetta und Philae geschickt. Die Telemetrie von Philae gelangt in umgekehrter Richtung über das ESOC zum LCC.

Am 15. Oktober 2014 soll der ausgewählte Landeplatz endgültig bestätigt oder ein Ausweichen auf den Ersatz-Landeplatz beschlossen werden. "Jetzt haben wir einen Landeplatz – bereiten wir uns also auf den großen Tag vor", sagt Lander-Projektleiter Stephan Ulamec.

Lufthansa legt VC neue Verhandlungsbasis vor

Das neueste Angebot der Lufthansa an die Piloten zur zukünftigen Regelung der Übergangsversorgung sieht vor, dass alle Piloten auch in Zukunft vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden können. Für alle Cockpit-Mitarbeiter, die bereits vor dem 01. Januar 2014 bei Lufthansa, Lufthansa Cargo oder Germanwings ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, soll dabei das System der Übergangsversorgung auf dem bisherigen Versorgungsniveau erhalten bleiben. Um trotzdem eine Entlastung bei den Kosten erreichen zu können, sollen zwei Voraussetzungen für das vorzeitige Ausscheiden verändert werden.

Diese Konkretisierung soll Klarheit für alle Piloten und eine detaillierte Grundlage für weitere Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit schaffen. Lufthansa hat die Konkretisierung des Angebots heute gemeinsam mit kurzfristigen Terminvorschlägen zur Wiederaufnahme der Gespräche an die Vereinigung Cockpit übermittelt. Als Veränderungen nennt Lufthansa:

  • Das frühestmögliche individuelle Ausscheidealter soll für Piloten der Lufthansa Passage schrittweise von 55 auf 60 Jahre angehoben werden. Diese Altersgrenze gilt für Piloten bei Lufthansa Cargo und Germanwings bereits heute. Die schrittweise Umstellung erfolgt unter Berücksichtigung der individuellen Dienstjahre und bietet so einen umfangreichen Vertrauensschutz für dienstältere Mitarbeiter. Für jedes Dienstjahr, das bei den einzelnen Piloten zum Erreichen von 30 Dienstjahren fehlt, erhöht sich das Ausscheidealter um zwei Monate. Zum Beispiel erhöht sich das frühestmögliche Ausscheidealter für einen Mitarbeiter, der zum Stichtag seit 20 Jahren bei Lufthansa beschäftigt ist auf Basis des Lufthansa Vorschlags um 20 Monate. Er könnte frühestens im Alter von 56 Jahren und acht Monaten aus dem Flugdienst ausscheiden. Mitarbeiter, die 30 oder mehr Dienstjahre bei Lufthansa arbeiten, sind von dieser Änderung gar nicht betroffen und können wie bisher mit 55 Jahren aus dem Flugdienst ausscheiden.
  • Das zu erreichende durchschnittliche Ausscheidealter der Piloten von Lufthansa Passage soll schrittweise bis 2021 von derzeit 58 auf 61 Jahre angehoben werden. Die Konkretisierung sieht zudem vor, dass über den Zeitraum von zehn Jahren bis 2023 jeder Mitarbeiter maximal ein Jahr länger als von ihm gewünscht arbeiten muss, und dies auch nur, wenn das durchschnittliche Ausscheidealter nicht erreicht wird.

"Diese Regeln zur zukünftigen Übergangsversorgung werden der Lebensplanung unserer Piloten und den wettbewerbsbedingten Anforderungen an Lufthansa gerecht. Wir müssen uns auch in diesem Punkt an das Wettbewerbsumfeld anpassen", betont Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. "Gemäß diesem Angebot gilt das frühestmögliche individuelle Ausscheidealter von 60 Jahren für keinen heutigen Bestandsmitarbeiter. Diesen Beitrag halten wir für angemessen und vertretbar. Wir sind nach wie vor ernsthaft an einer Vereinbarung mit der Vereinigung Cockpit interessiert", bekräftigt Volkens.

Gespräche mit VC zu Konditionen für neu eingestellte Piloten

Zusätzlich hat Lufthansa diese Konkretisierung des Angebots auch an die Pilotinnen und Piloten um jedem Einzelnen eine Antwort darauf zu geben, wie er von den vorgeschlagenen Veränderungen der Übergangsversorgung betroffen wäre. Für Mitarbeiter, die nach dem 01. Januar 2014 eingestellt wurden oder werden, will Lufthansa weiterhin ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Flugdienst ermöglichen. Zur Frage der Finanzierung der Übergangsversorgung für diese neuen Mitarbeiter hat Lufthansa der Vereinigung Cockpit weitere Gespräche angeboten.

"Das Angebot stellt aus unserer Sicht eine gute Grundlage für Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit dar. Zu allen strittigen Punkten haben wir wiederum Verhandlungen angeboten. Wir hoffen, die Gespräche auf dieser Basis schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können und zu einem konstruktiven Dialog zurückzukehren", so Bettina Volkens.

Baustellen verknappen Parkplatzangebot zu den Messen am Flughafen Stuttgart

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Nach dem Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg herrscht Hochbetrieb am Flughafen. Zum auslaufenden Urlaubsverkehr kommen Geschäftsreisende, die wieder verstärkt unterwegs sind. Zeitgleich findet in der dritten Septemberwoche auf der Messe Stuttgart eine der größten Fachmessen im Jahresablauf statt. Von Dienstag, 16.09.2014 bis einschließlich Freitag, 19.09.2014, erwarten die Flughafen Stuttgart GmbH und die Messe deshalb während der AMB, der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung, hohen Andrang auf allen Parkplätzen.

Auf dem Gelände des Flughafens gibt es insgesamt rund 10.000 Parkplätze für Fluggäste, Mitarbeiter und Mietwagen, wegen mehrerer Baustellen ist das Angebot derzeit jedoch nicht vollständig verfügbar. Circa 8.000 weitere Stellplätze gibt es im Bereich der Messe.

Fluggästen und Abholern wird dringend empfohlen, genügend Zeit für die Stellplatzsuche einzuplanen, bzw. auf der Homepage des Flughafens vorab einen Stellplatz zu reservieren. Stressfrei und einfach fährt an, wer an diesen Tagen gleich die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt. Der öffentliche Nahverkehr verstärkt sein Angebot. Von Dienstag, 16.09.2014, bis Samstag, 20.09.2014, fährt darüber hinaus zusätzlich im 20-Minuten-Takt die Sonder-Bus-Linie X 78 von der Stadtbahn-Haltestelle der U6 in Degerloch (inkl. Parkhaus Albstraße) zur Messe und zurück.

Einen weiteren Zeitraum mit hohem Andrang bei den Parkplätzen erwarten Flughafen und Messe während der Fachmesse Motek, der Internationalen Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, von Montag, 06.10.2014 bis Donnerstag, 09.10.2014.

Kinder am Fraport mit Fuggi, Ernst und Ermine

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Flughafenbetreiber Fraport hat in Zusammenarbeit mit dem Zoo Frankfurt ein Büchlein für Kinder aufgelegt. Bei den pfiffigen Protagonisten handelt es sich um zwei Publikumslieblinge des Zoos: die beiden Erdferkel Ernst und Ermine, die aus einer Zuchtstation im afrikanischen Tansania vor wenigen Jahren tatsächlich am Airport Frankfurt ankamen.

Doch während bei der Ankunft damals alles glatt ging, nimmt die spannende Geschichte im Buch zunächst eine andere Wendung. Erzählt wird das Geschehen aus Sicht des Flughafen-Maskottchens "Fluggi", der live dabei ist, als Ernst und Ermine ausbüchsen und vom ihm am Flughafen wieder aufgestöbert werden müssen.

Illustriert von Fraport-Mitarbeiter Thomas Muth vertreibt das turbulente Abenteuer aus der Feder von Autor Sascha Ehlert kleinen Passagieren die Wartezeit bis zum Abflug und informiert ganz nebenbei auch kindgerecht über viele interessante Abläufe hinter den Kulissen von Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz.

Bei der Vorstellung des Büchleins im Rahmen der Zoo-Tage sagte Michael Müller, Vorstand Arbeitsdirektor der Fraport AG: "Der Flughafen und der Zoo sind zwei alteingesessene Frankfurter Institutionen, die seit Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht eng zusammenarbeiten – da lag es nah, die Inszenierung des ersten Fluggi-Abenteuers gemeinsam mit dem Zoo zu realisieren. Fluggi, genau wie Ernst und Ermine, sind Publikumslieblinge, die mit ihrem Auftritt in diesem Abenteuer erstmals in einem völlig neuen Kontext zum Leben erweckt werden und als Sympathieträger für den Zoo und den Airport auftreten."

Sowohl der Zoo als auch der Flughafen seien innerhalb der Region und über ihre Grenzen hinaus als beliebte Ausflugsziele etabliert – das Büchlein steigere den Freizeitwert insbesondere bei den kleinsten Gästen nochmals und sei das ideale Souvenir für kleine Besucher und große Fans beider Einrichtungen, so Müller weiter. Es wecke die Neugier und Faszination für beide Institutionen. Man werde das Buch daher auch im Flughafen-Umland verteilen und habe mit dem Autor bereits eine Lese-Reise in den Kindertagesstätten innerhalb des Nachbarschaftsrahmens organisiert.

Im Anschluss an die Buchvorstellung übernahm Müller stellvertretend die Patenschaft der Fraport AG für die beiden nachtaktiven Erdferkel Ernst und Ermine im Grzimek-Haus des Zoos. 

Das Mini-Buch "Erdferkel an Bord" ist im Titus-Verlag erschienen und zum Preis von 1,95 Euro im Buchhandel sowie im Fluggi-Store am Airport sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache erhältlich. Bei guter Resonanz auf die erste Geschichte wird die Reihe "Fluggis Abenteuer" mit weiteren Episoden fortgesetzt.

Lufthansa-Piloten wollen am Dienstag auf Langstrecken streiken

Die Vereinigung Cockpit (VC) plant für den morgigen Dienstag, den 16. September 2014 Arbeitskampfmaßnahmen bei der Lufthansa. Die Piloten der Lufthansa werden am 16. September 2014 im Zeitraum von 09:00 – 17:00 Uhr Ortszeit auf Langstreckenflügen mit den Flugzeugtypen Airbus A380, Boeing B747, Airbus A330 und Airbus A340 die Arbeit niederlegen und keine Abflüge vom Flughafen Frankfurt durchführen. Mit diesem Streik soll ein neuer Tarifvertrag Übergangsversorgung erreicht werden.

Da das Lufthansa Management bisher kein für die VC kompromissfähiges Angebot vorgelegt hat, sehe man sich zu diesen Maßnahmen gezwungen, nachdem kurz zuvor bereits die Lufthansa-Tochter Germanwings, sowie die Verbindungen ab München bestreikt wurden. Langstrecken-Flüge waren aber von einzelnen Crews durchgeführt worden.

Die Vereinigung Cockpit erklärt weiterhin, dass sie jederzeit einigungsbereit ist, um Streiks abzuwenden, und man bedauere mögliche Unannehmlichkeiten für die Kunden der Lufthansa. Lufhtansa hatte bei den Streiks bisher Sofortmaßnahmen wie einen Notflugplan, Umbuchungen und Hotelbetten vorbereitet.

Formel 1-Airlebnis am Flughafen Frankfurt im September

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Der nächste Airlebnis-Tag am Flughafen Frankfurt findet am 21. September statt und steht ganz im Zeichen der Formel 1. Während sich in Singapur die Boliden für den Grand Prix warmlaufen, erleben Besucher vor dem Panorama des Airports einen "Boxenstopp" mit buntem Aktionsprogramm. Im Formel 1-Simulator dürfen die Gäste ihr Können am Steuer eines Rennwagens auf den heißesten Grand Prix-Strecken der Welt unter Beweis stellen – das Zielfoto gibt es als Erinnerung mit dazu. Außerdem sind Geschick und Schnelligkeit beim Boxenstopp gefragt, damit das Team möglichst schnell die Reifen wechselt.

In Zusammenarbeit mit Singapore Airlines und dem Singapore Tourism Board präsentiert Fraport auch bei diesem Airlebnis-Tag wieder die Flughafen-Rallye mit spannenden Fragen rund um den Airport, die Formel 1 und den aktuellen Austragungsort Singapur.

Formel 1-Reise in Singapur als Gewinn

Wer an allen Stationen die richtigen Antworten weiß, kann mit etwas Glück im nächsten Jahr selbst beim Grand Prix in der asiatischen Metropole dabei sein. Der Gewinner reist gemeinsam mit einer Begleitperson 2015 mit Singapore Airlines zum Rennen und verbringt dort drei Nächte in einem 4-Sterne-Hotel.

Für die kleinen Gäste gibt es den Bobby Car-Parcours im Formel 1-Look und die größte Carrera-Bahn Europas. Den Gewinnern der Einzelaktionen winken attraktive Preise, allen Teilnehmern Give-Aways von Singapore Airlines. Um 14:00 Uhr startet dann die Live-Übertragung des spektakulären Nachtrennens aus Singapur.

Sämtliche Shops und Restaurants am Airport sind an diesem Tag geöffnet und laden zum Bummeln ein. Ideale Ergänzung zu den Formel 1-Aktionen ist die Teilnahme an einer Flughafen-Rundfahrt. Die Besucherterrasse und die vorgelagerte Food Plaza bleiben wegen umfangreicher Umbau- und Modernisierungsarbeiten bis zum kommenden Frühjahr geschlossen.

Lufthansa-Trachtencrew hebt wieder ab im Oktoberfest-Look

Fünf Tage vor Beginn des Münchner Oktoberfestes heißt es "take-off" für die Lufthansa-Trachtencrew. Die zwölf Damen und zwei Herren starten am morgigen Montagabend unter der Flugnummer LH 722 vom Münchner Flughafen nach Peking. Weitere Flüge in Lufthansa-Tracht finden am 24. September nach Sao Paulo und am 04. Oktober nach Mexico-City statt.

Erstmals gibt es die Trachtencrew auch auf ausgewählten Europaflügen ab München. Zu Beginn und am Ende des Münchner Oktoberfestes tauscht eine Crew der Lufthansa CityLine die Uniform gegen das Dirndl: Am 20. September geht es von München nach Lyon und Kopenhagen, am 21. September nach Zagreb und Bremen. Am 05. Oktober fliegt die Trachtencrew von München nach Zadar und Genf.

Für die Lufthansa-Mitarbeiter der Fluggastbetreuung am Flughafen München gibt es in diesem Jahr ein neues Trachtendesign. Während der Wiesnzeit dürfen sich die Stationsmitarbeiter neben der Lufthansa-Uniform auch in dieser neuen Lufthansa-Tracht präsentieren.

Auf dem Foto von links nach rechts: Tracht der Lufthansa-Mitarbeiterinnen in der Fluggastbetreuung, Dirndl der Trachtencrew der Lufthansa Passage, Tracht der Flugbegleiterinnen der Lufthansa CityLine.

Bardarbunga-Ausbruch: DLR zeigt aktuelle Schwefeldioxid-Wolke

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Der Bardarbunga-Vulkan auf Island ist am 31. August 2014 ausgebrochen – ein effusiver Ausbruch ohne Auswürfe von Vulkanasche. Doch Messungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigen seither einen kontinuierlichen Ausstoß von Schwefeldioxid (SO2).

Hohe SO2-Konzentrationen in der Atmosphäre sind ein deutliches Zeichen für vulkanische Aktivität, da es sonst außer anthropogenen Quellen keine natürlichen Emissionsquellen gibt. Die Aktuelle verteilung der Schwefeldioxid-Wolke zeigt das DLR hier in einem Animated GIF.

Das Earth Observation Center (EOC) des DLR misst in Nahe-Echtzeit die ausgestoßenen Spurengase und deren Verteilung in der Atmosphäre. Die Erdbeobachtungssatelliten MetOp-A und MetOp-B liefern den Experten tägliche Messungen über die Ausbreitung und Dichte der Schwefeldioxid-Wolke. Die Analysen zeigen, dass sich anfangs jeweils eine Wolke über Grönland, Zentral-Russland sowie Irland bewegt hat – derzeit breitet sich Schwefeldioxid über den Norden Norwegens aus.

Schwefeldioxid setzt Menschen und Flugzeugen zu

Die Spurengas-Emissionen stehen bei einigen Vulkanausbrüchen in engem Zusammenhang mit Asche-Emissionen. Die Auswirkungen von Vulkanasche auf den Luftverkehr und die lokale Bevölkerung sind spätestens seit dem Ausbruch des Gletschervulkans Eyjafjallajökull im April 2010 weithin bekannt. Schwefeldioxid kann Atemwegserkrankungen sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Flugzeugpassagieren verursachen. Zudem bewirkt es in Form von saurem Regen eine erhöhte Oxidation von Flugzeugteilen. Aktuell beeinträchtigen die hohen SO2-Konzentrationen des Bardarbunga die Luftqualität in Teilen von Island.

Die Aktivität des Vulkans geht derzeit unvermindert weiter. Auch ein explosiver Ausbruch des Bardarbunga ist möglich, bei dem große Mengen an Asche produziert werden könnten mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen für den europäischen Luftraum.

Verwendung der Daten von Wettersatelliten

Die vom DLR-EOC ermittelten Werte zeigen den SO2-Gehalt in der gesamten Atmosphärensäule – entsprechend der Nadir-Blickrichtung des Satelliten, vom Weltall durch die Atmosphäre bis hinunter zum Erdboden. Die beiden Satelliten MetOp-A und MetOp-B sind dazu mit einem UV-Spektrometer ausgestattet: Das Messinstrument GOME-2 tastet die Erdoberfläche mit einer Auflösung von 40 x 40 Quadratkilometern (MetOp-B) beziehungsweise mit einer Auflösung von 80 x 40 Quadratkilometern (MetOp-A) ab. Über die Höhe der Spurengas-Wolke gibt die Messung keine Information.

Unter der Leitung des DLR-Instituts für Methodik der Fernerkundung stellt das DLR-EOC im Rahmen von EUMETSATs Satellite Application Facility on Ozone and Atmospheric Chemistry Monitoring (O3M-SAF) operationelle Spurengasmessungen in Nahe-Echtzeit bereit – innerhalb von zwei Stunden nach der Messung. Die aufbereiteten SO2-Daten werden unter anderem von den Volcanic Ash Advisory Centres (VAACs) genutzt, die Warnungen für den Flugverkehr herausgeben.

Vulkanasche reicht für mehrere Forschungsarbeiten

Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen von Vulkanasche auf den Luftverkehr bündelt das DLR im Projekt VolcATS (Volcanic ash impact on the Air Transport System). Dieses Projekt umfasst ein satellitengestütztes Verfahren, das kurzfristig die Ascheverteilung in der Luft bestimmt und vorhersagt sowie Beiträge für ein flexibles Luftverkehrsmanagement, mit dem aschefreie und damit sichere Bereiche für den Flugverkehr freigegeben werden können.

Ergänzend werden die noch unzureichend bekannten Folgen von Vulkanasche für Flugzeugtriebwerke untersucht sowie ein Asche-Warnsystem für Linienmaschinen entworfen. Beteiligt sind die DLR-Institute für Physik der Atmosphäre, für Flugführung, für Werkstoffforschung, für Antriebstechnik, für Flugsystemtechnik sowie die DLR-Lufttransportsysteme und die DLR-Flugexperimente.

Während des Ausbruchs des Eyjafjallajökull 2010 konnte auf Grundlage von Messflügen mit der DLR-Falcon der gesperrte Luftraum über Deutschland wieder freigegeben werden. Die Falcon ist das einzige Forschungsflugzeug in Europa, das in der Lage ist im Rahmen gesetzlicher Grenzwerte in großen Höhen und über längere Distanzen in Vulkanaschewolken einzufliegen.

Beluga feiert 20 Jahre treue Dienste für Airbus

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Nach dem Erstflug am 13. September 1994 transportieren die Belugas nun schon seit 20 Jahren die Bauteile für Airbus-Flugzeuge zwischen den einzelnen Airbus-Werken. Den Namen tragen sie auf Grund ihrer Form, die an den Weißwal erinnert. Und in Zukunft sollen es noch viel mehr Flüge werden.

Ab 1995 hat die Beluga-Flotte die alternden Super Guppy Transporter für die Produktionsstätten in Hamburg und Toulouse abgelöst. Heute finden mehr als 60 Flüge pro Woche zwischen elf Standorten statt, womit Komponenten sämtlicher Airbus-Flugzeugrogramme transportiert werden, einschließlich einiger Teile für die A380.

Die Flüge führt eine Aribus-eigene Fluglinie durch, die Airbus Transport International (ATI), dabei setzt sich jede Beluga-Crew aus einem Piloten, einem Co-Piloten und einem Flug-Ingenieur zusammen. Mit dem Start der Produktion für die nagelneue A350 XWB 2012 und dem Hochfahren weiterer Flugzeugprogramme werden auch die Beluga-Flüge in den nächsten fünf Jahren deutlich zunehmen.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, startete der Flugzeugbauer 2011 das "Fly 10.000 Project". Durch den Ausbau der Frachtladestationen von bisher in Hamburg und Bremen sowie Saint-Nazaire in Frankreich, soll die Leistung der Beluga-Flotte mit Stationen in Broughton in UK und Getafe in Spanien von 5.000 auf 10.000 verdoppelt werden.

„LOC R“-Anflug: Localizer mit RNP-Missed Approach

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Austro Control hat in den letzten Monaten die Verfahrenslandschaft in Innsbruck weiter optimiert. Aufgrund der herausfordernden Terrainsituation im Inntal bietet Innsbruck hervorragende Anwendungsmöglichkeiten für innovative Anflugverfahren.

Anfang des Jahres wurde ein weltweit bisher einmaliges "Conventional-RNP-Merge" Verfahren auf die Piste 26 etabliert (RNP – Required Navigation Performance). Das Verfahren trägt den technischen Namen "LOC R" und ist insofern revolutionär, als dass ein konventioneller Localizer-Anflug mit einem satellitengestützten hochpräzisen RNP-Missed Approach verbunden wird.

"LOC R"-Anflug mit Airlines entwickelt – Entscheidungshöhe gesenkt

Durch die Kombination beider Anflugtypen konnten die erforderlichen Sichtweiten, unter denen ein Anflug in Innsbruck noch möglich ist, weiter reduziert werden. Durch die Schutzraumcharakteristik der zwei Anflugsegmente konnten nochmal bis zu 120 Meter bei der Entscheidungshöhe gegenüber dem bereits hochmodernen RNP AR-Anflug, mit dem die Austro Control bereits 2004 Vorreiter war, dazu gewonnen werden.

Das ist für Innsbruck insbesondere in den verkehrsstarken Wintermonaten ein wichtiges Mittel, um die Anfliegbarkeit auch bei niedriger Wolkendecke zu gewährleisten. Der "LOC R"-Anflug ist in enger Zusammenarbeit mit mehreren Airlines (u.a. Transavia, Scandinavian, Air Berlin und Austrian Airlines) entwickelt worden und in Zusammenarbeit mit dem Instrument Flight Procedures Team von Austro Control umfassend in Full-Flight-Simulatoren (Airbus A320, Dash-8-Q400) getestet worden.

Neuer RNP AR-Anflug auf die Pistenrichtung 08

Insbesondere wurde sichergestellt, dass die Flight Management Systeme der Airlines vom konventionellen Localizer Tracking auf den RNP Missed Aoproach umschalten können. Nach Abschluss der Simulationen und der vorgeschriebenen Sicherheitsbewertungen wurde das Verfahren, das als sog. "Authorization Required" Approach immer eine individuelle Genehmigung durch die Behörde erfordert, noch in der Wintersaison veröffentlicht und genießt seither große Akzeptanz bei den Luftraumnutzern.

In Erweiterung des hochwertigen Angebots an Anflügen für Innsbruck hat Austro Control darüber hinaus mit Ende Juli einen RNP AR-Anflug auf die Pistenrichtung 08 veröffentlicht, der nun auch erstmals einen vertikal geführten Satellitenanflug von Westen her auf den Flughafen Innsbruck ermöglicht.

Flughäfen Schönefeld und Tegel mit mehr Passagieren, Flügen und Fracht

Im August starteten und landeten 2.591.395 Passagiere an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel, ein Zuwachs von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Schönefeld wurden im August 677.620 Passagiere registriert (11,4 Prozent Plus), in Tegel waren es 1.913.775 Fluggäste (8,0 Prozent Plus). Die Zahl der Flugbewegungen stieg im August auf insgesamt 21.685 Starts und Landungen, ein Anstieg um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen im Vorjahresvergleich auf 5.870. Das entspricht einer Zunahme von 7,9 Prozent.

In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 4,4 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel im August 15.815 Flugbewegungen registriert. Von Januar bis August nutzten insgesamt 18.353.769 Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel, ein Plus von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden in Schönefeld 4.741.221 Passagiere gezählt. Das sind 7,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Gleichzeitig wurden am Flughafen Tegel 13.612.548 Fluggäste abgefertigt, das sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum 2013.

Flugbewegungen stiegen schwächer als Passagierzahl

Die Zahl der Flugbewegungen insgesamt stieg in den ersten acht Monaten des Jahres auf insgesamt 167.260 Starts und Landungen, eine Zunahme um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen im Vorjahresvergleich auf 46.491. Das entspricht einem Anstieg von 8,3 Prozent. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 4,8 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel von Januar bis August 120.769 Flugbewegungen registriert.

Bei der Luftfracht konnten im August an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 3.974 Tonnen registriert werden, ein Plus von 41,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Neuer EC145 T2 Hubschrauber für die ADAC Luftrettung

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Die ADAC Luftrettung gGmbH hat heute in Donauwörth den ersten von insgesamt 14 neuen EC145 T2 Hubschraubern von Airbus Helicopters in Empfang genommen. Bis 2018 wird ein großer Teil der ADAC Hubschrauberflotte, die derzeit 51 Maschinen umfasst, sukzessive modernisiert. Neue Vorgaben der EU machen diesen Wechsel, bei dem 17 Helikopter vom Typ BK 117 ausgetauscht werden, notwendig.

Im Beisein von Dr. Wolfgang Schoder, CEO Airbus Helicopters Deutschland, betonte der ADAC Vizepräsident für Technik, Thomas Burkhardt: „Mit diesem modernen, leisen und leistungsstarken Hubschrauber gehen wir einen großen Schritt in die Zukunft der Luftrettung. Die EC145 T2 ist ein enormer Gewinn für Patienten, Crew und Umwelt.“

Insgesamt investiert die ADAC Luftrettung gGmbH ca. 130 Millionen Euro in die neuen Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber. Insbesondere an Standorten, die wegen der Rettungswinde oder des intensivmedizinischen Missionsprofils leistungsstarke Hubschrauber benötigen, wird die EC145 T2 zum Einsatz kommen.

Die Maschinen zeichnen sich durch ihre Leistungsstärke bei geringer Lärmemission aus. Der ummantelte Heckrotor erhöht die Sicherheit für Passagiere und Einsatzkräfte. Das hochmoderne, digitale Cockpit bietet zahlreiche Verbesserungen für die Piloten. Die Notärzte profitieren von der neuen medizinischen Ausstattung: Ingenieure der Schweizer Firma Bucher Leichtbau AG haben auf Grundlage der Erfahrungen der Betreiber und deren Besatzungen ein völlig neues modulares Ausstattungskonzept entwickelt. Dies wird in den nächsten drei Monaten bei der ADAC Luftfahrt Technik (ALT) in Bonn/Hangelar in die erste neue Maschine eingebaut, bevor sie Anfang 2015 in Betrieb gehen kann.

Klaus Froese von Tyrolean will weiter verhandeln

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Die wirtschaftlich schwierige Situation und der EuGH-Entscheid habe ihn in seinem Willen bestärkt, nun weiter an einer außergerichtlichen Lösung am Verhandlungstisch zu arbeiten, so der Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite. "Ich habe dem Aufsichtsrat von Austrian Airlines heute eine positive Einschätzung über den Stand der Kollektivvertragsgespräche gegeben und die Gremien um weitere Zeit gebeten", fasst Tyrolean-Geschäftsführer Klaus Froese den Stand der Gespräche mit den Belegschaftsvertretern zusammen.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte sich der Meinung des Generalanwalts angeschlossen, was die Nachwirkung des gekündigten Austrian Kollektivvertrags des fliegenden Personals betrifft. Finale Entscheidungen sind noch von österreichischen Gerichten zu treffen, auch ist noch offen, ob der 2012 stattgefundene Betriebsübergang rechtens war.

Konkurrenz von günstigeren Geschäftsmodellen

Bei Austrian Airlines nimmt man diese richterliche Entscheidung zur Kenntnis und will sie respektieren. Im Zusammenhang mit der speziellen Wettbewerbssituation in Österreich belaste sie aber die wirtschaftliche Situation zusätzlich. "Denn wir konkurrieren am Standort Wien mit Airlines, die mit günstigeren Konzepten wie zum Beispiel Leiharbeitsmodellen und grundsätzlich ohne Kollektivvertrag arbeiten. Letztendlich macht es uns der Richterspruch aus Luxemburg nicht leicht, uns als Qualitätsairline gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten. Wir werden aber weiterhin mit aller Kraft und Überzeugung für unsere Arbeitsplätze und für eine starke Airline am Standort Wien kämpfen", sagt Austrian Airlines CEO Jaan Albrecht.

Die Geschäftsführung von Tyrolean Airways ist davon überzeugt, dass sich der Verhandlungsweg weiter lohnt und auch zum Ziel führen kann. Da ein Scheitern der Gespräche über einen neuen Kollektivvertrag zum heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden kann, wird der Vorstand nun trotzdem mit dem Ausarbeiten von Alternativszenarien starten und diese bei einer a.o. Aufsichtsratssitzung Anfang Oktober präsentieren. Diese Vorgehensweise wird vom Aufsichtsrat voll unterstützt.

270 Auszubildende starten in Deutschland bei der Lufthansa

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Für Lufthansa, größter Arbeitgeber in Frankfurt und Hessen, hat die Ausbildung junger Menschen einen besonderen Stellenwert. So werden im neuen Ausbildungsjahr 2014/15 allein in Frankfurt mehr als 160 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium im Lufthansa Konzern beginnen. Deutschlandweit starten sogar 270 Auszubildende bei der Lufthansa Group in ihr Berufsleben. Das Spektrum an Ausbildungen im Lufthansa Konzern ist breit: 34 verschiedene Ausbildungsberufe – von Luftverkehrskaufmann über Systemgastronomen, bis hin zu Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistungen – umfasst das Angebot. Zusätzlich bietet Lufthansa neun verschiedene Studienprogramme an.

Traditionell machen die technischen Berufe wie Fluggerätmechaniker oder Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme den größten Teil an Ausbildungsplätzen aus. Die meisten Ausbildungsplätze im Konzern gibt es bei Lufthansa Technik in Frankfurt und Hamburg. Aber auch in den übrigen Geschäftsfeldern, Passagierbeförderung, Logistik, Catering oder IT-Services haben junge Menschen die Möglichkeit, einen Beruf mit Perspektive zu erlernen.

Insgesamt arbeiten deutschlandweit heute rund 1.500 Auszubildende und Studenten im Lufthansa Konzern. Hinzu kommen weitere Auszubildende und Studenten, die im Ausland an über 80 Standorten für die Lufthansa Group im Einsatz sind. Bewerbungen sind bei der Lufthansa ausschließlich über das Karriereportal möglich. Informationen gibt es auch auf den Konzernseiten in Sozialen Netzwerken.

Schweiz erlaubt Ultraleichtflugzeuge

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Der Schweizer Bundesrat hat heute beschlossen, das Verbot von Ultraleichtflugzeugen teilweise aufzuheben. Die damit einhergehende Änderung der Luftfahrtverordnung erlaubt nun in eingeschränktem Maß den Betrieb solcher Luftfahrzeuge. Im Vordergrund stehen dabei Luftfahrzeuge mit Elektroantrieb. Der Betrieb von Ultraleichtflugzeugen (UL) nach schweizerischer Definition, das heißt von Flugzeugen mit einer Flächenbelastung von weniger als 20 kg/m2, ist seit 1984 verboten. Seit 2005 besteht die Möglichkeit, sogenannte Ecolight-Flugzeuge in der Schweiz zuzulassen. Der Hintergrund der Entscheidung ist der Umweltvorteil.

Der Umweltvorteil besteht darin, dass die modernen leichteren Flugzeuge herkömmliche Kleinflugzeuge ersetzen werden. Aktuell sind 32 Ecolight-Flugzeuge im Luftfahrzeugregister eingetragen. Die meisten heutigen UL haben eine Flächenbelastung von mehr als 20 kg/m2. Das geltende Verbot erweist sich damit inzwischen als überholt.

UL einst aus Lärmgründen verboten

Seit dem Erlass des Verbotes wurden im Bereich der UL zudem erhebliche technische Fortschritte erzielt. Heutige UL sind nicht mehr mit den "fliegenden Rasenmähern" vergleichbar, die man vor 30 Jahren aus Lärmgründen verbieten wollte. Ein Bundesgerichtsurteil hat weiter aufgezeigt, dass das geltende UL-Verbot und dessen Umsetzung aus rechtlicher Sicht mangelhaft sind. Beides war Anlass, das heutige Verbot zu überdenken und auf eine rechtlich korrekte Grundlage zu stellen.

Leitgedanken bei der Definition der neu zuzulassenden Luftfahrzeuge waren die Förderung von Elektroantrieben, ein gewisses Substitutions- und Innovationspotential sowie ein angemessenes Sicherheitsniveau.

Neben Ecolight neu zugelassene Luftfahrzeuge

  • Gyrokopter mit Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb
  • Aerodynamisch gesteuerte Flugzeuge mit Elektroantrieb
  • Deltas (Trikes) und Gleitschirme, die mit Fahrgestell und Elektroantrieb ausgerüstet sind

Für die neu zugelassenen Luftfahrzeuge gilt grundsätzlich eine Flugplatzpflicht, das heißt, sie dürfen nicht auf einem freiem Feld betrieben werden. Auf den Landesflughäfen Zürich und Genf ist der Betrieb dieser Luftfahrzeuge mit Ausnahme der Ecolight-Flugzeuge nicht gestattet. Für alle neu zugelassenen Luftfahrzeuge gelten die gleichen strengen Emissionsgrenzwerte wie für die bestehenden Ecolight-Flugzeuge. Auch werden im Vergleich zum Ausland strengere Anforderungen an die Piloten verlangt.

Das neue Regime tritt am 01. Oktober 2014 in Kraft. Zulassungsverfahren können ab Anfang 2015 durchgeführt werden, sobald die dafür notwendigen rechtlichen Anpassungen erfolgt sind.

EuGH zur Kollektivvertrags-Nachwirkung von Austrian Airlines

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat seine Antwort zu den Fragen des Obersten Gerichtshofes (OGH) zur Nachwirkung des im Jahr 2012 gekündigten Austrian Airlines Kollektivvertrags für das fliegende Personal verkündet. Der EuGH ist demnach der Meinung, dass die Wortfolge "in einem Kollektivvertrag vereinbarte Arbeitsbedingungen" in der EU-Betriebsübergangs-Richtlinie auch Arbeitsbedingungen eines im Zeitpunkt des Betriebsübergangs bereits gekündigten Kollektivvertrages umfasst.

Zum Verhältnis des nachwirkenden Austrian Kollektivvertrages Bord zur Nachwirkung des von der Gewerkschaft gekündigten Tyrolean Kollektivvertrages Bord als die zweite zu klärende Vorlagefrage, die der OGH stellte, hat der EuGH sich inhaltlich nicht geäußert. Damit ist der EuGH der Meinung des Generalanwalts in dessen Schlussanträgen gefolgt. Dieser hatte bereits am 03. Juni 2014 seine Meinung veröffentlicht und die zweite Vorlagefrage dabei nicht inhaltlich behandelt.

Die Gültigkeit des Betriebsübergangs zu Tyrolean Airways wird im Zuge eines anderen Verfahrens beim Arbeits- und Sozialgericht Wien untersucht. Das dortige Verfahren wurde allerdings unterbrochen, um auf die Meinung des EuGH zu warten. Austrian Airlines geht aufgrund der nunmehr vorliegenden Entscheidung des EuGH von einer Fortsetzung des Verfahrens aus und bleibt bei seiner Rechtsauffassung, dass der Betriebsübergang rechtens war.

Die seitens der Unternehmensführung von Austrian Airlines gewählte Strategie, eine finale Lösung des Konflikts durch Abschluss eines neuen Kollektivvertrags Bord zu erreichen, bleibt von der Entscheidung des EuGH unberührt.