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Miniatur und Wintertour am Flughafen Dresden, wo der Nikolaus landet

Der Dresdner Flughafen ist auch im Dezember einen Ausflug wert. Zahlreiche Veranstaltungen stehen im Zeichen der Weihnachtszeit. Der Kundendienst organisiert an den Adventssonntagen stimmungsvolle Lichtertouren und am 6. Dezember eine Winterdienst-Exkursion mit Nikolaus-Schmaus. Am 24. Dezember landet der Weihnachtsmann in Dresden und lädt alle Kinder aus Dresden und Umgebung zu einem lustigen Bühnenprogramm auf die Aussichtsplattform ein. Am 28. Dezember findet im Flughafen-Terminal zum ersten Mal eine weihnachtliche Modellbahnausstellung statt.

Die zweistündigen Lichtertouren werden am 30. November sowie am 07., 14. und 21. Dezember jeweils um 16:30 Uhr angeboten. Sie starten mit gemütlichem Beisammensein bei Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck. Weiter geht es mit einem Terminal-Rundgang, einer Sicherheitskontrolle, einer Busfahrt über das beleuchtete Vorfeld und einem Besuch der Flughafenfeuerwehr. Dabei besteht – je nach Verkehrs- und Wetterlage – die Möglichkeit, Starts und Landungen der Flugzeuge sowie die Winterdienstfahrzeuge zu fotografieren und filmen.

Start mit Frühstück

Am 06. Dezember findet zum ersten Mal die Winterdienst-Tour mit Nikolaus-Schmaus statt. Nach reichhaltigem Frühstück beginnt die spannende Exkursion mit Terminal-Rundgang, Sicherheitskontrolle und Vorführung der Winterdiensttechnik. Bei winterlichem Wetter wird ein Einsatz sogar "live" aus dem Vorfeldbus heraus beobachtet. Am Ende der Tour erhält jeder Gast eine kleine Nikolaus-Überraschung.

Die Teilnehmer treffen sich um 09:00 Uhr im Konferenzcenter (Terminal, Ebene 02). Für Frühstück und Führung sind je zwei Stunden eingeplant. Während der Tour besteht die Möglichkeit, die Winterdiensttechnik sowie – je nach Verkehrs- und Wetterlage – Starts und Landungen der Flugzeuge zu fotografieren.

Treffpunkt für die Landung des Weihnachtsmanns am 24. Dezember ist die Flughafen-Information (10:00 Uhr, freier Eintritt). Das mit vielen Geschenken bepackte Flugzeug der Christmas Air (Flugnummer DRS2412) wird gegen 10:15 Uhr erwartet. Die Kinder sehen, wie der bärtige Rotmantel aus seinem Flieger steigt und ihnen zuwinkt. Weiter geht es auf der Aussichtsplattform im Terminal mit Spiel und Spaß, Liedern, Gedichten und kleinen Geschenken.

Modellbau mit originalgetreuen Nachbauten

Am 28. Dezember sind alle Eisenbahn-Liebhaber zu einer Modellbahnausstellung ins Terminal eingeladen (10:00-18:00 Uhr, freier Eintritt). Vereine und Privatpersonen aus Sachsen und Brandenburg präsentieren auf allen Ebenen des Gebäudes ihre Anlagen. Zu sehen sind Winteranlagen, regionale Motive (u.a. Lößnitzgrund und der originalgetreue Nachbau von Bahnhöfen wie z. B. Großrückerswalde), die bei der diesjährigen Ausstellung in Sinsheim prämierte Trümmerbahn sowie verschiedene freie Themen. Dazu gibt es Verkaufs-, Info- und Imbissstände sowie eine Kindereisenbahn, Bastelstraße und Hüpfburg. Das Parken im Parkhaus kostet pauschal 3 Euro. Die Einfahrttickets werden von der Flughafen-Information oder Parkhausaufsicht entsprechend rabattiert.

Die Lichtertouren beginnen und enden an der Flughafen-Information im Terminal. Der Preis für Erwachsene beträgt 14 Euro, für Kinder/Schüler bis 14 Jahre neun Euro inklusive Glühwein und Gebäck. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Führung inkl. Frühstück und freiem Parken im Parkhaus kostet 29,90 Euro (Erwachsene) bzw. 22,90 Euro (Kinder/Schüler bis 14 Jahre). Die Einfahrttickets werden vom Kundendienst im Konferenzcenter entwertet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine rechtzeitige Anmeldung deshalb auch hier erforderlich unter Tel. 0351-8813300.

Copter für den Individualverkehr – entwickelt mit Lenkradsteuerung

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Stau auf den Straßen ist Alltag für viele, ein Ausweg könnte einmal Individualverkehr über den Luftweg werden. Hoch über den Straßen sind die Wege flexibel und Reisende kommen schneller ans Ziel.

Am Standort Braunschweig des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben Wissenschaftler nun die Ergebnisse des EU-Forschungsprojekts myCopter vorgestellt. Ein Highlight ist die im DLR entwickelte myCopter-Lenkradsteuerung, mit der sich Drehflügler von morgen nahezu wie ein heutiger PKW steuern lassen. Zahlreiche weitere Fragen wie Kollisionsvermeidung, Schwarmflug oder Pilotenausbildung wurden im Rahmen des vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik geleiteten Projekts untersucht, um mehr über die Möglichkeiten und Herausforderungen des individuellen Luftverkehrs für jedermann zu lernen.

Dabei galt es auch die Erwartungen potentieller Nutzer zu betrachten. Mit einer ersten Untersuchung möglicher gesellschaftlicher Auswirkungen leistet das myCopter-Projekt zusätzliche Pionierarbeit auf dem Gebiet des zukünftigen Individualverkehrs.

Intuitive Steuerung für myCopter

Im Fokus der Forscher standen grundlegende Technologien und Konzepte. Mit speziellen Fluggeräten, sogenannten Personal Aerial Vehicles (PAV), soll es in ferner Zukunft jedermann möglich sein, seine täglichen Wege durch die Luft zurückzulegen. Dafür muss die Steuerung für die Piloten effizienter und intuitiver gestaltet werden. "Die Handhabung zukünftiger PAVs für jedermann möglich zu machen, ist eine große Herausforderung, denn das Hubschrauberfliegen mit der heutigen komplexen Steuerung erfordert nach wie vor viel Training", sagt Prof. Stefan Levedag, Leiter des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik.

"Nun ist es uns gelungen, eine Lenkradsteuerung mit dahinterliegender automatischer Steuerungstechnik zu entwickeln, die das Fliegen deutlich vereinfacht. Wir können das nicht nur für ein PAV nutzen, sondern auch andere Luftfahrzeuge damit verbessern." Eine spezielle Regelungstechnik unterstützt den Piloten bei der Steuerung des Fluggerätes. Das Erfahrungswissen des Autofahrers soll genutzt werden, um die Steuerung von Fluggeräten intuitiver zu gestalten. Ziel ist es, die Ausbildung zukünftiger PAV-Piloten deutlich zu vereinfachen.

"Der individuelle Luftverkehr hat das Potential eine wichtige Rolle im zukünftigen Verkehrssystem einzunehmen, unterstreicht Projektleiter Prof. Dr. Heinrich H. Bülthoff vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik. "myCopter hat dazu beigetragen, entscheidende Technologien zu entwickeln, um PAVs in der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen."

Hubschrauber-Flugsimulator mit Lenkrad

"Aus vier mach drei" lautet die Idee des neuen Lenkrads für Hubschrauber. "Bisher muss ein Hubschrauberpilot alle vier Steuerachsen gleichzeitig im Blick behalten", erklärt Bianca Schuchardt vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik. "Besonders im Schwebeflug erfordert das höchste Konzentration, wenn der Pilot beide Hebel und Pedale gleichzeitig bedienen muss, um stabil in der Luft zu bleiben."

Mit dem myCopter-Lenkrad fällt das zyklische Steuer weg, das für die Bewegung um die Längsachse (Rollen) und um die Querachse (Nicken) verantwortlich ist. "Stattdessen kann der Pilot mit der entsprechenden Drehbewegung des Lenkrads den Hubschrauber in die gewünschte Richtung fliegen", so Schuchardt weiter. Ein Hebel verbleibt ausschließlich für die Flughöhe. Alternativ kann diese auch über Schaltwippen am Lenkrad kontrolliert werden. Die Pedale kontrollieren wie beim Auto mit Gas und Bremse die Geschwindigkeit bis hin zum Verweilen im Schwebeflug.

Zudem ermöglicht ein Acht-Wege-Schalter am myCopter-Lenkrad den Rückwärtsflug sowie den Seitwärtsflug. Im AVES-Simulatorzentrum des DLR in Braunschweig hat das Lenkrad bereits seinen virtuellen Erstflug im Hubschrauber gemeistert. Im nächsten Schritt wird es auf dem DLR-Forschungshubschrauber EC135 ACT/FHS im realen Flug getestet.

Statt Stau zum Schwarmflug in der Luft

"Entscheidend ist es, das Hubschrauberfliegen für den Alltag umfassend zu vereinfachen und neben der Steuerung mit passenden Sensoren und Bildschirminhalten möglichst intuitiv für jedermann zu gestalten", sagt Projektleiter Bülthoff, der am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik zu diesen Fragen forschte. Weitere Projektpartner beschäftigten sich mit Fragen etwa nach der Koordinierung der zahlreichen Privatflieger oder nach der konkreten Ausbildung zukünftiger PAV-Piloten. Das flugdynamische Modell der PAVs und die Struktur des Trainings für die zukünftigen Privatpiloten war Thema der University of Liverpool.

Wissenschaftler der École Polytechnique Féderale de Lausanne indessen erforschten mit Hilfe unbemannter Fluggeräte die Themen Kollisionsvermeidung, Schwarmflug sowie automatische Landeplatzerkennung, während sich die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich mit Kontrollstrategien für einzelne Fluggeräte und ebenfalls mit Starts, Landungen und der Navigation bei unbemannten Fluggeräten befasste. Das Karlsruher Institut für Technologie untersuchte die soziotechnologischen Aspekte des Projekts und damit, welchen Einfluss die Einführung von PAVs auf unsere Gesellschaft hätte.

Tunneldisplay als Routenplaner für optmalen Flugweg

Das DLR führt zudem Demonstrationen von ausgewählten, im Projekt entwickelten Technologien auf dem Forschungshubschrauber EC135 ACT/FHS durch. "Wir unterstützen die Entwicklung von flugdynamischen Modellen und entwickeln ein Highway-in-the-Sky-Display für individuelle Flugvehikel; eine Art intuitive Navigationshilfe für PAV-Piloten", erklärt Bianca Schuchardt. In einem Tunneldisplay werden dem Piloten visuelle Wegelinien eingeblendet, die den optimalen Flugweg vorgeben.

Das Projekt myCopter – Enabling Technologies for Personal Aerial Transportation Systems ist auf vier Jahre im Zeitraum von Anfang 2011 bis Ende 2014 ausgelegt und wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms gefördert. Zu den Partnern gehören das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (Projektleitung), die University of Liverpool, die École Polytechnique Féderale de Lausanne, die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, das Karlsruher Institut für Technologie und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Boeing 787 ecoDemonstrator testet 25 Technologien

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Boeing schickt einen 787 Dreamliner als ecoDemonstrator in die Luft. Mit dem Flugzeug werden gleich 25 neue Technologien getestet und weiterentwickelt, mit denen die Umweltperformance von Verkehrsflugzeugen in allen Phasen des Fluges, Gato-to-Gate, verbessert werden soll.

Dazu zählt neben Verbrauchswerten beim Kerosin auch die Geräuschentwicklung. Für die neue Kampagne startet ein 787 Dreamliner mit der Kennung ZA004. Dabei sollen auch besonders Software-Schnittstellen getestet werden, die eine Rolle bei der Betriebseffizienz spielen.

Funk-Sensoren statt Kabeln

Auch sollen Funksensoren am 787 ecoDemonstrator helfen, die Verkabelung in den Flügeln zu reduzieren. Gleichzeitig werden Verbesserungen der Flugzeugsteuerung und Aerodynamik, und Eis-abweisende Beschichtungen an den Flügelflächen für reduzierte Eisbildung getestet werden.

Boeing nennt für die aktuelle ecoDemonstrator-Testkampagne folgende Inhalte:

  • NASA Airborne Spacing for Terminal Arrival Routes (ASTAR), um die Effizienz bei der Landung zu verbessern.
  • Neue Treibhausgas-Sensoren, die in Zusammenarbeit u.a. mit Japan Airlines getestet werden
  • Real-Time Turbulenz-Monitoring, das zusammen mit Delta Air Lines generiert wird, um mittlere und große Turbulenzen zu abzulindern, was den Passagier-Komfort und die Effizienz beim Fliegen steigern soll
  • Instrumenten-Landesysteme für neue und ältere Flugzeuge, die den Treibstoffverbrauch beim Landen reduzieren sollen
  • Ein On-Board-Funksensornetzwerk und Elektro-mechanische Systemsender zur Vermeidung von Kabeln und Gewicht
  • Außentüren für den Zugang über den Flügeln, die aus wiederverwertetem Kohlefaser-Verbundmaterial der 787 hergestellt wurden, was Kosten und Abfall im Werk reduziert

Frühere ecoDemonstrator-Projekte brachten Verbesserungen wie die Winglets an den Flügelspitzen einer Next-Generation 737 beim Partner American Airlines, welche ins Programm der 737 MAX einflossen und dort nun für eine Effizienzsteigerung von 1,8 Prozent sorgen. Im Juli absolvierte ein 787 ecoDemonstrator erfolgreich Tests mit einer akustischen Keramik-Düse, die Gewicht und Geräuschentwicklung verringert.

2015 soll zusammen mit TUI und der NASA ein ecoDemonstrator basierend auf einer 757 starten. Weitere Partner von ecoDemonstrator-Kampagnen sind Rolls Royce, Honeywell, Rockwell Collins, General Electric und Panasonic.

Airbus will größere Belugas bauen

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Um dem industriellen Hochlauf der Produktionsraten von neuen Flugzeugen wie der A350 XWB gerecht zu werden, hat Flugzeugbauer Airbus beschlossen, die Entwicklung und Produktion von fünf neuen Belugas auf Basis der A330 zu starten.

Das derzeitige Beluga-Muster basiert auf der A300, und ist die einzigartige Methode von Airbus, um große Flugzeugteile zwischen den einzelnen Standorten in ganz Europa hin- und herzutransportieren. Für die neuen Beluga-Versionen sollen zu weiten Teilen bestehende Ausrüstungen und Bauteile verwendet werden. Das markante, abgesenkte Cockpit, der Frachtraum, sowie das Heck mit Schwanz sollen aber neu entwickelt werden.

Die ersten fünf neuen Beluga-Transportflugzeuge sollen Mitte 2019 in Dienst gehen, während die heutige Beluga-Flotte bis zum planmäßigen Ausflotten 2025 weiterbetrieben wird. Airbus hat bereits mit einem "Fly 10.000-Project" Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Kapazität der jetzigen Beluga-Flotte bis 2017 zu verdoppeln.

Gründe der Vereinigung Cockpit für Klage gegen Gesetz zur Tarifeinheit

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Die Vereinigung Cockpit hat im Rahmen einer schriftlichen Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Stellung zu dem geplanten Gesetz zur Tarifeinheit Stellung genommen. Ein solches Gesetz ist verfassungswidrig, daher bereitet sich die VC jetzt schon darauf vor, notfalls auch Klage beim Verfassungsgericht einzureichen. Zur Begründung führt die Vereinigung Cockpit 12 Punkte auf, derentwegen sie Klage einreichen möchte.

Die Vereinigung Cockpit e.V. lehnt den Referentenentwurf eines Tarifeinheitsgesetzes aus diesen Gründen ab:

1. Das vorgesehene Tarifeinheitsgesetz greift verfassungswidrig in die Tarifautonomie ein, indem es das Recht zum Abschluss von Tarifverträgen und damit auch das Streikrecht von Minderheitsgewerkschaften im Betrieb beschränkt. Ein Arbeitskampf wäre nach dem Gesetz unzulässig, wenn er auf den Tarifabschluss einer Minderheitsgewerkschaft gerichtet ist. Dies verletzt die Tarifautonomie.

2. In der arbeitsrechtlichen Praxis müsste ein Arbeitsgericht einen Arbeitskampf für unzulässig erklären, wenn der angestrebte Tarifvertrag letztlich verdrängt würde. Hierfür müsste das Arbeitsgericht aber eine Prognose darüber aufstellen, welche Mehrheitsverhältnisse in welchem Betrieb des bestreikten Unternehmens zum Zeitpunkt eines möglichen Tarifvertragsabschlusses herrschen werden. Dies würde die Arbeitsgerichte vor unlösbare Aufgaben stellen, zumal zahlreiche Fragen zur Abgrenzung eines Betriebs sowie zur Feststellung der Betriebszugehörigkeit im jeweiligen Einzelfall geklärt werden müssten.

3. Der stärkste Eingriff in die durch Art. 9 Abs. 3 GG gewährleistete Tarifautonomie besteht darin, dass wegen einer ggf. knappen Mehrheitsentscheidung ein ausgehandelter und erkämpfter Tarifvertrag in einzelnen Betrieben im Nachhinein für nicht anwendbar erklärt wird. Der Minderheitstarifvertrag wird nicht nur im persönlichen Überschneidungsbereich, sondern komplett im Betrieb verdrängt.

4. Für die Rechtfertigung des Eingriffs in die Tarifautonomie wären gewichtige Gemeinwohlbelange erforderlich. Rein theoretische Funktionsstörungen durch die Tarifpluralität auf Betriebsebene, welche in der Begründung des Gesetzentwurfs allein aufgeführt werden, sind aber nicht solche gewichtigen Gemeinwohlbelange.

5. Der Gesetzentwurf ist auch ungeeignet, um die in seiner Begründung angeführten Ziele zu erreichen. lm Falle einer gewillkürten Tarifpluralität wird keines der in der Gesetzesbegründung angeführten Ziele im Rahmen der „Auflösung von Tarifkollisionen“ erreicht. Auch diese Ungeeignetheit führt zur Verfassungswidrigkeit des Eingriffs in die Tarifautonomie.

6. Das Mehrheitsprinzip soll an den Betrieb anknüpfen, wobei die Gesetzesbegründung eine tarifrechtliche Bestimmung des Betriebsbegriffs vornehmen will, die bislang nicht existiert. Aber auch bei einer Übertragung des betriebsverfassungsrechtlichen Betriebsbegriffs entsteht für Unternehmen, die über eine Vielzahl von Betrieben verfügen, eine extreme Rechtsunsicherheit, wenn es für jeden seiner Betriebe die Mehrheitsverhältnisse der Gewerkschaftsmitglieder feststellen muss und dies ggf. jeweils im gerichtlichen Beschlussverfahren geklärt wird. Außerdem müssen bei jeder Betriebsänderung nach § 4a Abs. 1 S. 4 TVG-E die Mehrheitsverhältnisse neu beurteilt werden, was zu einem häufigen Wechsel des (allein) anwendbaren Tarifvertrags im Betrieb führen kann.

7. Das Anhörungsrecht der Minderheitsgewerkschaft nach § 4a Abs. 4 TVG-E soll keine formale Wirksamkeitsvoraussetzung für das Streikrecht und den Tarifvertragsabschluss der Mehrheitsgewerkschaft sein und entfaltet somit keinerlei praktische Wirkung.

8. Die in § 4a Abs. 3 vorgesehene Nachzeichnungsmöglichkeit würde selbst in der Theorie nur einem Tarifdiktat der Mehrheitsgewerkschaft gleichkommen. ln der Praxis wird durch die Regelung aber ein Verbot der Minderheitsgewerkschaft erzeugt: Nach der Begründung der Bundesregierung soll das Nachzeichnungsrecht nur für Gewerkschaften bestehen, die bereits einen kollidierenden Tarifvertrag abgeschlossen haben (S. 12 f.). Eine an sich im Betrieb zuständige Minderheitsgewerkschaft, der die Arbeitgeberseite von vornherein einen Tarifabschluss verweigert, wird daher sogar vom Nachzeichnungsrecht ausgeschlossen und darf aufgrund der Tarifeinheit keinerlei Arbeitskampfmaßnahmen durchführen.

9. Die angeführte Notwendigkeit der Regelung der Tarifeinheit ist unzutreffend. Es entspricht bestimmten Schlüsselpositionen, dass deren Arbeitsleistung einen Wert hat, der von der Leistung anderer Arbeitnehmer abweicht. Daher besteht in Bezug auf die Herstellung von „Lohngerechtigkeit” kein Gegensatz zwischen der Leistung von Arbeitnehmern und ihrer Schlüsselposition.

10. Auch die Behauptung, dass der Betriebsfrieden durch die Konkurrenz von Gewerkschaften gefährdet werde, ist unzutreffend. Dass anders- und nichtorganisierte Arbeitnehmer nicht an erfolgreichen Tarifverhandlungen der tarifschließenden Gewerkschaft partizipieren, liegt im Wesen der Tarifautonomie. Verantwortungsvolle Tarifabschlüsse können hingegen für mehr Verteilungsgerechtigkeit sorgen. Die Befriedungsfunktion der Tarifautonomie wird im Übrigen noch viel mehr gestört, wenn eine Berufsgewerkschaft infolge der Tarifeinheit für ihre Mitglieder gar keinen gültigen Tarifvertrag abschließen könnte.

11. Mit der Geltung des Tarifeinheitsgesetzes reduziert sich der Kostenaufwand für die Arbeitgeber nicht. Sie müssten zunächst prüfen, ob überhaupt eine Tarifkollision vorliegt und sodann ggf. im Wege einer gerichtlichen Feststellung den anwendbaren Tarifvertrag identifizieren.

12. Durch die vorgesehene Änderung des Arbeitsgerichtsgesetzes wird auch auf die Arbeitsgerichte ein erheblicher Mehraufwand zukommen.

Aufgrund der aufgezeigten Konflikte des geplanten Gesetzes mit unserem Grundgesetz wird die Vereinigung Cockpit zum frühestmöglichen Zeitpunkt Verfassungsklage einreichen, sollte ein solches Gesetz beschlossen werden. Das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Verabschiedung eines Tarifeinheitsgesetzes sollte daher vollständig aufgegeben werden.

Himmlische Scheckübergabe: Spendenaktion in 4 km Höhe

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Das Verhältnis zwischen dem Siegerlandflughafen und dem weltweit operierenden Hilfswerk "FLY & HELP" ist ein Besonderes. Spätestens seit dem Airport-Tag 2013 weiß man, was man aneinander hat.

Alle Einnahmen, die damals im Rahmen der rasanten, luftsportlichen Unterhaltungsshow erzielt wurden, flossen nach Abzug der Unkosten der Organisation des Radiomoderators Reiner Meutsch zu. Ein stattliches Sümmchen kam zusammen.

Spenden mit luftsportliche Darbietung

Meutsch hatte, Ehrensache, für diesen ereignisreichen September-Tag auch das inoffizielle Amt des Flughafensprechers übernommen und dem Publikum kenntnisreich die vielen himmlischen Acts erläutert – und natürlich auch etwa Auskunft in eigener Sache gegeben. Die Gunst der Stunde, vielen Tausend Menschen etwas über die Arbeit zu berichten, die seine Hilfsorganisation in Asien, Südamerika und Afrika leistet, wollte genutzt sein.

FLY&HELP errichtet und unterhält in den ärmsten Regionen der Dritten Welt Schulen, denn Zugang zu Bildung kann, so das Credo, der Schlüssel in eine selbstbestimmte Zukunft ohne Armut sein.

Eingebunden in die spannenden luftsportliche Darbietungen waren seinerzeit auch die auf dem Siegerlandflughafen ansässigen beheimateten Fallschirmspringer von "Skydive Westerwald" gewesen, die sich ja im Wechsel einmal über der Lipper Höhe und dann im nur wenige Luftkilometer entfernten Breitscheid aus dem Flugzeug stürzen. Die Freifaller hatten dabei spontan beschlossen, die Hilfsorganisation bei nächster sich bietender Gelegenheit ebenfalls zu fördern.

Und die ergab sich dann im Juni dieses Jahres, als der 2. Charity-Tandem-Event ins Haus stand. Tandemspringen für gute Zwecke. 50 Euro pro Hupf flossen ins Säckchen und waren zu gleichen Teilen für die Bärenherz-Stiftung, die Deutschlandweit Einrichtungen für unheilbare Kinder betreibt, und eben das Meutsch'sche Hilfswerk ausgelobt. Dabei kamen 5.050 Euro zusammen. Geteilt durch zwei macht 2525 Euro.

Spendenübergabe in 4.000 Metern Höhe

Die Spendenübergabe an den Präsidenten von FLY & HELP hatten die Skydiver jedoch an eine Bedingung geknüpft: Die Scheckübergabe müsse in 4.000 Metern Höhe bei Tempo 200 im freien Fall erfolgen. Entweder – oder… "Oder" hätte in diesem Fall bedeutet: Kein Geld! Und auf solches ist der umtriebige Menschenfreund und Entwicklungshelfer angewiesen, um seine vielen Sozialprojekte finanzieren zu können. Gut, da muss man halt mal über seinen eigenen Schatten und aus einem Flugzeug springen. Eine Vorstellung, die Reiner Meutsch schon Tage lang vorher den Schweiß auf die Stirn getrieben hatte.

Und am vergangenen Samstag war dann die Stunde der Wahrheit gekommen. Und so schraubte sich die vollbesetzte Pilatus-Porter in den azurblauen Novemberhimmel – mit einem Fallschirmpassagier an Bord, dem so wohl nicht in seiner Haut war. Aber das sollte sich schnell ändern. Tandemmaster Raphael Schlegel hatte seinem "Beifahrer" zuvor beruhigend auf die Schulter geklopft: "Junge, ich habe schon ganz andere Elfen sicher zu Boden gebracht". Und er sagte wirklich "Elfen". Als sich die Luke dann nach einem endlos zählen Aufstieg von 15 Minuten öffnete, gab es kein Zurück mehr. Der rasante Spaß begann. Go!

Bild 1: Dann woll'n wir mal: Ausstieg in 4.000 Metern Höhe. Und der Postbote wartet schon. Sebastian Lauber verzichtete darauf, sich die Übergabe des Schecks vom Empfänger quittieren zu lassen. Den Beweis dafür hatte er mit seiner Helmkamera eingefangen.

Luftpost-Bote ließ Scheck davonsegeln

Ja, und was da während des Sturzes plötzlich mit dem symbolischen Scheck in der Hand angeflogen kam, war nicht die Heidi von der Post, sondern der "Seppl" von WSDPS (Westerwald Skydive Parcel Services). Die Hauspost des Vereins ist nämlich noch um einen Tick schneller als Deutsche Post, GLS und Hermes zusammen. Aber bei diesen Geschwindigkeiten muss man nicht nur die genaue Hausnummer kennen, sondern auch exakt zielen und zupacken. Deshalb verzichtete der Briefkurier auch drauf, sich die ordnungsgemäße Übergabe der Sendung quittieren zu lassen. Die hatte er sowieso mit seiner Helmkamera dokumentiert.

Bild 2: Briefkurier Sebastian "Seppel" Lauber (oben links) winkt mit dem Scheck. Reiner Meutsch (rechts) hat die Wertsendung gar nicht kommen sehen, sein Tandemmaster Raphael Schlegel schon.

Bild 3: Ganz entspannt im Hier und jetzt: Fly & Help-Präses Reiner Meutsch fand den rasanten, 200 km/h Vertikalgeschwindigkeit schnellen Spaß dann doch ziemlich "easy". Er wusste sich bei Tandempilot Raphael Schlegel auch in guten Händen.

Nun verfügt ein versierter Radiomoderator ja normalerweise über einen recht respektablen Wortschatz. Doch Reiner Meutsch mochte zunächst auch nicht viel mehr einfallen, als das, was in der Regel alle Tandempassagiere nach der glücklichen Landung rufen: "Geil!". Der Scheck war dann doch noch zwischendurch in der Luft verloren gegangen und gemächlich ins Nirgendwo gesegelt. Aber er gilt sowieso nur in Verbindung mit der Vorlage eines Lichtbildausweises durch den rechtmäßigen Empfänger.

Bild 4: Wie man sich bettet, so liegt man: Ende gut, alles gut. Dass die Breitscheider Skydiver ihrer Tandemgäste obendrein noch fürstlich belohnen, soll jedoch nicht zur Regel werden.

Bild 5: German Television proudly presents: Raphael Schlegel (rechts) erklärt den "Delinquenten" bei der Bodeneinweisung, das Gänsehaut beim Tandemspringen etwas völlig Normales ist. Reiner Meutsch (zweiter von links) hatte sich zur Verstärkung seine Lebensgefährtin Nina Weidenbach, die ebenfalls ihren ersten Sprung wagen wollte, mitgebracht. Denn: Geteilte Freud' ist doppelt Freud'.

Fotos 1-3: Marcel Leicher. 4-5: Heimann

Eurofighter erhält „Captor-E“-Hochleistungsradar

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Der Eurofighter soll mit einem neuen Radar, dem "Captor-E", ausgerüstet werden, das die Einsatzmöglichkeiten des Kampfflugzeugs erweitert und die Überlebensfähigkeit der Piloten wesentlich verbessert.

Beim Treffen der Verteidigungs-Staatssekretäre der Eurofighter-Nationen Großbritannien, Deutschland, Italien und Spanien in Edinburgh haben Vertreter der NATO-Management-Agentur für Eurofighter und Tornado (NETMA) und der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH einen Vertrag im Wert von einer Milliarde Euro zur Entwicklung eines neuen, elektronisch gesteuerten Radars, des sog. "Captor-E", unterzeichnet.

Militärische Kernfähigkeit Radar in Deutschland

Airbus Defence and Space ist mit seinen Business Lines Military Aircraft und Electronics maßgeblich an der Entwicklung und Integration des Radars beteiligt. "Zusammen mit unseren Partnern im Euroradar-Konsortium entwickeln wir das weltweit leistungsfähigste Kampfflugzeugradar", sagte Thomas Müller, Leiter der Business Line Electronics von Airbus Defence and Space. "Dieser Auftrag sichert die Weiterentwicklung der Radartechnik, und damit eine militärische Kernfähigkeit in Deutschland".

Berndt Wünsche, Leiter des Bereichs Kampfflugzeuge bei Airbus Defence and Space, erklärte in Edinburgh: "Diese Entscheidung stellt sicher, dass der Eurofighter auch weiterhin das beste verfügbare Kampfflugzeug der Welt ist. Das Captor-E eröffnet völlig neue Möglichkeiten im Einsatz und verbessert substantiell die Chancen des Eurofighter im Export."

Weiträumige und punktuelle Erfassung durch Captor-E

Hauptvorteil des "Captor-E"-Radars ist die Fähigkeit, mehrere Aufgaben quasi-gleichzeitig zu erfüllen. So kann der Pilot den Luftraum vor seiner Maschine oder am Boden auf eventuelle Bedrohungen oder Ziele weiträumig absuchen und gleichzeitig Ziele am Boden identifizieren oder einzelne Objekte in der Luft punktuell erfassen. Die neue Technologie ermöglicht größere Reichweiten bei der Zielerfassung und -verfolgung, sowie durch die schwenkbare Antenne ein im Gegensatz zu anderen modernen Kampfflugzeugen wesentlich größeres Sichtfeld.

Das neue Radar wird von der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH und dem "Euroradar"-Konsortium aus Selex ES (Großbritannien, Italien), Indra (Spanien) und Airbus Defence and Space (Deutschland) entwickelt. Das Konsortium hat bereits über 400 der derzeit im Einsatz befindlichen "Captor"-Radare produziert.

Bilder: (c) Airbus Defence and Space

Lufthansa fliegt Frankfurt – Bydgoszcz (Bromberg)

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Lufthansa baut ihr Angebot nach Polen im Sommerflugplan 2015 weiter aus. Ab dem 29. März fliegt die Airline erstmals in die Industrie- und Handelsstadt Bydgoszcz. Damit verbindet die Fluggesellschaft künftig ihre Drehkreuze Frankfurt und München mit neun Städten in Polen. Die Strecke wird montags, mittwochs, freitags und sonntags mit einem Flugzeug vom Typ Embraer 190 von Lufthansa CityLine durchgeführt und bietet insgesamt 100 Sitzplätze in der Business und Economy Class.

LH 1382 verlässt um 10:55 Uhr das Lufthansa-Drehkreuz und erreicht Bydgoszcz nach einer Stunde und 30 Minuten um 12:25 Uhr. Rückflug, LH 1383, landet um 14:45 Uhr in Frankfurt. Die Zeiten sind ideal auf Anschlussflüge im deutschen und internationalen Netzwerk der Fluggesellschaft abgestimmt.

Platzhirsch nach Polen: 240 Mal pro Woche

„Lufthansa hat das dichteste Streckenangebot eines europäischen Carriers in Polen. Mit Bydgoszcz fliegen wir nun rund 240 Mal pro Woche aus unseren Hubs Frankfurt und München in neun Städte Polens. Damit sind wir klarer Marktführer auf Verbindungen zwischen Deutschland und unserem östlichen Nachbarland“, sagt Kay Kratky, Mitglied des Lufthansa Passagevorstandes Operations & Hub Frankfurt. „Insbesondere Reisende von der amerikanischen Ostküste und aus Europa profitieren dabei von nahtlos abgestimmten Umsteigeverbindungen und den zahlreichen Zielen in allen polnischen Landesteilen.“

Bydgoszcz (Bromberg) zählt etwa 360.000 Einwohner und ist Polens achtgrößte Stadt. Die Stadt liegt zwischen Poznan und Gdansk und beheimatet Industriezweige aus unterschiedlichen Bereichen und ist mit der Neuen Oper und einer Philharmonie eines der bedeutendsten Musikzentren des Landes. Die nahe gelegene Stadt Toruń ist UNESCO-Weltkulturerbe und mit seiner gotischen Altstadt und vielen Sehenswürdigkeiten ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Neben Flügen nach Bydgoszcz bietet Lufthansa im Sommer 2015 auch Nonstop-Verbindungen nach Gdansk, Kattowitz, Krakau, Lublin, Poznan, Rzeszów, Warschau und Wroclaw.

Neue Verbindung auf einen Blick

Frankfurt – Bydgoszcz (Polen)
Flughäfen/Drei-Letter-Code/Zeitzone (Sommer) Frankfurt Airport Terminal 1 (FRA); Weltzeit +02:00 Stunden

Bydgoszcz (BZG); Weltzeit +02:00 Stunden

Flugplan (alle Zeitangaben in jeweiliger Ortszeit; Sommerzeit) Neu ab 29. März 2015

LH1382 Frankfurt 10:55 Uhr – Bydgoszcz 12:25 Uhr

LH1383 Bydgoszcz 13:15 Uhr – Frankfurt 14:45 Uhr

Durchschnittliche Flugdauer 01:30 Stunden
Entfernung 732 km (395 Meilen)
Flugzeugtyp Embraer 190 (100 Sitzplätze in Business und Economy Class)

2014 bringt Zuwachs am Flughafen Wien

Eine gute Verkehrs- und Geschäftsentwicklung kann die Flughafen Wien AG in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 verzeichnen: Nach einem extrem milden Winter im ersten Quartal 2014 und damit verbundenen Erlösrückgängen bei der Flugzeugenteisung hat sich die Umsatzentwicklung der Flughafen Wien AG in den Folgemonaten erholt und verzeichnet von Januar bis September 2014 ein Plus von 1,4 Prozent. Durch Kostenreduktionen und Produktivitätssteigerungen konnte das Ergebnis weiter deutlich verbessert werden.

Das EBITDA ist um 4,8 Prozent auf 200,8 Mio. Euro (Q1-3/2013: 191,5 Mio. Euro), das EBIT um 12,1 Prozent auf 105,8 Mio. Euro (Q1-3/2013: 94,4 Mio. Euro) und das Periodenergebnis nach Minderheiten um 17,2 Prozent auf 75,4 Mio. Euro (Q1-3/2013: 64,3 Mio. Euro) gestiegen. Die Nettoverschuldung konnte weiter deutlich reduziert werden und liegt nun bei 519,9 Mio. Euro.

Aufgrund dieser guten Geschäftsentwicklung verbessert der Flughafen Wien seine Prognose für 2014: Das EBITDA soll über 245 Mio. Euro (bisher 240 Mio. Euro) und das Konzernergebnis über 80 Mio. Euro (bisher 75 Mio. Euro) liegen. Beim Passagieraufkommen erwartet der Flughafen einen Zuwachs zwischen zwei und drei Prozent.

Ergebnisziele trotz Widrigkeiten angehoben

"Trotz beträchtlicher Herausforderungen, wie politischer Krisen in der Ukraine und dem Nahen und Mittleren Osten, sowie ungünstiger Wechselkursschwankungen und streikbedingter Flugausfälle entwickelt sich der Geschäftsverlauf gut und wir konnten unsere Ergebnisziele für 2014 anheben. Nicht zuletzt durch konsequente Kostendisziplin und nachhaltige Produktivitätssteigerung konnten das Periodenergebnis deutlich gesteigert und die Nettoverschuldung weiter gesenkt werden.", erläutert Dr. Günther Ofner, Finanzvorstand der Flughafen Wien AG.

"Verkehrsseitig verläuft das Jahr bisher gut und wir können die Bandbreite unserer Prognose auf ein Passagierwachstum zwischen zwei Prozent bis drei Prozent für das Gesamtjahr 2014 eingrenzen. Vor allem die Langstreckenverbindungen nach Nordamerika und in den Fernen Osten entwickeln sich sehr positiv. Parallel geht auch unsere Serviceoffensive gut voran: Die Neugestaltung des Pier West mit einem umfangreichen DO & CO-Gastronomieangebot ist abgeschlossen, zahlreiche neue Shops wurden eröffnet und neue Serviceeinrichtungen, wie Wartezeitenmessungen an den Sicherheitskontrollen, wurden in Betrieb genommen. Neue Impulse wird auch die Inbetriebnahme des erweiterten Bahnhofs am Flughafen Wien bringen, der künftig auch von Fernzügen aus dem Westen direkt angefahren werden wird", erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Bisher Passagier-Plus von 2,9 Prozent – Rekord-August

In den ersten neun Monaten verzeichnete der Flughafen Wien einen Passagieranstieg von 2,9 Prozent auf 17.220.242 Passagiere, darunter das stärkste Monatsaufkommen der Unternehmensgeschichte mit 2.275.933 Passagieren im August 2014. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg im Q1-3/2014 um 5,2 Prozent an, während bei den Transferpassagieren ein Rückgang von 2,8 Prozent verzeichnet werden musste. Ausschlaggebend dafür war vor allem der hauptsächlich durch die Ukraine-Krise bedingte Passagierrückgang bei den Osteuropa-Destinationen mit 4,7 Prozent im Q1-3/2014, während das Passagieraufkommen nach Westeuropa im selben Zeitraum um 3,6 Prozent angestiegen ist.

Erfreulich entwickelt hat sich das Passagieraufkommen auf der Langstrecke: Die Anzahl der Passagiere nach Nordamerika ist im Q1-3/2014 um 29,2 Prozent und in den Fernen Osten um 14,0 Prozent gestiegen. Wesentliche Treiber dafür waren die neuen Austrian Airlines-Verbindungen nach Newark und Chicago, sowie die Streckenaufnahme von Air China nach Peking. Der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete im Q1-3/2014 einen Passagierzuwachs von 4,1 Prozent.

Auch die Flugbewegungen entwickelten sich von Januar bis September 2014 mit einem Anstieg von 0,2 Prozent auf 175.683 Starts und Landungen leicht positiv. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 3,5 Prozent auf 6.174.010 Tonnen und die Flugzeuge waren besser ausgelastet, der Sitzladefaktor stieg auf 75,6 Prozent. Sehr gut entwickelte sich das Frachtvolumen mit einem Anstieg um 7,3 Prozent auf 199.165 Tonnen (Luftfracht und Trucking).

Umsatzentwicklung in den Segmenten

Die externen Umsätze des Segments Airports stiegen in den ersten neun Monaten 2014 im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 4,5 Prozent auf 262,1 Mio. Euro. Aufgrund geringerer Enteisungserlöse infolge des milden Winters im ersten Quartal des Jahres 2014 verzeichnete das Segment Handling einen Rückgang der externen Umsatzerlöse um 4,5 Prozent auf 109,8 Mio. Euro. Das Segment Retail & Properties konnte seinen externen Umsatz um 1,8 Prozent auf 93,3 Mio. Euro steigern. Die externen Umsätze des Sonstigen Segments verringerten sich um 9,6 Prozent auf 11,7 Mio. Euro

Investitionen

Von den insgesamt 54,1 Mio. Euro Investitionen in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 entfielen 10,9 Mio. Euro auf die Errichtung eines neuen Wartungshangars sowie 6,2 Mio. Euro auf die Modernisierung des Pier West und 5,2 Mio. Euro auf den Umweltfonds und technischen Lärmschutz.

Oktober 2014 mit 1,4 Prozent mehr Passagieren

Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Oktober 2014 im Vergleich zum Oktober 2013 um 1,4 Prozent auf insgesamt 2.038.924 Fluggäste. Die Flugbewegungen nahmen um 0,7 Prozent zu, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) stieg um 4,1 Prozent und das Frachtaufkommen erhöhte sich um 10,8 Prozent.

Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Oktober 2014 einen Rückgang von 5,1 Prozent gegenüber dem Oktober 2013. Ein wesentlicher Treiber dafür ist vor allem der Passagierrückgang nach Osteuropa aufgrund der Krisensituation in der Ukraine. Die Anzahl der Lokalpassagiere ist im selben Zeitraum um 4,1 Prozent gestiegen, wodurch die krisenbedingten Transferrückgänge mehr als kompensiert werden.

Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Westeuropa stieg im Oktober 2014 um 1,4 Prozent. Osteuropa verzeichnete, hauptsächlich bedingt durch die Krise in der Ukraine, bei den Passagierzahlen einen Rückgang von 11,8 Prozent. Der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete im Oktober 2014 einen Passagierzuwachs von 0,6 Prozent, während in den Fernen Osten die Anzahl der Passagiere um 13,1 Prozent anstieg.

Sehr stark zugenommen hat das Passagieraufkommen nach Nordamerika mit einem Plus von 29,4 Prozent im Vergleich zum Oktober 2013, das vor allem auf die neue Flugverbindung von Austrian Airlines nach Newark (USA) und die Frequenzaufstockung ihrer Verbindung nach Chicago (USA) zurückzuführen ist.

Positive Entwicklung der Beteiligungen Malta und Kosice

Gut haben sich auch die Auslandsbeteiligungen der Flughafen Wien AG entwickelt: Malta Airport verzeichnet ein kumuliertes Passagierwachstum von Januar bis Oktober 2014 von 6,7 Prozent auf 3,8 Mio. Passagiere in den ersten zehn Monaten. Der Flughafen Kosice konnte im selben Zeitraum die Passagierentwicklung um 53,7 Prozent auf 320.554 Passagiere steigern.

  Oktober 2014 Veränderung in Prozent Januar bis Oktober 2014 Veränderung in Prozent

Passagiere

2.038.924 +1,4 19.259.585 +2,7  
Lokalpassagiere 1.409.463 +4,1 13.491.966 +5,1
Transferpassagiere 620.588 -5,1 5.706.716 -3,1
Maximum Take Off Weight (in Tonnen) 743.042 +4,1 6.917.030 +3,6

Flugbewegungen (an + ab)

20.654 +0,7 196.336 +0,2
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking) 26.974 +10,8 226.589 +7,7

 

Richtfest für New Office Airport Stuttgart (NOAS)

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Dienstag, 18. November 2014, in Stuttgart: das Richtfest für das New Office Airport Stuttgart (NOAS) wird gefeiert. Das markante Gebäude ist eines der größten Bauvorhaben der letzten Jahre am Flughafen Stuttgart und prägt mit seiner schwungvollen Kontur den Einstieg in die Airport City.

Der Rohbau wurde pünktlich im Zeitplan fertiggestellt, Anfang 2016 wird mit der Deutschlandzentrale der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young der erste Hauptmieter einziehen.

Standort mit bester Mobilität

Geschäftsführer Walter Schoefer betonte in seiner Ansprache: "Wir investieren rund 130 Millionen Euro in dieses exzellente Bürogebäude und setzen damit ein Ausrufezeichen für die weitere landseitige Entwicklung unseres Flughafenareals. 2016 werden über 1.500 Beschäftigte von Ernst & Young hierher umziehen, der Campus gewinnt damit enorm an Wirtschaftskraft. Der Umzug zeigt, dass optimale Infrastruktur und Mobilität enorm wichtig sind für global aufgestellte Unternehmen. Der Landesflughafen ist in dieser Hinsicht einer der am besten erschlossenen Standorte in Baden-Württemberg."

Michael Marbler, Lead Partner für die Niederlassungen in Südwestdeutschland von Ernst & Young und Roland Wiehl, Bereichsleiter Schlüsselfertiges Bauen Direktion Stuttgart der Firma Züblin, die als Generalunternehmer das Vorhaben ausführt, sprachen den Bauarbeitern ihren Dank dafür aus, dass der Rohbau so zügig und tadellos fertiggestellt wurde.

Büro-Komplex mit Effizienz

Das neue Bürogebäude ist in punkto Effizienz, Nachhaltigkeit und Komfort nach modernsten Standards geplant und gebaut, der NOAS ist sogar für seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden. Der architektonische Entwurf von Hascher Jehle Architekten besteht aus zwei Gebäudekomplexen in Form einer liegenden Acht; in einem dritten Komplex ist ein zusätzliches Konferenzzentrum angegliedert.

Das Bürohaus, das auch von der Autobahn A 8 aus als neue Landmarke gut zu sehen ist, umfasst oberirdisch eine Fläche von rund 40.000 Quadratmeter. Zusätzlich stehen für Parkplätze, Lager und Kellerräume zwei unterirdische Geschosse mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Dortmund – Ankara ab März 2015 mit germanwings

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Ab März 2015 verbindet germanwings den Dortmund Airport mit Ankara. Jeden Samstagabend ab 21:45 Uhr fliegt die Airline dann vom Ruhrgebietsflughafen in die türkische Haupstadt. Der Rückflug wird Sonntagmorgens um 06:05 Uhr in Dortmund eintreffen. Damit baut die Fluggesellschaft ihr Angebot ab Dortmund weiter aus und bietet im Sommerflugplan fünf Ziele ab Dortmund an.

Neben dem Flughafen Istanbul-Sabiha ist Ankara bereits das zweite türkische Ziel der germanwings im Dortmunder Flugplan. Außerdem angeflogen werden München, Split und Palma de Mallorca.

Dabei hat die Airline erst in der vergangenen Woche verkündet, ihr Flug-Angebot zur Balearen-Insel in Dortmund auszubauen. Zwischen Juni und August 2015 wird Mallorca elf- statt achtmal pro Woche angeflogen. germanwings reagierte damit auf den Weggang der airberlin aus Dortmund und die damit verbundene Streichung der Mallorca-Verbindung.

Airbus schickt A350-900 XWB auf Demo-Tour nach Asien

Der neue Airbus A350 XWB hob für eine Demo-Tour von Toulouse zu einem elftages-Trip nach Asien ab. Die Asien-Tour der A350-900 schließt sich damit an die Vollendung der Versuchsflüge und der jüngst erteilten Zulassungen durch die europäische Behörde EASA und die amerikanische FAA für das neue Muster an.

Das Flugzeug wird nun, nach dem Besuch in Hong Kong, Singapur und Australien bei den letzten Flugrouten-Erprobungen, mehrere Flughäfen im asiatisch-pazifischen Raum besuchen und seine Stärken und Vorzüge präsentieren. Diese Region birgt großes Wachstumspotenzial, und bereits jetzt kommt ein Drittel der 750 Bestellungen für die A350 XWB aus diesem Raum.

Noch bis 28. November wird die Maschine MSN5, eine der zwei Ersten mit voll ausgestatteter Passagierkabine, die Flughäfen Seoul (GMP), Tokyo (HND), Hanoi (HAN), Bangkok (BKK) und Kuala Lumpur (KUL) besuchen. Darin finden sich 42 Business-Class-Sitze und 223 Economy-Class-Sitze. Das Flugzeug wird dabei von einer Airbus-eigenen Crew geflogen. Das Mittelgroße Großraumflugzeug A350 XWB soll 25 Prozent weniger Treibstoffverbrauch als herkömmliche Flugzeuge aufweisen, und mit bis zu 369 Sitzen konfiguriert werden können.

Geschichte der „Vogelperspektive“ – Ausstellung mit 200 Exponaten

Von oben gesehen – die Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zeigt die Geschichte der Vogelperspektive in der Kunst.

Rund 200 Exponate, darunter Gemälde, detailliert ausgearbeitete grafische Blätter, Fotografien, aber auch Globen und Stadtmodelle, präsentieren einen "Überflug" über 500 Jahre europäische "Weltanschauung".

Topographische Vogelschauansichten wurden im Mittelalter noch von Bergkuppen aus beobachtet. Mit der Zeit und neuen technischen Errungenschaften gaben Heißluftballons und später Flugzeuge eine neue Draufsicht auf die Welt. Die Ausstellung Von oben gesehen – Die Vogelperspektive zeigt den Wandel von Formen, Funktionen und Bedeutungen dieser Wahrnehmungsweise.

Besucher können im Germanischen Nationalmuseum von 20. November bis zum 22. Februar die Vogelperspektive in der Kunst vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart betrachten. Der Airport Nürnberg unterstützt die Ausstellung als Sponsor. Das Germanische Nationalmuseum hat von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, Mittwoch bis 21:00 Uhr.

Fraport mit eigenem Aktionsplan zur Inklusion

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Unter dem Titel "Unser Weg zur gelebten Inklusion" veröffentlichte die Fraport AG heute ihren Aktionsplan zur Inklusion. Fraport ist damit eines der ersten deutschen Wirtschaftsunternehmen und das erste MDAX-Unternehmen das einen eigenen Aktionsplan zur Inklusion vorstellt. Der Aktionsplan zeigt in sieben Handlungsfeldern welche Ziele und Maßnahmen in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

"Die Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben hat in unserem Unternehmen schon immer einen hohen Stellenwert", sagte Fraport-Arbeitsdirektor Michael Müller anlässlich der Veröffentlichung. Bereits mit der Integrationsvereinbarung aus dem Jahr 2001 ging die Fraport AG den ersten Schritt für die Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben.

Mit dem Aktionsplan geht der Flughafenbetreiber nun einen Schritt weiter und folgt damit den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention aus dem Jahr 2008. Das gilt insbesondere für die Bereiche, die im betrieblichen Umfeld beeinflussbar sind, wie zum Beispiel Arbeitsplatzgestaltung, Aus- und Weiterbildung oder barrierefreie Kommunikation.

"Neben der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung haben wir dabei auch immer die unternehmerische Perspektive im Blick. Allein der demografische Wandel und die daraus resultierende längere Lebensarbeitszeit machen es wahrscheinlicher, dass Beschäftigte im Laufe ihres Arbeitslebens von Behinderung betroffen sein können. Auf viele Expertinnen und Experten möchten und können wir aber nicht verzichten", so Müller abschließend. Der Aktionsplan "Unser Weg zur gelebten Inklusion" stellt der Fraport online bereit. Herunterladen zur Verfügung.

Ruag holt Alexander Toussaint als CEO für Aerostructures

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Der Verwaltungsrat der Ruag hat Dr. Alexander Toussaint (47) zum neuen CEO der Division Aerostructures und Mitglied der Konzernleitung ernannt. Der promovierte Ingenieur verfügt über langjährige, internationale Führungserfahrung im zivilen und militärischen Flugzeugstrukturbau. Als CEO der Division Aerostructures wird Alexander Toussaint die neue global ausgerichtete Strategie umsetzen und weiterentwickeln. Diese zielt darauf ab, die Position der Ruag als globaler, direkter Zulieferer und Partner der Flugzeughersteller mit dem bestehenden Leistungsportfolio weiter auszubauen.

Insbesondere der Vertrieb und Marktzugang zu Flugzeugherstellern sowie auch das internationale Lieferantennetzwerk (Supply Chain Management) sollen verstärkt und ausgebaut werden.

Die Leistungsschwerpunkte der Ruag Aerostructures liegen in der Herstellung und Montage vollständiger Rumpfsektionen und Winglets für Passagierflugzeuge. Zudem werden Flügel- und Steuerungskomponenten sowie anspruchsvolle Baugruppen und Bauteile für zivile und militärische Flugzeuge entwickelt und produziert. Zu den Kunden gehören Flugzeughersteller wie Airbus, Bombardier, Boeing, Pilatus oder Dassault.

Dr. Ing. Alexander Toussaint bringt Erfahrung und Kontakte

Alexander Toussaint ist promovierter Ingenieur der Technischen Universität München. Toussaint wird seine neue Position am 01. Januar 2015 antreten. Alexander Toussaint ist seit fünf Jahren als Managing Director der Hutchinson Aerospace GmbH (früher KAEFER Aerospace GmbH) tätig. Das Unternehmen ist eine Tochter des TOTAL / Hutchinson Konzerns und ist auf Kabinenausstattungen von zivilen und militärischen Flugzeugen spezialisiert.

Zuvor war er mehrere Jahre für Airbus Helicopters als Leiter des Produktionscenters Components und bei Droege & Comp. als Principal und Interim Manager in der umsetzungsorientierten Strategieberatung tätig. Alexander Toussaint bringt über zehn Jahre Luftfahrterfahrung mit ausgeprägten globalen Vertriebskontakten zu namhaften Flugzeugherstellern und führenden Zulieferunternehmen mit.

Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung der Ruag freuen sich über die kompetente Besetzung dieser Führungsfunktion in der Division Aerostructures und wünschen Alexander Toussaint einen erfolgreichen Start bei der Ruag. Er ist verheiratet und wohnt derzeit in Hamburg. Seine Freizeit verbringt er gerne beim Sport – vorzugsweise beim Joggen oder Segeln.

An dieser Stelle dankten der Verwaltungsrat und die Konzernleitung insbesondere Urs Kiener (CFO), der in den vergangenen zweieinhalb Jahren die Division Aerostructures interimistisch erfolgreich führte.

„Nacktscanner“ am Flughafen Köln/Bonn in Betrieb

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Die Bundespolizei am Köln/Bonn Airport nimmt heute die ersten zwei gemeinhin als "Nacktscanner" bezeichneten Körperscanner in Betrieb. Jeweils eins der Geräte zur Kontrolle von Flugpassagieren befindet sich in Terminal 1 und in Terminal 2. Bis Mitte der Woche werden laut Bundespolizei in Köln/Bonn insgesamt sechs solcher Körperscanner zur Verfügung stehen – vier davon in Terminal 1 und zwei in Terminal 2. Die Bundespolizei hat bereits früher über die Wirkweise und den Nutzen der Nacktscanner informiert.

Solche Scanner sollen die Kontrollen beschleunigen und werden auch schon an den Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf eingesetzt. Reisende am Köln/Bonn Airport sollen wählen können, ob sie sich von einem Körperscanner durchleuchten oder von Hand kontrollieren lassen wollen. Die nach EU-Recht zugelassene Technologie soll die Effizienz und Effektivität von Luftsicherheitskontrollen verbessern.

Orion: ESA schließt Verträge für ESM-Modul

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Mit dem russischen Fracht- und Antriebsmodul "Sarja" – zu Deutsch "Sonnenaufgang" – begann am 20. November 1998 der Aufbau der Internationalen Raumstation ISS. Heute ist das ATV (Automated Transfer Vehicle) das europäische Versorgungsfahrzeug für die ISS.

Die ISS ist heute das größte und komplexeste Forschungslabor im All, eine einmalige und einzigartige Testumgebung für wissenschaftliche und technologische Experimente in Schwerelosigkeit. Deutschland ist mit zirka 40 Prozent der Entwicklungs- und Betriebskosten größter europäischer ISS-Partner.

Orion-Technologie eröffnet neue Möglichkeiten

Alle fünf ATV sind bei "Airbus Defence and Space" in Bremen gebaut worden. Der letzte Raumfrachter der ATV-Reihe hat am 12. August 2014 an die ISS angedockt, soll die Raumstation im Februar 2015 wieder verlassen und danach in der Erdatmosphäre verglühen. Doch die für die ATV entwickelten Technologien sind damit nicht verloren. Sie fließen in das europäische Servicemodul ESM für die neue US-amerikanische Raumkapsel Orion, die den Weltraum auch jenseits des erdnahen Orbits und der ISS erkunden soll. Das Servicemodul ist für den Antrieb, die Energieversorgung, die Thermalkontrolle und die Lagerung wichtiger Versorgungsgüter wie Wasser und Sauerstoff für die amerikanische Kapsel verantwortlich.

"Die NASA spricht uns mit diesem Angebot ein großes Vertrauen aus. Wir stellen mit dem ESM zum ersten Mal eine kritische Komponente für zukünftige NASA-Missionen – und zwar für bemannte und unbemannte Einsätze", erklärt Dr. Rolf Densing, ESA-Programmdirektor im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Damit bleibe das technische Know-how in Deutschland nicht nur erhalten, sondern könne sogar erweitert werden.

"Das ist für uns eine klare Option für die Zukunft. Das ESM ist eine sinnvolle Fortsetzung der mit der ISS begonnenen Kooperation mit neuen Akzenten", so Densing weiter. Neben wissenschaftlichen Experimenten könnten bei längeren Explorationsmissionen auch Technologien wie Lebenserhaltungssysteme getestet werden – für Planetenforscher könnten sich interessante neue Forschungsfelder und Ziele eröffnen, für die astronautische Raumfahrt ebenfalls.

Verträge unterzeichnet, unbemannter Flug zum Mond geplant

Mit Entwicklung und Bau des Servicemoduls für die Orion-Kapsel hat die europäische Weltraumorganisation ESA am 17. November 2014 das Raumfahrtunternehmen "Airbus Defence and Space" beauftragt. Den Vertrag über 390 Millionen Euro haben Thomas Reiter, ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Betrieb, und Bart Reijnen, Leiter Orbitale Systeme und Weltraumerkundung bei "Airbus Defence and Space" in Bremen, im Beisein von Brigitte Zypries, Parlamentarischer Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Koordinatorin für die Luft- und Raumfahrt, in Berlin unterzeichnet.

Der Erstflug der Orion-Raumkapsel mit dem europäischen Servicemodul ist für 2017/2018 geplant. Es soll ein unbemannter Flug um den Mond und zurück werden. Sollte die NASA die Option für ein zweites ESM wahrnehmen, soll die zweite Mission ab 2020/2021 mit Astronauten an Bord einen vorher eingefangenen Asteroiden ansteuern und Proben zurückbringen. Nach der Freigabe der Systementwürfe für das Servicemodul im Mai 2014 hat jetzt die detaillierte Definitionsphase begonnen, die erste Hardware wird gebaut.

Europäisches Servicemodul ESM für Orion

Die US-amerikanische Raumkapsel Orion ist für bemannte Missionen zum Mond, zu Asteroiden und für Missionen in die Tiefen des Weltraums vorgesehen. Im Auftrag der NASA entwickelt und baut "Lockheed Martin Space Systems" die Raumkapsel für vier oder mehr Astronauten. Für den Antrieb sowie die Energieversorgung und die Lagerung wichtiger Versorgungsgüter wie Wasser und Sauerstoff soll das auf ATV-Technologien basierende europäische Servicemodul ESM sorgen.

Zusammen bilden die Orion-Kapsel und das ESM das Multifunktions-Raumfahrzeug MPCV (Multi Purpose Crew Vehicle). Am 04. Dezember 2014 ist ein erster suborbitaler Testflug einer unbemannten Orion-Kapsel auf einer US-amerikanischen Delta-IV-Heavy-Rakete geplant – mit einem Dummy-Servicemodul. Mit Hilfe des ESM könnte das MPCV auch die internationale Raumstation ISS anfliegen.

Ryanair mit Angeboten für den Ski-Urlaub ab Weeze

Ryanair startete ein spezielles Skiurlaubs-Angebot ab Düsseldorf Weeze nach Mailand Bergamo, mit Preisen ab nur 23,99 Euro für Reisen im Januar, Februar und März. Reise-Planer können in diesem Winter aus sieben wöchentlichen Skiflügen nach Mailand Bergamo auswählen. Dabei können sie nicht nur zugewiesene Sitzplätze, ein zweites kostenloses Handgepäck, reduzierte Gebühren, die neue Webseite und die brandneue App mit mobilen Bordkarten genießen, sondern auch ein neues Family Extra und Business Plus Produkt in Anspruch nehmen.

Dieses spezielle Skiangebot kann bis Mitternacht des 10. Dezember 2014 gebucht werden. Robin Kiely, Head of Communications von Ryanair: "Wie jedes Jahr wird Ryanair deutsche Wintersportler mit den coolsten Preisen direkt auf die Piste befördern. Mit dem speziellen Angebot von Düsseldorf Weeze nach Mailand Bergamo für den einfachen Flug ab nur 23,99 Euro können unsere Kunden aus sieben wöchentlichen Verbindungen für Reisen im Januar, Februar und März auswählen. Wir empfehlen die Skier schnell anzuschnallen und los zu starten, da diese speziellen Angebotstickets schnell vergriffen sein werden und nur für Buchungen bis Mittwoch, den 10. Dezember verfügbar sind…"

Dauer einer Sternengeburt: Einmalige Daten vom Flugzeug-Observatorium SOFIA

Nur so viel war bisher klar: Die Geburt eines Sterns dauert länger als es moderne Menschen auf der Erde gibt. Wie lange genau, das hat jetzt ein Team unter Leitung von Wissenschaftlern der Universität zu Köln mit Hilfe des GREAT-Instruments an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA bestimmt.

Das Flugzeug selbst befand sich kürzlich samt Spezialteleskop zur Wartung bein Lufthansa Technik in Hamburg. SOFIA ist das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA. Die Forschungsarbeit wurde am 17. November 2014 veröffentlicht.

Sternengeburt deutlich länger

Für ihre Untersuchungen wählten die Wissenschaftler die Sternentstehungsregion IRAS 16293-2422 im Sternbild Ophiuchus, das sich rund 400 Lichtjahre entfernt von der Erde befindet. Das erstaunliche Ergebnis: Mindestens eine Million Jahre dauert die Entstehung von Sternen – sehr viel länger, als die bisherigen Theorien vermuten ließen. Diese Modelle gilt es nun zu überprüfen. "Das Leben, wie wir es kennen, ist eng an die Entstehung von Sternen und Planetensystemen gekoppelt.

Daher ist der genaue Prozess der Sternentstehung auch von fundamentaler Bedeutung, um die Entwicklung von Leben auf der Erde zu erforschen", betont Alois Himmes, SOFIA-Projektleiter des DLR. "SOFIA besitzt mit seinen modernen Instrumenten die besten Voraussetzungen, um in den kommenden Jahren weitere bahnbrechende Erkenntnisse zu liefern."

Für die Altersbestimmung setzten die Wissenschaftler eine neue Methode ein, für die sie Daten des Empfängers GREAT (German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) auf SOFIA mit solchen des APEX-Teleskops in Chile kombinierten. Als Zeitmesser verwendeten sie dabei verschiedene Formen von Wasserstoff.

Deuterium-Wasserstoffmoleküle als "chemische Uhr"

Konkret beobachtet wurde dazu der Wasserstoff in Form des ortho und para H2D+-Ions. Das Verhältnis dieser beiden Varianten zueinander verändert sich mit zunehmender Zeitdauer der Sternentstehung auf charakteristische Weise. Die Wissenschaftler können die Konzentration der Moleküle also wie eine Art chemischer Uhr lesen.

APEX lieferte die Daten zum ortho-Wasserstoff, GREAT zeichnete die Spektrallinien der para-Wasserstoff-Variante auf. Vor allem letztere sind auf der Erde schwer zu messen, da die Atmosphäre diese Strahlung fast völlig absorbiert: "Der erste eindeutige Nachweis war nur möglich durch die einzigartigen Qualitäten unseres GREAT-Instruments an Bord des Flugzeug-Observatoriums SOFIA", sagt Jürgen Stutzki, dessen Forschungsabteilung an der Universität zu Köln am Bau von GREAT maßgeblich beteiligt war.

Das Bild zeigt eine Aufnahme des Herschel-Weltraumteleskops von einem Sternentstehungsgebiet in ca. 10.000 Lichtjahren Entfernung, im Sternbild Adler. Die Molekülwolke W48 zeigt dabei eine fortschreitende Entwicklung von dunklen Wolken bin hin zu leuchtenden Bereichen (links unten bis Bildmitte), in denen Sternentstehungsprozesse begonnen haben. Solche Geburten konnten mithilfe des GEAT-Instruments auf SOFIA erstmals präzise datiert werden.

ESA hat Philae auf Fotos vom Kometen entdeckt

Aerosieger hatte es auf den Fotos der NAVCAM von der Rosetta-Sonde vielleicht als Erster vermutet, und die ESA hat nun bestätigt: Lander Philae wurde auf Fotos der Sonde entdeckthg. Der Pionier in Sachen Kometenlandung war wegen ausgefallener Verankerungssysteme noch weit über den Himmeslkörper gehüpft.

Die Mosaik-Bilder zeigen den Weg, den Philae auf dem Kometen Churyumov–Gerasimenko nach dem ersten Aufsetzen zurückgelegt hat. Die Bilder wurden von Rosettas OSIRIS-Kamera aus 17,5 Kilometern Entfernung über einen Zeitraum von 30 Minuten nach dem ersten Aufsetzen aufgenommen. Die Zeitangaben auf dem Bild sind GMT.

Die Bilddaten haben eine hohe Auflösung von ca. 28 cm pro Pixel, die Ausschnitte eine Kantenlänge von 17 Metern. Die kleinen Bilder zeigen den ersten Abstieg Philaes, auch das weiterhüpfen nach der Landung um 15:43 Uhr GMT ostwärts ist erkennbar. Die Daten vom CONSERT-Experiment hatten diese Richtung mit einer Geschwindigkeit von etwa einem halben Meter pro Sekunde angedeutet.

Der genaue Ort, wo Philae letztendlich aufsetzte und stehen blieb, ist laut ESA aber bisher noch unklar. Man sei aber zuversichtlich, ihn mithilfe der Daten aller Instrumente und Kameras noch zu finden.

Foto: ESA/Rosetta/MPS – OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

MAC am Flughafen München wieder mit Wintermarkt

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Für Passagiere, Besucher und Mitarbeiter des Münchner Airports ist er das Highlight zum Jahresende: der beliebte Wintermarkt im München Airport Center (MAC). Vom 22. November bis zum 28. Dezember 2014 verwandelt sich das MAC-Forum wieder in eine winterliche Zauberlandschaft. Über 40 Stände präsentieren auf dem Wintermarkt zwischen den beiden Terminals ihr weihnachtliches Shopping- und Gastronomie-Angebot und laden zum Bummeln und Schlemmen ein.

Diesmal findet er schon zum 16. Mal statt und hat einige Neuerungen und Attraktionen zu bieten. Neben der vergrößerten Kunsteis- und Eisstockbahn sowie einem unterhaltsamen Bühnenprogramm feiert eine spektakuläre Eisrutsche im Biergarten des Airbräu Premiere: Die geschwungene Eisbahn ist 50 Meter lang und fünf Meter hoch. Ein weiteres, neues Highlight ist das Kino Open Air, bei dem regelmäßig populäre Filme präsentiert werden. Immer montags heißt es ab 18:30 Uhr "It's movie time". Auf dem MetaTwistTower werden für alle Filmfans Kinoklassiker gezeigt.

Der Dienstag steht ganz im Zeichen der Kinder: Von 14:00 bis 17:00 Uhr bietet das Kinderland im MAC ein abwechslungsreiches Programm unter anderem mit Schnitzeljagd, Kinderschminken, Bastel- und Workshops. Dafür ist eine Anmeldung im Kinderland telefonisch oder per E-Mail erforderlich.

CDM spart nun auch am Flughafen Stuttgart Kerosin ein

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Am Flughafen Stuttgart sorgt seit Kurzem das System Airport-Collaborative Decision Making, kurz CDM, dafür, dass Flugzeuge so pünktlich und umweltfreundlich wie möglich abheben.

Das Collaborative Decision Making liefert Airport-Betreibern, Luftverkehrsgesellschaften, Abfertigungsunternehmen am Boden sowie dem Netzwerkmanagement von Eurocontrol zeitgleich alle wichtigen Informationen für einen Flug. Dadurch können Mitarbeiter effizienter eingesetzt und Luftraumkapazitäten genauer geplant werden. Dank verringerter Wartezeiten beim Rollen zum Start wird weniger Kerosin verbraucht.

"Wenn wir beispielsweise die Rollzeit einer Maschine von der Parkposition zur Startbahn nur um durchschnittlich eine Minute verkürzen können, werden bei unseren rund 60.000 Starts etwa 2.500 Tonnen weniger Kohlendioxid jährlich freigesetzt", sagte Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), bei der Übergabe des offiziellen Zertifikats durch die internationale Organisation zur zentralen Koordination der Luftverkehrskontrolle in Europa, Eurocontrol, am Montag, 17. November 2014 in Stuttgart.

Der Flughafen Stuttgart hat in der vierjährigen Vorarbeit in Kooperation mit der Flugsicherung etwa 500.000 Euro für das System investiert. Damit gehört der Baden-Württembergische Landesairport, London-Heathrow, Paris-Charles de Gaulle, dem Flughafen Frankfurt und dem Flughafen Wien zu europaweit 15 Betreibern, die mit dem Airport Collaborative Decision Making arbeiten.

Vermessungsflüge am Flughafen Frankfurt Ende November

In der Zeit vom 20. bis zum 23. November 2014 findet am Flughafen Frankfurt die nächste Runde Vermessungsflüge statt. Die Instrumentenlandesysteme (ILS) der Südbahn (Westwetterlage) und der Centerbahn (Ostwetterlage) werden auf ihre Genauigkeit hin vermessen. Als Vermessungsflugzeug kommt eine zweimotorige Propellermaschine vom Typ Beechcraft King Air 350 zum Einsatz. In dieser Zeit ist auch in der Nacht mit Lärmbelästigungen zu rechnen.

Falls die Vermessungen in den kommenden Tagen, zum Beispiel wegen schlechten Wetters, nicht durchgeführt werden können, werden sie auf den Zeitraum vom 27. bis zum 30. November 2014 verlegt. Die Vermessung technischer Einrichtungen ist für die Sicherheit im Luftverkehr unverzichtbar.

Trotz des Nachtflugverbots am Flughafen Frankfurt dürfen technische Überprüfungsflüge, wie zum Beispiel Vermessungsflüge, auch während der Nacht stattfinden. Tagsüber würden diese Flüge zu einer großen Beeinträchtigung des regulären Flugverkehrs führen.

Shopping-Night am Flughafen Friedrichshafen – Durty Free für Besucher

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Am Freitag, den 21.11.2014 veranstaltet der Bodensee-Airport Friedrichshafen eine große Shopping-Night – und lockt Besucher mit tollen Rabatten, exklusiven Angeboten und einem ebenso abwechslungsreichen wie familienfreundlichen Rahmenprogramm. Mit der Vorweihnachtszeit beginnt der Ansturm auf schöne Geschenke für unsere Lieben. Deshalb kann diese besondere Zeit im Jahr kaum besser starten, als mit einem außergewöhnlichen, nächtlichen Shopping-Erlebnis am Bodensee Airport.

Am 21.11. können Besucher aus Friedrichshafen und Umgebung zwischen 19:30 Uhr und 24:00 Uhr am Flughafen einen ungewöhnlichen Einkaufsbummel unternehmen – und darüber hinaus ein kostenloses Make-up-Styling + Typberatung von Beauty-Expertinnen erhalten, an einer Pistenfahrt über die Start- und Landebahn teilnehmen oder sich vom Feuerwehrkommandant höchstpersönlich die Funktionsweise eines Einsatzwagens erklären lassen. Dieses vielfältige Rahmenprogramm macht die Airport-Shopping-Night zum einzigartigen Event für die ganze Familie.

Besucher können im Airside-Bereich Duty Free shoppen

An diesem Abend wird der, sonst nur Passagieren zugängliche Airside-Bereich auch für Besucher geöffnet. Mitzubringen ist lediglich der Personalausweis bzw. der Reisepass als Kontrolldokument für den Zutritt in den Duty Free-/Travel Value Shop im Sicherheitsbereich des Flughafens. Dank des hochwertigen Sortiments im Duty Free-/Travel Value-Shop, das aus über 10.000 Markenprodukten besteht, lassen sich die unterschiedlichsten Geschenkideen verwirklichen – günstiger als üblich! Die Nightshopper erhalten fünf Prozent Rabatt auf den Warenwert, ab einem Einkauf von mehr als 70 Euro sogar einen zehn Prozent.

Umrahmt wird das Shopping-Event von einem Unterhaltungsprogramm, das kleinen und großen Leute Spaß machen wird:

  • Ab 19:30 Uhr: Die Flughafen-Feuerwehr präsentiert und erklärt ihre Einsatzfahrzeuge.
  • Um 20:00 Uhr und 21:00 Uhr: Die Suchtmittel-Spürhundestaffel des Zollamts geht vor den Check-In-Schaltern "auf Schnupperkurs".
  • Die Reisebüros am Flughafen offerieren besondere Angebote für den nächsten großen Urlaub und für Kurztrips.
  • Es wird vier geführte Flughafen-Rundgänge für Gruppen von jeweils 30 Besuchern geben (Hierfür ist eine telefonische Voranmeldung am Flughafen- Infoschalter erforderlich: am 21.11. ab 10:00 Uhr unter 07541-2840)
  • An gleich fünf Beauty-Points erhalten Besucherinnen von versierten Beauty- Expertinnen ganz individuelle Make-up- und Styling-Tipps.
  • Für den gastronomischen Background sorgen das Restaurant "Volare" mit Livemusik und die Bars im öffentlichen Bereich und in der Wartehalle des Sicherheitsbereichs – alle Lokale haben bis 24:00 Uhr geöffnet (Abo-Karten- Besitzer erhalten gegen Vorlage der Abo-Karte in der Pizzeria des "Volare" einen Willkommens-Sekt gratis!).

Exquisite Auswahl von Spirituosen bis Victoria`s Secret

Der Duty Free-/Travel Value-Shop bietet auf mehr als 300 Quadratmetern Premium-Spirituosen wie Whiskey, Wodka und Gin. Puren Genuss etwa bietet der 43-prozentige Gin The OriGINal der Schwarzwälder Brennerei Scheibel. Sein besonderes Bukett und das Gin-untypische, roséfarbene Aussehen sind auf seine Reifung in Kirschholz-Fässern zurückzuführen. Die Komposition aus Wacholder, holzigen Noten und einem sanften Brandy-Akzent machen diesen Schwarzwald-Gin so unvergleichlich.

Auch auf Wodka-Fans wartet ein Highlight. Der einzige Wodka im Luxus-Segment – der Belvedere Wodka, viermal destilliert und benannt nach dem Warschauer Belvedere Palast. Der Belvedere Wodka wird aus reinem, polnischen Dankowskie Gold Roggen hergestellt. Dieser Roggen ist wesentlich weicher und süßer als andere Getreidesorten. Selbst beim Korken wird besondere Sorgfalt angewandt: Der Korken wird vorab im Wodka getränkt, um Korkgeschmack zu vermeiden. Gleichsam weich und sanft im Abgang – und auch eine Spirituose besonderer Art ist der 16-Jahre-alte Whiskey Glen Deveron in der 1 Liter Flasche. Der edle Malt-Whiskey liebkost den Gaumen mit seinem vollen, fruchtigen Aroma. Auf Wunsch wird von allen genannten Spirituosen eine Kostprobe gereicht.

Für Liebhaberinnen des glamourösen Dessous-Labels Victoria`s Secret hält der Duty Free- /Travel Value Store eine besondere Überraschung bereit. Ist das berühmte Label mit lediglich zwei Shops (Hamburg & München) bei uns immer noch rar vertreten, können Victoria’s-Secret-Fans an diesem Abend (und wirklich nur an diesem Abend!) am Bodensee-Airport viele Artikel aus dem Sortiment ergattern: Von sexy Pantys und Accessoires über Taschen bis hin zu Parfüm- und Kosmetikprodukten.

Apropos Kosmetika: Selbstverständlich werden auch Weihnachts-Sets anderer international renommierter Kosmetik- und Parfümlabel angeboten. Die Nightshopper sind herzlich eingeladen, den exklusiven Duft- und Pflegekosmos von Sets der Marken Chloé, Marc Jacobs, Calvin Klein, Lancome, Paco Rabanne und Prada zu entdecken. Ein weiteres exklusives Highlight: Noch vor der offiziellen Markteinführung im nächsten Jahr wartet der neue, romantische Duft "Chloé Love Story" im Duty Free-/Travel Value-Shop darauf, von seinen zukünftigen Trägerinnen entdeckt zu werden.

Auch bei den Handtaschen und Lederwaren gibt es viel Schönes zu entdecken. Kinder kommen dank der großen Auswahl an klassischen Süßigkeiten (auch in Sondergrößen wie der 600 Gramm-Famlien-Packung Gummibärchen!) und an Spielzeug auf ihre Kosten. Denn im Duty Free- /Travel Value Store werden diese Produkte in Sondergrößen, Special Offers oder Sondereditionen angeboten, die andere Shops so meist gar nicht im Repertoire haben. An den Kassen des Duty Free/Travel Value-Shop gibt es dann auch eine Ausfahrtkarte für den Parkplatz.

Auch nach der Shopping-Nacht können Passagiere tolle Angebote wahrnehmen. Mit dem Service "Jetzt einkaufen – später abholen" profitieren fliegende und nicht-fliegende Freunde und Familienmitglieder. Vor Abflug erworbene Waren werden bis zu drei Tage – in Ausnahmefällen auch länger – sicher im Shopping-Bereich gelagert. Bei der Rückkehr erhält man gegen Vorlage des Einkaufsbelegs, des Personalausweises und des Tickets seine Einkäufe an der Flughafen-Information ausgehändigt.

Raumfahrt-Stars und „Star Wars“ am Airlebnis-Tag des Flughafen Frankfurt

Der nächste Airlebnis-Tag am Flughafen Frankfurt findet am 23. November statt. Zwischen 10:00 und 18:00 Uhr erwartet Besucher eine Reise ins Universum mit attraktiven Programmpunkten, die zum Mitmachen animieren. Ein besonderer Höhepunkt bei diesem Airlebnis-Tag: Ulf Merbold, ein ehemaliger Astronaut der europäischen Weltraumorganisation "European Space Agency" (ESA), wird die Besucher am Flughafen Frankfurt von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr Uhr begrüßen und von seinen Erlebnissen aus dem Weltall berichten.

Ulf Merbold war der erste ESA-Astronaut, der mit einem Space Shuttle ins All flog. Er warr dreimal für insgesamt 50 Tage im Weltraum. Darüber hinaus erwartet die Besucher das weltgrößte Michstraßenpanorama, mit Aufnahmen von der Nord- und Südhalbkugel. Viele weitere Bilder des Weltraums können in der Hubble-Space-Teleskop-Ausstellung "Das ALLmächtige Auge des Orbits" bestaunt werden.

"Star Wars"-Universums

Ein weiteres Highlight ist die Ausstellung lebensgroßer Figuren und verschiedener Modelle des "Star Wars"-Universums. Hier kann man außerdem viele tolle "Star Wars"-Preise am galaktischen Glücksrad gewinnen. Im Aerotrimm lässt sich die Schwerelosigkeit hautnah erleben. Raumfahrer-Nahrung gibt es auch zu probieren.

Auch Kinder können sich wie echte Astronauten fühlen und in einem Raumanzug über den Mond spazieren oder sich beim Kinderschminken in kleine Aliens verwandeln. Ihrer Kreativität können sie beim Basteln von Raumschiffen freien Lauf lassen. Klein und Groß erkunden gemeinsam die "unendlichen Weiten" des Flughafens bei der Flughafen-Space-Rallye. Für musikalische Unterhaltung sorgt eine Live-Band mit galaktischen Sounds zu bekannten Titelmelodien.

Flughafen-Rundfahrt mit Kostüm kostenlos

Alle Besucher, die an diesem Tag im "Star Wars"-Kostüm kommen, können kostenlos an einer faszinierenden Flughafen-Rundfahrt (Starter-Tour) teilnehmen. Die Teilnahme an einer spannenden Flughafen-Rundfahrt ist auch im Voraus buchbar. Zudem haben sämtliche Shops und Restaurants am Airport an diesem Tag geöffnet und laden zum Bummeln und Verweilen ein. Die Besucherterrasse und die vorgelagerte Food Plaza hingegen bleiben wegen umfangreicher Umbau- und Modernisierungsarbeiten bis zum kommenden Frühjahr geschlossen.

Gäste der Flughafen-Rundfahrt und Rallye-Teilnehmer erhalten einen Parkgutschein für vier Stunden in den Parkhäusern P 2 und P 3 am Terminal 1 oder P 8 und P 9 am Terminal 2. Die Parkgutscheine sind am Veranstaltungstag gültig und an der Rundfahrtenkasse in der Airport City Mall sowie an den Rallye-Stationen erhältlich.

Pier West und C-Gates am Vienna Airport in neuem Glanz

Ein wichtiges Schlüsselprojekt für die Modernisierung der Wiener Flughafen-Infrastruktur ist nun abgeschlossen: Der Pier West und die C-Gates wurden neu gestaltet und mit einem neuen Gastronomiekonzept von DO & CO ausgestattet. Freitag, 14. November 2014, wurde dieser Terminalbereich offiziell von den Flughafen Wien-Vorständen Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner gemeinsam mit Attila Dogudan (CEO DO & CO) und Christian Lesjak, Geschäftsführer NIKI, eröffnet. Neben der Flughafen-Führung begrüßent auch die Unternehmen vor Ort die neuen Angebote für die Reisenden.

"Die Modernisierung des Pier West war eines der wichtigsten Projekte im Rahmen unserer Qualitätsstrategie und das Ergebnis ist gelungen: Passagiere erleben ab sofort einen weitläufigen, durchgängigen Gate-Bereich, ein hochwertiges Gastronomieangebot und insgesamt eine hellere, angenehmere Atmosphäre im Terminal. Dieses Projekt wird als Benchmark für künftige Modernisierungsvorhaben in der Terminalinfrastruktur am Standort dienen.", freut sich der Vorstand der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger.

Kulinarisches Entertainment zum Reisebeginn

Sein Vorstandskollege Dr. Günther Ofner ergänzt: "Das Projekt wurde im Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt und darauf sind wir sehr stolz. Das ist vor allem der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen, von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Flughafen Wien AG, sowie den Planungs- und ausführenden Firmen über die Geschäftspartner bis zu den Behörden, zu verdanken".

"Die Gastronomie am neuen Pier West hat internationales Top Niveau und bietet allen Passagieren ein besonders reichhaltiges kulinarisches Angebot. Wir freuen uns sehr über die Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien, die betreffend Qualität, Innovation und individueller Dienstleistung auf gleichem Verständnis beruht", erläutert Attila Dogudan, CEO von DO & CO.

"Mit dem erneuerten Pier West erfahren unsere Fluggäste ein Bodenprodukt, das vom kulinarischen Entertainment, den Shoppingmöglichkeiten und der Übersichtlichkeit neue Standards setzt. Schon der Aufenthalt am Wiener Flughafen wird damit Teil des Reiseerlebnisses, das keinen internationalen Vergleich scheuen muss. NIKI und der Flughafen Wien werden damit ein noch überzeugenderer Transferpunkt der airberlin group.", stellt Christian Lesjak, Geschäftsführer NIKI fest.

Gesamter Terminalbereich in heller, neuer Optik

Insgesamt wurde eine Terminalfläche von über 9.500 Quadratmetern modernisiert: Boden, Wände, Decke, Beleuchtung und Möblierung wurden neu gestaltet. So wurden im 3.200 Quadratmetern großen Bereich der C-Gates die Zwischenwände entfernt und ein offener, durchgängiger Wartebereich für Passagiere geschaffen. Für zusätzlichen Komfort sorgen mit Strom- und USB-Anschlüssen ausgestattete Sitzbänke, an denen Handys und Laptops aufgeladen werden können und das unbeschränkte kostenlose WLAN. Über 17.000 Passagiere frequentieren täglich den Pier West, pro Tag werden bis zu 140 Flugzeuge von 15 Airlines, hauptsächlich von der zweitgrößten Airline-Gruppe am Flughafen Wien, airberlin und NIKI, abgefertigt.

Großes Augenmerk wurde auf ein neues und hochwertiges Gastronomieangebot gelegt: Auf rund 800 Quadratmetern wurde ein komplett neuer Gastronomiebereich von DO & CO eingerichtet. Passagiere erleben nun ein hochwertiges kulinarisches Angebot mit den Marken Demel, Henry, dem American Diner Big Daddy und einem eigenen Kindererlebnisbereich.

Die Auswahl reicht von traditioneller Wiener Kaffeehausküche mit Original Wiener Schnitzel vom Kalb und Mehlspeisen sowie einer großen Tortenauswahl über frische Salate und hochwertige Burger bis zu kalten und warmen Sandwiches. Ein Blickfang ist die neue DO & CO Bar: Zentral gelegen bietet die extravagant gestaltete Bar ein großes Angebot an exquisiten Weinen, Bieren und Cocktails für einen entspannten Aufenthalt bis zum Abflug.

Shopping-Möglichkeiten im Pier West

Nach der, noch vor dem Pier West gelegenen, großräumigen Shopping-Plaza mit über 20 Geschäften wurde auch das Einkaufsangebot bei den Gates selbst erweitert: Im vergrößerten Manner-Store und im neuen Flavors of Austria-Shop finden Reisende eine große Auswahl an Süßigkeiten, traditionellen Spezialitäten und eine Verkaufsecke der Kultmarke PEZ. Bekannte Modemarken gibt es im 126 m² großen Welcome Fashion-Shop mit Brands wie Flug zeug, Capo, Codello, Vilebrequin, Jockey International, lolaandgrace, LU.ST und OLYMP.

Zusätzlich gibt es auch umfassende Angebote für die Kleinen von Simba Toys und LEGO. Ebenfalls neu ist der Pop-Up Shop Eleonto Electronics mit einem umfassenden Elektronikangebot. Zusätzlich zum umfangreichen Duty Free-Angebot von Gebr. Heinemann, gibt es im International Bookstore eine große Auswahl an Zeitschriften, Büchern und Magazinen. Abgerundet wird das Shoppingangebot mit dem Souvenirshop Senses of Austria, Geox sowie den deutschen Fashion- und Accessoires-Marken Roeckl und Falke.

AeroGround fertigt Boeing 747 für tägliche Thailand-Verbindung ab

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AeroGround Flughafen München GmbH, die Abfertigungstochter der Flughafen München GmbH (FMG), konnte sich im November 2014 mit der thailändischen Fluggesellschaft Thai Airways auf einen langfristigen Ramp-Handling-Vertrag am Standort München einigen. Damit vertraut die staatliche Fluggesellschaft Thailands weiterhin auf die kompetente, verlässliche und engagierte Leistung der AeroGround-Mitarbeiter. In Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften aerogate und Cargogate ist die AeroGround einziger Anbieter am Standort München, der alle land- und luftseitigen Leistungen rund um die Flugzeug-, Passagier- und Frachtabfertigung übergreifend aus einer Hand anbietet.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes ist der Zentralvertrieb der AeroGround, der seit 2013 alle Vertriebs- und Vermarktungsaktivitäten für die drei BVD-Gesellschaften AeroGround, aerogate und Cargogate übernimmt.

Der Zentralvertrieb der AeroGround verständigte sich nun im November 2014 mit der thailändischen Fluggesellschaft Thai Airways auf einen langfristigen Ramp- Handling-Vertrag am Flughafen München. Der Vertrag umfasst die umfängliche Flugzeugabfertigung durch die AeroGround. Der Star Alliance-Carrier Thai Airways fliegt täglich mit einer B747 von München nach Bangkok. Für den flughafeneigenen Bodenabfertiger und seine Belegschaft bedeutet der Vertragsabschluss ein Auftragsvolumen von bis zu 365 Abfertigungen pro Jahr beziehungsweise ein Volumen von 200.000 Passagieren.

In diesem Jahr konnte der Zentralvertrieb unter anderem bereits Verträge mit den Fluggesellschaften Qatar Airways, Croatia Airlines, Air Lituanica, Air Europa, Ural Airlines, Germania, Adria Airways, Aegean Airlines, TAROM, Ethihad Airways, Royal Jordanian, Trade Air, Finnair, Air Bridge Cargo abschließen.

Hüpft hier Philae? Schlafmodus mindestens bis Januar

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Es war nicht nur die erste Landung überhaupt auf einem Kometen, sondern auch gleich die zweite und die dritte – seit dem 12. November 2014 um 18:32 Uhr mitteleuropäischer Zeit sitzt Lander Philae auf der Oberfläche des Kometen Churuymov-Gerasimenko und liefert Daten.

"Wir haben jetzt die Thermalsonde MUPUS und den Bohrer SD2 eingeschaltet", berichtet Koen Geurts aus dem Lander Control Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Von dem aus Philae gesteuert und kommandiert wird. "Wir im Lander-Kontrollraum sind alle sehr glücklich, dass wir auch unter diesen ungewöhnlichen Umständen noch alle zehn Instrumente aktivieren konnten und die Forscher-Teams wissenschaftliche Daten erhalten. Philae ist ein echter Überlebenskünstler."

Auf den Bildern ist die Landestelle Agilkia zu sehen. Das Titelbild zeigt einen dunklen Fleck in der Mitte scheint aufgewirbelter Staub zu sein, der durch Philaes Landung entstand. Es wäre weniger als zehn Meter von der berechneten Landestelle enfternt (1,3 Meter pro Pixel)! Die Bilder hat die Navigationskamera NAVCAM von Rosetta aus 15 km Entfernung im Abstand von fünf Minuten, 00:03:34 vor und 00:01:26 nach der Landung, aufgenommen. Beim ersten Bild war Philae noch 250 Meter vom Kometen entfernt.

Auf dem Bild nach der Landung scheint Philae sogar erkennbar zu sein, wie er wieder vom Boden abgehoben und auf dem Bild nach rechts gewandert ist, und dabei einen schatten auf den Kometen wirft (Markierung).

Sorgen nach ersten Daten von der Landung

Noch am Abend des 12. November 2014 war die Stimmung im Lander Control Center (LCC) extrem angespannt: "Wir haben unverzüglich an dem ersten Signal des Aufsetzens gesehen: Philae bleibt in Bewegung." Und so brach auch kein begeisterter Jubel aus – stattdessen blickten die Ingenieure eher sorgenvoll auf die Daten aus dem All. Relativ schnell war dem Kontrollraum-Team in Köln klar, dass die Harpunen anscheinend nicht gefeuert wurden, und Philae somit nicht auf der Kometenoberfläche verankert war. Die Daten der Solarpaneele zeigten vielmehr, dass der Lander sich anscheinend noch um sich drehte. Dies hätte bei einer erfolgreichen Landung nicht der Fall sein dürfen.

Fieberhaft analysierten das Kontrollraum-Team und die Wissenschaftler die Daten, die Philae bisher gesendet hatte. Schließlich stand fest: Der Lander war nach dem ersten Aufsetzen wieder abgeprallt und erst nach knapp zwei Stunden – um 18:25 Uhr – erneut aufgesetzt. Dann folgte ein weiterer, achtminütiger Hüpfer, bis der Lander um 18:32 Uhr stehenblieb. Landeplatz Agilkia war somit Vergangenheit.

Programmierung für unbekannte Umgebung

Über 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, stand Philae nun an einem Ort, den niemand kannte. Rund um die Uhr wertete das Team im Lander Control Center die Daten aus. Im Laufe der Nacht war dann klar – er hat die ungewöhnliche Mehrfach-Landung nicht nur unbeschadet überstanden, sondern arbeitet sein Arbeitsprogramm ab. Unverzüglich passte das Kontrollraum-Team die Kommandos für den Lander an die neue Situation an.

Zumindest eines stellte Churyumov-Gerasimenko bei dieser Landung gleich unter Beweis: seine Festigkeit. Nach dem ersten Aufsetzen prallte Philae von dem Kometen ab und schwebte mehrere hundert Meter zurück ins All. "Die Oberfläche kann also nicht besonders weich sein, sonst hätte der Lander keinen so großen Hüpfer gemacht", erläutert DLR-Kometenforscher Dr. Ekkehard Kührt, der die wissenschaftliche Beteiligungen des DLR an der Rosetta-Mission leitet.

Erster Blick von der Oberfläche eines Kometen

"Wir waren in Kontakt mit der Kometenoberfläche und können mit diesen Daten sehr gut wissenschaftlich arbeiten", sagt Martin Knapmeyer vom DLR-Institut für Planetenforschung. Der Wissenschaftler gehört zum Team des Instruments CASSE, das die mechanischen Eigenschaften, beispielsweise die Festigkeit, des Kometen untersucht. Eingeschaltet war es bereits vor der Abtrennung des Landers aus der Sonde und zeichnete beim Abstieg unter anderem die Vibrationen des Schwungrads auf. Auch die Erschütterung der ersten Landung konnten die Wissenschaftler in ihren Daten erkennen.

Das Magnetometer ROMAP war ebenfalls wichtig, um die Vorgänge der dreifachen Landung nachzuvollziehen: "Unsere Daten zeigen die Bewegung von Philae, und wir sehen deutlich, dass er nach den ersten beiden Landungen wieder ins Taumeln geriet und sich um die eigene Achse drehte", sagt Hans Ulrich Auster von der TU Braunschweig. Auch der Mast, der beim Abstieg für die Messungen ausgefahren wurde, reagierte auf die Landungen. "Wir werden jetzt mit der Auswertung unserer Daten beginnen." Das ROMAP-Team untersucht, ob der Komet ein eigenes Magnetfeld hat.

Auch die ROLIS-Kamera lieferte dem Wissenschaftler-Team um Dr. Stefano Mottola vom DLR-Institut für Planetenforschung die begehrten Bilder von der Kometenoberfläche. Bereits vor der ersten Landung nahm die Kamera bei der Annäherung an Churyumov-Gerasimenko Fotos auf – und konnte auch das erste Bild überhaupt direkt von der Kometenoberfläche aus erstellen.

Nur 1,5 Sonnenstunden am Tag – Bohrer wurde aktiviert

Der technische Leiter des Landers, Koen Geurts, ist mit dem Zustand von Philae mehr als zufrieden: "Er funktioniert selbst an der neuen Landestelle tadellos." Mit dem Einsatz des Bohrers folgt nun das letzte Instrument, das noch nicht in Betrieb war. Die Lebensdauer der Batterie ist allerdings begrenzt: Sehr wahrscheinlich wird das Team heute gegen 21:00 Uhr das letzte Mal mit dem Lander kommunizieren können. "Wir kämpfen um jedes bisschen Energie und sparen, wo es nur geht."

Die Landestelle am Rand eines Kraters bietet lediglich 1,5 Stunden Sonnenlicht am Tag – das reicht wohl nicht, um die Batterien mit Sonnenenergie aufzuladen. Ist die Batterie leer, wird Philae automatisch in einen Schlafmodus schalten und sich erst zurückmelden, wenn seine Energie wieder ausreicht. "Es könnte sein, dass er bei der Annäherung an die Sonne aufladen kann – das wird aber wahrscheinlich nicht in den nächsten zwei Monaten sein", schätzt Koen Geurts. "Aber wir haben erfolgreich dafür gearbeitet, dass die erste Landung auf einem Kometen auch aus wissenschaftlicher Sicht gelungen ist."

Fortlaufend führte Lander Philae insgesamt über 56 Stunden wissenschaftliche Messungen auf der Kometenoberfläche durch – am 15. November 2014 um 01:15 Uhr war der Energiezustand des Landers so niedrig, dass die Ingenieure davon ausgehen, dass Philae diese Nacht in den Schlafmodus geht. "Philae ist ein voller Erfolg", sagt Philae-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Philae übersandte die letzten Daten

Seit etwa 23:30 Uhr stand Philae mit seinem Kontrollraum im DLR Köln in Verbindung und sendete die wissenschaftlichen Daten für den Bohrer SD2 und das Instrument COSAC. Zu Beginn des Kontakts hatten die Ingenieure im Lander Control Center des DLR noch weitere Kommandos zu Philae geschickt. Und der Lander hielt sich tapfer, obwohl mehrfach die Funkverbindung zur Erde abriss: Immer wieder jubelten die Wissenschaftler der Mission, als kontinuierlich neue Daten aus dem All eintrafen. Thermalsonde MUPUS hat bereits wissenschaftliche Daten geliefert. Der Bohrer SD2 hat sein Programm durchlaufen. Wissenschaftler und Ingenieure erwarten im Lander Control Center derzeit die Daten vom den Bohrer sowie dem Instrument COSAC.

So führte der Lander noch in der Nacht Messungen mit dem Instrument Ptolomy durch, nahm zwei Bilder mit der ROLIS-Kamera auf und durchleuchtet gemeinsam mit dem CONSERT-Instrument auf dem Orbiter Rosetta den Kometen. Außerdem gelang es dem Team im LCC, den Körper des Landers durch ein Hüpfen von vier Zentimetern in die Höhe um 35 Grad zu rotieren. So ist der Lander mit den Solarpaneelen besser auf die Sonne ausgerichtet – davon erhofft sich das Kontrollraumteam, dass die Batterien des Landers an seinem recht schattigen Standort schneller aufladen können. Die Muttersonde, die mittlerweile wieder auf einer Umlaufbahn in 30 km Abstand vom Kometen ist, lauscht fortan bei jedem Überflug auf ein Signal von Philae.

Philaes Ruhezustand bedeutet auch für das Team im Lander Control Center eine Ruhepause: "Nach einer sehr aufregenden und erfolgreichen Woche nimmt sich Philae jetzt die Zeit, sich auszuruhen – und auch das Team kann jetzt wieder Atem schöpfen", sagt DLR-Ingenieur Koen Geurts. In den vergangenen Tagen hatte das LCC rund um die Uhr gearbeitet, um den Lander zu kommandieren und die Zeit der sogenannten "First Science Sequence" – der ersten wissenschaftlichen Phase – optimal zu nutzen.

Bilder: ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0; Hervorhebungen: Redaktion; ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA; DLR.

Schadstoff-freier Bienenhonig am Flughafen Dortmund

Die erste Honig-Ernte am Flughafen Dortmund zeugt von einer hohen Umweltqualität. Die vom Honiglabor der QSI GmbH aus Bremen getesteten Proben waren demnach nicht mit Schadstoffen belastet.

"Der Flughafenbetrieb, aber auch externe Quellen, beeinflussen die Umweltqualität rund um den Flughafen. Durch die Analyse von Honig lassen sich belastbare Aussagen zur Schadstoffbelastung in der Vegetation treffen. Für das Umweltmonitoring eignen sich Honigbienen besonders gut. Schließlich befliegen sie gleichmäßig Areale von bis zu fünf Kilometern um ihren Stock", erklärte Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager den Nutzen der Maßnahme.

Flughafenhonig als Indikator für Vegetation im Umland

Bereits im Frühjahr wurden drei Bienenvölker im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms des Flughafens in direkter Nähe zur Start- und Landebahn angesiedelt. Das Umweltmonitoring soll dauerhaft Rückschlusse auf die Umweltqualität ermöglichen. Auch über die Vegetation im Umland sagt der Flughafenhonig einiges aus. So wurden neben Raps- auch Lindenpollen sowie Pollen von Himbeer- und anderen Obstpflanzen festgestellt. Bienenzucht für das Umweltmonitoring hat sich, neben der Anlage von Grünkohl-Feldern, an deutschen Flughäfen wie Hamburg, Frankfurt , Stuttgart oder München bewährt.

So beherberkt der Flughafen noch einen Luftverkehr der ganz natürlichen Art. Airport-Imker Holger Hering, hauptamtlich Mitarbeiter der Flughafen-Feuerwehr, ist zufrieden mit der ungewöhnlichen Standortwahl: "Rund 60 Prozent der 220 Hektar Flughafen-Gelände sind Grünfläche. Zusammen mit den umliegenden Feldern ein gutes Umfeld für Bienenzucht."

BVB-Bienen aus dem Stadion sammeln Honig am Airport

Dabei fiel die Honigmenge der ersten Ernte mit 38 kg eher gering aus. "Der milde, kurze Winter hat viele Pflanzen zu früh blühen lassen. Gleichzeitig konnten die Bienen im durchwachsenen April kaum ausfliegen", erklärt Hering. In einem guten Jahr seien bis zu 150 Kilogramm möglich.

Bei den schwarzgelben Airport-Völkern handelt es sich übrigens um waschechte BVB-Bienen. Sie sind Ableger eines vor rund sieben Jahren im Signal Iduna Park durch die städtische Feuerwehr entfernten Schwarms. Und für alle, die probieren möchten: Der Flughafenhonig ist ab sofort für 6,90 Euro pro 250g-Glas an der Information im Flughafenterminal erhältlich.

Alexander Gerst erstaunt und beeindruckt auf der Erde

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„Ich weiß auch nicht warum, aber mir geht es gut, ich komme gerade vom Laufband und bin ganz baff, wie viele Leute hier sind“ – das waren die ersten Worte von Alexander Gerst bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Rückkehr von der Internationalen Raumstation ISS am 10. November 2014.

Der 38 Jahre alte deutsche ESA-Astronaut wird mit stehenden Ovationen bei der Pressekonferenz von DLR und ESA im Europäischen Astronautenzentrum in Köln begrüßt. Und er wirkt erstaunlich fit – so, als sei er gar nicht 165 Tage lang mit 28.000 Stundenkilometern in 400 Kilometern Höhe über die Erde hinweg gerast.

Mit seiner Mission „Blue Dot – Gestalte die Zukunft“ hat Gerst seit dem 28. Mai 2014 Millionen von Menschen weltweit für die Raumfahrt begeistert. „Diese Begleitung und Begeisterung werde ich nicht mehr vergessen“. Er sei selbst ein wenig überrascht, dass er die Zeit in der Schwerelosigkeit und die Rückkehr zu seinem „Heimatplaneten Erde“ so gut verkraftet habe.

Kindliche Neugier half – Von Gersts Botschaft beeindruckt

Und mit einem Blick zu seinem Podiumsnachbarn Thomas Reiter, Astronaut und ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionen, ergänzt Gerst: „Ich bin auf den Schultern von Leuten in den Weltraum geflogen, die das vorher schon geschafft haben. Und ich hatte auch eine Portion Glück, dass ich zum Beispiel nicht krank geworden bin und wir kleinere technische Probleme mit menschlicher Intuition lösen konnten. Ich hatte es einfach, ich war der verlängerte Arm eines riesigen Teams am Boden. Ich habe meine Emotionen weitergeleitet an alle, die noch ein bisschen kindliche Neugier haben wie ich – und das sind dann doch einige gewesen. Für mich war es immer wichtig zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Deshalb habe ich mich auch am meisten über persönliche Kontakte gefreut, zu meiner Familie, zu meinen Freunden und meinen Kollegen. Zum Beispiel über Fotos aus dem Garten, ein normales Bild, auf dem die Natur zu sehen ist.“

Mit Thomas Reiter und dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Johann-Dietrich Wörner habe er regelmäßig vor und während der Mission Kontakt gehabt. „Normalerweise würde man den Hut ziehen“, sagte Wöner denn auch augenzwinkernd bei der Pressekonferenz und setzte sich für einen kurzen Moment noch einmal die Blue-Dot-Schirmmütze auf. „Die Grenzen, die wir sehen, spielen im All keine Rolle. Ich freue mich, dass ich die gesamte Mission von Anfang an begleiten durfte, von der Auswahl über den Start in Baikonur bis zum Abholen von Alex in Schottland und seiner Rückkehr nach Köln“, ergänzte der DLR-Vorstandsvorsitzende.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries, hatte ein besonderes Geschenk für Alexander Gerst im Gepäck: Einen rosigen Apfel – als Anspielung auf seine auf der ISS geäußerte Vorfreude darauf. „Wir finden es toll, dass Sie so ein Sympathieträger im All waren. Was Sie in die Welt getragen haben, nämlich das Bewusstsein für die Verletzlichkeit unserer Erde, hat mich sehr beeindruckt“. Und mit Blick auf die am 02. Dezember stattfindende nächste ESA-Ministerratskonferenz betonte Zypries, dass „Deutschland sehr überzeugt davon ist, dass die ISS weiterbetrieben werden muss und dass wir fest davon ausgehen, dass alle ESA-Partner ihren Anteil erkennen und bereit sind, diesen zu übernehmen.“

Nach den Untersuchungen: Nächste Ziele im Visier

Bis dahin steht Alexander Gerst noch unter medizinischer Beobachtung im :envihab des DLR. „Wir brauchen Daten von vor dem Flug, wähend des Fluges und jetzt möglichst schnell nach dem Flug.“ Deshalb hat Gerst gerade jeden Tag mehrere Untersuchungen – vom MRT bis hin zum Augenhintergrund. Schließlich hätte er nichts gegen einen weiteren Raumflug: zum Mond, Mars oder auch woanders hin. „Technisch ist hier vieles möglich, es ist eher eine Entscheidungsfrage, wann wir was tun wollen. Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen, die ISS ist ein großartiges Forschungslabor.“

So großartig, dass Alexander Gerst sogar die Tatsache, dass bei seiner Landung am Montag das fünffache seines eigenen Körpergewichts – „knapp 500 Kilogramm“ – in der Sojus-Kapsel auf ihn einwirkten, sportlich genommen hat: „Wir haben gesehen, wie sich der Zeiger auf der Uhr immer weiter nach oben schraubte und es uns schon die Kehle zugeschnürt hat. Aber als dort 4,9 stand dachten wir alle: jetzt wollen wir auch noch die 5 schaffen – das war schon eine sehr interessante Situation. Aber das System ist verlässlich, das wussten wir, verlässlicher als dieses Mikro hier.“