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airberlin-Dash Q400 verbindet Stuttgart mit Guernsey

Ab sofort fliegt airberlin im Sommer jeden Samstag direkt von Stuttgart nach Guernsey. Flug AB2948 wurde nach knapp zwei Stunden Flugdauer nach der ersten Landung vom Flughafen Guernsey mit einer Wasserdusche begrüßt.

Der nonstop-Flug wird mit einer Dash Q400 durchgeführt, diese bietet Platz für 76 Gäste.

AERO ASIA in Zhuhai muss verschoben werden

Die ursprünglich für Oktober 2015 in China vorgesehene AERO ASIA – ein Gemeinschaftsprojekt der Messe Friedrichshafen und der Zhuhai Airshow Co., Ltd – wird aufgrund der unerwartet und politisch kurzfristig getroffenen Entscheidung, das Messe-Areal am Flughafen von Zhuhai neu zu bebauen, verschoben. Aktuell sind bis auf die neue Halle 5 alle alten Hallen abgerissen worden und werden durch einen Neubau ersetzt. Die Messe Friedrichshafen als Veranstalter der AERO analysiert derzeit die aktuelle Situation sowie alle ihr zur Verfügung stehenden Optionen.

„Das beschert zwar Zhuhai für die nahe Zukunft ein neues, exzellentes Messegelände am Airport, bringt aber unsere Planungen gewaltig durcheinander und wirft unsere Bemühungen entsprechend zurück“, führt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen, aus. Mark Zhou, General Manager der Zhuhai Airshow Co., Ltd., ergänzt: „Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren und werden nach dem aktuellen Planungsstand einen Fertigstellungstermin September 2016 haben.“

Diamond DA40 NG für Flugschul-Flotte in Norwegen

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Scandinavian Aircraft, der neue Diamond Aircraft Händler in Norwegen, hat einen Vertrag für sieben neue Diamond DA40 NG mit Pilot Flight School unterzeichnet.

Mit 120 eigenen ATP(A) Flugschülern und dem Ziel 400 Studenten im Jahr zu erreichen, ist die Pilot Flight School in Norwegen in nur wenigen Jahren zu einer der größten und modernsten Flugschulen Europas herangewachsen.

Die Flugschule wechselt nun ihre komplette einmotorige Flugzeugflotte auf neue Diamond Aircraft DA40 NG aus. Die Bestellung für die ersten sieben Maschinen wurde bereits unterschrieben, und der angestrebte Ausbau der Schule wird noch weitere Aufträge in den kommenden Jahren nach sich ziehen.

DA40 NG hat sich auf Anhieb bewehrt

Pilot Flight School hat bereits vor einem Jahr eine neue Diamond DA42 NG mit großartigem Erfolg in ihr Programm übernommen, sowohl hinsichtlich des operativen Einsatzes als auch finanziell. Im letzten Jahr haben sie die DA42 NG mehr als 800 Stunden geflogen, im Sommer und unter den herausfordernden Bedingungen eines norwegischen Winters.

„Sowohl Studenten als auch die Instruktoren sind sehr zufrieden mit der DA42 NG, die ein fortschrittliches, modernes und leicht zu fliegendes Flugzeug ist. Und mit ihrer herausragenden Zuverlässigkeit und den sehr geringen Treibstoff- und Wartungskosten, ist sie ein absoluter Gewinner“, sagt Frode Granlund, CEO der Pilot Flight School. „Basierend auf der Erfahrung mit der DA42 NG fiel uns die Entscheidung, unsere gesamte einmotorige Flugzeugflotte auf Diamond DA40 NG umzustellen, sehr leicht.“

„Mit der neuen Diamond Aircraft Flotte erwarten wir uns massive Einsparungen der Treibstoffkosten. Auch die Treibstoffverfügbarkeit ist wichtig für uns. Ein weiterer ebenso wichtiger Nutzen sind die umweltspezifischen Vorteile, wie leisere Motoren und geringere Emissionen. Wir glauben fest daran, dass mit einer einheitlichen Flotte aus Diamond Aircraft Flugzeugen, die perfekt Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit, moderne Technologie und Umweltfreundlichkeit kombinieren, unser Ziel, die modernste Flugschule Europas zu sein, unterstützt wird“, fügt er hinzu.

Hubble 25 Jahre im All – Sorgenkind und Erfolgsstory

Heute vor 25 Jahren, am 24.04.1990, erfolgte nach vielen Verzögerungen der Start des Hubble-Weltraumteleskops. Das ingenieurtechnisch bis dahin sicher eines der ambitioniertesten Projekte der Menschheit hatte da schon zwei Mrd. US-Dollar gekostet. Und Funktionierte erstmal nicht.

Hubble hat den Wissenschaftlern viele neue Erkenntnisse überhaupt erst ermöglicht. Mit genauen Sensoren, und ohne störende Trübungen des Sternenlichtes durch die Erdatmosphäre konnte das Teleskop mit seinem fast 2,5 Meter großen Hauptspiegel Messungen vornehmen, die von der Erde aus nicht möglich sind.

So konnte etwa die Ausdehnung des Universums, damit auch das Alter unseres Alls auf ca. 13,7 Mrd. Jahre bestimmt werden. aber auch die Zusammensetzung der Atmosphäre von Exoplaneten ferner Sterne konnte erstmals genau untersucht werden. Details von Sternenstehungsgebieten und Galaxien wurden so scharf wie nie abgebildet. Doch das Projekt startete mit Verzögerungen, und einem gravierenden technischen Fehler.

Pionierarbeit für die Perle der Forschung

Für das Teleskop wurde erstmals Graphitepoxid in einem Teleskop verwendet, um eine thermalbeständige Haltestruktur für die optischen Elemente zu bauen. Um die Wärmeverformungen zusätzlich zu reduzieren, ist das Gehäuse mit Thermaldecken und 800 Heizelementen ausgestattet, die den ständigen Wechsel von Sonnenlicht und Eiseskälte während des Erdumlaufs eindämmen. Hatte es erst Jahre der Entwicklung und Millionen an Ingenieursstunden allein für die Konstruktion des Hauptspiegels gebraucht, wirkte sich auch die Challenger-Katastrophe, mit dem Ausfallen des Transportmittels in den Weltraum, auf den Start verzögernd aus.

Weitere, lange vier Jahre später sind es aufregende Zeiten bei der Nasa und der ganzen Wissenschaftsgemeinde. Endlich folgt der Start von Hubble mit dem Space Shuttle Discovery und das Aussetzen in einer 600 km hohen Umlaufbahn.

Nach wochenlangen Tests kommt dann das erste Bild vom neuen Weltraumobservatorium. Doch es war unscharf. Dir Forscher waren so überrascht, dass man das Ausmaß des Problems erst garnicht erkannte. Nach einem Tag wurde deutlich, dass etwas nicht stimmen konnte. Was könnte die Optik denn noch, über der Atmosphäre, stören, war die Frage. Schließlich wurde klar, dass es eine deutliche sphärische Abweichung des Hubble-Hauptspiegels sein musste.

Unterlegscheibe brachte das Unglück

Der konkave Hauptspiegel war zu Flach, und diese Abweichung betrug zwei Mikrometer am Spiegelrand gegenüber der geforderten Form. Ein Fehler nicht einmal vom 20. einer Haaresbreite, aber fatal. Auch die Ursache für den Produktionsfehler wurde gefunden. An einer falsch aufgebauten Testvorrichtung für den Teleskopspiegel befand sich eine Unterlegscheibe am falschen Platz. Damit wurde der Spiel falsch geschliffen.

Dann wurde fieberhaft nach einer Lösung des Problems gesucht. Könnte man Hubble eine vielleicht eine Brille verpassen? Es gab die Idee, solche optischen Elemente in einer Shuttle-Service-Mission in den Strahlengang Hubbles einzubauen. Diese Brille wurde Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement (COSTAR) genannt. Eine Stangenkonstruktion sollte speziell geschlieffenen, kleinen Spiegelchen tragen.

Diese münzgroßen Spiegel mussten die Form einer anamorphen Asphäre auf einem toroidalen Rohling haben. Einfacher beschrieben: Sie sehen aus wie Kartoffel-Chips. Es gelang nur einem Unternehmen, solche Linsen herzustellen. Ein Stangensystem sollte die Linsen in Position bringen. Ein erfahrenes Spezialisten-Team an Nasa-Astronauten wurde dafür augestellt die Konstruktion im All einzubauen. Manche beschrieben dies als die härteste Shuttle-Mission der Nasa überhaupt.

Am 13.12.1993 kehren die Astronauten von dieser Mission zur Erde zurück. Sie war ein Erfolg. Seitdem liefert Hubble noch bis heute beeindruckende Bilder und für Wissenschaftler wertvolle Daten, insgesamt zigtausende DVDs, über unser Universum und unsere Planeten. Das zweite Bild zeigt den Sternhaufen Westerlund 2 mit seinen 3.000 Sternen, daneben ein 20.000 Lichtjahre von der Erde entferntes Sternentstehungsgebiet im Sternbild Carina. Es wurde mit der Hubble nah-Infrarot-Wide Field Camera 3 aufgenommen.

Töchtertag 2015 bei Austro Control

Bereits zum Fixpunkt im Kalender avanciert, ermöglicht der Wiener Töchtertag Schülerinnen zwischen 12 und 18 Jahren interessante Blicke hinter die Kulissen renommierter Unternehmen.

Austro Control ist langjähriger Partner, heuer bereits zum achten Mal. Rund 70 Schülerinnen aus unterschiedlichen Wiener Schulen wurden einen Tag lang die Aufgabenbereiche vorgestellt. Alljährliches Highlight ist der Besuch der Überflugskontrollzentrale samt der Möglichkeit, den Flugbetrieb live zu beobachten und der Towersimulator mit realitätsnaher Darstellung des Geschehens.

Die Schülerinnen besuchten unterschiedliche Workshops, in denen sie verschiedene Abteilungen von Austro Control kennenlernten. Neben allgemeinen Informationen zur Bewerbung, Ausbildung und Arbeitsalltag von Fluglotsinnen, gab es heuer Einblicke in die Unternehmensbereiche von Luftfahrtagentur, Technik und Unternehmenskommunikation. Im Rahmen von kurzen Abschlusspräsentationen reflektierten die Schülerinnen die Erfahrungen und Erkenntnisse des Tages.

Dr. Julio Rodriguez von Vueling wird neuer airberlin-CCO

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Zum 01. Juni 2015 wird das Führungsteam von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft neu aufgestellt: Julio Rodriguez (40) wird neuer Chief Commercial Officer (CCO) und die Bereiche Vertrieb, Revenue Management und E-Commerce verantworten – ein Herzstück der Neuausrichtung von airberlin.

Rodriguez (im Titelbild) ist zurzeit CCO der spanischen Low-Cost-Fluggesellschaft Vueling. Der promovierte Physiker (Universität Köln) mit MBA-Abschluss der IESE Business School (Barcelona) stieß 2006 zur Luftfahrtbranche und war zuvor Senior Consultant bei der Boston Consulting Group. Der gebürtige Rheinländer mit spanischem Pass folgt auf Götz Ahmelmann (44) der eine neue Funktion bei Etihad Airways übernimmt.

Flugkapitän Oliver Lackmann (46, 2. Bild) – bisher Accountable Manager – übernimmt die neu geschaffene Position Chief Flight Operations Officer (CFOO) und verantwortet damit den Flugbetrieb, Crewplanung und Training sowie das Operations Compliance & Safety Management und das Aviation Security Management. Lackmann ist seit 2001 bei airberlin und bereits seit 10 Jahren Flugkapitän, jetzt auf dem Airbus A320/A330. Er bleibt in der neuen Funktion weiterhin Accountable Manager.

Marco Ciomperlik (39, 3. Bild) übernimmt die ebenfalls neu geschaffene Position Chief Production Officer (CPO) und verantwortet damit den Bereich Hospitality inklusive der zukünftigen Produktstrategie sowie die Operations entlang der gesamten Servicekette. Dies umfasst im Wesentlichen die Bereiche Airport Operations, Cabin Crew, Guest Experience, Wartung und Network Operations. Zusätzlich unterstehen ihm die Tochtergesellschaften airberlin technik und Leisure Cargo. Ciomperlik war zuvor Chief Restructuring Officer und ist seit 2010 bei airberlin.

Das erweiterte Management Team wird durch Ole Orvér (49, 4. Bild) ergänzt, der neuer Senior Vice President Network Strategy Planning wird und bis auf weiteres direkt an den CEO berichtet. Orvér war zuletzt Senior Vice President Corporate Planning bei Qatar Airways und zuvor in verschiedenen Managementfunktionen bei LOT Polish Airlines und der SAS Group aktiv – er verfügt über mehr als 26 Jahre Erfahrung in der Luftfahrtbranche.

„Das Führungsteam der airberlin wird jetzt internationaler und unsere Struktur eindeutig an der Wertschöpfungskette einer Fluggesellschaft ausgerichtet – das erhöht unsere operative Schlagkraft als Multi-Hub Airline in Europa. Ich freue mich, dass wir wichtige Schlüsselfunktionen mit erfahrenen Airline-Managern aus dem Low-Cost und dem Netzwerksegment sowie aus internen Ressourcen besetzen können. Götz Ahmelmann danken wir für seine Leistungen für airberlin und wünschen ihm viel Erfolg in seiner neuen Rolle bei Etihad Airways“, so Stefan Pichler, CEO airberlin.

„Ein starkes Vertriebsteam mit durchgreifender Verantwortung im Revenue Management wird die anspruchsvollen Umsatzziele erfüllen, die wir zum Turnaround brauchen. Im Bereich Produktion und Service werden wir mit einer einheitlichen Produktstrategie das Kerngeschäft stärken und uns schneller und besser auf Kundenbedürfnisse ausrichten.“

Erstmals führt airberlin auch alle flugtechnischen Funktionen in einem eigenen Team zusammen, dass den gesamten Flugbetrieb verantworten wird.

Neu an Bord ist seit dem 01. April bereits Chief Financial Officer (CFO) Arnd Schwierholz. Ebenfalls zum Führungsteam gehört Dr. Martina Niemann, die als Chief Human Ressources Officer (CHO) den Personalbereich der 8.300 Mitarbeiter zählenden Fluggesellschaft leitet.

Anfang März hat Stefan Pichler erste Details zum Turnaround-Programm 2015 und 2016 vorgestellt. Mit den jüngsten Entscheidungen wird die erste Phase weiter vorangetrieben. Insgesamt wird es drei Sequenzen geben. In der ersten Phase werden Managementstrukturen und -prozesse auf ihren Mehrwert und die Steuerungsqualität überprüft. Deutliches Optimierungspotenzial wird in der Netzplanung, dem Revenue Management und im Vertrieb erwartet.

In einer zweiten Phase folgt eine bessere Marktsegmentierung und, wo erforderlich, die entsprechende Kapazitätsanpassung. Beide Phasen sollen im Frühjahr 2016 zum Abschluss gebracht werden, um substanzielle Ergebnisverbesserungen zu erreichen. In einer dritten Phase soll ab April 2016 auf einer bereinigten Basis der Weg zur Profitabilität geebnet und die Drehkreuze von airberlin weiter ausgebaut werden.

Ruag erstmals mit über 100 Mio. Schweizer Franken Reingewinn

Die Generalversammlung der Ruag Holding AG fand gestern Donnerstag, 23. April 2015, in Thun bei der Division Ruag Ammotec statt. Als Vertreter des Aktionärs war Bundesrat Ueli Maurer (rechts im Bild), Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, VBS, anwesend.

Der Jahresbericht 2014 des internationalen Technologiekonzerns wurde genehmigt und den Organen die Entlastung erteilt. Die Ruag entrichtet 2015 eine gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhte Dividende von 21 Mio. Schweizer Franken (Vorjahr: 20 Mio. Schweizer Franken) an den Schweizer Staat.

Alle Mitglieder des Verwaltungsrates wurden für eine weitere Amtsperiode von einem Jahr wiedergewählt. Der seit einem Jahr amtierende Präsident Hans-Peter Schwald, langjähriges Mitglied des Verwaltungsrates und vormals Vizepräsident, sagt zum Geschäftsverlauf und den Perspektiven der Ruag: „Die Ruag wird sich, basierend auf dem bisher Erreichten, weiterentwickeln. Wir wollen die Industriebasis Schweiz erhalten und stärken und in unserem Kerngeschäft technologisch führend sein. Wir werden unser Auslandgeschäft moderat ausbauen, um in einer Wechselbeziehung auch den Heimmarkt zu fördern. Die internationalen Erfolge helfen uns dabei, unseren Grundauftrag für die Schweizer Armee kostengünstig und auf dem aktuellsten technologischen Stand zu erfüllen.“

Der internationale Technologiekonzern Ruag stellt gemäß Grundauftrag die Ausrüstung und Instandhaltung der technischen Systeme der Schweizer Armee sicher. Er erwirtschaftete 2014 einen gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Nettoumsatz von 1.781 Mio. Schweizer Franken (Vorjahr 1.752 Mio. Schweizer Franken). Der Reingewinn stieg um acht Mio. auf 102 Mio. Schweizer Franken an und übertraf erstmals die 100-Millionen-Marke. Alle fünf Divisionen arbeiteten profitabel und trugen zum positiven Konzernergebnis bei. Das zivile Geschäft erreichte 57 Prozent (56 Prozent) des Nettoumsatzes, und der Umsatzanteil im Ausland erhöhte sich auf 63 Prozent (61 Prozent) – beide Werte sind neue Höchststände. Für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr wurde die KPMG AG als Revisionsstelle wiedergewählt.

Kanzler-Airbus A300 nun startklar als ZERO-G Parabelflugzeug

Er ist 16 Jahre jünger als sein Vorgänger, hat eine bewegte Geschichte und tritt ein beachtliches Erbe an: Der ehemalige „Kanzler-Airbus“ A310-304 VIP ist das neue, europaweit einzigartige Parabelflugzeug und soll – wie zuvor schon der A300 ZERO-G – ab dem 27. April 2015 für wissenschaftliche Experimente in Schwerelosigkeit abheben.

Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nutzt das ehemalige deutsche Regierungsflugzeug für Forschung in Null „G“.

Airbus A310 aus DDR-Beständen

Der Airbus A310-304 „10+21“ wurde am 24. Juni 1989 vom Flugzeughersteller Airbus an die DDR-Fluggesellschaft „Interflug“ übergeben. Von 1989 bis 1991 wurde er von der Fluggesellschaft als Regierungsmaschine eingesetzt. Von 1993 bis 2014 war das Flugzeug Eigentum der bundesdeutschen Luftwaffe und als VIP-Maschine für Reisen und Staatsbesuche von Bundeskanzlern und Bundesministern weltweit im Einsatz. Am 27. August 1991 ging das Flugzeug ins Eigentum der Luftwaffe über und war als VIP-Maschine „Konrad Adenauer“ von 1993 bis 2011 für Reisen und Staatsbesuche von Bundeskanzlern und Bundesministern im Einsatz.

Stationiert war der A310 „10+21“ bei der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums am Flughafen Köln-Bonn. Genau 25 Jahre nach der Erstzulassung wurde die „Konrad Adenauer“ am 24. Juni 2014 an den neuen Eigner Novespace übergeben, der zahlreiche Testflüge durchführte. Vom 03. September 2014 bis zum 18. März 2015 überholte die Lufthansa Technik AG in Hamburg die Maschine und baute sie zum Parabelflugzeug um.

Sechs Monate Umbau und als Zivilflugzeug unterwegs

Der vom VIP- zum Forschungsflugzeug umgebaute Airbus gehört seit Juni 2014 der französischen Firma Novespace mit Sitz in Bordeaux-Mérignac. Der Flughafen der südwestfranzösischen Metropole ist seit März auch das Zuhause des A310 ZERO-G – zuvor wurde er sechseinhalb Monate lang bei der Lufthansa Technik AG in Hamburg umfangreich umgebaut und als ziviles Flugzeug neu EASA-zugelassen.

Nachdem die Testflüge mit den Testpiloten und teilweise bis zu 50 Parabeln sowie die Trainings mit der speziell ausgebildeten Crew erfolgreich verlaufen sind, soll das neue Parabelflugzeug vom 27. April bis zum 08. Mai 2015 seine erste wissenschaftliche Kampagne absolvieren.

„Das ist eine Gemeinschaftskampagne des DLR, der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES“, berichtet Dr. Ulrike Friedrich, die seit 1999 das DLR-Parabelflugprogramm leitet. „Wir haben insgesamt zwölf Experimente an Bord, von denen acht aus Deutschland kommen – vier davon wurden von der ESA ausgewählt. In der ersten Woche bauen die Wissenschaftler ihre Experimente im Flugzeug auf und bereiten alles für den Einsatz vor, in der zweiten Woche – am 05., 06. und 07. Mai – sind drei Flugtage mit jeweils 31 Parabeln vorgesehen“, ergänzt die Programm-Managerin.

Wartungsaufwand zu hoch – Regierungs-Jet für 2,5 Mio. Euro

Das DLR arbeitet seit 1999 mit Novespace im Parabelflug-Programm zusammen: 15 Jahre lang nutzten deutsche Wissenschaftler und Ingenieure den Vorgänger-Airbus A300 ZERO-G, Baujahr 1973, für Experimente in Schwerelosigkeit. Doch nach 5.200 Flügen, 4.200 Flugstunden und 13.180 Parabeln hat sich das Spezialflugzeug am 31. Oktober 2014 von der Wissenschaft in den „Ruhestand“ verabschiedet. Das DLR hatte 25 Forschungskampagnen mit mehr als 400 Experimenten mit dem A300 ZERO-G organisiert – um biologische, medizinische, physikalische und materialwissenschaftliche Fragen zu beantworten. Auch technologische Tests standen auf dem Programm: Experimentiereinrichtungen wurden für ihren Einsatz im Weltraum – zum Beispiel auf der Internationalen Raumstation ISS – erprobt.

„Je älter Flugzeuge sind, umso größer ist der Wartungsaufwand“, sagt DLR-Managerin Ulrike Friedrich. Irgendwann rechnet sich das nicht mehr. Das DLR habe deshalb gerne die Suche nach einem passenden „Nachfolger“ unterstützt: „Die Herausforderung war, ein bezahlbares und dennoch durch Starts und Landungen relativ wenig beanspruchtes Flugzeug zu finden. Denn beim Starten und Landen ist die Flugzeugstruktur den stärksten Belastungen ausgesetzt.“ Der A310-304 VIP „Konrad Adenauer“ der deutschen Bundesregierung, knapp 26 Jahre alt, hat diese Voraussetzungen bestmöglich erfüllt und wurde von Novespace für rund 2,5 Millionen Euro erworben.

Zahlreiche Modifikationen zum Forschungslabor

Bis zum Erstflug im neuen Gewand hat die Lufthansa Technik AG in Hamburg rund 1.350 Modifikationen erledigt. Besonders auffällig ist dabei die rund 100 Quadratmeter große, rundherum mit 270 weißen Kunstledermatten ausgekleidete, fensterlose Experimentierzone in der Mitte des Flugzeugs. Von schwarzen Netzen begrenzt – damit nichts und niemand während der rund 22 Sekunden andauernden Schwerelosigkeitsphasen hinausschwebt, Bodenleisten für die Experiment-Racks und ein ausgeklügeltes Lichtsystem mit der Kraft von sechs bis acht Neonröhren (800 Lux) sollen für optimale Rahmenbedingungen für die Wissenschaft in Schwerelosigkeit sorgen. Hinter dem Netz befinden sich die Sitze, auf denen die Forscher und die Crew in den Start- und Landephasen Platz nehmen.

Drei Piloten steuern das Parabelflugzeug

Die Schaltzentrale ist wie in jedem Flugzeug im Cockpit – auch hier mit Sonderausstattung: einem Beschleunigungsmesser – dem so genannten „G“-Instrument – und einem System, um die Parabeln besonders genau zu fliegen. Ulrike Friedrich: „An jedem Flugtag sind vier Piloten an Bord. Drei sitzen im Cockpit, einer hat solange ‚dienstfrei‘, bis gewechselt wird. Der Einsatzplan wird täglich flexibel festgelegt – mal ist ein Tausch nach der fünfgen, mal nach der zehnten Parabel.“

Während einer Parabel steuert der erste Pilot die Bewegungen in der Längsachse, der zweite die Querachse des Flugzeugs und der dritte den Schub der Turbinen, also die Vorwärtsbewegung der Maschine. Das letzte Bild zeigt die Mannschaft des Trainingsfluges am 23. April 2015 nach der sicheren Landung. Die Testflüge dienen dazu, dass auch neue Piloten gute Parabelmanöver einüben und die Kabinencrew den neuen Airbus A310 ZERO-G kennenlernt und das Verhalten in Schwerelosigkeit trainiert. In der Mitte DLR-Parabelflugmanagerin Dr. Ulrike Friedrich.

Thomas Suritsch neuer Sprecher der NIKI-Geschäftsführung

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Mit sofortiger Wirkung wird Thomas Suritsch (59) neuer Sprecher der Geschäftsführung der österreichischen Fluggesellschaft NIKI Luftfahrt GmbH und tritt damit die Nachfolge von Christian Lesjak an, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.

Suritsch verantwortet in dieser Funktion die operativen Bereiche sowie den administrativen Bereich. Der gebürtige Wiener war bislang als Vice President Crew Operations bei airberlin tätig und unter anderem für die Planung aller Piloten und Flugbegleiter der airberlin Gruppe verantwortlich. In dieser Funktion hat er die Bereiche erfolgreich restrukturiert und im Rahmen der Konsolidierung der Cre‎w Bases sowie durch die Einführung eines neuen aus Crewsicht optimierten Flugplans die Produktivität wesentlich verbessert.

Suritsch hat an der TU Wien Informatik studiert und erfolgreich als Dipl.-Ing. abgeschlossen. Er verfügt über langjährige Erfahrung aus der Luftfahrt-Industrie. Innerhalb der Austrian Airlines Gruppe hat er die IT-Leitung für Tyrolean, Lauda Air und Austrian Airlines verantwortet. Von 2002 bis 2010 hat er als Geschäftsführer der Lauda Air erfolgreich die Marke für das Leisure Geschäft am österreichischen Markt positioniert. Darüber hinaus hat er bei Austrian Airlines weltweit die Ground Operations sowie das Sanierungsteam der Austrian geleitet. Thomas Suritsch ist verheiratet und hat eine Tochter.

Christina Hackl (48) wird ab 01. Juni gemeinsam mit Thomas Suritsch die Geschäftsführung von NIKI übernehmen und für den kommerziellen Bereich zuständig sein. Die gebürtige Österreicherin verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Luftfahrtbranche. Zuletzt hat sie als Senior Vice President Revenue Management & Pricing bei airberlin die operative Kapazitäts- und Preissteuerung verantwortet. Vor ihrem Wechsel zu airberlin war sie seit 1995 in verschiedenen verantwortlichen Funktionen bei Austrian Airlines tätig, u.a. in den Bereichen Pricing, Vertrieb und Netzplanung. Von 2009 bis 2013 verantwortete sie dort als Vice President Global Sales and Distribution den weltweiten Vertrieb und alle Vertriebskanäle.

„Wir danken Christian Lesjak für die geleistete Arbeit. Ich freue mich, dass wir mit Thomas Suritsch und Christina Hackl zwei erfahrene Luftfahrtexperten an der Spitze von NIKI haben, die den österreichischen Markt bestens kennen und die Position von NIKI innerhalb der airberlin group weiter stärken. NIKI weist eine sehr profitable Kostenstruktur aus und setzt damit klare Akzente und erschließt sich Wachstumsperspektiven durch eine hervorragende Stückkostenposition. Dabei folgt NIKI der klaren strategischen Ausrichtung innerhalb der airberlin group als Wachstumscarrier innerhalb der DACH-Region mit klarem touristischen Fokus“, sagt Stefan Pichler, CEO airberlin.

NIKI ist die zweitgrößte Fluglinie am Flughafen Wien. Im Flugverkehr zwischen Österreich und Deutschland sind NIKI und airberlin mit bestem Produkt und bestem Preis bereits zur Nummer eins aufgestiegen.

Personenkontrolle in Köln/Bonn mit EasyPASS – Kamera vergleicht Gesicht

Ausweis scannen, Schleuse betreten, in die Kamera schauen – fertig. Ab heute können Passagiere am Köln Bonn Airport bei der Ein- und Ausreise das sogenannte EasyPASS-Verfahren nutzen. Die ersten 4 e-Gates sind im Terminal 2 in Betrieb genommen worden. Weitere 4 e-Gates sind für das Terminal 1 geplant. EasyPASS kann bei der Einreise in den Schengenraum und bei der Ausreise aus dem Schengenraum von allen volljährigen Inhabern eines elektronischen Reisepasses der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz genutzt werden. Auch der neue deutsche Personalausweis berechtigt zur Nutzung der e-Gates.

„Wir sind einer von fünf deutschen Flughäfen, an denen die neue Technologie zum Einsatz kommt“, freut sich Flughafenchef Michael Garvens. „Mit EasyPass verkürzen sich die Wartezeiten bei den Passkontrollen.“

Dabei werden zunächst die Echtheit und die Gültigkeit des Ausweis-Dokuments elektronisch geprüft. Anschließend wird das von einer Kamera im e-Gate aufgenommene Echtbild der zu kontrollierenden Person mit dem im Ausweis-Chip gespeicherten Lichtbild des Gesichtes abgeglichen. Stimmen sie überein, öffnet sich der Ausgang der Schleuse.

Flughafen Hamburg bekommt Auszeichnung „Luftgütepartner“

Hamburg Airport ist „Luftgütepartner des Jahres 2015“. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Handelskammer Hamburg die Vielzahl an Maßnahmen des Flughafens zur Senkung von Luftschadstoffen.

„Dies reicht von der Mitarbeitereinbindung durch Zuschüsse für die HVV-Proficard, die Bereitstellung von überdachten Fahrradstellplätzen, die Teilnahme an Aktionen wie ‚Mit dem Fahrrad zur Arbeit‘ über kostenlose Fahrradchecks bis hin zu einem Anteil alternativ betriebener Fahrzeuge am eigenen Fuhrpark von bereits 32 Prozent“, so Vizepräses Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld (re.) bei der feierlichen Übergabe der Urkunde an den Vorsitzenden der Geschäftsführung von Hamburg Airport, Michael Eggenschwiler.

Nach Tipps für andere Unternehmen befragt, sagte Michael Eggenschwiler, Firmen müsse die Angst genommen werden, dass solche Maßnahmen für den Umweltschutz wirtschaftlich nicht leistbar seien. Umweltsenator Jens Kerstan bezeichnete die Ehrung als Meilenstein. „Der Flughafen zeichnet sich durch die Kontinuität seiner Umweltarbeit aus und setzt sich immer neue Ziele“, sagte er während der Veranstaltung in Anwesenheit der Vertreter von Hamburg Airport, unter ihnen der Leiter des Zentralbereichs Umwelt, Axel Schmidt.

Hamburg Airport ist seit der Gründung 2012 Mitglied in der Hamburger Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität und hat sich damit verpflichtet, fortlaufend Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität zu ergreifen.

Fuhrpark mit Strom- und Wasserstoffantrieb

Im Sommer 2013 hat die Geschäftsführung des Hamburg Airport mit dem „Mobilitätskonzept 2020“ die konsequente Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe beschlossen. Damit hat sich der Flughafen Hamburg ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Schon in sieben Jahren sollen mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge der Hamburg Airport-Gruppe mit alternativen Energien fahren, bei Standardfahrzeugen wie Personenwagen, Kleintransportern, Sprintern und Bussen werden sogar 100 Prozent angestrebt. Grundsätzlich wird bei jeder Ausschreibung von Spezialfahrzeugen geprüft, welche alternativen Antriebe möglich und wirtschaftlich vertretbar sind.

Um die vielen Fahrzeugbewegungen am Standort nachhaltig auszuführen, hat Hamburg Airport sowohl Elektroantriebe als auch Gas- und Wasserstofffahrzeuge im Einsatz. Die Einsatzfelder der Fahrzeuge am Flughafen und somit auch die Anforderungen an Antriebstechnologien unterscheiden sich stark, weshalb wir nicht nur auf die eine Technologie setzen, sondern verschiedene alternative Antriebsarten in Einsatz bringen.

Mit 45 Neuanschaffungen in 2014 hat sich der Anteil an alternativ angetriebenen Fahrzeugen am Hamburg Airport um 52 Prozent erhöht. Derzeit fahren am Hamburg Airport 136 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, was einem Anteil von rund 33 Prozent am gesamten Fuhrpark entspricht.

Rußpartikelfilter: Flughafen kein Umfeld für Dieselmotoren

Über die CO2-Einsparung hinaus hat die Nutzung alternativer Antriebsarten einen weiteren entscheidenden Vorteil: die Feinstaubemissionen werden auf nahezu Null reduziert. Dies ist im Flughafenalltag, neben der Nutzung von Elektrofahrzeugen, nur durch den Einsatz von Erdgastechnologie möglich, da Rußpartikelfilter von dieselbetriebenem Gerät hier einsatzbedingt nicht immer funktionieren. Busse und Schlepper fahren häufig nur kurze Strecken zwischen Flugzeugen und Terminals, die Motoren erreichen selten genügend hohe Temperaturen, welche ein Feinstaubfilter für die zuverlässige Funktion benötigt. Unter diesem Aspekt trägt der Einsatz von Erdgasfahrzeugen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf dem Vorfeld bei und reduziert die vom Flughafen ausgehenden Luftschadstoffe.

Flughafen Dortmund weist 65 Mädchen ins Geschehen ein

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Rund 65 Mädchen der Maria-Montessori Gesamtschule aus Meerbusch nutzten das Angebot und blickten hinter die Kulissen der Airport-Welt in Dortmund. Dabei lernten sie gemäß der Idee des bundesweiten Aktionstages technische und handwerkliche Berufe kennen, die überwiegend von Männern ausgeübt werden. Welche Berufswege bietet ein Flughafen? Wie sieht die Ausbildung zur Fluggerätmechanikerin aus? Welche Fähigkeiten muss man als Pilotin mitbringen? Antworten auf diese und weitere Fragen gab der Flughafen Düsseldorf heute gemeinsam mit seinen Airline-Partnern Air Berlin, Lufthansa und Eurowings sowie dem Bodendienstleister Lufthansa Leos im Rahmen des Girls` Day.

Dr. Ludger Dohm, Sprecher der Flughafen-Geschäftsführung, begrüßte gemeinsam mit Vertretern der Partner die Mädchen persönlich und freute sich über das rege Interesse: „Wir sind immer auf der Suche nach jungem Nachwuchs und bieten dafür vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten am Flughafen. Besonders freut es uns natürlich, wenn sich junge Frauen für einen technischen Beruf begeistern.“

Der Flughafen Düsseldorf beschäftigt derzeit 53 Auszubildende, darunter rund 40 im gewerblich-technischen Bereich. Zu den technischen Fachrichtungen zählen beispielsweise Mechatronik, Elektronik und Anlagemechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Neu ist in diesem Jahr der praxisorientierte duale Studiengang „Elektrotechnik“ in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein. Die Auszubildenden begleiteten die Veranstaltung, stellten ihre eigenen Projekte vor und standen den Mädchen mit Rat und Tat zur Seite.

Techniker erklären Arbeiten am Flughafen

Der Girls` Day am Airport bot den Schülerinnen viele spannende Einblicke. Nach einer Flughafenrundfahrt übten sich die jungen Frauen in der Praxis. In der Ausbildungswerkstatt des Düsseldorfer Airports lernten sie das Lesen einer technischen Zeichnung und anhand dieser ein Miniatur-Modell eines Gepäckförderbandes zu (de)montieren. Darüber hinaus konnten sich die Mädchen an Grundschaltungen der Elektronik versuchen.

Bei den Partnern Air Berlin, Lufthansa, Eurowings und Leos schauten die Schülerinnen den Technikern über die Schulter und nahmen das Fahrwerk, den Frachtraum, die Bordküche und das Cockpit der Flugzeuge unter die Lupe. Die Techniker der Fluggesellschaften unterziehen ihre Flieger in den Hallen regelmäßigen Wartungen, bevor die Maschinen wieder in den Liniendienst gehen. Sie berichteten anschaulich von ihren Tätigkeiten, erklärten die Unterschiede und Besonderheiten der verschiedenen Flugzeugtypen und standen für Fragen rund um die Technik zur Verfügung.

Schweres Gerät verschieben: Push-Back

In einer Trockenübung konnten die Mädchen außerdem das Umlegen und Auslösen der Rettungs-Schwimmwesten testen. Noch praxisnäher wurde es dann zum Abschluss: Die Mädchen durften in einem Flugzeugschlepper mitfahren und hautnah erleben, wie ein Push-Back-Vorgang – also das Rückwärtsschieben eines Flugzeugs – durchgeführt wird.

Weiterhin gehörte ein Besuch der Feuerwehrwache zum Rahmenprogramm. Dort besichtigten die Schülerinnen die Räumlichkeiten und Einsatzfahrzeuge und durften sogar die schwere Feuerwehrausrüstung mit Atemschutzgerät anprobieren. Auch die für die Gepäck-, Flugzeug- und Passagierabfertigung tätige Flughafen-Tochtergesellschaft FDGHG unterstützte die Veranstaltung, stellte die Busse für die Fahrten auf dem Vorfeld und präsentierte ein Enteisungsfahrzeug aus nächster Nähe.

Rakete TEXUS für 20 Minuten Mikrogravitation in 269 Kilometer Höhe

TEXUS 51 ist am 23. April 2015 um 09:35 Uhr Mitteleuropäischer Zeit vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden in den Weltraum gestartet. Die 12,5 Meter hohe und 2,6 Tonnen schwere Forschungsrakete des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) trug vier deutsche Experimente aus Biologie und Materialforschung in eine Höhe von 259 Kilometern.

Zunächst wurde ein Wetterbaloon in den Himmel geschickt, um starke Winde auszuschließen und für den Start grünes Licht zu geben. Während des rund zwanzigminütigen Forschungsfluges befanden sich die Experimente dann rund sechs Minuten lang in Schwerelosigkeit bzw. Mikrogravitation. Ein Fallschirm brachte die Nutzlasten danach wieder zurück zum Boden.

Solarsilizium und Quantenoptik in Schwerelosigkeit

Die Qualität und den Wirkungsgrad von Solarzellen zu verbessern, das ist Ziel des Experiments „ParSiWal“ (Bestimmung der kritischen Einfanggeschwindigkeit von Partikeln bei der gerichteten Erstarrung von Solarsilizium im Weltall). Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) in Erlangen, der Universität Freiburg und der Universität Bayreuth beschäftigen sich dabei mit dem unerwünschten Einbau von Siliziumkarbid-Partikeln, der bei der Kristallisation von Siliziumkristallen auftreten kann.

Denn bei der industriellen Produktion von Silizium-Solarzellen für die Photovoltaik behindern Siliziumkarbid-Partikel die mechanische Bearbeitung des Produktes und verschlechtern den Wirkungsgrad der Solarzellen. Der Einbau der Partikel in den Siliziumkristall soll deshalb vermieden werden. Die Wissenschaftler wollen daher experimentell klären, welche Mechanismen für diesen Vorgang verantwortlich sind. Schwerelosigkeit ist für die Untersuchungen eine wichtige Voraussetzung, da die Schwerkraft maßgeblich die Strömung in der Schmelze beeinflusst.

Beim Experiment „FOKUS“ (Faserlaser-basierter optischer Kammgenerator unter Schwerelosigkeit) wird ein so genannter Frequenzkamm, also ein spezieller Laser, der am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in München entwickelt wurde, auf seine Anwendungsfähigkeit in der Raumfahrt getestet. Herzstück eines Frequenzkammes ist ein gepulster Laser, der optische Frequenzen misst. Künftig soll diese Technologie in der Präzisions-Spektroskopie, etwa bei der Untersuchung von Spurengasen in der Atmosphäre, in der Astrophysik oder bei neuartigen, extrem genauen Atomuhren für Forschungsmissionen oder für die Navigation eingesetzt werden.

Immunschwäche im All verstehen

Manche Astronauten leiden bei längeren Aufenthalten im All verstärkt unter Infektionen. Die Gründe für diese Störungen des menschlichen Immunsystems, die in der Schwerelosigkeit auftreten, will eine Wissenschaftlergruppe der Universität Magdeburg mit dem Experiment „SITI-2“ (Signaltransduktion in Zellen des Immunsystems in Schwerelosigkeit) klären.

Auf dem TEXUS-51-Flug werden dazu Zellkulturen der Schwerelosigkeit ausgesetzt, in denen die Aktivität von Genen des Immunsystems mithilfe moderner DNA-Chip-Technologie untersucht werden soll. Sollte sich die Vermutung der Wissenschaftler bestätigen, dass bestimmte Moleküle der Zellmembran für die Störungen verantwortlich sind, könnten diese Erkenntnisse langfristig zu neuen Ansätzen bei der Bekämpfung von Krankheiten führen.

Im materialwissenschaftlichen Experiment „TRACE-3“ (Transition from columnar to equiaxed solidification in a transparent model alloy) vom Forschungszentrum ACCESS in Aachen analysieren die Wissenschaftler Vorgänge und Strukturen, die bei der Erstarrung metallischer Legierungen eine Rolle spielen. Dies überprüfen die Wissenschaftler beispielhaft an einem Gemisch organischer Substanzen, das ähnlich wie flüssiges Metall erstarrt. Der Erstarrungsprozess kann dabei direkt beobachtet werden, da die Legierung durchsichtig ist. Die Daten sollen industrielle Gießprozesse verbessern.

TEXUS: Zweite Rakete startet bald mit Biologie und Physik

Bereits am 27. April 2015 soll TEXUS 52 mit drei weiteren Experimenten deutscher Wissenschaftler startbereit sein: Mit der neu entwickelten Experimentanlage „Flumias“ kommt zum ersten Mal ein spezielles Lichtmikroskop, ein so genanntes konfokales Laserscanning-Mikroskop (CLSM) auf einem TEXUS-Flug zum Einsatz. Dieses Instrument ermöglicht es, lebende biologische Proben über einen längeren Zeitraum zu untersuchen. Dies geschieht durch die Aufnahme von dreidimensionalen, zeitlich und räumlich hochaufgelösten fluoreszenzmikroskopischen Bildern, auch Live-Cell Imaging genannt.

Mit dieser Methode wollen drei Arbeitsgruppen aus den Universitäten Stuttgart-Hohenheim und Magdeburg den Nachweis von Effekten der Schwerelosigkeit auf den Aufbau und die Dynamik des Zellskeletts in menschlichen Immun-, Nerven- und Schilddrüsenkarzinomzellen erbringen. Diese Forschung bildet die Grundlage für weitergehende Untersuchungen zur Gesunderhaltung von Astronauten im All und von Patienten auf der Erde. Das Studium weiterer biologischer Proben auf Flumias ist für spätere TEXUS-Flüge vorgesehen.

Im Experiment „OASIS-TEX“ (Optical Analysis of Smectic Islands in Space – Thermocapillary Experiments) untersuchen Forscher der Universität Magdeburg und der University of Colorado at Boulder die Eigenschaften von Flüssigkristallschichten. Flüssigkristalle kommen bei der Herstellung von Anzeigegeräten zum Einsatz, in der Medizin, der Kosmetik und in der Waschmittelherstellung. Aus ihnen lassen sich Filme in gleichmäßigen Dicken von wenigen Nanometern (zwei bis drei Molekülschichten) bis zu einigen Mikrometern (etwa 1.000 Molekülschichten) herstellen. Man kann sich diese Filme in gekrümmter Form etwa wie besonders stabile Seifenblasen vorstellen. Sie haben interessante strukturelle und dynamische Eigenschaften, sodass sie in der Grundlagenforschung als ideale Modelle für physikalische Phänomene dienen, wie etwa die Wechselwirkung der Moleküle untereinander.

Vorreiter für Experimente auf der Raumstation

Gemeinsam mit der NASA soll später das Experiment OASIS auf der ISS durchgeführt werden. Der TEXUS-52-Flug dient als Generalprobe. Hierbei können bereits zwei wichtige wissenschaftliche Fragestellungen in Angriff genommen werden: Im ersten Experimentteil werden durch Temperaturunterschiede spezielle Strömungen, so genannte Marangoniströmungen, in einer Filmfläche erzeugt. Dabei erhoffen sich die Wissenschaftler Erkenntnisse, wie die Struktur der einzelnen Moleküle sich auf das makroskopische Strömungsverhalten auswirkt.

Im zweiten Experimentteil wird ein Flüssigkeitszylinder zwischen zwei auseinander driftenden Stempeln hergestellt und so weit gedehnt, bis er spontan in einzelne Tropfen zerfällt. Ziel ist es zu erforschen, wie die kristallähnliche Anordnung der Moleküle im Flüssigkristall diesen Vorgang im Vergleich zu einer „normalen“ Flüssigkeit beeinflusst.

Inwieweit sich bestimmte Planktonorganismen als Bestandteil zukünftiger bioregenerativer Lebenserhaltungssysteme in Raumstationen oder anderen extremen Umgebungen eignen, untersuchen Wissenschaftler der Universität Bayreuth im Experiment „Daphnia“. Ein wichtiger Modellorganismus für diese Forschung ist der Süßwasserfloh Daphnia. Allerdings ist bisher nur wenig über die Wirkung der Schwerkraft beziehungsweise der Schwerelosigkeit auf das Verhalten und die Physiologie dieser Tiere bekannt.

Daher ist es wichtig, diese Auswirkungen zunächst in Kurzzeitflügen wie TEXUS zu überprüfen, bevor die möglichen Kandidaten in Lebenserhaltungssystemen im Weltraum einsetzt werden. Außerdem erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die verschiedenen schwerkraftwahrnehmenden biologischen Systeme, die sich im Lauf der Evolution entwickelt haben. Die Forscher werden hierfür das Schwimmverhalten der Tiere analysieren und darüber hinaus molekulare Untersuchungen durchführen, um den Einfluss der Schwerelosigkeit auf genetischer Ebene zu erforschen.

Im gesamten TEXUS-Programm wurden seit 1977 etwa 300 wissenschaftliche Experimente durchgeführt, 70 Prozent davon im Auftrag des DLR und etwa 30 Prozent im Rahmen einer Beteiligung durch die europäische Raumfahrtagentur ESA. Mit den Startvorbereitungen und der Durchführung der TEXUS 51/52-Doppelkampagne hat das DLR erneut die Firma Airbus Defense & Space in Bremen beauftragt.

Von OHB-System in München kommen dabei die Service Systeme der Rakete, das sind das Service Modul (mit den Einheiten für Telemetrie, Telekommando, TV-Bildübertragung, Nutzlastbewegungskontrolle und µg-Messungen) und andererseits das Bergungssystem. In den Bodenstationen des Startplatzes werden während des Raketenfluges Telemetrie-Daten und Videobilder empfangen und den Experimentatoren bereit gestellt. In der Freiflugphase der Nutzlast können die Experimentatoren per Telekommando direkt auf ihre Experimente einwirken.

Weiterhin beteiligt sind die Firma OHB und die mobile Raketenbasis (MORABA) des DLR in Oberpfaffenhofen. Die zweistufige Trägerrakete VSB-30 wurde gemeinsam von den brasilianischen Raumfahrtorganisationen CTA (Centro Técnico Aerospacial) und IAE (Instituto de Aeronáutica e Espaço), der MORABA, sowie der schwedischen Raumfahrtorganisation SSC entwickelt.

Titelbild: Die unbemannte Forschungsrakete TEXUS-51 hebt vom Startplatz ESRANGE ab (OHB/Airbus Defence & Space). Andere Bilder: DLR.

Historische und moderne Flugzeugschau für Jungen und Mädchen am PAD

Wie wird ein Flugzeug betankt oder wie wird das Gepäck vom Check-in zum Flieger gebracht? Wie wird ein brennendes Flugzeug im Ernstfall gelöscht? Hierüber informierten sich heute insgesamt 45 Mädchen und Jungen beim Girls` und Boys` Day und Berufserkundungstag am Paderborn-Lippstadt Airport PAD. Einen ganzen Tag konnten sie all das bestaunen, was hinter den Kulissen des Flughafens passiert. Zudem hatten die Jugendlichen im Alter von 13 bis 19 Jahren Gelegenheit, sich über den Ausbildungsberuf „Servicekaufmann/ -frau im Luftverkehr“ und Berufsmöglichkeiten am Airport PAD schlau zu machen.

Der spannende Tag am Flughafen begann für alle Teilnehmer/ -innen mit einer kurzen Begrüßung durch Luisa Peitz, Ausbildende im 2. Lehrjahr. Die anschließende Besichtigung des Airports startete bei den Bodenverkehrsdiensten. Hier erfuhren die Jugendlichen alles rund um die Abfertigung eines Flugzeuges. So konnten sie das Be- und Entladen, das Betanken und das Reinigen eines Flugzeuges aus nächster Nähe miterleben. Anhand der modernen Gepäcksortieranlage wurde den „Girls und Boys“ erklärt, wie die Koffer ihren Weg vom Check-in ins richtige Flugzeug finden.

Das Highlight des Tages war jedoch der Besuch bei der Flughafenfeuerwehr. Engagiert zeigten die Fachleute, wie man in einem Ernstfall Feuer im Flugzeug und am Boden erfolgreich bekämpft. Auch der große Fuhrpark der Feuerwehr am Flughafen überzeugte Mädchen und Jungen gleichermaßen. Danach ging es für alle Teilnehmer in den Quax-Hangar, der zahlreiche Oldtimer Flugzeuge beherbergt und in die eigens dafür vorgesehene Werkstatt der historischen und seltenen Schätzchen. All diese spannenden Eindrücke und Erfahrungen machten diesen Tag für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis.

A7-Vollsperrung und Haspa Marathon am kommenden Wochenende in Hamburg

Am kommenden Wochenende 25. und 26. April beeinträchtigen Bauarbeiten auf der Autobahn 7 die Zu- und Abfahrt zum Hamburg Airport. Die A7 ist von Sonnabend, 25. April, 21:00 Uhr, bis Sonntag, 26. April, um 09:00 Uhr vollständig gesperrt – und zwar auf einer Länge von 23 Kilometern.

Der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Schnelsen-Nord und Kaltenkirchen kann nicht befahren werden. Die dazwischen liegenden Zu- und Abfahrten Quickborn und Henstedt-Ulzburg sind ebenfalls gesperrt. Passagiere und Abholer sollten bei ihrer Anreise zum Flughafen Umleitungen und entsprechend mehr Fahrzeit einplanen.

Wer aus Richtung Norden kommend zum Flughafen möchte, kann die Ausweichroute über die B4 (westlich zur A7) und im weiteren Verlauf über die B432/433 (östlich der A7) nutzen. Der Anreiseverkehr aus Richtung Süden wird automatisch an der Anschlussstelle Schnelsen-Nord heruntergeleitet und erreicht dann wie gewohnt über die B432/433 den Flughafen.

Marathon blockiert Flughafen-Anreise am Sonntag

Am Sonntag, den 26. April 2015, findet zudem der Haspa Marathon zum 30. Mal in Hamburg statt. Seine Laufstrecke führt wieder durch flughafennahe Stadtteile. Insbesondere in der Zeit von ca. 08:15 Uhr bis in den Nachmittag sind einige wichtige Zufahrtstraßen in der Innenstadt, St. Pauli, Altona und den Stadtteilen um die Außenalster für den Straßenverkehr gesperrt. Hamburg Airport empfiehlt seinen Passagieren, Abholern und Airport-Besuchern, den Flughafen von Norden oder von Osten anzufahren und den ausgeschilderten Umleitungen im Stadtgebiet zu folgen.

Die Flughafen-S-Bahn Linie S1 verkehrt planmäßig im zehn-Minuten Takt. Alle U-Bahnlinien werden während des Marathons verstärkt. Die Buslinie 39 fährt von 08:00 bis 14:30 Uhr nicht in Richtung Wandsbek. Die anderen Linien verkehren planmäßig.

Abfliegende Passagiere sollten bei der Fahrt zum Flughafen auf Rundfunkdurchsagen achten und zur Sicherheit gegebenenfalls mehr Zeit einkalkulieren.

  • Nummer des Bürgertelefons, das von der Hamburger Polizei am Samstag (10:00 bis 18:00 Uhr) und Sonntag (08:00 bis 16:00 Uhr) eingerichtet wird, lautet: 040-428656565
  • Hotline des HVV ist unter folgender Nummer zu erreichen: 040-19449

Auch in den kommenden Wochen ergeben sich aufgrund von Bauarbeiten immer wieder Beeinträchtigungen für den An- und Abreiseverkehr des Hamburger Flughafens.

Informationen zur aktuellen Verkehrslage findet man hier, aktuelle Umleitungsinformationen gibt es hier.

Integration des Luftverkehrs in globalen Emissionshandel vorgeschlagen

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Der Luftverkehr lässt sich trotz seiner vielfältigen Auswirkungen aufs Klima in internationale Klimaschutzprotokolle integrieren. Dabei sind signifikante Einsparungen an klimarelevanten Emissionen bei moderatem Einfluss auf die Luftverkehrsnachfrage möglich.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Erstmals fließt in die Untersuchung der gesamte Klimaeffekt des Luftverkehrs ein. Gegenüber der reinen Berücksichtigung von CO2-Emissionen fällt dieser durchschnittlich etwa doppelt so hoch aus.

Klimafaktor Luftverkehr mit 4,9 Prozent Anteil

Der globale Luftverkehr ist ein kontinuierlich wachsender Wirtschaftssektor. Dabei steigen auch dessen Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. „Seit Jahrzehnten sehen wir einen deutlichen Anstieg der CO2-Emissionen der Luftfahrt, der sich auch nach 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls, fortsetzt“, sagt Prof. Dr. Sausen vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. „Daneben steigt durch die Luftfahrt der klimarelevante Ausstoß von Stickoxiden, Schwefeloxiden, Wasserdampf und Ruß.“

Aufgrund der Flughöhe erzeugen Flugzeuge teilweise Kondensstreifen und Zirren, die ebenfalls eine Klimawirkung entfalten. 2005 trugen die weltweiten CO2-Emissionen des Luftverkehrs etwa 1,6 Prozent zur globalen Erwärmung bei, mit den übrigen Klimaeffekten der Luftfahrt lag dieser Wert 2005 sogar bei 4,9 Prozent. „Es ist unerlässlich, Flugzeuge in ihrer gesamten Klimawirkung zu erfassen und Klimaschutzmaßnahmen im Luftverkehr vielfältig zu denken“, unterstreicht Prof. Sausen. „Deshalb haben wir ein Modell entwickelt, das den gesamten Klimaeffekt des Luftverkehrs widerspiegelt, ebenso wie die Auswirkungen von klimaschützenden Maßnahmen.“

Klimaschutzinstrumente: Globaler Emissionshandel effektiv

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studie AviClim (Including Aviation in International Protocols for Climate Protection) prüften die DLR-Wissenschaftler mit dem neuentwickelten Modell drei mögliche Klimaschutz-Instrumente: eine Klimasteuer, einen umfassenden Handel klimarelevanter Emissionen des Luftverkehrs sowie ein Entgelt auf Stickoxide kombiniert mit klassischem CO2-Emissionshandel und operationellen Klimaschutzmaßnahmen. Ein Beispiel für operationelle Maßnahmen ist etwa die Änderung der Reiseflughöhe.

„Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass der offene globale Emissionshandel aller klimarelevanten Substanzen den anderen beiden klimapolitischen Instrumenten überlegen ist“, sagt Studienleiterin Dr. Janina Scheelhaase vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr. Insbesondere die Klimasteuer würde den Luftverkehr überproportional belasten, was deutlich steigende Preise und einen dadurch deutlich bremsenden Einfluss auf die Luftverkehrsnachfrage nach sich zieht.

„Dagegen bietet der globale Emissionshandel mehr Flexibilität, da zusätzlich zu technischen und operationellen Maßnahmen im Luftverkehr kostengünstige Vermeidungsmaßnahmen in anderen Wirtschaftssektoren angerechnet werden können“, erklärt Scheelhaase. „Damit ist ein signifikanter Klimaschutz mit einem moderat bremsenden Einfluss auf die Luftverkehrsnachfrage möglich. Letztendlich muss aber die Politik über Klimaschutzziele und die Verteilung wirtschaftlicher Belastung entscheiden.“ Möglichkeiten, die Klimawirkungen des Luftverkehrs im Betrieb zu reduzieren, liegen beispielsweise bei klimaoptimierten Flugrouten, die die Vermeidung von Kondensstreifen berücksichtigen, oder bei ökologisch optimierten Flugzeugen.

Abfedern von Wettbewerbsverzerrungen

Erfahrungen auf internationaler Ebene zeigen, dass die Umsetzung von Emissionsrechtemodellen in der Praxis bisher mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden ist. Eine möglichst globale Einführung ist prinzipiell wünschenswert, um einen deutlichen Effekt für den Klimaschutz zu erzielen und größere Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

„Im Luftverkehr lassen sich allerdings nach unseren Ergebnissen bereits deutliche Klimaschutzeffekte erzielen, wenn die großen Luftfahrtnationen wie die Mitgliedsstaaten der EU, USA, Kanada, Südkorea, Japan, Singapur, China, Brasilien und die Golfstaaten sich an klimapolitischen Maßnahmen beteiligen, denn gemeinsam decken diese Staaten mehr als 90 Prozent der weltweit durchgeführten Flüge ab“, sagt Scheelhaase. „Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll in einer möglichst großen Zahl dieser Staaten rasch klimaschützende Maßnahmen im Luftverkehr einzuführen, anstatt auf eine weltweite Lösung zu warten.“

Das DLR erstellte die Studie zur Einbeziehung des Luftverkehrs in internationale Klimaschutzprotokolle (AviClim) im Zeitraum Oktober 2011 bis März 2015. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt innerhalb des Förderprogramms „Ökonomie des Klimawandels“ im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA).

Schüler beim Flughafen München als Ausbildungsplatz

Anlässlich des heutigen Girls` Day und Boys` Day am Münchner Flughafen machte sich Bayerns Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Emilia Müller, im Beisein von Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh vor Ort ein Bild über das vielfältige Angebot für den Nachwuchs. Dabei informierten sich Schülerinnen aus der Region und aus München am Airport über die Arbeit der Flughafenfeuerwehr. So hatten die Teilnehmerinnen unter anderem die Gelegenheit, die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse gleich in der Praxis zu erproben.

Nach der Einkleidung mit Schutzanzügen der Feuerwehr wurden Übungen mit Feuerlöschern, eine Einführung in die Gerätekunde sowie eine kurze Wiederbelebungsschulung durchgeführt. Ein Besuch der Drehleiter gehörte ebenfalls zum „Schnupperprogramm“.

Bewerbung am Flughafen ein Jahr vor Schulabschluss

Neben der Flughafenfeuerwehr präsentierte die Flughafen München GmbH (FMG) zum Girls‘Day auch die Ausbildungen zur Mechatronikerin, zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung und Systemintegration sowie zur Köchin bei der Tochtergesellschaft Allresto. Wer Interesse an einem Ausbildungsberuf gefunden hat, kann sich ein Jahr vor dem Schulabschluss hier bei der FMG bewerben. Der Flughafen München nahm dieses Jahr auch wieder am bundesweiten Boys’Day teil. Dabei erkundeten die Schüler den Ausbildungsberuf Kaufmann im Einzelhandel bei der FMG-Tochter eurotrade.

Außer der Flughafengesellschaft beteiligten sich unter anderem auch die Lufthansa CityLine, das Hauptzollamt München und die Bundespolizei, an dem flughafenweiten Veranstaltungsprogramm zum Girls` Day und Boys` Day. Insgesamt nutzten mehr als 120 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich über die Ausbildungsangebote detailliert vor Ort zu informieren.

Cessna Caravan zum 30. mit neuem Interieur

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Cessna zeigte auf der Sun ’n Fun International Fly-In and Expo in Lakeland, Florida, eine neue Kabinenausstattung für die Einzelantrieb-Turboprop Palette Caravan.

Das neue Interieur verbessert Funktionalität und Komfort und spart noch einmal fünf Pfund Gewicht pro Sitz ein. Die wichtigste Neuerung ist dabei eine komplett maschinenbearbeitete Sitzstruktur, im Gegensatz zu den vorherigen geschweißten Sitzen. Damit wurden auch Verbesserungen beim Sitzwinkel, der Gurtplatzierung und die Sichthöhe zu den Kabinenfenstern umgesetzt. Auch mehr Stauraum ist nun unter den Sitzen vorhanden.

Das Material ist Schmutz-resistent und mit einer antimikrobiellen Oberfläche versehen, was besonders dem Einsatz der Caravan als Ambulanz-Flugzeug dient. Es soll zwei Farben für das neue Caravan-Interieur geben, Savanna (Classic Neutral Kaki) und Canyon (Hochkontrast Schwarz und Kaki). Für die Ausstattung mit Gruppen-Bestuhlung werden die von der FAA vorgeschrieben Kopflehnen optional von Cessna angeboten. Damit wird diese auch für die Grand Caravan EX verfügbar. Die ersten Auslieferungen haben bereits begonnen.

Cessna Caravan wird 30 Jahre alt

Die erste Caravan wurde am 25. Februar 1985 an einen Service Provider in Alaska ausgeliefert. Seitdem hat die Caravan verschiedene Stationen und Weiterentwicklungen durchlebt. Allein FedEx ist mit Part 135 Betreibern Nutzer von 240 Caravans mit einer Verlässlichkeit von über 99 Prozent. Einige Stationen der Caravan:

  • 1982 Erstflug des Caravan 208 Prototypen
  • 1984 Caravan 208 erhält FAA-Musterzulassung
  • 1985 Caravan 208 Amphibienflugzeug zugelassen
  • 1986 Caravan 208B Super Cargomaster, um vier Fuß verlängert, erhält FAA Musterzulassung
  • 1990 Erste Grand Caravan 208B
  • 1998 Auslieferung der 1.000. Caravan 208
  • 1998 Caravan 208 mit Pratt & Whitney Canada PT6A-114A Triebwerk und 675 PS
  • 2002 Auslieferung der 1.000. Grand Caravan 208B
  • 2008 Garmin G1000 wird Standard-Avionik
  • 2013 Cessna liefert die Grand Caravan EX aus, mit Pratt & Whitney Canada PT6A-140 Triebwerk und 867 PS
  • 2013 Grand Caravan EX Amphibian erhält FAA-Musterzulassung

Noch dieses Jahr soll die 2.500. Caravan ausgeliefert werden. Dann wurden von dem Flugzeug in insgesamt 100 Ländern mehr als 13 Millionen Flugstunden akkumuliert. Es gibt von der Caravan derzeit vier Modelle, neben der Caravan die Grand Caravan EX, die Caravan Amphibian und die Grand Caravan EX Amphibian. Kürzlich erhielt die Cessna Grand Caravan EX auch mit 14 Sitzen von der EASA zugelassen.

Utility-EC145: Einfaches Cockpit und größere Lasten

Eine neue Version der zweimotorigen EC145 hat ihre Musterzulassung von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA erhalten. Die EC145 (vormals EC145e), die auch auf den Namen BK117 C2e zugelassen ist, war von Airbus Helicopters für hocheffiziente und kostengünstige Lastentransport-Einsätze („Utility“) entwickelt worden.

Die Maschine mit Standard-Innenausstattung ist speziell für „Utility“-Einsätze ausgerüstet und kann 146 kg mehr Fracht aufnehmen als die vorherige EC145-Version für Missionen dieser Art.

„Als Mehrzweckhubschrauber mit einfacher Kabinenausstattung und missionsspezifischen Systemen erfüllt die EC145 die Anforderungen der Anbieter von Lastentransporten und anderen zivilen Aufgaben. Zudem überzeugt sie mit ihrem niedrigen Preis und kürzeren Lieferzeiten“, erklärte Manfred Merk, Leiter des H145-Programms bei Airbus Helicopters.

Nach ihrer erfolgreichen Zertifizierung ist die EC145 nun für Tag- und Nachteinsätze im Sichtflug mit nur einem Piloten zugelassen. Mitte 2015 soll die neue Version auch von der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) zertifiziert werden.

Sparsamere Instrumente der EC145 für Utility Einsätze

Für ein geringeres Gewicht fehlen der EC145 Komponenten wie das automatische Flugführungssystem, klassische Cockpit-Instrumente wurden durch die Avioniksuite G500H von Garmin mit dualen elektronischen Fluganzeigen ersetzt.

Die EC145 ist bestens für verschiedenste Aufgaben wie Passagierbeförderung, Brandbekämpfung oder Transporte von Innen- und Außenlasten geeignet. Nach ihrem Erstflug im August 2013 stellte die erste EC145 ihre Fähigkeiten unter anderem wie im Bild gezeigt bei Löschflugdemonstrationen in Spanien unter Beweis.

Die EC145 für Utility-Einsätze ist das jüngste Mitglied der H145-Familie von Airbus Helicopters. Über 700 Hubschrauber dieser Typenreihe stehen derzeit in Dienst. Die neue Version ist die perfekte Ergänzung zur hochmodernen H145, die Airbus Helicopters im Sommer 2014 auf den Markt gebracht hat. Die flexible und vielseitige H145-Familie ist weltweit bei rund 120 Kunden in 44 Ländern im Einsatz und hat bereits über eine Million Flugstunden absolviert.

Flughafen Bremen promotet neue Verbindungen am besten

Das Marketing-Team des Flughafens Bremen ist erneut der Gewinner des Routes Europe Airport Marketing Awards: Den europäischen Award für die beste Marketingstrategie und deren Umsetzung in der Kategorie „Flughäfen bis vier Millionen Passagiere“ nahm der Flughafen Bremen bei der Routes Europe 2015 im schottischen Aberdeen in Empfang.

Dies ist bereits das dritte Mal, dass der Airport Bremen für seine Leistungen von der Routes Europe ausgezeichnet wurde. Schon 2012 und 2014 ging der Preis in die Hansestadt. In diesem Jahr setzte sich der Flughafen Bremen gegen Billund Airport, Antwerp International Airport, Doncaster Sheffield Airport und Malmö Airport durch, die ebenfalls für den Preis nominiert waren.

Die Awards haben in der Luftfahrtbranche einen hohen Stellenwert, da sie auf Empfehlung der Airlines vergeben werden, die die Flughäfen für ihre Marketingleistungen unter anderem für die Bewerbung neuer Flugverbindungen – prämieren. Die Routes Europe dient vor allem der Entwicklung neuer Strecken im internationalen Luftverkehr und gilt als die wichtigste Kontakt- und Informationsbörse für Flughäfen und Luftverkehrsgesellschaften.

Flughafen Stuttgart 2014 mit 29,8 Millionen Euro Gewinn

Am Flughafen Stuttgart zählt im Geschäftsjahr 2014 ein Plus von 1,5 Prozent Passagieren gegenüber dem Vorjahr mit insgesamt 9.730.531 Millionen. Die Zahl der Flugbewegungen liegt bei 124.452 Starts und Landungen und ist damit fast unverändert (minus 0,1 Prozent). Der Umsatz stieg auf 235,8 Millionen Euro, ein Plus von 4,7 Prozent. Trotz eines schwierigen Geschäftsumfelds hat die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) mit 29,8 Millionen Euro nach Steuern wieder ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Der Flughafen Stuttgart zählt damit auch 2014 wiederholt zu den internationalen Flughäfen in Deutschland, die profitabel betrieben werden.

Für das laufende Jahr 2015 korrigierte Geschäftsführer Prof. Georg Fundel das erwartete Passagierwachstum von bisher gut zwei Prozent auf voraussichtlich über fünf Prozent. Damit würde Stuttgart 2015 wieder deutlich über zehn Millionen Passagiere zählen.

Prof. Georg Fundel erklärte heute: „Wir sehen die steigenden Fluggastzahlen als Zeichen für die wirtschaftliche Stärke von Baden-Württemberg. Trotz schwieriger Marktlage und vieler ordnungspolitischer Hemmnisse haben wir erneut ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet. Mein Dank dafür geht an unsere Mitarbeiter und Systempartner, ohne deren Flexibilität und Engagement das Ergebnis so nicht möglich wäre.

Ab dem Sommerflugplan 2015 haben wir mit den Fluggesellschaften Easyjet und Ryanair zwei der am schnellsten wachsenden Airlines von Europa in Stuttgart, deren Angebote den Passagieren weitere Vorteile verschaffen. Darum erwarten wir ein Wachstum von voraussichtlich über fünf Prozent bei den Passagieren und von etwa zwei Prozent bei den Flugbewegungen. Wir werden – bei allen Unwägbarkeiten, die es in der Branche immer gibt – 2015 wieder über zehn Millionen Fluggäste in Stuttgart begrüßen können“.

Flughafendirektor Walter Schoefer bilanzierte: „Das Quartier unserer Airport City hat im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht. Das New Office Airport Stuttgart (NOAS), das die Deutschlandzentrale der Unternehmensberatung Ernst & Young als Hauptmieter beherbergen wird, hat Richtfest gefeiert und wird Anfang 2016 bezugsfertig sein. Auch das Parkhaus P 14 mit dem Fernbusbahnhof der Landeshauptstadt Stuttgart wird planmäßig im Frühjahr 2016 in Betrieb gehen und mit zusätzlichen 1.560 Parkplätzen das Angebot an Parkflächen für Fluggäste und Besucher verbessern.

Dazu haben wir auch 2014 unseren Weg zu einem nachhaltigen Fairport weiter verfolgt. Unser erster Nachhaltigkeitsbericht 2014 ist dabei nur ein Anfang. Wir werden unsere Anstrengungen für Nachhaltigkeit und Umwelt auch zukünftig weiter vorantreiben“, so Schoefer.

Vereinigung Cockpit mit neuem Vorstand

Die Vereinigung Cockpit (VC), der Berufsverband der Verkehrspiloten in Deutschland, hat heute in Frankfurt einen neuen Vorstand gewählt. Als Präsident des Verbandes wurde Kapitän Ilja Schulz mit 92,8 Prozent der abgegebenen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Der 47-jährige fliegt seit 1991 im Lufthansa Konzern. Martin Locher, Pilot bei TuiFly, wurde zum Vizepräsidenten gewählt. Der Vorstand umfasst acht weitere Mitglieder, neuer Sprecher der VC ist Markus Wahl.

Ilja Schulz bedankt sich bei den Piloten für die breite Zustimmung. „Dieses deutliche Ergebnis bestätigt unsere bisherige Linie. Ich sehe es auch als Auftrag, die Interessen der Piloten in den dringlichsten Themen der Luftfahrt weiterhin mit ganzer Kraft voranzutreiben. Bei der Flugsicherheit dürfen keine Kompromisse eingegangen werden und die Arbeitsbedingungen der deutschen Piloten stehen nicht zum Ausverkauf.“

Boeing: Michelin als Lieferant des Jahres gekürt

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Die Michelin Flugzeugreifen-Sparte ist von dem weltweit größten Luftfahrtunternehmen Boeing als „Lieferant des Jahres“ gekürt worden. Michelin erhielt die Auszeichnung des Herstellers von Zivil-Flugzeugen sowie Verteidigungs-, Raumfahrt- und Sicherheitssystemen in der Kategorie Elektronik/Hydraulik/Mechanik.

Die Michelin Flugzeugreifen-Sparte ist von dem weltweit größten Luftfahrtunternehmen Boeing als „Lieferant des Jahres“ gekürt worden. Michelin erhielt die Auszeichnung des Herstellers von Zivil-Flugzeugen sowie Verteidigungs-, Raumfahrt- und Sicherheitssystemen in der Kategorie Elektronik/Hydraulik/Mechanik.

Neben Michelin wurden 13 weitere Unternehmen und eine Universität im Rahmen der Preisverleihung am 15. April in Chantilly, Virginia (USA), für ihre herausragenden Leistungen in der Zusammenarbeit mit Boeing geehrt. Boeing betonte, dass die Auszeichnung „Lieferant des Jahres“ die außerordentliche Performance des Zulieferers unterstreiche. Schon zu Beginn des Jahres hatte der global agierende Flugzeugbauer Michelin den „Boeing Performance Excellence Award“ verliehen.

„Unsere Teams haben sehr hart dafür gearbeitet, den Geist der wechselseitigen Partnerschaft mit Boeing zu festigen. Das Ergebnis ist eine enge und weiter wachsende Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Unternehmen“, sagte Frank Moreau, Direktor der Michelin Luftfahrtreifen-Sparte, im Rahmen der Preisverleihung. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung, da sie auf Qualität, zeitgerechter Lieferung, Unterstützung nach Auslieferung und dem Einhalten von Kostenzielen basiert. Außerdem bescheinigt sie uns, dass wir schnell und flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagieren.“

MICHELIN Radial-Flugzeugreifen mit NZG-Technologie

Die Partnerschaft von Michelin und Boeing kommt bei einem großen Teil der Boeing Produktpalette zum Tragen: vom weltweit meistverkauften Flugzeug, der Boeing 737, über die Reihen 777 und 787 bis hin zum Militärbereich. Die MICHELIN Radial-Flugzeugreifen mit NZG-Technologie (Near Zero Growth) sind speziell auf Langlebigkeit, Dauerhaltbarkeit und geringe Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership – TCO) ausgelegt, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen.

Bereits 1995 hat Boeing die von Michelin ursprünglich für die 777-Serie entwickelte Radial-Technologie in sein Modellprogramm integriert und die Nutzung auf seine gesamte Langstreckenflotte ausgedehnt. Auch die künftige 787-9 wird mit Radialreifen der neuen NZG-Generation von MICHELIN ausgerüstet.

„Unser Erfolg in 2014 beruht zu einem großen Teil auf der starken Leistung unserer Zulieferkette“, sagte Kent Fisher, Leiter Lieferanten-Management bei Boeing. „In allen unseren Geschäftsfeldern nimmt der Wettbewerb zu. Um unsere Position als Marktführer zu behaupten, brauchen wir Partner wie Michelin auf Lieferantenseite, die wissen, dass Produkte, Services und Unterstützung einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil bilden, um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen oder sogar zu übertreffen.“

Die Preisträger repräsentieren die Elite unter den mehr als 13.000 Boeing-Zulieferern in weltweit 47 Ländern. Die Auswahl beruht auf strengen Leistungskriterien in Bezug auf Qualität, Liefer-Performance, Kostenkontrolle, Kundenservice und technischer Expertise.

H225M Caracal interessiert polnische Verteidigung

Die Entscheidung des polnischen Verteidigungsministeriums für die Anschaffung von Hubschraubern geht an Airbus Helicopters und Partner Heli Invest Services mit Vorauswahl des H225M Caracal Hubschraubers.

Die H225M Caracal ist die Marine-Version des ehemals EC225 bezeichneten Hubschraubers. Mit dem Hubschrauber und entsprechendem Support sollen die Verteidigungsfähigkeiten Polens technologisch, industriell und im Einsatz in einem strategischen Langzeit-Programm deutlich gestärkt werden. Im weiteren Verlaufe des Angebotsprozesses soll der Caracal-Helikopter allen Anforderungen und Aufgaben der polnischen Verteidigungskräfte entsprechen und nun die Demonstration dafür erbringen, dass er die Kriterien des Betreibers erfüllt.

Flugverkehr am Airport Schönefeld komplett auf Südbahn verlegt

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Letzte Schritte bei den Vorbereitungen für die Sanierung der Nordbahn am Flughafen Berlin-Schönefeld: Seit heute früh wird der Sicherheitsbereich des Flughafens Schönefeld um die südliche Start- und Landebahn des BER sowie weitere Flugbetriebsflächen erweitert.

Das sogenannte Cleaning, die sicherheitstechnische Überprüfung der Anlagen und Gebäude, ist angelaufen. Ab 02. Mai wird der gesamte Flugverkehr von Schönefeld von der Nordbahn auf die Südbahn verlagert. Am 06. Mai fällt der Startschuss für die Sanierungsarbeiten an der Nordbahn. Das Titelbild zeigt die temporäre Inbetriebnahme der südlichen Start- und Landebahn des BER: Der erste Start auf der Südbahn – um 05:35 Uhr lokaler Zeit hob ein Airbus A320 von Condor, Flugnummer DE6544, nach Palma de Mallorca ab. Die ersten Flüge von der Südbahn sind in Betriebsrichtung West auf der Bahn 25L gestartet und gelandet. Insgesamt wurden an dem Samstag 130 Flugbewegungen erwartet.

Der Abschluss der Bauarbeiten sowie die Rückverlagerung des Flugverkehrs von der Süd- auf die Nordbahn sind für den 24. Oktober 2015 vorgesehen. Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat für die Dauer der Arbeiten eine per Mail und Telefon erreichbare Anwohnerinfo eingerichtet, bei der sich die Flughafen-Nachbarn über den Stand der Bauarbeiten informieren und eventuelle Lärmbelästigungen melden können.

Info-Angebot für Anwohner und Passagiere

Anwohner-Information zur Nordbahn/Südbahn gibt es telefonisch beim Flughafen unter:

+4930-60916091

oder per Anschrift an:

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH D-12521 Berlin.

Zudem stellt die Flughafengesellschaft aktuelle Informationen und Antworten auf häufige Fragen zum Bauvorhaben unter hier online zur Verfügung. Für Schönefeld-Passagiere gibt es bei An- und Abreise keine Änderungen.

Pünktlich zum Start der Sanierung der Nordbahn haben alle Anwohner und Interessierten zudem die Möglichkeit ein neues Online-Angebot der Flughafengesellschaft zu nutzen. Auf „Direkt zum BER“ können Fragen zum Flughafen Berlin Brandenburg oder allgemein zum Luftverkehr in der Region gestellt werden. Alle Nutzer können über die eingereichten Fragen abstimmen. Die Fragen mit der größten Zustimmung werden von der Flughafengesellschaft beantwortet und veröffentlicht.

Bauarbeiten und Ablauf der Sanierungsarbeiten

Bei der Sanierung der Nordbahn werden die beiden oberen Asphaltschichten erneuert und ein sogenannter Antirutsch-Belag aufgebracht. Die Sicherheitsflächen, die die Start- und Landebahn umgeben, werden analog der Südbahn konstruktiv ertüchtigt. Zusätzlich werden die beidseitig der Nordbahn angeordneten Schlitzrinnen abgebrochen und neu gebaut, Abschnitte des Regenwasserkanalsystems saniert und Teile eines Schmutzwasserkanals ausgetauscht. Die Befeuerungsanlage wird auf aktuelle LED-Technik umgerüstet.

Die Nordbahn wird in drei Bauabschnitten von West nach Ost saniert. Die Zulieferung von Baumaterial erfolgt vorrangig über die Bundesstraße B96a. Die Flughafengesellschaft ist bestrebt, Belastungen für die Anwohner zu minimieren und wird gesondert informieren, wenn größere Verkehrsmengen zu erwarten sind. Die Genehmigungsbehörde LuBB hatte am 11. Dezember 2014 grünes Licht für die Bahnsanierung gegeben.

Fluglärmmessungen rund um den Airport

Zur Sanierung der Nordbahn und dem damit verbundenen temporären Flugverkehr auf der Südbahn wird die Flughafengesellschaft die Messstellen rund um den BER in Betrieb nehmen. Zusätzlich plant die FBB mobile Messungen. Die Messergebnisse werden monatlich an die zuständigen Behörden und die Fluglärmkommission übermittelt sowie im Nachbarschaftsportal der Flughafengesellschaft veröffentlicht.

Flughafen für Fußball: Eintracht Frankfurt und Fraport verlängern Partnerschaft

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Die Fraport AG verlängert ihr Sponsoring-Engagement bei Eintracht Frankfurt und bleibt für weitere vier Jahre Premium-Partner des Fußball-Clubs. Die Fraport AG ist seit 2001 Sponsor der Eintracht. Nach elf ereignisreichen Jahren als Hauptsponsor begleitet der Flughafenbetreiber seinen Nachbarn im Frankfurter Stadtwald seit der Spielzeit 2012/2013 als Premium-Partner. Die Partnerschaft geht in der kommenden Spielzeit 2015/2016 bereits in das 15. Jahr. Die Fraport AG bleibt damit einer der langjährigen Sponsoren des hessischen Erstligisten.

Dr. Stefan Schulte, Fraport-Vorstandsvorsitzender, freut sich über die Vertragsunterzeichnung: „Die Entscheidung, unser Engagement bei Eintracht Frankfurt zu verlängern, ist uns leichtgefallen. Der Flughafen und die Eintracht bewegen die Region, das gehört einfach zusammen. Durch die Kontinuität in unserer Unterstützung wollen wir zum sportlichen Erfolg der Mannschaft beitragen. Wir sind stolz, eine so lange Zeit als Partner an der Seite der Eintracht zu stehen und freuen uns auf die nächsten Jahre als Sponsor und treue Fans.“

Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG: „Die positive Entwicklung der Eintracht in den vergangenen 15 Jahren ist in großem Maße auch auf die langjährige Kooperation mit Fraport zurückzuführen. Der Flughafen Frankfurt ist zudem ein internationaler Botschafter der Rhein-Main-Region, weswegen wir uns freuen, die außerordentlich freundschaftliche Zusammenarbeit fortführen und insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung weiter-entwickeln zu können.“

SPORTFIVE-Teamleiter Thorsten Rittersberger ergänzt: „Die langfristige Vertragsverlängerung zeigt, wie gut die Zusammenarbeit für beide Seiten funktioniert. Als einer der größten Arbeitgeber und wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region profitiert Fraport von Eintracht Frankfurt als Kommunikationsplattform – und der Verein kann weiterhin auf einen verlässlichen Partner zählen.“

Köln Bonn Airport sperrt große Bahn am Donnerstag

Die große Start- und Landebahn des Köln Bonn Airport soll am kommenden Donnerstag, 23. April, in der Zeit von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr für den Flugverkehr gesperrt werden. Grund dafür sind notwendige Sanierungsarbeiten an der Asphaltdecke. Der startende und landende Flugverkehr wird an diesem Tag während der Dauer der Arbeiten verstärkt über die Querwindbahn (06/24) und über die kleine Parallelbahn (14R/32L) geleitet. Auch die Querwindbahn ist momentan gesperrt.

Die Arbeiten an der Querwindbahn, die in den kommenden Monaten umfassend saniert wird und deshalb gesperrt ist, werden für diesen Tag jedoch unterbrochen.

Frequenzen der Lufthansa von Rostock nach München erhöht

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Mit dem heutigen Abflug der LH 2189 wurde die zusätzliche Geschäftsreiseverbindung der Deutschen Lufthansa nach München durch die Staatssekretärin Frau Ina-Maria Ulbrich und den Geschäftsführer der IHK zu Rostock, Herrn Jens Rademacher, offiziell eröffnet.

„Der Ausbau der Anbindung an das Drehkreuz München ist ein erfolgreicher Meilenstein für die gesamte Region, touristisch sowie auch wirtschaftlich. Eine Entwicklung, die nur Hand in Hand mit der IHK zu Rostock, Rostock Business, dem Tourismusverband des Landes und der Tourismusgesellschaft der Stadt Rostock erreicht werden konnte.“ – so Dr. Rainer Schwarz, Geschäftsführer des Flughafen Rostock-Laage.

Ab sofort bietet die Deutsche Lufthansa ab Rostock-Laage vier wöchentliche Verbindungen nach München an. Jeweils montags, mittwochs, freitags und sonntags bietet der Anschluss zum internationalen und Europa-Drehkreuz Anschlussmöglichkeiten nach ganz Europa sowie nach Asien und Nordamerika wie z.B. Sao Paulo, Peking, Chicago, Rom, Paris u.v.m. Die neuen, zusätzlichen Lufthansa-Verbindungen nach München sowie sämtliche Anschlussflüge in alle Welt sind bereits buchbar.

Die Abbildungen zeigen: Vor dem Flughafen Rostock-Laage v.l. Gert Proba – Rostock Business, Jochen Bruhn – RVV; Ulrich Scheib – AIRBUS, Ina-Maria Ulbrich – Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Dr. Rainer Schwarz – Flughafen Rostock-Laage; Jens Rademacher – IHK zu Rostock, Tobias Woitendorf – Tourismusverband M-V; Detlev Göllner – Aufsichtsrat Flughafen Rostock-Laage

Schule machen am Reiseziel – Condor unterstützt Charity-Label

Seit November 2014 fliegt Condor zweimal wöchentlich von Frankfurt direkt nach Namibia. Auch am 12. März startete die Boeing erneut nach Windhoek, diesmal mit an Bord: Good Couture von beliya.

Durch einen Mix aus europäischen und afrikanischen Einflüssen ist die ehemalige deutsche Kolonie Namibia ein beliebtes Reiseziel. Viele Fluggäste faszinieren Natur und die Sehenswürdigkeiten des Landes: Insbesondere der Etosha Nationalpark, der mit einer Fläche von 22.000 Quadratmetern der zweitgrößte Nationalpark in Afrika ist.

Dennoch herrscht in dem afrikanischen Land nach wie vor Armut und ca. 15 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten. Deswegen hilft beliya Kindern in verschiedenen Schulprojekten vor Ort und ermöglicht so einen Schulbesuch. Andrea Noelle und Annika Busse gründeten 2012 das Social Startup beliya, um Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Nach dem Motto: „Schöne Taschen, die Gutes tun“ kreiert das junge Charity Label stylische Taschen und Accessoires aus nachhaltigen Upcycling-Materialien.

Jeder Kauf ermöglicht einem Kind den Schulbesuch für ein Jahr. Die Förderung ist sehr persönlich, denn jede Kundin erfährt mit dem Kauf den Namen des Kindes, welches sie unterstützt, auch gibt es Portraits aller Schützlinge. Mittlerweile können dank der Initiative über 500 Kinder zur Schule gehen.

Condor unterstützt das soziale, unternehmerische Engagement der beiden Frauen. So reisten die Gründerinnen auf der neuen Strecke nach Namibia und freuen sich sehr, dass sie dank dieser Hilfe die Schulen und Kinder erstmals persönlich besuchen konnten. Aktuell soll beim Schulbau in Rehoboth, Namibia geholfen werden. Das Charity-Label sammelt gerade Gelder über Crowdfunding.

Jetairfly nimmt Verbindung Berlin – Antwerpen auf

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Seit dem 18. April 2015 fliegt die belgische Linienfluggesellschaft Jetairfly neu vom Flughafen Berlin-Tegel. Die Airline verbindet Berlin in diesem Sommer dreimal pro Woche mit Belgiens Handels- und Kulturmetropole Antwerpen.

Die Maschinen starten montags um 14:20 Uhr in Berlin-Tegel, mittwochs heben die Flieger in der deutschen Hauptstadt um 14:00 Uhr ab, samstags fliegt Jetairfly um 14:40 Uhr von Berlin nach Antwerpen. Die Flugdauer beträgt an allen Flugtagen 01:25 Stunden. Zurück geht es ebenfalls jeden Montag, Mittwoch und Samstag. Auf der Strecke setzt Jetairfly Maschinen des Typs Embraer 190 ein, die 112 Passagieren Platz bieten.

Antwerpen – Kulturelles Herz Belgiens

Der Flughafen Antwerpen (ANR) liegt rund drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Mit dem Bus gelangen Reisende direkt und problemlos vom Flughafen in die Innenstadt. Die Stadt im Norden Belgiens in der Region Flandern ist mit rund einer halben Million Einwohnern die größte Stadtgemeinde des Landes. Mit einem der größten Seehäfen Europas, beeindruckender Architektur und zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten lockt die Handelsmetropole und Kulturstadt jedes Jahr Touristen nach Antwerpen.

TUI-Tocher Jetairfly

Jetairfly ist eine belgische Fluggesellschaft mit Sitz in Brüssel. Im März 2004 wurde die Airline als Tochtergesellschaft der TUI sowie Mitglied des Konzernverbundes TUI Airlines Belgium gegründet. Die Flotte besteht aus insgesamt 21 Flugzeugen vom Typ Boeing und Embraer. Im März 2013 übernahm die belgische Fluggesellschaft ihre erste Embraer 190. Vom Flughafen Antwerpen fliegt Jetairfly insgesamt sechs Ziele in Europa an. Berlin ist die einzige deutsche Destination.

Das Titelbild zeicht das herzliche Willkommen am Flughafen Berlin-Tegel mittels Fontaine der Flughafen-Feuerwehr. Seit dem 18. April 2015 fliegt Jetairfly ab Berlin nach Antwerpen. In Abb. 2: Mit Jetairfly nach Antwerpen – Patrick Zeuner (Airline Marketing FBB, 3.v.l.), Tine Vandermeersch (Visitflanders 4.v.l.), Hans Vanhaelemeersch (Chief Communication Officer TUI Travel Belgium, 5.v.l.) und Yves Panneels (Antwerp Airport, 6.v.l.) mit Crew freuen sich über die neue Verbindung.