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Song Contest: Röntgengeräte vom Flughafen Wien – Übertragung auf Tower

Der Song Contest 2015 wird auch am Airport Wien erlebbar sein: Der Flughafen richtet Public Viewing-Zonen in den Terminals ein, und eine überdimensionale Song Contest-Projektion auf dem 109 Meter hohen Tower rückt den Event in den Abendstunden weithin sichtbar in den Mittelpunkt.

Song Contest-Übertragung ins Terminal

Die Auftritte aller 40 Nationen, die beim Song Contest starten, und alle Übertragungen vom 17. Mai 2015 bis zum Finale am 23. Mai 2015 werden dabei mittels Live-Direktschaltung in den Terminals übertragen. Aber auch für die Musikveranstaltung selbst liefert der Airport wichtiges Know How: Sicherheitskontrollen werden mit Röntgengeräten und Metalldetektoren der Flughafen Wien AG durchgeführt.

Zu finden sind die Public Viewing-Bereiche bei den Gates F01, G04 und G21, im Pier Ost, sowie in der Gepäckausgabehalle bei Band 1 und Band 10. An den Public Viewing-Zonen bei F01, G04 und im Pier Ost wird auf Monitorwänden übertragen, bei G21 und in der Gepäckausgabehalle, wurden große Projektionsflächen eingerichtet. Übertragen werden alle Live Sendungen des ORF inklusive Hintergrundberichte, kurze Promotionspots sowie ein „Best of 60 Jahre Song Contest“ Trailer.

Sicherheitstechnik des Flughafens für den Song Contest

Aber auch für die Musikveranstaltung in der Wiener Stadthalle liefert der Flughafen Wien wichtiges Know How aus der eigenen Sicherheitserfahrung bei über elf Mio. abfliegenden Passagieren pro Jahr: Bereits bei den Aufbauarbeiten der technischen Song Contest-Eventinfrastruktur waren umfangreiche Sicherheitskontrollen, wie zum Beispiel bei der Anlieferung des Equipments, notwendig.

Dabei hat der Flughafen Wien mit der Bereitstellung von einem großen Palletten-Röntgengerät und geschultem Sicherheitspersonal tatkräftig unterstützt. Für die Dauer der Showveranstaltungen stellt der Airport Röntgengeräte und Metalldetektoren für die Sicherheitskontrollen zur Verfügung. Die Durchführung der Sicherheitskontrollen wird vom Veranstalter selbst organisiert.

Lufthansa bringt Flugdaten auf die Apple Watch

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Eine Uhr als Bordkarte nutzen und die wichtigen Details zum Flug am Handgelenk abrufen: Diese Innovation bietet Lufthansa ihren Gästen jetzt mit einer eigens für die neue Apple Watch entwickelten App.

Als idealer Reisebegleiter gibt diese Anwendung dem Fluggast alle relevanten Informationen, die er während der verschiedenen Abschnitte seiner Lufthansa-Flugreise ab 24 Stunden vor seinem Flug abrufen kann. Die neue App auf der Apple Watch wird mit der klassischen Lufthansa-App auf dem iPhone oder iPad über Bluetooth verbunden und kann seit dem Verkaufsstart aus dem App Store jederzeit gratis geladen werden.

Jens Bischof, Mitglied des Passagevorstands, Vertrieb, Produkt & Marketing der Deutschen Lufthansa AG, sagt: „Mobile Anwendungen gewinnen weiter massiv an Bedeutung. Als führende Airline wollen wir nicht nur unsere Spitzenposition an Bord und Boden, sondern gerade auch bei mobilen Anwendungen und digitalen Services kontinuierlich ausbauen. Unser Ziel ist es, unseren Kunden an allen virtuellen „Touch Points“ Informationen und Angebote in Echtzeit zu geben und somit das Reiseerlebnis komfortabler zu gestalten. Mit dieser neuen App behalten unsere Gäste immer die wichtigsten Flugdetails im Blick – ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen.“

Technisch gesehen bündelt die neue Apple Watch App die flugbezogenen Daten und bereitet sie übersichtlich für das Display der Uhr auf. So erinnert die App den Fluggast bereits am Vortag an seine gebuchten Flüge, liefert ständig aktualisierte Informationen zum Flugstatus und zeigt Einsteigezeit, Terminal, Flugsteig und Sitzplatznummer an. Wie bei einem Timer ist dann minutengenau abzulesen, wie viel Zeit noch bis zum geplanten Boarding bleibt. Die Grafik wurde dabei eigens für das Display der Apple Watch entworfen. Diese Funktionalitäten stehen zunächst nur allen Miles & More-Teilnehmern zur Verfügung, die in der Lufthansa App für iPhone oder iPad eingeloggt sind.

Für Reisende ohne eine Miles & More-Karte sind diese Funktionen zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar. Alle Fluggäste können in Passbook abgespeicherte Bordkarten automatisch auch auf ihrer Apple Watch anzeigen lassen und diese zum Boarding verwenden. Der Fluggast kann außerdem das aktuelle Wetter am Zielort bequem von seiner Uhr ablesen. Wie bei den bestehenden Apps wurden für die Entwicklung dieses neuen Angebotes zahlreiche Lufthansa-Kunden bezüglich ihrer Wünsche und Vorstellungen befragt.

Bereits 2009 startete das ‚App-Zeitalter‘ bei Lufthansa mit verschiedenen Anwendungen für alle relevanten Betriebssysteme. Seitdem sind die Lufthansa-Apps vielfach ausgezeichnet worden. Lufthansa hatte zudem als erste Airline die mobile Bordkarte zur Marktreife entwickelt, die seit 2008 ein papierloses Boarding ermöglicht. Heute checken über 50 Prozent der Passagiere mit einer Online- oder einer mobilen Bordkarte bei Lufthansa ein.

Airbus A350 XWB der Finnair erhalten Komponenten von Lufthansa Technik

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Finnair, die erste europäische Fluggesellschaft, die den Airbus A350 XWB in den Betrieb aufnehmen wird, hat mit der Lufthansa Technik AG eine langfristige Vereinbarung über die Komponentenversorgung für den neuen Flugzeugtyp getroffen.

Lufthansa Technik ist einer der führenden Anbieter von technischen Leistungen für die Luftfahrtindustrie, und der Vertrag mit einer Laufzeit von zwölf Jahren ist die erste Vereinbarung des Unternehmens für die A350-XWB Komponentenversorgung.

„Die neuen A350 XWB sind das Rückgrat unserer Wachstumsstrategie, und die Vereinbarung über die Komponentenversorgung ist ein Teil unserer sorgfältigen Vorbereitung auf das Flugzeug“, sagt Jari Huhtinen, der technische Direktor von Finnair. „Wir freuen uns, diesen Vertrag mit Lufthansa Technik zu schließen. Technische Kompetenz der Weltklasse, hohe Zuverlässigkeit der Instandhaltung und wettbewerbsfähige Kosten waren die Hauptgründe für unsere Entscheidung.“

„Dieser erste Vertrag über eine Komponentenversorgung des jüngsten Airbus-Musters ist ein großartiger Vertrauensbeweis unseres Kunden Finnair“, erklärte Dr. Johannes Bußmann, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Technik. „Darüber hinaus unterstreicht er erneut die langjährige Kompetenz der Lufthansa Technik, die reibungslose Einführung neuer Muster zu gewährleisten.“

Der exklusive Total Component Support TCS®-Vertrag umfasst die Verfügbarkeit von A350 XWB-Komponenten und deren Reparaturen. Lufthansa Technik betreut heute bereits die Engine-Related Components der V2500-Triebwerke von Finnair und bietet APU services für APS3200 an.

Die Wartung der neuen A350 XWB liegt ebenso wie die der aktuellen Flotte in den Händen des eigenen Instandhaltungsbetriebs der Airline am Flughafen Helsinki. Finnair hat 19 Airbus A350 XWB fest bestellt. Die ersten vier Maschinen werden in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwartet, weitere sieben in 2016 und 2017. Die Airline wird ihre gesamte neue A350-Flotte bis 2023 übernommen haben.

ISRSE in Berlin – Satellitentechnik für Datenerfassung

Auf Einladung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nehmen rund 750 Experten aus mehr als 65 Ländern an dem alle zwei Jahre stattfindenden Symposium teil.

Wie entwickelt sich die Ozonschicht, wie verteilen sich Spurengase in der Atmosphäre, wie verändern sich – global betrachtet – die Wälder, Küsten, Landmassen und Polarregionen?

Gebündeltes Know-how zur Fernerkundung

Wie können Erdbeobachtungssatelliten bei Naturkatastrophen wie jüngst dem Erdbeben in Nepal helfen, und welchen Nutzen haben die Daten für Geologie, Landwirtschaft, Urbanisierung, Gesundheits- oder Energiemanagement? Welche Techniken stehen für die Verarbeitung der immer größer werdenden Datenmengen zur Verfügung? Das sind zentrale Themen der 36. Internationalen Erdbeobachtungskonferenz ISRSE, die am 11. Mai 2015 in Berlin eröffnet worden ist.

„Das DLR ist mit seinen Instituten und auch in seiner Rolle als Raumfahrtagentur international mit an der Spitze bei Entwicklung und Förderung neuer Technologien im Bereich Radar, optischer Systeme und Laser. Diese Technologien sind für Forschung und Industrie gleichermaßen interessant. Dabei bilden wir die gesamte Kette des geo- und ingenieurwissenschaftlichen Spektrums ab“, sagte der DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner anlässlich der Eröffnung.

High-Tech für Forschung und Industrie

„Wir entwickeln Systeme und Algorithmen, um die stetig wachsenden Datenmengen zu verarbeiten, zu archivieren und zeitnah zur Verfügung zu stellen. Die Radar-Interferometrie beispielsweise ermöglicht eine millimetergenaue Erfassung von Bodenbewegungen. Diese treten zum Beispiel bei Erdbeben, wie jetzt in Nepal, auf „, so Prof. Wörner weiter.

Ein konkretes Beispiel, das erstmalig aus dem Datensatz der deutschen Radarsatellitenmission TanDEM-X abgeleitet worden ist, ist auch der so genannte Global Urban Footprint, der „menschliche Fußabdruck“ – mit dem im übertragenen Sinn alle Bauten und Gebäude gemeint sind, die mithilfe der Radardaten hochaufgelöst zur Verfügung stehen und anhand derer sich zum Beispiel Aussagen über den Urbanisierungsgrad treffen lassen.

Ein Datensatz, der für die Wissenschaft, für Entwicklungsprojekte der Weltbank und anderer Organisationen verwendet wird und der mit den Sentinel-Satelliten des gerade im Aufbau befindlichen europäischen Copernicus-Programms fortgeführt werden soll.

Raumfahrt sei dabei Mittel zum Zweck und müsse direkt oder indirekt einen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Nutzen bringen: „Satelliten helfen, Standorte für Windräder optimal festzulegen oder unterstützen bei der Hochwasserkartierung, um den Hilfskräften einen schnellen Überblick zu verschaffen. Weitere Effekte sind unter anderem die Resultate der Global Change-Forschung, aber auch Innovation und die Entwicklung neuer Märkte“, betonte Dr. Gerd Gruppe, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern anderer Raumfahrtagenturen.

Optische Systeme und Radar für Fernerkundung

Auch die optische Fernerkundung spielt dabei neben Radarsatelliten eine wichtige Rolle: So soll der deutsche Umweltsatellit EnMAP ab 2018 die Erdoberfläche in über 200 Spektralkanälen abbilden. Mit diesen „hyperspektral“ genannten Daten wird man eine Reihe neuer Anwendungsmöglichkeiten haben, darunter die Erfassung des Pflanzenzustands oder die Unterscheidung verschiedener Mineralzusammensetzungen an der Erdoberfläche.

Für eine effiziente Datenübertragung vom Satelliten zum Boden soll das „European Data Relais System“ (EDRS) sorgen: Dieses System besteht aus geostationären Relais-Satelliten, die die Daten von den auf niedrigen Orbits fliegenden Satelliten über Laserkommunikation empfangen und dann zur Erde schicken. Die Kerntechnologie dabei sind die so genannten Laser Communication Terminals (LCT), die federführend in Deutschland entwickelt und gebaut werden.

Die 36. ISRSE-Konferenz findet zu einem wichtigen Zeitpunkt statt: Die Vereinten Nationen definieren in diesem Jahr eine globale Entwicklungsagenda mit den sogenannten „Sustainability Development Goals“, haben im März den zweiten Hyogo Aktionsplan mit dem Ziel beschlossen, weltweit die Schäden von Katastrophen zu reduzieren, und richten vom 30. November bis 11. Dezember 2015 in Paris die nächste Weltklimakonferenz aus, um über ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zu entscheiden. Auch ein globales Waldschutzprogramm ist geplant.

Fernerkundung langfristig verfügbar gestalten

Bei all diesen Themen spielt Erdbeobachtung eine wichtige Rolle als Lieferant einzigartiger globaler und aktuellster Daten unserer Erdoberfläche. „Wenn der Kongress dazu beiträgt, dass diese Daten und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die darauf beruhen, auch langfristig und mit hoher Qualität verfügbar sind und in den internationalen Aktivitäten mehr und mehr genutzt werden, dann wäre das ein gutes Ergebnis“, sagte DLR-Vorstandsvorsitzender Wörner abschließend.

Im Titelbild: Auf der Radaraufnahme von Berlin-Mitte sieht der Stadtbezirk durch Gelbfärbung aus wie illuminiert. Die skelettartige Anmutung der Bauten entsteht durch die Radarstrahlen, die an den Ecken und Kanten besonders stark reflektiert werden. Diese Art der Vermessung ist aus dem All mit dem deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X im sogenannten Staring-Spotlight-Modus möglich. Dabei wird die Antenne des Satelliten für längere Zeit auf ein bestimmtes Zielgebiet gerichtet. So kann die Auflösung verbessert werden, im konkreten Fall liegt sie bei 20 Zentimetern. In der Bildmitte befindet sich der Tiergarten und die Siegessäule, links der Hauptbahnhof und das Bundeskanzleramt.

Abb. 2: Zur Sentinel-Satellitenfamilie des Copernicus-Programms gehört auch der Sentinel-6-Satellit, der ab 2021 die Topografie der Meeresoberflächen hochpräzise messen soll. Er wird im Auftrag der ESA von Airbus Defence and Space gebaut. Der Satellit soll die Meeresoberfläche in einem Zehn-Tages-Rhythmus global kartieren und Aufschlüsse über Veränderungen des Meeresspiegels, die Geschwindigkeit und Richtung von Meeresströmungen und die in den Ozeanen gespeicherte Wärme geben.

Abb. 3 (von links): Gunter Schreier (DLR-Organisationsteam ISRSE), Prof. Volker Liebig (ESA-Direktor für Erdbeobachtung), Prof. Johann-Dietrich Wörner (DLR-Vorstandsvorsitzender), Dr. Wolfgang Scheremet (Abteilungsleiter Industriepolitik im Bundeswirtschaftsministerium), Rudolf Strohmeier (Generaldirektor Forschung und Innovation der Europäischen Kommission) und Dr. Helmut Staudenrausch (DLR-Organisationsteam ISRSE) eröffneten den 36. Erdbeobachtungskongress ISRSE am 11. Mai 2015 in Berlin.

Abb. 4: Während der ISRSE-Konferenz wurde zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und Airbus Defence and Space auch der Vertrag für den sechsten Sentinel-Satelliten unterzeichnet. Mit dabei (von links): Prof. Volker Liebig, ESA-Direktor für Erdbeobachtung, Dr. Gerd Gruppe, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Alain Ratier, Generaldirektor der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (Eumetsat), Dr. Michael Menking, Direktor Erdbeobachtung, Navigation und Wissenschaft bei Airbus Defence and Space und Astrid Koch, Copernicus-Programmverantwortliche bei der Europäischen Kommission.

Abb. 1, 3 und 4: DLR (CC-BY 3.0). Abb. 2: Airbus Defence and Space.

Flughafen Frankfurt erstmals mit über fünf Millionen Passagieren im April

Erstmals wurde am Flughafen Frankfurt die Grenze von fünf Millionen Fluggästen in einem April-Monat überschritten. Stark besucht wurden Ziele in Fernost, aber auch der Inlandsverkehr nahm kräftig zu. Die hohe prozentuale Steigerung der Passagierzahl um 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf einen Pilotenstreik im April 2014 zurückzuführen. Ohne solche Basiseffekte wie den Pilotenstreik und die Verschiebung der Osterferien lag das Passagierwachstum in Frankfurt im April dennoch bei etwa 2,5 Prozent. Das Cargo-Aufkommen stieg leicht um 0,8 Prozent auf 173.274 Tonnen an.

Entgegen des bisherigen Trends nahm auch die Zahl der Flugbewegungen im April stark zu. Mit 39.858 Starts und Landungen lag der Wert um 5,9 Prozent über dem von April 2014. Aber auch ohne den Basiseffekt des Pilotenstreiks aus dem Vorjahreszeitraum wuchsen die Flugbewegungen um circa 0,3 Prozent. Die kumulierten Höchstartgewichte setzten im Berichtszeitraum ihren positiven Trend fort. Der Anstieg um 7,7 Prozent auf 2.476.798 Tonnen markierte ein neues Allzeithoch und ersetzte den bisherigen Höchstwert vom April 2011.

Im internationalen Portfolio konnten die Konzernflughäfen der Fraport AG eine insgesamt positive Entwicklung bei gemischten Einzelergebnissen registrieren. Der slowenische Hauptstadtflughafen Ljubljana zählte 112.310 Fluggäste, was einem zweistelligen Anstieg von 13,3 Prozent entsprach. Ebenso erfreulich war das Wachstum in Lima, Peru, das um 7,6 Prozent auf 1.280.540 Passagiere anstieg. Die bulgarischen Twinstar-Flughäfen Varna und Burgas mussten hingegen ebenso wie der türkische Flughafen Antalya Rückgänge von 13,1 Prozent auf 51.542 Reisende beziehungsweise von 7,4 Prozent auf 1.603.832 Fluggäste hinnehmen.

Dies hängt unter anderem mit weniger russischen Passagieren aufgrund der Schwäche des Rubels zusammen, wovon auch St. Petersburg betroffen ist. Dort ging die Zahl der Passagiere um 5,7 Prozent auf 937.061 zurück. Hannover verzeichnete nur einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent auf 434.360 Gäste. Eine besonders positive Entwicklung war in Xi’an, China, zu beobachten: Hier nutzten insgesamt 2.739.238 Passagiere den Flughafen, was einem erheblichen Plus von 15,9 Prozent entsprach.

Christian Schulthess Schweizer Vertreter in Luftfahrtkommission ANC

Der Bundesrat hat den Vertreter der Schweiz in der Luftfahrtkommission (ANC) der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) in Montreal ernannt: Ab dem 01. Januar 2016 wird Christian Schulthess während dreier Jahre für die Schweiz in dieser Kommission Einsitz nehmen. Seit 1980 gehört die Schweiz zur ABIS-Gruppe (ABIS: Austria – Benelux – Ireland – Switzerland – Portugal). Die Gruppe schlägt gemeinsame Kandidaten zur Wahl in die Kommission vor und verfügt über eine gemeinsame Vertretung am Sitz der ICAO. Über diese Vertretung kann die Schweiz ihre Interessen mittelbar oder unmittelbar geltend machen.

In der kommenden Amtsperiode, die am 01. Januar 2016 beginnt, wird die Schweiz den Vertreter der ABIS-Gruppe stellen. Der Bundesrat hat Christian Schulthess zum Vertreter in der Luftfahrtkommission ernannt. Christian Schulthess ist als Fluginspektor beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) tätig. Zudem ist er nationaler Koordinator für SAFA-Inspektionen (Safety Assessment of Foreign Aircraft) und Mitglied der European SAFA Steering Expert Group.

Die Kandidatur von Christian Schulthess wurde von der ABIS-Gruppe am 02. April 2015 einstimmig gutgeheissen. Um sich mit der Arbeitsweise der Kommission vertraut zu machen, wird Christian Schulthess bereits am 01. September 2015 seine Arbeit in Montreal aufnehmen.

Christian Schulthess arbeitete zwischen 1980 und 2002 als Berufspilot für CTA, BalairCTA und Swissair. Mit dieser Berufserfahrung im Gepäck leitete er anschliessend von 2000 bis 2010 das Unternehmen Skycruise Switzerland AG, welches Luftschiff-Passagierflüge anbot. Seit 2010 ist er beim BAZL tätig.

Germania verbindet Dortmund im Winter wieder mit Fuerteventura

Die Kanaren sind zurück im Dortmunder Flugplan. Denn im Winter bietet Germania zwei wöchentliche Flüge nach Fuerteventura an, die auch schon buchbar sind. Nach drei Jahren kehrt damit eine Kanareninsel zurück in das Angebot am Ruhrgebietsflughafen. Germania fliegt mehr als 140 Destinationen in Europa, Nordafrika und Westasien an. Die Germania betreibt derzeit 22 Flugzeuge. Damit schließt sich laut Flughafen-Chef Udo Mager ein schwarzer Fleck im Steckenplan.

„Fuerteventura ist eine wirkliche Bereicherung unseres touristischen Programms. Die Kanaren waren in den vergangenen Jahren ein schwarzer Fleck auf unserer Destinationenkarte. Gleichzeitig sehen wir großes Potenzial in der Metropole Ruhr und in Westfalen für Kanarenflüge ab Dortmund. Ich bin mir sicher, mit Germania nun einen starken Partner an der Seite zu haben, der gemeinsam mit den involvierten Reiseveranstaltern dieser Nachfrage ein vernünftiges Angebot entgegen stellt“, sagte Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager.

Flüge nach Fuerteventura sind oneway bereits ab 149 Euro buchbar. Tickets sind im online, telefonisch und in Reisebüros buchbar. Alle genannten Preise verstehen sich inklusive Steuern und Gebühren und enthalten bereits die gesetzlich vorgeschriebene Luftverkehrsabgabe. Immer mit an Bord: Snacks, Softdrinks und mindestens 20 Kilo Freigepäck.

Flugdaten Dortmund – Fuerteventura

Flug Richtung Abflug Ankunft Flugtage
ST6932 Hinflug 14:45 Uhr 18:25 Uhr Montag
ST6933 Rückflug 08:20 Uhr 13:55 Uhr Samstag
ST6932 Hinflug 14:40 Uhr 18:20 Uhr Samstag
ST6933 Rückflug 08:25 Uhr 14:00 Uhr Montag

Aero-Club Idar-Oberstein beim Ausflug zur Wiege des Segelfluges

Bei bestem Flugwetter besuchten am Sonntag sechs Piloten des Aero-Club Idar-Oberstein e.V. die Wasserkuppe in der Rhön/Hessen, welche überregional als die Wiege des Segelflugs, mit der weltweit ältesten Segelflugschule, bekannt ist.

Bereits im Jahre 1910 machten auf diesem Berg Studenten der Akaflieg Darmstadt Flugversuche, bei denen sie bemannte Segelflugzeuge mit Hilfe eines Gummiseils an den Himmel zogen. Nenige Jahre später wurde genau an diesem Ort die erste Segelflugschule der Welt gegründet, welche heute noch existiert. Aufgrund des dortigen Naturschutzgebietes, der hohen Touristenströme und der Besonderheiten vor Ort sind nur wenige Gastflugzeuge pro Tag zugelassen, weshalb die Tour im Vorfeld genauestens geplant wurde.

Von Idar-Oberstein ging es entlang der Nahe nach Bingen und dann vorbei an der Skyline von Frankfurt durch den Taunus in die Rhön bis kurz hinter Fulda. Nach etwas mehr als einer Flugstunde setzten die zwei vereinseigenen Ultraleichtflugzeuge, sowie der Motorsegler zum Landeanflug auf den geschichtsträchtigen Flugplatz an. Nachdem die Flugzeuge geparkt waren erfolgte nach einer kleinen Stärkung eine Wanderung über das 950 Meter hohe und weiträumige Areal, welches einen fantastischen Panoramablick bis weit nach Thüringen und Bayern bot.

Vorbei an der Wetterstation des deutschen Wetterdienstes und der ehemaligen Radarkuppel durfte ein Besuch des Fliegerdenkmals und des Deutschen Segelflugmuseums natürlich auch nicht fehlen, bevor der Heimflug nach Idar-Oberstein angetreten wurde. Bei allen Teilnehmern wird dieser Ausflug sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Bitte vormerken: Jubiläumsflugtag des Aero-Clubs am 12. und 13. September 2015 auf dem Verkehrslandeplatz Idar-Oberstein.

Titelbild (v.l.n.r.): W. Feil, G. Schick, W. Brust, H. Haffa und Ch. Feil. Foto: Th. Prümml. In Abb. 2: Piloten des Aero-Club Idar-Oberstein am Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe.

Red Bull Air Race zum ersten Mal in Japan

Das Red Bull Air Race feiert am 16./17. Mai sein lang ersehntes Debüt in Japan, macht zum ersten Mal überhaupt Stopp in Ost-Asien. Der zweimalige Weltmeister Paul Bonhomme (Großbritannien) hat nach seinem Auftaktsieg in Abu Dhabi über dem künstlichen Strand am Makuhari Seaside Park in Chiba nun seinen zweiten Sieg in Folge im Visier. Die Stadt blickt auf eine große Flugtradition zurück, hatte 1912 den ersten Zivilflughafen in Japan überhaupt. Lokalmatador Yoshihide Muroya ist indes zuversichtlich, dass ihm seine neue Edge 540 V3 im Rennen gegen Bonhomme und die anderen zwölf Piloten helfen wird.

Der für diese Jahreszeit ungewöhnliche Taifun „Noul“ gibt den Teams mehr Zeit, um an ihren Flugzeugen zu arbeiten, bevor das für Freitag geplante Training sattfindet. Der erwartete Taifun soll noch vor dem Rennwochenende vorüberziehen, und nach derzeitiger Vorhersage das Rennen am Wochenende nicht beeinflussen. Der Race Director des Red Bull Air Race, Steve Jones, erklärt die Tücken des Tracks in Chiba und beschreibt die örtlichen Windverhältnisse: „Der Track in Chiba ist einzigartig.

Flugroute: Besondere Bedingungen für Piloten

So einen Track gab es bisher noch nie. Es ist nur eine Runde zu absolvieren, zudem gibt es zwischen den Gates immer wieder lange Geraden – die Piloten müssen sehr effizient fliegen. Ein anderer Faktor ist das Wetter, das sich sehr schnell ändern kann. Der Wind über Chiba kann sehr stark sein, das Wasser sehr rau. Unter schwierigen Wetterbedingungen effizient zu fliegen, kann den Unterschied machen und über Sieg und Niederlage entscheiden.“

Bonhomme, 2009 und 2010 Red Bull Air Race Weltmeister, wird kein leichtes Spiel haben, sitzt ihm doch eine Schar an Piloten im Nacken, inklusive WM-Titelverteidiger Nigel Lamb aus Großbritannien. Der Australier Matt Hall, der sich beim Auftaktrennen in Abu Dhabi nur denkbar knapp geschlagen geben musste, der Kandier Pete McLeod (3), Hannes Arch aus Österreich (4) und Muroya (6) präsentierten sich ebenfalls allesamt beim Saisonauftakt in Top-Form und wollen nun erneut oder endlich auf das Podium.

„Ich liebe Japan. Die Kultur und die Sprache ist so anders – da weiß man sofort, dass man weit weg von Zuhause ist,“ sagt Bonhomme, der 2001 und 2001 bereits Triumphe im Flugsport in Japan feiern konnte, gewann er doch eine Gold- und Silbermedaille beim „FAI World Grand Prix“.

Muroya, der sein bestes Ergebnis im Red Bull Air Race 2014 mit Platz drei im kroatischen Rovinj verbuchen konnte, hofft nun beim zweiten Stopp der Saison 2015 auf ein weiteres Top-Ergebnis. Für den Japaner ist es die vierte Saison im Red Bull Air Race, und er kann es kaum erwarten, dass sein Sport seit seinem ersten Rennen 2009 nun endlich in seine Heimat kommt.

Aktuelles Air Race WM-Ranking

1. Bonhomme (12 Punkte), 2. Hall (9), 3. McLeod (7), 4. Arch (5), 5. Lamb (4), 6. Muroya (3), 7. Besenyei (2), 8. Ivanoff (1), 9. Dolderer, 10. Sonka, 11. Le Vot, 12. Goulian, 13. Velarde, 14. Chambliss

Nachfrage-Boom: Ryanair zieht Verbindung Köln – Berlin zwei Monate vor

Die neue Streckenverbindung Köln – Berlin der Low-Cost-Airline Ryanair wird aufgrund der großen Nachfrage bereits im September starten, zwei Monate früher als geplant. Damit werden mit dem erweiterten Winterflugplan für 2015 bis zu zwei Millionen Kunden transportiert. Die neue Verbindung Köln-Berlin wird somit ab dem 03. September 2015 fünfmal täglich bedient werden. Ryanair bietet für begrenzte Zeit die Flüge von Köln nach Berlin für nur 9,99 Euro an. Diese Tickets müssen bis Donnerstag, 14. Mai 2015, gebucht werden und sind für Reisen im September, Oktober, November und Dezember verfügbar.

Geschäftsreisende und Urlauber haben dann die Chance, die günstigsten innerdeutschen Flugpreise auf einem bequemen und für Unternehmen freundlichen Weg in Anspruch zu nehmen.

Fakten zu Ryanairs Winterflugplan für Köln

  • Drei stationierte Flugzeuge (Investition von 300 Millionen US-Dollar)
  • Neun neue Verbindungen: Alicante, Kopenhagen, Gran Canaria, Málaga, Mailand, Porto, Valencia und Warschau
  • 17 Verbindungen insgesamt
  • 129 wöchentliche Flüge
  • Jährlich zwei Millionen Passagiere

Lufthansa: Langstrecken-Jets jetzt mit Premium Economy

Die Umrüstung der Lufthansa-Flotte mit der neuen Premium Economy kommt planmäßig voran. Heute haben die Experten von Lufthansa Technik den Einbau der Premium-Economy-Class-Sitze in einen Airbus A340-300 mit der Registrierung D-AIGO vollendet. Somit bieten nun insgesamt 53 Flugzeuge den beliebten Extrakomfort in der Economy Class auf rund 2.000 neuen, großzügig ausgestatteten Sitzen. Fluggäste können damit bereits auf der Hälfte aller Langstrecken-Jets die neue Reiseklasse der Fluglinie genießen. Die Reihenfolge des Umbaus der Flugzeuge erfolgt nach Flugzeugtypen. So haben alle Boeing 747-8 und Airbus A380 auf Strecken vom Hub Frankfurt die Premium Economy bereits an Bord.

15 der in München stationierten Airbus A340-600 und die beiden A340-300 in Düsseldorf verfügen ebenfalls über die neuen Sitze. Damit startet die Lufthansa ihre Jets bereits heute zu den 33 wichtigsten Langstreckenzielen mit der Premium Economy an Bord. Zu den Destinationen zählen unter anderem New York, Miami, Los Angeles, Sao Paolo, Peking, Singapur oder Hong Kong.

Die ersten Kundenbewertungen zur neuesten Klasse zeigen eine hohe Zufriedenheit, insbesondere der Sitzkomfort, der Service und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis werden dabei gelobt. In den nächsten Wochen werden die verbleibenden Flugzeuge vom Typ Airbus A330-300, A340-300, A340-600 sowie Boeing 747-400 umgerüstet. Der Umbau soll im Herbst 2015 abgeschlossen sein.

Neuheiten mit der Premium Economy Class

Der Sitz ist je nach Flugzeugtyp um bis zu drei Zentimeter breiter. Zusätzlich sorgen eine eigene, breite Armlehne an jedem Sitz und eine Mittelkonsole zwischen den Sitzen für mehr Privatsphäre und damit insgesamt rund zehn Zentimeter mehr Freiraum zur Seite. Die Rückenlehne lässt sich weiter nach hinten neigen und der Sitzabstand ist mit 38 Inch beziehungsweise 97 Zentimeter deutlich großzügiger. Somit wächst der persönliche Freiraum im Vergleich zur Economy Class um etwa die Hälfte.

Die verstellbare Kopfstütze ist auch an den Seiten klappbar und gibt bequemen Halt. Höhenverstellbare Fußstützen ab der zweiten Reihe und – konstruktiv bedingt – Beinauflagen mit integrierter Fußstütze in der vorderen Reihe bieten zusätzlichen Komfort. Mit zwei Gepäckstücken bis zu je 23 Kilogramm kann jeder Fluggast doppelt so viel Freigepäck mitnehmen wie in der Economy Class.

Vorteile der Premium Economy am Boden

Gegen einen Aufpreis von 25 Euro haben die Passagiere zudem die Möglichkeit, vor ihrem Abflug die Annehmlichkeiten vieler Lufthansa Business Lounges zu genießen. Der Zugang zur Welcome Lounge in Frankfurt ist gegen eine Gebühr von 50 Euro möglich.

Der Check-in- und der Boardingprozess sowie die Handgepäckbestimmungen entsprechen denen der Economy Class. An Bord erwartet die Premium-Economy-Passagiere ein aufgewerteter Service: Das umfangreiche Inflight-Entertainment-Programm können die Fluggäste über den eigenen Touchscreen-Bildschirm mit einer Bilddiagonale von elf bis zwölf Zoll (28 bis 30 Zentimeter) steuern. Außerdem bietet jeder Platz einen USB-Anschluss und eine Steckdose zur Nutzung eigener Geräte. Eine vielfältige Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften ergänzt das Unterhaltungsangebot.

Flughafen Wien AG zum Endbericht des Rechnungshofes

Die Flughafen Wien AG macht zum nun vorliegenden Endbericht des Rechnungshofes anlässlich der Folgeüberprüfung zum Projekt Skylink/Terminal 3 die Feststellung: Die Empfehlungen des Rechnungshofes wurden weitgehend, das heißt, soweit faktisch möglich, umgesetzt, was vom Rechnungshof im Endbericht auch anerkannt wird. Durch die konsequente Verfolgung von Schadenersatzansprüchen konnten rund 30 Mio. Euro für den Flughafen zurückgeholt und nicht zuletzt dadurch die Kosten für den Skylink auf zuletzt 722 Mio. Euro reduziert werden. Unter Einrechnung der sogenannten Schnittstellenprojekte reduzierte sich die Gesamtsumme auf rund 816 Mio. Euro gegenüber dem Budgetwert von 940 Mio. Euro.

Für die Bearbeitung gegenwärtiger und künftiger Bauprojekte hat sich der Flughafen Wien, auch unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Rechnungshofes, organisatorisch und personell völlig neu aufgestellt und agiert als starker Bauherr gegenüber den Auftragnehmern.

Der Rechnungshof selbst bestätigt in seinem Bericht, dass der Flughafen Wien seinen Empfehlungen gefolgt ist. So hat sich das Unternehmen für künftige Bauprojekte organisatorisch und personell völlig neu aufgestellt, der Baubereich wurde neu strukturiert, die örtliche Bauaufsicht verstärkt, das Projektcontrolling neu organisiert und ein zentraler Einkauf eingerichtet.

Die im Kosten- und Zeitrahmen umgesetzten Bauprojekte der jüngeren Vergangenheit – etwa die Neugestaltung des Pier West, die Modernisierung des Terminal 1 sowie die großflächige Pistensanierung bei laufendem Flugbetrieb – bestätigen diesen erfolgreichen Weg. Durch die Verfolgung von Schadenersatzansprüchen konnten rund 30 Mio. Euro für den Flughafen gewonnen werden.

Raumfahrtkonzern Patria aus Finnland an Ruag verkauft

Der Verkauf des Raumfahrtgeschäfts der finnischen Patria an die Ruag ist abgeschlossen. Am 07. Mai haben beide Unternehmen die finalen Transaktionsschritte unterzeichnet. Damit werden Patrias Raumfahrtaktivitäten wie auch alle 29 Mitarbeitenden von der neu gegründeten Firma Ruag Space Finnland übernommen. Ruag und Patria haben die Akquisition des Raumfahrtgeschäfts bereits im Dezember 2014 mitgeteilt. Die wichtigsten Produktbereiche von Ruag Space in Finnland sind Elektronik zur Überwachung und Steuerung von Satelliten, Systeme für die Stromversorgung sowie Elektronik-Baugruppen und dazugehörige Test-Systeme.

Im Patria hat erfolgreich an zahlreichen Satellitenprogrammen der europäischen Weltraumagentur ESA mitgewirkt, unter anderem an den Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-2, Earthcare und Swarm sowie am Weltraumteleskop Gaia.

Peter Guggenbach, CEO Ruag Space, zeigt sich sehr erfreut: „Wir heißen die finnischen Kollegen bei uns herzlich willkommen. Die Akquisition von Patria Space ist für die Ruag Space ein weiterer wichtiger Internationalisierungsschritt. Und das Know-How und die Leistungsfähigkeit des finnischen Standortes sind eine wertvolle Ergänzung zu unseren bestehenden Kompetenzen.“

Airbus Helicopters zeigt IFR-Anflug für Hubschrauber an zivilen Flughafen

Airbus Helicopters hat einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu umweltfreundlicheren Hubschraubereinsätzen erreicht: Eine H175 des Unternehmens flog in geräuscharmen IFR-Verfahren den Heliport am Flughafen Toulouse-Blagnac in Südwestfrankreich an, der auch von kommerziellen Airlines benutzt wird.

Dieses Ereignis fand zum Abschluss eines siebenjährigen Projekts für umweltfreundlichere Hubschrauberanflüge statt.

Leise IFR-Anflüge auf Zivilflughafen

Die laterale und vertikale Führung bei den Landeanflügen übernahm EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service), das europäische SBAS (Satellite-Based Augmentation System). Da neben der H175 gleichzeitig auch Flugzeuge den Flughafen anflogen bzw. verließen, eignen sich die hubschrauberspezifischen Verfahren bewiesenermaßen für SNI- (Simultaneous Non Interfering) und IFR-Manöver an mittelgroßen Zivilflughäfen.

„Airbus Helicopters hat als erster Hubschrauberhersteller weltweit hubschrauberspezifische IFR-Verfahren an einem Heliport durchgeführt, der an einen Flughafen mit kommerziellem Flugverkehr angebunden ist“, erklärte Tomasz Krysinski, Head of Innovation and Research bei Airbus Helicopters. Die geräuscharmen IFR-Hubschrauberanflüge basieren auf den lärmoptimierten Flugpfaden, für die Airbus Helicopters im Jahr 2013 mit einer H155 eine bis zu 50 Prozent geringere Lärmentwicklung nachweisen konnte. Dieses Ergebnis gehört zu den Hauptzielen der Initiative Clean Sky.

Perspektiven für Personentransport per Hubschrauber

Die detaillierte Entwicklung und Umsetzung der Verfahren im Toulouser Luftraum gelang durch GARDEN, ein Partnerprojekt mit dem Schwerpunkt auf Flugverkehrsmanagement, das Airbus Helicopters bei Clean Sky zuarbeitet. „Wir sind zuversichtlich, dass sich Flughäfen und abgelegene Orte in lärmsensiblen Umgebungen dank dieser umweltfreundlichen IFR-Verfahren verstärkt für Hubschrauber öffnen werden. Das ebnet dem Passagiertransport mit Hochgeschwindigkeitshubschraubern den Weg.“ so Krysinski weiter.

Airbus Helicopters absolvierte diesen Demonstrationsflug im Rahmen des Clean-Sky-Projekts „Green Rotorcraft Integrated Technology Demonstrator“. Clean Sky ist Europas zielstrebigstes Forschungsprogramm für die Luftfahrt. Sein Ziel ist die Entwicklung bahnbrechender Technologien, die den Lufttransport durch leisere, treibstoffeffizientere Flugzeuge und Hubschrauber umweltfreundlicher machen werden.

Kay Kratky als neuer CEO von Austrian Airlines bestätigt

Kay Kratky ist in der heutigen außerordentlichen Aufsichtsratssitzung als neuer Chief Executive Officer (CEO) von Austrian Airlines bestätigt worden. Er war bereits im Vorfeld von Lufthansa als Wunschkandidat nominiert worden. Kay Kratky wird am 01. August 2015 Jaan Albrecht als CEO und Vorstandsvorsitzender des österreichischen Flag-Carriers nachfolgen, der mit 01. Juni 2015 die Austrian Airlines verlässt. In der Zwischenzeit, den Monaten Juni und Juli, wird Chief Commercial Officer Andreas Otto im Vorstand alleine die Verantwortung tragen.

Über Kay Kratky

Kay Kratky (57) ist derzeit Mitglied des Passagevorstandes der Deutschen Lufthansa AG. Dort trägt er als Chief Operating Officer (COO) die Verantwortung für das Ressort Operations und den Hub Frankfurt mit rund 20.000 Mitarbeitern. COO Klaus Froese und CFO Heinz Lachinger sind weiterhin Teil des erweiterten Vorstandes.

„Elvis Fever“ am Airlebnis-Tag im Frankfurter Terminal

Singende und tanzende Gäste feierten gestern den „Elvis Fever“ Airlebnis-Tag in den Terminals des Frankfurter Flughafens. Ein besonders tolles Bild gaben die vielen weiblichen Besucher ab.

Denn die waren im Fünfzigerjahre-Outfit inklusive Petticoat an den Flughafen gekommen, um mit ihren Familien und Freunden mit Rock ’n‘ Roll den diesjährigen Muttertag zu feiern. Spätestens beim Auftritt von Oliver Steinhoff, Europameister der Elvis-Imitatoren und mehrfach ausgezeichnet als bester Elvis-Darsteller, konnte keiner mehr stillstehen. Einheitliche Meinung: Elvis lebt!

Weitere musikalische Highlights waren die Rock ’n’ Roll- und Rockabilly-Band Boppin‘ B, sowie IKE and the Capers, ein Akustik-Trio aus Berlin mit der „Elvis, Scotty & Bill-Show“. Das musikalische Programm wurde flankiert von einer Ausstellung, die mit Privatfotos und Erinnerungsstücken aus Elvis‘ Zeit im hessischen Bad Nauheim Einblicke in sein Leben als Soldat in Deutschland gewährte, sowie von einer Oldtimer-Ausstellung vor Terminal 1.

Publikumsmagnet war auch die auf einem ersten Teilstück wiedereröffnete Besucherterrasse sowie die davorliegende und ebenfalls neu gestaltete Food Plaza mit McDonald’s-Restaurant und -Playland im Terminal 2.

airberlin reduziert Minus beim EBIT im 1. Quartal 2015

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Bei Deutschlands zweitgrößter Airline airberlin hat sich im ersten Quartal 2015 das EBIT um 23 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal auf -159,9 Millionen Euro verbessert (Q1 2014: -182,8 Millionen Euro). Damit ergeben sich zum Jahresbeginn bereits jetzt wichtige Ergebniseffekte in der angestoßenen strategischen und operativen Neuausrichtung der airberlin. Der durchschnittliche Yield von airberlin beträgt in der aktuellen Ergebnisbetrachtung 121,66 Euro (Q1 2014: 116,72 Euro). Das entspricht einer Yield-Optimierung von 4,2 Prozent zum Vorjahresquartal, was vor allem durch ein verbessertes Revenue-Management erreicht werden konnte.

Bei der Umsatzentwicklung ist ein Anstieg auf 793,7 Millionen Euro zu verzeichnen, was einem Umsatzwachstum von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2014: 761,8 Millionen Euro) entspricht. Durch eine verbesserte Performance in den ersten drei Monaten weist auch das operative Ergebnis (EBIT) mit -159,9 Millionen Euro im ersten Quartal eine Steigerung um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal aus (Q1 2014: -182,8 Millionen Euro).

airberlin mit stailer Liquidität

Unter Berücksichtigung der aktuellen Sonderbelastungen aus dem laufenden Restrukturierungsprogramm sowie sonstigen Einmaleffekten liegt das bereinigte EBIT bei -151,4 Millionen Euro. Das Nettoergebnis im ersten Quartal 2015 beträgt -210,1 Millionen Euro (Q 1 2014: -209,8 Millionen Euro). Das Nettoergebnis verringerte sich aufgrund höherer Zinsaufwendungen und Marktbewertungsschwankungen bei den Sicherungsinstrumenten. Die Air Berlin PLC verfügte zum 31. März 2015 mit 287,6 Millionen Euro Liquidität über eine stabile Finanzausstattung (Q1 2014: 273,0 Millionen Euro).

Die aktuelle Kostenstruktur ist durch die leicht erhöhten Aufwendungen im Personal- und Technikbereich sowie erhöhte Airport Charges gekennzeichnet. Die Personalkosten sind aufgrund einer direkten Beschäftigtenübernahme bei NIKI sowie Tarifentwicklungen und Einmalaufwendungen gestiegen. Entstandene Aufwendungen für Technik und Airport-Charges werden jedoch durch gezielte Struktureffekte während der aktuellen Neuausrichtung im laufenden Geschäftsjahr wieder ausgeglichen.

Stückkosten erhöht – Langer Weg zur Erholung

Die angebotenen Sitzplatzkilometer (ASK) konnten um 1,5 Prozent gesteigert werden. In Hinblick auf die Auslastung im ersten Quartal 2015 konnte mit 83,2 Prozent eine leichte Erhöhung gegenüber dem Wert des Vorjahresquartales von 81,8 Prozent erreicht werden. Der Gesamtumsatz pro Sitzplatzkilometer (RASK) lag bei 6,71 EURct (Steigerung um 2,6 Prozent gegenüber Q1 2014: 6,54 EURct). Die Stückkosten (CASK) haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,8 Prozent von 8,14 EURct auf 8,20 EURct erhöht.

Stefan Pichler, CEO der Air Berlin PLC, kommentiert das Ergebnis des ersten Quartals wie folgt: „Wir haben erste operative Ergebniseffekte aus dem Kapazitätsabbau und einem leicht verbesserten Yield Management Ansatz. Gleichzeitig haben saisonale Effekte – wie zum Beispiel Ostern – das Ergebnis ebenfalls positiv beeinflusst. Aber wir stehen am Anfang eines langes Weges zur Erholung.“

Partnerschaften zeigen weiter Wachstum

Stefan Pichler betont die Stärkung der Partnerschaften von airberlin, insbesondere mit Etihad Airways: „In den ersten drei Monaten des Jahres konnte das Passagieraufkommen mit über 176.400 Gästen noch einmal um starke 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert werden. Gemeinsam mit Etihad Airways haben wir die Kooperation auch durch den Ausbau der Codeshare-Verbindungen intensiviert. Neu sind Codeshare Flüge von Abu Dhabi nach Hongkong, Sri Lanka und Nairobi.“ Auch innerhalb der oneworld® wurde im ersten Quartal 2015 ein Passagierplus von 19 Prozent verzeichnet. Vor allem der Airline-Partner Iberia hat durch seine Streckenperformance und effiziente Auslastung maßgeblich zum Wachstum beigetragen.

Das in 2014 aufgelegte Restrukturierungsprogramm zeigte seit Jahresbeginn 2015 bereits erste positive Effekte. Durch die im Januar abgeschlossene Restrukturierung des Netzwerkes, die fortlaufende Verbesserung des Revenue-Management-Systems sowie durch die Etablierung eines neuen Tarifkonzeptes sind erste positive Umsatzeffekte zu erkennen, die sich in den kommenden Monaten verstärken werden.

Im ersten Quartal wurde die neue Marke „airberlin business benefits“ eingeführt, mit der airberlin die vielen, für Unternehmen bereits bestehenden Vorteile bündelt und weiter ausbaut. Anfang Mai hat airberlin ihr neues Tarifkonzept für die Kurz- und Mittelstreckenflüge gelauncht. Mit den maßgeschneiderten Tarifen erschließt airberlin neue Kundengruppen und bietet ein hohes Maß an Flexibilität.

2. Quartal verfehlt wohl Erwartungen

Ein weiterer Fokus ist die Serviceoffensive von airberlin. Dazu gehören unter anderem die neu eingeführten Kundenbeiräte. Im Juni startet airberlin die 24/7 Serviceoffensive, mit der ab Jahresmitte jedem Fluggast innerhalb von 24 Stunden Feedback zu seiner Anfrage gegeben und alle Kundenanfragen innerhalb von sieben Werktagen abschließend bearbeitet werden.

Durch einen erhöhten Marktdruck, sowie Sonderaufwendungen erfüllt das zweite Quartal in der absehbaren Geschäftsentwicklung noch nicht die gesetzten Erwartungen. airberlin arbeitet jedoch konsequent an der Neuausrichtung in den kommenden Quartalen, um eine positive Erlösentwicklung bei den verkauften Passagierkilometern (RPK) sowie eine stetige Verbesserung der Durchschnittserlöse (Yield) zu erzielen. In diesem Zusammenhang ist auch der kontinuierliche Ausbau des Produktangebotes von strategischer Bedeutung.

Stefan Pichler ist von der Neuausrichtung überzeugt: „Das erste Quartal ist ordentlich verlaufen. Wir sehen jedoch, dass die Neuausrichtung unseres Konzerns weiter konsequent umgesetzt werden muss, damit wir unsere gesetzten Ziele erreichen und die notwendigen Impulse am Markt setzen. Ich bin davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit unserem Fokus auf eine offene und integrative Managementkultur werden wir auch zukünftig weitere Verbesserungen auf operativer Ebene umsetzen.“

Ladestation für Elektro-Fahrzeuge am Flughafen Nürnberg

Raus aus dem Elektromobil, rein ins Terminal und bei der Rückkehr ins geladene E-Fahrzeug einsteigen. Mit vier modernen Ladestationen für Elektrofahrzeuge sorgt die N-ERGIE ab sofort dafür, dass der Aufenthalt am Albrecht Dürer Airport Nürnberg für Tagesreisende, Abholer und Besucher mit einem Elektromobil noch entspannter ist.

Klaus Dotzauer, kaufmännischer Prokurist der Flughafen Nürnberg GmbH, hat stellvertretend für Dr. Michael Hupe die Ladestationen am heutigen Montag gemeinsam mit Rainer Kleedörfer, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung der N-ERGIE symbolisch in Betrieb genommen. An der Ladesäule zwischen dem Parkhaus P1 und dem Terminal sowie an drei Wand-Ladestationen – sogenannten Wallboxen – im Parkhaus P3 können die Fahrer vorerst kostenfrei Strom „tanken“. „Elektromobilität wird zu einer wichtigen Komponente des zukünftigen Energiesystems, weil sie die Möglichkeit bietet, dezentral erzeugten Strom in der individuellen Mobilität der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Autos während der Reise versorgt

So kann die regionale Wertschöpfung gesteigert und die Klimabilanz verbessert werden“, sagt Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE. „Gemeinsam mit dem Flughafen, der ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt in der Metropolregion ist, tragen wir dazu bei, die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum weiter auszubauen und umweltschonende Mobilität zu fördern.“

„Wir freuen uns, dass unsere Gäste ab jetzt nicht nur entspannt abheben, sondern gleichzeitig ihr Elektrofahrzeug entspannt aufladen können“, so Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer des Albrecht Dürer Airport Nürnberg. „Die Ladestationen passen perfekt zu unserem Selbstverständnis: Wir wollen unseren Gästen am Airport Nürnberg eine breite Servicepalette bieten. Während sie vereisen oder hier verweilen, kümmern wir uns zum Beispiel um ihre Autos. Dazu tragen nun neben unserem Produkt ParkenPlus auch die neuen Elektrostationen bei.“

An den vier Ladestationen am Flughafen Nürnberg können Elektrofahrzeuge mit Typ2-Buchse oder andere Elektromobile über einen Adapter geladen werden. Die drei Wallboxen im Parkhaus P3, die vor allem Tagesreisenden zur Verfügung stehen, haben jeweils einen Typ2-Stecker mit einer Leistung von elf Kilowatt (kW). Die Ladesäule zwischen dem Parkhaus P1 und dem Terminal kann von allen Kurzzeitparkern genutzt werden. Sie verfügt über zwei Typ2-Stecker mit einer Leistung von je 22 kW. Diese Ladesäule wird in den Ladeverbund Franken+ integriert, zu deren Gründungsmitgliedern die N-ERGIE zählt. Damit ist die Flughafen-Ladesäule eine von rund 40 öffentlichen Ladestationen, die vom Ladeverbund Franken+ im Großraum Nürnberg betrieben werden.

Elektromobilität: Von Roller bis Kleinlaster

Für die N-ERGIE ist Elektromobilität ein wichtiger Baustein für die Gestaltung der energiewirtschaftlichen Zukunft. Das Unternehmen investiert bereits seit 2008 in Elektromobilität und hat früh erste Erfahrungen mit Elektrofahrrädern, -rollern, Segways, Elektroautos und -kleinlastern gesammelt. Neben einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet von Nürnberg testet die N-ERGIE verschiedene Ladesäulen und Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark.

Besonders der ökologische Aspekt der Elektromobilität ist der N-ERGIE wichtig, denn nur mit Ökostrom ist Elektromobilität wirklich nachhaltig und emissionsfrei. Deshalb sorgt die N-ERGIE dafür, dass an ihren Ladesäulen Ökostrom geladen werden kann. Darüber hinaus unterstützt der regionale Energieversorger mit seinem CO2-Minderungsprogramm die Installation von Wand-Ladestationen.

Recaro mit neun Prozent mehr Umsatz

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Recaro Aircraft Seating blickt auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. Der Flugzeugsitzlieferant mit Hauptsitz in Schwäbisch Hall hat mit mehr als 90.000 hergestellten Sitzen nicht nur einen Produktionsrekord erreicht, sondern erwirtschaftete mit 367 Millionen Euro auch den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte. Recaro Aircraft Seating erzielte im Jahr 2014 mit mehr als 1.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 367 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (2013: 337 Millionen Euro).

„2014 konnten wir unser globales Wachstum wie geplant fortsetzen – das Umsatzplus von neun Prozent hat unsere Erwartungen sogar leicht übertroffen“, erklärt Dr. Mark Hiller, geschäftsführender Gesell-schafter von Recaro Aircraft Seating. „Einen Rekord erzielten wir zudem bei unseren Produktionszahlen: Im vergangenen Jahr haben wir an unseren weltweiten Standorten mehr als 90.000 Sitze hergestellt.“

Diese Steigerung ist nicht nur auf die innovativen Recaro Produkte wie den Economy-Class-Sitz BL3530 für die Kurz- und Mittelstrecke zurückzuführen, der seit dem Marktstart weltweit mehr als 240.000 Mal verkauft wurde. Vorausschauend hat das Unternehmen zudem Kapazitäten an den weltweiten Standorten ausgebaut, um der Marktentwicklung und wachsenden Nachfrage nach Recaro Produkten zu begegnen.

Die positive Entwicklung liegt nicht zuletzt in effizienzsteigernden Maßnahmen und der daraus resultierenden guten Performance begründet: Das hohe Qualitätslevel und die große Liefertermintreue des internationalen Produktionsverbunds wird durch positive Ratings der Airlines und Flugzeughersteller bestätigt. So hat Airbus beispielsweise im April 2015 dem Unternehmen den Gold Award als „Best Performer“ verliehen. Aufgrund der herausragenden Prozesse wurde der Firmensitz zudem Anfang Mai 2015 als „Beste Fabrik“ mit dem renommierten „Industrial Excellence Award“ ausgezeichnet.

Auch dem Jahr 2015 sieht Recaro Aircraft Seating äußerst positiv entgegen: „Das Jahr ist sehr gut angelaufen, unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt“, so Mark Hiller. „Wir gehen davon aus, dass wir den Umsatz 2015 um mehr als zehn Prozent steigern – und damit unsere Planung erneut übertreffen.“ Zuwächse erwartet der Flugzeugsitz-lieferant unter anderem durch Produkthighlights wie den Economy-Class-Sitz CL3710, der sich zu einem Bestseller im Bereich der Langstrecke entwickelt. Nach seinem Launch an Bord von KLM Royal Dutch Airlines im Jahr 2014 folgen nun zahlreiche weitere Kundenversionen des Sitzes.

Um die starke Position im Markt weiterhin mit innovativen Produkten zu untermauern, investiert das Unternehmen 13 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Zudem wird das After-Sales-Portfolio weiter ausgebaut. „So planen wir, unseren hohen Wachstumskurs von durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr mittelfristig fortzusetzen“, sagt Hiller. „Bis zum Jahr 2018 soll unser internationaler Mitarbeiterstamm auf 2.400 Beschäftigte anwachsen, der Umsatz soll dann 590 Millionen Euro betragen.“

Raumsonde DAWN: Wissenschaftler erstellen 3D-Modell von Ceres

Seit dem 23. April 2015 umkreiste die Raumsonde Dawn den Zwergplaneten Ceres in einem Abstand von nur 13.600 Kilometern. Insgesamt fast 2000 Bilder nahm währenddessen die Kamera an Bord auf und deckte dabei die komplette Oberfläche des Zwergplaneten ab.

„Aus diesen Daten berechnen wir nun das erste dreidimensionale Geländemodell von Ceres, das im Laufe der Mission mit immer besserer Auflösung verfeinert und optimiert wird“, sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler im Dawn-Missionsteam.

Schon jetzt aber zeigen hohe Aufwölbungen, ungewöhnliche Kraterformen, helle Flecken und erstaunlich flache Ebenen auf der Oberfläche von Ceres, dass der Zwergplanet für Diskussionen unter den Wissenschaftlern sorgen wird. „Die Aufnahmen sind zwar sehr gut, aber zurzeit können wir über vieles nur spekulieren. Ceres lässt sich nicht so einfach verstehen.“ Bis zum 06. Juni 2015 wird die Sonde sich nun nach und nach auf einen Abstand von nur noch 4.400 Kilometern über der Oberfläche hinuntersenken und alle drei Tage den Zwergplaneten, dessen Durchmesser fast 1.000 Kilometer beträgt, einmal umrunden.

3D-Geländemodell von Ceres erstellt

Mit den aktuellen Aufnahmen untersuchen die Planetenforscher vor allem die Rotationszeit und die Rotationsachse des Zwergplaneten. „Das sind wichtige Informationen, die wir für unsere exakte Kartierung von Ceres benötigen“, sagt DLR-Wissenschaftler Prof. Ralf Jaumann. Zudem sollen auch die genauen Flugbahnen für den kommenden, drei Mal näheren Orbit ab Juni festgelegt werden. Für präzise wissenschaftliche Erkenntnisse reicht die Auflösung von 1,3 Kilometern pro Bildpunkt allerdings noch nicht aus.

Auch wenn erkennbar wird, dass beispielsweise der hellste Fleck im Inneren eines Kraters aus mehreren hellen Flecken besteht, kann seine Ursache noch nicht geklärt werden. „Es ist wahrscheinlich, dass dort relativ frisches Eis vorhanden ist, aber auch Salz wäre eine plausible Erklärung.“ Wie genau die Reflektionen zustande kommen, werden die Planetenforscher wohl erst verstehen, wenn Dawn deutlich näher über die Oberfläche von Ceres fliegt. „Wir können auch sich auftürmende Dome erkennen, extrem unterschiedliche Kraterformen und ungewöhnlich flache Ebenen zwischen den Kratern“, erläutert Prof. Ralf Jaumann. „Man kann viel vermuten, aber zurzeit noch schwer einschätzen um was es sich wirklich handelt.“

Immer näher an Ceres‘ Oberfläche herangeflogen

Für die Forscher am DLR-Institut für Planetenforschung beginnt mit den bisherigen Aufnahmen jetzt die Berechnung eines ersten dreidimensionalen Geländemodells des Zwergplaneten. Voraussichtlich Ende Mai könnte dieses vorliegen – die aufwendige Verarbeitung der Daten erfordert Zeit und große Computerkapazitäten. In den kommenden Monaten wird die Dawn-Sonde nach und nach immer dichter über der Oberfläche von Ceres fliegen. Nachdem Dawn vom 06. bis zum 30. Juni 2015 in einem Abstand von 4.400 Kilometern den Zwergplaneten aufgenommen und untersucht hat, beginnt am 04. August 2015 der so genannte „High Altitude Mapping Orbit“ (HAMO), bei dem die Kamera aus nur noch 1.470 Kilometern auf Ceres blickt.

„Dieser Orbit ist für die Optimierung unseres dreidimensionalen Geländemodells besonders wichtig, denn man erkennt alle geologischen Formationen auf der Oberfläche des Zwergplaneten“, betont DLR-Planetenforscher Ralf Jaumann. Im abschließenden „Low Altitude Mapping Orbit“ (LAMO) wird vor allem der amerikanische Gammastrahlen- und Neutronendetektor an Bord aus 375 Kilometern Entfernung Daten messen und die Chemie analysieren. Aber auch Detailaufnahmen mit der Kamera werden möglich sein.

Ceres ganz anders als Vesta

„Wir wissen jetzt schon, dass Ceres sehr spannend für uns Planetenforscher sein wird.“ Vor allem die Frage, wie es im Inneren der eisigen Ceres aussieht, beschäftigt Planetenforscher Ralf Jaumann. Der Zwergplanet in 434 Millionen Kilometern Entfernung von der Sonne liegt hinter der Frostgrenze im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Während das erste Ziel der Mission, Asteroid Vesta, ein so genannter trockener Asteroid ohne Wasser war, wird mit Ceres als zweitem Ziel der Mission das genaue Gegenteil untersucht: Der Zwergplanet könnte nach Schätzungen der Wissenschaftler einen Wasseranteil von 15 bis 25 Prozent aufweisen. „Die große Frage ist: Gibt es tatsächlich einen Ozean im Inneren? Und wie sieht die Kruste aus? Um die Antworten zu finden, müssen wir uns die Daten ganz genau anschauen.“

Im Bild: Am 03. und 04. Mai 2015 konnte die Raumsonde DAWN der NASA diese Aufnahmen von Zwergplanet Ceres aus einer Entfernung von 13.600 Kilometern aufnehmen. Aus den Daten berechnen Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) das erste dreidimensionale Geländemodell des Zwergplaneten.

Passagierzahlen an Berliner Flughäfen mit Plus im April

Im April starteten und landeten 2.406.528 Passagiere an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel. Das ist ein Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Schönefeld wurden im vierten Monat des Jahres 670.880 Passagiere registriert (plus 6,6 Prozent), in Tegel waren es 1.735.648 Fluggäste (plus 1,6 Prozent). Die Zahl der Flugbewegungen stieg im April auf insgesamt 21.685 Starts und Landungen, ein Anstieg um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 6.263. Das entspricht einer Zunahme von 8,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 2,8 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel im vierten Monat des Jahres 15.422 Flugbewegungen registriert. Von Januar bis April nutzten insgesamt 8.436.316 Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel, ein Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In den ersten vier Monaten wurden in Tegel 6.093.524 Fluggäste gezählt, das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden am Flughafen Schönefeld 2.342.792 Passagiere abgefertigt, das sind 11,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2014.

Die Zahl der Flugbewegungen stieg in den ersten vier Monaten auf insgesamt 78.653 Starts und Landungen, eine Zunahme um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 22.274. Das entspricht einem Anstieg von 6,8 Prozent im Vorjahresvergleich. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 1,6 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel von Januar bis April 56.379 Flugbewegungen registriert.

Bei der Luftfracht konnten im April an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 3.635 Tonnen registriert werden, ein Plus von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Flugbewegungen 03.2015 03.2014 Abw. in % 01.2015 – 03.2015 01.2014 – 03.2014 Abw in %
A. Flugzeugbewegungen, gesamt 20.925 20.382 2,7% 56.968 55.593 2,5%
I. Gewerblicher Verkehr 19.926 19.377 2,8% 54.316 52.982 2,5%
1. Linienverkehr 18.863 18.295 3,1% 51.563 50.137 2,8%
a) Passagierverkehr 18.629 18.069 3,1% 50.897 49.466 2,9%
b) Frachtverkehr 234 226 3,5% 666 671 -0,7%
2. Gelegenheitsverkehr 1.063 1.082 -1,8% 2.753 2.845 -3,2%
a) Pauschalflugverkehr 155 166 -6,6% 412 454 -9,3%
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr 488 485 0,6% 1.248 1.252 -0,3%
c) Frachtverkehr 9 14 -35,7% 24 40 -40,0%
d) Sonstiger Verkehr 411 417 -1,4% 1.069 1.099 -2,7%
II. Nichtgewerblicher Verkehr 999 1.005 -0,6% 2.652 2.611 1,6%
Fluggäste 03.2015 03.2014 Abw. in % 01.2015 – 03.2015 01.2014 – 03.2014 Abw in %
B. Fluggäste, gesamt 2.324.868 2.141.783 8,5% 6.029.788 5.728.938 5,3%
I. Lokal-V. 2.323.811 2.140.180 8,6% 6.026.579 5.725.451 5,3%
1. Linienverkehr 2.298.985 2.116.797 8,6% 5.962.083 5.659.995 5,3%
a) Inland 682.360 649.068 5,1% 1.792.522 1.795.100 -0,1%
b) Ausland 1.616.625 1.467.729 10,1% 4.169.561 3.864.895 7,9%
2. Gelegenheitsverkehr 24.826 23.383 6,2% 64.496 65.456 -1,5%
a) Pauschalflugverkehr 22.360 21.505 4,0% 58.055 60.405 -3,9%
b) Tramp- u. Anforderungsverkehr 1.821 1.341 35,8% 4.833 3.687 31,1%
c) Sonstiger Verkehr 645 537 20,1% 1.608 1.364 17,9%
II. Transit 1.057 1.603 -34,1% 3.209 3.487 -8,0%
Luftfracht 03.2015 03.2014 Abw. in % 01.2015 – 03.2015 01.2014 – 03.2014 Abw in %
C. Luftfracht, gesamt 4.026.961 3.500.608 15,0% 10.872.350 9.524.094 14,2%
Lokal-V. Summe 3.921.125 3.412.986 14,9% 10.620.551 9.293.718 14,3%
Ausladung 1.674.579 1.431.341 17,0% 4.721.680 3.972.926 18,8%
Zuladung 2.246.546 1.981.645 13,4% 5.898.871 5.320.792 10,9%
1. Linienverkehr 3.920.817 3.292.702 19,1% 10.539.014 8.963.448 17,6%
a) Frachter 521.300 510.240 2,2% 1.453.341 1.420.267 2,3%
2. Gelegenheitsverkehr 308 120.284 -99,7% 81.537 330.270 -75,3%
a) Frachter 308 120.284 -99,7% 81.390 330.269 -75,4%
II. Transit 105.836 87.622 20,8% 251.799 230.376 9,3%
III. Trucking 0 0 0,0% 0 0 0,0%
Luftpost 03.2015 03.2014 Abw. in % 01.2015 – 03.2015 01.2014 – 03.2014 Abw in %
D. Luftpost, gesamt 518.174 491.552 5,4% 1.445.884 1.398.897 3,4%
I. Lokal-V. 518.174 489.850 5,8% 1.445.699 1.397.195 3,5%
1. Nachtpostverkehr 478.383 481.998 -0,8% 1.400.276 1.369.175 2,3%
II. Transit 0 1.702 -100,0% 185 1.702 -89,1%

Weltraumwetter: Maßnahmen gegen Strahlenbelastung für Luftfahrt und Satelliten

Unsere hochtechnisierte Gesellschaft hängt mehr und mehr von Systemen ab, die durch das Wetter im Weltraum beeinflusst werden können. Dazu zählen neben Satelliten auch Flugzeuge und Infrastruktur am Boden, und schließlich die menschliche Gesundheit.

Als komplexes Wechselspiel zwischen Vorgängen auf der Sonne, im interplanetaren Raum sowie in der Erdmagnetosphäre, -ionosphäre und -atmosphäre birgt das Weltraumwetter ein Gefahrenpotential für viele Anwendungen. Zum Beispiel kann die Bordelektronik von TV- oder Mobilfunk-Satelliten durch energiereiche Partikelstrahlung zerstört werden, wodurch die Übertragung der Datenströme unterbrochen wird.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) diskutieren im 4. Nationalen Weltraumwetter-Workshop mit Experten aus Industrie, staatlichen Einrichtungen und Behörden über einen nationalen Notfallplan für Extremereignisse im Weltraumwetter.

Weltraumwetter und das Leben auf der Erde

Das Weltraumwetter beeinflusst die ionisierte und neutrale Gashülle der Erde, technologische Systeme im Weltraum und auf der Erde sowie Leben und Gesundheit der Menschen. Koronale Massenauswürfe, sogenannte Sonnenwinde und Sonnenstürme, können dabei die sensiblen Infrastrukturen unserer modernen Gesellschaft erheblich beeinträchtigen: Navigation und Kommunikationssatelliten und die darauf basierenden Dienste, Unterstützungssysteme im Flugverkehr sowie der Betrieb von elektrischen Energienetzen.

Auch kann es zu einer erhöhten Strahlenbelastung im Flugverkehr kommen. „Eine zuverlässige und exakte Vorhersage des Weltraumwetters ist daher von entscheidender Bedeutung, um geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen zu können“, sagt Dr. Jens Berdermann vom DLR-Institut für Kommunikation und Navigation in Neustrelitz.

DSCOVR ersetzt Weltraumwetter-Satellit ACE

Welche maximale Stärke von Weltraumwetterereignissen unsere Sonne hervorbringen kann, ist nicht bekannt. „Daher ist es schwierig abzuschätzen, welche Auswirkungen im Extremfall zu erwarten sind“, sagt Berdermann. „Wir wissen aber aus der Geschichte, dass es schon sehr große Sonnenstürme gegeben hat – wie zum Beispiel beim Carrington-Ereignis im Jahre 1859.“ Damals waren die Auswirkungen für das gesellschaftliche Leben natürlich noch nicht in der Intensität zu spüren, wie es heute der Fall sein könnte.

Damals entdeckte man dies anhand der Beobachtung von Sonnenflecken. Heute helfen uns Satelliten, präzise Angaben machen zu können. Im Januar 2015 startete der Satellit Deep Space Climate Observatory (DSCOVR), der gleich mehrere Parameter eines Ereignisses messen kann: Neben der Temperatur und der Protonendichte, misst er darüber hinaus den dynamischen Druck, das interplanetarische Magnetfeld sowie die Geschwindigkeit und kann damit den in die Jahre gekommenen (seit 1997 aktiven) Vorgänger Advanced Composition Explorer (ACE) ersetzen.

Lediglich ein paar Sekunden benötigt das Signal von DSCOVR zur Empfangsstation auf der Erde und erlaubt dadurch mit einer Vorlaufzeit von 30 bis 60 Minuten eine Aussage über die Stärke eines herannahenden Sonnensturms und die Effizienz der Einkopplung des Sturms in die Erdatmosphäre. Denn der Sonnensturm ist mit 800 bis 2.000 Kilometern pro Sekunde wesentlich langsamer ist als das Signal vom Satellit bis zur Erde. Mit diesen Informationen können dann Vorhersagen zur Art und zum Schweregrad von Störungen von technischen Systemen prognostiziert werden.

Maßnahmen bei einem Sonnensturm – noch kein Notfallplan

Im 4. Weltraumwetter-Workshop werden die Wissenschaftler neben aktuellen Forschungsergebnissen sich auch darüber austauschen, welche Abstimmung untereinander im Katastrophenfall notwendig ist. „Derzeit gibt es noch keinen nationalen Notfallplan für Extremereignisse im Weltraumwetter“, erklärt Berdermann. Zu klären wäre unter anderem, wie der Informationsfluss bei Extremereignissen erfolgen sollte. Welches Weltraumwetter-Servicezentrum sollte wen informieren? Eine weitere offene Frage ist, wo diese Informationen gesammelt und ausgewertet werden. Da das Weltraumwetter nicht nur ein lokales Ereignis ist, muss in einem Notfallplan auch eine Abstimmung mit internationalen Partnern erfolgen.

Ziel des Workshops ist es, ein Positionspapier zu erarbeiten, das politische Entscheidungsträger nicht nur über die Thematik informiert, sondern auch die vorhandenen Kompetenzen in Deutschland deutlich herausstellt. Darüber hinaus geht es aber auch darum, den Entwicklungsbedarf und die Notwendigkeit der Erstellung eines nationalen Notfallplans aufzuzeigen. Der Wissenschaft kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu, denn die weitere Erforschung und Beobachtung der Sonne ist für die rechtzeitige und genaue Vorhersage des Weltraumwetters wichtig.

Schutzmaßnahmen für Satelliten und Flugzeuge im Luftverkehr

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich auf solare Ereignisse vorzubereiten: „Bei sehr starken Ereignissen können Satellitenbetreiber rechtzeitig die empfindlichen Mess- und Kommunikationsbereiche der Satelliten aus dem Sonnenwind drehen oder Satelliten komplett abschalten, um ein internes oder externes elektrisches Aufladen aufgrund von geladenen Teilchen im Sonnenwind zu vermeiden“, erklärt Berdermann. Darüber hinaus können Nutzer von Positionierungs- und Navigationsgeräten über erwartete Ungenauigkeiten informiert werden.

Aber auch innerhalb des Luftverkehrs sind Schutzmaßnahmen angebracht. Hierbei verzichtet man auf die Kommunikation im Hochfrequenzbereich und nutzt dafür den Kurzwellenfunk. Um einer erhöhten Strahlenbelastung zu entgehen, werden polare Flugrouten vermieden. Zudem ermöglicht eine tiefe Flughöhe einen besseren Schutz durch das Magnetfeld der Erde.

Auch im Bereich der Stromnetze können Schutzmaßnahmen getroffen werden, indem die Betreiber sich auf mögliche geomagnetisch induzierte Ströme und dadurch verbundene technische Probleme einstellen und somit schnell reagieren können.

Abb. 1 und 2: Sonne mit koronalem Massenauswurf und deren Folgen auf die Erde, Illustration, sowie Aufnahme der Sonne mit mehreren interagierenden aktiven Regionen. Beide: NASA/SDO and the AIA, EVE, and HMI science teams.

Abb. 3: Die Antenne empfängt Weltraumwetter-Daten des Satelliten DSCOVR, der im Januar 2015 gestartet wurde und gleich mehrere Parameter eines solaren Ereignisses messen kann (DLR).

Pilatus PC-24: Schweizer Business-Jet startet zum Erstflug

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Heute um 10:00 Uhr Ortszeit hob der erste PC-24 Super Versatile Jet vom Flugplatz Buochs zum Jungfernflug ab. 1.800 Mitarbeitende von Pilatus jubelten dem Businessjet, an welchem sie alle direkt oder indirekt mitgearbeitet haben, beim Start begeistert zu. Der Prototyp P01 mit der Registrierung HB-VXA flog insgesamt 55 Minuten über der Zentralschweiz. Der Flug verlief exakt nach Testplan, es zeigten sich keine Probleme.

Startpiste unter 600 Meter

Bereits beim Erstflug konnte der PC-24 seine aussergewöhnliche Performance präsentieren: der zweistrahlige Businessjet hob von der Piste 07 nach nur knapp 600 Metern ab und stieg in rund drei Minuten auf die angezielte Höhe von 10.000 Fuss (ca. 3.000 Meter). Die beiden Piloten an Bord absolvierten dort die ersten akribisch geplanten Versuche. Der Erstflug führte über den Großraum Zentralschweiz – von Altdorf über Engelberg bis hin zum Brünig.

„Pilot in Command“ war Pilatus Testpilot Paul Mulcahy, welcher über eine Erfahrung von über 11.000 Flugstunden verfügt. Er hat bereits unzählige Flugzeugmuster getestet und verfügt auch über eine sehr große Erfahrung mit zweimotorigen Business-Jets. „Bisher läuft alles sehr gut, der PC-24 fliegt sich unglaublich schön und genau so, wie wir es erwartet haben – ein richtiges Pilatus Flugzeug eben“, meldet sich Reto Aeschlimann, der zweite langjährige Pilatus Testpilot an Bord, während des Fluges per Funk aus dem Cockpit.

Über den gesamten Flug hinweg wurde der PC-24 von einem PC-21 begleitet und überwacht. Wie bei Erstflügen üblich wurde das Fahrwerk des PC-24 noch nicht eingefahren. Zwölf Flugversuchs-Ingenieure haben zudem am Boden den Flug mitverfolgt und dabei unzählige Flugdaten vom PC-24 in Echtzeit erhalten. Bei Bedarf kann dieses Fachpersonal den Piloten wichtige Entscheidungsgrundlagen übermitteln. So konnte der gesamte Erstflug vollumfänglich sicher durchgeführt werden.

Die Flugeigenschaften des PC-24 wurden während den vergangenen Monaten in unzähligen Versuchen an Modellen im Windkanal sowie in Simulatoren erprobt und verbessert. Die beiden Testpiloten waren als Teil des Entwicklungsteams bei diesen Versuchen involviert und konnten nun während dem Erstflug die Richtigkeit der Annahmen überprüfen.

PC-24 erster Business-Jet made in Switzerland

„Das ist ein wirklich emotionaler Moment und ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte von Pilatus und der Schweizer Luftfahrtindustrie“, sagt Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk. „Der Erstflug unseres neuen Business-Jets war ein Traum, den wir lange hatten und für welchen wir hart gearbeitet haben. Heute ist mit dem erfolgreichen Erstflug unser ‚Swiss Dream‘ endlich wahr geworden!“

Wie die übrigen Mitglieder der Testcrew strahlt Schwenk über das gesamte Gesicht. Bei der sanften Landung des Jets gaben die Menschen erneut tosenden Applaus. „Der Jet ist ein typisches Pilatus Flugzeug“, sagt Paul Mulcahy beim Verlassen des Flugzeuges begeistert und erntet weiteren Beifall.

Testflugprogramm mit drei PC-24 Testmaschinen

Insgesamt werden drei PC-24 Prototypen gebaut, mit welchen in den kommenden zwei Jahren ein rund 2.300 Stunden umfassendes Testprogramm geflogen werden wird. Weniger als die Hälfte der Stunden werden dabei in der Schweiz absolviert, der Rest erfolgt im Ausland.

Die Zertifizierung und Ablieferungen der ersten Serienflugzeuge an Kunden sind ab 2017 vorgesehen. Anlässlich der European Business Aviation Conference & Exhibition (EBACE) konnte Pilatus im Mai letzten Jahres innerhalb von eineinhalb Tagen 84 PC-24 verkaufen.

Der PC-24 ist der erste Business-Jet weltweit, der serienmäßig mit einem Frachttor ausgestattet ist und auf sehr kurzen Pisten sowie auf Naturpisten starten und landen kann. Außerdem verfügt der Jet über eine äußerst geräumige Kabine, deren Interieur den individuellen Bedürfnissen anpassbar ist. Das macht ihn zu einem „Super Versatile Jet“, einem vielseitig und auf die individuellen Bedürfnisse einsetzbaren Flugzeug.

Condor fliegt Stuttgart – Santorin – Mykonos

Die Fluggesellschaft Condor verbindet ab heutigen Montag, 11.05.2015, Stuttgart mit der griechischen Insel Mykonos. Die Kykladeninsel im Ägäischen Meer wird einmal pro Woche via Santorin angesteuert.

Die Maschine startet in Stuttgart früh morgens um 06:05 Uhr, bereits um 11:25 Uhr landen die Urlauber dann in Mykonos. Der Rückflug nach Stuttgart geht um 12:25 Uhr und landet um 14:15 Uhr.

Die Fluggesellschaft Condor steuert ab Stuttgart auch weitere Urlaubsdestinationen an, darunter zum Beispiel Fuerteventura, Hurghada, Agadir in Marokko oder Antalya. Neben Mykonos werden weitere Ziele in Griechenland angeflogen wie Heraklion, Rhodos oder die Insel Kos.

Hilton Munich Airport: 162 Zimmer mehr neben Terminal 2

Das Hilton Munich Airport wird erweitert. Das Hotel in unmittelbarer Nähe von Terminal 2 des Münchner Flughafens ist 21 Jahre nach seiner Eröffnung aufgrund der stetig steigenden Gästezahlen mittlerweile an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Mit dem geplanten neuen Ostflügel erhöht sich die Anzahl der Zimmer von derzeit 389 auf 551. Parallel zu dieser Erweiterung werden die Flächen der ehemaligen Hotelverwaltung im Hauptgebäude zu einem neuen Konferenzzentrum umgebaut. Anlässlich der Grundsteinlegung bezeichnete der Geschäftsführer der Flughafen München GmbH (FMG) für Finanzen und Infrastruktur, Thomas Weyer, die Hotelerweiterung als „einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Münchner Airports“.

Weyer: „So wie der Flughafen wächst auch die Hotellerie am Airport mit ihren Aufgaben. Angesichts der kontinuierlich steigenden Nachfrage von Übernachtungsgästen ist dieser Ausbauschritt konsequent und folgerichtig.“

Der neue Ostflügel mit insgesamt 162 Zimmern und einer Gesamtfläche von über 8.800 Quadratmetern entsteht auf sieben Geschossebenen. Dabei wird der bestehende Gebäudekomplex verlängert und über einen Verbindungsgang an das Hotel angeschlossen. Der Gast gelangt zukünftig über die Hotellobby durch das neue Konferenzzentrum in den Verbindungsgang zum Neubau. Das Gebäude wird nach den neuesten Energiestandards errichtet. Die Eröffnung des Erweiterungsbaus ist für Anfang 2017 vorgesehen.

Für den Entwurf der Erweiterung zeichnet der international renommierte Architekt Helmut Jahn aus Chicago verantwortlich, der bereits das bestehende Hotelgebäude sowie das München Airport Center entworfen hat. Die Realisierung des Baus liegt in den Händen des Generalplaners Kofler Energies aus Frankfurt. Die Investitionskosten für den neuen Ostflügel und das Konferenzzentrum belaufen sich auf rund 40 Millionen Euro.

Ryanair führt im Herbst mehr Flüge durch

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Ryanair will für die Feriensaison im Oktober über 3.000 zusätzliche Flüge für das gesamte europäische Netzwerk durchführen. Damit stehen weitere 550.000 Sitzplätze zur Verfügung. Kunden von Ryanair können zwischen 190 Zielen in ganz Europa wählen, dabei gelten Sitzplatzreservierungen, ein zweites kostenloses Handgepäck und reduzierte Gebühren. Dank der neuen Webseite und der neuen App mit mobiler Bordkarte sowie dem Family Extra und Business Plus Programm ist Ryanair für Familien, Geschäftsreisende und Urlauber geeignet.

Nun haben Kunden zudem die Möglichkeit ihre Winterflüge noch früher zu buchen. Man kann an Bord auch seine mobilen Endgeräte während des gesamten Fluges benutzen.

Lufthansa verbindet München mit Glasgow

Glasgow ist das neueste Sommerziel der Lufthansa ab München. Die Musik- und Designstadt wird ab dem 16. Mai 2015 einmal wöchentlich unter der Flugnummer LH 2518 angeflogen. Jeweils um 15:10 Uhr startet ein Airbus A319 und bietet damit optimale Anschlussverbindungen von allen innerdeutschen und europäischen Flughäfen. Die Stadt im Südwesten Schottlands bietet ein vielfältiges touristisches Angebot. 1990 wurde Glasgow zur sechsten europäischen Kulturhauptstadt gewählt, 1999 zur Stadt der Architektur und des Designs und 2003 zur Sporthauptstadt. Darüber hinaus gilt Glasgow als „Einkaufszentrums von Schottland“ und ist nach London die beliebteste Shopping-Destination Großbritanniens.

Neben Glasgow fliegt Lufthansa in diesem Sommerflugplan erstmals von München nach Keflavik/Island, Heraklion/Kreta, Sevilla/Spanien und ins italienische Perugia in Umbrien. „Wir freuen uns, unseren Gästen in diesem Sommer fünf neue Ziele ankündigen zu können, darunter das schottische Glasgow. Die Vielfalt an Museen, Kunstgalerien, Geschäften und landestypischen Pubs macht das neue Sommerziel zu einer besonders interessanten Destination“, sagt Thomas Klühr, Mitglied des Lufthansa Passagevorstands Finanzen & Hub München. Den Hin- und Rückflug nach Glasgow soll es ab 129 Euro gegen. Flüge können auch bei den Lufthansa-Reisbüropartnern sowie an den Lufthansa-Verkaufsschaltern an den Flughäfen gebucht werden.

Lufthansa-Verbindung München – Glasgow

Flughäfen / Drei-Letter-Code / Zeitzone (Winter) München, Terminal 2 (MUC) / Weltzeit +01:00 Stunden – Glasgow / (GLA) / Weltzeit +01:00 Stunde
Flugplan (alle Zeitangaben in jeweiliger Ortszeit) MUC-GLA 1-mal wöchentlich (Samstag)

LH 2518: MUC 15:10 Uhr – 16:30 Uhr GLA (samstags)

LH 2519: MUC 17:30 Uhr – 20:45 Uhr GLA (samstags)

Flugdauer (im Schnitt) München – Glasgow 1:20 Stunde

Flugplatz Bressaucourt mit ICAO-Sicherheitszertifikat

Die Sicherheitsprozesse des Flugplatzes Bressaucourt erfüllen die Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat der Betreibergesellschaft Sociéte Coopérative de l’Aérodrome du Jura (SCAJ) das entsprechende Zertifikat erteilt. BAZL-Vizedirektor Martin Bernegger hat das Dokument dem Präsidenten des Verwaltungsrats der Betreibergesellschaft, Jean-Pierre Tardent, übergeben. Die ICAO hat in ihren Standards und Empfehlungen die Vorgaben für sicherheitsrelevante Prozesse auf den Flugplätzen festgelegt. Die im Annex 14 enthaltenen Anforderungen definieren u.a., wie ein Flugplatz die Betankung der Flugzeuge, den Einsatz der Feuerwehr, die periodische Zustandskontrolle von Pisten und Anflugbefeuerung sowie die Schneeräumung zu organisieren hat.

Mit den Vorgaben will die ICAO sicherstellen, dass die Infrastruktur auf einem Flugplatz jederzeit sicher und reibungslos funktioniert. Die sicherheitsrelevanten Prozesse müssen in einem Flugplatzhandbuch festgehalten sein, das gleichzeitig die Grundlage bildet für ein Sicherheits-Management-System. Ein solches System beschreibt, wie eine Organisation vorhandene Risiken identifiziert, bewertet und mit geeigneten Massnahmen reduziert.

Das BAZL überprüft in einem mehrtägigen Audit, ob die Flugplätze die Prozesse und Verfahren den Vorgaben entsprechen und wie beschrieben angewendet werden. Nach erfolgreicher Erst-Zertifizierung führt das BAZL in Bressaucourt zudem alle fünf Jahre Rezertifizierungsaudits durch, um festzustellen, ob die sicherheitsrelevanten Prozesse der Flughäfen den ICAO-Vorgaben noch entsprechen.

Der Flugplatz von Bressaucourt ist nach Genf, Zürich, St. Gallen-Altenrhein, Bern, Sion, Lugano-Agno, Les Eplatures, Samedan, Birrfeld, Ecuvillens und Grenchen der zwölfte Flugplatz in der Schweiz, den das BAZL gemäß den Anforderungen der ICAO zertifiziert hat.

In einem weiteren Schritt ist die Zertifizierung des letzten Schweizer Regionalflugplatz von Lausanne geplant. Der binationale Flughafen Basel-Mulhouse wird von den französischen Aufsichtsbehörden zertifiziert, unter Beteiligung des BAZL.

A400M-Absturz bei Sevilla: MSN023 verunglückte beim Erstflug

Wie der Rüstungskonzern Airbus Defence and Space bestätigte, ist Samstag Nachmittag eine Maschine des neuen Lufttransporters A400M in der Nähe des Flughafens der spanischen Stadt Sevilla verunglückt. Bei dem Unglück, das sich gegen 13:00 Uhr Ortszeit ereignete, führte das Flugzeug mit der Werksnummer MSN023 seinen aller ersten Flug durch. Um 12:45 war es dazu vom Sevilla Airport gestartet. Die A400M soll vielen europäischen und internationalen Streitkräften neue und erweiterte Transportfähigkeiten verschaffen. Das Programm hatte jedoch wiederholt mit Schwierigkeiten zu kämpfen und ist seit Jahren im Verzug.

Airbus gab dazu den Verlust von vier der sechs Personen der Crew bekannt. Die übrigen zwei befinden sich im ernsten Zustand im Krankenhaus. Die gesamte Crew bestand aus spanischen Airbus DS-Angestellten.

Es ist ein schwerer Rückschlag für den Konzern und den Militärtransporter A400M. Die Bundeswehr will ihre einzige bisher zugestellte Maschine vorerst am Boden lassen. Das verunglückte Airbus A400M-Flugzeug war als dritte Maschine für die Türkei bestimmt und hatte im Juni 2015 ausgeliefert werden sollen. Über die Ursachen ist noch nichts bekannt, Airbus schickte Spezialisten vor Ort um die Untersuchungen zu unterstützen.

CFM-Triebwerk LEAP-1B für B737 MAX im Test

Boeing und CFM International, ein gemeinsames Unternehmen von Snecma (Safran) und General Electric, haben am 29. April auf einer modifizierten Boeing 747 als fliegenden Prüfstand das neue LEAP-1B Triebwerk für die Boeing 737 MAX getestet. Damit erreicht das LEAP-1B Triebwerk einen neuen Meilenstein auf dem Weg zur Zulassung, die für 2016 geplant ist.

Die erste Boeing 737 MAX soll 2017 kommen. Der Flug fand an den GE Aviation Flight Test Operations in Victorville, Kalifornien, statt. In dem fünfeinhalbstündigen Testbetrieb arbeitete das Triebwerk gut, es durchlief in seinem Erstflug verschiedene aeromechanische Tests in verschiedenen Höhen.

Triebwerk an die Grenze bringen

Das LEAP-1B Triebwerk durchlief das bisher ausführlichste Zulassungs- und Bodentest-Verfahren bei CFM. Es wird den Antrieb exklusiv für die Boeing 737 MAX Flugzeugfamilie leisten. Mit dem LEAP-1B soll die B737 MAX 14 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als die heutigen Next-Generation 737. Chief Test Pilot von CFM International Steven Crane sagte, er sei immer mehr beeindruckt vom LEAP. Es sei für ein neues Produkt schon außerordentlich ausgereift und die Airlines werden ihre Freude damit haben.

Als nächstes steht auf dem Testflugplan die Ermittlung der Leistungsgrenzen des Triebwerks für den normalen Betrieb, beim Strömungsabriss, die Emissionen und Schallwerte. Auch sollen neue Technologien wie der gewebte Fan aus Kohlefaser-Verbundmaterial, Verbundhüllen aus Keramik in der Hochdruck-Turbine und die Titaniumaluminid-Schaufeln in der Niederdruck-Turbine validiert werden. Für die B737 MAX hat Boeing bis heute insgesamt 2.724 Bestellungen von 57 Kunden erhalten.